November-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Immer am 1. und am 15. Tag eines Monats wollen wir auf der Schmalenseer Gemeinde-Homepage den Blick in die Vergangenheit schweifen lassen. Alte Zeitungen und viele weitere Quellen, darunter Protokolle und Erinnerungen, liefern den Stoff für Meldungen. Dass diese zu einem großen Teil nicht ohne Erklärung wiedergegeben werden können, versteht sich von selbst. Und auch der Blick auf Nachbarorte, das Kirchspiel oder das Amt sowie auf den Kreis lohnt mitunter, denn Schmalenseer haben schon immer gern im Ehrenamt auf verschiedenen Ebenen gewichtige Rollen eingenommen. Ziel des Ganzen ist, der treuen Leserschaft historische Unterhaltung zu bieten. Hier ist der erste Teil für den Monat November.
Ende des Amtsgerichts Bornhöved: Zum 1. November 1871, also vor 155 Jahren, wird mit Weisung des preußischen Justizministers neben anderen der Amtsgerichtsbezirk Bornhöved aufgehoben. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer Angleichung der Verwaltungsstrukturen an preußische Verhältnisse nach der Reichsgründung. Dazu gehört, dass kleine Amtsgerichte entfallen. Und das sind in unserer Region die Folgen: Das Gut Nehmten und die Dörfer Pehmen und Bredenbeck kommen zum Amtsgericht Plön; die zum Kirchspiel Bornhöved gehörigen Dörfer der früheren Ämter Plön und Segeberg – u.a. Stocksee, Damsdorf, Tensfeld und Tarbek – sowie die Güter (Alt) Erfrade, Kuhlen, Muggesfelde, Seedorf und Hornstorf und die Ortschaft Travenhorst kommen zum Amtsgericht Segeberg, I. Abteilung; die Güter Schönböken und Bockhorn fallen zu Neumünster und die Güter Perdoel, Depenau und Bundhorst kommen zum Amtsgericht Preetz. Bornhöved selbst und die Gemeinden Gönnebek und Schmalensee kommen ebenfalls zum Amtsgerichtsbezirk Segeberg, aber zur II. Abteilung. So klein war der Amtsgerichtsbezirk Bornhöved also auch nicht...
Ein Tag Gefängnis für das Pflücken von Himbeeren: Gut 20 Einwohner Bornhöveds, Schmalensees, Damsdorfs und Stocksees erhalten laut Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 1. November 1901, vor 125 Jahren,Strafbefehle. Denen zufolge sind sie zu 1,50 Mark, alternativ einem Tag Gefängnis vom Amtsrichter verurteilt worden. Die Leute hatten sich zur Himbeerreife in den Forst Karkhop begeben, zum Erreichen der Früchte allerdings Einfriedungen überklettert und Forstkulturen betreten. Da Ermahnungen seitens der Forstbeamten nicht fruchteten, entschloss sich die Forstbehörde zur Anzeige.
Notizen aus Kriegszeiten, November 1916: Dem Segeberger Kreis- und Tageblatt ist am 1. November zu entnehmen, dass die Landwirtschaftskammer die Landwirte und Landfrauen dazu aufgerufen hat, die dringende Versorgung der Bevölkerung mit Brot und Kartoffeln ohne Pause zu unterstützen. „Wer diesem Gebot nicht nachkommt, ladet eine schwere Verantwortung und eine schwere Schuld auf sich.“ Am 6. November gibt es Personalnachrichten zu Schmalenseer Militärangehörigen. Der Schütze Willi Griese, Sohn des Arbeiters August Griese, hat das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten. Fritz (Friedrich) Kronfeldt, Kraftwagenführer der 2. Marinedivision und Sohn des Schmalenseer Arbeiters August Kronfeldt, besitzt das Eiserne Kreuz bereits. Er wird zum Unteroffizier befördert. Am 17. November wird vom Landwirtschaftlichen Verein für Bornhöved und Umgebung berichtet. Der hat eine Versammlung abgehalten, in deren Verlauf der Vereinsvorsitzende, Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee, zum Thema „Drei Kriegswinter und Landwirtschaft“ sprach. Saggau schloss seinen Vortrag mit dem Hindenburg-Wort „Sorgen Sie dafür, dass die Städte und Industriegegenden nicht dem Hunger ausgesetzt sind, dann werden wir den Krieg gewinnen.“
