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Was gab's im Juni? Blick über den Tellerrand

18. 07. 2020

Spätestens im Juni ist auf vielen Ebenen nach dem Corona-Lockdown der Sitzungsbetrieb wieder angelaufen. Da lohnt sich der Blick über den Tellerrand auf Sachverhalte, die bisher nicht auf der Gemeinde-Homepage berichtet wurden.

 

ÖPNV im „Korridor“ zwischen Bad Segeberg und Kiel

 

Der Segeberger Kreistag hat am 25. Juni einen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf der Linie Bad Segeberg – Kiel in den Raum Trappenkamp und Bornhöved beschlossen. Ab 13. Dezember werden stündlich Busse fahren, teilweise auf Anruf. Auch die Linie über Klein Rönnau, Blunk, Tensfeld und Tarbek wird gestärkt. Die Maßnahme wird jährlich 567.000 Euro kosten. Im Amt Bornhöved ist man erfreut. Amtsvorsteher Harald Krille blickt aber auf Stocksee und Schmalensee, deren Situation nicht signifikant besser wird. Reaktionen aus Gönnebek und Damsdorf sind nicht bekannt.

 

BonusTickets für Azubis im HVV

 

Der Teil zwei der ÖPNV-Beschlüsse des Kreistags, dem Schmalensees Bürgermeister Sönke Siebke angehört, ist die Einführung eines BonusTickets für Azubis: Mit Beginn des nächsten Jahres können Auszubildende für 30 Euro im Monat im gesamten HVV-Gebiet unterwegs sein, das Hamburg, die vier schleswig-holsteinischen sowie die drei niedersächsischen Umlandkreise umfasst. Der HVV hatte auf Wunsch der Gesellschafter ein Konzept zur Einführung dieses Tickets erarbeitet. Es wird 70 Euro im Monat kosten. Die Finanzierung ist dabei wie folgt gemeinschaftlich geregelt: 30 Euro zahlt ein Azubi selbst, 20 Euro übernimmt der Kreis und weitere 20 Euro der Arbeitgeber. Den Kreis Segeberg kostet die Umsetzung rund 180.000 Euro im Jahr.

 

Viel los im Kirchenkreis

 

Die Synode des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Plön-Segeberg hat am 27. Juni wichtige Entscheidungen getroffen: In Bad Segeberg soll für rund 8,3 Millionen Euro ein Neubau für die Kirchenkreisverwaltung entstehen. Voraussichtlich bis Ende 2022 soll ein CO2-neutraler Bau in Holzrahmenkonstruktion mit Geothermie und Photovoltaik errichtet werden, in dem 86 Arbeitsplätze untergebracht werden. Auch soll ein Kindertagesstättenwerk für den Kirchenkreis aufgebaut werden. Eine Personalie gibt es auch: Der bisherige Leiter der Kirchenkreisverwaltung Bernd Sulimma ist zum Monatsende in den Ruhestand gegangen. Seine Nachfolgerin ist Esther Ahrent, die nun die Arbeit der 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kirchenkreisverwaltung und 35 Kirchengemeinden leitet.

 

Eine größere Deponie?

 

Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) diskutiert eine Erweiterung der Deponie Damsdorf/Tensfeld: Der Abfallwirtschaftsausschusses holte am 9. Juni eine Sondersitzung zur Deponieentwicklung nach. Unter besonderen Abstands- und Hygieneregeln sollten die Ausschussmitglieder zusammen mit den übrigen Mitgliedern der Verbandsversammlung die bisherige Deponieplanung optimieren und für die Zukunft belastbar und nachhaltig neu konzeptionieren. Teils überrascht wurden die Bürgermeister von der Aussage, dass dem WZV für die Schließung und Nachversorgung der Deponie Damsdorf/Tensfeld rund 24 Millionen Euro fehlen. Eigentlich sollte die Deponie in wenigen Jahren „voll“ sein und verschlossen werden. Nun schlug Verbandsvorsteher Peter Axmann eine Erhöhung des Deponieberges um bis zu 12 Meter auf dann 78 Meter vor. Mit dem aufgrund dieser Kapazitätserhöhung möglichen Abfall solle das fehlende Geld generiert werden. Klar ist: Mit dem Müll aus dem Kreis Segeberg allein ist das nicht getan. Das hat Bedenken u.a. bei Damsdorfs Bürgermeister Jürgen Kaack geweckt. Ihn treibt die Sorge um, dass die Deponie dann doch wieder interessant für die Einlagerung geringfügig belasteter Abbruchreste von Atomkraftwerken werden könne. (Ursprünglich war sie von der „Kandidatenliste“ genommen worden, weil sie bald voll sei...) Außerdem sei ein 78 Meter hoher Deponieberg schon bald so hoch wie der die Landschaft bestimmende Grimmelsberg. Die Verbandsversammlung am 23. Juni behandelte den Punkt nicht abschließend.

 

Ortsentwicklung in Belau

 

In Belau steht die Umsetzung eines Ortsentwicklungskonzeptes an. Bürgermeister Jörg Engelmann sucht aktuell engagierte Bürgerinnen und Bürger für einen Arbeitskreis. Neben Kreativität ist auch Verständnis für die Gemeindefinanzen nötig, denn es gibt auch teure Projekte im Konzept. So soll Belau ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen. Die Badestelle am Belauer See soll umgestaltet werden, was nicht unumstritten ist: Im Ort besteht Sorge, dass man damit zusätzliche auswärtige Badegäste anlocken könnte.

 

Breitband im Amt Bokhorst-Wankendorf

 

Wie im Kreis Segeberg ist man auch im Nachbaramt bestrebt, „weiße Flecken“ in der Breitbandversorgung zu bereinigen. Das Land Schleswig-Holstein hat dem Amt Bokhorst-Wankendorf 3,49 Millionen Euro an Zuschüssen für das Verlegen von Glasfaseranschlüssen gewährt. Betroffen sind insbesondere die Gemeinden Belau, Wankendorf, Ruhwinkel und Stolpe, deren unterversorgte Bereiche nach Möglichkeit im nächsten Jahr an das Breitbandnetz angeschlossen werden sollen. Es bedarf jedoch noch eines Anbieters.

 

Ein Arbeitsjubiläum

 

Matthias Kay, der zwar nicht mehr in Schmalensee wohnt aber weiter der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee angehört und derzeit als Gruppenführer eine verantwortungsvolle Aufgabe wahrnimmt, hat am 1. Juni 2020 sein zehnjähriges Arbeitsjubiläum auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Goullon-Pauliks in Bornhöved feiern können. Der Wochenanzeiger Basses Blatt berichtete davon. Demnach habe alles mit einem Probepraktikum begonnen. Karina Goullon-Pauliks: „Er ist ein echter Glücksgriff. Schon am zweiten Tag war uns klar, dass Matthias der ideale Angestellte für uns ist.“ Matthias Kay zeichne sich durch seine freundliche und ruhige Art, sein technisches Verständnis und seine Einsatzbereitschaft aus. Da kann man nur sagen: Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

 

 

 

Foto: Hat im Beitrag einen eigenen Abschnitt - Feuerwehr-Gruppenführer Matthias Kay

Kontakt
 

Gemeinde Schmalensee

Bürgermeister

Sönke Siebke
Dorfstr. 61
24638 Schmalensee

 

Tel.: (04323) 8209
E-Mail: