Teilen auf Facebook   Teilen auf Twitter   Link verschicken   Drucken
 

Gemeinde Schmalensee

Vorschaubild

Amt Bornhöved

Telefon (04323) 8209

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.gemeinde-schmalensee.de

Schmalensee gehört dem Amt Bornhöved an, das wiederum ein Teil des Kreises Segeberg ist und seit 2008 seinen Sitz in Trappenkamp hat. Die Fläche der Gemeinde beträgt 8,86 Quadratkilometer. Die Gemeinde liegt am gleichnamigen, allerdings zur Gemeinde Bornhöved gehörenden Schmalensee etwa 21 Kilometer östlich von Neumünster in einer ländlichen und seenreichen Umgebung. Westlich verläuft die Bundesautobahn 21 von Bargteheide nach Kiel, die Bundesstraße 430 von Neumünster nach Plön führt durch das Gemeindegebiet. Rund 480 Menschen haben hier ihr Zuhause.

Geschichte

Wann Schmalensee tatsächlich gegründet worden ist, wissen wir nicht sicher. Die bisher erste urkundliche Erwähnung Schmalensees erfolgt am 21.10.1296: Adolf und Johannes, Grafen von Holstein, stiften eine Kirche zu Sconeborne und statten diese mit vier Hufen aus. Der Inhalt berührt Schmalensee nicht. Aber abschließend heißt es „Datum et Actum, Smalense, Anno Domini MCCXCVI, vndecim milium virginum." Ist die Urkunde am (Versammlungsort auf dem Vier) oder in Schmalensee ausgestellt worden?

Eine Urkunde, die Schmalensees Existenz eindeutig nachweist, wird am 25.01.1343 ausgestellt: Die Grafen Hinrich und Nicolaus schenken ihre Oberherrlichkeit über Schmalensee an das Kloster Preetz.

Untrennbar ist Schmalensee mit der Geschichte des Nachbarortes Bornhöved verbunden. Der Kirchspielort samt der im Jahr 1149 geweihten Vicelin-Kirche bildete stets einen Mittelpunkt, an dem sich die umliegenden Dörfer ausrichteten und wo das zentrale gesellschaftliche und politische Leben spielte. Gemeinsam mit Bornhöved und Gönnebek bildete Schmalensee das alte Amt Bornhöved. Zahlreiche Vereine, die es längst nicht mehr gibt, waren nach „Bornhöved und Umgegend" benannt.

Schmalenseer haben sich immer wieder außerhalb der Ortsgrenzen hervorgetan. Sie waren Amtsvorsteher, Kreis- und sogar Landtagsabgeordnete, führten den Vorsitz in Vereinen und Organisationen auf Amts- und Kreisebene oder vertraten die Interessen ihres Berufsstandes in der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Wirtschaft und Leben

Schmalensee ist Fremdenverkehrsort, links und rechts der Bundesstraße 430 befinden sich seine besonderen Reize – der See, im Sommer zum Baden und in manchem Winter zum Schlittschuhlaufen einladend, auf der einen, weitläufige Gemarkung mit Wegen zum Wandern und Radfahren auf der anderen Seite. Mehrere Bürger bieten Gästen von nah und fern Zimmer oder Ferienwohnungen zum gemütlichen Verweilen an. Das örtliche Leben ist geprägt von landwirtschaftlichen Betrieben, Handwerks- und Kleinunternehmen, dem Gasthof Voß als kulturellem Mittelpunkt und der Kindertagesstätte im Sportlerheim. Ein modernes Glasfaserbreitbandnetz verbindet das Dorf via Internet mit jedem Punkt des Globus. Freiwillige Feuerwehr, Vogelschießer-, Sport-, Reit- und Jagdverein, Siedlergemeinschaft- und Sparklub sind nur eine Auswahl vielfältiger Organisationen, in denen sich die Einwohner für gesellige Treffen und gemeinsame Ziele zusammengeschlossen haben. Lockeres Beisammensein findet oftmals an gemeindeeigenen Orten wie der großzügigen Sportanlage mit Rasenspielfeld und Turnhalle, auf dem Bolzplatz am und im Feuerwehrhaus, auf dem gepachteten Gemeindesaal oder an der Badestelle statt.

Wappen

Das Wappen Schmalensees ist angelehnt an das Wappen eines Zweigs der Adelsfamilie von Schmalensee, deren Herkunft offenbar auf diese Gemeinde zurück geht, die hier aber keine Spuren hinterlassen hat. Zu ihrem Titel wird sie erst Jahre nach ihrem Fortgang aus Schmalensee gekommen sein. Heinrich Göttsch, Lehrer und Chronist von 1946, benutzte das Familienwappen zur Ausschmückung seines Buches, so drang es ins Bewusstsein der Schmalenseer vor.

Die Beschreibung des heutigen Wappens, entworfen von L. Leissner (Itzehoe), lautet: „Durch einen silbernen Wellenfaden erniedrigt von Rot und Blau geteilt, überdeckt mit einem fünfblättrigen, bewurzelten goldenen Schößling"

 


Aktuelle Meldungen

Sommerpause bei der Fahrbücherei

(15. 07. 2020)

Die Fahrbücherei im Kreis Segeberg legt eine Sommerpause ein. Im Zeitraum 18. Juli bis 9. August 2020 ruht der Betrieb.

 

Erster Ausleihtag ist Montag, der 10. August. Allerdings im südöstlichen Kreisgebiet mit Bahrenhof, Bühnsdorf, Neuengörs, Schieren, Stipsdorf und Wakendorf I.

 

In Schmalensee hält der Bücherbus das nächste Mal wieder am Montag, den 24. August 2020. Wie immer von 15.40 bis 16.35 Uhr. Haltestelle ist der Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus.

 

Die weiteren Termine für einen Halt der Fahrbücherei in Schmalensee im laufenden Jahr sind der 14. September, 19. Oktober, 9. November und 21. Dezember.

 

Weitere Informationen im Internet: www.fahrbuecherei15.de

Foto zur Meldung: Sommerpause bei der Fahrbücherei
Foto: Fahrbücherei

Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 07. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Juli die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Erfassung der Pferde und Mobile für den Krieg: In Schmalensee findet vor 120 Jahren, am 17. Juli 1900, um 12.30 Uhr im Bereich der Dorfstraße die übliche Vormusterung der Pferde für den möglichen Fall einer Mobilmachung statt. Erstmals sind zugleich die im Ort befindlichen Fahrzeuge vorzustellen und auf ihre Kriegstauglichkeit zu prüfen.

 

Für „Irre“ zahlen die Kommunen: Der Schmalenseer Kreistagsabgeordnete Matthias Christian Saggau, ein Vorfahr des heutigen Gemeindevertreters Christian Saggau, scheitert am 17. Juli 1880, vor 140 Jahren, zum wiederholten Mal mit seiner Forderung, dass der Kreis Segeberg die „Irrenkosten“ trägt, vermutlich die Kosten der Unterbringung und Behandlung geistig Behinderter in Anstalten. Die Ablehnung durch den Kreistag bedeutet, dass weiter der Gesamtarmenverband Bornhöved diese Kosten zu tragen hat. Der Verband, dem die Gemeinden des damaligen Amtes Bornhöved angehören, ist grundsätzlich für die Armenfürsorge gedacht.

 

Fünf Generationen einer Familie: In Schmalensee und Damsdorf leben 1935, vor 85 Jahren, fünf Generationen einer Familie, was dem Segeberger Kreis- den Tageblatt am 18. Juli, einen Bildbericht wert ist. Die älteste Vertreterin der auf den früheren Holzarbeiter Schröder zurückgehenden Familie ist die 83-jährige Luise Schröder aus Damsdorf. Von ihren zehn Kindern leben noch sechs. Zweitältestes Kind ist die 60-jährige Anna Hansen in Schmalensee. Ihr Mann ist Heizer bei der Dreschgenossenschaft Schmalensee. Die älteste Tochter Anna Hansens, Helene Göttsch, ist mit 41 Jahren bereits seit zwei Jahren Großmutter. Ihre Tochter Anneliese Lewe (19) ist mit einem landwirtschaftlichen Arbeiter in Schmalensee verheiratet. Letztes Glied in der Kette ist der zweijährige Sohn Günther Lewe.

 

Feuerwehr-Hochburg Bornhöved: Anlässlich des 50. Stiftungsfests der Freiwilligen Feuerwehr Bornhöved findet dort am 27. Juli 1930, vor 90 Jahren, das Kreisfeuerwehrfest statt. Nach 1894 und 1920 ist es das dritte Mal, dass Bornhöved Ort des Kreisfeuerwehrfestes ist. Im Anschluss an die Delegiertenversammlung finden Schulübungen der Freiwilligen Feuerwehren von Bornhöved, Gönnebek und Schmalensee statt. Nach anschließender Brandübung gibt es Bälle in mehreren Bornhöveder Lokalen. Die Kleinbahn Kiel-Segeberg richtet extra einen Sonderzug ein, der Teilnehmer und Gäste um 24 Uhr in Richtung Bad Segeberg bringt.

 

Hilfe für die Segeberger Kriegerfrauen: Nachdem am 19. Juli 1870, vor 150 Jahren, der sogenannte Deutsch-Französische Krieg entflammt ist, stellt der Segeberger Kreistag am 28. Juli 1870 Mittel zur Familienfürsorge bereit, die aus der Abwesenheit der Männer begründet werden. Demnach erhält vorerst jede „unterstützungsbedürftige“ Frau, deren Mann zum Kriegsdienst eingezogen ist, im September 2 Taler. Diese Summe erhalten auch die ersten drei Kinder eines Einberufenen. Das vierte Kind erhält 15 Groschen zusätzlich. Sind Eltern und Geschwister betroffen, so gibt es auch für diese 2 Taler und 15 Groschen. Auch Schmalenseer nehmen an diesem Krieg teil, woran unter anderem der Gedenkstein am Dreiecksplatz unter der Dorfeiche erinnert.

 

Das Ende der Dreschgenossenschaft Schmalensee: Im Gasthof Voß tritt am 29. Juli 1960, vor 60 Jahren, die Dreschgemeinschaft Schmalensee zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen. Es liegt ein Antrag vor, die Gemeinschaft aufzulösen und den gemeinsamen Dreschsatz zu verkaufen. Zwar wird die Auflösung abgelehnt – aber nur, um die Dreschgemeinschaft noch so lange aufrecht zu erhalten, bis es gelungen sein wird, den Dreschsatz mit allem Zubehör abzusetzen.

 

 

 

Foto zur Meldung: Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Fünf Generationen, Familien Schröder, Hansen, Göttsch und Lewe SKTB 18.07.1935

Neuigkeiten vom Mönchsweg

(14. 07. 2020)

Die Geschäftsstelle Mönchsweg e.V. mit Sitz in Kiel teilt mit:

 

Das Jahr ist mit erfreulich vielen Nachfragen gestartet! Wie viele andere Regionen in diesem „besonderen“ Jahr, spüren auch wir das gestiegene Interesse der Reise- und Radlustigen Menschen nach Urlaubs- und Reiseangeboten im Land! Auch die App (für den schleswig-holsteinischen Abschnitt) wird mit ihren Storytelling-Elementen gerne für die Reisevorbereitung und als Reisebegleiter genutzt!

 

Gerne machen wir Sie auf unser neues Leitthema „Zeit für die Seele“ aufmerksam! Siehe https://moenchsweg.de/zeitfuerdieseele/index.html.

Damit erhalten unsere Gäste verstärkt Angebote und Informationen zu besonderen Orten und Veranstaltungen am Weg, die ihren Reisemotiven wie Innehalten, Besinnung und Entschleunigung entsprechen.

 

Die Website www.moenchsweg.de soll barrierefrei werden! Dafür bedarf es einer kompletten Überarbeitung der Seite. Derzeit wird nach passenden Förderungsmöglichkeiten und Sponsoren gesucht. Weitere Überlegungen in Richtung Barrierefreiheit befinden sich Bearbeitung.

 

Am 20. November 2020 um 16 Uhr im Bürgerhaus Trappenkamp findet die diesjährige Mitgliederversammlung des Trägervereins Mönchsweg statt. Wie immer steht die Versammlung allen Interessierten offen. Insbesondere im ersten Teil der Informationsveranstaltung berichten wir mit Zahlen, Daten und Fakten zum aktuellen Geschehen entlang des gesamten Mönchsweges von Bremen bis Puttgarden…

 

Quelle: Mitteilung Mönchsweg e.V. vom 24.06.2020

 

Foto zur Meldung: Neuigkeiten vom Mönchsweg
Foto: Mönchsweg

Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, Ehrenbürgermeister Hans Siebke!

(13. 07. 2020)

Eine herausragende Schmalenseer Persönlichkeit begeht heute ihren 80. Geburtstag: Ehrenbürgermeister Hans Christian Siebke, unser Hans.

 

Dazu gratulieren Menschen aus Nah und Fern, Familie, Freunde, Wegbegleiter aus unzähligen Funktionen und Organisationen aufs Herzlichste. Und auch das Homepage-Team ist bemüht, im Namen möglichst vieler Schmalenseerinnen und Schmalenseer an dieser Stelle einen angemessenen Geburtstagsgruß zu präsentieren, der dem Jubilar möglichst gerecht wird.

 

Feuerwehr und Sport waren die eigentlichen Leidenschaften im Leben Hans Siebkes, wie er einmal verraten hat. Wer sich in solchen Ebenen ehrenamtlich engagiert, obendrein auch vielfältig in berufsständischen Organisationen aktiv ist, in seinem Fall in der Landwirtschaft, der wird auch eines Tages zum Kommunalpolitiker. Denn Ideen wollen auch realisiert werden. Und das nahm unser Hans mit großem Tatendrang in die Hände.

 

Eine grobe Zusammenfassung seines Wirkens, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

 

Der politische Höhepunkt sei zuerst genannt: Hans Siebke gehörte von 1996 bis 2000 dem Schleswig-Holsteinischen Landtag an. Mitglied des Segeberger Kreistags war er von 1979 bis 1996. Mindestens dies sind Funktionen, die ohne politische Bindung kaum möglich sind – seit 1970 also 50 Jahre lang, ist Hans Siebke Mitglied der CDU. 1990 bis 1998 war er zudem Amtsvorsteher im Amt Bornhöved. Gemeindevertreter in Schmalensee war Hans Siebke von 1970 bis 2008, davon war er ab 1978 gut 30 Jahre Bürgermeister. Im Zusammenwirken mit der jeweiligen Gemeindevertretung schob er bedeutende Neuerungen im Dorf an, die bis heute nachwirken.

 

Der Bau der Sportanlagen, das Jahrhundertprojekt Kanalisation und die Anbindung an die zentrale Wasserversorgung aus Bornhöved ragen hervor. Sein umtriebiges Wirken, insbesondere das Aufspüren von Fördertöpfen, habe die Gemeinde bei den ab 1989 realisierten letztgenannten Projekten runde 500.000 DM gespart, stellte Dirk Griese als stellvertretender Bürgermeister 1998 beim 20-jährigen Bürgermeister-Jubiläum fest. Als Beauftragter für die Wasserver- und Abwasserentsorgung unterstützte Hans Siebke über seine Amtszeit hinaus seine Gemeinde und ihre Einwohnerschaft.

 

Zwei Jahre lang war Hans Siebke 2. Vorsitzender des TSV Quellenhaupt Bornhöved. Dann, von 1980 bis 2012, führte er den Kreissportverband Segeberg, dessen Ehrenvorsitzender er seitdem ist. Sämtliche Sportstätten im Kreis Segeberg kennt unser Hans bis heute genau und weiß en detail, gegen welche Widerstände manches im Sinne des Sports realisiert werden musste – und konnte.

 

Eigentlich, das hat er öfter verraten, wollte Hans Siebke eine Karriere in der Freiwilligen Feuerwehr anstreben. 1962 trat er in die hiesige Wehr ein, in der er zehn Jahre lang als Gruppenführer wirkte. 2002 erhielt er das Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande, danach weitere Ehrungen für seinen umfangreichen Einsatz rund um den Brandschutz und das Feuerwehrwesen.

 

An seinem 50. Geburtstag wurde er von Gerhard Mühlenberg, damals einer seiner Stellvertreter im Amt des Bürgermeisters, so charakterisiert: „Wer es mit Hans Siebke zu tun bekommt, ob als Nachbar oder Berufskollege, als Sports- oder Feuerwehrkamerad, auf politischer Ebene oder als Bürger mit einem Anliegen – für den hat er ein offenes Ohr, ein offenes Wort (wenn auch zuweilen nicht sehr leise) und stets eine helfende Hand.“

 

In fast allen Vereinen Schmalensees dürfte Hans Siebke bis heute Mitglied sein oder gewesen sein, egal ob Siedlergemeinschaft, Sparclub, Verschönerungsverein, Reitsportgemeinschaft und auch im Förderverein Umgehungsstraße Schmalensee (FUS). Das Ziel des FUS, eine Ortsumgehung zu erwirken, hat sich nicht realisieren lassen, aber einen „dunklen Fleck“ sollte jede Vita haben, oder?

 

Für sein umfangreiches Wirken ist Hans Siebke mit zahlreichen Ehrungen versehen worden. Herausragend sind sicher die Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Schleswig-Holstein 1995 und das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2003.

 

Seit 1963 ist Hans Siebke mit seiner Ute verheiratet, die ihm aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten reichlich Arbeit zu Hause abgenommen und den Rücken freigehalten hat. Immerhin gab es da auch drei Kinder, von denen insbesondere Sohn Sönke den Weg des Vaters weiter verfolgt: Fußball, Feuerwehr, Übernahme des Betriebs und seit 2008 ist er Bürgermeister der Gemeinde Schmalensee.

 

Lieber Hans, ich denke, als Schreiber der Gemeinde-Homepage und Gemeindevertreter darf ich mir erlauben, auf diese Weise stellvertretend für alle Schmalenseerinnen und Schmalenseer Dir zu Deinem Geburtstag zu gratulieren und Dir alles erdenklich Gute zu wünschen. Dieses kommt von Herzen. Bestimmt wirst Du die eine oder andere Stelle aus Deiner Vita in diesem Beitrag vermissen, der vor allem den Bürgerinnen und Bürgern, die Dich nicht so kennengelernt haben wie viele andere, näher bringen soll. Denn schließlich bist Du auch ihr Ehrenbürgermeister!

 

Christian Detlof

 

 

Foto zur Meldung: Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, Ehrenbürgermeister Hans Siebke!
Foto: Zum 75. Geburtstag gab es für Hans Siebke und Frau Ute eine Tour durch das Dorf

Das Orchester brachte die Sonne mit

(13. 07. 2020)

Das war ein wahrer Glanz am Sonntag auf unserem Schmalenseer Bolzplatz: Das Blasorchester TSV Wankendorf gab ein Picknick-Konzert und sorgte damit nach langer Durststrecke für Abwechslung in einem Dorf, dass Corona-bedingt auf zahlreiche Veranstaltungen hat verzichten müssen.

 

Die Pandemie machte diese Art des Besuchs der Wankendorfer Musikanten überhaupt erst möglich: Viele Termine sind dem Orchester weggebrochen – Umzüge und Auftritte unterschiedlicher Art mussten abgesagt werden. Auch das Konzert auf dem Bolzplatz konnte nur aufgrund behördlich ausgesprochener Lockerungen stattfinden – mit Eintragung der Besucher in Kontaktlisten, Desinfektionsmittel und reichlich Flatterband, das eine Distanz zwischen Musikern und Publikum schuf.

 

Aber nur räumlich! Denn die Klänge erreichten die rund 60 Besucher, darunter auch tatsächlich picknickende, dennoch und erfreuten ihre Ohren. Das Blasorchester entführte in verschiedene Epochen und Regionen der Erde, vom Hamborger Veermaster bis zu Barbara Ann von den Beach Boys.

 

Beim Karl-May-Thema, bekannt aus den Spielfilmen und vom Bad Segeberger Kalkberg, fehlte nur noch ein über den Bolzplatz reitender Indianerhäuptling. Unwahrscheinlicher wäre gewesen, wenn bei der Filmmusik von „Der Fluch der Karibik“ eine Fregatte unter Segeln eingelaufen wäre.

 

Beeindruckend war der Sound des Orchesters, der, unterstützt von E-Bass und Schlagzeug, sehr an ein Big Band-Konzert erinnerte. Der Tal-Charakter des Platzes, der einst eine Kiesgrube war, mag dazu beigetragen haben, dass die Akustik stimmte. Aber klare Klänge aller Instrumente und starke Bläsersoli ließen keinen Zweifel daran, dass dieses Orchester ein ganz tolles ist, das unbedingt wiederkommen sollte.

 

Bleibt zu hoffen, dass bei allen kostenlosen Picknick-Konzerten der vergangenen Wochen – am 21. Juni in Stolpe und Belau, am 11. Juli in Reesdorf sowie am 12, Juli in Schmalensee und Schönböken auch einiges an Spenden zusammengekommen ist. Denn das Blasorchester hat laufende Kosten zu bestreiten – und ausgefallene Vogelschießen, Schützenfeste und so weiter haben eingeplante Einnahmen verpuffen lassen.

 

Unter https://blasorchestertsvwankendorf.de ist das von der 1. Vorsitzenden Anett Overath vertretene Orchester im Internet zu finden.

Foto zur Meldung: Das Orchester brachte die Sonne mit
Foto: Das Blasorcherster TSV Wankendorf gastierte in Schmalensee

Ach du Schreck: Gelbe Säcke waren schon weg

(12. 07. 2020)

Am Freitag, 10. Juli, fand gemäß Abfallkalender des Wege-Zweckverbandes (WZV) die Abholung der „Gelben Säcke“ in Schmalensee statt. Und dennoch mussten einige Haushalte, auch der des Verfasser dieser Zeilen, feststellen, dass ihre Wertstoffsäcke nicht mitgenommen wurden. Und warum: Weil die Abholung pünktlich stattfand.

 

Glaubhafte Augenzeugen haben berichtet, dass kurz nach 6 Uhr das Entsorgungsunternehmen im Ort unterwegs war, um die Gelben Säcke einzusammeln.

 

Wer nun später, also nach 6 Uhr die Säcke heraus legte, hat das Nachsehen, denn es heißt im Abfallkalender auch, dass man das bis 6 Uhr erledigt haben muss – das gilt für alle planmäßigen Abholungen, also auch braune, blaue und graue (schwarze) Tonne.

 

Weil es zuletzt – gefühlt reden wir von einem längeren Zeitraum, also Jahren – so war, dass die Wertstoffsäcke erst später am Tag, mitunter auch erst am Folgetag oder noch später abgeholt wurden, sind verschiedene Haushalte – so auch dieser – dazu übergegangen, die Säcke später als „bis 6 Uhr“ an die Straße zu legen. Das nennt man wohl Konditionierung

 

Also Botschaft an alle, die noch Gelbe Säcke vor der Türe haben: Die sind schon abgeholt worden. Und ja: ich ärgere mich auch. Vermutlich über mich.

Foto zur Meldung: Ach du Schreck: Gelbe Säcke waren schon weg
Foto: Viele Gelbe Säcke blieben liegen

Sparkasse Südholstein: Längere Öffnungszeiten

(12. 07. 2020)

Die Sparkasse Südholstein hat die Öffnungszeiten ihrer Filialen ab 6. Juli 2020 erweitert. Damit reagiert sie auf die jüngsten Lockerungen der Corona-Maßnahmen des Landes, wie Stephan Kronenberg vom Referat Kommunikation und Stiftung mitteilt.

 

Der Gesundheitsschutz werde weiterhin großgeschrieben: Die Einhaltung des Sicherheitsabstandes von mindestens eineinhalb Metern sowie die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bleiben für die Kunden bestehen.

 

Kleine Filialen der Sparkasse Südholstein sind ab sofort montags bis mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Trappenkamp „Mittlere Filiale“

 

Mittlere Filialen sind an allen fünf Wochentagen von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr, außerdem dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr offen.

Zu dieser Gruppe gehören die Standorte Bad Bramstedt, Boostedt, Ellerau, Henstedt-Ulzburg, Nahe, Trappenkamp und Wahlstedt.

 

Genauer hinschauen muss man bei den großen Filialen wie Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Norderstedt (Ulzburger Straße): Auch diese sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet; außerdem montags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, sowie dienstags und freitags von 14 bis 16 Uhr.

 

Ausführliche Beratungsgespräche seien auch weiterhin außerhalb der Öffnungszeiten möglich und über die persönlichen Kontaktdaten der Berater oder die zentrale Telefonnummer 04321/408-4444 zu vereinbaren.

 

Angesichts des nach wie vor geltenden Ziels, die Verbreitung des Coronavirus auf möglichst niedrigem Niveau zu halten, empfiehlt die Sparkasse weiterhin, für die alltäglichen Bankgeschäfte die digitalen und telefonischen Kontaktwege zu nutzen“, heißt es in der Mitteilung.

Foto zur Meldung: Sparkasse Südholstein: Längere Öffnungszeiten
Foto: Sparkassenfiliale Trappenkamp

Achtung: Morgen Picknick-Konzert des Blasorchesters TSV Wankendorf in Schmalensee

(11. 07. 2020)

Letzte Erinnerung: Am Sonntag, 12. Juli 2020, musiziert das Blasorchester TSV Wankendorf von 11 bis 12 Uhr auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus. Für das sogenannte Picknick-Konzert wird kein Eintritt genommen, eine Spende ist freilich erlaubt.

 

Schmalensee ist Tournee-Ort

 

Das Orchester tourt derzeit durch die umliegenden Dörfer. An ausgewählten Orten veranstalten die Musiker Corona-taugliche Open-Air-Auftritte. „Auf die Zuhörer warten dort jeweils etwa eine Stunde Musik mit den Lieblingsstücken des Blasorchesters aus den letzten Jahren“, so die 1. Vorsitzende Anett Overath.

 

Engagement verdient viel Publikum

 

Das Blasorchester TSV Wankendorf ist den Schmalenseern nicht unbekannt – es hat schon den Vogelschießer-Umzug begleitet. Die Gemeinde Schmalensee, die den Auftritt präsentiert, hofft auf viele Schmalenseer, die das weite Rund des Bolzplatzes nutzen, in gemütlicher Atmosphäre und unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln das Konzert zu verfolgen.

 

Anett Overath: „Die Gäste bringen bitte Sitzplätze bzw. Picknick-Decken sowie die Verpflegung jeweils selbst mit – das Blasorchester stellt die Musik. Der Eintritt ist frei.“ Wer will, der kann einen Beitrag in eine Spendentrommel werfen.

 

Bei Regenwetter kann das Konzert nicht stattfinden, deshalb sind Änderungen im Plan vorbehalten. Aktuelles dazu gibt es im Internet unter https://blasorchestertsvwankendorf.de/picknick-konzerte.

 

Foto: Blasorchester TSV Wankendorf

Foto zur Meldung: Achtung: Morgen Picknick-Konzert des Blasorchesters TSV Wankendorf in Schmalensee
Foto: Blasorchester TSV Wankendorf

Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved am 17. Juli

(10. 07. 2020)

Sommerzeit – Ferienzeit – Kinozeit: Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved, im Jahr 2020 mit Corona-Auflagen.

 

Die Erfahrungen des Corona-Lockdowns mit dem „social distancing“ greift das traditionelle Sommerkino des Fördervereins „Alte Schmiede Bornhöved“ auf. Fördervereinsmitglied Christiane Schlüter hat ein anspruchsvolles und kulinarisch prickelndes Programm zusammengestellt.

 

Los geht es am 17. Juli mit dem Film „Eat Drink Man Woman“, einer taiwanesischen Produktion aus dem Jahr 1994. In exotischer Stimmung wird das auch jetzt aktuelle Spannungsverhältnis zwischen asiatischer Tradition und westlicher Moderne gezeigt. Kern ist die Entwicklung einer Familie, gezeigt am köstlichen Sonntagsessen, das der Vater seinen Töchtern wöchentlich bereitet. Die Töchter emanzipieren sich nach und nach vom Vater und seiner traditionell-asiatischen Weltsicht, und auch der Vater selbst sorgt am Ende für eine Überraschung.

 

Weitere Filmvorführungen: Am 31. Juli ist „Babettes Fest“ (Dänemark 1987) zu sehen; am 14. August „Bittersüße Schokolade“ (Mexiko 1992).

 

Alle Vorstellungen beginnen jeweils freitags um 19.30 Uhr in der Alten Schmiede, Kuhberg 13, 24619 Bornhöved. Der Eintritt ist frei. Wegen der Corona-Auflagen sind die Sitzplätze begrenzt.

 

Quelle: Mitteilung Förderverein Alte Schmiede Bornhöved

www.alte-schmiede-bornhoeved.de

[Aushang Sommerkino Alte Schmiede Bornhöved 2020]

Foto zur Meldung: Sommerkino in der Alten Schmiede Bornhöved am 17. Juli
Foto: Alte Schmiede Bornhöved

Im Wald leben die Indianer – vom 13. bis zum 26. Juli

(10. 07. 2020)

Sommerferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Termin: Im Rahmen der großen Sommerferienaktion mit wechselndem Programm im ErlebnisWald Trappenkamp

 

Programm: „Im Wald leben die Indianer!“ von Montag, 13. Juli, bis Sonntag, 26. Juli 2020, täglich von 12 bis 17 Uhr

 

Ort: ErlebnisWald Trappenkamp

 

Während noch bis zum 12. Juli die Sommerferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp (EWT) mit dem Programm „Auf in den Sommerwald“ neugierige Teilnehmer in den Wald lädt, so können Besucher ab dem 13. Juli in die Welt der Indianer eintauchen.

 

Denn mit dem Programm „Im Wald leben die Indianer!“ nimmt der EWT in der Zeit von Montag, 13. Juli, bis Sonntag, 26. Juli 2020, seine Besucher auf eine spannende Reise in das Leben der Indianer mit. Wie leben sie? Was gibt ihnen die Natur zum Leben?

 

Mit einer abwechslungsreichen Rallye erfahren die Teilnehmer jede Menge spannende Geschichten. Dazu gibt es noch eine schöne Bastelaktion.

 

Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten. Lediglich für die Bastelaktionen wird ein zusätzlicher Materialkostenbeitrag in Höhe von 1 Euro erhoben.

 

Quelle: Mitteilung des Erlebniswaldes vom 02.07.2020

 

www.erlebniswald-trappenkamp.de

 

Foto zur Meldung: Im Wald leben die Indianer – vom 13. bis zum 26. Juli
Foto: Erlebniswald Trappenkamp

Erlebniswald Trappenkamp: „Ein Tag mit dem Imker“

(08. 07. 2020)

Waldhonig ist etwas ganz Besonderes! Er stammt nicht von Blüten, sondern von den Säften der Bäume. Aber wie kommt der Honig überhaupt in das Glas? Wie finden die Bienen den Nektar, und was ist ein Schwänzeltanz?

 

Antworten dazu und viele spannende Infos mehr gibt es bei der Veranstaltung „Ein Tag mit dem Imker“ zu erfahren. Wer möchte, bastelt am Stand des Imkers eine eigene Biene aus Papier oder eine Kerze aus Bienenwachs.

 

Termin: Sonntag, 12. Juli 2020, 12 bis 17 Uhr

 

Ort: ErlebnisWald Trappenkamp Am Waldhaus (Anfahrt über Daldorf)

 

Kosten: Die Aktion ist im Eintrittspreis enthalten. Für das Bastelmaterial wird ein geringer Kostenbeitrag vor Ort erhoben.

 

Mehr Info: www.erlebniswald-trappenkamp.de

 

Quelle: Mitteilung des Erlebniswaldes vom 25.06.2020

 

Foto zur Meldung: Erlebniswald Trappenkamp: „Ein Tag mit dem Imker“
Foto: Erlebniswald Trappenkamp

Der Schnappschuss – oder: Der Anstarrwettbewerb

(07. 07. 2020)

Stell Dir vor, du wanderst um unsere schönen Seen, genießt den seichten Sommerregen (es gibt kein schlechtes Wetter – nur die falsche Kleidung), hörst auf Vogelstimmen, beobachtest den Adler, biegst um eine Kurve und... schaust direkt in die Augen einer Kuh.

 

Auf dem Wegstück vom Friedhof Bornhöved zum Vier ist genau das der Fall gewesen. Während eine ganze Herde Starken im hohen Gras weidete, lag eine von ihnen direkt am Straßenrand in leicht erhöhter Position hinter dem Weidezaun und hatte die Fahrbahn fest im Blick.

 

Alarmposten? Ausguck? Oder einfach nur fasziniert von allem, was da des Weges kommen könnte. Gefühlt standen wir uns minutenlang gegenüber und lieferten uns einen Anstarrwettbewerb. Den übrigens ich gewonnen habe. Aber nur, weil in meinem Gesicht kein gutes Dutzend Fliegen umherkrabbelte.

 

Auf ein Foto konnten wir uns auch verständigen. Durch gutes Zureden machte ich der Dame klar, kein Feind zu sein. Ihr Name ist übrigens Warina, wenn mich die Ohrmarke nicht getäuscht hat. Unter Vermeidung hektischer Bewegungen holte ich die Kamera hervor zum Schnappschuss für die Gemeinde-Homepage.

Foto zur Meldung: Der Schnappschuss – oder: Der Anstarrwettbewerb
Foto: Eine Starke am Weg von Bornhöved zum Vier

Nach dem Konzert zur Fossilien- und Mineralienbörse im Urzeithof

(06. 07. 2020)

Neues vom Urzeithof – Mitteilung vom 04.07.2020:

 

Aufgrund der aktuell niedrigen Zahl an Neuinfektionen mit dem Corona-Virus in Schleswig-Holstein hat die Landesregierung am 26. Juni neue Lockerungen beschlossen. Für den Urzeithof bedeutet das, dass viele geplante Veranstaltungen wieder stattfinden können. Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter www.urzeithof.de.

 

Der Urzeithof feiert in diesem Sommer sein 10jähriges Bestehen und ist mittlerweile seit genau einem Jahr in Stolpe. Aus diesem Grund findet am Sonntag, 12. Juli, von 10 bis 17 Uhr eine Fossilien- und Mineralienbörse auf unserem Gelände statt. Viele Sammler sind zu Gast im Urzeithof und bieten Fossilien, Mineralien, Muscheln und Schnecken, Sammlungszubehör und vieles mehr zum Kauf an. Zur Mittagszeit ist für einen Imbiss gesorgt und natürlich hält das Café frisch gebackene Torten und Kuchen bereit. Kinder können Kristalldrusen aufschlagen, in der Sandkiste echte Edelsteine suchen und auf dem Klopfplatz Fossilien finden.

 

In den Sommermonaten bieten wir einmal im Monat mit „Urzeithof kulinarisch“ ein paar besondere Leckereien an. Am 18. Juli ab 18.30 Uhr gibt es Spanferkel, am 22. August Feuerlachs und am 19. September Paella. Der Preis beträgt jeweils 15,- Euro p. P.. Eine Anmeldung ist bis eine Woche vorher unter Telefon 04326/2205 (Büro), 6119977 (Café) oder per Email () zwingend erforderlich.

 

Ab dem 11. Juli gibt es im Urzeithof übrigens samstags und sonntags von 9.30 bis 11.30 Uhr ein leckeres Frühstück in verschiedenen Variationen.

 

Foto: Urzeithof

 

Urzeithof

Dr. Frank Rudolph

Katrin Mohr

Am Pfeifenkopf 9

D - 24601 Stolpe

Deutschland - Germany

www.fossilbuch.de

www.strandsteine.de

www.urzeithof.de

 

Nicht vergessen: In Schmalensee findet am 12. Juli, wenn es trocken ist, von 11 bis 12 Uhr auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus ein Picknick-Konzert des Blasorchesters TSV Wankendorf statt.

 

Foto zur Meldung: Nach dem Konzert zur Fossilien- und Mineralienbörse im Urzeithof
Foto: Urzeithof Stolpe

Saison offiziell eröffnet an der unbewachten Badestelle

(04. 07. 2020)

Am Freitag, 3. Juli 2020, wurden zwei Mobiltoiletten an der Schmalenseer Badestelle aufgestellt. Das allein klingt kaum nach einer spektakulären Nachricht. Wer aber weiß, dass aufgrund einer unklaren Rechtslage eine Schließung der Einrichtung im Raume stand und dass am 3. Juli 2020 das Badesicherheitsgesetz in Kraft getreten ist, das für Klarheit sorgen soll, hat einen Grund zum Aufatmen.

 

Verwirrspiel im Sommer 2019

 

Rückblende: Im Sommer des Vorjahres waren Teile der Badestelle gesperrt worden. Nicht nur hier sondern im ganzen Bundesland reagierten Gemeinden alarmiert durch einen Richterspruch: Nach einem Badeunfall 2017 in Rheinland-Pfalz hatte man die dortige Kommune haftbar gemacht, das Urteil strahlte auch auf die gewählten Vertreter aus. Die Sorge, dass bei einem Badeunfall in Schmalensee der Bürgermeister, die Gemeindevertreter und sogar Mitarbeiter der Verwaltung persönlich haftbar gemacht werden könnten, weil sie die Wahrnehmung einer Aufsichtspflicht nicht vorangetrieben hätten, war groß. Bis ins Frühjahr hinein stand die Frage im Raum, ob die Gemeinde Schmalensee an dem vom Besitzer des Sees gepachteten Uferstreifen weiterhin eine öffentliche Badestelle unterhalten könne. Ein Rückbau zur naturbelassenen Badestelle stand im Raum.

 

Immer wieder wurde seitdem die Frage aufgeworfen – unter anderem in den Sitzungen der gemeindlichen Gremien –, was denn nun sei mit der Badestelle. Aufhebung und Rückbau, teilweiser Rückbau? Alle Augen richteten sich auf den Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag (SHGT), der mit der Landesregierung im Sinne der Kommunen eine Rechtslage herstellen wollte, die einen Betrieb unbewachter Badestellen weiter zulässt.

 

Gemeindetag hat Wort gehalten

 

Am 19. Juni hat der Schleswig-Holsteinische Landtag ein Badesicherheitsgesetz beschlossen, das, ergänzt um eine Badesicherheitszuständigkeitsverordnung, Rechtssicherheit für Kommunen schaffen soll, was die Frage der Badeaufsicht und damit der Haftung kommunaler Entscheidungsträger bei Badeunfällen bringen soll. Der SHGT lieferte noch am selben Tag ein Sicherheitskonzept.

 

Kern des Ganzen: Dem Besucher muss klar sein, dass er nicht mit einer Badeaufsicht rechnen darf, die ihm Teile seiner Eigenverantwortung „abnimmt“. Eine entsprechende Beschilderung wird verlangt - „Unbewachte Badestelle“ bzw. „Keine Badeaufsicht“ bringen das Nötigste zum Ausdruck. Ein entsprechendes Schild ist längst an Schmalensees Badestelle vorhanden.

 

Schmalensee hat eine unbewachte Badestelle

 

Das Baden hat hier, angesichts eines teilweise sehr schönen Frühlings, deutlich früher begonnen. Aber immerhin pünktlich in der Anfangsphase der Sommerferien hat es nun geklappt. Am Schmalensee kann – ohne Badeaufsicht – gebadet werden. Ein Rückbau vorhandener Einrichtungen ist nicht notwendig. Das hat eine Begehung durch das Ordnungsamt gegeben, an der sich auch die Gemeindevertreter Jürgen Bucksch und Sönke Stahl beteiligten.

 

Alles im grünen Bereich“, fasst Bürgermeister Sönke Siebke das Ergebnis zusammen. Nur auf die Badeinsel muss verzichtet werden. Die war im Vorjahr wegen fehlender Abnahme durch den TÜV vorzeitig aus dem See geholt und seitdem nicht wieder zu Wasser gelassen worden. Um auf „Nummer sicher“ zu gehen, werden die Badenden auch in diesem Sommer ohne sie auskommen müssen. Ein eher geringes Übel im Vergleich zur bis vor Kurzem schwebenden Gefahr, dass Steg, Nichtschwimmergrenze und anderes auch hätten verschwinden können.

 

Verhaltener Start am offiziellen Starttag

 

Nicht nur die Toilettenhäuschen waren am 3. Juli pünktlich da, auch die Liegefläche war vom Gemeindearbeiter gemäht, die Badestelle strahlte im Glanze des – Sommerregens.

 

Manchmal fällt eine Eröffnung nun mal ins Wasser. Aber die ganz Hartgesottenen werden es sich bestimmt auch an diesem Tag des Inkrafttretens des Badesicherheitsgesetzes haben nehmen lassen, im Schmalensee ihre Bahnen zu ziehen.

 

 

 

Foto zur Meldung: Saison offiziell eröffnet an der unbewachten Badestelle
Foto: Darauf kommt es an - Schmalensees Badestelle ist unbewacht

Vermisst: Wer hat Katzenmama Abby gesehen?

(03. 07. 2020)

In Schmalensee wird wieder eine Katze vermisst. Dieses Mal ist es Abby aus der Dorfstraße. Wer Besitzerin Patricia Bergstädt Hinweise zum Verbleib geben kann, nehme bitte unter Telefon 0162/9810147 Verbindung auf.

 

Die komplett weiße Abby wird seit dem 30. Juni vermisst. Nicht lange für eine Katze, mag man denken. Aber: „Das sieht Abby gar nicht ähnlich“, sagt Patricia Bergstädt. „Außerdem hat sie ihre Katzenbabys bei uns zu Hause.“

 

Also hier der Aufruf an alle Schmalenseer und Gäste: Bitte Ausschau halten.

Foto zur Meldung: Vermisst: Wer hat Katzenmama Abby gesehen?
Foto: Abby wird vermisst

Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 07. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Juli die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Lauter schlimme Nachrichten: Am 2. Juli 1935, vor 85 Jahren, vermeldet das Segeberger Kreis- und Tageblatt aus Schmalensee keine guten Nachrichten. Ein Gewitter spielt gleich zweimal eine Rolle: Es fährt ein sogenannter „kalter Schlag“ in die Scheune von Willi Harder. Dabei entsteht viel Rauch aber kein offenes Feuer. Schlechter trifft es die Wirtin und Bäuerin Meta Voß: Zwei Starken werden ihr auf der Weide erschlagen. Die Tiere waren in einer Niederung mit dem Umzäunungsdraht in Berührung gekommen. Außerdem wird gemeldet, dass sich der frühere Schuhmacher und Rentner Sch. (vermutlich Christian Schuhmacher) in einem Stallgebäude erhängt habe. Da keine wirtschaftliche Not vorgelegen habe, bleibe unbekannt, was Sch. zum Selbstmord trieb.

 

Preise und Kuchen zum Vogelschießen: Das Kindervogelschießen in Schmalensee, ausgerichtet am 1. und 2. Juli 1960, vor 60 Jahren von der örtlichen Schule, wird zum Volksfest. Zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung ermöglichen den Kauf von Preisen. Hinzu kommen zahlreiche leckere Kuchen. Das große Königspaar bilden in diesem Jahr Claus Nagel und Melitta Herbst, kleine Könige werden Reiner Schramm und Karin Nagel. Die Majestäten werden in der festlich geschmückten Kutsche durchs Dorf geleitete, ehe es auf dem Saal des Gasthof Voß Kindertanz und einen Dorfgemeinschaftsabend gibt.

 

Telefonkosten nach Entfernung: Wie das Segeberger Kreis und Wochenblatt am 6. Juli 1900, vor 120 Jahren meldet, sind die Gemeinden Bornhöved, Wankendorf, Ruhwinkel und Perdoel durch die Oberpostdirektion an das öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen worden. Öffentliche Fernsprechstellen sind installiert. Um die jährlich geforderte Mindesteinnahme von 190 Mark, für die größtenteils Bornhöved garantiert, zu gewährleisten, werden Gesprächsgebühren erhoben. So zahlt man für ein dreiminütiges Gespräch von Bornhöved nach Bordesholm, Neumünster, Plön, Preetz oder Wankendorf 20 Pfennig. Fünf Pfennig mehr kosten Gespräche nach Eckernförde, Rendsburg, Kiel oder Eutin und sogar 50 Pfennig nach Heide, Husum, Flensburg oder Schleswig.

 

Vorschlag für eine Umgehungsstraße: Das Planungsamt Neumünster hat der Gemeinde Schmalensee Unterlagen über eine mögliche Linienführung der Ortsumgehung Schmalensee (B430) vorgelegt. Bürgermeister Hans Siebke bittet am 8. Juli 1980, vor 40 Jahren, zur Einwohnerversammlung in den Gasthof Voß, um mit den Bürgerinnen und Bürgern über den Trassenverlauf zu diskutieren. Über 70 Interessierte erscheinen und lassen sich drei mögliche Trassenverläufe vorstellen. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass der enge Trassenverlauf, der auch seit Jahren schon im Flächennutzungsplan der Gemeinde festgeschrieben ist, der kostengünstigste sei. Bürgermeister Hans Siebke bringt den Wunsch des Ortsbauernverbandes nach der engen Trassenführung zum Ausdruck. So würde der geringste Eingriff in Natur und Jagd erfolgen. Bis heute ist diese Trasse – die, grob umrissen, den Verkehr von Bornhöved kommend zwischen Dorfstraße und Hirtenweg und entlang des Grasweges in Richtung Plön und identisch in der entgegengesetzten Richtung lenken würde – im F-Plan der Gemeinde enthalten. Die Gemeindevertretung treibt aktuell Planungen zur Ansiedlung eines Unternehmens im Grasweg an, wird dabei den F-Plan ändern und sich endgültig von der nie realisierten Ortsumgehung verabschieden – zumindest auf dieser Trasse.

 

Vorerst keine Eisenbahn für Bornhöved und Umgebung: Die im Vorjahr angeregte Realisierung eines Eisenbahnprojekts zwischen Segeberg und Kiel wird vorerst ruhen gelassen: Wie das Segeberger Kreis- und Wochenblatt am 9. Juli 1870, vor 150 Jahren meldet, scheint es in der Stadt Segeberg nicht möglich, einen Bahnhof bauen zu können. Dies hat auch Auswirkungen auf den Raum Bornhöved, durch den die Bahnlinie sehr wahrscheinlich geführt worden wäre. Erst am 2. Dezember 1911 wird ein Eisenbahnprojekt in unserer Region verwirklicht: Dann kommt es zur Eröffnung der Kleinbahnlinie Kiel-Segeberg über Bornhöved, die bis in die 1960er-Jahre in Betrieb sein wird. Der Bahnhof in Bornhöved ist noch ein Zeugnis dessen.

 

Nicht SPD und schon gar nicht CDU: Landtagswahlen in Schleswig-Holstein am 9. Juli 1950, vor 70 Jahren. In Schmalensee entfallen von 336 abgegeben gültigen Stimmen 126 auf den Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE), 109 auf die Deutsche Partei (DP), 85 auf die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), 10 auf die Deutsche Reichspartei (DRP) und 6 auf die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Erfolgreicher Direktkandidat im Wahlkreis 33 Segeberg-Nord ist der DP-Bewerber Otto Fiöl. Das Ergebnis zeigt, dass der CDU damals im Ort keine bedeutende Rolle zukommt – obwohl Schmalenseer 1946 bei der Gründung der Partei beitraten. Stattdessen ist die Interessenvertretung der vielen in Schmalensee befindlichen Flüchtlinge herausragend.

 

Landwirtschaftliches Musterdorf Schmalensee: Für die landtätige Jugend aus Bornhöved und Umgebung findet laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 11. Juli 1940, vor 80 Jahren, in Schmalensee ein Tag der Feldbegehung statt. Nach einer Flaggenparade und einem Lied begrüßt Bezirksbauernführer Heinrich Harder die Jugendlichen aus Bornhöved, Schmalensee, Gönnebek, Tarbek, Tensfeld, Damsdorf und Stocksee. Gemeinsam mit der männlichen Jugend besichtigt Harder Betriebe; mit dem Rad wird eine Besichtigungsfahrt durch die Feldmark angetreten. Währenddessen besichtigt die weibliche Jugend mit Bezirksbäuerin Frieda Kaack landwirtschaftliche Haushaltungen, Mustergärten und eine Geflügelfarm. Zum Abschluss gibt es eine gemeinsame Kaffeetafel.

 

Erfolgreiche Stutenzüchter: In Rohlstorf findet am 13. Juli 1925, vor 95 Jahren, die Reichsverbands-Stutenschau für den Bezirk der holsteinischen Geestlande statt. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet ganzseitig unter Verwendung von Bildern – damals eine Ausnahme. Im Text erwähnt sind auch 25 Züchter aus Schleswig-Holstein, denen für ihre Stuten die silberne Plakette des Reichsverbandes verliehen wird. Unter ihnen sind zwei Schmalenseer: Heinrich Harder und Ernst Saggau.

 

Auszeichnung der Schmalenseer Feuerwehr: Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee gilt als bester Löschzug der Amtsfeuerwehr Bornhöved und als einer der besten des Kreises Segeberg. Eine Kommission des Kreisfeuerwehrverbandes mit dem Kreiswehrführer Hellberg an der Spitze findet sich am 14. Juli 1935, vor 85 Jahren, zur Überprüfung des Leistungsstandes der Schmalenseer Wehr ein. Nach dem Abschreiten der Front folgen Übungen im Fußdienst und an der Spritze, Steigerübungen und anderes. Alle gezeigten Tätigkeiten fallen zur Zufriedenheit der Kommission aus. Löschzugführer in Schmalensee ist Hugo Saggau.

 

 

Foto zur Meldung: Juli-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Meierei Schmalensee DLG-Siegerpreis SZ 15.07.1950

Abenteuer mit Kindern in der Natur – Talk und Lesung im ErlebnisWald

(30. 06. 2020)

Termin: Sonnabend, 4. Juli 2020, 15 Uhr, im Erlebniswald Trappenkamp (Daldorf)

 

Wegen der Corona-Krise verzichten viele Familien dieses Jahr auf große Reisen. Auf Abenteuer müssen sie aber nicht verzichten. Was für Abenteuer Eltern mit ihren Kindern vor der eigenen Haustür erleben können, erfahren Teilnehmer der Veranstaltung »Abenteuer mit Kindern in der Natur – Talk und Lesung im ErlebnisWald« aus erster Hand.

 

In der spannenden Mischung aus Talkshow und Lesung im ErlebnisWald Trappenkamp ist der Lübecker Journalist und Autor des Buches "Abenteuer mit Kindern", Sven Wehde, zu Gast. Er spricht mit Kerstin Schiele, Waldpädagogin im Erlebniswald, und Stephan Mense, Leiter des Erlebniswaldes darüber, was für tolle Erlebnisse auf Familien in der heimischen Natur warten.

 

Wo darf ich im Wald übernachten? Sind Wildschweine eigentlich gefährlich? Darf ich mit meinen Kindern in der Natur auch querfeldein laufen? Natürlich wird der Autor auch aus seinem Buch "Abenteuer mit Kindern" lesen, und die Zuhörer haben die Möglichkeit, ihre Fragen an die Experten vom Erlebniswald und an den Journalisten zu stellen und mitzudiskutieren.

 

Wegen der Corona-Auflagen ist die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt. Wer teilnehmen möchte, meldet sich unter an. Bitte geben sie in Ihrer E-Mail unbedingt die Personenzahl und die vollständigen Namen und Adressen an.

 

Da es eventuell mehr Anmeldungen als Plätze gibt, werden wir die 30 Teilnehmer, die sich zuerst angemeldet und einen Platz bekommen haben, per Mail benachrichtigen.

 

Die Veranstaltung findet bei gutem Wetter auf einer Wiese am Waldhaus statt, bei Regen ist der Treffpunkt im Restaurant.

 

Mehr Info: www.erlebniswald-trappenkamp.de

 

Quelle: Mitteilung des Erlebniswaldes vom 23.06.2020

 

Foto zur Meldung: Abenteuer mit Kindern in der Natur – Talk und Lesung im ErlebnisWald
Foto: Erlebniswald Trappenkamp

Vor 25 Jahren: Bahnbrechende Entscheidungen – Gemeindesaal und Wappen für Schmalensee

(29. 06. 2020)

Sitzungen der Gemeindevertretung sind grundsätzlich immer von Bedeutung, doch die vom 29. Juni 1995, vor 25 Jahren, darf als besonders oder sogar herausragend bezeichnet werden. Denn in jener Zusammenkunft des gewählten Personals mit dem heutigen Ehrenbürgermeister Hans Siebke an der Spitze, wurden zwei Beschlüsse gefasst, die bis heute und sicher noch deutlich über den Erinnerungstag hinaus nachwirken: Schmalensee bekam sein Gemeindewappen und der Pachtvertrag für den Gemeindesaal war unterschriftsreif.

 

Das Gemeindewappen

 

Heute ziert das Gemeindewappen u.a. das Einsatzfahrzeug und die Uniformen der Freiwilligen Feuerwehr; es ist am Haus von Bürgermeister Sönke Siebke zu finden; als Sprühkunstwerk ziert es den Trafokasten am Bolzplatz und die Reitsportgemeinschaft und der Sportverein haben es in ihre Logos integriert.

 

Vorher wurde gern auf ein Wappen aus der Gruppe der Familienwappen derer von Schmalensee zurückgegriffen – zum Beispiel im ursprünglichen Emblem des SV Schmalensee von 1980. Entnommen wurde es der „Chronik von Schmalensee“, die Heinrich Göttsch 1948 veröffentlicht hatte. Doch nach Intervention seitens eines Zweiges der Familie wurde davon Abstand genommen.

 

In ihrer Sitzung genehmigte die Gemeindevertretung den Entwurf des Itzehoer Graphikers Lothar Leisner. Es verwendet mit dem Keimling ein Element aus dem Familienwappen derer von Schmalensee, versinnbildlicht den See und die Farben Holsteins.

 

Der Gemeindesaal

 

Der Saal des Gasthofs ist seit seiner Fertigstellung unter Ludwig Saggau im Juli 1901 ein beliebter Ort gesellschaftlichen Lebens und weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Seit fast 120 Jahren wird hier gefeiert und getrauert, getanzt, gegessen, gewählt, debattiert und referiert. Hier wurde an Kindervogelschießen manche Tortenschlacht geschlagen, es gab politische Veranstaltungen, Kundgebungen, Trophäenschauen der Jäger, Clowns und andere Helden beim Fasching.

 

Als sich die Familie Voß überlegte, den Saal vom Gasthof zu trennen und anderweitig zu nutzen, trat die Gemeinde auf den Plan: Dieser Saal sollte auch weiterhin ein Ort der Dorfgemeinschaft sein. So kam es zum Abschluss eines Pachtvertrags. Am 29. Juni 1995 erhielt dieser den Segen der Gemeindevertretung, die Fachausschüsse hatten noch eine Benutzungs- und Gebührenordnung auszuarbeiten.

 

Und da war noch mehr

 

Der Vollständigkeit sei berichtet, dass in der besagten Sitzung beschlossen wurde, dass allen Anliegern im Baugebiet „Am Ringreiterplatz“ die Möglichkeit eingeräumt wurde, vorhandene Grundstücke in zwei Bauplätze zu teilen. Eine Grundstücksgröße von 1.000 Quadratmetern ist Voraussetzung. Dafür wurde der Bebauungsplan (B-Plan) Nr. 1 der Gemeinde geändert.

 

Außerdem wurden zwei Gemeindevertreter dafür gewürdigt, dass sie schon seit 25 Jahren der Vertretung angehörten: Der eine war Hans Siebke selbst, der seit 1970 der Gemeindevertretung angehörte, der zweite Jürgen Stegelmann (), der seit 1966 aber mit einer Unterbrechung (1974-78) Gemeindevertreter war. Seit 1992 war Stegelmann zudem Gemeindewehrführer.

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Vor 25 Jahren: Bahnbrechende Entscheidungen – Gemeindesaal und Wappen für Schmalensee
Foto: Der Saal am Gasthof von Hans Voß 1960

Blasorchester TSV Wankendorf gibt am 12. Juli Picknick-Konzert in Schmalensee

(27. 06. 2020)

Schmalensee aufgepasst: Am Sonntag, 12. Juli 2020, gibt's was auf die Ohren: Das Blasorchester TSV Wankendorf gibt von 11 bis 12 Uhr auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus ein Picknick-Konzert.

 

Music for free unter freiem Himmel

 

Das Orchester tourt derzeit durch die umliegenden Dörfer. An ausgewählten Orten veranstalten die Musiker Picknick-Konzerte – also Corona-taugliche Open-Air-Auftritte. „Auf die Zuhörer warten dort jeweils etwa eine Stunde Musik mit den Lieblingsstücken des Blasorchesters aus den letzten Jahren“, verrät die 1. Vorsitzende Anett Overath.

 

Schmalensee ist die dritte Station der Tournee: Die ersten Konzerte in Stolpe und Belau seien bereits erfolgreich gewesen, so Overath. Am 11. Juli spielt das Blasorchester zudem in Reesdorf; am 12. Juli ist um 15 Uhr Schönböken Ziel der Truppe.

 

Zahlreiches Erscheinen erwünscht und erlaubt

 

Was brauchen Musiker? Die Antwort ist klar: Übung und Publikum. Denn Musizieren ist Kunst und Kunst dient der Unterhaltung. Deshalb hoffen das Blasorchester und die Gemeinde Schmalensee, die den Auftritt präsentiert, auf viele Schmalenseer, die das weite Rund des Bolzplatzes nutzen, in gemütlicher Atmosphäre und unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln das Konzert zu verfolgen.

 

Anett Overath: „Die Gäste bringen bitte Sitzplätze bzw. Picknick-Decken sowie die Verpflegung jeweils selbst mit – das Blasorchester stellt die Musik. Der Eintritt ist frei.“ Wer will, der kann einen Beitrag in eine Spendentrommel werfen.

 

Bei Regenwetter kann das Konzert nicht stattfinden, deshalb sind Änderungen im Plan vorbehalten. Aktuelles dazu gibt es im Internet unter https://blasorchestertsvwankendorf.de/picknick-konzerte.

 

Foto: Blasorchester TSV Wankendorf

 

Foto zur Meldung: Blasorchester TSV Wankendorf gibt am 12. Juli Picknick-Konzert in Schmalensee
Foto: Das Blasorchester des TSV Wankendorf gastiert am 12. Juli in Schmalensee

Ferienpass im Kreis Segeberg: Spaßige Sommerzeit mit Slackline, Wasserski und in der Natur

(26. 06. 2020)

26.06.2020

 

Die Natur erforschen, einen Kriminalfall lösen, mit anderen Musik machen, auf der Slackline balancieren, Programmieren lernen oder den neuen Trend „Hobby Horsing“ ausprobieren: Bei den Angeboten des Ferienpasses, den der Kreisjugendring (KJR) wieder im Auftrag des Kreises Segeberg erstellt hat, kommt bestimmt keine Langeweile auf.

 

Die Angebote und Ermäßigungen gelten für alle Segeberger Schüler*innen von sechs bis 17 Jahren während der gesamten Sommerferien (27. Juni bis 8. August).

 

Es wird Zeit – Ihr habt lange darauf warten müssen, dass es wieder Angebote gibt, bei denen Ihr im Mittelpunkt steht: Eure Interessen, Eure Talente, Eure Freunde und natürlich Euer Spaß“, heißt es im Vorwort des Ferienpasses.

 

Jugendzentren, -gruppen und Vereine vor Ort haben sich demnach viele Gedanken gemacht, wie aus dem „Lernsommer“ auch ein Spaßsommer werden kann – das alles natürlich unter Einhaltung der gültigen Hygienevorschriften.

 

Das Programm des Ferienpasses liegt in diesem Jahr nur digital vor und kann online abgerufen werden unter www.kjr-segeberg.de sowie auf der Homepage des Kreises unter www.segeberg.de. Ansprechpartner*innen der einzelnen Veranstaltungen sind die dort genannten Gemeinden, Ämter, Vereine und Jugendzentren. Das gilt auch für mögliche Corona bedingte Änderungen.

 

Für einige der Ferienaktionen ist eine Anmeldung erforderlich.

 

Quelle: Mitteilung des Kreises Segeberg vom 24.06.2020

 

[Ferienpass Stand 24.06.2020]

Foto zur Meldung: Ferienpass im Kreis Segeberg: Spaßige Sommerzeit mit Slackline, Wasserski und in der Natur
Foto: Kreis-Logo Segeberg

Sommerferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp

(25. 06. 2020)

Der ErlebnisWald Trappenkamp lädt Familien in den Sommerferien zu Bastelaktionen in den Schmetterlingsgarten, ins Indianerlager und in die Holzwerkstatt ein.

 

Den Auftakt der diesjährigen Ferienaktionen macht das Programm „Auf in den Sommerwald“. Von Montag, 29. Juni, bis Sonntag, 12. Juli 2020, täglich von 12 bis 17 Uhr, sorgen eine gemeinsame Rallye und das Basteln mit Naturmaterialien für ein spannendes Ferienerlebnis.

 

Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten. Lediglich für Bastelaktionen wird ein zusätzlicher Materialkostenbeitrag in Höhe von 1 Euro erhoben. Die Veranstaltung ist ideal für alle Kinder zwischen 4 und 12 Jahren geeignet.

 

Mehr Info: www.erlebniswald-trappenkamp.de

 

Quelle: Mitteilung Erlebniswald vom 17.06.2020

 

Foto zur Meldung: Sommerferienaktion im ErlebnisWald Trappenkamp
Foto: Erlebniswald Trappenkamp

Die Paritätischen Freiwilligendienste suchen FSJ- und BFD-Interessierte

(24. 06. 2020)

Gerade während der Corona-Krise sind Freiwillige in der Sozialen Arbeit eine wichtige Unterstützung. Die Paritätischen Freiwilligendienste haben noch freie Stellen in den Bereichen Kita, Pflege, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in ganz Schleswig-Holstein zu vergeben.

 

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Soziale Arbeit systemrelevant ist. Ein Baustein dieser Arbeit sind die Freiwilligendienstleistenden in sozialen Einrichtungen wie Pflegeheimen, Kindertagesstätten oder Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung. Wer auf der Suche nach einer Stelle für einen Freiwilligendienst ist, hat in diesem Jahr noch gute Chancen.

 

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundefreiwilligendienst (BFD) richten sich an alle Menschen zwischen 15 und 26 Jahren. Im BFD27plus können sich alle Menschen ab dem 27. Lebensjahr engagieren.

 

Alle Einsatzstellen der Paritätischen Freiwilligendienste sind im sozialen Bereich tätig und liegen in Schleswig-Holstein.

 

Sowohl im FSJ als auch im BFD gibt es ein Taschengeld, einen Unterkunftszuschuss und einen Verpflegungszuschuss. Dadurch kommt man in Summe auf mindestens 451 Euro pro Monat. Der Anspruch auf Kindergeld, ggf. Wohngeld oder anteilig ALG II bleibt bestehen.

 

Ein FSJ oder BFD unterscheidet sich von einem einfachen Praktikum dadurch, dass die Freiwilligen aktiv begleitet werden. Teil dieser aktiven Begleitung sind Seminare, die vom Team der Paritätischen Freiwilligendienste organisiert werden. Während dieser Seminare lernen sich die Freiwilligen kennen und können sich über die neuen Erfahrungen austauschen. Dabei entstehen oft Freundschaften, die noch lange über den Freiwilligendienst hinaus dauern.

 

Weitere Informationen unter www.fsj-sh.org

 

Quelle: Mitteilung Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein vom 12.06.2020

 

Foto zur Meldung: Die Paritätischen Freiwilligendienste suchen FSJ- und BFD-Interessierte
Foto: Der Paritätische Schleswig-Holstein

Zeit für die Seele auf dem Mönchsweg

(23. 06. 2020)

Lange Tage, warme Temperaturen, frisch ergrünte Bäume und bunte Blumen locken ins Freie. Die Sonne hat die Natur endgültig aus dem Winterschlaf geholt und die Menschen ihre Fahrräder aus dem Keller. Der 530 Kilometer lange Radfernweg Mönchsweg ist ein Tipp für alle, die nach dem eingeschränkten Beginn der Radsaison Bewegung in schöner Natur in Kombination mit Orten der Ruhe und Erholung suchen.

 

Unter dem Motto „Zeit für die Seele“ bietet die Homepage www.moenchsweg.de erstmalig eine Auswahl besonderer Orte. Diese laden zum Ausruhen, Durchatmen oder Entdecken ein: Zum Beispiel der Bibelgarten am St. Petri Dom in Bremen mit über 60 verschiedenen Pflanzenarten aus der Apotheke Gottes, oder der Naturwald Braken bei Harsefeld, der schon 1102 von Benediktinermönchen geschützt und nachhaltig bewirtschaftet wurde.

 

Unbeeindruckt vom Tidengang der Elbe ist der Leuchtturm an der Glückstädter Mole ein ruhiges Plätzchen für den entspannten Weitblick. Am Großen Segeberger See spenden Kneippbecken und Sonnendeck Energie. Der kleine Pilgerweg „Rauswege“ im Schlossgarten Eutin bietet unvergessliche Aussichten und kann kleine oder große Einsichten schenken.

 

Ab Bremen verläuft die beschilderte Route auf naturnahen Wegen durch das Land zwischen Elbe und Weser und nach der Elbquerung von Glückstadt bis Fehmarn. Neben über 100 Kirchen am Weg gibt es Flussdeiche, liebevoll gepflegte Bibelgärten, historische Orgeln, alte Mühlen, einzigartige Naturschutzgebiete und vieles mehr zu erleben.

 

Eine Broschüre mit Unterkunftsverzeichnis wird kostenlos verschickt: Telefon 0431/12850873 oder E-Mail an .

 

Mehr Infos zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und Tourenangeboten etc. auf www.moenchsweg.de. Auch durch Schmalensee führt der Radfernweg.

 

Quelle: Mitteilung der Geschäftsstelle Mönchsweg e.V. vom 16.06.2020

 

Foto zur Meldung: Zeit für die Seele auf dem Mönchsweg
Foto: Zeit für die Seele auf dem Mönchsweg

Skandal: Haushalt ohne Magerquark und Katzenstreu

(22. 06. 2020)

Es ist ganz ganz bitter: In irgendeinem Haushalt in Schmalensee oder Umgebung muss an diesem Wochenende ein echter Engpass an Lebensmitteln und Haushaltswaren geherrscht haben. Warum: In der Feldmark, auf dem Segeberger Kamp, ist besagtem Haushalt der Einkaufszettel verloren gegangen.

 

Am späten Sonntagnachmittag hat die Feldmark-Patrouille (nein: nicht die Frühpatrouille aus Disneys Dschungelbuch!) besagten Einkaufszettel gefunden – und natürlich dokumentiert. Hoffen wir, dass da kein Haussegen schief hing.

 

Wenn nicht unter Menschen (Schmand, Karottensaft, Weintrauben...), dann vielleicht zwischen Mensch und Katze (Nassfutter, Lachs?...). Auch könnte die glückliche Zukunft nachhaltig gestört sein – denn auch an die Abgabe des Lottoscheins sollte der Zettel erinnern.

 

Homeoffice war wohl auch nicht, das Druckerpapier (bunt) blieb sehr wahrscheinlich auf der Strecke. Und zu allem Übel ist besagter Haushalt, dem der Einkaufszettel verloren gegangen ist, scheinbar nicht gut durch die Corona-Startphase gekommen: Es mangelt bereits an Klopapier.

 

Also hier die grundehrliche Hoffnung für jene, die ihren Einkaufszettel verloren haben: Mögen Euch gute Nachbarn über das Wochenende geholfen haben. Und: Nichts für ungut ;-)

 

Foto zur Meldung: Skandal: Haushalt ohne Magerquark und Katzenstreu
Foto: Einkaufszettel in der Feldmark gefunden

Coronavirus: IHK berät Unternehmen in Schwierigkeiten

(22. 06. 2020)

Viele Unternehmen fast aller Branchen sind durch die Corona-Krise in ihrer Existenz

bedroht. Finanzielle Soforthilfe, Kurzarbeitergeld oder auch Steuerstundungen sind

hilfreich, können die Ausweitung einer Unternehmenskrise aber häufig nicht verhindern.

 

Beim virtuellen „Beratertag für Unternehmen in Schwierigkeiten“ der IHK zu Lübeck am

Mittwoch, 24. Juni 2020, erarbeiten die IHK-Berater und die beim Bundesamt für

Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle akkreditierten Experten gemeinsam mit den

Unternehmern Ideen und Lösungen, wie diese ihren Betrieb durch die Krise leiten

können.

 

Im Mittelpunkt der Beratung stehen Tipps zur Überwindung kritischer Situationen und

erste individuelle Lösungsansätze zur Krisenbewältigung. Für die virtuellen, 30-minütigen Einzelgespräche nutzt die IHK die Plattform Microsoft Teams.

 

Teilnehmer benötigen nur einen Computer mit Internetverbindung und ein Mikrofon. Eine Kamera ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

 

Anmeldung und individuelle Terminvergabe bei der IHK zu Lübeck, Julia Schliecker, Telefon: 0451 / 6006-177 oder per E-Mail unter: .

 

Quelle: Mitteilung der IHK vom 17.06.2020

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: IHK berät Unternehmen in Schwierigkeiten
Foto: IHK zu Lübeck

Teilzeitausbildung im Handwerk – Telefon-Beratungstag am 16. Juni

(17. 06. 2020)

Das Berufsinformationszentrum (BiZ) an der Agentur für Arbeit Elmshorn informiert am 9. Juni 2020 über einen Telefon-Beratungstag zum Thema Teilzeitausbildung im Handwerk, den die Handwerkskammer Lübeck am Dienstag, 16. Juni 2020, anbietet.

 

Viele Jugendliche und ihre Eltern haben sich regelmäßig im BiZ Elmshorn im Rahmen von Vorträgen verschiedener Unternehmen und Organisationen über Ausbildungsangebote und Studiengänge informiert. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes aber können diese derzeit noch nicht wieder stattfinden.

 

Darum bietet die Handwerkskammer Lübeck alternativ einen telefonischen Beratungstag zum Thema Teilzeitausbildung am 16. Juni 2020, von 10 bis 18 Uhr an.

 

Ausbildungsberaterin Antje Gerdau ist in diesem Zeitraum unter der Mobilnummer 01590 4390526 zu erreichen. Interessenten können ihre Fragen auch per E-Mail stellen: .

 

Antje Gerdau informiert und beantwortet Fragen zur Ausbildung in Teilzeit, über die Möglichkeiten im Handwerk und zur aktuellen Ausbildungsstellensituation.

 

Hintergrund:

 

Mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes zum 1. Januar 2020 wurde die Teilzeit-Berufsausbildung gestärkt. Nunmehr kann jede/r eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren. Somit rücken neben den Personen mit Betreuungspflichten auch Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung oder lernbeeinträchtigte Personen in den Fokus.

Foto zur Meldung: Teilzeitausbildung im Handwerk – Telefon-Beratungstag am 16. Juni
Foto: Agentur für Arbeit Elmshorn

Vor 105 Jahren: Der Schmalenseer Hans Blunk fällt im Krieg

(16. 06. 2020)

Der Erste Weltkrieg, dessen Ende und Auswirkungen haben auf das Schmalensee der damaligen Zeit gravierenden Eindruck gemacht. Das verrät der Blick in alte Zeitungsartikel und in die Chronik, die Dorflehrer Heinrich Göttsch verfasst hat. 13 Namen wurden am Gefallenendenkmal verewigt, das erst 1923 eingeweiht wurde. Man hatte lange im Dorf gewartet, ob zwei als vermisst geltende Söhne Schmalensees nicht doch zurückkehren würden. Eine Name ist der von Hans Blunk, der am 16. Juni 1915, vor 105 Jahren, im Artilleriefeuer an der Westfront ums Leben kam.

 

Fünf Söhne im Krieg

 

Eine Familie, die wohl besonders in jenen Jahren bangen musste, war die des Landmanns August Blunk. Er und seine Frau Sophie, geb. Asbahr, hatten fünf Söhne. Alle nahmen am Krieg 1914-18 teil, zwei von ihnen sind auf der Steintafel in der Dorfstraße notiert: Adolf und Hans Blunk.

 

Der Offiziersstellvertreter

 

Sehr wahrscheinlich gehörte Hans Blunk bei Kriegsausbruch im Sommer 1914 dem stehenden Heer an. Anders als fast alle weiteren Schmalenseer, die im Zuge der Aktivierung der Landsturmaufgebote – zunächst die gedienten Reservisten, später die ungedienten – einberufen wurden, trug er im September 1914 den Dienstgrad Feldwebel. Mit der 4. Kompanie des Flensburger Infanterie-Regiments Nr. 86 (Füsilier-Regiment) kämpfte Hans Blunk am 12. September 1914 an der Aisne, wo er durch einen Schuss durch den Oberkiefer verwundet wurde. Am 12. November 1914 – da war Blunk bereits zurück bei seiner Truppe – wurde ihm das Eiserne Kreuz verliehen. Damit verbunden war die Ernennung zum Offiziersstellvertreter.

 

In diesem Rang war Hans Blunk auch, als ihn das Glück verließ. Ein Artillerievolltreffer in einen Unterstand, in dem sich der damals 30-Jährige und seine Kameraden am 16. Juni 1915 aufhielten, löschte sein Leben aus. Der Kompaniefeldwebel der 4. Kompanie schrieb dem Vater aus Frankreich einen Brief, der im Segeberger Kreis- und Tageblatt am 25. Juni 1916 abgedruckt wurde:

 

Alle waren tief erschüttert, als man erfuhr, dass unser lieber überaus tapferer Kamerad den Heldentod im wahrsten Sinne des Wortes gestorben sei. Bis zum letzten Augenblick hat er sich mit seinen nur noch wenigen Getreuen seines Zuges dem stürmenden Gegner widersetzt. Er wurde durch neue Truppen abgelöst und kam glücklich durch den Verbindungsgraben zurück. Er flüchtete zunächst in einen dort vorhandenen Unterstand vor der Artillerie, als plötzlich eine Granate den Unterstand durchschlug und unsers lieben Kameraden Schicksal entschied. Seine Verwundung war leider auf der Stelle tödlich.“

 

Die Brüder

 

Alle Brüder von Hans Blunk trugen im „Großen Krieg“ ebenfalls die Uniform. Bei Max Blunk ist das nicht ganz sicher: Als sein Bruder Hans im Juni 1915 fiel, befand er sich mit seiner Frau und den Kindern in Straßburg. Möglicherweise mit Aufgaben der Kriegswirtschaft betraut. Von Rudolf Blunk ist überliefert, dass er im Mai 1916 eine Kriegstrauung hatte. Paul Blunk, der später Bauunternehmer werden und den Wohnplatz auf dem heutigen Grundstück im Hirtenweg 2 ausbauen sollte, war Unteroffizier im Pionier-Regiment Nr. 29. Anfang 1917 wurde ihm das Eiserne Kreuz verliehen. Als Kriegsfreiwilliger in der Gefallenenliste aufgeführt ist Adolf Blunk, der als Seesoldat einem Marinecorps angehörte und am 25. April 1917 im Alter von 20 Jahren in einem Marinelazarett an Lungenentzündung starb.

 

Die Eltern

 

August Blunk, der am 10. Juni 1943 89-jährig starb, hatte in den Kriegsjahren 1914-18 nicht nur den Verlust zweier Söhne zu beklagen: Ehefrau Sophie starb nach Krankheit und Operation in den Kieler Akademischen Heilanstalten am 11. März 1915 im 60. Lebensjahr – gute drei Monate vor ihrem Sohn Hans.

 

 

[16.06.1915 - Vor 105 Jahren Hans Blunk gefallen]

Foto zur Meldung: Vor 105 Jahren: Der Schmalenseer Hans Blunk fällt im Krieg
Foto: Hans Blunk

Online-Beratung der Handwerkskammer zur Berufswahl für Jugendliche und Eltern

(15. 06. 2020)

Bis zu den Sommerferien bietet die Handwerkskammer Lübeck Schulabgängern und deren Eltern im wöchentlichen Wechsel Webinare und offene Online-Sprechstunden zu den Themen Berufswahl und Ausbildung an. Am 18. Juni 2020 um 18 Uhr findet ein Webinar für Eltern statt.

 

Der Endspurt bei der Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche hat begonnen: Bis zum Ausbildungsstart sind es nur noch wenige Wochen. Doch die zurückliegenden Schul- und Hochschulschließungen sowie der Ausfall von Berufsmessen und Informationsveranstaltungen hat in diesem Jahr die Berufsorientierungsphase der Schulabgänger und Studienabbrecher stark erschwert. „Viele, die jetzt kurz vor dem Start ins Berufsleben stehen, wurden durch die Ereignisse der vergangenen Wochen sehr verunsichert. Trotzdem sollten Jugendliche ihre Zukunft anpacken und sich bewerben. Das Handwerk wird immer gebraucht und bietet auch in diesem Jahr viele Ausbildungsplätze", sagt Christian Maack, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck.