Heinrich Göttsch 25 Jahre Lehrer in Schmalensee: Unter reger Anteilnahme der Schmalenseer feiert Lehrer Heinrich Göttsch am 1. November 1921, vor 105 Jahren, sein 25-jähriges Ortsjubiläum. Ein bewegtes Vierteljahrhundert lang unterrichtet Schmalensees späterer Chronist die Kinder des Dorfes schon. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet: „Nach dem gemeinsamen Singen des Chorals „Lobe den Herren“ wurden verschiedene Ansprachen gehalten. In diesen wurden des Jubilars treue, außerordentlich tüchtige, vorbildliche Arbeit in seiner Schule, sein hohes und hehres Kämpfen für die Landschule, sein zielbewusstes, verständiges Wirken im Gemeindeleben und seine verdienst- und mühevolle Tätigkeit in Vereinen und Kassen hervorgehoben. Viele Schüler und Schülerinnen brachten ihrem Lehrer treffende deklamatorische Vorträge […] dar. Eine Anzahl Mädchen führte zwei Reigen auf, deren einer besonders durch die schönen rhythmischen Bewegungen und die überaus zarten Gewänder wirkte. Die Gemeinde Schmalensee zeigte ihrem Lehrer ihre Dankbarkeit und Verehrung dadurch, daß sie ein kostbares Geschenk übermittelte und die großartige Bewirtung der zahlreichen Festgäste übernahm. Der Bornhöveder Lehrerverein zollte seinem Kollegen besondere Anerkennung dadurch, daß er auch ein wertvolles Geschenk stiftete. Nachdem der fröhliche Kindermund verstummt war, fanden die Erwachsenen sich zum Tanze, der von musikalischen Darbietungen, komischen Vorträgen usw. unterbrochen wurde, zusammen. Es war eine würdige Feier, die dem Jubilar bewies, welche Achtung, Wertschätzung und Liebe er in seiner Gemeinde und über ihre Grenzen hinaus genießt.“ Von den Mädchen, die ihrem Lehrer zwei Reigen tanzten, gibt es ein Foto, das Göttsch in seine 1948 veröffentlichte „Chronik von Schmalensee“ aufgenommen hat.
Reger Zulauf für die Nationalsozialisten vor 95 Jahren: Nachdem im Februar 2026 das US-Außenministerium die Mitgliederkarteikarten der NSDAP für die Öffentlichkeit zugängig gemacht hat, lassen sich die Mitgliederbewegungen im Raum Bornhöved und Umgebung recht deutlich nachvollziehen. 19 Parteieintritte (mindestens) sind zum 1. November 1931 allein für Stocksee und Damsdorf nachzuvollziehen; für Tensfeld sind es mindestens elf. Für die NSDAP-Ortsgruppe Bornhöved, der Bornhöved, Schmalensee, Gönnebek sowie Tarbek mit Alt-Erfrade angehören wird, können mindestens neun Parteieintritte verzeichnet werden. Einer davon jedoch ist ein „Irrläufer“, nämlich ein Mann aus Schipphorst. Das ist in der noch anhalten Phase der Etablierung der Partei in unserer Region nicht ungewöhnlich, da die Zuordnung von Gemeinden zu Ortsgruppen wohl nicht immer klar ist oder Ortsgruppen einfach noch nicht existieren. So wurden die ersten Alt-Erfrader Nationalsozialisten zunächst der Ortsgruppe Blunk zugeordnet, dann Tarbek, ehe auf den Karteikarten endgültig Bornhöved eingetragen wurde... Der Hinweis „mindestens“ ist darin begründet, dass die Mitgliederkarteikarten nicht zu 100 Prozent erhalten sind.
Am 30. November 1931 übrigens wird das Hamburger Fremdenblatt titeln: „Der nationalsozialistische Erfolg in der Provinz – Hunderte von Neuaufnahmen täglich, überall Ortsgruppen gegründet.“ Dem nachfolgenden Bericht ist zu entnehmen, dass die NSDAP-Ortsgruppe Bornhöved nicht nur schon besteht, also nicht neugegründet wurde, sondern (vorübergehend) ein Problem bewältigen muss: „Die Ortsgruppe Bornhöved ist ungeheuer gewachsen. Sie musste in die Ortsgruppen Bornhöved, Schmalensee, Stocksee und Gönnebek aufgestellt werden.“
Seit 75 Jahren Stockseer Straße: Verlauf und Zustand der Stockseer Straße, wie wir sie kennen, existieren seit 75 Jahren. Am 1. November 1951 wurde die für gut 250.000 DM fertiggestellte, 4,6 Kilometer lange Kreisstraße 2. Ordnung zwischen Stocksee und Schmalensee abgenommen und der Öffentlichkeit übergeben. Federführendes Unternehmen war das Bornhöveder Tiefbau-Unternehmen Joh. Suhr & Sohn (Max Suhr). Für den Bau und die teilweise Neuanlage der Straße mussten Knicks niedergelegt werden. Der Kies kommt aus Gruben in Tarbek und Stocksee. Zahlreiches Steingut konnte im Bereich des alten Weges entnommen werden. Außerdem gelang es, bis zu 80 Erwerbslose aus der Region während der Bauzeit zu beschäftigen. Im Beisein einiger Ehrengäste zerschneidet Landrat Dr. Walter Alnor an einer am Stockseer Ende aufgestellten und mit Fahnen geschmückten Ehrenpforte das Band. Dann gibt es einen Wagenkorso auf der neuen Straße nach Schmalensee. Dort, aber auch im nun zu durchfahrenden Karkhop hat man ebenfalls Ehrenpforten aufgestellt. Im Gasthof Voß findet die Abnahmefeier statt, bei der auch Schmalensees Bürgermeister Heinrich Hamann einer der Redner ist.
