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Vor 140 Jahren: Öffentliche Vorführung eines Phonographen

20.06.2019

Wer heute Beschallung sucht, seien es Nachrichten oder Musik, der schaltet das Radio ein. Oder ist das schon altbacken? Den Livestream aus dem Internet über das Smartphone oder aus der Alexa gibt es ja auch. Kaum vorstellbar war es dagegen in früheren Zeiten, gesprochene Worte oder Musik von einem Tonträger zu hören. So sorgte ein Experimental-Vortrag am 20. Juni 1879, vor 140 Jahren, in der Kreisstadt Segeberg für Aufsehen.

 

Dort, in der Harmonie – einem bekannten Hotel und Versammlungsort – stellte ein Armin Tenner aus Cincinnati/USA Edisons’s Phonographen vor. Tenner versprach in Anzeigen, die das Segeberger Kreis- und Wochenblatt (die heutige Segeberger Zeitung) verbreitete, dass der Apparat gesprochene, geflötete, gesungene, lachende und Pfeifende Töne sowie nachgeahmte Tierstimmen und Trompetensoli reproduzieren werde.

 

In größeren Städten Deutschlands und Russlands habe der Phonograph bereits „Anklang gefunden“ - nun wollte man diesen offenbar auch in der Provinz vermarkten.

 

Interessant zu wissen wäre, welchen Einfluss auf die Besucherzahl die Ankündigung hatte, dass die geflötete Melodie in Riga aufgezeichnet worden sei...

 

Eintrittsgeld zum Experimental-Vortrag wurde auch erhoben. Schülerinnen und Schüler zahlten in einer Nachmittagsvorstellung deutlich weniger – kamen Lehrer mit ganzen Schulklassen, so hatten die Pädagogen freien Eintritt.

 

Foto: Vorführung Phonograph in Segeberg SKWB 18.06.1879

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