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1922

Jahrgang 1922

(fett gedruckte Daten sind tatsächliche, nicht fett gedruckte die des Erscheinens)

 

01.01.1922

Oberschweizern und Schweizern (Melker, Anmerkung) stehen so genannte Deputate zu, die ihrer Entlohnung hinzuzurechnen sind. Um eine Einheitlichkeit zu erzielen, gibt das Finanzamt Segeberg den Gegenwert der Deputate an. So entsprechen 14 Zentner Roggen à 105 RM 1.470 RM. An Milch stehen dieser Berufsgruppe täglich 3 Liter, also 1.095 Liter, à 2,50 RM (2.737 RM) zu. Die Gegenwerte für Feuerung, freie Wohnung und Kartoffelland betragen 450, 250 und 300 RM. Insgesamt haben die Deputate einen Gesamtwert von 7.017 RM.

 

03.01.1922

Justizrat Reimers und die Anwälte Medow und Selig aus Segeberg geben auch für 1922 Termine der von ihnen in Bornhöved abzuhaltenden Anwaltsprechtage bekannt.

 

03.01.1922

Eine Kommission des Kreisverbandes Schwarzbunte Schleswig-Holstein, der auch der Schmalenseer Heinrich Harder angehört, beginnt mit der Auswahl und Körung von Auktionstieren, die in Neumünster vorgeführt werden sollen.

 

05.01.1922

Dr. Sarpe, Tierarzt in Bornhöved, öffnet nach dem Jahreswechsel wieder seine Praxis.

 

05.01.1922

Der allgemeinen Teuerungsrate passen sich nun auch die Tierärzte an. Nacht- und Sonntagsbesuche werden zukünftig doppelt berechnet.

 

11.01.1922

In Schleswig-Holstein gilt die Polizeistunde in Gasthäusern und Schankwirtschaften um 24 Uhr, sonnabends um 1 Uhr. In Wirtschaften mit weiblicher Bedienung gilt die Polizeistunde bereits um 23 Uhr.

 

11.01.1922

Schon im Vorjahr wurde seitens der Reichsregierung eine Initiative zum vermehrten Bau von Landarbeiterwohnungen gestartet. 200 Millionen Reichsmark stehen zur Verfügung, in Form einmaliger Zuschüssen den landwirtschaftlichen Arbeitgebern (Landwirte, Gutsbesitzer, Gemeinden) für den Bau von Wohnungen für deutsche Landarbeiter und ländliche Handwerker zuzugehen. Verfolgt wird damit das Ziel, die Landarbeiter an einer Abwanderung in die Städte zu hindern und sogar weitere Arbeitskräfte aufs Land zu locken um die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern. Die Zuschüsse müssen weder verzinst noch zurückgezahlt werden.

 

12.01.1922

Sorgen bereitet dem Kreiswohlfahrtsamt die Versorgung zahlreicher hilfsbedürftiger Kinder. Da kommt eine Geldanweisung von deutschstämmigen Amerikanern über 30.000 Mark gerade rechtzeitig an.

 

14.01.1922

Tierarzt Dr. Sarpe erhält erneut die Approbation.

 

26.01.1922

Im Segeberger Kreisbauernhaus findet die Hauptversammlung des Landwirtschaftlichen Kreisvereins statt. Zwölf Lokalvereine mit rund 1.100 Mitgliedern gehören dem von Gutsbesitzer Hastedt (Wensin) geführten Verband an. Der Kreis-Ziegenzuchtverein und der Kaltblut-Pferdezuchtverein für den Kreis Segeberg sind als neue Mitgliedsvereine beigetreten. Lange wird über Fürsorgeleistungen der Landwirtschaft wie die im Vorjahr begonnene „Milchverbilligungsaktion“ beraten. Auch wird erneut eine Kreistierschau geplant. An diese soll sich auch ein (Pferde-)Rennen anschließen. In den Rennausschuss wird neben anderen auch Hugo Saggau aus Schmalensee gewählt.

 

27.01.1922

Der Vaterländische Frauenverein für Bornhöved und Umgebung veranstaltet einen Vortrag über „die Flüchtlingsnot“. Im Anschluss durchgeführte Geldsammlungen für die im Lokstedter Lager untergebrachten Flüchtlinge erbringen insgesamt 1.342,00 Mark, darunter 75 Mark von der Gemeinde Schmalensee.

 

28.01.1922

Dem (Provinzial-)Verband Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner gehören Kreisrindviehzuchtvereine aus Bordesholm, Oldenburg, Plön, Stormarn, Segeberg, Lauenburg und Eckernförde mit insgesamt 1.476 Mitgliedern an. Die Segeberger bringen 116 Stiere und 2.462 Kühe ein. Vorsitzender ist Hofbesitzer Otto Matzen aus Koselau.

 

29.01.1922

Die Wahlen für die Vertrauensmänner und Ersatzmänner für die Angestelltenversicherung finden statt. Im Stimmbezirk Bornhöved, der das Amt Bornhöved umfasst, erfolgt die Stimmabgabe im Amtszimmer des Amtsvorstehers Heinrich Christian Saggau in Schmalensee. Saggau agiert als Wahlvorsteher, Ernst Stegelmann ist sein Stellvertreter.

