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Gemeinde Schmalensee

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Amt Bornhöved

Telefon (04323) 8209

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.gemeinde-schmalensee.de

Schmalensee gehört dem Amt Bornhöved an, das wiederum ein Teil des Kreises Segeberg ist und seit 2008 seinen Sitz in Trappenkamp hat. Die Fläche der Gemeinde beträgt 8,86 Quadratkilometer. Die Gemeinde liegt am gleichnamigen, allerdings zur Gemeinde Bornhöved gehörenden Schmalensee etwa 21 Kilometer östlich von Neumünster in einer ländlichen und seenreichen Umgebung. Westlich verläuft die Bundesautobahn 21 von Bargteheide nach Kiel, die Bundesstraße 430 von Neumünster nach Plön führt durch das Gemeindegebiet. Rund 480 Menschen haben hier ihr Zuhause.

Geschichte

Wann Schmalensee tatsächlich gegründet worden ist, wissen wir nicht sicher. Die bisher erste urkundliche Erwähnung Schmalensees erfolgt am 21.10.1296: Adolf und Johannes, Grafen von Holstein, stiften eine Kirche zu Sconeborne und statten diese mit vier Hufen aus. Der Inhalt berührt Schmalensee nicht. Aber abschließend heißt es „Datum et Actum, Smalense, Anno Domini MCCXCVI, vndecim milium virginum." Ist die Urkunde am (Versammlungsort auf dem Vier) oder in Schmalensee ausgestellt worden?

Eine Urkunde, die Schmalensees Existenz eindeutig nachweist, wird am 25.01.1343 ausgestellt: Die Grafen Hinrich und Nicolaus schenken ihre Oberherrlichkeit über Schmalensee an das Kloster Preetz.

Untrennbar ist Schmalensee mit der Geschichte des Nachbarortes Bornhöved verbunden. Der Kirchspielort samt der im Jahr 1149 geweihten Vicelin-Kirche bildete stets einen Mittelpunkt, an dem sich die umliegenden Dörfer ausrichteten und wo das zentrale gesellschaftliche und politische Leben spielte. Gemeinsam mit Bornhöved und Gönnebek bildete Schmalensee das alte Amt Bornhöved. Zahlreiche Vereine, die es längst nicht mehr gibt, waren nach „Bornhöved und Umgegend" benannt.

Schmalenseer haben sich immer wieder außerhalb der Ortsgrenzen hervorgetan. Sie waren Amtsvorsteher, Kreis- und sogar Landtagsabgeordnete, führten den Vorsitz in Vereinen und Organisationen auf Amts- und Kreisebene oder vertraten die Interessen ihres Berufsstandes in der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Wirtschaft und Leben

Schmalensee ist Fremdenverkehrsort, links und rechts der Bundesstraße 430 befinden sich seine besonderen Reize – der See, im Sommer zum Baden und in manchem Winter zum Schlittschuhlaufen einladend, auf der einen, weitläufige Gemarkung mit Wegen zum Wandern und Radfahren auf der anderen Seite. Mehrere Bürger bieten Gästen von nah und fern Zimmer oder Ferienwohnungen zum gemütlichen Verweilen an. Das örtliche Leben ist geprägt von landwirtschaftlichen Betrieben, Handwerks- und Kleinunternehmen, dem Gasthof Voß als kulturellem Mittelpunkt und der Kindertagesstätte im Sportlerheim. Ein modernes Glasfaserbreitbandnetz verbindet das Dorf via Internet mit jedem Punkt des Globus. Freiwillige Feuerwehr, Vogelschießer-, Sport-, Reit- und Jagdverein, Siedlergemeinschaft- und Sparklub sind nur eine Auswahl vielfältiger Organisationen, in denen sich die Einwohner für gesellige Treffen und gemeinsame Ziele zusammengeschlossen haben. Lockeres Beisammensein findet oftmals an gemeindeeigenen Orten wie der großzügigen Sportanlage mit Rasenspielfeld und Turnhalle, auf dem Bolzplatz am und im Feuerwehrhaus, auf dem gepachteten Gemeindesaal oder an der Badestelle statt.

Wappen

Das Wappen Schmalensees ist angelehnt an das Wappen eines Zweigs der Adelsfamilie von Schmalensee, deren Herkunft offenbar auf diese Gemeinde zurück geht, die hier aber keine Spuren hinterlassen hat. Zu ihrem Titel wird sie erst Jahre nach ihrem Fortgang aus Schmalensee gekommen sein. Heinrich Göttsch, Lehrer und Chronist von 1946, benutzte das Familienwappen zur Ausschmückung seines Buches, so drang es ins Bewusstsein der Schmalenseer vor.

Die Beschreibung des heutigen Wappens, entworfen von L. Leissner (Itzehoe), lautet: „Durch einen silbernen Wellenfaden erniedrigt von Rot und Blau geteilt, überdeckt mit einem fünfblättrigen, bewurzelten goldenen Schößling"

 


Aktuelle Meldungen

Ausschusssitzung ganz im Zeichen von Corona

(24. 09. 2020)

Sie fing an mit einem Umzug, die Sitzung des gemeindlichen Ausschusses für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr am 23. September: Aufgrund des Interesses von Zuhörern und weiteren Mitgliedern der Gemeindevertretung reichte das „Gelbe Zimmer“ im Gasthof Voß unter dem Aspekt der Corona-Abstandsregeln nicht mehr aus und es setzte sich eine maskierte Karawane in Richtung Gemeindesaal in Marsch.

 

Dort stiegen Ausschussvorsitzender Christopher Brust (BWS) und seine Mitstreiter in die Tagesordnung ein. Die Ergebnisse seien an dieser Stelle grob zusammengefasst wiedergegeben; Folgeberichte sollen die Sitzung erneut aufgreifen.

 

Corona und das vierte Quartal

 

Die Tage werden kürzer und die Schmalenseer treffen sich häufiger bei den Veranstaltungen ihrer Vereine – das ist die Regel. Aber Covid-19 hat schon so manche Zusammenkunft platzen lassen im Jahr 2020 und wirkt schon jetzt bis in die Weihnachtszeit. Über zwei gemeindliche Termine, die auch stets vom Ausschuss vorbereitet und begleitet werden, musste schon jetzt entschieden werden: Über den Volkstrauertag und die Seniorenweihnachtsfeier.

 

Nachdem innerhalb der maßgeblich am Volkstrauertag beteiligten Freiwilligen Feuerwehr ein Meinungsbild abgeholt worden war, kam der Ausschuss darin überein, dass aufgrund der Corona-Pandemie auf den üblichen Ablauf am 15. November verzichtet werden soll: Es wird kein Antreten der Feuerwehr und auch keine anschließende Andacht auf dem Gemeindesaal geben. Die Kranzniederlegung erfolgt in kleiner Besetzung durch Vertreter von Gemeinde und Feuerwehr – Näheres wird bekannt gegeben.

 

Die Seniorenweihnachtsfeier muss leider in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Pandemie entfallen. Der Ausschuss (und die weiteren anwesenden Gemeindevertreter) wollen es nicht verantworten, die sogenannte „Risikogruppe“ möglichen gesundheitlichen Gefahren auszusetzen. Der Ausschuss möchte aber die Seniorinnen und Senioren mit einer Weihnachtsgabe überraschen und dafür die Kinder des Dorfes einbinden – Mehr dazu an anderer Stelle.

 

Für das Dorfquiz, eigentlich keine gemeindliche Veranstaltung aber eine Zusammenkunft fast aller Vereine und Organisationen des Dorfes am ersten November-Samstag auf dem Gemeindesaal, sprach der Ausschuss die Empfehlung aus, dieses nicht stattfinden zu lassen. Diese Botschaft geht an die Reitsportgemeinschaft, die als Vorjahressieger für die Ausrichtung zuständig wäre – und bereits ihr Bingo abgesagt hat aus bekannten Gründen. Auch hierzu wird es sicher noch eine gesonderte Meldung geben.

 

Entwicklungen in der Kita-Außenstelle

 

Für die Kita Eris Arche, die im Schmalenseer Sportlerheim eine Außenstelle betreibt, steht ein Trägerwechsel an. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat Interesse bekundet. Bis es soweit ist, wird noch etwas Zeit ins Land gehen. Schon jetzt aber macht sich die Gemeinde Schmalensee Gedanken über eine Aufwertung der Räumlichkeiten. Unter anderem, weil durch das Förderprogramm 5 des Bundes die Möglichkeit besteht, Maßnahmen zu 70 Prozent durch den Bund und zu 30 Prozent durch das Land finanzieren zu lassen. Möglich sind für den Ausschuss Maßnahmen im Rahmen des Brand- und Arbeitsschutzes, vielleicht im Bereich der Bausubstanz wie Fenster, oder auch die Schaffung eines Schlafraums für U3-Kinder.

 

Johanna Kegel-Meyer aus der Bornhöveder Amtsverwaltung unterrichtete zudem die Anwesenden über das Kita-Reform-Gesetz, das am 1. Januar 2021 (ursprünglich am 1. August 2020) das Kita-Gesetz ablöst. Es soll Eltern und Kommunen bei der Finanzierung der Kinderbetreuung entlasten und die Qualität der Betreuung steigern. Das wurde angesichts präsentierter Zahlen und Aussagen anwesender Mütter durchaus in Zweifel gezogen, der (erhöhte) Verwaltungsaufwand kritisiert. Finanzausschussvorsitzender Dirk Griese (BWS) konnte zumindest feststellen, dass es durch das Kita-Reform-Gesetz in den Jahren der sogenannten Übergangsphase (2021-2024) keine gravierenden Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt geben wird.

 

Schmalensee soll chatten können

 

Was haben Kalübbe und Blunk gemeinsam? Sie machen mit beim „Dorffunk SH“. Mit dieser Applikation (App), die kostenlos zur Verfügung steht und die Möglichkeiten der innerörtlichen Kommunikation bietet, befasste sich der Ausschuss und kam zu dem Schluss, dass auch in Schmalensee gefunkt werden sollte. Als „Kümmerer“ wird Christopher Brust dafür sorgen, die Dorffunk-App im Ort bekannt zu machen. Die Gemeinde-Homepage wird dabei eine Plattform sein, auf denen der Dorffunk beworben, vorgestellt und erklärt wird.

 

Neues Ausschussmitglied

 

Begonnen hatte die Sitzung mit einer Personalangelegenheit: Neues Bürgerliches Ausschussmitglied ist nun Nicole Specht-Cornehls, die von der Fraktion der Wählergemeinschaft Bürger für Schmalensee (BfS) als Nachfolgerin für Susan Buchholz nominiert worden war. Auch hier spielte Corona eine Rolle: Nach der Verpflichtungsformel verzichtete der Ausschussvorsitzende Christopher Brust auf den Handschlag mit der neuen Kollegin – ein doppeltes „Ich verpflichte Dich“ bekräftigte dafür die Handlung.

 

 

Foto zur Meldung: Ausschusssitzung ganz im Zeichen von Corona
Foto: Schmalensee-Flagge im Wind

Schatztruhe Binnenland: Radtour durch Norddeutschland auf dem Mönchsweg

(23. 09. 2020)

Mitteilung der Geschäftsstelle Mönchsweg vom 09.09.2020:

 

Wer glaubt, die besten Erholungsorte in Norddeutschland liegen nur an der Küste, wird auf dem Radfernweg Mönchsweg eines Besseren belehrt. Die auf rund 530 Kilometer beschilderte Strecke führt von Bremen bis zur Ostseeinsel Fehmarn quer durch Norddeutschland. Zahlreiche unentdeckte Schönheiten sowie bekannte landschaftliche und kulturelle Höhepunkte liegen am Weg. Neben den über 100 Kirchen gibt es einzigartige Naturschutzgebiete, herrliche Badeseen und traumhafte Plätze fernab des Trubels. Das Binnenland des Nordens ist eine Schatztruhe schöner Orte.

 

Die Hansestadt Bremen mit dem UNESCO-Welterbe Rathaus, dem St. Petri Dom und dem pittoresken Schnoorviertel ist Startpunkt. Schnell befindet man sich in ländlicher Umgebung auf der Fahrt durch den Bürgerpark entlang des Stadtwaldes und durch das Blockland, Bremens Naherholungsgebiet Nr. 1. Die Wümmeniederung wird geprägt durch ein Mosaik aus Feuchtwiesen, Tümpeln und Gräben und dient als Rast- und Brutgebiet für zum Teil seltene Vogelarten. Auf der Fahrt durch die Kräuterregion Wiesteniederung liegt das 5.000 m2 große, duftende Kräuter- und Lavendelfeld in Stapel. Liebhaber zeitgenössischer Kunst kommen im Königin-Christinen-Haus oder im Museum Kloster in Zeven auf ihre Kosten.

 

Im gesamten Gebiet zwischen Elbe und Weser finden sich viele historisch wertvolle Orgeln. Auch im Alten Land, dem größten Obstanbaugebiet Nordeuropas. Hier geht die Tour über Deiche vorbei an imposanten Fachwerkhäusern. Vom Elbdeich geht der Blick weit auf die großen Pötte aus aller Welt und bei einer Safari mit dem Tidenkieker erleben Besucher Zugvögel, das Kehdinger Moor oder die Gezeitenzone der Elbe. Von Wischhafen geht es mit der Fähre über die Elbe nach Schleswig-Holstein.

 

Ab Glückstadt mit der Stadtkirche folgt eine Fahrt auf den Deichen der Stör nach Krempe, Wilster und Itzehoe. Vorbei an den Schlössern Heiligenstedten und Breitenburg erreicht man die Keramikstadt Kellinghusen und das Moorheilbad Bad Bramstedt. Anschließend geht die Fahrt durch den Segeberger Forst mit dem Wildpark Eekholt, in dem heimische Tierarten in naturbelassener Landschaft zu beobachten sind. Wer einmal am aktiven Mönchsleben teilnehmen möchte, sollte eine Übernachtung im Benediktinerkloster Nütschau einplanen. Das dem Kloster angeschlossene Haus St. Ansgar ist offen für Besucher aller Konfessionen und bietet einen Einblick in die jahrhundertealte Tradition mönchischen Lebens. Weiter führt die Route vorbei am 91 m hohen Kalkberg in Bad Segeberg und durch die hügelige Holsteinische Schweiz mit zahlreichen Badeseen und Wäldern. Von Weitem ist das direkt am See thronende Schloss Plön zu erkennen. Verträumte Altstadtgassen und das Schloss mit seinem englischen Landschaftsgarten verleihen Eutin einen märchenhaften Charakter.

 

Auf der Weiterfahrt in Richtung Ostsee mit ihren abwechslungsreichen Stränden und Steilküsten liegt Salz in der Luft. Durch die Hafenstadt Neustadt und das Strandparadies Grömitz geht es zum Kloster Cismar. In Oldenburg in Holstein lohnt sich der Besuch der ehemaligen Bischofskirche St.-Johannis (1157), und das Oldenburger Wallmuseum lädt zu einem Ausflug in die Geschichte ein. Idealer Platz für eine Pause ist der romantische Fischerhafen in Heiligenhafen. Dann ist die Sonneninsel Fehmarn bald erreicht.

 

Kostenlose Broschüre mit Unterkunftsverzeichnis: Telefon 0431/128 508 73 oder . Website: www.moenchsweg.de

 

Zur Ergänzung: Der Mönchsweg führt auch durch Schmalensee: Von Bad Segeberg über Trappenkamp und Bornhöved kommt man an der Bundesstraße 430 ins Dorf, biegt an der Dorfeiche ab in Richtung Damsdorf, um zunächst zur Straße Am Ringreiterplatz abzubiegen und dann dem Weg durch die Feldmark in Richtung Stocksee und Bosau und weiter in die Holsteinische Schweiz.

Foto zur Meldung: Schatztruhe Binnenland: Radtour durch Norddeutschland auf dem Mönchsweg
Foto: Schatztruhe Binnenland: Radtour durch Norddeutschland auf dem Mönchsweg

Kieswerk-Exkursion intensiv am 26. September in Tensfeld

(22. 09. 2020)

Mitteilung vom GeoPark Nordisches Steinreich vom 08.09.2020:

 

Wie lassen sich Gesteinsfamilien unterscheiden? Welche Gesteine und Fossilien sind typisch für das norddeutsche Geschiebe? Was hat die Eiszeit mit Norddeutschland zu tun? Wie sehen Sand- und Kiesbetten im Inneren aus und woher kommt der Bernstein, der hier oft zu finden ist?

 

Diese und viele andere Fragen können wir auf unseren Kiesgrube Intensiv Exkursionen klären. Am Samstag, den 26. September 2020 von 12 bis 17 Uhr gehen wir auf eine intensive Erforschungstour in das Kieswerk Fischer in Tensfeld. Von einer kleinen Gesteinskunde über den Fossilinhalt bis hin zur jüngsten Entwicklungsgeschichte des nordeuropäischen Kontinents geben wir unser Bestes, um allen Fragen und Sammelleidenschaften gerecht zu werden.

 

Festes Schuhwerk, dem Wetter entsprechende (robuste) Kleidung, eventuell ein Eimer zum Sammeln und reichlich Getränke werden empfohlen. Regen ist übrigens kein Grund, die Exkursion abzusagen – im Gegenteil: Sind die Steine nass, sieht man die unterschiedlichen Farben und Strukturen besonders gut.

Wer hat, bringt Hammer, Schutzbrille und Lupe gerne selbst mit.

 

Eine Voranmeldung ist zwingend notwendig, per E-Mail an .

 

Der Unkostenbeitrag für die Veranstaltung beträgt 25,- € pro Person (Teilnehmerzahl ist begrenzt, geeignet ab 6 Jahren).

 

Treffpunkt: Ab 15 min. vor Veranstaltungsbeginn im Eingangsbereich des Kieswerk Fischer Tensfeld, etwa 1km vor Ortseingang Tensfeld an der Kiesstraße (Verbindungsstraße von Tensfeld zur A21).

 

Veranstalter: Förderverein GeoPark Nordisches Steinreich e.V.

 

Foto: GeoPark Nordisches Steinreich

 

Foto zur Meldung: Kieswerk-Exkursion intensiv am 26. September in Tensfeld
Foto: Kieswerk-Exkursion - Foto GeoPark Nordisches Steinreich

SE-Kulturtage: Alltagspoesie am 25. September in der Alten Schmiede

(22. 09. 2020)

Seit dem 11. September finden im Kreis Segeberg – unter den Corona-bedingten Auflagen und Beschränkungen – die SE-Kulturtage statt. Im Rahmen dieses Kulturfests findet am Freitag, 25. September, in der Alten Schmiede Bornhöved eine Lesung statt.

 

Der Bornhöveder Horst Detering wird die Zuhörer laut Ankündigung des Fördervereins Alte Schmiede ab 19 Uhr auf eine „entspannte Wanderung auf den Spuren des Lebens“ mitnehmen.

 

Die Lesung ist in die Abschnitte Spuren des Lebens, Reisefieber und „na und“ gegliedert und soll Geschichten beinhalten, die wie der Alltag zum Lachen und Weinen anregen, die berühren und erschrecken.

 

Unterstützt wird die Lesung von textbezogenen Fotografien, die Horst Detering auf die Leinwand bringt, und die der Zuhörerschaft jeweilige Impressionen vor Augen führen. Lauschen und schauen.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung, die vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved präsentiert wird, ist frei. Eine Anmeldung im Vorwege ist notwendig unter Telefon 04323/804840 bei Horst Detering.

Foto zur Meldung: SE-Kulturtage: Alltagspoesie am 25. September in der Alten Schmiede
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Die Kita steht im Fokus der nächsten Ausschusssitzung

(21. 09. 2020)

Die Schmalenseer Gremien starten in die Herbstberatungen. Am Mittwoch, 23. September, ist der Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr an der Reihe. Ab 19.30 Uhr wird im Gasthof Voß beraten – insbesondere in Sachen Außenstelle der Kita Eris Arche im Sportlerheim.

 

Grund dafür ist das am 12. Dezember 2019 beschlossene „Gesetz zur Stärkung der Qualität in der Kindertagesbetreuung und zur finanziellen Entlastung von Familien und Kommunen (Kita-Reform-Gesetz)“ des Landes Schleswig-Holstein. Zwar ist aufgrund der Corona-Pandemie das Inkrafttreten vom 1. August 2020 auf den 1. Januar 2021 verschoben worden, die Elternentlastung sollte aber trotzdem schon im August dieses Jahres wirksam werden.

 

Entsprechend wird der Ausschuss mit Informationen zum Thema versorgt werden und sich in voraussichtlich nichtöffentlicher Runde mit der weiteren Förderung der Kita auseinandersetzen. Öffentlich beraten wird die Beantragung von Fördermitteln für weitere Baumaßnahmen, die 2021 im Sportlerheim für die Kita notwendig sein werden.

 

Ein Kommunikationskanal für Schmalensee?

 

Beraten wollen die Ausschussmitglieder auch die „Dorffunk-App SH“, die schon in der Gemeinde Blunk zur Anwendung kommt und neben der recht statischen Gemeinde-Homepage ein Kommunikationskanal für Schmalensee sein könnte.

 

Was ist mit den Veranstaltungen im Dorf?

 

Termine sind bereits viele ausgefallen in diesem Jahr – wegen des Coronavirus. Inwieweit das auch auf die in gemeindlicher Verantwortung liegenden Veranstaltungen – den Volkstrauertag und die Seniorenweihnachtsfeier – zutreffen wird, entscheidet sich im Verlauf der Ausschusssitzung. Die Feuerwehr wird bis dahin einen Vorschlag zum Volkstrauertag unterbreiten, denn sie ist allein durch ihr Antreten am Denkmal maßgeblich eingebunden.

 

Vereine, deren Termine im vierten Quartal des Jahres noch nicht abgesagt sind, könnten die Sitzung des Ausschusses nutzen, hierzu Aussagen zu treffen. Aber natürlich steht es allen frei, die weitere Entwicklung der Corona-Lage zu beobachten und kurzfristig über Durchführung oder Absage zu entscheiden.

 

Foto zur Meldung: Die Kita steht im Fokus der nächsten Ausschusssitzung
Foto: Schmalensee Wappen Trafokasten

Minijob: Schmalensee sucht Allrounder mit handwerklichem und technischem Geschick

(20. 09. 2020)

Die Gemeinde Schmalensee sucht ab sofort einen Gemeindearbeiter oder eine Gemeindearbeiterin (m/w/d) als unbefristete Teilzeitkraft im Rahmen eines 450 Euro-Minijobs.

 

Hintergrund ist die vordringliche Notwendigkeit, für den Vollzeit-Gemeindearbeiter Volker Kay eine Urlaubs- und Krankheitsvertretung zu finden, die auch in der Lage ist, Bereitschaftsdienste zum Beispiel am Wochenende zu übernehmen. Nachdem sich Ingo Hansen beruflich und privat verändert hatte, ist hier eine Lücke entstanden.

 

In Abstimmung mit Bürgermeister Sönke Siebke hat Gemeindevertreter Christopher Brust entsprechende Stellenanzeigen (kurz/lang) entwickelt, die dieser Nachricht beigefügt sind.

 

Umfangreiches und abwechslungsreiches Arbeitsfeld

 

Die Tätigkeiten der Teilzeitkraft sind quasi deckungsgleich mit denen des Gemeindearbeiters und beinhalten die Wartung und Instandhaltung der örtlichen Vakuumentwässerungsanlage inklusive der Beseitigung von Störungen an Hausanschlussschächten; die Straßen- und Wegeunterhaltung; die Pflege und Instandhaltung gemeindlicher Grünflächen, Liegenschaften, Kinderspielplätze und Denkmäler; den kommunalen Winterdienst.

 

Eine handwerkliche Ausbildung sowie vielseitige handwerklich-technische Fertigkeiten sind ebenso Voraussetzung wie das Vorhandensein des Führerscheins der Klasse B, möglichst C1 oder mehr.

 

Vergütung und weitere Leistungen in der Anlage

 

Eine ausführliche Stellenbeschreibung ist dieser Mitteilung als PDF-Datei beigefügt. Interessierte melden sich bitte unter der darin angegebenen Anschrift bei Bürgermeister Sönke Siebke.

 

Alle Schmalenseerinnen und Schmalenseer sind dazu aufgefordert, für diese Tätigkeit infrage kommende Personen auf dieses Stellenangebot aufmerksam zu machen.

 

[Stellenanzeige Gemeindearbeiter Schmalensee 450-Euro-Minijob Lang]

Foto zur Meldung: Minijob: Schmalensee sucht Allrounder mit handwerklichem und technischem Geschick
Foto: Stellenanzeige Gemeindearbeiter Schmalensee 450-Euro-Minijob Kurz

Blutspende: Erneut Hotspot in den Holstenhallen Neumünster

(20. 09. 2020)

Der Bedarf an Spenderblut reißt nicht ab. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie versucht der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes, neben seinen hartgesottenen Stamm-Spendern zusätzliche Freiwillige zu gewinnen, die von ihrem Lebenssaft einen halben Liter abgeben, damit in Krankenhäusern wichtige Operationen vorgenommen und Opfer von Unfällen versorgt werden können.

 

Aderlass am 23., 24. und 25. September möglich

 

Schon mehrfach waren in der Vergangenheit die Holstenhallen in Neumünster zum sogenannten Blutspende-Hotspot umgewandelt worden. Der nächste Zeitraum ist kurzfristig bekannt gegeben worden: Von Mittwoch, 23., bis Freitag, 25. September, steht der Blutspendedienst Nordost jeweils von 14 bis 18 Uhr in der Holstenhalle 2 bereit, Spendenwillige aufzunehmen.

 

Um alle Corona-Schutzmaßnahmen erfüllen zu können, wird um eine vorherige Terminreservierung unter www.blutspende.de gebeten. Rund 70 Personen werden täglich erwartet, es gebe noch freie Plätze, heißt es in einer Mitteilung. Darin wird auch auf eine Verlosung hingewiesen, die noch bis zum 2. Oktober läuft: Mehrere E-Bikes werden an Spenderinnen und Spender aus Hamburg und Schleswig-Holstein vergeben.

 

Im Herbst weitere Hotspot-Termine

 

Weitere Zeiträume, in denen der Blutspende-Hotspot in Neumünster betrieben wird, sind auch schon benannt worden: Vom 19. bis 20. Oktober sowie vom 25. bis 27. November wehen über den Holstenhallen wieder die Rotkreuz-Flaggen.

Foto zur Meldung: Blutspende: Erneut Hotspot in den Holstenhallen Neumünster
Foto: Blutspende: Erneut Hotspot in den Holstenhallen Neumünster

WZV fährt ab 21. September wieder Strauchgut ab

(19. 09. 2020)

Das wird alle Gartenfreunde freuen: rechtzeitig zum Sommerausklang, wenn man sich Gedanken über das Zurückschneiden der Sträucher in der privaten Grünanlage macht, lockert der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) ab Montag, 21. September, die Konditionen für die Strauchgutabfuhr.

 

In der Corona-Pandemie war eine Abholung durch den WZV bislang nicht mehr möglich. Dafür konnte man unter Corona-Bedingungen sein Strauchgut bis jetzt kostenlos bei den Recyclinghöfen, etwa in der Nachbarschaft in Damsdorf/Tensfeld anliefern. Das endet am 21. September, wie der WZV am 17. September mitgeteilt hat. Das heißt, dass wieder eine begrenzte Menge je Haushalt abgeholt wird. Die gute Botschaft, die am 19. September in der Segeberger Zeitung nachzulesen ist: Was bisher in der Pandemie angeliefert wurde an Strauchgut, wird natürlich nicht auf die Abholmengen angerechnet.

 

Hier die Mitteilung des WZV vom 17.09.2020:

 

Ab dem 21.09.20 werden wieder Anmeldungen zur Strauchgutabfuhr entgegengenommen. Die Aussetzung der Voranmeldung bei Selbstanlieferung ist damit beendet.

 

Der WZV war in den vergangenen Monaten, genauso wie alle anderen öffentlichen Einrichtungen, Ladengeschäfte oder Dienstleister, gezwungen, Maßnahmen zur Sicherstellung seiner Aufgaben vorzu-nehmen. Diese Schritte waren notwendig, führten jedoch auch dazu, dass die personellen Ressourcen nicht vollumfänglich genutzt werden konnten. Daher waren manche Dienstleistungen wie die Strauch-gutabfuhr bislang noch ausgesetzt oder wurden nur begrenzt angeboten.

Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Infektionsgeschehens konnten die Einschränkungen des Leistungsportfolios des WZV nunmehr aufgehoben werden.

 

Wie kehren hier endlich wieder zum Tagesgeschäft zurück“, sagt Oguz, die gleichzeitig darauf hinweist, dass Selbstanlieferungen auf einem der Recyclinghöfe ab sofort wieder nur mit vorheriger Anmeldung möglich sind. Das gilt auch für Sperrmüll. „Während der Aussetzung der Strauchgut- und Sperrmüllabfuhr haben wir diese Fraktionen im Rahmen der Freimengen auf unseren Recyclinghöfen auch ohne Anmeldung angenommen, um es unseren Kunden leichter zu machen“, schildert die Bereichsleiterin, „Das geht mit der Rückkehr zum normalen Ablauf jetzt nicht mehr.“

 

Unter 04551 / 909 222 oder online auf www.wzv.de nimmt das Service-Team des WZV ab dem 21.09.20 die Anmeldungen zur Strauchgutabfuhr entgegen. Private Haushalte können zweimal 3 Kubikmeter oder einmalig 6 Kubikmeter im Kalenderjahr kostenfrei zur Entsorgung anmelden.

 

Foto zur Meldung: WZV fährt ab 21. September wieder Strauchgut ab
Foto: WZV fährt ab 21. September wieder Strauchgut ab

Abendpirsch im Erlebniswald Trappenkamp am 26. September

(18. 09. 2020)

Eine spannende Abendpirsch durch den Erlebniswald Trappenkamp versprechen die Landesforsten für Samstag, den 26. September 2020. Um 18 Uhr soll es losgehen. Eine Anmeldung ist erforderlich.

 

Unter fachkundiger Leitung werden die Besucher durch das weitläufige Hirschgehege streifen und das große Rudel beobachten. „Mit etwas Glück können die Teilnehmer auch die eindrucksvolle Brunft der Hirsche beobachten“, sagt Erlebniswald-Leiter Stephan Mense in einer Mitteilung.

 

Treffpunkt ist der Haupteingang zum Erlebniswald in Daldorf (Tannenhof). Die Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Ein Fernglas sollte mitgeführt werden.

 

Die erforderliche vorherige Anmeldung ist möglich:

per E-Mail an oder telefonisch unter 04328/170480.

 

Foto: Erlebniswald Trappenkamp

 

Foto zur Meldung: Abendpirsch im Erlebniswald Trappenkamp am 26. September
Foto: Rotwild - Foto Erlebniswald Trappenkamp

Malkreide-Aktion des Kreises Segeberg am 19. September zum Weltkindertag

(16. 09. 2020)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 14.09.2020:

 

Kinder erobern die Straßen“: Das ist das Motto des diesjährigen Weltkindertages am kommenden Sonntag, 20. September. Wir wollen diese Eroberung unterstützen – und zwar möglichst farbenfroh!

 

Ab kommenden Sonnabend, 19. September, 14.30 Uhr, können Kinder auf dem Teerplatz beim Spielplatz Kurlandstraße / Außengelände in Trappenkamp mit bereitgestellter Straßenmalkreide alles bunt bemalen.

 

Die Familienzentren und der Kreis Segeberg beteiligen sich an der deutschlandweiten Aktion von UNICEF. Sie ruft Kinder und Jugendliche auf, am 20. September mit Straßenmalkreide bunte Streetart-Bilder zu malen und gemeinsam mit mehr als zehn Millionen Kindern ihren Rechten Gehör zu verschaffen. Eltern sind eingeladen, die Bilder unter dem Hashtag #wiestarkwäredasdenn zu posten.

 

Bei unserer Malaktion kann jedes Kind mit bunten Kreidekunstwerken ein Zeichen setzen – für seine Wünsche, Ideen und vor allem für die Rechte der Kinder“, sagt Frau Cordula Schulz, Leiterin des AWO Familienzentrums Pusteblume.

 

Toll wäre es, wenn wir viele Fotos von der Kinderstraßenmalkunst bekommen könnten, zum Beispiel per Mail an “, bittet Frau Dagmar Kristoffersen von der Kreisverwaltung Segeberg. „Vielleicht können wir daraus einen bunten Kinderrechtekalender gestalten. Malt den Kreis bunt!“

 

Kinder, die gerne an der Malaktion teilnehmen möchten, können sich an folgenden Familienzentren kostenlos ein Päckchen Straßenmalkreide abholen:

 

Bad Segeberg, Familienzentrum Spurensucher, An der Trave 1 -3,

Wahlstedt, Familienzentrum Wahlstedt, Poststr. 3,

Trappenkamp, AWO Familienzentrum Pusteblume, Königsberger Str. 6,

Bad Bramstedt, Familienzentrum Mullewapp, Glücksstädter Str. 15,

Kaltenkirchen, Familienzentrum Tausendfüßler Stiftung, Krückauring 116,

Nahe, Familienzentrum Nahe, Mühlenweg 13,

Henstedt-Ulzburg, Familienzentrum, Schulstraße 5,

Henstedt Ulzburg, Kitas Schäferkampsweg und Kita Emma-Gärtner,

Struvenhütten, Kita Pusteblume.

 

Foto: Dagmar Kristoffersen, Kreisverwaltung Segeberg

Foto zur Meldung: Malkreide-Aktion des Kreises Segeberg am 19. September zum Weltkindertag
Foto: Malkreide-Foto von Dagmar Kristoffersen

September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 09. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat September die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Stockseer Straße noch ein Feldweg: Laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 16. September 1950, vor 70 Jahren, sollen im Rahmen der produktiven Erwerbslosenfürsorge im Kreis Segeberg mehrere Straßenbaumaßnahmen vorgenommen werden. Darunter auch der Bau der Straße Schmalensee-Stocksee. Hierbei Arbeit zu erhalten, hoffen auch zahlreiche örtliche Arbeitslose. Die bislang nur einem Feldweg ähnelnde „Straße“ nach Stocksee bedeutet bis dato eine Lücke in der Direktanbindung der Nachbargemeinde an ihren neuen Amtsort Bornhöved (Stocksee, Damsdorf, Tensfeld und Tarbek mit Alt Erfrade bildeten zuvor das Amt Stocksee, Bornhöved, Gönnebek und Schmalensee das Amt Bornhöved, Anmerkung) und darüber hinaus an die Bundesstraße nach Neumünster. Doch vorerst bleibt es bei der Planung des Ausbaus.

 

50 Jahre Reichsbund: Die Ortsgruppe Bornhöved und Umgebung des Reichsbundes der Kriegs- und Zivilgeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen, feiert am 17. September 1970, vor 50 Jahren, ihr 50-jähriges Bestehen. Weil man sich nach dem Ersten Weltkrieg der Versehrten aus Bornhöved und Umgebung in koordinierter Weise annehmen wollte, wurde die Ortsgruppe gegründet. Bis 1933 setzte sie sich für die sozialen Belange der Kriegsopferfürsorge ein. Im Dritten Reich existierte die Gruppe als Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung weiter, um nach Kriegsende wieder ihre ursprüngliche Arbeit aufzunehmen. Auf bis zu 600 Mitglieder aus Bornhöved und umliegenden Ortschaften wuchs die Gruppe an, die lange Zeit vom späteren Ehrenvorsitzenden und Gründungsmitglied Alfred Dau geleitet wurde. Unter dem aktuellen Vorsitzenden Karl Roggensack zählt der Reichsbund 1970 noch 200 Mitglieder. Heute firmiert der Reichsbund unter dem Namen Sozialverband Deutschland – SoVD.

 

Diebe im Dorf: In der Nacht zum 18. September 1980, vor 40 Jahren, wird aus einer unverschlossenen Garage auf dem Gelände der Gärtnerei von Karl-Heinz Hamann ein Klappfahrrad entwendet. Bereits vor einigen Tagen brachen Unbekannte an einem PKW die Tankklappe auf und pumpten etwa 20 Liter Kraftstoff ab.

 

Sportliche Schmalenseer Schüler: Die Segeberger Zeitung berichtet am 19. September 1975, vor 45 Jahren, von den an der Grund- und Hauptschule Bornhöved durchgeführten Bundesjugendspielen. Einige Schmalenseer Kinder werden dabei Jahrgangsbeste im Dreikampf: Astrid Siebke (Jahrgang 1966, 235 Punkte), Andrea Farken (1965, 183), Thorsten Göttsch (1964, 243) und Angela Göttsch (1961, 320).

 

Betagte Schmalenseer: Drei betagte Schmalenseer feiern binnen weniger Tage im September 1935 Geburtstag. Davon berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt in seiner Ausgabe am 24. September 1935, vor 85 Jahren. Seinen 80. Geburtstag begeht demnach „in voller Frische“ der langjährige Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau. Seinen 90. Ehrentag begeht Heinrich Stegelmann, Altenteiler auf dem Reichserbhof der Familie Stegelmann. Er sei ebenfalls „noch recht rüstig und wird oft beim Füttern der Kühe gesehen“. Dritte Jubilarin ist die Rentnerin und Witwe Elsabe Stegelmann, die ihren 83. Geburtstag feiert. „Elschen“ sei sehr rüstig und halte „Haus und Garten selbst in bester Ordnung. Entgegen dem Wunsch ihrer Kinder zieht sie nicht zu ihnen in die Stadt sondern will den Lebensabend in ihrer Räucherkate zubringen.“

 

So lockt man Kunden: „10.000 Mark Belohnung…“ ist in einer Anzeige zu lesen, die das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 26. September 1920, vor 100 Jahren abdruckt. Es handelt sich um Werbung für das Kino in Bornhöved, die insgesamt lautet: „10.000 Mark Belohnung… gibt es nicht, aber dafür den berühmten Detektiv-Film ‚Das Leben des Verbrecherkönigs’.“

 

Ein glorreiches Pferdesport-Wochenende: In Neumünster findet am Wochenende 26./27. September 1925, vor 95 Jahren, das Landesturnier des Reitsports statt. Der Sonnabend steht im Zeichen von Eignungsprüfungen. Ernst Saggau aus Schmalensee wird Sechster in der Eignungsprüfung für Reitpferde, an den Schmalenseer Ludwig Saggau geht in der Eignungsprüfung für Wagenpferde im Einspänner der 1. Platz der schweren Klasse. Der Sonntag wird zum Triumphtag für den Reiterverein Bornhöved und Umgebung. Dem Verein gelingt es, im Landeswettkampf von 49 schleswig-holsteinischen Reitervereinen Vorjahressieger Kellinghusen auf Platz 2 zu verweisen und den Sieg davonzutragen. Im Patrouillen-Jagdspringen belegen die Bornhöveder den dritten Platz.

 

Schmalenseer Landjugend an der Landesspitze: In Neumünster wird Maya Grote aus Schlamersdorf, Mitglied der Landjugendgruppe Schmalensee, zur Vorsitzenden des Landeslandjugendverbandes gewählt. Die Segeberger Zeitung berichtet am 27. September 1995, vor 25 Jahren, dass die 20-Jährige, die seit drei Jahren Mitglied der LJG Schmalensee ist und in diesem Jahr schon Segeberger Kreisvorsitzende wurde, sich knapp im zweiten Wahlgang gegen eine Mitbewerberin aus Dithmarschen durchsetzen konnte.

 

Wie man Streit beendet: „Zu Kaiser's Zeiten“ war es durchaus üblich, sich bei Streitereien an Gerichte zu wenden. Etwa nach einer vermeintlichen Beleidigung oder üblen Nachrede. Gerechtigkeit widerfuhr den Geschädigten seinerzeit unter anderem in Form von öffentlichen Ehrenerklärungen: Das Gericht verurteilte etwa den Schmalenseer Heinrich Jäger einst dazu, im Segeberger Kreis- und Wochenblatt richtigzustellen, dass er den Schmalenseer Claus Gierau für rechtschaffen und ehrlich hält. Abgedruckt am 30. September 1890, vor 130 Jahren. Offenbar war Jäger zuvor anderer Meinung gewesen.

 

Foto zur Meldung: September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Ehrenerklärung Heinrich Jäger für Claus Gierau, SKWB 30.09.1890

War da was am Warntag?

(14. 09. 2020)

Nachdem auf dieser Gemeinde-Homepage auf den nach 30 Jahren Pause ersten bundesweiten Warntag am 10. September hingewiesen worden war, ist ein kurzer Blick zurück angeraten.

 

Wie berichtet, sollte, ausgehend vom Modularen Warnsystem (MOWAS) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn, ein Alarmsignal diverse Warnmittel in der ganzen Republik aktivieren. Ziel dieser Übung: Eine Sensibilisierung der Bevölkerung für eben jene Warnmittel wie Sirenen, Lautsprecher-Durchsagen, Warn-Apps, digitale Werbeflächen sowie das Radio und Fernsehen. Denn Szenarien, vor denen flächendeckend gewarnt werden muss, sind nicht abwegig: Umwelt- und Naturkatastrophen, Terrorangriffe, Waldbrände und andere Großschadenslagen.

 

Um 11 Uhr sollte der Probealarm ausgelöst und um 11.20 Uhr aufgehoben werden. Das hat nicht geklappt.

 

In den Fokus der Kritik rückte dabei die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), die kostenlos verfügbar und für den eigenen Standort beziehungsweise Landkreis oder Stadt eingestellt werden kann. Erst um 11.17 Uhr drang das NINA-Signal durch, und dann auch nur als stiller Alarm – der Nutzer musste die Applikation öffnen und nachschauen, ob eine Nachricht vorliegt.

 

Von einem Flop schrieb manche Zeitung, zumal die Aufhebung des Probealarms erst um 11.40 Uhr (und noch einmal gut 24 Stunden später) erfolgte. Es sei zu einer Überlastung des Signals gekommen, auch, weil einige Bundesländer zusätzlich zum Bundesamt eigene Warnmeldungen in die NINA einspielten, heißt es in einer Mitteilung des schleswig-holsteinischen Innenministeriums.

 

Sirenenalarm gab es auch nicht. Das Bundesamt ist nicht in der Lage, diese mit einem Signal zentral anzusteuern. Und auch im Kreis Segeberg blieben die Sirenen, mit Ausnahme der Stadt Norderstedt, stumm. Aussage des Kreises ist, dass die Leitstelle nur Alarm für die Feuerwehren auslösen kann, andere Warntöne seien gar nicht einprogrammiert. Es sei nicht einmal bekannt, wie viele Sirenen in den Gemeinden noch vorhanden seien, in deren Zuständigkeit die Sirenen fallen.

 

Bliebe – zumindest für Schmalensee – neben Funk und Fernsehen noch das Warnmittel Freiwillige Feuerwehr: Die ist tatsächlich mit einem Außenlautsprecher in der Lage, Ansagen vom Einsatzfahrzeug aus an die Bevölkerung zu richten. An einem Donnerstagvormittag eine solche Übung zu fahren wäre, insbesondere gegenüber Arbeitgebern, sicher keine gute Werbung für das Ehrenamt gewesen.

 

Bleibt festzuhalten, dass der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinigung wohl mehr ein Lerntag war, an dem Mängel und Fehler aufgedeckt wurden. Bis zum nächsten zweiten Donnerstag im September sollten diese hoffentlich beseitigt sein.

 

 

Foto zur Meldung: War da was am Warntag?
Foto: Die WarnApp NINA funktionierte am Warntag - aber nicht wie geplant

Ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte unserer Region

(14. 09. 2020)

Am Donnerstag, 24. September 2020, von 20 bis 22 Uhr, wird Dr. Andreas Müller, Professor für Kirchengeschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, in der Mensa der Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp einen interessanten Vortrag halten:

 

Die Missionierung und Christianisierung der Slawen in Schleswig-Holstein

 

In der Ankündigung heißt es: „Die Missionierung der Slawen in Holstein seit dem 10. Jahrhundert ist ein wenig behandeltes Kapitel der Landesgeschichte. Oft ging diese mittelalterliche Mission mit Gewalt einher. In jedem Fall hat sie ihre Spuren im Osten Schleswig-Holsteins bis heute sichtbar hinterlassen. Der Vortrag macht deutlich, wie mittelalterliche Mission generell vor sich ging und schildert auch mit einigen Lichtbildern deren Folgen.“

 

Wer auf dieser Gemeinde-Homepage oder generell die Beiträge zum Limes Saxoniae verfolgt, der weiß um die Lage des wohl im 12. Jahrhundert entstandenen Schmalensee dort, wo einst die Grenze (Limes) zwischen holsteinischen Sachsen und Slawen verlief. Die Sprachgrenze ist noch immer ersichtlich in Ortsnamen wie Belau und Dersau (slawisch) auf der einen und Bornhöved oder Gönnebek auf der anderen Seite.

 

Die Forscher gehen heute davon aus, dass die Vicelin-Kirche zu Bornhöved über einem alten heidnischen Heiligtum vielleicht slawischen Ursprungs errichtet wurde. Die Slawen gaben, nachdem sie in diese Landstriche einst vordrangen, dem angesichts vieler vorzeitlicher Grabstätten „Heiligen Feld“ einen Namen (Zuentipolje, Sventipole, Sventifeld), der sich bis heute erhalten hat: Die Schwentine (Fluss), der Musikzug Sventana, der Schulverband Sventana Bornhöved.

 

Der Eintritt zum Vortrag am 24. September, den die Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft, Sektion Trappenkamp/Bornhöved, in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Trappenkamp/Bornhöved veranstaltet, ist frei.

 

Wegen des Corona-Abstandsgebotes ist die Zahl der Sitzplätze aber begrenzt und eine Anmeldung zwingend erforderlich: oder

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Foto zur Meldung: Ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte unserer Region
Foto: SHUG Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft

Erlebnisschmiede Bornhöved am Tag des offenen Denkmals 13. September offen

(12. 09. 2020)

Die historische Werkstatt in der früheren Dorfschmiede in Bornhöved (Kuhberg 13) ist zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September von bis 16 Uhr für interessierte Besucher geöffnet. Der letzte tätige Schmiedemeister Gerhard Rühl arbeitet an Esse und Amboss und Karsten Behrends von der IHL, der Interessengemeinschaft Historischer Landmaschinen, repariert alte Geräte, heißt es in einer Mitteilung des Fördervereins Alte Schmiede.

 

Das Handwerk bildet die Grundlage unserer Denkmallandschaft, so sind seit 2003 traditionelle Handwerkstechniken Teil des immateriellen Weltkulturerbes. Gewerke der Metallverarbeitung sind Jahrtausende alt. Handwerkliche Fähigkeiten erleichtern seit Urzeiten unser Leben: ob bei Tierzucht und Fischfang, der Herstellung von Geräten und Werkzeugen zum Hausbau oder in der Landwirtschaft und auch für die Forstwirtschaft.

 

Veranstalter des Tags des offenen Denkmals in der Alten Schmiede Bornhöved ist der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved. Die Corona-Auflagen können eingehalten werden. Der Eintritt ist frei.

 

Mehr im Internet unter www.alte-schmiede-bornhoeved.de

Foto zur Meldung: Erlebnisschmiede Bornhöved am Tag des offenen Denkmals 13. September offen
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Familienwanderung im Erlebniswald am 20. September

(12. 09. 2020)

Ein Veranstaltungshinweis der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten für den Erlebniswald Trappenkamp (in Daldorf) vom 03.09.2020:

 

Familienwanderung im Spätsommer

 

Termin: Sonntag, 20. September 2020, um 14.00 Uhr, im ErlebnisWald Trappenkamp

Treffpunkt: am Waldhaus

 

Der ErlebnisWald Trappenkamp lädt zu einer spannenden Familienwanderung durch den schönen spätsommerlichen Wald ein. Unter fachkundiger Begleitung werden die beginnenden Spuren des Herbstes im Wald entdeckt. Die ersten Pilze sprießen aus dem Boden, bunte Blätter können gesammelt werden und die Früchte von verschiedenen Bäumen und Sträuchern lernen die Teilnehmer kennen. Mit etwas Glück kann sogar die Brunft des Rotwildes beobachtet werden.

 

Für eine Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich unter Telefon 04328 17049 0 oder unter .

 

Die Wanderung ist im Eintrittspreis inklusive.

 

Foto zur Meldung: Familienwanderung im Erlebniswald am 20. September
Foto: Familienwanderung Spätsommer - Rotwild - Foto Erlebniswald

Seminar zur Stärkung der Widerstandskraft am 26. September

(11. 09. 2020)

Mitteilung der Kontakt- u. Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KIS) der AWO vom 31.08.2020:

 

Im Seminar Resilienztraining die Widerstandskraft stärken

 

Die eigene Widerstandskraft zu stärken, um Krisen besser zu bewältigen, ist das Ziel eines Tagesseminars bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KIS).

 

Veränderungen im Job, eine Krankheitsdiagnose, ein Umzug und viele andere Situationen können Menschen aus der Bahn werfen.

 

In einem Workshop am Samstag, den 26. September, können Teilnehmer lernen, wie sie Veränderungen leichter in ihren Alltag integrieren können.

 

Die Ergotherapeutin Maren Müller hat eine Mischung aus Gesprächsrunden, Informationen über das Funktionieren des Nervensystems, Bewegungs- und Entspannungsübungen zusammengestellt. Sie möchte den Teilnehmern zeigen, wie sie sich selbst und ihre Verhaltensweisen verstehen lernen. So können innere Kraftquellen entdeckt werden, die wieder mehr Selbstsicherheit und Wohlbefinden erzeugen.

 

Die Einführung in das Training der eigenen Resilienz wird von 10 bis 16 Uhr, inklusive einiger Pausen angeboten. Veranstaltungsort ist das AWO-Gemeinschaftshaus, Am Eichberg 13, in Bad Segeberg.

 

Um Anmeldung wird gebeten. Die Plätze sind begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte können sich direkt an die KIS unter der Rufnummer 04551/3005 wenden oder eine Mail schreiben unter .

Foto zur Meldung: Seminar zur Stärkung der Widerstandskraft am 26. September
Foto: KIS Kontakt- u. Informationsstelle für Selbsthilfegruppen

Wirtschaftsakademie bietet Prüfungsvorbereitung für Auszubildende in Bad Segeberg

(11. 09. 2020)

Mitteilung der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein vom 03.09.2020:

 

Prüfungsvorbereitung für Auszubildende in Bad Segeberg

 

Die Wirtschaftsakademie in Bad Segeberg bietet kaufmännischen Auszubildenden Unterstützung bei der Vorbereitung auf die schriftlichen Abschlussprüfungen an. Die viertägigen Prüfungsvorbereitungen jeweils ab dem 5. Oktober richten sich an angehende Groß- und Außenhandelskaufleute sowie Kaufleute für Büromanagement (Abschlussprüfung Teil 2).

 

Neben einem Präsenztraining erhalten die Teilnehmenden einen Zugang zu einer Lernplattform, über die Lernvideos, Übungsaufgaben und zusätzliche Materialien zum Download zur Verfügung gestellt werden. Anmeldungen sind bis zum 17. September möglich.

 

Weitere Informationen und Anmeldung bei Birgit von Essen von der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (Marienstraße 37) unter Tel. (04551) 8893 27, per E-Mail an oder im Internet unter www.wak-sh.de.

 

Foto zur Meldung: Wirtschaftsakademie bietet Prüfungsvorbereitung für Auszubildende in Bad Segeberg
Foto: Wirtschaftsakademie SH

Grünstreifen werden zu Blühstreifen

(10. 09. 2020)

Was ist denn da passiert?“, fragen in den letzten Tagen Schmalenseerinnen und Schmalenseer, die den Schmiedeberg, also die Damsdorfer Straße hinauf- oder hinabgefahren sind. Am Ringreiterplatz „zieren“ derzeit zwei braune Streifen die Grünflächen. Aber nicht Zerstörungswut, sondern ein guter Zweck steckt dahinter.

 

Eine Befürchtung war schon, dass dort jemand „Gerätschaften“ ausprobiert und dabei das Erdreich umgewühlt habe. Aber dafür weisen die Streifen, die in die Grünflächen beiderseits der Straße vor dem „Grünen Hans“ gefräst wurden, viel zu gerade Konturen auf.

 

Hier werden Blühstreifen angelegt“, verrät Bürgermeister Sönke Siebke am Mittwochabend, 9. September. Wie in der Gemeindevertretung beschlossen, sollen an mehreren Stellen im Sinne des Insektenschutzes und wie landesweit vielerorts praktiziert Flächen so angelegt und präpariert werden, dass ein Rückgang der Flugkrabbler gebremst wird.

 

Noch ist das Saatgemisch nicht eingebracht und sind die Flächen nicht abschließend bearbeitet. Wenn es dazu kommt, wird wieder berichtet werden. Und im nächsten Jahr erfreuen wir uns hoffentlich an verschiedenen Orten im Dorf an zusätzlicher Blütenpracht.

 

Foto zur Meldung: Grünstreifen werden zu Blühstreifen
Foto: Keine Spur von Vandalismus - hier entsteht ein Blühstreifen

Fossilien und Kristalle am 19. September in der Kiesgrube Tensfeld

(10. 09. 2020)

Mitteilung vom GeoPark Nordisches Steinreich vom 04.09.2020:

 

Fossilien und Kristalle in der Kiesgrube

 

Vom Seeigel und Donnerkeil bis zu 500 Millionen Jahre alten Fossilien oder sogar über 1,8 Milliarden Jahre alte Gesteine haben die Kiesgruben im GeoPark Nordisches Steinreich viel zu bieten. Denn hier liegen Gesteine aus einem Altersspektrum, dass es so nur hier im Norden gibt.

 

Spannende Fossilien, glitzernde Bergkristalldrusen, Edelsteine und Gesteine mit einer sehr bewegten Geschichte warten auf ihre Entdeckung. Man muss sie nur erkennen. Hier setzt der GeoPark Nordisches Steinreich an und vermittelt bei seinen Exkursionen, das notwendige Fachwissen, um die wirklich aufregenden Fundstücke selbst entdecken zu können.

 

Spielerisch leicht und aufregend präsentiert sich dieses Wissen, wenn die vielen verschiedenen Funde der Exkursion gezeigt werden. Am Samstag, 12. September, bietet sich die Gelegenheit in der Kiesgruben Zweedorf Nord bei Boizenburg und Lauenburg einmal den ganzen Tag lang immer neue Funde zu machen. Alternativ kann am Samstag, 19.9., bei einer Exkursion in Tensfeld bei Segeberg / Neumünster die ganze Familie gemeinsam sich auf die Suche nach den Zeugen der Erdgeschichte machen.

 

Die genauen Details, sowie die Treffpunkte und viele weitere Veranstaltungen findet man wie immer unter http://www.geopark-nordisches-steinreich.de/veranstaltungen.

 

Wegen Corona ist die Gruppengröße bei allen Veranstaltungen beschränkt und daher ist eine Anmeldung unter oder 04547/159315 erforderlich.

 

 

Foto zur Meldung: Fossilien und Kristalle am 19. September in der Kiesgrube Tensfeld
Foto: Seeigelfund aus der Kiesgrube - Foto Geopark Nordisches Steinreich

Umweltministerium startet Anhörung zum Abfallwirtschaftsplan für Klärschlamm

(10. 09. 2020)

Mitteilung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung vom 01.09.2020:

 

Die Klärschlammentsorgung in Schleswig-Holstein soll neu geordnet werden. Das Kabinett hat heute dazu den Entwurf eines neuen Abfallwirtschaftsplans für Klärschlamm verabschiedet, der vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung erarbeitet worden ist. Der Planentwurf geht nun in die öffentliche Anhörung. Bis zum 20. Oktober 2020 haben die Bürgerinnen und Bürger Schleswig-Holsteins die Gelegenheit zur Stellungnahme.

 

Parallel werden die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger und Abfallwirtschaftsgesellschaften, Abwasserverbände, die Kommunalen Landesverbände sowie die einschlägigen Wirtschafts- und Umweltverbände zum Abfallwirtschaftsplan angehört.

 

Mit dem neuen Abfallwirtschaftsplan wollen wir die Klärschlammentsorgung im Land neu aufstellen und den aktuellen Anforderungen anpassen. Zentrale Aufgabe ist es, im Entsorgungsprozess den wertvollen Rohstoff Phosphor zurückzugewinnen und dabei so umweltfreundlich wie möglich vorzugehen. Dabei wollen und müssen wir auch neue Wege gehen und auch die Kosten im Blick behalten“, sagte Umweltstaatssekretär Tobias Goldschmidt. „Der Rohstoff Phosphor ist wichtig für die Ernährungssicherheit. Die weltweiten Reserven reichen nur noch wenige Jahrzehnte und sind auf wenige Abbaugebiete konzentriert. Der vorliegende Abfallwirtschaftsplan zeigt, wie wir effizient mit Ressourcen umgehen und gleichzeitig Wasser und Boden schützen können.“

 

Mit Blick auf die Neuordnung der Klärschlammentsorgung, die bis spätestens 2032 umgesetzt sein muss, müsse die derzeitige Verwertungsstruktur nahezu komplett umgestellt werden. So wird es notwendig sein, geeignete thermische Behandlungskapazitäten unter Berücksichtigung der Phosphorrückgewinnung aufzubauen. Für 2023/2024 werden bereits Monoverbrennungsanlagen in Kiel und Stapelfeld geplant, die rechnerisch den gesamten Klärschlamm im Land aufnehmen könnten. Da noch nicht feststeht, wann diese den Betrieb tatsächlich aufnehmen, könnte die Mitverbrennung in anderen dafür geeigneten Anlagen übergangsweise eine Option darstellen.

 

Insbesondere für die Vielzahl der kleinen Kläranlagen bietet es sich an, Kooperationen mit größeren Anlagen einzugehen, damit die Behandlung und Entsorgung des Klärschlamms stärker zentralisiert und damit effizienter wird. Die zentralen Entsorgungsoptionen sind dabei die beiden geplanten Monoverbrennungsanlagen, für die bereits Genehmigungsanträge gestellt wurden. Diese könnten durch Klärschlammerzeuger in Anspruch genommen werden, sofern keine regionalen Verwertungskonzepte vorhanden sind. Die letzte Entscheidung über die Form der Entsorgung obliegt den Klärschlammerzeugern selbst“, sagte Goldschmidt.

 

Der Entwurf zum Abfallwirtschaftsplan Klärschlamm richtet sich insbesondere an die Betreiber der Kläranlagen, die sich auf eine veränderte Entsorgungsstruktur einzustellen haben. Um die betroffenen Akteure bei der Neuordnung der Klärschlammentsorgung und damit bei der Aufstellung des Abfallwirtschaftsplans einzubinden, wurde am 9. März 2018 der Klärschlammbeirat unter Leitung von Staatssekretär Goldschmidt berufen. Der vorgelegte AWP Klärschlamm wurde unter Berücksichtigung der Arbeitsergebnisse des Klärschlammbeirats aufgestellt und mit diesem vorabgestimmt.

 

Im Beirat sind neben dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auch der schleswig-holsteinische Bauernverband, die Landwirtschaftskammer und die kommunalen Landesverbände vertreten.

 

Hintergrund:

Mit Inkrafttreten der novellierten Klärschlammverordnung (AbfKlärV) im Oktober 2017 wird eine Neuordnung der Klärschlammentsorgung vorgegeben, die die Rückgewinnung von Phosphor in den Mittelpunkt stellt und die bodenbezogene Verwertung deutlich einschränkt. Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung wird nur noch für kleinere Kläranlagen möglich sein und eine Pflicht zur Phosphorrückgewinnung eingeführt.

 

Die Neufassung der Verordnung sieht vor, dass nach einer Übergangsfrist ab 2029 bzw. 2032 bei Kläranlagen mit über 100.000 bzw. 50.000 Einwohnerwerten Phosphor aus dem Nassschlamm, dem Klärschlamm oder der Klärschlammasche zurückgewonnen und damit einhergehend der Klärschlamm thermisch behandelt werden muss. Ab dem Jahr 2032 muss der größte Anteil der erzeugten Klärschlämme in Schleswig-Holstein verbrannt und der enthaltene Phosphor zuvor oder nach der Verbrennung zurückgewonnen werden.

 

 

Foto zur Meldung: Umweltministerium startet Anhörung zum Abfallwirtschaftsplan für Klärschlamm
Foto: Der echte Norden SH

Seminarprogramm für Weiterbildungen im Handwerk verfügbar

(08. 09. 2020)

Mitteilung der Handwerkskammer Lübeck vom 27.08.2020:

 

Kammer stellt Weiterbildungsangebote für Fachkräfte, Führungskräfte und Unternehmer vor

 

Das neue Seminarprogramm 2020/2021 der Handwerkskammer Lübeck ist erschienen. Mehr als 100 Bildungsangebote sind darin zu finden. Sie richten sich an Fachkräfte, Führungskräfte und Unternehmer in kleinen und mittelständischen Unternehmen und reichen vom eintägigen Workshop bis hin zum mehrmonatigen Meistervorbereitungskurs.

 

Neben den Gewerke spezifischen Meistervorbereitungslehrgängen, die berufsbegleitend in Teilzeit oder in kompakter Vollzeitvariante angeboten werden, sind auch die Gewerke übergreifenden Vorbereitungslehrgänge im Programm, die kaufmännisches, rechtliches und arbeitspädagogisches Wissen vermitteln. Diese werden ab Herbst auch wieder in der dann generalmodernisierten Berufsbildungsstätte Elmshorn angeboten.

 

Auch ein breites Angebot an Betriebsführungslehrgängen findet sich im Programm, u.a. die Fortbildung zum Geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung, die gezielt auf Führungsaufgaben vorbereitet. Interessenten finden zudem Tipps zur Planung ihres Karriereweges sowie Informationen über Fördermöglichkeiten wie Aufstiegs-BAföG, Weiterbildungsbonus oder Meistergründungsprämie.

 

Unsere Angebote orientieren sich gezielt an den Bedürfnissen von kleinen und mittelständischen Betrieben und deren Mitarbeitern“, sagt Simon Hofmann, Leiter des Fortbildungszentrums Lübeck. „Wir wollen sie dabei unterstützen, schnell und flexibel ihre beruflichen Kompetenzen weiterzuentwickeln. So oft wie möglich setzen wir dabei auf eine Kombination aus Online- und Präsenzkursen.“

 

Das Seminarprogramm kann kostenlos angefordert werden: Fortbildungszentrum der Handwerkskammer Lübeck, Telefon 0451 38887-0, E-Mail: . Es ist darüber hinaus kostenlos in allen Einrichtungen der Handwerkskammer oder bei den Kreishandwerkerschaften erhältlich. Alle Lehrgänge sind auch online unter www.hwk-luebeck.de unter dem Menüpunkt Weiterbildung zu finden. Die Mitarbeiter des Fortbildungszentrums beraten zu den Fördermöglichkeiten für berufliche Weiterbildungsvorhaben.

 

Foto zur Meldung: Seminarprogramm für Weiterbildungen im Handwerk verfügbar
Foto: Handwerkskammer Lübeck

Diakonie erweitert Angebot der Frühen Hilfen

(08. 09. 2020)

Familien können die mobilen Baby- und Elternsprechstunden der Diakonie Altholstein in Boostedt, Bad Bramstedt, Rickling, Willingrade, Trappenkamp und Bornhöved nutzen. Im Rahmen der Frühen Hilfen gibt es Unterstützung für Schwangere und Familien mit Kindern bis zu drei Jahren. Neben der telefonischen Beratung können auch persönliche Termine vereinbart werden, etwa im Familienbüro Bornhöved.

 

In den Sprechstunden wird rund um die Schwangerschaft und die ersten Lebensjahre beraten. Zudem wird an andere Einrichtungen vermittelt oder auch dorthin begleitet.

 

In Bornhöved gibt es im Familienbüro in der Lindenstraße 5 (Altes Amt) jeden Montag von 11 bis 12 Uhr eine Sprechstunde und in Trappenkamp an jedem Dienstag von 10 bis 11.30 Uhr im AWO-Familienzentrum Pusteblume (Königsberger Straße 6).

 

Weitere Informationen gibt es bei Karen Leichsenring unter Telefon 0160/4326688.

 

Das Angebot der Frühen Hilfen der Diakonie Altholstein ist kostenlos und wird aus Landesmitteln finanziert.

Foto zur Meldung: Diakonie erweitert Angebot der Frühen Hilfen
Foto: Diakonie Altholstein

Kreis Segeberg informiert am 9. September über Aufnahme von Pflegekindern

(06. 09. 2020)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 26.08.2020:

 

Pflegekinder: Informationsveranstaltung am 9. September in Kaltenkirchen

 

Nach einer Corona bedingten Pause haben Familien, Paare und Einzelpersonen, die ein Pflegekind oder mehrere Pflegekinder aufnehmen möchten, ab September wieder die Möglichkeit, sich beim Pflegekinderdienst des Jugendamtes zu informieren.

 

Der nächste Termin ist am Mittwoch, 9. September, um 16 Uhr im Jugendamt in Kaltenkirchen, Flottkamp13c. Die Veranstaltung richtet sich an Pflegepersonen, Pflegeeltern und interessierte Bewerber*innen.

 

Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich bis Montag, 7. September, an . Registrierte Teilnehmer*innen erhalten eine

Anmeldebestätigung.

 

Zum Schutz der Gesundheit ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

 

Fragen beantworten die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes unter Telefon 04551 951-9589.

Foto zur Meldung: Kreis Segeberg informiert am 9. September über Aufnahme von Pflegekindern
Foto: Kreis-Logo Segeberg

Was gab's im August? Blick über den Tellerrand

(05. 09. 2020)

Nach Sommerferien und in der Corona-Pandemie lohnt sich der Blick über den Tellerrand auf Sachverhalte, die bisher nicht auf der Homepage der Gemeinde Schmalensee berichtet wurden. Schließlich kann es durchaus von Interesse sein, was in der Nachbarschaft geschieht.

 

Feuerwehr und Rettungsdienst: Zukünftig aus Neumünster geleitet?

 

Wo sollen zukünftig Notrufe aus dem Kreis Segeberg unter der Nummer 112 auflaufen? Und von wo aus sollen entsprechend Rettungsdienst und Feuerwehr zur Hilfeleistung in Marsch gesetzt werden? Derzeit laufen offenbar „hinter vorgehaltener Hand“ Gespräche, die Rettungsleitstellenarbeit zukünftig nicht mehr von Norderstedt aus verrichten zu lassen. Wie Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung im August berichten, will die Stadt Norderstedt aus einem bestehenden Vertrag aussteigen, u.a. weil sie beim Unterhalt der Leitstelle draufzahle. Ab 2025 könnte also auch die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee ihre Einsatzaufträge von anderer Stelle bekommen.

Hoch gehandelt wird scheinbar der Standort Neumünster. Die Stadt hat in der früheren Hindenburg-Kaserne die Blaulichtorganisationen in einem modernen Gefahrenabwehrzentrum gebündelt und unterhält dort eine ausbaufähige Leitstelle. Im Gespräch ist aber auch Elmshorn, von wo die Einsätze gemäß Polizeinotruf 110 beauftragt werden. Diese Leitstelle ist noch neuer und verfügt über weitere Kapazitäten. Bad Oldesloe wird als dritte Option zwar genannt, scheint aber schon ausgeschlossen, da ein Ausbau nicht möglich sei.

So oder so: Die Feuerwehren des Amtes Bornhöved werden auch in Zukunft durch eine Leitstelle zum jeweiligen Einsatzort gelenkt werden. Und wie Segebergs Kreiswehrführer Jörg Nero in der SZ zitiert wird, sollte das kein Problem sein: „Man kann sich von überall disponieren lassen.“

 

Baut der Kreis Segeberg quasi noch ein Kreishaus?

 

Schon bekannt ist, dass der Kreis Segeberg für seine auf mittlerweile 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsene Verwaltung in der Bad Segeberger Rosenstraße ein zweites Kreishaus errichtet. Am 28. August berichtete die Segeberger Zeitung zudem, dass auch am bisherigen Stammsitz der Kreisverwaltung in der Hamburger Straße umfangreiche Bauarbeiten eine Modernisierung Erweiterung herbeiführen sollen. Die Rede ist von 37 Millionen Euro, zusätzlich zu den 21 Millionen Euro, die das zweite Kreishaus kosten soll.

Laut SZ-Bericht seien sich angesichts des dringenden Bedarfs, der sich in einer wahren „Zersiedelung“ von Verwaltungsabteilungen über das Stadtgebiet bis in den Levo-Park, die frühere Bad Segeberger Kaserne wiederspiegelt, die Kreispolitiker weitgehend einig. Die Umbaumaßnahmen sehen scheinbar vor, den historischen Trakt gegenüber dem „Haus Segeberg“, dem Sitz des Landrates, und den Glas-ummantelten Trakt „Haus B“ zu erhalten. Die übrigen Gebäudetrakte, zum Teil stark sanierungsbedürftig, sollen umgebaut bzw. nach Teilabriss neu gebaut werden.

 

Keine Gemeinschaftsjagden wegen Corona?

 

Ein Gerücht unter Jägern griffen die Lübecker Nachrichten in ihrer Tagesausgabe vom 29. August auf. Demnach würden Gemeinschaftsjagden – also scheinbar auch Treibjagden – wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Ein Sprecher des Kreisjagdverbandes dementierte dieses gegenüber den LN jedoch. Gemeinschaftsjagden, also die Ansammlung mehrerer Jägerinnen und Jäger würden weiterhin geplant werden – mit Hygienekonzept. Das sehe vor, dass die Momente, in denen mehrere Jäger beisammen seien (z.B. Sicherheitsbelehrung, Kontrolle der Jagdscheine) in Kleingruppen durchgeführt würden. Das traditionelle Legen und Verblasen der Strecke werde entfallen und auf Geselligkeit mit Imbiss verzichtet.

Die Jagdverbände betonen, dass neben der Aktivität der einzelnen Jäger die Gemeinschaftsjagden notwendig seien, um die Wildbestände zu regulieren und Verbiss-Schäden und Beeinträchtigungen der Landwirtschaft zu reduzieren. Im Falle des Schwarzwildes, also der Wildschweine, gelte die Bejagung auch einer Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest, so die LN.

 

Aktivregion fordert Freigabe von Fördergeld

 

Schmalensee ist Teil der Aktivregion „Holstein's Herz“, die projektbezogen umfangreich EU-Fördergelder verteilt und in deren ehrenamtlichem Vorstand mit Jürgen Bucksch auch ein Schmalenseer tätig ist. In direkter Nachbarschaft gibt es die Aktivregion „Schwentine – Holsteinische Schweiz“, die 45 Kommunen in den Kreisen Plön und Ostholstein umfasst. Laut Kieler Nachrichten vom 20. August stört man sich derzeit im Regionsvorstand daran, dass strenge Vorgaben seitens des Landes keine Flexibilität bei der Mittelverteilung, etwa eine Umschichtung, zulassen.

So müssten derzeit drei bedeutende Vorhaben auf die lange Bank geschoben werden, die aber aktuelle Bedarfe abdecken könnten. Es gehe um 300.000 Euro, die schon bis zum Ende des Förderzeitraums im Jahr 2021 gebunden seien. Es gehe um den Ausbau der Badestelle auf der Plöner Prinzeninsel, Ein „Blaulicht-Projekt“, mit dem hauptamtliche Fachkräfte im Schulunterricht die Aufgaben von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten thematisieren könnten, und die Unterstützung der Finanzierung eines Digitalisierungsmanagers, der die Dörfer auf dem Gebiet voranbringen könnte.

 

50 Jahre VHS Wankendorf

 

Der Corona-Pandemie zum Trotz hat man sich in der Volkshochschule Wankendorf entschieden, das 50-jährige Bestehen der Bildungseinrichtung nicht erst im nächsten Jahr zu feiern, sondern im September dieses Jahres an die Gründung im Jahr 1970 zu erinnern. Natürlich im Rahmen der Auflagen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus.

So sollen am 3. September 50 Teilnehmer in den Genuss von Geschichten und Döntjes op Platt mit dem Stolper Milchbauern Matthias Stührwohldt kommen. Am 4. September gastiert die Hamburger Bühne Bumm mit dem Stück „Vom Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ - ebenfalls vor 50 Gästen. Und mit 100 Teilnehmern wird im Hotel & Restaurant Schlüter am 5. September das Jubiläum gefeiert.

 

Plön mobil“: interaktive Übersicht zum Busverkehr

 

Eine interaktive Karte soll Kunden des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Kreis Plön die Suche nach Bushaltestellen und Verbindungen erleichtern. Das Kartenwerk, das neben einem Liniennetzplan auch auf Schulen, Verwaltungen, E-Ladesäulen (derzeit ohne Schmalensee) oder Badestellen (mit Schmalensee) hinweist, ist im Internet unter www.ploen-mobil.de zu finden.

Eine eigene App ist für ploen-mobil nicht eingerichtet worden, erklärt die Ostholstein-Ausgabe der Kieler Nachrichten in ihrer Ausgabe vom 20. August. Weil die Menüführung nicht ganz einfach zu bedienen sei, würde der Kreis Plön u.a. Mitarbeiter der Tourist-Info im Umgang schulen, damit sie Gästen die Nutzung der interaktiven Karte erklären können.

Etwas ärgerlich: Die interaktive Karte zeigt nur Bushaltestellen im Umkreis von 500 Metern zu einem Ort an. Als Beispiel wird die nachgebaute Turmhügelburg bei Lütjenburg genannt, die nicht unmittelbar an einer Bushaltestelle liegt. Gibt man in der Suchfunktion die Sehenswürdigkeit ein, wird mitgeteilt: „Im Radius von 500 Metern wurde nichts gefunden“ - also keine Haltestelle. Plöns Landrätin Stephanie Ladwig habe Verbesserungen versprochen, so die KN.

 

ÖPNV im Kreis Segeberg: Vertrags-Kampf vor Gericht

 

Zwei Unternehmen streiten laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 29. August derzeit um den Zuschlag für die Sicherstellung der Busverkehre im Kreis Segeberg. Es geht um die Vergabe des über zehn Jahre laufenden Vertrages mit dem Kreis zur Sicherstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) – und somit ein Volumen von fast 125 Millionen Euro. Streitparteien sind die Autokraft und das ostholsteinische Unternehmen Rohde. Hinter diesen stehen Staatsbetriebe. Bei der Autokraft ist es die Deutsche Bahn, bei Rohde die internationale Transdev-Gruppe, der das französische Staatsunternehmen CDC angehört.

Am 20. August sei bereits vor dem Oberlandesgericht in Schleswig verhandelt worden, eine Entscheidung werde jedoch erst in einigen Wochen erwartet, so die SZ. Beschwerdeführer sei die Autokraft, die sich dagegen wehren möchte, dass Rohde den Zuschlag für diverse Teilnetze erhalten könnte, was der Kreis zwar beabsichtige, aber wegen der Beschwerde noch nicht umgesetzt habe.

 

Wachstumsgemeinde Schmalensee

 

Das Hamburger Abendblatt untersucht in seiner Tagesausgabe am 1. September 2020 im Lokalteil (Norderstedter Zeitung) das Bevölkerungswachstum im Kreis Segeberg. Demnach ist insgesamt im am 31.08.2019 ein Anstieg der Bevölkerung gegenüber dem Vorjahresdatum um 0,41 Prozent auf 277.175 Einwohner zu verzeichnen gewesen.

Im Amt Bornhöved gehört Schmalensee zu den gewachsenen Gemeinden: Um 6 Personen auf 486 Bürgerinnen und Bürger. Tarbek wuchs um 3 auf 158, Gönnebek um 1 auf 490. Überraschend die Zahlen für Trappenkamp: Ein Minus von 65 Menschen bedeutete 5.187 Einwohner – was aber durch stetes bauliches Wachstum schnell ausgeglichen sein dürfte. Stocksee (minus 11 auf 404), Damsdorf (minus 12 auf 223) und Tensfeld (minus 13 auf 669) hatten auch Verluste und selbst Bornhöved verzeichnete im Jahr 2019 ein Minus von 4, was eine Gesamteinwohnerzahl von 3.271 bedeutete.

 

Veranstaltungstipp für September: Konzert in Schlamersdorf

 

Im Rahmen der Segeberger Kulturtage tritt am 13.09.2020 um 18 Uhr das Frauenmusikensemble Vocalitas in der Schlamersdorfer St.-Jürgen Kirche auf. Mit hinreißendem a-capella-Gesang entführt das Ensemble seine Zuhörer in unterschiedliche Welten, Kulturen und Sprachen. Aufgrund von Corona ist eine verbindliche Anmeldung im Kirchenbüro unter 04555/442 oder erforderlich.

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Was gab's im August? Blick über den Tellerrand
Foto: Kreishaus in Bad Segeberg

Repaircafé Bornhöved – am 5. September geöffnet

(03. 09. 2020)

Das Reparaturcafé-Team öffnet erneut seine Tür in Bornhöved, Kuhberg 3 (ehemalige VR-Räume), am Samstag, 5. September 2020, 14 bis 17 Uhr.

 

Die Besucher bringen ihre gereinigten schadhaften Gegenstände von zuhause mit und es wird gemeinsam versucht, diese zu reparieren. So manches Teil konnte dadurch gerettet und wieder dem Gebrauch zugeführt werden.

 

Falls zur Reparatur ein spezielles Ersatzteil erforderlich wird, besorgt der Kunde dieses und es wird beim nächsten Treff eingebaut.

 

Das Reparaturteam arbeitet ehrenamtlich und kostenlos. Wer mag gibt eine Spende zur Kostendeckung von Reparatur-Kleinmaterial, Werkzeugen, Kaffee und Waffelzutaten.

 

Haben Sie selbst Freude daran, 1 x im Monat Sonnabends ehrenamtlich mitzuhelfen, dann kommen Sie einfach vorbei. Es wird noch jemand gesucht, die/der einfache Näharbeiten unterstützen oder durchführen kann. Eine Nähmaschine ist im Repaircafé vorhanden!

 

Mund- und Nasenschutz ist von jedem Teilnehmer anzulegen, auf die Handhygiene ist zu achten, ebenso auf den Mindestabstand. Maximal 10 Besucher dürfen sich gleichzeitig in den Räumen aufhalten.

 

Quelle: Mitteilung des Reparaturcafé-Teams vom 25.08.2020

 

 

Foto zur Meldung: Repaircafé Bornhöved – am 5. September geöffnet
Foto: Das Repair-Café ist in der ehemaligen Volksbank zu finden

Musette meets Swing – Spätsommerkonzert am 11. September in Trappenkamp

(02. 09. 2020)

Musik voller Leidenschaft“, „bezaubert in einer wundervollen Symbiose einer einzigartigen Besetzung“ – so wird das Duo „Sing Your Soul“, das mit seiner exotischen Kombination von verschiedenen Klarinetten (z. B. Bassklarinette) mit dem Konzertakkordeon besticht, in der Presse deutschlandweit gelobt. Meike Salzmann und Ulrich Lehna spielen auch in diesem Jahr eine Musikalische Andacht in der evangelischen Kirche in Trappenkamp wegen der Corona-Pandemie in mit begrenzter Besucherzahl am Freitag, 11. September um 19.30 Uhr mit ihrem Programm „Musette meets Swing - Hören wie Gott in Frankreich und Klarinettenklassiker im Stile Hugo Strassers“.

 

Anmeldungen sind möglich unter der Telefonnummer 0157 55 77 0175. Es gelten die üblichen Hygieneregeln, eine den Umständen angemessene Kollekte wird erwartet.

 

Dieses Mal geht es besonders schwungvoll in den Herbst mit „Musette meets Swing – Hören wie Gott in Frankreich & Klarinettenhits im Stile Hugo Strassers“. Es erklingen französische Musette, die sofort den Duft nach Baguette & Croissants auf den Straßen in Paris heraufbeschwört, gepaart mit karibischen Rhythmen, sowie die großen Evergreens der Klarinettenlegende Hugo Strasser, der noch mit über 90 Jahren auf der Bühne gestanden hat. Auf dem Programm stehen u. a. „Sail along silvry moon“ , der „Wild Cat Blues“, „Strangers in the night“, u. v. m. Natürlich darf auch Klezmermusik im Stile Giora Feidmans nicht fehlen.

 

Ulrich Lehna stellt wie kein anderer Klarinettist in Europa zahlreiche verschiedene Klarinetten mit ihrer Klangvielfalt vor. Besonders die Bassklarinette und die noch relativ unbekannte Altklarinette klingen in einem ungeahnten Timbre. Das als „Schifferklavier“ und „Quetsche“ bekannte Akkordeon hat zu Unrecht einen zweifelhaften Ruf. „Unter den hochmusikalischen Fingern von Ausnahmeakkordeonistin Meike Salzmann verwandelt sich das Konzertakkordeon dynamisch, emotional und klanglich einzigartig.“

Nach mehrwöchigen Konzertreisen in 2019, bei denen das Duo Konzerte in 9 Bundesländern spielte und in renommierten Kammerkonzertreihen, wie den „Saalfelder Abendmotetten“, den „Villinger Sommernachtsmusiken“, „Palaiskonzerte Rastede“, u. v. m., in wunderschönen barocken Kirchen, Schlössern und sogar in einer ehemaligen Synagoge zu Gast war, hat das Duo trotz Pandemie auch 2020 einige Sommerkonzerte in ganz Deutschland gespielt und dabei viel Zuspruch erfahren.

