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1100

1110

 

Slawen durchziehen plündernd Stormarn.

 

1110/1111

 

Adolf I. von Schauenburg wird, nachdem die männliche Erblinie der Billunger erloschen ist, mit der Grafschaft Holstein belehnt. Wie weiter südlich Askanier und Wettiner, beginnen die Schauenburger mit der „Ostkolonisation“.

 

1125 oder 1127

 

Vicelin gründet das Augustiner Chorherrenstift Neumünster, um von dort die Christianisierung Wagriens voranzutreiben.

 

1129

 

Der dänische König Knud Lavard, der auch Herzog von Schleswig ist, wird von Kaiser Lothar mit Wagrien belehnt und damit Herrscher der Wenden und Abotriten (Obodriten, Slawen). Das Reich Knuds erstreckt sich auf ganz Ostholstein östlich der Schwentine (des Limes Saxoniae) bis Lübeck.

 

1130

 

Nach dem Tode Adolfs I. übernimmt Adolf II. Von Schauenburg die Herrschaft in Holstein.

 

1131

 

Dänenkönig Knud Lavard wird ermordet. Die darauf folgenden Unruhen führen dazu, dass die slawischen Stämme Ostholsteins dem dänischen und damit christlichem Einfluss entzogen werden. Pribislav wird Fürst der Wagrier und Polaben; Niklot der der Abotriten (Obodriten).

 

1134

 

Bau der Siegesburg auf dem Gipsberg beim heutigen Bad Segeberg. Auch die slawischen Fürsten, gegen die diese Feste vorrangig errichtet wird, müssen aufgrund ihrer Tributpflicht gegenüber dem Kaiser, der die Burg mit einer Besatzung ausstatten wird, am Bau mitwirken.

 

1137

 

Vermutlich in diesem Jahr erfolgt die Fertigstellung des Klosters zu Segeberg, ausgeführt von Vicelin und beauftragt durch Kaiser Lothar.

Die Fertigstellung der Segeberger Burg und des Klosters werden auch als Auslöser der Anlage neuer Dörfer angesehen. Bis dato existieren schon einige altslawische Dörfer, zu denen u.a. Gönnebek gezählt wird.

 

Adolf II. von Schauenburg verliert nach dem Tode Kaiser Lothars sein Grafenamt und Heinrich von Badewide wird eingesetzt.

 

1138/39

 

Winterfeldzug Heinrich von Badewides gegen die Slawen. Diese werden zwischen Schwale und Ostsee besiegt.

 

1139

 

Den inneren Konflikt sächsischer Fürsten nach dem Tode Kaiser Lothars nutzend, zieht der wagrische (slawische) Fürst Pribislav von Lübeck kommend u.a. gegen die Segeberger Vorburg und das dortige Kloster, das zerstört wird. Der Wiederaufbau 1140 erfolgt im benachbarten Högersdorf auf der anderen Seite der Trave.

 

Sommerfeldzug des holsteinischen Overboden Markrad gegen die wagrischen Slawen.

 

1142

 

Heinrich der Löwe erhält das Herzogtum Sachsen und setzt Adolf II. als treuen Gefolgsmann der Welfen wieder in Holstein ein. Heinrich von Badewide wird mit dem Land der Polaben abgefunden und residiert in Ratzeburg.

 

1142/43

 

Der Landesälteste Marquard siedelt mit seinen Leuten von Neumünster (Wittorf) nach Bornhöved über. Der „Erste nach dem Grafen“, als Overbode Bannerträger und Gerichtsherr, gilt als Begründer von Bornhöved und letzthin mit Vicelin als Gründer des Kirchspiels Bornhöved.

Allerdings ist davon auszugehen, dass am Ort des heutigen Alt-Bornhöved bereits eine slawische Siedlung und/oder am Platz der Kirche ein heidnisches Heiligtum vorhanden war, an dessen Stelle schon vor dem Eintreffen Marquards eine Kapelle errichtet worden war.

Das Jahr 1142 soll auch der Anfang der auf dem Vier am Nordwestende des Schmalensee stattfindenden und bis 1480 abgehaltenen Versammlungen der holsteinischen Stände sein.

 

1143

 

Der Schauenburger Graf Adolf II. wird als Graf von Holstein auch Herr über Wagrien. Die Besiedelung ehemals slawischer Gebiete durch Sachsen und in Westdeutschland angeworbene Siedler beginnt. Dabei werden die verbliebenen Slawen integriert. Die hochmittelalterliche Ostbewegung in Ostholstein und Lauenburg sorgt für ihre kulturelle Eingliederung und Christianisierung. Die Bischöfe Vicelin und Gerold treiben den Kirchenbau voran.

Adolf II. ruft die Menschen in Flandern und Utrecht, Westfalen und Friesland dazu auf, in den ehemals slwischen Landen zu siedeln. Den verbliebenen nordelbischen Sachsen aber stellt er die Ländereien am alten Limes Saxoniae zur Besiedelung frei. Zweite und dritte Söhne der Holsten erhalten Wohnsitze in den nun relativ sicheren Räumen westlich von Segeberg an der Trave, auf dem Zuentifeld um Bornhöved und in dem Land zwischen Schwale (Gönnebek), Grimmelsberg und Plöner See.

Hier ist die früheste Gründung Schmalensees höchstwahrscheinlich einzuordnen.

 

1147

 

Der abotritische (obodritische, slawische) Herzog Niklot überfällt Wagrien und zerstört die Segeberger Vorburg endgültig. Das Kloster Segeberg in Högersdorf bleibt verschont.

 

1149

 

Vicelin, gerade zum Bischof von Oldenburg ernannt, weiht die Kirche zu Bornhöved. Am selben Ort könnte aber schon vor 983 eine Taufkapelle errichtet worden sein, worauf Funde unter dem heutigen Fundament hindeuten.

 

1154

 

Tod des Oldenburger Bischofs Vicelin. Einem Text des Königlich Privilegierten Wochenblatts vom 30.05.1830 zufolge ist die Lage zu dieser Zeit folgende: „Das Oldenburger Bistum befand sich aber noch damals in aller Hinsicht in einem höchst kümmerlichen Zustande. Der Bischof hatte das tägliche Brot nicht, hatte weder Domkirche noch Domkapitel; der nördliche Teil Wagriens war noch ganz heidnisch, und in dem übrigen Teile des Bistums befanden sich nur in Bosau, Bornhöved und Segeberg Pfarrkirchen.

 

1155

 

Gerold, neuer Bischof von Oldenburg, ordnet die neuerliche Verlegung des Klosters Segeberg von Högersdorf in den Bereich unterhalb der Siegesburg an.

 

1170

 

Um 1170 verfasst Pfarrer Helmold in Bosau seine Slawenchronik.

 

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