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Gemeinde Schmalensee

Vorschaubild Gemeinde Schmalensee

Bürgermeister Dirk Griese

E-Mail:
Homepage: www.gemeinde-schmalensee.de

Schmalensee gehört dem Amt Bornhöved an, das wiederum ein Teil des Kreises Segeberg ist und seit 2008 seinen Sitz in Trappenkamp hat. Die Fläche der Gemeinde beträgt 8,86 Quadratkilometer. Die Gemeinde liegt am gleichnamigen, allerdings zur Gemeinde Bornhöved gehörenden Schmalensee etwa 21 Kilometer östlich von Neumünster in einer ländlichen und seenreichen Umgebung. Westlich verläuft die Bundesautobahn 21 von Bargteheide nach Kiel, die Bundesstraße 430 von Neumünster nach Plön führt durch das Gemeindegebiet. Rund 480 Menschen haben hier ihr Zuhause.

Geschichte

Wann Schmalensee tatsächlich gegründet worden ist, wissen wir nicht sicher. Die bisher erste urkundliche Erwähnung Schmalensees erfolgt am 21.10.1296: Adolf und Johannes, Grafen von Holstein, stiften eine Kirche zu Sconeborne und statten diese mit vier Hufen aus. Der Inhalt berührt Schmalensee nicht. Aber abschließend heißt es „Datum et Actum, Smalense, Anno Domini MCCXCVI, vndecim milium virginum." Ist die Urkunde am (Versammlungsort auf dem Vier) oder in Schmalensee ausgestellt worden?

Eine Urkunde, die Schmalensees Existenz eindeutig nachweist, wird am 25.01.1343 ausgestellt: Die Grafen Hinrich und Nicolaus schenken ihre Oberherrlichkeit über Schmalensee an das Kloster Preetz.

Untrennbar ist Schmalensee mit der Geschichte des Nachbarortes Bornhöved verbunden. Der Kirchspielort samt der im Jahr 1149 geweihten Vicelin-Kirche bildete stets einen Mittelpunkt, an dem sich die umliegenden Dörfer ausrichteten und wo das zentrale gesellschaftliche und politische Leben spielte. Gemeinsam mit Bornhöved und Gönnebek bildete Schmalensee das alte Amt Bornhöved. Zahlreiche Vereine, die es längst nicht mehr gibt, waren nach „Bornhöved und Umgegend" benannt.

Schmalenseer haben sich immer wieder außerhalb der Ortsgrenzen hervorgetan. Sie waren Amtsvorsteher, Kreis- und sogar Landtagsabgeordnete, führten den Vorsitz in Vereinen und Organisationen auf Amts- und Kreisebene oder vertraten die Interessen ihres Berufsstandes in der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Wirtschaft und Leben

Schmalensee ist Fremdenverkehrsort, links und rechts der Bundesstraße 430 befinden sich seine besonderen Reize – der See, im Sommer zum Baden und in manchem Winter zum Schlittschuhlaufen einladend, auf der einen, weitläufige Gemarkung mit Wegen zum Wandern und Radfahren auf der anderen Seite. Mehrere Bürger bieten Gästen von nah und fern Zimmer oder Ferienwohnungen zum gemütlichen Verweilen an. Das örtliche Leben ist geprägt von landwirtschaftlichen Betrieben, Handwerks- und Kleinunternehmen, dem Gasthof Voß als kulturellem Mittelpunkt und der Kindertagesstätte im Sportlerheim. Ein modernes Glasfaserbreitbandnetz verbindet das Dorf via Internet mit jedem Punkt des Globus. Freiwillige Feuerwehr, Vogelschießer-, Sport-, Reit- und Jagdverein, Siedlergemeinschaft- und Sparklub sind nur eine Auswahl vielfältiger Organisationen, in denen sich die Einwohner für gesellige Treffen und gemeinsame Ziele zusammengeschlossen haben. Lockeres Beisammensein findet oftmals an gemeindeeigenen Orten wie der großzügigen Sportanlage mit Rasenspielfeld und Turnhalle, auf dem Bolzplatz am und im Feuerwehrhaus, auf dem gepachteten Gemeindesaal oder an der Badestelle statt.

Wappen

Das Wappen Schmalensees ist angelehnt an das Wappen eines Zweigs der Adelsfamilie von Schmalensee, deren Herkunft offenbar auf diese Gemeinde zurück geht, die hier aber keine Spuren hinterlassen hat. Zu ihrem Titel wird sie erst Jahre nach ihrem Fortgang aus Schmalensee gekommen sein. Heinrich Göttsch, Lehrer und Chronist von 1946, benutzte das Familienwappen zur Ausschmückung seines Buches, so drang es ins Bewusstsein der Schmalenseer vor.

Die Beschreibung des heutigen Wappens, entworfen von L. Leissner (Itzehoe), lautet: „Durch einen silbernen Wellenfaden erniedrigt von Rot und Blau geteilt, überdeckt mit einem fünfblättrigen, bewurzelten goldenen Schößling"

 


Aktuelle Meldungen

Thema Windenergie: Einwohnerversammlung am 1. August

(20. 07. 2024)

Die Schmalenseer Gemeindepolitik ist mit der Tatsache konfrontiert worden, dass das Gemeindegebiet in weiten Teilen zur Potenzialfläche für die Windenergiegewinnung erklärt wurde – zumindest im Entwurf des neuen Landesentwicklungsplans (siehe Bild zur Meldung). Zugleich haben verschiedene Investoren unabhängig davon wissen lassen, in Schmalensee tätig werden zu wollen. Was plant das Land? Was wollen die Investoren? Was kann die Gemeinde Schmalensee nun tun? Antworten auf diese Fragen soll eine 

 

Einwohnerversammlung am Donnerstag, 1. August 2024, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal am Gasthof Voß

 

liefern. Dass der Termin bereits in den Sommerferien liegt, ließ sich nicht vermeiden – sollte die Gemeinde sich zu einer frühzeitigen Stellungnahme entschließen, bliebe ihr nur noch kurze Zeit, um eine entsprechende Frist zu wahren. 

 

Bürgermeister Dirk Griese bereitet die Einwohnerversammlung im engen Zusammenwirken mit beiden Fraktionen der Gemeindevertretung vor. Miteinander sind diese bestrebt, größtmögliche Transparenz walten zu lassen. Diese Meldung ist Teil davon, die ihr anhängende Einladung (als PDF zum Download) wird in diesen Tagen auch in alle Haushalte des Dorfes als Wurfsendung verteilt. Zudem erscheint noch eine Einladung im amtlichen Mitteilungsblatt „Blickpunkt Bornhöved“. 

 

Anders als noch 2012/13, als in Schmalensee sehr über das Thema Windenergie gestritten wurde, sind die Fraktionen vereint im Bemühen um Sachlichkeit und Offenheit. Die Einwohnerversammlung soll auch dazu dienen, ein Meinungsbild aus der Bevölkerung zu erhalten. Darum setzen alle Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter darauf, dass möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner am 1. August zur Versammlung kommen. 

 

Zum geplanten Ablauf: Nach Eröffnung und Begrüßung durch Bürgermeister Dirk Griese wird Reimund Weidlich vom Lübecker Büro Prokom in die Thematik – also das, was das Land gerade planerisch tut – einführen. Dann werden, jeweils 30 Minuten lang, die beiden Investoren ihre Pläne skizzieren: Die Firma Denker & Wulf aus Sehestedt, die bereits Windkraftanlagen an der Straße nach Damsdorf betreibt, und die im Bereich weitere Anlagen realisieren möchte. 

 

Außerdem waren am 8. Februar die Mitglieder der Gemeindevertretung und aller Schmalenseer Ausschüsse von Interessenten, also Landeigentümern, aus Schmalensee, Stocksee und Belau und ihrem Planer darüber informiert worden, im Bereich nördlich der Kreisstraße 57 (Stockseer Straße) maximal neun Windkraftanlagen von 250 Meter Höhe errichten zu wollen. Je eine auf Flächen der Nachbargemeinden, den Rest in Schmalensee. 

 

Nach Vorstellung dieser Vorhaben geht es in die Aussprache. Die Gemeindevertretung hofft, wie gesagt, auf eine rege Beteiligung der Einwohnerschaft. 

[Einladung Einwohnerversammlung Windenergie 01.08.2024]

Foto zur Meldung: Thema Windenergie: Einwohnerversammlung am 1. August
Foto: Windenergie-Potenzialflächenkarte-SH Ausschnitt

Am Wochenende Kunstforum in der Alten Schmiede Bornhöved

(18. 07. 2024)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved: 

 

Alte Schmiede Bornhöved wird zum „Platz der Phantasie“

 

Die Alte Schmiede Bornhöved, Kuhberg 13, wird wieder zum „Platz der Phantasie“. Im Rahmen des Kunstforums 2024 sind neben der Kunstausstellung auch Mitmachaktionen sowie ein musikalischer Auftritt zu sehen und zu hören.   

   

Am Sonnabend, den 20. Juli von 14.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag, den 21. Juli von 11.00 bis 18.00 Uhr ist das Kunstforum für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei. 

 

Schirmherrin MdB Melanie Bernstein wird gemeinsam mit Hans-Peter Küchenmeister, dem Vorsitzenden des Fördervereins Alte Schmiede Bornhöved, am Sonnabend, den 20. Juli um 14.00 Uhr das Kunstforum eröffnen. 

 

Im Innenraum der historischen Schmiede - mit ihrer besonderen Atmosphäre - wird wieder, zwischen Amboss, Esse und alten Werkzeugen, eine Kunstausstellung der Schwerpunkt der Veranstaltung sein. 

 

Den Kunstschaffenden aus allen Bereichen wird in der Alten Schmiede die Möglichkeit geboten, ihre Werke zu präsentieren und die kreative Kraft der Region zu zeigen. 12 Kunstschaffende aus der Umgebung zeigen ein breites Spektrum ihrer Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Holz, Keramik, Schmuck, Skulptur und Grafik. 

 

Der Vorplatz wird erneut zum „Platz der Phantasie“ und - mit den kreativen und inspirierenden Farben des Regenbogens geschmückt - besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen und die Neugier der Besucher wecken. 

 

Am Sonntag ab 15.00 Uhr wird Burkhard Möbius aus Neumünster mit seinen gefühlvollen „Gitarrenimpressionen“ die Zuhörer für sich gewinnen. 

 

Beim Falten von interessant gestalteten Papiertüten und einer Handdrucktechnik haben die Besucher die Möglichkeit sich selbst kreativ auszuprobieren. 

 

Das Ziel der Veranstalter ist Kunstschaffende und Besucher, ob jung oder alt, zusammenzuführen, eine große Vielfalt von Themen und Techniken zu zeigen, sich damit auseinander zu setzen, sowie die Kreativität aller Beteiligten anzuregen. Bei den angebotenen Mitmachaktionen können sich die Besucher unter Anleitung selbst ausprobieren.

 

Über das gesamte Jahresprogramm ist auf www.alte-schmiede-bornhoeved.de zu lesen.

 

[Plakat Kunstforum 2024]

Foto zur Meldung: Am Wochenende Kunstforum in der Alten Schmiede Bornhöved
Foto: Am Wochenende Kunstforum in der Alten Schmiede Bornhöved

Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 07. 2024)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. 

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Juli die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

 

Unwettermeldung vor 140 Jahren: Ein heftiges Gewitter sorgt am 16. Juli 1884 für teils erhebliche Schäden. Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt meldet in seiner Ausgabe vom 18. Juli aus der Kreisstadt: „Am Mittwoch-Nachmittag waren wir rings umher von Gewittern umgeben, welche sich nach und nach entluden. Es scheint, als wenn der Kalkberg und seine nächste Umgebung die electrischen Ausgleichungen für uns besorgt, denn selten zieht ein Gewitter über unsere Stadt, gewöhnlich rund um dieselbe. Eine ähnliche Erscheinung in Betreff der Gewitter beobachtet man am Grimmelsberge bei Tarbeck, der bekanntlich auch in einer Ebene liegt. Der Blitz hat leider an vielen Stellen gezündet. So in Damsdorf in der Mühle und in die große Scheune auf dem Hofe zu Perdoel, welche Etablissements beide total eingeäschert sind. Das Feuer in der Damsdorfer Mühle gab Veranlassung zur Alarmierung der hiesigen freiwilligen Feuerwehr, indem man durch die von der Kieler Chaussee aus sichtbaren Flammen der brennenden Mühle annehmen mußte, daß das Feuer entweder in Blunck oder Gr.-Rönnau war. Bei Wasbeck in der Nähe Neumünsters ist ein aus Segeberg gebürtiger 32 Jahre alter Kuhhirte namens Kalkbrenner vom Blitze erschlagen worden. Auf Perdoel sind ca. 200 Fuder Heu und Klee verbrannt, ebenso einige Schafe.“

 

Vor 100 Jahren: Heinrich Harder wird Bürgermeister: Das Landratsamt bestätigt am 17. Juli 1924 die im Kreis Segeberg durchgeführten Wahlen der Gemeindevorsteher und ihrer Stellvertreter. In Schmalensee wird Landmann Heinrich Harder Bürgermeister. Sein Stellvertreter wird Landmann Ludwig Saggau, der schon Stellvertreter von Vorgänger Theodor Schnohr (d.Ä., Anmerkung) war. Theodor Schnohr wiederum hatte nach genau 25 Jahren im Amt nicht wieder für das Amt des Gemeindevorstehers kandidiert. Nachfolger Heinrich Harder überreicht ein kunstvoll gefertigtes Diplom an den Vorgänger als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für treue und uneigennützige Tätigkeit an der Gemeinde, besonders in der Kriegs- und Nachkriegszeit. 

 

Das Mütterkurheim Schmalensee entsteht vor 65 Jahren: Das Hamburger Abendblatt meldet am 18. Juli 1959: „Neues Genesungsheim für Hamburger Mütter – Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wellingsbüttel baut in Schmalensee bei Neumünster ein Müttergenesungsheim für 45 Frauen. Über dem Haus, das nach den Plänen des Hamburger Architekten Günter Schween errichtet wird, soll schon am kommenden Dienstag (21.07.1959, Anmerkung) der Richtkranz hochgezogen werden. Zu Weihnachten wird Einweihung gefeiert. 

 

Raupenplage vor 120 Jahren: Aus Kalübbe und Schmalensee wird im Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 19. Juli 1904 eine Raupenplage gemeldet: Die Raupen des Stachelbeerspanners (abraxas grossulariata) fressen Stachel- und Johannisbeersträucher restlos kahl und sorgen für arge Verwüstungen in den Gärten.

 

Früherer Bürgermeister Willy Harder verstorben: Willy Harder, nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs vier Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde Schmalensee, verstirbt am 22. Juli 1964, vor 60 Jahren. Schon nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Willy Harder dem Bauernrat der Gemeinde an, der sich mit dem Erhalt von Strukturen kommunaler Selbstverwaltung nach dem ersten Zusammenbruch 1918 befasste. 1945 bestimmten die Unterbringung der vielen Flüchtlinge und die Zusammenarbeit mit den britischen Besatzungstruppen sein Wirken. Sein ganzes Leben lang hat sich Harder zudem in den Vereinen und Organisationen der Gemeinde und des Amtes eingebracht. So war er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, des Jagdvereins und des Landwirtschaftlichen Vereins für Bornhöved und Umgebung. Seine Hofstelle gilt als eine der Urzellen der Schwarzbuntzucht in Schleswig-Holstein. 

 

Eine Mahnung des Ortsgruppenleiters: Eine Mitgliederversammlung der Ortsgruppe der NSDAP Bornhöved befasst sich u.a. mit den Vorgängen des 30. Juni 1934, des so genannten „Röhm-Putsches“ vor 90 Jahren: Ein gesteigerter Machtanspruch der SA und ihres Leiters Ernst Röhm gipfelte darin, dass mit Hilfe von SS und Reichswehr nicht wirklich ein Putsch bekämpft, sondern eine „Säuberungsaktion“, also Verhaftungen und Morde, durchgeführt wurden – auf direkte Weisung Adolf Hitlers. Bornhöveds Ortsgruppenleiter Dr. Ahrens führt laut Bericht im Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 24. Juli 1934 aus, dass Adolf Hitler groß und gütig, aber auch unbarmherzig sei, wenn der Bestand des Reiches bedroht sei. „Wer bewußt oder planmäßig gegen den Staat arbeitet, der treibt ein leichtfertiges Spiel mit seinem Kopf.“ 

 

Ein Radfahrverein in Schmalensee: Die Ortsgruppe Schmalensee des Arbeiter-Radfahrerbundes „Solidarität“ führt am 27. Juli 1924, vor 100 Jahren, in Schmalensee ihre Bannerweihe durch. Anschließend wird eine Korsofahrt zum Vereinslokal Hans Pries in Bornhöved unternommen. Dort findet ein großer Festball, verbunden mit Saalfahren und weiteren Vergnügungen statt. 

 

Kriegsvorbereitungen vor 85 Jahren: Am 28. Juli 1939 findet in Heins Gasthof, Bornhöved, ab 9.30 Uhr die Musterung aller Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1919/20 sowie der in den Jahren 1906, 1907, 1910 sowie 1913 bis 1918 Geborenen und noch nicht Gemusterten aus Bornhöved, Gönnebek, Schmalensee, Tarbek, Tensfeld, Stocksee und Rickling statt. 

 

Kriegsausbruch vor 110 Jahren: Die nach dem Attentat eines serbischen Nationalisten auf den österreichischen Thronfolger in Sarajevo ausgelöste Krise zwischen dem mit Deutschland verbündeten Österreich-Ungarn und Serbien eskaliert: Die K.u.K.-Monarchie erklärt am 29. Juli 1914 Serbien den Krieg. Am 31. Juli ordnet der deutsche Kaiser Wilhelm II. den „Zustand der drohenden Kriegsgefahr“ an. Der schon nach wenigen Tagen als Weltkrieg bezeichnete Konflikt wird auch das Leben der Schmalenseer in allen Bereichen berühren.

 

Gastwirte im neuen Deutschland: In der „Harmonie“ zu Segeberg versammeln sich am 29. Juli 1919, vor 105 Jahren, Gastwirte aus dem Kreisgebiet, um die Notwendigkeit der Gründung eines Kreiswirtevereins zu diskutieren. Schmalensee ist nicht vertreten, aber Tarbek und Bornhöved. Einstimmig wird der Beschluss gefasst, einen Kreiswirteverein zu gründen, der die Interessen der Wirte angesichts der veränderten staatlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse vertreten soll. Im Mittelpunkt steht dabei das Verhältnis der Wirte zu ihren Arbeitnehmern, die im neuen Staat mit mehr Rechten ausgestattet sind. Gegen unangemessene Forderungen soll zum Beispiel ein „Abwehrfonds“ gebildet werden. Auch mit den Musikern soll der Verein Tarife verhandeln. In Fragen der Konzessionserteilung möchte der Kreiswirteverein den Behörden als beratendes Organ zur Verfügung stehen.

 

Wechsel an der Dorfspitze vor 125 Jahren: In Schmalensee werden am 31. Juli 1899 der Gemeindevorsteher und sein Stellvertreter gewählt. Nachfolger von Johannes Detlef Harder im Amt des Gemeindevorstehers wird Theodor Johannes Schnohr, später genannt „der Ältere“. Stellvertretender Gemeindevorsteher bleibt der Hufner Hinrich Saggau. 

Foto zur Meldung: Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Reiterfest in Schmalensee, SKTB 29.07.1919

Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved

(11. 07. 2024)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved: 

 

Auch im Jahr 2024 heißt es wieder: SommerKino in der „Alten Schmiede Bornhöved“

 

Es hat schon Tradition in Bornhöved, das SommerKino des Fördervereins „Alte Schmiede Bornhöved“. Fördervereinsmitglied Keena Braun hat ein frisches, hintergründiges und spannendes Programm zusammengestellt. 

 

Wir beginnen am 12. Juli mit einem, als „besonders wertvoll“ ausgezeichneten sinnlichen Bergfilm. In „Ein ganzes Leben“ folgen wir der Lebensgeschichte eines Waisenkindes. Die Bergwelt mit ihren einsamen Höhen und den sich ändernden Siedlungen im Tal kommt organisch herüber. Der Film zeigt die Entwicklung von einem Ort der Armut und Entbehrung zu einem blühenden Bergtourismus.

 

Am 23. August ist „Die Eiche“ mit der gesamten lebenden Wohngemeinschaft zu sehen. Zwischen extremen Makroaufnahmen und Zeitraffer wird viel Sinnlichkeit geboten. Man riecht regelrecht den Waldboden, fühlt die Hitze des Sommers, schmeckt den Regen, spürt die Kälte und diese Abwechslung macht eine Menge Freude. 

 

Spannend wird es am 6. September beim Eberhofer Krimi. Die Eberhoferkrimis sind eine Filmreihe, basierend auf den gleichnamigen Romanen von Rita Falk. Sie stammen ursprünglich aus der TV-Reihe Heimatkrimi. 

 

Alle Vorstellungen beginnen jeweils freitags um 19:30 Uhr in der Alten Schmiede, Kuhberg 13, 24619 Bornhöved. 

 

Der Eintritt ist frei. 

 

Foto zur Meldung: Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved
Foto: Alte Schmiede

Schulklasse besuchte das Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“

(07. 07. 2024)

Heimatverein und Schule? Das geht!

 

Es muss nicht die Multimedia-Ausstellung sein, die junge Menschen fasziniert. Es ist durchaus auch die Sammlung steinzeitlicher Werkzeuge, das Deuten von Inschriften auf Gedenksteinen oder das Erklimmen der Kirchenkanzel. Kürzlich erprobt, und das erfolgreich: Ein Besuch von Grundschulkindern beim Team des Heimatmuseums „De ole Rökerkaat“ und Pastorin Ulrike Egener, um sich mit der lokalen Historie zu beschäftigen. 

 

Die Klasse 3c der Sventana-Schule mit ihrer Lehrerin Frau Brand und Elternvertreterinnen fand sich am 18. Juni am Treffpunkt ein, wo eine Aufteilung in drei Grüppchen erfolgte. Einem Kreislauf folgend besuchten die Mädchen und Jungen das Museum, die Vicelin-Kirche St. Jacobi und die zahlreichen Denkmale auf dem Kirchrasen und dem Adolfplatz. Die aufgeweckten Kinder wurden von Hanne-Ursel Schlüter, Norbert von der Stein und Dietrich Schwarz „beschäftigt“, bekamen aber in erster Linie Gelegenheit, Fragen zu stellen. 

 

Mit dem Wandel in der Gebäudelandschaft Bornhöveds, festgehalten in Fotografien, konnten die Schülerinnen und Schüler noch nicht allzu viel anfangen. Das aber vor ihrer Schule tatsächlich mal ein Bahnhof war, von dem ja das Hauptgebäude übrig geblieben ist, sorgte dann doch für Aufregung. Zahlreiche alte Haushaltsgegenstände hatte „Museumsdirektor“ von der Stein in der alten Räucherkate verteilt, fast zu jedem fanden die jungen Leute die passende Erklärung. Und auch den alten Pflug vor dem Haus konnten sie als solchen beschreiben. 

 

In der Vicelin-Kirche faszinierte natürlich der von Ulrike Egener ermöglichte „Blick hinter die Kulissen“. Hanne-Ursel Schlüter konnte anhand einer Fotomontage, die Norbert von der Stein erstellt hat, die Kirche in ihrer angenommenen ursprünglichen Erscheinung zeigen – unter anderem mit rundem (Wehr-)Turm. Zwar ging es nicht auf den heutigen Turm hinauf, aber als die Pastorin in die Geheimnisse der großen Orgel einwies, war dieser Wunsch prompt verpufft. 

 

Beim Besuch der vielen Denkmale, auch des Trompetenbaums und Alten Pastorats, war es Dietrich Schwarz wichtig, den Kindern zu erklären, dass die Inschriften Ausdruck ihrer jeweiligen Zeit sind und nicht immer in unsere Zeit passen, die nicht Heldenverehrung, in den Mittelpunkt rückt, sondern Gedenken an das Leid, welches militärische Auseinandersetzungen stets begleitet. Ausdruck dafür ist der Gegensatz zwischen dem Schwedendenkmal unterhalb der Kirche und dem 2023 eingeweihten Friedensdenkmal: Ein Anlass – das Gefecht von 1813, zwei Botschaften – dabei die heutige Mahnung zum Frieden. 

 

Am Stein zum Tag der Deutschen Einheit tat sich der Nachwuchs zur Überraschung der Ehrenamtlichen schwer. Dass „Einigkeit und Recht und Freiheit“ der Beginn eines recht bekannten Liedes ist, war nicht einmal den lütten Fußballfans wirklich präsent. Aber die Nationalhymne ist vermutlich erst später auf dem Lehrplan zu finden… Einigkeit herrscht im Heimatverein: Wir freuen uns auf die nächste Schulklasse. 

 

Aufruf: Da dem Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ in letzter Zeit historische Kleidungsstücke überlassen worden sind, wird nach einer gut erhaltenen Schaufensterpuppe (nicht weiblich) oder Schneiderpuppe gesucht, um die Ausstellung zu erweitern. Kontakt: Norbert von der Stein (04323/9819290) oder sonntags zwischen 15 und 18 Uhr ins Museum kommen (Kuhberg 5).

 

Fotos: Christian Detlof

 

 

Foto zur Meldung: Schulklasse besuchte das Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“
Foto: Dietrich Schwarz zeigte den Kindern das Alte Pastorat

Neues vom Heimatverein und -museum

(06. 07. 2024)

Der Ortsverein Bornhöved und Umgebung im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB), dem auch Schmalenseer Mitglieder angehören, hat ein paar Neuigkeiten mitzuteilen:

 

Save the Date: Der Vorstand hat den Termin der diesjährigen Jahreshauptversammlung bestimmt. Diese soll am Freitag, 13. September, um 19.30 Uhr in Bornhöved stattfinden. Wer an einer Mitgliedschaft oder gar Mitarbeit im Vorstand interessiert ist, kann unsere Vorstandsmitglieder jederzeit ansprechen. Gelegenheiten bieten sich u.a. zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseums „De ole Rökerkaat“ immer sonntags von 15 bis 18 Uhr.

 

Wir suchen: Zur besseren Präsentation von uns zugegangenen Uniformen benötigen wir ein bis zwei Schaufensterpuppen (oder Schneiderpuppen), allerdings nur „männliche“. Wer helfen kann, melde sich bei Norbert von der Stein unter Telefon 04323/9819290 oder per Mail.

 

Wir planen: Eine Sonderausstellung im Heimatmuseum soll sich mit alten Haushalts- und Küchengeräten befassen. Wer uns mit Leihgaben unterstützen kann, schaue einfach damit zu den Öffnungszeiten im Heimatmuseum am Kuhberg 5 rein oder wende sich unter den oben genannten Kontakten an Norbert von der Stein. 

 

Ansprechpartner für Schmalensee ist auch der 2. Vorsitzende Christian Detlof, den Ihr in allen Punkten gern kontaktieren könnt. Die Mitgliedschaft im Verein kostet übrigens 6 Euro für Einzelpersonen und 12 Euro für Paare – im Jahr.

Foto zur Meldung: Neues vom Heimatverein und -museum
Foto: Heimatmuseum Bornhöved

Es ist Sommer: Der Ferienpass 2024 ist da

(04. 07. 2024)

Das schreibt der Kreisjugendring Segeberg: 

 

Ferienpass 2024

 

Das Thermometer und die Sonne lassen es erahnen: die Sommerferien stehen vor der Tür. 

 

Vom 20. Juli bis 1. September 2024 haben Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren viele Abenteuer zu erleben, die Natur zu erforschen, die Karl-May-Spiele wieder zu besuchen, sich sportlich so richtig auszutoben oder eine Tour in einem Freizeitparkt zu planen, und zwar im ganzen Gebiet des Kreises Segeberg. 

 

Der Ferienpass wird wieder online und als Broschüre angeboten. Die Broschüren findet ihr in Jugendzentren, bei den Ämtern und Gemeinden und natürlich auch über den Link https://ferienpass-segeberg.feripro.de oder auf www.kjr-se.de

 

Digital wird es noch kurzfristig geplante Angebote geben, die zum Zeitpunkt des Drucks noch nicht feststanden. 

 

Kreisjugendring Segeberg e.V.

An der Trave 1a

23795 Bad Segeberg

04551 34 64 

www.kjr-segeberg.de

 

 

Foto zur Meldung: Es ist Sommer: Der Ferienpass 2024 ist da
Foto: Ferienpass 2024

Projekt für Senior*innen im Amt Bornhöved gestartet

(03. 07. 2024)

Pressemitteilung des Kreises Segeberg:

 

Hilfe, Unterstützung, Gesundheitsvorsorge: Das und mehr verspricht das Modellvorhaben "Präventive Hausbesuche und senior*innenbezogene Sozialraumarbeit im Amt Bornhöved", das jetzt nach längerer Vorbereitungsphase mit der Vertragsunterzeichnung aller Beteiligten offiziell in die auf zunächst drei Jahre ausgelegte Projektphase gestartet ist. "Die geplanten Hausbesuche und die senior*innenbezogene Sozialraumarbeit tragen dazu bei, dass ältere Menschen als Teil der Gemeinschaft mit ihren Stärken und Schwächen ganzheitlich wahrgenommen werden", sagt Landrat Jan Peter Schröder, der sich freut, dass das Projekt nun Fahrt aufnehmen wird.

 

Für die Durchführung des Modellvorhabens gab es eine Ausschreibung; den Zuschlag erhielt die Diakonie Altholstein. Diese wird in den kommenden Monaten und Jahren ein Unterstützungsangebot für Einwohner*innen ab 70 Jahren entwickeln und im Amt Bornhöved erproben. Ziel dabei: Altersbedingte gesundheitliche Einschränkungen auf allen Ebenen der Gesundheitsförderung, -prävention und -versorgung zu begegnen beziehungsweise ihre Entstehung zu vermeiden. "Dafür soll ein niedrigschwelliges Angebot geschaffen werden, das jede*n ganz individuell hinsichtlich Gesundheit, Selbständigkeit und Teilhabe beraten kann", sagt Anke Carsjens, zuständige Projektkoordinatorin beim Kreis. Sie hebt hervor, dass das Angebot im Idealfall bereits vorbeugend greift und nicht erst, wenn jemand schon Unterstützung benötigt. Priorität habe es, die eigene Gesundheitskompetenz und die gesundheitliche Situation zu verbessern, die selbstbestimmte Lebensqualität zu erhalten und eine Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich hinauszuzögern.

 

Das Angebot an die Senior*innen umfasst neben der Beratung zu gesunderhaltenden, bildenden und sozialen Angeboten in der Region auch die Vermittlung von konkreten Hilfsangeboten.

 

"Mit den präventiven Hausbesuchen in Bornhöved wollen wir dazu beitragen, dass Senior*innen möglichst lange selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilhaben können", erklärt Gesa Kitschke, Geschäftsführerin der Diakonie Altholstein. "Unser Ziel ist es, Menschen im ländlichen Raum umfassend über Unterstützungsstrukturen in Bornhöved zu informieren. Nur so können sie sich frühzeitig und präventiv mit den Möglichkeiten und Bedingungen für ein selbstbestimmtes Altern auseinandersetzen und Vereinsamung vorbeugen."

 

Das Modellvorhaben wird seit 2019 geplant. Im Jahr 2020 hatte der Sozialausschuss des Kreises Segeberg grünes Licht für die Umsetzung gegeben und Haushaltsmittel in Höhe von 318.500 Euro zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Pandemie sowie mangels Personalkapazitäten ruhte das Vorhaben dann, bevor es im vergangenen Jahr im Mai einen Neustart gab – mit inhaltlicher Überarbeitung des Konzeptes und der Beantragung von Fördergeldern bei der Aktivregion Holsteins Herz in Höhe von 150.000 Euro.

 

Mit der Vertragsunterzeichnung beginnt jetzt die gemeinsame Vorbereitung vom Kreis Segeberg, dem Amt Bornhöved und der Diakonie Altholstein zum Start der Hausbesuche. Für diese werden Senior*innen in einigen Monaten vom Amt Bornhöved persönlich angeschrieben. Für eine kostenlose Beratung können sich die Senior*innen dann an die Diakonie Altholstein wenden. In persönlichen Gesprächen ermitteln Mitarbeiter*innen der Diakonie zunächst die allgemeine Gesundheits- und Lebenssituation der über-70-Jährigen, im Anschluss folgt die individuelle Beratung.

 

Ermittelte Wünsche und Bedürfnisse sollen dann in einem nächsten Schritt an die kommunalen und sozialen Träger weitergegeben werden, sodass noch fehlende Angebote geschaffen werden können. Am Ende des Modellvorhabens steht eine externe Abschlussaus- und -bewertung.

Foto zur Meldung: Projekt für Senior*innen im Amt Bornhöved gestartet
Foto: Projekt für Senior*innen im Amt Bornhöved gestartet

Ergebnisse der Ausschusssitzung vom 27. Juni

(29. 06. 2024)

Am 27. Juni 2024 fand eine Sitzung des Ausschusses für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr im Gasthof Voß statt. Nachdem der Ausschussvorsitzende Lars Jungclaus Joachim Wolff (BWS) als neues Bürgerliches Mitglied und Nachfolger von Stephanie Allonge verpflichtet hatte, widmeten er und sein Gremium sich dem Dorfökopfad, dem Gefallenendenkmal (Ehrenmal), dem Spielplatz auf dem Bolzplatz und der Frage nach einem gemeindlichen Großplakataufsteller. 

 

Beschlüsse wurden nicht gefasst, da in allen Bereichen weitere Informationen nötig sind oder zu tätigende Ausgaben im Verfügungsrahmen des Bürgermeisters liegen beziehungsweise schon einer Beschlusslage unterliegen. 

 

Das Spielplatz-Thema

 

So in Sachen Spielplatz auf dem Bolzplatz, auf dem für mindestens 20.000 Euro Neuanschaffungen getätigt werden sollen, um eine mindestens 50-prozentige Förderung zu bekommen. Neue Tore, ein Bodentrampolin und eine Klettermöglichkeit seien ohne Weiteres realisierbar, so Lars Jungclaus. Eine Seilbahn aber, wie sie der Verschönerungs- und Vogelschießerverein für die Kinder wünscht, könnte aufgrund des begrenzten Raumes unrealistisch werden. Eine neuerliche Ortsbegehung soll für Klarheit sorgen. 

 

Zum Thema Spielplätze in Schmalensee konnte Bürgermeister Dirk Griese berichten, dass alle drei – am Sportlerheim, auf dem Bolzplatz und an der Badestelle – überprüft worden seien. Festgestellte Mängel, die in der Regel mit dem üblichen Materialverschleiß zu tun hätten, könne Gemeindearbeiter Mario Rehfeldt aber problemlos beheben.

 

Der Dorfökopfad soll erneuert werden

 

Für den Dorfökopfad wurde eine neue Arbeitsgruppe initiiert. Sie soll sich mit der Aktualität der Inhalte und den Standorten auseinandersetzen, und so eine Komplett-Überarbeitung vornehmen. Ziel ist, den Ökopfad mit neuer Beschilderung zu erhalten – Nachfragen aus der Bevölkerung oder von Gästen unterstreichen, dass dieser besondere Naturlehrpfad vermisst wird. Die Arbeitsgruppe, für die sich weitere Interessierte bei Lars Jungclaus anmelden können, wird auch die Frage beantworten, ob der Ökopfad um ein paar historische Punkte erweitert werden soll.

 

Gefallenendenkmal muss neu begrünt werden

 

Das Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege, auch Ehrenmal genannt, ist ein Ort der Mahnung und Erinnerung. Das grundsätzlich sehr schön und aufwendig gestaltete Denkmal in Schmalensee hat nun daran gelitten, dass das Nachbargrundstück eine Metall-Kunststoff-Einfriedung erhalten hat und dafür eine Hecke entfernt worden war. Im Herbst, so war man sich einig, soll eine neue Begrünung in dem Bereich erfolgen, die dauergrün und pflegeleicht und zur weiteren Begrünung passen soll. 

 

Das Denkmal wäre einer der historischen Punkte, die man in den Dorfökopfad einarbeiten könnte. 

 

Plakataufsteller oder LED-Wand?

 

„Schmalensee ist bunt!“ steht auf einem Großplakat, das von der Gemeinde beschafft worden war, um ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Hetze zu setzen, und sporadisch an der Abzweigung nach Stocksee angebracht werden kann. Dieses Plakat gab den Anstoß, für einen festen Plakataufsteller im Dorf zu sorgen, den die örtlichen Vereine und die Feuerwehr für die Ankündigung von Veranstaltungen nutzen könnten. Ein Grundstück scheint bereits in Aussicht, ein Bürger würde dies zur Verfügung stellen. Auch hätten erste Vereine Interesse angemeldet, so Lars Jungclaus.

 

In der Debatte, ob eine Bauzaun- oder Holzkonstruktion die beste Lösung sei, fiel auch der Vorschlag, stattdessen gleich einen großen Schritt zu gehen und eine LED-Wall zu errichten, die zwar teurer, aber einfacher und flexibler zu bedienen sei. Das wiederum weckte Interesse innerhalb des Gremiums. Zunächst aber müssen Kosten und Versicherungs- sowie Genehmigungsfragen geklärt werden, ehe man in der Sache weitermachen kann. 

 

Neubau der Flutlichtanlage wird aufgeschoben

 

Bürgermeister Dirk Griese nutzte die Ausschusssitzung, um ein Meinungsbild unter den anwesenden Mitgliedern der Gemeindevertretung zu bekommen: Für den Neubau der Flutlichtanlage auf dem Sportgelände fallen die möglichen Zuschüsse aktuell sehr gering aus. Anders sähe es aus, wenn man in eine Förderung über die Aktivregion Holsteins Herz käme, die bis zu 55 Prozent der Kosten übernehmen könnte. Das aber würde eine Umsetzung erst in 2025 bedeuten. Das sollte man machen, so die anwesenden Gemeindevertreterinnen und -vertreter und auch die Vorstandsmitglieder des Sportvereins im Raum sprachen sich für diesen Weg aus. Der Förderantrag wird in der Amtsverwaltung erarbeitet. 

 

Einwohnerversammlung zur Windenergie wird vorgezogen

 

Weiterhin steckte der Bürgermeister mit seinen Gemeindevertreterinnen und -vertretern einen Fahrplan zur Windenergie ab. Hintergrund ist der Entwurf eines neuen Landesentwicklungsplans (LEP) Windenergie, den die Landesregierung jüngst vorgelegt hatte und dessen Kartenwerk in der Schmalenseer Gemarkung sehr viele Potenzialflächen vorsieht. Im Zeitraum 25. Juni bis 9. September 2024 seien Stellungnahmen möglich, aber nicht zu besagten Flächen, sondern zu den hier angewandten Kriterien. Dass der Zeitraum die Sommerferien abdeckt, hielten alle im Sitzungsraum für wohl überlegte Absicht der Regierung, dennoch will man nicht untätig bleiben. 

 

Die für den Spätsommer geplante Einwohnerversammlung soll auf den 1. August vorgezogen werden. Bis dahin soll nach Möglichkeit der Planer eines Lübecker Büros eine Stellungnahme der Gemeinde erarbeiten. In der Einwohnerversammlung sollen er und auch die zwei am Ausbau der Windenergie in Schmalensee interessierten Investoren zu Wort kommen – und natürlich die Bürgerinnen und Bürger. 

 

Foto zur Meldung: Ergebnisse der Ausschusssitzung vom 27. Juni
Foto: Ergebnisse der Ausschusssitzung vom 27. Juni

Landesentwicklungsplan Windenergie im Entwurf – viel Fläche in Schmalensee

(28. 06. 2024)

Die Landesregierung laut Pressemitteilung vom 13. Juni hat den Entwurf eines neuen Landesentwicklungsplans (LEP) Windenergie beschlossen. Der Entwurf ist im Internet einsehbar. Das beiliegende Kartenwerk (ein Ausschnitt davon ist im Bild zu dieser Meldung zu sehen) zeigt: Die Schmalenseer Gemarkung wird deutlich in Betracht gezogen – es sind aber noch keine Vorranggebiete festgelegt worden. Die Öffentlichkeit kann seit dem 25. Juni zu dem Entwurf Stellung nehmen. Das Beteiligungsverfahren läuft bis zum 9. September 2024.

 

Der Text der Pressemitteilung im Wortlaut:

 

Landesregierung veröffentlicht Entwurf des Landesentwicklungsplans Windenergie

 

KIEL. Die Landesregierung hat den Entwurf eines neuen Landesentwicklungsplans (LEP) Windenergie beschlossen. Der Entwurf ist ab sofort im Internet einsehbar. Die Öffentlichkeit kann ab dem 25. Juni zu dem Entwurf Stellung nehmen. Das Beteiligungsverfahren läuft bis zum 9. September 2024.

 

Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack: „Mit dem vorgelegten Planentwurf erreichen wir einen Meilenstein für die Energiewende und den Klimaschutz in Schleswig-Holstein. Der LEP Windenergie legt die Regeln fest, anhand derer wir den zügigen Ausbau der Windenergienutzung vorantreiben und unterstützen wollen.“

 

Energiewende- und Klimaschutzminister Tobias Goldschmidt: „Eine gute Planung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien ist Grundvoraussetzung für Schleswig-Holsteins Weg zur Klimaneutralität bis 2040. Mit diesem Planentwurf bieten wir bereits jetzt ein Mehr an Planungssicherheit für den weiteren Windkraftausbau in Schleswig-Holstein und sorgen so für Beschleunigung. Die Zielvorgabe von 15 Gigawatt installierter Windkraftleistung auf drei Prozent der Landesfläche rückt in greifbare Nähe – und das ist eine gute Nachricht für unseren Wirtschaftsstandort.“

 

Dieser Plan ist eine wichtige Voraussetzung und Grundlage für die neu aufzustellenden Regionalpläne Wind für die drei Planungsräume.

 

Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren Gesetze auf den Weg gebracht, die bei dem vorliegenden Planentwurf berücksichtigt werden mussten. So ist bundesrechtlich durch das WindBG verpflichtend, rund 3 Prozent der Landesfläche als Windeignungsgebiete auszuweisen – etwa 1 Prozent mehr als mit den derzeitigen Plänen. Das deckt sich allerdings ohnehin mit den Plänen der Landesregierung.

 

Aber auch die vom Bund eingeführte sogenannte Gemeindeöffnungsklausel hatte Einfluss auf den Planentwurf. Diese Klausel gibt den Kommunen im Land die Möglichkeit, auch außerhalb der vom Land vorgegebenen Vorranggebiete Windkraftanlagen zu planen.

 

„Wir begrüßen selbstverständlich alle Bemühungen, den Windkraftausbau weiter voranzutreiben. Das steht außer Frage! Wir sind nur der Ansicht, dass es bei der Suche nach Standorten für neue Anlagen einen Rahmen geben sollte – also praktisch Leitplanken, in denen sich alle Beteiligten bewegen. Deshalb haben wir im jetzt vorliegenden 1. Entwurf des Landesentwicklungsplans Windenergie Ziele und Grundsätze der Raumordnung festgelegt, die diese Leitplanken bilden. Sie sind aus unserer Sicht wichtig, um die hohe Akzeptanz der großen Mehrheit der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner für den Ausbau der Windenergie zu erhalten. Sie gelten für unsere eigenen Regionalpläne, mit denen die neuen Vorranggebiete ausgewiesen werden sollen, und für die Planungen der Gemeinden“, so die Innenministerin.

 

36 Ziele und 34 Grundsätze der Raumordnung bestimmen, wo und in welcher Form zukünftig das Land und die Gemeinden Windenergiegebiete ausweisen dürfen.

 

Schutzabstände zur Wohnbebauung bleiben, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, unverändert. Im Außenbereich müssen Vorranggebiete 400 Meter Abstand zur Wohnbebauung halten, zu Dörfern und Städten 800 bzw. 1.000 Meter. Einige Kriterien des Landschafts- und Artenschutzes und des Denkmalschutzes werden neu abgewogen, weitere Belange auf die Genehmigungsebene verlagert.

 

„Unser Ziel ist auch weiterhin, dass wir Windkraftanlagen an Standorten konzentrieren. Insgesamt stehen durch die festgelegten Leitplanken theoretisch etwa 7,2 Prozent der Landesfläche für Windkraft zur Verfügung. Das ist die sogenannte Potenzialfläche, innerhalb derer die Kommunen über Bauleitpläne für Windparks nachdenken können. Wir als Land werden diese Fläche definitiv nicht ausreizen. Im Koalitionsvertrag haben wir das Ziel von 15 Gigawatt Windenergie an Land ausgegeben. Dafür benötigen wir insgesamt rund 3 Prozent der Landesfläche. Diese gut 3 Prozent wollen wir im Rahmen der zu erstellenden Regionalpläne Wind als sogenannte Vorranggebiete ausweisen. Diese geplanten 3 Prozent sind in der Potenzialfläche enthalten – sie kommen also nicht dazu“, so Sütterlin-Waack.

 

Erstmalig enthält der LEP Windenergie auch eine Plankarte, nämlich jener Ziele der Raumordnung, deren Gebietskulisse noch nicht in anderen Planwerken dargestellt ist.

 

Dies sind unter anderem die Hauptachsen des überregionalen Vogelzuges und Wiesenvogelbrutgebiete mit besonders hohen Siedlungsdichten. Innenministerin Sütterlin-Waack: „In diesen Bereichen waren landesseitig sowieso keine Vorranggebiete vorgesehen. Nun geben wir hier mit Zielen der Raumordnung auch der gemeindlichen Planung Leitplanken. Insbesondere die Vogelzugachse von Eiderstedt zur Eckernförder Bucht und zur Schlei wird weiterhin von Windenergieanlagen freigehalten.“

 

Energiewende- und Klimaschutzminister Goldschmidt hebt hervor: „Der Schutz der Natur und des Klimas sind zwei Seiten derselben Medaille. Der Naturschutz ist und bleibt ein wesentlicher Teil dieser Planung, und zu einem Energiewendeland gehört auch, dass Flächen frei von Windkraftanlagen gehalten werden. Das gilt beispielsweise für die Kernbereiche der Hauptachsen des überregionalen Vogelzugs und der Wiesenvogelbrutgebiete, der Natura 2000-Gebiete und des Seeadlerdichtezentrums, die konsequent von Windkraftanlagen freigehalten werden. Das ist wichtig für den Artenschutz und eine gute Voraussetzung für den Windfrieden im Land.“

 

Teil des LEP-Entwurfes Windenergie ist auch ein Umweltbericht, der die voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen des Plans auf die Schutzgüter Mensch, Natur, Kultur und Sachgüter beschreibt.

 

Der LEP Windenergie legt keine Vorranggebiete fest. Dies ist Aufgabe der Regionalpläne Windenergie, deren erste Entwürfe Ende 2024 veröffentlicht werden sollen.

 

Der Entwurf des LEP Windenergie (formal: Teilfortschreibung „Windenergie an Land“ des Landesentwicklungsplans Schleswig-Holstein – Fortschreibung 2021) ist ab heute im Anhörungsportal BOB SH unter der Adresse www.schleswig-holstein.de/windenergiebeteiligung einsehbar. Die Möglichkeit zur Stellungnahme soll nach der Bekanntmachung im Amtsblatt ab dem 25. Juni 2024 freigeschaltet werden und am 9. September 2024 enden.

 

Für weitere Erläuterungen wird auch auf ein Hintergrundpapier verwiesen, dass unter www.schleswig-holstein.de/windenergie zur Verfügung steht.

 

 

 

Foto zur Meldung: Landesentwicklungsplan Windenergie im Entwurf – viel Fläche in Schmalensee
Foto: Windenergie-Potenzialflächenkarte-SH Ausschnitt

Wer macht mit beim Schmalenseer Ökopfad?

(27. 06. 2024)

Heute tagt der Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr. Beginnen wird die Sitzung um 19.30 Uhr im Gasthof Voß. 

 

Der Ausschuss will sich mit dem weiteren Vorgehen auf dem Spielplatz befassen, für den es Ideen gibt, ein „Upgrade“ vorzunehmen. 

 

Außerdem hat es im Umfeld des Gefallenendenkmals beziehungsweise Ehrenmals an der Dorfstraße bauliche Veränderungen gegeben, die optisch – gelinde gesagt – nicht gerade schön ausgefallen sind. Nun gilt es, über die Einfassung und Bepflanzung des im Besitz der Gemeinde befindlichen Areals nachzudenken. 

 

Mit einem Großplakat wurde jüngst ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt. Angeregt wurde, für solche Aktionen und Veranstaltungen von Vereinen eine regelmäßige Möglichkeit in Form eines festen Plakataufstellers zu schaffen. Auch das wird Thema am 27. Juni sein. 

 

Arbeitsgruppe für Ökopfad gesucht

 

Und dann ist da noch der Dorfökopfad, dessen Beschilderung aktuell nicht an Straßen und Wegen in Schmalensee zu finden ist, weil sie größtenteils derart verwittert war, dass sie vor der Sommersaison entfernt wurde, um keinen negativen Eindruck zu machen. 

 

Ziel des Ausschusses wird sein, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich zeitlich begrenzt und unter Einbindung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern mit einer Neugestaltung des Ökopfades beschäftigt. 

 

Nicht nur deshalb verdient diese Ausschusssitzung Beachtung und rege Teilnahme aus der Einwohnerschaft:

 

Windenergie wird Thema der Berichterstattung

 

Da gerade keine anderen Gremiensitzungen terminiert sind, wird Bürgermeister Dirk Griese sehr wahrscheinlich zum jüngst veröffentlichten Entwurf des Landesentwicklungsplans Windenergie berichten. Das dazugehörige Kartenwerk färbt weite Teile der Schmalenseer Gemarkung blau – kennzeichnet sie also als Potenzialfläche. Mehr dazu in der Nachbereitung der Sitzung. 

Foto zur Meldung: Wer macht mit beim Schmalenseer Ökopfad?
Foto: Wer macht mit beim Schmalenseer Ökopfad?

Besonderer Film am 28. Juni in der Alten Schmiede Bornhöved

(26. 06. 2024)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved: 

 

Im restlichen Juni beginnt das SommerKino mit dem Film:

 

Arbeiten und Leben auf einem Gutshof 1954

 

Ein faszinierender Einblick in das ländliche Leben der 1950 er Jahre erwartet die Besucher der Alten Schmiede in Bornhöved am Freitag, den 28. Juni um 19.30 Uhr. An diesem Abend wird der Film "Arbeiten und Leben auf einem Gutshof 1954" vorgeführt, der aus historischem Filmmaterial des Landesarchivs Schleswig-Holstein zusammengestellt wurde.

 

Hans Peter Beckmann, der Sohn des ursprünglichen Kameramanns, hat den Film aus den Aufnahmen seines Vaters zusammengestellt. Durch seine persönlichen Kommentare und Erklärungen erhält der Film eine besondere, authentische Note, die den Zuschauer tief in die damalige Zeit eintauchen lässt.

 

Diese besondere Filmvorführung findet in der historischen Atmosphäre der Alten Schmiede Bornhöved, Kuhberg 13 statt, einem Ort, der perfekt zum Thema des Films passt und die Zuschauer auf eine Reise in die Vergangenheit mitnimmt.

 

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

 

Ich lade herzlich ein, diesen einzigartigen Abend mit uns zu erleben und einen wertvollen Einblick in die Geschichte der Gutshöfe Schleswig-Holsteins zu erhalten.

 

Der Film ist der Auftakt des von Keena Braun organisierten Sommerkinos in der Alten Schmiede Bornhöved.

 

Über die weiteren Filme im Juli/August/September gibt es demnächst eine neue Information genauso wie über das Kunstforum am 20./21. Juli.

 

www.alte-schmiede-bornhoeved.de

 

Foto zur Meldung: Besonderer Film am 28. Juni in der Alten Schmiede Bornhöved
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Bobbycar-Rennen 2024: Ergebnisse und ein Stromausfall

(23. 06. 2024)

Das 2. Bobycar-Rennen der Freiwilligen Feuerwehr ist beendet und natürlich fragt sich die Welt nach den Ergebnissen. Am Ende dieser Ausführungen sind die Namen aller Teilnehmenden und einiger Angemeldeter zu finden. Auch jener derer, die tatsächlich auf dem Festgelände zugegen aber dann eventuell doch nicht an den Start gegangen waren. 

 

Alles in allem bleibt festzuhalten: Dieses Bobbycar-Rennen war noch schneller, das Teilnehmerfeld noch größer als im Vorjahr. In allen vier Klassements gingen, obwohl viele Fahrerinnen und Fahrer von 2023 nicht am Start waren, mehr Wagemutige an den Start als vor 12 Monaten! 

 

So waren es bei den Mini-Flitzern dieses Mal 26 (2023: 12), bei den Smart-Racern 18 (12), im Bobby Cup 19 (16) und im Open Pimp Race 12 (10). 

 

Ein vergleichender Blick auf die Positionen auf dem Siegertreppchen, das übrigens dem Verschönerungs- und Vogelschießerverein gehört: Bei den Mini-Flitzern hat es allein Mia Saggau geschafft, dieses wieder zu erklimmen. Die zwei Top-1, Jakob Theen und Lars Stürner, waren zum ersten Mal dabei. Marti Mühlenberg schob sich bei den Smart-Racern von Platz 3 bei der Premierenveranstaltung auf den 1. Platz vor, Lotte Hopp wiederholte ihren starken 2. Platz in dieser Gruppe. 

 

Im Bobby Cup konnte sich Jonas Kurzweg vom 2. auf den 1. Platz vorarbeiten. Und im Open Pimp Race blieb einfach Alles beim Alten. Oder wie es der Drittplatzierte Dierk Harder sagte, als er Stufe 3 erklomm: „Ich kenne meine Nachbarn auf 2 und 1 bereits...“ Und das waren, na klar. Nico Hahn im „Beerman“-Kostüm als Sieger und Karsten Hahn im „Flash“-Outfit. Für sein Outfit als „Sensenmann“, sowohl was sein Outfit als auch das des Fahrzeugs betraf, wurde im Open Pimp Race Marti Mühlenberg mit einem Sonderpreis bedacht. 

 

Wie schon im Vorjahr wurde in den ersten drei Wettbewerben auf Zeit gefahren – drei Umläufe ermöglichte die Rennleitung, bestehend aus Frank Mühlenberg und Gemeindewehrführer Peter van het Loo, allen Teilnehmenden. Das sorgte für reichlich Bewegung auf der extra abgesperrten Damsdorfer Straße und bot dem zahlreichen Publikum genüsslich viel Action. Wer da im letzten Moment noch das Fahrzeug wechselte, konnte sich glatt in der Abschlusstabelle „nach oben“ bugsieren. 

 

Im Open Pimp Race fiel die Wertung anders aus: Hier floss die schnellste Zeit in eine Gesamtwertung ein, zu der allerdings auch Noten zweier heimlich operierender Jury-Teams hinzukamen für das Outfit der Fahrerin oder des Fahrers sowie die Aufmachung des Fahrzeugs. Das musste frei von jedwedem Antrieb sein – bei ganz verzweifelten Piloten wurde allerdings ein Auge zugedrückt, wenn mal ein Anschieber hinzu sprang. 

 

Übrigens: Open Pimp-Wiederholungssieger Nico Hahn lieferte als Beerman die schnellste Zeit (wenn auch nur hauchdünn vor Karsten „Flash“ Hahn), hatte für das Fahreroutfit eine mit zwei Fahrern geteilte Höchstpunktzahl und konnte als dritter der Fahrzeugwertung wichtige Punkte abstauben. Die gewann übrigens Dierk Harder mit seinem von zwei Bobbycars „getragenen“ Surfboard – vor dem schon erwähnten „Sensenmann“. 

 

Zwischenzeitlich hatte es – eine Premiere – einen Stromausfall gegeben. Inwieweit das auf die Ergebnisübertragungen Einfluss hatte, ist nicht überliefert. Noch im Laufe der Siegerehrung waren kleinere Korrekturen nötig, sodass die Treppchen-Fotos nicht in jedem Fall wiedergeben, was schlussendlich in den Listen steht. 

 

Die Ergebnisse 2024*: 

 

Mini-Flitzer (3-7 Jahre, 40 Meter): 1. Lars Stürner und Jakob Theen, 2. Fiete Kasch, 3. Mia Saggau, 4. Luca Horn, 5. Zoe Denz, 6. Bella Fuhrmann, 7. Ilvi Hagemann, 8. Peer Schmütz, 9. Bjarne Zuckermann, 10. Levi Handt, 11. Leonora Kirstein, 12. Bjarne Fuhrmann, 13. Ben Saggau, 14. Kenny Hägele, 15. Milan Kirstein, 16. Theo Kasch, 17. Jonah Horn, 18. Leonie van Look, 19. Finn Kasch, 20. Emma Beck, 21. Lotta Schwarz, 22. Taro Winter, Rayk Zuckermann, Synje Hagemann, Neno Winter.

 

Smart-Racer (8-13 Jahre, 80 Meter): 1. Marti Mühlenberg, 2. Lotte Hopp, 3. Sarah-Lena Theen, 4. Sophie Saggau, 5. Aaron van het Loo, 6. Jannis Kelling, 7. Bennet Falgel, 8. Luisa Zuckermann, 9. Skip Wulf, 10. Mika Denz, 11. Hinnerk Kelling, 12. Kira Wysokinski, 13. Siska Wulf, 14. Anni Conrad, 15. Jarno Müller, 16. Mayla Schmütz, 17. Jane Wegener, 18. Tilda Schmütz. 

 

Bobby Cup (ab 14 Jahre, 112 Meter): 1. Jonas Kurzweg, 2. Reiko Müller, 3. Alicia Wenghöfer, 4. Frank Mühlenberg, 5. Kristof Theen, 6. Matthias Kay, 7. Narya Gernhöfer, 8. Katharina Kirstein, 9. Janne Pape, 10. Jennifer Zuckermann, 11. Sarah Ridder, 12. Peter van het Loo, 13. Michael Hübner, 14. Sönke Jens, 15. Julia Jens, 16. Felix Saggau, 17. Hanno Banck, 18. Lars Schlüter, 19. Patrick Sagau. 

 

Open Pimp Race: 1. Nico Hahn – Beerman, 2. Karsten Hahn – Flash, 3. Dierk Harder – Surfer, 4. Stephan Straube – Aladin, 5. Karsten Hahn – Lude, 6. Nico Hahn – Donkey Kong, 7. Marti Mühlenberg – Sensenmann, 8. FF Belau Silberpfeile, 9. Maite Jens, 10. Doro Hopp, 11. Sönke Jens, 12. Jarno Müller. 

 

Sternchen*: Bei fehlerhafter Schreibweise nicht ärgern, einfach eine Nachricht an Fotograf Christian Detlof (01705520584) und es wird eine Korrektur vorgenommen. 

Foto zur Meldung: Bobbycar-Rennen 2024: Ergebnisse und ein Stromausfall
Foto: Rasant ging es zu beim 2. Bobbycar-Rennen

Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 06. 2024)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. 

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Juni die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Der rechte Glaube 1944: Im Bad Segeberger Hotel Germania, so das Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 16. Juni 1944, findet vor 80 Jahren eine Kreistagung der NS-Frauenschaft statt. Im Zentrum der Tagung steht ein Vortrag von Frau Köhler-Irrgang aus der Reichsfrauenführung. Diese spricht zum Thema „Die deutsche Frau im Glaubensleben“. Es gebe drei Arten von Glauben: Den konfessionell gebundenen, den Volksglauben mit Sagen und Märchen, und den politischen Glauben. Der heutige politische Glaube, d.h. der Glaube an die inneren Werte des Volkes, die Sippe und Familie, sei „zutiefst religiös“. 

 

Wiedergründung der Landjugendgruppe vor 70 Jahren: Im Gasthof Voß findet am 16. Juni 1954 eine Versammlung der Landjugendgruppe Schmalensee statt. Geleitet wird diese vom Kreisvorsitzenden Dietrich Brauer aus Boostedt, der diese Versammlung zur zweiten Gründungsversammlung erklärt.  Grund scheint zu sein, dass die junge Gruppe nach dem Wegzug wegen Arbeitsplatzwechsel des 1953 gewählten Vorsitzenden Andreas Thomsen  zu zerfallen drohte. Einstimmig wählt sich die Schmalenseer Gruppe einen neuen Vorstand: Neuer 1. Vorsitzender wird Harald Saggau, Otto Grage (laut Meldebuch der Gemeinde landwirtschaftlicher Gehilfe aus Stipsdorf bei Hans Harder) wird zum Kassenwart und Richard Bölte (laut Meldebuch landwirtschaftlicher Gehilfe aus Gadeland bei Hermann Cornehls) zum Schriftführer gewählt. In der Mädchengruppe werden gewählt: Christel Hinrichs (1. Vorsitzende; landwirtschaftlicher Lehrling aus Tetenbüll bei Kaack), Adelheid Jung (2. Vorsitzende; Hauswirtschaftslehrling aus Hammoor bei Hugo Saggau) und Annegrete Wulf (3. Vorsitzende). 

 

Vorführungen der Feuerwehren „vorzüglich“: In Bornhöved findet am 17. Juni 1894, vor 130 Jahren, in Anwesenheit des königlichen Landrates Graf Platen das zweite Kreisfeuerwehrfest statt. Dem Festkomitee zur Vorbereitung, das sich laut Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Bornhöved „um das Fest sehr verdient gemacht“ hat, gehören auch Amtsvorsteher und Oberbrandmeister Heinrich Christian Saggau (kraft Amtes) und Gastwirt Matthias Christian Suhr aus Schmalensee an. Rund 350 Feuerwehrangehörige aus 23 Kreis Segeberger Wehren sowie aus Wankendorf, Stolpe und Kalübbe besuchen den mit zahlreichen Ehrenpforten und Girlanden und Fahnen geschmückten Ort. Nach der Delegiertenversammlung am Vormittag und einem Festessen präsentieren die Freiwilligen Feuerwehren Bornhöved, Gönnebek, Schmalensee und Tensfeld „vorzüglich ausgeführte“ Brandübungen. Anschließend gibt es einen von Hunderten begleiteten Festmarsch und Bälle in drei Bornhöveder Gasthöfen. 

 

Aufnahmekapazitäten von Schmalensee und Umgebung: Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt veröffentlicht in seiner Ausgabe am 19. Juni 1884, vor 140 Jahren, die „Nachweisung der Belegungsfähigkeit der ländlichen Districte des Kreises Segeberg mit Truppen bei gewöhnlichen Cantonements, Märschen pp.“, also die vorgegebenen Zahlen für die mögliche Einquartierung im Manöverfall. Eine abgedruckte Tabelle unterscheidet zwischen Sommer und Winter. In Schmalensee ist im Winter Platz für 215 Mann und 53 Pferde, im Sommer für 460 Mann und 130 Pferde bereitzustellen. 

Zum Vergleich: Bornhöved hat 600 Mann und 92 Pferde im Winter sowie 1050 Mann und 220 Pferde im Sommer aufzunehmen. In Damsdorf sind es 230/43 und 354/106, in Gönnebek 305/57 und 470/142, in Stocksee 224/40 und 340/99, in Tarbek 180/34 und 277/83 und in Tensfeld 121/21 und 190/52. Auch die Güter haben sich auf mögliche Einquartierungen einzustellen: Gut Alt Erfrade hat im Winter 40 Mann und 8 Pferde, im Winter 60/20 aufzunehmen; der Meierhof Pettluis 80/16 und 120/40. 

 

Töne aus dem Apparat: Zu einem sogenannten Experimental-Vortrag wird die Bevölkerung am 20. Juni 1879, vor 145 Jahren, nach Bad Segeberg eingeladen. In der Harmonie stellt Armin Tenner aus Cincinnati/USA Edisons’s Phonographen vor. Tenner verspricht, dass der Apparat gesprochene, geflötete, gesungene, lachende und pfeifende Töne sowie nachgeahmte Tierstimmen und Trompetensoli reproduzieren werde. Laut Anzeige im Segeberger Kreis- und Wochenblatt habe der in Amerika produzierte Apparat „in allen größeren Städten Deutschlands und Rußlands Anklang gefunden“. 

 

Schulsport im Jahr 1914: Auf der städtischen Sportkoppel in der Kreisstadt Segeberg findet am 21. Juni 1914, vor 110 Jahren, das dritte Kreisjugendfest statt. An den sportlichen Wettkämpfen beteiligt sich auch die Volksschule Schmalensee. Im Dreikampf wird ein Schmalenseer Schüler namens Harder Fünfter. Im Schlagballspiel unterliegt die Schmalenseer Schulmannschaft der aus Negernbötel mit 28:58. Dafür gewinnen die Mädchen im Tamburinball mit 50:34 gegen die Volksschule Wahlstedt. 

 

Feuerwehren kämpfen im Moor: Die lange Trockenheit des Frühsommers 1959 begünstigt einen verheerenden Brand des Tensfelder Moores. Zu den Löscharbeiten am 22. Juni vor 65 Jahren werden, einschließlich der Wehren des Amtes Bornhöved, 23 Freiwillige Feuerwehren und ein Panzergrenadierbataillon aus Boostedt heran gezogen. 200 Tonnen Torf im Wert von 20.000 DM verbrennen, die Torfbrikettfabrik ist nicht betroffen. Die ganze Tensfelder Torfernte wird durch das Feuer vernichtet und nur bald einsetzender Regen kann ein erneutes Ausbrechen des Feuers verhindern. Schriftführer Werner Harder von der hiesigen Wehr hebt hervor, dass in diesem ungewöhnlich trockenen Sommer, der ringsum oft für Alarmierungen gesorgt habe, Schmalensee „von der Feuersbrunst verschont“ geblieben ist. 

 

Stimmungsmache wirkt, auch in Schmalensee: Am 23. Juni 1894, vor 130 Jahren, finden im 6. Schleswig-Holsteinischen Reichstagswahlkreis Stichwahlen statt. Diese sind notwendig geworden, weil der Reichstag die vor einem Jahr im Wahlkreis erfolgte Wahl des Grafen von Moltke für ungültig erklärt hatte. Die Neuwahl hatte am 13. Juni stattgefunden, aber keinen eindeutigen Sieger ergeben. Der Sozialdemokrat von Elm hatte die absolute Mehrheit von 12.925 Stimmen um 637 Stimmen verfehlt. Sein Gegner in der Stichwahl ist der konservative Kandidat Mohr, der mit 6090 Stimmen das zweitbeste Ergebnis hat. Nach dem ersten Wahlgang ausgeschieden sind dagegen der Freisinnige Kopsch (5059) und der Antisemit Raab (2402). In Schmalensee erhielt Mohr im ersten Wahlgang 45, von Elm 5 Stimmen. 

Im Vorjahr hatte der konservative Kandidat Graf von Moltke davon profitiert, dass die sogenannten „Ordnungsparteien“ ihre Wähler vor der Stichwahl auf ihn einschworen. Nur so gelang es damals, den Sozialdemokraten Molkenbuhr zu bezwingen. Nun gilt der Konservative Mohr als „Kartellkandidat“: Die „Ordnungsparteien“ – Liberale, Konservative, Antisemiten – haben vor dem 23. Juni zur geschlossenen Wahl des Altonaer Fabrikanten und Landtagsabgeordneten aufgerufen, um den Sozialdemokraten zu verhindern. Auch der Bund der Landwirte hat seinen Mitgliedern diese Empfehlung gegeben. Diesmal geht die Rechnung aber nicht auf: Der Sozialdemokrat von Elm gewinnt den Wahlkreis mit einem Vorsprung von rund 600 Stimmen. In Schmalensee allerdings erhält von Elm keine einzige Stimme mehr, hier entfallen 42 Stimmen auf Mohr. Vermutlich sind nicht mehr alle Wähler der Vorwoche zur Stichwahl gegangen, schon gar nicht die von Elm-Wähler. 

 

Feuerwehr seit 90 Jahren freiwillig: Aus Anlass des 90-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee findet am 23. Juni 1979, vor 45 Jahren, im Ort der Amtsfeuerwehrtag statt. Beteiligt sind alle Feuerwehren des Amtes Bornhöved sowie die Wehren aus Trappenkamp und Belau. Nach einem Antreten der Wehren in der Tarbeker Straße marschieren diese zur Kranzniederlegung in die Ortsmitte. Anschließend beginnen die Übungen auf dem Festplatz: Das Aufrichten eines Traktors demonstriert die Schmalenseer Wehr, das Löschen eines Busbrandes unter Atemschutz die Kameraden aus Trappenkamp und Bornhöved. Ohne Atemschutz löschen die Wehren aus Tarbek und Gönnebek einen Strohwagen. Die Jugendfeuerwehren aus Bornhöved und Trappenkamp stellen sich vor und die Wehren aus Stocksee, Damsdorf und Tensfeld haben eine Spaßvorführung vorbereitet. Danach folgt ein Brandmanöver auf dem Hof von Burkhard Saggau, an das sich Kommers und Ball im Gasthof Voß anschließen. Für die Ballmusik sorgen die „Sandhasen“. 

Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee im Jubiläumsjahr: Hermann Heiden (Wehrführer), Helmut Nagel (Stellvertretender Wehrführer), Hans Siebke (Schriftführer), Uwe Nagel (Kassenwart), Hans-Hermann Heiden (Gerätewart), Burkhard Saggau und Gerhard Mühlenberg (Gruppenführer), Gerhard Harder (Sicherheitsbeauftragter), Herbert Burmeister, Hermann Griese, Peter Hahn, Wilfried Herbst, Peter Isaakson, Dieter Göttsch, Horst Kaack, Rainer Lange, Herbert Mahler, Hans-Peter Nagel, Hermann Radloff, Michael Radloff, Eckhard (Eggert) Sarau, Harald Saggau, Reimer Saggau, Kurt Schulz, Hartmut Siebelts, Bodo Sienknecht, Werner Suhr, Jochen Voß, Werner Wulf; in der Reserveabteilung (Ehrenabteilung): Peter Herbst und Gerhard Hammerich.

 

Dreifache Kreismeisterin aus Schmalensee: Laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 23. Juni 1989, vor 35 Jahren, wird bei den Leichtathletik-Kreismeisterschaften der Schülerklassen in Henstedt-Ulzburg die Schmalenseerin Birte Harder dreifache Kreismeisterin. Die Athletin des SC Rönnau 74 gewinnt in der Altersklasse W11 den 50 Meter-Lauf (7,6 Sekunden), den Weitsprung (4,05 Meter) und den Hochsprung (1,30 Meter) für ihren Verein. 

 

Vogelschießen vor 60 Jahren: Das Kindervogelschießen im Juni 1964 in Schmalensee kann dank großzügiger Spenden aus allen Teilen der Dorfgemeinschaft erfolgreich durchgeführt werden. Der Berichterstatter der Segeberger Zeitung am 24. Juni hebt hervor, dass „trotz Pferdeknappheit“ die Königspaare dem alten Brauch folgend beim Umzug durchs Dorf in einer Kutsche fahren können. Königspaar der Oberstufe der Volksschule werden Rainer und Doris Voß, in der Unterstufe Sabine Behrend und Bernhard Buchholz. 

 

Mädels kicken besser als die Jungs: In Bornhöved findet am 24. Juni 1984, vor 40 Jahren, das Fußballturnier des Kreislandjugendverbandes statt. Bei den Jungen wird Ausrichter und Vorjahressieger Schmalensee im Fünferfeld Letzter, die Siegermannschaft kommt aus Tensfeld. Im Wettbewerb dreier Mädchenmannschaften siegt Schmalensee durch ein Tor von Dörte Stegelmann im Entscheidungsspiel gegen die LJG Stuvenborn. Dörte Stegelmann, die auch im Vereinssport Fußball spielt, erzielt im Turnier alle Tore der Schmalenseerinnen. Zur Siegermannschaft gehören weiterhin Maike und Gunda Feddersen, Petra Meier, Wiebke Thormählen, Birgit Lichtenthäler, Bärbel Lensch und die Schmalenseerin Petra Saggau (heute Jens). 

 

Vor 30 Jahren zweitschönstes Dorf: Im Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ belegt die Gemeinde Schmalensee am 29. Juni 1994 hinter Fahrenkrug den zweiten Platz. 4000 DM sind der Lohn der Mühen, die sich der Ausschuss für Ortsverschönerung und Fremdenverkehr gemacht hatte, um der Bewertungskommission am 17. Juni den Ort vorzustellen. Für diese sorgfältige Planung erfüllte Schmalensee sogar alle 100 Unterpunkte des Bewertungsbogens, die Entscheidung fiel also knapp aus. Die Kommission des Kreises Segeberg habe laut Pressebericht nicht nur auf Pflege und Erhalt alter Bausubstanz, sondern auch auf ein reges Vereinsleben geachtet. Schmalensees Bürgermeister Hans Siebke, der selbst Mitglied der elfköpfigen Jury des Kreises war, die insgesamt 31 Segeberger Gemeinden besuchen musste, hatte an der Bewertung des eigenen Dorfes nicht teilgenommen. 

 

Vorrang für NS-Organisationen: In Bornhöved kommt es laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 30. Juni 1934, vor 90 Jahren, zur Auflösung der Ortsgruppe der Reichsvereinigung Deutscher Hausfrauen. Wunsch der Vorsitzenden Frau Sarpe, die auch Mitglied des Bundesvorstandes war, war bis zuletzt, die Ortsgruppe zu erhalten. „Doch der Wille des Gesetzes und die Reinheit des Handelns und Wollens stand höher als alles Persönliche.“ Die Hausfrauen von Bornhöved und Umgebung, allen voran Frau Sarpe, werden nun ihre Kraft in die NS-Frauenschaft und die NS-Volkswohlfahrt einbringen, in denen bereits der Vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz aufgegangen ist.  Dieser Übergang stand schon vor Monatsbeginn fest, wie Zeitungsmeldungen vom 8. Juni 1934 zeigen. Demnach hat im Gasthof Voß ein Pflichtabend der NS-Frauenschaft Bornhöved und Umgebung stattgefunden, zu dem Frauenschaftsleiterin Böster vor allem die neuen, vom Vaterländischen Frauenverein und dem Verein Deutscher Hausfrauen gekommenen Mitglieder begrüßen konnte. Umfangreich wurde über den Luftschutz gesprochen, denn in diesen Tagen wird eine Luftschutzuntergruppe für Bornhöved und Umgebung gebildet. Dieser wollen offenbar auch zahlreiche Frauen beitreten. 

 

Foto zur Meldung: Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: 90 Jahre Feuerwehr Schmalensee 23.06.1979 - Gruppenbild

Neues vom Mönchsweg: Radfahren und Schlemmen

(12. 06. 2024)

Mitteilung vom Mönchsweg e.V.:

 

Eine Radreise mit Leib und Seele 

 

Radfahren bedeutet für viele Menschen Sport und körperliche Aktivität in freier Natur. Doch am Radfernweg Mönchsweg ist auch für das leibliche Wohl der Radfahrenden gesorgt. Entlang der 530 Kilometer langen Strecke von Bremen bis Fehmarn wird die kulinarische Vielfalt Norddeutschlands erlebbar. Kennzeichnend für den Norden sind Fischbrötchen, die es nicht nur in Bremen und an der Ostseeküste zu genießen gibt. Auch an den zahlreichen Seen der Holsteinischen Schweiz werden diese frisch an kleinen Buden, manchmal direkt beim Fischer, angeboten.

 

Das Matrosengericht Labskaus zählt zu den bekanntesten Gerichten Norddeutschlands und kann in zahlreichen Restaurants probiert werden. Zumeist besteht das Gericht aus Pökelfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Roter Beete und je nach Region wird es mit Spiegelei, Gewürzgurken, Matjes oder einem Rollmops serviert. 

 

Das Alte Land, größtes Obstanbaugebiet Nordeuropas, ist weithin für seine zahlreichen Apfelsorten bekannt. Abseits dieser Berühmtheiten gibt es zahlreiche regionale Spezialitäten, wie das Bremer Kaffeebrot oder die Fehmarnschen Kröpel, die traditionell zur Stärkung der Erntehelfer gebacken werden.

 

Im Sommer werden in vielen Städten entlang des Mönchswegs Veranstaltungen mit kulinarischem Bezug ausgerichtet. Genuss ist hier Programm! In der Bremer Innenstadt findet vom 15. bis 17. August das Bremer Bierfest statt. Drei Tage lang gibt es auf dem mitten in der Innenstadt gelegenen Ansgarikirchhof über 250 Biersorten aus aller Welt zu probieren. 

 

Immer am 3. Sonntag im Juni wird in Horstedt der Kräutertag ausgerichtet. In diesem Jahr wird am 16. Juni eine bunte „Kräuter-Vielfalt“ angeboten: Gewürze, Tees, Kosmetika, Liköre und vieles mehr. Der Kräutertag lässt sich perfekt mit einem Abstecher zum Stapeler Kräuterfeld kombinieren, dem größten Lavendelfeld Niedersachsens. Im Kloster Harsefeld brauten einst schon die Mönche Bier. Am 24. und 25. August schenken zehn regionale Brauereien ihr handgebrautes Bier beim Harsefelder Bierzauber im Klosterpark aus.

 

Vom 13. bis 16. Juni dreht sich bei den Glückstädter Matjeswochen alles um den Matjes. Der frische „jungfräuliche“ Hering, der für den originalen Glückstädter Matjes nach alter Tradition gefertigt wird, ist besonders zart und schmackhaft.

 

Im Spätsommer wird auf dem Marktplatz in Eutin das Eutiner Weinfest gefeiert. Vom 30. August bis 01. September können Weine aus Schleswig-Holstein, Deutschland und ganz Europa gekostet werden. Das Neustädter Fischeramt von 1474 ist das älteste Fischeramt Deutschlands und richtet vom 12. bis 14. Juli das Bratheringsfest und am 09. August das Fischeramtsfest aus. Bei maritimer Musik und viel gebratenem Fisch kann man eintauchen in die Geschichte der Neustädter Fischerzunft. 

 

Im Kloster Cismar bei Grömitz wird vom 09. bis 11. August das Klosterfest ausgerichtet. Auf dem bunten Markt gibt es neben Handwerkskunst auch zahlreiche Gaumenfreuden, und das Klostercafé im ehemaligen Refektorium der Mönche lädt zum gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ein.     

 

Auf der Website des Mönchsweges www.moenchsweg.de finden sich viele weitere Informationen zu kulinarischen Veranstaltungen und regionalen Spezialitäten-Rezepten sowie zu den Speisetraditionen im Kloster (Rubrik „Besonderes am Weg/ Kulinarik“).

 

Tipps für die Tour auf dem Mönchsweg, der von Bornhöved kommend durch Schmalensee und weiter nach Stocksee führt: Die Mönchsweg-App im App Store und bei Google Play; das Bikeline®-Radtourenbuch Mönchsweg (2. Auflage 2018, 14,90 Euro). 

 

 

Foto zur Meldung: Neues vom Mönchsweg: Radfahren und Schlemmen
Foto: Neues vom Mönchsweg: Radfahren und Schlemmen

Gute Beteiligung an der Europawahl in Schmalensee

(10. 06. 2024)

Europa hat gewählt, die großen Ergebnisse sind bekannt. In Schmalensee konnte der Wahlvorstand am 9. Juni vor allem mit der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zufrieden sein. Die Ergebnisse folgten hier wie in den Nachbarorten dem Bundestrend. 

 

Dabei ist zu den exakten Wähler-Zahlen freilich nichts zu sagen, weil die Briefwahl durch einen eigenen Wahlvorstand für das Amt Bornhöved in der Verwaltung ausgezählt wurde. Aber hier schon das erste „Oho!“: 86 Schmalenseerinnen und Schmalenseer hatten zumindest den Wahlschein beantragt, um an der Briefwahl teilnehmen zu können. Ob auch alle an der Europawahl teilgenommen haben, ließ sich aus dem Wahllokal im Gasthof Voß nicht ermitteln. 

 

Einer der 86 Wahlscheine wurde dann doch bei der Urnenwahl im Wahllokal eingesetzt, sodass 210 Wählerinnen und Wähler in Schmalensee direkt wählten. Insgesamt dürfte Schmalensee damit auf mindestens 70 Prozent Wahlbeteiligung kommen, und das freute den Wahlvorstand in der Nachbereitung des Wahltages. 

 

Der Wahlvorstand, das waren als Wahlleiter Bürgermeister Dirk Griese und als sein Stellvertreter der Landtagsabgeordnete Sönke Siebke. Das Protokoll führte Gemeindevertreter Christopher Brust. Weitere Mitglieder des Wahlvorstands waren Janne Pape, Joachim Conrad, Rüdeger Cuwie, Thorge Jankowski, Sönke Stahl und Christian Detlof. 

 

Sehr zufrieden konnte man auch mit der disziplinierten Stimmabgabe im Wahllokal sein: Keiner der 210 Stimmzettel musste für ungültig erklärt werden, auf allen war eindeutig der Wählerwille zu erkennen. Und nein: Kein Stimmzettel war unterschrieben...

 

Größte Herausforderung für viele war die Länge des Stimmzettels mit immerhin 34 Möglichkeiten, sein Kreuz zu setzen. Die Wahlkabinen sind gar nicht so tief wie der Zettel lang ist. Aber auch das ging am Ende gut. 

 

Und so haben sich am Wahltag die in Schmalensee abgegebenen Stimmen auf die Parteien verteilt, aufgeschrieben in der Reihenfolge des Stimmzettels und ohne die Parteien, die hier leer ausgegangen sind:

 

Grüne 27; CDU 83; SPD 26; AfD 30; FDP 13; Die Linke 2; Die Partei 1; Tierschutzpartei 2; Piraten 1; Familie 1; Freie Wähler 4; Volt 3; ÖDP 1; Tierschutz hier! 1; dieBasis 1; Bündnis Deutschland 2; BSW 10; Letzte Generation 1; PdF 1.

 

Foto zur Meldung: Gute Beteiligung an der Europawahl in Schmalensee
Foto: Gute Beteiligung an der Europawahl in Schmalensee

Vogelschießen '24: Wetterkapriolen und neue Majestäten in Schmalensee

(09. 06. 2024)

Größtenteils meinte es das Wetter gut mit dem Schmalenseer Vogelschießen – das kennt man durchaus anders. Strahlende Sonne gab es zum Festumzug und den Kinderspielen – quasi die halbe Miete. Und am Ende hatten alle Spaß und Schmalensee in allen Wettbewerben neue Majestäten.

 

Angeführt von den Königskindern des Vorjahres auf dem Anhänger von Jochen Voß, begleitet vom Blasorchester TSV Wankendorf und der Freiwilligen Feuerwehr, ging es zunächst festlich durch das Dorf: Die Tarbeker Straße hinauf und durch den Hirtenweg zur Siedlung Op'n Barg, weiter zum Grünen Hans und die Damsdorfer Straße hinunter zum Pferdehof Jankowski. 

 

Zurück auf dem Bolzplatz ging es gleich an die Spiele der Kinder, die wie immer viel Geschick erforderten und viele neue Ideen beinhalteten. Gummistiefelweitschießen, Golf oder Luftgewehrschießen jedenfalls hat man zumindest lange nicht gesehen. Hindernisparcours, Zielwerfen, im Sand wühlen und das Bällebad überstehen – für alle Altersgruppen und insgesamt 42 Kinder wurde viel geboten. 

 

Vor der Siegerehrung gab es einen Auftritt der Cheerleader des SV Schmalensee und eine Überraschung für die Kinder, die es erst in den nächsten Bericht schafft...

 

Und das sind die Königinnen und Könige der Kinderspiele 2024, veranstaltet vom Verschönerungs- und Vogelschießerverein (VVV):

 

Lona Jankowski und Arno Ivar Bastling (4- bis 5-Jährige), Ebba Orth und Mika Denz (6- bis 8-Jährige), Orla Kaack und Nico Conrad (9- bis 11-Jährige) und Mattis Cornehls in der kleinen Gruppe der 12- bis 15-Jährigen. 

 

An den Familien- bzw. Gruppenspielen nahmen 13 Teams teil und stellten sich verschiedenen Stationen. Das Team „Magic Four“ (Jennifer Denz, Rebecca Johannsen, Andre Wolff, Stephan Straube) gewann vor der Gruppe „Die Besten“ und „JeMüPa“. 

 

Mittlerweile setzte Regen ein, konnte aber die Durchführung des Schießens mit der Armbrust nicht verhindern – kurzerhand war ein Zelt umgestellt und alle 56 Schützinnen und Schützen schossen aus dem Trockenen auf den von Rolf Goy erstellten und bemalten Holzvogel. 

 

Zwei komplette Runden wurden durchgeschossen, ehe es an die ganz wichtigen Entscheidungen ging. Fleißigste Punktesammlerin war Rebecca Tralau – Platz 3 war ihr damit sicher. 

 

Am Schießen auf das Herz und somit Platz 2 konnte ein Sextett teilnehmen. Armin Kunze als erster Schütze traf das Herz, der Bolzen steckte. Stephan Straube schoss zu hoch, Michael Andresen zu weit links. Dann traf Sönke Siebke noch besser als Armin Kunze – das Herz hing schief in der Brusthöhle des Holzvogels. Schießmeister Sönke Jens befand, dass dies noch nicht reichte. VVV-Kassenwartin Mareike Grenke schoss zu hoch, dann trat Gemeindewehrführer Peter van het Loo in den Schießstand und traf. Da das Herz noch nicht gänzlich herabfiel, dafür aber auch kein Spiel mehr hatte, entschied ein ad hoc gebildetes Ehrengericht: Schmalensee hat einen neuen Prinzen!

 

Nun ging es an die Krone und die Frage, wer König oder Königin wird. Wieder sechs Schützen bis zur Entscheidung. Frank Radloff brachte die Krone gleich in Schieflage, Tommes Grzybowski und auch Claudia Wenghöfer setzten ihre Bolzen knapp drüber, ebenso Bjarne Voß. Gerhard Harder traf gut – aber nicht entscheidend. Das blieb Christian Saggau vorbehalten, der die Krone zum Fallen brachte und neuer König ist. 

 

Allen Siegerinnen und Siegern herzlichen Glückwunsch!

 

Je spannender das Schießen wurde, desto trockener wurde es auch – entsprechend bot sich noch Gelegenheit, den Festplatz weit über das abschließende Schießen hinaus für fröhliche Stunden zu nutzen. 

 

Ein Hinweis an hoffentlich viele Freiwillige für den Sonntag: Um 10 Uhr soll abgebaut und aufgeräumt werden. Viele Hände schaffen ein schnelles Ende! Und ein Tipp obendrein: Auf dem Weg zum Abbauen im Gasthof Voß (gelbes Zimmer) vom Wahlrecht Gebrauch machen! 

 

Ein weiterer Bericht und weitere Bilder vom Vogelschießen folgen. 

Foto zur Meldung: Vogelschießen '24: Wetterkapriolen und neue Majestäten in Schmalensee
Foto: Festumzug mit Treckegespann von Jochen Voß

Dringend empfohlen: Jazz am 23. Juni in der Alten Schmiede Bornhöved

(09. 06. 2024)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved

 

Jazzfrühschoppen in der Alten Schmiede Bornhöved 

 

Liebe Mitglieder und Interessierte am Geschehen in und an der Alten Schmiede Bornhöved,

 

nach gelungenen Veranstaltungen im Mai geht es im Juni direkt weiter mit unserem ehrenamtlichen Engagement.

 

Passend zum traditionellen Ambiente in der „Alten Schmiede“ in Bornhöved spielt die Michael Weiss Jazzband am 23. Juni 2024 von 11.00 bis 13.00 abwechslungsreich und fröhlich beim Jazzfrühschoppen. 

 

Die Michael Weiss Jazzband wird die Gäste mit bekannten Melodien verwöhnen und zu einer angenehmen Atmosphäre beitragen, nie zu laut, dabei schwungvoll und unterhaltsam. 

 

Die Musiker spielen Jazzstandards, New Orleans-Titel, Blues und Dixieland, aber auch alte, bekannte Schlager und Melodien wie zum Beispiel "Mein kleiner grüner Kaktus" von den Comedian Harmonists, "Oh Donna Klara " bekannt von Max Raabe und seinem Palastorchester, "Blueberry Hill " von Fans Domino, "Und der Haifisch, der hat Zähne " bekannt als "Mackie Messer".

