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Gemeinde Schmalensee

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Amt Bornhöved

Telefon (04323) 8209

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.gemeinde-schmalensee.de

Schmalensee gehört dem Amt Bornhöved an, das wiederum ein Teil des Kreises Segeberg ist und seit 2008 seinen Sitz in Trappenkamp hat. Die Fläche der Gemeinde beträgt 8,86 Quadratkilometer. Die Gemeinde liegt am gleichnamigen, allerdings zur Gemeinde Bornhöved gehörenden Schmalensee etwa 21 Kilometer östlich von Neumünster in einer ländlichen und seenreichen Umgebung. Westlich verläuft die Bundesautobahn 21 von Bargteheide nach Kiel, die Bundesstraße 430 von Neumünster nach Plön führt durch das Gemeindegebiet. Rund 480 Menschen haben hier ihr Zuhause.

Geschichte

Wann Schmalensee tatsächlich gegründet worden ist, wissen wir nicht sicher. Die bisher erste urkundliche Erwähnung Schmalensees erfolgt am 21.10.1296: Adolf und Johannes, Grafen von Holstein, stiften eine Kirche zu Sconeborne und statten diese mit vier Hufen aus. Der Inhalt berührt Schmalensee nicht. Aber abschließend heißt es „Datum et Actum, Smalense, Anno Domini MCCXCVI, vndecim milium virginum." Ist die Urkunde am (Versammlungsort auf dem Vier) oder in Schmalensee ausgestellt worden?

Eine Urkunde, die Schmalensees Existenz eindeutig nachweist, wird am 25.01.1343 ausgestellt: Die Grafen Hinrich und Nicolaus schenken ihre Oberherrlichkeit über Schmalensee an das Kloster Preetz.

Untrennbar ist Schmalensee mit der Geschichte des Nachbarortes Bornhöved verbunden. Der Kirchspielort samt der im Jahr 1149 geweihten Vicelin-Kirche bildete stets einen Mittelpunkt, an dem sich die umliegenden Dörfer ausrichteten und wo das zentrale gesellschaftliche und politische Leben spielte. Gemeinsam mit Bornhöved und Gönnebek bildete Schmalensee das alte Amt Bornhöved. Zahlreiche Vereine, die es längst nicht mehr gibt, waren nach „Bornhöved und Umgegend" benannt.

Schmalenseer haben sich immer wieder außerhalb der Ortsgrenzen hervorgetan. Sie waren Amtsvorsteher, Kreis- und sogar Landtagsabgeordnete, führten den Vorsitz in Vereinen und Organisationen auf Amts- und Kreisebene oder vertraten die Interessen ihres Berufsstandes in der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Wirtschaft und Leben

Schmalensee ist Fremdenverkehrsort, links und rechts der Bundesstraße 430 befinden sich seine besonderen Reize – der See, im Sommer zum Baden und in manchem Winter zum Schlittschuhlaufen einladend, auf der einen, weitläufige Gemarkung mit Wegen zum Wandern und Radfahren auf der anderen Seite. Mehrere Bürger bieten Gästen von nah und fern Zimmer oder Ferienwohnungen zum gemütlichen Verweilen an. Das örtliche Leben ist geprägt von landwirtschaftlichen Betrieben, Handwerks- und Kleinunternehmen, dem Gasthof Voß als kulturellem Mittelpunkt und der Kindertagesstätte im Sportlerheim. Ein modernes Glasfaserbreitbandnetz verbindet das Dorf via Internet mit jedem Punkt des Globus. Freiwillige Feuerwehr, Vogelschießer-, Sport-, Reit- und Jagdverein, Siedlergemeinschaft- und Sparklub sind nur eine Auswahl vielfältiger Organisationen, in denen sich die Einwohner für gesellige Treffen und gemeinsame Ziele zusammengeschlossen haben. Lockeres Beisammensein findet oftmals an gemeindeeigenen Orten wie der großzügigen Sportanlage mit Rasenspielfeld und Turnhalle, auf dem Bolzplatz am und im Feuerwehrhaus, auf dem gepachteten Gemeindesaal oder an der Badestelle statt.

Wappen

Das Wappen Schmalensees ist angelehnt an das Wappen eines Zweigs der Adelsfamilie von Schmalensee, deren Herkunft offenbar auf diese Gemeinde zurück geht, die hier aber keine Spuren hinterlassen hat. Zu ihrem Titel wird sie erst Jahre nach ihrem Fortgang aus Schmalensee gekommen sein. Heinrich Göttsch, Lehrer und Chronist von 1946, benutzte das Familienwappen zur Ausschmückung seines Buches, so drang es ins Bewusstsein der Schmalenseer vor.

Die Beschreibung des heutigen Wappens, entworfen von L. Leissner (Itzehoe), lautet: „Durch einen silbernen Wellenfaden erniedrigt von Rot und Blau geteilt, überdeckt mit einem fünfblättrigen, bewurzelten goldenen Schößling"

 


Aktuelle Meldungen

Ausschuss: Sehr aktives Vereinsleben im Dorf, aber Seniorenweihnachtsfeier auf der Kippe

(03. 10. 2022)

Am nächsten dran an dem, was Schmalensees Vereine umtreibt, ist der Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr. Der tagte am 29. September und der Vorsitzende Christopher Brust konnte feststellen, dass nach zwei Corona-Jahren das Vereinsleben in Schmalensee wieder „rund“ läuft. „So gut wie alle im Schmalenseer Terminkalender angemeldeten Veranstaltungen haben auch stattgefunden bisher. Das ist ein ganz tolles Zeichen dafür, dass unser Dorf weiter ein besonders aktives ist“, lobte Brust.

 

Vereine trotzten der Corona-Pandemie

 

Zwar fiel ausgerechnet der Knicklauf des SV Schmalensee, dessen 2. Vorsitzender Christopher Brust ist, aus. Allerdings war das auch die Veranstaltung mit dem größten organisatorischen Aufwand, insbesondere dem Anmeldewesen. Angesichts der Corona-Lage Anfang des Jahres musste der Verein frühzeitig die Reißleine ziehen. Was dann aber kam und noch kommen soll tröstet über diesen Ausfall klar hinweg. Am Ausschuss war es nun, zwei seitens der Gemeinde zu organisierende Veranstaltungen zu besprechen. Und da rückte doch noch mal Corona in den Fokus.

 

Seniorenweihnachtsfeier absagen?

 

Und zwar in Sachen Seniorenweihnachtsfeier. Die war in beiden Vorjahren aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen. Und auch der Termin 7. Dezember 2022 ist derzeit und nach intensiver Debatte im Gremium offen. „Wir konnten uns nicht endgültig auf die Durchführung der Weihnachtsfeier verständigen, weil es Zweifel angesichts der unklaren Corona-Lageentwicklung gab“, berichtet Christopher Brust.

 

„Als Kompromiss haben wir uns auf ein erneutes Zusammenkommen des Ausschusses Ende Oktober/Anfang November verständigt. Wir werden dann die Lage bewerten.“ Sollte sich dann eine Mehrheit gegen eine Durchführung aussprechen, würde es, wie in den Vorjahren, einen Gruß der Gemeinde in die Haushalte geben. Außerdem sei vorsorglich über eine Ersatzveranstaltung für die Senioren des Dorfes in der wärmeren Jahreszeit nachgedacht worden.

 

Volkstrauertag am 13. November

 

Der Volkstrauertag soll laut Christopher Brust nach bewährtem Muster ablaufen: Kranzniederlegung um 09.30 Uhr, Andacht auf dem Gemeindesaal und warme Getränke zum Ausklang. Die Feuerwehr hat diese Veranstaltung seit Jahresbeginn auf dem Dienstplan und es werden hoffentlich auch einige Bürgerinnen und Bürger dabei sein, wenn der Opfer von Krieg, Verfolgung, Vertreibung und Unterdrückung gedacht wird. Insbesondere, da wir die Schrecken des Krieges schon wieder täglich in den Nachrichten wahrnehmen.

 

Projekt Event-Anhänger: Erfolgsgeschichte mit Folgen

 

In schöner Regelmäßigkeit finanziert der Kreis Segeberg an verschiedenen Orten des Kreises aufgrund des in der Corona-Pandemie beobachteten Bewegungsmangels bei Kindern den „Event-Anhänger“ beziehungsweise die damit verbundenen Bewegungsangebote der WieGe Wiegmann und Gebauer sozialräumliche Hilfen GmbH. Einer dieser Orte ist die Sportanlage in Schmalensee, wo die Angebote bisher sehr erfolgreich umgesetzt werden konnten und auch noch Termine ausstehen.

 

Christopher Brust, als Ansprechpartner im SVS ganz nah dran an der „WieGe“ war nun wiederum von dieser auf eine ganz andere Art von Bewegung angesprochen worden: Das Unternehmen sucht nach einer Möglichkeit zur Durchführung des Betriebssports. Zwar ist die Sporthalle in der Tarbeker Straße aufgrund des nicht gerade geringen Sportangebots des SVS und der Anwesenheit einer Bewegungs-Kita nicht gerade „unterbelegt“, aber es würden sich durchaus noch Termine – die Rede ist von einem je Monat – finden lassen.

 

Event für Kinder als Hallenmiete

 

Die Frage, wie eine Nutzung der Sporthalle durch die „WieGe“ auszugleichen sein könnte, beantwortete Christopher Brust mit dem Vorschlag, dass diese im Gegenzug ein größeres Spaß- und Bewegungsevent – unabhängig vom Event-Anhänger-Programm – für Kinder und Jugendliche auf der Sportanlage anbieten könnte, unentgeltlich. Der Ausschuss stimmte dem zu, fehlt noch die Gemeindevertretung, deren nächste Sitzung am 11. Oktober (19.30 Uhr im Gemeindesaal) stattfindet.

 

Einer entsprechenden vertraglichen Regelung stehe man auch auf Unternehmensseite positiv gegenüber, konnte Christopher Brust berichten. Es sieht also sehr danach aus, als käme beim Planungstreffen für den Schmalenseer Terminkalender 2023 (14. Dezember, 19 Uhr im Gemeindesaal) noch ein weiterer Termin auf die Dorf-Agenda.

 

 

Foto zur Meldung: Ausschuss: Sehr aktives Vereinsleben im Dorf, aber Seniorenweihnachtsfeier auf der Kippe
Foto: Ausschuss: Sehr aktives Vereinsleben im Dorf, aber Seniorenweihnachtsfeier auf der Kippe

Erlebniswald am 11. Oktober: Herbstrallye

(03. 10. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 26.09.2022:

 

Herbstrallye - Ferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Termin: Dienstag, 11.10.2022, um 11 Uhr

 

Eine tolle und abwechslungsreiche Rallye für die ganze Familie durch den Herbstwald im ErlebnisWald Trappenkamp.

 

In Begleitung einer Waldpädagogin entdecken Kinder die Geheimnisse der bunten Blätter, basteln mit Holz und Moos und hören zum Abschluss am Lagerfeuer spannende Geschichten.

 

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter oder 04328/170480.

 

Die Teilnahme ist im Eintrittspreis inklusive (Erwachsene 8 Euro; Kinder 5 Euro; Familien 21 Euro).

 

Foto zur Meldung: Erlebniswald am 11. Oktober: Herbstrallye
Foto: Erlebniswald am 11. Oktober: Herbstrallye

The Voice of Germany: Peter Maffay geht mit Maite Jens ins Sing Off

(01. 10. 2022)

Es darf weitergehen mit dem Mitfiebern, Daumen drücken, Jubeln: Maite Jens aus Schmalensee hat auch die „Battle“ bei The Voice of Germany gemeistert und steht in der dritten Runde der Talentshow von ProSieben/Sat.1. Schon am 7. Oktober ist sie erneut bei Sat.1 im „Sing Off“ zu sehen.

 

Nach ihrem fesselnden Auftritt in der „Blind Audition“, der ersten Runde der Castingshow, bei der sie alle vier prominenten Coaches der Sendung von sich begeistern konnte, hat Maite Jens erneut voll überzeugt. Und das in einer ganz anderen Rolle, was ihre Vielseitigkeit nur unterstreicht: Nach Shorts, Boots und Gitarre im Stile einer Straßen- oder Pub-Musikerin war es nun der Auftritt für die große Bühne im roten Abendkleid und einem für die als immer strahlend und lachend bekannte 22-Jährige sehr konzentrierten und souveränen Auftritt.

 

Aber genau das war es, was erneut alle vier Coaches, Mark Forster, Stefanie Kloß und Rae Garvey sowie ihren persönlichen Coach und Idol Peter Maffay überzeugte. Das Wort „souverän“ fiel in bester Nachbarschaft zum „Juwel“.

 

Aber auch ihre zwei Partnerinnen in der Battle, Jassy aus Hamburg und Leona aus Frankfurt erhielten ganz starke Noten, nachdem das Trio den Hit „Heaven is a Place on Earth“, bekannt in der poppig-rockigen Version von Belinda Carlisle, völlig neu und balladig interpretieren musste. Ein Auftritt mit lauter Gänsehaut-Momenten. „Ich geh' mit Maite ins Sing Off“, war dann der erlösende Satz von Maffay, der alle Dämme brechen lassen sollte und einen Jubelsturm auslöste.

 

In Schmalensee verfolgten wieder rund 50 Freunde, Angehörige und Nachbarn von Maite die (aufgezeichnete) Show gemeinsam. Einen ersten lauten Jubel gab es zwar bei der Ansage für die Schmalenseerin, doch die Erkenntnis, dass sie nicht mit und zugleich gegen nur eine Konkurrentin sondern zwei anzutreten hatte, sorgte für völlige Stille: Das war ungleich schwerer – weniger Gesangszeit, weniger Performance-Möglichkeit für die 22-Jährige, und natürlich auch die beiden anderen, mit denen Maite auf der Leinwand toll harmonisierte, während davor die Anspannung aller Fans spürbar war.

 

Die wurden durch einen kurzzeitigen Beamerausfall kurz nach dem letzten Akkord allerdings auf eine harte Probe gestellt. Zum Glück konnte dank Laptop und Livestream rasche Abhilfe geschaffen werden. Maites Ansage, niemand solle online schon mal schauen, wurde brav befolgt, und letztlich hatte man nur einen langen Werbeblock versäumt. „Ich weiß gerade nicht, was schlimmer war: Die Show oder dieser Ausfall“, lachte Maite die Situation gekonnt wie auf der Bühne weg. Profi eben...

 

Profimäßig allerdings ist auch Maites Verhalten, wenn man danach fragt, wie das alles weitergeht. Dann setzt sie ein Pokerface auf, immerhin lächelnd, und findet immer eine Antwort, nur nicht auf die Frage. Denn das Sing Off ist schon aufgezeichnet, erst danach geht es live im Fernsehen weiter. Und natürlich darf nichts verraten werden. Lange warten müssen die Maite-Fans aber nicht: Schon am Freitag, 7. Oktober, wird die nächste Runde um 20.15 Uhr auf Sat.1 ausgestrahlt. Das Halbfinale wird am 28. Oktober, das Finale am 4. November übertragen.

 

Wer Maite im Internet folgen möchte und kann, sollte auch dieses wissen: Vom 3. bis zum 4. Oktober, 20 bis 12 Uhr, ist sie in der „Challenge of the Week“ dabei zu erleben, wie sie einen Hit der 80er interpretiert. Zu sehen ist diese „Herausforderung“ nur über die ProSieben-App. Da gibt es dann auch die Möglichkeit, wieder für sie abzustimmen (Voting), um ihr die Chance zu eröffnen, im Falle eines Ausscheidens dennoch das Warm-Up zum Finale mitgestalten zu können.

Foto zur Meldung: The Voice of Germany: Peter Maffay geht mit Maite Jens ins Sing Off
Foto: Maite Jens hat es wieder geschafft und steht in Runde drei

Oktober-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 10. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus haben wir im Monat Oktober die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Nachbardörfer verlieren Selbstständigkeit: Eine gravierende Veränderung wird von Seiten der Preußischen Provinzialregierung mit Wirkung vom 1. Oktober 1937, vor 85 Jahren verfügt: Die Gemeinde Damsdorf wird ein Teil der Gemeinde Stocksee. Bereits am Vortag enden die Amtszeiten des Damsdorfer Bürgermeisters und der Gemeinderäte. Auch Daldorf ereilt dieses Schicksal, das größtenteils an Rickling fällt. Der Ortsteil Brandsmühle fällt an die Gemeinde Blunk. Erst nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft werden diese Entscheidungen rückgängig gemacht werden.

 

Testpersonen in Sachen Abfall: Vom 1. Oktober 1977, vor 45 Jahren, bis zum 31. März 1978 sind die Bewohner des Amtes Bornhöved Tester neuer Müllbehälter, deren Nutzung ihnen in diesem Zeitraum durch den Wege-Zweckverband (WZV) kostenlos ermöglicht wird. Erst nach der Erprobungsphase sollen die Müllgebühren wieder erhoben werden. Die neuen Behälter sind aus Kunststoff, fassen 120 Liter und sind mit Rollen versehen. Sie lösen die bisherigen Metallbehälter mit einem Fassungsvermögen von 50 Litern ab.

 

Militärlook schon vor über 150 Jahren beliebt: Wer erinnert sich nicht an den steingrau-oliven Bundeswehr-Parka, mit dem vor allem in den 1980er-Jahren viele Zivilisten in der nasskalten Jahreszeit unterwegs waren? Heute fallen in der Öffentlichkeit immer wieder vor allem Männer auf, die das Fleckentarn unserer Bundeswehr tragen, nicht nur zur Jagd oder für die Gartenarbeit. Es sind meist ausrangierte Militär-Klamotten, die unter anderem in „US-“ oder „Army-Shops“ erworben werden können. Solches hat es schon in früheren Zeiten gegeben: Am 2. Oktober 1852, also vor 170 Jahren, kündigt das Segeberger Wochenblatt an, dass beim Bornhöveder Gastwirt Lantau vier Wochen lang „eine Quantität Militärmäntel, Röcke, Beinkleider, Feldmützen und Pferdedecken … öffentlich verkauft werden.“ Über die Herkunft dieser Waren wird nichts gesagt – sie könnten von schleswig-holsteinischen Truppen hergerührt haben, die im Zeitraum 1848/51 vergeblich für eine Lösung von Dänemark gekämpft hatten – daran erinnert an der Dorfeiche in Schmalensee ein Gedenkstein.

 

Aus dem Sparkassen-Geschäft: Eine interessante Meldung bringt das Segeberger Kreis- und Wochenblatt am 2. Oktober 1902, vor 120 Jahren. Demnach hat die Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek mit Sitz in Bornhöved im Zuge einer Versteigerung vor dem Königlichen Amtsgericht für 40.000 Mark die Wassermühle zu Depenau erworben, an die auch eine Gastwirtschaft angeschlossen ist. Die Kasse lässt den Betrieb durch einen Vertreter weiterführen. Die genannte Spar- und Leihkasse hatte ihren „Geschäftsraum“ anfangs in der Gastwirtschaft von Hauschildt in Bornhöved, Schmalenseer gehörten stets dem Vorstand oder Aufsichtsgremium an. In den 1930er-Jahren gingen die kleinen Landsparkassen in der Kreissparkasse auf, Vorläufer der heutigen Sparkasse (Südholstein).

 

Silbernes Pastoren-Jubiläum: Pastor Albert Lutheri Voß feiert am 2. Oktober 1912, vor 110 Jahren, sein 25-jähriges Amtsjubiläum in der Kirchengemeinde Bornhöved. Keiner der Lehrer und nur noch zwei Kirchenvorstandsmitglieder aus dem Jahr seines Dienstantritts sind noch im Kirchspiel tätig. Zur Feier im Gasthof zur Linde erscheinen 90 Personen. Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee bringt im Namen des Kirchenvorstands ein „Hoch“ auf den Jubilar aus. Schmalensees Lehrer Heinrich Göttsch bringt einen „humorvollen Toast“ auf die Damen aus.

 

Der „Mütterbunker“ am Schmalensee: Die Schmalenseer nennen laut einem Bericht der Segeberger Zeitung vom 4. Oktober 1967, vor 55 Jahren, den Bau „Mütterbunker“. Dabei ist das Mütterkurheim der landeskirchlichen Frauenarbeit am Schmalensee das modernste Müttergenesungsheim in Norddeutschland. Nun wird die Einrichtung weiter ausgebaut: Eine Sauna und ein Becken für Kneipp-Kuren werden angelegt. Seit Inbetriebnahme des Hauses haben bereits 3600 Mütter in Schmalensee gekurt. Während des Aufenthalts der Frauen im „Mütterbunker“ kümmern sich Hauspflegerinnen der Diakonischen Arbeit Schleswig-Holstein um Ehemänner und Kinder.

 

Messerstecher von Schmalensee bleibt in Haft: Am 5. Oktober 1927, vor 95 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von einer Berufungsverhandlung vor der Kieler Strafkammer zu einem Vorfall vom 31. Mai 1925. Damals hatte der landwirtschaftliche Arbeiter D. aus Neumünster zwei Schmalenseer mit dem Messer verletzt: Während des Tanzvergnügens gerieten D. und der Landwirtssohn S., die beide laut Bericht bereits vor einigen Jahren eine Auseinandersetzung gehabt hatten, in einen Wortwechsel. D. zog plötzlich sein Messer und stach blindlings auf S. und den herbeieilenden Schmalenseer H. ein. Beide Schmalenseer trugen mehrere schwere Stiche in der Brust, an der Stirn und an der Hand davon. Das Schöffengericht Neumünster hatte D. bereits zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt, wogegen dieser Einspruch erhoben und seine Täterschaft geleugnet hatte. Aber nach einigen Zeugenaussagen hält das Landgericht Kiel am Urteil fest.

 

Eine Vorstufe zur Berufsschule: In Bornhöved nimmt am 7. Oktober 1912, vor 110 Jahren, die Fortbildungsschule den Unterricht auf. 25 Lehrlinge nehmen zweimal wöchentlich jeweils zwei Stunden daran teil. Unterrichtsfächer sind Raumlehre, Rechnen, Buchführung, Deutsch und Bürgerkunde.

 

Stroh für das Heer: Erster Weltkrieg, Zwangswirtschaft. An Stroh hat der Kreis Segeberg laut Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 9. Oktober 1917, vor 105 Jahren, aus der frischen Ernte bis zum 30. November insgesamt 1275 Tonnen an die Heeresverwaltung abzuführen. Für Schmalensee bedeutet dies die Bereitstellung von 12 Tonnen in der Oktober-Rate des Kreises. Das Stroh wird vom königlichen Proviantamt zu Wandsbek eingezogen.

 

„Kurz Zigaretten holen: Adolf K., Landarbeiter und 44-jähriger Vater von fünf Kindern, verschwindet am 10. Oktober 1977, vor 55 Jahren, zunächst spurlos. Einer 14-jährigen Tochter gegenüber erklärt der Schmalenseer laut Segeberger Zeitung, „kurz Zigaretten holen“ zu gehen. In den folgenden Tagen und Wochen ist die Polizei intensiv auf der Suche, unterstützt auch von seinen Feuerwehr-Kameraden und Freiwilligen; die Presse berichtet umfangreich, veröffentlicht sein Bild. Ein Bruder setzt eine Belohnung für Hinweise aus, Familienmitglieder suchen mit dem Auto nach dem Mann, dessen Leichnam sechs Wochen nach dem Verschwinden von Spaziergängern in der Feldmark zwischen Bornhöved und Schmalensee gefunden wird. Es ist dies ein sehr trauriges Kapitel der Schmalenseer Dorfgeschichte.

 

Antrittsball des neuen Wirts: Am 11. Oktober 1907 ist es soweit. Friedrich Voß, der im April dieses Jahres den bis dahin von Ludwig Saggau betriebenen Schmalenseer Gasthof erworben hat, veranstaltet einen Antrittsball. Leider findet sich im Segebeger Kreis- und Tageblatt kein Bericht darüber. Voß aber hat auf jeden Fall lokale Traditionen und Termine verinnerlicht: Schon am 13. Oktober 1907 folgt die nächste Veranstaltung, das traditionelle Erntebier, auch „Mädchenbier“ genannt.

 

Amtsfeuerwehrtag in Schmalensee: Verbunden mit einer Großalarm-Übung findet am 12. Oktober 1952, vor 70 Jahren, in Schmalensee der Amtsfeuerwehrtag statt. Nach einem Marsch durch das Dorf unter den Klängen des TSV Quellenhaupt-Spielmannszuges und einer Kranzniederlegung am Ehrenmal werden Schnelligkeitsübungen durchgeführt. Den vom Amtsausschuss gestifteten Wanderpokal erringt die Freiwillige Feuerwehr Stocksee. In der Abschlussübung, bei der die Wohn- und Wirtschaftsgebäude von Gastwirt Hans Voß als Brandobjekt dienen, verdient sich die Amtswehr die Note „gut“. Gleich sechs Kameraden der Schmalenseer Wehr werden im Zuge des anschließenden Beisammenseins von Brandmeister (Wehrführer) Hellmut Saggau nach über 25-jährigem aktivem Dienst in die Ehrenabteilung überstellt: Hugo Saggau, Walter Hahne, Emil Tietgen, Wilhelm und Johann Suhr sowie Max Kröger.

Foto zur Meldung: Oktober-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Das Mütterheim am Schmalensee, Postkarte gelaufen 1966

Historisches Kalenderblatt im Oktober: Die Schmalenseer Landjugend – Volkstanz und Gesang in den 1950er-Jahren

(30. 09. 2022)

Corona-bedingt musste in Schmalensee nach 2020 auch im Dezember 2021 die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde abgesagt werden, um Kontakte zu beschränken. Statt einer Feier erhielten die Seniorinnen und Senioren des Dorfes einen Präsentbeutel mit einem Premieren-Inhalt: Einem Schmalensee-Kalender für 2022 mit historischen Aufnahmen. Wenige Restexemplare gingen in den Verkauf für den guten Zweck.

 

Für alle Schmalenseer und Freunde, ob nun Besitzer eines solchen Kalenders oder nicht, sei im Jahr 2022 stets vor dem Monatsersten das nächste Kalenderblatt auf der Gemeinde-Homepage gezeigt und erläutert. Heute also das Kalenderblatt für den Oktober.

 

Wohl die erste Aufnahme der Schmalenseer Landjugend

 

Vor allem bei jenen, die Anfang der 1950er-Jahre die Dorfjugend bildeten, dürfte dieses Foto Verbreitung gefunden haben. Es zeigt die „Landjugend“ in der Vorbereitung für einen Volkstanz. Zur Verfügung gestellt hat das Bild Elke Clodius, geborene Saggau, laut deren Aussage das Foto von 1950 stammen könnte.

 

Wahrscheinlicher ist es, dass die Aufnahme ab 1954 entstanden ist. Dann nämlich, als sich in Schmalensee eine Landjugendgruppe als Verein etabliert hatte und den Volkstanz als Freizeitbeschäftigung für sich entdeckt und durch Trainingsfleiß erarbeitet hatte. 

 

Die Anfänge der Landjugendgruppe Schmalensee

 

Die aktuell brachliegende Landjugendgruppe Schmalensee wurde in einem ersten Anlauf am 20. Mai 1953 gegründet. Erste Vorsitzende waren Andreas Thomsen und – Elke Clodius. Das Aufbaujahr der Gruppe gestaltete sich schwierig, sodass die Mitgliederversammlung am 16. Juni 1954 laut Protokoll zur „zweiten Gründungsversammlung“ erklärt wurde. Neue Vorsitzende wurden Christel Hinrichs und Harald Saggau – der im Kalenderbild zu erkennen ist: Er hat ein Akkordeon in Händen.

 

Aufbauhilfe leistete bei beiden genannten Gründungsversammlungen Personal der Landwirtschaftsschule in Bad Segeberg, die damals sehr daran interessiert war, die in der Landwirtschaft tätige Jugend einer sinnvollen Freizeitgestaltung zuzuführen. Dabei ging es schließlich nicht allein um die Töchter und Söhne der Bauern eines Dorfes, die in Gruppen zusammengeführt wurden: Auch die weiblichen und männlichen Lehrlinge der Landwirtschaft – die Mädchen waren in der Regel Hauswirtschaftsschülerinnen – sollten, wie man heute sagen würde, in einem örtlichen „Netzwerk“ Anschluss finden.

 

Dieser intelligente Ansatz führte also heimische und „fremde“ junge Leute zusammen – von Beginn an nicht allein aus Schmalensee, sondern auch aus der Umgebung – und ließ diese in der Gruppe durch Übernahme von Vorstandsämtern neben der beruflichen Ausbildung auch die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung lernen. Aber darin steckte auch ein Hinkefuß: Gerade in der Anfangsphase der Schmalenseer Gruppe waren Lehrlinge im Vorstand tätig, deren Anstellungsverhältnisse durchaus nach einem Jahr wieder wechseln konnten, sodass häufige Nachwahlen nötig wurden, wie frühe Landjugend-Protokolle verraten.

 

Erstes Steckenpferd: Der Volkstanz

 

Der Blick in die alten Protokolle zeigt auch, dass die Landjugendgruppe Schmalensee in ihrer Frühphase den Volkstanz und das dazugehörige Liedgut für sich entdeckte. Zum Teil mag dies darin begründet sein, dass seitens der Landwirtschaftsschule nicht nur Hilfe in der Versammlungsführung und Vereinsgründung geleistet wurde, sondern auch eine Lehrerin nach Schmalensee kam, die den jungen Leuten, unterstützt von einer Bad Segeberger Volkstanzgruppe, Unterricht gab.

 

Und die Schmalenseer Gruppe übte fleißig. Schon am 25. Juli 1954 tanzt und singt sie beim Kreislandjugendtag in Leezen mit. Und am 25. September desselben Jahres veranlasst sie mit ihren Darbietungen die Teilnehmenden am Schmalenseer Ernteball zu „reichlichem Beifall“.

 

Vorlieben der Landjugend im Wandel

 

Natürlich blieb es für die Landjugendgruppe Schmalensee nicht beim Volkstanz allein. Schon früh schaute man über den berühmten Tellerrand, also auf die Tätigkeiten anderer Gruppen, und nahm Anregungen der Landwirtschaftsschule dankbar an. Filme wurden geschaut, Vorträge gehört oder selbst gehalten, Theater wurde gespielt, andere Gruppen besucht – das allerdings ging meist nicht ohne Tanz und Gesang – und am Ringreiten mit weiteren Spielen für die Mädchen beteiligte man sich auch.

 

Letzteres wurde mit dem Einzug der Traktoren in den 1960er-Jahren durch das Trecker- oder Schleppergeschicklichkeitsfahren weitgehend abgelöst. Volkstänze wurden mehr und mehr von den zum Teil noch heute gängigen Gesellschaftstänzen abgelöst und was zunächst Ball war gestaltete sich langsam zur Vorstufe der Disco. Schon früh öffneten sich die Landjugenden auch jenen jungen Leuten, deren beruflicher Weg nicht in die Land- oder Hauswirtschaft führen sollte; neben Geselligkeit sollte der Fortbildungscharakter durchaus fortbestehen.

 

Der Wandel setzte sich fort. Man wurde mobiler, reiste zu Kegel- und Quizturnieren, spielte Fußball, mischte im Kreisverband mit und entdeckte das Ausland für sich. Geschicklichkeit wurde auch bei den legendären Sommerfesten abgefordert, bei den Spielen ohne Grenzen, deren anschließende Siegesfeier mit der Musik rollender Diskotheken untermalt wurde.

 

Das Akkordeon hatte da längst ausgedient. Aber der Blick zurück auf einen örtlichen Verein mit großem Einzugsgebiet lohnt. Die Geschichte von den Anfängen der Landjugendgruppe Schmalensee – vielleicht ist sie ja mal ein Signal für eine Neuauflage.

 

Foto zur Meldung: Historisches Kalenderblatt im Oktober: Die Schmalenseer Landjugend – Volkstanz und Gesang in den 1950er-Jahren
Foto: Kalenderblatt Oktober - Volkstanzgruppe zum Ernteball, Foto gegeben von Elke Clodius

Trappenkamp am 6. Oktober: Vortrag über Joseph Haydn

(29. 09. 2022)

Mitteilung der VHS Trappenkamp/Bornhöved und der Universitätsgesellschaft vom 20.09.2022:

 

Humor und Genialität – Die Sinfonien Joseph  Haydns

 

Dr. Volker Mader

Musikwissenschaftliches Institut, CAU

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Kuh und einem Schaf? – Ein Fagott. Unsinn? Aber doch – und das mit Methode. 

 

Der Witz in Haydns Werk, mit dem er sein Publikum auf die  Schippe nimmt, fasziniert. Die Erläuterungen im Vortrag machen  deutlich, dass Klassik nicht bierernst genossen werden muss.  Haydns Musik malt Bilder, man kann sie sich vorstellen, sie ist  volksnah und verwischt die Grenzen zwischen ernster und  unterhaltender Musik.

 

Donnerstag, 06.10.2022, 19-21 Uhr,  Bürgersaal, Am Markt 3, 24610 Trappenkamp 

 

Eintritt frei 

 

Bitte melden Sie sich an: 

oder

 

Veranstalter:

Schleswig-Holsteinische Universitäts-Gesellschaft, Sektion Trappenkamp/Bornhöved, in Zusammenarbeit mit der VHS Trappenkamp/Bornhöved 

 

 

Foto zur Meldung: Trappenkamp am 6. Oktober: Vortrag über Joseph Haydn
Foto: Trappenkamp am 6. Oktober: Vortrag über Joseph Haydn

The Voice of Germany: Am Donnerstag stellt sich Maite Jens aus Schmalensee der „Battle“ auf ProSieben

(28. 09. 2022)

Aufgepasst Schmalensee, wer seit dem 9. September vor lauter Drücken verkrampfte Daumen hat, muss am morgigen Donnerstag, 29. September, noch einmal alle Kräfte mobilisieren: Dann steht Maite Jens in der zweiten Runde bei The Voice of Germany in der sogenannten „Battle“.

 

Dieses mal findet die Ausstrahlung der aufgezeichneten Sendung auf ProSieben statt – um 20.15 Uhr. Frei empfangbar, alle können mitfiebern und erleben, ob Maites Coach Peter Maffay sich für sie oder ihre „Gegnerin“ oder den „Gegner“ entscheiden wird. Beide stehen gemeinsam auf der Bühne, bringen zusammen ein Musikstück, müssen einerseits harmonieren, wissen aber – nur eine/r kommt weiter. Wie schon in Runde eins, der „Blind Audition“, ist der Ausgang bis zur Sendung ein gut gehütetes Geheimnis.

 

Einzig dies ist, durch die Freigabe von Senderfotos, bekannt: Jeans-Shorts und DocMarten's-Stiefel sind einem roten Abendkleid gewichen. Mit was also wird Maite sowohl im Duett und zugleich im Duell performen? Das bleibt noch geheim. Die lokalen Zeitungen haben sich schon auf die 22-Jährige gestürzt – und nichts dazu herausbekommen.

 

Überraschen lassen müssen sich auch die gut 50 Familienmitglieder und Freunde, mit denen Maite daheim im (geheizten) Zelt die Sendung verfolgen will.

 

Wer Maites Weg durch die Sendung verfolgen möchte, wird unter anderem bei YouTube fündig – die Marke von 700.000 Aufrufen hat ihr Auftritt in der „Blind Audition“ mit dem Beatles-Klassiker „Let it be“ fast erreicht. ZU finden ist Maite zudem bei Facebook und unter dem Instagram-Account @maitejens.

 

Wichtiger für das Gesangstalent ist aber auch der Besuch möglichst vieler Unterstützer auf der ProSieben-App. Auch dort sind sie und alle anderen Acts der Sendung zu finden, zum Beispiel mit einem Gruß an die Fans. Hier findet auch das bedeutende Zuschauer-Voting statt: Wer hier erfolgreich ist, kann auch nach einem etwaigen Ausscheiden im Laufe der Sendung einen Auftritt im Finale ergattern – in der „Warm-up Show“.

 

Und noch etwas gibt es in der ProSieben-App, und nur dort: Am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, wird ab 20 Uhr (bis 4. Oktober, 12 Uhr), die „Challenge of the Week“ gesendet. Die Lübecker Nachrichten haben bereits erfahren, dass Maite dann einen Hit der 80er singen wird.

 

Was die Schmalenseerin nun erst mal am morgigen Donnerstag ab 20.15 Uhr auf ProSieben präsentiert, davon dürfen wir uns überraschen lassen.

 

Foto zum Bericht: ProSiebenSAT.1 Richard Hübner

Foto zur Meldung: The Voice of Germany: Am Donnerstag stellt sich Maite Jens aus Schmalensee der „Battle“ auf ProSieben
Foto: Maite Jens - am Donnerstag auf ProSieben, Foto ProSiebenSAT.1 Richard Hübner

Erlebniswald am 9. Oktober: Erzählspaziergang

(28. 09. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 21.09.2022:

 

»So klein mit Hut – Ein Erzählspaziergang« im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Termin: Sonntag, 9. Oktober 2022, 15 Uhr

ErlebnisWald Trappenkamp; Treffpunkt: Waldhaus

 

Die bekannte Märchenerzählerin Sonja C. Truhn erzählt phantastische Geschichten über die Pilze im Wald. Stinkmorchel und Co haben nicht nur lustige Namen und vielfältige Gestalt, sondern auch eine Menge Geheimnisse.

 

Der Spaziergang dauert ca. 2 Stunden, bei schlechtem Wetter werden die Geschichten in einer Hütte erzählt.

 

Besonders für Kinder von 4-10 Jahren geeignet.

 

Um Anmeldung wird gebeten unter oder unter 04328/170480.

 

Die Veranstaltung ist für Besucher des ErlebnisWald Trappenkamp inklusive.

Foto zur Meldung: Erlebniswald am 9. Oktober: Erzählspaziergang
Foto: Erlebniswald am 9. Oktober: Erzählspaziergang

Schmalensees Kubb-Helden bei der Lewitzer Meisterschaft im Wikingerschach

(27. 09. 2022)

Wieder einmal weit abseits der heimischen Sportanlagen war das Team Ironhead um Hagen Bastling, Wikingerschach-Spartenleiter im SV Schmalensee unterwegs. Bei der 11. Lewitzer Kubbmeisterschaft gab es einen guten Platz im Mittelfeld und ein Wiedersehen mit den Gewinnern des SVS-Normannenpokals.

 

Hagen Bastling berichtet:

 

„Micha Rath und ich waren am 17. September in Goldenstädt, bei der 11. Lewitzer Kubbmeisterschaft, ausgerichtet vom Kubb Mirow e.V. (www.kubbmirow.de). Wir haben den 19. Platz unter 29 teilnehmenden Mannschaften belegt, mit einer Bilanz von drei Siegen, vier Unentschieden und drei Niederlagen.

 

Gespielt wurde nach Reglen des Deutschen Kubb Bundes: die abgeworfenen Basiskubbs, werden zu Feldkubbs und werden immer wieder miteingeworfen.

 

Es wurden in der Vorrunde zehn Runden im Schoch-System gespielt. Die erste Partie wurde ausgelost und wir trafen auf alte Bekannte vom Kubb-SH (Anmerkung: Sieger des diesjährigen SVS-Turniers um den Normannenpokal), die mit Mathias und Tuula Fesser vor Ort waren.

 

Wie von uns erwartet, haben wir die Partie verloren, aber zu unserem eigenen Erstaunen sehr knapp, wofür wir auch Lob und Anerkennung bekamen. Zur Mittagspause nach fünf Runden, standen wir sogar auf Platz 12, mit zu dem Zeitpunkt zwei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage. Nach der Mittagspause war die Luft aber irgendwie raus und wir konnten nicht an die Leistungen vom Vormittag anknüpfen. Ein Trost war, dass wir gegen den späteren Turnierzweiten „Badusch“ ein Unentschieden erkämpfen konnten. Auch dafür gab es große Anerkennung von unserem weitaus mehr erfahrenen Gegner.“

 

Zum Turniermodus erklärt Hagen Bastling:

 

Eine Runde in der Vorrunde dauerte 20 Minuten, mit 10 Minuten Pause zwischen den Runden, die im Schoch-System gespielt wurden. Mögliche Ergebnisse waren also Sieg, gewertet mit einem Punkt; Niederlage, gewertet mit Null Punkten. Es gab aber drei Arten von Unentschieden, sprich einem TIE.

 

Beide Teams haben gleich viele Basiskubbs umgeworfen: 0,5 für beide. Unentschieden führend, man hat mehr Basiskubbs als der Gegner umgeworfen: 0,66 Punkte. Dementsprechend gab es auch Unentschieden zurückliegend, man hat weniger Basiskubbs umgeworfen als der Gegner. Hierfür gab es 0,33 Punkte.

 

Nach der Vorrunde gab es ein Viertel-, Halb-, Kleines Finale, und das Finale. Das Treppchen erklomm, auf der 3 Kubb-SH, auf der 2 Badusch und auf der 1 Durstiges Schünchen.

Foto zur Meldung: Schmalensees Kubb-Helden bei der Lewitzer Meisterschaft im Wikingerschach
Foto: Spielszene bei der Lewitzer Kubbmeisterschaft, Foto Helene Wehmer, kubbmirow.de

Übernachten am 8. Oktober im Erlebniswald Trappenkamp

(24. 09. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 19.09.2022:

 

Wildniscamp im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Termin: Samstag, 8. Oktober 2022, 14 Uhr

 

ErlebnisWald Trappenkamp; Treffpunkt: Waldhaus

 

Einmal im Wald übernachten! Der ErlebnisWald Trappenkamp lädt zu einem Wildnis-Camp ein! Unter fachkundiger Anleitung und Begleitung erleben die Teilnehmenden tolle,  verschiedene Aktionen im Wald und rund um das Waldhaus.

 

Höhepunkt ist im Anschluss daran die Übernachtung im Waldcamp und das gemeinsame Essen am Lagerfeuer.

 

Teilnehmen können Menschen ab 16 Jahren.

 

Eine Anmeldung ist erforderlich unter oder unter 04328/170480.

 

Die Teilnahme kostet 22 Euro inklusive Verpflegung, Einritt und Übernachtung. Weitere Infos im ErlebnisWald Trappenkamp.

Foto zur Meldung: Übernachten am 8. Oktober im Erlebniswald Trappenkamp
Foto: Übernachten am 8. Oktober im Erlebniswald Trappenkamp

Musikalisch-fotografische Lesung am 23. September in der Alten Schmiede

(21. 09. 2022)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved vom 19.09.2022:

 

In der Alten Schmiede Bornhöved präsentieren Horst Detering aus Bornhöved und Frank Rössel aus Bad Segeberg am Freitag den 23. Sept. 2022 um 19.00 Uhr gemeinsam und doch jeder auf seine eigene Weise ihre Art der Poesie.

 

Im Rahmen der Segeberger Kulturtage werden somit die Ohren mit Worten und Klängen, als auch die Augen mit zu den Texten abgestimmten Fotos in der historischen Umgebung der Alten Schmiede in 24619 Bornhöved Kuhberg 13 verwöhnt.

 

Sind es bei Frank Rössel neben der Stimme die instrumentale, musikalische Begleitung, so sind es bei Horst Detering die passenden Fotografien zu den vorgetragenen Texten, die zum Teil aus seinem neuesten Gedichtband „Alltagspoesie – vonWegen“ stammen.

 

Unter dem Motto „und höre einfach zu“ möchten Horst Detering und Frank Rössel die Besucher in der entspannten Atmosphäre der Alten Schmiede unterhalten und zum Nachdenken oder auch zum Lachen bringen.

 

Lauschen sie den Worten und der Musik, tauchen sie ein in die Fotografie und lassen sie sich mitnehmen in eine Welt voller Poesie.

 

Veranstalter der Lesung ist der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved in Kooperation mit der Gemeinde Bornhöved. Der Eintritt ist frei.

 

Foto zur Meldung: Musikalisch-fotografische Lesung am 23. September in der Alten Schmiede
Foto: Zwei eindrucksvolle Stimmen - Frank Rössel und Horst Detering, Foto Privat

Am 29. September: Ausschuss plant nächste Veranstaltungen

(20. 09. 2022)

Es naht die dunkle Jahreszeit und damit rücken auch zwei stetig wiederkehrende gemeindliche Veranstaltungen näher: Der Volkstrauertag und die Seniorenweihnachtsfeier. Mit beiden befasst sich organisatorisch der Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr. Dessen nächste Sitzung ist auf Donnerstag, den 29. September terminiert.

 

Beginn der Ausschusssitzung unter der Leitung von Gemeindevertreter Christopher Brust ist um 19.30 Uhr im Gasthof Voß. Die Mitglieder befassen sich mit den Vorbereitungen des Volkstrauertages am 13. November und der Seniorenweihnachtsfeier am 7. Dezember. Gerade für letztere ist wie immer das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern außerhalb des Gremiums erforderlich – und ihre Teilnahme an der Sitzung unbedingt erwünscht.

 

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass das Unternehmen WieGe Wiegmann und Gebauer sozialräumliche Hilfen GmbH, das in diesem Jahr bereits einige Termine auf der Schmalenseer Sportanlage mit seinem Eventanhänger genutzt hat, um Kindern auf Kosten des Kreises Segeberg Bewegungsangebote zu machen, in die Verlängerung geht und dafür auch die Sporthalle nutzt. Dazu bedarf es einer Nutzungsvereinbarung.

Foto zur Meldung: Am 29. September: Ausschuss plant nächste Veranstaltungen
Foto: Am 29. September: Ausschuss plant nächste Veranstaltungen

Wanderung für Familien am 25. September im Erlebniswald

(20. 09. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 12.09.2022:

 

Familienwanderung im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Sonntag, 25.09.2022 um 14.00 Uhr

 

im ErlebnisWald Trappenkamp, Treffpunkt am Waldhaus

 

Der ErlebnisWald Trappenkamp lädt zu einer tollen Wanderung für die ganze Familie ein. Am Sonntag, 25. September, um 14.00 Uhr, können Eltern mit ihren Kindern unter fachkundiger Begleitung entlang der Hirschgehege spazieren.

 

Mit etwas Glück können dabei die imposanten brunftenden Rothirsche beobachtet werden. Bitte gerne ein Fernglas mitbringen!

 

Die Wanderung dauert ca. 1,5 Stunden und ist im Eintrittspreis inklusive.

 

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Foto zur Meldung: Wanderung für Familien am 25. September im Erlebniswald
Foto: Wanderung für Familien am 25. September im Erlebniswald

Trauer um Queen Elisabeth II.: Flaggen am Montag auf Halbmast

(18. 09. 2022)

Am 8. September starb Elisabeth II., Königin von Großbritannien und Nordirland. Die Anteilnahme am Tod der über 70 Jahre regierenden Queen ist auch hierzulande groß.

 

Am Tag ihrer Bestattung, Montag, 19. September, wird landesweit auf Anordnung des Innenministeriums Schleswig-Holstein Trauerbeflaggung gesetzt.

 

Gerade Schleswig-Holstein hat eine enge Verbundenheit zu Großbritannien, unter anderem als ehemaliger Teil der britischen Besatzungszone nach dem Zweiten Weltkrieg, infolge dessen aus der preußischen Provinz das Bundesland Schleswig-Holstein mit einer Landesverfassung nach englischem Vorbild entstand.

 

Den Kreisen, Ämtern und Gemeinden sowie den Körperschaften ohne Gebietshoheit, rechtsfähigen Anstalten und Stiftungen öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes Schleswig-Holstein unterstehen, wurde empfohlen, sich der Trauerbeflaggung anzuschließen.

 

Auch die Gemeinde Schmalensee setzt daher am Montag, 19. September, die Flaggen am Feuerwehrgerätehaus / Bolzplatz auf Halbmast.

Foto zur Meldung: Trauer um Queen Elisabeth II.: Flaggen am Montag auf Halbmast
Foto: Halbmast in Schmalensee

Kreisverwaltung am 16. September nur eingeschränkt erreichbar

(16. 09. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 13.09.2022:

 

Aufgrund eines Betriebsausflugs sind die Kreisverwaltung und ihre Außenstellen am Freitag, 16. September, nur eingeschränkt telefonisch erreichbar.

 

Die Kfz-Zulassungsstellen in Bad Segeberg und Norderstedt bleiben komplett geschlossen. Bereits vereinbarte Termine behalten ihre Gültigkeit.

 

Ab Montag, 19. September, sind die Mitarbeiter*innen wieder zu den üblichen Öffnungszeiten zu erreichen.

Foto zur Meldung: Kreisverwaltung am 16. September nur eingeschränkt erreichbar
Foto: Kreisverwaltung am 16. September nur eingeschränkt erreichbar

September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 09. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat September die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Üben für den Bombenkrieg: Im Kreisgebiet findet vom 18. bis 26. September 1937, vor 85 Jahren, eine Verdunkelungsübung statt. Unter der Federführung des Reichsluftschutzbundes erfolgt die intensive Aufklärungsarbeit der Bevölkerung über geeignete Verdunkelungsmaßnahmen und -mittel. Eingeteiltes Personal patrouilliert zu Nachtzeiten und Überwacht die Einhaltung bzw. sorgfältige Durchführung. Auch die Landwirte werden zum Einhalten der Verdunkelung ermahnt. Als Betriebsleitern obliegt ihnen nicht nur die Pflicht, die Höfe vollständig verdunkeln zu lassen, sie haben auch ihre Angestellten zu unterweisen.  Während der Verdunkelungsübung wird die Bevölkerung zwar für die weitgehende Disziplin gelobt. Allerdings muss auch darauf hingewiesen werden, dass es nicht das Ziel sei, alle Lichter auszuschalten und im Dunkeln zu sitzen.

 

Verwaltung wegen Manöver länger offen: „Bold Guard“ heißt das NATO-Truppenmanöver, von dem der Amtsbereich Bornhöved im Zeitraum 20. bis 24. September 1982, vor 40 Jahren, maßgeblich betroffen ist. Es kommt bei dieser freilaufenden Übung mit Großgerät zu Verkehrsbehinderungen und Flurschäden. Die Amtsverwaltung in Bornhöved hat wegen des Manövers sogar am Sonnabend geöffnet. Grund ist dessen spätes Ende. Wer eine Schadensregulierung beantragen möchte, kann die Sondersprechzeit nutzen.

 

Menschen sterben im Feuer: Vier Personen aus dem Kirchspiel Bornhöved werden am 21. September 1687, vor 335 Jahren, wegen Hexerei verbrannt. Bei Bornhöveds Chronist Adolf Piening (Chronik von Bornhöved 1953) heißt es nach einer Schilderung der Verurteilung von vier und Verbrennung von drei Frauen am 3. Dezember 1678: „Im Bornhöveder Kirchenbuch von 1687 finden sich wieder die Namen von vier Personen, welche wegen Hexerei zum Tode verurteilt uns am 21. September verbrannt worden waren, nämlich Antje Sieks, Lenke Schramm, Ante Sieks und Grete Dosen. Im Kirchenbuch steht hinter der Eintragung ihres Todes: „Die ihrer Aussage nach auf dem Blocksberge gewesen.“

 

Der Kreis Segeberg entsteht: Die „Verordnung betreffend die Organisation der Kreis- und Distriktsbehörden sowie der Kreisvertretung in der Provinz Schleswig-Holstein“ vom 22. September 1867, vor 155 Jahren, sorgt für die Schaffung von 19 Landkreisen und einer kreisfreien Stadt nach preußischem Vorbild. Einzige kreisfreie Stadt ist damals nicht etwa Kiel, sondern das wesentlich größere Altona an der Elbe. Das alte Amt Segeberg wird zum Kreis Segeberg. Das sind die bisherigen Kirchspielvogteien Segeberg, Bornhöved, Leezen, Bramstedt und Kaltenkirchen. Hinzu kommen Dörfer, die zuvor zum Amt Trittau (Sievershütten, Bredenbekshorst, Nahe und Stuvenborn), zum Amt Tremsbüttel (Itzstedt, Tönningstedt) und zum Preetzer Güterdistrikt (Travenhorst und Glasau) gehörten. Auch das Amt Traventhal (ohne Schlamersdorf) und Teile der Herrschaft Breitenburg, des Klosters Itzehoe sowie 15 selbständige Gutsbezirke kommen zum Kreisgebiet, das sich bis 1932 kaum verändern wird. Die Kirchspielvogtei Bornhöved (sowie Leezen und Kaltenkirchen) werden kurz danach aufgelöst. Die Vogteien Segeberg und Bramstedt bleiben als Distriktverwaltungen Untergliederungen des Kreises.

 

Unterstützung für den Flottenausbau: Da die Zahl der Mitglieder des Deutschen Flottenvereins in Bornhöved und Umgebung weiter steigt, wird am 22. September 1912, vor 110 Jahren, eine selbständige „Ortsgruppe Bornhöved des Deutschen Flottenvereins“ gegründet. Solches ist laut Statuten des Flottenvereins erst ab Überschreiten der 100-Mitglieder-Marke offiziell möglich. Apotheker Dr. Voß wird zum Vorsitzenden, Pastor Voß zum Stellvertreter gewählt. Vertrauensmann für Schmalensee wird Lehrer Heinrich Göttsch.

Zur Erklärung: Der Deutsche Flottenverein hatte den Zweck, innerhalb der Bevölkerung das Verständnis und Interesse für einen Auf- und Ausbau der Kaiserlichen Marine zu wecken und somit die Politik Wilhelms II., der eine deutsche Vorherrschaft auf den Meeren anstrebte, was zu einer wesentlichen Rivalität mit Großbritannien führte. Als ein Symbol des so erzeigten „Flottenenthusiasmus“ kann der sehr populäre Matrosenanzug für Kinder angesehen werden.

 

CDU setzt auf Kompostierung: Der CDU-Ortsverband Schmalensee macht laut Segeberger Zeitung vom 22. September 1992, vor 30 Jahren, den Vorschlag, im Ort nur noch eine 14-tägige Müllabfuhr durchzuführen. Die Christdemokraten wollen aktiv zur Reduzierung des Müllbergs beitragen, denn Voraussetzung für den neuen Rhythmus wäre, dass die Schmalenseer Haushalte anfangen, organische Stoffe zu kompostieren. 

 

Freude und Trauer beim Pastorenwechsel: Bornhöveds neuer Pastor Albert Voß aus Preetz wird am 27. September 1887, vor 135 Jahren, feierlich in Bornhöved willkommen geheißen. Fahnenschmuck, Ehrenpforten und das volle Geläut der Kirchenglocken säumen und begleiten seinen Einzug. Viele Gemeindemitglieder, die Kirchenältesten, Kirchenvertreter, Lehrer des Kirchspiels und andere Amtsträger begrüßen Voß vor dem Pastorat aufs allerherzlichste. Noch trauert man aber auch dem im Vorjahr verstorbenen Pastor Petersen nach.

 

Der Arzt kann sich Pferde nicht mehr leisten: Ausdruck der krisenhaften Wirtschaftslage und  fortgesetzten Teuerung der frühen Jahre der Weimarer Republik ist eine Anzeige, die der Bornhöveder Arzt Dr. Kruse am 27. September 1922, vor 100 Jahren, im Segeberger Kreis- und Tageblatt veröffentlichen lässt: „Die hohen Erhaltungskosten zwingen mich, meine Pferde abzugeben. Daher bitte ich, mir für Besuche, die vorher bestellt werden müssen, Fuhrwerk zu senden. Für Krankenkassenmitglieder trage ich die Kosten für das Gefährt. Um mir die Benutzung der Kleinbahn freizuhalten, muß ich 10 Uhr vormittags pünktlich die Sprechstunde schließen. Auch kann ich nur die Besuche, die während der Sprechstunde von 8-10 gemeldet sind, an demselben Tage noch erledigen.“

 

Sportliche junge Schmalenseer: Auf dem Sportplatz in Bornhöved haben nach einem Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 27. September 1932, vor 90 Jahren, die Schulen von Bornhöved, Daldorf, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee und Tensfeld ihre Reichsjugendwettkämpfe abgehalten. Die Teilnahme war gut und alles eiferte danach, einen schlichten Eichenkranz zu gewinnen. Magische Grenze für eine Platzierung war eine Punktzahl von mindestens 40. Die platzierten Schmalenseer waren Ernst Wulf (Knaben des Geburtsjahrgangs 1918/19; 5. Platz; 50 Punkte), Gerhard Harder (1920 und später; geteilter 8. Platz; 43 Punkte), Gerhard Dohse (1920 und später; geteilter 11. Platz; 40 Punkte). Auch die Mädchen nahmen teil: Emma Göttsch (1918/19) wurde mit 52 Punkten Vierte. Eine Schmalenseer Siegerin gab es mit Elli Landschoof (1920 und später), die ihre Klasse mit 62 Punkten gewinnen konnte.

 

Eine kuriose Inhaftierung: Aus einem Bericht des Segeberger Kreis- und Wochenblatts vom 28. September 1897, vor 125 Jahren: Nachdem der in Bornhöved stationierte Gendarm einen Bettler verhaftet hat, muss er diesen zum Amtsvorsteher nach Schmalensee bringen. Unterwegs aber erklärt der Mann, müde zu sein und nicht weiter gehen zu können. Nach Versuchen, den Mann zum Weitergehen zu bewegen, weiß sich der Gendarm keinen anderen Ausweg: Er ruft einen Knecht von einem nahe der Chaussee gelegenen Gehöft herbei, der den müden Bettler mit der Schiebkarre nach Schmalensee befördert.

Zur Erklärung: Bis zum Bau von zwei festen Arrestzellen am Kieler Tor in Bornhöved musste der dort wohnende Polizist jeden festgenommenen Delinquenten zum Amtsvorsteher als oberste Polizeibehörde im Amt vorführen. In der Regel wurden die Verhafteten bis zu einer Weiterverbrigung zum zuständigen Gericht, meist das Amtsgericht in Segeberg, im Schmalenseer Spritzenhaus festgesetzt. Ein in Bornhöved wohnender Amtsvorsteher hätte also dem Gendarmen (und allen Spitzbuben) einige Kilometer gespart.

 

Aus den Verlustlisten: Die Deutsche Verlustliste, Seite 20716 vom 19. September 1917, vor 105 Jahren, führt den gebürtigen Schmalenseer Willi Wulf als „leicht verwundet“. Ein anderer gebürtiger Schmalenseer hat ein härteres Schicksal: Die Verlustliste, Seite 20744 vom 21. September, führt Johannes Beuck als „schwer verwundet“. Schlimmer noch: Die Verlustliste, Seite 20896 vom 28. September 1917, führt Beuck als „bisher schwer verwundet, †.“ Da Beuck nicht auf dem Schmalenseer Gefallenendenkmal vermerkt ist, muss davon ausgegangen werden, dass er zur Zeit des Ersten Weltkrieges nicht mehr in unserem Dorf gelebt hat.

 

Eine Leiche am Schmalensee-Ufer: Im Schilfgürtel des Schmalensee, nahe des Mütterkurheimes, wird am 28. September 1962, vor 60 Jahren, die Leiche einer jungen Frau von einem Bisamjäger entdeckt. Die 24-jährige Lernschwester des Neumünsteraner Krankenhauses wurde bereits seit dem 17. Sept vermisst. Eine Fremdeinwirkung schließt die Polizei aus.

Foto zur Meldung: September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Dr. Kruse ohne Pferde SKTB 27.09.1922

Achtung: Bauarbeiten auf B430 am 15. September

(14. 09. 2022)

Mitteilung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr vom 12.09.2022:

 

B 430: Instandsetzung zwischen Bornhöved und Schmalensee

 

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) bessert am 15. September 2022 (ab 13:00 bis voraussichtlich 19:00 Uhr) die beschädigte Bundesstraße 430 zwischen Bornhöved und Schmalensee aus. Es handelt sich um Reparaturarbeiten einzelner Schadstellen und ausdrücklich nicht um eine vollständige Sanierung

 

Die Arbeiten erfolgen unter halbseitiger Sperrung der Fahrbahn. Der Verkehr wird über eine mobile Ampel am Baubereich vorbeigeführt. Ortskundigen wird empfohlen den Baustellenbereich weiträumig zu umfahren. Die Arbeiten sind wetterabhängig; terminliche Verschiebungen sind möglich.

 

Die Verkehrsführung wurde mit der Polizei, der Verkehrsbehörde, dem Kreis, dem Amt, den Gemeinden und dem Buslinienbetreiber abgestimmt. Der LBV.SH bittet, sich auf die weiteren Arbeiten einzustellen sowie um rücksichtsvolles Verhalten zum Schutz der Menschen auf der Baustelle.

Foto zur Meldung: Achtung: Bauarbeiten auf B430 am 15. September
Foto: Achtung: Bauarbeiten auf B430 am 15. September

Erlebniswald am 18. September: Familienwaldspiele

(14. 09. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 09.09.2022:

 

Familienwaldspiele im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Termin: Sonntag, 18. September 2022 von 11 bis 16 Uhr

 

ErlebnisWald Trappenkamp; Treffpunkt: Waldhaus

 

Der ErlebnisWald Trappenkamp lädt Erwachsene und Kinder zu tollen Familienwaldspielen ein. Bei einem spannenden Parcours über 6 Stationen lernen die Familienteams mit Spaß den Wald näher kennen.

 

Es geht um Wissen, Geschicklichkeit und Teamwork – dabei werden Punkte gesammelt. Die Familie mit den meisten Punkten gewinnt eine Jahreskarte für den ErlebnisWald Trappenkamp im Wert von 65 Euro.

 

Aber jeder gewinnt einen schönen und lehrreichen Tag im Wald. Die Familienwaldspiele finden anlässlich der Deutschen Waldtage statt.

 

Der Parcours ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Die Teilnahme ist für Besucher des ErlebnisWaldes im Eintrittspreis inklusive (Eintritt Erwachsene 8 Euro, Kinder 5 Euro, Familien 21 Euro).

Foto zur Meldung: Erlebniswald am 18. September: Familienwaldspiele
Foto: Erlebniswald am 18. September: Familienwaldspiele

9-Euro-Ticket: Von Perdoel im Stundentakt nach Laramie

(13. 09. 2022)

Oft wird beklagt, dass auf dem Lande und somit auch in Schmalensee fahrplanmäßig zu wenig Gelegenheiten für eine Busbenutzung zur Verfügung stehen. Und wenn, dann zur ungeeigneten Zeit und zurück schon gar nicht (passend).

 

Dabei wird übersehen, dass es ganz in der Nähe einen Stundentakt gibt, nämlich in Belau. Genaugenommen in Perdoel, noch genauer in Perdoel Abzweigung Kalübbe. Dort gabeln sich die Buslinien nach Neumünster, Plön und zeitweise Bornhöved.

 

Perdoel liegt abgelegen und verlassen in der Region, so wie die mehr oder weniger bekannte Westernstadt Laramie in den USA (Wyoming). Was beide gemeinsam haben: Bahnanschluss. In beiden Kommunen nur noch für Güterverkehr. Und auch der ist in Perdoel (ehemals Hauptgüterstrecke Hamburg – Fehmarn – Dänemark) in 1995 eingestellt worden, nicht zuletzt wegen Inbetriebnahme des Rangierbahnhofs HH-Maschen.

 

Ebenfalls gemeinsam: Busverkehr. In Laramie als Pendelverkehrs-Shuttle für Student*innen und den Universitätsbetrieb, nicht in den Abendstunden, nicht Samstag/Sonntag und natürlich nur während der Semesterzeit. Fernbusse (bekannt als ‘Greyhound‘) ein Bus pro Tag in jede Richtung.

 

In Perdoel ist das völlig anders: Dort gibt es innerhalb einer Woche 106 unterschiedliche Möglichkeiten, in die Richtungen Plön, Neumünster, Bornhöved. zu gelangen oder von dort anzukommen. Mo-Fr im Stundentakt (PLÖ-NMS), am Wochenende im 2- bis 3-Stundentakt (VKP-Busse).

 

NEU seit 1. Mai: Anruf-Linientaxi von/nach Neumünster im Stundentakt am Wochenende bis Ankunft 23.05 Uhr aus Neumünster!

 

Und jetzt extra neu: Die Fahrt kann bestellt werden bis Belau Ort, genau bis Belau Hohe Tanne. Das ist etwa einen halben Kilometer bis Schmalensee. Täglich überwiegend im Stundentakt bis ca. 23.00 Uhr!

 

Die Regelungen gelten auch für Perdoel Bahnhof oder Kalübbe Ort. Man kann dort auch das Auto stehen lassen und irgendwo parken, wo’s nicht stört. Im Großstadtumland nennt sich das Park & Ride.

 

Der Fahrplan gilt natürlich für den Personennahverkehr auf Dauer, also auch nach Ablauf der 9-Euro-Ticketermäßigung.

 

Und was hat das Ganze mit Laramie zu tun? Ganz einfach: Beide Kommunen liegen sehr abgeschieden, aber Perdoel ist besser, da kommt Laramie längst nicht mit! Und wer will, kann im Stundentakt von Perdoel nach Neumünster oder Plön fahren, von dort mit der Bahn nach Hamburg und von dort - wie auch immer – die Tour  fortsetzen bis in die USA.

 

Gute Reise!

Foto zur Meldung: 9-Euro-Ticket: Von Perdoel im Stundentakt nach Laramie
Foto: Abzweig Belau-Kalübbe-Perdöl

Lebenswichtig: Blutspende - in Bornhöved am 13. September und 22. November 2022

(12. 09. 2022)

Der Blutspendedienst Nord-Ost des Deutschen Roten Kreuzes und der DRK-Ortsverein im Amt Bornhöved werden in diesem Jahr noch an mindestens zwei Terminen die Möglichkeit zur Blutspende anbieten:

 

Am Dienstag, 13. September, und am Dienstag, 22. November 2022.

Jeweils von 16.30 bis 19.30 Uhr werden Räume in der Sventana-Schule, Jahnweg 6, in Bornhöved entsprechend hergerichtet. Das Parken ist vor Ort möglich.

 

Es wird jeweils um eine Terminreservierung gebeten. Einfachste Möglichkeit dafür ist der Weg durch das Internet über

 

www.blutspende-nordost.de/blutspendetermine/ oder über die kostenlose Blutspender-Hotline 0800/1194911. Hier gibt es auch Antworten auf alle weiteren Fragen.

 

Ergänzende Informationen des Blutspendedienstes Nord-Ost: Zwischen zwei Blutspenden ist ein Abstand von mindestens 56 Tagen einzuhalten. Zu jeder Blutspende ist der Personalausweis mitzubringen. Bitte vor einer Blutspende (etwa zwei Stunden) ausreichen essen und alkoholfrei trinken.

 

Wer mag, kann im Rahmen seiner Blutspende auch als Stammzellenspender*in registriert werden.

Foto zur Meldung: Lebenswichtig: Blutspende  - in Bornhöved am 13. September und 22. November 2022
Foto: Lebenswichtig: Blutspende - in Bornhöved am 13. September und 22. November 2022

Schmalensee-Familie auf den Spuren der Vorfahren – Ein Besuch in Schmalensee

(11. 09. 2022)

Auf den Spuren der Vorfahren wandeln in diesen Tagen in unserer Region Mitglieder der Familie von Schmalensee. Es ist die „amerikanische Linie“ um den Ökonomen Richard Schmalensee und seine Frau Diane, die im Norden Deutschlands und insbesondere in Schmalensee selbst bestrebt ist, Lücken in der Familiengeschichte zu schließen.

 

Richard Schmalensee, Jahrgang 1944, ist ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler und Professor am Massachusetts Institute of Technology  (MIT) in Boston. Seit 1995 gehört er der American Academy of Arts and Sciences an.

 

„Geleitet“ wird die fünfköpfige Expedition von Frau Jan von Schmalensee-Krenz, die von ihrem Mann Thomas Krenz und Sohn Brian begleitet wird, die in München leben. Von dort aus betreibt Jan von Schmalensee-Krenz umfangreiche Recherchen, die sie auf der Homepage www.schmalensee.family festhält. Die Reise führte nun – nach einer ersten Visite in den 1980er-Jahren – wieder nach Schmalensee, wo die Gruppe Quartier im Ferienhaus von Barbara und Jürgen Bucksch nehmen und von dort aus Erkundungen starten konnte.

 

Eine davon führte geradewegs in den Gasthof Voß, wo ein Treffen mit Bürgermeister Sönke Siebke und Christian Detlof vom Arbeitskreis Dorfgeschichte arrangiert worden war. Beim gemeinsamen Frühstück und einem anschließenden Spaziergang durch das Dorf zu einigen historischen Stätten bis hin zum Feuerwehrhaus wurden zahlreiche Informationen ausgetauscht.

 

Die Familie von Schmalensee, das steht auch in der in den 1950er-Jahren von Robert Bergmann verfassten Familienchronik, sieht ihre Wurzeln in dem kleinen Dorf im Kirchspiel Bornhöved. Bereits im frühen 13. Jahrhundert, vielleicht schon früher, verließ die Sippe den Ort und gelangte über Kiel und Lübeck im Zuge kriegerischer Handlungen ins heutige Mecklenburg-Vorpommern und erlangte umfangreichen Landbesitz, Güter und Titel. Zahlreiche von Schmalensees traten später als zum Teil ranghohe Offiziere in das Militär verschiedener Staaten ein, und so verteilte sich die Familie auch auf Schweden und die Vereinigten Staaten.

