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Was gab's im Dezember? Blick über den Tellerrand

02. 01. 2021

Was in der Nachbarschaft oder im Kreis Segeberg geschieht, findet nicht unbedingt Niederschlag auf der Gemeinde-Homepage, kann aber durchaus von Interesse in Bezug auf kommunalpolitische und gesellschaftliche Themen sein. Eine kleine Presseschau aus dem Monat Dezember:

 

Zweiter Rettungswagen in Bornhöved

 

Die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), in Sachen Rettungsdienst im Kreis Segeberg Nachfolger des DRK, plant eine Aufrüstung ihrer Standorte. So soll laut Segeberger Zeitung vom 21. Dezember die Rettungswache Bornhöved erweitert werden und Platz für zwei Einsatzfahrzeuge bieten. Kurzzeitig hatte bereits das Rote Kreuz zwei Rettungswagen in Bornhöved stationiert, einen jedoch an einen provisorischen Standort nach Rickling verlegt, der dort eine feste Wache an der B205 erhalten soll.

 

Neubau für das Amt Bokhorst-Wankendorf

 

Die Verwaltung des Amtes Bokhorst-Wankendorf hat ihren Sitz im zuletzt 1999 erweiterten Amtsgebäude in Wankendorf. Doch der Bau ist längst zu klein, bietet wenig Möglichkeiten für Sitzungen und sorgt aufgrund seiner Lage in einer Nebenstraße oft für ein Verkehrschaos. Ein Neubau soll her – in Wankendorf, wie die Kieler Nachrichten in ihrer Ostholstein-Ausgabe am 19. Dezember berichten. Die Anforderungen: Es soll zentral liegen, über genügend Parkplätze und eine Anbindung an den ÖPNV verfügen und barrierefrei konzipiert sein. Mit der Realisierung aber will man sich Zeit lassen.

 

Busse fahren nun öfter

 

Zum 13. Dezember hat der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) die Fahrpläne im öffentlichen Bus- und Bahnverkehr umgestellt. Auf der Strecke Kiel-Bornhöved-Bad Segeberg (Linie 410/411) ist der „Taktverkehr“ ausgebaut worden: Die Linie 410 fährt laut Segeberger Zeitung vom 5. Dezember montags bis sonnabends im Stundentakt; sonntags alle zwei Stunden. Wegen der Straffung wird Gönnebek von dieser Linie nicht mehr bedient. Dafür führt die Linie 411 nun über Gönnebek bis Trappenkamp – montags bis freitags stündlich; am Wochenende als Anruf-Linien-Taxi (ALT) im Zwei-Stunden-Takt. In Bad Segeberg haben beide Linien Anschluss an die Nordbahn.

 

Geld für die Schulen des Kreises Plön

 

Der Plöner Kreistag hat ein immenses Investitionspaket beschlossen, um bis 2024 die kreiseigenen Liegenschaften zu modernisieren und Raumbedarfe zu befriedigen. Von rund 108 Millionen Euro fließen an das Gymnasium Schloss Plön, das auch von Schmalenseer Gymnasiasten besucht wird, 2 Millionen für neue Fachräume und 1,5 Millionen in die Sanierung des Hauptgebäudes, berichten die Kieler Nachrichten am 5. Dezember in ihrer Ostholstein-Ausgabe.

 

Entwarnung in Sachen Geflügelpest

 

Am 8. Dezember, so berichtet die Segeberger Zeitung am 12. Dezember, hat der Kreis Segeberg den am 9. November rund um Heidmühlen eingerichteten Geflügelpest-Sperrbezirk aufgehoben, den auch Gönnebek umfassenden Beobachtungsbezirk aber noch nicht. Am 14. Dezember dann wird auch der Beobachtungsbezirk aufgehoben und die Geflügelpest im Kreis Segeberg für erloschen erklärt. Der Kreis Plön folgt mit der Aufhebung einen Tag später.

Was allerdings nicht aufgehoben wurde, ist die Aufstallpflicht, da noch immer die Gefahr besteht, dass infizierte Zugvögel von der Westküste im Binnenland ihren Kot hinterlassen.