 

"Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen " oder "Hallo kleines Fräulein " gehören aber auch zum Repertoire, genauso wie "Goody, Goody „, "Bel Amiie" oder "When the Saint go marching in".

 

Dabei verzaubert die Band gern mit leisen Tönen unter dem Motto: „Der richtige Ton macht die Musik.“

 

Auf zum Jazzfrühschoppen am 23. Juni 2024 um 11.00 Uhr in die „Alte Schmiede“ in Bornhöved, Kuhberg 13. 

 

Der Eintritt ist frei. 

 

Getränke und ein kleiner Imbiss können geordert werden. 

 

Veranstalter sind der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved und die Gemeinde Bornhöved.

 

Über das gesamte Jahresprogramm ist auf www.alte-schmiede-bornhoeved.de zu lesen. 

 

[Jazzfrühschoppen 23.06.2024 - Alte Schmiede]

Foto zur Meldung: Dringend empfohlen: Jazz am 23. Juni in der Alten Schmiede Bornhöved
Foto: Dringend empfohlen: Jazz am 23. Juni in der Alten Schmiede Bornhöved

Morgen wird gewählt: von 8 bis 18 Uhr Europawahl im Gasthof Voß

(08. 06. 2024)

„Bitte jeder nur ein Kreuz!“ Kommt Vielen sicherlich bekannt vor, hat aber so gar nichts mit einem gewissen Filmklassiker zu tun. Hier geht es um das Kreuz auf dem Stimmzettel – am morgigen Sonntag ist Europawahl. 

 

Tatsächlich hat man nur eine Stimme. Und die gilt es, klug zu vergeben in einer großen Auswahl: 34 Parteinahmen stehen auf dem schleswig-holsteinischen Wahlzettel, den der Schmalenseer Wahlvorstand morgen im Gasthof Voß an alle Wahlberechtigten ab 16 Jahre ausgeben wird. 

 

Von 8 bis 18 Uhr ist der Wahlgang am 9. Juni 2024 möglich. Eröffnet und geschlossen wird dieser vom örtlichen Wahlvorsteher, und das ist Bürgermeister Dirk Griese. 

 

Achtung: Die auf dem Wahlschein, der zur Teilnahme an der Europawahl auffordert, vermerkte Adresse für das Wahllokal in Schmalensee ist richtig: Dorfstraße 13. Die Raumbezeichnung aber, Gemeindesaal, stimmt nicht – die Stimmabgabe erfolgt im Gasthof Voß, genauer im „gelben Zimmer“, also gleich rechts, wenn man den Gasthof betritt. 

 

Hier findet auch ab 18 Uhr – mit Ruhe und Sorgfalt – die Auszählung des Schmalenseer Wahlergebnisses statt, das vom Wahlvorsteher nach Feststellung per Schnellmeldung an die Amtsverwaltung weitergegeben wird. 

 

Weitere Infos auf dieser Gemeinde-Homepage in einer Meldung vom 29.05.2024 und unter https://elections.europa.eu/de/how-to-vote/de/ (eventuell Sprache Deutsch auswählen). 

 

[Stimmzettelmuster_Europawahl_24_SH]

Foto zur Meldung: Morgen wird gewählt: von 8 bis 18 Uhr Europawahl im Gasthof Voß
Foto: Morgen wird gewählt: von 8 bis 18 Uhr Europawahl im Gasthof Voß

Ausschuss am 27. Juni berät über Verschönerungen und Ökopfad

(04. 06. 2024)

Der Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr ist jüngst außerhalb der Sitzungen tätig geworden: Unmittelbar vor dem Vogelschießen am 8. Juni waren Schäden am Spielplatz auf dem Bolzplatz festgestellt worden. Der Ausschussvorsitzende Lars Jungclaus und Gemeindearbeiter Mario Rehfeldt machten sich ein Bild von der Situation und es wurden Maßnahmen ergriffen, um Verletzungsrisiken zu beseitigen. 

 

Da trifft es sich gut, dass für Donnerstag, 27. Juni 2024, eine nächste Sitzung des Ausschusses anberaumt worden ist. Beginnen wird diese um 19.30 Uhr im Gasthof Voß. 

 

Der Ausschuss will sich dann ohnehin mit dem weiteren Vorgehen auf dem Spielplatz befassen, für den es Ideen gibt, ein „Upgrade“ vorzunehmen. 

 

Außerdem hat es im Umfeld des Gefallenendenkmals beziehungsweise Ehrenmals an der Dorfstraße bauliche Veränderungen gegeben, die optisch – gelinde gesagt – nicht gerade schön ausgefallen sind. Nun gilt es, über die Einfassung und Bepflanzung des im Besitz der Gemeinde befindlichen Areals nachzudenken. 

 

Mit einem Großplakat wurde jüngst ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt. Angeregt wurde, für solche Aktionen und Veranstaltungen von Vereinen eine regelmäßige Möglichkeit in Form eines festen Plakataufstellers zu schaffen. Auch das wird Thema am 27. Juni sein. 

 

Arbeitsgruppe für Ökopfad gesucht

 

Und dann ist da noch der Dorfökopfad, dessen Beschilderung aktuell nicht an Straßen und Wegen in Schmalensee zu finden ist, weil sie größtenteils derart verwittert war, dass sie vor der Sommersaison entfernt wurde, um keinen negativen Eindruck zu machen. 

 

Ziel des Ausschusses wird sein, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich zeitlich begrenzt und unter Einbindung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern mit einer Neugestaltung des Ökopfades beschäftigt. 

 

Nicht nur deshalb verdient diese Ausschusssitzung Beachtung und rege Teilnahme aus der Einwohnerschaft. 

 

 

Foto zur Meldung: Ausschuss am 27. Juni berät über Verschönerungen und Ökopfad
Foto: Ausschuss am 27. Juni berät über Verschönerungen und Ökopfad

Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 06. 2024)

Auch im Jahr 2024 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und a, 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat Juni.

 

Erfolgreiche Schmalenseer Landwirte: Der landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgegend führt am 1. Juni 1894, vor 130 Jahren, unter Mitwirkung des Ascheberger Vereins, in der Bornhöveder Lindenallee eine Tierschau durch. Vorgeführt und prämiert werden Füllen, Mutterstuten, Starken, Stiere, Milchkühe und auch Federvieh. Unter den Preisrichtern ist auch Meiereiverwalter Peter Landschoof aus Schmalensee. Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee gewinnt mit einer vorgeführten Mutterstute eine erste Prämie von 30 Mark und eine Ehrenfahne für einjährige Starken. Matthias Christian Suhr erhält in dieser Kategorie und für dreijährige Füllen sowie für Milchkühe jeweils eine Ehrenfahne. Eine Prämie erhält auch Hufner Theodor Schnoor für vorgeführte Enten. Hufner Hinrich Saggau gewinnt die mit 20 Mark dotierte Kategorie zweijährige Starken. 

Landwirtschaftliche Maschinen werden spontan zur Ausstellung freigegeben. Vom schleswig-holsteinischen landwirtschaftlichen Generalverein sind für die Tierschau 300 Mark als Zuschuss gewährt worden. Das Rahmenprogramm umfasst ein Festessen, musikalische Unterhaltung, einen Umzug unter klingendem Spiel nach der Petershöhe mit Belustigungsprogramm sowie einen Festball in Heins Gasthof.

 

Ein Lob für gute Arbeit: Nach fast 25-jähriger Tätigkeit als vom Kreistag ernannter Schiedsmann im Bezirk Tensfeld (heutiges Amt Bornhöved ausschließlich Gemeinde Bornhöved) gibt Schmalensees ehemaliger Gemeindevorsteher Matthias Christian Suhr dieses Amt am 1. Juni 1904, vor 120 Jahren, an den Damsdorfer Gastwirt Drenkhahn ab. Schon am 3. April hatte das Segeberger Kreis- und Wochenblatt darauf hingewiesen: „Rentier M.C. Suhr hat mit Rücksicht auf sein hohes Alter das Amt eines Schiedsmannes, das er seit Einrichtung der Schiedsgerichte geführt hat, niedergelegt. Mit großer Geschicklichkeit hat er es verstanden, die streitenden Parteien zu versöhnen und einen Vergleich zustande zu bringen, der, wenn mitunter auch mager, ihm doch besser dünkte, als ein fetter Prozeß.“

 

Alarmierung verhindert (fast) wichtige Beschlüsse: Sitzung der Gemeindevertretung am 1. Juni 1984, vor 40 Jahren. Diese muss beinahe verspätet beginnen, denn ein Sirenen-Alarm veranlasst sechs der neun Gemeindevertreter, ihrer Pflicht als Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr folgend zum Gerätehaus eilen zu wollen. Der anwesende Leitende Verwaltungsbeamte Ernst Timm weiß aber, dass es sich um eine Übung der Amtsfeuerwehr handelt, und hält die Kommunalpolitiker zurück. Bis auf Gerhard Mühlenberg, der so schnell losgeeilt ist, dass ihn die Nachricht erst am Feuerwehrgerätehaus erreicht, und er verspätet zur Sitzung erscheint. Aufträge für acht Bauabschnitte der Schmutzwasserkanalisation müssen vergeben werden. Die ersten vier sollen bis Ende des Jahres 1989 fertig sein, der Rest bis zum 30. September 1990. Die Kosten liegen bei rund 3 Millionen DM. Offen ist noch, wo die Vakuumpumpstation ihren Standort finden soll. Hauskläranlagen, die von der zentralen Entwässerung nicht erfasst werden, sollen saniert werden. Noch immer besteht die Möglichkeit, sich auf eigene Kosten anzuschließen. 

 

Chaussee-Meldungen von 1909: Für Anfang Juni 1909, vor 115 Jahren, veröffentlicht das Segeberger Kreis- und Tageblatt den Arbeitsplan einer Dampfstraßenwalze der Landesbauinspektion Plön. Diese durchquert Schmalensee am 3. Juni 1909 von Ascheberg kommend mit Ziel Bornhöved, wo auf einem Abschnitt der Chaussee Plön-Neumünster eine neue Decklage einzuwalzen ist. Die Rücktour der Walze ist für den 6. Juni vorgesehen. Am 7. Juni 1909 kommt auf der Chaussee Plön-Neumünster (heute die B430) ein führerloses Fuhrwerk nach Bornhöved hineingerast und kann dort, ohne Schaden angerichtet zu haben, zum Stehen gebracht werden. Es handelt sich um ein Gespann der Firma Kruse aus Neumünster, das in Schmalensee vor einem Haus gehalten hatte. Plötzlich scheuten die Pferde und gingen durch. 

 

Segeberg brennt vor 490 Jahren: Im Zuge der sogenannten „Grafenfehde“, ein Bürgerkrieg, der um die dänische Thronfolge entbrannt ist, mischt sich im Jahr 1534 die Hansestadt Lübeck ein, um mehr Einfluss im Ostseeraum zu gewinnen. Lübsche Truppen greifen am 27. Mai 1534 das zum König haltende Segeberg an und versuchen, die Siegesburg zu stürmen. Eine Woche später, am 3. Juni 1534, geben sie auf. Vor dem Abzug werden Segeberg und Gieschenhagen geplündert und niedergebrannt. Dabei gehen sehr wahrscheinlich auch wertvolle Unterlagen des Klosters Segeberg verloren – und damit eventuell wertvolle Unterlagen das Dorf Schmalensee betreffend. 

 

Über 100 Jahre Schwarzbuntzüchter: Im Dezember 2003 konnte der Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis Segeberg sein 100-jähriges Bestehen feiern. Am 4. Juni 2004, vor 20 Jahren, kommt es in Wahlstedt zu einer Schau von 70 Tieren aus 18 Mitgliedsbetrieben. Dem Kreisverein gehören noch 150 Betriebe mit 6500 Kühen an. 1958 waren es 800 Betriebe, dann sattelten viele Landwirte auf Ackerbau und Schweinemast um. Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war 1927 die Einführung der Milchkontrolle. Vorsitzender des Kreisvereins seit 1992 ist der Schmalenseer Hans-Jürgen Harder. Ein Nebenaspekt der Schau sind Existenzsorgen zahlreicher Milchbauern angesichts sinkender Milchpreise. „Da ist es wichtig, Flagge zu zeigen“, sagt Hans-Jürgen Harder. „Uns soll es auch in Zukunft noch geben.“

 

120 Jahre alte Meldungen: Im Juni 1904, vor 120 Jahren, gibt es im Segeberger Kreis- und Wochenblatt einige kurze Meldungen aus Schmalensee und dessen Umgebung. Etwa dass Hans Harder, Sohn des Schmalenseer Hufners Hinrich Harder, am 24. Juni in Husum zum Lehrer gewählt wird. Oder dass am 6. Juni eine in Richtung Schmalensee aufsteigende Rauchsäule dafür sorgt, dass die Freiwillige Feuerwehr Bornhöved zur Hilfeleistung ausrückt. Am Schwarzen Berg stößt sie aber bereits auf die Ursache des Feuers: Dort haben die Tannen des Gastwirts Hauschildt gebrannt. Aufmerksame Radfahrer konnten das Feuer bereits ersticken. Fahrräder bestimmen auch zwei weitere Juni-Meldungen des Jahres 1904 aus Schmalensee: So wird am 14. Juni berichtet, dass dem Wankendorfer Paustian in Schmalensee das Fahrrad gestohlen worden ist, als er sich kurzzeitig in der Gastwirtschaft aufhielt. Am 5. Juni 1904 ist ein Fahrrad der Gewinn einer Schätz-Aktion beim Gastwirt Ludwig Saggau: Es galt, die richtige Summe von Kugeln und Hagelkörnern in einer Champagnerflasche zu schätzen. Gewinner ist ein Herr Schramm aus Kiel. Sein Tipp von 4999 Körnern und Kugeln liegt der tatsächlichen Anzahl 4798 am nächsten. An dem Wettraten hatten 77 Personen teilgenommen. 

 

Das hätte schlimmer enden können:In der Zeitung Jeversches Wochenblatt, und auch in anderen westdeutschen Zeitungen, ist am und um den 6. Juni 1944, vor 80 Jahren, von einem Unglück bei Bornhöved zu lesen: „Bad Segeberg. Vier Kühe durch Starkstrom getötet. Während eines Ausfluges vergnügten sich einige Jugendliche bei Bornhöved damit, ein Stück gefundenes Einfriedungsdraht über die Starkstromleitung zu werfen. Plötzlich sprang eine hohe Stichflamme aus der Leitung auf und tötete vier wertvolle Milchkühe, die in der Nähe geweidet hatten. Die unüberlegte Handlungsweise der Jugendlichen hätte sehr leicht auch den Tod der Beteiligten zur Folge haben können.“

 

Gehöft wird ein Raub der Flammen: Um 7 Uhr am 7. Juni 1909, vor 115 Jahren, ertönt das Feuerhorn: Wohnhaus und Scheune des Landmanns Ludwig Jäger auf dem Schmalenseerfeld (heute Herbst) stehen in Flammen. Die herbeieilenden Freiwilligen Feuerwehren aus Schmalensee und Bornhöved können keines der mit Reet gedeckten Gebäude retten – es ist kein Wasser verfügbar. Beide Häuser brennen völlig nieder, vier Schweine kommen in den Flammen um. Ludwig Jäger wird 1914 der erste im Weltkrieg gefallene Schmalenseer sein. 

 

Ein toller Tag der Landjugend: An der Straße nach Damsdorf findet am 7. Juni 1969, vor 55 Jahren, ein Schleppergeschicklichkeitsfahren der Landjugendgruppe Schmalensee statt. Beginn ist um 12 Uhr. Neben dem Schlepperparcours werden auch ein Rollergeschicklichkeitsfahren, Luftgewehr- und Bogenschießen angeboten. 190 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen an den Wettbewerben teil. Den Wanderpokal gewinnt in diesem Jahr die LJG Husberg vor Schmalensee. Deren Fahrer Hans-Gerhard Hansen gewinnt die Einzelwertung im Schlepperfahren. Das Rollergeschicklichkeitsfahren gewinnt die Husbergerin Elke Braker vor Jutta Riesenberg aus Damsdorf (LJG Schmalensee). Am Luftgewehr siegt Burkhard Saggau, am Bogen Wolfgang Harder, beide LJG Schmalensee. Die Siegerehrung, vorgenommen vom Vorsitzenden Gerhard Harder, findet auf dem Saal des Gasthofs Voß statt. Im Anschluss spielen die Tramboys zum Tanz auf.

 

Schwarzbunte werden eingeschworen: Im Bad Segeberger Hotel Germania findet am 10. Juni 1944, vor 80 Jahren, die 74. Hauptversammlung des Kreisvereins Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner statt. Kreisvorsitzender ist Heinrich Harder, Bürgermeister aus Schmalensee. Dieser ehrt eingangs vor 40 Teilnehmern die im abgelaufenen Berichtsjahr verstorbenen und gefallenen Mitglieder, darunter den Ehrenvorsitzenden Isenberg. Harder führt aus, dass der Krieg die Züchter weiterhin verpflichte, aus den Viehbeständen herauszuholen, was möglich sei. Die planmäßige Lenkung der Erzeugung während dieses Krieges habe sich gut bewährt. Es werde viel mehr Milch und Butter geliefert als im (Ersten) Weltkrieg. Es gelte, in der Unterstützung dieser Planung nicht nachzulassen, sondern durchzuhalten bis zum Endsiege. 

 

Eine ganz besondere Versicherung: Die Tarbeker Windgilde von 1825 hält am 10. Juni 1964, vor 60 Jahren, im Tarbeker Gasthof Schädler ihre Generalversammlung ab. Beginn ist um 10 Uhr. Ab 13 Uhr gibt es Ringreiten, ab 20 Uhr Tanz. Das Einzugsgebiet der Gilde mit ihren 287 Mitgliedern erstreckt sich von Rendswühren bis nach Kalübbe. Seit 139 Jahren findet an jedem zweiten Junimittwoch das Gildetreffen statt. Ältermann Max Schmidt berichtet von einem Jahr mit schweren Schäden, die es zu regulieren galt. Besonders eine Windhose am 28. September 1963 habe Einiges angerichtet. 

 

Erstmals eine Europawahl: Die ersten Wahlen zum Europäischen Parlament finden am 10. Juni 1979, vor 45 Jahren statt. Die Schmalenseer stimmen mehrheitlich für die CDU (147 Stimmen). Auf die SPD entfallen 63, auf die FDP 10 und die Grünen 5 Stimmen. Zur Wahl berechtigt waren 292 Schmalenseerinnen und Schmalenseer. 

 

Spielplatzbau binnen 72 Stunden: Im Zeitraum 10. bis 13. Juni 1999, vor 25 Jahren, findet die „72-Stunden-Aktion“ der Landjugend statt. Die Landjugendgruppe Schmalensee hat sich beim Landeslandjugendverband um eine Teilnahme beworben und dieser wiederum Kontakt zur Gemeinde aufgenommen. Binnen 72 Stunden sollen die Lajus in ihrem Ort eine Aufgabe bewältigen, deren Ergebnis der Allgemeinheit zugute kommt. Für die teilnehmenden Landjugendgruppen im Lande bedeutet die 72-Stunden-Aktion vor allem einen Imagegewinn. Christian Detlof als „Agent“ der Gemeinde hat an Vorbereitungstreffen in Rendsburg teilgenommen und im Zusammenwirken mit den Ausschussvorsitzenden der Gemeindevertretung das Projekt erstellt: Die LJG Schmalensee mit ihren Vorsitzenden Maya Grote und Sönke Nagel soll einen Kinderspielplatz am Sportlerheim für die darin untergebrachte Kinderspielstube errichten. Am Donnerstag um 18 Uhr wird die Aufgabe verlesen, am Sonntag um dieselbe Zeit wird die Uhr gestoppt. Dank des tatkräftigen Einsatzes der Mitglieder und der Unterstützung von örtlichen Unternehmen und Familien gelingt das Abenteuer. 

 

Was der Stahlhelm will: In der Kreisstadt Segeberg findet am 15. Juni 1924, vor 100 Jahren, ein Stahlhelm-Tag statt. Die Frontkämpfer-Organisation hat seit ihrer Gründung im Vorjahr bereits mehrere Ortsgruppen im Kreis Segeberg gebildet (und wird auch in Schmalensee Anhänger finden). Die Veranstaltung beginnt mit einem Zug zum Vogelschießerplatz – nicht in geschlossener Formation, das ist verboten. Dort wird die Front u.a. durch den Kreisvorsitzenden Böckmann (Klein Niendorf) abgeschritten. Generalmajor von Fransecky hält eine erste Ansprache: „Schlägt nicht jedem von uns das Herz höher beim Anblick der Farben schwarz-weiß-rot, unter denen wir einst siegreich dem Feind entgegen stürmten? Ihnen wollen wir wieder zu Ehren verhelfen! Autorität, Disziplin und Gehorsam sind die Grundlagen der staatlichen Macht.“ Danach spricht Bornhöveds Pastor Schlüter zur versammelten Menge. Nach dem Absingen des „protestantischen Trutzliedes Ein feste Burg ist unser Gott“ predigt Schlüter über 2. Tim. 1,7: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.“ Er erwähnt die hohe Begeisterung zu Kriegsbeginn, die schwere Kriegszeit, den furchtbaren Zusammenbruch und die schweren Jahre danach. Beim anschließenden Kommers nennt der Kreisvorsitzende Böckmann die Ziele des Stahlhelm: „Wir wollen keinen Putsch, aber wir stehen auf dem Standpunkt, dass wir, die wir 4 ½ Jahre den Feind von unsern Grenzen ferngehalten haben, in erster Linie dazu berufen sind, am Wiederaufbau mitzuhelfen. Wir bekämpfen zwei Parteien: Die Sozialdemokratie und den Kommunismus. Wir wollen die Jugend in unserm Geiste erziehen, dann kann es möglich sein, dass Deutschland einst wieder hoch kommt.“ 

 

Foto zur Meldung: Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

Holsteinseen am 10. August: Eine historische Begehung Trappenkamps

(31. 05. 2024)

Trappenkamp ist die jüngste Gemeinde im Amt Bornhöved und hat doch viel und außergewöhnliche Geschichte. Wer den Ort von Einkaufstouren, Arztbesuchen, Behördengängen und dem Ausflug zu Pizza und Eis kennt, weiß vielleicht gar nicht, an welch spannenden Bauwerken er – oder sie – vorbeifährt. 

 

Der Tourismusverein Holsteinseen sorgt mit einer „Führung durch die Geschichte Trappenkamps“ für Aufklärung. Reinhard Bronsert kennt sich aus in seiner Gemeinde und hat einiges zu erzählen über das, was auf der früheren „Gönnebeker Heide“ geschah und sich entwickelt hat.

 

Termin: Samstag, 10. August, 15 bis 17 Uhr.

 

Treffpunkt: Museumsbunker in der Schulstraße.

 

Teilnahme: kostenlos.

Foto zur Meldung: Holsteinseen am 10. August: Eine historische Begehung Trappenkamps
Foto: Die Kunstschmiede Trappenkamp - früher ein Militärgebäude

Wir haben die Wahl – am 9. Juni – für Europa, für uns

(29. 05. 2024)

Am Sonntag, 9. Juni, finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. In Schmalensee hat das Wahllokal die Adresse Dorfstraße 13, geöffnet ist es von 8 bis 18 Uhr. Achtung: Die Stimmabgabe erfolgt im Gasthof Voß, nicht im Gemeindesaal.

 

Direkt nach dem Schließen des Wahlvorganges durch den Wahlvorsteher (Bürgermeister Dirk Griese), wird der neunköpfige Wahlvorstand zur Auszählung der Stimmen schreiten. 

 

Alle wahlberechtigten Schmalenseerinnen und Schmalenseer sollten längst ihre Wahlbenachrichtigung erhalten haben. Alle sind aufgerufen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen! Krisenhafte Zeiten wie die derzeitige, mit einem schrecklichen Krieg an der Peripherie der Europäischen Union, sollten uns verdeutlichen, dass das Recht, frei und unabhängig zu wählen, nicht allen Menschen gegeben ist. 

 

Wissenswertes zur EU-Wahl

 

350 Millionen wahlberechtigte Bürger und Bürgerinnen der Europäischen Union (EU) sind zur Wahl eines neuen Europäisches Parlaments aufgerufen. Zum ersten Mal dürfen auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben und so über die Abgeordneten im Europäischen Parlament mitentscheiden.

 

Deutschland stellt aufgrund seiner Größe auch die größte Summe an Abgeordneten im EU-Parlament: 96. Unsere Nachbarn entsenden zum Teil deutlich weniger Vertreterinnen und Vertreter nach Brüssel bzw. zum zweiten Sitz des Parlaments, Straßburg: Frankreich 81, Polen 53, Dänemark 15, die Niederlande 31. 

 

Die Wahl wird von nationalen politischen Parteien bestritten, aber sobald die Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt sind, entscheiden sich die meisten für eine Mitgliedschaft in transnationalen politischen Gruppierungen (Fraktionen). Die meisten nationalen Parteien sind einer europaweiten politischen Partei angegliedert.

 

Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildug

 

Alle 35 Parteien, die zur Wahl antreten, haben die Wahl-O-Mat-Thesen beantwortet. Jetzt sind Sie an der Reihe: Vergleichen Sie Ihre Standpunkte mit den Antworten der Parteien: https://www.wahl-o-mat.de/europawahl2024/app/main_app.html

Der Wahl-O-Mat ist keine Wahlempfehlung, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik.

 

Unter dem Link https://results.elections.europa.eu/de/ kann man die bestehende Besetzung des Europäischen Parlaments sehen. U.a. hier werden auch die Ergebnisse der diesjährigen Wahl erscheinen. 

 

Mehr zur Europawahl auch unter https://elections.europa.eu/de/how-elections-work/

 

Nicht vergessen: 9. Juni, 8 bis 18 Uhr: Europawahl. Wer nicht vor Ort ist, kann seine Stimme per Briefwahl vergeben.

 

Foto zur Meldung: Wir haben die Wahl – am 9. Juni – für Europa, für uns
Foto: Wir haben die Wahl – am 9. Juni – für Europa, für uns

Gemeindevertretung Schmalensee wiederholt Beschlüsse aus dem Bauausschuss

(27. 05. 2024)

Die Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung am 22. Mai war angesichts der Abwesenheit von gleich vier BWS-Vertreterinnen und -Vertretern mit 5 Anwesenden knapp beschlussfähig. Die Tagesordnung wurde bestimmt von der des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten, der am 8. Mai getagt und einige Beschlüsse vorbereitet hatte. 

 

So wurde für das B-Plangebiet Nr. 9, Belauer Straße 2 bis 8, die Abwägung der Einwendungen bestätigt und es wurde der Satzungsbeschluss gefasst. 

 

Zum B-Plangebiet Nr. 8, dem in Planung befindlichen Neubaugebiet, wurde im Grundsatz beschlossen, dass in diesem ein Kaltes Nahwärmenetz mit Anschlusszwang zu errichten ist. Betrieben werden soll es im durch Gebühren finanzierten Regiebetrieb durch die Gemeinde unter Zuhilfenahme einer vertraglich gebundenen Fachfirma. Auch für diesen Bereich hatte es im Zuge öffentlicher Auslegung Einwendungen Träger öffentlicher Belange gegeben, die im Bauausschuss abgewogen worden waren. Diese Abwägung wurde doppelt bestätigt – für die 8. Änderung des Flächennutzungsplans und für den B-Plan Nr. 8. Für beide wurde neben der Abwägung der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss beschlossen. 

 

Zur Windenergie wurde kurz wiederholt, was im Bauausschuss mit einigen Bildern bzw. Folien dargestellt worden war: Eine neue Investorengruppe möchte nördlich der Stockseer Straße einen Windpark errichten, aber auch die Firma Denker & Wulf plant, neben ihren bestehenden Anlagen zwischen Damsdorfer und Stockseer Straße noch weitere zu errichten. Dem Bürgermeister wurde geraten, nach den Sommerferien, wenn seitens des Landes Schleswig-Holstein „weiche Kriterien“ zum Ausbau der Windkraft vorliegen, eine Einwohnerversammlung einzuberufen, in der beide Interessenten mit Zeitlimit ihre Vorhaben vorstellen und sich den Fragen der Einwohnerschaft stellen können – entweder am 12. oder am 19. September.

 

Beschlossen wurde, statt 50.000 nun bis zu 75.000 Euro für die Überholung der Vakuumentwässerung – Pumpstation inklusive Schaltschrank und somit Pumpensteuerung – bereitzustellen. Die zusätzlichen Mittel werden an anderen Stellen des Haushalts entnommen. 

 

Aus der am 19. März stattgefundenen Verkehrsschau konnte Bürgermeister Dirk Griese berichten, dass ein Verkehrsspiegel in der Stockseer Straße problemlos durch die Gemeinde installiert werden kann. Die Verlängerung der Tempo-30-Zone in der Ortsdurchfahrt, um die scharfe Kurve im Bereich Abzweigung Belauer Straße und die Werksausfahrt der Firma Radloff herum, sei leider von der Verkehrsaufsicht abgewiesen worden, da es hier noch nicht zu Unfällen kam... Über Mittelstreifen auf der B430 werde aber nachgedacht, weil die Straße in Teilbereichen zu schmal sei. 

 

Auch auf eine Tonnagebeschränkung in der Tarbeker Straße will Schmalensee hinwirken – Kies-Lkw nutzen diese verstärkt als Abkürzung und sorgen durch ihre Fahrweise für Gefahren und Fahrbahnschäden. Im Bereich der Sportanlage ist bereits aufgrund der Kita eine Tempo-30-Zone angeordnet worden. Leider zeitlich begrenzt auf 6 bis 18 Uhr – die Gemeinde hofft, die Geschwindigkeitsbegrenzung ganztägig durchsetzen zu können. Schließlich ist auch vor 6 Uhr schon reger Verkehr auf der Tarbeker Straße und auch nach 18 Uhr gehen Jugendliche auf der Sportanlage ihrem Sport nach. 

 

Bürgermeister Dirk Griese musste weiterhin berichten, dass die Erneuerung der Flutlichtanlage auf dem Sportgelände für Probleme sorgt, da die Maßnahme mit 107.000 Euro nicht nur erheblich teurer wird, sondern auch nicht viel Förderung möglich scheint. 

 

Neue bürgerliche Mitglieder wurden durch die Gemeindevertretung einstimmig bestätigt: In den Ausschuss für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten rückt für die verstorbene Lore Jungclaus (BfS) Nils Loenicker nach. In den Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr wurde Joachim Wolff (BWS) berufen, nachdem Stephanie Allonge aus Schmalensee fortgezogen war. 

Foto zur Meldung: Gemeindevertretung Schmalensee wiederholt Beschlüsse aus dem Bauausschuss
Foto: Tempo 30 im Bereich Sportelände und Kita Schmalensee

Amt Bornhöved sucht dringend Wohnraum für Geflüchtete!

(24. 05. 2024)

Aus dem Blickpunkt 20/2024:

 

Dringende Wohnraumsuche für geflüchtete Personen!

 

Menschen sind weiterhin auf der Flucht! 

 

Bitte helfen Sie uns bei der Suche nach Unterkünften.

 

Bürger im Amt Bornhöved, die Wohnraum für die Unterbringung von geflüchteten Personen zur Verfügung stellen wollen, werden gebeten, sich bei der Amtsverwaltung zu melden. 

 

Wir möchten gemeinsam mit Ihnen Lösungen für die Unterbringung der Kriegsflüchtlinge finden. 

 

Bitte wenden Sie sich mit ihrem Hilfsangebot an Herrn Tralau (Tel. 04323/9077-30 oder E-Mail ).

 

Amt Bornhöved, Der Amtsdirektor

Foto zur Meldung: Amt Bornhöved sucht dringend Wohnraum für Geflüchtete!
Foto: Amt Bornhöved sucht dringend Wohnraum für Geflüchtete!

Gemeindevertretung am 22. Mai mit vielen Bauausschuss-Punkten

(21. 05. 2024)

Wer den Bericht zur Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten gelesen hat oder selbst am 8. Mai die Sitzung verfolgt hat, weiß, was sich hinter vielen Punkten der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch, 22. Mai, um 19.30 Uhr im Gasthof Voß verbirgt. 

 

Zum Thema Neubaugebiet wurden wichtige Beschlüsse vorbereitet, indem ein Umweltbericht gehört und die Einwendungen von Trägern öffentlicher Belange abgewogen wurden. Somit liegt zum B-Plan Nr. 8 ein Entwurfs- und  Auslegungsbeschluss vor. Gleiches gilt für die 8. Änderung des Flächennutzungsplans. Weiterhin wurde ein wichtiger Schritt in Sachen Wärmeplanung unternommen: Der Bauausschuss empfiehlt, ein kaltes Nahwärmenetz mit Anschlusszwang zu errichten und als sogenannten Regiebetrieb zu führen. Ziel in Sachen Neubaugebiet bleibt, in diesem Jahr alle Planungsarbeiten zu beenden um im Frühjahr 2025 mit den Erschließungsarbeiten zu beginnen. 

 

Im Thema B-Plan Nr. 9, Belauer Straße, wurden diverse Einwendungen von Trägern öffentlicher Belange abgewogen. Es wurden keine Änderungen am B-Plan Nr. 9 herbeigeführt und der Gemeindevertretung der Satzungsbeschluss vorbereitet. 

 

Das Thema Windenergie schiebt sich wieder auf die Agenda der Schmalenseer Gemeindepolitik. Interessen, weitere Windkraftanlagen in der Gemarkung zu errichten, sind vorhanden und wurden im Bauausschuss berichtet. Gleiches wird in der Gemeindevertretung geschehen – es wird berichtet. Mit der Empfehlung aus dem Ausschuss, in einer Einwohnerversammlung den Interessenten die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen der Öffentlichkeit vorzustellen. 

 

Es gibt aber noch weitere Tagesordnungspunkte

 

Personalangelegenheiten hat die Gemeindevertretung am 22. Mai zu regeln. Für die leider verstorbene Lore Jungclaus ist von der Fraktion der BfS ein neues bürgerliches Mitglied für den Ausschuss für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten zu benennen; die BWS muss dies für die verzogene Stephanie Allonge im Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr tun. Beide Ausschussmitglieder müssen jedoch von der Gemeindevertretung bestätigt werden. 

 

Das informelle Rahmenkonzept für Solar-Freiflächenanlagen in Schmalensee rückt noch einmal auf die Tagesordnung. Der Grund ist, dass etwaige Stellungnahmen von benachbarten Gemeinden zu behandeln und dann abschließend zum Konzept zu beschließen ist. 

 

Zuguterletzt, sofern nicht noch zur Ortsentwässerung Beschlüsse fällig werden, gibt es noch etwas aus dem Themenbereich Finanzen: Die Gemeindevertretung hat einen Bericht über der Gemeinde zugegangene Zuwendungen in den Jahren 2022 und 2023 zur Kenntnis zu nehmen. 

Foto zur Meldung: Gemeindevertretung am 22. Mai mit vielen Bauausschuss-Punkten
Foto: Gemeindevertretung am 22. Mai mit vielen Bauausschuss-Punkten

Bauausschuss am 8. Mai: Große Themen, kleines Interesse

(17. 05. 2024)

Die Windkraft kommt wieder auf die Agenda der Schmalenseer Gemeindepolitik. Auslöser sind Interessen in nun zwei Gebieten, über die in der Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten am 8. Mai berichtet wurde. Und das nicht zum ersten Mal. 

 

Denn schon am 8. Februar waren die Mitglieder der Gemeindevertretung und aller Schmalenseer Ausschüsse von Interessenten, also Landeigentümern, aus Schmalensee, Stocksee und Belau und ihren Planer darüber informiert worden, im Bereich nördlich der Kreisstraße 57 (Stockseer Straße) maximal neun Windkraftanlagen von 250 Meter Höhe errichten zu wollen. Je eine auf Flächen der Nachbargemeinden, den Rest in Schmalensee. Es handelt sich dabei um eine frühere Windenergiepotenzialfläche, die man der Landesplanung gern als Ausbauoption für Regenerative Energien vorschlagen möchte. 

 

Schon in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung im März hatte der Ausschussvorsitzende Christian Detlof von dieser Informationsveranstaltung berichtet. Mittlerweile ist auch in der schon bekannten Potenzialfläche, angrenzend an die schon stehenden Windkraftanlagen beiderseits der Damsdorfer Straße, weiteres Interesse zur Errichtung weiterer Windräder angemeldet worden.

 

Anders, als in der Tagesordnung für die Sitzung am 8. Mai angekündigt, ist man im Ausschuss nicht zu einer Beschlussempfehlung gelangt. Die Option, von der sogenannten Gemeindeöffnungsklausel Gebrauch zu machen, war bei den Beschlüssen zur Tagesordnung gestrichen worden. Stattdessen wurde kurz über das, was bekannt ist, in Anwesenheit von vier zuhörenden Bürgern beraten und dann festgehalten, dass man vom Bürgermeister die Einberufung einer Einwohnerversammlung erwarte, in der beide Interessengruppen ihre Vorstellungen der Öffentlichkeit nahebringen mögen. Bis dahin, so die Hoffnung, werde das Land seine Kriterien bekannt gemacht haben, die Einfluss auf das Maß des Ausbaus haben werden. 

 

Fortschritte in Sachen Neubaugebiet

 

Ziel aller am Neubaugebiet beteiligten Gremien, Ämter und Büros ist, in 2024 die Planungen zum Abschluss zu bringen und 2025 sobald wie möglich mit der Erschließung des Neubaugebietes am Grasweg („nördlich Damsdorfer Straße“; B-Plan Nr. 8) zu beginnen. Die wohnbauliche Erschließung soll möglichst im Sommer 2025 starten können. 

 

Auf den Weg gebracht wurde am 8. Mai das Thema Wärmeplanung. Öl und Gas scheiden grundsätzlich aus. Fernwärme ist zu weit weg. Und unlängst waren die Kommunalpolitikerinnen und -politiker auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, als Quartierskonzept ein sogenanntes Kaltes Nahwärmenetz zu errichten, das im gesamten Neubaugebiet verpflichtend, also mit Anschlusszwang, errichtet werden soll. Dem grundsätzlichen Beschluss als Empfehlung an die Gemeindevertretung folgte sodann die Beschlussempfehlung, dieses Netz als „Regiebetrieb“ zu führen, also nicht durch ein genossenschaftliches Konstrukt betreiben zu lassen. Die Wärmeversorgung liefe ähnlich der Wasserver- und Abwasserentsorgung über Satzungen und Gebührenerhebung, betreut durch ein Unternehmen mit entsprechender Expertise als Partner der Gemeinde. Dieses Kalte Nahwärmenetz wäre etwas ganz Neues im Amt Bornhöved und ein wesentlicher Schritt in der „von oben“ verlangten Kommunalen Wärmeplanung. 

 

Umfangreich galt es, Einwendungen zur Planung von Trägern öffentlicher Belange abzuwägen. Auch wurde der Umweltbericht gehört und beraten. Beides Voraussetzungen dafür, sowohl für die 8. Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan Nr. 8 der Gemeinde Schmalensee einen Entwurfs- und Auslegungsbeschluss fassen zu können. Das geschah jeweils und kann von der Gemeindevertretung am 22. Mai bestätigt werden. 

 

Weitere Themen des Bauausschusses

 

Einwendungen hatte es zum B-Plan Nr. 9 gegeben, der den Bereich Belauer Straße 2 bis 8 betrifft. Lange hatte man in der Vergangenheit um eine Lösung in dieser Sache gerungen, im Raum standen einige Vorwürfe an die Politik, hier einen Bauherren bevorzugen zu wollen. Das aber wurde in der Abwägung einstimmig verworfen. Alle Mitglieder waren sich darin einig, mit großer Intensität das Für und Wider einer baulichen Veränderung beraten zu haben, stets mit Blick auf das ganze B-Plangebiet. Der Gemeindevertretung wurde ein Satzungsbeschluss empfohlen.

 

Die Ortsentwässerung ist Dauerthema in Schmalensee. Denn die Vakuumentwässerungsanlage ist mit ihren über 30 Jahren mittlerweile durchaus „betagt“. Und es bedarf nach jahrzehntelang praktizierten kleinen Schritten einer Generalüberholung. Im Haushalt 2024 wurden vorsorglich 50.000 Euro dafür bereitgestellt. Zu wenig, wie die Angebotslage darstellt. Bis zu 75.000 Euro kann es kosten, die Anlage fit für die Zukunft zu machen. Bürgermeister Dirk Griese stellte diese sowohl technische als auch finanzielle Herausforderung vor und erklärte auch gleich, wie das Defizit ausgeglichen werden könne – durch „Haushaltsreste“, also für andere Projekte bereitgestellte Mittel, die 2024 doch nicht abgerufen werden.

 

Viele weitere Themen im Köcher des Ausschusses

 

Nicht behandelt werden konnten einige Themen, die aber weiter auf der Agenda des Ausschusses sind und angegangen werden sollen und müssen. Dazu gehören die notwendige Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, der Radewegebau in Richtung Stocksee, die Anlage eines Baumkatasters, die Durchsetzung einer Tonnagebeschränkung auf der Tarbeker Straße, die vom Schwerlastverkehr kaputtgefahren wird (im Bereich der Sportanlage mit Kita ist mit der baldigen Einrichtung einer Tempo-30-Zone zu rechnen). Die Erneuerung der Flutlichtanlage stockt, weil ein Fördermittelgeber – der Bund – sich sträubt. In der Redderkoppel wird Bedarf an zusätzlichen Parkflächen angemeldet und eigentlich soll sich auch etwas auf dem Spielplatz am Bolzplatz tun. 

 

Langweilig wird es also nicht in der Gemeindepolitik. Nächster Halt: Sitzung der Gemeindevertretung am 22. Mai, um 19.30 Uhr im Gasthof Voß. 

Foto zur Meldung: Bauausschuss am 8. Mai: Große Themen, kleines Interesse
Foto: Bauausschuss am 8. Mai: Große Themen, kleines Interesse

Ein Schmalenseer serviert Wein im Nachbardorf: „Moin Belau“ eröffnet am 18. Mai

(16. 05. 2024)

Es hat sich herumgesprochen: Bauer Hader alias Nils Loenicker (oder andersrum?) aus Schmalensee ist unter die Weinkenner gegangen und hat nun im Nachbarort Belau eine Weinbar aufgemacht. 

 

Einen Eröffnungstag gab es schon am 9. Mai. Den offiziellen Startschuss geben Loenicker und sein Freund und Partner nun am Samstag, 18. Mai. Dazu Nils Loenicker:

 

„„Ein lang gehegter Traum wird endlich wahr. Während des Pandemie bedingten Lockdowns gab es für mich statt Kabarett auf der Bühne ein Studium an der Weinakademie Berlin. Der Grund und Antrieb war, eine kleine Weinbar im Herzen Holsteins zu betreiben. 

 

Gesagt - getan! 2021 habe ich zusammen mit meinem Freund Heiko Thielsen den Pavillon mitten in Belau erworben und renoviert. Jetzt, am Pfingstsamstag, ist die offizielle Eröffnung. Ab 14 Uhr heißen wir alle Gäste herzlich willkommen. Wir bieten nicht nur gepflegte Getränke an, sondern auch Tastings und kleine Weinseminare. In diesem Sinne: Wohl bekomms!“

 

Mehr dazu auf dem dieser Meldung beiliegenden Flyer (PDF) und im Internet unter www.moinbelau.de

 

 

[Flyer Moin Belau]

Foto zur Meldung: Ein Schmalenseer serviert Wein im Nachbardorf: „Moin Belau“ eröffnet am 18. Mai
Foto: Moin Belau - Heiko Thielsen und Nils Loenicker

Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 05. 2024)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. 

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Mai die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Die Seen werden „kleiner“: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt meldet am 15. Mai 1934, vor 90 Jahren, dass im Bereich Wankendorf, Ruhwinkel, Perdoel und Stolpe gerade ein seit 100 Jahren geplantes Projekt verwirklicht wird: Im Rahmen der Arbeitsbeschaffung ist ein Unternehmen mit gut 120 Mann damit beschäftigt, die Wasserspiegel des Belauer-, Schmalen-, Bornhöveder, Schieren- und Stolper Sees um 63 bis 75 Zentimeter zu senken. Die damit verbundene dauerhafte Landgewinnung von rund 454 Hektar bewirke, dass der Fuhlensee verschwindet. Die Seen, die bislang bis an Wald- und Wiesenränder grenzten, seien nun von regelrechten Stränden umsäumt, wovon man sich auch ein wenig Belebung des Fremdenverkehrs erhoffe. 

 

Die Lehrer befassen sich mit „Rasse“: Noch eine Meldung aus dem Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 15. Mai 1934. Die Versammlung des NS-Lehrerbundes Bornhöved ist demnach zu ihrer monatlichen Versammlung zusammengetreten. Lehrer Schmidt aus Damsdorf hat über „Die Rasse im Allgemeinen und die Rassen Europas“ referiert und ging dabei auf den Unterschied europäischer Rassegemische und die Juden ein, die außereuropäischen Rasseeinflüssen unterlägen. Lehrer Schümann sprach dann über „die gegenwärtige Lage der Kultur und Bildung“. Sein Fazit: „Kultur und Bildung stehen, wenn sie real und wirkungsvoll sein sollen, im Zusammenhang von Blut und Boden, von Rasse und Volkstum“. 

 

Mehr männliche als weibliche Schmalenseer: Eine Volkszählung am 17. Mai 1939, vor 85 Jahren, ermittelt den Stand der Wohnbevölkerung, auch in den Gemeinden des Kreises Segeberg. Demnach leben in Schmalensee 314 Personen, davon 167 männliche und 147 weibliche.

 

Umgestaltung des Bolzplatzes in Schmalensee: Drei gemeindliche Ausschüsse tagen am 17. Mai 1999, vor 25 Jahren, gemeinsam: Der Bau- und Wegeausschuss, der Ausschuss für Planung und Umwelt und der Ausschuss für Ortsverschönerung und Fremdenverkehr. Es geht um die Neugestaltung des Dorfplatzes oder Bolzplatzes, weshalb auch das Ingenieurbüro Gosch und Schreyer aus Bad Segeberg teilnimmt. Besprochen werden u.a. die Gliederung der Fläche in drei Abschnitte – Eingang und Feuerwehr, Festwiese mit Bolzplatz, Spielplatz – und die zu treffenden Maßnahmen. Als geschätzte Kosten der Gesamtmaßnahme werden 145.000 DM angenommen, von denen das Land 87.000 DM übernehmen könnte. Durch niedrige Erdwälle soll der erweiterte Spielplatz umrandet werden. Die Parkfläche soll ein Ökopflaster erhalten und ein Grillplatz angelegt werden. 

 

Seit über 20 Jahren zu Gast in Schmalensee: Die Kieler Nachrichten berichten am 18. Mai 2004, vor 20 Jahren, in ihrer Tagesausgabe von einer besonderen Würdigung durch den Fremdenverkehrsverein Wankendorfer Seengebiet für das Ehepaar Gertrud und Erich Wormuth aus Düsseldorf, das seit 1974 in der Region seinen Urlaub verbringt. Ihre Treue gilt besonders der Gemeinde Schmalensee, wo sie bei den Vermietern Hildegard und Ewald Garber seit nun 20 Jahren ihr Quartier nehmen. Zuvor waren sie zehn Jahre lang Gäste bei Lisa und Hermann Griese. 

 

Ein Aufruf zur Gewalt in der Tageszeitung: Standartenführer Krause, Sonderbeauftragter des Obersten Führers der SA im Kreis Segeberg, richtet am 19. Mai 1934 in einer amtlichen Mitteilung im Segeberger Kreis- und Tageblatt einen Aufruf an die SA-Männer des Kreises Segeberg. Es gebe bürgerliche Miesmacher und Nörgler und andere „reaktionäre Elemente“, die sich über die SA belustigen und den entstehenden neuen Staat zu erschüttern suchen. „Stellt die Gerüchtemacher, haltet sie fest und schlagt sie auf ihr Lügenmaul, wo ihr sie trefft! Wenn sie uns nicht lieben, sollen sie uns fürchten!“

 

Mutterkreuze für Schmalenseerinnen: Am 21. Mai 1939, dem Muttertag vor 85 Jahren, werden an über 70 Jahre alte kinderreiche Mütter des Kreises Segeberg die vom „Führer“ Adolf Hitler gestifteten Mutterkreuze verliehen. Aus Schmalensee werden mit dem Goldenen Ehrenkreuz für acht oder mehr Kinder Anna Schenck, geb. Gosch, Lina Kronfeld, geb. Diedrich und Emma Siebelts, geb. Riems ausgezeichnet. Katharina Harder, geb. Saggau erhält die silberne Ausfertigung (sechs oder sieben Kinder). Das bronzene Mutterkreuz für vier oder fünf Kinder erhalten Elise Saggau, geb. Wulf und Elisabeth Suhr, geb. Westphal. 

 

Landjugend reist vor 50 Jahren nach Hessen: Die Landjugendgruppe Schmalensee reist im Zeitraum 23. bis 27. Mai 1974 nach Friedberg in Hessen. Das Programm ist umfangreich. Schon während der Anreise wird bei Duderstadt die Zonengrenze besichtigt. Die Gastgeber führen die Schmalenseer durch ihre Region und nach Frankfurt am Main. Außerdem wird tüchtig gefeiert.

 

Kleine und schwere Bestrafungen für Verkehrsteilnehmer: Der Landrat des Kreises Segeberg veröffentlicht am 24. Mai 1934 im Segeberger Kreis- und Tageblatt allgemeine Verhaltensregeln für Teilnehmer am Straßenverkehr, abgeleitet aus der Straßenverkehrsordnung. Er weist darauf hin, dass ab sofort leichte Überschreitungen mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung und 1,00 RM belegt werden; schwere Überschreitungen ziehen Strafanzeigen nach sich. „Hartnäckigen Dauerübertretern wird das Fahrzeug weggenommen.“ 

 

Ein „Messerheld“ in Schmalensee vor 115 Jahren: Laut einer Meldung im Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 25. Mai 1909 wird ein Geselle aus Bornhöved, als er seine Braut in Schmalensee besuchen möchte, von Knechten überfallen und mit Messern so arg zugerichtet, dass ihn der Arzt in Bornhöved mit mehreren Stichen nähen muss. Ein Knecht, der als „Messerheld“ bekannt ist, wird als Haupttäter ermittelt. Er muss sich zusätzlich wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten.

 

Mangelwirtschaft macht vor Friseuren nicht Halt: Die Friseurinnung des Kreises Segeberg macht am 25. Mai 1944, vor 80 Jahren, darauf aufmerksam, dass von heute bis einschließlich Pfingsten 1944 keine Kinderhaarschnitte mehr ausgeführt werden. Weiterhin wird bekannt gegeben, dass in Herrenfriseurgeschäften Schleswig-Holsteins während des Krieges für Kinder über 3 und Jugendliche unter 16 Jahren nur noch einfache Haarschnitte ausgeführt werden. „Der sogenannte Fasson-Schnitt ist für diesen Kundenkreis untersagt.“

 

Zwei Siebkes stehen im Mittelpunkt: Während des Verbandstages des Kreisfußballverbandes Segeberg am 26. Mai 1989, vor 35 Jahren, in Nahe wird der Schmalenseer Helmut Siebke für seine Schiedsrichter-Tätigkeit mit der Silbernen Ehrennadel des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) geehrt. Sein Bruder Hans Siebke hält als Vorsitzender des Kreissportverbandes ein Grußwort. Darin macht er eine provokative Rechnung auf: Wenn Behörden einen Jugendlichen „von der Straße holen“, koste dieses im Durchschnitt 100.000 DM. Die Aufnahme eines Kindes in den Sportverein koste lediglich den Mitgliedsbeitrag – würde die Kommunalpolitik also die 100.000 DM in den örtlichen Sport investieren, sei weit mehr als einem Kind oder Jugendlichem geholfen. 

 

Angriff auf Segeberg vor 490 Jahren: In den Bürgerkrieg, der um die dänische Thronfolge entbrannt ist, die sogenannte Grafenfehde, mischt sich 1534 auch die Hansestadt Lübeck ein, um mehr Einfluss im Ostseeraum zu gewinnen. Lübsche Truppen greifen am 27. Mai 1534 das zum König haltende Segeberg an und versuchen, die Siegesburg zu stürmen. Eine Woche später, am 3. Juni 1534, geben sie auf. Vor dem Abzug werden Segeberg und Gieschenhagen geplündert und niedergebrannt. Dabei gehen sehr wahrscheinlich auch wertvolle Unterlagen des Klosters Segeberg verloren. Die Grafenfehde wird 1536 enden und es wird für die Herzogtümer Holstein und Schleswig eine 90 Jahre währende Zeit des Friedens anbrechen, die erst 1626/27 mit der Einmischung König Christian IV. in den Dreißigjährigen Krieg enden und nur kurz, 1559, durch den Feldzug der Landesherren gegen die Bauernrepublik Dithmarschen, kurz unterbrochen werden wird. 

 

Spatenstich für die Arena am Kalkberg vor 90 Jahren: In Bad Segeberg erfolgt am 27. Mai 1934 am Kalkberg der erste Spatenstich für die Errichtung einer Thingstätte. Damit den zahlreichen Teilnehmern des Umlandes die Anreise vereinfacht wird, wartet die Kleinbahn Kiel-Segeberg mit einer 50 Prozent-Fahrpreisermäßigung auf. Auch Oberpräsident und NS-Gauleiter Lohse nimmt an dem Festakt teil, um den ersten Spatenstich zu tätigen. Ganze Formationen der SA und Schulklassen reisen zu dieser Veranstaltung an. 

 

Seeanlieger sollen nicht bevorzugt werden: Im Segeberger Kreis- und Tageblatt wird am 27. Mai 1944, vor 80 Jahren, Kritik an Fischer Christophersen von der Cluß geübt: Dieser hatte in den zurückliegenden Tagen im Bornhöveder und Belauer See „größere Mengen Fische“ (Aale, Brachsen, Rotaugen) gefangen und an die Bevölkerung von Bornhöved und Umgebung verkauft. „Erwünscht ist allerdings bei größeren Fischfängen eine allgemeinere Bekanntgabe, damit eine gleichmäßige Verteilung stattfinden kann“, heißt es in der Meldung. Die dahinterstehende Absicht: In Zeiten der kriegsbedingten Mangelwirtschaft ist es vonseiten der Behörden gewünscht, ungleiche Verteilung von Lebensmitteln und damit aufkommenden Neid zu verhindern. 

 

Die Meiereigenossenschaft wächst um ein Dorf: Die Schmalenseer Meiereigenossenschaft hält am 28. Mai 1904, vor 120 Jahren, ihre Generalversammlung ab. Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau und Gemeindevorsteher Theodor Schnohr werden erneut in den Vorstand gewählt. Johannes Saggau aus Schmalensee scheidet aus dem Gremium aus. Es zeichnet sich ab, dass die Belauer Bauern, die bislang ihre Milch zur Kalübber Meierei lieferten, nun den Anschluss an die Schmalenseer Genossenschaftsmeierei suchen. Somit werden sämtliche Milchproduzenten aus Schmalensee, Tarbek und Belau in einer Genossenschaft vereint sein. 

 

Systemtreues Personal wird eingesetzt: Im Protokollbuch (1926-1952) der Gemeinde Schmalensee findet sich auf Seite 40 für den 28. Mai 1934, vor 90 Jahren, diese „Niederschrift über Benennung von Gemeinderäten für die Gemeinde Schmalensee“: „Der Herr Landrat des Kreises Segeberg teilt unter Tgb.N.: 476 K.A. am 6. Mai 1934 mit, daß auf Grund des §41 des Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 G.S.S. 427 als Gemeinderäte für die Gemeinde Schmalensee Bauer Richard Saggau, Kontrollbeamter Fritz Herbst, Bauer Ernst Stegelmann, Arbeiter August Rose berufen sind. Nachdem die Berufenen am 23. Mai 1934 durch den Dorfschulzen (Heinrich) Harder vereidigt wurden, wurde ihnen die Prüfungsurkunde ausgehändigt. Dem Landratsamt in Bad Segeberg wurde über Aushändigung der Berufungsurkunde und Vereidigung Bericht erstattet.“ - In der Gemeindevertretung waren nach den politischen Veränderungen der Jahre 1933/34 Plätze frei geworden...

 

Gerangel um Zuständigkeiten vor 65 Jahren: Kurioses ist am 29. Mai 1959 in der Segeberger Zeitung vom Ausbau der Belauer Straße zu lesen. Da diese die Grenzen der Kreise Plön und Segeberg kreuzt, wurden alle Planungsarbeiten aus zwei Richtungen vorgetrieben. Nun klafft in der Fahrbahndecke eine acht bis zehn Meter breite,  nicht asphaltierte Fläche auf der Grenze und es muss Einigung erzielt, wer welche Leistungen zu erbringen hat…

 

Traditionswechsel in Schmalensee vor 60 Jahren: Die Landjugendgruppe Schmalensee veranstaltet am Nachmittag des 31. Mai 1964 ein Schleppergeschicklichkeitsfahren, das am Ort das traditionelle Ringreiten abgelöst hat. Für die jungen Damen gibt es ein Preisschießen und Ballwerfen und am Abend für alle Tanz. Der Gruppenvorsitzende Reimer Saggau leitet die Wettbewerbe. Die Erstplatzierten im Schlepperfahren kommen allesamt aus Schmalensee: Dieter Sienknecht, Hans-Jürgen Harder, Bodo Sienknecht und Herbert Mette. Beim Ballwerfen belegen Susanne Siebelts und Rosemarie Suhr die Plätze drei und vier. Beim Preisschießen gehören Reimer Saggau und Jürgen Stegelmann zu den besten Schützen. 

 

  • Hinweis zu den mit diesen Meldungen verwendeten Bildern: In den zeitgenössischen Darstellungen zum Thingplatz in Bad Segeberg sind Armbinden und Fahnen mit dem Hakenkreuz zu sehen. Dies geschieht allein im historischen Kontext und keinesfalls die nationalsozialistische Diktatur verherrlichend. Vielmehr soll in den Aufnahmen, in denen das Symbol der NS-Herrschaft zu erkennen ist, dessen Allgegenwärtigkeit in damaliger Zeit verdeutlicht werden. In späteren Ablichtungen – hier das Mutterkreuz der Lina Kronfeld – ist das Hakenkreuz unkenntlich gemacht worden, um missbräuchlicher Weiterverwendung durch Dritte vorzubeugen.

 

Foto zur Meldung: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Gartenkonzert bei Friedrich Voß, SKTB 22.05.1914

Was die Kitzrettung und Sonnenstürme miteinander zu tun haben

(12. 05. 2024)

Die Erfolgsgeschichte der Jungwildrettung in Schmalensee und Umgebung hält an. Am 11. Mai gelang es den vom Jagdverein organisierten und vom Naturschutzverein Rihwinkel mittels Drohne koordinierten Freiwilligen, auf Schmalenseer Wiesen vier Kitze vor dem Mähtod zu bewahren. 

 

Morgens um 4.15 Uhr ging es los zum freiwilligen Einsatz. Zunächst in der Gemarkung Schipphorst, danach in Schmalensee, wurden von Jonas Griese angemeldete Wiesen mittels Drohne und Wärmebildkamera abgesucht nach lütten Kitzen, die von ihren Müttern im hohen Gras versteckt worden waren. 

 

Bewaffnet mit Körben und Stäben, und mittels Funkgerät Verbindung zum Drohnenteam haltend, schwärmten die Helfferinnen und Helfer aus Schmalensee aus. Und ein Helfer aus Rickling, der durch die Berichterstattung auf der Gemeinde-Homepage auf diese Aktionsreihe aufmerksam geworden war – noch ein Erfolg!

 

Während in Schipphorst lediglich die von der Kamera als Wärmequelle angezeigten Hinterlassenschaften eines Hasen kurz für Aufregung sorgten, war die Hoffnung in der Belauer Straße in Schmalensee gleich nach Eintreffen größer: Mehrere Ricken wurden bei ihrer Flucht beobachtet. Und tatsächlich ließen sich zwei noch sehr kleine Kitze aufspüren und sichern. 

 

Später im Grasweg, unmittelbar neben dem künftigen Baugebiet, waren es noch mal zwei Kitze, nun schon etwas größere. Eines war sogar gewillt, sich gegen den Korb wehren. Doch mit vereinten Kräften konnte das unterbunden werden – zur Sicherheit des Lütten. Eine Beobachtung aus zwei Kitzrettungsaktionen sei nicht verschwiegen: Wer Monika Hahn im Suchtupp hat, hat offenbar eine größere Erfolgsaussicht. Zumindest an allen Funden am 11. Mai war sie unmittelbar beteiligt. 

 

Drohnenpilot Heino Müller hatte anfangs Sorge vor einer Meldung, die andere Hobbyisten dieser Tage in freudige Erregung versetzt hat: Sonnenstürme waren angesagt, und die können das für die Arbeit der Drohne notwendige GPS-Signal, also die Verbindung zum Satelliten, beeinträchtigen. Doch am Ende war alles bis auf eine kleine Störung gut verlaufen. Beim von der Familie Biss spendierten Frühstück gerieten die Sonneneruptionen in den Hintergrund. 

 

Die Kitzrettung 2024 ist noch nicht beendet.Einige Flächen sollen noch folgen. Wie immer zuletzt die vom Reiterhof, der für's Heu machen langes Gras benötigt. Die Teilnehmenden an der WhatsApp-Gruppe der Kitzretter (Tel. 0171-8659397) werden abgefragt, sobald ein nächster Mähtermin bekannt ist. 

 

Die Jungwildrettung kann man unterstützen:

 

Zum Beispiel als aktives Vereinsmitglied, als Helfer / Drohnenpilot bei der Jungwildrettung oder als Förderer der ehrenamtlichen Arbeit durch eine Spende. Die Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Auf Wunsch kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden. Bei Fragen gern eine Nachricht schicken an 01523-3993512 (WhatsApp) oder eine E-Mail an die Adresse . VR Bank zwischen den Meeren; 

BIC: GENODEF1NSH; IBAN: DE55 2139 0008 0002 1678 24.

Foto zur Meldung: Was die Kitzrettung und Sonnenstürme miteinander zu tun haben
Foto: Das Kitz weiß gar nichts von seinem Glück

Erinnerung: Vortrag zur Kleinbahn am 16. Mai in der Alten Schmiede

(12. 05. 2024)

Kleinbahn Kiel-Segeberg – historische Verkehrsader der Region

 

Zu einem faszinierenden Vortrag lädt Holsteinse(h)en e.V. in die „Alte Schmiede Bornhöved“, Kuhberg 13 ein. 

 

Am Donnerstag, den 16. Mai um 19 Uhr wird der renommierte Regionalhistoriker Volker Griese aus Wankendorf über die historische Kleinbahn Kiel-Segeberg referieren. 

 

Volker Griese wird anhand zahlreicher historischer Fotos die Entstehungsgeschichte, den Bau und den Betrieb dieser ehemals wichtigen Verkehrsader lebendig darstellen. 

 

Die Kleinbahn Segeberg - Kiel wurde 1911 nach mehr als einem halben Jahrhundert Planung in Betrieb genommen. Die Bahn war 50 Jahre lang in Betrieb. Insbesondere während des Zweiten Weltkrieges spielte sie eine wichtige Rolle als Transportlinie für die Munitions- und Sperrwaffenfabrik in Trappenkamp. Nach dem Krieg war die Kleinbahn eine wichtige Zubringerstrecke für Berufspendler nach Kiel. 

 

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum Bornhöved "De ole Rökerkaat" und dem Förderverein „Alte Schmiede Bornhöved“ organisiert.

 

Der Eintritt zu diesem spannenden Ereignis ist frei.

 

 

Foto zur Meldung: Erinnerung: Vortrag zur Kleinbahn am 16. Mai in der Alten Schmiede
Foto: Kleinbahn Kiel-Segeberg 1911-1961, Buch von Volker Griese 2023

Kitzrettung Schmalensee schon jetzt wieder ein Erfolg

(08. 05. 2024)

Ihre Brötchen danach hatten sich die fleißigen Freiwilligen wohl verdient: Um 5 Uhr war die Kitzrettung Schmalensee am Montagmorgen, 6. Mai, zur ersten großen Suchaktion aufgebrochen. Schwerpunkt der Aktion waren Flächen nahe der B430 in Richtung Plön sowie im Bereich Höllenhorst. Die Ausbeute: drei vor dem Mähtod gerettete Kitze und die Gewissheit, etwas Gutes geleistet zu haben. 

 

Rasch war am Samstag zuvor eine hinreichend große Gruppe Freiwilliger zusammengekommen – organisiert in der von Administrator und Jäger Sönke Jens betreuten WhatsApp-Gruppe, zu der sich Freiwillige anmelden können, um bei den nächsten Abfragen „Ja“ zu sagen, wenn es denn passt. 

 

Die Kitzrettung Schmalensee ist eine Kooperation des örtlichen Jagdvereins und des Naturschutzvereins Ruhwinkel. Dieser verfügt über Drohnen mit Wärmebildkameras, die in den frühen Morgenstunden die warmen Körper der von ihren Müttern im hohen aber nassen und kalten Gras versteckten Kitze orten können. Mit Funkgeräten werden in Trupps aufgeteilte Freiwillige von den Operatoren in der Bodenstation über die Weiden gelenkt. 

 

Bewaffnet sind die Trupps mit Kunststoffkörben, Weidezaunstäben und Plastiksäcken. Am vermeintlichen Fundort heißt es „Augen auf!“: Kitze sind gut getarnt im hohen Gras und mitunter kaum zu erkennen. Und mitunter wartet an einem im Wärmebild erkannten „warmen Ort“ kein Kitz sondern das, was der Hase am Morgen zurückgelassen hat – und die Rede ist hier nicht vom Osterei…

 

Wird ein Kitz gefunden, stülpen die Helfer einen Korb darüber und befestigen diesen mit Stäben, die wiederum mit den Plastiksäcken kenntlich gemacht werden. Wenn später der Landwirt kommt, um das Gras zu mähen, sieht er aus seinem Cockpit die Körbe und mäht darum herum. Zurück bleiben Grasinseln. 

 

Insgesamt wurden am 6. Mai acht Flächen mit einer Gesamtgröße von 51 Hektar abgesucht – eine reife Leistung, die echt Respekt verdient! Den zollte auch Heino Müller vom Naturschutzverein den Freiwilligen, mit denen er anschließend das von den Jägern spendierte Frühstück in der Natur genießen konnte. Und sicherlich hat er auch Fragen beantwortet …

 

Frage: Laufen denn die Kitze vor den Trupps nicht davon? Antwort: Noch nicht. Der Nachwuchs des Wildes ist noch so klein, dass er ganz dem Instinkt folgt, sich klein zu machen und nicht zu bewegen, um nicht erkannt zu werden (Ausnahmen bestätigen natürlich immer mal die Regel). Bei späteren Schnitten auf den Weiden wird es nicht mehr lohnen, diese abzusuchen – dann werden die Kitze den Fluchtreflex kennen – und der würde die Trupps vor echt sportliche Herausforderungen stellen. 

 

Frage: Und wie kommen die Kitze aus ihren sie schützenden „Käfigen“ wieder heraus? Antwort: Die Jäger, allen voran ihr Vorsitzender Gerhard Harder, kennen die Flächen, die abgesucht (und gemäht) wurden und begeben sich danach dorthin, um die Körbe wieder zu entfernen. Später, wenn der Mensch verschwunden ist, werden die Mütter zurückkommen und ihre Lütten wiederfinden. 

 

Eine Anekdote berichtete Gerhard Harder am Montag, nachdem er die Körbe bei den insgesamt drei gefundenen Kitzen entfernt hatte, in der WhatsApp-Gruppe: „Beim dritten Kitz lief ein weiteres Kitz unmittelbar neben dem Korb und suchte laut fiepend seinen Kollegen. Als wir näherkamen, ist es flott zum Knick gelaufen.“ (Anmerkung des Homepage-Schreibers: Offensicht vorpubertierend, also schon mit Fluchtreflex ausgestattet …) Von dieser Aktion stammt auch das Foto mit dem Titel „Kitz ohne Korb“. 

 

Am Dienstagmorgen waren schon wieder Freiwillige in der Schmalenseer Feldmark unterwegs, diesmal aber mit einer Drohnen-Crew aus Tarbek. Zwar wurden keine Kitze gefunden, dafür hat sich das Potenzial abzusuchender Flächen weiter verringert – jedenfalls, was den ersten Schnitt anbelangt. 

 

Wer sich weiterhin für die Teilnahme an der Kitzrettung interessiert: Die Telefonnummer der WhatsApp-Gruppe „Kitzrettung Schmalensee 2024“ ist 0171-8659397. Einfach darin anmelden.

Foto zur Meldung: Kitzrettung Schmalensee schon jetzt wieder ein Erfolg
Foto: Suchtrupps der Kitzrettung im hohen Gras unterwegs

Am Mittwochabend im Gemeindesaal: Bauausschuss mit üppiger Tagesordnung

(06. 05. 2024)

Es ist mal wieder an der Zeit für eine Sitzung des gemeindlichen Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten, kurz Bauausschuss. Termin ist Mittwoch, 8. Mai. Beginn ist um 19.30 Uhr im Gemeindesaal. In der Themenauswahl zu finden: Beide B-Plangebiete 8 und 9 und die Ortsentwässerung. Außerdem klopft die Windenergie mal wieder an.

 

Die Bevölkerung ist in der Lage, sich im Vorwege mit den Sitzungsunterlagen zu befassen, die öffentlich sind. Sie sind über die Homepage des Amtes Bornhöved im Bürgerinformationssystem Allris zugänglich. Hier ein Link zur Tagesordnung: http://www.bornhoeved.sitzung-online.de/bi/to010.asp?SILFDNR=2559&options=2

 

Neubaugebiet – Wärmeversorgung

 

Im B-Plangebiet Nr. 8, dem Neubaugebiet am Grasweg, sind vor dem Hintergrund der Gesetzeslage Öl und Gas nicht mehr zulässig. Als Alternative ist schon vor Monaten ein sogenanntes kaltes Nahwärmenetz ins Gespräch gekommen und auch schon im Rahmen einer Sitzung vorgestellt worden. Einigt sich der Ausschuss auf diese Form der Wärmeversorgung, kann es obendrein beschließen, wie eine solche betrieben werden kann – die Möglichkeiten reichen vom Genossenschaftsmodell bis zum Regiebetrieb. 

 

Abwägung von Einwendungen zum B-Plan Nr. 9

 

In der Belauer Straße ist von der Gemeindevertretung ein B-Plangebiet Nr. 9 auf den Weg gebracht worden, weil ohne B-Plan bauliche Entwicklung oder Veränderung nicht möglich wäre. Wie üblich bei solchen Verfahren hat es Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und aus der Bevölkerung gegeben, die vom Gremium abzuwägen sind. Kommt der Ausschuss zu einer Einigung, kann vor deren Hintergrund ein Satzungsbeschluss für den B-Plan Nr. 9 auf den Weg gebracht werden. Das letzte Wort hat, wie immer, die Gemeindevertretung. 

 

Neubaugebiet – Änderung des F-Plans nötig

 

Zurück ins B-Plangebiet Nr. 8. Hier bedarf es, grob gesagt, der Umwidmung einer landwirtschaftlichen Fläche zu Bauland. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan. Auch hier gilt es, u.a. Stellungnahmen Träger öffentlicher Belange abzuwägen. Das ist insofern vorbereitet worden, dass 15 Anlagen im Allris zu finden sind, die alle öffentlich einsehbar sind, darunter auch etliche Unterlagen zur Umwelt. Ziel der Beratungen des Ausschusses ist, den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zu fassen. Folge wäre die öffentliche Auslegung der 8. Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plan), zu der erneut Stellungnahmen möglich sein werden. 

 

B-Plan Nr. 8 – inhaltlich sehr ähnlich

 

Nicht 15 sondern 16 Anlagen stehen für den Tagesordnungspunkt zum Bebauungsplan Nr. 8 bereit, das Gros ist deckungsgleich mit denen zum F-Plan-Tagesordnungspunkt. Auch hier stehen die Abwägung von Stellungnahmen und anschließend ein Entwurfs- und Auslegungsbeschluss auf dem Aufgabenblatt der Kommunalpolitik. 

 

Ein Blick auf die aktuelle Planungsstrategie: An die Auslegung von F- und B-Plan schließt sich eine erneute Beratung in den Gremien an. Diese müssen dann erneut Stellungnahmen abwägen und möglichst im Sommer den Auslegungsbeschluss und dann im Herbst den Satzungsbeschluss fassen. Absicht ist, in diesem Jahr alle Planung so abgeschlossen zu haben, dass im Februar 2025 mit der Erschließung des Neubaugebietes beginnen zu können. Eine wohnbauliche Erschließung wäre dann im Sommer nächsten Jahres möglich. 

 

Ausbauziele des Landes zur Windenergie wecken Interessen

 

Unlängst haben an einem Ausbau der Windenergie interessierte Landeigentümer den Gemeindevertretungen von Schmalensee, Stocksee und Belau mitgeteilt, konkrete Ziele zum Bau von Windkraftanlagen zu verfolgen. Würden die jeweiligen Vertretungen von der sogenannten Gemeindeöffnungsklausel Gebrauch machen, wären weitere Windräder in Schmalensee noch nicht beschlossen, sie würden aber der Landesplanung zur Aufnahme in den Regionalplanung empfohlen oder „angeboten“. Der Ausschussvorsitzende Christian Detlof hat im Vorwege mit den Fraktionen gesprochen und es kann an dieser Stelle vorweggenommen werden, dass mit einem Beschluss am Mittwoch nicht zu rechnen ist. Vielmehr ist eine umfangreiche Information der Öffentlichkeit Gebot der Stunde. In groben Zügen wird also am Mittwoch berichtet werden, mehr aber auch nicht. Im Allris steht übrigens die Präsentation öffentlich zur Verfügung, die zu einer möglichen Windeignungsfläche nördlich der Stockseer Straße gehalten wurden. Interesse besteht auch dort, wo sich schon jetzt Windmühlenräder drehen, weitere bauen zu können. Wichtigste Botschaft zum jetzigen Zeitpunkt und auch nach der Sitzung: Die Gemeinde plant derzeit nichts in Sachen Windkraft, sie berät. 

 

Ortsentwässerung – Überholung kostet

 

Seit 1990 wird das Abwasser in Schmalensee über die Vakuumentwässerungsanlage zum Klärwerk Bornhöved abgeführt. Solch eine Einrichtung bedarf der steten Wartung und Betreuung, was seit 2007 in Schmalensee durch einen festen Gemeindearbeiter geschieht. Bei größeren Maßnahmen werden Fachfirmen hinzugezogen. Angeschoben worden ist eine Generalüberholung der Anlage inklusive Steuerungstechnik, wofür nun auch ein Angebot vorliegt. Das wir einige Mark fünfzig kosten, was wiederum Beratung und Beschlussfassung in der Gemeindevertretung erfordert, und wofür der Ausschuss Vorarbeit leisten muss. (Die Gemeindevertretung tagt am 22. Mai.)

 

Die nächsten Themen warten schon

 

Die hier vorgestellte Tagesordnung für Mittwoch ist umfangreich, inhaltsschwer und sicherlich zeitintensiv. Und sie beinhaltet nicht den Radwegebau, ein Feuerwehrgerätehaus, den Spielplatzbau, das Baumkataster und anderes. Hier wird sicher in absehbarer Zeit eine weitere Ausschusssitzung nötig werden. 

 

Foto zur Meldung: Am Mittwochabend im Gemeindesaal: Bauausschuss mit üppiger Tagesordnung
Foto: Am Mittwochabend im Gemeindesaal: Bauausschuss mit üppiger Tagesordnung

So ein Samstagnachmittag: Erst Geschichte, dann Torte

(05. 05. 2024)

Der Klönschnack für und mit Schmalenseer Seniorinnen und Senioren hat am vergangenen Samstagnachmittag seine Exkursion nach Bornhöved absolviert. Ziel war Bornhöved, wo es ja immer was zu schauen gibt. Auf jeden Fall im Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“, wo Christian Detlof als „Museumswächter“ die Gruppe in Empfang nahm, um sie durch die Ausstellung zu führen. 

 

Das Heimatmuseum beinhaltet reichlich Geschichte und Geschichten, in großer Fleißarbeit zusammengetragen vom Ortsverein Bornhöved und Umgebung im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB), insbesondere durch Norbert von der Stein, den „Museumsdirektor“. 

 

So bunt zusammengesetzt der Klöschnack-Treff ist, so bunt verteilt sind die Interessen an der lokalen und regionalen Geschichte. Auch da ist das Museum am Kuhberg 5 die richtige Adresse. Die einen interessieren sich für die markanten „Eckdaten“ der Bornhöved-Historie – 798, 1227 und 1813, alles militärische Konflikte. Andere sind fasziniert von der Sonderausstellung zu den Gebrüdern Ross von Altekoppel, Stichworte Landschaftsmalerei und Archäologie. Landschaftsmaler war auch Helmut Albrecht, aus dessen Werk viele Stücke in der alten Räucherkate zu bestaunen sind. Geradezu ins Schwelgen kamen aber auch viele, die insbesondere die zahlreichen Fotografien von Häusern und Menschen aus vergangenen Zeiten betrachten mochten. 

 

Klönschnack geht in die Sommerpause

 

Da kamen dann zahlreiche Erinnerungen hoch, die beim anschließenden Besuch im Café Elend noch vertieft werden konnten. Bei Kaffee und Torte saßen alle noch lange zusammen und genossen zugleich den Weg in die „Sommerpause“, denn der nächste Klönschnack, so Gemeindevertreterin Karolin vah het Loo, ist erst wieder im September geplant. In der Klönschnack-WhatsApp-Gruppe werden alle auf dem Laufenden gehalten. 

Foto zur Meldung: So ein Samstagnachmittag: Erst Geschichte, dann Torte
Foto: Vergnügte Klönschnackerinnen und -schnacker nach Museumsbesuch

Kitzrettung Schmalensee in den Startlöchern – Montag könnte es losgehen

(05. 05. 2024)

Wie berichtet, läuft in Schmalensee wieder die Kitzrettung an: Der auf zu mähenden Flächen im hohen Gras abgelegte Nachwuchs des Wildes soll aufgespürt und gesichert werden, um ihn vor Tod und Verletzung durch das Mähwerk zu bewahren. Begleitet und angeleitet von einem Drohnen-Team mit Wärmebildkamera des Naturschutzvereins Ruhwinkel stehen die Schmalenseer Jägerinnen und Jäger mit Angehörigen und vielen Freiwilligen bereit, um die Kitzrettung zu betreiben. 

 

Nach einer ersten, kleinen Maßnahme, soll voraussichtlich am morgigen Montag, 6. Mai, die erste größere Such- und Rettungsaktion starten. Wer gegen 5 Uhr morgens vermutlich etwas müde aber dafür hoch motivierte Menschen auf dem Weg von Schmalensee entlang der B430 in Richtung Plön marschieren sieht, wundere sich nicht: Das sind Kitzretterinnen und -retter. 

 

Die Aktivierung mittels WhatsApp-Gruppe hat für den Montag hervorragend funktioniert. Binnen Minuten waren nach der Aktivierung genügend Freiwillige zusammen, um den ersten Einsatz zu absolvieren. Weitere Freiwillige stehen schon für die nächsten Aktionen bereit. Denn wie der Blick auf die Gemarkungskarte zeigt, gibt es in dieser reichlich Flächen, um „Gras zu machen“ für Rinder und Pferde. (Dezenter Hinweis zu den gelb markierten Flächen: Da sind auch die vom Vorjahr noch drauf, ganz so viele, wie man nun meinen oder fürchten könnte, sind es also nicht!) 

 

Wichtig: Die Suchaktion am Montag kann unter Umständen vertagt werden – abhängig vom Wetter. Auch dafür ist die WhatsApp-Gruppe ein bestens geeignetes Mittel, alle, die zugesagt hatten und Gummistiefel, Regenhosen und Handschuhe schon bereit gelegt haben, wieder „abzubestellen“. 

 

Wer sich weiterhin für die Teilnahme an der Kitzrettung interessiert: Jäger Sönke Jens hat die WhatsApp-Gruppe gegründet. Die Telefonnummer ist 0171 86 59 397. Einfach darin anmelden. Die Teilnahme an der Gruppe bedeutet nicht, dass man immer parat stehen muss. In der Regel finden sich stets genügend Helferinnen und Helfer. Und die stellen bestimmt auch das eine oder andere Foto zur Verfügung, damit wir weiter auf der Gemeinde-Homepage von einer richtig tollen Tat und Gemeinschaftsaktion berichten können. 

Foto zur Meldung: Kitzrettung Schmalensee in den Startlöchern – Montag könnte es losgehen
Foto: Reichlich Grasland in Schmalensee - Kitzretter gefordert

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt in der 20. KW

(03. 05. 2024)

Diese Info ist wichtig für alle, die um Himmelfahrt Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten. Vereine, Wählergruppen und Organisationen aufgepasst: 

 

Letzte Abgabe für die 20. KW 2024: am 6. Mai

 

Der den BLICKPUNKT druckende khm-Verlag hat wegen der Feiertags-Konstellation geänderte Annahmezeiten angekündigt:

 

Für die 20. Kalenderwoche 2024 mit Erscheinungstag Donnerstag, 16. Mai, müssen Beiträge bis Montag, 6. Mai vorliegen. 

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved () bis 9 Uhr einzureichen. 

 

21. KW 2024 wie üblich

 

Für das Erscheinen des BLICKPUNKT ab 21. Kalenderwoche 2024 ist der Abgabetermin wie gewohnt am Mittwoch, 15. Mai, bis 9 Uhr (Eingang in der Amtsverwaltung).

 

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt in der 20. KW
Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt in der 20. KW

Kitzrettung Schmalensee: Jäger suchen Freiwillige, um Mähtod vorzubeugen

(01. 05. 2024)

Der Mai ist gekommen – das Gras steht hoch und das Wild wird bald seinen Nachwuchs in die Welt setzen. Damit die kleinen Kitze nicht den schlimmen „Mähtod“ sterben müssen, organisieren die Schmalenseer Jäger wieder die Kitzrettung. Dabei spielt das Smartphone eine Rolle.

 

Kitzrettung hat schon begonnen

 

Erste Flächen in der näheren Umgebung wurden schon gemäht. Es waren auch erste kleine Suchtrupps unterwegs, die noch keine Kitze aufgefunden haben. Aber: „Der Mai ist der Schwerpunkt für den Nachwuchs“, sagt Gerhard Harder vom örtlichen Jagdverein. Mit seinem Nachbarn und Jagdfreund Sönke Jens organisiert er die Kitzrettung in Schmalensee.

 

Darum geht es: Muttertiere legen ihren Jungen im hohen Gras ab und streifen dann durch die Gemarkung. Die wartenden lütten Rehkitze verfügen noch nicht über den üblichen Fluchtreflex. Bei Gefahr, wie dem anrollenden Traktor mit Mähwerk, laufen sie nicht davon, sondern verharren flach auf dem Boden, während die Muttertiere sich längst in Sicherheit gebracht haben. 

 

Gelebte Praxis der Kitzrettung mittels Drohne: Vor der Mahd werden die Flächen abgesucht. Und das in den ganz frühen Morgenstunden, um mit der Wärmebildkamera der Drohne die kleinen warmen Kitzkörper auf dem kalten Boden zu erkennen. Die Piloten lenken die Suchtrupps mittels Funkgeräten über die Felder. 

 

Erkanntes Jungwild wird entweder aufgenommen und in Transportkisten neben der Fläche abgestellt oder unter markierten Körben gesichert, die der Landwirt umfahren kann (das ist bei uns die bevorzugte Methode). Schon bald nach der Mahd werden die Körbe entfernt und die Muttertiere kehren, wenn sich der Mensch verzogen hat, zu ihren Lütten zurück. 

 

Klingt einfach und simpel, kann es auch sein – wenn es genügend Helferinnen und Helfer gibt. Und Flächenbesitzer, die einen Einsatz auch ermöglichen, indem sie die bevorstehende Mahd ankündigen.

 

Wie im Vorjahr kooperieren die Schmalenseer Jäger mit der Jungwildrettung des Naturschutzvereins Ruhwinkel. Dieser verfügt über mit Wärmebildkameras ausgestattete Drohnen und die dazugehörigen Piloten. 

 

Neu: Helfer-Pool in WhatsApp-Gruppe

 

In diesem Jahr setzen die Jägerinnen und Jäger in Schmalensee wieder auf freiwillige Helferinnen und Helfer, die mit ihnen in den frühen Morgenstunden aufbrechen, um die zur Mahd vorgesehenen Flächen abzusuchen und so das Leben der Kitze zu schützen. 

 

Die Aktivierung kann recht spontan erfolgen, darum haben sich die Mitglieder vom örtlichen Jagdverein entschlossen, eine WhatsApp-Gruppe zu bilden, in der sich alle, die grundsätzlich mitmachen möchten, anmelden können. Wenn zum Beispiel an einem Nachmittag ein Landwirt ankündigt, am nächsten Tag Flächen mähen zu wollen, wird die Gruppe informiert, wann und wo es am nächsten Morgen losgeht. In der Regel gibt es einen zentralen Treffpunkt, von wo aus alle gemeinsam aufbrechen. 

 

Wichtig: Aus der Teilnahme an der WhatsApp-Gruppe entsteht keine Pflicht, auch bei jeder Aktivierung mitzumachen. Nur wer kann, ist aufgefordert, sich für den nächsten Morgen anzukündigen. Wer nicht kann, ist vielleicht beim nächsten Mal verfügbar. 

 

Die WhatsApp-Gruppe zur Kitzrettung Schmalensee 2024 hat Jäger Sönke Jens gegründet. Die Telefonnummer ist 0171 86 59 397. Wer an der Gruppe teilnehmen und, wenn verfügbar, bei der Kitzrettung mitmachen möchte, wird gebeten, sich zu melden. 

 

Noch ein Tipp an alle, die erstmals dabei sein werden: Komplette Regenkleidung (Hose und Jacke) sowie hohe (Gummi-)Stiefel sind empfohlen, denn in der Morgendämmerung ist das hohe Gras kalt und nass. Da kommt man durchaus ins Schwitzen – aber es ist die Mühe wert und man bildet mit Gleichgesinnten eine tolle Gemeinschaft. 

Foto zur Meldung: Kitzrettung Schmalensee: Jäger suchen Freiwillige, um Mähtod vorzubeugen
Foto: Ein Kitz im hohen Gras - entdeckt mittels Drohne

Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 05. 2024)

Auch im Jahr 2024 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und a, 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat Mai.

 

Der 1. Mai in Jahr 2 des „Dritten Reiches“: Der Feiertag der nationalen Arbeit am 1. Mai 1934. vor 90 Jahren, ist auch zum Tag der (nationalsozialistischen) Nation geworden. Zu den Orten, in denen es zentrale Veranstaltungen gibt, gehört Bornhöved. Die Gemeinden Schmalensee, Tarbek, Damsdorf, Stocksee und Gönnebek, die reichlich geflaggt haben, beteiligen sich an der Bornhöveder Feier. In den frühen Morgenstunden ertönt vom Marktplatz die Musik der Bornhöveder Feuerwehrkapelle. Um 9 Uhr hört die Schülerschaft eine Rundfunkübertragung aus Berlin. Um 12 Uhr wird auf dem Adolfplatz der Festzug aufgestellt. Jedes Gewerbe hat einen eigenen Wagen. Von Bornhöved geht es nach Gönnebek, wo der stellvertretende Ortsgruppenleiter der NSDAP, Alfred Dau, eine Rede hält. Pastor Erich spricht über das Jahr 1933, das „Jahr der Erfüllung“. Zurück in Bornhöved beschließt eine Ansprache des Leiters der Betriebszellenorganisation in der Deutschen Arbeitsfront Bornhöved, Emil Bock, den Festumzug. Am Abend gibt es „Deutschen Tanz“. 