 

29.01.1922

Die Allgemeine Ortskrankenkasse Bornhöved mit Sitz in Tarbek hält ihre Generalversammlung ab.

 

31.01.1922

In Schmalensee und Tarbek finden Körungen weiblicher Tiere durch den Kreisverein für die Zucht schwarzbunter Schleswig-Holsteiner statt. Koordinator der Termine ist Vereins-Geschäftsführer Heinrich Göttsch, Lehrer in Schmalensee.

 

02.02.1922

Die Stiergenossenschaft Schmalensee hat im abgelaufenen Jahr erfolgreich drei Tiere der amtlichen Bullen-Körkommission vorgeführt. Carl, Citus und Dakapo, allesamt Schleswig-Holsteiner, stehen am Deckort Schmalensee bereit.

 

06.02.1922

Im Gewerbevereinshaus zu Segeberg findet eine Ordentliche Mitgliederversammlung des Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes für den Kreis Segeberg statt. Thema ist u.a. ein Tarifvorschlag für 1922/23. Da weder die Arbeitgeber, noch die Arbeitnehmer den alten Tarifvertrag gekündigt haben, besteht dieser weiter für das neue Jahr. Neuer Vorsitzender der landwirtschaftlichen Arbeitgeber ist Gutsinspektor Karl Vogel aus Seedorf.

 

07.02.1922

Die Landwirtschaftskammer der Provinz Schleswig-Holstein sendet ein Telegramm an den preußischen Staatskommissar für Volksernährung. In diesem wird die freie Getreidewirtschaft verlangt. Anderslautende Beschlüsse, womöglich die Wiedereinführung einer Getreideumlage würden zu Protestaktionen führen. Einen Monat später wird auch der Schleswig-Holsteinische Bauernverein dafür appellieren, die Landwirte in die freie Getreidewirtschaft zu entlassen.

12.02.1922

Die Diebe, die im Vorjahr dem Landwirt Siebke vier wertvolle Pferdegeschirre entwendeten, erhalten, wie auch die Hehler, ihre Gerichtsurteile. Diese liegen zwischen zwei und acht Monaten Gefängnis.

 

07.02.1922

Um 20 Uhr veranstaltet der Kreisverein der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) in Heins Gasthof, Bornhöved, eine Vortragsveranstaltung unter der Fragestellung „Ist noch Rettung möglich?“. Die Antwort, so der Redner, sei ein „einig Volk von Brüdern“, das Vaterlandsliebe, Opfermut, Pflichttreue und das „Tatchristentum“ pflege.

 

16.02.1922

Der Bezirksverein Kreis Segeberg des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen richtet den dringenden Aufruf an seine Mitglieder, die Fristen zum Einspruch gegen Rentenbescheide zu beachten und Ansprüche geltend zu machen.

 

19.02.1922

Im Segeberger Hotel Zur Harmonie findet ein vom Kreisfeuerwehrverband durchgeführter Führerkursus statt. Die Leitung hat der Kreisverbandsvorsitzende Gustav Petersen. Inhalte sind Rechtsfragen, die Übungsordnung, der Umgang mit Publikum, Versicherungsfragen und Grundsätze für Beihilfen der Landesbrandkasse sowie die Wartung von Geräten. Die Wehren Bornhöved, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee und Tensfeld sind vertreten.

 

22.02.1922

Die Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek in Bornhöved hat als neuen Geschäftszweig den Zahlungsverkehr „in laufender Rechnung“ eingeführt. Überweisungen werden kostenlos besorgt.

 

22.02.1922

Witwe Voß veranstaltet in ihrem Gasthof einen Fastnachtsball.

 

04.03.1922

Im Segeberger Kreisbauernhaus findet die 41. Generalversammlung des Kreisvereins Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner unter dem Vorsitzenden C. Isenberg statt. Heinrich Harder und Ludwig Saggau aus Schmalensee werden in die Besichtigungskommission für die Kreistierschau des Landwirtschaftlichen Kreisvereins am 14.07.1922 gewählt.

 

05.03.1922

Mehrere kommunistische Landarbeiter rufen die Ortsgruppen des Deutschen Landarbeiterverbandes im Kreis Segeberg auf, Delegierte aller Parteirichtungen ins Segeberger Hotel International zu entsenden. Dort findet eine Konferenz zur wirtschaftlichen Notlage der Berufsgruppe statt.

 

11.03.1922

In der Segeberger Harmonie findet die Frühjahrsversammlung des Kreislehrervereins statt.

 

14.03.1922

Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges spaltete sich die Gemeinde Gönnebek u.a. wegen Querelen um die Gemeindeschwester vom Vaterländischen Frauenverein für Bornhöved und Umgebung ab. Dieser war bisher also nur auf Bornhöved und Schmalensee begrenzt. Nun treten die Gönnebekerinnen wieder bei.

 

18.03.1922

„Landfrauen helft!“ Unter dieser Überschrift ergeht ein Aufruf mit dem Ziel, Stadtkinder für einige Wochen auf dem Land unterzubringen. Unterzeichner sind der Landrat und die Vorsitzenden des Kreislehrervereins, des Landwirtschaftlichen Kreisvereins, des Kreisvereins Vaterländischer Frauenvereine, des Kreisbauernvereins und des Reichslandbundes.

