März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Immer am 1. und am 15. Tag eines Monats wollen wir auf der Schmalenseer Gemeinde-Homepage den Blick in die Vergangenheit schweifen lassen. Alte Zeitungen und viele weitere Quellen, darunter Protokolle und Erinnerungen, liefern den Stoff für Meldungen. Dass diese zu einem großen Teil nicht ohne Erklärung wiedergegeben werden können, versteht sich von selbst. Und auch der Blick auf Nachbarorte, das Kirchspiel oder das Amt sowie auf den Kreis lohnt mitunter, denn Schmalenseer haben schon immer gern im Ehrenamt auf verschiedenen Ebenen gewichtige Rollen eingenommen. Ziel des Ganzen ist, der treuen Leserschaft historische Unterhaltung zu bieten. Hier ist der erste Teil für den Monat März.
Kinder im Straßenverkehr vor 120 Jahren: Die Abteilung für Kirchen- und Schulwesen bei der Königlichen Regierung zu Schleswig fordert am 1. März 1906, dass im Schulwesen die Verkehrserziehung Einzug halten soll. Immer wieder würden Kinder von herannahenden Automobilen erfasst, da sie nicht für die von den Fahrzeugen ausgehenden Gefahren sensibilisiert seien.
Zum Umgang mit Kriegsgefangenen: Immer wieder werden im Segeberger Kreis- und Tageblatt während des Ersten Weltkriegs Hinweise an die Bevölkerung über den Umgang mit Kriegsgefangenen abgedruckt. So am 2. März 1916, vor 110 Jahren, einer des stellvertretenden kommandierenden Generals in Altona, von Roehl. Demnach ist nicht nur die Abgabe von Alkohol, Feuerzeugen, Messern und anderen Waffen an die Gefangenen untersagt. Auch das Sprechen und jeglicher Verkehr mit ihnen ist streng limitiert, „sofern er nicht durch die Arbeitsbeschäftigung der Gefangenen bedingt und durch den militärischen Wachtmann oder den Arbeitgeber, d.i. in den Gemeinden der Gemeindevorsteher, ausdrücklich gestattet wurde.“
Kommunalwahl vor 40 Jahren: Bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein am 2. März 1986 büßt CDU ihre landesweite, fast 50-prozentige Mehrheit ein und steht bei 44 Prozent. Die SPD legt deutlich zu und kommt auf 41 Prozent. Während die Grünen auf 7,5 Prozent anwachsen, bleibt die FDP unter 5 Prozent. Bei den Wahlen zum Segeberger Kreistag gewinnt der CDU-Kandidat Hans Siebke aus Schmalensee den Wahlkreis 6 Seedorf direkt. Er hat keine 100 Stimmen Vorsprung auf den SPD-Kandidaten Manfred Frank. Im Wahlkreis 8 Rickling kandidieren unter anderem Stocksees Bürgermeister Dr. Dietrich Wiebe (SPD) und Klaus Wendt für die Grünen. Es setzt sich der Ricklinger Martin Meiners von der CDU direkt durch, Wiebe und Klaus Wendt kommen über die Listen ihrer Parteien in den Kreistag. An der Gemeindewahl in Schmalensee beteiligen sich 273 von 326 Wahlberechtigten. 50 Prozent geben der CDU ihre Stimme, 25,3 Prozent der SPD und 24,7 Prozent der Wählergemeinschaft Schmalensee (WGS). Gewählt werden von der CDU Bürgermeister Hans Siebke, Klaus Stegelmann, Hans-Peter Bobzien, Jürgen Stegelmann und Werner Suhr, von der SPD Werner Wulf und Heinz Kasch und von der WGS Hermann Griese und Gerhard Mühlenberg.
Gedenktafel für Gefallene des Weltkriegs: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 4. März 1921, vor 105 Jahren, dass in der Schmalenseer Schule nach Beendigung der Schulprüfungen eine Gedenktafel mit Bildern der 13 im Weltkrieg gefallenen Schmalenseer feierlich unter reger Beteiligung der Einwohnerschaft eingeweiht worden ist. Die Tafel, die im Atelier Blankhorn in Kassel gefertigt wurde, ist gänzlich aus Spenden finanziert worden. Die Tafel ist heute einer der wenigen historischen Gegenstände der Gemeinde Schmalensee und im Feuerwehrgerätehaus ausgestellt.
