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1750

1750

 

24.09.1750

Bis zum 30.10.1750 sterben in Tensfeld 14 Menschen an der roten Ruhr.

 

24.10.1750

In Tarbek stirbt eine Frau an der roten Ruhr.

 

1751

 

18.10.1751

Noch oder wieder grassiert die Viehseuche in Bornhöved. Die Vorsichtsmaßnahmen in den Dörfern des Kirchspiels sind drastisch. Ein Kind aus Kalübbe wird in Ascheberg getauft, um Bornhöved nicht aufsuchen zu müssen.

 

15.12.1751

Verfügung wegen der Schornsteinfeger in den Ämtern und Landschaften.

 

1755

 

Und noch immer wirkt sich eine Viehseuche, die in Bornhöved vorherrscht, auf das gesellschaftliche Leben der Kirchengemeinde aus: Eine Leiche aus Kalübbe wird in aller Stille bestattet, weil den Verwandten, allesamt Untertanen des Hofes Ascheberg, verboten wurde, Bornhöved aufzusuchen.

 

1757

 

09.01.1757

Der 77-jährige Fassbinder Abraham aus Bornhöved erfriert auf der Straße zwischen Bornhöved und Rendswühren. Er war aus dem Haus gegangen, um Brot zu sammeln.

 

1758

 

17.01.1758

Schaffung der Brandkasse für Landkirchen in beiden Herzogtümern, der Herrschaft Pinneberg und der Herrschaft Rantzau.

 

1759

 

29.10.1759

Schaffung der Generalbrandcasse.

 

1762

 

08.10.1762

Im Kirchenbuch ist notiert, dass die rote Ruhr im Kirchspiel Bornhöved grassiert.

 

1764

 

03.01.1764

Einführung eines Brandkatasters: Alle Gebäude werden nach ihrem wahren Wert taxiert.

 

1769

 

Trennung der Generalbrandcasse in Allgemeine Brandcassen für die Ämter und Landschaften sowie für die Städte.

 

Für das Amt Segeberg wird in diesem Jahr ein neues Schuld- und Pfandprotokoll angelegt. Es umfasst die zum Amt Segeberg gehörenden Ortschaften der Kirchspiele Segeberg, Leezen und Bornhöved. F. Tonn, der am 01.09.1927 im Segeberger Kreis- und Tageblatt darüber schreibt, fällt insbesondere auf, dass nur wenige Kätner- oder Anbauerstellen vorhanden sind. Erst im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts werden diese gegründet. Die Vorgehensweise ist folgende: Gegen Entrichtung eines jährlichen „Herrengeldes“ an die Amtskasse, gewöhnlich 1 Taler (3,60 Mark), weist der Amtmann dem Antragsteller auf den damals reichlich vorhandenen Ödländereien einen Bauplatz mit Garten zum Anbau an. Gegen ein erhöhtes Herrengeld legt der Amtmann oft Hektar Land der „Anbauerstelle“ zu.

 

1769 wohnen in Schmalensee laut Schuld- und Pfandprotokoll die Vollhufner Claus Dose, Jürgen Jäger, Hinrich Beuck, Jürgen Bank (Bauervoigt), Hans Hintze, Hans Siefke, Eggert Dose, Peter Wienck, Paul Schulten, Hans Dose, die Halbhufner Claus Stegelmann, Marx Hinz und die Kätner Hinrich Tensfeldt und Hyronimus Schmidt.

 

1773

 

Laut Kirchenbuch der Kirchengemeinde Bornhöved sterben in diesem Jahr in Wankendorf zwölf Personen „an einem faulen Fieber“ und 33 an Masern.

 

1775

 

In Tensfeld sterben zwei Personen an den Blattern und zwei Kinder an Keuchhusten.

 

1776

 

20.06.1776

Eine Brandverordnung für die Ämter und Landschaften wird erlassen.

 

1777

 

In Gönnebek wird ein Todesfall wegen der Blattern registriert.

 

Am 28.03.1885 berichtet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt über die Preise verschiedener Waren im Jahr 1777, umgerechnet auf den 1885 geltenden Wert. Demnach kosten

  • eine Milchkuh 27 Mark,

  • ein Schaf 1,80 Mark,

  • ein Bienenstock mit Volk 6 Mark,

  • ein Fuder Heu 6 Mark,

  • eine Tonne Roggen 6 Mark,

  • eine Vierteltonne Buchweizen 1,20 Mark,

  • ein Trauerkleid 36 Mark,

  • ein Sarg 4,80 Mark

  • die Zahlen wurden einer Nachlass-Aufstellung entnommen.