 

Mit Feuerschein in den 1. Mai vor 85 Jahren: In der Nacht zum 1. Mai 1939 brennen die Wirtschaftsgebäude des Ortsbauernführers Theodor Schnohr. Durch die tatkräftige Hilfe der Einwohner und den Einsatz der Motorspritzen der Nachbarwehren kann das Wohngebäude gerettet werden. Der Löschzug Schmalensee erhält später von der Feuerversicherung Deutscher Bauerndienst eine Prämie für sein beherztes Eingreifen. 

 

Fett-Frage bestimmt den 1. Mai vor 80 Jahren: In der Fettversorgung findet in der 62. Zuteilungsperiode vom 1. bis zum 28. Mai 1944 der Übergang von Butterschmalz zu Fleischschmalz statt. Ursprünglich sollte der Übergang zum Ende der 63. Periode (25. Juni) abgeschlossen werden, wird nun aber beschleunigt. Die Zuteilung erfolgt im Verhältnis 80:100. D.h., der Verbraucher erhält pro Bezugskarte mehr Fett (das aber von geringerer Qualität ist, Anmerkung). Beim Fleischschmalz handelt es sich um ein Gemisch, das je zur Hälfte aus Schweinefett und Schweinefleisch besteht. Es wird in rohem Zustand ausgegeben  und muss vor Verwendung erst durch den Fleischwolf gedreht werden. 

 

Seit 25 Jahren im selben Betrieb: Am 1. Mai 1919, vor 105 Jahren, begeht der Landarbeiter August Griese sein 25-jähriges Dienstjubiläum im Betrieb des Amtsvorstehers Heinrich Christian Saggau. Im Segeberger Kreis- und Tageblattes heißt es: „Während eines Vierteljahrhunderts hat er sich nie in Treue und Gewissenhaftigkeit überbieten lassen, und der Betrieb war stets, wenn sein Herr dienstlich verreist war, was sehr oft vorkam, in sicheren Händen.“

 

Eine Feier in Zeiten wirtschaftlicher Not:Willy Siebke, Hauptmann der Schmalenseer Wehr und Oberbrandmeister im Amt Bornhöved, feiert am 3. Mai 1929, vor 95 Jahren, mit seiner Frau Magda Silberhochzeit. Die vorherrschende wirtschaftliche Lage erlaubt keine große Feier, aber die Freiwillige Feuerwehr, die Hauptleute der Wehren aus Gönnebek und Bornhöved sowie der Bad Segeberger Hauptmann als Repräsentant des Kreisfeuerwehrverbandes lassen es sich nicht nehmen, Glückwünsche und Geschenke zu überbringen. Gemeindevorsteher und Ehrenmitglied Heinrich Harder feiert den Jubilar in seiner Ansprache als tüchtigen Landwirt und besonders befähigten Führer der Wehr. Später wird sich Siebke nach einer Übung seiner Wehr mit einem Fass Bier revanchieren. 

 

Schmalenseer Landjugend-Erfolge vor 60 Jahren: Auf der Bad Segeberger Rennkoppel findet am 3. Mai 1964 eine Kälberschau des Kreislandjugendverbandes statt. Unter den Wertungsrichtern ist auch der langjährige Vorsitzende des Kreisverbandes der Schwarzbuntzüchter, Hugo Saggau aus Schmalensee. Unter den Siegern sind enige Schmalenseer Nachwuchszüchter und Jungbauern: Hans-Jürgen Harder gewinnt in der Altersgruppe I den Tierbeurteilungswettbewerb sowie einen Ib-Preis (Klasse VII)  und einen Ic-Preis (Klasse VIII) für Kuhkälber; Reimer Saggau gewinnt in der Klasse V, schwarzbunte Bullenkälber, einen Ib-Preis;  Günter Chrostek gewinnt in der Klasse VII, Kuhkälber, einen Id-Preis und in der Klasse II (Bullenkälber) gewinnt Thomas Teegen einen Ia-Preis. Beim Schleppergeschicklichkeitsfahren gewinnt die Landjugendgruppe Schmalensee in der Zusammensetzung Hans-Gerhard Hansen, Günter Chrostek und Rolf Bock. Hans-Gerhard Hansen gewinnt zudem die Einzelwertung, Günter Chrostek wird Dritter.

 

Schmalensee wählt mehrheitlich deutschnational: Neuwahlen am 4. Mai 1924, vor 100 Jahren, zum Deutschen Reichstag. Den Wählerinnen und Wählern steht eine breite Auswahl an Parteien zur Verfügung. 25 sind es insgesamt, allerdings sind davon einige nur regional wählbar. Die „großen“ Parteien sind im Kreis Segeberg bzw. im Amt Bornhöved durch Zeitungswerbung und Auftritte von Rednern sehr aktiv gewesen. Während die Deutsche Volkspartei DVP sich der „Katastrophenpolitik“ im Reich entgegenstellen will, erreicht die Deutschnationale Volkspartei DNVP die Menschen mit Schlagworten wie „Deutschland den Deutschen“ oder „los vom Diktat von Versailles“. Außerdem macht sich die Partei für den Schutz des Privateigentums stark – und grenzt sich damit propagandistisch von Sozialdemokraten und Kommunisten ab. Und die DNVP stemmt sich gegen die so genannte „Kriegsschuldlüge“. In Schmalensee ist Gemeindevorsteher Theodor Schnohr Wahlleiter. Der stellvertretende Gemeindevorsteher Ludwig Saggau agiert als sein Stellvertreter. Wahllokal ist die Schule. Von den in Schmalensee abgegebenen Stimmen entfallen auf die DNVP 61 (Kreis Segeberg: 8916; Schleswig-Holstein: 232.776), DDP 36 (2436; 60.701), KPD 30 (1200; 76.985), Vereinigte Sozialdemokratische Partei 13 (4344; 187.021) und DVP 11 (2929; 90.579). 

 

Seit 70 Jahren WZV: 26 Gemeinden des Kreises Segeberg gründen am 4. Mai 1954 einen gemeinsamen Verband zum wirtschaftlichen Ausbau und zur Unterhaltung der Verbindungswege zwischen ihnen. Es ist die Geburtsstunde des WZV, des Wege-Zweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg, dem in den nächsten Jahrzehnten alle kreisangehörigen Kommunen, darunter auch Schmalensee, beitreten werden. Schmalensee hatte nicht zu den 26 Gründungsmitgliedern gehört: Am 10. Mai 1954 hatte die Segeberger Zeitung berichtet, dass die Gemeindevertretung in ihrer letzten Sitzung „aufgrund mangelnden finanziellen Spielraums“ von einem Beitritt abgesehen hatte.  Die Müllabfuhr wird erst gute zehn Jahre nach Gründung zur Aufgabe des WZV werden. 

 

Windkraft in Schmalensee vor 115 Jahren: Die Gärtnereibesitzer Delfs und Sorgenfrei in Schmalensee sind laut Meldung im Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 4. Mai 1909 Vorreiter in der Nutzung von Windmotoren zur Förderung von Wasser. Die Besitzer der vom Ort abgelegenen Höfe planen, es ihnen auf eigene Kosten gleichzutun, während das ganze „untere Dorf“ beabsichtigt, eine Genossenschaft zu gründen und ein Pumpwerk mit Windmotorenbetrieb zu errichten. Überliefert ist, dass Ludwig Saggau dort, wo sich heute das alte Wasserwerk an der Ecke Grasweg – Am Ringreiterplatz befindet, einen Windmotor betrieb. Von der Gärtnerei Sorgenfrei, später Hahne, gibt es sogar eine historische Aufnahme mit Windrad. 

 

Ein Schmalensee soll nach Ostfriesland reisen: Eine Versammlung des Vereins für schwarzbuntes Milchvieh im Kreise Segeberg wählt am 7. Mai 1904, vor 120 Jahren, den Schmalenseer Heinrich Christian Saggau und andere in eine Viehankaufskommission. Diese soll nach Ostfriesland reisen, um dort bis zu 18 Zuchtstiere aufzukaufen, die am 2. Juni unter den Vereinsmitgliedern verlost werden sollen.

 

Seit 75 Jahren Heimatbund Bornhöved und Umgebung: In Bornhöved wird am 9. Mai 1949 der Ortsverband Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) gegründet. Erster Vorsitzender wird für viele Jahre der Amtsvorsteher Johannes Rauert sein. Der Erhalt der Niederdeutschen Sprache und Kultur, Natur- und Landschaftspflege sowie Pflege der Kontakte zur deutschen Minderheit in Nordschleswig sind laut Satzung Aufgaben des Vereins. Die Jahreshauptversammlungen finden zukünftig bevorzugt am 24. März statt, dem Tag der Erhebung der Schleswig-Holsteiner im Jahr 1848. 

 

Reitsportgemeinschaft Schmalensee erstmals dabei: Beim Kreisturnier, den Kreismeisterschaften des Reiterbundes Segeberg, nimmt im Zeitraum 7. bis 9. Mai 2004, vor 20 Jahren, erstmals die Reitsportgemeinschaft Schmalensee mit einigen Reiterinnen teil – und sorgt für Erfolge: In der Vielseitigkeit gehen zwei Titel an die RSG Schmalensee. Anja Krahnert gewinnt die Wertung der Junioren vor Julia Krahnert und Bettina Stypmann siegt bei den Jungen Reitern. Im Springen der Junioren (Pferde) wird Anneke Harder Vizekreismeisterin. Die große Überraschung lande die Abteilung der Senioren, die sich im Wettkampf der Reit- und Fahrvereine, dem sogenannten Abteilungsreiten, Platz 2 belegt. 

 

Musterungsergebnisse vor 155 Jahren: In Bornhöved haben sich am 10. Mai 1869 im Rahmen des „Kreis-Ersatz-Geschäfts“ 145 Militärpflichtige der Geburtsjahrgänge 1842 bis 1847 und des ersten Halbjahrs 1848 aus den Orten Bornhöved, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee, Tarbek und Tensfeld sowie von den Gütern Erfrade (Alt Erfrade), Glasau, Kuhlen, Muggesfelde und Seedorf-Hornstorf einzufinden. Tatsächlich stellen sich nur 136 Männer vor, von denen 48 als dienstfähig, zwei als nicht vollkommen dienstfähig, 79 als vorübergehend nicht dienstfähig („zeitig unbrauchbar“) und sieben als „dauernd unbrauchbar“ beurteilt werden. 

 

Butter und Rahm sind Aufgabe der Frau: Der Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgebung hält am 11. Mai 1879, vor 145 Jahren, eine Versammlung ab. Ein Vortrag des Dr. Schrodt von der milchwirtschaftlichen Versuchsstation Kiel behandelt das Rahmen und Buttern in bäuerlichen Wirtschaften. Aus diesem Grunde waren auch die Damen der Vereinsmitglieder eingeladen worden und einige nehmen teil. Das Urteil des Berichterstatters über den Vortrag zum Segeberger Kreis- und Wochenblatt: „Wenn der Vortrag in vielen Stücken auch auf Allbekanntes oft genug zurückkommen mußte und daran anknüpfen, so bot er doch manches Beherzenswerthe, worauf in der Praxis obgleich erkannt, doch nicht genug geachtet wird.“ 

 

 

Foto zur Meldung: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Die Gärtnerei im Hirtenweg um 1909 - mit Windmotor

Noch wenige Restkarten: Mädelsabend am 10. Mai in der Alten Schmiede Bornhöved

(30. 04. 2024)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede:

 

Mädelsabend mit ‚Bibi & Ina‘ in der „Alten Schmiede“ - Comedy nur für Frauen

 

Das urkomische Comedy-Duo kommt mit seinem brandneuen Programm „Es geht um ALLES!“ zurück in die ‚Alte Schmiede‘ nach Bornhöved. 

 

Männer müssen draußen bleiben, wenn "Bibi & Ina" komödiantisch die Umwelt beschreiben. Denn das urkomische Duo macht Comedy nur für Frauen.

 

Am Freitag, 10. Mai, gastieren sie in der Alten Schmiede in Bornhöved, Kuhberg 13.

 

Dieses Mal geht es um Alles, um fossile Energieträger, Online-Dating, mutige Mütter, übellaunige Mitmenschen sowie Männer im Speziellen und Allgemeinen. 

 

Mit Witz und Ironie nehmen sich ‚Bibi & Ina‘ selbst auf die Schippe, philosophieren über das Glück, den Energiewandel und die Pumpenproblematik – immer am Zahn der Zeit, der bereits an ihnen nagt.   

 

Mit Mutterwitz, einer gehörigen Portion Selbstironie und ungebremster Spielfreude bringen sie ihr Publikum zum Lachen - und ein bisschen zum Nachdenken. Ein Programm für Frauen mit Sinn für Humor.

 

Bibi Maaß und Ina Twisselmann aus Quickborn sind in der Alten Schmiede längst keine Unbekannten mehr. Bereits zum fünften Mal treten sie dort zu einem Comedy-Abend für Frauen auf und werden sicherlich auch dieses Mal ihr Publikum begeistern.

 

Der Mädelsabend beginnt um 19.30 Uhr. Einlass nur mit Voranmeldung, Karten für 20 Euro (inkl. Begrüßungsgetränk) können unter reserviert werden.

Foto zur Meldung: Noch wenige Restkarten: Mädelsabend am 10. Mai in der Alten Schmiede Bornhöved
Foto: Plakat Mädelsabend 10. Mai - Wenige Restkarten

Blutspenden am 30.April in Bornhöved – mit Gewinnchance

(29. 04. 2024)

Die Reihe der Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes in Bornhöved wird am morgigen Dienstag, 30. April, fortgesetzt: Von 16.30 bis 19.30 Uhr ist der Blutspendedienst Nord-Ost zu Gast in der Sventana-Schule im Jahnweg 6. Unterstützt wird er wie immer vom DRK-Ortsverein Amt Bornhöved. 

 

Das sollte man wissen:

 

Anfahrt & Parken

Sie erreichen die Spenderäumlichkieten der Sventana-Schule über den Jahnweg direkt links nach der Schulhofeinfahrt, wo auch geparkt werden kann.

 

Spende-Check

Es wurde ein Online-Test entwickelt, bei dem die wichtigsten Kriterien zur Spendezulassung abgefragt werden. Zum Spende-Check gelangt man über die Homepage https://www.blutspende-nordost.de/. Hier kann man sich auch einen Spendetermin reservieren – und somit Wartezeiten umgehen!

 

Registrierung als Stammzellspender

Auf Wunsch können sich Interessierte im Rahmen Ihrer Blutspende auch als Stammzellspender registrieren lassen.

 

Fragen vor Ihrer Blutspende?

Antworten auf Ihre Fragen zur Blutspende erhalten Sie auf https://www.blutspende-nordost.de/.

Fragen werden auch telefonisch auf der kostenfreien Spenderhotline 0800 11 949 11 beantwortet. 

 

Spannung pur im 2. Quartal 2024!

Vom 2. April bis 28. Juni 2024 können Sie mit Ihrer Blutspende bei den Blutspendeterminen an einer Verlosung für ein Krimi-Dinner teilnehmen!

Foto zur Meldung: Blutspenden am 30.April in Bornhöved – mit Gewinnchance
Foto: Blutspenden am 30.April in Bornhöved – mit Gewinnchance

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt wegen der Feiertage

(26. 04. 2024)

Diese Info ist wichtig für alle, die um Himmelfahrt Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten. Vereine, Wählergruppen und Organisationen aufgepasst: 

 

Letzte Abgabe für die 19. KW 2024: am 30. April

 

Der den BLICKPUNKT druckende khm-Verlag hat wegen der Feiertags-Konstellation geänderte Annahmezeiten angekündigt:

 

Für die 19. Kalenderwoche 2024 mit Erscheinungstag Donnerstag, 8. Mai, müssen Beiträge bis Dienstag, 30. April vorliegen. 

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved () bis 9 Uhr einzureichen. 

 

Letzte Abgabe für die 20. KW 2024: am 6. Mai

 

Für die 20. Kalenderwoche 2024 mit Erscheinungstag Donnerstag, 16. Mai, müssen Beiträge bis Montag, 6. Mai vorliegen. 

 

21. KW 2024 wie üblich

 

Für das Erscheinen des BLICKPUNKT ab 21. Kalenderwoche 2024 ist der Abgabetermin wie gewohnt am Mittwoch, 15. Mai, bis 9 Uhr (Eingang in der Amtsverwaltung).

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt wegen der Feiertage
Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt wegen der Feiertage

Schmalensees Klönschnack-Treff überschreitet am 4. Mai die Grenzen

(21. 04. 2024)

Das war mal wieder ein erfrischender Klönschnack-Nachmittag, den die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde am 5. April im Feuerwehrgerätehaus verbringen konnten. In nachösterlicher Stimmung wurde vor allem eines gemacht und das viel: Lachen. 

 

Das mag am heimlichen Motto der Treffen gelegen haben – „die Gedanken sind frei“ – das auch unter Gerhard Mühlenbergs Akkordeon-Begleitung angestimmt wurde. Oder am „Stille-Post-Spiel“, das zum echten Wort-Abenteuer wurde, wie eine Agentin des Homepage-Teams verraten hat. 

 

Aber: Die Klönschnackerinnen und Klönschnacker wollen noch mehr – gemeinsam unterwegs sein. Dazu wird am Samstag, 4. Mai, die Gemeindegrenze mit motorisierten Fahrzeugen überschritten. Ziel ist das Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ im benachbarten Bornhöved. 

 

Beginn dort ist gegen 14 Uhr geplant; in Fahrgemeinschaften soll gegen 13.45 Uhr in Schmalensee aufgebrochen werden. Treffpunkt ist natürlich am Feuerwehrgerätehaus. 

 

Im Museum gibt es eine kurzweilige Exklusiv-Führung von Christian Detlof aus dem Team der Museumswächter des Ortsvereins Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund. Der Verein betreut das Museum im Auftrag der Gemeinde Bornhöved. Regulär ist es derzeit sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet – bei freiem Eintritt übrigens. 

 

Nach reichlich Input vom Museumswächter soll es in Richtung Torte und Kaffee gehen. Unweit des Museums gibt es schließlich ein überregional bekanntes Café. 

 

Wer bisher noch nicht am Klönschnack teilgenommen hat, es aber gern möchte, kann zu den in schöner Regelmäßigkeit in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Treffen kommen. Informationen werden insbesondere in einer von Gemeindevertreterin Karolin van het Loo initiierten WhatsApp-Gruppe ausgetauscht. 

Foto zur Meldung: Schmalensees Klönschnack-Treff überschreitet am 4. Mai die Grenzen
Foto: Ausgelassene Stimmung herrschte beim letzten Treffen

Klönsnack an Grill bi de Günnbeker Plattsnacker an' 14. Mai

(13. 04. 2024)

Mitteilung der Günnbeker Plattsnacker im Rundbrief 28:

 

Leve Lüüd un Frünn vun de Günnbeker Plattsnacker.

 

To'n „Klönsnack an Grill“ lad de Günnbeker Plattsnacker in, an' Dingsdag, 14. Mai2024, af 15 Uhr, an' Dörphuus in Gönnebek. 

 

Uns longjohrig Grillmeesters Ingo Niels un Axel Rönfeld wurrn, bi Döntjes un plattdüütsch Geschichten, de Gäst mit smuckhaft Spezialitäten vun den Grill, leefert vun de Gönnebeker Landfleescherei Mario Niels, versorgen. 

 

En Köstenbidrag in Hööchd vun 10 Euro pro Person is bi de Veranstaltung to betahlen. 

 

De Getränke an dissen Nahmiddag sünd frei. 

 

P.S.: Dat is dat letzte Drapen vör de Sommerpaus (Juni. Juli, August).

 

Teilnahmemeldungen bitte bis spätestens 10. Mai 2024

 

Wichtig: Dormit all mit Grillfleisch versorgt warn köönt, bitt wi üm anmelden ünner Telefon / WhatsApp 01516-2952775 (Meike).

 

Hartlich Grööten vun 

Werner Stöwer, Renate Böhling, Wilfried Bornholdt, Meike Steen-Tensfeldt. 

Foto zur Meldung: Klönsnack an Grill bi de Günnbeker Plattsnacker an' 14. Mai
Foto: Klönsnack an Grill bi de Günnbeker Plattsnacker an' 14. Mai

Vor 80 Jahren: Warnungen an die Bevölkerung vor dem Feind und harter Bestrafung

(12. 04. 2024)

Unterdrückungsapparte von Diktaturen bauen auf Angst auf. Sehen sie sich in ihrer Existenz bedroht, setzen sie auf noch mehr Angst – Todesangst. Im April 1944 häufen sich im Segeberger Kreis- und Tageblatt die Warnungen an die Bevölkerung. Gewarnt wird vor dem Feind und vor harter Bestrafung, sollte man die erste Warnung auf die leichte Schulter nehmen. 

 

Mit „Pst, Feind hört mit“ ist ein aus Geschichtsbüchern einschlägig bekanntes Plakatmotiv der Spätzeit des sogenannten „Dritten Reiches“ beschriftet. Es ist eine Aufforderung, mit Äußerungen über die militärische und innere Lage, Produktion, Versorgungssituation und anderes in der Öffentlichkeit sowie am Telefon Stillschweigen zu bewahren, damit die aus mehreren Richtungen gegen das nationalsozialistische Deutschland drängenden Feindmächte möglichst keine Informationen erhalten. 

 

Bei dem einen Plakat bleibt es natürlich nicht. Der Blick in die April-Ausgaben des Segeberger Kreis- und Tageblatts, im Kreis Segeberg mit dem Amt Bornhöved und der Gemeinde Schmalensee amtliches Mitteilungsblatt, gibt Aufschluss darüber, wie die Menschen unserer Region das letzte Kriegsjahr (bis zum April/Mai 1945) „mitgelebt“ haben dürften. 

 

Todesdrohungen an „Verräter“ und Plaudertaschen

 

Eine Anzeige mit abgedrucktem „Schattenmann“ am 1. April 1944 etwa warnt eindringlich: „Um Eures Lebens willen: seht Euch vor!“ Der Tenor des Appells: Verratet niemandem, wie es um die Versorgungslage bestellt ist. 

 

„Sprecht darüber, wie ordentlich wir verpflegt werden! Darüber, dass heute mehr Menschen in Deutschland mit Brot und Butter und Milch versorgt werden als jemals zuvor. Und darüber, dass immer noch jeder täglich sein frisches Weißbrot bekommt und hin und wieder auch ein paar Eier und ein paar schöne Äpfel!“ – In der Rückschau ein durchschaubarer Aufruf, Unwahrheiten auszutauschen, insbesondere in Städten und Ballungsräumen… 

 

Immerhin: Murren scheint erlaubt, aber nicht ohne ein „Aber“: 

 

„Schimpft auch ruhig mal, wenn es nicht so klappt, wie es soll! Schimpfen erleichtert! Aber seht Euch vor und schweigt, wenn von der Arbeit gesprochen wird! Wer arbeitet, steht an der Front. (Stichwort „Kriegswirtschaft“, Anmerkung) Und wer etwas ausplaudert, was geheim bleiben muss, ist ein Verräter! Denn er schadet uns. Und nutzt dem mordgierigen Feind. Der folgt Euch wie ein Schatten. Hört mit und erfährt, aus zweiter oder dritter Hand vielleicht, was Ihr Euch im tiefsten Vertrauen erzählt. Darum schweigt!“

 

Klingt, als sei es der besagte Feind, von dem die Todesdrohung ausgeht. Jedoch steht das Wort „Verräter“ für ein schweres Verbrechen – im NS-Staat durchaus mit dem Tode zu bestrafen. 

 

Mit der Todesstrafe kann zum Beispiel belegt werden, wer Flugblätter, abgeworfen aus alliierten Flugzeugen, aus irgendwelchem Grunde behält (schlechte Zeiten für Dorfarchivare…). So steht – unter Verwendung der SS-Runen, die hier aufgrund der historischen Aufarbeitung nicht abgedeckt wurden – am 12. April 1944 im Segeberger Kreis- und Tageblatt diese amtliche Mitteilung:

 

„Feindflugblätter und Hetzschriften sofort an Polizei abliefern. Der Reichsführer-SS, Reichsminister des Innern hat angeordnet, dass alle Flugblätter und sonstigen staatsfeindlichen Schriften, die zur Verbreitung gelangen, unverzüglich der nächsten Polizeidienststelle abzuliefern sind. Auch das Aufheben von Sammlungsstücken ist verboten. Der Reichsführer-SS, Reichsminister des Innern macht darauf aufmerksam, dass auf Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung Gefängnisstrafe und in schweren Fällen Zuchthaus oder die Todesstrafe steht.“

 

Regeln für den Umgang mit Kriegsgefangenen

 

Der zunehmende Luftkrieg über Deutschland mit schweren Bombenangriffen auf deutsche Städte führt auch zu Abschüssen von Flugzeugen, deren Besatzungsmitglieder zum Teil lebend am Boden ankommen und in Gefangenschaft geraten. Wie man mit ihnen und den Gefangenen, die auf „herkömmliche“ Art in die Gewalt von Wehrmacht und SS geraten sind, zu verfahren hat, sagt diese amtliche Mitteilung im Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 11. April 1944 aus: „Eine Mahnung an alle!“

 

„Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen. Jeder deutsche Volksgenosse, der ohne Erlaubnis mit Kriegsgefangenen Verbindung aufnimmt, wird nach den Kriegsgesetzen bestraft. Darunter fällt auch der Ankauf von Spielzeug bezw. Eintausch gegen Lebensmittel (Brotmarken usw.) oder die geschenkweise Annahme irgendwelcher Gegenstände aus dem Besitz von Kriegsgefangenen.“ (Anmerkung: „Brotmarken“? Siehe oben…)

 

„Deutscher Würde und deutschem Selbstbewusstsein entspricht daher nur eine Grundbedingung: Schweigende Ruhe und gelassener Stolz. Der Feind ist Feind! Er verdient daher weder Mitleid noch Hass. Anbiederung, Vertrauensseligkeit und verbotene Hilfeleistung ist Volksverrat!“. 

 

Die hier im Wortlaut wiedergegebenen Meldungen dienen der historischen Aufklärung über den (nationalsozialistischen) Geist der Kriegszeit. „Weder Mitleid noch Hass“ gibt zumindest einen Ansatz von Kriegsvölkerrecht wieder, das war es aber auch. Es muss uns in der Rückschau durchaus zu denken geben, dass ein Volk trotz offener Drohung und Lüge in breiter Masse bis zuletzt seinen Verführern erlegen blieb. #niewieder

 

 

Foto zur Meldung: Vor 80 Jahren: Warnungen an die Bevölkerung vor dem Feind und harter Bestrafung
Foto: Warnung vor dem Feind - SKTB 01.04.1944

„Mädelsabend“ in der Alten Schmiede – Reservierung nötig

(08. 04. 2024)

Mitteilung des Fördervereins Alte Schmiede Bornhöved:

 

Mädelsabend mit ‚Bibi & Ina‘ in der „Alten Schmiede“ - Comedy nur für Frauen

 

Das urkomische Comedy-Duo kommt mit seinem brandneuen Programm „Es geht um ALLES!“ zurück in die ‚Alte Schmiede‘ nach Bornhöved. Männer müssen draußen bleiben, wenn "Bibi & Ina" komödiantisch die Umwelt beschreiben. Denn das urkomische Duo macht Comedy nur für Frauen.

 

Am Freitag, 10. Mai, gastieren sie in der Alten Schmiede in Bornhöved, Kuhberg 13.

 

Dieses Mal geht es ALLES, um fossile Energieträger, Online-Dating, mutige Mütter, übellaunige Mitmenschen sowie Männer im Speziellen und Allgemeinen.

 

Mit Witz und Ironie nehmen sich ‚Bibi & Ina‘ selbst auf die Schippe, philosophieren über das Glück, den Energiewandel und die Pumpenproblematik – immer am Zahn der Zeit, der bereits an ihnen nagt. 

 

Mit Mutterwitz, einer gehörigen Portion Selbstironie und ungebremster Spielfreude bringen sie ihr Publikum zum Lachen - und ein bisschen zum Nachdenken. Ein Programm für Frauen mit Sinn für Humor.

 

Bibi Maaß und Ina Twisselmann aus Quickborn sind in der Alten Schmiede längst keine Unbekannten mehr. Bereits zum fünften Mal treten sie dort zu einem Comedy-Abend für Frauen auf und werden sicherlich auch dieses Mal ihr Publikum begeistern.

 

Der Mädelsabend beginnt um 19.30 Uhr. Einlass nur mit Voranmeldung, Karten für 20 Euro (inkl. Begrüßungsgetränk) können unter reserviert werden.

[Plakat zum Mädelsabend am 10. Mai 2024 in der Alten Schmiede]

Foto zur Meldung: „Mädelsabend“ in der Alten Schmiede – Reservierung nötig
Foto: Alte Schmiede

Am 5. April: Der erste Klönschnack für Seniorinnen und Senioren – nach Ostern

(04. 04. 2024)

So langsam kann man davon reden, dass sich der Klönschnack für Schmalensees Seniorinnen und Senioren etabliert hat. Das nächste Treffen findet am morgigen Freitag, 5. April, um 15 Uhr statt. „Wie immer“ im Feuerwehrgerätehaus. 

 

Was spricht dafür, dass diese Runde eine feste ist? Zum Beispiel, dass Termine verabredet und auf der Gemeinde-Homepage bekannt gemacht werden. Oder, dass vorab geklärt wird, wer beim nächsten Mal für Kuchen sorgen wird. Und obendrein, dass es eine WhatsApp-Gruppe gibt. 

 

Und natürlich machen den Klönschnack-Treff noch andere Dinge aus. Etwa das Feuerwehrgerätehaus als Treffpunkt, das gemeinsame Kaffeetrinken – dafür sorgt die Gemeinde – und dass man immer offen ist für neue Gesichter in der Runde, in der auch schon mal gesungen wird. 

 

Oder gespielt. Gemeindevertreterin Karolin van het Loo hat verraten, dass beim nächsten Treffen Spiele im Spiel sein sollen. Und es wird über Kurzausflüge beraten oder sich gegenseitig geholfen, das Smartphone noch besser zu verstehen. 

 

Also: nächster Seniorinnen- und Senioren-Klönschnack am Freitag, 5. April, um 15 Uhr im Feuerwehrgerätehaus. Und wer ne Idee hat, bringt sie einfach mit.

Foto zur Meldung: Am 5. April: Der erste Klönschnack für Seniorinnen und Senioren – nach Ostern
Foto: Am 5. April: Der erste Klönschnack für Seniorinnen und Senioren – nach Ostern

April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 04. 2024)

Auch im Jahr 2024 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und a, 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat April.

 

Jedem Distrikt eine Hebamme: Mit Wirkung vom 1. April 1899, vor 135 Jahren, ist der bisherige 13. Hebammendistrikt des Kreises Segeberg mit jeweils einer Hebamme in Bornhöved und Damsdorf aufgehoben. Der neue Distrikt 13a mit Wohnsitz der Hebamme in Bornhöved umfasst Bornhöved, Daldorf, Gönnebek, Schmalensee und den Gutsbezirk Alt-Erfrade. Im Distrikt 13b finden sich Damsdorf, Stocksee, Tarbek und Tensfeld sowie die zum Kreis Plön gehörenden Orte Bredenbek und Pehmen wieder. 

 

Seit 110 Jahren Versicherungsschutz für Feuerwehrleute: Der Kreis Segeberg tritt zum 1. April 1914 der Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Unfallkasse bei. Somit sind alle Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren und Brandwehren sowie Hilfsmannschaften gegen Unfälle versichert. Die Leistungen reichen von der Übernahme der Arztkosten bis zur Hinterbliebenenversorgung im Todesfall. Jeweils zum 1. Juli eines jeden Jahres ist eine vollständige Mitgliederliste jeder Wehr vorzulegen.

 

Trappenkamp entsteht als Wohnort: Der „Flecken“ Trappenkamp wird am 1. April 1949, vor 75 Jahren, ein Ortsteil der Gemeinde Bornhöved. Seit 1928 hatte das Gelände mit dem späteren Marine-Sperrwaffenarsenal zu Rickling gehört. In dem Arsenal wurden Seeminen und andere Marinemunition montiert und dann per Bahn zum Kriegshafen Kiel transportiert. Mit dem Kriegsende im Mai 1945 erreichten britische Truppen die Region – und gleichzeitig viele aus den „deutschen Ostgebieten“ Geflüchtete und Vertriebene, für die dringend Wohnraum benötigt wurde. Der vormalige Kommandant des Standortes, der mit Teilen seines alten Personals das Sperrwaffenarsenal abwickeln sollte, bewahrt es mit Überredungskunst vor der Sprengung. Stattdessen werden zahlreiche Gebäude für die Nutzung durch die obdachlos gewordenen Menschen freigegeben, die zum Teil ihre Geschäfte aus der alten Heimat hier fortführen. Im Museumsbunker der seit 1956 eigenständigen Gemeinde Trappenkamp wird dies heutzutage eindrucksvoll erklärt. 

 

Ein Schmalenseer trainiert Holstein Kiel: Neuer Trainer der Fußballer der KSV Holstein, die in der 2. Bundesliga spielen, wird am 1. April 1979, vor 45 Jahren, der Schmalenseer Fußballlehrer Günter Brust. Der Deutsche Fußballbund hatte von dem Kieler Klub verlangt, einen Lizenztrainer zu engagieren, weil der bisherige Coach Kuno Böge, der offiziell Co-Trainer ist, die nötige Befähigung nicht nachweisen kann. Vorherige Trainerstationen des Schmalenseers Brust, der seinen Fußballlehrer-Lehrgang 1950 bei keinem Geringeren als Sepp Herberger absolviert und 1952 die Zulassung erhalten hatte, waren bereits der Freiburger FC, FSV Frankfurt, Arminia Hannover, Göttingen 05 und Altona 93. Im Kreis Segeberg hatte Brust zuletzt kurzzeitig den SV Wahlstedt und die SG Seth trainiert. Einige der zuerst genannten Mannschaften spielten unter Brust in Oberligen, deren Spitzenteams vor Einführung der eingleisigen Bundesliga in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft einzogen. Am 14. Januar 1962 unterlag der von Brust trainierte FSV Frankfurt im Spiel der Oberliga Süd dem FC Bayern München mit 2:3. Bundesweit berichtet worden war über Günter Brust im SPIEGEL 39/1959. Im Beitrag „Das Brust-Rezept“ wurde die von ihm erfundene „Viereck-Taktik“ erklärt, die die Bildung von einem Defensiv- und einem Angriffsblock beinhaltete. Bei Holstein Kiel ist der 55-jährige Schmalenseer, der einst mit Kuno Böge beim TSV Lägerdorf als Spieler die Fußballschuhe geschnürt hatte, 1979 nur einige Wochen an der Seitenlinie tätig; der DFB übte zudem wegen seiner schon längeren Abwesenheit aus höheren Spielklasse erneut Druck auf die KSV aus: Man solle Brust zu einem DFB-Fortbildungslehrgang schicken. Dazu kommt es aber nicht. Günter Brust, schon nicht mehr in Diensten von Holstein Kiel, verstirbt im Dezember 1980 nach kurzer schwerer Krankheit 56-jährig.

 

Forderung eines Staates für die Juden: Vor 100 Jahren ist ein neuer Reichstag ist zu wählen. Im Kreis Segeberg macht in einer Zeitungsanzeige am 2. April 1924 ein „Völkisch-Sozialer Block“ auf sich aufmerksam. Er zeigt auf, welche Elemente anderer Parteien gutgeheißen werden könnten, wirft diesen in ihrer Gesamtheit aber vor, mit dem Parlamentarismus versagt zu haben. Der völkische Block versteht sich als Mittel zur Überlebenssicherung des deutschen Vaterlandes. Mit der Parole „Los von Juda“ greift der Block die These der Deutsch-Völkischen Freiheitspartei auf, wonach man den Juden einen eigenen Staat außerhalb Europas zubilligen sollte.

 

Schmalensee kommt in den Hörfunk: Für seine Sendung „Schleswig-Holstein-Topografie“ kommt am 2. April 2004, vor 20 Jahren, Moderator Thomas Lenz mit einem Team der NDR 1 Welle Nord in den Gasthof Voß, um ein plattdeutsches Ortsportrait zu erstellen, das am 20. April ausgestrahlt wird. Lenz interviewt verschiedene Bürgerinnen und Bürger auf dem Gemeindesaal und fängt weitere Eindrücke sowie einige Stücke der Jagdhornbläser ein. 

 

Eine Zeitung für den Kreis Segeberg: Am 3. April 1869, vor 155 Jahren, erscheint erstmals als Zeitung für den Kreis Segeberg das „Segeberger Kreis- und Wochenblatt“ (SKWB). In seinen Beratungen am  24. und 25. Februar 1869 hatte sich der Kreistag des Kreises Segeberg darauf verständigt, das „Segeberger Wochenblatt“ (SWB) zu seinem amtlichen Mitteilungsblatt zu machen. Eine Bedingung gegenüber dem Verleger Wäser: Häufigeres Erscheinen und im Titel der Hinweis auf die Rolle als Kreisblatt. Interessant: Die Bekanntmachungen der offiziellen Stellen werden unentgeltlich abgedruckt. Dem Verleger und seinen Nachfolgern beschert dies bis 1945 dennoch sichere Einnahmen durch mehr Abonnenten und Werbetreibende. Und ab 1905/06 wird die Zeitung als „Segeberger Kreis- und Tageblatt“ (SKTB) zur Tageszeitung mit sechs Erscheinungstagen. Die heutige Segeberger Zeitung ist die Nachfolgerin des SKTB. Für Schmalensee und Umgebung bewirkte der 3. April 1969, dass die Berichterstattung nicht mehr vornehmlich Nachrichten aus der Kreisstadt Segeberg umfasst, sondern Berichte und Terminankündigungen aus den Ämtern und Kirchspielen des Kreises stetig zunehmen.

 

Beschluss über die Einteilung von Amtsbezirken: Der Segeberger Kreistag beschließt am 6. April 1889, vor 135 Jahren, eine Festlegung oder Neuordnung der Amtsbezirke. Das bisherige Amt Bornhöved wird demnach neu geordnet und in zwei Amtsbezirke aufgeteilt: Der neue Amtsbezirk Nr. 6, Bornhöved, bestehend aus den Landgemeinden Bornhöved, Gönnebek und Schmalensee, wird mit 17:1 Stimmen (von 20) genehmigt. Der neue Amtsbezirk Stocksee (Nr. 7), bestehend aus den Landgemeinden Damsdorf, Tarbek, Tensfeld und Stocksee sowie dem forstfiskalischen Gutsbezirk Stocksee, wird 15:3 Stimmen genehmigt. Im Amt Bornhöved leben 1421 Menschen – 835 in Bornhöved, 282 in Gönnebek und 304 in Schmalensee. Dessen Fläche umfasst 868,2243 Hektar. Schmalensee verfügt über ein Veranlagungssoll direkter Staatssteuern in Höhe 2846,88 Mark. Dies und die Einwohnerzahl bedeuten, dass Schmalensee wie Gönnebek eine Stimme im Amtsausschuss hat. Bornhöved hat zwei Stimmen. 

 

Die NS-Ideologie wird in die Gesellschaft „eingepflanzt“: In Bad Segeberg wird am 9. April 1934, vor 90 Jahren, im Beisein der Amts- und Gemeindevorsteher die Kreisführerschule eröffnet. Im ehemaligen Pflegeheim und der Jugendherberge im Kastanienweg ist eine Schulungseinrichtung für die politischen Leiter, die Funktionsträger des Kreises Segeberg eingerichtet worden. „Durch Schulung der Amtsleiter wird der Nationalsozialismus in das Volk hineingetragen werden. Über die Amtsleiter wird das Volk dann selbst nationalsozialistisch denken, fühlen und empfinden lernen. Die NSDAP schläft nicht“, heißt es im Segeberger Kreis- und Tageblatt. Inhalte der Führerkurse sind Rechnungswesen und Buchführung der Gemeinde; Steuern, Beiträge, Gebühren und Ortssatzung; Bauordnung; neues Standesamtswesen; Aufgaben, Rechte und Pflichten der Orts- und Gemeindevorsteher; Polizeiwesen und Polizeikosten; Erbhofgesetz sowie Rechte und Pflichten der Reichserbhofbauern, Heimatkunde; Luftschutz, Rassenkunde; Gemeindeverfassung und Gemeindeverwaltung; Preußische Jagdordnung; Landwirtschaftliche Entschuldung. 

 

Die Gemeindevertretung vor 50 Jahren: Am 10. April 1974 findet die konstituierende Sitzung der neuen Schmalenseer Gemeindevertretung statt. Als ältester Gemeindevertreter leitet Friedrich Bollbuck die Versammlung, die Bürgermeister Hans Voß in seinem Amt bestätigt. Zu stellvertretenden Bürgermeistern werden Hans Siebke und Werner Suhr gewählt. Suhr war in die Vertretung nachgerückt, weil der zum Gemeindevertreter gewählte Jürgen Stegelmann das Mandat abgelehnt hatte. In den Finanzausschuss werden Werner Suhr, Walter Behrend und als Bürgerliches Mitglied Gerhard Cuwie gewählt. Den Sozialausschuss besetzen Margarete Radloff, Hermann Griese, Günther Brust und als bürgerliches Mitglied Herta Stüben. Den Ausschuss für Wasserversorgung bilden Hans Siebke, Günther Brust und die bürgerlichen Mitglieder Willi Wulf und Schmiedemeister Helmut Nagel. In den Verschönerungsausschuss gehen Margarete Radloff, Hans-Jürgen Harder, Werner Suhr und die bürgerlichen Mitglieder Ewald Garber und Gerhard Mühlenberg. Den Wegeausschuss bilden Hermann Griese, Friedrich Bollbuck, Hans-Jürgen Harder und das bürgerliche Mitglied Jürgen Stegelmann. Den Jugendförderungs- und Sportausschuss besetzen Margarete Radloff, Hans-Jürgen Harder, Günther Brust sowie als bürgerliche Mitglieder Wolfgang Harder und Gerhard Scholz. Hans Siebke und Hans Voß vertreten Schmalensee im Schulverband Bornhöved. 

 

Ein Flächennutzungsplan für Schmalensee: Das Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein teilt der Gemeinde Schmalensee am 13. April 1964, vor 60 Jahren, die Kosten mit, die für die Erstellung des ersten Flächennutzungsplans im Maßstab 1:5000 anfallen werden. Die Fotomontage von sechs Kartenblättern zu einem Plan in Größe 74x100 Zentimeter wird demnach 236 DM kosten. Um Höhenlinien in den Plan zu übertragen fallen weitere 40 DM an. Das Amt bittet über den mit der Erstellung des Flächennutzungsplans beauftragten Architekten Heinz Schöning aus Schönwalde am Bungsberg auf Anerkennung dieser Kosten. 

 

Aktivität der NS-Frauenschaft vor 90 Jahren: Am 14. April 1934 berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt aus Bornhöved. Dort hat der erste Pflichtabend der NS-Frauenschaft Bornhöved stattgefunden. Die Führerin Lilli Oberböster begrüßte vor allem die neu eingetretenen Mitglieder. Durch den Beitritt von 20 Frauen ist die Frauenschaft auf 200 Mitglieder angewachsen. Im Vortragsteil referierte Nanny Saggau aus Schmalensee über Kükenaufzucht. In einem zweiten Vortrag ging es um Frühgemüse und Heilpflanzen. 

 

Ein Schmalenseer kassiert für die Totengilde: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 15. April 1909, vor 115 Jahren, von der Generalversammlung der vereinigten Totengilde Bornhöved-Schmalensee. Im abgelaufenen Jahr hatte die Gilde sieben Sterbefälle zu verzeichnen, davon waren vier Kinder. Die 135 Mitglieder zählende Totengilde hatte Einnahmen von 323,60 RM und Ausgaben von 268,48 RM. Johann Jürgens aus Schmalensee wird wieder zum Kassierer der Gilde in Schmalensee gewählt. (Bis heute existiert die „Sterbekasse für Bornhöved und Umgebung“, in der die Totengilde aufgehen wird und die dasselbe Ziel verfolgt: Den Mitgliedern aus ihren Beiträgen einen sicheren Anteil an den Bestattungskosten zu sichern.)

 

Das Feuerlöschwesen „auf dem platten Lande“ vor 135 Jahren: Die Königliche Regierung erlässt am 15. April 1889 die „Polizeiverordnung betreffend das Feuerlöschwesen auf dem platten Lande“. Inklusive Ausführungsbestimmungen ist dies eine umfangreiche Organisation des Brandschutzes in Schleswig-Holstein. Die Polizeiverordnung sieht die Einrichtung von Brandwehren im Sinne von Pflichtfeuerwehren vor: Alle tauglichen, 16- bis 60-jährigen männlichen Einwohner eines Ortes sind zum Dienst in der Brandwehr verpflichtet, ein jeder muss während dieser „Dienstzeit“ insgesamt drei Jahre lang eine Führungsposition einnehmen. Alle Gespannhalter sind in festzulegender Reihenfolge verpflichtet, die Spritze im Alarmfall mit Pferden zu bespannen. Der Brandmeister als örtlicher Führer ist mit seiner Brandwehr zur sofortigen Hilfeleistung in allen Orten im Umkreis von 7,5 Kilometern verpflichtet. Die Aufsicht über die Brandwehren liegt beim Amtsvorsteher als Oberbrandmeister. 

Die Einrichtung der Freiwilligen Feuerwehr ist nicht eindeutig als Alternative genannt. Ist aber eine solche im Ort vorhanden und genügt sie aufgrund von Stärke und Ausrüstung den durch die Polizeiverordnung verlangten Auflagen, so wird eine Brandwehr als Pflichtwehr obsolet. (In Bornhöved zum Beispiel gibt es lange Zeit beide Arten von Wehren, die Brandwehr ist dabei de facto die „Ersatzwehr“, die vom örtlichen Brandmeister mitgeführt wird.)

Foto zur Meldung: April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Günter Brust (2.v.li.) als Trainer des FSV Frankfurt

Vor über 3000 Jahren wurde zwischen Bornhöved und Schmalensee gemeinsam gekocht

(31. 03. 2024)

Die Archäologen waren wieder in der Bornhöveder Gemarkung „Mang de Bargen“ unterwegs. Unweit des Kieswerks der Firma Krebs, jedoch nicht innerhalb der Kieswerkerweiterung, ist vor Ostern eine Leergrabung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) beendet worden. Am 23. März war ein Besuch möglich.

 

Vom „Tag der offenen Grabung“ zwischen Bornhöved und Schmalensee war kurzfristig zu erfahren, über Tageszeitungen, Hörfunk und Fernsehen. Und das Interesse war groß. Auch beim Schmalenseer Dorfputz waren die Ausgrabungen Thema, und viele machten sich am frühen Nachmittag auf den Weg. 

 

Die Grabungen fanden, anders als 2017, nicht auf einer Kiesabbaufläche statt, sondern abseits davon, in einer Senke auf einem im letzten Herbst abgeernteten Maisfeld, vis-à-vis mit dem früheren Tontaubenschießstand. Diese war seinerzeit, wie die ganze Umgebung der damaligen Grabungsfläche, vorsorglich sondiert worden.

 

Die in der Region schon bekannte Expertin der CAU für die Bronzezeit, Dr. Jutta Kneisel, war nun mit Studierenden zwei Wochen lang damit beschäftigt, in der besagten Senke Spuren nachzugehen, die vor Jahren mit dem Bodenradar entdeckt worden waren. 

 

Mit dem „Tag der offenen Grabung“ wurde der Öffentlichkeit nun präsentiert, was gefunden werden konnte: Vornehmlich Feuergruben, Kochstellen, aus der Zeit um 1300 vor Christus. Diese deuten in der von Grabhügeln und Gräberfeldern dominierten Region darauf hin, dass hier über einen langen Zeitraum Zusammenkünfte der ansonsten weit verstreut lebenden Menschen stattfanden, die zusammen gehandelt, gefeiert, geheiratet haben mögen. 

 

Funde in anderen Regionen hinzuziehend liegt für die Forscher die Vermutung nahe, dass der bronzezeitliche Mensch nicht nur Speisen zubereitete, sondern auch „Bier“ braute und Musik machte.

 

Faszinierend war es, die jungen Studentinnen und Studenten in ihrem Eifer, aber auch in der nötigen Akribie zu beobachten, wie sie auch diesen Öffentlichkeitstag dazu nutzen, viele Puzzleteile im Boden zu entdecken, Fundstellen einzumessen, Fundstücke zu dokumentieren und Funde für spätere Untersuchungen zu dokumentieren. 

 

Zum Beispiel Holzkohlereste, deren Untersuchung das Alter des Holzes bestimmen lässt, oder Pollen im Erdreich, die Aufschluss über die damalige Vegetation geben können. Eher gering war die Ausbeute bei Keramikresten, aber es gab sie – wo gehobelt wird, fallen Späne, und wo gekocht wird, zerbricht auch mal ein Gefäß. Doch allein die markant im kieshaltigen Untergrund erkennbaren Kochstellen zu sehen, beeindruckte. 

 

Um zu veranschaulichen, wie eine solche Kochstelle aufgebaut und befeuert wurde, hatte eine Studierende aus eingesammelten Steinen und Holz zwei „neue“ geschaffen und darauf beziehungsweise darin Feuer entzündet, um später sogar experimentell unter Verwendung von Wasser, Kräutern und Fisch zu kochen. 

 

Die aktuelle Grabung fügte sich ein in das Projekt „Roots“, das eigentlich 2025 endet. Dr. Jutta Kneisel aber hofft, dieses doch noch großräumig fortsetzen zu können, um ein Gesamtbild der damaligen Gesellschaft zu bekommen und die Lebensweise der Menschen der Bronzezeit noch besser zu verstehen. 

 

Die Wissenschaftlerin stellte in Aussicht, in etwa einem Jahr in der Region die Grabungsergebnisse in einem Vortrag präsentieren zu können. So wie 2019, als in Bornhöved die Grabungsfunde aus dem Neubaugebiet Kornkamp vorgestellt wurden (siehe Gemeinde-Homepage Schmalensee am 30.10.2019 und die Online-Ausstellung https//:allesbleibtanders.com).

 

Übrigens: Als die CAU-Archäologen 2017 im Kieswerk Mang de Bargen bronzezeitliche Grabhügel untersuchten, war unter ihnen eine Wissenschaftlerin, die zur Grabung ihre Doktorarbeit verfassen konnte, die frei im Internet verfügbar ist. Man suche die zweibändige Schrift „Unter Hügeln“ von Stefanie Schaefer-di Maida, erschienen bei sidestonepress. 

 

Fotos: Christian Detlof

 

 

Foto zur Meldung: Vor über 3000 Jahren wurde zwischen Bornhöved und Schmalensee gemeinsam gekocht
Foto: Ein Besuch bei den Archäologen der Kieler Uni

Ab 7. April sonntags geöffnet: Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“

(29. 03. 2024)

Das Team vom Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ beendet die Winterpause und ermöglicht wieder den regelmäßigen Besuch des Hauses Kuhberg 5, direkt am Adolfplatz in Bornhöved: Erster Öffnungstag im Jahr 2024 ist der 7. April. Immer sonntags wollen die „Museumswächter“ um den Leiter der Einrichtung, Norbert von der Stein, im Zeitraum 15 bis 18 Uhr die Räume und Artefakte der Öffentlichkeit zugänglich machen und Raum für gute Gespräche zur lokalen Geschichte und mehr schaffen. 

 

Über 1200 Jahre Geschichte aus Bornhöved und Umgebung werden in der alten Räucherkate präsentiert. Natürlich auch die weithin bekannten militärischen Ereignisse von 798, 1227 und 1813. Aber auch die Geschichte der Kleinbahn Kiel-Segeberg oder Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit bis hin zur Replik der Gönnebeker Goldschale können im Heimatmuseum bestaunt werden. Darüber hinaus wird Kulturschaffenden der Region wie den Gebrüdern Ross oder Iven Kruse und Heimatmaler Helmut Albrecht ein Gesicht gegeben. 

 

In den vergangenen Jahren haben viele Menschen aus Bornhöved und Umgebung die Öffnungszeit des Museums „De ole Rökerkaat“ auch dazu genutzt, in Nachlässen Entdecktes, mit dem sie nichts anzufangen wissen, den Mitgliedern des Ortsvereins Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB), der das Museum betreut, zur Ansicht zu geben oder für das Museum zu überlassen. Nutzen Sie gern auch in diesem Jahr diese Möglichkeit, ehe sie alte Fotografien, Dokumente oder Gebrauchsgegenstände wegwerfen.

 

Wer Fragen zum Heimatmuseum, zum Beispiel zu Besuchen außerhalb der Sonntags-Öffnung oder zu Historischem hat, erreicht Norbert von der Stein unter Telefon 04323-9819290 oder Christian Detlof unter 0170-5520584. 

Foto zur Meldung: Ab 7. April sonntags geöffnet: Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“
Foto: Das Heimatmuseum De ole Rökerkaat in Bornhöved

Letzter Aufruf: Heute gibt es ein Osterfeuer in Schmalensee!

(28. 03. 2024)

Entführungen sind am heutigen Gründonnerstag in Schmalensee erlaubt! Aber nur, wenn sie friedlich beginnen und um 18 Uhr auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus enden!

 

Dort steigt, das sollte sich herumgesprochen haben, das Osterfeuer, veranstaltet vom Sportverein von 1980 und dem Verschönerungs- und Vogelschießerverein. 

 

Bei freiem Eintritt erwarten die Besucher – egal ob Vereinsmitglied oder nicht; egal ob groß oder klein- ein schönes großes Feuer, Köstlichkeiten gegen Hunger und Durst und – hier werden die Lütten bevorzugt – süße Gaben vom Osterhasen. 

 

Und mit der Suche geht es auch los, um anschließend eine der größten Klönschnack-Veranstaltungen zu genießen, die Schmalensee zu bieten hat! Und nicht vergessen: Am Ende alle wieder freilassen!

[Flyer]

Foto zur Meldung: Letzter Aufruf: Heute gibt es ein Osterfeuer in Schmalensee!
Foto: So war das Osterfeuer 2023 in Schmalensee

Holsteinseen berichtet und wählt – und fragt nach Perspektiven und Aufgaben

(25. 03. 2024)

Ein üppiges Programm erwartet die Teilnehmenden an der Mitgliederversammlung des Tourismusvereins Holsteinseen, die am Mittwoch, 24. April, um 19.30 Uhr im Landgasthof Kirschenholz in Schillsdorf stattfindet. 

 

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr, in die sogenannten Regularien mit Berichten, Entlastung und Wahlen sowie Haushaltsplanung soll aber erst gegen 21 Uhr eingestiegen werden. 

 

Zuvor bietet Holsteinseen eine Führung durch den alten Gasthof mit dazugehöriger Beer-Brauerei an. Danach werden die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister (oder Vertretenden) der Mitgliedsgemeinden gefordert sein, dem Tourismusverein ihre Thesen und Ziele zur Frage „Welche Perspektiven und Aufgaben hat der Tourismusverein Holsteinseen?“ zu nennen, über die anschließend debattiert werden soll. 

 

Ein interessanter Ansatz, und eine berechtigte Fragestellung, deren Beantwortungen sich laut Einladung durch den Vorsitzenden, Jürgen Bucksch aus Schmalensee, in Umsetzungsschritten niederschlagen sollen. 

[Einladung MV Holsteinseen 24.04.2024]

Foto zur Meldung: Holsteinseen berichtet und wählt – und fragt nach Perspektiven und Aufgaben
Foto: Holsteinseen berichtet und wählt – und fragt nach Perspektiven und Aufgaben

Erbsensuppe ist dicker als Hagelschauer – Dorfputz nicht zu stoppen

(24. 03. 2024)

Das Spritzenhaus war vorbereitet, die Treckergespanne standen bereit, doch langsam machte sich die Sorge breit, dass nicht genügend Freiwillige dem Aufruf des Verschönerungs- und Vogelschießervereins zum Knickputz am 23. März folgen würden. Dann, wie aus heiterem Himmel, war eine ansehnliche Truppe versammelt, darunter Feuerwehrleute, Gemeindevertreter und viele Kinder. 

 

Fünf Gruppen machten sich auf vorgegebenen Routen auf den Weg – mit dem festen Willen, den Unrat aufzusammeln, den andere achtlos an und in die Knicks geschmissen hatten. Und die Aussicht auf Erbsensuppe und oder Pommes als Gewissheit im Gepäck. 

 

„Heiterer Himmel“, Teil 2: Kaum unterwegs, wurden die kleinen Gruppen vom großen Hagelschauer überrascht. Am besten konnte das die übliche „Kindergruppe“ wegstecken, die wie immer von Christian Saggau begleitet wurde: Auf der Route der Kids und sie begleitenden Erwachsenen fand sich ein Strohschuppen, der Schutz bot. 

 

Die Kinder waren auch die Ersten, die sich an einem „Schatz“ aus lauter Pausenleckereien erfreuen konnten, die ganz zufällig am Wegesrand auf sie warteten. 

 

Die Ausbeute der Knickputzer hielt sich wieder im Rahmen. Ausreißer wie in früheren Jahren, als man zum Beispiel eine Duscheinrichtung in der Feldmark fand, sind schon lange nicht mehr vorgekommen. Aber darum geht es auch nicht: Beim Dorfputz zählt besonders, dass die Dorfgemeinschaft zusammen etwas unternimmt. 

 

Das honorierte auch Bürgermeister Dirk Griese, der wie Horst Kaack und Sönke Jens, dem erwähnten Christian Saggau und Doreen Saggau eines der Begleitfahrzeuge gelenkt hatte, indem er allen für ihren Einsatz dankte. Ganz besonders auch dem Verschönerungs- und Vogelschießerverein, der stets die ganze Organisation übernimmt. 

 

Und dazu gehört auch immer eine Stärkung nach getaner Arbeit. Pommes und Erbsensuppe vom Team des Gasthof Voß fanden dankbare (und hungrige) Abnehmerinnen und Abnehmer. 

 

Und ein paar „Verrückte“ nutzen die Gelegenheit der öffentlichen Zusammenkunft, mit ihren FSG Saxonia-Sammelalben weiterzukommen und fleißig Klebebilder zu tauschen. Ein durch und durch erfolgreicher Samstag – und den ließ man sich nicht verhageln!

 

Fotos: Verena Kasch, Karolin van het Loo und Christian Detlof

 

Foto zur Meldung: Erbsensuppe ist dicker als Hagelschauer – Dorfputz nicht zu stoppen
Foto: Fröhliche Schmalenseer Knickputzer

Heute wird aufgeräumt! Der Dorfputz startet um 10 Uhr

(23. 03. 2024)

Zeit für Freiwilliges Engagement mit Müllsack und Gartenhandschuh: Heute um 10 Uhr hoffen die Gemeinde Schmalensee sowie der Verschönerungs- und Vogelschießerverein auf viele kleine und große Dorfmenschen die sich nicht zu schade sind, den von anderen achtlos an unseren Wegen weggeworfenen Müll aufzusammeln.

 

Treffpunkt ist (um 10 Uhr) auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus. Dort werden sich auch Landwirtinnen und -wirte mit Treckergespannen einfinden, um die zu bildenden Sammeltrupps zu begleiten. 

 

Unter der Anleitung des VVV wird auf die jedem Team zugewiesenen Abschnitten gesammelt, was man findet (und auch anheben kann). Da wird es viele Abschnitte geben, auf denen eine erfreuliche „Flaute“ herrscht. Es kann aber auch anderes kommen – einige scheinbar bei Müllverursachern beliebte Ecken haben wir leider.

 

Später übrigens werden die „gesammelten Werke“ alle auf ein Gespann geladen und mit diesem zur Deponie nach Damsdorf/Tensfeld gefahren. 

 

Um 10 Uhr starten? Das geht doch bestimmt bis in die Mittagszeit! Stimmt. Und deshalb gibt es auch einen kräftigen Imbiss für alle, die mithelfen. Diese Stichworte sollten überzeugen: Erbsensuppe und Pommes! (Also, getrennt verzehrbar, ist klar, oder?)

 

Die Veranstaltenden freuen sich auf Euch und bedanken sich schon jetzt bei allen, die auch sonst über das ganze Jahr Müll aufheben und im nächsten Abfallbehälter entsorgen!

Foto zur Meldung: Heute wird aufgeräumt! Der Dorfputz startet um 10 Uhr
Foto: Schmalensees Gemarkung kann den Dorfputz am 23. März gut vertragen

Plattsnacker am Sonntag: „112 Regenschirme“ in Gönnebek

(22. 03. 2024)

Am Sonntag, 24. März, starten die Günnbeker Plattsnacker (im Gönnebeker Bürgerverein) von 11 bis 16 Uhr einen besonderen Markt, an dessen Ende die Erlöse einer Verlosaktion für den guten Zweck gedacht sind. Veranstaltungsort ist der Hof Danker (Dörpplatz 2). Der Eintritt ist frei. 

 

Rund 20 Kleingewerbe präsentieren sich beim „Markttag mit Handwerk, Kunst und mehr“. Es werden Waren aus den Bereichen Floristik, Holz- und Drechslerarbeit, Malerei, Gemüse oder Honig, Geschenke und Deko angeboten. 

 

Einige Firmen stellen sich und ihre Arbeitsweise vor und präsentieren sich zudem als Arbeitgeber. 

 

Angeboten werden auch Grillwurst, Popcorn, Kaffee und Gebäck. 

 

Abgerundet wird das Programm durch eine Verlosung von Sachpreisen und Regenschirmen. Diese tragen Aufdrucke werbender Firmen und Einrichtungen bis hin zur Bundesregierung und zum Landesfeuerwehrverband, sind mit Sachpreisen gefüllt und in Summe 112 Stück. 

 

Denn „112“ ist die Notruf-Nummer der Feuerwehr, und diese „112-Regenschirm-Aktion“ soll Erlöse bringen, die den Kinderfeuerwehren in Bornhöved, Schönböken und Stocksee zugute kommen sollen. Auch wird das Projekt „Junge Snacker“ unterstützt, das der Vermittlung der plattdeutschen Sprache an junge Menschen dient. 

 

Gönnebek, Sonntag, 11 bis 16 Uhr, Eintritt frei.

Foto zur Meldung: Plattsnacker am Sonntag: „112 Regenschirme“ in Gönnebek
Foto: Plattsnacker am Sonntag: „112 Regenschirme“ in Gönnebek

Schmalenseer erfreuen sich an diesem besonderen Gast: Der Storch ist da

(20. 03. 2024)

Erste Anflüge soll es schon früher gegeben haben, seit dem 14. März trudeln aber immer neue Handy-Fotos ein, die seine Ankunft und ganz offenbar seine Absicht dokumentieren, zu bleiben: Ein Storch hat sich auf das Nest am Regenrückhaltebecken gesetzt!

 

Schon sehr früh im Jahr wurde die erste Ankunft eines Storchs in Schleswig-Holstein gemeldet. Die vielen Storchenschützer und -beobachter melden dem Nabu seit vielen Wochen immer mehr frühe Ankünfte. Und nun ist das auch bei uns in Schmalensee geschehen. 

 

Und das, bevor der schon gebildete Trupp Freiwilliger in die Höhe fahren konnte, um das Nest zu reinigen. Auch das, so berichten Anwohner, hat der Storch selbst übernommen. Er hat „aufgeräumt“. 

 

Im vergangenen Jahr wurde das Nest eher als Pausenort von Adebar genutzt, gebrütet wurde nicht. Da es sich um ein neues Nest handelte, das der damalige Bürgermeister Sönke Siebke spendiert hatte und das im Zuge des Dorfputz auf dem alten Strommast am Regenrückhaltebecken angebracht wurde, war nach Rücksprache mit dem Storchenschutz auch noch nicht damit zu rechnen. 

 

Und dieses Mal? Der Storch, auch das ein Bericht von Anwohnern, nächtigt im Nest. Das macht Hoffnung, dass er fest „eingezogen“ ist und hofft, eine Partnerin zu finden. Dafür spricht sein Klappern: Die Nachbarn berichten, dass sie schon mitbekommen hätten, dass „unser“ Storch das Klappern anderer erwidert habe. 

 

Es bleibt spannend und natürlich wäre es eine tolle Geschichte, käme Schmalensee zum Bruterfolg. Dafür muss es aber auch in den entscheidenden Wochen feucht genug sein, damit der Storch genug Nahrung findet – Würmer und Insekten, Amphibien und Mäuse. Damen drücken, Schmalensee!

 

Fotos: Christian Detlof

Foto zur Meldung: Schmalenseer erfreuen sich an diesem besonderen Gast: Der Storch ist da
Foto: Er ist wieder da - seit dem 14. März wird der Storch in Schmalensee beobachtet

Eiersuche und Osterfeuer am Gründonnerstag, 28. März

(20. 03. 2024)

Sie haben es wieder getan und eine Allianz aus Feuer, Bratwurst und Schokolade geschmiedet: Nach einigen erfolgreichen Anläufen werden der Verschönerungs- und Vogelschießerverein und der Sportverein Schmalensee auch in diesem Jahr das Osterfeuer veranstalten! 

 

Termin: Gründonnerstag, 28. März. Ort: Bolzplatz. Beginn: 18 Uhr.

 

Der Eintritt ist frei; es wird ein Feuer geben und natürlich eine Getränkestation und Herzhaftes für Gaumen und Magen. Die Kinder dürfen bei solch österlichem Anlass nicht zu kurz kommen: Wieder werden die Vorstände den heißen Draht zum Osterhasen beanspruchen und diesen davon überzeugen, dass in Schmalensee die süßen Überraschungen schon früher versteckt werden müssen als andernorts. Wir sind halt was Besonderes....

 

Ein Fest für alle Generationen und völlig unabhängig von Vereinszugehörigkeiten. Die Veranstalter freuen sich auf viele Schmalenseerinnen und Schmalenseer! 

[SVS-VVV-Flyer Osterfeuer 28.03.2024]

Foto zur Meldung: Eiersuche und Osterfeuer am Gründonnerstag, 28. März
Foto: So lönnte es aussehen, das Osterfeuer am 28. März

Der Sportverein von 1980 und die Gemeinde Schmalensee trauern um Helmut Siebke

(19. 03. 2024)

Ein großer Sportfreund hat das Spielfeld für immer verlassen: Helmut Siebke ist am 7. März 2024 gestorben. Er war Sportler, Ehrenamtler, Förderer, Architekt und auch ein Weltenbummler, der große Fußspuren hinterlässt. 

 

Vielleicht die Kleinsten in der großen weiten Welt, die er gern und in alle Himmelsrichtungen bereist hat. Da war er einer von Vielen. Größer schon dürften die Spuren gewesen sein, die er als Ministerialbeamter der Landesverwaltung gesetzt hat. Dorthin hatte ihn seine Qualifikation als Architekt geführt, die er auch in seinem Heimatdorf Schmalensee zur Entfaltung gebracht hat. Das Sportlerheim von 1983/85 und dessen Erweiterungsbau 1997/98 an der Tarbeker Straße tragen ebenso seine Handschrift wie das Feuerwehrgerätehaus, das 1996 erweitert worden war. 

 

Die größten Spuren aber hat Helmut Siebke nicht in Form von Bauwerken hinterlassen, sondern in der Lebenszeit, die er als Ehrenamtlicher im Sport für andere eingesetzt hat, damit sich an verschiedenen Stellen die berühmten Rädchen in den Uhrwerken erfolgreich drehen können. Gewürdigt wurde dies mit zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen. 

 

Seit den späten 1960er Jahren wirkte der am 11. Januar 1943 geborene Helmut Siebke im TSV Quellenhaupt Bornhöved als Fußballer, Jugendwart und -trainer sowie als Schiedsrichter mit. Ein Umkleidegebäude mit Sanitäranlagen auf dem Sportlatz hat er im Nachbarort entworfen. Von dort entwickelten sich ebenso früh Anknüpfungspunkte zum Kreisfußballverband Segeberg, dessen Spielausschuss er von 1976 bis 1987 führte, und in dessen Schiedsrichterausschuss er mitwirkte. Schiedsrichter-Lehrwart war er bereits von 1970 bis 1974. 

 

Er selbst pfiff schon 1973 Partien bis zur damaligen Verbandsliga, in der Leistungsklasse 1. Der Höhepunkt seiner Karriere als Unparteiischer war am 23. Mai 1976 die Leitung eines Freundschaftsspiels der Kreisauswahl Segeberg gegen die Bundesligaprofis des SV Werder Bremen, in der er den Mannen von der Weser zwei Elfmeter zusprach – selbstverständlich umstritten, zumindest aus Segeberger Perspektive. Späteren Ehrungen tat dies aber keinen Abbruch: Die Schiedsrichter-Ehrennadeln in Silber und Gold des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes erhielt er 1980 und 1986. Der SHFV verlieh ihm zudem seine silberne und goldene Ehrennadel in den Jahren 1989 und 1997. 

 

Der Kreisfußballverband Segeberg zeichnete Helmut Siebke 1985 mit der Ehrennadel und 1990 mit der goldenen Schiedsrichter-Ehrennadel aus. Entsprechend würdigte auch der Deutsche Fußballbund das Wirken des Schmalenseers 2007 mit der Verdienstnadel. Da besaß Helmut Siebke auch schon seit 1986 die Silberne Ehrennadel des TSV Bornhöved, 2010 folgte die in Gold. 

 

Als Mitglied der ersten Stunde hatte er im erst 1980 gegründeten SV Schmalensee im Jahr 1990 die bronzene Ehrennadel erhalten. Die goldene wurde dann quasi für ihn „erfunden“: 1998 erhielt er die Ausfertigung Nr. 1 als Ausdruck des Dankes für die unentgeltliche Planung aller Sportanlagen. 

 

Nachdem er in seinem SVS als Spartenleiter und Jugendwart mitgemischt hatte, übernahm Helmut Siebke 1993 den Vorsitz und übte das Amt bis 2012 aus. In dieser langen Phase traten viele Veränderungen ein, bis hin zur Trägerschaft einer Kinderspielstube im Sportlerheim. Neben Fußball war Tischtennis seine große Leidenschaft, und er übte sich auch mit Begeisterung im Badminton. Wer Neues im Verein etablieren wollte, etwa „Sport für Untrainierte“, einen Jugendfußballverein namens Rot-Weiß Saxonia zusammen mit Nachbarklubs oder den Knicklauf, der rannte bei Helmut Siebke in seinem Häuschen in der Damsdorfer Straße stets offene Türen ein. 

 

Im Jahr 2012 hielt Helmut Siebke die Zeit für gekommen, den Vorsitz im SVS abzugeben. Als Beisitzer mischte er noch bis 2018 mit und 2019 wurde er von der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Eine weitere „Erfindung“ extra für ihn. „Voll verdient!“, würde jedes Mitglied noch heute sagen. 

 

Der sportlichen Verbandsarbeit blieb Helmut Siebke treu. Er war Beiratsmitglied im Kreissportverband Segeberg, der ihm 2012 den großen Ehrenteller verlieh. Die Sportverdienstnadel des Landes Schleswig-Holstein hatte er schon 2010 erhalten. Im Jahr 2012 ehrte ihn die Sparkasse Südholstein mit dem Bürgerpreis in der Kategorie „Lebenswerk“, und die Heimatgemeinde Schmalensee überreichte ihm 2013, den Rückzug vom Vorsitz im Sportverein zum Anlass nehmend, den großen Ehrenteller.

 

Das Lebenswerk aber war noch längst nicht vollendet. Auch als Ehrenvorsitzender nahm Helmut Siebke aufmerksam an der Vorstandsarbeit teil. Er war Mitglied in Skatrunden, Radfahrgruppen, hielt Kontakt zu Wegbegleitern aus der Zeit im Kreisfußballverband und zu seinen Reisefreundinnen und -freunden. Er war überdies Mitglied der Siedlergemeinschaft Schmalensee bis zu deren Auflösung 2023 – und wurde 2020 für langjährige Mitgliedschaft mit dem goldenen Ehrenzeichen des Verbandes Wohneigentum, Siedlerbund Schleswig-Holstein ausgezeichnet. 

 

Bis zuletzt hielt Helmut Siebke der SVS-Tischtennismannschaft die Treue, stand auch in der laufenden Punktrunde auf der Spielerliste. Seine Tischtennis-Kameradinnen und -kameraden hüteten für ihn in der Sporthalle etwas ganz Besonders: Für Außenstehende war „Helmut’s Platz“ vielleicht nur ein Klappstuhl, tatsächlich aber eine ihm zugedachte Ehrenbezeugung unter Sportfreunden. 

 

Dieser Platz wird nun leer bleiben, aber angesichts vieler Fußspuren, Gespräche, auch manchen Streits, aber vor allem guter Taten wird uns Helmut Siebke in Erinnerung bleiben. Am 19. März wird er im Kreis der Familie und enger Freunde in Bornhöved zu Grabe getragen. Unser aller Mitgefühl gilt seinem Bruder Walter, seiner Schwägerin Ute, ihren Familien und allen, denen er fehlen wird. 

Foto zur Meldung: Der Sportverein von 1980 und die Gemeinde Schmalensee trauern um Helmut Siebke
Foto: Schmalensee nimmt Abschied von Helmut Siebke

Bauer Hader & Band im Herzen Holsteins!

(18. 03. 2024)

Große Ereignisse werfen lange Schatten voraus: Hier ein Kultur-Tipp von Kabarettist Nils Loenicker alias Bauer Hader für ein Programm in der nahen Umgebung im September – Der Vorverkauf hat begonnen!

 

Der Bauer rockt und die „Matthias Winkler Band“ ist LIVE dabei. 

 

Ein Abend für die gesamte „Unterhaltungs-Muskulatur“. Hier werden alle Sinne angesprochen, charmant norddeutsch – wie  immer. 

 

Es wird ein unvergessliches Zusammentreffen von Vergnügungswütigen. Nicht verpassen! Schnell Karten sichern – die Anzahl ist begrenzt

 

Kabarett und Musik direkt vom Erzeuger. Garantiert KI frei! Hier wird noch mit natürlicher Intelligenz gearbeitet. 

 

Wann? Am Samstag den 14. September 2024 um 20 Uhr – Einlass 19 Uhr. 

 

Wo? Im Gewächshaus der ehemaligen „Gärtnerei Hennings“ in  Vierhusen, Joachim-Stäcker-Weg 2, 24601 Belau. 

 

Der Ticket-Vorverkauf läuft! 

 

Für 20 Euro in der Buchhandlung „Bücherzeit“, Am Alten Markt 9b, 24619  Bornhöved, Tel.: 04323 - 9 64 64 und/oder über  

 

(Wer Tickerts per E-Mail bucht, bekommt sie zuzüglich Porto frei Haus.) 

 

Foto zur Verfügung gestellt von Nils Loenicker.

Foto zur Meldung: Bauer Hader & Band im Herzen Holsteins!
Foto: Bauer Hader ist am 13. September in Vierhusen zu sehen

März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 03. 2024)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. 

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat März die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Landwirte und Alkohol: Am 17. März 1894, vor 130 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt von einer Zusammenkunft des Landwirtschaftlichen Vereins für Bornhöved und Umgebung, bei der gleich mehrere Vorträge gehalten wurden. So spricht Hofbesitzer Behr (Stockseehof) über Versammlungen des Bundes der Landwirte in Berlin und Neumünster. Der Hufner Schnoor aus Gönnebek spricht über Tiefkulturen und Hackfruchtanbau. Und der Pastor Biernatzki aus Neumünster referiert über „die Bekämpfung des Missbrauchs geistiger Getränke“. 

 

(Politische) Stimmungslage vor 100 Jahren: Im Schmalenseer Gasthof Voß findet am 17. März 1924 ein Bauernabend der Kreisgruppe Segeberg des Schleswig-Holsteinischen Bauernvereins statt. Der stellvertretende Vorsitzende, Willy Siebke aus Schmalensee, begrüßt die Teilnehmer, die vornehmlich Mitglieder aus den Amtsbezirken Bornhöved und Stocksee sind. Siebke verlangt die freie Entwicklung des Bauernstandes und die Unantastbarkeit der ererbten Scholle. „Liebe zur Heimat ist der Urquell unserer Kraft.“ Mit Blick auf die nach dem Weltkrieg abgetretenen deutschen Gebiete bringt Siebke die Hoffnung zum Ausdruck, dass es zur Wiedervereinigung kommen möge: „Unser Ziel ist ein geeinigtes Deutschland mit einem ungeteilten Schleswig-Holstein.“ Gemeint ist Nordschleswig, wie auch in diesem Programmpunkt zu erkennen ist: Eine Tochter Siebkes spricht einen Prolog zu „unseren deutschen Brüdern im Norden“. Nachdem namhafte Redner wie bei vorherigen Bauernabenden im Kreisgebiet zur Lage der Landwirtschaft und der großen Hoffnung auf deren und Deutschlands Wiederaufstieg gesprochen haben, richtet sich auch Bornhöveds kommissarischer Amtsvorsteher Ernst Saggau aus Schmalensee an die Versammlung. Er sei stolz darauf, dass der Kreis Segeberg mit an erster Stelle im (Schleswig-Holsteinischen) Bauernverein stehe. Bemerkenswert sei, dass fast alle Frauen und Mädchen „in der alten schönen Bauerntracht“ und die Jungbauern langschäftig und hemdärmelig erschienen seien. 

 

Grüne bei der Kreiswahl stark: Bei den Kreis- und Kommunalwahlen am 20. März 1994, vor 30 Jahren, kandidiert im Kreiswahlkreis 1 Seedorf Schmalensees Bürgermeister Hans Siebke für die CDU und verliert mit 41 Stimmen gegen SPD-Herausforderer Manfred Frank. Siebke zieht aber über die Liste in den Kreistag ein. Klaus Wendt aus Schmalensee, der von 1986 bis 1988 bereits Kreistagsabgeordneter war, ist im Wahlkreis 2 Rickling Kandidat von Bündnis90/Die Grünen. Er macht sich besonders für den Öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV stark. Wendt unterliegt zwar dem CDU-Kandidaten Martin Meiners, seine Partei entpuppt sich aber als großer Gewinner der Kreiswahl: Die Grünen legen um 5 Prozent zu und erringen 10,8 Prozent. Im Kreistag zeichnet sich eine rot-grüne Mehrheit ab, die CDU bleibt ganz knapp stärkste Fraktion.

Bei der Wahl zur Schmalenseer Gemeindevertretung entfallen auf die CDU 52,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit verbessert sie ihr 1990er-Ergebnis (42,9) deutlich und erringt alle fünf möglichen Direktmandate. Hans Siebke, Hans-Peter Bobzien, Jürgen Stegelmann, Michael Stock und Sönke Siebke bilden die Fraktion. Die Wählergemeinschaft (WGS) verliert ein Mandat. 27,2 Prozent (1990: 33,9) bedeuten zwei Sitze in der Gemeindevertretung, die an Gerhard Mühlenberg und Annegret Voß gehen. Auch die SPD muss Stimmen einbüßen, kommt auf 20,2 Prozent (1990: 23,2) und hält ihre zwei Sitze. Besetzt werden diese durch Siegfried Pape und Heinz Kasch. Das Wahlergebnis in Stimmenzahlen: CDU 702, WGS 363 und SPD 270.

 

Landwirtschaft ist kriegswillig: In Kiel findet am 21. März 1914, vor 110 Jahren, die Provinzialversammlung des Bundes der Landwirte statt. Der Bund ist eher eine politische Interessenvertretung als eine landwirtschaftliche. Das wird auch aus den Redebeiträgen ersichtlich. Diese fordern angesichts drohender Kriegsgefahr eine Politik nach Bismarck – mit Blut und Eisen. Und sie bringen die Haltung des Bundes zum Ausdruck: Nicht demokratisch ist das deutsche Volk sondern aristokratisch.

 

Schwarzbunte wollen Auktionshallen bauen: Der Kreisverein Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner hält am 22. März 1924, vor 100 Jahren, im Segeberger Kreisbauernhaus eine Generalversammlung ab. Im Provinzialverband werden Überlegungen angestellt, eigene Auktionshallen zu errichten, nach Möglichkeit in Neumünster und Lübeck. Der Segeberger Verein vertritt ergänzend die Auffassung, dass Neumünster den Vorzug erhalten sollte, wenn das Projekt nur an einem Ort verwirklicht werden kann. 333 Mitglieder zählt der Kreisverein und ist damit der größte innerhalb des Provinzialvereins, der 935 Mitglieder zählt. Aufgrund seiner Größe stehen dem Segeberger Verein 25 Delegierte zur Provinzialverbandsversammlung zu. Für den Zeitraum 1924-27 finden Delegiertenwahlen statt; unter den zumeist Wiedergewählten sind die Schmalenseer Heinrich Göttsch und Ludwig Saggau. 

 

Ein besonderes Fest der Feuerwehr Schmalensee: Die Freiwillige Feuerwehr begeht am 23. März 1904, vor 120 Jahren, ein besonderes Fest, zu dem der Hauptmann Carl Schübeler die Mitglieder mit ihren Frauen eingeladen hat. Aus Anlass seines zehnjährigen Dienstjubiläums an der Spitze der Wehr hat Schübeler 100 Mark für die Gestaltung des Festes gestiftet. Oberbrandmeister und Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau sowie der Vizehauptmann Willy Siebke überbringen Glückwünsche, Auszeichnungen und Geschenke. Schübeler wiederum vermacht der Wehr ein Banner, das der Maler Adolf Siebke gestaltet hat. Nachdem auch Ludwig Saggau, Heinrich Schumacher und Christian Burmeister für zehnjährigen Feuerwehrdienst ausgezeichnet wurden, beginnt das Festessen mit anschließendem Ball.

Das genannte Banner ist auf der ersten Gruppenaufnahme der Feuerwehr zu sehen, die im Juli 1904 gefertigt wurde und heute unter anderem im Gasthof Voß und im Feuerwehrgerätehaus zu sehen ist. Leider ist das Banner verschollen. 

 

Nicht genug Kraftstoff für Traktoren: Die Landesbauernschaft veranstaltet am 23. März 1944, vor 80 Jahren, in Ascheberg eine Schlepper-Vorführung. Auf dem Gelände der Firma Jänicke wird neben verschiedenen Modellen auch ein neuartiger Generatorgas-Schlepper präsentiert. Holzgas ist eine Alternative zu immer knapper werdenden Brennstoffen, die für den Kriegseinsatz benötigt werden. 

 

Der Pastor muss vertreten werden: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt meldet am 24. März 1909, vor 115 Jahren, dass Bornhöveds Pastor Voß erkrankt ist. Darum übernimmt der Schlamersdorfer Pastor und Kreisschulinspektor Bruhn vorübergehend die Aufgaben des Schulinspektors im Kirchspiel. Die Gottesdienste gestaltet Pastor Voß’ Sohn, der in Kiel tätig ist, und um die Konfirmanden kümmert sich Bornhöveds Hauptlehrer Piening, der ihnen auch am 28. März die Prüfungen abnehmen wird.

 

Wahlen vor 50 Jahren: Am 24. März 1974 finden die Kreis- und Kommunalwahlen statt. Die CDU erringt die absolute Mehrheit im Kreistag und gewinnt alle Stimmbezirke direkt. Im Wahlkreis 6 (Seedorf), ist Heinrich Stock siegreicher Kandidat. In Schmalensee gehen von 282 Stimmberechtigten 270 zur Wahl. Es entfallen auf CDU 155, SPD 85 und FDP 21 Stimmen. 9 Stimmzettel sind ungültig. 

In die Schmalenseer Gemeindevertretung werden die Kandidaten der Wählergemeinschaft Hans Voß, Hans Siebke, Hans-Jürgen Harder, Hermann Griese und Margarete Radloff direkt gewählt. Listenplätze in der Gemeindevertretung fallen auf die SPD-Kandidaten Friedrich Bollbuck und Walter Behrend. Außerdem kommen über die Liste Günter Brust und Jürgen Stegelmann von der Freien Wählergruppe in die Vertretung. Jürgen Stegelmann allerdings verzichtet wenige Tage später auf die Annahme des Mandats, so dass Werner Suhr für ihn nachrückt.

 

Konfirmationen vor 75 Jahren: Das Anzeigenblatt für den Kreis Segeberg nennt am 25. März 1949 diese Schmalenseerinnen und Schmalenseer, die in der Kirche zu Bornhöved konfirmiert werden: Walter Banik, Adolf Kruse, Werner Suhr, Gerhard Pust, Gerhard Globert, Harald Ehmke, Ingrid Dohse, Hertha Busse, Ilse Beck, Elfriede Schmidt, Eleonore Maaß, Helga Eisele, Gerda Klinger und Elisabeth Malzahn. 

 

Schmalensee zwischen Landes- und Kreisverwaltung: Am 25. März 1964, vor 60 Jahren, findet eine Sitzung der Gemeindevertretung statt (zu der ursprünglich zum 19. März eingeladen worden war). Es wird beschlossen, einen Flächennutzungsplan für das Gemeindegebiet erstellen zu lassen. Anders ließen sich Ausbaupläne im Bereich des Seeufers und der „Siedlung“ zukünftig nicht mehr realisieren. Die Debatte zuvor verläuft kontrovers: Laut Kreisplanungsamt sei ein Flächennutzungsplan nicht nötig, laut Landesplanungsamt, mit dem Gemeindevertreter Gerhard Cuwie gesprochen hat, aber doch. Dort übe man harte Kritik am Kreis Segeberg, der „vor allen Kreisen in Schleswig-Holstein in der Aufstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen am schlechtesten“ dastehe. Man werde, so Cuwie, vonseiten des Landes keine Bebauungspläne im Kreis Segeberg ohne vorherigen Flächennutzungsplan genehmigen. 

 

Eine Kreiszeitung für den Kreis: Der 1867 gebildete preußische Kreis Segeberg nimmt nach und nach Konturen an. Am 27. März 1869, vor 155 Jahren, verkündet das Segeberger Wochenblatt seinen Lesern, dass es mit nächster Ausgabe (das ist der 3. April) „unter dem Titel Segeberger Kreis- und Wochenblatt erscheinen wird“. Hintergrund ist die vom Segeberger Kreistag festgestellte Notwendigkeit, ein Medium für amtliche Bekanntmachungen zu benötigen, worüber unter anderem mit dem Verleger C. H. Wäser, unter dessen Namen noch heute der Verlag für die Segeberer Zeitung firmiert, Verhandlungen geführt wurden. Die Folge: Wäser gibt seinem Wochenblatt den erweiterten Namen „Kreis- und Wochenblatt“ und hat gesicherte Einnahmen. Die Zeitung erscheint bis zu dreimal in der Woche, bis sie 1905 zum „Segeberger Kreis- und Tageblatt“ werden und sechsmal in der Woche erscheinen wird. 

 

Wirtschaftliche Not und „Ariertum“ vor 100 Jahren: Die Kreisgruppe Segeberg des Reichslandbundes hält am 28. März 1924 im Segeberger Hotel Germania eine Mitgliederversammlung ab. Gastredner ist Graf Kielmannsegg (Sestermühe), der mit der jungen deutschen Republik hart ins Gericht geht. Die Revolution von 1918 sei die lächerlichste gewesen, die es je gegeben habe. Nachdem der Vertrag von Versailles bereits ein Drittel des Volksvermögens gekostet habe, sei im Zuge der Revolution das zweite Drittel verloren gegangen. Um das dritte Drittel würden nun innere und äußere Feinde zanken. Nachdem die deutsche Industrie weitgehend lahmgelegt worden sei, sei nun die Landwirtschaft an der Reihe. „Es geht heute um unser alles, um unser nordisches, germanisches, arisches Volkstum.“ 

 

Über 30-Jährige werden gemustert: In der Bad Segeberger Kreisberufsschule findet am 29. März 1939, vor 85 Jahren, die Musterung der Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1906 und 1907 aus Blunk, Fahrenkrug, Groß Rönnau, Hamdorf, Negernbötel, Schackendorf, Bornhöved, Gönnebek, Schmalensee, Oering, Seth und Sülfeld statt. 