 

Verstärkt setzt die Kammer in den kommenden Wochen auf Online-Beratungsangebote. Dabei hat sie auch die Eltern der Schulabgänger im Blick, denen sie ein eigenes Angebot widmet. „Viele Eltern möchten ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen, haben aber selbst viele Fragen. Ihnen stehen wir mit einem auf sie zugeschnittenen Beratungsangebot zur Seite", so Christian Maack.

 

Am 18. Juni um 18 Uhr erhalten Eltern in einem 40-minütigen Webinar Informationen, die die Unterstützung der eigenen Kinder einfacher und effektiver macht. In einer anschließenden Telefonsprechstunde beantworten die Berater der Kammer individuell die Fragen der Eltern.

 

Eine Woche später, am 25. Juni, veranstaltet die Kammer von 15 bis 18 Uhr eine offene Video-Sprechstunde für Jugendliche, in der sie den Beratern alle Fragen zu den Themen Berufswahl und Ausbildung stellen können: Welche Ausbildung ist die Richtige für mich? Wie läuft die Ausbildung ab? Welche Chancen bietet der Beruf? Darüber hinaus stehen die Kammer-Berater für individuelle Online-Beratungstermine zur Verfügung.

 

Zur Unterstützung der Jugendlichen im Bewerbungsprozess gibt es dann am 1. Juli um 16 Uhr ein weiteres Webinar für alle Ausbildungsinteressierten zum Thema „Tipps zur erfolgreichen Bewerbung – auch für Online-Bewerbungsgespräche".

 

Alle Angebote sind kostenfrei. Die Anmeldung zum Webinar am 18. Juni erfolgt über die E-Mail: . Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Handwerkskammer unter Termine und Veranstaltungen sowie telefonisch unter 0173/6916556.

 

Q: Mitteilung der Handwerkskammer Lübeck vom 12. Juni 2020.

 

Foto zur Meldung: Online-Beratung der Handwerkskammer zur Berufswahl für Jugendliche und Eltern
Foto: Handwerkskammer Lübeck

SH Netz öffnet ihre Standorte wieder für Kunden

(15. 06. 2020)

Nach den in den vergangenen Wochen durch die Bundesregierung beschlossenen Corona-Lockerungen wird auch die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) ihre Kundenstandorte (Netzcenter) wieder öffnen. Im Kreis Segeberg öffnen die Netzcenter Bad Segeberg und Kaltenkirchen am 15. Juni wieder ihre Türen, um beispielsweise Fragen zu Hausanschlüssen, der Einspeisung Erneuerbarer Energien oder zum Anschluss einer Ladesäule für Elektroautos zu beantworten.

 

Kontakt-Daten:

 

Netzcenter Bad Segeberg

Am Wasserwerk 5, 23795 Bad Segeberg

Öffnungszeiten: Mo-Do: 7.30-15.30 Uhr; Fr: 7.30-12.00 Uhr

Tel.: 04551 - 52 2174

 

Netzcenter Kaltenkirchen

Fröbelweg 1, 24568 Kaltenkirchen

Öffnungszeiten: Mo-Do: 7.30-15.30 Uhr; Fr: 7.30-12.00 Uhr

Tel.: 04191 - 9967 9437

 

Das Unternehmen hatte zwischenzeitlich sämtliche Standorte für den persönlichen Kundenkontakt geschlossen, um das Infektionsrisiko für Kunden und Mitarbeiter zu minimieren.

 

Um das Infektionsrisiko auch weiterhin so gering wie möglich zu halten, hat SH Netz ein Hygienekonzept erarbeitet, das vergleichbar mit denen des Einzelhandels ist. Konkret heißt dies: 1,5 Meter Abstand und Maskenpflicht und eine begrenzte Anzahl an Kunden im Innenbereich – je nach Größe des einzelnen Standorts. Desinfektionsspender stehen an Ein- und Ausgängen bereit.

 

Die Schleswig-Holstein Netz AG im Kurzprofil:

 

Die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) betreibt für etwa 2,5 Millionen direkt oder indirekt an-geschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 1.000 Kommunen in Schleswig-Holstein. Über 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben um-fangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vielen Standorten in Schleswig-Holstein.

 

SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen für den Norden und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Biogas- und Power-to-Gas-Anlagen, mit denen SH Netz überschüssigen Windstrom als Wasserstoff im Erdgasnetz speichert.

 

Q: Mitteilung der SH Netz AG vom 12.06.2020

 

Foto zur Meldung: SH Netz öffnet ihre Standorte wieder für Kunden
Foto: SH Netz öffnet ihre Standorte wieder für Kunden

Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 06. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Juni die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Großfeuer in Bornhöved: In Bornhöved kommt es am 15. Juni 1885, vor 135 Jahren, zu einer Feuersbrunst. Gegen 16 Uhr entsteht der Brand beim Maler Lüthje, Mieter bei D. Kaack. Das Feuer kann erst verspätet bekämpft werden, da die Bornhöveder Feuerwehr sich zur Erprobung neu beschaffter Feuerpatschen in Gönnebek aufhält. Aufgrund der Trockenheit greift das Feuer schnell um sich und trotz des energischen Einsatzes der eingetroffenen Spritzenmannschaften aus Schmalensee, Gönnebek, Bockhorn, Altenrade und Tarbek werden mindestens sechs Gebäude vernichtet. An lebendem Inventar kommt nur ein Schwein ums Leben, dagegen verbrennt viel Mobiliar. Es wird Brandstiftung vermutet.

Fast zwei Monate zuvor war das halbe Dorf Schmalensee ein Raub der Flammen geworden. Insofern boten sich für die Spritzenmannschaften wohl vertraute Bilder in Bornhöved. Es handelte sich bei diesen Kräften noch nicht in jedem Fall um Freiwillige Feuerwehren – die Schmalenseer wurde erst im Dezember 1889 gegründet, hatte aber im Rahmen der für jeden Ort verpflichtenden Brandwehr eine von Pferden gezogene Spritze.

 

Musikalische Feuerwehrmänner: Sieger beim Kindervogelschießen am 19. Juni 1980, vor 40 Jahren, werden Regina Sienknecht und Sven Cornehls als kleines sowie Ose Nagel und Stefan Borchers als großes Königspaar. Bei den Spielen der Erwachsenen gewinnen Friederike Borchers und Uwe Nagel. Beim geplanten Umzug durch das Dorf gibt es eine Panne: Der zugesagte Spielmannszug aus Bad Segeberg vergisst seinen Auftritt in Schmalensee. Kurzentschlossen greifen Gerhard Mühlenberg, Harald Saggau und Werner Suhr zu ihren Akkordeons und führen in Feuerwehruniform den Festzug an. Der Bad Segeberger Spielmannszug, so verrät Gerd Scholz, der Vorsitzende des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins, will im nächsten Jahr als „Entschädigung“ kostenlos in Schmalensee die Musik machen.

 

Schülerstreik in Bornhöved: Rund 400 Realschülerinnen und -schüler in Bornhöved boykottieren am 19. Juni 1990, vor 30 Jahren, den Unterricht. Mit ihrem „Streik“ reagiert die Schülerschaft auf die Ankündigung, dass Planstellen gestrichen werden sollen. Neben einer Musikpädagogin sollen auch die beiden einzigen Chemielehrkräfte versetzt werden. „Wir fordern eine fachgerechte Ausbildung“, lautet die Forderung.

 

Gute Schmalenseer (Schul-)Sportler: Am deutschen Jugendfest am 22. Juni 1935, vor 85 Jahren, auf dem Bornhöveder Sportplatz am See nimmt die Schuljugend aus Bornhöved, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee und Tensfeld statt. Die Leitung hat Lehrer Röpcke aus Tensfeld. Im Dreikampf gewinnt die Schmalenseerin Luise Landschoof in der Wertung der Jahrgänge 1923-26. Falma Bock wird Sechste, Hilda Suhr Neunte. Bei den Knaben dieser Jahrgänge gewinnt Gerhard Dose, Erich Stölting wird Achter, Ewald Ewers Zehnter. Außerdem wird Adolf Wendt in den Jahrgängen 1921-22 Zweiter. Die Mannschaft der Schmalenseer Knaben 1923-26 belegt im Dreikampf Platz zwei. Bei den Staffelläufen gewinnen Schmalensees Mädchen unter 12 Jahre, die gleichaltrigen Jungen werden Zweite.

 

Das Militär erfasst alle: Im Kreis Segeberg findet am 24. und 25. Juni 1875, vor 145 Jahren, das sogenannte Ober-Ersatzgeschäft statt: Im Segeberger Gasthaus Zur Harmonie haben sich am ersten Tag alle Wehrpflichtigen zu melden, die bisher „vorübergehend untauglich“ oder als „dauernd unbrauchbar“ eingestuft wurden. Aber auch die „nach Vorschrift ausgebildeten Jäger“ haben sich zu melden. Am zweiten Tag sind alle für „brauchbar“ eingeschätzten Männer an der Reihe. Die preußische Staatsregierung nahm das Thema Wehrdienst um einiges genauere als zuvor die dänische. Im späten 19. Jahrhundert führte das immer wieder dazu, dass sich junge Männer dem Wehrdienst entzogen und in die Vereinigten Staaten absetzten.

 

Schmalensee im Schlagballspiel unschlagbar: Der Turnverein Quellenhaupt Bornhöved feiert Ende Juni 1925, vor 95 Jahren, zwei Tage lang sein 15-jähriges Bestehen, wie das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 27. Juni 1925 berichtet. Die Feierlichkeiten beginnen mit einer Weihe der von verschiedenen Bürgern gestifteten Fahne. Der Vorsitzende, Steinhauermeister Suhr, führt durch einen „deutschen Abend“ in Thodes Garten. Am nächsten Tag gibt es sportliche Wettkämpfe, bei denen in den leichtathletischen Einzeldisziplinen vor allem Sportler des Vereins Gut Heil Neumünster glänzen. Auch werden einige Rasenspiele durchgeführt. U.a. unterliegt eine Faustballmannschaft aus Tarbek einer Mannschaft aus Wittorf mit 48:73. Im Schlagballspiel gewinnt eine Schmalenseer Mannschaft deutlich mit 276:94 gegen Bornhöved.

 

Vogelschießen in Schmalensee gerettet: Auch nachdem die älteren Schüler zur Dörfergemeinschaftsschule in Bornhöved übersiedelten wird in Schmalensee auf Initiative von Lehrer Gerhard Mühlenberg und zahlreicher Eltern am 29. und 30. Juni 1970, vor 50 Jahren, ein Kindervogelschießen durchgeführt. Freitags finden die Wettspiele um die Königswürde statt. Im Luftgewehrschießen siegt Burkhard Sarau, Marlies Dittmann gewinnt das Ballwerfen. Bei den Kleinen gewinnt Peter Göttsch im Pfeilwerfen und Rosemarie Heiden im Fischpicken. Am Sonnabend findet von der Dorfschule aus der Festumzug durch das Dorf statt, bei dem die Könige zu Hause abgeholt werden. Erstmals führt ein Spielmannszug, der aus Wahlstedt, den Umzug an. Abschließend gibt es Kindertanz.

 

Reges Schmalenseer Reiterleben: Schmalensees Reiter und Wirtin Voß richten am 30. Juni 1920, vor 100 Jahren, ein großes Reiterfest aus. Interessierte Teilnehmer haben im Gasthof ein Startgeld von 15 Mark zu zahlen. Leider gibt es von besagter Veranstaltung nur eine Werbeanzeige, keinen Bericht, der etwas über Ort, Teilnehmer, Disziplinen und Sieger verrät. Es handelt sich auf jeden Fall nicht um das Ringreiten – das fand in Schmalensee bereits am 6. Juni 1920 statt.

 

Foto zur Meldung: Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Reiterfest Schmalensee SKTB 22.06.1920

In der guten Sache vereint: Heute ist Weltblutspendertag

(14. 06. 2020)

Mitteilung des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost vom 10. Juni 2020:

 

Der Internationale Weltblutspendertag am 14. Juni dient weltweit dazu, die Aufmerksamkeit auf das überlebenswichtige Thema Blutspende zu lenken. Im Fokus des 17. Internationalen Aktionstages stehen am 14. Juni weltweit alle Menschen, die mit ihrer Blutspende Leben retten. Rund 1,7 Millionen Menschen sind als Blutspender beim DRK und zeigen Flagge für die Blutspende als Akt der Solidarität.

 

Mit dem gemeinsamen Ziel, rund um den Weltblutspendertag am 14. Juni 2020 auf das überlebenswichtige Thema Blutspende aufmerksam zu machen, haben die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (und des Bayerischen Roten Kreuzes) die aktuell laufende Kampagne #missingtype – erst wenn‘s fehlt, fällt‘s auf ins Leben gerufen. Mittels der fehlenden Buchstaben A, B und O, stellvertretend für die Blutgruppen A, AB, B und 0, machen nationale, sowie internationale Partner auf die Folgen fehlender Blutspenden aufmerksam und setzen so ein gemeinsames, starkes Zeichen für die Blutspende.

 

Wie wichtig diese Aufmerksamkeit ist, zeigte sich auch jüngst im Rahmen der Corona-Krise. Nur durch öffentlichkeitswirksame Aufrufe sowie die unerschrockene Solidarität der Spenderinnen und Spender konnte und kann die Versorgung von meist schwerkranken Patientinnen und Patienten aufrechterhalten werden. Dabei bewegen wir uns aktuell in manchen Regionen Deutschlands am unteren Rand der Bestände. Mit Blick auf die bereits erfolgten und bevorstehenden Lockerungen der Corona-Auflagen sowie der anstehenden Sommer und Ferienzeit ist es essenziell, die angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen. Damit die lebenswichtige Versorgung aufrechterhalten werden kann, ist dieses Engagement alternativlos. Bei den angebotenen Terminen besteht kein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

 

In schwierigen Zeiten ist umso mehr das Engagement des Einzelnen gefragt. Es gilt zusammen- und füreinander einzustehen. Die Blutspende ist ein selbstloser, elementarer Dienst an der Gemeinschaft. Blutspenden heißt Verantwortung zu übernehmen. Die großartige Solidarität der Menschen im Zuge der Corona-Krise war ein beeindruckendes Signal der Hoffnung. Nun gilt es, diesen solidarischen Gedanken im Alltag fortzuführen“, sagt Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes und ergänzt: „Vor allem die junge Generation ist jetzt gefragt, die permanente Herausforderung einer Versorgung mit Blutpräparaten anzunehmen. Damit kann sie einen ganz persönlichen sowie nachhaltigen Beitrag leisten.“

 

Aufgrund der begrenzten Haltbarkeiten von Blutpräparaten, sowie der Alternativlosigkeit zu gespendetem Blut ist und bleibt ein kontinuierliches, weltweites Engagement der Menschen für die Blutspende unabdingbar.

Alle Infos zur Kampagne, eine Übersicht der teilnehmenden Partner unter www.missingtype.de. Informationen zur Blutspende und Termine unter https://www.blutspende.de

 

 

Foto zur Meldung: In der guten Sache vereint: Heute ist Weltblutspendertag
Foto: In der guten Sache vereint: Heute ist Weltblutspendertag

Bewegung trotz Krebs – Online-Infoabend am 16. Juni 2020

(14. 06. 2020)

Mitteilung der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft vom 3. Juni 2020:

 

Eine Krebserkrankung stellt einen in jeder Hinsicht belastenden Einschnitt für den Betroffenen dar. Der Patient ist nicht nur körperlich, sondern auch seelisch stark geschwächt. An Sport denken da die wenigsten. Vielfältige Untersuchungen belegen jedoch, dass eine patientengerechte, regelmäßige sportliche Betätigung die Verträglichkeit der Krebsbehandlung und die Genesung verbessern kann.

 

Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft lädt deshalb am Dienstag, 16. Juni 2020, um 17 Uhr zu einem Online-Informationsabend zum Thema Bewegung trotz Krebs ein. Darf ich auch während der Krebsbehandlung Sport machen? Worauf sollte ich achten? Welche Sportart ist für mich geeignet? Wo finde ich spezielle Bewegungsangebote für Krebspatienten? Diese und weitere Fragen beantwortet PD Dr. Thorsten Schmidt, Sportwissenschaftler und Leiter Supportivangebote Sport- und Bewegungstherapie am Krebszentrum Nord des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel.

 

Das Webinar findet über das datenschutzkonforme Programm GoToMeeting statt und bietet bei diesem wichtigen Thema auch Raum für persönliche Fragen. Diese können bereits vorab per Mail an gesendet oder während der Veranstaltung über die Chatfunktion gestellt werden. Der Infoabend richtet sich an Krebspatienten, Angehörige und interessierte Personen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Benötigt wird lediglich ein PC, Laptop oder Tablet mit Internetzugang.

 

Eine Anmeldung mit Angabe einer Mailadresse ist erforderlich unter: 0431-8001080 oder .

 

Foto zur Meldung: Bewegung trotz Krebs – Online-Infoabend am 16. Juni 2020
Foto: Krebsgesellschaft

Kostenlos 116 Museen in Schleswig-Holstein besuchen

(13. 06. 2020)

Seit Jahren ist die Museumscard ein geeignetes Mittel, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren an die Museen und Ausstellungen des Landes heranzuführen. Wer die Karte hat, kommt vom heutigen 13. Juni bis zum 1. November kostenlos in 116 namhafte Einrichtungen – landesweit.

 

Möglich machen dies unter anderem die Sparkassen im Land. Deshalb kann man die Museumscard auch in den Sparkassenfilialen bekommen. Ebenso bei verschiedenen Jugendverbänden, angefangen beim Landesjugendring, der das Projekt federführend begleitet. Auch viele Tourist-Informationen, Büchereien und die Museen selbst haben die Museumscard vorrätig. Es gibt sie obendrein auch als App.

 

106.000 Karten sind gedruckt worden. Gestartet wurde die diesjährige Aktion am 8. Juni im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum Schloss Gottorf, zu dem es mit der Museumscard natürlich auch kostenfreien Zutritt gibt. Inklusive Globus und Barockgarten.

 

Begleitet wird die Museumscard von einem Gewinnspiel: Wer drei Museumsstempel auf seiner Museumscard sammelt oder mit der App QR-Codes in den Museen scannt, kann tolle Preise gewinnen.

 

Einen besonderen Wert hat die Museumscard am 8. und am 15. Oktober 2020: Dann gilt sie als Freifahrtkarte in allen Bussen und Bahnen von NAH.SH, dem Nahverkehr in Schleswig-Holstein.

 

Alle Infos rund im die Museumscard, beteiligte Museen, einen Blog mit aktuellen Veranstaltungen und museumspädagogischen Angeboten im Aktionszeitraum gibt es unter

 

www.meine-museumscard.de.

 

Übrigens: Das Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ in Bornhöved gehört nicht zu den 116 Museen in Schleswig-Holstein, die für Kinder und Jugendliche unter 18 mit der Museumscard kostenlos besucht werden können. Hier kommen alle an der Lokalgeschichte Interessierten ohne Erhebung eines Eintrittsgeldes rein. Spenden sind natürlich willkommen. In der Regel sonntags von 15 bis 18 Uhr kann das Museum besucht werden. (Aktuell ist es aufgrund der Corona-Pandemie aber noch geschlossen.)

Foto zur Meldung: Kostenlos 116 Museen in Schleswig-Holstein besuchen
Foto: Museumscard 2020

Langsamer Unterrichtsbeginn in der Volkshochschule Trappenkamp/Bornhöved

(12. 06. 2020)

Unter anderem die Volkshochschulen hat die Corona-Pandemie nicht nur kalt erwischt, sondern auch schwer getroffen. Keine Kurse, keine Einkünfte. Das Rechenspiel ist einfach.

 

Für die VHS Trappenkamp/Bornhöved geht es nun mit zaghaften Schritten wieder los. Der Restart wird in der aktuellen Ausgabe des Blickpunkt angekündigt.

 

So dürfen erste Sportkurse im Freien und unter Hygieneauflagen durchgeführt werden. Auch der Einzelunterricht für Schlagzeug und Gitarre hat begonnen. Die Yoga-Kurse dürfen in begrenzter Form stattfinden.

 

Das VHS-Büro ist dienstags und donnerstags unter Telefon 04323/3404 und per E-Mail unter erreichbar.

 

Foto zur Meldung: Langsamer Unterrichtsbeginn in der Volkshochschule Trappenkamp/Bornhöved
Foto: VHS-Logo

Eine Schlange am Schmalensee

(11. 06. 2020)

Sönke Nagel hat beruflich viel auf und am Schmalensee zu tun, denn er ist in der Landwirtschaft und der Fischerei tätig. Eine Beobachtung wie die am 10. Juni 2020 ist für ihn aber auch nicht alltäglich.

 

Denn am Ufer unseres Sees entdeckte er ein sich windendes Knäuel – und holte rasch sein Smartphone hervor, um zu knipsen, was er da sah: Eine Schlange.

 

Vermutlich eine Ringelnatter, auch wenn auf der – zugegeben nicht ganz scharfen – Aufnahme die typische Hinterkopfzeichnung nicht zu erkennen ist. Aber die zu vermutende Größe übertrifft die der Blindschleiche und auch eine Kreuzotter scheidet aus.

 

Die Ringelnatter lebt in der Nähe von Gewässern, ernährt sich überwiegend von Amphibien und ist für den Menschen vollkommen ungefährlich. Und dennoch ist der Anblick einer Schlange in freier Wildbahn nicht jedermanns Sache. Und diese Schlange ist sogar in der Lage, Gewässer zu durchschwimmen.

Foto zur Meldung: Eine Schlange am Schmalensee
Foto: Schlange am Schmalensee am 10. Juni 2020

Alteisen: Was in unserer Gemarkung so vor sich hin rostet

(11. 06. 2020)

Vergessen oder einfach entsorgt – manches Stück Altmetall rostet in Schmalensees Gemarkung vor sich hin. Zum Teil schon seit Jahrzehnten befinden sich Zivilisationsreste in den Knicks. Geht man mit offenen Augen auf unseren Wegen und schaut genau hin, kann man sie vielleicht entdecken.

 

Etwa eine alte Eisenschwelle, die aufrecht an einer Feldeinfahrt nahe der Straße nach Damsdorf im Höllenhorst-Weg aus dem Erdreich ragt. Vielleicht hat sie noch eine Funktion? Etwa Lohnunternehmern eine Einfahrt anzeigen zu dem Feld, das sie bearbeiten sollen?

 

Ein Stück weiter im Weg liegt auf dem Knick ein altes Gewicht, das wohl hinter einem früheren Traktor zum Ausgleich der Last auf der Frontladerschaufel befestigt werden konnte. Der Klotz aus Eisen und Beton wirkt an seiner Position, als wolle er da auch nie mehr weg.

 

Mit dem Höllenhorst-Weg wird der Segeberger Kamp im Norden begrenzt. Einen Querweg weiter Richtung Dorf liegen eine Art Eisenrohr oder -Säule und ein altes Metallgatter. Ihr Zweck, wenngleich sie recht unmotiviert aufeinander geworfen wirken, ist eindeutig: Durchfahrt nicht erwünscht.

 

Geht man diesen Weg von der Tarbeker Straße weiter zur Damsdorfer, zweigt rechts eine Fahrspur ab. Sie führt in eine Sackgasse. Einige Feldeinfahrten zweigen von der Spur ab. Und eine mit Wellblech gedeckte Futterkrippe – die offenbar schon einige Zeit nicht mehr in Benutzung ist – steht am Wegesrand.

 

Das kurioseste Fundstück findet sich an einem Steilhang in einem Bereich, den wir früher „Tietgen's Gehölz“ nannten. Noch in den frühen 1980er-Jahren spielten wir dort, auch an und in dem Pkw, es mag ein VW Käfer gewesen sein, der da den Abhang hinunter gerollt worden war. Tatsächlich sind noch Teile vorhanden – die Karosserie allerdings ist vergangen.

 

In Schmalensee und den weiteren Orten des Kreises wurde die organisierte Abfallentsorgung 1968 eingeführt. In sogenannten „Schietkuhlen“ draußen in der Feldmark wurden zuvor Hausmüll und manch sperrige Gegenstände entsorgt. Auf dem Watermissenkamp stoßen Dorfputz-Trupps immer wieder an derselben Stelle auf manch interessanten Fund.

 

Was aber tun mit unseren „Alteisen“? Gezielt einsammeln? Oder lassen wir sie stehen und liegen als Erinnerungen an frühere Zeiten und als Landmarken, die den Menschen Zugang zu Fantasie und Abenteuerlust bieten, wie es mit uns einst geschah, wenn wir diese rostenden Zeitzeugen „entdeckten“?

 

Fotos: Christian Detlof

 

 

Foto zur Meldung: Alteisen: Was in unserer Gemarkung so vor sich hin rostet
Foto: Altmetall in der Feldmark

Coronavirus: Seit 8. Juni gelten weitere Lockerungen

(10. 06. 2020)

Der Kreis Segeberg hat am 6. Juni 2020 eine neue Allgemeinverfügung zu Lockerungen in vielen Lebensbereichen im Rahmen der Covid-19-Maßnahmen bekannt gegeben. Diese ist am 8. Juni in Kraft getreten und gilt bis zum 28. Juni 2020.

 

Die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg

 

Seit Montag (8. Juni 2020) gelten in Schleswig-Holstein erneut angepasste Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus. Das Land hat dazu eine neue Verordnung sowie einen Erlass beschlossen. Wie in den Wochen zuvor, hat der Kreis Segeberg den Erlass des Landes auf Kreisebene in eine Allgemeinverfügung umgesetzt. Diese tritt am Montag in Kraft und gilt bis einschließlich Sonntag (28. Juni 2020).

 

Landrat Jan Peter Schröder: „Es ist erfreulich, dass die bisherigen Maßnahmen zu einem Rückgang der Infektionszahlen geführt haben und viele Menschenleben gerettet werden konnten. Ich danke allen, die sich rücksichtsvoll verhalten und die Beschränkungen ausgehalten haben. Wir müssen jetzt aber – trotz der Lockerungen – weiterhin vorsichtig sein. Die Infektionszahlen können auch wieder steigen. Die Pandemie ist immer noch da!“

 

Hygienemaßnahmen und Kontakteinschränkungen sind Basis für Lockerungen

 

Alle Bürger*innen tragen Eigenverantwortung in allen Lebensbereichen. Es gelten nach wie vor ein grundsätzliches Abstandsgebot von 1,5 Metern sowie die bisherigen Hygienemaßnahmen. Besuchszahlen in Geschäften und Institutionen können weiterhin begrenzt werden. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr besteht fort.

 

Pflicht zur Angabe der Kontaktdaten besteht weiter

 

Im Falle eines Covid-19-Ausbruchsgeschehen müssen die Menschen für die zuständige Behörde schnell erreichbar sein, um eine weitere Verbreitung verhindern zu können. Wenn die Betroffenen falsche Kontaktdaten angeben, kann dies zukünftig als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden. Die Pflicht zur Angabe der Kontaktdaten – unter Berücksichtigung des Datenschutzes – in bestimmten Bereichen besteht weiter.

 

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

 

Ab dem 8. Juni 2020 können Schwimmbäder und Freizeitparks mit entsprechenden Auflagen wieder öffnen. Kontakte bis zu zehn Personen sind wieder erlaubt. Ab dem 15. Juni 2020 werden außerdem die Maßnahmen für Bewohner*innen und Besuchende von Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe gelockert. Der Kreis entspricht mit dieser Entscheidung dem Recht auf Teilhabe und Kontakt der Gepflegten und ihrer Angehörigen. Die Einrichtungen sind verpflichtet, entsprechende Besuchskonzepte zu erstellen.

 

Schulen: In den Grundschulen dürfen alle Schüler*innen wieder gleichzeitig in den Unterricht. In allen anderen Schulformen wird der Unterricht ermöglicht – jedoch nicht für alle Schüler*innen gleichzeitig.

 

Kindertagesbetreuung: Der Regelbetrieb kann unter bestimmten Gegebenheiten bis zum 28. Juni 2020 weiterhin eingeschränkt bleiben.

 

Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen: Die Gruppengröße in der Kinderbetreuung wird von bisher 10 auf 15 Kinder erhöht.

 

Werkstätten für Menschen mit Behinderung: Die Zahl der genutzten Arbeits- und Betreuungsplätze wird verdoppelt - von einem Viertel auf die Hälfte der Gesamtplätze. Die Voraussetzung dafür ist ein angezeigtes Hygienekonzept.

 

Stationäre Einrichtungen: Die Quarantänebestimmungen werden gelockert.

 

Schwimmbäder: Wichtig ist das Abstandsgebot in den Schwimmbecken. Becken dürfen genutzt werden, wenn sie zum Schwimmen bzw. für Sport-, Ausbildungs- und Therapiezwecke geeignet sind. Das heißt: Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Babybecken müssen in Bahnen eingeteilt sein. Die Einschränkung der Becken dient dazu, reine „Spaßbecken“ von der Nutzung auszunehmen. Der Grund: In reinen Freizeitbecken und deren Umfeld laufen Interaktionen zwischen Besucher*innen häufig unkoordiniert ab.

 

Sanitäre Anlagen: Die Nutzung von sanitären Gemeinschaftseinrichtungen und Sammelumkleiden, beispielsweise auf Campingplätzen oder in Sporteinrichtungen, ist mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder möglich. Saunen, Whirlpools oder vergleichbare Einrichtungen wie Dampfbäder dürfen wieder öffnen. Es gibt allerdings die Einschränkung, dass diese nur einzeln oder durch die Mitglieder eines gemeinsamen Hausstands genutzt werden dürfen. Die Erlaubnis betrifft beispielsweise auch Saunen in Hotels oder in Spaß- und Freizeitbädern.

 

Gastronomie: Die Öffnungszeiten werden erweitert. Gaststätten können mit Hygienekonzepten wieder bis 23 Uhr öffnen, Autobahnraststätten bis 24 Uhr.

 

Reiseverkehr: In Reisebussen (z.B. für Ausflugsfahrten) dürfen wieder die Hälfte der vorhandenen Sitzplätze genutzt werden. Mund-Nasen-Bedeckungen sind zu tragen.

 

Sportwettkämpfe: Sportwettkämpfe dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten und unter Beachtung der Regelungen, die für Veranstaltung gelten – auch was die Anzahl der Teilnehmenden betrifft – wieder stattfinden.

 

Veranstaltungen: Veranstaltungen sind in verschiedene Risikoklassen unterteilt – abhängig beispielsweise davon, in welchem Maße dort voraussichtlich die Abstände eingehalten werden können, ob dort eine Interaktion zwischen den Teilnehmenden besteht, Teilnehmende feste Sitzplätze haben oder der Teilnehmerkreis bekannt ist. Daraus folgend können mit entsprechenden Hygienekonzepten folgende Veranstaltungen stattfinden:

 

  • Familienfeiern, Empfänge oder Exkursionen mit festem und bekanntem Publikum sind nur im Außenbereich mit bis zu 50 Personen erlaubt.

  • Veranstaltungen mit Marktcharakter, also wechselndem Publikum, bei denen Abstände überwiegend eingehalten werden können (z.B. Messen, Flohmärkte, Landmärkte) sind im Außenbereich für bis zu 100 Personen, die sich maximal gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten, zugelassen. Die Einhaltung des Abstandsgebots ist auch durch Ordnungskräfte sicherzustellen. Auf solchen Veranstaltungen dürfen zudem keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden.

  • Veranstaltungen im öffentlichen Raum mit Sitzungscharakter, bei denen Abstände eingehalten werden können und ein geringes Maß an Interaktion besteht, (z.B. Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater, Kinos und Autokinos) dürfen mit einer gleichzeitigen Teilnehmerzahl von bis zu 250 Personen außerhalb geschlossener Räume und bis zu 100 Personen innerhalb geschlossener Räume stattfinden. Der Veranstalter hat die Kontaktdaten der Teilnehmenden zu erheben.

 

Die Solo-Darbietung von Gesang und das Spielen von Blasinstrumenten (also nur eine Person singt/spielt) ist auf Veranstaltungen erlaubt, wenn ein Mindestabstand von sechs Metern zu anderen Personen besteht oder durch physische Barrieren die Übertragung von Tröpfchen verringert wird. Blasinstrumente, Gesang, Tanz und Selbstbedienungsbuffets sind auf Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ansonsten weiterhin nicht erlaubt.

 

Nähere Informationen über Veranstaltungen finden Sie auf der Seite des Landes unter: www.schleswig-holstein.de/coronavirus-veranstaltungen.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Seit 8. Juni gelten weitere Lockerungen
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Schöne Baumpilze auf dem Segeberger Kamp

(09. 06. 2020)

Nicht unmittelbar am Wegesrand, sondern auf einem Knick, der auf dem Segeberger Kamp zwei Felder trennt, steht unterhalb des Ostausläufers des Grimmelsberges ein Baumstumpf.

 

Nichts Besonderes, möchte man meinen – doch der Blick durch das Fernglas bestätigt, was das Auge als auffällig hellen Fleck erkannt hat: Dort wächst ein Baumpilz, tellergroß.

 

Durch hohes Gras geht es heran an den Überrest eines einst stolzen Baumes. Besiedelt ist der Stumpf nun vom Pilz, der ihn abbauen wird.

 

Nicht nur einer, gleich zwei mächtige Fruchtkörper sind aus dem Baumstumpf hervor gewachsen. Der eine schön gemustert, der andere in einer herrlich gelb-braunen Färbung.

 

Pilze beziehungsweise ihre Fruchtkörper sind für den Fotografen faszinierende Objekte. Diese beiden gehören zu den besonders schönen und beeindruckenden. Abbrechen und mitnehmen? Auf keinen Fall!

Foto zur Meldung: Schöne Baumpilze auf dem Segeberger Kamp
Foto: Ein Baumstumpf - zwei beachtliche Baumpilze

FerienLeseClub im Kreis Segeberg – Anmeldestart ab 8. Juni

(08. 06. 2020)

Der FerienLeseClub (FLC) hat sich in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren zum größten Leseförderprojekt in den Sommerferien entwickelt. Schülerinnen und Schüler leihen und lesen mit steter Begeisterung Bücher aus dem FLC-Bestand der öffentlichen Bibliotheken in Schleswig-Holstein. Im Kreis Segeberg nehmen die Stadtbücherei Kaltenkirchen, die Gemeindebücherei Trappenkamp und die Fahrbücherei 15 daran teil.

 

Ablenkung und Beschäftigung für kleine und große Schüler

 

Auch und gerade in Corona-Zeiten möchten die Bibliotheken den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zur Ablenkung und zur Beschäftigung bieten, heißt es in einer Mitteilung vom 2. Juni. Am FerienLeseClub Junior können alle Grundschülerinnen und Grundschüler, die nach den Sommerferien in die 3. und 4. Klasse kommen, teilnehmen, am FerienLeseClub alle Schülerinnen und Schüler, die nach den Sommerferien mindestens in die 5. Klasse gehen.

 

In der Gemeindebücherei in Trappenkamp und der Fahrbücherei 15 wird der FLC Junior angeboten, in der Stadtbücherei in Kaltenkirchen wird sowohl der FLC Junior als auch der FLC für die Älteren angeboten.

 

Und so geht’s:

 

Die Schülerinnen und Schüler melden sich vor oder während der Ferien zum FerienLeseClub an. Die Anmeldestarts in den jeweiligen Einrichtungen sind: 8. Juni in der Fahrbücherei 15, 9. Juni in der Stadtbücherei Kaltenkirchen, 15. Juni in der Gemeindebücherei Trappenkamp. Die Anmeldung ist direkt bei den jeweiligen Bibliotheken möglich (persönlich, telefonisch oder per E-Mail).

 

Da bei der Fahrbücherei 15 die Schulausleihe nicht im Bus stattfinden kann, wird die Fahrbücherei interessierten Lehrkräften Bücherkisten mit neuen FLC-Büchern anbieten. Kinder, die teilnehmen möchten, können sich in ihrer Schule Bücher aussuchen. Zusätzlich bekommen die Klassen Rucksäcke und Mappen. Unabhängig von den Schulen kann man sich auch direkt bei der Fahrbücherei anmelden.

 

Wer sich anmeldet, erhält einen Rucksack mit FLC-Büchern (einzelne oder Themen-Wünsche werden, wenn möglich, berücksichtigt). Die Rucksäcke können dann im Stützpunkt oder am jeweiligen Ausleihtag in der Gemeinde am Fahrzeug abgeholt werden. Die Ausleihstarts in den jeweiligen Einrichtungen sind: 8. Juni in der Fahrbücherei 15, 23. Juni in der Stadtbücherei Kaltenkirchen und 25. Juni in der Gemeindebücherei Trappenkamp.

 

Grundschülerinnen und Grundschüler malen zu jedem gelesenen Buch ein Bild, Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse beantworten schriftlich Fragen zu den gelesenen Büchern. Für jedes gelesene Buch gibt es einen Stempel.

 

Stempel sammeln – Fragebögen ausfüllen – Zertifikat bekommen

 

Am Ende der Sommerferien müssen die gemalten Bilder und die Fragebögen in den jeweiligen Bibliotheken abgegeben werden: am 11. August in der Stadtbücherei Kaltenkirchen, am 13. August in der Gemeindebücherei Trappenkamp und am ersten Tourentag nach Fahrplan in den jeweiligen Gemeinden nach den Sommerferien in der Fahrbücherei 15.

 

Nach den Ferien bekommen dann alle Schülerinnen und Schüler, die erfolgreich am FLC teilgenommen haben, ein Zertifikat für ihre Leseleistung. Diese Zertifikate können die Schülerinnen und Schüler in der Schule den Lehrkräften zeigen, um die erfolgreiche Teilnahme am FLC im nächsten Zeugnis eintragen zu lassen.

 

Die Grundschülerinnen und Grundschüler erhalten ein Junior-Zertifikat schon ab dem ersten gelesenen Buch. Die Zertifikate für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse werden je nach Leseleistung in Gold, Silber und Bronze vergeben: Bronze: ein bis zwei gelesene Bücher, Silber: drei bis sechs gelesene Bücher, Gold: ab sieben gelesenen Büchern.

 

Allgemeine Informationen zum FerienLeseClub in Schleswig-Holstein:

 

2008 wurde die Idee des „Summer Reading“ nach Schleswig-Holstein gebracht. 2009 haben die Büchereizentrale Schleswig-Holstein und die NORDMETALL-Stiftung gemeinsam den FerienLeseClub gegründet. Der FLC hat sich in Schleswig-Holstein in den letzten Jahren als das erfolgreichste landesweite Leseförderungsprojekt in den Ferien etabliert. In diesem Jahr nehmen 61 Büchereien teil.

 

www.fahrbuecherei15.de

 

 

 

 

Foto zur Meldung: FerienLeseClub im Kreis Segeberg – Anmeldestart ab 8. Juni
Foto: FerienLeseClub im Kreis Segeberg – Anmeldestart ab 8. Juni

Antworten auf Fragen zum Thema „Studienbewerbung“

(08. 06. 2020)

Für Abiturienten und beruflich Qualifizierte, die Fragen zur Studienbewerbung haben, bietet die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch, 10. Juni, einen moderierten Live-Chat mit Experten an.

 

Die Fragen der Teilnehmer werden von Studienberatern von 16 bis 17 Uhr im Internetportal abi.de beantwortet. Themen sind Bewerbungsverfahren für Studiengänge und unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen für die verschiedenen Zielgruppen.

 

Wer Interesse hat, loggt sich am 10. Juni kurz vor 16 Uhr ein unter http://chat.abi.de und stellt seine Fragen direkt im Chatraum.

 

Wer zum angegebenen Termin keine Zeit zum chatten hat, kann seine Fragen vorab an die E-Mailadresse abi-redaktion@ meramo.de stellen. Die Antworten können nach dem Chat im Chatprotokoll nachgelesen werden, das im abi>> Portal veröffentlicht wird.

 

Mehr Info unter www.abi.de

 

Foto zur Meldung: Antworten auf Fragen zum Thema „Studienbewerbung“
Foto: Agentur für Arbeit Elmshorn

Viele fleißige Zähler bei der Stunde der Gartenvögel

(06. 06. 2020)

Vor nicht ganz einem Monat, am 8. Mai 2020, fiel der Startschuss für die „Stunde der Gartenvögel“. Auch die Schmalenseer Gemeinde-Homepage hat darauf aufmerksam gemacht. Laut Naturschutzbund (NABU) beteiligten sich so viele Zählerinnen und Zähler wie nie zuvor an der Aktion. Eine ernüchternde Vermutung gibt es nach Auswertung der Ergebnisse: Vom Blaumeisensterben sind möglicherweise auch Rotkehlchen und Goldammer betroffen.

 

Die Mitteilung des NABU vom 4. Juni 2020 im Wortlaut:

 

Bei der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“, die vom 8. bis 10. Mai 2020 stattfand, wurde der bisherige Teilnahmerekord der Aktion aus dem Vorjahr mehr als verdoppelt. „Über 161.000 Menschen haben Zählergebnisse von 108.000 Gärten, Parks oder von Balkons und Fenstern übermittelt. 2019 hatten 76.000 Leute mitgemacht“, freut sich NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. In Schleswig-Holstein haben rd. 7.400 Vogelbegeisterte in rd. 4.900 Gärten rd. 163.000 Vögel gezählt, und damit ebenfalls das Ergebnis fast verdoppelt. „Sicherlich hat der Corona-Shutdown zu einem verstärkten Interesse für die Natur vor der Haustür und damit zu den hohen Mitmach-Zahlen geführt. Wir wünschen uns, dass die vielen Erst-Teilnehmer*innen auch in Zukunft wieder mitzählen und wir noch mehr Menschen für den Schutz der Natur in unserem unmittelbaren Lebensumfeld begeistern können.“

 

Besonders im Fokus stand die Blaumeise. Im März und April wurden auffällig viele an Krankheit verstorbene Vögel dieser Art gemeldet. Über ein Online-Formular sammelt der NABU diese Hinweise. Bis heute gingen darüber bundesweit über 21.000 Meldungen mit knapp 40.000 betroffenen Vögeln ein. Das vogelspezifische Bakterium Suttonella ornithocola konnte als Auslöser dieser Epidemie identifiziert werden.

 

Bundesweit betrachtet sind 22 Prozent weniger Blaumeisen pro Garten gemeldet worden“, berichtet Lars Lachmann, Leiter des Bereichs Vogelschutz beim NABU, „Statt 2,16 Blaumeisen pro Meldung sind es in diesem Jahr nur noch 1,66 – mit Abstand der niedrigste Wert seit Beginn der Zählungen im Jahr 2005.“ Auch in Schleswig-Holstein erreicht die Blaumeise einen Tiefststand.

 

Um das Blaumeisensterben als Ursache des Rückgangs zu identifizieren, haben die NABU Forscher für jeden Postleitzahlbereich die Veränderungen der Blaumeisenzahlen mit der Anzahl der Meldungen kranker Meisen korreliert. Es ergab sich ein eindeutiger Zusammenhang: „Je mehr Berichte toter Meisen, desto größer waren dort auch die Bestandsrückgänge“, so Lachmann, „In Gebieten ohne Totfundmeldungen gab es im Mittel auch keinen Rückgang. Wir können daher sicher davon ausgehen, dass das diesjährige Blaumeisensterben mindestens einen Teil des beobachteten Rückgangs erklärt.“ Auch bei Rotkehlchen und Goldammer konnte der selbe Zusammenhang festgestellt werden. Beide Arten tauchen auch in den an den NABU übermittelten Epidemie-Meldungen vermehrt auf, während ein Labornachweis des Bakteriums bei diesen Arten noch aussteht.

 

Es bleibe die Hoffnung, dass sich die überlebenden Blaumeisen zur jetzigen Brutzeit gut vermehrten, um die Verluste möglichst schnell wieder auszugleichen. „Vogel- und insektenfreundliche Gärten mit vielen Laubbäumen und Blütenpflanzen helfen ihnen dabei sehr“, so Lachmann.

 

Im Durchschnitt konnten die Teilnehmenden der Aktion in diesem Jahr innerhalb einer Stunde gut 30 Vogelindividuen von elf verschiedenen Arten entdecken, bestimmen und melden. In Schleswig-Holstein liegt der Wert mit 33,4 Vögeln je Garten immer traditionell höher, erreicht aber einen neuen Tiefstand. Insgesamt wurden 223 verschiedene Vogelarten gemeldet. Wie immer in den letzten Jahren war dabei der Haussperling zwar mit 5,3 Vögeln pro Garten der am häufigsten gemeldete Gartenvogel, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Star, Feldsperling und Blaumeise, die in Schleswig-Holstein aber durchgehend im Bestand abnehmen. Deutschlands verbreitetster Gartenvogel ist dagegen weiterhin die Amsel: Sie wurde in 94 Prozent aller Gärten innerhalb einer Stunde gesehen.

 

Große Verlierer dieses Jahres sind neben der Blaumeise auch der Star und – wie schon in den Vorjahren – der Grünfink. Zu den Gewinnern zählen vor allem Ringeltaube und Türkentaube, die beide ihr bisheriges Bestergebnis einfliegen. Auch bei Eichelhäher und Buntspecht ist kein Ende des zunehmenden Trends in Sicht.

 

Detaillierte Ergebnisse sind auf Bundes-, Landes- und Landkreisebene auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Die nächste Vogelzählung, die „Stunde der Wintervögel“ steht vom 8. bis 10. Januar 2021 an.

 

Infos zur Aktion: www.stundedergartenvoegel.de

 

 

Foto zur Meldung: Viele fleißige Zähler bei der Stunde der Gartenvögel
Foto: Zählaktion für Gartenvögel

Tag der Organspende – Sheldon Cooper schwört darauf

(06. 06. 2020)

Sheldon Cooper, einer der Hauptcharaktere der US-Sitcom „The Big Bang Theory“, folgt dem festen Willen, seine überdurchschnittlich hohe Intelligenz der Menschheit so lange wie möglich zu erhalten. Dabei setzt er auch auf das Leben verlängernde Maßnahmen – etwa die Organspende. Dass er seiner Partnerin Amy die ewige Treue zu halten gedenkt, hat auch den Grund, dass diese die dafür geeignete Blutgruppe hat. Und auch die Liebe zu seiner Zwillingsschwester hat einen Hintergrund – eine ihrer Nieren wäre ihm im Bedarfsfall sicher.

 

Klingt halbwegs lustig – in den Dialogen der TV-Serie weit mehr –, ist aber ein ernstes Thema. Heute, am 6. Juni, ist der deutschlandweite „Tag der Organspende“. Natürlich unter dem Eindruck des Coronavirus: In seiner 37-jährigen Geschichte findet dieser Tag erstmals virtuell statt. Eigentlich sollte es eine zentrale Veranstaltung in Halle an der Saale geben.

 

Die sonst üblichen Begegnungen mit Menschen, deren Schicksale eng mit der Organspende verbunden sind, finden nun ausschließlich online statt. Virtuelle Events und Aktionen auf der neuen Homepage sowie den sozialen Netzwerken von Facebook, Instagram und YouTube werden den Tag der Organspende am

6. Juni begleiten.

 

www.organspendetag.de

 

Der Tag der Organspende ist traditionell ein Tag des Dankes gegenüber allen Organspendern und ihren Angehörigen, ein Tag der Aufklärung und des Anstoßes für jeden Einzelnen, sich mit der Organspende auseinanderzusetzen. Zu den üblichen Programmpunkten der Veranstaltung zählen ein ökumenischer Dankgottesdienst, Themenzelte mit erlebnisreichen Aktionen sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit viel Musik und informativen Gesprächen mit Betroffenen und Experten. Dabei stehen die bewegenden Schicksale der Menschen im Blickpunkt, die Organe gespendet haben oder denen als Organempfänger ein neues Leben geschenkt wurde.

 

Zwei Voraussetzungen müssen für eine Organspende erfüllt sein: Der irreversible Hirnfunktionsausfall muss zweifelsfrei nach den Richtlinien der Bundesärztekammer festgestellt sein und es muss eine Einwilligung zur Organspende vorliegen. Dies kann eine schriftliche Einverständniserklärung des Spenders (z. B. Organspendeausweis / Patientenverfügung) sein oder sie kann durch eine Person erfolgen, der die Entscheidung übertragen wurde. Andernfalls werden die Angehörigen um eine Entscheidung nach dem mündlichen Willen oder im Sinne des Verstorbenen gebeten.

 

Bereits ab 16 Jahren kann jeder seine Bereitschaft zur Organspende im Organspendeausweis erklären. Ab dem vollendeten 14. Lebensjahr kann man widersprechen. Den Organspendeausweis ausfüllen kann jeder. Eine ärztliche Untersuchung vorab ist nicht nötig. Gespendet werden können Herz, Lunge, Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm.

 

 

Der Organspendeausweis ist ein offizielles und rechtlich gültiges Dokument, das die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende dokumentiert. Es ist auch möglich, bestimmte Organe von der Spende auszuschließen. Wer seine Entscheidung ändern will, kann dies jederzeit im Organspendeausweis vermerken. Zusätzlich ist es sinnvoll, seine Angehörigen über die Entscheidung zu informieren. Aktuell gibt es noch keine Registrierung. Ein entsprechendes Online-Register wird voraussichtlich ab Anfang 2022 zur Verfügung stehen.

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Tag der Organspende – Sheldon Cooper schwört darauf
Foto: Tag der Organspende – Sheldon Cooper schwört darauf

Coronavirus: Checkliste der Landesregierung für Einrichtungen mit Publikumsverkehr und bei Veranstaltungen

(03. 06. 2020)

Seit dem 18. Mai 2020 sind einige Lockerungen seitens der Landesregierung vorgenommen worden, was die Maßnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus betrifft. Allerdings sind generelle Maßnahmen – Regeln – damit nicht aufgehoben.

 

Die Regelungen im Kampf gegen Corona wurden lediglich vereinfacht, gesetzt wird auf mehr Eigenverantwortung in Sachen Einhaltung des Abstandsgebotes, der Hygienemaßnahmen und der Kontaktbeschränkungen.

 

Die Landesregierung hat am 15. Mai bereits eine Checkliste verbreitet, die dieser Meldung zum Download beigefügt ist und nicht nur für Einrichtungen mit Publikumsverkehr beziehungsweise Veranstalter von Interesse sind, sondern auch für alle, die Angebote solcher Einrichtungen und Veranstalter in Anspruch nehmen.

 

Aus der Mitteilung der Landesregierung:

 

Allgemein gilt:

 

  • der Abstand von 1,5 Metern ist wenn möglich immer einzuhalten

  • wenn das nicht möglich ist, können physische Barrieren (z.B. Plexiglas) das Risiko einer Übertragung von Viren verringern.

  • Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushalts sind nach Möglichkeit weiterhin auf ein Minimum zu beschränken. Es gilt weiterhin die Regelung, dass sich ein Haushalt nur mit einem weiteren treffen kann.

  • Soweit das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung gefordert ist (Geschäfte, Öffentlicher Nahverkehr) ist auf eine vollständige Bedeckung von Mund und Nase zu achten, so dass eine Ausbreitung von Tröpfchen vermindert wird. Darauf sollte auch in allen anderen Bereichen geachtet werden, z.B. durch Husten- und Niesetikette.

  • Für Einrichtungen mit Publikumsverkehr gilt es, Maßnahmen zu treffen, damit Besucherinnen und Besucher beim Warten vor dem Eingang das Abstandsgebot einhalten können. Des Weiteren sollen sie Möglichkeiten zum Händewaschen oder Desinfizieren bereitstellen sowie regelmäßig Oberflächen reinigen, die häufig berührt werden. Zudem sind Innenräume regelmäßig zu lüften. Besucher sind durch Aushänge auf Hygienestandards hinzuweisen. Die Begrenzung der Besucherzahl und Regelung von Besucherströmen (z.B. durch „Einbahnstraßen“ oder die Erhebung von Kontaktdaten unter Wahrung der Datenschutzgrundsätze können in besonderen Fällen hinzukommen.

 

Im Speziellen gilt:

 

Veranstaltungen mit Sitzungscharakter werden unter Hygieneauflagen entsprechend des allgemeinen Teils werden für bis zu 50 Teilnehmende wieder erlaubt

 

Gaststätten: Hygienekonzepte nach den im allgemein Teil (z.B. Abstandswahrung) beschriebenen Grundsätzen sind zu erstellen, Kontaktdaten der Gäste zu erheben, um eine Rückverfolgung im Falle einer Infektion zu ermöglichen, Buffets sind nicht möglich. Übermäßiger Alkoholkonsum ist zu vermeiden. Um 22 Uhr ist zu schließen. Weitere detaillierte Regelungen finden Sie hier: www.schleswig-holstein.de/coronavirus-handreichung

 

Einzelhandel: Fortschreibung der bestehenden Regelungen: Die Kundenzahl wird rechnerisch auf eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche beschränkt, ab 200 qm aufwärts sind gestaffelt Kontrollkräfte notwendig, Mund-Nasen-Bedeckungsplicht besteht weiter mit Ausnahme für Personen, die das z.B. aus medizinischen Gründen nicht können.

 

Dienstleister und Handwerker dürfen Tätigkeiten zukünftig auch wieder am Gesicht des Kunden ausführen; dies jedoch nur, wenn besondere Schutzmaßnahmen die Übertragung des Coronavirus ausschließen. Damit können z.B. auch Kosmetikstudios unter entsprechenden Schutzmaßnahmen arbeiten. Das Prostitutionsgewerbe bleibt untersagt.

 

Tierparks, Wildparks, Zoos und Betreiber von Spielplätzen: Fortschreibung der bestehenden Regelung: sie haben nach den Maßgaben des allgemeinen Teils ein Hygienekonzept zu erstellen. Freizeitparks bleiben geschlossen.

 

Sport: Grundsätzlich gilt: Abstandsgebot und Hygienemaßnahmen sind einzuhalten, sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen/ Sammelumkleiden sind zu schließen. Erlaubt ist unter den entsprechenden Voraussetzungen auch wieder Sport im Innenbereich wie z.B. in Fitnessstudios. Schwimmbäder bleiben geschlossen.

 

Außerschulische Bildungseinrichtungen: Nachdem bereits Museen, Bibliotheken und Musikschulen ihre Türen öffnen durften, können nun auch Volkshochschulen und außerschulische Bildungsstätten ihr Programm beginnen. Kinos können wieder maximal 50 Besucherinnen und Besucher pro Kinosaal empfangen, wenn sie ihre Hygienekonzepte entsprechend des allgemeinen Teils erstellen und umsetzen.

 

Religionsgemeinschaften/Kirchen: Bei dortigen rituellen Veranstaltungen (wie z.B. Gottesdienste) ist das Abstandsgebot durch geeignete Maßnahmen sicher zu stellen. Diese Regelung ersetzt die bisherige Quadratmeterregelung.

 

Beherbergungsbetriebe: Hygienekonzepte nach Maßgabe des allgemeinen Teils sind zu erstellen, Kontaktdaten zu erheben.

 

Öffentlicher Nahverkehr einschließlich Taxen oder vergleichbarer Transportangebote: dort haben Kunden eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (inkl. Ausnahme für Personen, die das z.B. aus medizinischen Gründen nicht können)

 

Gesundheitsminister Heiner Garg: „Viele Menschen in Schleswig-Holstein haben bewiesen, dass sie Eigenverantwortung sehr ernst nehmen. Diese wird mit Voranschreiten der Epidemie zunehmend an Bedeutung gewinnen. Halten Sie sich bitte weiterhin so diszipliniert an die Kontaktbeschränkungen, Hygiene- und Abstandsregeln. Jede und jeder entscheidet durch sein Verhalten mit darüber, dass wir mit so wenig Freiheitsbeschränkung wie möglich mit dem Virus leben können“.

[Corona-Checkliste SH 15.05.2020]

Foto zur Meldung: Coronavirus: Checkliste der Landesregierung für Einrichtungen mit Publikumsverkehr und bei Veranstaltungen
Foto: Überall Regeln - Schilderwald an der Badestelle

Coronavirus: Beratungsstelle der Rentenversicherung öffnet für Besucherverkehr

(03. 06. 2020)

Die Deutsche Rentenversicherung Nord weitet ihren Service langsam wieder aus. Ab sofort können in der Auskunfts- und Beratungsstelle Lübeck unter der Rufnummer 0451 / 485 25450 Termine für eine individuelle Vorort-Beratung vereinbart werden, heißt es in einer Mitteilung vom 29. Mai 2020.

 

Beratung nur mit Termin und möglichst allein

 

Der Gesundheitsschutz hat weiterhin hohe Priorität: Um Warte- und Aufenthaltszeiten so kurz wie möglich zu halten, werden ausschließlich Personen beraten, die vorab einen Termin vereinbart haben. „Beratungen ohne vorherige Terminvereinbarung sind derzeit nicht möglich“, betont Andreas Bossen von der Deutschen Rentenversicherung Nord. Auch bittet die Deutsche Rentenversicherung darum, nur alleine zur Beratung zu kommen. Eine Begleitung ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich - etwa Übersetzer, Betreuer oder persönliche Helfer als Assistenzpersonen.

 

Telefonische Beratung weiter möglich

 

Versicherte können die Beraterinnen und Berater weiterhin über die Festnetznummern der Beratungsstellen erreichen. „Wir führen Beratungen und Antragsaufnahmen insbesondere für Risikogruppen gerne weiterhin telefonisch durch. Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, rufen Sie uns an“, sagt Andreas Bossen.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord war während der Corona-Einschränkungen für ihre Kundinnen und Kunden stets erreichbar: Ratsuchende konnten sich per Telefon oder Online beraten lassen. Dieses Serviceangebot bleibt unverändert fortbestehen. Alle Anträge können über die Onlinedienste der Rentenversicherung bequem von zu Hause aus gestellt werden.

 

Kontakte

 

Termine für eine Beratung werden vorab telefonisch unter der Rufnummer 0451 / 485 25450 vergeben. Ratsuchende können sich zudem an die kostenlose Servicenummer 0800 / 1000 48022 wenden.

Weitere Kontaktdaten und Informationen finden Interessierte auf www.deutsche-rentenversicherung-nord.de. Dort sind neben den Servicezeiten auch die Regeln veröffentlicht, die für den Gesundheitsschutz bei einem persönlichen Besuch gelten.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 24 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,2 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Beratungsstelle der Rentenversicherung öffnet für Besucherverkehr
Foto: Coronavirus: Beratungsstelle der Rentenversicherung öffnet für Besucherverkehr

Energieberatung der Verbraucherzentrale: Saisonstart für Solarthermie – Fehler vermeiden

(01. 06. 2020)

Mitteilung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein vom 29. Mai 2020:

 

Warmes Wasser und Heizwärme lassen sich mit einer Solarthermie-Anlage erzeugen. Sie ist eine bewährte umweltfreundliche Technologie. Jede durch sie erzeugte Kilowattstunde spart Kilowattstunden fossiler Energieerzeugung und somit einiges an CO2 ein.

 

Solarthermie-Anlagen sind in der Anwendung jedoch häufig problembehaftet. Oft führen nicht vorhandene Wartungsverträge zu unbemerkten Totalausfällen der Anlagen. Das Potenzial der Technologie wird oft nicht ausgeschöpft. Das ist die Erfahrung aus über 1.800 untersuchten Anlagen.

 

Optimierungspotential bei Solarthermie-Anlagen

Mit den vermehrten Sonnenstunden im Frühling startet auch die Saison der Solarthermie. Gerade jetzt ist es für Hauseigentümer wichtig das Optimierungspotential dieser grünen Technologie zu kennen. Bei einer Untersuchung der Energieberatung der Verbraucherzentrale von über 1.800 Solarthermie-Anlagen stellte sich heraus, dass rund 65 Prozent der Anlagen keinen Wärmemengenzähler haben. Somit kann ihre Effizienz nicht überprüft werden, denn anhand dieses Zählers lässt sich erkennen, ob die Solaranlage oder die Heizung für das warme Wasser sorgt. Fast zwei Drittel der Anlagenbesitzer haben darüber hinaus keinen Wartungsvertrag abgeschlossen, was dazu beiträgt, dass Störungen oder Totalausfälle der Anlage lange unbemerkt bleiben. Jede siebte Anlage bringt keinen Ertrag. Hier arbeitet die teure Anlage fehlerhaft und führt aus verschiedenen Gründen, wie beispielsweise durch einen fehlerhaften Anschluss oder eine unzureichende Dämmung, die geerntete Sonnenenergie nicht an den Heizkreislauf ab. „Eine einfache Funktionskontrolle ist das Ausschalten des Heizkessels im Sommer. In dieser Zeit sollte jede Solarthermie-Anlage das Trinkwasser erwärmen können“, erläutert Carina Vogel, Energiereferentin der Energieberatung der Verbraucherzentrale-Schleswig-Holstein.

 

Die Verbraucherzentrale hat die passende Beratung für alle Fragen rund um das Thema effiziente Energienutzung und erneuerbare Energien. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale empfiehlt Besitzern einer SolarthermieAnlage, diese zeitnah prüfen zu lassen, um eventuelle Schwachstellen ihrer Anlagen aufzudecken. Hierfür eignet sich unter anderem der „Solarwärme-Check“ der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Der Messzeitraum dieses Beratungsangebots umfasst zwei Sonnentage. Der „Solarwärme-Check“ im Wert von 422 Euro kostet dank Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums nur 30 Euro.

 

Die Energieexperten der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sind auch in der Corona-Krise weiterhin für alle Fragen erreichbar. Beratungstermine gibt es bei den Beratungsstellen unter 0431-59099-40.

 

Gelegenheit nutzen und Energiefragen online oder per Telefon klären Mit Online-Vorträgen, Online-Beratung (unter: https://verbraucherzentraleenergieberatung.de/beratung/onlineberatung/) und einer Telefon-Hotline (0800 / 809 802 400, kostenfrei aus allen Netzen) bietet die Verbraucherzentrale trotz der Krise weiterhin diverse Möglichkeiten, Fragen rund um die Themen Energie sparen, Heizungstausch, Sanieren und Bauen, Förderungen sowie Nutzung von erneuerbaren Energien mit hoch qualifizierten Fachleuten zu besprechen.

 

Kostenfreie interaktive Online-Vorträge: Vom Sofa aus können die Teilnehmer Live-Vorträge von Energieberatern der Verbraucherzentrale verfolgen und Fragen stellen. Teilnahme per Computer oder Live-Stream per Smartphone.

 

Online-Vortrag: „Heizung erneuern – das wichtigste“

Am Dienstag, 2. Juni 2020 von 19 bis 20:30 Uhr Vor dem Heizungstausch sind viele Fragen zu klären. Erfahren Sie: Welche Alternativen zur Ölheizung gibt es? Lassen sich Solarenergie oder andere innovative Lösungen kombinieren? Gibt es Förderprogramme?

 

Online-Vortrag: „Energiesparen mit Smart-Home“

Am Dienstag, 16. Juni 2020 von 18 bis 19:30 Uhr Mit Smart-Home Energiesparen, wie kann das gehen? Was ist Smart-Home? Welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es? Lässt sich der Energieverbrauch damit reduzieren?

 

Weitere Online-Vorträge und Anmeldung unter: https://verbraucherzentraleenergieberatung.de/beratung/online-vortraege/ und https://www.verbraucherzentrale.sh/veranstaltungen

 

Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit über 40 Jahren begleitet sie private Verbraucher mit derzeit rund 600 Energieberatern und an mehr als 800 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 100.000 Haushalte zu allen Energiethemen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von 50 km Länge voller Steinkohle entspricht. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

 

 

Foto zur Meldung: Energieberatung der Verbraucherzentrale:  Saisonstart für Solarthermie – Fehler vermeiden
Foto: Energieberatung der Verbraucherzentrale: Saisonstart für Solarthermie – Fehler vermeiden

Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 06. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Juni die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Gott zur Ehr – dem nächsten zur Wehr: Was heute üblich ist, nämlich dass Freiwillige Feuerwehren einer Region bei der Bekämpfung größerer Schadenslagen gemeinsam vorgehen, musste vor 140 Jahren behördlich angewiesen werden. Am 5. Juni 1880 meldete das Segeberger Kreis- und Wochenblatt, dass zur Verbesserung des Brandschutzes das „Regulativ über das Feuerlöschwesen aus dem Jahre 1870“ erweitert wurde: Tritt in einem Ort ein Brand aus, der nicht Standort der Spritze ist, so hat der betreffende Gemeindevorstand die Spritze durch reitenden Boten herbeirufen zu lassen. Wird das Feuer vom Stationierungsort der Spritze schon vor Benachrichtigung erkannt, ist die Spritze unverzüglich mitsamt drei bis vier Wasserwagen in Marsch zu setzen.

 

Aufgeheizte Stimmung unter jungen Männern: Von einem allgemein hohen Maß an Gewaltbereitschaft unter jungen Männern zeugen zwei Ereignisse am 5. Juni 1910, vor 110 Jahren, aus Schmalensees Umgebung: Als in Belau der Amtsdiener zum Ende des Scheibenschießens Feierabend anordnet, fallen einige junge Leute über ihn her und verprügeln ihn. Um diesen Tag herum machen in der Ziegelei auf dem Tarbeker Hof zwei Zimmergesellen „Skandal“: Sie bedrohen andere Arbeiter mit dem Messer und es entbrennt eine Schlägerei. Bei Eintreffen des Gendarmen ist halbwegs Ruhe eingekehrt.

 

Der Stahlhelm beherrscht den Kreis Segeberg: In Bad Segeberg findet am 7. Juni 1925, vor 95 Jahren, der „Stahlhelm-Tag“ statt. Der Bund der ehemaligen Frontkämpfer unterhält eine Kreis- und mehrere Ortsgruppen und lädt namentlich den Kreisreiterverein, die Krieger- und Militärvereine sowie alle vaterländischen Verbände des Kreises Segeberg ein. So entsteht ein imposanter Festzug von fast einem Kilometer Länge, der sich durch die Kreisstadt hin zur „Rennkoppel“ zieht. „Der Stahlhelm marschiert nicht nur, er beherrscht den Kreis Segeberg“, schreibt der Berichterstatter des Segeberger Kreis- und Tageblatts. Während des abendlichen Kommerses in der völlig überfüllten Germania nimmt der Stahlhelm-Kreisleiter Böckmann sämtliche Veteranen von 1870/71 als Ehrenmitglieder in den Bund der Frontsoldaten auf, der durchaus als Wegbereiter für den Nationalsozialismus im Kreis Segeberg angesehen werden kann.

 

Schmalensees Pferde für den Krieg: Am 7. Juni 1940, vor 80 Jahren, findet um 9.30 Uhr auf dem Schmalenseer Ringreiterplatz eine Vormusterung von 57 Pferden für den möglichen Kriegseinsatz statt. Wie viele davon tatsächlich an die Wehrmacht abgegeben werden mussten, ist nicht überliefert.

 

Landjugend veranstaltet Ringreiten: Ein Ringreiten der Landjugendgruppe Schmalensee findet vor 60 Jahren, am 12. Juni 1960 statt. Der ganze Sonntag steht im Zeichen des Festes, das um 13 Uhr mit den Reiterwettkämpfen und dem Wettstreit der Mädel beginnt. Am Nachmittag findet der Kindertanz, abends der große Reiterball auf dem Saal beim Gastwirt Hans Voß statt. Lisa Wulf und Hans Siebke bilden das Königspaar.

 

Fragebögen – schon immer kompliziert: Im Kreis Segeberg führen bis zum 14. Juni 1895, vor 125 Jahren, 260 Helfer die verordnete Berufs- und Gewerbezählung durch. Im Kreisgebiet werden 8.270 Haushalte mit 38.967 Einwohnern gezählt – ein Zuwachs gegenüber 1890 um 30 Haushalte und 687 Personen. Besonders der Einsatz zahlreicher Lehrer wird betont. Auf dem Lande haben die Helfer fast alle Schreibarbeiten, also das Ausfüllen der bis zu drei Zähllisten ganz allein erledigen müssen. „Es ist dies aber durchaus nicht einem Mangel an Bereitwilligkeit, sondern lediglich der Complication der Zählpapiere und der Unbeholfenheit der Landleute in schriftlichen Arbeiten beizumessen“, erklärt das Segeberger Kreis- und Wochenblatt.

 

Erfolgreich SVS-Nachwuchsfußballer: Die C-Juniorenfußballer des SV Schmalensee werden Sieger der Staffel B. Das berichtet die Segeberger Zeitung am 14. Juni 1985, vor 35 Jahren. In der Rückrunde der Spielserie 1984/85 wurden alle Gegner von der von Thorsten Neukam und Hartmut Buchholz trainierten Mannschaft besiegt. In der Mannschaft spielen Frank Bobzien, Thomas Isaakson, Jörn Saggau, Marco Voß, Kai Doose, Mathias Looft, Alexander Sötje, Volker Saggau, Norbert Hahn, Olaf Isaakson, Heiko Wulf, Mark Ehlers und Michael Wachs.

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Juni-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: C-Juniorenfußballer Staffelmeister SZ 14.06.1985

Schmalensee sagt „tschüß Ingo Hansen!“

(31. 05. 2020)

Einige Schmalenseer haben ihn vielleicht gar nicht richtig wahrgenommen. Aber wer in den vergangenen Jahren morgens auf dem Weg zur Arbeit an einer Person in Orange vorbeikam, die auf den Knien Unkraut aus den Gehwegen pickerte: Das war Ingo Hansen. Unser „zweiter Gemeindearbeiter“ hat heute, am 31. Mai 2020, offiziell seinen letzten Arbeitstag in Schmalensee.

 

Vor nicht ganz zwei Jahren war es ein glücklicher Zufall, dass es sich ergab, eine weitere Kraft für gemeindliche Arbeiten gewinnen zu können – und so endlich eine feste Krankheits- und Urlaubsvertretung für Gemeindearbeiter Volker Kay zu haben. Der damals 53-jährige Ingo Hansen aus Bornhöved kniete sich im Wortsinn in seine Aufgabe und entwickelte eine besondere Leidenschaft für die Grünflächen der Gemeinde.

 

Großzügig wurde die Halbtagsstelle vom Jobcenter gefördert, so dass sich die Fehlbedarfsgemeinde Schmalensee einen zweiten Mann auch tatsächlich leisten konnte. Im August 2018 trat Ingo Hansen den Job an, zunächst befristet für ein Jahr. Kein Jahr später bestand Gewissheit, dass Ingo auch weitere vier Jahre durch das Jobcenter gefördert würde. Zu einer Verlängerung des Arbeitsverhältnisses sagte die Gemeindevertretung natürlich nicht nein.

 

Doch es gab ein „Aber“: Im Privaten fand Ingo Hansen sein Glück in Eckernförde, und nun auch einen Job in der Förderstadt. Darum bat er um vorzeitige Auflösung des Vertrages – und auch da mochte Bürgermeister Sönke Siebke nicht nein sagen.

 

An seinem letzten tatsächlichen Arbeitstag, am Freitag, 29. Mai, machte Ingo noch einmal die Runde – leerte Mülleimer aus, mähte Ruhebänke frei. Eine letzte Tour mit dem Gemeindetraktor durch Schmalensees Straßen, abgefangen für ein Abschiedsfoto. Es habe ihm hier sehr gut gefallen, erklärte Ingo Hansen. Die Schmalenseer seien sehr nett zu ihm gewesen. Auch die Arbeit habe ihm Spaß gemacht, doch nun wolle er einen neuen Schritt machen.

 

Dafür wünschen wir ihm alles Gute. Tschüß, Ingo!

 

Foto zur Meldung: Schmalensee sagt „tschüß Ingo Hansen!“
Foto: Ingo Hansen

Abstand, Hygiene – Datenschutz: Worauf Gaststätten, Beherbergungsbetriebe und andere achten sollen

(30. 05. 2020)

Abstand, Hygiene – Datenschutz: Worauf Gaststätten, Beherbergungsbetriebe und andere achten sollen

 

30.05.2020

 

Pfingsten bricht an, Touristen kommen in die Region und doch ist nichts wie immer: Das Coronavirus geht weiter um und alle, deren Gewerbe mit Besuchern zu tun hat, haben neben den Abstands- und Hygieneregeln insbesondere im Datenschutz Vorsicht und Umsicht walten zu lassen.

 

Das Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein mit der Landesdatenschutzbeauftragten hat dazu bereits am 19. Mai Informationen verbreitet, die hier wiedergegeben werden.

 

Infektionsschutz-Regelung: Datenschutz bei der Erhebung von Kontaktdaten Die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein informiert

 

In Schleswig-Holstein ist seit dem 18. Mai 2020 die neue Corona-Bekämpfungsverordnung in Kraft. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes zur Bekämpfung der Pandemie des

Coronavirus-SARS-CoV-2 müssen nun bei vielen Stellen der Name und die Anschrift gesammelt werden. Betroffen sind zahlreiche Veranstalter, Gaststätten, Freizeiteinrichtungen, Einrichtungen und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und Beherbergungsbetriebe. Geht dies datenschutzkonform?

 

Marit Hansen, die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein, sagt dazu: „Die Corona-Bekämpfungsverordnung gibt Regeln vor, um Infektionswege nachvollziehbar machen zu können. An vielen Orten, die für eine Ansteckung infrage kommen, sollen die Veranstalter oder Betreiber nun Kontaktdaten für sechs Wochen sammeln, um sie im Infektionsfall an das Gesundheitsamt weitergeben zu können. Viele Unternehmer und Veranstalter haben uns um Hilfe gebeten, wie sie dies datenschutzkonform umsetzen können.“

 

Aus diesem Grund stellt Hansens Dienststelle, das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), ein Musterformular samt Informationen für die betroffenen Personen bereit. Es besteht keine Pflicht, dieses Musterformular zu verwenden – es soll zur Orientierung für eigene Lösungen dienen.

 

Link zum Musterformular und den Erläuterungen: https://uldsh.de/cor185

 

Nicht jede Art der Abfrage von Kontaktdaten ist sinnvoll umgesetzt“, erläutert Hansen. „Immer wieder beschweren sich Personen bei uns, die über lange Listen klagen, in denen sie ihre persönlichen Daten eintragen sollen. Wenn sich nicht ohnehin schon alle kennen, sind Listen aber kein gutes Mittel, denn alle anderen können die vorherigen Einträge sehen – oder wie schon vorgekommen: abfotografieren. Besser geeignet sind Einzelformulare. Denn es ist klar geregelt: Die Daten müssen vor unbefugter Kenntnisnahme geschützt sein.“

 

Die häufigsten Fragen an das ULD zu den Kontaktdaten:

 

Welche Kontaktdaten werden zum jeweiligen Datum abgefragt?

Name, Anschrift und, wenn vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.

 

Wie lange werden die Daten aufbewahrt?

Sechs Wochen. Danach müssen sie vernichtet werden, z. B. geschreddert.

 

Dürfen die Daten anderweitig verwendet werden?

Nein! Die Kontaktdaten dürfen nicht für andere Zwecke (z.B. Werbung) verwendet werden.

 

Wann muss ein Veranstalter oder Betreiber die Daten herausgeben?

Nur wenn das Gesundheitsamt (die zuständige Behörde) die Daten anfordert. Das kann geschehen, wenn es darum geht, Infektionswege nachzuvollziehen und Personen, die sich angesteckt haben könnten, zu informieren.

 

An was muss ein Veranstalter oder Betreiber noch denken?

Vor allem an die Datensicherheit: Bei Aufbewahrung und Umgang mit den Daten muss gewährleistet sein, dass Unbefugte darauf nicht zugreifen können. Man kann beispielsweise die Formulare tagesweise in einem Hefter ablegen, der dann abends weggeschlossen wird.

 

Und wenn der Datenschutz nicht eingehalten wird?

Dann kann man sich beschweren. Das ULD geht jeder Beschwerde nach.

 

Die Regelung zum Umfang der Kontaktdaten im Volltext:

 

Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Corona-Bekämpfungsverordnung – Corona-BekämpfVO), in Kraft vom 18. Mai bis 7. Juni 2020

 

§ 4 Absatz 2 Corona-BekämpfVO

 

(2) Soweit nach dieser Verordnung Kontaktdaten zu erheben sind, sind das Erhebungsdatum, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer und E-Mail-Adresse für einen Zeitraum von sechs Wochen aufzubewahren und dann zu vernichten. Sie sind auf Verlangen der zuständigen Behörde zu übermitteln, sofern dies zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen erforderlich ist. Es ist zu gewährleisten, dass unbefugte Dritte davon keine Kenntnis erlangen. Eine anderweitige Verwendung ist unzulässig. Der zur Datenerhebung Verpflichtete hat Personen, die die Erhebung ihrer Kontaktdaten verweigern, von dem Besuch oder Nutzung der Einrichtung oder der Teilnahme an der Veranstaltung auszuschließen.

