Simon Siebelts schenkt seiner Feuerwehr Schmalensee zwei Übungspuppen

Schmalensee, den 25.​10.​2025

Wer schon einmal die „vermisste Person“ oder das „Unfallopfer“ bei Übungen der Feuerwehr hat spielen dürfen – womöglich im Kunstnebel liegend, im Schrottauto eingeklemmt oder bei Herbsttemperaturen im Unterholz versteckt – wird bestätigen können: Hätte die Truppe im Ausbildungsdienst entsprechende Puppen, gern auch als „Dummys“ bezeichnet, wäre es angenehmer. 

 

Keine Sorge: Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee setzt nur bei größeren Übungen, dann im Verbund mit Nachbarwehren, auf „Rollenspieler*innen“. Im normalen Dienstbetrieb bevorzugt man Übungspuppen, die man sich meist von anderen zusammenborgt. Das aber hat nun erst einmal ein Ende: Offiziell seit dem 23. Oktober ist die von Peter van het Loo geleitete Wehr um zwei „stumme Kameraden“ reicher. Möglich gemacht hat dies Simon Siebelts, selbst aktives Mitglied und bis Januar stellvertretender Gemeindewehrführer in Schmalensee. 

 

Als solcher hat Simon Siebelts zahlreiche Ausbildungen geleitet und begleitet und kann ein Lied davon singen, welchen Aufwand allein das Einsammeln von Übungspuppen bei den Nachbarn bedeutet. Also lag der Gedanke nahe, der Wehr, quasi zum Abschied aus dem Amt, zwei solcher Dummys für Übungszwecke zu spendieren. „Ich denke, das erleichtert den Ausbildern die Vorbereitung der Dienstabende und hilft, der übenden Mannschaft die Ausbildung möglichst realitätsnah zu gestalten“, sagte Simon Siebelts, als er Wehrführer Peter van het Loo die Puppen übergab. 

 

Das mit der Realitätsnähe kann für das übende Personal allerdings seine Tücken haben: Zusätzlich zu den Hüllen gab es nämlich ein paar Säcke Kunststoffgranulat. Das ermöglicht es den beiden „Personen“, an Gewicht zuzulegen oder – nach strenger Diät – zu Fliegengewichten zu werden. „Ein bisschen variieren kann ja nicht schaden“, findet Simon Siebelts und empfiehlt, dass ein Gewicht zwischen 80 und 100 Kilo durchaus übungstauglich sei…

 

Für die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee sind die „neuen Kameraden“ – wir bleiben mal dabei, dass es sich um „Jungs“ handelt – ein echter Gewinn. Eingesetzt werden können sie in den verschiedensten Szenarien: Bei der Personensuche und oder -rettung durch die Atemschutzgeräteträger und „normale“ Mannschaft gleichermaßen. Auch bei der Technischen Hilfeleistung oder in anderen Situationen eignen sie sich als „Unfallopfer“, das man ein paar Meter tragen muss, nachdem man es aus brenzligen Situationen befreit hat. 

 

Peter van het Loo war jedenfalls sehr begeistert von der guten Idee seines ehemaligen Stellvertreters und sagte im Namen der ganzen Wehr herzlich „Dankeschön!“

 

Foto: Christian Detlof

 

 

Bild zur Meldung: Simon Siebelts (re.) hat der Feuerwehr Übungspuppen spendiert