 

Mehrere Feuerwehren müssen Wasser fördern: Die Kate des Hufners Claus Heinrich Stegelmann, in der zwei Familien wohnen, brennt vor 125 Jahren, am Abend des Gründonnerstag, 30. März 1899, vollständig nieder. Das Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Bornhöved beschreibt, das die Nachbarwehr mit beiden Spritzen ausrückte und am See den Zubringer anlandete. Mit 250 Meter Schlauch musste eine ziemliche Steigung überwunden und deswegen hart an den Spritzen gearbeitet werden. Zur Entlastung der Bornhöveder Kameraden wurden Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Damsdorf und der Brandwehren aus Tarbek und Ruhwinkel herangezogen. 

 

Eindämmung der Sozialdemokraten: Unter dem neuen Vorsitzenden, Gutsbesitzer Schmidt (Bahrenhof), Nachfolger von Abraham (Rieve), findet am 30. März 1909, vor 115 Jahren, eine öffentliche Versammlung des Bundes der Landwirte im Kreis Segeberg statt. Die Versammlung beschäftigt sich mit den Gegensätzen von Freisinnigen (Liberalen), Sozialdemokraten und Konservativen in der Reichspolitik, mit der Rückständigkeit des Dreiklassenwahlrechts und der Steuergesetzgebung. Hierzu spricht der Konservative Dr. Kaufhold (Berlin). Der Redner stellt sich kategorisch gegen sozialdemokratische Forderungen und Ideen und bezeichnet das Dreiklassenwahlrecht als nötiges Instrument, die Ausbreitung der Sozialdemokratie einzudämmen. 

 

Politische Haltung in Bornhöved und Umgebung 1919: Der Krieger- und Militärverein für Bornhöved und Umgegend hält am 30. März 1919, vor 105 Jahren, zur Begrüßung heimgekehrter Soldaten einen Kommers mit anschließendem Ball ab. Pastor Schlüter referiert über den „Bolschewismus – seine Entstehung, sein Wesen und Wirken.“ Auf Anregung Pastor Schlüters sendet der Verein ein Telegramm an die Nationalversammlung mit der Bitte, dem deutschen Volk seine Nationalfarben Schwarz-Weiß-Rot zu erhalten. Für noch in Gefangenschaft befindliche Soldaten ist in allen Kirchspieldörfern eine ergiebige Spendensammlung durchgeführt worden.

 

Das erträgliche Holzgeschäft vor 120 Jahren: Am 31. März 1904 berichtet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt von erfolgreichen Geschäften der Schmalenseer mit Holz: Höker Peter Lanschoof hat demnach vier Pappeln nach Segeberg verkauft und dafür 128 Reichsmark erhalten. Kätner Detlef Lantau hatte bereits im Vorjahr eine Anzahl von Stämmen nach Nortorf geliefert und dafür 200 Reichsmark erhalten. Die Bäume dienen der Anpflanzung in Ortslagen, wo bevorzugt tiefwurzelnde Pflanzen nachgefragt sind. 

 

Schwerer Unfall vor 70 Jahren: Zwei Pferde gehen am 31. März 1954 in Schm mit einem beladenen Wagen durch, wobei eine 67-jährige Einwohnerin angefahren und so sehr verletzt wird, dass sie ins Krankenhaus nach Neumünster eingeliefert werden muss.

 

Foto zur Meldung: März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Feuerwehr Schmalensee 1904 mit Banner

Wo sind denn die Schilder hin? – Dorf-Ökopfad muss erneuert werden!

(13. 03. 2024)

Alles andere als ein Aushängeschild ist der Dorf-Ökopfad, der in den 1990er-Jahren in der Gemeinde und der Gemarkung Schmalensee angelegt wurde und im Juni des vergangenen Jahres seit 30 Jahren seinen Platz eingenommen hat.  Aber er ist merklich in die Jahre gekommen, bedarf dringend einer Überholung. 

 

Fast alle der 14 „Ökopunkte“ (nicht zu verwechseln mit den Ökopunkten, die man als Ausgleich für Versiegelung „erwerben“ kann) sind in einem desolaten Zustand: Die mit Informationen gespickten Schilder sind verschlissen und somit nicht mehr oder kaum noch lesbar. 

 

Das eine oder andere Schild steht mittlerweile auch an einer Stelle, wo das, was es beschreibt, nicht mehr vorhanden ist. So sind beim Schild „Ulmensterben“ nicht mal mehr sterbende Ulmen zu sehen – also gar keine mehr. 

 

Somit müssen nicht nur neue Schilder her: Sie müssen inhaltlich überprüft und den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Das ist doch ein ideales Aufgabengebiet für eine ehrenamtliche Projektgruppe! Und die gilt es nun möglichst bald zu initiieren, damit spätestens zur Saison 2025 in Schmalensee wieder ein informativer und ansehnlicher Naturlehrpfad vorhanden ist, an dem sich Gäste und Einheimische erfreuen und weiterbilden können. 

 

Damit wir als Gemeinde mit den vorhandenen Schildern nicht in der nahenden Saison 2024 eher negative Aufmerksamkeit wecken, hat Gemeindearbeiter Mario Rehfeldt in einem ersten Arbeitsschritt alle Schilder abmontiert und im alten Wasserwerk „Grüner Hans“ eingelagert. 

 

Wir bleiben dran. Und wer sich in Sachen Ökopfad einbringen möchte, melde sich gern beim zuständigen Ausschussvorsitzenden Christian Detlof unter 0170 5520584. 

 

Übrigens: Wer noch mehr Infos zum Dorf-Ökopfad finden möchte, gehe einfach auf dieser Gemeinde-Homepage in die Suchfunktion und gebe das Stichwort „Ökopfad“ ein. Elf Meldungen werden dann auf Schlag angeboten.

Foto zur Meldung: Wo sind denn die Schilder hin? – Dorf-Ökopfad muss erneuert werden!
Foto: Wo sind denn die Schilder hin? – Dorf-Ökopfad muss erneuert werden!

Durch Bornhöved fuhr die Eisenbahn – Vortrag am 16. Mai in der Alten Schmiede

(11. 03. 2024)

Das nennt man eine Kausalkette: Weil Heimathistoriker Volker Griese aus Wankendorf ein sehr informatives und gut zu lesendes Büchlein über die Kleinbahn geschrieben hat, die zwischen 1911 und 1961 zwischen Kiel und Bad Segeberg mit Bahnhöfen in Stolpe, Wankendorf, Bornhöved, Tarbek und Tensfeld fuhr, wurde der Vorsitzende des Tourismusvereins Holsteinseen, Jürgen Bucksch aus Schmalensee auf das Thema aufmerksam. 

 

Der wiederum kontaktierte den Ortsverein Bornhöved und Umgebung im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund und den Förderverein Alte Schmiede Bornhöved mit der Frage nach Unterstützung bei der Organisation eines Vortrags zu Buch und Thema. Gesagt getan: Am Donnerstag, 16. Mai, steht das die Kleinbahn auf dem Programmzettel der Alten Schmiede. Und von nebenan aus dem Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ gibt es zum Thema passende „Deko“. Beginn der Vortragsveranstaltung ist um 19 Uhr

 

Bis zur Verwirklichung des Eisenbahnprojekts, das eine Verbindung von Berlin nach Kiel bedeuten sollte, hat es seinerzeit ganz schön gedauert. Es gab zu viele Widerstände, und natürlich war schon damals das liebe Geld ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Insbesondere die staatliche Eisenbahn, die schon längst zwischen Neumünster und Plön mit Bahnstationen in Wankendorf und dem für die Schmalenseer noch am besten erreichbaren Perdöl verkehrte, stand mächtig auf der Bremse. 

 

Letztlich wurde eine Kleinbahn in privatwirtschaftlicher Unternehmensform, einer Aktiengesellschaft, verwirklicht, und brachte Bornhöved Aufschwung und Zuwachs. Auch die Gemeinde Schmalensee hatte damals übrigens Anteile gezeichnet. Und sie soll Einfluss darauf genommen haben, wo in Bornhöved der Bahnhof errichtet wurde, möglichst nahe an Schmalensee. 

 

Das alte Bahnhofsgebäude und die Bahnhofstraße fallen sicher vielen zuerst ein, wenn sie an die Eisenbahn in Bornhöved denken. Im Heimatmuseum gibt es zahlreiche Fotos von Zügen und Gleisanlagen oder der „Werkstatt“, dem Bahnausbesserungswerk, das ungefähr dort stand, wo heute die große Sporthalle des Schulverbandes steht. Aber auch in Tarbek erinnert eine Bahnhofstraße an vergangene Zeiten; im Tarbeker Moor zwischen Tensfeld und Blunk kann man sogar noch ein paar Gleise sehen, die extra zur dortigen Torffabrik abzweigten. 

 

Wer jetzt Sorge hat, schon alles zu wissen: Weit gefehlt! Das Kapitel Kleinbahn Kiel-Segeberg (KSE), bei der auch Schmalenseer wie Walter Behrend beschäftigt waren, ist weit größer und der Besuch des Vortrags von Volker Griese in der Alten Schmiede wird sich lohnen und den Termin sollte man sich schon jetzt notieren!

[Programm Alte Schmiede 2024]

Foto zur Meldung: Durch Bornhöved fuhr die Eisenbahn – Vortrag am 16. Mai in der Alten Schmiede
Foto: Ein Triebwagen der Kleinbahn aus dem Album von Walter Behrend

Aus der Höhe ins Dorf geblickt

(10. 03. 2024)

Wenn man vor dem Schmalenseer Gefallenendenkmal steht, geht der Blick vielleicht auch in die Höhe: Das „Ehrenmal“ ist vor einen Hang gesetzt, der mit Bäumen und Gestrüpp bewachsen ist. Zu sehen sind auch, jedenfalls ehe das Laub sich entwickelt, einige kleinere Findlinge (oder größere Steine, je nachdem...). 

 

Wer sich mit der Dorfgeschichte befasst oder aufmerksamer Besucher dieser Gemeinde-Homepage ist, weiß: Das Denkmal wurde 1923 eingeweiht und ist nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert worden. 1933 war es in Schmalensee im Taumel der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten Ort einer großen Versammlung mit markigen Reden auf das Reich, das sich hinter einem „Führer“ versammelte, Adolf Hitler. Ihm zu Ehren wurde am 1. Mai 1933 auf dem Wall über dem Gefallenendenkmal eine „Hitler-Eiche“ gesetzt. 

 

Der Ortsgruppenleiter der NSDAP für Bornhöved mit Schmalensee und Gönnebek, Apotheker Dr. Ahrens, hielt die Weiherede. Diese schloss mit dem Wunsch, dass die Eiche wachsen und nach 100 Jahren Kunde geben möge von dem einigen Deutschen Reich. Nun, das von ihm besungene Reich währte glücklicherweise nur 12 Jahre, und das war schlimm genug. Die Eiche aber, dürfte im Jahr 2033 immer noch dort stehen und das ist auch in Ordnung so – was kann der Baum für den Nationalsozialismus?

 

Auf Umwegen und nur mit persönlicher Erlaubnis ist der Wall zu betreten. Und das ist weder amüsant noch ungefährlich, denn während man sich durch Buschholz schälen muss, steht immer die Gefahr im Raum, abzurutschen oder zu taumeln und abzustürzen. Darum ist dies keine Animation zur Nachahmung, sondern dient einzig der Aufklärung hinsichtlich der Fragen „was kann man von dort sehen?“ und „was sind denn das für Steine da?“

 

Frage 1, was man sehen kann – nicht viel. Der Wall überragt zwar das Denkmal, fällt aber zur Dorfstraße hin ab. Somit kann man schon mal nicht nach hinten sehen, wo der frühere Obstgarten des Griese-Hofes sich befindet, und dahinter dann das geplante Neubaugebiet. Nach vorn ist die Sicht durch Bewuchs und Höhe des Walles begrenzt auf den Gasthof Voß zur Rechten, den (Reiter-)Hof Jankowski/Kaack auf „12 Uhr“ und zur linken die Dorfeiche mit Schule und Blick in Richtung Tarbeker Straße. Das ist mal was anderes, aber so spektakulär nun auch nicht, wie Bilder zeigen. 

 

Frage 2 – die Steine. Natürlich waren die der Antrieb, einmal den Aufstieg zu wagen. Denn zum Baum von 1933 soll auch ein Stein gesetzt worden sein. Und das ja sicher nicht ohne Aufschrift. Gleich vorweg: Dort ist keine Aufschrift zu finden. Es sind einfach Findlinge in einer gewissen Anordnung ausgelegt worden, die sicherlich nach der Fertigstellung der Anlage ihren Teil zur Optik beitrugen, nun aber definitiv die Nebenrolle spielen. Wer vor dem Denkmal steht, sieht oben links einen spitz zulaufenden Stein, der tatsächlich bearbeitet worden sein dürfte. Vermutlich als Begrenzungspfeiler an der früheren Chaussee oder in ähnlicher Verwendung – auf dem Grundstück nebenan steht ein weiterer als Teil der Zufahrt-Umrandung zum Wohnhaus.

Foto zur Meldung: Aus der Höhe ins Dorf geblickt
Foto: Das Denkmal ist einem Wall vorgelagert - darauf Bäume, Gestrüpp und Steine

Gemeindevertretung am 14. März mit Nachtrags-Tagesordnung

(09. 03. 2024)

Sie ist doch umfangreicher geworden, die Tagesordnung für die Sitzung der Gemeindevertretung, zu der Bürgermeister Dirk Griese seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu Donnerstag, 14. März, geladen hat, Beginn der Versammlung auf dem Gemeindesaal ist um 19.30 Uhr. 

 

Der Hauptanlass dieser Sitzung, die keine Tagesordnungspunkte aus der Bauleitplanung enthält, muss nichtöffentlich beraten werden. Dabei geht es um das Auswahlverfahren zum Betrieb einer Kindertagesstätte in freier Trägerschaft. Bekanntlich will sich der Bornhöveder Verein Famiie und Beruf von dieser Aufgabe trennen, sodass für die Kita Eris Arche in Bornhöved und die Kita Schmalensee, die im Sportlerheim untergebracht ist, ein neuer Träger gesucht wird. Eine mit Vertreterinnen und Vertretern u.a. der Gemeinden Bornhöved und Schmalensee besetzte Arbeitsgruppe hat Vorarbeit geleistet und nun sind die Gemeindevertretungen an der Reihe, sich für einen der Bewerber zu entscheiden. Es ist also ein richtungsweisender Beschluss zu fassen.

 

Ganz ohne B-Pläne und andere Themen geht es aber auch nicht – dafür sind die Berichte aus den Ausschüssen und der des Bürgermeisters da. 

 

An der Zeit für den Jahresabschluss 2022 ist es auch endlich. Der Vorsitzende des Finanzausschusses Thorge Jankowski steckt im Thema und wird den Tagesordnungspunkt moderieren. 

 

Freiwilligkeit ist bei der Besetzung des Wahlvorstands für die Europawahl am 9. Juni 2024 gefragt. Den werden sicherlich einige Mitglieder der Gemeindevertretung bilden, weitere Bürgerinnen und Bürger werden aber benötigt, um diese Mannschaft in der Mindeststärke von neun Personen aufstellen zu können. Wer nicht an der Sitzung teilnehmen kann aber Interesse hat, dem Wahlvorstand anzugehören, kann sich gern im Vorwege beim Bürgermeister melden. 

 

Neu auf der Tagesordnung gelandet sind Punkte, die der Bürgermeister hofft, schnell behandeln zu können. Die SH Netz AG ist nicht mehr Betreiber der konzessionierten Netze, das ist die Schleswig-Holstein Netz GmbH. Diese SH Netz interne Umstrukturierung hat Folgen: Konzessionsverträge müssen umgeschrieben werden, das wiederum erfordert die Zustimmung der Entscheidungsgremien.

 

Entschieden werden muss auch über die Reisekostenpauschale für den Bürgermeister, der kraft Amtes nicht nur innerhalb Schmalensees oder mit Zielen in Trappenkamp und Bornhöved unterwegs ist, stets mit dem eigenen Fahrzeug. Die Beschlussvorlage zum Tagesordnungspunkt fällt, so viel sei verraten, zum Nachteil des Bürgermeisters aus, der ein Fahrtenbuch geführt hat und Geld zurückzahlen muss. Die Pauschale wird „nach unten“ zu korrigieren sein. 

[Tagesordnung Gemeindevertretung Schmalensee 14.03.2024]

[Nachtragstagesordnung GV 14.03.2024]

Foto zur Meldung: Gemeindevertretung am 14. März mit Nachtrags-Tagesordnung
Foto: Gemeindevertretung am 14. März mit Nachtrags-Tagesordnung

Viele Freiwillige gesucht für den Dorfputz am 23. März

(08. 03. 2024)

Auch wenn die Zahl der Schmalenseerinnen und Schmalenseer, die sich über das ganze Jahr nicht zu schade sind, mitunter den von anderen am Straßenrand hinterlassenen Müll aufzusammeln, kommt unsere Gemeinde um eine – durchaus traditionelle – Maßnahme einfach nicht herum: Den Dorfputz.

 

Am Samstag, 23. März, ist wieder an der Zeit, im Dorf und in der Feldmark entlang der Wander- und Wirtschaftswege in Gruppen auf die Abfallpirsch zu gehen. Die Leitung und Organisation liegt wie immer beim Verschönerungs- und Vogelschießerverein, der zum Dorfputz möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner zu begrüßen hofft. 

 

Gleiches gilt für die Gemeinde, deren Vorsitzender des für Ortsverschönerung zuständigen Ausschusses, Lars Jungclaus, im Blickpunkt ankündigt:

 

„Unter Federführung des Verschönerungs- und Vogelschießervereins werden Gruppen freiwilliger Helferinnen und Helfer durch das Dorf und die Feldmark ziehen, und die achtlos in die Landschaft geworfenen Abfälle einsammeln. Dazu treffen sich möglichst viele große und kleine Sammlerinnen und Sammler auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus, wo es um 10 Uhr losgehen soll. Schmalenseer Landwirte unterstützen die Aktion mit ihren Gespannen. Im Anschluss gibt es für alle als Dankeschön einen kräftigen Imbiss.“

 

Besagter kräftiger Imbiss sollen leckere Pommes und Erbsensuppe aus der Küche des Gasthofs Voß sein, wie dem Homepage-Team aus zuverlässiger Quelle „gesteckt“ worden ist….

 

Also: 23. März, 10 Uhr, Bolzplatz! Der VVV hat auch Warnwesten, Nüllsäcke und andere Dorfputzutensilien in einem seiner Container. Eigene Eimer, Forken oder Abfallgreifer dürfen natürlich mitgebracht werden, und festes Schuhwerk ist zu empfehlen. 

 

Foto zur Meldung: Viele Freiwillige gesucht für den Dorfputz am 23. März
Foto: Schmalensees Gemarkung kann den Dorfputz am 23. März gut vertragen

Landtagssprechstunde in Bad Segeberg mit Sönke Siebke aus Schmalensee

(07. 03. 2024)

Seit Beginn dieser Legislaturperiode ist Schmalensees früherer Bürgermeister Sönke Siebke Mitglied des Landtags von Schleswig-Holstein. Neben seiner Arbeit dort im für Landwirtschaft zuständigen Ausschuss gehört er auch dem Petitionsausschuss an, der sich mit Eingaben von Bürgerinnen und Bürgern des Landes, die Unrecht empfinden. 

 

Am Mittwoch, 13. März, findet in Bad Segeberg ab 15 Uhr eine Sprechstunde des Petitionsausschusses des Landtages statt. Ort ist das Rathaus der Kreisstadt. Ein Flugblatt zum Termin liegt dieser Meldung als PDF zum Download bei. 

 

Unter der Überschrift „Fühlen Sie sich ungerecht behandelt? Wir sind für sie da!“ werden sowohl Sönke Siebke, Mitglied der CDU-Fraktion des Landtags, als auch seine Parlamentskollegen Dr. Ulrike Täck (Bündnis 90/Die Grünen) vor Ort sein und ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen haben. 

 

Empfohlen wird, sich unter der Telefonnummer 0431-988-1018 oder per E-Mail an anzumelden. 

[Landtags-Aushang Bürgersprechstunde 13.03.2024 Bad Segeberg]

Foto zur Meldung: Landtagssprechstunde in Bad Segeberg mit Sönke Siebke aus Schmalensee
Foto: MdL Sönke Siebke ist am 13. März in Bad Segeberg anzutreffen, Foto Ehlers

Geht auch op Platt und in Gönnebek: Bingo am 12. März

(04. 03. 2024)

Die Günnbecker Plattsnacker laden ein zum Bingo am Dienstag, 12. März. Eine gute Gelegenheit, die Plattsnacker kennenzulernen und sich ihnen vielleicht anzuschließen. 

 

Beginn der Bingo-Veranstaltung am 12. März ist um 15 Uhr in „Uns Dörphus“ im Rotbüschenkamp. Es gibt Schnittchen (Getränke zum Selberzahlen) – darum wird um Anmeldung gebeten bis zum 8. März bei Werner Stöwer unter Telefon 01575 / 2068092. 

 

Zum Bingo-Spiel bei den Günnbeker Plattsnackern: 

 

Durch das Spiel leiten werden Heike und Axel Rönfeld. 

 

Die Spielregeln werden vor Beginn noch einmal ausführlich erklärt werden. 

 

Als Preise winken u.a. geräucherte Forellen, Fleisch-/Wurst- und Sachpreise. 

 

Das Startgeld – einschließlich der Schnittchen – beträgt 14 Euro pro Person und wird vor Ort eingesammelt. 

 

Zeit für Klönschnack bleibt auch noch…

 

 

Foto zur Meldung: Geht auch op Platt und in Gönnebek: Bingo am 12. März
Foto: Geht auch op Platt und in Gönnebek: Bingo am 12. März

Vogelschießer halten Jahreshauptversammlung später ab

(02. 03. 2024)

Eine Terminverlegung macht der Verschönerungs- und Vogelschießerverein Schmalensee bekannt: Die Jahreshauptversammlung findet nicht am 7., sondern am Mittwoch, 20. März statt. Bitte Kalendereinträge anpassen und zahlreich teilnehmen!

 

In ihr Jahresprogramm sind die Vogelschießerinnen und -schießer schon längst eingestiegen. Und immer mal kann es passieren, dass die Terminplanung aktualisiert werden muss. So im Fall der Jahreshauptversammlung, zu der auch alle eingeladen sind, die (noch) nicht Mitglieder des Vereins sind, der über das Jahr verteilt eine ganze Menge Programm auf die Beine stellt. 

 

Also: Neuer Termin ist Mittwoch, 20. März. Treffpunkt ist der Gasthof Voß, wo um 19 Uhr in die Tagesordnung eingestiegen wird. Diese sieht neben den Berichten von Vorstand und Kassenwartin auch Wahlen vor. In diesem Jahr geht es um den Posten der oder des 1. Vorsitzenden. Steffi Allonge bekleidet das Amt derzeit. Auch über das Amt von Kassenwartin Mareike Grenke ist neu zu beschließen sowie über ein Beisitzeramt und das eines Kassenprüfers oder einer Kassenprüferin. 

 

Danach geht es um kommende Veranstaltungen. So ist bestimmt über den Dorfputz zu sprechen, der 23. März stattfinden soll. Außerdem sollen Ausflüge mit den Kindern des Dorfes stattfinden. Über das Vogelschießen am 8. Juni aber wird man sich am 20. März noch nicht austauschen müssen: Laut Schriftführerin Doreen Saggau findet die erste Vorbesprechung für das Großereignis planmäßig statt – und somit am Abend nach der Jahreshauptversammlung, ebenfalls um 19 Uhr, ebenfalls im Gasthof Voß. 

Foto zur Meldung: Vogelschießer halten Jahreshauptversammlung später ab
Foto: Vogelschießer halten Jahreshauptversammlung später ab

Tischtennis-Pokalspiel an einem 13., aber immerhin mittwochs

(02. 03. 2024)

Die Mannschaftskapitäne haben sich verständigt, der Termin für das erste Spiel der SVS-Tischtennismannschaft im Kreisvorgabepokalwettbewerb 2024 steht: Am Mittwoch, 13. März, geht es zur sechsten Mannschaft der Kaltenkirchener Turnerschaft. 

 

Gespielt wird, sofern es nicht zu einer Verlegung kommt, in der Sporthalle am Flottkamp 34; Beginn ist um 20 Uhr. 

 

Beide Mannschaften haben den Pokal jeweils zweimal gewinnen können. Der SVS, aktuell in der 4. Kreisklasse am Start, in den Jahren 2009 und 2019, die KT-Sechste 2022 und 2023. 

 

Der Titelverteidiger ist zwar nur in der 7. Kreisklasse zu Hause, genießt aber den Vorteil, den schon der Name des Wettbewerbs verrät: Er bekommt pro Satz Punktvorgaben, also einen Vorsprung, den die SVS-Akteure immer erst aufholen müssen. Aus der Gegenüberstellung der durchschnittlichen Leistungspunktzahlen beider Mannschaften ergibt sich eine Vorgabe von drei Punkten für die Kaltenkirchener.

 

Ein hartes Brett, dass die Rot-Schwarzen von der Tarbeker Straße am Flottkamp werden bohren müssen – in einem K.O.-Spiel. Aber: Ist das erst mal gewonnen, dürfte das Tor zum dritten Pokalsieg weit offen stehen. Das sollte doch Motivation sein...

Foto zur Meldung: Tischtennis-Pokalspiel an einem 13., aber immerhin mittwochs
Foto: Tischtennis-Pokalspiel an einem 13., aber immerhin mittwochs

März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 03. 2024)

Auch im Jahr 2024 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und a, 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat März.

 

Bedeutende Investitionen vor 35 Jahren: Am 1. März 1989 findet eine Sitzung der Gemeindevertretung Schmalensee statt. Dem Dorf stehen die größten Investitionen seiner jüngeren Geschichte ins Haus: Für 4 Millionen DM sollen die Schmutzwasserkanalisation und eine neue, zentrale Wasserversorgung realisiert werden. Die entsprechenden Zuschüsse sind nun zugesagt, wie Bürgermeister Hans Siebke berichten kann. Für eine einmalige Anschlussgebühr von 50.000 DM und später 60 Pfennig je Kubikmeter wird Schmalensee an das Wasserwerk Bornhöved angeschlossen. Die Gesamtmaßnahme mit dem Bau der Wasserversorgung wird rund 1 Million DM kosten und soll gleichzeitig mit dem Bau der Kanalisation erfolgen. Dieser wird 3,17 Millionen DM kosten, 2,65 Millionen kommen allein vom Land Schleswig-Holstein. Für 10.300 DM müssen im Uferbereich des Sees Bodenuntersuchungen durchgeführt werden, weil auch dort Teile des Rohrleitungssystems verlegt werden sollen. Die Anschlussgebühr an das Klärwerk Bornhöved kostet Schmalensee 180.000 DM, danach werden 1,30 DM pro Kubikmeter fällig.

 

Bürgermeister bringen Wehrpflichtige zur Musterung: Im Hause von Bornhöveds Gemeindevorsteher (und Gastwirt) Lantau findet am 2. März 1874, vor 150 Jahren, die Musterung aller Militärpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1852 und 1853 statt. Die Ortsvorsteher der Gemeinden Bornhöved, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee, Tarbek und Tensfeld sowie die Gutsinspektoren von (Alt-)Erfrade, Glasau, Kuhlen, Muggesfelde und Seedorf-Hornstorf haben die betreffenden Personen persönlich um 7 Uhr unter Vorlage der örtlichen Stammrolle vorzuführen. Die damaligen Bürgermeister (Orts- oder später Gemeindevorsteher genannt) waren also in die Organisation der preußischen Militärreserve eingebunden. 

Fünf Jahre später ist es schon anders: Am 17. März 1879 werden die Militärpflichtigen, unter anderem aus Schmalensee, in der Kreisstadt Segeberg gemustert. Die jungen Männer der Geburtsjahrgänge 1857/58 und älter haben sich im Hotel „Zur Harmonie“ einzufinden. 

 

Fleiß zahlt sich aus: An der Bornhöveder Fortbildungsschule legen am 2. März 1914, vor 110 Jahren, 33 Lehrlinge aus Bornhöved und Umgebung ihre Abschlussprüfung ab. Unter ihnen ist auch ein Sorgenfrei, der beim Schmalenseer Gärtner Adolf Sorgenfrei in der Lehre steht. Der junge Sorgenfrei erhält für Fleiß und gute Führung eine Geldprämie in Höhe 1,50 Reichsmark.

 

Schmalenseer im Segeberger Kreistag: Am 3. März 1884, vor 140 Jahren, findet eine Sitzung des Segeberger Kreistages mit dem Abgeordneten Matthias Christian Saggau aus Schmalensee statt. Der Kreistag beschließt, rückwirkend vom 1. Oktober 1883 an, die im Kreisgebiet eingerichteten Verpflegungsstationen für mittellose Wanderer pauschal zu bezuschussen. Die Betreiber der Bornhöveder Station erhalten jährlich 40 Mark. Aufgrund der bevorstehenden Einführung der Arbeiterkrankenversicherung wird die Einrichtung von Ortskrankenkassen notwendig. Hufner Saggau gehört der vierköpfigen „Krankenkassen-Kommission“ an, die sich mit der Thematik befassen und Empfehlungen erarbeiten soll. Ferner wählt der Kreistag den Schmalenseer Hufner August Dunker erneut in die Kommission zur Prüfung von Klassensteuerreklamationen.

 

Nachbarwehr stoppt Einsatz in Schmalensee: Vor 125 Jahren, am 3. März 1899 gegen 19 Uhr, trifft die Freiwillige Feuerwehr Bornhöved in Schmalensee ein, da vom Nachbarort aus in dieser Richtung ein Feuer beobachtet worden ist. Die Bornhöveder erfahren, dass es sich um einen Brand in Langenrade (Marienhof) handelt und kehren wieder um. 

 

Geringes Interesse am Roten Kreuz vor 120 Jahren: Seit 1890 besteht der Lokalverein vom Roten Kreuz Bornhöved, der die Amtsbezirke Bornhöved, Rickling und Stocksee umfasst. Aber dem Verein mangelt es laut Bericht im Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 3. März 1904 an Interessierten. Ein Grund wird darin gesehen, dass die Statuten an erster Stelle als Vereinszweck die Unterstützung des Sanitätsdienstes in Kriegszeiten nennen. Allerdings sind die Aufgaben in Friedenszeiten ebenfalls weit gesteckt: Invaliden und Angehörige von Verwundeten oder Gefallen werden versorgt. Auch soll bei außergewöhnlichen Notständen geholfen werden. 

 

Gleichschaltung der Rotkreuzfrauen vor 90 Jahren: Im Bad Segeberger Hotel zur Harmonie findet am 3. März 1934 eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Kreisvereins der Vaterländischen Frauenvereine vom Roten Kreuz statt. Das „Erscheinen aller Vorsitzenden und Mitglieder ist Pflicht“, heißt es in der „Einladung“. Kernpunkt der Versammlung ist die Auflösung sämtlicher 29 Zweigvereine mit ihren 16 Schwesternstationen (welche durch die NS-Volkswohlfahrt übernommen werden) und zusammen rund 3000 Mitgliedern. Auch der Kreisverein löst sich auf, damit die NS-Frauenschaft die einzige, alle Frauen umfassende Organisation sein wird. In einer langen Rede wirbt die Kreisvorsitzende Rinne für den gemeinsamen Übertritt in die NS-Frauenschaft: „Treten Sie mit mir geschlossen in die NS-Frauenschaft über. Vertrauen Sie heute zum letzten Mal meiner Führung. Die Zeit ist reif geworden, die Stunde ist da, […]. Es gibt nur eine SA, nur eine SS, nur eine Frauenschaft, eine HJ, einen BDM. Die Totalität der Bewegung, das ist unsere Stärke! Das soll auch unser aller Ziel sein! Heil!“ Im Segeberger Kreis- und Tageblatt heißt es zu diesem Vorgang: „Das ist ein erfreuliches Zeichen. Sieht man doch, dass im Kreise Segeberg bis ins letzte Dorf, bis zum letzten Volksgenossen die Idee des Führers, der Gedanke, eine große Volksgemeinschaft zu bilden, durchgedrungen ist. Wenn nun hier und da einige abseits stehen und sich noch nicht entschließen konnten, so werden auch sie eines Tages die Notwendigkeit dieses Schrittes einsehen lernen.“

Wenige Tage später, am 13. März 1934, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von einer Versammlung des Vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz für Bornhöved und Schmalensee: Die Vorsitzende Ferme berichtet von der Versammlung am 3. März in Bad Segeberg. Der gesamte Vorstand stehe hinter dem Auflösungsbeschluss des Kreisvereins. Frau Ferme fordert alle Mitglieder, die noch nicht in die NS-Frauenschaft oder die NS-Volkswohlfahrt eingetreten sind, auf, dieses zu tun. Und alle betreffenden Mitglieder kommen der Aufforderung nach – nach 24 Jahren löst sich der Verein auf. Schmalensees Gemeindevorsteher Heinrich Harder, der als Berater zugegen ist, begrüßt die Beschlüsse. Diese seien richtig und es werde nichts weggeworfen, sondern „weitere Aufbauarbeit“ für das Dritte Reich ermöglicht. 

 

Eine neue Spritze für die Feuerwehr: Laut Meldung im Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 7. März 1914, vor 110 Jahren, hat die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee eine Feuerspritze der Firma Tidow in Hannover erhalten. Der Anschaffungspreis beträgt 1.200 Reichsmark. Im Beisein von Oberbrandmeister und Amtswehrführer Hauschildt aus Bornhöved überprüft der Feuerlöschinspektor Thomsen aus Kiel die Spritze, die zur vollsten Zufriedenheit arbeitet.

 

Ehrungen für Schmalenseer Jäger: Der Hegering III Bornhöved in der Kreisgruppe Segeberg des Landesjagdverbandes hält am 8. März 1994, vor 30 Jahren, in Hein's Gasthof seine Jahresversammlung ab. Hegeringleiter Dr. Johannes Rickert aus Bornhöved wird für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Für seine 40-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Jagdverband erhält der Schmalenseer Gerhard Hammerich die Treuenadel, Gerhard Harder wird für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. 

 

Die Mildtätigkeit der Sparkasse: Die Generalversammlung der Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek in Bornhöved wählt am 9. März 1904, vor 120 Jahren, den Schmalenseer Matthias Christian Suhr für weitere drei Jahre in ihren Vorstand. Lehrer Heinrich Göttsch aus Schmalensee wird wieder zu einem der Revisoren gewählt. Im Jahr 1903 hat die Kasse laut Bericht nicht unerhebliche Mittel für wohltätige Zwecke gegeben. 150 Mark gingen an die drei Freiwilligen Feuerwehren; jeder Ort erhielt Mittel zur Ortsverschönerung. Auch die Volksschulen, Einrichtungen der Krankenpflege und „verschämte Arme“ wurden bedacht.

 

Gremien für Jugend und Sport vor 95 Jahren: Im Sitzungssaal des Kreistages eröffnet Landrat Graf zu Rantzau am 9. März 1929 eine Sitzung des Kreisausschusses für Jugendpflege. Der Jugendpflege soll mehr Gewicht beigemessen werden. Vertreter im Ausschuss, dem der Landrat vorsitzt, sind neben dem Kreisschulrat und den Sachverständigen des Kreises Vertreter der Kreislehrerkammer, der evangelischen Geistlichkeit, des Landgemeindeverbandes, des Kreistages, der Deutschen Turnerschaft, der Sportverbände, der Sozialistischen Jugend, des Turnerbundes, der Reitervereine, der übrigen Leibesübungs- und Turnerverbände, des Junglandbundes und der Jungbauern, der Jugendbewegung und der Berufs- und Fortbildungsschule. Unterhalb des Jugendpflegeausschusses wird ein Sonderausschuss für Leibesübungen gebildet, in den der Schmalenseer Landmann (und spätere Bürgermeister) Hellmut Saggau als stellvertretendes Mitglied berufen wird. 

 

Eigenwerbung mit plattdeutschem Theater:Mit einem Tanzabend mit Theateraufführung betreibt der kleine Schmalenseer Löschzug am 12. März 1949, vor 75 Jahren, Werbung in eigener Sache, um neue Mitglieder zu gewinnen und nach der Kriegszeit den alten Stellenwert im Dorf wieder herzustellen. Das Theaterstück „De Kinnerhandel“ und flotte Tanzmusik sorgen für eine gute Stimmung und halten Jung und Alt „noch lange gemütlich beisammen“. 

 

Zahlen aus der Meierei vor 115 Jahren: Im Monat Februar 1909 verarbeitete die Meiereigenossenschaft Schmalensee 75.725 Liter Milch. Den Mitgliedern wurden 9 Pfennig pro Liter Vollmilch ausgezahlt. Dazu erhielten die Mitglieder die Butter- und Magermilch zurück, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 13. März 1909.

 

Abstand vom Vereinslokal „Zur Linde“: Am 16. März 1919, vor 105 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von gleich zwei Institutionen, die sich von ihrem bisherigen „Vereinslokal“, dem Bornhöveder Gasthof „Zur Linde“ der Familie Hauschildt trennen. 28 Jahre lang nutzte der Militärverein Bornhöved und Umgebung den Gasthof als Vereinslokal. Nun siedelt der Verein um in den Gasthof von J. Hein – Heins Gasthof – über. Auch die Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek in Bornhöved verändert sich räumlich: In der Bornhöveder Mühlenstraße hat das noch als private Sparkasse geführte Geldunternehmen für 15.000 Reichsmark von den Erben des Kaufmanns Bruhn ein eigenes Gebäude erworben. Die bisherige Geschäftsstelle im Gasthof Zur Linde wird nicht mehr benötigt.

 

Meierei-Nachrichten vor 60 Jahren: Die Jahreshauptversammlung der Schmalenseer Meiereigenossenschaft, von der die Segeberger Zeitung am 17. März 1964 berichtet, kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Von den 2.028.000 Litern Milch, die von den Schmalenseer und Belauer Mitgliedern angeliefert wurden, konnten 90 Prozent der Güteklasse I und 9 Prozent der Klasse II zugeordnet werden. Der Genossenschaft gehören 36 Mitglieder mit 470 Kühen an. Nach Wiederwahlen bleibt der Schmalenseer Hellmut Siebke Vorsitzender des Aufsichtsrates. Dem Gremium gehören auch Werner Harder aus Schmalensee und der Belauer Alfred Westphal an. Alter und neuer Vorsitzender des Vorstandes ist Bernhard Banck aus Belau. Dem Vorstand gehören weiter an Hans Harder aus Schmalensee und der Belauer Adolf Jensen.

 

Landjugendgruppe Schmalensee vor 50 Jahren: An dieser Stelle sei ein Blick in den Monat März 1974 und das Protokollbuch der Landjugendgruppe Schmalensee und die Segeberger Zeitung geworfen. In zweitägiger Sitzung in der Bad Segeberger Jugendherberge findet am 16. und 17. März die Kreisversammlung des Kreislandjugendverbandes Segeberg statt. Dieser steckt in einer Personalkrise, denn alle sieben Gruppen leiden unter Mitgliederschwund und sogar zum Teil Desinteresse an der Landjugend. In Arbeitsgruppen wird nach Lösungen gesucht und Landrat Graf Schwerin von Krosigk hat die Unterstützung des Kreises zugesagt. Am 25. März nimmt Rolf Kock, Geschäftsführer des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein, an einer Vorstandssitzung der Landjugendgruppe Schmalensee im Gasthof Voß teil. Er informiert über mögliche Beihilfen für Fahrten, Arbeitsgemeinschaften, Vorträge und andere Themen. Die Schmalenseer Gruppe hatte in diesem Monat bereits einen Quizabend am 7. März veranstaltet und am 14. März im Kieler Opernhaus die Operette „Die Csardasfürstin“ besucht. Außerdem wurde am 21. März unter der Leitung des ehemaligen Landjugendmitgliedes Gerhard Mühlenberg die Dörfergemeinschaftsschule in Bornhöved besichtigt. Im Physiksaal kam es dann zum „Showdown“: Es wurde zum Abschluss der Spielfilm „12 Uhr mittags“ angesehen. 

 

Foto zur Meldung: März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Tabellenstand in der Kreisklasse D, SZ 14.03.1994

Achtung Abwasser – Vakuum-Abschaltung Redderkoppel und Op’n Barg am 27. Februar 9-12 Uhr

(27. 02. 2024)

Eine kurzfristige, wichtige Nachricht für alle Haushalte in den Straßen Redderkoppel und Op’n Barg für den heutigen Dienstag, 27. Februar 2024:

 

Im Zeitraum 9 bis 12 Uhr muss in diesen Straßen das Vakuum der Abwasserentsorgungsanlage abgeschaltet werden – die Anlage ist dann in diesen Straßen nicht in Betrieb!

 

Grund für diese zwar kurzfristige aber immerhin nicht überraschende Maßnahme sind Arbeiten in der Redderkoppel an der Vakuumentwässerung. 

 

Es wird dringend darum gebeten, im besagten Zeitraum kein Abwasser zu verursachen!

 

Unser Gemeindearbeiter wird in den Morgenstunden versuchen, möglichst alle Haushalte in den beiden betroffenen Straßen direkt zu informieren. Über den Schmalensee-Verteiler (WhatsApp) konnte bereits am gestrigen späten Nachmittag informiert werden. 

 

Bitte diese Mitteilung in den betroffenen Straßen auch an Nachbarn durchgeben, die ggf. nicht über den Verteiler und die Homepage erreichbar sind!

Foto zur Meldung: Achtung Abwasser – Vakuum-Abschaltung Redderkoppel und Op’n Barg am 27. Februar 9-12 Uhr
Foto: Wichtige Nachricht für Redderkoppel und Op'n Barg zum Abwasser - siehe Nachrichten

Stellvertretende Schiedsperson für das Amt Bornhöved gesucht

(27. 02. 2024)

Wohl dem, der eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter hat. Denn dann ist Kontinuität bei der Ausübung von Ehrenämtern gewährleistet. Das wünscht man sich auch im Amtsgerichtsbezirk Segeberg, insbesondere für den Schiedsbezirk 13, das Amt Bornhöved. 

 

Im Amtsbereich ist Karin Hüls aus Tarbek Schiedsfrau: „Schiedspersonen sind ehrenamtlich tätig. Sie haben die Aufgabe, zwischen den streitenden Parteien zu schlichten, einen Vergleich herbeizuführen und dadurch den Rechtsfrieden wiederherzustellen. Schiedspersonen sind zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet, die Verhandlungen vor der Schiedsstelle sind nicht öffentlich“, so eine Online-Quelle namens Google. 

 

Was Karin Hüls nicht hat bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe, ist ein Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. 

 

Nun hat sich Manfred Schmidt, Beisitzer im Bund deutscher Schiedsleute Bezirk Kiel für die Amtsgerichtsbezirke Segeberg und Norderstedt, an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Amtes Bornhöved gewendet mit der Bitte, Werbung für das vakante Ehrenamt zu machen. 

 

Manfred Schmidt verspricht ganz deutlich: „Man kauft keine Katze im Sack.“ Heißt: Wer Interesse zeigt, ist nicht sofort „verhaftet“ und wird in kaltes Wasser geworfen. Zuerst gibt es Gespräche – auch mit Herrn Schmidt, der in Weitewelt wohnt und selbst Schiedsmann im Schiedsbezirk 9 Amt Trave-Land ist. „Ich möchte mich mit jeder Bewerberin oder jedem Bewerber unterhalten, das Amt erklären und Fragen beantworten“, unterstreicht Manfred Schmidt. 

 

Zur Vororientierung hier ein paar Punkte aus der Schiedsordnung zur Eignung von Bewerberinnen und Bewerbern: 

  • In das Schiedsamt sind Personen zu berufen, die nach ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten für das Amt geeignet sind.

  • Das Amt kann nicht bekleiden, wer die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt; für wen eine rechtliche Betreuerin oder ein rechtlicher Betreuer bestellt ist.

  • In das Amt soll nicht berufen werden, wer das 30. Lebensjahr nicht vollendet hat; nicht in dem Schiedsamtsbezirk wohnt; nicht in der Gemeinde wohnt; durch gerichtliche Anordnungen in der Verfügung über sein Vermögen beschränkt ist.

 

„Es gibt ganz wenige Einschränken“, fasst Manfred Schmidt zusammen. „Somit kann fast jede Person sich bewerben und gewählt werden“, sagt Manfred Schmidt der hofft, zusammen mit den Bürgermeistern jemanden zu finden, der oder die dieses interessante Ehrenamt mit Karin Hüls zusammen ausüben möchte. 

 

Schmalensees Bürgermeister Dirk Griese bittet Interessierte darum, sich bei ihm zu melden. Er stellt dann den Kontakt zu Herrn Schmidt her. 

Foto zur Meldung: Stellvertretende Schiedsperson für das Amt Bornhöved gesucht
Foto: Wappen Amt Bornhöved

Kleine Kombo, großer Spaß – so war der Fasching in Schmalensee

(26. 02. 2024)

Wenn an einem Sonntagvormittag knallige Sounds aus dem Gemeindesaal dringen, muss das wohl der Soundcheck für eine jährlich wiederkehrende Gaudi sein – Fasching in Schmalensee. Lauter fleißige Hände schufen beste Voraussetzungen für die Party des Verschönerungs- und Vogelschießervereins am Nachmittag. 

 

Nicht nur kleine, auch große Närrinnen und Narren wollten sich den Spaß nicht entgehen lassen. Und die 2. VVV-Vorsitzende hatte genau nachgezählt – 26 Kinder und ebenso viele Erwachsene meldete Karolin van het Loo dem Homepage-Team. „Wir waren ne kleine, gemütliche Runde.“

 

Über das „gemütlich“ lässt sich vermutlich diskutieren, denn programmatisch wurden wieder alle Faschingsregister gezogen. Von der Bewältigung eines üppigen Karnevals-Buffets über die obligatorischen Tänze bis hin zum Parkett-Limbo. Noch immer scheinen die Pandemie-Vorräte nicht aufgebraucht – das Mumien-Spiel ist weiterhin angesagt. Und in der Kostümwahl konnten auch die Großen durchaus überzeugen. 

 

Nun wird sich der VVV zunächst ernsten Dingen zuwenden: Nächster Termin im Veranstaltungskalender ist die Jahreshauptversammlung, die am Donnerstag, 7. März, um 19 Uhr im Gasthof Voß. 

Foto zur Meldung: Kleine Kombo, großer Spaß – so war der Fasching in Schmalensee
Foto: Knallbunte Faschings-Party in Schmalensee

Land SH bewirbt Kampagne zur Stärkung des Ehrenamtes

(17. 02. 2024)

Mitteilung der Landesregierung: 

 

DEN NORDEN AM HERZEN 

Empfehlen Sie Menschen für einen Orden auf schleswig-holstein.de/orden

 

Engagement braucht Anerkennung!

Das Ehrenamt in Schleswig-Holstein ist allgegenwärtig: Überall engagieren sich Frauen und Männer. Jung und Alt setzen sich für die gute Sache und ihre Freizeit für andere ein. Die Möglichkeiten des freiwilligen Engagements sind breit gefächert und in nahezu allen Lebensbereichen möglich:

 

  • in Gemeinden oder Kirchen

  • in Vereinen und Verbänden

  • in Hilfsorganisationen

  • im Umwelt- und Naturschutz

  • im Kultur- oder Sozialbereich

  • in der Freiwilligen Feuerwehr

 

Für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft hat das eine sehr große Bedeutung. Die Landesregierung ist daher bestrebt, das ehrenamtliche Engagement noch stärker zu würdigen und hervorzuheben.

 

Der Weg zur staatlichen Auszeichnung

Wer kann verdiente Menschen vorschlagen? Jede Person kann besonders verdiente Bürgerinnen und Bürger für eine Auszeichnung anregen und sie, ganz unabhängig

von ihrer Staatsbürgerschaft, für die mögliche Verleihung einer solchen staatlichen Anerkennung benennen.

Bei den Vorschlägen soll gerne ein besonderes Augenmerk auf das Engagement von Frauen und genauso auch von jüngeren Menschen in unserer Gesellschaft

gelegt werden.

 

Wie sollte Ihr Vorschlag aussehen?

Wenn Ihnen eine Person am Herzen liegt, die sich ehrenamtlich engagiert, empfehlen Sie diese für einen Orden.

Ihre Anregung sollte eine detaillierte Schilderung der Leistungen enthalten und diese Punkte berücksichtigen:

  • Welche Projekte/Initiativen sind in welcher Zeit auf das Engagement der Person zurückzuführen?

  • Was wäre ohne ihr Wirken nicht möglich gewesen?

  • Konnten Spendengelder eingeworben oder Förderer für die gute Sache gewonnen werden?

  • Welche Auswirkungen haben diese Leistungen auf die Gesellschaft?

  • Was hebt die Person von anderen ab?

 

 

 

Wer prüft die Vorschläge?

Das Ordensreferat der Staatskanzlei prüft, wer für eine staatliche Auszeichnung in Frage kommt.

Aus Gründen der Vertraulichkeit, und um keine falschen Erwartungen zu wecken, soll die vorgeschlagene Person nicht in die Anregung einbezogen werden.

 

Wie kann ich einen Vorschlag einreichen?

Wenn Sie einen verdienten Mitmenschen für einen Orden vorschlagen möchten, nutzen Sie für Ihre Anregung gerne das auf www.schleswig-holstein.de/orden zur Verfügung stehende Online-Formular als eine Orientierungshilfe.

 

Natürlich kann Ihre Anregung auch formlos erfolgen.

Dies ist schriftlich möglich an:

Der Ministerpräsident

- Staatskanzlei -

Postfach 7122

24171 Kiel

 

Alternativ können Sie auch eine E-Mail an die Adresse schreiben.

 

An wen können Sie sich direkt wenden?

Bei Fragen rund um das Thema Orden und Ehrenzeichen stehen wir Ihnen auch sehr gerne persönlich zur Verfügung.

Sie erreichen uns in der Staatskanzlei:

Nadine Nolting, Tel. 0431 - 988 19 15

Katharina Wind, Tel. 0431 - 988 84 21

 

[Faltblatt Den nOrden am Herzen]

Foto zur Meldung: Land SH bewirbt Kampagne zur Stärkung des Ehrenamtes
Foto: Land SH bewirbt Kampagne zur Stärkung des Ehrenamtes

Zeichen für Demokratie: Demonstrationen am Sonntag bei den Nachbarn

(16. 02. 2024)

„Nie wieder“, das sagen dieser Tage viele Menschen, Organisationen und Kommunen und stehen auf, um ein Zeichen für die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu setzen. Am kommenden Sonntag in zwei benachbarten Orten Schmalensees. 

 

Beim Empfang der Gemeinde am 11. Februar hatte Schmalensees Bürgermeister Dirk Griese, Ort und Anlass genutzt, um selbst ein Zeichen gegen politischen, insbesondere Rechtsextremismus zu setzen: „Einen großen Teil der Lebensqualität unseres Dorfes machen seine Offenheit und Buntheit aus, die es wirklich allen ermöglichen, Teil der Dorfgemeinschaft zu werden, wenn sie es wollen. Das bedeutet auch, dass wir als Schmalenseerinnen und Schmalenseer das, was derzeit überall in unserem Land auf die Straßen getragen wird, nämlich das Einstehen für Demokratie und gegen Rassismus, uns zu eigen machen“, betonte der Bürgermeister. 

 

Und er zitierte Winston Churchill, der sagte, „die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“ – Und Dirk Griese weiter: „So erlebe ich auch unser Land oder unser Dorf. Demokratie ist anstrengend, aber immer noch viel besser als alle Alternativen. Helft bitte alle mit, unsere Demokratie blühen zu lassen, und lasst es nicht zu, dass Demokratiefeinde die Oberhand gewinnen.“

 

Da stieß dann wiederum Stocksees Bürgermeister Dirk Jaetzel auf offene Ohren, der auf einen für sein Dorf bedeutenden Termin aufmerksam macht, der hiermit auch für Schmalenseerinnen und Schmalenseer bekannt gemacht sei: Am 18. Februar findet ab 11 Uhr auf dem Dorfplatz in Stocksee ein friedliches Treffen statt, um unter der Losung „Nie wieder“ ein Zeichen zu setzen gegen Ausgrenzung, Hass und Hetze. 

 

Zeitlich passend gibt es laut Kieler Nachrichten einen Aufruf aus der Wankendorfer Politik, dort am 18. Februar um 15 Uhr auf dem Marktplatz zusammenzukommen. Bürgermeisterin Silke Roßmann und viele Mitstreiter haben diese Zusammenkunft initiiert, weil auch sie demokratische Werte bedroht sehen. 

Foto zur Meldung: Zeichen für Demokratie: Demonstrationen am Sonntag bei den Nachbarn
Foto: Zeichen für Demokratie: Demonstrationen am Sonntag bei den Nachbarn

Februar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 02. 2024)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. 

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Februar die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Das Ende einer Ära: „Der Amtsvorsteher Saggau in Schmalensee hat sich genötigt gesehen, wegen Alters und Kränklichkeit die Geschäfte des Amtsvorstehers für den Amtsbezirk Bornhöved niederzulegen“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Landrates vom 15. Februar 1924, vor 100 Jahren.. Heinrich Christian Saggau war am 01.10.1889 Amtsvorsteher geworden. Bis zur Wahl eines Nachfolgers werden die Dienstgeschäfte durch den stellvertretenden Amtsvorsteher Ernst Saggau, ebenfalls Schmalensee, weitergeführt.

 

Seit 55 Jahren Wasser- und Bodenverband Tensfelder Au-Schmalensee: In Damsdorf wird am 20. Februar 1955 der Unterhaltungsverband Tensfelder Au – Schmalensee (Wasserverband) gegründet. Der Verband zur Unterhaltung von 73 Kilometern zur Schwentine führenden Wasserläufe umfasst die Gemarkungen von Bornhöved, Schmalensee, Stocksee, Damsdorf, Tensfeld, Nehms und Seedorf. Die Gründung geht auf das neue Wasserhaushaltsgesetz und das Landeswassergesetz zurück, nach dem nicht mehr nur Anrainer, sondern zukünftig alle im Verbandsgebiet Wohnenden die finanziellen Lasten zu tragen haben. In den zwölfköpfigen Verbandsausschuss wird für den Bereich Schmalensee-Tarbek Reimer Saggau gewählt. Aufgabe von Ausschuss und Vorstand ist die Niedrighaltung der Unterhaltungskosten. Für diese stehen keine öffentlichen Gelder bereit, sie werden auf die gut 1300 Mitglieder umgelegt. Der heutige Name des Verbandes lautet  Wasser- und Bodenverbandes Tensfelder Au – Schmalensee. 

 

Die erste Versammlung seit Kriegsausbruch: Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee hält erstmals seit 1914 am 22. Februar 1919, vor 105 Jahren, eine Generalversammlung ab. Diese beginnt mit einer Ansprache von Hauptmann Willi Siebke und einem Totengedenken für die im Krieg gefallenen Kameraden. Neu aufgenommen werden Johann Sievers, Paul Gehlert, Paul Blunk, Wilhelm Suhr, Bernhard Timmermann, Johann Voß, Otto Schlätel und Alfred Sorgenfrei, sodass die Wehr 28 aktive Mitglieder zählt. Es werden Wahlen abgehalten. Willi Siebke wird mit klarer Mehrheit erneut zum Hauptmann der Wehr gewählt, Auch Heinrich Harder und Johann Suhr haben kandidiert, aber nur je eine Stimme erhalten. Zum neuen Schriftführer wird Ernst Stegelmann gewählt, der sich gegen den zuletzt kommissarisch als Schriftführer tätigen Adolf Sorgenfrei und Paul Blunk durchsetzt. Die Spritzenmannschaft wählt Heinrich Harder wieder zu ihrem Zugführer und Willi Harder zu seinem Stellvertreter. Christian Schumacher wird wieder zum Steigerführer gewählt. Das Ehrengericht bilden nun Adolf Sorgenfrei, Fritz Tietgen und Ludwig Saggau. 

 

Zuckerzuteilung im Krieg, aber nicht für Jeden: Zum reichsweit begangenen Tag „Mutter und Kind“ am 22. Februar 1944, vor 80 Jahren, werden ohne besondere Vorbestellung an alle Kinder unter 14 Jahren je 125 Gramm Süßwaren verteilt. „Juden und Polen sind von der Zuteilung ausgeschlossen.“ 

 

Zwist in der Dorfpolitik: Der SPD-Ortsverein Schmalensee übt laut Segeberger Zeitung vom 23. Februar 1979, vor 45 Jahren Kritik am Vorgehen der örtlichen CDU und Jungen Union. Beide würden eine Meinungsbildung „durch die Hintertür“ betreiben, indem sie die Neugestaltung des Bolzplatzes über Presserklärungen propagierten, nicht aber zunächst in den gemeindlichen Gremien darüber sprächen. „Im Interesse einer bürgernahen Gemeindepolitik fordert die SPD daher die CDU auf, wieder zu einer sachlichen Arbeit zurückzukehren.“ 

 

Freispruch trotz Untat: Vor dem Segeberger Schöffengericht muss sich laut Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 24. Februar 1894, vor 130 Jahren ein Dienstmädchen aus Schmalensee verantworten. Es hatte die Kühe seines Dienstherren zu melken, der die Milch an die Bornhöveder Meierei liefert. Da das Dienstmädchen schlimme Füße hatte, molk es nur die Kühe auf einer näher gelegenen Koppel und fügte der Milch Wasser hinzu. So wollte es verheimlichen, nicht zu einer weiter entfernten Koppel gegangen zu sein um auch dort zu melken. Da nicht der Tatbestand der Täuschung im Handel besteht, wird das Dienstmädchen freigesprochen.

 

Elektrizität hält Einzug: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 24. Februar 1914, vor 110 Jahren, dass sich die Mitglieder des landwirtschaftlichen Vereins für Bornhöved und Umgebung auf ihrer Generalversammlung mit Vorsichts- und Verhaltensmaßregeln im Umgang mit elektrischen Anlagen beschäftigen. Außerdem wird Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee zum Vorsitzenden und Lehrer Heinrich Göttsch zum Schriftführer und Kassierer gewählt.

 

Nationalsozialisten vereinen die Pferdezüchter: Im Bad Segeberger Hotel Germania findet am 24. Februar 1934, vor 90 Jahren, die Generalversammlung des Kreispferdezuchtvereins Segeberg unter der Leitung des Vorsitzenden Heinrich Harder aus Schmalensee statt. Parallel tagt der Segeberger Kreis-Pferdezuchtverein für das holsteinische Pferd unter dem Vorsitz von Willi Harder aus Kükels. Beide Kreisvereine diskutieren ihre Vereinigung. Im Anschluss halten sie eine gemeinsame Sitzung ab. Heinrich Harder erläutert eingangs, dass die Pferdezuchtvereine mit Verordnung des Landesbauernführers vom 19.01.1934 in den Reichsnährstand eingegliedert worden seien. Praktisch existiere man nicht mehr. Auf der Grundlage von Vorstandsgesprächen beider Pferdezuchtvereine am 02.10.1933 sei man aber bezüglich einer Fusion bereits einig geworden und Heinrich Harder ist vorläufig Vorsitzender des Gesamt-Pferdezuchtvereins, der sich Kreisverein für die Schleswig-Holsteinischen Warmblutzuchten nennen möchte. Eine Fusion findet an diesem Tage zwar noch nicht statt, da man die Entwicklung auf Provinzebene abwarten muss, beide Vereine werden aber zukünftig ihre Veranstaltungen gemeinsam betreiben. 

 

Schon „damals“ schlechte Zeiten für Bauer und Verbraucher: Am 26. Februar 1879, vor 145 Jahren, druckt das Segeberger Kreis- und Wochenblatt diesen Lagebericht aus der Kreisstadt: „Man hört überall über schlechte Zeiten klagen. Auch hier in Segeberg rumort es nicht wenig. Sehen wir uns einmal den Preis einiger landwirtschaftlicher Produkte an. Landwirte sind zufrieden, wenn sie ihre sämtliche Milch für achteinhalb Pfennig pro Liter verkaufen können. Hier in der Stadt müssen wir bisher 16 Pfennige dafür zahlen, also fast das Doppelte! Die Butter variiert in ähnlicher Weise im Preise. Korn und Mehl sind billiger geworden; die Preise für Rindvieh und Schweine sind bedeutend gefallen. Der Produzent also ist derjenige, der Einbuße in seiner Einnahme hat. Glaube man aber ja nicht, dass diese billigen Preise dem Publikum zu Gute kommen. Dieses muss stets die alten Preise zahlen. Denken wir einige Jahre zurück; es kostete ein Brot von 6 Pfund Gewicht 5 Schillinge. Jetzt kostet dasselbe 60 Pfennige und ob es 6 Pfund wiegt ist häufig sehr fraglich. Analog verhält es sich mit Feinbrot und Rundstücken. Hält man die Kornpreise etwa von 1862 mit der damaligen Größe des Gebäcks und dessen Preis zusammen, so müsste demnach jetzt eine kleine Familie zum Beispiel für 10 Pfennige sich an Rundstücken satt essen können. Hat man vielleicht gestern Morgen an den 'Heißwecken' bemerkt, dass Butter, Milch und Mehl billiger geworden? In gleicher Weise geht es mit den Fleischpreisen. Das Vieh kann noch so preiswürdig (im Sinne von preiswert, Anmerkung) sein, das Pfund Fleisch kostet doch immer durchweg 50 und 60 Pfennige. Nach unserer Meinung würde die 'schlechte Zeit' weit eher zu existieren aufhören, wenn der Produzent seine Waren besser bezahlt erhält; denn, hat der Landmann Geld, so lässt er arbeiten und erlaubt sich sogar kleinen Luxus, und das bringt wieder Geld an Handwerker und Geschäftsleute, die, wie eben bewiesen, doch nichts von den billigen Preisen zu erwarten haben.“

 

Spenden für Flutopfer vor 115 Jahren: In Teilen des Deutschen Reiches kommt es Anfang 1909 zu erheblichen Überschwemmungen. Unter der Schirmherrschaft des preußischen Kronprinzen werden nach Aufruf überall im Land Spenden für die Hochwasseropfer gesammelt. Annahmestelle im Kreis Segeberg ist die Geschäftsstelle des Segeberger Kreis- und Tageblatts. In den folgenden Wochen und Monaten gehen laut Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 26. Februar 1909 aus dem Amt Bornhöved unter anderem ein: Aus Bornhöved 75,85 Mark; aus Gönnebek 30 Mark, aus Schmalensee 27,30 Mark und von der Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek 100 Mark. 

 

Neue Dienstgrade für die Feuerwehren: Am Nachmittag des 28. Februar 1934, vor 90 Jahren, findet im Bad Segeberger Hotel Zur Harmonie eine Führerbesprechung des Kreisfeuerwehrverbandes statt. Einbestellt sind sämtliche Löschzugführer beziehungsweise Brandmeister und Amtsbrandmeister, also Gemeindewehrführer und Amtswehrführer, der 27 Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Segeberg. Es wird über die Durchsetzung des im Nationalsozialismus verordneten Führerprinzips gesprochen. Auch wird angesichts der technischen und körperlichen Herausforderungen des Feuerwehrdienstes festgelegt, dass Wehrleute ab 60 in die Reserve zu überstellen sind. Diese Ehrenmitglieder seien aber als wichtige Ratgeber und mögliche Helfer zu achten und zu beteiligen. Im Bereich der Dienstgrade gibt es Neuerungen: Der „Oberfeuerwehrmann“ und der „Löschmeister“ werden eingeführt. 

 

 

Foto zur Meldung: Februar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Melkerinnen, Foto aus dem Fundus Familie Behrend

Sieben auf einen Streich – Ehrungen der Gemeinde vor großer Kulisse

(12. 02. 2024)

Ein Tag der Ehrungen, zwei Tage des Dankes: In Schmalensee sind am gestrigen Sonntag Bürgerinnen und Bürger für ihre lange und intensive ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohl des Dorfes geehrt worden – was zugleich ein Ausdruck des Dankes gewesen ist. Dank gebührt aber auch allen, die zum Gelingen eines stimmungsvollen Nachmittags in unserem Gemeindesaal beigetragen haben.

 

Im Mittelpunkt natürlich: Die zu Ehrenden. Eine Arbeitsgruppe hatte Vorarbeit für die Gemeindevertretung geleistet und Ehrungsvorschläge unterbreitet, die allesamt auf Zustimmung stießen. „Wir haben heute sieben Ehrungen auf dem Programm“, verriet Bürgermeister Dirk Griese. „Und in der Vorarbeit haben wir festgestellt, dass heute nur eine erste Gruppe von Schmalenseerinnen und Schmalenseern an der Reihe ist von vielen, die sich für das Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft positiv eingebracht haben und einbringen!“

 

Und als „Aufhänger“ für diesen Tag, auch das verriet der Bürgermeister, dienten die Verabschiedungen aus der letzten Gemeindevertretung und die Auflösung der Siedlergemeinschaft Ende 2023. 

 

Dank und Anerkennung für kommunalpolitisches Wirken

 

So wurde „Altbürgermeister“ Sönke Siebke, mittlerweile Mitglied des Landtags und von 2008 bis 2023 drei Wahlperioden lang an der Spitze des Dorfes, mit dem Großen Ehrenteller ausgezeichnet. Zwar gehört er weiter der Gemeindevertretung an, und das schon seit 1994, doch war es der aktuellen Vertretung wichtig, die Zeit als Bürgermeister zu würdigen. Dass Tätigkeiten in der Feuerwehr, der Ortsbauernschaft, im Sportverein und als Jäger dabei „angerechnet“ wurden, steht außer Frage.

 

Jeweils zwei Wahlperioden in der Gemeindevertretung, von 2013 bis 2023, waren zwei weitere Teilnehmende an der Veranstaltung tätig. Hans-Jürgen Bucksch für die Wählergemeinschaft Bürger für Schmalensee (BfS) und zehn Jahre als erster stellvertretender Bürgermeister und Julia Voß aus den Reihen der Bürgerlichen Wählergemeinschaft Schmalensee (BWS), die zuletzt dritte stellvertretende Bürgermeisterin gewesen ist. Dirk Griese hob die thematischen Schwerpunkte beider hervor – Tourismus und Kultur beim einen, Natur und Umwelt bei der anderen Geehrten – und zeichnete beide mit dem kleinen Ehrenteller aus.

 

Ende der Siedlergemeinschaft Anlass für Ehrungen

 

Ein wahres ehrenamtliches Lebenswerk, so beschrieb es Dirk Griese, galt es in der Person Gerhard Mühlenberg zu würdigen, der in über 50 Jahren so viel ehrenamtliche Arbeit in und um Schmalensee geleistet hat, dass es heute für ein halbes Dutzend Menschen reichen würde. Sei es in der Gemeindevertretung 1982 bis 1994, davon eine Wahlperiode als erster stellvertretender Bürgermeister, oder in der Freiwilligen Feuerwehr, in der er etliche verantwortungsvolle Funktionen und Aufgaben wahrgenommen hat, einige sogar parallel. So war er Kassenwart, Gruppenführer, Funkwart, Gerätewart und, das darf nicht unterschlagen werden, viele erfolgreiche Jahre Manager der Laientheatergruppe. Aber auch Tätigkeiten im DRK-Ortsverein, als Vorsitzender im damals noch Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein genannten Verein, als langjähriger Organisator des Vogelschießens und bis heute als „Fahnenbeauftragter“ der Gemeinde durfte neben der Tätigkeit als Vorsitzender der Siedlergemeinschaft ab 2004 nicht fehlen in einer langen und sicherlich nicht vollständigen Auflistung, die auch anwesende Kinder zum Staunen brachte. Der große Ehrenteller der Gemeinde ist Ausdruck eines noch viel größeren Dankes an Gerhard Mühlenberg, den der Bürgermeister, stellvertretend für das Dorf zum Ausdruck brachte. 

 

Vorsitzende tragen stets viel Verantwortung, dürfen sich aber bestenfalls auf eine funktionierende Vorstandsmannschaft verlassen, die ihnen die Arbeit erleichtert. Beispielhaft konnten, ebenfalls aus den Reihen der nun aufgelösten Siedlergemeinschaft, Jutta Mühlenberg und Marie-Luise Farken geehrt und mit dem kleinen Ehrenteller ausgezeichnet werden. 

 

Jutta Mühlenberg war seit 1982 die Schriftführerin der Gemeinschaft, Marlu Farken sogar seit 1981 Kassenwartin. Beide haben über einen langen Zeitraum die organisatorische Arbeit der „Siedler“ gewährleistet. Aber auch hier konnte Dirk Griese noch einige weitere „Schauplätze“ ehrenamtlichen Handelns auflisten. Tätigkeiten in und um die Landjugend und den DRK-Ortsverein bei Jutta Mühlenberg sowie im Sparklub, Seniorenclub, als bürgerliches Ausschussmitglied und fast 20 Jahre als Beauftragte für den Gemeindesaal bei Marlu Farken. 

 

Und noch einen kleinen Ehrenteller hatte der Bürgermeister mitgebracht, der an einen Schmalenseer ging, der sich besonders mit Zahlen und Sparen auskennt: Jochen Voß. Vorsitzender des Sparklubs war er von 1975 bis 2017, Kassenwart der Feuerwehr 1987 bis 1998 und auch Funkwart. In frühen Zeiten als Banker bildete er gern und intensiv die Landjugend fort und ist überhaupt eine Institution im Dorf. 

 

Schmalensee hat auch eine Ehrennadel

 

Schon vor ein paar Jahren hatte die Gemeindevertretung die Einführung einer Ehrennadel beschlossen. Diese kann „solo“ im Rahmen einer Ehrung vergeben werden, wird aber auch an alle überreicht, die einen Ehrenteller erhalten haben. „Als sichtbares Zeichen – schließlich kann man sich ja nicht bei öffentlichen Anlässen den Teller um den Hals hängen“, scherzte Dirk Griese, der allen frisch Geehrten auch jeweils eine Ehrennadel in Form des Gemeindewappens übergab. 

 

Und nicht nur diesen. Auch allen, die in der Vergangenheit einen Ehrenteller erhalten haben, steht automatisch eine Ehrennadel zu. Und so konnten unter den Anwesenden auch Werner Suhr, Sönke Jens und Annegret Voß eine „Ergänzungs-Ehrung“ erhalten. Und Dirk Griese selbst aus – er hatte seine Ehrennadel aber schon zu Hause angelegt – Bürgermeister-Privileg…

 

Darf nicht fehlen: Ein Rundumschlag an Danksagungen

 

Zurück zum Anfang, und zu denen, die für einen gelungenen Sonntagnachmittag gesorgt hatten. Und das sind insbesondere alle, die gekommen waren, und den Ehrungen durch ihre Anwesenheit, Aufmerksamkeit beim Verlesen der Ehrungstexte und langen Applaus einen würdigen Rahmen verliehen. Der Saal war mit rund 70 Gästen sehr gut gefüllt! 

 

Das waren auch Martje Saggau, die uns mit Musikstücken auf der Querflöte angenehme Intermezzi schuf, und die Arbeitsgruppe der Gemeindevertretung, Frederike Harder, Karolin van het Loo, Christian Detlof und Bürgermeister Dirk Griese, die den Nachmittag vorbereitet hatten. Die Gemeindevertretung, die am Sonntag vollständig vertreten war, hatte zudem für lauter einstimmige Beschlüsse gesorgt. 

 

Rund um den Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein gab es zudem eine große Gruppe von Kuchen- und Tortenspenderinnen, die den zweiten Teil der Ehrungsveranstaltung mit ihrer Kunstfertigkeit am Backblech zu einem Erfolg machten – die Kaffeetafel. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit – so wie die Laudationes für die zu Ehrenden – sagt die Gemeinde „Danke!“ an Katharina Kirstein,  Sophia Conrad, Verena Kasch, Rebecca Johannsen, Sabine Dassau, Jennifer Denz, Ute Mühlenberg, Nicole Specht-Cornehls, Birte Saggau, Jutta Mühlenberg, Doro Hopp – und Marlu Farken für die Käseplatte. 

 

Bericht und Fotos Christian Detlof

Foto zur Meldung: Sieben auf einen Streich – Ehrungen der Gemeinde vor großer Kulisse
Foto: Gruppenfoto mit Ehrentellern

Stadt der Kinder über Himmelfahrt auf dem Jugendzeltplatz Wittenborn

(11. 02. 2024)

Es ist DAS Demokratie-Projekt für Kinder im Kreis Segeberg: Die „Stadt der Kinder“, veranstaltet vom Kreisjugendring und für Kids im Alter von 10 bis 14 Jahren, die ihren Wohnsitz im Kreis Segeberg haben. 

 

Stattfinden wird das Projekt auf dem Jugendzeltplatz Wittenborn im Zeitraum 8. Mai (17 Uhr) bis 12. Mai 2024 (15 Uhr). Der Eigenanteil beträgt 95 Euro. 

 

Noch bis zum 29. Februar kann man sich anmelden! Das geht ganz einfach über die Website https://stadtderkindersegeberg.de.

 

Im Gasthof Voß, der Büchertauschhütte am Feuerwehrgerätehaus und im Sportlerheim liegen Flyer aus, die gern mitgenommen werden können!

 

Kurz und knapp: Worum geht es?

 

Für fünf Tage am langen Himmelfahrtwochenende wird auf dem Jugendzeltplatz Wittenborn eine Modellstadt geschaffen, die von den jungen Leuten bewohnt und „selbstverwaltet“ wird. Die Kinder und Jugendlichen haben in ihrer Stadt die Möglichkeit, viele Dinge, die in ihrem zukünftigen Leben eine Rolle spielen werden, auf spielerische Art und Weise kennenzulernen, denn sie

  • leben im Projektzeitraum gemeinsam in ihrer (Zelt-)Stadt,

  • gehen verschiedenen Berufen nach,

  • verdienen ihr eigenes Geld und geben es in Einrichtungen ihrer Stadt wieder aus

  • zahlen „Steuern“,

  • wählen ihre eigene Regierung und

  • unterstützen und nutzen verschiedene kulturelle und soziale Projekte.

 

Der Kreisjugendring beschreibt auch, welche wesentlichen Ziele mit dem Projekt verfolgt werden, nämlich

  • Ein erstes Kennenlernen der Arbeits- und Berufswelt

  • Erleben, wie ein Gemeinwesen organisiert ist

  • Stärkung des sozialen Zusammenhaltes / Integration und Migration

  • Stärkung des ehrenamtlichen Engagements von Jugendlichen und Erwachsenen

  • Förderung des Politikverständnisses

 

Übrigens: Auch Teamerinnen und Teamer und/oder Inhaberinnen und Inhaber der Juleica, die aktiv in der Stadt der Kinder mitwirken möchten, sind aufgerufen, sich zu bewerben. Und auch Organisationen und Unternehmen der Region, die sich engagieren möchten, finden Informationen auf der Projekt-Seite. 

 

 

[Projektprasentation Stadt der Kinder 24]

Foto zur Meldung: Stadt der Kinder über Himmelfahrt auf dem Jugendzeltplatz Wittenborn
Foto: Stadt der Kinder über Himmelfahrt auf dem Jugendzeltplatz Wittenborn

Letzte Erinnerung: Empfang der Gemeinde am 11. Februar

(08. 02. 2024)

So liebe Schmaleseerinnen und Schmalenseer: Am kommenden Sonntag, 11. Februar, ist es an der Zeit für einen Empfang der Gemeinde, um Ehrungen auszusprechen. 

 

Um 15 Uhr geht es los im Gemeindesaal, wo auch Kaffee und Kuchen auf alle warten, die dabei sein können. Persönliche Einladungen haben alle erhalten, die auch eine Ehrung erhalten sollen. Also an alle: Ihr seid eingeladen!

 

Viele freiwillige Kuchenbäckerinnen aus den Reihen des Verschönerungs- und Vogelschießervereins haben schon ihre Unterstützung zugesagt und Wirtin Annegret Voß wird sich um die Vorbereitung des Saals kümmern, auf dem Bürgermeister Dirk Griese und die Gemeindevertretung zur Tat schreiten wollen. 

 

Vielleicht gibt es ja die eine oder andere zusätzliche Überraschung zur Beantwortung der Frage, wer denn wohl geehrt werden wird….

Foto zur Meldung: Letzte Erinnerung: Empfang der Gemeinde am 11. Februar
Foto: Letzte Erinnerung: Empfang der Gemeinde am 11. Februar

Nächster Seniorenklönschnack am 23. Februar – WhatsApp-Gruppe gebildet

(02. 02. 2024)

Der erste Klönschnack von und mit Seniorinnen und Senioren am 12. Januar war ein voller Erfolg. Es traf sich eine repräsentative Gruppe, die auch fleißig Ideen für gemeinsame Treffen und Veranstaltungen gesammelt hat. Das soll weiter vertieft werden – möglichst mit weiteren Interessierten. Termin ist Freitag, 23. Februar. Achtung: die Uhrzeit ist neu. Das Treffen findet bereits um 15 Uhr und im wieder im Feuerwehrgerätehaus statt. 

 

Lars Jungclaus und Karolin vat het Loo vom zuständigen gemeindlichen Ausschuss zeigten sich in der Januar-Sitzung der Gemeindevertretung sehr zufrieden mit dem ersten Treffen für und mit Seniorinnen und Senioren, die sich ihr „Programm“ selbst zusammenstellen werden. Unterstützung gibt es aber auch. 

 

Zum Beispiel in der Kommunikation: Dafür ist extra eine WhatsApp-Gruppe gebildet worden, deren Administratoren die Ausschussmitglieder sind. Wer also ein Smartphone besitzt und darauf über WhatsApp verfügt, möge sich bei Lars Jungclaus (0162 2993332) oder Karolin van het Loo (0178 7223210) melden, um in die Gruppe aufgenommen zu werden. 

 

Wer diese Möglichkeiten nicht hat, soll natürlich nicht allein gelassen werden. Auch für diese Seniorinnen und Senioren gilt: Bitte unter den angegebenen Nummern das Interesse anmelden – es wird ein Weg gefunden werden, wichtige Informationen weiterzugeben. 

 

Nicht vergessen: Nächster Klönschnack am 23. Februar, um 15 Uhr im Feuerwehrgerätehaus. 

Foto zur Meldung: Nächster Seniorenklönschnack am 23. Februar – WhatsApp-Gruppe gebildet
Foto: Nächster Seniorenklönschnack am 23. Februar – WhatsApp-Gruppe gebildet

Februar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 02. 2024)

Auch im Jahr 2024 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und a, 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat Februar.

 

Eine kuriose Hausbesetzung in Schmalensee: Eingangs ein Rückblick in die historischen Januar-Meldungen: Am 18. Januar 1904, vor 140 Jahren, war im Segeberger Kreis- und Wochenblatt zu lesen, dass der Landmann Eduard Stegelmann seine Landstelle im Herbst 1903 an Parzellanten verkauft habe. Bei Chronist Heinrich Göttsch, einem Zeitgenossen, erfahren wir dazu, dass Eduard Stegelmann diese „Kätnerstelle 18“, die 50 Tonnen groß gewesen sei (sie befand sich dort, wo heute das Haus Dorfstraße 5 steht), 1897 von seinem Bruder Claus Hinrich Stegelmann geerbt habe. Nach Verkauf an die Parzellanten wurden nach und nach Ländereien von Schmalenseer Bauern aufgekauft, aber nicht alle und auch nicht das Gehöft. Diese wurden im Januar 1904 eingetauscht: Müller Johann Kröhnke erhielt im Tausch gegen die Brandsmühle bei Blunk Gehöft, Restländereien und 2500 Mark. Dem bisherigen Besitzer (Eduard Stegelmann), so das Wochenblatt, sei zum 1. Februar die Wohnung gekündigt worden. Kröhnke „findet hier weder totes noch lebendes Inventar vor“...

Die Familie Kröhnke aus Brandsmühle trifft am 1. Februar 1904 tatsächlich in Schmalensee mit mehreren beladenen Wagen ein, um die Eduard Stegelmann’sche Hofstelle zu übernehmen. Doch Eduard Stegelmann ist noch da! Die Parzellanten haben ihn noch nicht ausgezahlt, und so hält er das Haus weiter besetzt. Zwar tun ihm die Kröhnkes leid, er lässt ihnen laut Segeberger Kreis- und Wochenblatt sogar Essen und Trinken nach draußen bringen, doch beharrt er auf seinem Recht und verwehrt ihnen den Eintritt. Das Wochenblatt: „Es bot sich den herbeigeströmten Zuschauern ein tragikomisches Bild, als bei einbrechender Dunkelheit die beladenen Wagen samt einer zahlreichen Bemannung das Haus umstanden, während drinnen mehrere handfeste Leute bereit waren, jeden Zutritt zu verhindern.“ Die Familie Kröhnke reist deshalb für eine Nacht nach Tarbek, wo sie bei Bekannten unterkommt. Am nächsten Vormittag ist die Sache dann bereinigt und die Übergabe kann vollzogen werden.

 

Krise im Vaterländischen Frauenverein 1914: Auch hier muss der Blick zurück in den Januar geworfen werden. Am 17. Januar 1914 meldete das Segeberger Kreis- und Tageblatt einen heftigen Streit im Vaterländischen Frauenverein für Bornhöved und Umgebung – die vornehmlich aus Schmalensee und Gönnebek besteht. Der Streit dreht sich um die vom Verein beschäftigte Gemeindeschwester. Diese soll  gegenüber einer Vorstandsdame beleidigend geworden sein. Man habe sie entlassen, ihr aber eine Lohnfortzahlung bis zum April in Aussicht gestellt, sofern sie Bornhöved binnen 8 Tagen verlasse. Das berichtet der Vorstand in der Mitgliederversammlung im Januar. Daraufhin gibt es internen Streit, besonders mit den Mitgliedern aus Gönnebek, der darin gipfelt, dass die Vorsitzende und Schriftführer Pastor Voß wenige Tage später ihre Ämter niederlegen. Möglicherweise, weil die Frauen aus Gönnebek bis zum 27. Januar dem Verein den Rücken kehren  in der Absicht, eine eigene Gemeindeschwester anzustellen. Am 1. Februar 1914 nun findet eine weitere Mitgliederversammlung statt. Als neue Gemeindepflegerin wird Frau Danker vorgeschlagen, die diese Aufgabe schon einmal wahrgenommen hatte. Wegen der Austritte der Gönnebeker Mitglieder werden Vorstandspositionen neu besetzt – auch mit Herren: Hauptlehrer Piening und Kaufmann Dohse aus Bornhöved werden gewählt. Vorsitzende ist nun Frau Dr. Hilcker. Die Vorstandsdamen in den Dörfern, zumindest in Schmalensee (Frau Amtsvorsteher Elise Saggau und Frau Gemeindevorsteher Emma Schnohr), bleiben im Amt. Medizinalrat Dr. Bruhn aus Segeberg bemüht sich, die Gönnebekerinnen zum Wiedereintritt zu bewegen und stellt ihnen in Aussicht, dass sie ihre Wunsch-Gemeindeschwester behalten können.

 

Unsere Vicelin-Kirche – schon vor 60 Jahren in die Jahre gekommen: Die Segeberger Zeitung berichtet am 1. Februar 1964, dass in der Bornhöveder Vicelin-Kirche umfangreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen werden. Dringend notwendig ist der Einbau einer neuen Warmluft-Ölheizung, nachdem die in den 1930er Jahren installierte irreparabel defekt ist. Außerdem soll der gesamte Innenraum erneuert, die Balkendecke freigelegt und der Altarraum vergrößert werden. Auch im Jahr 2024, dem 875. des Bestehens der Vicelin-Kirche St. Jacobi, hat diese einen erheblichen Sanierungsbedarf. Man wird nun mal nicht jünger. 

 

Eine Bornhöveder Zeitung vor 140 Jahren: Erster Ausgabetag der Zeitung „Quellenhaupt – Anzeiger für Bornhöved und Umgegend“ ist der 2. Februar 1904. Herausgeber ist Buchdruckereibesitzer Gustav Dohse. Die Zeitung erscheint drei Mal wöchentlich und kostet monatlich 40 Pfennig. 

 

Umstrukturierung der Feuerwehren im Amt Bornhöved: In Bornhöved findet am 4. Februar 1934, vor 90 Jahren, auf Einladung des neuen Amtsvorstehers Hinrich Saggau aus Bornhöved eine Versammlung der Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Bornhöved statt. Gemäß der neuen Gesetzgebung zum Brandschutz werden neue Satzungen durch die Wehren angenommen und es kommt zur formellen Bildung einer Amtsfeuerwehr Bornhöved als taktischer Einheit. Diese besteht aus drei Löschzügen – Bornhöved, Gönnebek und Schmalensee. Führer dieser Amtswehr wird Hans Hauschildt aus Bornhöved; Führer des Löschzuges 3, Schmalensee, ist Hugo Saggau. 

Der bisherige Oberbrandmeister, also Amtswehrführer alter Art, Ludwig Saggau aus Schmalensee, wird wegen Überschreitung der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst verabschiedet und zum Ehren-Oberbrandmeister ernannt. Damit verbunden ist die Berechtigung, auch weiterhin Uniform zu tragen.

 

Vorstandswahlen bei der Landjugend: Die Landjugendgruppe Schmalensee hält im Gasthof Voß am 4. Februar 1969, vor 55 Jahren, ihre Generalversammlung mit Vorstandswahlen ab. Nachfolger vom Reimer Saggau und neuer 1. Vorsitzender wird Gerhard Harder, seine Stellvertreter werden Fritz Ohrtmann (Bornhöved) und Jochen Voß. Zu Mädelvertreterinnen werden Jutta Riesenberg (Damsdorf, heute: Jutta Mühlenberg), Wiebke Nero (Tarbek) und Annegret Kaack (Damsdorf, heute: Annegret Voß). Gerhard Mühlenberg wird zum Kassenwart und Schriftführer gewählt. Reimer Saggau wird, nach 14 Jahren Vorstandsarbeit, zum Ehrenmitglied ernannt. Und auch Karla Suhr (heute: Karla Scharnweber vom Hornshof), wird, nach fünfjähriger Vorstandsarbeit, zum Ehrenmitglied ernannt. 

 

Landwirte bewegen viele Themen: Der Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgebung hält am 5. Februar 1879, vor 145 Jahren, seine Generalversammlung ab. Eingeladen ist auch der Direktor der Landwirtschaftsschule Hohenwestedt, Conradi, der vor 50 Teilnehmern zunächst über Zollfragen der Landwirtschaft, später über die genossenschaftliche Verwertung der Milch und den Einsatz der Zentrifuge spricht. Auch ein Herr Saggau aus Schmalensee (entweder Hinrich Saggau, stellvertretender Gemeindevorsteher, oder Hufner Matthias Saggau) trägt etwas vor: Er hat Versuche zu Winterfütterung des Milchviehs unternommen. Inklusive der Inaugenscheinnahme zweier in Bornhöved stationierter Deckhengste dauert die Generalversammlung fünf Stunden. 

 

Aussage gegen Aussage im Beziehungsstreit: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt blickt am 5. und 6. Februar nach Schmalensee und Dersau und beruft sich dabei auf das Plöner Wochenblatt. Wie dieses berichtet, soll der Schmalenseer Bäckermeister Stölting seine in Dersau wohnende ehemalige Verlobte, nachdem diese die Verlobung aufgekündigt hatte, mit zwei „Genossen“ aufgesucht, die junge Frau namens Bock verprügelt und an den Haaren gerissen haben. „Als die Mutter forteilte, um Hilfe zu holen, misshandelten die Leute das Mädchen auf dem Hofplatz in schlimmster Weise. Die gerichtliche Bestrafung wird nicht ausbleiben“, so die Zeitungen. Kurz darauf schildert das Segeberger Kreis- und Tageblatt die Dinge aus der Sicht Stöltings, der sich an die Zeitung gewandt habe: Er habe die Wohnung der Tochter, die bei ihrer Mutter lebt, mit seinem Bruder aufgesucht und die Herausgabe von ihm gekaufter Gegenstände verlangt. Die Mutter habe ihm diese zwar ausgehändigt, seine hinzukommende ehemalige Verlobte aber habe versucht, ihm die Dinge wieder zu entreißen, wobei ihre Haarspange sich gelöst habe. Und die junge Frau habe ihn sogar mit einem Pantoffel geprügelt.