 

Die Informationen der Landesbeauftragten für Datenschutz zu Themen der Corona-Pandemie werden unter dem folgenden Link bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert:

 

https://www.datenschutzzentrum.de/corona/

 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an:

 

Die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein Holstenstraße 98, 24103 Kiel

Tel: 0431 988-1200, Fax: -1223

E-Mail:

https://www.datenschutzzentrum.de/

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Abstand, Hygiene – Datenschutz: Worauf Gaststätten, Beherbergungsbetriebe und andere achten sollen
Foto: Abstand, Hygiene – Datenschutz: Worauf Gaststätten, Beherbergungsbetriebe und andere achten sollen

Frühe Hilfen: Ab 2. Juni wieder Beratungstermine im Familienbüro Bornhöved möglich

(29. 05. 2020)

Auch während der Corona-Pandemie sind die Frühen Hilfen der Diakonie Altholstein im Kreis Segeberg weiterhin für die Menschen da.

 

Neben der telefonischen Beratung und Unterstützung gibt es für Schwangere und junge Familien mit Kindern von 0 bis 3 Jahren auch konkrete telefonische Sprechstunden: jeden Montag von 11 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0160 / 4326688 sowie mittwochs von 11 bis 12 Uhr und am donnerstags von 15 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer: 0176 / 64041433.

 

Es kann zudem jederzeit eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Es erfolgt eine zeitnahe Rückmeldung.

 

Ab 2. Juni wieder Termine im Familienbüro

 

Zusätzlich können ab Dienstag, dem 2. Juni, für die Frühen Hilfen und auch für die Baby- und Elternsprechstunde persönliche Beratungstermine im Familienbüro Bornhöved in der Lindenstraße 5 (und im Büro der Frühen Hilfen der Diakonie Altholstein in Bad Bramstedt, Bleeck 23) vereinbart werden.

 

Eine Terminvereinbarung ist derzeit notwendig, heißt es in einer Mitteilung der Diakonie vom 27. Mai 2020.

 

www.diakonie-altholstein.de

Foto zur Meldung: Frühe Hilfen: Ab 2. Juni wieder Beratungstermine im Familienbüro Bornhöved möglich
Foto: Altes Amt Bornhöved Familienbüro

Coronavirus: DRK bietet ab 2. Juni 2020 kostenlose Hotline an

(29. 05. 2020)

Der Landesverband Schleswig-Holstein des Deutschen Roten Kreuzes bietet ab Dienstag. 2. Juni, eine kostenfreie telefonische Beratung für durch die Corona-Pandemie betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.

 

Wir haben sehr viele Hinweise und Rückmeldungen bekommen, dass immer mehr junge Menschen, aber auch Erwachsene unter der derzeitigen Situation leiden und sich Hilfsangebote wünschen“, erläutert die Sprecherin des Vorstandes des DRK-Landesverbandes, Anette Langner, in einer Mitteilung vom 28. Mai. „Daher haben wir uns entschlossen, ab dem 2. Juni eine Beratung durch erfahrene Sozialpädagogen und Psychologen des DRK anzubieten“, so Langner weiter.

 

 

Die Corona-Hotline mit der Telefonnummer 0800 / 182 72 84 ist montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr erreichbar.

 

Die Auswirkungen der Corona-Epidemie können Angst machen und verunsichern. Immer mehr Menschen beklagen, dass sie sich einsam und allein fühlen, anderen macht finanzieller und wirtschaftlicher Existenzdruck stark zu schaffen. Immer mehr Familien leiden zudem unter den Kontaktbeschränkungen“, berichtet Langner.

 

Das DRK stehe daher mit seinen Beratungsangeboten eng an der Seite der Betroffenen. Bei der Hotline können diese sich sofort vertraulich beraten lassen, aber auch über weitergehende Hilfsangebote informieren und bei Bedarf sofort an diese weitervermitteln lassen.

 

www.drk-sh.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: DRK bietet ab 2. Juni 2020 kostenlose Hotline an
Foto: Coronavirus: DRK bietet ab 2. Juni 2020 kostenlose Hotline an

Fahrbücherei: Der Bus ist jetzt fit für Corona

(27. 05. 2020)

Nach längerer Phase des Nichtbetriebs der Fahrbüchereien im Land aufgrund der Corona-Krise und einer Zwischenlösung mit einem kleineren Fahrzeug und dem Weg der Online-Bestellung kann hoffentlich bald wieder mit dem Besuch des großen blauen Busses in Schmalensee gerechnet werden. Dieser ist nun „Corona-sicher“ gemacht worden.

 

Zentrale Umrüstung in Rendsburg

 

Das muss ein tolles Bild gewesen sein auf dem Rendsburger Willi-Brandt-Platz: Alle Großfahrzeuge der 13 Fahrbüchereien in Schleswig-Holstein fuhren dort auf, um von einer Kieler Firma mit Schutzvorrichtungen ausgestattet zu werden. Nicht überall fährt ein Bus, so wie im Kreis Segeberg: Manche Fahrbücherei ist ein speziell umgerüsteter Lkw.

 

Begehbar sind sie alle. Und das verhinderte nach Einleitung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie den Einsatz der Bücherbusse und -Lastwagen, denn in den doch beengten Besucherräumen waren Abstand und Hygiene nicht ohne Weiteres sicherzustellen. Nun aber soll das möglich sein, wie die Segeberger Zeitung am 26. Mai 2020 berichtet hat.

 

Zuletzt kam ein Lieferfahrzeug

 

Als Interimslösung hatte der Büchereiverein Schleswig-Holstein als Träger der Fahrbücherei einen Van auf die Reise geschickt, der als reines Auslieferungsfahrzeug eingesetzt wurde. Am 4. Mai sollte er auch Schmalensee ansteuern. Ob zum nächsten Termin dann wieder der in Wahlstedt stationierte Bücherbus den Parkplatz am Feuerwehrwehrgerätehaus ansteuert? Laut Zeitungsbericht sollte das möglich sein.

 

Und dann sollte es auch wieder klappen mit dem Aussuchen und der Rückgabe von Büchern und Medien. Unter anderem wurden Schutzrollos eingebaut – wie in den Bussen des ÖPNV – um das Personal zu schützen. Ein Hygienekonzept ist erarbeitet – eine Mund-Nase-Bedeckung (Maske) sollten Besucher auf jeden Fall mitführen.

 

Der Fahrplan für Schmalensee

 

Laut Homepage (www.fahrbuecherei15.de) wird Schmalensee an diesen Tagen jeweils von 15.40 bis 16.35 Uhr angesteuert: 3. Juni, 22. Juni, 13. Juli, 24. August, 14. September, 19. Oktober, 9. November, 30. November und 21. Dezember. Haltestelle der Fahrbücherei ist der Parkplatz am Feuerwehrwehrgerätehaus/Bolzplatz.

 

Zahlen und Fakten

 

Laut Zeitungsbericht steuern die 13 Fahrbüchereien fast 2.000 Haltestellen in 566 Gemeinden Schleswig-Holsteins an. Seit 55 Jahren sind sie im Land unterwegs und werden immer wieder modernisiert. 28.000 Menschen haben einen Leseausweis. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 909.000 Entleihen getätigt. Es gibt in der Fahrbücherei Bücher und Zeitschriften, digitale Medien wie CD und DVD sowie sogar Konsolen-Spiele.

 

Foto zur Meldung: Fahrbücherei: Der Bus ist jetzt fit für Corona
Foto: Fahrbücherei: Der Bus ist jetzt fit für Corona

Kleiner Wagen wäre zu groß für den Dorfputz – Abgestellt in der Feldmark

(25. 05. 2020)

Offenbar schon seit einer guten Woche parkt in Schmalensee ein Pkw dort, wo er das eigentlich nicht tun soll: In der Feldmark. Und definitiv für länger als als einen kurzen Spaziergang. Und da der Besitzer die Kennzeichen entfernt hat, ist es auch gar nicht so einfach, das Fahrzeug jemandem zuzuordnen, geschweige denn mit seiner (freiwilligen) Rückkehr zu rechnen.

 

Bei dem zugegeben kleinen und doch irgendwie im Weg stehenden Pkw handelt es sich um einen SEAT Arosa. Die Polizei hat mit ihrem Flatterband schon verdeutlicht, dass sie von dem Wagen weiß.

 

Nun steht er da und gibt Joggern, Reitern und Spaziergängern Rätsel auf, während die Landwirte mit ihren schweren Geräten einen leichten Bogen fahren müssen. Denn eines hat der letzte Fahrer des SEAT nicht hinbekommen: Ihn wenigstens gerade am Fahrbahnrand abzustellen...

 

Wer Hinweise zu dem SEAT Arosa geben kann, der unweit der Straße Am Ringreiterplatz im ersten Wirtschaftsweg, der – von Schmalensee in Fahrtrichtung Damsdorf – nach links in die Feldmark Richtung Osterkamp führt, melde sich bitte mindestens beim Homepage-Team oder besser noch bei der Polizeistation Trappenkamp, Am Markt 28, 24610 Trappenkamp, Telefon 04323/805270.

Foto zur Meldung: Kleiner Wagen wäre zu groß für den Dorfputz – Abgestellt in der Feldmark
Foto: PKW in der Schmalenseer Feldmark abgestellt

Europäischer Tag der Parke – Gesund durch Natur pur

(24. 05. 2020)

Mitteilung des Verbandes Deutscher Naturparke vom 20. Mai 2020:

 

Am 24. Mai wird in ganz Europa der „Europäische Tag der Parke“ gefeiert. Ziel dieses Tages ist es, Menschen näher an die Natur heranzuführen und ihnen den Wert von Schutzgebieten mit ihrer reichen biologischen Vielfalt nahe zu bringen. Aus aktuellem Anlass wurde vom europäischen Dachverband EUROPARC Federation in diesem Jahr das Thema „Naturerleben und Gesundheit - #ParksForHealth“ als Leitmotiv gewählt. Ein Aufenthalt in der Natur ist wichtig für das Wohlbefinden der Menschen, beugt Gesundheitsrisiken vor und fördert einen aktiven Lebensstil.

 

Gerade Naturparke spielen in diesem Kontext eine herausgehobene Rolle, denn sie haben die wichtige Aufgabe, Menschen mit der Natur zu verbinden! Die 104 Naturparke in Deutschland nehmen ca. 28 Prozent der Fläche Deutschlands ein. Europaweit gibt es ca. 900 den Naturparken vergleichbare Gebiete.

 

Die Corona-Pandemie führt uns in besonderem Maße vor Augen, welche Bedeutung Naturparke für das Wohlbefinden der Menschen und für den Erhalt und die Wiedererlangung der Gesundheit haben. Sie sind mit ihren besonderen Erlebnis- und Aktivangeboten für die gesamte Bevölkerung wichtige Räume für die Erholung sowie die Gesundheitsvorsorge und -erhaltung für Körper und Geist. Das gilt für die in den Naturparken lebenden, aber auch für die in benachbarten Städten und Ballungsräumen wohnenden Menschen, für die Naturparke ebenfalls wichtige Ziele und Erholungsräume sind. Naturparke sind daher auch „grüne Lungen“ für die Ballungszentren.

 

Auch wenn es aufgrund der Corona-Pandemie aktuell keine Veranstaltungen und Führungen gibt: Wandern, Walken, Radfahren oder Spazierengehen sind in den aktuell zulässigen Gruppengrößen selbstverständlich weiterhin möglich und bieten vor allem abseits der üblichen Wege, Stoßzeiten und Hotspots tolle Möglichkeiten des Naturerlebens und der Entspannung. So sind Naturparke nicht nur am 24. Mai „mit Abstand“ der beste Ort, etwas für sich und seine Gesundheit zu tun.

 

Wussten Sie, dass ...

 

... ein zügiger, 30-minütiger Spaziergang an fünf Tagen pro Woche das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko um 20-30% und das Risiko von Depressionen/Demenz um 30% senken kann?

 

... Aktivitäten im Freien und der Kontakt mit der Natur die Schlafgewohnheiten fördern, Stress abbauen, die Stimmung und das Selbstwertgefühl verbessern und für ein sinnvolles soziales Miteinander sorgen können?

 

... die Erfahrung junger Menschen mit der natürlichen Umwelt ihr Leben in Bezug auf Selbstvertrauen und besondere Fähigkeiten verbessern kann?

 

Schmalensee – im Naturpark Holsteinische Schweiz

 

Ob Fledermaus-Safari, Kräuter- und Insektenkunde, Wellness und Waldspaziergang – die Angebote des Naturparks Holsteinische Schweiz sind vielfältig. Doch aufgrund der Corona-Pandemie mussten die ersten geplanten Veranstaltungen abgesagt werden. Die Internetseite des Naturparks,

 

www.naturpark-holsteinische-schweiz.de

 

enthält aber noch einige interessante Events, die möglicherweise schon ab Juni fortgesetzt werden können. Ob alle Termine aufgrund der Corona-Epidemie stattfinden können, erfragen Sie bitte telefonisch unter 04522/74 93 80.

 

Auch das Naturpark-Haus ist wegen der Corona-Krise bis auf Weiteres geschlossen. Erreichbar ist das

 

Naturpark-Haus (Uhrenhaus), Schloßgebiet 9, 24306 Plön

Tel: 04522-749380 / Fax: 04522-749377

E-Mail:

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Europäischer Tag der Parke – Gesund durch Natur pur
Foto: Schmalensee im Naturpark Holsteinische Schweiz

Natur genießen – aber bitte mit Rücksicht

(24. 05. 2020)

Mitteilung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung vom 22. Mai 2020:

 

Die Corona-Krise hat bei vielen Menschen eine neue Lust auf Natur geweckt. Zu wahren Besuchermagneten haben sich in den vergangenen Wochen etliche Naturschutzgebiete entwickelt. Weil während der Covid-19-Pandemie viele der üblichen Freizeitaktivitäten derzeit unmöglich sind, ist auch in Schleswig-Holstein eine große „Entdeckerlust“ der Bürgerinnen und Bürger auszumachen. Dass dabei Aspekte des Natur- und Umweltschutzes bisweilen zu kurz kommen, beobachten Naturschützer jedoch mit Sorge.

 

Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „Den Frühling in Wald und Wiesen zu erleben, dabei Tiere zu beobachten und bei schönem Wetter aktiv die Tage draußen zu genießen, ist etwas Wunderbares. Das Naturerleben gehört zu den erklärten Zielen des Naturschutzes. Allerdings sollte sich dies nicht zum Leidwesen der Tiere und Pflanzen auswirken." Albrecht freut sich über das wachsende Interesse an der Natur, bittet Naturliebhaber allerdings, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

 

Dass in vielen Schutzgebieten, Wäldern und Küstenregionen im Norden momentan derart viele Menschen unterwegs sind, führt zu Stress bei scheuen Tieren, die zumeist damit beschäftigt sind, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. So sind beispielsweise Rehe oder Vögel sehr lärmempfindlich; sie reagieren auf Menschen und Hunde mit Stress – insbesondere, wenn diese die Wege verlassen.

 

Welche Regeln es zu beachten gilt?

  • In Naturschutzgebieten dürfen Wege nicht verlassen werden, Hunde sind anzuleinen, Tiere dürfen nicht gestört und Pflanzen nicht gepflückt werden, da viele von ihnen unter Naturschutz stehen. Zu beachten sind die Schilder und Tafeln, die oftmals am Eingang der Naturschutzgebiete aufgestellt sind.

  • In Wäldern sind die Hunde zum Schutz des Wildes anzuleinen und dürfen nur auf den Wegen mitgeführt werden.

  • An den Stränden mit regem Badebetrieb sind bis zum 31. Oktober das Reiten und das Mitführen von Hunden verboten; für Hundebesitzer gibt es vielerorts ausgewiesene Hundestrände.

 

Ein Abweichen von diesen Regelungen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

 

Ein Faltblatt fasst den Rahmen für den guten Umgang mit Hunden im Freien zusammen und ist dieser Meldung als PDF beigefügt.

 

 

 

[Mit Hunden in der Landschaft]

Foto zur Meldung: Natur genießen – aber bitte mit Rücksicht
Foto: Landschaftsschutzgebiet Belauer Straße

Coronavirus: IHK berät Unternehmen in Schwierigkeiten – online

(23. 05. 2020)

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lübeck teilte am 20. Mai 2020 mit:

 

Unternehmen vieler Branchen in Schleswig-Holstein sind durch die Auswirkungen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Finanzielle Soforthilfe, Kurzarbeitergeld oder auch Steuerstundungen sind hilfreich, können die Ausweitung einer Unternehmenskrise aber häufig nicht verhindern.

 

Mit den virtuellen „Beratertagen für Unternehmen in Schwierigkeiten“ der IHK zu Lübeck am Dienstag, 26. Mai 2020, und Freitag, 5. Juni 2020, erarbeiten die IHK-Berater und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle akkreditierte Experten gemeinsam mit den Unternehmern Ideen und Lösungen, wie diese ihren Betrieb durch die Krise leiten können.

 

Im Mittelpunkt stehen Tipps zur Überwindung kritischer Situationen und erste individuelle Lösungsansätze zur Krisenbewältigung. Für die virtuellen, 30-minütigen Einzelgespräche nutzt die IHK die Plattform Microsoft Teams. Teilnehmer benötigen nur einen Computer mit Internetverbindung und ein Mikrofon. Eine Kamera ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

 

Anmeldung und individuelle Terminvergabe bei der IHK zu Lübeck, Julia Schliecker, Telefon: (0451) 6006-177 oder per E-Mail unter: .

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: IHK berät Unternehmen in Schwierigkeiten – online
Foto: IHK zu Lübeck

Wo es die „Gelben Säcke“ gibt

(23. 05. 2020)

Die Amtsverwaltung Bornhöved mit Sitz in Trappenkamp teilt mit, dass gelbe Wertstoffsäcke zurzeit im

 

 

 

Amt Bornhöved

 

Am Markt 3

 

24610 Trappenkamp

 

 

 

zu den Öffnungszeiten zur Abholung ausliegen.

 

(Öffnungszeiten: Montag von 13.30 bis 17.30 Uhr sowie Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 12 Uhr.)

 

 

Man erhält die Wertstoffsäcke, wenn man den Nebeneingang des Amtsgebäudes bei den Postfächern benutzt. Dort liegen die Säcke aus. Bitte je Haushalt nur eine Rolle der gelben Säcke mitnehmen.

 

Foto zur Meldung: Wo es die „Gelben Säcke“ gibt
Foto: Bürgerhaus Trappenkamp

Brückentag: Kreisverwaltung heute geschlossen

(22. 05. 2020)

Nicht wegen der Corona-Pandemie, sondern weil der heutige Freitag nach Christi Himmelfahrt ein Brückentag ist, bleibt die Segeberger Kreisverwaltung geschlossen.

 

Termine, so heißt es in einer Mitteilung des Kreises, sind nicht möglich. Auch telefonisch oder per E-Mail sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises am 22. Mai nicht erreichbar. Das gilt auch für die Außenstellen.

 

Für Montag, 25. Mai, werden Terminvereinbarungen wieder möglich sein.

 

Amtsverwaltung Bornhöved seit 11. Mai nur nach Terminvergabe betreten

 

Die Verwaltung des Amtes Bornhöved wird seit Montag, 11. Mai 2020, wieder für Besucher/innen zu folgenden Zeiten geöffnet:

 

  • Montag von 13.30 - 17.30 Uhr

 

  • Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 08.30 - 12.00 Uhr.

 

Aufgrund der weiterhin zu beachtenden Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie ist leider noch kein freier Zugang zum Amtsgebäude möglich.

 

Ein Betreten des Amtsgebäudes ist daher weiterhin nur nach vorheriger Terminabsprache möglich.

 

Termine können telefonisch oder per E-Mail bei der/dem jeweiligen Sachbearbeiter/in vereinbart werden. Die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der zuständigen Mitarbeiterin / des zuständigen Mitarbeiters sind auf der Homepage des Amtes unter www.amt-bornhoeved.de ersichtlich oder per Telefon unter 04323/90770 zu erfragen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, über die Homepage auch Termine online zu buchen.

 

Bitte beachten Sie, dass bei der Terminvergabe zwingend der vollständige Name sowie eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse anzugeben sind.

 

Eine Terminvergabe erfolgt dann in der Regel innerhalb der genannten Öffnungszeiten.

 

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass innerhalb des Gebäudes derzeit keine Wartebereiche vorhanden sind. Aus diesem Grund wird gebeten, möglichst genau zum Zeitpunkt des vereinbarten Termins zur Amtsverwaltung zu kommen. „Wir werden versuchen, die Termine so zu planen, dass keine größeren Wartezeiten entstehen“ heißt es auf der Amts-Homepage.

 

Besucherinnen und Besucher werden zum Zeitpunkt ihres vereinbarten Termins durch die Mitarbeiterin / den Mitarbeiter persönlich an dem jeweiligen Eingang (Haus A oder Haus B) abgeholt.

 

Für die Besucher/innen der Amtsverwaltung besteht beim Eintritt in das Gebäude die Pflicht zum Tragen einer Nasen- und Mund-Bedeckung. Diese ist bitte selbst mitzubringen.

 

Zudem werden Besucher und Besucherinnen dringend gebeten, bei Eintritt in das Gebäude die bereitgestellten Desinfektionsmöglichkeiten für die Hände zu benutzen.

 

Um eine Begegnung von Besucherinnen / Besuchern mit anderen Personen in den z.T. engen Fluren möglichst zu vermeiden, sind mehrere Ein- und Ausgangsbereiche eingerichtet.

 

Sie erreichen über

 

den Haupteingang im Haus A

 

  • das Bauordnungsamt im Dachgeschoss,

 

  • die Kasse,

 

  • die Steuerabteilung jeweils im 1.Obergeschoss,

 

  • das Ordnungsamt,

 

  • das Standesamt und

 

  • das Sozialamt jeweils im Erdgeschoss.

 

den Eingang zu Haus B (bei den Postfächern)

 

  • das Einwohnermeldeamt und

 

  • die Schulverwaltung.

 

 

Ergänzender Hinweis:

 

Die äußere Tür zu den Postfächern ist geöffnet. Der weitere Eingang zu Haus B befindet sich im nach rechts führenden Gang.

 

 

 

Die Ein- und Ausgänge sind sowohl von außen als auch innerhalb des Gebäudes gekennzeichnet.

 

 

Quellen: Website des Amtes Bornhöved; Mitteilung des Kreises Segeberg vom 13.05.2020.

 

 

Foto zur Meldung: Brückentag: Kreisverwaltung heute geschlossen
Foto: Brückentag: Kreisverwaltung heute geschlossen

Coronavirus: WZV-Lockerungs-Update

(21. 05. 2020)

Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) führt im Rahmen der Corona-Maßnahmen schon seit dem 20. April und der damaligen Wiederöffnung der Recyclinghöfe Damsdorf/Tensfeld, Norderstedt und Schmalfeld für den öffentlichen Publikumsverkehr stetig weitere Lockerungen durch. Hier ein Update aller Maßnahmen (und Auflagen) gemäß einer WZV-Mitteilung vom 18. Mai 2020.

 

Recyclinghöfe

 

Ab Montag, den 25. Mai 2020, wird der Recyclinghof in Bad Segeberg wieder zu den bisherigen Öffnungszeiten geöffnet.

 

Folgende Regeln werden für die Recyclinghöfe festgelegt:

  • Reguläre Öffnungszeiten für die Annahme von Abfällen (Privat- und Gewerbekunden).

  • Verkauf von Produkten (Kompost etc.) an die Kunden nur, wenn es die jeweilige Anliefersituation zulässt – BigBags zur Sammlung von Abfällen sind in jedem Fall erhältlich

  • Kunden werden angehalten, in Ihrem Fahrzeug zu verbleiben – der Kundenkontakt und Kontakte der Kunden untereinander sollen weitestgehend vermieden werden. Entsprechende Hinweis-schilder etc. werden angebracht.

  • Das Annahmepersonal auf den Recyclinghöfen kommt zu den Kundenfahrzeugen und stimmt das weitere Vorgehen ab. Zielstellung ist, die Kontaktdauer und den Aufenthalt auf den Recyclinghöfen insgesamt soweit wie möglich zu verkürzen.

  • Beim Verlassen des Fahrzeugs ist ein Mund-Nase-Schutz zu tragen

  • Bezahlung erfolgt ausschließlich bargeldlos (EC-Karte)

  • Es gilt ein beschränkter Zutritt zum Kassenbereich (nur jeweils ein Kunde).

  • Für Sichtbarkeit der angelieferten Abfälle sorgen. Bitte geben Sie dem Annahmepersonal die Möglichkeit, die angelieferten Abfälle ohne großen Aufwand einzusehen (Anhänger öffnen, Abfälle sichtbar im Kofferraum platzieren etc.)

  • Anlieferung von Sperrmüll und Strauchgut erfolgt ohne vorherige Anmeldung (telefonisch oder per Email) vorläufig unentgeltlich (bis jeweils 2 Kubikmeter /Privatkunde)

  • Bei Bürgern/innen aus Norderstedt bleibt es weiterhin beim Gutscheinsystem.

  • Die Annahme von Schadstoffen, gefährlichen Abfällen und Wertstoffen erfolgt wie im Regelbetrieb in haushaltüblichen Mengen (Größere Mengen gefährlicher Abfälle bitte direkt an den Recyclinghof Damsdorf/Tensfeld liefern).

 

Es ist mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen. Der WZV bittet darum, dass von der Anlieferung von Groß-mengen zunächst abgesehen wird, und behält sich vor, insbesondere in Abhängigkeit vom jeweiligen Kun-den- und Abfallaufkommen, Anlieferungen ganz oder teilweise abzulehnen. Auch die Anlieferung von ganz geringen Mengen ist grundsätzlich nicht sinnvoll. Den Anweisungen des Personals ist ausnahmslos Folge zu leisten. Sollte sich entsprechender Bedarf abzeichnen, behält sich der WZV veränderte Öffnungszeiten vor.

 

Mobile Schadstoffsammlung

 

Die mobile Schadstoffsammlung hat zum 13. Mai 2020 ihre mobile Sammlung in den Gemeinden Stück für Stück wieder aufgenommen. Ersatztermine für ausgefallene Sammlungen finden Sie unter https://wzv.de/Privatkunden/Schadstoffe.

 

Sperrmüll / Strauchgut

 

Die Abholung von Sperrmüll wird in Kürze wieder aufgenommen. Ab dem 25. Mai 2020 können sich Kunden/innen wieder telefonisch oder online unter https://wzv.de/privatkunden/sperrmuell-strauchgut für eine Abholung anmelden. Die Selbstanlieferung von Sperrmüll auf den Recyclinghöfen bleibt vorläufig ohne vorherige Anmeldung (unentgeltlich bis jeweils 2 Kubikmeter/Privatkunde) möglich.

Die Abholung für Strauchgut bleibt weiterhin eingestellt. Die Selbstanlieferung von Strauchgut auf den Recyclinghöfen ist vorläufig ohne vorherige Anmeldung (unentgeltlich bis jeweils 2 Kubikmeter/Privatkunde) möglich.

 

Telefonische und persönliche Erreichbarkeit

 

Das Service Center wird ab 25. Mai 2020 wieder für den öffentlichen Publikumsverkehr geöffnet. Das Service Center ist zu den bisherigen Öffnungszeiten Montag-Freitag 7 bis 17 Uhr für persönlichen Kontakt für unsere Kunden/innen geöffnet.

 

Es sind entsprechende Hinweise angebracht, so dass nur ein Kunde/in zurzeit und nur mit Mund-Nasen-Schutz im Servicetresen beraten werden kann. Wir weisen unsere Kunden/innen darauf hin, dass wir die Kundendaten zwecks Nachverfolgung eventueller Infektionsketten dokumentieren. Wir bitten die Kun-den/innen, sich auf unaufschiebbare, unvermeidbare Besuche zu beschränken und eventuelle Anliegen vor-zugsweise telefonisch oder per Internet kommunizieren.

 

Die erweiterte telefonische Erreichbarkeit Montag-Freitag von 6 bis 18 Uhr behalten wir bis auf weiteres bei, so dass uns unsere Kunden/innen telefonisch kontaktieren können.

 

Hinweis: Am 26. Mai 2020 kann es aufgrund technischer Umstellungen an der Telefonanlage vormittags für ca. 2 Stunden am Vormittag zu einer eingeschränkten telefonischen Erreichbarkeit kommen.

 

Allgemeine Entsorgungssituation

 

Abfuhrtermine für die Rest-, Bio- und Papierabfuhr (Regelabfuhr) laufen weiterhin wie gewohnt:

 

Nach derzeitigen Einschätzungen wird es weiterhin vollumfänglich möglich sein, die gewohnten Abfuhrtermine für die Rest-, Bio- und Papierabfuhr einzuhalten.

 

Wichtige Hinweise zur Entsorgung von eventuell kontaminierten Abfällen aus Privathaushalten:

 

Die Entsorgung von in privaten Haushalten anfallenden Abfällen, die eventuell mit dem Corona-Virus kontaminiert sind (wie u.a. Taschentücher, Desinfektionstücher), erfolgt gemeinsam mit dem Restmüll. Die Abfälle dürfen nicht lose, sondern stets in reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnissen (z. B. in Plastik- oder Mülltüten) in den Restabfallbehälter. Der Restabfallbehälter (graue Tonne) muss immer verschlossen und nicht frei zugänglich für Dritte sein. Kontaminierte Abfälle dürfen nicht in Säcken oder gar lose neben die Restabfallbehälter gestellt werden, um Gefahren für Dritte auszuschließen.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: WZV-Lockerungs-Update
Foto: Bis 19. April war der Recyclinghof Damsdorf-Tensfeld geschlossen

Coronavirus: Himmelfahrt mit Abstand und Enthaltsamkeit

(20. 05. 2020)

Morgen, am 21. Mai 2020, ist Christi Himmelfahrt. Für Christen ein bedeutender Tag und für andere einfach nur „Vatertag“. Doch in Zeiten der Pandemie ist bekanntlich alles anders. Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bornhöved feiert von 11 bis 12 Uhr Gottesdienst, laut letztem Blickpunkt-Eintrag aber nicht am Viererberg, sondern in der Vicelin-Kirche. Und die Landespolizei hat am 18. Mai schon mal vorsorglich alle Väter im Land und jene, die sich dafür halten, vor den üblichen Bollerwagentouren gewarnt. Im ganten Land und insbesondere an „Vatertags-Hotspots“ werde durch zusätzliche Beamte kontrolliert.

 

Der Kreis Segeberg hat am 18. Mai ebenfalls agiert und eine Mitteilung veröffentlicht unter der Überschrift „Covid-19: Was ist erlaubt an Christi Himmelfahrt während der Pandemie?“. Hier die Mitteilung im Wortlaut:

 

Party am See mit dem Bollerwagen? In Zeiten von Corona gelten an Christi Himmelfahrt, am so genannten Vatertag, die bekannten Hygienemaßnahmen und Kontakteinschränkungen.

 

Das bedeutet: Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushalts sind weiterhin untersagt. Nach wie vor gilt die Regelung, dass sich ein Haushalt nur mit einem weiteren treffen darf. Damit sind Ansammlungen im öffentlichen Raum mit einer größeren Anzahl von Personen verboten.

 

Dies gilt gleichermaßen für das Grillen im Park oder auf öffentlichen Grillplätzen. Wichtig: Aufgrund der derzeit herrschenden Trockenheit und damit einhergehenden erhöhten Waldbrandgefahr sollte vom Grillen in Parks oder der freien Natur abgesehen werden.

 

Der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen ist grundsätzlich bis auf wenige Ausnahmen (u.a. physische Barrieren vorhanden, innerhalb der Familie oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts) immer einzuhalten. Weitere Hygienemaßnahmen sind:

 

  • Handhygiene (regelmäßiges, richtiges Händewaschen),

  • sich nicht ins Gesicht fassen und

  • Husten und Niesen in ein Einwegtaschentuch (oder Armbeuge).

 

Menschen, die sich an Christi Himmelfahrt weder an die Hygienemaßnahmen noch an die Kontaktbeschränkungen halten, müssen mit Konsequenzen und einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

 

Die Polizei ist wie in den vergangenen Jahren aufgestellt. Der Infektionsschutz des Kreises hat eine Bereitschaft eingerichtet und wird der Polizei bei Rückfragen telefonisch zur Verfügung stehen.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Himmelfahrt mit Abstand und Enthaltsamkeit
Foto: Kein Freiluftgottesdienst am Himmelfahrtstag am Viererberg

Coronavirus: Wir machen uns locker – aber wie?

(18. 05. 2020)

Schon wieder ist heute ein magisches Datum erreicht, das Lockerungen in den Maßnahmen verspricht, die eine rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhindern sollten und sollen. Für manche kommen die Lockerungen nach langem Warten, andere erfahren bereits eine nächste Stufe. Und für den Außenstehenden kann die Fülle von Erlassen und Allgemeinverfügungen schon mal verwirrend sein.

 

Das ist auch der Grund, warum diese ehrenamtlich betreute Homepage nicht den Anspruch erhebt, ein offizielles Medium für amtliche Bekanntmachungen zu sein. Die Homepage www.gemeinde-schmalensee.de ist, was das angeht, „Trittbrettfahrer“, und greift Nachrichten auf, die längst in der Welt sind. Das gilt auch für die neueste Landesverordnung und die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg, die am 17. Mai veröffentlicht worden sind, ab heute gelten und weitere Lockerungen insbesondere in der Kinderbetreuung und Schulen sowie weiteren Einrichtungen betreffen. Unter www.segeberg.de sind umfangreiche Informationen rund um das Thema Covid-19 zu finden.

 

Grundsätzliche Corona-Regeln gelten laut Landesverordnung vom 18. Mai weiter

 

Ganz wichtig: Die grundlegenden Regeln in Sachen Abstand und Hygiene gelten weiter, auch wenn sich im öffentlichen Raum wieder mehr Möglichkeiten der Begegnung bieten:

  • Wann immer möglich ist der Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Menschen einzuhalten.

  • Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushalts sind weiterhin untersagt. Nach wie vor gilt die Regelung, dass sich ein Haushalt mit einem weiteren treffen darf.

  • Soweit das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung gefordert ist (in Geschäften, im ÖPNV), ist auf eine vollständige Bedeckung von Mund und Nase zu achten, damit eine Ausbreitung von Tröpfchen vermindert wird.

  • Auch die Husten- und Niesetikette (in die Ellenbeuge) ist weiter zu beachten).

  • Veranstaltungen mit Publikumsverkehr sind möglich. Sie sollten „Sitzungscharakter“ haben und sind unter Hygieneauflagen für bis zu 50 Teilnehmer erlaubt.

  • Einrichtungen mit Publikumsverkehr müssen Maßnahmen treffen, dass beim Warten vor Eingängen das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Möglichkeiten zum Händewaschen und zur Handdesinfektion sind zu schaffen. Innenräume sind regelmäßig zu lüften. Aushänge sind zu fertigen, die Hygieneregeln beinhalten. Besucherströme sind durch „Einbahnstraßen“ so zu lenken, dass kein „Begegnungsverkehr“ auf engem Raum zustande kommt. Von Teilnehmern / Besuchern sind Kontaktdaten unter Wahrung des Datenschutzes festzuhalten, um mögliche Infektionsketten rasch ermitteln zu können.

 

Die neue Landesverordnung regelt folgende Bereiche (Auszug):

 

Gaststätten: Hygienekonzepte sind zu erstellen, Kontaktdaten der Gäste zu erheben, um eine Rückverfolgung im Falle einer Infektion zu ermöglichen, Buffets sind nicht möglich. Übermäßiger Alkoholkonsum ist zu vermeiden. Um 22 Uhr ist zu schließen. – Der Gasthof Voß prüfte weiter, in welchem Umfang wann geöffnet werden könnte. Es wird um Geduld gebeten.

 

Sport: Grundsätzlich gilt: Abstandsgebot und Hygienemaßnahmen sind einzuhalten, sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen/Sammelumkleiden sind zu schließen. Erlaubt ist unter den gültigen Voraussetzungen auch wieder kontaktarmer Sport im Innenbereich wie in Fitnessstudios. Dazu müssen Betreiber*innen ein Hygienekonzept entwickeln. Schwimmbäder bleiben geschlossen. – Der SV Schmalensee hat eine Abfrage unter den Spartenleitern gestartet, in welchem Umfang und ab wann eine Wiederaufnahme gewünscht wird. Das Hygienekonzept ist in der Erarbeitung.

 

Religionsgemeinschaften/Kirchen: Bei dortigen rituellen Veranstaltungen wie Gottesdiensten ist das Abstandsgebot durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen. Diese Regelung ersetzt die bisherige Quadratmeterregelung. – In der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bornhöved wurde am 17. Mai erstmals Gottesdienst gefeiert, noch begrenzt auf 25 Besucher. Mögliche Änderungen werden auf der Homepage der Kirchengemeinde bekannt gemacht.

 

Außerschulische Bildungseinrichtungen und Kinos: Nachdem bereits Museen, Bibliotheken und Musikschulen ihre Türen öffnen durften, können nun ab Montag, 18. Mai, auch Volkshochschulen und außerschulische Bildungsstätten ihr Programm beginnen. Kinos können maximal 50 Besucher*innen pro Kinosaal empfangen, wenn sie Hygienekonzepte erstellen und umsetzen. – Das Heimatmuseum Bornhöved ist bis auf Weiteres geschlossen, da die Abstandsregelung zur Herausforderung in der engen Kate wird und die „Museumswächter“ mehrheitlich der Risikogruppe angehören; Angebote der VHS Trappenkamp-Bornhöved sind auf deren Homepage nachzuschauen.

 

Weiterführende Links:

 

Erlass, Verordnung und weitere Informationen des Landes finden Sie hier: https://schleswig-holstein.de/coronavirus-erlasse

 

Die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg finden Sie hier: https://www.segeberg.de/media/custom/2211_2408_1.PDF?1589716095

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Wir machen uns locker – aber wie?
Foto: Coronavirus: Wir machen uns locker – aber wie?

Achtung kniffelig: Eine Rallye durch den Wald – die Aufgabe

(17. 05. 2020)

Einen besonders pfiffigen Einfall haben Frauke und Henning Pape gehabt und für die Kinder eine Schnitzeljagd ausgearbeitet. Zunächst für die eigenen, aber dann kam der Gedanke auf, diese Schnitzeljagd doch allen zugänglich zu machen. Also kam die Gemeinde-Homepage ins Spiel.

 

Die Hälfte des Homepage-Teams hat ihren freien Samstag genutzt und sich aufgemacht, die Rallye im Selbsttest zu durchlaufen. Die gute Nachricht an die Erfinder: Alle Teammitglieder konnten der Wegbeschreibung problemlos folgen und kamen unversehrt – aber verschwitzt – wieder am Ausgangspunkt an.

 

An ein, zwei Stellen mussten die Antworten aktualisiert werden – der Vorschlag kam zugegeben schon vor einiger Zeit hier an... Und bei der Gelegenheit wurden dann auch noch ein paar Punkte ergänzt. Wenn die Herausforderung also zu groß ist: Nicht die Urheber sind schuld daran...

 

Worum geht es?

 

Diese Waldrallye oder Schnitzeljagd ist kein Wettstreit, bei dem Familien gegeneinander antreten sollen oder ähnliches. Denkt an die Abstandsregel – wir haben Corona-Pandemie. Hier geht es darum, sich mit offenen Augen in unserer schönen Landschaft zu bewegen und vielleicht ja Orte und Dinge kennenzulernen, von denen man noch gar nicht wusste.

 

Wie geht es?

 

Zunächst der Weg: Der ist leicht zu finden und in dieser Meldung bebildert sowie im PDF zum Download enthalten. Los geht es in der Dorfstraße gegenüber der Hausnummer 20 – den schmalen Seeweg hinunter zum Seeufer. Dann nach rechts zur Vakuumpumpstation, wieder hinauf zur Dorfstraße und von dort in die Belauer Straße. Biegt in den Waldweg ein und folgt dem Wanderweg nach Belau. Von dort geht es nach links durch das Nachbardorf und zurück nach Schmalensee. Ganz einfach, wenn sie da nicht wäre, ...

 

Die Aufgabe: Unterwegs sind Dinge zu erkennen, die im Fragenkatalog aufgeführt sind, der ebenfalls Bestandteil des PDF ist. Besondere Tücke: Die Fragen sind nicht in der Reihenfolge notiert, in der man sie auf dem Weg beantworten könnte. Ganz schön fies! Aber wer ein gutes Klemmbrett hat und sich einen Schriftführer wählt...

 

Und die Kontrolle?: Ob Ihr richtig gelegen habt oder nicht, das verrät Euch nicht das Licht. Sondern eine weitere Meldung zum Thema „Rallye durch den Wald“, die zeitgleich auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht wird und die Ihr erst anschauen solltet, wenn Ihr die Rallye hinter Euch gebracht, die Blasen an Euren Füßen behandelt und Hunger und Durst nach der langen Tour gestillt habt. Niemand sollte daraus anderen etwas verraten! So etwas nennt man spoilern und das ist bekanntlich uncool! Wer es trotzdem macht oder wer mit dem Antwortbogen unterwegs angetroffen wird, muss barfuß ins Bett!

 

Also Schmalenseer & Friends – haut rein und viel Spaß; den Ideengebern vielen Dank und sorry für's Verschlimmern an alle!

 

P.S.: Die Fragen wurden am 16. Mai 2020 notiert. Etwaige Veränderungen im Gelände gehen nicht auf unsere Kappe!

 

[Waldrallye - Aufgaben]

Foto zur Meldung: Achtung kniffelig: Eine Rallye durch den Wald – die Aufgabe
Foto: Die Rallye führt durch diesen Wald

Spoiler-Alarm: Die Lösungen der Rallye durch den Wald

(17. 05. 2020)

Achtung: Dies ist der Lösungsbogen zur „Rallye durch den Wald“, die sich Frauke und Henning Pape ausgedacht haben und zu deren Fragen das Homepage-Team noch ein paar Fiesigkeiten beigesteuert hat.

 

Wer die Rallye noch nicht absolviert hat, sollte jetzt noch bis zum Ende lesen, NICHT die Bilder anschauen und NICHT das PDF öffnen, das dieser Meldung beiliegt. Denn da stehen die Lösungen drin...

 

Wer's doch tut, weil er oder sie nicht beabsichtigt, auf die herausfordernde Schnitzeljagd zu gehen, befindet sich noch im grünen Bereich, solange er oder sie auch nichts weitertratscht.

 

Wer aber Lösungen ausplaudert gegenüber jenen, die den langen Marsch nach Belau und zurück noch vor sich haben, muss einen ausgeben.

 

Wer sich die Lösungen durchliest und den Weg in Angriff nimmt, muss barfuß ins Bett!

 

Also, Hand auf's Herz: Seid Ihr schon so weit, dass Ihr das PDF öffnen könnt? Ja? Dann viel Erfolg während des Abgleichs mit Euren unterwegs gemachten Notizen. Belohnen müsst Ihr Euch zwar selbst. Aber ist es nicht Lohn genug, eine schöne Wanderung unternommen zu haben?

[Waldrallye - Lösungen]

Foto zur Meldung: Spoiler-Alarm: Die Lösungen der Rallye durch den Wald
Foto: Durch diesen Wald führte die Rallye

Was ist denn das in Schmalensee? – Langbetten

(16. 05. 2020)

Eine neue Stilrichtung im Möbelbau? Eine Open-Air-Erholungsstätte für den müden (Rad-)Wanderer? Mit den Jahren sind Hinweisschilder in und um Schmalensee aufgertaucht oder mit interessanten Zusätzen versehen worden. So tragen einige die kleine ergänzende Information, dass in einer gewissen Richtung sogenannte „Langbetten“ zu finden sind. Was kann das sein?

 

Um Schmalensee war schon immer etwas los

 

Die Langbetten sind Zeugnisse frühzeitlicher Besiedelung unserer Gegend, als vom Namen „Schmalensee“ noch lange nicht die Rede war. Sie werden der Jungsteinzeit zugerechnet, wie ein Schild des Archäologischen Landesamtes auf der Kuppe des Grimmelsberges, direkt an der Straße von Schmalensee nach Tarbek verrät.

 

Die Grabstätten aus der Zeit um 3500 v. Chr. sind Überbleibsel einer Vielzahl von Langbetten auf Schmalensees Gemarkung, wie einige Karten verraten: Schon Friedrich Ernst Christian Oertling, der von 1811 bis 1837 Pastor der Kirchengemeinde Bornhöved war und für jedes Kirchspieldorf eine Karte anfertigte, nahm auf seiner Schmalensee-Karte zahlreiche rechteckige Eintragungen vor. Übernommen haben mag er diese von der Flurkarte Schmalensees aus dem Jahr 1780, die in Folge der Verkoppelung des bis dahin gemeinschaftlich bewirtschafteten Landes entstand und in der 1948 von Heinrich Göttsch veröffentlichten „Chronik von Schmalensee“ zu finden ist.

 

Alte Karten verraten Bemerkenswertes

 

Umfangreich mit der Vor- und Frühgeschichte unserer Landschaft beschäftigt hat sich Hildegard Gräfin von Schwerin von Krosigk, die 1976 ihre „Untersuchungen zum vor- und frühgeschichtlichen Siedlungsablauf am Fundbild der Gemarkungen Bornhöved – Gönnebek – Groß Kummerfeld – Schmalensee, Kreis Segeberg“ drucken ließ.

 

Alle bisher genannten Quellen sind auch Grundlage des heutigen, digital unterstützten Kartenwerks der Archäologen von Landesamt und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Letztere waren in den vergangenen Jahren in unserer Region unterwegs, allerdings im Rahmen der Erforschung bronzezeitlicher Grabhügel, von denen es in unserem Landschaftsraum noch viel mehr als Langbetten gegeben hat.

 

Viele Zeugnisse der Vorzeit wurden „plattgemacht“

 

Zwar sind die allermeisten dieser Grabhügel, Langbetten sowie noch später entstandenen Urnenfelder dem Pflug zum Opfer gefallen. Mit altem Kartenmaterial und modernsten Methoden aber bleiben sie nicht gänzlich verborgen und stehen auch schon mal einer Baumaßnahme im Weg: Wer bauen will auf solch historischem Grund, gerät leicht „in Gefahr“, eine Notgrabung der Archäologen finanzieren zu müssen.

 

Zurück zu den Langbetten auf dem Grimmelsberg, von denen man das am nächsten zur Straße gelegene problemlos zu Fuß erkunden und dort tatsächlich mit Blick in die Landschaft ausruhen kann. Verharrt man dort und genießt die Stille, so stelle man sich einfach einmal vor, welch eine Leistung der Menschen der Vor- und Frühzeit es gewesen sein muss, die schweren Findlinge zu bewegen und Gräber anzulegen.

 

Gräber sind die einzigen Zeugen der Vergangenheit

 

Interessant ist, dass die Archäologen bislang vergeblich handfeste Siedlungsreste der besagten Epochen in unserer Gegend gefunden haben. Doch legt die Vielzahl an Gräbern nahe, dass in Nähe der hiesigen Gewässer auch gesiedelt worden ist.

 

In späterer, slawischer Zeit ab dem 7. Jahrhundert n. Chr., gaben die vielen Gräber weitläufig dem Zuentifeld (Schwentinefeld), dem „heiligen Feld“ mit dem heutigen Bornhöved als Zentrum einen Namen.

 

Gräfin Schwerin von Krosigk fasste zusammen – und das spornt Archäologen, professionelle und Hobbyforscher an –, dass hier ein „bevorzugtes Siedlungsgebiet“ war: „Hier entwickelten sich auch die vermutlich überregional bedeutenden Zentren, die auf den Karten durch eine besonders starke Fundkonzentration auffallen.“

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Was ist denn das in Schmalensee? – Langbetten
Foto: Langbetten - Vielleicht ein Platz zum Ausruhen

Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 05. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Mai die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Ein Bierkrieg in Holstein?: Von einem sich anbahnenden „Bierkrieg“ ist die Rede in einem Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts am 15. Mai 1910, vor 110 Jahren. Der Bericht greif eine Zusammenkunft von Wirten im Ascheberger Gasthof Schwiddeldei auf, an der auch Wirte aus den angrenzenden Teilen des Kreises Segeberg teilnehmen. Es wird ein Verein gegründet, dessen Ziel eine Verbesserung bei der Preisgestaltung für bezogenes Bier sein soll. Höhere Steuern und gestiegene Preise der Hersteller, auch von Spirituosen, wollen die Wirte nicht mehr tragen.

 

Erfolgreiche Schmalenseer Landjugend: In Kükels findet laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 16. Mai 1960, vor 60 Jahren der 8. Kreislandjugendtag mit Wettbewerben der jungen Kälberzüchter, im Schleppergeschicklichkeitsfahren und Leistungspflügen sowie in hauswirtschaftlichen Kategorien statt. Einer der Preisrichter ist Landwirt Heinrich Wulf aus Schmalensee. Tochter Lisa Wulf, später verheiratete Griese, gewinnt einen ersten Preis in der Kälberzucht. Auch Reimer Saggau weist einen ersten Platz vor. Heinz Wilhelm Först, Lehrling bei Hans Harder, belegt in der Zucht einen zweiten Rang.

 

Wechsel an der Spitze des Dorfes: Am 20. Mai 1970, vor 50 Jahren, wählt die Gemeindevertretung in ihrer konstituierenden Sitzung Hans Voß zum neuen Bürgermeister. Voß löst Hellmut Saggau im Amt ab, der nicht mehr zu Kommunalwahl angetreten war. Mit den fünf Stimmen der Wählergemeinschaft und bei Enthaltung aller vier SPD-Vertreter wird Voß gewählt. Zum ersten stellvertretenden Bürgermeister wird Hans Christian Siebke (WGS) gewählt, der sich, wie schon zuvor Hans Voß, gegen den SPD-Kandidaten Friedrich Bollbuck durchsetzen kann. Zweiter Stellvertreter will eigentlich Jürgen Stegelmann werden, doch da er mit Bürgermeister Voß verwandt ist, tritt an seiner Stelle Hermann Griese (WGS) erfolgreich an.

 

Eine interessante Straßenkreuzung: Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt meldet am 21. Mai 1905, vor 115 Jahren, dass Halbhufner Johann Schumacher, dessen Hofstelle am 30. April 1905 abbrannte, diese nun verlegen wird. Standort soll die „Wegekreuzung an den Landstraßen Schmalensee-Tarbek und Bornhöved-Damsdorf“ sein. Bauplatz wäre eine Koppel, die Schumacher von Eduard Stegelmann erstanden hat. Da der Großteil seines Landes dann unmittelbar am Hof läge, würde dies eine Wertsteigerung der Halbhufe bedeuten. 1920 ging dieses Anwesen an Otto Schlätel, 1932 wurde es aufgeteilt. Heute wohnt dort die Familie Borchers und nebenan ist Matthias Thies Besitzer. Interessant ist die Beschreibung der Kreuzung, die heute so zu beschreiben ist: links und rechts der Tarbeker Straße gehen Feldwege ab. Einer zur Damsdorfer Straße bei Siebelts und einer ins Bornhöveder Flurstück Mang de Bargen. Letzterer war offenbar weit intensiver in Gebrauch in früheren Zeiten, wenn er 1905 als „Landstraße“ bezeichnet wurde.

 

Christdemokraten in Schmalensee: In Schmalensee wird wird am 22. Mai 1975, vor 45 Jahren, der 68. CDU-Ortsverband innerhalb des Kreisverbandes Segeberg gegründet. Initiator der Gründungsversammlung, auf der der stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU, Uwe Menke, zugegen ist, ist Hans Siebke. Er wird auch zum 1. Vorsitzenden des Ortsverbandes gewählt. 2. Vorsitzender wird Günther Brust, Schatzmeister Ewald Garber. Zu Beisitzern werden Rainer Schramm und Jürgen Stegelmann gewählt.

 

Tod durch Knüppelschläge: Am Abend des 23. Mai 1885, vor 135 Jahren, kommt es im benachbarten Stocksee zu einer Gewalttat. Ein ehemaliger Knecht des Dorfes gerät bei einem Besuch in Streit mit mehreren Knechten. Diese misshandeln ihn mit einem Knüppel derart, dass er die Besinnung verliert. Erst am 25. Mai findet sich der Schwerverletzte im Segeberger Krankenhaus ein. Durch seinen Zustand wird die Kirchspielvogtei auf den Vorfall aufmerksam, ein Major von Unruh nimmt Ermittlungen vor Ort auf. Die Stockseer Schläger werden in Polizeigewahrsam genommen. Am 27. Mai stirbt das Opfer.

 

Ein neuer Bürgermeister: Die Segeberger Zeitung meldet am 26. Mai 1955, vor 65 Jahren, dass in der konstituierenden Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung Hellmut Saggau zum Nachfolger Heinrich Hamanns ins Amt des Bürgermeisters gewählt wurde. Sein erster Stellvertreter ist Hans Voß., zweiter Stellvertreter Willi Moebs. Alle drei gehören der Wählergemeinschaft an, die alle 5 Direktmandate gewinnen konnte.

 

Kühe für die Kriegsgegner: In den nördlichen Gemeinden des Kreises Segeberg findet am 27. Mai 1920, vor 100 Jahren, der Ankauf von Rindern zur Ablieferung an die ehemaligen Kriegsgegner Frankreich und Belgien statt. Noch immer spricht die Presse dabei von Reparationen an den „Feindbund“. Ankaufsorte für die bevorzugt tragenden Tiere, die unbedingt mit haltbaren Hanfstricken versehen sein müssen, sind Tarbek, Bornhöved und Gönnebek.

 

Nicht mehr „Schmalensee über Plön“: Am 27. Mai 1990, vor 30 Jahren, wird die Gemeinde Schmalensee postalisch dem Auslieferungsbereich Neumünster zugeordnet. Das kostet die Gemeinde ihre Postleitzahl 2321. Stattdessen bekommt das Dorf die Bornhöveder Postleitzahl 2351. Die Schmalenseer mit Bürgermeister Hans Siebke an der Spitze sind nicht glücklich mit dieser Entscheidung, da sie mit viel Aufwand für die Einwohner und örtliche Gewerbetreibende verbunden ist. Siebke vermutet hinter der Maßnahme eine „Retourkutsche“, da die Kieler Oberpostdirektion vor nicht langer Zeit im Kampf um den Erhalt der Schmalenseer Poststelle unterlegen war. Die von der Post angegebenen Gründe sind wirtschaftlicher Natur: 3.841 DM spare sie für die um 300 Meter kürzere Anlieferungsstrecke zu im Ort zu verteilenden Postsendungen jährlich ein.

 

Erfolgreicher Gespannfahrer: Mit dem Leezener Reit- und Fahrturnier am ersten Pfingsttag wird am 31. Mai 1925, vor 95 Jahren, die Saison der reiterlichen Veranstaltungen im Kreis Segeberg eröffnet. Der Sieg in der schweren Einspännerabteilung geht nach Schmalensee, an „Herrn Saggaus Blenheim“. Blenheim aus dem Besitz von Ludwig Saggau wird in der Regel von dessen Sohn Hellmut gelenkt. Der spätere Bürgermeister und Wehrführer der Gemeinde Schmalensee gewinnt mit Blenheim zudem die Anfänger-Dressurprüfung. Möglicherweise hat Saggau junior seinen Erfolg im Gasthof Voß feiern wollen – dort fand am Abend ein Pfingstball statt. Aber...

 

Beim Ball wird das Messer gezogen: Während des besagten Pfingstballs im Gasthof Voß am 31. Mai 1925 kommt es zu einer Messerstecherei. Der landwirtschaftliche Arbeiter D. aus Neumünster hatte bereits vor mehreren Jahren mit dem Hofbesitzersohn S. aus Schmalensee eine Auseinandersetzung gehabt und war seitdem nicht gut auf diesen zu sprechen. Während des Tanzvergnügens geraten beide in einen Wortwechsel. D. zieht plötzlich sein Messer und sticht blindlings auf S. und den herbeieilenden Schmalenseer H. ein. Beide Schmalenseer tragen mehrere schwere Stiche in der Brust, an der Stirn und an der Hand davon. Zeugenaussagen entkräften später vor Gericht D.'s Leugnung der Täterschaft. Er wird vom Schöffengericht Neumünster zu sieben Monaten Haft verurteilt. Seine Berufung wird im Oktober 1927 von der Kieler Strafkammer verworfen.

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Richard Saggau sucht Schafscherer SKTB 16.05.1940

Holstenhallen Neumünster ein zweites Mal Blutspende-Hotspot vom 18. bis 20. Mai 2020

(14. 05. 2020)

Das Coronavirus und die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung seiner raschen Ausbreitung hatte seit März einige Termine des Blutspendedienstes Nord-Ost des Deutschen Roten Kreuzes in den Landgemeinden gestoppt. Mit Erfolg wurde zwischen Mitte März und Anfang April in den Holstenhallen Neumünster ein Blutspende-Hotspot betrieben.

 

Nun laufen zwar auch lokal wieder die Blutspende-Aktionen des DRK an, doch angesichts der wieder steigenden Zahl von Behandlungen und Operationen in den Kliniken, die zum Teil mehrere Wochen in einer Art „Corona-Bereitschaft“ verharrten, ist nun wieder mit einem erhöhten Bedarf an Spenderblut zu rechnen. Deshalb wird in Ergänzung zu den Lokalterminen die „Blutspendezentrale“ (Holsteinischer Courier am 14. Mai 2020) erneut geöffnet.

 

Die Termine in den Holstenhallen, Justus-von-Liebing-Straße 2-4, finden statt am Montag, 18. Mai; Dienstag, 19. Mai und Mittwoch, 20. Mai – jeweils von 14 bis 18 Uhr. Die Spender werden gebeten, ihren Personalausweis mitzubringen.

 

Wer Erkältungssymptome zeigt, Fieber und Durchfall hat, soll bitte zu Hause bleiben.

 

Alle Spender werden aufgefordert, sich einen Termin zur Abgabe des Lebenssaft zu reservieren: Im Internet unter www.blutspende-nordost.de oder unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 11 949 11 (montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr besetzt).

 

Die Abläufe in den Holstenhallen folgen einem Hygienkonzept zum Schutz der DRK-Helfer und der Spender: Zugangskontrolle – Kurzanamnese – Fiebermessen – Desinfektion – Tragen von Mundschutz – größtmögliche „Vereinzelung“ durch Abstände. Alle Spender erhalten eine Mund-Nasen-Abdeckung.

Foto zur Meldung: Holstenhallen Neumünster ein zweites Mal Blutspende-Hotspot vom 18. bis 20. Mai 2020
Foto: Holstenhallen Neumünster ein zweites Mal Blutspende-Hotspot vom 18. bis 20. Mai 2020

Coronavirus: Wiederöffnung der DRK-Kleiderstube im „Alten Amt“ am 20. Mai

(14. 05. 2020)

Wieder öffnen wird die Kleiderstube des Ortsvereins Amt Bornhöved im Deutschen Roten Kreuz – wenn auch unter durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen. Am Mittwoch, 20. Mai 2020, ist es soweit.

 

Untergebracht ist die Kleiderstube im „Alten Amt“, dem früheren Verwaltungsgebäude des Amtes Bornhöved, in der Lindenstraße 5 in Bornhöved; zu erreichen über den Hintereingang.

 

Die Öffnungszeiten sind an jedem ersten Mittwoch des Monats von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr sowie an jedem dritten Mittwoch im Monat von 16 Uhr bis 18 Uhr. Auch Anproben sind unter Beachtung eines vom DRK erarbeiteten Hygienekonzeptes wieder möglich.

 

In der aktuellen Ausgabe des Blickpunkt Bornhöved (14. Mai 2020) weist das Team der DRK-Kleiderstube darauf hin, dass sich auf Grund der Dynamik der Situation an den Öffnungszeiten und Möglichkeiten kurzfristige Änderungen ergeben könnten.

 

Einschränkungen und Besonderheiten wegen Covid-19

 

In der Kleiderstube gelten im Rahmen der Corona-Krise einige Besonderheiten und Einschränkungen. So besteht in der Kleiderstube Maskenpflicht. Es darf sich nur maximal eine Kundin bzw. ein Kunde in der Kleiderstube aufhalten – Begleitpersonen können nicht eingelassen werden. Kleiderspenden werden bitte vor der Eingangstür zur Kleiderstube abgelegt und natürlich ist den Anweisungen des DRK-Personals am Eingang Folge zu leisten.

 

Weiterhin keine Krebs-Selbsthilfegruppe

 

Wegen der Corona-Krise können bis auf weiteres keine Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe stattfinden. Aber Frau Schlicht steht weiter telefonisch beratend zur Seite unter 04323/8393.

 

Blutspenden ab Juni wieder möglich

 

Drei Blutspende-Termine sind für dieses Jahr festgelegt worden: Am 30. Juni, 22. September und 24. November besteht jeweils von 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr in den Räumen der Sventana-Schule Bornhöved (Jahnweg 6) die Möglichkeit, beim DRK den wichtigen Lebenssaft zu spenden.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Wiederöffnung der DRK-Kleiderstube im „Alten Amt“ am 20. Mai
Foto: Coronavirus: Wiederöffnung der DRK-Kleiderstube im „Alten Amt“ am 20. Mai

Vogelzählung durch den NABU: Sorge um die Blaumeisen

(13. 05. 2020)

Bei der Vogelzählaktion vom Naturschutzbund (NABU) Schleswig-Holstein rund um den Muttertag, zu der auch auf dieser Homepage aufgerufen worden war, konnte eine Rekordbeteiligung verzeichnet werden. 5.600 Schleswig-Holsteiner haben daran teilgenommen, fast 2.000 mehr als im Vorjahr. Am häufigsten beobachtet wurde einmal mehr der Haussperling in Gärten, auf Balkonen und Plätzen.

 

Deutschlandweit haben sich laut NABU über 120.000 Menschen an der „16. Stunde der Gartenvögel“ beteiligt, heißt es in einer Mitteilung vom 12. Mai 2020.

 

Danach liegt in der Häufigkeit der Beobachtungen hinter dem Haussperling auf Platz 2 die Amsel. Dahinter folgen der Feldsperling, die Kohlmeise und, auf Rang 5, die Blaumeise.

 

Blaumeisen-Sterben bereitet Sorge

 

Der Blaumeise galt ein Hauptaugenmerk, denn seit Anfang März hatte der NABU vermehrt Berichte über kranke und gestorbene Blaumeisen erhalten. Das „Blaumeisen-Sterben“ habe sicherlich seinen Beitrag zur Rekordbeteiligung an der Vogelzählaktion beigetragen, die Berichte darüber hätten Betroffenheit ausgelöst. Auch hier im Norden, wo zwar ein geringerer Rückgang in der Blaumeisen-Population registriert werde, aber die Zahl der gemeldeten Beobachtungen noch nie so niedrig gewesen sei wie in diesem Jahr. Bundesweit gehen die Naturschützer davon aus, dass von etwa 7,9 Millionen erwachsenen Blaumeisen ungefähr 300.000 wegen des Bakteriums Suttonella ornithocola gestorben sind.

 

33 Vogelarten tummeln sich in Gärten

 

Im Durchschnitt, so der NABU, seien in diesem Jahr innerhalb einer Stunde 33 Vogelindividuen beobachtet worden. Das klingt nach Vielfalt, bedeutet aber den niedrigsten Wert seit Beginn der Zählungen. Bei den oben genannten Top-5 der heimischen Gartenvogelwelt ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr festzustellen.

 

Als „große Verlierer dieses Jahres“ bezeichnet der NABU bundes- und landesweit neben der Blaumeise auch den Star und den Grünfink. Größte Sorgenkinder bleiben Mehlschwalbe und Mauersegler – sie sind noch immer weit entfernt von früheren Bestandszahlen. Zunehmende Zahlen gibt es bei der Ringeltaube und der Türkentaube sowie beim Eichelhäher.

 

Noch bis zum 18. Mai 2020 können unter www.stundedergartenvoegel.de Beobachtungen gemeldet werden. Dort sind auch Zählergebnisse nachzulesen und Jahresvergleiche möglich.

 

Nächstes Zählprojekt: Insekten

 

Wer Lust an Zählaktionen dieser Art gewonnen hat, sollte sich den 29. Mai 2020 vormerken. Dann startet die nächste Citizen-Science-Aktion des NABU, der Insektensommer.

 

 

Foto zur Meldung: Vogelzählung durch den NABU: Sorge um die Blaumeisen
Foto: Blaumeise

Coronavirus: Landespolizei zum Mund-Nasen-Schutz

(13. 05. 2020)

Die Landespolizei Schleswig-Holstein teilt am 6. Mai 2020 mit:

 

Zum eigenen Schutz und dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat auch die Landespolizei Hygienemaßnahmen weiter angepasst.

 

Wenn Bürgerinnen und Bürger Polizeidienststellen aufsuchen, bitten wir um das Mitführen und Aufsetzen des Mund-Nasen-Schutzes, wie es auch u.a. im Öffentlichen Personennahverkehr vorgeschrieben ist. Auf den Dienststellen werden grundsätzlich weitere geeignete Schutzvorkehrungen getroffen, wie zum Beispiel die Installation von Plexiglasscheiben.

 

Für Polizistinnen und Polizisten besteht keine andauernde Trageverpflichtung des Mund-Nasen-Schutzes, dieser wird aber grundsätzlich dann getragen, wenn aufgrund der dienstlichen Tätigkeit absehbar der Abstand zwischen Polizeibediensteten und Bürger auf unter 1,5 m reduziert wird, Polizeibedienstete sich in geschlossenen Räumlichkeiten mit einer größeren Anzahl an Menschen aufhalten müssen oder wenn aufgrund erlassener Rechtsverordnungen der Landesregierung bzw. von Ministerien im Einzelfall oder generell eine Tragepflicht besteht.

 

Unabhängig vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes greifen die Polizeibeamtinnen und -beamten bei entsprechendem taktischen Bedarf auch auf weitergehende Schutzausrüstung wie zum Beispiel FFP2/FFP3-Masken zurück.

 

Für Bürgerinnen und Bürger besteht fortlaufend und 24 Stunden am Tag die Möglichkeit, Anzeigen auch online zu erstatten. Die Onlinewache ist erreichbar über die Homepage der Landespolizei: www.polizei.schleswig-holstein.de.

 

Wichtig hierbei: Im Notfall 110 wählen! Wenn Sie sich bedroht fühlen, Täter noch am Werk sind oder eine andere konkrete Gefahr besteht, scheuen Sie sich nicht, sofort den Notruf der Polizei zu wählen.“

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Landespolizei zum Mund-Nasen-Schutz
Foto: Polizeiabzeichen SH alt

Naht das Ende des Erwerbslebens? Rentenantrag nicht vergessen

(12. 05. 2020)

Die Deutsche Rentenversicherung Nord wendet sich mit einer Mitteilung vom 4. Mai 2020 an alle, die sich altersbedingt dem Ende der Erwerbstätigkeit nähern:

 

Eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird nicht automatisch geleistet - sie muss beantragt werden. Wer also in Rente gehen möchte, sollte rechtzeitig vor dem Ende des Erwerbslebens einen Antrag stellen und dabei alle notwendigen Unterlagen einreichen.

 

Wir empfehlen, dass Versicherte ihren Rentenantrag etwa drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn stellen", erläutert Sebastian Bollig von der Deutschen Rentenversicherung Nord. Insbesondere wenn zeitweise im Ausland gearbeitet wurde, sollte vorher geprüft werden, ob bei der Rentenversicherung bereits alle Unterlagen vorliegen oder ob noch Lücken im Versicherungsverlauf bestehen. Ein wichtiger Hinweis: Wird der Antrag zu spät gestellt, kann die Rente für zurückliegende Monate nicht nachgezahlt werden.

 

Wer seinen Rentenantrag selbst ausfüllen möchte, kann dieses im Internet mit den Online-Diensten der Deutschen Rentenversicherung tun. Wird jedoch Hilfe beim Ausfüllen des Antrags benötigt, stehen die Mitarbeiter der Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Nord auch in der aktuellen Krise zur Verfügung.

 

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen Anträge gerne zusammen mit Ihnen direkt am Telefon auf“, sagt Sebastian Bollig. Weitere Informationen erteilt die Deutsche Rentenversicherung Nord telefonisch unter der kostenlosen Servicenummer 0800 1000 480 22 oder im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-nord.de.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 25 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,2 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

 

Foto zur Meldung: Naht das Ende des Erwerbslebens? Rentenantrag nicht vergessen
Foto: Deutsche Rente Nord

Coronavirus: Kann der Gasthof Voß wieder öffnen?

(11. 05. 2020)

Die Ankündigungen von Ministerpräsident Daniel Günther haben in Schmalensee und der Umgebung Hoffnung und Vorfreude ausgelöst, denn der Gasthof Voß könnte, wie alle Restaurantbetriebe im Land, wieder seine Tür öffnen – natürlich unter Corona-Auflagen. Und die stehen einer zumindest schnellen Öffnung eventuell im Wege.

 

Lockerungen gelten ab 18. Mai

 

Restaurants, Hotels und Ferienhäuser dürfen in Schleswig-Holstein ab Montag, 18. Mai 2020 unter Auflagen wieder öffnen. Es gebe für die Gastronomie keine Kapazitätsgrenze, die Betriebe müssten aber für die Einhaltung der Abstandsregeln sorgen, Hygienekonzepte haben und um 22 Uhr schließen, sagte der Ministerpräsident am 7. Mai im Kieler Landtag. Wer sich an die Vorgaben halte, habe die Möglichkeit, die Gastronomie zu öffnen – im Innen- sowie im Außenbereich.

 

Konkreter sehen laut bisheriger Presseberichterstattung die Auflagen für die Gastronomie vor, dass sich maximal 50 Personen in einem Raum aufhalten dürfen. Es sind jedoch Tische für zwei Personen vorzusehen. Gruppen dürfen auch zusammensitzen, wenn alle Personen aus zwei Haushalten oder Wohngemeinschaften stammen oder eine Familie nicht mehr als zehn Mitglieder hat.

 

Noch viele Fragen zum Hygienekonzept

 

Weiterhin gilt, dass Gäste grundsätzlich reservieren müssen und dass sämtliche Gästenamen mit Anschriften und Kontakttelefonnummern zu erfassen sind. Im Falle einer auftretenden Infektion bei einem Gast (oder Mitarbeiter) könnte der Infektionsschutz des Kreises so möglichst schnell alle Kontaktpersonen ermitteln.

 

Zwischen Gästegruppen ist ein Abstand von mindestens 1,50 Meter Pflicht. Ob bei einer Rücken-an-Rücken-Platzierung zwischen Tischgruppen eine sogenannte (Spuck-)Schutzwand aufgestellt werden muss, ist eher unwahrscheinlich; ob die Mitarbeiter des Gasthofs durchgängig Mund-Nasen-Abdeckung tragen müssen, noch unklar.

 

Weitere Informationen zu Details eines von jedem Betrieb geforderten Hygienekonzeptes erhofft sich Annegret Voß in den nächsten Tagen von Seiten des Kreises Segeberg und der Dehoga. Die hat am 8. Mai Empfehlungen für ihre Mitglieder im Hotel- und Gaststättengewerbe ausgesprochen, die sich in den entsprechenden Verordnungen und Allgemeinverfügungen von Land und Kreis niederschlagen könnten.

 

Viele kleine Auflagen bedeuten eine immense Herausforderung

 

Kaum war die Nachricht von den Lockerungen in der Welt, trudelten schon die ersten Anfragen im Gasthof Voß ein. Aber Familienfeiern – mit Personen aus mehr als zwei Haushalten? Lockere Runden, die sich bevorzugt am Tresen sammeln? „Das geht ja alles noch gar nicht“, bedauert Annegret Voß, die auf Geduld und Verständnis hofft, auch der Stammkunden.

 

Denn die stets nachgefragten Buffet-Arrangements, die geselligen Runden auf engem Raum, Skat-Treffs – die passen vorerst ebenso wenig ins Bild der Corona-Auflagen wie die kurzentschlossene Einkehr einer Radfahrergruppe, die mal eben ein schnelles Alsterwasser zum Auffüllen des inneren Akkus stürzen will. Der Betrieb eines Gasthofs in Zeiten von Corona kann für Gäste wie Betreiber nicht spontan und locker gehandhabt werden.

 

Großer Gasthof, aber in den Räumen wird es eng

 

Der Gasthof Voß, seit 1907/08 in Familienbesitz, erfreut sich großer Beliebtheit sowohl unter den Einheimischen der Region als auch unter Touristen und Tagesgästen. Da es Landgasthöfe leider in abnehmender Zahl in unserer Gegend gibt, sind Gaststube, Klubraum und „Gelbes Zimmer“ in Nicht-Coronazeiten auch schon mal unter der Woche sehr gut mit Gästen gefüllt.

 

Angesichts der Abstandsregeln könnte es da zum Problem werden für die Wirtin und ihr Team, möglichst viele Kundenwünsche zu erfüllen. Insbesondere nach vielen Wochen des Verzichts auf leckere Voß-Pommes und Schmalenseer Schnitzel. Ausweichmöglichkeiten gäbe es auf der Außenterrasse sowie der Rasenfläche hinter dem Haus.

 

Gemeinde Schmalensee macht den Saal frei

 

Den zusätzlichen Raumbedarf, um Gasthof-Besucher möglichst aufgelockert an die Tische zu bringen, hat auch die Schmalenseer Gemeindevertretung erkannt. In einer Blitzaktion sprachen sich alle Vertreterinnen und Vertreter beider Fraktionen dafür aus, den Gemeindeaal bis auf Weiteres kostenlos dem Gasthof Voß zur Nutzung zu überlassen. „Das ist eine ganz tolle Aktion“, zeigte sich Annegret Voß vom Engagement der Kommunalpolitiker gerührt.

 

Wir sagen seit Jahren, dass unser Gasthof das Herzstück des Dorfes ist und wir ihn unbedingt erhalten wollen“, sagte Bürgermeister Sönke Siebke, als er am 10. Mai Annegret Voß symbolisch den Saalschlüssel übergab. (Was gar nicht nötig gewesen wäre, denn natürlich hat unsere Wirtin selbst einen Saalschlüssel. Allerdings ist die Gemeinde seit Jahren Pächter der Räumlichkeit – der symbolische Akt war also auch ein rein formeller.)

 

Der Gemeindesaal erfreut sich großer Beliebtheit

 

Ohne Gemeindesaal kann man sich Schmalensee kaum vorstellen: Seitdem Ludwig Saggau 1902 den Anbau an den Gasthof tätigte, fanden hier Bälle, Familienfeiern, Diskotheken, Vorträge, politische Veranstaltungen, Kinderfeste und vieles mehr statt. In den Hochzeiten der Tagesbusreisen kehrten ganze Gruppen hier ein und wurden auf dem Parkett des Saals verpflegt und umsorgt, später dann wurde das Pachtverhältnis geschlossen, insbesondere um den Vereinen des Dorfes einen Versammlungs- und Veranstaltungsraum zu bieten.

 

Ob, wie und wann Annegret den Gasthof in der Corona-Pandemie nun öffnen wird, kann sie derzeit noch nicht sagen. Noch gibt es viele Unklarheiten und auch ein bisschen die Sorge, zu viele Wünsche der vielen bekannten Kunden und Gäste nicht zufriedenstellen zu können. Und das ist auch verständlich, denn die Sorge steht im Raum, dass mancher glaubt, der „Normalzustand“ aus Vor-Corona-Zeiten sei da. Aber darauf müssen wir wohl noch lange warten.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kann der Gasthof Voß wieder öffnen?
Foto: Der Gasthof Voß in Schmalensee könnte ab 18. Mai öffnen - unter strengen Auflagen

Renovieren, Heizen, Energiesparen – Beratung durch die Verbraucherzentrale

(11. 05. 2020)

Die Energieexperten der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sind auch in der Corona-Krise weiterhin für alle Fragen telefonisch und online erreichbar. Im Internet werden Vorträge am 12. Mai und am 19. Mai angeboten.

 

Mitteilung der Verbraucherzentrale vom 6. Mai 2020:

 

Wir bleiben zuhause, ist ein Statement während der Corona-Zeit. Einige befinden sich deshalb zurzeit im Home-Office und andere haben Zeit sich um liegengebliebene Projekte zu kümmern, wie fällige Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten am Haus. Ratsam ist es bei anstehenden Renovierungen auch gleich mögliche Maßnahmen zur Energieeinsparung mitzudenken. Dazu fallen einige Fragen an: Welche Fenster sind die Richtigen? Wie dick muss die Dämmung sein? Ist mein Energieverbrauch normal? Bekomme ich Fördermittel für meine Sanierung oder berät mich jemand unabhängig beim Hauskauf?

 

Die Verbraucherzentrale hat seit über 40 Jahren die passende Beratung für alle Fragen rund um das Thema effiziente Energienutzung und erneuerbare Energien.