Mehr Informationen, aktuelle Pressekritiken und Termine sind im Internet zu finden unter: sing-your-soul.jimdo.com


 

Text: Sing your Soul; Foto: Ralf Salzmann

 

[Sing your Soul am 11.09.2020 in Trappenkamp]

Foto zur Meldung: Musette meets Swing – Spätsommerkonzert am 11. September in Trappenkamp
Foto: Sing your Soul

Erster bundesweiter „Warntag“ am 10. September

(02. 09. 2020)

Am Donnerstag, 10. September 2020, findet der erste bundesweite „Warntag“ seit der Wiedervereinigung statt. Dazu werden in ganz Deutschland Warn-Apps piepen, Sirenen heulen, Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen. Pünktlich um 11 Uhr werden zeitgleich in Landkreisen und Kommunen in allen Bundesländern mit einem Probealarm die Warnmittel eingesetzt.

 

Was passiert am bundesweiten Warntag?

 

Um 11 Uhr wird eine Probewarnung an alle Warnmultiplikatoren (z. B. Rundfunksender, App-Server) geschickt, die am Modularen Warnsystem (MoWaS) des Bundes angeschlossenen sind. Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung in ihren Systemen bzw. Programmen an Endgeräte wie Radios und Warn-Apps (z. B. die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes)), auf denen Sie die Warnung lesen, hören oder wahrnehmen. Parallel werden auf Ebene der Länder, in den Landkreisen und in den Kommunen verfügbare kommunale Warnmittel ausgelöst (z. B. Sirenen und Lautsprecherwagen).

 

Mögliche Gefahrenlagen, vor denen die Bevölkerung zu warnen ist, sind laut Mitteilung des Kreises Segeberg vom 25.08.2020 zum Beispiel Überschwemmungen und Waldbrände, terroristische Angriffe, Chemieunfälle, Stromausfälle oder Radioaktivität.

 

Was sind die Ziele des bundesweiten Warntags?

 

Der bundesweite Warntag und die Probewarnung haben zum Ziel,

  • Sie für das Thema Warnung der Bevölkerung zu sensibilisieren,

  • Funktion und Ablauf der Warnung besser verständlich zu machen und

  • auf die verfügbaren Warnmittel (z. B. Sirenen, Warn-Apps, digitale Werbeflächen, Lautsprecheranlagen) aufmerksam zu machen.

 

Der bundesweite Warntag will dazu beitragen, Ihr Wissen um die Warnung in Notlagen zu erhöhen und damit Ihre Selbstschutzfähigkeit zu unterstützen. Auch die nun bundesweit einheitlichen Sirenensignale sollen bekannter werden.

 

Wer ist verantwortlich für den bundesweiten Warntag?

 

Bund und Länder bereiten den bundesweiten Warntag in Abstimmung mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern gemeinsam vor. Zuständig sind auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), auf der Ebene der Länder die jeweiligen Innenministerien und auf der Ebene der Kommunen in der Regel die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden.

 

Neue Website ist verfügbar

 

Ab sofort ist die neue Website www.bundesweiter-warntag.de online verfügbar. Sie bietet Informationen über den ab 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfindenden Warntag. Die Website erklärt aber auch, in welchen Fällen und auf welchen Wegen die Bevölkerung in Deutschland gewarnt wird. Eine Länderkarte ermöglicht mit einem Klick den Überblick über Regelungen zur Warnung in den einzelnen Bundesländern. Das integrierte Service-Portal auf der Website mit Informationsmaterial soll Kommunen dabei unterstützen, vor Ort über den Warntag und allgemein über das Thema zu informieren.

 

Foto zur Meldung: Erster bundesweiter „Warntag“ am 10. September
Foto: Erster bundesweiter Warntag seit 1990 - am 10.09.2020

September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 09. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat September die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Kino-Krise in Schmalensee: Nachdem Bürgermeister Heinrich Hamann und Gastwirt Hans Voß im Jahre 1949 den Bornhöveder Kinobesitzer Schoor zu regelmäßigen Vorführungen, einmal wöchentlich, in Schmalensee bewegen konnten, gehen diesem nun, wohl wegen der Erntezeit und anhaltenden Arbeitslosigkeit, die Besucher aus, wie die Segeberger Zeitung am 2. September 1950, vor 70 Jahren berichtet. Nach neuerlichen Verhandlungen lässt Schoor sich dazu bewegen, von Erwerbslosen und Kriegsgeschädigten nur den halben Preis zu verlangen, und so mehr Besucher der Filmvorführungen begrüßen zu können.

 

Feuer auf dem Schmalenseerfeld: Beim Bauern Herbst auf dem Schmalenseerfeld brennt am 5. September 1970, vor 50 Jahren, eine Scheune bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden beläuft sich auf gut 37.000 DM. Die Brandursache ist unklar. Trotzdem die Freiwilligen Feuerwehren aus Schmalensee, Tarbek, Damsdorf, Bornhöved und Trappenkamp herbeieilen, können das Gebäude und landwirtschaftliche Geräte nicht gerettet werden, da erst 1.300 Meter Schlauchleitung gelegt werden müssen.

 

Kriegsspiele rund um Schmalensee: Im Amt Bornhöved kam es Ende August, Anfang September des Jahres 1900, vor 120 Jahren, aufgrund eines Herbstmanövers der verstärkten 36. Infanteriebrigade zu zahlreichen Einquartierungen. Die Brigade umfasste neben Infanterie auch Artillerie-, Kavallerie- und Nachschub (Train)-Truppen. Die Gemeinden wurden angewiesen, Flurstücke, die unbedingt vom Manöverbetrieb auszunehmen waren, um größere Flurschäden zu vermeiden, mit Warnzeichen, so genannten Wiepen, zu kennzeichnen.

In Schmalensee wurde am 31. August 1900 zunächst die halbe 1. Eskadron des Husarenregiments Nr. 15 einquartiert. Vom 4. bis 6. September lagen im Ort der Bataillonsstab und eineinhalb Kompanien des II. Bataillons des Infanterieregiments Nr. 85 und eine Dreiviertel-Eskadron des Husarenregiments Nr. 15. Am 6 September rückten für eine Nacht Teile Stabes des Husarenregiments Nr. 15 mit einem Offizier, drei Unteroffizieren und fünf Gemeinen mit neun Pferden vom Trainbataillon 9 sowie Feldgendarmerie in Schmalensee ein.

Die nächstliegenden Übungsgefechte fanden am 6. September 1900 zwischen Alt-Erfrade und Tarbek statt. Von Bornhöved rücken ca. 1.000 Mann in Richtung Kalübbe zum Gefecht aus. Die Landwirte wurden im Vorwege dazu aufgefordert, das Vieh von den Weiden zu nehmen. Tote gab es natürlich nicht, aber auf dem Scheelshof stürzte ein Hauptmann der 85-er vom Pferd und brach sich das Schlüsselbein.

 

Knapp zum zweiten Bronzebeil: Nur knapp erfüllt die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee im Rahmen einer Leistungsbewertung am 8. September 1990, vor 30 Jahren, die Bedingungen zur Erlangung des Bronzenen Beils. Die Segeberger Zeitung titelt dann auch „Kommission war nicht Feuer und Flamme“. Die Bewertungskommission stört sich vor allem an Mängeln an der Ausrüstung der Wehr: Leinen und Breitgurte wurden nicht ordnungsgemäß TÜV-geprüft. Auch während des simulierten Löschangriffs auf dem Hof Siebke und bei Arbeiten mit Motorsäge und Trennschleifer läuft nicht alles glatt. Dennoch heißt es am Ende „Leistungsbewertung bestanden“.

 

Eisernes Kreuz für späteren Bürgermeister: Ein Jahr schon tobt der Erste Weltkrieg in Europa, da ist der Schmalenseer Maurer Heinrich Hamann, Unteroffizier im Infanterieregiment 265, zum zweiten Mal leicht verwundet worden und wieder zur Truppe zurückgekehrt. Dafür wird der spätere Bürgermeister (1949-1955) mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, wie das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 10. September 1915, vor 105 Jahren berichtet.

 

Schmalenseer auf dem Reichsparteitag: Umfangreich fallen in der Zeit des „Dritten Reichs“ Berichte über die Reichsparteitage der Nationalsozialisten auf dem extra dafür geschaffenen Gelände in Nürnberg aus. Am 12. September 1935, vor 85 Jahren, sind laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts in der Delegation der NSDAP-Ortsgruppe Bornhöved auch zwei Schmalenseer dabei: Bürgermeister Heinrich Harder und Ernst Stegelmann.

 

Drohung mit dem Amtssitz Trappenkamp: Vor schweren Beratungen stehen 1960 die Mitglieder des Amtsausschusses Bornhöved angesichts der Raumnöte der Verwaltung. Da es dem Amt unter Amtmann Adolf Biß (Gönnebek) noch nicht gelungen sei, einen Plan für einen Neubau des Amtsgebäudes in Bornhöved vorzulegen, greift Landrat Dorenburg einen Vorschlag der Gemeinde Trappenkamp auf, den Amtssitz einstweilen nach dorthin zu verlegen. Das aber stößt auf Widerstand, vor allem der Bornhöveder, wie die Segeberger Zeitung am 12. September 1960, vor 60 Jahren berichtet. Beschleunigt kommt der Amtsausschuss zu der Entscheidung, bereits bis zum Herbst 1961 ein neues Amtsgebäude in Bornhöved errichten zu wollen.

 

SPD und NSDAP fast gleichauf: Nach einer Auflösung des Reichstag kommt es am 14. September 1930, vor 90 Jahren, zu vorgezogenen Neuwahlen. In Schmalensee ist Gemeindevorsteher Heinrich Harder Wahlleiter, der stellvertretende Gemeindevorsteher Ludwig Saggau ist auch stellvertretender Wahlleiter. Im Deutschen Reich ist ein erheblicher Stimmenzuwachs der Nationalsozialisten die große Überraschung. Hinter der SPD (143 Reichstagssitze) wird die NSDAP zweitstärkste Partei (107 Sitze). In Schleswig-Holstein verhält es sich ebenso. In Schmalensee geben 39 Wähler ihre Stimmen der SPD, 38 der NSDAP. Die weiteren Stimmen entfallen auf DVP (30), Bauern- und Landvolkpartei (17), Reichspartei des Deutschen Mittelstandes (16), Deutsche Bauernpartei (10), KPD (8), DNVP (6), Christlich Soziale Volksgemeinschaft (4), Volksrechtspartei und Christlich Soziale Reichspartei (2), Christlich Sozialer Volksdienst (2), Deutsche Staatspartei (1) und Menschheitspartei neue Volksgemeinschaft (1).

 

Ausgezeichneter Schiedsrichter: Der Schmalenseer Helmut Siebke, heute Ehrenvorsitzender des SV Schmalensee von 1980 e.V., erhält für seine 15-jährige Tätigkeit als Fußballschiedsrichter die Silberne Ehrennadel der Schleswig-Holsteinischen Schiedsrichtervereinigung, wie die Segeberger Zeitung am 15. September 1980, vor 40 Jahren berichtet.

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Ernteball bei Voß, SKTB 13.09.1930

HVV gibt ab 1. September Senkung der Mehrwertsteuer an Kunden weiter

(30. 08. 2020)

Die wegen der Corona-Pandemie verordnete Senkung der Mehrwertsteuer gibt ab 1. September auch der Hamburger Verkehrsverbund (HVV), der den Kreis Segeberg im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedient, an seine Kunden weiter.

 

Dazu eine Mitteilung des HVV vom 11.08.2020:

 

HVV gibt Mehrwertsteuersenkung an seine Kunden weiter

 

  • Alle Zeitkarteninhaber können bis zu vier Personen kostenlos mitnehmen

  • 7 Prozent Online-Rabatt

  • kostenloser HVV an allen vier November-Sonnabenden

 

Die vorübergehende Reduzierung der Mehrwertsteuer von 7 auf 5 Prozent kann im HVV aus technischen und organisatorischen Gründen nicht über eine pauschale Senkung aller Fahrpreise umgesetzt werden. Deshalb wird vom 1. September bis zum 31. Dezember 2020 ein Paket von attraktiven tariflichen Vergünstigungen gelten, das insgesamt dem Wert der Steuersenkung entspricht:

 

  • Zeitkarteninhaber können täglich ab 11 Uhr eine Person beliebigen Alters und 3 Kinder bis einschließlich 14 Jahren kostenlos mitnehmen. Dies gilt für alle Zeitkarten, also beispielsweise auch für Wochen-, Teilzeit- und Seniorenkarten sowie für Semester-Tickets. Die örtlichen Geltungsbereiche der Zeitkarten – einschließlich der Gesamtnetz-Gültigkeit von Vollzeit-Abonnements und Profi-Tickets an Sonnabenden und Sonntagen – bleiben von dieser Regelung unberührt. Ergänzungskarten zur Zeitkarte und Schnellbus-/1.-Kl.-Zuschläge gelten auch für alle entsprechend dieser Regelung mitgenommenen Personen.

 

  • Auf alle via App, HVV-Card oder Online-Shop gekauften Einzel- und Tageskarten gibt es 7 Prozent Rabatt (statt bisher 3 Prozent).

 

 

  • An allen November-Sonnabenden (7.11., 14.11., 21.11. und 28.11.) ist die Nutzung aller HVV-Verkehrsmittel komplett kostenlos. Diese Freifahrt gilt für die Ringe A-F und damit neben Hamburg in den Kreisen und Landkreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Lüneburg, Harburg und Stade sowie in Teilen der Landkreise Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Heidekreis, Rotenburg (Wümme) und Cuxhaven.

 

 

Foto zur Meldung: HVV gibt ab 1. September Senkung der Mehrwertsteuer an Kunden weiter
Foto: Bushaltestelle Schmalensee

In den Herbstferien: Kreisjugendring bildet Jugendleiter*innen aus

(29. 08. 2020)

Nach aktuellem Sachstand dürfen wieder Jugendleiter*innen im Kreis Segeberg ausgebildet werden. Gemeinsam mit dem Verein für Jugend- und Kulturarbeit (VJKA) und dem Jugendverband Neumünster (JVN) bietet der Kreisjugendring Segeberg (KJR) in den kommenden Herbstferien einen Kurs für alle Jugendlichen ab 16 Jahren und Erwachsenen an, die ehrenamtlich in der Jugendaktiv sind bzw. werden wollen.

 

Mitteilung des KJR vom 21.08.2020:

 

Egal ob Ferienfreizeit, Bastelnachmittag im Jugendzentrum oder Jugendgruppenstunde, alle, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder es vorhaben, können sich von Montag, den 12. Oktober, bis Samstag, den 17. Oktober 2020, vom Kreisjugendring Segeberg e.V. und dem Verein für Jugend- und Kulturarbeit Segeberg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Jugendverband Neumünster e.V. zu Jugendleiter*innen ausbilden lassen. Anmelden können sich Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, die im Kreis Segeberg oder der Stadt Neumünster leben bzw. in der Jugendarbeit aktiv sind oder werden wollen.

 

Anhand geeigneter Methoden und Spiele für die Jugendarbeit lernen die Teilnehmenden abwechslungsreich und mit Spaß alle wichtigen Grundlagen zur Leitung von Jugendgruppen. Deshalb beschäftigen sie sich mit der Rolle der Gruppenleitung, der Funktion und Dynamik in Gruppen sowie mit der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Außerdem gibt der Kurs Sicherheit in rechtlichen Fragen, Anregungen für geschlechtersensibles Arbeiten und Inklusion.

 

Die Grundausbildung findet in der JugendAkademie Segeberg, Marienstraße 31, 23795 Bad Segeberg statt. Sie wird vom Kreis Segeberg finanziell gefördert und kostet deshalb nur 95 Euro inklusive Übernachtung, Verpflegung und Seminarmaterialien.

 

Wer den Kurs erfolgreich absolviert, also an allen Tagen aktiv teilnimmt, erfüllt eine wesentliche Bedingung für den Erhalt der bundeseinheitlichen JugendleiterInnenCard (Juleica), die die Freistellung von der Arbeit für Zwecke der Jugendarbeit an bis zu zwölf Tagen im Jahr ermöglicht. Der Anspruch auf Freistellung gilt auch für die Teilnahme an diesem Kurs. Ein Erste Hilfe Kurs muss separat absolviert werden.

 

Die Anmeldung erfolgt unter: www.vjka.de.

 

Kreisjugendring Segeberg e.V.

Sophie Baierl

An der Trave 1a

23795 Bad Segeberg

04551 3464

 

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Foto: Mach mit beim Juleica-Kurs

Coronavirus: Ab Montag im HVV 40 Euro Zusatzstrafe bei Verstoß gegen Maskenpflicht

(23. 08. 2020)

Für das unbegründete Nichtanlegen einer Mund-Nase-Bedeckung (Maske), unter anderem im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) kann in Schleswig-Holstein eine Geldbuße in der Höhe von 150 Euro fällig werden.

 

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV), der auch im Kreis Segeberg den ÖPNV sicherstellt, wird ab dem morgigen 24. August zusätzliche 40 Euro erheben. Er macht damit eine sogenannte Vertragsstrafe wegen des Verstoßes gegen die Beförderungsrichtlinien geltend. Die Strafe werde der HVV-Prüfdienst einziehen, heißt es in einer Mitteilung vom 19.08.2020:

 

Am 24. August ist es soweit: Dann tritt die angekündigte Änderung der HVV-Beförderungsbedingungen in Kraft. Die entsprechenden behördlichen Genehmigungen wurden jetzt erteilt. Das bedeutet: Wer ab dem kommenden Montag ohne korrekt sitzende, Mund und Nase bedeckende Maske in den HVV-Verkehrsmitteln oder im fahrkartenpflichtigen Bereich der Haltestellen angetroffen wird, muss 40 Euro zahlen.

 

Diese Maßnahme ist notwendig geworden, weil in den vergangenen Tagen vermehrt Fahrgäste ohne oder mit nicht richtig sitzender Mund-Nasen-Bedeckung im HVV unterwegs waren.

 

Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kinder unter sieben Jahren und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nachweislich von der Pflicht befreit sind.

 

Neben verstärkten Kontrollen setzen die Verkehrsunternehmen weitere Maßnahmen ihrer Hygiene- und Schutzkonzepte um. Alle 1.500 Linienbusse von HOCHBAHN und VHH sind mit Trennscheiben zu den Busfahrerinnen und Busfahrern ausgerüstet. Gleiches gilt für den Großteil der Busse der Verkehrsunternehmen im Hamburger Umland. In allen U- und S-Bahnen, die das technisch zulassen, werden die Türen an allen Haltestellen automatisch geöffnet. Die Fahrzeuge und Haltestellen werden regelmäßig gründlich gereinigt, darüber hinaus sind täglich mobile Hygieneteams von Hochbahn, S-Bahn und VHH im Einsatz.“

 

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Foto: Bushaltestelle Schmalensee

Kfz-Zulassungsstelle Bad Segeberg – Parkplatz gesperrt – Ersatz vorhanden

(23. 08. 2020)

Vom morgigen Montag, 24. August an, wird der Parkplatz der Kfz-Zulassungsstelle des Kreises Segeberg für acht Monate gesperrt werden. Das teilte der Kreis am 19. August mit:

 

Im Zuge von Bauarbeiten ist der Kund*innenparkplatz der KFZ-Zulassungsstelle in der Waldemar-von-Mohl-Straße in Bad Segeberg ab Montag, 24. August, für rund acht Monate gesperrt. Kund*innen müssen daher vorübergehend auf den Großparkplatz hinter der Kreisverwaltung/Haus B ausweichen (ebenfalls Waldemar-von-Mohl-Straße). Dort sind Ersatz-Parkplätze für Kund*innen der Zulassungsstelle gekennzeichnet.

 

Anlage: Lageplan Kfz-Zulassungsstelle Bad Segeberg

 

Foto zur Meldung: Kfz-Zulassungsstelle Bad Segeberg – Parkplatz gesperrt – Ersatz vorhanden
Foto: Kreisverwaltung Segeberg

Kleiderkammer des DRK Bornhöved wieder offen

(21. 08. 2020)

Gute Nachricht vom Ortsverein Amt Bornhöved im Deutschen Roten Kreuz: Die Kleiderkammer ist wieder geöffnet. Ab sofort kann sie montags von 16 bis 18 Uhr besucht werden.

 

Das meldet der DRK-Ortsverein in der Blickpunkt-Ausgabe vom 20. August. Zuletzt war man davon ausgegangen, die Kleiderkammer noch bis Monatsende geschlossen zu halten.

 

Demnach ist eine vorherige Anmeldung nicht mehr notwendig. Abstands- und Hygieneregeln gelten aber im öffentlichen Raum selbstverständlich weiter.

 

Wer Kleidungsstücke – auch für junge Menschen – entbehren kann, kann diese bereits ab 15 Uhr zur Kleiderkammer bringen. Diese befindet sich im „Alten Amt“ in der Lindenstraße 5 in Bornhöved, erreichbar über den Hintereingang.

 

Größere Kleiderspenden können auch abgeholt werden. In diesem Fall ist die 1. Vorsitzende Anne Wallacher unter der Telefonnummer 0173/1916890 erreichbar.

 

Foto zur Meldung: Kleiderkammer des DRK Bornhöved wieder offen
Foto: Altes Amt Bornhöved Familienbüro

Sozialversicherungsausweis: Wichtiges Dokument zum Berufsstart

(21. 08. 2020)

Mitteilung der Deutschen Rentenversicherung Nord vom 13.08.2020:

 

Viele Jugendliche starten in diesen Wochen in ihr Berufsleben. Mit der Aufnahme der ersten Beschäftigung erhalten die Berufsanfänger einen Sozialversicherungsausweis. „Der Sozialversicherungsausweis ist wie der Personalausweis ein wichtiges Dokument und ist sorgfältig aufzubewahren“, sagt Sebastian Bollig von der Deutschen Rentenversicherung Nord. Bei jedem Beschäftigungsbeginn oder wenn eine Sozialleistung, beispielsweise Arbeitslosengeld, beantragt wird, ist es notwendig, den Ausweis vorzulegen.

 

Das Dokument enthält den Vor- und Nachnamen und in der Versicherungsnummer das Geburtsdatum. Ein Beispiel: das Geburtsdatum 18. August 2002 findet sich in der Mitte der Versicherungsnummer 26 180802 M 123. Die Deutsche Rentenversicherung Nord weist darauf hin, dass die Empfänger ihre persönlichen Daten auf dem Dokument überprüfen sollten. Falls Daten fehlerhaft sind, sollten sie diese umgehend korrigieren lassen.

 

Geht der Ausweis verloren oder wird er beschädigt, können Beschäftigte kostenlos bei ihrer gesetzlichen Rentenversicherung oder Krankenkasse ein Ersatzdokument beantragen. Dies geht bequem online unter folgendem Link: https://www.eservice-drv.de/SelfServiceWeb/

 

Über die Deutsche Rentenversicherung Nord:

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 24 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,3 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

 

Foto: DRVNord

 

Foto zur Meldung: Sozialversicherungsausweis: Wichtiges Dokument zum Berufsstart
Foto: Sozialversicherungsausweis DRVNord

Polizei warnt vor Taschendieben

(20. 08. 2020)

Mit einer Meldung der Polizeidirektion Bad Segeberg will diese die Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises Segeberg insbesondere beim Besuch städtischer Zentren sensibilisieren. Der Grund: Die Zahl der Taschendiebstähle.

 

Die liege schon jetzt bei rund 150 Taten im Kreisgebiet. Auch in Supermärkten und Restaurants sei besondere Aufmerksamkeit notwendig, heißt es in der Mitteilung vom 18. August.

 

Da es sich bei Taschendiebstähle in Supermärkten um ein andauerndes Problem

handelt, gibt die Polizei insbesondere älteren Mitmenschen folgenden Tipps:

 

  • Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute.

 

  • Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.

 

  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.

 

  • Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.

 

  • Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.

 

  • Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen oder Einkaufswagen und stellen Sie sie nichtunbeaufsichtigt ab.

 

Diese und weitere Informationen auch zu anderen Themen gibt's im Internet unter

www.polizei-beratung.de.

 

Zudem können sich besorgte Bürger bei bestehender Unsicherheit im Umgang mit dem Phänomen an jede örtliche Polizeidienststelle oder gleichermaßen an das Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Bad Segeberg (04551 884-2141) wenden. Dort erhalten vermeintliche Opfer entsprechende Hinweise.

Foto zur Meldung: Polizei warnt vor Taschendieben
Foto: Polizeiabzeichen SH alt

Veranstaltungen der Verbraucherzentrale im Online-Programm der Volkshochschulen

(20. 08. 2020)

Mitteilung des VHS-Landesverbandes Schleswig-Holstein vom 11.08.2020:

 

Energiewende gestalten, E-Mobilität, Heizen und Klimaschutz und vieles mehr: Diese Themen präsentiert die Verbraucherzentrale ab August im digitalen Vortragsprogramm der schleswig-holsteinischen Volkshochschulen. Die Angebote fügen sich ein in die aktuelle Debatte um Nachhaltigkeit und die Zukunft von Wohnen und Verkehr. Die Vorträge dauern jeweils eine Stunde und man kann kostenlos teilnehmen.

 

Unsere Verbraucherbildung arbeitet schon seit Jahrzehnten erfolgreich mit den Volkshochschulen zusammen. Wir wollen Menschen befähigen, bewusst und nachhaltig zu wirtschaften, informierte Entscheidungen für Anschaffungen zu treffen und dabei auch staatliche Fördermittel richtig einzusetzen“, sagt Tom Janneck, Leiter des Projekts „Verbraucher in der Energiewende“ bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „So ist es konsequent, dass wir uns auch am Online-Angebot der Volkshochschulen beteiligen“, fährt Janneck fort. Die Resonanz ist sehr positiv: Die Veranstaltungen können online mehr Interessierte erreichen als an einer einzelnen Volkshochschule.

 

Das Themenspektrum im Programm vhs to Huus – www.vhstohuus.de – ist groß. Dabei sind Beiträge zahlreicher Expertinnen und Experten, unter anderem in Kooperation mit dem BUND für Umwelt und Naturschutz, dem Bündnis eine Welt, der Stiftung Naturschutz und der Universitätsgesellschaft. Die Teilnahme ist mit geringen Internetkenntnissen möglich und erfordert lediglich gängige Technik, wie PC, Tablet oder Smartphone.

 

Der Direktor des Landesverbandes der Volkshochschulen, Karsten Schneider, erklärt: „Mit vhs to Huus haben wir auf die Corona-Pandemie reagiert. Ein Online-Programm in dieser Größenordnung hatten wir vorher nicht. Wir haben dies zum Anlass genommen, leistungsfähige Kooperationen digital zu erweitern und so einen Mehrwert für die Teilnehmenden der Volkshochschulen in Schleswig-Holstein zu bieten.“

 

Die nächsten Veranstaltungen der Verbraucherzentrale auf vhstohuus.de sind:

Do., 27.08.2020, 10 Uhr: Energiewende aktiv mitgestalten

Mi., 30.09.2020, 18 Uhr: E-Mobilität – Tanken vom eigenen Dach

Mo., 26.10.2020, 10 Uhr: Blockchain bietet mehr als Geld und Zinsen – Praxisbeispiele

aus der Energiewende

Mo., 02.11.2020, 10 Uhr: Smart Meter Rollout: Das müssen Sie beachten!

Mi., 18.11.2020, 10 Uhr: Nah- und Fernwärme – Eine Alternative zur eigenen Heizung?

Mi., 16.12.2020, 18 Uhr: Heizen & Klimaschutz – wie teuer wird es für mich?

 

Übersicht aller Angebote: vhstohuus.de

 

Der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e. V. ist der Verband der rund 160 schleswig-holsteinischen Volkshochschulen, Heimvolkshochschulen und Bildungsstätten. Der Landesverband mit Sitz in Kiel vertritt seine Mitglieder in politischen Fragen auf Landes- und Bundesebene. Gegründet wurde der Verband 1949.

 

 

Foto zur Meldung: Veranstaltungen der Verbraucherzentrale im Online-Programm der Volkshochschulen
Foto: VHS Landesverband SH

Verschwindet Schmalensees öffentliches Telefon?

(19. 08. 2020)

Schmalensee hat noch ein öffentliches Telefon? Die Frage mag sich mancher stellen, doch sie ist mit „Ja“ zu beantworten. Noch.

 

Da, wo früher eine typische gelbe Telefonzelle stand, am Buswartehäuschen neben der Dorfeiche, hängt versteckt ein öffentlicher Fernsprecher. Deutlich verwittert und sehr wahrscheinlich nicht oft genutzt.

 

In die Segeberger Zeitung hat es „unser“ Telefon am 15. August geschafft – als Symbolbild. Die SZ berichtete vom geplanten Abbau vieler sogenannter Basistelefone durch die Telekom, auch im Kreis Segeberg und zunächst im Amt Trave-Land.

 

Bürgermeister Sönke Siebke hat zwar noch keine Nachricht darüber, dass auch in Schmalensee das öffentliche Telefon verschwinden soll, doch das scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Schon im März 2018 ließ die Telekom im eigenen Nachrichtenportal wissen, dass die Tage der Telefonzellen vielerorts gezählt sind – wegen der Mobiltelefone.

 

Statistisch, so die Telekom, hat jede/r Deutsche im Durchschnitt mindestens ein Handy und 1,4 Sim-Karten. Das macht die öffentlichen Fernsprecher als Bestandteil der sogenannten Grundversorgung zunehmend überflüssig. Die Bevölkerung sei eher auf der Suche nach einer Steckdose zum Aufladen des Akkus als nach einem Telefon, heißt es sinngemäß. WLAN-Hotspots spielen heute zudem die wichtigere Rolle.

 

Für die Telekom ist der Rückbau der Telefonzellen und -stelen auch eine Frage von Kostenabbau: Strom, Standortmiete und Wartung, insbesondere die Beseitigung von Vandalismus-Schäden – diese Ausgaben möchte sich das Unternehmen gern sparen.

 

Den Ausschlag darüber, wo Telefonzellen erhalten bleiben, gibt auch der Kunde selbst: Ein monatlicher Umsatz von mindestens 50 Euro sei ausschlaggebend. Andernfalls werde die Telekom der jeweiligen Kommune am jeweiligen Standort den Abbau vorschlagen. Stimmen Gemeinde und Bundesnetzagentur zu, erfolgt der Abbau.

 

Foto zur Meldung: Verschwindet Schmalensees öffentliches Telefon?
Foto: Öffentlicher Fernsprecher Schmalensee

Aufruf zur Blutspende – auch im Hochsommer

(19. 08. 2020)

Mitteilung des Blutspendedienstes Nord-Ost im Deutschen Roten Kreuz vom 12.08.2020:

 

Hitze und Blutspenden schließen sich nicht aus: DRK-Blutspendedienst Nord-Ost gibt Tipps zum Blutspenden bei heißem Wetter, denn Patienten sind dringend auf Bluttransfusionen angewiesen Blutspenden sind auch bei hohen Temperaturen gut verträglich, wenn einige Regeln beachtet werden.

 

Der Hochsommer ist längst in Schleswig-Holstein und Hamburg angekommen. Konstant hohe Temperaturen von über 30 Grad zeigen inzwischen Auswirkungen auf die Bereitschaft zum Blutspenden. Doch die Patientenversorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten in den Kliniken muss weiterhin lückenlos sichergestellt werden. Denn Blutpräparate sind nur kurz haltbar (je nach Präparat vier Tage bis zu sechs Wochen). Anhaltende Hitze schließt jedoch eine lebensrettende Blutspende nicht aus, wenn einige Regeln beachtet werden.

 

Tipps zum Blutspenden bei Hitze

Die tägliche Trinkmenge sollte auf rund drei Liter erhöht, längere Aufenthalte und körperliche Anstrengungen in der Sonne nach Möglichkeit vermieden werden. Bewegungen in warmer Umgebung bedeuten eine Doppelbelastung des Kreislaufs. Erste Hinweise für einen Hitzenotfall können beispielsweise Kopfschmerzen oder Schwindel sein. Hier helfen gekühlte, elektrolythaltige Getränke wie zum Beispiel Apfelsaftschorle.

 

Spendenwillige werden gebeten, sich kurzfristig im Internet unter https://terminreservierung.blutspende-nordost.de/ oder über die kostenfreie Hotline 0800 11 949 11 zu informieren und eine Terminreservierung für die Blutspende an ihrem Wunschterminort zu buchen. Dies dient der Einhaltung aller aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.

 

Hintergrund: Die Bestände der teilweise lediglich vier Tage haltbaren Blutprodukte sind bereits durch die ferienbedingte Abwesenheit und Beschränkungen durch die Corona-Pandemie minimiert. Gerade bei den Präparaten der Blutgruppen 0 Rhesus negativ und 0 Rhesus positiv, sowie A Rhesus negativ und B Rhesus negativ ist die Versorgung nur noch für maximal einen Tag sichergestellt. Regulär kann eine Bevorratung von drei bis fünf Tagen gewährleistet werden.

 

Mit Sicherheit Blut spenden

Um ein Ansteckungsrisiko mit dem neuartigen Coronavirus auf Blutspendeterminen so gering wie möglich zu halten, hat der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost zahlreiche Schutzmaßnahmen auf seinen Spendeterminen eingeführt. Aktuell bestehen die Maßnahmen in Zugangskontrolle, Kurzanamnese, Messung der Körpertemperatur vor Betreten der Spenderäumlichkeiten, sowie Handdesinfektion und dem Tragen von Mund-Nasenschutz. Darüber hinaus wird auf größtmögliche Vereinzelung durch Abstände vor Betreten des Spendeortes und im gesamten Ablauf der Blutspende geachtet. Alle Spender erhalten eine Mundnasenschutzmaske ausgehändigt. Nach der Blutspende werden Lunchpakete an die Spenderinnen und Spender verteilt.

 

Wer darf Blut spenden?

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Spendenwillige mit Symptomen werden nicht zur Blutspende zugelassen und gebeten nicht auf Terminen zu erscheinen. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von 12 Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!

 

Warum ist Blutspenden beim DRK so wichtig?

Blutspender sind „Lebensretter“, etwa 112 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden.

In der Bundesrepublik Deutschland werden über das Jahr gesehen durch die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes ca. 3 Millionen Vollblutspenden für die Versorgung der Kliniken in Deutschland bereitgestellt. Das Deutsche Rote Kreuz sichert auf diese Weise ca. 75 Prozent der notwendigen Blutversorgung in der Bundesrepublik Deutschland, nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich, rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

 

Foto: DRK-Blutspendedienst Nord-Ost

 

 

Foto zur Meldung: Aufruf zur Blutspende – auch im Hochsommer
Foto: Blutspende auch im Sommer dringend erbeten - Foto DRK-Blutspendedienst Nord-Ost

Dreist: Unbekannte klauen Rosen aus Blumenkübel

(18. 08. 2020)

Drei Betonringe sind im Grasweg, Ecke Stockseer Straße positioniert worden, um Fahrzeugführer zu zwingen, die Kurve auszufahren und nicht über eine Grünfläche abzukürzen.

 

Wie eigentlich überall im Ort blieb es nach dem Aufstellen nicht dabei: Die Betonringe wurden zu Blumenkübeln. Weil sie sich sehr für die vor ihrem Haus eingesetzt hatte, kümmert sich Heidi Sienknecht um das Trio an besagter Ecke.

 

Doch zurzeit herrscht Frust: Mit einem Foto von einem leeren Kübel dokumentierte sie am 14. August: „... hier standen mal Rosen. Blumendiebe sind in Schmalensee unterwegs.“ Man verliere glatt die Lust, noch etwas für die Allgemeinheit zu tun, machte sie sich Luft.

 

Verständlich, denn auch wenn die Rosen im öffentlichen Raum standen: Das war frech.

 

Doch die Wut wurde rasch von Zuversicht verdrängt: „Wir werden noch einen Versuch starten und neu pflanzen“, ließ Heidi Sienknecht wissen. Und mittlerweile sind alle drei Betonringe wieder bepflanzt.

 

Vielen Dank dafür! Und den Blumendieben sei an dieser Stelle ein herzliches „Schämt Euch!“ gesagt.

 

Foto zur Meldung: Dreist: Unbekannte klauen Rosen aus Blumenkübel
Foto: Geplünderter Kübel am 14. August - Rosen geklaut

August-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 08. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. 
Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat August die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Schmalenseer im Krieg verwundet: Als Teilnehmer am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wird am 18. August 1870, vor 150 Jahren, im Gefecht bei Bois de la Cusse der Schmalenseer Nikolaus Heinrich Stegelmann, Musketier im Schleswig-Holsteinischen Infanterieregiment Nr. 84, verwundet. Kenntnis darüber gibt es, weil das Segeberger Kreis- und Wochenblatt damals regelmäßig die sogenannten Verlustlisten auszugsweise druckte. Jahrzehnte später, im „Großen Krieg“, dem Ersten Weltkrieg, begann man zunächst auch, in den Tageszeitungen Verlustlisten zu veröffentlichen – nahm aber angesichts der immer großer werden Verluste recht bald davon Abstand. 

 

Ein Schlag – 15 Mark oder drei Tage Gefängnis: Am 23. August 1900, vor 120 Jahren, wird vor dem Segeberger Schöffengericht der Dienstknecht Johannes G. aus Bornhöved, geboren 1875 in Gönnebek, wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 15 Mark oder drei Tagen Gefängnis verurteilt. G. hatte in der Nacht vom 10. auf den 11. Juni 1899 den Bäckergesellen Bollmann auf der Chaussee zwischen Bornhöved und Schmalensee ohne Veranlassung zu Boden geschlagen. 

 

65 Jahre Meiereigenossenschaft Schmalensee: Unter der Leitung des Meiereiverwalters Alfred Timm kann die Genossenschaft laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 26. August 1950, vor 70 Jahren, auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Einen Höhepunkt hat sie im Jubiläumsjahr vorzuweisen, den DLG-Siegerpreis von Frankfurt/M. Von 370 Milchkühen werden jährlich gut 1,4 Millionen Liter Milch in das stattliche Meiereigebäude an der Bundesstraße geliefert.

 

Kleinwüchsige begeistern Groß und Klein: Eine besondere Attraktion ist am 27. August 1925, vor 95 Jahren, in Bornhöved im „Stadt Kiel“ zu sehen: Scheuers Liliputaner-Truppe unternimmt gerade eine Auftrittsreise durch das Kreisgebiet und gastiert beim Gastwirt Pries. Die 20 Personen bieten Lustspiele, Operetten, Märchenspiele und andere Einlagen; es gibt Vorstellungen am Nachmittag – zum Beispiel „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ – und     abends solche nur für Erwachsene. 

 

50 Jahre auf demselben Hof: Der 84-jährige Landarbeiter Willi Wulf ist am 27. August 1975, vor 40 Jahren, seit 50 Jahren auf demselben Hof tätig. Dafür überreicht ihm Landrat Graf Schwerin von Krosigk im Auftrage des Ministerpräsidenten die Landesmedaille für treue Arbeit. „Willi Wulf nahm nach seiner Heirat im Jahr 1924 seine Arbeit auf dem Hof von Ernst Stegelmann auf. Nach dem Krieg arbeitete er bis 1954 unter Erich Stegelmann und wurde wegen eines Unfalls frühzeitig Rentner. Doch bis heute hilft Wulf weiter tatkräftig mit, nun bei Jürgen Stegelmann, der 1962 den Hof übernahm“, schreibt die Segeberger Zeitung.

 

15-Jährige belästigt: An der Bundesstraße 430 zwischen Schmalensee und Bornhöved wird am 27. August 1990, vor 30 Jahren, ein 15-jähriges Mädchen von einem Exhibitionisten belästigt. Der etwa 30-jährige Sportwagenfahrer überholt das mit dem Fahrrad fahrende Mädchen und biegt in eine Feldeinfahrt ein. Als sie an der Stelle vorüber fährt, liegt der Mann im Gras und zeigt sich ihr laut Segeberger Zeitung „in Scham verletzender Weise“.

 

Zwei große Schmalenseer gewählt: Im August 1920, vor 100 Jahren, werden zwei in ihrer Zeit weithin bekannte Schmalenseer in bedeutende Ämter gewählt. Am 30. August entsendet der Segeberger Kreistag den Abgeordneten Heinrich Christian Saggau, der auch Amtsvorsteher in Bornhöved ist, für weitere sechs Jahre in die Landwirtschaftskammer der Provinz Schleswig-Holstein. Zwei Tage zuvor wird Willy Siebke, Urgroßvater des heutigen Bürgermeisters Sönke Siebke, zum Schriftführer im Aufsichtsrat der „Kreis Segeberger Bauern-Genossenschaft für Einkauf und Verwertung eBmuH“ gewählt. Die Wahl erfolgt in der ersten ordentlichen Generalversammlung des Schleswig-Holsteinischen Bauernvereins, Kreisgruppe Segeberg. 

 

Tagesausflug bleibt in Erinnerung: Schmalensees einklassige Schule unternimmt laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 31. August 1935, vor 85 Jahren, einen Tagesausflug nach Hamburg. 27 Kinder und über 40 Erwachsene machen sich mit zwei Autobussen auf den Weg in die Großstadt. Besucht werden das große Gemüsehaus, das Chile- und das Ballinhaus sowie der Hauptbahnhof. Dann geht es auf den Michel, auf eine Hafenrundfahrt und nachmittags in Hagenecks Tierpark. Im Nachlass von Walter Behrend fand sich ein Foto von dieser Ausfahrt, die ein wahrer Höhepunkt im noch jungen Leben der Schülerinnen und Schüler gewesen sein muss. 

Foto zur Meldung: August-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Ausflug nach Hamburg 1935 - Foto aus dem Nachlass von Walter Behrend

Weg frei für die Zimmerei – Beschlüsse der Gemeindevertretung vom 13. August

(14. 08. 2020)

Zwei Parteien sind einem Ziel einen großen Schritt näher gekommen nach der Sitzung der Gemeindevertretung: Die Zimmerei Hippe, die ihren Firmensitz in den Grasweg verlegen möchte, und die Gemeinde Schmalensee, die dort gern Gewerbe ansiedeln möchte.

 

Die Gemeindevertretung fasste am 13. August 2020 die entsprechenden Entwurfs- und Auslegungsbeschlüsse für die 7. Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan Nr. 7 der Gemeinde. Weil für letzteren das Verfahren umgestellt worden ist von einem vorhabenbezogenen B-Plan in eine Angebotsplanung, konnte zunächst auf die Verhandlungen über einen Durchführungsvertrag verzichtet werden.

 

Zusammenfassung: Die Zimmerei Hippe hat im Grasweg bereits ein Grundstück erworben und möchte dort den Betrieb ansiedeln und zugleich vergrößern. Gemeinsam mit der Gemeinde Schmalensee wird der Grasweg erschlossen werden. Damit wird die Voraussetzung für weitere Ansiedlungen geschaffen. Für die Versiegelung der Fläche wird ein Ausgleich fällig. Zum Teil unmittelbar am Firmengelände, das von Gehölzen und Bienenweide umgeben sein wird (laut Kreisplanerin ein absolutes Novum), teils über ein Ökokonto.

 

Übrigens: Die Änderung des Flächennutzungsplans bedeutet zugleich das Ende der seit Jahrzehnten in diesem eingetragenen Trasse für eine mögliche Ortsumgehung. Die ist eigentlich schon länger nicht mehr realisierbar und spielt auch im Bundesverkehrswegeplan keine Rolle mehr. In Schmalensee war sie aber lange Zeit eines der Maßgeblichen Themen, sorgte sogar für die kurze Existenz eines „Fördervereins Umgehungsstraße Schmalensee“.

 

Kein Thema: Windenergie

 

Abgesetzt von der Tagesordnung wurde der Abschluss einer städtebaulichen Vereinbarung zur Windenergienutzung in der Gemeinde Schmalensee. Den im Bereich südlich der Damsdorfer Straße involvierten Investoren war es nicht gelungen, zeitgerecht ein abgestimmtes Konzept vorzulegen.

 

Dämpfer in Sachen Baugebiet

 

Bekanntlich möchte die Gemeinde Schmalensee nördlich der Belauer Straße und westlich der Orstdurchfahrt ein Baugebiet erschließen. Die Gespräche mit den Landeigentümern seien zuletzt auf einem guten Weg gewesen, berichtete Bürgermeister Sönke Siebke. Nun machen Bohruntersuchungen an auf der Fläche vorhandenen Siloplatten Kopfschmerzen, da langkettige Kohlenwasserstoffe festgestellt wurden. Genauere Untersuchungen müssten ergeben, ob das Material nach Abbruch verbaut oder gesondert deponiert werden könne. Letzteres wäre teuer und hätte Einfluss auf die Realisierung des Projekts.

 

Allerdings: In Zusammenhang mit der Zimmerei-Ansiedlung wurde die Gemeindevertretung mit einer Isoplethendarstellung konfrontiert – einer Darstellung der Geruchsemissionen, die von landwirtschaftlichen Betrieben und Einrichtungen ausgehen. Diese hätten gravierende Auswirkungen auf die Realisierbarkeit des Vorhabens. Ehe die Gemeinde weiter in dem Bereich plant, will sie eine detaillierte Darstellung der Geruchsemissionen für den Bereich einholen, die nicht den aktuellen Zustand abbildet, sondern den Abbruch der Siloplatten simuliert.

 

Zusammenfassung: Über der Ausweisung eines Neubaugebietes am derzeit angestrebten Ort schwebt ein sehr großes Fragezeichen.

 

Badestelle – Sicher aber auch stark frequentiert

 

Die gute Nachricht: Der Badebetrieb an der Schmalenseer Badestelle kann in der aktuellen Form beibehalten werden. Der Badestellenerlass des Landes und eine Begehung am 25. Juni 2020 ergaben, dass nur marginale Maßnahmen zu ergreifen sind, die Badestelle sicherer zu machen: Durch Beschilderung muss deutlich gemacht werden, dass es keine Badeaufsicht gibt und dass das Springen vom Steg verboten und vor allem gefährlich ist, da die Wassertiefe nicht ausreicht. Am Steg ist ein Handlauf im vorderen Bereich nötig, weil dort eine Stufe ist.

 

Die letzten heißen Tage zeigen, dass Schmalensees Badestelle (wie viele andere auch) offenbar verstärkt Ausflugsziel von Städtern geworden ist, die den überfüllten Ostseestränden ausweichen. Leider würden insbesondere Besucher aus Neumünster dadurch auffallen, dass sie Privateigentum und Verkehrszeichen dreist ignorieren und ihre Pkw entweder auf Privatgrund parken – oder gleich bis zur Badestelle fahren. Das wurde in der Einwohnerfragezeit geschildert. Die Zahl der zurückgelassenen Einweg-Grills hält sich noch in Grenzen.

 

 

Foto zur Meldung: Weg frei für die Zimmerei – Beschlüsse der Gemeindevertretung vom 13. August
Foto: Weg frei für die Zimmerei – Beschlüsse der Gemeindevertretung vom 13. August

Unterstützung bei der Existenzgründung

(13. 08. 2020)

Angehende Gründer, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen wollen, erhalten durch das Projekt „Startbahn Existenzgründung“ der Wirtschaftsakademie umfangreiche Unterstützung für ihr Vorhaben.

 

Am 24. August informiert die Wirtschaftsakademie um 13 Uhr in der Marienstraße 37 in Bad Segeberg über dieses Projekt.

 

In der rund vierstündigen Veranstaltung erfahren Gründungsinteressierte, wie eine nachhaltige Existenzgründung vorbereitet werden sollte.

 

Die Teilnahme ist für Arbeitslose dank Förderung aus dem Landesprogramm Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kostenfrei.

 

Weitere Informationen und Anmeldung bei Ulrike Pieper von der Wirtschaftsakademie unter Tel. (0 43 21) 40 77 – 61 sowie per E-Mail an .

 

Quelle: Mitteilung der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein GmbH vom 07.08.2020

 

Foto zur Meldung: Unterstützung bei der Existenzgründung
Foto: Wirtschaftsakademie SH

Immer etwas zu entdecken in der Schmalenseer Feldmark

(12. 08. 2020)

Der regelmäßige Wanderer auf unseren Feld- und Wirtschaftswegen wird zustimmen: In der Schmalenseer Feldmark gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

 

Denn allein schon die Jahreszeiten sorgen für regen Wandel an Flora und Fauna. Die Landwirtschaft, die unsere Gemarkung prägt, tut das ihre in der Fruchtfolge und Beweidung auf Äckern und Wiesen.

 

Und dann ist da der Mensch im Allgemeinen, der überall seine Spuren hinterlässt. Ob abgelegte Findlinge am Feldrand oder ein verlorener Badeschlappen, den eine andere Person wiederum auf den Pfahl vom Weidezaun gesteckt hat.

 

Bäume haben viel zu „erzählen“, insbesondere, wenn sie Harz absondern oder Pilze sie befallen haben. Die Symbiose von Pflaumenbaum und Brombeere, beobachtet in einem Knick am Höllenhorst-Weg, bietet auch ein schönes Motiv.

 

In diesem und auch anderen Wegen ist zurzeit gut zu beobachten, wie sich die Knicks mit viel Grün zurückbilden, nachdem man sie „auf den Stock“ gesetzt hat.

 

Bleiben die Windkraftanlagen, die markant aus der Landschaft herausragen. Man muss sie nicht mögen – eine gewisse Faszination üben solche Bauwerke aber schon aus und sie geben immer wieder Anlass, fotografiert zu werden. Zum Beispiel, weil sie inmitten einer sich stetig wandelnden Natur eine gewisse Beständigkeit ausstrahlen – ihre Form und Farbe ändern sich nicht.

 

Foto zur Meldung: Immer etwas zu entdecken in der Schmalenseer Feldmark
Foto: Was gibt es Neues in der Schmalenseer Feldmark

Sitzung der Gemeindevertretung am 13. August beginnt mit Information der Öffentlichkeit

(11. 08. 2020)

In den letzten Wochen haben die Fachausschüsse die Vorarbeit geleistet, nun tritt am Donnerstag, 13. August die Gemeindevertretung zusammen. Das Stichwort „Bauen“ dominiert die Tagesordnung, in die um 19.30 Uhr eingestiegen werden soll.

 

Bereits um 19 Uhr jedoch herrscht Betrieb im Gemeindesaal, denn es gilt, die sogenannte frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung an einem aktuellen Bauvorhaben sicherzustellen. Es geht um eine am Grasweg gelegene Teilfläche des Flurstücks 26/1 der Flur 4 der Gemarkung Schmalensee: Auf dieser möchte die Zimmerei Hippe ihren Betrieb ansiedeln. Die Öffentlichkeit soll über das Vorhaben und die damit verbundenen Änderungen des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans der Gemeinde informiert werden.

 

Gewerbeansiedlung im Grasweg

 

Beide Positionen werden auch im weiteren Verlauf der Sitzung der Gemeindevertretung behandelt. Die 7. Änderung des Flächennutzungsplans erfordert einen Entwurfs- und Auslegungsbeschluss; der Bebauungsplan Nr. 7 ebenso. Hier bedarf es außerdem einer Änderung des Planungsverfahrens, um Vorbehalte der Landesplanung auszuräumen. Die Gemeinde Schmalensee beabsichtigt, mit dem Bauherren einen Durchführungsvertrag abzuschließen – dieser Punkt soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt werden. Unter anderem wird es dabei um Erschließungskosten gehen. Aus den bisherigen Verhandlungen der Gremien kann man absehen, dass um das bereits erworbene Grundstück in Zukunft weitere Bebauung entstehen könnte. Ein echtes Zukunftsprojekt.

 

Neubaugebiet: Noch Unklarheiten

 

Wie es mit dem gewünschten Neubaugebiet weitergehen kann, ist derzeit offen. Bis zur Sitzung werden noch Ergebnisse von Bodenuntersuchungen erwartet, die Aufschluss darüber geben sollen, ob auf Flächen oberhalb der Belauer Straße im Winkel zur Dorfstraße ein Baugebiet entstehen kann. Bürgermeister Sönke Siebke ist im steten Austausch mit den zuständigen Büros, Verwaltungen und Landeigentümern.

 

Windkraft: Weitere Anlagen sollen gebaut werden

 

Bauen wollen auch die Windmüller. Das Land hatte zur großen Überraschung der Gemeinde eine weitere Fläche südlich der Damsdorfer Straße ausgewiesen, auf der zwei Investoren Interessen haben. Zuzüglich einer möglichen dritten Windkraftanlage dort, wo schon zwei auf Damsdorfer Land stehen, könnte sich das Landschaftsbild in absehbarer Zukunft deutlich verändern, von bis zu sieben Anlagen war in der Presse die Rede. Da es sich um eine privilegierte Nutzung handelt, gilt es nun für die Gemeindevertretung, im Rahmen einer städtebaulichen Vereinbarung Einfluss zu nehmen und die wenigen möglichen Vorteile für die Gemeinde zu sichern. Der Ausschuss von Sönke Stahl ist hier in erster Linie befasst.

 

Finanzen: Nur wenig Positives

 

Ohne dem Finanzausschussvorsitzenden Dirk Griese zu weit vorgreifen zu wollen: Aus der vorbereitenden Sitzung gibt es nicht viele gute Zahlen zu berichten. Zwar sieht die Tagesordnung der GV einen Bericht über im Jahr 2019 geflossene Zuwendungen vor – es ist aber eine Formalität, es hat keine gegeben. Der Jahresabschluss 2018 fällt negativ aus, begründet durch die Gewerbesteuer. Hier waren die Erstattungen höher als die Erträge. Immerhin konnte Dirk Griese im Finanzausschuss für 2020 einen bislang positiven Bericht geben – jedoch mögliche Folgen der Corona-Pandemie noch nicht berücksichtigt.

 

Sommerthema Badestelle

 

Bleibt laut Tagesordnung (Stand 11. August) die Badestellensicherheit. Wie zu beobachten, lockt die aktuelle Hitze viele Menschen an den See, die nach Abkühlung lechzen. Nach Erlass eines Landesgesetzes und Begehung steht fest: Die Badestellensicherheit ist im aktuellen Zustand insoweit gegeben, dass die Badestelle nicht, wie im Vorjahr, gesperrt werden muss. Dringend sei darauf hingewiesen, dass nicht vom Steg gesprungen werden soll, weil das Wasser nicht tief genug ist an dieser Stell. Und angesichts der Hitze wird es zunächst auch nicht gerade tiefer werden.

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Sitzung der Gemeindevertretung am 13. August beginnt mit Information der Öffentlichkeit
Foto: Sitzung der Gemeindevertretung am 13. August beginnt mit Information der Öffentlichkeit

Wo es Gelbe Säcke und den Blickpunkt gibt

(10. 08. 2020)

In letzter Zeit wird eine Frage immer häufiger gestellt: „Hast Du diese Woche den Blickpunkt bekommen?“. Das amtliche Mitteilungsblatt wird zwar seit geraumer Zeit früher gedruckt und liegt entsprechend früh vor – zur Verteilung durch die Deutsche Post kommt es aber leider sehr unregelmäßig und mitunter erhält man es auch schon mal gar nicht.

 

Ein Missstand, über den auf Amtsebene sicher nachzudenken ist, denn die Gemeinden bestreiten einen nicht unerheblichen Teil der Herstellungskosten des kostenlos in alle Haushalte verteilten Blickpunkt – damit ihre Mitteilungen und die der örtlichen Vereine und Organisationen darin abgedruckt werden. Der in Wankendorf ansässige khm-Verlag, der den Blickpunkt produziert, generiert außerdem Einnahmen aus der Werbung.

 

Online steht der „Blickpunkt Bornhöved“ schon deutlich früher zur Verfügung, als es das Erscheinungsdatum ausweist: Die Ausgabe 13. August 2020 etwa wurde am Sonntag auf dieser Gemeindehomepage in der Rubrik „Aktuelles“ bereitgestellt.

 

In dieser ist nun nachzulesen, dass gedruckte Ausgaben zu den Öffnungszeiten der Amtsverwaltung im Bürgerhaus Trappenkamp (Am Markt 3) erhältlich sind. Zu erreichen durch den Nebeneingang bei den Postfächern.

 

Mangelware Gelbe Säcke

 

Das gilt auch für gelbe Wertstoffsäcke. Diese sind in Supermärkten – sofern sie dort überhaupt verteilt werden – rasch vergriffen. Auch hier gilt: Nebeneingang Bürgerhaus Trappenkamp, bei den Postfächern.

 

Blumenladen als Ausgabestelle

 

Überdies ist in Bornhöved der Blumenladen Hahne (Am Alten Markt 12) zur „Ausgabestelle“ geworden. Wie im Blickpunkt mitgeteilt wird, sind dort gedruckte Blickpunktausgaben und Wertstoffsäcke zu den Öffnungszeiten zu bekommen.

 

Blumen Hahne ist montags ganztags geschlossen und auch am Mittwochnachmittag nicht geöffnet.

 

Quelle: Blickpunkt 33-2020 vom 13.08.2020

 

Foto zur Meldung: Wo es Gelbe Säcke und den Blickpunkt gibt
Foto: Amtsverwaltung

Coronavirus: Schulstart und Schnupfenschema

(10. 08. 2020)

Heute beginnt in Schleswig-Holstein wieder der Schulunterricht. Noch nicht für die Erstklässler und auch nicht überall für die Schülerinnen und Schüler, die von der Grund- auf eine weiterführende Schule wechseln, aber generell ist dieser Montag ein ganz besonderer.

 

Präsenzpflicht für Lehrekräfte

 

Auch angesichts der Corona-Pandemie. Denn die sorgt auch für mächtig Zoff zwischen Bildungsministerin Karien Prien von der CDU und zahlreichen Lehrkräften, die gegen den Präsenzunterricht gerichtlich vorgehen. Denn 1.600 Lehrerinnen und Lehrer sollen Atteste vorgelegt und auf Zugehörigkeit zur Risikogruppe hingewiesen haben – 30 seien vom Unterricht befreit worden, heißt es in mehreren Presseberichten.

 

Maskenpflicht in der Schule

 

Für Debatten sorgte auch bis ins Wochenende die Frage nach der Maskenpflicht. Das Bildungsministerium hat nur eine Empfehlung ausgesprochen – ab Klassenstufe 7 ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in den ersten beiden Schulwochen im Klassenraum empfohlen. Eine Kann-Bestimmung – die Umsetzung liegt bei den Schulen. Und die regeln das für sich, lassen die Eltern wissen, wann die Kinder wo Maske zu tragen haben.

 

In Schulbussen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln müssen weiterhin Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden, solange die allgemeine Maskenpflicht gilt. Auch die Abstandsregel gilt im öffentlichen Raum weiter.

 

Schulschließungen drohen

 

Beispiele, wie bei Erkennen eines Corona-Falls reagiert wird, gibt es bereits aus benachbarten Bundesländern, wo der Unterricht schon früher aufgenommen wurde: Schulschließung. Und auch in Schleswig-Holstein ist zu dieser Maßnahme gegriffen worden, ehe es überhaupt losging. In Rantrum bei Husum ist eine Lehrkraft mit dem Coronavirus infiziert, nahm aber an einer Lehrerkonferenz teil. Sie hatte Krankheitssymptome gezeigt, aber das Vorliegen eines Testergebnisses nicht abgewartet.

 

Schnupfenschema vorgelegt

 

Bildungsministerin Prien hat alle am Schulbetrieb Beteiligten dringend gebeten, zu Hause zu bleiben, wenn Krankheitssymptome vorliegen. Das steht auch im „Reaktionsplan“ der Landesregierung, zu dem es auch eine schematische Darstellung, eine Art Checkliste gibt – beide liegen dieser Meldung als Anlagen bei.

 

Anlagen: Reaktionsplan und Schnupfenschema der Landesregierung vom 7. August 2020

 

 

[Corona-Reaktionsplan SH]

[Schnupfenschema]

Foto zur Meldung: Coronavirus: Schulstart und Schnupfenschema
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved am 14. August

(09. 08. 2020)

Die Erfahrungen des Corona-Lockdowns mit dem „social distancing“ greift das traditionelle Sommerkino des Fördervereins „Alte Schmiede Bornhöved“ auf. Fördervereinsmitglied Christiane Schlüter hat ein anspruchsvolles und kulinarisch prickelndes Programm zusammengestellt.

 

Letzte Station in der Saison 2020 ist am Freitag, 14. August, der Film „Bittersüße Schokolade“.

 

Der 1992 in Mexiko gedrehte Film zeigt leidenschaftlich und heißblütig familiäre Zwänge und leidenschaftliche Liebe. Vor dem Hintergrund der mexikanischen Revolution: die junge Tita und Pedro verlieben sich ineinander. Tita jedoch wird von ihrer Mutter bestimmt, ihr den Haushalt zu führen und sich im Alter um sie zu kümmern. Um ihr nahe zu sein, heiratet Pedro Titas Schwester und Tita beginnt, ihm ihre Liebe durch ihre Kochkunst auszudrücken.

 

Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr in der Alten Schmiede, Kuhberg 13, 24619 Bornhöved. Der Eintritt ist frei. Wegen der Corona-Auflagen sind die Sitzplätze begrenzt.

 

Quelle: Mitteilung Förderverein Alte Schmiede Bornhöved

www.alte-schmiede-bornhoeved.de

[Aushang Sommerkino Alte Schmiede Bornhöved 2020]

Foto zur Meldung: Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved am 14. August
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Neue App warnt Autofahrer vor Wildwechsel

(08. 08. 2020)

Alle zwei Minuten verursacht der Zusammenprall mit einem Wildtier auf Deutschlands Straßen einen Unfall. Somit stellen Wildunfälle eine der häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr dar. Mit den Daten der Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein, startet die Wildwarn-App WUIDI nun auch für Schleswig-Holstein.

 

Die Wildunfalldaten der letzten Jahre wurden vom Wildtier-Kataster Schleswig-Holstein (WTK SH) gesammelt, ausgewertet und über 500 Wildunfallschwerpunkte im Land ermittelt", berichtet Marcus Börner, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V..

 

Das WTK SH ist ein Projekt des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein und der Universität Kiel. Seit Anfang August können Verkehrsteilnehmer kostenlos die WUIDI-App in Schleswig-Holstein nutzen.

 

Der digitale Wildwarner warnt Autofahrer bei der Fahrt durch Gefahrengebiete mit erhöhtem Wildwechsel, erstmals orts- und zeitabhängig. Die Warnung erfolgt entweder über eine App oder dank Bluetooth-Kopplung direkt über das Auto. Dank eines Hintergrundmodus ist keine Bedienung während der Fahrt notwendig und kann dadurch problemlos im Straßenverkehr eingesetzt werden.

 

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, erhält der Nutzer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und auf Basis der GPS-Lokalisierung die Kontaktdaten des zuständigen Ansprechpartners, der Polizeidienststelle oder des Jagdausübungsberechtigten.

 

Mit Partnern wie Behörden, Verbänden, der Polizei und Fahrschulen trägt die Initiative WUIDI somit zur Erhöhung der Sicherheit auf den Straßen bei und verhilft im Falle eines Wildunfalls zu einer effizienten Abwicklung des Vorgangs.

 

Quelle (auch Fotos): Landesjagdverband vom 30.07.2020

 

Foto zur Meldung: Neue App warnt Autofahrer vor Wildwechsel
Foto: Wildwarner-App Screenshot Android

Ausbildung im Handwerk – Fachkräfte sind gefragt

(07. 08. 2020)

Mitteilung der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein mit Sitz in Bad Segeberg vom 27.07.2020:

 

Sapperlot! Das ist ja kaum zu fassen. Rund 33.500 Prüflinge haben trotz Corona in diesem

Jahr an den allgemeinbildenden Schulen im Lande einen Abschluss gemacht und trotzdem fehlen im Handwerk noch jede Menge Auszubildende.

 

Dabei hat doch gerade die Corona-Krise gezeigt, wo der Frosch die Locken hat! Behörden, Kaufhäuser, ganze Berufszweige wurden ins „Lock-Out“ geschickt, oder doch wenigstens ins „Home-Office“ oder in Kurzarbeit. Handwerker dagegen sind recht gut durch Corona gekommen.

 

Gewiss, Abstand halten wo möglich und die Einhaltung der Hygienevorschriften waren auch für das Handwerk selbstverständlich, aber gerade auf dem Bau ging es weiter. Auch der Reparatursektor war nicht betroffen, denn Wasserrohre, die undicht werden, oder elektrische Anlagen, die plötzlich nicht mehr funktionieren, müssen in Ordnung gebracht werden, egal, ob Corona oder nicht. Und, wer hat die tausende von Quadratmetern Acrylglas, die jetzt Läden und Büros bis hin zum Amtsgericht zieren, angebracht? Na klar, die Handwerker!

 

Dazu kommt noch, dass sich viele Pläne der Absolventen, nach der Schule ein Auslandsjahr einzulegen, durch Corona verflüchtigt haben und kein Mensch kann heute sagen, wie die Entwicklung in den USA, Afrika oder Australien in den nächsten Monaten voranschreitet.

 

Auch mit einem gesicherten Studium Beginn zum Wintersemester können nicht alle rechnen, da die Abstandsregeln wohl noch lange gelten werden. In Hörsälen, in die sonst 80 oder 100 Studenten passten, dürfen nur noch 25 hinein? Verzweifelt arbeiten viele Dozenten an Plänen, die dreiviertel Fernstudium zu Hause am Rechner beinhalten und nur wenige Präsenzveranstaltungen. Inwieweit das erfolgreich sein kann, mag jeder für sich selbst beurteilen.

 

Da bietet sich doch das Handwerk als Alternative geradezu an: Drei Jahre Ausbildung bis der Corona-Spuk vorbei ist, dabei schon ganz anständig verdienen und den Eltern nicht mehr auf der Tasche liegen, das wäre schon mal der erste Pluspunkt. Dann das breite Spektrum, das das Handwerk bietet: Holz oder Metall, Hoch- oder Tiefbau, Kfz-Elektronik oder Mechatronik, hochkomplexe Maschinen oder einfache Werkzeuge, hier ist für jeden etwas zu finden; rund 130 Berufe stehen zur Auswahl.

 

Und für den, der nach Höherem strebt, ist mit dem Gesellenbrief natürlich noch lange nicht Schluss, Meister, Techniker oder Ingenieur sind Ziele.

 

Und: Im Handwerk ist Emanzipation schon lange Wirklichkeit. Hier zählt nur, was Eine oder Einer kann, nicht, ob er Mann oder Frau ist. Und, da Körperkraft durch innovative Technik mehr, als ausgeglichen wird, ist das Märchen von den männertypischen Berufen schon lange Geschichte.

 

Kreishandwerksmeister Michael Kahl berichtet, dass die Auftragsbücher der Gewerke gut gefüllt sind und Fachkräfte nach wie vor gefragt! Da kann´s doch nur eins geben: Absolventen des Corona-Jahres, macht Euch schlau und nutzt die Beratungsangebote der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein unter www.handwerk-mittelholstein.de/bildung.html.

 

Joint he Team!“

 

Foto zur Meldung: Ausbildung im Handwerk – Fachkräfte sind gefragt
Foto: Kreishandwerkerschaft Mittelholstein

Coronavirus: Weiterbewilligungsantrag auf ALG II wieder erforderlich

(06. 08. 2020)

Per Mitteilung vom 29.07.2020 informiert das Jobcenter Kreis Segeberg:

 

Sonderregelung endet bald:

Weiterbewilligungsantrag auf Arbeitslosengeld II wieder erforderlich

 

Der Gesetzgeber hat im Zuge der Corona-Pandemie ein Sozialschutzpaket beschlossen, das den Zugang zur Grundsicherung erleichtert. Eine dieser Sonderregelungen endet am 30. August 2020.

 

Weiterbewilligungsantrag wieder notwendig

 

Kunden mussten zu Beginn der Corona-Pandemie keinen Weiterbewilligungsantrag auf Arbeitslosengeld II stellen. Für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 31. März 2020 bis einschließlich 30. August 2020 enden, wurden bzw. werden die Leistungen automatisch weiter bewilligt. Diese Regelung läuft zum 30. August 2020 aus.

 

Jobcenter verschicken deshalb ab dem 20. Juli 2020 Schreiben mit Weiterbewilligungsanträgen an alle Kunden, deren Arbeitslosengeld II nach dem 30. August 2020 endet. Diese Weiterbewilligungsanträge müssen rechtzeitig und vollständig ausgefüllt in den Jobcentern eingehen, bevor das Arbeitslosengeld II ausläuft. Eine Verlängerung ohne erneute Antragstellung ist nicht mehr möglich. Die Antragsunterlagen können auch online übermittelt werden.

 

Sonderregelungen zur Vermögensprüfung und Übernahme der Kosten der Unterkunft bis 30. September 2020 verlängert

 

Die Regelungen zur vereinfachten Vermögensprüfung und zur Übernahme der Kosten der Unterkunft gelten bis zum 30. September 2020. Bei einer vereinfachten Vermögensprüfung prüft das Jobcenter das Vermögen nur dann, wenn es „erheblich“ ist. „Erheblich“ ist ein Vermögen, wenn es 60.000 Euro sowie 30.000 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied übersteigt. Kosten der Unterkunft inklusive Heizung und Nebenkosten erkennen Jobcenter in der vollen Höhe an.

 

Für alle Neu- und Weiterbewilligungsanträge, die ab dem 1. Oktober 2020 gestellt werden, gelten die bisher bekannten Regeln der Grundsicherung: Die Jobcenter prüfen, ob Vermögen vorhanden ist und ob die Kosten der Unterkunft angemessen sind. Notwendige Nachweise fordern die Jobcenter bei den Kunden an.

 

 

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Foto: Jobcenter Kreis Segeberg

Coronavirus: Kreis Segeberg stellt Online-Meldeformular für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ins Netz

(05. 08. 2020)

Nachdem die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Kreis Segeberg schon auf zwei gefallen war, verzeichnet der Infektionsschutz nun, da viele Segebergerinnen und Segeberger aus dem Urlaub zurück kommen, in kleinen Schritten wieder einen Anstieg.

 

Am 4. August hat der Kreis Segeberg deshalb bekannt gegeben, dass er ein neues Online-Meldeformular für Reiserückkehrer aus Risikogebieten auf seiner Internetseite eingerichtet hat.

 

Die Mitteilung des Kreises Segeberg im Wortlaut:

 

Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten müssen sich nach der Einreise in Deutschland auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort in Quarantäne aufhalten. Darüber hinaus müssen sie sich beim örtlichen Gesundheitsamt/Infektionsschutz melden.

 

Auf der Internetseite des Kreises Segeberg können Risikogebietsrückkehrer*innen ab sofort unkompliziert ein entsprechendes Formular ausfüllen, das dem Infektionsschutz direkt übermittelt wird.

 

Das Formular ist zu finden unter www.segeberg.de/reiserückkehrer – „Online-Anzeigebogen für Reiserückkehrer*innen“.

 

Nicht von der Quarantäneregelung betroffen sind Personen, die einen aktuellen

negativen Coronatest vorweisen können. Dabei handelt es sich um ein ärztliches

Zeugnis, wonach keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus

vorliegen.

 

Das Zeugnis muss sich auf eine molekularbiologische Testung (PCR-Test) stützen, die zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter als 48 Stunden ist. Der Negativ-Nachweis ist dem Infektionsschutz vorzulegen. Auch dafür kann das neue Online-Formular genutzt werden.

 

Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten, die sich nicht an die Vorgaben halten,

müssen mit Geldstrafen im bis zu vierstelligen Bereich rechnen.

 

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Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Sommeraktion der Frühen Hilfen: Offene Spielgruppe in Bornhöved

(05. 08. 2020)

Eine offene Spielgruppe auf dem Spielplatz Moorblick hat Karen Leichsenring, Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bei der Diakonie Altholstein, für den August ins Leben gerufen.

 

Jeden Donnerstag von 15 bis 16 Uhr sind Eltern mit ihren Kindern auf dem Spielplatz Moorblick willkommen. „Es soll ein Austausch und Kennenlernen sein. Bei Bedarf berate ich auch“, sagt Karen Leichsenring.

 

Das Angebot der Frühen Hilfen richtet sich an Schwangere und an Familien mit Kindern, die zwischen null und drei Jahre alt sind und wird durch Landesmittel finanziert.

 

Die Spielgruppe trifft sich bei gutem Wetter zum ersten Mal am Donnerstag, 6. August.

 

Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 04192/5010382 oder per E-Mail unter .

 

Quelle: Mitteilung der Diakonie Altholstein vom 31.07.2020

 

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Foto: Diakonie Altholstein

Vorschläge für die Bürgerrolle des Kreises Segeberg

(04. 08. 2020)

Seit dem Jahr 2004 werden Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise im Kreis Segeberg ehrenamtlich verdient gemacht haben, in die Bürgerrolle des Kreises Segeberg aufgenommen.

 

Damit werden vorrangig Personen geehrt, deren ehrenamtliches Engagement über die eigene Gemeinde hinausgeht und damit einen überörtlichen oder sogar kreisweiten Bezug hat.

 

Ausgezeichnet werden Menschen, die langjährig und vielfältig oder herausragend sich im Ehrenamt für die Gemeinschaft eingesetzt haben und die noch nicht von staatlicher Seite eine Auszeichnung (z.B. Bundesverdienstorden, Landesehrennadel, Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel) erhalten haben. Dagegen schließen verbandsinterne Ehrungen oder gemeindliche Auszeichnungen die Aufnahme in die Bürgerrolle nicht aus.

 

In diesem Jahr ist vorgesehen, die Aufnahme in die Bürgerrolle in der Kreistagssitzung am 24. September 2020 vorzunehmen. Über die Aufnahme befindet in nichtöffentlicher Sitzung eine Auswahlkommission, die sich aus Repräsentanten der Fraktionen und den im letzten Jahr Geehrten zusammensetzt.

 

Vorschläge für zu ehrende Personen können unter Angabe des Namens und der Adresse sowie einer Darstellung des besonderen ehrenamtlichen Engagements bis zum 10. August 2020 an den Kreis Segeberg, z. Hd. Frau Krüger, Hamburger Straße 30, 23795 Bad Segeberg oder gerichtet werden.

 

Quelle: Kreis Segeberg 31.07.2020

Anlage: Richtlinie Bürgerrolle Kreis Segeberg

 

[Bürgerrolle des Kreises Segeberg Richtlinie]

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Foto: Kreis-Logo Segeberg

Am 5. August Blut spenden in Trappenkamp

(03. 08. 2020)

Am Mittwoch, 5. Juli, findet in den Schulen der Gemeinde Trappenkamp im Zeitraum 15.30 bis 19.30 Uhr eine Blutspendenaktion des Deutschen Roten Kreuzes statt. Wichtig für alle, die diesen Termin wahrnehmen möchten: Es gibt eine Änderung beim Zugang zum Spendenort.

 

Wie Harald Hinz vom in Lütjensee beheimateten DRK-Blutspendedienst Nord-Ost mitgeteilt hat, können die Spenderäume nicht wie üblich von der Gablonzer Straße betreten werden. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden stattdessen gebeten, über den Schulhof von der Kurlandstraße aus zu den Spenderäumen zu kommen.

 

Blutspenden kann dabei helfen, fit und gesund zu bleiben - DRK bittet in der Corona-Pandemie weiter um Engagement als Spender

 

Ein besonderer Schwerpunkt bei der DRK-Blutspende liegt auf der Gesundheitskontrolle für Blutspender. Unter anderem wird das Blut jeder Spende auf das Vorhandensein bestimmter Krankheitserreger untersucht (Hepatitis A, B, C, E; HI-Virus; Parvovirus B 19; West-Nil-Virus, CM-Viren). Außerdem wird das Spenderblut auf Antikörper gegen die Erreger der Geschlechtskrankheit Syphilis, HIV-Antikörper, Hepatitis B-Antikörper und Hepatitis C-Antikörper getestet.

 

Wer drei Blutspenden innerhalb von zwölf Monaten leistet, erhält darüber hinaus den „Gesundheitscheck“, bei dem weitere Blutwerte mitgeteilt werden, die Aufschluss über mögliche Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie Störungen der Nierenfunktion geben können. Die allgemein empfohlenen, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bei Fachärzten sollten zusätzlich durchgeführt werden.

 

Wichtig zu wissen: Gemäß Mitteilung des Robert-Koch-Institutes ist eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Blut derzeit nicht anzunehmen, weil das Virus bei symptomlosen Personen im Blut nicht nachweisbar ist. Folglich werden Blutspenden derzeit auch nicht auf SARS-CoV-2 untersucht (Stand Juli 2020, Änderungen vorbehalten).

 

Wer fit und gesund ist und keinerlei Erkältungssymptome aufweist, kann Blutspenden. Dies gilt auch weiterhin während der Corona-Pandemie. Blutspender unterstützen mit ihrem Einsatz schwerkranke Patienten in der eigenen Region.

 

Um einen reibungslosen Ablauf unter Einhaltung aller aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln auf seinen Blutspendeterminen gewährleisten zu können, bittet der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost alle Spenderinnen und Spender darum, sich vorab einen Termin für die Blutspende am Wunschterminort zu reservieren. Dies kann über die Terminsuche auf der Website www.blutspende-nordost.de oder auch telefonisch über die kostenlose Hotline 0800 11 949 11 erfolgen. Dort erhält man auch weitere Informationen zum Thema Blutspende.

 

 

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Foto: DRK Blutspende

Kulturgenuss mit Abstand beim Kunstflecken in Neumünster

(03. 08. 2020)

Mitteilung der Stadt Neumünster vom 30. Juli:

 

Am heutigen 3. August beginnt der Vorverkauf für das Kulturfestival Kunstflecken. Vom 4. bis zum 20. September 2020 erwartet die Festivalbesucher/-innen ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Film, Bildender Kunst und interaktiven Angeboten für Groß und Klein – natürlich alles unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.

 

In der Werkhalle, dem Depot des Museums Tuch + Technik, ist u. a. das vielfach preisgekrönte Folk-Duo Gudrun Walther und Jürgen Treyz zu erleben, bekannt durch Auftritte mit ihrer Band CARA. Mit Gitarre, Akkordeon, Geige und Gesang schlagen sie den Bogen von deutschsprachigen Volksliedern über die keltische Musiktradition bis hin zu Bluegrass-Songs. (Freitag, 4. September 2020)

 

Der JazzFördererPreis, der alle zwei Jahre vom Kulturforum Schleswig-Holstein vergeben wird, geht in diesem Jahr an Ralf Johannsen, den Leiter des Jazzclubs Neumünster. Am 11. September 2020 findet in der Werkhalle die Preisverleihung statt. Anschließend lädt der Jazz-Club zum Konzert mit den Forsonics ein.

 

Claus Oppermann und Sven Bohde haben in privaten Archiven und Schmalfilmbeständen wertvolle Filmschätze über die Insel Sylt gesammelt. Aus mehr als 300 Filmrollen ist der Film Mythos im Meer entstanden, der am 12. September 2020 im Rahmen des Kunstfleckens gezeigt wird. Ein Muss für alle Sylt-Fans!

 

Die junge, österreichische Cellistin Marie Spaemann ist normalerweise als Solistin mit großen, internationalen Orchestern unterwegs. Zuletzt war sie mit Starkomponist Hans Zimmer auf Tournee und begeisterte jeden Abend mehr als 10.000 Zuschauer. Beim Kunstflecken gibt sie am 17. September 2020 ein Solo-Konzert mit Cello, Gesang und Loop-Station, ihre Songs changieren zwischen Pop, Soul und Jazz. Eine ungewöhnliche Mischung, die unter die Haut geht!

 

Für alle, die Kultur lieber im Freien genießen, empfehlen wir die Kunstflecken-Veranstaltungen im Park hinter dem Caspar-von-Saldern-Haus:

 

Am 13. September 2020 spielt die Jacques n‘ Buex Band ein bunt gemischtes Programm von Klassik bis Jazz, kombiniert mit humorvollen Texten. Am 19. September 2020 laden die Musiker Olaf Plotz und Stefan Back zu einer musikalischen Weltreise mit Multi-Percussion, Klarinette und Saxophon ein. Am 20. September 2020 wird es wild: Das Figurentheater Neumond (in Koproduktion mit dem Theater fensterzurstadt) spielt für alle Zuschauer/-innen ab 4 Jahren das musikalische Figurentheater Wo die wilden Kerle wohnen. Am Abend gastiert die Lesebühne „Irgendwas mit Möwen“ beim Kunstflecken und holt einige der besten Poetry Slam-Poeten nach Neumünster.