 

Amt Bornhöved im Kreistag stark vertreten

 

Durch einen Mandatsverzicht in der CDU-Kreistagsfraktion wird zum neuen Jahr der stellvertretende Bürgermeister von Bornhöved, Sönke Ehlers (27) in den Kreistag nachrücken. Diesem gehören bereits Schmalensees Bürgermeister Sönke Siebke (CDU) und die Trappenkamperin Cordula Schulz (SPD) an. Damit kommen drei der 62 Abgeordneten aus dem Amt Bornhöved.

 

Windpark Schmalensee Süd bewirkt Ausbau des Umspannwerks

 

Bis zu sieben Windkraftanlagen werden sich in absehbarer Zeit südlich Schmalensee und nördlich Damsdorf drehen. Dies hat Auswirkung auf das Umspannwerk in Bornhöved, das bereits 2021 für 1,5 Millionen Euro eine Erhöhung der Kapazität erfahren soll: Ein zusätzlicher Transformator mit einer Leistung von 63 Megavoltampere (MVA) soll dort in Betrieb gehen.

 

Naturpark: Umzug nach Eutin abgeblasen

 

Der Naturpark Holsteinische Schweiz, dem auch die Gemeinde Schmalensee als Mitglied angehört, wollte seinen Sitz wegen Differenzen mit dem Besitzer des Uhrenhauses im Plöner Schlossgelände nach Eutin verlegen. Dort sollte das Kulissenlager in der Opernscheune am Schlosspark an den Naturparkverein vermietet werden. Doch weil die Eutiner Festspiele aufgrund der Corona-Pandemie in unsicheres Fahrwasser geraten sind, müssen sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und benötigen die Räume selbst. Offen ist nun, ob es jemals ein neues Naturparkhaus geben wird. Im Gespräch sind laut Bericht der Kieler Nachrichten (Ostholstein-Ausgabe) vom 22. Dezember kleine, dezentrale Ausstellungen in den Mitgliedsgemeinden oder eine mobile Lösung. Zunächst ist die Ausstellung beim Eutiner Verein „Wasser, Otter, Mensch“ zwischengelagert. Allerdings hat die Umzugs-Pleite um die Weihnachtstage für weiteren Ärger gesorgt: Plöns Bürgermeister Lars Winter übte in den KN vom 29. Dezember scharfe Kritik daran, dass man den alten Sitz gekündigt habe, ohne einen vereinbarten Vertrag für neue Räume. Sein Zorn richtet sich an den Vorstand den Vorsitzenden, Segebergs Landrat Jan Peter Schröder, und Geschäftsführerin Thea Daubitz, deren Entlassung er fordert.

 

Erstmals eine Amtsdirektorin im Kreis Segeberg

 

Im Amt Kisdorf hat sich die Kommunalpolitik entschieden für mehr Hauptamtlichkeit entschieden. Mit Judith Horn wird das Amt ab 1. Februar 2021 das erste im Kreis Segeberg sein, das nicht mehr einen Leitenden Verwaltungsbeamten unter einem ehrenamtlichen Amtsvorsteher hat, sondern eine Amtsdirektorin, die beide Aufgaben wie der Bürgermeister einer Stadt vereint. Das Amt des Amtsvorstehers wird reduziert auf den Vorsitz im Amtsausschuss und ein Dasein als höchster Repräsentant des Amtes, wie ein Bürgervorsteher in einer Stadt. Die ehrenamtlichen Bürgermeister hatten diese Lösung aufgrund stetig steigender Anforderungen an die Position des Amtsvorstehers und dessen Haftung bei gravierenden Fehlern der Verwaltung gewählt.

 

Gasthof Schlüter soll fortbestehen

 

Die Betreiberfamilie Schlüter hat die Weichen für den gleichnamigen Gasthof in Wankendorf auf Zukunft gestellt: Mit Tochter Lea ist die Nachfolge geregelt und für 500.000 Euro soll der Hotel- und Restaurant-Betrieb aufgefrischt werden. Wie die Kieler Nachrichten am 23. Dezember in ihrer Ostholstein-Ausgabe berichten, werden u.a. die Fassade und alle Gaststuben im helleren Design umgebaut. Verschwinden soll der massive Tresenkomplex im Foyer.