SV Schmalensee von 1980 erstmals ordentlich: Der im November 1980 gegründete SV Schmalensee hält am 4. März 1981, vor 45 Jahren, im Gasthof Voß seine erste ordentliche Jahreshauptversammlung ab. Vorsitzender ist Kurt Klinkowski, Bernhard Buchholz sein Stellvertreter. Die Kasse führt Jutta Schütt, Eckhard Sarau sorgt für die Schriftführung und Dierk Harder ist Jugendwart. Zuständig für die Tischtennissparte ist Hans Suhr, Gerda Steen leitet die Sparte Schießen und Frank Radloff die Fußballsparte. Kurt Klinkowski erklärt, dass man sich nicht als Konkurrenz zu den umliegenden Vereinen sieht. Das wäre auch nicht angebracht, denn diese hätten dem SVS eine sofortige Aufnahme des Trainingsbetriebs erst ermöglicht: Für die Schützen beim Schützenverein Belau, der seinen Stand und Gewehre zur Verfügung stellte. Der TSV Quellenhaupt Bornhöved erlaubte es, die vereinseigenen Tischtennis-Tische zu nutzen. Positiv verlief seit dem 25. November 1980 die Mitgliederentwicklung. 130 Personen gehören dem Verein nun schon an, Astrid Siebke wird nachträglich als 100. Mitglied geehrt. Nächstes Ziel des SVS ist der Bau eines Sportplatzes. Angestrebt wird auch die Bildung einer Bogensport- und einer Handballsparte – beide werden aber nie realisiert werden, wie wir heute wissen.
Feuertaufe für Schmalensees Feuerwehr: Feuer am 5. März 1891, vor 135 Jahren, in Schmalensee Es brennen die Gebäude von Tischler Asbahr und Johannes Saggau (Haus und Scheune). Für die Schmalenseer Wehr ist dies die „Feuertaufe“, wie das eigene Protokollbuch deutlich hervorhebt. Und was für eine: Da die Asbahr-Kate bereits in Flammen steht, ist die Rettung des nahestehenden Saggau-Anwesens vorrangiges Ziel. Die Steiger werden aber wegen eines „fürchterlichen Weststurms“ zur Flucht von dessen Dach gezwungen, das ebenfalls Feuer fängt. Zwei Steigerleitern verbrennen ebenso wie eine im Haus Saggau befindliche Feuerwehr-Uniform. Laut Protokollbuch der Feuerwehr Bornhöved tritt dieses Unglück am am 6. März um 14 Uhr ein. Nur 30 Minuten später ist die Nachbarwehr am Brandplatz und leert mit ihrem Zubringer die Wasserbehälter der nahen Meierei (damals noch in der heutigen Damsdorfer Straße). Anschließend verlegt der Bornhöveder Zubringer zum See und fördert durch 350 Meter Schlauch Wasser zu den Löschmannschaften. Um 19 Uhr, so Protokollführer Christian Hauschildt, sind die Bornhöveder wieder zu Hause. Die Anwesenheit der Bornhöveder Wehr ist im Schmalenseer Protokollbuch nicht erwähnt. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass hier zwei Einsätze geschildert werden, sondern zwei verschiedene Daten in den Protokollbüchern stehen.
Diamantene Hochzeit in Schmalensee: Das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern am 6. März 1981, vor 45 Jahren, die Eheleute Martha und Heinrich Bock. Vor 60 Jahren heirateten die in der Landwirtschaft Beschäftigten in der Kirche zu Bornhöved. Vielen Schmalenseern ist Heinrich Bock noch in hohen Jahren ein Phänomen, denn er ist passionierter Fahrer eines Messerschmitt-Kabinenrollers. Die Segeberger Zeitung würdigt das Paar mit einem größeren Beitrag.