 

Bereits seit vier Jahren ist Neumünster FairTrade-Stadt und bleibt es auch weiterhin. Die FairTrade Siegelerneuerung feiern wir gemeinsam am 16. September 2020 in der Werkhalle mit einem bebilderten Reisebericht, kulinarischen Kostproben und Trommelmusik.

 

Die Musikbibliothek feiert ihr 100-jähriges Jubiläum mit der Veranstaltung Orgel trifft Lyrik in der Anscharkirche am 9. September 2020.

 

Kreativ wird es bei der Veranstaltung Kleiner Flecken kreativ am 13. September 2020 am Kleinflecken 31: Bei Birte Busching im Keramikatelier wird Papier geschöpft, aus Milchkartons werden im Sinne des Upcyclings Skulpturen gebaut und vieles mehr. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sind Groß und Klein zum Basteln und Gestalten eingeladen.

 

Im Rahmen der Festivaleröffnung am 4. September 2020 werden rund um das Museum Tuch + Technik gleich drei Ausstellungen eröffnet: Die Installation SAY IT LOUD von Studierenden der Muthesius Kunsthochschule macht auf großen Bannern an der Fassade des Museums sichtbar, welche Gedanken, Ideen und Themen wir in Zukunft nicht vergessen sollten. In direkter Nachbarschaft, auf der Bühne des Theaters in der Stadthalle, steht die Frage „Was ist Kultur für mich“ im Mittelpunkt. Das Kulturwerk Schleswig-Holstein e. V. bringt die Wanderausstellung Kultur im Beutel zum Kunstflecken nach Neumünster. In Workshops an Schulen und nach Aufrufen an Künstler/-innen und Bürger/-innen, ihren Kulturbeutel zu gestalten, sind inzwischen mehr als 100 Werke entstanden. Die unterschiedlichsten Bedeutungen von Kultur, die Interpretationen und Gedanken zur Kultur werden darin sichtbar. In der Bürgergalerie stellt Volker Tiemann Exponate unter dem Titel Kleine Stücke Nr. 2 aus. Die Möbel, Figuren, die fliegenden Tische, die rutschenden Tücher, die glänzenden Schleifen lassen den Betrachter staunen, lächeln oder einfach nur denken.

Musikalisch wird der Abend von Rainer Lebemann begleitet, der mit selbstgeschriebenen, humorvollen Texten zu den Achterbahnfahrten des Lebens regelmäßig bei Festival-Auftritten im Norden begeistert.

 

Alle Kunstflecken-Veranstaltungen 2020 finden unter den Auflagen der aktuell geltenden Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus vom 26. Juni 2020 statt. Sollten Änderungen der Auflagen in Kraft treten und eine Durchführung der Veranstaltungen nicht möglich sein, informieren wir die Kartenkäufer/-innen telefonisch. Gekaufte Eintrittskarten werden in diesem Fall erstattet.

 

Durch die Abstandsregel ergibt sich ein stark reduziertes Platzangebot. Eintrittskarten können aus diesem Grund nicht reserviert werden, sondern müssen direkt gekauft werden. Es dürfen nur Personen aus einem Haushalt ohne Abstand nebeneinander sitzen.

 

Kartenvorverkauf ab Montag, 3. August 2020, im Kulturbüro Neumünster, Tel.: 04321 / 942 3316 bevorzugt telefonisch oder persönlich im Kulturbüro. Festivalprogramm und aktuelle Informationen unter: www.kunstflecken.de

Die Öffnungszeiten des Kulturbüros: Mo – Fr. 8:30 – 13 Uhr sowie Di. 14 – 17 Uhr.

 

Foto: Kulturbüro Neumünster

 

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Foto: Museum Tuch und Technik

Was gab's im Juli? Blick über den Tellerrand

(02. 08. 2020)

Trotz Sommerferien und Corona-Pandemie lohnt sich der Blick über den Tellerrand auf Sachverhalte, die bisher nicht auf der Homepage der Gemeinde Schmalensee berichtet wurden. Schließlich kann es durchaus von Interesse sein, was in der Nachbarschaft geschieht.

 

Ärger um Neubau im Kirchenkreis

 

Im Juni war an dieser Stelle vom Beschluss der Synode des Kirchenkreises Plön-Segeberg zum Neubau eines Verwaltungsgebäudes in Bad Segeberg für 8,3 Millionen Euro berichtet worden. Im Juli zog plötzlich Gegenwind auf. Mit dem Synodalen Hans-Caspar Graf zu Rantzau an der Spitze: „Der Kirchenkreis fährt finanziell an die Wand“, wird der Patron der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Pronstorf am 16. Juli in der Segeberger Zeitung zitiert.

 

Mit 40:27 Stimmen war das Projekt beschlossen worden, das ein dreigeschossiges Gebäude in Holzrahmenkonstruktion für 86 Arbeitsplätze vorsieht. Aufgrund sinkender Mitgliederzahlen und rückläufiger Spendenerlöse sehen die Kritiker des Beschlusses die Arbeit in den Kirchengemeinden sowie notwendige Sanierungsarbeiten an bestehenden Kirchengebäuden in Gefahr. Graf zu Rantzau rechnet zudem vor, dass die Kosten von im Jahr 2018 bezifferten 4,5 Millionen Euro deutlich gestiegen seien und der Neubau sicherlich bis zu 10 Millionen kosten werde.

 

Die Kirchenkreisleitung hält derweil am Neubauplan fest: „Bauen ist das Billigste“, so Propst Dr. Daniel Havemann in der SZ. Und auch andere Synodalen pflichten ihm bei und positionieren sich deutlich gegen die Gegner, u.a. unter Hinweis auf dringend verbesserungswürdige Arbeitsbedingungen für die Kirchenkreis-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter.

 

Wankendorf mobil

 

Die Gemeinde Wankendorf hat vom Kreis Plön 60.000 Euro zur Einrichtung einer Mobilitätsstation erhalten, die am ZOB eingerichtet wird. Dort sind ein Fahrradunterstand sowie ein Fahrradparksystem geplant. Zusätzlich soll eine Mitfahrbank aufgestellt werden und in einem beleuchteten Bereich sollen Reisende WLAN nutzen können.

 

Letzteres war Thema der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. Diese beschloss, zwölf weitere WLAN-Hotspots im Dorf einzurichten. Neben sieben Outdoor- wird es fünf Indoor-Spots geben, gefördert mit 15.000 Euro aus dem Projekt „WIFI4EU“, wie der Holsteinische Courier meldete.

 

Bleiben wir bei Wankendorf: Die dortige GV gab grünes Licht für eine Erweiterung des Norma-Marktes. Mehrheitlich (12:5) wurde beschlossen, dass nördlich des Schulsportplatzes ein Blockheizkraftwerk errichtet werden darf.

 

Erst freie Bahn in Dersau, dann doch nicht

 

Wie die Kieler Nachrichten zunächst berichteten, sollten am 21. Juli in Dersau die Sanierungsarbeiten in der Ortsdurchfahrt, der Landesstraße 68, zum Abschluss gebracht werden. Ursprünglich sollten die von der Strabag AG (Niederlassung Bornhöved) ausgeführten Arbeiten bis zum 8. August dauern. Das freute insbesondere die Anlieger und Vermieter, die nun wieder fast ungehindert ihre Grundstücke erreichen bzw. erreicht werden können. Fast, weil noch Restarbeiten nötig waren und die Regenwassereinläufe und -schächte einzubauen waren. Allerdings musste die Bauüberwachung feststellen, dass sich Verkehrsteilnehmer, die von der B430 in Richtung Dersau abbogen, immer wieder rücksichtslos verhielten und zu nah an den Bauarbeitern vorbeigefahren seien. Daraufhin wurde die Sperrung laut Meldung vom 23. Juli doch bis 8. August aufrecht erhalten, damit die Restarbeiten gefahrlos erledigt werden können.

 

Alarmiert wegen toter Rotmilane

 

Schon zum fünften Mal im Jahr 2020 wurde ein toter Rotmilan in Schleswig-Holstein gefunden, nun in Ruhwinkel. Weil von den in den Vormonaten im Raum Rendswühren gefundenen toten Vögeln zwei nachweislich vergiftet worden waren, ist man auch in der Nachbarschaft alarmiert. Die Polizei setzte u.a. einen Baumkletterer und eine Drohne ein, um nach Giftködern zu suchen. Mittlerweile beträgt die Gesamtsumme von für sachdienliche Hinweise ausgelobte Belohnungen über 7.000 Euro: Landesjagdverband, private Spender und die Tierrechtsorganisation Peta haben das Geld zur Verfügung gestellt. Die Kieler Polizei nimmt unter der Telefonnummer 0431/1601580 Hinweise von Zeugen entgegen, während die Untersuchung des Kadavers fortgesetzt wird.

 

Brandschutz in den Nachbardörfern

 

Seit einigen Jahren übt die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee regelmäßig mit den im Kreis Plön beheimateten Wehren aus Belau und Kalübbe – schließlich kann es jederzeit zu gemeinsamen Einsätzen kommen. Die Kalübber Blauröcke haben nun einen neuen Gemeindewehrführer: David Glaser (35) ist der Nachfolger von Frank Schnathmeier, der vor einem Jahr Amtswehrführer geworden ist und auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.

 

Trappenkamp, die Familiengemeinde im Grünen, nimmt derzeit viel Geld in die Hand und nutzt geschickt zahlreiche Fördertöpfe, um ihre Attraktivität weiter zu steigern. Die Gemeinde wächst stetig und somit stieg auch der Platzbedarf bei der Freiwilligen Feuerwehr, die ein neues Gerätehaus bekommen wird. Richtfest für den rund 4 Millionen Euro teuren Bau nach Plänen der örtlichen Architekten Christiane und Kuno Feddersen war am 24. Juli 2020. Die Fertigstellung verzögert sich, denn wegen der Corona-Pandemie konnte teilweise nicht in voller Personalstärke gearbeitet werden. Anfang 2021 aber soll es so weit sein.

Die Trappenkamper Feuerwehr ist neben der aus Bornhöved ein wichtiger Garant für den Brandschutz im Amt Bornhöved auch tagsüber. Geplant ist, dass das neue Feuerwehrgerätehaus in der Hermannstädter Straße wohl schon bald auch eine Drehleiter aufnimmt – die dann entsprechend schnell im ganzen Amtsbereich zum Einsatz kommen kann. Bisher stehen Drehleitern aus Wahlstedt und bei Bedarf aus Bad Segeberg bereit, in den Dörfern des Amtes Bornhöved zu helfen.

 

 

Foto zur Meldung: Was gab's im Juli? Blick über den Tellerrand
Foto: Neubau Feuerwehrgerätehaus Trappenkamp

August-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 08. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. 
Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat August die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Feuerwehren sammeln sich: Am 1. August 1920, vor 100 Jahren, feiert die Freiwillige Feuerwehr Bornhöved ihr 40-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet in der Gemeinde das Kreisfeuerwehrfest statt. Mehrere Wehren, darunter die aus Schmalensee und Gönnebek, beteiligen sich am Nachmittag am großen Brandmanöver. Höhepunkte aber sind die Festbälle, die parallel in drei Lokalen stattfinden. Ein Sonderzug bringt auswärtige Gäste um 23 Uhr zurück in Richtung Kreisstadt Segeberg. 

 

Ein neuer Meierist für Schmalensee: Nachdem sein Vorgänger Georg Schlüter gestorben ist, übernimmt am 1. August 1910, vor 110 Jahren, Andreas Anthony (Antoni) die Aufgabe des Meiereiverwalters in Schmalensee. Anthony war zuvor in Dersau und Daldorf in dieser Position tätig. Sein Engagement in Schmalensee endet 1912. Nachfolger wird Hans Georg Wehling, der hier bis 1938 die Meierei leiten wird. 

 

Auch in Schmalensee waren Juden unerwünscht: Hier die wörtliche Wiedergabe einer Meldung des Segeberger Kreis- und Tageblatts, die am 3. August 1935, vor 85 Jahren, gedruckt wurde und sehr wahrscheinlich so aus Schmalensee an die Zeitung übermittelt wurde: „Wirkt es? Nachdem in den letzten Wochen verschiedene größere und kleinere Badeorte in nicht mißzuverstehender Sprache zum Ausdruck gebracht haben, daß sie keinen Wert auf Besuch durch Juden legen, schwärmen diese aufs flache Land. Ist das schon an sich unerfreulich, so ist es noch schlimmer, daß sie in einem deutschen Bauerndorf tatsächlich auch als Gäste aufgenommen werden. Zur Freude vieler Dorfeinwohner und wohl auch vieler Sommergäste sah man gestern morgen Plakate angebracht, die die Aufschrift trugen, ‚Juden unerwünscht!’ Wirkt es? Auch für beide Teile?“ 

 

Wo starb Heinrich Fischer?: Um den 8. August 1905, vor 115 Jahren, gibt es im Segeberger Kreis- und Tageblatt widersprüchliche Angaben über den Tod des Hufners Heinrich Fischer. Dieser hatte im März dieses Jahres die heute nicht mehr existierende Landstelle „Höllenhorst“ in Schmalensee verkauft und war nach Tensfeld gezogen. Im August trifft ihn bei Mäharbeiten der Hitzschlag und er stirbt. Zunächst heißt es in der Zeitung, Fischer habe in Schmalensee gemäht und sei beim Gang zu einem Wassergraben, wo er wegen Unwohlseins Wasser trinken wollte, verstorben. Später vermeldet Tensfeld, dass Heinrich Fischer dort beim Hafermähen am Hitzschlag gestorben sei.

 

Proteste gegen Schließung des E-Werks: In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg hielt in unserer Gegend die Elektrizität Einzug. 1909 erhielt der Mühlenbesitzer Gundlach in Bornhöved die auf 15 Jahre befristete Konzession, in seiner Mühle (das Gebäude steht noch heute gegenüber der Einmündung der Alten Plöner Chaussee) ein E-Werk einzurichten, an das auch Schmalensee angeschlossen werden sollte. Das aber geschah am Ende nicht und ab September 1910 sorgte wiederum eine Anlage in der neuen Meierei (heute Dorfstraße 17) laut Dorfchronist Heinrich Göttsch für „Licht und Kraft für den Ort“. Zurück nach Bornhöved: 1920, vor 100 Jahren, in einer Zeit großer wirtschaftlicher Not nach dem verlorenen Krieg und den an die Sieger zu leistenden Abgaben, droht die Schließung der Mühle des Herrn Gundlach durch die Behörden, „wegen Unzuverlässigkeit des Inhabers“. Das sorgt für Proteste der in Bornhöved organisierten Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die sich in Versammlungen am 8. August 1920 für den Fortbestand der Mühle – vor allem wegen des E-Werks – aussprechen und entsprechende Noten an den Landrat aufsetzen. Diese zeigt, wie rasch die Elektrizität Bedeutung gewonnen hatte: Die Handwerker und vor allem das Ausbesserungswerk Bornhöved der Kiel-Segeberger Kleinbahn könnten ohne Strom nicht arbeiten, es drohten Entlassungen. Bornhöved wäre zudem ohne Beleuchtung. Zunächst aber macht das wenig Eindruck: Am 15. August 1920 erfolgt die Schließung (der Mühle, aber damit auch des vom Mühlenbesitzer Gundlach betriebenen E-Werks) aus genannten Gründen. 

 

Die Realschule brennt: Bei einem Feuer in der Realschule Bornhöved am 9. August 1980, vor 30 Jahren, entsteht ein Sachschaden von rund 800.000 DM. Ein Fachraum und zwei Klassenräume werden in Mitleidenschaft gezogen. Alle Feuerwehren des Amtes Bornhöved sowie Einsatzkräfte aus Trappenkamp und Rickling werden gegen 3.50 Uhr zur Brandstelle beordert. Gegen 8 Uhr ist das Feuer eingedämmt. Da Brandstiftung nicht auszuschließen ist, werden Teile der Schule polizeilich gesperrt. Zudem entsteht nun durch den Schaden, auch in angrenzenden Bereichen, eine erhebliche Raumnot. Der Unterricht kann für die unteren Klassen nach den Ferien erst mit mehrtägiger Verspätung aufgenommen werden. Wegen herrschender Raumnot müssen jedoch täglich zwei Klassen zu Hause bleiben. Um nicht noch mehr Ausfälle zu verzeichnen, wird improvisiert: Die Grund- und Hauptschule hilft mit Räumen aus und das Lehrerzimmer ist zum Klassenraum geworden. Fest steht am Monatsende, dass Brandstiftung Grund des Feuers war.

 

Geschick auf dem Trecker und beim Melken: Gemeinsam mit der Deula-Schönböken führt die Landjugendgruppe Schmalensee am 14. August 1955, vor 65 Jahren, auf einer Koppel von Bürgermeister Helmut Saggau ein Treckergeschicklichkeitsfahren und eine Landtechnik-Ausstellung durch. Auch ein Wettmelken findet statt. Siegerin der Mädchen wird Wilma Saggau aus Schmalensee, bei den Jungen gewinnt Rudolf Pries, Spannhorn. Geschicktester Treckerfahrer ist Heinrich Witt aus Bornhöved mit dem Hanomag. Die Siegerehrung findet mit einem Tanzvergnügen zur Musik der Dersauer Kapelle Tacke im Gasthof Voß statt.

 

Sittlichkeits-Täter geschnappt: Ein aus der Ricklinger Anstalt der Inneren Mission Entlaufener wird am 12. August 1950, vor 70 Jahren, zwischen Schmalensee und Bornhöved von der Polizei gestellt und zurück überstellt. Der Mann hatte sich in Schmalensee mehrfach Frauen und jungen Mädchen in unsittlicher Weise genähert. Bei dem Versuch, ein dreijähriges Mädchen zu sich zu locken, wird er von Erwachsenen überrascht. Auf der Flucht in Richtung Bornhöved läuft er dann der Polizei in die Arme.

Foto zur Meldung: August-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Meierei Schmalensee mit Fuhrwerk

Ab heute bundesweite Insektenzählung

(31. 07. 2020)

Der Rückgang an Zahl und Vielfalt der Insekten ist in aller Munde. Umfangreich fallen die Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der fliegenden und krabbelnden Tiere aus. Auch die Gemeinde Schmalensee engagiert sich und strebt die Anlage von Blühflächen an. Beim Naturschutzbund (NABU) ist der „Insektensommer“ eingeläutet worden. Dieser beginnt heute und bietet Garten- du Naturfreunden die Möglichkeit, einiges über die heimische Insektenwelt zu lernen.

 

Hier die Mitteilung des NABU vom 23. Juli 2020:

 

Sommer, Sonne, Schmetterlinge – Die nächste bundesweite Insektenzählung findet vom 31. Juli bis 9. August statt. Macht mit!
 
Schmetterlinge (Lepidoptera) sind nach den Käfern die artenreichste Insektenordnung überhaupt. Insgesamt umfasst die Schmetterlingsfauna in Deutschland mehr als 3.700 Arten. Schmetterlinge wie Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge, Bläulinge, sowie viele weitere gehören zu den farbenprächtigsten und schönsten Tagfaltern unserer Natur. Zur Gruppe der Tagfalter gehören in Deutschland fast 190 Arten. Besonders in den Sommermonaten kann man bei Sonnenschein viele Schmetterlinge mit schönen Namen entdecken. 
 
Das große Insektensterben macht sich jedoch auch bei den Schmetterlingen bemerkbar. Rund die Hälfte aller Schmetterlingsarten ist vom Aussterben bedroht, bereits ausgestorben oder verschollen. Das Bundesamt für Naturschutz in Bonn meldet, dass bereits mindestens 60 Schmetterlingsarten in Deutschland vollständig ausgestorben sind. 494 weitere Arten seien vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet. 
 
„Schmetterlinge sind faszinierende und schützenswerte Insekten. Der erste Schmetterling, den man im Frühling nach einem langen Winter sieht, ist immer etwas ganz besonderes. Und jetzt im Sommer kann man die anmutigen Insekten in den Wildblumenwiesen beobachten. Bei unserer Insektenzählung können alle mitmachen und sich diese und weitere Insekten einmal für eine Stunde lang genauer ansehen. Die Natur auf diese Weise zu entdecken, ist eine schöne Unternehmung für die ganze Familie. Mit dem Insektensommer wollen wir den Menschen die Augen für die Wunder direkt vor unserer Haustür öffnen. Gleichzeitig helfen die gesammelten Daten uns dabei, die Insektenentwicklung in Deutschland besser zu verstehen“, erklärt Ilka Bodmann vom NABU Hamburg. 
 
Am besten zählt es sich an einem warmen, sonnigen Tag draußen. Gezählt werden kann alles, was sechs Beine oder mehr hat. Es braucht nicht viel mehr als eine Stunde Zeit, einen Stift und Zettel oder die praktische Zählhilfe mit den häufigsten Arten, die auf der NABU-Website runtergeladen und ausgedruckt werden kann. Steinhummel, Florfliege, Hainschwebfliege, Tagpfauenauge, Lederwanze, Blutzikade und Admiral – Der NABU bietet viele Materialien an, um die Sechsbeiner besser kennenzulernen und unterscheiden zu können. „Wer diese Tiere nicht kennt, kann sie ganz einfach mit dem NABU-Insektentrainer (www.insektentrainer.de) unterscheiden lernen. Das tolle am Insektensommer ist, dass alle, völlig unabhängig von Vorkenntnissen, mitmachen können.“, so Insektenexpertin Laura Breitkreuz vom NABU-Bundesverband.
 
Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für uns Menschen und die gesamte Natur. In unseren Ökosystemen tragen sie zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund.
 
Die  Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 16.300  Menschen mit über 6.300 Beobachtungen.
 
Entdeckungsfrage 2020: Wie viele Siebenpunkt-Marienkäfer und wie viele Asiatische Marienkäfer werden gezählt?
In Deutschland gibt es ungefähr 70 verschiedene Marienkäferarten. Am häufigsten entdecken wir in Deutschland den einheimischen Siebenpunkt-Marienkäfer und den Asiatischen Marienkäfer, der erst vor wenigen Jahren vom Menschen eingeführt wurde. Vielerorts verdrängt der Asiatische Marienkäfer den Siebenpunkt und andere einheimische Marienkäferarten. Mit Ihrer Hilfe wollen herausfinden, wie weit sich die invasive Art verbreitet hat und ob der Asiatische Marienkäfer oder der Siebenpunkt-Marienkäfer häufiger zu finden ist. Mehr zur Entdeckungsfrage und Bestimmungshilfen:https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/mitmachen/27814.html 
 
Mehr Infos: www.insektensommer.de   
 
Marienkäfer: www.nabu.de/entdeckungsfrage  
 
App Insektenwelt: www.NABU.de/insektenwelt  
 
Häufig gestellte Fragen zum Insektensommer: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/24141.html  
 
Insektentrainer: www.insektentrainer.de  
 
Der Käfer Immerfrech lädt alle Kita-Kinder ein beim Insektensommer mitzumachen. 
Das neue Kita-Heft zum Kleinen Käfer Immerfrech ist da. Ab sofort kostenfrei im NABU-Shop erhältlich: https://www.nabu-shop.de/schau-mal-wer-da-wohnt-aktionsideen-fur-kitas-zum-kafer-immerfrech  

Nabu-Foto: Michael Sieber-Bilderwerkstatt21


 

Foto zur Meldung: Ab heute bundesweite Insektenzählung
Foto: Insekten Zählen, Nabu-Foto Michael Sieber-Bilderwerkstatt21

Wie steht's um den Basketballkorb auf dem Bolzplatz?

(28. 07. 2020)

Seit Oktober vergangenen Jahres ist die Gemeinde im Besitz eines beidseitig bespielbaren Basketballkorbs. Günstig geschossen, kann man sagen: Die Gemeinde Bornhöved hatte ihn den Schmalenseern überlassen; er war im Zuge einer Schulhofsanierung übrig geblieben.

 

Seitdem wartet das zugegeben benutzt wirkende Sportgerät darauf, aufgestellt zu werden. In der letzten Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten war unter anderem das ein Thema. 

Ein Vorankommen in der Sache ist geboten, denn erstens dürstet es Schmalensees Jugend nach Bewegung auf ihrem Bolzplatz und außerdem steht ein Gönner bereit, der dieses Projekt finanziell unterstützen möchte.

 

Gemeindevertreter Thorge Jankowski, selbst ein Freund der Korbjagd, hat ermittelt, dass eine 8 mal 8 Meter große Fläche angeraten ist. Als Untergrund, so einigte sich der Ausschuss, kommt eigentlich nur eine Betonpflasterung in Frage – eben aber rutschfest.

 

Neben der Frage, wer diese Arbeiten ausführen kann – nach einer kurzen Berechnung kam Bürgermeister Sönke Siebke auf gut 4.000 Euro, die aber nicht in Gänze vom avisierten Spender zu tragen wären –, ist auch noch nicht abschließend beraten, wo das Basketballfeld angelegt werden soll. Der Platz soll weder das Fußballspiel zu sehr beeinträchtigen und darf auch eine mögliche Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses nicht blockieren.

Deshalb einigten sich die Ausschussmitglieder, dass noch vor der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung ein Ortstermin auf dem Bolzplatz stattfinden soll, um der Sache weiteren Schwung zu verleihen. 

 

Die Gemeindevertretung tritt am Donnerstag, 13. August, das nächste Mal zusammen. 


 

Foto zur Meldung: Wie steht's um den Basketballkorb auf dem Bolzplatz?
Foto: Noch kann nicht Basketball gespielt werden auf dem Bolzplatz

Bornhöved: Reparatur-Café hat Betrieb wieder aufgenommen

(28. 07. 2020)

Am Sonnabend, 1. August, findet von 14 bis 17 Uhr das nächste Reparatur-Cafè in Bornhöved, Kuhberg 3, statt.

 

Das Café befindet sich zwischen Provinzial und Bonbonladen.

 

Mund- und Nasenschutz ist von jedem Teilnehmer beim Betreten der Räume anzulegen, auf die Handhygiene ist zu achten ebenso auf den Mindestabstand.

 

Maximal zehn Besucher dürfen sich gleichzeitig in den Räumen aufhalten. Die persönlichen Daten der Besucher werden notiert. Das Reparaturteam wird darauf achten, dass diese Vorschriften eingehalten werden.

 

Die Besucher bringen ihren zu reparierenden Gegenstand von zu Hause mit, und es wird gemeinsam repariert.

 

Das Team arbeitet unentgeltlich. Wer mag, füttert das Sparschwein mit einer Spende für die Besorgung der Verbrauchsmaterialien.

 

Foto zur Meldung: Bornhöved: Reparatur-Café hat Betrieb wieder aufgenommen
Foto: Bornhöved Logo

Kiesabbau und Kiesverkehr in Schmalensee

(26. 07. 2020)

Am Donnerstag, 13. August, findet eine Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung (GV) statt. Im Vorwege haben sich die Fachausschüsse mit vielfältigen Themen beschäftigt, um Entscheidungen vorzubereiten oder bis zur Sitzung der GV das Sammeln weiterer Erkenntnisse zu veranlassen.

 

Aus dem Ausschuss für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten, gibt es Neues zum Kiesabbau zu berichten. 

 

Kies ist das Gold der Gegenwart. Gerade der aus unserer Region ist heiß begehrt, denn seine Körnung ist ideal für den Straßen- und Wohnungsbau geeignet. Auch der Bau der Fundamente für Windkraftanlagen verlangt nach reichlich Kies. Der bedeutende Rohstoff, dessen Abbau schon vor der Windenergie zu den privilegierten Nutzungsvorhaben gehörte, wird aber knapp, wie die Kieler Nachrichten am 23. Juli zuletzt berichtet hatten: Obwohl im Erdreich noch einiges an Kies schlummert, auch und gerade in der Region rund um den Grimmelsberg, ist doch der Zugang zum Teil durch andere Nutzung oder Schutzgebiete für die Kieswirtschaft erschwert, wie Vertreter der Kieswirtschaft beklagen. 

 

Kiesverkehr ist eine Herausforderung

 

Wie bedeutend unsere Region in Sachen Kies ist, stellen wir auch beim Blick auf die Straßen fest. Unzählige Lastwagen sind tagtäglich unterwegs. Das wäre durchaus ein Thema für sich, denn nicht nur die Ortsdurchfahrt B430/Dorfstraße, auch die Damsdorfer Straße wird in hoher Frequenz von den schweren Lkw befahren, deren Geschwindigkeit oft schneller zu sein scheint, als erlaubt. Und auch die Tarbeker Straße wird immer häufiger von Kies-Lkw genutzt, obwohl es Absprachen mit den Unternehmen gibt, das dies nicht geschehen soll.

 

Was die Damsdorfer Straße angeht, so lag dem Ausschussvorsitzenden Sönke Stahl und seinen Ausschussmitgliedern ein Antrag der Gemeinde Damsdorf vor, auf ihre Kosten in Schmalensee ein Verkehrsschild errichten zu können, das eine Geschwindigkeitsbegrenzung (7,5 Tonnen) mit Zusatz „Anlieger frei“ beinhaltet. Hintergrund dieses Antrags sei, die Zahl der Durchfahrten von Kies-Lkw in der Ortsdurchfahrt Damsdorf zu reduzieren. 

 

Im Umkehrschluss, so kritische Stimmen im Gemeindesaal, hieße das, Damsdorfer Kies bevorzugt durch Schmalensee abfließen zu lassen, also ein Problem der vom Kiesabbau profitierenden Nachbargemeinde von dieser nach Schmalensee zu verlagern, das dafür einen Mehraufwand bei der Instandhaltung von Straßen und ein Mehr an Gefährdung von Passanten hätte. Dies soll beobachtet werden. 

 

Grundsätzlich entsprach der Bauausschuss dem Anliegen Damsdorfs – mit der Ergänzung, das ein Aufstellen von zwei Schildern sinnvoll sei: Eines, wie von Damsdorf gewünscht, unmittelbar hinter der Zuwegung in den Segeberger Kampsweg zum Werk der Firma Dörner, ein zweites in der Einmündung der Damsdorfer Straße von der Ortsdurchfahrt Schmalensee. 

 

Kieswerk Mang de Bargen wird erweitert

 

Während auf den Abbauflächen der Firma Dörner laut deren Aussagen bereits das Verfüllen in Angriff genommen wird – aus diesem Bereich hat Gerhard Harder in seiner Eigenschaft als Jäger ein paar sehr schöne weil beeindruckend unnatürlich wirkende Hügel fotografiert – strebt die Firma Krebs eine Erweiterung ihrer Bornhöveder Abbaufläche Mang de Bargen auf Schmalenseer Flächen bis an die Tarbeker Straße heran an.

 

Im Blickpunkt war am 2. Juli davon zu lesen; die Antragsunterlagen samt erforderlicher Gutachten sind bis zum 6. August während der Sprechzeiten und nach Terminvereinbarung in der Amtsverwaltung im Trappenkamper Bürgerhaus einsehbar. 

 

Der Gemeinde Schmalensee war dieses privilegierte Vorhaben am 26. Juni 2019 im Rahmen eines Scoping-Termins im Gasthof Voß vorgestellt worden. Bei diesem hatte Bürgermeister Sönke Siebke noch einmal auf den in der Gemeinde Schmalensee existierenden Landschaftsplan hingewiesen, der Kiesabbau in Schmalensee, sofern dieser stattfinden sollte, in einem Bereich an der Gemarkungsgrenze zwischen Stockseer und Damsdorfer Straße vorgesehen hatte. Allerdings liegt es nahe, dass hier ein bestehendes Werk erweitert und nicht ein neues angelegt werden soll. 

 

Kritik: Gemeinde hat keine eigene Handhabe

 

Den Anwohnern im Außenbereich an der Tarbeker Straße kommt damit der Kiesabbau freilich immer näher. Was im Rahmen des Scoping-Termins zugesichert worden sei, ist, dass es an der Tarbeker Straße keine Werksausfahrt geben werde, so Sönke Siebke. Der Kiesverkehr für dieses Werk erfolge weiterhin über die vorhandene Ausfahrt und extra verbreiterte Zufahrt, die beim Hornshof/Willingshöfen die Lkw direkt auf die B430 und dann weiter in Richtung A21/B404 lenkt.

 

Auch hier gab es angesichts des Landschaftsplans Kritik aus der Versammlung; gefasste Beschlüsse hätten kaum noch Wert, wenn sogenannte privilegierte Nutzungen diese übertrumpfen könnten. Denn im weiteren Verfahren, so erfuhren Mitglieder des Ausschusses und Besucher der Sitzung, habe die Gemeinde keine Handhabe. 

 

Bleibt nun abzuwarten, wann die Erweiterung der Kiesabbaufläche Mang de Bargen tatsächlich beginnen kann. Wie schon berichtet, fanden auf Teilen des Geländes Voruntersuchungen der Geologen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im Auftrag der Archäologen statt, die neben bedeutenden Grabstätten der Bronzezeit immer noch nach Siedlungsresten suchen. Solche Forschungsarbeiten, so sie gut begründet sind, genießen wiederum ihrerseits Vorrang, ehe die Bagger anrollen dürfen.

 

Foto zur Meldung: Kiesabbau und Kiesverkehr in Schmalensee
Foto: Kiesformationen auf dem SegebergerKamp, Fotografiert von Gerhard Harder

Tiere des Waldes im Sommerferien-Programm

(26. 07. 2020)

 

Besucher des Erlebniswaldes Trappenkamp erleben vom 27. Juli bis 9. August mit dem Sommerferien-Programm „Tiere des Waldes“ geheimnisvolle Geschichten über das Leben der Tiere in unseren Wäldern.

 

Denn der Wald ist voller Tiere, und jedes Tier hat hier seinen Platz: in Baumkronen, in Büschen und Sträuchern oder am Boden. Allerdings sind diese nicht leicht zu finden und verstecken sich gerne vor dem Menschen.

 

Mit einer spannenden Rallye können Besucher mehr über unsere Waldbewohner erfahren. Außerdem gibt es eine schöne Bastelaktion mit verschiedenen Tierfiguren.

 

Das Programm ist in dem Eintrittspreis enthalten. Lediglich für die Bastelaktion wird ein zusätzlicher Materialkostenbeitrag in Höhe von 1 Euro erhoben.

 

Sommerferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp

Programm: 27. Juli bis 9. August 2020, täglich 12 bis 17 Uhr

Ort: ErlebnisWald Trappenkamp, Tannenhof, 24635 Daldorf

Internet:

 

Quelle: Mitteilung ErlebnisWald vom 21.07.2020

Foto zur Meldung: Tiere des Waldes im Sommerferien-Programm
Foto: Erlebniswald Trappenkamp

Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved am 31. Juli

(24. 07. 2020)

Die Erfahrungen des Corona-Lockdowns mit dem „social distancing“ greift das traditionelle Sommerkino des Fördervereins „Alte Schmiede Bornhöved“ auf. Fördervereinsmitglied Christiane Schlüter hat ein anspruchsvolles und kulinarisch prickelndes Programm zusammengestellt.

 

Zweiter Streifen nach „Eat Drink Man Woman“ am 17. Juli ist der Film „Babettes Fest“, zu sehen am Freitag, 31. Juli 2020.

 

Nordisch unterkühlt unterhält der 1987 gedrehte dänische Film über die Gegensätze von Üppigkeit und Enthaltsamkeit. Babette, aus Frankreich nach Jütland geflohen, übernimmt die Küchenarbeit im Haushalt zweier Pastorentöchter. Nach einem Lotteriegewinn will sie sich bei den beiden und der Dorfgemeinschaft für die Aufnahme mit einem Festessen bedanken. Dabei trifft ihre verführerische Pariser Kochkunst auf die religiös-pietistische Enthaltsamkeit der Schwestern.

 

Alle Vorstellungen beginnen jeweils freitags um 19.30 Uhr in der Alten Schmiede, Kuhberg 13, 24619 Bornhöved. Der Eintritt ist frei. Wegen der Corona-Auflagen sind die Sitzplätze begrenzt.

 

Letzter Film der dreiteiligen Saison ist am 14. August „Bittersüße Schokolade“ (Mexiko 1992).

 

Quelle: Mitteilung Förderverein Alte Schmiede Bornhöved

www.alte-schmiede-bornhoeved.de

[Aushang Sommerkino Alte Schmiede Bornhöved 2020]

Foto zur Meldung: Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved am 31. Juli
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Familienexkursion ins GeoKieswerk Tensfeld am 26. Juli

(23. 07. 2020)

Am Strand gibt es viele bunte Steine zu entdecken. Von Hühnergöttern bis zu Edelsteinen ist hier alles zu finden. Kaum jemand der ohne einen Stein aus dem Urlaub zurück kommt. Aber die Steine gibt es nicht nur am Strand. Auch in den Kiesgruben kann man spannende Funde machen.

 

Seeigel, Donnerkeile, sogar auch Bernsteine sind hier zu finden. 500.000.000 Jahre alte Fossilien der ersten höheren Lebewesen, oder 1.600.000.000 Jahre alte Gesteine. Die ganze Vielfalt der skandinavischen Gesteine liegen im norddeutschen Boden verborgen und werden von den Kieswerken oder den Meereswellen ans Tageslicht gebracht.

 

Es stecken viele spannende Geschichten in den Steinen, die der GeoPark Nordisches Steinreich bei seinen Exkursionen zu entdecken hilft. Sei es an Kliffs bei Boltenhagen oder Travemünde oder sei es in den Kiesgruben im Landesinneren, überall warten spannende Fundstücke auf die Teilnehmer.

 

Los geht es am Kliff von Boltenhagen am Donnerstag, 23. Juli um 16 Uhr. Am Freitag, 24. Juli, gibt es am Kliff zwischen Travemünde und Timmendorfer Strand zeitgleich ab 16 Uhr ein Ferienprogramm für Kinder mit einem spannenden Suchspiel und eine Exkursion für Erwachsene. Und am Samstag, 28. Juli, gibt es intensive fünf Stunden in der Kiesgrube Bark bei Segeberg. Hier hat jeder ausreichend Zeit, aufregende Funde zu machen und sich die Fundstücke von einer Geologin erklären zu lassen.

 

Für die ganze Familie gibt es dann am Sonntag, 29. Juli, eine zweistündige Familienexkursion im Kieswerk Tensfeld bei Segeberg.

 

Die genauen Treffpunkte und Preise, sowie viele weitere Veranstaltungen findet man wie immer unter: www.geopark-nordisches-steinreich.de/veranstaltungen. Wegen Corona ist die Gruppengröße bei allen Veranstaltungen beschränkt und daher ist eine Anmeldung unter oder Tel.: 04547 159315 erforderlich.

 

Quelle und Foto: Mitteilung Geopark Nordisches Steinreich vom 21.07.2020

Foto zur Meldung: Familienexkursion ins GeoKieswerk Tensfeld am 26. Juli
Foto: Abenteuer Kiesgrube Foto Geopark Nordisches Steinreich

Pflegestützpunkt Bornhöved: Persönliche Beratung wieder möglich

(23. 07. 2020)

Die aktuellen Lockerungen der Corona-Hygienevorschriften, wie beispielsweise die schrittweise Öffnung der Tagespflegen und verbesserten Besuchsregeln in den Pflegeheimen, lassen erste Entlastungen bei pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen erkennen.

 

Und auch in der Beratung werden weitere Lockerungen zugelassen. So ist das Büro im Beratungszentrum in Bornhöved, Lindenstraße 5, mit entsprechendem Hygienekonzept wieder geöffnet, so dass auch der Pflegestützpunkt persönliche Gespräche vor Ort anbieten kann.

 

Die Berater Tanja Barthel und Ulrich Mildenberger freuen sich sehr: „Natürlich lässt sich telefonisch viel klären. Aber eine persönliche Beratung, in der die oft emotionsträchtige häusliche Pflegesituation von allen Seiten bedacht werden kann, ersetzt eine telefonische Beratung nicht. Daher sind wir sehr froh, die Ratsuchenden neben der telefonischen Beratung wieder in unsere Büros einladen zu können oder einen Hausbesuch zu vereinbaren, je nach Bedarf.“

 

Mit Fachwissen zu den aktuellsten Bestimmungen der Pflegeversicherung, den neuen MDK-Begutachtungsregelungen und vor allem langjährigen Erfahrungen mit den vielfältigen Belastungen, denen pflegende Angehörige ausgesetzt sind, bietet der Pflegestützpunkt eine kompetente Beratung. Neutral, unabhängig und kostenfrei.

 

Telefonische Terminabsprache ist an fünf Tagen in der Woche über das Hauptbüro in Norderstedt unter der Telefonnummer 040/528 83 830 möglich.

 

Pflegestützpunkt im Beratungszentrum, Lindenstraße 5, 24619 Bornhöved

 

Quelle: Blickpunkt Bornhöved 16.07.2020

Foto zur Meldung: Pflegestützpunkt Bornhöved: Persönliche Beratung wieder möglich
Foto: Altes Amt Bornhöved Familienbüro

Kreative Kunst trifft traditionelles Handwerk in der Alten Schmiede Bornhöved

(22. 07. 2020)

Eine Ausstellung lokaler Künstler veranstaltet der „Förderverein Alte Schmiede Bornhöved“ am 25. und 26. Juli 2020 in der „Alten Schmiede Bornhöved“ gemeinsam mit der Gemeinde Bornhöved.

 

Kreative und kunstschaffende Bürger aus der Umgebung präsentieren ihre vielfältigen Werke. Die Künstler kommen aus sehr unterschiedlichen Disziplinen und zeigen, neben der Malerei, Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Hochdruck, Schmuckdesign, Poesie/Fotografie und Skulpturen aus Holz.

 

Die Öffnungszeiten sind am Samstag 14 bis 18 Uhr und am Sonntag 11 bis 18 Uhr.

 

Kreispräsident Claus-Peter Dieck konnte als Schirmherr der Veranstaltung gewonnen werden. In einer Sonder-Aktion am Sonntag ab 16 Uhr können - von den Kunstschaffenden ausgewählte und zur Verfügung gestellte - Arbeiten kostengünstig erworben werden.

 

In diesem Zusammenhang eingehende Spenden werden dem „Jugendhaus Bornhöved“ zugeführt. Initiator Horst Detering möchte mit dieser Aktion im Rahmen eines Künstlerforums Künstler und Bürger zusammenbringen. Die einheimischen Künstler präsentieren sich im Rahmen dieser Ausstellungihren Freunden, Bekannten, Nachbarn und der Öffentlichkeit und geben den Besuchern einen Einblick in die kreative Kraft der Region.

 

Der Eintritt ist frei und die Corona-Auflagen sind von allen zu beachten.

 

Quelle: Blickpunkt, 16.07.2020

Foto zur Meldung: Kreative Kunst trifft traditionelles Handwerk in der Alten Schmiede Bornhöved
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Fortbildung im Handwerk: Ab August gibt es mehr Geld

(21. 07. 2020)

Mitteilung der Handwerkskammer Lübeck vom 8. Juli 2020:

 

Wer sich nach den Sommerferien zum Handwerksmeister, Servicetechniker oder Betriebswirt fortbilden will, kann ab August von mehr finanzieller Unterstützung profitieren: „Mit der Reform des Aufstiegs-BAföGs werden die Bedingungen des beruflichen Aufstiegs deutlich verbessert“, sagt Andreas Katschke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck. Jetzt, so Katschke, sei daher ein guter Zeitpunkt, über eine Fortbildung in der zweiten Jahreshälfte nachzudenken.

 

Von der Reform des Aufstiegs-BAföGs (AFBG) profitieren vor allem Familien, Alleinerziehende und Existenzgründer. So wird zum Beispiel der Unterhaltsbeitrag in Vollzeitlehrgängen zukünftig komplett als Zuschuss gezahlt, sodass nach Ende der Maßnahme nichts zurückgezahlt werden muss. Existenzgründern wird das Darlehen für die Lehrgangs-und Prüfungskosten erlassen. So soll vermieden werden, dass bei Betriebsgründung oder Betriebsübernahme wichtige Investitionen aufgrund der Darlehensschulden unterbleiben.

 

Als besonders erfreulich wertet Katschke, dass über das neue AFBG bis zu drei Fortbildungsabschlüsse förderbar sind. Das ermögliche das schrittweise Erklimmen der Karriereleiter vom Berufsspezialisten bis hin zum Master Professional. Katschke: „Dieser Ausbau der Förderung stellt einen wichtigen Schritt hin zur Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung dar.“

 

Mit dem AFBG unterstützen Bund und Länder Teilnehmende einer beruflichen Aufstiegsfortbildung jeden Alters finanziell. Sie erhalten unabhängig von ihrem Einkommen einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einkommensabhängig einen Beitrag zum Lebensunterhalt. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges KfW-Darlehen.

 

Eine Übersicht von nach den Sommerferien startenden Fort- und Weiterbildungskursen gibt es unter www.fbz.hwk-luebeck.de.

 

Ansprechpartner für Fragen rund um das Aufstiegs-BAföG: Simon Hofmann, Leiter des Fortbildungszentrums der Handwerkskammer Lübeck, Tel.: 0451 38887-777, E-Mail:

Foto zur Meldung: Fortbildung im Handwerk: Ab August gibt es mehr Geld
Foto: Handwerkskammer Lübeck

Blutspenden dringend benötigt: DRK richtet wieder Hotspot in Neumünster ein

(18. 07. 2020)

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes weist darauf hin, dass auch in der Ferienzeit Blutspenden dringend benötigt werden. Zwar sei die Versorgungslage derzeit auf einen niedrigen Niveau stabil, jedoch müssen insbesondere Blutpräparate aufgrund der kurzen Haltbarkeit immer wieder ersetzt werden.

 

Deshalb werden in der kommenden Woche die Holstenhallen Neumünster erneut als Blutspende-Hotspot eingerichtet. Von Montag, 20., bis Freitag, 24. Juli, kann jeweils von 14 bis 18 Uhr gespendet werden.

 

Spendenwillige werden gebeten, sich im Internet oder über die kostenfreie Telefon-Hotline 0800 11 949 11 zu informieren und eine Terminreservierung vorzunehmen. Dies ist Teil der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Der Personalausweis muss mitgebracht werden.

 

Weitere Schutzmaßnahmen, um das Ansteckungsrisiko für Blutspender, DRK-Personal und weitere ehrenamtliche Helfer so gering wie möglich zu halten: Im Rahmen der Zugangskontrolle erfolgt eine Kurzanamnese, Fiebermessen, Desinfektion sowie Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Dieser wird an alle Spender ausgehändigt. Außerdem wird durch Abstände eine größtmögliche Vereinzelung vorgenommen.

 

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt sein und dürfen keine Symptome von Erkältungs- bzw. Grippekrankheiten aufweisen. Wer solche hat, auch nach Terminvergabe, möge bitte nicht am Blutspende-Hotspot erscheinen.

 

In den kommenden Wochen, so heißt es in einer Mitteilung des DRK-Blutspendedienstes Nordost, werden Blutspenden dringend benötigt, um Arztpraxen und Kliniken weiter lückenlos mit für Patienten lebenswichtigen Blutpräparaten versorgen zu können. Allein ein Fünftel der Blutpräparate werde für Patienten benötigt, die an Tumorerkrankungen leiden.

 

Die Holstenhallen hatten sich bereits ab Mitte März als Blutspende-Hotspot bewährt, nachdem viele lokale Blutspende-Termine aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen waren. Noch immer haben nicht alle Ortsvereine ihre Blutspende-Termine aufgenommen; Spendern passen möglicherweise die in der Nähe ihres Wohnortes angebotenen Termine nicht. Der Blutspende-Hotspot bietet sich da als zentral gelegene Alternative an.

 

www.blutspende-nordost.de

 

Foto zur Meldung: Blutspenden dringend benötigt: DRK richtet wieder Hotspot in Neumünster ein
Foto: DRK Blutspende

Was gab's im Juni? Blick über den Tellerrand

(18. 07. 2020)

Spätestens im Juni ist auf vielen Ebenen nach dem Corona-Lockdown der Sitzungsbetrieb wieder angelaufen. Da lohnt sich der Blick über den Tellerrand auf Sachverhalte, die bisher nicht auf der Gemeinde-Homepage berichtet wurden.

 

ÖPNV im „Korridor“ zwischen Bad Segeberg und Kiel

 

Der Segeberger Kreistag hat am 25. Juni einen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf der Linie Bad Segeberg – Kiel in den Raum Trappenkamp und Bornhöved beschlossen. Ab 13. Dezember werden stündlich Busse fahren, teilweise auf Anruf. Auch die Linie über Klein Rönnau, Blunk, Tensfeld und Tarbek wird gestärkt. Die Maßnahme wird jährlich 567.000 Euro kosten. Im Amt Bornhöved ist man erfreut. Amtsvorsteher Harald Krille blickt aber auf Stocksee und Schmalensee, deren Situation nicht signifikant besser wird. Reaktionen aus Gönnebek und Damsdorf sind nicht bekannt.

 

BonusTickets für Azubis im HVV

 

Der Teil zwei der ÖPNV-Beschlüsse des Kreistags, dem Schmalensees Bürgermeister Sönke Siebke angehört, ist die Einführung eines BonusTickets für Azubis: Mit Beginn des nächsten Jahres können Auszubildende für 30 Euro im Monat im gesamten HVV-Gebiet unterwegs sein, das Hamburg, die vier schleswig-holsteinischen sowie die drei niedersächsischen Umlandkreise umfasst. Der HVV hatte auf Wunsch der Gesellschafter ein Konzept zur Einführung dieses Tickets erarbeitet. Es wird 70 Euro im Monat kosten. Die Finanzierung ist dabei wie folgt gemeinschaftlich geregelt: 30 Euro zahlt ein Azubi selbst, 20 Euro übernimmt der Kreis und weitere 20 Euro der Arbeitgeber. Den Kreis Segeberg kostet die Umsetzung rund 180.000 Euro im Jahr.

 

Viel los im Kirchenkreis

 

Die Synode des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Plön-Segeberg hat am 27. Juni wichtige Entscheidungen getroffen: In Bad Segeberg soll für rund 8,3 Millionen Euro ein Neubau für die Kirchenkreisverwaltung entstehen. Voraussichtlich bis Ende 2022 soll ein CO2-neutraler Bau in Holzrahmenkonstruktion mit Geothermie und Photovoltaik errichtet werden, in dem 86 Arbeitsplätze untergebracht werden. Auch soll ein Kindertagesstättenwerk für den Kirchenkreis aufgebaut werden. Eine Personalie gibt es auch: Der bisherige Leiter der Kirchenkreisverwaltung Bernd Sulimma ist zum Monatsende in den Ruhestand gegangen. Seine Nachfolgerin ist Esther Ahrent, die nun die Arbeit der 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kirchenkreisverwaltung und 35 Kirchengemeinden leitet.

 

Eine größere Deponie?

 

Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) diskutiert eine Erweiterung der Deponie Damsdorf/Tensfeld: Der Abfallwirtschaftsausschusses holte am 9. Juni eine Sondersitzung zur Deponieentwicklung nach. Unter besonderen Abstands- und Hygieneregeln sollten die Ausschussmitglieder zusammen mit den übrigen Mitgliedern der Verbandsversammlung die bisherige Deponieplanung optimieren und für die Zukunft belastbar und nachhaltig neu konzeptionieren. Teils überrascht wurden die Bürgermeister von der Aussage, dass dem WZV für die Schließung und Nachversorgung der Deponie Damsdorf/Tensfeld rund 24 Millionen Euro fehlen. Eigentlich sollte die Deponie in wenigen Jahren „voll“ sein und verschlossen werden. Nun schlug Verbandsvorsteher Peter Axmann eine Erhöhung des Deponieberges um bis zu 12 Meter auf dann 78 Meter vor. Mit dem aufgrund dieser Kapazitätserhöhung möglichen Abfall solle das fehlende Geld generiert werden. Klar ist: Mit dem Müll aus dem Kreis Segeberg allein ist das nicht getan. Das hat Bedenken u.a. bei Damsdorfs Bürgermeister Jürgen Kaack geweckt. Ihn treibt die Sorge um, dass die Deponie dann doch wieder interessant für die Einlagerung geringfügig belasteter Abbruchreste von Atomkraftwerken werden könne. (Ursprünglich war sie von der „Kandidatenliste“ genommen worden, weil sie bald voll sei...) Außerdem sei ein 78 Meter hoher Deponieberg schon bald so hoch wie der die Landschaft bestimmende Grimmelsberg. Die Verbandsversammlung am 23. Juni behandelte den Punkt nicht abschließend.

 

Ortsentwicklung in Belau

 

In Belau steht die Umsetzung eines Ortsentwicklungskonzeptes an. Bürgermeister Jörg Engelmann sucht aktuell engagierte Bürgerinnen und Bürger für einen Arbeitskreis. Neben Kreativität ist auch Verständnis für die Gemeindefinanzen nötig, denn es gibt auch teure Projekte im Konzept. So soll Belau ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen. Die Badestelle am Belauer See soll umgestaltet werden, was nicht unumstritten ist: Im Ort besteht Sorge, dass man damit zusätzliche auswärtige Badegäste anlocken könnte.

 

Breitband im Amt Bokhorst-Wankendorf

 

Wie im Kreis Segeberg ist man auch im Nachbaramt bestrebt, „weiße Flecken“ in der Breitbandversorgung zu bereinigen. Das Land Schleswig-Holstein hat dem Amt Bokhorst-Wankendorf 3,49 Millionen Euro an Zuschüssen für das Verlegen von Glasfaseranschlüssen gewährt. Betroffen sind insbesondere die Gemeinden Belau, Wankendorf, Ruhwinkel und Stolpe, deren unterversorgte Bereiche nach Möglichkeit im nächsten Jahr an das Breitbandnetz angeschlossen werden sollen. Es bedarf jedoch noch eines Anbieters.

 

Ein Arbeitsjubiläum

 

Matthias Kay, der zwar nicht mehr in Schmalensee wohnt aber weiter der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee angehört und derzeit als Gruppenführer eine verantwortungsvolle Aufgabe wahrnimmt, hat am 1. Juni 2020 sein zehnjähriges Arbeitsjubiläum auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Goullon-Pauliks in Bornhöved feiern können. Der Wochenanzeiger Basses Blatt berichtete davon. Demnach habe alles mit einem Probepraktikum begonnen. Karina Goullon-Pauliks: „Er ist ein echter Glücksgriff. Schon am zweiten Tag war uns klar, dass Matthias der ideale Angestellte für uns ist.“ Matthias Kay zeichne sich durch seine freundliche und ruhige Art, sein technisches Verständnis und seine Einsatzbereitschaft aus. Da kann man nur sagen: Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

 

 

Foto zur Meldung: Was gab's im Juni? Blick über den Tellerrand
Foto: Hat im Beitrag einen eigenen Abschnitt - Feuerwehr-Gruppenführer Matthias Kay

Coronavirus: DRK-Kleiderstube weiter geschlossen

(17. 07. 2020)

Der DRK-Ortsverein Amt Bornhöved hat in der jüngsten Ausgabe des Blickpunkt Bornhöved mitgeteilt, dass die Kleiderstube noch bis zum 31. August 2020 geschlossen ist.

 

In dringenden Fällen ist die 1. Vorsitzende Anne Wallacher unter der Telefonnummer 0173/1916890 erreichbar.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: DRK-Kleiderstube weiter geschlossen
Foto: Coronavirus: DRK-Kleiderstube weiter geschlossen

Neustart der Wohnungslosenhilfe im Kreis Segeberg

(17. 07. 2020)

Mitteilung der Diakonie Altholstein vom 10.07.2020

 

Seit dem 1. Juli hat die Wohnungslosenhilfe der Diakonie Altholstein für den Kreis Segeberg ihre Arbeit in vollem Umfang aufgenommen. Mit den Hauptberatungsstellen in Bad Segeberg (Lübecker Str. 10-12) und Kaltenkirchen (Haus der Sozialen Beratung, Flottkamp 13b) sowie weiteren mobilen Anlaufstellen u.a. in Wahlstedt, Bad Bramstedt oder Bornhöved, ist ein kreisweites Angebot gesichert.

 

Norbert Penning leitet das fünfköpfige Team, in dem bereits im Mai Martina Orban und Manuela Eller für die Wohnungsnotlagenberatung gestartet sind. Im Juni folgte Nahla Fakhet für die Wohnraumakquise sowie das Wohnkompetenztraining für Geflüchtete. Nihal Moustafa nahm im Juli ihre Arbeit im Bereich der Wohnungsnotlagenberatung am Standort Kaltenkirchen auf.

 

Durch diese Expertisen umfasst die Wohnungslosenhilfe für den Kreis Segeberg schwerpunktmäßig die beiden Bereiche Wohnungsnotlagenberatung, bei der das primäre Ziel ist, Menschen vor dem Verlust der eigenen Wohnung zu bewahren und so in Zeiten eines immer angespannter werdenden Wohnungsmarktes, Obdachlosigkeit zu verhindern sowie die Wohnraumakquise und das Wohnkompetenztraining für Menschen mit Flucht bzw. Migrationshintergrund, welche oft Schwierigkeiten haben eigenständig Wohnraum anzumieten, um aus einer Gemeinschaftsunterkunft in ein selbstständiges Wohnverhältnis zu ziehen.

 

Bei beiden Bereichen steht in der Beratung Unterstützung für die vielfältigen Probleme im Vordergrund, sei es entsprechend die Abwendung eines drohenden Wohnungsverlusts (z.B. durch Mietrückstände) oder eben die Unterstützung bei der Wohnungssuche.

 

Kontakt

Diakonie Altholstein

Tel.: 04191 / 8040731

Mail:

 

Foto zur Meldung: Neustart der Wohnungslosenhilfe im Kreis Segeberg
Foto: Altes Amt Bornhöved Familienbüro

Sommerpause bei der Fahrbücherei

(15. 07. 2020)

Die Fahrbücherei im Kreis Segeberg legt eine Sommerpause ein. Im Zeitraum 18. Juli bis 9. August 2020 ruht der Betrieb.

 

Erster Ausleihtag ist Montag, der 10. August. Allerdings im südöstlichen Kreisgebiet mit Bahrenhof, Bühnsdorf, Neuengörs, Schieren, Stipsdorf und Wakendorf I.

 

In Schmalensee hält der Bücherbus das nächste Mal wieder am Montag, den 24. August 2020. Wie immer von 15.40 bis 16.35 Uhr. Haltestelle ist der Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus.

 

Die weiteren Termine für einen Halt der Fahrbücherei in Schmalensee im laufenden Jahr sind der 14. September, 19. Oktober, 9. November und 21. Dezember.

 

Weitere Informationen im Internet: www.fahrbuecherei15.de

Foto zur Meldung: Sommerpause bei der Fahrbücherei
Foto: Fahrbücherei

Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 07. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Juli die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Erfassung der Pferde und Mobile für den Krieg: In Schmalensee findet vor 120 Jahren, am 17. Juli 1900, um 12.30 Uhr im Bereich der Dorfstraße die übliche Vormusterung der Pferde für den möglichen Fall einer Mobilmachung statt. Erstmals sind zugleich die im Ort befindlichen Fahrzeuge vorzustellen und auf ihre Kriegstauglichkeit zu prüfen.

 

Für „Irre“ zahlen die Kommunen: Der Schmalenseer Kreistagsabgeordnete Matthias Christian Saggau, ein Vorfahr des heutigen Gemeindevertreters Christian Saggau, scheitert am 17. Juli 1880, vor 140 Jahren, zum wiederholten Mal mit seiner Forderung, dass der Kreis Segeberg die „Irrenkosten“ trägt, vermutlich die Kosten der Unterbringung und Behandlung geistig Behinderter in Anstalten. Die Ablehnung durch den Kreistag bedeutet, dass weiter der Gesamtarmenverband Bornhöved diese Kosten zu tragen hat. Der Verband, dem die Gemeinden des damaligen Amtes Bornhöved angehören, ist grundsätzlich für die Armenfürsorge gedacht.

 

Fünf Generationen einer Familie: In Schmalensee und Damsdorf leben 1935, vor 85 Jahren, fünf Generationen einer Familie, was dem Segeberger Kreis- den Tageblatt am 18. Juli, einen Bildbericht wert ist. Die älteste Vertreterin der auf den früheren Holzarbeiter Schröder zurückgehenden Familie ist die 83-jährige Luise Schröder aus Damsdorf. Von ihren zehn Kindern leben noch sechs. Zweitältestes Kind ist die 60-jährige Anna Hansen in Schmalensee. Ihr Mann ist Heizer bei der Dreschgenossenschaft Schmalensee. Die älteste Tochter Anna Hansens, Helene Göttsch, ist mit 41 Jahren bereits seit zwei Jahren Großmutter. Ihre Tochter Anneliese Lewe (19) ist mit einem landwirtschaftlichen Arbeiter in Schmalensee verheiratet. Letztes Glied in der Kette ist der zweijährige Sohn Günther Lewe.

 

Feuerwehr-Hochburg Bornhöved: Anlässlich des 50. Stiftungsfests der Freiwilligen Feuerwehr Bornhöved findet dort am 27. Juli 1930, vor 90 Jahren, das Kreisfeuerwehrfest statt. Nach 1894 und 1920 ist es das dritte Mal, dass Bornhöved Ort des Kreisfeuerwehrfestes ist. Im Anschluss an die Delegiertenversammlung finden Schulübungen der Freiwilligen Feuerwehren von Bornhöved, Gönnebek und Schmalensee statt. Nach anschließender Brandübung gibt es Bälle in mehreren Bornhöveder Lokalen. Die Kleinbahn Kiel-Segeberg richtet extra einen Sonderzug ein, der Teilnehmer und Gäste um 24 Uhr in Richtung Bad Segeberg bringt.

 

Hilfe für die Segeberger Kriegerfrauen: Nachdem am 19. Juli 1870, vor 150 Jahren, der sogenannte Deutsch-Französische Krieg entflammt ist, stellt der Segeberger Kreistag am 28. Juli 1870 Mittel zur Familienfürsorge bereit, die aus der Abwesenheit der Männer begründet werden. Demnach erhält vorerst jede „unterstützungsbedürftige“ Frau, deren Mann zum Kriegsdienst eingezogen ist, im September 2 Taler. Diese Summe erhalten auch die ersten drei Kinder eines Einberufenen. Das vierte Kind erhält 15 Groschen zusätzlich. Sind Eltern und Geschwister betroffen, so gibt es auch für diese 2 Taler und 15 Groschen. Auch Schmalenseer nehmen an diesem Krieg teil, woran unter anderem der Gedenkstein am Dreiecksplatz unter der Dorfeiche erinnert.

 

Das Ende der Dreschgenossenschaft Schmalensee: Im Gasthof Voß tritt am 29. Juli 1960, vor 60 Jahren, die Dreschgemeinschaft Schmalensee zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen. Es liegt ein Antrag vor, die Gemeinschaft aufzulösen und den gemeinsamen Dreschsatz zu verkaufen. Zwar wird die Auflösung abgelehnt – aber nur, um die Dreschgemeinschaft noch so lange aufrecht zu erhalten, bis es gelungen sein wird, den Dreschsatz mit allem Zubehör abzusetzen.

 

 

 

Foto zur Meldung: Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Fünf Generationen, Familien Schröder, Hansen, Göttsch und Lewe SKTB 18.07.1935

Neuigkeiten vom Mönchsweg

(14. 07. 2020)

Die Geschäftsstelle Mönchsweg e.V. mit Sitz in Kiel teilt mit:

 

Das Jahr ist mit erfreulich vielen Nachfragen gestartet! Wie viele andere Regionen in diesem „besonderen“ Jahr, spüren auch wir das gestiegene Interesse der Reise- und Radlustigen Menschen nach Urlaubs- und Reiseangeboten im Land! Auch die App (für den schleswig-holsteinischen Abschnitt) wird mit ihren Storytelling-Elementen gerne für die Reisevorbereitung und als Reisebegleiter genutzt!

 

Gerne machen wir Sie auf unser neues Leitthema „Zeit für die Seele“ aufmerksam! Siehe https://moenchsweg.de/zeitfuerdieseele/index.html.

Damit erhalten unsere Gäste verstärkt Angebote und Informationen zu besonderen Orten und Veranstaltungen am Weg, die ihren Reisemotiven wie Innehalten, Besinnung und Entschleunigung entsprechen.

 

Die Website www.moenchsweg.de soll barrierefrei werden! Dafür bedarf es einer kompletten Überarbeitung der Seite. Derzeit wird nach passenden Förderungsmöglichkeiten und Sponsoren gesucht. Weitere Überlegungen in Richtung Barrierefreiheit befinden sich Bearbeitung.

 

Am 20. November 2020 um 16 Uhr im Bürgerhaus Trappenkamp findet die diesjährige Mitgliederversammlung des Trägervereins Mönchsweg statt. Wie immer steht die Versammlung allen Interessierten offen. Insbesondere im ersten Teil der Informationsveranstaltung berichten wir mit Zahlen, Daten und Fakten zum aktuellen Geschehen entlang des gesamten Mönchsweges von Bremen bis Puttgarden…

 

Quelle: Mitteilung Mönchsweg e.V. vom 24.06.2020

 

Foto zur Meldung: Neuigkeiten vom Mönchsweg
Foto: Mönchsweg

Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, Ehrenbürgermeister Hans Siebke!

(13. 07. 2020)

Eine herausragende Schmalenseer Persönlichkeit begeht heute ihren 80. Geburtstag: Ehrenbürgermeister Hans Christian Siebke, unser Hans.

 

Dazu gratulieren Menschen aus Nah und Fern, Familie, Freunde, Wegbegleiter aus unzähligen Funktionen und Organisationen aufs Herzlichste. Und auch das Homepage-Team ist bemüht, im Namen möglichst vieler Schmalenseerinnen und Schmalenseer an dieser Stelle einen angemessenen Geburtstagsgruß zu präsentieren, der dem Jubilar möglichst gerecht wird.

 

Feuerwehr und Sport waren die eigentlichen Leidenschaften im Leben Hans Siebkes, wie er einmal verraten hat. Wer sich in solchen Ebenen ehrenamtlich engagiert, obendrein auch vielfältig in berufsständischen Organisationen aktiv ist, in seinem Fall in der Landwirtschaft, der wird auch eines Tages zum Kommunalpolitiker. Denn Ideen wollen auch realisiert werden. Und das nahm unser Hans mit großem Tatendrang in die Hände.

 

Eine grobe Zusammenfassung seines Wirkens, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

 

Der politische Höhepunkt sei zuerst genannt: Hans Siebke gehörte von 1996 bis 2000 dem Schleswig-Holsteinischen Landtag an. Mitglied des Segeberger Kreistags war er von 1979 bis 1996. Mindestens dies sind Funktionen, die ohne politische Bindung kaum möglich sind – seit 1970 also 50 Jahre lang, ist Hans Siebke Mitglied der CDU. 1990 bis 1998 war er zudem Amtsvorsteher im Amt Bornhöved. Gemeindevertreter in Schmalensee war Hans Siebke von 1970 bis 2008, davon war er ab 1978 gut 30 Jahre Bürgermeister. Im Zusammenwirken mit der jeweiligen Gemeindevertretung schob er bedeutende Neuerungen im Dorf an, die bis heute nachwirken.

 

Der Bau der Sportanlagen, das Jahrhundertprojekt Kanalisation und die Anbindung an die zentrale Wasserversorgung aus Bornhöved ragen hervor. Sein umtriebiges Wirken, insbesondere das Aufspüren von Fördertöpfen, habe die Gemeinde bei den ab 1989 realisierten letztgenannten Projekten runde 500.000 DM gespart, stellte Dirk Griese als stellvertretender Bürgermeister 1998 beim 20-jährigen Bürgermeister-Jubiläum fest. Als Beauftragter für die Wasserver- und Abwasserentsorgung unterstützte Hans Siebke über seine Amtszeit hinaus seine Gemeinde und ihre Einwohnerschaft.

 

Zwei Jahre lang war Hans Siebke 2. Vorsitzender des TSV Quellenhaupt Bornhöved. Dann, von 1980 bis 2012, führte er den Kreissportverband Segeberg, dessen Ehrenvorsitzender er seitdem ist. Sämtliche Sportstätten im Kreis Segeberg kennt unser Hans bis heute genau und weiß en detail, gegen welche Widerstände manches im Sinne des Sports realisiert werden musste – und konnte.

 

Eigentlich, das hat er öfter verraten, wollte Hans Siebke eine Karriere in der Freiwilligen Feuerwehr anstreben. 1962 trat er in die hiesige Wehr ein, in der er zehn Jahre lang als Gruppenführer wirkte. 2002 erhielt er das Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande, danach weitere Ehrungen für seinen umfangreichen Einsatz rund um den Brandschutz und das Feuerwehrwesen.

 

An seinem 50. Geburtstag wurde er von Gerhard Mühlenberg, damals einer seiner Stellvertreter im Amt des Bürgermeisters, so charakterisiert: „Wer es mit Hans Siebke zu tun bekommt, ob als Nachbar oder Berufskollege, als Sports- oder Feuerwehrkamerad, auf politischer Ebene oder als Bürger mit einem Anliegen – für den hat er ein offenes Ohr, ein offenes Wort (wenn auch zuweilen nicht sehr leise) und stets eine helfende Hand.“

 

In fast allen Vereinen Schmalensees dürfte Hans Siebke bis heute Mitglied sein oder gewesen sein, egal ob Siedlergemeinschaft, Sparclub, Verschönerungsverein, Reitsportgemeinschaft und auch im Förderverein Umgehungsstraße Schmalensee (FUS). Das Ziel des FUS, eine Ortsumgehung zu erwirken, hat sich nicht realisieren lassen, aber einen „dunklen Fleck“ sollte jede Vita haben, oder?

 

Für sein umfangreiches Wirken ist Hans Siebke mit zahlreichen Ehrungen versehen worden. Herausragend sind sicher die Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Schleswig-Holstein 1995 und das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2003.

 

Seit 1963 ist Hans Siebke mit seiner Ute verheiratet, die ihm aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten reichlich Arbeit zu Hause abgenommen und den Rücken freigehalten hat. Immerhin gab es da auch drei Kinder, von denen insbesondere Sohn Sönke den Weg des Vaters weiter verfolgt: Fußball, Feuerwehr, Übernahme des Betriebs und seit 2008 ist er Bürgermeister der Gemeinde Schmalensee.

 

Lieber Hans, ich denke, als Schreiber der Gemeinde-Homepage und Gemeindevertreter darf ich mir erlauben, auf diese Weise stellvertretend für alle Schmalenseerinnen und Schmalenseer Dir zu Deinem Geburtstag zu gratulieren und Dir alles erdenklich Gute zu wünschen. Dieses kommt von Herzen. Bestimmt wirst Du die eine oder andere Stelle aus Deiner Vita in diesem Beitrag vermissen, der vor allem den Bürgerinnen und Bürgern, die Dich nicht so kennengelernt haben wie viele andere, näher bringen soll. Denn schließlich bist Du auch ihr Ehrenbürgermeister!

 

Christian Detlof

 

 

Foto zur Meldung: Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, Ehrenbürgermeister Hans Siebke!
Foto: Zum 75. Geburtstag gab es für Hans Siebke und Frau Ute eine Tour durch das Dorf

Das Orchester brachte die Sonne mit

(13. 07. 2020)

Das war ein wahrer Glanz am Sonntag auf unserem Schmalenseer Bolzplatz: Das Blasorchester TSV Wankendorf gab ein Picknick-Konzert und sorgte damit nach langer Durststrecke für Abwechslung in einem Dorf, dass Corona-bedingt auf zahlreiche Veranstaltungen hat verzichten müssen.

 

Die Pandemie machte diese Art des Besuchs der Wankendorfer Musikanten überhaupt erst möglich: Viele Termine sind dem Orchester weggebrochen – Umzüge und Auftritte unterschiedlicher Art mussten abgesagt werden. Auch das Konzert auf dem Bolzplatz konnte nur aufgrund behördlich ausgesprochener Lockerungen stattfinden – mit Eintragung der Besucher in Kontaktlisten, Desinfektionsmittel und reichlich Flatterband, das eine Distanz zwischen Musikern und Publikum schuf.

 

Aber nur räumlich! Denn die Klänge erreichten die rund 60 Besucher, darunter auch tatsächlich picknickende, dennoch und erfreuten ihre Ohren. Das Blasorchester entführte in verschiedene Epochen und Regionen der Erde, vom Hamborger Veermaster bis zu Barbara Ann von den Beach Boys.

 

Beim Karl-May-Thema, bekannt aus den Spielfilmen und vom Bad Segeberger Kalkberg, fehlte nur noch ein über den Bolzplatz reitender Indianerhäuptling. Unwahrscheinlicher wäre gewesen, wenn bei der Filmmusik von „Der Fluch der Karibik“ eine Fregatte unter Segeln eingelaufen wäre.

 

Beeindruckend war der Sound des Orchesters, der, unterstützt von E-Bass und Schlagzeug, sehr an ein Big Band-Konzert erinnerte. Der Tal-Charakter des Platzes, der einst eine Kiesgrube war, mag dazu beigetragen haben, dass die Akustik stimmte. Aber klare Klänge aller Instrumente und starke Bläsersoli ließen keinen Zweifel daran, dass dieses Orchester ein ganz tolles ist, das unbedingt wiederkommen sollte.

 

Bleibt zu hoffen, dass bei allen kostenlosen Picknick-Konzerten der vergangenen Wochen – am 21. Juni in Stolpe und Belau, am 11. Juli in Reesdorf sowie am 12, Juli in Schmalensee und Schönböken auch einiges an Spenden zusammengekommen ist. Denn das Blasorchester hat laufende Kosten zu bestreiten – und ausgefallene Vogelschießen, Schützenfeste und so weiter haben eingeplante Einnahmen verpuffen lassen.

 

Unter https://blasorchestertsvwankendorf.de ist das von der 1. Vorsitzenden Anett Overath vertretene Orchester im Internet zu finden.

Foto zur Meldung: Das Orchester brachte die Sonne mit
Foto: Das Blasorcherster TSV Wankendorf gastierte in Schmalensee

Ach du Schreck: Gelbe Säcke waren schon weg

(12. 07. 2020)

Am Freitag, 10. Juli, fand gemäß Abfallkalender des Wege-Zweckverbandes (WZV) die Abholung der „Gelben Säcke“ in Schmalensee statt. Und dennoch mussten einige Haushalte, auch der des Verfasser dieser Zeilen, feststellen, dass ihre Wertstoffsäcke nicht mitgenommen wurden. Und warum: Weil die Abholung pünktlich stattfand.

 

Glaubhafte Augenzeugen haben berichtet, dass kurz nach 6 Uhr das Entsorgungsunternehmen im Ort unterwegs war, um die Gelben Säcke einzusammeln.

 

Wer nun später, also nach 6 Uhr die Säcke heraus legte, hat das Nachsehen, denn es heißt im Abfallkalender auch, dass man das bis 6 Uhr erledigt haben muss – das gilt für alle planmäßigen Abholungen, also auch braune, blaue und graue (schwarze) Tonne.

 

Weil es zuletzt – gefühlt reden wir von einem längeren Zeitraum, also Jahren – so war, dass die Wertstoffsäcke erst später am Tag, mitunter auch erst am Folgetag oder noch später abgeholt wurden, sind verschiedene Haushalte – so auch dieser – dazu übergegangen, die Säcke später als „bis 6 Uhr“ an die Straße zu legen. Das nennt man wohl Konditionierung

 

Also Botschaft an alle, die noch Gelbe Säcke vor der Türe haben: Die sind schon abgeholt worden. Und ja: ich ärgere mich auch. Vermutlich über mich.

Foto zur Meldung: Ach du Schreck: Gelbe Säcke waren schon weg
Foto: Viele Gelbe Säcke blieben liegen

Sparkasse Südholstein: Längere Öffnungszeiten

(12. 07. 2020)

Die Sparkasse Südholstein hat die Öffnungszeiten ihrer Filialen ab 6. Juli 2020 erweitert. Damit reagiert sie auf die jüngsten Lockerungen der Corona-Maßnahmen des Landes, wie Stephan Kronenberg vom Referat Kommunikation und Stiftung mitteilt.

 

Der Gesundheitsschutz werde weiterhin großgeschrieben: Die Einhaltung des Sicherheitsabstandes von mindestens eineinhalb Metern sowie die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bleiben für die Kunden bestehen.

 

Kleine Filialen der Sparkasse Südholstein sind ab sofort montags bis mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Trappenkamp „Mittlere Filiale“

 

Mittlere Filialen sind an allen fünf Wochentagen von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr, außerdem dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr offen.

Zu dieser Gruppe gehören die Standorte Bad Bramstedt, Boostedt, Ellerau, Henstedt-Ulzburg, Nahe, Trappenkamp und Wahlstedt.

 

Genauer hinschauen muss man bei den großen Filialen wie Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Norderstedt (Ulzburger Straße): Auch diese sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet; außerdem montags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, sowie dienstags und freitags von 14 bis 16 Uhr.

 

Ausführliche Beratungsgespräche seien auch weiterhin außerhalb der Öffnungszeiten möglich und über die persönlichen Kontaktdaten der Berater oder die zentrale Telefonnummer 04321/408-4444 zu vereinbaren.

 

Angesichts des nach wie vor geltenden Ziels, die Verbreitung des Coronavirus auf möglichst niedrigem Niveau zu halten, empfiehlt die Sparkasse weiterhin, für die alltäglichen Bankgeschäfte die digitalen und telefonischen Kontaktwege zu nutzen“, heißt es in der Mitteilung.

Foto zur Meldung: Sparkasse Südholstein: Längere Öffnungszeiten
Foto: Sparkassenfiliale Trappenkamp

Achtung: Morgen Picknick-Konzert des Blasorchesters TSV Wankendorf in Schmalensee

(11. 07. 2020)

Letzte Erinnerung: Am Sonntag, 12. Juli 2020, musiziert das Blasorchester TSV Wankendorf von 11 bis 12 Uhr auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus. Für das sogenannte Picknick-Konzert wird kein Eintritt genommen, eine Spende ist freilich erlaubt.

 

Schmalensee ist Tournee-Ort

 

Das Orchester tourt derzeit durch die umliegenden Dörfer. An ausgewählten Orten veranstalten die Musiker Corona-taugliche Open-Air-Auftritte. „Auf die Zuhörer warten dort jeweils etwa eine Stunde Musik mit den Lieblingsstücken des Blasorchesters aus den letzten Jahren“, so die 1. Vorsitzende Anett Overath.

 

Engagement verdient viel Publikum

 

Das Blasorchester TSV Wankendorf ist den Schmalenseern nicht unbekannt – es hat schon den Vogelschießer-Umzug begleitet. Die Gemeinde Schmalensee, die den Auftritt präsentiert, hofft auf viele Schmalenseer, die das weite Rund des Bolzplatzes nutzen, in gemütlicher Atmosphäre und unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln das Konzert zu verfolgen.

 

Anett Overath: „Die Gäste bringen bitte Sitzplätze bzw. Picknick-Decken sowie die Verpflegung jeweils selbst mit – das Blasorchester stellt die Musik. Der Eintritt ist frei.“ Wer will, der kann einen Beitrag in eine Spendentrommel werfen.

 

Bei Regenwetter kann das Konzert nicht stattfinden, deshalb sind Änderungen im Plan vorbehalten. Aktuelles dazu gibt es im Internet unter https://blasorchestertsvwankendorf.de/picknick-konzerte.

 

Foto: Blasorchester TSV Wankendorf

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Foto: Blasorchester TSV Wankendorf

Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved am 17. Juli

(10. 07. 2020)

Sommerzeit – Ferienzeit – Kinozeit: Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved, im Jahr 2020 mit Corona-Auflagen.

 

Die Erfahrungen des Corona-Lockdowns mit dem „social distancing“ greift das traditionelle Sommerkino des Fördervereins „Alte Schmiede Bornhöved“ auf. Fördervereinsmitglied Christiane Schlüter hat ein anspruchsvolles und kulinarisch prickelndes Programm zusammengestellt.

 

Los geht es am 17. Juli mit dem Film „Eat Drink Man Woman“, einer taiwanesischen Produktion aus dem Jahr 1994. In exotischer Stimmung wird das auch jetzt aktuelle Spannungsverhältnis zwischen asiatischer Tradition und westlicher Moderne gezeigt. Kern ist die Entwicklung einer Familie, gezeigt am köstlichen Sonntagsessen, das der Vater seinen Töchtern wöchentlich bereitet. Die Töchter emanzipieren sich nach und nach vom Vater und seiner traditionell-asiatischen Weltsicht, und auch der Vater selbst sorgt am Ende für eine Überraschung.

 

Weitere Filmvorführungen: Am 31. Juli ist „Babettes Fest“ (Dänemark 1987) zu sehen; am 14. August „Bittersüße Schokolade“ (Mexiko 1992).

 

Alle Vorstellungen beginnen jeweils freitags um 19.30 Uhr in der Alten Schmiede, Kuhberg 13, 24619 Bornhöved. Der Eintritt ist frei. Wegen der Corona-Auflagen sind die Sitzplätze begrenzt.