 

Das in Schmalensee bis in die 1990er-Jahre oft benutzte Ritterwappen ist nur eine von mehreren Varianten des Familienwappens derer von Schmalensee und ist durch den goldenen fünfblättrigen Sprössling weiter präsent. Eine besondere Verbindung, über die sich die Besucher sehr freuten, unter anderem am Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Trafokasten am Parkplatz zum Feuerwehrgerätehaus.

 

Um die Verbindung der Familie zu ihrem Ursprungsort, an dessen Geschichte und Entwicklung sich die Gruppe sehr interessiert zeigte, zu festigen, übergaben Richard Schmalensee und Frau Diane der Gemeinde zwei hochwertige, aufwendig aufbereitete Porträts von Generalleutnant Dietrich von Schmalensee (1768-1857) sowie dem als Gründer der US-Linie bezeichneten Friedrich von Schmalensee in der Uniform eines Leutnants.

Foto zur Meldung: Schmalensee-Familie auf den Spuren der Vorfahren – Ein Besuch in Schmalensee
Foto: Von links Brian und Thomas Krenz, Diane und Richard Schmalensee, Sönke Siebke, Jürgen Bucksch, Jan von Schmalensee-Krenz und Annegret Voß

Peter Maffay will ein Autogramm von Maite Jens aus Schmalensee!

(10. 09. 2022)

Was für ein Auftritt, was für ein Erfolg! Maite Jens, Schmalensees Botschafterin mit Gesang und Gitarrenspiel, hat in der Talentshow The Voice of Germany die „Blind Audition“ sensationell gemeistert: Alle vier namhaften Coaches – Peter Maffay, Stefanie Kloß (Silbermond), Rea Garvey und Mark Forster, waren von ihrer Interpretation des Beatles-Klassikers „Let it be“ derart begeistert, dass sie sich regelrecht darum stritten, wer die 22-Jährige durch die weiteren Sendungen begleiten darf.

 

In Schmalensee folgten rund 50 Freunde und Nachbarn auf dem Hof der Familie der TV-Sendung auf Sat.1, zunächst diszipliniert lauschend, aber dann in Wellen in Jubel ausbrechend.

 

Verzückung, Begeisterung, Überzeugung lagen in den Blicken der vier Coaches, die in der „Blind Audition“ zunächst mit dem Rücken zur Schmalenseerin saßen, als diese – nach einem einleitenden Filmbeitrag, der durchaus als touristisches Werbevideo für das schöne Schmalensee hätte durchgehen können – die Beatles-Hymne anstimmte. Erst Maffay, dann Forster schlugen den Buzzer und drehten ihre Stühle zur Künstlerin. Zeichen dafür, dass sie bereit waren, dieses Talent unter ihre Fittiche zu nehmen. Da war der Begeisterungspegel der Maite-Fans schon fast am Anschlag. Als dann aber auch Kloß und Garvey den Buzzer drückten, fand der Jubel kein Halten mehr.

 

Ein regelrechter Wettstreit um Maite begann auf dem Bildschirm, doch Vergleiche mit Dolly Parton und Miley Cyrus (Garvey/Forster) interessierten vor allem Maffay nicht. Und auch Kloß setzte andere Schwerpunkte, lobte, dass Maite Jens sich selbst an der Gitarre begleitet. Die wiederum wickelte vor allem Maffay um den kleinen Finger, verriet, ihn schon auf Konzerten bewundert zu haben. Als dieser dann erfuhr, dass Schmalensee unweit der Arena am Kalkberg liegt – „da wo die Fledermäuse sind“ –, war dessen Begeisterung übergroß: Mit „Ich will ein Autogramm von Dir!“ machte Peter Maffay deutlich, dass er großes Talent in der Schmalenseerin entdeckt hatte.

 

Die wiederum hatte die berühmte Qual der Wahl, denn alle Coaches hatten sich ihr zugewandt – sie musste sich für einen oder eine entscheiden. Und ihre Wahl fiel auf Maffay. Denn: „Ich hatte auf seine Zusage gehofft, und dabei sollte ich bleiben“, begründete sie ihren festen Kurs in die nun folgenden „Battles“: Am Ende von zehn Blind Auditions werden alle vier Coaches je 18 bis 20 Talente in ihrem Team haben. In der ersten Battle (englisch für Schlacht oder Gefecht, also Schlagabtausch oder Wettstreit) müssen jeweils zwei Talente aus demselben Team gegeneinander und doch miteinander antreten. Maite verrät: „Beide müssen im Duett performen. Wem das besser gelingt, der oder die bleibt dabei.“

 

Kann sie schon sagen, mit wem sie welchen Song bringen wird? „Nein.“ Weiß sie schon, wann ihre „Battle“ ausgestrahlt werden wird? „Nein“. Was sie aber weiß, und das könnte schmerzhaft werden: Der von ihr gewählte Coach Peter Maffay wird letztlich entscheiden (müssen), wer in seinem Team bleibt und wer aus dem Wettbewerb fliegt. Aber wie sagte der erfolgreichste Künstler der deutschen Chartlandschaft, als er sich für Maite entschied?: „Ich denke, Du wirst es weit bringen!“

 

Wie weit, das wird sich noch zeigen. Maite Jens jedenfalls ist motiviert und weiß schon jetzt eine treue Fanriege hinter sich, die über Familie und Freunden und engen Nachbarn hinausgeht. Mit diesen wurde nach der Ausstrahlung der Blind Audition am Freitagabend noch lange gefeiert auf dem Hof an der Dorfstraße – zum Glück hatten John’s Burger aus Kiel für die richtige Grundlage gesorgt, sodass viele möglichst lange durchhielten und Maites Triumph – vier Coaches, ein Peter Maffay! – immer wieder anerkennend Revue passieren lassen konnten.

 

Übrigens: Das Autogramm hat Peter Maffay noch nicht erhalten. Vielleicht ergibt sich diese Möglichkeit ja am Rande möglichst vieler Battles, für die Schmalensee seinem jungen Star fest die Daumen drückt!

 

Nicht vergessen: Maite Jens ist auch bei Facebook und Instagram (@maitejens) zu finden. Und in der ProSieben-App kann jeder, der es noch nicht getan hat, für die 22-Jährige abstimmen. Sollte sie im Rahmen der Battles aus dem Wettbewerb fliegen, könnte eine gute Zahl beim „Voten“ sie dennoch in die finale Sendung katapultieren!

Foto zur Meldung: Peter Maffay will ein Autogramm von Maite Jens aus Schmalensee!
Foto: Voice of Schmalensee Maite Jens

Heute bei The Voice of Germany: Maite Jens aus Schmalensee

(09. 09. 2022)

In ganz vielen WhatsApp-Statusmeldungen schwirrte die Nachricht schon herum, es ist längst Dorfgespräch und Segeberger Zeitung (KN-online) und Lübecker Nachrichten haben die Nachricht auch schon verbreitet: Am heutigen 9. September ist im Abendprogramm des TV-Senders Sat.1 eine Schmalenseerin zu sehen: Maite Jens stellt sich ab 20.15 Uhr der „Blind Audition“ bei The Voice of Germany.

 

Sängerin Maite, vielen Schmalenseern durch ihre Auftritte mit der Gitarre bei verschiedensten Gelegenheiten bekannt, hatte eine Einladung zur Aufzeichnung der Sendung nach Berlin erhalten und beschreibt für die Gemeinde-Homepage, wie die Blind Audition bei der stets von einem Millionenpublikum verfolgten Talentshow abläuft:

 

„Es ist die erste Runde. Dort müssen die Kandidaten, begleitet von einer Live-Band, vor Publikum und vor einer Jury auf einer Bühne vorsingen. Die Jurymitglieder (Coaches) können die Sänger zunächst nur hören, aber nicht sehen, weil sie in einem Drehstuhl mit dem Rücken zur Bühne sitzen. Sie können für einen Kandidaten stimmen, indem sie während seines Vortrags einen Knopf drücken, um ihren Stuhl zur Bühne zu drehen. Der jeweilige Kandidat kommt eine Runde weiter, wenn sich mindestens einer der Coaches umgedreht hat. Haben sich mehrere Coaches umgedreht, wählt der Kandidat einen davon aus, der dann sein Coach für die weiteren Runden ist. Wenn sich kein Coach umdreht, ist der Kandidat ausgeschieden.“ Die Coaches in diesem Jahr sind Rea Garvey, Mark Forster, Stefanie Kloß (Sängerin der Band Silbermond) und Peter Maffay.

 

Maite ist auch bei Facebook und Instagram (@maitejens) zu finden, wo sie noch ein paar ergänzende Infos bereithält. Unter anderem die, wie man sie unterstützen kann: „Es gibt die „ProSieben“-App, in der man mich im Rahmen der Show unterstützen kann. Hier kann man ab Freitag nach meiner Performance für mich voten und mir auch Kommentare hinterlassen. Der Gewinner der App, der am Ende die meisten Votes erhalten hat, darf nämlich das Finale eröffnen (egal, wie weit man kommt). Ich würde mich dort natürlich riesig über Schmalenseer Unterstützung freuen!“

 

Da sollte doch was gehen, Schmalensee! Zunächst mal Zeit nehmen für die Fernsehsendung heute Abend (20.15 Uhr, Sat.1). Dann Daumen drücken, dass sich mindestens ein Coach umdreht. Und dann am besten Voten und weiter Daumen drücken im steten Wechsel, nur unterbrochen von anfeuernden Kommentaren…

 

Zwar handelt es sich bei der Sendung heute Abend um eine Aufzeichnung – mehr als die vorgenannten Infos und ein Foto des Senders (© ProSiebenSAT.1 / Richard Hübner) hat Maite dem Homepage-Team aber nicht „gesteckt“. Der Ausgang ist also offen. Aber was wir der SZ haben entnehmen können: Maite ist bereits als zweite Interpretin auf der Bühne. Also pünktlich einschalten, Schmalensee!

Foto zur Meldung: Heute bei The Voice of Germany: Maite Jens aus Schmalensee
Foto: Maite Jens bei der Blind Audition - The Voice of Germany - © ProSiebenSAT.1 Richard Hübner

Bornhöved lohnt am 11. September gleich mehrfach – Schmiede offen am Tag des Denkmals

(08. 09. 2022)

Mitteilung des Fördervereins Alte Schmiede Bornhöved vom 07.09.2022:

 

Schmiedehandwerk als Bestandteil der Denkmalpflege

 

Der Tag des offenen Denkmals ist besonders in dieser Zeit nach den Corona-Einschränkungen ein Anlass für einen Familienausflug. Er ist auch ein passender Termin,  die „Alte Schmiede Bornhöved“ als traditionellen Handwerksbetrieb vorzustellen.

 

Die historische Werkstatt der einstigen Dorfschmiede in Bornhöved am Kuhberg 13 ist zum Tag des offenen Denkmals am 11. September 2022 von 13 bis 16 Uhr interessierten Besuchern zugänglich. Der letzte tätige Schmiedemeister Gerhard Rühl und Karsten Behrends von der IHL, Interessengemeinschaft Historischer Landmaschinen arbeiten an Esse und Amboss.

 

Das Handwerk bildet die Grundlage unserer Denkmallandschaft, so sind seit 2003 traditionelle Handwerkstechniken Teil des immateriellen Weltkulturerbes. Gewerke der Metallverarbeitung sind Jahrtausende alt. Handwerkliche Fähigkeiten erleichtern seit Urzeiten unser Leben: ob bei Tierzucht und Fischfang, der Herstellung von Geräten und Werkzeugen zum Hausbau oder in der Landwirtschaft und auch für die Forstwirtschaft.

 

Der Eintritt ist frei. Veranstalter des Tags des offenen Denkmals in der Alten Schmiede Bornhöved ist der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved.

 

Eintritt frei auch beim Konzert in der Vicelin-Kirche

 

Und wenn man schon am frühen Sonntagnachmittag in Bornhöved ist, warum nicht in die Vicelin-Kirche St. Jakobi gehen? Dort ist ab 16 Uhr die Junge Sinfonie Schleswig-Holstein, das Holsteinische Kammerorchester mit Werken von Händel, Rachmaninow, Grieg und zeitgenössischen Komponisten zu hören.

 

Immer offen am Sonntagnachmittag: De Ole Rökerkaat

 

Zwischen der Alten Schmiede und der Vicelin-Kirche steht De Ole Rökerkaat, das Heimatmuseum von Bornhöved mit der Adresse Kuhberg 5. An jedem Sonntagnachmittag ist das ehrenamtlich geführte Museum – bei freiem Eintritt – von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Neben Objekten und Informationen zum Beispiel zum Nachhutgefecht von 1813, der Schlacht bei Bornhöved im Jahr 1227 oder der Zeit, als die Kiel-Segeberger-Kleinbahn in Bornhöved einen Bahnhof mit Ausbesserungswerk betrieb, werden aktuell zahlreiche alte Ansichten gezeigt mit zahlreichen Fotomotiven – Häusern, Straßen und Gebäudeensembles, die es so heute nicht mehr gibt.

Foto zur Meldung: Bornhöved lohnt am 11. September gleich mehrfach – Schmiede offen am Tag des Denkmals
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Tanzkurs für Anfänger beim SVS-Partner TV Trappenkamp

(07. 09. 2022)

Mitteilung des TV Trappenkamp vom 04.09.2022

Tanzen & Trendsport

Unter dem Motto „Sicher auf dem Parkett“ bietet die Sparte Tanzen &Trendsport des TV Trappenkamp ab Sonntag, 18.09.2022, einen Tanzkurs für Anfänger in den Gesellschaftstänzen über 8 Übungsabende an.

Dazu gehören unter anderem die Tänze langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer und Quickstep, bekannt unter dem Begriff „Standardtänze“, sowie die lateinamerikanischen Tänze Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba und Jive.

Ziel des Kurses ist, ihnen die Grundlagen der Tänze zu vermitteln. Eingeladen hierzu sind alle Jugendlichen und Erwachsenen, die Interesse am Tanzen haben.

Wir treffen uns zum gemeinsamen Erlernen jeweils am Sonntag in der Zeit von 18:30 bis 20:00 Uhr anfangs in der kleinen Turnhalle der Sventana Schule, Jahnweg 6, 24619 Bornhöved.

Bitte ein sauberes Paar Schuhe für die Turnhalle mitbringen!

Die Kosten für den Kurs belaufen sich pro Person auf 50,00 EUR, für Mitglieder des TVT und den Kooperationspartnern TSV Bornhöved, SV Rickling, SV Schmalensee und TSV Wankendorf betragen die Kosten 30,00 EUR.

Informationen und erforderliche Anmeldung unter .

Foto zur Meldung: Tanzkurs für Anfänger beim SVS-Partner TV Trappenkamp
Foto: Tanzkurs für Anfänger beim SVS-Partner TV Trappenkamp

Schmalensee und die Energiekrise Thema im Finanzausschuss

(03. 09. 2022)

Eigentlich standen die Vorberatungen zum Haushalt der Gemeinde Schmalensee für das Jahr 2023 im Vordergrund der Sitzung des Finanzausschusses am 1. September, doch die Energiekrise macht auch vor den Überlegungen der Kommunalpolitik im Dorf nicht Halt.

 

Wo könnte Schmalensee Energie sparen?

 

Auch der Finanzausschuss hat die Energiekrise im Blick und die Forderungen von Bund und Land, im öffentlichen Raum Strom und Gas zu sparen. Infrage kämen in Schmalensee als öffentliche Einrichtungen insbesondere der Gemeindesaal, das Feuerwehrgerätehaus, die Sportanlage, und die Vakuumpumpstation.

 

Gemeinsame Feststellung der Anwesenden: In der Pumpstation kann kein Strom gespart werden, da sonst die Ortsentwässerung gefährdet wäre – und das will wohl niemand.

 

Der Gemeindesaal und das Feuerwehrgerätehaus werden nur anlassbezogen beheizt, und dann in einem geringen Maße.

 

Viele Nutzer auf der Sportanlage

 

Im Sportlerheim muss der Bereich, den die Kita nutzt, kontinuierlich beheizt werden; die Sporthalle wird in der Regel mit einer Raumtemperatur von 10 Grad betrieben. Mehr Disziplin könnte laut Vorstand von den Fußballmannschaften eingefordert werden, die das Flutlicht später ein- und früher ausschalten und die Gebäudetür stets geschlossen halten könnten. Geduscht werden sollte weiterhin im Sportlerheim. Das Duschwasser wird übrigens nicht mit Gas erwärmt, sondern mittels Strom.

 

Straßenbeleuchtung zeitlich begrenzen?

 

Überlegt wird derzeit, die Straßenbeleuchtung in Nachtstunden abzuschalten, was aber durch die Verwaltung zu prüfen ist, besonders für die Ortsdurchfahrt B430. Hier könnte der Faktor Sicherheit die Notwendigkeit der Energieeinsparung ausstechen.

 

E-Ladesäule: Noch immer kann nicht abgerechnet werden

 

Und: Die E-Ladesäule am Feuerwehrgerätehaus gibt noch immer kostenlos Strom ab, weil noch immer kein eichfähiges Neugerät geliefert und installiert wurde und wohl erst im Laufe des Jahres 2023 eintreffen wird. Hier kann sich der Ausschuss eine Abschaltung bzw. Sperrung vorstellen angesichts steigender Stromkosten, die seitens der Gemeinde noch immer nicht mit den Nutzern abgerechnet werden können.

 

Zweitwohnungssteuer, neue Pumpen und LED-Flutlichtanlage

 

Vorberatungen für den Gemeindehaushalt 2023 fanden aber auch statt. Der Ausschuss empfiehlt, mittels Zweitwohnungssteuer die Finanzsituation der Gemeinde zu verbessern, zwei neue, leisere Pumpen (jeweils rund 9000 Euro) für die Vakuumpumpstation zu beschaffen und die Flutlichtanlage auf der Sportanlage für voraussichtlich rund 80.000 Euro (bei ca. 50-prozentiger Förderung) gegen eine LED-Anlage auszutauschen.

Foto zur Meldung: Schmalensee und die Energiekrise Thema im Finanzausschuss
Foto: Straßenbeleuchtung kommt auf den Prüfstand

September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 09. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus haben wir im Monat September die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Bornhöved wird Gerichtsort: Als neuer Teil des Königreiches Preußen erhalten Schleswig und Holstein am 1. September 1867, vor 155 Jahren, neue Gerichtsbarkeiten. Bislang richteten noch sogenannte Dingvögte, nun werden in Kiel ein Appelationsgericht und in Altona, Kiel, Itzehoe, Schleswig und Flensburg Kreisgerichte geschaffen. Beim Kreisgericht Kiel wiederum werden 16 Amtsgerichte neu geschaffen, darunter Segeberg, Kaltenkirchen, Bramstedt und Bornhöved.

 

Starke Männer in Schmalensee: Laut Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 2. September 1902, vor 120 Jahren, hat sich nachstehendes während der  Roggenernte in Schmalensee zugetragen. Allerorten wird die schwere Dreschmaschine nebst Lokomobile von drei bis vier Pferden von Hof zu Hof gezogen, wo dann die zur Erntearbeit angerückte Dreschmannschaft zu Werke geht. Nur in Schmalensee werden die Pferde nicht gebraucht. Nachdem die ersten zehn bis zwölf Tonnen gedroschen sind, wird das schwere Gerät unter lautem Jubel von der 18-köpfigen Mannschaft, meist Handwerker, durchs Dorf gezogen. Als der nächste Hufner mit Pferden herbei eilt, schallt ihm der Ruf entgegen, „de oolen Dütschen leewt noch!“ Und weiter ziehen die starken Männer das Gerät mit der Bitte, schleunigst das Tor zu öffnen – sonst müsse man dieses noch einrennen.

 

Schneeräumen wird gemeindliche Aufgabe: Kaum zehn Jahre gibt es die Chaussee, die von Plön nach Neumünster führt und die wir heute als Bundesstraße 430 kennen, da erwächst aus dem verkehrstechnischen Fortschritt eine lokale Aufgabe: Die Königliche Provinzialregierung zu Schleswig erlässt am 4. September 1877, vor 145 Jahren, ein Regulativ betreffs Räumung der Chausseen vom Schnee. Demnach haben die Gemeinden, in deren Bereich ein Teilstück einer Reichschaussee fällt, dieses in Winterzeiten von Schnee und Eis freizuhalten. Die Gemeindevorsteher zeichnen für die Gestellung einer entsprechenden Mannschaft verantwortlich. Wer sich in seiner Gemeinde der Anweisung des Gemeindevorstehers zum Schneeschaufeln widersetzt bzw. sich entzieht, kann mit 30 Mark Geldstrafe belegt werden. Zur Hilfeleistung sind grundsätzlich alle 18- bis 45-Jährigen mit Ausnahme von Staatsbeamten, Geistlichen, Medizinern und Apothekern sowie Eisenbahnpersonal und die Ortsvorsteher selbst verpflichtet. Schmalensee, an der Chaussee Plön-Neumünster im Aufseherdistrikt 7 des Kreises Segeberg gelegen, hat 47 Mann als Schneeräummannschaft vorzuhalten. Die Hilfsgemeinden für Schmalensee sind Stocksee (40 Mann) und Damsdorf (31 Mann). Streckenwärter ist der Schmalenseer (Jürgen Christian) Tietgen.

 

Erstmals in Bornhöveds Kirche die Goldene Konfirmation: Die Kirchengemeinde Bornhöved feiert am 4. September 1932, vor 90 Jahren, erstmals das Fest der Goldenen Konfirmation. Fast 300 Altkonfirmanden der Kirchengemeinde nehmen teil. Pastor Erich hält den Gottesdienst für diejenigen, die 1882 und früher im alten Kirchspiel Bornhöved, das damals auch noch die heutige Kirchengemeinde Wankendorf umfasste, konfirmiert wurden. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Mittagessen auf drei Sälen Bornhöveder Gaststätten, einen Rundgang durch den Ort und eine Nachfeier in Hein's Gasthof.

 

Schlimmer Trend vor 30 Jahren beobachtet: Erschreckend fallen die Erkenntnisse der Kreiskonferenz des Reichsbundess (heute Sozialverband) am 5. September 1992 im Bad Segeberger Ihlsee-Restaurant aus. Immer mehr Menschen werden obdachlos, sind auf Sozialhilfe angewiesen. Der politische Nachwuchs fehlt und der Gemeinschaftsgedanke schwindet zunehmend während der Egoismus zunimmt. Die Rede ist vom „Volk der Bedienten statt dienenden“. Anwesende Politiker räumen ihre Ratlosigkeit ein.

 

Tilly und Wallenstein in Holstein: Im September 1627, vor 395 Jahren, kommt der 30-jährige Krieg auch in den Kreis Segeberg. Kaiserliche Truppen unter Tilly und Wallenstein folgen dem ausweichenden Dänenkönig Christian IV. über die Elbe und dringend plündernd und mordend zu den von dänischen, schottischen und holsteinischen Truppen gehaltenen festen Plätzen vor. Wallensteins Heerzug kommt über Lauenburg, Mölln und Oldesloe bis Segeberg. Am 6. September 1627, um 3 Uhr morgens, nehmen die Katholisch-Kaiserlichen unter dem Obersten von Slick die Stadt Segeberg ein. Später muss Heerführer Wallenstein aufgrund einer Verwundung Tillys den Oberbefehl auch im westlichen Holstein übernehmen, wendet sich der Wilstermarsch und Itzehoe zu. Am 19. September 1627 öffnet die Stadt freiwillig ihre Pforten. Nachdem das Rantzau'sche Schloss Breitenburg nach zweiwöchiger Belagerung gestürmt und die 500-köpfige Besatzung fast vollständig getötet wird, ist der Widerstand aller Orte bis zur Eider gebrochen. Bei der Erstürmung des Schlosses Breitenburg werden zahlreiche wertvolle Dokumente geraubt und nach Prag verbracht, auch solche des Augustiner-Chorherrenstifts (Kloster) Segeberg. Viele dieser Unterlagen sind im Jahr 1891 im Bestand der Prager Universität vermerkt. Da Schmalensee zu den Segeberger Klosterdörfern gehörte ist anzunehmen, dass auf dem Weg der Plünderung aussagekräftige Dokumente zur Geschichte des Dorfes abhanden gekommen sind. Erst im Juli 1629 verlassen die Kaiserlichen Holstein wieder.

 

Vorbereitungen auf eine Epidemie: Das Kirchspiel Bornhöved rüstet sich laut Bericht im Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 10. September 1892, vor 130 Jahren, für eine mögliche Ausbreitung der Cholera. Von den Amtsbezirken Depenau und Perdoel wird nahe Wankendorf für 1600 Mark eine Quarantäne-Baracke errichtet, 13 Meter lang und 8 Meter breit, bestehend aus zwei Räumen und mit acht Betten ausgestattet. Sanitätspersonal wird vorsorglich vertraglich gesichert: Krankenträger, -wärter, und -pfleger sowie Fuhrwerkbesitzer für den Krankentransport. Im Kirchspiel erhalten die Haushalte kostenlos von ihren Gemeinden Desinfektionsmittel. Die Cholera hat in jener Zeit die Stadt Hamburg im Griff, konnte aber noch nicht auf Hamburg übergreifen. Jedoch stellt der Berichterstatter fest, dass „hierorts auch Leute aus Hamburg weilen, wodurch eine Einschleppung schon leicht hätte greschehen können. Im Übrigen rüsten wir uns auch mit aller Energie, um dieser schrecklichen Feinde, wenn es sein muss, möglichst erfolgreich begegnen zu können.“

 

4000 Nazis im Kreis Segeberg: In Tensfeld findet am 12. September 1932, vor 90 Jahren, eine Kreistagung der NSDAP für die Ortsgruppenleiter des Ostkreises statt. Kreisleiter Werner Stiehr skizziert den Werdegang der Partei Adolf Hitlers seit dem gescheiterten Putschversuch von München im Jahre 1923. Im Kreis Segeberg gibt es laut Stiehr 4000 NSDAP-Mitglieder.

 

Hofkauf interessiert in North Dakota: Im Juli 1912, vor 110 Jahren, hat der gebürtige Schmalenseer Hinrich Saggau in Bornhöved eine Hofstelle erworben. Hiervon wird sogar in der deutschsprachigen US-Zeitung „Der Staats-Anzeiger“ in der Stadt Rugby, North Dakota berichtet. In der Ausgabe vom 12. September 1912 heißt es dort in der Rubrik „Aus der Heimat“: „Bornhöved. - Landmann A. Christophers verkaufte seinen Besitz mit 46 Tonnen Land für 43300 Mk. an Landmann Hinrich Saggau in Schmalensee. Der Antritt ist bereits erfolgt.“

 

Abgeschlachtet auf der Weide: In der Nacht zum 14. September 1962, vor 60 Jahren, wird auf einer Weide zwischen Schmalensee und Stocksee eine Kuh abgeschlachtet und zerlegt. Beide Hinter- und ein Vorderviertel werden mitgenommen. Der Schaden beläuft sich auf ca. 1100 DM.

 

CDU in Schmalensee vorn: Schmalensee gehört bei der Bundestagswahl am 15. September 1957, vor 65 Jahren, zum Wahlkreis 10 „Segeberg-Neumünster“. Von 257 Wahlberechtigten gehen 236 an die Urne. Auf die CDU entfallen 135 Erst- und 125 Zweitstimmen; SPD 79/78; GB/BHE* 15/19; FDP 3/3; DP** 2/8. Ungültig 2/3. Damit erhält der Direktkandidat der CDU im Wahlkreis, Hans Blöcker aus Neumünster, den größten Zuspruch. (*Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten; **Deutsche Partei.)

 

Schulung der Lehrer im NS-Staat: Am 16. September 1937, vor 85 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt, von der Monatsversammlung des NS-Lehrerbundes Bornhöved und Umgebung. Auf dieser wurden die Frauen der Lehrer zur gemeinsamen Kaffeetafel begrüßt. Nach einem Rundgang durch Bornhöved und Ausführungen des Pg (Parteigenosse) Piening über alte Sitten und Gebräuche in und um Bornhöved berichtete Lehrer Schmidt aus Bornhöved über seine Teilnahme an einem Lehrer-Austauschlager in Thüringen, wo „150 Lehrer aller Schulgattungen und aus allen Gauen für 14 Tage zusammengerufen waren, um immer mehr von dem neuen Geist und Gut der nationalsozialistischen Erziehung zu empfangen“.

Foto zur Meldung: September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Freiwilliger Arbeitsdienst in Deutschland SKTB 03.09.1932

Historisches Kalenderblatt im September: Kate mit Kolonialwarengeschäft von Peter Landschoof

(31. 08. 2022)

Corona-bedingt musste in Schmalensee nach 2020 auch im Dezember 2021 die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde abgesagt werden, um Kontakte zu beschränken. Statt einer Feier erhielten die Seniorinnen und Senioren des Dorfes einen Präsentbeutel mit einem Premieren-Inhalt: Einem Schmalensee-Kalender für 2022 mit historischen Aufnahmen. Wenige Restexemplare gingen in den Verkauf für den guten Zweck.

 

Für alle Schmalenseer und Freunde, ob nun Besitzer eines solchen Kalenders oder nicht, sei im Jahr 2022 stets vor dem Monatsersten das nächste Kalenderblatt auf der Gemeinde-Homepage gezeigt und erläutert. Heute also das Kalenderblatt für den September.

 

Die alten Backsteinhäuser – ob nun große Bauernhäuser mit ihren Säuleneingängen oder Landarbeiterkaten – machen das besondere Flair holsteinischer Dörfer und auch Schmalensees aus. Gerade von den Katen sind nur wenige historische Aufnahmen erhalten. Ihre Besitzer werden in früherer Zeit andere Sorgen gehabt haben, Fotografien anfertigen zu lassen. Ein Glücksfall ist diese Aufnahme vom heutigen Haus Dorfstraße 25. Christopher Brust hat im Nachlass seiner Vorfahren diese undatierte Aufnahme gefunden aus der Zeit, als Peter Landschoof in dem Gebäude ein Kolonialwarengeschäft mit Überlandhandel betrieb.

 

Davon berichtet dessen Zeitgenosse und Dorfchronist Heinrich Göttsch in der „Chronik von Schmalensee“, veröffentlicht 1948. Auf dem Grundstück, das ursprünglich zum an den Ortsrand verlegten Hof Siebke gehörte, errichtete ab 1860 Claus Gierau die Kätnerstelle. Die Kätner waren in der Regel bei den Hufnern, den Bauern beschäftigt, betrieben aber auf ihrer kleinen Stelle auch eine kleine eigene Landwirtschaft zur Selbstversorgung. 1895 änderte sich an diesem Haus die Nutzung: Peter Landschoof (eigentlich Johann Peter David Landschoof) kaufte und gründete hier sein Geschäft.

 

Peter Landschoof – ein stehender und wandernder Händler

 

Landschoof, geboren 1861, kam 1885 aus Bentfeld bei Neustadt nach Schmalensee. Er leitete zunächst vom 1. März 1886 bis 1895 die Schmalenseer Meierei im heutigen Haus Damsdorfer Straße 1. Dann kaufte er die besagte Kate und eröffnete 1895 die damals neben denen von Schnohr (später Tietgen) und Stegelmann (später Gloe) dritte Hökerei im Dorf, jedoch als Kolonialwarengeschäft. Auch betrieb er einen Überlandhandel, wofür er den nötigen Wandergewerbeschein besaß. Es handelte sich also nicht um ein reines „stehendes Geschäft“.

 

Heinrich Göttsch beschreibt in der Chronik von Schmalensee, was den Überlandhandel der Höker umfasste: „... verkauften den Landfrauen ihre Waren und kauften wieder, was im Garten und in der Viehwirtschaft erübrigt war. An jedem Freitagmorgen früh rollten dann die mit Körben vollbepackten Wagen hinaus nach Neumünster, wo die erhandelten Waren auf dem Wochenmarkt oder in den Häusern verkauft wurden. Nachdem dann bei Großfirmen der Bedarf des eigenen Ladens eingedeckt und noch allerlei im Dorf aufgegebene Besorgungen erledigt waren, ging es wieder heimwärts, um sich gleich für den nächsten Wochenmarkt zu rüsten.“

 

Was wir noch von Peter Landschoof wissen

 

Über Landschoofs Wirken als Meierist wissen wir nicht viel. 1885 hatten sich fast alle Schmalenseer Bauern (Hufner) zu einer Meiereigenossenschaft zusammengeschlossen, der später auch Bauern aus Tarbek und Belau beitreten sollten. Da aber war Landschoof schon zum Händler geworden. Als Meierist hatte er auf jeden Fall Zeit, auch Nebenfunktionen zu übernehmen: Im Februar 1890 wurde er für den Amtsbezirk Bornhöved als Amtsdiener und polizeilicher Exekutivbeamter angestellt. Und bei einer Tierschau des landwirtschaftlichen Vereins für Bornhöved und Umgegend am 1. Juni 1894 wirkte der Meiereiverwalter Landschoof als Preisrichter mit.

 

Vielleicht hatten die Schmalenseer vor diesem Hintergrund der vermeintlichen Verfügbarkeit Landschoofs diesem mit „sanftem Druck“ nahegelegt, die Führung der Freiwilligen Feuerwehr zu übernehmen, als diese am 1. Dezember 1889 gegründet wurde. Das ist natürlich Spekulation und in der Rückschau wurde Landschoof nach der Übergabe der Verantwortung an den Hufner Carl Schübeler im Jahr 1894 bescheinigt, durch Tatkraft und kameradschaftliches Verhalten die mustergültige Wehr stets einsatzbereit gehalten zu haben.

 

Der Kommunalpolitiker Peter Landschoof

 

Peter Landschoof gehörte im kaiserlichen Deutschland der 3. Klasse wählbarer Bürger an, hob sich also vom einfachen Arbeiter ab und rangierte in der dörflichen Hierarchie deutlich hinter den Grundbesitzern, den Hufnern.  Am 21. März 1905 wurde Höker Landschoof von der 3. (Wähler-)Klasse zum Gemeindevertreter gewählt. Vermutlich blieb er dies einige Jahre und kam deshalb in den Wirren der Zeit des Kriegsendes 1918 für einen Sitz im eilig gebildeten „Bauernrat“ der Gemeinde Schmalensee infrage.

 

Dieser Bauernrat, wie die Gemeindevertretung aus Angehörigen aller Schichten gebildet, hatte als Aufgaben die Unterstützung der Ortsbehörden in allen wirtschaftlichen Maßnahmen der Übergangszeit, Zurückführung der heimkehrenden Krieger in gesicherte Erwerbsverhältnisse, Versorgung der städtischen Bevölkerung mit Lebensmitteln und Schutz der Bewohner gegen willkürliche Übergriffe. Der Schmalenseer Bauernrat beabsichtigte laut Pressebericht, mit den Arbeiter- und Soldatenräten (der Städte) zusammenzuarbeiten. Wann er sich wieder auflöste, ist unbekannt, vermutlich geschah dies sobald wie möglich, als die Schmalenseer u.a. mit Blick auf Vorgänge in Neumünster erkennen konnten, dass halbwegs Ruhe in das Tagesgeschehen eingekehrt war.

 

Zurück zum Kaufmann Peter Landschoof. Der übergab 1935 das Geschäft an seinen Sohn Emil, der schon 1946 starb, sodass Schwiegertochter Frieda die Hökerei fortsetzte. Landschoof, 1952 in der Segeberger Zeitung anlässlich seines 92. Geburtstages noch als „geistig und körperlich verhältnismäßig frisch“ gelobt, starb im Juni 1953.

 

Ein Eintrag im Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom April 1904 sei abschließend erwähnt, weil er in damaliger Zeit für den Berichterstatter aus Schmalensee erwähnenswert war, eine ausgefallene Handelsware nennt und offenbar einen ungewöhnlichen kaufmännischen Erfolg Landschoofs beschreibt:

„Höker P. Landschoof verkaufte vier Pappeln nach Segeberg für den ansehnlichen Preis von 128 Mark.“ Erhalten hatte Landschoof diese wohl kostenlos. „Da diese Bäume hier gut gedeihen, gehört die Anpflanzung an Stellen, wo die langen Wurzeln nicht schaden können, nicht zu den schlechtesten Geschäften.“

Foto zur Meldung: Historisches Kalenderblatt im September: Kate mit Kolonialwarengeschäft von Peter Landschoof
Foto: Hökerei von Peter Landschoof, Bild gegeben von Christopher Brust

Fledermausmusical am 3. September im Erlebniswald

(25. 08. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 23.08.2022:

 

Flattertom und Flederlilly – ein Fledermausmusical im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Samstag, 03.09.2022, 13 Uhr

ErlebnisWald Trappenkamp

 

Das Waldtheater führt dieses besondere Fledermausmusical draußen im Wald auf – für Familien mit Kindern von 5 bis 12 Jahren. Christoph und Carina Kohrt von der Gruppe „Theaterfimmel“ aus Plön spielen und singen über den Wald und das spannende Leben der Fledermäuse.

 

Für den Besuch ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. 04328/170480 oder unter .

 

Erwachsene zahlen 11 Euro, Kinder 7 Euro inklusive Eintritt in den ErlebnisWald Trappenkamp.

  

Foto zur Meldung: Fledermausmusical am 3. September im Erlebniswald
Foto: Fledermausmusical am 3. September im Erlebniswald

Hits der 60er-Jahre am 21. August in der Alten Schmiede

(19. 08. 2022)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved vom 18.09.2022:

 

Große Schlager der 60er Jahre – beim Kaffee-Klatsch in der Alten Schmiede Bornhöved

 

„Liebeskummer lohnt sich nicht!"

 

 … und andere Schlager der 1960er Jahre von Stars wie Cliff Richard, Roy Black und Siw Malmkvist erklingen live am Sonntag, den 21. August, um 15 Uhr in der Alten Schmiede Bornhöved, Kuhberg 13 beim Kaffee-Klatsch mit Detlef Dreessen. Mitsingen ist erlaubt. Wer Lust hat, kann eine Anekdote aus dieser bunten Zeit zum Besten geben. Eine Sternstunde für alle, die diese Jahre selbst miterlebt haben oder wissen wollen, wie es damals war.

 

Was für ein Jahrzehnt. Die Wirtschaft brummt. 40 Stunden Woche und 5-Tage-Woche sorgen aber auch für Freizeit. Im Kino läuft Winnetou, James Bond und „Zur Sache Schätzchen“. Auch das erste Autokino wird eröffnet. „Der goldene Schuss“ ist die erste Fernsehshow in Farbe. Die Beatles, Rolling Stones und Bee Gees kommen nach Deutschland. Liselotte Pulver und Heinz Rühmann bekommen den Bambi, Freddy sammelt goldene Schallplatten.

 

In Berlin wird die Mauer gebaut. Chruschtschow haut mit dem Schuh aufs Rednerpult. John F. Kennedy und sein Bruder Robert werden ermordet, ebenso Martin Luther King und Che Guevara. Der Algerienkrieg endet, der Vietnamkrieg beginnt, die UdSSR marschiert in Prag ein. Die Kubakrise sorgt für Angst vor dem 3. Weltkrieg. Die Großmächte testen Atombomben. Friedrich Dürrenmatt schreibt „Die Physiker.“ Konrad Adenauer, Franz-Joseph Strauß, Herbert Wehner und Willy Brandt streiten um die Aufarbeitung der Nazizeit und das Verhältnis zur DDR.  In Woodstock herrscht Flower-Power, die Kommune 1 propagiert in Berlin freie Liebe. Die Antibabypille wird erfunden, der Papst verbietet sie. Der erste Mann landet auf dem Mond, der erste Jumbo-Jet startet. Erstmals wird einem Menschen ein fremdes Herz eingepflanzt. Armin Harry läuft die 100 Meter in 10 Sekunden. Und Wembley sorgt für Fußballfrust.

 

Beim Kaffee-Klatsch erklingt, was in diesen Jahren musikalisch für die Deutschen auf Platz 1 stand.

 

Bei Kaffee und Kuchen sowie Kaltgetränken besteht zudem Gelegenheit zum Klönen und Klatschen.

 

Die Veranstaltung wird vom Fördervereins „Alte Schmiede Bornhöved “ zusammen mit dem Seniorenbeirat der Gemeinde Bornhöved durchgeführt.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Foto zur Meldung: Hits der 60er-Jahre am 21. August in der Alten Schmiede
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

August-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 08. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat August die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Gefallener Schmalenseer gibt Rätsel auf: Der Erste Weltkrieg fordert in seinem dritten Jahr immer mehr Opfer. Am 18. August 1917, vor 105 Jahren, fällt der 21-jährige Hans Schenk. Betrauert wird er mit einer Todesanzeige im Segeberger Kreis- und Tageblatt. Auch die Ehrentafel der Gemeinde, heute im Feuerwehrgerätehaus befindlich, führt unter einem Foto von Hans Schenk das Todesdatum 18. August. Warum aber steht auf der Steintafel am erst 1923 eingeweihten Gefallenendenkmal in der Dorfstraße das Datum 16. August 1917? Möglicherweise ein Übertragungsfehler, vielleicht auch eine spätere Erkenntnis anhand korrigierter Verlustlisten.

 

Vorgeschmack auf den nächsten Krieg: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet vom „Luftkampf über Plön“: Eindrucksvoll stellt am 18. August 1937, vor 85 Jahren, eine Übung des Kampfgeschwaders Boelke der Bevölkerung den Luftkrieg der Zukunft vor. Kampfflieger simulieren den Angriff auf die Plöner und Malenter Bahnanlagen und werden dabei von der Flak bekämpft.

 

Schmalenseer sind gute Radfahrer: Der Motorsportclub Bornhöved und die AOK richten 1987 in Bornhöved ein Fahrradturnier für Kinder und Jugendliche aus, von dem die Segeberger Zeitung am 20. August 1987, vor 35 Jahren berichtet. Die jeweiligen Altersgruppensieger qualifizieren sich für den Bezirksentscheid am 13. September in Eutin, darunter der Schmalenseer Sönke Nagel, der in der Gruppe der Zehn- und Elfjährigen gewinnt. Weitere erfolgreiche junge Radfahrer aus Schmalensee sind Birte Harder, Helge Harder und Kai Burmeister.

 

Husaren in Schmalensee und Umgebung: Im Kreis Segeberg findet vom 22. bis 28. August 1882, vor 140 Jahren, ein größeres Militärmanöver statt. In Schmalensee und den Nachbarorten sind Teile der 18. Kavalleriebrigade einquartiert. Während Bornhöved den Stab der Brigade sowie den Regimentsstab und die ganze 5. Eskadron des Husarenregiments Nr. 16 beherbergt, nimmt Gönnebek vier Fünftel der 2. Eskadron dieses Regiments auf. In Schmalensee liegen der Stab des Husarenregiments Nr. 15 und drei Fünftel der 3. Eskadron dieses Regiments.

Übungen im freien Gelände auf der sogenannten „Gönnebeker Heide“ waren in den 1880er- und 1890er-Jahren keine Seltenheit, und das Segeberger Kreis- und Wochenblatt veröffentlichte regelmäßig die Zeit- und Belegungspläne, sodass man sich in den Dörfern auf die Unterbringung von Truppenteilen einstellen konnte. Mitunter mussten diese nur für eine Nacht einquartiert werden, mitunter länger. Ihre Verpflegung führten die Truppen in der Regel mit und / oder kauften in den Orten zu. Größte Herausforderung für die Dörfer war die Unterbringung von Männern und Pferden, wobei Offizieren Stuben zustanden, die einfachen Soldaten lagerten meist in Scheunen.

Eine im August 1884 veröffentlichte Auflistung liefert uns Informationen über die Personalstärken zur Einquartierung von 1882: Ein Regimentsstab (Kavallerie) umfasste drei Stabsoffiziere, je einen Rittmeister, Zahlmeister und Fähnrich, je zwei Wachtmeister und Unteroffiziere, 16 Gemeine (also einfache Soldaten) und vier Offiziersburschen und Diener, dazu elf Offizierspferde und 25 Dienstpferde. Eine Eskadron umfasste seinerzeit fünf Rittmeister und Leutnants, einen Wachtmeister und drei Fähnriche, 13 Unteroffiziere und 95 Gemeine, fünf Offiziersburschen, einen „Rossarzt“ sowie zwei Einjährig-Freiwillige, dazu 8 Offizier- und 113 Dienstpferde.

 

Rittmeister vermisst Hund: Aufschluss darüber, dass entsprechende militärische Ränge auch gewisse Vorzüge bedeuteten, gibt eine Suchanzeige im Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 23. August 1887, vor 135. Damals übte wieder die Kavallerie in der Bornhöved-Region, genauer auf der Gönnebeker Heide (heute Trappenkamp), und dem Rittmeister von Wedel kam sein offenbar wertvoller Pinscher abhanden. Immerhin bot der Offizier – das Pendant zum Rittmeister der berittenen Truppe war der Hauptmann der Fußtruppe – 20 Mark Finderlohn per Inserat an. Einem gemeinen Soldaten wäre das nicht passiert, er hätte kaum seinen Hund mit zur Übung nehmen dürfen...

 

Großer Käse bei der CDU: Der CDU-Ortsverband Schmalensee veranstaltet am 29. August 1987, vor 35 Jahren und mitten im Landtagswahlkampf, eine Abendwanderung. Mit dabei ist auch Heinrich Stock, Kandidat der CDU im Landtagswahlkreis Segeberg-Ost. Nach dem Spaziergang durch den „Belauer Wald“ wird im Gasthaus Voß eingekehrt. Interessant oder besser herrlich doppeldeutig liest sich der Schlusssatz des Berichterstatters der Segeberger Zeitung: „Einen großen Käse bot Heinrich Stock seinen Zuhörern und Gästen an.“!

 

Eine Epidemie in der Nachbarschaft vor 130 Jahren: In der Stadt Hamburg bricht im August 1892, vor 130 Jahren, die asiatische Cholera aus, was in den umliegenden Landen für zahlreiche Maßnahmen zur Epidemie-Vorbeugung auslöst. In den folgenden Wochen enthält das Segeberger Kreis- und Wochenblatt zahlreiche Anweisungen, etwa über die Reinigung und Desinfektion der Aborte und Transportbehälter wie Milchkannen, die mit siedendem Wasser abzukochen sind, oder die Durchfuhrregelung von Personen- und Warentransporten bis hin zur kurzzeitigen „Grenzschließung“ zwischen Holstein und Hamburg. Tanzvergnügen, Umzüge und Feste werden verboten. Sogar die Übungen des 9. Armeekorps werden eingestellt. Kurzum: Gelegenheiten zur Versammlung größerer Menschengruppen werden unterbunden – das kommt uns nach zwei Jahren Corona-Pandemie bekannt vor.

 

Der letzte Lehrerwechsel: In der Schmalenseer Volksschule wird am 30. August 1967, vor 55 Jahren, der letzte Lehrerwechsel vor ihrer Schließung vollzogen. Für den in den Pensionsstand tretenden Hauptlehrer Wilhelm Stüben tritt Gerhard Mühlenberg, Lehrer zur Anstellung aus Nehms, die Stelle an.

 

Foto zur Meldung: August-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Der Schmalenseer Hans Schenk fiel im Ersten Weltkrieg

Noch drei Mal in Schmalensee: Der Eventanhänger kommt auf die Sportanlage

(10. 08. 2022)

11. August, 8. September, 6. Oktober. Diese drei Termine sollten sich alle notieren, die ein abwechslungsreiches Bewegungsangebot für Kinder wahrnehmen wollen – möglichst an der frischen Luft, begleitet und angeleitet von Experten, zum Nulltarif. Das bietet der Eventanhänger, der nach 2021 auch in diesem Jahr Station auf der Sportanlage des SV Schmalensee machen wird – wieder nach Beendigung der Sommerpause.

 

An allen genannten Tagen wird das Angebot zwischen 15 und 17 Uhr unterbreitet. Flexibilität wird großgeschrieben. Etwas später kommen oder früher gehen? Kein Problem. Die Mitarbeitenden der WieGe Gmbh (Sozialräumliche Hilfen) haben kein starres Konzept, sondern einen Anhänger – den Eventanhänger – voller Outdoor-Spieleideen. Die empfohlene Altersgruppe reich von 6 bis 14 Jahren.

 

Der Kreis Segeberg, vertreten durch das Jugendamt, ist federführend und trägt die Kosten. Er hatte das Projekt, das auch an anderen Orten im Kreisgebiet angeboten wird und nicht allein auf Kinder aus dem jeweiligen Event-Ort beschränkt sein muss, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie entwickelt. Denn: Unter den Corona-Bekämpfungsmaßnahmen litten insbesondere Kinder, deren Sportangebote brach lagen – unter einem Mangel an Bewegung und an sozialen Kontakten mit Gleichaltrigen.

 

Wer Fragen hat, findet im anhängenden Flyer (PDF) einen Kontakt.

Foto zur Meldung: Noch drei Mal in Schmalensee: Der Eventanhänger kommt auf die Sportanlage
Foto: Der Eventanhänger rollt in Schmalensee an

Rette Leben, spende Blut – am 9. August in Trappenkamp

(06. 08. 2022)

Die nächste Möglichkeit zur Blutspende in unserer Region bietet das DRK am Dienstag, 9. August, von 15.30 bis 19.30 Uhr an. Ort sind die Schulen der Gemeinde, Gablonzer Straße 42.

 

Hier einige allgemeine Hinweise:

 

Auf den DRK-Blutspendeterminen gilt die 3G Regelung, d.h. Blutspenden können ausschließlich Personen, die den Status

  • vollständig geimpft (geboostert bzw. maximal 9 Monate nach der Grundimmunisierung),
  • genesen (gültig 4 Wochen nach Ausheilung und max. 90 Tage ab Zeitpunkt des positiven PCR-Tests) oder
  • getestet (Antigen-Test nicht älter als 24 Stunden oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) nachweisen können.

ACHTUNG: Selbsttests werden nicht akzeptiert. Zudem können vor Ort keine PCR- oder Antigen-Tests durchgeführt werden, weil Wartezeiten und größere Menschenansammlungen vermieden werden müssen.

 

Der Eintritt in das Spendelokal und die Blutspende ist nur mit angelegter FFP2-Schutzmaske möglich. Sie erhalten die FFP2-Maske am Eingang.

 

Zutrittsverbot für das Spendelokal nach Kontakt zu einem COVID-19-Kranken, einem auf SARS-CoV-2 positiv-Getesteten oder einem bislang ungeklärten Verdachtsfall in den letzten 10 Tagen.

Dies gilt nicht für: Geboosterte, frisch Geimpfte, frisch Genesene (90 Tage nach dem ersten positiven PCR-Test) Genesene mit zusätzlicher Impfung

 

Zudem wird darauf hinweisen, dass momentan keine Begleitpersonen (eingeschlossen Kinder) während der Spende erlaubt sind.

 

Antworten auf Fragen zur Blutspende gibt es telefonisch unter 0800/1194911 (kostenfrei); weitere Infos im Internet unter www.blutspende-nordost.de.

 

Übrigens: Wer am 9. August verhindert sein sollte: Am Donnerstag, 11. August, ist der Blutspendedienst von 16 bis 19.30 Uhr zu Gast im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) Stolpe.

Foto zur Meldung: Rette Leben, spende Blut – am 9. August in Trappenkamp
Foto: Rette Leben, spende Blut – am 9. August in Trappenkamp

August-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 08. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus haben wir im Monat August die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Veränderungen der Kreisgrenzen: Mit dem 1. August 1932, vor 90 Jahren, verschwindet von der Landkarte Schleswig-Holsteins der Landkreis Bordesholm. Wirksam wird eine Verordnung des Preußischen Staatsministeriums bezüglich der Neugliederung von Landkreisen unter anderem auch in der Provinz Schleswig-Holstein. Die Gemeinden Boostedt, Braak, Brokenlande, Gadeland, Großenaspe, Groß Kummerfeld, Latendorf, Willingrade und Wittorf werden dem Kreis Segeberg zugeschlagen. Der Nachbarkreis Plön erfährt noch größere Gebietszuwächse. Bothkamp, Husberg, Bönebüttel, Rendswühren und Schillsdorf sowie zahlreiche Orte bis nach Wellsee werden diesem angegliedert.

 

Schmalensee hat wieder eine Poststelle: Nachdem Schmalensee seit Mai 1952 keine eigene Poststelle mehr hatte, wird zum 1. August 1952, vor 70 Jahren, im Hause des Kaufmanns Tietgen (heute Dorfstraße 4) eine neue Poststelle eingerichtet. Den Postdienst übernimmt ab dem 15. August 1952 Anneliese Behrend, zunächst als ständige Vertreterin, ab 1. Mai 1953 dann als Leiterin der Poststelle Schmalensee. Später zieht die Filiale mit der Familie Behrend in das neu errichtete Haus Dorfstraße 1 um. Im Juli 1988 werden im Dorf Pläne der Bundespost diskutiert, die Postfiliale zu schließen – wenige Monate bevor Annelies Behrend nach über 36 Jahren Postdienst in den Ruhestand geht. Die Proteste bewirken, dass die Oberpostdirektion in Kiel einlenkt und den Schmalenseern ihre Postfiliale bis zum 31. Dezember 1989 auf Probe erhalten wird. Am 1. Dezember 1988 übernimmt Marlene Peckelhoff die Geschäfte der Posthalterin. Die Filiale zieht um in ihr Haus in der Damsdorfer Straße 2. Bereits am 27. November 1988, dem 60. Geburtstag von Annelies Behrend, wird diese bei einer Feierstunde im Gasthof Voß in den Ruhestand verabschiedet. „Sie waren Posthalterin mit Leib und Seele und haben mit ihrer kundenfreundlichen Art die Post in Schmalensee gut präsentiert“, lobt Postdirektor Fritz Engeln.

 

Tischtennisverein ist Geschichte: Berichte der Segeberger Zeitung vom 1. und 10. August 1972, vor 50 Jahren, setzen einen Schlussstrich unter die kurze Existenz des Tischtennisvereins Schmalensee. Gegründet worden war dieser im Oktober 1968 unter anderem vom Gründungsvorsitzenden Hans-Heinrich Knieschke. Der Verein trainierte zunächst immer montags auf dem Saal des Gasthof Voß. Im April 1969 bemühte sich Knieschke um die Schaffung eines Mehrzweckgebäudes, von dem neben dem TTV auch weitere Vereine und Organisationen profitieren sollten. Am 23. April 1969 fand eine Sitzung der Gemeindevertretung statt, die drei von Knieschke formulierte Anträge behandelte. Der TTV wünschte die Einrichtung eines Ausschusses für Jugendförderung und Sport – dem wurde entsprochen. Es wurde ferner gewünscht, in der Schule einen Tischtennisraum einzurichten – dem konnte aufgrund des zu geringen Platzes nicht entsprochen werden. Ferner wurde gebeten, ein Gelände zur Errichtung eines Freizeitheimes aufzukaufen – das Anliegen wurde anerkannt, der Sachverhalt in den noch zu gründenden Ausschuss für Jugendförderung und Sport verwiesen. Zu einer Umsetzung kam es seinerzeit nicht. (Erst ein neuer Anlauf des 1980 gegründeten SV Schmalensee, ab 1982 mit einer Tischtennis-Sparte ausgestattet, kam 1985 zur Vollendung.) Der TTV trainierte später in Bornhöved und insbesondere Trappenkamp und nahm auch am Punktspielbetrieb teil. Doch es fehlte eine sportliche Heimat. Der SZ-Bericht vom 1. August 1972 über die Jahreshauptversammlung des TSV Quellenhaupt Bornhöved benennt Knieschke als dortigen Tischtennis-Spartenleiter; bei der Veröffentlichung der Abschlusstabellen der Tischtennis-Spielklassen im Kreis Segeberg am 10. August dann ist der TTV Schmalensee in der 1. Kreisklasse als „gestrichen“ aufgeführt.

 

Reges Bauen in Bornhöved: Im Evangelischen Kindergarten Bornhöved wird am 2. August 1982, vor 40 Jahren, ein neuer Gruppenraum eingeweiht. 150.000 DM hat die Erweiterung gekostet. Damit wird die Aufnahme einer neuen, 20-köpfigen Gruppe möglich. Trotzdem damit die Zahl der Kinder auf 75 steigt, ist die Warteliste von Kindergartenleiterin Ulrike Thomas noch immer lang.

Am 4. August berichtet die Segeberer Zeitung zudem von der Fertigstellung und Einweihung des (vorerst) letzten Bauabschnitts der Realschule. Damit endet eine seit 1966 fast ununterbrochene Bautätigkeit an der ehemaligen Mittelschule. Da seit Gründung der Schule die Schülerzahlen stetig anstiegen, wurde schon im Herbst 1971 (Klassenräume) bzw. Ostern 1972 (Fachräume) der zweite Bauabschnitt fertiggestellt. Es folgte im Mai 1975 ein dritter Bauabschnitt. 1980 musste im ersten Bauabschnitt ein beträchtlicher Brandschaden beseitigt werden, ehe im Oktober 1981 die Lehrküche in Betrieb genommen werden konnte. Im vierten Bauabschnitt sind nun drei weitere Klassenräume fertiggestellt, deren Bau 350.000 DM gekostet hat.

 

Hamburger Sportler besuchen Schmalensee: Der Sportverein Ku-Ka-Keh aus Hamburg war im Juli 1927 in Bornhöved während der Feierlichkeiten zur 700-Jahr-Feier der Schlacht von 1227 auf die Schmalenseer Reiter aufmerksam geworden, die beim dortigen Reitturnier durch glänzende Leistungen überzeugten. Die Hamburger kommen, nachdem man sich verabredete hatte, nach Schmalensee, wo man sich auf dem Sportplatz vor viel Publikum einem Vergleich im Faustball stellt. Wie das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 4. August 1927, vor 95 Jahren berichtet, beweisen die Schmalenseer Reiter, dass sie auch in diesem Sport stark sind, Ku-Ka-Keh gewinnt nur knapp gegen die erste (48:42) und zweite (42:32) Mannschaft. Die zweite Schmalenseer Mannschaft besiegt anschließend die Damenmannschaft der Hamburger mit 67:35 Punkten. Viele Schmalenseer erhalten laut Pressebericht im Zuge der Spiele das grüne Vereinsabzeichen des Hamburger Vereins.

 

Arbeitsjubiläen in Schmalensee: Der Segeberger Landwirtschaftliche Kreisverein zeichnet laut einem Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 4. August 1912, vor 110 Jahren mehrere Landarbeiter für ihre langjährigen treuen Dienste aus. Unter den Geehrten ist auch der Arbeiter August Griese, der seit 18 Jahren für den Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau tätig ist. Christian Burmeister arbeitet seit 15 Jahren für den Gemeindevorsteher Theodor Schnohr. Und seit 12 Jahren steht das „junge Mädchen“ Dora Bornhöfft in Diensten des Rentiers Matthias Christian Suhr, der Besitzer der Hufe 1 mit dem Dorfkrug und langjähriger Gemeindevorsteher war.

 

Keine Tanzveranstaltungen in der Erntezeit: Segebergs Landrat von Mohl untersagt am 6. August 1937, vor 85 Jahren, für die Erntezeit die Durchführung von Tanzlustbarkeiten. Die zahlreichen zur Erntehilfe herangezogenen Arbeitskräfte würden in ihrer Leistungsfähigkeit geschwächt, da die meist sonntäglichen Veranstaltungen oft bis in die frühen Morgenstunden andauern würden. Nur in besonderen Fällen dürfen die Ortspolizeibehörden Ausnahmen erlauben.

 

Vereinigung der Totengilden: Der Vorstand der Totengilde Bornhöved beschließt am 10. August 1907, vor 115 Jahren, seiner Mitgliederversammlung am 18. August den Zusammenschluss mit der Schmalenseer Totengilde vorzuschlagen. Die beiden Gilden haben 86 beziehungsweise 46 Mitglieder. An jenem Tag tagt auch die Schmalenseer Gilde und beide Versammlungen beschließen ihre Verschmelzung. Der zukünftige Vorstand soll aus drei Herren für Bornhöved und zwei für Schmalensee bestehen. Der Beitrag beträgt im Monat 20 Pfennig für Familien und 10 Pfennig für Alleinstehende. Totengilden waren und sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, die ihren Mitgliedern ein Sterbegeld und somit eine anteilige Übernahme der Bestattungskosten garantieren. Bornhöved hatte einst zwei solcher Totengilden. Alle zusammen haben einen bis heute tätigen Rechtsnachfolger, die Sterbekasse für Bornhöved und Umgebung.

 

Eine Fahne für den Militärverein: In Bornhöved findet am 15. August 1897, vor 125 Jahren, die lang erwartete und ursprünglich am 1. August vorgesehene Fahnenweihe des Militärvereins für Bornhöved und Umgebung statt. Die in Bonn gefertigte Fahne kostet 435 Mark, wovon die Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek 150 Mark übernommen hat. Außerdem werden dem Verein vier Fahnennägel gestiftet – vom Leezener, Plöner und Wankendorfer Militärverein sowie vom Bornhöveder Kampfgenossenverein von 1870/71. Der Segeberger Militärverein hat einen weiteren Nagel angekündigt. Nach einem Empfang am Vormittag im Gasthof Zur Linde, dem Vereinslokal, findet auf der Petershöhe ein Feldgottesdienst mit Fahnenweihe und Konzert statt. Nach dem Essen soll es einen Ball geben. Schon am Sonnabendabend hat es einen Zapfenstreich gegeben.

Foto zur Meldung: August-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Kaufmannshaus Dorfstraße 4 mit Poststelle

Historisches Kalenderblatt im August: Ringreiter ziehen zu Pferde durch Schmalensee

(31. 07. 2022)

Corona-bedingt musste in Schmalensee nach 2020 auch im Dezember 2021 die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde abgesagt werden, um Kontakte zu beschränken. Statt einer Feier erhielten die Seniorinnen und Senioren des Dorfes einen Präsentbeutel mit einem Premieren-Inhalt: Einem Schmalensee-Kalender für 2022 mit historischen Aufnahmen. Wenige Restexemplare gingen in den Verkauf für den guten Zweck.

 

Für alle Schmalenseer und Freunde, ob nun Besitzer eines solchen Kalenders oder nicht, sei im Jahr 2022 stets vor dem Monatsersten das nächste Kalenderblatt auf der Gemeinde-Homepage gezeigt und erläutert. Heute also das Kalenderblatt für den August.

 

In so manches Schmalenseer Familienalbum hat der Arbeitskreis Dorfgeschichte schon einen Blick werfen dürfen und diese Fotografie, die wir in die 1950er-Jahre verortet haben, ist oft zu finden. Der Erste, der es uns überließ, war Dietrich Wenghöfer aus dem Hirtenweg. Die Aufnahme zeigt den Um- oder Auszug der Teilnehmer zum Ringreiten auf der Dorfstraße. Auffällig ist das Kopfsteinpflaster, das seinerzeit in der Ortsmitte auf Höhe des Gasthofs existierte, rechts die Einfriedungsmauer am Gefallenendenkmal und im Hintergrund die Säulen vor dem Haus Wulf, heute Griese. Die Reiter tragen mehrheitlich Schirmmützen und Jackett und wirken recht zuversichtlich.

 

Ringreiten – das war in früheren Zeiten einer der absoluten Höhepunkte in den Dörfern. In den alten Zeitungen haben wir Ankündigungen und Berichte aus allen Phasen des 20. Jahrhunderts gefunden, der Kaiserzeit, Weimarer Republik, dem „Dritten Reich“ und der jungen Bundesrepublik. Ausrichter waren anfangs oft „Die Reiter“, was dafür spricht, dass es keinen festen Veranstalter in Form eines Vereins gab. Immer mit einladend waren „Der Wirt“ oder „Die Wirtin“, dazu kommen wir noch. Später übernahm die Partei der Nationalsozialisten wie in eigentlich allem die Organisation, nach dem Zweiten Weltkrieg ging es in loser Form weiter, bis dann die Landjugend übernahm. Der letzte Zeitungsbericht zu einem Schmalenseer Ringreiten ist aus dem Jahr 1962, 1964 wird erstmals vom „Schleppergeschicklichkeitsfahren“ berichtet, das das Ringreiten abgelöst hat, aber längst nicht alle Programmpunkte eines solchen...

 

Ringreiten sprach vor allem die jungen Menschen an, fand aber stets unter reger Teilnahme aller Altersgruppen statt. Man blieb als Ringreiter nicht nur auf das eigene Dorf beschränkt – mancher nahm auch an den Wettkämpfen in der näheren Umgebung teil. So erklärt sich, dass die Königswürde in Schmalensee durchaus oft an auswärtige Ringreiter ging. Beim Ringreiten konnte man sich durchaus präsentieren und vielleicht ja im weiteren Programmverlauf seine Braut finden. Oder man hatte, längst verheiratet, einfach einen Ruf als geschickter Reiter zu verteidigen. In Tarbek fand das Ringreiten lange Zeit stets als Teil der Windgilde-Feier statt, das war eine Versicherung auf Gegenseitigkeit, an deren Hauptversammlung sich lange Jahre das Ringreiten anschloss, ehe es auf den Ballsaal an der Straßenecke nach Schmalensee ging, zuletzt Schädlers Gasthof.

 

Ringreiten fand in Schmalensee auf dem Ringreiterplatz am Weg nach Damsdorf statt, dort, wo heute das alte Wasserwerk Grüner Hans steht und in die heutige Straße Redderkoppel hinein. Dort stand der „Damperschoppen“, eine hölzerne Scheune der Dreschgenossenschaft für gemeinschaftlich angeschafftes Gerät. Uns liegen weit mehr Bilder von Ringreiter-Umzügen vor als vom eigentlichen Ringreiten, bei dem im schnellen Ring mit einem dünnen Dorn ein vom Galgen hängender Ring zu erwischen ist. Auf den „Actionbildern“ ist der Schuppen zu sehen.

 

Das Ringreiten erforderte reiterliches Können und Geschick. Letzteres war auch bei den Wettbewerben für Nicht-Ringreiter gefragt, also die jungen Frauen oder auch mal Kinder. Das Scheffelwerfen war das sehr beliebt, auch vom Vogelpicken ist zu lesen. Zudem gab es mitunter Knobel-Wettbewerbe oder auch ein Schießen, etwa um Aale. Diese weiteren Wettbewerbe wurden zum großen Teil beibehalten, als die Landjugend wie auf dem Acker auch im Wettkampf das Pferd durch den Trecker ersetzte und das Schleppergeschicklichkeitsfahren einführte, das auf den Wiesen in Seenähe stattfinden sollte.

 

War das Ringreiten beendet und der König ermittelt – es gab zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Orten weitere Titel unterhalb des Königs – ging es unter dem Klang einer Kapelle zurück durch die Damsdorfer Straße (wo Schmied Helmut Nagel mit dem Fotoapparat stand) und zum Gasthof Voß. Denn kein Ringreiten ohne Reiterball, für den man natürlich die Damen brauchte, die beim Wettkampf selbst in erster Linie Zuschauerinnen waren. Ringreiten, das war ein gesellschaftliches Großereignis auf den Dörfern, das selbst im Nationalsozialismus nicht pausieren musste – allerdings ritt in der Zeit meist jemand mit der Hakenkreuzfahne dem Umzug voraus, auch davon gibt es ein Foto.

 

Ringreiten gibt es, zumindest hier im Herzen Holsteins, nur noch selten. Bis in die 1990er-Jahre und sogar darüber hinaus gibt es aber Berichte aus Damsdorf und Tensfeld. Derzeit bemüht sich zum Beispiel die Pferdesportgemeinschaft Heidmühlen um eine Wiederbelebung, und auch beim jährlichen Landesbreitensportturnier des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein auf der Bad Segeberger Rennkoppel war es immer wieder zu sehen. 2021 wurde das Ringreiten, das ursprünglich von der Westküste stammt, von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt.

Foto zur Meldung: Historisches Kalenderblatt im August: Ringreiter ziehen zu Pferde durch Schmalensee
Foto: Bild von Dietrich Wenghöfer - Ringreiter ziehen durch das Dorf

Berufliche Beratung für Frauen im August

(29. 07. 2022)

Mitteilung der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Segeberg vom 19.07.2022:

 

Mit Strategie zum neuen Job

 

Individuelle berufliche Beratung für Frauen, die wieder arbeiten wollen

 

Frauen, die nach einer Pause vom Berufsleben wieder arbeiten wollen, sehen manche Hürde vor sich. Bei manchen haben sich während der Elternzeit neue Schwerpunkte entwickelt, sie möchten nicht wieder zurück in ihren ehemaligen Beruf. Andere fragen sich, wie sie überhaupt einen Arbeitsplatz mit ihren speziellen Kompetenzen finden können. Unterstützung bei diesen Anliegen bieten die Beraterinnen von FRAU & BERUF Segeberg, die in sowohl in Bad Segeberg als auch in anderen Städten des Kreises Frauen beraten.