Dorfquiz-Siegerteam behält den Pokal: Sieger beim Dorfquiz am 2. November 1991, vor 35 Jahren, wird die Mannschaft des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins Schmalensee. Michael Stock, Karla Scharnweber, Frank Mühlenberg, Wolfgang Hahne und Iris Kasch bilden das Siegerteam. Da der Verein bereits zum dritten Mal den Wanderpokal gewinnt, geht dieser in seinen Besitz über. Auf den weiteren Plätzen folgen: 2. Wählergemeinschaft Schmalensee, 3. Bauernverband, 4. Freiwillige Feuerwehr Schmalensee, 5. CDU-Ortsverband, 6. Sparklub „Hol di ran“, 7. Motorradfahrgemeinschaft (MFG) Schmalensee, 8. SV Schmalensee, 9. Stammtisch, 10. Landjugendgruppe Schmalensee, 11. Siedlergemeinschaft Schmalensee.
Zukunftsdebatte in Schmalensee: In einer Sondersitzung am 6. November 1996, vor 30 Jahren, beschäftigt sich die Gemeindevertretung mit der Dorfentwicklung. Vertreter der Landgesellschaft Schleswig-Holstein stellen einen Entwurf zur Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse (LSE) vor, der ausdrücklich auch mit den Bürgern diskutiert werden soll. Die Planer der Landgesellschaft haben mit Schmalenseern Gesichtspunkte wie Soziales, Kultur, Sport, Wirtschaft, Landwirtschaft und Verkehr mit den jeweiligen Stärken und Schwächen abgewogen. Die Stilllegung von Bauernhöfen und Handwerksbetrieben, das absehbare Ende eines Gemischtwarenladens am Ort werden als Beeinträchtigungen eines zukünftigen Dorflebens gesehen. Vorschläge sind eine Erweiterung des Gasthofes durch Poststelle und Laden und eine Förderung des Fremdenverkehrs. Dazu könnten ein Ausbau des Wegenetzes durch die Knicklandschaft und mehr Ruhebänke beitragen. Der Verkehr auf der B430 und die Geruchsbelästigung im Dorf durch Ställe werden als Hindernisse gesehen. Im nächsten Schritt soll im Dezember ein Dorfentwicklungsplan vorgelegt werden, der auf der LSE basiert.
Der Weg ist frei für die Fusion: Die Lenkungsgruppe zur Fusion der Verwaltungen des Amtes Bornhöved und der Gemeinde Trappenkamp tagt am 6. November 2006, vor 20 Jahren, in Bornhöved. Im Kern geht es um die Vorbereitung des Fusionsvertrages. Bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen wird nach detaillierter Beratung und wenigen Überarbeitungen beziehungsweise Ergänzungen der Entwurf beschlossen und dem Amtsausschuss des Amtes Bornhöved und der Trappenkamper Gemeindevertretung vorgelegt. Als Termin für die Vertragsunterzeichnung wird der 11. Dezember 2006 vorgeschlagen, Ort soll das Bürgerhaus Trappenkamp sein. Die Schmalenseer Gemeindevertretung wird bereits am 13. November 2006 der Fusion zustimmen.
Seit 15 Jahren drei Stellvertreter: Die Schmalenseer Gemeindevertretung löst am 7. November 2011 das Problem einer etwaigen Befangenheit gleich mehrerer Funktionsträger: Da in der vorangegangenen Sitzung weder Bürgermeister Sönke Siebke, noch dessen Stellvertreter Dirk Griese und Sönke Jens die Abstimmung über zukünftige Eignungsflächen für Windkraftanlagen leiten konnten, wurde Gemeindevertreter Rüdeger Cuwie als nicht Landbesitzer zum Leiter der Abstimmung bestimmt. Das war ein Formfehler. Die erneut tagende Gemeindevertretung wählt Rüdeger Cuwie deshalb nun zum dritten stellvertretenden Bürgermeister und die Abstimmung vom 24. Oktober 2011 kann nun wiederholt werden.