 

Neuer Vorstand beim DRK in Trappenkamp

 

Wie der Trappenkamper Ortsverein vom Deutschen Roten Kreuz mitteilt, wurde am 19. Dezember unter Einhaltung der Corona-Regeln eine außerordentliche Mitgliederversammlung durchgeführt. Ergebnis ist ein neuer Vorstand, bestehend aus Sabiene Schnack (Vorsitzende), Ute Böse (stellvertretende Vorsitzende), Gerhild Schütte (Schatzmeisterin), Karin Dzaack (Beisitzerin Blutspende) und Gabriele Knöchel (Beisitzerin Kleiderkammer). Der neue Vorstand will die Seniorenarbeit und Ausflüge wiederaufleben lassen. Zunächst muss aber eine Eintragung des Vereins ins gerichtliche Register erfolgen, damit das DRK Trappenkamp seine Rechtsfähigkeit erlangt.

 

Covid-19: Impfen auch in Wankendorf?

 

Bis zum 15. Dezember sollten die erst 28, dann, aufgrund einer Intervention der zunächst leer ausgegangenen Stadt Norderstedt 29 Impfzentren in Schleswig-Holstein einsatzbereit sein. Neben Kaltenkirchen (Gewerbehalle) im Kreis Segeberg scheint Wahlstedt (Tennishalle) die nächstgelegene Option für Schmalenseer, so sie denn einen Impftermin erhalten. Aber am 5. Dezember rückte auch das nicht weit entfernte Wankendorf auf den Plan. In einem Bericht der Ostholstein-Ausgabe der Kieler Nachrichten über eine Sitzung des Amtsausschusses des Amtes Bokhorst-Wankendorf wurde Kritik laut: Die vom Kreis Plön benannten Impfzentren in den Jugendherbergen in Schönberg und Plön würden den bis nach Neumünster heranreichenden Teil des Kreisgebietes nicht bedacht. Man habe ein in Wankendorf neben dem Rewe-Markt befindliches Wohn- und Geschäftshaus als weiteren Impfstandort vorgeschlagen. In dem Gebäude gebe es einen Leerstand von mehreren hundert Quadratmetern – und davor viele Parkplätze. Offenbar ging man im Amtsausschuss des Nachbaramtes aber nicht unbedingt von einem Zuschlag aus – der bekanntlich auch nicht erfolgte. Der stellvertretende Amtsvorsteher Holger Bajorat, Bürgermeister in Stolpe, wollte den von ihm eingebrachten Vorschlag vor allem als Signal verstanden wissen, dass man im Kreis Plön die Region Wankendorf bei Überlegungen solcher Art nicht vergessen solle.

(Erklärung: Schleswig-Holsteiner, die eine Corona-Impfung in einem Impfzentrum erhalten sollen, können sich aussuchen, in welchem Impfzentrum des Landes – oder in Hamburg – sie ihre Impfdosen verabreicht bekommen möchten. Wankendorf wäre also für Schmalenseer wie Plön oder Neumünster durchaus eine Alternative gewesen.)

 

Tarbeker Moor hat ehrenamtlichen Betreuer

 

Nils Kuhnert-Schumacher aus Blunk ist ab Januar ehrenamtlicher Betreuer des Tarbeker Moor. Das 131 Hektar große Fauna-Flora-Habitat (FFH) gehört mit den südwestlich und östlich anschließenden Moorkomplexen zu einem ehemals weitläufigen Hochmoorkomplex, das im 19. und 20. Jahrhundert abgetorft und nahezu vollständig zu Grünland wurde. Auch Schmalenseer hatten Zugriff auf Parzellen in dem Bereich, um daraus wichtiges Brennmaterial zu gewinnen. Seit 1991 gibt es Renaturierungsbemühungen. Mit der Übernahme der Betreuung für das Gebiet wird Nils Kuhnert-Schumacher die Entwicklung im Schutzgebiet dokumentieren, weitere Maßnahmen vorschlagen und diese auch umsetzen, wenn sie genehmigt wurden. Das Gebiet ist Lebensraum zahlreicher Amphibienarten wie Knoblauchkröte oder Moorfrosch. Im Bereich der Tensfelder Au lebt der Fischotter. Es ist das erste Mal, dass eine Betreuung für das Tarbeker Moor vergeben wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Susan Buchholz schoss dieses Bild im Dezember 2020

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Tellerrand (01. 01. 2021)

Kontakt
 

Gemeinde Schmalensee

Bürgermeister

Sönke Siebke
Dorfstr. 61
24638 Schmalensee

 

Tel.: (04323) 8209
E-Mail:

 

 

 
 
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