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Zwei Jubilare am 3. August – Herzlichen Glückwunsch

Schmalensee , den 03.08.2019

„Die ist ja noch einen Ticken jünger als ich“, lächelt Alfred Jarand beim Anblick der jüngsten Bastelarbeit seines Schwiegersohnes Dierk Harder. Der hat einem ganz seltenen Motorrad der Marke Zündapp neues Leben eingehaucht und eine Z300 aus dem Jahre 1929 restauriert und fahrbereit gemacht. Damit ist sie gute 90 Jahre alt – ein Jahr weniger als Alfred Jarand, der am heutigen 3. August seinen 91. Geburtstag feiern kann.

 

„Schwiegervaters Geburtstag war immer so ein bisschen die Richtmarke, um mit der Arbeit zum Abschluss zu kommen“, verrät Dierk Harder. Allerdings geriet der Zeitplan ein bisschen aus den Fugen, weshalb es auch nicht mit dem 90. des Seniors klappte: Dass er es mit einer Z300 zu tun hatte, stellte Harder erst während der Arbeit fest: Ersatzteile waren nur sehr schwer zu bekommen. „Ich dachte erst, es sei die bekanntere Z200 aus dem Jahr 1928. Dass es nun die seltenere Maschine ist, tröstet darüber hinweg, dass ich nicht schon letztes Jahr fertig war“, strahlt Dierk Harder. Und Schwiegervater Alfred Jarand schaut mit 91 genauso stolz auf die Zündapp, wie er es 2018 getan hätte: „Die sieht aus wie neu!“

 

Acht historische Maschinen hat Dierk Harder nach eigener Erinnerung in seinen 60 Lebensjahren wieder zusammengeflickt und fahrbereit gemacht. Das größte Schmuckstück bisher ist eine vor 35 Jahren erworbene weiße BMW-Beiwagenmaschine aus dem Jahr 1936, mit der er schon erfolgreich an Veteranen-Touren teilgenommen hat.

 

Für die Z300 hat Dierk Harder fleißig Recherche betreiben müssen, um technische Beschreibungen etc. ausfindig zu machen. Denn nach dem Erhalt aus der Scheune von „Opa Koch“ in Gönnebek („Die steckte noch ganz unter Stroh“) wurde das Motorrad zunächst zerlegt und in bis zu 15 Jahre langer Arbeit in seiner Freizeit wieder zusammengebaut.

 

Die Zündapp Z300 ist nach dem Hubraum der Maschine benannt: 300 Kubikzentimeter. Der Zweitaktmotor liefert 8,5 Pferdestärken – für eine Sozia ist da auf dem Motorrad eher kein Platz vorhanden. Besonderheiten sind unter anderem der Federlenker und die Verstellhebel statt der später üblichen Drehgasgriffe. Nachgebaut wurde nichts an dem tatsächlich wie neu glänzenden Motorrad. Die Lackierung besorgte die Firma Fieroh in Neumünster – ein reaktivierter Altmeister wusste noch, wie die Goldstreifen aufzubringen waren. Neu gemacht wurden die Lederteile – Sattel und Taschen am Gepäckträger –, für die Walter Dohm in Tensfeld persönlich zum Sattlerwerkzeug griff.

 

Viele Oldtimer-Märkte in ganz Deutschland hat der Bastler aus Schmalensee aufgesucht, „den Rücksack voller Tauschgegenstände“. Leicht war das nicht. Auch hier spielte die Baureihe eine Rolle. „Wenn ich mich nach Teilen für die Z300 erkundigte, wurde ich meist belehrt, dass ich doch wohl nach der Z200 fragen wolle“, berichtet Dierk Harder. Und wenn er klarstellte, dass er eine Z300 in seiner Werkstatt habe, hieß es meist „dann halt' sie gut fest!“ Und das hat er auch vor.

 

Nun gilt es, die altehrwürdige Zündapp anzumelden und ein Wertgutachten erstellen zu lassen. Das dient zugleich als Bestätigung als original Vorkriegs-Motorrad. Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an Veteranen-Rallyes und speziellen Motorrad-Treffen mit Alt-Modellen. Dafür wünscht auch Schwiegervater Alfred Jarand viel Spaß – und wir wünschen ihm alles Gute zum Geburtstag!

 

Foto: Bastler Dierk Harder mit Schwiegervater Alfred Jarand und der Z300

Fotoserien zu der Meldung


Motorrad (03.08.2019)

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