Feuerwehren messen sich im Schießen: Die Feuerwehren des Amtes Bornhöved haben sich laut Segeberger Zeitung vom 8. November 1991, vor 35 Jahren, einer Überprüfung ihrer Treffsicherheit gestellt. Auf der Anlage der Sportschützen Trappenkamp wurde zum ersten Mal um den von Hans Siebke aus Schmalensee gestifteten Wanderpokal des Amtsvorstehers geschossen. Ursprünglich sollte das Schießen am 22. Juni stattfinden, musste aber verschoben werden. Umso erfreulicher ist, dass sich alle Wehren des Amtes und die Trappenkamper Wehr sowie die Jugendfeuerwehren aus Bornhöved und Trappenkamp beteiligen. Im Mannschaftswettbewerb siegt Tarbek vor Trappenkamp und Stocksee.
Windkraft wird zum Thema: Nachdem das Land Schleswig-Holstein die Beschränkungen zur Ausweisung von Windenergieeignungsflächen gelockert hat, genehmigt der Kreis Segeberg am 10. November 2011, vor 15 Jahren, insgesamt bis zu 2400 Hektar Fläche für die Nutzung der Windenergie, darunter 146 Hektar im Bereich Schmalensee-Damsdorf.
Dunkle Schatten über dem Tischtennisverein: Im November 1971, vor 55 Jahren, steht es nicht gut um den TTV Schmalensee – und das nicht nur sportlich betrachtet. Einem Bericht der Segeberger Zeitung vom 11. November 1971 ist zu entnehmen, dass sich die Schmalenseer Gemeindevertretung nicht für einen beantragten Zuschuss von 600 DM entschließen können, weil sie bemängeln müssen, dass der Verein keinen arbeitsfähigen Vorstand habe und das Beitragskonto seit einem halben Jahr im Rückstand sei. Der anwesende Vorsitzende versucht zwar, die Schwierigkeiten innerhalb des TTV Schmalensee zu erklären, bleibt aber ohne Erfolg. Das gilt auch für die Herrenmannschaft des Vereins, die laut Meldung vom 9. November ihr erstes Punktspiel in der 1. Kreisklasse mit 1:9 beim MTV Henstedt verliert. Die Segeberger Zeitung urteilt: „Mit nur vier Spielern kann Schmalensee in Henstedt und auch sonst in der ersten Kreisklasse nicht landen.“ Bestätigt wird das bereits in einer Meldung vom 11. November: Auch das zweite Saisonspiel ist mit 4:9 beim SV Hagen verloren worden. Und der SG Seth werden die Punkte kampflos überlassen, das Spiel wird mit 0:9 gewertet. Die Schmalenseer tauschen daraufhin den Tabellenplatz mit dem bisherigen Schlusslicht aus Seth.
Landjugend freut sich auf ein Jubiläum: Auf der Jahreshauptversammlung der Landjugendgruppe Schmalensee konnte laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 12. November 1991, vor 35 Jahren, ein neuer Vorstand gewählt werden. Der paritätisch besetzte Vorstand hat nun der Schmalenseer Henning Peckelhoff und Heide Lorenz als Vorsitzende. Sie lösen Kirsten Mühlenberg (Schmalensee) und Alwin Reithinger ab. Kirsten Mühlenberg wird zweite Vorsitzende an der Seite von Sönke Arp (Quaal). Die dritten Vorsitzenden werden Ute Böttcher aus Blomnath und Frank Radloff, Schriftführerin ist Maren Grawe (Gönnebek), Kassenwart Roland Studt (Albrechtshof). Die stellvertretenden Vorsitzenden Jens Schramm (Tensfelder Au) und Petra Peckelhoff haben den Vorstand verlassen. Rund 70 Mitglieder zählt die Landjugendgruppe, die sich ab sofort in die Vorbereitungen für das in zwei Jahren stattfindende 40-jährige Bestehen stürzen möchte.