 

1778

 

31.12.1787

Aus Damsdorf machen sich Elsabe Schwan und ihr siebenjähriger Sohn auf den Weg nach Arfrade, um dort zu betteln. Sie verirren sich im Schnee und irgendwann lässt die Mutter ihr entkräftetes Kind zurück. Nach ihrer Ankunft in Arfrade startet eine Suche, aber erst am 02.01.1779 wird der kleine Joh. Hartwig Schwan steifgefroren gefunden.

 

In diesem Jahr verzeichnet das Kirchenbuch in Wankendorf zwei an Blattern gestorbene Personen. In Schmalensee und Stolpe kommt deswegen je eine Person ums Leben.

 

1779

 

Die Blattern gehen weiter um im Kirchspiel Bornhöved. Das Kirchenbuch verzeichnet in Belau fünf, in Bornhöved, auf dem Vier und in Schmalensee je zwei und in Rendswühren eine Person.

 

1782

 

02.11.1782

In Bornhöved erfriert ein neunjähriger Knabe. Joh. Jürgen Stenhus, Sohn des Insten Joh. Joch. Stenhus, wollte seinen abwesenden Eltern in der Nacht entgegen gehen und verirrte sich.

 

1783

 

Der Keuchhusten grassiert in der Kirchengemeinde Bornhöved.

 

1785

 

Rundum-Erneuerung des Innenraums der Vicelin-Kirche St. Jakobi.

 

1792

 

25.04.1792

Marx Harder, Sohn des Bornhöveders Jürgen Harder, erwirbt für 560 oder 590 Taler die Konkurs gegangene Hufe der Familie Schulten (Dorfstraße 20). In dieser Zeit sollen nicht weniger als fünf Hufner in Schmalensee Konkurs gegangen sein, was für eine schlimme, geldarme Zeit des Dorfes spricht.

 

1794

 

Die Nutzung der zahlreichen Moore im Amt Segeberg wird reguliert. Bisher wurden die Moore durch die Bewohner der nächstliegenden Ortschaften genutzt, ohne in ihr Eigentum übergegangen zu sein. Die vorhandenen Moore, allein in den Kirchspielen Segeberg, Leezen und Bornhöved sind es 20, zusammen 1.575 Tonnen, 7 Quadratruten groß, werden von einer Kommission bonitiert und geschätzt. Um das Feuerungsbedürfnis zu decken, wird jedem Kirchspielseingesessenen ein Moorteil von 14 bonitierten Scheffeln oder 1¾ Tonnen unentgeltlich ausgelegt. Die Gemeinden haben jährliche Abganen für die Nutzung der Moore zu entrichten. Dörfer ohne eigene Hölzungen erhalten eine Zulage von 8 Scheffeln je Pflug gegen eine jährliche Abgabe von 38 Schilling (2,85 Mark) für die Tonne.

Abgeschlossen wird die Verteilung der Moore erst in den Jahren 1819 bis 1841. In diesem Zeitraum erfolgt eine Klasseneinteilung. Außerdem stellt sich heraus, dass die Amtseingesessenen in den drei Kirchspielen Segeberg, Leezen und Bornhöved nicht in allen Fällen die ihnen versprochene Moorfläche erhalten können.

 

1795/96

 

Auf Anordnung des Landesherrn, des dänischen Königs und zugleich Herzogs von Holstein, wird in den Landgemeinden die so genannte Allmende (das Gemeindevermögen aus gemeinsam genutztem Acker- und Wiesenland) in Privateigentum überführt. Man spricht von der Verkoppelung.

 

1799

 

Im Zuge der Verkoppelung wurde die Hufe 2 der Gemeinde Bornhöved an die Schmalenseer Gemarkungsgrenze verlegt. Erstmals wird sie 1832 als Hornshof bezeichnet.

 

14.11.1799

Am 14.11.1799 verkauft der Bornhöveder Hufner Claus Cock seinen Besitz innerhalb der Ortschaft Bornhöved und errichtet an der Straße nach Plön unmittelbar vor Schmalensee das von ihm so bezeichnete Gehöft Willingshöfen.

Kontakt
 

Gemeinde Schmalensee

Bürgermeister

Sönke Siebke
Dorfstr. 61
24638 Schmalensee

 

Tel.: (04323) 8209
E-Mail:

 
 
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