 

Das Beratungsangebot von FRAU & BERUF ist kostenlos und behördenunabhängig. Es richtet sich an Frauen, die nach einer Auszeit wieder in einen Beruf einsteigen, von einem Minijob in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wechseln, ihre Teilzeitbeschäftigung ausweiten oder ihre Beschäftigung sichern möchten. Zudem werden auch Frauen beraten, die eine Berufsausbildung in Teilzeit machen möchten. Ziel dieser individuellen Beratung ist es, diesen Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern oder ihre berufliche Situation zu festigen. Die Beratungen sind in den Städten des Kreises Segeberg am

 

 

04. August in Bad Bramstedt

 

11. August in Norderstedt

 

16. August in Trappenkamp

 

18. August in Kaltenkirchen

 

25. August in Henstedt-Ulzburg                                                                                                    

 

 

Auch in Bad Segeberg wird beraten. Termine können von Montag- und Donnerstagvormittag sowie dienstags bis 18.30 Uhr vereinbart werden. Die Beratung ist kostenfrei und behördlich unabhängig. Frauen, die sich beraten lassen wollen, vereinbaren bitte unter Tel. 04551 – 944 002 oder per E-Mail einen Termin, denn die Termine werden zentral koordiniert und vergeben.

Foto zur Meldung: Berufliche Beratung für Frauen im August
Foto: Berufliche Beratung für Frauen im August

„Ziemlich beste Freunde“ – Sommerkino in der Alten Schmiede

(27. 07. 2022)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved vom 26.07.2022:

 

SommerKino in der „Alten Schmiede Bornhöved“.

 

 Es hat schon Tradition in Bornhöved, das SommerKino des Fördervereins „Alte Schmiede Bornhöved“. Fördervereinsmitglied Keena Braun hat ein frisches, hintergründiges und spannendes Programm zusammengestellt.

 

Die letzte Vorstellung gibt es am 29. Juli mit dem Film „Ziemlich beste Freunde“. Die tragikomische Inszenierung zeigt, wie ein wohlhabender Gelähmter durch die unkonventionelle Art seines Pflegehelfers neuen Lebensmut gewinnt.

 

Die Vorstellung beginnt um 19:30 Uhr in der Alten Schmiede, Kuhberg 13, 24619 Bornhöved. Die jeweils geltenden Corona-Auflagen werden erfüllt und der Eintritt ist frei.

Foto zur Meldung: „Ziemlich beste Freunde“ – Sommerkino in der Alten Schmiede
Foto: „Ziemlich beste Freunde“ – Sommerkino in der Alten Schmiede

Praktische Hilfe nach der Geburt: wellcome-Standort in Bornhöved

(27. 07. 2022)

Mitteilung des evangelischen Familienbildungswerks vom 04.07.2022:

 

wellcome eröffnete neuen Standort in Bornhöved / Trappenkamp

 

wellcome hat einen neuen Standort in Bornhöved / Trappenkamp eröffnet.

Im Fokus des Angebots „wellcome – Praktische Hilfe nach der Geburt“ steht die Entlastung von Familien durch Ehrenamtliche. Das primärpräventive Angebot ist moderne Nachbarschaftshilfe für alle Eltern, die im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes keine Unterstützung haben.

 

Das Baby ist da, die Freude ist riesig – und nichts geht mehr

Die ersten Monate nach der Geburt eines Kindes sind für alle Familien sehr herausfordernd.

Es gibt viele Gründe, warum oft weit und breit keine Hilfe in Sicht ist: Die eigene Familie lebt nicht „um die Ecke“, die Nachbarschaft ist noch unbekannt oder der Vater hat noch keine Elternzeit. Wer in dieser turbulenten Zeit keine Hilfe hat, bekommt sie von wellcome.

 

Hilfe beim Übergang in den Alltag mit Baby

wellcome-Teams unterstützen Familien mit Babys einige Wochen oder Monate während des ersten Lebensjahres zuhause. Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen entlasten die Eltern ganz unbürokratisch durch praktische Hilfe im Alltag – so wie es sonst Familie, Freunde oder Nachbarn tun. In Bornhöved / Trappenkamp wird der Einsatz der Ehrenamtlichen in den Familien von Birgit Mütze koordiniert, die als langjährige wellcome Koordinatorin im Raum Bad Segeberg/ Bad Oldesloe die Erfahrung gemacht hat, dass 2 – 3 Stunden Unterstützung in der Woche, schon viel zum Wohlbefinden und zur Entlastung der Mütter/Familien beitragen. Derzeit unterstützen drei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen 2 Familien. Es werden noch Ehrenamtliche gesucht, die Freude am Umgang mit Kleinkindern haben und ganz praktisch helfen können: mit dem Baby spazieren gehen, Familien zum Kinderarzt begleiten, sich um die Geschwisterkinder kümmern, über den Schlaf des Babys wacht, damit Mütter sich ausruhen und neue Kraft sammeln können. Die wellcome Engel unterstützen ganz praktisch und hören zu.

 

Integration in das Netzwerk Frühe Hilfe

Mit diesem Angebot für Familien wird eine Lücke in der primärpräventiven Versorgung geschlossen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Politik und Netzwerkpartnern aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich sowie den Frühen Hilfen präventiv zu agieren. „wellcome leistet einen Beitrag zu einer Gesellschaft, in der Kinder willkommen sind. Dazu gehört auch, Verantwortung zu übernehmen und dort zu helfen, wo keine Hilfe ist“, so die wellcome-Gründerin Rose Volz-Schmidt, „wellcome entsteht dabei nicht auf der grünen Wiese, sondern wird in ein bestehendes lokales Netzwerk der Frühen Hilfen integriert.“

 

Träger des wellcome Projektes Bornhöved/ Trappenkamp: Ev. Bildungswerk des Kirchenkreises Plön- Segeberg in Kooperation mit dem Kreis Segeberg.  Das Projekt wird aus Bundesmitteln der Frühen Hilfen “Aufholen nach Corona“ finanziert.

 

Kontaktdaten des neuen wellcome-Standorts:       

Birgit Mütze, wellcome-Teamkoordination Bornhöved / Trappenkamp

Ev. Bildungswerk (Familienbildung)

Falkenburger Straße 88

23795 Bad Segeberg

Tel.: 04551/ 955 111    Mobil: 0157 33 65 37 18

www.wellcome-online.de

Foto zur Meldung: Praktische Hilfe nach der Geburt: wellcome-Standort in Bornhöved
Foto: Praktische Hilfe nach der Geburt: wellcome-Standort in Bornhöved

Das ist los in der Nachbarschaft: Stocksee im August

(25. 07. 2022)

Mindestens zwei Veranstaltungen im August werden unterstreichen, dass unsere Nachbargemeinde mehr hat als den Stockseehof: Zum Beispiel eine sehr aktive Freiwillige Feuerwehr, die ein besonderes Jubiläum feiern kann. Zunächst aber ist ein Kreisverein im Ort unterwegs auf den Spuren der Geschichte.

 

Der Heimatverein Kreis Segeberg, in dem örtliche Vereine wir der Ortsverein Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund Bornhöved und Umgebung sowie zahlreiche Einzelpersonen Mitglieder sind, stattet der Gemeinde Stocksee am Dienstag, 2. August, einen Besuch ab: Um 14.30 Uhr sammeln sich Interessierte auf dem Dorfplatz zur Dorfbegehung.

 

Diese Begehungen finden stets unter ortskundiger Führung statt, die Einblicke in offensichtliche und meist unbekannte Überbleibsel aus vergangenen Zeiten hervorheben, die ein Dorf so besonders machen und seine Einzigartigkeit hervorhebt. In diesem Jahr war der Kreisverein (www.heimatverein-kreis-segeberg.de) schon in Struvenhütten und Sülfeld unterwegs.

 

Blaulichttag auf dem Stockseer Dorfplatz

 

112 Jahre Freiwillige Feuerwehr Stocksee heißt es am Samstag, 20. August. Bei freiem Eintritt bieten die Blauröcke ab 14 Uhr auf dem Dorfplatz ein buntes Programm für Jung und Alt, gespickt mit Aktionen, Informationen und Präsentationen.

 

Demonstriert werden die Technische Hilfe durch die Feuerwehr und ein Fettbrand; die Gefahrguterkundungseinheit wird sich ebenso vorstellen wie die Drohneneinheit der Kreisfeuerwehr und die Jugendfeuerwehr. Auch eine Drehleiter wird auffahren. Weitere Hingucker, nicht nur für Oldtimerfreunde, werden historische Fahrzeuge sein.

 

Am Abend werden ab 19 Uhr die DJs „Mugger & Kleini“ aufspielen.

Foto zur Meldung: Das ist los in der Nachbarschaft: Stocksee im August
Foto: Im August ist was los in Stockse

Neun-Euro-Ticket: 4x in Schmalensee erhältlich!

(24. 07. 2022)

Ein Gastbeitrag von Klaus Wendt

 

Das Neun-Euro-Ticket ist in unserer Gemeinde in vier Shops verfügbar. Nämlich an jeder Bushaltestelle!

 

Dazu einfach bei Eintreffen des Busses (den/die) Fahrer*in darauf ansprechen und den ausgedruckten Fahrschein – natürlich gegen Bezahlung - in Empfang nehmen.

 

Dann wieder aussteigen, denn es gibt ja keine Mitfahrpflicht.

 

Anschließend ist häufig noch eine Botschaft zu hören, die hinterhergerufen wird („Den Namen auf das Ticket eintragen ...!“) und schon kann die Reiseplanung losgehen.

 

Eigentlich neben der Gastwirtschaft Voß das einzige Einzelhandelsangebot in Schmalensee, das im Ort verfügbar ist ... .

 

Ergänzung vom AK Dorfgeschichte: Wieso Bushaltestelle „Damsdorfer Straße“?

 

Vier Bushaltestellen gibt es in Schmalensee: Belauer Straße West und Belauer Straße Ost (hoffentlich kommt hier niemals ein Ost-West-Konflikt auf…) und Stockseer Straße (an der Gabelung zum Grasweg) sowie – Damsdorfer Straße.

 

Das mit den zwei Stationen „Damsdorfer Straße“ (eine je Fahrtrichtung) gibt zu denken. Die Bushaltestelle an der Dorfeiche könnte man vielleicht noch mit einem kräftigen Augenzudrücken in die Damsdorfer Straße verorten, die Busse halten jedoch stets aus Richtung Bornhöved kommend, also von der B430/Dorfstraße parallel zu dieser. Wäre nicht „Dorfstraße“ korrekter?

 

Zumal die Station in Fahrtrichtung Neumünster direkt am Gasthof Voß liegt – der zweifellos die Adresse „Dorfstraße“ führt. Ein Mysterium, das es mal zu knacken gilt.

 

Übrigens: Eine fünfte Bushaltestelle hat Schmalensee nicht oder besser nicht mehr. Aber es gab mal eine, die durch das Zutun des früheren Gemeindevertreters Hermann Cornehls für den Außenbereich durchgeboxt worden war. Ihr Überrest steht noch als „Altmetall“ hinter dem Knick – in der Damsdorfer Straße…

Foto zur Meldung: Neun-Euro-Ticket: 4x in Schmalensee erhältlich!
Foto: Neun-Euro-Ticket: 4x in Schmalensee erhältlich!

Ferienfreizeit im Erlebniswald Trappenkamp für junge Hunde-Freunde

(23. 07. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 22.07.2022:

 

Husky-Camp im ErlebnisWald Trappenkamp

 

8. bis 11.08.2022 im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Sommer, Sonne... Huskys?! Passt das zusammen? Unbedingt!

 

In dem Herkunftsland der sportlichen Vierbeiner herrschen in den Sommermonaten meist deutlich über 30 Grad. Also ist das Fell bestens für Hitze und Kälte ausgelegt. Es gibt allerdings zu beachten, dass Huskys wegen der dicken Unterwolle Anstrengungen (laufen, ziehen) bei über 14 Grad unbedingt vermeiden sollten. Was also macht man mit einem Husky im Sommer? Sehr früh morgens wandern und dann den ganzen Tag kuscheln und chillen!

 

Die Gelegenheit dazu bekommen in der Zeit vom 8.-11.8.2022 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 14 Jahren: Der Erlebniswald Trappenkamp bietet in seinem Husky-Lager ein Zeltcamp für rund 20 Kinder an. Neben engem Kontakt zu 22 Fellfreunden stehen auf dem weiteren Programm auch noch viele spannende Infos, tolle Geländespiele, Lagerfeuer und eine Husky-Olympiade. Die Teilnahme kostet 185,-€ incl. Übernachtung und Verpflegung.

 

Anmeldungen nimmt der ErlebnisWald Trappenkamp an unter oder telefonisch unter 04328/170480.

Foto zur Meldung: Ferienfreizeit im Erlebniswald Trappenkamp für junge Hunde-Freunde
Foto: Ferienfreizeit im Erlebniswald Trappenkamp für junge Hunde-Freunde

Achtung Hitze! Land SH rät zur Vorsicht

(19. 07. 2022)

Mitteilung des Ministeriums für Justiz und Gesundheit vom 18.07.2022:

 

Gesundheitsministerium informiert zu Vorsichtsmaßnahmen bei Hitze und zu Badegewässern

 

Angesichts der im europäischen Ausland und in vielen Teilen Deutschlands sehr hohen Temperaturen erinnert das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein auch bezüglich bevorstehender hoher Temperaturen für den Norden an Vorsichtsmaßnahmen für die Gesundheit: Hitze und hohe Intensität von UV-Strahlung können eine Gefahr für die Gesundheit bedeuten, vor allem über einen längeren Zeitraum. Dies ist sowohl bei Freizeitaktivitäten als auch beim Arbeiten im Freien unter entsprechenden Wetterbedingungen unbedingt zu beachten.

 

Von möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen bei zu großer Hitze sind hauptsächlich ältere und pflegebedürftige Personen sowie Kleinkinder oder chronisch kranke Menschen betroffen. Bei diesen Personengruppen ist besonders darauf zu achten, dass sie ausreichend trinken und sich nicht zu lange in der Hitze aufhalten, sondern rechtzeitig wieder kühlere Bereiche aufsuchen. Für diese Personen ist die besondere Aufmerksamkeit und Hilfestellung von Aufsichtspersonal oder Familienmitgliedern erforderlich.

 

Dagegen sind von hoher UV-Strahlung vor allem Kinder, Jugendliche und junge Leute, die sich längere Zeit am Strand oder anderen sonnenexponierten Orten ohne ausreichenden Sonnenschutz aufhalten, betroffen. Aber auch Personen, die insbesondere in der Mittagszeit im Freien arbeiten, sind durch hohe UV-Strahlung gefährdet. Durch vernünftigen Umgang mit der Sonne kann das Risiko, an Sonnenbrand und längerfristig auch an Hautkrebs zu erkranken, reduziert werden. Ausführliche Informationen für alle Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner sowie für Ärztinnen und Ärzte sind auch unter schleswig-holstein.de - Landesportal - Hitzewarnung zu finden.

 

Aktuelle Wetterinfos

 

Aktuelle Hinweise und entsprechende Warnhinweise finden sich bei extremer Wetterlage auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes www.dwd.de. Der DWD bietet zudem ab sofort unter www.hitzewarnungen.de auch Vorhersagen der zu erwarteten Hitzebelastung in den jeweils kommenden fünf Tagen an. In Hitzetrend-Karten werden Gebiete markiert, für die voraussichtlich eine Hitzewarnung ausgesprochen wird. Karten der amtlichen Hitzewarnungen für heute und morgen, Vorhersagen des Hitzetrends sowie Details zur Entwicklung in jedem Landkreis sind auf der Webseite zu finden. Hinzu kommen Verhaltensempfehlungen und Hintergrundinformationen zum Hitzewarnsystem. Alle Hitzeinformationen können kostenfrei als Newsletter abonniert werden.

 

Badegewässer – Situation gut/ Hinweis auf Vibrionen bei hohen Wassertemperaturen

 

Die Badegewässerqualität ist nach den aktuellen Beprobungen in Schleswig-Holstein sehr gut. Die Messergebnisse der bisherigen Proben der rund 330 Badegewässer zeigen, dass aus wasserhygienischer Sicht in Schleswig-Holstein unbeschwertes Baden möglich ist.

 

Die Messwerte 2022 können unter www.schleswig-holstein.de/badegewaesser eingesehen werden. Die Daten werden während der Badesaison bis zum 15. September fortlaufend mit Messergebnissen und weiteren Daten aktualisiert. Basis dafür sind die Proben, die die zuständigen überwachenden Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte regelmäßig vor Ort entnehmen. Einzelne Grenzwertüberschreitungen oder Badeverbote werden in der Regel innerhalb von wenigen Stunden veröffentlicht.

 

Bei Wassertemperaturen ab 20°C können Bakterien der Gattung Vibrio vulnificus („Vibrionen“) aktiviert werden. Derartige Temperaturen können insbesondere in Flachwasserbereichen der Ostsee in den nächsten Tagen erreicht werden. Laut Landesmeldestelle am Institut für Infektionsmedizin in Schleswig-Holstein sind bislang  keine gemeldeten Erkrankungen in Schleswig-Holstein in dem Zusammenhang bekannt, jedoch gilt für immungeschwächte Personen (z. B. durch HIV oder Diabetes) oder chronisch Kranke mit offenen Wunden grundsätzlich und vorsorglich die Empfehlung, auf das Bad in warmen Gewässern zu verzichten. Weitere Informationen zu Vibrionen finden Sie hier: schleswig-holstein.de - Landesportal - Vibrio vulnificus und andere Vibrionen in Nord- und Ostsee.

 

 

Foto zur Meldung: Achtung Hitze! Land SH rät zur Vorsicht
Foto: Achtung Hitze! Land SH rät zur Vorsicht

Taschendiebstahl: Polizei sensibilisiert am 21. Juli in Bornhöved

(18. 07. 2022)

In den letzten Wochen und Monaten ist immer wieder von Taschendiebstählen in und vor verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten im Kreis Segeberg zu hören. Vor allem in Supermärkten und auf Wochenmärkten werden vornehmlich ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger zumeist abgelenkt und dabei bestohlen.

 

Allerdings bietet sich den Dieben oftmals auch eine entsprechende Gelegenheit: Etwa durch offen im Einkaufswagen liegende Gelbörsen, viel zu leicht zugängliche Handtaschen oder auf andere Weise – die man leider auch einer gewissen Nachlässigkeit der Opfer zuschreiben muss.

 

Die Polizeidirektion Bad Segeberg, die für die Kreise Pinneberg und Segeberg zuständig ist, ist aktuell an verschiedenen Orten damit beschäftigt, an ausgewählten Orten auf die „Zielgruppe“ zuzugehen und das Gespräch zu suchen – und dabei zu sensibilisieren und Tipps zu geben, wie man sich schützen kann.

 

Auch in Schmalensees Nähe sind Beamte demnächst anzutreffen: Am Donnerstag, 21. Juli, werden sie sich von 10 bis 12 Uhr vor dem Lidl-Markt Bornhöved (Kieler Tor) aufhalten.

Foto zur Meldung: Taschendiebstahl: Polizei sensibilisiert am 21. Juli in Bornhöved
Foto: Taschendiebstahl: Polizei sensibilisiert am 21. Juli in Bornhöved

Ein „Platz der Phantasie“: Kunstforum Alte Schmiede Bornhöved am 23. Juli

(16. 07. 2022)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved vom 11.07.2022:

 

Alte Schmiede Bornhöved wird „Platz der Phantasie“                                              

 

Die Alte Schmiede Bornhöved wird im Juli zum „Platz der Phantasie“. Im Rahmen des diesjährigen Kunstforums finden eine Kunstausstellung mit zehn Kunstschaffenden aus Bornhöveds Umgebung statt. Erstmals dabei ist eine Kunstklasse der Sventana-Schule Bornhöved.

 

Kreispräsident Claus Peter Dieck wird als Schirmherr gemeinsam mit Bürgermeister Reinhard Wundram am Sonnabend, den 23. Juli um 14 Uhr das Kunstforum eröffnen. Am Sonnabend, den 23. Juli von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, den 24. Juli von 11 bis 18 Uhr ist das Kunstforum für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei.

 

Den Kunstschaffenden aus allen Bereichen wird in der Alten Schmiede die Möglichkeit geboten, ihre Werke zu präsentieren und die kreative Kraft der Region zu zeigen. Das Ziel der Veranstalter ist Kunstschaffende und Besucher, ob jung oder alt, zusammenzuführen, eine große Vielfalt von Themen und Techniken zu zeigen, sich damit auseinander zu setzen, sowie die Kreativität aller Beteiligten anzuregen. Bei Mitmachaktionen können sich die Besucher beim Malen, Formen und Gestalten unter Anleitung ausprobieren.

 

Im Innenraum der historischen Schmiede - mit ihrer besonderen Atmosphäre - wird wieder, zwischen Amboss, Esse und alten Werkzeugen, eine Ausstellung mit Gemälden, Fotografien, Holz- Stein- und Schmuckarbeiten usw. der Mittelpunkt des Kunstforums sein. Alle Ausstellungsobjekte können auch käuflich erworben werden.

 

Der Vorplatz wird erneut zum „Platz der Phantasie“ werden und besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

 

Unter der Leitung der Kunstlehrerin Alexandra Schulz hat sich die Kunstklasse 8a der Sventana-Schule Bornhöved mit dem Thema Zukunftsbilder (Umwelt/Krieg/Tierwohl) künstlerisch auseinandergesetzt und wird ihre Ergebnisse in unterschiedlichen Formen präsentieren.

 

Lebensgroße Holzfiguren von Horst Detering und Harald Starke stellen künstlerisch die Gesellschaft dar und bieten an, sich unter dem Motto „Vielfalt“ symbolisch mit dem menschlichen Zusammenleben zu beschäftigen. Volker Reimers wird zwei überdimensionale Massai-Figuren ausstellen und somit seine Beziehungen zum afrikanischen Kontinent ausdrücken.            

Foto zur Meldung: Ein „Platz der Phantasie“: Kunstforum Alte Schmiede Bornhöved am 23. Juli
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 07. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Juli die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Schwerer Angriff auf Schmalensees Wehrführer: Eine Leserbrief-Affäre der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee aus dem Jahr 1931 hat ein Jahr später Folgen. Damals hatte ein zunächst anonymes Mitglied der hiesigen Wehr den mangelnden Übungsbetrieb angeprangert, war binnem Kurzem ermittelt und durch das Ehrengericht aus der Wehr geworfen worden. Die Kritik galt insbesondere dem Hauptmann der Wehr (Gemeindewehrführer) Willi Siebke, der auch Kassierer des Kreisfeuerwehrverbandes ist. Der hält am 17. Juli 1932, vor 90 Jahren, in Sievershütten seinen Verbandstag ab. Im Zuge der Aussprache zum Vorstandsbericht wird überraschend die Forderung gestellt, Kreiskassierer Willi Siebke das Vertrauen zu entziehen. Der Grund ist der „Skandal“ um den Leserbrief von 1931. Siebke habe sich dazu nicht geäußert, lautet nun der Vorwurf. Der aber wiegelt ab: Die Beweggründe des Einsenders seien persönliche gewesen und der Fall durch das Ehrengericht der Schmalenseer Wehr geregelt worden. Der anwesende Delegierte der Schmalenseer Wehr, der namentlich im Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts nicht genannt wird, bestätigt Siebkes Aussagen und unterstreicht, dass dieser wiederholt seine Eignung und Befähigung zum Führer bewiesen habe. Der Delegierte Ahlers aus Ulzburg fordert, Willi Siebke durch Erheben von den Plätzen das Vertrauen auszusprechen. Dem kommen fast alle Anwesenden nach.

 

Gedenken an die große Schlacht: Mit großem Aufwand wird in Bornhöved am 23. und 24. Juli 1927, vor 95 Jahren, die 700-Jahr-Feier der Schlacht begangen, die dort am 22. Juli 1227 stattfand. Die Größenordnung spiegelt sich allein schon in der Berichterstattung der Tageszeitungen wider. Immer wieder wird im Vorwege das aktuellste Programm präsentiert: Ansprachen, Festumzüge, turnerische Veranstaltungen, Reiterwettkämpfe, Gesangsvorträge und ein Festgottesdienst bilden die sogenannte Schleswig-Holsteinische Landesfeier des Schleswig-Holsteiner-Bundes. Die Zugreihenfolge wird ebenso bekannt gemacht wie der Wortlaut der wichtigsten Reden, was einige Seiten des Segeberger Kreis- und Tageblattes füllt. Einer der Redner ist der Schmalenseer Gemeindevorsteher (Bürgermeister) Heinrich Harder, der für die Umlandgemeinden spricht.

 

Drei Todesfälle, drei Zeilen: Die verheerende Wirkung eines Gewitters am 24. Juli 1877, vor 145 Jahren, ist das Segeberger Kreis- und Wochenblatt vier Tage später ganze drei Zeilen wert. Im Wortlaut: „Im adligen Gut Depenau wurden bei dem Gewitter am 24. d. Nachmittags ein Knecht und zwei Pferde auf dem Felde vom Blitz erschlagen.“

 

Boote auf dem Schmalensee: Zahlreiche Ruderboote sind am 27. Juli 1952, vor 70 Jahren, auf dem Schmalensee zu sehen: Rudervereine wählen gern die Route von Kiel über die Schwentine durch den Rosensee, die Postau, den Postsee, die Kührener Au, Depenau, den Stolper See und Belauer See in den Schmalensee. Dann geht es wieder zurück. Eine regelmäßig im Sommer stattfindende Schau, die bei den Einheimischen Verwunderung hervorruft, denn ihnen und ihren Feriengästen ist das Befahren des Sees, der Privatbesitz des Cluser Fischers ist, untersagt.

 

Ungarischer Wein in Schmalensee: Das Geschäft des Schmalenseer Hökers Nikolaus Heinrich Stegelmann ist laut Anzeige im Segeberger Kreis- und Wochenblatt am 28. Juli 1892, vor 130 Jahren, offizielle Niederlassung der vom königlich-ungarischen Ackerbauministerium empfohlenen Weinagentur Erlau und vertreibt den bekannten „Medicinal-Tokayer“.

 

Die Brennnessel soll helfen: Ein Zeichen der Mangelwirtschaft in Kriegszeiten ist im Segeberger Kreis- und Tageblatt am 31. Juli 1917, vor 105 Jahren, bachzulesen: Als Hanf-, Baumwoll- und Flachsersatz soll die Brennnessel in der Gewebeherstellung zum Einsatz kommen. Über die Landräte werden die Schulen zum Einsammeln von Brennnesseln aufgefordert.

 

Schmalensee wählt rechts: Wahlen zum Deutschen Reichstag am 31. Juli 1932, vor 90 Jahren. Die vorhergesagte Mehrheit der Rechten kommt nicht zustande, auch wenn die NSDAP die meisten Reichstagsmandate (230) vor der SPD (133) erringt. In Schmalensee spricht sich die klare Mehrheit der 285 Wahlberechtigten für das rechte Lager aus: 99 wählen NSDAP, 23 die DNVP (Deutschnationale Volkspartei) und einer die Nationalsozialistischen Kleinrentner. Die DVP (Deutsche Volkspartei) erhält neun Stimmen, das Zentrum eine, die Deutsche Staatspartei sieben und die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands zwei. Auf die SPD entfallen 48 Stimmen, sechs Schmalenseer votieren für die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands).

Foto zur Meldung: Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Festumzug 1927 anlässlich der 700-Jahr-Feier zur Schlacht bei Bornhöved 1227

Vormerken: Blutspende am 22. Juli im Erlebniswald mit Gewinnmöglichkeit

(12. 07. 2022)

Das DRK-Blutspendemobil ist in den Sommerwochen im Norden unterwegs, denn gerade in der Haupturlaubszeit herrscht ein Mangel an Blutreserven für Operationen und Dauerbehandlungen.

 

Am Freitag, 22. Juli, macht das Blutspendemobil, ein Spezial-Sattelzug des Deutschen Roten Kreuzes, von 11 bis 15 Uhr Station im Erlebniswald Trappenkamp.

 

Der Sattelzug wird direkt auf dem großen Spielplatz aufgebaut und wird nicht zu übersehen sein.

 

Zur besseren Planung wird um eine Terminvereinbarung im Vorwege gebeten. Das geht online unter www.blutspende-nordost.de/blutspendetermine oder telefonisch über die kostenlose Hotline 0800 / 111 949 11.

 

Die Landesforsten als Träger des Erlebniswaldes sorgen für zusätzlichen Anreiz: „Alle, die an diesem Tag dort Blut spenden, erhalten freien Eintritt und nehmen an der Verlosung von zwei Familienjahreskarten im Wert von je 65 Euro teil“, heißt es in einer Mitteilung.

Foto zur Meldung: Vormerken: Blutspende am 22. Juli im Erlebniswald mit Gewinnmöglichkeit
Foto: Vormerken: Blutspende am 22. Juli im Erlebniswald mit Gewinnmöglichkeit

Wichtig für Kunden der VR Bank: Filialen am 15. Juli geschlossen

(12. 07. 2022)

Nach der am 1. Juli in das Genossenschaftsregister eingetragenen Fusion der VR Bank Ostholstein Nord – Plön mit der VR Bank Neumünster zur gemeinsamen VR Bank zwischen den Meeren sind der rechtliche und auch der wirtschaftliche Teil des Zusammenschlusses abgeschlossen.

 

Laut Mitteilung des Geldinstituts vom 8. Juli bedarf es nun noch eines technischen Abschlusses: Kundendaten beider Häuser werden am 16. Juli zusammengeführt und vereinheitlicht.

 

Für die Kunden der VR Bank Neumünster (u.a. mit der Filiale Bornhöved) ist dieser Fusionsprozess mit einer unvermeidbaren Änderung der bisherigen Kontodaten verbunden. Das muss vorbereitet werden – und deshalb bleiben die Filialen der VR Bank Neumünster am Freitag, 15. Juli, geschlossen.

 

Informationen zur Fusion und mehr stellt das Unternehmen online auf www.meine-vr-bank.de und in den Filialen zur Verfügung.

Foto zur Meldung: Wichtig für Kunden der VR Bank: Filialen am 15. Juli geschlossen
Foto: VR Bank-Filiale in Bornhöved

„Alt Schmalensee“ gefunden? Archäologen sondierten im geplanten Baugebiet

(10. 07. 2022)

Die Gemarkung Schmalensees und deren Umgebung ist für die Archäologie von einem grundsätzlichen Interesse. Neben den erkennbaren vor- und frühzeitlichen Grabstätten – Hügelgräber im Grasweg und gegenüber dem Sportplatz, Grabhügel und Urnengräber auf Mang de Bargen, sowie Grabhügel und Langbetten auf dem Grimmelsberg – zeugen in alten Flurkarten noch weit mehr Einträge von der Anwesenheit des Menschen seit der Steinzeit. Nun hat das Archäologische Landesamt die Ergebnisse seiner Sondierung auf der Fläche für ein geplantes Neubaugebiet im Grasweg, oberhalb der Damsdorfer Straße vorgelegt. Und die beinhalten eine kleine Sensation.

 

Mitten im Baugebiet: ein steinzeitliches Langbett

 

Ein Hauptaugenmerk der Archäologen, die vom 13. bis 16. Juni auf einer etwa 3,6 Hektar großen Fläche aktiv wurden, lag auf dem „Punkt 32“ in einer Karte der Wissenschaftlerin Hildegard Gräfin Schwerin von Krosigk, die 1976 in einer Schrift die bis dato angestellten Funde und Karteneinträge von Siedlungs- und Gräberspuren zusammenfasste. Entweder ein Grabhügel oder ein Langbett sei auf dem Flurstück zu finden, das zum neuen Baugebiet werden soll. Tatsächlich wurde man fündig, wenn auch nicht genau an der Stelle in ihrer Karte: Ein Megalithgrab aus dem Neolithikum – also ein steinzeitliches Langbett.

 

Dem Homepage-Team war es möglich, vor Ort zu fotografieren und Informationen zu erhalten. Demnach ist von dem Langbett nicht mehr viel erhalten, was der Laie erkennen könnte. Die dazugehörigen Findlinge, „Großsteine“, müssen in längst vergangener Zeit vom Feld geholt und vermutlich andernorts verbaut worden sein. Die Fachleute aber konnten sehr gut Lage und Ausdehnung ermitteln und machten die Feststellung, dass dieses Grab mit zwei rechteckigen, nebeneinander liegenden Grabkammern ausgestattet war. Insgesamt konnten allein in der Voruntersuchung im geplanten Neubaugebiet laut Kurzbericht 65 Funde registriert werden, von denen 30 zu dem Megalithgrab gehören, das der mittleren bis jüngeren Steinzeit zuzuordnen ist.

 

Am Rande des Baugebiets: ein Werkplatz oder eine Siedlung

 

Wohl von noch größerem Interesse dürfte sein, was die Sondierung am äußersten Ende der Flur, zum Teil außerhalb der einmal zu bebauenden Fläche ergab. Hier stießen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Archäologischen Landesamtes binnen kurzer Zeit auf eisenzeitliche Spuren menschlicher Anwesenheit: Sie machten nahe der Geländekante oberhalb des Dorfes auf einer Fläche von 80x100 Meter 34 „Befunde“, die auf zwei Öfen und ein mutmaßliches Grubenhaus (etwa 25 Siedlungsgruben) schließen lassen.

 

Laut Kurzbericht handelt es sich um eine bisher unbekannte Siedlung (oder einen Werkplatz) der römischen Kaiserzeit. So wird die Eisenzeit um und nach dem Jahr 0 bezeichnet (mit einer Anwesenheit der Römer im Norden hat dies nichts zu tun). Die Experten verorten die angestellten Beobachtungen ins erste Jahrhundert nach Christi Geburt.

 

Verfärbungen im Erdreich, die der Laie vielleicht noch als solche erkennen mag, gaben den Fachleuten Aufschluss darüber, dass hier, an erhöhter Stelle, unweit eines Gewässers und im Windkanal, Brennöfen betrieben wurden. Entweder zur Verhüttung von Raseneisenerz zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen oder von Keramik. Denn unter den Fundstücken konnten trotz der Kürze der Zeit zur Voruntersuchung auch „diverse Keramikscherben von geglätteter Gebrauchsware mit graubrauner oder schwarzgrauer Färbung, darunter Randstücke mit für die römische Kaiserzeit typischer Ausprägung“ aufgespürt werden.

 

Man stelle sich vor...

 

Man stelle sich vor: Am Rande einer Fläche, die, denkt man sich hohen Bewuchs weg, einem Plateau oberhalb des Sees nahe kommt, lebten und arbeiteten im ersten Jahrhundert nach Christus Menschen. Vielleicht trieben sie Handel und profitierten von der Lage an einem Fernweg auf dem Geländerücken, der West und Ost verband. Vielleicht war es ihre „Zivilisation“, die irgendwann die sogenannte „Belau-Burg“ als Fluchtburg für den Fall eines Angriffs anlegte und die erst weit später von slawischen Einwanderern in Besitz genommen wurde.

 

Wie viele Menschen werden dort gelebt haben? Eine Sippe mit ihrem Vieh in einem großen Gebäude, oder mehrere Familien? Welchen Eindruck machte die Anwesenheit alter Grabstätten aus den Epochen zuvor – steinzeitliche Langbetten und bronzezeitliche Grabhügel – auf diese Leute? Oder waren sie die Ersten, die sich an Langbetten zu schaffen machten, Findlinge weg rollten und Grabbeigaben entnahmen?

 

Wie geht es weiter im Planungsgebiet?

 

Das Archäologische Landesamt hat die Gemeinde Schmalensee wissen lassen, das beide Fundstellen von wissenschaftlichem Interesse sind. Das Megalithgrab aufgrund der zwei Grabkammern und die eisenzeitlichen Siedlungsreste, weil sie völlig neu sind und „der wissenschaftliche Wert aufgrund des Erhaltungszustands hoch“ ist. Somit müsste in beiden Bereichen, ehe eine Erschließung als Bauland erfolgen könnte, zunächst eine archäologische Hauptuntersuchung stattfinden.

 

Während das Langbett mitten im Planungsgebiet liegt – man dessen Erforschung auf jeden Fall ermöglichen muss, was auf Kosten zunächst der Gemeinde geschehen würde – befindet sich der eisenzeitliche Fundplatz am Rande, teils außerhalb des Planungsgebiets. Dessen Untersuchung wäre um einiges teurer und muss nur dann erfolgen, wenn auf dem Teilstück tatsächlich gebaut würde. Geschieht das nicht, kann dieser Teil der Fläche weiter als Weideland genutzt werden.

 

Es ist nun an den kommunalpolitischen Gremien, eine Beschlusslage herbeizuführen. Für die Mitglieder der Gemeindevertretung ist klar: Es gibt keine alternativen Flächen für ein Baugebiet, in denen es nicht zu archäologischen Funden kommen dürfte. Der Trend geht wohl dahin, nur eine Untersuchung des Langbetts vornehmen zu lassen. Wann diese stattfindet, ist derzeit offen. Wann mit einer Erschließung der Fläche begonnen werden kann, ebenso.

 

Fotos: Christian Detlof

Foto zur Meldung: „Alt Schmalensee“ gefunden? Archäologen sondierten im geplanten Baugebiet
Foto: Archäologische Voruntersuchung im geplanten Baugebiet

Blutspendemobil des DRK rollt im Sommer durch den Norden

(09. 07. 2022)

Mitteilung des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost vom 07.07.2022:

 

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause geht das Spendemobil des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost im Juli und August wieder auf seine Sommertour. Zwischen 18. Juli und 4. August haben Blutspenderinnen und –spender in Schleswig-Holstein und Hamburg auf insgesamt 14 Stationen Gelegenheit, mit ihrem Einsatz einen dringend notwendigen Beitrag zur Sicherung der Blutversorgung im Sommer zu leisten.

 

Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost freut sich, dass nach zweijähriger Pause in der aktuellen Phase der Pandemie das Blutspendemobil eingesetzt werden kann. Vor dem Hintergrund einer seit Wochen kritischen Versorgungssituation mit Blutpräparaten hat die Sommertour durch den Norden für viele Patienten eine lebensrettende Bedeutung – denn aktuell gilt noch mehr denn je der Slogan: „Jeder Tropfen zählt“.

 

Das DRK-Blutspendemobil, ein Sattelzug mit Einachsauflieger, hat seinen „Heimathafen“ in Berlin und ist 2022 erstmalig in Norddeutschland zu Gast. Das Fahrzeug hat eine Gesamtlänge von knapp 15 Metern, eine Motorleistung von 250 PS und ist voll klimatisiert. Im Innenraum finden die Blutspenderinnen und –spender auf vier Spenderliegen Platz und genießen eine außergewöhnliche Spendeatmosphäre.

 

Um vorherige Terminreservierung wird auch für die Termine im Blutspendebus gebeten. Die Reservierung kann über https://www.blutspende-nordost.de/blutspendetermine/ oder über die kostenlose Hotline 0800 11 949 11 des DRK-Blutspendedienstes erfolgen.

 

Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!

 

Tour-Stopps des DRK-Blutspendemobils:

 

Montag, 18.07.2022, 14-18 Uhr, Rindermarkthalle, Neuer Kamp 31, 20359 Hamburg

 

Freitag, 22.07.2022, 11-15 Uhr, Erlebniswald Trappenkamp, 24635 Daldorf

 

Montag, 25.07.2022, 14-18 Uhr, Schiffbrückenplatz, 24768 Rendsburg

 

Dienstag, 26.07.2022, 14-18 Uhr, LIDL Parkplatz, Konrad-Adenauer-Str. 1, 24782 Büdelsdorf

 

Mittwoch, 27.07.2022, 14-18 Uhr, LIDL Parkplatz, Preetzer Str. 306, 24147 Kiel

 

Donnerstag, 28.07.2022, 15-19 Uhr, Fördepark, Schleswiger Str. 130, 24941 Flensburg

 

Freitag, 29.07.2022, 12-16 Uhr, Europaplatz Kiel, Europaplatz 1, 24103 Kiel

 

Montag, 01.08.2022, 14-18 Uhr, LIDL Parkplatz, Wasbeker Str. 335, 24537 Neumünster

 

Dienstag, 02.08.2022, 14-18 Uhr, LIDL Parkplatz, Bullenwarder 1, 24306 Plön

 

Mittwoch, 03.08.2022, 11-15.30 Uhr, Möbel Kraft, Ziegelstr. 1, 23795 Bad Segeberg

 

Donnerstag, 04.08.2022, 14-18 Uhr, Hornbach, Holsteiner Chaussee 49, 22523 Hamburg

 

Wichtige Hinweise:

 

Die 3G-Regelung gilt auf den vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost angebotenen Blutspendeterminen derzeit nicht mehr. Die Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske oder eines MNS (erhalten alle Spender vor Ort) besteht jedoch weiterhin.

 

Spenderinnen und Spender können nach einer durchgemachten Corona-Infektion 4 Wochen nach Genesung wieder zur Spende zugelassen werden. Bei einem leichten Krankheitsverlauf ohne Fieber kann 7 Tage nach Symptomfreiheit wieder Blut gespendet werden.

 

Alle Fragen zum Thema Blutspende und Corona-Virus:

https://www.blutspende-nordost.de/informationen-zum-coronavirus

 

Folgen Sie uns auf Facebook http://www.facebook.com/drk.blutspendedienst.nordost/

 

Datenschutz DRK-Blutspendedienst Nord-Ost:

https://blutspende-nordost.de/datenschutz/  

 

Foto zur Meldung: Blutspendemobil des DRK rollt im Sommer durch den Norden
Foto: DRK-Blutspendemobil, Foto DRK-Blutspendedienst

Am 15. Juli: SommerKino in der „Alten Schmiede Bornhöved“

(08. 07. 2022)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede vom 04.07.2022:

 

Es hat schon Tradition in Bornhöved, das SommerKino des Fördervereins „Alte Schmiede Bornhöved“. Fördervereinsmitglied Keena Braun hat ein frisches, hintergründiges und spannendes Programm zusammengestellt.

 

Am 15. Juli ist „Ich bin dann mal weg“ aus dem Jahr 2015 zu sehen. Die Filmkomödie basiert auf dem Bestseller von Hape Kerkeling, in dem er seine Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg beschreibt.

 

Weiter geht es am 29. Juli mit dem Film „Ziemlich beste Freunde“. Die tragikomische Inszenierung zeigt, wie ein wohlhabender Gelähmter durch die unkonventionelle Art seines Pflegehelfers neuen Lebensmut gewinnt.

 

Alle Vorstellungen beginnen jeweils freitags um 19.30 Uhr in der Alten Schmiede, Kuhberg 13, 24619 Bornhöved. Die jeweils geltenden Corona-Auflagen werden erfüllt und der Eintritt ist frei.

Foto zur Meldung: Am 15. Juli: SommerKino in der „Alten Schmiede Bornhöved“
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Bauernverband wegen Schweinepst alarmiert: Essensreste nicht in der Natur zurücklassen

(07. 07. 2022)

Mitteilung des Bauernverbandes SH vom 04.07.2022:

 

Bauernverband bittet Bürger, Feriengäste und Saisonkräfte um Unterstützung beim Schutz vor der ASP

 

Vor dem Hintergrund des am Wochenende auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Emsland (Niedersachsen) nachgewiesenen Falles von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bittet der Bauernverband Schleswig-Holstein Bürger, Feriengäste und Saisonarbeitskräfte, die Landwirte bei ihren Schutzmaßnahmen vor der ASP zu unterstützen.

 

„Die für den Menschen ungefährliche Schweinepest kann über Lebensmittel auf Schweine übertragen werden. Bitte lassen Sie keine Essensreste, insbesondere tierischen Ursprungs, in der Natur zurück, sondern nutzen Müllbehälter“, so der Appell von Bauernverbands-Vizepräsident und Schweinehalter Dietrich Pritschau.

 

Das Virus wird entweder direkt von Tier zu Tier übertragen oder durch Fleisch und Wurst infizierter Tiere. Für Haus- und Wildschweine gibt es seit Jahrzehnten ein Verbot der Verfütterung von Speiseabfällen.

 

Eine Infektion mit der Afrikanischen Schweinepest führt sowohl bei Wild- wie auch bei Hausschweinen zu einer schweren Erkrankung, die fast immer mit dem Tod endet. Eine Impfung ist derzeit noch nicht möglich. Seit dem Jahr 2007 hat sich die ASP im Osten Europas verbreitet. Im Jahr 2020 wurden erstmals kranke Wildschweine in Deutschland gefunden. Mitte Juli letzten Jahres wurde ASP erstmals auch in einem Schweinemastbetrieb in Deutschland festgestellt.

Foto zur Meldung: Bauernverband wegen Schweinepst alarmiert: Essensreste nicht in der Natur zurücklassen
Foto: Bauernverband wegen Schweinepst alarmiert: Essensreste nicht in der Natur zurücklassen

Kreis Segeberg bietet Freiwilligendienste an

(06. 07. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 05.07.2022:

 

Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges  Soziales Jahr für Kurzentschlossene

 

Die Sommerferien sind da, der Schulabschuss ist in der Tasche  und was nun? Während einige bereits genau wissen, wie es in den kommenden  Wochen und Monaten für sie weitergeht, sind andere noch unentschlossen.  Vielleicht studieren? Oder doch lieber eine Ausbildung? Aber auf jeden Fall soll  die neue Aufgabe etwas mit Menschen zu tun haben? Wer ein soziales Berufsfeld  kennenlernen und sich darin engagieren möchte, wer Klarheit über einen  angestrebten Berufswunsch erlangen oder die Wartezeit bis zur Ausbildung oder  zum Studium sinnvoll nutzen möchte, ist beim Kreis Segeberg an der richtigen  Adresse.

 

Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) sowie des Freiwilligen Sozialen  Jahres (FSJ) hat der Kreis Segeberg als Träger von drei Förderzentren in Bad  Segeberg, Kaltenkirchen und Norderstedt für Kurzentschlossene noch freie Plätze  in der Schüler*innenbetreuung. An den Schulen mit Förderschwerpunkt geistige  Entwicklung haben Freiwillige die Möglichkeit, gemeinsam mit pädagogischen  Mitarbeiter*innen die dortigen Abläufe kennenzulernen. Zu den Aufgaben  gehören unter anderem die Betreuung von geistig und körperlich behinderten  Schüler*innen, deren Unterstützung während des Unterrichts, Fahrdienste sowie  Hilfe bei pflegerischen und hauswirtschaftlichen Aufgaben.

 

Beginn des zwölfmonatigen Dienstes ist in der Regel im Juli/August eines jeden  Jahres. Wer sich bewerben möchte, darf höchstens 27 Jahre alt sein und muss  die Schulpflicht von neun Jahren erfüllt haben. Ein Schulabschluss ist aber nicht  zwingend erforderlich. Monatlich gibt es ein Taschengeld in Höhe von rund 420 Euro zuzüglich rund 130 Euro Verpflegungskostenzuschuss sowie rund 25 Euro für Kleidung.

 

Wer Interesse hat, schickt eine aussagekräftige Bewerbung mit Anschreiben,  Lebenslauf und einer Kopie des letzten Zeugnisses direkt an eines der drei  Förderzentren:

 

Schule am Hasenstieg

Hasenstieg 13

22846 Norderstedt

Telefon 040/5225313

E-Mail:

 

Janusz-Korczak-Schule

Von-Bodelschwingh-Straße 1

24568 Kaltenkirchen

Telefon 04191/3811

E-Mail:

 

Trave-Schule

Burgfeldstraße 104

23795 Bad Segeberg

Telefon 04551/90861713

E-Mail:

 

Fragen dazu beantwortet Kreis-Mitarbeiterin Miriam Kesselboth unter Telefon  04551 951-8769 oder per E-Mail an .

Foto zur Meldung: Kreis Segeberg bietet Freiwilligendienste an
Foto: Kreis Segeberg bietet Freiwilligendienste an

Wikingerschach: Schmalensee war mit Hagen Bastling bei der Euro am Start

(05. 07. 2022)

Der SV Schmalensee jubelt: Erstmals hat ein Vereinsmitglied an Europameisterschaften teilgenommen. Und dann auch noch in der Disziplin, die sich gerade im Sportverein etabliert: Wikingerschach. Spartenleiter Hagen Bastling war mit seinem Team dabei, als am Wochenende im Bürgerpark der Stadt Wismar die Hölzer flogen und Könige gestürzt wurden. Bei den European Kubb Championships (EKC) 22 waren 13 Nationen am Start – längst nicht alle aus dem Ostseeraum, was man als Laie hätte vermuten können.  

 

Zugegeben, ähnlich diverser Kampfsportarten lässt sich ein Wettkampf leicht als Europa- oder gar Weltmeisterschaft deklarieren. Die Vielfalt der veranstaltenden Verbände macht es möglich. Wenn man sich zu den sportlichen Vergleichen nicht qualifizieren muss, sondern die Teilnahme melden kann, ist das meist ein Indiz für ein eher offenes Event. Nichtsdestotrotz zählen der sportliche Wettstreit, Anspannung, Schweiß, Niederlage und Sieg. Das spiegelt sich auch im Bericht wider, den Hagen Bastling nach Rückkehr aus Mecklenburg der Schmalenseer Gemeinde-Homepage gegeben hat.

 

Der EKC 22-Anteil ohne Schmalenseer Beteiligung

 

Die Kubb-EM umfasste mehrere Wettbewerbe, an denen Freundinnen und Freunde des Wikingerschach aus Österreich, Belgien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Schweden, der Schweiz und Großbritannien teilnahmen. Außer dem Freshman-Cup für Dreier-Teams (der, in dem Hagen Bastling mit seinem Vater Ingo Bastling und Kumpel Michael Rath an den Start ging) konnten Punkte für das Nationen-Ranking gesammelt werden, das am Ende die Schweizer gewinnen sollten.

 

Im Wettbewerb der Einzelspieler setzte sich unter 220 Startern Yentel Castrel aus Belgien nach einer K.O.-Runde mit 32 Teilnehmern an die Spitze des Feldes. Im Drei-gegen-Drei starteten 68 Teams, von denen 16 im K.O. landeten. Hier gewann die Mannschaft Breitzone aus der Schweiz. Aus den Reihen der Einzelspieler bildeten die Nationen zudem Sechserteams, die mit ihrer Konkurrenz den Abschluss der EKC 22 bildeten. Die Kubb-Freunde aus Tschechien lagen hier am Ende vorn.

 

Schmalensee-Vertreter startete im Freshman-Cup

 

Wie beim Wikingerschachturnier des SV Schmalensee um den Normannen-Pokal formierte Hagen Bastling ein Team unter dem Namen Ironhead – Michael Rath gehört zum festen Kader, Ingo Bastling rückte neu in die Mannschaft. Die Bedingungen waren eine ganze Spur härter als auf der Sportanlage an der Tarbeker Straße: Je Partie wurde nur eine maximal 30-minütige Runde gespielt – mögliche Ergebnisse lauteten also 1:0, 0:0 oder 0:1. „Ein Unentschieden mag für das Gefühl gut sein, wird aber wie eine Niederlage gewertet“, verrät Hagen Bastling.

 

Ironhead startete prompt mit einem 0:1 gegen „KGF 1“ aus Frankreich ins Turnier. „Ein von Anfangsnervosität geprägtes ausgeglichenes Spiel, welches das Team aus Frankreich erst 3 Minuten vor Schluss für sich entscheiden konnte“, brummt Bastling, der die nächste Runde, ein nach 30 Minuten mit 0:0 gewertetes Spiel gegen „Die lustigen 5“ wie beschrieben als weitere Niederlage betrachtete.

 

In Runde 3 dann ging es gegen die „Metime Cowgirls“ – 1:0. „Endlich der erste Sieg. Tatsächlich hatten wir ein super Spiel abgeliefert und haben den Gegner keine Chance gelassen und nach 15 Minuten den Sieg eingefahren“, strahlt Hagen Bastling hinter seinem Bart.

 

Allerdings sollte es bei diesem einen Sieg bleiben, bei noch vier auszutragenden Begegnungen. Die erste gegen „Dabei is alles“: „Beflügelt vom Sieg in der Runde davor gab es diesmal richtig einen …“, schildert Bastling. „Bereits nach 6 Minuten war unsere Niederlage besiegelt. Jeder Wurf, ein Treffer!“, zollt er dem Gegner Respekt.

 

Es folgte ein 0:1 gegen die „Überflüger“ aus der Schweiz: „Leichter Vorteil auf unserer Seite vom Start an. Darauf folgten leider 12 Würfe ohne Treffer, welche vom gegnerischen Team gnadenlos ausgenutzt wurden.“ Anschließend 0:1 gegen die „Binkom Basterds“ aus Belgien: „Auch in diesem Spiel sorgten 2 leere Wurfrunden (12 Würfe) für unsere Niederlage. Der Gegner war nicht wirklich besser, wir hatten nur kein Glück.“ Bestätigen ließen sich die Ironhead-Leute das in einem Rematch außerhalb der Wertung, das sie binnen sieben Minuten gewinnen konnten, ohne einen einzigen Kubb zu verlieren.

 

Dennoch, auch in der letzten Runde, nun gegen „Kubbulus Nimbus“ aus Österreich, hieß es letztlich 0:1. – „Vermutlich neben unserem Sieg und dem Sieg außerhalb der Wertung unser bestes Spiel. Es hätte von der Qualität beider Teams ein Unentschieden sein müssen, jedoch sorgte ein Strafkubb (darf vom gegnerischen Team aufgestellt werden mit einer Wurfholzlänge Abstand zum König) dafür, dass das Spiel nach 28 Minuten doch noch verloren ging, bei dem Versuch den Strafkubb zu eliminieren“, fasst Hagen Bastling den Verlauf zusammen.

 

Sieger unter den am Freshman Cup teilnehmenden 37 Mannschaften, von denen die besten Acht das K.O. bestritten, wurden die Füchse Wahrstorf.

 

Bilanz und Ausblick

 

„Allem voran hat es sehr viel Spaß gemacht und wurde von der EKA (European Kubb Association) sehr gut organisiert und auch umgesetzt. Wir haben den 33. Platz belegt“, teilt Hagen Bastling mit. Und weiter: „Meine persönlichen Ziele habe ich erreicht. Wir sind nicht Letzter geworden und wir haben auch gewinnen können und gezeigt, dass wir durchaus mithalten können.“

 

Heißt das jetzt, Ironhead werden zum nächsten EKC fahren, der vermutlich im europäischen Ausland stattfindet? „Eher nicht! Die Fehler wurden analysiert, und die gilt es mit regelmäßigem Training zu beheben.“ Der weitere Fahrplan der Mannschaft: Am 17. September wird die 11. Lewitzer Kubbmeisterschaft vom Kubb Mirow e.V. ausgetragen. Außerdem soll es bei diesem eine Teilnahme an der vierten Auflage des Speedkubb-Turniers geben.

 

Und dann ist da noch ein bedeutender Wettbewerb am Samstag, 27. August, ab 15 Uhr auf der Sportanlage des SV Schmalensee: Der 4. Normannen-Pokal-Wettbewerb des SV Schmalensee. „Ironhead wird mit einem Besetzungswechsel in Schmalensee angreifen, richtet Hagen Bastling eine dezente Kampfansage an die bisherigen (Dauer-)Sieger vom Team „Irgendeine Mannschaft“...

 

Bilder: privat (Hagen Bastling)

Foto zur Meldung: Wikingerschach: Schmalensee war mit Hagen Bastling bei der Euro am Start
Foto: Hagen und Ingo Bastling sowie Michael Rath v.li. mit Team KGF 1

Zum kleinen Großeinkauf Richtung Ostsee? 9-Euro-Ticket!

(03. 07. 2022)

Ein weiterer Gastbeitrag von Klaus Wendt:                         

                                                          

Die Tonercassette ist leer, in Wankendorf ist der Artikel nicht erhältlich. Papiere müssen zum Gericht und es fehlt ein Pinökel für den Wasserschlauch; Aufwartung in Lübeck: Alles auf einmal an einem Tag mit der Universalfahrkarte.                                                   

                                                          

Abfahrt ab Ascheberg oder Perdoel alle Stunde. In  Plön aussteigen, Dokumente zum Gericht gebracht, Toner gibt’s im Fußgängerzonenbereich (Parkgebühr entfällt bei 9-Euro-Fahrschein!).

 

Weiter mit der Bahn (täglich tagsüber alle halbe Stunde) nach Eutin: In der Fußgängerzone erstmal zur Filiale meiner Bank (der Automat des Unternehmens in Plön hat mal wieder versagt) und zur Rückseite des Bahnhofs zum Discounter: Küchenteil konsumiert (gleich 2x), weil es im Markt der Kette in Wankendorf schon weg war. Noch schnell Kleinigkeiten im Baumarkt (Zollstöckchen als Mitbringsel für Lübeck)  und Auskunft in der Abteilung Gartenartikel wegen der Handgriffe für die Schubkarre.                                               

                                                          

Dann geht’s weiter nach Lübeck wegen des Pinökels. Dort wartet mit Carl Kürle in der Beckergrube 75 der Hammer auf: Eisenwarenhandel guter alter Schule! Durch einen kleinen Eingang und einen Flur in einen großen, vollgestellten Verkaufsraum. Für ein benötigtes Übergangsteil von Groß- auf Minischlauch holt der Verkäufer einen Adapter dazu und bastelt dann auch noch mit zwei kleinen Schlauchenden einen Übergang zum Hauptschlauch. Für Einsfünfzig! Der Laden soll auch viele Skandinavier (Segler) bedienen, die extra für beliebige Klein- oder Großteile nach Lübeck kommen.                                                     

                                                          

Das 9-Euro-Ticket ist noch nicht ausgeschöpft, also ab ZOB mit dem 12er-Bus (alle halbe Stunde) zum Nachmittagsbesuch in die Siedlung Dornbreite zu einer früheren Arbeitskollegin (lecker Erdbeerkuchen mit Sahne).                      

                                   

Rücktour dann ab Lübeck Hauptbahnhof nach Ascheberg (Achtung: dort stets nur stündliche Halte!).                                                  

 

Und die Wege zwischendurch? Dafür diente die Anschaffung eines Tretrollers (vor vier Wochen in drei Märkten Trappenkamp/Bornhöved angeboten). Äußerst praktisch, leichter und kleiner als ein Klappfahrrad, das natürlich auch ginge. Und kann von jedem bedient werden, der/die halbwegs gesund ist. Und wer's nicht ist oder größeres Gepäck dabei hat, kann selbstverständlich einen PKW benutzen, das schließt    das 9-Euro-Ticket ja gar nicht aus.                                                         

P.S.: vom Eisenwarenhandel aus bis zum Hauptbahnhof ging es natürlich mit dem Roller am Holstentor vorbei. Und die Pinökelangelegenheit hat auch nicht funktioniert: Weil der Minischlauch zu lang ist, hat sich der Wasserdruck auf Strecke reduziert und übrig blieb ein kleines Rinnsal. Blöde Erfahrung, aber Ungemach überschaubar: Dank 9-Euro-Ticket. 

 

Foto zur Meldung: Zum kleinen Großeinkauf Richtung Ostsee? 9-Euro-Ticket!
Foto: Das 9-Euro-Ticket für Juli

Am 5. Juli: Impfsprechstunde des Kreisgesundheitsamtes

(03. 07. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 29.06.2022:

 

Gesundheitsamt erinnert an nächste  Impfsprechstunde am 5. Juli

 

Das Gesundheitsamt erinnert daran, dass ab sofort wieder  jeden ersten Dienstagnachmittag im Monat die Impfsprechstunde im  Gesundheitsamt in Bad Segeberg stattfindet. Die Impfberatung und Impfung von  Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung sowie  Masern, Mumps und Röteln) ist in der Zeit von 14 bis 16 Uhr möglich. Nächster  Termin ist der 5. Juli.

 

Eine Terminvereinbarung ist notwendig per E-Mail an

oder telefonisch unter 04551 951-9230.

 

Foto zur Meldung: Am 5. Juli: Impfsprechstunde des Kreisgesundheitsamtes
Foto: Am 5. Juli: Impfsprechstunde des Kreisgesundheitsamtes

De ole Rökerkaat: Neues aus dem Heimatmuseum Bornhöved

(02. 07. 2022)

Die eine Sonderausstellung neigt sich dem Ende – schon naht eine andere im Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ in Bornhöved: Langsam ebbt das Interesse an den Werken von Heimatmaler Helmut Albrecht ab, aus dessen Werk Norbert von der Stein dank zahlreicher Leihgaben aus der Umgebung eine Sonderausstellung hatte arrangieren können. Die aber soll in diesen Tagen wieder abgebaut, das Bildmaterial an die Eigentümer zurück gegeben werden. Gleichzeitig entsteht Platz für anderes. Mit Bornhöved in alten Ansichten wollen der Museumsleiter und seine Helferinnen und Helfer die Besucher nun erfreuen.

 

Darunter sind einige bisher noch nicht gezeigte Aufnahmen, denn noch immer öffnen Menschen aus Bornhöved und der Umgegend ihre Fotoalben und Zigarrenkisten und lassen Norbert von der Stein Einblick nehmen und Kopien (Digital-Scans) für die Archivdatenbank anfertigen.

 

Geöffnet ist das ehrenamtlich betreute Heimatmuseum (Kuhberg 5, 24619 Bornhöved) sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, wer mag, lässt eine Spende da zur Unterhaltung der Dauerausstellung.

 

Denn die gibt es natürlich auch mit vielen Informationen zu der durchaus kriegerischen Vergangenheit der Region oder zur Familie Ross; zur Kleinbahn, die in Bornhöved einen Bahnhof mit Ausbesserungswerk unterhielt und einigem mehr.

 

Und: Auch zukünftig müssen Besucherinnen und Besucher nicht auf die Werke von Helmut Albrecht verzichten: Einige gehören zur Dauerausstellung, viele sind auf dem Bildschirm abrufbar und können weiter in Ruhe betrachtet werden.

 

Foto zur Meldung: De ole Rökerkaat: Neues aus dem Heimatmuseum Bornhöved
Foto: Heimatmuseum Bornhöved

Ab sofort: Neue Impfstelle für den Kreis Segeberg in Kaltenkirchen

(01. 07. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 29.06.2022:

 

Neue stationäre Impfstelle eröffnet am 1. Juli in Kaltenkirchen

 

Im Ohland-Park in Kaltenkirchen (Kisdorfer Weg 11) eröffnet  am Freitag, 1. Juli, die neue Impfstelle für den Kreis Segeberg. Sie kann mit bis  zu vier Impflinien betrieben werden. Die Gesamtorganisation der Impfstelle liegt  beim Land.

 

Die bisherigen zwei Impfstellen im Norderstedter Herold-Center sowie in Bad  Segeberg im Alten Bahnhof sind bereits geschlossen. Sie erfüllen nicht länger die  aktualisierten Vorgaben des Landes und waren für einen Weiterbetrieb zu klein.

 

Öffnungszeiten in Kaltenkirchen: mittwochs 15.30 bis 19.30 Uhr, donnerstags bis  samstags 10.30 bis 19.30 Uhr, sonntags bis dienstags geschlossen. 

 

Eine Terminvereinbarung ist möglich unter www.sh-impfen.de. Auf der  Internetseite gibt es auch Informationen zu den weiteren Impfstellen, den  Terminen der mobilen Impfteams sowie zu offenen Impfsprechstunden, für die  kein Termin notwendig ist. 

 

Auch die 15 mobilen Teams bleiben nach Angaben des Landes einsatzbereit. So  sollen auch über den Sommer und den Herbst vorerst bis Ende des Jahres 2022  weiterhin Impfkapazitäten flächendeckend zur Verfügung stehen. Die Impfstellen  und Impfteams ergänzen dabei niedergelassene Ärzt*innen, Apotheker*innen  sowie weitere impfende Stellen.

 

Foto zur Meldung: Ab sofort: Neue Impfstelle für den Kreis Segeberg in Kaltenkirchen
Foto: Ab sofort: Neue Impfstelle für den Kreis Segeberg in Kaltenkirchen

Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 07. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus haben wir im Monat Juli die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Luftfahrt elektrisiert die Region: Am 1. Juli 1912, vor 110 Jahren, findet als Werbeveranstaltung für das Flugwesen über Schleswig-Holstein der sogenannte „Nordmark-Flug“ statt. Mehrere Flugzeuge überfliegen die Provinz, was von der breiten Öffentlichkeit rege verfolgt wird. Entlang des Teilabschnitts der Flugroute, der Linie Ascheberg – Bornhöved – Neumünster (die Piloten orientieren sich am Verlauf der Chaussee, also der heutigen B430) sind örtliche Kräfte in die Sicherheitsorganisation eingebunden. In Bornhöved stellt Dr. Hilcker die Sanitätsversorgung im Falle eines Flugunfalls sicher. Entlang der Strecke sind Telefon-Meldestationen vorgesehen, eine davon ist der Gasthof Voß in Schmalensee. Außerdem pendeln sieben Melderadfahrer auf der Strecke. In Bornhöved wird extra der Zeitplan für das Kindervogelschießen geändert.

 

Schnellsatteln als Turnieraufgabe: Der Reiterverein für Bornhöved und Umgegend veranstaltet am Nachmittag des 2. Juli 1922, vor 100 Jahren, ein Reit- und Fahrturnier. Die Wettbewerbe reichen vom Lanzenreiten und Schnellsatteln bis zum Ponyrennen, Jagdspringen und zu Materialprüfungen für Ein- und Zweispänner. Am Abend gibt es einen Ball.

 

Eine sozialdemokratische Torwand: Die Segeberger Zeitung berichtet am 3. Juli 1982, vor 40 Jahren, dass der SPD-Ortsverein, vertreten durch Malte Möller und Werner Wulf, eine hölzerne Torwand an die Gemeinde übergeben hat. Sie wird auf dem „Bolzplatz“ aufgestellt und sogleich von den Kindern des Dorfes reichlich genutzt.

 

Ein schrecklicher Verkehrsunfall: Ein schlimmer Verkehrsunfall ereignet sich am frühen Sonnabendmorgen, 3. Juli 1982, vor 40 Jahren auf der B 430 bei Schmalensee. Ein PKW kommt bei dem Versuch, ein landwirtschaftliches Fahrzeug zu überholen, von der Fahrbahn ab, prallt gegen einen Baum und fängt Feuer. Der 32-jährige Fahrer aus Kalübbe ist offenbar schon tot, als die Einsatzkräfte aus Schmalensee und Bornhöved hinzueilen und nur die verbrannte Leiche bergen können.

 

Europameisterin aus Schmalensee: Die Schmalenseerin Beeke Kaack (heute Jankowski) siegt am 7. Juli 2002, vor 20 Jahren, mit der deutschen Mannschaft bei den Europameisterschaften der Ländlichen Vielseitigkeitsreiter im britischen Hartbury. Im Sattel von Conti wird sie 19. der Einzelwertung. Ihre Teamkolleginnen Tina Richter-Vietor (Ganderkesee) und Insa-Kristina Weddige (Warendorf) gewinnen im Einzel die Gold- bzw. Silbermedaille. Insgesamt ritten sechs Reiterinnen für Deutschland, die sich neben der Dressur, dem Geländeritt und der Springprüfung auch einer Abteilungsdressur zu stellen hatten.

 

Zehn Jahre „Jo Wolff“ in Schmalensee: Das Friseurgeschäft „Coiffeur Wolff“ in Trappenkamp ist Geschichte, denn Joachim Wolff eröffnet am 7. Juli 2012, vor zehn Jahren, im alten Bauernhaus (Schnohr; Hammerich) in Schmalensee den Salon „Jo Wolff“. Neben der Haarpflege bietet Wolff auch Kosmetik und als „Dienstleistung für ihre Schönheit auf höchstem Niveau“ an.

 

Hitlerjugend auf dem Grimmelsberg: Etwa 225 Hitlerjungen aus Magdeburg treffen am 13. Juli 1937, vor 85 Jahren, von Ahrensbök kommend in Bornhöved ein. Sie gehören zu einer 1200 Jungen großen Formation, die eine sogenannte „Grenzlandwanderung“ die Ost- und Westküste entlang zur dänischen Grenze unternimmt. Die Jungen werden durch die Ortsgruppe der NSDAP auf Quartiere in Tarbek, Schmalensee, Gönnebek und Bornhöved verteilt. Sie erhalten auf dem Grimmelsberg und am Kongsbarg eine Einführung in die historische Region. Den Abschluss des Tages bildet ein Gemeinschaftsabend auf dem Bornhöveder Sportplatz am See.

 

Zentrale Wasserversorgung: Das so genannte „Nitrat-Nothilfeprogramm“ des Kreises Segeberg sieht die Bereitstellung von 1 Million DM für den Anschluss von Dörfern an eine zentrale Wasserversorgung vor. Davon berichtet die Segeberger Zeitung am 14. Juli 1987, vor 35 Jahren. Betroffen sind Orte wie Schmalensee, wo die Einwohner ihr Trinkwasser noch vornehmlich aus Einzelbrunnen beziehen. Die Finanzspritze des Kreises dient dem Anschluss an ein großes Wasserwerk oder dem Bau einer zentralen Anlage im Ort und ist unter anderem davon abhängig, dass die Bürger an den Kosten beteiligt werden.

 

Die Königspaare von 1952: Wie die Segeberger Zeitung vor 70 Jahren, am 15. Juli 1952 berichtet, begeisterte das Kindervogelschießen alle großen und kleinen Leute im Dorf. Das kleine Königspaar bilden Elfriede Schulz im Ballwerfen und Jens Hamann im Dosenwerfen. Das große Königspaar sind Anita Pergande im Vogelpicken und Peter Bollbuck im Scheibenschießen.