 

Quelle: Mitteilung Förderverein Alte Schmiede Bornhöved

www.alte-schmiede-bornhoeved.de

[Aushang Sommerkino Alte Schmiede Bornhöved 2020]

Foto zur Meldung: Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved am 17. Juli
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Im Wald leben die Indianer – vom 13. bis zum 26. Juli

(10. 07. 2020)

Sommerferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Termin: Im Rahmen der großen Sommerferienaktion mit wechselndem Programm im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Programm: „Im Wald leben die Indianer!“ von Montag, 13. Juli, bis Sonntag, 26. Juli 2020, täglich von 12 bis 17 Uhr

 

Ort: ErlebnisWald Trappenkamp

 

Während noch bis zum 12. Juli die Sommerferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp (EWT) mit dem Programm „Auf in den Sommerwald“ neugierige Teilnehmer in den Wald lädt, so können Besucher ab dem 13. Juli in die Welt der Indianer eintauchen.

 

Denn mit dem Programm „Im Wald leben die Indianer!“ nimmt der EWT in der Zeit von Montag, 13. Juli, bis Sonntag, 26. Juli 2020, seine Besucher auf eine spannende Reise in das Leben der Indianer mit. Wie leben sie? Was gibt ihnen die Natur zum Leben?

 

Mit einer abwechslungsreichen Rallye erfahren die Teilnehmer jede Menge spannende Geschichten. Dazu gibt es noch eine schöne Bastelaktion.

 

Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten. Lediglich für die Bastelaktionen wird ein zusätzlicher Materialkostenbeitrag in Höhe von 1 Euro erhoben.

 

Quelle: Mitteilung des Erlebniswaldes vom 02.07.2020

 

www.erlebniswald-trappenkamp.de

 

Foto zur Meldung: Im Wald leben die Indianer – vom 13. bis zum 26. Juli
Foto: Erlebniswald Trappenkamp

Erlebniswald Trappenkamp: „Ein Tag mit dem Imker“

(08. 07. 2020)

Waldhonig ist etwas ganz Besonderes! Er stammt nicht von Blüten, sondern von den Säften der Bäume. Aber wie kommt der Honig überhaupt in das Glas? Wie finden die Bienen den Nektar, und was ist ein Schwänzeltanz?

 

Antworten dazu und viele spannende Infos mehr gibt es bei der Veranstaltung „Ein Tag mit dem Imker“ zu erfahren. Wer möchte, bastelt am Stand des Imkers eine eigene Biene aus Papier oder eine Kerze aus Bienenwachs.

 

Termin: Sonntag, 12. Juli 2020, 12 bis 17 Uhr

 

Ort: ErlebnisWald Trappenkamp Am Waldhaus (Anfahrt über Daldorf)

 

Kosten: Die Aktion ist im Eintrittspreis enthalten. Für das Bastelmaterial wird ein geringer Kostenbeitrag vor Ort erhoben.

 

Mehr Info: www.erlebniswald-trappenkamp.de

 

Quelle: Mitteilung des Erlebniswaldes vom 25.06.2020

 

Foto zur Meldung: Erlebniswald Trappenkamp: „Ein Tag mit dem Imker“
Foto: Erlebniswald Trappenkamp

Der Schnappschuss – oder: Der Anstarrwettbewerb

(07. 07. 2020)

Stell Dir vor, du wanderst um unsere schönen Seen, genießt den seichten Sommerregen (es gibt kein schlechtes Wetter – nur die falsche Kleidung), hörst auf Vogelstimmen, beobachtest den Adler, biegst um eine Kurve und... schaust direkt in die Augen einer Kuh.

 

Auf dem Wegstück vom Friedhof Bornhöved zum Vier ist genau das der Fall gewesen. Während eine ganze Herde Starken im hohen Gras weidete, lag eine von ihnen direkt am Straßenrand in leicht erhöhter Position hinter dem Weidezaun und hatte die Fahrbahn fest im Blick.

 

Alarmposten? Ausguck? Oder einfach nur fasziniert von allem, was da des Weges kommen könnte. Gefühlt standen wir uns minutenlang gegenüber und lieferten uns einen Anstarrwettbewerb. Den übrigens ich gewonnen habe. Aber nur, weil in meinem Gesicht kein gutes Dutzend Fliegen umherkrabbelte.

 

Auf ein Foto konnten wir uns auch verständigen. Durch gutes Zureden machte ich der Dame klar, kein Feind zu sein. Ihr Name ist übrigens Warina, wenn mich die Ohrmarke nicht getäuscht hat. Unter Vermeidung hektischer Bewegungen holte ich die Kamera hervor zum Schnappschuss für die Gemeinde-Homepage.

Foto zur Meldung: Der Schnappschuss – oder: Der Anstarrwettbewerb
Foto: Eine Starke am Weg von Bornhöved zum Vier

Nach dem Konzert zur Fossilien- und Mineralienbörse im Urzeithof

(06. 07. 2020)

Neues vom Urzeithof – Mitteilung vom 04.07.2020:

 

Aufgrund der aktuell niedrigen Zahl an Neuinfektionen mit dem Corona-Virus in Schleswig-Holstein hat die Landesregierung am 26. Juni neue Lockerungen beschlossen. Für den Urzeithof bedeutet das, dass viele geplante Veranstaltungen wieder stattfinden können. Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter www.urzeithof.de.

 

Der Urzeithof feiert in diesem Sommer sein 10jähriges Bestehen und ist mittlerweile seit genau einem Jahr in Stolpe. Aus diesem Grund findet am Sonntag, 12. Juli, von 10 bis 17 Uhr eine Fossilien- und Mineralienbörse auf unserem Gelände statt. Viele Sammler sind zu Gast im Urzeithof und bieten Fossilien, Mineralien, Muscheln und Schnecken, Sammlungszubehör und vieles mehr zum Kauf an. Zur Mittagszeit ist für einen Imbiss gesorgt und natürlich hält das Café frisch gebackene Torten und Kuchen bereit. Kinder können Kristalldrusen aufschlagen, in der Sandkiste echte Edelsteine suchen und auf dem Klopfplatz Fossilien finden.

 

In den Sommermonaten bieten wir einmal im Monat mit „Urzeithof kulinarisch“ ein paar besondere Leckereien an. Am 18. Juli ab 18.30 Uhr gibt es Spanferkel, am 22. August Feuerlachs und am 19. September Paella. Der Preis beträgt jeweils 15,- Euro p. P.. Eine Anmeldung ist bis eine Woche vorher unter Telefon 04326/2205 (Büro), 6119977 (Café) oder per Email () zwingend erforderlich.

 

Ab dem 11. Juli gibt es im Urzeithof übrigens samstags und sonntags von 9.30 bis 11.30 Uhr ein leckeres Frühstück in verschiedenen Variationen.

 

Foto: Urzeithof

 

Urzeithof

Dr. Frank Rudolph

Katrin Mohr

Am Pfeifenkopf 9

D - 24601 Stolpe

Deutschland - Germany

www.fossilbuch.de

www.strandsteine.de

www.urzeithof.de

 

Nicht vergessen: In Schmalensee findet am 12. Juli, wenn es trocken ist, von 11 bis 12 Uhr auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus ein Picknick-Konzert des Blasorchesters TSV Wankendorf statt.

 

Foto zur Meldung: Nach dem Konzert zur Fossilien- und Mineralienbörse im Urzeithof
Foto: Urzeithof Stolpe

Saison offiziell eröffnet an der unbewachten Badestelle

(04. 07. 2020)

Am Freitag, 3. Juli 2020, wurden zwei Mobiltoiletten an der Schmalenseer Badestelle aufgestellt. Das allein klingt kaum nach einer spektakulären Nachricht. Wer aber weiß, dass aufgrund einer unklaren Rechtslage eine Schließung der Einrichtung im Raume stand und dass am 3. Juli 2020 das Badesicherheitsgesetz in Kraft getreten ist, das für Klarheit sorgen soll, hat einen Grund zum Aufatmen.

 

Verwirrspiel im Sommer 2019

 

Rückblende: Im Sommer des Vorjahres waren Teile der Badestelle gesperrt worden. Nicht nur hier sondern im ganzen Bundesland reagierten Gemeinden alarmiert durch einen Richterspruch: Nach einem Badeunfall 2017 in Rheinland-Pfalz hatte man die dortige Kommune haftbar gemacht, das Urteil strahlte auch auf die gewählten Vertreter aus. Die Sorge, dass bei einem Badeunfall in Schmalensee der Bürgermeister, die Gemeindevertreter und sogar Mitarbeiter der Verwaltung persönlich haftbar gemacht werden könnten, weil sie die Wahrnehmung einer Aufsichtspflicht nicht vorangetrieben hätten, war groß. Bis ins Frühjahr hinein stand die Frage im Raum, ob die Gemeinde Schmalensee an dem vom Besitzer des Sees gepachteten Uferstreifen weiterhin eine öffentliche Badestelle unterhalten könne. Ein Rückbau zur naturbelassenen Badestelle stand im Raum.

 

Immer wieder wurde seitdem die Frage aufgeworfen – unter anderem in den Sitzungen der gemeindlichen Gremien –, was denn nun sei mit der Badestelle. Aufhebung und Rückbau, teilweiser Rückbau? Alle Augen richteten sich auf den Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag (SHGT), der mit der Landesregierung im Sinne der Kommunen eine Rechtslage herstellen wollte, die einen Betrieb unbewachter Badestellen weiter zulässt.

 

Gemeindetag hat Wort gehalten

 

Am 19. Juni hat der Schleswig-Holsteinische Landtag ein Badesicherheitsgesetz beschlossen, das, ergänzt um eine Badesicherheitszuständigkeitsverordnung, Rechtssicherheit für Kommunen schaffen soll, was die Frage der Badeaufsicht und damit der Haftung kommunaler Entscheidungsträger bei Badeunfällen bringen soll. Der SHGT lieferte noch am selben Tag ein Sicherheitskonzept.

 

Kern des Ganzen: Dem Besucher muss klar sein, dass er nicht mit einer Badeaufsicht rechnen darf, die ihm Teile seiner Eigenverantwortung „abnimmt“. Eine entsprechende Beschilderung wird verlangt - „Unbewachte Badestelle“ bzw. „Keine Badeaufsicht“ bringen das Nötigste zum Ausdruck. Ein entsprechendes Schild ist längst an Schmalensees Badestelle vorhanden.

 

Schmalensee hat eine unbewachte Badestelle

 

Das Baden hat hier, angesichts eines teilweise sehr schönen Frühlings, deutlich früher begonnen. Aber immerhin pünktlich in der Anfangsphase der Sommerferien hat es nun geklappt. Am Schmalensee kann – ohne Badeaufsicht – gebadet werden. Ein Rückbau vorhandener Einrichtungen ist nicht notwendig. Das hat eine Begehung durch das Ordnungsamt gegeben, an der sich auch die Gemeindevertreter Jürgen Bucksch und Sönke Stahl beteiligten.

 

Alles im grünen Bereich“, fasst Bürgermeister Sönke Siebke das Ergebnis zusammen. Nur auf die Badeinsel muss verzichtet werden. Die war im Vorjahr wegen fehlender Abnahme durch den TÜV vorzeitig aus dem See geholt und seitdem nicht wieder zu Wasser gelassen worden. Um auf „Nummer sicher“ zu gehen, werden die Badenden auch in diesem Sommer ohne sie auskommen müssen. Ein eher geringes Übel im Vergleich zur bis vor Kurzem schwebenden Gefahr, dass Steg, Nichtschwimmergrenze und anderes auch hätten verschwinden können.

 

Verhaltener Start am offiziellen Starttag

 

Nicht nur die Toilettenhäuschen waren am 3. Juli pünktlich da, auch die Liegefläche war vom Gemeindearbeiter gemäht, die Badestelle strahlte im Glanze des – Sommerregens.

 

Manchmal fällt eine Eröffnung nun mal ins Wasser. Aber die ganz Hartgesottenen werden es sich bestimmt auch an diesem Tag des Inkrafttretens des Badesicherheitsgesetzes haben nehmen lassen, im Schmalensee ihre Bahnen zu ziehen.

 

 

 

Foto zur Meldung: Saison offiziell eröffnet an der unbewachten Badestelle
Foto: Darauf kommt es an - Schmalensees Badestelle ist unbewacht

Vermisst: Wer hat Katzenmama Abby gesehen?

(03. 07. 2020)

In Schmalensee wird wieder eine Katze vermisst. Dieses Mal ist es Abby aus der Dorfstraße. Wer Besitzerin Patricia Bergstädt Hinweise zum Verbleib geben kann, nehme bitte unter Telefon 0162/9810147 Verbindung auf.

 

Die komplett weiße Abby wird seit dem 30. Juni vermisst. Nicht lange für eine Katze, mag man denken. Aber: „Das sieht Abby gar nicht ähnlich“, sagt Patricia Bergstädt. „Außerdem hat sie ihre Katzenbabys bei uns zu Hause.“

 

Also hier der Aufruf an alle Schmalenseer und Gäste: Bitte Ausschau halten.

Foto zur Meldung: Vermisst: Wer hat Katzenmama Abby gesehen?
Foto: Abby wird vermisst

Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 07. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Juli die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Lauter schlimme Nachrichten: Am 2. Juli 1935, vor 85 Jahren, vermeldet das Segeberger Kreis- und Tageblatt aus Schmalensee keine guten Nachrichten. Ein Gewitter spielt gleich zweimal eine Rolle: Es fährt ein sogenannter „kalter Schlag“ in die Scheune von Willi Harder. Dabei entsteht viel Rauch aber kein offenes Feuer. Schlechter trifft es die Wirtin und Bäuerin Meta Voß: Zwei Starken werden ihr auf der Weide erschlagen. Die Tiere waren in einer Niederung mit dem Umzäunungsdraht in Berührung gekommen. Außerdem wird gemeldet, dass sich der frühere Schuhmacher und Rentner Sch. (vermutlich Christian Schuhmacher) in einem Stallgebäude erhängt habe. Da keine wirtschaftliche Not vorgelegen habe, bleibe unbekannt, was Sch. zum Selbstmord trieb.

 

Preise und Kuchen zum Vogelschießen: Das Kindervogelschießen in Schmalensee, ausgerichtet am 1. und 2. Juli 1960, vor 60 Jahren von der örtlichen Schule, wird zum Volksfest. Zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung ermöglichen den Kauf von Preisen. Hinzu kommen zahlreiche leckere Kuchen. Das große Königspaar bilden in diesem Jahr Claus Nagel und Melitta Herbst, kleine Könige werden Reiner Schramm und Karin Nagel. Die Majestäten werden in der festlich geschmückten Kutsche durchs Dorf geleitete, ehe es auf dem Saal des Gasthof Voß Kindertanz und einen Dorfgemeinschaftsabend gibt.

 

Telefonkosten nach Entfernung: Wie das Segeberger Kreis und Wochenblatt am 6. Juli 1900, vor 120 Jahren meldet, sind die Gemeinden Bornhöved, Wankendorf, Ruhwinkel und Perdoel durch die Oberpostdirektion an das öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen worden. Öffentliche Fernsprechstellen sind installiert. Um die jährlich geforderte Mindesteinnahme von 190 Mark, für die größtenteils Bornhöved garantiert, zu gewährleisten, werden Gesprächsgebühren erhoben. So zahlt man für ein dreiminütiges Gespräch von Bornhöved nach Bordesholm, Neumünster, Plön, Preetz oder Wankendorf 20 Pfennig. Fünf Pfennig mehr kosten Gespräche nach Eckernförde, Rendsburg, Kiel oder Eutin und sogar 50 Pfennig nach Heide, Husum, Flensburg oder Schleswig.

 

Vorschlag für eine Umgehungsstraße: Das Planungsamt Neumünster hat der Gemeinde Schmalensee Unterlagen über eine mögliche Linienführung der Ortsumgehung Schmalensee (B430) vorgelegt. Bürgermeister Hans Siebke bittet am 8. Juli 1980, vor 40 Jahren, zur Einwohnerversammlung in den Gasthof Voß, um mit den Bürgerinnen und Bürgern über den Trassenverlauf zu diskutieren. Über 70 Interessierte erscheinen und lassen sich drei mögliche Trassenverläufe vorstellen. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass der enge Trassenverlauf, der auch seit Jahren schon im Flächennutzungsplan der Gemeinde festgeschrieben ist, der kostengünstigste sei. Bürgermeister Hans Siebke bringt den Wunsch des Ortsbauernverbandes nach der engen Trassenführung zum Ausdruck. So würde der geringste Eingriff in Natur und Jagd erfolgen. Bis heute ist diese Trasse – die, grob umrissen, den Verkehr von Bornhöved kommend zwischen Dorfstraße und Hirtenweg und entlang des Grasweges in Richtung Plön und identisch in der entgegengesetzten Richtung lenken würde – im F-Plan der Gemeinde enthalten. Die Gemeindevertretung treibt aktuell Planungen zur Ansiedlung eines Unternehmens im Grasweg an, wird dabei den F-Plan ändern und sich endgültig von der nie realisierten Ortsumgehung verabschieden – zumindest auf dieser Trasse.

 

Vorerst keine Eisenbahn für Bornhöved und Umgebung: Die im Vorjahr angeregte Realisierung eines Eisenbahnprojekts zwischen Segeberg und Kiel wird vorerst ruhen gelassen: Wie das Segeberger Kreis- und Wochenblatt am 9. Juli 1870, vor 150 Jahren meldet, scheint es in der Stadt Segeberg nicht möglich, einen Bahnhof bauen zu können. Dies hat auch Auswirkungen auf den Raum Bornhöved, durch den die Bahnlinie sehr wahrscheinlich geführt worden wäre. Erst am 2. Dezember 1911 wird ein Eisenbahnprojekt in unserer Region verwirklicht: Dann kommt es zur Eröffnung der Kleinbahnlinie Kiel-Segeberg über Bornhöved, die bis in die 1960er-Jahre in Betrieb sein wird. Der Bahnhof in Bornhöved ist noch ein Zeugnis dessen.

 

Nicht SPD und schon gar nicht CDU: Landtagswahlen in Schleswig-Holstein am 9. Juli 1950, vor 70 Jahren. In Schmalensee entfallen von 336 abgegeben gültigen Stimmen 126 auf den Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE), 109 auf die Deutsche Partei (DP), 85 auf die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), 10 auf die Deutsche Reichspartei (DRP) und 6 auf die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Erfolgreicher Direktkandidat im Wahlkreis 33 Segeberg-Nord ist der DP-Bewerber Otto Fiöl. Das Ergebnis zeigt, dass der CDU damals im Ort keine bedeutende Rolle zukommt – obwohl Schmalenseer 1946 bei der Gründung der Partei beitraten. Stattdessen ist die Interessenvertretung der vielen in Schmalensee befindlichen Flüchtlinge herausragend.

 

Landwirtschaftliches Musterdorf Schmalensee: Für die landtätige Jugend aus Bornhöved und Umgebung findet laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 11. Juli 1940, vor 80 Jahren, in Schmalensee ein Tag der Feldbegehung statt. Nach einer Flaggenparade und einem Lied begrüßt Bezirksbauernführer Heinrich Harder die Jugendlichen aus Bornhöved, Schmalensee, Gönnebek, Tarbek, Tensfeld, Damsdorf und Stocksee. Gemeinsam mit der männlichen Jugend besichtigt Harder Betriebe; mit dem Rad wird eine Besichtigungsfahrt durch die Feldmark angetreten. Währenddessen besichtigt die weibliche Jugend mit Bezirksbäuerin Frieda Kaack landwirtschaftliche Haushaltungen, Mustergärten und eine Geflügelfarm. Zum Abschluss gibt es eine gemeinsame Kaffeetafel.

 

Erfolgreiche Stutenzüchter: In Rohlstorf findet am 13. Juli 1925, vor 95 Jahren, die Reichsverbands-Stutenschau für den Bezirk der holsteinischen Geestlande statt. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet ganzseitig unter Verwendung von Bildern – damals eine Ausnahme. Im Text erwähnt sind auch 25 Züchter aus Schleswig-Holstein, denen für ihre Stuten die silberne Plakette des Reichsverbandes verliehen wird. Unter ihnen sind zwei Schmalenseer: Heinrich Harder und Ernst Saggau.

 

Auszeichnung der Schmalenseer Feuerwehr: Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee gilt als bester Löschzug der Amtsfeuerwehr Bornhöved und als einer der besten des Kreises Segeberg. Eine Kommission des Kreisfeuerwehrverbandes mit dem Kreiswehrführer Hellberg an der Spitze findet sich am 14. Juli 1935, vor 85 Jahren, zur Überprüfung des Leistungsstandes der Schmalenseer Wehr ein. Nach dem Abschreiten der Front folgen Übungen im Fußdienst und an der Spritze, Steigerübungen und anderes. Alle gezeigten Tätigkeiten fallen zur Zufriedenheit der Kommission aus. Löschzugführer in Schmalensee ist Hugo Saggau.

 

 

Foto zur Meldung: Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Meierei Schmalensee DLG-Siegerpreis SZ 15.07.1950

Abenteuer mit Kindern in der Natur – Talk und Lesung im ErlebnisWald

(30. 06. 2020)

Termin: Sonnabend, 4. Juli 2020, 15 Uhr, im Erlebniswald Trappenkamp (Daldorf)

 

Wegen der Corona-Krise verzichten viele Familien dieses Jahr auf große Reisen. Auf Abenteuer müssen sie aber nicht verzichten. Was für Abenteuer Eltern mit ihren Kindern vor der eigenen Haustür erleben können, erfahren Teilnehmer der Veranstaltung »Abenteuer mit Kindern in der Natur – Talk und Lesung im ErlebnisWald« aus erster Hand.

 

In der spannenden Mischung aus Talkshow und Lesung im ErlebnisWald Trappenkamp ist der Lübecker Journalist und Autor des Buches "Abenteuer mit Kindern", Sven Wehde, zu Gast. Er spricht mit Kerstin Schiele, Waldpädagogin im Erlebniswald, und Stephan Mense, Leiter des Erlebniswaldes darüber, was für tolle Erlebnisse auf Familien in der heimischen Natur warten.

 

Wo darf ich im Wald übernachten? Sind Wildschweine eigentlich gefährlich? Darf ich mit meinen Kindern in der Natur auch querfeldein laufen? Natürlich wird der Autor auch aus seinem Buch "Abenteuer mit Kindern" lesen, und die Zuhörer haben die Möglichkeit, ihre Fragen an die Experten vom Erlebniswald und an den Journalisten zu stellen und mitzudiskutieren.

 

Wegen der Corona-Auflagen ist die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt. Wer teilnehmen möchte, meldet sich unter an. Bitte geben sie in Ihrer E-Mail unbedingt die Personenzahl und die vollständigen Namen und Adressen an.

 

Da es eventuell mehr Anmeldungen als Plätze gibt, werden wir die 30 Teilnehmer, die sich zuerst angemeldet und einen Platz bekommen haben, per Mail benachrichtigen.

 

Die Veranstaltung findet bei gutem Wetter auf einer Wiese am Waldhaus statt, bei Regen ist der Treffpunkt im Restaurant.

 

Mehr Info: www.erlebniswald-trappenkamp.de

 

Quelle: Mitteilung des Erlebniswaldes vom 23.06.2020

 

Foto zur Meldung: Abenteuer mit Kindern in der Natur – Talk und Lesung im ErlebnisWald
Foto: Erlebniswald Trappenkamp

Vor 25 Jahren: Bahnbrechende Entscheidungen – Gemeindesaal und Wappen für Schmalensee

(29. 06. 2020)

Sitzungen der Gemeindevertretung sind grundsätzlich immer von Bedeutung, doch die vom 29. Juni 1995, vor 25 Jahren, darf als besonders oder sogar herausragend bezeichnet werden. Denn in jener Zusammenkunft des gewählten Personals mit dem heutigen Ehrenbürgermeister Hans Siebke an der Spitze, wurden zwei Beschlüsse gefasst, die bis heute und sicher noch deutlich über den Erinnerungstag hinaus nachwirken: Schmalensee bekam sein Gemeindewappen und der Pachtvertrag für den Gemeindesaal war unterschriftsreif.

 

Das Gemeindewappen

 

Heute ziert das Gemeindewappen u.a. das Einsatzfahrzeug und die Uniformen der Freiwilligen Feuerwehr; es ist am Haus von Bürgermeister Sönke Siebke zu finden; als Sprühkunstwerk ziert es den Trafokasten am Bolzplatz und die Reitsportgemeinschaft und der Sportverein haben es in ihre Logos integriert.

 

Vorher wurde gern auf ein Wappen aus der Gruppe der Familienwappen derer von Schmalensee zurückgegriffen – zum Beispiel im ursprünglichen Emblem des SV Schmalensee von 1980. Entnommen wurde es der „Chronik von Schmalensee“, die Heinrich Göttsch 1948 veröffentlicht hatte. Doch nach Intervention seitens eines Zweiges der Familie wurde davon Abstand genommen.

 

In ihrer Sitzung genehmigte die Gemeindevertretung den Entwurf des Itzehoer Graphikers Lothar Leisner. Es verwendet mit dem Keimling ein Element aus dem Familienwappen derer von Schmalensee, versinnbildlicht den See und die Farben Holsteins.

 

Der Gemeindesaal

 

Der Saal des Gasthofs ist seit seiner Fertigstellung unter Ludwig Saggau im Juli 1901 ein beliebter Ort gesellschaftlichen Lebens und weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Seit fast 120 Jahren wird hier gefeiert und getrauert, getanzt, gegessen, gewählt, debattiert und referiert. Hier wurde an Kindervogelschießen manche Tortenschlacht geschlagen, es gab politische Veranstaltungen, Kundgebungen, Trophäenschauen der Jäger, Clowns und andere Helden beim Fasching.

 

Als sich die Familie Voß überlegte, den Saal vom Gasthof zu trennen und anderweitig zu nutzen, trat die Gemeinde auf den Plan: Dieser Saal sollte auch weiterhin ein Ort der Dorfgemeinschaft sein. So kam es zum Abschluss eines Pachtvertrags. Am 29. Juni 1995 erhielt dieser den Segen der Gemeindevertretung, die Fachausschüsse hatten noch eine Benutzungs- und Gebührenordnung auszuarbeiten.

 

Und da war noch mehr

 

Der Vollständigkeit sei berichtet, dass in der besagten Sitzung beschlossen wurde, dass allen Anliegern im Baugebiet „Am Ringreiterplatz“ die Möglichkeit eingeräumt wurde, vorhandene Grundstücke in zwei Bauplätze zu teilen. Eine Grundstücksgröße von 1.000 Quadratmetern ist Voraussetzung. Dafür wurde der Bebauungsplan (B-Plan) Nr. 1 der Gemeinde geändert.

 

Außerdem wurden zwei Gemeindevertreter dafür gewürdigt, dass sie schon seit 25 Jahren der Vertretung angehörten: Der eine war Hans Siebke selbst, der seit 1970 der Gemeindevertretung angehörte, der zweite Jürgen Stegelmann (), der seit 1966 aber mit einer Unterbrechung (1974-78) Gemeindevertreter war. Seit 1992 war Stegelmann zudem Gemeindewehrführer.

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Vor 25 Jahren: Bahnbrechende Entscheidungen – Gemeindesaal und Wappen für Schmalensee
Foto: Der Saal am Gasthof von Hans Voß 1960

Blasorchester TSV Wankendorf gibt am 12. Juli Picknick-Konzert in Schmalensee

(27. 06. 2020)

Schmalensee aufgepasst: Am Sonntag, 12. Juli 2020, gibt's was auf die Ohren: Das Blasorchester TSV Wankendorf gibt von 11 bis 12 Uhr auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus ein Picknick-Konzert.

 

Music for free unter freiem Himmel

 

Das Orchester tourt derzeit durch die umliegenden Dörfer. An ausgewählten Orten veranstalten die Musiker Picknick-Konzerte – also Corona-taugliche Open-Air-Auftritte. „Auf die Zuhörer warten dort jeweils etwa eine Stunde Musik mit den Lieblingsstücken des Blasorchesters aus den letzten Jahren“, verrät die 1. Vorsitzende Anett Overath.

 

Schmalensee ist die dritte Station der Tournee: Die ersten Konzerte in Stolpe und Belau seien bereits erfolgreich gewesen, so Overath. Am 11. Juli spielt das Blasorchester zudem in Reesdorf; am 12. Juli ist um 15 Uhr Schönböken Ziel der Truppe.

 

Zahlreiches Erscheinen erwünscht und erlaubt

 

Was brauchen Musiker? Die Antwort ist klar: Übung und Publikum. Denn Musizieren ist Kunst und Kunst dient der Unterhaltung. Deshalb hoffen das Blasorchester und die Gemeinde Schmalensee, die den Auftritt präsentiert, auf viele Schmalenseer, die das weite Rund des Bolzplatzes nutzen, in gemütlicher Atmosphäre und unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln das Konzert zu verfolgen.

 

Anett Overath: „Die Gäste bringen bitte Sitzplätze bzw. Picknick-Decken sowie die Verpflegung jeweils selbst mit – das Blasorchester stellt die Musik. Der Eintritt ist frei.“ Wer will, der kann einen Beitrag in eine Spendentrommel werfen.

 

Bei Regenwetter kann das Konzert nicht stattfinden, deshalb sind Änderungen im Plan vorbehalten. Aktuelles dazu gibt es im Internet unter https://blasorchestertsvwankendorf.de/picknick-konzerte.

 

Foto: Blasorchester TSV Wankendorf

 

Foto zur Meldung: Blasorchester TSV Wankendorf gibt am 12. Juli Picknick-Konzert in Schmalensee
Foto: Das Blasorchester des TSV Wankendorf gastiert am 12. Juli in Schmalensee

Ferienpass im Kreis Segeberg: Spaßige Sommerzeit mit Slackline, Wasserski und in der Natur

(26. 06. 2020)

26.06.2020

 

Die Natur erforschen, einen Kriminalfall lösen, mit anderen Musik machen, auf der Slackline balancieren, Programmieren lernen oder den neuen Trend „Hobby Horsing“ ausprobieren: Bei den Angeboten des Ferienpasses, den der Kreisjugendring (KJR) wieder im Auftrag des Kreises Segeberg erstellt hat, kommt bestimmt keine Langeweile auf.

 

Die Angebote und Ermäßigungen gelten für alle Segeberger Schüler*innen von sechs bis 17 Jahren während der gesamten Sommerferien (27. Juni bis 8. August).

 

Es wird Zeit – Ihr habt lange darauf warten müssen, dass es wieder Angebote gibt, bei denen Ihr im Mittelpunkt steht: Eure Interessen, Eure Talente, Eure Freunde und natürlich Euer Spaß“, heißt es im Vorwort des Ferienpasses.

 

Jugendzentren, -gruppen und Vereine vor Ort haben sich demnach viele Gedanken gemacht, wie aus dem „Lernsommer“ auch ein Spaßsommer werden kann – das alles natürlich unter Einhaltung der gültigen Hygienevorschriften.

 

Das Programm des Ferienpasses liegt in diesem Jahr nur digital vor und kann online abgerufen werden unter www.kjr-segeberg.de sowie auf der Homepage des Kreises unter www.segeberg.de. Ansprechpartner*innen der einzelnen Veranstaltungen sind die dort genannten Gemeinden, Ämter, Vereine und Jugendzentren. Das gilt auch für mögliche Corona bedingte Änderungen.

 

Für einige der Ferienaktionen ist eine Anmeldung erforderlich.

 

Quelle: Mitteilung des Kreises Segeberg vom 24.06.2020

 

[Ferienpass Stand 24.06.2020]

Foto zur Meldung: Ferienpass im Kreis Segeberg: Spaßige Sommerzeit mit Slackline, Wasserski und in der Natur
Foto: Kreis-Logo Segeberg

Sommerferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp

(25. 06. 2020)

Der ErlebnisWald Trappenkamp lädt Familien in den Sommerferien zu Bastelaktionen in den Schmetterlingsgarten, ins Indianerlager und in die Holzwerkstatt ein.

 

Den Auftakt der diesjährigen Ferienaktionen macht das Programm „Auf in den Sommerwald“. Von Montag, 29. Juni, bis Sonntag, 12. Juli 2020, täglich von 12 bis 17 Uhr, sorgen eine gemeinsame Rallye und das Basteln mit Naturmaterialien für ein spannendes Ferienerlebnis.

 

Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten. Lediglich für Bastelaktionen wird ein zusätzlicher Materialkostenbeitrag in Höhe von 1 Euro erhoben. Die Veranstaltung ist ideal für alle Kinder zwischen 4 und 12 Jahren geeignet.

 

Mehr Info: www.erlebniswald-trappenkamp.de

 

Quelle: Mitteilung Erlebniswald vom 17.06.2020

 

Foto zur Meldung: Sommerferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp
Foto: Erlebniswald Trappenkamp

Die Paritätischen Freiwilligendienste suchen FSJ- und BFD-Interessierte

(24. 06. 2020)

Gerade während der Corona-Krise sind Freiwillige in der Sozialen Arbeit eine wichtige Unterstützung. Die Paritätischen Freiwilligendienste haben noch freie Stellen in den Bereichen Kita, Pflege, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in ganz Schleswig-Holstein zu vergeben.

 

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Soziale Arbeit systemrelevant ist. Ein Baustein dieser Arbeit sind die Freiwilligendienstleistenden in sozialen Einrichtungen wie Pflegeheimen, Kindertagesstätten oder Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung. Wer auf der Suche nach einer Stelle für einen Freiwilligendienst ist, hat in diesem Jahr noch gute Chancen.

 

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundefreiwilligendienst (BFD) richten sich an alle Menschen zwischen 15 und 26 Jahren. Im BFD27plus können sich alle Menschen ab dem 27. Lebensjahr engagieren.

 

Alle Einsatzstellen der Paritätischen Freiwilligendienste sind im sozialen Bereich tätig und liegen in Schleswig-Holstein.

 

Sowohl im FSJ als auch im BFD gibt es ein Taschengeld, einen Unterkunftszuschuss und einen Verpflegungszuschuss. Dadurch kommt man in Summe auf mindestens 451 Euro pro Monat. Der Anspruch auf Kindergeld, ggf. Wohngeld oder anteilig ALG II bleibt bestehen.

 

Ein FSJ oder BFD unterscheidet sich von einem einfachen Praktikum dadurch, dass die Freiwilligen aktiv begleitet werden. Teil dieser aktiven Begleitung sind Seminare, die vom Team der Paritätischen Freiwilligendienste organisiert werden. Während dieser Seminare lernen sich die Freiwilligen kennen und können sich über die neuen Erfahrungen austauschen. Dabei entstehen oft Freundschaften, die noch lange über den Freiwilligendienst hinaus dauern.

 

Weitere Informationen unter www.fsj-sh.org

 

Quelle: Mitteilung Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein vom 12.06.2020

 

Foto zur Meldung: Die Paritätischen Freiwilligendienste suchen FSJ- und BFD-Interessierte
Foto: Der Paritätische Schleswig-Holstein

Zeit für die Seele auf dem Mönchsweg

(23. 06. 2020)

Lange Tage, warme Temperaturen, frisch ergrünte Bäume und bunte Blumen locken ins Freie. Die Sonne hat die Natur endgültig aus dem Winterschlaf geholt und die Menschen ihre Fahrräder aus dem Keller. Der 530 Kilometer lange Radfernweg Mönchsweg ist ein Tipp für alle, die nach dem eingeschränkten Beginn der Radsaison Bewegung in schöner Natur in Kombination mit Orten der Ruhe und Erholung suchen.

 

Unter dem Motto „Zeit für die Seele“ bietet die Homepage www.moenchsweg.de erstmalig eine Auswahl besonderer Orte. Diese laden zum Ausruhen, Durchatmen oder Entdecken ein: Zum Beispiel der Bibelgarten am St. Petri Dom in Bremen mit über 60 verschiedenen Pflanzenarten aus der Apotheke Gottes, oder der Naturwald Braken bei Harsefeld, der schon 1102 von Benediktinermönchen geschützt und nachhaltig bewirtschaftet wurde.

 

Unbeeindruckt vom Tidengang der Elbe ist der Leuchtturm an der Glückstädter Mole ein ruhiges Plätzchen für den entspannten Weitblick. Am Großen Segeberger See spenden Kneippbecken und Sonnendeck Energie. Der kleine Pilgerweg „Rauswege“ im Schlossgarten Eutin bietet unvergessliche Aussichten und kann kleine oder große Einsichten schenken.

 

Ab Bremen verläuft die beschilderte Route auf naturnahen Wegen durch das Land zwischen Elbe und Weser und nach der Elbquerung von Glückstadt bis Fehmarn. Neben über 100 Kirchen am Weg gibt es Flussdeiche, liebevoll gepflegte Bibelgärten, historische Orgeln, alte Mühlen, einzigartige Naturschutzgebiete und vieles mehr zu erleben.

 

Eine Broschüre mit Unterkunftsverzeichnis wird kostenlos verschickt: Telefon 0431/12850873 oder E-Mail an .

 

Mehr Infos zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und Tourenangeboten etc. auf www.moenchsweg.de. Auch durch Schmalensee führt der Radfernweg.

 

Quelle: Mitteilung der Geschäftsstelle Mönchsweg e.V. vom 16.06.2020

 

Foto zur Meldung: Zeit für die Seele auf dem Mönchsweg
Foto: Zeit für die Seele auf dem Mönchsweg

Skandal: Haushalt ohne Magerquark und Katzenstreu

(22. 06. 2020)

Es ist ganz ganz bitter: In irgendeinem Haushalt in Schmalensee oder Umgebung muss an diesem Wochenende ein echter Engpass an Lebensmitteln und Haushaltswaren geherrscht haben. Warum: In der Feldmark, auf dem Segeberger Kamp, ist besagtem Haushalt der Einkaufszettel verloren gegangen.

 

Am späten Sonntagnachmittag hat die Feldmark-Patrouille (nein: nicht die Frühpatrouille aus Disneys Dschungelbuch!) besagten Einkaufszettel gefunden – und natürlich dokumentiert. Hoffen wir, dass da kein Haussegen schief hing.

 

Wenn nicht unter Menschen (Schmand, Karottensaft, Weintrauben...), dann vielleicht zwischen Mensch und Katze (Nassfutter, Lachs?...). Auch könnte die glückliche Zukunft nachhaltig gestört sein – denn auch an die Abgabe des Lottoscheins sollte der Zettel erinnern.

 

Homeoffice war wohl auch nicht, das Druckerpapier (bunt) blieb sehr wahrscheinlich auf der Strecke. Und zu allem Übel ist besagter Haushalt, dem der Einkaufszettel verloren gegangen ist, scheinbar nicht gut durch die Corona-Startphase gekommen: Es mangelt bereits an Klopapier.

 

Also hier die grundehrliche Hoffnung für jene, die ihren Einkaufszettel verloren haben: Mögen Euch gute Nachbarn über das Wochenende geholfen haben. Und: Nichts für ungut ;-)

 

Foto zur Meldung: Skandal: Haushalt ohne Magerquark und Katzenstreu
Foto: Einkaufszettel in der Feldmark gefunden

Coronavirus: IHK berät Unternehmen in Schwierigkeiten

(22. 06. 2020)

Viele Unternehmen fast aller Branchen sind durch die Corona-Krise in ihrer Existenz

bedroht. Finanzielle Soforthilfe, Kurzarbeitergeld oder auch Steuerstundungen sind

hilfreich, können die Ausweitung einer Unternehmenskrise aber häufig nicht verhindern.

 

Beim virtuellen „Beratertag für Unternehmen in Schwierigkeiten“ der IHK zu Lübeck am

Mittwoch, 24. Juni 2020, erarbeiten die IHK-Berater und die beim Bundesamt für

Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle akkreditierten Experten gemeinsam mit den

Unternehmern Ideen und Lösungen, wie diese ihren Betrieb durch die Krise leiten

können.

 

Im Mittelpunkt der Beratung stehen Tipps zur Überwindung kritischer Situationen und

erste individuelle Lösungsansätze zur Krisenbewältigung. Für die virtuellen, 30-minütigen Einzelgespräche nutzt die IHK die Plattform Microsoft Teams.

 

Teilnehmer benötigen nur einen Computer mit Internetverbindung und ein Mikrofon. Eine Kamera ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

 

Anmeldung und individuelle Terminvergabe bei der IHK zu Lübeck, Julia Schliecker, Telefon: 0451 / 6006-177 oder per E-Mail unter: .

 

Quelle: Mitteilung der IHK vom 17.06.2020

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: IHK berät Unternehmen in Schwierigkeiten
Foto: IHK zu Lübeck

Teilzeitausbildung im Handwerk – Telefon-Beratungstag am 16. Juni

(17. 06. 2020)

Das Berufsinformationszentrum (BiZ) an der Agentur für Arbeit Elmshorn informiert am 9. Juni 2020 über einen Telefon-Beratungstag zum Thema Teilzeitausbildung im Handwerk, den die Handwerkskammer Lübeck am Dienstag, 16. Juni 2020, anbietet.

 

Viele Jugendliche und ihre Eltern haben sich regelmäßig im BiZ Elmshorn im Rahmen von Vorträgen verschiedener Unternehmen und Organisationen über Ausbildungsangebote und Studiengänge informiert. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes aber können diese derzeit noch nicht wieder stattfinden.

 

Darum bietet die Handwerkskammer Lübeck alternativ einen telefonischen Beratungstag zum Thema Teilzeitausbildung am 16. Juni 2020, von 10 bis 18 Uhr an.

 

Ausbildungsberaterin Antje Gerdau ist in diesem Zeitraum unter der Mobilnummer 01590 4390526 zu erreichen. Interessenten können ihre Fragen auch per E-Mail stellen: .

 

Antje Gerdau informiert und beantwortet Fragen zur Ausbildung in Teilzeit, über die Möglichkeiten im Handwerk und zur aktuellen Ausbildungsstellensituation.

 

Hintergrund:

 

Mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes zum 1. Januar 2020 wurde die Teilzeit-Berufsausbildung gestärkt. Nunmehr kann jede/r eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren. Somit rücken neben den Personen mit Betreuungspflichten auch Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung oder lernbeeinträchtigte Personen in den Fokus.

Foto zur Meldung: Teilzeitausbildung im Handwerk – Telefon-Beratungstag am 16. Juni
Foto: Agentur für Arbeit Elmshorn

Vor 105 Jahren: Der Schmalenseer Hans Blunk fällt im Krieg

(16. 06. 2020)

Der Erste Weltkrieg, dessen Ende und Auswirkungen haben auf das Schmalensee der damaligen Zeit gravierenden Eindruck gemacht. Das verrät der Blick in alte Zeitungsartikel und in die Chronik, die Dorflehrer Heinrich Göttsch verfasst hat. 13 Namen wurden am Gefallenendenkmal verewigt, das erst 1923 eingeweiht wurde. Man hatte lange im Dorf gewartet, ob zwei als vermisst geltende Söhne Schmalensees nicht doch zurückkehren würden. Eine Name ist der von Hans Blunk, der am 16. Juni 1915, vor 105 Jahren, im Artilleriefeuer an der Westfront ums Leben kam.

 

Fünf Söhne im Krieg

 

Eine Familie, die wohl besonders in jenen Jahren bangen musste, war die des Landmanns August Blunk. Er und seine Frau Sophie, geb. Asbahr, hatten fünf Söhne. Alle nahmen am Krieg 1914-18 teil, zwei von ihnen sind auf der Steintafel in der Dorfstraße notiert: Adolf und Hans Blunk.

 

Der Offiziersstellvertreter

 

Sehr wahrscheinlich gehörte Hans Blunk bei Kriegsausbruch im Sommer 1914 dem stehenden Heer an. Anders als fast alle weiteren Schmalenseer, die im Zuge der Aktivierung der Landsturmaufgebote – zunächst die gedienten Reservisten, später die ungedienten – einberufen wurden, trug er im September 1914 den Dienstgrad Feldwebel. Mit der 4. Kompanie des Flensburger Infanterie-Regiments Nr. 86 (Füsilier-Regiment) kämpfte Hans Blunk am 12. September 1914 an der Aisne, wo er durch einen Schuss durch den Oberkiefer verwundet wurde. Am 12. November 1914 – da war Blunk bereits zurück bei seiner Truppe – wurde ihm das Eiserne Kreuz verliehen. Damit verbunden war die Ernennung zum Offiziersstellvertreter.

 

In diesem Rang war Hans Blunk auch, als ihn das Glück verließ. Ein Artillerievolltreffer in einen Unterstand, in dem sich der damals 30-Jährige und seine Kameraden am 16. Juni 1915 aufhielten, löschte sein Leben aus. Der Kompaniefeldwebel der 4. Kompanie schrieb dem Vater aus Frankreich einen Brief, der im Segeberger Kreis- und Tageblatt am 25. Juni 1916 abgedruckt wurde:

 

Alle waren tief erschüttert, als man erfuhr, dass unser lieber überaus tapferer Kamerad den Heldentod im wahrsten Sinne des Wortes gestorben sei. Bis zum letzten Augenblick hat er sich mit seinen nur noch wenigen Getreuen seines Zuges dem stürmenden Gegner widersetzt. Er wurde durch neue Truppen abgelöst und kam glücklich durch den Verbindungsgraben zurück. Er flüchtete zunächst in einen dort vorhandenen Unterstand vor der Artillerie, als plötzlich eine Granate den Unterstand durchschlug und unsers lieben Kameraden Schicksal entschied. Seine Verwundung war leider auf der Stelle tödlich.“

 

Die Brüder

 

Alle Brüder von Hans Blunk trugen im „Großen Krieg“ ebenfalls die Uniform. Bei Max Blunk ist das nicht ganz sicher: Als sein Bruder Hans im Juni 1915 fiel, befand er sich mit seiner Frau und den Kindern in Straßburg. Möglicherweise mit Aufgaben der Kriegswirtschaft betraut. Von Rudolf Blunk ist überliefert, dass er im Mai 1916 eine Kriegstrauung hatte. Paul Blunk, der später Bauunternehmer werden und den Wohnplatz auf dem heutigen Grundstück im Hirtenweg 2 ausbauen sollte, war Unteroffizier im Pionier-Regiment Nr. 29. Anfang 1917 wurde ihm das Eiserne Kreuz verliehen. Als Kriegsfreiwilliger in der Gefallenenliste aufgeführt ist Adolf Blunk, der als Seesoldat einem Marinecorps angehörte und am 25. April 1917 im Alter von 20 Jahren in einem Marinelazarett an Lungenentzündung starb.

 

Die Eltern

 

August Blunk, der am 10. Juni 1943 89-jährig starb, hatte in den Kriegsjahren 1914-18 nicht nur den Verlust zweier Söhne zu beklagen: Ehefrau Sophie starb nach Krankheit und Operation in den Kieler Akademischen Heilanstalten am 11. März 1915 im 60. Lebensjahr – gute drei Monate vor ihrem Sohn Hans.

 

 

[16.06.1915 - Vor 105 Jahren Hans Blunk gefallen]

Foto zur Meldung: Vor 105 Jahren: Der Schmalenseer Hans Blunk fällt im Krieg
Foto: Hans Blunk

Online-Beratung der Handwerkskammer zur Berufswahl für Jugendliche und Eltern

(15. 06. 2020)

Bis zu den Sommerferien bietet die Handwerkskammer Lübeck Schulabgängern und deren Eltern im wöchentlichen Wechsel Webinare und offene Online-Sprechstunden zu den Themen Berufswahl und Ausbildung an. Am 18. Juni 2020 um 18 Uhr findet ein Webinar für Eltern statt.

 

Der Endspurt bei der Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche hat begonnen: Bis zum Ausbildungsstart sind es nur noch wenige Wochen. Doch die zurückliegenden Schul- und Hochschulschließungen sowie der Ausfall von Berufsmessen und Informationsveranstaltungen hat in diesem Jahr die Berufsorientierungsphase der Schulabgänger und Studienabbrecher stark erschwert. „Viele, die jetzt kurz vor dem Start ins Berufsleben stehen, wurden durch die Ereignisse der vergangenen Wochen sehr verunsichert. Trotzdem sollten Jugendliche ihre Zukunft anpacken und sich bewerben. Das Handwerk wird immer gebraucht und bietet auch in diesem Jahr viele Ausbildungsplätze", sagt Christian Maack, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck.

 

Verstärkt setzt die Kammer in den kommenden Wochen auf Online-Beratungsangebote. Dabei hat sie auch die Eltern der Schulabgänger im Blick, denen sie ein eigenes Angebot widmet. „Viele Eltern möchten ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen, haben aber selbst viele Fragen. Ihnen stehen wir mit einem auf sie zugeschnittenen Beratungsangebot zur Seite", so Christian Maack.

 

Am 18. Juni um 18 Uhr erhalten Eltern in einem 40-minütigen Webinar Informationen, die die Unterstützung der eigenen Kinder einfacher und effektiver macht. In einer anschließenden Telefonsprechstunde beantworten die Berater der Kammer individuell die Fragen der Eltern.

 

Eine Woche später, am 25. Juni, veranstaltet die Kammer von 15 bis 18 Uhr eine offene Video-Sprechstunde für Jugendliche, in der sie den Beratern alle Fragen zu den Themen Berufswahl und Ausbildung stellen können: Welche Ausbildung ist die Richtige für mich? Wie läuft die Ausbildung ab? Welche Chancen bietet der Beruf? Darüber hinaus stehen die Kammer-Berater für individuelle Online-Beratungstermine zur Verfügung.

 

Zur Unterstützung der Jugendlichen im Bewerbungsprozess gibt es dann am 1. Juli um 16 Uhr ein weiteres Webinar für alle Ausbildungsinteressierten zum Thema „Tipps zur erfolgreichen Bewerbung – auch für Online-Bewerbungsgespräche".

 

Alle Angebote sind kostenfrei. Die Anmeldung zum Webinar am 18. Juni erfolgt über die E-Mail: . Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Handwerkskammer unter Termine und Veranstaltungen sowie telefonisch unter 0173/6916556.

 

Q: Mitteilung der Handwerkskammer Lübeck vom 12. Juni 2020.

 

Foto zur Meldung: Online-Beratung der Handwerkskammer zur Berufswahl für Jugendliche und Eltern
Foto: Handwerkskammer Lübeck

SH Netz öffnet ihre Standorte wieder für Kunden

(15. 06. 2020)

Nach den in den vergangenen Wochen durch die Bundesregierung beschlossenen Corona-Lockerungen wird auch die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) ihre Kundenstandorte (Netzcenter) wieder öffnen. Im Kreis Segeberg öffnen die Netzcenter Bad Segeberg und Kaltenkirchen am 15. Juni wieder ihre Türen, um beispielsweise Fragen zu Hausanschlüssen, der Einspeisung Erneuerbarer Energien oder zum Anschluss einer Ladesäule für Elektroautos zu beantworten.

 

Kontakt-Daten:

 

Netzcenter Bad Segeberg

Am Wasserwerk 5, 23795 Bad Segeberg

Öffnungszeiten: Mo-Do: 7.30-15.30 Uhr; Fr: 7.30-12.00 Uhr

Tel.: 04551 - 52 2174

 

Netzcenter Kaltenkirchen

Fröbelweg 1, 24568 Kaltenkirchen

Öffnungszeiten: Mo-Do: 7.30-15.30 Uhr; Fr: 7.30-12.00 Uhr

Tel.: 04191 - 9967 9437

 

Das Unternehmen hatte zwischenzeitlich sämtliche Standorte für den persönlichen Kundenkontakt geschlossen, um das Infektionsrisiko für Kunden und Mitarbeiter zu minimieren.

 

Um das Infektionsrisiko auch weiterhin so gering wie möglich zu halten, hat SH Netz ein Hygienekonzept erarbeitet, das vergleichbar mit denen des Einzelhandels ist. Konkret heißt dies: 1,5 Meter Abstand und Maskenpflicht und eine begrenzte Anzahl an Kunden im Innenbereich – je nach Größe des einzelnen Standorts. Desinfektionsspender stehen an Ein- und Ausgängen bereit.

 

Die Schleswig-Holstein Netz AG im Kurzprofil:

 

Die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) betreibt für etwa 2,5 Millionen direkt oder indirekt an-geschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 1.000 Kommunen in Schleswig-Holstein. Über 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben um-fangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vielen Standorten in Schleswig-Holstein.

 

SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen für den Norden und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Biogas- und Power-to-Gas-Anlagen, mit denen SH Netz überschüssigen Windstrom als Wasserstoff im Erdgasnetz speichert.

 

Q: Mitteilung der SH Netz AG vom 12.06.2020

 

Foto zur Meldung: SH Netz öffnet ihre Standorte wieder für Kunden
Foto: SH Netz öffnet ihre Standorte wieder für Kunden

Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 06. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Juni die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Großfeuer in Bornhöved: In Bornhöved kommt es am 15. Juni 1885, vor 135 Jahren, zu einer Feuersbrunst. Gegen 16 Uhr entsteht der Brand beim Maler Lüthje, Mieter bei D. Kaack. Das Feuer kann erst verspätet bekämpft werden, da die Bornhöveder Feuerwehr sich zur Erprobung neu beschaffter Feuerpatschen in Gönnebek aufhält. Aufgrund der Trockenheit greift das Feuer schnell um sich und trotz des energischen Einsatzes der eingetroffenen Spritzenmannschaften aus Schmalensee, Gönnebek, Bockhorn, Altenrade und Tarbek werden mindestens sechs Gebäude vernichtet. An lebendem Inventar kommt nur ein Schwein ums Leben, dagegen verbrennt viel Mobiliar. Es wird Brandstiftung vermutet.

Fast zwei Monate zuvor war das halbe Dorf Schmalensee ein Raub der Flammen geworden. Insofern boten sich für die Spritzenmannschaften wohl vertraute Bilder in Bornhöved. Es handelte sich bei diesen Kräften noch nicht in jedem Fall um Freiwillige Feuerwehren – die Schmalenseer wurde erst im Dezember 1889 gegründet, hatte aber im Rahmen der für jeden Ort verpflichtenden Brandwehr eine von Pferden gezogene Spritze.

 

Musikalische Feuerwehrmänner: Sieger beim Kindervogelschießen am 19. Juni 1980, vor 40 Jahren, werden Regina Sienknecht und Sven Cornehls als kleines sowie Ose Nagel und Stefan Borchers als großes Königspaar. Bei den Spielen der Erwachsenen gewinnen Friederike Borchers und Uwe Nagel. Beim geplanten Umzug durch das Dorf gibt es eine Panne: Der zugesagte Spielmannszug aus Bad Segeberg vergisst seinen Auftritt in Schmalensee. Kurzentschlossen greifen Gerhard Mühlenberg, Harald Saggau und Werner Suhr zu ihren Akkordeons und führen in Feuerwehruniform den Festzug an. Der Bad Segeberger Spielmannszug, so verrät Gerd Scholz, der Vorsitzende des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins, will im nächsten Jahr als „Entschädigung“ kostenlos in Schmalensee die Musik machen.

 

Schülerstreik in Bornhöved: Rund 400 Realschülerinnen und -schüler in Bornhöved boykottieren am 19. Juni 1990, vor 30 Jahren, den Unterricht. Mit ihrem „Streik“ reagiert die Schülerschaft auf die Ankündigung, dass Planstellen gestrichen werden sollen. Neben einer Musikpädagogin sollen auch die beiden einzigen Chemielehrkräfte versetzt werden. „Wir fordern eine fachgerechte Ausbildung“, lautet die Forderung.

 

Gute Schmalenseer (Schul-)Sportler: Am deutschen Jugendfest am 22. Juni 1935, vor 85 Jahren, auf dem Bornhöveder Sportplatz am See nimmt die Schuljugend aus Bornhöved, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee und Tensfeld statt. Die Leitung hat Lehrer Röpcke aus Tensfeld. Im Dreikampf gewinnt die Schmalenseerin Luise Landschoof in der Wertung der Jahrgänge 1923-26. Falma Bock wird Sechste, Hilda Suhr Neunte. Bei den Knaben dieser Jahrgänge gewinnt Gerhard Dose, Erich Stölting wird Achter, Ewald Ewers Zehnter. Außerdem wird Adolf Wendt in den Jahrgängen 1921-22 Zweiter. Die Mannschaft der Schmalenseer Knaben 1923-26 belegt im Dreikampf Platz zwei. Bei den Staffelläufen gewinnen Schmalensees Mädchen unter 12 Jahre, die gleichaltrigen Jungen werden Zweite.

 

Das Militär erfasst alle: Im Kreis Segeberg findet am 24. und 25. Juni 1875, vor 145 Jahren, das sogenannte Ober-Ersatzgeschäft statt: Im Segeberger Gasthaus Zur Harmonie haben sich am ersten Tag alle Wehrpflichtigen zu melden, die bisher „vorübergehend untauglich“ oder als „dauernd unbrauchbar“ eingestuft wurden. Aber auch die „nach Vorschrift ausgebildeten Jäger“ haben sich zu melden. Am zweiten Tag sind alle für „brauchbar“ eingeschätzten Männer an der Reihe. Die preußische Staatsregierung nahm das Thema Wehrdienst um einiges genauere als zuvor die dänische. Im späten 19. Jahrhundert führte das immer wieder dazu, dass sich junge Männer dem Wehrdienst entzogen und in die Vereinigten Staaten absetzten.

 

Schmalensee im Schlagballspiel unschlagbar: Der Turnverein Quellenhaupt Bornhöved feiert Ende Juni 1925, vor 95 Jahren, zwei Tage lang sein 15-jähriges Bestehen, wie das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 27. Juni 1925 berichtet. Die Feierlichkeiten beginnen mit einer Weihe der von verschiedenen Bürgern gestifteten Fahne. Der Vorsitzende, Steinhauermeister Suhr, führt durch einen „deutschen Abend“ in Thodes Garten. Am nächsten Tag gibt es sportliche Wettkämpfe, bei denen in den leichtathletischen Einzeldisziplinen vor allem Sportler des Vereins Gut Heil Neumünster glänzen. Auch werden einige Rasenspiele durchgeführt. U.a. unterliegt eine Faustballmannschaft aus Tarbek einer Mannschaft aus Wittorf mit 48:73. Im Schlagballspiel gewinnt eine Schmalenseer Mannschaft deutlich mit 276:94 gegen Bornhöved.

 

Vogelschießen in Schmalensee gerettet: Auch nachdem die älteren Schüler zur Dörfergemeinschaftsschule in Bornhöved übersiedelten wird in Schmalensee auf Initiative von Lehrer Gerhard Mühlenberg und zahlreicher Eltern am 29. und 30. Juni 1970, vor 50 Jahren, ein Kindervogelschießen durchgeführt. Freitags finden die Wettspiele um die Königswürde statt. Im Luftgewehrschießen siegt Burkhard Sarau, Marlies Dittmann gewinnt das Ballwerfen. Bei den Kleinen gewinnt Peter Göttsch im Pfeilwerfen und Rosemarie Heiden im Fischpicken. Am Sonnabend findet von der Dorfschule aus der Festumzug durch das Dorf statt, bei dem die Könige zu Hause abgeholt werden. Erstmals führt ein Spielmannszug, der aus Wahlstedt, den Umzug an. Abschließend gibt es Kindertanz.

 

Reges Schmalenseer Reiterleben: Schmalensees Reiter und Wirtin Voß richten am 30. Juni 1920, vor 100 Jahren, ein großes Reiterfest aus. Interessierte Teilnehmer haben im Gasthof ein Startgeld von 15 Mark zu zahlen. Leider gibt es von besagter Veranstaltung nur eine Werbeanzeige, keinen Bericht, der etwas über Ort, Teilnehmer, Disziplinen und Sieger verrät. Es handelt sich auf jeden Fall nicht um das Ringreiten – das fand in Schmalensee bereits am 6. Juni 1920 statt.

 

Foto zur Meldung: Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Reiterfest Schmalensee SKTB 22.06.1920

In der guten Sache vereint: Heute ist Weltblutspendertag

(14. 06. 2020)

Mitteilung des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost vom 10. Juni 2020:

 

Der Internationale Weltblutspendertag am 14. Juni dient weltweit dazu, die Aufmerksamkeit auf das überlebenswichtige Thema Blutspende zu lenken. Im Fokus des 17. Internationalen Aktionstages stehen am 14. Juni weltweit alle Menschen, die mit ihrer Blutspende Leben retten. Rund 1,7 Millionen Menschen sind als Blutspender beim DRK und zeigen Flagge für die Blutspende als Akt der Solidarität.

 

Mit dem gemeinsamen Ziel, rund um den Weltblutspendertag am 14. Juni 2020 auf das überlebenswichtige Thema Blutspende aufmerksam zu machen, haben die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (und des Bayerischen Roten Kreuzes) die aktuell laufende Kampagne #missingtype – erst wenn‘s fehlt, fällt‘s auf ins Leben gerufen. Mittels der fehlenden Buchstaben A, B und O, stellvertretend für die Blutgruppen A, AB, B und 0, machen nationale, sowie internationale Partner auf die Folgen fehlender Blutspenden aufmerksam und setzen so ein gemeinsames, starkes Zeichen für die Blutspende.

 

Wie wichtig diese Aufmerksamkeit ist, zeigte sich auch jüngst im Rahmen der Corona-Krise. Nur durch öffentlichkeitswirksame Aufrufe sowie die unerschrockene Solidarität der Spenderinnen und Spender konnte und kann die Versorgung von meist schwerkranken Patientinnen und Patienten aufrechterhalten werden. Dabei bewegen wir uns aktuell in manchen Regionen Deutschlands am unteren Rand der Bestände. Mit Blick auf die bereits erfolgten und bevorstehenden Lockerungen der Corona-Auflagen sowie der anstehenden Sommer und Ferienzeit ist es essenziell, die angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen. Damit die lebenswichtige Versorgung aufrechterhalten werden kann, ist dieses Engagement alternativlos. Bei den angebotenen Terminen besteht kein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

 

In schwierigen Zeiten ist umso mehr das Engagement des Einzelnen gefragt. Es gilt zusammen- und füreinander einzustehen. Die Blutspende ist ein selbstloser, elementarer Dienst an der Gemeinschaft. Blutspenden heißt Verantwortung zu übernehmen. Die großartige Solidarität der Menschen im Zuge der Corona-Krise war ein beeindruckendes Signal der Hoffnung. Nun gilt es, diesen solidarischen Gedanken im Alltag fortzuführen“, sagt Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes und ergänzt: „Vor allem die junge Generation ist jetzt gefragt, die permanente Herausforderung einer Versorgung mit Blutpräparaten anzunehmen. Damit kann sie einen ganz persönlichen sowie nachhaltigen Beitrag leisten.“

 

Aufgrund der begrenzten Haltbarkeiten von Blutpräparaten, sowie der Alternativlosigkeit zu gespendetem Blut ist und bleibt ein kontinuierliches, weltweites Engagement der Menschen für die Blutspende unabdingbar.

Alle Infos zur Kampagne, eine Übersicht der teilnehmenden Partner unter www.missingtype.de. Informationen zur Blutspende und Termine unter https://www.blutspende.de

 

 

Foto zur Meldung: In der guten Sache vereint: Heute ist Weltblutspendertag
Foto: In der guten Sache vereint: Heute ist Weltblutspendertag

Bewegung trotz Krebs – Online-Infoabend am 16. Juni 2020

(14. 06. 2020)

Mitteilung der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft vom 3. Juni 2020:

 

Eine Krebserkrankung stellt einen in jeder Hinsicht belastenden Einschnitt für den Betroffenen dar. Der Patient ist nicht nur körperlich, sondern auch seelisch stark geschwächt. An Sport denken da die wenigsten. Vielfältige Untersuchungen belegen jedoch, dass eine patientengerechte, regelmäßige sportliche Betätigung die Verträglichkeit der Krebsbehandlung und die Genesung verbessern kann.

 

Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft lädt deshalb am Dienstag, 16. Juni 2020, um 17 Uhr zu einem Online-Informationsabend zum Thema Bewegung trotz Krebs ein. Darf ich auch während der Krebsbehandlung Sport machen? Worauf sollte ich achten? Welche Sportart ist für mich geeignet? Wo finde ich spezielle Bewegungsangebote für Krebspatienten? Diese und weitere Fragen beantwortet PD Dr. Thorsten Schmidt, Sportwissenschaftler und Leiter Supportivangebote Sport- und Bewegungstherapie am Krebszentrum Nord des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel.

 

Das Webinar findet über das datenschutzkonforme Programm GoToMeeting statt und bietet bei diesem wichtigen Thema auch Raum für persönliche Fragen. Diese können bereits vorab per Mail an gesendet oder während der Veranstaltung über die Chatfunktion gestellt werden. Der Infoabend richtet sich an Krebspatienten, Angehörige und interessierte Personen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Benötigt wird lediglich ein PC, Laptop oder Tablet mit Internetzugang.

 

Eine Anmeldung mit Angabe einer Mailadresse ist erforderlich unter: 0431-8001080 oder .

 

Foto zur Meldung: Bewegung trotz Krebs – Online-Infoabend am 16. Juni 2020
Foto: Krebsgesellschaft

Kostenlos 116 Museen in Schleswig-Holstein besuchen

(13. 06. 2020)

Seit Jahren ist die Museumscard ein geeignetes Mittel, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren an die Museen und Ausstellungen des Landes heranzuführen. Wer die Karte hat, kommt vom heutigen 13. Juni bis zum 1. November kostenlos in 116 namhafte Einrichtungen – landesweit.

 

Möglich machen dies unter anderem die Sparkassen im Land. Deshalb kann man die Museumscard auch in den Sparkassenfilialen bekommen. Ebenso bei verschiedenen Jugendverbänden, angefangen beim Landesjugendring, der das Projekt federführend begleitet. Auch viele Tourist-Informationen, Büchereien und die Museen selbst haben die Museumscard vorrätig. Es gibt sie obendrein auch als App.

 

106.000 Karten sind gedruckt worden. Gestartet wurde die diesjährige Aktion am 8. Juni im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum Schloss Gottorf, zu dem es mit der Museumscard natürlich auch kostenfreien Zutritt gibt. Inklusive Globus und Barockgarten.

 

Begleitet wird die Museumscard von einem Gewinnspiel: Wer drei Museumsstempel auf seiner Museumscard sammelt oder mit der App QR-Codes in den Museen scannt, kann tolle Preise gewinnen.

 

Einen besonderen Wert hat die Museumscard am 8. und am 15. Oktober 2020: Dann gilt sie als Freifahrtkarte in allen Bussen und Bahnen von NAH.SH, dem Nahverkehr in Schleswig-Holstein.

 

Alle Infos rund im die Museumscard, beteiligte Museen, einen Blog mit aktuellen Veranstaltungen und museumspädagogischen Angeboten im Aktionszeitraum gibt es unter

 

www.meine-museumscard.de.

 

Übrigens: Das Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ in Bornhöved gehört nicht zu den 116 Museen in Schleswig-Holstein, die für Kinder und Jugendliche unter 18 mit der Museumscard kostenlos besucht werden können. Hier kommen alle an der Lokalgeschichte Interessierten ohne Erhebung eines Eintrittsgeldes rein. Spenden sind natürlich willkommen. In der Regel sonntags von 15 bis 18 Uhr kann das Museum besucht werden. (Aktuell ist es aufgrund der Corona-Pandemie aber noch geschlossen.)

Foto zur Meldung: Kostenlos 116 Museen in Schleswig-Holstein besuchen
Foto: Museumscard 2020

Langsamer Unterrichtsbeginn in der Volkshochschule Trappenkamp/Bornhöved

(12. 06. 2020)

Unter anderem die Volkshochschulen hat die Corona-Pandemie nicht nur kalt erwischt, sondern auch schwer getroffen. Keine Kurse, keine Einkünfte. Das Rechenspiel ist einfach.

 

Für die VHS Trappenkamp/Bornhöved geht es nun mit zaghaften Schritten wieder los. Der Restart wird in der aktuellen Ausgabe des Blickpunkt angekündigt.

 

So dürfen erste Sportkurse im Freien und unter Hygieneauflagen durchgeführt werden. Auch der Einzelunterricht für Schlagzeug und Gitarre hat begonnen. Die Yoga-Kurse dürfen in begrenzter Form stattfinden.

 

Das VHS-Büro ist dienstags und donnerstags unter Telefon 04323/3404 und per E-Mail unter erreichbar.

 

Foto zur Meldung: Langsamer Unterrichtsbeginn in der Volkshochschule Trappenkamp/Bornhöved
Foto: VHS-Logo

Eine Schlange am Schmalensee

(11. 06. 2020)

Sönke Nagel hat beruflich viel auf und am Schmalensee zu tun, denn er ist in der Landwirtschaft und der Fischerei tätig. Eine Beobachtung wie die am 10. Juni 2020 ist für ihn aber auch nicht alltäglich.

 

Denn am Ufer unseres Sees entdeckte er ein sich windendes Knäuel – und holte rasch sein Smartphone hervor, um zu knipsen, was er da sah: Eine Schlange.

 

Vermutlich eine Ringelnatter, auch wenn auf der – zugegeben nicht ganz scharfen – Aufnahme die typische Hinterkopfzeichnung nicht zu erkennen ist. Aber die zu vermutende Größe übertrifft die der Blindschleiche und auch eine Kreuzotter scheidet aus.

 

Die Ringelnatter lebt in der Nähe von Gewässern, ernährt sich überwiegend von Amphibien und ist für den Menschen vollkommen ungefährlich. Und dennoch ist der Anblick einer Schlange in freier Wildbahn nicht jedermanns Sache. Und diese Schlange ist sogar in der Lage, Gewässer zu durchschwimmen.

Foto zur Meldung: Eine Schlange am Schmalensee
Foto: Schlange am Schmalensee am 10. Juni 2020

Alteisen: Was in unserer Gemarkung so vor sich hin rostet

(11. 06. 2020)

Vergessen oder einfach entsorgt – manches Stück Altmetall rostet in Schmalensees Gemarkung vor sich hin. Zum Teil schon seit Jahrzehnten befinden sich Zivilisationsreste in den Knicks. Geht man mit offenen Augen auf unseren Wegen und schaut genau hin, kann man sie vielleicht entdecken.

 

Etwa eine alte Eisenschwelle, die aufrecht an einer Feldeinfahrt nahe der Straße nach Damsdorf im Höllenhorst-Weg aus dem Erdreich ragt. Vielleicht hat sie noch eine Funktion? Etwa Lohnunternehmern eine Einfahrt anzeigen zu dem Feld, das sie bearbeiten sollen?

 

Ein Stück weiter im Weg liegt auf dem Knick ein altes Gewicht, das wohl hinter einem früheren Traktor zum Ausgleich der Last auf der Frontladerschaufel befestigt werden konnte. Der Klotz aus Eisen und Beton wirkt an seiner Position, als wolle er da auch nie mehr weg.

 

Mit dem Höllenhorst-Weg wird der Segeberger Kamp im Norden begrenzt. Einen Querweg weiter Richtung Dorf liegen eine Art Eisenrohr oder -Säule und ein altes Metallgatter. Ihr Zweck, wenngleich sie recht unmotiviert aufeinander geworfen wirken, ist eindeutig: Durchfahrt nicht erwünscht.

 

Geht man diesen Weg von der Tarbeker Straße weiter zur Damsdorfer, zweigt rechts eine Fahrspur ab. Sie führt in eine Sackgasse. Einige Feldeinfahrten zweigen von der Spur ab. Und eine mit Wellblech gedeckte Futterkrippe – die offenbar schon einige Zeit nicht mehr in Benutzung ist – steht am Wegesrand.

 

Das kurioseste Fundstück findet sich an einem Steilhang in einem Bereich, den wir früher „Tietgen's Gehölz“ nannten. Noch in den frühen 1980er-Jahren spielten wir dort, auch an und in dem Pkw, es mag ein VW Käfer gewesen sein, der da den Abhang hinunter gerollt worden war. Tatsächlich sind noch Teile vorhanden – die Karosserie allerdings ist vergangen.

 

In Schmalensee und den weiteren Orten des Kreises wurde die organisierte Abfallentsorgung 1968 eingeführt. In sogenannten „Schietkuhlen“ draußen in der Feldmark wurden zuvor Hausmüll und manch sperrige Gegenstände entsorgt. Auf dem Watermissenkamp stoßen Dorfputz-Trupps immer wieder an derselben Stelle auf manch interessanten Fund.

 

Was aber tun mit unseren „Alteisen“? Gezielt einsammeln? Oder lassen wir sie stehen und liegen als Erinnerungen an frühere Zeiten und als Landmarken, die den Menschen Zugang zu Fantasie und Abenteuerlust bieten, wie es mit uns einst geschah, wenn wir diese rostenden Zeitzeugen „entdeckten“?

 

Fotos: Christian Detlof

 

 

Foto zur Meldung: Alteisen: Was in unserer Gemarkung so vor sich hin rostet
Foto: Altmetall in der Feldmark

Coronavirus: Seit 8. Juni gelten weitere Lockerungen

(10. 06. 2020)

Der Kreis Segeberg hat am 6. Juni 2020 eine neue Allgemeinverfügung zu Lockerungen in vielen Lebensbereichen im Rahmen der Covid-19-Maßnahmen bekannt gegeben. Diese ist am 8. Juni in Kraft getreten und gilt bis zum 28. Juni 2020.

 

Die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg

 

Seit Montag (8. Juni 2020) gelten in Schleswig-Holstein erneut angepasste Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus. Das Land hat dazu eine neue Verordnung sowie einen Erlass beschlossen. Wie in den Wochen zuvor, hat der Kreis Segeberg den Erlass des Landes auf Kreisebene in eine Allgemeinverfügung umgesetzt. Diese tritt am Montag in Kraft und gilt bis einschließlich Sonntag (28. Juni 2020).

 

Landrat Jan Peter Schröder: „Es ist erfreulich, dass die bisherigen Maßnahmen zu einem Rückgang der Infektionszahlen geführt haben und viele Menschenleben gerettet werden konnten. Ich danke allen, die sich rücksichtsvoll verhalten und die Beschränkungen ausgehalten haben. Wir müssen jetzt aber – trotz der Lockerungen – weiterhin vorsichtig sein. Die Infektionszahlen können auch wieder steigen. Die Pandemie ist immer noch da!“

 

Hygienemaßnahmen und Kontakteinschränkungen sind Basis für Lockerungen

 

Alle Bürger*innen tragen Eigenverantwortung in allen Lebensbereichen. Es gelten nach wie vor ein grundsätzliches Abstandsgebot von 1,5 Metern sowie die bisherigen Hygienemaßnahmen. Besuchszahlen in Geschäften und Institutionen können weiterhin begrenzt werden. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr besteht fort.

 

Pflicht zur Angabe der Kontaktdaten besteht weiter

 

Im Falle eines Covid-19-Ausbruchsgeschehen müssen die Menschen für die zuständige Behörde schnell erreichbar sein, um eine weitere Verbreitung verhindern zu können. Wenn die Betroffenen falsche Kontaktdaten angeben, kann dies zukünftig als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden. Die Pflicht zur Angabe der Kontaktdaten – unter Berücksichtigung des Datenschutzes – in bestimmten Bereichen besteht weiter.

 

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

 

Ab dem 8. Juni 2020 können Schwimmbäder und Freizeitparks mit entsprechenden Auflagen wieder öffnen. Kontakte bis zu zehn Personen sind wieder erlaubt. Ab dem 15. Juni 2020 werden außerdem die Maßnahmen für Bewohner*innen und Besuchende von Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe gelockert. Der Kreis entspricht mit dieser Entscheidung dem Recht auf Teilhabe und Kontakt der Gepflegten und ihrer Angehörigen. Die Einrichtungen sind verpflichtet, entsprechende Besuchskonzepte zu erstellen.

 

Schulen: In den Grundschulen dürfen alle Schüler*innen wieder gleichzeitig in den Unterricht. In allen anderen Schulformen wird der Unterricht ermöglicht – jedoch nicht für alle Schüler*innen gleichzeitig.

 

Kindertagesbetreuung: Der Regelbetrieb kann unter bestimmten Gegebenheiten bis zum 28. Juni 2020 weiterhin eingeschränkt bleiben.

 

Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen: Die Gruppengröße in der Kinderbetreuung wird von bisher 10 auf 15 Kinder erhöht.

 

Werkstätten für Menschen mit Behinderung: Die Zahl der genutzten Arbeits- und Betreuungsplätze wird verdoppelt - von einem Viertel auf die Hälfte der Gesamtplätze. Die Voraussetzung dafür ist ein angezeigtes Hygienekonzept.

 

Stationäre Einrichtungen: Die Quarantänebestimmungen werden gelockert.

 

Schwimmbäder: Wichtig ist das Abstandsgebot in den Schwimmbecken. Becken dürfen genutzt werden, wenn sie zum Schwimmen bzw. für Sport-, Ausbildungs- und Therapiezwecke geeignet sind. Das heißt: Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Babybecken müssen in Bahnen eingeteilt sein. Die Einschränkung der Becken dient dazu, reine „Spaßbecken“ von der Nutzung auszunehmen. Der Grund: In reinen Freizeitbecken und deren Umfeld laufen Interaktionen zwischen Besucher*innen häufig unkoordiniert ab.

 

Sanitäre Anlagen: Die Nutzung von sanitären Gemeinschaftseinrichtungen und Sammelumkleiden, beispielsweise auf Campingplätzen oder in Sporteinrichtungen, ist mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder möglich. Saunen, Whirlpools oder vergleichbare Einrichtungen wie Dampfbäder dürfen wieder öffnen. Es gibt allerdings die Einschränkung, dass diese nur einzeln oder durch die Mitglieder eines gemeinsamen Hausstands genutzt werden dürfen. Die Erlaubnis betrifft beispielsweise auch Saunen in Hotels oder in Spaß- und Freizeitbädern.

 

Gastronomie: Die Öffnungszeiten werden erweitert. Gaststätten können mit Hygienekonzepten wieder bis 23 Uhr öffnen, Autobahnraststätten bis 24 Uhr.

 

Reiseverkehr: In Reisebussen (z.B. für Ausflugsfahrten) dürfen wieder die Hälfte der vorhandenen Sitzplätze genutzt werden. Mund-Nasen-Bedeckungen sind zu tragen.

 

Sportwettkämpfe: Sportwettkämpfe dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten und unter Beachtung der Regelungen, die für Veranstaltung gelten – auch was die Anzahl der Teilnehmenden betrifft – wieder stattfinden.

 

Veranstaltungen: Veranstaltungen sind in verschiedene Risikoklassen unterteilt – abhängig beispielsweise davon, in welchem Maße dort voraussichtlich die Abstände eingehalten werden können, ob dort eine Interaktion zwischen den Teilnehmenden besteht, Teilnehmende feste Sitzplätze haben oder der Teilnehmerkreis bekannt ist. Daraus folgend können mit entsprechenden Hygienekonzepten folgende Veranstaltungen stattfinden:

 

  • Familienfeiern, Empfänge oder Exkursionen mit festem und bekanntem Publikum sind nur im Außenbereich mit bis zu 50 Personen erlaubt.

  • Veranstaltungen mit Marktcharakter, also wechselndem Publikum, bei denen Abstände überwiegend eingehalten werden können (z.B. Messen, Flohmärkte, Landmärkte) sind im Außenbereich für bis zu 100 Personen, die sich maximal gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten, zugelassen. Die Einhaltung des Abstandsgebots ist auch durch Ordnungskräfte sicherzustellen. Auf solchen Veranstaltungen dürfen zudem keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden.

  • Veranstaltungen im öffentlichen Raum mit Sitzungscharakter, bei denen Abstände eingehalten werden können und ein geringes Maß an Interaktion besteht, (z.B. Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater, Kinos und Autokinos) dürfen mit einer gleichzeitigen Teilnehmerzahl von bis zu 250 Personen außerhalb geschlossener Räume und bis zu 100 Personen innerhalb geschlossener Räume stattfinden. Der Veranstalter hat die Kontaktdaten der Teilnehmenden zu erheben.

 

Die Solo-Darbietung von Gesang und das Spielen von Blasinstrumenten (also nur eine Person singt/spielt) ist auf Veranstaltungen erlaubt, wenn ein Mindestabstand von sechs Metern zu anderen Personen besteht oder durch physische Barrieren die Übertragung von Tröpfchen verringert wird. Blasinstrumente, Gesang, Tanz und Selbstbedienungsbuffets sind auf Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ansonsten weiterhin nicht erlaubt.

 

Nähere Informationen über Veranstaltungen finden Sie auf der Seite des Landes unter: www.schleswig-holstein.de/coronavirus-veranstaltungen.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Seit 8. Juni gelten weitere Lockerungen
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Schöne Baumpilze auf dem Segeberger Kamp

(09. 06. 2020)

Nicht unmittelbar am Wegesrand, sondern auf einem Knick, der auf dem Segeberger Kamp zwei Felder trennt, steht unterhalb des Ostausläufers des Grimmelsberges ein Baumstumpf.