 

Energiefragen online oder per Telefon klären

 

Mit Online-Beratung (https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/onlineberatung/) und der Telefon-Hotline (0800 – 809 802 400, kostenfrei aus allen Netzen) bietet die Verbraucherzentrale trotz der Krise weiterhin diverse Möglichkeiten, Fragen rund um die Themen Energie sparen, Heizungstausch, Sanieren und Bauen, Förderungen sowie Nutzung von erneuerbaren Energien mit hoch qualifizierten Fachleuten zu besprechen.

 

Kostenfreie interaktive Online-Vorträge: Vom Sofa aus können die Teilnehmer Live-Vorträge von Energieberatern der Verbraucherzentrale verfolgen und Fragen stellen. Wer nicht unter seinem echten Namen teilnehmen will, kann sich mit einem Pseudonym anmelden. Teilnahme per Computer oder Live-Stream per Smartphone.

 

Online-Vortrag: „Wärmeschutz im Altbau und Denkmal“

Am Dienstag, 12. Mai 2020 von 18:30 bis 19:30 Uhr

 

Online.Vortrag: Steck die Sonne ein! Solarstrom vom Balkon

Am Dienstag, 19.Mai 2020 von 18 bis 19 Uhr

 

Weitere Online-Vorträge und Anmeldung unter:

https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/online-vortraege/ und https://www.verbraucherzentrale.sh/veranstaltungen“

 

Foto zur Meldung: Renovieren, Heizen, Energiesparen – Beratung durch die Verbraucherzentrale
Foto: Verbraucherzentrale SH

Fachkraft werden – Das Handwerk wirbt um Azubis

(11. 05. 2020)

Corona-Pandemie hin oder her – Das Handwerk hat schon vor Beginn der Ausbreitung des neuartigen Virus über einen Mangel an Auszubildenden geklagt. Nun startet die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein eine erneute Offensive. Denn: Es sind noch Ausbildungsplätze frei.

 

Mitteilung der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein vom 5. Mai 2020:

 

Schon mal darüber nachgedacht, was man aus der derzeitigen Krisenlage lernen konnte? Richtig, „systemrelevante“ Mitbürger*innen werden gebraucht. Und dazu zählen Handwerker. Egal, ob Maurer oder Zimmermann, Dachdecker, Tischler oder Elektriker, alle konnten und durften weiter arbeiten.

 

Krisensicherer Job nennt man das. Und wenn wir jetzt mal ganz vorsichtig in die Kristallkugel schauen, dann werden wir wohl auch in Zukunft nicht ohne solche Krisen, ob berechtigt oder nicht, auskommen. Also, warum nicht dazugehören? Das Handwerk bietet für alle Tätigkeiten, die zu ihm oder ihr passen. Unter www.ausbildung-statt-schule.de haben wir eine Auswahl an Informationen und freie Ausbildungsplätze bereitgestellt. Einfach stöbern und bei Interesse den Handwerksbetrieb anrufen. Unsere Handwerksbetriebe sind immer auf der Suche nach guten neuen Mitarbeiter*innen. Skype haben die meisten auch, damit man schon beim ersten Mal einen guten Eindruck machen kann. Übrigens Handwerk ist auch Teamarbeit.

 

Nebenbei, das Gerücht, dass man im Handwerk nichts werden kann, hat noch nie gestimmt. Klar kann man schon als Geselle gut verdienen, aber da ist noch viel Luft nach oben. Meister – Techniker – Ingenieur – Architekt! #Einfachmachen

 

Darum liebe Schüler*innen: Wie wäre es mit einem Job, der Spaß macht und bei dem man jeden Tag sehen kann, was man geschafft hat?!

 

Die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein berät alle Schüler*innen zur Ausbildung im Handwerk und vermittelt freie Ausbildungsplätze. Kontaktdaten unter www.handwerk-mittelholstein.de

 

Wir wollen Zukunft gestalten – gemeinsam mit Ihnen!“

Foto zur Meldung: Fachkraft werden – Das Handwerk wirbt um Azubis
Foto: Kreishandwerkerschaft Mittelholstein

Coronavirus: Teil-Öffnung der Kreisverwaltung am 11. Mai 2020

(10. 05. 2020)

Die Kreisverwaltung und ihre Außenstellen sind ab Montag, 11. Mai, in Teilen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Allerdings finden nach wie vor keine offenen Sprechstunden statt. Für Bürger*innen bedeutet das, vor einem Besuch telefonisch oder per E-Mail einen Termin mit dem/der zuständigen Sachbearbeiter*in zu vereinbaren. Nur Besucher*innen, die eine schriftliche Terminbestätigung vorlegen können und auf einer Terminliste stehen, werden eingelassen. Besucher*innen warten vor dem Haupteingang und werden kurz vor Beginn des Termins nacheinander eingelassen.

 

Für einen Besuch gelten feste Regeln: Unmittelbar hinter der Haupteingangstür muss eine Schutzmaske aufgesetzt und die Hände müssen desinfiziert werden. Falls keine eigene Schutzmaske vorhanden ist, erhalten Besucher*innen einen Einmal-Schutz vor Ort. Wer das Tragen einer Schutzmaske ablehnt, wird im Rahmen des Hausrechts nicht eingelassen.

 

Pro Termin ist maximal eine weitere zwingend notwendige Begleitperson zulässig. Dazu gehören beispielsweise Dolmetscher*innen, Anwält*innen, Betreuer*innen oder ein Elternteil sowie ein Kind bei Schuleingangsuntersuchungen.

 

Wenn ein Termin beendet ist, müssen Besucher*innen die Kreisverwaltung selbstständig auf dem schnellsten Wege durch das Foyer wieder verlassen. Das Foyer ist kein Wartebereich, sodass auch hier kein Aufenthalt gestattet ist.

 

Termine sind montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12 Uhr möglich. Wer seine*n zuständige*n Sachbearbeiter*in nicht kennt, kann sich telefonisch hier melden: 04551 951-0.

 

Quelle: Mitteilung Kreis Segeberg 08.05.2020

Foto zur Meldung: Coronavirus: Teil-Öffnung der Kreisverwaltung am 11. Mai 2020
Foto: Coronavirus: Teil-Öffnung der Kreisverwaltung am 11. Mai 2020

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt

(10. 05. 2020)

Diese Info ist wichtig für alle, die in der 22. Kalenderwoche Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten.

 

Der den BLICKPUNKT druckende khm-Verlag hat wegen des Himmelfahrtstages eine geänderte Annahmezeit angekündigt:

 

Für die 22. Kalenderwoche 2020 mit Erscheinungstag Donnerstag, 28. Mai 2020, müssen Beiträge bis Mittwoch, 20. Mai 2020 vorliegen.

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved () bis 9 Uhr einzureichen.

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt
Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt

Coronavirus: Kfz-Zulassung nur nach Online-Terminvergabe

(09. 05. 2020)

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation finden derzeit keine offenen Sprechzeiten in der Kreisverwaltung statt. Das gilt auch für die KFZ-Zulassungsdienststellen in Bad Segeberg und Norderstedt. All jene, die ein Fahrzeug an- oder ummelden möchten, können das Online-Terminangebot nutzen. KFZ-Zulassungsstellenleiter Bernd Gaden bittet, von telefonischen Terminanfragen abzusehen. „Wenn online kein Termin mehr verfügbar ist, können wir leider auch am Telefon keinen mehr vergeben“, sagt er.

 

Eine Terminvergabe ist bis zu maximal zwei Wochen im Voraus möglich. Die 14 Tage rechnen sich jeweils vom jeweiligen Arbeitstag – also heute +14 Tage. Neue Termine werden täglich automatisiert gegen 19 Uhr freigeschaltet.

 

Außerbetriebsetzungen und Anschriftenänderungen können vorübergehend auf dem Postweg beantragt werden. Die Schreiben sind dabei ausschließlich an folgende Adresse zu richten: Kreis Segeberg, KFZ-Zulassungsstelle, Hamburger Straße 30, 23795 Bad Segeberg (gilt auch für Norderstedt).

 

Außerbetriebsetzungen sind zudem seit Kurzem auch online möglich unter https://serviceportal.schleswig-holstein.de/Verwaltungsportal/Service/Entry/IKFZ

 

Auf der Internetseite des Kreises Segeberg finden Bürger*innen alle Informationen, die Sie rund um die KFZ-Zulassung wissen müssen und möchten“, so Gaden, der sich wünscht, dass seine Mitarbeiter*innen künftig weniger Telefonate zum Thema „Terminvergabe“ führen müssen, sodass die dadurch eingesparte Zeit für Terminkund*innen zur Verfügung stehen kann.

 

Quelle: Mitteilung Kreis Segeberg vom 08.05.2020

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kfz-Zulassung nur nach Online-Terminvergabe
Foto: Coronavirus: Kfz-Zulassung nur nach Online-Terminvergabe

Drei Tage lang Stunde der Gartenvögel

(08. 05. 2020)

Vogelfreunde können an diesem Wochenende viel für Gartenvögel tun: Vom 8. bis 10. Mai 2020 findet deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt. Der NABU ruft gemeinsam mit der NAJU dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

 

Unsere Stunde der Gartenvögel hatte in den vergangenen Jahren starke Teilnehmerzuwächse zu verzeichnen. Über das große Interesse an der heimischen Natur freuen wir uns sehr“, so Marco Sommerfeld, Referent für Vogelschutz beim NABU Hamburg. „Je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die gewonnenen Ergebnisse.“ Teilnehmen kann jede*r – besonders in Zeiten von Corona eine tolle Möglichkeit, die Natur zu entdecken!

 

Und so funktioniert es: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte.

 

Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115.

 

Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-App Vogelwelt, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 18. Mai.

 

Wer gern dauerhafter Gastgeber für Vögel sein möchte, der kann Vögeln im Garten einen Brutplatz schaffen. Der Optimalfall sind natürliche Nistgelegenheiten wie eine Fassadenbegrünung, immergrüne Gehölze und hohle Bäume. Besonders wertvoll sind Hecken: Sie bieten nicht nur Brutmöglichkeiten, sondern mit ihren Früchten auch Nahrung.

 

Außerdem sind ihre Dornen und Stacheln ein natürlicher Schutz vor Fressfeinden. Am besten eignen sich dabei heimische Arten wie Weißdorn. In Zeiten fehlender natürlicher Brutmöglichkeiten sind viele Tiere aber auf künstliche Nisthilfen angewiesen. Auch hier gibt es einiges zu beachten: Welcher Vogel benötigt welchen Nistkasten, welcher Vogel brütet lieber allein und welcher braucht Gesellschaft? Hier sollte man sich vorher schlau machen – im Internet unter www.NABU-Hamburg.de/gartentipps.

 

Im Sommer hilft man seinen gefiederten Gästen, indem man eine Vogeltränke aufstellt, denn wo viel gesungen wird, muss auch die Kehle befeuchtet werden. Nebenbei dient das Wasser auch der Körperhygiene und als erfrischendes Nass bei heißen Temperaturen. Wer den Vögeln dieses Wellnesspaket bieten möchte, füllt einfach eine flache Schüssel mit Wasser und bringt sie gut ansteuerbar im Garten oder auf dem Balkon unter.

 

Wichtig: Das Gefäß sollte etwas erhöht stehen, damit Katzen hier nicht leichte Beute haben, und es sollte regelmäßig gereinigt werden, um zu vermeiden, dass sich Infektionen ausbreiten können.

 

Quelle: Pressestelle NABU Hamburg 07.05.2020

 

Foto zur Meldung: Drei Tage lang Stunde der Gartenvögel
Foto: Blaumeise

Fahrradschloss gefunden – Wer sucht es?

(07. 05. 2020)

Bereits am Montag, 4. Mai 2020, ist im Bereich der Badestelle am Schmalensee ein Fahrradschloss gefunden worden. Es habe im Bereich der Ecke Seeweg/Wanderweg, am nördlichen Ende der Badestelle in Richtung Pumpstation, über einem Schild gehangen.

 

Der Zustand des Schlosses lässt darauf schließen, dass das Schloss schon länger unbenutzt geblieben ist. Ein Schlüssel ist nicht dabei.

 

Da der Finder das Schloss beim Homepage-Team abgegeben hat, erfolgt dieser Hinweis. Der Besitzer – anhand des Schlüssels wird er oder sie das problemlos nachweisen können – möge sich über das Kontaktformular dieser Homepage melden.

 

Wenn es keine Meldungen gibt, geht das Schloss in ca. einer Woche ins Fundbüro beim Amt Bornhöved.

 

In eigener Sache:

 

Das Fundbüro ist im übrigen die eigentliche Adresse für Funde. So wie die Gemeinde-Homepage nicht das amtliche Mitteilungsblatt bei Veröffentlichungen ersetzt, ist das Homepage-Team nicht das örtliche Fundbüro.

 

Ein Schlüsselfund vor einigen Tagen war vor Abgabe beim Homepage-Team zuerst abgesprochen worden. In der Gewissheit, wenige Tage nach Bekanntgabe den Schlüssel einem Mitarbeiter der Verwaltung übergeben zu können, wurde der Schlüsselbund angenommen.

 

Es ist nicht zielführend, wenn Fundgegenstände zuerst bei Angehörigen des Homepage-Teams in den Briefkasten geworfen werden und diese sich die zusätzliche Arbeit machen müssen, Gegenstände zum Fundbüro zu bringen. Das das nicht böser Wille sondern nur gut gemeint ist, wissen wir. Aber bitte sprecht solches im Vorwege ab – nicht danach.

Foto zur Meldung: Fahrradschloss gefunden – Wer sucht es?
Foto: Fahrradschloss an der Badestelle gefunden

Ab auf Schaukel und Wipper: Schmalensees Spielplätze wieder offen

(06. 05. 2020)

Am heutigen 6. Mai war es soweit: Das Flatterband wurde am Morgen entfernt und die Spielgeräte an der Badestelle am Schmalensee sowie auf dem Bolzplatz sind wieder freigegeben. Seit dem 19. März durften die Spielgeräte im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung einer Ausbreitung des Coronavirus nicht benutzt werden. Nicht für die Öffentlichkeit freigegeben ist der Spielplatz auf dem Sportgelände – dieser ist der Kita Eris Arche vorbehalten, deren Außenstelle im Sportlerheim eine Notbetreuung anbietet.

 

Aber auch jetzt noch gelten selbstverständlich grundsätzliche Regeln, wie überall im öffentlichen Raum. Dass diese eingehalten werden – auch von den Kindern –, liegt in der Verantwortung der Eltern.

 

Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin

 

So dürfen die Spielgeräte bitte nur von jeweils einem Kind zur Zeit genutzt werden. Die Abstandsregel von 1,5 Metern gilt auch auf den Spielplätzen. Kontakte zu Angehörigen der Risikogruppen sollen gemieden werden und Ansammlungen – von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – sind untersagt. Nach dem Spielplatzbesuch ist gründliches Händewaschen angesagt. Schilder mit entsprechendem Wortlaut wurden angebracht.

 

Nicht explizit auf besagten Schildern aufgeführt aber ebenfalls dringen empfohlen: Bitte nicht im Bereich der Spielplätze picknicken. Wer krank ist oder Krankheitssymptome zeigt, meidet bitte die Spielplätze. Kinder dazu anhalten, sich nicht ins Gesicht zu fassen und, wenn sie niesen oder husten müssen, dies in die Armbeuge tun. Gerade für den Bolzplatz gilt: Unterlasst Kontaktsport. Wer Fußball mit anderen spielen will, sollte bevorzugt Elfmeterschießen praktizieren, nicht das Spiel von Tor zu Tor.

 

Aber hoffentlich kehrt dennoch der Spaß zurück

 

Lauter Regeln und Vorschriften, die gerade für die Kleinsten sicher nur schwer nachzuvollziehen sind. Aber es gilt weiterhin, Vernunft zu üben – wir sind noch nicht wieder im Normalzustand. Bleibt zu wünschen, dass durch das Öffnen der Spielplätze ein bisschen mehr Abwechslung in den Alltag der Lütten zurückkehrt und sie trotz der Auflagen Spaß an den Spielgeräten haben.

 

[Aushang Nutzung Spielplatz unter Corona-Regeln 06.05.2020]

Foto zur Meldung: Ab auf Schaukel und Wipper: Schmalensees Spielplätze wieder offen
Foto: Spielplätze in Schmalensee wieder offen

Mit dem Staubsauger den Seegrund gereinigt

(06. 05. 2020)

Großer Bahnhof am 5. Mai an der Badestelle in Schmalensee: Zwar ist noch immer nicht geklärt, ob diese weiter im bestehenden Zustand betrieben werden kann – der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag verhandelt mit der Landesregierung über die persönliche Haftung der Bürgermeister und Gemeindevertreter bei Unfällen, wenn diese keine Badeaufsicht an offiziellen Badestellen eingesetzt haben – fand nun eine im Vorjahr beschlossene Säuberungsaktion statt: Im Beisein von Kampfmittelräumdienst und Archäologischem Landesamt trat die Hamburger Firma Sasiba in Aktion und reinigte mit Spezialgerät in 15 Zentimeter Tiefe den Seegrund im Bereich vor der Nichtschwimmergrenze.

 

Probereinigung hatte Wirkung gezeigt

 

Eine Probereinigung hatte vor zwei Jahren auf einer nur kleinen Fläche erschreckend viel Müll, darunter Glasscherben, aber auch Munition zu Tage gefördert. Am Ende des Zweiten Weltkriegs gelangte Munition in nicht unerheblicher Menge in den Schmalensee. Zeitzeugen berichten, dass britische Soldaten die bei deutschen Truppen sichergestellte Munition – vorrangig für Handwaffen und Flugabwehrkanonen – im See versenkt hätten. Der Kampfmittelräumdienst ist regelmäßig nach Stürmen auf dem Schmalensee im Einsatz, um vom Seegrund in die Schilfgürtel getriebene Reste einzusammeln.

 

Besatzungstruppen verklappten Munition im Schmalensee

 

Während der Mitarbeiter des Archäologischen Landesamtes nur kurz die Arbeiten verfolgte, um sich ein Bild von der verwendeten Technik zu machen, blieb Alexander Matera vom Kampfmittelräumdienst Schleswig-Holstein bis zum Ende der Maßnahme vor Ort, um etwaige Fundmunition zu sichern. Matera kennt den Schmalensee. Dass hier, wie in zahlreichen Gewässern des Landes, Munition verklappt wurde, sein kein Geheimnis. „Man muss sich vorstellen, dass es in Schleswig-Holstein bis zu 40 Produktionsstätten gab, die bei Kriegsende bis unters Dach voll waren. Dazu die Unmengen, die bei den zurückflutenden deutschen Einheiten waren.“ Irgendwo musste das alles verschwinden – die Verklappung war für die Besatzer der schnellste und vermeintlich sicherste Weg.

 

Dass bei der Probereinigung Gewehrmunition im Uferbereich gefunden worden war, ist für Matera nicht verwunderlich, da sich Soldaten vor einer Gefangennahme meist versuchten, ihrer Munition zu entledigen, um keine Gefahr dazustellen und sich bessere Behandlung erhofften. Im übrigen sorgten die Stürme in Frühjahr und Herbst immer wieder für Bewegung im Gewässer – dann treten die Kampfmittelbeseitiger auf den Plan und sammeln ein, was freigelegt wurde.

 

Warnung: Waffen und Munition nicht berühren und Polizei rufen

 

Alexander Matera warnt davor, gefundene Munition anzufassen, aufzunehmen oder gar mit nach Hause zu nehmen: „Es geht noch immer eine Gefahr davon aus. Insbesondere Sprengkapseln können schlimme Verletzungen hervorrufen. Bei Auffinden von Waffen und Munition, sehen sie auch noch so verwittert aus, ist die 110 anzurufen!“

 

Der Seesauger Marke Eigenbau – einzigartig in Europa

 

Bei der nun stattfindenden umweltschonenden Säuberung brachte Sasiba-Inhaber Jörg Schoch ein selbst entwickeltes Gerät zum Einsatz: Einem Staubsauger ähnlich wurde damit der Seeboden in 10 bis 15 Zentimeter Tiefe mittels Unterdruck angesaugt und zusammen mit Seewasser durch ein Trommelsieb gepumpt. Schwere Teile – vornehmlich Muscheln – fielen gleich nach unten, feinere verfingen sich im Sieb. In dem europäisch patentierten Gerät ist ein Metalldetektor unter Kunststoff verbaut – Leuchtdioden zeigen dem Bediener Metalle an, die im Seegrund schlummern.

 

Meistens sind das natürlich Kronkorken, aber auch oft Angelhaken und -blei“, erzählte Schoch, der zuletzt die Badestelle des Freibads Itzstedt gereinigt hat und in zahlreichen Orten im Norden wie Ratzeburg regelmäßig zum Einsatz kommt. „Normalerweise geht es nach Himmelfahrt richtig los, wenn an den Badestellen gefeiert worden ist. Dann holen wir vor allem Glas aus den Seen“, sagte Schoch, der auch bekannte, dass die Corona-Pandemie auch ihm wirtschaftlich schade, weil Aufträge ausblieben.

 

Nicht jeder darf mit einem Metalldetektor unterwegs sein

 

Während ein Mitarbeiter Schochs, Alexander Zoll, geduldig Meter für Meter den Seegrund absaugte, war der Chef mit der Siebschaufel und einem weiteren Metalldetektor zur Nachsondierung unterwegs, um etwaige Gegenstände aufzuspüren, die etwas tiefer angezeigt wurden. „Mit dem Sauger bearbeiten wir die nur obere Sandschicht und berühren die darunter liegende Sprungschicht“, erklärte er die Vorgehensweise.

 

Alle an der Aktion beteiligten warnten angesichts des Detektoreinsatzes vor Nachahmung: Nicht jeder ist befugt, einfach mit einem Metalldetektor auf die Suche nach vermeintlichen Schätzen oder Kriegsrelikten auf die Suche zu gehen.

 

In etwa 14 Tagen wird die Firma Sasiba ein weiteres Mal an der Schmalenseer Badestelle erscheinen. „Im Rahmen der Qualitätssicherung wird dann geschaut, ob wir etwas übersehen haben oder ob sich weitere Gegenstände in dem Bereich gesammelt haben“, erklärte Jörg Schoch.

 

Ein Riesenrad für Muscheln

 

In ihrer Ruhe gestört wurden an diesem 5. Mai übrigens unzählige Muscheln, deren Population im Schmalensee recht üppig scheint. Die Tiere wurden in Körben, die hinter dem Trommelsieb am Schwimmponton befestigt sind, mit allen anderen größeren Funden aufgefangen. „Die haben eine Freifahrt im Riesenrad gewonnen“, beschrieb Alexander Matera das Bild mit einem Augenzwinkern. Einen Freiflug gab es dann auch noch, denn nachdem alle Scherben, Nägel und ein paar Asphaltklumpen aussortiert waren, ging es für die Muscheln natürlich zurück ins Gewässer.

 

Drei Schuss und 30 Pfennig

 

Am Ende der Reinigungsaktion war die „Ausbeute“ eigentlich erfreulich gering: Einige Glas- und Keramikscherben, ein Löffel, ein Angelhaken, Nägel, 30 Pfennig (Bundesrepublik) und auch drei Patronen Kaliber 9 Millimeter, laut Kampfmittelbeseitiger Matera englischer Machart und aus dem Herstellungsjahr 1943, sowie der Rest einer ursprünglich genagelten Schuhsohle und ein Fetzen Zinkblech sind die Highlights der Aktion, die sich die Gemeinde rund 2.000 Euro kosten lässt.

 

Zufriedenheit mit dem Ergebnis

 

Gefragt, ob er eher zufrieden oder nicht mit der Zahl der Funde sei, tendierte Jörg Schoch zu ersterem: „Das Ziel des Leistungsangebots ist ja, die Badestelle auf umweltschonende Weise sicherer zu machen. Wir gehen grundsätzlich nicht ins Wasser, um Kriegsreste zu suchen, sondern um Scherben, Angelhaken und andere Gegenstände, an denen sich Badende verletzen können, vor der Badesaison aufzuspüren. Insofern bin ich mit dem Ergebnis des Tages zufrieden.“

 

Auch Bürgermeister Sönke Siebke war unter dem Strich froh, dass mit recht spektakulärem Aufwand ein am Ende wenig spektakuläres Ergebnis zu verzeichnen war. „Angesichts der Probereinigung hatte sich die Gemeindevertretung entschieden, im Bereich der Badestelle einfach mal aufräumen zu lassen mit einer in unseren Augen effektiven und umweltschonenden Maßnahme. Hoffen wir mal, dass die Verhandlungen im Land die nötige Sicherheit bringen, dass wir hier weiter unsere schöne Badestelle betreiben können.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Mit dem Staubsauger den Seegrund gereinigt
Foto: Ein tuckernder Staubsauger kommt im Schmalensee zum Einsatz

Früher war mehr Gelb – Raps auf dem Rückzug

(05. 05. 2020)

Es mag Einbildung sein, aber irgendwie hat es auf den Feldern in der Schmalenseer Gemarkung schon mehr Rapsfelder gegeben. Glaubt man den Berichterstattungen, dann ist landesweit die für die gelb blühende Ölfrucht verwendete Anbaufläche um fast die Hälfte geschrumpft, von 120.000 auf 65.000 Hektar.

 

Laut Kieler Nachrichten vom 27. April war der Raps noch bis 2006 nach Winterweizen zweitstärkste Kultur auf Schleswig-Holsteins Äckern. Mittlerweile ist es Platz vier, wird das Statistikamt Nord zitiert. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein begründet dies mit Ertragsrückgängen.

 

Schlechte Bedingungen für Raps

 

Auch seien die Saatbedingungen zuletzt schlechter geworden und Rapskrankheiten und Schadtiere wie die Kleine Kohlfliege oder der Rapserdfloh hätten heute bessere Karten. Die Verringerung der Anbauflächen und somit der Erträge gelte europaweit – der Importbedarf steigt.

 

Der Mais übernimmt die Spitzenposition

 

Der Mais gilt als der Gewinner der letzten zwei Jahrzehnte. Zusätzlich zur Verwendung als Silomais kam in den 2000er-Jahren der Biogasanlagen-Boom. Mittlerweile wird Mais laut KN-Bericht je zur Hälfte als Futter und für die Biogas-Gewinnung genutzt und hat Rang eins als anbaustärkste Frucht im Land erobert.

 

Noch aber bieten leuchten gelbe Felder auch rund um Schmalensee einen schönen Anblick. Währenddessen hatte die Aussaat von Mais längst begonnen – eine staubige Angelegenheit, wie Bilder von Christian Saggau bestätigen, die er vor einigen Tagen zum Homepage-Team schickte.

 

Im blühenden Wettstreit mit dem Raps lagen zuletzt auch die Obstbäume in der Feldmark – angeführt von der Kirsche, die an vielen Stellen anzutreffen ist und auf deren Früchte sich die Vogelwelt stürzen wird, wenn es so weit ist. Der Kreislauf des Lebens halt.

 

 

Foto zur Meldung: Früher war mehr Gelb – Raps auf dem Rückzug
Foto: Raps und Knicks gehören einfach dazu

Coronavirus: Lockerungen besonnen vorbereiten

(04. 05. 2020)

Der heutige 4. Mai ist in Zeiten der Corona-Krise ein Eckdatum, denn es sind Lockerungen ausgesprochen worden, was die einschränkenden Maßnahmen betrifft, die man zur Eindämmung einer raschen Ausbreitung des neuartigen Virus getroffen hatte. Aber nicht alle Lockerungen lassen sich mit einem Fingerschnipp in die Tat umsetzen. Geduld und Besonnenheit sind gefordert.

 

Das liegt unter anderem daran, dass manche dieser Lockerungen recht überraschend kam. Und das berühmte „Timing“ sprach zuletzt auch nicht gerade für jene, die eine Zurücknahme von Einschränkungen umzusetzen haben: Auf den 30. März, an dem die Landesregierung die Lockerungen bekannt gab, folgte ein langes Wochenende mit dem 1. Mai.

 

So war es zwar eine tolle Nachricht, dass ab heute, 4. Mai, alle Spielplätze wieder geöffnet sein können – jedoch unter der Auflage, dass für diese ein Hygienekonzept vorhanden ist. Das wird nun erst erarbeitet, u.a. unter Zuhilfenahme der Expertise unserer Amtsverwaltung. Sobald dieses fertiggestellt ist, kann das Absperrband entfernt werden – das Konzept veröffentlichen wir hier auf der Gemeinde-Homepage.

 

Was den Sport angeht, so dürfen seit heute kontaktarme Sportarten im Freien ausgeübt werden. Das sind Sportarten, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet ist, etwa beim Paddeln, Reiten, Tennis und Golf. Auch hier muss die Hygiene beachtet werden: Auf den Sportanlagen bleiben Sanitäreinrichtungen vorerst zu; Geräte müssen selbst mitgebracht werden, dürfen nicht untereinander weitergereicht werden. Das Hygienekonzept des Golfclubs Wensin z.B. sieht laut Segeberger Zeitung vom 4. Mai 2020 vor, dass nicht einmal die Lochfahnen angefasst werden dürfen, da sie nicht nach jeder Berührung desinfiziert würden. Die Kanuten des Bimöhler SV dürfen wieder auf die Osterau – aber nur im Einer, nicht im Zweier.

 

Gottesdienste dürfen wieder gefeiert werden. Die Freude darüber fiel seitens der Kirchen verhalten aus, denn auch hier sind Auflagen zu beachten. Während ein Hygienekonzept möglicherweise rasch erstellt sein könnte, könnten die geforderten Abstände bzw. Personenobergrenzen zwischen Gottesdienstbesuchern dafür sorgen, dass manche Kirche weiter geschlossen bleiben muss. Daran wird noch gearbeitet.

 

Was Museen angeht, so bedarf es auch hier eines Hygienekonzepts und der Einhaltung der Abstandsregeln. In diesem Fall gilt: Die Besucherzahl ist auf eine Person je 15 Quadratmeter begehbarer Ausstellungsfläche begrenzt.

 

Einzig die Friseure, die seit heute wieder den Betrieb aufnehmen dürfen, hatte eine gute Woche Zeit, sich auf die Wiederöffnung vorzubereiten – ein Konzept zu erarbeiten, Hygienartikel und Schutzausstattungen zu beschaffen und Terminvereinbarungen anzuschieben.

 

Für alle Lockerungen gilt: Hygiene- und Abstandsregeln müssen beachtet werden.

 

Was außerdem ab heute möglich ist in Schleswig-Holstein: An Musikschulen darf wieder Einzelunterricht erteilt werden; Außenanlagen von botanischen Gärten und Pflanzenparks dürfen geöffnet werden; Sportboothäfen sind wieder an Nord- und Ostsee geöffnet; Campingplätze dürfen wieder von den Dauercampern genutzt werden; Zweitwohnungen dürfen durch deren Besitzer sowie Ehe- und Lebenspartner und Kinder wieder genutzt werden.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Lockerungen besonnen vorbereiten
Foto: Die Spielplätze in Schmalensee dürfen freigegeben werden

Strandreinigung: Seegrund im Bereich der Badestelle wird gesiebt

(04. 05. 2020)

Wenn am Dienstag, 5. Mai, ab etwa 8.30 Uhr mehrere Fahrzeuge im Bereich der Badestelle am Schmalensee auftauchen, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung. Die Gemeinde hat die Fachfirma Sasiba beauftragt, den Untergrund des Sees im Bereich der Badestelle von „Unrat“ zu befreien. Der schlummert unterhalb der Buddeltiefe von Kinderhänden, ist aber nicht ohne.

 

Die Bilder vom Mai 2018 haben Wirkung gezeigt: Damals hatte das Unternehmen Sasiba ein Vorführstück an der Badestelle in Schmalensee gereinigt und anschließend präsentiert, was man aus gut 20 Zentimeter Tiefe geborgen hatte: Scherben und Angelzubehör, aber auch Munition und Granathülsen waren zum Vorschein gekommen. Altlasten aus den Tagen um das Kriegsende vor 75 Jahren.

 

Altlasten des Krieges im See

 

Mit ausgefeilter Technik wird die Firma Sasiba zu Werke gehen. Mit dabei sein wird der Kampfmittelräumdienst Schleswig-Holstein, der sich regelmäßig mit Booten und Tauchern um die 1945 im See verklappte Munition kümmert, wenn diese durch Frühjahrs- oder Herbststürme in die Uferzone gespült wird.

 

Laut Zeitzeugenberichten haben englische Besatzungstruppen Munition, die der deutschen Wehrmacht abgenommen worden waren, mit Booten in die Mitte des Sees gebracht und dort versenkt, vornehmlich Handwaffen und -granaten sowie Flak-Munition. Warum im Bereich der Badestelle Munition im Seegrund gefunden wurde, klärt sich vielleicht am Dienstag. Möglich, dass sich Privatleute oder auf dem Rückzug befindliche deutsche Soldaten im Uferbereich von Waffen und Munition trennten, ehe die Engländer eintrafen.

 

Keine Fundmunition anfassen!

 

Grundsätzlich geht von den Munitionsresten im See keine große Gefahr mehr aus. Dafür liegt sie zu lange unter Wasser, Metall ist meist durchgerostet, das Schwarzpulver durchnässt. Allerdings kann Munition verschiedener Art mit Zündkapseln versehen sein, die aus Kupfer und somit wasserbeständig sind. Sie können durchaus Schaden bei der Aufnahme anrichten. Es gilt die Regel: Fundmunition, selbst Patronen- und Granathülsen, nicht anfassen. Maximal Stelle markieren und das Ordnungsamt oder die Polizei rufen.

 

Noch eine Institution hat sich angekündigt, bei der Reinigungsaktion dabei zu sein: Das Archäologische Landesamt. Denn auch in diesem Bereich könnten interessante Funde zutage gefördert werden. Das gilt etwa für Brocken von Schlacke, wie sie in der Eisenzeit durch das Verhütten von Raseneisenerz in sogenannten Rennöfen angefallen sein könnte. Hobbyarchäologen haben solche schon in unserer Gegend gefunden.

 

Auf das Wetter kommt es an

 

Wichtig ist entsprechend gutes Wetter. „Wenn es stürmt und schüttet, wird es eher nichts mit der Aktion“, hat Bürgermeister Sönke Siebke erfahren. Also: Am Montag alle schön aufessen, dann gibt’s auch gutes Wetter.

 

Foto zur Meldung: Strandreinigung: Seegrund im Bereich der Badestelle wird gesiebt
Foto: Funde aus dem Schmalensee im Mai 2018

Coronavirus: Jobcenter und Arbeitsagenturen im Kreis Segeberg setzen weiter auf Telefon- und Onlinezugang

(04. 05. 2020)

Arbeitsagenturen und Jobcenter haben bundesweit die persönlichen Kontakte mit Kundinnen und Kunden in den Dienststellen reduziert und klären Anliegen online oder telefonisch.

 

Kunden können Anliegen weiter online und am Telefon klären

 

Dieses Vorgehen hat sich auch unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kundinnen und Kunden bewährt. Um gut erreichbar zu sein, wurde Personal aus anderen Bereichen, z.B. aus der Arbeitsvermittlung bei den zusätzlichen regionalen Telefonhotlines eingesetzt.

 

Nur im Ausnahmefall werden bald wieder terminierte, persönliche Gespräche geführt

 

In den kommenden Wochen werden in den Arbeitsagenturen und Jobcenter im Kreis Segeberg einige Räumlichkeiten umgebaut und mit zusätzlichen Serviceschaltern, die die hygienischen Standards zum Gesundheitsschutz erfüllen, ausgestattet. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, im Einzelfall für zwingende Gründe terminiert auch persönliche Gespräche führen zu können.

 

Ansonsten gilt: Alle Regelungen, die seit dem 18. März gelten, haben weiterhin Bestand. Eine Arbeitslosmeldung kann bis auf weiteres auch telefonisch erfolgen und wird gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt persönlich nachgeholt. Anträge auf Geldleistungen können online unter www.arbeitsagentur.de bzw. www.jobcenter.digital gestellt werden.

 

Auszahlung von Geldleistungen hat höchste Priorität

 

Die wichtigste Aufgabe der Arbeitsagentur und des Jobcenters bleibt in diesen Zeiten die zuverlässige Zahlung von Geldleistungen, um Existenzen zu sichern. Dazu gehören neben dem Kurzarbeitergeld, dem Arbeitslosengeld und der Grundsicherung auch alle Leistungen der Familienkasse. Das Geld wird wie gewohnt auf die Konten der Kunden überwiesen.

 

www.jobcenter-ge.de/Jobcenter/Segeberg

www.arbeitsagentur.de

 

Quelle: Mitteilung Agentur für Arbeit Elmshorn vom 29.04.2020

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Jobcenter und Arbeitsagenturen im Kreis Segeberg setzen weiter auf Telefon- und Onlinezugang
Foto: Jobcenter Kreis Segeberg

Widerstandskraft stärken - Mitmach-Projekt der Frauenarbeit im Kirchenkreis Plön-Segeberg

(03. 05. 2020)

Unter dem Motto „Mut wächst – Klimabewusstsein erden“ ruft die Frauenarbeit im Kirchenkreis Plön-Segeberg zu einem Mitmachprojekt im eigenen Garten oder Balkonkasten auf. Mit vereinten Kräften sollen traditionelle Gemüse- und Obstsorten, die in der modernen Landwirtschaft nur noch wenig zum Einsatz kommen, kultiviert werden.

 

Auch mit kleinen Beiträgen können wir etwas zur Rettung der Vielfalt in der Pflanzenwelt beitragen, die seit Jahren dramatisch im Schwinden begriffen ist“, versichert Julia Jünemann, Referentin für Frauenarbeit im Evangelischen Bildungswerk des Kirchenkreises Plön-Segeberg. Sie ermutigt auch unerfahrene Gärtnerinnen und Gärtner, sich an der Aktion zu beteiligen. „Scheitern und Neuanfang dürfen sein und gehören dazu.“

 

Julia Jünemann verweist auf das Erbe von Frauen vieler Jahrhunderte, die in ihren Gärten die Obst- und Gemüsesaaten jedes Jahr neu aus den Pflanzen gewinnen konnten. „In diesem Kreislauf konnten Pflanzen sich entwickeln und an die Gegebenheiten der Umwelt anpassen. Sie konnten Widerstandskräfte gegen Dürre, Frost und Schädlinge entwickeln. Diese Widerstandskräfte brauchen wir angesichts des sich verändernden Klimas mehr denn je. Deshalb darf das Wissen um den Umgang mit samenfestem Saatgut nicht verloren gehen.“

 

Geeignetes Saatgut, Listen mit Bezugsquellen und fachlichen Rat stellt das Frauenwerk der Nordkirche zur Verfügung. Im weiteren Verlauf des Projekts wird es Workshops und Informationsveranstaltungen, auch über Insektenwiesen und den Aufbau von Humus, geben. Außerdem wird Julia Jünemann das Wachsen einer Vernetzung im Kirchenkreis unterstützen, über die gärtnerisches Wissen ausgetauscht werden kann. „Das Projekt passt gerade in diese Zeit“, ist sie sich sicher. „Viele Menschen haben mir in den letzten Wochen berichtet, wie kostbar ihnen angesichts des erzwungenen Rückzugs das Wachsen und Werden auf ihrem Balkon, in ihrem Garten geworden ist.“

 

Wer sich an dem Projekt beteiligen oder nähere Informationen erhalten möchte, kann Julia Jünemann unter Tel. 01573/1407497 oder E-Mail erreichen.

 

Quelle: Kirchenkreis Plön-Segeberg, 28.04.2020

 

www.kirche-ps.de

Foto zur Meldung: Widerstandskraft stärken - Mitmach-Projekt der Frauenarbeit im Kirchenkreis Plön-Segeberg
Foto: Kirchenkreis Plön-Segeberg

Coronavirus: Privatfahrzeuge ab sofort online abmelden

(03. 05. 2020)

Der IT-Verbund Schleswig-Holstein (ITVSH) hat am 29. April 2020 eine Maßnahme verkündet, die auch über die Corona-Pandemie hinaus Gültigkeit haben soll: Autofahrer*innen in Schleswig-Holstein können ihr Privatfahrzeug seit dem 27. April online abmelden. Der Gang zur Zulassungsstelle ist in diesen Fällen nicht mehr nötig. Zudem werden in naher Zukunft weitere i-Kfz-Onlinedienste zur Verfügung gestellt.

 

Das komplexe Thema i-Kfz geht mit dem ersten Onlinedienst „Außerbetriebsetzung“ an den Start: Alle Privatpersonen können diesen über die Internetseiten der jeweiligen Zulassungsstellen in ihren Kreisen ab sofort nutzen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase in den Kreisen Plön und Steinburg wird der Onlinedienst für alle Kreise und kreisfreien Städte gleichermaßen freigeschaltet.

 

Eine einfache Abmeldung des privaten Fahrzeuges ist demnach ab sofort möglich. Weitere Dienste werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie über:

 

www.serviceportal.schleswig-holstein.de/Verwaltungsportal/Service/Entry/IKFZ

 

Voraussetzungen für die Nutzung des i-KfZ-Onlinedienstes „Außerbetriebsetzung“

 

Zur Nutzung der Dienste wird derzeit ein neuer Personalausweis (nPA) oder elektronischer Aufenthaltstitel (eAT) mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID), sowie ein vorgesehenes Kartenlesegerät oder wahlweise ein Android-Smartphone (ab Version 5.0 aufwärts) / iPhone (ab iOS-Version 13.2 aufwärts) mit kostenloser „AusweisApp2“ benötigt.

 

Ausgenommen sind zudem Privatfahrzeuge mit Sonderkennzeichen und Vorgänge für Halterinnen und Halter ohne Hauptwohnsitz in Schleswig-Holstein.

 

Technische Umsetzung von i-Kfz in Schleswig-Holstein

 

Die technische Umsetzung erfolgt in Schleswig-Holstein durch den Dienstleister Dataport. Das Projekt wird durch das Zentrale IT-Management des Landes sowie den IT Verbund Schleswig-Holstein (ITVSH) koordiniert. Eine fachliche Unterstützung ist durch die Zulassungsstellen Itzehoe und Schleswig-Flensburg erfolgt.

 

Alle Zulassungsstellen (elf in den Kreisen und vier in den kreisfreien Städten mit insgesamt 20 Standorten) gehen gemeinsam vor und nutzen die gleiche technische Infrastruktur. Dieses gemeinsame Vorgehen gewährleistet eine einheitliche und wirtschaftliche Umsetzung. Es erfolgt eine Anbindung an das zentrale Fahrzeugregister beim Kraftfahrtbundesamt.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Privatfahrzeuge ab sofort online abmelden
Foto: IT-Verbund Schleswig-Holstein

Coronavirus: Sparkasse Südholstein öffnet wieder alle Filialen

(02. 05. 2020)

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeigen Wirkung, sodass Bundes- und Landesregierungen erste vorsichtige Erleichterungen vorgenommen haben. Auch die Sparkasse Südholstein wird am 4. Mai 2020 wieder alle ihre Filialen für den persönlichen Kundenverkehr öffnen – vorerst zu reduzierten Öffnungszeiten und in Einklang mit den Vorgaben und Empfehlungen von Bund, Land und Robert-Koch-Institut, heißt es in einer Mitteilung vom 30. April.

 

Seit Ende März hatte die Sparkasse den persönlichen Kundenverkehr aufgrund der Corona-Maßnahmen nur in acht Filialen aufrechterhalten, und zwar in den Filialen Neumünster-Kuhberg, Bad Segeberg, Bad Bramstedt, Norderstedt-Ulzburger Straße, Pinneberg-Kundencenter, Uetersen, Halstenbek und Helgoland. Trappenkamp war von der vorübergehenden Schließung betroffen, der „Zasterlaster“, das Sparkassenmobil mit Haltestelle u.a. in Bornhöved aber nicht.

 

Öffnung ab 4. Mai mit reduzierten Öffnungszeiten

 

Ab Montag, 4. Mai, stehen die Mitarbeiter für den Kundenservice jeweils Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Donnerstag von 14 bis 17 Uhr zur Verfügung. Ausführliche Beratungsgespräche sind auch außerhalb dieser Öffnungszeiten möglich. Die Terminvereinbarung erfolgt entweder über die persönlichen Kontaktdaten des Beraters oder über die zentrale Telefonnummer 04321/408-4444.

 

Um Kunden und Mitarbeiter zu schützen, hat die Sparkasse umfangreiche Vorkehrungen zur Wahrung des Abstands und der Hygiene getroffen. Dazu gehören die Lenkung des Kundenverkehrs, die Installation von Plexiglas-Wänden als Spuck- und Niesschutz sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

 

Nach Möglichkeit Bankgeschäfte online oder telefonisch tätigen

 

Angesichts des nach wie vor geltenden Ziels, die Verbreitung des Coronavirus auf möglichst niedrigem Niveau zu halten, empfiehlt die Sparkasse weiterhin, für die alltäglichen Bankgeschäfte die digitalen und telefonischen Kontaktwege zu nutzen. Neben ihrem Online-Banking verfügt die Sparkasse Südholstein über einen qualifizierten telefonischen Service. Über die zentrale Telefonnummer 04321/408-4444 können bequem von zu Hause aus Kontostände abgefragt, Überweisungen oder Daueraufträge in Auftrag gegeben und viele Produkte abgeschlossen werden.

 

Zudem empfiehlt die Sparkasse zwei besonders hygienische Varianten für die täglichen Zahlungsvorgänge: Zum einen das kontaktlos Bezahlen mit der Sparkassencard oder Kreditkarte ohne PIN-Eingabe. Hierfür wurde das Limit pro Zahlungsvorgang gerade von 25 auf 50 Euro erhöht, so dass jetzt auch größere Einkäufe ohne eine Berührung der Terminal-Tastatur möglich sind. Dies gilt für bis zu fünf Bezahlvorgänge bzw. bis zu einer Summe von 150 Euro. Eine weitere Variante ist das kontaktlose Bezahlen per Smartphone, bei der die Freigabe des Bezahlvorgangs ausschließlich auf dem eigenen Gerät erfolgt.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Sparkasse Südholstein öffnet wieder alle Filialen
Foto: Sparkassenfiliale Trappenkamp

Coronavirus: Erlebniswald Trappenkamp öffnet am 4. Mai wieder seine Tore

(02. 05. 2020)

Es gibt auch viele gute Nachrichten während der anhaltenden Corona-Pandemie. Eine ist, dass ein beliebtes Ausflugsziel in der Nähe Schmalensees, der Erlebniswald Trappenkamp – der aber in Daldorf liegt – ab Montag, 4. Mai, wieder öffnen darf. Das teilte der Holsteinische Courier schon in seiner Ausgabe 25. April mit.

 

Die Lockerungen in den Verordnungen, mit deren Hilfe eine rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhindert werden sollen, sieht vor, dass der Erlebniswald unter einigen Beschränkungen wieder öffnen darf – für 1.000 Besucher gleichzeitig. Die Abstands- und Hygieneregeln gelten natürlich weiterhin.

 

Gerade für die Kinder könnte bitter sein: Die weitläufigen Spiellandschaften dürften wohl, wie alle Spielplätze, ab 4. Mai ebenfalls wieder genutzt werden. Allerdings müssen Kommunen und Betreiber für diese erst ein Hygienekonzept entwickeln. Darum lohnt sich für Familien mit Kindern sicherlich vor dem Besuch der schnelle Blick auf die Homepage des Erlebniswaldes.

 

Vornehmlich lädt der Erlebniswald vorerst zum Spazierengehen ein – mit Blick auf putzmuntere Frischlinge bei den Wildschweinen zum Beispiel. Oder auf die Hirsche. Aber: Die Tiere dürfen nicht gefüttert werden. Der Schmetterlingswald wird auch geöffnet sein.

 

In Sachen Verpflegung können Besucher auch nur bedingt aktiv werden: Die Gastronomie ist, wie alle Gasthöfe und Restaurants, noch nicht geöffnet.

 

Dafür dürfen die Grillhütten, von denen es einige auf dem Gelände gibt, von Familien genutzt werden, die in einem Haushalt leben – anhand der Personalausweise wird dies überprüft, heißt es im Bericht der Segeberger Zeitung vom 2. Mai. Die Grillhütten müssen angemietet werden, was eine telefonische Anmeldung unter 04328/170480 erforderlich macht.

 

Weil das Angebot im Erlebniswald aufgrund der Beschränkungen reduziert ist, soll auch der Eintrittspreis gesenkt werden, heißt es in den Berichten beider Zeitungen. Auch sollen die Jahreskarten länger gültig sein.

 

www.erlebniswald-trappenkamp.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Erlebniswald Trappenkamp öffnet am 4. Mai wieder seine Tore
Foto: Der Erlebniswald öffnet am 4. Mai wieder das Tor

Coronavirus: Landespolizei zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Straßenverkehr

(01. 05. 2020)

Verschärfungen und Lockerungen geben sich in der Corona-Krise die Klinke in die Hand. Während gerade ab 29. April die Maskenpflicht für alle in Geschäften, Bussen und Bahnen angeordnet wurde, hat die Runde der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder einen Tag später weitere Erleichterungen vereinbart, die zum Teil schon ab Montag, 4. Mai gelten sollen – und über die noch berichtet werden wird, sobald Details für das Öffnen von Spielplätzen und Museen und Gastronomie vorliegen. Heute wollten wir auf dieser Homepage über die Wiederöffnung des Erlebniswaldes Trappenkamp am 4. Mai berichten – der aber laut Homepage am heutigen Maifeiertag noch davon ausgeht, die Spielflächen noch nicht öffnen zu dürfen. Wir warten also noch mal ab.

 

Was Schulen angeht, so soll auf dieser Gemeinde-Homepage nicht berichtet werden, um nicht weitere Verwirrung zu verursachen – die Eltern erhalten bis einschließlich 6. Mai Nachricht der jeweiligen Schule, wie es wann für ihr Kind bzw. ihre Kinder weitergehen soll. Gemeinde-Schmalensee.de könnte hier vorerst nur Verlautbarungen der Landesregierung wiedergeben, das hilft vorerst in der Sache nicht weiter.

 

Maske im Auto – erlaubt oder nicht?

 

Was ab sofort härter ausfällt, ist der Bußgeldkatalog bei Verstößen im Straßenverkehr. Und auch hier kommt die Corona-Pandemie ins Spiel, denn Maskenpflicht auf der einen und Verhüllungsverbot im Kraftfahrzeug auf der anderen Seite werfen Fragen auf. Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat sich in einer öffentlichen Mitteilung am 29. April 2020 dazu geäußert.

 

Demnach ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt, dass Kraftfahrzeugführer ihr Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken dürfen, dass es nicht mehr erkennbar ist. Verstöße gegen dieses Maskierungsverbot stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und es droht ein Bußgeld von 60 Euro.

 

Im Zusammenhang mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zum Infektionsschutz gilt aus Sicht der Landespolizei aber folgendes:

 

Beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes von Kraftfahrzeugführern geht es vorrangig nicht um die Verhüllung oder Verdeckung des Gesichts, um die Identitätsfeststellung zu verhindern, sondern um den Schutz der eigenen Gesundheit und der von Fahrgästen oder Mitfahrern.

 

Durch das korrekte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werden Mund und Nase verdeckt und damit die Identifizierbarkeit von Fahrzeugführern erschwert; gleichwohl bleiben jedoch noch wesentliche Merkmale wie Frisur, Ohren- und Augenpartie sowie die grundlegende Gesichtsform erkennbar.

 

Dies dürfte in der Regel ausreichend sein, um die Identität von entsprechenden Kraftfahrzeugführern feststellen zu können. Damit begehen Kraftfahrzeugführer beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes keinen Verstoß gegen die StVO.

 

Die Landespolizei wird im Rahmen der alltäglichen Verkehrsüberwachung mit wachsamem Auge darauf achten, dass die bestehenden Regelungen im Sinne des Infektionsschutzes ausgelegt, aber nicht unzulässig ausgenutzt werden. Wer durch übermäßige Maskierung oder ohne dass Mitfahrer oder andere geschützt werden können, sein Gesicht verdeckt und versucht seine Identität zu verbergen, wird auch weiterhin mit einem Bußgeld rechnen müssen.

 

Ende der Mitteilung. Aus dieser lässt sich ableiten: Wer beim Autofahren Maske trägt, tut dies nur, wenn er Mitfahrende hat, die er schützen möchte. Und er sollte dabei keine weitere Kopfbedeckung.

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Landespolizei zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Straßenverkehr
Foto: Polizeiabzeichen SH alt

Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 05. 2020)

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich noch einige Zeit mit Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft im Monat Mai die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Das Dorf Schmalensee wird Aktionär: Am 1. Mai 1910, vor 110 Jahren, wird eine Aktiengesellschaft für die Kleinbahn Kiel-Segeberg gegründet, die einen bedeutenden Bahnhof mit Ausbesserungswerk in Bornhöved erhalten soll. Im Juni 1910 wird mit den Bauarbeiten begonnen, die Einweihung erfolgt am 2. Dezember 1911. Die Anliegergemeinden waren im Vorwege aufgefordert worden, Anteile an der Kleinbahn zu zeichnen. Schmalensee kam dieser Aufforderung nach.

 

Keine Schweizer mehr (im Sprachgebrauch): Das preußische Landwirtschaftsministerium setzt laut Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 2. Mai 1930, also vor 90 Jahren, Maßnahmen zur Vermeidung des Begriffs „Schweizer“ um. Offiziell werden folgende Berufsbezeichnungen festgelegt und auch von den Versicherungen und Krankenkassen angenommen: Melkermeister (früher: Oberschweizer), Melker (Freischweizer), Melkergehilfe (Unterschweizer) und Melkerlehrling (Schweizerlehrling).

 

Diese Straße wird gebraucht: Vertreter des Kreisbauamtes sowie je eine Delegation aus Stocksee und Schmalensee, letztere unter Führung von Bürgermeister Heinrich Hamann, kommen laut Mitteilung der Segeberger Zeitung vom 2. Mai 1950, vor 70 Jahren, auf Gut Stockseehof zusammen, um über den Ausbau der 4,4 Kilometer langen Straße von Stocksee nach Schmalensee zu beraten. Die beiden Gemeinden erwarten anteilige Baukosten in Höhe 10.000 DM bei anfallenden Gesamtkosten von 264.000 DM. Ein Unfall des Schmalenseer Bürgermeisters unterstreicht die Notwendigkeit des Straßenbaus: Auf dem Rückweg aus Stocksee kommend, stürzt Heinrich Hamann mit dem Fahrrad und kugelt sich den linken Oberarm aus.

 

Recycling-Einführung in Segeberg: In der Landschaft Schwansen war es schon 1913 eingeführt worden und hatte sich bewährt. Nun wird am 3. Mai 1915, vor 105 Jahren, das Flaschenpfand auf Einheitsflaschen zahlreicher schleswig-holsteinischer Brauereien auch im Kreis Segeberg eingeführt. Damit bleiben die Flaschen Besitz der ausgebenden Brauereien.

 

Kriegsende in Schmalensee: Vermutlich am 6. Mai 1945, vor 75 Jahren, endet der Zweite Weltkrieg für die Gemeinde Schmalensee. Infrage kommen aber mehrere Tage ab dem 3. Mai. Für diesen Tag, einen Donnerstag, heißt es in offiziellen Quellen, dass britische Truppen, die am 2. Mai Bad Segeberg eingenommen haben, sich am 3. Mai über die Linie Bad Segeberg – Plön weiter in Richtung Kiel vorarbeiten. Laut Zeitzeugenaussage von Hans Suhr seien die Briten am 4. oder 5. Mai durch Schmalensee gerollt: Erst eine spätere Kolonne habe tatsächlich hier angehalten und das Kommando übernommen. Karla Scharnweber vom Hornshof vor Schmalensee wiederum berichtet, dass laut Überlieferung in der Familie „am Tag vor der Kapitulation in Holstein“ – das war der 5. Mai 1945 – eine auf der Hauskoppel der Suhrs lagernde Wehrmachtseinheit von britischen Jagdbombern angegriffen wurde, deren Bomben den Hof trafen (Heinz Kröger bestätigte, den Angriff von der anderen Seite des Sees gesehen zu haben). Nach Aussage der polnischen Zwangsarbeiterin Wera Letun / Veronika Huryn schließlich ist Sonntag, der 6. Mai 1945, der Tag, an dem die Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter in Schmalensee das Kriegsende erleben. Einige Männer begeben sich mit Fahrrädern nach Neumünster, um die Lage zu erkunden. Bei ihrer Rückkehr berichten sie von völlig überfüllten Auffanglagern für die so genannten „Displaced Persons“. Das Gros der Ausländer entscheidet sich, auf den Schmalenseer Höfen zu bleiben und beteiligt sich noch am Rübenhacken (Quelle: Karsten Dölger, „Polenlager Jägerslust“, Neumünster 2000).

 

Singvogelschutz schon früher aktuell: Das königliche Landratsamt weist in der Ausgabe des Segeberger Kreis- und Wochenblatts am 7. Mai 1895, vor 125 Jahren, auf die Notwendigkeit des Schutzes der Singvögel hin. Angesichts ihrer „Aufgabe als Insektenvertilger“ ist in der Brutzeit vor allem das Ausnehmen der Nester und der Abschuss der Tiere verboten. Der Schutz der Nester sei vor allem den Schülern nahezulegen.

 

Straßenbau zur Arbeitsbeschaffung: In der Umgebung Schmalensees finden laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 8. Mai 1935, vor 85 Jahren, rege Straßenbaumaßnahmen im Rahmen der Arbeitsbeschaffung statt. So werden die Damsdorfer Dorfstraße und die Straßen von Belau nach Wankendorf und Stolpe ausgebaut. Die Zuwegung von Rendswühren zur Chaussee Plön-Neumünster wird „chaussiert“. Früher war diese im Winter oft gänzlich unpassierbar. Für diese Arbeiten wird Steinmaterial vom Ufer des Schmalensee verwendet.

 

Ein Turnverein im Nachbarort: In Bornhöved gründen rund 20 Personen am 10. Mai 1910, vor 110 Jahren, den Turnverein Quellenhaupt – und begründen damit eine bis heute währende Sporttradition, getragen durch den TSV Quellenhaupt Bornhöved, dem viele Schmalenseerinnen und Schmalenseer angehörten und angehören. Prominente Beispiele sind Schmalensees Ehrenbürgermeister Hans Siebke, der einst 2. Vorsitzender bei Quellenhaupt war und aus dieser Position zum Vorsitzenden des Kreissportverbandes wurde. Sein Bruder Helmut Siebke, Ehrenvorsitzender des SV Schmalensee von 1980 e.V., war bei Quellenhaupt u.a. Jugendwart und bedeutender Fußballschiedsrichter.

 

Musterung nicht mehr nötig: Am 14. April 1945 hatte das Segeberger Kreis- und Tageblatt die Amtliche Mitteilung enthalten, dass am 10. Mai 1945, also vor 75 Jahren, auf dem Schmalenseer Ringreiterplatz die Musterung von bis zu 61 Pferden für die Verwendung in der Wehrmacht erfolgen sollte. Bekanntlich hatten sich die Ereignisse überholt: Am 8. Mai 1945 hatte die deutsche Wehrmacht kapituliert, der Krieg war aus und verloren. Schon Tage vorher hatte die Zeitung ihren Betrieb auf Weisung der britischen Militärverwaltung einstellen müssen (letzter Erscheinungstag war der 2. Mai 1945). Die „Nachkriegszeit“ hatte bereits begonnen.

 

Foto zur Meldung: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Mai-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

Coronavirus: Verwaltungen ab 11. Mai 2020 wieder geöffnet

(30. 04. 2020)

Wie lange die Corona-Pandemie anhalten wird, steht noch in den Sternen. Wann die „Rückkehr zur Normalität“ in unserer Gesellschaft vollzogen ist, eigentlich auch. Dass das öffentliche Leben weitergehen muss, steht außer Frage. Ein Schritt, die Maßnahmen zur Eindämmung einer raschen Ausbreitung von Covid-19 zu lockern, ist nach Wiederöffnung von Geschäften (bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche) die Wiederöffnung der Verwaltungen: Am 11. Mai 2020 sind diese wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.

 

In einer Mitteilung des Kreises Segeberg vom 27. April 2020 heißt es: „Alle Verwaltungen im Kreis Segeberg öffnen am Montag, 11. Mai, wieder für den Publikumsverkehr.“ Die Stadt Norderstedt bildet eine Ausnahme – hier geht es bereits am 4. Mai los.

 

Öffnung ist eine Teilöffnung – Terminvereinbarung sinnvoll

 

Für den Kreis Segeberg und seine Verwaltung gilt ab 11. Mai 2020: Es gibt vorerst keine generelle, sondern nur eine Teilöffnung. Kundinnen und Kunden erhalten erst kurz vor Beginn eines vereinbarten Termins Zutritt. „Ohne Termin kein Einlass“, heißt es. Nur zwingend erforderliche Begleitpersonen wie Anwälte, Dolmetscher oder Betreuer seien erlaubt.

 

Landrat Jan Peter Schröder weist in der Mitteilung des Kreises Segeberg darauf hin, dass in den einzelnen Verwaltungen von Städten, Ämtern und Gemeinden die Öffnung unterschiedlich gestaltet werden kann. Teilweise stehe nur eine begrenzte Zahl an Räumen zur Kundenbetreuung zur Verfügung. In einigen Verwaltungen werden Terminvereinbarungen notwendig sein, um den Kundenverkehr zu regeln.

 

Auch das Amt Bornhöved öffnet am 11. Mai

 

In der Amtsverwaltung Bornhöved im Trappenkamper Bürgerhaus wurden am 27. April bereits die Spuckschutze aus Plexiglas montiert, die Mitarbeiter der Verwaltung und Besucher gleichermaßen vor einer Tröpfcheninfektion mit dem Coronavirus schützen sollen.

 

Laut KN-Online am 29. April 2020 setzt man in Trappenkamp auf Terminvergaben. Demnach soll es keinen normalen Kundenverkehr geben: Da es im Bürgerhaus viele Anlaufstellen gibt, würden sich die Besucher frei bewegen – das würde zu vermehrten Kontakten und somit zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen.

 

Die Terminvergabe gewährleiste obendrein, dass im Falle einer Infektion Kontaktpersonen leichter zu ermitteln sind. Allerdings ist noch nicht ganz klar, ob die Vergabe von Terminen online oder ausschließlich per E-Mail oder am Telefon stattfinden wird – noch wird an der Technik gefeilt.

 

Mehr Informationen werden im Blickpunkt stehen

 

Im amtlichen Mitteilungsblatt „Blickpunkt Bornhöved“ wird die Verwaltung sicherlich noch genauer über die Wiederöffnung berichten und ggf. zusätzliche Maßnahmen bekannt machen zu denen, die der Kreis Segeberg für alle Verwaltungen generell angesagt hat.

 

So werden überall die erforderlichen Hygienestandards eingehalten. Dazu gehört neben der Desinfektion und dem Abstandhalten auch das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, wie es ab 29. April 2020 auch in den Geschäften sowie in Bussen und Bahnen vorgeschrieben ist.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Verwaltungen ab 11. Mai 2020 wieder geöffnet
Foto: Amtsverwaltung

Coronavirus: Heimatverein Kreis Segeberg sagt Dorfbegehungen ab

(30. 04. 2020)

Die Dorfbegehungen des Heimatvereins des Kreises Segeberg, dem auch Schmalenseer angehören, sind für dieses Jahr abgesagt worden. Auch der Ortsverein Bornhöved und Umgebung im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund gehört dem Segeberger Kreisverein an.

 

Seit vielen Jahren organisiert der Heimatverein Kreis Segeberg Ausfahrten in ausgewählte Orte des Kreises, um sich vor Ort Historisches zeigen und erklären zu lassen. Viele der insgesamt rund 900 Mitglieder haben davon schon Gebrauch gemacht.

 

Doch nun, in der Corona-Krise, müssen auch diese Ausflüge der Streichung zum Opfer fallen. „Ganz abgesehen von rechtlichen Vorgaben werden sicher noch für eine längere Zeit bestimmte Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen einzuhalten sein“, erklärt der Heimatvereins-Vorsitzende Peter Stoltenberg in einer Mitteilung.

 

Diese Regeln sind jedoch bei Führungen, wie unseren Dorfbegehungen, kaum möglich. Natürlich wollen wir auch keine zusätzlichen Risikopunkte schaffen", betonte Stoltenberg mit Blick auf die in 2020 fünf geplanten Dorfbesichtigungen.

 

So sollten am 5. Mai Rohlstorf, am 9. Juni Sievershütten, am 7. Juli Sülfeld, am 4. August Stocksee und am 1. September Wittenborn besucht werden.

 

Informationen über die Aktivitäten des Heimatvereins im Kreis Segeberg sind auf seiner Homepage zu erfahren.

 

www.heimatverein-kreis-segeberg.de

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Heimatverein Kreis Segeberg sagt Dorfbegehungen ab
Foto: Coronavirus: Heimatverein Kreis Segeberg sagt Dorfbegehungen ab

Maifeiertag – Wertstoffsammlung am 2. Mai 2020

(29. 04. 2020)

Wegen des Feiertags am Freitag, 1. Mai 2020, werden verschiedene Abholtermine im Rahmen der Abfallentsorgung verlegt.

 

Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) hat in einer Mitteilung darauf hingewiesen.

 

In Schmalensee ist die Regelabfuhr von Abfällen durch den WZV nicht direkt betroffen. Der Abfallkalender, der im Internetauftritt des Entsorgers ermittelt werden kann, sieht vor, dass ab Montag, 4. Mai, die Abfuhr des Bioabfalls, Rest- und Papiermülls regulär stattfindet.

 

Wichtig für Schmalensee: Am Tag zwischen zwei Sonntagen – Samstag, 2. Mai – werden die gelben Wertstoffsäcke aus Schmalensee abholt. Bitte beachten.

 

www.wzv.de

Foto zur Meldung: Maifeiertag – Wertstoffsammlung am 2. Mai 2020
Foto: Gelbe Säcke in Schmalensee

Coronavirus: Weiter telefonische Beratung der Deutschen Rentenversicherung Nord

(29. 04. 2020)

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie zum Schutz von Bürgern und Beschäftigten vor Ansteckung bleiben die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Nord in Schleswig-Holstein bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen.

 

Beratungen und die Aufnahme von Rentenanträgen finden jedoch telefonisch oder online statt. Das teilt die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck mit.

 

Für Fragen rund um die Themen Rente, Altersvorsorge, Prävention und Rehabilitation steht das kostenlose Servicetelefon montags bis donnerstags von 7.30 bis 19.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr unter 0800 / 1000 480 22 zur Verfügung.

 

Aufgrund des erhöhten Anruferaufkommens entstehen derzeit jedoch längere Wartezeiten - dies gilt erfahrungsgemäß besonders montags. Deshalb empfiehlt die Deutsche Rentenversicherung Nord, auf die anderen Wochentage auszuweichen.

 

Auf der Internetseite www.deutsche-rentenversicherung-nord.de können Versicherte zudem die Online-Dienste der Deutschen Rentenversicherung nutzen. Dort finden sich auch weitere Kontaktmöglichkeiten.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 25 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,2 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

 

www.deutsche-rentenversicherung-nord.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Weiter telefonische Beratung der Deutschen Rentenversicherung Nord
Foto: Coronavirus: Weiter telefonische Beratung der Deutschen Rentenversicherung Nord

Beschlüsse auf Distanz – Gemeindevertretung unzufrieden mit Antrag für Windkraftanlagen

(28. 04. 2020)

Unter besonderen Bedingungen hat die Gemeindevertretung am 27. April im Gemeindesaal getagt und einige Beschlüsse gefasst. Die Zusammenkunft mitten in der Corona-Pandemie war notwendig geworden, weil das Landesamt für Landwirtschaft und Ländliche Räume (LLUR) darauf bestand, dass Schmalensee fristgerecht zum 3. Mai eine Stellungnahme zu einem vorliegenden Antrag zum Bau von zwei Windkraftanlagen auf der Schmalenseer Gemarkung abzugeben habe. Bürgermeister Sönke Siebke machte aus der Not eine Tugend und ließ gleich ein paar weitere Punkte abarbeiten.

 

Handlungsfähigkeit erhalten

 

Keine Sitzung der Gemeindevertretung hieße für das LLUR, dass das gemeindliche Einvernehmen hergestellt ist“, begründete Siebke die Einladung. Und er untermauerte mit einem Papier seine Gründe dafür, in dieser Runde keinen städtebaulichen Vertrag zu verhandeln (der Punkt wurde von der Tagesordnung genommen) und nicht das gemeindliche Einvernehmen auszusprechen.

 

Den über 2000 Seiten dicken Antrag des Investors kritisiert der Bürgermeister mit einer fünfseitigen Auflistung von Punkten, bei denen dringend Nachbesserung, Aufklärung oder Lückenschließung vorzunehmen ist. Rasch war die Geschlossenheit der Vertretung hergestellt, die mit den Stimmen beider Fraktionen wurde das gemeindliche Einvernehmen verweigert. Die Gemeinde behält sich zudem vor, einen Bebauungsplan für das Gebiet aufzustellen, um den eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

 

Ob das LLUR diese Stellungnahme akzeptieren wird, sei offen. „Ich hoffe es“, sagte Sönke Siebke. Es gehe darum, Rechte der Gemeinde zu wahren, Schaden von ihr fernzuhalten und ihre Einflussmöglichkeiten bei einer Umgestaltung der Landschaft zu erhalten.

 

Weg ebnen für Firmenansiedlung

 

Es ist kein Geheimnis, dass die Firma Hippe ihren Betrieb im Grasweg ansiedeln möchte. Um in der Sache voranzukommen, wurden Vorentwürfe für eine Änderung des Flächennutzungsplan und für einen Bebauungsplan Nr. 7 beschlossen. Damit kann nun die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange starten. In der nächsten Sitzung des Bauausschusses soll die Information der Schmalenseer Öffentlichkeit erfolgen. Inhaber Frank Mühlenberg möchte gern im Frühjahr 2021 anfangen zu bauen und bis Jahresende fertig werden.

 

Was sonst noch geschah

 

In Sachen Neuausweisung eines Wohngebiets reichte es nur zu einem Bericht: Die Landgesellschaft Schleswig-Holstein, so Thorge Jankowski, sei ein sehr verlässlicher Partner und habe bis jetzt gute Verhandlungen im Sinne der Gemeinde geführt. Aktuell liege der Ball im Feld der Landbesitzer, die sich untereinander in der Frage des Verkaufspreises verständigen müssen.

 

  • Der Quartalsbericht IV/2019 wurde vom Finanzausschussvorsitzenden Dirk Griese vorgestellt und genehmigt.

  • Griese trug auch zur Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr vor, die Sondervermögen der Gemeinde ist. Der Haushaltsplan 2020 wurde genehmigt.

  • Nachträglich abgesegnet wurde die Maßnahme des Bürgermeisters, das Sportlerheim durch Abschluss eines Vodafone-Vertrags via LTE internetfähig zu machen. U.a. die Kita-Außenstelle ist darauf angewiesen.

  • Hoffnung hegt der Bürgermeister, dass es auch zukünftig eine Kita-Gruppe im Sportlerheim gibt. Bekanntlich wird es einen Trägerwechsel für die Kita Eris Arche geben. Ob dieser daran festhalten wird, in Schmalensee eine Außenstelle zu führen, sei noch nicht klar.

  • Nichts Neues gibt es von der Badestelle. Noch immer wird darauf gewartet, dass zwischen Schleswig-Holsteinischem Gemeindetag und Land ausverhandelt ist, inwieweit Mandatsträger haftbar und strafrechtlich zu belangen sind, wenn keine Badeaufsicht gestellt wird.

  • Auch wenn nicht klar ist, ob Schmalensee seine Badestelle in der bisherigen Form behalten kann oder zu einer naturbelassenen Badestelle zurückkehren wird, soll Anfang Mai eine Fachfirma zusammen mit dem Kampfmittelräumdienst eine Säuberungsaktion vornehmen.

  • Der WZV wird demnächst die Pumpstation der Vakuumentwässerungsanlage in Augenschein nehmen: Eine Option für den Zeitpunkt, wenn Gemeindearbeiter Volker Kay in Rente geht, ist die Vergabe der Betreuung der Anlage an den WZV, der das auch in anderen Gemeinden bereits macht.

 

Arbeit unter Corona-Bedingungen

 

Masken lagen bereit, Desinfektionsmittel gab es auch und der Gemeindesaal war so aufgebaut, dass die Gemeindevertreter weit aufgelockert an der langen Tafel saßen. Unter den neun Zuhörern machte der Witz von der Teilnahme an einer Abi-Klausur die Runde: Jeder hatte einen Tisch für sich mit großem Abstand zum Nebenmann. Weil sich ein Gemeindevertreter wegen Zugehörigkeit zur Risikogruppe abgemeldet hatte, schlossen beide Fraktionen ein Pairing-Abkommen, das zunächst befristet bis 31. August bei strittigen Themen in der GV und ihren Ausschüssen zum Tragen kommt: Fehlt ein Mitglied der Minderheitsfraktion, verzichten zwei Mitglieder der Mehrheitsfraktion darauf, in dem strittigen Punkt an der Abstimmung teilzunehmen. Ein Erlass des Innenministeriums ermöglicht dieses.

 

Und außerdem

 

...war der Protokollführer, Ordnungsamtsmitarbeiter Eike Tralau der Held des Abends: Selbst an seinem 33. Geburtstag ließ er es sich nicht nehmen, in dieser außergewöhnlichen Zeit zur Versammlung nach Schmalensee zu kommen. Ein Anstoßen war leider nicht drin, aber natürlich gab es aufmunternden Geburtstags-Applaus.

 

 

 

Foto zur Meldung: Beschlüsse auf Distanz – Gemeindevertretung unzufrieden mit Antrag für Windkraftanlagen
Foto: Beschlüsse auf Distanz - Gemeindevertretung am 27. April 2020 unter Corona-Bedingungen

Coronavirus: Handwerk hofft auf viele Einsteiger*innen nach dem Schulabschluss

(27. 04. 2020)

Seit geraumer Zeit klagt das Handwerk über zu wenig Nachwuchskräfte. Ausgerechnet im Coronavirus und den verordneten Beschränkungen, die es ausgelöst hat, sieht aber zum Beispiel die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein eine Möglichkeit, das zu ändern. Ganz nach dem Motto, „jede Krise ist eine Chance“.

 

Denn den jungen Leuten, die jetzt gerade ihre Schulabschlüsse machen, stellt sich Covid-19 in den Weg. Gerade der Trend, erst mal ein Jahr ins Ausland zu gehen, falle ja jetzt ins Wasser: Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr im Ausland oder einfach um die Welt trampen – das geht gerade nicht, denn die meisten Staaten hätten die Einreise wegen der Pandemie verboten.

 

Da kann man nun natürlich in der Hoffnung auf ein Wunder warten oder man orientiert sich um und geht zum Handwerk“, heißt es in einer Mitteilung. „Handwerker*innen dürfen nämlich noch arbeiten! Als Azubi dort verdient man in der Lehre nicht nur ganz anständig, hat in zwei bis drei Jahren seinen Gesellenbrief in der Tasche und könnte dann etwa 2022/23 als Fachmann immer noch für ein Jahr ins Ausland gehen.“

 

Ob Afrika, Südamerika, Australien oder Neuseeland, junge Handwerker*innen seien dort gefragt. „Da ist man dann nicht der deutsche Junge oder das deutsche Mädel, das was lernen will, sondern der Fachmann, der seine Kenntnisse erweitern und dabei gleichzeitig helfen will“, so die Kreishandwerkerschaft.

 

Ausbildungsplätze sind zu finden unter www.handwerk-mittelholstein.de.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Handwerk hofft auf viele Einsteiger*innen nach dem Schulabschluss
Foto: Kreishandwerkerschaft Mittelholstein

Wir grillen – mit Sicherheit: Kampagne der Initiative Paulinchen

(26. 04. 2020)

Paulinchen, die Initiative für brandverletzte Kinder mit Sitz in Norderstedt und Partner der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Segeberg, warnt vor schweren Verletzungen beim Grillen.

 

Gerade in Zeiten von Covid-19 bietet das Grillen im eigenen Garten eine willkommene Ablenkung. Nicht selten kommt es durch den Einsatz von Spiritus und anderen flüssigen Brandbeschleunigern zu schwerwiegenden Grillunfällen. Insbesondere Kinder sind aufgrund ihrer Körpergröße gefährdet. Die Folgen: großflächige Verbrennungen am Körper und extrem einschneidende seelische und physische Spätfolgen“, warnt der Verein in einer Mitteilung.

 

Der Bund der Versicherten macht deutlich, dass Personen, die Spiritus zum Grillen nutzen oder die Verwendung von flüssigen Brandbeschleunigern nicht verhindern, bei einem Unfall haften (laut Oberlandesgericht Hamm, Az.: 9 U 129/08).