 

Foto zur Meldung: Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Brause-Limonade-Bonbons von Stollwerck SKWB 13.07.1897

Historisches Kalenderblatt im Juli: Dorfstraßenszene um 1907 in Schmalensee

(30. 06. 2022)

Corona-bedingt musste in Schmalensee nach 2020 auch im Dezember 2021 die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde abgesagt werden, um Kontakte zu beschränken. Statt einer Feier erhielten die Seniorinnen und Senioren des Dorfes einen Präsentbeutel mit einem Premieren-Inhalt: Einem Schmalensee-Kalender für 2022 mit historischen Aufnahmen. Wenige Restexemplare gingen in den Verkauf für den guten Zweck.

 

Für alle Schmalenseer und Freunde, ob nun Besitzer eines solchen Kalenders oder nicht, sei im Jahr 2022 stets vor dem Monatsersten das nächste Kalenderblatt auf der Gemeinde-Homepage gezeigt und erläutert. Heute also das Kalenderblatt für den Juli.

 

Und dabei handelt es sich um eine sehr schöne Aufnahme, die uns Dierk Harder als Fotografie im Glasrahmen zur Verfügung gestellt (und natürlich zurück erhalten) hat. Sie zeigt eine Straßenszene mitten im Dorf auf der Chaussee, wie die heutige Bundesstraße 430 früher bezeichnet wurde. Die „Szene“ ist sehr wahrscheinlich gestellt, der Fotograf muss viele Klinken geputzt haben, um die Menschen im Bild zu bewegen, sich so zu positionieren, dass ein Stück Dorfleben abgebildet wird.

 

Das soll den Wert des Bildes aber nicht schmälern, wir erkennen viel darin, auch wenn uns die Namen der Menschen nicht geläufig sind. Eine zeitliche Einordnung ist dadurch möglich, dass die Aufnahme – wie damals üblich – auch als Postkarte vertrieben wurde. Eine im Jahr 1907 gestempelte Karte liegt uns vor, und so ordnen wir die Szenerie in die frühen Jahre nach der Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert ein, als Schmalensee längst nicht mehr dänisch sondern preußisch war – aber noch nicht elektrifiziert.

 

Denn das ist ein Merkmal des Bildes: Es gibt noch keine Strom- beziehungsweise Telegraphenmasten im Dorf. Lediglich in der Bildmitte, auf dem rechten Bürgersteig, erkennen wir eine Laterne. Diese dürfte noch mit Petroleum befeuert und täglich von Hand entzündet und gelöscht worden sein – vielleicht vom Nachtwächter des Dorfes, oder sie war privates Eigentum der Anwohner. Erst 1910, so berichtet Zeitzeuge und Chronist Heinrich Göttsch, erhielt Schmalensee elektrisches Licht.

 

Zum Vergleich ist dem Bericht ein Bild aus der Zeit zwischen 1930 und 1950 beigefügt, das mit fast identischer Blickrichtung diesen Abschnitt der Dorfstraße aufgreift. Auffällig hier: Die hölzernen Masten für Strom und Telefon, an denen zum Teil Lampen befestigt sind.

 

Das Vergleichsbild lässt erkennen, dass zumindest in diesem Abschnitt des Dorfes Breite und Belag der Fahrbahn noch wenig Veränderung erfahren haben. Dafür hat sich links und rechts der Straße etwas getan. Wir sehen im Bild von 1907 rechts den Hof der Familie Harder (Johannes, Heinrich, Werner, Gerhard). Der Mann in hohen Stiefeln vor dem Wagen mit Speichenrädern aber steht am damaligen Hof Saggau (später Wulf, heute Griese). Beide Höfe haben noch nicht die heute auffällige Einfriedung aus Feldsteinmauern, sie sind stattdessen mit Zaunelementen eingefasst.

 

Einen Zaun sehen wir auch vorn links, wo heute die Meierei (erbaut erst im Jahre 1909/10) und das Altenteilerhaus zum Harder-Hof stehen. Vielleicht liegt für letzteres im Bild schon das Baumaterial parat? Im Vergleichsbild hat es sich vorn links eingefunden.

 

Wir bleiben links, sehen das Gebäude, in dem heute Jo Wolff seinen Salon für Haut und Haar betreibt. Das Gehöft ist in der Familie geblieben, mit wechselnden Familiennamen von Schnohr über Hammerich zu Wolff. Im Treppenaufgang zu den im alten Haupthaus ausgebauten Wohnungen hängt (oder hing) übrigens eine Replik des Bildes von 1907 als schöne Vergrößerung.

 

Auffällig sind – wieder nach rechts geschaut – die Bäume vor dem Harder-Haus. Die gibt es heute nicht mehr, im Vergleichsbild sind sie noch vorhanden, obwohl es da schon eine deutliche Veränderung gegeben hat: Denn wenn man beim nächsten Spaziergang durch das Dorf genau hinschaut, wird man feststellen, dass vor der Längswand zur Straße hin eine Aufschüttung stattgefunden hat, wodurch die Rasenfläche mit Blumen und Sträuchern, gestützt durch die Feldsteinmauer, deutlich höher liegt als früher.

 

Zum Schluss noch einmal zu den Menschen im Bild, deren Anwesenheit es zusätzlich besonders macht. Es hat den Anschein, als zöge das Gespann auf der Chaussee, das vom Betrachter wegfährt und dem zwei Pferde mit einem Reiter folgen, alle Aufmerksamkeit auf sich: Vier Männer links am Straßenrand, alle in dunkler Kleidung (ein Sonntagsfoto?) sowie zwei auf der rechten Seite, die sich ihrer Jacken entledigt haben (ein Frühlingsbild?) scheinen im Austausch mit den Männern auf der Fahrbahn.

 

Nur der ältere Mann im Vordergrund mit den hohen Stiefeln und einem Rechen in der Hand wirkt abwesend, schaut in eine ganz andere Richtung, und lässt erahnen, dass diese Fotografie eine „Komposition“ des Fotografen ist.

 

Kann man für uns alle sprechen wenn man sagt, „beim Entstehen dieses Bildes wäre ich gern dabei gewesen“?

 

Foto zur Meldung: Historisches Kalenderblatt im Juli: Dorfstraßenszene um 1907 in Schmalensee
Foto: Straßenszene von 1907, Bild von Dierk Harder

Alte Schmiede Bornhöved: Das Kino-Programm im Juli

(29. 06. 2022)

Mitteilung des Fördervereins Alte Schmiede Bornhöved vom 28.06.2022:

 

Es hat schon Tradition in Bornhöved, das SommerKino des Fördervereins „Alte Schmiede Bornhöved“. Fördervereinsmitglied Keena Braun hat ein frisches, hintergründiges und spannendes Programm zusammengestellt.

 

Wir beginnen am 1. Juli mit dem deutsche Spielfilm „Der Junge muss an die frische Luft“. Die Autobiografie von Hape Kerkeling zeigt Kindheit und Jugendzeit in der Ruhrgebietsstadt Recklinghausen und war 2018 der besucherstärkste Film.

 

Am 15. Juli ist „Ich bin dann mal weg“ aus dem Jahr 2015 zu sehen. Die Filmkomödie basiert auf dem Bestseller von Hape Kerkeling, in dem er seine Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg beschreibt.

 

Weiter geht es am 29. Juli mit dem Film „Ziemlich beste Freunde“. Die tragikomische Inszenierung zeigt, wie ein wohlhabender Gelähmter durch die unkonventionelle Art seines Pflegehelfers neuen Lebensmut gewinnt.

 

Alle Vorstellungen beginnen jeweils freitags um 19:30 Uhr in der Alten Schmiede, Kuhberg 13, 24619 Bornhöved. Die jeweils geltenden Corona-Auflagen werden erfüllt und der Eintritt ist frei.

 

Foto zur Meldung: Alte Schmiede Bornhöved: Das Kino-Programm im Juli
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Mit dem 9-Euro-Ticket zum TÜV!

(27. 06. 2022)

Ein Gastbeitrag von Klaus Wendt, Belauer Straße:

 

Das Problem: Das eigene Kraftfahrzeug steht in Trappenkamp zur Abholung bereit, Abholung

zwischen 16 und 18 Uhr, TÜV-Stempel ist bereits frisch montiert! Jetzt gilt es nur noch, eine Person zu finden, die mich zum Ort der Werkstatt befördert, damit ich dann dort mit dem eigenen PKW die Fahrt weiter aufnehmen kann.                

           

Oder es geht auch anders: Ich nehme das 9-Euro-Ticket – schon längst angeschafft und seiner Anwendung entgegenharrend – und begebe mich zu einer Bushaltestelle in der Belauer Straße.

 

Belauer Straße West, 15.44 Uhr ab Richtung Plön. Umsteigen in Belau/Perdoel bis Wankendorf/ZOB, dort mit dem Kieler Bus bis Bornhöved-Adolfplatz und – dort umgestiegen in den Segeberger Bus – bis Trappenkamp!

 

Dabei beachten: von Perdoel bis Wankendorf fährt ein Anrufsammeltaxi, das spätestens bis eine Stunde zuvor über meinen Fahrwunsch informiert werden muss. Zuzahlung nicht vonnöten, Fahrschein von  Schmalensee nach Trappenkamp auch im Taxi (zur Anmeldung hier: Abfahrt 15.55 Uhr ab Perdoel) gültig. In diesem Fall natürlich das Universal-9-Euro-Ticket.

 

Zusatzbemerkungen: In Perdoel (Abzweigung nach Kalübbe, von wo das Umsteigetaxi weiterfährt) gibt es ein Buswartehäuschen! Falls ich in Trappenkamp für meinen Zweck die Arsenalstraße aufsuchen müsste: Vor Trappenkamp Kirche aussteigen, an famila-Frontseite vorbei bis zum hinterem Teil des Gebäudes, dort Pfortenzugang zum Sackgassenende der Asenalstraße (Angabe zum unversperrten Durchgang natürlich ohne Gewähr…).

                       

Fazit: Geld gespart, Umwelt geschont! Die Ersparnis könnte ich bei meiner Hausbank investieren (Achtung: demnächst Zinsanstieg) oder ich kaufe mir einfach ein Eis.      

 

Soviel zum 9-Euro-Ticket-Tipp im Juni.

 

Foto zur Meldung: Mit dem 9-Euro-Ticket zum TÜV!
Foto: Das 9-Euro-Ticket

Noch bis November: Kostenlose Museumsbesuche für Kinder und Jugendliche

(26. 06. 2022)

Auszug aus einer Mitteilung des Landesjugendringes:

 

MuseumsCard: freier Eintritt für Kinder und Jugendliche in über 130 Museen in SH

 

Noch bis 1. November können Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit der MuseumsCard kostenlos mehr als 130 Museen, Ausstellungen und kulturelle Bildungsorte in Schleswig-Holstein besuchen. Auch Inhaber*innen der Jugendleiter*innen-Card haben mit der MuseumsCard freien Eintritt.

 

Die Sparkassen sind von Beginn an Partner der MuseumsCard und haben sie mit initiiert. „Die Sparkassen unterstützen die MuseumsCard aus voller Überzeugung, denn sie ermöglicht allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu mehr als 130 Museen im ganzen Land und damit zu Teilhabe an kultureller Bildung. Die Vielfalt und das Engagement der beteiligten Museen sind beeindruckend – das ist ein tolles Angebot und ich bin sicher, dass für jede und jeden etwas dabei ist. Es lohnt sich, in den kommenden Monaten auf Entdeckungsreise zu gehen“, so Gyde Opitz, Abteilungsleiterin Kommunikation und Gesellschaftliches Engagement des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein.

 

Knapp 130.000 Karten sind dieses Jahr in Sparkassen, Museen, Büchereien, Jugendverbänden, beim Landesjugendring sowie in vielen Tourist-Informationen erhältlich. Alternativ kann die MuseumsCard auf www.meine-museumscard.de oder als App kostenfrei aus dem Internet heruntergeladen werden. Die App zeigt teilnehmende Museen im Umkreis von 20 km an und informiert über Öffnungszeiten und Angebote für Kinder und Jugendliche.

 

14 Museen können MuseumsCard-Nutzer*innen dieses Jahr erstmalig entdecken. Besonders an der Nordsee locken neue Ziele, aber auch an der Ostsee, in Lübeck und im Binnenland sind neue Museen dabei. Jochen Wilms, Vorsitzender des Landesjugendrings, freute sich über die Vielfalt des Angebots: „Nach der langen Zeit von Einschränkungen durch Corona haben Kinder und Jugendliche jetzt die Gelegenheit, mit der MuseumsCard im ganzen Land Natur und Kultur zu entdecken und dabei auch noch tolle Preise zu gewinnen!“

 

Wer drei Stempel auf seiner MuseumsCard sammelt oder mit der MuseumsCard-App QR-Codes in den Museen scannt, kann eine Übernachtungsreise oder Sachpreise gewinnen. Außerdem gibt es einen Extrapreis für Gruppen, die ein Foto von sich im Museum einsenden.

 

An zwei Tagen in den Herbstferien, dem 13. und 20. Oktober 2022, wird die MuseumsCard zusätzlich zur Fahrkarte für NAH.SH, den Nahverkehr in Schleswig-Holstein: An diesen Aktionstagen können mit der MuseumsCard alle Busse und Bahnen des Nahverkehrs kostenlos genutzt werden.

 

Museen und Kulturorte, die 2022 erstmals teilnehmen:

 

  • Katharinenkirche, Lübeck
  • Museum Holstentor, Lübeck
  • Info Pavillon Fischereimuseum, Heikendorf
  • Alte Fischräucherei Eckernförde
  • Heimatmuseum Gettorf
  • Kunsthalle Otto Flath, Bad Segeberg
  • Kunstverein Elmshorn
  • Erlebnisraum am Leuchtturm Westerheversand
  • Integrierte Station Westküste, Lüttmoorsiel
  • Nationalpark-Ausstellung auf Hallig Hooge
  • Nationalpark-Häuser Nordstrand, Pellworm, Sankt Peter-Ording und Wittdün, Amrum

 

Dr. Miriam J. Hoffmann, Vorsitzende des Museumsverbandes Schleswig-Holstein und Hamburg e. V.: „Die MuseumsCard ist seit vielen Jahren ein großer Erfolg. Die schleswig-holsteinischen Museen freuen sich auf viele neugierige Entdecker*innen und bieten spannende Erlebnisse in Binnenland und Waterkant.“

 

Die MuseumsCard wird vom Landesjugendring Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, den schleswig-holsteinischen Sparkassen, dem Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg sowie dem Nahverkehr Schleswig-Holstein durchgeführt. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die schleswig-holsteinischen Sparkassen finanzieren die Aktion gemeinsam.

 

Alle Informationen rund um die MuseumsCard-Aktion, beteiligte Museen, einen Blog mit aktuellen Veranstaltungen und museumspädagogischen Angeboten im gesamten Aktionszeitraum bis zum 1. November finden Interessierte auf der MuseumsCard-Website www.meine-museumscard.de.

 

 

Foto zur Meldung: Noch bis November: Kostenlose Museumsbesuche für Kinder und Jugendliche
Foto: Noch bis November: Kostenlose Museumsbesuche für Kinder und Jugendliche

Mit dem 9-Euro-Ticket zur Kieler Woche

(23. 06. 2022)

Ein Gastbeitrag von Klaus Wendt, Belauer Straße:

 

Für die Interessenten einer der größten Segelregatten weltweit und für das Volksfest (und die Mischgetränke dazu) kann von Schmalensee aus das 9-Euro-Ticket genutzt werden, in der Regel aber eher von Bornhöved aus.    

                                                          

Linienfahrten ab Schmalensee mit relativ kurzer Umsteigezeit (Bornhöved-Adolfplatz): 6.36 Uhr für Frühaufsteher (Montag-Samstag), 8.26 Uhr (Montag-Freitag) und 14.31 Uhr (Montag-Samstag).

 

Zurück ist es dann nicht mehr ganz so toll: Ab Kiel 15.19 Uhr (Montag-Freitag) mit einer halben Stunde Wartezeit am Adolfplatz).

                                                          

Wesentlich spannender ist, mit dem Auto nach Bornhöved zu fahren oder sich fahren zu lassen, und dann mit dem Bus weiter zu touren. Ab Adolfplatz mindestens im Stundentakt von Montag bis Samstag; sonntags im 2-Stunden-Takt!

 

Und zurück abends das gleiche; ab Kiel etwa immer viertel nach und der letzte Bus an diesem Freitag und Samstag ab 1.16 Uhr des nächsten Tages bis Bornhöved, um auch noch das Abschlussfeuerwerk mitzukriegen („Sternenzauber über Kiel“)!   

 

Die einfache Fahrt nach Kiel kostet 7,70 Euro, das 5-Personen-Ticket hin und zurück 30,30 Euro. Wobei sich das 9-Euro-Ticket bis zum Monatsende natürlich noch für beliebig viele weitere Fahrten nutzen lässt.

 

Da lässt sich natürlich rechnen, ob nicht noch dieser oder jener Euro für die Entlastung der Haushaltskasse und die Schonung der geplagten Umwelt oder auch für dieses oder jenes Mischgetränk übrigbleibt...

 

Fahrten über Rickling und/oder Neumünster sind natürlich unbenommen, was tut man nicht alles, um Kfz-Kalamitäten in Kiel aus dem Wege zu gehen.                                                                 

Und nun noch als Knüller: Hin- und Rückfahrt ab Ascheberg nach Kiel mit Deutscher Bahn zu jeder Stunde, Freitag- und Samstagabend die ganze folgende Nacht hindurch stets zurück Kiel ab 0:16 Uhr im Stundentakt!

                                                                      

Darauf noch ein Mischgetränk!

Foto zur Meldung: Mit dem 9-Euro-Ticket zur Kieler Woche
Foto: Das 9-Euro-Ticket

In den Sommerferien: Praktikumswoche Segeberg

(22. 06. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 20.06.2022:

 

Fünf Tage, fünf Berufe, fünf Unternehmen:  Aktion „Praktikumswoche Segeberg“ läuft im  Juni und in den Sommerferien

 

Vielen Schüler*innen fällt die berufliche Orientierung schwer.  Hinzu kommt, dass in Zeiten von Corona mit Betriebspraktika und  Ausbildungsmessen wichtige berufliche Orientierungshilfen weggefallen sind. Um  Unternehmen und Schüler*innen zusammenzubringen, hat die  Jugendberufsagentur des Kreises Segeberg gemeinsam mit der  Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises die „Praktikumswoche Segeberg“ ins Leben gerufen.

 

Angemeldet über www.praktikumswoche.sh lernen Schüler*innen jeden Tag in  einer Woche ein neues Unternehmen kennen. Die Praktikumstage werden dabei  individuell für jede*n Teilnehmer*in geplant. So können sie sich in  unterschiedlichen Bereichen ausprobieren. „Mit der neuen Aktion ist jede*r  Schüler*in im Kreis Segeberg ab 15 Jahren angesprochen. Dabei ist es egal, ob  jemand bereits Praktika gemacht hat oder nicht“, sagt Moritz Füller vom  Bildungsmanagement des Kreises Segeberg.

 

Die Aktion wird in Schleswig-Holstein in zehn Kreisen und allen kreisfreien  Städten angeboten. Jörn Krüger, Direktor des Schleswig-Holsteinischen Instituts  für Berufliche Bildung, das die Praktikumswochen gemeinsam mit den Kammern  und den Trägern zum größten Teil finanziert, ist überzeugt von der Aktion:  „Gerade Praktika sind ein Türöffner in die berufliche Ausbildung und ein wichtiger  Baustein, um junge Menschen und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen.“ Mit der Praktikumswoche können sich Schüler*innen demnach individuell und  praktisch an ihren beruflichen Interessen orientieren und  Ausbildungsunternehmen und Ausbildungseinrichtungen kennenlernen. „Wir  hoffen auf eine rege Beteiligung“, so Krüger.

 

Neben den praktischen Einblicken in die Unternehmen spielt die hohe Flexibilität  der Praktikumswoche vor und in den Ferien eine wichtige Rolle. Die  Schüler*innen können sich die Tage aussuchen, an denen sie ihre Praktika  absolvieren möchten. Außerdem kann jede*r selbst festlegen, in welchen  Berufsfeldern er/sie sich ausprobieren möchte. Die Tagespraktika können von  den Unternehmen individuell gestaltet werden. So hat jede Firma beispielsweise  die Möglichkeit, die eigenen Azubi-Werkstätten zu nutzen und die Schüler*innen  in den Arbeitsalltag einbinden.

 

Im Kreis Segeberg beteiligen sich bereits über 40 Unternehmen an der Aktion.  Auch erste Schüler*innen sind bereits registriert. Für die Abgangs- und  Vorabgangsklassen und an den beruflichen Schulen sind in Abstimmung mit der  Schule auch Tagespraktika in der Schulzeit vor den Sommerferien möglich. Auch  Unternehmen können sich noch kostenlos für die Praktikumswoche anmelden  und Praktikant*innen aufnehmen. Der Organisationsaufwand wird dabei von der  Vermittlungsplattform übernommen. 

 

Auf der Webseite www.praktikumswoche.de/segeberg finden Schüler*innen und  Unternehmer*innen mehr Informationen zum Ablauf, Erklärvideos und die  Registrierungsmöglichkeit.

Foto zur Meldung: In den Sommerferien: Praktikumswoche Segeberg
Foto: In den Sommerferien: Praktikumswoche Segeberg

Corona: Was beim positiven Test zu tun ist

(19. 06. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 16.06.2022:

 

Corona: Der Test ist positiv – was gilt jetzt  eigentlich für mich?

 

Der Hals kratzt, die Nase läuft und ein Selbsttest, professionell durchgeführter Antigen-Schnelltest oder PCR-Test ist positiv? Die Vorgaben, was  nun zu tun ist, haben sich in den vergangenen gut zwei Jahren Corona-Pandemie immer wieder geändert. Was aktuell gilt, hat der Infektionsschutz des Kreises Segeberg hier zusammengefasst:

 

Ich habe (leichte) Symptome einer Erkältung und einen negativen  Selbsttest. Wie soll ich mich verhalten?

Bei leichten Symptomen kann ein Test auf das SARS-CoV-2-Virus ein wichtiger  Beitrag zur Begrenzung der Virus-Verbreitung sein. Ohne Test lassen sich eine  Corona-Infektion und eine normale Erkältung nicht sicher voneinander  unterscheiden. Ein negatives Testergebnis schließt eine Infektion mit dem  Coronavirus zu keinem Zeitpunkt aus. Wenn zum Beispiel in der frühen Phase  einer Infektion eine niedrige Viruslast vorliegt, kann das Testergebnis negativ  sein, obwohl jemand infiziert ist.

 

Deshalb ist es ratsam, sich auch bei leichten Erkältungssymptomen in eine  freiwillige Quarantäne zu begeben und Kontakte zu anderen Menschen so gut es  geht zu vermeiden. Ein korrekt durchgeführter Selbst- oder Antigen-Schnelltest  ist ratsam. Bei Symptomen ist der Weg zur Ärztin oder zum Arzt (nach  telefonischer Anmeldung) im Zweifel die richtige Entscheidung.

 

Das Ergebnis meines Selbsttests ist positiv oder ich wurde beispielsweise in einer Teststation positiv auf das Coronavirus getestet. Was habe ich zu tun?

Ist das Testergebnis Ihres Selbsttests positiv oder wurden Sie in einer  Teststation positiv auf das Coronavirus getestet, haben Sie sich umgehend in  häusliche Isolation zu begeben und dort abzusondern. Sie sind verpflichtet, das  Testergebnis unverzüglich durch einen PCR-Test in einem Testzentrum, einer Teststation oder bei einer Ärztin/einem Arzt bestätigen zu lassen. Fällt der Test  positiv aus, müssen Sie sich fünf Tage isolieren (siehe auch nächste Frage).

 

Wie lange dauert meine Isolation und kann ich diese vorzeitig beenden? Nachweislich infizierte Personen müssen sich unabhängig vom Auftreten von  Symptomen für fünf Tage in häusliche Isolation begeben. Die Isolationsdauer  wird gezählt ab dem Tag der Abnahme des ersten positiven Tests. Der Tag, an  dem der Abstrich vorgenommen wurde (egal mit welcher Test-Art), ist also der  erste Tag. Die Absonderung endet automatisch nach fünf Tagen. Sie dürfen die  Wohnung also ab Tag sechs wieder verlassen. Eine gesonderte Verfügung des  Infektionsschutzes gibt es nicht und auch ein abschließender Test ist nicht  notwendig, wird jedoch empfohlen. Eine Möglichkeit zur Verkürzung der  Absonderung („Freitestung“) besteht nicht

 

Eine Besonderheit gilt für Beschäftigte in Einrichtungen mit besonders  vulnerablen Personen. Hierzu zählen Einrichtungen des Gesundheitswesens,  Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste sowie Einrichtungen der  Eingliederungshilfe. Sie dürfen ihre Tätigkeit nach Ende der Isolation nach fünf  Tagen in der betroffenen Einrichtung nur dann wiederaufnehmen, wenn sie der  Einrichtungsleitung ein negatives Antigen-Testresultat, ein negatives PCR Testresultat oder ein positives PCR-Testresultat mit einem Ct-Wert über 30  vorlegen. Der Test darf frühestens am fünften Tag der Isolation gemacht werden.  Zudem müssen Beschäftigte dieser Einrichtungen 48 Stunden symptomfrei sein,  bevor sie wieder arbeiten dürfen. Das berufliche Tätigkeitsverbot endet jedoch  spätestens am zehnten Tag nach dem ersten positiven Test.

 

Wie verhalte ich mich richtig in der Isolation?

Wenn Sie ein positives Testergebnis haben, begeben Sie sich unverzüglich und  auf direktem Weg in Ihre Wohnung/Ihr Haus! Dies gilt auch für geimpfte (auch  mit Auffrischimpfung) und genesene Personen. Ein direkter Weg bedeutet die  Nutzung eines eigenen Fahrzeugs, nicht aber die Nutzung des ÖPNV.

 

Verlassen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus nur in medizinischen oder sonstigen  Notfällen oder zum Testen. Wenn Sie einen Garten oder einen Balkon haben,  können Sie sich dort alleine aufhalten.

 

Vermeiden Sie direkten Kontakt zu den weiteren Personen in Ihrem Haushalt.  Bleiben Sie, wenn möglich, in einem eigenen Zimmer – auch zum Essen. Tragen  Sie eine Maske, wenn Sie Kontakt zu anderen Personen in Ihrem Haushalt haben. Lüften Sie regelmäßig alle Zimmer. Sie und Ihre Haushaltsmitglieder dürfen  keinen Besuch empfangen.

 

Hygieneartikel sollten nicht mit anderen Haushaltsmitgliedern geteilt werden.  Geschirr und Wäsche sollten ebenfalls nicht mit Haushaltsmitgliedern oder  Dritten geteilt werden, ohne diese zuvor gewaschen zu haben. Oberflächen, mit  denen Personen häufig in Berührung kommen, sollten regelmäßig mit  Haushaltsreiniger oder Flächendesinfektionsmittel gereinigt werden.

 

Auf regelmäßiges Hände waschen achten, insbesondere vor und nach der  Zubereitung von Speisen, vorm Essen und nach dem Toilettengang.

 

Wenn Sie Symptome bekommen oder sich diese verschlimmern, nehmen Sie  telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin oder dem hausärztlichen  Notdienst (116 117) auf.

 

Muss ich mich als Covid-19-Infizierte*r beim Infektionsschutz des  Kreises melden?

Nein, eine Meldeverpflichtung besteht nicht. Generell gilt, dass Covid-19- Infizierte eigenverantwortlich verpflichtet sind, sich in Absonderung zu begeben – unabhängig davon, ob sie vom Infektionsschutz kontaktiert werden. Der Infektionsschutz erhält Meldungen zu infizierten Personen über die etablierten  Meldewege nach Infektionsschutzgesetz durch Ärzt*innen, Labore und  Einrichtungsleitungen.

 

Muss ich mich bei einer Ärztin oder einem Arzt melden, wenn ich Kontakt  zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatte?

Nein. Ärztinnen und Ärzte sind Ansprechpersonen, wenn Krankheitssymptome  auftreten und dazu Fragen oder Hilfebedarf besteht. Sie sollten in der Regel nicht  von gesunden Personen kontaktiert werden, damit sie Zeit haben, sich um  Kranke kümmern zu können.

 

Was ist bei einem positiven Corona-Test im Urlaub zu beachten?

Wenn Sie im Urlaub in Schleswig-Holstein positiv auf SARS-CoV-2 getestet  werden (egal ob Selbsttest, Antigentest oder PCR-Test), müssen Sie sich  unverzüglich auf direktem Weg in Ihre Häuslichkeit begeben und sich dort  absondern. Als Häuslichkeit zählt während des Urlaubs auch die  Ferienwohnung/das Ferienhaus oder das Hotel. Ein positiver Selbsttest oder  Antigentest muss unverzüglich durch einen PCR-Test in einem Testzentrum, einer Teststation oder bei einem Arzt/einer Ärztin bestätigt werden. Bis dahin  sollte Ihnen durch das Hotel beziehungsweise durch Ihren Vermieter die  Möglichkeit gegeben werden, in Ihrer Unterkunft zu bleiben.

 

Bei einer Absonderung in einem Hotel sind zusätzlich die Hygienepläne der Hotels  zu beachten. Wie eine Absonderung vor Ort umgesetzt werden kann, muss mit  dem Hotel beziehungsweise dem/der Vermieter*in im Einzelfall geklärt werden,  gegebenenfalls kann der Infektionsschutz hinzugezogen werden. Eine pauschale  Regelung für alle gibt es nicht.

 

Sind Sie als Mieter*in mit einem eigenen Fahrzeug vor Ort, haben Sie die  Möglichkeit, mit diesem nach Hause zu fahren, um sich dort in häusliche  Absonderung zu begeben. Öffentliche Personenverkehrsmittel (Bus, Bahn, Fähre,  Flugzeug) dürfen nicht für die Heimreise genutzt werden.

 

Wenn die Absonderung länger dauert als der Urlaub, fallen weitere  Beherbergungskosten an, die von den Urlauber*innen selbst getragen werden  müssen.

 

Für den Urlaub außerhalb Deutschlands oder in anderen Bundesländern gelten  die Regelungen des jeweiligen Urlaubslandes.

 

Kann ich mich auch anstecken, wenn ich vollständig gegen das  Coronavirus geimpft bin und eine Auffrischimpfung erhalten habe?

Ja, auch vollständig Geimpfte, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten  haben, können das Virus aufnehmen und vorübergehend Virusträger*in sein. Die  Impfung reduziert das Risiko einer Infektion und auch einer  Infektionsübertragung, schließt diese aber nicht vollständig aus. Die Impfung  bietet allerdings einen guten Schutz vor schwerer Erkrankung. Geimpfte  entwickeln also in der Regel keine schweren Krankheitssymptome, können das  Virus aber aufnehmen und nach Infektion für eine bestimmte Zeit weitergeben.

 

Weitere Informationen rund um das Thema Corona gibt es auch auf der  Internetseite des Kreises: www.segeberg.de/Lebenslagen/Coronavirus/

 

 

Foto zur Meldung: Corona: Was beim positiven Test zu tun ist
Foto: Corona: Was beim positiven Test zu tun ist

WZV informiert: Recyclinghöfe am 24. Juni früher zu

(19. 06. 2022)

Mitteilung des Wege-Zweckverbandes vom 08.06.2022:

 

Recyclinghöfe des WZV schließen am 24.06.2022 eine Stunde früher

 

Aufgrund der jährlichen Personalversammlung des WZV schließen die Recyclinghöfe des WZV in Bad Segeberg, Tensfeld, Schmalfeld und Norderstedt am 24.06.2022 bereits um 16 Uhr.

 

Die Geschäftsleitung möchte damit allen Mitarbeiter/innen die Möglichkeit geben, an der Versammlung teilzunehmen und bittet die Kundinnen und Kunden um Verständnis.

Foto zur Meldung: WZV informiert: Recyclinghöfe am 24. Juni früher zu
Foto: WZV-Deponie und Recyclinghof Damsdorf-Tensfeld

Kätzchen zugelaufen – Besitzer oder Abnehmer gesucht

(15. 06. 2022)

In Schmalensee ist ein kleines herrenloses Kätzchen aufgegriffen worden. Am Dienstagabend, 14. Juni, hat es sich auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus aufgehalten und ist letztlich bei der Familie Mühlenberg gestrandet, die aber schon mit vierbeinigen Hausgenossen gesegnet ist.

 

Ute Mühlenberg bittet deshalb auf diesem Wege die Besitzerin oder den Besitzer, sich bei ihr zur melden, um sein Katzenjunges abzuholen. Erreichbar ist sie unter Telefon 0173 2476507 oder 04323 802540.

 

Für den Fall, dass sich kein Besitzer zu dem kleinen Fellknäuel bekennt, werden auch mögliche Abnehmer gebeten, Verbindung aufzunehmen.

Foto zur Meldung: Kätzchen zugelaufen – Besitzer oder Abnehmer gesucht
Foto: Kätzchen zugelaufen

Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 06. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Juni die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Gegen Kommunisten und Sozialdemokraten: In Schmalensee findet im Juni 1927 eine Versammlung der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) statt. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 17. Juni 1927, vor 95 Jahren davon. Die Leitung der Zusammenkunft hat demnach Hofbesitzer Ernst Stegelmann. Inhaltlich dient die Veranstaltung einer Aufarbeitung der in Mecklenburg durchgeführten Landtagswahlen. Es gelte, alle national gesinnten Kräfte zu einen, um die vom Parlamentarismus, insbesondere von Sozialdemokraten und Kommunisten ausgehende Gefahr abzuwenden.

 

Nazis tragen wieder Uniform: Am 17. Juni 1932, vor 90 Jahren, wurde das gegen die Nationalsozialisten ausgesprochene Uniformtrageverbot, das insbesondere SA und SS traf, wieder aufgehoben. In Folge der Aufhebung findet am 19. Juni in Bad Segeberg ein großer Aufmarsch der SA-Standarte 213 statt. Rund 3000 Männer versammeln sich auf der Rennkoppel zum Appell und Sportfest mit anschließendem Umzug durch die Stadt. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt druckt nicht nur den Aufruf zur Teilnahme – mit Hakenkreuz – ab, es fügt seinem Bericht sogar ein Bild an, was selten geschieht in damaliger Zeit und darauf schließen lässt, dass die Verlagsleitung den Nazis durchaus nicht abgeneigt ist.

 

Unterwegs in langer Wagenreihe: Der (neue) Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgegend unternimmt am 22. Juni 1877, vor 145 Jahren, eine Exkursion. In langer Wagenreihe geht es von Bornhöved aus zunächst nach Schönböken. Auf dem Hof Ascheberg wird ein Frühstück eingenommen, dann geht es zum Stockseehof, wo Hofbesitzer Beer die Mitglieder bewirten lässt. Über Schmalensee bewegt sich der Tross zurück nach Bornhöved, wo im Vereinslokal nicht nur beisammen gesessen wird, sondern ein Ball den Tag beendet. Kurzzeitig hatte es zwei Landwirtschaftlichen Vereine gegeben. Nach deren Fusion wird nun betont, dass diese Exkursion hervorragend die neue Gemeinschaft gefestigt habe.

 

Tierschau endet mit Tanz: Auf der Bornhöveder Petershöhe findet am 22. Juni 1887, vor 135 Jahren, eine Füllen-, Starken- und Tierschau des Landwirtschaftlichen Vereins für Bornhöved und Umgebung statt. Zur Ausstellung und Prämierung kommen nur Tiere aus dem Bezirk des Vereins, der die Ortschaften Bornhöved, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee mit Stockseehof, Damsdorf, Tensfeld mit Burade, den Hof Alt-Erfrade, Tarbek mit Tarbeker Hof, Ruhwinkel, beide Seraden, Vier, Bahnhof Wankendorf und Ricklinger Damm umfasst. Auswärtige Preisrichter sorgen für die Zuteilung von Geldprämien mit einer Gesamthöhe von 400 Mark. Es werden 80 Tiere ausgestellt. Unter den zahlreichen Besuchern sind auch Mitglieder des Landwirtschaftlichen Vereins für Ascheberg und Umgebung – wie im Bornhöveder Verein ist dort Hofbesitzer Behr von Stockseehof Vorsitzender. Am Abend findet ein Tanzvergnügen statt.

 

Der Asphalt brennt: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt schildert am 22. Juni 1932, vor 90 Jahren, einen kuriosen Verkehrsunfall auf der Chaussee, der heutigen B430: Auf Höhe des Chausseehauses zwischen Bornhöved und Schmalensee (heute re-natur) kommt es zum Unfall. Zwei Betrunkene stellen sich einem herannahenden Motorradfahrer in den Weg. Der überfährt einen der Männer und stürzt so schwer, dass er besinnungslos liegen bleibt. Unterdessen läuft der Motor der umgestürzten Maschine weiter und setzt den Teer in Brand.

 

Schmalenseer Vogelschießen 1937: Das Vogelschießen der Schule kann am 23. Juni 1937, vor 85 Jahren, aufgrund herrlichen Wetters im schönen Garten des Gasthof Voß stattfinden. Beim Schießen der großen Knaben wird Gerhard Dohse König vor Kurt Hansen und Walter Behrend. Im Ringstechen der kleinen Knaben gewinnt Ernst-August Hansen nur knapp die Königswürde vor Hans Suhr. Königin im Scheffelwerfen der Mädchen wird Anneliese Rose vor Helma Bock. Dritte und zugleich Königin der kleinen Mädchen wird Hertha Bock. Lustige Wettkämpfe wie Sack- und Eierlaufen runden den Tag ab. Tags darauf erfolgt der Umzug durch das festlich geschmückte Dorf. Mit bunten Blumenbügeln versehen ziehen die Kinder durch das Dorf, um ihre Majestäten in geschmückten Wagen abzuholen. Dann geht es zum Gasthof Voß, wo eine reich gedeckte Kaffeetafel und der Kinderreigen warten. Dann bekommen alle Kinder dank großzügiger Spenden aus dem Ort Geschenke. Die Feier endet mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und dem Singen des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes.

 

Das Ende der Bornhöveder Windmühle: Gegen 16 Uhr bricht am 24. Juni 1897, vor 125 Jahren, in der Bornhöveder Windmühle am Teich Feuer aus. Die umliegenden Feuerwehren eilen den Bornhöveder Kameraden zu Hilfe. Die Spritzen aus Schmalensee, Gönnebek und Damsdorf können sich an der Rettung umliegender Gebäude beteiligen, die Mühle aber ist verloren. Die Spritzen aus Belau, Ruhwinkel und Schönböken kommen nicht mehr zum Einsatz.

 

Kirchenglocken für den Krieg: Im Anschluss an den Gottesdienst am 24. Juni 1917, vor 105 Jahren, findet in Bornhöved das Abschiedsläuten der Glocken statt, die freiwillig zu Kriegszwecken an die Metall-Mobilmachungsstelle abgegeben werden. Pastor Schlüter ist es gelungen, die große Glocke aus dem Jahr 1835 zu erhalten. Dagegen wird die kleine Glocke von 1.015 Kilogramm abgegeben werden. Die Kirchenglocken werden zur Gewinnung von Bronze für die Rüstungsindustrie eingezogen. Wer vor Beginn der Pflichtabgabe, vom 30. Juni bis 31. Juli 1917, Glocken freiwillig an die Metall-Mobilmachungsstelle abliefert, kann immerhin mit einer Prämie rechnen. Diese beträgt eine Mark pro Kilogramm. Auch die Kirchengemeinde Bornhöved nutzt dieses Angebot.

 

Erfolgreiche Brandübung: Alarm für die Wehren Bornhöved, Schmalensee und Stocksee am 25. Juni 1957, vor 65 Jahren. Kreisbrandmeister Wilhelm Kröger begutachtet den Ausbildungsstand der Wehrleute anhand einer Brandübung. Übungsobjekt ist der Gasthof Voß. Den Schwerpunkt der Übung bildet der Aufbau der Wasserversorgung vom See zum Objekt. Der Kreisbrandmeister zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis des Gezeigten. Erwähnung findet am Rande die Kreisschlauchwäscherei, die alle nassen Schläuche sofort gegen trockene tauscht, was die sofortige Wiedereinsatzbereitschaft der Wehren gewährleistet.

 

Strom für Segeberg: Am 28. Juni 1912, vor 110 Jahren, findet eine Sitzung des Segeberger Kreistages mit dem Abgeordneten Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee statt. Der Kreistag beschließt, das Kreisgebiet durch verschiedene Firmen, darunter Siemens, an die Überlandzentrale Lübeck anschließen zu lassen, um so die umfassende Versorgung mit Elektrizität sicherzustellen.

 

Ein Verein für Hausfrauen: Im Kreis Segeberg ist ein landwirtschaftlicher Hausfrauenverein gegründet worden, dessen erste Mitgliederversammlung am 29. Juni 1917, vor 105 Jahren, im Hotel Germania in der Kreisstadt Segeberg stattfindet. Einladende ist die Frau des Landrates Ilsemann. „Das Erscheinen recht vieler Hausfrauen aus Stadt und Land ist sehr erwünscht“. Schon am 21. Juni 1917 hatte Landrat Ilsemann die Vorsitzende des Verbandes Schleswig-Holsteinischer Hausfrauenvereine zu einer Informationsveranstaltung geladen. In ihren Ausführungen fällt bereits das Wort „Landfrauen“ als verbindender Begriff für Hausfrauen aus Stadt und Land.

 

Lehrer begeistert vom Nationalsozialismus: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 30. Juni 1932, vor 90 Jahren, von einer Werbeveranstaltung der NS-Lehrerschaft in Bad Segeberg, zu der eine große Zahl der Lehrer des Kreises Segeberg erscheint. Der Hauptredner zieht Parallelen zwischen Religion und Partei: Wie das Christentum werde sich der Nationalsozialismus in der Welt durchsetzen. Er erklärt aber auch die Rolle der Lehrer im zukünftigen NS-Staat: Im nationalsozialistischen Staat sei die Schule ein Mittel der Erziehung zum Staat. Viele Teilnehmer, die bisher nicht der NS-Lehrerschaft angehörten, treten nun bei.

 

Schmalenseer Schulausflug 1937: Die Schmalenseer Schule unternimmt laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 30. Juni 1937, vor 85 Jahren, einen Tagesausflug, an dem sich auch fast alle Eltern beteiligen. Die Fahrt führt an die Ostsee in die Lübecker Bucht. Lübeck wird besucht, ebenso Mölln mit dem Grabstein Till Eulenspiegels. Von dort geht es nach dem Sachsenwald zu den Bismarckstätten und dann auf der neuen Reichsautobahn zurück bis Bad Oldesloe. Vorbei an den Hünengräbern von Grabau führt der Weg zurück nach Schmalensee.

Foto zur Meldung: Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Tierschau beim Landwirtschaftlichen Verein Bornhöved SKWB 14.06.1887

Oldtimer-Faszination am 19. Juni in Bornhöved

(13. 06. 2022)

Mitteilung des MSC Bornhöved vom 06.06.2022:

 

Faszination Oldtimer:

 

Ein erlebnisreicher Sonntag für die ganze Familie beim 6. Oldtimertreffen des MSC Bornhöved e.V. im ADAC

 

Eine Zeitreise durch die Geschichte der Motorisierung bietet das 6. Oldtimertreffen am Sonntag, den 19. Juni. Von 10 bis 16 Uhr treffen sich die stolzen Besitzer von Autos, Motorrädern, Nutzfahrzeugen und Trecker aus alter Zeit auf dem Pausenhof der Sventanaschule, Einfahrt bei der Lindenstraße 23 in Bornhöved.

 

Vorzeigbar und älter als Baujahr 2002 müsste das Gefährt schon sein, wenn man dabei sein möchte. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

Dem Oldtimerpublikum wird so eine Fahrzeugpalette aus der Entwicklungsgeschichte der Motorisierung präsentiert. Bei hoffentlich gutem Wetter und guter Laune wird dann zwischen den antiken Gefährten gestaunt und gefachsimpelt.

 

Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl durch den LandFrauenVerein Bornhöved e.V. und den Edeka aktiv markt Gothmann gesorgt.

 

Der Eintritt ist frei.

Foto zur Meldung: Oldtimer-Faszination am 19. Juni in Bornhöved
Foto: Bornhöved - Sventana-Schule

Seminar am 29. Juni: Sicherheit bei Open-Air-Veranstaltungen

(12. 06. 2022)

Mitteilung des Vereins für Jugend- und Kulturarbeit Kreis Segeberg vom 23.05.2022:

 

Seminar zum Thema Sicherheit auf Open-Air Veranstaltungen

 

Am Mittwoch, 29. Juni von 10 - 17 Uhr, bieten der Kulturknotenpunkt und die LAG Soziokultur Schleswig-Holstein e.V. ein Seminar zum Thema Sicherheit auf Open-Air Veranstaltungen an.

 

Geleitet wird dieses vom Referenten Thomas Severin, Dipl. Verwaltungswirt und ehemaliger Geschäftsführer der PeineMarketing GmbH.

 

Die Sicherheit von Veranstaltungen steht heute mehr denn je im Fokus des öffentlichen Interesses. Besonders bei Aktionen im öffentlichen Raum sind die Aufgaben für Veranstaltende anspruchsvoller geworden.

 

In diesem Seminar werden die Inhalte eines erfolgreichen Sicherheitskonzeptes behandelt. „Gefahren frühzeitig entschärfen – Sicherheit auf Open-Air Veranstaltungen“ vermittelt wie ein professionelles Risikomanagement funktioniert, das bestehende Gefahren schon im Vorfeld sichtbar macht und Hürden frühzeitig entschärft.

 

Darüber hinaus wird das Thema Genehmigungen umfassend behandelt.

 

Das Angebot richtet sich an alle Kulturakteure. Das Seminar kostet 55 EUR inkl. Verpflegung.

 

Interessierte können sich telefonisch unter der Nummer 04551/959110 oder per E-Mail an info@vjka.de anmelden.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.vjka.de.

 

Anmeldeschluss ist am 24. Juni.

 

Foto zur Meldung: Seminar am 29. Juni: Sicherheit bei Open-Air-Veranstaltungen
Foto: Seminar am 29. Juni: Sicherheit bei Open-Air-Veranstaltungen

Bewegungsfest für Kids am 14. Juni auf der Sportanlage

(11. 06. 2022)

Am kommenden Dienstag, 14. Juni, wird die in Schmalensee beheimatete Kita von 9 bis ca. 12.30 Uhr ein kleines Sportfest im Rahmen der „Fit & Fun von Anfang an“-Tour der Sportjugend Schleswig-Holstein auf dem Sportplatz ausrichten.

 

Hierzu sind sowohl Kinder und Eltern der Kita Eris Arche aus Bornhöved und Schmalensee als auch interessierte Schmalenseerinnen und Schmalenseer mit ihrem Nachwuchs zum Vorbeikommen und Mitmachen eingeladen. Das Bewegungsfest ist für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren angelegt. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Im Rahmen dieses Events soll der Kita Schmalensee das offizielle Qualitätssiegel „Anerkannter Bewegungskindergarten“ der Sportjugend Schleswig-Holstein verliehen werden.

 

Mit dabei ist auch die Sparkasse Südholstein als Förderer der Aktion „Fit & Fun von Anfang an“ und auch des Jugendsportabzeichens, das ab 6 Jahren erworben werden kann. Für dieses motiviert das Mini-Sportabzeichen, das sich die teilnehmenden Kinder am 14. Juni „verdienen“ können.

 

„Trainieren wie die Olympiasieger von morgen“ heißt es dann auch an verschiedenen Stationen, die von Kita-Leiterin Katharina Seeland und ihrem Team auf dem Rasenplatz aufgebaut werden und an denen sich Kinder spielerisch ausprobieren dürfen.

 

Das werden sein: Tauziehen, Steckenpferde, Sprint, Jonglage, Wie- und Zielwurf, Basketball, Parcours, Balance und Stelzenlauf. Außerdem stehen das Zwergenhaus und eine Hüpfburg bereit.

 

Der Zeitplan sieht eine Eröffnung der Veranstaltung um 9 Uhr vor. Gegen 9.15 Uhr wird SVS-Übungsleiterin Frauke Pape mit den Kindern ein Warm Up durchführen, sodass diese motiviert und bestens vorbereitet die Stationen durchlaufen können. Ab 12 Uhr ist dann mit der Siegerehrung, der Verleihung der Mini-Sportabzeichen zu rechnen.

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Foto: Känguru-Gruppe Außenstelle Eris Arche

Beratungsstelle Frau & Beruf am 21. Juni in Trappenkamp

(10. 06. 2022)

Mitteilung der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg vom 19.05.2022:

 

Orientieren, entscheiden, planen

 

Termine für Juni für individuelle berufliche Beratung für Frauen

 

Immer noch sind es in der Regel die Mütter, die für ihre Kinder vorübergehend ihre Berufstätigkeit einschränken oder ihre Karriere vorerst ganz aufgeben. Dann steigen sie nach der Familien- oder Pflegezeit oft mit einem Minijob in einem gering qualifizierten Beruf wieder ein und kommen dort nicht weiter. Damit sich Familienmanagement und Arbeit nicht zur beruflichen Sackgasse entwickeln, berät FRAU & BERUF. Das Beratungsangebot richtet sich an Frauen, die nach einer Auszeit wieder in einen Beruf einsteigen, von einem Minijob in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wechseln, ihre Teilzeitbeschäftigung ausweiten oder ihre Beschäftigung sichern möchten. Zudem werden auch Frauen beraten, die eine Berufsausbildung in Teilzeit machen möchten. Ziel dieser Beratung ist es, diesen Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern oder ihre berufliche Situation zu festigen.

 

So unterschiedlich die Frauen sind, so individuell sind die Beratungsgespräche. Jedes Gespräch orientiert sich an der individuellen Situation der Ratsuchenden. Es werden die persönlichen Voraussetzungen, Fragen rund um den Bewerbungsprozess geklärt und mit der Frau realistische Ziele definiert. Diese Beratung unterstützt, sich neu zu orientieren, zu entscheiden und dann die nächsten Schritte in die neue oder andere berufliche Zukunft zu planen. Bei all diesen Überlegungen wird die familiäre Situation berücksichtigt. Die Beratung ist kostenlos und inhaltlich neutral und behördenunabhängig. Beraten wird in Bad Segeberg von Montag- und Donnerstagvormittag sowie dienstags bis 18.30 Uhr. Die nächsten Beratungstermine in weiteren Städten des Kreises Segeberg sind:

 

16. Juni in Kaltenkirchen

 

21. Juni in Trappenkamp

 

23. Juni in Henstedt-Ulzburg

 

Frauen, die sich beraten lassen wollen, vereinbaren bitte unter Tel. 04551 / 944 002 oder per E-Mail frau-und-beruf@wks-se.de einen Termin, denn die Termine werden zentral koordiniert und vergeben.

Foto zur Meldung: Beratungsstelle Frau & Beruf am 21. Juni in Trappenkamp
Foto: Beratungsstelle Frau & Beruf am 21. Juni in Trappenkamp

Kreis Segeberg: Wieder monatliche Impfberatung

(07. 06. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 31.05.2022:

 

Gesundheitsamt startet wieder mit  monatlicher Impfberatung

 

„Impfungen sind ein bewährter Baustein individueller und  gemeinschaftlicher Gesundheitsvorsorge zum Schutz gegen Krankheiten oder vor  schweren Verläufen“, heißt es aus dem Gesundheitsamt des Kreises Segeberg,  das nach Corona bedingten Einschränkungen nun wieder mit der monatlichen  Impfberatung startet.

 

Das kostenfreie Beratungs- und Impfangebot können alle Segeberger*innen  nutzen. Bei Bedarf gibt es an jedem ersten Dienstag im Monat zwischen 14 und  16 Uhr vor Ort Standardimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und  Kinderlähmung sowie gegen Masern, Mumps und Röteln. Der nächstmögliche  Termin ist am 7. Juni, der darauffolgende am 5. Juli.

 

Eine vorherige Terminvereinbarung ist nötig – entweder per E-Mail an schutzimpfung@segeberg.de oder telefonisch unter 04551/951-9230.  Impfausweis und Versichertenkarte müssen mitgebracht werden.

Foto zur Meldung: Kreis Segeberg: Wieder monatliche Impfberatung
Foto: Kreis Segeberg: Wieder monatliche Impfberatung

Tag des offenen Hofes am 12. Juni auf Gut Perdoel

(07. 06. 2022)

Mitteilung vom Gut Perdoel vom 02.06.2022:

 

„Tag des offenen Hofes“ am 12. Juni von 10 bis 17 Uhr auf dem Gut Perdoel

 

Der „Tag des offenen Hofes“, eine bundesweite Aktion des Deutschen Bauernverbandes, ist eine gute Möglichkeit, um über unsere Landwirtschaft zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen, über das was auf den Höfen passiert.

 

Früher hatten die meisten Menschen Kontakt zur Landwirtschaft. Es gab viel mehr Beschäftigte auf den Höfen und so kannten die Allermeisten jemanden aus der Branche und hatten einen Bezug zur Landwirtschaft. Das ist heute verloren gegangen und es ist uns Landwirten wichtig, offen zu sein und mit den Menschen über unsere Nahrungsmittel, deren Produktion, die Natur und Umwelt, Biodiversität und alle anderen Themen, die bewegen, zu kommunizieren.

 

Das Gut Perdoel ist eines der Urgüter in Holstein, im Jahre 1198 erstmals urkundlich erwähnt und heute mit seiner historischen Hofanlage ein Wahrzeichen der Region. Hier wird moderner Ackerbau betrieben mit spannender Technik und vielfältigen Früchten in einer absoluten Gunstregion für Ackerbau. Hier werden Weizen, Gerste, Dinkel, Hafer für Firma Kölln, Silomais und Silphie zur Energieerzeugung, Körnermais, Ackerbohnen und Raps erzeugt.

 

Besucher erhalten fachkundige Einblicke durch geschulte Agrarscouts in die betrieblichen Abläufe und wandeln landtechnisch auf dem Pfad vom Korn, das als Saat in die Erde gebracht wird, gedüngt und gepflegt wird bis zur Ernte mit dem großen Mähdrescher.

 

Die Interessengemeinschaft historischer Landmaschinen Bokhorst-Wankendorf zeigen anschaulich die Entwicklung der Landtechnik und präsentieren die liebevoll restaurierten Schlepper und Geräte verschiedenster Epochen. Als Pendant zu dem großen Drescher wird eine Garbendreschmaschine, die große Errungenschaft vor etwa 80 Jahren, zu sehen sein. Der technische Fortschritt ist greifbar und es zeigt wie mechanisiert Ackerbau heute ist. Der körperlich harte Arbeitsplatz ist ein kleines rollendes Büro geworden, Satelliten gesteuert und technisch hochpräzise.

 

Die Imkerei Butenschön zeigt mit einer Schauwabe, wie wichtig und geschätzt Bienen in unserem Prozess sind, das Infomobil der Kreisjägerschaft bietet Interessantes aus Feld und Flur. Für das leibliche Wohl sorgt ein Stand mit Bauernhofeis vom Kroghof und die Landjugend mit allem was einen „Ausflug auf´s Land“ abrundet.

 

Wir alle freuen uns auf viele Gäste, interessante Einblicke und gute Gespräche über das, was unser Leben prägt und uns am Herzen liegt.

 

 

Foto zur Meldung: Tag des offenen Hofes am 12. Juni auf Gut Perdoel
Foto: Tag des offenen Hofes am 12. Juni auf Gut Perdoel

Exkursion in die Kiesgrube am 12. Juni

(06. 06. 2022)

Mitteilung vom Urzeithof vom 03.06.2022:

 

Exkursion in die Kiesgrube

 

Wir sammeln unter fachkundiger Leitung Fossilien und Gesteine in einer Kiesgrube im Damsdorf-Tensfelder Kiesgrubengebiet (Kr. Segeberg). Nebenbei erfahren wir viel über die Eiszeit und die Entstehung Schleswig-Holsteins.

 

(Fahrrad-)Helm, Warnweste und festes Schuhwerk sind erforderlich. Bitte wetterfest anziehen und für ausreichend Verpflegung und Getränke sorgen.

 

Geologenhammer, Lupe, Zeitungspapier sowie Rucksack oder Eimer zum Abtransport der gefundenen Schätze sind mitzubringen.

 

Wir treffen uns am 12. Juni kurz vor 14 Uhr in der Kiesgrube.

 

Die Exkursion dauert etwa 2,5 Stunden und kostet 5 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder.

 

Eine Anmeldung über www.urzeithof.de ist erforderlich, um den genauen Treffpunkt zu erfahren!

 

Foto zur Meldung: Exkursion in die Kiesgrube am 12. Juni
Foto: Kieskuhlenexkursion - Foto Urzeithof

Treffen für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer am 15. Juni in Bad Segeberg

(05. 06. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 03.06.2022:

 

Austauschtreffen für Ehrenamtliche in der  Geflüchtetenhilfe

 

Das Freiwilligenmanagement für die Betreuung von  Ehrenamtlichen veranstaltet am Mittwoch, 15. Juni, von 16.30 bis 18.30 Uhr in  der Jugend-Akademie in Bad Segeberg ein Austauschtreffen für Menschen, die  sich in der Geflüchtetenhilfe engagieren.

 

Die Veranstaltung richtet sich an Ehrenamtliche, die schon lange dabei sind, aber  auch an Interessierte, die neu eingestiegen sind beziehungsweise einsteigen  wollen. Auch Hauptamtliche sind willkommen.

 

Neben einem Impulsvortrag von Diplom-Jurist und Islamwissenschaftler Jens  Leutloff zum Thema „Interkulturelle und transkulturelle Kommunikation mit  Geflüchteten“ präsentieren Kooperationspartner*innen Projekte und  Möglichkeiten, sich einzubringen und zu unterstützen. Gisela Dell von der  Migrationsberatung des Diakonischen Werkes Plön-Segeberg stellt das Projekt  „Begleitengel“ vor. Weiterer Gast ist Michael Kölln, Geschäftsführer der  Volkshochschule Bad Segeberg.

 

Eine verbindliche Anmeldung ist möglich bis Mittwoch, 8. Juni, per E-Mail an  soziales.heidhoff@segeberg.de.

 

Foto zur Meldung: Treffen für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer am 15. Juni in Bad Segeberg
Foto: Treffen für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer am 15. Juni in Bad Segeberg

Jazzfrühschoppen am 19. Juni in der Alten Schmiede Bornhöved

(05. 06. 2022)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede vom 30.05.2022:

 

Ein Jazzfrühschoppen - Schwungvoll und feurig

 

Passend zum traditionellen Ambiente in der „Alten Schmiede“ in Bornhöved spielt die Michael Weiss Jazzband am Sonntag, 19. Juni 2022, von 11 bis 13 abwechslungsreich und fröhlich beim Jazzfrühschoppen.

 

Die Michael Weiss Jazzband wird die Gäste mit bekannten Melodien verwöhnen und zu einer angenehmen Atmosphäre beitragen, nie zu laut, dabei schwungvoll und unterhaltsam.

 

Die Musiker spielen Jazzstandards, New Orleans-Titel, Blues und Dixieland, aber auch alte, bekannte Schlager und Melodien wie zum Beispiel "Mein kleiner grüner Kaktus" von den Comedian Harmonists, "Oh Donna Klara " bekannt von Max Raabe und seinem Palastorchester, "Blueberry Hill " von Fans Domino, "Und der Haifisch, der hat Zähne " bekannt als "Mackie Messer".

 

"Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen" oder "Hallo kleines Fräulein" gehören aber auch zum Repertoire, genauso wie "Goody, Goody“ oder "When the Saints go marching in".

 

Dabei verzaubert die Band gern mit leisen Tönen unter dem Motto: „Der richtige Ton macht die Musik“.

 

Auf zum Jazzfrühschoppen am 19. Juni 2022 um 11 Uhr in die „Alte Schmiede“ in Bornhöved, Kuhberg 13. Der Eintritt ist frei. Getränke und ein kleiner Imbiss können geordert werden. Veranstalter sind der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved und die Gemeinde Bornhöved.

Foto zur Meldung: Jazzfrühschoppen am 19. Juni in der Alten Schmiede Bornhöved
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Ab 7. Juni wieder ohne Termin in die Verwaltung des Amtes Bornhöved

(04. 06. 2022)

Die aktuelle Corona-Lage und die landesweit vorgenommenen Lockerungen der Corona-Bekämpfungsmaßnahmen machen es möglich, dass auch die Verwaltung des Amtes Bornhöved wieder direkt und persönlich aufgesucht werden kann.

 

Ab Dienstag, 7. Juni, gilt wieder der freie Zutritt in das Amtsgebäude, das Bürgerhaus Trappenkamp (Am Markt 3). Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (Maske) im Amtsgebäude ist für Mitarbeitende der Verwaltung und Besucherinnen und Besucher freiwillig.

 

Es gelten ab dem 7. Juni diese Öffnungszeiten:

 

Montag 13.30 bis 17.30 Uhr

 

Mittwoch, Donnerstag und Freitag 8.30 bis 12 Uhr

 

Am Dienstag ist die Amtsverwaltung für den Besucherverkehr geschlossen.

 

Termine für Eheschließungen können mit dem Standesamt vereinbart werden. Eheschließungen sind möglich montags bis freitags, 8 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags 14 bis 16.30 Uhr.

 

Erreichbarkeiten der einzelnen Abteilungen und Mitarbeitenden der Amtsverwaltung sind in unregelmäßigen Abständen im amtlichen Mitteilungsblatt „Blickpunkt Bornhöved“ zu finden, der auf dieser Gemeinde-Homepage in der Rubrik Aktuelles abgelegt ist.

Foto zur Meldung: Ab 7. Juni wieder ohne Termin in die Verwaltung des Amtes Bornhöved
Foto: Ab 7. Juni wieder ohne Termin in die Verwaltung des Amtes Bornhöved

Gloria – Bornhöveder Kirchenchor am 4. Juni in Bosau - Erinnerung

(03. 06. 2022)

Am Sonnabend, 4. Juni, beginnt um 19 Uhr die neue Sommerkonzertreihe in der St.-Petri-Kirche Bosau.

 

Das Eröffnungskonzert mit dem Chorprojekt der Kirchengemeinden Bosau und Bornhöved lässt Antonio Vivaldi erklingen – Gloria – mit dem „Frühling“ und dem „Sommer“ aus dem berühmten Werk „Die vier Jahreszeiten“.

 

Die Leitung hat Sergej Tcherepanov, der das Cembalo spielt. Weitere Musiker und Solisten sind Maren Goyk (Sopran), Elke Wibberenz (Alt), Ding Zhang (Oboe), David Movsisyan und Marina Kotelevskaya (Violinen), Vitali Schepilo (Kontrabass) und Martin Janßen (Orgel).

 

Der Eintritt kostet 18 Euro (mit Kurkarte 16 Euro); Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Ermäßigung.

 

Info: Telefon 04527/241; Internet: www.kirche-bosau.de

Foto zur Meldung: Gloria – Bornhöveder Kirchenchor am 4. Juni in Bosau - Erinnerung
Foto: St.-Petri-Kirche zu Bosau

Kreisjugendring präsentiert Segeberger Ferienpass 2022

(02. 06. 2022)

Mitteilung des Kreisjugendrings Segeberg 12.05.2022:

 

Kreisweiter Ferienpass 2022

 

Der Kreisjugendring Segeberg e.V. hat im Auftrag der Kreisverwaltung gemeinsam mit den Städten und Gemeinden des Kreises Segeberg die Angebote von Jugendzentren, Vereinen und Verbänden für euch, die Kinder und Jugendlichen, in den Sommerferien vom 02.07. bis 14.08.2022 zusammengestellt.

 

Unser Ferienpass bietet euch richtig viele Möglichkeiten aus dem Haus zu gehen und Abenteuer zu erleben, die Natur zu erforschen, die Karl-May-Spiele wieder zu erleben, sich sportlich so richtig auszutoben oder eine Tour in einen Freizeitparkt zu planen und zwar im ganzen Gebiet des Kreises Segeberg.

 

Der Ferienpass wird in diesem Jahr online (auch hier als PDF) und auch wieder als Broschüre angeboten. Die Broschüren findet Ihr bei den zuständigen Ämtern und Gemeinden. Natürlich findet ihr den Ferienpass auch über den Link https://ferienpass-segeberg.feripro.de/ oder auf www.kjr-se.de.

 

Für weitere Informationen zu den Angeboten wird in jeder Veranstaltung ein*e Ansprechpartner*in benannt. Die Angebote und Ermäßigungen im Ferienpass gelten für alle Schüler*innen von 6 bis 17 Jahren während der gesamten Sommerferien. Der Ferienpass ist ein kreisweites Angebot, das heißt ihr könnt euch auch für Veranstaltungen außerhalb eurer Städte und Gemeinden anmelden.

 

Viele Ehrenamtliche haben für Euch Angebote auf die Füße gestellt, um Euch eine aufregende und schöne Ferienzeit zu bieten. Dafür möchten wir „Danke“ sagen. Wir wünschen euch eine tolle Ferienzeit, in der ihr hoffentlich Spannendes erlebt.

Foto zur Meldung: Kreisjugendring präsentiert Segeberger Ferienpass 2022
Foto: Kreisjugendring präsentiert Segeberger Ferienpass 2022

Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 06. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus haben wir im Monat Juni die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Die Pläne der Nationalsozialisten: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 2. Juni 1932, vor 90 Jahren, von einer politischen Veranstaltung: Die NSDAP organisiert in Bornhöved eine „Beamtenversammlung“. Ziel ist es, die Berufsbeamten von der Aufrichtigkeit der Partei ihnen gegenüber zu überzeugen. Nach der Machtergreifung, so der Redner, werde man die Berufsbeamten übernehmen und ihnen ihre verfassungsgemäßen Rechte wie Freiheit der politischen Gesinnung und freie Meinungsäußerung garantieren. Die sogenannten Revolutionsbeamten, die ohne Vorausbildung in Stellen gelangt seien, und Angehörige der jüdischen Rasse aber würden aus dem Beamtenapparat entfernt werden.

 

Drei Höfe ein Raub der Flammen: Eine im Vergleich zum Dorfbrand 1885 vermeintlich kleinere Feuersbrunst in Schmalensee rafft am 3. Juni 1867, vor 155 Jahren, drei Höfe dahin. Auch das Schulhaus, in dem das Feuer ausgebrochen sein soll, wird ein Raub der Flammen. Das Segeberger Wochenblatt vom 8. Juni 1867 verrät nicht mehr, aber Chronist Heinrich Göttsch schreibt, das Großfeuer habe die Gehöfte 1 (Dorfkrug von Matthias Suhr), 11 (Christian F. Dunker) und 13 (Friedrich C.E. Nickels) völlig zerstört. Letzteres wird danach parzelliert und nicht wieder aufgebaut. Alle drei Höfe lagen nebeneinander, von Bornhöved ins Dorf kommend auf der linken Straßenseite: Nickels dort, wo heute Einfamilienhäuser stehen (u.a. Behrend); Dunker ist heute Kaack beziehungsweise Jankowski und den Hof mit Dorfkrug hat die Familie Voß. Das Schulhaus, heute Mühlenberg, Dorfstraße 10, lag allen drei Höfen gegenüber. Vermutlich begünstigten Wind, Trockenheit und die „weichen“ Dacheindeckungen – Reet oder Stroh – die Ausbreitung der Flammen. Das sollte sich nur 18 Jahre später in weit größerem Ausmaß wiederholen.

 

Die Härten des Arbeitskampfes: In der jungen Weimarer Republik streiten die Arbeiter um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Auch auf dem platten Lande kommt es durch zu Landarbeiter-Streiks oder denen einer ganzen Industrie. Die Arbeiter des Presstorfwerks in Tensfeld etwa legen am 3. Juni 1922, vor 100 Jahren, die Arbeit nieder. Wenige Tage später gibt es jedoch klare Worte der Direktion: „…werden hierdurch aufgefordert, am Mittwoch früh – den 8. Juni – die Arbeit wieder aufzunehmen. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommt, kann sich seine Papiere holen und ist entlassen.“

 

Der ganze Kreis Segeberg blickt nach Schmalensee: In Schmalensee findet am 8. Juni 1902, vor 120 Jahren, der 10. Kreisfeuerwehrtag statt. Der Berichterstatter des Segeberger Kreis- und Wochenblatts schwärmt: „Wie hattest Du Dich geschmückt, freundliches Schmalensee, um die Gäste zu empfangen! Es wird Allen unvergesslich sein, das liebliche Bild, das unsere Augen dort geschaut haben. Mancher, der von der entgegengesetzten Seite unseres Kreises heute seinen Fuß hierher richtete, hat wohl gedacht: schier endlos scheint der Weg, aber sein Auge glänzte heller, als er den romantisch festlich geschmückten Ort erreicht hatte.“ Das Programm beginnt um 9.30 Uhr mit einem Empfang in Ludwig Saggaus Gasthof. Um 11 Uhr findet dann die Delegiertenversammlung statt, an die sich um 13.30 Uhr ein Festessen anschließt. Ab 15.30 Uhr zeigen die Freiwilligen Feuerwehren aus Bornhöved, Gönnebek, Damsdorf, Tensfeld und Schmalensee Schulübungen, daran anschließend findet ein Brandmanöver statt. „Die Schulübungen wurden auf dem Festplatze von den Wehren Schmalensee, Bornhöved, Tensfeld, Gönnebek und Damsdorf ausgeführt. Die Übungen zeigten, dass die Wehren wacker gearbeitet hatten; der dann folgende Scheinangriff wurde von den Wehren Schmalensee und Bornhöved vorzüglich exekutiert und lieferte den Beweis, dass man sich auf gut geschulte Freiwillige Feuerwehren in der Stunde der Not und Gefahr verlassen kann“, heißt es im Zeitungsbericht. Nach einem Festmarsch durch den Ort gibt es im Garten von Ludwig Saggau ein Festkonzert. Um 19 Uhr wird im Saal und eigens errichteten Zelt des Gastwirts ein Festball abgehalten.