 

Nichts Besonderes, möchte man meinen – doch der Blick durch das Fernglas bestätigt, was das Auge als auffällig hellen Fleck erkannt hat: Dort wächst ein Baumpilz, tellergroß.

 

Durch hohes Gras geht es heran an den Überrest eines einst stolzen Baumes. Besiedelt ist der Stumpf nun vom Pilz, der ihn abbauen wird.

 

Nicht nur einer, gleich zwei mächtige Fruchtkörper sind aus dem Baumstumpf hervor gewachsen. Der eine schön gemustert, der andere in einer herrlich gelb-braunen Färbung.

 

Pilze beziehungsweise ihre Fruchtkörper sind für den Fotografen faszinierende Objekte. Diese beiden gehören zu den besonders schönen und beeindruckenden. Abbrechen und mitnehmen? Auf keinen Fall!

Foto zur Meldung: Schöne Baumpilze auf dem Segeberger Kamp
Foto: Ein Baumstumpf - zwei beachtliche Baumpilze

FerienLeseClub im Kreis Segeberg – Anmeldestart ab 8. Juni

(08. 06. 2020)

Der FerienLeseClub (FLC) hat sich in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren zum größten Leseförderprojekt in den Sommerferien entwickelt. Schülerinnen und Schüler leihen und lesen mit steter Begeisterung Bücher aus dem FLC-Bestand der öffentlichen Bibliotheken in Schleswig-Holstein. Im Kreis Segeberg nehmen die Stadtbücherei Kaltenkirchen, die Gemeindebücherei Trappenkamp und die Fahrbücherei 15 daran teil.

 

Ablenkung und Beschäftigung für kleine und große Schüler

 

Auch und gerade in Corona-Zeiten möchten die Bibliotheken den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zur Ablenkung und zur Beschäftigung bieten, heißt es in einer Mitteilung vom 2. Juni. Am FerienLeseClub Junior können alle Grundschülerinnen und Grundschüler, die nach den Sommerferien in die 3. und 4. Klasse kommen, teilnehmen, am FerienLeseClub alle Schülerinnen und Schüler, die nach den Sommerferien mindestens in die 5. Klasse gehen.

 

In der Gemeindebücherei in Trappenkamp und der Fahrbücherei 15 wird der FLC Junior angeboten, in der Stadtbücherei in Kaltenkirchen wird sowohl der FLC Junior als auch der FLC für die Älteren angeboten.

 

Und so geht’s:

 

Die Schülerinnen und Schüler melden sich vor oder während der Ferien zum FerienLeseClub an. Die Anmeldestarts in den jeweiligen Einrichtungen sind: 8. Juni in der Fahrbücherei 15, 9. Juni in der Stadtbücherei Kaltenkirchen, 15. Juni in der Gemeindebücherei Trappenkamp. Die Anmeldung ist direkt bei den jeweiligen Bibliotheken möglich (persönlich, telefonisch oder per E-Mail).

 

Da bei der Fahrbücherei 15 die Schulausleihe nicht im Bus stattfinden kann, wird die Fahrbücherei interessierten Lehrkräften Bücherkisten mit neuen FLC-Büchern anbieten. Kinder, die teilnehmen möchten, können sich in ihrer Schule Bücher aussuchen. Zusätzlich bekommen die Klassen Rucksäcke und Mappen. Unabhängig von den Schulen kann man sich auch direkt bei der Fahrbücherei anmelden.

 

Wer sich anmeldet, erhält einen Rucksack mit FLC-Büchern (einzelne oder Themen-Wünsche werden, wenn möglich, berücksichtigt). Die Rucksäcke können dann im Stützpunkt oder am jeweiligen Ausleihtag in der Gemeinde am Fahrzeug abgeholt werden. Die Ausleihstarts in den jeweiligen Einrichtungen sind: 8. Juni in der Fahrbücherei 15, 23. Juni in der Stadtbücherei Kaltenkirchen und 25. Juni in der Gemeindebücherei Trappenkamp.

 

Grundschülerinnen und Grundschüler malen zu jedem gelesenen Buch ein Bild, Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse beantworten schriftlich Fragen zu den gelesenen Büchern. Für jedes gelesene Buch gibt es einen Stempel.

 

Stempel sammeln – Fragebögen ausfüllen – Zertifikat bekommen

 

Am Ende der Sommerferien müssen die gemalten Bilder und die Fragebögen in den jeweiligen Bibliotheken abgegeben werden: am 11. August in der Stadtbücherei Kaltenkirchen, am 13. August in der Gemeindebücherei Trappenkamp und am ersten Tourentag nach Fahrplan in den jeweiligen Gemeinden nach den Sommerferien in der Fahrbücherei 15.

 

Nach den Ferien bekommen dann alle Schülerinnen und Schüler, die erfolgreich am FLC teilgenommen haben, ein Zertifikat für ihre Leseleistung. Diese Zertifikate können die Schülerinnen und Schüler in der Schule den Lehrkräften zeigen, um die erfolgreiche Teilnahme am FLC im nächsten Zeugnis eintragen zu lassen.

 

Die Grundschülerinnen und Grundschüler erhalten ein Junior-Zertifikat schon ab dem ersten gelesenen Buch. Die Zertifikate für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse werden je nach Leseleistung in Gold, Silber und Bronze vergeben: Bronze: ein bis zwei gelesene Bücher, Silber: drei bis sechs gelesene Bücher, Gold: ab sieben gelesenen Büchern.

 

Allgemeine Informationen zum FerienLeseClub in Schleswig-Holstein:

 

2008 wurde die Idee des „Summer Reading“ nach Schleswig-Holstein gebracht. 2009 haben die Büchereizentrale Schleswig-Holstein und die NORDMETALL-Stiftung gemeinsam den FerienLeseClub gegründet. Der FLC hat sich in Schleswig-Holstein in den letzten Jahren als das erfolgreichste landesweite Leseförderungsprojekt in den Ferien etabliert. In diesem Jahr nehmen 61 Büchereien teil.

 

www.fahrbuecherei15.de

 

 

 

 

Foto zur Meldung: FerienLeseClub im Kreis Segeberg – Anmeldestart ab 8. Juni
Foto: FerienLeseClub im Kreis Segeberg – Anmeldestart ab 8. Juni

Antworten auf Fragen zum Thema „Studienbewerbung“

(08. 06. 2020)

Für Abiturienten und beruflich Qualifizierte, die Fragen zur Studienbewerbung haben, bietet die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch, 10. Juni, einen moderierten Live-Chat mit Experten an.

 

Die Fragen der Teilnehmer werden von Studienberatern von 16 bis 17 Uhr im Internetportal abi.de beantwortet. Themen sind Bewerbungsverfahren für Studiengänge und unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen für die verschiedenen Zielgruppen.

 

Wer Interesse hat, loggt sich am 10. Juni kurz vor 16 Uhr ein unter http://chat.abi.de und stellt seine Fragen direkt im Chatraum.

 

Wer zum angegebenen Termin keine Zeit zum chatten hat, kann seine Fragen vorab an die E-Mailadresse abi-redaktion@ meramo.de stellen. Die Antworten können nach dem Chat im Chatprotokoll nachgelesen werden, das im abi>> Portal veröffentlicht wird.

 

Mehr Info unter www.abi.de

 

Foto zur Meldung: Antworten auf Fragen zum Thema „Studienbewerbung“
Foto: Agentur für Arbeit Elmshorn

Viele fleißige Zähler bei der Stunde der Gartenvögel

(06. 06. 2020)

Vor nicht ganz einem Monat, am 8. Mai 2020, fiel der Startschuss für die „Stunde der Gartenvögel“. Auch die Schmalenseer Gemeinde-Homepage hat darauf aufmerksam gemacht. Laut Naturschutzbund (NABU) beteiligten sich so viele Zählerinnen und Zähler wie nie zuvor an der Aktion. Eine ernüchternde Vermutung gibt es nach Auswertung der Ergebnisse: Vom Blaumeisensterben sind möglicherweise auch Rotkehlchen und Goldammer betroffen.

 

Die Mitteilung des NABU vom 4. Juni 2020 im Wortlaut:

 

Bei der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“, die vom 8. bis 10. Mai 2020 stattfand, wurde der bisherige Teilnahmerekord der Aktion aus dem Vorjahr mehr als verdoppelt. „Über 161.000 Menschen haben Zählergebnisse von 108.000 Gärten, Parks oder von Balkons und Fenstern übermittelt. 2019 hatten 76.000 Leute mitgemacht“, freut sich NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. In Schleswig-Holstein haben rd. 7.400 Vogelbegeisterte in rd. 4.900 Gärten rd. 163.000 Vögel gezählt, und damit ebenfalls das Ergebnis fast verdoppelt. „Sicherlich hat der Corona-Shutdown zu einem verstärkten Interesse für die Natur vor der Haustür und damit zu den hohen Mitmach-Zahlen geführt. Wir wünschen uns, dass die vielen Erst-Teilnehmer*innen auch in Zukunft wieder mitzählen und wir noch mehr Menschen für den Schutz der Natur in unserem unmittelbaren Lebensumfeld begeistern können.“

 

Besonders im Fokus stand die Blaumeise. Im März und April wurden auffällig viele an Krankheit verstorbene Vögel dieser Art gemeldet. Über ein Online-Formular sammelt der NABU diese Hinweise. Bis heute gingen darüber bundesweit über 21.000 Meldungen mit knapp 40.000 betroffenen Vögeln ein. Das vogelspezifische Bakterium Suttonella ornithocola konnte als Auslöser dieser Epidemie identifiziert werden.

 

Bundesweit betrachtet sind 22 Prozent weniger Blaumeisen pro Garten gemeldet worden“, berichtet Lars Lachmann, Leiter des Bereichs Vogelschutz beim NABU, „Statt 2,16 Blaumeisen pro Meldung sind es in diesem Jahr nur noch 1,66 – mit Abstand der niedrigste Wert seit Beginn der Zählungen im Jahr 2005.“ Auch in Schleswig-Holstein erreicht die Blaumeise einen Tiefststand.

 

Um das Blaumeisensterben als Ursache des Rückgangs zu identifizieren, haben die NABU Forscher für jeden Postleitzahlbereich die Veränderungen der Blaumeisenzahlen mit der Anzahl der Meldungen kranker Meisen korreliert. Es ergab sich ein eindeutiger Zusammenhang: „Je mehr Berichte toter Meisen, desto größer waren dort auch die Bestandsrückgänge“, so Lachmann, „In Gebieten ohne Totfundmeldungen gab es im Mittel auch keinen Rückgang. Wir können daher sicher davon ausgehen, dass das diesjährige Blaumeisensterben mindestens einen Teil des beobachteten Rückgangs erklärt.“ Auch bei Rotkehlchen und Goldammer konnte der selbe Zusammenhang festgestellt werden. Beide Arten tauchen auch in den an den NABU übermittelten Epidemie-Meldungen vermehrt auf, während ein Labornachweis des Bakteriums bei diesen Arten noch aussteht.

 

Es bleibe die Hoffnung, dass sich die überlebenden Blaumeisen zur jetzigen Brutzeit gut vermehrten, um die Verluste möglichst schnell wieder auszugleichen. „Vogel- und insektenfreundliche Gärten mit vielen Laubbäumen und Blütenpflanzen helfen ihnen dabei sehr“, so Lachmann.

 

Im Durchschnitt konnten die Teilnehmenden der Aktion in diesem Jahr innerhalb einer Stunde gut 30 Vogelindividuen von elf verschiedenen Arten entdecken, bestimmen und melden. In Schleswig-Holstein liegt der Wert mit 33,4 Vögeln je Garten immer traditionell höher, erreicht aber einen neuen Tiefstand. Insgesamt wurden 223 verschiedene Vogelarten gemeldet. Wie immer in den letzten Jahren war dabei der Haussperling zwar mit 5,3 Vögeln pro Garten der am häufigsten gemeldete Gartenvogel, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Star, Feldsperling und Blaumeise, die in Schleswig-Holstein aber durchgehend im Bestand abnehmen. Deutschlands verbreitetster Gartenvogel ist dagegen weiterhin die Amsel: Sie wurde in 94 Prozent aller Gärten innerhalb einer Stunde gesehen.

 

Große Verlierer dieses Jahres sind neben der Blaumeise auch der Star und – wie schon in den Vorjahren – der Grünfink. Zu den Gewinnern zählen vor allem Ringeltaube und Türkentaube, die beide ihr bisheriges Bestergebnis einfliegen. Auch bei Eichelhäher und Buntspecht ist kein Ende des zunehmenden Trends in Sicht.

 

Detaillierte Ergebnisse sind auf Bundes-, Landes- und Landkreisebene auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Die nächste Vogelzählung, die „Stunde der Wintervögel“ steht vom 8. bis 10. Januar 2021 an.

 

Infos zur Aktion: www.stundedergartenvoegel.de

 

 

Foto zur Meldung: Viele fleißige Zähler bei der Stunde der Gartenvögel
Foto: Zählaktion für Gartenvögel

Tag der Organspende – Sheldon Cooper schwört darauf

(06. 06. 2020)

Sheldon Cooper, einer der Hauptcharaktere der US-Sitcom „The Big Bang Theory“, folgt dem festen Willen, seine überdurchschnittlich hohe Intelligenz der Menschheit so lange wie möglich zu erhalten. Dabei setzt er auch auf das Leben verlängernde Maßnahmen – etwa die Organspende. Dass er seiner Partnerin Amy die ewige Treue zu halten gedenkt, hat auch den Grund, dass diese die dafür geeignete Blutgruppe hat. Und auch die Liebe zu seiner Zwillingsschwester hat einen Hintergrund – eine ihrer Nieren wäre ihm im Bedarfsfall sicher.

 

Klingt halbwegs lustig – in den Dialogen der TV-Serie weit mehr –, ist aber ein ernstes Thema. Heute, am 6. Juni, ist der deutschlandweite „Tag der Organspende“. Natürlich unter dem Eindruck des Coronavirus: In seiner 37-jährigen Geschichte findet dieser Tag erstmals virtuell statt. Eigentlich sollte es eine zentrale Veranstaltung in Halle an der Saale geben.

 

Die sonst üblichen Begegnungen mit Menschen, deren Schicksale eng mit der Organspende verbunden sind, finden nun ausschließlich online statt. Virtuelle Events und Aktionen auf der neuen Homepage sowie den sozialen Netzwerken von Facebook, Instagram und YouTube werden den Tag der Organspende am

6. Juni begleiten.

 

www.organspendetag.de

 

Der Tag der Organspende ist traditionell ein Tag des Dankes gegenüber allen Organspendern und ihren Angehörigen, ein Tag der Aufklärung und des Anstoßes für jeden Einzelnen, sich mit der Organspende auseinanderzusetzen. Zu den üblichen Programmpunkten der Veranstaltung zählen ein ökumenischer Dankgottesdienst, Themenzelte mit erlebnisreichen Aktionen sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit viel Musik und informativen Gesprächen mit Betroffenen und Experten. Dabei stehen die bewegenden Schicksale der Menschen im Blickpunkt, die Organe gespendet haben oder denen als Organempfänger ein neues Leben geschenkt wurde.

 

Zwei Voraussetzungen müssen für eine Organspende erfüllt sein: Der irreversible Hirnfunktionsausfall muss zweifelsfrei nach den Richtlinien der Bundesärztekammer festgestellt sein und es muss eine Einwilligung zur Organspende vorliegen. Dies kann eine schriftliche Einverständniserklärung des Spenders (z. B. Organspendeausweis / Patientenverfügung) sein oder sie kann durch eine Person erfolgen, der die Entscheidung übertragen wurde. Andernfalls werden die Angehörigen um eine Entscheidung nach dem mündlichen Willen oder im Sinne des Verstorbenen gebeten.

 

Bereits ab 16 Jahren kann jeder seine Bereitschaft zur Organspende im Organspendeausweis erklären. Ab dem vollendeten 14. Lebensjahr kann man widersprechen. Den Organspendeausweis ausfüllen kann jeder. Eine ärztliche Untersuchung vorab ist nicht nötig. Gespendet werden können Herz, Lunge, Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm.

 

 

Der Organspendeausweis ist ein offizielles und rechtlich gültiges Dokument, das die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende dokumentiert. Es ist auch möglich, bestimmte Organe von der Spende auszuschließen. Wer seine Entscheidung ändern will, kann dies jederzeit im Organspendeausweis vermerken. Zusätzlich ist es sinnvoll, seine Angehörigen über die Entscheidung zu informieren. Aktuell gibt es noch keine Registrierung. Ein entsprechendes Online-Register wird voraussichtlich ab Anfang 2022 zur Verfügung stehen.

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Tag der Organspende – Sheldon Cooper schwört darauf
Foto: Tag der Organspende – Sheldon Cooper schwört darauf

Coronavirus: Checkliste der Landesregierung für Einrichtungen mit Publikumsverkehr und bei Veranstaltungen

(03. 06. 2020)

Seit dem 18. Mai 2020 sind einige Lockerungen seitens der Landesregierung vorgenommen worden, was die Maßnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus betrifft. Allerdings sind generelle Maßnahmen – Regeln – damit nicht aufgehoben.

 

Die Regelungen im Kampf gegen Corona wurden lediglich vereinfacht, gesetzt wird auf mehr Eigenverantwortung in Sachen Einhaltung des Abstandsgebotes, der Hygienemaßnahmen und der Kontaktbeschränkungen.

 

Die Landesregierung hat am 15. Mai bereits eine Checkliste verbreitet, die dieser Meldung zum Download beigefügt ist und nicht nur für Einrichtungen mit Publikumsverkehr beziehungsweise Veranstalter von Interesse sind, sondern auch für alle, die Angebote solcher Einrichtungen und Veranstalter in Anspruch nehmen.

 

Aus der Mitteilung der Landesregierung:

 

Allgemein gilt:

 

  • der Abstand von 1,5 Metern ist wenn möglich immer einzuhalten

  • wenn das nicht möglich ist, können physische Barrieren (z.B. Plexiglas) das Risiko einer Übertragung von Viren verringern.

  • Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushalts sind nach Möglichkeit weiterhin auf ein Minimum zu beschränken. Es gilt weiterhin die Regelung, dass sich ein Haushalt nur mit einem weiteren treffen kann.

  • Soweit das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung gefordert ist (Geschäfte, Öffentlicher Nahverkehr) ist auf eine vollständige Bedeckung von Mund und Nase zu achten, so dass eine Ausbreitung von Tröpfchen vermindert wird. Darauf sollte auch in allen anderen Bereichen geachtet werden, z.B. durch Husten- und Niesetikette.

  • Für Einrichtungen mit Publikumsverkehr gilt es, Maßnahmen zu treffen, damit Besucherinnen und Besucher beim Warten vor dem Eingang das Abstandsgebot einhalten können. Des Weiteren sollen sie Möglichkeiten zum Händewaschen oder Desinfizieren bereitstellen sowie regelmäßig Oberflächen reinigen, die häufig berührt werden. Zudem sind Innenräume regelmäßig zu lüften. Besucher sind durch Aushänge auf Hygienestandards hinzuweisen. Die Begrenzung der Besucherzahl und Regelung von Besucherströmen (z.B. durch „Einbahnstraßen“ oder die Erhebung von Kontaktdaten unter Wahrung der Datenschutzgrundsätze können in besonderen Fällen hinzukommen.

 

Im Speziellen gilt:

 

Veranstaltungen mit Sitzungscharakter werden unter Hygieneauflagen entsprechend des allgemeinen Teils werden für bis zu 50 Teilnehmende wieder erlaubt

 

Gaststätten: Hygienekonzepte nach den im allgemein Teil (z.B. Abstandswahrung) beschriebenen Grundsätzen sind zu erstellen, Kontaktdaten der Gäste zu erheben, um eine Rückverfolgung im Falle einer Infektion zu ermöglichen, Buffets sind nicht möglich. Übermäßiger Alkoholkonsum ist zu vermeiden. Um 22 Uhr ist zu schließen. Weitere detaillierte Regelungen finden Sie hier: www.schleswig-holstein.de/coronavirus-handreichung

 

Einzelhandel: Fortschreibung der bestehenden Regelungen: Die Kundenzahl wird rechnerisch auf eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche beschränkt, ab 200 qm aufwärts sind gestaffelt Kontrollkräfte notwendig, Mund-Nasen-Bedeckungsplicht besteht weiter mit Ausnahme für Personen, die das z.B. aus medizinischen Gründen nicht können.

 

Dienstleister und Handwerker dürfen Tätigkeiten zukünftig auch wieder am Gesicht des Kunden ausführen; dies jedoch nur, wenn besondere Schutzmaßnahmen die Übertragung des Coronavirus ausschließen. Damit können z.B. auch Kosmetikstudios unter entsprechenden Schutzmaßnahmen arbeiten. Das Prostitutionsgewerbe bleibt untersagt.

 

Tierparks, Wildparks, Zoos und Betreiber von Spielplätzen: Fortschreibung der bestehenden Regelung: sie haben nach den Maßgaben des allgemeinen Teils ein Hygienekonzept zu erstellen. Freizeitparks bleiben geschlossen.

 

Sport: Grundsätzlich gilt: Abstandsgebot und Hygienemaßnahmen sind einzuhalten, sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen/ Sammelumkleiden sind zu schließen. Erlaubt ist unter den entsprechenden Voraussetzungen auch wieder Sport im Innenbereich wie z.B. in Fitnessstudios. Schwimmbäder bleiben geschlossen.

 

Außerschulische Bildungseinrichtungen: Nachdem bereits Museen, Bibliotheken und Musikschulen ihre Türen öffnen durften, können nun auch Volkshochschulen und außerschulische Bildungsstätten ihr Programm beginnen. Kinos können wieder maximal 50 Besucherinnen und Besucher pro Kinosaal empfangen, wenn sie ihre Hygienekonzepte entsprechend des allgemeinen Teils erstellen und umsetzen.

 

Religionsgemeinschaften/Kirchen: Bei dortigen rituellen Veranstaltungen (wie z.B. Gottesdienste) ist das Abstandsgebot durch geeignete Maßnahmen sicher zu stellen. Diese Regelung ersetzt die bisherige Quadratmeterregelung.

 

Beherbergungsbetriebe: Hygienekonzepte nach Maßgabe des allgemeinen Teils sind zu erstellen, Kontaktdaten zu erheben.

 

Öffentlicher Nahverkehr einschließlich Taxen oder vergleichbarer Transportangebote: dort haben Kunden eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (inkl. Ausnahme für Personen, die das z.B. aus medizinischen Gründen nicht können)

 

Gesundheitsminister Heiner Garg: „Viele Menschen in Schleswig-Holstein haben bewiesen, dass sie Eigenverantwortung sehr ernst nehmen. Diese wird mit Voranschreiten der Epidemie zunehmend an Bedeutung gewinnen. Halten Sie sich bitte weiterhin so diszipliniert an die Kontaktbeschränkungen, Hygiene- und Abstandsregeln. Jede und jeder entscheidet durch sein Verhalten mit darüber, dass wir mit so wenig Freiheitsbeschränkung wie möglich mit dem Virus leben können“.

[Corona-Checkliste SH 15.05.2020]

Foto zur Meldung: Coronavirus: Checkliste der Landesregierung für Einrichtungen mit Publikumsverkehr und bei Veranstaltungen
Foto: Überall Regeln - Schilderwald an der Badestelle

Coronavirus: Beratungsstelle der Rentenversicherung öffnet für Besucherverkehr

(03. 06. 2020)

Die Deutsche Rentenversicherung Nord weitet ihren Service langsam wieder aus. Ab sofort können in der Auskunfts- und Beratungsstelle Lübeck unter der Rufnummer 0451 / 485 25450 Termine für eine individuelle Vorort-Beratung vereinbart werden, heißt es in einer Mitteilung vom 29. Mai 2020.

 

Beratung nur mit Termin und möglichst allein

 

Der Gesundheitsschutz hat weiterhin hohe Priorität: Um Warte- und Aufenthaltszeiten so kurz wie möglich zu halten, werden ausschließlich Personen beraten, die vorab einen Termin vereinbart haben. „Beratungen ohne vorherige Terminvereinbarung sind derzeit nicht möglich“, betont Andreas Bossen von der Deutschen Rentenversicherung Nord. Auch bittet die Deutsche Rentenversicherung darum, nur alleine zur Beratung zu kommen. Eine Begleitung ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich - etwa Übersetzer, Betreuer oder persönliche Helfer als Assistenzpersonen.

 

Telefonische Beratung weiter möglich

 

Versicherte können die Beraterinnen und Berater weiterhin über die Festnetznummern der Beratungsstellen erreichen. „Wir führen Beratungen und Antragsaufnahmen insbesondere für Risikogruppen gerne weiterhin telefonisch durch. Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, rufen Sie uns an“, sagt Andreas Bossen.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord war während der Corona-Einschränkungen für ihre Kundinnen und Kunden stets erreichbar: Ratsuchende konnten sich per Telefon oder Online beraten lassen. Dieses Serviceangebot bleibt unverändert fortbestehen. Alle Anträge können über die Onlinedienste der Rentenversicherung bequem von zu Hause aus gestellt werden.

 

Kontakte

 

Termine für eine Beratung werden vorab telefonisch unter der Rufnummer 0451 / 485 25450 vergeben. Ratsuchende können sich zudem an die kostenlose Servicenummer 0800 / 1000 48022 wenden.

Weitere Kontaktdaten und Informationen finden Interessierte auf www.deutsche-rentenversicherung-nord.de. Dort sind neben den Servicezeiten auch die Regeln veröffentlicht, die für den Gesundheitsschutz bei einem persönlichen Besuch gelten.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 24 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,2 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Beratungsstelle der Rentenversicherung öffnet für Besucherverkehr
Foto: Coronavirus: Beratungsstelle der Rentenversicherung öffnet für Besucherverkehr

Energieberatung der Verbraucherzentrale: Saisonstart für Solarthermie – Fehler vermeiden

(01. 06. 2020)

Mitteilung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein vom 29. Mai 2020:

 

Warmes Wasser und Heizwärme lassen sich mit einer Solarthermie-Anlage erzeugen. Sie ist eine bewährte umweltfreundliche Technologie. Jede durch sie erzeugte Kilowattstunde spart Kilowattstunden fossiler Energieerzeugung und somit einiges an CO2 ein.

 

Solarthermie-Anlagen sind in der Anwendung jedoch häufig problembehaftet. Oft führen nicht vorhandene Wartungsverträge zu unbemerkten Totalausfällen der Anlagen. Das Potenzial der Technologie wird oft nicht ausgeschöpft. Das ist die Erfahrung aus über 1.800 untersuchten Anlagen.

 

Optimierungspotential bei Solarthermie-Anlagen

Mit den vermehrten Sonnenstunden im Frühling startet auch die Saison der Solarthermie. Gerade jetzt ist es für Hauseigentümer wichtig das Optimierungspotential dieser grünen Technologie zu kennen. Bei einer Untersuchung der Energieberatung der Verbraucherzentrale von über 1.800 Solarthermie-Anlagen stellte sich heraus, dass rund 65 Prozent der Anlagen keinen Wärmemengenzähler haben. Somit kann ihre Effizienz nicht überprüft werden, denn anhand dieses Zählers lässt sich erkennen, ob die Solaranlage oder die Heizung für das warme Wasser sorgt. Fast zwei Drittel der Anlagenbesitzer haben darüber hinaus keinen Wartungsvertrag abgeschlossen, was dazu beiträgt, dass Störungen oder Totalausfälle der Anlage lange unbemerkt bleiben. Jede siebte Anlage bringt keinen Ertrag. Hier arbeitet die teure Anlage fehlerhaft und führt aus verschiedenen Gründen, wie beispielsweise durch einen fehlerhaften Anschluss oder eine unzureichende Dämmung, die geerntete Sonnenenergie nicht an den Heizkreislauf ab. „Eine einfache Funktionskontrolle ist das Ausschalten des Heizkessels im Sommer. In dieser Zeit sollte jede Solarthermie-Anlage das Trinkwasser erwärmen können“, erläutert Carina Vogel, Energiereferentin der Energieberatung der Verbraucherzentrale-Schleswig-Holstein.

 

Die Verbraucherzentrale hat die passende Beratung für alle Fragen rund um das Thema effiziente Energienutzung und erneuerbare Energien. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale empfiehlt Besitzern einer SolarthermieAnlage, diese zeitnah prüfen zu lassen, um eventuelle Schwachstellen ihrer Anlagen aufzudecken. Hierfür eignet sich unter anderem der „Solarwärme-Check“ der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Der Messzeitraum dieses Beratungsangebots umfasst zwei Sonnentage. Der „Solarwärme-Check“ im Wert von 422 Euro kostet dank Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums nur 30 Euro.

 

Die Energieexperten der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sind auch in der Corona-Krise weiterhin für alle Fragen erreichbar. Beratungstermine gibt es bei den Beratungsstellen unter 0431-59099-40.

 

Gelegenheit nutzen und Energiefragen online oder per Telefon klären Mit Online-Vorträgen, Online-Beratung (unter: https://verbraucherzentraleenergieberatung.de/beratung/onlineberatung/) und einer Telefon-Hotline (0800 / 809 802 400, kostenfrei aus allen Netzen) bietet die Verbraucherzentrale trotz der Krise weiterhin diverse Möglichkeiten, Fragen rund um die Themen Energie sparen, Heizungstausch, Sanieren und Bauen, Förderungen sowie Nutzung von erneuerbaren Energien mit hoch qualifizierten Fachleuten zu besprechen.

 

Kostenfreie interaktive Online-Vorträge: Vom Sofa aus können die Teilnehmer Live-Vorträge von Energieberatern der Verbraucherzentrale verfolgen und Fragen stellen. Teilnahme per Computer oder Live-Stream per Smartphone.

 

Online-Vortrag: „Heizung erneuern – das wichtigste“

Am Dienstag, 2. Juni 2020 von 19 bis 20:30 Uhr Vor dem Heizungstausch sind viele Fragen zu klären. Erfahren Sie: Welche Alternativen zur Ölheizung gibt es? Lassen sich Solarenergie oder andere innovative Lösungen kombinieren? Gibt es Förderprogramme?

 

Online-Vortrag: „Energiesparen mit Smart-Home“

Am Dienstag, 16. Juni 2020 von 18 bis 19:30 Uhr Mit Smart-Home Energiesparen, wie kann das gehen? Was ist Smart-Home? Welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es? Lässt sich der Energieverbrauch damit reduzieren?

 

Weitere Online-Vorträge und Anmeldung unter: https://verbraucherzentraleenergieberatung.de/beratung/online-vortraege/ und https://www.verbraucherzentrale.sh/veranstaltungen

 

Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit über 40 Jahren begleitet sie private Verbraucher mit derzeit rund 600 Energieberatern und an mehr als 800 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 100.000 Haushalte zu allen Energiethemen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von 50 km Länge voller Steinkohle entspricht. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

 

 

Foto zur Meldung: Energieberatung der Verbraucherzentrale:  Saisonstart für Solarthermie – Fehler vermeiden
Foto: Energieberatung der Verbraucherzentrale: Saisonstart für Solarthermie – Fehler vermeiden

Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 06. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Juni die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Gott zur Ehr – dem nächsten zur Wehr: Was heute üblich ist, nämlich dass Freiwillige Feuerwehren einer Region bei der Bekämpfung größerer Schadenslagen gemeinsam vorgehen, musste vor 140 Jahren behördlich angewiesen werden. Am 5. Juni 1880 meldete das Segeberger Kreis- und Wochenblatt, dass zur Verbesserung des Brandschutzes das „Regulativ über das Feuerlöschwesen aus dem Jahre 1870“ erweitert wurde: Tritt in einem Ort ein Brand aus, der nicht Standort der Spritze ist, so hat der betreffende Gemeindevorstand die Spritze durch reitenden Boten herbeirufen zu lassen. Wird das Feuer vom Stationierungsort der Spritze schon vor Benachrichtigung erkannt, ist die Spritze unverzüglich mitsamt drei bis vier Wasserwagen in Marsch zu setzen.

 

Aufgeheizte Stimmung unter jungen Männern: Von einem allgemein hohen Maß an Gewaltbereitschaft unter jungen Männern zeugen zwei Ereignisse am 5. Juni 1910, vor 110 Jahren, aus Schmalensees Umgebung: Als in Belau der Amtsdiener zum Ende des Scheibenschießens Feierabend anordnet, fallen einige junge Leute über ihn her und verprügeln ihn. Um diesen Tag herum machen in der Ziegelei auf dem Tarbeker Hof zwei Zimmergesellen „Skandal“: Sie bedrohen andere Arbeiter mit dem Messer und es entbrennt eine Schlägerei. Bei Eintreffen des Gendarmen ist halbwegs Ruhe eingekehrt.

 

Der Stahlhelm beherrscht den Kreis Segeberg: In Bad Segeberg findet am 7. Juni 1925, vor 95 Jahren, der „Stahlhelm-Tag“ statt. Der Bund der ehemaligen Frontkämpfer unterhält eine Kreis- und mehrere Ortsgruppen und lädt namentlich den Kreisreiterverein, die Krieger- und Militärvereine sowie alle vaterländischen Verbände des Kreises Segeberg ein. So entsteht ein imposanter Festzug von fast einem Kilometer Länge, der sich durch die Kreisstadt hin zur „Rennkoppel“ zieht. „Der Stahlhelm marschiert nicht nur, er beherrscht den Kreis Segeberg“, schreibt der Berichterstatter des Segeberger Kreis- und Tageblatts. Während des abendlichen Kommerses in der völlig überfüllten Germania nimmt der Stahlhelm-Kreisleiter Böckmann sämtliche Veteranen von 1870/71 als Ehrenmitglieder in den Bund der Frontsoldaten auf, der durchaus als Wegbereiter für den Nationalsozialismus im Kreis Segeberg angesehen werden kann.

 

Schmalensees Pferde für den Krieg: Am 7. Juni 1940, vor 80 Jahren, findet um 9.30 Uhr auf dem Schmalenseer Ringreiterplatz eine Vormusterung von 57 Pferden für den möglichen Kriegseinsatz statt. Wie viele davon tatsächlich an die Wehrmacht abgegeben werden mussten, ist nicht überliefert.

 

Landjugend veranstaltet Ringreiten: Ein Ringreiten der Landjugendgruppe Schmalensee findet vor 60 Jahren, am 12. Juni 1960 statt. Der ganze Sonntag steht im Zeichen des Festes, das um 13 Uhr mit den Reiterwettkämpfen und dem Wettstreit der Mädel beginnt. Am Nachmittag findet der Kindertanz, abends der große Reiterball auf dem Saal beim Gastwirt Hans Voß statt. Lisa Wulf und Hans Siebke bilden das Königspaar.

 

Fragebögen – schon immer kompliziert: Im Kreis Segeberg führen bis zum 14. Juni 1895, vor 125 Jahren, 260 Helfer die verordnete Berufs- und Gewerbezählung durch. Im Kreisgebiet werden 8.270 Haushalte mit 38.967 Einwohnern gezählt – ein Zuwachs gegenüber 1890 um 30 Haushalte und 687 Personen. Besonders der Einsatz zahlreicher Lehrer wird betont. Auf dem Lande haben die Helfer fast alle Schreibarbeiten, also das Ausfüllen der bis zu drei Zähllisten ganz allein erledigen müssen. „Es ist dies aber durchaus nicht einem Mangel an Bereitwilligkeit, sondern lediglich der Complication der Zählpapiere und der Unbeholfenheit der Landleute in schriftlichen Arbeiten beizumessen“, erklärt das Segeberger Kreis- und Wochenblatt.

 

Erfolgreich SVS-Nachwuchsfußballer: Die C-Juniorenfußballer des SV Schmalensee werden Sieger der Staffel B. Das berichtet die Segeberger Zeitung am 14. Juni 1985, vor 35 Jahren. In der Rückrunde der Spielserie 1984/85 wurden alle Gegner von der von Thorsten Neukam und Hartmut Buchholz trainierten Mannschaft besiegt. In der Mannschaft spielen Frank Bobzien, Thomas Isaakson, Jörn Saggau, Marco Voß, Kai Doose, Mathias Looft, Alexander Sötje, Volker Saggau, Norbert Hahn, Olaf Isaakson, Heiko Wulf, Mark Ehlers und Michael Wachs.

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: C-Juniorenfußballer Staffelmeister SZ 14.06.1985

Schmalensee sagt „tschüß Ingo Hansen!“

(31. 05. 2020)

Einige Schmalenseer haben ihn vielleicht gar nicht richtig wahrgenommen. Aber wer in den vergangenen Jahren morgens auf dem Weg zur Arbeit an einer Person in Orange vorbeikam, die auf den Knien Unkraut aus den Gehwegen pickerte: Das war Ingo Hansen. Unser „zweiter Gemeindearbeiter“ hat heute, am 31. Mai 2020, offiziell seinen letzten Arbeitstag in Schmalensee.

 

Vor nicht ganz zwei Jahren war es ein glücklicher Zufall, dass es sich ergab, eine weitere Kraft für gemeindliche Arbeiten gewinnen zu können – und so endlich eine feste Krankheits- und Urlaubsvertretung für Gemeindearbeiter Volker Kay zu haben. Der damals 53-jährige Ingo Hansen aus Bornhöved kniete sich im Wortsinn in seine Aufgabe und entwickelte eine besondere Leidenschaft für die Grünflächen der Gemeinde.

 

Großzügig wurde die Halbtagsstelle vom Jobcenter gefördert, so dass sich die Fehlbedarfsgemeinde Schmalensee einen zweiten Mann auch tatsächlich leisten konnte. Im August 2018 trat Ingo Hansen den Job an, zunächst befristet für ein Jahr. Kein Jahr später bestand Gewissheit, dass Ingo auch weitere vier Jahre durch das Jobcenter gefördert würde. Zu einer Verlängerung des Arbeitsverhältnisses sagte die Gemeindevertretung natürlich nicht nein.

 

Doch es gab ein „Aber“: Im Privaten fand Ingo Hansen sein Glück in Eckernförde, und nun auch einen Job in der Förderstadt. Darum bat er um vorzeitige Auflösung des Vertrages – und auch da mochte Bürgermeister Sönke Siebke nicht nein sagen.

 

An seinem letzten tatsächlichen Arbeitstag, am Freitag, 29. Mai, machte Ingo noch einmal die Runde – leerte Mülleimer aus, mähte Ruhebänke frei. Eine letzte Tour mit dem Gemeindetraktor durch Schmalensees Straßen, abgefangen für ein Abschiedsfoto. Es habe ihm hier sehr gut gefallen, erklärte Ingo Hansen. Die Schmalenseer seien sehr nett zu ihm gewesen. Auch die Arbeit habe ihm Spaß gemacht, doch nun wolle er einen neuen Schritt machen.

 

Dafür wünschen wir ihm alles Gute. Tschüß, Ingo!

 

Foto zur Meldung: Schmalensee sagt „tschüß Ingo Hansen!“
Foto: Ingo Hansen

Abstand, Hygiene – Datenschutz: Worauf Gaststätten, Beherbergungsbetriebe und andere achten sollen

(30. 05. 2020)

Abstand, Hygiene – Datenschutz: Worauf Gaststätten, Beherbergungsbetriebe und andere achten sollen

 

30.05.2020

 

Pfingsten bricht an, Touristen kommen in die Region und doch ist nichts wie immer: Das Coronavirus geht weiter um und alle, deren Gewerbe mit Besuchern zu tun hat, haben neben den Abstands- und Hygieneregeln insbesondere im Datenschutz Vorsicht und Umsicht walten zu lassen.

 

Das Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein mit der Landesdatenschutzbeauftragten hat dazu bereits am 19. Mai Informationen verbreitet, die hier wiedergegeben werden.

 

Infektionsschutz-Regelung: Datenschutz bei der Erhebung von Kontaktdaten Die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein informiert

 

In Schleswig-Holstein ist seit dem 18. Mai 2020 die neue Corona-Bekämpfungsverordnung in Kraft. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes zur Bekämpfung der Pandemie des

Coronavirus-SARS-CoV-2 müssen nun bei vielen Stellen der Name und die Anschrift gesammelt werden. Betroffen sind zahlreiche Veranstalter, Gaststätten, Freizeiteinrichtungen, Einrichtungen und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und Beherbergungsbetriebe. Geht dies datenschutzkonform?

 

Marit Hansen, die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein, sagt dazu: „Die Corona-Bekämpfungsverordnung gibt Regeln vor, um Infektionswege nachvollziehbar machen zu können. An vielen Orten, die für eine Ansteckung infrage kommen, sollen die Veranstalter oder Betreiber nun Kontaktdaten für sechs Wochen sammeln, um sie im Infektionsfall an das Gesundheitsamt weitergeben zu können. Viele Unternehmer und Veranstalter haben uns um Hilfe gebeten, wie sie dies datenschutzkonform umsetzen können.“

 

Aus diesem Grund stellt Hansens Dienststelle, das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), ein Musterformular samt Informationen für die betroffenen Personen bereit. Es besteht keine Pflicht, dieses Musterformular zu verwenden – es soll zur Orientierung für eigene Lösungen dienen.

 

Link zum Musterformular und den Erläuterungen: https://uldsh.de/cor185

 

Nicht jede Art der Abfrage von Kontaktdaten ist sinnvoll umgesetzt“, erläutert Hansen. „Immer wieder beschweren sich Personen bei uns, die über lange Listen klagen, in denen sie ihre persönlichen Daten eintragen sollen. Wenn sich nicht ohnehin schon alle kennen, sind Listen aber kein gutes Mittel, denn alle anderen können die vorherigen Einträge sehen – oder wie schon vorgekommen: abfotografieren. Besser geeignet sind Einzelformulare. Denn es ist klar geregelt: Die Daten müssen vor unbefugter Kenntnisnahme geschützt sein.“

 

Die häufigsten Fragen an das ULD zu den Kontaktdaten:

 

Welche Kontaktdaten werden zum jeweiligen Datum abgefragt?

Name, Anschrift und, wenn vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.

 

Wie lange werden die Daten aufbewahrt?

Sechs Wochen. Danach müssen sie vernichtet werden, z. B. geschreddert.

 

Dürfen die Daten anderweitig verwendet werden?

Nein! Die Kontaktdaten dürfen nicht für andere Zwecke (z.B. Werbung) verwendet werden.

 

Wann muss ein Veranstalter oder Betreiber die Daten herausgeben?

Nur wenn das Gesundheitsamt (die zuständige Behörde) die Daten anfordert. Das kann geschehen, wenn es darum geht, Infektionswege nachzuvollziehen und Personen, die sich angesteckt haben könnten, zu informieren.

 

An was muss ein Veranstalter oder Betreiber noch denken?

Vor allem an die Datensicherheit: Bei Aufbewahrung und Umgang mit den Daten muss gewährleistet sein, dass Unbefugte darauf nicht zugreifen können. Man kann beispielsweise die Formulare tagesweise in einem Hefter ablegen, der dann abends weggeschlossen wird.

 

Und wenn der Datenschutz nicht eingehalten wird?

Dann kann man sich beschweren. Das ULD geht jeder Beschwerde nach.

 

Die Regelung zum Umfang der Kontaktdaten im Volltext:

 

Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Corona-Bekämpfungsverordnung – Corona-BekämpfVO), in Kraft vom 18. Mai bis 7. Juni 2020

 

§ 4 Absatz 2 Corona-BekämpfVO

 

(2) Soweit nach dieser Verordnung Kontaktdaten zu erheben sind, sind das Erhebungsdatum, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer und E-Mail-Adresse für einen Zeitraum von sechs Wochen aufzubewahren und dann zu vernichten. Sie sind auf Verlangen der zuständigen Behörde zu übermitteln, sofern dies zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen erforderlich ist. Es ist zu gewährleisten, dass unbefugte Dritte davon keine Kenntnis erlangen. Eine anderweitige Verwendung ist unzulässig. Der zur Datenerhebung Verpflichtete hat Personen, die die Erhebung ihrer Kontaktdaten verweigern, von dem Besuch oder Nutzung der Einrichtung oder der Teilnahme an der Veranstaltung auszuschließen.

 

Die Informationen der Landesbeauftragten für Datenschutz zu Themen der Corona-Pandemie werden unter dem folgenden Link bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert:

 

https://www.datenschutzzentrum.de/corona/

 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an:

 

Die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein Holstenstraße 98, 24103 Kiel

Tel: 0431 988-1200, Fax: -1223

E-Mail:

https://www.datenschutzzentrum.de/

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Abstand, Hygiene – Datenschutz: Worauf Gaststätten, Beherbergungsbetriebe und andere achten sollen
Foto: Abstand, Hygiene – Datenschutz: Worauf Gaststätten, Beherbergungsbetriebe und andere achten sollen

Frühe Hilfen: Ab 2. Juni wieder Beratungstermine im Familienbüro Bornhöved möglich

(29. 05. 2020)

Auch während der Corona-Pandemie sind die Frühen Hilfen der Diakonie Altholstein im Kreis Segeberg weiterhin für die Menschen da.

 

Neben der telefonischen Beratung und Unterstützung gibt es für Schwangere und junge Familien mit Kindern von 0 bis 3 Jahren auch konkrete telefonische Sprechstunden: jeden Montag von 11 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0160 / 4326688 sowie mittwochs von 11 bis 12 Uhr und am donnerstags von 15 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer: 0176 / 64041433.

 

Es kann zudem jederzeit eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Es erfolgt eine zeitnahe Rückmeldung.

 

Ab 2. Juni wieder Termine im Familienbüro

 

Zusätzlich können ab Dienstag, dem 2. Juni, für die Frühen Hilfen und auch für die Baby- und Elternsprechstunde persönliche Beratungstermine im Familienbüro Bornhöved in der Lindenstraße 5 (und im Büro der Frühen Hilfen der Diakonie Altholstein in Bad Bramstedt, Bleeck 23) vereinbart werden.

 

Eine Terminvereinbarung ist derzeit notwendig, heißt es in einer Mitteilung der Diakonie vom 27. Mai 2020.

 

www.diakonie-altholstein.de

Foto zur Meldung: Frühe Hilfen: Ab 2. Juni wieder Beratungstermine im Familienbüro Bornhöved möglich
Foto: Altes Amt Bornhöved Familienbüro

Coronavirus: DRK bietet ab 2. Juni 2020 kostenlose Hotline an

(29. 05. 2020)

Der Landesverband Schleswig-Holstein des Deutschen Roten Kreuzes bietet ab Dienstag. 2. Juni, eine kostenfreie telefonische Beratung für durch die Corona-Pandemie betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.

 

Wir haben sehr viele Hinweise und Rückmeldungen bekommen, dass immer mehr junge Menschen, aber auch Erwachsene unter der derzeitigen Situation leiden und sich Hilfsangebote wünschen“, erläutert die Sprecherin des Vorstandes des DRK-Landesverbandes, Anette Langner, in einer Mitteilung vom 28. Mai. „Daher haben wir uns entschlossen, ab dem 2. Juni eine Beratung durch erfahrene Sozialpädagogen und Psychologen des DRK anzubieten“, so Langner weiter.

 

 

Die Corona-Hotline mit der Telefonnummer 0800 / 182 72 84 ist montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr erreichbar.

 

Die Auswirkungen der Corona-Epidemie können Angst machen und verunsichern. Immer mehr Menschen beklagen, dass sie sich einsam und allein fühlen, anderen macht finanzieller und wirtschaftlicher Existenzdruck stark zu schaffen. Immer mehr Familien leiden zudem unter den Kontaktbeschränkungen“, berichtet Langner.

 

Das DRK stehe daher mit seinen Beratungsangeboten eng an der Seite der Betroffenen. Bei der Hotline können diese sich sofort vertraulich beraten lassen, aber auch über weitergehende Hilfsangebote informieren und bei Bedarf sofort an diese weitervermitteln lassen.

 

www.drk-sh.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: DRK bietet ab 2. Juni 2020 kostenlose Hotline an
Foto: Coronavirus: DRK bietet ab 2. Juni 2020 kostenlose Hotline an

Fahrbücherei: Der Bus ist jetzt fit für Corona

(27. 05. 2020)

Nach längerer Phase des Nichtbetriebs der Fahrbüchereien im Land aufgrund der Corona-Krise und einer Zwischenlösung mit einem kleineren Fahrzeug und dem Weg der Online-Bestellung kann hoffentlich bald wieder mit dem Besuch des großen blauen Busses in Schmalensee gerechnet werden. Dieser ist nun „Corona-sicher“ gemacht worden.

 

Zentrale Umrüstung in Rendsburg

 

Das muss ein tolles Bild gewesen sein auf dem Rendsburger Willi-Brandt-Platz: Alle Großfahrzeuge der 13 Fahrbüchereien in Schleswig-Holstein fuhren dort auf, um von einer Kieler Firma mit Schutzvorrichtungen ausgestattet zu werden. Nicht überall fährt ein Bus, so wie im Kreis Segeberg: Manche Fahrbücherei ist ein speziell umgerüsteter Lkw.

 

Begehbar sind sie alle. Und das verhinderte nach Einleitung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie den Einsatz der Bücherbusse und -Lastwagen, denn in den doch beengten Besucherräumen waren Abstand und Hygiene nicht ohne Weiteres sicherzustellen. Nun aber soll das möglich sein, wie die Segeberger Zeitung am 26. Mai 2020 berichtet hat.

 

Zuletzt kam ein Lieferfahrzeug

 

Als Interimslösung hatte der Büchereiverein Schleswig-Holstein als Träger der Fahrbücherei einen Van auf die Reise geschickt, der als reines Auslieferungsfahrzeug eingesetzt wurde. Am 4. Mai sollte er auch Schmalensee ansteuern. Ob zum nächsten Termin dann wieder der in Wahlstedt stationierte Bücherbus den Parkplatz am Feuerwehrwehrgerätehaus ansteuert? Laut Zeitungsbericht sollte das möglich sein.

 

Und dann sollte es auch wieder klappen mit dem Aussuchen und der Rückgabe von Büchern und Medien. Unter anderem wurden Schutzrollos eingebaut – wie in den Bussen des ÖPNV – um das Personal zu schützen. Ein Hygienekonzept ist erarbeitet – eine Mund-Nase-Bedeckung (Maske) sollten Besucher auf jeden Fall mitführen.

 

Der Fahrplan für Schmalensee

 

Laut Homepage (www.fahrbuecherei15.de) wird Schmalensee an diesen Tagen jeweils von 15.40 bis 16.35 Uhr angesteuert: 3. Juni, 22. Juni, 13. Juli, 24. August, 14. September, 19. Oktober, 9. November, 30. November und 21. Dezember. Haltestelle der Fahrbücherei ist der Parkplatz am Feuerwehrwehrgerätehaus/Bolzplatz.

 

Zahlen und Fakten

 

Laut Zeitungsbericht steuern die 13 Fahrbüchereien fast 2.000 Haltestellen in 566 Gemeinden Schleswig-Holsteins an. Seit 55 Jahren sind sie im Land unterwegs und werden immer wieder modernisiert. 28.000 Menschen haben einen Leseausweis. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 909.000 Entleihen getätigt. Es gibt in der Fahrbücherei Bücher und Zeitschriften, digitale Medien wie CD und DVD sowie sogar Konsolen-Spiele.

 

Foto zur Meldung: Fahrbücherei: Der Bus ist jetzt fit für Corona
Foto: Fahrbücherei: Der Bus ist jetzt fit für Corona

Kleiner Wagen wäre zu groß für den Dorfputz – Abgestellt in der Feldmark

(25. 05. 2020)

Offenbar schon seit einer guten Woche parkt in Schmalensee ein Pkw dort, wo er das eigentlich nicht tun soll: In der Feldmark. Und definitiv für länger als als einen kurzen Spaziergang. Und da der Besitzer die Kennzeichen entfernt hat, ist es auch gar nicht so einfach, das Fahrzeug jemandem zuzuordnen, geschweige denn mit seiner (freiwilligen) Rückkehr zu rechnen.

 

Bei dem zugegeben kleinen und doch irgendwie im Weg stehenden Pkw handelt es sich um einen SEAT Arosa. Die Polizei hat mit ihrem Flatterband schon verdeutlicht, dass sie von dem Wagen weiß.

 

Nun steht er da und gibt Joggern, Reitern und Spaziergängern Rätsel auf, während die Landwirte mit ihren schweren Geräten einen leichten Bogen fahren müssen. Denn eines hat der letzte Fahrer des SEAT nicht hinbekommen: Ihn wenigstens gerade am Fahrbahnrand abzustellen...

 

Wer Hinweise zu dem SEAT Arosa geben kann, der unweit der Straße Am Ringreiterplatz im ersten Wirtschaftsweg, der – von Schmalensee in Fahrtrichtung Damsdorf – nach links in die Feldmark Richtung Osterkamp führt, melde sich bitte mindestens beim Homepage-Team oder besser noch bei der Polizeistation Trappenkamp, Am Markt 28, 24610 Trappenkamp, Telefon 04323/805270.

Foto zur Meldung: Kleiner Wagen wäre zu groß für den Dorfputz – Abgestellt in der Feldmark
Foto: PKW in der Schmalenseer Feldmark abgestellt

Europäischer Tag der Parke – Gesund durch Natur pur

(24. 05. 2020)

Mitteilung des Verbandes Deutscher Naturparke vom 20. Mai 2020:

 

Am 24. Mai wird in ganz Europa der „Europäische Tag der Parke“ gefeiert. Ziel dieses Tages ist es, Menschen näher an die Natur heranzuführen und ihnen den Wert von Schutzgebieten mit ihrer reichen biologischen Vielfalt nahe zu bringen. Aus aktuellem Anlass wurde vom europäischen Dachverband EUROPARC Federation in diesem Jahr das Thema „Naturerleben und Gesundheit - #ParksForHealth“ als Leitmotiv gewählt. Ein Aufenthalt in der Natur ist wichtig für das Wohlbefinden der Menschen, beugt Gesundheitsrisiken vor und fördert einen aktiven Lebensstil.

 

Gerade Naturparke spielen in diesem Kontext eine herausgehobene Rolle, denn sie haben die wichtige Aufgabe, Menschen mit der Natur zu verbinden! Die 104 Naturparke in Deutschland nehmen ca. 28 Prozent der Fläche Deutschlands ein. Europaweit gibt es ca. 900 den Naturparken vergleichbare Gebiete.

 

Die Corona-Pandemie führt uns in besonderem Maße vor Augen, welche Bedeutung Naturparke für das Wohlbefinden der Menschen und für den Erhalt und die Wiedererlangung der Gesundheit haben. Sie sind mit ihren besonderen Erlebnis- und Aktivangeboten für die gesamte Bevölkerung wichtige Räume für die Erholung sowie die Gesundheitsvorsorge und -erhaltung für Körper und Geist. Das gilt für die in den Naturparken lebenden, aber auch für die in benachbarten Städten und Ballungsräumen wohnenden Menschen, für die Naturparke ebenfalls wichtige Ziele und Erholungsräume sind. Naturparke sind daher auch „grüne Lungen“ für die Ballungszentren.

 

Auch wenn es aufgrund der Corona-Pandemie aktuell keine Veranstaltungen und Führungen gibt: Wandern, Walken, Radfahren oder Spazierengehen sind in den aktuell zulässigen Gruppengrößen selbstverständlich weiterhin möglich und bieten vor allem abseits der üblichen Wege, Stoßzeiten und Hotspots tolle Möglichkeiten des Naturerlebens und der Entspannung. So sind Naturparke nicht nur am 24. Mai „mit Abstand“ der beste Ort, etwas für sich und seine Gesundheit zu tun.

 

Wussten Sie, dass ...

 

... ein zügiger, 30-minütiger Spaziergang an fünf Tagen pro Woche das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko um 20-30% und das Risiko von Depressionen/Demenz um 30% senken kann?

 

... Aktivitäten im Freien und der Kontakt mit der Natur die Schlafgewohnheiten fördern, Stress abbauen, die Stimmung und das Selbstwertgefühl verbessern und für ein sinnvolles soziales Miteinander sorgen können?

 

... die Erfahrung junger Menschen mit der natürlichen Umwelt ihr Leben in Bezug auf Selbstvertrauen und besondere Fähigkeiten verbessern kann?

 

Schmalensee – im Naturpark Holsteinische Schweiz

 

Ob Fledermaus-Safari, Kräuter- und Insektenkunde, Wellness und Waldspaziergang – die Angebote des Naturparks Holsteinische Schweiz sind vielfältig. Doch aufgrund der Corona-Pandemie mussten die ersten geplanten Veranstaltungen abgesagt werden. Die Internetseite des Naturparks,

 

www.naturpark-holsteinische-schweiz.de

 

enthält aber noch einige interessante Events, die möglicherweise schon ab Juni fortgesetzt werden können. Ob alle Termine aufgrund der Corona-Epidemie stattfinden können, erfragen Sie bitte telefonisch unter 04522/74 93 80.

 

Auch das Naturpark-Haus ist wegen der Corona-Krise bis auf Weiteres geschlossen. Erreichbar ist das

 

Naturpark-Haus (Uhrenhaus), Schloßgebiet 9, 24306 Plön

Tel: 04522-749380 / Fax: 04522-749377

E-Mail:

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Europäischer Tag der Parke – Gesund durch Natur pur
Foto: Schmalensee im Naturpark Holsteinische Schweiz

Natur genießen – aber bitte mit Rücksicht

(24. 05. 2020)

Mitteilung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung vom 22. Mai 2020:

 

Die Corona-Krise hat bei vielen Menschen eine neue Lust auf Natur geweckt. Zu wahren Besuchermagneten haben sich in den vergangenen Wochen etliche Naturschutzgebiete entwickelt. Weil während der Covid-19-Pandemie viele der üblichen Freizeitaktivitäten derzeit unmöglich sind, ist auch in Schleswig-Holstein eine große „Entdeckerlust“ der Bürgerinnen und Bürger auszumachen. Dass dabei Aspekte des Natur- und Umweltschutzes bisweilen zu kurz kommen, beobachten Naturschützer jedoch mit Sorge.

 

Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „Den Frühling in Wald und Wiesen zu erleben, dabei Tiere zu beobachten und bei schönem Wetter aktiv die Tage draußen zu genießen, ist etwas Wunderbares. Das Naturerleben gehört zu den erklärten Zielen des Naturschutzes. Allerdings sollte sich dies nicht zum Leidwesen der Tiere und Pflanzen auswirken." Albrecht freut sich über das wachsende Interesse an der Natur, bittet Naturliebhaber allerdings, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

 

Dass in vielen Schutzgebieten, Wäldern und Küstenregionen im Norden momentan derart viele Menschen unterwegs sind, führt zu Stress bei scheuen Tieren, die zumeist damit beschäftigt sind, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. So sind beispielsweise Rehe oder Vögel sehr lärmempfindlich; sie reagieren auf Menschen und Hunde mit Stress – insbesondere, wenn diese die Wege verlassen.

 

Welche Regeln es zu beachten gilt?

  • In Naturschutzgebieten dürfen Wege nicht verlassen werden, Hunde sind anzuleinen, Tiere dürfen nicht gestört und Pflanzen nicht gepflückt werden, da viele von ihnen unter Naturschutz stehen. Zu beachten sind die Schilder und Tafeln, die oftmals am Eingang der Naturschutzgebiete aufgestellt sind.

  • In Wäldern sind die Hunde zum Schutz des Wildes anzuleinen und dürfen nur auf den Wegen mitgeführt werden.

  • An den Stränden mit regem Badebetrieb sind bis zum 31. Oktober das Reiten und das Mitführen von Hunden verboten; für Hundebesitzer gibt es vielerorts ausgewiesene Hundestrände.

 

Ein Abweichen von diesen Regelungen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

 

Ein Faltblatt fasst den Rahmen für den guten Umgang mit Hunden im Freien zusammen und ist dieser Meldung als PDF beigefügt.

 

 

 

[Mit Hunden in der Landschaft]

Foto zur Meldung: Natur genießen – aber bitte mit Rücksicht
Foto: Landschaftsschutzgebiet Belauer Straße

Coronavirus: IHK berät Unternehmen in Schwierigkeiten – online

(23. 05. 2020)

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lübeck teilte am 20. Mai 2020 mit:

 

Unternehmen vieler Branchen in Schleswig-Holstein sind durch die Auswirkungen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Finanzielle Soforthilfe, Kurzarbeitergeld oder auch Steuerstundungen sind hilfreich, können die Ausweitung einer Unternehmenskrise aber häufig nicht verhindern.

 

Mit den virtuellen „Beratertagen für Unternehmen in Schwierigkeiten“ der IHK zu Lübeck am Dienstag, 26. Mai 2020, und Freitag, 5. Juni 2020, erarbeiten die IHK-Berater und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle akkreditierte Experten gemeinsam mit den Unternehmern Ideen und Lösungen, wie diese ihren Betrieb durch die Krise leiten können.

 

Im Mittelpunkt stehen Tipps zur Überwindung kritischer Situationen und erste individuelle Lösungsansätze zur Krisenbewältigung. Für die virtuellen, 30-minütigen Einzelgespräche nutzt die IHK die Plattform Microsoft Teams. Teilnehmer benötigen nur einen Computer mit Internetverbindung und ein Mikrofon. Eine Kamera ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

 

Anmeldung und individuelle Terminvergabe bei der IHK zu Lübeck, Julia Schliecker, Telefon: (0451) 6006-177 oder per E-Mail unter: .

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: IHK berät Unternehmen in Schwierigkeiten – online
Foto: IHK zu Lübeck

Wo es die „Gelben Säcke“ gibt

(23. 05. 2020)

Die Amtsverwaltung Bornhöved mit Sitz in Trappenkamp teilt mit, dass gelbe Wertstoffsäcke zurzeit im

 

 

 

Amt Bornhöved

 

Am Markt 3

 

24610 Trappenkamp

 

 

 

zu den Öffnungszeiten zur Abholung ausliegen.

 

(Öffnungszeiten: Montag von 13.30 bis 17.30 Uhr sowie Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 12 Uhr.)

 

 

Man erhält die Wertstoffsäcke, wenn man den Nebeneingang des Amtsgebäudes bei den Postfächern benutzt. Dort liegen die Säcke aus. Bitte je Haushalt nur eine Rolle der gelben Säcke mitnehmen.

 

Foto zur Meldung: Wo es die „Gelben Säcke“ gibt
Foto: Bürgerhaus Trappenkamp

Brückentag: Kreisverwaltung heute geschlossen

(22. 05. 2020)

Nicht wegen der Corona-Pandemie, sondern weil der heutige Freitag nach Christi Himmelfahrt ein Brückentag ist, bleibt die Segeberger Kreisverwaltung geschlossen.

 

Termine, so heißt es in einer Mitteilung des Kreises, sind nicht möglich. Auch telefonisch oder per E-Mail sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises am 22. Mai nicht erreichbar. Das gilt auch für die Außenstellen.

 

Für Montag, 25. Mai, werden Terminvereinbarungen wieder möglich sein.

 

Amtsverwaltung Bornhöved seit 11. Mai nur nach Terminvergabe betreten

 

Die Verwaltung des Amtes Bornhöved wird seit Montag, 11. Mai 2020, wieder für Besucher/innen zu folgenden Zeiten geöffnet:

 

  • Montag von 13.30 - 17.30 Uhr

 

  • Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 08.30 - 12.00 Uhr.

 

Aufgrund der weiterhin zu beachtenden Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie ist leider noch kein freier Zugang zum Amtsgebäude möglich.

 

Ein Betreten des Amtsgebäudes ist daher weiterhin nur nach vorheriger Terminabsprache möglich.

 

Termine können telefonisch oder per E-Mail bei der/dem jeweiligen Sachbearbeiter/in vereinbart werden. Die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der zuständigen Mitarbeiterin / des zuständigen Mitarbeiters sind auf der Homepage des Amtes unter www.amt-bornhoeved.de ersichtlich oder per Telefon unter 04323/90770 zu erfragen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, über die Homepage auch Termine online zu buchen.

 

Bitte beachten Sie, dass bei der Terminvergabe zwingend der vollständige Name sowie eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse anzugeben sind.

 

Eine Terminvergabe erfolgt dann in der Regel innerhalb der genannten Öffnungszeiten.

 

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass innerhalb des Gebäudes derzeit keine Wartebereiche vorhanden sind. Aus diesem Grund wird gebeten, möglichst genau zum Zeitpunkt des vereinbarten Termins zur Amtsverwaltung zu kommen. „Wir werden versuchen, die Termine so zu planen, dass keine größeren Wartezeiten entstehen“ heißt es auf der Amts-Homepage.

 

Besucherinnen und Besucher werden zum Zeitpunkt ihres vereinbarten Termins durch die Mitarbeiterin / den Mitarbeiter persönlich an dem jeweiligen Eingang (Haus A oder Haus B) abgeholt.

 

Für die Besucher/innen der Amtsverwaltung besteht beim Eintritt in das Gebäude die Pflicht zum Tragen einer Nasen- und Mund-Bedeckung. Diese ist bitte selbst mitzubringen.

 

Zudem werden Besucher und Besucherinnen dringend gebeten, bei Eintritt in das Gebäude die bereitgestellten Desinfektionsmöglichkeiten für die Hände zu benutzen.

 

Um eine Begegnung von Besucherinnen / Besuchern mit anderen Personen in den z.T. engen Fluren möglichst zu vermeiden, sind mehrere Ein- und Ausgangsbereiche eingerichtet.

 

Sie erreichen über

 

den Haupteingang im Haus A

 

  • das Bauordnungsamt im Dachgeschoss,

 

  • die Kasse,

 

  • die Steuerabteilung jeweils im 1.Obergeschoss,

 

  • das Ordnungsamt,

 

  • das Standesamt und

 

  • das Sozialamt jeweils im Erdgeschoss.

 

den Eingang zu Haus B (bei den Postfächern)

 

  • das Einwohnermeldeamt und

 

  • die Schulverwaltung.

 

 

Ergänzender Hinweis:

 

Die äußere Tür zu den Postfächern ist geöffnet. Der weitere Eingang zu Haus B befindet sich im nach rechts führenden Gang.

 

 

 

Die Ein- und Ausgänge sind sowohl von außen als auch innerhalb des Gebäudes gekennzeichnet.

 

 

Quellen: Website des Amtes Bornhöved; Mitteilung des Kreises Segeberg vom 13.05.2020.

 

 

Foto zur Meldung: Brückentag: Kreisverwaltung heute geschlossen
Foto: Brückentag: Kreisverwaltung heute geschlossen

Coronavirus: WZV-Lockerungs-Update

(21. 05. 2020)

Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) führt im Rahmen der Corona-Maßnahmen schon seit dem 20. April und der damaligen Wiederöffnung der Recyclinghöfe Damsdorf/Tensfeld, Norderstedt und Schmalfeld für den öffentlichen Publikumsverkehr stetig weitere Lockerungen durch. Hier ein Update aller Maßnahmen (und Auflagen) gemäß einer WZV-Mitteilung vom 18. Mai 2020.

 

Recyclinghöfe

 

Ab Montag, den 25. Mai 2020, wird der Recyclinghof in Bad Segeberg wieder zu den bisherigen Öffnungszeiten geöffnet.

 

Folgende Regeln werden für die Recyclinghöfe festgelegt:

  • Reguläre Öffnungszeiten für die Annahme von Abfällen (Privat- und Gewerbekunden).

  • Verkauf von Produkten (Kompost etc.) an die Kunden nur, wenn es die jeweilige Anliefersituation zulässt – BigBags zur Sammlung von Abfällen sind in jedem Fall erhältlich

  • Kunden werden angehalten, in Ihrem Fahrzeug zu verbleiben – der Kundenkontakt und Kontakte der Kunden untereinander sollen weitestgehend vermieden werden. Entsprechende Hinweis-schilder etc. werden angebracht.

  • Das Annahmepersonal auf den Recyclinghöfen kommt zu den Kundenfahrzeugen und stimmt das weitere Vorgehen ab. Zielstellung ist, die Kontaktdauer und den Aufenthalt auf den Recyclinghöfen insgesamt soweit wie möglich zu verkürzen.

  • Beim Verlassen des Fahrzeugs ist ein Mund-Nase-Schutz zu tragen

  • Bezahlung erfolgt ausschließlich bargeldlos (EC-Karte)

  • Es gilt ein beschränkter Zutritt zum Kassenbereich (nur jeweils ein Kunde).

  • Für Sichtbarkeit der angelieferten Abfälle sorgen. Bitte geben Sie dem Annahmepersonal die Möglichkeit, die angelieferten Abfälle ohne großen Aufwand einzusehen (Anhänger öffnen, Abfälle sichtbar im Kofferraum platzieren etc.)

  • Anlieferung von Sperrmüll und Strauchgut erfolgt ohne vorherige Anmeldung (telefonisch oder per Email) vorläufig unentgeltlich (bis jeweils 2 Kubikmeter /Privatkunde)

  • Bei Bürgern/innen aus Norderstedt bleibt es weiterhin beim Gutscheinsystem.

  • Die Annahme von Schadstoffen, gefährlichen Abfällen und Wertstoffen erfolgt wie im Regelbetrieb in haushaltüblichen Mengen (Größere Mengen gefährlicher Abfälle bitte direkt an den Recyclinghof Damsdorf/Tensfeld liefern).

 

Es ist mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen. Der WZV bittet darum, dass von der Anlieferung von Groß-mengen zunächst abgesehen wird, und behält sich vor, insbesondere in Abhängigkeit vom jeweiligen Kun-den- und Abfallaufkommen, Anlieferungen ganz oder teilweise abzulehnen. Auch die Anlieferung von ganz geringen Mengen ist grundsätzlich nicht sinnvoll. Den Anweisungen des Personals ist ausnahmslos Folge zu leisten. Sollte sich entsprechender Bedarf abzeichnen, behält sich der WZV veränderte Öffnungszeiten vor.

 

Mobile Schadstoffsammlung

 

Die mobile Schadstoffsammlung hat zum 13. Mai 2020 ihre mobile Sammlung in den Gemeinden Stück für Stück wieder aufgenommen. Ersatztermine für ausgefallene Sammlungen finden Sie unter https://wzv.de/Privatkunden/Schadstoffe.

 

Sperrmüll / Strauchgut

 

Die Abholung von Sperrmüll wird in Kürze wieder aufgenommen. Ab dem 25. Mai 2020 können sich Kunden/innen wieder telefonisch oder online unter https://wzv.de/privatkunden/sperrmuell-strauchgut für eine Abholung anmelden. Die Selbstanlieferung von Sperrmüll auf den Recyclinghöfen bleibt vorläufig ohne vorherige Anmeldung (unentgeltlich bis jeweils 2 Kubikmeter/Privatkunde) möglich.

Die Abholung für Strauchgut bleibt weiterhin eingestellt. Die Selbstanlieferung von Strauchgut auf den Recyclinghöfen ist vorläufig ohne vorherige Anmeldung (unentgeltlich bis jeweils 2 Kubikmeter/Privatkunde) möglich.

 

Telefonische und persönliche Erreichbarkeit

 

Das Service Center wird ab 25. Mai 2020 wieder für den öffentlichen Publikumsverkehr geöffnet. Das Service Center ist zu den bisherigen Öffnungszeiten Montag-Freitag 7 bis 17 Uhr für persönlichen Kontakt für unsere Kunden/innen geöffnet.

 

Es sind entsprechende Hinweise angebracht, so dass nur ein Kunde/in zurzeit und nur mit Mund-Nasen-Schutz im Servicetresen beraten werden kann. Wir weisen unsere Kunden/innen darauf hin, dass wir die Kundendaten zwecks Nachverfolgung eventueller Infektionsketten dokumentieren. Wir bitten die Kun-den/innen, sich auf unaufschiebbare, unvermeidbare Besuche zu beschränken und eventuelle Anliegen vor-zugsweise telefonisch oder per Internet kommunizieren.

 

Die erweiterte telefonische Erreichbarkeit Montag-Freitag von 6 bis 18 Uhr behalten wir bis auf weiteres bei, so dass uns unsere Kunden/innen telefonisch kontaktieren können.

 

Hinweis: Am 26. Mai 2020 kann es aufgrund technischer Umstellungen an der Telefonanlage vormittags für ca. 2 Stunden am Vormittag zu einer eingeschränkten telefonischen Erreichbarkeit kommen.

 

Allgemeine Entsorgungssituation

 

Abfuhrtermine für die Rest-, Bio- und Papierabfuhr (Regelabfuhr) laufen weiterhin wie gewohnt:

 

Nach derzeitigen Einschätzungen wird es weiterhin vollumfänglich möglich sein, die gewohnten Abfuhrtermine für die Rest-, Bio- und Papierabfuhr einzuhalten.

 

Wichtige Hinweise zur Entsorgung von eventuell kontaminierten Abfällen aus Privathaushalten:

 

Die Entsorgung von in privaten Haushalten anfallenden Abfällen, die eventuell mit dem Corona-Virus kontaminiert sind (wie u.a. Taschentücher, Desinfektionstücher), erfolgt gemeinsam mit dem Restmüll. Die Abfälle dürfen nicht lose, sondern stets in reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnissen (z. B. in Plastik- oder Mülltüten) in den Restabfallbehälter. Der Restabfallbehälter (graue Tonne) muss immer verschlossen und nicht frei zugänglich für Dritte sein. Kontaminierte Abfälle dürfen nicht in Säcken oder gar lose neben die Restabfallbehälter gestellt werden, um Gefahren für Dritte auszuschließen.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: WZV-Lockerungs-Update
Foto: Bis 19. April war der Recyclinghof Damsdorf-Tensfeld geschlossen

Coronavirus: Himmelfahrt mit Abstand und Enthaltsamkeit

(20. 05. 2020)

Morgen, am 21. Mai 2020, ist Christi Himmelfahrt. Für Christen ein bedeutender Tag und für andere einfach nur „Vatertag“. Doch in Zeiten der Pandemie ist bekanntlich alles anders. Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bornhöved feiert von 11 bis 12 Uhr Gottesdienst, laut letztem Blickpunkt-Eintrag aber nicht am Viererberg, sondern in der Vicelin-Kirche. Und die Landespolizei hat am 18. Mai schon mal vorsorglich alle Väter im Land und jene, die sich dafür halten, vor den üblichen Bollerwagentouren gewarnt. Im ganten Land und insbesondere an „Vatertags-Hotspots“ werde durch zusätzliche Beamte kontrolliert.

 

Der Kreis Segeberg hat am 18. Mai ebenfalls agiert und eine Mitteilung veröffentlicht unter der Überschrift „Covid-19: Was ist erlaubt an Christi Himmelfahrt während der Pandemie?“. Hier die Mitteilung im Wortlaut:

 

Party am See mit dem Bollerwagen? In Zeiten von Corona gelten an Christi Himmelfahrt, am so genannten Vatertag, die bekannten Hygienemaßnahmen und Kontakteinschränkungen.

 

Das bedeutet: Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushalts sind weiterhin untersagt. Nach wie vor gilt die Regelung, dass sich ein Haushalt nur mit einem weiteren treffen darf. Damit sind Ansammlungen im öffentlichen Raum mit einer größeren Anzahl von Personen verboten.

 

Dies gilt gleichermaßen für das Grillen im Park oder auf öffentlichen Grillplätzen. Wichtig: Aufgrund der derzeit herrschenden Trockenheit und damit einhergehenden erhöhten Waldbrandgefahr sollte vom Grillen in Parks oder der freien Natur abgesehen werden.

 

Der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen ist grundsätzlich bis auf wenige Ausnahmen (u.a. physische Barrieren vorhanden, innerhalb der Familie oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts) immer einzuhalten. Weitere Hygienemaßnahmen sind:

 

  • Handhygiene (regelmäßiges, richtiges Händewaschen),

  • sich nicht ins Gesicht fassen und

  • Husten und Niesen in ein Einwegtaschentuch (oder Armbeuge).

 

Menschen, die sich an Christi Himmelfahrt weder an die Hygienemaßnahmen noch an die Kontaktbeschränkungen halten, müssen mit Konsequenzen und einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

 

Die Polizei ist wie in den vergangenen Jahren aufgestellt. Der Infektionsschutz des Kreises hat eine Bereitschaft eingerichtet und wird der Polizei bei Rückfragen telefonisch zur Verfügung stehen.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Himmelfahrt mit Abstand und Enthaltsamkeit
Foto: Kein Freiluftgottesdienst am Himmelfahrtstag am Viererberg

Coronavirus: Wir machen uns locker – aber wie?

(18. 05. 2020)

Schon wieder ist heute ein magisches Datum erreicht, das Lockerungen in den Maßnahmen verspricht, die eine rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhindern sollten und sollen. Für manche kommen die Lockerungen nach langem Warten, andere erfahren bereits eine nächste Stufe. Und für den Außenstehenden kann die Fülle von Erlassen und Allgemeinverfügungen schon mal verwirrend sein.

 

Das ist auch der Grund, warum diese ehrenamtlich betreute Homepage nicht den Anspruch erhebt, ein offizielles Medium für amtliche Bekanntmachungen zu sein. Die Homepage www.gemeinde-schmalensee.de ist, was das angeht, „Trittbrettfahrer“, und greift Nachrichten auf, die längst in der Welt sind. Das gilt auch für die neueste Landesverordnung und die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg, die am 17. Mai veröffentlicht worden sind, ab heute gelten und weitere Lockerungen insbesondere in der Kinderbetreuung und Schulen sowie weiteren Einrichtungen betreffen. Unter www.segeberg.de sind umfangreiche Informationen rund um das Thema Covid-19 zu finden.

 

Grundsätzliche Corona-Regeln gelten laut Landesverordnung vom 18. Mai weiter

 

Ganz wichtig: Die grundlegenden Regeln in Sachen Abstand und Hygiene gelten weiter, auch wenn sich im öffentlichen Raum wieder mehr Möglichkeiten der Begegnung bieten:

  • Wann immer möglich ist der Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Menschen einzuhalten.

  • Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushalts sind weiterhin untersagt. Nach wie vor gilt die Regelung, dass sich ein Haushalt mit einem weiteren treffen darf.

  • Soweit das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung gefordert ist (in Geschäften, im ÖPNV), ist auf eine vollständige Bedeckung von Mund und Nase zu achten, damit eine Ausbreitung von Tröpfchen vermindert wird.

  • Auch die Husten- und Niesetikette (in die Ellenbeuge) ist weiter zu beachten).

  • Veranstaltungen mit Publikumsverkehr sind möglich. Sie sollten „Sitzungscharakter“ haben und sind unter Hygieneauflagen für bis zu 50 Teilnehmer erlaubt.

  • Einrichtungen mit Publikumsverkehr müssen Maßnahmen treffen, dass beim Warten vor Eingängen das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Möglichkeiten zum Händewaschen und zur Handdesinfektion sind zu schaffen. Innenräume sind regelmäßig zu lüften. Aushänge sind zu fertigen, die Hygieneregeln beinhalten. Besucherströme sind durch „Einbahnstraßen“ so zu lenken, dass kein „Begegnungsverkehr“ auf engem Raum zustande kommt. Von Teilnehmern / Besuchern sind Kontaktdaten unter Wahrung des Datenschutzes festzuhalten, um mögliche Infektionsketten rasch ermitteln zu können.

 

Die neue Landesverordnung regelt folgende Bereiche (Auszug):

 

Gaststätten: Hygienekonzepte sind zu erstellen, Kontaktdaten der Gäste zu erheben, um eine Rückverfolgung im Falle einer Infektion zu ermöglichen, Buffets sind nicht möglich. Übermäßiger Alkoholkonsum ist zu vermeiden. Um 22 Uhr ist zu schließen. – Der Gasthof Voß prüfte weiter, in welchem Umfang wann geöffnet werden könnte. Es wird um Geduld gebeten.

 

Sport: Grundsätzlich gilt: Abstandsgebot und Hygienemaßnahmen sind einzuhalten, sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen/Sammelumkleiden sind zu schließen. Erlaubt ist unter den gültigen Voraussetzungen auch wieder kontaktarmer Sport im Innenbereich wie in Fitnessstudios. Dazu müssen Betreiber*innen ein Hygienekonzept entwickeln. Schwimmbäder bleiben geschlossen. – Der SV Schmalensee hat eine Abfrage unter den Spartenleitern gestartet, in welchem Umfang und ab wann eine Wiederaufnahme gewünscht wird. Das Hygienekonzept ist in der Erarbeitung.

 

Religionsgemeinschaften/Kirchen: Bei dortigen rituellen Veranstaltungen wie Gottesdiensten ist das Abstandsgebot durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen. Diese Regelung ersetzt die bisherige Quadratmeterregelung. – In der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bornhöved wurde am 17. Mai erstmals Gottesdienst gefeiert, noch begrenzt auf 25 Besucher. Mögliche Änderungen werden auf der Homepage der Kirchengemeinde bekannt gemacht.