 

Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen e.V. betont: „Grillunfälle mit Brandbeschleunigern sind extrem schwerwiegend, da die hohen Flammenwände besonders Kinder, die auf Augenhöhe zum Grill stehen, großflächig erfassen. Leider sind sich die Grillenden meist nicht bewusst, welche gravierenden Folgen der Einsatz von Spiritus beim Grillen haben kann.“

 

Dr. Ingo Königs, Facharzt für Kinderchirurgie aus Hamburg und Vorstandsmitglied des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzte Kind“ erklärt: „Jedes Jahr sehen wir in der Klinik Kinder mit schwersten Brandverletzungen nach Grillunfällen.“ Er fordert: „Machen Sie sich der Gefahr bewusst und schützen Sie sich und andere! Grillunfälle sind zu 100 Prozent vermeidbar.“

 

Tipps zum sicheren Grillen, die auch von der Feuerwehr unterstützt werden:

  • Grill kippsicher und windgeschützt aufstellen.

  • Niemals flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin verwenden – weder zum Anzünden noch zum Nachschütten – Explosionsgefahr!

  • Feste, geprüfte Grillanzünder aus dem Fachhandel verwenden.

  • Grill stets beaufsichtigen.

  • Kinder nicht in die Nähe des Grills lassen – Sicherheitsabstand von 2 bis 3 Metern!

  • Grill nicht von Kindern bedienen oder anzünden lassen.

  • Kübel mit Sand, Feuerlöscher oder Löschdecke zum Löschen des Grillfeuers bereithalten.

  • Brennendes Fett niemals mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen.

  • Nach dem Grillen das Grillgerät weiter beaufsichtigen, bis die Glut vollständig auskühlt ist.

  • Nicht in geschlossenen Räumen grillen und den Grill niemals zum Auskühlen ins Haus stellen – Vergiftungsgefahr!

  • Heiße Grillglut nach dem Grillen am Strand nie im Sand vergraben – die Kohle bleibt noch tagelang glühend heiß – Kinder ziehen sich immer wieder schwere Verbrennungen zu, weil sie in die Glut hineinkrabbeln/-treten oder -fallen.

  • Einmalgrills am Strand mit Wasser löschen und abkühlen – auch den Sand unter dem Grill!

 

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. betreibt im Internet aber auch durch Vorort-Besuche eine umfangreiche Aufklärungsarbeit und ist dabei auf Spenden angewiesen.

 

Der Verein unterhält eine telefonische Beratungs-Hotline – auch während der Corona-Krise: Unter 0800 / 0112123 ist diese täglich von 8 bis 20 Uhr für betroffene Familien erreichbar.

 

www.paulinchen.de

 

 

Foto zur Meldung: Wir grillen – mit Sicherheit: Kampagne der Initiative Paulinchen
Foto: Paulinchen-Grillkampagne

Coronavirus: Heimatmuseum bleibt länger geschlossen

(26. 04. 2020)

Eigentlich hatte der Ortsverein Bornhöved im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) gehofft, heute das Heimatmuseum „De ole Rökerkaat“ wieder für die Öffentlichkeit aufschließen zu können. Aber bekanntlich ist nicht Alles von den letzten Lockerrungen in Sachen Corona-Pandemie betroffen gewesen. Kirchen und Museen dürfen noch nicht geöffnet werden, vorerst gilt der 3. Mai als das Datum, an dem neu gedacht werden könnte.

Museumswärter Norbert von der Stein und die „Museumswächter“ – alles Ehrenamtler, die an den Öffnungs-Sonntagen von 15 bis 18 Uhr in der Reetdachkate gegenüber vom Adolfplatz die Stellung halten und Besuchern bereitwillig zur Geschichte von Bornhöved und Umgebung etwa erzählen, haben also noch ein wenig länger „Zwangsurlaub“ von ihrer Aufgabe.

Wenn das Museum wieder aufmachen darf, wird auf jeden Fall die Sonder-Fotoausstellung zur Bornhöveder Geschäftswelt der 1950er/60er-Jahre noch zu sehen sein. Aber auch zu anderen Themen gibt es viel Wissenswertes in „De ole Rökerkaat“.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Heimatmuseum bleibt länger geschlossen
Foto: Coronavirus: Heimatmuseum bleibt länger geschlossen

Coronavirus: Die Maskenpflicht kommt am 29. April

(26. 04. 2020)

Vielfach sind sie schon im öffentlichen Raum zu sehen und viel wird über die berichtet: Masken, die sich angesichts der weltweiten Corona-Pandemie immer mehr Menschen vor Mund und Nase heften. Gleichsam sind die Maske oder besser, die ab Mittwoch, 29. April 2020 geltende Maskenpflicht umstritten.

Natürlich soll an dieser Stelle keine Wertung vorgenommen werden. Aber ein wenig Erklärung ist immer gut, wenngleich Radio und Fernsehen, Tagespresse und Internet voll mit Informationen zum Thema sind.

Erster und wichtigster Punkt: Wir müssen nicht ab Mittwoch mit Maske durch Wohnung, Haus und Garten gehen und schon gar nicht abends ins Bett. Das Gebot, eine Maske zu tragen, gilt in besonderen Bereichen des öffentlichen Lebens: Beim Betreten von Geschäften, in Bussen, Bahnen und Taxis sowie auf Fährschiffen. Auf Wochenmärkten übrigens nicht.

Zur Hygienefrage hat die Bundeskanzlerin im Fernsehen schon einiges gesagt (Mikrowelle aber besser nicht) – das soll hier nicht überboten werden.

Autofahren: Da darf man eigentlich nicht verhüllt sein als Fahrer. Und es gibt eigentlich auch keinen Grund, eine Maske im Auto zu tragen – Anhalter mitnehmen ist eh‘ derzeit wider den Zeitgeist.

Nicht vergessen: Tragen soll man die Maske nicht, um sich zu schützen, sondern andere, indem die eigene Übertragung von Tröpfchen aus Mund, Rachen und Nase zurückgehalten wird.

Ausgenommen von der Tragepflicht sind alle Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, sowie Menschen, die das aufgrund einer nachweislichen Beeinträchtigung nicht können.

In der Schule soll überall dort Maske getragen werden, wo die Schülerinnen und Schüler (und Lehrer) den Abstand nicht wahren können. Aber auch darüber hinaus können Kinder eine Mund-Nase-Abdeckung tragen.

Denn „Maske“ ist ja weitläufig definiert. Das kann die professionelle medizinische Maske (FFP) sein – sofern man sie hat –, die aber medizinischem und pflegendem Personal vorbehalten sein sollte. Schals und Tücher und anderweitige „Stoffzuschnitte“ sind ebenfalls erlaubt. Viele Menschen nähen fleißig Masken und sorgen so womöglich für den einen oder anderen neuen Style – wie unser Gummibärchen-Man, der diesen Beitrag ziert. Allerdings wären die Fledermäuse vom Schlafanzugoberteil auch ein tolles Maskenmotiv gewesen!.

Für Bilder danken wir Ute Mühlenberg und Steffi Grzybowski

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Die Maskenpflicht kommt am 29. April
Foto: Maskenpflicht beflügelt Gummibärenbande

Aktion der Kirchengemeinde: Erzähl Deine „Corona-Geschichte“

(25. 04. 2020)

Die Welt ist aktuell durch ein Thema verbunden: die Coronakrise. Das Virus verändert unser Leben und unseren Alltag.

 

Doch jeder Mensch erlebt dies anders. Einige Menschen spüren tiefe Ängste und Sorgen, nachts rauben sie den Schlaf.

 

Andere erfinden sich ganz neu. Plötzlich tun sie Dinge, die vorher unmöglich schienen. Einige lernen die Worte „Langeweile“ und „Zeit haben“ ganz neu kennen. Andere hingegen wissen nicht, was sie als erstes machen sollen, weil sooo viel zu tun ist. Und wieder andere erleben in dieser Krise vielleicht ungeahnt Liebevolles, Witziges und Hoffnungsvolles?

 

Hinter all diesen unterschiedlichen Erfahrungen stecken Geschichten. Erzähl uns Deine!

 

Schreib uns einen Brief oder eine E-Mail, was Du in dieser außergewöhnlichen „Coronazeit“ erlebst. (Kirchengemeinde Bornhöved, Stichwort „Corona-Geschichte“, Am Alten Markt 16, 24619 Bornhöved oder an egener@kirchengemeinde-bornhoeved.de oder weinbrenner@kirchengemeinde-bornhoeved.de).

 

Unsere Idee: Irgendwann feiern wir wieder gemeinsam und wer weiß, vielleicht dürfen dann all Eure Geschichten die Bühne betreten …

 

Bleibt wohl auf an Leib und Seele!

 

Eure Pastorinnen Ulrike Egener & Annett Weinbrenner

Foto zur Meldung: Aktion der Kirchengemeinde: Erzähl Deine „Corona-Geschichte“
Foto: Bornhöved - Vicelin-Kirche St. Jakobi

Coronavirus: An den nächsten Sonntagen öffnen die Geschäfte

(25. 04. 2020)

Die Landesverordnung, die im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung einer Verbreitung des neuartigen Coronavirus zulässt, das Geschäfte bis zu einer Ladenfläche von 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen, ist erweitert worden: Bis einschließlich 3. Mai dürfen diese Geschäfte auch an Sonntagen öffnen.

 

Ab sofort dürfen alle Läden, die nach der aktuellen Landesverordnung öffnen dürfen, auch sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet haben. Das ist in der neuen Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg festgeschrieben, die am 23. März 2020 in Kraft getreten ist.

 

Wir vergrößern damit die Zeitspanne, in denen Kund*innen einkaufen können“, sagt Landrat Jan Peter Schröder in einer Mitteilung. Je weniger Menschen auf engem Raum zusammen seien, desto geringer sei die Gefahr einer Ansteckung.

 

Landrat Schröder warnt davor, aus dieser Möglichkeit einen Familien-Shopping-Ausflug zu machen, „denn wenn nun alle sonntags in die Innenstädte stürmen, erreichen wir genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollen“.

 

Und auch wenn die Maskenpflicht erst ab kommendem Mittwoch gilt, appelliert Schröder an die Bürger*innen, diese neue Regelung schon jetzt umzusetzen und Mund und Nase in Geschäften sowie im Bus- und Bahnverkehr mit einer Maske oder einem Tuch zu bedecken. „Seien Sie solidarisch und schützen Sie Ihre Mitmenschen“, so der Landrat.

 

Weiterhin öffnen dürfen darüber hinaus: Einzelhandel für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Poststellen, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Lebensmittelausgabestellen (Tafeln), der Großhandel, Kraftfahrzeughändler, Fahrradhändler und Buchhandlungen.

 

An gesetzlichen Feiertagen ist die Öffnung für diese Verkaufsstellen nicht gestattet. Das bedeutet konkret, dass sie am Freitag, 1. Mai, geschlossen bleiben müssen. Ausgenommen davon sind Geschäfte, deren Angebot hauptsächlich aus Blumen und Pflanzen, Zeitungen und Zeitschriften oder Back- und Konditorwaren besteht, sowie Apotheken und Tankstellen.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: An den nächsten Sonntagen öffnen die Geschäfte
Foto: Coronavirus: An den nächsten Sonntagen öffnen die Geschäfte

Schlüsselbund gefunden – Besitzer gesucht

(24. 04. 2020)

Ein Bund mit drei Schlüsseln ist am Abend des 23. April beim Homepage-Team der Gemeinde Schmalensee abgegeben worden. Gefunden wurden diese im Uferbereich des Schmalensee unterhalb des Dorfes – also an bzw. nahe der Badestelle.

 

Eine Beschreibung ergibt sich aus dem Bildmaterial, das dieser Meldung beiliegt.

 

Bis Montag befindet sich der Schlüsselbund noch vor Ort und wird am Abend im Zuge der Sitzung der Gemeindevertretung den Mitarbeitern der Amtsverwaltung zur Verwahrung im Fundbüro übergeben.

 

Sollte sich die Besitzerin oder der Besitzer bis dahin vorstellen – Verbindungsaufnahme bitte über das Kontaktformular auf dieser Homepage – ist ein Besitznachweis erforderlich.

Foto zur Meldung: Schlüsselbund gefunden – Besitzer gesucht
Foto: Schlüsselbund am Schmalensee gefunden 23.04.2020

Trockenheit: Feuerwehren warnen vor Wald- und Flächenbränden

(24. 04. 2020)

Auch wenn es an den Abenden deutlich abkühlt in Holstein – das anhaltende frühsommerliche Wetter mit anhaltender Trockenheit lässt die Gefahr von Wald- und Flächenbränden steigen. Darauf weist der Landesfeuerwehrverband hin.

 

Demnach sei landesweit die Stufe 3, und teilweise bereits die zweithöchste Stufe 4 in Schleswig-Holstein erreicht oder wird in den nächsten Tagen erwartet.

 

Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie ist für Teile der Bevölkerung der Ausflug in die Natur eine willkommene Abwechslung, bei der man zudem problemlos die Abstandsregelung einhalten kann. Der Landesfeuerwehrverband betont daher seine Sicherheitshinweise:

 

  • Es besteht ein absolutes Verbot für offenes Feuer in Wäldern. Das gilt auch für Grillfeuer – Grillen ist nur auf ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt (die aktuell aber zumeist gesperrt sein dürften), auf denen die Kontaktregeln einzuhalten sind.

 

  • Es ist verboten, in Wäldern zu rauchen.

 

  • Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Autofenster.

 

  • Benutzen Sie bei Ausflügen in die Natur ausgewiesene Parkplätze. Grasflächen unter Fahrzeugen können sich durch heiße Katalysatoren entzünden.

 

  • Halten Sie Zufahrten zu Wäldern, Mooren und Heideflächen frei – sie sind wichtige Rettungswege. Beachten Sie die Halte- und Parkverbote.

 

  • Wo der Zugang zu Waldgebieten untersagt ist, ist diesem Verbot dringend Folge zu leisten.

 

  • Wer Brände oder Rauchentwicklungen beobachtet, melde dieses sofort über den Notruf 112.

 

  • Verhindern Sie Entstehungsbrände, unternehmen Sie Löschversuche – wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen, und rufen rufen Sie in jedem Fall die Feuerwehr zur Nachkontrolle.

 

www.lfv-sh.de

Foto zur Meldung: Trockenheit: Feuerwehren warnen vor Wald- und Flächenbränden
Foto: Auch Knicks können in dieser Zeit sehr trocken sein

Gemeindevertretung tagt am 27. April unter Corona-Bedingungen – begrenzte Zuhörerzahl

(23. 04. 2020)

Erstmals seit Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus findet am Montag, 27. April, eine Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung statt. Beginn ist – unter besonderen Bedingungen – um 19.30 Uhr im Gemeindesaal.

 

Besondere Bedingungen angesichts Corona

 

Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln werden die Mitglieder der Gemeindevertretung sowie Mitarbeiter der Amtsverwaltung mit deutlichem Abstand zueinander Platz nehmen, die Zahl der Zuhörer ist limitiert. Bürgermeister Sönke Siebke spricht im Bericht der Segeberger Zeitung vom 22. April von zehn Personen. Etwaige Vertreter der Presse werden nicht mitgezählt – ihre Anwesenheit dient der Information der Öffentlichkeit.

 

Organisatorisch bedeutet dies, dass eine Einlasskontrolle notwendig ist, um die sich Siebke selbst kümmern will. Desinfektionsmittel wird im Saal verfügbar sein und alle Besucher und Teilnehmer werden sich mit ihren Kontaktdaten in eine Anwesenheitsliste eintragen müssen, damit im Fall einer Infektion einer beteiligten Person rasch alle Kontaktpersonen des Abends durch den Infektionsschutz des Kreises Segeberg ermittelt werden können.

 

Ein größerer Raum wie die Sporthalle wurde nicht als Sitzungsort gewählt. Hier wären Bestuhlung und Abstandsregelung aufgrund einer möglicherweise größeren Zuhörerzahl nur schwer zu organisieren. Auch befindet sich im Sportlerheim eine Außenstelle der Kita Eris Arche, was ein Betreten des Gebäudekomplexes durch Dritte aktuell zu einem sensiblen Thema macht – die Kita ist nicht grundsätzlich geschlossen, sondern bietet Notbetreuung an.

 

Im Gemeindesaal findet keine Bewirtung statt – der angrenzende Gasthof Voß ist wegen der Corona-Pandemie wie alle gastronomischen Betriebe geschlossen.

 

Maskenpflicht besteht am Montag bislang nicht

 

Eine Maskenpflicht besteht in Schleswig-Holstein erst ab dem 29. April, und nach den bisherigen Verlautbarungen beim Betreten von Geschäften sowie im Öffentlichen Personennahverkehr einschließlich Taxen. Wer aber in einer öffentlichen Zusammenkunft wie dieser einen Mund-Nasen-Schutz tragen möchte – was ja in der Regel dem Schutz anderer dient und nicht der eigenen Sicherheit – sollte das auch tun. (Die Landesregierung ist noch damit beschäftigt, Details zur Maskenpflicht zu erarbeiten.)

 

Ausnahmeregelung für Gemeindevertreter

 

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die kommunalpolitischen Praktiken. So sind gewählte Mitglieder der Vertretungen grundsätzlich zur Teilnahme an Sitzungen verpflichtet, sofern sie nicht gute Gründe vorweisen können, die eine Nichtteilnahme rechtfertigen. Nun aber kann es sein, dass ein Mitglied einer Vertretung Vorbehalte hat, weil es zum Beispiel einer sogenannten Risikogruppe angehört oder einfach befürchtet, im Falle einer Infektion das neuartige Virus in eine solche Gruppe einzuschleppen.

 

Das Innenministerium des Landes hat dahingehend Maßnahmen getroffen und mit Erlass vom 23. März 2019 das bewusste Fehlen gewählter Vertreterinnen und Vertreter zugelassen. Obendrein beinhaltet der Ministererlass die in der Gemeindeordnung gar nicht geregelte Absprache zwischen den Fraktionen, um dadurch entstehende „Lücken“ bei Abstimmungen gegebenenfalls auszugleichen (Pairing). Die Fraktionsvorsitzenden von BWS (Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee) und BfS (Wählergemeinschaft Bürger für Schmalensee) führen dazu Gespräche.

 

Warum tagt die GV ausgerechnet jetzt?

 

Stein des Anstoßes ist das Vorliegen eines Bauantrages für zwei Windkraftanlagen auf der Schmalenseer Gemarkung, unmittelbar an der Grenze zum Gemeindegebiet von Damsdorf, südlich der Damsdorfer Straße, kurz bevor diese auf Damsdorfer Seite zur Schmalenseer Straße wird.

 

Wichtig: Die im Blickpunkt Bornhöved, Ausgabe 17 vom 23. April 2020 abgedruckte Tagesordnung enthält einen Fehler. Unter Tagesordnungspunkt 11 wird nicht der „Abschluss einer städtebaulichen Vereinbarung zur Windenergienutzung in der Gemeinde Schmalensee“ beraten. Vielmehr hat die Gemeinde eine Stellungnahme zu einem vorliegenden Bauantrag eines Investors abzugeben. Die GV Damsdorf behandelt das Thema einen Tag später.

 

Beide Bürgermeister hätten ihre Vertretungen gern später zusammengerufen, aber das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) besteht auf Einhaltung von Fristen zur Abgabe der Stellungnahmen.

 

Wenn schon, denn schon

 

Aus der Not, wegen der Windenergie nun in Zeiten der Corona-Pandemie tagen zu müssen, macht die GV Schmalensee eine Tugend, und will gleich in anderen Bereichen Weichen stellen. Insbesondere die Ansiedlung eines Zimmereibetriebes im Grasweg soll vorangebracht werden, da hier eine Änderung des Flächennutzungsplans und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan anzuschieben sind.

 

Auch in der Frage der Ausweisung eines Neubaugebietes würde man gern weiterkommen. Angedacht sind hierfür Flächen westlich der Dorfstraße (B430)/nördlich der Belauer Straße. Zwar wird die Mitarbeiterin der Kreisverwaltung nicht an der Sitzung der Gemeindevertretung teilnehmen, grundsätzliche Beschlüsse sollten aber zumindest in der Frage der Gewerbeansiedlung die Vorgänge voranbringen.

 

Weiterhin soll das Sportlerheim an die Breitbandversorgung angeschlossen werden; die Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr – sie ist offiziell „Sondervermögen“ der Gemeinde Schmalensee, ist mit dem dazugehörigen Einnahme- und Ausgabeplan für das Jahr 2020 noch zu genehmigen.

 

Für alle Schmalenseerinnen und Schmalenseer, die nicht an der Sitzung ihrer Gemeindevertretung teilnehmen können: Auf der Homepage der Gemeinde wird am Morgen des 28. April ein Bericht erscheinen, der die Ergebnisse zusammenfasst. Die Mitglieder der GV hoffen auf Ihr Verständnis für die oben beschriebenen besonderen Maßnahmen – in einer besonderen Zeit.

 

 

Foto zur Meldung: Gemeindevertretung tagt am 27. April unter Corona-Bedingungen – begrenzte Zuhörerzahl
Foto: Gemeindevertretung tagt am 27. April unter Corona-Bedingungen – begrenzte Zuhörerzahl

Coronavirus: Die Fahrbücherei sorgt für Lesestoff

(23. 04. 2020)

Ferien vorbei, Schule nur eingeschränkt bis gar nicht verfügbar und die Schmalenseer Büchertauschhütte schon leergelesen? Dann kommt dieses Angebot gerade recht: Zum heutigen Welttag des Buches bietet die Fahrbücherei Kreis Segeberg einen Lieferservice an.

 

Aufgrund der noch geltenden Einschränkungen und Abstandsbestimmungen dürfen die Fahrbüchereien den normalen Fahrbüchereibetrieb noch nicht wiederaufnehmen. Aber es besteht die Möglichkeit der Lieferung von bestellten Medien an die Leser.

 

So wird bestellt

 

Medien können über den Online-Katalog, telefonisch (04554/5536) oder per E-Mail (info@fahrbuecherei15.de) bestellt werden. Für die Auslieferung wurde ein extra Fahrplan erstellt, der an den normalten Tourenplan angelehnt ist. Der Liefer-Fahrplan wird auf der Homepage bekannt gegeben oder kann telefonisch erfragt werden.

 

Der erste Termin an der Fahrbücherei-Haltestelle am Feuerwehrgerätehaus Schmalensee ist Montag, der 4. Mai 2020, von 15.50 bis 16.45 Uhr.

 

Die Lieferungen stehen vor dem Fahrzeug zur Abholung bereit.

 

Leser denen es nicht möglich ist, das Paket innerhalb des angegebenen Zeitfensters abzuholen, können die bestellten Medien nach vorheriger Absprache am Magazin in der Holsteinstraße 14 in Wahlstedt abholen.

 

So wird Abstand gehalten

 

Um die gesundheitliche Sicherheit zu gewährleisten und die gebotenen Abstandsregeln einzuhalten ist es den Mitarbeitern der Fahrbücherei derzeit leider nicht gestattet, Medien zurückzunehmen und persönlichen Kontakt zu ihren Lesern zu haben. Es wird daher ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Kommunikation und Abholung der Medien ausschließlich ohne persönlichen Kontakt erfolgen darf.

 

So wird mit schon ausgeliehenen Medien verfahren

 

Bereits entliehene Medien werden solange automatisch verlängert, bis eine Rückgabe wieder erlaubt ist. Bitte die derzeit ausgeliehenen Medien daher nicht mitbringen, wenn man ein neues Medienpaket abholt!

 

So meldet man sich an

 

Neuanmeldungen sind per E-Mail möglich. Ein Anmeldeformular kann von der Homepage heruntergeladen werden. Das ausgefüllte und unterschriebene Formular und eine Kopie des Personalausweises können per E-Mail an info@fahrbuecherei15.de geschickt werden.

 

Für Kinder und Jugendliche ist das Angebot kostenlos, für Erwachsene beträgt die Jahresgebühr 18 Euro. Dieser Betrag ist zu zahlen, wenn die Fahrbücherei die Rückgabe der Medien anbieten kann.

 

www.fahrbuecherei15.de

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Die Fahrbücherei sorgt für Lesestoff
Foto: Coronavirus: Die Fahrbücherei sorgt für Lesestoff

In eigener Sache: Absagen melden wegen Coronavirus

(22. 04. 2020)

An alle Vereine, Wählergruppen und Parteien, Einrichtungen und Veranstalter in Schmalensee:

 

Angesichts der anhaltenden Beschränkungen, die der Eindämmung einer Ausbreitung des Coronavirus dienen – Kontaktsperre, Verbot von Großveranstaltungen etc. – ist es angeraten, die Terminkalender zu überprüfen.

 

Als Anhalt kann die Terminliste auf dieser Homepage dienen. Bittet meldet dem Homepage-Team, wenn Veranstaltungen in dieser Liste als „Abgesagt“ oder ggf. „Verschoben“ gekennzeichnet werden sollen.

 

Beliefert Eure Gemeinde-Homepage

 

Wir sind immer gerne bereit, Beiträge der Einwohner auf der Homepage der Gemeinde Schmalensee zu veröffentlichen, sofern sie nicht gegen die Etikette verstoßen.

 

Wir unterstützen beim Formulieren von Texten und Präparieren der Bilder. Nicht vergessen: Das ist Eure Homepage, Schmalenseer.

 

Bleibt gesund!

Foto zur Meldung: In eigener Sache: Absagen melden wegen Coronavirus
Foto: Schmalenseer für Schmalenseer

Coronavirus: Maskenpflicht und Abstandsregeln – Was geht noch und was nicht?

(22. 04. 2020)

Der 19. April 2020 war ein magisches Datum für viele Menschen in unserer Region. Sowohl für jene, die vielleicht daran glaubten, die Maßnahmen zur Eindämmung einer raschen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seien dann auf einen Schlag beendet, als auch für jene, die sich leichte Lockerungen versprachen. Letztere dürften zumindest nicht enttäuscht sein.

 

Und es gibt ein neues Datum zur Orientierung, den 3. Mai. Dieser Tag ist ein nächster Orientierungspunkt, an dem sich entscheidet, welche Zügel gelockert werden können und welche nicht. Viele Fragen, Forderungen, Hoffnungen und Spekulationen geistern durch Medien und Internet.

 

Allerdings kommt nun die Maskenpflicht: In Schleswig-Holstein muss ab 29. April 2020 eine Mund-Nasen-Abdeckung beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Dabei geht es um „Alltagsmasken“, nicht etwa die für das medizinische Personal bestimmten FFP-Schutzmasken, wie die Landesregierung betont. Auch ein Schal gelte als Maske, wenn er Mund und Nase abdeckt.

 

Die Schmalenseer Gemeinde-Homepage, das sei hier IN EIGENER SACHE gesagt, ist kein amtliches Mitteilungsorgan und erhebt nicht den Anspruch, termingerecht und vollumfänglich über Neuerungen zu berichten. Dafür sind die Behörden zuständig und ihre Mitteilungen sind verbindlich, während www.gemeinde-schmalensee.de vornehmlich bemüht ist, Auswirkungen auf Schmalensee und die Schmalenseer widerzuspiegeln, nach Möglichkeit in Form von Unterhaltung.

 

Wichtig bleibt – über den 3. Mai hinaus, dass Abstands- und Hygiene-Regeln weiter ihre Gültigkeit behalten. Es ist zwingend erforderlich, dass wir aufeinander achten, insbesondere zum Schutz der sogenannten Risikogruppe der Schwächeren und Älteren.

 

Was passiert gerade um uns herum? Die Schulen starten mit den Abschlussjahrgängen in die Prüfungen bzw. den vorbereitenden Unterricht. Parallel ist der Busverkehr wieder angelaufen. Auch der HVV besteht auf Maskenpflicht – in Hamburg sogar schon ab 27. April.

 

Die Kirchen sind weiter geschlossen für Gottesdienste und andere Zusammenkünfte. Die Pröpste und Bischöfe setzen sich aktuell sehr dafür ein, dass sich dies ändert.

 

Geschäfte dürfen zum Teil wieder öffnen. Für Blumenläden und Floristen wurde die Schließung gemäß Positivliste des Landes Schleswig-Holstein (zu finden unter www.schleswig-holstein.de) schon zum Ostersamstag aufgehoben. Seit dem 20. April können auch Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche unter Auflagen öffnen: Auf 10 Quadratmeter ist ein Kunde im Geschäft erlaubt, andere müssen warten. Abstände müssen gewahrt bleiben – auch in etwaigen Warteschlangen.

 

Für Autohäuser, Fahrradgeschäfte (und Fahrradverleihe) und Buchhandlungen gelten die Größenbeschränkungen der Verkaufsfläche nicht. Friseure dürfen den Betrieb unter Hygiene-Auflagen ab 4. Mai wieder aufnehmen und die Recyclinghöfe des Wege-Zweckverbandes, der mit oberster Priorität die Regelabfuhr gewährleistet, sind seit 20. April wieder offen – natürlich auch unter Auflagen.

 

Dienstleister und Handwerker können ihre Verkaufsbereiche unter Auflagen wieder öffnen.

 

Tierparks wurden wieder geöffnet – Neumünster und Eekholt etwa. Der Erlebniswald Trappenkamp dagegen (www.erlebniswald-trappenkamp.de) hält seine Tore vorerst bis einschließlich 4. Mai geschlossen, insbesondere weil Spielplätze noch nicht wieder geöffnet werden dürfen.

 

Restaurants, und das trifft Schmalensee weiter hart, bleiben geschlossen. Der Außer-Haus-Verkauf ist nun ohne Vorbestellung erlaubt – der Verzehr im Umkreis von 100 Metern um die gastronomische Einrichtung aber weiter untersagt. Der Bußgeldkatalog gilt weiter.

 

Museen stehen noch nicht auf der Öffnungsliste. Der Urzeithof Stolpe hatte zwar bereits eine Öffnung zum 20. April angekündigt, laut Homepage (www.urzeithof.de) liegt für Museen, Gedenkstätten und Ausstellungen aber noch keine rechtsgültige Regelung vor – die Tür bleibt also weiter geschlossen. Das wird sicher auch für das Bornhöveder Heimatmuseum De Ole Rökerkaat oder den Museumsbunker in Trappenkamp vorerst weiter gelten.

 

Zum Sportgeschehen wurde und wird separat berichtet. Der SV Schmalensee hat den Sportbetrieb ebenfalls vorerst bis zum 3. Mai ausgesetzt. In den verschiedenen Sportarten hat es zum Teil schon Saisonabbrüche gegeben, zum Beispiel im Tischtennis. Der Amateurfußball dagegen hofft noch darauf, die Serie 2019/20 abwickeln zu können. Im Pferdesport – das betrifft die Reitsportgemeinschaft Schmalensee – war u.a. das Kreisturnier schon frühzeitig abgesagt worden.

 

Überhaupt sind Großveranstaltungen bis 31. August untersagt – wobei noch nicht ganz klar ist, wie eine mögliche „schrittweise“ Anpassung von Besuchergrößen bis dahin aussehen soll. Eine Frage, die vor allem Theater beschäftigt. Die Karl May Spiel sowie die Konzerte am Kalkberg in Bad Segeberg sind abgesagt.

 

In unserer Nachbarschaft hat Stockseehof die Messe „Park & Garden“ (28. Mai – 1. Juni) absagen müssen. Noch besteht Hoffnung, dass der Gartenwettbewerb „Kleine Gärten – Small Gardens“ im Gutspark von Mitte Juni bis Mitte September dennoch für Besucher geöffnet sein wird. Der TSV Quellenhaupt Bornhöved hat zwar den Q-Tri, seinen Triathlon noch nicht abgesagt, gut sieht es für das von vielen Athleten und Zuschauern wahrgenommene Event aber nicht aus.

 

Egal, wie weit die Lockerungen der bisher geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den nächsten Tagen und Wochen gehen: Wichtig bleibt das Befolgen der Abstands- und Hygiene-Regeln, damit es keinen Rückfall gibt. Noch gibt es weder Medikamente, noch einen Impfstoff. (An der Suche nach einem solchen ist u.a. das Forschungszentrum Borstel im Kreis Segeberg beteiligt.) Vernunft und Besonnenheit sowie Solidarität sind mehr denn je gefordert.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Maskenpflicht und Abstandsregeln – Was geht noch und was nicht?
Foto: HVV Maskenpflicht

Coronavirus: Busse fahren wieder im Normalbetrieb

(21. 04. 2020)

Seit dem gestrigen Montag, 20. April, fahren alle Buslinien des Personennahverkehrs (ÖPNV) im Kreis Segeberg wieder im Normalbetrieb nach dem regulären Fahrplan.

Damit reagiert der Kreis Segeberg auf die am 21. April beginnenden Abiturprüfungen und die Vorbereitungen auf den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) sowie den Mittleren Schulabschluss (MSA), die am Mittwoch, 22. April, starten. Gleichzeitig ist damit die Erreichbarkeit aller Schulstandorte in gewohnter Weise sichergestellt, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

Aufgrund der am 16. März wegen der Corona-Pandemie verfügten Schulschließungen war der Busverkehr am 19. März vorzeitig auf den Ferienfahrplan umgestellt worden.

Abstands- und Hygieneregeln beachten

Weiterhin gilt, dass die Vordertüren der Busse geschlossen bleiben und Ein- beziehungsweise Ausstieg nur über die übrigen Türen erfolgt. Da der Ticketverkauf über das Fahrpersonal daher ausgesetzt bleibt, werden Fahrgäste gebeten, ihre Tickets vor Antritt der Fahrt über die HVV-App, den HVV-Onlineshop oder an einem Fahrkartenautomaten zu kaufen.

Die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) haben ebenfalls mitgeteilt, seit Montag nach dem regulären vollständigen Fahrplan, wie er an Schultagen gültig ist, zu fahren.

Im ÖPNV gelten weiter die Hygieneempfehlungen des Bundes und der Länder:

• Atemschutzmasken zur Bedeckung von Mund und Nase tragen,

• möglichst 1,5 Meter Abstand einhalten,

• in die Armbeuge husten und niesen,

• regelmäßiges und gründliches Händewaschen,

• nicht ins Gesicht fassen.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Busse fahren wieder im Normalbetrieb
Foto: Bushaltestelle Schmalensee

Ein Kater wird vermisst: Wer hat Kimba gesehen?

(21. 04. 2020)

Dass Katzen mitunter einen Zug durch die Gemeinde machen und durchaus ein paar Tage „ihr Ding“ unternehmen, ist bekannt. Aber nach vier Wochen, die ihr Kater Kimba nun schon nicht zu Hause war, ist Bärbel Wichmann doch ratlos. Und traurig.

 

Darum bittet sie alle, aufmerksam nach Kimba Ausschau zu halten. Zu Hause ist die Familie in der Straße Op'n Barg, wo Kimba auch zuletzt gesehen worden war.

 

Eine Beschreibung Kimbas ergibt sich aus den von Bärbel Wichmann übersendeten Fotos.

 

Wichtiger Hinweis: Kimba lässt sich nicht von Fremden anfassen. Darum bitte bei Erkennen eine schnelle Nachricht an Bärbel Wichmann absetzen: Telefon 04323 / 803290.

 

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass er bald wieder vor der Tür sitzt!“, sagt Bärbel Wichmann. Oder ein aufmerksamer Mitbürger entdeckt den Kater und ruft schnell an.

 

Schon jetzt vielen Dank für Eure Mithilfe!

 

Foto zur Meldung: Ein Kater wird vermisst: Wer hat Kimba gesehen?
Foto: Kimba wird vermisst

Coronavirus: Kreis Segeberg regelt Betretungsverbote neu

(20. 04. 2020)

Mit Wirkung vom 20. April 2020 hat der Kreis Segeberg angesichts der Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) seine Allgemeinverfügung angepasst. Dies betrifft Änderungen bei den ursprünglich ausgesprochenen Betretungsverboten von Schulen, Kitas und Pflegeheimen.

 

Die neue Version der Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg gilt zunächst bis einschließlich 3. Mai 2020. Hier die Zusammenfassung der wichtigsten Punkt:

 

Zu den Ausnahmen der Betretungsverbote von Schulen und Kindertagestageseinrichtungen gehören nun auch:

  • Personen, die an den Abschlussprüfungen beteiligt sind.

  • Neben Schüler*innen und Kindern, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen, jetzt auch jeweils ein Elternteil oder ein Erziehungsberechtigter beim Bringen und Holen.

 

Verlängerung der Notbetreuungsregelungen in Kindertagesstätten und an Schulen bis einschließlich der 6. Jahrgangsstufe: Ab dem 20. April dürfen auch Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden die Angebote der Notbetreuung in Anspruch nehmen, wenn diese keine Alternativbetreuung organisieren können. Das gilt auch für Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil in einem Bereich arbeitet, der für die Aufrechterhaltung kritischer Infrastrukturen notwendig ist.

 

Planbare und aufschiebbare Behandlungen in Krankenhäusern: Diese dürfen wieder stattfinden. Voraussetzungen dafür sind, dass der Verlauf eines solchen Eingriffs voraussichtlich keine Intensivkapazitäten binden und die Trennung von Patientenströmen und Personal im Hinblick auf die Behandlung von COVID-19-Patienten und Nicht-COVID-19-Patienten sichergestellt wird sowie ausreichend persönliche Schutzausrüstung vorhanden ist.

 

Neufassung der Quarantäneregelung in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, stationären Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe sowie in Wohngruppen und sonstigen gemeinschaftliche Wohnformen: Bei der Aufnahme neuer Bewohner*innen oder der erneuten Aufnahme eigener Bewohner*innen nach einem Krankenhausaufenthalt bedarf es keiner expliziten Quarantäneregelung, wenn die Menschen aus einer für Nicht-COVID-19-Patienten vorgesehenen Station zurückverlegt werden.

 

Angepasste Regelung bei den weiterhin bestehenden Quarantänevorgaben zwischen stationären Pflegeeinrichtungen und denen von Eingliederungs- und Gefährdetenhilfe:

  • Bei kurzzeitigem auswärtigen Aufenthalt: Eine Quarantäne ist nicht erforderlich, wenn die Einrichtung vorübergehend zur Inanspruchnahme ambulant erbrachter medizinischer Leistungen verlassen wurde. Die damit verbundenen Fahrten, beispielsweise zur Dialysebehandlung, bedürfen daher keiner vorherigen Genehmigung durch den Fachdienst Infektionsschutz des Kreises Segeberg.

  • Ausgenommen von den Quarantäneauflagen sind auch Bewohner*innen stationärer Pflegeeinrichtungen, die in Begleitung von Einrichtungspersonal die Einrichtungen verlassen und nur mit diesem Einrichtungspersonal zielgerichtet oder intensiv Kontakt haben.

  • Einzelne Einrichtungen der Eingliederungs- oder Gefährdetenhilfe können mit Genehmigung des Infektionsschutzes ausgenommen werden, wenn in ihnen keine vulnerablen Gruppen wohnen.

  • Da es mittlerweile eine grundsätzliche Selbstisolationspflicht für alle Reiserückkehrer*innen aus dem Ausland gibt, entfallen die ursprünglich geregelten Betretungsverbote für Personen in bestimmte Einrichtungen, die aus vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten nach Schleswig-Holstein eingereist sind.

 

Viele der bereits gültigen Regelungen bestehen weiterhin. Sie sind ebenfalls in der Landesverordnung sowie der Allgemeinverfügung zu finden. Dazu zählen unter anderem:

  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist in der Regel nur allein, in Begleitung von im selben Haushalt lebenden Personen und einer weiteren Person gestattet. Weitere Kontakte sind auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und es ist, wo immer möglich, ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

  • Veranstaltungen jeglicher Art sind nach wie vor verboten.

 

Links:

 

Die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg finden Sie hier: https://www.segeberg.de/media/custom/2211_2377_1.PDF?1587295651

 

Die Landesverordnung, die aktuelle Positivliste (also eine Auflistung von Ausnahmen), den Bußgeldkatalog sowie weitere Verordnungen zum Thema COVID-19 finden Sie hier: https://schleswigholstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/_documents/teaser_erlasse.html

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kreis Segeberg regelt Betretungsverbote neu
Foto: Coronavirus: Kreis Segeberg regelt Betretungsverbote neu

Coronavirus: Kreisverwaltung weiter nur telefonisch und per E-Mail erreichbar

(20. 04. 2020)

Die Kreisverwaltung des Kreises Segeberg ist weiterhin nur telefonisch und per E-Mail erreichbar. Das teile am Freitag die Pressesprecherin des Kreises, Sabrina Müller mit. Aufgrund der andauernden Corona-Situation und als Vorsichtsmaßnahme finden derzeit keine offenen Sprechzeiten statt. Nur bei zwingenden und unabweisbaren Gründen erhalten Bürger*innen im Einzelfall einen vorher abgestimmten Termin.

 

Von dieser Maßnahme sind auch kunden- und kundinnenintensive Bereiche wie Ausländerbehörde, Führerscheinstelle, Bauaufsicht und Kfz-Zulassung betroffen. Über das Online-Terminangebot der Kfz-Zulassungsstelle ist es möglich, einen Termin zu vereinbaren.

 

Neben der Hotline des Infektionsschutzes, Telefon 04551/951-9833, gibt es eine Nummer für Fragen allgemeiner Art, Telefon 04551/951-0. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich telefonisch oder per E-Mail an den/die zuständige*n Sachbearbeiter*in zu wenden, wenn er oder sie bekannt ist.

 

Wir alle haben in den vergangenen Wochen auf Vieles verzichten müssen“, sagt Landrat Jan Peter Schröder, der den Bürger*innen des Kreises Segeberg sehr dankbar für ihr umsichtiges Verhalten ist. Gemeinsam sei es gelungen, eine schnelle Verbreitung des Virus und damit verbunden eine Überforderung des Gesundheitssystems zu verhindern.

 

Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, weswegen wir uns nur schrittweise der Normalität annähern können“, so der Landrat weiter. Der Schutz seiner Mitarbeiter*innen und Bürger*innen sei oberstes Ziel, weswegen er um Verständnis dafür bittet, dass die Kreisverwaltung zunächst weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen bleibt.

 

Der Kreis Segeberg im Internet: www.segeberg.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kreisverwaltung weiter nur telefonisch und per E-Mail erreichbar
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Vor 135 Jahren: Schmalensee ein Raub der Flammen – Der Dorfbrand wirkt bis heute nach

(19. 04. 2020)

Wer danach fragt, welches Ereignis für Schmalensee das bedeutendste sein mag, dem muss wohl das Großfeuer genannt werden, das am 19. April 1885, vor 135, mehr als die Hälfte der Häuser in Asche legte. Denn der Dorfbrand, bei dem kein Mensch körperlich ernsthaft zu Schaden kam, wirkt bis heute nach: In der annähernd einheitlichen Architektur des „südlichen“ Abschnitts der Dorfstraße, die Schmalensee den Namen „Säulendorf“ gegeben hat, und in einer Freiwillige Feuerwehr, die aufgrund der gemachten Erfahrungen vier Jahre später gegründet wurde.

 

Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr nach Großfeuern

 

Aus dem Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee, Eintrag vom 1. Dezember 1889: „Da unsere Gemeinde in den Jahren 1867 und 1885 die zerstörende und vernichtende Macht des Feuers am eigenen Hab und Gut erfahren, so wurde im Herbst des Jahres 1889, wo die Regierung auf Organisation von Zwangs-Feuerwehren auf dem platten Lande drang, in einer Kommissversammlung die Bildung einer freiwilligen Feuerwehr beschlossen, da eine solche einer Zwangswehr vorzuziehen sei. Die Gemeinde verpflichtet sich, die erforderlichen Ausgaben zu übernehmen.“

 

Das Feuer von 1867 hatte, wie ein weiteres im Jahr 1861, drei Höfe getroffen und dazu beigetragen, dass nicht mehr alle großen Gebäude nah am Ortszentrum lagen. So blieb der „nördliche“ Teil des Dorfes – den rund 70 Meter freien Raumes vom „südlichen“ trennten – mit fast genauso vielen Gebäuden vom Feuer verschont. Dennoch fand das Großfeuer 1885 reichlich Nahrung.

 

Schadensbericht im Segeberger Kreis- und Wochenblatt

 

Die Schadensübersicht lieferte das Segeberger Kreis- und Wochenblatt, die heutige Segeberger Zeitung, am 22. April 1885: „Über das Feuer in Schmalensee können wir berichten, dass die Gebäude der Hufner Schnoor (Schnohr, Anmerkung), J. Harder, H. Harder, A. Dunker, M. Saggau, Hinr. Saggau, eine Kate eines zweiten Hinr. Saggau, das Armenhaus und einige Eigenkaten, im Ganzen 18 Gebäude, durch Feuer vernichtet sind. […] So ist vom Mobiliar und den in den Häusern befindlichen Ackergeräten so gut wie nichts gerettet worden. […] Verbrannt an Vieh sind drei Kühe, drei Schweine, ein Kalb und zwei Kettenhunde.“

 

Ausgebrochen soll das Feuer in der Kate des Hufners Hinrich Saggau sein. Von dort habe es sich aufgrund des Windes, der Trockenheit und der größtenteils weich – also mit Stroh und Reet – gedeckten Dächer rasch über den südlichen Teil des Ortes ausgedehnt. Sechs zum Teil neue Hufenstellen, errichtet nach 1867 mit breiten Umfassungsmauern, brannten ebenfalls ab, da auch sie mit Reet oder Stroh eingedeckt waren. Vier Gebäude hingegen blieben aufgrund fester Bedachung von Zerstörung verschont oder wurden nur leicht beschädigt.

 

Feuer selbst in der Stadt Segeberg wahrzunehmen

 

Über die Zeit des Entstehens des Großfeuers ließe sich streiten. Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt meldete am 21. April, dass am Vortag um 0.30 Uhr von der Stadt Segeberg aus in nördlicher Richtung ein derart mächtiger Feuerschein zu sehen gewesen sei, dass in der Stadt Häuser in der Kieler Straße „erleuchtet“ waren. Man vermutete das Feuer zunächst in Negernbötel oder Hamdorf. Chronist Heinrich Göttsch, erst ab 1896 im Ort, führte den Dorfbrand in einer Auflistung der Feuersbrünste, die Schmalensee heimsuchten, vorsichtshalber mit Datum „19./20. April 1885“. Wiederum die Zeitung liefert in ihrer Ausgabe am 28. April 1885 die Festlegung „in der Nacht vom 19. auf den 20.“ und eine Ausdehnung des Brandes binnen weniger als einer Stunde.

 

Im ersten Bericht hatte es geheißen: „In einer Zeit von drei Viertelstunden standen sämtliche Gebäude in Flammen und bot sich ein Flammenmeer dar, welches den Zuschauern einen schrecklichen Anblick darbot. Dass bei diesem raschen Umsichgreifen so wenig gerettet werden konnte ist klar.“

 

Wie heute: Polizeiliche Ermittlungen aufgenommen

 

Immerhin: Die Gebäude waren bei der Landesbrandkasse versichert, Möbel und Gerät größtenteils bei der Lübecker Feuerversicherung. Nichtsdestotrotz wurden Ermittlungen angestellt. So wurden am 4. Mai 1885 vom Landrat des Kreises Segeberg 300 Mark Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung eines möglichen Brandstifters führen würden.

 

Dorfbrand selbst in Amerika in der Zeitung erwähnt

 

Die Feuersbrunst von Schmalensee hallte sogar über den Atlantik: Im Juni 1885 war die Nachricht vom Dorfbrand auch in den Vereinigten Staaten von Amerika Thema, wenn auch ein sehr kleines: In ihrer Tagesausgabe vom 4. Juni 1885 brachte die in Indianapolis erscheinende deutschsprachige „Indiana Tribüne“ auf der Seite 2 in einer Rubrik mit Kurznachrichten aus Deutschland und der Welt, in der Subrubrik „Oldenburg“, den einen Satz „Fast das ganze Dorf Schmalensee ist eingeäschert worden.“

 

Reet- und Strohdächer in der Kritik

 

Schmalensees Dorfbrand war zusätzliches Wasser auf die Mühlen derer, die im Rahmen des Feuerschutzes darauf drängten, weiche Bedachungen der Gebäude in geschlossenen Ortschaften zu verbieten. Denn Schmalensee war kein Einzelfall. In jener Zeit berichteten die Zeitungen immer wieder von verheerenden Feuern, die ganze Ortschaften betrafen. So war im April 1884 und zehn Jahre zuvor Bornhöved etwa jeweils zur Hälfte in Schutt und Asche gefallen. Am 15. Juni 1885 gab es erneut ein großes Feuer in Bornhöved, das mehrere Häuser aber nur das Leben eines Schweines forderte. Die Löschmannschaften der umliegenden Orte, auch aus Schmalensee, eilten zu Hilfe.

 

Viele Fragen zum Dorfbrand und seinen Folgen offen

 

Bis heute bleiben einige Fakten zum Schmalenseer Dorfbrand 1885 im Dunkeln: War es Brandstiftung oder nicht? Was spielte sich im Dorf ab – gibt es Augenzeugenberichte in Briefen, Tagebüchern oder Hofchroniken? Und kamen die Brandwehren der Umgebung, so wie ein Jahr zuvor und im Juni 1885 in Bornhöved – überhaupt mit ihren Spritzen zum Einsatz? Leider war Schmalensee dafür wohl zu unbedeutend oder kein Berichterstatter vorhanden, der dem Segeberger Kreis- und Wochenblatt einen Bericht vom Wiederaufbau hätte liefern können. Die Berichterstattung aus dem Dorf lief in normalem Umfang weiter, das gesellschaftliche Leben also nahm recht schnell „normale“ Züge an. Und bis heute geben uns die Eingänge der Bauernhöfe, deren Hauptgebäude nah zur damals bereits bestehenden Chaussee errichtet wurden, ein Zeugnis vom damals begonnenen Neuanfang.

 

 

[Download]

Foto zur Meldung: Vor 135 Jahren: Schmalensee ein Raub der Flammen – Der Dorfbrand wirkt bis heute nach
Foto: Segeberger Kreis- und Wochenblatt am 21. April 1885 zum Dorfbrand in Schmalensee

Open Air-Kunst Schmalensee – Werk hält bis zum nächsten Regen

(18. 04. 2020)

Die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee muss sich in ihrer Einsatztaktik angesichts der Corona-Pandemie anders verhalten als üblich. Ob sie nun aber auch noch ihren Ausrückweg verlegen wird? Ein gestern geschaffenes Kunstwerk „versperrt“ den Blauröcken die Ausfahrt aus dem Feuerwehrgerätehaus.

 

Doch diese „Blockade“ ist nicht von ewiger Dauer: Mit Kreide wurde das Werk geschaffen, das sich nun über das Pflaster im Bereich des Bolzplatzes legt. Viel kann von der Malkreide nicht übrig sein – so intensiv leuchten die Farben. Und das, was noch vorhanden war, wurde auch verarbeitet: Das große Kunstwerk hat noch ein kleines Geschwisterchen bekommen, wie die Durchsicht der Bilder verrät. Doch spätestens wenn der nächste Regen kommt, ist wohl von beiden nicht mehr viel übrig.

 

Wer genau hinschaut, der wird Ordnung und Chaos zugleich erkennen in dem, was Ute und Frank Mühlenberg fotografiert und ihre Kinder da geschaffen haben. Gerade Linien begrenzen die Farbflächen, ziehen sich dennoch so kreuz und quer durch das Bild, dass man schnell die Orientierung verlieren kann, nicht mehr weiß, ob man in den einen Sektor schon geblickt hat oder in einen anderen. Selbst ein Kreis erweckt den Eindruck, aus lauter kleinen Geraden geformt zu sein.

 

Mila, Meta und Mona, die sich nach Beendigung ihrer „Arbeit“ wie immer freiwillig zum Foto aufreihten, sollen in ihrer Konzentration durch den „Ghettoblaster“ bestärkt worden sein. Hoffentlich nicht zum Nachteil der weiteren Anwohner. Aber so ist das mit den abstrakten Künsten und Künstlern – wir müssen den Weg zur Vollendung nicht verstehen, nur das Ergebnis genießen :-).

 

Der Spielplatz auf dem Bolzplatz (und an der Badestelle sowie am Sportgelände) ist zwar angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus gesperrt. Ein kurzer „Ausflug“ zu zweit oder mit der Hausgemeinschaft, um das bunte Kunstwerk vor dem Feuerwehrgerätehaus zu bestaunen, ist aber angesichts des Wetters durchaus empfehlenswert. Und Worte der Anerkennung sind auch auf Distanz möglich.

 

Foto zur Meldung: Open Air-Kunst Schmalensee – Werk hält bis zum nächsten Regen
Foto: So bunt kann Schmalensee sein - Kunst am Bolzplatz

Coronavirus: Suchtberatung im Kreis Segeberg weiter erreichbar

(18. 04. 2020)

 

Die Suchtberatungsstellen im Kreis Segeberg sind auch weiter in dieser Zeit der Einschränkungen durch die Corona-Krise für ratsuchende Personen da.

 

Zum Schutze der Mitarbeiter*innen und unserer Klient*innen erfolgen aktuell alle Beratungen telefonisch oder digital. Bei Bedarf können sich betroffene Personen oder Angehörige über Telefon oder Email an die Suchtberatungen wenden und erhalten dort direkte Auskünfte und bei Bedarf Rückrufe durch unsere Fachkräfte.

 

Zusätzlich zu den telefonischen Beratungskontakten bietet die ATS Bad Segeberg auch Onlineberatung über das Chatportal www.suchtonline.de an. Die offenen Sprechzeiten sind hier dienstags 14 bis 16 Uhr und donnerstags 10 bis 13 Uhr.

 

Kontaktdaten und Sprechzeiten:

 

Suchtberatung der Therapiehilfe gGmbH im Familienbüro Bornhöved / Außenstelle Trappenkamp

per Telefon: 04323-80544714

per Mail: info@familienbüro-bornhöved.de

www.beratung-im-kreis-segeberg.de

 

Erreichbarkeit Familienbüro:

Mo 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr

Di 9 bis 13 Uhr

Mi bis Do 14 bis 18 Uhr

Fr 9 bis 12.30 Uhr

 

Offene Sprechstunden (finden zurzeit telefonisch statt):

Bornhöved: Mo 14 bis 17 Uhr

Trappenkamp (Tel. 04323-8042419): Do 14 bis 17 Uhr

 

 

Weitere Suchtberatungsstellen sind die ATS Suchtberatung Bad Segeberg, ATS Suchtberatung Norderstedt, Suchtberatung Sozialwerk Norderstedt e.V., ATS Beratungszentrum Sucht Kaltenkirchen, Suchtberatung der Therapie im Familienbüro Bad Bramstedt.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Suchtberatung im Kreis Segeberg weiter erreichbar
Foto: Altes Amt Bornhöved Familienbüro

Coronavirus: WZV öffnet Recyclinghöfe wieder – unter strengen Regeln

(17. 04. 2020)

Die Corona-Pandemie hält an, Maßnahmen zur Eindämmung einer Ausbreitung des Coronavirus gelten weiter, schrittweise aber kommt es zu Lockerungen. Auch der wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) geht diesen Weg und wird ab Montag, 20. April 2020, seine Recyclinghöfe (mit Ausnahme des Hofes in Bad Segeberg) zu den bisherigen Öffnungszeiten wieder öffnen.

 

Der für Schmalenseer nahe liegende Recyclinghof Damsdorf/Tensfeld (Tarbeker Landstraße 6, 23824 Tensfeld) ist regulär geöffnet am Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 17 Uhr; am Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 13 Uhr.

 

Bitte vorerst keine großen Mengen

 

Der WZV hat für die Wiederannahme von Abfällen sehr konkrete Regeln aufgestellt, um die weiter geltenden Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter*innen und Kunden umsetzen zu können. Diese können zu erheblichen Wartezeiten führen. Allein schon deshalb bittet der WZV in einer Mitteilung vom 16. April darum, von der Anlieferung großer Abfallmengen abzusehen. Er muss sich vorbehalten, Anlieferungen ganz oder teilweise abzulehnen.

 

Den Anweisungen des WZV-Personals ist ausnahmslos Folge zu leisten.

 

Regeln für die Recyclinghöfe Damsdorf/Tensfeld, Schmalfeld und Norderstedt

 

  • Für die Annahme von Abfällen der Privat- und Gewerbekunden gelten die regulären Öffnungszeiten.

 

  • Es gibt keinen Verkauf von Produkten wie Kompost etc. - Lediglich BigBags zur Sammlung von Abfällen werden an Kunden verkauft (übrigens auch am Recyclinghof Bad Segeberg).

 

  • Kunden werden angehalten, in ihrem Fahrzeug zu verbleiben. So sollen der Kundenkontakt und Kontakte der Kunden untereinander weitestgehend vermieden werden.

 

  • Das Annahmepersonal kommt zum Fahrzeug und stimmt das weitere Vorgehen mit den Kunden ab.

 

  • Jede Bezahlung erfolgt ausschließlich bargeldlos mit EC-Karte. Nur jeweils ein Kunde darf den Kassenbereich betreten.

 

  • Kunden werden gebeten, angelieferte Abfälle für das Annahmepersonal gut sichtbar zu machen: Anhänger öffnen, Abfälle sichtbar im Kofferraum platzieren etc.

 

  • Die Anlieferung von Sperrmüll und Strauchgut erfolgt ohne vorherige Anmeldung vorläufig unentgeltlich (bis 2 Kubikmeter / Privatkunde).

 

  • Die Annahme von Schadstoffen, gefährlichen Abfällen und Wertstoffen erfolgt wie im Regelbetrieb in haushaltsüblichen Mengen.

 

Regelabfuhr weiterhin sichergestellt

 

Nach derzeitigen Einschätzungen wird es weiter in vollem Umfang möglich sein, die gewohnten Abfuhrtermine für die Restmüll-, Bioabfall- und Papierabfuhr einzuhalten.

 

Eine Wiederaufnahme der Sammlung von Strauchgut und Sperrmüll sowie die mobile Schadstoffsammlung sind noch nicht wieder vorgesehen.

 

Kontaminierte Abfälle der Privathaushalte

 

Abfälle privater Haushalte, die eventuell mit dem Coronavirus kontaminiert sein könnten (Taschentücher, Desinfektionstücher etc.), müssen mit dem normalen Restmüll entsorgt werden – nicht lose sondern in reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnissen wie Plastik- oder Mülltüten in den Restmüllbehälter entsorgt werden.

 

Telefonische Erreichbarkeit

 

Weiterhin ist das Service Center des WZV für den Kundenverkehr geschlossen. Die telefonische Erreichbarkeit unter 04551 / 9090 ist ausgeweitet worden und von Montag bis Freitag, 6 bis 18 Uhr sichergestellt.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: WZV öffnet Recyclinghöfe wieder – unter strengen Regeln
Foto: Coronavirus: WZV öffnet Recyclinghöfe wieder – unter strengen Regeln

Was ist denn das in Schmalensee? – Die Sitzende mit Kind

(17. 04. 2020)

Als im März 2008 der Abriss des alten Mütterkurheims über dem Schmalensee vollzogen war, ragte aus einer Trümmerlandschaft einsam eine Skulptur hervor, einem Mahnmal gleich und mit Graffiti verunstaltet.

 

Wer das Grundstück des Mütterkurheims oder des später darin untergebrachten Alten- und Pflegeheimes nicht kannte, konnte sicher mit dem „Mariechen“oder „Marieken“ nicht viel anfangen. So nannten sowohl Kurteilnehmerinnen als auch Frauen aus dem Dorf, die zeitweise einer Arbeit im „Mütterheim“ nachgegangen waren, die Skulptur.

 

Insbesondere Annegret Voß setzte sich dafür ein, dass das Mariechen nicht in einer Baugrube oder einem Schotterwerk verschwinden, sondern einen neuen Aufstellort erhalten sollte. Mit den Bürgermeistern, erst Hans, dann Sönke Siebke, fand sie Verbündete in ihrem Ansinnen, und so erhielt die Skulptur im Mai 2009 einen neuen Platz auf einem Stückchen Land der Familie Voß: Von der Badestelle aus blickt die „Sitzende mit Kind“ über den Schmalensee zu ihrem alten Aufstellort, den man anhand alter Postkarten noch nachvollziehen kann.

 

Sitzende mit Kind“ ist der Titel der Arbeit des Bildhauers Karl Heinz Engelin, der diese 1958 erstmals im Bronzeentwurf schuf und 1959 aus Blaubank schliff, einem festen Muschelkalk-Block. Es handelte sich um eine Auftragsarbeit für das im März 1960 eröffnete Mütterkurheim, finanziert je zur Hälfte von der zur Evangelischen Landeskirche Schleswig-Holstein gehörenden Kirchengemeinde Hamburg-Wellingsbüttel und der Landeskirchlichen Frauenarbeit Schleswig-Holstein.

 

Karl Heinz Engelin, der in den 1960er-Jahren auch für Vorträge ins Schmalenseer Mütter-Genesungsheim kam, unterhielt zu jener Zeit ein Atelier in Hamburg, das nach seinem Tod 1986 seine Frau und Bildhauerin, Gisela Engelin-Hommes, weitergeführt wurde. Sie stellte der Gemeinde Schmalensee 2009 ein 1979 entstandenes Buch über den Künstler und seine Arbeiten zur Verfügung. Werke Engelins können heute u.a. im Bereich des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums Schloss Gottorf betrachtet werden.

 

Geboren am 17. Oktober 1924 in Memel und Militärdienst als Wachingenieur auf einem U-Boot im Zweiten Weltkrieg, arbeitete Karl Heinz Engelin ab 1946 als Pferdeknecht in Ostholstein und legte 1947 im Gymnasium Schloss Plön sein Abitur ab. Er studierte Kunstgeschichte an der Universität zu Kiel und absolvierte zudem eine Steinmetzlehre. Seit 1959 unterhielt er mit seiner Frau das Hamburger Atelier und bildete sich umfangreich weiter, u.a. in Bronzeguss und Schmelz- und Schweißverfahren für Edelstahl. Engelin starb am 1. Dezember 1986 in Hamburg.

 

Was vom Künstler und vom Mütter-Genesungsheim in Schmalensee geblieben ist, ist die Sitzende mit Kind, der seinerzeit dankbare Mütter kleine Blumensträuße in den Schoß legten.

 

Foto zur Meldung: Was ist denn das in Schmalensee? – Die Sitzende mit Kind
Foto: Die Sitzende mit Kind an der Badestelle Schmalensee

Mit Bauer Hader durch die Krise

(16. 04. 2020)

Die Sprache hat sich in der Corona-Krise verändert. Das hat auch Bauer Hader – der, den alle duzen dürfen: „Ihr könnt Bauer zu mir sagen.“ - erkannt. Doch die Paraderolle des in Schmalensee lebenden Kabarettisten Nils Loenicker bringt auch Einwände vor: „Homeoffice – das gab's bei uns schon immer. Hieß nur 'Stallhaltung'.“

 

Loenicker und seine Berufskollegen haben derzeit unter den Beschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung des der Coronavirus deutliche Einschnitte hinzunehmen: Die Bühnen sind geschlossen. Auch Alma Hoppes Lustspielhaus in Hamburg, das Loenicker zusammen mit Jan-Peter Petersen leitet.

 

Nicht vor Live-Publikum, aber im NDR-Podcast

 

Die Medienlandschaft ist aktuell bemüht, Kunstschaffenden Plattformen zu bieten. So gibt es im Internet die KN-Bühne der Kieler Nachrichten und, umfangreich bestückt, das NDR-Projekt „Kultur trotz Corona“: In kurzen Videobotschaften sorgen auf der virtuellen NDR-Bühne im Internet Musiker, Komiker, Dichter und Nils Loenicker für das, was uns die Corona-Tristesse ein wenig brechen lässt: Unterhaltung.

 

Unter www.ndr.de/kultur gelangt man direkt zu der Rubrik, in der sich Bauer Hader mit derzeit bis zu vier Beiträgen finden lässt. Ein bisschen muss man unter den vielen Gesängen, Lesungen und weiteren Kabarettisten suchen, also scrollen, aber es lohnt sich. Auch wenn Hader mittlerweile eigentlich keine Lust mehr habe, Witze über Hamsterkäufe zu machen - „Wer will denn jetzt schon 'nen Hamster haben?“

 

Die Kultur muss weiter Beschränkungen hinnehmen

 

Am 15. April haben Bundeskanzlerin und Länderchefs sich auf ein grundsätzliches Festhalten an den beschränkenden Maßnahmen zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus verständigt. Die parallel vorgenommenen Lockerungen schließen die Bühnen weiter aus – eine Umsetzung durch Land und Kreis findet derzeit statt. Auf den Auftritt Loenickers und seiner Entermänner am 7. August im Gemeindesaal werden wir Schmalenseer wohl verzichten müssen.

 

Drücken wir allen Kulturschaffenden die Daumen, dass sie möglichst unbeschadet durch diese Zeit kommen und erfreuen wir uns an ihren Beiträgen, wo immer wir sie bekommen können. Lachen muss auch in schweren Zeiten erlaubt sein – und Bauer Hader war bekanntlich schon in so mancher kritischen Situation für einen Lacher gut.

Foto zur Meldung: Mit Bauer Hader durch die Krise
Foto: Bauer Hader alias Nils Loenicker 2016 im Gemeindesaal

Coronavirus: Rentenversicherung nicht montags anrufen

(16. 04. 2020)

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Nord in den Bundesländern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Beratungen und die Aufnahme von Rentenanträgen finden jedoch telefonisch oder online statt. Das teilt die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck mit.

 

Für Fragen rund um die Themen Rente, Altersvorsorge, Prävention und Rehabilitation steht das kostenlose Servicetelefon montags bis donnerstags von 7.30 bis 19.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr unter 0800 / 1000 480 22 zur Verfügung.

 

Aufgrund der erhöhten Anruferzahlen entstehen derzeit jedoch längere Wartezeiten – dies gelte erfahrungsgemäß besonders montags. Deshalb empfiehlt die Deutsche Rentenversicherung Nord, auf die anderen Wochentage auszuweichen.

 

Auf der Internetseite www.deutsche-rentenversicherung-nord.de können Versicherte zudem die Online-Dienste der Deutschen Rentenversicherung nutzen. Dort finden sich auch weitere Kontaktmöglichkeiten.

 

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 25 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,2 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Rentenversicherung nicht montags anrufen
Foto: Deutsche Rente Nord

Natürliches und künstliches Licht über dem Schmalensee

(15. 04. 2020)

Es hat einen Hauch von Mystik, was die Handykamera von Delf Siebke da eingefangen hat: Ein voller Mond leuchtet hell über dem Schmalensee durch das Geäst der Bäume am Vier. Dass der Fotograf dort mitten in der Nacht gestanden hat, verraten andere Lichter – die Markierungsleuchten der Windkraftanlagen jenseits der Gemarkungsgrenze zu Damsdorf, die sich im Schmalensee spiegeln.

 

Die roten Lichter geben damit zugleich die Dimension dieser Bauwerke wieder, die aufgrund ihrer Höhe die Entfernung von ihrem eigentlichen Standort über die knickreiche Schmalenseer Gemarkung und das Dorf spielend überwinden.

 

Egal wie man zu den Hauptelementen des Fotos steht – den Windkraftanlagen oder dem am 6. April besonders hell leuchtenden Mond – ein schöner Schnappschuss ist Delf Siebke da gelungen, den er im Rahmen der Aktion „Schmalenseer für Schmalenseer“ (Wir füllen unsere Gemeinde-Homepage) zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür.

Foto zur Meldung: Natürliches und künstliches Licht über dem Schmalensee
Foto: Mond und Windkraftanlagen über dem Schmalensee, Foto Delf Siebke

April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

(15. 04. 2020)

Auch im Jahr 2020 wollen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung werfen. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich bis zum 20. April 2020, vielleicht sogar darüber hinaus, mit einer sogenannten Kontaktsperre belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft in diesem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil.

 

Tanz und Anstand lernen: Im Bornhöveder Hotel Stadt Kiel am 15. April 1925, vor 95 Jahren, ein Tanz- und Anstandsunterricht für Kinder aus Bornhöved und Umgebung. Die Tanzkunstschule Rusch aus Kiel ist Veranstalter des Kurses.

 

Der Pastor geht in Ruhestand: Am 16. April 1915, vor 105 Jahren, versammeln sich viele Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bornhöved am örtlichen Bahnhof, um ihren Pastor Albert Lutheri Voß zu verabschieden. Seit 1887 war Voß Pastor in Bornhöved und begibt sich nach über 27 Jahren des Wirkens in Kirche und Schule auf seinen Altersruhesitz in Wandsbek. Verabschiedet wird er u.a. vom Kampfgenossenverein 1870/71, dessen Mitglied er war. Nachfolger Voß' wird Johannes Christian Schlüter.

 

Geflügelzüchter gründen Verein: Am 17. April 1955, vor 65 Jahren, wird in Hein's Gasthof der Rassegeflügelzüchterverein für Bornhöved und Umgebung gegründet. Der Schmalenseer Züchter Hermann Cornehls wird zum Vorsitzenden gewählt.

 

Abzug der Flüchtlinge: Am 17. April 1915, vor 105 Jahren, verlassen die meisten der ostpreußischen Flüchtlinge Bornhöved und Umgebung wieder und begeben sich zurück in ihre vom Feind befreite Heimat. Ab dem 17. November 1914 waren in der Stadt Segeberg und Umgebung bzw. entlang der Bahnlinie Segeberg-Bornhöved-Kiel Flüchtlinge aus Ostpreußen einquartiert worden, weil in ihrer Heimat Kämpfe mit russischen Truppen tobten.

 

Eiserne Kreuze für Schmalenseer: Wie das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 18. April 1945, also vor 75 Jahren meldet, haben zwei Schmalenseer Angehörige der Wehrmacht das Eiserne Kreuz erhalten: Feldwebel Willi Wulf wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Sein Schwager, der Gefreite Adolf Nöthel, erhielt das EK 2. Klasse.

 

Kriegsgefangene in Schmalensee: Am Abend des 19. April 1915, vor 105 Jahren, treffen in Begleitung eines Landsturmmannes zur Bewachung auf dem Hof von Ludwig Saggau zehn russische Kriegsgefangene zum Arbeitseinsatz ein. „Über die Veränderung ihrer Lage schienen sie sehr erfreut zu sein“, heißt es im Segeberger Kreis- und Tageblatt.

 

Zapfenstreich in Schankwirtschaften: Am 20. April 1895, vor 125 Jahren, wird im ganzen Kreis Segeberg durch die jeweiligen Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde die sogenannte „Polizeistunde“ festgelegt. Im Amt Bornhöved ordnet Heinrich Christian Saggau, Amtsvorsteher aus Schmalensee an, dass die Schank- und Gastwirtschaften um 23 Uhr zu schließen haben.

 

Die zehn Gebote des Landwirts: Am 23. April 1870, vor 150 Jahren, zitiert das Segeberger Kreis- und Wochenblatt aus einer Versammlung des Landwirtschaftlichen Vereins Bischofswerda „Die zehn Gebote des Landwirths“:

 

1. Baue viel Futter,

2. Füttere gut Vieh,

3. Dann fehlt es Dir auch an Dünger nie.

4. Mit scharfer Egge und starkem Pflug

5. Ackere fleißig und tief genug.

6. Was Dein Acker kann geben,

7. Sollst Du systematisch ihm nehmen.

8. Altes Land verbessere und neues erringe,

9. Ausgaben und Einnahmen zu Buche bringe;

10. Du selbst sei fleißig, gebildet und klug -

Das sind der Gebote des Landwirths genug.

 

Wählergemeinschaft löst SPD ab: Am 24. April 1955, vor 65 Jahren, bekommt Schmalensee eine neue Gemeindevertretung. Es gelingt der Wählergemeinschaft, alle fünf Direktmandate zu gewinnen. Die SPD, die mit Heinrich Hamann den Bürgermeister gestellt hatte, erhält vier Sitze. Gewählt sind für die Wählergemeinschaft Bauunternehmer Paul Blunk (131 Stimmen), Gastwirt Hans Voß (129), Landwirt Willi Moebs (124), Landwirt Hellmut Saggau (123) und Handelsvertreter Arthur Masch (107). Für die SPD ziehen als Listenkandidaten Rentner Heinrich Hamann, Gemischtwarenhändler Friedrich Bollbuck, Gärtner Karl Heinz Hamann und Melker Willi Wulf jun. ein. Im Mai 1955 wird Hellmut Saggau zum neuen Bürgermeister gewählt werden. Sein erster Stellvertreter wird Hans Voß., zweiter Stellvertreter Willi Moebs.

 

Lämmchen Merle sorgt für Aufsehen: Oder eher die zwölfjährigen Zwillinge Jana und Lena Voß, die gemeinsam das Lamm „Merle“ großziehen und auch ausführen. Die Segeberger Zeitung berichtet am 26. April 2005, vor 15 Jahren davon: Merle war mit einer Gaumenspalte geboren worden und wollte nicht trinken. Da gab der Besitzer das Tier an Jana und Lena, die ihn darum gebeten hatten. Mit Haferschleim päppelten die beiden Merle auf, die ihnen nun nicht mehr von der Seite weicht.

 

Auf dem Weg zum größeren Amt: Am 26. April 2005, vor 15 Jahren, debattiert der Bornhöveder Amtsausschuss über die Absicht der Landesregierung, eine Verwaltungsreform auf Amtsebene durchzuführen. „Zweckehen“ zweier oder mehrerer Ämter sollen größere Verwaltungsräume schaffen, die mittelfristig Kosten senken und neue Effektivität erzeugen sollen. Die Skepsis überwiegt unter den Ausschussmitgliedern. Welcher Partner in Frage kommt, ist auch noch nicht deutlich. Nahe liegend wäre ein Zusammengehen mit der Gemeinde Trappenkamp, diskutiert werden aber auch Zusammenschlüsse mit dem Amt Rickling oder dem Amt Wankendorf im Kreis Plön.

 

Glück im Unglück: Am 30. April 1935, vor 85 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von einem Fuhrunternehmer, der Vieh nach Kiel lieferte und dort feststellen musste, dass ihm unterwegs eine Starke entlaufen sein musste. Diese hatte sich offensichtlich während der Fahrt losgerissen und übersprang die 1,60 Meter hohe Wand des Anhängers. Auf seinem Rückweg findet der Fuhrmann das Tier in Schmalensee wieder.

 

Ein Raub der Flammen: Am 30. April 1905, vor 115 Jahren, brennen zwischen 7 und 8 Uhr die Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Halbhufners Johann (Johannes Christian) Schumacher bis auf die Umfassungsmauern nieder. Bis auf drei Ferkel und zwei Kälber kann das Vieh gerettet werden. Das Mobiliar kann größtenteils gesichert werden, während das landwirtschaftliche Inventar verbrennt. Zum Löscheinsatz rücken die Freiwilligen Feuerwehren aus Schmalensee und Bornhöved, sowie die Brandwehren aus Tarbek und Belau an. Da Schumacher bei der Landesbrandkasse und der Armstedter Gilde nur niedrig versichert war, trifft ihn der Schaden hart. Bereits am 24. Januar 1862 war dieses Gehöft ein Raub der Flammen geworden. Laut Chronik von Zeitzeuge Heinrich Göttsch handelt es sich um die Katenstelle 15. Nach dem Brand von 1905 wird sie „ins Feld verlegt zwischen Schmalensee und Tarbek“ und 1932 in drei Grundstücke aufgeteilt, eines in der Belauer Straße, zwei am jetzigen Standort,wo Tierarzt Dr. Klaus Borchers und Familie sowie ehemals Sauer-Schneidereit, nun Matthias Thies Besitzer sind.

 

Abschied von Lehrer Guttmann: Am 30. April 1950, vor 70 Jahren, verabschiedet Bürgermeister Heinrich Hamann im Beisein der Gemeinderäte und der Elternbeiräte der Schule den Lehrer Leo Guttmann in den Ruhestand. Guttmann kam als Flüchtling aus Ostpreußen nach Schmalensee. In seiner Heimat galt er als bekannter Heimatdichter. Maßgeblich beteiligte er sich beim Sender Königsberg an der Gestaltung des Schulfunks – 15 Sendungen wurden ausgestrahlt, einige davon über alle deutschen Sender. Auch in Westdeutschland ist sein Name im Hörfunk zu vernehmen, denn Guttmann reicht seine Gedichte beim Süddeutschen Rundfunk ein.

 

Als Schmalensee verpfändet wurde: Datiert auf den 30. April 1665, also vor 355 Jahren, wurde das Dorf Schmalensee vorübergehend zu Geld gemacht: Nach einem Kaufbrief verpfändete König Friedrich III. das Dorf Schmalensee für 8.971 Reichstaler und 18 Schillinge an Bartram Rantzau auf Ascheberg. Wann der „Rückkauf“ erfolgte, ist offen. Nicht Schmalensee allein, fast das ganze Amt Segeberg musste aufgrund der schlechten Finanzlage des dänischen Staates in Folge des Dreißigjährigen Krieges und des anschließenden Kriegs mit Schweden (1657-1660), dem sogenannten „Polackenkrieg“, verpfändet werden. Erst 1740 war das Amt Segeberg mit der Einsetzung eines eigenen Amtmanns wieder vollständig hergestellt.