 

Münzen für Kriegszwecke: Da das Münzgeld weitgehend vom Markt genommen ist, um die Edelmetalle in der Rüstung verwenden zu können, wird Ersatz für das Kleingeld benötigt. Der Kreisausschuss vom 8. Juni 1917, vor 105 Jahren, lässt durch den Vorschussverein zu Segeberg e.G.m.b.H. Kleingeldersatzmarken in Umlauf bringen. Die Ersatzmarken zu 5, 10 und 50 Pfennig sind aus Zink und achteckig und können von allen Kassen im Kreis angenommen werden.

 

Auch Frauen im Kriegerverband: In Todesfelde findet am 11. Juni 1922, vor 100 Jahren, der Kreiskriegerverbandstag statt. In 40 Lokalvereinen sind 3170 Mitglieder organisiert. Davon sind 82 „Altveteranen“ (also aus den sogenannten Einigungskriegen) und 2226 Teilnehmer am Krieg 1914/18. Außerdem gehören dem Kreisverein 100 Kriegerwitwen mit 240 Kindern an. Vorsitzender ist Landrat Dr. Ilsemann. Die Mitgliedschaft der Frauen, die ihre Männer im Weltkrieg verloren, hat durchaus einen Hintergrund: So können sie auf finanzielle Unterstützung in ihrer Notlage hoffen.

 

Schmalenseer Dorffest 1937: Der Schmalenseer Stützpunkt der NSDAP veranstaltet am 13. Juni 1937, vor 85 Jahren, ein Dorffest verbunden mit einem Reiterfest und Damenbelustigung. Obwohl auch in den Nachbarorten solche Feste stattfinden, ist die Veranstaltung sehr gut besucht. Reiterkönig wird Ernst Tensfeldt aus Tarbek vor dem Schmalenseer Werner Saslona und Paul Holst aus Tarbek. Beim Scheffelwerfen der Damen gewinnt Frl. Emmy Herbst vor Frl. Anni Schnohr und Frau Bock. Anschließend wird um Aale geschossen und im Gasthof Voß getanzt.

 

Schmalensee bekommt eine Post: In Schmalensee nimmt am 15. Juni 1887, vor 135 Jahren, eine Posthülfsstelle im Landbestellbezirk des kaiserlichen Postamts zu Bornhöved den Betrieb auf. In der Hilfsstelle findet ein Verkauf von Postwertzeichen statt. Auch können neben gewöhnlichen Briefen und Paketen Einschreibe- und Wertsendungen sowie Postanweisungen von Bareinzahlungen aufgegeben bzw. getätigt werden. Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt verschweigt uns leider, wo diese Hülfsstelle untergebracht war. Chronist Göttsch bestätigt zwar das Datum, unterlässt es jedoch, die Adresse anzugeben. Infrage kommen sowohl der Gasthof als auch örtliche Geschäfte oder Handwerker. Immerhin verrät uns Göttsch in seiner Chronik, dass die Hülfsstelle vom Briefträger aus Bornhöved angelaufen wurde, der dort angesammelte Sendungen mit in den Nachbarort und so zur weiteren Verteilung brachte. Göttsch: „Die Entwicklung war so günstig, dass Schmalensee sich schon in den Jahren vor dem (Ersten) Weltkriege täglich zweimaliger Postbestellung erfreuen konnte.“

Foto zur Meldung: Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Dorffest der NSDAP Schmalensee SKTB 08.06.1937

Historisches Kalenderblatt im Juni: Kindervogelschießen 1951 in Schmalensee

(31. 05. 2022)

Corona-bedingt musste in Schmalensee nach 2020 auch im Dezember 2021 die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde abgesagt werden, um Kontakte zu beschränken. Statt einer Feier erhielten die Seniorinnen und Senioren des Dorfes einen Präsentbeutel mit einem Premieren-Inhalt: Einem Schmalensee-Kalender für 2022 mit historischen Aufnahmen. Wenige Restexemplare gingen in den Verkauf für den guten Zweck.

 

Für alle Schmalenseer und Freunde, ob nun Besitzer eines solchen Kalenders oder nicht, sei im Jahr 2022 stets vor dem Monatsersten das nächste Kalenderblatt auf der Gemeinde-Homepage gezeigt und erläutert. Heute also das Kalenderblatt für den Juni.

 

Kindervogelschießen 1951 in Schmalensee

 

Bevor wir uns der Kinderschar auf diesem Bild zuwenden, ordnen wir das Umfeld räumlich ein: Der Fotograf steht mit dem Rücken zum Gasthof Voß. Der Giebel rechts gehört zum Hof Kaack in der Dorfstraße 9. Diesem gegenüber, in der Bildmitte über den Kinderköpfen ist ein weiterer Giebel zu sehen. Er gehörte zu einer Arbeiterkate, die links vom heutigen Buswartehäuschen an der Dorfeiche stand und vor ihrem Abriss unter anderem einen kleinen Geschenkeladen beherbergte. Die Straße im Bereich des Gasthofs trägt ein Kopfsteinpflaster und links zieht sich die noch heute typischeb Einfriedungsmauern der dortigen Grundstücke mit Hecken darüber. Schwer zu erkennen ist der Zugang zum Gefallenendenkmal, dafür sehen wir einen (wenn nicht sogar zwei) Telefonmasten. So war es in Schmalensee im Jahr 1951.

 

Und die Kinder? Es gibt leider keine Namen zur Aufnahme. Sehr wahrscheinlich ist im Bild die Person zu sehen, aus deren Album das Foto stammt: Karla Scharnweber, geborene Suhr, vom Hornshof. Vielleicht ist auch ihre Schwester Rosemarie dabei. Verwandtschaftliche Beziehungen und die Nähe zu Schmalensee hatten die Familie Suhr, deren Hof zu Bornhöved gehört, stets mit unserem Dorf verbunden. So gehörte der Hornshof zur hiesigen Meiereigenossenschaft und nach dem Zweiten Weltkrieg gab es dort und auch auf Willingshöfen schräg gegenüber ein Interesse, nach Schmalensee umgemeindet zu werden – was aber der Gemeinde Bornhöved nicht gefiel...

 

Die Kinder beider Hofstellen gingen hier in Schmalensee in die Volksschule, und die war der traditionelle Ausrichter des jährlichen Kindervogelschießens.

 

Dass so ein Vogelschießen etwas Feierliches war, unterstreicht der „Sonntagsstaat“, den das junge Volk auf dem Foto trägt. Man beachte die weißen Strümpfe, die Mädchen tragen Hauben, fast alle Jungen Lederhosen. Und die Kinder sind paarweise aufgestellt, wie zum Volkstanz. Ein Ansatz von Tracht? Auf jeden Fall ein eindrucksvolles Bild, auf dem alle Protagonisten fröhlich dreinblicken und so eine gewisse Unbefangenheit ausstrahlen.

 

Festliche Kleidung, Umzüge mit Musik und Fahrt im Wagen für die Königskinder, das war mindestens seit den 1920er-jahren Tradition im Dorf, die sich bis heute gehalten hat, seit 1971 getragen von einem nach Schließung der Dorfschule extra gegründeten Verein. Wollen wir hoffen, dass dieser stets genug Freiwillige findet, die mithelfen, den Kindern des Dorfes bei verschiedenen Anlässen wie dem Vogelschießen ein Lachen ins Gesicht zu zaubern und sie dörflichen Gemeinsinn erfahren zu lassen.

Foto zur Meldung: Historisches Kalenderblatt im Juni: Kindervogelschießen 1951 in Schmalensee
Foto: Kindervogelschießen 1951, Bild gegeben von Karla Scharnweber

Erlebniswald am 11. Juni: Ein Fledermaus-Musical

(30. 05. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 23.05.2022:

 

Flattertom und Flederlilly – ein Fledermausmusical im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Samstag, 11.06.2022, 13 Uhr

 

Das Waldtheater führt dieses besondere Fledermausmusical draußen im Wald auf – für Familien mit Kindern von 5 bis 12 Jahren. Christoph und Carina Kohrt von der Gruppe „Theaterfimmel“ aus Plön spielen und singen über den Wald und das spannende Leben der Fledermäuse.

 

Für den Besuch ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. 04328/170480 oder unter info@erlebniswald-trappenkamp.de.

 

Erwachsene zahlen 11 Euro, Kinder 7 Euro inklusive Eintritt in den ErlebnisWald Trappenkamp.

Foto zur Meldung: Erlebniswald am 11. Juni: Ein Fledermaus-Musical
Foto: Erlebniswald am 11. Juni: Ein Fledermaus-Musical

Reparatur-Café Bornhöved am 4. Juni in der Sventana-Schule

(30. 05. 2022)

Mitteilung vom Repair-Café vom 22.05.2022:

 

Wegewerfen – oder reparieren und wertschätzen?

 

Das Repair-Team hilft Dir, die Angst vor dem Reparieren zu nehmen! Am Sonnabend, 4. Juni 2022, von 14 bis 17 Uhr, ist erneut das Repair-Café in Bornhöved, Jahnweg 6, geöffnet, um Dir Tipps zu geben und Dir beim Instandsetzen zu helfen.

 

Repariert wird, was mit eigenen Händen in die Reparatur-Werkstatt hineingetragen werden kann, und auch Fahrräder – jedoch keine Mikrowellen oder TV-Geräte.

 

Auch weiterhin wird Wert auf das Tragen von Mund- und Nasenschutz sowie die Handhygiene gelegt.

 

Infos unter 04323/8060390 – F.W. Moertl

 

Foto zur Meldung: Reparatur-Café Bornhöved am 4. Juni in der Sventana-Schule
Foto: Bornhöved - Sventana-Schule

Gloria – Sommerkonzertreihe mit Bornhöveder Kirchenchor beginnt am 4. Juni

(28. 05. 2022)

Am Sonnabend, 4. Juni, beginnt um 19 Uhr die neue Sommerkonzertreihe in der St.-Petri-Kirche Bosau.

 

Das Eröffnungskonzert mit dem Chorprojekt der Kirchengemeinden Bosau und Bornhöved lässt Antonio Vivaldi erklingen – Gloria – mit dem „Frühling“ und dem „Sommer“ aus dem berühmten Werk „Die vier Jahreszeiten“.

 

Die Leitung hat Sergej Tcherepanov, der das Cembalo spielt. Weitere Musiker und Solisten sind Maren Goyk (Sopran), Elke Wibberenz (Alt), Ding Zhang (Oboe), David Movsisyan und Marina Kotelevskaya (Violinen), Vitali Schepilo (Kontrabass) und Martin Janßen (Orgel).

 

Der Eintritt kostet 18 Euro (mit Kurkarte 16 Euro); Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Ermäßigung.

 

Info: Telefon 04527/241; Internet: www.kirche-bosau.de

Foto zur Meldung: Gloria – Sommerkonzertreihe mit Bornhöveder Kirchenchor beginnt am 4. Juni
Foto: St.-Petri-Kirche zu Bosau

Reich bebildertes Segeberg-Magazin erschienen

(27. 05. 2022)

Mitteilung der WKS vom 19.05.2022:

 

WKS gibt Segeberg Magazin heraus

 

Seit dieser Woche ist bei allen touristischen Akteuren wie den Tourist Infos, Ämtern und Städten, sowie Campingplätzen des Kreises Segeberg das Segeberg Magazin zu finden.

 

„Land leben - Stadt entdecken“ ist das Motto des Magazins, in dem Einheimische und Touristen den Kreis Segeberg ganz neu entdecken können.

 

Auf 60 Seiten kann man sich für den nächsten Ausflug inspirieren lassen und Tipps zu den Themen Natur, Kultur, Essen & Trinken, Radfahren, Wandern, Wasser, Wellness & Sport, Shopping und Events finden. Vieles was es im Kreis Segeberg zu erleben gibt, ist hier direkt zu finden. Weitere und aktuelle Angebote findet man auf der Website www.visit-segeberg.de, auf die mittels QR-Code verwiesen wird.

 

Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS) ist Herausgeberin des Magazins, welches von der Arbeitsgruppe Tourismus unter Federführung der Tourismusmanagerin Mareike Werz erarbeitet wurde.

 

„Im letzten Jahr haben wir die Website www.visit-segeberg.de entwickelt und online gestellt. In Ergänzung dazu haben wir nun das Segeberg Magazin aufgelegt, um die vielfältigen Erlebnis- und Erholungsmöglichkeiten auch als Printprodukt vorliegen zu haben. Damit gelingt es uns, das touristische Angebot des Kreises Segeberg für eine breite Zielgruppe vorzuhalten“, so Lars Wrage, Geschäftsführer der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg.

Foto zur Meldung: Reich bebildertes Segeberg-Magazin erschienen
Foto: Segeberg - Land leben Stadt entdecken 2022

Hundetag am 29. Mai im Erlebniswald Trappenkamp

(24. 05. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 17.05.2022:

 

Ein Tag für Hunde

 

am Sonntag, 29.05.2022, von 11 bis 16 Uhr im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Der ErlebnisWald Trappenkamp lädt Hundebesitzer mit ihren vierbeinigen Freunden zu einer spannenden und unterhaltsamen Rallye ein. An mehreren Stationen wird Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit verlangt, wobei der Spaß an der Freizeit mit dem Hund im Vordergrund steht.

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Die Teilnahme kostet 12 Euro je Mensch-Hund-Team (incl. Eintritt).

Startpunkt ist das Waldhaus.

Foto zur Meldung: Hundetag am 29. Mai im Erlebniswald Trappenkamp
Foto: Hundetag am 29. Mai im Erlebniswald Trappenkamp

Ausflugstipps für die Stadt Plön – Stadtführungs-Potpourri

(23. 05. 2022)

Mitteilung der Plöner Tourist Info vom 20.05.2022:

 

Mittwoch, 25. Mai 2022, 15 Uhr – Führung durch das Plöner Prinzenhaus

Unter fachkundiger Leitung wird durch das Prinzenhaus geführt und Wissenswertes zu den architektonischen Besonderheiten, der kulturellen Bedeutung und der Geschichte des Rokoko-Schlösschens vermittelt.

Start ist um 15 Uhr am Prinzenhaus (Schlossgebiet).

Preise: 6 Euro Erwachsene, 5 Euro Erwachsene mit ostseecard, 4 Euro Kinder, 15 Euro Familienkarte.

 

Freitag, 27. Mai 2022, 18 Uhr – Stadtführung mit dem Kanu

Sportlich wird es bei der Stadtführung mit dem Kanu – mit Muskelkraft geht es einmal rund um die Plöner Innenstadt und durch fünf Seen, unterwegs gibt es eine kleine Getränkepause im Plöner Seeprinz.

Start ist um 18 Uhr.

Preise: 20 Euro pro Person, 18 Euro mit ostseecard

Anmeldung erforderlich unter 04522 – 50950.

 

Freitag, 27. Mai 2002, 21 Uhr - Abendrundgang - Plöner Twieten
Nicht nur ein Dutzend Seen betten die Stadt Plön ein, es gibt auch rund 12 verwunschene Twieten. Was eine Twiete ist und wozu sie einst dienten, beschreiben die Stadtführer während eines romantischen Rundganges in den Abendstunden durch die Plöner Altstadt. Wer wissen möchte, wo sich in Plön das Brandenburger Tor befindet und was sich hinter Namen wie Kusentrekkertwiete  oder Kaaktwiete verbirgt, sollte die 1stündige Stadtführung nicht verpassen.

Start ist um 21 Uhr, Treffpunkt ist die Schwentinebrücke/ Höhe Lübecker Straße. Preise: 6 Euro Erwachsene, 5 Euro Erwachsene mit ostseecard, 4 Euro Kinder/Studenten.

 

Sonnabend, 28. Mai 2022, 11 Uhr - Stadt- und Schlossgebietsführung "Kirchen, Kaiser und Kadetten"

Die Stadt- und Schlossgebietsführung "Kirchen, Kaiser und Kadetten" ist der Klassiker und führt zu den schönsten Ecken in der Plöner Altstadt und dem Schlossgebiet.

Start ist um 11 Uhr an der Tourist Info Plön (Bahnhof).

Preise: 6 Euro Erwachsene, 5 Euro Erwachsene mit ostseecard, 4 Euro Kinder.

 

Sonntag, 29. Mai 2022, 15 Uhr – Führung durch das Plöner Prinzenhaus

Unter fachkundiger Leitung wird durch das Prinzenhaus geführt und Wissenswertes zu den architektonischen Besonderheiten, der kulturellen Bedeutung und der Geschichte des Rokoko-Schlösschens vermittelt.

Start ist um 15 Uhr am Prinzenhaus (Schlossgebiet).

Preise: 6 Euro Erwachsene, 5 Euro Erwachsene mit ostseecard, 4 Euro Kinder, 15 Euro Familienkarte.

 

Montag, 30. Mai 2022, 11 Uhr - Stadt- und Schlossgebietsführung "Kirchen, Kaiser und Kadetten"

Die Stadt- und Schlossgebietsführung "Kirchen, Kaiser und Kadetten" ist der Klassiker und führt zu den schönsten Ecken in der Plöner Altstadt und dem Schlossgebiet.

Start ist um 11 Uhr an der Tourist Info Plön (Bahnhof).

Preise: 6 Euro Erwachsene, 5 Euro Erwachsene mit ostseecard, 4 Euro Kinder.

 

Montag, 30. Mai 2022, 19 Uhr - Hochsitz statt Tiefschlaf

Das ist ein tolles Natur-Erlebnis – die Teilnehmer begleiten einen  "echten Jäger" bei seinem abendlichen Rundgang durch die Flur, beobachten vom Hochsitz aus Tiere, lernen Tierspuren erkennen, erfahren mehr über das einheimische Wild und den Wald. Der Rundgang dauert ca. zwei Stunden und kostet 5 Euro pro Person bzw. 15 Euro pro Familie.

Anmeldung erforderlich unter 04522 – 50950.

 

Dienstag, 31. Mai 2022, 17 Uhr – Stadtführung mit dem Kanu

Sportlich wird es bei der Stadtführung mit dem Kanu – mit Muskelkraft geht es einmal rund um die Plöner Innenstadt und durch fünf Seen, unterwegs gibt es eine kleine Getränkepause im Plöner Seeprinz.

Start ist um 17 Uhr.

Preise: 20 Euro pro Person, 18 Euro mit ostseecard

Anmeldung erforderlich unter 04522 – 50950.

 

Mittwoch, 01. Juni 2022, 15 Uhr – Führung durch das Plöner Prinzenhaus

Unter fachkundiger Leitung wird durch das Prinzenhaus geführt und Wissenswertes zu den architektonischen Besonderheiten, der kulturellen Bedeutung und der Geschichte des Rokoko-Schlösschens vermittelt.

Start ist um 15 Uhr am Prinzenhaus (Schlossgebiet).

Preise: 6 Euro Erwachsene, 5 Euro Erwachsene mit ostseecard, 4 Euro Kinder, 15 Euro Familienkarte.

            

Tourist Info Großer Plöner See

Bahnhofstraße 5 (Bahnhof)

24306 Plön

Tel. 04522 - 50950

Email: touristinfo@ploen.de                 

 

Foto zur Meldung: Ausflugstipps für die Stadt Plön – Stadtführungs-Potpourri
Foto: Ausflugstipps für die Stadt Plön – Stadtführungs-Potpourri

Sachstandsberichte in der Gemeindevertretung am 19. Mai

(22. 05. 2022)

Die jüngste Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung am 19. Mai fand in nur kleiner Besetzung statt. Zunächst auch ohne Bürgermeister Sönke Siebke, der als frisch gewählter Landtagsabgeordneter per Videokonferenz an einer außerordentlichen Sitzung der CDU-Landtagsfraktion teilnehmen muss, da in Kiel die Verhandlungen von CDU-Ministerpräsident Daniel Günther mit Grünen und FDP über einen Fortbestand der sogenannten Jamaika-Koalition gescheitert waren.

 

Der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Bucksch leitete deshalb weitestgehend die Sitzung, die anfangs gerade eben – mit fünf Anwesenden – beschlussfähig war, aber in erster Linie auch nur Sachstandsberichte hörte.

 

Kita-Ausbau – Seecontainer – Neubaugebiet

 

So zu Umbauarbeiten in den Räumen der Kita Eris Arche im Schmalenseer Sportlerheim, die bis 30. Juni begonnen haben müssen, um weiter in den Genuss öffentlicher Förderung zu kommen.

Oder zur Entwicklung eines Wohngebietes im B-Plangebiet Nr. 8, in dem nun zunächst im Zeitraum 13. bis 17. Juni das Archäologische Landesamt Sondierungsgrabungen durchführen wird.

 

Auch ging es um die Aufstellung von zwei Seecontainern für den Verschönerungs- und Vogelschießerverein auf dem Bolzplatz, für die möglichst bald ein Bauantrag durch die Verwaltung gestellt werden muss.

 

Thema auf zwei Straßen: Der Kieslastverkehr

 

Der Bürgermeister hatte mitteilen lassen, dass im Einmündungsbereich des von Kies-Lkw frequentierten Weges auf dem Segeberger Kamp zur Damsdorfer Straße Asphaltierungsarbeiten durchgeführt wurden. Die Kosten, 15.600 Euro, zahlt zunächst die Firma Otto Dörner, die letztlich die Hälfte selbst trägt – was sie rechtlich betrachtet nicht müsste, da der Weg der Gemeinde gehört, die die anderen 50 Prozent zahlt.

 

Thema Kieslastverkehr: Nach Hinweis aus dem gemeindlichen Bauausschuss, auch in der Tarbeker Straße eine Gewichtsbeschränkung auf 7,5 Tonnen erwirken und den zunehmenden Kieslastverkehr durch diese eindämmen zu wollen, liegt eine wenig Hoffnung weckende Information aus der Amtsverwaltung vor. Demnach werde es nicht leicht, den Kreis Segeberg von der Notwendigkeit zu überzeugen. Dieser werde sehr wahrscheinlich zunächst eine Verkehrszählung verlangen, die knapp 1.000 Euro kosten werde.

 

Kommt der Storch zurück nach Schmalensee?

 

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung, dass sich im Bereich des Regenrückhaltebeckens an den Seewiesen wie bereits im Vorjahr Störche für den dort befindlichen Mast interessiert haben, soll für die Storchsaison 2023 wieder eine entsprechende Nisthilfe (Korb) auf den Mast gebracht werden. Im Vorwege soll der ehrenamtliche Storchenbeauftragte im Kreis Segeberg (NABU AG Storchenschutz SH) kontaktiert werden.

 

Einen Beschluss fasste die Runde aber auch: Dem Bürgermeister wurde für die Verbandsversammlung des Wege-Zweckverbandes (WZV) als einmütiges Stimmungsbild mitgegeben, sich gegen das im Raum stehende Abfallgebührensystem bezüglich Sperrmüll- und Strauchgutabfuhr auszusprechen. Es solle ein bürgerfreundlicheres und somit kostengünstigeres Modell vorgelegt werden. Die hohen Abfuhrkosten bzw. Gebühren, die bei selbstständiger Anlieferung entstehen, würden zu einer vermehrten Ablagerung von Müll und Gartenabfällen in der Feldmark führen.

 

Keine Gartenabfälle und anderen Müll in die Feldmark!

 

Hier der dringende Appell an die Bürgerinnen und Bürger, dies nicht zu tun! Wer seine Abfälle in die Feldmark verbringt, sorgt für Kosten, die der Allgemeinheit entstehen; Gartenabfälle beinhalten oft Pflanzenabfälle, die nicht von heimischen Gewächsen herrühren. Die Folge: Es werden invasive Pflanzen in die Natur gebracht, die die heimischen Pflanzen zunehmend verdrängen. Gut zu beobachten ist das an einem Knick im sogenannten Fasanenweg, der parallel zur Stockseer Straße (nördlich davon) verläuft.

 

Foto zur Meldung: Sachstandsberichte in der Gemeindevertretung am 19. Mai
Foto: Asphaltierung an Damsdorfer Straße abgeschlossen

Basteln mit Treibholz: Pfingsten und Himmelfahrt im Erlebniswald Trappenkamp

(22. 05. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 16.05.2022:

 

Basteln mit Treibholz

 

am Donnerstag, 26.05.2022 (Himmelfahrt), sowie Sonntag und Montag, 05./06.06.2022 (Pfingsten), von 10.30 bis 16.00 Uhr im ErlebnisWald Trappenkamp

 

An Himmelfahrt und Pfingsten öffnet die beliebte Bastelhütte vor dem Waldhaus im ErlebnisWald Trappenkamp mit einer kreativen Bastelaktion. Aus dem Treibholz von Nord- und Ostsee können Familien phantasievolle und tolle Objekte selber machen! Unter fachkundiger Anleitung ist das ein großer Spaß für Kinder und Eltern. Aus schönen Treibhölzern und maritimen Materialien können Besucher ihre eigenen Objekte herstellen. Ob Gartenstecken, Treibholzfische oder Mobiles - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Material und Werkzeuge werden gestellt. Für die selbst gebastelten Objekte wird jeweils eine Gebühr von 8 Euro berechnet.            

Foto zur Meldung: Basteln mit Treibholz: Pfingsten und Himmelfahrt im Erlebniswald Trappenkamp
Foto: Basteln mit Treibholz: Pfingsten und Himmelfahrt im Erlebniswald Trappenkamp

Betreuungsbehörde des Kreises Segeberg sucht Verstärkung

(21. 05. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 19.05.2022:

 

Betreuungsbehörde sucht Berufsbetreuer*innen

 

Der Kreis Segeberg sucht selbstständige Berufsbetreuer*innen. Generell gilt: Ist ein volljähriger Mensch aufgrund einer psychischen Krankheit  oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ganz oder  teilweise nicht in der Lage, für sich selbst zu entscheiden, stellt ihm das  Betreuungsgericht eine*r rechtliche*n Betreuer*in zur Seite. Das kann ein*e  Angehöriger sein oder jemand, der beruflich mit dem Thema Betreuung befasst  ist. Der/die Betreuer*in wird auf Vorschlag der zuständigen Betreuungsbehörde  bestellt. 

 

Rechtliche Betreuer*innen beraten, unterstützen und vertreten die betroffenen  Menschen beispielsweise bei der Regelung ihrer Finanzen, der Organisation von  pflegerischen Diensten, der Einwilligung in ärztliche Behandlungen oder  gegenüber Behörden.

 

Derzeit sind im Kreis Segeberg für rund 3.800 Menschen Betreuungen  eingerichtet. Etwa die Hälfte von ihnen wird von Berufsbetreuer*innen  unterstützt. „Wir benötigen weitere Betreuer*innen, um den Bedarf decken zu  können“, sagt Betreuungsbehördenleiterin Katja Lohmeier. Sie weist in diesem  Zusammenhang darauf hin, dass das Berufsbild „Berufsbetreuer*in“ mit Inkrafttreten der Betreuungsrechtsreform 2023 zum Januar des nächsten Jahres  aufgewertet werden wird. „Allerdings sind dann auch bestimmte Qualifikationen  verpflichtend vorgeschrieben, um bei uns in der Betreuungsbehörde  registriert/zugelassen zu werden.“ Der Gesetzgeber wolle damit eine bessere und  gleichwertige Qualität in der rechtlichen Betreuung sicherstellen. So solle gewährleistet werden, dass die zu betreuenden Menschen die bestmögliche Hilfe  erhalten und deren Wunsch und Wille im Mittelpunkt stehen.

 

Für eine professionelle Betreuung benötigen Interessenten ab 2023 rechtliche,  psychiatrisch-psychologische und betriebswirtschaftliche Grundlagen. Diese  können nebenberuflich in Fortbildungskursen oder kompakt in einem Studium an  einer anerkannten Hochschule erworben werden. Nach erfolgreichem Abschluss

werden die Berufsbetreuer*innen bei der Betreuungsbehörde ihres Wohnorts  registriert. Ihre Qualifikation gilt dann bundesweit.

 

Berufsbetreuer*in ist kein Ausbildungsberuf im Sinne des Berufsbildungsgesetzes  oder eines Studiums. Vielmehr handelt es sich um eine Tätigkeit, die sich in den  vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat. Während vor 1992 hauptsächlich  Rechtsanwält*innen beruflich in diesem Bereich tätig waren, sind in den Jahren  seit 1992 auch viele Menschen aus anderen Berufsgruppen dazugekommen,  schwerpunktmäßig Sozialarbeiter*innen/-pädagog*innen, Alten- und  Krankenpfleger*innen sowie Erzieher*innen, aber auch Verwaltungsfachkräfte  und Kaufleute.

 

„Wenn Sie Lust am Kommunizieren mit verschiedenen Adressaten haben, gerne  selbständig arbeiten, sich Ihre Zeit frei einteilen möchten und Sie die  Herausforderung einer Tätigkeit als Berufsbetreuer*in interessiert annehmen  möchten, freuen wir uns, Ihnen weitere Informationen telefonisch oder per E Mail zugeben“, sagt Katja Lohmeier. 

 

Kontakt: Betreuungsbehörde Kreis Segeberg, Telefon 04551 951-8750 oder E Mail betreuungsbehoerde@segeberg.de.

Foto zur Meldung: Betreuungsbehörde des Kreises Segeberg sucht Verstärkung
Foto: Betreuungsbehörde des Kreises Segeberg sucht Verstärkung

Der Seekieker rollt wieder um den Großen Plöner See

(20. 05. 2022)

Mitteilung der Tourist Info Großer Plöner See vom 13.05.2022:

 

Der Seekiefer rollt wieder!

 

Ab dem 21. Mai 2022 startet die Touristische Buslinie "Seekieker" in die 2. Saison.

 

4x vormittags und 4x nachmittags geht es im Uhrzeigersinn um den Großen Plöner See. Die erste Fahrt startet am Bahnhof Plön um 9 Uhr, die letzte endet dort um 18:03 Uhr.

 

Der Rundkurs ermöglicht es, die Fahrt an jeder beliebigen Haltestelle die Fahrt zu beginnen. Und davon gibt es reichlich. Es wurden sogar zwei Haltestellen mehr eingerichtet - eine an der Schillener Straße in Plön und die andere als am Stocksee in Nehmten, die hervorragend als "Wanderhaltestelle" genutzt werden kann.

 

Somit gibt es jetzt 19 Haltestellen, an denen die Fahrt nach dem HopOn-HopOff-Prinzip unterbrochen werden kann. Und dafür gibt es jede Menge Gründe - z.B. für Spaziergänge oder Wanderungen, um an einer anderen Haltestelle wieder einzusteigen. Kleine Orte am See laden zum Verweilen ein und fast überall gibt es Cafés und Gaststätten, die nicht nur etwas zur Stärkung, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten anbieten. Ideal ist dies für Betriebsausflüge, Wandertage oder Exkursionen.

 

Um den Fahrtgenuss zu optimieren, wurde der Fahrplan ein bisschen gestreckt. So kann an den besonders schönen Anschnitten etwas langsamer gefahren werden.

 

Auch Platz für Fahrräder gibt es im Bus, wenn einmal der Weg zu weit oder "die Batterie leer" ist. 33 Sitzplätze und 65 Stehplätze in dem vollklimatisierten Citaro-Bus decken nahezu alle Beförderungsanforderungen ab. Der Bus verkehrt im Seekieker-Design unter der Liniennummer 960.

 

Weitere Informationen enthält ein 12-seitiger Flyer und die Website www.seekieker-bus.de. Karten sind im Bus und im Vorverkauf in den TouristInfos Plön und Bosau erhältlich. Sie eignen sich auch als Geschenk, da sie erst beim Einsteigen einen Tagesstempel erhalten bzw. entwertet werden.

 

Die Rundfahrt kostet 11 Euro für Erwachsene. Unterwegs kann überall aus- und wieder eingestiegen werden (Hop-On Hop-Off). Ermäßigungen gibt es für Kinder bis einschließlich 14 Jahre (6 Euro), Urlauber aus Plön und Bosau mit der der Ostseecard (nur 7 Euro). Familienkarten (2 Erwachsene, 2 Junior  bis 17 Jahre (25 Euro), Gruppenkarten für 4 Personen (35 Euro) . Hunde dürfen auch mitfahren (2,50 Euro).

 

Fahrkarten für Teilstrecken (Erwachsene 5,80 / Kinder 3,20 Euro) oder Fahrräder (2,50 Euro je Teilstrecke) runden das Sortiment ab.

 

Die Fahrkarten gibt es direkt beim Busfahrer und in den Tourist-Infos in Plön und Bosau. Sie eignen sich auch als Geschenk, da sie erst beim Einsteigen einen Tagesstempel erhalten bzw. entwertet werden.

                 

Tourist Info Großer Plöner See

Bahnhofstraße 5 (Bahnhof)

24306 Plön

Tel. 04522 - 50950

Email: touristinfo@ploen.de     

Foto zur Meldung: Der Seekieker rollt wieder um den Großen Plöner See
Foto: Seekieker-web©TI GPS Anne Weise

Schon ab heute: Der Eventanhänger kommt wieder nach Schmalensee – alle Termine

(19. 05. 2022)

19. Mai, 16. Juni, 14. Juli, 11. August, 8. September, 6. Oktober. Diese Termine sollten sich alle notieren, die ein abwechslungsreiches Bewegungsangebot für Kinder wahrnehmen wollen – möglichst an der frischen Luft, begleitet und angeleitet von Experten, zum Nulltarif. Das bietet der Eventanhänger, der nach 2021 auch in diesem Jahr Station auf der Sportanlage des SV Schmalensee machen wird – ab heute.

 

An allen genannten Tagen wird das Angebot zwischen 15 und 17 Uhr unterbreitet. Flexibilität wird großgeschrieben. Etwas später kommen oder früher gehen? Kein Problem. Die Mitarbeitenden der WieGe Gmbh (Sozialräumliche Hilfen) haben kein starres Konzept, sondern einen Anhänger – den Eventanhänger – voller Outdoor-Spieleideen. Die empfohlene Altersgruppe reich von 6 bis 14 Jahren.

 

Der Kreis Segeberg, vertreten durch das Jugendamt, ist federführend und trägt die Kosten. Er hatte das Projekt, das auch an anderen Orten im Kreisgebiet angeboten wird und nicht allein auf Kinder aus dem jeweiligen Event-Ort beschränkt sein muss, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie entwickelt. Denn: Unter den Corona-Bekämpfungsmaßnahmen litten insbesondere Kinder, deren Sportangebote brach lagen – unter einem Mangel an Bewegung und an sozialen Kontakten mit Gleichaltrigen.

 

Diese Herausforderung wurde 2021 erstmals und erfolgreich in Angriff genommen und wird nun fortgesetzt. Also: Auf zur Sportanlage und Spaß haben. Wer Fragen hat, findet im anhängenden Flyer (PDF) einen Kontakt.

Foto zur Meldung: Schon ab heute: Der Eventanhänger kommt wieder nach Schmalensee – alle Termine
Foto: Schon ab heute: Der Eventanhänger kommt wieder nach Schmalensee – alle Termine

Pickepackevoller Donnerstag: 19. Mai in Schmalensee – JHV der Pferdefreunde heute

(18. 05. 2022)

Ganz schön was los in Schmalensee am morgigen Donnerstag, 19. Mai. Am Abend finden sowohl eine gemeindliche Sitzung als auch ein wichtiges Treffen der Vogelschießer statt. Und für den Nachmittag hat sich – sehr spontan – ein Besuch auf dem Sportgelände angekündigt, der die Kinder interessieren wird.

 

Gemeindevertretung tagt Donnerstagabend

 

Nach Sitzung des Bauausschusses muss sich die Gemeindevertretung zügig mit Themen befassen, die sonst nicht voran kämen. Deshalb tagt sie um 19.30 Uhr im Gemeindesaal.

 

Es geht unter anderem um die Erweiterung der Räume für die Kita im Sportlerheim, die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, Seecontainer für den Verschönerungs- und Vogelschießerverein auf dem Bolzplatz und natürlich um das geplante Baugebiet und die wichtige Frage, wie es dort weitergehen soll.

 

Vogelschießer planen das Vogelschießen

 

Während die Sitzung der GV später in den Kalender rutschte, ist dieses Treffen schon lange bekannt: Ebenfalls am Donnerstag um 19.30 Uhr möchte der Verschönerungs- und Vogelschießerverein mit Mitgliedern und Interessierten die Vorbereitungen für das Schmalenseer Vogelschießen am 11. Juni voranbringen. Das Treffen findet im Gasthof Voß statt.

 

Wer schon eine Aufgabe übernommen hat ist ebenso eingeladen wie alle, die in irgendeiner Form Hand anlegen möchten. Das Treffen ist auch eine der Möglichkeiten, den Verein im Dorf kennenzulernen, der für viele Veranstaltungen für Kinder steht – die aber vom Mitwirken leben. Also keine Scheu, insbesondere für junge Eltern ist dieser Verein eine tolle Möglichkeit, sich einzubringen.

 

Spontan: Der Event-Anhänger rollt am Donnerstag nach Schmalensee

 

Von erfreulichen, aber sehr spontanen Neuigkeiten berichtet Christopher Brust am späten Dienstagabend. Er ist 2. Vorsitzender des Sportvereins und Gemeindevertreter, hatte im Vorjahr ein nun wiederkehrendes Projekt begleitet: Der Eventanhänger kommt auch in diesem Jahr wieder nach Schmalensee. Erster Termin ist am Donnerstag, 19. Mai.

 

Die WieGe GmbH hat demnach sehr kurzfristig mitgeteilt, dass der Eventanhänger am Donnerstag erstmals in 2022 Station auf dem Sportgelände (Tarbeker Straße 10a) in Schmalensee machen wird. Noch mangelt es an weiteren Einzelheiten. Christopher Brust geht von 15 Uhr als Startzeit aus. Er und die Homepages von SVS (www.svschmalensee.de) sowie diese Gemeinde-Homepage werden jede neue Erkenntnis verbreiten.

 

Beim Eventanhänger handelt es sich um einen mit lauter Spiel- und Spaßmöglichkeiten für Kinder gefüllten Anhänger, den fachkundiges Personal begleitet und auf dem Sportgelände Kindern (und ihren Eltern) ein Bewegungsangebot macht. Das Projekt wird vom Kreis Segeberg gefördert, resultiert aus einem in der Corona-Pandemie festgestellten Bewegungsmangel gerade bei jüngeren Kindern und kam sehr gut an.

 

Reitsportgemeinschaft tagt am heutigen Mittwoch

 

Schon HEUTE findet die Jahreshauptversammlung der Reitsportgemeinschaft Schmalensee statt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Sportlerheim in der Tarbeker Straße 10a. Die Pferdefreunde mit ihrer Vorsitzenden Frederike Harder haben verschiedene Vorstandspositionen zu wählen und werden sich intensiv auf die Jahresplanung stürzen: Turnier- und Meisterschaftsteilnahmen, Lehrgänge sowie die Teilnahme am Dorfquiz und die Ausrichtung des Bingo-Abends.

Foto zur Meldung: Pickepackevoller Donnerstag: 19. Mai in Schmalensee – JHV der Pferdefreunde heute
Foto: Pickepackevoller Donnerstag: 19. Mai in Schmalensee – JHV der Pferdefreunde heute

Stockseer Abendlauf am 21. Mai dient der Hilfe für Flüchtlinge

(17. 05. 2022)

Mitteilung des TSV Stocksee:

Hurra, wir laufen wieder – kommt Alle und seit dabei! Der 27. Abendlauf, soll als Spendenlauf am 21.5. stattfinden!

Uns erschüttert die Situation für die Menschen in der Ukraine und die Menschen auf der Flucht in Europa. Aus diesem Grund drücken wir unsere Solidarität aus. Mit dem 27. Abendlauf – Stocksee, sammeln wir Spenden für diesen Zweck. Wir unterstützen damit die „Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine im Bereich des Amtes Bornhöved“.

Wir zeigen so einen regionalen Zusammenschluss, mit der Gemeinde Stocksee, dem TSV Stocksee und den ansässigen Unternehmen, sowie den Bürgern Stocksees und angrenzenden Gemeinden!

Als Startgeld nehmen wir 15 Euro, dafür gibt es ein T-Shirt mit Aufdruck der Sponsoren. Wer mehr Startgeld bezahlen möchte, kann dieses gerne tun und spendet, so für diesen Spendenlauf. Der Erlös aus der Gastronomie soll ebenfalls als Spende dienen. Wer Lust hat Kuchen oder Salat zu spenden, meldet sich bitte bei Familie Herbst, E-Mail: bri.ron.herbst@gmail.com oder ruft an: 04526/3817720!

Jeder Euro zählt.

Die Spende soll dem Netzwerk „Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine im Bereich des Amtes Bornhöved“ übergeben werden. Die Teilnehmer können ab 15 - 16 Uhr einen T- Shirt kaufen und Ihre Startbereitschaft erklären. (15 Euro).

16 Uhr Kids-Lauf um den Dorfplatz, 17 Uhr 5 km- und 10 km-Lauf (Nordic Walking ist auch möglich!). Es werden nur die drei ersten Plätze vergeben.

Für das leibliche Wohl wird das ORGA Team TSV Stocksee sorgen. Für Duschmöglichkeiten stellt die FFW Stocksee Duschcontainer zur Verfügung.

Foto zur Meldung: Stockseer Abendlauf am 21. Mai dient der Hilfe für Flüchtlinge
Foto: Stockseer Abendlauf am 21. Mai dient der Hilfe für Flüchtlinge

Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 05. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Mai die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Schulklassen sollen Maikäfer sammeln: Im Mai 1942, vor 80 Jahren, naht eine Maikäferplage und bedroht die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein. Angesichts dessen ordnet der Landrat des Kreises Segeberg am 16. Mai 1942 an, dass die Schulklassen jeweils am frühen Morgen und am Nachmittag mit dem Einsammeln beauftragt werden sollen - „Erwünscht ist der geschlossene Einsatz von Schulen oder Klassen“. Den Gemeinden empfiehlt er zudem die Zahlung von Fangprämien, um auch die weitere Bevölkerung einzubinden.

 

Das größte Tanzlokal der Gegend: Im Mai 1907, vor 115 Jahren, ist Ludwig Saggau noch Betreiber des Dorfgasthofs von Schmalensee, der später an Friedrich Voß gehen wird. Saggau hat den noch heute für das Dorf bedeutenden Saal angebaut und zieht am 20. Mai 1907, dem zweiten Pfingsttag, sämtliche Register: Das mit Anzeige im Segeberger Kreis- und Tageblatt beworbene Militärkonzert mit Ball verspricht, dem Zeitgeist entsprechend ein großartiges Event zu werden: „Einziges Lokal der Umgegend, wo Militärkapelle in Uniform spielt“ heißt es in der Anzeige. Außerdem hat Saggau nachgerüstet, ein Schank- und Tanzzelt errichten lassen. Aufgrund der Neuanschaffung avanciere sein Gasthof zudem dazu, „größtes Lokal und größte Tanzfläche der Umgegend“ zu sein.

 

Landjugend Hartenholm siegt in Schmalensee: 80 Jungen und Mädchen kann Reimer Saggau, Vorsitzender der Landjugendgruppe Schmalensee, am 21. Mai 1967, vor 55 Jahren, zum Schleppergeschicklichkeitsfahren begrüßen. Unter reger Anteilnahme der Bewohner wetteifern Mitglieder der Landjugendgruppen Ascheberg, Bordesholm, Hartenholm, Innien, Nortorf, Pronstorf und Wankendorf sowie natürlich Schmalensee auch in weiteren Disziplinen – Bogen- und Luftgewehrschießen. Die Gesamt- beziehungsweise Mannschaftswertung erringen die Hartenholmer vor den Schmalenseern und den Titelverteidigern aus Ascheberg. Schmalenseer tauchen in den Ergebnislisten der Einzeldisziplinen weit vorn auf: Burkhard Saggau gewinnt vor zwei Hartenholmern das Schlepperfahren im anspruchsvollen Parcours. Im Bogenschießen gehen die Plätze 1 bis 3 an Schmalenseer: Helge Schramm siegt vor Peter Prange und Reimer Saggau. Im Schießen mit dem Luftgewehr wird der Schmalenseer Klaus-Dieter Steffen Erster, Gerhard Harder Dritter. Die Siegerehrung findet im Gasthof Voß statt, natürlich gefolgt von Musik und Tanz.

 

Schrecklicher Verdacht auf Perdoel: Am 22. Mai 1897, vor 125 Jahren, meldet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt in einem knappen Beitrag, dass auf dem Hof Perdoel ein Dienstmädchen „gefänglich eingezogen“, also verhaftet worden ist. Die junge Frau wird verdächtigt, ihr vermutlich neu geborenes Kind getötet und in Asche verscharrt zu haben. Der Tatvorwurf lautet auf Kindsmord.

 

Mehr Arbeit für den hiesigen Gendarmen: Im Zeitraum 25. Mai bis 1. Oktober 1897, vor 125 Jahren, hat der in Bornhöved stationierte und für die hiesige Region zuständige Gendarm Osthus auch mit der regelmäßigen Bestreifung von  Fehrenbötel, Negernbötel und Radesforde zuständig. Dies wird nötig, weil der Segeberger Gendarm Gottschalk für diesen Zeitraum abkommandiert ist – sehr wahrscheinlich nach Fehmarn, wo in diesem Zeitraum viele Erntehelfer eine höhere Polizeipräsenz erforderlich machen. In solchen Phasen wird der jeweilige Patrouillenbezirk eines Gendarmen unter den anderen aufgeteilt. Osthus ist immerhin berittener Gendarm, kann die abgelegenen Orte also zu Pferde erreichen. Der Segeberger Fußgendarm Mollenschott etwa muss nun neben seinem eigenen Bezirk auch Orte wie Schackendorf, Wahlstedt und Wittenborn ablaufen.

 

Landwirteverein wird zur Versicherung: Die Delegiertenversammlung des Segeberger landwirtschaftlichen Kreisvereins am 26. Mai 1897, vor 125 Jahren, beschließt die Bildung eines Haftpflichtvereins für den Kreis Segeberg. Die stetig anwachsende Mitgliederschaft will sich gegenseitig gegen Sach- und Personenschäden versichern. Außerdem werden die Mitgliedsbeiträge im Kreisverein festgesetzt: Betriebe unter 10 Hektar zahlen jährlich 50 Pfennig, Betriebe über 10 Hektar 1 Mark. Der Zuwachs an Mitgliedern resultiert daraus, dass immer mehr Bezirksvereine dem Kreisverein beitreten. Der Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgebung ist ein solcher Bezirksverein.

 

Anwohner bauen Bürgersteig selbst: Seit April haben die Anlieger der Siedlungsstraße Am Ringreiterplatz daran gearbeitet, nun ist der 240 Meter lange Bürgersteig fertig gestellt. Im Beisein von Bürgermeister Hans Voß, dem Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Gerd Scholz und des SPD-Ortsvorsitzenden Malte Möller kann der in Eigenleistung entstandene Gehsteig am 28. Mai 1977, vor 45 Jahren, eingeweiht werden. Die SPD war Initiatorin der Maßnahme. Unter der Leitung von Paul Horlbeck haben sich selbst die Anwohner beteiligt, an deren Grundstück der Gehsteig gar nicht gelegen ist. Die Gemeinde, die die Baumaterialien lieferte, richtet zum Dank eine Grillparty aus.

 

Segebergs Pferdezüchter vor der Spaltung: Am 31. Mai 1922, vor 100 Jahren, beginnt im Kreis Segeberg eine Spaltung der Pferdezüchter. Diese debattieren in einer Generalversammlung des Kreispferdezuchtvereins im Segeberger Hotel Germania über die Zuchtrichtung. Nachdem man 25 Jahre lang eine Ausrichtung auf die Zuchtrichtung der Geestlande verfolgte, steht nun ein Wechsel auf die der Marschlande im Raum. Mit der Geestzuchtrichtung sei man nicht weiter gekommen, während die Marschzuchtrichtung, die zweifelsohne eine eigene Rasse darstelle, ein ausgeglichenes schönes Pferd hervorgebracht habe. Die Gegenargumente gehen dahin, dass noch kein besseres Pferd auf Marschgrundlage hervorgebracht sei. Man solle eine sachgemäße Züchtung verfolgen und so hervorragende holsteinische Hengste ziehen. Zu den Befürwortern des Marschpferdes gehört auch der Schmalenseer Landmann Saggau (vermutlich Ludwig Saggau, Anmerkung). Zu weit vorgerückter Stunde, einige Mitglieder haben schon den Heimweg angetreten, wird abgestimmt. 49 Anwesende stimmen für einen Umstieg auf die Marschgrundlage, 66 für die bisherige Zuchtrichtung. Es zeichnet sich ab, dass schon bald zwei Kreispferdezuchtvereine bestehen könnten.

Foto zur Meldung: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Treckergeschicklichkeit bei der Landjugend SZ 22.05.1967

Vollsperrung in Schmalensee: Weg auf dem Segeberger Kamp vom 16. bis 18. Mai unpassierbar

(14. 05. 2022)

Wichtige Nachricht für Spaziergänger, Jogger, Hundeausführer und andere Freiluft-Enthusiasten: Der Weg auf dem Segeberger Kamp, der auf Höhe Sportplatz die Tarbeker mit der Damsdorfer Straße verbindet, wird im Zeitraum Montag, 16. Mai, bis Mittwoch, 18. Mai voll gesperrt. Fußgänger können den Wirtschaftsweg dann nicht benutzen. (Hunde allein sowieso nicht – das der Vollständigkeit halber.)

 

Die entsprechende Anordnung der Amtsverwaltung ist der Gemeinde am 11. Mai zugegangen. Es handelt sich um eine notwendige Sperrung, um eine Straßenbaumaßnahme der Firma Otto Dörner durchführen zu können. Diese betrifft zwar nicht den Weg auf seiner Gesamtlänge, es gilt jedoch, ein Betreten der Baustelle zu verhindern.

 

Diese befindet sich im Zufahrtsbereich von der Damsdorfer Straße, der täglich von schweren Lkw und anderen Fahrzeugen genutzt wird und sich zum wiederholten Mal in einem desolaten Zustand befindet. Dem soll abgeholfen werden: Die Einmündung wird neu asphaltiert, die Asphaltdecke soll 15 bis 20 Meter in den Weg hinein ausgelegt werden.

 

Von der Maßnahme versprechen sich Gemeinde und Firma eine nachhaltige Verbesserung der Situation.

 

Im Bereich der Baustelle wird während der Arbeiten der Verkehr auf der Damsdorfer Straße verlangsamt und in einem leichten Bogen am Einmündungsbereich vorbeigeführt.

 

Für diese und die Sperrmaßnahme bitten Gemeinde und beteiligte Firmen um Verständnis.

Foto zur Meldung: Vollsperrung in Schmalensee: Weg auf dem Segeberger Kamp vom 16. bis 18. Mai unpassierbar
Foto: In diesem Abschnitt wird im Zeitraum 16. bis 18. Mai aspahltiert

Geflüchtete in SE – Kreisverwaltung bietet Info-Veranstaltungen an

(13. 05. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 12.05.2022:

 

Unterstützung für Geflüchtete: Veranstaltungen für Helfer*innen im Mai und Juni

 

Viele Menschen im Kreisgebiet engagieren sich ehrenamtlich  oder beruflich für die Unterstützung von Geflüchteten. Sie leisten damit einen  unschätzbaren Dienst für die Gesellschaft. Die Kreisverwaltung – speziell die  Beratungsstelle des Ehrenamtes in der Flüchtlingshilfe/Freiwilligenmanagement,  die Koordinierungsstelle für Integration und Teilhabe (KIT) sowie die  Migrationsbeauftragte Segeberg – steht ihnen und neuen Interessierten als  Ansprechpartnerin zur Verfügung (migration@segeberg.de). Im Mai und Juni  finden für engagierte und/oder interessierte Bürger*innen verschiedene  Veranstaltungen statt: 

 

Präsenzveranstaltung am Montag, 23. Mai: „(Sensibler) Umgang mit  Trauma/Kriegs- und Fluchterfahrung“

 

Referent: Dr. Christoph Braukhaus

Zeit: 17.30 bis 19.30 Uhr

Ort: Jugend-Akademie in Bad Segeberg

 

Viele Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen, haben Grauenhaftes erlebt.  Im Kontakt mit Geflüchteten kann bei Helfer*innen die Frage aufkommen, wie  mit dem Erlebtem umgegangen werden sollte. Die Veranstaltung soll  Handlungsleitlinien aufzeigen und praktisches Handwerkszeug in die Hand, aber  auch Möglichkeit zum Austausch geben.

 

Anmeldung bis Montag, 16. Mai, per E-Mail an migration@segeberg.de (unter  Angabe von Name, Telefonnummer, Funktion/Organisation). Es gilt die 3G Regelung.

 

Online-Veranstaltung am Montag, 30. Mai: „Landeskunde  Hintergrundwissen Ukraine“

 

Referent: Diplom-Jurist und Islamwissenschaftler Jens Leutloff

Zeit: 17.30 bis 19:30 Uhr

Ort: Online über Microsoft-Teams

 

Aufgrund des Angriffskrieges auf ihre Heimat sind zahlreiche Ukrainer*innen  geflüchtet beziehungsweise auf der Flucht. Einige von ihnen sind mittlerweile  auch im Kreis Segeberg angekommen. Für eine gelingende Kommunikation und  Interaktion ist es hilfreich, sich Wissen über dieses Land anzueignen.

 

Anmeldung bis Montag, 23. Mai, per E-Mail an migration@segeberg.de (unter  Angabe von Name, Telefonnummer, Funktion/Organisation).

 

Online-Veranstaltung am Mittwoch, 1. Juni: „Veranstaltungsreihe:  Ehrenamt 2.0. Syrien, Afghanistan, Ukraine. Interkulturelle und  transkulturelle Kommunikation mit Geflüchteten“ (Teil II)

 

Referent: Diplom-Jurist und Islamwissenschaftler Jens Leutloff

Zeit: 17.30 bis 19 Uhr

Ort: Online über Microsoft-Teams

 

Im Kontakt mit Geflüchteten entscheiden häufig interkulturelle und  transkulturelle Kommunikation darüber, ob alle Beteiligten gut miteinander  auskommen und auch Belastungen gut miteinander ausbalancieren können. Die  Veranstaltung soll dem Austausch darüber dienen und die Möglichkeit bieten, die  interkulturelle und transkulturelle Konfliktbewältigung praktisch einzuüben.

 

Anmeldung bis Montag, 30. Mai, per E-Mail an soziales.heidhoff@segeberg.de (unter Angabe von Name, Telefonnummer, Funktion/Organisation).

 

Präsenzveranstaltung am Mittwoch, 15. Juni: „Austauschtreffen für  Ehrenamtliche“

 

Zeit: 16.30 bis 18.30 Uhr

Ort: Jugend-Akademie in Bad Segeberg

 

Ehrenamtliche – egal ob schon lange dabei oder ganz neu – haben hier die  Möglichkeit, sich auszutauschen. Zudem werden Projekte von  Kooperationspartner*innen vorgestellt, bei denen sich die Freiwilligen engagieren  können.

 

Anmeldung bis Mittwoch, 8. Juni, per E-Mail an soziales.heidhoff@segeberg.de (unter Angabe von Name, Telefonnummer, Funktion/Organisation). Es gilt die  3G-Regelung.

 

Die Veranstaltungen sind für die Teilnehmer*innen kostenfrei und werden vom  Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gelichstellung sowie  vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren  gefördert.

 

 

Die Einladungen mit weiteren Details finden Sie unter

https://integreat.app/kreissegeberg/de/events.

 

Foto zur Meldung: Geflüchtete in SE – Kreisverwaltung bietet Info-Veranstaltungen an
Foto: Geflüchtete in SE – Kreisverwaltung bietet Info-Veranstaltungen an

Kulturstandort Alte Schmiede Bornhöved: Beamer gebraucht, Crowdfunding gestartet

(13. 05. 2022)

Mitteilung des Fördervereins Alte Schmiede vom 11.05.2022:

 

Ein neuer Beamer für die Alte Schmiede - Mit Crowdfunding gemeinsam ans Ziel!

 

Alteingesessene Bornhövederinnen und Bornhöveder erinnern sich noch gut an den Feuerschein in der Esse, in der Hufschmied Arthur Küchenmeister und später sein Schwiegersohn Gerhard Rühl bis zum Jahre 2002 Schmiedearbeiten angefertigt haben. Oder sie erinnern sich an die Pferde, die vor der Werkstatt standen und darauf warteten, neue Hufe zu bekommen. Auch wenn man jetzt in die Schmiede kommt, liegt noch der Geruch von Schmiedekohle in der Luft und viele Werkzeuge, die aus der aktiven Zeit stammen, sind noch ausgestellt.

 

Bereits seit über 10 Jahren wird der Wunsch von Repräsentanten der Gemeinde Bornhöved, aus Vereinen und von Heimatforschern, die „Alte Schmiede Bornhöved“ für das Image des Dorfbildes als historische Werkstatt und als Veranstaltungsraum mit dörflichem Charakter zu erhalten, vom „Förderverein Alte Schmiede Bornhöved“ umgesetzt.

 

Etwa 15 ehrenamtlich Engagierte stellen hier regelmäßig Veranstaltungen auf die Beine, denn die „Alte Schmiede Bornhöved“ lebt vom Miteinander der Dorfgemeinschaft, vom Austausch der Menschen, Vereine und Verbände untereinander und von der Traditionserhaltung des Dorfes Bornhöved.

 

Veranstaltungen, unter anderem Kunstforen, Sommerkinoabende, Jazzfrühstück, Lesungen, Konzerte und Adventsmärkte, werden regelmäßig angeboten. Das Besondere ist, dass sich Menschen jeden Alters treffen und angesprochen sind mitzumachen. Auch für die Seniorinnen und Senioren des Dorfes ist es ein schöner, traditionsreicher Treffpunkt, an dem alte Geschichten und Erinnerungen, unter anderem durch die Vorführung von Filmklassikern und Zeitdokumenten belebt werden.

 

Für die Präsentation von Film- und Fotomaterialien wird in der Alten Schmiede dringend ein zeitgemäßer Beamer benötigt. In der Vergangenheit wurden private Geräte genutzt, oder es wurde sich ein Gerät geliehen. Die Geräte sind besonders durch unterschiedlichste Installationen und Kabeln auch eine Gefahrenquelle für die Besucherinnen und Besucher bei Veranstaltungen. Ein Kurzdistanz-Beamer würde die Engagierten in ihrer Arbeit entlasten. Für das Projekt „Ein neuer Beamer für die Alte Schmiede“ sollen über Crowdfunding Spenden eingeworben werden.

 

Über die öffentlich geförderte Spendenplattform www.wir-bewegen.sh/project/ein-beamer-fuer-die-alte-schmiede können Spenden gezielt für das Projekt eingezahlt werden.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Spendenplattform eine Möglichkeit gefunden haben, unserem Wunsch nach einem Kurzdistanz-Beamer näher zu kommen, und sind dankbar über jeden, der uns unterstützt und einen Betrag spendet“, hofft Fördervereins-Vorsitzender Hans-Peter Küchenmeister auf viele, die mithelfen das Spendenziel zu erreichen.

 

Der eingeworbene Spendenbetrag wird ausschließlich für den Kurzdistanz-Beamer und die Aufbewahrung dessen verwendet.

 

Hans-Peter Küchenmeister

 

Foto zur Meldung: Kulturstandort Alte Schmiede Bornhöved: Beamer gebraucht, Crowdfunding gestartet
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Ab Mai unterwegs: SH Netz sucht Gaslecks auch in Schmalensee

(12. 05. 2022)

Mitteilung von Schleswig-Holstein Netz vom 09.05.2022:

 

„Supernase“ im Einsatz für die Versorgungssicherheit im  Kreis Segeberg

 

Im Kreis Segeberg wird bald kräftig „geschnüffelt“. Diese wichtige Aufgabe für die Versorgungssicherheit übernimmt jedoch kein Hund, sondern ein Fachmann mit einem Hightech-Gerät: Im  Auftrag von Schleswig-Holstein Netz ist der Gasspürer von Mai bis  Oktober unterwegs. Mit seiner „Supernase“ ist er auf der Suche  nach eventuellen Lecks an einer unterirdischen Gasleitung. Seine  Hightech-Sonde, die er schiebend vor sich herführt, erschnüffelt  sogar kleinste Mengen Erdgas. Auf seinem Rücken misst das  Gasspürgerät das Luftgemisch und schlägt sofort aus, sollte auch  nur ein Minimum an Erdgas in der Luft sein. Malte Peikenkamp, zuständiger Netzcenter-Leiter in Bad Segeberg und Kaltenkirchen, erläutert: „Erdgas an sich ist geruchslos. Aus Sicherheitsgründen  ist ihm ein Geruchsstoff beigemischt, sodass es beim Austritt nach verfaulten Eiern riecht. Unser Gasspür-Experte kann die  allerkleinsten Mengen Erdgas finden, die wir gar nicht riechen könnten.“ Die „Supernase“ kann also Erdgas besser erschnüffeln  als jeder Mensch. 

 

Der Gasspürer kann, wenn sein Gerät ausschlägt, das Leck unter der Erde lokalisieren. Schleswig-Holstein Netz kümmert sich um die Beseitigung des Schadens. 525 Kilometer Gasleitungen  werden auf diese Weise im Jahr 2022 im Kreis Segeberg überprüft. „Dies ist eine Tätigkeit mit sehr hoher Verantwortung“, weiß Malte  Peikenkamp. „Daher müssen die eingesetzten Fachmänner ihr  Zertifikat regelmäßig auffrischen.“ 

 

Neben seiner „Supernase“ hat der Gasspürer übrigens auch  durchtrainierte Beine – denn er legt die gesamte Strecke zu Fuß  zurück. Ein Tablet zeigt ihm die Lage der unterirdischen Leitungen  an, die er akribisch abläuft. „Der Fachmann muss auch die  Grundstücke betreten, um die Hausanschlussleitungen auf  Sicherheit zu überprüfen. Er muss aber nicht die Häuser betreten“, so Malte Peikenkamp. Die Mitarbeiter können sich entsprechend  ausweisen. Da der Gasspürer alleine auf den Straßen unterwegs  ist und er die nötigen Mindestabstände einhält, wird diese wichtige  Sicherheitsüberprüfung auch in Zeiten der Corona-Pandemie verlässlich durchgeführt. 

 

In den folgenden Städten und Gemeinden schnüffelt die Supernase  im Jahr 2022: 

 

Bad Bramstedt, Bahrenhof, Bebensee, Bimöhlen, Bühnsdorf, Fahrenkrug, Geschendorf, Groß Niendorf, Hartenholm, Hasenmoor, Henstedt-Ulzburg,  Hitzhusen, Högersdorf, Kaltenkirchen, Kisdorf, Klein Gladebrügge, Klein Rönnau, Kükels, Leezen, Mözen, Neuengörs, Neversdorf, Norderstedt, Oersdorf, Rohlstorf, Schmalensee, Schmalfeld, Schackendorf, Schwissel, Seedorf, Seefeld, Stipsdorf, Strukdorf, Tarbek, Travenhorst, Traventhal, Wahlstedt, Wakendorf I, Weede, Westerrade, Wittenborn

Foto zur Meldung: Ab Mai unterwegs: SH Netz sucht Gaslecks auch in Schmalensee
Foto: Ab Mai unterwegs: SH Netz sucht Gaslecks auch in Schmalensee

Am Sonntag wird gewählt – und in Schmalensee obendrein geworben

(07. 05. 2022)

Morgen wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt. Für die Mitglieder der Parteien, insbesondere ihre Kandidaten, kehrt damit etwas Normalität zurück, fällt Anspannung ab, denn der Wahlkampf ist bereits am Vorabend beendet. Am Wahltag selbst werden in der Regel keine politischen Veranstaltungen durchgeführt und schon gar nicht darf im oder am Wahllokal geworben werden – politisch.

 

Eine andere Art der Werbung ist nicht untersagt und soll am Sonntag auf dem Parkplatz vor dem Wahllokal, dem Schmalenseer Gemeindesaal am Gasthof Voß stattfinden. Dort wird das Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr stehen und Mitglieder der Wehr werden auf ihren ehrenamtlichen Dienst an der Gesellschaft aufmerksam machen.

 

Wie es sich für eine Werbeveranstaltung gehört, gibt es Flyer. Und ein Blick hinter Rolltüren und ins Fahrzeug ist ganz sicher auch gestattet. Wer noch kein förderndes Mitglied der Wehr ist, kann es hier werden. Wichtiger aber ist derzeit auch der Gewinn weiterer aktiver Mitglieder für die Schmalenseer Einsatzabteilung. Die Blauröcke hoffen, hier Interesse für Teamwork, Technik und Kameradschaft wecken zu können. Bei Männern und Frauen.

 

Wer sich nun ärgert, bereits von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht zu haben: Am Fahrzeug der Feuerwehr muss weder Wahlbenachrichtigung noch Personalausweis vorgezeigt werden... Vorbeikommen kann man trotzdem.

 

Aufruf des Landeswahlleiters Thilo von Riegen vom 05.05.2022:

 

„Seit der Bundestagswahl 2013 verzeichnen wir in Schleswig-Holstein wieder steigende Wahlbeteiligungen. Das ist sehr erfreulich. Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Das Wahlrecht ist das höchste Gut in der Demokratie. Es ist ein Gut, das wir alle wertschätzen sollten. Setzen Sie daher ein starkes Zeichen für die Demokratie und gehen Sie am Sonntag zur Wahl.

 

Die Auswahl an Parteien und Kandidatinnen und Kandidaten bei einer Landtagswahl ist noch nie so groß gewesen. Wahlrecht ist das wichtigste Mitwirkungsrecht der Bürgerinnen und Bürger in einem freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaat. Wer nicht wählt, lässt andere über sich entscheiden.

 

Mehr als 22.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer machen am Sonntag dieses Hochfest der Demokratie möglich. Bitte begegnen Sie den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern in den Wahllokalen rücksichts- und respektvoll. Sie tun dies ehrenamtlich. Ich bin mir sicher, der ein oder die andere würde sich auch über ein Wort des Dankes von Ihnen freuen.“

 

Ergebnisse im Internet:

 

Viele Medien in Schleswig-Holstein werden Wahlergebnisse im Internet präsentieren. So haben die Zeitungsverlage der Region eine Verknüpfung zur Landeswahlleitung herstellen können, um Live-Daten zu präsentieren.

 

Der Kreis Segeberg wird ebenfalls Ergebnisse veröffentlichen unter segeberg.de/wahlen.

 

In Schmalensee (wie überall) wird der Wahlgang um 18 Uhr geschlossen und die Auszählung beginnt. Bürgermeister Sönke Siebke hat angekündigt, dann auch vor Ort zu sein. An der Auszählung als Mitglied des Wahlvorstands teilnehmen darf er in diesem Jahr nicht – er ist als Kandidat eindeutig befangen.

 

Foto zur Meldung: Am Sonntag wird gewählt – und in Schmalensee obendrein geworben
Foto: Am Sonntag wird gewählt – und in Schmalensee obendrein geworben

Mönchsweg – Geschichte aus dem Fahrradsattel erkunden

(07. 05. 2022)

Mitteilung des Mönchsweg e.V. vom 03.05.2022:

 

Geschichte erleben auf dem Mönchsweg

 

Welche Legende webt sich um den Heiligen Mauritius? Wie gehören die heilige Gertrud und Mäuse zusammen? Was hat Corona mit Geschichte zu tun? Wen solche Fragen neugierig machen, der sollte eine Radtour auf dem Mönchsweg unternehmen. Der 530 km lange Radfernweg, der die alte Hansestadt Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein miteinander verbindet, lädt zum Entdecken ein.

 

Unter dem Motto „Geschichtszeichen“ in der Rubrik „Besonderes am Weg“ bietet die Mönchsweg-Homepage www.moenchsweg.de spannende Informationen zu ausgewählten Orten und alten Geschichten am Weg.

 

Dort erfährt man, was es mit dem Gertrudenaltar in Stade auf sich hat oder was den Bischofsberg in Plön und die Fasaneninsel in Eutin mit der slawischen Vergangenheit Schleswig-Holsteins verbindet.

 

Entlang des Wegs sind die Bedeutung und Herkunft ausgewählter Straßen- und Gebäudenamen kurz beschrieben. Zusätzlich gibt es viele historische Einblicke zu den NamenspatronInnen der über 100 Kirchen am Weg.

 

Warum sind gleich mehrere Kirchen, wie die in Wilstedt oder in Bosau dem heiligen Petrus geweiht? Wer war eigentlich der heilige Cyriacus? Neben vielen kleinen Details erfährt man zum Beispiel, dass die heilige Corona mit schönen Darstellungen im St. Petri Dom in Bremen verewigt wurde, da ihre Reliquien dort lange zu Hause waren.