Die „Siedlung am Ringreiterplatz“ vor 65 Jahren: Im Jahr 1961 finden sich in Abständen in der Segeberger Zeitung Meldungen zu Planung und Umsetzung der Anlage einer Siedlung am früheren Ringreiterplatz in Schmalensee. Um dem dringenden Bedarf an landwirtschaftlichen Arbeitskräften entgegenzuwirken, beabsichtigte die Gemeinde, zehn Landarbeitersiedlungen am Ringreiterplatz zu errichten. Nachdem dafür nicht die nötigen Genehmigungen erteilt wurden, sollten zehn Kleinsiedlungen errichtet werden, von denen laut Meldung vom 16. Januar 1961 bereits drei im Bau waren. Die Wasserversorgung der Gemeinde machte jedoch Schwierigkeiten, was im Zuge der Planung einer Anbindung der Kleinsiedlungen am Ringreiterplatz offenkundig werden sollte und am 14. März 1961 berichtet wurde. Seit 1908 bestand eine mit einem Windmotor betriebene Wasseranlage. Diese sollte nun mit einer elektrischen Pumpe versehen werden, um eine bessere und gleichmäßige Versorgung des ganzen Dorfes zu gewährleisten. Am 12. April 1961 berichtet Bürgermeister Helmuth Saggau der Gemeindevertretung, dass die Zuwegung zum neuen Siedlungsgebiet am Ringreiterplatz vom Wege-Zweckverband des Kreises Segeberg vorgenommen wird. Baufortschritte meldet die Zeitung am 25. Mai 1961: Von acht im Bau befindlichen Siedlungshäusern am Ringreiterplatz können bis Pfingsten zwei mit Dachpfannen eingedeckt werden, eines ist richtfertig und für die restlichen fünf sollen die Ausschachtungen für die Keller in Angriff genommen werden. Die Fertigstellung der ersten drei Kleinsiedlungen wird am 31. Juli 1961 gemeldet. Die letzte Meldung des Jahres 1961 vom 13. November besagt, dass sechs der geplanten zehn Kleinsiedlungen teils unter Dach, teils richtfertig sind. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung aus dem Schmalenseer Wasserwerk werden Arbeiten vorgenommen, ebenso für die Stromversorgung und Kanalisation.
Konzertankündigungen verwirren die Redaktion: Die Evangelische Kirchengemeinde Bornhöved veranstaltet am 13. November 1966, vor 60 Jahren, ein Kirchenkonzert mit Angehörigen der Meisterklasse der Musikhochschule Hamburg. Für Belustigung sorgt die Terminankündigung in der Segeberger Zeitung. In ihrer Ausgabe vom 9. November benennt sie als Termin den 13. November und als Veranstalter den Bürgerverein Bornhöved. Am nächsten Tag erfolgt eine Richtigstellung: „Nicht, wie gestern irrtümlich berichtet am 13. November, sondern am 18. Dezember findet das angekündigte Kirchenkonzert in der Vicelin-Kirche statt.“ Aber am nächsten Tag lesen die Menschen im Kreis Segeberg Folgendes: „Aller guten Dinge sind drei: Nicht wie gestern irrtümlich berichtigt am 18. Dezember, sondern am kommenden Sonntag, 13. November […]. Veranstalter ist die Kirchengemeinde Bornhöved. Der in der ersten Meldung zitierte Bürgerverein und das in der zweiten Meldung erwähnte Datum, der 18. Dezember, sind jedoch letzten Endes nicht völlig zu Unrecht genannt: Am 18. Dezember gastiert auf Einladung des Bürgervereins das Schleswig-Holsteinische Kammerorchester in Bornhöved.“
Eine große Sporthalle muss her: Ein Aktenvermerk des Amtsrats Ernst Timm für den Schulverband Bornhöved besagt am 15. November 1976, also vor 50 Jahren, dass in Bornhöved eine Großsporthalle errichtet werden soll. Das liegt u.a. an der Forderung des Kreises, eine für den Handballsport taugliche Halle zu bauen, woran dessen Zuschüsse gebunden seien. Die Lösung muss mindestens 21x42 Meter Hallengrundmaß umfassen. Das Kreisbauamt aber könne wegen Überlastung nicht planerisch tätig werden, der Schulverband solle sich einen Architekten wählen. In einer Sitzung der Schulverbandsvertretung am 16. November 1976 wird sodann beschlossen, dass eine Halle gebaut werden soll, die 23,5x45 Meter groß und dreiteilbar sein soll. Es sollen Geräteräume und ein Besuchergang geschaffen werden. Mehrheitlich wird beschlossen, den Auftrag für die Durchführung der erforderlichen Ausschreibung und die spätere Bauüberwachung dem Architekten Werner Feldsien aus Kaltenkirchen zu übertragen.
Bild zur Meldung: Schülerinnen-Reigen für Lehrer Göttsch 1921