 

18.03.1922

Im Gasthof Voß findet ein Unterhaltungsabend des Vaterländischen Frauenvereins für Bornhöved und Umgebung statt. Eine reichhaltige Vortragsfolge mit Theateraufführungen und Liedervorträgen und ein anschließendes Tanzkränzchen sind vorgesehen.

 

22.03.1922

Die Dienstbezirke der Landjägereibeamten werden bekannt gegeben. Der Bezirk 4 mit dem Landjägeramt Bornhöved umfasst Bornhöved, Schmalensee, Gönnebek, Dorf und Forstgutsbezirk Stocksee, Damsdorf, Tensfeld und Tarbek.

 

29.03.1922

Der Landrat ruft die Ortspolizeibehörden dazu auf, unnachsichtig die Nutzung nicht gekörter Bullen zur Anzeige zu bringen. Offensichtlich nimmt aus Kostengründen der Rückgriff auf nicht amtlich gekörte Bullen zum Decken der Kühe und Starken zu.

 

30.03.1922

Auf dem Gut Müssen wird der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche festgestellt. Zum erweiterten Beschränkungsgebiet werden auch das Amt Stocksee sowie das Amt Bornhöved, jedoch ohne Gönnebek, erklärt.

 

30.03.1922

In Bornhöved, Heins Gasthof, spricht der Kieler Referent Hugo Jordan auf einer Versammlung des Reichslandbundes Kreis Segeberg zum Thema „Geldentwertung und Steuererlass“. „Alle deutschen Frauen und Männer sind willkommen“, wirbt der Kreisvorsitzende Bernhard Meyer.

 

01.04.1922

Die jährliche Grundgebühr für jeden Fernsprechhauptanschluss an das Fernsprechnetz Bornhöved beträgt ab sofort 420 RM. Teilnehmer, deren Anschlüsse weiter als 5 Kilometer von der Vermittlung entfernt liegen, haben zudem einen Entfernungszuschlag zu zahlen.

 

03.04.1922

Der Segeberger Kreistag legt in seiner Sitzung neue Verwaltungsgebühren fest.

 

04.04.1922

Im Gasthof Voß findet die Hebung der diesjährigen Beiträge zur Landesbrandkasse statt.

 

05.04.1922

Eine ganze Serie von Diebstählen wird aufgeklärt: Als Landmann Suhr auf Hornshof den Verlust einer Speckseite bemerkt und die Landjägerei alarmiert, vermutet diese richtig, dass Suhrs Knecht der Übeltäter ist. Dieser gibt schließlich zu, schon seit zwei Jahren immer wieder Korn, Hühner, Eier, Gänse, Kartoffeln usw. von seinem Arbeitgeber gestohlen und an seinen Hehler in Schmalensee oder Einwohner von Bornhöved und Schmalensee verkauft zu haben. Teilweise habe er auch mit einem anderen Dieb zusammengearbeitet.

 

06.04.1922

Ein Zusammenhang besteht möglicherweise zu einem weiteren Fall von Hehlerei: Der Witwe Christophersen auf Vier wurden mehrere Hühner gestohlen. Der Landjägerei gelingt es, einen Knecht von der Klus und einen Schmalenseer Knecht als Täter zu ermitteln. Der Hehler ist in diesem Fall ein Bornhöveder, der das Geflügel bereits auf dem Markt in Neumünster verkauft hat.

 

11.04.1922

Aus ihren Vorjahresgewinnen bewilligt die Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek 4.700 RM für gemeinnützige Zwecke: 500 RM für verschämte Arme, 400 RM für die Freiwilligen Feuerwehren, 200 RM für Verschönerungsvereine im Bornhöveder Amtsbezirk, 200 RM für die Volksschulen zur Beschaffung von Lehrmitteln, 100 RM für die Fortbildungsschule in Bornhöved, 800 RM zur Verfügung der Amtskasse, 1.000 RM für den Vaterländischen Frauenverein für Bornhöved und Gönnebek (gemeint ist vermutlich der Vaterländische Frauenverein für Bornhöved und Umgebung mit der Betonung, dass der Gönnebeker Zweig wieder beigetreten ist, Anmerkung), 200 RM für die Gemeinde Bornhöved als Mietbeihilfe für das Postgebäude, 200 RM für den Kampfgenossenverein 1848/51, 100 RM für den Hauptverein für Blindenfürsorge in Kiel und 1.000 RM für den Denkmalsausschuss Bornhöved (für das Gefallenendenkmal der Kirchengemeinde, Anmerkung).

 

11.04.1922

Die Maul- und Klauenseuche auf Stockseehof ist erloschen.

 

14.04.1922

Der Kreisausschuss gibt die Großhandels-Höchstpreise für Mehl und Brot bekannt. 500 Gramm Weizenmehl dürfen maximal 4,40 RM kosten, ein Weizenbrot von 1.000 Gramm 7,90 RM. Ein Roggenfeinbrot von 1.500 Gramm darf maximal 11 RM kosten.