 

Die Mönchswegroute besticht neben erholsamer Natur mit noch viel mehr Kultur. Zum Beispiel bietet das Mittelaltererlebnis-Museum in Ostholstein eine wunderbare Ergänzung.

 

Ab Bremen lädt die beschilderte Route auf naturnahen Wegen durch typisch norddeutsche Landschaft, über die Elbe und mit dem Ziel Ostseeküste zu einer Radreise ein. Der Mönchsweg-Flyer sowie ein Übernachtungsverzeichnis werden kostenlos verschickt: Tel. 0431/128 508 73 oder info@moenchsweg.de.

 

Foto zur Meldung: Mönchsweg – Geschichte aus dem Fahrradsattel erkunden
Foto: Mönchsweg Schmiedekunstwerk in Trappenkamp

Aus dem Bauausschuss: Wann kommen Radweg, Vereinscontainer und Baugebiet?

(06. 05. 2022)

Ein bisschen war sie wie Standfußball, ein bisschen wie „ein Schritt vor, zwei zurück“, die jüngste Sitzung des Schmalenseer Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten. Denn in den besprochenen Projekten waren nur geringe Fortschritte erkennbar – wenn überhaupt.

 

Neue Herausforderung beim Radwegbau nach Stocksee

 

So mussten die Ausschussmitglieder und Zuhörer von Bürgermeister Sönke Siebke erfahren, dass der Ausbau eines Radweges entlang der Stockseer Straße stark auf der Kippe steht: Um diesen zeitnah realisieren zu können, bedarf es der Verkaufsbereitschaft von vier Landeigentümern. Die habe zunächst auch in allen vier Fällen vorgelegen, nun aber hätten zwei dahingehend zurückgezogen, dass ihnen die Anlage des Weges nicht genehm sei.

 

Der Radweg soll auf ganzer Länge hinter dem Knick, also zur Straße durch den Knick geschützt und somit unmittelbar an den Feldern entlang geführt werden. Zwei Eigentümer aber fordern, dass an ihren Flächen der Knick so verschoben wird, dass der Radweg zwischen Straße und Knick verläuft. Als Grund wird vermutet, dass die Einbuße an Ackerfläche dadurch geringer wird. Ob aber ein solcher Verlauf des Radweges, der verschwenkt werden müsste, realistisch ist?

 

Die Gemeinden Schmalensee und Stocksee hoffen auf eine rasche Herstellung des Radweges, der beide Dörfer verbinden soll und von dem sie sich Radverkehrssicherheit versprechen. Sollte das Projekt zeitnah nicht realisiert werden können, bleibt als nächste Chance der vom Kreis Segeberg beabsichtigte Ausbau der Stockseer Straße in einigen Jahren – dann mit Radweg, sofern noch keiner da ist.

 

Container für den Bolzplatz – immerhin eine Zeichnung

 

Nein, eine Baugenehmigung für das Aufstellen von zwei Seecontainern auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus, um darin die zahlreichen Gerätschaften des Verschönerungs- und Vogelschießervereins unterzubringen, liegt noch nicht vor, musste Ausschussvorsitzender Sönke Stahl den Vereinsvertreterinnen antworten. Dabei war der Auftrag der Gemeinde an den Sachbearbeiter der Verwaltung längst erteilt worden. Der hatte nun immerhin eine Planzeichnung vorgelegt. Äußerst mühsam nährt sich in diesem Fall das Eichhörnchen.

 

Immer mehr Kiesverkehr auf der Tarbeker Straße

 

Auf Antrag von Gemeindevertreter Christian Detlof befasste sich der Ausschuss auch mit der neuen Herausforderung der Zunahme des Kiesverkehrs über die Tarbeker Straße. Die schweren Lkw scheinen aufgrund der Gewichtsbeschränkungen auf der Damsdorfer Straße und aus Tarbek in Richtung A21 zunehmend ihren Weg zur B430 zu suchen – und beeinträchtigen damit die Sicherheit im Bereich des Sportgeländes mit Kindergartengruppe und an einer unübersichtlichen Kurve in der Ortslage. Der Ausschuss empfahl der Gemeindevertretung, eine Gewichtsbegrenzung auf 7,5 Tonnen – wie in der Damsdorfer Straße – anzustrengen. Die Verwaltung soll bis zur Sitzung der GV am 19. Mai (19.30 Uhr im Gemeindesaal) Möglichkeiten ausloten.

 

Baugebiet am Grasweg – Planentwurf und Archäologen-Anspruch

 

Die Gemeinde will, nachdem die Erschließung eines Baugebiets oberhalb der Belauer Straße von der Dorfstraße aus aufgrund zu starker Geruchsbelastung im B-Plan Nr. 8 ein Neubaugebiet oberhalb der Damsdorfer Straße vom Grasweg aus schaffen. Das Interesse zu bauen, auch aus dem Ort, gilt als groß.

 

Wie viele Bauplätze beziehungsweise Wohneinheiten geschaffen werden können, ist auch hier von den zu erwartenden Geruchsemissionen sowie von den Vorgaben der Landesplanung abhängig. Letztere erlaubt Schmalensee, bis zum Jahr 2036 bis zu 25 Wohneinheiten im geschlossenen Planungsgebiet zu erschließen. (Wichtig: Das beeinträchtigt nicht die Möglichkeit, auf vorhandenen Flächen wie Baulücken parallel Wohnraum zu schaffen.) In weiteren Schritten könnte das beabsichtigte Neubaugebiet 35 Wohneinheiten umfassen.

 

Kreisplanerin Heike Jendrny stellte einen Planentwurf vor, der zunächst 24 Baugrundstücke beinhaltet und Erweiterungsmöglichkeiten vorsieht. Kein Geheimnis ist, dass Landwirt Dirk Griese die zu bebauende Fläche an die Gemeinde zu verkaufen bereit ist, die Landgesellschaft SH sich der Vermarktung annehmen soll. Von Grieses Betrieb ist auch die Frage des Geruchs abhängig, unter anderem, weil er eine Silageplatte am Grasweg betreibt. Die Segeberger Zeitung berichtete bereits (3. Mai), dass ein Rückbau der Platte nebst dazugehöriger Lagune sowie eine Reduzierung des Viehbestands um etwa die Hälfte nicht abwegig sei und die Gesamtkapazität des Gebiets erst ermöglichen werde.

 

So weit, so gut, allerdings liegt Schmalensee wie eigentlich das ganze Sventana-Feld, das Land um Bornhöved, im Fokus der Archäologie. Zahlreiche Grabstätten aus Stein-, Bronze- und Eisenzeit werden in den Böden der Gemarkungen vermutet oder sind sogar bekannt. Das Archäologische Landesamt kommt deshalb dann zum Zuge, wenn irgendwo in diesem Raum gebaut werden soll, denn dann ist der Bauherr zum Tragen der Kosten verpflichtet. Zuletzt war das bei der geplanten Erweiterung des Kieswerks Mang de Bargen in Richtung Tarbeker Straße zu beobachten: Lange Sondierungsgräben mussten mit dem Bagger gezogen werden, die Archäologen blickten ins Erdreich um festzustellen, ob eine genauere Untersuchung notwendig sei.

 

Dies muss, wenn das Neubaugebiet am Grasweg entstehen soll, auch dort geschehen. Maximal 11.000 Euro wird so eine Sondierung auf den etwa zwei Hektar kosten. Stellt die Gemeinde Bagger und Fahrer selbst, wird es deutlich günstiger. Weil eine „Hauptuntersuchung“ wesentlich teurer ausfallen würde, sollte die Sondierung Grabungsbedarf des Archäologischen Landesamtes erkennen lassen, muss die Gemeindevertretung genau abwägen, ob sie das Projekt weiter realisieren möchte. Danach sieht es aber aus.

 

Übrigens: Ein weiterer Faktor könnte das Neubaugebiet im Sinne der Bauplanung beeinträchtigen. Im Rahmen der umwelttechnischen Untersuchungen zur Windkraftplanung wurde nämlich die „Umrandung“ der Fläche – Knick und bewachsener Steilhang – als Rückzugsort für zahlreiche Arten, darunter Fledermäuse, identifiziert. Entsprechend müssen nicht nur Archäologen sondern auch Sachkundige in diesem Thema genauer hinschauen…

 

Foto zur Meldung: Aus dem Bauausschuss: Wann kommen Radweg, Vereinscontainer und Baugebiet?
Foto: Auf der Fläche vor den Kicks oben könnte das Baugebiet beginnen; die Mulde im Vordergrund könnte später Oberflächenwasser versickern lassen, die Silageplatte links müsste weichen

WZV: Startschuss für den ersten Trödelmarkt 2022 am 14. Mai

(05. 05. 2022)

Mitteilung des Wege-Zweckverbandes (WZV) vom 03.05.2022:

 

Saisonstart für den 1. Trödelmarkt 2022 auf dem Recyclinghof Schmalfeld

 

Am Sonnabend, den 14. Mai ist es soweit. Die Trödelmarktsaison auf dem WZV-Recyclinghof in Schmalfeld geht wieder los. Von 9 bis 12 Uhr ist die Trödelmarkt-Halle geöffnet. Gebrauchtes und Guterhaltenes warten auf neue Besitzer. Die Schmalfelder Landfrauen versorgen die Gäste wieder mit heißen Getränken und Leckereien, nach langer Corona-Pause.

 

Während der langen Winterzeit haben die Recyclinghof-Mitarbeiter eine bunte Vielfalt aus den Anlieferungen der Schmalfelder Kunden herausgepickt. Möbel, Geschirr, Bücher, Spielzeug, Fahrräder und Gartengeräte wurden so vor der endgültigen Entsorgung bewahrt.

 

Das Schmalfelder Team freut sich, dass Vieles noch einmal verwendet werden kann. Zudem dient der Trödelmarkt einem guten Zweck. Die Einnahmen erhält der Martin-Meiners-Förderverein für seine Jugend- und Umweltprojekte. Wer diesmal nicht vorbeizuschauen kann, hat am 3. September wieder die Gelegenheit auf dem Trödelmarkt in Schmalfeld zu stöbern.

Foto zur Meldung: WZV: Startschuss für den ersten Trödelmarkt 2022 am 14. Mai
Foto: WZV: Startschuss für den ersten Trödelmarkt 2022 am 14. Mai

Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 05. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus haben wir im Monat Mai die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Kirche und Schule werden inspiziert: Am 1. und 2. Mai 1902, vor 120 Jahren, findet eine Kirchenvisitation durch den Generalsuperintendenten Dr. Wallroth statt. Solche Besuche sind als Dienstaufsicht zu verstehen. Zunächst über die Pastoren, deren Wirken im Gottesdienst aber auch in der Arbeit an ihrer Gemeinde begleitet wird – so hält Pastor Voß nach dem Gottesdienst eine Unterredung mit allen nächstjährigen Konfirmanden des Kirchspiels ab. Außerdem umfasst die Visitation auch die Schulen im Kirchspiel, die im kaiserlichen Deutschland unter der Aufsicht der Kirche stehen. Am 1. Mai nimmt der Generalsuperintendent deshalb auch eine Prüfung der Bornhöveder Oberklasse vor, an der auch die Schüler aus Tensfeld teilzunehmen haben, die dafür in Bornhöved zu erscheinen haben. Besser haben es da die Schulen in Tarbek und Schmalensee: Sie werden am 2. Mai besucht.

 

Eine Nachwahl im Bundestagswahlkreis: Im Bundestagswahlkreis 10 Segeberg-Neumünster werden die Wahlberechtigten am 4. Mai 1952, vor 70 Jahren, an die Wahlurnen gerufen. Weil der Abgeordnete Carl Schröter (CDU) verstorben ist, muss nachgewählt werden. In Schmalensee gehen 282 von 328 Wahlberechtigten zur Wahl. Von 275 gültigen Stimmen entfallen 111 auf die SPD, 103 auf die CDU, 48 auf den Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE), 11 auf die Sozialistische Reichspartei (SRP), die in der Tradition der verbotenen NSDAP steht, und 2 auf die Universal Demokratische Union (UDU). Gewählt wird der CDU-Bewerber und frühere Ministerpräsident (1950-1951) Walter Bartram aus Neumünster.

 

Der Tod kommt auf dem Weg zum Gottesdienst: Als sich am Sonntag, dem 5. Mai 1907, vor 115 Jahren, drei Einwohner Kalübbes auf dem Weg zur Kirche in Bornhöved befinden, stürzt ihr vermeintlich erkranktes Pferd kurz vor Schmalensee in den Chausseegraben und muss ausgewechselt werden. Das Pferd verendet später.

 

Landwirte mit vielen Projekten: Der Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgebung setzt sich in einer Zusammenkunft am 7. Mai 1897, vor 125 Jahren, wie auch der Kreisverein, mit dem Verfahren der Pasteurisierung auseinander. Die Erhitzung von Magermilch für das Jungvieh soll eine Übertragung von Tuberkuloseviren verhindern. Nach Auffassung der Mitglieder ist das Verfahren sinnvoll, und eine derzeit debattierte gesetzliche Regelung sei gerade deshalb nicht notwendig. Vielmehr wird auf Freiwilligkeit seitens der Milchproduzenten und Meiereien gesetzt, die 600 bis 700 Mark teuren Anlagen zu finanzieren. Nachdem bereits verschiedene Zuchteber durch den Verein beschafft worden sind, will man nun zwei Schweizer Ziegenböcke ankaufen. Neben Pferde- und Rinderzucht geraten also auch weitere züchterische Betätigungsfelder in den Fokus der Bauern.

 

Feuerwehr verlangt Findigkeit und bietet Theaterspaß: Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee veranstaltet am 8. Mai 1982, vor 40 Jahren, eine Autorallye mit anschließender Theateraufführung. Zwischen 13 und 14 Uhr werden die Fahrzeuge von Fahrtleiter Hermann Radloff auf die etwa sechzig Kilometer lange Findigkeitsfahrt geschickt. Zurück im Gasthof Voß erwartet die Teilnehmer ein bunter Abend mit der von Gerhard Mühlenberg geleiteten Laientheatergruppe. „Stück und Rollenbesetzung garantieren den Zuschauern einen heiteren Abend“, verspricht die Ankündigung in der Segeberger Zeitung.

 

Segeberg auf dem Weg ins „Dritte Reich“: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 9. Mai 1932, vor 90 Jahren, von einer Kreistagung der NSDAP in Bad Segeberg. Die Nationalsozialisten feiern die herausragenden Erfolge der Partei bei den letzten Wahlen. Der Partei sei es gelungen, die absolute Mehrheit im Kreis Segeberg zu erlangen. Nun gelte es noch, die „für die Bewegung wertvollen Volksgenossen in die NSDAP einzureihen“ und die NS-Betriebszellenorganisation (NSBO – das NS-Pendant u.a. zu Gewerkschaften und Berufsvereinigungen) aufzubauen. Dies sei eine „wichtige Vorarbeit für den Aufbau des kommenden Dritten deutschen Reiches.“

 

Kirche Bornhöved erhält den Flath-Altar: Am Muttertagssonntag, 9. Mai 1937, vor 85 Jahren, weiht Pastor Erich mit der Kirchengemeinde ein neues Altarbild ein. Geschaffen wurde dieses innerhalb von vier Monaten von dem Bad Segeberger Bildhauer Otto Flath. In seiner Predigt weist Pastor Erich auf die bisherige „Schmucklosigkeit“ der Bornhöveder Kirche im Gegensatz zu ihrer Schwester in Bosau hin. Beide Kirchen sind Vicelin-Kirchen, benannt nach dem Bischof Vicelin, der sie im 12. Jahrhundert weihte.

 

Militärbauten beseitigen die Arbeitslosigkeit: Die Verbandsspar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek in Bornhöved veröffentlicht am 10. Mai 1937, vor 90 Jahren, ihren Jahresabschluss 1935. In allen Bereichen habe es eine Steigerung gegeben. Die örtliche Wirtschaftslage habe sich durch das weitgehende Arbeitsbeschaffungsprogramm, den Ausbau der Gönnebeker Heide und die Einrichtung eines staatlichen Remonteamtes auf dem Gut Schönböken beträchtlich gehoben, heißt es im Bericht. Das Handwerk sei durch diese Maßnahmen gut ausgelastet und die Arbeitslosigkeit im Bezirk ganz beseitigt worden.

Zur Erklärung: Das Remonteamt Schönböken war eine dort schon einmal vorhandene Einrichtung zur Ausbildung von Militärpferden, sogenannter Remonten; auf der Gönnebeker Heide, einem früheren Truppenübungsplatz für die Kavallerie, wurde unter den Nationalsozialisten ein Marinesperrwaffenarsenal angelegt, um Sperr- und Sprengmittel für die Kriegsmarine zu fertigen und zu lagern, die mit der Eisenbahn zum Kriegshafen Kiel transportiert werden konnten. Nach dem Zwiten Weltkrieg bezogen Flüchtlinge Teile der vornehmlich Bunkeranlagen, es entstand zunächst ein Ortsteil von Bornhöved und ab 1956 eine selbstständige Gemeinde: Trappenkamp.

 

Feuerlöscheimer für den Krieg hergeben: Ein Beispiel für die in den späteren Jahren des Ersten Weltkriegs vorherrschende Rohstoffknappheit ist ein vom Landrat des Kreises Segeberg am 11. Mai 1917, vor 105 Jahren unterzeichneter Aufruf an alle Kommunen. Um der Lederknappheit zur Schuhproduktion und -ausbesserung entgegenwirken zu können, wird zur Ablieferung der noch in großer Zahl in den Gemeinden vorhandenen ledernen Feuerlöscheimer aufgefordert. Diese seien aufgrund mittlerweile vorhandener Wasserleitungen entbehrlich geworden. Aufkaufende Institution ist die Ersatzsohlengesellschaft in Berlin.

 

Hausfrauen essen deutschen Seefisch: Die Reichsvereinigung Deutscher Hausfrauen, Ortsgruppe Bornhöved und Umgebung, veranstaltet am 11. Mai 1932, vor 90 Jahren, in Hein's Gasthof ein gemeinschaftliches Fischessen, an dem rund 150 Personen teilnehmen. Dieses wird von einem Lichtbildervortrag und Frühlingsliedern umrahmt. Die Veranstaltung gilt der „Seefischpropaganda“, der Werbung für den deutschen Seefischhandel.

 

Badewannen von der Koppel geklaut: Ganz selten kann man sie noch heute auf Weiden entdecken – ausgediente Badewannen und andere Gefäße, die dem Vieh als Tränke dienen. Wie die Segeberger Zeitung am 15. Mai 1957, vor 65 Jahren berichtet, wurden in der Schmalenseer Flur gleich drei solcher Badewannen sowie vier halbe Benzinkanister, die als Viehtränken dienten, von verschiedenen Koppeln entwendet.

Foto zur Meldung: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Flath-Altar um 2000

Historisches Kalenderblatt im Mai: Schmiedemeister Heinrich Prause und Mitarbeiter

(30. 04. 2022)

Corona-bedingt musste in Schmalensee nach 2020 auch im Dezember 2021 die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde abgesagt werden, um Kontakte zu beschränken. Statt einer Feier erhielten die Seniorinnen und Senioren des Dorfes einen Präsentbeutel mit einem Premieren-Inhalt: Einem Schmalensee-Kalender für 2022 mit historischen Aufnahmen. Wenige Restexemplare gingen in den Verkauf für den guten Zweck.

 

Für alle Schmalenseer und Freunde, ob nun Besitzer eines solchen Kalenders oder nicht, sei im Jahr 2022 stets vor dem Monatsersten das nächste Kalenderblatt auf der Gemeinde-Homepage gezeigt und erläutert. Heute also das Kalenderblatt für den Mai.

 

Schmiedemeister Heinrich Prause und Mitarbeiter

 

Unser Maifoto gibt Einblick in das Schmalenseer Handwerk früherer Tage: Schmiedemeister Heinrich Prause, zu sehen in der Bildmitte und in Gesellschaft seiner Mitarbeiter, steht am Herzstück seiner Schmiede in der Damsdorfer Straße, der Feuerstelle, an der er das Eisen heißmachen und anschließend am Amboss bearbeiten konnte.

 

„Der Meister am Feuer“ hat Prauses Schwiegersohn und Nachfolger Helmut Nagel das Foto beschriftet. Von ihm hat der Arbeitskreis Dorfgeschichte umfangreiches Bildmaterial erhalten, einen wahren Schatz an Zeitdokumenten. Helmut Nagel, der auch lange Stellvertretender Gemeindewehrführer in Schmalensee war, hat uns auch verraten, wer die besagten Mitarbeiter waren: links sehen wir den Lehrling Helmut Kanschat, rechts den Gesellen Hubert Wagner. Das Bild stammt laut Nagel aus dem Zeitraum 1950 bis 1954.

 

Die Arbeit in der Dorfschmiede

 

Drei Mann in einer Dorfschmiede – es gab nach dem Krieg für dieses Gewerbe noch viel Arbeit: Nur wenige Traktoren bewegten die Wagen und Gerätschaften der Bauern und ein echter Schmied hatte auch die Zusatzausbildung zum Hufbeschlagschmied absolviert – Heinrich Prause 1912 in Altona –, um sich der Hufeisen der Pferde widmen zu können. Auch waren Dorfschmiede neben Stellmachern am Bau und Reparatur der Kutschen und Ackerwagen beteiligt, solange diese in Gebrauch und noch nicht mit Gummibereifung versehen waren. Die verschiedenen metallenen landwirtschaftlichen Geräte und auch Hauseinfriedungen standen laut Bericht von Helmut Nagel auf dem Arbeitsblatt.

 

Heinrich Prause und seine große Familie

 

Heinrich Prause stammte aus Oldenburg/Holstein und kaufte im Jahr 1930 die Schmalenseer Schmiede von Schmiedemeister Johann Drews. Die Schmiede hatte seit 1911 fünfmal den Besitzer gewechselt, so dass im Januar 1955, anlässlich des 25-jährigen Geschäftsjubiläums Prauses, der Berichterstatter gegenüber der Segeberger Zeitung sehr wohlwollend berichtet, durch „Fleiß und Fachtüchtigkeit“ habe Prause den Betrieb zur Blüte gebracht.

 

Am 9. November 1937 begingen Heinrich und Martha Prause das Fest der Silbernen Hochzeit. 70-jährig starb Prause am 14. Oktober 1957 und hinterließ seine Frau Martha und vier verheiratete Töchter, Irma, Luise, Charlotte und Erika. Das war bei Kriegsende 1945 noch anders, wie man dem aus französischer Kriegsgefangenschaft entlassenen Ostpreußen Helmut Nagel, der in Schleswig-Holstein gestrandet war, im Arbeitsamt Neumünster sagte: Er solle zum Schmied nach Schmalensee gehen, „da sind vier Deerns hat man mir gesagt – da kannst Du noch einheiraten“.

 

Die Schmiede bleibt in der Familie

 

Gesagt, getan: Helmut Nagel ging nach Schmalensee, wo Heinrich Prause tatsächlich einen Gesellen suchte. Der trat hier in den Dienst, heiratete am 5. November 1949 Prauses Tochter Charlotte, legte 1954 die Meisterprüfung ab und übernahm den Betrieb des Schwiegervaters. Die Haupttätigkeiten der Schmalenseer Schmiede waren noch immer der Hufbeschlag und der Anteil am Wagenbau. Eisenbereifte Ackerwagen waren noch nicht von den Höfen Schmalensees und der Umgebung verschwunden. Auch mussten häufig die Pflugscharen geschärft werden und metallene Einfriedungen geschaffen werden. „Ich war ohnehin ein Mädchen für alles“, erinnert sich Helmut Nagel. „Berührungspunkte der einzelnen Gewerke sind nicht unüblich. Und so habe ich auch mit angepackt, wenn zum Beispiel Bauunternehmer Paul Blunk für seine Betonteile Hilfe brauchte.“

 

Außerdem betrieb die Schmiede in Schmalensee auch lange eine Tankstelle. Zunächst direkt am, später gegenüber dem Haus. Der erste Partner war Gasolin, noch unter Heinrich Prause wurde der Kontrakt geschlossen.

 

Prause ist den älteren Schmalenseern noch in Erinnerung. Er sei ein ruhiger Charakter gewesen. Anders als sein Handwerk – da ging es in der Metallverarbeitung durchaus laut zu, etwa wenn der Hammer das Eisen auf dem Amboss bearbeite. Das klang dann aus der offenen Tür durch die Straße, und im Kindermund hieß Prause deswegen „Meister Bimbam“.

 

Foto zur Meldung: Historisches Kalenderblatt im Mai: Schmiedemeister Heinrich Prause und Mitarbeiter
Foto: Schmiedemeister Heinrich Prause und Mitarbeiter 1950, Kalenderblatt im Mai 2022

Das Altern der Pflanzen – Vortrag am 12. Mai in Trappenkamp

(27. 04. 2022)

Mitteilung von Volkshochschule Trappenkamp-Bornhöved und Schleswig-Holsteinischer Universitätsgesellschaft, Sektion Trappenkamp/Bornhöved vom 18.04.2022:

 

Altern bei Pflanzen

 

Prof. Dr. Karin Krupinska,

Botanisches Institut, CAU

 

Im Pflanzenreich gibt es eine Vielzahl von Lebensstrategien und entsprechend vielfältige Alternsmuster. Die Lebensspanne der Pflanzen reicht von wenigen Tagen bis zu mehreren Tausend Jahren. Bei vielen Pflanzen ist das Altern mit der sexuellen Reproduktion verbunden. Bei diesen Pflanzen kommt es nach dem Fruchten zum Tod. Bäume und Sträucher altern unabhängig von ihrer Reproduktion. Pflanzen, die sich ausschließlich vegetativ vermehren, sind potentiell unsterblich.

 

Wie bei tierischen Organismen fördern reaktive Sauerstoffverbindungen, die als Nebenprodukte des Stoffwechsels entstehen und deren Konzentration bei Stress zunimmt, die Alterung. Ältere Pflanzen können reaktive Sauerstoffverbindungen schlechter entgiften als jüngere Pflanzen. Anders als bei Tieren spielen die Länge der Telomere, Mutationen des Genoms und die Kosten von Erhaltungs- und Reparaturprozessen bei Pflanzen kaum eine Rolle für das Altern.

 

Donnerstag, 12.05.2022, 20 bis 22 Uhr

Bürgersaal, Am Markt 3, 24610 Trappenkamp

 

Eintritt frei

 

Bitte melden Sie sich an:

ruediger.soltwedel@t-online.de

info@vhs-trappenkamp-bornhoeved.de

Foto zur Meldung: Das Altern der Pflanzen – Vortrag am 12. Mai in Trappenkamp
Foto: Das Altern der Pflanzen – Vortrag am 12. Mai in Trappenkamp

Ukraine-Krieg: Spendenlauf im Erlebniswald braucht Publikum

(26. 04. 2022)

Anderen beim Schwitzen zuschauen, Freizeitspaß genießen und damit Gutes tun – im Erlebniswald Trappenkamp in Daldorf ist das am Sonnabend, 30. April möglich.

 

Aus Solidarität mit ihren Berufskollegen in der vom russischen Angriffskrieg gebeutelten Ukraine haben die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten – Träger des Erlebniswaldes – einen Spendenlauf unter dem Motto „Forstleute helfen Forstleuten in der Ukraine“ ausgelobt. Und der findet am 30. April im Erlebniswald statt.

 

„Wer als Förster oder Försterin, Forstwirt oder Forstwirtin, Waldpädagoge oder Waldpädagogin oder anderweitig im Wald oder im Forstbetrieb tätig ist und helfen möchte, kommt am 30. April von 9 bis 14.30 Uhr in den Erlebniswald“, heißt es in einem Schreiben der Landesforsten. Diese haben den Spendenlauf organisiert, an dem sich aktiv auch Familienangehörige der Forstleute beteiligen können.

 

Gelaufen wird zwischen 10 und 14 Uhr auf einer 1 Kilometer langen Rundstrecke. Es stehen Partner der Forstwirtschaft und Unternehmen bereit, je gelaufener Runde einen Betrag zu spenden. Zudem zahlen die Läuferinnen und Läufer 10 Euro je Laufnummer und den Tageseintrittspreis, und auch der geht in den Spendentopf.

 

Als Zuschauer die Spendenkasse auffüllen

 

Aber auch die „Nicht-Forstis“, wie die Landesforsten schreiben, sind gefragt: Alle Tageseinnahmen am Eingang zum Erlebniswald werden von den Landesforsten gespendet. Je mehr Publikum, desto größer die Spendensumme. Und natürlich umso größer der Ansporn für die Läuferinnen und Läufer. Darüber hinaus kann der Erlebniswald ganz normal genutzt werden.

 

Sollten weitere Unternehmen, Institutionen oder Vereine spenden wollen, erreichen sie Jan Meyer-Hamme von den Landesforsten unter Telefon 04321/5592172 oder jan.meyer-hamme@forst-sh.de.

Foto zur Meldung: Ukraine-Krieg: Spendenlauf im Erlebniswald braucht Publikum
Foto: Ukraine-Krieg: Spendenlauf im Erlebniswald braucht Publikum

Sägen, schleifen, frühstücken, Fossilien suchen – Events im Urzeithof Stolpe um den 1. Mai

(24. 04. 2022)

Mitteilung des Urzeithofs Stolpe vom 20.04.2022:

 

folgende Events finden in der nächsten Zeit im Urzeithof statt:

 

Säge- und Schleifkursus

Manchmal offenbaren Strandsteine ihre wahre Schönheit erst, wenn man sie aufsägt und poliert. Sicher hat jeder Steine zu Hause, von denen man wissen möchte, wie sie von innen aussehen. Wir sägen mit speziellen Diamantblättern einen mitgebrachten Fund bis 10 cm Höhe auf, können aber auch eine Auswahl an Strandsteinen zur Verfügung stellen. Anschließend werden die Flächen geschliffen und poliert.

Peter Parpart aus Ascheberg sammelt, sägt, schleift und poliert seit vielen Jahren Strandsteine und Achate. Er berichtet aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz und gibt viele Tipps, wie man Steine zum Hochglanz bringt.

Der Kurs findet am 30. April von 10 bis 16 Uhr statt und kostet 40 Euro (Mittagsimbiss eingeschlossen).

 

Frühstücksbuffet

Am Sonntag, den 1. Mai, gibt es von 9 bis 11.30 Uhr wieder das beliebte Frühstücksbuffet im Urzeithof. Ein paar Plätze sind noch frei, eine Anmeldung ist erforderlich und kann direkt über die Homepage des Urzeithofs vorgenommen werden.

 

Vortrag "Fossilien suchen"

An jedem ersten Mittwoch im Monat findet ein Vortrag für Fossiliensammler und Steinbegeisterte im Urzeithof statt. Am 4. Mai um 19 Uhr ist Bernd Haase aus Reinbek zu Gast und hält einen Vortrag über "Fossilien suchen in England". Er stellt Fundorte auf der Isle of Wight, bei Barton on Sea und Folkestone vor und zeigt Fossilienfunde aus der Kreidezeit und dem älteren Tertiär (50 bis 70 Millionen Jahre alt) von Englands Küsten. Das Treffen mit Klönschnack beginnt um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Urzeithof

Dr. Frank Rudolph, Katrin Mohr-Rudolph

Am Pfeifenkopf 9, 24601 Stolpe

www.urzeithof.de, Tel.: 04326/2205

Foto zur Meldung: Sägen, schleifen, frühstücken, Fossilien suchen – Events im Urzeithof Stolpe um den 1. Mai
Foto: Sägen, schleifen, frühstücken, Fossilien suchen – Events im Urzeithof Stolpe um den 1. Mai

Heimatverein Kreis Segeberg hat sein Jahresprogramm vorgestellt

(21. 04. 2022)

Mitteilung vom Heimatverein Kreis Segeberg vom 18.03.2022:

 

Nach zwei Jahren Corona-Virus bedingter „Pause“ wird der Heimatverein des Kreises Segeberg wieder einige interessante Aktivitäten anbieten. „Wir haben bei einer Vorstandssitzung jetzt einige Aktivitäten terminiert und den knapp 800 Mitgliedern per Post vorgestellt“, erklärte Peter Stoltenberg, 1. Vorsitzender vom Heimatverein.

 

Von Vorträgen, den beliebten Dorfbegehungen ein- und mehrtätigen Ausflügen bis zu einem Jahresabschluss mit Andacht werden viele interessante und gesellige Aktivitäten angeboten.

 

Die seit Jahren äußerst beliebten Dorfbegehungen starten am 3. Mai in Rohlstorf (Treffpunkt Kirche Warder). Am 7. Juni in Struvenhütten, Sülfeld am 7. Juli (Treff Kirche Sülfeld), Stocksee am 4. August (Dorfplatz) und am 6. September in Wittenborn (Treff Sportplatz, Wahlstedter Weg) stehen die weiteren Dorfbegehungen auf dem Programm. Jeweils um 14.30 Uhr beginnt die Tour durch das jeweilige Dorf, mit Erläuterungen zur Dorfgeschichte und -entwicklung. Anreise erfolgt mit eigenem Pkw. An den Begehungen können ebenfalls Nicht-Mitglieder teilnehmen.

 

Tagesausflüge zu „zivilen Preisen“ mit Besuchsprogramm werden per Bus  nach Flensburg (25. Mai) und Hamburg (27. Juli) durchgeführt. Vom 14. bis 18. September ist eine 5-Tagesfahrt in die Oberlausitz geplant. Klaus Richter und Werner Stöwer haben die Touren ausgearbeitet, bei Ihnen können Einzelheiten zu den Reisen erfragt werden (Tel. 01575-206 8092).

 

Der Heimatverein im Kreis Segeberg hält weitere Infos wie das ausführliche Reiseprogramm auf seiner Homepage www.heimatverein-kreis-segeberg.de bereit. Der Mitgliedsbeitrag für den Heimatverein beträgt 16 Euro pro Jahr. Dafür geht den Mitgliedern auch das umfangreiche heimatkundliche Jahrbuch per Post zu.

Foto zur Meldung: Heimatverein Kreis Segeberg hat sein Jahresprogramm vorgestellt
Foto: Heimatverein Kreis Segeberg hat sein Jahresprogramm vorgestellt

Achtung Vereine: Neuer Annahmeschluss für Blickpunkt-Beiträge (Erinnerung)

(20. 04. 2022)

Das ist wichtig für alle, die als Verein, Partei, Wählergruppe etc. Mitteilungen und Berichte zum amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED senden: Es gilt ab dem 4. Mai 2022 eine neue Regelung zum Annahmeschluss.

 

Beginnend mit der Ausgabe in der 19. Kalenderwoche 2022 gilt, dass Beiträge für eine jeweilige Veröffentlichung am Donnerstag der Folgewoche mittwochs bis 9 Uhr vorliegen müssen. Das ist insbesondere für Ankündigungen von Bedeutung, die mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf (fristgerecht) bekannt gemacht werden müssen.

 

(Sollten sich aufgrund von Feiertagen und anderen Gründen Änderungen ergeben, wird die Amtsverwaltung im Blickpunkt bzw. die Amts-Homepage informieren.)

 

Und nicht vergessen:

 

Alle Einsendungen gehen an die zentrale E-Mailadresse

blickpunkt@amt-bornhoeved.de

 

Alle Mitarbeitenden der Amtsverwaltung aus Kanzlei und Geschäftszimmer haben Zugriff auf dieses Postfach und sorgen für die gewohnte Weiterleitung zum khm-Verlag.

 

Achtung: Nur „neue“ Formate – keine PDF-Dateien

 

Wer seine Anlagen bislang noch in „alten“ Formaten wie doc und xls sendete, muss sich umstellen. Laut Information der Verwaltung werden Anhänge mit diesen Formaten von der Firewall blockiert. PDF-Dateien sind für die Weitergabe an den Verlag laut Information nicht geeignet.

 

Anlagen zur E-Mail sollen nur noch im neueren Format als docx-Datei oder xlxs-Datei erstellt bzw. gespeichert werden.

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Neuer Annahmeschluss für Blickpunkt-Beiträge (Erinnerung)
Foto: Achtung Vereine: Neuer Annahmeschluss für Blickpunkt-Beiträge (Erinnerung)

Bücherflohmarkt und Lesung am Welttag des Buches (23. April) in Trappenkamp

(19. 04. 2022)

Mitteilung der Gemeindebücherei Trappenkamp vom 07.04.2022:

 

Welttag des Buches – 23.4.2022 – viel los in der Bücherei

 

Den Welttag des Buches und des Urheberrechts am Samstag, den 23. April 2002, der seit 1995 von der UNESCO als weltweit eingerichteter Aktionstag für das Lesen, für Bücher und für die Kultur des geschriebenen Wortes sowie auch für die Rechte der Autoren ins Leben gerufen wurde, nehmen wir zum Anlass, unsere Türen für Sie zu öffnen: von 10 bis 12 Uhr gibt es auf unserem großen Bücherflohmarkt ordentlich was zum Stöbern: Romane, Sachbücher, Kinderbücher, Zeitschriften sowie auch Hörbücher mit kleinen Fehlern und DVDs. Dies alles zu kleinen Preisen.

 

Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall! Informationen rund um den Welttag des Buches geben wir natürlich auch gern und feiern unsere Buchvielfalt! Darüber hinaus haben Sie auch die Möglichkeit, die Bücherei mit all ihren Angeboten kennenzulernen!

 

Von 14 bis 15 Uhr ist dann Anna Biß bei uns zu Gast. Die gebürtige Trappenkamperin, Autorin, Sprachwissenschaftlerin und Redakteurin stellt in einer Familien-Lesung ihr Buch „Warum der Ohrwurm einen Frosch im Hals hat“ vor: Ein Buch für kleine und große Leseratten!

 

Es geht um Redewendungen – sehr viele von ihnen existieren schon seit Jahrhunderten in der deutschen Sprache, aber woher kommen die Redensarten eigentlich und was bedeuten sie? Wieso sagen wir, dass jemand wie „ein begossener Pudel“ aussieht? Warum trägt jemand „Eulen nach Athen“? Oder wieso in aller Welt geht man zum Sterben bloß über den Jordan?

 

In ihrem Buch erklärt Anna Biß die gesammelten Redewendungen auf äußerst unterhaltsame und lehrreiche Art und Weise. Hier können nicht nur Kinder etwas lernen: Die eine oder andere Antwort überrascht wohl selbst Eltern oder Großeltern, denn neben den Erläuterungen der jeweiligen Redensarten gibt es auch noch zusätzliches Wissen. Also eine tolle Aktion für die ganze Familie. Wenn ihr wissen wollt, wer eigentlich... die Brillenschlange, der Anstandswauwau, das Sumpfhuhn und der Dreckspatz ist, dann packt alle aus der Familie ein und kommt vorbei!

 

Der Eintritt ist frei. Es gelten die aktuellen Corona-Hygiene-Vorschriften. Bitte haben Sie eine entsprechende Mund-Nasenschutz dabei. Eine 3G-Zugangskontrolle entfällt.

Foto zur Meldung: Bücherflohmarkt und Lesung am Welttag des Buches (23. April) in Trappenkamp
Foto: Warum der Ohrwurm einen Frosch im Hals hat

Lebenswichtig: Blutspende - in Bornhöved am 19. April und 23. Juni 2022

(16. 04. 2022)

Der Blutspendedienst Nord-Ost des Deutschen Roten Kreuzes und der DRK-Ortsverein im Amt Bornhöved werden in diesem Jahr noch an mindestens zwei Terminen die Möglichkeit zur Blutspende anbieten:

 

Am Dienstag, 19. April, und am Donnerstag, 23. Juni 2022.

Jeweils von 16.30 bis 19.30 Uhr werden Räume in der Sventana-Schule, Jahnweg 6, in Bornhöved entsprechend hergerichtet.

 

Zumindest für den 19. April wird noch um eine Terminreservierung gebeten. Einfachste Möglichkeit dafür ist der Weg durch das Internet über

 

www.blutspende-nordost.de/blutspendetermine/ oder über die kostenlose Blutspender-Hotline 0800/1194911.

 

Ergänzende Informationen des Blutspendedienstes Nord-Ost (12.04.2022):

 

Auf allen vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost durchgeführten Blutspendeterminen gilt derzeit die 3G-Regelung. Zutritt erhalten ausschließlich Menschen, die den Status vollständig geimpft, genesen oder getestet vorweisen können.

 

Vollständig geimpft (bitte beachten Sie: Auch Personen, die den Impfstoff von Janssen/Johnson & Johnson erhalten haben, benötigen zwei Impfdosen, um als vollständig geimpft zu gelten! Der Status bei zweifacher Impfung gilt aktuell 9 Monate; nach drei Impfungen, also geboostert, gilt der Status aktuell unbefristet).

 

Genesen (bitte beachten Sie: Genesene benötigen spät. 90 Tage nach dem ersten positiv ausgefallenen Testergebnis eine Booster-Impfung bzw. einen gültigen Antigen-/PCR-Test; der Status gilt aktuell 3 Monate)

 

Wer nach einer Corona-Infektion genesen ist bzw. SARS-CoV-2 positiv getestet wurde, kann:

  • 4 Wochen nach Ausheilung spenden
  • Bei asymptomatischem Verlauf 4 Wochen nach positiver Testung spenden

 

Getestet (bitte beachten Sie: Notwendig ist ein autorisierter Antigen-Test nicht älter als 24 Stunden oder ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden)

 

Um Wartezeiten und größere Menschenansammlungen vor Ort zu vermeiden, können der erforderliche Antigen-Schnelltest oder PCR-Test nicht unmittelbar vor oder in den Spendelokalen erfolgen.

 

Nach einer Impfung mit den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen gegen das Corona-Virus ist eine Blutspende am Tag nach der Impfung möglich, sofern sich der Geimpfte gesund fühlt.

 

Foto zur Meldung: Lebenswichtig: Blutspende  - in Bornhöved am 19. April und 23. Juni 2022
Foto: Lebenswichtig: Blutspende - in Bornhöved am 19. April und 23. Juni 2022

April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 04. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat April die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Mitgliedschaft im Imkerverein lohnt sich:  Am 17. April 1887, vor 135 Jahren, findet in der Segeberger Gastwirtschaft von Böttger die Frühjahrsversammlung des Imkervereins Segeberg statt. Dieser ist nicht nur auf die Stadt Segeberg beschränkt, sondern steht auch Mitgliedern aus anderen Regionen des Kreises Segeberg offen, etwa dort, wo es noch keine eigenen Lokalvereine gibt, was aber dringend empfohlen wird. Der Bericht des Segeberger Kreis- und Wochenblatts hebt die Vorzüge solcher Vereine hervor, die als Versicherungsvereine anzusehen sind. Genannt wird ein Beispiel aus Bornhöved, wo im Jahr 1886 die Bienen eines Herrn Stegelmann ein Pferd töteten. Durch Vereinsmitgliedschaft war es möglich, den Schaden kollektiv zu regulieren: 152 Mark erhielt der geschädigte Besitzer. Wenn man bedenkt, dass die Jahresmitgliedschaft 2 Mark beträgt und man als Mitglied zudem zweimal monatlich das „sehr inhaltreiche Vereinsorgan frei ins Haus“ bekommt, wahrlich eine lohnenswerte Überlegung – wenngleich für jedes Bienenvolk auch ein Zusatzbeitrag zu entrichten ist, zwecks Versicherung.

 

Prominentes Objekt in Schmalensee wechselt den Besitzer: Die Hufe 1 ist in Schmalensee die zentrale Hofstelle mit Gastwirtschaft. Im April 1907, vor 115 Jahren, wechselt sie gleich zweimal den Besitzer. Am Ende kommt sie zur Familie Voß. Über die zeitlichen Abläufe übt sich die Quellenlage in trauter Uneinigkeit: Dorfchronist und Zeitzeuge Heinrich Göttsch schreibt 1948, dass Ludwig Saggau im Jahr 1900 die Hufe 1 vom früheren Gemeindevorsteher Matthias Suhr erwarb, diese 1907 an „Parzellanten“ veräußerte und über diese wiederum Friedrich Voß 1908 Besitzer wurde. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt allerdings geht davon aus, dass Ludwig Saggau schon „Anfang der 90er Jahre“ von Suhr kaufte, nun, am 17. April 1907, an den Gütermakler Böge aus Kellinghusen verkauft, der wiederum schon am 18. April 1907 an Friedrich Voß aus Hohenaspe weiterverkauft, der zum 1. September 1907 übernimmt. Glaubhaft ist Teil eins von Göttsch (Saggau kauft 1900 von Suhr) und Teil zwei aus der Zeitung, also alles, was diese aus dem Jahr 1907 berichtet.

Hinter den sogenannten Parzellanten steckt besagter Böge, der in einem weiteren Bericht tatsächlich „Parzellant“ genannt wird, denn der Besitz Saggaus geht nicht vollständig an Voß: Saggau selbst behält einen Teil, auf dem er die heutige Hofstelle Siebelts außerhalb des Dorfes am Weg nach Damsdorf errichtet; andere Flächen, Gebäude und Mobilien, etwa Nutztiere, versteigert Böge in öffentlicher Auktion. Damals ist es üblich, dass in der Zeitung Zahlen genannt werden. Ludwig Saggau, so Göttsch und die Zeitung unisono, habe von Suhr für rund 83.000 Mark gekauft und nun für 140.000 Mark an Böge verkauft. Allerdings muss bedacht werden, dass Ludwig Saggau den Gasthof um den noch heute von Vereinen und Festgesellschaften gern genutzten Saal anbauen ließ und weitere Modernisierungen am Dorfkrug vornahm – dessen Wert also gehörig steigerte. Friedrich Voß, so das SKTB am 20. April 1907, habe den Hof mit Gastwirtschaft und beim Hof verbliebenen Ländereien für 65.000 Mark von Böge gekauft.

 

Schmalensees früherer Bürgermeister wird 80: Am 17. April 1962, vor 60 Jahren, kann der frühere Bürgermeister der Gemeinde Schmalensee, Willi Harder, seinen 80. Geburtstag feiern. Er gilt als weithin geachteter Mann, der insbesondere als erfolgreicher Landwirt an vielen Stellen wirkte – im  Landwirtschaftlichen Verein für Bornhöved und Umgebung, im Kreispferdezuchtverein, dem Milchkontrollverein Gönnebek-Schmalensee (später Bornhöved), und vor allem im Kreisverband Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner: Der Harder-Hof in der Dorfstraße 37 gilt als eine der Urzellen der Schwarzbuntzucht in Schleswig-Holstein. Im Jahr 1906 wird die Kuh „Lore 23921“ geboren. Sie bildet den Ursprung eines sich über elf Generationen erstreckenden Zuchtstammes – 1963, als Sohn Hans von der Landwirtschaftskammer gehrt wird – ist dies die älteste im ganzen Zuchtgebiet.

Zudem war Willi (oder auch Willy) Harder auch Spritzenführer der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee, Mitglied im hiesigen Jagdverein und im Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bornhöved. Politisch trat er 1918 in Erscheinung: Nach dem Ende des Kaiserreiches und in der anlaufenden Revolution in Deutschland formierten sich überall Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte. Willi Harder wurde in den Schmalenseer Bauernrat gewählt, der neben der Gemeindevertretung für Stabilität sorgte. Nach dem noch 1962 als „Zusammenbruch“ bezeichneten Ende des „Dritten Reiches“ und Zweiten Weltkriegs 1945 setzte die britische Besatzungsmacht den seit 1924 im Amt befindlichen Bürgermeister Heinrich Harder (Dorfstraße 20) ab und Willi Harder ein. An ihm war es nun, insbesondere die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung zahlreicher Flüchtlinge aus den östlichen Teilen Deutschlands zu organisieren. Er amtierte bis 1949, war seit 1946 neben Hellmut Siebke eines der ersten Mitglieder der CDU im Kreis Segeberg.

 

Lehrer reden über die „jüdische Weltverschwörung“: Am 21. April 1937, vor 85 Jahren und in der Hochphase des nationalsozialistischen Deutschland, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von der jüngsten Zusammenkunft des NS-Lehrerbundes im Kreisabschnitt Bornhöved. Wie zuvor im das Kirchspiel Bornhöved umfassenden Lehrerverein dienen solche Veranstaltungen der gegenseitigen Fortbildung. Das aktuelle Thema: „Judentum, Zentrum und Marxismus“. Der Kreisabschnittsleiter Lehrer Trenktrog aus Gönnebek führt über den „schmarotzerhaften Weltherrschaftstraum der Juden“ aus, von dem eine „ungeheure zerstörende Kraft ausgegangen“ sei. Aber auch das Zentrum und marxistische Kräfte hätten zum Untergang des Deutschen Reiches geführt. Gemeint ist das Ende des Ersten Weltkriegs im Jahr 1918.

 

Tödliches Ende einer Verfolgungsjagd: Ein dramatisches Ende nimmt am 23. April 1897, vor 125 Jahren, die Flucht des Kalübber Knechts Bünning. Der beim Hufner J. Saggau in Diensten stehende Mann steht im Verdacht, am 21. April in Dersau Feuer gelegt zu haben. Noch am selben Tag wird er verhaftet, kann aber während des Transports nach Ascheberg dem Polizeidiener entkommen. Bünning streift einige Tage ruhelos in der Gegend umher. Schmalenseer Knechten stiehlt er das Frühstück auf dem Feld. Sogar in Tensfeld soll er gesehen worden sein. Als ihn am 23. April ein Mädchen in einer Kalübber Scheune bemerkt, entflieht Bünning seinen Verfolgern querfeldein in Richtung Perdöl. Gut 30 Mann sind ihm auf den Fersen und auf dem Gut schließt sich der Verwalter zu Pferde und in Begleitung der Arbeiter der Hatz an. Bünning flüchtet über eine Wiese zum Stolper See und versucht, diesen zu durchschwimmen. Doch er erleidet offenbar einen „Schlagfluß“ (alte Bezeichnung für den Schlaganfall): Bünning wird tot aus dem Wasser gezogen.

 

NSDAP in Schmalensee stärkste Kraft: Wahlen zum Preußischen Landtag am 24. April 1932, vor 90 Jahren. Über 8 Millionen Deutsche stimmen für Adolf Hitlers NSDAP, während die SPD als zweitstärkste Kraft gerade 4,6 Millionen Stimmen erhält. Auch in Schleswig-Holstein haben die Nationalsozialisten doppelt so viele Stimmanteile. Im Kreis Segeberg geben der NSDAP 17.665 Menschen ihre Stimme. 1928 erhielt die Partei hier noch 340 Stimmen. Das Stimmergebnis in Schmalensee: NSDAP 86, SPD 50, DNVP 16, DVP 13, Deutsche Staatspartei 9, Reichspartei des deutschen Mittelstandes 5, Sozialistische Arbeiterpartei, KPD und Radikaler Mittelstand je 1 Stimme. Noch am Morgen fand ein Propagandaritt von 20 jungen Nationalsozialisten statt, die von Bornhöved nach Wankendorf ritten.

 

Schmalenseer Familie verliert zweiten Sohn im Krieg: Am 25. April 1917, vor 105 Jahren, stirbt in einem Marinelazarett der 20-jährige Seesoldat Adolf Blunk aus Schmalensee an einer Lungenentzündung. Kein Tod durch Feindeinwirkung, was die Familie wohl veranlasst haben mag, in der Todesanzeige im Segeberger Kreis- und Tageblatt auf die Teilnahme des Sohnes in den vorangegangenen zwei Jahren als Kriegsfreiwilliger „in vorderster Reihe“ hinzuweisen. Immerhin: In derselben Ausgabe widmet die Zeitung dem Toten eineinhalb Zeilen: „Den Heldentod erlitt der Seesoldat Adolf Blunk aus Schmalensee.“ Die Familie Blunk hat da schon einen ersten Rückschlag durch den seit 1914 tobenden „Großen Krieg“ hinnehmen müssen: Am 16. Juni 1915 ist der ältere Bruder Hans im Rang eines Offiziersstellvertreters an der Westfront durch einen Artillerietreffer gefallen. Drei weitere Söhne von August und Sophie Blunk, Max, Rudolf und Paul, leisten ebenfalls Kriegsdienst und werden den Ersten Weltkrieg überleben.

 

Gefallenendenkmal soll erweitert werden: Über die Beratungen der Schmalenseer Gemeindevertretung wegen einer notwendigen Erweiterung des 1923 eingeweihten Gefallenendenkmals berichtet die Segeberger Zeitung am 26. April 1952, vor 70 Jahren. Demnach sollen eine oder mehrere Steintafeln mit den Namen der gefallenen und vermissten Schmalenseer versehen werden – die Bevölkerung wird aufgerufen, diese zu benennen. Aufgefordert sind die Einwohner auch, für die Erweiterung zu spenden, da die Gemeindekasse leer sei. Den Auftrag zur Neugestaltung will man Steinsetzmeister Suhr aus Bornhöved erteilen, dessen Unternehmen schon 1923 bei der Neuanlage des Denkmals war, das schräg gegenüber des Gasthofs gelegen ist.

 

Kinder als Brandursache: Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts ist in Zeitungen immer wieder von Bränden zu lesen. Oft, diesen Eindruck haben die Behörden gewonnen, sind zündelnde Kinder die Ursache. Am 29. April 1887, vor 135 Jahren, veröffentlicht Segebergs königlicher Landrat von Willemoes-Suhm, eine Anweisung der Regierung, wonach die Polizeibehörden, das waren damals die Amtsvorsteher, eine Aufstellung aller in den letzten drei Jahren in ihrem Verantwortungsbereich durch zündelnde Kinder ausgelösten Brände vorzunehmen haben. Zugleich wird die Aufsichtspflicht verschärft: Zündeln Kinder mangels Aufsicht, so kann dem, der seine „Beaufsichtigungspflicht“ vernachlässigt hat, eine Strafe von bis zu 30 Mark auferlegt werden – damals eine Menge Geld.

Foto zur Meldung: April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Willi Harder um 1960

Heimatmuseum Bornhöved öffnet am Ostersonntag mit Albrecht-Sonderausstellung

(12. 04. 2022)

Endlich ist es so weit: Nach langer Corona-Pause öffnet das Bornhöveder Heimatmuseum De ole Rökerkaat am Ostersonntag, 17. April, um 15 Uhr wieder seine Tür. Und das gleich mit einer Sonderausstellung zum Heimatmaler Helmut Albrecht (1909-1990).

Viele Jahre lebte der Kunstmaler Albrecht in Bornhöved und Trappenkamp, und so entstand innerhalb seines umfangreichen Gesamtwerks ein ganzes Kapitel zu Landschaft, Orten und Menschen im Kirchspiel Bornhöved. Norbert von der Stein hat im Heimatmuseum eine abwechslungsreiche Ausstellung mit 36 Original-Exponaten des Malers zusammengestellt, die eine Entwicklung in Technik und Materialien sowie Motivdarstellung Albrechts über die Jahrzehnte erkennen lassen.

Viele weitere Bilder des Künstlers sind digital verfügbar und auf dem Museumsfernseher (keine Sorge: dieser ist kein „Museumsstück“) betrachtet werden können. Natürlich ist auch der Künstler zu sehen: In Selbstporträts.

Der Besucher wird vor allem in Ortsansichten Bekanntes entdecken. Gezeigte Landschaften und Personen lassen Raum für die Phantasie des Betrachtenden. „Ich bin allen Besitzerinnen und Besitzern dankbar, die ihre Albrecht-Werke als Leihgabe für unsere Ausstellung zur Verfügung gestellt haben“, betont Norbert von der Stein, und schließt darin die Fielmann-Stiftung mit ein, die einst der Gemeinde Bornhöved zehn Albrecht-Werke überließ.

Das Heimatmuseum De ole Rökerkaat (Kuhberg 5, 24619 Bornhöved) wird vom Ortsverein Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund betreut. Norbert von der Stein koordiniert als Museumsleiter die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die ab Ostern immer sonntags von 15 bis 18 Uhr vor Ort den (kostenfreien) Eintritt ermöglichen und Fragen zum Inventar des Museums beantworten.

Gäste werden gebeten, Abstand zu anderen zu wahren und bei entsprechendem Besucheraufkommen einen Mund-Nase-Schutz aufzusetzen.

Foto zur Meldung: Heimatmuseum Bornhöved öffnet am Ostersonntag mit Albrecht-Sonderausstellung
Foto: Norbert von der Stein hat im Heimatmuseum Albrecht-Werke arrangiert

Ostern wird im Erlebniswald gebastelt

(12. 04. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 04.04.2022

 

Basteln mit Treibholz

 

von Samstag, 16.04.2022, bis Montag, 18.04.2022, 10.30 bis 16 Uhr im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Über Ostern öffnet die Bastelhütte vor dem Waldhaus im ErlebnisWald Trappenkamp mit einer kreativen Bastelaktion. Aus dem Treibholz von Nord- und Ostsee können Familien phantasievolle und tolle Objekte selber machen! Unter fachkundiger Anleitung ist das ein großer Spaß für Kinder und Eltern. Aus schönen Treibhölzern und maritimen Materialien können Besucher ihre eigenen Objekte herstellen. Ob Gartenstecken, Treibholzfische oder Mobiles - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Material und Werkzeuge werden gestellt. Für die selbst gebastelten Objekte wird jeweils eine Gebühr von 8 Euro berechnet.

Foto zur Meldung: Ostern wird im Erlebniswald gebastelt
Foto: Ostern wird im Erlebniswald gebastelt

WZV informiert: Ostern sorgt für Verschiebungen bei Müllabfuhr und gelben Säcken

(11. 04. 2022)

Ostern steht vor der Tür und der für den Abfall zuständige Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) hat am 4. April schon mal darauf hingewiesen, dass dies zu Veränderungen im Abfallkalender führt.

 

Beginnend am Montag, 11. April, kommt es zu Verschiebungen um jeweils einen Tag. Erst ab dem 25. April wird zum normalen Rhythmus zurückgekehrt.

 

Und das gilt:

 

Der Karfreitag wird „vorgefahren“ - Alle Termine der aktuellen Woche springen einen Tag nach vorn. Für Normalhaushalte in Schmalensee heißt dies: Die blaue Altpapiertonne und die gelben Säcke werden nicht am 14. April, sondern bereits am Mittwoch, 13. April geleert beziehungsweise abgeholt.

 

Der Ostermontag wird „nachgefahren“ - Alle Leerungen finden einen Tag später statt. Für Schmalensee heißt das, die braune Biotonne wird nicht am 21. April, sondern erst am Freitag, 22. April geleert. Die graue Tonne für Restmüll wird dementsprechend nicht am 22. April, sondern am Samstag, 23. April geleert.

 

Wird schon schiefgehen! Frohe Ostern!

 

Foto zur Meldung: WZV informiert: Ostern sorgt für Verschiebungen bei Müllabfuhr und gelben Säcken
Foto: WZV informiert: Ostern sorgt für Verschiebungen bei Müllabfuhr und gelben Säcken

Landfrauen aus Bornhöved und Umgebung starten mit Jahreshauptversammlung voll durch

(09. 04. 2022)

Lange hatten die Landfrauen aus Bornhöved und Umgebung sich in der Corona-Pandemie nicht in großer Runde treffen können – entsprechend rege war der Austausch im Schmalenseer Gemeindesaal, als dort die zuletzt im Januar abgesagte Jahreshauptversammlung am 30. März endlich nachgeholt werden konnte. 51 der 150 Vereinsmitglieder waren dabei.

 

Diese hatten einige Vorstandspositionen neu zu besetzen: So wurden Beisitzerin Christa Stahmer nach 13 und Schriftführerin Annika Doose nach sechs Jahren aus dem Vorstand verabschiedet. Ihre Nachfolgerinnen sind die neue Schriftführerin Margret Tensfeldt aus Tarbek und Christina Theuer aus Tensfeld. Meike Blanke aus Tarbek wurde zur Kassenprüferin gewählt. Neue 2. Vorsitzende ist Karin Timm aus Bornhöved, deren Vorgängerin eine besondere Ehre zuteil wurde:

 

Ganze 31 Jahre Vorstandsarbeit liegen hinter Wiebke Bock. Die frühere Vorsitzende hatte zuletzt ihrer Nachfolgerin Sigrid Niels-Rönnau im Amt der Stellvertreterin zur Seite gestanden, als „Ziehmutter“, wie diese mit einem Augenzwinkern schilderte. Für so langes und intensives Engagement gab es für Wiebke Bock, die auch Bürgermeisterin der Gemeinde Blunk ist, aus den Händen der Kreisvorsitzenden Petra Fahje die silberne Biene mit den Schleswig-Holstein-Farben. Von ihrem Verein wurde Wiebke Bock, die dem Vorstand als Hygienebeauftragte erhalten bleibt, mit der Ehrenmitgliedschaft bedacht.

 

Mit leichter Verspätung startet nun ein terminreiches Landfrauenjahr in Bornhöved und Umgebung. Höhepunkte sollen eine Halbtagesfahrt am 19. Mai nach Lübeck und ein Ausflug nach Hamburg am 5. Juli sein, dieser beansprucht einen vollen Tag. Auch die Geselligkeit soll nicht zu kurz kommen, etwa beim „Garten in Weiß“ am 28. Juni, dem Bingo-Abend am 5. September und einem Frauenfrühstück am 5. November. Einen Vortrag zu Ernährungstrends am 13. September hören die Landfrauen aus Bornhöved und Umgebung mit ihren Wankendorfer Kolleginnen und sie werden mit dem Landfrauencafé wieder Veranstaltungen anderer Vereine unterstützen, wie den Motorsportclub bei seiner Fahrzeugschau im Juni.

 

Schon vor wenigen Tagen waren die Landfrauen in einer spontanen Gemeinschaftsaktion aktiv geworden, hatten sich in Bornhöved am Spendenfest von Kirchengemeinde und Gemeinde für die Ukraine-Hilfe beteiligt und mit dem Verkauf von Kuchen und Torten ihren Beitrag zum Gesamterlös der Veranstaltung von fast 8000 Euro geleistet.

 

Der demografische Wandel macht auch vor den Landfrauen nicht Halt. Bereits im Vorjahr war beschlossen worden, dass künftig auch über 80-jährige Mitglieder Beiträge zahlen sollen. Der entsprechende Paragraf der Satzung wurde nun ersatzlos gestrichen.

Foto zur Meldung: Landfrauen aus Bornhöved und Umgebung starten mit Jahreshauptversammlung voll durch
Foto: Landfrauen aus Bornhöved und Umgebung starten mit Jahreshauptversammlung voll durch

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt Ostern 2022

(09. 04. 2022)

Diese Info ist wichtig für alle, die im April Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten.

 

Wegen der Osterfeiertage wurde eine geänderte Annahmezeit angekündigt:

 

Für die 16. Kalenderwoche 2022 mit Erscheinungstag Donnerstag, 21. April, müssen Beiträge bis Mittwoch, 13. April, vorliegen.

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved (E-Mailadresse: blickpunkt@amt-bornhoeved.de) bis 9 Uhr einzureichen. ) bis 9 Uhr einzureichen.

 

Achtung: Nur noch „neue“ Formate – keine PDF-Dateien

 

Wer seine Anlagen bislang noch in „alten“ Formaten wie doc und xls sendete, muss sich umstellen. Anhänge mit diesen Formaten werden schon seit einigen Monaten von der Firewall blockiert. PDF-Dateien sind für die Weitergabe an den Verlag laut Information der Amtsverwaltung nicht geeignet.

 

Anlagen zur E-Mail sollen nur noch im neueren Format als docx-Datei oder xlxs-Datei erstellt bzw. gespeichert werden.

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt Ostern 2022
Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt Ostern 2022

Kreis bündelt Infos für Geflüchtete und Helfer im Netz

(08. 04. 2022)

Ukraine: Umfassende Informationen für  Geflüchtete und Helfer*innen auf Kreis-Homepage

 

Menschen auf der Flucht benötigen Informationen und  Orientierung, wenn sie in einem für sie fremden Land ankommen. Die Segeberger Kreisverwaltung hat daher eine Übersicht mit zahlreichen Hinweisen für Geflüchtete aus der Ukraine und Helfer*innen zusammengestellt – auf Deutsch, Ukrainisch und Russisch (www.segeberg.de/Presse-und Bekanntmachungen/index.php?La=1&object=tx,3466.13731.1&kuo=2&sub=0 und https://integreat.app/kreissegeberg/de/informationen-ukraine/ukraine handout-se).

 

Hier sind viele Antworten auf Fragen zusammengefasst, die sich  Betroffene derzeit stellen, beispielsweise zu den Themen Sicherheit, Aufenthalt,  finanzielle Unterstützung, Sprachkurse, Arbeit, Schwangerschaft,  Kinderbetreuung und Schule, Gesundheit sowie Kontakt zur Kreisverwaltung.

 

Außerdem stellt die Kreisverwaltung mit Integreat alle Informationen in einer  kostenfreien App zur Verfügung. Nun auch auf Russisch und Ukrainisch gibt es  hier viel Wissenswertes, aktuelle Tipps, Angebote und Kontaktdaten lokaler Behörden, Organisationen und Initiativen. Die App funktioniert auch offline ohne  mobiles Internet. Praktisch ist auch die Webseite der App, falls sich jemand  diese nicht herunterladen kann oder möchte.

 

Schließlich gibt es unter www.segeberg.de/ukraine weitere Informationen und  Hinweise zu folgenden Themen:

 

  • Flyer: Hilfe bei Gewalt gegen Frauen und Kinder
  • Hinweise zur Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis
  • Wichtige Kontakte zu Behörden, Vereinen und Hilfsangeboten
  • Beratung und Hilfe bei seelischer Belastung
  • Informationen über Corona und Infektionskrankheiten
  • Hinweise auf Spendenmöglichkeiten
  • Informationen über Unterkünfte und Arbeit

 

Foto zur Meldung: Kreis bündelt Infos für Geflüchtete und Helfer im Netz
Foto: Kreis bündelt Infos für Geflüchtete und Helfer im Netz

Ukraine-Krieg: Sonderkonto des Kreises für polnische Partnerregion

(06. 04. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 05.04.2022:

 

Ukraine-Krieg: Kreis richtet Spendenkonto  ein – Geld geht in Partnerregion nach Polen

 

Segeberger*innen haben ab sofort die Möglichkeit, Geld für  den polnischen Partnerkreis Drawsko Pomorskie zu spenden. Dort kümmern sich  Helfer*innen um geflüchtete Ukrainer*innen. Ziel ist es, die Menschen im Partnerkreis bei ihrer Arbeit finanziell zu unterstützen – als Dank für ihren  Einsatz und als kleines Zeichen der Verbundenheit.

 

Die Mittel sollen die Partnerregion in die Lage versetzen, benötigte  Gerätschaften, Utensilien oder sonstige Dinge zur Unterstützung der Geflüchteten  zu kaufen. Das kann vom Bett, über Medikamente und Windeln bis hin zur  Zahnbürste alles sein.

 

Spenden können auf folgendes Sonderkonto überwiesen werden:

 

Sparkasse Südholstein

 

Empfänger: Kreis Segeberg

 

IBAN: DE49 2305 1030 0511 3715 69

 

BIC: NOLADE21SHO

 

Verwendungszweck: Spende Ukraine

 

Für Spenden, die auf Sonderkonten eingezahlt werden, erleichtert das  Bundesfinanzministerium bis zum 31.12.2022 die Anforderungen an den  Zuwendungsnachweis. Somit genügt als Nachweis gegenüber dem Finanzamt der  Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung.

Foto zur Meldung: Ukraine-Krieg: Sonderkonto des Kreises für polnische Partnerregion
Foto: Ukraine-Krieg: Sonderkonto des Kreises für polnische Partnerregion

Aktualisierter Terminkalender für Schmalensee zum Download verfügbar

(06. 04. 2022)

Verschiedene Lockerungen von Corona-Bekämpfungsmaßnahmen in Land und Kreis lassen Vereine und Veranstalter wieder mutiger werden, verschobene oder zuletzt mehrfach ausgefallene Termine nun wieder anzusetzen.

 

Für die „Wächter“ über den Schmalenseer Terminkalender bietet sich mal wieder die Gelegenheit, eine überarbeitete Version dieser bedeutenden Übersicht zu veröffentlichen. Angepasst hat den Kalender nach den neuesten Meldungen aus Vereinen und Organisationen hat Christopher Brust, Vorsitzender des Ausschusses für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr der Gemeinde Schmalensee.

 

Das Homepage-Team der Gemeinde hat auf www.gemeinde-schmalensee.de die entsprechenden Ergänzungen oder Änderungen in der Terminliste vorgenommen. So sind zuletzt hinzu gekommen die Jahreshauptversammlungen des SV Schmalensee (13. Mai) und der Freiwilligen Feuerwehr (23. April) sowie eine Raumänderung für die Jahreshauptversammlung der Reitsportgemeinschaft am 18. Mai: Die Pferdefreunde treffen sich im Sportlerheim an der Tarbeker Straße.

 

Die am 2. April 2022 aktualisierte Version des Terminkalenders für Schmalensee ist dieser Meldung als PDF zum Download beigefügt.