 

Außerschulische Bildungseinrichtungen und Kinos: Nachdem bereits Museen, Bibliotheken und Musikschulen ihre Türen öffnen durften, können nun ab Montag, 18. Mai, auch Volkshochschulen und außerschulische Bildungsstätten ihr Programm beginnen. Kinos können maximal 50 Besucher*innen pro Kinosaal empfangen, wenn sie Hygienekonzepte erstellen und umsetzen. – Das Heimatmuseum Bornhöved ist bis auf Weiteres geschlossen, da die Abstandsregelung zur Herausforderung in der engen Kate wird und die „Museumswächter“ mehrheitlich der Risikogruppe angehören; Angebote der VHS Trappenkamp-Bornhöved sind auf deren Homepage nachzuschauen.

 

Weiterführende Links:

 

Erlass, Verordnung und weitere Informationen des Landes finden Sie hier: https://schleswig-holstein.de/coronavirus-erlasse

 

Die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg finden Sie hier: https://www.segeberg.de/media/custom/2211_2408_1.PDF?1589716095

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Wir machen uns locker – aber wie?
Foto: Coronavirus: Wir machen uns locker – aber wie?

Achtung kniffelig: Eine Rallye durch den Wald – die Aufgabe

(17. 05. 2020)

Einen besonders pfiffigen Einfall haben Frauke und Henning Pape gehabt und für die Kinder eine Schnitzeljagd ausgearbeitet. Zunächst für die eigenen, aber dann kam der Gedanke auf, diese Schnitzeljagd doch allen zugänglich zu machen. Also kam die Gemeinde-Homepage ins Spiel.

 

Die Hälfte des Homepage-Teams hat ihren freien Samstag genutzt und sich aufgemacht, die Rallye im Selbsttest zu durchlaufen. Die gute Nachricht an die Erfinder: Alle Teammitglieder konnten der Wegbeschreibung problemlos folgen und kamen unversehrt – aber verschwitzt – wieder am Ausgangspunkt an.

 

An ein, zwei Stellen mussten die Antworten aktualisiert werden – der Vorschlag kam zugegeben schon vor einiger Zeit hier an... Und bei der Gelegenheit wurden dann auch noch ein paar Punkte ergänzt. Wenn die Herausforderung also zu groß ist: Nicht die Urheber sind schuld daran...

 

Worum geht es?

 

Diese Waldrallye oder Schnitzeljagd ist kein Wettstreit, bei dem Familien gegeneinander antreten sollen oder ähnliches. Denkt an die Abstandsregel – wir haben Corona-Pandemie. Hier geht es darum, sich mit offenen Augen in unserer schönen Landschaft zu bewegen und vielleicht ja Orte und Dinge kennenzulernen, von denen man noch gar nicht wusste.

 

Wie geht es?

 

Zunächst der Weg: Der ist leicht zu finden und in dieser Meldung bebildert sowie im PDF zum Download enthalten. Los geht es in der Dorfstraße gegenüber der Hausnummer 20 – den schmalen Seeweg hinunter zum Seeufer. Dann nach rechts zur Vakuumpumpstation, wieder hinauf zur Dorfstraße und von dort in die Belauer Straße. Biegt in den Waldweg ein und folgt dem Wanderweg nach Belau. Von dort geht es nach links durch das Nachbardorf und zurück nach Schmalensee. Ganz einfach, wenn sie da nicht wäre, ...

 

Die Aufgabe: Unterwegs sind Dinge zu erkennen, die im Fragenkatalog aufgeführt sind, der ebenfalls Bestandteil des PDF ist. Besondere Tücke: Die Fragen sind nicht in der Reihenfolge notiert, in der man sie auf dem Weg beantworten könnte. Ganz schön fies! Aber wer ein gutes Klemmbrett hat und sich einen Schriftführer wählt...

 

Und die Kontrolle?: Ob Ihr richtig gelegen habt oder nicht, das verrät Euch nicht das Licht. Sondern eine weitere Meldung zum Thema „Rallye durch den Wald“, die zeitgleich auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht wird und die Ihr erst anschauen solltet, wenn Ihr die Rallye hinter Euch gebracht, die Blasen an Euren Füßen behandelt und Hunger und Durst nach der langen Tour gestillt habt. Niemand sollte daraus anderen etwas verraten! So etwas nennt man spoilern und das ist bekanntlich uncool! Wer es trotzdem macht oder wer mit dem Antwortbogen unterwegs angetroffen wird, muss barfuß ins Bett!

 

Also Schmalenseer & Friends – haut rein und viel Spaß; den Ideengebern vielen Dank und sorry für's Verschlimmern an alle!

 

P.S.: Die Fragen wurden am 16. Mai 2020 notiert. Etwaige Veränderungen im Gelände gehen nicht auf unsere Kappe!

 

[Waldrallye - Aufgaben]

Foto zur Meldung: Achtung kniffelig: Eine Rallye durch den Wald – die Aufgabe
Foto: Die Rallye führt durch diesen Wald

Spoiler-Alarm: Die Lösungen der Rallye durch den Wald

(17. 05. 2020)

Achtung: Dies ist der Lösungsbogen zur „Rallye durch den Wald“, die sich Frauke und Henning Pape ausgedacht haben und zu deren Fragen das Homepage-Team noch ein paar Fiesigkeiten beigesteuert hat.

 

Wer die Rallye noch nicht absolviert hat, sollte jetzt noch bis zum Ende lesen, NICHT die Bilder anschauen und NICHT das PDF öffnen, das dieser Meldung beiliegt. Denn da stehen die Lösungen drin...

 

Wer's doch tut, weil er oder sie nicht beabsichtigt, auf die herausfordernde Schnitzeljagd zu gehen, befindet sich noch im grünen Bereich, solange er oder sie auch nichts weitertratscht.

 

Wer aber Lösungen ausplaudert gegenüber jenen, die den langen Marsch nach Belau und zurück noch vor sich haben, muss einen ausgeben.

 

Wer sich die Lösungen durchliest und den Weg in Angriff nimmt, muss barfuß ins Bett!

 

Also, Hand auf's Herz: Seid Ihr schon so weit, dass Ihr das PDF öffnen könnt? Ja? Dann viel Erfolg während des Abgleichs mit Euren unterwegs gemachten Notizen. Belohnen müsst Ihr Euch zwar selbst. Aber ist es nicht Lohn genug, eine schöne Wanderung unternommen zu haben?

[Waldrallye - Lösungen]

Foto zur Meldung: Spoiler-Alarm: Die Lösungen der Rallye durch den Wald
Foto: Durch diesen Wald führte die Rallye

Was ist denn das in Schmalensee? – Langbetten

(16. 05. 2020)

Eine neue Stilrichtung im Möbelbau? Eine Open-Air-Erholungsstätte für den müden (Rad-)Wanderer? Mit den Jahren sind Hinweisschilder in und um Schmalensee aufgertaucht oder mit interessanten Zusätzen versehen worden. So tragen einige die kleine ergänzende Information, dass in einer gewissen Richtung sogenannte „Langbetten“ zu finden sind. Was kann das sein?

 

Um Schmalensee war schon immer etwas los

 

Die Langbetten sind Zeugnisse frühzeitlicher Besiedelung unserer Gegend, als vom Namen „Schmalensee“ noch lange nicht die Rede war. Sie werden der Jungsteinzeit zugerechnet, wie ein Schild des Archäologischen Landesamtes auf der Kuppe des Grimmelsberges, direkt an der Straße von Schmalensee nach Tarbek verrät.

 

Die Grabstätten aus der Zeit um 3500 v. Chr. sind Überbleibsel einer Vielzahl von Langbetten auf Schmalensees Gemarkung, wie einige Karten verraten: Schon Friedrich Ernst Christian Oertling, der von 1811 bis 1837 Pastor der Kirchengemeinde Bornhöved war und für jedes Kirchspieldorf eine Karte anfertigte, nahm auf seiner Schmalensee-Karte zahlreiche rechteckige Eintragungen vor. Übernommen haben mag er diese von der Flurkarte Schmalensees aus dem Jahr 1780, die in Folge der Verkoppelung des bis dahin gemeinschaftlich bewirtschafteten Landes entstand und in der 1948 von Heinrich Göttsch veröffentlichten „Chronik von Schmalensee“ zu finden ist.

 

Alte Karten verraten Bemerkenswertes

 

Umfangreich mit der Vor- und Frühgeschichte unserer Landschaft beschäftigt hat sich Hildegard Gräfin von Schwerin von Krosigk, die 1976 ihre „Untersuchungen zum vor- und frühgeschichtlichen Siedlungsablauf am Fundbild der Gemarkungen Bornhöved – Gönnebek – Groß Kummerfeld – Schmalensee, Kreis Segeberg“ drucken ließ.

 

Alle bisher genannten Quellen sind auch Grundlage des heutigen, digital unterstützten Kartenwerks der Archäologen von Landesamt und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Letztere waren in den vergangenen Jahren in unserer Region unterwegs, allerdings im Rahmen der Erforschung bronzezeitlicher Grabhügel, von denen es in unserem Landschaftsraum noch viel mehr als Langbetten gegeben hat.

 

Viele Zeugnisse der Vorzeit wurden „plattgemacht“

 

Zwar sind die allermeisten dieser Grabhügel, Langbetten sowie noch später entstandenen Urnenfelder dem Pflug zum Opfer gefallen. Mit altem Kartenmaterial und modernsten Methoden aber bleiben sie nicht gänzlich verborgen und stehen auch schon mal einer Baumaßnahme im Weg: Wer bauen will auf solch historischem Grund, gerät leicht „in Gefahr“, eine Notgrabung der Archäologen finanzieren zu müssen.

 

Zurück zu den Langbetten auf dem Grimmelsberg, von denen man das am nächsten zur Straße gelegene problemlos zu Fuß erkunden und dort tatsächlich mit Blick in die Landschaft ausruhen kann. Verharrt man dort und genießt die Stille, so stelle man sich einfach einmal vor, welch eine Leistung der Menschen der Vor- und Frühzeit es gewesen sein muss, die schweren Findlinge zu bewegen und Gräber anzulegen.

 

Gräber sind die einzigen Zeugen der Vergangenheit

 

Interessant ist, dass die Archäologen bislang vergeblich handfeste Siedlungsreste der besagten Epochen in unserer Gegend gefunden haben. Doch legt die Vielzahl an Gräbern nahe, dass in Nähe der hiesigen Gewässer auch gesiedelt worden ist.

 

In späterer, slawischer Zeit ab dem 7. Jahrhundert n. Chr., gaben die vielen Gräber weitläufig dem Zuentifeld (Schwentinefeld), dem „heiligen Feld“ mit dem heutigen Bornhöved als Zentrum einen Namen.

 

Gräfin Schwerin von Krosigk fasste zusammen – und das spornt Archäologen, professionelle und Hobbyforscher an –, dass hier ein „bevorzugtes Siedlungsgebiet“ war: „Hier entwickelten sich auch die vermutlich überregional bedeutenden Zentren, die auf den Karten durch eine besonders starke Fundkonzentration auffallen.“

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Was ist denn das in Schmalensee? – Langbetten
Foto: Langbetten - Vielleicht ein Platz zum Ausruhen

Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 05. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Mai die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Ein Bierkrieg in Holstein?: Von einem sich anbahnenden „Bierkrieg“ ist die Rede in einem Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts am 15. Mai 1910, vor 110 Jahren. Der Bericht greif eine Zusammenkunft von Wirten im Ascheberger Gasthof Schwiddeldei auf, an der auch Wirte aus den angrenzenden Teilen des Kreises Segeberg teilnehmen. Es wird ein Verein gegründet, dessen Ziel eine Verbesserung bei der Preisgestaltung für bezogenes Bier sein soll. Höhere Steuern und gestiegene Preise der Hersteller, auch von Spirituosen, wollen die Wirte nicht mehr tragen.

 

Erfolgreiche Schmalenseer Landjugend: In Kükels findet laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 16. Mai 1960, vor 60 Jahren der 8. Kreislandjugendtag mit Wettbewerben der jungen Kälberzüchter, im Schleppergeschicklichkeitsfahren und Leistungspflügen sowie in hauswirtschaftlichen Kategorien statt. Einer der Preisrichter ist Landwirt Heinrich Wulf aus Schmalensee. Tochter Lisa Wulf, später verheiratete Griese, gewinnt einen ersten Preis in der Kälberzucht. Auch Reimer Saggau weist einen ersten Platz vor. Heinz Wilhelm Först, Lehrling bei Hans Harder, belegt in der Zucht einen zweiten Rang.

 

Wechsel an der Spitze des Dorfes: Am 20. Mai 1970, vor 50 Jahren, wählt die Gemeindevertretung in ihrer konstituierenden Sitzung Hans Voß zum neuen Bürgermeister. Voß löst Hellmut Saggau im Amt ab, der nicht mehr zu Kommunalwahl angetreten war. Mit den fünf Stimmen der Wählergemeinschaft und bei Enthaltung aller vier SPD-Vertreter wird Voß gewählt. Zum ersten stellvertretenden Bürgermeister wird Hans Christian Siebke (WGS) gewählt, der sich, wie schon zuvor Hans Voß, gegen den SPD-Kandidaten Friedrich Bollbuck durchsetzen kann. Zweiter Stellvertreter will eigentlich Jürgen Stegelmann werden, doch da er mit Bürgermeister Voß verwandt ist, tritt an seiner Stelle Hermann Griese (WGS) erfolgreich an.

 

Eine interessante Straßenkreuzung: Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt meldet am 21. Mai 1905, vor 115 Jahren, dass Halbhufner Johann Schumacher, dessen Hofstelle am 30. April 1905 abbrannte, diese nun verlegen wird. Standort soll die „Wegekreuzung an den Landstraßen Schmalensee-Tarbek und Bornhöved-Damsdorf“ sein. Bauplatz wäre eine Koppel, die Schumacher von Eduard Stegelmann erstanden hat. Da der Großteil seines Landes dann unmittelbar am Hof läge, würde dies eine Wertsteigerung der Halbhufe bedeuten. 1920 ging dieses Anwesen an Otto Schlätel, 1932 wurde es aufgeteilt. Heute wohnt dort die Familie Borchers und nebenan ist Matthias Thies Besitzer. Interessant ist die Beschreibung der Kreuzung, die heute so zu beschreiben ist: links und rechts der Tarbeker Straße gehen Feldwege ab. Einer zur Damsdorfer Straße bei Siebelts und einer ins Bornhöveder Flurstück Mang de Bargen. Letzterer war offenbar weit intensiver in Gebrauch in früheren Zeiten, wenn er 1905 als „Landstraße“ bezeichnet wurde.

 

Christdemokraten in Schmalensee: In Schmalensee wird wird am 22. Mai 1975, vor 45 Jahren, der 68. CDU-Ortsverband innerhalb des Kreisverbandes Segeberg gegründet. Initiator der Gründungsversammlung, auf der der stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU, Uwe Menke, zugegen ist, ist Hans Siebke. Er wird auch zum 1. Vorsitzenden des Ortsverbandes gewählt. 2. Vorsitzender wird Günther Brust, Schatzmeister Ewald Garber. Zu Beisitzern werden Rainer Schramm und Jürgen Stegelmann gewählt.

 

Tod durch Knüppelschläge: Am Abend des 23. Mai 1885, vor 135 Jahren, kommt es im benachbarten Stocksee zu einer Gewalttat. Ein ehemaliger Knecht des Dorfes gerät bei einem Besuch in Streit mit mehreren Knechten. Diese misshandeln ihn mit einem Knüppel derart, dass er die Besinnung verliert. Erst am 25. Mai findet sich der Schwerverletzte im Segeberger Krankenhaus ein. Durch seinen Zustand wird die Kirchspielvogtei auf den Vorfall aufmerksam, ein Major von Unruh nimmt Ermittlungen vor Ort auf. Die Stockseer Schläger werden in Polizeigewahrsam genommen. Am 27. Mai stirbt das Opfer.

 

Ein neuer Bürgermeister: Die Segeberger Zeitung meldet am 26. Mai 1955, vor 65 Jahren, dass in der konstituierenden Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung Hellmut Saggau zum Nachfolger Heinrich Hamanns ins Amt des Bürgermeisters gewählt wurde. Sein erster Stellvertreter ist Hans Voß., zweiter Stellvertreter Willi Moebs. Alle drei gehören der Wählergemeinschaft an, die alle 5 Direktmandate gewinnen konnte.

 

Kühe für die Kriegsgegner: In den nördlichen Gemeinden des Kreises Segeberg findet am 27. Mai 1920, vor 100 Jahren, der Ankauf von Rindern zur Ablieferung an die ehemaligen Kriegsgegner Frankreich und Belgien statt. Noch immer spricht die Presse dabei von Reparationen an den „Feindbund“. Ankaufsorte für die bevorzugt tragenden Tiere, die unbedingt mit haltbaren Hanfstricken versehen sein müssen, sind Tarbek, Bornhöved und Gönnebek.

 

Nicht mehr „Schmalensee über Plön“: Am 27. Mai 1990, vor 30 Jahren, wird die Gemeinde Schmalensee postalisch dem Auslieferungsbereich Neumünster zugeordnet. Das kostet die Gemeinde ihre Postleitzahl 2321. Stattdessen bekommt das Dorf die Bornhöveder Postleitzahl 2351. Die Schmalenseer mit Bürgermeister Hans Siebke an der Spitze sind nicht glücklich mit dieser Entscheidung, da sie mit viel Aufwand für die Einwohner und örtliche Gewerbetreibende verbunden ist. Siebke vermutet hinter der Maßnahme eine „Retourkutsche“, da die Kieler Oberpostdirektion vor nicht langer Zeit im Kampf um den Erhalt der Schmalenseer Poststelle unterlegen war. Die von der Post angegebenen Gründe sind wirtschaftlicher Natur: 3.841 DM spare sie für die um 300 Meter kürzere Anlieferungsstrecke zu im Ort zu verteilenden Postsendungen jährlich ein.

 

Erfolgreicher Gespannfahrer: Mit dem Leezener Reit- und Fahrturnier am ersten Pfingsttag wird am 31. Mai 1925, vor 95 Jahren, die Saison der reiterlichen Veranstaltungen im Kreis Segeberg eröffnet. Der Sieg in der schweren Einspännerabteilung geht nach Schmalensee, an „Herrn Saggaus Blenheim“. Blenheim aus dem Besitz von Ludwig Saggau wird in der Regel von dessen Sohn Hellmut gelenkt. Der spätere Bürgermeister und Wehrführer der Gemeinde Schmalensee gewinnt mit Blenheim zudem die Anfänger-Dressurprüfung. Möglicherweise hat Saggau junior seinen Erfolg im Gasthof Voß feiern wollen – dort fand am Abend ein Pfingstball statt. Aber...

 

Beim Ball wird das Messer gezogen: Während des besagten Pfingstballs im Gasthof Voß am 31. Mai 1925 kommt es zu einer Messerstecherei. Der landwirtschaftliche Arbeiter D. aus Neumünster hatte bereits vor mehreren Jahren mit dem Hofbesitzersohn S. aus Schmalensee eine Auseinandersetzung gehabt und war seitdem nicht gut auf diesen zu sprechen. Während des Tanzvergnügens geraten beide in einen Wortwechsel. D. zieht plötzlich sein Messer und sticht blindlings auf S. und den herbeieilenden Schmalenseer H. ein. Beide Schmalenseer tragen mehrere schwere Stiche in der Brust, an der Stirn und an der Hand davon. Zeugenaussagen entkräften später vor Gericht D.'s Leugnung der Täterschaft. Er wird vom Schöffengericht Neumünster zu sieben Monaten Haft verurteilt. Seine Berufung wird im Oktober 1927 von der Kieler Strafkammer verworfen.

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Richard Saggau sucht Schafscherer SKTB 16.05.1940

Holstenhallen Neumünster ein zweites Mal Blutspende-Hotspot vom 18. bis 20. Mai 2020

(14. 05. 2020)

Das Coronavirus und die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung seiner raschen Ausbreitung hatte seit März einige Termine des Blutspendedienstes Nord-Ost des Deutschen Roten Kreuzes in den Landgemeinden gestoppt. Mit Erfolg wurde zwischen Mitte März und Anfang April in den Holstenhallen Neumünster ein Blutspende-Hotspot betrieben.

 

Nun laufen zwar auch lokal wieder die Blutspende-Aktionen des DRK an, doch angesichts der wieder steigenden Zahl von Behandlungen und Operationen in den Kliniken, die zum Teil mehrere Wochen in einer Art „Corona-Bereitschaft“ verharrten, ist nun wieder mit einem erhöhten Bedarf an Spenderblut zu rechnen. Deshalb wird in Ergänzung zu den Lokalterminen die „Blutspendezentrale“ (Holsteinischer Courier am 14. Mai 2020) erneut geöffnet.

 

Die Termine in den Holstenhallen, Justus-von-Liebing-Straße 2-4, finden statt am Montag, 18. Mai; Dienstag, 19. Mai und Mittwoch, 20. Mai – jeweils von 14 bis 18 Uhr. Die Spender werden gebeten, ihren Personalausweis mitzubringen.

 

Wer Erkältungssymptome zeigt, Fieber und Durchfall hat, soll bitte zu Hause bleiben.

 

Alle Spender werden aufgefordert, sich einen Termin zur Abgabe des Lebenssaft zu reservieren: Im Internet unter www.blutspende-nordost.de oder unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 11 949 11 (montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr besetzt).

 

Die Abläufe in den Holstenhallen folgen einem Hygienkonzept zum Schutz der DRK-Helfer und der Spender: Zugangskontrolle – Kurzanamnese – Fiebermessen – Desinfektion – Tragen von Mundschutz – größtmögliche „Vereinzelung“ durch Abstände. Alle Spender erhalten eine Mund-Nasen-Abdeckung.

Foto zur Meldung: Holstenhallen Neumünster ein zweites Mal Blutspende-Hotspot vom 18. bis 20. Mai 2020
Foto: Holstenhallen Neumünster ein zweites Mal Blutspende-Hotspot vom 18. bis 20. Mai 2020

Coronavirus: Wiederöffnung der DRK-Kleiderstube im „Alten Amt“ am 20. Mai

(14. 05. 2020)

Wieder öffnen wird die Kleiderstube des Ortsvereins Amt Bornhöved im Deutschen Roten Kreuz – wenn auch unter durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen. Am Mittwoch, 20. Mai 2020, ist es soweit.

 

Untergebracht ist die Kleiderstube im „Alten Amt“, dem früheren Verwaltungsgebäude des Amtes Bornhöved, in der Lindenstraße 5 in Bornhöved; zu erreichen über den Hintereingang.

 

Die Öffnungszeiten sind an jedem ersten Mittwoch des Monats von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr sowie an jedem dritten Mittwoch im Monat von 16 Uhr bis 18 Uhr. Auch Anproben sind unter Beachtung eines vom DRK erarbeiteten Hygienekonzeptes wieder möglich.

 

In der aktuellen Ausgabe des Blickpunkt Bornhöved (14. Mai 2020) weist das Team der DRK-Kleiderstube darauf hin, dass sich auf Grund der Dynamik der Situation an den Öffnungszeiten und Möglichkeiten kurzfristige Änderungen ergeben könnten.

 

Einschränkungen und Besonderheiten wegen Covid-19

 

In der Kleiderstube gelten im Rahmen der Corona-Krise einige Besonderheiten und Einschränkungen. So besteht in der Kleiderstube Maskenpflicht. Es darf sich nur maximal eine Kundin bzw. ein Kunde in der Kleiderstube aufhalten – Begleitpersonen können nicht eingelassen werden. Kleiderspenden werden bitte vor der Eingangstür zur Kleiderstube abgelegt und natürlich ist den Anweisungen des DRK-Personals am Eingang Folge zu leisten.

 

Weiterhin keine Krebs-Selbsthilfegruppe

 

Wegen der Corona-Krise können bis auf weiteres keine Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe stattfinden. Aber Frau Schlicht steht weiter telefonisch beratend zur Seite unter 04323/8393.

 

Blutspenden ab Juni wieder möglich

 

Drei Blutspende-Termine sind für dieses Jahr festgelegt worden: Am 30. Juni, 22. September und 24. November besteht jeweils von 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr in den Räumen der Sventana-Schule Bornhöved (Jahnweg 6) die Möglichkeit, beim DRK den wichtigen Lebenssaft zu spenden.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Wiederöffnung der DRK-Kleiderstube im „Alten Amt“ am 20. Mai
Foto: Coronavirus: Wiederöffnung der DRK-Kleiderstube im „Alten Amt“ am 20. Mai

Vogelzählung durch den NABU: Sorge um die Blaumeisen

(13. 05. 2020)

Bei der Vogelzählaktion vom Naturschutzbund (NABU) Schleswig-Holstein rund um den Muttertag, zu der auch auf dieser Homepage aufgerufen worden war, konnte eine Rekordbeteiligung verzeichnet werden. 5.600 Schleswig-Holsteiner haben daran teilgenommen, fast 2.000 mehr als im Vorjahr. Am häufigsten beobachtet wurde einmal mehr der Haussperling in Gärten, auf Balkonen und Plätzen.

 

Deutschlandweit haben sich laut NABU über 120.000 Menschen an der „16. Stunde der Gartenvögel“ beteiligt, heißt es in einer Mitteilung vom 12. Mai 2020.

 

Danach liegt in der Häufigkeit der Beobachtungen hinter dem Haussperling auf Platz 2 die Amsel. Dahinter folgen der Feldsperling, die Kohlmeise und, auf Rang 5, die Blaumeise.

 

Blaumeisen-Sterben bereitet Sorge

 

Der Blaumeise galt ein Hauptaugenmerk, denn seit Anfang März hatte der NABU vermehrt Berichte über kranke und gestorbene Blaumeisen erhalten. Das „Blaumeisen-Sterben“ habe sicherlich seinen Beitrag zur Rekordbeteiligung an der Vogelzählaktion beigetragen, die Berichte darüber hätten Betroffenheit ausgelöst. Auch hier im Norden, wo zwar ein geringerer Rückgang in der Blaumeisen-Population registriert werde, aber die Zahl der gemeldeten Beobachtungen noch nie so niedrig gewesen sei wie in diesem Jahr. Bundesweit gehen die Naturschützer davon aus, dass von etwa 7,9 Millionen erwachsenen Blaumeisen ungefähr 300.000 wegen des Bakteriums Suttonella ornithocola gestorben sind.

 

33 Vogelarten tummeln sich in Gärten

 

Im Durchschnitt, so der NABU, seien in diesem Jahr innerhalb einer Stunde 33 Vogelindividuen beobachtet worden. Das klingt nach Vielfalt, bedeutet aber den niedrigsten Wert seit Beginn der Zählungen. Bei den oben genannten Top-5 der heimischen Gartenvogelwelt ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr festzustellen.

 

Als „große Verlierer dieses Jahres“ bezeichnet der NABU bundes- und landesweit neben der Blaumeise auch den Star und den Grünfink. Größte Sorgenkinder bleiben Mehlschwalbe und Mauersegler – sie sind noch immer weit entfernt von früheren Bestandszahlen. Zunehmende Zahlen gibt es bei der Ringeltaube und der Türkentaube sowie beim Eichelhäher.

 

Noch bis zum 18. Mai 2020 können unter www.stundedergartenvoegel.de Beobachtungen gemeldet werden. Dort sind auch Zählergebnisse nachzulesen und Jahresvergleiche möglich.

 

Nächstes Zählprojekt: Insekten

 

Wer Lust an Zählaktionen dieser Art gewonnen hat, sollte sich den 29. Mai 2020 vormerken. Dann startet die nächste Citizen-Science-Aktion des NABU, der Insektensommer.

 

 

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Foto: Blaumeise

Coronavirus: Landespolizei zum Mund-Nasen-Schutz

(13. 05. 2020)

Die Landespolizei Schleswig-Holstein teilt am 6. Mai 2020 mit:

 

Zum eigenen Schutz und dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat auch die Landespolizei Hygienemaßnahmen weiter angepasst.

 

Wenn Bürgerinnen und Bürger Polizeidienststellen aufsuchen, bitten wir um das Mitführen und Aufsetzen des Mund-Nasen-Schutzes, wie es auch u.a. im Öffentlichen Personennahverkehr vorgeschrieben ist. Auf den Dienststellen werden grundsätzlich weitere geeignete Schutzvorkehrungen getroffen, wie zum Beispiel die Installation von Plexiglasscheiben.

 

Für Polizistinnen und Polizisten besteht keine andauernde Trageverpflichtung des Mund-Nasen-Schutzes, dieser wird aber grundsätzlich dann getragen, wenn aufgrund der dienstlichen Tätigkeit absehbar der Abstand zwischen Polizeibediensteten und Bürger auf unter 1,5 m reduziert wird, Polizeibedienstete sich in geschlossenen Räumlichkeiten mit einer größeren Anzahl an Menschen aufhalten müssen oder wenn aufgrund erlassener Rechtsverordnungen der Landesregierung bzw. von Ministerien im Einzelfall oder generell eine Tragepflicht besteht.

 

Unabhängig vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes greifen die Polizeibeamtinnen und -beamten bei entsprechendem taktischen Bedarf auch auf weitergehende Schutzausrüstung wie zum Beispiel FFP2/FFP3-Masken zurück.

 

Für Bürgerinnen und Bürger besteht fortlaufend und 24 Stunden am Tag die Möglichkeit, Anzeigen auch online zu erstatten. Die Onlinewache ist erreichbar über die Homepage der Landespolizei: www.polizei.schleswig-holstein.de.

 

Wichtig hierbei: Im Notfall 110 wählen! Wenn Sie sich bedroht fühlen, Täter noch am Werk sind oder eine andere konkrete Gefahr besteht, scheuen Sie sich nicht, sofort den Notruf der Polizei zu wählen.“

 

 

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Foto: Polizeiabzeichen SH alt

Naht das Ende des Erwerbslebens? Rentenantrag nicht vergessen

(12. 05. 2020)

Die Deutsche Rentenversicherung Nord wendet sich mit einer Mitteilung vom 4. Mai 2020 an alle, die sich altersbedingt dem Ende der Erwerbstätigkeit nähern:

 

Eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird nicht automatisch geleistet - sie muss beantragt werden. Wer also in Rente gehen möchte, sollte rechtzeitig vor dem Ende des Erwerbslebens einen Antrag stellen und dabei alle notwendigen Unterlagen einreichen.

 

Wir empfehlen, dass Versicherte ihren Rentenantrag etwa drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn stellen", erläutert Sebastian Bollig von der Deutschen Rentenversicherung Nord. Insbesondere wenn zeitweise im Ausland gearbeitet wurde, sollte vorher geprüft werden, ob bei der Rentenversicherung bereits alle Unterlagen vorliegen oder ob noch Lücken im Versicherungsverlauf bestehen. Ein wichtiger Hinweis: Wird der Antrag zu spät gestellt, kann die Rente für zurückliegende Monate nicht nachgezahlt werden.

 

Wer seinen Rentenantrag selbst ausfüllen möchte, kann dieses im Internet mit den Online-Diensten der Deutschen Rentenversicherung tun. Wird jedoch Hilfe beim Ausfüllen des Antrags benötigt, stehen die Mitarbeiter der Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Nord auch in der aktuellen Krise zur Verfügung.

 

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen Anträge gerne zusammen mit Ihnen direkt am Telefon auf“, sagt Sebastian Bollig. Weitere Informationen erteilt die Deutsche Rentenversicherung Nord telefonisch unter der kostenlosen Servicenummer 0800 1000 480 22 oder im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-nord.de.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 25 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,2 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

 

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Foto: Deutsche Rente Nord

Coronavirus: Kann der Gasthof Voß wieder öffnen?

(11. 05. 2020)

Die Ankündigungen von Ministerpräsident Daniel Günther haben in Schmalensee und der Umgebung Hoffnung und Vorfreude ausgelöst, denn der Gasthof Voß könnte, wie alle Restaurantbetriebe im Land, wieder seine Tür öffnen – natürlich unter Corona-Auflagen. Und die stehen einer zumindest schnellen Öffnung eventuell im Wege.

 

Lockerungen gelten ab 18. Mai

 

Restaurants, Hotels und Ferienhäuser dürfen in Schleswig-Holstein ab Montag, 18. Mai 2020 unter Auflagen wieder öffnen. Es gebe für die Gastronomie keine Kapazitätsgrenze, die Betriebe müssten aber für die Einhaltung der Abstandsregeln sorgen, Hygienekonzepte haben und um 22 Uhr schließen, sagte der Ministerpräsident am 7. Mai im Kieler Landtag. Wer sich an die Vorgaben halte, habe die Möglichkeit, die Gastronomie zu öffnen – im Innen- sowie im Außenbereich.

 

Konkreter sehen laut bisheriger Presseberichterstattung die Auflagen für die Gastronomie vor, dass sich maximal 50 Personen in einem Raum aufhalten dürfen. Es sind jedoch Tische für zwei Personen vorzusehen. Gruppen dürfen auch zusammensitzen, wenn alle Personen aus zwei Haushalten oder Wohngemeinschaften stammen oder eine Familie nicht mehr als zehn Mitglieder hat.

 

Noch viele Fragen zum Hygienekonzept

 

Weiterhin gilt, dass Gäste grundsätzlich reservieren müssen und dass sämtliche Gästenamen mit Anschriften und Kontakttelefonnummern zu erfassen sind. Im Falle einer auftretenden Infektion bei einem Gast (oder Mitarbeiter) könnte der Infektionsschutz des Kreises so möglichst schnell alle Kontaktpersonen ermitteln.

 

Zwischen Gästegruppen ist ein Abstand von mindestens 1,50 Meter Pflicht. Ob bei einer Rücken-an-Rücken-Platzierung zwischen Tischgruppen eine sogenannte (Spuck-)Schutzwand aufgestellt werden muss, ist eher unwahrscheinlich; ob die Mitarbeiter des Gasthofs durchgängig Mund-Nasen-Abdeckung tragen müssen, noch unklar.

 

Weitere Informationen zu Details eines von jedem Betrieb geforderten Hygienekonzeptes erhofft sich Annegret Voß in den nächsten Tagen von Seiten des Kreises Segeberg und der Dehoga. Die hat am 8. Mai Empfehlungen für ihre Mitglieder im Hotel- und Gaststättengewerbe ausgesprochen, die sich in den entsprechenden Verordnungen und Allgemeinverfügungen von Land und Kreis niederschlagen könnten.

 

Viele kleine Auflagen bedeuten eine immense Herausforderung

 

Kaum war die Nachricht von den Lockerungen in der Welt, trudelten schon die ersten Anfragen im Gasthof Voß ein. Aber Familienfeiern – mit Personen aus mehr als zwei Haushalten? Lockere Runden, die sich bevorzugt am Tresen sammeln? „Das geht ja alles noch gar nicht“, bedauert Annegret Voß, die auf Geduld und Verständnis hofft, auch der Stammkunden.

 

Denn die stets nachgefragten Buffet-Arrangements, die geselligen Runden auf engem Raum, Skat-Treffs – die passen vorerst ebenso wenig ins Bild der Corona-Auflagen wie die kurzentschlossene Einkehr einer Radfahrergruppe, die mal eben ein schnelles Alsterwasser zum Auffüllen des inneren Akkus stürzen will. Der Betrieb eines Gasthofs in Zeiten von Corona kann für Gäste wie Betreiber nicht spontan und locker gehandhabt werden.

 

Großer Gasthof, aber in den Räumen wird es eng

 

Der Gasthof Voß, seit 1907/08 in Familienbesitz, erfreut sich großer Beliebtheit sowohl unter den Einheimischen der Region als auch unter Touristen und Tagesgästen. Da es Landgasthöfe leider in abnehmender Zahl in unserer Gegend gibt, sind Gaststube, Klubraum und „Gelbes Zimmer“ in Nicht-Coronazeiten auch schon mal unter der Woche sehr gut mit Gästen gefüllt.

 

Angesichts der Abstandsregeln könnte es da zum Problem werden für die Wirtin und ihr Team, möglichst viele Kundenwünsche zu erfüllen. Insbesondere nach vielen Wochen des Verzichts auf leckere Voß-Pommes und Schmalenseer Schnitzel. Ausweichmöglichkeiten gäbe es auf der Außenterrasse sowie der Rasenfläche hinter dem Haus.

 

Gemeinde Schmalensee macht den Saal frei

 

Den zusätzlichen Raumbedarf, um Gasthof-Besucher möglichst aufgelockert an die Tische zu bringen, hat auch die Schmalenseer Gemeindevertretung erkannt. In einer Blitzaktion sprachen sich alle Vertreterinnen und Vertreter beider Fraktionen dafür aus, den Gemeindeaal bis auf Weiteres kostenlos dem Gasthof Voß zur Nutzung zu überlassen. „Das ist eine ganz tolle Aktion“, zeigte sich Annegret Voß vom Engagement der Kommunalpolitiker gerührt.

 

Wir sagen seit Jahren, dass unser Gasthof das Herzstück des Dorfes ist und wir ihn unbedingt erhalten wollen“, sagte Bürgermeister Sönke Siebke, als er am 10. Mai Annegret Voß symbolisch den Saalschlüssel übergab. (Was gar nicht nötig gewesen wäre, denn natürlich hat unsere Wirtin selbst einen Saalschlüssel. Allerdings ist die Gemeinde seit Jahren Pächter der Räumlichkeit – der symbolische Akt war also auch ein rein formeller.)

 

Der Gemeindesaal erfreut sich großer Beliebtheit

 

Ohne Gemeindesaal kann man sich Schmalensee kaum vorstellen: Seitdem Ludwig Saggau 1902 den Anbau an den Gasthof tätigte, fanden hier Bälle, Familienfeiern, Diskotheken, Vorträge, politische Veranstaltungen, Kinderfeste und vieles mehr statt. In den Hochzeiten der Tagesbusreisen kehrten ganze Gruppen hier ein und wurden auf dem Parkett des Saals verpflegt und umsorgt, später dann wurde das Pachtverhältnis geschlossen, insbesondere um den Vereinen des Dorfes einen Versammlungs- und Veranstaltungsraum zu bieten.

 

Ob, wie und wann Annegret den Gasthof in der Corona-Pandemie nun öffnen wird, kann sie derzeit noch nicht sagen. Noch gibt es viele Unklarheiten und auch ein bisschen die Sorge, zu viele Wünsche der vielen bekannten Kunden und Gäste nicht zufriedenstellen zu können. Und das ist auch verständlich, denn die Sorge steht im Raum, dass mancher glaubt, der „Normalzustand“ aus Vor-Corona-Zeiten sei da. Aber darauf müssen wir wohl noch lange warten.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kann der Gasthof Voß wieder öffnen?
Foto: Der Gasthof Voß in Schmalensee könnte ab 18. Mai öffnen - unter strengen Auflagen

Renovieren, Heizen, Energiesparen – Beratung durch die Verbraucherzentrale

(11. 05. 2020)

Die Energieexperten der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sind auch in der Corona-Krise weiterhin für alle Fragen telefonisch und online erreichbar. Im Internet werden Vorträge am 12. Mai und am 19. Mai angeboten.

 

Mitteilung der Verbraucherzentrale vom 6. Mai 2020:

 

Wir bleiben zuhause, ist ein Statement während der Corona-Zeit. Einige befinden sich deshalb zurzeit im Home-Office und andere haben Zeit sich um liegengebliebene Projekte zu kümmern, wie fällige Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten am Haus. Ratsam ist es bei anstehenden Renovierungen auch gleich mögliche Maßnahmen zur Energieeinsparung mitzudenken. Dazu fallen einige Fragen an: Welche Fenster sind die Richtigen? Wie dick muss die Dämmung sein? Ist mein Energieverbrauch normal? Bekomme ich Fördermittel für meine Sanierung oder berät mich jemand unabhängig beim Hauskauf?

 

Die Verbraucherzentrale hat seit über 40 Jahren die passende Beratung für alle Fragen rund um das Thema effiziente Energienutzung und erneuerbare Energien.

 

Energiefragen online oder per Telefon klären

 

Mit Online-Beratung (https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/onlineberatung/) und der Telefon-Hotline (0800 – 809 802 400, kostenfrei aus allen Netzen) bietet die Verbraucherzentrale trotz der Krise weiterhin diverse Möglichkeiten, Fragen rund um die Themen Energie sparen, Heizungstausch, Sanieren und Bauen, Förderungen sowie Nutzung von erneuerbaren Energien mit hoch qualifizierten Fachleuten zu besprechen.

 

Kostenfreie interaktive Online-Vorträge: Vom Sofa aus können die Teilnehmer Live-Vorträge von Energieberatern der Verbraucherzentrale verfolgen und Fragen stellen. Wer nicht unter seinem echten Namen teilnehmen will, kann sich mit einem Pseudonym anmelden. Teilnahme per Computer oder Live-Stream per Smartphone.

 

Online-Vortrag: „Wärmeschutz im Altbau und Denkmal“

Am Dienstag, 12. Mai 2020 von 18:30 bis 19:30 Uhr

 

Online.Vortrag: Steck die Sonne ein! Solarstrom vom Balkon

Am Dienstag, 19.Mai 2020 von 18 bis 19 Uhr

 

Weitere Online-Vorträge und Anmeldung unter:

https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/online-vortraege/ und https://www.verbraucherzentrale.sh/veranstaltungen“

 

Foto zur Meldung: Renovieren, Heizen, Energiesparen – Beratung durch die Verbraucherzentrale
Foto: Verbraucherzentrale SH

Fachkraft werden – Das Handwerk wirbt um Azubis

(11. 05. 2020)

Corona-Pandemie hin oder her – Das Handwerk hat schon vor Beginn der Ausbreitung des neuartigen Virus über einen Mangel an Auszubildenden geklagt. Nun startet die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein eine erneute Offensive. Denn: Es sind noch Ausbildungsplätze frei.

 

Mitteilung der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein vom 5. Mai 2020:

 

Schon mal darüber nachgedacht, was man aus der derzeitigen Krisenlage lernen konnte? Richtig, „systemrelevante“ Mitbürger*innen werden gebraucht. Und dazu zählen Handwerker. Egal, ob Maurer oder Zimmermann, Dachdecker, Tischler oder Elektriker, alle konnten und durften weiter arbeiten.

 

Krisensicherer Job nennt man das. Und wenn wir jetzt mal ganz vorsichtig in die Kristallkugel schauen, dann werden wir wohl auch in Zukunft nicht ohne solche Krisen, ob berechtigt oder nicht, auskommen. Also, warum nicht dazugehören? Das Handwerk bietet für alle Tätigkeiten, die zu ihm oder ihr passen. Unter www.ausbildung-statt-schule.de haben wir eine Auswahl an Informationen und freie Ausbildungsplätze bereitgestellt. Einfach stöbern und bei Interesse den Handwerksbetrieb anrufen. Unsere Handwerksbetriebe sind immer auf der Suche nach guten neuen Mitarbeiter*innen. Skype haben die meisten auch, damit man schon beim ersten Mal einen guten Eindruck machen kann. Übrigens Handwerk ist auch Teamarbeit.

 

Nebenbei, das Gerücht, dass man im Handwerk nichts werden kann, hat noch nie gestimmt. Klar kann man schon als Geselle gut verdienen, aber da ist noch viel Luft nach oben. Meister – Techniker – Ingenieur – Architekt! #Einfachmachen

 

Darum liebe Schüler*innen: Wie wäre es mit einem Job, der Spaß macht und bei dem man jeden Tag sehen kann, was man geschafft hat?!

 

Die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein berät alle Schüler*innen zur Ausbildung im Handwerk und vermittelt freie Ausbildungsplätze. Kontaktdaten unter www.handwerk-mittelholstein.de

 

Wir wollen Zukunft gestalten – gemeinsam mit Ihnen!“

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Foto: Kreishandwerkerschaft Mittelholstein

Coronavirus: Teil-Öffnung der Kreisverwaltung am 11. Mai 2020

(10. 05. 2020)

Die Kreisverwaltung und ihre Außenstellen sind ab Montag, 11. Mai, in Teilen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Allerdings finden nach wie vor keine offenen Sprechstunden statt. Für Bürger*innen bedeutet das, vor einem Besuch telefonisch oder per E-Mail einen Termin mit dem/der zuständigen Sachbearbeiter*in zu vereinbaren. Nur Besucher*innen, die eine schriftliche Terminbestätigung vorlegen können und auf einer Terminliste stehen, werden eingelassen. Besucher*innen warten vor dem Haupteingang und werden kurz vor Beginn des Termins nacheinander eingelassen.

 

Für einen Besuch gelten feste Regeln: Unmittelbar hinter der Haupteingangstür muss eine Schutzmaske aufgesetzt und die Hände müssen desinfiziert werden. Falls keine eigene Schutzmaske vorhanden ist, erhalten Besucher*innen einen Einmal-Schutz vor Ort. Wer das Tragen einer Schutzmaske ablehnt, wird im Rahmen des Hausrechts nicht eingelassen.

 

Pro Termin ist maximal eine weitere zwingend notwendige Begleitperson zulässig. Dazu gehören beispielsweise Dolmetscher*innen, Anwält*innen, Betreuer*innen oder ein Elternteil sowie ein Kind bei Schuleingangsuntersuchungen.

 

Wenn ein Termin beendet ist, müssen Besucher*innen die Kreisverwaltung selbstständig auf dem schnellsten Wege durch das Foyer wieder verlassen. Das Foyer ist kein Wartebereich, sodass auch hier kein Aufenthalt gestattet ist.

 

Termine sind montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12 Uhr möglich. Wer seine*n zuständige*n Sachbearbeiter*in nicht kennt, kann sich telefonisch hier melden: 04551 951-0.

 

Quelle: Mitteilung Kreis Segeberg 08.05.2020

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Foto: Coronavirus: Teil-Öffnung der Kreisverwaltung am 11. Mai 2020

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt

(10. 05. 2020)

Diese Info ist wichtig für alle, die in der 22. Kalenderwoche Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten.

 

Der den BLICKPUNKT druckende khm-Verlag hat wegen des Himmelfahrtstages eine geänderte Annahmezeit angekündigt:

 

Für die 22. Kalenderwoche 2020 mit Erscheinungstag Donnerstag, 28. Mai 2020, müssen Beiträge bis Mittwoch, 20. Mai 2020 vorliegen.

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved () bis 9 Uhr einzureichen.

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Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt

Coronavirus: Kfz-Zulassung nur nach Online-Terminvergabe

(09. 05. 2020)

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation finden derzeit keine offenen Sprechzeiten in der Kreisverwaltung statt. Das gilt auch für die KFZ-Zulassungsdienststellen in Bad Segeberg und Norderstedt. All jene, die ein Fahrzeug an- oder ummelden möchten, können das Online-Terminangebot nutzen. KFZ-Zulassungsstellenleiter Bernd Gaden bittet, von telefonischen Terminanfragen abzusehen. „Wenn online kein Termin mehr verfügbar ist, können wir leider auch am Telefon keinen mehr vergeben“, sagt er.

 

Eine Terminvergabe ist bis zu maximal zwei Wochen im Voraus möglich. Die 14 Tage rechnen sich jeweils vom jeweiligen Arbeitstag – also heute +14 Tage. Neue Termine werden täglich automatisiert gegen 19 Uhr freigeschaltet.

 

Außerbetriebsetzungen und Anschriftenänderungen können vorübergehend auf dem Postweg beantragt werden. Die Schreiben sind dabei ausschließlich an folgende Adresse zu richten: Kreis Segeberg, KFZ-Zulassungsstelle, Hamburger Straße 30, 23795 Bad Segeberg (gilt auch für Norderstedt).

 

Außerbetriebsetzungen sind zudem seit Kurzem auch online möglich unter https://serviceportal.schleswig-holstein.de/Verwaltungsportal/Service/Entry/IKFZ

 

Auf der Internetseite des Kreises Segeberg finden Bürger*innen alle Informationen, die Sie rund um die KFZ-Zulassung wissen müssen und möchten“, so Gaden, der sich wünscht, dass seine Mitarbeiter*innen künftig weniger Telefonate zum Thema „Terminvergabe“ führen müssen, sodass die dadurch eingesparte Zeit für Terminkund*innen zur Verfügung stehen kann.

 

Quelle: Mitteilung Kreis Segeberg vom 08.05.2020

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Foto: Coronavirus: Kfz-Zulassung nur nach Online-Terminvergabe

Drei Tage lang Stunde der Gartenvögel

(08. 05. 2020)

Vogelfreunde können an diesem Wochenende viel für Gartenvögel tun: Vom 8. bis 10. Mai 2020 findet deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt. Der NABU ruft gemeinsam mit der NAJU dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

 

Unsere Stunde der Gartenvögel hatte in den vergangenen Jahren starke Teilnehmerzuwächse zu verzeichnen. Über das große Interesse an der heimischen Natur freuen wir uns sehr“, so Marco Sommerfeld, Referent für Vogelschutz beim NABU Hamburg. „Je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die gewonnenen Ergebnisse.“ Teilnehmen kann jede*r – besonders in Zeiten von Corona eine tolle Möglichkeit, die Natur zu entdecken!

 

Und so funktioniert es: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte.

 

Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115.

 

Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-App Vogelwelt, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 18. Mai.

 

Wer gern dauerhafter Gastgeber für Vögel sein möchte, der kann Vögeln im Garten einen Brutplatz schaffen. Der Optimalfall sind natürliche Nistgelegenheiten wie eine Fassadenbegrünung, immergrüne Gehölze und hohle Bäume. Besonders wertvoll sind Hecken: Sie bieten nicht nur Brutmöglichkeiten, sondern mit ihren Früchten auch Nahrung.

 

Außerdem sind ihre Dornen und Stacheln ein natürlicher Schutz vor Fressfeinden. Am besten eignen sich dabei heimische Arten wie Weißdorn. In Zeiten fehlender natürlicher Brutmöglichkeiten sind viele Tiere aber auf künstliche Nisthilfen angewiesen. Auch hier gibt es einiges zu beachten: Welcher Vogel benötigt welchen Nistkasten, welcher Vogel brütet lieber allein und welcher braucht Gesellschaft? Hier sollte man sich vorher schlau machen – im Internet unter www.NABU-Hamburg.de/gartentipps.

 

Im Sommer hilft man seinen gefiederten Gästen, indem man eine Vogeltränke aufstellt, denn wo viel gesungen wird, muss auch die Kehle befeuchtet werden. Nebenbei dient das Wasser auch der Körperhygiene und als erfrischendes Nass bei heißen Temperaturen. Wer den Vögeln dieses Wellnesspaket bieten möchte, füllt einfach eine flache Schüssel mit Wasser und bringt sie gut ansteuerbar im Garten oder auf dem Balkon unter.

 

Wichtig: Das Gefäß sollte etwas erhöht stehen, damit Katzen hier nicht leichte Beute haben, und es sollte regelmäßig gereinigt werden, um zu vermeiden, dass sich Infektionen ausbreiten können.

 

Quelle: Pressestelle NABU Hamburg 07.05.2020

 

Foto zur Meldung: Drei Tage lang Stunde der Gartenvögel
Foto: Blaumeise

Fahrradschloss gefunden – Wer sucht es?

(07. 05. 2020)

Bereits am Montag, 4. Mai 2020, ist im Bereich der Badestelle am Schmalensee ein Fahrradschloss gefunden worden. Es habe im Bereich der Ecke Seeweg/Wanderweg, am nördlichen Ende der Badestelle in Richtung Pumpstation, über einem Schild gehangen.

 

Der Zustand des Schlosses lässt darauf schließen, dass das Schloss schon länger unbenutzt geblieben ist. Ein Schlüssel ist nicht dabei.

 

Da der Finder das Schloss beim Homepage-Team abgegeben hat, erfolgt dieser Hinweis. Der Besitzer – anhand des Schlüssels wird er oder sie das problemlos nachweisen können – möge sich über das Kontaktformular dieser Homepage melden.

 

Wenn es keine Meldungen gibt, geht das Schloss in ca. einer Woche ins Fundbüro beim Amt Bornhöved.

 

In eigener Sache:

 

Das Fundbüro ist im übrigen die eigentliche Adresse für Funde. So wie die Gemeinde-Homepage nicht das amtliche Mitteilungsblatt bei Veröffentlichungen ersetzt, ist das Homepage-Team nicht das örtliche Fundbüro.

 

Ein Schlüsselfund vor einigen Tagen war vor Abgabe beim Homepage-Team zuerst abgesprochen worden. In der Gewissheit, wenige Tage nach Bekanntgabe den Schlüssel einem Mitarbeiter der Verwaltung übergeben zu können, wurde der Schlüsselbund angenommen.

 

Es ist nicht zielführend, wenn Fundgegenstände zuerst bei Angehörigen des Homepage-Teams in den Briefkasten geworfen werden und diese sich die zusätzliche Arbeit machen müssen, Gegenstände zum Fundbüro zu bringen. Das das nicht böser Wille sondern nur gut gemeint ist, wissen wir. Aber bitte sprecht solches im Vorwege ab – nicht danach.

Foto zur Meldung: Fahrradschloss gefunden – Wer sucht es?
Foto: Fahrradschloss an der Badestelle gefunden

Ab auf Schaukel und Wipper: Schmalensees Spielplätze wieder offen

(06. 05. 2020)

Am heutigen 6. Mai war es soweit: Das Flatterband wurde am Morgen entfernt und die Spielgeräte an der Badestelle am Schmalensee sowie auf dem Bolzplatz sind wieder freigegeben. Seit dem 19. März durften die Spielgeräte im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung einer Ausbreitung des Coronavirus nicht benutzt werden. Nicht für die Öffentlichkeit freigegeben ist der Spielplatz auf dem Sportgelände – dieser ist der Kita Eris Arche vorbehalten, deren Außenstelle im Sportlerheim eine Notbetreuung anbietet.

 

Aber auch jetzt noch gelten selbstverständlich grundsätzliche Regeln, wie überall im öffentlichen Raum. Dass diese eingehalten werden – auch von den Kindern –, liegt in der Verantwortung der Eltern.

 

Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin

 

So dürfen die Spielgeräte bitte nur von jeweils einem Kind zur Zeit genutzt werden. Die Abstandsregel von 1,5 Metern gilt auch auf den Spielplätzen. Kontakte zu Angehörigen der Risikogruppen sollen gemieden werden und Ansammlungen – von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – sind untersagt. Nach dem Spielplatzbesuch ist gründliches Händewaschen angesagt. Schilder mit entsprechendem Wortlaut wurden angebracht.

 

Nicht explizit auf besagten Schildern aufgeführt aber ebenfalls dringen empfohlen: Bitte nicht im Bereich der Spielplätze picknicken. Wer krank ist oder Krankheitssymptome zeigt, meidet bitte die Spielplätze. Kinder dazu anhalten, sich nicht ins Gesicht zu fassen und, wenn sie niesen oder husten müssen, dies in die Armbeuge tun. Gerade für den Bolzplatz gilt: Unterlasst Kontaktsport. Wer Fußball mit anderen spielen will, sollte bevorzugt Elfmeterschießen praktizieren, nicht das Spiel von Tor zu Tor.

 

Aber hoffentlich kehrt dennoch der Spaß zurück

 

Lauter Regeln und Vorschriften, die gerade für die Kleinsten sicher nur schwer nachzuvollziehen sind. Aber es gilt weiterhin, Vernunft zu üben – wir sind noch nicht wieder im Normalzustand. Bleibt zu wünschen, dass durch das Öffnen der Spielplätze ein bisschen mehr Abwechslung in den Alltag der Lütten zurückkehrt und sie trotz der Auflagen Spaß an den Spielgeräten haben.

 

[Aushang Nutzung Spielplatz unter Corona-Regeln 06.05.2020]

Foto zur Meldung: Ab auf Schaukel und Wipper: Schmalensees Spielplätze wieder offen
Foto: Spielplätze in Schmalensee wieder offen

Mit dem Staubsauger den Seegrund gereinigt

(06. 05. 2020)

Großer Bahnhof am 5. Mai an der Badestelle in Schmalensee: Zwar ist noch immer nicht geklärt, ob diese weiter im bestehenden Zustand betrieben werden kann – der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag verhandelt mit der Landesregierung über die persönliche Haftung der Bürgermeister und Gemeindevertreter bei Unfällen, wenn diese keine Badeaufsicht an offiziellen Badestellen eingesetzt haben – fand nun eine im Vorjahr beschlossene Säuberungsaktion statt: Im Beisein von Kampfmittelräumdienst und Archäologischem Landesamt trat die Hamburger Firma Sasiba in Aktion und reinigte mit Spezialgerät in 15 Zentimeter Tiefe den Seegrund im Bereich vor der Nichtschwimmergrenze.

 

Probereinigung hatte Wirkung gezeigt

 

Eine Probereinigung hatte vor zwei Jahren auf einer nur kleinen Fläche erschreckend viel Müll, darunter Glasscherben, aber auch Munition zu Tage gefördert. Am Ende des Zweiten Weltkriegs gelangte Munition in nicht unerheblicher Menge in den Schmalensee. Zeitzeugen berichten, dass britische Soldaten die bei deutschen Truppen sichergestellte Munition – vorrangig für Handwaffen und Flugabwehrkanonen – im See versenkt hätten. Der Kampfmittelräumdienst ist regelmäßig nach Stürmen auf dem Schmalensee im Einsatz, um vom Seegrund in die Schilfgürtel getriebene Reste einzusammeln.

 

Besatzungstruppen verklappten Munition im Schmalensee

 

Während der Mitarbeiter des Archäologischen Landesamtes nur kurz die Arbeiten verfolgte, um sich ein Bild von der verwendeten Technik zu machen, blieb Alexander Matera vom Kampfmittelräumdienst Schleswig-Holstein bis zum Ende der Maßnahme vor Ort, um etwaige Fundmunition zu sichern. Matera kennt den Schmalensee. Dass hier, wie in zahlreichen Gewässern des Landes, Munition verklappt wurde, sein kein Geheimnis. „Man muss sich vorstellen, dass es in Schleswig-Holstein bis zu 40 Produktionsstätten gab, die bei Kriegsende bis unters Dach voll waren. Dazu die Unmengen, die bei den zurückflutenden deutschen Einheiten waren.“ Irgendwo musste das alles verschwinden – die Verklappung war für die Besatzer der schnellste und vermeintlich sicherste Weg.

 

Dass bei der Probereinigung Gewehrmunition im Uferbereich gefunden worden war, ist für Matera nicht verwunderlich, da sich Soldaten vor einer Gefangennahme meist versuchten, ihrer Munition zu entledigen, um keine Gefahr dazustellen und sich bessere Behandlung erhofften. Im übrigen sorgten die Stürme in Frühjahr und Herbst immer wieder für Bewegung im Gewässer – dann treten die Kampfmittelbeseitiger auf den Plan und sammeln ein, was freigelegt wurde.

 

Warnung: Waffen und Munition nicht berühren und Polizei rufen

 

Alexander Matera warnt davor, gefundene Munition anzufassen, aufzunehmen oder gar mit nach Hause zu nehmen: „Es geht noch immer eine Gefahr davon aus. Insbesondere Sprengkapseln können schlimme Verletzungen hervorrufen. Bei Auffinden von Waffen und Munition, sehen sie auch noch so verwittert aus, ist die 110 anzurufen!“

 

Der Seesauger Marke Eigenbau – einzigartig in Europa

 

Bei der nun stattfindenden umweltschonenden Säuberung brachte Sasiba-Inhaber Jörg Schoch ein selbst entwickeltes Gerät zum Einsatz: Einem Staubsauger ähnlich wurde damit der Seeboden in 10 bis 15 Zentimeter Tiefe mittels Unterdruck angesaugt und zusammen mit Seewasser durch ein Trommelsieb gepumpt. Schwere Teile – vornehmlich Muscheln – fielen gleich nach unten, feinere verfingen sich im Sieb. In dem europäisch patentierten Gerät ist ein Metalldetektor unter Kunststoff verbaut – Leuchtdioden zeigen dem Bediener Metalle an, die im Seegrund schlummern.

 

Meistens sind das natürlich Kronkorken, aber auch oft Angelhaken und -blei“, erzählte Schoch, der zuletzt die Badestelle des Freibads Itzstedt gereinigt hat und in zahlreichen Orten im Norden wie Ratzeburg regelmäßig zum Einsatz kommt. „Normalerweise geht es nach Himmelfahrt richtig los, wenn an den Badestellen gefeiert worden ist. Dann holen wir vor allem Glas aus den Seen“, sagte Schoch, der auch bekannte, dass die Corona-Pandemie auch ihm wirtschaftlich schade, weil Aufträge ausblieben.

 

Nicht jeder darf mit einem Metalldetektor unterwegs sein

 

Während ein Mitarbeiter Schochs, Alexander Zoll, geduldig Meter für Meter den Seegrund absaugte, war der Chef mit der Siebschaufel und einem weiteren Metalldetektor zur Nachsondierung unterwegs, um etwaige Gegenstände aufzuspüren, die etwas tiefer angezeigt wurden. „Mit dem Sauger bearbeiten wir die nur obere Sandschicht und berühren die darunter liegende Sprungschicht“, erklärte er die Vorgehensweise.

 

Alle an der Aktion beteiligten warnten angesichts des Detektoreinsatzes vor Nachahmung: Nicht jeder ist befugt, einfach mit einem Metalldetektor auf die Suche nach vermeintlichen Schätzen oder Kriegsrelikten auf die Suche zu gehen.

 

In etwa 14 Tagen wird die Firma Sasiba ein weiteres Mal an der Schmalenseer Badestelle erscheinen. „Im Rahmen der Qualitätssicherung wird dann geschaut, ob wir etwas übersehen haben oder ob sich weitere Gegenstände in dem Bereich gesammelt haben“, erklärte Jörg Schoch.

 

Ein Riesenrad für Muscheln

 

In ihrer Ruhe gestört wurden an diesem 5. Mai übrigens unzählige Muscheln, deren Population im Schmalensee recht üppig scheint. Die Tiere wurden in Körben, die hinter dem Trommelsieb am Schwimmponton befestigt sind, mit allen anderen größeren Funden aufgefangen. „Die haben eine Freifahrt im Riesenrad gewonnen“, beschrieb Alexander Matera das Bild mit einem Augenzwinkern. Einen Freiflug gab es dann auch noch, denn nachdem alle Scherben, Nägel und ein paar Asphaltklumpen aussortiert waren, ging es für die Muscheln natürlich zurück ins Gewässer.

 

Drei Schuss und 30 Pfennig

 

Am Ende der Reinigungsaktion war die „Ausbeute“ eigentlich erfreulich gering: Einige Glas- und Keramikscherben, ein Löffel, ein Angelhaken, Nägel, 30 Pfennig (Bundesrepublik) und auch drei Patronen Kaliber 9 Millimeter, laut Kampfmittelbeseitiger Matera englischer Machart und aus dem Herstellungsjahr 1943, sowie der Rest einer ursprünglich genagelten Schuhsohle und ein Fetzen Zinkblech sind die Highlights der Aktion, die sich die Gemeinde rund 2.000 Euro kosten lässt.

 

Zufriedenheit mit dem Ergebnis

 

Gefragt, ob er eher zufrieden oder nicht mit der Zahl der Funde sei, tendierte Jörg Schoch zu ersterem: „Das Ziel des Leistungsangebots ist ja, die Badestelle auf umweltschonende Weise sicherer zu machen. Wir gehen grundsätzlich nicht ins Wasser, um Kriegsreste zu suchen, sondern um Scherben, Angelhaken und andere Gegenstände, an denen sich Badende verletzen können, vor der Badesaison aufzuspüren. Insofern bin ich mit dem Ergebnis des Tages zufrieden.“

 

Auch Bürgermeister Sönke Siebke war unter dem Strich froh, dass mit recht spektakulärem Aufwand ein am Ende wenig spektakuläres Ergebnis zu verzeichnen war. „Angesichts der Probereinigung hatte sich die Gemeindevertretung entschieden, im Bereich der Badestelle einfach mal aufräumen zu lassen mit einer in unseren Augen effektiven und umweltschonenden Maßnahme. Hoffen wir mal, dass die Verhandlungen im Land die nötige Sicherheit bringen, dass wir hier weiter unsere schöne Badestelle betreiben können.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Mit dem Staubsauger den Seegrund gereinigt
Foto: Ein tuckernder Staubsauger kommt im Schmalensee zum Einsatz

Früher war mehr Gelb – Raps auf dem Rückzug

(05. 05. 2020)

Es mag Einbildung sein, aber irgendwie hat es auf den Feldern in der Schmalenseer Gemarkung schon mehr Rapsfelder gegeben. Glaubt man den Berichterstattungen, dann ist landesweit die für die gelb blühende Ölfrucht verwendete Anbaufläche um fast die Hälfte geschrumpft, von 120.000 auf 65.000 Hektar.

 

Laut Kieler Nachrichten vom 27. April war der Raps noch bis 2006 nach Winterweizen zweitstärkste Kultur auf Schleswig-Holsteins Äckern. Mittlerweile ist es Platz vier, wird das Statistikamt Nord zitiert. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein begründet dies mit Ertragsrückgängen.

 

Schlechte Bedingungen für Raps

 

Auch seien die Saatbedingungen zuletzt schlechter geworden und Rapskrankheiten und Schadtiere wie die Kleine Kohlfliege oder der Rapserdfloh hätten heute bessere Karten. Die Verringerung der Anbauflächen und somit der Erträge gelte europaweit – der Importbedarf steigt.

 

Der Mais übernimmt die Spitzenposition

 

Der Mais gilt als der Gewinner der letzten zwei Jahrzehnte. Zusätzlich zur Verwendung als Silomais kam in den 2000er-Jahren der Biogasanlagen-Boom. Mittlerweile wird Mais laut KN-Bericht je zur Hälfte als Futter und für die Biogas-Gewinnung genutzt und hat Rang eins als anbaustärkste Frucht im Land erobert.

 

Noch aber bieten leuchten gelbe Felder auch rund um Schmalensee einen schönen Anblick. Währenddessen hatte die Aussaat von Mais längst begonnen – eine staubige Angelegenheit, wie Bilder von Christian Saggau bestätigen, die er vor einigen Tagen zum Homepage-Team schickte.

 

Im blühenden Wettstreit mit dem Raps lagen zuletzt auch die Obstbäume in der Feldmark – angeführt von der Kirsche, die an vielen Stellen anzutreffen ist und auf deren Früchte sich die Vogelwelt stürzen wird, wenn es so weit ist. Der Kreislauf des Lebens halt.

 

 

Foto zur Meldung: Früher war mehr Gelb – Raps auf dem Rückzug
Foto: Raps und Knicks gehören einfach dazu

Coronavirus: Lockerungen besonnen vorbereiten

(04. 05. 2020)

Der heutige 4. Mai ist in Zeiten der Corona-Krise ein Eckdatum, denn es sind Lockerungen ausgesprochen worden, was die einschränkenden Maßnahmen betrifft, die man zur Eindämmung einer raschen Ausbreitung des neuartigen Virus getroffen hatte. Aber nicht alle Lockerungen lassen sich mit einem Fingerschnipp in die Tat umsetzen. Geduld und Besonnenheit sind gefordert.

 

Das liegt unter anderem daran, dass manche dieser Lockerungen recht überraschend kam. Und das berühmte „Timing“ sprach zuletzt auch nicht gerade für jene, die eine Zurücknahme von Einschränkungen umzusetzen haben: Auf den 30. März, an dem die Landesregierung die Lockerungen bekannt gab, folgte ein langes Wochenende mit dem 1. Mai.

 

So war es zwar eine tolle Nachricht, dass ab heute, 4. Mai, alle Spielplätze wieder geöffnet sein können – jedoch unter der Auflage, dass für diese ein Hygienekonzept vorhanden ist. Das wird nun erst erarbeitet, u.a. unter Zuhilfenahme der Expertise unserer Amtsverwaltung. Sobald dieses fertiggestellt ist, kann das Absperrband entfernt werden – das Konzept veröffentlichen wir hier auf der Gemeinde-Homepage.

 

Was den Sport angeht, so dürfen seit heute kontaktarme Sportarten im Freien ausgeübt werden. Das sind Sportarten, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet ist, etwa beim Paddeln, Reiten, Tennis und Golf. Auch hier muss die Hygiene beachtet werden: Auf den Sportanlagen bleiben Sanitäreinrichtungen vorerst zu; Geräte müssen selbst mitgebracht werden, dürfen nicht untereinander weitergereicht werden. Das Hygienekonzept des Golfclubs Wensin z.B. sieht laut Segeberger Zeitung vom 4. Mai 2020 vor, dass nicht einmal die Lochfahnen angefasst werden dürfen, da sie nicht nach jeder Berührung desinfiziert würden. Die Kanuten des Bimöhler SV dürfen wieder auf die Osterau – aber nur im Einer, nicht im Zweier.

 

Gottesdienste dürfen wieder gefeiert werden. Die Freude darüber fiel seitens der Kirchen verhalten aus, denn auch hier sind Auflagen zu beachten. Während ein Hygienekonzept möglicherweise rasch erstellt sein könnte, könnten die geforderten Abstände bzw. Personenobergrenzen zwischen Gottesdienstbesuchern dafür sorgen, dass manche Kirche weiter geschlossen bleiben muss. Daran wird noch gearbeitet.

 

Was Museen angeht, so bedarf es auch hier eines Hygienekonzepts und der Einhaltung der Abstandsregeln. In diesem Fall gilt: Die Besucherzahl ist auf eine Person je 15 Quadratmeter begehbarer Ausstellungsfläche begrenzt.

 

Einzig die Friseure, die seit heute wieder den Betrieb aufnehmen dürfen, hatte eine gute Woche Zeit, sich auf die Wiederöffnung vorzubereiten – ein Konzept zu erarbeiten, Hygienartikel und Schutzausstattungen zu beschaffen und Terminvereinbarungen anzuschieben.

 

Für alle Lockerungen gilt: Hygiene- und Abstandsregeln müssen beachtet werden.

 

Was außerdem ab heute möglich ist in Schleswig-Holstein: An Musikschulen darf wieder Einzelunterricht erteilt werden; Außenanlagen von botanischen Gärten und Pflanzenparks dürfen geöffnet werden; Sportboothäfen sind wieder an Nord- und Ostsee geöffnet; Campingplätze dürfen wieder von den Dauercampern genutzt werden; Zweitwohnungen dürfen durch deren Besitzer sowie Ehe- und Lebenspartner und Kinder wieder genutzt werden.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Lockerungen besonnen vorbereiten
Foto: Die Spielplätze in Schmalensee dürfen freigegeben werden

Strandreinigung: Seegrund im Bereich der Badestelle wird gesiebt

(04. 05. 2020)

Wenn am Dienstag, 5. Mai, ab etwa 8.30 Uhr mehrere Fahrzeuge im Bereich der Badestelle am Schmalensee auftauchen, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung. Die Gemeinde hat die Fachfirma Sasiba beauftragt, den Untergrund des Sees im Bereich der Badestelle von „Unrat“ zu befreien. Der schlummert unterhalb der Buddeltiefe von Kinderhänden, ist aber nicht ohne.

 

Die Bilder vom Mai 2018 haben Wirkung gezeigt: Damals hatte das Unternehmen Sasiba ein Vorführstück an der Badestelle in Schmalensee gereinigt und anschließend präsentiert, was man aus gut 20 Zentimeter Tiefe geborgen hatte: Scherben und Angelzubehör, aber auch Munition und Granathülsen waren zum Vorschein gekommen. Altlasten aus den Tagen um das Kriegsende vor 75 Jahren.

 

Altlasten des Krieges im See

 

Mit ausgefeilter Technik wird die Firma Sasiba zu Werke gehen. Mit dabei sein wird der Kampfmittelräumdienst Schleswig-Holstein, der sich regelmäßig mit Booten und Tauchern um die 1945 im See verklappte Munition kümmert, wenn diese durch Frühjahrs- oder Herbststürme in die Uferzone gespült wird.

 

Laut Zeitzeugenberichten haben englische Besatzungstruppen Munition, die der deutschen Wehrmacht abgenommen worden waren, mit Booten in die Mitte des Sees gebracht und dort versenkt, vornehmlich Handwaffen und -granaten sowie Flak-Munition. Warum im Bereich der Badestelle Munition im Seegrund gefunden wurde, klärt sich vielleicht am Dienstag. Möglich, dass sich Privatleute oder auf dem Rückzug befindliche deutsche Soldaten im Uferbereich von Waffen und Munition trennten, ehe die Engländer eintrafen.

 

Keine Fundmunition anfassen!

 

Grundsätzlich geht von den Munitionsresten im See keine große Gefahr mehr aus. Dafür liegt sie zu lange unter Wasser, Metall ist meist durchgerostet, das Schwarzpulver durchnässt. Allerdings kann Munition verschiedener Art mit Zündkapseln versehen sein, die aus Kupfer und somit wasserbeständig sind. Sie können durchaus Schaden bei der Aufnahme anrichten. Es gilt die Regel: Fundmunition, selbst Patronen- und Granathülsen, nicht anfassen. Maximal Stelle markieren und das Ordnungsamt oder die Polizei rufen.

 

Noch eine Institution hat sich angekündigt, bei der Reinigungsaktion dabei zu sein: Das Archäologische Landesamt. Denn auch in diesem Bereich könnten interessante Funde zutage gefördert werden. Das gilt etwa für Brocken von Schlacke, wie sie in der Eisenzeit durch das Verhütten von Raseneisenerz in sogenannten Rennöfen angefallen sein könnte. Hobbyarchäologen haben solche schon in unserer Gegend gefunden.

 

Auf das Wetter kommt es an

 

Wichtig ist entsprechend gutes Wetter. „Wenn es stürmt und schüttet, wird es eher nichts mit der Aktion“, hat Bürgermeister Sönke Siebke erfahren. Also: Am Montag alle schön aufessen, dann gibt’s auch gutes Wetter.

 

Foto zur Meldung: Strandreinigung: Seegrund im Bereich der Badestelle wird gesiebt
Foto: Funde aus dem Schmalensee im Mai 2018

Coronavirus: Jobcenter und Arbeitsagenturen im Kreis Segeberg setzen weiter auf Telefon- und Onlinezugang

(04. 05. 2020)

Arbeitsagenturen und Jobcenter haben bundesweit die persönlichen Kontakte mit Kundinnen und Kunden in den Dienststellen reduziert und klären Anliegen online oder telefonisch.

 

Kunden können Anliegen weiter online und am Telefon klären

 

Dieses Vorgehen hat sich auch unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kundinnen und Kunden bewährt. Um gut erreichbar zu sein, wurde Personal aus anderen Bereichen, z.B. aus der Arbeitsvermittlung bei den zusätzlichen regionalen Telefonhotlines eingesetzt.

 

Nur im Ausnahmefall werden bald wieder terminierte, persönliche Gespräche geführt

 

In den kommenden Wochen werden in den Arbeitsagenturen und Jobcenter im Kreis Segeberg einige Räumlichkeiten umgebaut und mit zusätzlichen Serviceschaltern, die die hygienischen Standards zum Gesundheitsschutz erfüllen, ausgestattet. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, im Einzelfall für zwingende Gründe terminiert auch persönliche Gespräche führen zu können.

 

Ansonsten gilt: Alle Regelungen, die seit dem 18. März gelten, haben weiterhin Bestand. Eine Arbeitslosmeldung kann bis auf weiteres auch telefonisch erfolgen und wird gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt persönlich nachgeholt. Anträge auf Geldleistungen können online unter www.arbeitsagentur.de bzw. www.jobcenter.digital gestellt werden.

 

Auszahlung von Geldleistungen hat höchste Priorität

 

Die wichtigste Aufgabe der Arbeitsagentur und des Jobcenters bleibt in diesen Zeiten die zuverlässige Zahlung von Geldleistungen, um Existenzen zu sichern. Dazu gehören neben dem Kurzarbeitergeld, dem Arbeitslosengeld und der Grundsicherung auch alle Leistungen der Familienkasse. Das Geld wird wie gewohnt auf die Konten der Kunden überwiesen.

 

www.jobcenter-ge.de/Jobcenter/Segeberg

www.arbeitsagentur.de

 

Quelle: Mitteilung Agentur für Arbeit Elmshorn vom 29.04.2020

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Jobcenter und Arbeitsagenturen im Kreis Segeberg setzen weiter auf Telefon- und Onlinezugang
Foto: Jobcenter Kreis Segeberg

Widerstandskraft stärken - Mitmach-Projekt der Frauenarbeit im Kirchenkreis Plön-Segeberg

(03. 05. 2020)

Unter dem Motto „Mut wächst – Klimabewusstsein erden“ ruft die Frauenarbeit im Kirchenkreis Plön-Segeberg zu einem Mitmachprojekt im eigenen Garten oder Balkonkasten auf. Mit vereinten Kräften sollen traditionelle Gemüse- und Obstsorten, die in der modernen Landwirtschaft nur noch wenig zum Einsatz kommen, kultiviert werden.

 

Auch mit kleinen Beiträgen können wir etwas zur Rettung der Vielfalt in der Pflanzenwelt beitragen, die seit Jahren dramatisch im Schwinden begriffen ist“, versichert Julia Jünemann, Referentin für Frauenarbeit im Evangelischen Bildungswerk des Kirchenkreises Plön-Segeberg. Sie ermutigt auch unerfahrene Gärtnerinnen und Gärtner, sich an der Aktion zu beteiligen. „Scheitern und Neuanfang dürfen sein und gehören dazu.“

 

Julia Jünemann verweist auf das Erbe von Frauen vieler Jahrhunderte, die in ihren Gärten die Obst- und Gemüsesaaten jedes Jahr neu aus den Pflanzen gewinnen konnten. „In diesem Kreislauf konnten Pflanzen sich entwickeln und an die Gegebenheiten der Umwelt anpassen. Sie konnten Widerstandskräfte gegen Dürre, Frost und Schädlinge entwickeln. Diese Widerstandskräfte brauchen wir angesichts des sich verändernden Klimas mehr denn je. Deshalb darf das Wissen um den Umgang mit samenfestem Saatgut nicht verloren gehen.“

 

Geeignetes Saatgut, Listen mit Bezugsquellen und fachlichen Rat stellt das Frauenwerk der Nordkirche zur Verfügung. Im weiteren Verlauf des Projekts wird es Workshops und Informationsveranstaltungen, auch über Insektenwiesen und den Aufbau von Humus, geben. Außerdem wird Julia Jünemann das Wachsen einer Vernetzung im Kirchenkreis unterstützen, über die gärtnerisches Wissen ausgetauscht werden kann. „Das Projekt passt gerade in diese Zeit“, ist sie sich sicher. „Viele Menschen haben mir in den letzten Wochen berichtet, wie kostbar ihnen angesichts des erzwungenen Rückzugs das Wachsen und Werden auf ihrem Balkon, in ihrem Garten geworden ist.“

 

Wer sich an dem Projekt beteiligen oder nähere Informationen erhalten möchte, kann Julia Jünemann unter Tel. 01573/1407497 oder E-Mail erreichen.

 

Quelle: Kirchenkreis Plön-Segeberg, 28.04.2020

 

www.kirche-ps.de

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Foto: Kirchenkreis Plön-Segeberg

Coronavirus: Privatfahrzeuge ab sofort online abmelden

(03. 05. 2020)

Der IT-Verbund Schleswig-Holstein (ITVSH) hat am 29. April 2020 eine Maßnahme verkündet, die auch über die Corona-Pandemie hinaus Gültigkeit haben soll: Autofahrer*innen in Schleswig-Holstein können ihr Privatfahrzeug seit dem 27. April online abmelden. Der Gang zur Zulassungsstelle ist in diesen Fällen nicht mehr nötig. Zudem werden in naher Zukunft weitere i-Kfz-Onlinedienste zur Verfügung gestellt.

 

Das komplexe Thema i-Kfz geht mit dem ersten Onlinedienst „Außerbetriebsetzung“ an den Start: Alle Privatpersonen können diesen über die Internetseiten der jeweiligen Zulassungsstellen in ihren Kreisen ab sofort nutzen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase in den Kreisen Plön und Steinburg wird der Onlinedienst für alle Kreise und kreisfreien Städte gleichermaßen freigeschaltet.

 

Eine einfache Abmeldung des privaten Fahrzeuges ist demnach ab sofort möglich. Weitere Dienste werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie über:

 

www.serviceportal.schleswig-holstein.de/Verwaltungsportal/Service/Entry/IKFZ

 

Voraussetzungen für die Nutzung des i-KfZ-Onlinedienstes „Außerbetriebsetzung“

 

Zur Nutzung der Dienste wird derzeit ein neuer Personalausweis (nPA) oder elektronischer Aufenthaltstitel (eAT) mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID), sowie ein vorgesehenes Kartenlesegerät oder wahlweise ein Android-Smartphone (ab Version 5.0 aufwärts) / iPhone (ab iOS-Version 13.2 aufwärts) mit kostenloser „AusweisApp2“ benötigt.

 

Ausgenommen sind zudem Privatfahrzeuge mit Sonderkennzeichen und Vorgänge für Halterinnen und Halter ohne Hauptwohnsitz in Schleswig-Holstein.