 

20.04.1922

Noch immerpräsent ist in der öffentlichen Diskussion die „schwarze Schmach am Rhein“, die Besetzung vornehmlich des Ruhrgebiets mit französischen Kolonialsoldaten aus Schwarzafrika. Diesen wird nachgesagt, für die Einschleppung von Seuchen und Geschlechtskrankheiten verantwortlich zu sein.

 

21.04.1922

Seit gut drei Wochen streiken auf den Gütern Seedorf und Hornstorf die Landarbeiter, da ein Mitglied des Betriebsrates aus Seedorf entlassen worden war. Die Arbeitgeber der betroffenen Höfe treten nun in einen „Sympathiestreik“ für den beklagten Seedorfer Arbeitgeber. Von öffentlicher Seite werden Notstandsarbeiter organisiert, um mittels technischer Nothilfe die Saatbestellung zu gewährleisten. Währendessen rufen die Landarbeiter des Gutsbezirks ihre Kollegen im Kreisgebiet ihrerseits zu Sympathiestreiks auf. Während es auf weiteren Gutshöfen zu Arbeitsniederlegungen kommt, kündigen Landarbeiter des Kreises Plön an, ebenfalls im Rahmen der technischen Nothilfe im Kreis Segeberg Hand anzulegen.

 

22.04.1922

Die Ernährung der Bevölkerung ist stetes Thema der Presseberichterstattung. Die Kartoffel rückt in den Fokus. Von ihr hänge die Zukunft Deutschlands ab: „Durch den unglücklichen Kriegsausgang ist der fünfte Teil (ein Fünftel, Anmerkung) der deutschen Kartoffelerzeugung verloren gegangen, während sich die Bevölkerung nur um 4 Millionen verringert hat […]. Statt aber mehr zu ernten, sind die Kartoffelernten in Deutschland unausgesetzt zurückgegangen […].“

 

26.04.1922

Eine Mitgliederversammlung des Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes für den Kreis Segeberg im Segeberger Gewerbevereinshaus befasst sich mit den „Sympathiestreiks der Landarbeiter“.

 

27.04.1922

Nahe dem benachbarten Wankendorf werden in einer Sandkuhle Waffen und Munition, darunter Maschinengewehre und Minenwerfer gefunden und durch die Kieler Schutzpolizei sichergestellt.

 

28.04.1922

Die Gebühren für die Fleischbeschau werden erhöht.

 

01.05.1922

Die Sterbekasse Bornhöved erhebt ab sofort an Beiträgen 3 Mark für männliche und 2 Mark für weibliche Mitglieder. Entsprechen fallen die auszuzahlenden Sterbegelder aus: Bei Männern sind es 600, bei Frauen 480 Mark. Neuer Vorsitzender der Kasse ist J. Suhr.

 

01.05.1922

Der Kreisimkerverein hält im Segeberger Gewerbevereinshaus eine Versammlung ab. Vorsitzender der Segeberger Imker ist Lehrer Querling aus Strenglin. Die Zahl der Mitglieder beträgt 560.

 

02.05.1922

In Schmalensee findet die jährliche Impfung im Schulhause statt.

 

04.05.1922

Um 11.30 Uhr findet bei Heins Gasthof in Bornhöved die diesjährige amtliche Bullenkörung der Zuchtrichtung Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner statt. Der Kreisverein Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner nutzt den Termin, um parallel auch seine eigene Körung durchzuführen.

 

09.05.1922

Die Bullenkörkommission des Kreisverbandes Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner schließt die Frühjahrskörungen ab. In Schmalensee sind zwei Stiere angekört worden: „Fritz“ aus dem Besitz von E. Saggau (Ohrmarke 5.597) und „Felix“ (5.598), der der Stierhaltungsgenossenschaft Schmalensee gehört.

 

12.05.1922

Der Gärtnerverein für den Kreis Segeberg hat Mindestpreise für Gemüse beschlossen. Demnach kosten je 100 Stück Sellerie 35 RM, Blumenkohl 30 RM, Frühkohl 20 RM, Grünkohl 10 RM und Porree 20 RM. Tomaten mit Ballen sollen mindestens 150 RM kosten.

 

22.05.1922

Der Segeberger Kreistag erhöht die Hundesteuer von 10 auf 30 RM. Zuletzt war die Hundesteuer 1917 von 3 auf 10 RM angehoben worden. Weiterhin wird eine Anleihe für den Wegeausbau aufgenommen und eine neue Jagdsteuer eingeführt.

 

28.05.1922

In der Kirche zu Bornhöved findet ein Missionsgottesdienst statt. Prediger ist Missionar Speck aus Breklum, der am Nachmittag im Stadt Kiel zu einer Versammlung von Gemeindemitgliedern über seine Erlebnisse in Indien berichtet und dabei indische Götzenbilder zeigt. Eingeladen sind Erwachsene und auch Kinder.

 

29.05.1922

In Bornhöved findet um 10.15 Uhr die Stutenkörung durch den Pferdezuchtverein für den Kreis Segeberg statt. Ludwig Saggau aus Schmalensee wird eine Erhaltungsprämie gewährt.