Foto zur Meldung: Aktualisierter Terminkalender für Schmalensee zum Download verfügbar
Foto: Aktualisierter Terminkalender für Schmalensee zum Download verfügbar

Achtung Vereine: Neuer Annahmeschluss für Blickpunkt-Beiträge

(03. 04. 2022)

Das ist wichtig für alle, die als Verein, Partei, Wählergruppe etc. Mitteilungen und Berichte zum amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED senden: Es gilt ab dem 4. Mai 2022 eine neue Regelung zum Annahmeschluss.

 

Beginnend mit der Ausgabe in der 19. Kalenderwoche 2022 gilt, dass Beiträge für eine jeweilige Veröffentlichung am Donnerstag der Folgewoche mittwochs bis 9 Uhr vorliegen müssen. Das ist insbesondere für Ankündigungen von Bedeutung, die mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf (fristgerecht) bekannt gemacht werden müssen.

 

(Sollten sich aufgrund von Feiertagen und anderen Gründen Änderungen ergeben, wird die Amtsverwaltung im Blickpunkt bzw. die Amts-Homepage informieren.)

 

Und nicht vergessen:

 

Alle Einsendungen gehen an die zentrale E-Mailadresse

 

Alle Mitarbeitenden der Amtsverwaltung aus Kanzlei und Geschäftszimmer haben Zugriff auf dieses Postfach und sorgen für die gewohnte Weiterleitung zum khm-Verlag.

 

Achtung: Nur „neue“ Formate – keine PDF-Dateien

 

Wer seine Anlagen bislang noch in „alten“ Formaten wie doc und xls sendete, muss sich umstellen. Laut Information der Verwaltung werden Anhänge mit diesen Formaten von der Firewall blockiert. PDF-Dateien sind für die Weitergabe an den Verlag laut Information nicht geeignet.

 

Anlagen zur E-Mail sollen nur noch im neueren Format als docx-Datei oder xlxs-Datei erstellt bzw. gespeichert werden.

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Neuer Annahmeschluss für Blickpunkt-Beiträge
Foto: Achtung Vereine: Neuer Annahmeschluss für Blickpunkt-Beiträge

Blutspende am 7. April in Trappenkamp

(03. 04. 2022)

Die nächste Möglichkeit zur Blutspende in unserer Region bietet das DRK am Donnerstag, 7. April, von 15.30 bis 19.30 Uhr an. Ort sind die Schulen der Gemeinde, Gablonzer Straße 42 (Eingang zur Spende über Kurlandstraße "Schulhof". Parken ist auf dem Schulhof möglich!).

 

Eine Terminreservierung ist möglich über www.blutspende-nordost.de.

 

Hier einige allgemeine Hinweise:

 

Auf den DRK-Blutspendeterminen gilt die 3G Regelung, d.h. Blutspenden können ausschließlich Personen, die den Status

  • vollständig geimpft (geboostert bzw. maximal 9 Monate nach der Grundimmunisierung),
  • genesen (gültig 4 Wochen nach Ausheilung und max. 90 Tage ab Zeitpunkt des positiven PCR-Tests) oder
  • getestet (Antigen-Test nicht älter als 24 Stunden oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) nachweisen können.

ACHTUNG: Selbsttests werden nicht akzeptiert. Zudem können vor Ort keine PCR- oder Antigen-Tests durchgeführt werden, weil Wartezeiten und größere Menschenansammlungen vermieden werden müssen.

 

Der Eintritt in das Spendelokal und die Blutspende ist nur mit angelegter FFP2-Schutzmaske möglich. Sie erhalten die FFP2-Maske am Eingang.

 

Zutrittsverbot für das Spendelokal nach Kontakt zu einem COVID-19-Kranken, einem auf SARS-CoV-2 positiv-Getesteten oder einem bislang ungeklärten Verdachtsfall in den letzten 10 Tagen.

Dies gilt nicht für: Geboosterte, frisch Geimpfte, frisch Genesene (90 Tage nach dem ersten positiven PCR-Test) Genesene mit zusätzlicher Impfung

 

Zudem wird darauf hinweisen, dass momentan keine Begleitpersonen (eingeschlossen Kinder) während der Spende erlaubt sind.

 

Antworten auf Fragen zur Blutspende gibt es telefonisch unter 0800/1194911 (kostenfrei); weitere Infos im Internet unter www.blutspende-nordost.de.

Foto zur Meldung: Blutspende am 7. April in Trappenkamp
Foto: Blutspende am 7. April in Trappenkamp

Corona: Weiter kostenfreie Testmöglichkeiten im Kreis Segeberg

(02. 04. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 01.04.2022:

 

Corona: Bürger*innen können sich weiter kostenfrei testen lassen 

 

Die kostenfreien Bürger*innentestungen im Kreis Segeberg bestehen fort. Das Bundesministerium für Gesundheit hat die bisher bis zum  31.03.2022 gültige Coronavirus-Testverordnung nun bis zum 30.06.2022  verlängert. Diese Verlängerung gibt dem Kreis Segeberg die rechtliche  Grundlage, die mit der Bürger*innentestung im Kreisgebiet beauftragten  Teststationen privater und kommunaler Anbieter*innen bis zu diesem Datum  weiter zu beauftragen. Abgerundet wird das Angebot im Kreis durch die  Beteiligung verschiedener Arztpraxen und Apotheken. Den Bürger*innen steht  somit auch weiterhin ein breites Netz an Teststationen zur Verfügung.

 

Drei Teststationen (zwei in Bad Segeberg und eine in Wahlstedt) haben aufgrund  sinkender Nachfrage ihr Angebot eingestellt. Die Beauftragung einer mittleren  einstelligen Zahl an Teststationen im Kreis Segeberg wurde aus hygienischen  Gründen und/oder wegen organisatorischer Mängel nicht verlängert. Die  betroffenen Teststationen sind bei Kontrollen mehrfach negativ aufgefallen. Dies  betraf unter anderem fehlende Desinfektion, nicht gewechselte Handschuhe,  fehlende Schutzkleidung, falsche Testdurchführung, unsachgemäßer Umgang mit  Abfällen, nicht durchgeführte Kontrolle von Personalausweisen…

 

Insgesamt gibt es im Kreis Segeberg Stand heute noch 25 Teststationen:

▪ vier Apotheken

▪ drei Ärzt*innen

▪ eine kommunal betriebene Station

▪ 16 private Anbieter*innen

▪ eine Station, die die Kassenärztliche Vereinigung betreibt

 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass den Einwohner*innen des Kreisgebiets  durch das Netzwerk aus Apotheken und privaten Anbieter*innen auch weiterhin  wohnortnah eine Testmöglichkeit zur Verfügung steht. Abzuwarten bleibt, wie  sich die Nachfrage nach Tests vor dem Hintergrund der rechtlichen Lockerungen in den kommenden Wochen entwickeln wird. Die neue Situation könnte dazu  führen, dass die Angebote der kostenfreien Bürger*innentestungen seitens der  Anbieter*innen weiter reduziert werden.

 

Der Kreis Segeberg bedankt sich in diesem Zusammenhang bei allen Beteiligten für die Unterstützung im Rahmen der Pandemiebekämpfung.

Alle Teststationen im Überblick finden Sie hier:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Allgemeines/TeststationenKarte/testst ationen_node.html?lang=de

 

Foto zur Meldung: Corona: Weiter kostenfreie Testmöglichkeiten im Kreis Segeberg
Foto: Corona: Weiter kostenfreie Testmöglichkeiten im Kreis Segeberg

Osterferien: Erlebniswald lädt 2x zur Osterrallye ein

(02. 04. 2022)

Mitteilung der Landesforsten vom 28.03.2022:

 

Osterrallye im ErlebnisWald

 

Dienstag, 05.04.2022, und Dienstag, 12.04.2022, jeweils um 11 Uhr

 

im ErlebnisWald Trappenkamp

 

An zwei Tagen in den Osterferien lädt der ErlebnisWald Trappenkamp Familien zu einer spannenden Rallye durch den Osterwald ein. Mit Begleitung durch eine Waldpädagogin entdecken Kinder Tierspuren, basteln mit Holz und Moos und hören am Lagerfeuer tolle Geschichten.

 

Eine vorherige Anmeldung für die Veranstaltungen ist erforderlich unter Tel. 04328/170480 oder unter . Die Teilnahme ist im Eintrittspreis (Eintritt Erwachsene 8 Euro, Kinder 5 Euro, Familien 21 Euro) enthalten.

Foto zur Meldung: Osterferien: Erlebniswald lädt 2x zur Osterrallye ein
Foto: Osterferien: Erlebniswald lädt 2x zur Osterrallye ein

April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 04. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus haben wir im Monat April die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Kirchengemeinde Bornhöved verliert den nördlichen Teil: Am 1. April 1892, vor 130 Jahren, tritt die Teilung der Kirchspiele Bornhöved und Wankendorf in Kraft. Damit endet ein langer und auch nicht gerade reibungsloser Prozess, der aus dem nördlichen Teil der Kirchengemeinde Bornhöved angestoßen worden war, wo man sich vernachlässigt, quasi stiefmütterlich behandelt fühlte. Einer Einigungsbestrebung, die sogar zur Anstellung eines weiteren Geistlichen geführt hatte, standen letztlich wohl auch persönliche Beweggründe Einzelner im Wege. Ab sofort bilden nun die Dörfer Wankendorf und Stolpe sowie die Gutsbezirke Bockhorn, Depenau, Horst, Löhndorf, Perdöl-Dieckhof und Nettelau die eigenständige Kirchengemeinde Wankendorf. In einem Bereich gilt die Trennung noch nicht: Beide Kirchengemeinden bilden eine Friedhofsgemeinschaft, bis man in der neuen einen eigenen hat anlegen können. Eigentum von Einwohnern der neuen Kirchengemeinde in Bornhöved – am Kirchengestühl und Grabstätten – sind von der Trennungsurkunde unberührt.

 

Müll gehört ab sofort nur noch in die Tonne: Noch heute tauchen an bestimmten Stellen in der Schmalenseer Feldmark Reste dessen auf, was die Bewohner einst in sogenannten „Schietkuhlen“ entsorgten: Ihren Müll. Bis zur Einführung einer zentralen Abfallentsorgung und beginnender Deponierung der Abfälle war es üblich, dass der gesammelte Hausmüll in der Natur verklappt wurde, immerhin an dafür vorgegebenen Orten und nicht einfach überall. Ab dem 1. April 1967, vor 55 Jahren, wurde der Müll ab sofort aus dafür angeschafften 50-Liter-Kübeln durch den Wege-Zweckverband abgefahren. Die monatliche staubfreie Abfuhr kostete 1,70 DM pro Kübel. Damit wurde Schmalensee der Polizeiverordnung über das Abladen von Müll gerecht – das war fortan nicht mehr erlaubt.

 

Mitglieder bauen an ihrem Sportplatz mit: Am 3. April 1982, vor 40 Jahren, sind Mitglieder und Freunde des erst im November 1980 gegründeten SV Schmalensee aufgerufen, auf dem Schulland an der Tarbeker Straße zu erscheinen, und am Bau eines eigenen Fußballplatzes mitzuwirken: Der Vereinsvorsitzende Kurt Klinkowski kann vermelden, dass Mutterboden angeliefert worden ist. Nun gilt es, diesen von Steinen zu befreien. Noch in diesem Jahr soll der Platz fertig werden, für dessen Bau 66.000 DM veranschlagt sind, von denen 20.000 DM vom Kreis Segeberg finanziert werden.

 

Kleines Jubiläum für die Theatergruppe der Feuerwehr: Am 4. April 1987, vor 35 Jahren, findet im Saal vom Gasthof Voß der Feuerwehrball mit plattdeutschem Theaterstück statt. Zur Aufführung kommt das Stück „Vadder oder Sohn“. Die Generalprobe fand am 2. April statt. Eine Tombola rundet das Ballvergnügen ab. Zum zehnten Mal führt die Laienspielgruppe der Feuerwehr ein Stück auf. Die Leitung hat wie immer Gerhard Mühlenberg. Mitwirkende sind Uwe Nagel, Wolfgang Hahne, Annegret Voß, Henning Peckelhoff und Wiebke Stegelmann. Wehrführer Burkhart Saggau und Festausschussvorsitzender Reimer Saggau überreichen im Anschluss den aktuellen und vielen ehemaligen Schauspielern eine Jubiläumsanerkennung, darunter sind Käthe Mahler, Christa Freihube-Mahler, Petra Saggau, Dörthe Saggau, Jutta Buchholz-Schütt, Bruno Göttsch, Egon Blitza, Wilfried Hahne, Peter Hahn, Werner Suhr und Angela Suhr.

 

Entwarnung dank Röntgenstrahlen: Heinrich Christian Saggau, Schmalenseer Hufner und Amtsvorsteher im Amt Bornhöved, macht am 5. April 1902, vor 120 Jahren, mit einer ganz persönlichen Geschichte Schlagzeilen: Wie das Segeberger Kreis- und Wochenblatt an jenem Tage meldet, scheute das am Wagen eingespannte Pferd so heftig, dass Saggau aus dem Wagen geschleudert wurde. Aber eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen liefert die Gewissheit, dass seine Verletzungen „nicht sehr gefährlich“ sind.

 

Diebe und Hehler fliegen auf: Anfang der 1920er-Jahre scheint Knappheit an manchen Naturalien zu bestehen und mancher Käufer nicht zu fragen, woher die Ware stammt. Laut Segeberger Kreis- und Tageblatt am 5. und 6. April 1922, vor 100 Jahren, kann die Polizei im Raum Bornhöved und Schmalensee Erfolge melden: Als der Landmann Suhr auf Hornshof den Verlust einer Speckseite bemerkt und die Landjägerei alarmiert, vermutet diese richtig, dass Suhrs Knecht der Übeltäter ist. Dieser gibt schließlich zu, schon seit zwei Jahren immer wieder Korn, Hühner, Eier, Gänse, Kartoffeln usw. von seinem Arbeitgeber gestohlen und an seinen Hehler in Schmalensee oder Einwohner von Bornhöved und Schmalensee verkauft zu haben. Teilweise habe er auch mit einem anderen Dieb zusammengearbeitet. Ein weiterer Fall fliegt auf: Der Witwe Christophersen auf Vier wurden mehrere Hühner gestohlen. Der Landjägerei gelingt es, einen Knecht von der Klus und einen Schmalenseer Knecht als Täter zu ermitteln. Der Hehler ist in diesem Fall ein Bornhöveder, der das Geflügel bereits auf dem Markt in Neumünster verkauft hat.

 

Gustav Oeser verliert den einzigen Sohn: Keine Todesanzeige, nur eine Danksagung für die Anteilnahme im Segeberger Kreis- und Tageblatt am 7. April 1942, vor 80 Jahren, zeugt davon, dass Hugo Oeser, einziger Sohn von Kätner Gustav Oeser, im Zweiten Weltkrieg gefallen ist. Im März 1933 hatte Hugo Oeser vor dem Altonaer Prüfungsausschuss die Befähigung zur Ausübung des Hufbeschlaggewerbes mit dem Prädikat „sehr gut“ erworben. Sein Lehrherr war der Schmiedemeister Jänicke in Ascheberg.  Im Januar 1934 bestand Hugo Oeser dann vor der Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer zu Altona in Kiel die Meisterprüfung im Schmiedehandwerk. Seine Familie bewohnte die Kate in der Damsdorfer Straße 8, heute Iris und Rolf Kasch, damals eine Räucherkate: Karla Scharnweber, geborene Suhr vom Hornshof, erinnert sich, dass ihre Familie, nachdem ein Bombentreffer Teile des Hofes zerstört hatte, bei Oeser ihre Fleisch- und Wurstwaren räuchern ließ. „Als kleine Kinder wurden wir dorthin geschickt, um fertige Waren, zum Beispiel Speckseiten, abzuholen.“ Hugo Oeser eine schriftliche Spur hinterlassen, im Poesiealbum der Magda Sorgenfrei, die ab 1938 mit ihrem Mann Walter Hahne die Gärtnerei im Hirtenweg leitete. Am 10. Januar 1920 schrieb Hugo: „Wenn Du einst nach vielen Jahren dieses Blättchen wirst durchlesen, so gedenk, wie froh wir waren, als wir Kinder noch gewesen, und mit heit'rem frohen Sinn gingen nach der Schule hin.“

 

Schmalensee wählt Hindenburg – und Hitler: Die Reichspräsidentenwahl 1932 geht am 10. April 1932, vor 90 Jahren, in einen zweiten Wahlgang. Das Volk hat sich zwischen dem bisherigen Amtsinhaber und Weltkriegsmarschall Paul von Hindenburg, dem Nationalsozialisten Adolf Hitler und dem Kommunisten Erst Thälmann zu entscheiden. Reichspräsident Paul von Hindenburg wird wiedergewählt. Der Stimmenzuwachs der NSDAP aber ist gewaltig. Im Kreis Segeberg liegt Adolf Hitler mit 17.329 Stimmen klar vor Hindenburg (9.306). Der Kommunist Thälmann erhält 686 Stimmen. In Schmalensee entfallen auf den Kommunistenführer keine Stimmen mehr. Hindenburg erhält 99, Hitler 83 Stimmen.

 

Verkehrsunfall entlarvt Einbrecher: In Schmalensee ereignet sich am 14. April 1932, vor 90 Jahren, ein Verkehrsunfall, der zwei Monate später nach Verhandlung vor dem Kieler Schöffengericht als „das Ende einer Dienstfahrt“ bezeichnet werden wird. Zwei Arbeiter aus Kiel leihen sich mit zwei Komplizen ein Kraftfahrzeug und begeben sich zur Verübung eines Einbruchdiebstahls nach Schmalensee, wo der eine von beiden, Ernst M., einmal in Diensten gestanden hatte. Ziel ist das Geschäft eines örtlichen Kaufmanns. Den vier Männern gelingt es, den ganzen Laden auszuräumen. Nach ihrer Abfahrt aber stürzt der Wagen in einer Kurve um und gerät in den Straßengraben. Die Diebe verstecken ihre Beute in einem nahen Knick und holen dann Hilfe herbei. Als am nächsten Morgen der Diebstahl entdeckt wird, dauert es nicht lange, bis die in Kiel hinlänglich bekannten Einbrecher gefasst und verurteilt werden.

Foto zur Meldung: April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Feuerwehrball Theater-Szene SZ 08.04.1987

Kein Aprilscherz: VKP wird am 1. April bestreikt – Einige Linien fallen aus

(31. 03. 2022)

Mitteilung der Verkehrsbetriebe Kreis Plön vom 30.03.2022:

 

Warnstreik bei der VKP

 

Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass die VKP am kommenden Freitag, den 01.04.2022 durch die Gewerkschaft ver.di mit einem Warnstreik bestreikt wird.

 

Betroffen hiervon ist nur die Dienststelle in Plön, die von Dienstbeginn bis 10 Uhr bestreikt wird.

 

Dadurch fallen nachfolgende Linien/Fahrten aus:

 

320 Preetz - Trent - Plön, nur Fahrt 32055, 08:05 Uhr ab Trent

 

331 Stadtverkehr Plön, Oelmühle

 

332 Stadtverkehr Plön, Parnaß

 

352 Plön - Rathjensdorf - Plön

 

353 Plön - Bösdorf – Plön

 

360 Plön - Neumünster, alle Fahrten bis auf die Fahrt 36011 07:35 Uhr ab Plön bis Wankendorf

 

361 Bornhöved - Ascheberg - Plön

 

362 Stocksee - Dersau - Ascheberg - Plön

 

363 Nettelsee - Kalübbe - Plön alle Fahrten bis auf die Fahrt 36394 06:42 Uhr ab Wankendorf

 

364 Plön - Karpe - Ascheberg

 

Die in diesem Bereich eingesetzten Corona-Verstärker-Busse fahren.

 

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen e.V. zu dem auch von der VKP angewendeten Tarifvertrag, die auch in der dritten Verhandlungsrunde noch zu keinem Ergebnis geführt haben.

 

Das Unternehmen will auf www.vkp.de weiter aktuell berichten.

 

Foto zur Meldung: Kein Aprilscherz: VKP wird am 1. April bestreikt – Einige Linien fallen aus
Foto: Kein Aprilscherz: VKP wird am 1. April bestreikt – Einige Linien fallen aus

Geflügelpest: Kreis Segeberg hebt Aufstallungsgebot ab 29. März auf

(29. 03. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 28.03.2022:

 

Nach Risikobewertung des Kreises wird das Risiko für einen  Eintrag der Geflügelpest durch Wildvögel in Geflügelhaltungen im Kreis Segeberg  als mäßig beurteilt. Das Aufstallungsgebot für Geflügel wird daher für das  gesamte Gebiet des Kreises Segeberg zum Dienstag, 29. März, entfallen. Eine  entsprechende Allgemeinverfügung wurde am heutigen Montag erlassen.

 

Das Seuchengeschehen hat sich nach Einschätzung des Veterinäramtes deutlich  abgeschwächt. Zwar sei in der vergangenen Woche in Seedorf bei einem  Mäusebussard das Virus nachgewiesen worden, der letzte an Geflügelpest  erkrankte Wildvogel davor wurde aber bereits am 26. Januar in Schmalensee  gefunden. Es handelte sich dabei um eine Wildgans. Insgesamt hat es seit  November 2021 im Kreisgebiet 14 positive Geflügelpest-Befunde bei Wildvögeln  gegeben. Einen Ausbruch in einer Geflügelhaltung gab es im aktuellen  Seuchengeschehen im Kreis Segeberg bisher nicht.

 

Das Veterinäramt weist aber trotzdem darauf hin, dass die Gefahr der  Geflügelpest noch nicht gebannt ist. Virusnachweise bei Wildvögeln in  Deutschland seien unverändert da, vor allem Gänse und Greifvögel sind  betroffen. Der Frühjahrszug von nordischen Wasservögeln ist nicht  abgeschlossen, sodass nach Einschätzung des Amtes weiterhin eine  Ausbreitungsgefahr besteht. Dies zeigen auch die neuerlichen Ausbrüche in den  Kreisen Dithmarschen und Steinburg in dortigen Gänsehaltungen. „Die  Biosicherheitsmaßnahmen bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln müssen  daher weiter konsequent eingehalten werden. Überall dort, wo  Kontaktmöglichkeiten zwischen Wildvögeln und in Gefangenschaft gehaltenen  Vögeln, insbesondere Wasservögeln, bestehen, können weiterhin Infektionen  eingetragen werden.“

 

Das Veterinäramt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Allgemeinverfügung des  Landes Schleswig-Holstein vom 23.11.2021 (https://www.schleswig holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gefluegelpest/Downloads/AV_Biosicherheit_PDF_2021.pdf?__blob=publicationFile&v=8) weiterhin uneingeschränkt gültig ist. Dies  gilt insbesondere für sämtliche Biosicherheitsmaßnahmen sowie die Aufnahme  von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln über Märkte, Börsen oder den mobilen Handel. Dies bleibt auch weiterhin verboten.

 

Im Kreis Segeberg sind nach Datenbanklage 1.633 Geflügelhaltungen mit circa 1.160.000 Stück Geflügel registriert. Die Datenbankinformationen beruhen auf  dem Meldeverhalten der Tierhalter*innen. Das Veterinäramt geht von einer  Dunkelziffer aus, was bedeutet, dass es vermutlich weitere Geflügelhaltungen  gibt, die der Behörde nicht bekannt sind. Das Veterinäramt weist in diesem  Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die Verpflichtung zur  Registrierung/Meldung des Geflügelbestands bei der zuständigen Behörde bereits  ab der Haltung eines Tieres gilt.

Foto zur Meldung: Geflügelpest: Kreis Segeberg hebt Aufstallungsgebot ab 29. März auf
Foto: Geflügelpest: Kreis Segeberg hebt Aufstallungsgebot ab 29. März auf

Trecker, Sammler, Erbsensuppe – ein richtiger echter Dorfputz

(27. 03. 2022)

Vom „Freedom-Day“, also einer Art „Ende der Corona-Pandemie“ scheinen wir noch deutlich entfernt, aber wegen derzeitiger Lockerungen der Schutzmaßnahmen kommt es nach und nach quasi zu kleinen „Freedom-Events“. Etwa einem Schmalenseer Dorfputz nach allen Regeln der Normalität – mit Trecker-Gespannen, Abfall sammelnden Gruppen und einem gemeinsamen Imbiss im Anschluss an die gute Tat.

 

Fast 50 große und kleine Schmalenseer konnte der Verschönerungs- und Vogelschießerverein (VVV) am Samstagvormittag auf dem Bolzplatz begrüßen, die sich zum Dorfputz eingefunden hatten. Und das nicht, um wie in den beiden Vorjahren zu zweit oder als Familie die Feldmark abzulaufen und den Müll anderer aufzuheben, sondern wieder so, „wie es immer war“: Locker eingeteilt in Grüppchen, die sich dieses Mal auf fünf Trecker-Gespanne verteilten, die für schnellen Transport zu Ausgangs- und Endpunkten der Sammeltouren sorgten und größere Abfälle hätten aufnähmen können.

 

Ein Wagen war – auch wie immer – insbesondere für die Kinder gedacht. Diese Crew kümmerte sich um die Tarbeker Straße bis zum Höllenhorst-Weg unter dem Grimmelsberg und stieß sogar auf zwei Überraschungspakete. Vier weitere Gruppen klapperten die übrigen Ausfallstraßen (mit Ausnahme der Bundesstraße, für die die Straßenmeisterei zuständig ist) und Feldwege ab. Auch am Seeufer im Bereich Wanderweg wurde gesammelt.

 

Viele gute Nachrichten

 

Und hier die guten Nachrichten in kurzer Zusammenfassung: Es herrschten bestes Dorfputz-Wetter und eine hervorragende Stimmung - „Endlich wieder“, konnte man in zahlreichen Augen ablesen. Und bei jenen die zum ersten Mal als Neubürger mitgemacht haben, dürfte ein besonderes, das „Schmalensee-Virus“ endgültig übergesprungen sein. Vielleicht ja auch durch die wieder einmal hervorragende Erbsensuppe aus der Küche vom Gasthof Voß, die es im Anschlusss gab, finanziert von der Gemeinde.

 

Und: Es wurde erfreulich wenig Müll gefunden, meist dort, wo viel Straßenverkehr herrscht (Ausfallstraßen) oder an offenbar beliebten Pausenpunkten größerer Fahrzeuge... Bekannt ist aber auch, dass manche Spaziergänger sich auch über das Jahr immer wieder nach Abfällen bücken und diese in der privaten Mülltonne entsorgen. Und größere „Entsorgungen“ werden, wenn sie bekannt werden, durch Gemeindearbeiter oder WZV abgefahren.

 

Gemeindearbeiter Mario Rehfeldt hatte zudem pünktlich zum Dorfputz die Denkmale des Dorfes schier gemacht und die eine oder andere Sitzbank auf Vordermann gebracht. Und auch einige „Bankpaten“, die sich vor Jahren gegenüber dem Verschönerungs- und Vogelschießerverein für eine solche Bank zuständig erklärt hatten, nutzten den Tag, um „ihre Bank“ wieder auf Hochglanz zu bringen. Inklusive der schönen Blumeninsel auf dem Ringreiterplatz.

 

Allen Helferinnen und Helfern, fleißigen Treckerfahrerinnen und -fahrern sagen Gemeinde und Verein ganz herzlich „Dankeschön!“. Als nächstes VVV-Event, dann mit dem Sportverein gemeinsam als Veranstalter am Start, wartet das Osterfeuer am Gründonnerstag, 14. April auf die Schmalenseer.

 

Fotos zum Bericht: Steffi Allonge, Nicole Specht-Cornehls, Karolin van het Loo, Christian Detlof

Foto zur Meldung: Trecker, Sammler, Erbsensuppe – ein richtiger echter Dorfputz
Foto: Circa 50 große und kleine Helfer beim Dorfputz 2022

Flüchtlingshilfe Segeberg: Übersetzerinnen und Übersetzer dringend gesucht

(23. 03. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 21.03.2022:

 

Ukraine-Krieg: Kreis sucht schnellstmöglich  Sprachmittler*innen für Urkainisch/Russisch

 

Der Kreis Segeberg sucht Sprachmittler*in für  Ukrainisch/Russisch, die dabei helfen, die Kommunikation mit Geflüchteten aus  der Ukraine zu erleichtern. Unterstützung wird unter anderem bei der Ankunft in  den Notunterkünften, bei Arztbesuchen, beim Ausfüllen behördlicher Anträge  sowie der Übersetzung allgemeiner Informationen benötigt.

 

Die Sprachmittler*innen schließen einen Vertrag mit dem Kreis und sind als  Honorarkräfte tätig. Sie erhalten eine Vergütung in Höhe von 10 Euro je  angefangener Viertelstunde, also 40 Euro pro Stunde Übersetzung. Die Fahrtzeit  kann separat abgerechnet werden. Während der Arbeitszeit sind die  Sprachmittler*innen über den Kreis versichert.

 

Interessierte werden gebeten, sich schnellstmöglich hier zu melden: 

Foto zur Meldung: Flüchtlingshilfe Segeberg: Übersetzerinnen und Übersetzer dringend gesucht
Foto: Flüchtlingshilfe Segeberg: Übersetzerinnen und Übersetzer dringend gesucht

Wieder fast normal: Dorfputz in Schmalensee am 26. März um 11 Uhr vom Bolzplatz aus

(20. 03. 2022)

Wer erinnert sich?: Ein Samstagvormittag im frühlingshaften Schmalensee, große und kleine Bürgerinnen und Bürger versammeln sich auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus. Manche tragen Arbeitshandschuhe, alle sind dem Wetter entsprechen gekleidet und mit festem Schuhzeug ausgestattet. Sie haben Eimer, Greifzangen oder Harken dabei – und alle haben gute Laune. Dann rollen ein paar Trecker mit Anhänger auf den Platz, nun ist Grüppchenbildung angesagt: Wer fährt wo mit? Welcher Trecker macht welche Tour durch die Feldmark – um diese von achtlos weggeschmissenem Müll zu befreien? Richtig: Das ist Dorfputz in Schmalensee.

 

Wieder arbeiten Gemeinde und Verschönerungs- und Vogelschießerverein (VVV) bei der Aufräumaktion Hand in Hand. Aber zugegeben: Die Hauptlast trägt der Verein, der das Event organisiert und auch Hilfsutensilien bereithält: Warnwesten, Müllsäcke, Handschuhe und Greifer. Davon kommt einiges vom Wege-Zweckverband, zu dessen Deponie in Damsdorf/Tensfeld ein Trecker-Gespann die gesammelten Werke bringt.

 

In den letzten zwei Jahren fand der Dorfputz unter den Bedingungen der Corona-Pandemie statt: Anonym und doch gemeinsam. Wie das ging? Der VVV stellte die Gerätschaften am Feuerwehrhaus bereit, hängte Pläne mit Müllsammeltouren aus, in die sich die vielen Freiwilligen eintragen konnten, damit keine Ecke ausgelassen wurde. Alle zogen individuell los – allein, im Duo oder als Familiengruppe. Ein Corona-konformer Dorfputz. Zur Stärkung konnte man Getränke und Naschereien mitnehmen oder nach der Rückkehr vom Stapel nehmen.

 

Das ist dieses Mal anders – jetzt kann wieder in Gruppen losgezogen werden (Masken bitte trotzdem mitbringen). Und nach einer erfolgreichen „Jagd“ muss es natürlich eine Stärkung geben: Der VVV sorgt dafür, dass es im und am Feuerwehrhaus im Anschluss einen Imbiss gibt. Es geht dazu ein recht hartnäckiges Erbsensuppen-Gerücht im Dorf um! Oder Pommes! Sehr wahrscheinlich beides!

 

Also: Groß und Klein sind eingeladen, sich am Samstag, 26. März, um 11 Uhr auf dem Bolzplatz der Putzkolonne Schmalensee anzuschließen. Viele Hände schaffen ein schnelles Ende und ehe der Frühling so richtig durchschlägt, sollen unsere Wegesränder frei von Müll sein – wenn auch nur vorübergehend, denn Dummköpfe, die dem Dorfputz erst seine Daseinsberechtigung verleihen, wird es wohl immer geben. Aber davon lässt sich unsere Dorfgemeinschaft nicht kleinkriegen!

 

Das Homepage-Team wünscht einen fröhlichen Dorfputz!

Foto zur Meldung: Wieder fast normal: Dorfputz in Schmalensee am 26. März um 11 Uhr vom Bolzplatz aus
Foto: Wieder fast normal: Dorfputz in Schmalensee am 26. März um 11 Uhr vom Bolzplatz aus

Gemeinsam für den Frieden – Ukraine-Hilfe aus Bornhöved und Umgebung

(20. 03. 2022)

Mitteilung der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Bornhöved vom 18.03.2022:

 

Friedens-Café & Spendenlauf

 

Gemeinde Bornhöved, Kirchengemeinde Bornhöved, Landfrauenverein Bornhöved u.U., KiTa Eris Arche, Vicelin-Kindergarten und Sventana Schule laden

 

am Sonntag, den 27. März 2022, von 14-17 Uhr

 

zu einem Friedens- & Spenden-Café in die Mensa der Sventana Schule (Jahnweg 6) ein.

 

Kaffee, Tee, Kuchen, Torten, frische Waffeln und kalte Getränke werden gegen Spenden angeboten.

 

Überraschungen am Nachmittag werden von der OGS vorbereitet, der Gospelchor „Colors of grace“ singt und Calle Petersen begleitet den Nachmittag am Klavier.

 

Um 14.30 Uhr fällt der Startschuss zum großen Spendenlauf für Kinder und Große.

 

Anmeldungen mit den Sponsorenerklärungen werden direkt am Start entgegengenommen.

 

Sie liegen im Martin-Luther-Haus und in Bornhöveder Geschäften, wie EDEKA Gothmann, einem Sponsor des Friedens-Cafés, aus.

 

Alle Erlöse und Spenden dieses Nachmittags kommen den aus der Ukraine geflüchteten Menschen zu Gute.

 

 

Foto zur Meldung: Gemeinsam für den Frieden – Ukraine-Hilfe aus Bornhöved und Umgebung
Foto: Ukraine-Hilfe in Bornhöved und Umgebung

Vor 145 Jahren: Ein Raubmord in Damsdorf hält die Region Bornhöved in Atem

(19. 03. 2022)

Verbrechen, möglichst spektakulär, und die Jagd der Ermittler erregen schon immer großes Interesse. Es ist kein Phänomen neuerer Zeit – erinnert sei an die Fernseh-Livebilder der Geiselnahme von Gladbeck oder die aktuelle Online-Begleitung des Prozesses gegen den Mörder von Dänischenhagen. Auch unsere Region zeigte sich entsetzt und hungrig nach Informationen zugleich nach einer Mordtat – die sich vor 145 Jahren in Damsdorf zugetragen hat.

 

Der Doppel-Raubmord am Müller-Ehepaar Kähler vom 19. März 1877 zog allein im Segeberger Kreis- und Wochenblatt eine rege Berichterstattung – bevorzugt ohne Weglassung von Klarnamen Beschuldigter.

 

Die schreckliche Kunde

 

Um 4 Uhr in der Frühe am 19. März 1877 klopft das Dienstmädchen Elise des Müllers Kähler in der Nachbarschaft die Altenteiler Rüder aus dem Schlaf. Ihr Arbeitgeber sei erschossen, die Frau verletzt, schildert das Mädchen. Als man die Mühle erreicht, findet man den verstörten Müllerburschen Bernhard und die blutüberströmte Müllerin – noch lebend. Die schildert, dass sie und ihr Mann von draußen durchs Fenster geschossen worden seien. Ihren Mann finden die Nachbarn tot auf seinem Bett. Der Sohn der Eheleute – noch ein Wiegenkind, wird schreiend zur Mutter gelegt.

 

Die erklärt in ihrem Blute, ihr Mann habe ein Geräusch vom Fenster gehört, habe sich aufgerichtet und sei erschossen worden. Sie selbst habe die Schlafkammer verlassen wollen und sei ebenfalls von einem Schuss getroffen worden. Wenig später ist der Ortsvorsteher Jürgens alarmiert und einer Witwe Jürgens, wohl dessen Mutter, schildert Frau Kähler noch, schon zwei Nächte zuvor ein verdächtiges Geräusch gehört zu haben. Da sei ihr Mann in Tarbek gewesen und sie habe das Mädchen geweckt. Jedes weitere Sprechen verbietet der aus Segeberg herbeigerufene Arzt Hennings; und um 14 Uhr am 20. März ist auch Frau Kähler ihrer Verletzung erlegen, das Kleinkind verwaist.

 

Die Ermittlungen am Tatort und darüber hinaus

 

Detailreich werden die Untersuchungen am Tatort, der Damsdorfer Mühle geschildert. Die Staatsanwaltschaft hat sofort damit begonnen. Zahlreiche Spuren werden gesichert, die auf den Einsatz von Werkzeugen an Fenstern und Türen schließen lassen. Fußspuren, die auf Bewegungen von zwei vermuteten Täter schließen lassen. Gegenstände werden unter anderem am Wege nach Tensfelderau gefunden, die mit dem Raubmord in Verbindung stehen. Etwa zwei Schubladen, in denen Geld gewesen sein muss, aber auch Reste eines Buttertopfes und Schwefellappens, die noch eine Rolle bei der Überführung der Mörder spielen werden.

 

Festzustellen ist: Die Kieler Staatsanwaltschaft will einen schnellen Erfolg, setzt auf Hinweise aus der Bevölkerung und ist dafür bereit, über die Zeitungen viele Details ihrer angestellten Beobachtungen zu veröffentlichen. Außerdem wird eine Belohnung von 300 Mark ausgelobt. Rasch gibt es Verdächtigungen. Eine durch den Müllerburschen Bernhard, der den früheren Mühlenknecht Friedrich Wilhelm Sommerfeld meint erkannt zu haben, als der in der Wohnung die Schubladen aufgebrochen und ihn unter Drohung in seine Kammer zurückgetrieben habe. Auch ein vielfach vorbestrafter Johann Ludwig Haase wird gesucht, weil er vor wenigen Tagen in Muggesfelde gesehen worden sein soll. Im Fall Sommerfeld rudert die Staatsanwaltschaft wenig später mittels Annonce zurück: Er hat in Mecklenburg sein Alibi nachweisen können.

 

Aber der Verdacht fällt auch auf einen Mann aus Bornhöved: Maurer Joachim Burmeister, einschlägig vorbestraft, bekannter Wilddieb, und von vielen wegen seiner Rohheit gefürchtet, wird unter die Lupe genommen. Es gelingt dem Altonaer Oberpolizeisergeanten Engel, der wohl ein vermeintliches Alibi Burmeisters in der Elbestadt untersucht, dessen Täterschaft aufzudecken. Bei einer Hausdurchsuchung finden sich Gegenstände, die das belegen – darunter Werkzeug, das zu Eindringversuchen in die Damsdorfer Mühle passt, oder ein Sack, dessen Stoff dem beim Buttertopf gefundenen Schwefellappen gleicht.

 

Am 11. April 1877 wird Joachim (oder Jochim) Burmeister verhaftet und es dauert nicht lange, bis er seinen Sohn Christian als Mittäter verrät, der sich am 15. April der Polizei in Kiel stellt. In der Berichterstattung nennt man Vater und Sohn nun eine „Mordbande“.

 

Das Motiv der Täter und die Tat

 

Natürlich geht es um Geld, als die Burmeisters ihre Tat aushecken. Ausschlaggebend ist die Geldnot des in Laboe wohnenden Sohnes, der Schulden hat und nach Amerika gehen will. Von einem Freund leiht er sich nicht nur Geld, sondern auch eine doppelläufige Flinte – angeblich um diese zu reinigen. Er begibt sich mit der Bahn von Kiel nach Wankendorf und von dort zum Vater in Bornhöved, um den nach Geld zu fragen. Doch der ist selbst in Not, es droht Pfändung. Also entsteht der Plan, die Kählers zu berauben. Die sind jung verheiratet, der Müller zum zweiten Mal, und die Mitgift der Frau muss noch in der Mühle sein.

 

Durch eine Öffnung im Fenster wollen die Burmeisters die Kählers im Schlaf betäuben. Dazu dient der aufgeschlagene Buttertopf, in dem ein mit Schwefel getränkter Lappen liegt, dessen Dämpfe in die Kammer gelangen sollen. Aber auch tausend Zündhölzer und Petroleum haben beide auf ihrem Fußmarsch nach Damsdorf dabei – wohl um das Haus in Brand zu setzen. Vater und Sohn unternehmen verschiedene Versuche, ihren Plan umzusetzen, doch Bewegungen im Haus verscheuchen sie zunächst. Beim finalen Versuch kommt es zum Schuss durch den alten Burmeister auf den Müller, nur wenig später auf die Frau. Der Sohn soll aufpassen, dass niemand das Haus verlässt, während der 57-jährige Vater auch den Raub verübt.

 

Nach Plünderung der Schubladen geht es zurück nach Bornhöved – Joachim Burmeister geht am nächsten Tag später als üblich und übermüdet zur Arbeit, Christian reist nach Hause. Da beginnen die Ermittler schon, ihre Fährte aufzunehmen...

 

Der Prozess und das Urteil

 

Zunächst beschuldigt Joachim Burmeister seinen Sohn, die Schüsse abgegeben zu haben. Dann nimmt er doch die Schuld auf sich. Er räumt ein, dass die Eheleute Kähler sogar miteinander geredet hätten, als er am Fenster stand und es unter seinen Füßen knackte. Der Müller habe gemeint „Dat ist de Murmann!“ – „Wat för´n Murmann?“, soll die Frau gefragt haben. „Burmeister!“ (Er hatte halt einen Ruf in der Gegend.) Da habe er geschossen.

 

Die Beute der Burmeisters waren nicht erhoffte Reichtümer: 19 Taler fanden sie. Drei nahm der Vater, 16 erhielt der Sohn, der zehn davon nutzte, um den Freund, dem er tags darauf die gereinigte Flinte zurück brachte, eine Anzahlung von 10 Talern auf seine Schulden zu geben.

 

Die Verhandlung vor dem Kieler Schwurgericht ging noch über den Raubmord hinaus: Bei einer Aktion kurz zuvor hatten Vater und Sohn beim Damsdorfer Lehrer Leptien einen Einbruchsdiebstahl verübt. Dafür wurden sie zu eineinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Für den „zwiefachen Raubmord“ an den Eheleuten Kähler aber folgte das Todesurteil.

 

Das weitere Schicksal der Täter

 

Am 6. April 1878 erhält die Bevölkerung der Umgebung Damsdorfs neue Kunde über das Schicksal der beiden Burmeisters: Im Segeberger Kreis- und Wochenblatt wird vermerkt, dass die Täter von der Todesstrafe zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden sind. 

 

Die letzte Nachricht zum Fall findet sich im Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 19. April 1884: Joachim Burmeister, der in der Rendsburger Strafanstalt seine Strafe abgesessen hat, ist gestorben. Sein Sohn Christian aber gerät in Vergessenheit.

 

Wer profitierte von der Mordtat?

 

Ganz offensichtlich nicht die Täter, die selbst bei Nichtaufklärung des Falles nur eine geringe Beute gehabt hätten. Ganz sicher die Justiz, deren schnelle Aufklärung des Falles beeindruckt. Der Oberpolizeisergeant Engel übrigens auch: Er erhielt nicht nur die Auslagen erstattet, etwa für Reisen im Zuge der Ermittlungen, sondern ihm wurde auch die Belohnung von 300 Mark zugesprochen. Insgesamt erhielt er laut Zeitungsmeldung 700 Mark.

 

Ein M.B. Schilling fasst die damalige Berichterstattung in einer Broschüre zusammen, verfasste zudem in Reimform ein Lied über die Bluttat und verkaufte dies unter dem Titel „Authentischer Bericht über den gräßlichen Raubmord verübt an den Müller Kähler und dessen Frau in Damsdorf bei Segeberg in Holstein, nebst Entdeckung der Mörder“ - Nach richtigen Nachrichten beschrieben und mit einem passenden Liede versehen von M.B. Schilling“.

 

Die erste Strophe des Liedes:

„Schaurig tönt die Schreckenskunde

Nun durch alle Länder fort,

Viele Menschen in der Runde

Sprechen jetzt von Raub und Mord.

Ach, in Damsdorf sind erschossen

Eheleute, die genossen

Menschenachtung, Erdenglück, -

Himmel, welches Mißgeschick!“

 

Dies und mehr kann eingesehen werden im Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ in Bornhöved; Museumsleiter Norbert von der Stein vom Ortsverein Bornhöved und Umgebung im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) hat alles verfügbare Material zusammengetragen und aufbereitet.

[Vor 145 Jahren - Der Raubmord von Damsdorf 19.03.2022]

Foto zur Meldung: Vor 145 Jahren: Ein Raubmord in Damsdorf hält die Region Bornhöved in Atem
Foto: Mühle Damsdorf, vermutlich 1926

Schmalensee hat 12 neue Bäume – dank Andreas Harms und einer Spende aus dem Sauerland

(18. 03. 2022)

Was lange währt.... Unlängst hatte Bezirksschornsteinfegermeister Andreas Harms angekündigt, mithilfe eines Geschäftspartners für die Neuanpflanzung von Bäumen in Schmalensee sorgen zu wollen, nun sind sie da.

 

Am 17. März konnte sich Andreas Harms, der in Rickling das Ofenhaus Harms betreibt, im Beisein von Bürgermeister Sönke Siebke davon überzeugen, dass die Gesamtsumme von 7.500 Euro zweckmäßig „eingesetzt“ worden ist. Dafür gesorgt hatte die Gärtnerei Hennings aus Belau-Vierhusen, die bekanntlich auch auf den Garten- und Landschaftsbau spezialisiert ist.

 

Die Experten pflanzten allein zehn Obstbäume auf der schon vor vielen Jahren vor dem Eingang zum Wald nach Belau angelegten Streuobstwiese. Die Erlaubnis dafür hatte Olaf Suhr als Eigentümer der Fläche gegeben. Andreas Harms zeigte sich – trotz Regenwetter („Das ist Wachstums-Wetter!“) beim Fototermin, schwer begeistert von dem kleinen Idyll unterm Waldrand. Je ein weiterer Baum wurde in der Straße Am Ringreiterplatz als Ersatz für einen dort abgebrochenen sowie im Bereich Ringreiterplatz/Redderkoppel gepflanzt.

 

Möglich geworden war die Baumspenden-Aktion durch eine Kooperation: Das Ricklinger Ofenhaus Harms hat den Ofenhersteller Drooff an seiner Seite, einen Familienbetrieb aus dem sauerländischen Brilon, einer der waldreichsten Regionen Deutschlands. „Unsere Partner setzen auf Nachhaltigkeit“, erklärt Andreas Harms die gemeinsame Finanzierung: „Aus jedem Ofenverkauf wird in neue Bäume investiert.“

 

Und das soll nicht nur auf Schmalensee beschränkt sein, wie Harms verrät: „Das soll weitergehen. Ziel ist, im ganzen Kehrbezirk neue Bäume in die Erde zu bringen und der Natur etwas zurück zu geben.“

Foto zur Meldung: Schmalensee hat 12 neue Bäume – dank Andreas Harms und einer Spende aus dem Sauerland
Foto: Bürgermeister Sönke Siebke (li.) dankte Andreas Harms für die Baumspende

Berufsberatung für Frauen am 22. März in Trappenkamp

(18. 03. 2022)

Mitteilung der Beratungsstelle Frau & Beruf vom 10.03.2022:

 

Offene Beratung für Frauen rund um den Beruf

 

Am Dienstag, den 22. März bietet die Beratungsstelle FRAU & BERUF Segeberg von 9 bis 12 Uhr in Trappenkamp eine offene Beratung für Frauen an. Die Beraterin Simone Mortensen ist vor Ort im Familienzentrum Pusteblume und gibt den Frauen hilfreiche und bewährte Tipps zu ihren beruflichen Fragen. Sie beantwortet zum Beispiel Fragen, wie eine Frau mit Migrationshintergrund Arbeit findet, ob eine Ausbildung sinnvoll oder sogar eine Ausbildung in Teilzeit interessant ist.

 

Jedes Gespräch orientiert sich dabei an der individuellen Situation der Ratsuchenden. Es werden die persönlichen Voraussetzungen, Fragen rund um den Bewerbungsprozess geklärt und mit der Frau realistische Ziele definiert. Diese Beratung unterstützt, sich neu zu orientieren, zu entscheiden und dann die nächsten Schritte in die neue oder andere berufliche Zukunft zu planen. Bei all diesen Überlegungen wird die familiäre Situation berücksichtigt.

 

Das Beratungsangebot von FRAU & BERUF ist kostenlos und behördenunabhängig. Die offene Beratungssprechstunde findet von 9 bis 12 Uhr im Familienzentrum Pusteblume in der Königsberger Str. 6 in 24610 Trappenkamp statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, also einfach vorbeikommen.

 

Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg ist Träger der Beratungsstelle FRAU & BERUF. Das Projekt FRAU & BERUF Segeberg ist Teil des Landesprogramms Arbeit 2021 – 2027, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Schleswig-Holstein finanziert wird.

Foto zur Meldung: Berufsberatung für Frauen am 22. März in Trappenkamp
Foto: Berufsberatung für Frauen am 22. März in Trappenkamp

Märchenzeit am 20. März im Erlebniswald Trappenkamp

(16. 03. 2022)

Mitteilung des Erlebniswaldes Trappenkamp vom 14.03.2022:

 

Märchen zur Frühlingszeit

 

Sonntag, 20.03.2022, um 14 Uhr, im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Die Märchenerzählerin Sonja C. Truhn verzaubert Kinder und Erwachsene mit phantastischen Frühlingsmärchen. Sie führt die Menschen in eine zauberhafte Welt voller magischer Feen, Elfen und Zauberblumen.

 

Bei schönem Wetter erzählt sie bei einem lauschigen Spaziergang durch den Wald, bei schlechtem Wetter am Feuer in der Köhlerhütte.

 

Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 04328/170480 oder .

 

Kinder zahlen 7, Erwachsene 10 Euro. Ein 2G-Nachweis ist erforderlich (ausgenommen Kinder unter 14 Jahre).

 

Foto zur Meldung: Märchenzeit am 20. März im Erlebniswald Trappenkamp
Foto: Märchenzeit am 20. März im Erlebniswald Trappenkamp

Ukraine-Hilfe: Aktion in Schmalensee pausiert – Unterkünfte werden gesucht

(15. 03. 2022)

Die Not der Menschen in der von Putins Armee überfallenen Ukraine ist weiter groß, gleichzeitig wächst die Zahl der Ukrainerinnen und Ukrainer, darunter viele Kinder, die im Kreis Segeberg Zuflucht suchen. Auch sie brauchen Unterstützung und Hilfe in Form von Sach- und Geldspenden – und Unterkünften.

 

Vorerst keine Sammelstelle in Schmalensee

 

Die von Andrea Weinrich in Schmalensee initiierte Sachspenden-Sammelaktion pausiert derzeit: Die provisorische Sammelstelle auf dem Hof von Bürgermeister Sönke Siebke ist vorerst geschlossen. Die Spendenbereitschaft, berichten beide, war riesig. Andrea Weinrich konnte allerdings schon bald nichts mehr zur größeren Sammelstelle nach Plön bringen – die war überrannt worden. Die Landesunterkünfte in Boostedt und Bad Segeberg waren deshalb ebenso Ziel ihrer Touren wie die Aktion in Trappenkamp und eine eilig geöffnete Sammelstelle in Klein Gladebrügge.

 

„Zuletzt konnte auch Boostedt nichts annehmen“, berichtet Andrea Weinrich, dass auch dort sehr viele Sachspenden eingetroffen waren, die es zunächst zu „verbrauchen“ gilt. Derzeit, so sieht es aus, sortiert man sich (und die vielen Spenden) in den Sammelstellen. Oder die Transport gen Polen, wo sehr viele Geflüchtete zu versorgen sind, rollen erst einmal. Etwa der von der Trappenkamper Richard-Hallmann-Schule. „Sobald wir etwas über eine konkrete Nachfrage erfahren, können wir wieder am Start sein!“, kündigt Andrea Weinrich an.

 

Was kann man derzeit für Geflüchtete tun? Sachspenden werden weiter vom DRK angenommen, zum Beispiel in Bad Segeberg – auf der Internetseite www.drk-segeberg.de wird regelmäßig aktualisiert, was gerade benötigt wird. Kleiderspenden zum Beispiel gerade nicht, eher Hygieneartikel und Spielzeug. Geldspenden können von den Institutionen zielgerichtet zum Einsatz kommen.

 

Benötigt werden Unterkünfte für Geflüchtete

 

Immer mehr Unterkünfte versucht der Kreis Segeberg derzeit aus dem Boden zu stampfen, etwa in Bad Segeberg, Sülfeld-Borstel, Warder. Wie der Tagespresse zu entnehmen ist, sind diese Unterbringungen nicht dauerhaft geplant – der Kreis muss Geflüchtete auf die Kommunen weiter verteilen. In der Amtsverwaltung Bornhöved ist man deshalb bemüht, Häuser, Wohnungen und Mitwohngelegenheiten zu erfassen. Unter den Telefonnummern 04323/9077-20 (Frau Fronk), -34 (Frau La Monica), -21 (Frau Schlichting) und -30 (Frau Kegel-Maier) kann verfügbarer Wohnraum gemeldet werden.

 

Bis zum Freitag, so eine E-Mail an die Bürgermeister des Amtes, hat es bereits erste Meldungen gegeben.

 

Foto zur Meldung: Ukraine-Hilfe: Aktion in Schmalensee pausiert – Unterkünfte werden gesucht
Foto: Ukraine-Hilfe: Aktion in Schmalensee pausiert – Unterkünfte werden gesucht

März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 03. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat März die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Reichsberufswettkampf 1937 in Bornhöved: Der vierte Reichsberufswettkampf der Gruppe „Nährstand“ findet am 15. März 1937, vor 85 Jahren statt. Bornhöved ist Wettkampfort für die jungen Landwirte der Region und die Mädchen. Für Gärtner findet der Wettkampf in Kaltenkirchen, für Melker in der Ricklinger Arbeiterkolonie statt. Bezirksbauernführer Heinrich Harder aus Schmalensee leitet die Prüfungskommission, die durch die Ortsbauernführer, den Bezirksjugendwart, die Bezirksbäuerin, die Ortsbäuerinnen und die Bezirksjugendwartin besetzt wird. Schon im Januar hat Karl Suhr (Hornshof), Jugendwart der Bezirksbauernschaft, in Zusammenarbeit mit der Hitlerjugend Anmeldungen entgegen genommen. 36 weibliche und 23 männliche Teilnehmer kommen aus Bornhöved, Gönnebek, Schmalensee, Tarbek, Tensfeld, Damsdorf und Stocksee.

 

NS-Frauenorganisation in Schmalensee: Bereits vor der sogenannten „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten durch die Ernennung Adolf Hitlera am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler hatte der Nationalsozialismus im Raum Bornhöved Fuß gefasst. So berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 18. März 1932, vor 90 Jahren, dass im Gasthof Voß eine gut besuchte Veranstaltung der NSDAP mit dem Redner Pötter aus Kükels stattgefunden habe. Im Anschluss daran sei eine NS-Frauenschaft gegründet worden, der 14 Mädchen beigetreten seien.

 

Ein weiter Weg für Schmalensees Pferde: In früheren Zeiten wurden in Preußen nicht nur die wehrfähigen Männer regelmäßig gemustert – auf ihre Anwesenheit und Tauglichkeit überprüft; auch die Pferde waren dem Militär vorzuführen, um im Kriegsfalle auf hinreichend Tiere für Kavallerie, Artillerie und Train (Nachschub) zurückgreifen zu können. Am 20. März 1872, vor 150 Jahren, müssen um 11 Uhr vor Wickels Hotel in der Kreisstadt Segeberg unter anderem 28 Pferde aus Schmalensee, 27 aus Gönnebek und 21 aus Bornhöved im Rahmen der Pferdemusterung vorgeführt werden. Die Tiere waren im Januar in Bornhöved im Zuge eine Pferdevormusterung ausgewählt worden.

 

Humoriges in harten Kriegszeiten: Schmalensees Berichterstatter zum Segeberger Kreis- und Tageblatt liefert für die Ausgabe 20. März 1917, vor 105 Jahren, eine wirkliche Anekdote: „Ein Knecht von hier wurde kürzlich auf der Straße von Schmalensee nach Bornhöved überfallen und gehörig verprügelt. Jetzt hat die Untersuchung erbracht, dass zwei als Männer verkleidete Küchenfrauen die Täter gewesen sind. Die schlagfertigen Schönen haben natürlich die Lacher auf ihrer Seite, und man hat Grund anzunehmen, dass auch die Behörde gute Miene zum bösen Spiel machen wird. Man sieht, dass die Damen ihren Mann stehen können, wenn die allgemeine Wehrpflicht schließlich doch auf die Weiblichkeit ausgedehnt werden sollte.“

 

In Abwesenheit gewählt: Im März 1917, vor 105 Jahren, wird der 1877 geborene Schmalenseer Hufner Ludwig Saggau nach 1905 und 1911 erneut zum stellvertretenden Gemeindevorsteher gewählt. Davon berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 20. März. Die Bestätigung der Wahl durch Segebergs Landrat erfolgt am 6. April 1917. Persönlich kann Ludwig Saggau die Wahl aber nicht annehmen: Er befindet sich „im Felde“, wie es bei Teilnehmern am Ersten Weltkrieg heißt.

 

Feuerwehren „weitgehend vollmotorisiert“: Gemäß Bericht der Segeberger Zeitung vom 27. März 1962, vor 60 Jahren, kann Kreiswehrführer Wilhelm Kröger die weitgehende Vollmotorisierung der 113 Wehren des Kreises feststellen. Nun will man daran gehen, die Wehren im Kreis Segeberg mit Funkgeräten auszustatten.

 

Schelte für die EDV: Am 26. März 1977, vor 45 Jahren, berichtet die Segeberger Zeitung von einer Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung. In dieser bemängeln die Gemeindevertreter, dass der zu beschließende Haushaltsplan nur den Mitgliedern des Finanzausschusses vorliege und das erst seit zwei Tagen. Der leitende Verwaltungsbeamte Ernst Timm begründet dies mit der Umstellung in der Amtsverwaltung auf die elektronische Datenverarbeitung. Eine Maschine sei eben nicht so schnell wie früher die Mitarbeiter im Amt, lautet Timms Antwort.

 

Schwarzbunte setzen auf Sieg: Unter dem Vorsitz von Heinrich Harder aus Schmalensee bestreitet der Kreisverein Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner im Bad Segeberger Hotel Germania am 28. März 1942, vor 80 Jahren, seine 72. Hauptversammlung. Der Vorsitzende Harder erklärt nach dem Totengedenken, das auch drei im Krieg gefallene Mitglieder umfasst, dass man deren Andenken „am besten durch mutiges Durchhalten auf viehzüchterischem Gebiet bis zum endgültigen Sieg“ ehren solle. Kreisgeschäftsführer Heinrich Göttsch, früherer Lehrer in Schmalensee, berichtet, dass der Krieg auch im vergangen Jahr „die Aufwärtsentwicklung des Kreisvereins nicht aufhalten“ konnte, was sich u.a. im Zuwachs um 44 auf nun 560 Mitglieder zeige.

 

Aufnahme von Stadtkindern in Schmalensee: Noch einmal Erster Weltkrieg. Je länger dieser andauert, desto schlechter geht es den Menschen vor allem in den Ballungszentren. Am 29. März 1917, vor 105 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt, dass in Schmalensee 14 Familien ihre Bereitschaft erklärt haben, 16 Kinder aufzunehmen, die der städtischen und Industriebevölkerung zuzurechnen sind.

 

Ungepflegte Wege? Das wird teuer: Im Rahmen der umfangreichen Frühjahrswegeschau durch Personal der Kirchspielvogtei Segeberg wird am 30. März 1882, vor 140 Jahren, der Abschnitt Groß Rönnau – Hamdorf – Daldorfer Scheide – Bornhöved – Tarbek – Schmalensee in Augenschein genommen. Die Gemeinden sind dazu angehalten, bis zum Schauungstag ihre Wegabschnitte in einen ordentlichen Zustand zu versetzen, wollen sie keine Strafe zahlen. An der Inspektion hat jeder betreffende Gemeindevorsteher in seinem Bereich zu Pferde teilzunehmen.

 

Viele Völker in und um Bornhöved: Wie das Segeberger Kreis- und Wochenblatt am 30. März 1897, vor 125 Jahren mitteilt, wächst der Bienenzuchtverein Bornhöved und Umgebung stetig weiter an. Die Mitgliederzahl liegt nun bei 46, die der Völker bei 848. Vom in Hannover ansässigen Hauptverein der Bienenzüchter erhält der Bornhöveder Lokalverein 20 Mark für Imkereizwecke. 

 

Alte Kommode auf Schmalenseer Bühne: Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee feiert am 30. März 1997, vor 25 Jahren, ihren Osterball. Eingangs zeigt die Laientheatergruppe bei ihrem 20-jährigen Bühnenjubiläum das Stück „De ole Kommod“. Unter der Regie von Dirk Griese spielen Kirsten Stock, Iris Saggau, Martina Morscheck-Radloff, Uwe Nagel, Rolf Kasch, Michael Hübner und Sönke Siebke. Der Berichterstatter der Segeberger Zeitung schildert reichlich Szenapplaus und unterstreicht: „Die schauspielerischen Leistungen der Laien konnten sich wahrlich sehen lassen.“ Wehrführer Jürgen Stegelmann erfreut sich an einem vollen Saal, in dem die „Kolibris“ nach dem Kulturteil und der Tombola zum Tanz aufspielen.

Foto zur Meldung: März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Theatergruppe zum Osterball der Feuerwehr SZ 01.04.1997

Demokratieprojekt: Kreisjugendring veranstaltet „Stadt der Kinder“ in Präsenz

(14. 03. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 11.03.2022:

 

„Stadt der Kinder“ wird nach zwei Jahren  Corona-Digitalprojekt wieder in Präsenz  geplant – Anmeldungen noch möglich

 

Was macht eigentlich ein*e Maurer*in? Wie wird ein*e Bürgermeister*in gewählt? Und wie viel kosten Wohnung, Essen und  Krankenversicherung? In Kooperation mit dem Kreisjugendring (KJR) soll im Mai  nach zwei Jahren Pandemie-Pause wieder das Demokratieprojekt „Stadt der Kinder“ als Präsenzveranstaltung auf dem JugendZeltplatz Wittenborn stattfinden. Mitmachen können 120 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und  14 Jahren, die im Kreis Segeberg wohnen. Anmeldeschluss ist am Donnerstag, 31. März.

 

Mit dem Projekt wird für fünf Tage, vom 25. bis 29. Mai, eine Modellstadt geschaffen, die von jungen Leuten bewohnt und selbstverwaltet wird. Die Kinder und Jugendlichen haben in ihrer Stadt die Möglichkeit, viele Dinge auf  spielerische Art und Weise kennenzulernen – von der Berufswahl und der Berufstätigkeit über das gesellschaftliche Zusammenleben mit Menschen anderer  sozialer Gruppen und Kulturkreise bis hin zum Engagement in kommunalen  Selbstverwaltungen. Während des Projektzeitraums leben sie gemeinsam in ihrer (Zelt-)Stadt, gehen verschiedenen Berufen nach, verdienen eigenes Geld, geben  es in Einrichtungen ihrer Stadt wieder aus, zahlen Steuern, wählen eine Regierung und nutzen kulturelle und soziale Angebote.

 

Die Modellstadt richtet sich an Kinder und Jugendliche aller sozialen und  kulturellen Gruppen. Auch Kinder mit Migrationshintergrund und körperlichen  Einschränkungen können mitmachen. Da die Teilnehmer*innen im alltäglichen  Leben oft nur wenige Berührungspunkte miteinander haben, treffen sie in ihrer  Stadt auf eine heterogene Gemeinschaft, verbringen gemeinsam ihre Freizeit und  arbeiten zusammen. Dabei lernen sie die Lebensweise und die Anschauungen  ihrer Mitbürger*innen kennen und respektieren.

 

Gesucht werden noch Teamer*innen und Zeltbetreuer*innen ab 18 Jahren sowie  Arbeitgeber* innen, Handwerker*innen und Firmen, die ihren Arbeitsbereich  vorstellen und das Projekt unterstützen möchten. Die Arbeitszeiten der Kinder sind vom 26. bis 28. Mai täglich von 13 bis 16 Uhr. Gern gesehen sind zudem Produkte, die auf dem stadtinternen Markt verkauft werden können.

 

Informieren und anmelden können sich die Kinder, Helfer* innen, Zeltbetreuer*innen und Arbeitgeber*innen über die Homepage  www.stadtderkindersegeberg.de.

 

Nachfragen sind möglich bei der KJR-Projektleitung unter der Handynummer 01520-98 78 734 oder per Mail an .

Foto zur Meldung: Demokratieprojekt: Kreisjugendring veranstaltet „Stadt der Kinder“ in Präsenz
Foto: Demokratieprojekt: Kreisjugendring veranstaltet „Stadt der Kinder“ in Präsenz

Start in die Gartensaison – Tipps vom WZV

(13. 03. 2022)

Mitteilung des Wege-Zweckverbandes vom 08.03.2022:

 

Endlich ist es soweit. Die Tage werden länger, die Sonne wärmt bereits ein wenig und Krokusse und Narzissen bringen etwas Farbe in das Graubraun des sich verabschiedenden Winters.

Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer zieht es jetzt hinaus, endlich kann man sich an die Arbeit machen, und es ist viel zu tun, damit im Frühling alles schön und gepflegt aussieht.

 

Der WZV hat Tipps und Informationen für alle Gartenfreunde:

Für Gartenabfälle (und Küchenabfälle) steht die braune Biotonne in verschiedenen Größen sowie eine zusätzliche Saisonbiotonne für die Monate April bis Oktober zur Verfügung. Bei der Befüllung sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Feuchtigkeit in die Tonne gelangt. Rasenschnitt zum Beispiel sollte stets getrocknet eingefüllt werden. Eine gemischte Befüllung mit holzigen Materialen oder Lagen von Zeitungspapier, Eierpappen oder Löschkalk sorgt für ein gutes Klima in der Tonne und beugt Geruchsbildung und Schädlingsbefall vor. Es ist außerdem ratsam, die Biotonne an einem schattigen Platz aufzustellen.

 

Wenn Hecken oder Sträucher beschnitten werden, stellt sich oft die Frage, wohin mit den Ästen, die nicht in die Biotonne passen. Der WZV bietet zweimal jährlich die kostenfreie Abfuhr von 3 Kubikmeter oder einmal jährlich 6 Kubikmeter an. Termine können online unter wzv.de oder im Servicecenter unter 04551 909-0 vereinbart werden. Flexibler ist die Selbstanlieferung der Freimenge auf einem der Recyclinghöfe. Einfach telefonisch im Servicecenter anmelden und ohne Wartezeit ihrer Wahl abgeben.

 

Auch für die Neugestaltung von Beeten und Wegen der grünen Oase lohnt der Besuch auf einem der Recyclinghöfe. Dort werden Gartenbauprodukte wie Kompost, Rindenmulch und Hackschnitzel lose sowie Blumenerde in Säcken verkauft. Neu im Angebot und nur auf dem Recyclinghof in Tensfeld: Mischkies und gewaschener Spielsand.  (Informationen über das jeweilige Angebot unter wzv.de oder telefonisch unter 04551 909 0)

 

Um allen Kundinnen und Kunden einen Besuch zu ermöglichen, haben die Recyclinghöfe des WZV jetzt auf Sommeröffnungszeiten umgestellt und damit am Donnerstag wieder bis 18 Uhr geöffnet.

Foto zur Meldung: Start in die Gartensaison – Tipps vom WZV
Foto: Start in die Gartensaison – Tipps vom WZV

Umzug von Teilen der Kreisverwaltung – Fachdienste nur eingeschränkt erreichbar

(13. 03. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 10.03.2022:

 

Neubau: Fachdienste während Umzug in Rosenstraße nur sehr eingeschränkt  erreichbar

 

Während des Umzugs vom Levo-Park in den Verwaltungsneubau in der Rosenstraße 28a in Bad Segeberg sind die Mitarbeiter*innen der betroffenen Fachdienste nur sehr eingeschränkt erreichbar. Auf Akten kann in dieser Zeit nicht zugegriffen werden, weil die Archive mit umziehen.

 

Diese Fachdienste sind betroffen:

 

Fachbereich IV „Umwelt, Planen, Bauen“

 

32.30 Wasser, Boden, Abfall

61.00 Kreisplanung, Regionalmanagement, Klimaschutz

63.00 Bau- und Umweltverwaltung

63.40 Bauaufsicht, Brandschutz, Denkmalschutz/Geschäftsstelle  Gutachterausschuss

66.00 Kreisstraßen, Radwege, Brücken

67.00 Naturschutz und Landschaftspflege

 

Die Erreichbarkeit ist seit Freitag, 11. März, bis einschließlich Montag, 21.März, stark eingeschränkt.

 

Fachbereich II „Ordnungswesen, Straßenverkehr, Verbraucherschutz“

 

39.00 Leitender Kreisveterinär

39.10 Lebensmittel und Bedarfsgegenstände

39.20 Tiergesundheit und -haltung

 

Die Erreichbarkeit ist von Mittwoch, 16. März, bis einschließlich Dienstag, 22.März, stark eingeschränkt.