 

Lehrstoff Postkarte: Am 7. Februar 1914, vor 110 Jahren, findet die monatliche Konferenz des Lehrervereins für Bornhöved und Umgebung statt. Schmalensees Lehrer Heinrich Göttsch hält eine Lehrprobe über „Neuyork“ und referiert anschließend über „die Ansichtskarte im Dienst des Unterrichts“. 

 

Auflösung einer Landwirtschaft: Der öffentlich für den Kreis Segeberg bestellte Versteigerer Lamp aus Pronstorf führt am 7. Februar 1939, vor 85 Jahren, in Schmalensee um 10.30 Uhr beginnend eine große freiwillige landwirtschaftliche Inventarversteigerung durch: Unter den Hammer kommen Tiere und Gerätschaften der Bäuerin Meta Voß, da diese die zur Hofstelle mit Dorfkrug gehörenden Ländereien verpachtet hat. 

 

Vor 40 Jahren Landschaftsplan: Kreisbaudirektor Harald Frank und Garten- und Landschaftsarchitekt Ernst-Dietmar Hess stellen am 7. Februar 1984 den Landschaftsplan für die Gemeinden Schmalensee, Stocksee, Tarbek, Damsdorf und Tensfeld vor. Während die darin vorgeschlagenen Maßnahmen über einen Zeitraum von 40 Jahren verwirklicht werden, geht der Kiesabbau weiter. 600 Hektar der 45 Quadratkilometer umfassenden Fläche des Landschaftsplanes sind vom Kiesabbau betroffen. Die Anlage der Zentralen Mülldeponie Damsdorf sei ein Schritt der Rekultivierung bzw. Auffüllung gewesen, so Hess. Zu den vielfältigen Maßnahmen gehört die Anlage eines Waldgürtels zwischen Trappenkamp und Stocksee mit darin verlaufenden Wanderwegen. Die Schmalenseer Knicklandschaft wird als besonders schützenswert betrachtet und soll Landschaftsschutzgebiet werden.

 

Der Weg vom Huhn zum Verbraucher – das Ei 1919: Basierend auf einer am 8. Februar 1919, vor 105 Jahren, im Segeberger Kreis- und Tageblatt veröffentlichten „Verordnung des Stellvertreters des Reichkanzlers über Eier vom 12.08.1916“ ist der Bevölkerung der freie Handel mit Hühner-, Gänse- und Enteneiern vom 01.02.1919 bis zum 31.01.1920 verboten worden. Die Geflügelhalter haben alle Eier, die sie nicht zur Beköstigung der in ihrem Haushalt lebenden Personen benötigen, abzuliefern. Saisonarbeiter und noch vorhandene Kriegsgefangene dürfen dabei nicht berücksichtigt werden. 

Den Gemeinden wird auferlegt, Hühnerverzeichnisse zu führen und eine eigene Eierveranlagungskommission zu bilden. Diese Kommission hat die vom Kreis geforderte Mindestmenge abzuliefernder Eier zu veranlagen. Grob betrachtet sind dies für freilaufende Hühner 30 Eier im Jahr, für Hühner ohne Auslauf zehn Eier, die der Eiersammelstelle zuzuführen sind. Für Schmalensee wird für den Zeitraum 01.02.1919 bis 31.01.1920 eine Mindestabgabemenge von insgesamt 19.386 Eiern (Bornhöved 33.777; Gönnebek 17.955; Tarbek 11.016 Eier) durch den Kreis vorveranschlagt. Die Ämter Bornhöved und Stocksee bilden den Sammelbezirk 14, in dem der Bornhöveder Kaufmann Hermann Bolln die zentrale Sammelstelle betreibt. In einigen Gemeinden sind Aufkäufer beheimatet. Nur an diese sind die Eier abzuliefern. Ludwig Jürgens in Schmalensee ist Aufkäufer für Bornhöved, Schmalensee und Tarbek.

In Geld ausgedrückt sieht der Weg eines Eies wie folgt aus: Der Hühnerhalter erhält vom Aufkäufer gemäß Höchstpreisverordnung 27 Pfennig pro Ei. Der Aufkäufer erhält von der Sammelstelle pro Ei 30 Pfennig. Die Sammelstelle erhält pro Ei von der Kreissammelstelle 31 Pfennig und gelangt von dort für maximal 33 Pfennig an den Verbraucher.

 

Ausklang der Inflationszeit vor 100 Jahren: In Schleswig-Holstein, auch im Kreis Segeberg, kursiert um den Jahreswechsel 1923/24 viel sogenanntes „Notgeld“, das aufgrund der Inflation von Post und staatlichen Kassen bisher akzeptiert wurde. Mit Stichtag 8. Februar 1924 werden nur noch bestimmte „Notgelder“ angenommen. Einige Banken und Sparkassen, darunter die Kreisbauernbank Segeberg, kündigen per Annonce an, ab sofort nur noch die neue Währung „Rentenmark“, Goldgeld oder Dollar anzunehmen, da auch Reichsbank und Post die Entgegennahme des zunehmend gefälschten Notgeldes verweigern. 

 

Die Feuerwehr in „Kriegs-Katerstimmung“: Das Protokoll der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee vom 10. Februar 1949, vor 75 Jahren, verrät, welchen Umständen diese nach dem Ende des Krieges und dem „Zusammenbruch“ des unseligen „Dritten Reiches“ ausgesetzt sein mag. Nur noch sieben Mitglieder nehmen teil, da viele jegliche Uniform abgelegt hatten. Einzig Hans Voß, späterer Bürgermeister, tritt auf dieser Versammlung wieder in die Wehr ein, die sich, zumindest im Protokoll, noch immer Löschzug nennt. Wehrführer Hellmut Saggau bringt durch das Bestellen von Bier und Schnaps etwas Schwung in die Runde, die sich vornimmt, mit Ball und Theater auf sich aufmerksam zu machen. Wilhelm Göttsch, Heinrich Lewe und Hans Voß kümmern sich als Festausschuss um die Vorbereitungen. 

 

Seit 15 Jahren Sventana-Schule: Die Schulverbandsversammlung des Schulverbandes Bornhöved am 10. Februar 2009 befasst sich mit der Namensgebung für die Grund- und Gemeinschaftsschule. Die Wahl fällt auf die Bezeichnung „Sventana-Schule“. Schon die Schulkonferenz hatte sich mehrheitlich für diesen Namen ausgesprochen. Das Ansinnen von Helga Hauschildt, Schulverbandsvorsteherin und Bürgermeisterin von Bornhöved, die Schule nach den Gebrüdern Ross zu benennen, scheitert. Umstritten ist noch die Übertragung der Realschule auf den Schulverband. 

 

Nachruf auf eine weithin bekannte Schmalenseerin: Nach kurzer aber schwerer Krankheit verstirbt am 13. Februar 1974, vor 50 Jahren, Nanny Saggau aus Schmalensee im Alter von 73 Jahren. 1947 gründete Nanny Saggau den Kreislandfrauenverein und initiierte Jahre später auch die Gründung des Landfrauenvereins für Bornhöved und Umgebung. 25 Jahre lang stand sie an der Spitze der Segeberger Landfrauen, war später deren Ehrenvorsitzende und wirkte darüber hinaus als Leiterin der Hauswirtschaftsausbildung an der Landwirtschaftsschule tätig. Wie ihr verstorbener Mann Hugo Saggau wurde Nanny Saggau mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Aus dem Nachruf der Segeberger Zeitung: „Ihr Name wird noch lange unter den älteren Landfrauen und vielen Hausfrauen aus der Stadt mit Achtung, ja Ehrerbietung genannt werden. Mit welcher Liebe und Sorgfalt bereitete sie die monatlichen Treffen in der Landwirtschaftsschule vor! Großzügig setzte sie auch eigene Mittel ein, wenn es galt Bildungsreisen vorzubereiten, Strecken vorher abzufahren und Quartiere festzumachen. Wie lebhaft war sie dabei, immer chic, adrett und voller Charme! Dabei wusste sie auch um ihre Grenzen. Aber Nanny Saggau verstand es, Mitarbeiterinnen zu gewinnen und Helfer heranzuziehen. Ihr Bekanntenkreis reichte vom Ministerpräsidenten bis zur Kätnerfrau. Sie holte die Landfrauen aus einer gewissen Isolation heraus und machte sie selbstbewusst. [...]“

 

Foto zur Meldung: Februar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Preismaskerade im Gasthof Voß, SKTB 06.02.1939

Erinnerung: Empfang der Gemeinde mit Ehrungen am 11. Februar

(30. 01. 2024)

Bitte nicht vergessen: Am Sonntag, 11. Februar, soll es einen Empfang auf dem Gemeindeaal geben. 

 

Zweck der öffentlichen Veranstaltung, die um 15 Uhr beginnen soll: Verdiente Bürgerinnen und Bürger sollen Ehrungen erhalten. Diese sind auch schon namentlich eingeladen worden. 

 

Im Hintergrund ist eine Arbeitsgruppe mit den Vorbereitungen beschäftigt. Kuchenspenden werden zum Beispiel abgefragt (Karolin van het Loo ist Ansprechpartnerin), Getränke geordert. 

 

Die Veranstaltung soll als Empfang der Gemeinde einen würdigen Rahmen bilden. Kaffee und Kuchen, und sicher auch ein Gläschen Sekt, sollen dazu beitragen. 

 

Eingeladen ist Schmalensee, also wir alle. 

Foto zur Meldung: Erinnerung: Empfang der Gemeinde mit Ehrungen am 11. Februar
Foto: Erinnerung: Empfang der Gemeinde mit Ehrungen am 11. Februar

Ganz schön was los 2023 in Schmalensee und Umgebung – Jahreschronik ist online

(21. 01. 2024)

Der Blick in den jährlichen Terminkalender der Gemeinde Schmalensee verrät es stets zum Jahresbeginn: Hier ist ganz schön was los. Und das liegt nicht nur am „Tagesgeschäft“, sondern an vielen Menschen und Vereinen, die unser Dorf aktiv gestalten und für gemeinsame Veranstaltungen sorgen. 

 

Wie immer lohnt auch der Blick zurück, und so kommen wir ins Jahr 2023, in dem entsprechend auch ganz schön was und viel los gewesen ist. Die dieser Meldung anhängende Bilderauswahl ist da wirklich nur eine kleine Ansammlung von Momentaufnahmen, Schlaglichtern der jungen Dorfgeschichte. 

 

Vom Tannenbaumverbrennen der Freiwilligen Feuerwehr geht es zum Fasching beim Verschönerungs- und Vogelschießerverein (VVV) und zum Knicklauf des SV Schmalensee (SVS). Ein Storchennest wurde in die Höhe gebracht, das Osterfeuer von VVV und SVS entzündet, und die Feuerwehr probierte mal aus, wie gut ein Dienst-Samstag ankommt. 

 

Schmalenseerinnen und Schmalenseer haben sich in der Kitzrettung engagiert, ein spektakulärer Windrad-Konvoi hat unsere Gemarkung erreicht, die Reitsportgemeinschaft (RSG) war beim Kreisturnier nah am Teamerfolg und mit Dirk Griese hat Schmalensee einen neuen Bürgermeister bekommen. Außerdem hat unsere Feuerwehr noch etwas mit Erfolg erprobt und erstmals ein Bobbycar-Rennen veranstaltet. 

 

Das Vogelschießen des VVV hat unter Kindern und Erwachsenen für neue Majestäten gesorgt, die Landjugendgruppe hat auf dem Sportgelände ein Open Air veranstaltet und der SVS sein Wikingerschachturnier. Am Dorfquiz nahmen zahlreiche Mannschaften teil – gewinnen aber kann immer nur eine. 

 

Einen tollen Tag des Kinderturnens hat es beim SVS gegeben, die Landjugend wählte sich eine neue Vorstandsmannschaft, die RSG feierte ihr 20-jähriges Bestehen mit einem „Advent im Stall“ und die Seniorenweihnachtsfeier war wieder ein Treffen der Generationen. 

 

Neben diesen Schlaglichtern hat sich in Schmalensee aber auch in der näheren Umgebung sowie auf Ebenen wie Amt und Kreis, Kirchengemeinde oder in den Parteien und Verbänden, deren Geschicke Schmalensee in irgendeiner Weise berühren, vieles ereignet, das eine Jahreschronik 2023 ab sofort auf dieser Homepage umfasst. Natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, hoffentlich frei von Fehlern. Wer einen findet oder ein Ereignis, das mit hinein gehört, melde sich bei Christian Detlof, der für diese Chronik verantwortlich zeichnet, die dieser Meldung auch als PDF zum Download beigefügt ist. 

[2023 Chronologie Schmalensee]

Foto zur Meldung: Ganz schön was los 2023 in Schmalensee und Umgebung –  Jahreschronik ist online
Foto: Ganz schön was los 2023 in Schmalensee und Umgebung – Jahreschronik ist online

Wohnraum für Geflüchtete gesucht – Amt bittet um Unterstützung

(21. 01. 2024)

Das Amt Bornhöved hat im vergangenen Jahr 77 Geflüchtete aufgenommen. Untergebracht werden konnten sie „dezentral“, in vom Amt Bornhöved angemieteten Unterkünften. Das hat Bürgermeister Dirk Griese in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung berichtet. Für das Jahr 2024 wird mit weiteren Zuweisungen von Geflüchteten gerechnet – die ebenfalls unterzubringen sein werden. 

 

Die Zahl der Konflikte in der Welt und andere Gründe, die Heimat zu verlassen, nehmen weiter zu. Auch im Jahr 2024 muss das Amt Bornhöved mit der Zuweisung von Geflüchteten rechnen und ist sehr darum bemüht, für deren Unterbringung sorgen zu können. Dazu ist man dringend auf die Bereitschaft angewiesen, verfügbaren Wohnraum zur Miete anzubieten, bekräftigt Eike Tralau, Fachbereichsleiter in der Amtsverwaltung. 

 

Wer über freie Wohnungen verfügt und bereit ist, diese zum Zwecke der Unterbringung Geflüchteter zur Vermietung zur Verfügung zu stellen, wird gebeten, sich in der Amtsverwaltung zu melden. Ansprechpartner ist Eike Tralau, der unter Telefon 04323 9077 30 oder zu erreichen ist. 

 

„Auch wenn es zunächst Fragen gibt, kann man sich gern mit mir in Verbindung setzen“, unterstreicht Tralau. Ein oft genanntes Hemmnis kann er schon ausräumen: „Mieter ist das Amt, nicht der jeweilige Flüchtling. Man schließt den Mietvertrag mit der Amtsverwaltung ab und somit sind wir auch die Ansprechpartner.“

 

Dirk Griese hat aus einem Neujahrsgespräch der Bürgermeister des Amtes mit der Verwaltungsspitze auch die Information mitgebracht, dass es womöglich dazu kommen müsse, Wohncontainer aufzustellen. „Das kann aber nicht die erste Option sein. Wer eine freie Wohnung hat, teile dies bitte Eike Tralau mit!“

Foto zur Meldung: Wohnraum für Geflüchtete gesucht – Amt bittet um Unterstützung
Foto: Wappen Amt Bornhöved

Das waren die Themen der Gemeindevertretung am 18. Januar

(20. 01. 2024)

Mit einer traurigen Nachricht ist unsere Gemeindevertretung kurz nach dem Jahreswechsel konfrontiert worden: Lore Jungclaus, in der letzten Wahlperiode Mitglied der Vertretung und davor und danach bürgerliches Ausschussmitglied, ist verstorben. Bürgermeister Dirk Griese gedachte Ihrer am Beginn der Sitzung am 18. Januar, während alle Anwesenden sich zu einem stillen Gedenken von den Plätzen erhoben hatten. Ihrem Mann Jörg und allen Angehörigen gilt die Anteilnahme der Gemeinde. 

 

Themen, die der Finanzausschuss der Gemeinde Schmalensee vorbereitet hatte, bestimmten den Verlauf der Sitzung. Aber auch aus den weiteren Sachgebieten gab es Beschlusspunkte. 

 

Vertreterregelung geregelt

 

Ein Schlussstrich konnte unter die seit einigen Sitzungen schwelende Frage der Vertreterregelung gezogen werden: Die eine oder andere Ausschusssitzung des zurückliegenden Jahres hatte deshalb auf der Kippe gestanden, dass beinahe nicht genügend Mitglieder zugegen waren und die Beschlussfähigkeit dann nicht gegeben gewesen wäre. Beide Fraktionen der Gemeindevertretung hatten sich bereits mit einer sogenannten Pool-Stellvertretung einverstanden erklärt, die Verwaltung hatte eine rechtlich geprüfte Vorlage erarbeitet, deren Beschlussvorschlag einstimmig angenommen wurde. Auch die somit nötige Änderung der Hauptsatzung erfolgte einstimmig.

 

Demnach ist es zukünftig möglich, dass bei Ausfall eines Ausschussmitglieds eine Vertretung aus den Reihen der Gemeindevertreterinnen und -vertreter der entsprechenden Fraktion möglich wird, die in der Reihenfolge der zur Kommunalwahl vorgelegten Listen abzufragen sind. Die siebenköpfige BWS-Fraktion hat es da freilich leichter als die BfS-Fraktion, die aus zwei Gemeindevertretern besteht. 

 

Rücklagenaufteilung vorgenommen

 

Neue Begrifflichkeiten und Vorgehensweisen, insbesondere im Finanzbereich, sorgen gern für Staunen, Rätseln und Entsetzen. Gut, dass der Finanzausschuss kompetent besetzt ist und im Zusammenwirken mit der Kämmerei die Vorarbeiten leistet. Seit Jahresbeginn ist laut Haushaltsverordnung Doppik die Ergebnisrücklage eine Ausgleichsrücklage: Sie ist dazu da, Mittel zum Ausgleich von Jahresfehlbeträgen bereitzuhalten. Die Verordnung sieht einen Mindestanteil vor – 15 Prozent der Bilanzsumme. 

 

Noch weiter auszuführen, wäre vermutlich irreführend. Der Finanzausschuss hatte mit der Kämmerei errechnet, dass die Aufteilung 15,01 Prozent (Ausgleichsrücklage) und 57,24 Prozent (Allgemeine Rücklage) der Bilanzsumme von 2.585.459,38 Euro umfassen soll. Die Gemeindevertretung folgte dem Vorschlag einstimmig. 

 

Haushaltssatzung mit kleiner Änderung genehmigt

 

 

Der Haushalt ist die bedeutendste Arbeitsgrundlage der Gemeinde (Politik und Verwaltung) im Kalenderjahr. Die „Haushaltssatzung der Gemeinde Schmalensee für das Haushaltsjahr 2024“ hatte der Finanzausschuss mit dem Vorsitzenden Thorge Jankowski ebenfalls vorbereitet. Wichtigste Nachricht für die Einwohnerschaft: Die Hebesätze bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 380 Prozent (Grundsteuer A und Gewerbesteuer) und bei 425 Prozent (Grundsteuer B). 

 

Die geplante Aufwertung des Kinderspielplatzes am Feuerwehrgerätehaus wurde hier noch einmal Thema, da die Gesamtinvestitionssumme noch einmal angehoben werden sollte: Um 5.000 auf 30.000 Euro. Hintergrund ist die erwartbare 50-prozentige Förderung und die damit verbundene Absicht, eine Mindestfördersumme auch erreichen zu können. 

 

Insgesamt erwartet die Gemeinde Schmalensee, nicht zum ersten Mal, einen Jahresfehlbetrag, für 2024 sind es 146.000 Euro. Ob es dazu kommen wird, oder derzeit nicht absehbare Einnahmen diesen Betrag reduzieren oder gar nicht zustande kommen lassen, wird das Jahr zeigen. 

 

Bäume sollen überwacht werden

 

Der Autor Tolkien erfand für sein Werk „Der Herr der Ringe“ die Baumhirten, die Hüter des Waldes. Ganz so weit will man in Schmalensee nicht gehen, aber im Sinne der Verkehrssicherheit wird es als notwendig erachtet, den Baumbestand – mindestens den auf gemeindlichen Flächen, gegebenenfalls aber auch an verkehrsreichen privaten Orten und Strecken – einer regelmäßigen Kontrolle zu unterziehen. Nachbarkommunen verfügen bereits über ein sogenanntes Baumkataster, das nun auch für Schmalensee aufgelegt werden soll. Der Grundsatzbeschluss dafür fiel einstimmig und der Bauausschuss, der auch für Umwelt und Wegeangelegenheiten zuständig ist, hat sich damit zu befassen. 

 

Was hat die Gemeinde von der Windkraft?

 

Zwischen Schmalensee und Damsdorf drehen sich die Windkraftanlagen. Was aber hat die Gemeine davon? Damit befasste sich die Vertretung in nicht öffentlicher Runde. Auch hier kam die Vorarbeit aus dem Finanzausschuss beziehungsweise von dessen Vorsitzendem Thorge Jankowski, der seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter ins Bild setzte, was das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) ermögliche. Die Kommunalpolitik beschloss, dass es der Gemeinde möglich sein soll, rechtssichere Verträge abzuschließen, die der Gemeinde Einnahmen aus dem Betrieb von Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet sichern. 

 

Es wird Ehrungen geben

 

Dies ist schon als Eilmeldung berichtet worden und wird weiter berichtet werden: Am 11. Februar um 15 Uhr sollen im Gemeindesaal Schmalenseerinnen und Schmalenseer geehrt werden. Das ganze Dorf ist dazu eingeladen.

Foto zur Meldung: Das waren die Themen der Gemeindevertretung am 18. Januar
Foto: Das waren die Themen der Gemeindevertretung am 18. Januar

Brandheiße News: Ehrungsempfang der Gemeinde am 11. Februar

(19. 01. 2024)

Die Gemeindevertretung hat in ihrer Sitzung am 18. Januar den Startschuss für eine bedeutende Veranstaltung gegeben: Am Sonntag, 11. Februar, soll es einen Empfang auf dem Gemeindeaal geben. Zweck der öffentlichen Veranstaltung, die um 15 Uhr beginnen soll: Verdiente Bürgerinnen und Bürger sollen Ehrungen erhalten.

 

Im Hintergrund rattert bereits das organisatorische Uhrwerk. Eine Arbeitsgruppe hatte der Vertretung einen Vorschlag unterbreitet, und die hatte geschlossen zugestimmt. Namen sind natürlich noch unter Verschluss – sonst hätte die Kommunalpolitik schließlich nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagen müssen...

 

Aber so viel sei verraten: Jetzt werden Einladungen gedruckt, Kuchenspenden abgefragt, Getränke geordert. Die Veranstaltung soll als Empfang der Gemeinde einen würdigen Rahmen bilden. Kaffee und Kuchen, und sicher auch ein Gläschen Sekt, sollen dazu beitragen. Eingeladen ist Schmalensee, also wir alle. 

 

Bürgermeister Dirk Griese betont, dass der Ehrungsempfang am 11. Februar nicht die letzte Veranstaltung dieser Art sein soll. Denn wenn man genauer hinschaut, gibt es in unserem Dorf eine ganze Menge Menschen, die an den verschiedensten Stellen tolle Beiträge für das gesellschaftliche Zusammenleben leisten oder geleistet haben. 

 

Oftmals ist uns und auch den Betreffenden das eine Selbstverständlichkeit – die aber auch eine entsprechende Würdigung verdient. 

Foto zur Meldung: Brandheiße News: Ehrungsempfang der Gemeinde am 11. Februar
Foto: Brandheiße News: Ehrungsempfang der Gemeinde am 11. Februar

Blutspenden am 23. Januar in Bornhöved – mit Gewinnchance

(16. 01. 2024)

Die Reihe der Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes in Bornhöved startet am Dienstag, 23. Januar: Von 16.30 bis 19.30 Uhr ist der Blutspendedienst Nord-Ost zu Gast in der Sventana-Schule im Jahnweg 6. Unterstützt wird er wie immer vom DRK-Ortsverein Amt Bornhöved. 

 

Das sollte man wissen:

 

Anfahrt & Parken

Sie erreichen die Spenderäumlichkieten der Sventana-Schule über den Jahnweg direkt links nach der Schulhofeinfahrt, wo auch geparkt werden kann.

 

Spende-Check

Es wurde ein Online-Test entwickelt, bei dem die wichtigsten Kriterien zur Spendezulassung abgefragt werden. Zum Spende-Check gelangt man über die Homepage https://www.blutspende-nordost.de/. Hier kann man sich auch einen Spendetermin reservieren – und somit Wartezeiten umgehen!

 

Registrierung als Stammzellspender

Auf Wunsch können sich Interessierte im Rahmen Ihrer Blutspende auch als Stammzellspender registrieren lassen.

 

Fragen vor Ihrer Blutspende?

Antworten auf Ihre Fragen zur Blutspende erhalten Sie auf https://www.blutspende-nordost.de/.

Fragen werden auch telefonisch auf der kostenfreien Spenderhotline 0800 11 949 11 beantwortet.

 

Mit gutem Vorsatz ins neue Jahr!

Vom 2. Januar bis 30. März 2024 können Sie mit Ihrer Blutspende bei den Blutspendeterminen an einer Verlosung für einen regionalen Einkaufsgutschein teilnehmen.

 

Foto zur Meldung: Blutspenden am 23. Januar in Bornhöved – mit Gewinnchance
Foto: Blutspenden am 23. Januar in Bornhöved – mit Gewinnchance

Achtung Vereine: Sparkasse Südholstein lobt Wettbewerb aus

(16. 01. 2024)

Mitteilung der Sparkasse Südholstein:

 

Vereinsbekleidung, Trikots oder sonstige Anschaffungen

 

Die Sparkasse Südholstein unterstützt im Rahmen ihrer Aktion „20 für 20 PLUS“ gemeinnützige und mildtätige Institutionen und Vereine in ihrem Geschäftsgebiet. Die Einrichtungen können sich in der Zeit vom 5. Februar bis 3. März 2024 um eine Förderung langlebiger bzw. investiver Anschaffungsgegenstände sowie Vereinskleidung gemäß Teilnahmebedingungen bewerben. 

 

Insgesamt werden 20 x 1000 Euro vergeben. Die Gewinner werden durch ein Online-Voting ermittelt. Die Vereine oder Institutionen, die hierbei die meisten Stimmen auf sich vereinen, erhalten jeweils 1000 Euro.

 

Ab diesem Jahr können die Vereine nicht nur mit einer einzigen Bewerbung pro Verein, sondern mit einer Bewerbung pro Vereinssparte teilnehmen.

 

Um eine möglichst ausgewogene Verteilung der Förderbeiträge sicherzustellen, hat die Sparkasse Südholstein die Vereine entsprechend ihrer Mitgliederzahl in drei Kategorien unterteilt. Somit bietet die Aktion „20 für 20 PLUS“ auch kleineren Vereinen echte Gewinnchancen. 

 

Erstmalig werden in diesem Jahr die Erstplatzierten aus jeder Kategorie mit 1000 Euro zusätzlich prämiert. 

 

Außerdem ermittelt eine Jury aus allen Bewerbungen das kreativste Foto, das mit 250 Euro extra belohnt wird.

 

Mehr unter https://region-bewegen.de/spk-suedholstein-20-20/ im Netz. 

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Sparkasse Südholstein lobt Wettbewerb aus
Foto: Sparkassenfiliale Trappenkamp

Januar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 01. 2024)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. 

Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Januar die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr: Im Gasthof Voß findet am 17. Januar 2004, vor 20 Jahren, die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee statt. Eine Stunde früher als üblich, denn das neue Einsatzfahrzeug, ein LF 10/6, ist eingetroffen und wird von Bürgermeister Hans Siebke an Wehrführer Rolf Kasch übergeben. Der alte Wagen hat sein 30-jähriges Dienstjubiläum um gerade mal zehn Tage verpasst. Da er noch zwei Jahre TÜV aufweisen kann, soll er verkauft werden. Die Jahreshauptversammlung hat einen neuen stellvertretenden Wehrführer zu wählen, da Dirk Griese seinen Posten zur Verfügung gestellt hat. Volker Kay setzt sich mit 18:6 Stimmen gegen Rudolf Mahler durch. Gruppenführer Sönke Nagel wird im Amt bestätigt. Heiko Wulf wird für seine zehnjährige Mitgliedschaft geehrt. Befördert werden Dierk Harder und Sönke Jens zum Löschmeister, Wilfried Kroll und Matthias Kay zum Oberfeuerwehrmann. Helge Harder und Annica Mahler werden nach ihrem Anwärterjahr in die Wehr übernommen und Matthias Sell wird neuer Anwärter. 

 

Wird dieser Tausch aufgehen?: Am 18. Januar 1904, vor 120 Jahren, ist im Segeberger Kreis- und Wochenblatt zu lesen, dass der Landmann Eduard Stegelmann seine Landstelle im Herbst 1903 an Parzellanten verkauft habe. Bei Chronist Heinrich Göttsch, einem Zeitgenossen, erfahren wir dazu, dass Eduard Stegelmann diese „Kätnerstelle 18“, die 50 Tonnen groß gewesen sei (sie befand sich dort, wo heute das Haus Dorfstraße 5 steht), 1897 von seinem Bruder Claus Hinrich Stegelmann geerbt habe. Göttsch: „Stegelmann löst sich mehr und mehr von der Scholle, betreibt Handel mit Pferden, Vieh und allen möglichen Dingen und ist doch dieser Aufgabe nicht gewachsen. Er geht den Krebsgang.“ Und so werden nach Verkauf an die Parzellanten nach und nach Ländereien von Schmalenseer Bauern aufgekauft, aber nicht alle und auch nicht das Gehöft. Diese werden nun, im Januar 1904, eingetauscht: Müller Johann Kröhnke erhält im Tausch gegen die Brandsmühle bei Blunk Gehöft, Restländereien und 2500 Mark. Dem bisherigen Besitzer (Eduard Stegelmann), so das Wochenblatt, sei zum 1. Februar die Wohnung gekündigt worden. Kröhnke „findet hier weder totes noch lebendes Inventar vor“, steht in der Zeitung. Oder verhält es sich anders? Im Februar erfahren wir mehr...

 

Keine Jagd ohne Schein und Verein: Das Neue Preußische Jagdgesetz tritt am 18. Januar 1934, vor 90 Jahren in Kraft. Es berücksichtigt auch Forderungen, die von Jagdvereinen und -verbänden an die preußische Staatsregierung herangetragen wurden. So müssen Antragsteller für einen Jagdschein die erfolgreiche Jägerprüfung nachweisen und Mitglied eines Hegevereins sein. Auch Jagdpächter müssen eine Mitgliedschaft nachweisen. 

 

Gasalarm in der Sventana-Schule: Gegen 10 Uhr wird am 19. Januar 2009, vor 15 Jahren, an der Sventana-Schule Bornhöved Gasalarm gegeben. Ein Großaufgebot von Rettungskräften (und Medien) rückt an, weil Lehrkräfte, Personal und Schüler zum Teil über Rauchvergiftungserscheinungen klagen. Zahlreiche Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter werden in Kliniken vorsorglich behandelt. Sogar ein Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hamburg wird dazu heran geführt. In der Schulmensa baut das DRK ein Bettenlager auf. Tage später erst steht die tatsächliche Zahl der Verletzten fest: 50 Personen.

Die Ursachenforschung zieht sich in die Länge. Nachdem zunächst ein zu niedriger Schornstein vermutet wird, gerät die Gasheizung in ihrer Gesamtheit in Verdacht. Ein Gutachter wird eingeschaltet. Außerdem schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein und ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen Unbekannt. Ein Schülerstreich scheint später wahrscheinlichste Ursache zu sein, als Schornstein und Heizung aus der „Liste der Verdächtigen“ gestrichen werden müssen. 

 

Eine kuriose Fliegen-Wette: Eine kuriose Wette wird vor 110 Jahren im Schmalenseer Gasthof Voß ausgetragen. Davon berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 21. Januar 1914. Demnach unterhalten sich ein paar junge Leute über Fliegen. Einer der Anwesenden behauptet, dass es auch angesichts der Jahreszeit „ein Klax“ sei, 300 Fliegen zu fangen. Der Wetteinsatz ist nicht bekannt, aber es sollen „sehr verlockende Bedingungen“ sein. Und am nächsten Morgen präsentiert der Wetter 600 tote Fliegen, die er binnen einer Viertelstunde im Kuhstall gefangen haben will.

 

Friedhof erhält seine Kapelle: Äußerst feierlich wird am 22. Januar 1879, vor 145 Jahren, die als „Leichenhalle“ bezeichnete Kapelle auf dem neuen Kirchhof zu Bornhöved eingeweiht. Im Baustil ähnlich der wenige Jahre zuvor geweihten Schlamersdorfer Kirche, bietet das vom Wankendorfer Bauunternehmer J. C. Blunk geschaffene Gebäude Platz für 300 Personen. „Die von dem Herrn Pastor Petersen gehaltene Weihrede und vollzogene Weihung übte auf die Zuhörer einen so ergreifenden und erbauenden Eindruck, dass Alle aufs Höchste von der Feier befriedigt heimkehrten“, schreibt der Bornhöveder Berichterstatter im Segeberger Kreis- und Wochenblatt.

 

Unbelehrbarkeit wird bestraft: Zu einer Haftstrafe von vier Monaten und einem dreijährigen Fahrverbot verurteilt das Bad Segeberger Schöffengericht laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 22. Januar 1964, vor 60 Jahren einen Angestellten aus Schmalensee. Der Mann hatte auf der Straße nach Stocksee in betrunkenem Zustand ein anderes Fahrzeug nicht nur gefährdet sondern auch noch gestreift und anschließend Unfallflucht begangen. In der Verhandlung kommt heraus, dass ihm zuvor zwei Gastwirte den Ausschank von Alkohol verwehrt hatten, weil sie ihn für zu betrunken gehalten hatten. Mit dem Urteil, so der Bericht, bleibt das Gericht weit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Aber eine Bewährungsfrist kann es nicht einräumen, da der Angeklagte einschlägige Vorstrafen hat. 

 

Tarbeker Bauern machen Druck: Auf Forderung der Tarbeker Mitglieder der Meiereigenossenschaft Schmalensee findet am 23. Januar 1909, vor 115 Jahren, eine Generalversammlung statt, in der die Tarbeker die Auflösung Gesellschaft beantragen. Grund ist scheinbar die Überlegung zum Um- oder Neubau des Meiereigebäudes in Schmalensee. Die Schmalenseer und Belauer Mitglieder überstimmen ihre Tarbeker Kollegen, die darauf ihren Austritt erklären. Sogleich wird über die Austrittsmodalitäten verhandelt. Den Tarbeker Bauern wird eine Vergütung von 1500 Mark zugestanden. Ihr Austritt kann zu jedem Monatsende erfolgen, eine Milchabnahme wird bis zur Errichtung einer eigenen Meierei in Tarbek oder bis zum Anschluss an eine andere Genossenschaft, zum Beispiel in Bornhöved, weiter in Schmalensee gewährleistet werden. Da in Tarbek nur 120 Kühe vorhanden sind, lohnt sich der Bau einer eigenen Meierei jedoch nicht und sie werden sich der „alten Meiereigenossenschaft“ in Bornhöved anschließen.

 

Ein erstes Fahrzeug für die Feuerwehr: Am 27. Januar 1974, vor 50 Jahren, ist die „Vollmotorisierung“ der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee erreicht. Um 9.30 Uhr wird ihr von Bürgermeister Hans Voß vor dem Feuerwehrgerätehaus das erste vollwertige Einsatzfahrzeug übergeben. Der Rüstwagen TST/RW löst den Tragkraftspritzen-Anhänger ab, der stets von einem Traktor gezogen werden musste. Die Wehr tritt gemäß Dienstbefehl in Ausgehuniform an. 28 von 34 Aktiven nehmen teil. Hans Voß übergibt die Fahrzeugschlüssel an Wehrführer Hermann Heiden. Bis Januar 2004 wird der Wagen seinen Dienst in der Wehr versehen. 

 

Umwälzungen im Feuerwehrwesen: In der Bad Segeberger „Harmonie“ findet am 29. Januar 1934, vor 90 Jahren, ein Außerordentlicher Kreisfeuerwehrverbandstag statt. Der Führer des Provinzialfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, Branddirektor Paulsen, erläutert den Delegierten der Wehren das neue Feuerlöschgesetz. Demnach werden die Amtswehren aufgewertet: In jedem Amtsbezirk gibt es zukünftig nur noch eine Freiwillige Feuerwehr, die Gemeindewehren werden zu Löschzügen oder Halbzügen. Für die Kreisfeuerwehrverbände und die Freiwilligen Feuerwehren werden neue Mustersatzungen erlassen. Dort, wo keine Freiwillige Feuerwehr besteht, ist eine Pflichtwehr zu bilden. „Man darf aber heute schon sagen, daß es in Zukunft kein besonderes Vergnügen sein wird, einer Pflichtfeuerwehr anzugehören.“ Daher wird mit einigen Umwandlungen von Pflichtwehren in Freiwillige gerechnet, wofür die Landesbrandkasse noch einen Zuschuss in Höhe 400 RM gewährt. 

 

Wo soll wie gebaut werden? Laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 29. Januar 1964 steht Bürgermeister Helmuth Saggau vor 60 Jahren in Verhandlungen mit dem Planungsamt des Kreises Segeberg hinsichtlich einer Genehmigung von Bauvorhaben am Seeufer. Während die Kreisvertreter die Notwendigkeit des sozialen Wohnungsbaus unterstreichen und der Gemeinde zu solchen Vorhaben raten, hält Saggau an den Plänen der Gemeinde fest. Sozialer Wohnungsbau empfehle sich dort, wo sich viele Arbeitskräfte ansiedeln, zum Beispiel im Einzugsbereich der Industrie. In Schmalensee aber gäbe es solchen Bedarf nicht, hier sollten nur Personen bauen, die auch am Ort arbeiteten. So könne auch das Dorf seinen ländlichen Charakter bewahren, unterstreicht Helmuth Saggau.

 

Wiederwahl der ganzen Führungsriege: Am 30. Januar 1904, vor 120 Jahren, hält die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee ihre Generalversammlung ab. Die ganze Wehrführung wird in ihren Ämtern bestätigt: Wiedergewählt werden Hauptmann Carl Schübeler und sein Stellvertreter Willy Siebke, Steigerführer Christian Schumacher und dessen Stellvertreter Adolf Sorgenfrei, Führer der Spritzenmannschaften Detlev Lembke und dessen Stellvertreter Johannes Suhr. Nach zwei Neueintritten gehören nun 27 aktive Mitglieder der Wehr an, dazu acht passive Mitglieder. Neun Mann sind seit Gründung der Wehr im Dezember 1889 dabei. Gustav Siebke und Rudolf Dunker werden für zehnjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Im weiteren Verlauf des Jahres hat die Wehr Großes vor: Ihr Hauptmann wird zehn Jahre in Funktion sein und stellt ein Fest in Aussicht. 

 

Strom aus Bornhöved für Schmalensee?: In Bornhöved findet am 31. Januar 1909, vor 115 Jahren, eine Unterredung zwischen Vertretern der Gemeinde Schmalensee, Oberingenieur Banse von der Firma Franz Rohwer aus Neumünster und dem Bornhöveder Wassermühlenbesitzer Gundlach statt. Bei Gundlach ist das Bornhöveder Elektrizitätswerk eingerichtet, an das nun Schmalensee mit angeschlossen werden möchte. Stand der Verhandlungen ist, dass Gundlach die Leitung nach Schmalensee unentgeltlich legen lassen würde. Pro Kilowattstunde verlangt er 55 Pfennig, was dem in Bornhöved üblichen Preis entspricht. Schmalensee wiederum zeigt sich bereit, der Firma Rohwer auf 15 Jahre die Konzession zur alleinigen Nutzung der Straßen für die Errichtung der Stromleitungen zu vergeben. 

 

Abschied von einem großen Schmalenseer: Unter großer Anteilnahme wird am 31. Januar 1944, vor 80 Jahren, der Schmalenseer Willy Siebke auf dem Friedhof zu Bornhöved zu Grabe getragen. Das allein ist schon bemerkenswert, denn 1944, im letzten Jahr des Nationalsozialismus, befindet sich Siebke auf dem „Abstellgleis“, ist, weil er sich der Hitler-Bewegung verweigert hatte, ins Abseits gestellt. Zuletzt war er 1933 in Erscheinung getreten, erst durch seine Wiederwahl zum Hauptmann der Feuerwehr im Februar, dann durch die von der Mehrheit der Kameraden veranlasste Abwahl. Geführt hatte er die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee seit 1906, zuvor war er vier Jahre lang Vizehauptmann, also stellvertretender Wehrführer gewesen. Darüber hinaus war er einige Jahre als Beisitzer und dann als Kassierer Mitglied des Vorstandes im Kreisfeuerwehrverband Segeberg sowie Oberbrandmeister im Amt Bornhöved.

Auch die Militäruniform hat Willy Siebke neben dem blauen Rock getragen, sehr wahrscheinlich mit Überzeugung. Nach seinem Militärdienst in Friedenszeiten wird er 1909 zum stellvertretenden Vorsitzenden im Militärverein für Bornhöved und Umgebung gewählt, einer Art kaisertreuer Reservistenorganisation, die regelmäßig Geburtstage und Thronjubiläen des Herrschers oder den Sedanstag für Feierlichkeiten nutzt. Siebke ist Teilnehmer am Ersten Weltkrieg. Darüber hinaus ist der Bauer auch Gemeindevertreter in Schmalensee und nach dem Krieg Reitlehrer im Reitverein Bornhöved. Im 1919 gegründeten Schleswig-Holsteinischen Bauernverein engagiert er sich auf Kreisebene, bis hin zum Vorsitz. Das Kreisbauernhaus in der Kreisstadt Segeberg ist auch mit seinem Namen verbunden. Ende der 1920er-Jahre bis zur Machtübernahme durch die Nazis wird Willy Siebke mit seinem Bauernverein im Widerstreit mit anderen, teils völkisch-nationalen Berufsorganisationen liegen. Mal bemüht man sich um Verständigung und Einigung, mal sucht man Konfrontation und Erhalt des Trennenden. Den Nationalsozialisten wird diese Spaltung der Landwirtschaft in die Hände spielen – sie vereinigen die Landwirtschaft und alle an der Nahrungsmittelproduktion beteiligten Zweige im Reichsnährstand und zwingen vorher die alten Verbände zur Selbstauflösung. Zur Auflösungsversammlung am 13. Mai 1933 hat Siebke zwar noch eingeladen, in der Berichterstattung taucht sein Name aber nicht auf. Er dürfte sich in seinem letzten Lebensjahrzehnt, in dem er dem Dorf und Kreis unter anderen politischen Umständen sicher noch viel zu geben gehabt hätte, zurückgezogen haben auf dem Hof am Ortsausgang. 

 

Einweihung der Realschule vor 55 Jahren: Was heute die Grund- und Gemeinschaftsschule Sventana ist, waren einst zwei Schulen. Die Grund- und Hauptschule, ehemals „Dörfergemeinschaftsschule“, und die Realschule Bornhöved. Letztere wird am 31. Januar 1969, vor 55 Jahren, noch vor ihrer endgültigen Fertigstellung, eingeweiht. Landrat Graf Schwerin von Krosigk konstatiert, dass die Schule aufgrund stetig steigender Schülerzahlen schon jetzt zu klein sei. Positiv sei, dass durch die Anlage der Realschule die Bedeutung Bornhöveds als Zentralort weiter wachse. Die Realschule Bornhöved ist die 114. im Land Schleswig-Holstein, Rektor ist Harald Timmermann. Derzeit besuchen 225 Kinder die Schule – 47 davon aus dem Kreis Plön und 122 davon aus dem Kreis Segeberg ohne Bornhöved. Die größte Schülergruppe mit 96 stellt Trappenkamp. Neueste Errungenschaft soll ein Sprachlabor im Wert von 15.000 DM werden, dass für die Realschule und die Dörfergemeinschaftsschule angeschafft werden soll, wofür aber noch politische Beschlüsse fehlen. Immerhin: Das Land würde die Kosten zur Hälfte übernehmen. Am 2. Februar 1969 ist die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür eingeladen und soll auch über Pläne für eine Sportanlage mit Lehrschwimmbecken informiert werden. 

 

Ein unvollendet gebliebenes Protokoll: Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee hält am 31. Januar 1914, vor 110 Jahren, ihre Generalversammlung ab. Eine Besonderheit dazu ist das Protokoll, das von Schriftführer (und Kassenverwalter) Heinrich Schumacher offenbar am Abend mit zwei Sätzen begonnen aber nie beendet wird: „Die Versammlung wurde vom Hauptmann um 8 Uhr eröffnet. Der Schriftführer verlas das Protokoll der vorjährigen Abrechnung.“ Von hier an ist das Protokoll der Generalversammlung vom 31. Januar 1914 nicht mehr das, was es geworden wäre – hätte Schumacher die Niederschrift vielleicht unmittelbar nach dem Ende der Zusammenkunft abgefasst und nicht aufgeschoben; hätte nicht im Sommer ein großer Krieg begonnen, der vier Jahre andauern sollte, und an dem auch Schumacher teilnehmen muss. In dieser Zeit kommt das „Vereinsleben“ der Wehr, wie man es bisher kannte, zum Erliegen. Fortgesetzt werden wird es erst mit der Generalversammlung im Februar 1919. Adolf Sorgenfrei wird zuvor die Jahre im 1914er-Protokoll grob zusammenfassen. Dazu scheint er auch noch Notizen Schumachers zu verwenden und er setzt unmittelbar hinter dessen zwei aufgeschriebenen Sätzen an: „So weit der Bericht unseres lieben, bewährten Schriftführers, der nach kurzer schwerer Krankheit im Anfang Oktober 1918 starb. Der Hauptmann W. Siebke war in dieser Zeit gerade aus dem Felde auf Urlaub hier anwesend und ernannte den Unterzeichneten zum provisorischen Schriftführer. […] Der allgemeine Vereinsbericht ist von Heinrich Schumacher nur bis Anfang des Jahres 1914 geführt, wegen seiner späteren Einberufung zum Militär hat die Buchführung geruht. Ausgenommen die Rechnung. […] Es war nach Aufzeichnungen unseres Schriftführers in der Generalversammlung 1914 (nämlich unsere letzte) beschlossen, unser 25-jähriges Stiftungsfest im Dezember zu feiern. Wegen des Krieges konnte nun leider nichts davon werden. In diesem Jahr im Dezember haben wir nun unseren 30-jährigen Stiftungstag. Hoffentlich können wir dann das Versäumte nachholen. Der Schriftführer A. Sorgenfrei“

Foto zur Meldung: Januar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Wehrführer Hermann Heiden und die Feuerwehr erhalten 1974 ein Fahrzeug

Klönschnack für Seniorinnen und Senioren wird fortgesetzt

(14. 01. 2024)

Mit dieser Idee hat der gemeindliche Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr genau richtig gelegen: Die ältere Generation im Dorf hat den ersten Klönschnack für Seniorinnen und Senioren als Anschub für gemeinsame Aktivitäten dankbar angenommen. Es gibt sogar schon einen Termin für die Fortsetzung. 

 

Spätestens mit dem Wegfall der örtlichen Siedlergemeinschaft, mit der viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger einen Verein hatten, der ihre Interessen im Blick hatte, war das örtliche Freizeitangebot für diese Personengruppe auf die Weihnachtsfeier der Gemeinde zusammengeschrumpft. Das wollte der zuständige Ausschuss, maßgeblich befeuert durch den Verschönerungs- und Vogelschießerverein, so nicht stehen lassen. 

 

Während sich der VVV dazu entschloss, den traditionellen Staudentreff der Siedlergemeinschaft fortführen zu wollen, war es dem von Lars Jungclaus geführten Ausschuss wichtig, von der „Zielgruppe“ zu erfahren, wo die Interessen liegen. Und das geschah nun am vergangenen Freitag, 12. Januar, im Feuerwehrgerätehaus. Ein Dutzend Seniorinnen und Senioren traf sich dort mit Ausschussmitgliedern und Bürgermeister Dirk Griese, um Ideen zu sammeln, Wünsche zu äußern und Anregungen zu geben. 

 

Ein bunter Strauß an Möglichkeiten wurde zusammengetragen. Dieser umfasst vielfältige Aktivitäten, von gemeinsamen Lesungen über Themennachmittage oder auch mal Gesang bis hin zu Ausflügen, zum Beispiel ins Schwimmbad. Lars Jungclaus und Ausschussmitglied Karolin van het Loo nahmen alles auf und wollen vor allem an der „Logistik“ mithelfen. „Es gibt schon eine ganze Reihe von Freiwilligen, die Kleinbusse fahren würden“, konnte der Ausschussvorsitzende verraten. 

 

Die Digitalisierung macht vor den älteren Einwohnerinnen und Einwohnern nicht Halt. Nur wenige haben kein Smartphone. Dieses aber mit seinen vielfältigen Möglichkeiten auch nutzen zu können, bereitet mitunter Schwierigkeiten. Wer also Ahnung hat und in der Lage ist, mit der nötigen Gelassenheit Hilfestellung und Anleitung zu geben, wäre sehr herzlich willkommener Gast eines weiteren Klönschnacks mit dem Schwerpunkt „Smartphone-Training“. 

 

Auch die Gemeinde-Homepage war Thema der Auftaktveranstaltung: Die entdecken immer mehr Seniorinnen und Senioren für sich, nicht nur auf dem Smartphone, sondern auch auf Tablet-Computern, mit denen sich gemeinde-schmalensee.de noch angenehmer anschauen lässt. Ein Wunsch an das Homepage-Team: Eine Einweisung in die vielen Unterpunkte der umfangreichen Homepage, die allseits großes Lob erntete. 

 

Der nächste Klönschnack im Feuerwehrgerätehaus ist bereits terminiert: Am Freitag, 23. Februar, soll das Treffen bereits um 15 Uhr stattfinden. Und es soll nicht das letzte sein. Denn diese Feststellung ist der besagten Zielgruppe die wichtigste: Hauptsache ist, dass man sich trifft und miteinander Klönen kann!

 

Fotos zur Meldung: Lars Jungclaus

Foto zur Meldung: Klönschnack für Seniorinnen und Senioren wird fortgesetzt
Foto: Erster Klönschnack für Seniorinnen und Senioren am 12. Januar 2024

Heute, 16 Uhr: Klönschnack für und mit Seniorinnen und Senioren

(12. 01. 2024)

Zur Erinnerung: Der Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr will Aktivitäten für und mit den Seniorinnen und Senioren des Dorfes ankurbeln und lädt ein.

 

Am heutigen Freitag, 12. Januar, findet um 16 Uhr im Feuerwehrgerätehaus ein Klönschnack für und mit Seniorinnen und Senioren des Dorfes statt. Bei Kaffee, Kakao und Gebäck geht es um die Frage, ob es Ideen und Wünsche gibt für gemeinsame Aktivitäten. 

 

Für das Treffen geworben hatten der Ausschussvorsitzende Lars Jungclaus und Gemeindevertreterin Karolin van het Loo während der Seniorenweihnachtsfeier im Dezember. Christopher Brust hatte dies zudem auf der Einladung zur Feier getan. Da war die Resonanz schon recht positiv. 

 

Nun sind die Ausschussmitglieder und Bürgermeister Dirk Griese gespannt, wie viele Vertreterinnen und Vertreter der nicht gerade kleinen „Zielgruppe“ denn den Weg zum Feuerwehrgerätehaus finden und sich mit ihren Ideen und Wünschen einbringen. 

 

Foto zur Meldung: Heute, 16 Uhr: Klönschnack für und mit Seniorinnen und Senioren
Foto: Heute, 16 Uhr: Klönschnack für und mit Seniorinnen und Senioren

Gemeindevertretung tagt erstmals im neuen Jahr, am 18. Januar

(11. 01. 2024)

Die „Schlagzahl“ für die gemeindlichen Gremien in der laufenden Wahlperiode ist relativ hoch. Schon vor der ersten Sitzung der Gemeindevertretung im Jahr 2024, die am Donnerstag, 18. Januar, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal stattfinden wird, spricht Bürgermeister Dirk Griese von einem nächsten Treffen, vermutlich schon im Februar. Doch zunächst gilt es, die Januar-Tagesordnung abzuarbeiten.

 

Je öfter ein Gremium zusammentritt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mitglieder fehlen. Um dies in den Fachausschüssen der Gemeindevertretung auffangen zu können, soll eine Vertretungsregelung her. Die beiden Fraktion von BWS und BfS hatten sich unlängst für die sogenannte Pool-Stellvertretung ausgesprochen: Wo jemand ausfällt, kann eine Gemeindevertreterin oder ein Gemeindevertreter einspringen, eine persönliche Zuordnung zu Stellvertreter-Posten gibt es nicht. Das muss freilich beraten und beschlossen werden, und dann auch in die Hauptsatzung der Gemeinde übernommen werden – macht zwei Tagesordnungspunkte. 

 

Der Finanzausschuss hatte noch am 14. Dezember des alten Jahres kräftig Vorarbeit geleistet, damit die nächsten Themen möglichst zügig bearbeitet werden können. In der doppischen Haushaltsführung hat es Neuerungen gegeben. Seit dem 1. Januar 2024 existiert neben der Allgemeinen Rücklage eine Ausgleichsrücklage. Auf beide sind mögliche Überschüsse nach bestimmten Regeln zu verteilen, die jeweiligen Höhen der zuzuweisenden Mittel legt die Gemeindevertretung fest. Außerdem hat die Gemeinde Schmalensee noch keinen Haushalt 2024! Das soll sich am 18. Januar ändern – die Gemeindevertretung soll die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan beschließen. 

 

Ein Baumkataster war Thema im Ausschuss für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten. Noch verfügt die Gemeinde über kein solches, wird das aber, wenn die Vertretung das beschließt, erstellen lassen. Angesichts der jüngsten Sturmeinsätze der Feuerwehr ist deutlich geworden, dass der Baumbestand an öffentlichen Wegen einer Überwachung bedarf, um Schaden von den Bürgerinnen und Bürgern abzuwenden. 

 

Ohne Öffentlichkeit sollen zwei Themen behandelt werden: Der Gemeinde liegen Vertragsentwürfe vor, wonach Mittel aus den Erträgen der vorhandenen Windkraftanlagen in die Gemeindekasse fließen können. Das bedarf der Beratung und möglichen Beschlussfassung. 

 

Gleiches gilt für Ehrungen: Eine Arbeitsgruppe hat Vorschläge zusammengetragen, um in einer gesonderten Veranstaltung Bürgerinnen und Bürger auszuzeichnen. Ganz sicher nicht die letzte Veranstaltung solcher Art, aber, in den Augen der Arbeitsgruppe, eine dringend notwendige. 

[Tagesordnung Gemeindevertretung am 18.01.2024]

Foto zur Meldung: Gemeindevertretung tagt erstmals im neuen Jahr, am 18. Januar
Foto: Gemeindevertretung tagt erstmals im neuen Jahr, am 18. Januar

Sternsinger brachten den Jahressegen nach Schmalensee

(10. 01. 2024)

Am vergangenen Sonntag waren in Schmalensee außergewöhnlich gekleidete Menschen unterwegs. Nein, gemeint sind nicht die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die am Vormittag die Weihnachtsbäume im Dorf einsammelten, sondern die Sternsinger der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. 

 

Begleitet vom neuen Gemeindepädagogen Jonas Kröning und Teamerin Jonna Burmeister trafen in der Mittagszeit drei kleine Königinnen am Gasthof Voß ein, um den dort wartenden Schmalenseern den Jahressegen zu überbringen. Da sich nur wenige Kinder für die diesjährige Sternsinger-Aktion gefunden hatten, hatte man sich für einige zentrale Orte entschieden und auf Hausbesuche verzichtet. 

 

Unterwegs waren die freundlichen Majestäten im Treckergespann, dem „Sternsinger-Express“, dick eingemümmelt unter ihren Gewändern und trotz weiter Wege durch die Kirchengemeinde bei bester Laune. So gut, dass für verspätete Segensempfänger das Musikprogramm mit gleichbleibender Fröhlichkeit auch ein zweites Mal dargeboten wurde. 

 

In Schmalensee war die Zahl der Wartenden allerdings klein. Die Tageszeit, Eisglätte und vermutlich das neue Verfahren hatten sicherlich Einfluss auf die Resonanz. Was sehr schade ist, denn die Kinder singen nicht nur für die Teilnehmenden, sie sammeln auch Spenden für mildtätige Zwecke. Vielleicht gelingt es im nächsten Jahr, wieder mehr Kinder für das Sternsingen zu motivieren. 

 

 

Foto zur Meldung: Sternsinger brachten den Jahressegen nach Schmalensee
Foto: Die Sternsinger besuchten Schmalensee

Bumm hat's gemacht – Seeweg in Schmalensee ist gesperrt

(05. 01. 2024)

Es geht um Leitungen und eine „Explosion“, aber nicht etwa um eine Ostsee-Pipeline, sondern den Seeweg in Schmalensee. Der ist seit dem 3. Januar gesperrt, denn es hat einen Zwischenfall am Stromnetz gegeben. Was wir dazu wissen:

 

Es ist der 3. Januar 2024, gegen 3.15 Uhr. Ein Anwohner der Dorfstraße im Bereich des „schmalen“ Seeweg-Stücks, also des Fußwegs zum Seeufer, wird davon wach, dass auf der Straße ein Minibagger entladen wird, den Seeweg hinunter rumpelt und damit beginnt, was sein ureigenster Auftrag ist: Baggern. Aber zu dieser Zeit?

 

Blick zum 2. Januar, gegen 23.30 Uhr. Gerade ist das zweite Halbfinale der Darts-WM zu Ende gegangen. In der alten Meierei sagt sich ein Homepage-Mitarbeiter gerade, „nun aber in die Falle!“, da flackern seine Lampen. Er hofft noch, das dies nichts mit dem grässlichen Wetter und Alter des Gebäudes zu tun hat – und geht ins Bett.

 

Luftlinie gar nicht weit entfernt wird ein erfahrener Löschmeister der Feuerwehr Schmalensee jetzt erst so richtig aktiv: Er stellt einen schlagartigen Stromausfall fest. Das verlangt Aufmerksamkeit. Die gipfelt zunächst darin, dass um 1 Uhr ein Techniker der SH Netz vor Ort ist und sich im Bereich des unteren Seewegs des Stromkastens und der darin befindlichen Sicherungen annimmt. 

 

Augenzeugenbericht: „Dann gab es im Seeweg eine richtige Explosion. Ein unterirdischer Kurzschluss an der Abzweigung zu unserem Haus. Pflastersteine wurden dabei nach oben geworfen und aus dem Kiesbett darunter schoss das Wasser.“ 

 

Tatsächlich wurde Ende der 1960er Jahre der Seeweg in den jetzigen Zustand gebracht, zuvor war er einfach eine Art Graben, um Oberflächenwasser aus der Dorfstraße zum See abzuleiten. Im Weg also wurden vor der Pflasterung Leitungen verlegt, die nun, das zeigt das Bildmaterial, sichtbar sind. 

 

Weiter in der Geschichte einer ganz sicher ungemütlichen Nacht für die Truppe der SH Netz, die den widrigen Umständen wacker trotzte, um die Situation zu entschärfen. Zunächst stellte der besagte Techniker den nahen Gebäuden den Strom ab. Dann wurde der Störungstrupp mit dem Minibagger angefordert. Augenzeuge: „Das war ein super Service mitten in der Nacht. Ich hatte echt ein bisschen Angst um den Techniker, als die Rauchwolke kam und die Steine flogen. Aber er hatte nur einen gewaltigen Schreck.“ 

 

Augenzeuge weiter: „Die haben dann bis morgens um sieben die explodierte Muffe gesucht und dann nach vielen Messungen repariert. Ich war immer um die rum und hab in meinem Haus mitgemessen. Um sieben waren wir dann fertig.“ Das war der Homepage-Mitarbeiter zu dem Zeitpunkt auch – mit der Nachtruhe, aber das gehört gar nicht zu dieser Geschichte...

 

Der Seeweg ist nun gesperrt, weil immer noch ein großes Loch im Weg klafft und die weiteren Arbeiten nur bei trockenem Wetter beendet werden können. Zeit für den Versorger, sich Gedanken um das Kabel zu machen. Vielleicht muss es aufgrund seines hohen Alters komplett ersetzt werden. Die Stromversorgung ist zumindest gesichert. Auch dank des beherzten Einsatzes mitten in einer stürmisch-nasskalten Nacht in Schmalensee. 

 

Fotos: Christopher Brust, Christian Detlof

Foto zur Meldung: Bumm hat's gemacht – Seeweg in Schmalensee ist gesperrt
Foto: Der Seeweg ist gesperrt

Gummistiefel am Schmalenseer Ortsschild – das steckt dahinter

(03. 01. 2024)

Was ist denn da los? Wer derzeit in unseren Ort von Plön kommend einfährt, erkennt am Schmalensee-Ortsschild etwas, das dort recht ungewöhnlich ist: Ein Paar Gummistiefel baumelt daran. Ein Jugend-Streich? Ein Überrest einer Heimkehr nach durchzechter Silvesternacht? Oder hängt da jemand symbolisch die Stiefel an den berühmten Nagel?

 

Genau darauf zielt die Aktion ab, die aus Reihen der Landwirtschaft stammt und Ausdruck des deutlichen Unmuts zur aktuellen Agrapolitik in Deutschland ist. Die Tageszeitungen haben das bereits in Meldungen und Berichten aufgegriffen. Gummistiefel an den Ortsschildern von Ahrensbök und Barghorst etwa zeigten die Lübecker Nachrichten in ihrer Silvesterausgabe. Schon vorher war das Ortsschild von Oering mit entsprechendem Schuhwerk-Anhang in der Segeberger Zeitung zu sehen. 

 

Nach Trecker-Demos (zur Erinnerung: Der beleuchtete Korso durch Schmalensee vor Heiligabend war keine) ist dies ein eher stiller Protest, ähnlich den grünen Kreuzen, die man schon seit Jahren auf oder an landwirtschaftlichen Flächen bundesweit beobachten kann, und die ebenfalls Unmut aber auch große Besorgnis ausdrücken. Es soll auch „Galgen“ geben, an denen eine symbolische „Ampel“ baumelt, die natürlich für die aktuelle Regierungskoalition im Bund steht. Gegen diese Regierung richten sich auch die derzeitigen Proteste der Landwirtschaft.

 

Denn die aktuell debattierte Abschaffung der Vergünstigungen bei Diesel (Teuerung von „Agrardiesel“) und Kraftfahrzeugsteuer (Vergünstigungen sollen entfallen) sowie ausufernde Bürokratie und strenge Auflagen, zum Beispiel bei der Düngung, bringen die Landwirte zwischen Belt und Bodensee zunehmend auf die Palme. Überall im Land sind deshalb auch schon Aufsteller platziert worden mit der Kernbotschaft „es reicht“. 

 

Während die Regierungskoalition in verschiedenen Bereichen Streichungen oder Kürzungen vorsieht, um den Bundeshaushalt aufstellen zu können, sehen Vertretende des Berufsstandes (und Teile der Opposition) die zur Debatte stehenden Maßnahmen als notwendige Mittel, die deutsche Landwirtschaft konkurrenzfähig und Lebensmittel bezahlbar zu halten. Die Diskussion um die angekündigten Schritte hält an. 

 

Und ein Ende der Proteste ist vorerst auch nicht in Sicht. Im Gegenteil: Es sind bereits neuerliche Proteste angekündigt. Ab 8. Januar startet eine Aktionswoche, an der sich offenbar auch andere Branchen beteiligen wollen, deren Unzufriedenheit groß ist: Lastwagenfahrende und Bahnpersonal. Am 15. Januar ist eine Großdemo geplant – nicht in Schmalensee, aber in der Bundeshauptstadt. 

 

Foto zur Meldung: Christian Saggau

 

Foto zur Meldung: Gummistiefel am Schmalenseer Ortsschild – das steckt dahinter
Foto: Gummistiefel als Protestzeichen am Ortsschild von Schmalensee

Januar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 01. 2024)

Auch im Jahr 2024 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben rundet die Beiträge mitunter ab.

Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und a, 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat Januar.

 

Einwohner ist nicht automatisch Bürger: Das neue, von den Nationalsozialisten erlassene Gemeindeverfassungsgesetz tritt am 1. Januar 1934, vor 90 Jahren, in Kraft. Es unterscheidet zwischen Einwohnern und Bürgern der Gemeinden. Einwohner ist, wer im Ort seinen Wohnsitz hat. Bürger ist jeder reichsdeutsche Einwohner über 25 Jahre, der seit dem 1. Juli 1933 in der Gemeinde ansässig ist. Zugezogene erwerben das Bürgerrecht erst nach einem Jahr des Wohnens im Ort. Aktive Reichs- und Staatsbeamte sind nicht an diese Jahresfrist gebunden. Außerdem sind die obersten örtlichen Leiter und Führer der Partei (NSDAP), der SA und SS, mit ihrer Berufung in ihre Ämter Bürger. Entmündigung, Geisteskrankheit, Vormundschaft und der Verlust der Ehrenrechte, zum Beispiel als Straf- oder Untersuchungsgefangener aufgrund politischer Anordnung, führen zum Verlust der Bürgerrechte. 

Und noch etwas tritt an diesem 1. Januar 1934 in Kraft: Das Erbgesundheitsgesetz. Es soll „kranken und asozialen Nachwuchs“ mittels Sterilisierung bekämpfen. Diese soll durch neu einzurichtende Erbgesundheitsgerichte angeordnet werden können.

 

Kein schöner Jahresbeginn: Ein jähes Ende findet die Silvesterfeier der Landjugendgruppe Schmalensee am 1. Januar 1969, vor 55 Jahren: Beim Zünden der Feuerwerkskörper um Mitternacht gerät eine Leuchtkugel in die Haare eines Mädchens. Neben starkem Haarverlust stellt der Arzt erhebliche Kopfhautverbrennungen fest. 

 

Drei Vereine feierten den Jahreswechsel: Mit dem „Fest der drei Vereine“ haben zahlreiche Schmalenseer und Gäste, darunter viele Kinder, zum 1. Januar 1999, vor 25 Jahren, in das neue Jahr hinein gefeiert: Der Förderverein Umgehungsstraße Schmalensee, der Verschönerungs- und Vogelschießerverein und der SV Schmalensee haben die Silvesterfete auf dem Gemeindesaal auf die Beine gestellt, um das Gemeinschaftsleben voran zu bringen. Initiatoren sind Ruth Griese (VVV), Bernhard Buchholz (SVS) und Joachim Wolff (FUS).

 

Treue mit Urkunden belohnt: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 3. Januar 1929, vor 95 Jahren, dass der Landwirtschaftliche Kreisverein zahlreiche in der Landwirtschaft Beschäftigte für ihr Treueverhältnis zum Arbeitgeber mit Ehrenurkunden geehrt hat. Darunter auch die Kutscher August Jürgens (20 Jahre) und August Kronfeld (16 Jahre) sowie den Arbeiter Willi Wulff (12 Jahre) aus Schmalensee. Die Bauern, bei denen die drei beschäftigt sind, werden nicht genannt. 

 

Samariterkursus für den Militärverein: Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Bornhöved nehmen am 9. Januar 1904, vor 120 Jahren, Mitglieder des Militärvereins Bornhöved und Umgebung an einem sogenannten Samariterkursus teil. Dieser Erste-Hilfe-Kursus beinhaltet vor allem die Behandlung von Schuss-, Brand- oder Stichwunden, die Maßnahmen bei Blutungen oder Bewusstlosigkeit und den Transport Verunglückter.

 

Die Erziehung durch die Lehrer: Die monatliche Konferenz des Lehrervereins Bornhöved hört am 10. Januar 1914, vor 110 Jahren, einen Vortrag des Stolper Lehrers Brunckhorst zur Fragestellung „Wie wirken wir auch außerhalb der Schulzeit erzieherisch auf die Jugend ein?“. In der Aussprache stimmen die Mitglieder darin überein, dass sie sogar verpflichtet seien, außerhalb des Unterrichts auf die Schüler einzuwirken. Durch Zuruf werden Bornhöveds Hauptlehrer Adolf Piening erneut zum Vorsitzenden und Schmalensees Lehrer Heinrich Göttsch zum Schriftführer des Lehrervereins gewählt.

 

Gottesdienst für die Kriegsheimkehrer: Die Kirchengemeinde Bornhöved begrüßt am 12. Januar 1919, vor 105 Jahren, die heimgekehrten Kriegsteilnehmer mit einem Dank- und Begrüßungsgottesdienst. Unter Glockengeläut halten diese mit angelegten Orden und Ehrenzeichen geschlossen Einzug in die festlich geschmückte Kirche. Fahnenabordnungen der Militär- und Veteranenvereine und eine Musikkapelle sorgen für einen feierlichen Rahmen. Pastor Schlüter, dessen Sohn unter den Heimgekehrten ist, hält den Gottesdienst  und mahnt, nicht zu verzweifeln, denn Deutschland habe schon früher große und schwere Zeiten durchgemacht. Und „ein Volk, das an sich verzweifelt, an dem verzweifelt die Welt und die Geschichte schweigt ewig von ihm.“ Pastor Schlüter fragt die anwesenden gut 600 Gemeindeglieder, ob sie für den Erhalt ihrer Religion und Kirche seien, worauf sich diese erheben und das Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ anstimmen. 

 

Veteranen in der SA-Reserve: Am 15. Januar 1934, vor 90 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von der Generalversammlung des Krieger- und Militärvereins Bornhöved und Umgebung. Neu ernannter Vorsitzender ist Hermann Bolln aus Bornhöved, der in seiner Begrüßungsansprache verspricht, die Arbeit im neuen Jahr „mit dem Glauben an den Führer“ beginnen zu wollen. Bolln ernennt Heinrich Harder aus Schmalensee zu seinem Stellvertreter. Der Verein umfasst zwölf Ehrenmitglieder und 105 Mitglieder. Bolln macht nach Verlesen der neuen Satzungen des Kyffhäuserbundes darauf aufmerksam, dass alle Kyffhäuserbund-Mitglieder in die SA-Reserve einzugliedern sind. 

 

Ein seltener Fang vor 125 Jahren: Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt berichtet am 17. Januar 1899 von einem kuriosen „Fang“ des Fischers Christophersen, dem ein aus einem Stamm gefertigtes Boot, ein Einbaum, ins Netz gegangen ist. Am 21. Januar 1899 hat das Blatt nähere Informationen für seine Leserschaft aufbereitet. Demnach habe sich sein Netz an einer bestimmten Stelle stets aufs Neue an einem Gegenstand verfangen, den er sich nun angeschickt habe, mittels zweier Boote und „Hebezeug“ zu bergen. An Land habe dann festgestanden, dass es sich um einen Einbaum von 21 Fuß Länge und drei Fuß Breite handelt, gefertigt aus dem Stamm einer Eiche. Im hinteren Teil des „Bootes“ habe unter Steinen noch eine Lage Stroh gelegen und in der Mitte ein Messer. Täglich würden Leute zu dem in einer Wiese unterhalb des „Vierth“ strömen, um den dort abgelegen Einbaum in Augenschein zu nehmen. Diese Ortsbeschreibung spricht dafür, dass Christophersen den Fang im Schmalensee und nicht, wie vom Wochenblatt geschildert, im Bornhöveder See gemacht hat. 

 

Starenkästen zahlen sich aus, sind aber in Gefahr: Am 15. Januar 1999, vor 25 Jahren, berichtet die Segeberger Zeitung von vier im August 1998 aufgestellten  Starenkästen im Kreisgebiet. Auch wenn die Anwesenheit der Radarfallen in Schmalensee, Leezen, Bockhorn und Trappenkamp die Zahl der Raser etwa halbiert hat, bleibe dem Kreis ein Überschuss. Der ist auch nötig, denn es soll eine zweite Kamera beschafft werden – bisher „wanderte“ nur eine durch die vier Kästen.

Außerdem habe es verschiedentlich Attacken auf die Kästen gegeben, die Schäden verursachten, die wiederum zusätzliche Sicherungsmaßnahmen verlangen. In Schmalensee waren zwei junge Leute aus dem Starenkasten heraus geblitzt worden. In ihrer Wut stiegen sie aus und schüttelten den Kasten so heftig, dass das Gerät ausfiel. Bevor das aber der Fall war, wurde noch ein letztes Bild für ein anderes, zu schnell fahrendes Fahrzeug geschossen. Mit dessen Hilfe ließen sich die Randalierer identifizieren. 

 

Vor 25 Jahren 50 Jahre (neues) Amt Bornhöved: Die Segeberger Zeitung blickt in ihrer Tagesausgabe am 22. Januar 1999 auf 50 Jahre Amt Bornhöved zurück. Das besteht dem Namen nach freilich länger, gemeint ist der Zusammenschluss der Ämter Bornhöved und Stocksee, der Anfang 1949 zum Abschluss kam. Ursprünglich hatte der Segeberger Kreistag 1947 nach Einführung der Amtsordnung die alten preußischen Amtsbezirke Rickling und Bornhöved zusammenlegen wollen, doch wiesen die Bornhöveder mit Nachdruck und erfolgreich darauf hin, dass das Amt Stocksee zur selben Kirchengemeinde gehörte. 1948 rückten also Stocksee und Bornhöved enger zusammen, Ende 1948 kam Elly Landschoof aus Schmalensee zum Personalstamm hinzu. Sie war zuvor seit 1945 Gemeindesekretärin in Schmalensee, doch fortan galt das Amt als „Schreibstube der Gemeinden“. Erster Amtssitz wurde das Haus Kirchstraße 13 in Bornhöved; ab 1952 ging es in die Mühlenstraße 11 in Kellerräume unter der Scheune von Hatto Oberböster. Erst im Dezember 1961 konnte ein Verwaltungsneubau in der Lindenstraße 5 bezogen werden. Ein Angebot der 1956 gebildeten aber noch amtsangehörigen Gemeinde Trappenkamp  - „kommt zu uns, Bauplatz geschenkt!“ - war ausgeschlagen worden. 

Foto zur Meldung: Januar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Landjugend-Ball mit The Hate, SZ 11.01.1974

Günnbeker Plattsnacker laden Polizei zum Vortrag

(31. 12. 2023)

Meldung der Günnbeker Plattsnacker:

 

Polizei in Gönnebek 

 

Die Themen „Schockanruf, Telefon-/Online-Betrug oder Enkeltrick”, werden beim ersten Plattsnacker-Klönsnack im neuen Jahr behandelt. Polizeihauptkommissar a.D. Gerd Wilcken wird in seinem Vortrag am Dienstag, 9. Januar, in „Uns Dörphuus“, im Rotbüschenkamp in Gönnebek, ausführlich über diese Themen informieren und Fragen beantworten. 

 

Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr mit einer gemeinsamen Kaffeetafel. Daher ist eine Teilnahmemeldung erforderlich und bis zum 3. Januar an Meike-Steen Tensfeldt unter Telefon 01516-2952775 zu richten.

 

Auskünfte über die Günnbeker Plattsnacker gibt deren Leiter Werner Stöwer unter Telefon 01575-2068092.

 

Foto zur Meldung: Günnbeker Plattsnacker laden Polizei zum Vortrag
Foto: Günnbeker Plattsnacker laden Polizei zum Vortrag

All you need is Love – musikalischer Silvesterabend in der Vicelin-Kirche

(30. 12. 2023)

Schwungvoller Start in den Silvesterabend

 

Duo „Sing Your Soul“ mit Altsaxophon und Konzertakkordeon in der St. Jakobi Kirche Bornhöved am 31. Dezember 2023 um 18:30 Uhr zu Gast – „All You Need Is Love – Melodien der Beatles im neuen Sound“ 

 

Traditionell ist das Duo „Sing Your Soul“ aus dem Norden Schleswig-Holsteins mit seinen verschiedenen Klarinetten und dem Konzertakkordeon am frühen Silvesterabend mit einem Konzert in der St. Jakobi Kirche in Bornhöved zu Gast. In diesem Jahr haben Ulrich Lehna und Meike Salzmann statt der Klarinetten ein Altsaxophon zusammen mit dem Konzertakkordeon im Gepäck und präsentieren am Sonntag 31. Dezember, um 18:30 Uhr das für diese Kombination ungewöhnliche und spannende Programm „All You Need Is Love – Melodien der Beatles im neuen Sound.“ 

 

Beseelte Musik mit Melodien zum Träumen, musikalischen Liebeserklärungen, bekannten und unbekannten Melodien der Beatles im instrumentalen Mini-Bigband-Sound mit dem Saxophon und dem zu Unrecht als Schifferklavier und Quetsche bezeichneten Akkordeon – kombiniert mit den Übersetzungen der meist doch in der englischen Sprache schwer zu verstehenden Texte. 

 

Es erklingen „Michelle, When I am sixtyfour, Yesterday“ und viele andere weltbekannte Hits und in Vergessenheit geratene Stücke. „The Beatles“ ist die erfolgreichste Band der Musikgeschichte, unsterbliche Melodien, die zu Herzen gehen, verbunden mit Erinnerungen aus vergangenen Zeiten. Eine Reise in die Vergangenheit mit neuen Erkenntnissen über die Hintergründe der Lieder und spannenden Infos über die Musik. 

 

Der Eintritt ist frei, um eine angemessene Spende für die Musik wird gebeten. 

 

Infos unter sing-your-soul.jimdofree.com 

Foto zur Meldung: All you need is Love – musikalischer Silvesterabend in der Vicelin-Kirche
Foto: Das Duo Sing your Soul - Foto privat

Neue Tanzkurse beim SVS-Partner TV Trappenkamp

(29. 12. 2023)

Im neuen Jahr gibt es neue Kurse in der Sparte Tanzen & Trendsport des TV Trappenkamp. Mitglieder des SV Schmalensee können zu guten Konditionen dabei sein. 

 

Discofox für Fortgeschrittene ist ein über sechs Abende gehender Workshop für Jugendliche und Erwachsene. Los geht es am Freitag, 12. Januar 

 

Getanzt wird jeweils von 20.30 bis 22 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Trappenkamp in der Gablonzer Straße 42. Die Kosten: 45 Euro pro Person beziehungsweise 30 Euro, wenn man Mitglied im TVT oder einem seiner Partnervereine ist – SV Schmalensee, SV Rickling, TSV Bornhöved, TSV Wankendorf – zahlbar am ersten Übungsabend in bar. 

 

Sicher auf dem Parkett ist ein Anfänger-Tanzkurs in den Gesellschaftstänzen für Jugendliche und Erwachsene. Dieses Angebot startet am Sonntag, 14. Januar. 

 

Ort für die acht Übungsabende ist die Aula der Sventana-Schule im Jahnweg 6 in Bornhöved. Hier liegen die Teilnahmekosten bei 60 Euro pro Person oder 40 Euro für Mitglieder der Partnervereine. Ebenfalls zahlbar in bar am ersten Übungsabend.

 

Für beide Kursangebote besteht die Möglichkeit, sich per E-Mail an anzumelden. Dort und im Internetauftritt www.tanzen-in-trappenkamp.de gibt es auch weitere Informationen. 

Foto zur Meldung: Neue Tanzkurse beim SVS-Partner TV Trappenkamp
Foto: Neue Tanzkurse beim SVS-Partner TV Trappenkamp

Der nächste Blickpunkt erscheint am 11. Januar 2024

(28. 12. 2023)

Für alle aufmerksamen Leserinnen und Leser des amtlichen Mitteilungsblattes Blickpunkt Bornhöved: In der ersten Kalenderwoche 2024 wird es keine Ausgabe geben. 

 

Wie in den Vorjahren trägt die erste Ausgabe des neuen Jahres die laufende Nummer 2. Erscheinungstag ist Donnerstag, der 11. Januar. Das ist nicht unwichtig für die Vereine und Organisationen, die früh im Jahr etwas anzukündigen haben!

 

Frühe Abgabe für späte Ausgabe

 

Abgabetermin für die erste Blickpunkt-Ausgabe 2024 ist nämlich schon am Mittwoch, 3. Januar! Bis 9 Uhr müssen die Mitteilungen und Ankündigungen in der Verwaltung des Amtes Bornhöved vorliegen.

 

Erreichbar ist das Amt für Blickpunkt-Infos per E-Mail unter . Wichtig: Nur neue Dateitypen (docx) kommen an, alte nicht. 

 

Foto zur Meldung: Der nächste Blickpunkt erscheint am 11. Januar 2024
Foto: Der nächste Blickpunkt erscheint am 11. Januar 2024

Zwar nicht in Schmalensee, aber ganz starke Bilanz der Störche

(27. 12. 2023)

Das am Regenrückhaltebecken in Schmalensee errichtete Storchennest hat im ablaufenden Jahr zwar kein Brutpaar beherbergt, reiht sich aber ein in das bundesweite Engagement des Menschen für Meister Adebar. 

 

Holger Möckelmann aus Henstedt-Ulzburg, im Kreis Segeberg der Storchenschutzbeauftragte des NABU Schleswig-Holstein, hat im Advent von den 30. Sachsen-Anhaltischen Storchentagen berichtet, bei den die Storchenbrutergebnisse aller Bundesländer aus dem Jahr 2022 veröffentlicht worden sind. Die Ergebnisse sind recht erfreulich und seien hier zitiert: 

 

„Eine Tabelle dieser Zusammenstellung zeigt den Zuwachs der Storchenbrutpaare in den einzelnen Bundesländern von 2016 bis 2022. Auf ganz Deutschland bezogen hat sich der Brutbestand von  3828 Brutpaaren in 2006 auf 10558 in 2022 erhöht.

 

In Schleswig-Holstein  wuchs der Bestand von 200 auf 428 Brutpaare, in Hamburg von 16 auf 41 und im Kreis Segeberg von 22 auf 62 Brutpaare.

 

Der Storchenbestandszuwachs der letzten Jahre wurde zum Anlass genommen, den Weißstorch aus der Liste der bedrohten Tierarten zu streichen. Für Interessierte, auf der Internetseite www.weissstorcherfassung.de können u.a. die Brutergebnisse und der bisherige Brutverlauf an den einzelnen Brutstandorten im jeweiligen Bundesland eingesehen werden.

 

Als Beispiel nenne ich den Standort Alveslohe, wo auf Gut Kaden seit 1971 124 Jungstörche flügge geworden sind.“

  

Holger Möckelmann

NABU AG Storchenschutz SH, Kreis Segeberg

www.stoercheimnorden.jimdofree.com

 

Foto zur Meldung: Kerstin Ahlers

 

Foto zur Meldung: Zwar nicht in Schmalensee, aber ganz starke Bilanz der Störche
Foto: Der Storch, Wappenvogel des NABU - Foto Kerstin Ahlers

Auch 2024 gilt: Ganz schön was los in Schmalensee!

(26. 12. 2023)

Der Terminkalender 2024 für Schmalensee steht. Nachdem Bürgermeister Dirk Griese mit Vertreterinnen und Vertretern der Vereine und Organisationen im Dorf die Absprache getroffen hatte, konnte Gemeindevertreter Christopher Brust wieder auf bewährte Weise einen Kalender erstellen, der dieser Meldung als PDF zum Download beigefügt ist. 

 

Und wie immer gilt: Ohne Anspruch auf Vollständigkeit! Wieder wird es spontane Veranstaltungen geben. Andere, eigentlich „feste Termine“ sollen stattfinden, sind aber noch nicht festgelegt worden. Es tauchen auch neue Ereignisse auf. Und: Eine Veranstaltung wechselt den Veranstalter – sie lebt also fort!

 

Der Schmalenseer Terminkalender ist auf jeden Fall als ein wichtiges Hilfsmittel gedacht: Die Vereine sind angehalten, nun noch aufkommende Veranstaltungen möglichst nicht mit denen anderer kollidieren zu lassen, sich also auf freie Daten zu fokussieren. Gleiches gilt übrigens für die Gemeindevertretung und ihre Ausschüsse. Denn deren Termine für 2024 standen – bis auf einen im Dezember – bei der Absprache natürlich noch nicht fest. Der Terminkalender lohnt für Privatleute, denn er ist auch sehr aussagekräftig, was die Belegung des Gemeindesaals abgeht! Den hat die Gemeinde gepachtet – vorrangig für eigene Veranstaltungen, dann für die örtlichen Vereine und schließlich, damit private Feiern (gegen Saalmiete) durchgeführt werden können. 

 

Den Auftakt macht die Feuerwehr

 

Nach dem 6. Januar stellt sich meist die Frage nach dem Wohin für den Weihnachtsbaum. Darum kümmert sich die Freiwillige Feuerwehr: Am 7. Januar schwärmt sie aus und sammelt die abgeschmückten und vor den Grundstücken abgelegten Bäume ein, um sie am 27. Januar auf dem Bolzplatz zu verbrennen. Und damit in diesem Thema auch für das Folgejahr Sicherheit besteht, gibt es im Kalender bereits die 2025er-Termine.

 

Eine Neuerung gibt’s früh im Jahr

 

Der gemeindliche Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr hat festgestellt, dass es zwar viele Angebote für Kinder im Dorf gibt, aber wenige für die Ü67-Gruppe. Mit dieser will das Gremium ins Gespräch kommen, quasi eine Bedarfsermittlung vornehmen – am 12. Januar beim Klönschnack-Treff im Feuerwehrgerätehaus. (Einladung folgt.)

 

Ansonsten ist gerade das erste Quartal in der Regel von Jahreshauptversammlungen bestimmt. Terminiert sind bereits die der Feuerwehr (20. Januar), des Sportvereins (16. Februar), des Verschönerungs- und Vogelschießervereins (7. März), der Reitsportgemeinschaft (21. März) und des CDU-Ortsverbandes Schmalensee/Stocksee (22. März). Schmalensee übergreifende Vereine tagen hier auch: Der Landfrauenverein Bornhöved und Umgebung hat am 30. Januar Jahreshauptversammlung, am 7. März – parallel zum VVV, aber im Gemeindesaal und nicht im Gasthof, hat der Hegering III sein Jahrestreffen. Die Landjugendgruppe und der Sparklub „Hol di ran“ haben ihre Jahreshauptversammlungen noch nicht benannt. Diese fanden zuletzt im vierten Quartal statt – da ist also noch Zeit für die Terminfindung.

 

Zwei Neuerungen hat der VVV übrigens für die Kinder erdacht. Für die Lütten soll es am 12. Mai ins Filippo gehen, den Erlebnisgarten in Blekendorf. Und mit den größeren Kindern des Dorfes soll es am 15. September in den Mediendom des Kieler Planetariums gehen. 

 

Regelmäßiges ist im Kalender natürlich enthalten

 

Was ist „Highlight“, was ist einfach stetig wiederkehrend? Die Trennlinien verschwimmen in Schmalensee gern, denn die Veranstalter legen sich in der Regel mächtig ins Zeug, um auch aus Kleinigkeiten ein Event zu machen. Und etliche Events sind mittlerweile stetig wiederkehrend – was also tun? Die hier abgebildete Aufteilung dient mehr der Übersichtlichkeit und stellt definitiv keine Wertung dar.

 

Definitiv in die Rubrik „stetig wiederkehrende Events“ fallen Veranstaltungen wie der Kinderfasching (25. Februar), das Laternelaufen mit Lichterfest (12. Oktober) und das Tannenbaumschmücken mit Adventskalenderaktion (23. November) – alle vom Verschönerungs- und Vogelschießerverein. Der organisiert zudem dazugehörige Bastel- und Übungstreffen mit den Kindern, auch zur Vorbereitung der Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde (4. Dezember) und den Dorfputz, der am 23. März stattfinden wird. Gemeinsam mit dem Sportverein richtet der VVV auch das Osterfeuer am Gründonnerstag, 28. März, aus. 