Ebenfalls am 30. April 1665 erwerben Ernst von Wedel bzw. dessen Erben für 3.000 Reichstaler die Wassermühle von Bornhöved, den Bornhöveder und den Schmalensee.

 

 

Foto zur Meldung: April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2
Foto: Lamm Merle bei Jana und Lena Voß SZ 25.04.2005

Kinderschutz in Corona-Zeiten: „Im Zweifel das Jugendamt einschalten“

(14. 04. 2020)

Geschlossene Schulen und Kitas, Kontaktverbote, gestresste Familien: Von den drastischen Einschränkungen im Zuge der CoronavirusPandemie sind viele Kinder und Jugendliche im Kreis Segeberg besonders betroffen. Darauf weist das Jugendamt hin – und appelliert an Eltern, Angehörige und Nachbarn, beim Thema Kindeswohl genau hinzuschauen. „Zwar schweißt die Corona-Lage viele Familien zusammen. Eltern und Kinder verbringen mehr Zeit miteinander. Aber es kann auch passieren, dass Konflikte jetzt schneller eskalieren und Kinder Gewalt oder Verwahrlosung erleben“, sagt Manfred Stankat, Leiter des Jugendamtes des Kreises Segeberg. Ein besonderes Risiko gebe es in Familien, in denen psychische Erkrankungen oder Suchtprobleme eine Rolle spielten.

 

Klar ist: Das Jugendamt ist auch weiterhin voll erreichbar. Wir gehen jedem Hinweis nach“, betont Stankat. Unter der Telefonnummer 04551/951-9600 sowie bei allen freien Beratungsstellen können sich Eltern melden, die sich mit der aktuellen Situation überfordert fühlen und Hilfe brauchen. Auch wer den Verdacht hat, dass Kinder leiden oder Angst vor ihren Eltern haben, kann dort anrufen. Allerdings seien kreischende Geschwister, Getrampel auf dem Boden oder laute Musik in der Nachbarswohnung noch lange kein Hinweis auf eine Kindeswohlgefährdung. „Aber wenn die Kinder selbst um Hilfe rufen oder die Eltern sagen: ,Ich pack‘s nicht mehr‘, dann sollte man das Jugendamt einschalten – oder im äußersten Fall sogar die Polizei“, macht Stankat deutlich.

 

Die Corona-Pandemie stelle dabei auch das Jugendamt selbst vor neue Herausforderungen. So könnten Sozialarbeiter*innen und Familienhelfer*innen derzeit nicht mehr so viel unterwegs sein, um die Infektionsgefahr zu minimieren, berichtet Stankat. „Entscheidend ist jedoch, dass der Kontakt zu Familien, die bereits vom Jugendamt betreut werden, nicht abreißt. Wo das Kindeswohl einmal in Gefahr war, gehen wir oder von uns beauftragte freie Träger auch jetzt zu den Familien, um zu sehen, ob es den Kindern gutgeht.“

 

Um bei den Hausbesuchen die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten, gehe das Jugendamt auch neue Wege. So kämen schon einmal Video-Chats zum Einsatz, Gespräche würden teils an der Fensterscheibe geführt. „Aber am direkten persönlichen Kontakt mit einem Kind führt kein Weg vorbei. Das Wohl der Kinder hat für uns auch unter widrigen Umständen allerhöchste Priorität“, betont Stankat. Bislang ist es noch nicht so, dass die Corona-Krise zu deutlich mehr Notrufen beim Jugendamt führt.

 

Im vergangenen Jahr bekam das Kreisjugendamt Segeberg 325 Hinweise auf mögliche Kindeswohlgefährdungen. Die Mitarbeiter*innen kümmerten sich dabei um jeden einzelnen Fall. Im ersten Quartal 2020 waren es 91 Hinweise. Insgesamt 125 Fälle davon stuften die Mitarbeiter*innen im vergangenen Jahr als so alarmierend und schwerwiegend ein, dass sie die Kinder und Jugendlichen aus ihren Familien heraus in Obhut nehmen mussten, um sie zu schützen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres waren es 33 Fälle. Nicht in den Zahlen erfasst sind unbegleitete minderjährige Ausländer.

 

In der aktuellen Krise werde besonders deutlich, wie wichtig die Arbeit der Jugendämter ist, sagt Stankat. „Der Kinderschutz leistet eine unverzichtbare Aufgabe in der Gesellschaft – so wie etwa auch die Krankhäuser, die Polizei und die Feuerwehr.“

 

(Pressemitteilung Kreis Segeberg vom 9. April 2020)

Foto zur Meldung: Kinderschutz in Corona-Zeiten:  „Im Zweifel das Jugendamt einschalten“
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Eindrücke vom Wegesrand – Wanderung um den Schmalensee

(13. 04. 2020)

Vom Menschen gemacht, vom Menschen beeinflusst, von der Natur geformt, natürlich angepasst. Eindrücke auf einer Wanderung rund um den Schmalensee können vielfältig sein.

 

Geräusche lassen sich dabei im Foto nicht einfangen. Wohl aber die Verrenkung der Gans, die mit einer anderen mitzuhalten sucht. Und den Blinzelwettkampf mit der Maus – finde das Bild (bzw. die Maus) – hat wohl der Fotograf gewonnen.

 

Pilze faszinieren ebenso wie umranke Bäume oder Steine, definitiv von Menschenhand aufgetürmt. Oder doch nicht?

Foto zur Meldung: Eindrücke vom Wegesrand – Wanderung um den Schmalensee
Foto: Eindrücke vom Wegesrand

Das Wappen der Gemeinde Schmalensee

(13. 04. 2020)

Es ist allgegenwärtig, das Schmalenseer Gemeindewappen. Es ziert den Trafokasten am Feuerwehrgerätehaus und das Einsatzfahrzeug unserer Freiwilligen Feuerwehr; wir finden es in den Emblemen der Reitsportgemeinschaft und des Sportvereins; von manchem Fahnenmast grüßt es und auch diese Gemeinde-Homepage kommt nicht ohne es aus.

 

Genehmigt wurde das Wappen, das von Lothar Leissner (Itzehoe) entworfen wurde, am 7. März 1996. Eine Beschreibung gibt es im Internet bei Wikipedia und identisch in dem 1997 veröffentlichten Wappenbuch der Kreise, Ämter, Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein (bearbeitet für den Verein zur Förderung des Landesarchivs von Martin Reißmann, erschienen im Verlag Husum):

 

Durch einen silbernen Wellenfaden erniedrigt von Rot und Blau geteilt, überdeckt mit einem fünfblättrigen, bewurzelten goldenen Schößling.“

 

Die „Farbenlehre“ des Wappens ist schnell erklärt: Blau-Weiß-Rot steht für das Bundesland Schleswig-Holstein (Weiß ersetzt hier „Silber“, was nicht unüblich ist); die Reihenfolge im Wappen ist eine andere, um das Blau des Sees mit dem Wellenfaden darauf zu betonen.

 

Ursprung: Das Wappen derer von Schmalensee

 

Viel diskutiert ist der „Schößling“, der ein sogenanntes Zitat aus dem Wappen der Ritterfamilie von Schmalensee ist. Es gibt diese Familie mit mehreren Zweigen noch heute und im Besitz der Gemeinde befindet sich die im Jahr 1959 von Robert Bergmann verfasste Chronik der Familie, die der Kieler Wolfgang Butzlaff im Jahr 2011 an Bürgermeister Sönke Siebke überreichte.

 

Nach dieser Chronik sollen sich die später in den Adel erhobenen von Schmalensees nach dem Ort Schmalensee oder dem Gewässer gleichen Namens benannt haben. Schon im Jahr 1300 taucht ein Tymmo de Smalense im Lübecker Oberstadtbuch auf, fast parallel im Kieler Rentebuch: Bartoldus Smalenze, Bertrammus Smalenze und Hinricus Smalenze.

 

In dem 2004 vom Heimatverein des Kreises Segeberg herausgegebenen Büchlein „Hoheitszeichen des Kreises, der Städte, Ämter und Gemeinden im Kreis Segeberg“ bezeichnen die Autoren die von Schmalensees als „Repräsentanten des holsteinischen Uradels“.

 

Das Wappen bei Göttsch

 

Heinrich Göttsch, Schmalensees Dorfchronist von 1948, benennt das Geschlecht Smolenze, das als freie Bauern im 12. Jahrhundert im Dorf Schmalensee gelebt und gewirtschaftet haben mag und sich nach diesem benannte, als es im Zuge der sogenannten Ostkolonisation slawischer Lande in der neuen Heimat – sehr wahrscheinlich durch erfolgreichen Wehrdienst – zu Ansehen, Titel und Eigentum gelangte.

 

Göttsch kannte Bergmann bzw. dessen Arbeit und mag von diesem für seine vor dem Zweiten Weltkrieg begonnene und danach veröffentlichte Chronik ein Wappen der Familie „erhalten“ haben, das er auch abdrucken ließ – es ist der einzige Farbdruck in der Chronik.

 

Göttsch beschreibt es als „Das Wappen des Rittergeschlechts von Schmalensee“, das „einen Schild, den ein Bäumchen mit 5 Blättern ziert“, darstellt. Und: „Zwei Büffelhörner zieren den Helm.“

 

Aus der Bergmann-Chronik wissen wir, dass die Schmalensees bzw. von Schmalensees in verschiedenen ostdeutschen Regionen zu Besitz kamen, zahlreiche Offiziere gingen aus diesen späteren Gütern in nachfolgenden Jahrhunderten hervor und die verschiedenen Familienzweige entwickelten eigene, aber sich doch immer am Ursprung orientierende Wappen.

 

Der Schößling im heutigen Wappen der Gemeinde Schmalensee, der sich auch in dem von Heinrich Göttsch verwendeten Wappen findet, geht auf das Wappen Nr. 6 zurück, das in der Bergmann-Chronik als das „Bagmihlsche Wappen“ aus dem Pommerschen Wappenbuch zitiert wird.

 

Familienwappen inoffizielles Gemeindewappen

 

Spätestens, als das Kopiergerät Einzug hielt, und spätestens mit dem Scanner hielt das von Göttsch verwendete Familienwappen Einzug in die Vereinslandschaft und die Kommunalpolitik Schmalensees. Es zierte Vereinsbriefköpfe oder auch Flugblätter.

 

Markantestes Beispiel für eine Verwendung ist das alte Vereinsemblem des SV Schmalensee von 1980, das den Ritterkopf zeigt. Noch heute werden Ehrennadeln des Vereins vergeben, die das alte Logo ziert, auch wenn der Verein längst das aktuelle Gemeindewappen in sein Logo integriert hat – mit entsprechender Genehmigung.

 

Keine Genehmigung hingegen mochte die Familie von Schmalensee der Gemeinde für die weitere Nutzung des Familienwappens erteilen. Im Gegenteil, der deutsche Zweig (es gibt auch von Schmalensees in Schweden und den USA) intervenierte – und das ebnete den Weg zu unserem heutigen Gemeindewappen, das ein uns alle einigendes Element darstellt und besonders deutlich zum Ausdruck bringt, was uns emotional, abgesehen von Menschen, am meisten an unser Dorf bindet: Die Landschaft mit dem See.

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Das Wappen der Gemeinde Schmalensee
Foto: Schmalensee Gemeindewappen auf Trafokasten

Hilfs- und Beratungsangebote des Kreises Segeberg während der Corona-Epidemie

(13. 04. 2020)

Neben der Hotline des Infektionsschutzes, Telefon 04551 951-9833, gibt es auch eine Nummer für Fragen allgemeiner Art, Telefon 04551 951-0. Hier wurde personell aufgestockt, um eine bessere Vermittlung bzw. Erreichbarkeit zu gewährleisten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich telefonisch oder per E-Mail an den/die zuständige*n Sachbearbeiter*in zu wenden, wenn er oder sie bekannt ist.

Die Fachdienste haben sich darauf eingestellt, Anliegen vorwiegend schriftlich abzuarbeiten.

 

Erwachsenen-Sozialdienst und Betreuungsbehörde

 

Telefonische Unterstützung, beispielsweise beim Erstellen von Anträgen oder anderen wichtigen Schreiben; Unterstützung bei alltagspraktischen Dingen wie Organisation einer Einkaufshilfe, wenn jemand nicht mehr die Wohnung verlassen darf oder möchte; Sorgen beruhigen.

 

Da sich der Erwachsenen-Sozialdienst noch in der dreijährigen Pilotphase befindet, steht eine Beratung ausschließlich Menschen offen, die aus Bad Segeberg, Wahlstedt oder den Ämtern Trave-Land, Leezen, Itzstedt, Boostedt-Rickling und Bornhöved kommen.

 

Zurzeit werden die Mitarbeiter*innen des Kreises häufig telefonisch nachgefragt und somit ist die Erreichbarkeit der einzelnen Dienste nicht immer sofort gegeben. Deshalb kann der Erwachsenen-Sozialdienst zusätzlich unter der Nummer 0162-20 70 65 7 angerufen werden.

 

Natürlich ist es auch möglich, unter den bisherigen Telefonnummern anzurufen. Die Mitarbeiterinnen sind wie folgt zu erreichen - Dörte Meyer: 04551-951-9855; Kerstin Schwarzloh: 04551-951-9810; E-Mail: Erwachsenen-Sozialdienst@segeberg.de

 

Jugendamt

 

Erziehungs- und Familienberatungsstellen: Helfen und beraten bei Erziehungsfragen, Problemen im Miteinander, Spannungen, Sorgerechts- und Umgangsfragen, Fragen zum Kindeswohl:

 

Familienbüro Bornhöved: 04323-80 54 47 11

Familienbüro Bad Bramstedt: 04192-20 12 88 7

Haus der Sozialen Beratung Kaltenkirchen: 04191-90 90 444

Haus der Sozialen Beratung Henstedt-Ulzburg: 04193-966 450

Begegnungs- und Beratungszentrum Bad Segeberg: 04551-955 102

 

Weitere Informationen im Internet unter www.beratung-im-kreis-segeberg.de.

 

Kinderschutz-Zentrum Ostholstein-Segeberg in Bad Segeberg: Hilft und berät bei schweren Krisen oder Hinweisen auf Gewalt; Beratung und Hilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: 04551-88 888 sowie im Internet unter www.kinderschutz-zentrum-ohse.de.

 

Soziale Dienste des Jugendamtes Segeberg: Unterstützung für Eltern, Kinder und Jugendliche; zentralen Rufnummer 04551-951-9600, montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr erreichbar.

Frühe Hilfen: Hilfe und Unterstützung für Schwangere, junge Eltern mit Fragen, Problemen und bei Überlastung; wochentags telefonisch erreichbar:

 

Rund um Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg (Tausendfüßler-Stiftung) unter Telefon 0151-700 57 35 6 oder 0151-700 57 35 9.

Rund um Segeberg und Wahlstedt (Bildungswerk des Kirchenkreises Plön/Segeberg) unter Telefon 04551-955 111

Rund um Bad Bramstedt und Bornhöved/Trappenkamp (Diakonie Altholstein) unter Telefon 04192-50 10 38 2

 

Per E-Mail unter fruehe-hilfen@segeberg.de

 

KFZ-Zulassung

 

Das Online-Terminangebot der KFZ-Zulassungsstelle wird aufrechterhalten. Es werden also Termine vergeben, die dann vor Ort von Bürger*innen wahrgenommen werden können. Mehr im Internet unter: https://www.segeberg.de/F%C3%BCr-Segeberger/KFZ-Zulassungsstelle

 

Team Integration – Unterstützung für Migrant*innen

 

Integreat“-App: Mehrsprachige Informationsplattform, die sowohl über PC/Laptop aufgerufen oder als App aufs Handy geladen werden kann. Generell soll sie Menschen mit Migrationshintergrund beim Ankommen und Leben in Deutschland – und speziell im Kreis Segeberg – unterstützen. Seit kurzem finden sich dort nun auch alle wichtigen Informationen rund um das Thema Coronavirus. Diese stehen auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi und Türkisch sowie demnächst auch auf Spanisch und Polnisch zur Verfügung und können zudem als PDF ausgedruckt werden. Mehr dazu auch auf: http://integreat.app/kreissegeberg/de

 

Ankommensbereich: In Haus A im Erdgeschoss (unter dem KT-Saal) gibt es einen neuen Ankommensbereich. Hier wird Bewohner*innen der Gemeinschaftsunterkunft (GU) Schackendorf ihr Taschengeld ausgezahlt. Zudem erfolgt dort die Aufnahme der dem Kreis vom Land zugewiesenen Flüchtlinge. Beides geschieht selbstverständlich unter den aktuellen Hygieneauflagen des Robert-Koch-Institutes (RKI).

 

Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS)

 

Beratung zu Fördermaßnahmen wie das Corona-Soforthilfeprogramm und Hilfe beim Ausfüllen der Anträge; enger Austausch mit der IB.SH.

 

Im Aufbau befindet sich eine Plattform zur Unterstützung der Unternehmen im Kreis. Das gibt es bislang nur in einigen Städten (Norderstedt und Bad Segeberg), aber noch nicht auf Kreisebene. Die Plattform www.wks-se.de/lokalhelfen ist seit dem heutigen Mittwoch aktiv. (Weitere Infos dazu direkt bei der WKS.)

 

Die WKS ist erreichbar per E-Mail unter beratung@wks-se.de und über die Telefonnummer 04551-90 86 215.

 

(Stand 01.04.2020)

 

 

Foto zur Meldung: Hilfs- und Beratungsangebote des Kreises Segeberg während der Corona-Epidemie
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Holsteinseen empfiehlt den Roman „Schmalensee“, der nicht in Schmalensee spielt

(12. 04. 2020)

Tourismus, Landschaft, Wirtschaft und Kultur – die Themenfelder von Holsteinse(h)en sind vielfältig. Der von Jürgen Bucksch aus Schmalensee geführte Verein sorgt über das Jahr verteilt mit vielen interessanten Programmpunkten für die Unterhaltung sowohl unserer Gäste als auch von uns Einheimischen. Jetzt empfiehlt Jürgen Bucksch, der auch stellvertretender Bürgermeister in Schmalensee ist, einen lesenswerten Roman: „Schmalensee“.

 

Das Werk des Autors Michael Frank hat allerdings „nichts mit unserem Dorf zu tun, ist aber dennoch interessant“, sagt Bucksch. Das Buch ist am 4. März 2020 erschienen und für 22 Euro im Handel zu haben.

 

Zum Inhalt: Mühselig und unendlich scheinen die Wege zu Schule und Kirche für die „Winterkinder“ zu sein, bei sibirischer Kälte, grandios und unbarmherzig die Natur. Ein grimmiger Vater, geliebt und gefürchtet, eine sehr fromme, aber wissenshungrige Mutter, die einander im Einsatz für die Lebensreformbewegung fanden, führen mit ihrer Großfamilie ein Leben im Kontrast von idealisierter Romantik und plagender Not. Die Kinder bauen sich daneben ihre Abenteuerwelt, die sie mit eigenwilligen Einsichten und kapitalen Missverständnissen zu einem lädierten Idyll ordnen.

 

Michael Frank lässt die dörfliche Scheinidylle seiner Kinderwelt in der unmittelbaren Nachkriegszeit aufleben, die Abenteuer zwischen Rechtgläubigkeit und ideologischem Aufruhr, unter dem Einfluss von Kirche, Schule und „Besatzern“ und den rätselhaften Einbrüchen der Moderne.

 

Der Autor: Michael Frank wurde 1988 in Tirschenreuth geboren. Ab dem Alter von 21 Jahren beschäftigte er sich intensiv mit verschiedenen Wissensgebieten, darunter dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. Mit seinem 2018 veröffentlichten Erstlingswerk, der „5 Schritte Erfolgsformel“, vermittelt er die einfachste und effektivste Strategie, um sowohl privat als auch beruflich sehr erfolgreich zu werden.

 

Heimische Wirtschaft unterstützen

 

Wessen Interesse an „Schmalensee“ geweckt sein sollte, dem legt der Vorsitzende von Holsteinse(h)en nahe, statt auf den Online-Versandhandel auf die regionale Wirtschaft zu setzen. Beispielhaft sei hier die Buchhandlung Schulz in Bornhöved genannt, die angesichts der der Covid-19-Problematik derzeit die Geschäftsräume verschlossen halten muss.

 

Auf seiner Internetseite erklärt Schulz, dass Bestellungen bei ihm weiter möglich sind: „Am einfachsten bestellen Sie per E-Mail (buch-schulz@t-online.de). Telefonisch sind wir montags bis freitags von 16 bis 17 Uhr unter 04323/96464 erreichbar. Sie können auch gerne eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen. Wir rufen zurück! Die Bücher liefern wir Ihnen an Ihre Haustür. Sie bezahlen entweder in bar oder überweisen den Betrag“, so Schulz.

 

Übrigens: Der Internetauftritt der Buchhandlung Thomas Schulz (www.buch-schulz.de) ist auch über den Bücherverkauf hinaus sehr betrachtenswert: Das Fotomagazin mit vielen schönen und historischen Motiven lädt dringend zum Stöbern ein!

 

 

Foto zur Meldung: Holsteinseen empfiehlt den Roman „Schmalensee“, der nicht in Schmalensee spielt
Foto: Michael Frank Schmalensee

Überliefert aus dem Mütterkurheim: Ein Märchen von Schmalensee

(11. 04. 2020)

Wir erinnern uns: Gegenüber der Badestelle am Schmalensee, auf der Borgkoppel, stand einst ein futuristisch anmutendes Gebäude, das sich durch Baustil, Größe und Zweck komplett vom Dorf Schmalensee abhob. Das Mütterkurheim ist längst Geschichte. Geblieben sind Postkarten, Zeitungsberichte, eine heute an der Badestelle über den See blickende Skulptur und – ein Märchen.

 

1962 wurde das kurze Stück anlässlich des Abschiedsabends der Landfrauenkurzeit, die vom 13. Februar bis zum 10. März hier stattfand, von M. Gravert verfasst. Es gibt, verpackt wie eine Fabel, eindrucksvoll wieder, warum es dieses Mütterkurheim und viele weitere gegeben hat und immer noch gibt.

 

Eine Gedruckte und gebundene Fassung des Märchens hat es damals gegeben und ein Exemplar hat Marie-Luise Farken dem Arbeitskreis Dorfgeschichte Schmalensee überlassen. Wer mehr zum Märchen und zur Autorin sagen kann, melde sich bitte über das Kontaktformular dieser Homepage.

 

Das Märchen vom Schmetterlingsheim

Ein Märchen von dem Schloss am schmalen See von M. Gravert, 1962

 

Es war einmal ein geheimnisvolles Schloss, das lag auf einer Höhe an einem schmalen See. Es hatte keine Zinnen und keine Türmchen, keine Spinnweben in düsteren Winkeln und auch keine undurchdringliche Rosenhecke. Dennoch kam kein Unberufener hinein, denn die Hüterinnen des Hauses wachten darüber, dass denen, die hier wohnten, kein Leids geschah.

 

Es waren keine Prinzen und keine Prinzessinnen mit seidenen Gewändern und goldenem Geschmeide, die da aus den Fenstern schauten, und nicht alle waren jung und schön von Angesicht, aber einen freundlichen Schimmer in den Augen hatten sie alle. Der rührte daher, dass sie etwas zum Lieben hatten in dieser Welt – Kinder, Weggefährten oder auch Tiere, die der Liebe bedürfen. Aber auch Sorgenfalten hatten etliche unter ihnen, deren Haar schon ergraut war, und anderen fehlte das Wangenrot. Darum hatte man sie eingeladen in dieses Zauberschloss, wo sie das wiederfinden sollten, was sie verloren hatten. Sie sollten wieder lachen und singen lernen.

 

Dazu halfen ihnen die drei gütigen Feen im Schloss, die nahmen ihren Zauberstab und schenkten ihnen alles das zur rechten Zeit, was sie gebrauchten für Leib und Seele.

 

Die eine führte das Regiment in Küche und Keller, von jungen und fleißigen Hausgeistern umgeben. Man nannte sie „de witte Fru“, weil sie von dorther kam, wo die Meereswellen über den witten Sand rollen.

 

Die andere, rank und schlank wie eine Gazelle, die hatte einst ein Jägersmann in sein Herz geschlossen. Nun aber war sie in dieses Schloss gekommen und erfüllte es mit Frohsinn und Güte. Ihre großen Kinder, die nun unter ihrer Obhut standen, sangen wohl: „Frau Jaeger blies ins Horn...“, und taten dann alles, wie sie geheißen, aber es kam auch vor, dass etliche unter ihnen andere Wege gingen, doch strafen tat sie nie.

 

Die dritte Fee war groß von Gestalt und war so sanftmütig, dass sie all die vielen Wünsche ihrer Sorgenkinder zu erfüllen suchte, denn sie wollte keines traurig sehen.

 

Wer wollte wohl nicht gern in ein solches Schloss kommen? Von weit und breit hatten sich die müde gewordenen Frauen – denn nur solche waren Gäste in dem Haus – auf die Reise gemacht. Sie kamen alle aus dem Land zwischen den beiden Meeren, hatten Haus und Hof verlassen zur Winterzeit, das Wunder der Verwandlung zu erleben.

 

Es waren große und kleine, schwere und leichte, breite und schmale, ernste und heitere, stille und solche, die des Redens nicht müde wurden, hat doch der Herrgott die Gaben verteilt nach seinem Ermessen.

 

Eine Bäuerin war dort, mit schlohweißem Haar, die ihr Leben lang flink und geschäftig war auf dem Hof, die nun aber der Ruhe bedurfte. Eine war unter ihnen, mit Augen, so leuchtendblau wie das Wasser des Sees, eine andere war braun von Augen und Haar und hatte Grübchen in den Wangen, ihre Wiege stand an des Rheines Strom. Eine war wie der Eichbaum dort am Waldesrand, knorrig, hoch und unerschütterlich, als hätte sie allezeit auf dem Eiland im Osten dem Seewind getrotzt, eine andere hatte blondes Haar und Augen, die es gewohnt waren, in die Ferne zu schauen. Auch Insulanerinnen waren dort, die eine so schöne Sprache sprachen, welche nur sie allein verstehen konnten. Wieder eine andere kam aus dem Tal des Flusses „Sturia“, wie er einst geheißen, der jüngst aber über die Ufer getreten: sie war jung und zierlich von Gestalt und hatte den Schalk in den Augen. Die Jüngste aber, die ihr Kindlein daheim gelassen, und die Große mit dem Goldhaar, die kamen von dorther, wo auf dem gewaltigen Strom die Schiffe hinausfahren in die weite Welt.

 

Aber was ist ein Märchen ohne Königssohn oder Ritter? Einen einzigen gab es, der durfte eintreten in die heiligen Hallen. War er auch nicht von hoher, hehrer Gestalt, und kam er auch nicht hoch zu Ross, sondern mit einem grauen Wagen daher, so war er doch gern gesehen bei allen, denn er hatte heilende Hände und strahlte Ruhe aus. Man nannte ihn den Doktor Pille. Die Zaubertränklein, die er den Leidenden verabreichte, taten Wunder. Nach eines Mondes Frist waren alle wie verwandelt, hatten neuen Mut und flogen wieder davon, leicht und unbeschwert wie die Falter in den Frühling hinein.

 

Darum wohl, und weil alles so farbenfroh und licht war in dem Schloss am schmalen See, nannte man es hierzulande das Schmetterlingsheim.

 

Einst wohnte in einem der Gemächer auch eine Großmutter. Ihre Finger konnten nicht mehr die Spindel drehen, aber Geschichten spinnen, das konnte sie noch. Die erzählte sie des Abends beim Kerzenschein – und wenn der böse Wolf sie nicht gefressen hat, so lebt sie wohl noch heute!

 

Hört ihr die „102Gespensterchen“? Hört ihr das leise Rauschen des Sees und das Wispern im Schilf dort unten am Ufer? Klingt es nicht wie das alte Lied: „Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit klingt ein Lied mir immerdar.“

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Überliefert aus dem Mütterkurheim: Ein Märchen von Schmalensee
Foto: Ein Märchen von Schmalensee 1962

Mangel an Osterkarten? Improvisation ist Alles

(11. 04. 2020)

Ostern und Weihnachten sind typische Zeiten, Menschen, die man nur selten sieht, eine nette Post mit Grüßen und Wünschen zukommen zu lassen. Aber was tun, wenn ein Coronavirus das Land heimsucht und die bevorzugten Kartenläden schließen mussten?

 

Man könnte basteln und seine Karten selbst herstellen. Aber was sagt der Chef zu all dem Klebstoff in der Tastatur des Computers im Büro? Kurzes Nachdenken und es folgt der Geisterblitz (oder wie das heißt).

 

In einer Kiste schlummern unzählige alte Postkarten. Irgendwo gekauft, weil man sie ganz bestimmt eines Tages zu einem gewissen Zweck jemandem schicken wollen könnte. Oder kostenlos erhalten als Werbegeschenk.

 

Ein „Gruß vom Schmalensee“ taucht da auf. Den bekommen Freunde, die schon lange nicht mehr hier waren – der Ostergruß kann ja eine versteckte Mahnung beinhalten.

 

Das „Leben im Watt“ zeigt, was an der Nordseeküste unter der Oberfläche los ist. Geeignet für Freunde mit wissbegierigen Kindern. Eine analoge Lernhilfe. Andere Freunde haben noch recht kleine Kinder. Ich habe da noch eine Karte mit ganz vielen Raben, die ein Baumhaus zimmern. „Zählt die Raben!“, habe ich als Auftrag unter die Grüße geschrieben.

 

Eine Karte mit zwei Soldaten in Comic-Manier – die bekommt ein alter Kamerad, mit dem ich mal gedient habe. Er wird’s verstehen.

 

Noch aus einer Zeit vor der Zeit, in der wir uns Juxbilder per Whatsapp schicken, ist eine Karte, die einen übervollen Strand zeigt. Die bekommen Freunde, die gern ähnliche Motive digital verschicken. Und zugleich beinhaltet das Bild eine Mahnung: In Pandemie-Zeiten bitte Abstand halten.

 

In diesem Sinne: Bitte alle gesund bleiben! Und natürlich: Frohe Ostern.

Foto zur Meldung: Mangel an Osterkarten? Improvisation ist Alles
Foto: Lustige Alt-Karten zum Osterfest

Schmalenseer für Schmalenseer: Osterbotschaften erbeten

(10. 04. 2020)

Liebe Besucherinnen und Besucher der Gemeinde-Homepage,

 

es ist Karfreitag. Das Osterfeuer am gestrigen Gründonnerstag fiel der Corona-Pandemie ebenso zum Opfer wie manche Zusammenkunft an den vor uns liegenden Tagen.

 

In den zurückliegenden Wochen haben einige Schmalenseer dazu beigetragen, dass die Gemeinde-Homepage für Unterhaltung und Ablenkung sorgt gerade für jene, die zu Hause bleiben müssen oder anderweitig von den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus betroffen sind.

 

Nun, vor dem Ostersamstag, bittet Euch das Homepage-Team, die Gemeinde-Seiten intensiv zu nutzen: Sendet uns Eure Osterbilder, Grußbotschaften usw., damit ganz Schmalensee sich zwar notgedrungen aus dem Weg gehen und doch zusammenrücken kann.

 

Mit einer E-Mail am christiandetlof@gmail.com könnt Ihr Eure Bilder (bitte jpg-Format) und Nachrichten loswerden.

 

Euch und uns frohe Ostertage, Gesundheit und alles Gute.

 

Das Homepage-Team,

Wilfried Kroll und Christian Detlof

Foto zur Meldung: Schmalenseer für Schmalenseer: Osterbotschaften erbeten
Foto: Schmalenseer für Schmalenseer

Zwei Hektar Zucker zum Tee

(09. 04. 2020)

Wer die Kontaktdaten der Schmalenseer Landwirte in seinem Smartphone hat, kann ihnen beinahe bei der Arbeit zusehen. Immer wieder dokumentieren Einzelne von ihnen in ihrem Status ihr Tagwerk.

 

Christian Saggau gehört zu den besonders fleißigen auf diesem Gebiet. Jetzt ist er dem Aufruf des Homepage-Teams gefolgt und hat ein paar Schnappschüsse für die Gemeindeseite geliefert, die einen Blick auf die Rüben-Aussaat gewähren.

 

Überschrieben hat Christian Saggau seine Fotosammlung mir „2 ha für Zucker zum Tee – Zuckerrübenaussaat 2020 in Schmalensee“. Zu sehen ist entsprechendes Gerät, das bei dieser Arbeit zum Einsatz kommt. Vielen Dank dafür!

 

Allerdings war auch ein Bild von kunstvoll gestapelten Bauklötzen in der zugesandten Auswahl – vielleicht eine Anspielung auf „Zuckerwürfel“, die in großer Zahl aus solch einem Rübenfeld gewonnen werden können?

 

Insgesamt haben unsere Landwirte die vergangenen Tage wieder sehr intensiv und emsig und vor allem lange gearbeitet, um ihre Scholle zu bewirtschaften. Wünschen wir ihnen, dass auch sie an den Ostertagen Zeit für Entspannung und Familie finden.

 

Foto zur Meldung: Zwei Hektar Zucker zum Tee
Foto: Großgerät im Einsatz

Coronavirus: Nicht für alles die Polizei anrufen

(09. 04. 2020)

Die Landesregierung und die Kreise haben zahlreiche Maßnahmen angeordnet, die einer Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus dienen sollen. Es handelt sich um Maßnahmen, die zum Teil und unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes die übliche Bewegungsfreiheit einschränken.

 

Das wirft bei vielen Menschen Fragen auf, andere sehen sich veranlasst, Verstöße gegen verhängte Auflagen zu melden. Adressat ist sehr oft die Polizei, die in einer Mitteilung darauf hinweist, dass sie nicht immer der richtige Adressat ist.

 

Immer wieder gehen bei der Landespolizei Schleswig-Holstein Anfragen zu einzelnen Regelungen der Landesverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus ein“, heißt es in der Mitteilung. Allerdings sei die Polizei für die Klärung rechtlicher Fragen in Zusammenhang mit Corona-Regelungen nicht der erste Ansprechpartner.

 

Für alle Fragen rund um Corona-Maßnahmen, Bußgelder oder Verhalten in der Öffentlichkeit hat die Landesregierung ein Bürgertelefon unter Telefon 0431/ 79700001 eingerichtet.

 

Außerdem gibt es Auskünfte per E-Mail unter corona@LR.Landsh.de und einen ausführlichen Fragen- und Antworten-Katalog im Internet unter www.schleswig-holstein.de.

 

Dort werden die Bürgerinnen und Bürger auch über aktuelle Nachrichten und Entwicklungen sowie über Hilfsmöglichkeiten – zum Beispiel für Unternehmen oder Senioren – informiert. Zusätzlich haben auch Städte, Kreise und viele Gemeinden in Schleswig-Holstein eine eigene Bürger-Hotline geschaltet“, erklärt die Polizei.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Nicht für alles die Polizei anrufen
Foto: Polizeiabzeichen SH alt

Andrés Ramos – der erste Mexikaner im Schmalensee?

(08. 04. 2020)

Ob nicht schon vor Andrés Ramos ein mexikanischer Staatsbürger in die Fluten des Schmalensee gehüpft ist, lässt sich ad hoc nicht beantworten. Fakt ist: Es ist getan.

 

Schon im Homepage-Bericht über das „Kochen gegen Lagerkoller“ hatte Andrés, der bei Familie Pape Am Ringreiterplatz ein Schüler-Auslandsjahr verbringt, seinen Plan vom baldigen Bad im Schmalensee verraten.

 

Am vergangenen Sonntag nun war es soweit – und Gastmutter Frauke Pape zückte das Smartphone und spielte dem Homepage-Team Bilder zu. Quellenschutz wird hier groß geschrieben, darum verraten wir keine weiteren Details über die Fotografin. Und ob das Wetter nun so kalt oder sooo kalt war – wir werden es nicht erfahren.

 

Aber nachdem wir nun schon zum wiederholten Mal an der Andrés-Show teilhaben konnten, ist es nur eine Frage der Zeit, wann die nächste Episode auf dieser Gemeinde-Homepage nachzulesen sein wird. Vielleicht steht diese dann in Zusammenhang mit Handy freien Tagen, die sich die Youngster im Hause Pape auferlegt haben...

Foto zur Meldung: Andrés Ramos – der erste Mexikaner im Schmalensee?
Foto: Andrés Ramos - der Mexikaner im Schmalensee

Coronavirus: Erwachsenen-Sozialdienst berät telefonisch

(08. 04. 2020)

Der Kreis Segeberg teilte am 6. April 2020 mit:

 

Auch wenn die Kreisverwaltung derzeit für Kundinnen und Kunden persönlich nicht ohne weiteres zugänglich ist: Sowohl der Erwachsenen-Sozialdienst als auch die Betreuungsbehörde sind telefonisch und per E-Mail erreichbar. „Wir versuchen über diese Kommunikationswege so gut es geht zu arbeiten und zu informieren. Beratungen finden jetzt überwiegend telefonisch statt“, sagt Fachdienstleiterin Katja Lohmeier.

 

Wir unterstützen in der derzeitigen Ausnahmesituation so gut es geht“, sagt Lohmeier über den Erwachsenen-Sozialdienst, den der Kreis nun seit etwas mehr als einem Jahr anbietet. Die Nachfrage sei groß – auch wenn ihr Team derzeit nicht zu den Menschen nach Hause gehen kann: „Wir versuchen trotzdem zu helfen.“ Beispielsweise wenn es darum geht, Anträge auf den Weg zu bringen, weil Fristen eingehalten werden müssen. Konkret wird zum Beispiel telefonisch ein Formular durchgegangen oder es wird ein Schreiben gemeinsam erstellt.

 

Die Kolleginnen versuchen, auch in alltagspraktischen Dingen zu unterstützen. Sie helfen beispielsweise, eine Einkaufshilfe zu organisieren, wenn jemand nicht mehr die Wohnung verlassen darf oder möchte.“ Außerdem helfe ein Telefongespräch häufig schon, die Sorgen zu beruhigen oder notwendige Angelegenheiten wieder besser organisieren zu können.

 

Da sich der Erwachsenen-Sozialdienst noch in der dreijährigen Pilotphase befindet, steht eine Beratung ausschließlich Menschen offen, die aus Bad Segeberg, Wahlstedt oder den Ämtern Trave-Land, Leezen, Itzstedt, Boostedt-Rickling und Bornhöved kommen.

 

Zurzeit werden die Mitarbeiter*innen des Kreises häufig telefonisch nachgefragt und somit ist die Erreichbarkeit der einzelnen Dienste nicht immer sofort gegeben, deshalb kann der Erwachsenen-Sozialdienst zusätzlich unter der Telefonnummer 0162/20 70 65 7 angerufen werden.

 

Natürlich ist es auch möglich, unter den bisherigen Telefonnummern anzurufen. Aufgrund der besonderen derzeitigen Situation ist die bisherige Buchstabenregelung außer Kraft gesetzt und die Mitarbeiterinnen sind wie folgt zu erreichen: Dörte Meyer: 04551/951-9855; Kerstin Schwarzloh: 04551/951-9810

 

Kontakt per E-Mail: Erwachsenen-Sozialdienst@segeberg.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Erwachsenen-Sozialdienst berät telefonisch
Foto: Coronavirus: Erwachsenen-Sozialdienst berät telefonisch

Basteln gegen Lagerkoller – Ostern steht vor der Tür

(06. 04. 2020)

Corona-Pandemie, Kontaktsperre, Geschäfte geschlossen. Und das in den Ferien. Da lässt sich doch etwas finden, das für Unterhaltung und Abwechslung sorgt und noch dazu ein positives Ergebnis hervorbringt? Im Hause Mühlenberg werden gerade Osterkarten gebastelt. Alle vier Kinder sind im Einsatz.

 

Gerade erst war die Familie von einer Redakteurin der Segeberger Zeitung besucht worden, die eine große Familie in der aktuell schweren Zeit vorstellen wollte. Vom sogenannten „Lagerkoller“ war da bei Mila, Meta, Mona und Marti nichts festzustellen. Und auch bei der Osterbastelarbeit wirkt das Quartett recht motiviert.

 

Während Marti Fingerfertigkeit an Schere und Klebstoff beweist – ebenso konzentriert und motiviert wie Meta, muss man bei Mona aufpassen, ob sie die Ostereier, die auf Karten geklebt werden, nicht mit mathematischen Formeln verziert – Zahlen sind schließlich „ihr Ding“.

 

Mila dürfte wie immer die Rolle des Supervisors am Tisch inne haben. Obwohl – da schleicht ja noch Mutter Ute mit der Kamera um den Tisch, um dem Aufruf des Homepage-Teams nachzukommen, das den Schmalenseern die Zeit des Coronavirus mit möglichst vielen Berichten aus dem Dorf zu verkürzen sucht.

 

Gedacht sind die Machwerke aus dem Hause Mühlenberg für Verwandte, Freunde und Bekannte. So mancher wird sich vielleicht über eine Überraschung freuen können.

 

Und allen, die wie der Homepage-Schreiber nicht rechtzeitig genügend Osterkarten gekauft haben, empfiehlt sich spätestens jetzt, den Bastelkarton hervorzukramen und loszulegen.

 

Eine schöne Karwoche wünschen Familie Mühlenberg und das Homepage-Team.

Foto zur Meldung: Basteln gegen Lagerkoller – Ostern steht vor der Tür
Foto: Osterbasteln mit Mila, Marti, Mona und Meta Mühlenberg

Alternativer Dorfputz – Jeder sammelte für sich allein – Familien dokumentierten ihre Spaziergänge

(05. 04. 2020)

Ungewöhnlich verlief der Dorfputz 2020: Nicht wie üblich in Gruppen und begleitet von Treckergespannen, sondern einzeln, zu zweit oder in der Familie zogen die Schmalenseer am 4. April los, um Unrat einzusammeln – mal ganz alternativ, über den ganzen Tag verteilt, von unterwegs Fotos schickend. Und leider ohne ein gemeinschaftliches Erbsensuppe-Essen im Anschluss.

 

Bekanntlich mussten der Verschönerungs- und Vogelschießerverein (VVV) und die Gemeinde Schmalensee den offiziellen Dorfputz absagen. Die Verordnungen, die einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus entgegenwirken sollen, waren der Ausläser. Und der Gesundheitsschutz, der diese erst bedingte.

 

Umso schöner ist, dass sich dennoch Schmalenseerinnen und Schmalenseer, große und kleine (und vierbeinige) am vergangenen Samstag und in den Tagen zuvor in Eigenregie auf den Weg machten, um unter Einhaltung aller Abstands- und Kontaktregeln die Landschaft von weggeworfenen Abfällen zu befreien.

 

Ob groß oder klein, Schmalensee ist wieder rein!“, freute sich Steffi Allonge. Die Vorsitzende des VVV hatte mit Tochter Emmilee trotz des nicht organisierten Dorfputzes doch etwas organisiert und am Feuerwehrgerätehaus Müllzangen, Müllsäcke, Handschuhe und WZV-Westen so deponiert, dass sich die Freiwilligen unter Einhaltung aller Abstandsregeln ausstatten und auf Abfall-Safari gehen konnten. Ein Treckergespann rollte aber auch in die Feldmark, als Familien-Fahrzeug.

 

Was die Schmalenseer auch in alternativer Vorgehensweise zusammentrugen, wurde in den eigenen sowie den gemeindlichen Müllbehältern entsorgt. „Ein großes Dankeschön an die ganzen Freiwilligen! Jeder war für sich alleine los und trotzdem halten alle zusammen. Wir wussten, dass auf Euch Verlass ist!“, jubelte Steffi Allonge, die mit Töchterchen Emmilee außerdem Getränke und Naschi (alles verpackt) für die Fleißigen bereitgelegt hatte.

 

Bleibt alle gesund!“, lautet der zeitgemäße Abschiedsgruß dieser Tage. Auch an die, die den Dorfputz individuell fortsetzen wollen und noch in den Winkeln der Gemarkung Müll sammeln, wo bislang niemand vorbei gekommen sein sollte.

 

Für Bildmaterial vom alternativen Dorfputz bedankt sich das Homepage-Team bei Steffi Allonge, Karolin und Peter van het Loo, Bärbel Wichmann, Max Saggau, Sönke Siebke und Peter Kruse mit einem Bild aus 2019.

 

Foto zur Meldung: Alternativer Dorfputz – Jeder sammelte für sich allein – Familien dokumentierten ihre Spaziergänge
Foto: Alternativer Dorfputz – Jeder sammelte für sich allein – Familien dokumentierten ihre Spaziergänge

Blutspende: Absage in Bornhöved, in Trappenkamp (noch) nicht

(05. 04. 2020)

Die ursprünglich für den 21. April geplante Blutspende-Aktion des Deutschen Roten Kreuzes in Bornhöved muss entfallen. Dies teilt der DRK-Blutspendedienst Nord mit.

 

Noch nicht abgesagt ist (Stand 5. April 2020) die für Donnerstag, 9. April 2020, vorgesehene Aktion in der Trappenkamper Richard-Hallmann-Schule (Gablonzer Straße 42). Von 15.30 bis 19.30 Uhr kann Blut gespendet werden.

 

Coronavirus schränkt Möglichkeiten ein

 

Vor dem Hintergrund der weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 sieht sich der Blutspendedienst Nord des Deutschen Roten Kreuzes immer wieder zu Terminabsagen gezwungen, weil eine Durchführung an den vorgesehenen Orten nicht mehr möglich ist. Das trifft nun auch auf die Räumlichkeiten in der Sventana-Schule in Bornhöved zu.

 

Kriterium für Blutspende-Orte sind in Zeiten der Corona-Pandemie mehr als sonst die Möglichkeit zur Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz der Spender und des Personals.

 

Blutspende auch in Corona-Zeiten wichtig

 

Der Blutspendedienst weist darauf hin, dass die Versorgungslage mit Blutpräparaten stabil ist, aber diese oft nur eine Haltbarkeit von wenigen Tagen haben. Darum sei es auch in Zeiten der Corona-Krise wichtig, dass weiter gespendet wird.

 

Einen Überblick über alle weiteren Blutspende-Aktionen und -Termine liefert die Internet-Seite www.blutspende.de (bitte das jeweilige Bundesland anklicken), auf der auch viele Fragen rund um das Blutspenden beantwortet werden. Auch zum Bereich „Blutspende und Coronavirus“. Zudem gibt es ein kostenloses Info-Telefon unter der Rufnummer 0800/1194911.

 

Foto zur Meldung: Blutspende: Absage in Bornhöved, in Trappenkamp (noch) nicht
Foto: Blutspende: Absage in Bornhöved, in Trappenkamp (noch) nicht

Coronavirus: Kreisjugendamt bietet professionelle Hilfe

(04. 04. 2020)

Das Corona-Virus stellt auch Familien vor besondere Herausforderungen. „Eine solche für alle völlig neue Situation gemeinsam zu bewältigen, ist nicht immer einfach“, sagt Manfred Stankat, Leiter des Kreisjugendamtes, in einer Pressemitteilung. Wo gibt es aktuell noch Hilfe, wenn das Zusammensein sich zunehmend schwierig gestaltet, vielleicht existentielle Sorgen mehr und mehr Kraft rauben und täglich neu aufkommende Probleme an den Nerven zehren? An wen können sich Eltern, Kinder und Jugendliche wenden, wenn die Herausforderungen zu groß erscheinen? „Das Jugendamt und die Beratungsstellen im Kreis Segeberg sind weiterhin für sie da“, versichert Stankat. Und natürlich werde jede Anfrage höchst vertraulich behandelt.

 

Geht es um Erziehungsfragen, Probleme im Miteinander, Spannungen, Sorgerechts- und Umgangsfragen oder auch um Fragen zum Kindeswohl, sind die Erziehungs- und Familienberatungsstellen im Kreis unter folgenden Nummern zu erreichen: - Familienbüro Bornhöved: 04323-80 54 47 11 - Familienbüro Bad Bramstedt: 04192-20 12 88 7 - Haus der Sozialen Beratung Kaltenkirchen: 04191-90 90 444 - Haus der Sozialen Beratung Henstedt-Ulzburg: 04193-966 450 - Begegnungs- und Beratungszentrum Bad Segeberg: 04551-955 102 Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.beratung-im-kreissegeberg.de.

 

Bei schweren Krisen oder Hinweisen auf Gewalt ist das Kinderschutz-Zentrum Ostholstein-Segeberg ebenfalls weiterhin erreichbar. Hier erhalten Kinder, Jugendliche und Erwachsene Beratung und Hilfe. Das Kinderschutz-Zentrum in Bad Segeberg ist zu erreichen unter der Rufnummer 04551-88 88 8 sowie im Internet unter www.kinderschutz-zentrum-ohse.de.

 

Auch die Fachkräfte der Sozialen Dienste des Jugendamtes Segeberg unterstützen weiterhin Eltern, Kinder und Jugendliche. „Ich möchte alle Eltern ermuntern, Ruhe und Verständnis im Familienalltag aufzubringen, wenn es mal anders läuft als üblich. Es sind herausfordernde Zeiten, auch für Ihre Kinder“, so Kreisjugendamtsleiter Stankat. „Holen Sie sich Hilfe, wenn es nötig ist. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern beweist Umsicht und Sorge für Ihre Kinder. Scheuen Sie sich also nicht, uns anzurufen, bevor die Situation eskaliert.“ Das Jugendamt ist unter der zentralen Rufnummer 04551-951-9600 montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr erreichbar.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kreisjugendamt bietet professionelle Hilfe
Foto: Kreisverwaltung SE

Dorfputz ist trotz Coronavirus möglich – alle können mitmachen

(03. 04. 2020)

Für den morgigen Samstag, 4. April, ist im Schmalenseer Terminkalender für 2020 eine wichtige, Gemeinschaft schaffende Veranstaltung eingetragen, die wie so viele aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann: Der Dorfputz. Oder ist er vielleicht doch möglich?

 

Eine schöne Tradition auf dem Dorf

 

Alljährlich organisiert der Verschönerungs- und Vogelschießerverein mit finanzieller Unterstützung den Dorfputz, der ein echtes Event ist: Landwirte aus dem Dorf stellen ihre Treckergespanne zur Verfügung, große und kleine Schmalenseerinnen und Schmalenseer laufen Strecken durch das Dorf und die Feldmark ab und sammeln die Abfälle auf, die im Laufe eines Jahres achtlos weggeworfen wurden. Im Anschluss gibt es als Lohn der Mühe eine kräftige Erbsensuppe und andere Leckereien. - Das wäre der Normalfall.

 

In diesem Jahr ist alles anders. Das um sich greifende Coronavirus sorgt dafür, dass unsere vielen liebgewordenen Zusammenkünfte nicht stattfinden können. Auch der Dorfputz nicht. Und dabei ist er dringend nötig, es liegen wieder einige Abfälle am Wegesrand.

 

Das Wegsammeln der Abfälle ist nötig

 

Da ist das Bonbonpapier, das einem Kind aus der Tasche gefallen sein mag. Oder die Zigarettenschachtel, die plötzlich leer und für den Nachhauseweg zu schwer war. Leider sind es an den Einfallstraßen und in der Nähe der Kieswerke viele Verpackungen von Lebensmitteln oder Getränken, die wohl nach einer Pause oder im Vorbeifahren im unendlich großen Mülleimer namens Natur entsorgt werden mussten.

 

Und es stoßen Dorfputz-Gruppen auch immer wieder auf Abfälle, die von ihrem Besitzer eigentlich zur Sperrmüllsammlung oder direkt zur Deponie beziehungsweise dem Recyclinghof hätten gebracht werden müssen. Aber das Ablegen hinter einem Knick war natürlich billiger – und überhaupt nicht illegal...

 

Jeder kann seinen Beitrag leisten

 

Bürgermeister Sönke Siebke und Steffi Allonge, die Vorsitzende des Verschönerungs- und Vogelschießervereins, bedauern sehr, dass aufgrund des Coronavirus der diesjährige Dorfputz in der üblichen Form nicht stattfinden kann. Sie fordern dazu auf, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner sich nicht zu schade sind, einen Spaziergang auch dazu zu nutzen, den Dorfputz individuell durchzuführen.

 

Wenn man mit einem Eimer oder einem Müllsack alleine aufbricht und das aufsammelt, was einem ins Auge fällt, ist schon viel getan“, sagt Sönke Siebke der darum bittet, das Eingesammelte dann im Hausmüll zu entsorgen.

Das Sammeln hat schon begonnen

 

Verschiedene Schmalenseer haben schon damit angefangen. Mattis Cornehls ist schon Anfang der Woche losgezogen, ausgestattet mit einem Müllsack und dem Willen, die Schmalenseer Feldmark aufzuräumen. Nach 2 Kilometern war der halbe Sack mit Zigarettenschachteln, Papier, Altglas und leider auch Hundekotbeuteln gefüllt.

 

Selbst Hund Bo vom Ringreiterplatz ist schon dabei beobachtet worden, Müll aufzusammeln und Richtung Mülltonne zu befördern. Susan Buchholz hat das im Bild festgehalten.

 

Zentraler Tag für Schmalensees saubere Landschaft soll nun der Samstag sein: „Es wäre doch eine lustige Sache, wenn möglichst viele von uns am 4. April, dem eigentlich offiziellen Dorfputztag, die Müll-Sammel-Aktion trotzdem durchführen – natürlich ohne jede Grüppchenbildung sondern nur in der Hausgemeinschaft“, meint Steffi Allonge.

 

Der Verschönerungs- und Vogelschießerverein verfügt über eine gewisse Anzahl Müllzangen. Diese werden am 4. April ab 10 Uhr neben der Büchertauschhütte am Feuerwehrgerätehaus bereit liegen und können genutzt werden – mit der Bitte, sie auch wieder zurück zu bringen, wenn die Runde beendet ist!

 

Wer unterwegs größere Abfallmengen entdeckt, vielleicht sogar Sperrmüll oder womöglich Gefahrstoffe wie Autobatterien oder Altöle, der markiere bitte die Stelle und melde mir diese, damit wir als Gemeinde für eine rasche Beseitigung sorgen können“, fordert Sönke Siebke auf, der unter Telefon 0172/43788209 erreichbar ist.

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Dorfputz ist trotz Coronavirus möglich – alle können mitmachen
Foto: Mattis Cornehls hat schon mit dem Dorfputz begonnen

Coronavirus: Verschärftes Betretungsverbot in Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

(02. 04. 2020)

Alarmierende Meldungen zu Infektionswellen in einzelnen Pflegeeinrichtungen in Deutschland, u.a. in Tornesch im Kreis Pinneberg, haben das Land Schleswig-Holstein dazu veranlasst, das Betretungsverbot in Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen am 31. März 2020 zu verschärfen. Der Kreis Segeberg hat dies im Rahmen einer neuen Allgemeinverfügung zu Covid-19 umgesetzt, am 1. April 2020 aber auch Ausnahmen zugelassen.

 

Zum Schutz von Kranken und Alten (und selbstverständlich des medizinischen und pflegenden Personals) hat Schleswig-Holstein das Betretungsverbot in entsprechende Einrichtungen am 31. März verschärft. Demnach ist das Betreten für Unternehmens fremde generell untersagt.

 

Ausnahmen galten bereits für Personen, die für die weitere pflegerische, therapeutische oder medizinische Versorgung zwingend erforderlich sind; für Personen, deren Anwesenheit zur Aufrechterhaltung des Betriebes zwingend erforderlich ist, zum Beispiel Handwerker oder Lieferanten.

 

Ausnahmen bei Geburten und Kindern unter 14 Jahre

 

Im Einzelfall sieht die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg Ausnahmen unter Einhaltung strenger Auflagen bereits vor. Am 1. April wurden explizit Ausnahmen für Begleitpersonen bei Geburten und für Eltern von Kindern unter 14 Jahren ausgesprochen.

 

Dennoch rät der Kreis Segeberg sowohl Eltern als auch Lebenspartner von Gebärenden, ob ihre Anwesenheit zwingend notwendig sei oder ob in der jetzigen Situation aus Rücksicht auf das Personal sowie andere Mütter und Neugeborene auf eine Begleitung verzichtet werden kann.

 

Das Betretungsverbot für Personen, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten oder aus Risikogebieten zurückgekehrt sind, gilt weiter. Werdende Mütter, die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind, müssen dies der Klinik vorab mitteilen, damit Vorsichtsmaßnahmen für Mitarbeiter und Hebammen getroffen werden können.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Verschärftes Betretungsverbot in Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Aus drei mach fünf: Nun auch noch Zwillinge bei Jungschäfer Jannis Nagel

(01. 04. 2020)

Jungschäfer Jannis Nagel strahlt weiter mit der Sonne um die Wette – vor Glück. Nachdem Muttertier Yasemine am 24. März Drillinge zur Welt brachte hat nun ihre Schwester Zoe am 29. März für Zwillinge gesorgt. Die Herde der Coburger Fuchsschafe, die im Hirtenweg zuhause sind, wächst und wächst.

 

Wie berichtet hatte Jannis eine vage Hoffnung, dass in Zoe mehr als ein Lamm steckte, auch wenn das Ultraschallgerät seiner Mentorin Frauke Wechselberg nur eines angezeigt hatte. „Bei Yasemine hatten wir auch nur zwei Lämmer gesehen und uns riesig gefreut, als es dann Drillinge waren“, blickt Jannis zurück.

 

Als er am Morgen des 29. März um 6 Uhr im Stall war, um dem kleinen Bobby eine Extraportion Lämmermilch aus der Flasche zu geben, war bei Zoe noch alles ruhig. Am frühen Vormittag dann vermeldete Mutter Susanne Nagel, dass zwei neue Lämmchen im Stall meckern würden.

 

Pünktlich zum Beginn der dreiwöchigen Osterferien kann sich der 14-jährige Jungschäfer nun um fünf Neugeborene und ihre Mütter sowie deren erste drei Töchter Anna, Alma und Antonia kümmern.

 

Die beiden Neuankömmlinge haben auch schon Namen: Bea und Balu. Jannis hatte über die Gemeinde-Homepage um Namensvorschläge gebeten – Bea war einer von Waltraud Detlof, Balu von seinem Bruder Bennet, in Erinnerung an einen früheren Hund der Familie Nagel.

 

Mit den drei Geschwistern Blume, Blümchen und Bobby können Bea und Balu noch nicht gemeinsam ins Freigehege. „Das ist beim ersten Versuch ein Chaos geworden“, spielt Jannis darauf an, dass die die lütten Coburger Fuchsschafe irgendwie stets bei der falschen Mutter saugen wollten.

 

Außerdem scheinen die „älteren“ Drillinge ihrer „jüngeren“ Nichte und dem Neffen keine guten Vorbilder zu sein. Jannis: „Die fangen schon an, Quatsch zu machen. Sie klettern zum Beispiel auf den Rücken ihrer Mutter.“ - Klar, da ist es derzeit wärmer als auf dem Rasen...

Foto zur Meldung: Aus drei mach fünf: Nun auch noch Zwillinge bei Jungschäfer Jannis Nagel
Foto: Erst Drillinge, nun Zwillinge - Jannis Nagel freut sich über fünf März-Lämmer

April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1

(01. 04. 2020)

Auch im Jahr 2020 wollen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung werfen. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

Weil seit Mitte März das neuartige Coronavirus das gesellschaftliche Leben beeinträchtigt und wir sehr wahrscheinlich bis zum 20. April 2020, vielleicht sogar darüber hinaus, mit einer sogenannten Kontaktsperre belegt sind, gibt es für die treue Leserschaft in diesem Monat die historischen Meldungen zweigeteilt, um ihr in dieser schweren Zeit ein Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der erste Teil.

 

Gasthof wechselt den Besitzer: Am 1. April 1900, vor 120 Jahren, verkauft der frühere Bauernvogt Matthias Christian Suhr seine Landstelle mit Dorfkrug, die Hufe 1, die nebst Wiesen und Hölzungen 71 ha misst, für 85.000 Mark an den Hufnersohn Ludwig Saggau. Damit wird aus Suhr's Gasthof Ludwig Saggau's Gasthof. Saggau wird im Juli 1901 den Saal angebaut haben und in der Gastwirtschaft im Oktober 1901 die Petroleum-Lichtanlage durch eine wesentlich hellere und sicherere Acetylenlichtanlage ersetzen. Am 17. April 1907 wird Ludwig Saggau die Landstelle mit Dorfkrug an einen Kellinghusener Makler verkaufen, der das Land teilweise parzelliert. Einen Tag später wird Friedrich Voß die Gastwirtschaft und 32 Tonnen Land erwerben.

 

Tischlerei seit 70 Jahren: Am 1. April 1950, vor 70 Jahren, blickt die Tischlerei Tietgen auf das 70-jährige Firmenbestehen zurück. Zunächst in der heutigen Tarbeker Straße 8 gelegen, wird die Tischlerei im Jahr 1900 am Standort Dorfstraße 4 von Claus Tietgen errichtet. Es handelt sich um eine Bau- und Möbeltischlerei. Aber Tietgen hat auch Versicherungsagenturen, vertreibt Fahrräder und öffnet 1901 im Haus ein Kolonialwarengeschäft, wie Chronist Heinrich Göttsch berichtet. Seit 1911 (Segeberger Zeitung) bzw. 1934 (Heinrich Göttsch) ist Sohn Emil Tietgen Besitzer und im gleichen Umfang tätig. Getrübt wird das Jubiläum dadurch, dass Emil Tietgens Sohn noch als im Osten vermisst gilt.

 

Hohe Aufgabe der Bürgermeister: Am 1. April 1895, vor 125 Jahren, tritt in Preußen das Kommunalabgabengesetz in Kraft. Es sieht vor, dass die Gemeindebehörden verpflichtet sind, sämtliche Staatssteuern in ihrer Gemeinde zu erheben und vierteljährlich an die Königliche Kreiskasse abzuführen. Für den Verfasser eines Leserbriefes im Segeberger Kreis- und Wochenblatt aus dem Vorjahr eine bedeutende Überforderung der Gemeindevorsteher, deren Arbeitsaufwand zunehmend steige und denen immer mehr Zeit zur korrekten Erfüllung ihrer Pflichten fehle.

 

Ab sofort Blaue Tonne: Am 4. April 2005, vor 15 Jahren, beginnt der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) damit, alle Privathaushalte mit der blauen Abfalltonne für die Sammlung von Altpapier auszustatten. Die Zufriedenheit mit der Tonne war zuvor in sieben Modellgemeinden, darunter Bornhöved und Trappenkamp, sehr groß. Nach Umfragen zeigten sich 95 Prozent der Haushalte dort zufrieden. Die blaue Tonne soll die in großer Zahl im WZV-Gebiet stationierten Altpapiercontainer ablösen.

 

Der Bus parkt in Schmalensee: Am 5. April 1950, vor 70 Jahren, meldet die Segeberger Zeitung, dass nach langem Warten und zahlreichen Beschwerden Bewegung in die Wieder-Anbindung Schmalensees an den Öffentlichen Personennahverkehr gekommen ist. Die Lütjenburger Firma Kähler erklärt sich bereit, Schmalensee als Endstation der Linie Plön-Wankendorf anzuerkennen. Der Bus wird dazu in Schmalensee fest stationiert und auf der Diele des Gasthof Voß untergestellt.

 

Zwei Schmalenseer führen die Schwarzbunten: Am 6. April 1920, vor 100 Jahren, tritt um 14 Uhr im Segeberger Central-Hotel der Kreisverein Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner unter dem Vorsitz von Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee zu seiner Generalversammlung zusammen. Der Name des Vereins ist neu. Er musste geändert werden, weil der Landesverband sich in „Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner“ umbenannt hat. Vorher hieß es einfach nur „Holsteiner“. Schmalensees Lehrer Heinrich Göttsch wird zum neuen Geschäftsführer des Kreisvereins gewählt.

 

Maul- und Klauenseuche geht um: Im April 1930, vor 90 Jahren, geht in Schmalensee die Maul- und Klauenseuche um. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt veröffentlicht im Rahmen der amtlichen Nachrichten die betroffenen Höfe: Stegelmann (8. April), Siebke (17. April), Theodor Schnohr und Ernst Saggau (28. April) sowie Peter Nagel (5. Mai). Von Mai bis Juni erfolgen dann die Meldungen darüber, dass auf den jeweiligen Höfen die Seuche wieder erloschen ist.

 

Eine neue Dampfmaschine für die Meierei: Am 11. April 1905, vor 115 Jahren, meldet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt, dass die Meiereigenossenschaft Schmalensee-Tarbek-Belau die Anschaffung einer leistungsstärkeren Dampfmaschine beschlossen habe. Die alte 12-PS-Maschine reiche nicht mehr aus, zumal auch eine Schrotmühle anzutreiben sei. Von der Neumünsteraner Firma Bestmann, die die alte Dampfmaschine im Tausch nimmt, soll ein 18-PS-Modell beschafft werden. Die Meierei befindet sich zu dieser Zeit noch auf dem heutigen Grundstück Damsdorfer Straße 1.

 

Begrüßung der Heimkehrer: Noch immer kehren im Ersten Weltkrieg in Gefangenschaft geratene Deutsche in ihre Heimat zurück. Am 11. April 1920, vor 100 Jahren, hält Pastor Schlüter einen Begrüßungsgottesdienst für alle Heimkehrer. Mit Fahnen und Musik und unter Glockengeläut geleiten die Militärvereine die Heimkehrer vom Pastoratsgarten in die Kirche.

 

De rieke Deern wird ein großer Erfolg: Am 13. April 1985, vor 35 Jahren, berichtet die Segeberger Zeitung vom Auftritt der Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee: Zum ersten Mal habe diese ihren Feuerwehrball mit der Aufführung eines plattdeutschen Theaterstücks im Gasthof Voß kombiniert. Gerhard Mühlenberg hatte mit der Laiengruppe der Wehr das Stück „De rieke Deern“ einstudiert. Schauspieler sind Wiebke Stegelmann, Wilfried Hahne, Uwe Nagel, Werner Suhr, Petra Saggau, Wolfgang Hahne und Egon Blitza. Der Kommentator der Segeberger Zeitung äußert sich geradezu entzückt:

Die Darsteller … spielten so lebensnah, daß die Zuschauer vor Lachen fast unter den Stühlen lagen. Mit Fug und Recht kann gesagt werden, hier ist den Laiendarstellern ein echter Bühnenknüller gelungen, der noch so manche Heiterkeitserfolge nach sich ziehen dürfte.“

 

Rauchwaren für Frontsoldaten: Am 15. April 1915, vor 105 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von der Generalversammlung der Bornhöved-Schmalenseer Totengilde. Diese wählt u.a. Johannes Hansen zum Kassierer in Schmalensee. Den derzeit 13 zum Militärdienst beorderten Mitgliedern der heute als Sterbekasse bekannten Vereinigung werden laut Zeitungsmeldung „Zigarren und Rauchtabak“ geschickt.

 

Unfall mit geborgtem Auto – und ohne Führerschein: Bei einem Verkehrsunfall am Ortseingang in Richtung Plön kommt es zu einem Totalschaden am Fahrzeug, als ein Soldat in den Graben fährt. Wie die Segeberger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 16. April 1970, vor 50 Jahren berichtet, hatte der Mann den Wagen von einer Wankendorferin geborgt, die das Fahrzeug ihrerseits in Hohenwestedt geliehen hatte. Da der Soldat keinen Führerschein besaß, entfernte er sich leicht verletzt vom Unfallort. Die Polizei erfuhr erst von einem Abschleppunternehmen von dem Unfall.

Foto zur Meldung: April-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 1
Foto: Ludwig Saggaus Gasthof

Coronavirus: Soforthilfe-Anträge sind verfügbar

(31. 03. 2020)

Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS) steht Unternehmen und Solo-Selbstständigen ab sofort bei der Beantragung der Corona-Soforthilfe beratend zur Seite.

 

Die Corona-Soforthilfe soll Solo-Selbstständige und kleinere Gewerbebetriebe mit bis zu zehn Beschäftigten finanziell unterstützen, um eine durch Liquiditätsengpässe bedingte akut existenzbedrohende wirtschaftliche Lage zu vermeiden.

 

Das Antragsformular ist ab sofort verfügbar und steht auf der Website www.wks-se.de zum Download bereit.

 

Das Team der WKS berät bei Fragen zum Antragsformular, z.B. wie errechnen sich die Beschäftigtenzahlen oder sind im Unternehmen tätige, nicht sozialversicherungspflichtig Beschäftige zu berücksichtigen?

 

Hierzu können Sie uns eine E-Mail senden unter beratung@wks-se.de oder Sie rufen die Service-Nummer 04551/908 62-15 an.

 

[Pressemitteilung Kreis Segeberg / WKS]

Foto zur Meldung: Coronavirus: Soforthilfe-Anträge sind verfügbar
Foto: Wirtschaftsentwicklung Kreis Segeberg WKS

Coronavirus: Erziehungs-, Familien- und Suchtberatung am Telefon

(31. 03. 2020)

Die Beratungsstellen der Therapiehilfe im Kreis Segeberg sind, wie viele andere Beratungsangebote in den Beratungszentren auch, in Zeiten der Corona-Krise telefonisch erreichbar.

 

Viele Eltern nehmen das Angebot der Erziehungs- und Familienberatung dankbar an, um in diesen schweren Zeiten, ihre Sorgen zu besprechen. Am Telefon können Fragen zur Erziehung und zum Zusammenleben in der Familie geklärt werden. Dabei werden Lösungen besprochen, wie mit Konflikten oder Langeweile, mit Ängsten oder der häuslichen Lernsituation von Schulkindern umgegangen werden kann.

 

Auch die Suchtberatung der Therapiehilfe steht allen Ratsuchenden zur Verfügung. Dies ist besonders wichtig für Menschen, die bereits eine Beratung oder Therapie begonnen haben und diese fortführen wollen. Unter dem Problemdruck der Corona-Krise werden Menschen für Suchtverhalten häufig anfälliger. Es besteht die Gefahr rückfällig zu werden oder abhängiges Verhalten zu entwickeln.

 

Schnelle Hilfe ist während der Sprechstunden der Erziehungs- und Familienberatung möglich:

Bornhöved: donnerstags 14.30 – 16.00 Uhr

Bad Bramstedt: dienstags 16.00 – 18.00 Uhr

Kaltenkirchen: dienstags 16.00 – 17.30 Uhr

Henstedt-Ulzburg: donnerstags 16.00 – 17.30 Uhr

 

Die Sprechstunden der Suchtberatung sind:

Bornhöved: montags 14.00 – 17.00 Uhr

Trappenkamp: donnerstags 14.00 – 17.00 Uhr

Bad Bramstedt: dienstags 14.00 – 17.00 Uhr

 

Die Sekretariate der örtlichen Beratungszentren sind telefonisch zu den bekannten Zeiten zu erreichen und vermitteln den gewünschten Telefontermin. Alle Telefonnummern sind zu finden unter: www.beratung-im-kreis-segeberg.de

 

[Pressemitteilung der Therapiehilfe gGmbH, Erziehungs- und Familienberatung in den Regionen Nord und West des Kreises Segeberg Familienhilfe vor Ort]

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Erziehungs-, Familien- und Suchtberatung am Telefon
Foto: Coronavirus: Erziehungs-, Familien- und Suchtberatung am Telefon

Neue Reifen zur Konfirmation: Jannis Nagel baut einen alten Traktor zusammen

(31. 03. 2020)

Jannis Nagel ist schon ein Phänomen: der 14-jährige Schmalenseer hat nicht nur ein Faible für die Zucht seltener Tierrassen, obendrein ist er auch mit Leib und Seele ein Schrauber. Sein laufendes Projekt ist das Wiederherstellen eines Traktors, der aktuell ohne Antrieb und Reifen und vieles mehr im alten Schweinestall des Hirtenhofs aufgebockt ist. Das Ziel der Fertigstellung ist ambitioniert: „Wenn ich 16 bin, will ich damit zur Schule nach Trappenkamp fahren“, strahlt Jannis, der schon im Juli dieses Jahres seinen 15. Geburtstag feiern kann.

 

Das Objekt von Jannis' Bastelleidenschaft ist ein McCormick D-430. Baujahr 1961. Ein Fahrzeug für das es, wenn das Internet nicht täuscht, immerhin einen Ersatzteilmarkt gibt. Doch um den besuchen zu können, muss man auch das nötige Kleingeld haben. Oder Feiertage: „Den Kabelbaum habe ich zu Weihnachten bekommen. Und vom Konfirmationsgeld möchte ich mir neue Reifen kaufen“, verrät Jannis. Wann die Konfirmation in diesem Jahr gefeiert werden kann, ist aufgrund der Krise um das Coronavirus jedoch offen; ursprünglich sollte sie in der Kirchengemeinde Bornhöved am 7. Juni stattfinden.

 

Frustriert ist Jannis Nagel deswegen aber nicht. Seine gerade mit Nachwuchs gesegneten Coburger Fuchsschafe erfordern weit mehr Aufmerksamkeit des Jungzüchters. Und dann ist da ja auch die Schule, für die aktuell nur zuhause gearbeitet werden kann. „Wenn ich mein Soll erfüllt habe, kann ich auch an den Trecker ran“, sagt Jannis. 30 Pferdestärken soll der McCormick später aufweisen, die den Traktor auf 20 Stundenkilometer in der Spitze bringen werden. Eine pure Standardversion reicht Jannis Nagel nicht, denn er möchte mit seinem McCormick, der einst auf dem Vier bei Bornhöved beheimatet war, dann nach Heidmühlen und von dort auf den Hirtenhof in Schmalensee ging, auch richtig nutzen: Ein Frontlader und Mähwerk sollen auf jeden Fall auch noch restauriert werden.

Foto zur Meldung: Neue Reifen zur Konfirmation: Jannis Nagel baut einen alten Traktor zusammen
Foto: Jannis Nagel mit seinem Trecker-Projekt

Kochen gegen Lagerkoller – Teenager trotzen Corona

(30. 03. 2020)

Nennen wir es „freiwillig“, zu was man sich im Hause Pape entschieden hat. Damit den jüngeren Mitgliedern des Haushalts von Frauke und Henning Pape in Zeiten des Coronavirus und angesichts drastischer Beschränkungen ihrer Freizeitmöglichkeiten nicht langweilig wird, haben sie Aufgaben übernommen. Genauer: In der Küche. Kochen gegen den Lagerkoller lautet die Devise.

 

Jette Pape und Andrés Ramos, der mexikanische Austauschschüler der Papes – Tochter Janne weilt bis 19. Juni in den USA – haben alle Hände voll zu tun. Jeder weiß, dass man tüchtig schnippeln muss, ehe es ein leckeres Mahl geben kann. Von der Nachbereitung wollen wir gar nicht reden. Wichtig ist: Es macht Spaß und man hat echte Gaumenfreuden.

 

Als Anleitung dient das Kochbuch, das Frauke Pape in ihrer Eigenschaft als Leiterin der Offenen Ganztagsschule an der Sventana-Schule Bornhöved zusammengestellt hat. Am Samstag bereiteten Andrés und Jette Hähnchengeschnetzeltes mit Bandnudeln zu.

 

Andrés ist schon geraume Zeit in Schleswig-Holstein. Im letzten Jahr hat er beim SV Schmalensee sogar das Deutsche Jugendsportabzeichen in Gold erlangt. Nun heißt es abwarten, was die weltweite Corona-Krise bringt: Am 10. Juli soll es eigentlich zurück nach Mexiko gehen für den jungen Mann. So lange, sagt Frauke Pape, möchte Andrés auch gern hierbleiben.

 

Und das trotz gestiegener Anforderungen – trotz Coronavirus: „Am Samstag musste er eine Fahrradtour mitmachen“, verrät Frauke Pape. „47 Kilometer, er hat ganz schön gestöhnt.“

 

Eines möchte Schmalensees mexikanischer Gast auf jeden Fall in den nächsten Tagen geschafft haben: Er will in unseren schönen See springen. Vielleicht ist dann ja – wie in Papes Küche – wieder eine Kamera griffbereit!

 

Für alle Kinder und Jugendlichen in Schmalensee und Umgebung ist das „Kochen gegen den Lagerkoller“ sehr zu empfehlen. Das OGS-Kochbuch haben wir Euch deshalb als PDF an diesen Bericht angehängt.

 

Und wenn Ihr wollt und Eure Erziehungsberechtigten einverstanden sind, könnt Ihr gern für alle Schmalenseer kleine bebilderte Erfahrungsberichte oder vielleicht ja auch weitere Rezept-Tipps hier auf der Gemeinde-Homepage vorstellen.

 

Auf jeden Fall wünschen wir guten Appetit!