 

31.05.1922

Im Segeberger Hotel Germania findet eine Generalversammlung des Kreispferdezuchtvereins statt. Vorsitzender ist Gestütsdirektor Major a.D. Wachs, Traventhal. 283 Mitglieder gehören dem Verein an.

Intensiv wird darüber diskutiert, von der Zuchtrichtung der Geest- auf die der Marschlande umzusteigen. In 25 Jahren sei man mit der Geestzuchtrichtung nicht weiter gekommen, während die Marschzuchtrichtung, die zweifelsohne eine eigene Rasse darstelle, ein ausgeglichenes schönes Pferd hervorgebracht habe. Die Gegenargumente gehen dahin, dass noch kein besseres Pferd auf Marschgrundlage hervorgebracht sei. Man solle eine sachgemäße Züchtung verfolgen und so hervorragende holsteinische Hengste ziehen. Zu den Befürwortern des Marschpferdes gehört auch der Schmalenseer Landmann Saggau (vermutlich Ludwig Saggau, Anmerkung). Zu weit vorgerückter Stunde, einige Mitglieder haben schon den Heimweg angetreten, wird abgestimmt. 49 Anwesende stimmen für einen Umstieg auf die Marschgrundlage, 66 für die bisherige Zuchtrichtung. Eine Spaltung des Kreispferdezuchtvereins zeichnet sich ab.

 

01.06.1922

Im Segeberger Gewerbevereinshaus findet eine Versammlung des Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes für den Kreis Segeberg statt. Themen sind die aktuelle Streikfrage und ein Antrag der Landarbeiter auf Lohnerhöhung. Aufgrund von Tarifverhandlungen auf Provinzebene kommt es nur wenig später tatsächlich zu Lohnerhöhungen.

 

03.06.1922

Privatpersonen, Landgemeinden, ländliche Spar- und Leihkassen – sie und andere Gruppen und Organisationen zeichneten während des Ersten Weltkriegs mehrere Kriegsanleihen. Sie liehen dem Staat Geld zur Finanzierung der Kriegskosten. Nun sorgen sich vor allem kleine Rentner, Witwen und Waisen, aber auch die Gemeindevertretungen und die Anteilseigner der Sparkassen um die Kredit- und Zahlungsfähigkeit des Reiches. Eine Einlösung der Anleihen zum Nennwert wird für 1924 in Papiergeld zugesagt. (Die Inflation jedoch schreitet unaufhörlich voran, Anmerkung).

 

03.06.1922

Die Arbeiter des Presstorfwerks in Tensfeld legen die Arbeit nieder. Wenige Tage später gibt es klare Worte der Direktion: „…werden hierdurch aufgefordert, am Mittwoch früh – den 8. Juni – sie [die Arbeit, Anmerkung] wieder aufzunehmen. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommt, kann sich seine Papiere holen und ist entlassen.“

 

04.06.1922

Frau Voß veranstaltet in ihrem Gasthof am ersten Pfingsttag einen großen Festball.

 

06.06.1922

In Segeberg findet eine Versammlung der Kreisabteilung Segeberg des Provinzialverbandes der Landgemeinden der Provinz Schleswig-Holstein im Preußischen Landgemeindeverband für die Gemeindevorsteher des nördlichen Kreisgebietes statt. Diskutiert wird u.a. der Entwurf einer neuen Landgemeindeordnung für Preußen. Kern dieser sei die Einführung der Landgemeindebürgermeistereien, auf die Aufgaben der Amtsvorsteher übertragen werden sollen. Dies aber stößt im Kreis Segeberg u.a. aufgrund der geringen Größe der meisten Landgemeinden auf Ablehnung.

 

11.06.1922

In Todesfelde findet der Kreiskriegerverbandstag statt. In 40 Lokalvereinen sind 3.170 Mitglieder organisiert. Davon sind 82 „Altveteranen“ und 2.226 Teilnehmer am Krieg 1914/18. Außerdem gehören dem Kreisverein 100 Kriegerwitwen mit 240 Kindern an. Vorsitzender ist Landrat Geheimer Regierungsrat Dr. Ilsemann.

 

11.06.1922

In Tensfeld findet ein Herrenreiten statt, bei dem es als 1. Preis die Summe von 1.000 RM zu gewinnen gibt.

 

13.06.1922

Die Landwirtschaftskammer der Provinz Schleswig-Holstein setzt die Umlage für das Rechnungsjahr 1922/23 auf 40 Prozent des Grundsteuerreinertrages fest. Das sind 120 Pfennig pro Taler (3 RM) Reinertrag.

 

13.06.1922

Der Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgebung unternimmt einen Ausflug seiner Mitglieder nach Wensin und Travenort. Die auf 30 Wagen verteilten Teilnehmer sammeln sich auf Geheiß von Schriftführer Heinrich Göttsch (Schmalensee) um 10 Uhr in Damsdorf. Bei herrlichem Wetter geht es auf die einzelnen Güter, wo die Teilnehmer sich sehr gut betreut und herumgeführt wissen. Der Ausflug wird als Zeugnis „vortrefflichen Einvernehmens zwischen Groß- und Kleingrundbesitzern“ bewertet.

 

13.06.1922

Der Provinziallandtag beschließt ein neues Körgesetz. Einzige Neuerungen sind Strafgelder für Verstöße gegen bestehende Ordnungen.

