Schmalensee am Samstag: Gänse-Disco und Storchen-Balz
Auch wenn es morgens noch immer so kalt ist in Schmalensee, dass Raureif Dächer, Autos und Pflanzen ziert, ist doch der Frühling da. Das verrät auch der Blick in die Natur. Und man muss nicht einmal lange Runden drehen...
Das wurde dem Fotografen aber erst am Ende einer solchen bewusst...
Der Bogen wurde weit gefasst – vom Sportgelände, wo ein fleißiger Vereinsvorsitzender Henning Pape das Spielfeld kreidete, ging es über den Segeberger Kamp, die Damsdorfer Straße kreuzend zum von Jochen Voß angelegten „Wald“. Hinter diesem hatte ein Damhirsch einen ganzen Harem um sich versammelt. Eine in altem Laub entdeckte Schaufel gehörte aber wohl nicht zu ihm...
Was wohl schon mehreren Spaziergängern aufgefallen ist, musste nach der Wanderung bei den Jägern hinterfragt werden: Zwei sich drehende Kugeln auf einem Acker: mal ein feistes Gesicht zeigend, dann eine glänzende Fläche, die das Sonnenlicht reflektiert und die Kugeln regelrecht blitzen lässt.
„Ist das Kunst, oder kann das weg?“ war der erste gedankliche Reflex. Antwort von der grünen Zunft: Eine Vergrämungsmaßnahme. Nun, das Damwild zeigte sich recht unbeeindruckt. Aber gegen das richten sich die Kugeln auch gar nicht, sondern sie sollen die um unseren See in großer Zahl präsenten Wildgänse davon abhalten, Schäden auf der Fläche anzurichten. „Das ist quasi eine „Gänse-Disco“, sagt dann auch Landbesitzer Christian Saggau, der hofft, mit dem Trick erfolgreich zu sein.
Weiter geht es auf dem hinteren Wassermissenweg in Richung Stockseer Straße. Auf Höhe der früheren „Schietkuhle“ hat jemand Müll hingestellt, alten Metallschrott. Ein Mahnmal, das den Titel „Vergessen beim Dorfputz 1981“ verdient.
Ärgerlich übrigens, dass so kurz nach dem Dorfputz 2025 schon wieder einiges an Abfall in die Feldmark geworfen wurde (und vom Fotografen der Müllsack vergessen wurde...).
Ärgerlich auch, das reichlich Gartenabfälle den Weg an die Ränder der Wirtschaftswege finden! Da gehören die nicht hin und auf dem unweit entfernten WZV-Recyclinghof Tensfeld werden Gartenabfälle kostenlos angenommen...
Nach dem Kreuzen der Stockseer Straße geht es, dem Ruf eines Fasans folgend, in Richtung Fasanenweg – aber dieses Mal gibt es keinen weißen Hirsch, einen Fasan leider auch nicht und ein Reiher auf einem Feld ist zu weit weg. Aber eine Pause auf einer der von Gerhard Harder aufgestellten Palettenbänke lässt die Zeit vergessen.
Durch den ersten Wassermissenweg geht’s in Richtung Am Ringreiterplatz, die Damsdorfer Straße hinunter und, nach einer „Kampfkurve“ über den Bolzplatz, in Richtung Storchennest. Weiterhin zu zweit? Oh ja. Und dass das Duo – wie auf Kommando – zum frühlingsbedingten Akt schreitet, dafür kann der Fotograf nun wirklich nichts. Nur fotografieren...
Schönen Sonntag, gute Spaziergänge, einfach nicht ärgern über all die Dussel, die ihren Kram in die Feldmark schmeißen, und dafür Augen auf für die Schönheiten unserer Landschaft!
Bild zur Meldung: Ist das Kunst oder ...