[Kochbuch der OGS - Sventana-Schule Bornhöved 2020]

Foto zur Meldung: Kochen gegen Lagerkoller – Teenager trotzen Corona
Foto: Jette Pape und Andres Ramos kochen gegen Lagerkoller

Coronavirus: Blickpunkt und Verwaltung nur eingeschränkt verfügbar

(30. 03. 2020)

Gleich vorweg: Die Verwaltung des Amtes Bornhöved ist weiter für die Bürgerinnen und Bürger da. Nur eben eingeschränkt aufgrund der wegen des Coronavirus zu treffenden Maßnahmen. Seit dem 16. März gilt, dass die Mitarbeiter des Amtes nur telefonisch und per E-Mail erreichbar sind. Die Regelung gilt noch bis 17. April, kann aber durchaus in die Verlängerung gehen.

 

Mitarbeiter des Amtes vor Infektion schützen

 

Derzeit finden in der Amtsverwaltung keine offenen Sprechzeiten statt, um eine mögliche Ausbreitung des Virus unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vermeiden. „Nur bei zwingenden und unabweisbaren Gründen erhalten Einwohnerinnen und Einwohner im Einzelfall einen vorher abgestimmten Termin“, teilt der Amtsvorsteher mit.

 

Kontaktdaten sind im Internet unter www.amt-bornhoeved.de veröffentlicht. Die Verwaltung ist unter der zentralen Rufnummer 04323/9077-0 sowie über das elektronische Postfach unter info@amt-bornhoeved.de erreichbar.

 

Einschränkungen beim amtlichen Mitteilungsblatt

 

Auch der Blickpunkt Bornhöved, das amtliche Mitteilungsblatt des Amtes Bornhöved, unterliegt aktuell Einschränkungen. So kann derzeit nicht garantiert werden, dass ein gedrucktes Exemplar auch in jedem Hausbriefkasten landet.

 

Im Verwaltungsgebäude, dem Bürgerhaus Trappenkamp, liegen im Bereich der Postfächer stets Exemplare aus - „solange der Vorrat reicht“.

 

Ein kleiner Trost: Auf dieser Gemeinde-Homepage wird der Blickpunkt stets als abrufbares PDF in der Rubrik „Aktuelles“ bereitgestellt. Das erspart unnötige Wege und sichert den steten Zugang zu aktuellen amtlichen Mitteilungen, die es trotz Corona-Pandemie natürlich weiterhin gibt.

 

Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt zu Ostern

 

Das kennen wir auch aus „Friedenszeiten“: Wegen der Feiertage kann es zu geänderten Annahmezeiten für den Blickpunkt kommen. Das ist auch für die Vereine wichtig. Ostern steht vor der Tür und so gilt es zu beachten, dass für den Erscheinungstag 16. April 2020 sämtliche Meldungen bereits bis Mittwoch, 8. April 2020, 9 Uhr, unter der Adresse sabine.gast@amt-bornhoeved.de eingehen müssen.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Blickpunkt und Verwaltung nur eingeschränkt verfügbar
Foto: Coronavirus: Blickpunkt und Verwaltung nur eingeschränkt verfügbar

Coronavirus: Sport, Jagd, Tourismus, Rettungsdienst und Wasser – es gibt viel zu bedenken in Zeiten der Pandemie

(29. 03. 2020)

Die derzeit geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens bis hin zum Kontaktverbot werden noch bis mindestens zum 20. April anhalten. So die Aussagen aus der Bundespolitik vom 28. März. Unglaublich viele Bereiche sind von Maßnahmen betroffen, die eine rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (Covid-19) verhindern sollen. Rettungsschirme werden aufgespannt, Sonderregelungen getroffen und Fragen beantwortet. Hier eine kleine Zusammenstellung aus Bereichen, die Schmalensees gesellschaftliches Leben betreffen.

 

Rettungsdienst muss auflockern

 

Die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), die das DRK in der Wahrnehmung des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg abgelöst hat, hat am 27. März mitgeteilt, im Rahmen der für alle geltenden Schutzmaßnahmen an den verschiedenen Rettungswachen die Zahl der Rettungswagen zu reduzieren. Einzelne Fahrzeuge werden dort, wo sonst mehrere stationiert sind, ausgelagert. Dies geschieht zur Kontaktreduktion in den einzelnen Rettungswachen und somit ebenfalls zur Verlangsamung der Infektionsausbreitung.

 

Wichtig: Rettungswachen sind keine medizinischen Versorgungspunkte. Im Rahmen des Infektionsschutzes sind ist der Zugang derzeit für Betriebsfremde und sogar nicht diensthabende Mitarbeiter der RKiSH nicht gestattet.

 

Das medizinische Personal muss besonders vor eventueller Ansteckung geschützt werden. Um das zu verdeutlichen, hat die RKiSH eine Karte mit Hinweisen und Telefonnummern entworfen, die dieser Meldung als Anlage dient: „Info für Corona-Hilfesuchende“.

 

Schutz des Trinkwassers ist zu beachten

 

In vielen Bereichen steht das Leben tatsächlich still: Sporthallen und -heime werden nicht genutzt; die Gastronomie ruht, Zweckgebäude wie Dorfgemeinschafts- oder Feuerwehrgerätehäuser werden derzeit gemieden, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Der Infektionsschutz des Kreises Segeberg hat am 25. März daran erinnert, den Trinkwasserschutz nicht zu vernachlässigen:

 

In geschlossenen Einrichtungen, die maximal noch im Notbetrieb genutzt werden, findet kein oder ein nur geringer Trinkwasserverbrauch statt. „Dadurch entsteht eine Stagnation des Trinkwassers, was zu einer Vermehrung von Legionellen und/oder anderen Mikroorganismen führen kann.“

 

Darum ist es notwendig, anhand anzulegender Spülpläne für Bewegung in den Leitungen des jeweils gesamten Objekts zu sorgen. Der Infektionsschutz des Kreises empfiehlt zwei Spülvorgänge pro Woche.

 

Sportvereine und -verbände erhalten Unterstützung

 

Die Bundesregierung hat sich im „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Vovid-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ auch mit dem Vereinsrecht beschäftigt. Da nicht absehbar ist, wie lange die Covid-19-Krise Beschlussfassungen bis hin zur Besetzung von Führungsfunktionen (Bestellungszeitraum) beeinträchtigt, muss auch hier für Klarheit gesorgt werden. Das Gesetz sieht vor, vorübergehend Erleichterungen auch ohne entsprechende Satzungsregelungen zu schaffen, etwa was das Abhalten von Versammlungen ohne physische Präsenz oder die Beschlussfassung außerhalb von Versammlungen betrifft. Vorstandsämter können über den Ablauf einer Wahlzeit besetzt bleiben, aber Abberufungen (z.B. wegen Verfehlung) bleiben möglich.

 

Das für den Sport zuständige Landesministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration (MILI) hat am 27. März bekannt gemacht, dass es eine Soforthilfe für gemeinnützige Sportvereine und -verbände geben soll, denen Engpässe wegen wegbrechender Mitgliedsbeiträge, Kurse und sonstiger Einnahmen bei fortlaufenden Betriebskosten drohen.

 

Für den Bereich der gemeinnützigen Sportvereine, die Mitglied im Landessportverband Schleswig-Holstein sind, wird ein Zuschuss in Höhe von 15 Euro je Mitglied als Einmalzahlung gewährt. Die Soforthilfe wird mittels eines Formulars „bei einer noch zu benennenden Stelle“ beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden.

 

Auf dem Internet-Portal der Landesregierung (www.schleswig-holstein.de) finden Sportler, auch Pferdesportler, unter „häufig gestellte Fragen/Sport“ weitere Antworten.

 

Klarheit nun für die Pferdesportler

 

Wie das Hamburger Abendblatt mit seiner Norderstedter Ausgabe am 28. März berichtet, hat das Land „einheitliche Regeln für Pferdesportler“ herausgegeben. Damit sei für Klarheit gesorgt, wie Reiter (und Fahrer) während der Corona-Pandemie mit ihren Tieren umgehen sollen.

 

Demnach muss nicht einfach die tägliche Versorgung der Pferde und Ponys sichergestellt sein – auch die Bewegung, etwa durch Auslauf im Paddock, auf der Weide oder durch den Reiter, ist zu gewährleisten. „Ausritte allein oder zu zweit sind möglich. Dabei sollten Hygienemaßnahmen sowie Abstandsregeln zu anderen Personen eingehalten werden. Gruppenausritte seien nicht erlaubt.

 

Im Reitstall gilt, dass sich so wenige Menschen wie möglich zur selben Zeit in einzelnen Bereichen aufhalten sollten. Stallgemeinschaften hätten Personen zu bestimmen, die zu bestimmten Zeiten bestimmte Aufgaben erledigt. „Haben gleich mehrere Personen vor, eine Stallgasse zu betreten, müssen sie sich abstimmen, dass sie die erforderlichen Abstände jederzeit einhalten.“ Reitunterricht ist bis auf Weiteres untersagt.

 

Und auch das Wettkampfgeschehen ist bereits von Ausfällen betroffen. Der Reiterbund Segeberg-Neumünster etwa hat die Kreismeisterschaften, das Kreisturnier, das vom 5. bis 7. Juni auf dem Landesturnierplatz in Bad Segeberg stattfinden sollte, bereits abgesagt. Auch die Frühjahrsvielseitigkeit des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein am Wochenende 4./5. April auf der Bad Segeberger Ihlheide ist betroffen.

 

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Jagd

 

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND) hat am 26. März festgelegt: Die Einzeljagd ist weiter erlaubt, Gesellschaftsjagden sind untersagt.

 

Konkret erlaubt das MELUND sämtliche Formen der Einzeljagd, die Jagdhundeausbildung und notwendige Revierarbeiten. Untersagt sind Gesellschaftsjagden mit mehr als vier Jägerinnen und Jägern im räumlichen und zeitlichen Zusammenhang sowie sonstige Zusammenkünfte von Jägerinnen und Jägern.

 

Bei allen Handlungen sei der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Ausgenommen sind Personen des eigenen Hausstands oder eine weitere Begleitperson. Die Fahrt ins Revier als Pächter, Eigenjagdbesitzer oder Jagderlaubnisscheininhaber ist keine Reise aus touristischem Anlass.

 

Die Einhaltung der behördlich bestätigten Abschusspläne ist zu gewährleisten; das Schwarzwild ist zur Prophylaxe zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) weiter intensiv zu bejagen. Der Einsatz der Jagdausübungsberechtigten im Falle von Wildunfällen ist weiter unverzichtbar.

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Sport, Jagd, Tourismus, Rettungsdienst und Wasser – es gibt viel zu bedenken in Zeiten der Pandemie
Foto: RKiSH-Info Rettungswachen während Corona

Coronavirus: WZV tut alles für eine geordnete Müllabfuhr

(29. 03. 2020)

Als zentraler Abfallentsorger konzentriert sich der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) in Zeiten der Corona-Pandemie auf diese Kernaufgabe, um eine geregelte Abfuhr von Abfällen aus den Kommunen sicherzustellen.

 

Dazu wurden Kapazitäten gebündelt und wurde das Personal so aufgestellt, dass die Abfuhrtermine für die Restmüll-, Biomüll- und Altpapierabfuhr (Regelabfuhr) weiter vollumfänglich und gemäß der zum Jahresbeginn vorgenommen Terminplanung stattfinden kann. (Der WZV weist auf mögliche Verschiebungen wegen der Osterfeiertage hin.)

 

Notfallplan des WZV steht

 

Sollte es Einschnitte geben, hervorgerufen durch Personalausfälle beim WZV, existiert auch eine Notfallplanung, wie der Tagespresse zu entnehmen ist: In diesem Fall werden an zentralen Orten in den Gemeinden Container aufgestellt werden, zu diesen die privaten Haushalte ihre Abfälle eigenverantwortlich bringen müssten. Der WZV würde dann die regelmäßige Abfuhr der Container bewerkstelligen. In Schmalensee hat der Bürgermeister festgelegt, dass der Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus, der derzeit ohnehin nicht zum Spielen oder für Veranstaltungen genutzt werden kann, Aufstellort für solche Container würde. Wichtig: Das ist der Notfallplan. Der WZV tut alles dafür, dass dieser Fall nicht eintreten muss.

 

Dienstleistungen nur eingeschränkt verfügbar

 

Nicht neu ist, dass der Wege-Zweckverband zahlreiche andere Dienstleistungen zugunsten der Konzentration auf die Regelabfuhr sowie im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung einer raschen Ausbreitung des Coronavirus nur noch eingeschränkt verfügbar machen kann.

 

So sind die Recyclinghöfe, u.a. der in Damsdorf/Tensfeld, vorläufig für den öffentlichen Kundenverkehr geschlossen. Die mobile Schadstoffsammlung, die private Sperrmüll- und Strauchgutabholung finden aktuell nicht statt. Auch das Service Center am WZV-Stützpunkt in Bad Segeberg ist für den Publikumsverkehr geschlossen worden.

 

Vieles aber macht der WZV möglich

 

Angefangen beim Service Center macht der Wege-Zweckverband weiterhin Dinge möglich: So ist die telefonische Erreichbarkeit des Service Centers ausgeweitet worden, um den zu erwartenden erhöhten Informationsbedarf abzudecken: Die Rufnummer 04551/9090 ist nun von Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr erreichbar.

 

Für die Abholung größerer Mengen Strauchgut oder Abfälle stehen für Privat- und Gewerbekunden Lösungen in Form von BigBags und Containern (kostenpflichtig) bereit.

BigBags mit einem Fassungsvermögen von etwa 1 Kubikmeter können z.B. für die Zwischenlagerung von Strauchgut und Gartenabfällen dienen. Ein BigBag kostet 8 Euro und kann z.B. am Recyclinghof Damsdorf/Tensfeld (an der Tarbeker Landstraße) empfangen werden – Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr; den Betrag bitte passend mitführen). Eine Abholung voller BigBags kann ebenfalls ermöglicht werden – auf www.wzv.de sind die Konditionen in der Rubrik Gewerbekunden/Containerdienst zu finden. Allerdings geht man beim WZV zunächst davon aus, BigBags erst bei Wiederaufnahme des Regelbetriebs abholen zu können.

 

Beseitigung gefährlicher Abfälle weiter möglich

 

Die Anlieferung gefährlicher Deponieabfälle (z.B. Asbest, Mineralwolle) ist weiterhin möglich, teilt der WZV am 27. März mit. Allerdings ist VOR Anlieferung telefonische Kontaktaufnahme mit der Deponie Damsdorf/Tensfeld (Montag-Freitag, 8-15 Uhr) unter 04323/802600 notwendig.

 

Jäger können Tierkadaver weiterhin entsorgen

 

Für jagdausübungsberechtigte Jäger ist die Anlieferung von Tierkörpern (Kadaver), insbesondere Wildschweine, oder Tierkörperteilen weiterhin gewährleistet. Die Annahme erfolgt an den Recyclinghöfen Bad Segeberg sowie Damsdorf/Tensfeld, montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr. Auch hier ist eine telefonische Vorabinformation notwendig, ebenso müssen sich Anlieferer vor Ort als jagdausübungsberechtigte Jäger ausweisen.

 

Was geschieht mit (Corona-) kontaminierten Abfällen?

 

Abfälle aus privaten Haushalten, die eventuell mit dem Coronavirus kontaminiert sind (etwa Taschentücher, Desinfektionstücher), werden gemeinsam mit dem Restmüll entsorgt. Diese Abfälle sollten nicht lose in die Restabfallbehälter (Mülltonnen) geworfen werden, sondern nur in reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnissen (Mülltüten) in die Restabfallbehälter gelangen, die stewts verschlossen und nicht zugänglich für Dritte sein sollen. „Kontaminierte Abfälle dürfen nicht in Säcken oder gar lose neben die Restabfallbehälter gestellt werden, um Gefahren für Dritte auszuschließen“, heißt es in der WZV-Mitteilung vom 27. März.

 

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: WZV tut alles für eine geordnete Müllabfuhr
Foto: Coronavirus: WZV tut alles für eine geordnete Müllabfuhr

Coronavirus: Blutspende-Hotspot Neumünster länger geöffnet

(28. 03. 2020)

Das Deutsche Rote Kreuz und der Blutspendedienst Nord-Ost verlängern ihre Blutspende-Aktion in den Holstenhallen Neumünster bis Donnerstag, 9. April.

 

Der zentral gelegene Ort war Mitte März eingerichtet worden, um auf die Schließung öffentlicher Räume zu reagieren, in denen kleinere Blutspende-Termine durchgeführt werden sollten. Denn die sich abzeichnenden Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus deuteten bereits eine Beeinträchtigung der angesetzten Spendentermine an.

 

Am Hotspot in den Holstenhallen melden sich bislang täglich 80 bis 120 Spenderinnen und Spender, um etwas von ihrem Lebenssaft zu geben. Schließlich muss auch in Zeiten der Corona-Pandemie die Notfallversorgung schwerkranker Patienten in den Kliniken und von Unfallopfern sichergestellt werden.

 

Der Blutspende-Hotspot befindet sich in den Holstenhallen Neumünster, Justus-von-Liebig-Straße 2-4. Geöffnet ist werktags von 14 bis 18 Uhr.

 

Freiwillige Helferinnen und Helfer in Schutzkleidung, die Spendenwillige nicht abschrecken sollte, regeln die Abläufe, sorgen für das Einhalten von Mindestabständen und Handdesinfektion und messen kontaktlos die Körpertemperatur, um eventuell erkrankte Personen frühzeitig zu erkennen.

 

Wie am Arbeitsplatz und sonstigen sozialen Umfeld gilt auch hier: Wer aus Risikogebieten zurückgekehrt ist, wer Kontakt zu mit dem Coronavirus Infizierten hatte oder aktuell an Erkältungssymptomen oder Durchfall leidet, sollte nicht vor Ort erscheinen.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Blutspende-Hotspot Neumünster länger geöffnet
Foto: DRK Blutspende

Coronavirus: Kleinen Unternehmen beistehen – Wir FAIRzichten

(27. 03. 2020)

Das neuartige Coronavirus stellt das gesellschaftliche Leben auf den Kopf, und auch das wirtschaftliche. Gerade die kleinen, von vorübergehenden Schließungen betroffenen Unternehmen haben es jetzt schwer. Manchen mag es gelingen, mit kreativen Ideen den Kopf über Wasser zu halten. Anderen droht der Untergang. Die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein (IHK) hat deshalb die Initiative „Wir FAIRzichten“ ins Leben gerufen.

 

Dabei geht es um einen weiteren Beitrag der Solidarität und der Hilfe für schleswig-holsteinische Unternehmen, unabhängig von den gerade beschlossenen Finanzierungshilfen. „Viele Unternehmen leiden massiv unter dem Coronavirus und mehr noch unter den Maßnahmen zu dessen Eindämmung. Wir spüren allerdings, dass die Solidarität bei den Verbrauchern mit den Unternehmen im Moment zunimmt“, schreibt IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning.

Die von der IHK geschaffene Plattform www.wir-FAIRzichten.de biete in vielen Fällen die Möglichkeit, Betriebe mit einem freiwilligen Verzicht schnell, unbürokratisch und solidarisch zu entlasten, so Schöning. So heißt es im Anschreiben auf der Plattform:

Lieber FAIRzichten als verzichten. Damit Kulturstätten, Fitnessstudios, Restaurants und Campingplätze in der Nachbarschaft nicht dauerhaft verloren gehen, können Sie hier auf Ihre Erstattungsansprüche FAIRzichten. Denn Wirtschaft sind wir alle. Sie haben Tickets für ein Konzert Ihrer Lieblingsband gekauft, das ausfallen musste? Sie haben den Monatsbeitrag im Fitnessstudio schon bezahlt und können es jetzt nicht nutzen? Ihnen steht volle Erstattung zu, aber Sie würden FAIRzichten, wenn dadurch die Unternehmer*innen und ihre Mitarbeiter*innen die Krise überstehen? Hier können Sie ganz einfach und unbürokratisch auf einen Teil Ihrer Ansprüche FAIRzichten.“

Es gehe insbesondere darum, besonders kleine und mittelständische Unternehmen sowie Solo-Selbstständige in Zeiten der Corona-Krise zu unterstützen. „Mit dem digitalen Vordruck dieser Seite können Sie eine Verzichtserklärung abgeben, die Ihnen und dem von Ihnen angegebenen Unternehmen via E-Mail zugesandt wird. Mit Ihrem FAIRzicht können Sie einen kleinen Beitrag leisten, eine von Ihnen geschätzte Leistung auch nach der Krise noch in Anspruch nehmen zu können.“

Das Prozedere sei einfach: Verbraucher geben auf der Internetseite alle relevanten Daten ein und bestimmen die Höhe des Verzichts. Im Anschluss generiert die Webanwendung ein Dokument und leitet es automatisch an eine angegebene E-Mailadresse des Unternehmens weiter. Rechtlich gesehen ist ein solcher Forderungsverzicht formlos möglich.

Die regionalen IHKs steigen zudem gemeinsam mit der Investitionsbank in Schleswig-Holstein in die Erstberatung für betroffene Unternehmen unter der Hotline 0451/6006-250 ein.

In unserer Region wird die Initiative der IHK Schleswig-Holstein unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft wirtschaftlich interessierter Kreise (ARGE) Trappenkamp um ihren Vorsitzenden Dirk Bösebeck und Schmalensees Bürgermeister Sönke Siebke, Mitglied des Kreistags.

 

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kleinen Unternehmen beistehen – Wir FAIRzichten
Foto: Wir FAIRzichten

Schmalensees Jungschäfer Jannis hat Drillinge an Bord

(27. 03. 2020)

 

Die Krise um das neuartige Coronavirus hält die Welt in Atem und die Schulen geschlossen. Für Jannis Nagel unterliegt aktuell trotzdem jeder Tag einer gewissen Taktung: Alle vier Stunden rührt der 14-jährige Jungschäfer vom Schmalenseer Hirtenhof eine besondere Milch zusammen und begibt sich zu seinen Coburger Fuchsschafen: Muttertier Yasemine hat am 24. März Drillinge bekommen.

 

Die erste Flasche des Tages verabreicht Jannis Nagel, der es sich zum Ziel gesetzt hat, seltene Tierrassen zu erhalten, um 2 Uhr in der Nacht. Die nächste um 6 Uhr und so weiter. Müdigkeit sieht man ihm nicht an, aber eine Menge Stolz.

 

Klein Bobby braucht eine Extraportion

 

Die Kinder von Yasemine heißen Blume, Blümchen und Bobby. Der kleine Bock ist tatsächlich das kleinste der drei Geschwister. Und weil die großen Schwestern es leichter haben, ans Euter der Mutter zu gelangen, ist die Flasche mit aufgelöstem Lämmermilchpulver in erster Linie für ihn bestimmt. Mit sicherem Griff schnappt sich Jannis den lütten Bobby und lässt ihn trinken, bis er nicht mehr mag. Der Rest der Milch wird Blume und Blümchen überlassen, die aber nicht den Eindruck erwecken, als würde ihnen etwas fehlen, wenn sie mal leer ausgehen.

 

Besonders stolz ist Jannis natürlich über die Tatsache, dass es Drillinge geworden sind: „Im Ultraschall waren nur zwei Lämmer erkannt worden, es war also eine echte Überraschung“, strahlt der 14-Jährige, der schon ganz wie ein Züchter denkt, auch was den Wert und die Verbreitung seiner Coburger Fuchsschafe angeht. Denn die drei Lämmer will er zu Zuchtzwecken gern verkaufen – keinesfalls als Osterlämmer.

 

Corona blockiert den Kalender des Jungzüchters

 

Aber das Coronavirus bremst die Züchter aus: Am 21. Juni sollte eigentlich in Molfsee der große Schafmarkt sein. Dass der stattfindet, bezweifelt Jannis ebenso wie die Durchführung des Bauernmarktes in Viöl am 17. Mai mit bis zu 15.000 Besuchern. Wichtig wäre auch im September die Körung beim Landschaftag in Warder – dort will Jannis die Tanten des Nachwuchses, Anna, Alma und Antonia vorstellen. „Es geht bei solchen Veranstaltungen auch darum, Kontakte zu knüpfen, sich ins Gespräch zu bringen“, erklärt der junge Schäfer.

 

Mit Bock August kam frisches Blut in die Linie

 

Ende April 2018 begann Jannis Nagel, sich eine Zucht Coburger Fuchsschafe aufzubauen: Yasemine und ihre Schwester Zoe kamen aus der Herde von Frauke Wechselberg vom Bungsberg nach Schmalensee. Übrigens: Auch sie hatten einen Drilling, nur war ihr Bruder bei der Geburt gestorben. Schon im September 2018 gab es für Yasemine und Zoe in Warder sehr gute Körungsnoten – 8/7/7 und 7/8/8. Danach gab es „Liebesurlaub“ am Bungsberg mit der Folge, dass Yasemine Anton und Antonia, Zoe Anna und Alma zur Welt brachte.

 

Eine neue Blutlinie kam nun mit August, einem Bock aus dem Brandenburgischen. Im Januar stellte Frauke Wechselberg per Ultraschall fest, dass die Dreisamkeit von August mit den Damen Ergebnisse hervorbringen würde. Dass dabei nicht Drillinge, sondern nur Zwillinge bei Yasemine erkannt wurden, weckt jetzt Hoffnung bei Jannis Nagel, denn Zoe soll ja auch noch lammen: „Bei ihr haben wir nur ein Lamm erkannt. Aber vielleicht haben wir da ja auch eines übersehen!“

 

Hier sind die Leser gefragt

 

Zwei Bitten hat Jannis an die Homepage-Leserinnen und -Leser. Zum einen: „Für Zoes Lamm oder Lämmer hätte ich gern ein paar Namensvorschläge. Egal ob männlich oder weiblich – was es wird, weiß ich ja noch nicht.“

 

Und einen weiteren Wunsch hat er an alle, die in Schmalensees Waldstücken und Knicks unterwegs sind: „Ich suche schon einige Zeit nach einem Schäferstock. Möglichst in sich gedreht und natürlich am liebsten aus Schmalenseer Holz!“

 

Jannis ist online unter nagelj116@gmail.com zu erreichen. Seine Schafzucht ist im Internet unter https://fuchsschafzucht-vom-hirtenhof.jimdofree.com/ zu finden.

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Schmalensees Jungschäfer Jannis hat Drillinge an Bord
Foto: Jungschäfer Jannis Nagel freut sich über Drillinge

Was ist denn das in Schmalensee? – Der Gedenkstein an der Dorfeiche

(26. 03. 2020)

In der Vergangenheit haben Kriege auch in Schmalensee ihre Wirkung gezeigt. Dem Verlust ihrer Gefallenen beziehungsweise der Teilnahme von Söhnen des Dorfes an den Kämpfen haben die Schmalenseer Denkmäler gesetzt. Das große in der Ortsdurchfahrt wurde 1923 für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet und nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert.

 

Der Findling an der Dorfeiche, auf dem sogenannten Dreiecksplatz, der eine Tafel mit Krone, gekreuzten Säbeln und den Jahresangaben 1848-51 und 1870-71 trägt, erinnert an weitere kriegerische Auseinandersetzungen, an denen Schmalenseer beteiligt waren: Die Erhebung der Schleswig-Holsteiner gegen das Königreich Dänemark und an den Deutsch-Französischen Krieg.

 

Am 24. März 1898, dem 50. Jahrestag der Erhebung der Schleswig-Holsteiner, waren von den Schmalenseer Kriegsteilnehmern noch Matthias Christian Suhr, Christian Tietgen, Marx Schnohr und Peter Denker unter den Feiernden, wie Chronist Heinrich Göttsch berichtet. Aus Gefallenenlisten erfahren wir, dass der Musketier Hans Jürgens bei Idstedt tödlich verwundet wurde und als „gefallen“ gilt, während der zweite Kriegstote, Musketier Jürgen Jürgens an der Cholera verstarb. Außerdem wurde ein Cl. J. Saggau aus Schmalensee bei Idstedt verwundet.

 

Vom Deutsch-Französischen Krieg erfuhren die Menschen umfangreich aus den Tageszeitungen. Im Segeberger Kreis- und Wochenblatt wurden „Verlustlisten“ abgedruckt, die Tote, Verwundete und Vermisste aufführten. So erfahren wir, dass am 18. August 1870 bei Bois de la Cusse der Musketier Nikolaus Heinrich Stegelmann verwundet wurde. Insgesamt, so Heinrich Göttsch, kämpften Schmalenseer bei Metz, Gravelotte, Beaumont und Sedan. Gefallene waren offenbar hier nicht zu beklagen.

 

Beide auf dem Stein an der Eiche verzeichneten Ereignisse sind aus dem preußisch-deutschen patriotischen Blickwinkel zu betrachten, der in Holstein tatsächlich erst nach der Reichsgründung 1871 aufkam – dann aber mit großer Inbrunst und vielfachem „Hoch“ auf den jeweiligen Deutschen Kaiser. 1866/67 noch, als die Herzogtümer zur preußischen Provinz wurden, hielt sich die Begeisterung in Grenzen.

 

Unter diesem Gesichtspunkt ist heute abzuleiten, warum die Jahreszahlen 1813/14 und 1864 sich nicht in der Erinnerungskultur wiederfinden, die sich durch die Denkmäler unseres Dorfes ziehen: In diesen beiden militärischen Konflikten, Befreiungskrieg (von napoleonischer Herrschaft) und Deutsch-Dänischer Krieg genannt, standen die Holsteiner und somit auch die Schmalenseer auf der Seite der Verlierer – also auf dänischer Seite.

 

Das war freilich politisch bedingt: Holstein gehörte zum Königreich Dänemark, Männer dienten in der dänischen Armee. Die Truppen etwa, die im Dezember 1813 bei Bornhöved einen schwedischen Angriff abzuwehren hatten, waren zum großen Teil Holsteinische. 1864, als Preußen und Österreich sich anschickten, eine sogenannte Bundesexekution des Deutschen Bundes gegen Dänemark anzuführen, bildeten auch holsteinische Truppen einen Teil der dänischen Streitkräfte.

 

Diese wurden zwar laut Wilhelm Sager (Heere zwischen den Meeren – Heeres- und Kriegsgeschichte Schleswig-Holsteins, Husum, 2003) vor Beginn des bewaffneten Konflikts nach Kopenhagen und Helsingör verlegt, nahmen vermutlich zum Teil gar nicht an den Kämpfen teil – den Krieg verloren sie aber mit.

 

So erklärt sich auch, warum es in Bornhöved und Umgebung zwei Kriegervereine gegeben hat: Die 1848er und die 1870/71er, deren Mitglieder bei feierlichen Anlässen stets besonders gewürdigt wurden. 1864er gab es hingegen nicht. Und die Ereignisse von 1813/14 blieben eher in bedrückender Erinnerung, bekannt als „Kosakenwinter“.

 

 

 

Foto zur Meldung: Was ist denn das in Schmalensee? – Der Gedenkstein an der Dorfeiche
Foto: Der Gedenkstein auf dem Dreiecksplatz an der Dorfeiche

Diamonds are forever – Glückwünsche an Inge und Harald Saggau

(25. 03. 2020)

Sicherlich sehr zu ihrer eigenen Überraschung sind Inge und Harald Saggau am heutigen 25. März 2020 die Stars der Gemeinde-Homepage von Schmalensee. Und das nicht ohne Grund, immerhin gaben sie sich heute vor 60 Jahren das berühmte Jawort – und die Familie gratuliert auf diese Weise zur Diamantenen Hochzeit.

 

Die Einladungen zum großen Fest waren zwar gedruckt und verteilt, fast alle Geladenen hatten schon zugesagt. Doch dann kam das Coronavirus und sorgte dafür, dass Feiern vorerst nicht möglich sind. Glückwünsche aber, etwa auf diesem Wege, kann auch die neuartige Krankheit nicht unterbinden.

 

Einen jungen Hüpfer angelte sich Harald Saggau, als er 1960 die zehn Jahre jüngere Inge Pries heiratete. Der Jungbauer war allerdings mit Sicherheit eine gute Partie für die junge Frau von Spannhorn (Kalübbe): Bekannt als Gründer der Schmalenseer Landjugendgruppe, musikalisch und fleißig im Betrieb, den er drei Jahre später übernehmen sollte.

 

Zu zweit bewirtschafteten Harald und Inge den Hof. Drei Töchter, Ute, Petra und Frauke, gingen aus der Ehe hervor. Mittlerweile sind da sechs Enkel (Jens und Björn, Julia und Maite, Janne und Jette) und die Urenkel Henk und Karla. Was sich nicht ergab: Ein Hofnachfolger. Nicht, dass der Familie nach Heirat der Töchter die Treckerfahrer ausgegangen wären, aber 1991 wurden die Kühe verkauft und die Flächen sind seither verpachtet.

 

Stattdessen ging es jetzt auf Reisen: Die USA, Südafrika, Ägypten, China oder das Nordkap sind nur einige der Höhepunkte im Fernreise-Katalog von Harald und Inge, die auch im Campingwagen oder mit dem Bus quer durch Europa gereist sind.

 

Aber auch im Nahbereich haben sie – mit guten Freunden – unzählige Kilometer abgerissen, in ihren Fahrradgruppen, mit denen sie auch erfolgreich im Kartenspiel oder an der Boßel-Kugel tätig sind oder waren.

 

Müßiggang allein aber kann nicht Lebensinhalt sein. Zum Glück gab und gibt es da die nächsten Generationen, die man als Babysitter, Chauffeur und Hausaufgabenhelfer zu umsorgen hatte. Auch die Pferde der Töchter verlangten stets Aufmerksamkeit.

 

Mit jetzt 78 und 88 darf man aber etwas ruhiger die Dinge angehen. Für Bewegung und Fitness sorgen weiter die Fahrradtouren und im Winter das Trimm-Rad. Und auch die Gassi-Runde liefert Harald wichtigen „Auslauf“ in heimischen Gefilden. Beide Jubilare erfreuen sich einer guten geistigen und körperlichen Gesundheit.

 

Möge das noch lange anhalten und mögen beide ihren Lebensabend noch lange genießen! Alles Gute, Harald und Inge!

 

Eure Familie und Freunde

Foto zur Meldung: Diamonds are forever – Glückwünsche an Inge und Harald Saggau
Foto: Hochzeit von Inge und Harald Saggau 25. März 1960

Coronavirus: Kreis Segeberg setzt Kontaktsperre um

(24. 03. 2020)

Die von der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer angesichts der Corona-Krise vereinbarten Maßnahmen sehen eine sogenannte Kontaktsperre vor. Am Abend des 23. März hat der Kreis Segeberg seine Allgemeinverfügung angepasst, nachdem tagsüber auch die Landesregierung von Schleswig-Holstein die Einschränkungen für die Bevölkerung präzisiert hatte. Präzisiert hat der Kreis Segeberg seine entsprechende Mitteilung mit der Aussage „private Zusammenkünfte nun gänzlich untersagt“.

 

Die neuen Festlegungen im Überblick:

 

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Dabei sind die Kontakte zu anderen Personen auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und, wo immer möglich, ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.

 

Sitzungen von Gremien grundsätzlich erlaubt, aber

 

Sitzungen von staatlichen und kommunalen Gremien (Sitzungen der Stadt- und Gemeindevertretungen, des Kreistags sowie der Amtsausschüsse und der Verbandsversammlungen kommunaler Zweckverbände) sind unter Beachtung der Hygienehinweise des Robert-Koch-Institutes gestattet. Allerdings sind sie auf das unbedingt Erforderliche zu beschränken. Für diese Sitzungen gelten keine räumlichen Zutrittsbeschränkungen, sodass sie bei Bedarf auch unter anderem in Sporthallen, Räumen in Schulen sowie in Gaststätten durchgeführt werden können. Speisen oder Getränke dürfen nicht serviert werden.

 

Nicht unter den Veranstaltungsbegriff fallen die Teilnahme am öffentlichen Personennahverkehr sowie der Aufenthalt an einer Arbeitsstätte.

 

Keine Feiern – auch nicht zu Hause

 

Private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Grillabende oder ähnliche Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt. Dies gilt auch in Wohnungen, auf Privatgrundstücken und in privaten Einrichtungen. Die Kontakte zu anderen Personen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

 

Nicht zum Friseur oder zur Massage

 

Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Massagesalons oder Kosmetikstudios müssen schließen. Ausnahmen gibt es für medizinische Anwendungen.

 

Strafen drohen bei Missachtung

 

Nach Infektionsschutzgesetz sind Verstöße gegen die Allgemeinverfügung, Quarantäneanordnungen und Veranstaltungsverbote Straftaten, die von der Polizei verfolgt und an die Staatsanwaltschaft abgegeben werden. Im Falle einer Verurteilung können Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe drohen. „Ich bitte daher nochmals alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises, sich in Ihrem eigenen Interesse, aber vor allem auch im Interesse der Vorerkrankten und Älteren, an die Regelungen zu halten – egal ob jung oder alt“, so Landrat Jan Peter Schröder.

 

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kreis Segeberg setzt Kontaktsperre um
Foto: Coronavirus: Kreis Segeberg setzt Kontaktsperre um

Schmalenseer Feldmark auch zu Corona-Zeiten ein Genuss

(24. 03. 2020)

An Tag eins der von der Bundesregierung ausgerufenen Kontaktsperre genieße ich die Stille. Ungewöhnlich wenig Verkehr auf den Straßen, sehr wenige Menschen auf den Beinen. Am Ende meiner gut dreistündigen Wanderung durch die Feldmark werde ich genau sechs Personen begegnet sein, jeweils zu zweit bewegen sie sich, wie es die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus vorsehen. Wohl eher ein Zufall. Es hätte ja auch eine Familie unterwegs sein können.

 

Stille ist eigentlich das falsche Wort für die Akustik dieses langen Spaziergangs. Im alten Laub, das sich längst nicht von allen Bäumen gelöst hat, sorgt der Wind für eine geräuschvolle Kulisse. Weit entfernt aus Richtung Stocksee höre ich eine Motorsäge. Und irgendwo in meinem Rücken, aus Richtung Schmalensee, erahne ich das Klappern von Hufen auf einer Straße.

 

Ich stehe in der Zufahrt zu einem Acker und beobachte an dessen anderem Ende drei Rehe. Sie erscheinen mir ziemlich groß, und das ohne Fernglas. Das hätte ich mal mitnehmen sollen, denke ich bei mir und ärgere mich ein wenig. Und wie zur Bestätigung krächzt höhnisch eine Krähe und lacht ein Singvogel mich aus.

 

Aber wegen der Rehe, Krähen, Spaziergänger, Radfahrer und Jogger bin ich nicht hier. Ich tanke Sonne, lasse mir den Wind um die Nase wehen. Gedanken an Arbeit, Virus und andere schlechte Nachrichten sind spätestens dann verflogen, wenn der Blick auf die großen Bäume fällt. Etwa die mächtigen Überhälter auf den Knicks, von denen einige gerade auf den Stock gesetzt worden sind.

 

Oder diese umrankten Einzelbäume, die sich mystisch zu mir herabzulassen scheinen. Sie laden zur näheren Betrachtung ein, man rätselt über mögliche Geschichten, die sich um diese Bäume spinnen ließen. Oder die Geschichten, die diese Bäume erzählen könnten. Was brauchen wir große, geheimnisvolle Wälder, wie Tolkien sie im Hobbit und im Herrn der Ringe erschaffen hat, wenn wir doch diese gespenstisch schönen Bäume haben.

 

Christian Detlof

 

Foto zur Meldung: Schmalenseer Feldmark auch zu Corona-Zeiten ein Genuss
Foto: Mystischer Einzelbaum in der Feldmark

Coronavirus: Kontaktverbot, aber keine Ausgangssperre

(23. 03. 2020)

Seit Mitternacht auf den heutigen 23. März gilt das sogenannte Kontaktverbot, das helfen soll, eine schnelle Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Schon zuvor wirkten Schmalensee und Umgebung am gestrigen Sonntag fast wie ausgestorben. Das zeigt: Wir nehmen die Lage ernst.

 

In ihrer Pressekonferenz gestern um 17.30 Uhr hat Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich gemacht, worum es geht: Zeit gewinnen, um Impfstoffe und Medikamente zu entwickeln und auf dem Weg dahin so wenige Menschen wie möglich zu verlieren.

 

Mindestens für zwei Wochen müssen wir alle einander so gut es geht aus dem Weg gehen. Zwei Personen sind im öffentlichen Raum die Obergrenze. Wichtig: Im öffentlichen Raum, denn gerade Familien und Haushalte, in denen mehr als zwei Personen zusammenleben, werden nun nicht auseinandergerissen.

 

Alle Ministerpräsidenten und die Kanzlerin selbst haben gestern die Beschlüsse der ihrer gemeinsamen Besprechung vorgestellt und die Notwendigkeit von deren Einhaltung unterstrichen. Diesem Bericht sind die Beschlüsse in einem PDF beigefügt.

 

Nun ist Disziplin gefragt. Und dennoch können wir einander gegenseitig helfen und einander Mut machen. U.a. über unsere Gemeinde-Homepage, womit schon gestern die ersten Schmalenseer begonnen haben.

 

Alles Gute und bleibt gesund!

 

[Kontaktverbot]

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kontaktverbot, aber keine Ausgangssperre
Foto: Badestelle leer - Spielgeräte gesperrt am 22. März 2020

Christiane Heid präsentiert Bilder, Susan Buchholz sagt laut „Danke“

(23. 03. 2020)

Auch dies sind Beiträge von Schmalenseern für Schmalenseer, die nun nach dem Aufruf durch das Homepage-Team eintrudeln. Ganz lieben Dank an Christiane Heid und Susan Buchholz für ihre Einsendungen!

 

Christiane Heid zeigt uns ihre Bilder

 

Mit Christiane Heid lässt uns eine Schmalenseerin an ihrem Hobby teilhaben, dem sie seit zwei Jahren nachgeht: Der Malerei. In Acryl und auf Leinwand hat sie den Schmalensee in Bildern festgehalten. Das 2020er-Bild ist gut drei Wochen alt, lässt die Künstlerin wissen. Gern präsentieren wir beide Bilder auf der Gemeinde-Homepage und bedanken uns für die Überlassung der „digitalen Abzüge“!

 

Aber noch etwas möchte Christiane Heid auf diesem Wege loswerden: Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe bietet sie Hilfe an „für die, die ohne Auto sind und keine Angehörigen in der Nähe haben, die für sie einkaufen könnten. Oder die, die aus anderen Gründen ihre Einkäufe nicht selbst erledigen können.“ Wer das Hilfsangebot in Anspruch nehmen möchte, nehme bitte mit dem Homepage-Team Kontakt auf, entweder direkt oder über das Kontaktfeld.

 

Susan Buchholz möchte mehr als „Danke“ sagen

 

Mir ist es wichtig zu sagen, dass gerade jetzt der 'Billiglohnsektor' (Einzelhandel, Pfleger, Rettungsassistenten, Krankenschwestern, Lkw-Fahrer usw.) hier das Leben unter erhöhter Ansteckungsgefahr am Laufen halten! Diese Menschen verdienen mehr als ein Dankeschön. Bleibt gesund!

Foto zur Meldung: Christiane Heid präsentiert Bilder, Susan Buchholz sagt laut „Danke“
Foto: Christiane Heid - Schmalensee 2 - 2020

Sophie Saggau stellt einen Roboter vor und Birte Saggau empfiehlt Regenbogen

(23. 03. 2020)

Der Aufruf des Homepage-Teams an alle Schmalenseer, in der Corona-Krise zur gegenseitigen Unterhaltung und Erheiterung, zum Trösten und Helfen beizutragen, hat gleich Reaktionen hervorgerufen. Ein prima Anfang!

 

Sophie Saggau erfindet einen Putzroboter

 

Die erste Nachricht, die uns erreicht hat, ist die von Sophie Saggau aus der Gruppe der kleinen Schmalenseer. Langeweile kennt die Lütte nicht, sie macht sich daran, Dinge zu erfinden. Und sie macht kein Geheimnis daraus: Eine Prinzipskizze von Sophies „Putzroboter, der auch Toiletten sauber macht“, lag der Meldung bei und wird hier veröffentlicht.

 

Vielen Dank Sophie für Deinen Beitrag. Wir warten nun alle drauf, dass Dein Putzroboter in die Produktion gehen und an viele Menschen ausgeliefert werden kann! Viel Spaß bei der Weiterentwicklung und bei noch vielen weiteren Erfindungen!

 

Birte Saggau teilt einen Aufruf

 

Das in der Nacht zum 23. März 2020 aufgrund der Corona-Krise in Kraft getretene Kontaktverbot trifft natürlich auch noch einmal die Kinder, die nun nicht ihre Freunde treffen können. In der Familie von Birte und Christian Saggau kursierte prompt eine Idee:

 

Kinder malen einen großen Regenbogen und hängen diesen ins Fenster oder an die Tür – möglichst zur Straße hin. Denn er muss gut sichtbar sein: „Kinder können die Regenbogen beim Spazierengehen suchen und zählen und wissen, dass auch auch andere Kinder zu Hause bleiben müssen.“

 

Eine gute Idee und ein prima Hinweis, findet das Homepage-Team.

Foto zur Meldung: Sophie Saggau stellt einen Roboter vor und Birte Saggau empfiehlt Regenbogen
Foto: Sophie Saggau - Putzroboter - 2020

Aufruf: Macht mit bei unserer Homepage für Schmalensee!

(22. 03. 2020)

Liebe große und kleine Schmalenseerinnen und Schmalenseer,

 

derzeit ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt. Auch in Schmalensee: Die öffentlichen Spielplätze sind gesperrt; die Sportstätten können nicht genutzt werden und unser Dorfgasthof musste vorübergehend schließen. Wir müssen uns gegenseitig aus dem Weg gehen, um eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. (29 Menschen im Kreis Segeberg waren am Abend des 21. März schon infiziert.)

 

Mit der Gemeinde-Homepage versuchen wir Euch so gut es eben geht auf dem Laufenden zu halten. Mit aktuellen Nachrichten rund um das Virus, die uns direkt vor Ort betreffen. Auch haben wir bestimmt das eine oder andere historische Stück in Reserve.

 

Aber die Homepage kann mehr

 

Die Gemeinde-Homepage ist eine Homepage von Schmalenseern für Schmalenseer! Alle können daran mitwirken. Und jetzt ist die Zeit gekommen, Beiträge von neuen Autoren einzusammeln – großen und kleinen!

 

Ihr alle könnt uns zuarbeiten, was Ihr mit den anderen Schmalenseern teilen wollt: Tipps für Freizeit und Haushalt, Anekdoten, auch mal ein Witz oder eine Kurzgeschichte, die Ihr Euch ausgedacht habt. Vielleicht gibt es historische Kenntnisse (und Bilder) bei Euch von Haus und Hof und Dorf, die noch nicht bekannt sind?

 

Gibt es Alltagsschilderungen, zum Beispiel aus der Nachbarschaftshilfe in Corona-Zeiten? Erlebt Ihr Kurioses im Beruf, worüber berichtet werden darf? Gibt es trotz Einschränkungen Nachrichten aus den örtlichen Vereinen?

 

Kinder und Jugendliche: Macht mit!

 

Auch die Kinder und Jugendlichen sind aufgerufen: Macht mit! Auch Ihr könnt uns Geschichten aufschreiben, erzählen, womit Ihr Eure Zeit verbringt; mitteilen, was Euch bewegt. Habt Ihr ein Spiel erfunden, das Ihr in der Familie spielt? Bringt Ihr Euren Haustieren Zirkustricks bei? Bastelt Ihr, schreibt Ihr Geschichten? Nerven Euch die Schulaufgaben ohne erklärende Lehrer?

 

Beiträge nimmt das Homepage-Team unter der E-Mail-Adresse christiandetlof@gmail.com entgegen. Rückfragen werden unter Telefon 0170/5520584 beantwortet.

 

Es gibt natürlich Regeln:

 

Alle Beiträge müssen frei von politischen Äußerungen sein – allerdings können die Wählergemeinschaften und Parteien wie bisher sachlich berichten und einladen. Gerüchte und „Fake News“ haben hier nichts zu suchen. Eine gewisse „Zensur“ müsst Ihr uns ebenso eingestehen wie eine Rechtschreibprüfung. Urheberrechte anderer dürfen nicht verletzt werden, das betrifft auch Bilder.

 

Beiträge von Kindern und Jugendlichen müssen mit der Erlaubnis der Eltern versehen sein – die wird am besten über die angegebene Telefonnummer als SMS oder WhatsApp-Nachricht mitgeteilt.

 

Jeder Beitrag sollte mit mindestens einem Foto versehen sein; möglichst im JPG-Format, 1 MB und größer und bevorzugt im Querformat. Ihr könnt auch mehrere Fotos schicken, wir legen dann eine Bildergalerie an. Videos können wir nicht auf die Seite stellen, solltet Ihr einen Film gedreht und ins Internet gestellt haben, könnt Ihr in Euren Beitrag aber den Link zum Video einfügen.

 

Verbreitet uns weiter

 

Unsere Gemeinde-Homepage ist längst noch nicht allen Einwohnern bekannt. Gebt die Webadresse weiter, teilt Beiträge. Habt Ihr ältere Nachbarn oder Familienmitglieder ohne Internet-Zugang? Es ist grundsätzlich erlaubt, Beiträge, die auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht sind auszudrucken und weiterzureichen.

 

Wer über Neuerungen auf unserer Homepage informiert werden möchte, kann uns seine Mobilnummer mitteilen und wird in den „Schmalensee-Verteiler“ aufgenommen. Das ist ein WhatsApp-Broadcast, keine Gruppe. Das heißt, nur der Administrator kennt Eure Nummer, schickt an alle eine Nachricht, wenn neue Beiträge auf der Seite erscheinen.

 

Und für diese könnt auch Ihr großen und kleinen Schmalenseerinnen und Schmalenseer sorgen. Wir freuen uns auf Beiträge von Euch und hoffen, dass wir in diesen kritischen Zeiten so noch enger zusammenrücken werden – trotz aller „Abstandsregelungen“.

 

Bleibt gesund und frohen Mutes!

 

Euer Homepage-Team:

Wilfried Kroll und Christian Detlof

 

 

Fotohinweis: Bild von Bruno/Germany auf Pixabay

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Aufruf: Macht mit bei unserer Homepage für Schmalensee!
Foto: Aufruf: Macht mit bei unserer Homepage für Schmalensee!

Coronavirus: Was ist Ausgangssperre?

(21. 03. 2020)

Vom Verhalten der Bevölkerung an diesem gerade angebrochenen Wochenende wird abhängen, ob Bund und Länder zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zum Mittel der Ausgangssperre greifen. Am Sonntagnachmittag, 22. März, will die Bundeskanzlerin sich mit den Länderchefs beraten. Erste Regionen haben die Ausgangsbeschränkungen bereits deutlich angezogen und die grundsätzlichen Forderungen nach einer Ausgangssperre werden stündlich lauter. Was bedeutet Ausgangssperre?

 

Gleich vorweg: Die Grundsicherung bleibt erhalten: Auch bei Verhängung einer Ausgangssperre kann man zur Arbeit gehen, Einkäufe tätigen und den Arzt aufsuchen.

 

Allerdings verbietet die Ausgangssperre das Verlassen der eigenen Wohnung und das Betreten öffentlicher Straßen, Plätze und Parks ohne ersichtlichen Grund. Versammlungen jeglicher Art sind nicht gestattet. Sport in Gruppen – auch unter freiem Himmel – ist nicht erlaubt.

 

Besuche beim Arzt, der Tankstelle oder der Bank bleiben möglich. Ebenfalls erlaubt sind die Fahrt zur Arbeit und zurück. Sportliche Aktivitäten im Freien allein sind möglich, auch das Gassigehen mit dem Hund in Wohnungsnähe. Außerdem sind Familienzusammenführungen und die Betreuung hilfsbedürftiger Angehöriger weiterhin erlaubt.

 

Dies ist Sachstand 21. März 2020, 6 Uhr.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Was ist Ausgangssperre?
Foto: Coronavirus-Krise in Segeberg

Coronavirus: Drastische Einschränkung für private Veranstaltungen

(21. 03. 2020)

Oberstes Gebot, um eine rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu verhindern, ist ein Vermeiden von Menschenansammlungen. Was die Größenordnung zugelassener Gruppen angeht, gibt es noch Unterschiede in den Bundesländern. In Schleswig-Holstein und im Kreis Segeberg heißt es seit gestern, 20. März 2020: Private Treffen ab fünf Personen sind verboten.

 

Laut Ergänzung zur Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg, die bis 19. April gilt, sind „private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Grillabende oder ähnliches sowie Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als fünf Personen untersagt, sofern kein Verwandtschaftsverhältnis ersten Grades besteht“, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Appell des Landrats: Bleiben Sie zuhause!

 

Zeitungen titeln damit, in Hörfunk und Fernsehen hören wir es, und es ist sehr ernst gemeint: Bleibt zuhause! Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein hat es gestern in einer Ansprache ausgedrückt und Segebergs Landrat Jan Peter Schröder in einer öffentlichen Mitteilung unterstrichen: Abstand halten ist das Gebot der Stunde. Es hilft, eine Ausbreitung des Virus einzudämmen und Leben zu retten.

 

Ich weiß natürlich, dass die Verbote, die wir in den vergangenen Tagen verhängt haben, eine drastische Einschränkung für jede und jeden von uns bedeuten. Und glauben Sie mir: Wüssten wir einen anderen Weg, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen – wir würden ihn gehen“, wird Landrat Schröder zitiert.

 

Abstand, Hygiene, Besonnenheit

 

Bis es zurück in den gewohnten Alltag geht, gilt es, Kontakte zu Freunden, Bekannten, Nachbarn, Kollegen und Fremden zu vermeiden. „Halten Sie sich in Supermärkten nicht länger als notwendig auf, halten Sie Abstand zu Ihren Mitmenschen, husten und niesen Sie in Ihre Armbeuge“, unterstreicht Schröder.

 

Und er richtet einen Appell: „Treffen Sie sich in dieser schwierigen Zeit, von der im Moment noch niemand weiß, wann sie vorbei sein wird und was uns allen noch bevorsteht, nicht zum Spaß oder aus Langeweile mit anderen Menschen! Weder drinnen noch draußen.“

 

Wer nicht will, dass die 75-jährige Nachbarin, der chronisch kranke Freund oder gar die eigene Oma stirbt, der bleibt ab jetzt zuhause und verlässt Haus oder Wohnung nur noch zum Arbeiten oder kurz zum Einkauf“, wird der Landrat deutlich.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Drastische Einschränkung für private Veranstaltungen
Foto: Landrat Jan Peter Schröder

Coronavirus: Karussell, Schaukel und Rutsche gesperrt

(20. 03. 2020)

Schlechte Nachrichten für die Kinder in Schmalensee und darüber hinaus: Zu den Maßnahmen, die einer Eindämmung der Verbreitung des neuartigen Coronavirus dienen sollen, gehört auch, dass Spielplätze vorerst gesperrt sind.

 

Bürgermeister Sönke Siebke gibt bekannt, dass Schmalensee da keine Ausnahme bilden kann. Auf Anordnung sind die Spielplätze mit Flatterband als gesperrt zu kennzeichnen.

 

Es handelt sich um die Umsetzung eines Teiles der Maßnahmen, die der Kreis Segeberg am 17. März im Rahmen einer vom 18. März bis zum 19. April geltenden Allgemeinverfügung angeordnet hat. Grundlage dafür wiederum ist eine Landesverordnung, die weitreichende Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben festlegt.

 

Eine Diskussion von Maßnahmen zur Verlangsamung einer Ausbreitung des Virus, um Zeit für die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten zu gewinnen, steht nicht zu Gebot. Ein Ignorieren angeordneter Maßnahmen ebenso wenig.

 

Gebot der Stunde sind Solidarität und Disziplin. Dazu gehört auch, dass wir alle einander Vorbild und Helfer sein müssen, um in der Gemeinschaft die fortschreitende Krise durchzustehen.

 

Dazu gehört leider auch, dass wir den Jüngsten derzeit den Spaß an unseren örtlichen Spielplätzen verwehren müssen.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Karussell, Schaukel und Rutsche gesperrt
Foto: Gesperrt - Spielplätze dürfen wegen Corona nicht genutzt werden

Coronavirus: Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg

(20. 03. 2020)

Nachdem Anfragen an das Homepage-Team der Gemeinde Schmalensee gerichtet wurden, was die vielzitierte Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg vom 17. März 2020 in Bezug auf Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens angesichts der Ausbreitung des Coronavirus aussagt, ist hier eine Pressemitteilung des Kreises Segeberg vom Abend des 17. März im Wortlaut nachzulesen:

 

Landesverordnung und Allgemeinverfügung des Kreises legen Schließungen in bestimmten Bereichen fest

 

Landesverordnung und Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus legen neue weitreichende Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben fest. Beide treten am 18. März in Kraft und enden am 19. April. Eine Verlängerung ist möglich.

 

Neu ist demnach, dass Betreiber*innen von Beherbergungsstätten wie Hotels und Pensionen, von Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen sowie private und gewerbliche Vermieter*innen von Ferienwohnungen und -häusern ab sofort für touristische Zwecke schließen müssen. Einrichtungen, die ausschließlich touristischen Zwecken dienen, dürfen ebenfalls nicht mehr öffnen. Gleichzeitig sind Reisen aus touristischen Zwecken in den Kreis Segeberg untersagt. Dazu gehören unter anderem auch Fortbildungen sowie aufschiebbare Rehamaßnahmen.

 

Alle Gaststätten müssen schließen. Gastronomische Lieferdienste dürfen Leistungen im Rahmen des Außerhausverkaufes für den täglichen Bedarf nach telefonischer oder elektronischer Bestellung erbringen. Sämtliche Einzelhandelsgeschäfte müssen schließen. Ausgenommen davon sind Lebens- und Futtermittelmärkte, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Lebensmittelausgabestellen (Tafeln) sowie der Großhandel.

 

Dienstleister und Handwerker dürfen ihren Service unter bestimmten Voraussetzungen weiter anbieten (siehe Allgemeinverfügung). Darüber hinaus müssen unter anderem folgende Einrichtungen geschlossen werden: Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, Cafés, Theater, Museen, Messen, Ausstellungen, Kinos, Tierparks, Spielplätze, Spielhallen und -banken, Betriebe des Prostitutionsgewerbes, Schwimm- und Spaßbäder sowie Fitnessstudios. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist ebenfalls untersagt. Als „ähnliche Einrichtungen“, die ebenfalls schließen müssen, gelten unter anderem Saunen, Sonnenstudios, kosmetische Fußpflege-, Körperpflege und Kosmetiksalons sowie Physio- und Massagepraxen. Ausnahme sind medizinisch gebotene Behandlungen. Dafür ist eine ärztliche Verordnung vorzulegen. Weitere „ähnliche Einrichtungen“ sind in der Allgemeinverfügung aufgelistet.

 

Zusammenkünfte in Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie das Wahrnehmen von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen sind untersagt.

 

Sonstige Zusammenkünfte, insbesondere in Kirchen, Moscheen, Synagogen sowie anderer Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften sind selbstbestimmt auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg
Foto: Coronavirus: Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg

Coronavirus: Heimatmuseum schließt seine Pforten

(19. 03. 2020)

Zugegeben: Große Menschenmengen können nicht gerade zusammenkommen, wenn man die Öffnungszeiten des Bornhöveder Heimatmuseums „De ole Rökerkaat“ betrachtet. Sonntags von 15 bis 18 Uhr öffnet der Ortsverein Bornhöved und Umgebung im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund das Museum, das der Gemeinde Bornhöved gehört, für die Öffentlichkeit.

 

Doch das Coronavirus schlägt auch hier zu. Eine Ausbreitung muss eingedämmt werden, indem die Kontakte von Personen auf ein Minimum reduziert werden. Per Erlass haben Museen in der Krisenzeit zu schließen. Bis auf Weiteres auch das in Bornhöved.

 

Die Ausstellung Handel und Gewerbe wird nach Wiederöffnung weiter gezeigt. Die interessanten Aufnahmen regen zum Austausch über alte Zeiten an. Der Heimatbund wird informieren, wenn das Museum wieder geöffnet wird.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Heimatmuseum schließt seine Pforten
Foto: Coronavirus: Heimatmuseum schließt seine Pforten

Vor 100 Jahren: Der Kapp-Putsch in Segeberg

(19. 03. 2020)

Vor 100 Jahren, im März 1920, versuchten konservative konterrevolutionäre Kräfte, eine Militärregierung zu errichten. Deren Hauptanliegen waren eine Beseitigung der jungen „Weimarer Republik“ und ein Vorgehen gegen den Versailler Friedensvertrag, der den Ersten Weltkrieg beendet hatte.

 

Der nach dem als Reichskanzler vorgesehenen Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp benannte Putsch, den aber in erster Linie der Oberbefehlshaber der vorläufigen Reichswehr in Berlin Walther von Lüttwitz anführte, dauerte vom 13. bis 17. März, führte Deutschland an den Rand eines Bürgerkriegs und scheiterte letztlich daran, dass weite Teile der Arbeiterschaft in den Generalstreik traten und auch die Beamtenschaft den Putschisten die Gefolgschaft versagte. Im Kreis Segeberg war die Kreisstadt ebenfalls betroffen. Und wie in der Reichshauptstadt Berlin waren auch hier Waffen im Spiel.

 

Die Tageszeitung informierte die Bevölkerung

 

Eindrucksvoll schildert das Segeberger Kreis- und Tageblatt, die heutige Segeberger Zeitung, sowohl die Vorgänge in Berlin und anderen Teilen des Deutschen Reiches wie die in Segeberg – die erst am 16. März tatsächlich zur Entfaltung kommen und über das Ende des Kapp-Putsches, der schon nach rund 100 Stunden beendet war, noch hinaus gingen.

 

Denn auch in der Provinz war die Gesellschaft in konservative Kreise wie Bürgertum und Landbesitzer auf der einen, sowie die Arbeiterschaft – darunter fielen auch die Landarbeiter – auf der anderen gespalten.

 

Das Militär unterstützte den Putsch

 

Nach dem Ausbruch des Putsches in Berlin war in Kiel die Marinegarnison zur „neuen Reichsregierung“ übergetreten. In Altona, wo noch immer das für Norddeutschland zuständige Armeeoberkommando saß, übernahm der Ganisonsälteste (ein an die Funktion, nicht das Alter des Militärbefehlshabers gebundener Titel) die vollziehende Gewalt über Groß-Hamburg und Umgebung.

 

Der Generalstreik wirkt im Kreis Segeberg

 

Erst am 16. März wirkte sich der Generalstreik, zu dem die mehrheitlich nach Stuttgart geflohene SPD-geführte Reichsregierung aufgerufen hatte, auf die Menschen im Kreis Segeberg aus. Der Telefon- und Telegrafieverkehr wurde unterbunden. Sozialisten und Gewerkschafter beriefen Versammlungen in der Kreisstadt ein, um den Generalstreik auch für diese Region beschließen. Dieser – reichsweit ausgetragen – würde der Putschregierung das Fundament entziehen.

 

Auf Landrat Otto Graf zu Rantzau übten die Arbeiter Druck aus und forderten eine Antwort auf die Frage, ob er sich zur „neuen“ oder zur „alten“ Reichsregierung bekenne. Sollte er sich zur neuen bekennen, drohe die Absetzung und die Besetzung des Landratsamtes durch den Arbeiterrat.

 

Bewaffnete Bauern vor dem Haus Segeberg

 

Das wiederum rief konservative Kräfte auf den Plan: Am 17. März erschienen vor dem Segeberger Kreishaus bewaffnete Landwirte, um den Landrat „zu beschützen“. Weitere Landwirte hielten sich im Gewerbe- und Vereinshaus in der Hamburger Straße auf. Aber Arbeiter zwangen sie schließlich zum Verlassen des Gebäudes – und griffen mit Fäusten und Stöcken an.

 

Dabei habe sich laut Zeitungsbericht auch Hass entladen auf Grundlage der Annahme, die Landwirte würden Lebensmittel zurückhalten. Der Landrat, der sich derweil für neutral erklärt hatte, wurde in Schutzhaft genommen. In der Stadt Segeberg patrouillieren zum Ende des Tages Arbeiter, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

 

Auch Arbeiter beschaffen sich Waffen

 

Am Morgen des 18. März schließlich machten sich bewaffnete Segeberger Arbeiter auf, fuhren durch das Kreisgebiet und beschlagnahmten die bei den Amtsvorstehern verwahrten Gewehre. Um welche Art von Waffenvorräten es sich handelte, ist nicht bekannt. Allerdings übten die Amtsvorsteher die Polizeigewalt aus – und in der Regel gehörten sie zur Gruppe der Landwirte.

 

Erst am Abend des 18. März drang die Meldung durch, dass aus Berlin der Sturz der Putschisten vermeldet und der Streik für beendet erklärt worden sei. Dennoch bildete sich noch am 19. März in Segeberg eine 150 Mann starke Bürgerwehr. Parallel aber näherten sich Bürger und Arbeiter in der Kreisstadt einander an und auch hier wurde der Konflikt letztlich beigelegt.

 

 

Foto zur Meldung: Vor 100 Jahren: Der Kapp-Putsch in Segeberg
Foto: Segeberger Kreis- und Tageblatt am 20.03.1920 verkündet das Putsch-Ende

Coronavirus: Kein Jump House, Dorfputz, Osterfeuer

(18. 03. 2020)

Die strengen aber nicht unbegründeten Maßnahmen der Behörden zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus machen auch vor dem gesellschaftlichen Leben Schmalensees nicht Halt. Die Freiwillige Feuerwehr kommt derzeit nicht zu Übungsabenden oder Versammlungen zusammen – steht aber natürlich im Alarmfall bereit.

 

Die Gemeinde wird vorerst wohl keine Sitzungen ihrer Gremien abhalten. Private Feiern wurden schon abgesagt und auch der Gasthof schließt seine Pforten. Nun meldet auch der Verschönerungs- und Vogelschießerverein einige Veranstaltungsabsagen.

 

Betroffen sind laut 2. Vorsitzender Karolin van het Loo vorerst der Ausflug mit den Kindern ins Jump House nach Hamburg-Poppenbüttel am 21. März, der Dorfputz am 4. April und das Osterfeuer am 9. April, das auch schon von Seiten des mitveranstaltenden SV Schmalensee abgesagt worden war.

 

Müll in der Landschaft muss nicht liegen bleiben

 

Auch Bürgermeister Sönke Siebke hat am 17. März die Absage des Dorfputzes bestätigt. Ihm ist eine Mitteilung des Wege-Zweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) zugegangen, derzufolge die Aktion Saubere Landschaft ausgesetzt worden ist. Auch ist der Recyclinghof Damsdorf/Tensfeld vorerst geschlossen. Dorthin werden die gesammelten Abfälle am Dorputz-Tag stets gefahren.

 

Es geht darum, das Zusammenkommen mehrerer Menschen wegen der sich verschärfenden Ansteckungsgefahren zu minimieren. Wer in dieser Ausnahmesituation privat in unserer Feldmark unterwegs ist, kann selbstverständlich selbst aktiv werden, Abfälle einsammeln und über den Hausmüll entsorgen“, zeigt der Bürgermeister eine Alternative auf.

 

Homepage und Blickpunkt nicht immer aktuell

 

In eigener Sache: Die Terminliste der Gemeinde-Homepage wird stetig aktualisiert. Dabei ist das Homepage-Team darauf angewiesen, dass Veranstalter über Absagen von Veranstaltungen auch informieren. Somit gilt: Jeder möge sich im Fall von nicht als „Abgesagt“ gekennzeichneten Terminen und Veranstaltungen zunächst selbst beim Veranstalter erkundigen, ob die Ankündigung noch gilt.

 

Der Blickpunkt Bornhöved, das amtliche Mitteilungsblatt für Gemeinde, Amt und Schulverband, aber auch Organ der Vereine und Institutionen, kann nicht der derzeitigen Lageentwicklung gerecht werden. Die Vorlaufzeit für alle Beiträge beträgt fast eine ganze Woche. Somit können Ankündigungen und Termine, die im Blickpunkt bekannt gemacht wurden, bei dessen Verteilung bereits überholt sein.

 

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kein Jump House, Dorfputz, Osterfeuer
Foto: Coronavirus: Kein Jump House, Dorfputz, Osterfeuer

Coronavirus: Ab heute Blutspende-Hotspot in Neumünster

(18. 03. 2020)

Der Blutspendedienst Nord-Ost des Deutschen Roten Kreuzes und der DRK-Kreisverband Neumünster haben in den Holstenhallen kurzfristig einen Blutspende-Hotspot eingerichtet. Hintergrund ist, dass aufgrund der aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit dem Wegbrechen kleinerer Blutspendeorte gerechnet wird. „Trotzdem muss die Notfallversorgung schwerkranker Patienten in den Kliniken des Landes auch in der derzeitigen Ausnahmesituation gewährleistet sein“, heißt es in einer Mitteilung vom 17. März.

 

Wichtig: „Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass das Coronavirus über eine Blutspende übertragen werden kann“, zitiert der Blutspendedienst Nord-Ost Prof. Dr. med. Torsten Tonn (Medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost).

 

Außerdem: „Wichtig ist auch zu wissen, dass aktuell für Blutspender kein gesteigertes Risiko besteht, sich auf DRK-Blutspendeterminen mit SARS-CoV-2 anzustecken. Es sind aufgrund der aktuellen Entwicklung weitergehende Maßnahmen ergriffen worden, die eine größtmögliche Sicherheit für Blutspenderinnen und -spender sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Spendeterminen gewährleisten.“

 

Hierzu gehören u.a. eine Temperaturmessung bereits am Eingang, die Aufforderung zur Handdesinfektion und die Reiseanamnese und Rückstellung von Spendern, die aus Risikogebieten laut Robert-Koch-Institut (RKI; wwwrki.de) zurückgekehrt sind oder Kontakt zu SARS-CoV-2 infizierten Menschen hatten. Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen oder Durchfall werden generell nicht zur Blutspende zugelassen.

 

In den Holstenhallen Neumünster können gesunde Menschen ab heute, 18. März 2020, werktags von 14 bis 18 Uhr Blut spenden. Dies gilt bis einschließlich 27. März, gegebenenfalls auch länger.

 

Blutspendetermine des DRK sind vom Versammlungsverbot als kritische Einrichtung ausgenommen.

 

DRK-Blutspende: 18. März bis 28. März von Montag bis Freitag jeweils 14 bis 18 Uhr in den Holstenhallen, Justus-von-Liebig-Straße 2-4, 24537 Neumünster.

 

www.blutspende.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Ab heute Blutspende-Hotspot in Neumünster
Foto: Coronavirus: Ab heute Blutspende-Hotspot in Neumünster

Coronavirus: Kreisverwaltung richtet Sondernummern ein

(18. 03. 2020)

Aufgrund der aktuellen Lage rufen weit mehr Bürgerinnen und Bürger als üblich die Segeberger Kreisverwaltung an. Um ihre Leitungen zu entlasten, hat die Kreisverwaltung ab sofort Sonderrufnummern eingerichtet, heißt es in einer Mitteilung vom 17. März.

 

Statt vierstellig sind die Durchwahlnummern dabei nur noch dreistellig. Die vorangestellte Die vorangestellte „9“ entfällt. Die anderen drei Ziffern bleiben gleich.

 

Bürgerinnen und Bürger können statt der 04551/951-9xxx auf die Rufnummer 04551/8905-xxx für folgende Fachdienste ausweichen:

 

  • Wasser-Boden-Abfall
  • Tiergesundheit und -haltung
  • Kreisplanung, Regionalmanagement, Klimaschutz
  • Bau- und Umweltverwaltung, Kreisstraßen/Tiefbau
  • Bauaufsicht, Brandschutz, Denkmalschutz, Gutachterausschuss
  • Naturschutz und Landschaftspflege

 

Für zwei Fachdienste gilt statt wie üblich 04551/951-9xxx die 04551/5307-xxx:

 

  • Kita, Jugend, Schule, Kultur
  • Schulamt

 

Die Segeberger Kreisverwaltung im Internet: www.segeberg.de

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kreisverwaltung richtet Sondernummern ein
Foto: Coronavirus: Kreisverwaltung richtet Sondernummern ein

Coronavirus: Keine Sperrmüll- und Strauchgutabfuhr durch den WZV

(18. 03. 2020)

Vorrang in der Arbeit des Wege-Zweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) hat in Zeiten des Coronavirus die Sicherstellung der Regelabfuhr der privaten Müllbehälter im Kreis Segeberg (außer in Norderstedt).

 

Um diesen Auftrag sicherstellen zu können, muss der WZV sein Personal zweckentsprechend ein- und verteilen – und dafür auf andere Dienstleistungen vorerst verzichten. Nachdem bereits die Schließung der Recyclinghöfe gemeldet worden war, gab der WZV am 17. März bekannt, dass die Sperrmüll- und Strauchgutabfuhr vorläufig eingestellt werden.

 

Die Termine für die private Sperrmüll- oder Strauchgutabholung, die bis zum 20. März 2020 bereits vereinbart waren, werden aber noch durchgeführt.

 

Abholtermine, die ab dem 23. März 2020 vereinbart wurden, entfallen. Der WZV setzt sich zu gegebener Zeit mit den betroffenen Kunden in Verbindung, um eine Abholung abzustimmen.

 

Die gute Nachricht: „Nach derzeitigen Einschätzungen wird es weiterhin vollumfänglich möglich sein, die gewohnten Abfuhrtermine für die Rest-, Bio- und Papierabfuhr einzuhalten“, heißt es in der Mitteilung.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Keine Sperrmüll- und Strauchgutabfuhr durch den WZV
Foto: Coronavirus: Keine Sperrmüll- und Strauchgutabfuhr durch den WZV

Vor 60 Jahren: Einweihung eines Mütterkurheims am Schmalensee

(17. 03. 2020)

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wellingsbüttel baut in Schmalensee bei Neumünster ein Müttergenesungsheim für 45 Frauen. Über dem Haus soll schon am kommenden Dienstag der Richtkranz hochgezogen werden. Zu Weihnachten wird Einweihung gefeiert“, meldete das Hamburger Abendblatt am 18. Juli 1959. Das klappte nicht ganz, aber am 17. März 1960 war es soweit und in Sichtweite vom alten Dorfkern eröffnete man ein damals nicht nur architektonisch hochmodernes Gebäude, dass sich deutlich von seiner Umgebung abhob.

 

Der Reporter der Segeberger Zeitung nennt die Einrichtung am 18. März 1960 „Eine Liebeserklärung an die Mütter des Landes“ und zitiert damit die Geschäftsführerin des deutschen Müttergenesungswerkes mit Sitz in Nürnberg, das auf eine Stiftung von Elly Heuß-Knapp zurückgeht, die Frau des ersten Bundespräsidenten.

 

Ein moderner Jungbrunnen für gestresste Mütter

 

In Gegenwart von drei Bischöfen wird das Haus eingeweiht. Es ist das siebte Müttergenesungsheim in Schleswig-Holstein und soll „zu einem Jungbrunnen für erholungsbedürftige Mütter“ werden. Insbesondere, so die SZ, ist auch daran gedacht, Frauen nach Krebsoperationen während der Genesungszeit außerhalb des Krankenhausaufenthalts aufzunehmen. Die Wellingsbütteler Kirchengemeinde trägt die Hälfte der Baukosten von 865.000 DM.

 

Noch einmal der Berichterstatter der Segeberger Zeitung: „Modern, ausgewogen und von erlesenem Geschmack ist die Inneneinrichtung. Wohltuende Ruhe strömt von der ganzen Einrichtung des Hauses aus. Architekt Dr. Günther Schwehn entwarf den Bauplan, Innenarchitekt Wulff suchte mit erlesenem Geschmack die Einrichtungsgegenstände für das Haus aus.“ Das beinhaltet Dreier-, Zweier- und Einzelzimmer für 45 bis 48 Mütter.

 

Heimleiterin wurde eine echte Schmalenseerin

 

Erste Heimleiterin ist Lieselotte Witt, eine gebürtige Norderdithmarscherin. Die Kriegswitwe und Mutter dreier Kinder hat eine große Aufgabe: „Sie soll der ruhende Punkt dieses Heimes werden und die Verantwortung für das leibliche Wohlergehen aller Besucherinnen, die hier während der Drei-Wochen-Kuren ihre Gesundheit kräftigen, tragen.“

 

Frau Witt“, wie sie meist in damaligen Berichten genannt wird, integriert sich auch in das Schmalenseer Dorfleben: Im November 1960 wird sie Mitglied im Sparklub „Hol di ran“; in der Gründungsversammlung des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins 1971 wird sie zur 2. Vorsitzenden gewählt.

 

Kuren, Seminare, Tagungen am Schmalensee

 

Viele Male berichteten die Zeitungen vom Mütterkurheim und seinen Angeboten, dort stattfindenden Tagungen und prominenten Gästen. Oder von Jubiläen: 1971 wurde Irma Tiede aus Brunstorf bei Schwarzenbek, Mutter von fünf Kindern, als Besucherin Nr. 5.000 begrüßt. Einige Schmalenseerinnen fanden Arbeit im Mütterkurheim.