 

Ganz subjektiv benannt: Die Höhepunkte 2024

 

Gemessen an Aufwand, Werbung, Einzugsbereich und Größenordnung fallen diese Veranstaltungen 2024 besonders ins Auge: Der 19. Knicklauf des SV Schmalensee wird am 17. März ganz sicher zahlreiche Läuferinnen und Läufer, Walkerinnen und Walker aus Nah und Fern durch unsere Feldmark führen. Das Vogelschießen für Kinder und Erwachsene findet, veranstaltet natürlich vom VVV, am 8. Juni statt – mit Umzug und Tamtam und Königinnen und Königen. Die Feuerwehr hat ihr Faible für rasante Bergabrennen entdeckt und will am 22. Juni zum zweiten Mal ein Bobbycar-Rennen in der Damsdorfer Straße veranstalten. Ganz offenbar war die Premiere gelungen. Über den Status hinaus ist längst das Wikingerschachturnier des Sportvereins, das am 7. September zum sechsten Mal stattfinden soll. 

 

Und der Bingo-Abend der Reitsportgemeinschaft (16. November) und das Dorfquiz, das am 2. November vom Vorjahressieger, der Bürgerlichen Wählergemeinschaft BWS ausgerichtet wird? Highlights oder stetig wiederkehrend? Ganz klar: Beides! Allein aufgrund des Erreichens der Kapazitätsgrenze des Gemeindesaals, dazu angesichts der Stimmung bei beiden Veranstaltungen. Und übrigens: Auch der Sparklub bekommt den Saal in schöner Regelmäßigkeit „voll“ – bei seinem Jahresfest mit Essen, Tanz und Tombola, 2024 am 30. November. 

 

Geist der Siedlergemeinschaft lebt fort

 

Mit dem Jahresende 2023 ist die Siedlergemeinschaft Schmalensee aus der Schmalenseer Vereinslandschaft verschwunden. Ihr Archiv ist an die Gemeinde gegangen und wird vom Arbeitskreis Dorfgeschichte bearbeitet. In den Aktivitäten des Dorfes soll eine Veranstaltung erhalten bleiben, hat sich der befreundete Verschönerungs- und Vogelschießerverein gesagt. Und so soll 21. September wieder ein Staudentreff stattfinden! Wie der dann ausgestaltet wird, darauf wird noch herumgedacht. Ein kleiner Flohmarkt soll wieder dabei sein, und bestimmt gibt es, wie bei eigentlich jeder der hier hervorgehobenen Veranstaltungen, zu Essen und zu Trinken. Und Spaß und Geselligkeit und ganz viel Dorfgemeinschaft. 

 

Und ganz viel Stoff für die Gemeinde-Homepage, deren Bearbeiter darauf setzen, von allen Veranstaltern mit Informationen „gefüttert“ zu werden. 2024 kann kommen. Und am 12. Dezember dann wird man sich darüber unterhalten, was 2025 los sein soll in Schmalensee – bei der nächsten Terminabsprache. 

 

[Terminkalender Schmalensee 2024, Stand 17.12.2023]

Foto zur Meldung: Auch 2024 gilt: Ganz schön was los in Schmalensee!
Foto: Auch 2024 gilt: Ganz schön was los in Schmalensee!

Trecker-Korso leitete Weihnachten in Schmalensee ein

(24. 12. 2023)

Das kam überraschend aber gut: Am Vorabend zu den Weihnachtstagen hat sich ein festlich beleuchteter Trecker-Korso durch Schmalensee bewegt. Einfach so. Um allen „Frohe Weihnachten“ zu wünschen. 

 

Aus drei mach dreizehn! Eigentlich wollten der Vorsitzende der Landjugendgruppe Schmalensee, Jannis Nagel, und zwei Kumpel eine recht spontane Trecker-Tour am 23. Dezember unternehmen. Aber irgendwie sprangen immer mehr junge Leute auf den Zug auf – schließlich waren 13 Traktoren auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus versammelt, von wo sie in gemeinschaftlicher Kolonnenfahrt ihre Wohnorte mit Lichterglanz beglücken wollten. 

 

Wer an eine Trecker-Demo dachte, derer es in Zeiten von Agrardiesel- und Landwirtschaftssubventionsdebatten derzeit ja viele gibt, lag allerdings falsch. „An einem Trecker war ein Schild, aber der kam wohl gerade von einer Demo, das stand nicht in Zusammenhang mit der Lichter-Aktion“, wusste eine Eingeweihte zu berichten. 

 

Also: Nix Demo, sondern Weihnachtsgruß. Und somit eine schöne Geschichte für die Schmalenseer Gemeinde-Homepage an Heiligabend. Und der vom leuchtenden Trecker-Korso ausgehenden Botschaft kann sich das Homepage-Team nur anschließen: 

 

Allen Besucherinnen und Besuchern unserer Seiten und allen Freunden und Angehörigen in Nah und Fern wünschen wir frohe und besinnliche Weihnachtstage!

Foto zur Meldung: Trecker-Korso leitete Weihnachten in Schmalensee ein
Foto: Weihnachtlicher Trecker-Korso durchquerte Schmalensee

Mitfahrbank gesperrt – Beschädigung ist der Grund

(24. 12. 2023)

Zugegeben: Viele Schmalenseerinnen und Schmalenseer hat man nicht auf der Mitfahrbank sitzen sehen, die im Sommer 2018 an die Gemeinde übergeben wurde, um die Mobilität der Einwohnerschaft zu steigern. Die Ironie: Setzen und Klönen – warum nicht. Aber dabei angeschnackt werden, wohin man mitgenommen werden möchte? Lieber nicht. So das Urteil derer, die auf die Bank seit ihrer Aufstellung an der Dorfeiche angesprochen wurden. 

 

Tja, und nun hängt Flatterband an der Mitfahrbank. Denn irgendwer hat dort scheinbar Platz genommen – und das in völliger Unkenntnis, wie man das macht. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Sitzfläche beschädigt ist? Womöglich mit roher Gewalt oder gar Vandalismus? Blödheit dürfte in jedem Fall korrekt sein, selbst wenn es ein „Unfall“ war. 

 

Auf jeden Fall sollte man sich nicht mehr auf die Bank setzen, will man sich nicht den Hosenboden beschädigen oder gar den Allerwertesten verletzen. In naher Zukunft wird die Bank aus Sicherheitsgründen nicht nur gesperrt sein, sondern mindestens vorübergehend abgebaut werden. 

 

Immerhin: Die Mitfahrbank ist nicht die einzige Möglichkeit, sich unter der Dorfeiche zu setzen und Klönschnack zu halten. 

Foto zur Meldung: Mitfahrbank gesperrt – Beschädigung ist der Grund
Foto: Die Mitfahrbank in Schmalensee ist gesperrt

WZV kündigt Feiertagsverschiebungen bei der Müllabfuhr an

(21. 12. 2023)

Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg ist mit der zentralen Müllabfuhr beauftragt. Unser Entsorger hat mit Schreiben vom 15. Dezember die Bürgermeister auf mögliche Verschiebungen bei der Müllabfuhr aufgrund der Feiertag hingewiesen. Dieses Schreiben wird hier im Wortlaut wiedergegeben. 

 

Es sei darauf hingewiesen, dass jeder Schmalenseer Haushalt in der Lage ist, sich unter www.wzv.de einen individuellen Abfallkalender zu erstellen und herunterzuladen, aus dem a) sämtliche Abholtermine hervorgehen und in dem b) Feiertagsverschiebungen in der Regel schon Berücksichtigung finden. 

 

Hier nun die Mitteilung des WZV: 

 

Gefühlt hatte der Dezember doch gerade erst begonnen, die Weihnachtsmärkte wurden erst eröffnet – und schon steht Weihnachten vor der Tür. Während noch die letzten Geschenke besorgt werden, der Baum aufgestellt wird und die letzten Einkäufe für das Weihnachtsessen erledigt werden müssen, denkt man vielleicht nicht daran, dass sich durch die bevorstehenden Feiertage auch einige Abholungen bei der Abfallsammlung verschieben:

 

Montag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) wird bereits am Samstag, 23.12. vorgefahren

Dienstag, 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag) verschiebt sich auf Mittwoch, 27.12.

Mittwoch, 27.12. verschiebt sich auf Donnerstag, 28.12.

Donnerstag, 28.12. verschiebt sich auf Freitag. 29.12.

Freitag, 29.12. verschiebt sich auf Samstag, den 30.12.

 

Und da eine Woche später der Neujahrstag auf einen Montag fällt, verschieben sich auch in der KW 1 alle Abfuhrtermine um einen Tag nach hinten.

 

Montag, 01.01. auf Dienstag 02.01.

Dienstag, 02.01. auf Mittwoch, 03.01.

Mittwoch, 03.01. auf Donnerstag, 04.01.

Donnerstag 04.01. auf Freitag 05.01.

und Freitag 05.01. auf Samstag, 06.01.

 

Ab Montag, den 08.01.24 ist die Sammlung dann wieder im gewohnten Turnus unterwegs. Alle Verschiebungen stehen auch im persönlichen Abfallkalender unter wzv.de.

 

Die Abholung der Gelben Säcke folgt wie immer diesem Schema.

 

Der WZV wünscht allen Kundinnen und Kunden ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein gesundes 2024.

Foto zur Meldung: WZV kündigt Feiertagsverschiebungen bei der Müllabfuhr an
Foto: WZV kündigt Feiertagsverschiebungen bei der Müllabfuhr an

Fahrbücherei kommt auch 2024 nach Schmalensee – mit anderer Uhrzeit

(20. 12. 2023)

Die Fahrbücherei 15 wird auch im Jahr 2024 Schmalensee ansteuern. Die kleinen und großen Nutzerinnen und Nutzer müssen sich aber eine neue Uhrzeit notieren. 

 

Alle drei Wochen kommt die Fahrbücherei 15 in den Gemeinden des Kreises Segeberg vorbei, um die Menschen mit Büchern, CDs, DVDs, Tonies und Zeitschriften zu versorgen. Früher war es ein „Bücherbus“, mittlerweile ist es ein „Büchertruck“, ein zur rollenden Bücherei umgebauter Lastwagen.

 

Unter https://www.fahrbuecherei15.de/gemeinden/fahrplan-nach-orten ist der Fahrplan im weltweiten Netz zu finden. Eine lange fortlaufende Liste, die aber mittels Such- beziehungsweise Filterfunktion auf Schmalensee reduziert werden kann. 

 

Im Lese-Lkw kann jedem Besucher ein Bibliotheksausweis ausgestellt werden. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres ist dieser kostenlos. Selbstverständlich lassen sich auf diese Ausweise ausschließlich Medien entleihen, die der jeweiligen Altersgruppe entsprechen. Für die volljährigen Leser werden bei Verlängerung pro Jahr 18 Euro berechnet. Dies und noch viel mehr Infos, etwa zur „Onleihe zwischen den Meeren“ oder zur Benutzungs- und Gebührenordnung ist auf https://www.fahrbuecherei15.de/ zu finden. 

 

Die Fahrbücherei kommt 2024 nach Schmalensee: 

 

Schmalensee wird im neuen Jahr laut Plan 14mal angesteuert werden. Immer am Montag, immer von 15.10 bis 16.20 Uhr.

 

Die „Haltestelle“ ist der Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus, Dorfstraße 8a, neben dem Bolzplatz. 

 

Und das sind die Tage, an denen – sofern nichts dazwischenkommt – das Ausleihe-Mobil der Fahrbücherei 15 in Schmalensee Station macht:

 

  • 22. Januar

  • 12. Februar

  • 4. März

  • 25. März

  • 15. April

  • 13. Mai

  • 3. Juni

  • 24. Juni

  • 15. Juli

  • 2. September

  • 23. September

  • 14. Oktober

  • 11. November

  • 2. Dezember

Foto zur Meldung: Fahrbücherei kommt auch 2024 nach Schmalensee – mit anderer Uhrzeit
Foto: Fahrbücherei 15 Kreis Segeberg

Das Jahr 2024 im Ortsverein Amt Bornhöved des Deutschen Roten Kreuzes

(17. 12. 2023)

Weihnachten naht und dann der Jahreswechsel. Unter all den Vereinen und Organisationen in und um Schmalensee, die längst ihre Termine für 2024 bekannt gegeben haben, ist auch der DRK-Ortsverein Amt Bornhöved. 

 

Das Deutsche Rote Kreuz hat eine lange Tradition in unserer Region. In früheren Zeiten gab es u.a. in Schmalensee einen Stützpunkt, untergebracht in wechselnden Privathäusern. Mit der Bildung des Ortsvereins Amt Bornhöved wurden die Kräfte gebündelt, viele Schmalenseerinnen und Schmalenseer haben sich über die Jahrzehnte durch Mitgliedschaft und oder aktive Mitarbeit im Ortsverein engagiert. 

 

Kleiderstube Bornhöved

 

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer betreiben im Alten Amt in der Lindenstraße 5 in Bornhöved die Kleiderstube, in der gebrauchte Wäsche abgegeben bzw. empfangen werden kann. Die Öffnungszeiten:

 

An jedem 1. Mittwoch im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr und

An jedem 3. Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr.

 

Krebs-Selbsthilfegruppe

 

Der DRK-Ortsverein Amt Bornhöved unterhält eine Krebs-Selbsthilfegruppe, die sich an jedem 2. Dienstag im Monat von 16.30 bis 18 Uhr im Gruppenraum vom Betreuten Wohnen, Am Alten Markt 11a in Bornhöved trifft. 

 

Blutspenden beim DRK

 

Die Blutspende-Termine vor Ort bereitet der DRK-Ortsverein vor. Sie finden zu festgelegten Terminen, jeweils von 16.30 bis 19.30 Uhr, in Räumen der Sventana-Schule (Jahnweg 6) in Bornhöved statt und man kann sich über die Internetseite blutspende-nordost.de anmelden und dabei sogar die Uhrzeit „vorbestellen“. Auf der Seite gibt es auch einen „Spende-Check“, der einem sagt, ob man gerade spenden sollte oder besser nicht. Und es werden auf der Seite viele Fragen rund um die Blutspende beantwortet. 

 

Und das sind die Blutspende-Termine 2024 in Bornhöved:

 

Dienstag, 23. Januar

Dienstag, 30. April

Dienstag, 25. Juni

Dienstag, 17. September

Dienstag, 19. November

 

Foto zur Meldung: Das Jahr 2024 im Ortsverein Amt Bornhöved des Deutschen Roten Kreuzes
Foto: Das Jahr 2024 im Ortsverein Amt Bornhöved des Deutschen Roten Kreuzes

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt um den Jahreswechsel

(16. 12. 2023)

Diese Info ist wichtig für alle, die um den Jahreswechsel Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten. Vereine, Wählergruppen und Organisationen aufgepasst: 

 

Letzte Abgabe für die 52. KW 2023: am 19. Dezember

 

Der den BLICKPUNKT druckende khm-Verlag hat wegen der Feiertags-Konstellation geänderte Annahmezeiten angekündigt:

 

Für die 52. Kalenderwoche 2023 mit Erscheinungstag Donnerstag, 28. Dezember, müssen Beiträge bis Dienstag, 19. Dezember vorliegen. 

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved () bis 9 Uhr einzureichen. 

 

Kein Blickpunkt in Woche 1/2024

 

Außerdem weist der Verlag darauf hin, dass in der 1. Kalenderwoche 2024 KEIN Blickpunkt erscheint. Erst in der 2. KW wird es das amtliche Mitteilungsblatt wieder geben.

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt um den Jahreswechsel
Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt um den Jahreswechsel

Dezember-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 12. 2023)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Darüber hinaus liefern der Blick in die Literatur zur Regionalgeschichte, in Protokollbücher und in Alt-Schmalenseer Familienalben wichtige Informationen. Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Dezember die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Segebergs Schwarzbuntzüchter legen los: Im Segeberger Zentral-Hotel findet am 15. Dezember 1903, vor 120 Jahren, die konstituierende Versammlung des Vereins für schwarzbuntes Milchvieh im Kreise Segeberg statt. Unter den Einladenden ist Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee, der dem 1902 gebildeten Komitee zur Durchsetzung der Interessen der Schwarzbuntzüchter im Kreis Segeberg gegenüber der Landwirtschaftskammer angehörte. 175 Viehbesitzer tragen sich ein. Es werden die Statuten und eine Geschäftsordnung beraten, ein Vorstand und Distriktsvorsteher gewählt. Heinrich Christian Saggau wird Stellvertretender Vorsitzender. Darüber hinaus werden Vorsteher für Lokalvereine gewählt, für Schmalensee Heinrich Kock von Willingshöfen. 

 

Das THW rettet den Schmalensee: In Schmalensee kommt es vor 35 Jahren zu einem Umwelt-Unfall. Die Segeberger Zeitung berichtet am 16. Dezember 1988 davon. Demnach gelangt beim Umfüllen von Dieselkraftstoff auf einem Bauernhof eine größere Menge Dieselkraftstoff in die Oberflächenentwässerung und fließt durch die Leitungen in einen Bach. Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr ersucht das Technische Hilfswerk aus Bad Segeberg um Hilfe. Das THW rückt mit zehn Einsatzkräften an und errichtet drei Ölsperren, die gut sechs Monate in der Au verbleiben müssen, damit ein Abfluss des Diesels in den See verhindert wird. 

 

Wer nicht mitmacht, ist „auszuschalten“: Im Bad Segeberger Lindenhof findet am 17. Dezember 1933, vor 90 Jahren, eine Kreistagung der Deutschen Arbeitsfront statt. Eine wichtige Botschaft ist, dass vom 1. Januar 1934 an eine vorläufige Aufnahmesperre für die DAF verhängt wird. Außerdem schwört DAF-Kreisleiter Pötter die Ortsgruppenleiter des Kreises auf ihre Rolle in der Durchsetzung des Nationalsozialismus in den Dörfern ein: „Um nun die großen Aufgaben erfüllen zu können, müssen wir die Vorbedingung lösen, d.h. wir müssen in unseren Dorfgemeinschaften aufräumen, damit alle gegensätzlichen Kräfte, die unsere heutige Entwicklung noch nicht begreifen wollen, ausgeschaltet werden.“

 

Ein Ehrenmitglied für den SVS: Im Gasthof Voß findet am 17. Dezember 1983, vor 40 Jahren, die Weihnachtsfeier des SV Schmalensee statt. Der neue Vereinsvorsitzende Klaus Stegelmann nutzt diese, um seinen Vorgänger Kurt Klinkowski vor 180 Anwesenden zum Ehrenmitglied zu machen. Nach weiteren Reden und einer Bescherung durch „Weihnachtsmann“ Hans-Peter Bobzien sorgen die Discjockeys Dierk Harder und Kay-Uwe Jensen für Tanzmusik. 

 

Spitze Ohren in Schmalensee: Beim Gewinnspiel „Das total abgefahrene Weihnachtsgeräusch“ des Radiosenders R.SH am 19. Dezember 2003, vor 20 Jahren, knackt die Schmalenseerin Sabine Stölting den Jackpot. Sie errät, dass es sich bei dem immer wieder im Hörfunk präsentierten Geräusch um „das Abschneiden eines Orangenendes mit einem Messer“ handelt und kann 15.900 Euro in Empfang nehmen. 

 

Ein Feuer, zwei Schilderungen:Beim Produktenhändler Heinrich Rummel brennt in der Nacht vom 21. Dezember 1903, vor 120 Jahren, ein Stallgebäude. Der Presse ist zu entnehmen, dass es der „schnell auf dem Brandplatz erschienenen Feuerwehr“ gelingt, das Wohnhaus zu schützen. Im Tätigkeitsbericht der Wehr, enthalten im Protokollbuch, liest es sich etwas anders: „Da die Alarmierung unvollständig und unrichtig war, kam die Wehr nur teilweise zusammen. Freilich war für andere Gebäude keine Gefahr vorhanden, aber doch wäre es für die Wehr ehrenhaft gewesen, wenn alle Mann schnell zur Stelle gewesen wären. Die Umfassungsmauern des Stalles blieben stehen, während der Dachstuhl niederbrannte. Der Schaden beträgt reichlich 200 Mark.“

 

Ein größeres Amt Bornhöved?: Für den Kreis Segeberg wird vor 135 Jahren eine Ämterreform in Aussicht genommen. Größere Amtsbezirke sollen gebildet werden, berichtet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt am 22. Dezember 1888. Demnach lautet der Vorschlag für den Amtsbezirk 6, Bornhöved, die Gemeinden Bornhöved, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee, Tarbek, Tensfeld, und den fiskalischen Gutsbezirk Stocksee zu vereinen. Dieses Amt hätte 2.391 Einwohner und einen Umfang von 7.667,2757 Hektar. An direkten Staatssteuern würde es jährlich 16.434,97 RM aufbringen. Es handelt sich lediglich um einen Vorschlag, zu dem die Gemeinden noch gehört werden sollen. Tatsächlich wird es erst nach dem Zweiten Weltkrieg zur Bildung eines Amtes Bornhöved wie oben beschrieben kommen. Bis dahin bilden lediglich Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek das alte Amt Bornhöved, während die übrigen Dörfer das Amt Stocksee bilden. 

 

Sachsen in Segeberg vor 160 Jahren: Am 27. Dezember 1863 werden Sächsische Truppen freundlich in der Stadt Segeberg empfangen. Die militärischen Einheiten rückten auf Geheiß des Deutschen Bundes in Holstein und Lauenburg ein. Beide Herzogtümer werden seit dem 7. Dezember von Altona aus durch zwei Bundeskommissare verwaltet. All das reiht sich ein in den Zwist um den Status des Herzogtums Schleswig, den Dänemark zu seinen Gunsten hatte ändern wollen mit der Folge, dass am 1. Oktober 1863 der Deutsche Bund eine „Bundesexekution“ anordnete. In Folge dessen räumten „die letzten Dänen“ unsere Region laut Bornhöveds Chronist Julius Bruhn bis zum 17. Oktober. Der deutsch-dänische Krieg wird am 1. Februar 1864 mit dem Überschreiten der Eider durch Bundestruppen zu einem „heißen“ Krieg werden, in dessen Folge Schleswig-Holstein deutsch werden wird. 

 

Mutter lässt ihr Kind zurück: Diese Geschichte hat Georg Pasche 1839 in seiner Chronik des Kirchspiels aufgeschrieben: Aus Damsdorf machen sich am 31. Dezember 1778, vor 245 Jahren, Elsabe Schwan und ihr siebenjähriger Sohn auf den Weg nach Arfrade, um dort zu betteln. Sie verirren sich im Schnee und irgendwann lässt die Mutter ihr entkräftetes Kind zurück. Nach ihrer Ankunft in Arfrade startet eine Suche, aber erst am 2. Januar 1779 wird der kleine Joh. Hartwig Schwan steif gefroren gefunden. 

 

Vor 90 Jahren: Aus dem „Allgemeinen Vereinsbericht“ der Freiwilligen Feuerwehr für das Jahr 1933, geschrieben vom späteren Wehrführer und Bürgermeister Helmuth Saggau: „Zu ernster Tätigkeit wurde unsere Wehr im verflossenen Jahre nicht herangezogen. Ansonsten war das Jahr 1933 in der Geschichte der Feuerwehrbewegung von größerer Bedeutung. In dem Kampf der nationalen Erneuerung und am Wiederaufbau unseres deutschen Vaterlandes soll auch die Feuerwehr mithelfen. Unser Motto: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr, bezeugt schon, dass wir den nationalen Aufbauwillen zum Hauptziel haben. Indem wir unseres Nächsten Gut beschützen, erhaltenen wir einen Teil unseres Volksvermögens und somit unseres Vaterlandes.“

 

Vor 205 Jahren: Die für Holstein zuständige dänische Regierung richtet 1818 in Bornhöved eine Poststation ein. Zwei Mal in der Woche werden Personen, Briefe und Pakete von Plön über Bornhöved nach Neumünster und zurück befördert. In der Bornhöveder Poststation werden dafür frische Pferde bereit gehalten. Ab 1844 gibt es tägliche Verbindungen.

 

Vor 250 Jahren: Laut Kirchenbuch der Kirchengemeinde Bornhöved sterben im Jahr 1773 in Wankendorf zwölf Personen „an einem faulen Fieber“ und 33 an Masern.

 

Seit 395 Jahren: Laut J. Schwettscher, der 1937 in Bad Segeberg die Schrift „Familiennamen des Amtes Segeberg bis 1665“ veröffentlicht, sind für 1628 in Schmalensee verschiedene Familiennamen belegt: Brügge (bis 1646), Kracht, Hartig, Wittorf (bis 1647) und Saggau.

 

Vor 590 Jahren: Das Lübecker Zehntregister von 1433 fasst die Gesamtheit der dem Lübecker Bischof zustehenden Zehntleistungen zusammen. Es ist ein fortgeschriebenes und fortzuschreibendes Dokument, eine Momentaufnahme. 1433 sind die zehntpflichtigen Dörfer des Kirchspiels Bornhöved aufgeführt. Darunter Smalenzee, Stokzee, Dampstorpe, Tensuelde, Terbeke und Gunnebeke. Aber auch Stolpe, Karlubbe, Daldorpe, Reyneswurden (Rendswühren), Wanekendorpe (Wankendorf) u.a. mit Belouw und Prodole (Perdöl) sowie Cordestorpe (Kührsdorf) sind in der Parochie Bornehouede aufgeführt. 

Foto zur Meldung: Dezember-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Weihnachtswerbung Leo Baruch, SKTB 04.12.1928

Erste Sitzung in neuer Wahlpereiode: Finanzausschuss am 14. Dezember

(12. 12. 2023)

Ein Ausschuss der neuen Gemeindevertretung ist bisher noch nicht in Aktion getreten, aber am Donnerstag, 14. Dezember, hat das ein Ende. Ausschussvorsitzender Thorge Jankowski hat zur Sitzung des Finanzausschusses eingeladen. Beginn ist um 19.30 Uhr im Gasthof Voß.

 

Da der Ausschuss allerdings auch die Aufgaben der Rechnungsprüfung wahrnimmt, sind die Mitglieder schon ab 19 Uhr gefordert: Sie müssen die Belegprüfung zum Jahresabschluss 2022 vornehmen. Interessanterweise weist das Allris, das Ratsinformationssystem Amt Bornhöved, als Ort hierfür den Gemeindesaal aus. Wie oder wo auch immer, die Tür zum Gasthof Voß wird die richtige sein...

 

Der Jahresabschluss 2022 ist dann auch einer der Tagesordnungspunkte der eigentlichen Finanzausschusssitzung. Außerdem sollen die Vorberatungen zur Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2024, die schon Thema im Bauausschuss und der Gemeindevertretung waren, fortgesetzt werden. Mit einem fertigen Haushalt für das kommende Jahr ist aber noch nicht zu rechnen, dafür mangelt es noch an einigem Zahlenwerk. 

 

Mit einer Neuerung hat sich der Ausschuss zu befassen: Ab 1. Januar 2024 sieht die doppische Haushaltsführung eine Aufteilung der Bilanzsumme auf die allgemeine Rücklage und eine Ausgleichsrücklage vor. Die allgemeine Rücklage soll mindestens 20 Prozent der Bilanzsumme ausweisen, die Ausgleichsrücklage mindestens 15 Prozent der allgemeinen Rücklage. Was den Jahresabschluss 2022 angeht, so hat die Verwaltung verschiedene Varianten durchgespielt, wie die Bilanzsumme von 2,585 Millionen Euro aufzuteilen sein könnte. 

 

Von besonderem Interesse dürfte auch sein, was Thorge Jankowski und Bürgermeister Dirk Griese über die Beteiligung von Kommunen an Windenergieanlagen im Allgemeinen und diesbezüglichen Gesprächen mit den in unserer Umgebung tätigen Anlagenbetreibern im Speziellen zu berichten haben. Unter dem Strich geht es um Geld, das auf Grundlage vertraglicher Verpflichtungen in die Standort- und Anliegergemeinden fließt. 

 

Für dieses Thema dürfte einiges an Zeit eingeplant werden müssen. Dafür ist der Finanzbericht für das III. Quartal inklusive über- und außerplanmäßiger Aufwendungen obsolet geworden: Den hat die Gemeindevertretung bereits in ihrer Sitzung am 7. Dezember abgearbeitet. 

[Sitzungsunterlagen]

Foto zur Meldung: Erste Sitzung in neuer Wahlpereiode: Finanzausschuss am 14. Dezember
Foto: Erste Sitzung in neuer Wahlpereiode: Finanzausschuss am 14. Dezember

Abwasseranlage und mehr Thema der Dorfpolitik – und tagesaktuell

(10. 12. 2023)

Es ist der zweite Adventssonntag und die weiße Pracht der ablaufenden Woche verwandelt sich in Schmuddelschnee und das Dorf in eine Mischung aus Streusand und Matsch. Soweit alles normal, aber es ist auch die Zeit, in der Schmalensees Ortsentwässerung hart arbeiten muss. Und dass, obwohl der Zufluss von Schmelzwasser eigentlich ausgeschlossen sein soll. 

 

Dennoch ist der diensttuende Gemeindearbeiter das ganze Wochenende unterwegs, um Störungen an Hausschächten zu beheben und mit der Sensortechnik an der Pumpstation einen fortwährenden Kampf zu führen. Denn dummerweise löst der eine oder andere Sensor Alarm aus und drosselt die Leistung, obwohl keine echte Notlage vorliegt. 

 

Am Samstag führten Nachrichten dazu und heftige Störungen an zwei Hausanschlüssen dazu, dass im Dorf aus Sorge davor gewarnt wurde, die Toiletten zu benutzen. Zugleich wurde das Homepage-Team gebeten, ortsweit zu warnen. Die Rücksporache ergab: Die Störungen treten begrenzt auf, sind (leider) nicht unnormal und kein Grund, für alle Alarm zu schlagen. 

 

Aber: Gerade in Fragen der Ortsentwässerung ist es immer angeraten, im Verdachtsfall die Notfall-Nummer zu wählen. Wer aus dem Hausschacht bzw. dem Leitungsnetz ungewöhnliche Geräusche wie Pfeifen oder lautes Blubbern vernimmt oder erkennt, dass ein Schacht unentwegt abzieht (das Geräusch kennen wir alle), obwohl kein Betrieb wie Dauerduschen stattfindet, gibt lieber eine Nachricht als zu warten, bis sich die Situation womöglich verschlimmert hat. 

 

Deshalb auch noch einmal die Erinnerung, dass die Hausschächte immer zugängig sein müssen. Die Deckel sind nicht unter Platten zu verstecken, mit Blumenkübeln zu „verschönern“ (dann gehen sie überdies kaputt) oder mit Laub oder Schnee abzudecken! Unsere Gemeindearbeiter sind tatsächlich Tag und Nacht für uns unterwegs, wenn die Anlage ihnen Alarm aufs Handy schickt. 

 

Die Ortsentwässerung war natürlich auch wieder Thema der Gemeindevertretung, die am 7. Dezember getagt hat. 50.000 Euro plant Schmalensee im nächsten Haushalt (vorerst) ein, um die Generalüberholung unseres Vakuumentwässerungssystems einzuleiten. 

 

Der Finanzausschuss, der am 14. Dezember eine Sitzung haben wird, wird diese Position neben etlichen weiteren aufgreifen. So sollen 30.000 Euro für die Wärmeplanung für das B-Plangebiet Nr. 8 bereitgestellt werden. 12.500 Euro, zu denen sich hoffentlich noch großzügige Fördermittel gesellen werden, sollen für ein „Upgrade“ des Spielplatzes am Bolzplatz vorgehalten werden. Jeweils 10.000 Euro werden bereitgestellt, um Land an der Stockseer Straße zu erwerben und das Feuerwehrgerätehaus zu überplanen. Die Sanierung der Steganlage wird die Gemeinde rund 8000 Euro kosten und ein neuer Aufsitzrasenmäher dürfte 3000 Euro kosten. Außerdem werden 1000 Euro für die Baumpflege verplant, um in Sachen Verkehrssicherheit sicher zu sein. Das sind freilich die Ausgabeposten „außer der Reihe“, im Finanzausschuss wird man sich über ganz andere Hausnummern unterhalten, wie die Amts- und Schulverbandsumlage oder die Kosten für den Besuch auswärtiger Kitas und Schulen durch Schmalenseer Kinder.

Kräftig nachlegen muss die Gemeinde im Bereich der über- und außerplanmäßigen Ausgaben. Die Gemeindevertretung genehmigte dafür rund 105.000 Euro. 

 

Gefolgt wurde durch die Gemeindevertretung der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten, beim Radwegebau in Richtung Stocksee abzuspecken, den Verlauf des Mönchsweges zu integrieren und nur noch das letzte Teilstück vor dem Waldstück Karkhop vom Kreis Segeberg, der ohnehin die Stockseer Straße (Kreisstraße 57) sanieren will, als Radweg ausbauen zu lassen. Geplant werden soll all das 2024, gebaut werden soll 2025. 

 

Nachträglich auf die Tagesordnung haben die Gemeindevertreterinnen und -vertreter das Thema Ehrungen gesetzt. Auf der Gemeinde-Homepage finden interessierte Bürgerinnen und Bürger, insbesondere die Vorstände der Vereine, in der Rubrik „Unsere Gemeinde“, Unterpunkt „Verwaltung/Ortsrecht“ die Richtlinien für Ehrungen, nach denen die Kommunalpolitik in Bälde (nach langer Pause) aktiv werden möchte. 

 

Foto zur Meldung: Abwasseranlage und mehr Thema der Dorfpolitik – und tagesaktuell
Foto: Abwasseranlage und mehr Thema der Dorfpolitik – und tagesaktuell

Weihnachtsstimmung im Gemeindesaal

(08. 12. 2023)

Die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde ist alles andere als eine Pflichtveranstaltung. Sie ist ein Zeichen der Wertschätzung an jene, die den Weg bereitet haben, auf dem die nächsten Generationen das Dorf weiterentwickeln. Am 6. Dezember war es wieder soweit. Der zuständige Ausschuss hatte mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Dorf einen schönen Nachmittag vorbereitet. 

 

Angefangen mit der Dekoration rund um den mächtigen Weihnachtsbaum und dominiert von zahlreichen Weihnachtssternen, die von Gärtner Thomas Fittschen gegeben wurden, über das Saal-Equipment, auf das Annegret Voß natürlich maßgeblichen Einfluss hatte. Helferinnen und Helfer hatten sich am Vorabend der Vorbereitungen angenommen; daheim werkelten fleißige Kuchen- und Tortenbäckerinnen und -bäcker, denen ein ganz großer Dank gilt. 

 

Und dann kam der Tag der Seniorenweihnachtsfeier, der irgendwie stets nach einem roten Faden verläuft, aber immer für Überraschungen und Premieren gut ist. So war es die erste Feier unter dem neuen Ausschussvorsitzenden Lars Jungclaus und Neu-Bürgermeister Dirk Griese, die begrüßten beziehungsweise durch das Programm führten. 

 

Höhepunkt nach Kaffee- und Kuchengenuss sind stets die Kinder des Dorfes, die wieder von Nicole Specht-Cornehls und Doreen Saggau an Probenachmittagen vorbereitet worden waren und nun Lieder und Gedichte – und Solostücke auf der Querfklöte von Martje Saggau (noch eine Premiere) – darboten. Kräftige Stimmen und fröhliche Kinder erfreuten das Publikum. 

 

Und auch der anschließende „Auftritt“ von Pastorin Ulrike Egener, die eine nach Schleswig-Holstein verortete Weihnachtsgeschichte op Platt vortrug, sorgte für Heiterkeit und gute Stimmung. Beste Voraussetzungen für ein paar gepflegte Runden Bingo, für das attraktive Preise besorgt worden waren. Als Bingomeister fungierte Christopher Brust, den die mithelfenden Konfirmandinnen Annalena van het Loo und Jonna Saggau sowie Karolin van het Loo tatkräftig unterstützten. 

 

Und natürlich wirbelten unentwegt weitere Helferinnen und Helfer durch den Saal, um für Nachschub in den Tassen und Gläsern zu sorgen: Christa Jungclaus und Margret Siebke, Steffi Allonge und Christian Detlof waren dabei; und Lore Jungclaus hatte bei den Vorbereitungen geholfen. Reichlich Teamwork also, um den Seniorinnen und Senioren einen schönen Nachmittag zu bereiten. 

 

Der Ausschuss, das verrieten Lars Jungclaus und Karolin van het Loo den Anwesenden, will zukünftig auch etwas mehr Programm als eine Seniorenweihnachtsfeier für die Älteren organisieren. Deshalb findet am 12. Januar 2024 um 16 Uhr im Feuerwehrgerätehaus ein Klönschnack zur Ermittelung der Interessen statt. Erste Ideen wurden schon mitgeteilt, aber da kommt bestimmt noch mehr zusammen. Aber dazu an anderer Stelle mehr. 

Foto zur Meldung: Weihnachtsstimmung im Gemeindesaal
Foto: Seniorenweihnachtsfeier 2023

Advent in der Alten Schmiede Bornhöved: Lesung am 10. Dezember

(06. 12. 2023)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved: 

 

Weihnachtsatmosphäre schnuppern

 

Die Vorweihnachtszeit ist eine der aufregendsten, zauberhaftesten, geheimnisvollsten und stimmungsvollsten Phasen des Jahres. Diese besinnliche Adventsstimmung sowie eine fröhliche gesellige Atmosphäre bietet der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved bei einer gemütlichen Adventslesung am 2. Advent, Sonntag, den 10. Dezember 2023 von 15.00 bis 17.00 Uhr.

 

Mit einem Adventsgenuss mit allen Sinnen möchte Horst Detering gemeinsam mit Karsten Behrends und Christiane Schlüter mit Geschichten und Gedichten und stimmungsvollen Fotos auf die Weihnachtsatmosphäre vorbereiten.

 

An weihnachtlich geschmückten Tischen mit Familie und Freunden zusammensitzen, ein paar Gedichten und Geschichten lauschen, heiße Getränke und Weihnachtsgebäck genießen, miteinander klönen, sowie gemeinsam das ein oder andere Weihnachtslied singen, sind gute Voraussetzungen für einen vorweihnachtlich unterhaltsamen Abend.

 

Lassen Sie sich von der vorweihnachtlichen Stimmung mit Kerzenschein verzaubern und zelebrieren mit uns gemeinsam die schönste und geheimnisvollste Zeit des Jahres, die zum geselligen Miteinander einlädt. Auch Gäste sind eingeladen sich mit eigenen kleinen weihnachtlichen Texten an der Lesung zu beteiligen.

 

Lassen Sie sich gefangen nehmen von der Adventsstimmung in freundlicher Runde am Feuer der Esse in der Alten Schmiede Bornhöved am Kuhberg 13.

 

Veranstalter ist der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved. 

 

Der Eintritt ist frei.

[Adventslesung 10.12.2023 in der Alten Schmiede]

Foto zur Meldung: Advent in der Alten Schmiede Bornhöved: Lesung am 10. Dezember
Foto: Alte Schmiede

Am 7. Dezember tagt die Gemeindevertretung – vorher Terminabsprache 2024

(05. 12. 2023)

Eigentlich müssten die Terminabsprache für das Jahr 2024 und die letzte Sitzung der Gemeindevertretung vor Weihnachten am heutigen 5. Dezember 2023 stattfinden, denn dieser ist der Tag des Ehrenamtes. Und sowohl Vorstände der Schmalenseer Vereine als auch Bürgermeister und Gemeindevertreterinnen und -vertreter werden am Abend des 7. Dezember im Gemeindesaal zugegen sein – geballtes Ehrenamt. 

 

Aber keine Sorge, auch heute geht es ehrenamtlich in Schmalensee zu: Ab 18 Uhr werden Ehrenamtliche den Saal für die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde am morgigen 6. Dezember herrichten. Und um 20 Uhr treffen sich die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr im Feuerwehrgerätehaus, um eine Sicherheitsbelehrung zu erhalten, die Jahreshauptversammlung im Januar vorzubereiten und ihren „Meckerabend“ abzuhalten. 

 

Zurück zum 7. Dezember – Terminabsprache: Noch mal der Aufruf an alle Vereine und Organisationen, ihre Pläne für 2024 miteinander so abzustimmen, dass Überlappungen im Terminkalender der Gemeinde, und obendrein im Belegungsbuch für den Gemeindesaal, vermieden werden. Wer als Vorsitzende oder Vorsitzender verhindert ist, kann auch eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter schicken oder beim Bürgermeister seine Termine für 2024 einreichen. Beginn der Terminabsprache ist am Donnerstag um 19 Uhr.

 

Um 19.30 Uhr dann beginnt die Sitzung der Gemeindevertretung. Zwei Knackethemen werden öffentlich verhandelt: Beim Radwegebau nach Stocksee soll es laut Bauausschuss eine neue Planung geben; für die Generalüberholung der Ortsentwässerungsanlage muss tüchtig Geld verplant werden. 

 

Nicht verhandelt hatte der Bauausschuss zuletzt die Initiierung einer Projektgruppe zur Revision des Dorfökopfades. Theoretisch könnte ihm die Gemeindevertretung dies abnehmen, die Regel aber ist, dass sie dem Tempo des Ausschusses folgen wird, also erst im neuen Jahr an das Thema heran geht. Dafür hat sie sich noch in öffentlicher Runde mit Finanzen zu beschäftigen. Noch nicht mit der Haushaltsplanung 2024 – so weit ist man noch nicht –, sondern mit zuletzt geleisteten über- und außerplanmäßigen Ausgaben. 

 

Um Personalangelegenheiten und um die Zukunft der Kita Schmalensee, deren Trägerverein sich spätestens Ende 2024 zurückziehen will, geht es in nicht öffentlicher Runde. Erst kürzlich hat in Bornhöved ein Gespräch zum Interessenbekundungsverfahren stattgefunden. 

 

Schluss ist mit der Gemeindepolitik in diesem Jahr damit noch nicht: Am 14. Dezember tagt auch noch der Finanzausschuss. 

[Sitzungsunterlagen]

Foto zur Meldung: Am 7. Dezember tagt die Gemeindevertretung – vorher Terminabsprache 2024
Foto: Am 7. Dezember tagt die Gemeindevertretung – vorher Terminabsprache 2024

Bauausschuss schwenkt um beim Radwegbau

(03. 12. 2023)

Das Bürgerinteresse war gering bei der Sitzung des gemeindlichen Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten am 30. November. Der wickelte binnen zwei Stunden ein umfangreiches Programm ab und fasste manche Beschlussempfehlung, die wiederum die Gemeindevertretung beschäftigen wird. Und eine wichtige Formalie wurde nachgeholt.

 

Mit der ging es auch los in dem dieses Mal zu großen Gemeindesaal für die kleine Schar kommunalpolitisch Interessierter. Aufgrund des Zurückschwenkens vom „beschleunigten“ auf das „reguläre“ B-Plan-Verfahren in Sachen Neubaugebiet „östlich der Dorfstraße, nördlich der Damsdorfer Straße, nördlich der Straße Am Ringreiterplatz, westlich des Grasweges...“ (B-Plan 8) musste noch die Öffentlichkeit über die aktuelle Planung zur 8. Änderung des Flächennutzungsplanes informiert werden. Das war eigentlich schon im Zuge von Gremiensitzungen durch die Vertreterin der Kreisplanung geschehen, nur in Einladungen und Protokollen nicht als eben diese Öffentlichkeitsinformation benannt. Der Ausschussvorsitzende Christian Detlof holte das binnen weniger Minuten nach, grafisch unterstützt und aus den Vorlagen zitierend. Zusammenfassung: Schmalensee widmet in dem betroffenen Bereich landwirtschaftliche Fläche zu Bauland um, dazu muss der F-Plan geändert werden aus dem wiederum der B-Plan entwickelt wird. Auftrag ausgeführt.

 

Schmalensee könnte zu wenige Kita-Plätze haben

 

Im weiteren Verlauf der Sitzung war das besagte Neubaugebiet wieder Thema. Erste Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange liegen bereits vor, eine detaillierte Abwägung wird vermutlich in einer der nächsten Sitzungen Anfang 2024 erfolgen. In einem Punkt jedoch hatte die Kreisplanung schon Beschlussbedarf: Die Sozialplanung des Kreises Segeberg sieht das Verhältnis zwischen der zu erwartenden steigenden Einwohnerzahl mit in Schmalensee verfügbaren Kita-Plätzen kritisch. Die örtliche Politik ist aufgefordert, sich dazu zu äußern. Im Gremium kam man überein, dass eine Erweiterung der derzeit im Sportlerheim angesiedelten Kita-Gruppe oder gar ein Kita-Neubau keine erste Priorität genießen können. Das gibt die Finanzlage nicht her. Vielmehr setzt die Gemeinde Schmalensee darauf, dass gemäß vertraglicher Vereinbarung Schmalenseer Kinder bevorzugt in der örtlichen Gruppe aufgenommen werden. Zudem wird die Unterbringung der dann weiteren Kinder in vorhandenen oder bereits geplanten Einrichtungen angestrebt, insbesondere in Bornhöved. 

 

Unsere Ortsentwässerung – stets eine teure Tasse Tee

 

Nicht müde wird der Ausschussvorsitzende, die Ortsentwässerung mittels Vakuumsystem als „kritische Infrastruktur“ zu bezeichnen. Die 1990 in Betrieb genommene Anlage soll, das ist längst beschlossen, einer Generalüberholung unterzogen werden. Wer im ablaufenden Jahr Berichte aus der Gemeindepolitik verfolgt hat weiß, dass bereits etliche Pumpen getauscht werden mussten. Für 2024 wurde beschlossen, 50.000 Euro für erste Maßnahmen im Zuge der großangelegten Revision bereitzustellen. Ob das reichen wird? Zunächst gilt es, das Innenleben der Pumpstation am Gassenbult inklusive Steuerungselektrik zu überarbeiten. Auch machen Schieber vor den Sammeltanks im Außenbereich Sorge, da sie im Grundwasserbereich liegen. Aber es gibt für alles Lösungsansätze – zumindest Ideen dafür...

 

Straßenbeleuchtung war ausgefallen – Rasenmäher ist „auf“

 

In Teilen Schmalensees, entlang der Dorfstraße und in der Belauer Straße, hat es im Oktober einen kurzzeitigen Ausfall der Straßenbeleuchtung gegeben. Unser Gemeindearbeiter Mario Rehfeldt hat in Zusammenarbeit mit Elektriker Stefan Hamdorf und unter Zuhilfenahme eines Messwagens der SH Netz AG die Quelle des Übels an der Abzweigung nach Belau finden und beheben können. Eine weitere (noch nicht akute Fehlerquelle) konnte bei der Gelegenheit schräg gegenüber der Straße Streeken identifiziert werden. Sie soll im Rahmen von Reparaturleistungen beseitigt werden. Für einen neuen Aufsitzrasenmäher wird eine Ausschreibung nötig werden, die Neuanschaffung wird der Gemeindevertretung dringend empfohlen, das das Altgerät nicht mehr zu reparieren ist. 

 

Ökopfad verschoben – Haushalt vorberaten

 

Um den zeitlichen Bogen der Sitzung nicht zu überspannen wurde der Tagesordnungspunkt Dorfökopfad „geschoben“. Ziel ist, ehrenamtliches Engagement in einer Projektgruppe zu vereinen, die sich mit einer Revision des arg gelittenen Vorzeigeobjekts befasst – von der Überarbeitung der Inhalte über Standortwahl der Beschilderung und Neuerstellung eines Flyers bis zur Beschaffung neuer Schilder und Klärung der Fördermöglichkeiten. Da soll nun 2024 neu angesetzt werden. Interessierte, auch solche, die keinem Gremium angehören, können sich jederzeit bei Christian Detlof melden. 

 

Einige Positionen für die Haushaltsplanung 2024 hat der Bauausschuss zusammengetragen, die Gemeindevertreter Thorge Jankowski und der von ihm geleitete Finanzausschuss in ihre Beratungen mitnehmen werden. Zum Beispiel 10.000 Euro für etwaige Planungskosten für eine Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses; 30.000 Euro für die Kommunale Wärmeplanung und 8000 Euro für die anstehende Erneuerung der Steganlage an der Badestelle. 

 

Eine Initiative aus dem Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr sowie aus Mitgliedern des Verschönerungs- und Vogelschießervereins strebt ein Upgrade für den Spielplatz auf dem Bolzplatzgelände an. 12.500 Euro wurden hierfür vorgeschlagen. Außerdem Kosten für Baumpflegearbeiten (1000 Euro), bei denen unsere Dorfeiche im Fokus liegt. 

 

Radweg nach Stocksee soll dem Mönchsweg folgen

 

Fast zu schön um wahr zu sein war der vom Landesverkehrsminister überbrachte Förderbescheid, wonach rund 980.000 Euro an Bundesmitteln für den Bau eines Radweges von Schmalensee entlang der Kreisstraße 57 (Stockseer Straße) nach Stocksee bereitgestellt wurden. Erwartete Kosten bei der Beantragung: 1,3 Millionen Euro. Nun aber hatte sich herausgestellt: Die Gesamtmaßnahme würde das Dreifache kosten – und damit der Anteil der Gemeinden Schmalensee und Stocksee deutlich nach oben klettern. Außerdem hatte das vom Kreis beauftragte Planungsbüro bisher so gut wie nichts „geliefert“, Fristen drohten zu verstreichen. In einem Abstimmungsgespräch beider Gemeinden mit Amts- und Kreisverwaltung, bei dem das Büro unentschuldigt fehlte, fand nun der Schwenk statt:

 

Es soll einen Radweg zwischen beiden Dörfern geben. Dieser aber soll nicht dem Verlauf der K57 folgen, sondern – in der Schmalenseer Gemarkung – dem des Radfernwanderwegs Mönchsweg. Die Vorteile: Bis auf das letzte Stück vor dem Waldstück Karkhop ist dieser Radweg quasi schon vorhanden, die dazu dienenden Wirtschaftswege müssen „nur“ ertüchtigt werden. Auf Länge einer landwirtschaftlichen Fläche wird es nötig sein. Land zu erwerben und neben der K57 den Radweg fortzusetzen. Darum kümmert sich der Kreis Segeberg, der Mittel zum Radwegebau nutzen will und ohnehin plant, die K57 komplett zu sanieren. 

 

Die Fördermittel des Bundes werden freilich zurückgegeben werden müssen, da die dafür vorgesehene Maßnahme nicht mehr stattfindet. Für die Gemeinde Schmalensee werden, läuft alles glatt, die Kosten für den Radweg nach Stocksee deutlich geringer ausfallen, als ursprünglich vorgesehen. So ist es an der Gemeinde, beim Landerwerb die Differenz aufzubringen zwischen dem, was der Kreis zahlen kann und dem, was seitens der Landeigentümer ausgehandelt wird. Die Planung soll 2024, die Umsetzung 2025 erfolgen.

 

Ein wichtiger Hinweis, den Bürgermeister Dirk Griese in diesem Zusammenhang gegeben hat: Auch für die Sanierung der Stockseer Straße wird der Kreis Land erwerben müssen, da die Straße aktuell nicht über die Standardbreite verfügt. Das kann auch zu Knickverschiebungen führen, die aber mit einem Radwegebau dann nichts zu tun haben. 

 

Auch E-Ladesäule war Thema

 

Ein Hinweis zur E-Ladesäule am Feuerwehrgerätehaus bzw. Bolzplatz: Dort hatte es vereinzelt Probleme mit dem Ladevorgang gegeben, der sich deutlich verlängert habe. Das konnten wiederum andere Nutzer nicht bestätigen. Für eine Probemessung aber lagen nicht genügend Ladevorgänge für eine aussagekräftige Analyse vor. In der Theorie ist die Säule für das Schnellladen geeignet. Offenbar gibt es einen Zusammenhang mit den Ladekabeln der Nutzer*innen: dreipolige Kabel haben offenbar ein Problem mit der Säule, vier- und fünfpolige Kabel dagegen nicht. So der aktuelle Sachstand am 30. November...

Foto zur Meldung: Bauausschuss schwenkt um beim Radwegbau
Foto: Bauausschuss schwenkt um beim Radwegbau

Alte Schmiede am 2. Advent: Lesung in der Alten Schmiede

(03. 12. 2023)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved:

 

Weihnachtsatmosphäre schnuppern 

 

Die Vorweihnachtszeit ist eine der aufregendsten, zauberhaftesten, geheimnisvollsten und  stimmungsvollsten Phasen des Jahres. Diese besinnliche Adventsstimmung sowie eine fröhliche gesellige  Atmosphäre bietet der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved bei einer gemütlichen Adventslesung am  2. Advent, Sonntag, den 10. Dezember 2023 von 15.00 bis 17.00 Uhr. 

 

Mit einem Adventsgenuss mit allen Sinnen möchte Horst Detering gemeinsam mit Karsten Behrends  und Christiane Schlüter mit Geschichten und Gedichten und stimmungsvollen Fotos auf die  Weihnachtsatmosphäre vorbereiten. 

 

An weihnachtlich geschmückten Tischen mit Familie und Freunden zusammensitzen, ein paar Gedichten  und Geschichten lauschen, heiße Getränke und Weihnachtsgebäck genießen, miteinander klönen, sowie  gemeinsam das ein oder andere Weihnachtslied singen, sind gute Voraussetzungen für einen vorweihnachtlich unterhaltsamen Abend. 

 

Lassen Sie sich von der vorweihnachtlichen Stimmung mit Kerzenschein verzaubern und zelebrieren mit  uns gemeinsam die schönste und geheimnisvollste Zeit des Jahres, die zum geselligen Miteinander  einlädt. Auch Gäste sind eingeladen sich mit eigenen kleinen weihnachtlichen Texten an der Lesung zu  beteiligen. 

 

Lassen Sie sich gefangen nehmen von der Adventsstimmung in freundlicher Runde am Feuer der Esse in  der Alten Schmiede Bornhöved am Kuhberg 13. 

 

Veranstalter ist der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved. 

 

Der Eintritt ist frei.

[Adventslesung Alte Schmiede 10.12.2023]

Foto zur Meldung: Alte Schmiede am 2. Advent: Lesung in der Alten Schmiede
Foto: Alte Schmiede

Dezember-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 12. 2023)

Auch im Jahr 2023 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist insbesondere das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben, alte Protokollbücher und das Studium der Literatur zur Regionalgeschichte runden die Beiträge mitunter ab. Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und am 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat Dezember.

 

Personal- und Ortswechsel in Schmalensee: Die Poststelle Schmalensee erhält am 1. Dezember 1988, vor 35 Jahren, in doppelter Hinsicht ein neues Gesicht: Annelies Behrend ist nach 36 Jahren Dienstzeit in den Ruhestand gegangen. Ihre Nachfolgerin wird Marlene Peckelhoff, die schon seit 1982 als Vertretung aktiv ist. Mit diesem Personalwechsel ändert sich auch der Sitz der Postfiliale, der vom Haus Behrend in das Gebäude der Familie Peckelhoff in der Damsdorfer Straße 2 verlegt wird. Allerdings hält sich die Oberpostdirektion Kiel eine Hintertür offen: Die Filiale besteht vorerst bis zum 31. Dezember 1989 auf Probe. Das Kundenverhalten soll abgewartet werden. (Und das wird vorerst „okay“ sein, denn erst am 14. September 1996 wird die Postfiliale Schmalensee „aus wirtschaftlichen Gründen“ geschlossen werden.)

 

Reimer Saggau Stellvertreter: In der Bad Segeberger Landwirtschaftsschule findet am 1. Mai 1988, vor 35 Jahren, eine Sitzung des Landwirtschaftlichen Ausschusses des Kreises Segeberg statt. Das siebenköpfige Gremium ist Mittler zwischen den Belangen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Segeberger Landwirtschaft gegenüber der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Klaus Hildebrand (Kükels) wird wieder zum Kreisbauernvorsteher und damit zum Vorsitzenden des Ausschusses gewählt. Seine neuen Stellvertreter werden Reimer Saggau (Schmalensee) für die Arbeitgeberseite und Eberhard Mai (Hasenmoor) für die landwirtschaftlichen Arbeitnehmer.

 

Hexenverbrennung vor 345 Jahren: Auf dem Langen Berg (Pahlenberg) oberhalb des Bornhöveder Sees werden am 3. Dezember 1678 vier Personen aus dem Kirchspiel Bornhöved wegen Hexerei oder Teufelsanbetung verbrannt. Es handelt sich um vier Leibeigene des Gutes Depenau, zwei ältere Frauen und zwei Männer. Der Gutsherr, Rittmeister Joachim Brockdorf, hat sie der Hexerei und Teufelsanbetung angeklagt. Dem „hochpeinlichen“ Gericht gehören neben dem Gutsherrn auch der Bornhöveder Pastor Lazarus Schümann (an anderer Stelle Kasparus Schümann), Verwalter Jacob Petersen und der Gärtner Iwan Walkam an. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, „dass sie auf dem Blocksberge mit dem Teufel in Verkehr gestanden und die Dreifaltigkeit verleugnet hätten. Der Satan, der einmal in Gestalt eines Hundes, ein andermal als vollendeter Kavalier in roten Hosen erschienen sei, habe den Angeklagten ein Zeichen beigebracht und sie darauf reichlich bewirtet. 

 

Luftsportfreunde werden bitter enttäuscht: In Bornhöved soll am 6. Dezember 1933, vor 90 Jahren, ein in Weimar gefertigtes Segelflugzeug vom Typ „Harz 33“ eintreffen. Bestellt wurde es vom Stützpunkt Bornhöved des Deutschen Luftsportverbandes. Der Stützpunkt, dessen Leiter der Bornhöveder Andreas Hein ist, umfasst auch die umliegenden Dörfer. Zur Finanzierung des Segelfliegers haben auch einige Privatpersonen sowie die Spar- und Darlehnskasse Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek beigetragen. Ordnungsgemäß verplombt trifft der erwartete Waggon der Kleinbahn Kiel-Segeberg am Bahnhof Bornhöved ein. Der Lokomotivführer, selbst Mitglied des Stützpunktes, hat aus Bad Segeberg per Telefon die Lieferung angekündigt, und so wird unter den Augen zahlreicher Mitglieder der Waggon geöffnet – und ist leer. Man vergaß offenbar in Weimar, das Flugzeug zu verladen.

 

Schmalenseerin die Nummer 2 im Land: Bereits im November 2008 ist die Schmalenseerin Mareike Harder vom Landesschülerparlament zur stellvertretenden Landesschülersprecherin gewählt worden. Die Segeberger Zeitung berichtet am 6. Dezember 2008, vor 15 Jahren von ihr. Seit 2004 ist die 16-Jährige Mitglied der Schülervertretung der Realschule bzw. der Grund- und Gemeinschaftsschule Bornhöved. 2009 enden ihre Amtszeiten wegen des Ausscheidens aus der Schule. Bis dahin setzt sie sich vor allem gegen Mobbing und für ein friedliches Miteinander in Schulen ein. 

 

Erziehung zum totalen Krieg: Im Bad Segeberger Hotel Germania findet am 7. Dezember 1938, vor 85 Jahren, eine Kreistagung des NS-Lehrerbundes statt. Inhalte sind „Die Wehrerziehung in unserer Schule“ und „Gedanken über einen neuzeitlichen Krieg.“ Einer der Gastredner ist der Pg. (Parteigenosse) Brodersen aus Flensburg. Er führt u.a. aus: „Der Krieg der Zukunft wird ein Volkskrieg sein, der eine einsatzbereite, opferwillige Jugend voraussetzt. Schon in der Schule ist der Junge zu Gewandtheit, Mut und Geistesgegenwart zu erziehen. […] Nach 1933 wird die Jugend erfreulicherweise nach einheitlicher politischer Idee    ausgerichtet, die in der Reihenfolge Schule, HJ, Arbeitsdienst, Wehrmacht in Erscheinung tritt. Der totale Krieg fordert von jedem Volksgenossen Wehrwilligkeit, Wehrfertigkeit und Opferbereitschaft. [...]“. Am 18. Februar 1943 wird NS-Chefpropagandist Joseph Goebbels in den Berliner Sportpalast seinen wohl berühmtesten Satz brüllen: „Wollt Ihr den totalen Krieg?“

 

Eine Chronik von Schmalensee: Am 7. Dezember 1948 erscheint im Anzeigenblatt für den Kreis Segeberg, das nach Einstellung des Segeberger Kreis- und Tageblatts im Mai 1945 und vor Erscheinen der Segeberger Zeitung ab Oktober 1949 im Zeitraum 1948/49 bei C.H. Wäser in Bad Segeberg erscheint, diese Anzeige: „Zu Weihnachten wird erscheinen, als Festgeschenk geeignet, Die Chronik von Schmalensee mit vielen Bildern und Karten von H. Göttsch. Erhältlich in C.H. Wäsers Druckerei, beim Verfasser in Bad Segeberg, Lindenstraße 37.“

 

Helmuth Saggau Kronprinz: Die Treibjagd auf der Schmalenseer Feldmark am 7. Dezember 1963, vor 60 Jahren, bringt gute Abschusszahlen. 30 Jäger erlegen 63 Hasen, zehn Kaninchen, einen Fuchs, einen Fasanenhahn und zwei wildernde Katzen. Jagdkönig wird Stölting aus Belau, der den Fuchs und sieben Hasen schießt. Schmalensees Bürgermeister Helmuth Saggau wird mit vier geschossenen Hasen Kronprinz.

 

Schmalenseer dominieren bei den Schwarzbunten: Der Kreisverein Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner feiert am 8. Dezember 1928, vor 95 Jahren, sein 25-jähriges Bestehen. Einleitend findet eine Generalversammlung unter der Leitung des Hufners Eduard Greve statt. Greve vertritt den „auf einer Reise nach Neuyork befindlichen“ Vorsitzenden, Gutsbesitzer Isenberg. Die Versammlung führt umfangreiche Delegiertenwahlen durch. Zu Abgeordneten beim Provinzialverband für die Jahre 1929 bis 1932 werden neben acht weiteren Mitgliedern gewählt: Heinrich Harder und Hugo Saggau aus Schmalensee. Zu Hugo Saggaus Vertreter wird mit Willi Harder ein weiterer Schmalenseer gewählt. Der Schmalenseer Ernst Stegelmann wird für die Jahre 1929 bis 1931 erneut in die Körkommission gewählt. Den Festvortrag zum Jubiläum des Kreisvereins hält dessen Geschäftsführer, Schmalensees Lehrer Heinrich Göttsch.

Während des Festaktes führt dann Amtsvorsteher i.R. Heinrich Christian Saggau (im Artikel des SKTB irrtümlich „Ludwig Saggau“ genannt) aus Schmalensee den Vorsitz. Im Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts wird er irrtümlich Ludwig Saggau genannnt – ein weiterer bekannter Schmalenseer. Heinrich Christian Saggau hatte die Gründungsversammlung vor 25 Jahren geleitet. Eduard Greve berichtet den Anwesenden, dass u.a. Heinrich Kock (Willingshöfen) zum Ehrenmitglied ernannt worden ist. Unter den Grußwortrednern ist auch Heinrich Harder aus Schmalensee, der einen Toast auf die Stadt Bad Segeberg ausbringt. Die Kreisstadt bringe der Tätigkeit des Vereins Interesse entgegen, das bezeuge die Anwesenheit zahlreicher Bürger. 

Einen besonderen Auftritt haben schließlich vier junge Mädchen aus Schmalensee, die, als Japanerinnen verkleidet, unter Gesangbegleitung einen Tanz vorführen. Heinrich Göttsch beschließt den Festakt mit dem Vortrag selbst verfasster plattdeutscher Verse, die sich mit der Tätigkeit der Frau im Allgemeinen und der Landfrau im Besonderen befassen. Er bringt ein Hoch auf die deutsche Landjugend aus. 

 

Hugo Saggau zweiter Mann im Kreis: Der Landwirtschaftliche Ausschuss des Kreises Segeberg, ein Gremium aus Vertretern der Landwirtschaftskammer, Betriebsleitern und landwirtschaftlichen Arbeitnehmern, wählt laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 8. Dezember 1953, vor 70 Jahren, den Kreisbauernvorsteher Willi Rickert aus Kükels wieder in sein Amt. Zum ersten Stellvertreter wird Hugo Saggau aus Schmalensee gewählt.

 

Vom Umgang mit Juden 1938: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt bringt am 9. Dezember 1938, vor 85 Jahren, diesen Bericht aus Bad Segeberg: „Die Filmvorführung der Gaufilmstelle mit Bildstreifen von der zersetzenden und demoralisierenden Tätigkeit des Judentums auf kulturellem Gebiet fand vor überfülltem Saale statt. Der Eindruck, den der Abend hinterließ, war umso nachhaltiger, als diesem Bildbericht aus der Zeit des Systems ein anderer gegenüber gestellt war, der unter dem Motto „Schwert des Friedens“ den heldischen Sinn der Deutschen herausstellte, eben den Geist, gegen den das Judentum bewusst zu Felde zog und den zu zerstören es mit all seinen Kräften sich bemühte. Damit ist es nun vorbei und den Fremdlingen aus dem Morgenlande dank der nationalsozialistischen Weltanschauung das Handwerk ein für alle Male in Deutschland gelegt. Es gibt niemanden mehr, der mit den Juden irgendetwas noch zu tun haben will.“ 

 

Kerzen nur für Bedürftige: Das Wirtschaftsamt des Kreises Segeberg teilt am 11. Dezember 1943, vor 80 Jahren mit, dass Weihnachtskerzen in diesem Jahr bis zum Heiligen Abend nur an Kinder unter 15 Jahren ausgegeben werden dürfen – zwei Stück. Und nur an solche Kinder, die einen Elternteil verloren haben – gefallen oder durch Bombenangriff. Und Kinder von fliegergeschädigten Umquartierten. Diese Kinder erhalten einen entsprechenden Gutschein vom zuständigen Bürgermeister, den sie an entsprechenden Verkaufsstellen stempeln lassen müssen.

 

Holsteinische Partisanen vor 380 Jahren: Dänemark hat die Sundzölle erhöht, um Schwedens Macht im Ostseeraum zu beschneiden und die in die Nordsee vordringenden Holländer zu treffen. Ohne vorherige Kriegserklärung überschreiten am 11. Dezember 1643 schwedische Truppen unter Generalfeldmarschall Torstenson bei Trittau die Landesgrenze zu Dänemark und marschieren in Holstein ein. Der Segeberger Amtmann Casper von Buchwaldt stellt eilig eine 169 Mann starke Partisanentruppe auf, deren Hauptquartier sich auf der Siegesburg befindet: Die „freien holsteinischen Knechte“, auch „Schnapphähne“ genannt, bekämpfen die Schweden, die auch durch Bornhöved marschieren, aus ihren Verstecken in der dicht bewaldeten Segeberger Heide heraus. Am 12. August 1644 werden die Schweden Rache nehmen und brennen auf Geheiß Thorstensons Stadt und Schloss Segeberg nieder. 

 

Überzeugungsarbeit beim Übungsdienst: Am Dienstabend der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee am 13. Dezember 1983, vor 40 Jahren auf dem Bolzplatz, können auch Interessierte dabei sein. Die Löschwasserversorgung soll getestet, das gesamte Gerät vorgeführt und der Einsatz von drei neuen Zwei-Meter-Funkgeräten demonstriert werden. Letzteres übernimmt Bornhöveds Wehrführer Friedrich-Wilhelm Jeimke, der die anwesenden Gemeindevertreter von der Notwendigkeit der Anschaffung dieser Geräte überzeugen kann. Jeimke kann auch nach erfolgreicher Wasserförderung in der „Siedlung“ am Ringreiterplatz bestätigen, dass in diesem Bereich die Versorgung mit Löschwasser gewährleistet ist. 

Foto zur Meldung: Dezember-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Werbung im Anzeigenblatt für den Kreis Segeberg für Göttsch-Chronik, 07.12.1948

Schon über 40 Anmeldungen zur Seniorenweihnachtsfeier am 6. Dezember

(29. 11. 2023)

Die Einladungen sind raus, hier erfolgt die Wiederholung. Am Mittwoch, 6. Dezember, findet die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde statt. Wie immer um 15 Uhr, wie immer im Gemeindesaal. 

 

Der Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr sowie der Verschönerungs- und Vogelschießerverein, und die evangelische Kirchengemeinde und weitere Helferinnen und Helfer sind schon fleißig, um allen Teilnehmenden einen schönen Nachmittag zu bereiten.  Konfirmandinnen haben ihre Unterstützung ebenso zugesagt wie Bürgermeister Dirk Griese.

 

Denn das Programm soll wieder alles bieten: Von selbst gebackenen Kuchen, Kaffee und viel Klönschnack über eine kurze Andacht, den Gesang der Kinder des Dorfes bis hin zum beliebten Bingo. 

 

Zur besseren Planbarkeit wird um telefonische Anmeldung gebeten. Und zwar beim Ausschussvorsitzenden Lars Jungclaus unter 0162-2993332. 

 

Dabei kann auch mitgeteilt werden, ob man anstelle von Kuchen lieber ein herzhaftes Käsebrot essen möchte, das wie der Kaffee aus der Gasthof-Küche kommt. 

 

Wer angemeldet ist und dann aus zum Beispiel gesundheitlichen Gründen absagen muss, wähle bitte ebenfalls die Nummer des Ausschussvorsitzenden. 

 

[Einladung Seniorenweihnachtsfeier 06.12.2023]

Foto zur Meldung: Schon über 40 Anmeldungen zur Seniorenweihnachtsfeier am 6. Dezember
Foto: Schon über 40 Anmeldungen zur Seniorenweihnachtsfeier am 6. Dezember

Bauausschuss am 30. November – Los geht’s mit einer Info zum F-Plan

(28. 11. 2023)

Die nächste Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten der Gemeinde Schmalensee – kurz: Bauausschuss – ist angesetzt. Stattfinden soll sie am Donnerstag, 30. November, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal. Aber es geht schon 15 Minuten vorher los. 

 

Denn in Zusammenhang mit dem geplanten Baugebiet (B-Plan Nr. 8) muss noch die Öffentlichkeit über die damit verbundene 8. Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plan) der Gemeinde Schmalensee informiert werden. Das macht der Ausschussvorsitzende Christian Detlof selbst, Beginn ist um 19.15 Uhr. 

 

Die Grundbotschaft dieser Information der Öffentlichkeit (Achtung: Spoiler!): Die Gemeinde Schmalensee widmet in dem für das Baugebiet vorgesehene Gebiet Ackerland zu Bauland um. Punkt.

 

Lange Tagesordnung – könnte aber schnell gehen

 

Die Tagesordnung ist schon wieder lang geworden (und sie hätte noch länger werden können). Entscheidend ist an manchen Stellen die Abkürzung „ggf.“. Denn ob es immer auch etwas zu beschließen gibt, stand bei Festlegung der Tagesordnung noch nicht fest. Aber es gibt Veröffentlichungsfristen, und so sieht man sich als Ausschussvorsitzender schon mal gezwungen oder, um es positiver auszudrücken, in der Lage, auch mal was aufzulisten, das sich als Nullnummer entpuppt. Wir werden sehen. 

 

Zum Bebauungsplan Nr. 8 (Neubaugebiet) wird es sicherlich noch immer keine Aussage zum ersten Spatenstich oder einem Quadratmeterpreiß geben. Aber das Thema verdient es, regelmäßig zur Sprache zu kommen, um mindestens neueste Entwicklungen zu berichten. 

 

Zur Ortsentwässerung (Vakuumentwässerungsanlage) muss gesprochen werden, denn die soll grundüberholt werden. Die Straßenbeleuchtung hatte Aussetzer, eventuell mit Folgen – mehr dazu in der Sitzung. Zu gemeindlichen Geräten ist im Grundsatz eine Beratung nötig, da hier ggf. noch private genutzt werden, wo öffentlich hermüssten. Das passt dann natürlich zu den Beratungen der Haushaltsplanung, zu der die Verwaltung in Vorleistung treten wird. 

 

Der Radwegebau nach Stocksee war zum Ende der letzten Wahlperiode öffentlichkeitswirksam angeschubst worden – mit Ministerbesuch und Scheck-Übergabe. Aber wie steht es mit der Planung? Und den Kosten? Ist alles noch so möglich, wie gedacht? 

 

Der Dorfökopfad soll auch Thema sein: Wer in der Feldmark, im Wald oder am See runde Schilder bemerkt hat, die in einem teilweise erbärmlichen Zustand sind: Das ist er. Und er muss auch mal grundüberholt werden. Dazu sollen Bürgerinnen und Bürger außerhalb des Gremiums in eine Projektgruppe eingebunden werden – so der Plan. Also, wer mitmachen und sich projektbezogen ehrenamtlich engagieren will, herzlich willkommen!

Foto zur Meldung: Bauausschuss am 30. November – Los geht’s mit einer Info zum F-Plan
Foto: Bauausschuss am 30. November – Los geht’s mit einer Info zum F-Plan

Platt-Lesung am 27. November in Bornhöved: „Söte Tieden – Sure Tieden“

(22. 11. 2023)

Die Günnbeker Plattsnacker, die auch Freunde in Schmalensee haben, machen auf eine Lesung in Bornhöved aufmerksam, zu der man sich anmelden muss: 

 

Liebe Plattsnacker und Freunde der niederdeutschen Sprache,

 

Wir freuen uns und bieten eine Lesung an mit der Autorin Petra Wede, aus dem Seedorfer Ortsteil Hornsmühlen an, die ihr neues Buch „Söte Tieden, Sure Tieden”“ vorstellt.

 

Diese Lesung erfolgt mit Unterstützung von Carola Kraus, vom Buchladen Bücherzeit.

 

Hiermit erfolgt unsere herzliche Einladung zur Lesung „Söte Tieden – Sure Tieden“   für Montag, 27. November 2023, im Buchladen Bücherzeit, Am Alten Markt 9b in 24619 Bornhöved.

 

Beginn der Veranstaltung ist um 17.00 Uhr. Hinterher können Bücher käuflich erworben und signiert werden lassen.

 

Keine Teilnahmekosten – Es werden jedoch gerne Spenden angenommen.

 

Das Platzangebot am Veranstaltungsort ist auf 25 Teilnehmer*innen beschränkt.

 

Teilnahme-Anmeldung ab sofort möglich unter Tel. 04323 – 96464 (Buchladen).

 

Hartlich Gröten vun Werner Stöwer, Renate Böhling, Wilfried Bornhold, Meike Tensfeld

 

De Günnbeker Plattsnacker:

 

Die Veranstaltungen der Günnbeker Plattsnacker beginnen jeweils um 15.00 Uhr mit einer Kaffeetafel, an jedem zweiten Dienstag im Monat in „Uns Dörphuus“ im Rotbüschenkamp in Gönnebek. Ausnahmen: Karpfen- und Fleischessen am Donnerstag um 16 Uhr und die Ausfahrt startet um 12 Uhr. Sonderzeiten,-Veranstaltungen sind farblich unterlegt oder werden rechtzeitig bekannt gegeben. Für alle Veranstaltungen ist eine Teilnahme-Anmeldung erforderlich. Informationen zu den Plattsnackern gibt es bei Werner Stöwer, Telefon 01575-2068092. 

[Plakat der Günnbeker Plattsnacker zur Lesung am 27.11.2023]

Foto zur Meldung: Platt-Lesung am 27. November in Bornhöved: „Söte Tieden – Sure Tieden“
Foto: Platt-Lesung am 27. November in Bornhöved: „Söte Tieden – Sure Tieden“

Achtung Vereine: Terminabsprache 2024 am 7. Dezember!

(21. 11. 2023)

Nicht vergessen: Immer vor der letzten Sitzung der Gemeindevertretung des Jahres (oder vor Weihnachten) treffen sich der Bürgermeister und oder ein zuständiger Ausschussvorsitzender bzw. eine/e Gemeindevertreter/in mit den Vorsitzenden der örtlichen Vereine, Wählergruppen und Organisationen, um die Terminabsprache für das Folgejahr zu treffen. In diesem Jahr ist das am Donnerstag, 7. Dezember, um 19 Uhr im Gemeindesaal. 

 

Diese Terminabsprache hat den Vorteil, dass Überschneidungen möglichst ausgeschlossen werden. Und durch die Veröffentlichung des Kalenders im Amtsblatt (Blickpunkt) und auf der Gemeinde-Homepage haben alle Vereine, Wählergruppen und Organisationen ein fertiges Gerüst vor Augen, in das sie über das neue Jahr verteilt weitere Termine, die erst später hinzu kommen, einfügen können, ohne anderen auf die Terminfüße zu treten. 

 

Einige Termine für 2024 stehen schon fest, zum Beispiel, weil sie andernorts frühzeitig hatten angemeldet werden müssen. So der Knicklauf des SV Schmalensee, der beim Deutschen Leichtathletikverband in dessen Laufkalender aufgeführt ist. Der Dorfputz wurde bereits dem WZV mitgeteilt und auch das Vogelschießen wurde längst festgezurrt, um sich die Begleitmusik für den Umzug durch das Dorf frühzeitig zu sichern. 

 

Alle schon feststehenden 2024er Termine sind bereits in der Terminliste auf der Gemeinde-Homepage zu sehen. Für die angesprochenen Gruppen, Vereine etc. gilt es nun, ihre Vorhaben für das kommende Jahr zu verabreden und in der Absprache einzubringen, die, das darf nicht vergessen werden, auch für die Vergabe des Gemeindesaals von großer Bedeutung ist. Wer am 7. Dezember verhindert ist, kann seine Termine schon im Vorwege bei Bürgermeister Dirk Griese abgeben. Auch Gemeindevertreter Christopher Brust nimmt diese an. 

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Terminabsprache 2024 am 7. Dezember!
Foto: Achtung Vereine: Terminabsprache 2024 am 7. Dezember!

Blutspende am 21. November in Bornhöved

(20. 11. 2023)

Die nächste Möglichkeit zur Blutspende, und damit Leben zu retten, besteht am kommenden Dienstag, 21. November, von 16.30 bis 19.30 Uhr in der Sventana-Schule (Jahnweg 6) in Bornhöved. 

 

Unter www.blutspende-nordost.de und die Spenderhotline 0800 1194911 (kostenfrei) werden zahlreiche Fragen rund um die Blutspende beantwortet. Auch gibt es dort die Möglichkeit zu einem Spende-Check. 

 

Weitere Infos zum Termin in Bornhöved: 

 

  • Bitte beachten Sie, dass zwischen zwei Blutspenden ein Abstand von mind. 56 Tagen eingehalten werden muss.

  • Bringen Sie zudem zu jeder Blutspende Ihren Personalausweis mit.

  • Bitte trinken (alkoholfrei) und essen Sie vor einer Blutspende ausreichend (ca. 2h vorher).

 

Sie erreichen die Spenderäumlichkeiten der Sventana-Schule über den Jahnweg direkt links nach der Schulhofeinfahrt, wo auch geparkt werden kann.

 

Auf Wunsch können Sie sich im Rahmen Ihrer Blutspende auch als Stammzellspender registrieren lassen.

 

Übrigens: Die Blutspendetermine in Bornhöved für 2024 stehen schon fest: Jeweils dienstags, jeweils von 16.30 bis 19.30 Uhr und jeweils in der Sventana-Schule am 23. Januar, 30. April, 25. Juni, 17. September und 19. November. 

 

Foto zur Meldung: Blutspende am 21. November in Bornhöved
Foto: Blutspende am 21. November in Bornhöved

Na? Schon angemeldet? Seniorenweihnachtsfeier am 6. Dezember

(18. 11. 2023)

Die Einladungen sind im Dorf längst verteilt. Und zwar gezielt an die „Zielgruppe“: Am Mittwoch, 6. Dezember, findet die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde statt. Wie immer um 15 Uhr, wie immer im Gemeindesaal. Sind Sie dabei?

 

Im Hintergrund des dörflichen Lebens wird schon fleißig geplant und gewerkelt und geübt. Denn das Programm soll wieder alles bieten. Von leckeren, selbst gebackenen Kuchen, herrlichem Kaffee und viel Klönschnack über den Gesang der Kinder des Dorfes bis hin zum beliebten Bingo. 

 

Für den neuen Gemeindevertreter und Vorsitzenden des zuständigen Ausschusses, Lars Jungclaus, ist es die erste Seniorenweihnachtsfeier, die er aber mit einem erfahrenen Team und der Unterstützung durch den Verschönerungs- und Vogelschießerverein hat vorbereiten können. Die Einladungskarten hat wieder Christopher Brust entworfen (liegt dieser Meldung als PDF zum Download bei), und am 6. Dezember werden sehr wahrscheinlich wieder Konfirmanden bei der Durchführung mitwirken. 

 

Zur besseren Planbarkeit wird um telefonische Anmeldung gebeten. Und zwar bei Lars Jungclaus unter 0162-2993332. Dabei kann auch mitgeteilt werden, ob man anstelle von Kuchen lieber ein herzhaftes Käsebrot essen möchte, das wie der Kaffee aus der Gasthof-Küche kommt. Wer angemeldet ist und dann aus zum Beispiel gesundheitlichen Gründen absagen muss, wähle bitte ebenfalls die Nummer des Ausschussvorsitzenden. 

[Einladung Seniorenweihnachtsfeier 06.12.2023]

Foto zur Meldung: Na? Schon angemeldet? Seniorenweihnachtsfeier  am 6. Dezember
Foto: Na? Schon angemeldet? Seniorenweihnachtsfeier am 6. Dezember

November-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 11. 2023)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Darüber hinaus liefern der Blick in die Literatur zur Regionalgeschichte, in Protokollbücher und in Alt-Schmalenseer Familienalben wichtige Informationen. Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat November die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Konfis gestalten Volkstrauertag: Im Anschluss an die Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am 16. November 2003, vor 20 Jahren, gestalten unter der Leitung von Pastor Uwe Haberland und des Ausschussvorsitzenden Klaus Wendt fünf Jungen und Mädchen aus Schmalensee die Andacht auf dem Gemeindesaal. Nils Miebach, Ronja Herbst, William Bergstädt, Christian Haase und Nicole Jungclaus verlesen die Namen der in den Weltkriegen gefallenen Schmalenseer und mahnen zugleich vor den Schrecken des Krieges. 

 

Schmalenseer Sozialdemokraten beim Bundesparteitag: In Bochum findet vor 20 Jahren, vom 17. bis zum 19. November 2003, ein Bundesparteitag der SPD statt. Das Beschlussbuch enthält auch den Antrag Nr. 414 der Ortsvereine Ammersbek und Schmalensee, in dem diese zum „Verfahren für das neue Grundsatzprogramm“ u.a. fordern, die Parteibasis frühzeitig an einer Debatte zu beteiligen. Im Beschlussbuch ist zum Antrag die Abkürzung „PV-P“ vermerkt, was bedeutet, dass der Antrag an den Parteivorstand zur Vorbereitung von Grundsatzprogramm und Programmparteitag überwiesen worden ist. 

 

Revolution in Schleswig-Holstein und auch in Schmalensee: Am 7. November 1918, vor 105 Jahren, entflammt die sogenannte Novemberrevolution die der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Der Kieler Arbeiter- und Soldatenrat als „Provisorische Provinzialregierung für Schleswig-Holstein“ fordert, ihn durch die Bildung regionaler Räte zu unterstützen. Ziel sei die „freie, soziale Volksrepublik“; zunächst jedoch gehe es aber darum, „den Frieden zu sichern und die Schäden des Krieges zu heilen.“ Deshalb kooperiert der Rat mit dem alten kaiserlichen Machtapparat, denn ordnungspolitische Maßnahmen und die Aufrechterhaltung der Versorgungslage haben Vorrang.

Das Segeberger Kreis- und Tageblatt veröffentlicht am 9. November einen Aufruf des neuen, vorübergehenden Reichskanzlers Prinz Max von Baden zur „Ordnung und Manneszucht“. Doch das Blatt zeigt auch, wie verschieden sich die Lage in den preußischen Provinzen entwickelt. Währende das Armeekommando in den Berlin umgebenden Marken jegliche Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten verbietet, hat in Neumünster bzw. im Bereich des IX. Armeekorps bereits ein Soldatenrat die Gewalt an sich genommen. Der Kommandierende des Korps, das die Sicherheit in Schleswig-Holstein zu garantieren hat, arbeitet offiziell mit dem Soldatenrat zusammen, der aus dem Königlich Preußischen I. Landsturm Infanterie-Bataillon Flensburg hervorgegangen ist. Das zählt etwa 3200 Mann, untersteht dem IX. Armeekorps Altona und ist im Raum Holstein, Hamburg und Nord-Hannover für die Bewachung von Kriegsgefangenen zuständig. 

In Schmalensee wird am 21. November ein Bauernrat gewählt. Dieser hat eher den Charakter eines „Ständerates“, denn in ihm sind Arbeiter, Bauern und Gewerbetreibende vereint. Und zugleich ein Vertreter der „alten Ordnung“, nämlich Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau, der mit dem Kaufmann Peter Landschoof, dem Landmann Willi Harder und dem Arbeiter J. Hansen das Gremium bildet. Dieses stellt sich, wie es überall im Kreis Segeberg durch die Räte geschieht, diese Aufgaben: Unterstützung der Ortsbehörden in allen wirtschaftlichen Maßnahmen der Übergangszeit, Zurückführen der heimkehrenden Krieger in gesicherte Erwerbsverhältnisse, Versorgung der städtischen Bevölkerung mit Lebensmitteln und Schutz der Bewohner gegen willkürliche Übergriffe (wie es sie im Westen des Kreises, insbesondere nahe der in Auflösung befindlichen Kriegsgefangenenlager und entlang der Eisenbahnlinie Altona-Kiel schon gegeben hat). „Der Bauernrat wird mit dem Soldaten- und Arbeiterrat der Städte Hand in Hand arbeiten“, heißt es in einer dazugehörigen Meldung im Segeberger Kreis- und Tageblatt am 22. November. 

Übrigens: Über das Ende, etwa eine formelle Auflösung dieses Schmalenseer Bauernrates, ist nichts bekannt. Er wird insbesondere Gegründet worden sein, um im Fall, dass im Dorf Revolutionäre auftauchen, diese zufriedenzustellen. Sehr wahrscheinlich hat er sich schon bald wieder aufgelöst und die „alte“ Gemeindevertretung hat im normalen Umfang weitergearbeitet. Gemeindevorsteher Theodor Schnohr und Amtsvorsteher Saggau jedenfalls, deren Amtszeiten im Kaiserreich begonnen hatten, werden bis 1924 ihre Ämter ausüben, also auch in der Weimarer Republik. 

 

Feuerwehrgesetz der Nationalsozialisten:Mit dem Erlass des Gesetzes über das Feuerlöschwesen (Reichsfeuerwehrgesetz) am 23. November 1938, vor 85 Jahren, findet eine organisatorisch-juristische Umformung der Feuerwehren im „Dritten Reich“ einen Abschluss. Das Ziel des Gesetzes ist im Einleitungstext formuliert: „Die wachsende Bedeutung des Feuerlöschwesens, vor allem im Luftschutz, erfordert, dass schon eine friedensmäßige Organisation hierauf abgestellt wird. Hierzu ist es nötig, die Schaffung einer straff organisierten, vom Führerprinzip geleiteten, reichseinheitlich gestalteten, von geschulten Kräften geführten Polizeitruppe unter staatlicher Aufsicht....“ Dies bedeutet die endgültige Beseitigung der Vereinsstruktur freiwilliger Feuerwehren, die als Hilfspolizeitruppe gelten, während Berufsfeuerwehren sogar Teil der Feuerschutzpolizei werden. Das Gesetz hat bis heute zwei Auswirkungen – technisch die Festlegung auf die einheitliche Storzkupplung an Feuerwehrschläuchen, organisatorisch die zentrale Alarmierung mittels Sirenen. 

 

Gefallenendenkmal 100 Jahre alt: Zur Einweihung des Ehrenmals in der Schmalenseer Dorfstraße am 25. November 1923 schreibt das Segeberger Kreis- und Tageblatt – und somit im Sprachfall der damaligen Zeit: „Am Totensonntag wurde das unsern 13 Gefallenen errichtete Denkmal eingeweiht. An der Feier nahmen nicht nur die Gemeindeglieder, sondern auch viele Auswärtige teil. Nach dem gemeinsam gesungenen Eingangslied: „Ein feste Burg“ und einem von Fräulein (Erna) Saggau gesprochenen Prolog hielt Lehrer (Heinrich) Göttsch eine Ansprache, in der er der gefallenen Helden gedachte, die fast sämtlich Kinder der Gemeinde und Schüler des Redners gewesen sind. Nach fünfjähriger Schmach und Schande, teils selbst verschuldet, fragt er sich, ob unsere Söhne umsonst gestorben sind. Redner mahnte, trotz allem an die Zukunft des deutschen Volkes zu glauben. Ein Volk, das sich im Krieg unvergleichlich heldenhaft bewährt habe, sei nicht der Versumpfung und dem Untergang geweiht. Der Deutsche werde sich wieder emporringen, und Zucht und Ordnung, Recht und Treue werden wieder des Glückes Unterpfand werden. 