Schmalenseer übernimmt den Landwirteverein: Am 7. März 1896, vor 130 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt, das Hofbesitzer Behr vom Stockseehof während der Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins für Bornhöved und Umgebung von seinem Amt als dessen Vorsitzender zurückgetreten ist. Zu seinem Nachfolger wurde Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee gewählt. Stellvertreter ist Hufner A. Kaack (Bornhöved). Organist Reimers ist Schriftführer. Heinrich Saggau stellt in Aussicht, einen Vortrag über die Ziegenzucht vorzubereiten, Hufner Ludwig Saggau (Schmalensee) einen über die Pferdezucht.
Gute und schlimme Nachricht vom Krieg: Die Preußische Verlustliste Nr. 475 vom 9. März 1916, vor 110 Jahren, führt den in Schmalensee geborenen Emil Schnohr, Infanterie-Regiment Nr. 329, 10. Kompanie, als „bisher vermißt – in Gefangenschaft (A.N.)“. Das „A.N.“ steht für eine militärdienstlich noch nicht bestätigte Auslandsnachricht. Emil Schnohr könnte seinen Eltern geschrieben und diese das für Verlustlisten zuständige Amt informiert haben. Für viele Familien bedeutet der Status „vermisst“ mitunter jahrelange Ungewissheit über den Verbleib ihres Soldaten. Emil Schnohr galt ab Verlustliste Nr. 379 vom 13. November 1915 als vermisst.
Ebenfalls in dieser Verlustliste Nr. 475 geführt wird Ernst Kaack, geboren in Damsdorf, Kreis Segeberg. Der Angehörige des Infanterie-Regiments Nr. 31, 2. Kompanie, ist gefallen. Er wird auch auf dem Gefallenendenkmal in Damsdorf genannt, mit dem Sterbedatum 12. Februar 1916.
Schulunterricht wird zur Glaubensfrage: Auf der monatlichen Konferenz des Lehrervereins für Bornhöved und Umgebung am 11. März 1911, vor 115 Jahren, hält Tarbeks Lehrer Thode einen Vortrag über „Moralpädagogische Versuche und deren Erfahrungen“. Thode beschreibt dabei vor allem Unterrichtsmethoden aus Amerika. Den Kern bildet die Abkehr vom Religions- hin zum Moralunterricht. In der lebhaften Diskussion kommen die Lehrer überein, dass am Religionsunterricht hierzulande festzuhalten ist. Schmalensees Lehrer Göttsch kündigt an, eine Lehrprobe zum Moralunterricht nach französischem Vorbild vorzubereiten.
Gönnebeker fürchten Trappenkamper Dominanz: Mit großer Mehrheit beschließt die Gemeindevertretung von Gönnebek am 11. März 1971, vor 55 Jahren, den Beitritt zum Schulverband Bornhöved ab dem Schuljahr 1971/72. Damit spricht man sich gegen eine Empfehlung des Kreisschulamtes aus, in dem ein Beitritt zum Schulverband Trappenkamp gewünscht wird. Doch nur die Bewohner der neuen „Gärtnersiedlung“ sind für diese Lösung, während das übrige Gönnebek eine Eingemeindung nach Trappenkamp befürchtet, sollte man sich nicht eng an Bornhöved binden.
Trotz Rückschlägen zum Titel: Ganz spannend wird es am 11. März 2001, vor 25 Jahren, für die Schmalenseer Leichtathletin Linda Buchholz (SC Rönnau 74) bei den Landesmeisterschaften im Blockmehrkampf Sprint/Sprung in Malente. Die 14-jährige Favoritin leistet sich im Weitsprung zwei Übertritte, knickt im letzten Versuch beim Absprung leicht um und bleibt mit 3,71 Metern weit unter ihrer Bestweite von 5,42 Metern. Zuvor aber hat sie schon mit 8,10 Sekunden über 50 Meter Hürden eine Bestzeit geliefert. Den erhofften Sieg schafft sie durch echten Kampfgeist: Mit hervorragenden 1,62 Metern im Hochsprung steigert sie ihre persönliche Bestmarke um 2 Zentimeter; im abschließenden 50 Meter-Sprint benötigt sie 7,20 Sekunden. Dann wird gerechnet und gejubelt: Mit 20 Punkten Vorsprung gewinnt Linda Buchholz diesen Hallen-Landesmeistertitel.