 

Technische Umsetzung von i-Kfz in Schleswig-Holstein

 

Die technische Umsetzung erfolgt in Schleswig-Holstein durch den Dienstleister Dataport. Das Projekt wird durch das Zentrale IT-Management des Landes sowie den IT Verbund Schleswig-Holstein (ITVSH) koordiniert. Eine fachliche Unterstützung ist durch die Zulassungsstellen Itzehoe und Schleswig-Flensburg erfolgt.

 

Alle Zulassungsstellen (elf in den Kreisen und vier in den kreisfreien Städten mit insgesamt 20 Standorten) gehen gemeinsam vor und nutzen die gleiche technische Infrastruktur. Dieses gemeinsame Vorgehen gewährleistet eine einheitliche und wirtschaftliche Umsetzung. Es erfolgt eine Anbindung an das zentrale Fahrzeugregister beim Kraftfahrtbundesamt.

 

 

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Foto: IT-Verbund Schleswig-Holstein

Coronavirus: Sparkasse Südholstein öffnet wieder alle Filialen

(02. 05. 2020)

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeigen Wirkung, sodass Bundes- und Landesregierungen erste vorsichtige Erleichterungen vorgenommen haben. Auch die Sparkasse Südholstein wird am 4. Mai 2020 wieder alle ihre Filialen für den persönlichen Kundenverkehr öffnen – vorerst zu reduzierten Öffnungszeiten und in Einklang mit den Vorgaben und Empfehlungen von Bund, Land und Robert-Koch-Institut, heißt es in einer Mitteilung vom 30. April.

 

Seit Ende März hatte die Sparkasse den persönlichen Kundenverkehr aufgrund der Corona-Maßnahmen nur in acht Filialen aufrechterhalten, und zwar in den Filialen Neumünster-Kuhberg, Bad Segeberg, Bad Bramstedt, Norderstedt-Ulzburger Straße, Pinneberg-Kundencenter, Uetersen, Halstenbek und Helgoland. Trappenkamp war von der vorübergehenden Schließung betroffen, der „Zasterlaster“, das Sparkassenmobil mit Haltestelle u.a. in Bornhöved aber nicht.

 

Öffnung ab 4. Mai mit reduzierten Öffnungszeiten

 

Ab Montag, 4. Mai, stehen die Mitarbeiter für den Kundenservice jeweils Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Donnerstag von 14 bis 17 Uhr zur Verfügung. Ausführliche Beratungsgespräche sind auch außerhalb dieser Öffnungszeiten möglich. Die Terminvereinbarung erfolgt entweder über die persönlichen Kontaktdaten des Beraters oder über die zentrale Telefonnummer 04321/408-4444.

 

Um Kunden und Mitarbeiter zu schützen, hat die Sparkasse umfangreiche Vorkehrungen zur Wahrung des Abstands und der Hygiene getroffen. Dazu gehören die Lenkung des Kundenverkehrs, die Installation von Plexiglas-Wänden als Spuck- und Niesschutz sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

 

Nach Möglichkeit Bankgeschäfte online oder telefonisch tätigen

 

Angesichts des nach wie vor geltenden Ziels, die Verbreitung des Coronavirus auf möglichst niedrigem Niveau zu halten, empfiehlt die Sparkasse weiterhin, für die alltäglichen Bankgeschäfte die digitalen und telefonischen Kontaktwege zu nutzen. Neben ihrem Online-Banking verfügt die Sparkasse Südholstein über einen qualifizierten telefonischen Service. Über die zentrale Telefonnummer 04321/408-4444 können bequem von zu Hause aus Kontostände abgefragt, Überweisungen oder Daueraufträge in Auftrag gegeben und viele Produkte abgeschlossen werden.

 

Zudem empfiehlt die Sparkasse zwei besonders hygienische Varianten für die täglichen Zahlungsvorgänge: Zum einen das kontaktlos Bezahlen mit der Sparkassencard oder Kreditkarte ohne PIN-Eingabe. Hierfür wurde das Limit pro Zahlungsvorgang gerade von 25 auf 50 Euro erhöht, so dass jetzt auch größere Einkäufe ohne eine Berührung der Terminal-Tastatur möglich sind. Dies gilt für bis zu fünf Bezahlvorgänge bzw. bis zu einer Summe von 150 Euro. Eine weitere Variante ist das kontaktlose Bezahlen per Smartphone, bei der die Freigabe des Bezahlvorgangs ausschließlich auf dem eigenen Gerät erfolgt.

 

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Foto: Sparkassenfiliale Trappenkamp

Coronavirus: Erlebniswald Trappenkamp öffnet am 4. Mai wieder seine Tore

(02. 05. 2020)

Es gibt auch viele gute Nachrichten während der anhaltenden Corona-Pandemie. Eine ist, dass ein beliebtes Ausflugsziel in der Nähe Schmalensees, der Erlebniswald Trappenkamp – der aber in Daldorf liegt – ab Montag, 4. Mai, wieder öffnen darf. Das teilte der Holsteinische Courier schon in seiner Ausgabe 25. April mit.

 

Die Lockerungen in den Verordnungen, mit deren Hilfe eine rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhindert werden sollen, sieht vor, dass der Erlebniswald unter einigen Beschränkungen wieder öffnen darf – für 1.000 Besucher gleichzeitig. Die Abstands- und Hygieneregeln gelten natürlich weiterhin.

 

Gerade für die Kinder könnte bitter sein: Die weitläufigen Spiellandschaften dürften wohl, wie alle Spielplätze, ab 4. Mai ebenfalls wieder genutzt werden. Allerdings müssen Kommunen und Betreiber für diese erst ein Hygienekonzept entwickeln. Darum lohnt sich für Familien mit Kindern sicherlich vor dem Besuch der schnelle Blick auf die Homepage des Erlebniswaldes.

 

Vornehmlich lädt der Erlebniswald vorerst zum Spazierengehen ein – mit Blick auf putzmuntere Frischlinge bei den Wildschweinen zum Beispiel. Oder auf die Hirsche. Aber: Die Tiere dürfen nicht gefüttert werden. Der Schmetterlingswald wird auch geöffnet sein.

 

In Sachen Verpflegung können Besucher auch nur bedingt aktiv werden: Die Gastronomie ist, wie alle Gasthöfe und Restaurants, noch nicht geöffnet.

 

Dafür dürfen die Grillhütten, von denen es einige auf dem Gelände gibt, von Familien genutzt werden, die in einem Haushalt leben – anhand der Personalausweise wird dies überprüft, heißt es im Bericht der Segeberger Zeitung vom 2. Mai. Die Grillhütten müssen angemietet werden, was eine telefonische Anmeldung unter 04328/170480 erforderlich macht.

 

Weil das Angebot im Erlebniswald aufgrund der Beschränkungen reduziert ist, soll auch der Eintrittspreis gesenkt werden, heißt es in den Berichten beider Zeitungen. Auch sollen die Jahreskarten länger gültig sein.

 

www.erlebniswald-trappenkamp.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Erlebniswald Trappenkamp öffnet am 4. Mai wieder seine Tore
Foto: Der Erlebniswald öffnet am 4. Mai wieder das Tor

Coronavirus: Landespolizei zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Straßenverkehr

(01. 05. 2020)

Verschärfungen und Lockerungen geben sich in der Corona-Krise die Klinke in die Hand. Während gerade ab 29. April die Maskenpflicht für alle in Geschäften, Bussen und Bahnen angeordnet wurde, hat die Runde der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder einen Tag später weitere Erleichterungen vereinbart, die zum Teil schon ab Montag, 4. Mai gelten sollen – und über die noch berichtet werden wird, sobald Details für das Öffnen von Spielplätzen und Museen und Gastronomie vorliegen. Heute wollten wir auf dieser Homepage über die Wiederöffnung des Erlebniswaldes Trappenkamp am 4. Mai berichten – der aber laut Homepage am heutigen Maifeiertag noch davon ausgeht, die Spielflächen noch nicht öffnen zu dürfen. Wir warten also noch mal ab.

 

Was Schulen angeht, so soll auf dieser Gemeinde-Homepage nicht berichtet werden, um nicht weitere Verwirrung zu verursachen – die Eltern erhalten bis einschließlich 6. Mai Nachricht der jeweiligen Schule, wie es wann für ihr Kind bzw. ihre Kinder weitergehen soll. Gemeinde-Schmalensee.de könnte hier vorerst nur Verlautbarungen der Landesregierung wiedergeben, das hilft vorerst in der Sache nicht weiter.

 

Maske im Auto – erlaubt oder nicht?

 

Was ab sofort härter ausfällt, ist der Bußgeldkatalog bei Verstößen im Straßenverkehr. Und auch hier kommt die Corona-Pandemie ins Spiel, denn Maskenpflicht auf der einen und Verhüllungsverbot im Kraftfahrzeug auf der anderen Seite werfen Fragen auf. Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat sich in einer öffentlichen Mitteilung am 29. April 2020 dazu geäußert.

 

Demnach ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt, dass Kraftfahrzeugführer ihr Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken dürfen, dass es nicht mehr erkennbar ist. Verstöße gegen dieses Maskierungsverbot stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und es droht ein Bußgeld von 60 Euro.

 

Im Zusammenhang mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zum Infektionsschutz gilt aus Sicht der Landespolizei aber folgendes:

 

Beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes von Kraftfahrzeugführern geht es vorrangig nicht um die Verhüllung oder Verdeckung des Gesichts, um die Identitätsfeststellung zu verhindern, sondern um den Schutz der eigenen Gesundheit und der von Fahrgästen oder Mitfahrern.

 

Durch das korrekte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werden Mund und Nase verdeckt und damit die Identifizierbarkeit von Fahrzeugführern erschwert; gleichwohl bleiben jedoch noch wesentliche Merkmale wie Frisur, Ohren- und Augenpartie sowie die grundlegende Gesichtsform erkennbar.

 

Dies dürfte in der Regel ausreichend sein, um die Identität von entsprechenden Kraftfahrzeugführern feststellen zu können. Damit begehen Kraftfahrzeugführer beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes keinen Verstoß gegen die StVO.

 

Die Landespolizei wird im Rahmen der alltäglichen Verkehrsüberwachung mit wachsamem Auge darauf achten, dass die bestehenden Regelungen im Sinne des Infektionsschutzes ausgelegt, aber nicht unzulässig ausgenutzt werden. Wer durch übermäßige Maskierung oder ohne dass Mitfahrer oder andere geschützt werden können, sein Gesicht verdeckt und versucht seine Identität zu verbergen, wird auch weiterhin mit einem Bußgeld rechnen müssen.

 

Ende der Mitteilung. Aus dieser lässt sich ableiten: Wer beim Autofahren Maske trägt, tut dies nur, wenn er Mitfahrende hat, die er schützen möchte. Und er sollte dabei keine weitere Kopfbedeckung.

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Landespolizei zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Straßenverkehr
Foto: Polizeiabzeichen SH alt

Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 05. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Mai die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Das Dorf Schmalensee wird Aktionär: Am 1. Mai 1910, vor 110 Jahren, wird eine Aktiengesellschaft für die Kleinbahn Kiel-Segeberg gegründet, die einen bedeutenden Bahnhof mit Ausbesserungswerk in Bornhöved erhalten soll. Im Juni 1910 wird mit den Bauarbeiten begonnen, die Einweihung erfolgt am 2. Dezember 1911. Die Anliegergemeinden waren im Vorwege aufgefordert worden, Anteile an der Kleinbahn zu zeichnen. Schmalensee kam dieser Aufforderung nach.

 

Keine Schweizer mehr (im Sprachgebrauch): Das preußische Landwirtschaftsministerium setzt laut Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 2. Mai 1930, also vor 90 Jahren, Maßnahmen zur Vermeidung des Begriffs „Schweizer“ um. Offiziell werden folgende Berufsbezeichnungen festgelegt und auch von den Versicherungen und Krankenkassen angenommen: Melkermeister (früher: Oberschweizer), Melker (Freischweizer), Melkergehilfe (Unterschweizer) und Melkerlehrling (Schweizerlehrling).

 

Diese Straße wird gebraucht: Vertreter des Kreisbauamtes sowie je eine Delegation aus Stocksee und Schmalensee, letztere unter Führung von Bürgermeister Heinrich Hamann, kommen laut Mitteilung der Segeberger Zeitung vom 2. Mai 1950, vor 70 Jahren, auf Gut Stockseehof zusammen, um über den Ausbau der 4,4 Kilometer langen Straße von Stocksee nach Schmalensee zu beraten. Die beiden Gemeinden erwarten anteilige Baukosten in Höhe 10.000 DM bei anfallenden Gesamtkosten von 264.000 DM. Ein Unfall des Schmalenseer Bürgermeisters unterstreicht die Notwendigkeit des Straßenbaus: Auf dem Rückweg aus Stocksee kommend, stürzt Heinrich Hamann mit dem Fahrrad und kugelt sich den linken Oberarm aus.

 

Recycling-Einführung in Segeberg: In der Landschaft Schwansen war es schon 1913 eingeführt worden und hatte sich bewährt. Nun wird am 3. Mai 1915, vor 105 Jahren, das Flaschenpfand auf Einheitsflaschen zahlreicher schleswig-holsteinischer Brauereien auch im Kreis Segeberg eingeführt. Damit bleiben die Flaschen Besitz der ausgebenden Brauereien.

 

Kriegsende in Schmalensee: Vermutlich am 6. Mai 1945, vor 75 Jahren, endet der Zweite Weltkrieg für die Gemeinde Schmalensee. Infrage kommen aber mehrere Tage ab dem 3. Mai. Für diesen Tag, einen Donnerstag, heißt es in offiziellen Quellen, dass britische Truppen, die am 2. Mai Bad Segeberg eingenommen haben, sich am 3. Mai über die Linie Bad Segeberg – Plön weiter in Richtung Kiel vorarbeiten. Laut Zeitzeugenaussage von Hans Suhr seien die Briten am 4. oder 5. Mai durch Schmalensee gerollt: Erst eine spätere Kolonne habe tatsächlich hier angehalten und das Kommando übernommen. Karla Scharnweber vom Hornshof vor Schmalensee wiederum berichtet, dass laut Überlieferung in der Familie „am Tag vor der Kapitulation in Holstein“ – das war der 5. Mai 1945 – eine auf der Hauskoppel der Suhrs lagernde Wehrmachtseinheit von britischen Jagdbombern angegriffen wurde, deren Bomben den Hof trafen (Heinz Kröger bestätigte, den Angriff von der anderen Seite des Sees gesehen zu haben). Nach Aussage der polnischen Zwangsarbeiterin Wera Letun / Veronika Huryn schließlich ist Sonntag, der 6. Mai 1945, der Tag, an dem die Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter in Schmalensee das Kriegsende erleben. Einige Männer begeben sich mit Fahrrädern nach Neumünster, um die Lage zu erkunden. Bei ihrer Rückkehr berichten sie von völlig überfüllten Auffanglagern für die so genannten „Displaced Persons“. Das Gros der Ausländer entscheidet sich, auf den Schmalenseer Höfen zu bleiben und beteiligt sich noch am Rübenhacken (Quelle: Karsten Dölger, „Polenlager Jägerslust“, Neumünster 2000).

 

Singvogelschutz schon früher aktuell: Das königliche Landratsamt weist in der Ausgabe des Segeberger Kreis- und Wochenblatts am 7. Mai 1895, vor 125 Jahren, auf die Notwendigkeit des Schutzes der Singvögel hin. Angesichts ihrer „Aufgabe als Insektenvertilger“ ist in der Brutzeit vor allem das Ausnehmen der Nester und der Abschuss der Tiere verboten. Der Schutz der Nester sei vor allem den Schülern nahezulegen.

 

Straßenbau zur Arbeitsbeschaffung: In der Umgebung Schmalensees finden laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 8. Mai 1935, vor 85 Jahren, rege Straßenbaumaßnahmen im Rahmen der Arbeitsbeschaffung statt. So werden die Damsdorfer Dorfstraße und die Straßen von Belau nach Wankendorf und Stolpe ausgebaut. Die Zuwegung von Rendswühren zur Chaussee Plön-Neumünster wird „chaussiert“. Früher war diese im Winter oft gänzlich unpassierbar. Für diese Arbeiten wird Steinmaterial vom Ufer des Schmalensee verwendet.

 

Ein Turnverein im Nachbarort: In Bornhöved gründen rund 20 Personen am 10. Mai 1910, vor 110 Jahren, den Turnverein Quellenhaupt – und begründen damit eine bis heute währende Sporttradition, getragen durch den TSV Quellenhaupt Bornhöved, dem viele Schmalenseerinnen und Schmalenseer angehörten und angehören. Prominente Beispiele sind Schmalensees Ehrenbürgermeister Hans Siebke, der einst 2. Vorsitzender bei Quellenhaupt war und aus dieser Position zum Vorsitzenden des Kreissportverbandes wurde. Sein Bruder Helmut Siebke, Ehrenvorsitzender des SV Schmalensee von 1980 e.V., war bei Quellenhaupt u.a. Jugendwart und bedeutender Fußballschiedsrichter.

 

Musterung nicht mehr nötig: Am 14. April 1945 hatte das Segeberger Kreis- und Tageblatt die Amtliche Mitteilung enthalten, dass am 10. Mai 1945, also vor 75 Jahren, auf dem Schmalenseer Ringreiterplatz die Musterung von bis zu 61 Pferden für die Verwendung in der Wehrmacht erfolgen sollte. Bekanntlich hatten sich die Ereignisse überholt: Am 8. Mai 1945 hatte die deutsche Wehrmacht kapituliert, der Krieg war aus und verloren. Schon Tage vorher hatte die Zeitung ihren Betrieb auf Weisung der britischen Militärverwaltung einstellen müssen (letzter Erscheinungstag war der 2. Mai 1945). Die „Nachkriegszeit“ hatte bereits begonnen.

 

Foto zur Meldung: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

Coronavirus: Verwaltungen ab 11. Mai 2020 wieder geöffnet

(30. 04. 2020)

Wie lange die Corona-Pandemie anhalten wird, steht noch in den Sternen. Wann die „Rückkehr zur Normalität“ in unserer Gesellschaft vollzogen ist, eigentlich auch. Dass das öffentliche Leben weitergehen muss, steht außer Frage. Ein Schritt, die Maßnahmen zur Eindämmung einer raschen Ausbreitung von Covid-19 zu lockern, ist nach Wiederöffnung von Geschäften (bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche) die Wiederöffnung der Verwaltungen: Am 11. Mai 2020 sind diese wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.

 

In einer Mitteilung des Kreises Segeberg vom 27. April 2020 heißt es: „Alle Verwaltungen im Kreis Segeberg öffnen am Montag, 11. Mai, wieder für den Publikumsverkehr.“ Die Stadt Norderstedt bildet eine Ausnahme – hier geht es bereits am 4. Mai los.

 

Öffnung ist eine Teilöffnung – Terminvereinbarung sinnvoll

 

Für den Kreis Segeberg und seine Verwaltung gilt ab 11. Mai 2020: Es gibt vorerst keine generelle, sondern nur eine Teilöffnung. Kundinnen und Kunden erhalten erst kurz vor Beginn eines vereinbarten Termins Zutritt. „Ohne Termin kein Einlass“, heißt es. Nur zwingend erforderliche Begleitpersonen wie Anwälte, Dolmetscher oder Betreuer seien erlaubt.

 

Landrat Jan Peter Schröder weist in der Mitteilung des Kreises Segeberg darauf hin, dass in den einzelnen Verwaltungen von Städten, Ämtern und Gemeinden die Öffnung unterschiedlich gestaltet werden kann. Teilweise stehe nur eine begrenzte Zahl an Räumen zur Kundenbetreuung zur Verfügung. In einigen Verwaltungen werden Terminvereinbarungen notwendig sein, um den Kundenverkehr zu regeln.

 

Auch das Amt Bornhöved öffnet am 11. Mai

 

In der Amtsverwaltung Bornhöved im Trappenkamper Bürgerhaus wurden am 27. April bereits die Spuckschutze aus Plexiglas montiert, die Mitarbeiter der Verwaltung und Besucher gleichermaßen vor einer Tröpfcheninfektion mit dem Coronavirus schützen sollen.

 

Laut KN-Online am 29. April 2020 setzt man in Trappenkamp auf Terminvergaben. Demnach soll es keinen normalen Kundenverkehr geben: Da es im Bürgerhaus viele Anlaufstellen gibt, würden sich die Besucher frei bewegen – das würde zu vermehrten Kontakten und somit zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen.

 

Die Terminvergabe gewährleiste obendrein, dass im Falle einer Infektion Kontaktpersonen leichter zu ermitteln sind. Allerdings ist noch nicht ganz klar, ob die Vergabe von Terminen online oder ausschließlich per E-Mail oder am Telefon stattfinden wird – noch wird an der Technik gefeilt.

 

Mehr Informationen werden im Blickpunkt stehen

 

Im amtlichen Mitteilungsblatt „Blickpunkt Bornhöved“ wird die Verwaltung sicherlich noch genauer über die Wiederöffnung berichten und ggf. zusätzliche Maßnahmen bekannt machen zu denen, die der Kreis Segeberg für alle Verwaltungen generell angesagt hat.

 

So werden überall die erforderlichen Hygienestandards eingehalten. Dazu gehört neben der Desinfektion und dem Abstandhalten auch das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, wie es ab 29. April 2020 auch in den Geschäften sowie in Bussen und Bahnen vorgeschrieben ist.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Verwaltungen ab 11. Mai 2020 wieder geöffnet
Foto: Amtsverwaltung

Coronavirus: Heimatverein Kreis Segeberg sagt Dorfbegehungen ab

(30. 04. 2020)

Die Dorfbegehungen des Heimatvereins des Kreises Segeberg, dem auch Schmalenseer angehören, sind für dieses Jahr abgesagt worden. Auch der Ortsverein Bornhöved und Umgebung im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund gehört dem Segeberger Kreisverein an.

 

Seit vielen Jahren organisiert der Heimatverein Kreis Segeberg Ausfahrten in ausgewählte Orte des Kreises, um sich vor Ort Historisches zeigen und erklären zu lassen. Viele der insgesamt rund 900 Mitglieder haben davon schon Gebrauch gemacht.

 

Doch nun, in der Corona-Krise, müssen auch diese Ausflüge der Streichung zum Opfer fallen. „Ganz abgesehen von rechtlichen Vorgaben werden sicher noch für eine längere Zeit bestimmte Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen einzuhalten sein“, erklärt der Heimatvereins-Vorsitzende Peter Stoltenberg in einer Mitteilung.

 

Diese Regeln sind jedoch bei Führungen, wie unseren Dorfbegehungen, kaum möglich. Natürlich wollen wir auch keine zusätzlichen Risikopunkte schaffen", betonte Stoltenberg mit Blick auf die in 2020 fünf geplanten Dorfbesichtigungen.

 

So sollten am 5. Mai Rohlstorf, am 9. Juni Sievershütten, am 7. Juli Sülfeld, am 4. August Stocksee und am 1. September Wittenborn besucht werden.

 

Informationen über die Aktivitäten des Heimatvereins im Kreis Segeberg sind auf seiner Homepage zu erfahren.

 

www.heimatverein-kreis-segeberg.de

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Heimatverein Kreis Segeberg sagt Dorfbegehungen ab
Foto: Coronavirus: Heimatverein Kreis Segeberg sagt Dorfbegehungen ab

Maifeiertag – Wertstoffsammlung am 2. Mai 2020

(29. 04. 2020)

Wegen des Feiertags am Freitag, 1. Mai 2020, werden verschiedene Abholtermine im Rahmen der Abfallentsorgung verlegt.

 

Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) hat in einer Mitteilung darauf hingewiesen.

 

In Schmalensee ist die Regelabfuhr von Abfällen durch den WZV nicht direkt betroffen. Der Abfallkalender, der im Internetauftritt des Entsorgers ermittelt werden kann, sieht vor, dass ab Montag, 4. Mai, die Abfuhr des Bioabfalls, Rest- und Papiermülls regulär stattfindet.

 

Wichtig für Schmalensee: Am Tag zwischen zwei Sonntagen – Samstag, 2. Mai – werden die gelben Wertstoffsäcke aus Schmalensee abholt. Bitte beachten.

 

www.wzv.de

Foto zur Meldung: Maifeiertag – Wertstoffsammlung am 2. Mai 2020
Foto: Gelbe Säcke in Schmalensee

Coronavirus: Weiter telefonische Beratung der Deutschen Rentenversicherung Nord

(29. 04. 2020)

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie zum Schutz von Bürgern und Beschäftigten vor Ansteckung bleiben die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Nord in Schleswig-Holstein bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen.

 

Beratungen und die Aufnahme von Rentenanträgen finden jedoch telefonisch oder online statt. Das teilt die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck mit.

 

Für Fragen rund um die Themen Rente, Altersvorsorge, Prävention und Rehabilitation steht das kostenlose Servicetelefon montags bis donnerstags von 7.30 bis 19.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr unter 0800 / 1000 480 22 zur Verfügung.

 

Aufgrund des erhöhten Anruferaufkommens entstehen derzeit jedoch längere Wartezeiten - dies gilt erfahrungsgemäß besonders montags. Deshalb empfiehlt die Deutsche Rentenversicherung Nord, auf die anderen Wochentage auszuweichen.

 

Auf der Internetseite www.deutsche-rentenversicherung-nord.de können Versicherte zudem die Online-Dienste der Deutschen Rentenversicherung nutzen. Dort finden sich auch weitere Kontaktmöglichkeiten.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 25 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,2 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

 

www.deutsche-rentenversicherung-nord.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Weiter telefonische Beratung der Deutschen Rentenversicherung Nord
Foto: Coronavirus: Weiter telefonische Beratung der Deutschen Rentenversicherung Nord

Beschlüsse auf Distanz – Gemeindevertretung unzufrieden mit Antrag für Windkraftanlagen

(28. 04. 2020)

Unter besonderen Bedingungen hat die Gemeindevertretung am 27. April im Gemeindesaal getagt und einige Beschlüsse gefasst. Die Zusammenkunft mitten in der Corona-Pandemie war notwendig geworden, weil das Landesamt für Landwirtschaft und Ländliche Räume (LLUR) darauf bestand, dass Schmalensee fristgerecht zum 3. Mai eine Stellungnahme zu einem vorliegenden Antrag zum Bau von zwei Windkraftanlagen auf der Schmalenseer Gemarkung abzugeben habe. Bürgermeister Sönke Siebke machte aus der Not eine Tugend und ließ gleich ein paar weitere Punkte abarbeiten.

 

Handlungsfähigkeit erhalten

 

Keine Sitzung der Gemeindevertretung hieße für das LLUR, dass das gemeindliche Einvernehmen hergestellt ist“, begründete Siebke die Einladung. Und er untermauerte mit einem Papier seine Gründe dafür, in dieser Runde keinen städtebaulichen Vertrag zu verhandeln (der Punkt wurde von der Tagesordnung genommen) und nicht das gemeindliche Einvernehmen auszusprechen.

 

Den über 2000 Seiten dicken Antrag des Investors kritisiert der Bürgermeister mit einer fünfseitigen Auflistung von Punkten, bei denen dringend Nachbesserung, Aufklärung oder Lückenschließung vorzunehmen ist. Rasch war die Geschlossenheit der Vertretung hergestellt, die mit den Stimmen beider Fraktionen wurde das gemeindliche Einvernehmen verweigert. Die Gemeinde behält sich zudem vor, einen Bebauungsplan für das Gebiet aufzustellen, um den eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

 

Ob das LLUR diese Stellungnahme akzeptieren wird, sei offen. „Ich hoffe es“, sagte Sönke Siebke. Es gehe darum, Rechte der Gemeinde zu wahren, Schaden von ihr fernzuhalten und ihre Einflussmöglichkeiten bei einer Umgestaltung der Landschaft zu erhalten.

 

Weg ebnen für Firmenansiedlung

 

Es ist kein Geheimnis, dass die Firma Hippe ihren Betrieb im Grasweg ansiedeln möchte. Um in der Sache voranzukommen, wurden Vorentwürfe für eine Änderung des Flächennutzungsplan und für einen Bebauungsplan Nr. 7 beschlossen. Damit kann nun die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange starten. In der nächsten Sitzung des Bauausschusses soll die Information der Schmalenseer Öffentlichkeit erfolgen. Inhaber Frank Mühlenberg möchte gern im Frühjahr 2021 anfangen zu bauen und bis Jahresende fertig werden.

 

Was sonst noch geschah

 

In Sachen Neuausweisung eines Wohngebiets reichte es nur zu einem Bericht: Die Landgesellschaft Schleswig-Holstein, so Thorge Jankowski, sei ein sehr verlässlicher Partner und habe bis jetzt gute Verhandlungen im Sinne der Gemeinde geführt. Aktuell liege der Ball im Feld der Landbesitzer, die sich untereinander in der Frage des Verkaufspreises verständigen müssen.

 

  • Der Quartalsbericht IV/2019 wurde vom Finanzausschussvorsitzenden Dirk Griese vorgestellt und genehmigt.

  • Griese trug auch zur Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr vor, die Sondervermögen der Gemeinde ist. Der Haushaltsplan 2020 wurde genehmigt.

  • Nachträglich abgesegnet wurde die Maßnahme des Bürgermeisters, das Sportlerheim durch Abschluss eines Vodafone-Vertrags via LTE internetfähig zu machen. U.a. die Kita-Außenstelle ist darauf angewiesen.

  • Hoffnung hegt der Bürgermeister, dass es auch zukünftig eine Kita-Gruppe im Sportlerheim gibt. Bekanntlich wird es einen Trägerwechsel für die Kita Eris Arche geben. Ob dieser daran festhalten wird, in Schmalensee eine Außenstelle zu führen, sei noch nicht klar.

  • Nichts Neues gibt es von der Badestelle. Noch immer wird darauf gewartet, dass zwischen Schleswig-Holsteinischem Gemeindetag und Land ausverhandelt ist, inwieweit Mandatsträger haftbar und strafrechtlich zu belangen sind, wenn keine Badeaufsicht gestellt wird.

  • Auch wenn nicht klar ist, ob Schmalensee seine Badestelle in der bisherigen Form behalten kann oder zu einer naturbelassenen Badestelle zurückkehren wird, soll Anfang Mai eine Fachfirma zusammen mit dem Kampfmittelräumdienst eine Säuberungsaktion vornehmen.

  • Der WZV wird demnächst die Pumpstation der Vakuumentwässerungsanlage in Augenschein nehmen: Eine Option für den Zeitpunkt, wenn Gemeindearbeiter Volker Kay in Rente geht, ist die Vergabe der Betreuung der Anlage an den WZV, der das auch in anderen Gemeinden bereits macht.

 

Arbeit unter Corona-Bedingungen

 

Masken lagen bereit, Desinfektionsmittel gab es auch und der Gemeindesaal war so aufgebaut, dass die Gemeindevertreter weit aufgelockert an der langen Tafel saßen. Unter den neun Zuhörern machte der Witz von der Teilnahme an einer Abi-Klausur die Runde: Jeder hatte einen Tisch für sich mit großem Abstand zum Nebenmann. Weil sich ein Gemeindevertreter wegen Zugehörigkeit zur Risikogruppe abgemeldet hatte, schlossen beide Fraktionen ein Pairing-Abkommen, das zunächst befristet bis 31. August bei strittigen Themen in der GV und ihren Ausschüssen zum Tragen kommt: Fehlt ein Mitglied der Minderheitsfraktion, verzichten zwei Mitglieder der Mehrheitsfraktion darauf, in dem strittigen Punkt an der Abstimmung teilzunehmen. Ein Erlass des Innenministeriums ermöglicht dieses.

 

Und außerdem

 

...war der Protokollführer, Ordnungsamtsmitarbeiter Eike Tralau der Held des Abends: Selbst an seinem 33. Geburtstag ließ er es sich nicht nehmen, in dieser außergewöhnlichen Zeit zur Versammlung nach Schmalensee zu kommen. Ein Anstoßen war leider nicht drin, aber natürlich gab es aufmunternden Geburtstags-Applaus.

 

 

 

Foto zur Meldung: Beschlüsse auf Distanz – Gemeindevertretung unzufrieden mit Antrag für Windkraftanlagen
Foto: Beschlüsse auf Distanz - Gemeindevertretung am 27. April 2020 unter Corona-Bedingungen

Coronavirus: Handwerk hofft auf viele Einsteiger*innen nach dem Schulabschluss

(27. 04. 2020)

Seit geraumer Zeit klagt das Handwerk über zu wenig Nachwuchskräfte. Ausgerechnet im Coronavirus und den verordneten Beschränkungen, die es ausgelöst hat, sieht aber zum Beispiel die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein eine Möglichkeit, das zu ändern. Ganz nach dem Motto, „jede Krise ist eine Chance“.

 

Denn den jungen Leuten, die jetzt gerade ihre Schulabschlüsse machen, stellt sich Covid-19 in den Weg. Gerade der Trend, erst mal ein Jahr ins Ausland zu gehen, falle ja jetzt ins Wasser: Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr im Ausland oder einfach um die Welt trampen – das geht gerade nicht, denn die meisten Staaten hätten die Einreise wegen der Pandemie verboten.

 

Da kann man nun natürlich in der Hoffnung auf ein Wunder warten oder man orientiert sich um und geht zum Handwerk“, heißt es in einer Mitteilung. „Handwerker*innen dürfen nämlich noch arbeiten! Als Azubi dort verdient man in der Lehre nicht nur ganz anständig, hat in zwei bis drei Jahren seinen Gesellenbrief in der Tasche und könnte dann etwa 2022/23 als Fachmann immer noch für ein Jahr ins Ausland gehen.“

 

Ob Afrika, Südamerika, Australien oder Neuseeland, junge Handwerker*innen seien dort gefragt. „Da ist man dann nicht der deutsche Junge oder das deutsche Mädel, das was lernen will, sondern der Fachmann, der seine Kenntnisse erweitern und dabei gleichzeitig helfen will“, so die Kreishandwerkerschaft.

 

Ausbildungsplätze sind zu finden unter www.handwerk-mittelholstein.de.

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Foto: Kreishandwerkerschaft Mittelholstein

Wir grillen – mit Sicherheit: Kampagne der Initiative Paulinchen

(26. 04. 2020)

Paulinchen, die Initiative für brandverletzte Kinder mit Sitz in Norderstedt und Partner der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Segeberg, warnt vor schweren Verletzungen beim Grillen.

 

Gerade in Zeiten von Covid-19 bietet das Grillen im eigenen Garten eine willkommene Ablenkung. Nicht selten kommt es durch den Einsatz von Spiritus und anderen flüssigen Brandbeschleunigern zu schwerwiegenden Grillunfällen. Insbesondere Kinder sind aufgrund ihrer Körpergröße gefährdet. Die Folgen: großflächige Verbrennungen am Körper und extrem einschneidende seelische und physische Spätfolgen“, warnt der Verein in einer Mitteilung.

 

Der Bund der Versicherten macht deutlich, dass Personen, die Spiritus zum Grillen nutzen oder die Verwendung von flüssigen Brandbeschleunigern nicht verhindern, bei einem Unfall haften (laut Oberlandesgericht Hamm, Az.: 9 U 129/08).

 

Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen e.V. betont: „Grillunfälle mit Brandbeschleunigern sind extrem schwerwiegend, da die hohen Flammenwände besonders Kinder, die auf Augenhöhe zum Grill stehen, großflächig erfassen. Leider sind sich die Grillenden meist nicht bewusst, welche gravierenden Folgen der Einsatz von Spiritus beim Grillen haben kann.“

 

Dr. Ingo Königs, Facharzt für Kinderchirurgie aus Hamburg und Vorstandsmitglied des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzte Kind“ erklärt: „Jedes Jahr sehen wir in der Klinik Kinder mit schwersten Brandverletzungen nach Grillunfällen.“ Er fordert: „Machen Sie sich der Gefahr bewusst und schützen Sie sich und andere! Grillunfälle sind zu 100 Prozent vermeidbar.“

 

Tipps zum sicheren Grillen, die auch von der Feuerwehr unterstützt werden:

  • Grill kippsicher und windgeschützt aufstellen.

  • Niemals flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin verwenden – weder zum Anzünden noch zum Nachschütten – Explosionsgefahr!

  • Feste, geprüfte Grillanzünder aus dem Fachhandel verwenden.

  • Grill stets beaufsichtigen.

  • Kinder nicht in die Nähe des Grills lassen – Sicherheitsabstand von 2 bis 3 Metern!

  • Grill nicht von Kindern bedienen oder anzünden lassen.

  • Kübel mit Sand, Feuerlöscher oder Löschdecke zum Löschen des Grillfeuers bereithalten.

  • Brennendes Fett niemals mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen.

  • Nach dem Grillen das Grillgerät weiter beaufsichtigen, bis die Glut vollständig auskühlt ist.

  • Nicht in geschlossenen Räumen grillen und den Grill niemals zum Auskühlen ins Haus stellen – Vergiftungsgefahr!

  • Heiße Grillglut nach dem Grillen am Strand nie im Sand vergraben – die Kohle bleibt noch tagelang glühend heiß – Kinder ziehen sich immer wieder schwere Verbrennungen zu, weil sie in die Glut hineinkrabbeln/-treten oder -fallen.

  • Einmalgrills am Strand mit Wasser löschen und abkühlen – auch den Sand unter dem Grill!

 

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. betreibt im Internet aber auch durch Vorort-Besuche eine umfangreiche Aufklärungsarbeit und ist dabei auf Spenden angewiesen.

 

Der Verein unterhält eine telefonische Beratungs-Hotline – auch während der Corona-Krise: Unter 0800 / 0112123 ist diese täglich von 8 bis 20 Uhr für betroffene Familien erreichbar.

 

www.paulinchen.de

 

 

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Foto: Paulinchen-Grillkampagne

Coronavirus: Heimatmuseum bleibt länger geschlossen

(26. 04. 2020)

Eigentlich hatte der Ortsverein Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) gehofft, heute das Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ wieder für die Öffentlichkeit aufschließen zu können. Aber bekanntlich ist nicht Alles von den letzten Lockerrungen in Sachen Corona-Pandemie betroffen gewesen. Kirchen und Museen dürfen noch nicht geöffnet werden, vorerst gilt der 3. Mai als das Datum, an dem neu gedacht werden könnte.

Museumswärter Norbert von der Stein und die „Museumswächter“ – alles Ehrenamtler, die an den Öffnungs-Sonntagen von 15 bis 18 Uhr in der Reetdachkate gegenüber vom Adolfplatz die Stellung halten und Besuchern bereitwillig zur Geschichte von Bornhöved und Umgebung etwa erzählen, haben also noch ein wenig länger „Zwangsurlaub“ von ihrer Aufgabe.

Wenn das Museum wieder aufmachen darf, wird auf jeden Fall die Sonder-Fotoausstellung zur Bornhöveder Geschäftswelt der 1950er/60er-Jahre noch zu sehen sein. Aber auch zu anderen Themen gibt es viel Wissenswertes in „De ole Rökerkaat“.

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Foto: Coronavirus: Heimatmuseum bleibt länger geschlossen

Coronavirus: Die Maskenpflicht kommt am 29. April

(26. 04. 2020)

Vielfach sind sie schon im öffentlichen Raum zu sehen und viel wird über die berichtet: Masken, die sich angesichts der weltweiten Corona-Pandemie immer mehr Menschen vor Mund und Nase heften. Gleichsam sind die Maske oder besser, die ab Mittwoch, 29. April 2020 geltende Maskenpflicht umstritten.

Natürlich soll an dieser Stelle keine Wertung vorgenommen werden. Aber ein wenig Erklärung ist immer gut, wenngleich Radio und Fernsehen, Tagespresse und Internet voll mit Informationen zum Thema sind.

Erster und wichtigster Punkt: Wir müssen nicht ab Mittwoch mit Maske durch Wohnung, Haus und Garten gehen und schon gar nicht abends ins Bett. Das Gebot, eine Maske zu tragen, gilt in besonderen Bereichen des öffentlichen Lebens: Beim Betreten von Geschäften, in Bussen, Bahnen und Taxis sowie auf Fährschiffen. Auf Wochenmärkten übrigens nicht.

Zur Hygienefrage hat die Bundeskanzlerin im Fernsehen schon einiges gesagt (Mikrowelle aber besser nicht) – das soll hier nicht überboten werden.

Autofahren: Da darf man eigentlich nicht verhüllt sein als Fahrer. Und es gibt eigentlich auch keinen Grund, eine Maske im Auto zu tragen – Anhalter mitnehmen ist eh‘ derzeit wider den Zeitgeist.

Nicht vergessen: Tragen soll man die Maske nicht, um sich zu schützen, sondern andere, indem die eigene Übertragung von Tröpfchen aus Mund, Rachen und Nase zurückgehalten wird.

Ausgenommen von der Tragepflicht sind alle Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, sowie Menschen, die das aufgrund einer nachweislichen Beeinträchtigung nicht können.

In der Schule soll überall dort Maske getragen werden, wo die Schülerinnen und Schüler (und Lehrer) den Abstand nicht wahren können. Aber auch darüber hinaus können Kinder eine Mund-Nase-Abdeckung tragen.

Denn „Maske“ ist ja weitläufig definiert. Das kann die professionelle medizinische Maske (FFP) sein – sofern man sie hat –, die aber medizinischem und pflegendem Personal vorbehalten sein sollte. Schals und Tücher und anderweitige „Stoffzuschnitte“ sind ebenfalls erlaubt. Viele Menschen nähen fleißig Masken und sorgen so womöglich für den einen oder anderen neuen Style – wie unser Gummibärchen-Man, der diesen Beitrag ziert. Allerdings wären die Fledermäuse vom Schlafanzugoberteil auch ein tolles Maskenmotiv gewesen!.

Für Bilder danken wir Ute Mühlenberg und Steffi Grzybowski

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Die Maskenpflicht kommt am 29. April
Foto: Maskenpflicht beflügelt Gummibärenbande

Aktion der Kirchengemeinde: Erzähl Deine „Corona-Geschichte“

(25. 04. 2020)

Die Welt ist aktuell durch ein Thema verbunden: die Coronakrise. Das Virus verändert unser Leben und unseren Alltag.

 

Doch jeder Mensch erlebt dies anders. Einige Menschen spüren tiefe Ängste und Sorgen, nachts rauben sie den Schlaf.

 

Andere erfinden sich ganz neu. Plötzlich tun sie Dinge, die vorher unmöglich schienen. Einige lernen die Worte „Langeweile“ und „Zeit haben“ ganz neu kennen. Andere hingegen wissen nicht, was sie als erstes machen sollen, weil sooo viel zu tun ist. Und wieder andere erleben in dieser Krise vielleicht ungeahnt Liebevolles, Witziges und Hoffnungsvolles?

 

Hinter all diesen unterschiedlichen Erfahrungen stecken Geschichten. Erzähl uns Deine!

 

Schreib uns einen Brief oder eine E-Mail, was Du in dieser außergewöhnlichen „Coronazeit“ erlebst. (Kirchengemeinde Bornhöved, Stichwort „Corona-Geschichte“, Am Alten Markt 16, 24619 Bornhöved oder an egener@kirchengemeinde-bornhoeved.de oder weinbrenner@kirchengemeinde-bornhoeved.de).

 

Unsere Idee: Irgendwann feiern wir wieder gemeinsam und wer weiß, vielleicht dürfen dann all Eure Geschichten die Bühne betreten …

 

Bleibt wohl auf an Leib und Seele!

 

Eure Pastorinnen Ulrike Egener & Annett Weinbrenner

Foto zur Meldung: Aktion der Kirchengemeinde: Erzähl Deine „Corona-Geschichte“
Foto: Bornhöved - Vicelin-Kirche St. Jakobi

Coronavirus: An den nächsten Sonntagen öffnen die Geschäfte

(25. 04. 2020)

Die Landesverordnung, die im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung einer Verbreitung des neuartigen Coronavirus zulässt, das Geschäfte bis zu einer Ladenfläche von 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen, ist erweitert worden: Bis einschließlich 3. Mai dürfen diese Geschäfte auch an Sonntagen öffnen.

 

Ab sofort dürfen alle Läden, die nach der aktuellen Landesverordnung öffnen dürfen, auch sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet haben. Das ist in der neuen Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg festgeschrieben, die am 23. März 2020 in Kraft getreten ist.

 

Wir vergrößern damit die Zeitspanne, in denen Kund*innen einkaufen können“, sagt Landrat Jan Peter Schröder in einer Mitteilung. Je weniger Menschen auf engem Raum zusammen seien, desto geringer sei die Gefahr einer Ansteckung.

 

Landrat Schröder warnt davor, aus dieser Möglichkeit einen Familien-Shopping-Ausflug zu machen, „denn wenn nun alle sonntags in die Innenstädte stürmen, erreichen wir genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollen“.

 

Und auch wenn die Maskenpflicht erst ab kommendem Mittwoch gilt, appelliert Schröder an die Bürger*innen, diese neue Regelung schon jetzt umzusetzen und Mund und Nase in Geschäften sowie im Bus- und Bahnverkehr mit einer Maske oder einem Tuch zu bedecken. „Seien Sie solidarisch und schützen Sie Ihre Mitmenschen“, so der Landrat.

 

Weiterhin öffnen dürfen darüber hinaus: Einzelhandel für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Poststellen, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Lebensmittelausgabestellen (Tafeln), der Großhandel, Kraftfahrzeughändler, Fahrradhändler und Buchhandlungen.

 

An gesetzlichen Feiertagen ist die Öffnung für diese Verkaufsstellen nicht gestattet. Das bedeutet konkret, dass sie am Freitag, 1. Mai, geschlossen bleiben müssen. Ausgenommen davon sind Geschäfte, deren Angebot hauptsächlich aus Blumen und Pflanzen, Zeitungen und Zeitschriften oder Back- und Konditorwaren besteht, sowie Apotheken und Tankstellen.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: An den nächsten Sonntagen öffnen die Geschäfte
Foto: Coronavirus: An den nächsten Sonntagen öffnen die Geschäfte

Schlüsselbund gefunden – Besitzer gesucht

(24. 04. 2020)

Ein Bund mit drei Schlüsseln ist am Abend des 23. April beim Homepage-Team der Gemeinde Schmalensee abgegeben worden. Gefunden wurden diese im Uferbereich des Schmalensee unterhalb des Dorfes – also an bzw. nahe der Badestelle.

 

Eine Beschreibung ergibt sich aus dem Bildmaterial, das dieser Meldung beiliegt.

 

Bis Montag befindet sich der Schlüsselbund noch vor Ort und wird am Abend im Zuge der Sitzung der Gemeindevertretung den Mitarbeitern der Amtsverwaltung zur Verwahrung im Fundbüro übergeben.

 

Sollte sich die Besitzerin oder der Besitzer bis dahin vorstellen – Verbindungsaufnahme bitte über das Kontaktformular auf dieser Homepage – ist ein Besitznachweis erforderlich.

Foto zur Meldung: Schlüsselbund gefunden – Besitzer gesucht
Foto: Schlüsselbund am Schmalensee gefunden 23.04.2020

Trockenheit: Feuerwehren warnen vor Wald- und Flächenbränden

(24. 04. 2020)

Auch wenn es an den Abenden deutlich abkühlt in Holstein – das anhaltende frühsommerliche Wetter mit anhaltender Trockenheit lässt die Gefahr von Wald- und Flächenbränden steigen. Darauf weist der Landesfeuerwehrverband hin.

 

Demnach sei landesweit die Stufe 3, und teilweise bereits die zweithöchste Stufe 4 in Schleswig-Holstein erreicht oder wird in den nächsten Tagen erwartet.

 

Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie ist für Teile der Bevölkerung der Ausflug in die Natur eine willkommene Abwechslung, bei der man zudem problemlos die Abstandsregelung einhalten kann. Der Landesfeuerwehrverband betont daher seine Sicherheitshinweise:

 

  • Es besteht ein absolutes Verbot für offenes Feuer in Wäldern. Das gilt auch für Grillfeuer – Grillen ist nur auf ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt (die aktuell aber zumeist gesperrt sein dürften), auf denen die Kontaktregeln einzuhalten sind.

 

  • Es ist verboten, in Wäldern zu rauchen.

 

  • Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Autofenster.

 

  • Benutzen Sie bei Ausflügen in die Natur ausgewiesene Parkplätze. Grasflächen unter Fahrzeugen können sich durch heiße Katalysatoren entzünden.

 

  • Halten Sie Zufahrten zu Wäldern, Mooren und Heideflächen frei – sie sind wichtige Rettungswege. Beachten Sie die Halte- und Parkverbote.

 

  • Wo der Zugang zu Waldgebieten untersagt ist, ist diesem Verbot dringend Folge zu leisten.

 

  • Wer Brände oder Rauchentwicklungen beobachtet, melde dieses sofort über den Notruf 112.

 

  • Verhindern Sie Entstehungsbrände, unternehmen Sie Löschversuche – wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen, und rufen rufen Sie in jedem Fall die Feuerwehr zur Nachkontrolle.

 

www.lfv-sh.de

Foto zur Meldung: Trockenheit: Feuerwehren warnen vor Wald- und Flächenbränden
Foto: Auch Knicks können in dieser Zeit sehr trocken sein

Gemeindevertretung tagt am 27. April unter Corona-Bedingungen – begrenzte Zuhörerzahl

(23. 04. 2020)

Erstmals seit Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus findet am Montag, 27. April, eine Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung statt. Beginn ist – unter besonderen Bedingungen – um 19.30 Uhr im Gemeindesaal.

 

Besondere Bedingungen angesichts Corona

 

Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln werden die Mitglieder der Gemeindevertretung sowie Mitarbeiter der Amtsverwaltung mit deutlichem Abstand zueinander Platz nehmen, die Zahl der Zuhörer ist limitiert. Bürgermeister Sönke Siebke spricht im Bericht der Segeberger Zeitung vom 22. April von zehn Personen. Etwaige Vertreter der Presse werden nicht mitgezählt – ihre Anwesenheit dient der Information der Öffentlichkeit.

 

Organisatorisch bedeutet dies, dass eine Einlasskontrolle notwendig ist, um die sich Siebke selbst kümmern will. Desinfektionsmittel wird im Saal verfügbar sein und alle Besucher und Teilnehmer werden sich mit ihren Kontaktdaten in eine Anwesenheitsliste eintragen müssen, damit im Fall einer Infektion einer beteiligten Person rasch alle Kontaktpersonen des Abends durch den Infektionsschutz des Kreises Segeberg ermittelt werden können.

 

Ein größerer Raum wie die Sporthalle wurde nicht als Sitzungsort gewählt. Hier wären Bestuhlung und Abstandsregelung aufgrund einer möglicherweise größeren Zuhörerzahl nur schwer zu organisieren. Auch befindet sich im Sportlerheim eine Außenstelle der Kita Eris Arche, was ein Betreten des Gebäudekomplexes durch Dritte aktuell zu einem sensiblen Thema macht – die Kita ist nicht grundsätzlich geschlossen, sondern bietet Notbetreuung an.

 

Im Gemeindesaal findet keine Bewirtung statt – der angrenzende Gasthof Voß ist wegen der Corona-Pandemie wie alle gastronomischen Betriebe geschlossen.

 

Maskenpflicht besteht am Montag bislang nicht

 

Eine Maskenpflicht besteht in Schleswig-Holstein erst ab dem 29. April, und nach den bisherigen Verlautbarungen beim Betreten von Geschäften sowie im Öffentlichen Personennahverkehr einschließlich Taxen. Wer aber in einer öffentlichen Zusammenkunft wie dieser einen Mund-Nasen-Schutz tragen möchte – was ja in der Regel dem Schutz anderer dient und nicht der eigenen Sicherheit – sollte das auch tun. (Die Landesregierung ist noch damit beschäftigt, Details zur Maskenpflicht zu erarbeiten.)

 

Ausnahmeregelung für Gemeindevertreter

 

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die kommunalpolitischen Praktiken. So sind gewählte Mitglieder der Vertretungen grundsätzlich zur Teilnahme an Sitzungen verpflichtet, sofern sie nicht gute Gründe vorweisen können, die eine Nichtteilnahme rechtfertigen. Nun aber kann es sein, dass ein Mitglied einer Vertretung Vorbehalte hat, weil es zum Beispiel einer sogenannten Risikogruppe angehört oder einfach befürchtet, im Falle einer Infektion das neuartige Virus in eine solche Gruppe einzuschleppen.

 

Das Innenministerium des Landes hat dahingehend Maßnahmen getroffen und mit Erlass vom 23. März 2019 das bewusste Fehlen gewählter Vertreterinnen und Vertreter zugelassen. Obendrein beinhaltet der Ministererlass die in der Gemeindeordnung gar nicht geregelte Absprache zwischen den Fraktionen, um dadurch entstehende „Lücken“ bei Abstimmungen gegebenenfalls auszugleichen (Pairing). Die Fraktionsvorsitzenden von BWS (Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee) und BfS (Wählergemeinschaft Bürger für Schmalensee) führen dazu Gespräche.

 

Warum tagt die GV ausgerechnet jetzt?

 

Stein des Anstoßes ist das Vorliegen eines Bauantrages für zwei Windkraftanlagen auf der Schmalenseer Gemarkung, unmittelbar an der Grenze zum Gemeindegebiet von Damsdorf, südlich der Damsdorfer Straße, kurz bevor diese auf Damsdorfer Seite zur Schmalenseer Straße wird.

 

Wichtig: Die im Blickpunkt Bornhöved, Ausgabe 17 vom 23. April 2020 abgedruckte Tagesordnung enthält einen Fehler. Unter Tagesordnungspunkt 11 wird nicht der „Abschluss einer städtebaulichen Vereinbarung zur Windenergienutzung in der Gemeinde Schmalensee“ beraten. Vielmehr hat die Gemeinde eine Stellungnahme zu einem vorliegenden Bauantrag eines Investors abzugeben. Die GV Damsdorf behandelt das Thema einen Tag später.

 

Beide Bürgermeister hätten ihre Vertretungen gern später zusammengerufen, aber das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) besteht auf Einhaltung von Fristen zur Abgabe der Stellungnahmen.

 

Wenn schon, denn schon

 

Aus der Not, wegen der Windenergie nun in Zeiten der Corona-Pandemie tagen zu müssen, macht die GV Schmalensee eine Tugend, und will gleich in anderen Bereichen Weichen stellen. Insbesondere die Ansiedlung eines Zimmereibetriebes im Grasweg soll vorangebracht werden, da hier eine Änderung des Flächennutzungsplans und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan anzuschieben sind.

 

Auch in der Frage der Ausweisung eines Neubaugebietes würde man gern weiterkommen. Angedacht sind hierfür Flächen westlich der Dorfstraße (B430)/nördlich der Belauer Straße. Zwar wird die Mitarbeiterin der Kreisverwaltung nicht an der Sitzung der Gemeindevertretung teilnehmen, grundsätzliche Beschlüsse sollten aber zumindest in der Frage der Gewerbeansiedlung die Vorgänge voranbringen.

 

Weiterhin soll das Sportlerheim an die Breitbandversorgung angeschlossen werden; die Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr – sie ist offiziell „Sondervermögen“ der Gemeinde Schmalensee, ist mit dem dazugehörigen Einnahme- und Ausgabeplan für das Jahr 2020 noch zu genehmigen.

 

Für alle Schmalenseerinnen und Schmalenseer, die nicht an der Sitzung ihrer Gemeindevertretung teilnehmen können: Auf der Homepage der Gemeinde wird am Morgen des 28. April ein Bericht erscheinen, der die Ergebnisse zusammenfasst. Die Mitglieder der GV hoffen auf Ihr Verständnis für die oben beschriebenen besonderen Maßnahmen – in einer besonderen Zeit.

 

 

Foto zur Meldung: Gemeindevertretung tagt am 27. April unter Corona-Bedingungen – begrenzte Zuhörerzahl
Foto: Gemeindevertretung tagt am 27. April unter Corona-Bedingungen – begrenzte Zuhörerzahl

Coronavirus: Die Fahrbücherei sorgt für Lesestoff

(23. 04. 2020)

Ferien vorbei, Schule nur eingeschränkt bis gar nicht verfügbar und die Schmalenseer Büchertauschhütte schon leergelesen? Dann kommt dieses Angebot gerade recht: Zum heutigen Welttag des Buches bietet die Fahrbücherei Kreis Segeberg einen Lieferservice an.

 

Aufgrund der noch geltenden Einschränkungen und Abstandsbestimmungen dürfen die Fahrbüchereien den normalen Fahrbüchereibetrieb noch nicht wiederaufnehmen. Aber es besteht die Möglichkeit der Lieferung von bestellten Medien an die Leser.

 

So wird bestellt

 

Medien können über den Online-Katalog, telefonisch (04554/5536) oder per E-Mail (info@fahrbuecherei15.de) bestellt werden. Für die Auslieferung wurde ein extra Fahrplan erstellt, der an den normalten Tourenplan angelehnt ist. Der Liefer-Fahrplan wird auf der Homepage bekannt gegeben oder kann telefonisch erfragt werden.

 

Der erste Termin an der Fahrbücherei-Haltestelle am Feuerwehrgerätehaus Schmalensee ist Montag, der 4. Mai 2020, von 15.50 bis 16.45 Uhr.

 

Die Lieferungen stehen vor dem Fahrzeug zur Abholung bereit.

 

Leser denen es nicht möglich ist, das Paket innerhalb des angegebenen Zeitfensters abzuholen, können die bestellten Medien nach vorheriger Absprache am Magazin in der Holsteinstraße 14 in Wahlstedt abholen.

 

So wird Abstand gehalten

 

Um die gesundheitliche Sicherheit zu gewährleisten und die gebotenen Abstandsregeln einzuhalten ist es den Mitarbeitern der Fahrbücherei derzeit leider nicht gestattet, Medien zurückzunehmen und persönlichen Kontakt zu ihren Lesern zu haben. Es wird daher ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Kommunikation und Abholung der Medien ausschließlich ohne persönlichen Kontakt erfolgen darf.

 

So wird mit schon ausgeliehenen Medien verfahren

 

Bereits entliehene Medien werden solange automatisch verlängert, bis eine Rückgabe wieder erlaubt ist. Bitte die derzeit ausgeliehenen Medien daher nicht mitbringen, wenn man ein neues Medienpaket abholt!

 

So meldet man sich an

 

Neuanmeldungen sind per E-Mail möglich. Ein Anmeldeformular kann von der Homepage heruntergeladen werden. Das ausgefüllte und unterschriebene Formular und eine Kopie des Personalausweises können per E-Mail an info@fahrbuecherei15.de geschickt werden.

 

Für Kinder und Jugendliche ist das Angebot kostenlos, für Erwachsene beträgt die Jahresgebühr 18 Euro. Dieser Betrag ist zu zahlen, wenn die Fahrbücherei die Rückgabe der Medien anbieten kann.

 

www.fahrbuecherei15.de

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Die Fahrbücherei sorgt für Lesestoff
Foto: Coronavirus: Die Fahrbücherei sorgt für Lesestoff

In eigener Sache: Absagen melden wegen Coronavirus

(22. 04. 2020)

An alle Vereine, Wählergruppen und Parteien, Einrichtungen und Veranstalter in Schmalensee:

 

Angesichts der anhaltenden Beschränkungen, die der Eindämmung einer Ausbreitung des Coronavirus dienen – Kontaktsperre, Verbot von Großveranstaltungen etc. – ist es angeraten, die Terminkalender zu überprüfen.

 

Als Anhalt kann die Terminliste auf dieser Homepage dienen. Bittet meldet dem Homepage-Team, wenn Veranstaltungen in dieser Liste als „Abgesagt“ oder ggf. „Verschoben“ gekennzeichnet werden sollen.

 

Beliefert Eure Gemeinde-Homepage

 

Wir sind immer gerne bereit, Beiträge der Einwohner auf der Homepage der Gemeinde Schmalensee zu veröffentlichen, sofern sie nicht gegen die Etikette verstoßen.

 

Wir unterstützen beim Formulieren von Texten und Präparieren der Bilder. Nicht vergessen: Das ist Eure Homepage, Schmalenseer.

 

Bleibt gesund!

Foto zur Meldung: In eigener Sache: Absagen melden wegen Coronavirus
Foto: Schmalenseer für Schmalenseer

Coronavirus: Maskenpflicht und Abstandsregeln – Was geht noch und was nicht?

(22. 04. 2020)

Der 19. April 2020 war ein magisches Datum für viele Menschen in unserer Region. Sowohl für jene, die vielleicht daran glaubten, die Maßnahmen zur Eindämmung einer raschen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seien dann auf einen Schlag beendet, als auch für jene, die sich leichte Lockerungen versprachen. Letztere dürften zumindest nicht enttäuscht sein.

 

Und es gibt ein neues Datum zur Orientierung, den 3. Mai. Dieser Tag ist ein nächster Orientierungspunkt, an dem sich entscheidet, welche Zügel gelockert werden können und welche nicht. Viele Fragen, Forderungen, Hoffnungen und Spekulationen geistern durch Medien und Internet.

 

Allerdings kommt nun die Maskenpflicht: In Schleswig-Holstein muss ab 29. April 2020 eine Mund-Nasen-Abdeckung beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Dabei geht es um „Alltagsmasken“, nicht etwa die für das medizinische Personal bestimmten FFP-Schutzmasken, wie die Landesregierung betont. Auch ein Schal gelte als Maske, wenn er Mund und Nase abdeckt.

 

Die Schmalenseer Gemeinde-Homepage, das sei hier IN EIGENER SACHE gesagt, ist kein amtliches Mitteilungsorgan und erhebt nicht den Anspruch, termingerecht und vollumfänglich über Neuerungen zu berichten. Dafür sind die Behörden zuständig und ihre Mitteilungen sind verbindlich, während www.gemeinde-schmalensee.de vornehmlich bemüht ist, Auswirkungen auf Schmalensee und die Schmalenseer widerzuspiegeln, nach Möglichkeit in Form von Unterhaltung.

 

Wichtig bleibt – über den 3. Mai hinaus, dass Abstands- und Hygiene-Regeln weiter ihre Gültigkeit behalten. Es ist zwingend erforderlich, dass wir aufeinander achten, insbesondere zum Schutz der sogenannten Risikogruppe der Schwächeren und Älteren.

 

Was passiert gerade um uns herum? Die Schulen starten mit den Abschlussjahrgängen in die Prüfungen bzw. den vorbereitenden Unterricht. Parallel ist der Busverkehr wieder angelaufen. Auch der HVV besteht auf Maskenpflicht – in Hamburg sogar schon ab 27. April.

 

Die Kirchen sind weiter geschlossen für Gottesdienste und andere Zusammenkünfte. Die Pröpste und Bischöfe setzen sich aktuell sehr dafür ein, dass sich dies ändert.

 

Geschäfte dürfen zum Teil wieder öffnen. Für Blumenläden und Floristen wurde die Schließung gemäß Positivliste des Landes Schleswig-Holstein (zu finden unter www.schleswig-holstein.de) schon zum Ostersamstag aufgehoben. Seit dem 20. April können auch Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche unter Auflagen öffnen: Auf 10 Quadratmeter ist ein Kunde im Geschäft erlaubt, andere müssen warten. Abstände müssen gewahrt bleiben – auch in etwaigen Warteschlangen.

 

Für Autohäuser, Fahrradgeschäfte (und Fahrradverleihe) und Buchhandlungen gelten die Größenbeschränkungen der Verkaufsfläche nicht. Friseure dürfen den Betrieb unter Hygiene-Auflagen ab 4. Mai wieder aufnehmen und die Recyclinghöfe des Wege-Zweckverbandes, der mit oberster Priorität die Regelabfuhr gewährleistet, sind seit 20. April wieder offen – natürlich auch unter Auflagen.

 

Dienstleister und Handwerker können ihre Verkaufsbereiche unter Auflagen wieder öffnen.

 

Tierparks wurden wieder geöffnet – Neumünster und Eekholt etwa. Der Erlebniswald Trappenkamp dagegen (www.erlebniswald-trappenkamp.de) hält seine Tore vorerst bis einschließlich 4. Mai geschlossen, insbesondere weil Spielplätze noch nicht wieder geöffnet werden dürfen.

 

Restaurants, und das trifft Schmalensee weiter hart, bleiben geschlossen. Der Außer-Haus-Verkauf ist nun ohne Vorbestellung erlaubt – der Verzehr im Umkreis von 100 Metern um die gastronomische Einrichtung aber weiter untersagt. Der Bußgeldkatalog gilt weiter.

 

Museen stehen noch nicht auf der Öffnungsliste. Der Urzeithof Stolpe hatte zwar bereits eine Öffnung zum 20. April angekündigt, laut Homepage (www.urzeithof.de) liegt für Museen, Gedenkstätten und Ausstellungen aber noch keine rechtsgültige Regelung vor – die Tür bleibt also weiter geschlossen. Das wird sicher auch für das Bornhöveder Heimatmuseum De Ole Rökerkaat oder den Museumsbunker in Trappenkamp vorerst weiter gelten.

 

Zum Sportgeschehen wurde und wird separat berichtet. Der SV Schmalensee hat den Sportbetrieb ebenfalls vorerst bis zum 3. Mai ausgesetzt. In den verschiedenen Sportarten hat es zum Teil schon Saisonabbrüche gegeben, zum Beispiel im Tischtennis. Der Amateurfußball dagegen hofft noch darauf, die Serie 2019/20 abwickeln zu können. Im Pferdesport – das betrifft die Reitsportgemeinschaft Schmalensee – war u.a. das Kreisturnier schon frühzeitig abgesagt worden.

 

Überhaupt sind Großveranstaltungen bis 31. August untersagt – wobei noch nicht ganz klar ist, wie eine mögliche „schrittweise“ Anpassung von Besuchergrößen bis dahin aussehen soll. Eine Frage, die vor allem Theater beschäftigt. Die Karl May Spiel sowie die Konzerte am Kalkberg in Bad Segeberg sind abgesagt.

 

In unserer Nachbarschaft hat Stockseehof die Messe „Park & Garden“ (28. Mai – 1. Juni) absagen müssen. Noch besteht Hoffnung, dass der Gartenwettbewerb „Kleine Gärten – Small Gardens“ im Gutspark von Mitte Juni bis Mitte September dennoch für Besucher geöffnet sein wird. Der TSV Quellenhaupt Bornhöved hat zwar den Q-Tri, seinen Triathlon noch nicht abgesagt, gut sieht es für das von vielen Athleten und Zuschauern wahrgenommene Event aber nicht aus.

 

Egal, wie weit die Lockerungen der bisher geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den nächsten Tagen und Wochen gehen: Wichtig bleibt das Befolgen der Abstands- und Hygiene-Regeln, damit es keinen Rückfall gibt. Noch gibt es weder Medikamente, noch einen Impfstoff. (An der Suche nach einem solchen ist u.a. das Forschungszentrum Borstel im Kreis Segeberg beteiligt.) Vernunft und Besonnenheit sowie Solidarität sind mehr denn je gefordert.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Maskenpflicht und Abstandsregeln – Was geht noch und was nicht?
Foto: HVV Maskenpflicht

Coronavirus: Busse fahren wieder im Normalbetrieb

(21. 04. 2020)

Seit dem gestrigen Montag, 20. April, fahren alle Buslinien des Personennahverkehrs (ÖPNV) im Kreis Segeberg wieder im Normalbetrieb nach dem regulären Fahrplan.

Damit reagiert der Kreis Segeberg auf die am 21. April beginnenden Abiturprüfungen und die Vorbereitungen auf den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) sowie den Mittleren Schulabschluss (MSA), die am Mittwoch, 22. April, starten. Gleichzeitig ist damit die Erreichbarkeit aller Schulstandorte in gewohnter Weise sichergestellt, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

Aufgrund der am 16. März wegen der Corona-Pandemie verfügten Schulschließungen war der Busverkehr am 19. März vorzeitig auf den Ferienfahrplan umgestellt worden.

Abstands- und Hygieneregeln beachten

Weiterhin gilt, dass die Vordertüren der Busse geschlossen bleiben und Ein- beziehungsweise Ausstieg nur über die übrigen Türen erfolgt. Da der Ticketverkauf über das Fahrpersonal daher ausgesetzt bleibt, werden Fahrgäste gebeten, ihre Tickets vor Antritt der Fahrt über die HVV-App, den HVV-Onlineshop oder an einem Fahrkartenautomaten zu kaufen.

Die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) haben ebenfalls mitgeteilt, seit Montag nach dem regulären vollständigen Fahrplan, wie er an Schultagen gültig ist, zu fahren.

Im ÖPNV gelten weiter die Hygieneempfehlungen des Bundes und der Länder:

• Atemschutzmasken zur Bedeckung von Mund und Nase tragen,

• möglichst 1,5 Meter Abstand einhalten,

• in die Armbeuge husten und niesen,

• regelmäßiges und gründliches Händewaschen,

• nicht ins Gesicht fassen.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Busse fahren wieder im Normalbetrieb
Foto: Bushaltestelle Schmalensee

Ein Kater wird vermisst: Wer hat Kimba gesehen?

(21. 04. 2020)

Dass Katzen mitunter einen Zug durch die Gemeinde machen und durchaus ein paar Tage „ihr Ding“ unternehmen, ist bekannt. Aber nach vier Wochen, die ihr Kater Kimba nun schon nicht zu Hause war, ist Bärbel Wichmann doch ratlos. Und traurig.

 

Darum bittet sie alle, aufmerksam nach Kimba Ausschau zu halten. Zu Hause ist die Familie in der Straße Op'n Barg, wo Kimba auch zuletzt gesehen worden war.

 

Eine Beschreibung Kimbas ergibt sich aus den von Bärbel Wichmann übersendeten Fotos.

 

Wichtiger Hinweis: Kimba lässt sich nicht von Fremden anfassen. Darum bitte bei Erkennen eine schnelle Nachricht an Bärbel Wichmann absetzen: Telefon 04323 / 803290.

 

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass er bald wieder vor der Tür sitzt!“, sagt Bärbel Wichmann. Oder ein aufmerksamer Mitbürger entdeckt den Kater und ruft schnell an.

 

Schon jetzt vielen Dank für Eure Mithilfe!

 

Foto zur Meldung: Ein Kater wird vermisst: Wer hat Kimba gesehen?
Foto: Kimba wird vermisst

Coronavirus: Kreis Segeberg regelt Betretungsverbote neu

(20. 04. 2020)

Mit Wirkung vom 20. April 2020 hat der Kreis Segeberg angesichts der Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) seine Allgemeinverfügung angepasst. Dies betrifft Änderungen bei den ursprünglich ausgesprochenen Betretungsverboten von Schulen, Kitas und Pflegeheimen.

 

Die neue Version der Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg gilt zunächst bis einschließlich 3. Mai 2020. Hier die Zusammenfassung der wichtigsten Punkt:

 

Zu den Ausnahmen der Betretungsverbote von Schulen und Kindertagestageseinrichtungen gehören nun auch:

  • Personen, die an den Abschlussprüfungen beteiligt sind.

  • Neben Schüler*innen und Kindern, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen, jetzt auch jeweils ein Elternteil oder ein Erziehungsberechtigter beim Bringen und Holen.

 

Verlängerung der Notbetreuungsregelungen in Kindertagesstätten und an Schulen bis einschließlich der 6. Jahrgangsstufe: Ab dem 20. April dürfen auch Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden die Angebote der Notbetreuung in Anspruch nehmen, wenn diese keine Alternativbetreuung organisieren können. Das gilt auch für Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil in einem Bereich arbeitet, der für die Aufrechterhaltung kritischer Infrastrukturen notwendig ist.

 

Planbare und aufschiebbare Behandlungen in Krankenhäusern: Diese dürfen wieder stattfinden. Voraussetzungen dafür sind, dass der Verlauf eines solchen Eingriffs voraussichtlich keine Intensivkapazitäten binden und die Trennung von Patientenströmen und Personal im Hinblick auf die Behandlung von COVID-19-Patienten und Nicht-COVID-19-Patienten sichergestellt wird sowie ausreichend persönliche Schutzausrüstung vorhanden ist.

 

Neufassung der Quarantäneregelung in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, stationären Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe sowie in Wohngruppen und sonstigen gemeinschaftliche Wohnformen: Bei der Aufnahme neuer Bewohner*innen oder der erneuten Aufnahme eigener Bewohner*innen nach einem Krankenhausaufenthalt bedarf es keiner expliziten Quarantäneregelung, wenn die Menschen aus einer für Nicht-COVID-19-Patienten vorgesehenen Station zurückverlegt werden.

 

Angepasste Regelung bei den weiterhin bestehenden Quarantänevorgaben zwischen stationären Pflegeeinrichtungen und denen von Eingliederungs- und Gefährdetenhilfe:

  • Bei kurzzeitigem auswärtigen Aufenthalt: Eine Quarantäne ist nicht erforderlich, wenn die Einrichtung vorübergehend zur Inanspruchnahme ambulant erbrachter medizinischer Leistungen verlassen wurde. Die damit verbundenen Fahrten, beispielsweise zur Dialysebehandlung, bedürfen daher keiner vorherigen Genehmigung durch den Fachdienst Infektionsschutz des Kreises Segeberg.

  • Ausgenommen von den Quarantäneauflagen sind auch Bewohner*innen stationärer Pflegeeinrichtungen, die in Begleitung von Einrichtungspersonal die Einrichtungen verlassen und nur mit diesem Einrichtungspersonal zielgerichtet oder intensiv Kontakt haben.

  • Einzelne Einrichtungen der Eingliederungs- oder Gefährdetenhilfe können mit Genehmigung des Infektionsschutzes ausgenommen werden, wenn in ihnen keine vulnerablen Gruppen wohnen.

  • Da es mittlerweile eine grundsätzliche Selbstisolationspflicht für alle Reiserückkehrer*innen aus dem Ausland gibt, entfallen die ursprünglich geregelten Betretungsverbote für Personen in bestimmte Einrichtungen, die aus vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten nach Schleswig-Holstein eingereist sind.

 

Viele der bereits gültigen Regelungen bestehen weiterhin. Sie sind ebenfalls in der Landesverordnung sowie der Allgemeinverfügung zu finden. Dazu zählen unter anderem:

  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist in der Regel nur allein, in Begleitung von im selben Haushalt lebenden Personen und einer weiteren Person gestattet. Weitere Kontakte sind auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und es ist, wo immer möglich, ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

  • Veranstaltungen jeglicher Art sind nach wie vor verboten.

 

Links:

 

Die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg finden Sie hier: https://www.segeberg.de/media/custom/2211_2377_1.PDF?1587295651

 

Die Landesverordnung, die aktuelle Positivliste (also eine Auflistung von Ausnahmen), den Bußgeldkatalog sowie weitere Verordnungen zum Thema COVID-19 finden Sie hier: https://schleswigholstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/_documents/teaser_erlasse.html

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kreis Segeberg regelt Betretungsverbote neu
Foto: Coronavirus: Kreis Segeberg regelt Betretungsverbote neu

Coronavirus: Kreisverwaltung weiter nur telefonisch und per E-Mail erreichbar

(20. 04. 2020)

Die Kreisverwaltung des Kreises Segeberg ist weiterhin nur telefonisch und per E-Mail erreichbar. Das teile am Freitag die Pressesprecherin des Kreises, Sabrina Müller mit. Aufgrund der andauernden Corona-Situation und als Vorsichtsmaßnahme finden derzeit keine offenen Sprechzeiten statt. Nur bei zwingenden und unabweisbaren Gründen erhalten Bürger*innen im Einzelfall einen vorher abgestimmten Termin.

 

Von dieser Maßnahme sind auch kunden- und kundinnenintensive Bereiche wie Ausländerbehörde, Führerscheinstelle, Bauaufsicht und Kfz-Zulassung betroffen. Über das Online-Terminangebot der Kfz-Zulassungsstelle ist es möglich, einen Termin zu vereinbaren.

 

Neben der Hotline des Infektionsschutzes, Telefon 04551/951-9833, gibt es eine Nummer für Fragen allgemeiner Art, Telefon 04551/951-0. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich telefonisch oder per E-Mail an den/die zuständige*n Sachbearbeiter*in zu wenden, wenn er oder sie bekannt ist.

 

Wir alle haben in den vergangenen Wochen auf Vieles verzichten müssen“, sagt Landrat Jan Peter Schröder, der den Bürger*innen des Kreises Segeberg sehr dankbar für ihr umsichtiges Verhalten ist. Gemeinsam sei es gelungen, eine schnelle Verbreitung des Virus und damit verbunden eine Überforderung des Gesundheitssystems zu verhindern.

 

Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, weswegen wir uns nur schrittweise der Normalität annähern können“, so der Landrat weiter. Der Schutz seiner Mitarbeiter*innen und Bürger*innen sei oberstes Ziel, weswegen er um Verständnis dafür bittet, dass die Kreisverwaltung zunächst weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen bleibt.

 

Der Kreis Segeberg im Internet: www.segeberg.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kreisverwaltung weiter nur telefonisch und per E-Mail erreichbar
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Vor 135 Jahren: Schmalensee ein Raub der Flammen – Der Dorfbrand wirkt bis heute nach

(19. 04. 2020)

Wer danach fragt, welches Ereignis für Schmalensee das bedeutendste sein mag, dem muss wohl das Großfeuer genannt werden, das am 19. April 1885, vor 135, mehr als die Hälfte der Häuser in Asche legte. Denn der Dorfbrand, bei dem kein Mensch körperlich ernsthaft zu Schaden kam, wirkt bis heute nach: In der annähernd einheitlichen Architektur des „südlichen“ Abschnitts der Dorfstraße, die Schmalensee den Namen „Säulendorf“ gegeben hat, und in einer Freiwillige Feuerwehr, die aufgrund der gemachten Erfahrungen vier Jahre später gegründet wurde.

 

Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr nach Großfeuern

 

Aus dem Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee, Eintrag vom 1. Dezember 1889: „Da unsere Gemeinde in den Jahren 1867 und 1885 die zerstörende und vernichtende Macht des Feuers am eigenen Hab und Gut erfahren, so wurde im Herbst des Jahres 1889, wo die Regierung auf Organisation von Zwangs-Feuerwehren auf dem platten Lande drang, in einer Kommissversammlung die Bildung einer freiwilligen Feuerwehr beschlossen, da eine solche einer Zwangswehr vorzuziehen sei. Die Gemeinde verpflichtet sich, die erforderlichen Ausgaben zu übernehmen.“

 

Das Feuer von 1867 hatte, wie ein weiteres im Jahr 1861, drei Höfe getroffen und dazu beigetragen, dass nicht mehr alle großen Gebäude nah am Ortszentrum lagen. So blieb der „nördliche“ Teil des Dorfes – den rund 70 Meter freien Raumes vom „südlichen“ trennten – mit fast genauso vielen Gebäuden vom Feuer verschont. Dennoch fand das Großfeuer 1885 reichlich Nahrung.

 

Schadensbericht im Segeberger Kreis- und Wochenblatt

 

Die Schadensübersicht lieferte das Segeberger Kreis- und Wochenblatt, die heutige Segeberger Zeitung, am 22. April 1885: „Über das Feuer in Schmalensee können wir berichten, dass die Gebäude der Hufner Schnoor (Schnohr, Anmerkung), J. Harder, H. Harder, A. Dunker, M. Saggau, Hinr. Saggau, eine Kate eines zweiten Hinr. Saggau, das Armenhaus und einige Eigenkaten, im Ganzen 18 Gebäude, durch Feuer vernichtet sind. […] So ist vom Mobiliar und den in den Häusern befindlichen Ackergeräten so gut wie nichts gerettet worden. […] Verbrannt an Vieh sind drei Kühe, drei Schweine, ein Kalb und zwei Kettenhunde.“

 

Ausgebrochen soll das Feuer in der Kate des Hufners Hinrich Saggau sein. Von dort habe es sich aufgrund des Windes, der Trockenheit und der größtenteils weich – also mit Stroh und Reet – gedeckten Dächer rasch über den südlichen Teil des Ortes ausgedehnt. Sechs zum Teil neue Hufenstellen, errichtet nach 1867 mit breiten Umfassungsmauern, brannten ebenfalls ab, da auch sie mit Reet oder Stroh eingedeckt waren. Vier Gebäude hingegen blieben aufgrund fester Bedachung von Zerstörung verschont oder wurden nur leicht beschädigt.

 

Feuer selbst in der Stadt Segeberg wahrzunehmen

 

Über die Zeit des Entstehens des Großfeuers ließe sich streiten. Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt meldete am 21. April, dass am Vortag um 0.30 Uhr von der Stadt Segeberg aus in nördlicher Richtung ein derart mächtiger Feuerschein zu sehen gewesen sei, dass in der Stadt Häuser in der Kieler Straße „erleuchtet“ waren. Man vermutete das Feuer zunächst in Negernbötel oder Hamdorf. Chronist Heinrich Göttsch, erst ab 1896 im Ort, führte den Dorfbrand in einer Auflistung der Feuersbrünste, die Schmalensee heimsuchten, vorsichtshalber mit Datum „19./20. April 1885“. Wiederum die Zeitung liefert in ihrer Ausgabe am 28. April 1885 die Festlegung „in der Nacht vom 19. auf den 20.“ und eine Ausdehnung des Brandes binnen weniger als einer Stunde.

