Der Weg zu den Natur- und Geschichts-Phänomenen unseres Dorfes
Ringreiterplatz
Im Sommer gab es hier früher das Ringreiten. Die jungen Männer, so schreibt Chronist Heinrich Göttsch, sattelten die besten Pferde und sammelten sich auf dem Ringreiterplatz, wo schon der Ring unter einem für ihn errichteten Galgen hing.
Nacheinander ritten die Teilnehmer im Galopp ans Ziel, um mit Ringstecher oder Lanze den Ring aufzuspießen. Sieger war, wem das am häufigsten gelang. Danach gab es den Festumzug zum Hof des Königs, wo er Getränke zu servieren hatte. Unterdessen hatten die jungen Frauen ihre Spiele, meist das Vogelpicken, beendet und die Königin ermittelt. Den Hauptteil und Schluss der Feier bildete der Reiterball.
In Schmalensee lag der Ringreiterplatz hier am Weg nach Damsdorf. Bis in die 1960er Jahre hat es das Ringreiten in Schmalensee gegeben. Seit 2021 zählt die schleswig-holsteinische Tradition des Ringreitens zum Immateriellen Kulturerbe der Unesco. In Schmalensee hatte ab Mitte der 1960er Jahre das Treckergeschicklichkeitsfahren das Ringreiten abgelöst.



















