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Was wächst denn da? - Teil 2 einer Waldwanderung mit Holsteinseen

Schmalensee , den 25.05.2019

Dierk Hamann hatte denen, die den „Belauer Wald“ noch nicht kannten, wahrlich nicht zu viel versprochen. Als einen der schönsten Winkel in der Schmalenseer Landschaft beschrieb der Natur- und Landschaftsführer die Endmoräne am Rande eines früheren Seeausläufers. Der Ausflug mit dem früheren Schulleiter war einer der 50 Programmpunkte, die der Tourismusverein Holsteinseen in diesem Jahr auflegt.

 

Zugleich war es die Fortsetzung einer ähnlichen Veranstaltung vom Vorjahr. Die musste seinerzeit abgebrochen werden – zu interessant war, was Dierk Hamann den Teilnehmern über Flora und Fauna zu erzählen wusste.

 

Und auch dieses Mal sollte es etwas dauern, bis im Wald die Schattenblume gefunden wurde, bei der im vergangenen Jahr die Wanderung beendet worden war. Eingangs war eine Klarstellung angebracht: „Nicht Unkraut, sondern Wildkraut ist die richtige Bezeichnung. Die Silbe 'un' heißt nutzlos – und weshalb sollte eine Pflanze ohne jeden Nutzen auf der Erde wachsen“, eröffnete Dierk Hamann die Wanderung.

 

Mit einem Bekenntnis des Naturführers ging es weiter, denn auf dem Weg zum Wald galt es, manche Gräser zu bestimmen. Ob Hain-Rispengras, Einblütiges Perlgras oder Dierk Hamanns persönlichen Liebling, die Taube Trespe.

 

Viele weitere Kräuter waren schnell entdeckt. Wegrauke, Knoblauchsrauke, der stinkende Storchschnabel (auch Ruprechtskraut genannt), die große Sternmiere, der Ehrenpreis, das Hirtentäschelkraut u.v.m.

 

Natürlich durften Hinweise auf Essbares nicht fehlen: Löwenzahn („vitaminreich und nahrhaft“), Gewöhnliche Vogelmiere oder Purpurrote Taubnessel („besonders geeignet zum Verfeinern von Salaten“) und letztlich auch der Sauerklee („aber nicht zu viel, wegen der Säure“).

 

Der Wald präsentierte sich in seiner bunten Vielfalt – ob im Buchenwald oder dem Bruchwald (laut Dorfökopfad), der recht trocken gefallen ist, viel Wurmfarn, Schwarzerle, Vogelbeere und sogar Birken enthält. Dazu den Kriechenden Günsel und noch einen kriechenden Kameraden, den Waldmistkäfer. Intensiv wurde auch das besprochen, was unter dem Waldboden vor sich geht – im Wurzelwerk der Bäume und den Geflechten der Pilze.

 

Aber auch diese Wanderung musste ein Ende finden. Im Gasthof Voß standen Kaffee und Kuchen bereit. Jürgen Bucksch, Vorsitzender von Holsteinseen, hatte Dierk Hamann schon im Wald ein großes Dankeschön für die zweite interessante Naturwanderung ausgesprochen, die für viele sicher hätte länger andauern können.

 

 

Foto: Das Ziel der Wanderung - Der Wald

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Waldwanderung (25.05.2019)

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