Feuerwehr bewältigt lächerlichen Einsatz mit Kreativtät

Schmalensee, den 05.​01.​2025

Das Einsatzjahr 2025 hat für die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee kurios begonnen. Am Samstagabend, 4. Januar, gingen um 23.19 Uhr Sirene und andere Alarmierungsmittel, um die Wehr zum Vorgehen gegen Gefahr aus großer Höhe zu rufen. „Ast droht auf Straße zu fallen“, lautete die Meldung. Aber es waren weder Motorsägen noch die Drehleiter der Feuerwehr Trappenkamp erforderlich, um die Herausforderung zu bewältigen. 

 

Alarmiert wurde die Wehr durch die zuständige Regionalleitstelle, nachdem diese wiederum einen Anruf von zwei Männern erhalten hatte, die zu solch ungewöhnlicher Zeit mit dem Pkw in einem Landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg (die „Straße“) auf dem Wassermissenkamp zwischen Damsdorfer und Stockseer Straße unterwegs waren und die von oben herab hängende Gefahr (den „Ast“) erkannt hatten. 

 

Was folgte war zunächst eine Suche nach dem Einsatzort, zu dem die Wehr via „Damsdorfer Straße 11, dann 700 Meter Feldweg“ geleitet wurde. Immerhin mit der Erkenntnis, dass man in Elmshorn den Standort des Einsatzfahrzeugs verfolgen kann...

 

Am „Einsatzort“ angekommen, bot sich dann das ganze Ausmaß der Gefahr, die Einheimische sicherlich nur bei Tage gemeldet hätten, sodass der Eigentümer des Baumes hätte informiert werden können, dass er Totholz aus einem Überhälter schneiden müsse – as soon as possible. Nun aber waren die freiwilligen Retterinnen und Retter ja da und taten alles, was in ihrer Macht stand, um für sichere Durchfahrt zu sorgen. 

 

In lockerer Formation – der „Diskussionswolke“ – wurde nach der bestmöglichen Lösung mit dem geringstmöglichen Aufwand gesucht. Mit der knappen Mehrheit von 99 Prozent entschied man sich gegen eine Baumfällung. 

 

Vielmehr setzte sich der Vorschlag des Kameraden Sönke Nagel durch, den herabhängenden Ast – eher ein Astfragment von 1 Meter Länge und unter 2 Kilo Gewicht – in die Sprossen der mehrteiligen Feuerwehrleiter einzufädeln und vom Rest des eigentlichen Astes zu lösen und zu Boden fallen zu lassen. 

 

„Und das ist einer der Gründe, warum wir immer Helme tragen“, lässt sich der Sicherheitsbeauftragte zitieren, wenngleich niemand am Kopf beziehungsweise Helm getroffen wurden.

 

Die kreative Vorgehensweise war also von Erfolg gekrönt und der Einsatz um 0.05 Uhr beendet. Zugegeben: Die Anfahrt mit Suche des Einsatzortes dauerte länger als der später vom Einsatzleiter als „Witz“ bezeichnete Einsatz. 

 

Aber: Einsatz ist Einsatz. Und das war die Nummer 1/2025. Unter dem Kommando von Gruppenführer Christopher Orth nahmen zehn Kameradinnen und Kameraden an dem nächtlichen Ausflug in die Feldmark teil. 

 

Text und Fotos: Christian Detlof

 

Bild zur Meldung: Feuerwehr bekämpft Astgefahr mit Steckleiter

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Ast (05.​01.​2025)