Nachdem von einem gemischten Chor das Lied: „Harre, meine Seele“ gesungen war, hielt Pastor Schlüter eine tiefempfundene Weiherede. Die Fragen: Woher kommen wir und wohin steuern wir? beantwortend, schilderte er die Not des Krieges, die schweren Gänge, die er als  Seelsorger habe machen müssen, um den Angehörigen die Todesnachricht zu überbringen, und bezog sich dann auf die Lage des Denkmals an der lebhaften Verkehrsstraße und dem schönen See und knüpfte daran verheißungsvolle Ausblicke in die Zukunft unserer Heimat und des Vaterlandes. Mahnend rufe das Denkmal allen Vorübergehenden zu: Bedenke, daß Du ein Deutscher bist.

Nachdem die Hülle gefallen und war und ein Ehrensalut abgefeuert war, wurde das Lied: „Es ist bestimmt in Gottes Rat“ gesungen. Dann übergab Hufner (Willi) Siebke (eigentlich Otto Saggau, Anmerkung) das Denkmal in den Schutz der Gemeinde und knüpfte daran den Dank an alle, die opferwillig den Bau ermöglicht haben, insbesondere dankte er dem Steinmetzmeister (Johannes) Suhr, Bornhöved, der seiner Heimatgemeinde ein so würdiges Ehrenmal geschaffen habe. Gemeindevorsteher (Theodor Johannes) Schnohr übernahm das Denkmal und legte namens der Gemeinde einen Kranz nieder. Der Vorsitzende des Militärvereins Bornhöved, Hufner (Hinrich) Saggau, gebürtig aus Schmalensee, gedachte in Treue seiner einstigen Mitschüler und Spielgenossen und stiftete namens des Vereins einen Kranz, desgleichen der Militärverein Kalübbe, dessen Sprecher, Vorsitzender Sönnichsen, eindrucksvolle Worte fand. Auch die Schüler, die Feuerwehr, die Frauen, der Frauenverein Bornhöved und die Angehörigen widmeten kostbare Kränze. Hufner Heinrich Harder gedachte mit ehrenden Worten der Krieger von 1848 und 1870-71, um dann an deren Denkmal (neben der Eiche am Dreiecksplatz, Anmerkung) einen Kranz niederzulegen.“

 

Luther-Geburtstag wird nachgeholt: Wegen des Wahlsonntags am 12. November 1933, vor 90 Jahren, ist auf Anordnung des Reichsbischofs die Feier zum 450. Geburtstag Martin Luthers verlegt worden. Am Vorabend des 19. November findet eine Beleuchtung des Kirchturms statt. SA, SS und sämtliche Vereine des Kirchspiels nehmen mit ihren Fahnen am Gottesdienst in der Bornhöveder Kirche teil. Anschließend wird auf dem alten Kirchhof eine Luther-Linde gepflanzt. 

 

Einweihung der Sporthalle vor 25 Jahren: Das erweiterte Sportlerheim wird am 21. November 1998 als sehenswerte Sportanlage mit Kindergarten ähnlicher Einrichtung und 14 x 24 Meter großer Sporthalle eingeweiht. Gut 700.000 DM hat der Ausbau gekostet, der dem SV Schmalensee einen Ausbau des sportlichen Angebots ermöglicht und ein weiterer Fall von Zusammenarbeit im Dorf ist. Viele Mitglieder haben Hand angelegt, Bauherr und Vereinschef Helmut Siebke hat auf sein Honorar als Architekt verzichtet – und erhält dafür aus den Händen des 2. Vorsitzenden Bernhard Buchholz die Goldene Ehrennadel Nr. 1 des Vereins. Buchholz hebt in seiner Laudatio hervor, dass Siebke sich als Gründungsmitglied noch weitaus mehr Verdienste um den Verein erworben hat. Unter den Gästen sind auch Landrat Georg Gorrissen und Verteter des Kreissportverbandes, des Amtes für Ländliche Räume, des Amtes Bornhöved und der Gemeinde Schmalensee sowie örtlicher Vereine. Bürgermeister Hans Siebke ist besonders auf die Kinderspielstube stolz. Sie ist einzigartig in Schleswig-Holstein, denn sie wird in der Trägerschaft des Sportvereins betrieben. Das Sportlerheim nimmt zukünftig die Offene Jugendarbeit der Gemeinde auf und bietet auch der Landjugendgruppe Schmalensee Platz. 

 

Themen der Gemeindevertretung vor 40 Jahren: Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung am 22. November 1983. Diese beschließt u.a., dass alte Viehtränken auf dem Wege nach Stocksee, die in der Vergangenheit zugeschüttet worden waren, zu einem Feuchtgebiet umgewandelt werden sollen. Der Kreis Segeberg wird diese Maßnahme finanziell unterstützen. In Sachen Landschaftsplan vertagt sich die Vertretung. Zunächst soll noch überprüft werden, ob der Landschaftsplan mit dem vorhandenen Raumnutzungsplan vereinbar ist. Beide Pläne widersprechen sich vor allem in der Prioritätsfrage zwischen Landschaftsschutz (Knicks) und Rohstoffnutzung (Kiesabbau). Die Prüfung erfolgt u.a. durch ein Gespräch zwischen Kreisbauamt und Geologischem Landesamt. 

Einen Rückschlag hat das Kanalisationsprojekt erfahren, das Bürgermeister Hans Siebke sehr am Herzen liegt. Ehe ein Anschluss an das Klärwerk Bornhöved erfolgen kann, bedarf es eines längeren Planfeststellungsverfahrens aufgrund der in den Bornhöveder See einzuleitenden Mengen an aufbereitetem Wasser. Ein baldiger Baubeginn ist somit nicht möglich. Weiterhin wird beschlossen, dem Anliegen eines Bürgers, am Ortsausgang in Richtung Belau einen Campingplatz zu errichten, nicht nachzukommen. Und: Die örtliche Wasserversorgung wird zum entstehenden Sportlerheim in der Tarbeker Straße ausgedehnt.

 

Schleswig-Holsteiner gedenken der Erhebung: An vielen Orten wird im Jahr 1898 der sogenannten Erhebung der Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark gedacht, die am 24. März 1848 ihren Anfang nahm. Daran erinnert zum Beispiel der kleine Gedenkstein am Dreiecksplatz, also neben der Eiche an der Einmündung der Damsdorfer in die Dorfstraße. Viele Männer aus dem Kirchspiel Bornhöved, auch aus Schmalensee, nahmen damals an den Kämpfen teil und werden in der Zeit des Kaiserreiches als Veteranen gewürdigt. Vor 125 Jahren, am 24. November 1898, errichten die Bornhöveder auf dem Adolfplatz, benannt nach dem „Sieger von Bornhöved“ im Jahr 1227, einen Gedenkstein, vor einer Doppeleiche, dem Symbol für die Einheit Holsteins mit Schleswig. 

 

Windgilde lebt heute in bekannter Versicherung weiter: In Tarbek geht am 26. November 1968, vor 55 Jahren, eine lange Erfolgsgeschichte zu Ende: Die Tarbeker Windgilde, gegründet am 26. Februar 1825, der in ihrer lange währenden Wirkenszeit immer auch Schmalenseer Hausbesitzer angehörten, löst sich zum Jahresende auf und überträgt ihre letzten 168 bestehenden Verträge an die „Schleswig-Holsteinische Brandgilde von 1691 a.G. Kiel“. Letzter Ältermann ist Max Schmidt. Das Gildefest mit Ringreiten und Tanz, in Tarbek lieb gewordene Tradition, soll erhalten bleiben. Folgt man dem weiteren Weg der Tarbeker Windgilde, stellt man fest, dass die Schleswig-Holsteinischen Brandgilde von 1691 a.G. 1996 mit der Itzehoer Versicherung fusionieren wird, die 1906 gegründet wurde und durch die Fusion „Itzehoer Versicherung / Brandgilde von 1691 Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)“ heißen wird. 

 

Ella Stegelmann älteste Einwohnerin: Schmalensees älteste Einwohnerin Ella Stegelmann feiert am 26. November 1978, vor 45 Jahren, ihren 90. Geburtstag. Ella Stegelmann ist eine Tochter des langjährigen Amtsvorstehers Heinrich Christian Saggau. Nach dem Schulbesuch in Schmalensee und Segeberg besuchte sie zudem die Gewerbeschule in Kiel. 1908 heiratete sie Ernst Stegelmann. Die rüstige alte Dame schaut jeden Tag die „Tagesschau“ und liest gern lustiges. „Nur Krimis mag ich nicht, die lassen mich nicht einschlafen“, wird Ella Stegelmann in der Segeberger Zeitung zitiert. 

 

Schwarzbauten am Schmalensee: In einer Sitzung der Gemeindevertretung am 27. November 1963, vor 60 Jahren, ist Bürgermeister Helmut Saggau bemüht, einen Missstand zu beheben: Am Seeufer sind Wochenendhäuser „schwarz“ errichtet worden. Weder habe es Baugenehmigungen noch schriftliche Nutzungsverträge gegeben. Da aber in der Gemeinde weiteres Interesse am Bau von Wochenendhäusern besteht und die bereits errichteten nicht wieder entfernt werden sollen, will die Gemeindevertretung nun den Bebauungsplan ändern. Die Verpächter werden aufgefordert, notarielle Verträge fertigen zu lassen. Die Wasserversorgung der Wochenendhäuser erfolgt aus den Brunnen der Landwirte.

 

Tarbeker Straße seit 60 Jahren unter Asphalt – zum Teil: Die Straße von Schmalensee nach Tarbek ist laut Bericht aus der Sitzung der Gemeindevertretung vom 27. November 1963 auf den ersten 400 Metern mit einer drei Meter breiten Teerdecke versehen worden, um die Anfälligkeit der Straße bei Regengüssen zu beseitigen. Ein Gesamtausbau der Fahrbahndecke bis nach Tarbek soll später erfolgen.

 

Posthalterin geht in den Ruhestand: Im Gasthof Voß feiert Annelies Behrend am 27. November 1988, vor 35 Jahren, ihren 60. Geburtstag. Zugleich nimmt sie nach 36 Jahren Abschied von ihrer Tätigkeit als Schmalenseer Posthalterin und geht in den Ruhestand. „Sie waren Posthalterin mit Leib und Seele und haben mit ihrer kundenfreundlichen Art die Post in Schmalensee gut präsentiert“, lobt der Kieler Postdirektor Fritz Engeln. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, erwidert Annelies Behrend. „Der Posthalterdienst und die Zustelltouren – zwischendurch so mancher Klönschnack – haben mir vom ersten bis zum letzten Tag immer viel Spaß gemacht. Es war für mich mehr Hobby als Beruf.“

 

Pferd kollidiert mit Auto: Als am 29. November 1933, vor 90 Jahren, ein aus Plön kommendes Lastauto Schmalensee durchfährt, springt ein Pferd des Landmanns Schnohr, das von der Harderschen Hofstelle kommt, auf den Kühler und gerät mit den Vorderbeinen durch die Windschutzscheibe. Außer leichter Verletzungen an den Beinen des Pferdes hat der Unfall keine Folgen. 

 

 

Foto zur Meldung: November-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Bornhöved Stein zur Schleswig-Holstein-Erhebung vom 24.03.1898

Barrierefrei: Zum Museumsbunker führt nun eine Rampe

(14. 11. 2023)

Trappenkamp ist die jüngste Gemeinde im Amt Bornhöved. Seine dennoch umfangreiche Geschichte – von der Nutzung des Geländes als Truppenübungsplatz und dann Arsenal für Seekriegsmunition; von der Ankunft zahlreicher Geflüchteter aus den sogenannten „verlorenen Ostgebieten“ nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zur Gemeindewerdung – alles ist mit vielen Ausstellungsstücken im sogenannten Museumsbunker dokumentiert. 

 

Ein Besuch lohnt sich und er ist nach umfangreichen Bauarbeiten nun auch für eingeschränkt mobile Menschen erreichbar: Über eine Rampe geht es nun zur Eingangstür hinauf. 

 

Als der Tourismusverein Holsteinseen am 12. August einen Besuch des Museumsbunkers im Programm hatte, da war dieser noch von einer Baustelle in der Schulstraße umgeben und nur mit Mühe erreichbar. Und auch zuvor führten steile Stufen hinauf auf die Verladerampe des Gebäudes. Nun ist dieser Umstand beseitigt und der Aufgang zum Museum wird mit Rollatoren und anderen Gehhilfen möglich sein. Und ein Besuch lohnt sich. 

 

In der Regel ist der Museumsbunker an jedem 2. Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Jetzt, in der nahenden Adventszeit, empfiehlt sich eine vorherige Anfrage (Renate Liesenfeld, Tel. 04323-2387; Werner Schultz, 04323-914118). Im Blickpunkt Bornhöved wird in unregelmäßigen Abständen auf die Öffnungszeiten hingewiesen. Gruppen können außerhalb der Öffnungszeiten Besuchstermine vereinbaren. 

Foto zur Meldung: Barrierefrei: Zum Museumsbunker führt nun eine Rampe
Foto: Die Zuwegung zum Museumsbunker wurde erneuert

25. November: Advent in der Alten Schmiede Bornhöved

(14. 11. 2023)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede:

 

Adventsmarkt in der „Alten Schmiede Bornhöved“

 

Am 25. November 2023 lädt ein Adventsmarkt in und an der „Alten Schmiede Bornhöved“ von 13.00 bis 18.00 Uhr zum Klönen, Kaufen, Gestalten und Genießen ein. Zum achten Mal findet der Adventsmarkt vor der historischen Kulisse der alten Dorfschmiede in Bornhöved am Kuhberg 13 statt.

 

Festlich geschmückte Stände und Hütten mit kunsthandwerklichen Geschenkideen, kreativem Selbstgemachten und vielen vorweihnachtlichen Köstlichkeiten sind für die Besucher bereit. Mit Selbstgebackenem locken die Landfrauen und durch die Bastelecke für Kinder ist es ein Adventsmarkt für die ganze Familie. Zur Freude aller bringt der Nikolaus Präsente.

 

Veranstalter sind der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved, der Wirtschaftsförderungsverein Bornhöved und die Gemeinde Bornhöved. Diese haben einen so großen Zuspruch bekommen, dass die Standplätze total ausgebucht sind.

 

Heimatmuseum nebenan auch geöffnet

 

Veranstaltungen in der Alten Schmiede führen viele Besucherinnen und Besucher am Heimatmuseum De ole Rökerkaat vorbei und in dieses hinein. Der 25. November wird der letzte reguläre Öffnungstag in diesem Jahr sein. Und die Museumswärter werden, parallel zur Alten Schmiede, über die „volle Distanz“ gehen und ebenfalls von 13 bis 18 Uhr Einblicke in die 1225-jährige Geschichte Bornhöveds ermöglichen. Der Eintritt ist frei, es gibt eine Spendendose. 

[Adventsmarkt Alte Schmiede 25.11.2023]

Foto zur Meldung: 25. November: Advent in der Alten Schmiede Bornhöved
Foto: 25. November: Advent in der Alten Schmiede Bornhöved

Gemeinde will Seniorinnen und Senioren Angebote machen

(12. 11. 2023)

Vorweggenommen: Wann ist man Seniorin oder Senior? In Schmalensee eine immer wieder gestellte Frage im Vorgriff auf die Seniorenweihnachtsfeier. Bei der Feuerwehr ist gerade das Alter, in dem man in die Ehrenabteilung wechselt, also Feuerwehr-Seniorin oder -Senior wird, auf 67 heraufgestuft worden, passend zum Renteneintrittsalter. Andererseits gibt es Sportarten, da sind die Spielklassen der Erwachsenen von Beginn an als „Senioren“ bezeichnet – also was?

 

Fakt ist, dass es in Schmalensee kaum Angebote für Seniorinnen und Senioren gibt. Ein vor einigen Jahren existierender Seniorenclub löste sich auf. Natürlich mischen Ältere in den Vereinen mit – was ebenso gut wie wichtig ist. Nach Auflösung der Siedlergemeinschaft Schmalensee, in der viele Seniorinnen und Senioren eine Vereinsheimat hatten, kam schließlich im zuständigen Ausschuss der Gemeindevertretung die Frage auf, ob man in irgendeiner Form Hilfestellung bieten sollte. 

 

Und so kommen wir wieder zur Seniorenweihnachtsfeier. Die findet am 6. Dezember um 15 Uhr im Gemeindesaal statt. Die Einladung dazu in Form einer großen Hochglanzkarte enthält auch eine Umfrage, denn über die Köpfe der betreffenden Menschen hinweg muss man nichts initiieren. Inhalt der Umfrage: „Was wünschen Sie sich?“

 

Die Frage richtet sich zwar nicht explizit nur an ältere Einwohnerinnen und Einwohner, sie sind aber die Hauptzielgruppe. Grundsätzlich sind alle eingeladen, ihre Vorschläge und Ideen entweder zur Seniorenweihnachtsfeier mitzubringen, oder einem Mitglied der Gemeindevertretung mitzuteilen. 

 

Zur Erinnerung ist die Umfrage dieser Meldung als PDF beigefügt. Das Bestreben der Gemeindevertretung ist zu unterstützen – sie freut sich auf Vorschläge. 

 

[Einladung Seniorenweihnachtsfeier 06.12.2023]

Foto zur Meldung: Gemeinde will Seniorinnen und Senioren Angebote machen
Foto: Gemeinde will Seniorinnen und Senioren Angebote machen

19. November: Volkstrauertag in Schmalensee

(11. 11. 2023)

Seit vielen Jahren dient der Volkstrauertag in Schmalensee vor dem Hintergrund der Schrecken von Krieg und Verfolgung der Mahnung. Und leider bleibt diese, mit Blick auf die Konflikte dieser Welt ungehört. Gerade deshalb ist es wichtig, gemeinsam innezuhalten und im Sinne eines „Nie wieder“ die Gedanken weg vom Alltag zu wenden. 

 

Am Sonntag, 19. November, soll auch in Schmalensee der Volkstrauertag begangen werden. Beginn ist um 9.30 Uhr. Es findet eine Kranzniederlegung in der Dorfstraße durch die Freiwillige Feuerwehr statt, die weit mehr zum Ausdruck hat, als der Gefallenen des Dorfes in den Weltkriegen zu gedenken. Vielmehr geht es um alle Opfer kriegerischer Handlungen – eine Botschaft, die anschließend im Gasthof Voß in einer gemeinsamen Andacht mit der Kirchengemeinde Bornhöved vertieft werden soll. Im Anschluss daran werden wärmende Getränke gereicht. Eine Sammeldose des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird bereitgehalten. 

 

Die Einwohnerschaft ist zu Kranzniederlegung, Andacht und anschließendem Austausch herzlich eingeladen! Darauf haben Bürgermeister Dirk Griese, der zuständige Ausschussvorsitzende Lars Jungclaus und Gemeindewehrführer Peter van hat Loo unlängst im Blickpunkt hingewiesen. Es handelt sich um keine reine Feuerwehrveranstaltung – Gedenken geht uns alle an. 

 

Foto zur Meldung: 19. November: Volkstrauertag in Schmalensee
Foto: 19. November: Volkstrauertag in Schmalensee

Mobilität auf dem Dorf: Anruf Linien Fahrt (ALFA)

(09. 11. 2023)

Unlängst hatte sich der gemeindliche Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr mit der Frage nach der Mobilität gerade für ältere Einwohnerinnen und Einwohner befasst. Dabei ging es nicht um körperliche Mobilität, sondern um eine bessere Beweglichkeit durch die „Öffentlichen“, den ÖPNV, also von Schmalensee in Nachbarorte wie den Amtssitz Trappenkamp oder Bornhöved, wo viele einkaufen oder ihre Ärzte aufsuchen. 

 

Rasch fiel das Stichwort „ALFA“, und der Ausschussvorsitzende Lars Jungclaus hat sich mit der Materie vertraut gemacht und für die Gemeinde-Homepage diese Informationen aufbereitet: 

 

ALFA Linienfahrten

 

Am 1.Mai 2022 ist das neue und flexible ÖPNV-Angebot – die Anruf-Linien-Fahrten (ALFA) – gestartet.

 

Dieses Konzept und insbesondere seine Finanzierung wurde vom Kreistag des Kreises Plön beschlossen, unter Mitwirkung von Amt und Gemeinden entwickelt und von der VKP umgesetzt. Damit sollen Bedienungslücken geschlossen werden, um das ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum nachhaltig zu verbessern. Besonders in den Abendstunden und am Wochenende sorgen die Anruf-Linien-Fahrten für eine bessere Anbindung der umliegenden Orte nach Bornhöved oder Wankendorf wo Anschluss an die Busse in Richtung Neumünster, Kiel, Plön und Bad Segeberg besteht. Eine Linie 454 führt direkt von Schmalensee nach Neumünster.

 

Das zusätzliche Angebot wird nicht mit klassischen Linienbussen hergestellt, sondern mit einem Taxi. Dieses Angebot kostet keinen Aufpreis. Alle vorhandenen Karten (z.B. Wochen- und Monatskarten) werden anerkannt, aber sie können ihren Fahrschein im Rahmen des SH-Tarifs auch im Taxi lösen.

 

So funktioniert´s:

 

Das Taxi kann nicht zu jeder x-beliebigen Zeit geordert werden, man muss sich nach den ALFA (A5) Fahrplänen richten.

 

Bestellen Sie ihre Anruf-Linien-Fahrt (ALFA) laut VKP-Fahrplan 454 (A5) mindestens 60 Minuten vor der Abfahrt zu einer der angegebenen Haltestellen (an der Eiche Damsdorfer Str. oder am Wendepunkt Stockseer Str. / Grasweg). Unter der Telefonnummer 04321 / 2030556 NMS-Taxi. Fahrräder können nicht befördert werden, Kinderwagen und faltbare Rollstühle müssen angemeldet werden.     

 

Für weitere Informationen zu den ALFA-Leistungen und alle Fahrpläne bitte unter www.vkp.de oder telefonisch unter 0431 / 7058-58 direkt bei der VKP nachfragen.

 

Fazit

 

Leider gilt dieses Angebot für den Raum Schmalensee derzeit nur für den Samstag, Sonntag und Feiertage, weil zu diesen Zeiten keine oder sehr wenig Busse fahren. In anderen ländlichen Gebieten, des Kreises Plön wie z.B. Linie 361 Belau-Vierhusen-Perdoel-Wankendorf und dann z.B. mit der Linie 451 weiter nach Neumünster, ist das Angebot für ALFA wesentlich großzügiger, mit Abfahrtszeiten (A5) von 14:00 - 23:30 Uhr. 

 

Dieses Modell des ÖPNV steckt noch in den Kinderschuhen und die Fahrpläne werden ständig erweitert, für den Kreis Segeberg ist zu erwarten, dass in der nahen Zukunft das Angebot analog des Kreises Plön angepasst wird.

 

Anlage (PDF): Fahrplan Linie 454

[Fahrplan Linie 454 gültig ab 10.Juni 2023]

Foto zur Meldung: Mobilität auf dem Dorf: Anruf Linien Fahrt (ALFA)
Foto: Die Linie 454 führt direkt von Schmalensee nach Neumünster

Amtsdirektor Sven Plucas hat nun zwei Stellvertreter

(07. 11. 2023)

Die strukturellen Veränderungen in der Verwaltungsleitung des Amtes Bornhöved sind nach der Sitzung des Amtsausschusses weitestgehend abgeschlossen. Im Dörphus Damsdorf wählte dieser die Stellvertretenden des seit 1. November tätigen Amtsdirektors Sven Plucas sowie einen Hauptausschuss als neues Gremium.

 

Das Interesse an der Sitzung war groß, insbesondere an der Wahl des ersten Stellvertreters: Hier wurde die eigentliche Stimmenmehrheit der Wählergemeinschaften im Amtsausschuss dadurch gebrochen, dass sich Stocksees neuer Bürgermeister Dirk Jaetzel mit der SPD Trappenkamp (und Bornhöved) verabredete. Die hatte eine Stimmenmehrheit gegenüber den Wählergemeinschaften, denen nun zwei Stockseer Stimmen fehlten.

 

Somit hatte die SPD auch das Vorschlagsrecht. Unter den CDU-Vertretern lagen die meisten Stimmen bei deren Trappenkamper Amtsausschussmitgliedern, die mit der SPD eine Art „Trappenkamp-Block“ bilden. Dieser schlug Dirk Jaetzel vor, der 36 Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme und neun Enthaltungen erhielt und somit 1. Stellvertretender Amtsdirektor ist. Amtsdirektor Plucas vollzog die Ernennung, Amtsvorsteherin Dr. Beatrix Klüver nahm den Eid ab. 

 

Zum 2. Stellvertretenden Amtsdirektor schlugen nun die Wählergemeinschaften Knut Hamann, Bürgermeister in Gönnebek vor. Die SPD-Mitglieder und die Trappenkamper CDU-Vertreter nutzten eine Sitzungspause zur Beratung. Hamann wurde anschließend mit 20 Ja-, 8 Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen gewählt und nahm die Wahl an. 

 

Das Amt benötigte nun auch einen Hauptausschuss, der u.a. die Arbeit des Amtsdirektors zu überwachen hat und die Funktion des entfallenden Personalausschusses auffangen wird. Alle Bürgermeister waren ursprünglich vorgeschlagen, Dirk Jaetzel verzichtete aber zugunsten der CDU, die sonst keinen Sitz im Hauptausschuss hätte. Die drei CDU-Vertreter, zwei aus Trappenkamp, „verständigten“ sich dann in einer weiteren Sitzungsunterbrechung auf Daniel Jaouadi aus Trappenkamp. 

 

Nach einstimmiger En-Bloc-Wahl besteht der Hauptausschuss des Amtes Bornhöved aus den Bürgermeistern Hans-Georg Kruse (Bornhöved), Jörn Saggau (Tarbek), Dirk Griese (Schmalensee), Gert Jürgens (Damsdorf), Dr. Beatrix Klüver (Tensfeld), Harald Krille (Trappenkamp) und Knut Hamann (Gönnebek) sowie Daniel Jaouadi. 

 

Dieser schlug Harald Krille in der anschließenden Wahl als Hauptausschussvorsitzenden vor. Kandidat der Wählergemeinschaften war Jörn Saggau, der aber erwartungsgemäß mit 19:27 Stimmen unterlag. Der stellvertretende Hauptausschussvorsitzende, so die Amtsvorsteherin, werde in der konstituierenden Sitzung dieses neuen Gremiums aus der Reihe der Mitglieder gewählt. Harald Krille kündigte an, den Vorsitz im Bauausschuss des Amtes abzugeben.

 

Weitere bedeutende Tagesordnungspunkte waren der Erlass einer neuen Entschädigungssatzung (u.a. für die stellvertretenden Amtsdirektoren) und Beratungen über erforderliche Umbaumaßnahmen angesichts des derzeitigen Raumbedarfs in der Verwaltung. Für  die Obdachlosenunterkünfte des Amtes musste eine zweite Nachtragssatzung zur Satzung des Amtes über die Erhebung von Benutzungsgebühren vom 20.12.2010 erlassen werden. Beim Beschluss zu einem Zuschuss 2024 an die Frauenfachberatungsstelle und Notruf Bad Segeberg, „Frauenzimmer e.V.“ erhöhte der Amtsausschuss auf Antrag des Bornhöveder Amtsausschussmitglieds Reinhard Wundram die beantragte Summe auf 2250 Euro. 

 

Als Bericht brachte Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille außerdem vor, dass die von der Awo getragenen Ukraine-Hilfe bzw. Hilfe für Flüchtlinge im Amtsbereich mit Schwerpunkt Trappenkamp ab 31.12.2023 von dieser nicht mehr verantwortet werden könne. Awo-Mitarbeiterin Cordula Schultz ergänzte, dass die Ehrenamtlichen zeitlich und mittlerweile auch inhaltlich mit der Unterstützung der Geflüchteten überfordert und überlastet seien. Sie hoffe darauf, dass in der Verwaltung eine Betreuungskraft benannt werde. Das Thema wurde für weitere Beratungen aufgenommen. 

Foto zur Meldung: Amtsdirektor Sven Plucas hat nun zwei Stellvertreter
Foto: Amtsvorsteherin Beatrix Klüver (v.re.) mit Amtsdirektor und Stellvertretern, Knut Hamann, Sven Plucas, Dirk Jaetzel

Dorfquiz 2023: Bürgermeister-Team setzt sich durch

(05. 11. 2023)

Am Ende war es eine knappe Kiste unter zwei Top-Favoriten, mit dem besseren Ende für die Mannschaft, die den Bürgermeister in ihren Reihen wusste. Oder lag es an Hund Frieda? Jedenfalls ist der Sieger des Dorfquiz 2023 das Team der Bürgerlichen Wählergemeinschaft Schmalensee (BWS). Dirk Griese, Gesa Scharnweber, Birte Schütt, Dierk Harder und Joachim Conrad setzten sich mit drei Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger durch, den SV Schmalensee. 

 

Ganze 18 Mannschaften hatten sich am Samstagabend im Gemeindesaal eingefunden, um sich vom Vorjahressieger, der Mannschaft „Wer fragt denn sowas?“ mit fiesen Fragen und einem Zwischenspiel „quälen“ zu lassen. Wie üblich waren örtliche Vereine und Organisationen dabei, allerdings war die Zahl der bunt zusammengewürfelten Freundeskreise und Nachbarschaftsteams, ausgestattet mit entsprechend bunten und bisweilen vielsagenden Mannschaftsnamen, deutlich größer.

 

So landete auf dem dritten Platz ein Team, das seinem Namen wirklich sehr gerecht werden konnte: „Stets bemüht“. Von sich selbst schwer beeindruckt war das Team der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee – Rang 4 toppte das Vorjahresergebnis (8.) noch einmal deutlich. Fünfter wurde „Ironhead“, die Wikingerschachtruppe beim SV Schmalensee. Mit Platz 6 vom Abschneiden vergangener Jahre leicht entfernt, endete der Wettbewerb für das Team der Reitsportgemeinschaft Schmalensee, das seinen Namen um „König Benny und sein Gefolge“ ergänzt hatte – eine kleine Anspielung darauf, dass der amtierende König des Vogelschießens Benny Stoltenberg mit am Tisch saß. 

 

Im Zwischenspiel galt es diesmal zu putten: Jede Mannschaft musste drei Spielerinnen oder Spieler entsenden, die mit dem Golfschläger Bälle einlochen mussten und das Punktekonto aufmöbeln konnten. Ein Spiel, das volle Konzentration und eine ruhige Hand (besser zwei) verlangte, und echt schwer zu fotografieren war im vollbesetzten Saal. 

 

Besonderen Reiz verbreitete ein mitten im Fragenkatalog untergebrachtes Schätzspiel, bei dem der Abstand zwischen den Ortsschildern entlang der Dorfstraße zu ermitteln war. Es sind laut Spielleitung 1530 Meter. Weil aber die Mannschaften „Plan B“ und „Stets bemüht“ jeweils 1600 Meter notiert hatten und dem Wert am nächsten kamen, mussten sie in ein Schätzstechen: Wie groß ist, bei Google Maps, der Abstand zwischen unserem Schmalensee und dem Schmalensee in Bayern? 947 Kilometer wäre richtig gewesen, Plan B kam dem am nächsten und gewann Süßes und ein geistiges Getränk. 

 

Zurück zum Quiz: Zwölf Raterunden hatte das Team „Wer fragt denn sowas?“ ausgearbeitet. Die Anordnung der Kategorien beinhaltete manchen Knalleffekt. Das mit „Biologie“ begonnen wurde, erdete prompt sämtliche Mannschaften, die sich vor Frage 1 noch auf Platz 1 wähnten. Sport, Geografie, Geschichte, Kunst und Literatur – alles Kategorien, mit denen immer zu rechnen ist. Aber Lebensmittel und Küche? Da fiel doch manchem die Gasthof Voß-Fritte von der Gabel.

 

Weiter ging es mit Musik und Film; Wirtschaft, Politik und Recht hatten viele sicher zumindest in Teilen erwartet – Schnappatmung war dennoch an manchem Ende des Gemeindesaals zu vernehmen. Mit Weihnachten allerdings wurde dann echtes Frage-Neuland beschritten. Und wer nach dieser Runde – aus welchem Grunde auch immer – schon hoffte, das Ende sei erreicht, durfte die Hirnzellen noch mal richtig beanspruchen und Fragen zu Wissenschaft und danach zu der Rubrik Modernes, Internet und Technik beantworten. Wohl dem, der bei Social Media-Fragen die Jugendfeuerwehr am Tisch hat!

 

Zuguterletzt, viele hingen längst in den Seilen, präsentierte die Spielleitung doch tatsächlich eine Kategorie, mit der schon niemand mehr gerechnet hätte: Klatsch und Tratsch! Gerüchten zufolge, die von seiner Geburtstagsfeier durchgesickert sind, eine angebliche Kernkompetenz des in der Siegermannschaft mitratenden Bürgermeisters Dirk Griese! 

 

Dann ging es an die Auswertung und somit die Auflösung, die naturgemäß viele Ohs und Ahs und bisweilen ein „Och nö!“ auslöst. Ein Lob an alle Teilnehmenden gab es von der Spielleitung dafür, dass alle Teams an entsprechender Stelle drei im Grundgesetz verankerte Grundrechte nennen konnten. 

 

Dass der SV Schmalensee tatsächlich 12 Sparten hat, wussten viele nicht – angeblich auch das SVS-Team nicht! Und dass Schmalensee eindeutig Kiel-orientiert ist, bewiesen Fragen, die den THW und die Störche der KSV Holstein zum Inhalt hatten – der VfB Lübeck spielte hier keine Rolle. Und dass James Watt die Dampfmaschine erfunden hat, wussten auch nicht alle; aber „Hans Dampf“ anzugeben, war dann doch einen Extra-Applaus wert – nur eben keinen Punkt für Kreativität. 

 

Nun ist also wieder die BWS Ausrichter des Dorfquiz am ersten Samstag im November. Wir dürfen gespannt sein, was sich die Ratefüchsinnen und -füchse ausdenken werden. Denn: Je öfter man gewinnt, desto schwieriger wird das. Dierk Harder ließ nach Empfang von Wanderpokal und Urkunde zwar durchklingen, „im nächsten Jahr gibt’s Fragen zur Sesamstraße“. Aber das könnte auch nur Verwirrtaktik gewesen sein...

 

Dorfquiz 2023 Die Abschlusstabelle: 1. Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee (113,5 Punkte), 2. SV Schmalensee (110,5), 3. Stets bemüht (105), 4. Freiwillige Feuerwehr Schmalensee (103), 5. Ironhead (96), 6. König Benny und sein Gefolge / Reitsportgemeinschaft Schmalensee (95,5), 7. Skatfreunde (94), 8. Ahnungslos aber geil (90,5), 9. Plan B (89), 10. Vier gewinnt, 10. Dorf 21 (jeweils 86), 12. Die Unentschlossenen (84), 13. Das Chaos (82), 14. Mut zur Lücke (80), 15. Chaotischer als das Chaos (78), 16. Die Quizleitung gibt einen aus (71,5), 17. Hirtenhof (67,5), 18. Shit Happens (65). 

 

Foto zur Meldung: Dorfquiz 2023: Bürgermeister-Team setzt sich durch
Foto: Die Sieger 2023 - Dirk Griese, Dierk Harder, Joachim Conrad, Gesa Scharnweber, Birte Schütt und Frieda

Wer gewinnt heute das Dorfquiz? – Spontan dabei sein erlaubt!

(04. 11. 2023)

Was hat der SV Schmalensee zwischen 2014 und 2023 viermal gemacht? Richtig: Als Vorjahressieger das Dorfquiz ausgerichtet. Das macht die SVS-Mannschaft am heutigen Abend definitiv nicht – und somit gilt sie als Top-Favorit auf den Sieg bei der beliebten Veranstaltung, die um 20 Uhr im Gemeindesaal beginnt. 

 

Die Ausrichter am heutigen Abend sind eine Nachbarschafts-Combo, die 2023 unter dem vielsagenden Namen „Wer fragt denn sowas?“ angetreten und siegreich war. 

 

Wieder werden Mannschaften von Vereinen, Wählergruppen, der Feuerwehr, von Freundes- und Familienkreisen um den Wanderpokal und das Privileg wetteifern, im nächsten Jahr die Synapsen in den Hirnen der Teilnehmenden zum Squaredance zu zwingen. (Oder war es Breakdance?)

 

Der Blick in den beiliegenden Flyer verrät die Regeln. Eine war, dass sich Mannschaften möglichst vorher anmelden sollten. Aber auch die Kurzentschlossenen, die sich erst heute bis 20 Uhr als Team finden, sind willkommen! Deshalb nur keine Scheu vor der Veranstaltung und der damit verbundenen Herausforderung. 

 

Das ist das Dorfquiz:

 

Das Dorfquiz wurde erstmals 1978 von der Landjugendgruppe Schmalensee ausgerichtet. Anlass war ihr 25-jähriges Bestehen. Die Lajus waren seinerzeit recht Quiz-erfahren und somit auch -begeistert, denn es gab regelmäßig Landes- und Kreisquizveranstaltungen der Landjugend. 

 

Bis 1983 blieb die Landjugendgruppe Ausrichter des Dorfquiz in Schmalensee, egal wer gewonnen hatte. 1978 war das der Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein, 1983 die Junge Union. Die Sieger dazwischen sind leider nicht überliefert – wer dazu etwas weiß, wende sich an das Homepage-Team!. 

 

Ab 1984 also durften die jeweiligen Vorjahrssieger das Dorfquiz ausrichten, das seit 1978 nur einmal ausgefallen ist, nämlich 2020 – da war ein Coronavirus der Sieger…

 

Die Sieger seit 1983:

 

1983 Junge Union, 

1984 SV Schmalensee, 

1985 CDU-Ortsverband, 

1986 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

1987 Sparklub „Hol di ran“, 

1988 Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein, 

1989 Bauernverband, 

1990 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

1991 Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein,

1992 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

1993 Siedlergemeinschaft Schmalensee, 

1994 Freiwillige Feuerwehr Schmalensee, 

1995 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

1996 Freiwillige Feuerwehr II, 

1997 Freiwillige Feuerwehr I, 

1998 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

1999 „Der Rest“, 

2000 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

2001 Landjugendgruppe Schmalensee, 

2002 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

2003 Sparklub „Hol di ran“, 

2004 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

2005 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

2006 „Die Bunte Runde“, 

2007 Wählergemeinschaft Schmalensee, 

2008 SV Schmalensee Herren, 

2009 Bürgerliche Wählergemeinschaft, 

2010 Bauernverband, 

2011 Bürgerliche Wählergemeinschaft, 

2012 „Die Bunte Runde“, 

2013 Bürgerliche Wählergemeinschaft, 

2014 SV Schmalensee, 

2015 Bürgerliche Wählergemeinschaft, 

2016 SV Schmalensee, 

2017 „Die Unvollendeten“ (RSG Schmalensee), 

2018 SV Schmalensee, 

2019 „Ohne Eule wird’s schwer“ (RSG Schmalensee), 

2020 Corona, 

2021 SV Schmalensee, 

2022 „Wer fragt denn sowas?“. 

 

 

 

 

[Einladung Dorfquiz 2023]

Foto zur Meldung: Wer gewinnt heute das Dorfquiz? – Spontan dabei sein erlaubt!
Foto: Wer gewinnt heute das Dorfquiz? – Spontan dabei sein erlaubt!

Möge uns das Licht wieder an- und die Entwässerung nicht ausgehen

(03. 11. 2023)

Mal ein Lagebericht vom Gemeindearbeiter. Mario Rehfeldt ist in den letzten Tagen wieder oft und zu den ungewöhnlichsten Uhrzeiten mit dem Kommunaltraktor im Dorf unterwegs gewesen. Unterstützt von seinen Vertretungskräften Ingo Peterl und Volker Kay hat unser Mario einige Störungen an der Ortsentwässerung, also unserer Vakuumentwässerungsanlage, beheben müssen. 

 

Am Montag, dem „Brückentag, sowie am Reformationstag bzw. Halloween-Dienstag, hatte es im Dorf mehrere Vakuumverluste gegeben. Diese können u.a. dann auftreten, wenn es Schäden an den Grundstücksschächten, den sogenannten „Pötten“ gibt, bzw. wenn etwas ins Klo geworfen wurde, das da nicht hinein gehört. Auch das wirkt sich im „Pott“ aus. Und: Schafft es ein einzelner Pott nicht, das Vakuum aufzubauen, mit dem die Abwässer abgesogen werden, kann sich das in verschiedenen Bereichen des Dorfes auf die umliegenden Pötte mit auswirken, was eine recht ekelige Angelegenheit sein kann. 

 

Während die Betroffenen im letztgenannten Fall dann schnell die Notfallnummer 0175 6509780 gewählt und Mario Rehfeldt alarmiert hatten, war die größere Herausforderung, dass die Grundstücksbesitzer*innen, bei denen die eigentliche Störung auftrat, sich nicht meldeten. Die Folge: Lange Nachsuche im Ort, Ohren spitzen – wo pfeift der Pott, wo zischt er auffällig? Oft dauert es einige (Über-)Stunden, noch dazu nachts, um die Störungsursache zu ermitteln. 

 

Deshalb der dringende Aufruf an jede/n, die oder der feststellt, dass der eigene Pott Probleme macht: Nicht wegducken („wird schon keiner merken / wird schon gutgehen“), keine falsche Scham, weil doch der Feudel, die Windel oder der Tampon im Klo runter gespült wurde – früher oder später kommt es eh „ans Tageslicht“... 

 

Indem man schnell die Notfallnummer wählt, werden Kosten und viel Ärger (zum Beispiel in der Nachbarschaft) verhindert. Und wer sich an die Regeln hält, also nichts in die Toilette wirft, das da nicht rein gehört, sorgt dafür, dass gar nicht erst Ärger aufkommt. 

 

Teile Schmalensees ohne öffentliches Licht

 

In den letzten Tagen hat im Dorf teilweise die Straßenbeleuchtung nicht funktioniert, zum Teil ist sie noch immer ohne Funktion. Betroffen waren in der Hochphase der Ausfälle die ganze Dorfstraße sowie die Belauer Straße. Unter Zuhilfenahme eines Fachbetriebes konnte das Problem weitgehend behoben werden, aber mindestens im Bereich zwischen dem Abzweiger Belauer Straße in Richtung Plön dürfte es noch eine Zeitlang düster bleiben. 

 

Auch hier bedarf es einer intensiven Nachsuche – bei der aber mit Gehör (Zischen und Pfeifen) nicht viel auszurichten sein wird. Mario Rehfeldt vermutet, dass es Schäden im Bereich der Muffen gibt, die dort angebracht sind, wo von der Hauptleitung die Leitungen zu einzelnen Straßenlampen abzweigen. Die Nachsuche wird veranlasst...

Foto zur Meldung: Möge uns das Licht wieder an- und die Entwässerung nicht ausgehen
Foto: Gemeindearbeiter Mario Rehlfeldt erklärt Lichtausfälle im Dorf

Schmalenseer Kita-Angehörige wollen sich verteidigen können

(02. 11. 2023)

An Mitarbeitende, Eltern, große Geschwister und andere Interessierte aus Schmalensee richtet sich ein Angebot der Leitung der Kita Schmalensee, einen Selbstverteidigungskursus anzubieten. 

 

Kita-Leiterin Katharina Seeland hat dafür einen Boxtrainer gewinnen können, der auch Selbstverteidigungskurse (Krav Maga) gibt und von Hamburg in die Sporthalle an der Tarbeker Straße kommen würde. 

 

Angedacht ist ein 3-stündiger Kursus zum Preis von 30 Euro; entweder an einem Samstag oder an einem Sonntag, entweder von 11 bis 14 Uhr oder von 12 bis 15 Uhr. 

 

Zehn Teilnehmende ab 14 Jahren, so Katharina Seeland, ist das Minimum für die Durchführung einer solchen Veranstaltung. Die Kita-Leiterin bittet um Interessensbekundungen: 

 

„Wer hat Interesse daran, sich selbst ein bisschen stark zu machen? Wenn ich weiß, wie viele Interessenten wir haben, schlagen wir zwei Termine vor, über die dann abgestimmt werden kann“, so Katharina Seeland, die unter Telefon 0157 306 650 59 erreichbar ist. 

 

Katharina Seeland präferiert übrigens Sonntag, den 12. November, 11 bis 14 Uhr. Aber vielleicht will eine Mehrheit ja etwas anderes. Außerdem: Kommt ein nur kleines Teilnehmerfeld zusammen, kann der Selbstverteidigungskursus statt in Schmalensee in der Bewegungshalle der Kita Eris Arche in Bornhöved stattfinden.

Foto zur Meldung: Schmalenseer Kita-Angehörige wollen sich verteidigen können
Foto: Kita Eris Arche - Känguru-Gruppe Schmalensee

November-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 11. 2023)

Auch im Jahr 2023 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist insbesondere das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben, alte Protokollbücher und das Studium der Literatur zur Regionalgeschichte runden die Beiträge mitunter ab. Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und am 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat November.

 

Kollision mit Panzer: „Brisk Fray“ heißt das NATO-Truppenmanöver, das vom 31. Oktober bis 3. November 1983, vor 40 Jahren, unter anderem im Bereich des Amtes Bornhöved stattfindet. Im Vorwege hatte Amtsvorsteher Erich Garber die Einwohnerschaft bereits auf rechtzeitige Schadensregulierung nach dem Übungsende hingewiesen. Doch es bleibt nicht allein bei eingedrückten Einfriedungsmauern, neuen Knickdurchbrüchen oder umgelegten Hinweisschildern. Immer wieder kommt es zu Beeinträchtigungen oder gar Unfällen im Straßenverkehr, in der Regel mit Panzern. So auch in Schmalensee, wo auf der B430, außerhalb des Dorfes, ein VW Golf mit einem Panzer kollidiert, der vermutlich auf der Straße gestanden hat. Der Fahrer des Pkw wird verletzt in ein Krankenhaus gebracht, sein Wagen weist einen Totalschaden auf. 

 

Schmalenseer in der Verlustliste: Bis über das Ende des Ersten Weltkriegs hinaus werden die Verlustlisten der deutschen Streitkräfte geführt werden, da es auch nach dem 11. November 1918, vor 105 Jahren, Erkenntnisse über Verbleib oder Zustand von Militärangehörigen gibt. Am 2. November 1918 enthält die Verlustliste zwei Einträge, die Schmalenseern zuzuordnen sind. Auf Seite 27.419 wird Emil Landschoof als „leicht verwundet“ gemeldet. Und auf Seite 27.428 ist zu Emil Schnohr – etwas ungewöhnlich dafür, dass noch gekämpft wird – „aus Gefangenschaft zurück“ vermerkt. Aus welcher – englischer, französisch-belgischer oder, was am wahrscheinlichsten wäre, russischer Gefangenschaft, ist nicht vermerkt.

 

Ein vergrößerter Vorstand: Die Landjugendgruppe Schmalensee erweitert vor 45 Jahren ihren Vorstand von acht auf zehn Mitglieder, um so noch mehr junge Leute in die Vorstandsarbeit einzubinden. Entsprechend umfangreich fallen die Wahlen auf der Jahreshauptversammlung am 2. November 1978 aus. 1. Vorsitzende werden Kay Uwe Jensen und Karin Teegen, 2. Vorsitzende Michael Radloff und Inse Thormählen, 3. Vorsitzende Sönke Jens und Annegret Teegen, Kassenwartin Freya Jens und Schriftführerin Birgit Feddersen. Neu sind nun 4. Vorsitzende: Dirk Griese und Karin Jensen. 

 

Vorsitzender gibt Vorsitz ab, weil er Vorsitzender wurde: Dieser Eintrag betrifft Klaus Stegelmann, der am 11. März 1983 Vorsitzender des Sportvereins Schmalensee von 1980 geworden ist. In der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes am 5. November 1983, vor 40 Jahren, kandidiert er deshalb nicht wieder für den Vorsitz bei den Christdemokraten. Neuer CDU-Chef im Dorf wird Hans-Peter Bobzien. Klaus Stegelmann übernimmt aber das Amt des Stellvertreters. Schatzmeister Ewald Garber und Beisitzerin Dörthe Saggau werden in ihren Ämtern bestätigt und Jochen Voß wird zum Kassenprüfer gewählt. 

 

Dorfquizergebnisse vor 35 Jahren: Der Sparklub „Hol di ran“ Schmalensee ist am 5. November 1988 Ausrichter der seit zehn Jahren stattfindenden Dorfquizveranstaltung im Saal vom Gasthof Voß. Die Sparer haben also 1987 den Wettkamp gewonnen. Sieger 1988 wird das Team vom Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein, heute Verschönerungs- und Vogelschießerverein. Auf den weiteren Plätzen folgen die Wählergemeinschaft Schmalensee (WGS), ein Team des Sparklubs, die Mannschaft SV Schmalensee I und die Junge Union. Sechster wird die Freiwillige Feuerwehr vor dem Team SVS II, einer Mannschaft vom Bauernverband und dem CDU-Ortsverband Schmalensee. Auf Platz 10 landet „der Stammtisch“, gefolgt von der Landjugendgruppe Schmalensee und dem Schlusslicht, der Motorrad-Fahrgemeinschaft Schmalensee. 

 

Einbruchserie vor 100 Jahren: Vier schwere Einbrüche binnen einer Nacht werden am 6. November 1923 aus Bornhöved und Schmalensee gemeldet. Bei einem der Saggau-Höfe in Schmalensee werden zwei komplette Kleiderschränke ausgeräumt. Unter der Beute sind vier vollständige Anzüge, einige Mäntel und weitere Kleidungsstücke. Einem Arbeiter in Schmalensee wird sämtliche Kleidung, auch die seiner Frau, gestohlen. Die Räuber lassen nur das zurück, was im Schlafzimmer neben den Betten liegt. In anderen Fällen werden vor allem Silbersachen gestohlen. Die Diebe verschafften sich durch Anbohren der Fenster Zutritt zu den Häusern. 

 

Kiesabbau versus Erhalt der Landschaft: Im Gasthof Voß findet am 11. November 1983, vor 40 Jahren, eine Einwohnerversammlung statt. Kreisbaudirektor Harald Frank trägt zum überörtlichen Landschaftsplan vor, der gegenwärtig für die vom Kiesabbau betroffenen Gemeinden Damsdorf, Tensfeld, Tarbek, Schmalensee und Stocksee erarbeitet wird. Herr Frank trifft die positive Feststellung, dass der Kiesabbau Schmalensee noch nicht erreicht habe und das Landschaftsbild intakt sei. Als besonders schützens- und erhaltenswert schätzt er das ursprüngliche Knicknetz, die Uferzone des Sees und eine prächtige alte Ulmenallee ein. Ein Landschaftsplan habe die Wirkung eines Flächennutzungsplans, nur gelte er statt nur im Innen- auch im Außenbereich. Die Anregungen der 20 Zuhörer fallen umfangreich aus. Dabei kommen Interessenten am Kiesabbau ebenso zu Wort wie Befürworter eines schonenden Umgangs mit der Landschaft. Der Landschaftsarchitekt Heß von einem Norderstedter Planungsbüro, das den Landschaftsplan erarbeiten soll, stellt klar, dass in Schmalensee noch 80 Hektar für den Kiesabbau in Frage kämen. Bürgermeister Hans Siebke fordert Geduld ein und spricht sich dafür aus, einvernehmliche Lösungen zu entwickeln. 

 

Nazi-Herrschaft endgültig besiegelt: Mit der sogenannten „Machtergreifung“ am 30. Januar 1933 ist es für die Nationalsozialisten noch nicht getan. Sie sind darauf aus, sich von der „Volksgemeinschaft“ ihren totalitären Herrschaftsanspruch legitimieren zu lassen. Deshalb finden am 12. November 1933, vor 90 Jahren, Wahlen zum Deutschen Reichstag und eine Volksabstimmung statt. Mit einem Kreuz bei „Ja“ auf dem Stimmzettel zur Volksabstimmung können die Deutschen über die bisher von den Nationalsozialisten vollzogenen Maßnahmen „urteilen“. Welche das sind, und welchen vermeintlichen Erfolg man damit bisher erzielt hat, machen die weitgehend kontrollierten Medien und Parteiredner den Menschen klar. Und weil die NSDAP auch die Spitzenverbände längst übernommen hat, gibt es von diesen unverhohlen „Wahlempfehlungen“. Viele Berufs- und ehrenamtliche Organisationen wirken auf ihre Mitglieder und Angehörigen ein, mit „Ja“ zu stimmen. So fordert der Führer des Kreisfeuerwehrverbandes Segeberg Kock die Freiwilligen Feuerwehren dazu auf, „geschlossen hinter dem Volkskanzler Adolf Hitler“ zu stehen. Auf einer Wahlversammlung der NSDAP am 4. November in Bornhöved hat der Reichstagsabgeordnete Adolf Thormälen über die bisherigen Erfolge der neuen Reichsregierung gesprochen: Zwei Millionen Arbeitslose weniger, Respekt im Ausland, Abschaffung der Parteien, Beendigung des Gegeneinanderregierens von Reich und Ländern, Friedenspolitik. Eine Aussage ist besonders interessant: „Krieg wäre Europas Untergang.“ Offenbar eine vorübergehende Haltung. Der NS-Gauleiter von Schleswig-Holstein, Oberpräsident und Staatsrat Lohse, ist am 5. November im Segeberger Kreisbauernhaus, im Lindenhof und im Hotel Germania aufgetreten und hat über den 12. November gesprochen. Dieser, so Lohse, „entscheidet über Deutschlands Schicksal.“ Adolf Hitler ist selbst auch auf Wahlkampftour. Zu seinem Auftritt am 6. November in der Kieler Nordostseehalle sind allen Ortsgruppen Eintrittskarten zugegangen. Innerhalb der NSDAP-Ortsgruppe Bornhöved ist der Ortsgruppenleiter, Apotheker Dr. Ahrens, Verteiler der Karten. Die Kleinbahn Kiel – Segeberg, die in Tensfeld, Tarbek und Bornhöved Bahnhöfe hat, richtet einen Sonderzug ein. Am 9. November, dem zehnten Jahrestag des gescheiterten Putschversuchs von Adolf Hitler und seinen Getreuen in München, hat Dr. Ahrens am Bornhöveder Kriegerdenkmal einen Kranz niedergelegt. 

In Schmalensee wird in der Schule gewählt. Wahlleiter ist Gemeindevorsteher Heinrich Harder, stellvertretender Wahlleiter der stellvertretende Gemeindevorsteher Ludwig Saggau. Von 194 in Schmalensee abgegeben Stimmen entfallen bei der Reichstagswahl 185 auf die NSDAP – eine Alternative gab es nicht – 14 Stimmen sind ungültig. Mit „Ja“ stimmen bei der Volksabstimmung ebenfalls 185 Schmalenseer. Sieben stimmen mit „Nein“, sieben Stimmzettel sind ungültig. Reichsweit sprechen sich von über 43 Millionen Wählerinnen und Wählern 95,1 Prozent für die Nationalsozialisten und ihre Politik aus. 

 

Tote auf der Bundesstraße. Ein schwerer Unfall nahe Schmalensee am 12. November 1958, vor 65 Jahren, fordert zwei Leben. Unterwegs in Richtung Plön kommen nachts in der S-Kurve vor Vierhusen zwei Männer mit ihrem Pkw von der Fahrbahn ab und prallen gegen einen Baum. Erst am Morgen wird das Fahrzeug mit den toten Insassen von einem Passanten entdeckt. Da die Uhr des einen auf der 12 stehengeblieben ist, nimmt man Mitternacht als Unfallzeit an. Wer heutzutage Unfallmeldungen liest, wird sich über die vielen offenen Informationen in der dazugehörigen Meldung der Segeberger Zeitung wundern. Die veröffentlicht, dass es sich beim Fahrer des Unfallwagens um den 28-jährigen Monteur Siegmund Sampe aus Neuß am Rhein sowie den 36-jährigen Kfz-Mechaniker Karl-Heinz Hartun aus Ascheberg. 

 

Platz im Dorf für 2300 Mann und über 500 Pferde: Im Segeberger Kreis- und Wochenblatt wird am 14. November 1903, vor 120 Jahren, der aktualisierte „Ortsbelegungsplan der Truppe im Manöver“ veröffentlicht. In großen Tabellen sind die Orte des Kreises aufgelistet, versehen mit den Angaben, was seitens des übenden Militärs bei ihnen einquartiert werden muss. Kommt es zur „gewöhnlichen Einquartierung“, muss das Dorf 460 Mann und 130 Pferde aufnehmen, unabhängig davon, ob diese sich selbst verpflegen können oder nicht. Bei sogenanntem „engen Quartier“ müssen hingegen 2300 Mann und 520 Pferde untergebracht werden. In jedem Fall wird auch Unterkunft für einen General und drei Stabsoffiziere benötigt. 

 

Sparklub verlor Mitglieder: Im Gasthof Voß findet am 14. November 1953, vor 70 Jahren, eine ordentliche Mitgliederversammlung des Sparklubs „Hol di ran“ statt. Dessen Mitgliederzahl ist im Laufe des Jahres von 137 auf nun 116 Personen gesunken. Die Gründe sind Fortzug und Umsiedlung – denn viele Mitglieder damals waren Flüchtlinge aus den nach dem Zweiten Weltkrieg „verlorenen Ostgebieten“, denen nach Flucht oder Vertreibung nach Holstein nach und nach Arbeit und Wohnung im Westen Deutschlands vermittelt werden können. Die Sparsumme des Klubs ist auf 11.000 DM gestiegen und der Vorstand wird in Gänze wiedergewählt: Alfred Timm bleibt Vorsitzender, Heinrich Bock 2. Vorsitzender, Lehrer Wilhelm Stüben Schriftführer, Gastwirt Hans Voß Kassierer. Die Revisorinnen sind Grete Stegelmann und Anna Rose. Für sie wird eine jährliche Vergütung von 20 DM beschlossen. 

 

Müll nicht an die Knicks legen: Bis auf wenige Ausnahmen sind laut Meldung der Segeberger Zeitung vom 14. November 1973, vor 50 Jahren, alle Gemeinden des Kreises Segeberg an die staubfreie Müllentsorgung durch den Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg angeschlossen. Im Kreisgebiet existieren aktuell 15 genehmigte Müllplätze, darunter in Damsdorf und Tensfeld die spätere Mülldeponie, zur Ablagerung der Hausabfälle. Weitere bestehende ungenehmigte Müllplätze sollen geschlossen werden. Außerdem wird an die Bevölkerung appelliert, keinen Hausmüll mehr an den Knicks abzulegen. 

 

Drogen an der Schule in Bornhöved: Am 14. November 2003, vor 20 Jahren, werden gegen Mittag vor der Grund- und Hauptschule zwei Personen von der Polizei verhaftet, die beim Dealen mit Drogen beobachtet wurden. Sebastian Pesch, Jugendberater in der Schulsozialarbeit sieht ernste Anzeichen dafür, dass die Drogenszene sich von Wahlstedt über Trappenkamp nach Bornhöved ausdehnt. Rektor Peter Klingmann wiederum bedrückt der häufige Konsum von Alkohol und Zigaretten durch zahlreiche Schüler. 

 

Reitervereine in die Sturmabteilung: Sämtliche Reiter- sowie Reit- und Fahrvereine sind laut Meldung des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 15. November 1933, vor 90 Jahren, in die Reiter-SA übergetreten. Für das Gebiet Südholstein, was den Landkreisen Pinneberg und Segeberg entspricht, ist die Reiterstandarte 13 mit Sitz in Altona aufgestellt worden. Ihr und ihrem Führer Hasso von Petersdorff ist es gelungen, das Landesturnier 1934 nach Bad Segeberg zu holen. 

 

Feuerwehr lernt Katastrophenschutz: Auf Initiative vom Schmalenseer Volksschullehrer Gerhard Mühlenberg und Gemeindewehrführer Hermann Heiden beteiligt sich laut Meldung der Segeberger Zeitung vom 15. November 1973, vor 50 Jahren, die Bornhöveder Dienststelle des Bundesverbandes für den Selbstschutz (BVS) an Ausbildungsabenden der Schmalenseer Freiwilligen Feuerwehr. Dabei wird auf Grundlagen des Katastrophenschutzes ebenso eingegangen wie auf den Brandschutz im Selbstschutz, zum Beispiel das Löschen brennender Personen. 

Foto zur Meldung: November-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Abdankung Kaiser Wilhelm II., 10.11.1918

Achtung Vereine: Im November Termine machen!

(31. 10. 2023)

Morgen ist zwar erst der 1. November und wer weiß, ob der angesichts der vielen Gespenster, Zombies und Monster, die am heutigen Halloween-Abend durch Schmalensee tingeln, noch zu erleben sein wird. 

 

Aber wenn, dann wird von da bis zum 7. Dezember die Zeit erfahrungsgemäß wie im Flug vergehen. Und dann ist es wieder an der Zeit, einen Schmalenseer Terminkalender zu erstellen!

 

Denn so sieht es aus: Immer vor der letzten Sitzung der Gemeindevertretung des Jahres (oder vor Weihnachten) treffen sich der Bürgermeister und oder ein zuständiger Ausschussvorsitzender bzw. eine/e Gemeindevertreter/in mit den Vorsitzenden der örtlichen Vereine, Wählergruppen und Organisationen, um die Terminabsprache für das Folgejahr zu treffen. 

 

Das hat den Vorteil, dass Überschneidungen möglichst ausgeschlossen werden. Und durch die Veröffentlichung des Kalenders im Amtsblatt (Blickpunkt) und auf der Gemeinde-Homepage haben alle Vereine, Wählergruppen und Organisationen ein fertiges Gerüst vor Augen, in das sie über das neue Jahr verteilt weitere Termine, die erst später hinzu kommen, einfügen können, ohne anderen auf die Terminfüße zu treten. 

 

Die Freiwillige Feuerwehr etwa sieht so, wann das Vogelschießen und das Laternelaufen im Dorf stattfinden sollen – zwei Termine, die wie der Volkstrauertag in ihren Dienstplan Einzug halten werden. 

 

Überhaupt Feuerwehr. Die hatte schon bei der Terminabsprache für 2023 erste Termine für 2024 bekannt gegeben, die auch seitdem in der Rubrik „Veranstaltungen“ auf der Gemeinde-Homepage zu finden sind: Das Einsammeln der Weihnachtsbäume am 7. Januar, ihre Jahreshauptversammlung am 20. Januar und das Tannenbaumverbrennen am 27. Januar – mal sehen ob es dieses Mal regnet, schneit oder ob die Sonne schon lacht...

 

Außerdem hat die Feuerwehr in diesem Jahr mit ihrem 1. Bobbycar-Rennen so großen Erfolg gehabt, dass sie schon mal einen Termin für die zweite Auflage der Veranstaltung terminiert hat – sodass die ersten Schrauber schon mindestens in der Phase der Ideenfindung für ihr Sieger-Bobbycar des kommenden Jahres stecken dürften. Am 22. Juni sollen die lütten Flitzer die Damsdorfer Straße hinunter rollen. 

 

Das Vogelschießen hatte der Verschönerungs- und Vogelschießerverein übrigens auch schon terminiert. Eine frühe Planung ist da wichtig, unter anderem wegen der zu buchenden Begleitmusik. Am 8. Juni 2024 soll das Volksfest für kleine und große Leute über die Bühne gehen. 

 

Und das hier hat Tradition: Das Schmalenseer Dorfquiz findet traditionell am ersten Samstag im November statt. 2024 wäre das der 2. November. In wenigen Tagen wissen wir, wer Ausrichter sein wird...

 

Also: Ein kleines Gerippe existiert schon für den Terminkalender 2024, bis zum 7. Dezember sollten die Vorstände und sonstigen Entscheider ihre Pläne schmieden, um im Rahmen der Terminabsprache möglichst viele Programmpunkte mitzuteilen. Und wie immer steht das Angebot für alle, die am besagten Tag nicht um 19 Uhr auf dem Gemeindesaal erscheinen können: Die Termine dürfen gern im Vorwege beim Bürgermeister und oder der oder dem Gemeindevertreter/in Eures Vertrauens abgegeben werden...

 

Aber nun erst einmal einen fröhlichen Reformationstag 2023. Naja, und Happy Halloween...

 

 

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Im November Termine machen!
Foto: Achtung Vereine: Im November Termine machen!

Nur noch wenige Öffnungstage im Heimatmuseum in 2023

(29. 10. 2023)

Nun wird es wieder früher dunkel und draußen merklich ungemütlicher. Auf viel „Laufkundschaft“ kann die Riege der Museumswärter von De ole Rökerkaat Bornhöved in der dunklen Jahreszeit nicht hoffen, und so geben Museumsleiter Norbert von der Stein und seine Mitstreitenden schon mal bekannt, dass der letzte reguläre Öffnungstag im Jahr 2023 Samstag, der 25. November sein wird – parallel zum Adventsmarkt in der benachbarten Alten Schmiede, und wie dort von 13 bis 18 Uhr! 

 

Bis dahin sind die Museumswärter weiterhin sonntags von 15 bis 18 Uhr im Museum am Adolfplatz anzutreffen und geben gerne Führungen, halten Klönschnack, schauen für auf den Museumsfestplatten nach alten Fotos oder Zeitungsmeldungen, wenn Besuchende eine Frage haben. 

 

Nach dem 25. November aber ist erst einmal große Pause und man ist gespannt zu erfahren, wie es mit dem Haus am Kuhberg 5 weitergehen wird, nachdem die Gemeinde Bornhöved es erworben hat. Bürgermeister Hans Georg Kruse war schon einige Male sonntäglicher Besucher und hat sich einen Überblick zum Zustand des Gebäudes verschafft.

 

Im Frühjahr 2024 ist geplant, wieder normal zu öffnen. Bis dahin steht aber das Angebot, dass Gruppen in der Winterzeit gern einen Besuchstermin im Heimatmuseum De ole Rökerkaat vereinbaren können! Unter Telefon 04323 / 9819290 nimmt Norbert von der Stein entsprechende Anfragen entgegen. In Schmalensee ist Christian Detlof anzusprechen. 

 

Der Ortsverein Bornhöved und Umgebung im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB), der das Museum betreibt, bedankt sich bei den vielen Besucherinnen und Besuchern aus Nah und Fern, die in diesem Jahr schon Interesse an der Lokalgeschichte gezeigt haben. Gedankt wird auch für manches historische „Schätzchen“, von der alten Postkarte bis zur Reiseschreibmaschine, das Verein und Museum übers Jahr von freigiebigen Menschen zur Bereicherung der Ausstellung und des stetig wachsenden Archivs überlassen wurde. 

Foto zur Meldung: Nur noch wenige Öffnungstage im Heimatmuseum in 2023
Foto: Das Heimatmuseum Bornhöved - nur noch wenige Sonntage geöffnet

Alles einstimmig beschlossen – Sitzung der Gemeindevertretung am 19. Oktober

(21. 10. 2023)

Die Gemeindevertretung hat wie angekündigt in ihrer Sitzung am 19. Oktober zahlreiche Punkte aus den vorangegangenen Sitzungen der Ausschüsse abgearbeitet. Hier die Ergebnisse in der Zusammenfassung. 

 

Aus dem Bereich Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr wurde durch einstimmige Beschlüsse ein Haken hinter die Anschaffung von Ehrennadeln gesetzt; es wurde ein Vorratsbeschluss gefasst, der eine Verlängerung der Nutzungsvereinbarung mit der WieGe Wiegmann und Gebauer GmbH für die Sporthalle betrifft; und der Reitsportgemeinschaft Schmalensee wurde ein Zuschuss von 500 Euro zur Durchführung ihrer 20-Jahr-Feier in Verbindung mit „Advent im Stall“ gewährt. 

 

In nichtöffentlicher Runde stimmte die Gemeindevertretung dem Antrag des Vereins Familie und Beruf / Kita Eris Arche auf Abgabe der Trägerschaft über die Bornhöveder Kita sowie die Kita Schmalensee zu – eine Alternative gab es gar nicht. Zugleich wurde beschlossen, zusammen mit der Gemeinde Bornhöved nach einem neuen Träger zu suchen. Denn: Selbst Träger der Kita im Sportlerheim zu werden, schließt die Gemeinde für sich aus. 

 

Einige Tagesordnungspunkte gab es auch aus dem Bereich Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten abzuwickeln. Und auch hier fielen alle Beschlüsse einstimmig. 

 

So wurde die 8. Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen, die im Bereich des künftigen Baugebietes eine Umwidmung einer landwirtschaftlichen Fläche in Bauland vorsieht. Der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 9 (Belauer Straße 2, 4, 4a, 6 und 8) wurde gefasst; der Entwurf des informellen Rahmenkonzepts zur Planung von großflächigen Solarenergiefreiflächenanlagen im Außenbereich wurde beschlossen und die Reparatur des Badestegs durch Stegbauer Robert Galle bei Übernahme der Materialkosten durch die Gemeinde wurde ebenfalls beschlossen. 

 

Nachträglich genehmigt wurde die Bestellung von zwei Tauchpumpen durch den Bürgermeister im Gesamtwert von rund 32.000 Euro. Diese Bestellungen waren nach Störfällen in der Ortsentwässerungsanlage dringend notwendig geworden. Eigentlich ist für diese Pumpen kein Geld im laufenden Haushalt vorhanden. Allerdings hinkt der Radwegebau entlang der Stockseer Straße, dessen Koordinierung der Kreis Segeberg an sich genommen hatte, weil er die Straße selbst sanieren muss, derart dem Zeitplan hinterher, dass aus dieser Haushaltsposition Geld umgeleitet werden kann. 

 

Zum Radwegebau selbst hat Bürgermeister Dirk Griese keine guten Nachrichten: Das vom Kreis beauftragte Planungsbüro hatte am Tag der Sitzung eine erste Planzeichnung vorgelegt, die nicht alle bisher genannten Vorstellungen beinhaltet, stattdessen deutlich mehr von privaten Landeigentümern aufzukaufende Flächen vorsieht und überdies eine sehr deutliche Verteuerung der Maßnahme vorsieht. Bislang war man von Baukosten von rund 1,3 Millionen Euro ausgegangen, der Bund hatte Fördermittel in Höhe von rund 985.000 Euro (für Schmalensee und Stocksee) bereitgestellt. In der Verwaltung werde nun eifrig gerechnet und es würden Fragen gen Berlin gerichtet, um mit einer Verteuerung der Maßnahme auch die Förderung steige. 

Foto zur Meldung: Alles einstimmig beschlossen – Sitzung der Gemeindevertretung am 19. Oktober
Foto: Schmalensee Ortsschild

Gemeindevertretung am 19. Oktober mit üppiger Tagesordnung

(18. 10. 2023)

Es könnte eine lange und intensive Sitzung der Gemeindevertretung geben am morgigen Donnerstag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal. Die Themenvielfalt ist groß und somit auch die Zahl der Tagesordnungspunkte. Aber keine Bange: Es gibt ja auch noch Fachausschüsse. Und die haben Vorarbeit geleistet, damit die von Bürgermeister Dirk Griese geleitete Gemeindevertretung möglichst zackig durchs Programm huscht.

 

Der Ausschuss für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten hat in dieser Wahlperiode ein wahres Füllhorn kommunalpolitischer Themen anzugehen. Für die morgige Sitzung haben der Ausschussvorsitzende Christian Detlof und seine Mannschaft fünf Beschlussempfehlungen erarbeitet: 

 

Die achte Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde ist notwendig, um das Neubaugebiet im Dreieck Grasweg und Damsdorfer Straße angehen zu können. Der Bebauungsplan Nr. 9, der im vorderen Teil der Belauer Straße Parameter definiert, ist in der Vorwoche für den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss vorbereitet worden. 

 

Das Thema Solarparks könnte auch auf Schmalensee zukommen. Zum von einem Fachbüro vorgelegten Konzept zur Planung von großflächigen Solarfreiflächenanlagen im Außenbereich hat der Ausschuss zweimal beraten und zuletzt einen Beschluss gefasst, der der Gemeinde Handlungssicherheit und -freiheit garantieren soll. 

 

Den Badesteg will der Stegbauer des gemeindlichen Vertrauens Robert Galle im nächsten Jahr runderneuern. Die Gemeinde soll nur das Baumaterial bezahlen. Zugreifen, sagt der Bauausschuss, verbunden schon jetzt mit einem Dankeschön an den Handwerker. 

 

Ohne Öffentlichkeit, auch wenn es müßig ist, das zu erklären, soll wiederholt werden, was der auch für die Ortsentwässerung zuständige Bauausschuss schon abgesegnet hat: Der Bürgermeister hat in einer Notsituation ohne Ausschreibung Pumpen bestellt, damit Schmalensee nicht in seinen Hinterlassenschaften absäuft. Das muss genehmigt werden und dafür ist die Gemeindevertretung zuständig. 

 

Nichts vorbereitet hat der Finanzausschuss. Aber Das Team um den Vorsitzenden Thorge Jankowski kommt schon noch dran: Die Beratungen zum Haushalt 2024 lassen nicht mehr lange auf sich warten. Aber das kommt erst nach der Sitzjng am Donnerstag.

 

Für die hat auch der von Lars Jungclaus geleitete Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr einiges vorberaten. Zum Beispiel die Beschaffung von Ehrennadeln, die an verdiente Mitglieder der Dorfgemeinschaft zu vergeben sein werden, ergänzend zum kleinen und großen Ehrenteller. 

 

Die Verdienste der Reitsportgemeinschaft Schmalensee hat der Ausschuss anerkannt und ihrem Antrag, die 20-Jahr-Feier im Dezember zu bezuschussen, nicht nur durchgewunken, sondern noch übertrumpft. An der Abstimmung wird eine Gemeindevertreterin jedoch nicht teilnehmen können: Frederike Harder ist bekanntlich Vorsitzende der RSG.

 

Abstimmen können aber alle zu dem, was es zur Verlängerung einer Nutzungsvereinbarung mit der WieGe GmbH zu beschließen gibt. Die Wiegmann und Gebauer sozialräumliche Hilfen GmbH unterbreitet seit geraumer Zeit Bewegungsangebote – Stichwort „Event-Anhänger“ – auf der Sportanlage. Wenn sie diese auch einmal für den eigenen Betriebssport nutzen möchte, soll die Gemeinde dem keine Bäume in den Weg legen, sagt der Ausschuss. 

 

Also: Es ist angerichtet. Eine Vielzahl von Beschlüssen wartet darauf, gefasst zu werden. Von unserer Gemeindevertretung am Donnerstag, 19. Oktober 2023, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal. 

 

[Sitzungsunterlagen]

Foto zur Meldung: Gemeindevertretung am 19. Oktober mit üppiger Tagesordnung
Foto: Gemeindevertretung am 19. Oktober mit üppiger Tagesordnung

Ausschuss tagte in kleiner Besetzung – alle Beschlüsse einstimmig

(16. 10. 2023)

Das war knapp: Vier der sieben Mitglieder des gemeindlichen Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten waren am 12. Oktober für eine Sitzung verfügbar, drei Mitglieder der BWS-Fraktion hatten sich abmelden müssen – und die Vertreterregelung muss erst noch in die Hauptsatzung der Gemeindevertretung Einzug halten. An einem konnte die kleine Besetzung nicht rütteln: Alle Beschlüsse, die Empfehlungen an die am 19. Oktober tagende Gemeindevertretung sind, fielen einstimmig. 

 

Erneut war Heike Jendrny aus der Kreisplanung anwesend, um Ausschussmitglieder, anwesende Gemeindevertreter und Gäste, in den Bauleitverfahren zu beraten. So zur 8. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde, die eine Umwidmung von landwirtschaftlicher Fläche in Bauland vorsieht – im Bereich des Bebauungsplans 8, also im Dreieck zwischen Damsdorfer Straße und Grasweg, wo ein Neubaugebiet entstehen soll. Die Vornahme dieser Änderung war unstrittig, sie muss aber formal auch noch im Rahmen einer frühzeitigen Information der Öffentlichkeit erfolgen, was vor der nächsten Sitzung dieses Ausschusses geschehen soll. 

 

Strittig war zuletzt der B-Plan 9, der in der Belauer Straße eine Rolle spielt und eine Reaktion auf einen Bauantrag ist – ohne B-Plan keine Baumaßnahme. Die Kreisplanung hatte, in Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde des Kreises Segeberg, ganze Arbeit geleistet, Wünsche und Anregungen aus dem Ausschuss mitgenommen, umgesetzt und nun einen B-Planentwurf vorgelegt, der die volle Zustimmung des Ausschusses erhielt. Bestehende Bauvorhaben im Bereich können, wenn die Gemeindevertretung der Beschlussempfehlung folgt, zur Umsetzung kommen, Vorbehalte und Befürchtungen von Anwohnern, es könnten überdimensionierte Bauten entstehen, wurden berücksichtigt. 

 

Zuletzt war das von Roman Weidlich von der Firma Prokom vorgelegte Konzept zu großflächigen Solarfreiflächenanlagen in der Schmalenseer Gemarkung nur zur Kenntnis genommen worden, nun wurde es in der vorliegenden Fassung beschlossen. Bürgermeister Dirk Griese und der Ausschussvorsitzende Christian Detlof hatten weitere Informationen eingeholt, die die anwesenden Ausschussmitglieder überzeugten. So sieht das vorliegende Konzept sogenannte Suchräume auf insgesamt rund 129 Hektar Fläche vor, auf denen solche Anlagen möglich wären. Jedoch sieht das Konzept maximal 40 Hektar vor, auf denen es zur Umsetzung kommen könnte. Dieses Konzept verpflichtet aber weder Landbesitzer noch Gemeinde, dort tatsächlich Solarfreiflächenanlagen bauen zu lassen. Jeder einzelne Antrag, so Bürgermeister Dirk Griese, werde in das Bauleitverfahren gehen und der Einzelfallentscheidung durch gemeindliche Gremien vorbehalten sein. Auf der anderen Seite wird allen Interessenten, die „irgendwo“ in der Schmalenseer Feldmark, womöglich unmittelbar an Wohnbebauung angrenzend, Pläne verwirklichen möchten, von vornherein ein Stoppschild gezeigt. 

 

Zuguterletzt und unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde beschlossen, nachträglich die Auftragsvergabe für die Beschaffung zweier Tauchpumpen für die Ortsentwässerung durch den Bürgermeister zu genehmigen. Die Bestellung erfolgte aus der Not heraus, dass nach Ausfall der ersten von zwei Tauchpumpen Anfang August einen guten Monat später auch die zweite Pumpe den Geist aufgegeben hatte. Eine Fachfirma konnte eine Leihpumpe herbeischaffen – die Alternative wären mehrere Abpumpvorgänge täglich mittels Tankwagen gewesen. Insgesamt war in diesem Bereich von Schmalensees kritischer Infrastruktur Gefahr im Verzug und der Bürgermeister musste – ohne Ausschreibung – handeln. Es geht um Gesamtkosten von rund 32.000 Euro. 

 

Foto zur Meldung: Ausschuss tagte in kleiner Besetzung – alle Beschlüsse einstimmig
Foto: Suchräume für Solarfreiflächenanlagen in Schmalensee

Oktober-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 10. 2023)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Darüber hinaus liefern der Blick in die Literatur zur Regionalgeschichte, in Protokollbücher und in Alt-Schmalenseer Familienalben wichtige Informationen. Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat Oktober die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig: Auf Anweisung des Ministers der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten finden am 18. Oktober 1913, vor 110 Jahren, an den Schulen am 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig Feiern statt. Der Militärverein für Bornhöved und Umgebung veranstaltet einen Fackelzug und brennt Freudenfeuer auf dem Kongsbarg und dem Schwarzen Berg ab. Im Gasthof Zur Linde in Bornhöved findet daran anschließend ein Kommers statt. 50 Jahre zuvor war es der Bevölkerung noch bei Strafe untersagt, des Sieges der Anti-Napoleon-Koalition zu gedenken. Aber 1863 war der Landesherr nicht der preußische, sondern der dänische König, und Dänemark hatte 1813 auf Seiten Napoleons gestanden. Im Dezember kam es bei Bornhöved zum sogenannten Nachhutgefecht dänische Truppen gegen sie verfolgende schwedische Husaren. 

 

Bornhöveder braucht den Bahnanschluss:Im Segeberger Kreis- und Wochenblatt wird am 20. Oktober 1888, vor 135 Jahren, ein eindringlicher Appell an die Stadt Segeberg und die Gemeinde Bornhöved abgedruckt, sich für eine Bahnlinie nach dem Kriegshafen Kiel auf der sogenannten Süd-Nord-Trasse einzusetzen. Gerade Bornhöved dürfe sich nicht erneut durch Wankendorf den Rang ablaufen lassen. Denn als eine West-Ost-Trasse, die Ostholsteinische Eisenbahn, angelegt wurde, da sei Bornhöved übergangen worden und liege nun „auf dem Sand nebenher wie ein aus dem Fahrwasser geratener Nachen“. Allerdings wird es bis 1911 dauern, bis die Kleinbahn Kiel-Segeberg mit Bahnhof und Bahnausbesserungswerk in Bornhöved errichtet sein wird. 

 

Vorstandskrise gerade noch abgewendet: Im Gasthof Voß findet am 20. Oktober 1983, vor 40 Jahren, die Jahreshauptversammlung der Landjugendgruppe Schmalensee statt. Zunächst findet sich niemand, den den Vorsitz in der Gruppe übernehmen möchte – und das unter der Anwesenheit des Landesvorsitzenden Reinhard Jahnke, des Kreisvorsitzenden Jochen Hildebrandt und des Kreisbetreuers Hans Neve. Dann aber gelingt es, eine komplette Vorstandsmannschaft zu wählen. Erste Vorsitzende werden Bärbel Lensch und Rüdiger Heisch, Zweite Vorsitzende Petra Saggau und Jörg Stender und Dritte Vorsitzende Maike Feddersen und der bisherige 1. Vorsitzende Torsten Lütt. Kassenwart wird Stefan David, Schriftführer Sönke Jens. 

 

Schmalensees Lehrer schwärmt vor 85 Jahren: Auf einer Versammlung des Kreisabschnitts Bornhöved im NS-Lehrerbund referiert laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 21. Oktober 1938 Schmalensees Lehrer Günther über „Danzig“. Günther hat im Sommer mehrere Wochen in der Stadt zugebracht. Er schildert vor allem die Kontrolle Polens über die maßgebliche Infrastruktur Danzigs wie Hafen und Eisenbahn. Die scharfen Gegensätze zwischen Danzig und Polen aber hätten sich zu einem mittlerweile eingespielten Verhältnis entwickelt. Günther schwärmt vom Ostseebad Zoppot, in dem der „jüdische Einfluß […] seit zwei Jahren gänzlich zurückgetreten“ ist. 

 

Friedhof geweiht vor 150 Jahren: Auf dem Kirchenland auf dem Bornhöveder Flurstück Seekamp wird am 22. Oktober 1873 ein neuer Friedhof geweiht. Schon 1839 sprach Pastor Bruhn von entwürdigenden Zuständen auf dem bis dahin 720 Jahre lang genutzten Kirchhofs an der Vicelin-Kirche St. Jakobi. Eine straffere Friedhofsordnung von 1852 brachte nicht die erhofften Verbesserungen.

 

Eine Gärtnerei zieht um: Gärtner Adolf Sorgenfrei verkauft laut Meldung des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 24. Oktober 1908, vor 115 Jahren, für 14.500 Mark seine Gärtnerei nebst Wohnhaus an der Straße nach Belau an einen Herrn aus Wesselburen zum sofortigen Antritt. Auf einem zurück behaltenen Stück Land von 6 Tonnen im Hirtenweg beabsichtigt Sorgenfrei, ein neues Wohnhaus und eine neue Gärtnerei anzulegen. 

 

Belauer Bauern machen Druck: Laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 24. Oktober 1958, vor 65 Jahren, kommt Bewegung in den Ausbau der Belauer Straße – auf Druck der Belauer Bauern, die ihre Milch nach der Schmalenseer Meierei liefern und eine annehmbare Fahrbahn wünschen. Ihre Drohung, einer anderen Genossenschaft beizutreten, wirkt. Zum Teil aus Mitteln des „Grünen Planes“ werden die Arbeiten Ende November forciert.

 

Tischtennis in Schmalensee vor 55 Jahren: Die Segeberger Zeitung meldet am 24. Oktober 1968, dass in Schmalensee ein Tischtennisverein gegründet worden ist. Erster Vorsitzender des TTV Schmalensee ist Hans Knieschke. Der Verein trainiert montags auf dem Saal des Gasthofs Voß.

 

Schmalensees Feuerwehr die beste: In Schmalensee findet im Oktober 1933, vor 90 Jahren, unter der Leitung des Oberbrandmeisters Ludwig Saggau aus Schmalensee die Herbstübung der Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Bornhöved statt. Die Amtswehr hat laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 25. Oktober einen Wanderehrenpreis ausgelobt, den als erste beste Wehr die aus Schmalensee gegen die aus Gönnebek und Bornhöved gewinnt. Das Schiedsgericht ist von auswärtigen Wehren besetzt. Nach gemeinsamem Exerzieren, einer Kranzniederlegung, dem Brandmanöver und der Siegerehrung gibt es im Gasthof Voß ein gemeinsames Essen. 

 

Fast 180.000 Maikäfer: Im Kreis Segeberg wurden laut Mitteilung des Segeberger Kreis- und Wochenblatts vom 26. Oktober 1878, vor 145 Jahren, umfangreiche Maikäfersammlungen durchgeführt. In Schmalensee wurden 195 Kilogramm gesammelt. Das Landratsamt geht davon aus, dass auf ein Kilogramm rund 920 Maikäfer entfallen. Das entspräche der Summe von 179.400 gesammelten Maikäfern – allein in Schmalensee. Im Kreis Segeberg sollen es über 13 Millionen gewesen sein.

 

Wo ist Reservist Pries?: Der Stellmacher Friedrich Adalbert Pries aus Schmalensee wird am 26. Oktober 1893, vor 130 Jahren, vor dem königlichen Schöffengericht zu Segeberg erwartet. Der Grund: Pries wird beschuldigt, als beurlaubter Reservist ohne Erlaubnis ausgewandert zu sein, ohne der zuständigen Militärbehörde darüber Anzeige erstattet zu haben. Kommt Pries dieser öffentlichen Aufforderung (in damaliger Zeit sind solche amtlichen Anzeigen keine Seltenheit, Anmerkung) nicht nach, droht ihm eine Verurteilung in Abwesenheit.

 

Ein ganz besonderes Tuch: Das muss ein offensichtlich sehr bedeutendes Tuch sein, das der Händler Ludwig Jürgens auf dem Wege von Schmalensee nach Bornhöved vor 105 Jahren verliert. Per Anzeige im Segeberger Kreis- und Tageblatt am 26. Oktober 1918 gibt Jürgens an, den Finder erkannt zu haben und fordert ihn zur Rückgabe binnen drei Tagen auf. Anderenfalls wolle er gerichtlich vorgehen.

 

Ein Marine-Sperrzeugamt in Trappenkamp: Ganz geheim gehalten hat man 1938, vor 85 Jahren, die Existenz einer Munitionsfarbrik nahe Bornhöved nicht, wie eine längere Meldung im Segeberger Kreis- und Tageblatt belegt. Im Marine-Sperrzeugamt Trappenkamp findet am 7. Oktober ein erstes Werkkonzert statt. Unter den Gästen sind auch der Kreisgeschäftsführer der NSDAP, Marxen, Ortsgruppenleiter Alfred Dau sowie der Führer der SA-Standarte 213, Obersturmbannführer Suffa. 

