Der Weg zu den Natur- und Geschichts-Phänomenen unseres Dorfes
Gefallenendenkmal
Am 25. November 1923 versammelten sich Schmalenseerinnen und Schmalenseer in der Ortsmitte, um das dort errichtete Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs einzuweihen. Wo heute aller Opfer von Krieg und Verfolgung, Gewalt und Vertreibung gedacht wird, suchten gerade jene, die ihre Angehörigen und Freunde verloren hatten, einen Ort, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen.
Hufner Otto Saggau hatte den Platz für 30 Zentner Roggen zur Verfügung gestellt. Steinsetzmeister Johannes Suhr aus Bornhöved, ein gebürtiger Schmalenseer, errichtete das Denkmal, für das von den großen Familien über eine Million Mark gesammelt worden waren. Die Einweihung erfolgte mit viel nationalem Pathos; ab 1933 war das Denkmal Ort für nationalsozialistische Kundgebungen.
1952 wurde das Denkmal erweitert. Auf einer zusätzlichen Tafel wurden die Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges angebracht, dazu ein Gedenkspruch: „Ehret die Gefallenen und Opfer der Weltkriege“ – eine Mahnung, die in der heutigen Verwendung des Denkmals alle Opfer einschließt, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Orientierung.