 

Im ersten Bericht hatte es geheißen: „In einer Zeit von drei Viertelstunden standen sämtliche Gebäude in Flammen und bot sich ein Flammenmeer dar, welches den Zuschauern einen schrecklichen Anblick darbot. Dass bei diesem raschen Umsichgreifen so wenig gerettet werden konnte ist klar.“

 

Wie heute: Polizeiliche Ermittlungen aufgenommen

 

Immerhin: Die Gebäude waren bei der Landesbrandkasse versichert, Möbel und Gerät größtenteils bei der Lübecker Feuerversicherung. Nichtsdestotrotz wurden Ermittlungen angestellt. So wurden am 4. Mai 1885 vom Landrat des Kreises Segeberg 300 Mark Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung eines möglichen Brandstifters führen würden.

 

Dorfbrand selbst in Amerika in der Zeitung erwähnt

 

Die Feuersbrunst von Schmalensee hallte sogar über den Atlantik: Im Juni 1885 war die Nachricht vom Dorfbrand auch in den Vereinigten Staaten von Amerika Thema, wenn auch ein sehr kleines: In ihrer Tagesausgabe vom 4. Juni 1885 brachte die in Indianapolis erscheinende deutschsprachige „Indiana Tribüne“ auf der Seite 2 in einer Rubrik mit Kurznachrichten aus Deutschland und der Welt, in der Subrubrik „Oldenburg“, den einen Satz „Fast das ganze Dorf Schmalensee ist eingeäschert worden.“

 

Reet- und Strohdächer in der Kritik

 

Schmalensees Dorfbrand war zusätzliches Wasser auf die Mühlen derer, die im Rahmen des Feuerschutzes darauf drängten, weiche Bedachungen der Gebäude in geschlossenen Ortschaften zu verbieten. Denn Schmalensee war kein Einzelfall. In jener Zeit berichteten die Zeitungen immer wieder von verheerenden Feuern, die ganze Ortschaften betrafen. So war im April 1884 und zehn Jahre zuvor Bornhöved etwa jeweils zur Hälfte in Schutt und Asche gefallen. Am 15. Juni 1885 gab es erneut ein großes Feuer in Bornhöved, das mehrere Häuser aber nur das Leben eines Schweines forderte. Die Löschmannschaften der umliegenden Orte, auch aus Schmalensee, eilten zu Hilfe.

 

Viele Fragen zum Dorfbrand und seinen Folgen offen

 

Bis heute bleiben einige Fakten zum Schmalenseer Dorfbrand 1885 im Dunkeln: War es Brandstiftung oder nicht? Was spielte sich im Dorf ab – gibt es Augenzeugenberichte in Briefen, Tagebüchern oder Hofchroniken? Und kamen die Brandwehren der Umgebung, so wie ein Jahr zuvor und im Juni 1885 in Bornhöved – überhaupt mit ihren Spritzen zum Einsatz? Leider war Schmalensee dafür wohl zu unbedeutend oder kein Berichterstatter vorhanden, der dem Segeberger Kreis- und Wochenblatt einen Bericht vom Wiederaufbau hätte liefern können. Die Berichterstattung aus dem Dorf lief in normalem Umfang weiter, das gesellschaftliche Leben also nahm recht schnell „normale“ Züge an. Und bis heute geben uns die Eingänge der Bauernhöfe, deren Hauptgebäude nah zur damals bereits bestehenden Chaussee errichtet wurden, ein Zeugnis vom damals begonnenen Neuanfang.

 

 

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Foto zur Meldung: Vor 135 Jahren: Schmalensee ein Raub der Flammen – Der Dorfbrand wirkt bis heute nach
Foto: Segeberger Kreis- und Wochenblatt am 21. April 1885 zum Dorfbrand in Schmalensee

Open Air-Kunst Schmalensee – Werk hält bis zum nächsten Regen

(18. 04. 2020)

Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee muss sich in ihrer Einsatztaktik angesichts der Corona-Pandemie anders verhalten als üblich. Ob sie nun aber auch noch ihren Ausrückweg verlegen wird? Ein gestern geschaffenes Kunstwerk „versperrt“ den Blauröcken die Ausfahrt aus dem Feuerwehrgerätehaus.

 

Doch diese „Blockade“ ist nicht von ewiger Dauer: Mit Kreide wurde das Werk geschaffen, das sich nun über das Pflaster im Bereich des Bolzplatzes legt. Viel kann von der Malkreide nicht übrig sein – so intensiv leuchten die Farben. Und das, was noch vorhanden war, wurde auch verarbeitet: Das große Kunstwerk hat noch ein kleines Geschwisterchen bekommen, wie die Durchsicht der Bilder verrät. Doch spätestens wenn der nächste Regen kommt, ist wohl von beiden nicht mehr viel übrig.

 

Wer genau hinschaut, der wird Ordnung und Chaos zugleich erkennen in dem, was Ute und Frank Mühlenberg fotografiert und ihre Kinder da geschaffen haben. Gerade Linien begrenzen die Farbflächen, ziehen sich dennoch so kreuz und quer durch das Bild, dass man schnell die Orientierung verlieren kann, nicht mehr weiß, ob man in den einen Sektor schon geblickt hat oder in einen anderen. Selbst ein Kreis erweckt den Eindruck, aus lauter kleinen Geraden geformt zu sein.

 

Mila, Meta und Mona, die sich nach Beendigung ihrer „Arbeit“ wie immer freiwillig zum Foto aufreihten, sollen in ihrer Konzentration durch den „Ghettoblaster“ bestärkt worden sein. Hoffentlich nicht zum Nachteil der weiteren Anwohner. Aber so ist das mit den abstrakten Künsten und Künstlern – wir müssen den Weg zur Vollendung nicht verstehen, nur das Ergebnis genießen :-).

 

Der Spielplatz auf dem Bolzplatz (und an der Badestelle sowie am Sportgelände) ist zwar angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus gesperrt. Ein kurzer „Ausflug“ zu zweit oder mit der Hausgemeinschaft, um das bunte Kunstwerk vor dem Feuerwehrgerätehaus zu bestaunen, ist aber angesichts des Wetters durchaus empfehlenswert. Und Worte der Anerkennung sind auch auf Distanz möglich.

 

Foto zur Meldung: Open Air-Kunst Schmalensee – Werk hält bis zum nächsten Regen
Foto: So bunt kann Schmalensee sein - Kunst am Bolzplatz

Coronavirus: Suchtberatung im Kreis Segeberg weiter erreichbar

(18. 04. 2020)

 

Die Suchtberatungsstellen im Kreis Segeberg sind auch weiter in dieser Zeit der Einschränkungen durch die Corona-Krise für ratsuchende Personen da.

 

Zum Schutze der Mitarbeiter*innen und unserer Klient*innen erfolgen aktuell alle Beratungen telefonisch oder digital. Bei Bedarf können sich betroffene Personen oder Angehörige über Telefon oder Email an die Suchtberatungen wenden und erhalten dort direkte Auskünfte und bei Bedarf Rückrufe durch unsere Fachkräfte.

 

Zusätzlich zu den telefonischen Beratungskontakten bietet die ATS Bad Segeberg auch Onlineberatung über das Chatportal www.suchtonline.de an. Die offenen Sprechzeiten sind hier dienstags 14 bis 16 Uhr und donnerstags 10 bis 13 Uhr.

 

Kontaktdaten und Sprechzeiten:

 

Suchtberatung der Therapiehilfe gGmbH im Familienbüro Bornhöved / Außenstelle Trappenkamp

per Telefon: 04323-80544714

per Mail: info@familienbüro-bornhöved.de

www.beratung-im-kreis-segeberg.de

 

Erreichbarkeit Familienbüro:

Mo 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr

Di 9 bis 13 Uhr

Mi bis Do 14 bis 18 Uhr

Fr 9 bis 12.30 Uhr

 

Offene Sprechstunden (finden zurzeit telefonisch statt):

Bornhöved: Mo 14 bis 17 Uhr

Trappenkamp (Tel. 04323-8042419): Do 14 bis 17 Uhr

 

 

Weitere Suchtberatungsstellen sind die ATS Suchtberatung Bad Segeberg, ATS Suchtberatung Norderstedt, Suchtberatung Sozialwerk Norderstedt e.V., ATS Beratungszentrum Sucht Kaltenkirchen, Suchtberatung der Therapie im Familienbüro Bad Bramstedt.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Suchtberatung im Kreis Segeberg weiter erreichbar
Foto: Altes Amt Bornhöved Familienbüro

Coronavirus: WZV öffnet Recyclinghöfe wieder – unter strengen Regeln

(17. 04. 2020)

Die Corona-Pandemie hält an, Maßnahmen zur Eindämmung einer Ausbreitung des Coronavirus gelten weiter, schrittweise aber kommt es zu Lockerungen. Auch der wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) geht diesen Weg und wird ab Montag, 20. April 2020, seine Recyclinghöfe (mit Ausnahme des Hofes in Bad Segeberg) zu den bisherigen Öffnungszeiten wieder öffnen.

 

Der für Schmalenseer nahe liegende Recyclinghof Damsdorf/Tensfeld (Tarbeker Landstraße 6, 23824 Tensfeld) ist regulär geöffnet am Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 17 Uhr; am Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 13 Uhr.

 

Bitte vorerst keine großen Mengen

 

Der WZV hat für die Wiederannahme von Abfällen sehr konkrete Regeln aufgestellt, um die weiter geltenden Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter*innen und Kunden umsetzen zu können. Diese können zu erheblichen Wartezeiten führen. Allein schon deshalb bittet der WZV in einer Mitteilung vom 16. April darum, von der Anlieferung großer Abfallmengen abzusehen. Er muss sich vorbehalten, Anlieferungen ganz oder teilweise abzulehnen.

 

Den Anweisungen des WZV-Personals ist ausnahmslos Folge zu leisten.

 

Regeln für die Recyclinghöfe Damsdorf/Tensfeld, Schmalfeld und Norderstedt

 

  • Für die Annahme von Abfällen der Privat- und Gewerbekunden gelten die regulären Öffnungszeiten.

 

  • Es gibt keinen Verkauf von Produkten wie Kompost etc. - Lediglich BigBags zur Sammlung von Abfällen werden an Kunden verkauft (übrigens auch am Recyclinghof Bad Segeberg).

 

  • Kunden werden angehalten, in ihrem Fahrzeug zu verbleiben. So sollen der Kundenkontakt und Kontakte der Kunden untereinander weitestgehend vermieden werden.

 

  • Das Annahmepersonal kommt zum Fahrzeug und stimmt das weitere Vorgehen mit den Kunden ab.

 

  • Jede Bezahlung erfolgt ausschließlich bargeldlos mit EC-Karte. Nur jeweils ein Kunde darf den Kassenbereich betreten.

 

  • Kunden werden gebeten, angelieferte Abfälle für das Annahmepersonal gut sichtbar zu machen: Anhänger öffnen, Abfälle sichtbar im Kofferraum platzieren etc.

 

  • Die Anlieferung von Sperrmüll und Strauchgut erfolgt ohne vorherige Anmeldung vorläufig unentgeltlich (bis 2 Kubikmeter / Privatkunde).

 

  • Die Annahme von Schadstoffen, gefährlichen Abfällen und Wertstoffen erfolgt wie im Regelbetrieb in haushaltsüblichen Mengen.

 

Regelabfuhr weiterhin sichergestellt

 

Nach derzeitigen Einschätzungen wird es weiter in vollem Umfang möglich sein, die gewohnten Abfuhrtermine für die Restmüll-, Bioabfall- und Papierabfuhr einzuhalten.

 

Eine Wiederaufnahme der Sammlung von Strauchgut und Sperrmüll sowie die mobile Schadstoffsammlung sind noch nicht wieder vorgesehen.

 

Kontaminierte Abfälle der Privathaushalte

 

Abfälle privater Haushalte, die eventuell mit dem Coronavirus kontaminiert sein könnten (Taschentücher, Desinfektionstücher etc.), müssen mit dem normalen Restmüll entsorgt werden – nicht lose sondern in reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnissen wie Plastik- oder Mülltüten in den Restmüllbehälter entsorgt werden.

 

Telefonische Erreichbarkeit

 

Weiterhin ist das Service Center des WZV für den Kundenverkehr geschlossen. Die telefonische Erreichbarkeit unter 04551 / 9090 ist ausgeweitet worden und von Montag bis Freitag, 6 bis 18 Uhr sichergestellt.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: WZV öffnet Recyclinghöfe wieder – unter strengen Regeln
Foto: Coronavirus: WZV öffnet Recyclinghöfe wieder – unter strengen Regeln

Was ist denn das in Schmalensee? – Die Sitzende mit Kind

(17. 04. 2020)

Als im März 2008 der Abriss des alten Mütterkurheims über dem Schmalensee vollzogen war, ragte aus einer Trümmerlandschaft einsam eine Skulptur hervor, einem Mahnmal gleich und mit Graffiti verunstaltet.

 

Wer das Grundstück des Mütterkurheims oder des später darin untergebrachten Alten- und Pflegeheimes nicht kannte, konnte sicher mit dem „Mariechen“oder „Marieken“ nicht viel anfangen. So nannten sowohl Kurteilnehmerinnen als auch Frauen aus dem Dorf, die zeitweise einer Arbeit im „Mütterheim“ nachgegangen waren, die Skulptur.

 

Insbesondere Annegret Voß setzte sich dafür ein, dass das Mariechen nicht in einer Baugrube oder einem Schotterwerk verschwinden, sondern einen neuen Aufstellort erhalten sollte. Mit den Bürgermeistern, erst Hans, dann Sönke Siebke, fand sie Verbündete in ihrem Ansinnen, und so erhielt die Skulptur im Mai 2009 einen neuen Platz auf einem Stückchen Land der Familie Voß: Von der Badestelle aus blickt die „Sitzende mit Kind“ über den Schmalensee zu ihrem alten Aufstellort, den man anhand alter Postkarten noch nachvollziehen kann.

 

Sitzende mit Kind“ ist der Titel der Arbeit des Bildhauers Karl Heinz Engelin, der diese 1958 erstmals im Bronzeentwurf schuf und 1959 aus Blaubank schliff, einem festen Muschelkalk-Block. Es handelte sich um eine Auftragsarbeit für das im März 1960 eröffnete Mütterkurheim, finanziert je zur Hälfte von der zur Evangelischen Landeskirche Schleswig-Holstein gehörenden Kirchengemeinde Hamburg-Wellingsbüttel und der Landeskirchlichen Frauenarbeit Schleswig-Holstein.

 

Karl Heinz Engelin, der in den 1960er-Jahren auch für Vorträge ins Schmalenseer Mütter-Genesungsheim kam, unterhielt zu jener Zeit ein Atelier in Hamburg, das nach seinem Tod 1986 seine Frau und Bildhauerin, Gisela Engelin-Hommes, weitergeführt wurde. Sie stellte der Gemeinde Schmalensee 2009 ein 1979 entstandenes Buch über den Künstler und seine Arbeiten zur Verfügung. Werke Engelins können heute u.a. im Bereich des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums Schloss Gottorf betrachtet werden.

 

Geboren am 17. Oktober 1924 in Memel und Militärdienst als Wachingenieur auf einem U-Boot im Zweiten Weltkrieg, arbeitete Karl Heinz Engelin ab 1946 als Pferdeknecht in Ostholstein und legte 1947 im Gymnasium Schloss Plön sein Abitur ab. Er studierte Kunstgeschichte an der Universität zu Kiel und absolvierte zudem eine Steinmetzlehre. Seit 1959 unterhielt er mit seiner Frau das Hamburger Atelier und bildete sich umfangreich weiter, u.a. in Bronzeguss und Schmelz- und Schweißverfahren für Edelstahl. Engelin starb am 1. Dezember 1986 in Hamburg.

 

Was vom Künstler und vom Mütter-Genesungsheim in Schmalensee geblieben ist, ist die Sitzende mit Kind, der seinerzeit dankbare Mütter kleine Blumensträuße in den Schoß legten.

 

Foto zur Meldung: Was ist denn das in Schmalensee? – Die Sitzende mit Kind
Foto: Die Sitzende mit Kind an der Badestelle Schmalensee

Mit Bauer Hader durch die Krise

(16. 04. 2020)

Die Sprache hat sich in der Corona-Krise verändert. Das hat auch Bauer Hader – der, den alle duzen dürfen: „Ihr könnt Bauer zu mir sagen.“ - erkannt. Doch die Paraderolle des in Schmalensee lebenden Kabarettisten Nils Loenicker bringt auch Einwände vor: „Homeoffice – das gab's bei uns schon immer. Hieß nur 'Stallhaltung'.“

 

Loenicker und seine Berufskollegen haben derzeit unter den Beschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung des der Coronavirus deutliche Einschnitte hinzunehmen: Die Bühnen sind geschlossen. Auch Alma Hoppes Lustspielhaus in Hamburg, das Loenicker zusammen mit Jan-Peter Petersen leitet.

 

Nicht vor Live-Publikum, aber im NDR-Podcast

 

Die Medienlandschaft ist aktuell bemüht, Kunstschaffenden Plattformen zu bieten. So gibt es im Internet die KN-Bühne der Kieler Nachrichten und, umfangreich bestückt, das NDR-Projekt „Kultur trotz Corona“: In kurzen Videobotschaften sorgen auf der virtuellen NDR-Bühne im Internet Musiker, Komiker, Dichter und Nils Loenicker für das, was uns die Corona-Tristesse ein wenig brechen lässt: Unterhaltung.

 

Unter www.ndr.de/kultur gelangt man direkt zu der Rubrik, in der sich Bauer Hader mit derzeit bis zu vier Beiträgen finden lässt. Ein bisschen muss man unter den vielen Gesängen, Lesungen und weiteren Kabarettisten suchen, also scrollen, aber es lohnt sich. Auch wenn Hader mittlerweile eigentlich keine Lust mehr habe, Witze über Hamsterkäufe zu machen - „Wer will denn jetzt schon 'nen Hamster haben?“

 

Die Kultur muss weiter Beschränkungen hinnehmen

 

Am 15. April haben Bundeskanzlerin und Länderchefs sich auf ein grundsätzliches Festhalten an den beschränkenden Maßnahmen zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus verständigt. Die parallel vorgenommenen Lockerungen schließen die Bühnen weiter aus – eine Umsetzung durch Land und Kreis findet derzeit statt. Auf den Auftritt Loenickers und seiner Entermänner am 7. August im Gemeindesaal werden wir Schmalenseer wohl verzichten müssen.

 

Drücken wir allen Kulturschaffenden die Daumen, dass sie möglichst unbeschadet durch diese Zeit kommen und erfreuen wir uns an ihren Beiträgen, wo immer wir sie bekommen können. Lachen muss auch in schweren Zeiten erlaubt sein – und Bauer Hader war bekanntlich schon in so mancher kritischen Situation für einen Lacher gut.

Foto zur Meldung: Mit Bauer Hader durch die Krise
Foto: Bauer Hader alias Nils Loenicker 2016 im Gemeindesaal

Coronavirus: Rentenversicherung nicht montags anrufen

(16. 04. 2020)

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Nord in den Bundesländern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Beratungen und die Aufnahme von Rentenanträgen finden jedoch telefonisch oder online statt. Das teilt die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck mit.

 

Für Fragen rund um die Themen Rente, Altersvorsorge, Prävention und Rehabilitation steht das kostenlose Servicetelefon montags bis donnerstags von 7.30 bis 19.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr unter 0800 / 1000 480 22 zur Verfügung.

 

Aufgrund der erhöhten Anruferzahlen entstehen derzeit jedoch längere Wartezeiten – dies gelte erfahrungsgemäß besonders montags. Deshalb empfiehlt die Deutsche Rentenversicherung Nord, auf die anderen Wochentage auszuweichen.

 

Auf der Internetseite www.deutsche-rentenversicherung-nord.de können Versicherte zudem die Online-Dienste der Deutschen Rentenversicherung nutzen. Dort finden sich auch weitere Kontaktmöglichkeiten.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 25 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,2 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Rentenversicherung nicht montags anrufen
Foto: Deutsche Rente Nord

Natürliches und künstliches Licht über dem Schmalensee

(15. 04. 2020)

Es hat einen Hauch von Mystik, was die Handykamera von Delf Siebke da eingefangen hat: Ein voller Mond leuchtet hell über dem Schmalensee durch das Geäst der Bäume am Vier. Dass der Fotograf dort mitten in der Nacht gestanden hat, verraten andere Lichter – die Markierungsleuchten der Windkraftanlagen jenseits der Gemarkungsgrenze zu Damsdorf, die sich im Schmalensee spiegeln.

 

Die roten Lichter geben damit zugleich die Dimension dieser Bauwerke wieder, die aufgrund ihrer Höhe die Entfernung von ihrem eigentlichen Standort über die knickreiche Schmalenseer Gemarkung und das Dorf spielend überwinden.

 

Egal wie man zu den Hauptelementen des Fotos steht – den Windkraftanlagen oder dem am 6. April besonders hell leuchtenden Mond – ein schöner Schnappschuss ist Delf Siebke da gelungen, den er im Rahmen der Aktion „Schmalenseer für Schmalenseer“ (Wir füllen unsere Gemeinde-Homepage) zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür.

Foto zur Meldung: Natürliches und künstliches Licht über dem Schmalensee
Foto: Mond und Windkraftanlagen über dem Schmalensee, Foto Delf Siebke

April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 04. 2020)

Auch im Jahr 2020 wollen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung werfen. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich bis zum 20. April 2020, vielleicht sogar darüber hinaus, mit einer sogenannten Kontaktsperre belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft in diesem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Tanz und Anstand lernen: Im Bornhöveder Hotel Stadt Kiel am 15. April 1925, vor 95 Jahren, ein Tanz- und Anstandsunterricht für Kinder aus Bornhöved und Umgebung. Die Tanzkunstschule Rusch aus Kiel ist Veranstalter des Kurses.

 

Der Pastor geht in Ruhestand: Am 16. April 1915, vor 105 Jahren, versammeln sich viele Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bornhöved am örtlichen Bahnhof, um ihren Pastor Albert Lutheri Voß zu verabschieden. Seit 1887 war Voß Pastor in Bornhöved und begibt sich nach über 27 Jahren des Wirkens in Kirche und Schule auf seinen Altersruhesitz in Wandsbek. Verabschiedet wird er u.a. vom Kampfgenossenverein 1870/71, dessen Mitglied er war. Nachfolger Voß' wird Johannes Christian Schlüter.

 

Geflügelzüchter gründen Verein: Am 17. April 1955, vor 65 Jahren, wird in Hein's Gasthof der Rassegeflügelzüchterverein für Bornhöved und Umgebung gegründet. Der Schmalenseer Züchter Hermann Cornehls wird zum Vorsitzenden gewählt.

 

Abzug der Flüchtlinge: Am 17. April 1915, vor 105 Jahren, verlassen die meisten der ostpreußischen Flüchtlinge Bornhöved und Umgebung wieder und begeben sich zurück in ihre vom Feind befreite Heimat. Ab dem 17. November 1914 waren in der Stadt Segeberg und Umgebung bzw. entlang der Bahnlinie Segeberg-Bornhöved-Kiel Flüchtlinge aus Ostpreußen einquartiert worden, weil in ihrer Heimat Kämpfe mit russischen Truppen tobten.

 

Eiserne Kreuze für Schmalenseer: Wie das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 18. April 1945, also vor 75 Jahren meldet, haben zwei Schmalenseer Angehörige der Wehrmacht das Eiserne Kreuz erhalten: Feldwebel Willi Wulf wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Sein Schwager, der Gefreite Adolf Nöthel, erhielt das EK 2. Klasse.

 

Kriegsgefangene in Schmalensee: Am Abend des 19. April 1915, vor 105 Jahren, treffen in Begleitung eines Landsturmmannes zur Bewachung auf dem Hof von Ludwig Saggau zehn russische Kriegsgefangene zum Arbeitseinsatz ein. „Über die Veränderung ihrer Lage schienen sie sehr erfreut zu sein“, heißt es im Segeberger Kreis- und Tageblatt.

 

Zapfenstreich in Schankwirtschaften: Am 20. April 1895, vor 125 Jahren, wird im ganzen Kreis Segeberg durch die jeweiligen Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde die sogenannte „Polizeistunde“ festgelegt. Im Amt Bornhöved ordnet Heinrich Christian Saggau, Amtsvorsteher aus Schmalensee an, dass die Schank- und Gastwirtschaften um 23 Uhr zu schließen haben.

 

Die zehn Gebote des Landwirts: Am 23. April 1870, vor 150 Jahren, zitiert das Segeberger Kreis- und Wochenblatt aus einer Versammlung des Landwirtschaftlichen Vereins Bischofswerda „Die zehn Gebote des Landwirths“:

 

1. Baue viel Futter,

2. Füttere gut Vieh,

3. Dann fehlt es Dir auch an Dünger nie.

4. Mit scharfer Egge und starkem Pflug

5. Ackere fleißig und tief genug.

6. Was Dein Acker kann geben,

7. Sollst Du systematisch ihm nehmen.

8. Altes Land verbessere und neues erringe,

9. Ausgaben und Einnahmen zu Buche bringe;

10. Du selbst sei fleißig, gebildet und klug -

Das sind der Gebote des Landwirths genug.

 

Wählergemeinschaft löst SPD ab: Am 24. April 1955, vor 65 Jahren, bekommt Schmalensee eine neue Gemeindevertretung. Es gelingt der Wählergemeinschaft, alle fünf Direktmandate zu gewinnen. Die SPD, die mit Heinrich Hamann den Bürgermeister gestellt hatte, erhält vier Sitze. Gewählt sind für die Wählergemeinschaft Bauunternehmer Paul Blunk (131 Stimmen), Gastwirt Hans Voß (129), Landwirt Willi Moebs (124), Landwirt Hellmut Saggau (123) und Handelsvertreter Arthur Masch (107). Für die SPD ziehen als Listenkandidaten Rentner Heinrich Hamann, Gemischtwarenhändler Friedrich Bollbuck, Gärtner Karl Heinz Hamann und Melker Willi Wulf jun. ein. Im Mai 1955 wird Hellmut Saggau zum neuen Bürgermeister gewählt werden. Sein erster Stellvertreter wird Hans Voß., zweiter Stellvertreter Willi Moebs.

 

Lämmchen Merle sorgt für Aufsehen: Oder eher die zwölfjährigen Zwillinge Jana und Lena Voß, die gemeinsam das Lamm „Merle“ großziehen und auch ausführen. Die Segeberger Zeitung berichtet am 26. April 2005, vor 15 Jahren davon: Merle war mit einer Gaumenspalte geboren worden und wollte nicht trinken. Da gab der Besitzer das Tier an Jana und Lena, die ihn darum gebeten hatten. Mit Haferschleim päppelten die beiden Merle auf, die ihnen nun nicht mehr von der Seite weicht.

 

Auf dem Weg zum größeren Amt: Am 26. April 2005, vor 15 Jahren, debattiert der Bornhöveder Amtsausschuss über die Absicht der Landesregierung, eine Verwaltungsreform auf Amtsebene durchzuführen. „Zweckehen“ zweier oder mehrerer Ämter sollen größere Verwaltungsräume schaffen, die mittelfristig Kosten senken und neue Effektivität erzeugen sollen. Die Skepsis überwiegt unter den Ausschussmitgliedern. Welcher Partner in Frage kommt, ist auch noch nicht deutlich. Nahe liegend wäre ein Zusammengehen mit der Gemeinde Trappenkamp, diskutiert werden aber auch Zusammenschlüsse mit dem Amt Rickling oder dem Amt Wankendorf im Kreis Plön.

 

Glück im Unglück: Am 30. April 1935, vor 85 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von einem Fuhrunternehmer, der Vieh nach Kiel lieferte und dort feststellen musste, dass ihm unterwegs eine Starke entlaufen sein musste. Diese hatte sich offensichtlich während der Fahrt losgerissen und übersprang die 1,60 Meter hohe Wand des Anhängers. Auf seinem Rückweg findet der Fuhrmann das Tier in Schmalensee wieder.

 

Ein Raub der Flammen: Am 30. April 1905, vor 115 Jahren, brennen zwischen 7 und 8 Uhr die Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Halbhufners Johann (Johannes Christian) Schumacher bis auf die Umfassungsmauern nieder. Bis auf drei Ferkel und zwei Kälber kann das Vieh gerettet werden. Das Mobiliar kann größtenteils gesichert werden, während das landwirtschaftliche Inventar verbrennt. Zum Löscheinsatz rücken die Freiwilligen Feuerwehren aus Schmalensee und Bornhöved, sowie die Brandwehren aus Tarbek und Belau an. Da Schumacher bei der Landesbrandkasse und der Armstedter Gilde nur niedrig versichert war, trifft ihn der Schaden hart. Bereits am 24. Januar 1862 war dieses Gehöft ein Raub der Flammen geworden. Laut Chronik von Zeitzeuge Heinrich Göttsch handelt es sich um die Katenstelle 15. Nach dem Brand von 1905 wird sie „ins Feld verlegt zwischen Schmalensee und Tarbek“ und 1932 in drei Grundstücke aufgeteilt, eines in der Belauer Straße, zwei am jetzigen Standort,wo Tierarzt Dr. Klaus Borchers und Familie sowie ehemals Sauer-Schneidereit, nun Matthias Thies Besitzer sind.

 

Abschied von Lehrer Guttmann: Am 30. April 1950, vor 70 Jahren, verabschiedet Bürgermeister Heinrich Hamann im Beisein der Gemeinderäte und der Elternbeiräte der Schule den Lehrer Leo Guttmann in den Ruhestand. Guttmann kam als Flüchtling aus Ostpreußen nach Schmalensee. In seiner Heimat galt er als bekannter Heimatdichter. Maßgeblich beteiligte er sich beim Sender Königsberg an der Gestaltung des Schulfunks – 15 Sendungen wurden ausgestrahlt, einige davon über alle deutschen Sender. Auch in Westdeutschland ist sein Name im Hörfunk zu vernehmen, denn Guttmann reicht seine Gedichte beim Süddeutschen Rundfunk ein.

 

Als Schmalensee verpfändet wurde: Datiert auf den 30. April 1665, also vor 355 Jahren, wurde das Dorf Schmalensee vorübergehend zu Geld gemacht: Nach einem Kaufbrief verpfändete König Friedrich III. das Dorf Schmalensee für 8.971 Reichstaler und 18 Schillinge an Bartram Rantzau auf Ascheberg. Wann der „Rückkauf“ erfolgte, ist offen. Nicht Schmalensee allein, fast das ganze Amt Segeberg musste aufgrund der schlechten Finanzlage des dänischen Staates in Folge des Dreißigjährigen Krieges und des anschließenden Kriegs mit Schweden (1657-1660), dem sogenannten „Polackenkrieg“, verpfändet werden. Erst 1740 war das Amt Segeberg mit der Einsetzung eines eigenen Amtmanns wieder vollständig hergestellt.

Ebenfalls am 30. April 1665 erwerben Ernst von Wedel bzw. dessen Erben für 3.000 Reichstaler die Wassermühle von Bornhöved, den Bornhöveder und den Schmalensee.

 

 

Foto zur Meldung: April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Lamm Merle bei Jana und Lena Voß SZ 25.04.2005

Kinderschutz in Corona-Zeiten: „Im Zweifel das Jugendamt einschalten“

(14. 04. 2020)

Geschlossene Schulen und Kitas, Kontaktverbote, gestresste Familien: Von den drastischen Einschränkungen im Zuge der CoronavirusPandemie sind viele Kinder und Jugendliche im Kreis Segeberg besonders betroffen. Darauf weist das Jugendamt hin – und appelliert an Eltern, Angehörige und Nachbarn, beim Thema Kindeswohl genau hinzuschauen. „Zwar schweißt die Corona-Lage viele Familien zusammen. Eltern und Kinder verbringen mehr Zeit miteinander. Aber es kann auch passieren, dass Konflikte jetzt schneller eskalieren und Kinder Gewalt oder Verwahrlosung erleben“, sagt Manfred Stankat, Leiter des Jugendamtes des Kreises Segeberg. Ein besonderes Risiko gebe es in Familien, in denen psychische Erkrankungen oder Suchtprobleme eine Rolle spielten.

 

Klar ist: Das Jugendamt ist auch weiterhin voll erreichbar. Wir gehen jedem Hinweis nach“, betont Stankat. Unter der Telefonnummer 04551/951-9600 sowie bei allen freien Beratungsstellen können sich Eltern melden, die sich mit der aktuellen Situation überfordert fühlen und Hilfe brauchen. Auch wer den Verdacht hat, dass Kinder leiden oder Angst vor ihren Eltern haben, kann dort anrufen. Allerdings seien kreischende Geschwister, Getrampel auf dem Boden oder laute Musik in der Nachbarswohnung noch lange kein Hinweis auf eine Kindeswohlgefährdung. „Aber wenn die Kinder selbst um Hilfe rufen oder die Eltern sagen: ,Ich pack‘s nicht mehr‘, dann sollte man das Jugendamt einschalten – oder im äußersten Fall sogar die Polizei“, macht Stankat deutlich.

 

Die Corona-Pandemie stelle dabei auch das Jugendamt selbst vor neue Herausforderungen. So könnten Sozialarbeiter*innen und Familienhelfer*innen derzeit nicht mehr so viel unterwegs sein, um die Infektionsgefahr zu minimieren, berichtet Stankat. „Entscheidend ist jedoch, dass der Kontakt zu Familien, die bereits vom Jugendamt betreut werden, nicht abreißt. Wo das Kindeswohl einmal in Gefahr war, gehen wir oder von uns beauftragte freie Träger auch jetzt zu den Familien, um zu sehen, ob es den Kindern gutgeht.“

 

Um bei den Hausbesuchen die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten, gehe das Jugendamt auch neue Wege. So kämen schon einmal Video-Chats zum Einsatz, Gespräche würden teils an der Fensterscheibe geführt. „Aber am direkten persönlichen Kontakt mit einem Kind führt kein Weg vorbei. Das Wohl der Kinder hat für uns auch unter widrigen Umständen allerhöchste Priorität“, betont Stankat. Bislang ist es noch nicht so, dass die Corona-Krise zu deutlich mehr Notrufen beim Jugendamt führt.

 

Im vergangenen Jahr bekam das Kreisjugendamt Segeberg 325 Hinweise auf mögliche Kindeswohlgefährdungen. Die Mitarbeiter*innen kümmerten sich dabei um jeden einzelnen Fall. Im ersten Quartal 2020 waren es 91 Hinweise. Insgesamt 125 Fälle davon stuften die Mitarbeiter*innen im vergangenen Jahr als so alarmierend und schwerwiegend ein, dass sie die Kinder und Jugendlichen aus ihren Familien heraus in Obhut nehmen mussten, um sie zu schützen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres waren es 33 Fälle. Nicht in den Zahlen erfasst sind unbegleitete minderjährige Ausländer.

 

In der aktuellen Krise werde besonders deutlich, wie wichtig die Arbeit der Jugendämter ist, sagt Stankat. „Der Kinderschutz leistet eine unverzichtbare Aufgabe in der Gesellschaft – so wie etwa auch die Krankhäuser, die Polizei und die Feuerwehr.“

 

(Pressemitteilung Kreis Segeberg vom 9. April 2020)

Foto zur Meldung: Kinderschutz in Corona-Zeiten:  „Im Zweifel das Jugendamt einschalten“
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Eindrücke vom Wegesrand – Wanderung um den Schmalensee

(13. 04. 2020)

Vom Menschen gemacht, vom Menschen beeinflusst, von der Natur geformt, natürlich angepasst. Eindrücke auf einer Wanderung rund um den Schmalensee können vielfältig sein.

 

Geräusche lassen sich dabei im Foto nicht einfangen. Wohl aber die Verrenkung der Gans, die mit einer anderen mitzuhalten sucht. Und den Blinzelwettkampf mit der Maus – finde das Bild (bzw. die Maus) – hat wohl der Fotograf gewonnen.

 

Pilze faszinieren ebenso wie umranke Bäume oder Steine, definitiv von Menschenhand aufgetürmt. Oder doch nicht?

Foto zur Meldung: Eindrücke vom Wegesrand – Wanderung um den Schmalensee
Foto: Eindrücke vom Wegesrand

Das Wappen der Gemeinde Schmalensee

(13. 04. 2020)

Es ist allgegenwärtig, das Schmalenseer Gemeindewappen. Es ziert den Trafokasten am Feuerwehrgerätehaus und das Einsatzfahrzeug unserer Freiwilligen Feuerwehr; wir finden es in den Emblemen der Reitsportgemeinschaft und des Sportvereins; von manchem Fahnenmast grüßt es und auch diese Gemeinde-Homepage kommt nicht ohne es aus.

 

Genehmigt wurde das Wappen, das von Lothar Leissner (Itzehoe) entworfen wurde, am 7. März 1996. Eine Beschreibung gibt es im Internet bei Wikipedia und identisch in dem 1997 veröffentlichten Wappenbuch der Kreise, Ämter, Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein (bearbeitet für den Verein zur Förderung des Landesarchivs von Martin Reißmann, erschienen im Verlag Husum):

 

Durch einen silbernen Wellenfaden erniedrigt von Rot und Blau geteilt, überdeckt mit einem fünfblättrigen, bewurzelten goldenen Schößling.“

 

Die „Farbenlehre“ des Wappens ist schnell erklärt: Blau-Weiß-Rot steht für das Bundesland Schleswig-Holstein (Weiß ersetzt hier „Silber“, was nicht unüblich ist); die Reihenfolge im Wappen ist eine andere, um das Blau des Sees mit dem Wellenfaden darauf zu betonen.

 

Ursprung: Das Wappen derer von Schmalensee

 

Viel diskutiert ist der „Schößling“, der ein sogenanntes Zitat aus dem Wappen der Ritterfamilie von Schmalensee ist. Es gibt diese Familie mit mehreren Zweigen noch heute und im Besitz der Gemeinde befindet sich die im Jahr 1959 von Robert Bergmann verfasste Chronik der Familie, die der Kieler Wolfgang Butzlaff im Jahr 2011 an Bürgermeister Sönke Siebke überreichte.

 

Nach dieser Chronik sollen sich die später in den Adel erhobenen von Schmalensees nach dem Ort Schmalensee oder dem Gewässer gleichen Namens benannt haben. Schon im Jahr 1300 taucht ein Tymmo de Smalense im Lübecker Oberstadtbuch auf, fast parallel im Kieler Rentebuch: Bartoldus Smalenze, Bertrammus Smalenze und Hinricus Smalenze.

 

In dem 2004 vom Heimatverein des Kreises Segeberg herausgegebenen Büchlein „Hoheitszeichen des Kreises, der Städte, Ämter und Gemeinden im Kreis Segeberg“ bezeichnen die Autoren die von Schmalensees als „Repräsentanten des holsteinischen Uradels“.

 

Das Wappen bei Göttsch

 

Heinrich Göttsch, Schmalensees Dorfchronist von 1948, benennt das Geschlecht Smolenze, das als freie Bauern im 12. Jahrhundert im Dorf Schmalensee gelebt und gewirtschaftet haben mag und sich nach diesem benannte, als es im Zuge der sogenannten Ostkolonisation slawischer Lande in der neuen Heimat – sehr wahrscheinlich durch erfolgreichen Wehrdienst – zu Ansehen, Titel und Eigentum gelangte.

 

Göttsch kannte Bergmann bzw. dessen Arbeit und mag von diesem für seine vor dem Zweiten Weltkrieg begonnene und danach veröffentlichte Chronik ein Wappen der Familie „erhalten“ haben, das er auch abdrucken ließ – es ist der einzige Farbdruck in der Chronik.

 

Göttsch beschreibt es als „Das Wappen des Rittergeschlechts von Schmalensee“, das „einen Schild, den ein Bäumchen mit 5 Blättern ziert“, darstellt. Und: „Zwei Büffelhörner zieren den Helm.“

 

Aus der Bergmann-Chronik wissen wir, dass die Schmalensees bzw. von Schmalensees in verschiedenen ostdeutschen Regionen zu Besitz kamen, zahlreiche Offiziere gingen aus diesen späteren Gütern in nachfolgenden Jahrhunderten hervor und die verschiedenen Familienzweige entwickelten eigene, aber sich doch immer am Ursprung orientierende Wappen.

 

Der Schößling im heutigen Wappen der Gemeinde Schmalensee, der sich auch in dem von Heinrich Göttsch verwendeten Wappen findet, geht auf das Wappen Nr. 6 zurück, das in der Bergmann-Chronik als das „Bagmihlsche Wappen“ aus dem Pommerschen Wappenbuch zitiert wird.

 

Familienwappen inoffizielles Gemeindewappen

 

Spätestens, als das Kopiergerät Einzug hielt, und spätestens mit dem Scanner hielt das von Göttsch verwendete Familienwappen Einzug in die Vereinslandschaft und die Kommunalpolitik Schmalensees. Es zierte Vereinsbriefköpfe oder auch Flugblätter.

 

Markantestes Beispiel für eine Verwendung ist das alte Vereinsemblem des SV Schmalensee von 1980, das den Ritterkopf zeigt. Noch heute werden Ehrennadeln des Vereins vergeben, die das alte Logo ziert, auch wenn der Verein längst das aktuelle Gemeindewappen in sein Logo integriert hat – mit entsprechender Genehmigung.

 

Keine Genehmigung hingegen mochte die Familie von Schmalensee der Gemeinde für die weitere Nutzung des Familienwappens erteilen. Im Gegenteil, der deutsche Zweig (es gibt auch von Schmalensees in Schweden und den USA) intervenierte – und das ebnete den Weg zu unserem heutigen Gemeindewappen, das ein uns alle einigendes Element darstellt und besonders deutlich zum Ausdruck bringt, was uns emotional, abgesehen von Menschen, am meisten an unser Dorf bindet: Die Landschaft mit dem See.

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Das Wappen der Gemeinde Schmalensee
Foto: Schmalensee Gemeindewappen auf Trafokasten

Hilfs- und Beratungsangebote des Kreises Segeberg während der Corona-Epidemie

(13. 04. 2020)

Neben der Hotline des Infektionsschutzes, Telefon 04551 951-9833, gibt es auch eine Nummer für Fragen allgemeiner Art, Telefon 04551 951-0. Hier wurde personell aufgestockt, um eine bessere Vermittlung bzw. Erreichbarkeit zu gewährleisten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich telefonisch oder per E-Mail an den/die zuständige*n Sachbearbeiter*in zu wenden, wenn er oder sie bekannt ist.

Die Fachdienste haben sich darauf eingestellt, Anliegen vorwiegend schriftlich abzuarbeiten.

 

Erwachsenen-Sozialdienst und Betreuungsbehörde

 

Telefonische Unterstützung, beispielsweise beim Erstellen von Anträgen oder anderen wichtigen Schreiben; Unterstützung bei alltagspraktischen Dingen wie Organisation einer Einkaufshilfe, wenn jemand nicht mehr die Wohnung verlassen darf oder möchte; Sorgen beruhigen.

 

Da sich der Erwachsenen-Sozialdienst noch in der dreijährigen Pilotphase befindet, steht eine Beratung ausschließlich Menschen offen, die aus Bad Segeberg, Wahlstedt oder den Ämtern Trave-Land, Leezen, Itzstedt, Boostedt-Rickling und Bornhöved kommen.

 

Zurzeit werden die Mitarbeiter*innen des Kreises häufig telefonisch nachgefragt und somit ist die Erreichbarkeit der einzelnen Dienste nicht immer sofort gegeben. Deshalb kann der Erwachsenen-Sozialdienst zusätzlich unter der Nummer 0162-20 70 65 7 angerufen werden.

 

Natürlich ist es auch möglich, unter den bisherigen Telefonnummern anzurufen. Die Mitarbeiterinnen sind wie folgt zu erreichen - Dörte Meyer: 04551-951-9855; Kerstin Schwarzloh: 04551-951-9810; E-Mail: Erwachsenen-Sozialdienst@segeberg.de

 

Jugendamt

 

Erziehungs- und Familienberatungsstellen: Helfen und beraten bei Erziehungsfragen, Problemen im Miteinander, Spannungen, Sorgerechts- und Umgangsfragen, Fragen zum Kindeswohl:

 

Familienbüro Bornhöved: 04323-80 54 47 11

Familienbüro Bad Bramstedt: 04192-20 12 88 7

Haus der Sozialen Beratung Kaltenkirchen: 04191-90 90 444

Haus der Sozialen Beratung Henstedt-Ulzburg: 04193-966 450

Begegnungs- und Beratungszentrum Bad Segeberg: 04551-955 102

 

Weitere Informationen im Internet unter www.beratung-im-kreis-segeberg.de.

 

Kinderschutz-Zentrum Ostholstein-Segeberg in Bad Segeberg: Hilft und berät bei schweren Krisen oder Hinweisen auf Gewalt; Beratung und Hilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: 04551-88 888 sowie im Internet unter www.kinderschutz-zentrum-ohse.de.

 

Soziale Dienste des Jugendamtes Segeberg: Unterstützung für Eltern, Kinder und Jugendliche; zentralen Rufnummer 04551-951-9600, montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr erreichbar.

Frühe Hilfen: Hilfe und Unterstützung für Schwangere, junge Eltern mit Fragen, Problemen und bei Überlastung; wochentags telefonisch erreichbar:

 

Rund um Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg (Tausendfüßler-Stiftung) unter Telefon 0151-700 57 35 6 oder 0151-700 57 35 9.

Rund um Segeberg und Wahlstedt (Bildungswerk des Kirchenkreises Plön/Segeberg) unter Telefon 04551-955 111

Rund um Bad Bramstedt und Bornhöved/Trappenkamp (Diakonie Altholstein) unter Telefon 04192-50 10 38 2

 

Per E-Mail unter fruehe-hilfen@segeberg.de

 

KFZ-Zulassung

 

Das Online-Terminangebot der KFZ-Zulassungsstelle wird aufrechterhalten. Es werden also Termine vergeben, die dann vor Ort von Bürger*innen wahrgenommen werden können. Mehr im Internet unter: https://www.segeberg.de/F%C3%BCr-Segeberger/KFZ-Zulassungsstelle

 

Team Integration – Unterstützung für Migrant*innen

 

Integreat“-App: Mehrsprachige Informationsplattform, die sowohl über PC/Laptop aufgerufen oder als App aufs Handy geladen werden kann. Generell soll sie Menschen mit Migrationshintergrund beim Ankommen und Leben in Deutschland – und speziell im Kreis Segeberg – unterstützen. Seit kurzem finden sich dort nun auch alle wichtigen Informationen rund um das Thema Coronavirus. Diese stehen auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi und Türkisch sowie demnächst auch auf Spanisch und Polnisch zur Verfügung und können zudem als PDF ausgedruckt werden. Mehr dazu auch auf: http://integreat.app/kreissegeberg/de

 

Ankommensbereich: In Haus A im Erdgeschoss (unter dem KT-Saal) gibt es einen neuen Ankommensbereich. Hier wird Bewohner*innen der Gemeinschaftsunterkunft (GU) Schackendorf ihr Taschengeld ausgezahlt. Zudem erfolgt dort die Aufnahme der dem Kreis vom Land zugewiesenen Flüchtlinge. Beides geschieht selbstverständlich unter den aktuellen Hygieneauflagen des Robert-Koch-Institutes (RKI).

 

Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS)

 

Beratung zu Fördermaßnahmen wie das Corona-Soforthilfeprogramm und Hilfe beim Ausfüllen der Anträge; enger Austausch mit der IB.SH.

 

Im Aufbau befindet sich eine Plattform zur Unterstützung der Unternehmen im Kreis. Das gibt es bislang nur in einigen Städten (Norderstedt und Bad Segeberg), aber noch nicht auf Kreisebene. Die Plattform www.wks-se.de/lokalhelfen ist seit dem heutigen Mittwoch aktiv. (Weitere Infos dazu direkt bei der WKS.)

 

Die WKS ist erreichbar per E-Mail unter beratung@wks-se.de und über die Telefonnummer 04551-90 86 215.

 

(Stand 01.04.2020)

 

 

Foto zur Meldung: Hilfs- und Beratungsangebote des Kreises Segeberg während der Corona-Epidemie
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Holsteinseen empfiehlt den Roman „Schmalensee“, der nicht in Schmalensee spielt

(12. 04. 2020)

Tourismus, Landschaft, Wirtschaft und Kultur – die Themenfelder von Holsteinse(h)en sind vielfältig. Der von Jürgen Bucksch aus Schmalensee geführte Verein sorgt über das Jahr verteilt mit vielen interessanten Programmpunkten für die Unterhaltung sowohl unserer Gäste als auch von uns Einheimischen. Jetzt empfiehlt Jürgen Bucksch, der auch stellvertretender Bürgermeister in Schmalensee ist, einen lesenswerten Roman: „Schmalensee“.

 

Das Werk des Autors Michael Frank hat allerdings „nichts mit unserem Dorf zu tun, ist aber dennoch interessant“, sagt Bucksch. Das Buch ist am 4. März 2020 erschienen und für 22 Euro im Handel zu haben.

 

Zum Inhalt: Mühselig und unendlich scheinen die Wege zu Schule und Kirche für die „Winterkinder“ zu sein, bei sibirischer Kälte, grandios und unbarmherzig die Natur. Ein grimmiger Vater, geliebt und gefürchtet, eine sehr fromme, aber wissenshungrige Mutter, die einander im Einsatz für die Lebensreformbewegung fanden, führen mit ihrer Großfamilie ein Leben im Kontrast von idealisierter Romantik und plagender Not. Die Kinder bauen sich daneben ihre Abenteuerwelt, die sie mit eigenwilligen Einsichten und kapitalen Missverständnissen zu einem lädierten Idyll ordnen.

 

Michael Frank lässt die dörfliche Scheinidylle seiner Kinderwelt in der unmittelbaren Nachkriegszeit aufleben, die Abenteuer zwischen Rechtgläubigkeit und ideologischem Aufruhr, unter dem Einfluss von Kirche, Schule und „Besatzern“ und den rätselhaften Einbrüchen der Moderne.

 

Der Autor: Michael Frank wurde 1988 in Tirschenreuth geboren. Ab dem Alter von 21 Jahren beschäftigte er sich intensiv mit verschiedenen Wissensgebieten, darunter dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. Mit seinem 2018 veröffentlichten Erstlingswerk, der „5 Schritte Erfolgsformel“, vermittelt er die einfachste und effektivste Strategie, um sowohl privat als auch beruflich sehr erfolgreich zu werden.

 

Heimische Wirtschaft unterstützen

 

Wessen Interesse an „Schmalensee“ geweckt sein sollte, dem legt der Vorsitzende von Holsteinse(h)en nahe, statt auf den Online-Versandhandel auf die regionale Wirtschaft zu setzen. Beispielhaft sei hier die Buchhandlung Schulz in Bornhöved genannt, die angesichts der der Covid-19-Problematik derzeit die Geschäftsräume verschlossen halten muss.

 

Auf seiner Internetseite erklärt Schulz, dass Bestellungen bei ihm weiter möglich sind: „Am einfachsten bestellen Sie per E-Mail (buch-schulz@t-online.de). Telefonisch sind wir montags bis freitags von 16 bis 17 Uhr unter 04323/96464 erreichbar. Sie können auch gerne eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen. Wir rufen zurück! Die Bücher liefern wir Ihnen an Ihre Haustür. Sie bezahlen entweder in bar oder überweisen den Betrag“, so Schulz.

 

Übrigens: Der Internetauftritt der Buchhandlung Thomas Schulz (www.buch-schulz.de) ist auch über den Bücherverkauf hinaus sehr betrachtenswert: Das Fotomagazin mit vielen schönen und historischen Motiven lädt dringend zum Stöbern ein!

 

 

Foto zur Meldung: Holsteinseen empfiehlt den Roman „Schmalensee“, der nicht in Schmalensee spielt
Foto: Michael Frank Schmalensee

Überliefert aus dem Mütterkurheim: Ein Märchen von Schmalensee

(11. 04. 2020)

Wir erinnern uns: Gegenüber der Badestelle am Schmalensee, auf der Borgkoppel, stand einst ein futuristisch anmutendes Gebäude, das sich durch Baustil, Größe und Zweck komplett vom Dorf Schmalensee abhob. Das Mütterkurheim ist längst Geschichte. Geblieben sind Postkarten, Zeitungsberichte, eine heute an der Badestelle über den See blickende Skulptur und – ein Märchen.

 

1962 wurde das kurze Stück anlässlich des Abschiedsabends der Landfrauenkurzeit, die vom 13. Februar bis zum 10. März hier stattfand, von M. Gravert verfasst. Es gibt, verpackt wie eine Fabel, eindrucksvoll wieder, warum es dieses Mütterkurheim und viele weitere gegeben hat und immer noch gibt.

 

Eine Gedruckte und gebundene Fassung des Märchens hat es damals gegeben und ein Exemplar hat Marie-Luise Farken dem Arbeitskreis Dorfgeschichte Schmalensee überlassen. Wer mehr zum Märchen und zur Autorin sagen kann, melde sich bitte über das Kontaktformular dieser Homepage.

 

Das Märchen vom Schmetterlingsheim

Ein Märchen von dem Schloss am schmalen See von M. Gravert, 1962

 

Es war einmal ein geheimnisvolles Schloss, das lag auf einer Höhe an einem schmalen See. Es hatte keine Zinnen und keine Türmchen, keine Spinnweben in düsteren Winkeln und auch keine undurchdringliche Rosenhecke. Dennoch kam kein Unberufener hinein, denn die Hüterinnen des Hauses wachten darüber, dass denen, die hier wohnten, kein Leids geschah.

 

Es waren keine Prinzen und keine Prinzessinnen mit seidenen Gewändern und goldenem Geschmeide, die da aus den Fenstern schauten, und nicht alle waren jung und schön von Angesicht, aber einen freundlichen Schimmer in den Augen hatten sie alle. Der rührte daher, dass sie etwas zum Lieben hatten in dieser Welt – Kinder, Weggefährten oder auch Tiere, die der Liebe bedürfen. Aber auch Sorgenfalten hatten etliche unter ihnen, deren Haar schon ergraut war, und anderen fehlte das Wangenrot. Darum hatte man sie eingeladen in dieses Zauberschloss, wo sie das wiederfinden sollten, was sie verloren hatten. Sie sollten wieder lachen und singen lernen.

 

Dazu halfen ihnen die drei gütigen Feen im Schloss, die nahmen ihren Zauberstab und schenkten ihnen alles das zur rechten Zeit, was sie gebrauchten für Leib und Seele.

 

Die eine führte das Regiment in Küche und Keller, von jungen und fleißigen Hausgeistern umgeben. Man nannte sie „de witte Fru“, weil sie von dorther kam, wo die Meereswellen über den witten Sand rollen.

 

Die andere, rank und schlank wie eine Gazelle, die hatte einst ein Jägersmann in sein Herz geschlossen. Nun aber war sie in dieses Schloss gekommen und erfüllte es mit Frohsinn und Güte. Ihre großen Kinder, die nun unter ihrer Obhut standen, sangen wohl: „Frau Jaeger blies ins Horn...“, und taten dann alles, wie sie geheißen, aber es kam auch vor, dass etliche unter ihnen andere Wege gingen, doch strafen tat sie nie.

 

Die dritte Fee war groß von Gestalt und war so sanftmütig, dass sie all die vielen Wünsche ihrer Sorgenkinder zu erfüllen suchte, denn sie wollte keines traurig sehen.

 

Wer wollte wohl nicht gern in ein solches Schloss kommen? Von weit und breit hatten sich die müde gewordenen Frauen – denn nur solche waren Gäste in dem Haus – auf die Reise gemacht. Sie kamen alle aus dem Land zwischen den beiden Meeren, hatten Haus und Hof verlassen zur Winterzeit, das Wunder der Verwandlung zu erleben.

 

Es waren große und kleine, schwere und leichte, breite und schmale, ernste und heitere, stille und solche, die des Redens nicht müde wurden, hat doch der Herrgott die Gaben verteilt nach seinem Ermessen.

 

Eine Bäuerin war dort, mit schlohweißem Haar, die ihr Leben lang flink und geschäftig war auf dem Hof, die nun aber der Ruhe bedurfte. Eine war unter ihnen, mit Augen, so leuchtendblau wie das Wasser des Sees, eine andere war braun von Augen und Haar und hatte Grübchen in den Wangen, ihre Wiege stand an des Rheines Strom. Eine war wie der Eichbaum dort am Waldesrand, knorrig, hoch und unerschütterlich, als hätte sie allezeit auf dem Eiland im Osten dem Seewind getrotzt, eine andere hatte blondes Haar und Augen, die es gewohnt waren, in die Ferne zu schauen. Auch Insulanerinnen waren dort, die eine so schöne Sprache sprachen, welche nur sie allein verstehen konnten. Wieder eine andere kam aus dem Tal des Flusses „Sturia“, wie er einst geheißen, der jüngst aber über die Ufer getreten: sie war jung und zierlich von Gestalt und hatte den Schalk in den Augen. Die Jüngste aber, die ihr Kindlein daheim gelassen, und die Große mit dem Goldhaar, die kamen von dorther, wo auf dem gewaltigen Strom die Schiffe hinausfahren in die weite Welt.

 

Aber was ist ein Märchen ohne Königssohn oder Ritter? Einen einzigen gab es, der durfte eintreten in die heiligen Hallen. War er auch nicht von hoher, hehrer Gestalt, und kam er auch nicht hoch zu Ross, sondern mit einem grauen Wagen daher, so war er doch gern gesehen bei allen, denn er hatte heilende Hände und strahlte Ruhe aus. Man nannte ihn den Doktor Pille. Die Zaubertränklein, die er den Leidenden verabreichte, taten Wunder. Nach eines Mondes Frist waren alle wie verwandelt, hatten neuen Mut und flogen wieder davon, leicht und unbeschwert wie die Falter in den Frühling hinein.

 

Darum wohl, und weil alles so farbenfroh und licht war in dem Schloss am schmalen See, nannte man es hierzulande das Schmetterlingsheim.

 

Einst wohnte in einem der Gemächer auch eine Großmutter. Ihre Finger konnten nicht mehr die Spindel drehen, aber Geschichten spinnen, das konnte sie noch. Die erzählte sie des Abends beim Kerzenschein – und wenn der böse Wolf sie nicht gefressen hat, so lebt sie wohl noch heute!

 

Hört ihr die „102Gespensterchen“? Hört ihr das leise Rauschen des Sees und das Wispern im Schilf dort unten am Ufer? Klingt es nicht wie das alte Lied: „Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit klingt ein Lied mir immerdar.“

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Überliefert aus dem Mütterkurheim: Ein Märchen von Schmalensee
Foto: Ein Märchen von Schmalensee 1962

Mangel an Osterkarten? Improvisation ist Alles

(11. 04. 2020)

Ostern und Weihnachten sind typische Zeiten, Menschen, die man nur selten sieht, eine nette Post mit Grüßen und Wünschen zukommen zu lassen. Aber was tun, wenn ein Coronavirus das Land heimsucht und die bevorzugten Kartenläden schließen mussten?

 

Man könnte basteln und seine Karten selbst herstellen. Aber was sagt der Chef zu all dem Klebstoff in der Tastatur des Computers im Büro? Kurzes Nachdenken und es folgt der Geisterblitz (oder wie das heißt).

 

In einer Kiste schlummern unzählige alte Postkarten. Irgendwo gekauft, weil man sie ganz bestimmt eines Tages zu einem gewissen Zweck jemandem schicken wollen könnte. Oder kostenlos erhalten als Werbegeschenk.

 

Ein „Gruß vom Schmalensee“ taucht da auf. Den bekommen Freunde, die schon lange nicht mehr hier waren – der Ostergruß kann ja eine versteckte Mahnung beinhalten.

 

Das „Leben im Watt“ zeigt, was an der Nordseeküste unter der Oberfläche los ist. Geeignet für Freunde mit wissbegierigen Kindern. Eine analoge Lernhilfe. Andere Freunde haben noch recht kleine Kinder. Ich habe da noch eine Karte mit ganz vielen Raben, die ein Baumhaus zimmern. „Zählt die Raben!“, habe ich als Auftrag unter die Grüße geschrieben.

 

Eine Karte mit zwei Soldaten in Comic-Manier – die bekommt ein alter Kamerad, mit dem ich mal gedient habe. Er wird’s verstehen.

 

Noch aus einer Zeit vor der Zeit, in der wir uns Juxbilder per Whatsapp schicken, ist eine Karte, die einen übervollen Strand zeigt. Die bekommen Freunde, die gern ähnliche Motive digital verschicken. Und zugleich beinhaltet das Bild eine Mahnung: In Pandemie-Zeiten bitte Abstand halten.

 

In diesem Sinne: Bitte alle gesund bleiben! Und natürlich: Frohe Ostern.

Foto zur Meldung: Mangel an Osterkarten? Improvisation ist Alles
Foto: Lustige Alt-Karten zum Osterfest

Schmalenseer für Schmalenseer: Osterbotschaften erbeten

(10. 04. 2020)

Liebe Besucherinnen und Besucher der Gemeinde-Homepage,

 

es ist Karfreitag. Das Osterfeuer am gestrigen Gründonnerstag fiel der Corona-Pandemie ebenso zum Opfer wie manche Zusammenkunft an den vor uns liegenden Tagen.

 

In den zurückliegenden Wochen haben einige Schmalenseer dazu beigetragen, dass die Gemeinde-Homepage für Unterhaltung und Ablenkung sorgt gerade für jene, die zu Hause bleiben müssen oder anderweitig von den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus betroffen sind.

 

Nun, vor dem Ostersamstag, bittet Euch das Homepage-Team, die Gemeinde-Seiten intensiv zu nutzen: Sendet uns Eure Osterbilder, Grußbotschaften usw., damit ganz Schmalensee sich zwar notgedrungen aus dem Weg gehen und doch zusammenrücken kann.

 

Mit einer E-Mail am christiandetlof@gmail.com könnt Ihr Eure Bilder (bitte jpg-Format) und Nachrichten loswerden.

 

Euch und uns frohe Ostertage, Gesundheit und alles Gute.

 

Das Homepage-Team,

Wilfried Kroll und Christian Detlof

Foto zur Meldung: Schmalenseer für Schmalenseer: Osterbotschaften erbeten
Foto: Schmalenseer für Schmalenseer

Zwei Hektar Zucker zum Tee

(09. 04. 2020)

Wer die Kontaktdaten der Schmalenseer Landwirte in seinem Smartphone hat, kann ihnen beinahe bei der Arbeit zusehen. Immer wieder dokumentieren Einzelne von ihnen in ihrem Status ihr Tagwerk.

 

Christian Saggau gehört zu den besonders fleißigen auf diesem Gebiet. Jetzt ist er dem Aufruf des Homepage-Teams gefolgt und hat ein paar Schnappschüsse für die Gemeindeseite geliefert, die einen Blick auf die Rüben-Aussaat gewähren.

 

Überschrieben hat Christian Saggau seine Fotosammlung mir „2 ha für Zucker zum Tee – Zuckerrübenaussaat 2020 in Schmalensee“. Zu sehen ist entsprechendes Gerät, das bei dieser Arbeit zum Einsatz kommt. Vielen Dank dafür!

 

Allerdings war auch ein Bild von kunstvoll gestapelten Bauklötzen in der zugesandten Auswahl – vielleicht eine Anspielung auf „Zuckerwürfel“, die in großer Zahl aus solch einem Rübenfeld gewonnen werden können?

 

Insgesamt haben unsere Landwirte die vergangenen Tage wieder sehr intensiv und emsig und vor allem lange gearbeitet, um ihre Scholle zu bewirtschaften. Wünschen wir ihnen, dass auch sie an den Ostertagen Zeit für Entspannung und Familie finden.

 

Foto zur Meldung: Zwei Hektar Zucker zum Tee
Foto: Großgerät im Einsatz

Coronavirus: Nicht für alles die Polizei anrufen

(09. 04. 2020)

Die Landesregierung und die Kreise haben zahlreiche Maßnahmen angeordnet, die einer Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus dienen sollen. Es handelt sich um Maßnahmen, die zum Teil und unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes die übliche Bewegungsfreiheit einschränken.

 

Das wirft bei vielen Menschen Fragen auf, andere sehen sich veranlasst, Verstöße gegen verhängte Auflagen zu melden. Adressat ist sehr oft die Polizei, die in einer Mitteilung darauf hinweist, dass sie nicht immer der richtige Adressat ist.

 

Immer wieder gehen bei der Landespolizei Schleswig-Holstein Anfragen zu einzelnen Regelungen der Landesverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus ein“, heißt es in der Mitteilung. Allerdings sei die Polizei für die Klärung rechtlicher Fragen in Zusammenhang mit Corona-Regelungen nicht der erste Ansprechpartner.

 

Für alle Fragen rund um Corona-Maßnahmen, Bußgelder oder Verhalten in der Öffentlichkeit hat die Landesregierung ein Bürgertelefon unter Telefon 0431/ 79700001 eingerichtet.

 

Außerdem gibt es Auskünfte per E-Mail unter corona@LR.Landsh.de und einen ausführlichen Fragen- und Antworten-Katalog im Internet unter www.schleswig-holstein.de.

 

Dort werden die Bürgerinnen und Bürger auch über aktuelle Nachrichten und Entwicklungen sowie über Hilfsmöglichkeiten – zum Beispiel für Unternehmen oder Senioren – informiert. Zusätzlich haben auch Städte, Kreise und viele Gemeinden in Schleswig-Holstein eine eigene Bürger-Hotline geschaltet“, erklärt die Polizei.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Nicht für alles die Polizei anrufen
Foto: Polizeiabzeichen SH alt

Andrés Ramos – der erste Mexikaner im Schmalensee?

(08. 04. 2020)

Ob nicht schon vor Andrés Ramos ein mexikanischer Staatsbürger in die Fluten des Schmalensee gehüpft ist, lässt sich ad hoc nicht beantworten. Fakt ist: Es ist getan.

 

Schon im Homepage-Bericht über das „Kochen gegen Lagerkoller“ hatte Andrés, der bei Familie Pape Am Ringreiterplatz ein Schüler-Auslandsjahr verbringt, seinen Plan vom baldigen Bad im Schmalensee verraten.

 

Am vergangenen Sonntag nun war es soweit – und Gastmutter Frauke Pape zückte das Smartphone und spielte dem Homepage-Team Bilder zu. Quellenschutz wird hier groß geschrieben, darum verraten wir keine weiteren Details über die Fotografin. Und ob das Wetter nun so kalt oder sooo kalt war – wir werden es nicht erfahren.

 

Aber nachdem wir nun schon zum wiederholten Mal an der Andrés-Show teilhaben konnten, ist es nur eine Frage der Zeit, wann die nächste Episode auf dieser Gemeinde-Homepage nachzulesen sein wird. Vielleicht steht diese dann in Zusammenhang mit Handy freien Tagen, die sich die Youngster im Hause Pape auferlegt haben...

Foto zur Meldung: Andrés Ramos – der erste Mexikaner im Schmalensee?
Foto: Andrés Ramos - der Mexikaner im Schmalensee

Coronavirus: Erwachsenen-Sozialdienst berät telefonisch

(08. 04. 2020)

Der Kreis Segeberg teilte am 6. April 2020 mit:

 

Auch wenn die Kreisverwaltung derzeit für Kundinnen und Kunden persönlich nicht ohne weiteres zugänglich ist: Sowohl der Erwachsenen-Sozialdienst als auch die Betreuungsbehörde sind telefonisch und per E-Mail erreichbar. „Wir versuchen über diese Kommunikationswege so gut es geht zu arbeiten und zu informieren. Beratungen finden jetzt überwiegend telefonisch statt“, sagt Fachdienstleiterin Katja Lohmeier.

 

Wir unterstützen in der derzeitigen Ausnahmesituation so gut es geht“, sagt Lohmeier über den Erwachsenen-Sozialdienst, den der Kreis nun seit etwas mehr als einem Jahr anbietet. Die Nachfrage sei groß – auch wenn ihr Team derzeit nicht zu den Menschen nach Hause gehen kann: „Wir versuchen trotzdem zu helfen.“ Beispielsweise wenn es darum geht, Anträge auf den Weg zu bringen, weil Fristen eingehalten werden müssen. Konkret wird zum Beispiel telefonisch ein Formular durchgegangen oder es wird ein Schreiben gemeinsam erstellt.

 

Die Kolleginnen versuchen, auch in alltagspraktischen Dingen zu unterstützen. Sie helfen beispielsweise, eine Einkaufshilfe zu organisieren, wenn jemand nicht mehr die Wohnung verlassen darf oder möchte.“ Außerdem helfe ein Telefongespräch häufig schon, die Sorgen zu beruhigen oder notwendige Angelegenheiten wieder besser organisieren zu können.

 

Da sich der Erwachsenen-Sozialdienst noch in der dreijährigen Pilotphase befindet, steht eine Beratung ausschließlich Menschen offen, die aus Bad Segeberg, Wahlstedt oder den Ämtern Trave-Land, Leezen, Itzstedt, Boostedt-Rickling und Bornhöved kommen.

 

Zurzeit werden die Mitarbeiter*innen des Kreises häufig telefonisch nachgefragt und somit ist die Erreichbarkeit der einzelnen Dienste nicht immer sofort gegeben, deshalb kann der Erwachsenen-Sozialdienst zusätzlich unter der Telefonnummer 0162/20 70 65 7 angerufen werden.

 

Natürlich ist es auch möglich, unter den bisherigen Telefonnummern anzurufen. Aufgrund der besonderen derzeitigen Situation ist die bisherige Buchstabenregelung außer Kraft gesetzt und die Mitarbeiterinnen sind wie folgt zu erreichen: Dörte Meyer: 04551/951-9855; Kerstin Schwarzloh: 04551/951-9810

 

Kontakt per E-Mail: Erwachsenen-Sozialdienst@segeberg.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Erwachsenen-Sozialdienst berät telefonisch
Foto: Coronavirus: Erwachsenen-Sozialdienst berät telefonisch

Basteln gegen Lagerkoller – Ostern steht vor der Tür

(06. 04. 2020)

Corona-Pandemie, Kontaktsperre, Geschäfte geschlossen. Und das in den Ferien. Da lässt sich doch etwas finden, das für Unterhaltung und Abwechslung sorgt und noch dazu ein positives Ergebnis hervorbringt? Im Hause Mühlenberg werden gerade Osterkarten gebastelt. Alle vier Kinder sind im Einsatz.

 

Gerade erst war die Familie von einer Redakteurin der Segeberger Zeitung besucht worden, die eine große Familie in der aktuell schweren Zeit vorstellen wollte. Vom sogenannten „Lagerkoller“ war da bei Mila, Meta, Mona und Marti nichts festzustellen. Und auch bei der Osterbastelarbeit wirkt das Quartett recht motiviert.

 

Während Marti Fingerfertigkeit an Schere und Klebstoff beweist – ebenso konzentriert und motiviert wie Meta, muss man bei Mona aufpassen, ob sie die Ostereier, die auf Karten geklebt werden, nicht mit mathematischen Formeln verziert – Zahlen sind schließlich „ihr Ding“.

 

Mila dürfte wie immer die Rolle des Supervisors am Tisch inne haben. Obwohl – da schleicht ja noch Mutter Ute mit der Kamera um den Tisch, um dem Aufruf des Homepage-Teams nachzukommen, das den Schmalenseern die Zeit des Coronavirus mit möglichst vielen Berichten aus dem Dorf zu verkürzen sucht.

 

Gedacht sind die Machwerke aus dem Hause Mühlenberg für Verwandte, Freunde und Bekannte. So mancher wird sich vielleicht über eine Überraschung freuen können.

 

Und allen, die wie der Homepage-Schreiber nicht rechtzeitig genügend Osterkarten gekauft haben, empfiehlt sich spätestens jetzt, den Bastelkarton hervorzukramen und loszulegen.

 

Eine schöne Karwoche wünschen Familie Mühlenberg und das Homepage-Team.

Foto zur Meldung: Basteln gegen Lagerkoller – Ostern steht vor der Tür
Foto: Osterbasteln mit Mila, Marti, Mona und Meta Mühlenberg

Alternativer Dorfputz – Jeder sammelte für sich allein – Familien dokumentierten ihre Spaziergänge

(05. 04. 2020)

Ungewöhnlich verlief der Dorfputz 2020: Nicht wie üblich in Gruppen und begleitet von Treckergespannen, sondern einzeln, zu zweit oder in der Familie zogen die Schmalenseer am 4. April los, um Unrat einzusammeln – mal ganz alternativ, über den ganzen Tag verteilt, von unterwegs Fotos schickend. Und leider ohne ein gemeinschaftliches Erbsensuppe-Essen im Anschluss.

 

Bekanntlich mussten der Verschönerungs- und Vogelschießerverein (VVV) und die Gemeinde Schmalensee den offiziellen Dorfputz absagen. Die Verordnungen, die einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus entgegenwirken sollen, waren der Ausläser. Und der Gesundheitsschutz, der diese erst bedingte.

 

Umso schöner ist, dass sich dennoch Schmalenseerinnen und Schmalenseer, große und kleine (und vierbeinige) am vergangenen Samstag und in den Tagen zuvor in Eigenregie auf den Weg machten, um unter Einhaltung aller Abstands- und Kontaktregeln die Landschaft von weggeworfenen Abfällen zu befreien.

 

Ob groß oder klein, Schmalensee ist wieder rein!“, freute sich Steffi Allonge. Die Vorsitzende des VVV hatte mit Tochter Emmilee trotz des nicht organisierten Dorfputzes doch etwas organisiert und am Feuerwehrgerätehaus Müllzangen, Müllsäcke, Handschuhe und WZV-Westen so deponiert, dass sich die Freiwilligen unter Einhaltung aller Abstandsregeln ausstatten und auf Abfall-Safari gehen konnten. Ein Treckergespann rollte aber auch in die Feldmark, als Familien-Fahrzeug.

 

Was die Schmalenseer auch in alternativer Vorgehensweise zusammentrugen, wurde in den eigenen sowie den gemeindlichen Müllbehältern entsorgt. „Ein großes Dankeschön an die ganzen Freiwilligen! Jeder war für sich alleine los und trotzdem halten alle zusammen. Wir wussten, dass auf Euch Verlass ist!“, jubelte Steffi Allonge, die mit Töchterchen Emmilee außerdem Getränke und Naschi (alles verpackt) für die Fleißigen bereitgelegt hatte.

 

Bleibt alle gesund!“, lautet der zeitgemäße Abschiedsgruß dieser Tage. Auch an die, die den Dorfputz individuell fortsetzen wollen und noch in den Winkeln der Gemarkung Müll sammeln, wo bislang niemand vorbei gekommen sein sollte.

 

Für Bildmaterial vom alternativen Dorfputz bedankt sich das Homepage-Team bei Steffi Allonge, Karolin und Peter van het Loo, Bärbel Wichmann, Max Saggau, Sönke Siebke und Peter Kruse mit einem Bild aus 2019.

 

Foto zur Meldung: Alternativer Dorfputz – Jeder sammelte für sich allein – Familien dokumentierten ihre Spaziergänge
Foto: Alternativer Dorfputz – Jeder sammelte für sich allein – Familien dokumentierten ihre Spaziergänge

Blutspende: Absage in Bornhöved, in Trappenkamp (noch) nicht

(05. 04. 2020)

Die ursprünglich für den 21. April geplante Blutspende-Aktion des Deutschen Roten Kreuzes in Bornhöved muss entfallen. Dies teilt der DRK-Blutspendedienst Nord mit.

 

Noch nicht abgesagt ist (Stand 5. April 2020) die für Donnerstag, 9. April 2020, vorgesehene Aktion in der Trappenkamper Richard-Hallmann-Schule (Gablonzer Straße 42). Von 15.30 bis 19.30 Uhr kann Blut gespendet werden.

 

Coronavirus schränkt Möglichkeiten ein

 

Vor dem Hintergrund der weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 sieht sich der Blutspendedienst Nord des Deutschen Roten Kreuzes immer wieder zu Terminabsagen gezwungen, weil eine Durchführung an den vorgesehenen Orten nicht mehr möglich ist. Das trifft nun auch auf die Räumlichkeiten in der Sventana-Schule in Bornhöved zu.

 

Kriterium für Blutspende-Orte sind in Zeiten der Corona-Pandemie mehr als sonst die Möglichkeit zur Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz der Spender und des Personals.

 

Blutspende auch in Corona-Zeiten wichtig

 

Der Blutspendedienst weist darauf hin, dass die Versorgungslage mit Blutpräparaten stabil ist, aber diese oft nur eine Haltbarkeit von wenigen Tagen haben. Darum sei es auch in Zeiten der Corona-Krise wichtig, dass weiter gespendet wird.

 

Einen Überblick über alle weiteren Blutspende-Aktionen und -Termine liefert die Internet-Seite www.blutspende.de (bitte das jeweilige Bundesland anklicken), auf der auch viele Fragen rund um das Blutspenden beantwortet werden. Auch zum Bereich „Blutspende und Coronavirus“. Zudem gibt es ein kostenloses Info-Telefon unter der Rufnummer 0800/1194911.

 

Foto zur Meldung: Blutspende: Absage in Bornhöved, in Trappenkamp (noch) nicht
Foto: Blutspende: Absage in Bornhöved, in Trappenkamp (noch) nicht

Coronavirus: Kreisjugendamt bietet professionelle Hilfe

(04. 04. 2020)

Das Corona-Virus stellt auch Familien vor besondere Herausforderungen. „Eine solche für alle völlig neue Situation gemeinsam zu bewältigen, ist nicht immer einfach“, sagt Manfred Stankat, Leiter des Kreisjugendamtes, in einer Pressemitteilung. Wo gibt es aktuell noch Hilfe, wenn das Zusammensein sich zunehmend schwierig gestaltet, vielleicht existentielle Sorgen mehr und mehr Kraft rauben und täglich neu aufkommende Probleme an den Nerven zehren? An wen können sich Eltern, Kinder und Jugendliche wenden, wenn die Herausforderungen zu groß erscheinen? „Das Jugendamt und die Beratungsstellen im Kreis Segeberg sind weiterhin für sie da“, versichert Stankat. Und natürlich werde jede Anfrage höchst vertraulich behandelt.

 

Geht es um Erziehungsfragen, Probleme im Miteinander, Spannungen, Sorgerechts- und Umgangsfragen oder auch um Fragen zum Kindeswohl, sind die Erziehungs- und Familienberatungsstellen im Kreis unter folgenden Nummern zu erreichen: - Familienbüro Bornhöved: 04323-80 54 47 11 - Familienbüro Bad Bramstedt: 04192-20 12 88 7 - Haus der Sozialen Beratung Kaltenkirchen: 04191-90 90 444 - Haus der Sozialen Beratung Henstedt-Ulzburg: 04193-966 450 - Begegnungs- und Beratungszentrum Bad Segeberg: 04551-955 102 Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.beratung-im-kreissegeberg.de.

 

Bei schweren Krisen oder Hinweisen auf Gewalt ist das Kinderschutz-Zentrum Ostholstein-Segeberg ebenfalls weiterhin erreichbar. Hier erhalten Kinder, Jugendliche und Erwachsene Beratung und Hilfe. Das Kinderschutz-Zentrum in Bad Segeberg ist zu erreichen unter der Rufnummer 04551-88 88 8 sowie im Internet unter www.kinderschutz-zentrum-ohse.de.

 

Auch die Fachkräfte der Sozialen Dienste des Jugendamtes Segeberg unterstützen weiterhin Eltern, Kinder und Jugendliche. „Ich möchte alle Eltern ermuntern, Ruhe und Verständnis im Familienalltag aufzubringen, wenn es mal anders läuft als üblich. Es sind herausfordernde Zeiten, auch für Ihre Kinder“, so Kreisjugendamtsleiter Stankat. „Holen Sie sich Hilfe, wenn es nötig ist. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern beweist Umsicht und Sorge für Ihre Kinder. Scheuen Sie sich also nicht, uns anzurufen, bevor die Situation eskaliert.“ Das Jugendamt ist unter der zentralen Rufnummer 04551-951-9600 montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr erreichbar.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kreisjugendamt bietet professionelle Hilfe
Foto: Kreisverwaltung SE

Dorfputz ist trotz Coronavirus möglich – alle können mitmachen

(03. 04. 2020)

Für den morgigen Samstag, 4. April, ist im Schmalenseer Terminkalender für 2020 eine wichtige, Gemeinschaft schaffende Veranstaltung eingetragen, die wie so viele aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann: Der Dorfputz. Oder ist er vielleicht doch möglich?

 

Eine schöne Tradition auf dem Dorf

 

Alljährlich organisiert de