 

Alle Arbeiter ins NS-System integrieren: Mit einer Kundgebung in Bornhöved am 29. Oktober 1933, vor 90 Jahren, werben Deutsche Arbeitsfront und NSBO für den Eintritt auch des letzten Arbeiters in seinen Berufsverband. Dazu spielt die NSBO-Kapelle des Kreises Segeberg. Es ist dies der „Generalangriff“ von DAF und NSBO. Henry Pötter, Kreisleiter der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation, erläutert im Vorwege: „Der große Propagandafeldzug der NS-Bewegung zur Erfassung des letzten deutschen Menschen für die deutsche Arbeitsfront […] Wir wollen den Arbeitnehmer, restlos aus allen Berufen, erfassen und erziehen, damit das Denken des Nationalsozialismus dem ganzen Volk in Fleisch und Blut übergeht […].“ Schon in der ersten Monatshälfte war besagter „Generalangriff“ bei den Landarbeitern forciert worden, wie im Segeberger Kreis- und Tageblatt zu lesen ist: „Am 15. Oktober 1933 darf es keinen unorganisierten Landarbeiter mehr geben“, lautet dort ein Aufruf des Deutschen Landarbeiterverbandes. Nach Auflösung der Gewerkschaften hatte die Deutsche Arbeitsfront am 2. Mai 1933 mit der NSBO die Organisation des Arbeiterstandes übernommen. 

 

Der Hitler-Luther-Vergleich vor 90 Jahren: In der Kirche zu Bornhöved findet am 31. Oktober 1933 ein Schulreformationsgottesdienst statt. Nach dem Eingangslied „Wach auf, wach auf Du deutsches Land“ vergleicht Pastor Erich den neuen Reichskanzler Hitler mit Martin Luther. „Wie der Volkskanzler Hitler ist auch Luther aus dem Volke hervorgegangen.“

Foto zur Meldung: Oktober-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Die Gärtnerei von Sorgenfrei, später Hahne, im Hirtenweg

Mal wieder Ausschusssitzung am 12. Oktober in Schmalensee

(11. 10. 2023)

Im Bereich Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten hat Schmalensees Gemeindevertretung einen reichhaltigen Themenfundus zu bieten in dieser Wahlperiode. Auf der Agenda für die nächste Sitzung des zuständigen Ausschusses am morgigen Donnerstag, 12. Oktober, stehen vier bedeutende „Baustellen“.

 

Das Neubaugebiet

 

Bekanntlich musste die Gemeinde das Bauleitverfahren in der Bebauungsplanung umstellen vom beschleunigten auf das reguläre. Während somit im B-Plan-Verfahren neu gearbeitet wird, kann sich der Ausschuss am Donnerstag schon mal mit der 8. Änderung des Flächennutzungsplans voranzukommen. Hier wird Frau Jendrny vom Kreis Segeberg den Vorentwurf vorstellen, den der Ausschuss im Idealfall der am 19. Oktober tagenden Gemeindevertretung zum Beschluss empfehlen wird. 

 

B9 – Belauer Straße

 

Hier plant der Ausschussvorsitzende Christian Detlof, einen Beschluss herbeizuführen, um einen Strich unter das Thema ziehen zu können. Auch hier wird Frau Jendrny einen geänderten Bebauungsplan vorlegen, in den sie die Anmerkungen aus dem Ausschuss und Stellungnahmen des Denkmalschutzes eingearbeitet hat. 

 

Solarfreiflächenanlagen

 

Dieser Punkt war in letzter Sitzung kontrovers behandelt worden. Rücksprachen von Bürgermeister Dirk Griese und dem Ausschussvorsitzendem haben ergeben, dass der Ausschuss durchaus einen Beschluss mit Empfehlung an die Gemeindevertretung fassen kann, der weder Landeigentümern den Bau von Solarfreiflächenanlagen aufzwingen würde, noch die Gemeinde verpflichten würde, auf bestimmten Flächen unbedingt den Bau solcher Anlagen zulassen zu müssen. Vielmehr geht es darum, die Handlungsfreiheit der Gemeinde sicherzustellen.

 

Die Ortsentwässerung

 

Unsere kritische Infrastruktur sind die Versorgung mit Wasser, Strom und Energie (und Breitband, na klar), sowie die Abwasserentsorgung. Letztere ist ein Sorgenkind der Gemeinde, denn die Pumpen sind zum Teil in die Jahre gekommen. Nacheinander hatten zwei Tauchpumpen, die in den am Gassenbult befindlichen Sammeltanks installiert sind und unser Abwasser zum Klärwerk Bornhöved befördern sollen, Probleme bereitet. Der Bürgermeister hat in sich anbahnenden Notlagen Nägel mit Köpfen gemacht, auf langfristige Ausschreibungsverfahren verzichtet und eine zügige Ersatzbeschaffung veranlasst. Das gilt es mittels Beschluss noch zu genehmigen. Wegen der Nennung von Firmennamen und Summen wird der Punkt unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu behandeln sein. 

 

Beginn der Ausschusssitzung ist im 19.30 Uhr im Gemeindesaal. Während die Ausschussmitglieder und Gemeindevertreter*innen sämtliche Unterlagen im Allris studieren können, haben auch interessierte Bürger*innen die Möglichkeit, frei zugängige Unterlagen zu den Tagesordnungspunkten einzusehen: Auf der Homepage www.amt-bornhoeved.de führt die Startseite direkt zur Tagesordnung des Gremiums. Klickt man diese an, sind hinter den jeweiligen Tagesordnungspunkten die Anlagen einsehbar.

[Sitzungsunterlagen]

Foto zur Meldung: Mal wieder Ausschusssitzung am 12. Oktober in Schmalensee
Foto: Mal wieder Ausschusssitzung am 12. Oktober in Schmalensee

Dreister Wohnungsdiebstahl in der Schmalenseer Feldmark entdeckt

(11. 10. 2023)

Es ist beeindruckend und erschreckend zugleich, was Jäger Gerhard Harder am 9. Oktober in der Schmalenseer Feldmark entdeckt hat. Dort hat sich die dreiste Kaperung einer Wohnung ereignet.

 

Auf der „Großmissen“, einer Flur zwischen Stockseer und Damsdorfer Straße, wurde eine für Vögel an einer Eiche befestigte Nisthilfe von Hornissen besetzt und besiedelt. Ganz offensichtlich, das beweisen Fotos des Zeugen, reichte die von Menschenhand gefertigte Wohnung platzmäßig nicht aus, sodass man sich auch darunter ausbreiten musste. 

 

„Ein klarer Fall von Hausbesetzung“, urteilt Gerhard Harder, der aber von einer Suche nach eventuell Geschädigten oder einem Aufruf an Zeugen der Untat absieht, da eine Strafverfolgung unmöglich scheint: Die Hornissen haben ihr pappiges Quartier längst verlassen – die Richtung ist unbekannt. 

Foto zur Meldung: Dreister Wohnungsdiebstahl in der Schmalenseer Feldmark entdeckt
Foto: Ein krasser Fall von Hausbestzung in der Schmalenseer Feldmark

Dorfquiz '23: Einladung ist raus – aber wer lädt da ein?

(08. 10. 2023)

Eine der wichtigsten Informationen des Jahres ist uns in den letzten Tage in die Briefkästen eingeworfen worden: Bei wem kann man seine Mannschaft für das Dorfquiz anmelden, das bekanntlich am Samstag, 4. November stattfinden soll?

 

Eins sei gleich verraten, und zwar auf Bitten des Sportvereins: Es ist nicht der SV Schmalensee (auch wenn es an auffälliger Stelle auf dem Flugblatt zu lesen ist). 

 

Vielmehr handelt es sich um das private Rateteam mit dem vielsagenden Namen „Wer fragt denn sowas“. Eigentlich ein Ausdruck der Empörung über schwer zu beantwortende Fragen. Aber in diesem Fall der klare Sieger der Dorfquiz-Veranstaltung des Vorjahres und somit dazu berufen, in diesem Jahr die Fragen auszuarbeiten und alle teilnehmenden Mannschaften zu quälen und womöglich zu dem Ausruf „Wer fragt denn sowas?!“ zu verleiten. 

 

Wie immer beginnt das Schmalenseer Dorfquiz pünktlich um 20 Uhr auf dem Gemeindesaal. Vereine und Wählergruppen, Organisationen, Familien, Freundes- oder Nachbarschaftskreise sind aufgerufen, Teams von 4 bis 5 Personen zu bilden und daran teilzunehmen. Das Alter spielt dabei übrigens keine Rolle und es kann sinnvoll sein, verschiedene Themenbereiche innerhalb der Mannschaft abzubilden.

 

Das Flugblatt der Gastgeber lenkt uns schon einmal in die Richtungen Geographie, Sport, Technik, Natur und die Welt der Stars und Sternchen. Aber ob das auch alle sein werden? In der Regel bzw. im Durchschnitt werden zehn Raterunden aufgeboten. Dazu gibt es schon seit vielen Jahren ein sogenanntes Zwischenspiel, von dem man nie wissen kann, zu welcher Anstrengung oder Peinlichkeit die Teilnehmenden da wohl gezwungen werden. 

 

Über all dem Kopfzerbrechen und der stimmlichen oder körperlichen Verrenkungen steht eines der höchsten Ziele, die man in Schmalensee nur einmal im Jahr erreichen kann: Das Dorfquiz gewinnen und es im nächsten Jahr ausrichten! Knapp dahinter folgt übrigens „beim Dorfquiz mitgemacht haben“ als Zielsetzung... Es gibt also keine guten Gründe, sich diesen Abend entgehen zu lassen!

 

Zurück zum Einstieg: Anmeldungen nimmt bis zum 3. November Olaf Suhr entgegen und das unter der E-Mailadresse – das ist seine Adresse als Spartenleiter Tischtennis im traditionsreichen Verein. 

 

Übrigens: Auch am Abend der Veranstaltung können sich vor Ort noch Mannschaften bilden. Zur besseren Planbarkeit macht es aber natürlich Sinn, sich schon jetzt zu formieren und anzumelden. 

[Einladung Dorfquiz 2023]

Foto zur Meldung: Dorfquiz '23: Einladung ist raus – aber wer lädt da ein?
Foto: Dorfquiz '23: Einladung ist raus – aber wer lädt da ein?

Ausschuss beriet zu Kita, Ehrungen, Kultur und Veranstaltungen

(02. 10. 2023)

Premiere für Lars Jungclaus, den neuen Gemeindevertreter der Wählergemeinschaft Bürger für Schmalensee (BfS) und neuen Vorsitzenden des Ausschusses für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr: Die Tagesordnung für die erste Sitzung des Gremiums war „pickepackevoll“. 

 

Traditionelle Veranstaltungen geplant

 

Nach bewährten Mustern sollen der Volkstrauertag (19. November) und die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde (6. Dezember) begangen werden. Die Mitglieder des Ausschusses gingen die vorliegende Checkliste zur Weihnachtsfeier durch, verteilten und übernahmen Aufgaben, damit es ein schönes Fest auf dem Gemeindesaal geben wird. Hierzu wird gesondert vorberichtet werden. Viele Kuchenbäcker*innen und Helfer*innen haben schon ihre Bereitschaft zum Mitmachen signalisiert, der Verschönerungs- und Vogelschießerverein schon Probentermine mit den Kindern verabredet. Schon mal wichtigste Eckdaten: Die Seniorenweihnachtsfeier am 6. Dezember beginnt um 15 Uhr; der Saal wird am Vortag ab 18 Uhr vorbereitet.

 

Der Volkstrauertag soll in Schmalensee unter Mitwirkung der Feuerwehr und Kirchengemeinde am 19. November um 9.30 Uhr begangen werden. Eventuell könnte es zu einer Veränderung der Uhrzeit kommen, abhängig vom Terminkalender der Kirche. Auch hierzu wird gesondert berichtet werden. 

 

Reitsportgemeinschaft feiert Jubiläum

 

Am 2. Dezember will zudem die Reitsportgemeinschaft Schmalensee ihre 20-Jahr-Feier unter Beteiligung der Öffentlichkeit mit buntem Programm auf dem Reiterhof Jankowski zelebrieren. Der Antrag der RSG auf einen Zuschuss stieß auf offene Ohren im Ausschuss, der die beantragte Summe in seiner Empfehlung an die Gemeindevertretung auf 500 Euro erhöhte – in Anerkennung des bisherigen sportlichen wie gesellschaftlichen Engagements des Vereins, der in den 20 Jahren nur in geringem Umfang nach gemeindlicher Unterstützung gefragt habe.

 

Bewegt sich der Bewegungsanbieter?

 

Mit den Terminen des Event-Anhängers auf der Schmalenseer Sportanlage hat die WieGe Wiegmann Gebauer sozialräumliche Hilfen GmbH viele erfolgreiche Bewegungsnachmittag für Kinder im Dorf gestaltet. Als Kompensation für die Bereitstellung der Sporthalle zur Durchführung des WieGe-Betriebssports hatte diese kürzlich einen tollen Eventnachmittag veranstaltet. Grundlage für die Möglichkeit, in Schmalensee den Betriebssport durchzuführen, war eine Nutzungsvereinbarung mit der Gemeinde, deren Verlängerung Thema im Ausschuss sein sollte. Allerdings hatte das Unternehmen kurz vor der Sitzung mitgeteilt, wohl keinen Betriebssport im nächsten Jahr in Schmalensee stattfinden lassen zu wollen (das betrifft nicht den Event-Anhänger!). Dennoch empfahl der Ausschuss, dass die Gemeindevertretung den Bürgermeister vorsorglich ermächtigen solle, die alte Nutzungsvereinbarung im Bedarfsfall verlängern oder erneuern zu können, sollte es einen Meinungswechsel beim Kooperationspartner geben. 

 

Schmalensee bekommt eine Ehrennadel

 

Die „Richtlinien für die Ehrungen durch die Gemeinde Schmalensee“ (Ehrenordnung) sind unlängst dahingehend überarbeitet worden, dass es neben dem Ehrenteller in kleiner und großer Ausführung auch eine Ehrennadel geben soll. Dem Ausschuss wurde ein Angebot eines entsprechenden Herstellers vorgelegt, das auch die Zustimmung des Gremiums fand und der Gemeindevertretung mit positiver Empfehlung zugeleitet wird. Beabsichtigt ist, eine Projektgruppe zu initiieren, die Vorschläge für vorzunehmende Ehrungen sammelt und der Gemeindevertretung zuarbeitet. 

 

Wie geht es weiter mit der Kita in Schmalensee?

 

Wie schon der Presse zu entnehmen war, strebt der Verein Familie und Beruf in Bornhöved an, die Trägerschaft über die Kita Eris Arche spätestens zum Jahresende 2024 abzugeben. Auch die Trägerschaft über die eigenständige Kita Schmalensee ist betroffen. 

 

In einer intensiv geführten Beratung wurde die Feststellung getroffen, dass die Kita in Schmalensee auf jeden Fall erhalten werden soll. Die Gemeinde möchte aber nicht selbst als Träger aktiv werden und strebt an, zusammen mit der Gemeinde Bornhöved einen freien Träger zu finden, der die Kindertagesbetreuung an beiden Standorten übernimmt. Dazu wurden Mitglieder der Gemeindevertretung benannt, die sich in einer entsprechenden Projektgruppe einbringen werden. 

 

In Schmalensee steckt Kultur

 

Das findet nicht nur der in Schmalensee lebende Kabarettist Nils Loenicker (Bauer Hader), aber er nutzte die Einwohnerfragezeit, um das Angebot zu machen, Schmalensee als Kulturstandort „auszubauen“. Animiert worden sei er durch die SE-Kulturtage 2023, die gerade endeten und während dieser die Gemeinde Gönnebek das SE-Kulturdorf gewesen ist. „Künstlerisch und logistisch verfügt Schmalensee über Potenziale. Mit Hilfe eines Trägervereins könnten wir dafür sorgen, in Schmalensee regelmäßige kulturelle Angebote zu etablieren“, so Loenicker, der sich persönlich mit seinen Kontakten und Erfahrungen einbringen möchte. 

 

Was den Ausschuss noch beschäftigte

 

Die Wundertüte einer Tagesordnung ist der Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“, in diesem Fall „Sonstige Angelegenheiten aus dem Zuständigkeitsbereich des Ausschusses“. Mitunter ist der Punkt schnell abgehakt, weil es nichts zu besprechen gibt. Dieses Mal lagen einige Themen auf dem Tisch. 

 

So wurde vor dem Hintergrund der Beendigung der Aktivitäten der Siedlergemeinschaft hinterfragt, welche Angebote im Dorf eigentlich für die ältere Generation bestehen. Hierzu will man sich, unter Einbeziehung der „Betroffenen“, insbesondere seitens der Ausschussmitglieder aus dem Verschönerungs- und Vogelschießerverein engagieren. 

 

Aus dem Verein kommt auch das Anliegen, sich mit den gemeindlichen Spielplätzen zu befassen und diese eventuell etwas aufzupeppen. Dabei, so die Ausschussmitglieder selbst, müsse man natürlich den Faktor Geld im Blick behalten.

 

Der Bürgerbus war wieder Thema, denn es hat Anfragen gegeben, ob dieser wieder fahren könne. Das Projekt war vor einigen Jahren mit viel Engagement gestartet und von den Schmalenseern bis auf eine Ausnahme (drei Fahrten) nicht angenommen und deshalb eingestellt worden. Ob man nun mit dem Bürgerbus Bornhöved kooperieren könnte, soll geprüft werden. Lars Jungclaus wies auch auf das schon bestehende ÖPNV-Angebt der Anruftaxis (ALFA) hin. Dieses, da war man sich einig, sollte den Schmalenseern einmal genauer erklärt werden. Außerdem ist geplant, die Buslinie 454 so auszubauen, dass sie stündlich in der Damsdorfer Straße hält und den Transport nach Bornhöved gewährleistet. Der Startschuss hierfür wird aber wohl erst nach der noch ausstehenden Erneuerung der Stockseer Straße erfolgen, denn auch Stocksee soll von dieser Linie angesteuert werden. 

Foto zur Meldung: Ausschuss beriet zu Kita, Ehrungen, Kultur und Veranstaltungen
Foto: Ausschuss beriet zu Kita, Ehrungen, Kultur und Veranstaltungen

Oktober-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 10. 2023)

Auch im Jahr 2023 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist insbesondere das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben, alte Protokollbücher und das Studium der Literatur zur Regionalgeschichte runden die Beiträge mitunter ab. Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und am 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat Oktober.

 

Ein neuer Stellvertreter für H.C. Saggau: Der Oberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein ernennt mit Wirkung zum 1. Oktober 1913, vor 110 Jahren, den Schmalenseer Hufner Heinrich Christian Saggau erneut für die Dauer von sechs Jahren zum Vorsteher des Amtes Bornhöved. Neuer stellvertretender Amtsvorsteher wird der Gönnebeker Hufner und Gemeindevorsteher Hermann Schnoor, der damit Nachfolger des Schmalenseers Johannes Detlef Harder wird. 

 

Pferdezüchter im NS-Staat vereint: Auf Anregung des Kreisbauernführers Köhler handeln der Kreispferdezuchtverein für das schleswig-holsteinische Warmblutpferd und der Kreispferdezuchtverein für das Holsteiner Pferd (im Allgemeinen als „Kreispferdezuchtverein“ bekannt, Anmerkung), dessen Vorsitzender der Schmalenseer Heinrich Harder ist, am 1. Oktober 1933, vor 90Jahren, ihre Fusion aus. Ergebnis ist die Bildung des Kreisvereins für die schleswig-holsteinischen Warmblutzuchten. Vorsitzender wird Heinrich Harder, sein Stellvertreter wird Willi Harder aus Kükels, Geschäftsführer A. Reher aus Bad Segeberg. 

 

Das Ende der landwirtschaftlichen Vereine und Verbände vor 90 Jahren: Der Landwirtschaftliche Kreisverein und mit ihm seine angeschlossenen Lokalvereine wie der für Bornhöved und Umgebung lösen sich zum 1. Oktober 1933 auf, um im „Kreislandstand“ aufzugehen. (Gemeint ist die Kreisbauernschaft als Untergliederung der Reichsnährstandorganisation). Das Vermögen des Kreisvereins, das zur Durchführung von Tierschauen angespart wurde, wird dem Kreisbauernführer für denselben Zweck überwiesen. Der Landwirtschaftliche Kreisverein geht zurück auf den 1829 gegründeten Landwirtschaftlichen Verein für Segeberg. 1869 entstand der Kreisverein, indem die Lokalvereine sich diesen als Dachorganisation schufen. Ein letztes Mal werden Ehrungen des Landwirtschaftlichen Kreisvereins vorgenommen. Einer der Geehrten ist der Schmalenseer Landarbeiter August Jürgens, der seit 25 Jahren auf dem Hof von Heinrich Harder tätig ist. 

Ein weiteres Beispiel: Am 7. Oktober findet im Bad Segeberger Hotel Germania eine Außerordentliche Mitgliederversammlung des Land- und Bauernbundes Segeberg statt. Einziger Tagesordnungspunkt ist dessen Überführung in den Reichslandstand. „Fortan gibt es im Kreise Segeberg keinen Land- und Bauernbund mehr, sondern nur noch eine Kreisbauernschaft Segeberg, die ausschließlich vom Kreisbauernführer geführt wird.“ Der „Uneinigkeit“ der Landwirtschaft, nach dem Ersten Weltkrieg verschiedene berufsständische Interessenverbände herausbildete, die zum Teil ideologischen Zielen folgten, ist durch die „Gleichschaltung“ im Nationalsozialismus ein Ende gesetzt. 

 

Erntedank im Zeichen des Hakenkreuzes: Am 1. Oktober 1933, vor 90 Jahren, wird in der Bornhöveder Vicelin-Kirche St. Jakobi der Erntedankgottesdienst gefeiert. Nach dem Festchoral „Nun danket alle Gott“ spricht Pastor Erich: „Der heutige Tag klopft an die Tür eines jeden Menschen. Er will ihn aufrufen zum Dank. Wir alle fühlen, dass es wieder aufwärts geht. 'Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Same und Ernte.' Zwar hat der Bauer auch in den früheren Jahren gepflügt, gesäet und geerntet. Aber die Frucht seiner Arbeit entglitt seinen Händen. Immer weiter abwärts ging es mit Stand und Volk. Aber es ist uns ein Führer geschenkt. In Ruhe konnte die Ernte geborgen werden. Gott hat uns fühlen lassen: Ich bin bei Euch in der Not. Deshalb wollen wir dankbar sein.“

 

Landjugend op Platt und Japanisch: Anfang Oktober 1968, vor 55 Jahren, feiert die Landjugendgruppe Schmalensee im Gasthof Voß ihr 15-jähriges Bestehen. Das Festprogramm das die Vorsitzenden Karla Suhr und Reimer Saggau mit der Gruppe zusammengestellt haben und von dem die Segeberger Zeitung am 2. Oktober berichtet, stellt die  breite Palette des Könnens der Schmalenseer Landjugend vor: Volkstänze, Potpourri aus Volks- und Jagdliedern, plattdeutsche Sketche und ein Theaterstück. Natürlich wird zum Ausklang ausgiebig getanzt. Zwei Japaner, die in Stocksee und Schmalensee ein landwirtschaftliches Praktikum absolvieren, überbringen ihre Glückwünsche in ihrer und der deutschen Sprache. Gerhard Mühlenberg dankt im Namen der Landjugendgruppe den beiden Vorsitzenden für ihre Arbeit und Gastwirt Hans Voß dankt der Gruppe für 15 Jahre Treue zum Gasthof. Er überreicht ein Gästebuch, in dem sich fortan die geladenen Referenten verewigen mögen. 

 

Bornhöved bereit für die Realschule: Einmütig beschließen die Bornhöveder Gemeindevertreter am 4. Oktober 1963, vor 60 Jahren, dem Kreisschulamt die Bereitschaft zum Bau einer Mittelschule in der Gemeinde zu signalisieren. Schon jetzt umfasse der an die örtliche Volksschule angeschlossene Aufbauzug 104 Schülerinnen und Schüler. Eine Mittelschule mit dem Einzugsbereich nördlicher Kreis Segeberg sowie Teile des Kreises Plön mit rund 12.400 Einwohnern lasse bis zu 200 Schüler für eine Mittelschule erwarten. Die Gemeinde Bornhöved möchte sich zu einem kulturellen Mittelpunkt entwickeln. Um dies noch deutlicher voranzutreiben, wird auch über die Bildung einer Dörfergemeinschaftsschule mit rund 700 bis 750 Kindern gesprochen.

 

Ein Großfeuer mitten in Schmalensee: Ein Großfeuer vernichtet am frühen Morgen des 5. Oktober 1973, vor 50 Jahren, den Wirtschaftsteil des Hofes von Landwirt Burkhard Saggau. Die nach Alarmierung ab 4 Uhr eintreffenden Feuerwehren aus Schmalensee, Bornhöved, Damsdorf, Trappenkamp, Stocksee und Belau können den Brand in kurzer Zeit unter Kontrolle bringen. Dennoch entsteht ein geschätzter Schaden von rund 150.000 DM. Landwirtschaftliche Maschinen, elf Schweine, 600 Zentner Getreide und 30 Fuder Stroh werden ein Raub der Flammen. 

 

Maggi in Bornhöved vor 95 Jahren: Ein Vertreter der Firma Maggi ist am 6. Oktober 1928 Gast des Vaterländischen Frauenvereins Bornhöved und Umgebung und des Bornhöveder Sparklubs „Freundschaft“. Er zeigt im Hotel Stadt Kiel den Film „Ein Gang durch die Maggi-Gutswirtschaft und die Maggi-Werke in Singen am Hohentwiel“. Die Veranstaltung ist von „einigen hundert Personen“ besucht. 

 

„163er“ musizieren beim Gastwirt Voß: In Friedrich Voß’ Gastwirtschaft gibt das Musikkorps des Infanterieregiments Nr. 163 am 9. Oktober 1908, vor 115 Jahren, unter der Leitung des königlichen Musikdirigenten W. Treichel ein Militärkonzert. Im Anschluss gibt es einen Ball, der bis in den frühen Morgen andauert.

 

Schmalenseer spenden für die „Arbeiterkolonie“: In Rickling erfolgt am 10. Oktober 1883, vor 140 Jahren, die feierliche Einweihung der so genannten Arbeiterkolonie. Mit einem Aufruf, der von namhaften Personen des Kreises Segeberg unterstützt wird, bittet der Landesverein für die Innere Mission um Spenden für die weitere Ausgestaltung der Einrichtung. Im November gehen aus einer Schmalenseer Haussammlung 22 Mark ein. Welchem Zweck die Einrichtung unter anderem dient, geht aus einer Meldung vom 2. Oktober 1883 hervor. Demnach sollen im Kreis Segeberg Verpflegungsstationen errichtet werden, in denen mittellose und Arbeit suchende Wanderer ein kleines Mittagsessen („Mittagsbrot“) auf Kosten des Kreises erhalten können. Eine dieser Stationen, die für eine Eindämmung der Bettelei sorgen sollen, ist für Bornhöved vorgesehen. Wer die Station aufsucht, wird an die Arbeiterkolonie in Rickling weitergeleitet. In Segeberg und Bramstedt werden  Stationen errichtet, in denen Unterkunft und  Verpflegung gewährt werden.

 

Hohn und Spott für die Feuerwehr?:Oberbrandmeister Hauschildt, der Amtswehrführer, überprüft am 11. Oktober 1908, vor 115 Jahren, den aus den Freiwilligen Feuerwehren Bornhöved, Gönnebek und Schmalensee bestehenden Löschverband. Unter anderem wird gemessen, wie weit die jeweiligen Spritzen das Wasser tragen. Laut Jahresbericht der Schmalenseer Wehr schlägt dabei die Gönnebeker die eigene um 2 Meter. In der Fehlersuche der offenbar frustrierten Schmalenseer werden die Ventile als Schuldige ausgemacht. „Wäre es da nicht am Platze, Abhilfe zu schaffen, damit unsere Wehr nicht als Hohn anderer dastehen darf?“, fragt Schriftführer Heinrich Schumacher. 

 

Weg frei für den Bolzplatz: In ihrer Sitzung am 12. Oktober 1978, vor 45 Jahren, beschließt die Schmalenseer Gemeindevertretung, die Sandkuhle in der Ortslage zu einem Bolzplatz mit Kleinspielplatz umzuwandeln. Außerdem spricht sich die Vertretung für eine Ortsumgehung der B430 und eine Mitnutzung des Klärwerks in Bornhöved aus und billigt einen vorliegenden Vertragsentwurf. Die erneute Wahl von Hermann Heidens zum Wehrführer wird durch die Gemeindevertretung bestätigt und  Bürgermeister Hans Siebke ernennt Heiden zum Ehrenbeamten. 

 

Schlimme Schlägerei beim „Dienstboten-Ernteball“: Bei der Schmalenseer Ernteball-Veranstaltung für Dienstboten am 13. Oktober 1913, vor 110 Jahren, kommt es zu einer argen Schlägerei, in deren Verlauf der Gärtnergehilfe Sievers (später „L.“) schwer verletzt wird, sodass der Arzt von Bornhöved gerufen werden muss. Der Gendarm stellt die Schuldigen fest. Als Haupttäter wird der Schmalenseer Höker St. (Christian Stegelmann, Anmerkung) verdächtigt. Am 18. Oktober 1913 teilt das Segeberger Kreis- und Tageblatt allerdings mit, Kaufmann Stegelmann habe wissen lassen, nicht als Beklagter in Betracht zu kommen. Am 20. November 1913 aber stellt das SKTB diese Aussage in Abrede, da sich Stegelmann und sein Schwager mit dem Opfer, dass sie laut neuster Meldung „im bewusstlosen Zustande mitten auf der Chaussee liegen ließen“ außergerichtlich geeinigt habe. Am 20. November 1913 wird der Fall dennoch vor dem Schöffengericht in Segeberg verhandelt.

 

Foto zur Meldung: Oktober-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Militärkonzert und Ball bei Voß, SKTB 06.10.1908

Ausstellungsstücke auch außerhalb des Museums

(30. 09. 2023)

Auch außerhalb des Heimatmuseums „De ole Rökerkaat“ gibt es Interessantes zu entdecken. So sind dort schon über den ganzen Sommer zwei steinerne Tröge zu sehen, die von Spaziergängern durchaus für reine Ziergegenstände gehalten werden könnten. Doch weit gefehlt: Es handelt sich um Pferdetränken, wie sie in früheren Zeiten auf so manchem Hof in Bornhöved und Umgebung in Nutzung gewesen sein mögen. Heute dienen sie bevorzugt als Blumenkübel, so auch vor dem Museum, wohin die Mitarbeiter des Bauhofes sie gebracht und dann bepflanzt hatten. Und noch ein dritter Gegenstand ist hier zu finden: Ein steinerner Pfahl mit Metallringen, der früher zum Anbinden der Pferde genutzt wurde. 

Norbert von der Stein, „Direktor“ des Heimatmuseums der Gemeinde, um das sich der Ortsverein Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund kümmert, freut sich über diese Freiluft-Ausstellungsstücke, die der Fläche vor dem historischen Gebäude zusätzlichen Reiz verschaffen und schon viele Besucherinnen und Besucher in Erinnerungen haben schwelgen lassen. 

Johanna Kegel-Maier hatte der Gemeinde bzw. dem Heimatmuseum beide Tröge und den Anbindestein aus dem Nachlass von Bornhöveds früherer Bürgermeisterin Helga Hauschildt überlassen. Der damalige Bürgermeister Reinhard Wundram hatte sich mit dem Bauhof um den Ortswechsel der schönen Stücke gekümmert und nun haben diese einen besonderen Platz in der Mitte des Dorfes gefunden und bereichern das Museum. Das hätte ganz sicher auch Helga Hauschildt große Freude bereitet, der das Museum eine Herzensangelegenheit war. 

Das Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ wird ehrenamtlich betreut und ist auch in den nächsten Wochen immer sonntags von 15 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Die Steintröge und der Anbindestein jedoch können jederzeit bestaunt werden. 

Foto zur Meldung: Ausstellungsstücke auch außerhalb des Museums
Foto: Norbert von der Stein freut sich über die Ausstellungsstücke im Außenbereich des Museums

Ausschuss tagt am 28. September zu Kita und gemeindlichen Veranstaltungen

(27. 09. 2023)

Am morgigen Donnerstag, 28. September, tagt erstmals in der neuen Wahlperiode der gemeindliche Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr. Die Tagesordnung beinhaltet einige interessante Punkte.

 

Es ist die Premiere für den Ausschussvorsitzenden Lars Jungclaus, der seit Konstituierung der Gemeindevertretung für die Wählergemeinschaft Bürger für Schmalensee (BfS) in der Schmalenseer Gemeindepolitik mitmacht. Und gleich gibt es einen bunten Mix aus typischen Ausschussthemen und eher seltenen.

 

Die typischen: Geplant werden der Volkstrauertag (19. November) und die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde, die am 6. Dezember stattfinden soll. 

 

Die Reitsportgemeinschaft Schmalensee will am 2. Dezember ihr 20-jähriges Bestehen feiern und hat um einen Zuschuss gebeten. Die Ausschussmitglieder müssen der Gemeindevertretung eine Empfehlung aussprechen, ob es eine Finanzspritze geben soll und wie viel es denn sein soll. 

 

Gerade für Kinder und ihre Familien interessant ist die Frage, ob die Nutzungsvereinbarung mit der WieGe GmbH verlängert werden soll. Die Wiegmann und Gebauer sozialräumliche Hilfen GmbH hat auch in diesem Jahr einige Nachmittag mit Bewegungsangeboten auf der Schmalenseer Sportanlage gestaltet – Stichwort „Eventanhänger“ – und zuletzt auch einen sehr gut frequentierten Eventnachmittag organisiert. Der war eine Kompensation dafür, dass das Unternehmen die Sporthalle für ihren Betriebssport nutzen durfte. Bewegungsangebote für Kinder – da kann die Gemeinde kaum ablehnen, zumal es nichts kostet. Oder? 

 

Kita-Trägerverein will aufhören – was kommt dann?

 

Sehr wahrscheinlich nicht öffentlich wird es um die Kita Schmalensee gehen, die ihre Räume im Sportlerheim hat und deren Träger, der Verein Familie und Beruf in Bornhöved, der dort die Kita Eris Arche betreibt, die Trägerschaft(en) abzugeben wünscht. Wie also soll es weitergehen mit der Kindertagesbetreuung?

 

Wie bereits der Segeberger Zeitung am 14. September zu entnehmen war, sieht sich der ehrenamtlich geführte Verein Familie und Beruf nicht mehr in der Lage, die Trägerschaft angesichts des steigenden Verwaltungsaufwands und der immer größer werdenden Nachfrage über seine vertraglichen Verpflichtungen – in Bornhöved – wahrzunehmen. Die Enden mit Ablauf des Jahres 2024, und dann soll es nach Möglichkeit eine neue Trägerschaft geben. 

 

In Bornhöved gibt es den Vicelin-Kindergarten der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde, möglichst bald soll in der Ortsmitte eine ganz neue, dritte Kita gebaut werden. Könnte deren Träger auch Eris Arche übernehmen? Oder macht es die Gemeinde selbst? Und was ist mit der Kita Schmalensee, die zunächst eine Art Außenstelle der Bornhöveder Kita Eris Arche war, zuletzt aber auf relativ eigene Füße gestellt wurde? Nach der Ausschusssitzung wissen wir vielleicht mehr. 

Foto zur Meldung: Ausschuss tagt am 28. September zu Kita und gemeindlichen Veranstaltungen
Foto: Ausschuss tagt am 28. September zu Kita und gemeindlichen Veranstaltungen

Das wurde aber auch Zeit: E-Ladesäule Schmalensee wieder in Funktion

(20. 09. 2023)

Der erste Strom ist bereits gezapft worden, und nun sei es offiziell getrommelt: Die E-Ladesäule auf dem Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus Schmalensee ist wieder in Funktion. Endlich besteht aus Sicht der E-Autofahrer*innen wieder die Möglichkeit, hier ihr Fahrzeug zu betanken. Und aus Sicht der Gemeinde besteht nun die Möglichkeit, dafür auch zu kassieren. 

 

Der Vorgang passt ins Gesamtbild: Ganz am Rande erfuhren wir, dass die schon Ende Juli (!) nach gefühlt mehrjähriger Warte- und Lieferzeit endlich in Schmalensee eingetroffene neue E-Ladesäule nun montiert und bei Shell Recharge angemeldet worden ist. Die Sommerurlaube verschiedener Akteure hatten dafür gesorgt, das sich Montage-Auftrag und Anmeldung zur Freischaltung hinzogen.

 

Tatsächlich war die Vorgängerversion übrigens erst am 30. November 2022 abgeschaltet worden, weil die Gemeinde bis dahin den Strom kostenfrei abgegeben hatte, bzw. zuletzt sogar kostenfrei hatte abgeben müssen, da das Altgerät nicht mehr geeicht und eine Abrechnung gar nicht möglich war. 

 

Jetzt also hängt ein neues Gerät in der Größe eines Handstaubsaugers an dem Pfahl vor dem Feuerwehrgerätehaus und ist bereits in Nutzung. Sämtliche Müllsäcke, die Beschilderungen verdeckten, konnten wieder entfernt werden und Schmalensee, das scheinbar nie aus den Kartenwerken für aktive E-Ladesäulen verschwunden war, hat dort wieder seinen berechtigten Platz. 

Foto zur Meldung: Das wurde aber auch Zeit: E-Ladesäule Schmalensee wieder in Funktion
Foto: Das Schild an der B430 hat nun wieder seine Berechtigung

Kulturort Alte Schmiede Bornhöved am 22. September

(17. 09. 2023)

Mitteilung des Fördervereins Alte Schmiede Bornhöved:

 

Poesie in Wort und Klang

 

In der „Alten Schmiede Bornhöved“ präsentieren Horst Detering und seine Gäste Ulrike Göking, Frank Rössel, Sylva Rudolph-Lange und Hartmut Schmid am Freitag, den 22. September 2023 um 19 Uhr Lyrik und Prosa.

 

Die Poetinnen und Poeten präsentieren ihre selbst verfassten Beiträge zum Thema „Lebensmelodie“ auf jeweils individuelle Weise.

 

Musikalisch untermalt wird die Lesung mit interessanten und feinsinnigen Klängen von Frank Rössel (Gitarre), Ulrike Göking und Sylva Rudolph-Lange (Handpan) und Hartmut Schmid (Monochord).

 

Im Rahmen der Segeberger Kulturtage werden die Besucher in der stimmungsvollen und zugleich entspannten Atmosphäre der „Alten Schmiede“, 24619 Bornhöved, Kuhberg 13 poetisch und musikalisch unterhalten.

 

Lauschen Sie den Worten und der Musik im historischen Ambiente der Alten Schmiede und lassen Sie sich in die Welt der Poesie entführen.

 

Veranstalter der Lesung ist der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved in Kooperation mit der Gemeinde Bornhöved.

 

Der Eintritt ist frei.

Foto zur Meldung: Kulturort Alte Schmiede Bornhöved am 22. September
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 09. 2023)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Darüber hinaus liefern der Blick in die Literatur zur Regionalgeschichte, in Protokollbücher und in Alt-Schmalenseer Familienalben wichtige Informationen. Für die treue Leserschaft gibt es auch im Monat September die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Betrunken gefahren – Gefängnis: Das Bad Segeberger Schöffengericht ahndet laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 17. September 1953, vor 70 Jahren eine Trunkenheitsfahrt. Ein 33-jähriger Kraftfahrer war Ende April nach dem Genuss von acht Bier und acht Kognak (!) hinter der Ortsausfahrt in Richtung Plön gegen einen Chausseebaum gefahren. Sein Beifahrer wurde schwer verletzt. Sechs Wochen Haft und einjähriger Führerscheinentzug für den Unfallfahrer sind nun die Folge.

 

Finanzierung der Leichenhalle vor 50 Jahren: Im Kern ihrer Sitzung am 19. September 1973 befasst sich die Schmalenseer Gemeindevertretung mit der Nachfinanzierung der neuen Leichenhalle der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde auf dem Bornhöveder Friedhof. Der Bau der Leichenhalle hatte sich verteuert: Statt der veranschlagten 76.000 DM, für die alle elf am Friedhof beteiligten Gemeinden eine Sonderumlage von 15 DM erhoben hatten, müssen noch einmal 7,30 DM pro Einwohner nachfinanziert werden. Der drohende Streit hierüber wird unter anderem durch den Beschluss der Schmalenseer Vertretung, dieses Geld aufzubringen, verhindert. „Damit muss es dann aber auch endgültig gut sein“, ist die Botschaft an die Kirchengemeinde.

 

Renovierung der Kirche und eine neue Orgel: In der Kirche zu Bornhöved finden laut Bericht des Segeberger Kreis- und Wochenblatts vom 20. September 1888, vor 135 Jahren, umfangreiche Innenarbeiten statt. „Alles ist heruntergerissen, um neu aufgebaut zu werden“, schreibt die Zeitung. Auch soll eine neue Orgel bei Markussen & Sohn in Apenrade für 10.000 Mark beschafft werden. Zugleich wird das Amt des Organisten mit dem des Ersten Lehrers in Bornhöved zusammengelegt, dessen Gehalt entsprechend erhöht.

 

Preise gingen vor 100 Jahren durch die (Wolken-)Decke: Am 25. September 1923 verkündet das Segeberger Kreis- und Tageblatt einen weiteren Anstieg der Mehl- und Brotpreise. Für ein 1900 Gramm schweres Roggenbrot sind nun 6 Millionen Mark zu entrichten. Die Hyperinflation grassiert, wie andere Preismeldungen des Blattes vom 21. September zeigen, die man binnen vier Tagen schon gar nicht mehr mit dem Brotpreis vergleichen kann. So soll ein Jahresjagdschein 7,5 und ein Tagesjagdschein 1,5 Millionen Mark kosten. Laut Veröffentlichung des preußischen Ministers für Volkswohlfahrt lag der Höchstsatz der Erwerbslosenunterstützung für Männer über 21 Jahre, die im eigenen Haushalt leben, bei 7,5 Millionen Mark (Frauen 6 Millionen Mark).

 

Schmalenseer vor 95 Jahren beim Landesturnier: In Neumünster findet vom 21. bis zum 23. September 1928 das 5. Schleswig-Holsteinische Landesturnier der Reitvereine statt. In der Meisterschaftsklasse des Länderwettkampfes der schleswig-holsteinischen Reitervereine belegt der RV Bornhöved den 5. Platz. Rang 2 für den Bornhöveder Verein gibt es im Preis der Züchterarbeit. Ein Mitglied, Ludwig Saggau aus Schmalensee, kann zudem zwei Einzelplatzierungen verbuchen: In der schweren Klasse der Eignungsprüfung für Reitpferde aus dem Wettkampf der Reitervereine siegt Saggaus fünfjährige Stute „Parade“. Platz zwei gibt es in der Eignungsprüfung für Wagenpferde im Einspänner (leichte Klasse) für Saggaus „Paradell“.

 

Nationalsozialisten forcieren den Luftschutz: „Bomben über Kreis und Stadt Bad Segeberg!“ Die aufschreckende Überschrift wirbt für einen Vortrag zum Luftschutz am 21. September 1933, vor 90 Jahren, im Segeberger Kreisbauernhaus. Dessen Organisationsgrad wird forciert, um das Reich vor möglichen Luftangriffen der Nachbarstaaten zu bewahren. Das neue Regime wird nicht müde, auf deren militärische Überlegenheit aufgrund des Versailler Vertrages von 1919 hinzuweisen und eine Bedrohungslage für Deutschland zu schildern.

 

Abschied vom Schulmeister: Nach 37-jähriger Tätigkeit als Lehrer und Leiter der einklassigen Volksschule in Schmalensee tritt Heinrich Göttsch am 1. Oktober 1933, vor 90 Jahren, seinen Ruhestand an. Die letzte Unterrichtsstunde am 22. September wird von allen Gemeindevertretern, dem Schulvorstand und Schulrat Lindrum begleitet, der Göttsch im Namen der Preußischen Regierung aus dem Schuldienst verabschiedet. Auch die Lehrerkonferenz des Kirchspiels Bornhöved, also der im NS-Lehrerbund aufgegangene Lehrerverein, verabschiedet laut einem Tage später erschienenen Beitrag des Segeberger Kreis- und Tageblatts den Kollegen, der seit 1896 Mitglied ist. Der Vorsitzende, Lehrer Trenktrog, hebt Göttschs Tätigkeiten als Schriftführer und Kassenwart seit 1911 hervor: Das Protokollbuch habe Göttsch zu einer Chronik gestaltet, seine stets meisterhaft vorgetragenen Jahresrückblicke seien immer mit großer Aufmerksamkeit verfolgt worden. Göttsch, der keine Versammlung des Vereins versäumt habe, bleibe trotz Fortzuges Mitglied des Bornhöveder NS-Lehrerbundes. Am Abend des 23. September verabschiedet sich die Gemeinde Schmalensee auf dem Saal des Gasthof Voß von ihrem langjährigen Lehrer Heinrich Göttsch, der nach seiner Zurruhesetzung nach Bad Segeberg ziehen wird.  Fast alle Schmalenseerinnen und Schmalenseer sind laut Pressebericht erschienen. Gemeindevorsteher Heinrich Harder hält eine Festrede. Auch Pastor Erich und der vormalige Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau richten Worte an den scheidenden Lehrer.

 

Ein Bundesminister beim WZV: Auf seinem Bad Segeberger Betriebshof veranstaltet der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg am 23. September 1988, vor 35 Jahren, ein Abfallforum. Prominenter Gast ist Bundesumweltminister Dr. Klaus Töpfer, der den WZV für seine vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit lobt. „Ich kenne sonst keinen Ort, wo es Kompostberater gibt“, erklärt Töpfer.

 

Initiative zur offenen Jugendarbeit vor 25 Jahren: Der SVS und die Gemeinde Schmalensee starten laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 24. September 1998 eine Initiative zur offenen Jugendarbeit. Die Leitung hat Cornelia Völker übernommen, die mit Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 15 Jahren ein Freizeitangebot gestalten möchte. Zu einem Treffen im Sportlerheim kommen 17 Jungen und Mädchen. Sie nennen sich fortan „Power Kids“ und gestalten abwechslungsreiche Programmpunkte.

 

Schmalenseer Züchter vor 95 Jahren erfolgreich: Der vom Schmalenseer Heinrich Harder geleitete Kreispferdezuchtverein führt am 26. September 1928 auf der Bad Segeberger Rennkoppel eine Füllen- und Familienschau durch. Heinrich Harder selbst gewinnt mit einer dreijährigen Stute einen 2. Preis. Ebenfalls Zweiter wird Willi Harder mit einem Saugstutfohlen. Für Ernst Saggau gibt es eine Anerkennung für eine zweijährige Stute.

 

Eddas ist der Siegerbulle: Der Segeberger Kreisverein Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner hält am 27. September 1963, vor 60 Jahren, unter der Leitung seines Vorsitzenden Hugo Saggau aus Schmalensee in Tarbek eine Bezirks-Schwarzbuntschau ab. Die teilnehmenden Züchter kommen aus Tarbek, Stocksee, Schmalensee, Bornhöved, Gönnebek, Rickling und Muggesfelde. Siegerbulle der Schau wird „Eddas“, der Hans Harder und Hans Siebke aus Schmalensee gehört.

 

Vor 35 Jahren Beschluss zur Kanalisation: In einer Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung beschließt diese laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 27. September 1998 den Bau einer zentralen Schmutzwasserkanalisation im Vakuumsystem. Parallel dazu soll auch die zentrale Wasserversorgung aufgebaut werden. Da ein gutes Angebot der Gemeinde Bornhöved auf Anschluss an das dortige Wasserwerk vorliegt, muss noch die wirtschaftlichste Lösung ermittelt werden, da man eigentlich das eigene Wasserwerk hatte erweitern wollen.

 

Bundestagswahl vor 25 Jahren in Schmalensee: Wahlen zum Deutschen Bundestag am 27. September 1998. Die Ära Helmut Kohl endet und mit Gerhard Schröder zieht nach 1982 wieder ein Sozialdemokrat ins Bundeskanzleramt ein. Ein Bündnis aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen liegt knapp vor CDU und FDP. Auch im Bundestagswahlkreis 8 Segeberg/Stormarn-Nord setzt sich mit Franz Thönnes aus Ammersbek der SPD-Kandidat durch. Thönnes sorgt für einen Wechsel im Wahlkreis, das Nachsehen hat der langjährige Bundestagsabgeordnete und neue CDU-Landesvorsitzende Peter Kurt Würzbach aus Klein Rönnau. Bis hinunter in die ländlichen Kommunen hat die CDU Stimmen verloren. In Schmalensee erhält sie 45,9 Prozent, 1994 waren es 52,3. Es erhalten: SPD 30,6 (28,8), Grüne 11 (10), FDP 8,9 (6,2), PDS 1,4 (1,5), DVU 1,8 (-) und sonstige 0,4 (1,2) Prozent der Zweitstimmen. Bei den Erststimmen entfallen 148 auf Würzbach und 109 auf Thönnes.

 

50 Jahre Landjugend Schmalensee: Mit einem Ball auf dem Saal am Gasthof Voß feiert die Landjugendgruppe Schmalensee am 27. September 2003, vor 20 Jahren, ihr 50-jähriges Bestehen. Gegründet wurde sie am 20. Mai 1953. In der Folge gehörte die Schmalenseer Gruppe zu den Gründungsmitgliedern des Kreislandjugendverbandes. Maya Fischer aus Schlamersdorf und die gebürtige Schmalenseerin Karin Harder (heute Tarbek) haben zum Festball eine Chronik erstellt. 

 

Neuanfang bei der Kreisfeuerwehr: In Bad Segeberg findet am 28. September 1948, vor 75 Jahren, die erste ordentliche Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Segeberg statt. Einberufen hat sie der amtierende Kreisbrandmeister Wilhelm Bahr aus Bad Segeberg, der nach dem sogenannten „Zusammenbruch“ im Jahr 1945 von der britischen Militärregierung eingesetzt worden war, nachdem sie den 1937 eingesetzten Kreisfeuerwehrführer Gustav Tödt aus Kükels seines Amtes enthoben hatte. Laut Chronik des Kreisfeuerwehrverbandes von 1992 gestaltet sich die Rückkehr zu demokratischen Wahlen nicht einfach und es bedarf mehrerer Wahlgänge, bis ein Kreisvorstand gebildet ist. Wilhelm Bahr bleibt Kreiswehrführer, sein Stellvertreter wird Nicolaus Ackermann aus Rickling.

 

CDU liegt vor 65 Jahren vorne: Am 28. September 1958 finden in Schleswig-Holstein Landtagswahlen statt. In Schmalensee (Wahlkreis Segeberg-Nord) gehen von 260 Wahlberechtigten 229 an die Urne. Das örtliche Ergebnis: CDU 117 Stimmen, SPD 81, BHE 13, DP 8, FDP 7, BdP 1. Ungültige Stimmen: 2.

 

Bauern und Landwirte nach NS-Definition: Das Reichserbhofgesetz (REG) tritt am 29. September 1933, vor 90 Jahren in Kraft. Demnach können land- und forstwirtschaftliche Betriebe, die nicht größer als 125 Hekatr sind und von „bauernfähigen“ Personen bewirtschaftet werden, zum Reichserbhof erklärt werden. Das REG soll vor Überschuldung und Zersplitterung im Erbgang schützen, damit die Reichserbhöfe „dauerhaft im Besitz der Sippe“ bleiben. Es unterscheidet „Bauern“ als Besitzer eines Reichserbhofes und „Landwirte“. Die Umsetzung des REG erfolgt durch die Reichsnährstandsorganisation und drückt deren „Besinnung auf Blut und Boden“ aus. Es regelt zudem die sogenannte „Entschuldung der Landwirtschaft“, um diese nach den Krisen der Weimarer Republik kurzfristig für die einsetzende „Erzeugungsschlacht“ und mittelfristig für die Kriegsversorgung stark zu machen. Die Mit dem REG verbundene Befreiung der Bauern von drückender Schuldenlast und ihre Aufwertung zu einer landständischen Elite fördert die reichsweite Zustimmung zum Nationalsozialismus nachhaltig.

 

Gutsbezirke geben Hölzungen ab: Das Ende der Monarchie im Jahre 1918 und die politischen Veränderungen in Deutschland und Preußen seitdem führen mit Wirkung vom 30. September 1928, vor 95 Jahren, zur Auflösung der Gutsbezirke. Dies wirkt sich umfangreich auf die kommunalen Strukturen des Kreises Segeberg aus. Im Kirchspiel Bornhöved wird unter anderem der Gutsbezirk Alt-Erfrade mit der Gemeinde Tarbek vereinigt. Vom Forstgutsbezirk Stocksee fällt das Gehege Karkhop an die Gemeinde Stocksee, die Gehege Holenhop und Holm gehen an Damsdorf.

Foto zur Meldung: September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Heinrich Göttsch und Schüler im Jahr 1913

Achtung Fehlbefüllung! – WZV kontrolliert Biotonnen

(13. 09. 2023)

Mitteilung des Wege-Zweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV):

 

Schon seit einiger Zeit kontrolliert der WZV die Biotonnen auf Verunreinigungen. Wenn sich Störstoffe wie Plastik, Glas oder Metalle in der Tonne befinden, kann es daher passieren, dass der Behälter nicht geleert wird. In diesem Fall müssen entweder die Störstoffe entfernt, die Tonne also nachsortiert werden, oder aber der Haushalt beauftragt eine kostenpflichtige Sonderleerung. Dann wird der Tonneninhalt der thermischen Verwertung übergeben und kann nicht mehr als Ressource hochwertig veredelt werden, etwa zu Kompost oder Biogas.

 

„Leider finden sich immer noch viele Störstoffe in unseren Biotonnen“ berichtet die Bereichsleitung Abfallwirtschaft, Ceyda Oguz. „Der WZV hat schon viel Aufklärungsarbeit geleistet, aber manche Haushalte achten einfach nicht gut genug auf eine saubere Trennung.“

 

Daher wird ab sofort ein neues Kontrollsystem umgesetzt: Ein festes Team aus zwei Mitarbeitenden wird zukünftig ausgewählten Bioabfalltouren vorausfahren und die bereitgestellten Tonnen kontrollieren. Finden sie Verunreinigungen vor, wird die Tonne mit einer „Roten Karte“ gekennzeichnet. So weiß der Fahrer des Abfallsammelfahrzeugs, welche Behälter er stehen lassen muss. Die betroffenen Haushalte bekommen zusätzlich eine schriftliche Information in den Briefkasten.

 

„Hierdurch erreichen wir eine gründliche und effiziente Kontrolle und es wird für die Kollegen auf den Sammelfahrzeugen einfacher“, beschreibt Oguz. „Auch die Kunden wissen dann genau, was los ist und warum die Tonne nicht geleert wurde. Sie können selbst entscheiden, ob sie die Störstoffe entfernen möchten oder lieber eine Sonderleerung beauftragen.“

 

Bioabfall ist eine wichtige Ressource und ein wertvoller Energieträger. Störstoffe verhindern eine vernünftige Nutzung des Materials, machen die Anlagen unter Umständen kaputt und verunreinigen das Endprodukt. Übrigens gehören auch die sogenannten Biokunststoffe nicht in die braunen Tonnen. Oguz: „Die Hersteller werben mit einer Abbaubarkeit, die wir in den Anlagen leider nicht so wiederfinden. Bioplastik zersetzt sich einfach nicht so gut und bleibt auch im Endprodukt, dem Kompost, erhalten.“

 

Der WZV hat hierzu Informationen auf seiner Homepage bereitgestellt: wzv.de/aktuelles/neuigkeiten.

 

Während der bundesweiten abfallwirtschaftlichen Aktionstage der Kampagne #wirfuerbio vom 13. bis 27.09.2023 werden die Kontrollen erweitert stattfinden.

Foto zur Meldung: Achtung Fehlbefüllung! – WZV kontrolliert Biotonnen
Foto: Achtung Fehlbefüllung! – WZV kontrolliert Biotonnen

Warntag am 14. September: Kreis Segeberg gibt Hinweise

(12. 09. 2023)

Mitteilung des Kreises Segeberg vom 11.09.2023:

Ob Überflutung, ausgelaufene Chemikalien, gestörte Wasserversorgung, Bombenentschärfung oder Amoklauf: Am Donnerstag, 14. September, findet der zweite bundesweite Warntag statt, der die Bürger*innen auf Bedrohungslagen wie diese hinweisen soll. Bei diesem Aktionstag von Bund und Ländern sollen zudem ab 11 Uhr unterschiedliche Warnmitteln sowie technische Abläufe getestet werden.

Für die Warnung stehen verschiedene Kanäle beziehungsweise Wege zur Verfügung. Dazu gehören Radio und Fernsehen, Internet, Warn-Apps wie NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes), soziale Medien, Behörden, Familien- und Freundeskreis, Sirenen und das noch neue "Cell Broadcast". Die Übersendung von Warnmeldungen darüber ist ein anonymes Verfahren, das die Empfangsbereitschaft eines Handys in einer Funkzelle des Mobilfunknetzes nutzt. So können alle Mobilfunkgeräte, die sich in einem Gefahrengebiet befinden, ohne vorherige Registrierung oder Angabe von personenbezogenen Daten eine Warnmeldung empfangen. Seit Februar dieses Jahres hat dadurch jede Behörde, auch der Kreis Segeberg, die Möglichkeit, Warnmeldungen für ihren Bereich über alle angeschlossenen Warnmittel zu verbreiten. Hierzu gehören zum Beispiel Fernseh- und Radiosender, das Internet sowie mobile Endgeräte. Die technischen Voraussetzungen sowie die notwendigen Einstellungen für einen Empfang sind auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) abrufbar.

Der Kreis Segeberg weist im Vorfeld des Warntags darauf hin, dass im Kreisgebiet an diesem Tag um 11 Uhr nur in der Stadt Norderstedt ein Sirenensignal zu hören sein wird. Vorhandene Sirenen in weiteren Kommunen sind noch nicht an das neue Alarmierungsnetz angeschlossen. Viele Segeberger*innen werden am 14. September aber eine Test-Warn-Nachricht auf ihr Handy bekommen.

Mit Blick auf eine mögliche Katastrophe wie einen Blackout empfiehlt das Bundesamt nach wie vor, sich für zehn Tage mit allem Lebensnotwendigen einzudecken. Grundsätzlich aber gilt: Auch ein bisschen Vorrat, zum Beispiel für drei Tage, ist besser als gar kein Vorrat. Jede*r sollte pro Tag zwei Liter Flüssigkeit und Nahrung mit einem Kalorienwert von 2.200 vorrätig haben. Tipps dazu gibt das BKK in seinem "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen – Meine persönliche Checkliste", die ebenfalls auf der Internetseite des BKK bestellt oder heruntergeladen werden kann.

Weitere wichtige Dinge sind unter anderem eine gut ausgestattete Hausapotheke, Feucht- und Desinfektionstücher zur (Hand-)Reinigung, Toilettenpapier, Haushaltstücher, Nahrung, Einstreu, Medikamente und weitere Produkte für Haustier(e), Kerzen, Feuerzeug, Taschenlampe, Reservebatterien, Camping- oder Spirituskocher mit Brennmaterial, ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio.

 

Ungleich schwieriger, sich auf einen Stromausfall vorzubereiten, ist dies für Patient*innen, die in den eigenen vier Wänden auf lebensnotwendige medizinische Geräte angewiesen sind, die per Strom oder Akku versorgt werden. "Um diesen Menschen im Ernstfall so schnell wie möglich helfen zu können, müssen wir für unsere Planungen wissen, wie viele von ihnen es wo im Kreis gibt", sagt Landrat Jan Peter Schröder. Daher bittet er erneut alle, die beispielsweise zuhause beatmet, mit Sauerstoff versorgt oder abgepumpt werden und sich bisher nicht beim Kreis gemeldet haben, dies so schnell wie möglich nachzuholen. Am einfachsten geht dies per Online-Formular. Auch eine Nachricht per Post ist möglich an: Kreis Segeberg, Fachdienst 38.00, Hamburger Straße 30, 23795 Bad Segeberg

Notwendige Angaben sind Vor- und Zuname, vollständige Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer für Rückfragen, Grunderkrankung, Art des medizinischen Gerätes (Heimbeatmung, Sauerstoffanreicherung, Absaugung oder etwas Anderes) sowie die Information, ob es eine Pflegedienstbetreuung gibt.

Foto zur Meldung: Warntag am 14. September: Kreis Segeberg gibt Hinweise
Foto: Katastrophenschutz Symbol

Blutspende am 12. September in Bornhöved

(09. 09. 2023)

Die gute Nachricht vorweg: Die Vorratslage laut Homepage des Blutspendedienstes Nord-Ost ist auf ein Normalmaß gestiegen. Das aber ist kein Grund, weiter am freiwilligen Aderlass teilzunehmen, um Leben zu retten. Die nächste Möglichkeit zur Blutspende, besteht am kommenden Dienstag, 12. September, von 16.30 bis 19.30 Uhr in der Sventana-Schule (Jahnweg 6) in Bornhöved.

 

Unter www.blutspende-nordost.de und die Spenderhotline 0800 1194911 (kostenfrei) werden zahlreiche Fragen rund um die Blutspende beantwortet. Auch gibt es dort die Möglichkeit zu einem Spende-Check.

 

Weitere Infos zum Termin in Bornhöved:

 

  • Bitte beachten Sie, dass zwischen zwei Blutspenden ein Abstand von mind. 56 Tagen eingehalten werden muss.
  • Bringen Sie zudem zu jeder Blutspende Ihren Personalausweis mit.
  • Bitte trinken (alkoholfrei) und essen Sie vor einer Blutspende ausreichend (ca. 2h vorher).

 

Sie erreichen die Spenderäumlichkeiten der Sventana-Schule über den Jahnweg direkt links nach der Schulhofeinfahrt, wo auch geparkt werden kann.

 

Auf Wunsch können Sie sich im Rahmen Ihrer Blutspende auch als Stammzellspender registrieren lassen.

 

Übrigens: Der nächste Blutspendetermin in Bornhöved ist für den 21. November vorgesehen.

 

Foto zur Meldung: Blutspende am 12. September in Bornhöved
Foto: Blutspende am 12. September in Bornhöved

Tag des offenen Denkmals am 10. September

(03. 09. 2023)

Mitteilung vom Förderverein Alte Schmiede Bornhöved:

 

Schmiedehandwerk als Bestandteil der Denkmalpflege

 

Der Tag des offenen Denkmals ist ein Anlass für einen Familienausflug. Er ist auch ein passender Termin, die „Alte Schmiede Bornhöved“ als traditionellen Handwerksbetrieb vorzustellen.

 

Die historische Werkstatt der einstigen Dorfschmiede in Bornhöved am Kuhberg 13 ist zum Tag des offenen Denkmals am 10. September 2023 von 13 bis 16 Uhr interessierten Besuchern zugänglich. Die Schmiedeexperten Karsten Behrends von der IHL, Interessengemeinschaft Historischer Landmaschinen, und Keena Braun arbeiten an Esse und Amboss.

 

Das Handwerk bildet die Grundlage unserer Denkmallandschaft, so sind seit 2003 traditionelle Handwerkstechniken Teil des immateriellen Weltkulturerbes. Gewerke der Metallverarbeitung sind Jahrtausende alt. Handwerkliche Fähigkeiten erleichtern seit Urzeiten unser Leben: ob bei Tierzucht und Fischfang, der Herstellung von Geräten und Werkzeugen zum Hausbau oder in der Landwirtschaft und auch für die Forstwirtschaft.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Veranstalter des Tags des offenen Denkmals in der Alten Schmiede Bornhöved ist der Förderverein Alte Schmiede Bornhöved.

 

Ergänzung:

 

Natürlich ist auch das benachbarte Heimatmuseum De ole Rökerkaat (Kuhberg 5) an diesem Tag geöffnet, wie immer von 15 bis 16 Uhr. Das sollte man miteinander verbinden!

Foto zur Meldung: Tag des offenen Denkmals am 10. September
Foto: Alte Schmiede

SE-Kulturtage ab 9. September; Gönnebek ist das SE-Kulturdorf 2023

(02. 09. 2023)

Eine Woche noch, dann beginnen die SE-Kulturtage, und das zum zehnten Mal. Kunst, Tanz, Musik, Theater, Tradition und Literatur, wieder hat der Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg, der VJKA, einen bunten Strauß regionaler Kultur zusammengebunden, um den Menschen die ganze Bandbreite zu präsentieren.

 

Vom 9. bis zum 24. September lautet das Motto der SE-Kulturtage „Kultur | außer | gewöhnlich“. Und das kreisweit. An vielen Orten und in vielen Locations spielt sich das Kulturfestival ab. Alles nachzuschauen unter www.se-kultur.de im Internet.

 

Ein Ort sticht dabei heraus: Gönnebek im Amt Bornhöved ist in diesem Jahr das Kultur-Dorf. Konzerte, Mitmachaktionen, Theater – alles ist dabei. Das verrät auch der Flyer, der dieser Meldung als PDF zum Download beigefügt ist.

 

Reinschauen lohnt sich!

 

 

[SE-KulturDorf2023 - Gönnebek]

Foto zur Meldung: SE-Kulturtage ab 9. September; Gönnebek ist das SE-Kulturdorf 2023
Foto: Homepage - SE-Kulturtage 09.-22.09.2023

September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 09. 2023)

Auch im Jahr 2023 werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen geben Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist insbesondere das Archiv der Segeberger Zeitung. Bildmaterial aus Familienalben, alte Protokollbücher und das Studium der Literatur zur Regionalgeschichte runden die Beiträge mitunter ab. Für die treue Leserschaft in Schmalensee und darüber hinaus werden wir in jedem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt veröffentlichen – immer am 1. und am 15. Tag, um ihr ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil für den Monat September.

 

Inflation vor 100 Jahren: Die Höhe der Kosten für Waren und Dienstleistungen schnellen im September 1923 weiter in die Höhe. Anhand von Meldungen und Anzeigen im Segeberger Kreis- und Tageblatt lässt sich die Entwicklung nachvollziehe. So wir zum 1. September 1923 die Fleischbeschau-Gebührenordnung der Lage auf dem Geld- und Wirtschaftssektor angeglichen. Für die Beschau eines Pferdes sind dem Tierarzt 3,55 Millionen Mark und 887.000 Mark Zuschlag für die Trichinenschau zu zahlen. Für ein Rind betragen die Sätze 2,958 Millionen und 739.000 Mark und für ein Schwein 1,775 und 443.000 Mark. Immerhin: „In diesen Gebührensätzen ist auch die Wegevergütung enthalten.“

Als Reaktion auf die Entwicklung gibt die Reichsbank am 9. September 123 die 100 Millionen Reichsmark-Banknote in Umlauf. Einen Tag später erklären verschiedene Banken und Sparkassen des Kreises Segeberg per Inserat, dass sie keinen Zahlungsverkehr unter 5 Millionen Mark mehr vornehmen. Am 18. September ist der Tageszeitung zu entnehmen, dass der erst in der Vorwoche in Umlauf gebrachte 100 Millionen-Schein nicht mehr genügt hat. Nun werden Banknoten von 500 Millionen Reichsmark produziert, die über 1 Milliarde Mark sind bereits in Erwägung gezogen worden.

 

Tod eines SS-Mannes aus Schmalensee: Nicht jeder Schmalenseer, der im Zweiten Weltkrieg gedient hat, gehörte der Wehrmacht an. Von einem der Kriegstoten, deren Namen auch am Gefallenendenkmal in der Dorfstraße stehen, Otto Sienknecht, ist die Zugehörigkeit zu einem Polizei-Sondereinsatzkommando belegt, das in der Partisanenbekämpfung in Italien zum Einsatz kam. Am 11. August 1944 kommt Sienknecht dabei ums Leben. Am 1. September 1943, vor 80 Jahren, fällt der erst 18-jährige Johannes Hansen als SS-Mann, also Angehöriger der Waffen-SS, an der Ostfront.

 

Neuanfang für die Feuerwehr Schmalensee: Im Schmalensee Schulhaus findet am 1. September 1948, vor 75 Jahren, eine Wahlversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee statt. Hellmut Saggau wird als Wehrführer bestätigt. Stellvertretender Wehrführer wird Wilhelm Göttsch. Damit findet eine offenbar turbulente, zumindest unsichere Phase der 1889 gegründeten Wehr ein: Die der Kriegs- und Nachkriegszeit. Schon vor dem Krieg waren die Dorfwehren zu Löschzügen der Amtsfeuerwehr umgegliedert worden; Löschzugführer in Schmalensee wurde zuletzt Christian Stölting. In den Kriegsjahren werden viele aktive Mitglieder Militärdienst geleistet haben, sodass die älteren Mitglieder, vielleicht auch weitere eingeteilte Personen den Brandschutz zu gewährleisten hatten. Nach dem Krieg dürfte im Zuge der Absetzung der Amtsträger neben Bürgermeister Heinrich Harder auch Christian Stölting durch die britische Militärbehörde abgesetzt worden sein. Und sehr wahrscheinlich wurde Hellmut Saggau, obwohl schon vor dem Krieg Vorstandsmitglied, als Löschzug- bzw. Wehrführer eingesetzt.

Im Protokollbuch der Wehr heißt es in einer Art Tätigkeitsbericht: „Seit dem Jahre 1938 ist kein Protokoll über die freiw. Feuerwehr geführt worden. Viele Kameraden sind Soldat geworden und sind erst spät nach Schluss des Krieges und einige Kameraden sind noch gar nicht heimgekehrt. Wir wollen aber hoffen und wünschen, dass sie bald wieder zu Hause sein werden. Während des Krieges und (noch) in den Jahren darauf hat unsere Feuerwehr sich sehr verändert. Unser Löschzug hat eine nicht fahrbare Motorspritze erhalten. Die Zahl der aktiven Mitglieder ist auf 10 herabgesunken. Als Wehrführer ist Hellmut Saggau betraut worden.“

 

Weg frei für das Sportlerheim: In einer Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung am 1. September 1983, vor 40 Jahren, gilt die Finanzierung des Sportlerheim-Baus als gesichert. Die Baukosten von rund 400.000 DM werden zu 30 Prozent vom Kreis Segeberg und zu jeweils 10 Prozent vom Land und vom Bund finanziert. Den Rest tragen die Gemeinde und der SV Schmalensee, auf dessen Eigenleistungen in Form von Arbeitsstunden man zählen kann. Geplant ist ein Sportlerheim mit zwei Umkleidekabinen mit Duschen, einer Schiedsrichterkabine mit Dusche und Krankenliege, ein behindertengerechtes WC, zwei Abstellräumen und einnem 144 Quadratmeter großen Mehrzweckraum für die Durchführung von Gymnastik, Tischtennis und Luftgewehrschießen. Neben dem Anschluss an das Wasserwerk Bornhöved sollen im Bereich Tarbeker Straße und Hirtenweg zusätzliche Löschwasserleitungen bzw -entnahmestellen installiert werden.

 

Das klingt wie im April 1945: Am 2. September 1928, vor 95 Jahren, veranstaltet die Kreisgruppe Segeberg beziehungsweise Ortsgruppe Bad Segeberg der Frontkämpferorganisation Stahlhelm einen öffentlichen Vortragsabend im Hotel Germania. Der Termin fällt auf den „Sedantag“, wie er im 1918 geendeten Kaiserreich in Erinnerung an die Kapitulation der französischen Armee am 2. September 1870 stets gefeiert wurde. Das  Thema ist die „Deutsche Not“. Der Redner, Jürgen von Ramin, ein völkischer Politiker, schwort die Zuhörerschaft auf die „Kulturaufgaben des deutschen Volkes“ ein. Zu diesen gehörten das Überwinden des Kapitalismus ebenso wir die Abkehr von Parlamentarismus und Internationalismus sowie die Zuwendung zum Führerstaat. Ein Satz, der Jahre später das Handeln eines solchen Führers bestimmen wird, ist im Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts überliefert: „Sollte das Schicksal des deutschen Volkes unseren Untergang wollen, so können wir diesen nicht verhindern. Verhindern aber können wir, dass Deutschland in Schmach und Schande untergeht.“

 

Flugzeug-Unfall über Gönnebek vor 30 Jahren: Aus Anlass des 105-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Gönnebek findet dort am 4. September 1993 der Amtsfeuerwehrtag der Amtsfeuerwehr Bornhöved statt. Bereits am Vorabend werden die Feierlichkeiten mit einem Festakt eröffnet, in dessen Verlauf an Amtsvorsteher Hans Siebke aus Schmalensee ein großes Holzpuzzle als Geschenk der Wehren des Amtes an das Amt ausgehändigt wird. Auf dem Puzzle haben sich die Amtsgemeinden dargestellt und es soll einen Platz im Verwaltungsgebäude finden. Ein junger Schmalenseer hat außerdem seine Kunstfertigkeit bewiesen: Bereits im Sommer fand ein Malwettbewerb statt, an dem sich 135 Kinder beteiligten und Feuerwehrmotive malten. In der Gruppe der 4- bis 7-Jährigen gewinnt Benjamin Kasch, heute aktives Mitglied der Schmalenseer Wehr. Bevor das Gönnebeker Jubiläum mit einer Disco ausklingen kann, werden die Feuerwehren gefordert und müssen  eine „mittlere Katastrophe“ in den Griff bekommen: Übungsannahme ist, dass ein Düsenjet hochexplosives Kerosin verloren hat und der Wind dieses über den Ort treibt. Am Dorfplatz geht zudem eine Häuserzeile in Flammen auf – auch das natürlich nur in Form einer Übung.

 

CDU in Schmalensee klar vorne: In Deutschland finden am 6. September 1953, vor 70 Jahren, Wahlen zum Deutschen Bundestag statt. Die CDU, die Partei Konrad Adenauers, gewinnt die Wahlen deutlich. In Schmalensee (Wahlkreis 10) geben 265 von 300 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Davon entfallen 126 auf die CDU, 86 auf die SPD, 40 auf den Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE), 5 auf die Deutsche Partei (DP), 4 auf die FDP. Vier Stimmen sind ungültig.

 

Auto vs. Pferdefuhrwerk: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 8. September 1908, vor 115 Jahren, dass die Frau des Hufners Schübeler auf dem Weg von Bornhöved nach Schmalensee mit dem Fuhrwerk verunglückt. Ein heranbrausendes Automobil bringt die Pferde zum Scheuen. Beim Versuch, vom Wagen zu springen, geraten die Beine Frau Schübelers unter die Räder, so dass sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen muss.

 

Keine Änderungen an der Dorfspitze: Nachdem am 12. März 1933 Kommunalwahlen durchgeführt und am 23. Juni 1933 ein Gesetz über die Bestätigung von Beamten der Gemeinden und Gemeindeverbände erlassen wurde, werden nun die Gemeindevorsteher und ihre Stellvertreter in ihre Ämter eingewiesen. In Schmalensee gibt es laut Segeberger Kreis- und tageblatt vom 8. September 1933, vor 90 Jahren, keine Veränderungen: Heinrich Harder ist weiter Gemeindevorsteher, Ludwig Saggau sein Stellvertreter.

 

Die Aufgabe der Lehrer im nationalsozialistischen Staat: In der monatlichen Versammlung des NS-Lehrerbundes Bornhöved am 9. September 1933, vor 90 Jahren, reflektiert der Vorsitzende Trenktrog den Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg: „Persönlich oder durch Radio sind wir Zeuge gewesen, dass es der Wille eines Mannes ist, ein einiges Volk zu schaffen. Volkstum, Staat und Kultur sollen eine Einheit bilden. Hieran mitzuarbeiten ist unsere Aufgabe.“ Daldorfs Lehrer Carlsen referiert anschließend über Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“.

 

Sport im Kreis und in Schmalensee vor 95 Jahren: In Kaltenkirchen findet am 10. September 1928 das 10. Kreisjugendspielfest statt. An 23 Spielen und Disziplinen beteiligen sich 463 Dreikämpferinnen und Dreikämpfer; 58 Staffeln laufen um die Wette. Im Rahmen der Mannschaftsspiele wird eines der ersten Handballspiele im Kreis Segeberg gezeigt – eine bislang weitgehend unbekannte Sportart, die auf Beliebtheit stößt. Beim Kreisjugendspielfest handelt es sich um eine Schulsportveranstaltung. Auch die Schule Schmalensee hat Sportler in den Wettbewerben, von denen es drei in die Dreikampf-Ergebnislisten schaffen. Anneliese Göttsch (später verheiratete Lewe) wird in der Gruppe der Mädchen der Jahrgänge 1916 und jünger aus ein- und zweiklassigen Schulen mit 42 Punkten Achtzehnte. Unter den Knaben der Jahrgänge 1913 bis 1915 wird Bruno Tietgen mit 49 Punkten Neunter, Heinrich Göttsch jr. wird mit 47 Punkten Zwölfter.

 

Zehn Jahre gab es den Seniorenclub in Schmalensee: Nachdem er von mehreren älteren Bürgerinnen und Bürgern angesprochen worden ist, initiiert Michael Stock als Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Senioren und Sport am 10. September 1998, vor 25 Jahren, ein erstes Treffen des späteren Seniorentreffs bzw. Seniorenclubs Schmalensee. Unterstützt wird er dabei von Ute Siebke und Gisela Burmeister. Bis Januar 1999 wird Stock die älteren Einwohner weiter formell über den Blickpunkt Bornhöved zu den Treffen im Feuerwehrgerätehaus einladen, ehe die Selbstorganisation greift. Selber Ort, gleiches Datum, zehn Jahre später: Am 10. September 2008 findet im Feuerwehrgerätehaus die letzte Zusammenkunft des Seniorenclubs Schmalensee statt, zu der über den Blickpunkt eingeladen wird. Danach verläuft sich der im September 1998 initiierte Seniorenkreis, der sich monatlich zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Klönen, zum regelmäßigen Bingo-Spiel und auch zu Ausfahrten traf.

 

Eine vorzeigbare Sirene: Bei der Rendsburger Landestierschau vom 11. Bis zum 14. September 1958, vor 65 Jahren, sind auch ausgewählte Rinder des Kreisvereins Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner vertreten. Darunter die Kuh „Sirene“ des Bauern Werner Harder aus Schmalensee, die als eine der derzeit repräsentativsten Milchspenderinnen ausgewählt wurde.

 

Im Reichsnährstand (zwangs-)vereinte Landwirtschaft: Im Deutschen Reich werden vor 90 Jahren alle Bauern sowie alle Betriebe und Personen des Wirtschaftssektors, der mit der Erzeugung, Be- und Verarbeitung sowie dem Handel landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu tun haben, im Reichsnährstand (RNS) zusammengeschlossen. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt erklärt dies in seiner Ausgabe am 13. September 1933 ausführlich. Zum RNS gehören demnach sämtliche land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Erzeuger, der Handel mit deren Erzeugnissen, Mühlen, Futtermittel- und Kaffeeersatzhersteller, Bäckereien, Schweine- und Rinderhalter, der Handel mit Vieh, Fleisch, Eiern, die Brau-, Geflügel-, Imker-, Stärke- und Branntwein-, Fisch-, Fett- und Milchwirtschaft, die Landfrauen, Landarbeiter, landwirtschaftlichen Genossenschaften, Spar- und Darlehenskassen, landwirtschaftlichen Vereine, landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften, Landjugend und Landwirtschaftskammern. Der RNS bedeutet die „Gleichschaltung“ der Landwirtschaft. Bedeutsames Opfer dieser Gleichschaltung ist die Landwirtschaftskammer: Vor 1933 als halbstaatliche Einrichtung von den Nazis bekämpft (ihrer Aufforderung, die Beitragszahlungen zu verweigern, kam ein Drittel der Landwirte nach), verliert sie mit dem RNS-Gesetz ihre Eigenständigkeit. Außerdem ist der Reichsnährstand nach dem Führerprinzip aufgebaut, wie jede Organisation im NS-Staat. Persönlichkeiten aus Schmalensee im RNS werden Hufner Theodor Schnohr (der Jüngere) als Ortsbauernführer und Bürgermeister Heinrich Harder als Bezirksbauernführer.

 

Vom Sinn kleiner freiwilliger Feuerwehren: In Damsdorf findet am 15. September 1973, vor 50 Jahren, der Amtsfeuerwehrtag der Amtsfeuerwehr Bornhöved statt. Nach einer Kranzniederlegung am Ehrenmal beginnen Übungen, die in einer großen Brandübung gipfeln. Am Abend findet ein Feuerwehrball statt. Kreisbrandmeister Heini Juister betont in seiner späteren Ansprache die Notwendigkeit des Fortbestandes der Freiwilligen Feuerwehren. Eine vor dem Hintergrund von Verhandlungen über eine Fusion der Gemeinden Trappenkamp und Bornhöved diskutierte flächendeckende Einrichtung von Berufsfeuerwehren im Kreis Segeberg sei für die Kommunen nicht tragbar: Für den 24-Stunden-Dienst müssten dreimal so viele Feuerwehrleute beschäftigt werden, als Freiwillige benötigt werden. Die hohen Kosten, gerade im Personalbereich, könnten nicht von den öffentlichen Kassen geschultert werden.

Foto zur Meldung: September-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Die historische Ortstafel von 1890 im Feuerwehrhaus

Was ist eigentlich das Bürgerinformationssystem?

(26. 08. 2023)

Vor wenigen Tagen wurde auf der Gemeinde-Homepage ein neues Tool auf der Seite des Amtes (www.amt-bornhoeved.de), die Wasserampel, vorgestellt. Heute findet ein kurzer Blick auf das Bürgerinformationssystem statt.

 

In einer der letzten Gremiensitzungen monierte ein Zuhörer, die gewählten Vertreterinnen und Vertreter hätten es leicht, ihnen genüge der Blick in ihre Tablet-Computer, während die Bürger im Raum versuchten, sich ein Bild von dem zu machen, worüber da geredet wird. Das stimmt nur zum Teil.

 

Tatsächlich haben alle Gemeindevertreterinnen und -vertreter und auch die bürgerlichen Ausschussmitglieder Zugangsdaten erhalten, mit denen sie sich ins Ratsinformationssystem Allris einloggen und in die Tagesordnungen einsteigen können. Sie bekommen alles zu sehen, was sie für ihren ehrenamtlichen Dienst benötigen.

 

Auch die Bürgerinnen und Bürger haben Einblick und können online einsehen, was für sie „erlaubt“ ist. Das ist wie in den Sitzungen, wenn bei sensiblen Tagesordnungspunkten und Inhalten die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird. Die gewählten und benannten Gremienmitglieder sind in den konstituierenden Sitzungen zur Verschwiegenheit und gewissenhaften Arbeit verpflichtet worden. Sie haben weitergehenden Informationszugang.

 

Zurück zum Bürger. Nehmen wir die kommende Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten (Bauausschuss) am 31. August. In dieser geht es um Solarfreiflächen im Außenbereich. Die Behandlung der dazugehörigen Tagesordnungspunkte (Tops) ist öffentlich – online kann bereits eine Orientierung stattfinden. Hier kommt wieder die Seite des Amtes ins Spiel.

 

Wer die Seite öffnet, muss entweder, weil von einem mobilen Endgerät arbeitend, das Menü öffnen (drei waagerechte Striche oben rechts); wer am PC öffnet, erhält die Ansicht des Bildes „Amtsseite 1“ zu dieser Meldung. Man klicke auf „Bürgerservice & Politik“ und wähle am besten im Unterpunkt „Bürger- & Ratsinformationssystem“ die „Sitzungstermine“.

 

Es erscheint eine Kalenderansicht, in der man im entsprechenden Jahr und Monat den Sitzungstermin findet (Bild „Amtsseite 2“). Bitte anklicken.

 

Es öffnet sich der Sitzungstermin. Hier sind Einladung und Tagesordnung als PDFs zum Download zu finden und in Tabellenform die Tagesordnung mit Links zu den Vorlagen (VO) und Niederschriften. In unserem Beispielfall klicke man unter Ö6 (Ö = öffentlich; N wäre nichtöffentlich) auf die VO/2023/150/05GV (Bild „Amtsseite 3“).

 

Voilà, es öffnet sich der Tagesordnungspunkt mit Text der Vorlage, Beschlussvorschlag (Betonung: Vorschlag) und ganz am Ende den Anlagen. Sollten Anlagen sensible Inhalte haben, würden sie nicht angezeigt werden. In diesem Fall ist alles da, also das „Weißflächenkataster“, mit dem ein Planungsbüro sogenannte Suchräume identifiziert hat, in denen der Bau von Solarfreiflächenanlagen unter Berücksichtung aller Auflagen möglich wäre, sofern Ausschuss und Gemeindevertretung es auch so sehen. Ein Mitarbeiter des Büros wird am 31. August entsprechende Erklärungen abgeben und Fragen beantworten.

 

Übrigens: Die Amtsverwaltung bietet neuerdings einen Newsletter an. Wie man diesen kostenlos beziehen kann, steht natürlich auch auf www.amt-bornhoeved.de.

 

Foto zur Meldung: Was ist eigentlich das Bürgerinformationssystem?
Foto: Was ist eigentlich das Bürgerinformationssystem?

Erinnerung: Tag der offenen Tür beim Wassersportverein Belau am 26. August

(24. 08. 2023)

Wer Wassersport treiben will, es aber in und auf dem Schmalensee nicht kann, muss keine weiten Wege auf sich nehmen: Direkt in der Nachbarschaft gibt es einen Verein, der dieses Sportangebot vorhält. Und das seit 50 Jahren.

 

WVB seit 50 Jahren eine Hausnummer im Wassersport

 

Das Befahren des Schmalensees mit Booten ist verboten. In Belau ist das anders, hier hat der Wassersportverein (WVB) auf dem Belauer See sein Revier. Das wissen auch Schmalenseerinnen und Schmalenseer zu schätzen. Am Samstag, 26. August, kann man ihren Verein beim Tag der offenen Tür kennenlernen. Anlass ist das 50-jährige Bestehen des WBV.

 

Spielespaß im, am und auf dem Belauer See

 

Ab 12 Uhr steht das Vereinsgelände mit Bootshaus am Seeufer in der Ortsmitte ganz im Zeichen des Jubiläums. Schon zuvor wird mit offiziellem Teil mit Ehrungen und Ansprachen begonnen. Das Plakat zum Tag der offenen Tür verspricht Abwechslung, Spaß und Spannung. Und natürlich bleibt die Kehle nicht trocken und der Bauch nicht leer. Eine Tombola verspricht Gewinne.

 

Das Flugblatt zur Veranstaltung ist dieser Meldung nicht nur als Bild beigefügt – es ist auch als PDF zum Download zu finden, zum Beispiel für die Kühlschranktür als Merkzettel.

[Flugblatt 50 Jahre WVB zum Download]

Foto zur Meldung: Erinnerung: Tag der offenen Tür beim Wassersportverein Belau am 26. August
Foto: 50 Jahre Wassersportverein Belau

Sommerkino: Alte Schmiede wiederholt besonderen Film am 25. August

(24. 08. 2023)

Mitteilung des Fördervereins Alte Schmiede Bornhöved:

 

Noch einmal: Mittagsstunde beim SommerKino

 

Der Film „Mittagsstunde“ wird wegen des großen Andrangs noch einmal am 25. August 2023 in der Alten Schmiede Bornhöved gezeigt. Ein Angebot an Alle, die am 28. Juli nicht in die überfüllte Alte Schmiede reingelassen werden konnten.

 

Nach dem Roman von Dörte Hansen erzählt Regisseur Lars Jessen in Mittagsstunde vom schleichenden Untergang, erzählt von Kneipen und Gemeinschaftssinn, von Sprache und Kultur – und davon, wie alles, ein Dorf, eine Gemeinschaft langsam verschwindet.

 

Die Vorstellung beginnt um 19:30 Uhr in der Alten Schmiede, Kuhberg 13, 24619 Bornhöved.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Und es geht weiter mit unseren Aktionen in der Alten Schmiede: