Der SVS ist Tischtennis-Meister – aber es warten weitere Aufgaben

Schmalensee, den 29.​03.​2025

Geschafft! Die Tischtennismannschaft des SV Schmalensee hat mit einem eindrucksvollen aber nicht selbstverständlichen 7:1-Heimsieg über den SC Hasenmoor II die Meisterschaft in der 4. Segeberger Kreisklasse klargemacht und sich das Aufstiegsecht in die 3. KK gesichert. Zurücklehnen aber ist noch nicht angesagt.

 

Glückwunsch SVS! Unter den Augen von reichlich Publikum, darunter Sponsor Stefan Ohle (Kfz-Meisterbetrieb AAT-Ohle, Rohlstorf-Krögsberg), Vereinsvorsitzender Henning Pape sowie Schmalensees Bürgermeister Dirk Griese, der zwei Stellvertretende im Schlepptau hatte, konnte der letzte Gegner der Spielserie 2024/25, SC Hasenmoor II, am Ende deutlich bezwungen werden. Bezwungen!

 

Tabellenfünfter Hasenmoor II eine harte Nuss

 

Denn längst nicht jedes Match war ein Selbstgänger. Der Tabellenfünfte aus Hasenmoor war einige Male dran, SVS-Akteuren den Zahn zu ziehen. Diese mussten sich teils mächtig strecken und Schweiß lassen. 

 

Das Auftakt-Doppel Christopher Brust/Stefan Theen trieb den Zuschauenden gleich erste Sorgenfalten auf die Stirn. 7:11 und 5:11 hieß es nach den ersten Sätzen. Ging da jemandem die Flatter vor der großen Chance? 

 

Mit 13:11 legte das Duo den Schalter um, ließ ein 11:9 und 11:8 folgen. Am Nebentisch – dem 2. Centercourt (!) – lief es für Spartenleiter Olaf Suhr/Bernd Figura beim 11:9, 12:10, 11:3 besser, aber auch hier setzten die Gegner Nadelstiche. 

 

Immerhin: Mit einem 2:0-Vorsprung, der das Publikum etwas aufatmen ließ, ging es in die Einzel. Christopher Brust – er sollte bei der späteren Vier-Augen-Pressekonferenz mit dem Homepage-Team der Gemeinde mal wieder das geflügelte Wort von „Störmaterial-Spieler“ erklärend anführen – erkämpfte im ersten Satz ein 12:10, dann brach sein erster Gegner ein: 11:1, 11:3, 11:5 sorgten für ein 3:1 des Schmalenseers. 

 

Deutlich härter traf es Bern „Barney“ Figura, den man nach 9:11 und einem umkämpften 12:14 schon auf der Verliererstraße wähnte, der dann aber ein Hoffnung weckendes 11:8 folgen ließ. Satz Nr. 4 ging wieder in die Verlängerung – und mit 13:11 an den SVS-Recken, der den Entscheidungssatz mit 11:9 behaupten und den SVS-Vorsprung auf 5:0 ausbauen konnte. 

 

Denn für das 4:0 hatte da bereits Olaf Suhr am Nebentisch (Centercourt 1)  mit einem 3:0 (11:6, 11:5, 11:7)-Einzelerfolg gesorgt; Figuras Einzel hatte tatsächlich zwei andere lang gedauert…

 

Erster Solo-Auftritt von Stefan Theen, der für den verletzten Gerd Achterberg in die Mannschaft gerückt war und dessen Spiel von einem weiteren Teamkameraden, Frank Mühlenberg, gezählt wurde. Daran lag es aber nicht, dass am Ende dieser Partie ein 1:3 (9:11, 5:11, 11:8, 6:11) stand, sondern daran, dass ein Tabellenfünfter nun mal ebenfalls individuelle Stärke an den Tisch zu bringen vermag. Vom Auftritt Theens waren die Zuschauenden allemal angetan und dem Gegner der „Ehrenpunkt“ gegönnt. 

 

Dass es bei diesem bleiben würde, war beim zweiten Auftritt von Christopher „Boffi“ Brust nicht immer deutlich: Wieder musste sich der Teamsprecher und Flyer-Bastler mächtig strecken, konnte aber mit 11:6, 12:10, 12:10 das 3:0 perfekt machen. 6:1 für Schmalensee. 

 

Nun hätten Wetten abgeschlossen werden können: Wer ist zuerst fertig? Olaf Suhr (Tisch 1) oder Bernd Figura am 2. Tisch? Mit Blick auf den bisherigen Verlauf – siehe oben – hätte man wohl sein Geld auf Suhr gesetzt, aber… 

 

Figura war es, der mit dem 3:0 (11:6, 11:9, 11:9) gegen seinen zweiten Gegner den Deckel auf das Spiel und die SVS-Saison machte. Olaf Suhr und sein Kontrahent konnten abbrechen, beim 7:1 für den SVS musste nicht weitergespielt und -gezählt werden.

 

Applaus vom sichtlich mitgenommenen Publikum, Schulterklopfen für die ganze Mannschaft (bis auf den an eben dieser lädierten Gerd Achterberg), die in Hin- und Rückserie die nötigen Punkte und vor allem Spiele (!) eingefahren hatte, um sich vor der punktgleichen (21:7) Kaltenkirchener TS III an die Tabellenspitze zu schieben: Die Kaltenkirchener Spiele-Bilanz lautet 86:59, die des SVS 87:35.

 

Trophäen oder anderes wurden übrigens keine überreicht – die Staffelsieger der Kreisklassen werden traditionell auf dem Verbandstag des Kreistischtennisverbandes gewürdigt und mit Urkunden versehen. 

 

Weiter geht’s im Kreispokal

 

Keine Atempause – Geschichte soll gemacht werden! 

 

Für die SVS-Tischtennismannschaft ist die Punktrunde beendet, die Serie der Pflichtspiele aber noch nicht. Immerhin steht man im Viertelfinale des Kreisvorgabepokalwettbewerbs und will, nach 2009 und 2019, den „Pott“ wieder nach Schmalensee holen. 

 

Ein Selbstgänger wird aber auch diese nächste Partie am bereits kommenden Freitag, 4. April (19.30 Uhr in Schmalensee!) nicht – und der Name des Wettbewerbs verliert vorübergehend seine Bedeutung. 

 

Denn gegen Gegner TTSG Fu-Wie II (Fuhlendorf-Wiemersdorf) hat keine der Mannschaften eine Punktvorgabe in den Sätzen – beide Teams gelten also als ebenbürtig und so ist erneut ein spannender, schweißtreibender Schlagabtausch an den Platten in der Halle an der Tarbeker Straße zu erwarten.  

 

 

 

Bild zur Meldung: Die Meistermannschaft der 4. Tischtennis-Kreisklasse - SV Schmalensee

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Tischtennis 2025-03-29 (29.​03.​2025)