Gemeindethemen vor 30 Jahren: Die Schmalenseer Gemeindevertretung beschäftigt sich in ihrer Sitzung am 12. März 1996 u.a. mit der Mehrfachnutzung des Sportlerheims. Die dort untergebrachte Kinderspielstube verursacht mittlerweile Personalkosten, die nicht durch den Beitragssatz des SV Schmalensee gedeckt werden können. Der SVS ist mit der Trägerschaft der Spielstube betraut worden. Die GV beschließt, die entsprechende Differenz zu übernehmen. Eine Erweiterung des Sportlerheims, in dem die Spielstube zur Zeit die kleine Mehrzweckhalle mit nutzt und nach Möglichkeit einen eigenen Raum erhalten sollte, wäre ein Projekt für die Dorfentwicklung und damit für die umfangreiche Beantragung von Finanzmitteln des Kreises. Allerdings haben Gemeindevertreter und Bürger im Bereich Dorfentwicklung noch reichlich Informationsbedarf. Bürgermeister Hans Siebke kündigt eine entsprechende Veranstaltung an. Was bereits beschlossen wird, ist eine Versumpfung von Gemeindewiesen. Diese Renaturierungsmaßnahme soll u.a. dazu beitragen, Lebensraum für den Kiebitz zu schaffen. Die Vakuumentwässerungsanlage hat in der zurückliegenden Frostperiode erstmals Schwächen gezeigt. Besonders mit Einsetzen der ersten Schneeschmelze war das System aufgrund der fast doppelt so großen Wassermenge überfordert. Die Ursache wird allerdings darin gesehen, dass einige Anwohner scheinbar ihre Oberflächen- und/oder Kellerentwässerung an das System angeschlossen hätten. Wo das der Fall ist, wird man den Bürgern Kosten in Rechnung stellen.
Abschied von der Knicklauf-Spitze: Der SV Schmalensee veranstaltet am 14. März 2016, vor 10 Jahren, den 14. Knicklauf durch die Feldmark. 205 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gezählt. Den 9,5 Kilometer Hauptlauf gewinnt Stephan Kretschmer vom TSV Brokstedt in 37:19 Minuten. Schnellste Frau wird Trixi Trapp von den Powerschnecken Kiel in 39:40 Minuten. Im 4,5 Kilometer Schnupperlauf heißen die Gewinner Junias Groth (Triathlon Dänischer Wohld, 20:58 Minuten) und Sarah Dohse (USC Kiel, 20:11). Auf der 4,5 Kilometer Walkingstrecke setzen sich der vereinslose Peter Mende (34:28) und Doris Lewerenz (Kaki-Walker, 37:02) an die Spitze. Einen SVS-Erfolg gibt es auf der 1,9 Kilometer Zwergenmeile: Leonie Looft gewinnt in 11:52 Minuten bei den Mädchen. Die Wertung der Jungen geht an Leon Kolboom vom SV Langwedel, der 9:32 Minuten benötigt. Wie immer seit 2003 legen zahlreiche Freunde des SVS-Lauftreffs Hand an, um die Veranstaltung zum Erfolg zu bringen. Kopf des Ganzen war bisher stets Peter Kruse. Der aber hat schon vor dem Knicklauf angekündigt, diese Rolle nicht länger spielen zu wollen. Als Helfer wollen er und seine Frau Rosi Kruse-Theen aber weiter dabei sein. Zum „Abschied“ gibt es Wein und Blumen und langen Applaus.
