Gemeinde Schmalensee – was aktuell gemacht wurde und wird

Schmalensee, den 06.​03.​2025

In Schmalensee sind oder waren oder werden derzeit einige Arbeiten getätigt. Hier der Versuch, einen Überblick zu geben. 

 

Bau einer Windkraftanlage

 

Nicht gerade unauffällig stehen zahlreiche Verkehrszeichen in der Dorfstraße und Damsdorfer Straße und weisen seit dem 24. Februar die Einwohner und Gäste an, hier an Werktagen zwischen 22 und 6 Uhr ihre Fahrzeuge nicht auf der Fahrbahn abzustellen. 

 

Hintergrund ist, dass der Windkraftanlagenbauer und -betreiber Denker & Wulf im „Windpark Damsdorf“ beziehungsweise „Schmalensee Süd“, auf Schmalenseer Seite, unmittelbar neben der Damsdorfer Straße eine weitere Windkraftanlage errichten lässt. Bauteile sind bereits in großer Zahl angeliefert worden und das geschieht in eben jenen nächtlichen Zeitfenstern. Dann rollen Schwertransporte die Damsdorfer Straße hinauf. 

 

Holzfällungen im Gemeindegebiet

 

Die Gemeinde Schmalensee verfügt seit 2024 über ein sogenanntes Baumkataster. Darin sind alle (bekannten) Bäume erfasst, die auf gemeindeeigenen Plätzen und Flächen stehen, und in deren Bereich die Gemeinde für die Verkehrssicherheit verantwortlich ist. 

 

Anhand des Baumkatasters finden regelmäßige Baumkontrollen statt. Erledigt wird dies durch Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, die mögliche Gefahren erkennen und melden. Erwartungsgemäß fiel diese Meldung bei der ersten Kontrolle dieser Art am 15. Oktober vorigen Jahres recht umfangreich aus. 

 

Als Sofortmaßnahme wurde schon am 27. November der Baum Nr. 51, eine Ulme, in der Damsdorfer Sraße entnommen, da von dem abgestorbenen Baum durchaus Gefahr ausging. 

 

Beginnend am 22. Februar hat die nach Ausschreibung beauftragte Gönnebeker Firma Jörg Naggatz weitere Baumpflegearbeiten im Dorf vorgenommen. Vom Entfernen von Totholz aus Baumkronen bis hin zur durchaus schmerzhaften Entnahme ganzer Bäume – unter anderem der Nr. 27 (Ahorn) in der langen Reihe an der alten Damsdorfer Straße – ist alles dabei. 

 

Nach künftigen Kontrollen rechnet die Gemeinde mit einem geringeren Aufkommen an empfohlenen Maßnahmen. Allerdings ist der (Gesundheits-)Zustand vor allem älterer, durchaus das Ortsbild und die Knicks prägender Bäume in vielen Fällen nicht der beste. 

 

Regenrückhaltebecken muss ertüchtigt werden

 

Davon wurde schon berichtet. Damit aber niemand erschrickt, wenn schweres Gerät in dem Bereich tätig wird, hier eine Erinnerung:

 

Das aus der Mitte der 1990er-Jahre stammende Regenrückhaltebecken unterhalb der Dorfstraße (B430), gegenüber der alten Schule, bedarf einer gründlichen Überarbeitung. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) und ein Lohnunternehmen haben zuletzt am 13. Februar zusammen mit der Verwaltung und Bürgermeister Griese einen Ortstermin gehabt. Es gilt, die Funktionalität der Anlage aufrechtzuerhalten: 

 

Das Regenrückhaltebecken muss entkrautet werden; der um das Becken gesetzte Zaun ist zu eng bemessen, um mit größerem Gerät heranzukommen – er soll in größerem Radius gesetzt (also erweitert) werden; die Umgebung des Regenrückhaltebeckens muss derart bearbeitet werden, dass Gangbarkeit gewährleistet wird – hier hat Gemeindearbeiter Mario Rehfeldt schon einiges vorgeleistet. 

 

Der Entwässerungsgraben, der vom Becken durch die Seewiesen zum sogenannten Grenzgraben am Wanderweg nach Bornhöved führt, muss freigeschnitten und ausgebaggert werden. Das wird also einige Zeit nach Baustelle und Eingriff in die Natur ausschauen, geschieht aber, wie alle Arbeiten an den Gräben, nicht ohne triftigen Grund.

 

Ökopfad noch in der Überarbeitung

 

Keineswegs untätig ist die AG Ökopfad unter der Leitung von Gemeindevertreter Lars Jungclaus. Zuletzt fand am 21. Januar ein Treffen der Arbeitsgruppe statt, das nächste ist für den 18. März vorgesehen. 

 

Die alten, teilweise unlesbar gewordenen Schilder sind längst abgebaut und eingelagert worden; für neue gibt es bereits ein von Christopher Brust entworfenes Layout.

 

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben viel Hirnschmalz in die Überarbeitung der Texte für die Schilder investiert, die in die Endversion gehen. Zukünftig, das steht schon fest, wird es einige Schilder nicht mehr, dafür aber andere beziehungsweise in Summe mehr geben: Es wird auf dem neuen Ökopfad auch historische Punkte geben…

 

Abwasserleitung muss gebaut werden

 

Bekanntlich soll in Schmalensee ein Neubaugebiet entstehen – „Schmiedeberg“ soll die Straße heißen. Wo Menschen leben, fällt Abwasser an, das muss entsorgt werden. Das für die Gemeinde tätige Planungsbüro hat sich bereits an die Arbeit gemacht. 

 

Im Bereich der Rampe, die den Schmiedeberg mit der Damsdorfer Straße verbinden soll, etwa dort, wo aktuell der Containerplatz ist, soll Schmutzwasser aus dem Neubaugebiet über ein Abwasserpumpwerk durch eine Druckrohrleitung, die in der Damsdorfer Straße verlegt werden muss, zur Hauptleitung befördert werden. Anschlusspunkt in der Dorfstraße wird auf Höhe des Grundstücks Nr. 9 sein. 

 

Die Planungen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, weil man mit der Leitung die B430 (Dorfstraße) wird kreuzen müssen (natürlich unterirdisch…). 

 

Was die Anwohner wohl am brennendsten interessieren wird, ist das Wann. Nach jetzigem Stand ist ein Bau der Leitung in den Sommerferien vorgesehen. 

 

 

 

Bild zur Meldung: Einiges in der Mache in Schmalensee

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Gemeinde 2025-03 (06.​03.​2025)