 

14.06.1922

Die Tarbeker Windgilde hält beim Gastwirt Schädler ihre Generalversammlung ab. Nach Abwicklung der Regularien findet am Nachmittag ein Herrenreiten statt.

 

16.06.1922

Der Landwirtschaftliche Kreisverein hält im Gewerbevereinshaus eine Vertreterversammlung ab. In der Provinzial-Landwirtschaftskammer wird überlegt, Kreislandwirtschaftskammern als Unterbau zu bilden, bislang füllen die Landwirtschaftlichen Kreisvereine diese Rolle aus.

 

19.06.1922

Im Segeberger Hotel Germania findet der Kreiswirtetag statt, der nach Versammlung und gemeinsamem Essen sowie Besuch des Solbades und des Kalkberges ein abendliches Beisammensein mit Tanz im Kreisbauernhaus umfasst.

 

20.06.1922

In Kaltenkirchen findet eine weitere Tagung der Kreisabteilung Segeberg des Provinzialverbandes der Landgemeinden der Provinz Schleswig-Holstein im Preußischen Landgemeindeverband, diesmal für den Westen des Kreises statt. Es wird beschlossen, zukünftig den ganzen Kreis unter einer Führung zu vertreten. Gemeindevorsteher Schümann (Kaltenkirchen) wird erster Kreisvorsitzender.

Auch in Kaltenkirchen wird die Neue Gemeindeordnung diskutiert und im Punkt der Landgemeindebürgermeistereien abgelehnt. Die Begründung lautet, dass ein Ersetzen der bisherigen Amtsbezirke durch größere Landgemeindebürgermeistereien mit größeren Befugnissen, als sie jetzt bei den Amtsvorstehern liegen, die Selbstverwaltung der bestehenden Gemeinden schmälern würden.

 

24.06.1922

Der Anwaltssprechtag von Rechtsanwalt und Notar Selig in Bornhöved fällt aus.

 

25.06.1922

Zum Gottesdienst mit anschließender Kinderlehre bestellt Pastor Schlüter auch die neuen Konfirmanden ein.

 

25.06.1922

Gastwirtin Voß und die Schmalenseer Reiter laden zum Ringreiten mit abendlichem Ball ein.

 

02.07.1922

Der Reiterverein für Bornhöved und Umgegend veranstaltet am Nachmittag ein Reit- und Fahrturnier. Die Wettbewerbe reichen vom Lanzenreiten und Schnellsatteln bis zum Ponyrennen, Jagdspringen und zu Materialprüfungen für Ein- und Zweispänner. Am Abend gibt es einen Ball.

 

07.07.1922

Um 14 Uhr findet im Segeberger Gewerbevereinshaus eine Mitgliederversammlung des Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes des Kreises Segeberg statt.

 

09.07.1922

Per Zeitungsanzeige werden die Mitglieder des Kreislehrervereins darauf hingewiesen, dass ihnen in den nächsten Tagen Unterlagen zugehen, aus denen sie die von ihnen geleisteten Steuerabzüge ersehen können. Zugleich ergeht eine Mitteilung, ob und wie viel Nachzahlung an die Finanzkasse zu leisten ist.

 

14.07.1922

Ein von der Landeskirche Schleswig-Holstein eingesetzter Ausschuss legt den Entwurf einer neuen Kirchenverfassung vor.

 

14.07.1922

Auf der „Rennkoppel“ in der Kreisstadt Segeberg findet die Kreistierschau des Landwirtschaftlichen Kreisvereins statt. Es ist die erste Schau ihrer Art seit 1908. 30.000 RM an Geld- und 60.000 RM an Sachprämien werden den Ausstellern in Aussicht gestellt. Schwarzbunte Rinder sind über Lehrer Heinrich Göttsch aus Schmalensee anzumelden. Neben der Tierschau mit über 700 Tieren gibt es auch landwirtschaftliche Maschinen und Geräte zu sehen. Reitervorführungen und Festbälle am Abend runden das Programm ab.

Vor der eigentlichen Tierschau finden ein Essen und ein Festakt im Beisein des Vorsitzenden der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Graf Rantzau-Breitenburg, statt. Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee ist letzter Redner des Festaktes. Seine Worte widmet er den Frauen als verständnisvolle Mitarbeiterinnen der Landmänner.

Im Zuge der Tierschau erhält Heinrich Harder für ein veredeltes Landschwein einen Staatspreis und RM Prämie. Ludwig Saggau erhält für die dreijährige Warmblutstute „Debora“ eine Anerkennung. Eine Anerkennung gibt es auch für die dreijährige Warmblutstute „Derba“ von Ernst Saggau, dazu für ihn eine 200 RM-Prämie für eine schwarzbunte Starke.

 

16.07.1922

In Kisdorf findet der Kreisfeuerwehrverbandstag statt.

 

21.07.1922

Die Abspaltung der Pferdezüchter, die ihre Pferde auf Marschgrundlage ziehen wollen, nimmt Formen an: Sie halten eine Generalversammlung zur Gründung eines eigenen Kreispferdezuchtvereins für das holsteinische Pferd auf Marschgrundlage im Kreisbauernhaus ab. Vorsitzender wird Hofbesitzer Köhler aus Bühnsdorf. Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee ist Mitglied des neuen Vereins. Er wird Distriktvorsteher für Bornhöved.