Schmalenseer Themen vor 65 Jahren: Der Segeberger Zeitung ist am 14. März 1961 zu entnehmen, was die Gemeinde beschäftigt: So hat die Gemeindevertretung die Gewerke zur Modernisierung der Schmalenseer Schule vergeben. Unter den Handwerkern ist auch der Schmalenseer Bauunternehmer Gerhard Cuwie, der mit den Maurerarbeiten beauftragt wird. Die Wasserversorgung der Gemeinde macht Schwierigkeiten, die im Zuge der Planung einer Anbindung der Kleinsiedlungen am Ringreiterplatz offenkundig werden. Seit 1908 besteht eine mit einem Windmotor betriebene Wasseranlage. Diese soll nun mit einer elektrischen Pumpe versehen werden, um eine bessere und gleichmäßige Versorgung des ganzen Dorfes zu gewährleisten. Positives kann aus der Freiwilligen Feuerwehr vermerkt werden: Gemeindewehrführer Helmut Saggau kann auf der Jahreshauptversammlung aus dem Vorjahr berichten, dass die Zahl der aktiven Mitglieder auf 20 angestiegen ist. Die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze TS 8 und zahlreiche Übungen haben Ausbildungsstand und Schlagkraft erheblich gesteigert.
Gasthof Voß – Pachtvertrag verlängert: Empfang am 15. März 1981, vor 45 Jahren, im Gasthof Voß. Das Pächter-Ehepaar Maria und Gerd Scholz vermeldet Freunden und Bekannten, dass es den Pachtvertrag mit der Familie Voß um weitere zehn Jahre verlängert hat. Zugleich gibt es Veränderungen: Das Klubzimmer wurde renoviert, neue Türen, Fenster und Tapeten kamen ins Haus. Die Bewirtungszahl umfasst inklusive Festsaal 150 Sitzplätze. In Ein- und Zweibettzimmern sind acht Betten zu vermieten, vier weitere sollen 1981/82 aufgestellt werden. Maria Scholz setzt nicht nur auf Tagestouristen, etwa Busreisegruppen, sondern auch die Stammkundschaft. Dazu gehören Ferienhausbesitzer aus der ganzen Umgebung aber auch örtliche Vereine wie Landjugend, Sportverein und Freiwillige Feuerwehr, deren Vereinslokal der Gasthof Voß ist.
Gesellschaftliches Leben im Nationalsozialismus vor 90 Jahren: Im März 1936 enthält das Segeberger Kreis- und Tageblatt mehrere Kurzmeldungen, die heute aufzeigen, wie sehr der Nationalsozialismus das gesellschaftliche Leben damals bestimmt hat. 3. März: Laut Bericht hat die Ortsgruppe Bornhöved der NSDAP in Heins Gasthof einen Deutschen Abend veranstaltet. Nach einleitenden Worten des Ortsgruppenleiters Alfred Dau über die erfolgreiche Politik Adolf Hitlers wurden kleine Theaterstücke aufgeführt. Die Singschar der NS-Frauenschaft, dirigiert von Hauptlehrer a.D. Piening, präsentierte einige Musikstücke. Nach Volkstanzaufführung des Bundes Deutscher Mädel (BDM) wurde mit Tanz fortgesetzt. Beim Damsdorfer Gastwirt Christiansen fand am 7. März im Rahmen der „Erzeugungsschlacht“ ein Bezirksbauernschaftsabend statt. Durch die Anwesenheit von Frauen, der Landjugend, Landarbeiter und von Angehörigen der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt Plön (NAPOLA) nebst ihrem Musikzug erlangte die Veranstaltung einen geselligen Charakter. Bezirksbauernführer Heinrich Harder aus Schmalensee konnte ein volles Haus und den Kreisbauernführer Köhler begrüßen. In der Kirche zu Bornhöved fand am 8. März ein Gefallenengedenkgottesdienst mit Pastor Erich statt. Da man nicht nur der Toten, sondern auch „der Wiederherstellung der völligen Souveränität des Deutschen Reiches“ gedachte, war Vollmast geflaggt. Pastor Erich verlas Briefe von Gefallenen des Kirchspiels; die Militärische Kameradschaft hielt Ehrenwache am Denkmal. 16. März: In Heins Gasthof hat die Gaufilmstelle der NSDAP den Film „Ich für Dich – Du für mich“ gezeigt. Der Tonfilm sollte Freud und Leid bäuerlichen Landlebens beschreiben und aufdecken, wie sehr Land- und Stadtmenschen aufeinander angewiesen seien.
Bild zur Meldung: Gnadenhochzeit Martha und Heinrich Bock, 06.03.1991