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Leinen los: Feuerwehr übte Eisrettung an ungewöhnlichem Ort

Schmalensee, den 11.​02.​2026

Nach der Beschäftigung mit ausgedienten Weihnachtsbäumen und Durchführung der Jahreshauptversammlung hat sich die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee ihrer tatsächlichen Aufgabe zugewandt und einen Ausschnitt des möglichen Einsatzgeschehens geübt. Aber nicht Brandbekämpfung stand auf dem Dienstplan, das Winterwetter gab das Thema vor. 

 

Eigentlich sollte es am Abend des 10. Februar an den weitgehend zugefrorenen Schmalensee gehen: Eisrettung war das Thema der Ausbilder um Gruppenführer Christopher Orth von Dach, der zuvor im Feuerwehrgerätehaus eine theoretische Unterweisung gab, bei der das Stichwort Eigensicherung (Leinen, Leinen, Leinen) die Hauptrolle spielte. 

 

Und Sicherheit war auch der Grund, nicht auf den See zu gehen, da es begonnen hatte zu regnen und sich das Einsatzfahrzeug, mit dem ausgeleuchtet werden musst, sich an der Badestelle hätte festfahren können. Auch die Gesundheit der Kameradinnen und Kameraden hatte man bei der Entscheidung im Blick, einen für die Eisrettung ungewöhnlichen Ausbildungsort zu wählen...

 

So wurde im Licht der Dachstrahler der schneebedeckte Bolzplatz zur „Eisfläche“ und ein Personenrettungs-Dummy war in diese eingebrochen. 

 

Da dem Gruppenführer eine große Ausbildungsgruppe zur Verfügung stand, konten alle Handgriffe und Vorgehensweisen intensiv geübt werden: Mit Leiterelementen – mit Leinen gesichert – arbeiteten sich jeweils zwei mit Rettungswesten versehene Kameraden – mit Leinen gesichert – zum „Opfer“ vor und bugsierten dies auf das mitgeführte Rettungsbrett (Spineboard) – man ahnt es: mit Leinen gesichert. 

 

Der Weg zum Dummy war beschwerlich, auf dem Weg zurück konnten die an den Sicherungsleinen eingesetzten Kräfte helfen. 

 

Unterdessen übten weitere Einsatzkräfte das Auswerfen des Rettungsringes – der natürlich auch über eine Leine verfügt. Wichtig , auch für „Zivilisten“, die im Sommer einer Person im Wasser den an der Badestelle befindlichen Rettungsring zuwerfen müssen: Ziel ist nicht, die zu rettende Person zu treffen – ein Kopftreffer wäre äußerst kontraproduktiv! Der Rettungsring soll in ihrer Nähe landen, sodass sie möglichst danach greifen kann. 

 

Landesweite Warnungen vor dem Betreten der Eisflächen

 

Die Eisflächen üben angesichts der langen Frostphasen eine besondere Anziehungskraft aus – sogar die Ostsee war am vergangenen Wochenende Ziel zahlreicher Eis-Ausflügler. Landesweit aber warnen Behörden und Feuerwehren davor, die Eisflächen zu betreten oder sich zu weit auf diese hinaus zu wagen. 

 

Was Seen wie unseren Schmalensee betrifft, so birgt das Wechselspiel aus Frostphasen und Tauwetter in Kombination mit zahlreichen Quellen, die ihn speisen, unsichtbare Gefahren. Und eines hat der Übungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr am 10. Februar den Kameradinnen und Kameraden sehr deutlich vor Augen geführt: Das Leinenmaterial reicht nur für ufernahe Eisrettungen aus. Wer weit draußen ins Eis einbricht, kann nur auf spezialisierte und entsprechend ausgerüstete Kräfte hoffen, die aber viel Zeit benötigen, zur Hilfe zu eilen. Somit gilt: Nicht leichtsinnig werden! 

 

Bild zur Meldung: Feuerwehr übte Eisrettung - auf dem Bolzplatz

Fotoserien


Eisrettung 2026 (11.​02.​2026)

Kontakt
 

Gemeinde Schmalensee

Bürgermeister

Dirk Griese
Dorfstr. 18
24638 Schmalensee

 

Tel.: (04323) 6253
E-Mail:

 

 BesuchPlus im Amt Bornhöved 

 

 

 

 
 
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