 

22.07.1922

Der Pferdezuchtverein des Kreises Segeberg (für das holsteinische Pferd der Geestlande, Anmerkung) hält im Kreisbauernhaus eine Generalversammlung ab.

 

29.07.1922

Da die Reichssteueranteile, die zur Berechnung der Kreisumlage nötig wären, noch immer nicht feststehen, wird für das Haushaltsjahr zunächst eine “halbe Kreisumlage“ eingefordert. Diese beträgt für Schmalensee 16.354,66 RM.

 

11.08.1922

Auf der Grundlage eines Gesetzes vom 04.07.1922 über die Regelung des Verkehrs mit Getreide aus der Ernte 1922 hat Schmalensee angesichts einer landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche von 760 Hektar ein Liefersoll von 836 Doppelzentner Getreide abzuliefern.

 

07.09.1922

Um 11 Uhr findet vor der Schmalenseer Gastwirtschaft die Hauptkörung der Zuchtbullen des Verbandes Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner statt.

 

27.09.1922

Ausdruck der fortgesetzten Teuerung ist eine Anzeige, die der Bornhöveder Arzt Dr. Kruse veröffentlicht:

„Die hohen Erhaltungskosten zwingen mich, meine Pferde abzugeben. Daher bitte ich, mir für Besuche, die vorher bestellt werden müssen, Fuhrwerk zu senden. Für Krankenkassenmitglieder trage ich die Kosten für das Gefährt. Um mir die Benutzung der Kleinbahn freizuhalten, muß ich 10 Uhr vormittags pünktlich die Sprechstunde schließen. Auch kann ich nur die Besuche, die während der Sprechstunde von 8-10 gemeldet sind, an demselben Tage noch erledigen.“

 

29.09.1922

Das Kreisschulvisitatorium (Kreisschulamt, Anmerkung) empfiehlt allen Schulverbänden, ihren Lehrern auf Gemeindekosten das Kreisblatt (Segeberger Kreis- und Tageblatt, Anmerkung) zur Verfügung zu stellen.

 

30.09.1922

In Bornhöved wird unter den Schweinen mehrerer Halter die Rotlausseuche festgestellt.

 

12.10.1922

In Neumünster findet die Herbstauktion des Verbandes Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner statt. Verbunden damit findet auch die Vereinsstierkörung statt. Bis zum 15.07.1922 hat Kreisgeschäftsführer Heinrich Göttsch aus Schmalensee Anmeldungen entgegengenommen.

 

13.10.1922

Im Gasthof Voß findet ein Konzert statt. Ausführend ist das „Treichel-Orchester“ – in früheren Zeiten Interpret der Militärkonzerte in Schmalensee. Nach dem Konzert gibt es einen Ball.

 

15.10.1922

In der Kirche zu Bornhöved wird der Erntedankgottesdienst gefeiert.

 

15.10.1922

Am Abend findet im Gasthof Voß der Ernteball statt.

 

18.10.1922

Das Landratsamt teilt das endgültige Ergebnis der Volkszählung vom 08.10.1919 mit, nach dem Schmalensee 302 Einwohnerinnen und Einwohner zählt.

 

26.10.1922

„Dakapo“, schwarzbunter Bulle der Stierhaltungsgenossenschaft Schmalensee mit der Ohrmarke 5.354, ist angekört worden.

 

28.10.1922

Der Kreisverein Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner hält um 14 Uhr im Segeberger Kreisbauernhaus seine 42. Generalversammlung ab. Im Vortrag werden „die Vererbungsregeln und ihre Bedeutung für die praktische Tierzucht“ beleuchtet. H. und W. Harder werden erneut zu Rechnungsprüfern gewählt. Zudem wird W. Harder in die Körkommission 1923-25 gewählt. E. Stegelmann wird Ersatzmann. Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau wird aufgrund seiner Verdienste um den Kreisverein zum Ehrenmitglied ernannt.

 

29.10.1922

Ein neuer Zahnarzt hat sich im benachbarten Bornhöved niedergelassen: R. Clöer, praktischer Zahnarzt, bietet wochentags Sprechstunden an.

 

01.11.1922

Nach dem Rücktritt des Bezirkskommissars der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse für Bornhöved, Kaack aus Bornhöved, tritt Zimmermeister Chr. Bracker, ebenfalls Bornhöved, die Nachfolge an.

 

01.11.1922

71-jährig stirbt Johannes Detlef Harder, der von 1887 bis 1899 Gemeindevorsteher in Schmalensee war. Seit 1887 gehörte er zudem ununterbrochen dem Vorstand der Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek an und er war einige Jahre lang Führer der Schmalenseer Freiwilligen Feuerwehr. In Vereinen der Landwirtschaft, als Schöffe oder im Militärverein für Bornhöved und Umgebung brachte er sich zusätzlich ein.