 

Wichtiger Hinweis für Jäger*innen:

Trichinenproben und Schweißproben von Schwarzwild können in der Zeit vom 16. bis 25. März ausschließlich im Fleischhygieneamt in Bad Bramstedt, Tegelbarg  19-21, abgegeben werden. Ab dem 28. März ist eine Abgabe dann auch in der  Rosenstraße 28a in Bad Segeberg möglich.

 

Weiterer wichtiger Hinweis:

Die Sonderrufnummern, die bisher für den Levo-Park galten (04551 8905-xxx),  sind ab sofort nicht mehr gültig.

 

Die Kreisverwaltung im Internet: www.segeberg.de

 

Foto zur Meldung: Umzug von Teilen der Kreisverwaltung – Fachdienste nur eingeschränkt erreichbar
Foto: Umzug von Teilen der Kreisverwaltung – Fachdienste nur eingeschränkt erreichbar

Ukraine-Geflüchtete: Kreis und Amt suchen Wohnraum – Apelle von Landrat und Bürgermeister

(12. 03. 2022)

Die Lage in der Ukraine, die von Putins Truppen überfallen worden ist, spitzt sich weiter zu. Immer mehr Menschen verlassen das Land und treffen vermehrt auch in Deutschland ein. Das Innenministerium des Landes hat am 11. März informiert, dass die Unterbringungs- und Betreuungskapazitäten des Landes deutlich ausgebaut werden müssen – und hat die Kommunen gebeten, das auch zu tun.

 

Dies geschieht im Rahmen von Notunterkünften bereits. So wird in Neumünster eine Sporthalle vom Katastrophenschutz vorbereitet, im Kreis Segeberg das stillgelegte Klinikum in Sülfeld-Borstel. Aber das allein wird nicht reichen.

 

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 11.03.2022:

 

Aufruf an alle Segeberger*innen: Wohnraum  für geflüchtete Ukrainer*innen melden!

 

Die Situation in der Ukraine spitzt sich täglich weiter zu. Sehr viele Menschen sind auf der Flucht vor dem Krieg. Der Kreis Segeberg rechnet mit einer hohen Zahl Geflüchteter. Wie viele es in den kommenden Tagen,  Wochen und Monaten werden, ist aktuell nur Spekulation. Ausgehend von einer  ersten Schätzung des Landes würden dem Kreis Segeberg rund 1.350 Menschen  zugewiesen werden. Nach der Erstunterbringung in einer Landesunterkunft  verteilt der Kreis die Ukrainer*innen dann weiter an die Kommunen. „Die  Herausforderung für die Städte, Ämter und Gemeinden besteht nun darin, in sehr  kurzer Zeit sehr viel Wohnraum zur Verfügung stellen zu müssen“, sagt Landrat  Jan Peter Schröder.

 

Kreis und Kommunen arbeiten bereits mit Hochdruck daran, Unterkünfte zu  organisieren. „Hierbei sind wir aber ganz wesentlich auch auf die Unterstützung  der Segeberger Bürger*innen angewiesen“, so der Landrat. „Wir bitten Sie daher  eindringlich, sich zu überlegen, ob Sie geflüchtete Menschen bei sich aufnehmen möchten oder eine Immobilie zur Verfügung stellen können. Bitte wenden Sie  sich in beiden Fällen mit Ihren Hilfsangeboten per E-Mail an Ihre zuständige  Gemeinde- oder Amtsverwaltung (Bürgerbüro). Die Kontaktdaten finden Sie auf  den Webseiten der Kommunen.“

 

„Die Jüngeren von uns kennen Krieg zum Glück nur noch aus den  Geschichtsbüchern, aber mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine ist er uns  nun so nahe wie seit fast 80 Jahren nicht mehr. Bereits jetzt spüre ich eine große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung und dafür bin ich sehr dankbar“, sagt  Schröder, denn nur als Gemeinschaftsleistung sei es jetzt möglich, den Menschen  aus der Ukraine schnell eine sichere Zuflucht bieten können.

 

Bereits seit dem 9. März bittet das Amt Bornhöved auf seiner Homepage:

 

Menschen auf der Flucht – Bitte helfen Sie uns bei der Suche nach Unterkünften

 

Liebe MitbürgerInnen,

 

fassungslos verfolgen wir die Berichterstattung zum Kriegsgeschehen – unser aller Mithilfe ist jetzt gefragt, um Sicherheit für flüchtende Hilfesuchende zu schaffen.

 

Wir suchen im Amtsbereich Bornhöved Unterkünfte für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

 

  • Gerne ein Haus, eine Wohnung oder eine Mitwohngelegenheit
  • Gerne kurz-, mittel- oder längerfristig

 

Bitte rufen Sie uns an:

 

Frau Fronk (9077-20), Frau La Monica (9077-34), Frau Schlichting (9077-21), Frau Kegel-Maier (9077-30).

 

Wir möchten gemeinsam mit Ihnen Lösungen für die Unterbringung der Kriegsflüchtlinge finden.

 

Schmalensees Bürgermeister Sönke Siebke:

 

Bitte unterstützen Sie die Maßnahmen im Kreis Segeberg!

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

für Ihr und Euer bisheriges Engagement in der Hilfe für die aus der Ukraine geflüchteten Menschen bin ich sehr dankbar – das sage ich auch im Namen von Andrea Weinrich, die hier vor Ort eine Sachspenden-Sammelaktion initiiert und schon zahlreiche Fahrten zu Sammelstellen u.a. in Plön, Boostedt und Bad Segeberg unternommen hat.

 

Viele weitere Aktionen in unseren nahen Umgebung beweisen die große Anteilnahme aller Generationen am Leid der ukrainischen Bevölkerung – Friedensandachten der Kirchengemeinden, die Lichterkettenaktion in Trappenkamp, die mich sehr beeindruckt hat, sowie die vielfältige Beschäftigung unserer Schülerinnen und Schüler und ihrer Lehrkräfte an unserer Sventana-Schule Bornhöved und der Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp.

 

Nun sind wir als Kommunen in der nächsten Stufe angelangt, der notwendigen Unterbringung Geflüchteter. Schmalensee selbst verfügt über keinen gemeindeeigenen Wohnraum, deshalb kann ich nur an alle appellieren, den Aufrufen von Kreis und Amt ihre volle Aufmerksamkeit zu widmen und jeder für sich zu prüfen, ob eine Hilfe möglich ist.

 

 

Foto zur Meldung: Ukraine-Geflüchtete: Kreis und Amt suchen Wohnraum – Apelle von Landrat und Bürgermeister
Foto: Ukraine-Geflüchtete: Kreis und Amt suchen Wohnraum – Apelle von Landrat und Bürgermeister

Ukraine-Hilfe Schmalensee: Ein Dankeschön und ein paar Bitten

(06. 03. 2022)

Zu groß kann Hilfsbereitschaft angesichts des Angriffs Putins auf die Ukraine kaum sein. Die kleine Sammelstelle in Schmalensee auf dem Hof von Bürgermeister Sönke Siebke, initiiert von Andrea Weinrich, wird aber fast schon überrannt.

 

Und auch die Sammelstelle Plön, von wo die Sachspenden, die Andrea Weinrich bisher aus Orten wie Bornhöved, Gönnebek, Tensfeld, Seedorf-Berlin und Bad Oldesloe erreicht haben, weiter auf den Weg zur ukrainischen Grenze gehen, musste sogar zeitweise schließen, weil das Lager voll war.

 

Mittlerweile lautet die Ansage von dort, bitte von Kleiderspenden vorerst abzusehen. Teile davon wurden auch schon an das die Landesunterkunft in Boostedt betreuende DRK übergeben, die sich auf die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge vorbereitet.

 

Andrea Weinrich, die sich, unterstützt von ihrer Familie, um den Weitertransport der Sachspenden kümmert, erklärt, was für die von Plön abgehenden Transporte besonders gebraucht wird: Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel (Konserven, gern auch Fischkonserven), Babynahrung, Baby-Milchpulver, Batterien, Powerbanks, Taschenlampen, eventuell Verbandsmaterial.

 

Und sie äußert erneut die große Bitte, keine prall gefüllten Plastiksäcke in die Garage auf dem Hof Siebke zu stellen – diese müssen durch sie aufwendig ausgeräumt und der Inhalt in Kartons sortiert werden. Bitte Waren in Kartons abgeben.

 

Aber, und auch das ist Andrea Weinrich ganz wichtig: „Ein ganz großes Dankeschön an alle, die die Aktion unterstützt haben und unterstützen. Das mitzuerleben, ist ein ganz tolles Gefühl.“

Foto zur Meldung: Ukraine-Hilfe Schmalensee: Ein Dankeschön und ein paar Bitten
Foto: Ukraine-Hilfe Schmalensee: Ein Dankeschön und ein paar Bitten

Sachspenden für Ukraine – Sammelstelle voll – Pause erbeten

(05. 03. 2022)

Die Hilfsbereitschaft für die Menschen in der Ukraine, die sehr unter dem Angriff der Putin-Truppen leiden, ist ungebrochen groß. Kaum hatten Andrea Weinrich und Bürgermeister Sönke Siebke die Schmalenseer um Sachspenden gebeten, setzte eine wahre Abgabeflut ein. Die muss heute aber unterbrochen werden, wie Andrea Weinrich berichtet.

 

„Die Sammelstelle in Plön, zu der ich schon eine große Ladung Sachspenden gefahren habe, musste gestern vorübergehend schließen, die Lagerkapazitäten waren völlig erschöpft“, beschreibt Andrea Weinrich. Sie wird am heutigen Sonnabend aus der Schmalenseer Sammelstelle, die in einer Garage bei Sönke Siebke (Dorfstraße 61) eingerichtet ist, einen weiteren Transport starten.

 

Bitte vorerst keine Kleidung abgeben

 

Groß war und ist allerorten die Flut an Kleidung – die aber zum Teil von den Freiwilligen sortiert werden muss. Hier hat die Sammelstelle Plön gebeten, vorerst einen Stopp einzulegen, weil es in Summe erst einmal genug gibt.

 

Das hat zuletzt auch das Deutsche Rote Kreuz zum Ausdruck gebracht und die Deutschen gebeten, Geld zu spenden, damit die Hilfsorganisationen gezielt und dem Bedarf vor Ort entsprechend Hilfe leisten können.

 

Das DRK bittet unter dieser Kontonummer um Spenden für die betroffene Bevölkerung in der Ukraine: IBAN – DE63 3702 0500 0005 0233 07; BIC – BFSWDE33XXX; Stichwort – Nothilfe Ukraine.

 

Bitte keine Plastiksäcke!

 

Noch einmal zum Sortieren der Sachspenden: Das muss vor Ort in Schmalenseer derzeit Andrea Weinrich selbst tun. Sie bittet dringend darum, Sachspenden nicht in Plastiksäcken abzugeben, sondern Kartons zu verwenden. Das sei praktischer und es ergäben sich so automatisch mehr Sortiermöglichkeiten. (Abgesehen von der Umweltfreundlichkeit).

 

Was derzeit gebraucht wird

 

Die Sammelstelle Plön hat ihren „Zulieferern“ wie der Schmalenseer Initiative zu verstehen gegeben, dass nun vorerst Waren abtransportiert werden müssen, um die eigenen Lagerkapazitäten wieder freizumachen. Kleidung (s.o.) aber auch Lebensmittel seien bereits in großer Menge verfügbar, auch Hygieneartikel.

 

Was für die Menschen und auch den Zivilschutz in der Ukraine wichtig ist, sind unter anderem Batterien, Taschenlampen oder auch Powerbanks.

 

Wie geht es in Schmalensee weiter?

 

Es wird weiter auf diesem Wege berichtet werden. Andrea Weinrich, die heute Nachmittag eine weitere Lieferung nach Plön bringen wird, steht zudem unter Tel. 01523 388 16 46 für Auskünfte zur Verfügung. Sollte man in der Schmalenseer Sammelstelle auf Dingen „sitzen bleiben“, weil sie nicht mehr in Plön abgegeben werden können, wird man die abgegebenen Sachspenden einem anderen Transport beisteuern.

Foto zur Meldung: Sachspenden für Ukraine – Sammelstelle voll – Pause erbeten
Foto: Sachspenden für Ukraine – Sammelstelle voll – Pause erbeten

Hilfe für die Ukraine: Sammelaktion in Schmalensee

(03. 03. 2022)

Der Krieg des russischen Präsidenten Putin auf die Ukraine wühlt auch die Menschen in Schleswig-Holstein auf. Die Hilfsbereitschaft ist groß, ebenso die Anteilnahme. Zahlreiche Sammlungen wurden und werden angeschoben, um den Menschen in der Ukraine und jenen, die vor den Kämpfen fliehen und schon geflohen sind, zu helfen. Auch in Schmalensee hat sich jetzt eine Initiative gebildet.

 

Andrea Weinrich und Bürgermeister Sönke Siebke wollen Schmalenseerinnen und Schmalenseern, aber natürlich auch Menschen aus der nahen Umgebung ermöglichen, Sachspenden abzugeben. Diese sollen dann zu der Plöner Sammelstelle für Hilfsgüter, Bahnhofstraße 9, gebracht werden, die am 3. März auch in der Ostholstein-Ausgabe der Kieler Nachrichten vorgestellt worden ist.

 

In Schmalensee werden Sachspenden bei Bürgermeister Sönke Siebke, Dorfstraße 61 gesammelt – ab sofort und noch bis Dienstag, 8. März (eine eventuelle Verlängerung der Aktion wird bekannt gegeben). Aber auch Andrea Weinrich (Am Ringreiterplatz 38, Telefon 01523 388 16 46), die diese Aktion angeschoben hat, nimmt Sachspenden entgegen, ist auch bereit, diese bei Spenderinnen und Spendern abzuholen, um diesen Wege zu ersparen. Sie wird die gesammelten Waren und Materialien am Mittwoch, 9. März, zur Plöner Sammelstelle bringen.

 

Aus der Sammelstelle wurde mitgeteilt, was u.a. benötigt wird. Für die Geflüchteten sind das insbesondere Decken, wärmende Kleidung (z.B. Pullover, Mützen, Socken, Schals) und Kinderbekleidung; Hygieneartikel wie Duschgel und Shampoo, Seife, Zahnpasta, Windeln und Binden; Nahrungsmittel wie Speiseöl, Konserven (Mais, Bohnen, Erbsen), Reis, Nudeln und Babynahrung, Kaffee und Tee.

 

Es werden auch medizinische Sachspenden benötigt, etwa Verbandsmaterial, Erste-Hilfe-Kästen, Einmalbestecke und Trauma-Scheren (um Kleidung aufzuschneiden), Beatmungsmasken und was sonst entbehrlich ist. An weiteren nützlichen Dingen können auch Batterien, Kerzen, Taschenlampen, Thermodecken abgegeben werden.

 

Wichtig: Die Sachspenden bitte nicht vermischt in zugeklebten Kartons abgeben: Diese müssen nach Warengruppen (Hygienartikel, Kleidung, Medizinisches etc.)  kartonweise sortiert und beschriftet von Plön aus auf den Transport gehen. Weitere Fragen beantwortet Andrea Weinrich.

Foto zur Meldung: Hilfe für die Ukraine: Sammelaktion in Schmalensee
Foto: Hilfe für die Ukraine: Sammelaktion in Schmalensee

Lichterkette für den Frieden HEUTE in Trappenkamp

(02. 03. 2022)

Der Krieg des russischen Präsidenten Putin gegen die Ukraine, der am 24. Februar begann, wühlt die Menschen auf, auch im Amt Bornhöved. In Trappenkamp ruft ein breites Bündnis verschiedener Akteure dazu auf, heute den Ort zum Leuchten zu bringen, und ein Zeichen zu setzen für den Frieden.

 

Der Aufruf von Evangelisch-Lutherischer Kirchengemeinde Trappenkamp, TV Trappenkamp, SPD-Ortsverein, dem Kulturverein Miteinander Trappenkamp, der Volkshochschule Trappenkamp/Bornhöved, der AWO und des Schleswig-Holsteinischen Turnverbandes hat, stellvertretend für alle Schmalenseerinnen und Schmalenseer, auch Bürgermeister Sönke Siebke erreicht, der über die Gemeinde-Homepage auffordert, diese Aktion unserer Nachbarn zu unterstützen.

 

Trappenkamp leuchtet für den Frieden

 

Alle, die mit den Initiatoren ein – wenn auch kleines – Zeichen für den Frieden setzen möchten, sind eingeladen, am heutigen 2. März nach Trappenkamp um 17.30 Uhr zur Ecke Gablonzer Straße / Erfurter Straße (Friedenskirche, Edeka) zu kommen und gemeinsam eine Lichterkette die Gablonzer Straße entlang zu bilden (Plakat als PDF zum Download verfügbar).

 

„Trappenkamp ist nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden und hier leben über 45 Nationen friedlich zusammen“, beschreibt Merle Kruck vom Orga-Team. „Solche Konflikte und solch ein Hass sind für uns nicht nachzuvollziehen.“

 

Wegen der Corona-Lage gilt die Abstandsregel und es ist eine Maske zu tragen.

[Trappenkamp leuchtet Plakat]

Foto zur Meldung: Lichterkette für den Frieden HEUTE in Trappenkamp
Foto: Treffpunkt Gablonzer Straße - Ecke Erfurdert Straße - Friedenskirche Trappenkamp

März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 03. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus haben wir im Monat März die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Radfahren war schon früher angesagt in Schmalensee: Schmalensee hatte einen Radfahrverein. Und das um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert, wie der Blick in alte Zeitungen verrät. So wird im Segeberger Kreis- und Wochenblatt angekündigt, dass am 2. März 1902, vor 120 Jahren, der Schmalenseer Radfahrerverein „Lat di Tied“ in seinem Vereinslokal, Ludwig Saggaus Gasthof, ein Saalfahren mit anschließendem Ball veranstalten wird.

 

Beinbruch nach Sturz aus dem Sattel: Immerhin geschah dieses Unglück vor Ludwig Saggaus Gasthof in Schmalensee – man muss halt immer das Positive sehen. Am 2. März 1907, vor 115 Jahren, stürzt der Verwalter des Stockseehof beim Ritt durch Schmalensee vom Pferd. Man trägt ihn in die nahe Gastwirtschaft. Der aus Bornhöved herbeigerufene Arzt Dr. Kruse stellt einen Beinbruch fest.

 

Ein Schmalenseer für den Landtag: Ein hohes politisches Amt für den Segeberger Kreistagsabgeordneten und Amtsvorsteher des Amtes Bornhöved, Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee. Am 4. März 1907, vor 115 Jahren, wird er vom Segeberger Kreistag zum Abgeordneten für den Schleswig-Holsteinischen Provinziallandtag für die Zeit von April 1907 bis März 1913 gewählt. Im März 1913 wird man Saggau erneut in den Provinziallandtag abordnen, dann bis 1919.

 

Brandschutz soll entwickelt werden: Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts hat es nicht nur im Kreis Segeberg zahlreiche zum Teil verheerende Großfeuer gegeben (und es wird sie noch weiter geben). Am 7. März 1877, vor 145 Jahren, ergeht durch das durch das Segeberger Kreis- und Wochenblatt der Auftrag des Landrats an die Ortspolizeibehörden des Kreises Segeberg, in der Regel die Amtsvorsteher, zukünftig über jeden Brandfall in ihrem Bereich Meldung zu machen. Neben dem Verlust an Menschen und Gebäuden interessieren den Landrat die Brandursachen und alle angestellten Beobachtungen zum Lösch- und Rettungswesen. Maßnahmen wie diese werden verschiedene mit Feuern befasste Bereiche entwickeln helfen: Das Feuerwehrwesen ebenso wie Bau- und Brandschutzvorschriften, aber auch das Versicherungswesen.

 

Schwur auf den neuen König: Am 8. März 1867, vor 155 Jahren, sind der Schmalenseer Bauernvogt und auch der Dorfschullehrer aufgefordert, sich wie ihre Amts- und Berufskollegen in der Stadt Segeberg einzufinden, dem vormaligen Sitz des Amtmanns als Vertreter des dänischen Königs, nun Sitz des Amtmanns als Vertreter des preußischen Königs. Nach den Kriegen des Deutschen Bundes mit Dänemark 1864 und dem „deutschen Krieg“ zwischen Preußen und Österreich-Ungarn 1866 übernimmt Preußen die Herzogtümer Schleswig und Holstein, deren Landesherr der preußische König wird. Auf ihn sind nun Amtseide zu leisten. Zuvor sind  bereits der Magistrat sowie sämtliche Lehrer, Post- und Zollbeamte der Stadt Segeberg auf die neue Obrigkeit vereidigt worden. Anschließend die Beamten des Amtes Segeberg, die Chausseebeamten und die Pastoren der Probstei Segeberg. Zur Bildung des Kreises Segeberg als Nachfolger des (dänischen) Amtes Segeberg kommt es erst später im Jahr 1867.

 

Eine ganz besondere Landkarte: In mühsamer Kleinarbeit hat Gerhard Cuwie eine Wanderkarte für Schmalensee und Umgebung im Auftrag des CDU-Ortsverbandes gefertigt. Laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 11. März 1982, vor 40 Jahren, wurde sie von Tischlermeister Werner Suhr, der die Karte gerahmt hatte, an der Dorfstraße bei Kaack aufgestellt und von Cuwie an Bürgermeister Hans Siebke übergeben.

 

Schmalensee mehrheitlich für Hitler: Am 13. März 1932, vor 90 Jahren, findet die  Direktwahl des Reichspräsidenten statt. Wahllokal in Schmalensee ist das Schulgebäude. Im ersten Wahlgang fällt noch keine Entscheidung. Der Amtsinhaber, der parteilose Weltkriegsgeneral Paul von Hindenburg, erhält rund 18,6 Millionen Stimmen, Adolf Hitler, Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), rund 11,3 Millionen Stimmen. Der Kommunist Ernst Thälmann (KPD) erhält fast 5 Millionen Stimmen und zieht als dritter Kandidat in den zweiten Wahlgang ein, der am 10. April vorgenommen wird. Als Wahlleiter in Schmalensee fungiert am 13. März Gemeindevorsteher Heinrich Harder, Stellvertreter ist der stellvertretende Gemeindevorsteher Ludwig Saggau. Für Hindenburg stimmen 71 Schmalenseer, auf Adolf Hitler entfallen hier 88 Stimmen. Fünf geben Thälmann ihre Stimme und 15 Stimmen entfallen auf den Kandidaten Theodor Düsterberg von der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP).

 

Rückkehr der Gönnebekerinnen: Kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 war ein Riss durch den Vaterländischen Frauenverein für Bornhöved und Umgebung gegangen. Die Frauen aus Gönnebek verließen diesen im Streit um die vom Verein beschäftigte Gemeindeschwester in Bornhöved. Fortan waren nur Frauen aus Bornhöved und Schmalensee im Verein organisiert. Am 14. März 1922, vor 100 Jahren, meldet das Segeberger Kreis- und Tageblatt kurz und knapp: „Dem Vaterländischen Frauenverein für Bornhöved und Umgebung hat sich Gönnebek angeschlossen.“

 

 

Foto zur Meldung: März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Otto Schlätel verkauft Teckel SKTB 22.03.1922

Historisches Kalenderblatt im März: Die Hufe 10

(28. 02. 2022)

Corona-bedingt musste in Schmalensee nach 2020 auch im Dezember 2021 die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde abgesagt werden, um Kontakte zu beschränken. Statt einer Feier erhielten die Seniorinnen und Senioren des Dorfes einen Präsentbeutel mit einem Premieren-Inhalt: Einem Schmalensee-Kalender für 2022 mit historischen Aufnahmen. Wenige Restexemplare gingen in den Verkauf für den guten Zweck.

 

Für alle Schmalenseer und Freunde, ob nun Besitzer eines solchen Kalenders oder nicht, sei im Jahr 2022 stets vor dem Monatsersten das nächste Kalenderblatt auf der Gemeinde-Homepage gezeigt und erläutert. Heute also das Kalenderblatt für den März.

 

Eine Hofstelle im Herzen Schmalensees

 

Schmalensee, das Säulendorf. So wird unser Ort in mancher Schrift tatsächlich genannt. Zurück geht das auf die Eigenart der Bauernhöfe im Zentrum, an den Wohnungseingängen über Säulenportale zu verfügen. Das ist nicht zwingend Ausdruck übergroßen Reichtums oder übersteigerten Selbstbewusstseins, sondern eher dem Zeitgeist einer Wiederaufbauphase geschuldet. Dazu gleich mehr.

 

Fakt ist: Gerade Ortsfremde sind immer wieder fasziniert, wenn sie Schmalensee durchfahren und all die Säulenportale bestaunen. Tritt man als gerade gesättigter Gast aus dem Gasthof Voß – übrigens durch Säulen hindurch – blickt man über die Dorfstraße auf: Säulen am Hof Griese, ehemals Wulf, ehemals Saggau.

 

Geformt durch den Dorfbrand von 1885

 

Im April 1885 brannte fast ganz Schmalensee ab. Ein Feuer entstand in einer Kate, ein ungünstig stehender Wind trieb die Flammen auf die umliegenden Dächer aus Stroh und Reet und eine Katastrophe nahm ihren Lauf, die immerhin kein Menschenleben forderte. Besitzer der Hufe 10, die bis dato sicherlich ganz anders ausgesehen haben mag, nämlich geprägt von Fachwerk und Strohdach, war laut Chronik von Heinrich Göttsch seit 1877 Hinrich Saggau. An ihm war es, den Hof wieder aufzubauen und das geschah in dem uns heute bekannten Äußeren, zumindest weitgehend.

 

Alle wiederaufgebauten Höfe erhielten an den Eingängen zu den Wohnbereichen die bis heute für Erstaunen und Entzücken sorgenden Säulen. Diese Stilelemente entsprachen dem Zeitgeist. Und wir finden sie natürlich nicht allein in Schmalensee. Auch in anderen Dörfern der Region sind sie zu finden, in der Regel aber nicht in solcher Häufigkeit.

 

Hinrichs Witwe Catharina Magdalena erbte mit den Söhnen Ludwig und Otto. Während Ludwig später von Suhr die Hufe 1, also den Hof mit Gastwirtschaft gegenüber übernahm, war Otto Saggau ab 1919 alleiniger Besitzer und das bis 1932. Dann verkaufte er an Heinrich Wulf aus Niederkleveez und erwarb einen Hof im Ostholsteinischen.

 

Wulf wiederum war Hofbesitzer, als Göttsch seine Chronik verfasste. Vielleicht deswegen trug der Chronist nicht mehr als das ein, was hier geschrieben steht. Aber es gibt natürlich andere Quellen, Zeitungsanzeigen zum Beispiel. Heinrich Wulfs Tochter Lisa, eine erfolgreiche Schwarzbunt-Nachwuchszüchterin, wie der Blick in die Segeberger Zeitung verrät, heiratete 1963 Hermann Griese aus Schipphorsterfeld, und seitdem trägt der Hof den Namen Griese. Hermanns Sohn Dirk leitet heute den Betrieb, vielen auch bekannt als Finanzausschussvorsitzender unserer Gemeindevertretung.

 

Vergangenheit als Ferienhof

 

Überliefert ist, dass mit aufkommender Mobilität von Teilen der städtischen Bevölkerung und deren Drang nach Ferien nah an der Natur in Schmalensee frühzeitig der Tourismus entdeckt wurde – auch wenn das seinerzeit wohl noch nicht so hieß. Schon in der Zeit des Kaiserreiches verdienten sich die Schmalenseer etwas durch die Vermietung von Zimmern hinzu. Die Hufe 10 hat da keine Ausnahme gemacht, wie ein Postkartenausschnitt unterstreicht, in dem eine Aufnahme des Hauptgebäudes (mit den Säulen) überschrieben ist mit „Pension Otto Saggau“.

 

Wie intensiv die Vermietung von Zimmern oder Betten von den nachfolgenden Nutzern weiterhin betrieben wurde, bleibt offen. Aber unter der Regie von Lisa Griese führte der Hof diese Tradition des Fremdenverkehrs fort, was der Blick in den im Januar 1977 aufgelegten Fremdenverkehrsprospekt des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins Schmalensee verrät, denn der enthält eine Anzeige von Lisa Griese für Zimmer auf dem Bauernhof. Und im Juli 1983 wurde das Ehepaar Klar aus Düsseldorf von der Gemeinde und dem Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein für ihren zehnten Aufenthalt in Schmalensee – bei Griese – geehrt.

 

Heute ist das freilich Geschichte, der Hof aber ist einer der letzten im Dorf, der voll bewirtschaftet wird, mit der schwerpunktlichen Ausrichtung auf schwarzbuntes Milchvieh. Und was auf jeden Fall geblieben ist, ist die Optik, des Hauptgebäudes mit dem Säulenportal an der Längsseite und natürlich dem schönen roten Backstein. Ein Hingucker für Besucher wie Einheimische.

 

 

Foto zur Meldung: Historisches Kalenderblatt im März: Die Hufe 10
Foto: Der Hof von Hotto Saggau, heute Dirk Griese, Kalenderblatt März 2022

Das Ende der Telefonstelle Schmalensee naht

(26. 02. 2022)

Was im August 2020 noch als wahrscheinlich galt, ist nun Gewissheit: Die Deutsche Telekom Technik GmbH hat Schmalensees Bürgermeister Sönke Siebke mit E-Mail vom 22. Februar 2022 darüber informiert, dass die Gemeinde vermutlich schon bald über keine öffentliche Telefonstelle mehr verfügen wird.

 

Machen wir uns nichts vor: Die Zeit der öffentlichen Telefone ist vorbei. Schon 2018 hatte die Telekom ermittelt, dass jeder Deutsche im Durchschnitt mehr als eine SIM-Karte besitzt, also mindestens ein Mobiltelefon.

 

Statt das letzte öffentliche Telefon in Schmalensee – es ist an der Außenwand des Buswartehäuschens an der Dorfeiche angebracht, dort, wo einmal eine richtige Telefonzelle gestanden hat – seinem Zweck entsprechend zu nutzen, scheinen Scherzbolde eher Schabernack damit zu treiben. Bürgermeister Sönke Siebke überzeugte sich selbst vom Zustand des Telefonhörers (zerkratzt, verwittert) und der Tastatur (rußgeschwärzt). „Ob ich das wirklich anfassen sollte“, entfuhr es ihm beim Anblick der Gerätschaft, deren Ende die Telekom nun angekündigt hat.

 

Die Nachfrage für diese öffentliche Dienstleistung sei in Deutschland aufgrund des stetig wachsenden Fest- und Mobilfunknetzes drastisch gesunken, heißt es in der Nachricht an Sönke Siebke. Auch sei die rechtliche Barriere gefallen, die es der Telekom auferlegte, ein gewisses Netz solcher Apparate aufrechtzuerhalten.

 

„Daher planen wir voraussichtlich im Jahr 2022 in Bornhöved und Schmalensee folgende öffentliche Telefonstellen abzubauen: Bornhöved, Kieler Tor 1; Schmalensee, Dorfstr. 12. Die Ausführung der Arbeiten erfolgt in unserem Auftrag durch folgendes Unternehmen: Firma Faß und Eisenhauer“, berichtet die Deutsche Telekom.

 

Wir lernen: Nicht nur Schmalensee, auch Bornhöved verliert sein öffentliches Telefon. Und das Buswartehäuschen befindet sich an der Hausnummer 12 – wer hat's gewusst?

 

Wer also irgendwann in diesem Jahr – was sehr wahrscheinlich ist – Handwerker bei der Demontage des Telefons an der Dorfeiche beobachtet: Das hat seine Richtigkeit.

 

Suchmeldung:

 

Und hier noch ein Aufruf des Arbeitskreises Dorfgeschichte Schmalensee: Hat jemand ein Foto von / mit der früheren Telefonzelle? Die muss so selbstverständlich gewesen sein, dass sie bis jetzt in keinem gesichteten Fotoalbum gefunden werden konnte. Schaut doch mal Eure Alben durch und nehmt Kontakt mit Wilfried Kroll oder Christian Detlof auf.

Foto zur Meldung: Das Ende der Telefonstelle Schmalensee naht
Foto: Bürgermeister Sönke Siebke probiert das Telefon mal aus

Lust auf Platt? In Gönnebek gibt es ein festes Angebot – die Günnbeker Plattsnacker

(26. 02. 2022)

Der plattdeutschen Sprache verschrieben haben sich im Amt Bornhöved die Günnbeker Plattsnacker. Diese wurden am 24. Februar 2004 gegründet. Seit dem Jahr 2013 ist der vor allem in hiesigen Feuerwehr-Kreisen bekannte Werner Stöwer der Leiter, der von Renate Böhling und neuerdings auch von Wilfried Bornhold aus Bornhöved unterstützt wird.

 

Zuletzt konnten regelmäßige Treffen nicht stattfinden, doch die monatlichen Zusammenkünfte sollen möglichst bald wieder starten und beginnen dann an jedem zweiten Dienstag im Monat (Sommerpause von Juni bis September) um 15 Uhr (statt bisher 18 Uhr) in „Uns Dörphuus“ im Rotbüschenkamp in Gönnebek, jeweils mit einer Kaffeetafel.

 

Neue Plattsnacker und Gäste sind jederzeit herzlich willkommen. Mitgliedsbeiträge werden nicht erhoben, betont Stöwer, der unter Telefon 01575/206809 erreichbar ist.

 

Plattdeutscher Rat wird gewählt

 

Übrigens: De Verfaten för dat Land Schleswig-Holstein, also unsere Landessatzung, stärkt das Niederdeutsche, also das Plattdeutsche.

 

Am 30. April soll in Rendsburg der Plattdeutsche Rat für Schleswig-Holstein gewählt werden. Alle Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner können wählen beziehungsweise in das siebenköpfige Gremium gewählt werden. Darauf weist der Schleswig-Holsteinische Heimatbund (SHHB) hin, dessen Vorsitzender Peter Stoltenberg ist, der auch den Segeberger Kreisheimatverein anführt.

 

Wer geeignete engagierte Kandidatinnen oder Kandidaten kennt - oder sich als solchen sieht - gebe Elke Blöcker vom SHHB bis zum 20. April Rückmeldung: E-Mail an oder Telefon 0431/983840 in der Molfseer Geschäftsstelle.

Foto zur Meldung: Lust auf Platt? In Gönnebek gibt es ein festes Angebot – die Günnbeker Plattsnacker
Foto: Lust auf Platt? In Gönnebek gibt es ein festes Angebot – die Günnbeker Plattsnacker

Kreisjugendring Segeberg bietet Grundkurs für Jugendgruppenleiter an

(25. 02. 2022)

Mitteilung des Kreisjugendrings Segeberg vom 17.02.2022:

 

Egal ob Ferienfreizeit, Bastelnachmittag im Jugendzentrum oder Jugendgruppenstunde,  alle, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder es  vorhaben, können sich von Montag, den 4. April, bis Samstag, den 9. April 2022, vom  Kreisjugendring Segeberg e.V. und dem Verein für Jugend- und Kulturarbeit Segeberg e.V.  in Zusammenarbeit mit dem Jugendverband Neumünster e.V. zu Jugendleiter*innen  ausbilden lassen. Anmelden können sich Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, die  im Kreis Segeberg oder der Stadt Neumünster leben bzw. in der Jugendarbeit aktiv sind  oder werden wollen.

 

Anhand geeigneter Methoden und Spiele für die Jugendarbeit lernen die Teilnehmenden abwechslungsreich und mit Spaß alle wichtigen Grundlagen zur Leitung von  Jugendgruppen. Deshalb beschäftigen sie sich mit der Rolle der Gruppenleitung, der Funktion und Dynamik in Gruppen sowie mit der Lebenswelt von Kindern und  Jugendlichen. Außerdem gibt der Kurs Sicherheit in rechtlichen Fragen, Anregungen für  geschlechtersensibles Arbeiten und Inklusion. 

 

Die Grundausbildung findet in der JugendAkademie Segeberg, Marienstraße 31, 23795  Bad Segeberg statt. Sie wird vom Kreis Segeberg finanziell gefördert und kostet deshalb  nur 95 Euro inklusive Übernachtung, Verpflegung und Seminarmaterialien. 

 

Wer den Kurs erfolgreich absolviert, also an allen Tagen aktiv teilnimmt, erfüllt eine  wesentliche Bedingung für den Erhalt der bundeseinheitlichen JugendleiterInnenCard (Juleica), die die Freistellung von der Arbeit für Zwecke der Jugendarbeit an bis zu zwölf  Tagen im Jahr ermöglicht. Der Anspruch auf Freistellung gilt auch für die Teilnahme an  diesem Kurs. Ein Erste Hilfe Kurs muss separat absolviert werden.

 

Die Anmeldung erfolgt unter: www.vjka.de.

 

Ansprechpartner:

 

Kreisjugendring Segeberg e.V.

Sophie Baierl, An der Trave 1a, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 3464

 

Verein für Jugend- und Kulturarbeit Segeberg e.V.

Marienstraße 31, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551 95 91 0

Foto zur Meldung: Kreisjugendring Segeberg bietet Grundkurs für Jugendgruppenleiter an
Foto: Kreisjugendring Segeberg bietet Grundkurs für Jugendgruppenleiter an

Schmalenseer Bilanzaufnahme nach stürmischen Tagen und Nächten

(24. 02. 2022)

Matschige Wanderwege, entwurzelte Bäume, ein verschwundenes Segel und ein zerschmetterter Strandkorb – die Sturmtiefs Ylenia uns Zeynep haben letztlich doch mehr Schaden in Schmalensee angerichtet, als zunächst vermutet. Nun mit der Sonne und dem Ausbleiben der starken Regenfälle war es an der Zeit für eine Bestandsaufnahme, insbesondere auf den Wanderwegen.

 

Und da gleich vorweg an alle, die es noch nicht selbst festgestellt haben: Die Wege am See aber auch im Wald erweisen sich zum Teil als sehr feucht, nass, matschig. Festes Schuhzeug und ein Freischwimmerabzeichen sind Grundvoraussetzung für einen ausgedehnten Spaziergang. Und wen es in den Wald zieht – Helm nicht vergessen.

 

Abseits von aller Übertreibung sei mit Ernsthaftigkeit bemerkt, dass im Wald, aber auch in den von Knicks gesäumten Feldwegen Vorsicht geboten ist. Noch immer hängt Totholz in den Kronen, zum Teil sind es Reste bereits gestürzter Bäume, die sich in anderen verfangen hatten. Die Wege aber sind nun wieder frei – auch dank des Einsatzes mancher Motorsäge.

 

Im Waldweg nach Belau hin waren die Gemeindearbeiter am Mittwoch unterwegs und haben Lücken in vier bis fünf Baumsperren gesägt. Zum Teil haben die Stürme schöne gesunde Bäume mit flacher Wurzel umgestürzt, was sehr schade ist und zugleich die Gewalt unterstreicht, die da über Schmalensee und die Region gefegt ist.

 

Außerdem hat sich viel Wasser im Wald gesammelt, fast könnte man meinen, ein Fluss würde sich durch diesen schlängeln. Also immer auf dem Pfad bleiben, um trockenen Fußes durchzukommen. Am Weg steht auch das entlegene Dorf-Ökopfad-Schild zum Bruchwald – das seinem Namen gerade alle Ehre macht.

 

Am Ortseingang Belauer Straße hat der Sturm einen Angriff auf die Gasdruckregelstation unternommen, aber auch hier war nur Windbruch der Preis. Ebenso, wenn man den Blick in die Wiesen wirft. Eine Birke ragt fast waagerecht über einen Zaun auf eine Koppel.

 

Zurück im Dorf geht es den Gassenbult zur Vakuumpumpstation hinunter. Ein Strandkorb liegt am Wegesrand – der Sturm hat ihn von einer Terrasse in die Höhe gehoben und auf den Boden plumpsen lassen. Gut, dass niemand darin gesessen hatte...

 

Der Wanderweg am Seeufer hin zur Badestelle ist ebenfalls sehr aufgeweicht. Merke: Weiße Sneaker sind gerade so gar nicht en vogue. Wind und Wellen haben tüchtig an der Uferböschung genagt. Auf halber Strecke sind derzeit die alten Strommasten aus Beton gut zu sehen, die dort vor Jahrzehnten zur Uferbefestigung abgelegt worden waren.

 

An der Badestelle begrüßt den Fußgänger das Spielboot, immer noch im Wasser (wo es nicht sein sollte) und nun unter dem Badesteg (wo es definitiv nicht sein sollte). Suchmeldung: Hat jemand das Segel gesehen oder vielleicht freundlicherweise geborgen? Zur Zeit steht es auf der Verlustliste.

 

Der letzte Streckenabschnitt in Seenähe führt von der Badestelle zum Hechtgraben, also der Grenzau. Achtung: Überschwemmungsgebiet. Kleine Hunde bekommen hier einen nassen Bauch. Die Mündung der pickepackevollen Grenzau ist gefühlt doppelt so breit. Und gleich die erste Kopfweide am Weg hat den Sturm nicht überstanden. Ein klassischer Abknicker. Sehr sehr schade.

 

Auch die Feldmark blieb nicht verschont. Mancher Land- und damit Knnickeigentümer ist schon aktiv geworden, hat Holz von den Wegen geschoben. An anderen Stellen wie im Höllenhorst-Weg wird das spätestens am Freitag erledigt sein. Übrigens: Da, wo ganze Wälle (Knicks) bis auf wenige Einzelbäume (Überhälter) plötzlich frei von Holz sind, hat das rein gar nichts mit den Sturmtiefs zu tun – es ist gerade Knick-Saison: Etliche Knicks werden „auf den Stock gesetzt“, wie es immer war.

 

Text und Fotos: Christian Detlof

Foto zur Meldung: Schmalenseer Bilanzaufnahme nach stürmischen Tagen und Nächten
Foto: Flusslauf im Wald

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt in der 11. Kalenderwoche

(24. 02. 2022)

Diese Info ist wichtig für alle, die Anfang März Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten.

 

Der den BLICKPUNKT druckende khm-Verlag hat wegen Wartungsarbeiten eine geänderte Annahmezeit angekündigt:

 

Für die 11. Kalenderwoche 2022 mit Erscheinungstag Donnerstag, 17. März, müssen Beiträge bis Mittwoch, 9, März, vorliegen.

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved (Neue E-Mailadresse: ) bis 9 Uhr einzureichen (Vorlage beim Verlag bis 10 Uhr).

 

Achtung: Nur noch „neue“ Formate – keine PDF-Dateien

 

Wer seine Anlagen bislang noch in „alten“ Formaten wie doc und xls sendete, muss sich umstellen. Anhänge mit diesen Formaten werden schon seit einigen Monaten von der Firewall blockiert. PDF-Dateien sind für die Weitergabe an den Verlag laut Information der Amtsverwaltung nicht geeignet.

 

Anlagen zur E-Mail sollen nur noch im neueren Format als docx-Datei oder xlxs-Datei erstellt bzw. gespeichert werden.

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt in der 11. Kalenderwoche
Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt in der 11. Kalenderwoche

Der Kreis hat (noch) keine Hymne – Ein Lied für Segeberg gesucht!

(23. 02. 2022)

Jetzt sind die Kreativen gefragt, die Denker*innen und Dichter*innen, und egal wie alt oder sattelfest im Plattdeutschen: Es wird ein Lied für den Kreis Segeberg gesucht, eine plattdeutsche Hymne soll mittels Wettbewerb gefunden werden. Aber keine Sorge: Wer einen Textvorschlag (für die Musikkomposition wird gesorgt) auf Hochdeutsch einreicht, kann mit „Übersetzung“ rechnen.

 

Worum geht’s hier?

 

Es wird tatsächlich nach einem Lied für den Kreis Segeberg gesucht. Impulsgeber ist Kreiskantor Andreas Maurer-Büntjen und stark macht sich der Förderverein Kreis- und Stadtmuseum Segeberg – unterstützt vom Zentrum für Niederdeutsch in Holstein (ZFN) und von der Sparkasse Südholstein. Schirmherr der Aktion ist Kreispräsident Claus Peter Dieck und auch der Heimatverein des Kreises Segeberg ist mit im Boot, dessen Mitgliedsverein der Ortsverein Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) ist.

 

Eigentlich steht alles in der dieser Meldung als PDF zum Download beigefügten Ausschreibung, denn es gibt einen Wettbewerb: Alle können mitmachen und bis zum 4. April 2022 einen Textvorschlag in Strophenform einreichen. Der Text muss bislang unveröffentlicht sein und soll mittels Komposition durch Andreas Maurer-Büntjen singbar für Chöre sein.

 

Zwar soll das „Leed för’n Kring Sebarg“ op Platt erscheinen, wer aber im Hochdeutschen dichtet, kann, fällt die Wahl auf seinen oder ihren Text, mit „Übersetzung“ durch das ZFN rechnen. Die von einer Jury ausgewählten besten drei Vorschläge werden außerdem mit insgesamt 500 Euro von der Sparkasse Südholstein prämiert.

 

Die Uraufführung soll am 14. Mai 2022 in der Bad Segeberger Marienkirche erfolgen. Danach soll das „Leed för’n Kring Sebarg“ auf der Website www.kreismuseum-segeberg.de kostenfrei zum Herunterladen bereitgestellt werden.

 

Also ran an die Notizblöcke, Kladden und Whiteboards – lasst die Köpfe qualmen und überlegt, was wir zukünftig bei feierlichen Anlässen im großen Chor schmettern wollen!

[Ausschreibung]

Foto zur Meldung: Der Kreis hat (noch) keine Hymne – Ein Lied für Segeberg gesucht!
Foto: Der Kreis hat (noch) keine Hymne – Ein Lied für Segeberg gesucht!

Kindertheater des Monats am 25. Februar in der Jugendakademie Segeberg

(19. 02. 2022)

Mitteilung des Vereins für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg vom 14.02.2022:

 

„Spinnlein, Spinnlein an der Wand“ – Crabs and Creatures

 

 Figurentheater für mutige Kinder und Erwachsene - ab 5 Jahren

 

Die KulturAkademie Segeberg präsentiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kindertheater des Monats“ das Theaterstück „Spinnlein, Spinnlein an der Wand“ von und mit den Theatermacherinnen Pauline Drünert und Etta Streicher. Ihre gemeinsame Produktion wurde 2016 für den Schweizer Grünschnabelpreis nominiert und tourte bereits durch Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Am 25. Februar um 15 Uhr haben mutige Kinder und Erwachsene (ab 5 Jahren) die Möglichkeit diese besondere Erzählung zu erleben, in welcher die kleine Spinne die Hauptrolle einnimmt.

 

 Das Figurentheater erzählt von dem Schaf, der Katze, dem Schwein, dem Fisch, der Ratte und dem Vogel, die alle etwas vorhaben: Gras fressen, im Schlamm baden, auf Bäume klettern oder andere wichtige Dinge. Aber auch die kleine Spinne hat etwas vor: Sie spinnt. Das ist es nämlich, was sie am allerbesten kann. Sie spinnt und träumt von Fliegenköstlichkeiten. Drei Spielerinnen verweben Figuren, Erzählung, Live-Musik und das Schicksal zu einer kleinen Geschichte über das Sich-nicht-ablenken-lassen, die Seelenruhe und das Dranbleiben, über den seidenen Faden der Geduld und die laute Welt. Musikalisch begleitet wird die Erzählung von der Akkordeonspielerin Katharina von Klitzing.

 

Termin: 25.02.2022, um 15 Uhr (Dauer circa 45 min)

Eintritt: Kinder: 4 Euro, Erwachsene: 5 Euro

 

Tickets unter: Tel.: 04551/95910 oder unter

 

Veranstaltungsort:

JugendAkademie Segeberg, Marienstraße 31, 23795 Bad Segeberg

Foto zur Meldung: Kindertheater des Monats am 25. Februar in der Jugendakademie Segeberg
Foto: Kindertheater des Monats am 25. Februar in der Jugendakademie Segeberg

Corona in SE: Allgemeinverfügung angepasst – PCR bestätigt Infektion, Freitesten mit Antigen-Schnelltest

(17. 02. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 16.02.2022:

 

Der Kreis Segeberg hat auf Grundlage eines neuen Erlasses  des Landes Schleswig-Holstein eine neue Allgemeinverfügung über die  Anordnung zur Absonderung (Isolation oder Quarantäne) wegen einer Corona Infektion oder der Einstufung als enge Kontaktperson erlassen. Die  Allgemeinverfügung ist seit dem heutigen Mittwoch, 16. Februar, gültig und zunächst befristet bis zum 31. März.

 

Ab sofort gelten folgende Regelungen für positiv getestete Personen: 

 

  • Eine Person, die durch geschultes Personal, zum Beispiel in einer  Teststation oder in einem Testzentrum, mittels Antigen-Schnelltest positiv  auf das Coronavirus getestet wird, muss zur Bestätigung immer einen PCR-Test machen. Zuvor war dafür ein zweiter professionell durchgeführter Antigen-Schnelltest ausreichend.
  • Eine Person, die sich mittels Selbsttest oder die durch nicht geschultes  Personal positiv auf das Coronavirus testet bzw. getestet wird, muss zur  Bestätigung ebenfalls immer einen PCR-Test machen. Zuvor reichte dafür  ein professionell durchgeführter Antigen-Schnelltest aus.
  • Ein PCR-Test kann wie bisher auch in einem Testzentrum, je nach  Verfügbarkeit und Angebot in einer Teststation oder bei einer Ärztin oder  einem Arzt gemacht werden.

 

Davon unberührt gilt, dass zur „Freitestung“ aus der Absonderung die bisherigen  Regelungen bestehen bleiben. Hierfür muss also kein PCR-Test gemacht werden.  Mit einem frühestens am siebten Tag abgenommenen, negativen, zertifizierten  Antigen-Schnelltest oder im Rahmen der Verfügbarkeit durchgeführten negativen

PCR-Test besteht also weiterhin die Möglichkeit, die Absonderung vorzeitig zu  beenden. Bei Kindern und Jugendlichen im Kita- und Schulalter beträgt diese  Frist nach wie vor fünf Tage.

 

Auch die Regelungen für Kontaktpersonen bleiben bestehen, die sich  grundsätzlich nur als Haushaltsangehörige in Quarantäne begeben müssen,  sofern sie nicht geboostert oder dieser Personengruppe nach den Definitionen  des Robert Koch-Institutes (RKI) gleichgestellt sind. Mehr dazu unter  www.rki.de/kontaktpersonenmanagement

 

Die Frage, was als ein Genesenennachweis gilt und welche Voraussetzungen  dafür vorliegen müssen, regelt die COVID-19-Schutzmaßnahmen Ausnahmenverordnung des Bundes, die auf die fachlichen Vorgaben des RKI  Bezug nimmt. Aktuell (Stand 15.2.) muss für den Genesenennachweis eine  Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere  Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt sein. Zudem muss das  Datum der Abnahme des positiven Tests mindestens 28 Tage und maximal 90  Tage zurückliegen. Mehr dazu unter www.rki.de/covid-19-genesenennachweis

 

Die Allgemeinverfügung des Kreises im Wortlaut finden Sie hier: https://www.segeberg.de/PDF/Allgemeinverf%C3%BCgung_vom_15_02_2022_Corona_Absonderung_barrierearm_.PDF?ObjSvrID=3466&ObjID=1042&ObjLa=1& Ext=PDF&WTR=1&_ts=1644949202

 

Foto zur Meldung: Corona in SE: Allgemeinverfügung angepasst – PCR bestätigt Infektion, Freitesten mit Antigen-Schnelltest
Foto: Corona in SE: Allgemeinverfügung angepasst – PCR bestätigt Infektion, Freitesten mit Antigen-Schnelltest

Offene Beratung für Frauen rund um den Beruf am 22. Februar in Trappenkamp

(17. 02. 2022)

Mitteilung der Beratungsstelle Frau & Beruf Segeberg vom 15.02.2022:

 

Am Dienstag, den 22. Februar bietet die Beratungsstelle FRAU & BERUF Segeberg von 9 bis 12 Uhr in Trappenkamp eine offene Beratung für Frauen an. Die Beraterin Simone Mortensen ist vor Ort im Familienzentrum Pusteblume und gibt den Frauen hilfreiche und bewährte Tipps zu ihren beruflichen Fragen. Sie beantwortet zum Beispiel Fragen, wie eine Frau mit Migrationshintergrund Arbeit findet, ob eine Ausbildung sinnvoll oder sogar eine Ausbildung in Teilzeit interessant ist.

 

Jedes Gespräch orientiert sich dabei an der individuellen Situation der Ratsuchenden. Es werden die persönlichen Voraussetzungen, Fragen rund um den Bewerbungsprozess geklärt und mit der Frau realistische Ziele definiert. Diese Beratung unterstützt, sich neu zu orientieren, zu entscheiden und dann die nächsten Schritte in die neue oder andere berufliche Zukunft zu planen. Bei all diesen Überlegungen wird die familiäre Situation berücksichtigt.

 

Das Beratungsangebot von FRAU & BERUF ist kostenlos und behördenunabhängig. Die offene Beratungssprechstunde findet von 9 bis 12 Uhr im Familienzentrum Pusteblume in der Königsberger Str. 6 in 24610 Trappenkamp statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, also einfach vorbeikommen.

 

Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg ist Träger der Beratungsstelle FRAU & BERUF. Das Projekt FRAU & BERUF Segeberg ist Teil des Landesprogramms Arbeit 2021 – 2027, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Schleswig-Holstein finanziert wird.

 

Foto zur Meldung: Offene Beratung für Frauen rund um den Beruf am 22. Februar in Trappenkamp
Foto: Offene Beratung für Frauen rund um den Beruf am 22. Februar in Trappenkamp

Kreis Segeberg informiert zu Genesenenzertifikat, Arbeitgeber- und Quarantänebescheinigung

(16. 02. 2022)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 15.02.2022:

 

Wie bekomme ich als Corona-Infizierter, als Kontaktperson  oder Eltern/Betreuer*in von Menschen mit Einschränkungen die nötigen  Bescheinigungen, beispielsweise für den/die Arbeitgeber*in? Der  Infektionsschutz des Kreises Segeberg hat dazu eine Übersicht erstellt:

 

Digitale Genesenenzertifikate

Diese Bescheinigungen sehen ähnlich aus wie die digitalen Impfzertifikate und können auch aufs Handy hochgeladen werden. Sie dienen den Betroffenen als Nachweis, dass sie infiziert waren, womit sie vorübergehend geimpften Personen  gleichgestellt sind. In bestimmten Konstellationen ersetzt eine Infektion auch  eine Impfung/Boosterimpfung. Die Genesenenzertifikate gelten ab dem 29. Tag  bis zum 90. Tag ab Datum der Abnahme des positiven PCR-Tests.

 

Für die Ausstellung dieser Zertifikate sind die zur Durchführung oder  Überwachung der PCR-Testung berechtigten Personen/Ärzt*innen oder bei  nachträglicher Ausfertigung jede*r Arzt/Ärztin oder Apotheker*in zuständig (§ 22  Absatz 6 IfSG). Der Kreis Segeberg erstellt diese Zertifikate bei vorhandenen  Personalressourcen als Serviceleistung. Diese Ressourcen fehlen aber aktuell. Eingehende Anträge werden daher nur nachrangig und nach Eingangsdatum  abgearbeitet.

 

Arbeitgeberbescheinigungen, mit denen Ersatzleistungen beantragt  werden

Alle Aspekte rund um den finanziellen Ausgleich für Abwesenheitszeiten am  Arbeitsplatz aufgrund einer Infektion oder angeordneter Quarantäne werden in  Schleswig-Holstein vom Landesamt für soziale Dienste (LASD) in Neumünster  eigenverantwortlich geregelt. Informationen gibt es hier:

 

www.schleswig

holstein.de/DE/Landesregierung/LASD/Aufgaben/Infektionsschutzgesetz/IfSGBes chaeftigungsverbot.html

und hier:

www.ifsg-online.de

 

Wichtig: Für die Antragstellung ist keine amtliche Bescheinigung des  Infektionsschutzes mehr notwendig.

 

Quarantänebescheinigungen

Wer in Quarantäne keinen finanziellen Ausgleich bekommt, beispielsweise Schüler*innen, Kita-Kinder oder Beschäftigungslose, die durch Quarantäne oder  Infektion aber einen wichtigen Termin versäumt haben (etwa Klausur, Prüfung,  Gerichtstermin, …) und einen Nachweis des tatsächlichen Hinderungsgrundes  benötigen, können dafür das neue Onlineformular „Online-Antrag für eine  Absonderungsbescheinigung“ auf der Homepage des Kreises nutzen:  www.segeberg.de/Lebenslagen/Coronavirus/Coronavirus-Formulare/

 

Bereits eingegangene Anforderungen werden mit Hochdruck abgearbeitet. Das  Personal für diesen Bereich wird weiter verstärkt. Dennoch kann es nach wie vor  zu Wartezeiten von mehreren Wochen kommen. Telefonische oder elektronische  Nachfragen verzögern die Bearbeitung. Wünsche nach bevorzugter Bearbeitung können nicht berücksichtigt werden. 

 

Foto zur Meldung: Kreis Segeberg informiert zu Genesenenzertifikat, Arbeitgeber- und Quarantänebescheinigung
Foto: Kreis Segeberg informiert zu Genesenenzertifikat, Arbeitgeber- und Quarantänebescheinigung

Februar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 02. 2022)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Februar die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Seit 1876 besteht die Pferdegilde: Auf ihr 76-jähriges Bestehen kann am 15. Februar 1952, vor 70 Jahren, die Pferdegilde Bornhöved und Umgebung zurück blicken. Die Gildemitglieder unter der Führung des 1. Vorsitzenden Johannes Rauert erhöhen die Versicherungssumme pro Pferd von 700 auf 1.200 DM. Zu Schaumännern werden aus Schmalensee die Gildemitglieder Schlüter (Schmalenseerfeld) und Hermann Cornehls gewählt bzw. wiedergewählt. Der Gilde gehören 74 Mitglieder mit zusammen 231 Pferden an.

 

Goldene Hochzeit mitten im Krieg: Die Eheleute Pries feiern am 17. Februar 1917, vor 105 Jahren und in einer Hochphase des Ersten Weltkriegs, das Fest der Goldenen Hochzeit. Schuhmacher Adelbert Pries, ein Veteran des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71, erhält neben dem kaiserlichen Gnadengeschenk von 50 Mark denselben Betrag vom Landeskriegerverband. Aus dem zu Ehren des Jubelpaares mit Flaggen geschmückten Dorf kommen an Geschenken neben einer Wanduhr und 55 Mark in bar auch reichlich Speisen für die Festtafel, die die „englische Hungerblockade“ vergessen lassen.

 

Versicherung siegt vor Gericht gegen Schmalenseerin: Vor dem Schiedsgericht für Arbeiter-Versicherung zu Schleswig unterliegt laut Bericht des Segeberger Kreis- und Wochenblatts vom 18. Februar 1902, vor 120 Jahren, die Schmalenseerin Magdalena Wulf in einem Berufungsverfahren gegen die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft. Frau Wulf war eine Treppe hinab gestürzt und hatte sich Quetschungen an Bein und Rücken zugezogen. Die daraus resultierende Unfallrente war aber nicht gewährt worden, da ein ärztliches Gutachten attestierte, dass die Beschwerden nicht Folgen eines Unfalls sondern von Rheumatismus seien, der schon Jahre zuvor vorhanden war.

 

Ein Fest für alle Schmalenseer: Der Verschönerungsverein feiert am 19. Februar 1977, vor 45 Jahren, im Gasthof Voß zweifach Fasching: Am Nachmittag stehen die Kinder beim Fasching im Mittelpunkt, abends findet ein Kappenfest für die Erwachsenen statt. Laut Pressebericht ist an diesem Tag von der Jugend bis zu den Großeltern alles beteiligt, „was Beine zum Tanzen hat“. Für besondere Heiterkeit sorgt das Preis-Luftballon-Aufblasen, das Wirt und Vereinsvorsitzender Gerd Scholz veranstaltet.

 

Gefallenengedenken mit Hakenkreuz: Den Volkstrauertag am 21. Februar 1932, vor 90 Jahren und ein Jahr vor der sogenannten „Machtergreifung“, leitet in Bornhöved der SA-Sturm 14 der Standarte 163 ein. Unter der Leitung von Alfred Dau legen die SA und Mitglieder der NSDAP am Denkmal für die Gefallenen einen Kranz nieder und begeben sich danach in die Kirche zur Teilnahme am Gefallenengedenkgottesdienst. Mittlerweile haben sich auch die Krieger- und Militärvereine und weitere Vereine des Kirchspiels gesammelt, um mit ihren Fahnen in den Gottesdienst einzuziehen. Die Predigt hält Pastor Erich. Im Anschluss an den Gottesdienst legen die Militärvereine von Bornhöved und Stocksee, der Vaterländische Frauenverein für Bornhöved und Schmalensee, der TSV Quellenhaupt Bornhöved, der Stahlhelm Bornhöved, der Arbeiterbund, der Reiterverein Bornhöved und der Männergesangverein Eintracht Bornhöved ebenfalls Kränze am Ehrenmal nieder. 

 

Marinemusiker spielen in Schmalensee auf: Gastwirt Ludwig Saggau veranstaltet am 22. Februar 1907, vor 115 Jahren, auf seinem Saal ein Militärkonzert mit Ball. Unter der Leitung des Kapellmeisters Hengstmann spielt die Kapelle der 1. Torpedoabteilung aus Kiel auf. 50 Reichspfennige beträgt der Eintrittspreis pro Person. Den ausgezeichneten Ruf der Kapelle, die stets Garant für ein volles Haus sei, beschreibt eingehend der Berichterstatter für das Segeberger Kreis- und Tageblatt.

 

Beschlüsse, die bis heute wirken: Am 22. Februar 1972, vor 50 Jahren, berichtet die Segeberger Zeitung von einer Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung, deren Beschlüsse uns heute das eine oder andere erklären.

  • Die Schule: Das Haus der Familie Mühlenberg in der Dorfstraße 10, Eckgrundstück zur Damsdorfer Straße, ist zugleich Schmalensees altes Schulgebäude. In besagter Sitzung wird beschlossen, die Schule endgültig aufzulösen und die letzten drei Klassen der Dörfergemeinschaftsschule in Bornhöved anzuschließen.
  • Das Vogelschießen: Stets war „die Schule“ Ausrichter des Vogelschießens als Schulfest der Kinder in Schmalensee. (In den letzten Jahren hatten das bereits einige Ehepaare des Dorfes übernommen, die sich als „Der Klub“ bezeichneten, Anmerkung). Das Vogelschießen soll als gemeindliches Fest erhalten bleiben. In der Diskussion über eine Trägerschaft entscheidet man sich, nicht die Freiwillige Feuerwehr, sondern den örtlichen Verschönerungsverein zu bitten, die jährliche Ausrichtung zu übernehmen.
  • Der Ringreiterplatz: Dieser muss dem Ausbau der Straße nach Damsdorf weichen. Dafür wird diese zur Kreisstraße, was den Gemeindehaushalt entlasten wird. Von Landwirt Burghard Saggau werden 300 Quadratmeter Ackerfläche zur Begradigung einer Kurve erworben.
  • Der Schmalensee: Ist zu jener Zeit weit weniger sauber als heute. Fischer Christophersen habe erneut über erhebliche Mengen in den See eingeleiteter Jauche geklagt. Bürgermeister Hans Voß weist darauf hin, dass schwere Strafen zu erwarten sind, wenn dieser Missstand nicht beseitigt wird. Nach einer Kontrolle gemeindlicher Abwasseranlagen hätten erste Seeanlieger bereits Auflagen erhalten.

 

Debatte um die 24-Stunden-Uhr: Öffentlich diskutiert wird, u.a. im Segeberger Kreis- und Tageblatt am 23. Februar 1912, also vor 110 Jahren, die Frage der Einführung der 24-stündigen Tageszeiteinteilung. Insbesondere die Verkehrszweige Eisenbahn und Schifffahrt, aber auch das Telegrafenwesen, befürworten den Vorschlag. Zwar werden am 1. Juli 1912 Frankreich, Belgien und Italien die neue Zeitregelung einführen, in Deutschland gibt es aber noch längere Zeit Gegner. Immerhin: Die Eisenbahnverwaltung hat zur internen Kontrolle des Güterwarenverkehrs die 24-Stunden-Uhrzeit bereits eingeführt.

 

Die schwierige Lage der Landwirtschaft: In der Tonhalle von Neumünster findet laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 25. Februar 1927, vor 95 Jahren, unter Graf zu Rantzau-Breitenburg, dem Vorsitzenden der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, eine von mehreren hundert Landwirten besuchte Gesamttagung der schleswig-holsteinischen landwirtschaftlichen Vereine statt. Veranstalter sind die Landwirtschaftskammer und das Institut der landwirtschaftlichen Betriebslehre der Universität Kiel. Gäste sind u.a. Vertreter der Provinzialregierung. Graf zu Rantzau-Breitenburg schildert die sich zuspitzende Lage der schleswig-holsteinischen Landwirte, deren Verschuldung unaufhörlich steige. Maßnahmen der Regierungsebenen seien wirkungslos geblieben. Die Soziallasten seien hoch, Viehseuchen wirkten sich aus, der Schutz der inländischen Waren sei mangels Schutzzöllen nicht gegeben. Staats- und Selbsthilfe müssten deutlich ausgebaut werden; Letztere könne nur gelingen, wenn Einigkeit in den eigenen Reihen hergestellt werde. Anmerkung: Gerade letztere wird es in den Folgejahren trotz Versuchen nicht geben, der Bauernstand wird zunehmend ideologisch gespalten und erst unter den Nationalsozialisten (zwangs-)vereinigt werden. Diese werden die große Mehrheit der Landwirte auch dadurch für sich einnehmen, dass sie die bereits von Vorgängerregierungen geplante Entschuldung der Betriebe umsetzen.

Foto zur Meldung: Februar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Zwiebelbonbons gegen Husten SKWB 13.02.1897

Vermieter und Mieter aufgepasst: WZV geht gegen Fehlbefüllung der Biotonnen vor

(13. 02. 2022)

Mitteilung des Wege-Zweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) vom 11.02.2022:

Aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmungen ist der WZV verpflichtet, noch stärker als bisher auf die Reinheit der gesammelten Bioabfälle zu achten, und führt deswegen seit Jahresbeginn stichprobenartige Kontrollen der Bioabfalltonnen durch. Finden sich Störstoffe wie Glas oder Metall in den Tonnen, wer-den Plastikmülltüten verwendet oder andere Fehlbefüllungen wie Hygieneartikel oder Katzenstreu entsorgt, wird die braune Tonne nicht geleert.

Um den Haushalten die Kosten für eine Sonderleerung oder das unappetitliche Nachsortieren der Bio-tonne zu ersparen, hat der WZV zum Jahresbeginn zusammen mit den Jahresrechnungen ein Informationsschreiben über die neuen Regelungen an alle Kundinnen und Kunden verschickt.

Die Abteilungsleiterin für Kundenservice und Abfallmanagement, Katja Pribik-Finnern, erklärt: „Unsere Verwertungsbetriebe erzeugen aus den angelieferten Bioabfällen Frischkompost und Biogas. Störstoffe behindern den biologisch-chemischen Prozess und können unter Umständen das Endprodukt verunreinigen. Die Anlagen können ausschließlich organische Materialien verwerten.“

Deswegen sind die Anlagen zu einer Eingangskontrolle der angelieferten Bioabfälle verpflichtet. Über-steigt der Störstoffanteil einen bestimmten Prozentwert, wird die Annahme verweigert. „Dann müssen die Container direkt zur Restabfallentsorgung weitergefahren werden“, schildert Pribik-Finnern. „Das ist Verschwendung von wertvollen Ressourcen.“

Der WZV bittet seine Kundinnen und Kunden, aktiv mitzumachen und Abfälle sauber zu trennen. Bei Unsicherheiten berät gern das Servicecenter unter 04551 909 0.

Vermieterinnen und Vermieter und Hausverwaltungen werden gebeten, die Information an ihre Mieterinnen und Mieter weiterzugeben. Bei der Erstellung von Aushängen oder Flyern ist der WZV gern behilflich.

 

Mehr Info unter www.wzv.de

Anlage: Info-Schreiben als PDF zum Download

[WZV-Info zur Biotonne]

Foto zur Meldung: Vermieter und Mieter aufgepasst: WZV geht gegen Fehlbefüllung der Biotonnen vor
Foto: Vermieter und Mieter aufgepasst: WZV geht gegen Fehlbefüllung der Biotonnen vor

Geflügelpest jetzt auch in Schmalensee – Totfunde am Seeufer bestätigt

(08. 02. 2022)

Seit Montag, 7. Februar gibt es Gewissheit: Bei zwei tot am Ufer des Schmalensee, unweit der Badestelle aufgefundenen Gänsen wurde der Geflügelpesterreger nachgewiesen. Bürgermeister Sönke Siebke erhielt diese Nachricht vom Kreis Segeberg und mahnt, weiter Vorsicht beim Auffinden toter oder verendender Vögel walten zu lassen.

 

Aufgefunden worden waren die Wildvögel bereits vor über einer Woche. Der Aufforderung des Veterinäramts des Kreises Segeberg folgend waren die Tiere gemeldet und anschließend untersucht worden.