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Alarm für Einsatzkräfte am 5. Oktober war ein Brandmanöver in Stocksee

06. 10. 2021

Um 19.34 Uhr heulten in drei Dörfern des Amtes Bornhöved am 5. Oktober die Sirenen. Die Alarmierungs-App auf den Smartphones der Feuerwehrleute rief zu einem „Feuer Groß“ im Stockseer Waldweg. Bei Eintreffen war klar: Es handelte sich um eine Übung. Abgearbeitet wurde der „Einsatz“ dennoch, als sei er ein „scharfer“.

 

Angenommen wurde ein Feuer, das durch Schweißarbeiten in einer Halle ausgelöst worden war. Vier Personen galten als im Objekt vermisst, was vor allem die unter Atemschutz arbeitenden Angriffstrupps unter Stress setzte – die Personenrettung genießt Priorität, allerdings benötigen sie dafür Wasser.

 

In der Rückschau zeigte sich bereits an diesem Punkt, dass die Alarmierung von nur drei Wehren – neben Stocksee kamen die aus Damsdorf und Schmalensee hinzu – einen zu geringen Kräfteansatz bedeutete. 

 

Die Atemschutzgeräteträger der Nachbarwehren wurden nach Eintreffen sofort der Einsatzleitung am Objekt unterstellt, während Damsdorf eine Wasserförderung aus dem Teich des Stockseehof einrichtete, baute Schmalensee die weitere Wasserversorgung auf und schaltete seine mobile Tragkraftspritze zwischen, um das Wasser die leichte Steigung zum Brandort hinauf zu pumpen. Nach Aufbau der Schlauchleitung wurde außerdem die Verletztensammelstelle unterstützt. 13 Schmalenseer Einsatzkräfte nahmen unter Führung von Kevin Kasch an der Übung teil.

 

Stocksees Wehrführer Markus Schröder führte in seiner Manöverkritik die erkannten Lehren aus dem gemeinsamen Vorgehen der drei Wehren auf: Um alle Aufgaben erfolgreich und schnell abzuarbeiten hätte es weiterer Einsatzkräfte bedurft. Insbesondere bei den Angriffstrupps, aber auch bei der Betreuung geretteter Personen und einem schnelleren Aufbau der Wasserversorgung. Eine Erhöhung der Alarmierungsstufe wäre also angeraten gewesen, um zusätzliche Kräfte etwa aus Dersau und Bornhöved an den Einsatzort zu bekommen.

 

Denn auch wenn alle Aufträge an die übenden Einsatzkräfte abgearbeitet worden seien, hätte vieles mit mehr Kräften schneller und effektiver laufen können. „Daraus haben wir gelernt, dafür üben wir“, fasste Schröder bei der anschließenden Bratwurst am Stockseer Feuerwehrgerätehaus zusammen. 


 

 

Bild zur Meldung: Alarm für Einsatzkräfte am 5. Oktober war ein Brandmanöver in Stocksee

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