 

03.11.1922

Vor dem Segeberger Schöffengericht kommt es zur Verhandlung gegen den vorbestraften landwirtschaftlichen Arbeiter B. aus Hornshof, die Ehefrau K. aus Schmalensee, den Gastwirt O. aus Bornhöved und einen Fürsorgezögling H. wegen Diebstahl bzw. Hehlerei. Allen wird zur Last gelegt, dem Landmann Suhr aus Hornshof Geflügel, Eier, Speck, Getreide und andere Dinge in einer ganzen Reihe von Dienstählen entwendet zu haben. B. und H. erweisen sich als geständig. Die beiden anderen Angeklagten werden aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

 

09.11.1922

Im Kreis Segeberg findet eine Neueinteilung der Kehrbezirke der Schornsteinfeger statt. Schmalensee liegt mit den Gemeinden Blunk, Groß Rönnau, Hamdorf, Negernbötel, Schackendorf, Alt-Erfrade, Kuhlen, Pettluis, Daldorf, Forstgutsbezirk Neu-Erfrade, Bornhöved, Gönnebek, Damsdorf, Stocksee, Tarbek, Tensfeld, Forstgutsbezirk Stocksee, Seedorf, Hornstorf, Glasau, Margarethenhof Pronstorf, Rohlstorf, Eilsdorf, Reinsbek, Wulfsfelde, Müssen, Travenort, Wensin, Travenhorst, Grönwohld, Muggesfelde, Krems II, Nehms, Klein Niendorf und Klein Rönnau im 2. Kehrbezirk „Blunk“.

 

11.11.1922

Der Vaterländische Frauenverein für Bornhöved und Umgebung veranstaltet am Abend in Thodes Gasthof eine Aufführung mit anschließendem Kränzchen.

 

18.11.1922

Als Beisitzer des Versicherungsamtes Segeberg werden Versicherungsvertreter und ihre Stellvertreter gewählt. Als einer der Stellvertreter in der Gruppe der Arbeitgeber wird auch Hufner Willi Harder aus Schmalensee gewählt.

 

19.11.1922

In Stocksee wird ein Ehrenmal für die elf im Weltkrieg gefallenen Söhne des Dorfes geweiht. Auch Vertreter der Nachbarorte sind zugegen und legen nach kurzen Ansprachen Kränze nieder.

 

23.11.1922

Der Landwirtschaftliche Arbeitgeberverband für den Kreis Segeberg hält eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab. Der Grund ist eine erneute Forderung der Landarbeiter nach Lohnerhöhung.

 

26.11.1922

Totensonntag. Der Gottesdienst am Vormittag fällt aus. Stattdessen gibt es um 14 Uhr einen Festgottesdienst, in dessen Verlauf unter Mitwirkung der Militärvereine und des großen Chors das große Denkmal für die Gefallenen der ganzen Kirchengemeinde geweiht wird. „Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte“, steht auf dem Denkmal, das an 160 Gefallene des Kirchspiels im Ersten Weltkrieg erinnern soll.

 

25.11.1922

In der Segeberger Harmonie findet das Reichslandbundfest mit Kreisversammlung statt.

 

01.12.1922

Teuerung: Die Kehrgebühren im Kreis Segeberg erhöhen sich ab sofort um 75 Prozent.

 

05.12.1922

Um 10.30 Uhr findet im Segeberger Kreisbauernhaus die Hauptversammlung des Landwirtschaftlichen Kreisvereins statt. Der Vorsitzende Hastedt lädt auch die Damen der Vereinsmitglieder ein. Vorträge werden zu den Aufgaben der Landwirtschaftskammer und zur neuen Steuergesetzgebung gehalten.

 

08.12.1922

Der Kreispferdezuchtverein (Geestlande, Anmerkung) hält im Segeberger Kreisbauernhaus eine Mitgliederversammlung ab.

 

16.12.1922

Die Berliner Edelmetall-Zentrale kauft in Bornhöved Altgold und andere Edelmetalle sowie alte Gebisse und auch Blitzableiterspitzen auf.

 

29.12.1922

Der Kirchenälteste H. Saggau aus Schmalensee (Heinrich Christian Saggau, Anmerkung) inseriert im Segeberger Kreis- und Tageblatt, dass auf dem neuen Kirchhof zu Bornhöved 21 Lindenbäume zu verkaufen sind. Er nimmt Offerten entgegen.

 

29.12.1922

Eine weitere Anzeige im Segeberger Kreis- und Tageblatt beschreibt die wirtschaftliche Situation:

„Wegen der zu hohen Werbungskosten bedauern die unterzeichneten Rechtsanwälte und Notare, im nächsten Jahre den Sprechtag in Bornhöved nicht mehr abhalten zu können. Justizrat Reimers, Selig, Medow, Rechtsanwälte und Notare.“

 

29.12.1922

Im Segeberger Gewerbevereinshaus findet eine Mitgliederversammlung des Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes des Kreises Segeberg statt.

 

30.12.1922

Maurer Heinrich Hamann aus Schmalensee wird als Schöffe am Segeberger Amtsgericht für das Jahr 1923 ausgelost.

 

Kontakt
 

Gemeinde Schmalensee

Bürgermeister

Sönke Siebke
Dorfstr. 61
24638 Schmalensee

 

Tel.: (04323) 8209
E-Mail:

 
 
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