 

Ab 1990 war dann Schluss: Das Müttergenesungsheim am Schmalensee rechnete sich nicht mehr und wurde zum Verkauf angeboten. Der Kreis Segeberg überlegte, es zu einer Massenunterkunft für Asylbewerber zu machen, was am Widerstand von Gemeinde und Anwohnern scheiterte. Später entstand eine Seniorenunterkunft, deren Integration ins Dorfleben versucht wurde, aber scheiterte. Als der Träger Insolvenz anmeldete, machte die Gemeinde 2006 den Weg für einen privaten Investor frei, der den „Mütterbunker“ im Rahmen einer Zwangsversteigerung erwarb, abtragen ließ und ein Baugebiet erschloss.

 

Mütterbunker“ noch heute auf vielen Postkarten

 

Heute ist vom Mütterkurheim nichts mehr übrig – abgesehen von zahllosen Postkarten, die vor allem im Internet gehandelt werden und die den „Mütterbunker“ mal in Farbe, mal in Schwarzweiß zeigen. Im Klubzimmer des Gasthofs Voß ist der über dem Schmalensee errichtete Gebäudekomplex noch heute auf einem Wandgemälde zu sehen.

 

Das Mariechen ist ein Relikt der Einrichtung

 

Und dann ist da noch das „Mariechen“, ein Werk des Künstlers Karl Heinz Engelin, das 1959 geschaffen und eigentlich „Sitzende mit Kind“ heißt. Auf einigen alten Postkarten ist es zu sehen. Im Zuge der Abbrucharbeiten sollte das Mariechen, wie das Kunstwerk von Mitarbeiterinnen und Besucherinnen des Mütterkurheims liebevoll genannt worden war, beinahe auch ins Schotterwerk kommen.

 

Doch unter anderem Altbürgermeister Hans Siebke und der früheren Gemeindevertreterin Annegret Voß ist zu verdanken, dass das Mariechen heute an der Badestelle am See mit Blick auf ihren alten Standort steht. Dort ist längst im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 5 ein Neubaugebiet privat erschlossen worden.

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Vor 60 Jahren: Einweihung eines Mütterkurheims am Schmalensee
Foto: Das neue Mütterkurheim 1960

Coronavirus: Amt Bornhöved bis 17. April nur noch per Telefon und E-Mail erreichbar

(17. 03. 2020)

Seit Montag, 16. März, sind die Behörden in Schleswig-Holstein nur noch äußerst eingeschränkt für den freien Besucherverkehr erreichbar. Die Bornhöveder Amtsverwaltung ist da keine Ausnahme – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Trappenkamper Bürgerhaus sind nur noch per Telefon und E-Mail erreichbar.

 

Aufgrund der aktuellen Situation und als Vorsichtsmaßnahme finden keine offenen Sprechzeiten mehr statt. Nur bei zwingenden und unabweisbaren Gründen erhalten Einwohnerinnen und Einwohner im Einzelfall einen vorher abgestimmten Termin“, heißt es in einer Mitteilung des Amtsvorstehers.

 

Die Kontaktdaten des Amtes sind im Internet unter www.amt-bornhoeved.de veröffentlicht. Telefonisch ist die Amtsverwaltung unter der Nummer 04323/9077-0 sowie elektronisch unter info@amt-bornhoeved.de zu erreichen.

 

Diese Regelung gilt bis zum 17. April 2020. Sie soll helfen, eine Verbreitung des Coronavirus so gut wie möglich einzudämmen, zu verlangsamen und die Infektionsketten zu unterbrechen.

 

Foto zur Meldung: Coronavirus: Amt Bornhöved bis 17. April nur noch per Telefon und E-Mail erreichbar
Foto: Coronavirus: Amt Bornhöved bis 17. April nur noch per Telefon und E-Mail erreichbar

Coronavirus: Sitzung des Bauausschusses am 19. März abgesagt

(17. 03. 2020)

Aufgrund der weiteren Zuspitzung der Lage rund um das Coronavirus und angesichts weiter verschärfter Beschränkungen des öffentlichen Lebens von Behördenseite kann die für den 19. März vorgesehene Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten nicht stattfinden.

 

Ausschussvorsitzende Sönke Stahl (BfS) hat die Sitzung im Gasthof Voß, für den ebenfalls strenge Auflagen gelten, am Abend des 16. März abgesagt.

 

Inhaltlich wollte sich der Ausschuss insbesondere mit zwei Baugebieten auseinandersetzen: Dem bestehenden im Bereich des Bebauungsplans Nr. 5 (südlich Belauer Straße 41, 41 a-f) und einem zukünftigen, noch nicht ausgewiesenen. Für beide wäre die Anwesenheit einer Mitarbeiterin des Kreisplanungsamtes hilfreich gewesen – aber das Kreispersonal ist in der augenblicklichen Lage angehalten, keine Sitzungstermine wahrzunehmen.

 

Die Sitzung des Bauausschusses wird zu einem späteren Termin nachgeholt werden.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Sitzung des Bauausschusses am 19. März abgesagt
Foto: Coronavirus: Sitzung des Bauausschusses am 19. März abgesagt

Coronavirus: WZV schließt Recyclinghof – Müllabfuhr gewährleistet

(17. 03. 2020)

Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) gibt aus gegebenem Anlass bekannt:

 

Aus gegeben Anlass wird auch der WZV ab dem 17. März 2020 seine Pforten für den Publikumsverkehr schließen.

 

Auftrag des WZV ist es, die Entsorgungssicherheit für den gesamten Kreis Segeberg (außer Norderstedt) aufrecht zu erhalten. Dabei steht die Regelabfuhr der Abfallbehälter im Vordergrund.

 

Daher ist es erforderlich, das Service Center (Am Wasserwerk 4 in Bad Segeberg) und die vier Recyclinghöfe (Damsdorf/Tensfeld, Schmalfeld, Norderstedt und Bad Segeberg) ab dem 17. März 2020 vorläufig für den öffentlichen Publikumsverkehr zu schließen. Auch das Schadstoffmobil wird seine öffentliche Einsammlung (u.a. auf Wochenmärkten und vor Ort in der Gemeinde) ab dem 17. März 2020 vorläufig einstellen.

 

Kundinnen und Kunden können sich weiterhin per Email (info@ wzv.de), über das Kontaktformular auf der Homepage www.wzv.de oder Telefon an den WZV wenden.

 

Um den zu erwartenden erhöhten Informationsbedarf seiner Kundinnen und Kunden abzudecken, weitet das Service Center seine telefonische Erreichbarkeit in der nächsten Zeit vorläufig um täglich zwei Stunden aus: Es ist werktags von 6 bis 18 Uhr unter Telefon 04551/9090 erreichbar.

Foto zur Meldung: Coronavirus: WZV schließt Recyclinghof – Müllabfuhr gewährleistet
Foto: Coronavirus: WZV schließt Recyclinghof – Müllabfuhr gewährleistet

Coronavirus: Kreisverwaltung bleibt geschlossen – strenge Maßnahmen zur Beschränkung des öffentlichen Lebens

(16. 03. 2020)

Der Kreis Segeberg hat vor dem Hintergrund eines Runderlasses des Gesundheitsministeriums Schleswig-Holstein am 15. März eine Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus (Covid-19) erlassen.

 

Diese umfasst ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das vom heutigen 16. März bis zum 19. April gilt.

 

Schulen und Kitas werden geschlossen; zu medizinischen Einrichtungen wird der Zutritt verboten bzw. mit strengsten Auflagen versehen; alle öffentlichen Veranstaltungen werden untersagt, wenn sie nicht der öffentlichen Sicherheit oder der Daseinsvorsorge dienen.

 

Es wird empfohlen, private Veranstaltungen zu verschieben oder abzusagen – selbst Beerdigungen.

 

Verboten wird der Betrieb von Bars, Museen, Theatern, Schwimmbädern, Saunen, Zusammenkünften in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen; Restaurants müssen strenge Auflagen erfüllen; Bibliotheken ebenfalls und große Einkaufszentren und Warenhäuser müssen Präventionskonzepte vorlegen.

 

Sämtliche Maßnahmen sollen verhindern, dass Menschen in größeren Gruppen zusammentreffen und so eine raschere Ausbreitung des Virus begünstigt wird.

 

Um die Arbeitsfähigkeit der Kreisverwaltung zu erhalten, ist diese ab dem heutigen 16. März bis auf Weiteres nur noch telefonisch und per E-Mail erreichbar. Es gibt derzeit keine offenen Sprechzeiten. Nur bei zwingenden unabweisbaren Gründen erhalten Bürgerinnen und Bürger – nach vorheriger Absprache – im Einzelfall einen Termin.

 

Der Kreis Segeberg ist im Internet unter www.segeberg.de zu finden.

 

Die Telefonnummer für Fragen aller Art ist 04551/951-0. Die Hotline des Infektionsschutzes ist unter 04551/951-9833 erreichbar.

 

Auch das Jobcenter Kreis Segeberg hat den freien Besucherverkehr eingestellt. Für die Amtsgerichte gelten ähnlich lautende Anweisungen. Kitas und Schulen sind mit wenigen Ausnahmen seit heute geschlossen.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Kreisverwaltung bleibt geschlossen – strenge Maßnahmen zur Beschränkung des öffentlichen Lebens
Foto: Kreisverwaltung SE

Coronavirus: In eigener Sache

(16. 03. 2020)

Sehr geehrte Besucher der Homepage der Gemeinde Schmalensee,

 

Das Coronavirus hat auch uns im Griff, zumindest inhaltlich. Als ehrenamtlich geführte Homepage können wir aber nicht allen Aufklärungs- und Informationsbedarf der Bürgerinnen und Bürger befriedigen. Bitte orientieren Sie sich vornehmlich auf den Seiten von Amt, Kreis und Land.

 

Das gesellschaftliche Leben kommt immer mehr zum Stillstand. Die Terminliste unserer Homepage führt eine ganze Reihe von Veranstaltungen, über deren etwaige Absagen wir (noch) nicht informiert worden sind.

 

Vertreter der Vereine und Organisationen werden hiermit dringend gebeten, uns über mögliche Absagen in Kenntnis zu setzen, damit wir einen entsprechenden Eintrag unter „Veranstaltungen“ vornehmen können und Ihre Mitglieder und Gäste keinen Weg umsonst auf sich nehmen.

 

Allen Besuchern von www.gemeinde-schmalensee.de wünschen wir Gesundheit, Durchhaltevermögen und Solidarität. Wir versuchen Sie stetig mit Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten und weiterhin mit historischen Beiträgen zu unterhalten.

 

Ihr Homepage-Team,

Wilfried Kroll und Christian Detlof

Foto zur Meldung: Coronavirus: In eigener Sache
Foto: Gemeindehomepage Schmalensee

Coronavirus: Einwohnerversammlung fällt aus

(13. 03. 2020)

Bürgermeister Sönke Siebke hat am 12. März die für den 24. März geplante Einwohnerversammlung zur Kreis-Energiespartour abgesagt. Damit regiert Siebke auf die allgemeine Gefahr, die von einer möglichen Ausbreitung des Coronavirus ausgeht. Der Kreis Segeberg hat am 12. März ergänzend zum landesweiten Verbot von Veranstaltungen, die von 1.000 Personen und mehr besucht werden, zusätzliche Restriktionen verhängt. So sind Veranstaltungen ab 50 Personen meldepflichtig.

 

Ob 50 und mehr Schmalenseer zur Einwohnerversammlung gekommen wären, bleibt im Reich der Spekulation. Fest steht, dass die Veranstaltung am 24. März im Gasthof Voß, an der ein Vertreter der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und der Klima-Manager des Kreises Segeberg teilnehmen wollten, ausfällt. Ein Nachholtermin wird geprüft werden.

Foto zur Meldung: Coronavirus: Einwohnerversammlung fällt aus
Foto: Versammlung fällt aus

Corona: Verbände sagen Versammlungen ab

(12. 03. 2020)

Mit der Empfehlung des Bundesgesundheitsministers, Veranstaltungen ab einer Größenordnung von 1.000 Personen abzusagen sowie der daran anschließenden Entscheidung der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung vom 10. März 2020, solche Veranstaltungen zu verbieten, ist ein Stein ins Rollen gekommen.

 

Bisher hat das Homepage-Team die sogenannte Corona-Krise nicht zum Thema gemacht, nun aber werden zunehmend Schmalensees Vereine und Organisationen und somit auch seine Einwohnerinnen und Einwohner direkt betroffen.

 

Keine Versammlungen und Ausbildungen der Kreisfeuerwehr

 

Vornweg die Freiwillige Feuerwehr, deren übergeordnete Ebenen am 11. März Entscheidungen getroffen haben: Der Kreisfeuerwehrverband Segeberg hat nicht nur seine für den 3. April geplante Jahreshauptversammlung auf unbestimmten Termin verschoben, er hat auch für die Monate März und April 2020 alle Kreisausbildungen abgesagt. Alles vor dem Hintergrund, Zusammenkünfte mehrerer Menschen zu vermeiden, um so einer Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich entgegenzuwirken.

 

Den neuen Amtswehrführer gibt’s später

 

Am selben Tag hat auch die Amtsfeuerwehr Bornhöved ihre Jahreshauptversammlung am 14. März abgesagt und auf unbestimmten Termin vertagt. Ungewollt verlängert Amtswehrführer Michael Dahlke (Bornhöved), der auch stellvertretender Kreiswehrführer ist, seine Amtszeit: Für ihn und seinen Stellvertreter Michael „Mike“ Mischker (Tensfeld) sollten im Bornhöveder Feuerwehrhaus am Sonnabend Nachfolger gewählt werden.

 

Empfehlung der Kreis-CDU wird in Schmalensee nicht umgesetzt

 

Auch der CDU-Kreisverband Segeberg hat am 11. März per Pressemitteilung bekannt gegeben, dass er seine Veranstaltungen absagt. Zugleich hat er für seine Ortsverbände und Gliederungen die Empfehlung ausgesprochen, es ihm gleichzutun. Die Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Schmalensee/Stocksee am Freitag, 13. März, um 19.30 Uhr im Gasthof Voß aber soll stattfinden, wie der Ortsvorsitzende Sönke Siebke mitgeteilt hat.

 

Kreistag wählt am 12. März neuen Landrat

 

Siebke ist bereits tags zuvor, am 12. März, in wichtiger Mission gefordert: Am Abend tagt der Segeberger Kreistag, dem Schmalensees Bürgermeister angehört, um einen neuen Landrat zu wählen. Oder einen alten: Amtsinhaber Jan Peter Schröder (parteilos) hat beste Chancen. Der einzig verbliebene ernst zu nehmende Kandidat weiß außerdem fast alle Fraktionen hinter sich. Die Kreispressesprecherin hat am 11. März bekannt gegeben, dass die Sitzung des Kreistages auf jeden Fall stattfinden soll. Wer an sich Grippe-Symptome feststellt, sollte der Sitzung fern bleiben.

 

Schmalenseer Knicklauf soll stattfinden

 

Wir haben 235 Voranmelder und die Tendenz ist trotz Corona steigend“, verrät Christopher Brust. Der 2. Vorsitzende des SV Schmalensee steckt mit Vorstand und Helfern mitten in den Vorbereitungen zur 18. Auflage des Knicklauf, mit dem im Kreis Segeberg die Vereinslaufveranstaltungen ihren Anfang nehmen. Am Sonntag, 22. März, sollen die Startschüsse am Sportgelände an der Tarbeker Straße fallen. Sollte doch noch eine Absage erfolgen, so Brust, dann würde dies online bekannt gemacht. „Sorge vor Absagen der Teilnehmer machen wir uns weniger. Ausfallen könnte der Lauf, wenn es eine behördliche Anordnung gäbe. Oder wenn uns die Helfer aus Besorgnis einen Korb geben – dann könnten wir keinen reibungslosen Ablauf garantieren. Das klopfen wir derzeit ab“, so der 2. Vorsitzende

 

Tipps und Fragen

 

Als Schmalenseer Gemeinde-Homepage-Team sehen wir uns nicht in der Lage, die Besucher von gemeinde-schmalensee.de hinreichend mit Informationen rund um das Coronavirus und Schutzmaßnahmen zu versorgen. Wir begäben uns in einen aussichtslosen Wettstreit mit der Medienlandschaft.

 

Empfehlen möchten wir (einmalig), was das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein täglich verbreitet – beachten sie Telefonnummern am Ende:

 

Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet laut Robert-Koch-Institut aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr folgende Einrichtungen nicht betreten: Kitas, Horte, Schulen, Heime, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Berufsschulen und Hochschulen.

 

Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer aus Risikogebieten und besonders betroffenen Gebieten sollten wenn möglich zu Hause bleiben und sich bei Anzeichen von Erkältungssymptomen telefonisch unter 116117 beraten lassen, ob eine diagnostische Abklärung sinnvoll ist. Es wird darauf hingewiesen, dass angrenzende Gebiete zu den bisher definierten Risiko-Gebieten wie Österreich auch betroffen sein können. Die Empfehlung gilt besonders für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in medizinischen Einrichtungen oder Altenpflegeeinrichtungen tätig sind.

 

Arbeitgebern wird empfohlen, die Möglichkeiten der Heimarbeit für Reiserückkehrer zu prüfen und zu nutzen, wo dies möglich ist. Menschen mit Erkältungssymptomen sollten dem Arbeitsplatz fern bleiben.

 

Krankschreibungen beim Arzt können und sollten telefonisch veranlasst werden, ohne eine Arztpraxis aufzusuchen.

 

Angehörige sollten auf Besuche in Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen möglichst verzichten, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Diese Einschränkung trägt auch dazu bei, dass die begrenzten Ressourcen der Schutzkleidung dort zum Einsatz kommen, wo sie vorrangig gebraucht werden, nämlich in der medizinischen Versorgung.

 

Auch Veranstalter von Veranstaltungen mit Personen unter 1000 Teilnehmerinnen/ern sollten prüfen, ob diese verschiebbar sind. Ziel sind auch hier kontaktreduzierende Maßnahmen – dies bedeutet aber auch, dass nicht aufschiebbare und für den reibungslosen Ablauf staatlichen Handelns notwendige Veranstaltungen weiter stattfinden können.

 

Bei Anzeichen von Erkältungssymptomen sollten sie sich telefonisch unter 116117 beraten lassen, ob eine diagnostische Abklärung sinnvoll ist.

 

Die Hygienemaßnahmen sind zu beachten: Dazu gehört gründliches Händewaschen, grundsätzlich derzeit auf Händeschütteln verzichten, in den Ärmel husten und nicht die Hand.

 

Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums 030 / 346 465 100.

Ergänzend auf Landesebene Bürgertelefon unter 0431 / 79 70 00 01 (werktags von 8:00 – 18:00 Uhr).

 

 

Foto zur Meldung: Corona: Verbände sagen Versammlungen ab
Foto: Corona: Verbände sagen Versammlungen ab

Kreis-Energiespartour führt durch Schmalensee – Einwohnerversammlung am 24. März 2020

(03. 03. 2020)

Eine Einwohnerversammlung am Dienstag, 24. März, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal, wird sich ganz um das Thema Energetische Sanierung drehen. Mit Unterstützung des Kreises Segeberg, vertreten durch Klimaschutzmanager Heiko Birnbaum, kann Bürgermeister Sönke Siebke Dipl.Ing. Ümit Karaarslan von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein begrüßen.

 

Worum es geht

 

Das Dachgeschoss ist im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt? Die Außenwand schimmelt? Rohrleitungen im Keller heizen die Garage unter dem Haus mit? Dafür gibt es Lösungen. Auch kleine Veränderungen senken Energiekosten und erhöhen den Wohnkomfort.

 

Energetische Sanierung Schritt für Schritt

 

Mit diesem Vortrag informiert Ümit Karaarslan, wie man mit Eigenleistung und geringem Aufwand die Wärme besser im Haus halten und Heizkosten senken kann. Dazu gibt es Tipps für größere Modernisierungen und für die geschickte Nutzung von Förderprogrammen.

 

Der Vortrag ist für die Gemeinde Schmalensee kostenfrei – dank der Bundesförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für Energieberatung der Verbraucherzentrale.

 

Weiteres Thema: Stromsparen im Haushalt

 

Heiko Birnbaum wird in einem zweiten Teil zum Thema „Stromsparen im Haushalt“ vortragen. Wie im ersten Teil können auch hier Fragen gestellt werden.

 

Abschließend besteht die Möglichkeit, in Richtung Bürgermeister und Gemeindevertretung weitere Fragen, Kritiken und Anregungen zu formulieren. Das Ende der Veranstaltung wird gegen 21.30 Uhr erwartet.

Foto zur Meldung: Kreis-Energiespartour führt durch Schmalensee – Einwohnerversammlung am 24. März 2020
Foto: Kreis-Energiespartour führt durch Schmalensee – Einwohnerversammlung am 24. März 2020

März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung

(01. 03. 2020)

Auch im Jahr 2020 wollen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung werfen. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

 

Alkoholfrei? Kein Bedarf: Am 1. März 1910, vor 110 Jahren, muss sich die Bornhöveder Gemeindevertretung mit einer vom Amtsvorsteher weitergereichten Eingabe befassen: Bei diesem war ein Antrag eingegangen, in Bornhöved eine alkoholfreie Wirtschaft beziehungsweise ein Café einrichten zu dürfen. Der Amtsvorsteher will von den Bornhöveder Gemeindevertretern wissen, ob hierfür Bedarf besteht – was diese verneinen.

 

Umgehungsstraße für Schmalensee: Die Gemeindevertretung berät in einer außerordentlichen und nichtöffentlichen Sitzung am 3. März 1965, vor 55 Jahren, einen vorliegenden Entwurf zum Flächennutzungsplan von Bauingenieur Schöning aus Schönwalde. Zu diskutieren sind drei Möglichkeiten für die Anlage einer Umgehungsstraße für Schmalensee.

Variante 1 sieht ein Abzweigen der B430 hinter dem Hornshof in die Wiesen, am Seeufer entlang führend, durch die Belauer Straße an vorhandenen Gehölzen entlang bis zur letzten bestehenden Kurve der vorhandenen Bundesstraße auf Schmalenseer Gebiet vor. Vorteil sei, dass keine Zerteilung von Koppeln nötig und kaum eine Beeinträchtigung des Verkehrs der Bauern in die Feldmark gegeben sei. Der Nachteil seien ein fast völliges Abschneiden des Dorfes vom See und eine Entwertung der Grundstücke im Uferbereich.

Variante 2 beinhaltet eine große Lösung durch die weitläufige Feldmark. Der Vorteil: Das Dorfgebiet bleibt völlig unberührt. Der Nachteil: Die Bauern können die meisten Felder nur mittels Kreuzen der Umgehungsstraße erreichen. Zudem erfordert diese Lösung eine großzügige Flurbereinigung.

Variante 3 führt vom Hornshof geradeaus auf die Höhe am Tarbeker Weg, den Hohlweg nach Damsdorf überbrückend, die bestehende B 430 kurz hinter der Abzweigung nach Belau überbrückend und entweder am bisherigen Ortsausgang in die Bundesstraße mündend oder dem in Vorschlag 1 vorgesehenen Restverlauf folgend. Das Seeufer bleibt bei diesem Vorschlag frei, die Hauptwirtschaftswege werden überbrückt. In dieser Trassenführung hätte man von der Umgehungsstraße weite Übersicht über Dorf, See und Landschaft. Der Nachteil: Zwei bis drei Brücken müssten errichtet werden. Außerdem würde der direkte Zugang der Bauern zu ihren Hofkoppeln abgeschnitten.

 

Kreis Segeberg als Kampfzone: Im März 1945, vor 75 Jahren, machen u.a. im Segeberger Kreis- und Tageblatt abgedruckte Verhaltensregeln der Bevölkerung deutlich, wie nah der Krieg an ihre Dörfer rückt. So werden die Menschen am 3. März belehrt, wie sie sich beim Angriff von Tieffliegern zu verhalten haben. Etwa, dass bereits bei Voralarm die Kinder nicht mehr auf Straßen und Plätzen spielen dürfen. Am 31. März ergehen Anweisungen, was durch die Zivilbevölkerung zu tun ist, wenn sie die Landung von feindlichen Fallschirmjägern beobachtet. Melden ist oberstes Gebot. Aber auch: „Ich vermeide jeden Kampf, aber auch jede Unterstützung des Feindes (Keine Verpflegung, Zivilkleidung usw. herausgeben! Keinerlei Auskünfte erteilen!“ Und: „Gerate ich in die Hand von feindlichen Fallschirmspringern, so schweige ich, lasse mich durch Drohungen nicht einschüchtern... Ich suche mit allen Mittel, … zu entkommen und Meldung zu machen.“

 

Schule schon zu klein: Fünf Jahre nach einer Erweiterung der Realschule Bornhöved (heute Sventana-Schule) ist sie schon wieder zu klein. Davon berichtet die Segeberger Zeitung am 5. März 1980, vor 40 Jahren. 14 Klassenräume stehen demnach für 24 Schülerklassen zur Verfügung. Sechs Klassen sind deshalb als Wanderklassen in den Fachräumen untergebracht, drei wurden in die – ebenfalls unter Raumnot leidende – Grund- und Hauptschule ausquartiert und eine findet immer da Platz, wo eine andere Klasse gerade Sportunterricht hat oder einmal pro Woche zu Hause bleiben muss, damit ein Raum frei bleibt. Für August wird eine 25. Schulklasse erwartet, die in der Lehrküche untergebracht werden soll. Rektor Harald Timmermann drängt auf einen Ausbau seiner Schule.

 

Chaplin in Bornhöved: Das Kino hat die Provinz erreicht. Meisters Lichtspiele in Bornhöved zeigen am 8. März 1925, vor 95 Jahren, den Charlie Chaplin-Film „The Kid“. Außerdem zu sehen „Seefahrt ist Not“ nach dem Roman von Gorch Fock. „Keiner versäume, dieses glänzende Programm zu sehen“, heißt es in einer Anzeige im Segeberger Kreis- und Tageblatt.

 

Pflichtfeuerwehren angeordnet: Der Landrat des Kreises Segeberg erlässt am 14. März 1935, vor 85 Jahren, eine Polizeiverordnung über die Bildung von Pflichtfeuerwehren im Landkreis Segeberg. Da in weiten Teilen des Kreises scheinbar die Stärke der Freiwilligen Feuerwehren im Falle von größeren Schadensereignissen nicht ausreicht, sind Pflichtfeuerwehrleute zu bestimmen, zum Beispiel im Amt Stocksee (Stocksee, Damsdorf, Tarbek und Tensfeld jeweils acht Mann). Das Amt Bornhöved mit seinen drei Freiwilligen Feuerwehren in Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek, erscheint nicht in der Liste – scheinbar stimmt hier die Mannschaftsstärke.

 

Ein hoffnungsloser Zustand: Wie das Segeberger Kreis- und Wochenblatt in seiner Ausgabe am 19. März 1885, vor 135 Jahren berichtet, ist der Dienstknecht des Hufners Matthias Saggau beim Futter holen durch die Bodenluke auf die Scheunendiele gestürzt. Der Mann habe sich eine schwere Verletzung am Hinterkopf zugezogen. „Sein Zustand ist ein hoffnungsloser“, schreibt das Blatt.

 

Beherzter Lebensretter: Am 19. März 2005, vor 15 Jahren, kurz nach Mitternacht, kommt es auf der Damsdorfer Straße zu einem Verkehrsunfall. Ein Tensfelder kommt mit seinem Pkw von der Fahrbahn ab und prallt gegen einen Baum. Durch den Knall alarmiert, eilt der 25-jährige Landwirt Simon Siebelts zur Unfallstelle und zieht das Unfallopfer geistesgegenwärtig aus dem Wagen. Damit rettet er dem Mann, der Knochenbrüche an Armen und Beinen erlitten hat, das Leben. Denn als die Feuerwehren aus Bornhöved und Damsdorf mit zusammen fünf Einsatzfahrzeugen eintreffen, steht das Fahrzeug bereits in Flammen. Simon Siebelts ist heute stellvertretender Gemeindewehrführer in Schmalensee. Für seine Tat wurde ihm im Zuge der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am 19. Januar 2008 der Große Ehrenteller der Gemeinde überreicht.

 

Wahlkampf in Schmalensee: Im Zuge des Landtagswahlkampfes und auf Einladung des Schmalenseer CDU-Mitgliedes Hans Siebke gastiert am 20. März 1975, vor 45 Jahren, Landtagspräsident Dr. Helmut Lemke, der auch CDU-Kreisvorsitzender ist, im Gasthof Voß und spricht zu Fragen der Inneren Sicherheit, der Bundes-, Landes- und Außenpolitik. Lemke sollte der am längsten amtierende Landtagspräsident Schleswig-Holsteins werden (1971-1983) und war von 1963 bis 1971 Ministerpräsident. Über ihn wird heute kontrovers diskutiert, denn er erwies sich im „Dritten Reich“ als Unterstützer des Nationalsozialismus, wurde 1933 Bürgermeister in Eckernförde, wo er Kommunisten und Sozialdemokraten verhaften ließ.

 

Verluste für die CDU: Bei den Kreis- und Kommunalwahlen am 25. März 1990, vor 30 Jahren, büßt die Schmalenseer CDU Stimmen ein und erhält „nur“ 42,9 Prozent. Im Gegenzug gelingt es der Wählergemeinschaft Schmalensee (WGS) mit ihren 33,9 Prozent den Christdemokraten einen Sitz in der Gemeindevertretung abzunehmen. Dritte Kraft ist die örtliche SPD mit 23,2 Prozent, was ihr zwei Listenplätze einbringt. Die neue Gemeindevertretung bilden Hans Siebke, Klaus Stegelmann, Hans-Peter Bobzien und Jürgen Stegelmann (alle CDU), Gerhard Mühlenberg, Annegret Voß, Hermann Griese (alle WGS), Heinz Kasch und Siegfried Pape (beide SPD).

Kreisweit zieht die SPD an der CDU vorbei. Das Stimmverhältnis liegt bei 42,9:41,3 Prozent. Im Kreistagswahlkreis 6 Seedorf kandidiert CDU-Mann Hans Siebke aus Schmalensee gegen den Seedorfer Manfred Frank von der SPD. (Im Wahlkreis 8 Rickling ist der heutige Schmalenseer Klaus Wendt Direktkandidat der Grünen.) Der Wahlkreis Seedorf geht an SPD-Mann Manfred Frank, Hans Siebke aus Schmalensee zieht über die CDU-Liste in den Kreistag ein.

 

Krankenkasse für die Dienstboten: In Suhr's Gasthof in Bornhöved findet am 31. März 1900, vor 120 Jahren, die erste Generalversammlung der Freiwilligen Dienstbotenkrankenkasse für Bornhöved, Gönnebek und Schmalensee mit Sitz in Bornhöved statt. Erst am 20. März hatten sich im Hause des Bornhöveder Gemeindevorstehers Suhr zahlreiche Arbeitgeber aus Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek versammelt und beschlossen, eine Krankenkasse für die Dienstboten zu gründen. Sie erklärten sich bereit, gemeinschaftlich für die Kosten anfallender Behandlungen ihrer Dienstboten aufzukommen und entrichten zukünftig jährlich 1,30 Mark für jeden Dienstboten, der dem lokalen Krankenverein angehört. Die Generalversammlung nun beschließt die Statuten (Satzung) und wählt sich einen Vorstand: Rechnungsführer wird Bornhöveds Gemeindevorsteher Suhr. Zu Kassenbevollmächtigten aus den drei Mitgliedsorten werden Schmalensees Gemeindevorsteher Theodor Johannes Schnohr, Gönnebeks Gemeindevorsteher Hans Schnoor und der Bornhöveder Gastwirt Christian Hauschildt gewählt. Der jährliche Beitrag wird nun auf 2 Mark festgesetzt. Die Dienstbotenkrankenkasse nimmt zum 1. April 1900 ihre Tätigkeit auf.

 

Dienstleister der Gemeinden: Die Mitgliederversammlung des Wege-Zweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) am 31. März 1965, vor 55 Jahren, verabschiedet den Haushalt 1965, der ein Gesamtvolumen von 6.128.620 DM umfasst. Mittlerweile gehören dem WZV 103 Gemeinden an. Bei seiner Gründung am 28. Mai 1954 waren es noch 29. Seitdem hat sich auch das Aufgabenfeld deutlich erweitert. Zum Ausbau von Gemeindewegen sind u.a. deren Wartung, die Müllabfuhr, Ortslagenreinigung, Sportplatzpflege oder Gewässerunterhaltung hinzugekommen.

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: März-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung
Foto: Charlie Chaplin in Bornhöved - im Kino SKTB 07.03.1925

Vogelkundler erforschen die Deponie

(24. 02. 2020)

Zu einem spätwinterlichen Spaziergang lädt der Martin-Meiners-Förderverein am Sonnabend, 29. Februar, auf die Zentral-Deponie Damsdorf/Tensfeld ein. Um 10 Uhr startet der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer Dr. Georg Hoffmann mit den Teilnehmern eine Tour zur heimischen Vogelwelt.

 

Treffpunkt ist um 10 Uhr der Parkplatz der Deponie bzw. des Recyclinghofes – Tarbeker Landstraße 6, 23824 Tensfeld. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung ist ebenso angeraten wie ein Fernglas. Die Tour soll gut 2 Stunden dauern.

 

Georg Hoffmann ist begeisterter Vogelkundler. Er wird über die Bedeutung Schleswig-Holsteins für den Vogelzug erzählen, aber auch die Besonderheiten des Lebensraumes Deponie für die Vogelwelt erläutern. Denn dort sind „Dauergäste“ wie Möwe, Krähe und Milan zu beobachten. In den Knicks versteckt sich zudem manche kleine Vogelart, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist.

 

Der Martin-Meiners-Förderverein ist ein im Jahr 2005 vom Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) gegründeter gemeinnütziger Verein für Jugend- und Umweltprojekte. Martin Meiners war 17 Jahre lang Vorsitzender der Verbandsversammlung des WZV.

Foto zur Meldung: Vogelkundler erforschen die Deponie
Foto: Martin-Meiners-Förderverein

Vor 130 Jahren: Eine eiserne Ortstafel für Schmalensee

(22. 02. 2020)

Einer der wenigen „Schätze“ Schmalensees hängt derzeit an der Wand des Schulungsraums im Feuerwehrgerätehaus. Es ist eine gusseiserne Ortstafel, die der Gemeinde im Jahr 1890 vom Kreis Segeberg zugestellt wurde. Am 22. Februar 1890, vor 130 Jahren, berichtete das Segeberger Kreis- und Tageblatt davon.

 

Demnach hatte der Kreis Segeberg für alle selbstständigen Landgemeinden, für die Gutsbezirke sowie die darin befindlichen größeren Orte eine solche Ortstafel beschafft, die er auf seine Kosten in der Büdelsdorfer Carlshütte hatte fertigen lassen. Damit endete ein fünf Jahre währender Prozess der Umsetzung einer politischen Entscheidung: Schon am 25. August 1885 hatte das preußische Kabinett die Einführung einheitlicher Ortstafeln beschlossen.

 

Die Verteilung der Tafeln erfolgte über die Amts- an die Gemeindevorsteher. Es wird schon zuvor Ortstafeln oder -schilder in den Dörfern gegeben haben. Laut Zeitungsmeldung habe man die eisernen Ortstafeln extra mit zwei versenkten Löchern versehen lassen, damit sie mittels „zweier starker Holzschrauben an dem vorhandenen Pfahle befestigt“ werden konnten.

 

Tafel erklärt Beziehungen des Dorfes

 

Zweck der Ortstafeln aus der Carlshütte war, Passierenden den Namen des jeweiligen Ortes und dessen „Beziehungen“ anzuzeigen. Demnach gehört die Gemeinde Schmalensee zum Amt Bornhöved (damals nur bestehend aus den Gemeinden Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek; die weiteren Dörfer des heutigen Amtes Bornhöved bildeten das Amt Stocksee; Trappenkamp gab es als Gemeinde noch nicht) im Kreis Segeberg.

Dieser wiederum war einem Regierungsbezirk zugeordnet. Dieses Feld ist heute auf der Schmalenseer Ortstafel frei – dort war „Schleswig“ vermerkt, als Sitz der Provinzialregierung mit dem Oberpräsidenten von Schleswig-Holstein ab 1879. Nachdem dieser Sitz im Jahr 1917 nach Kiel verlegt wurde, wird die Aufschrift entfernt worden sein.

Der Landwehrbezirk war Altona. Dort saß das für die militärische Verwaltung zuständige Ober- oder Generalkommando des IX. Armeekorps, das neben den aktiven Truppen auch die vielen in der Landwehr erfassten Reservisten betreute. Dies taten die Bezirksfeldwebel, die zweimal jährlich im Rahmen der Frühjahrs- und Herbstkontrollversammlungen Vollzähligkeit und Zustand der Reservistenjahrgänge überprüften. Der zuständige Bezirksfeldwebel war der Kreisstadt Segeberg zugeordnet, wo meist im Hotel Zur Harmonie die Kontrollversammlungen stattfanden.

 

Finanzierung durch den Kreis eine Ausnahme

 

Im Juni 1890 sah sich Landrat von Willemoes-Suhm aufgrund zahlreicher Anfragen aus den Gemeinden genötigt, ein weiteres Mal im Segeberger Kreis- und Tageblatt Sinn und Zweck der Ortstafeln zu erläutern und auch Zugeständnisse zu machen: Gemeinden, die bereits ähnliche Schilder hatten, durften diese weiter nutzen – mussten sie aber inhaltlich und auf eigene Kosten den neuen anpassen. In dem Zusammenhang wies der Landrat in der Zeitungsmeldung vom 17. Juni 1890 besonders darauf hin: „Dass der Kreis diesmal die Kosten der 'Neuanschaffung der Ortstafeln' in dem vorerwähnten Umfange freiwillig übernommen hat, ist eine Ausnahme.“

 

Das Ende des Ersten Weltkriegs mit den gravierenden Veränderungen im deutschen Militärwesen in der Weimarer Republik – die große kaiserliche Armee schrumpfte aufgrund der Auflagen des Versailler Vertrages auf die 100.000 Mann starke Reichswehr zusammen und die allgemeine Wehrpflicht wurde abgeschafft – wurden Teile der Aufschrift der Ortstafel überflüssig. Am 11. Februar 1921 meldete das Segeberger Kreis- und Tageblatt, dass die militärischen Angaben nicht mehr erforderlich seien. Die Gemeinden wurden angehalten, diese bei Gelegenheit zu entfernen. Im Gegensatz zu der Angabe des Regierungsbezirks hat man dies in Schmalensee aber unterlassen.

 

Endgültige Abschaffung 1934

 

Am 28. Mai 1934 schließlich wurde eine neue Reichs-Straßenverkehrsordnung erlassen. Diese sah neue einheitliche Ortstafeln in ganz Deutschland vor, die das Ende der gusseisernen Ortstafeln bedeuteten. In vielen Orten sind diese seitdem verschwunden. Es ist allen zu danken, die dazu beitrugen, dass in Schmalensee dieser historische Gegenstand als eines der wenigen Relikte der Dorfgeschichte erhalten wurde.

 

Unsere heutigen Ortstafeln (die Verkehrszeichen werden offiziell noch immer so bezeichnet) wurden durch die Straßenverkehrsordnung 1970 eingeführt.

 

Foto zur Meldung: Vor 130 Jahren: Eine eiserne Ortstafel für Schmalensee
Foto: Ortstafel von 1890

Das war 2019 – Eine Jahreschronik, Teil 1

(08. 02. 2020)

Ungewöhnlich lange hat es gedauert, bis die Jahreschronik 2019 fertiggestellt war. Und dabei wird sie vom Arbeitskreis Dorfgeschichte fortlaufend geführt. Die 2020er-Version etwa ist schon jetzt nach nur einem Monat 9 Seiten lang – mit Voreinträgen aus dem Schmalenseer Terminkalender für das laufende Jahr.

 

Am sehnlichsten erwartet worden war diese umfangreiche Rückschau, nach der schon mehrere Schmalenseerinnen und Schmalenseer leise nachgefragt haben, von Andrea Weinrich, die im Januar das Amt der 1. Vorsitzenden des Verschönerungs- und Vogelschießervereins an Stephanie Allonge abgab und noch einen letzten Jahresbericht zu halten hatte. (Und der VVV nimmt in jeder Schmalenseer Jahreschronik bekanntlich breiten Raum ein, weil er einfach sehr aktiv ist.) Doch es stellte sich heraus, dass ihre „Quelle“ noch nicht fertig war. Aber da Andrea auch mit der „Rohware“, also noch nicht auf Rechtschreibfehler untersucht, leben konnte, war sofortige Hilfestellung möglich.

 

Auch jetzt steckt bestimmt noch der eine oder andere Fehler in der Jahreschronik. Hoffentlich nicht inhaltlich! Falls doch, bitte Meldung an christiandetlof@gmail.com, damit die dann nötige Korrektur erfolgen kann!

 

Hier der erste Teil des Jahres 2019, was die Bilder angeht, denn ein kleines „Best of“ aus dem vergangenen Jahr muss natürlich sein. Und da es technisch nicht möglich ist, eine bestimmte Anzahl zu überschreiten, erfolgt eine Zweiteilung.

[2019 SZ Chronologie]

Foto zur Meldung: Das war 2019 – Eine Jahreschronik, Teil 1
Foto: Schmalensees Königinnen und Könige 2019

Rückschau 2019 – Teil 2

(08. 02. 2020)

Eine Vielzahl von Aktivitäten hat es auch im vergangenen Jahr gegeben. Nach der Phase der Jahreshauptversammlungen der Vereine setzte die Gremienarbeit ein, gefolgt von viel traditionellen und auch neuen Höhepunkten.

 

Natürlich schauen wir Schmalenseer nicht nur auf das, was in unseren Gemarkungsgrenzen passiert. Auch die überörtlich wirkenden Vereine, in denen Schmalenseerinnen und Schmalenseer aktiv sind, verdienen Beachtung. Ebenso das Amt Bornhöved und der Kreis Segeberg als politische und Verwaltungsebenen, die Kirchengemeinde Bornhöved und die Schulen. Sicherlich könnte der Bogen noch weiter gespannt werden, aber nicht alle Informationen erreichen den Arbeitskreis Dorfgeschichte. Aber....

 

.nur selten wenden sich Einwohner an das Homepage-Team, das hinter der Jahreschronik steht. Deshalb hier noch einmal die eindringliche Bitte an alle Vereine, an die Funktionsträger und alle Bürgerinnen und Bürger: Beobachtungen, Besonderheiten, Herausragendes – lasst es uns wissen, schickt Fotos und Informationen. Nehmt Kontakt auf und wir kommen zu Euch, wenn alte Unterlagen zu sichten und alte Fotos auszuwerten sind – denn an der Dorfchronik arbeiten wir schließlich auch noch.

 

Und nun viel Spaß mit Teil zwei des „Best of 2019“ in Bildern sowie Ausdauer und Geduld beim Lesen der Jahreschronik 2019, die tatsächlich 58 Seiten umfasst, und die wir Euch als PDF zum Download sowie im Fließtext unter „Jahreschroniken“ direkt auf dieser Homepage bereitstellen.

 

Wilfried Kroll & Christian Detlof

Homepage-Team

[2019 SZ Chronologie]

Foto zur Meldung: Rückschau 2019 – Teil 2
Foto: Ralf Neugebauer Dreifacher Kreismeister 2019

Februar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung

(01. 02. 2020)

Auch im Jahr 2020 wollen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung werfen. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

 

Großübung des Roten Kreuzes: Im Raum Bornhöved-Trappenkamp wird am 1. Februar 1975, vor 45 Jahren, der Katastrophenfall geübt. Das Deutsche Rote Kreuz bietet neben den lokalen Kräften einen Sanitätszug, einen Krankentransportzug und die Betreuungszüge Bad Segeberg und Wahlstedt auf. Geübt werden die Bergung, Versorgung, Verlegung und Unterbringung von mehreren Verletzten. In der Realschule Bornhöved wird eine Behelfsunterkunft mit Feldküche eingerichtet, um diese aufzunehmen und zu versorgen.

 

"Lügenpresse" 1925: Das gab es schon einmal: Während einer Versammlung der Kreisgruppe Segeberg des „Stahlhelm“, einer paramilitärischen Vereinigung ehemaliger Frontsoldaten am 2. Februar 1925, vor 95 Jahren, greift der Vorsitzende Böckmann das Segeberger Kreis- und Tageblatt an. Die Zeitung sei „nicht zuverlässig“ und verbreite „Unwahrheiten“. Gestört hatte Böckmann vor allem ein Bericht über den Frontsoldatentag in Magdeburg. Das SKTB hatte von 40.000 Teilnehmern berichtet, laut „Stahlhelm“ seien über 100.000 Teilnehmer zu verzeichnen gewesen. Die Reaktion der Redaktion: Sie lässt ihre Leser wissen, auf eine Berichterstattung zur Versammlung und den durchaus interessanten Ausführungen zu verzichten, um diese nicht „unter dem Gesichtswinkel der Unwahrheit betrachtet“ zu wissen. Eine Beobachtung will das SKTB dann aber doch nicht unterschlagen: „Im Übrigen ist noch hervorzuheben, dass Herr Böckmann auch den Segeberger Juden den Kampf ansagte.“

 

Schmalenseer kämpft in Afrika: Mit Interesse verfolgen die Deutschen im Jahr 1905 die seit 1904 stattfindenden Kämpfe deutscher Kolonialtruppen gegen den Aufstand der Herero in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Unter den Soldaten ist, so meldet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt am 2. Februar 1905, vor 115 Jahren, auch Gustav Fischer, Sohn des Schmalenseer Landmanns Fischer auf Höllenhorst. Gustav Fischer ist Kriegsfreiwilliger und diente zuletzt im Itzehoer Artillerieregiment Nr. 9.

 

Abschied von St. Ansgar: Die Katholische Kirchengemeinde Trappenkamp/Bornhöved feiert mit einer Heiligen Messe am 3. Februar 2000, vor 20 Jahren, Abschied von der St. Ansgar-Kirche in Bornhöved. Es ist der letzte Gottesdienst der Katholiken vor der Profanisierung des Gotteshauses, das weltlichen Zwecken überlassen werden soll. Teile des Inventars werden einer Kirchengemeinde in Kroatien zur Verfügung gestellt, andere gelangen nach Trappenkamp.

 

Koalition der Parteien: In Oberwegs Gasthof in Bornhöved findet am Abend des 5. Februar 1920, vor 100 Jahren, auf Einladung von Deutscher Demokratischer Partei (DDP), Deutschnationaler Volkspartei (DNVP), Sozialdemokratischer Partei (SPD) und Deutscher Volkspartei (DVP) eine Kundgebung gegen die Auslieferung deutscher Männer statt. Die auch in der Presse als „Feindbund“ bezeichneten Siegermächte des Ersten Weltkriegs sollen neben drückenden Reparationsleistungen auch die Auslieferung prominenter Vertreter der alten kaiserlichen Regierung und der kaiserlichen Armee gefordert haben. Rund 200 Personen folgen dem Ruf zur Veranstaltung und hören teils stark revanchistische Reden.

 

Bauern bremsen Innovationen: Der Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgebung diskutiert auf seiner Generalversammlung in Hein’s Gasthof am 10. Februar 1900, vor 120 Jahren, u.a. die Gründung einer Dienstbotenkrankenkasse. Von einer solchen wird vorerst abgesehen, da mehrheitlich eine Vereinbarung mit der bestehenden Bornhöveder allgemeinen Krankenkasse angestrebt wird. Auch in der Frage der Gründung eines Viehzuchtvereins auf lokaler Ebene herrscht Uneinigkeit – zwischen den Züchtern schwarz- und rotbunter Rinder.

 

Großfeuer auf Stockseehof: Von einem Feuer wird am 11. Februar 1930, vor 90 Jahren, der Stockseehof heimgesucht. Um 18 Uhr bricht in dem großen mit Reet gedeckten Viehhaus Feuer aus. Das Feuer greift schnell um sich und es gelingt den Arbeitern, die noch mit dem Melken beschäftigt sind, nur mit Mühe, die Kühe ins Freie zu treiben. Drei Kälber verbrennen in dem Gebäude; sieben Feuerwehren der Umgebung eilen zum Löscheinsatz herbei.

 

Pferdefuhrwerk vs. Automobil: Auf der Chaussee in Schmalensee scheuen am 12. Februar 1910, vor 110 Jahren, die Pferde am Fuhrwerk des Hufners Saggau vor einem herannahenden Automobil. Die Tiere gehen durch und Frau Saggau wird dabei aus dem Wagen geschleudert. Sie zieht sich Hautabschürfungen zu und verrenkt sich einen Arm. Unerwähnt bleibt im Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts, um welchen Hufner Saggau und seine Frau es sich handelt – lange beschränkte sich die Zeitung darauf, nur Nachnamen zu nennen, dafür stets in Verbindung mit der Berufsbezeichnung.

 

Neuer Bäcker in Schmalensee: Mittels Anzeige am 15. Februar 1925, vor 95 Jahren, meldet Bäcker Paul Pöhls die Übernahme der Bäckerei der Witwe Sievers in Schmalensee und empfiehlt sich der „geehrten Kundschaft von Schmalensee und Umgebung“: „Es wird mein Bestreben sein, meine Kundschaft reell und sauber zu bedienen“, schreibt Pöhls und bittet „um gütigen Zuspruch“.

 

Zuchthengste on Tour: Am 15. Februar 1880, vor 140 Jahren, werden in Bornhöved drei Hengste, so genannte „Beschäler“, des Königlichen Schleswig-Holsteinischen Landgestüts Traventhal stationiert. Die Landwirte der Umgebung, die sich mit der Pferdezucht befassen, können Termine zum Decken ihrer Stuten vereinbaren. Der Deckpreis beträgt 15 Mark.

 

Invasion der Ostfriesen: Am 22. Februar 1910, vor 110 Jahren, inserieren lokale Makler im Segeberger Kreis- und Tageblatt: Sie suchen Landstellen für am Kauf interessierte Ostfriesen. Mit Erfolg, wie sich zeigen wird – im Frühjahr wird eine Welle von Hofaufkäufen durch ostfriesische Familien einsetzen. In Schmalensee setzte der Trend laut Chronik von Heinrich Göttsch schon früher ein: 1909 kaufte der Ostfriese Eilt Siebelts eine Landstelle von Ludwig Saggau.

 

Kriegsgefangene mit vier Beinen: In Neumünster erscheinen am 24. Februar 1915, vor 105 Jahren, hunderte von Landwirten, darunter auch viele aus dem Kreis Segeberg, um von der Landwirtschaftskammer Beutepferde aufzukaufen, die von der Militärverwaltung verfügbar gemacht wurden.

 

Schwere Fracht: Am 25. Februar 1910, vor 110 Jahren, fährt sich ein Möbeltransportfahrzeug aus Neumünster auf dem Weg von Bornhöved nach Tarbek derart fest, dass ganze 16 Pferde vorgespannt werden müssen, um das Gefährt wieder in Bewegung zu setzen.

 

Landjugend unterhält Landjugend: Am 27. Februar 1955, vor 65 Jahren, besucht die Landjugendgruppe Schmalensee die Ricklinger Gruppe. Der gemütliche Abend findet im Gasthof Zur Doppeleiche statt. Nach der Kaffeetafel führen die Schmalenseer unter großem Beifall den plattdeutschen Schwank „Wenn de Katt ut’n Hus is“ auf. Volks- und Gesellschaftstänze runden das Abendprogramm ab.

 

 

Foto zur Meldung: Februar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung
Foto: Landstellen für Ostfriesen SKTB 22.02.1910

Vor 70 Jahren – Flüchtlinge wollen umsiedeln

(26. 01. 2020)

Flucht und Vertreibung sind ein tägliches Thema der Nachrichten. Weit näher und intensiver erlebte Schmalensee das Thema Flucht in Folge des Zweiten Weltkriegs. Wie viele holsteinische Dörfer hatte Schmalensee zahlreiche Menschen aufnehmen müssen, die ihre Heimat verloren hatten. Am 26. Januar 1950, vor 70 Jahren, berichtete die Segeberger Zeitung zur Situation in Schmalensee.

 

Es waren Deutsche aus den so genannten verlorenen Ostgebieten, die in Schmalensee zu einem großen Teil darauf hofften, endgültig umgesiedelt zu werden in Regionen in Westdeutschland, wo sie sich Arbeit und Unterkunft erhofften. Zugleich hatten sie sich im Bund der Heimatvertriebenen organisiert, der auch als politische Gruppe bei Wahlen antrat und, aufgrund hoher Flüchtlingszahlen, auch etliche Mandate gewann.

 

Die Lage am 26. Januar 1950

 

Drückend hoch ist die Zahl der nach Schmalensee eingewiesenen Flüchtlinge. Das Dorf zählt 706 Einwohnerinnen und Einwohner. 328 davon sind Einheimische, 378 Eingewiesene.

133 schulpflichtige Kinder gehen in drei Schichten in die örtliche Schule, der Unterricht läuft von 7 Uhr früh bis 17 Uhr am Nachmittag. Insgesamt leben 203 Kinder im Ort, gegenüber 53 Personen, die 70 bis 93 Jahre alt sind.

Eine Hoffnung auf Entlastung bringen anlaufende Umsiedlungsprojekte in den Südwesten und Westen Deutschlands, wo Arbeitskräfte gebraucht und neue Existenzen gestaltet werden können.

35 Flüchtlingsfamilien aus Schmalensee haben bereits Umsiedlungsanträge gestellt; allerdings fanden kleinere Gemeinden bislang keine Berücksichtigung.

 

Die Situation fünf Jahre später

 

1955 ist die Situation in Schmalensee entspannter. Die Segeberger Zeitung schreibt am 19. Januar 1955, dass von im Dezember 1947 in Schmalensee polizeilich gemeldeten 382 Heimatvertriebenen und Evakuierten noch 79 Personen am Ort sind. Das besagt eine veröffentlichte Statistik vom September 1954, die die Einwohnerzahl auf 447 beziffert. Für sechs Familien besteht demnach weiterhin Wohnungsnot.

 

152 Personen haben laut Zeitungsmeldung in den Jahren 1950 bis 1954 Schmalensee verlassen; davon 40 Familien mit 143 Personen, die nach Nordrhein-Westfalen abgewandert sind.

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Vor 70 Jahren – Flüchtlinge wollen umsiedeln
Foto: Vor 70 Jahren – Flüchtlinge wollen umsiedeln

Januar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung

(01. 01. 2020)

Auch im Jahr 2020 wollen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung werfen. Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung.

 

Ein bedeutender Vereinszweck: Am 1. Januar 1950, vor 70 Jahren, nimmt der im Vorjahr gegründete Sparklub „Hol di ran“ in Schmalensee seine Tätigkeit auf. 69 Mitglieder gehören dem Verein bereits an. Dessen Zweck ist das kollektive Sparen in Zeiten der Not; wöchentlich werden die Spargroschen eingezahlt. Am 6. November 1949 waren auf Initiative von Bürgermeister Heinrich Hamann 22 Frauen und Männer im Gasthof Voß zusammengekommen und hatten den Sparklub gegründet, der noch immer besteht.

 

Zwei Jahrhundert-Projekte: Am 9. Januar 1990, vor 30 Jahren, treffen sich die Bürgermeister des Amtes Bornhöved, um über aktuelle Themen in den Gemeinden zu reden. Bestimmendes Thema in Schmalensee ist die Wasserver- und Abwasserentsorgung. Finanziell ist beides unter Dach und Fach. Die Wasserversorgung aus Bornhöved, Kostenpunkt 947.500 DM, steht bereits. Die Kanalisation soll laut Bürgermeister Hans Siebke im Spätsommer fertig werden und rund 3 Millionen DM kosten.

 

Ein ungewöhnlicher Tierfund: Der Polizei wird am 9. Januar 1995, vor 25 Jahren, ein Haflinger gemeldet. Das Pferd hat sich auf eine Koppel vor Bornhöved verirrt und kann einen Tag lang keinem Besitzer zugeordnet werden. Die Segeberger Zeitung berichtet, dass letztlich der Halter – ein Schmalenseer – den Verlust feststellt und den Spuren im Schnee folgt, die zu der besagten Koppel führen. Angeblich handelt es sich um ein ehemaliges Pferd der Bad Segeberger Karl May Spiele – das sogar im Öffnen von Türen geübt sein soll.

 

Ein silbernes Firmenjubiläum: Schmiedemeister Heinrich Prause feiert laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 11. Januar 1955, also vor 65 Jahren, das 25-jährige Geschäftsjubiläum. Prause kaufte 1930 die Schmiede in der Damsdorfer Straße von Vorgänger Johann Drews. Durch „Fleiß und Fachtüchtigkeit“ habe Prause den Betrieb „zur heutigen Blüte“ gebracht, heißt es im Bericht. 70-jährig stirbt Prause 1957 und hinterlässt neben Ehefrau Martha vier verheiratete Töchter. Eine davon, Charlotte, hat 1949 den Ostpreußen Helmut Nagel geheiratet, der nach Entlassung aus französischer Kriegsgefangenschaft 1947 vom Arbeitsamt zu Prause vermittelt worden war und nach dessen Tod die Schmiede weiterführen wird.

 

Ein bestimmendes Thema: „Deutsch bleibt die Saar“ ist das Motto zum Jahresbeginn 1935, denn am 13. Januar 1935, vor 85 Jahren, findet in dem seit 1920 vom Deutschen Reich abgetrennten Industriegebiet Saarland eine Volksabstimmung statt, in der sich 90 Prozent der Saarländer für eine Rückkehr zu Deutschland aussprechen. Die NSDAP Adolf Hitlers feiert nach umfangreicher Agitation im Vorwege einen großen Erfolg im Kampf gegen den Versailler Vertrag. Am 11. Januar 1935 ist die Saarfrage Hauptthema einer Versammlung der NSDAP-Ortsgruppe Bornhöved, zu der auch Schmalensee gehört, und die ihr vierjähriges Bestehen feiert. Seit dem 29. Dezember 1934 sind laut Segeberger Kreis- und Tageblatt in Bornhöved und Schmalensee „Saarkinder“ von der NS-Volkswohlfahrt untergebracht worden: Weil man im Zuge der Volksabstimmung Gewaltausbrüche seitens der Besatzungsmacht Frankreich propagiert hatte, waren etliche Kinder vorsorglich aus dem Saargebiet in andere Teile Deutschlands evakuiert worden und können nach wenigen Wochen den Weg in ihre Heimat antreten.

 

Ein totes Pferd: Als am 19. Januar 1900, vor 120 Jahren, ein Geschäftspartner des Bornhöveder Kaufmanns Wilhelm Dohse mit dessen Schlittengespann von Schmalensee auf dem Weg zurück nach Bornhöved ist, geht das Pferd durch. Immerhin kann der Fahrer das Gespann auf der Chaussee halten. Vor dem Ortseingang an der Bornhöveder Gerberei jedoch stürzt das Tier und verendet.

 

Eine peinliche Schuld: Längst sind im Januar 1920, vor 100 Jahren, nicht alle während des Ersten Weltkrieges in Deutschland festgehaltenen Gefangenen in ihre Heimatländer zurückgeführt worden. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet, dass solche Personen im Lager Springhirsch bei Kaltenkirchen untergebracht sind. Ihnen wurde das Recht eingeräumt, Ansprüche auf noch nicht gezahlte Arbeitslöhne geltend zu machen. Doch zahlreiche Gemeinden des Kreises sind noch säumig, darunter Schmalensee. Die offenen Arbeitslöhne betragen hier 77 Mark. Der Landrat des Kreises Segeberg setzt den Gemeinden eine Frist zur Zahlung bis zum 20. Januar 1920.

 

Ein Ehrenwehrführer für Schmalensee: Der Wachwechsel von Gemeindewehrführer Jürgen Stegelmann zu Rolf Kasch vollzieht sich um das Jahr 2000, vor 20 Jahren, in Etappen. Nicht im Zuge der Jahreshauptversammlung im Januar 1999, sondern in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. November 1999 war Rolf Kasch zum neuen Wehrführer gewählt worden. Während der Jahreshauptversammlung am 22. Januar 2000 wird nun sein Vorgänger Jürgen Stegelmann, der die Wehr seit 1992 geführt hatte, offiziell aus dem Amt verabschiedet und auf Vorschlag des Vorstands zum Ehrenwehrführer ernannt.

 

Ein obskurer Auftritt: In Bornhöved ist am 25. Januar 1895, vor 125 Jahren, beim Gastwirt Hauschildt eine besondere Attraktion zu sehen: Eine „Kongo-Neger-Karawane“. Die Gruppe, die zuvor in der Segeberger „Harmonie“ aufgetreten ist, vermittelt alle Klischees, die der Deutsche seiner Zeit über die Farbigen nur haben kann. In der Gruppe sollen ein Häuptling, zwei echte Sklaven und sogar ein Kannibale („Menschenfresser“) sein. In der Ankündigung im Segeberger Kreis- und Wochenblatt liest sich das so: „Die einzelnen Productionsnummern dieser Kongo-Neger-Karawane bieten ein anschauliches Bild der Sitten und Gebräuche der Negerstämme Afrikas. Ganz besonderes Interesse dürften die mit afrikanischer Wildheit inscenierten Kriegstänze erwecken.“

 

Fünf Sonntage Stahlhelm-Schießen: Die Bornhöveder Ortsgruppe des paramilitärischen Frontkämpferbundes „Stahlhelm“ veranstaltet am Sonntag, 25. Januar 1925 – vor 95 Jahren – und an den darauffolgenden vier Sonntagen in Schmalensee Preisschießen. Der „Schießplatz“ befindet sich „am Wege nach Belau“, also in der heutigen Belauer Straße.

 

Ein neuer Wehrführer: Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee wählt am 31. Januar 1980, vor 40 Jahren, den Löschmeister Burkhart Saggau zum neuen Gemeindewehrführer. Sein Vorgänger Hermann Heiden, der die Wehr seit 1966 geführt hatte, wird zum Ehrenbrandmeister ernannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Januar-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung
Foto: Bewegender Moment - Wachwechsel von Jürgen Stegelmann (re.) zu Rolf Kasch, Bürgermeister Hans Siebke (Mi.)

Feuriger Auftakt: So wird es 2020 in Schmalensee

(31. 12. 2019)

31.12.2019

 

Einen ersten Überblick in Sachen Terminkalender der Gemeinde Schmalensee hat diese Gemeinde-Homepage schon geliefert. Nun hat die Gemeinde den offiziellen Kalender herausgegeben, ergänzt um einen Termin des Sparklubs, der in 2020 auf sein 70-jähriges Bestehen blicken kann.

 

70 Jahre Sparklub „Hol di ran“

 

Und dieses Jubiläum beschert Schmalensee ein drittes großes Feuer. Denn zum Verbrennen der am 12. Januar eingesammelten Weihnachtsbäume durch die Feuerwehr am 25. Januar (17 Uhr auf dem Bolzplatz) und dem vom SV Schmalensee organisierten Osterfeuer am Gründonnerstag, 9. April, gibt es nun ein Biikebrennen des Sparklubs „Hol di ran“, das dieser am 22. Februar um 16 Uhr in der alten Gärtnerei im Hirtenweg durchführen wird.

 

Wie immer ist der Schmalenseer Terminkalender mit der Vorlage, die diesem Beitrag als pdf anhängt und zum Ausdrucken für die Kühlschranktür heruntergeladen werden kann, nicht „geschlossen“. Im Gegenteil – es dürfen sehr gern weitere Aktivitäten hinzukommen.

 

Was wird aus dem Vogelschießerverein?

 

Dabei geht der Blick besonders zum Verschönerungs- und Vogelschießerverein, der nur seine Jahreshauptversammlung auf den 22. Januar terminiert hat und händeringend nach einer oder einem Vorsitzenden sowie einer Person für die Kassenführung sucht. Kinderfasching, Vogelschießen, Laternelaufen und Tannenbaumschmücken – alle diese Traditionsveranstaltungen sucht man bislang vergebens im Schmalenseer Terminkalender.

 

40 Jahre SV Schmalensee

 

Eine Veranstaltung zeichnet sich ab, ohne dass etwas „spruchreif“ ist: Die Feier des Sportvereins anlässlich seines 40-jährigen Bestehens. Sehr wahrscheinlich im Herbst soll das Jubiläum in den Mittelpunkt rücken, der genaue „Geburtstag“ des Sportvereins von 1980 ist der 25. November.

 

Homepage lebt vom Mitmachen

 

In der Terminliste, die auf der Gemeinde-Homepage als Rubrik „Veranstaltungen“ zu finden ist, werden durch Wilfried Kroll stetig Ergänzungen und Aktualisierungen vorgenommen. Alle Vereine sind aufgefordert, das Homepage-Team fleißig zu beliefern: Flyer, Fotos, Stichworte oder ganze Textbeiträge vor und nach der jeweiligen Veranstaltung – alles ist willkommen, damit die Dorfgemeinschaft durch den steten Austausch von Neuigkeiten auch im Jahr 2020 ein weiteres Stück enger zusammenrückt.

 

Wer per WhatsApp (Broadcast, nicht Gruppe) über Neueinträge informiert werden möchte, sende seine Mobilnummer an das Telefon von Christian Detlof, der unter 0170/5520584 zu erreichen ist.

 

Das Homepage-Team wünscht einen guten Rutsch und alles Gute im neuen Jahr!

 

 

[Terminkalender ]

Foto zur Meldung: Feuriger Auftakt: So wird es 2020 in Schmalensee
Foto: Feuriger Auftakt: So wird es 2020 in Schmalensee

Rette Leben – Spende Blut! Am 2. Januar geht’s schon los

(30. 12. 2019)

Die Abgabe von Blut hilft, Leben zu retten. Deshalb werden auch auf dieser Homepage alle bekannten Termine zur Spende des wertvollen Lebenssaftes im Amt Bornhöved bekannt gemacht. Schon am Donnerstag, 2. Januar, besteht die erste Möglichkeit, in Trappenkamp.

 

Von 15.30 bis 19.30 Uhr erwartet das Deutsche Rote Kreuz alle Spenderinnen und Spender in den Trappenkamper Schulen, Gablonzer Straße 42. Sie helfen mit der Blutabgabe Kranken und Unfallopfern. Außerdem wird jede Spende gründlich untersucht – und das wiederum dient der Gesundheitsvorsorge der Spender.

 

Freiwillige wertschätzen Freiwillige!

 

Wer dabei ist, erlebt eine Premiere: Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse an der Richard-Hallmann-Schule werden an diesem Tag die Versorgung aller Spenderinnen und Spender mit dem dazugehörigen Imbiss übernehmen.

 

Wichtig: Bringen Sie Ihren Blutspenderausweis mit, sofern Sie „Wiederholungstäter“ sind. Der Personalausweis soll auf jeden Fall mitgebracht werden, heißt es in einer Ankündigung des DRK-Ortsvereins Trappenkamp.

 

Homepage informiert fortlaufend

 

Behalten Sie die Terminliste in unserer Rubrik „Veranstaltungen“ im Auge – hier werden alle weiteren Blutspendetermine des DRK-Ortsvereins Trappenkamp sowie des DRK-Ortsvereins Amt Bornhöved bekannt gemacht.

 

Foto zur Meldung: Rette Leben – Spende Blut! Am 2. Januar geht’s schon los
Foto: DRK Blutspende

Abfallentsorgung um den Jahreswechsel 2019/20

(27. 12. 2019)

Einiges ist neu ab 2020 in Sachen Abfallentsorgung. Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg, WZV, übernimmt zum Beispiel ab 1. Januar 2020 alle Aufgaben rund um das Thema Abfall: An-, Ab- und Ummeldungen erfolgen dann ausschließlich über das Service Center unter Telefon 04551 9090 oder die Website wzv.de. Die Entgeltrechnungen kommen dann auch nicht mehr vom Steueramt sondern direkt vom WZV.

 

Erstmals gibt es auch keinen gedruckten Abfallkalender mehr in alle Haushalte. Im Zeitalter des Internet wird darauf gesetzt, dass sich die Kunden ihre Abholtermine individuell herunterladen. Das ist auch gar nicht schwer. Und wer keinen Internetzugang hat, kann sich telefonisch unter 04551 909-291 an den WZV wenden und seinen persönlichen Ausdruck einer Jahresübersicht zuschicken lassen.

 

Nicht vergessen: Die Strauchgutentsorgung, zentral für das Dorf, gab es schon 2019 nicht mehr. Kostenlos werden 2x jährlich 3 Kubikmeter (oder 1x jährlich 6 Kubikmeter) je Wohngrundstück abgefahren – Anmeldung unter Telefon 04551 909-222 oder wzv.de. Sperrmüll wird 1x jährlich in der Menge 2 Kubikmeter abgeholt – Telefon 04551 909-190 oder wzv.de.

 

Nächstgelegener Recyclinghof, der ganzjährig angefahren werden kann, ist der in der in Damsdorf/Tensfeld (Tarbeker Landstraße). Dieser ist am 31. Dezember übrigens nicht geöffnet. Das Service Center wird am Silvestertag bis 12 Uhr besetzt sein.

 

Übrigens: Die gelben Wertstoffsäcke fallen nicht unter die Zuständigkeit des WZV. Entsorger ist die Firma Remondis in Kiel. Sollte es Schwierigkeiten geben, lautet die Service-Hotline 0800 1223255.

 

Diese Termine vormerken:

 

Der letzte Termin 2019 in Schmalensee ist am morgigen Samstag, 28. Dezember: Dann werden gelbe Säcke und Altpapier abgefahren.

 

Im neuen Jahr geht es am Donnerstag, 2. Januar 2020, mit der Abholung der Bioabfälle weiter, die Restmülltonnen werden am Freitag, 3. Januar geleert.

 

Noch einen Termin sollten sich alle merken: Die Mobile Schadstoffsammlung findet am Dienstag, 7. Januar, in Schmalensee statt. Das Schadstoffmobil des WZV befindet sich von 8.30 bis 9.30 Uhr auf dem Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus, Dorfstraße 8.

 

Alles Weitere in dem unter diesem Text verlinkten pdf und unter www.wzv.de.

 

 

 

 

[Infos_zur_Abfallentsorgung_2020]

Foto zur Meldung: Abfallentsorgung um den Jahreswechsel 2019/20
Foto: Abfallentsorgung um den Jahreswechsel 2019/20

Das sind die Termine für Schmalensee im Jahr 2020

(15. 12. 2019)

Die erste Liste von Terminen für das Jahr 2020 steht. Am 12. Dezember 2019 traf sich Bürgermeister Sönke Siebke mit Vertretern örtlicher Vereine und Organisationen im Gemeindesaal, um die Wünsche und Vorhaben der Protagonisten abzustimmen. Für alle, die im weiteren Verlauf des Jahres Veranstaltungen planen, gilt es, Rücksicht auf diesen Terminkalender zu nehmen – was hier festgehalten ist, genießt immer Vorrang. Das gilt auch für die Belegung des Gemeindesaals.

 

Einsammeln der Weihnachtsbäume schon am 12. Januar

 

Den Januar bestimmt vor allem die Freiwillige Feuerwehr, die ihre Jahreshauptversammlung am 18. Januar im Gemeindesaal abhalten wird und sich vom Team des Gasthofs Voß dabei kulinarisch verwöhnen lässt. Aber unsere Blauröcke nehmen sich auch der ausgedienten Weihnachtsbäume des Dorfes an und sammeln diese im laufe des 12. Januar (Achtung: neuer Termin!) ein. Verbrannt werden die Bäume am 25. Januar ab 17 Uhr auf dem Bolzplatz im Beisein von möglichst vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

 

Kein Jahresprogramm des Vogelschießervereins

 

Sorgen bereitet der Verschönerungs- und Vogelschießerverein, der sich nicht an der Terminabsprache beteiligt hat. Einzig die Jahreshauptversammlung ist für den 22. Januar terminiert. Hier gilt es, eine/n neue/n 1. Vorsitzende/n und auch eine für die Finanzen verantwortliche Person zu finden. Gelingt dies nicht, könnten der Schmalenseer Terminliste 2020 (und womöglich in Zukunft) so bedeutende Veranstaltungen wie Kinderfasching, Vogelschießen, Laternelaufen und Tannenbaumschmücken verloren gehen. Darum auch an dieser Stelle der dringende Appell: Freiwillige vor!

 

Auch Überraschungen in 2020 in Aussicht

 

Zwei Vereine können im Jahr 2020 Jubiläen feiern und überlegen auch intensiv, dies zu tun. Der Sparklub „Hol di ran“ ist mit seinen 70 Jahren wohl der älteste Verein im Dorf – für den Jagdverein ist allerdings eine erste Gründung in den 1920er-Jahren nachweisbar. Die Sparer wollen ihren Geburtstag sehr wahrscheinlich ebenso feiern wie der Sportverein von 1980 seinen 40. Auch hier ist noch nicht sicher, wann und in welcher Form das der Fall sein wird. Musik und Tanz könnten damit aber in Verbindung stehen... Und dann ist da noch einmal unsere Feuerwehr, die gern im Sommer mit einer besonderen Aktion auf sich aufmerksam machen möchte. Rote Autos spielen dabei scheinbar eine Rolle, wenn auch nicht so große, wie man sie von den Einsatzkräften üblicherweise kennt...

 

Höhepunkte wie das Dorfquiz stehen fest

 

Die „üblichen“ Highlights wird es natürlich auch wieder geben. Den mittlerweile 18. Knicklauf des SV Schmalensee zum Beispiel, der am 22. März bei egal welchem Wetter stattfinden wird. Das Dorfquiz darf nicht fehlen – am 7. November richtet die Reitsportgemeinschaft als Vorjahressieger die beliebte Veranstaltung aus. Am 21. November nimmt die RSG den Gemeindesaal ein weiteres Mal in Beschlag, denn dann ist wieder Zeit für Bingo! Kulturell schlägt Kabarettist Nils Loenicker wieder zu: Am 7. August gastieren die Entermänner im Gemeindesaal und werden für beste Stimmung sorgen.

 

Auch die gemeindlichen Veranstaltungen sind geregelt: Der Dorfputz findet am 4. April statt, ob mit oder ohne Verschönerungsverein. Die Kranzniederlegung zum Volkstrauertag wird am 15. November stattfinden und die Seniorenweihnachtsfeier darf für den 9. Dezember notiert werden. Die letzte Sitzung der Gemeindevertretung findet am 16. Dezember statt, zuvor gibt es dann die Terminabsprache für das Jahr 2021.

 

Der Terminkalender auf der Gemeinde-Homepage

 

Die Termine werden auf dieser Homepage in der Rubrik „Veranstaltungen“ geführt und können dort rund um die Uhr nachgeschlagen werden. Einladungen (Flyer) der Veranstalter werden mit den jeweiligen Termineinträgen verlinkt, so dass auch auf diese rasch zugegriffen werden kann.

 

Im Verlauf des Jahres wird es durchaus Änderungen und/oder Ergänzungen geben. Auf diese wird das Homepage-Team der Gemeinde durch aktuelle Meldungen hinweisen. Vielleicht ja auf ein Jahresprogramm bei unserem Verschönerungs- und Vogelschießerverein.

 

Die Übersicht 2020:

 

12. Januar: Einsammeln der Weihnachtsbäume durch die Freiwillige Feuerwehr; 18. Januar: Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee (20 Uhr, Saal); 22. Januar: Jahreshauptversammlung des Verschönerungs- und Vogelschießervereins (20 Uhr, Gasthof Voß); 25. Januar: Tannenbaumverbrennen der Freiwilligen Feuerwehr (17 Uhr, Bolzplatz).

 

14. Februar: Jahreshauptversammlung des SV Schmalensee von 1980 (20 Uhr, Saal); 20. Februar: Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft Schmalensee (19.30 Uhr, Gasthof).

 

4. März: Jahreshauptversammlung der Reitsportgemeinschaft Schmalensee (19.30 Uhr, Gasthof), 5. März: Hegeringversammlung des Hegeringes III (16 Uhr, Saal), 13. März: Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Schmalensee/Stocksee (19.30 Uhr, Gasthof), 22. März: 18. Knicklauf des SV Schmalensee (10.15 Uhr, Sportanlage).

 

4. April: Dorfputz (11 Uhr, Bolzplatz), 9. April: Osterfeuer des SV Schmalensee (18 Uhr, Bolzplatz).

 

1. August: Schmalensee Open Air, Grillfete der Fußballer des SV Schmalensee/der FSG Saxonia (Sportanlage), 7. August: Kabarett – die Entermänner (Saal).

 

5. September: 2. Normannen-Pokal, Wikingerschach beim SV Schmalensee (Sportanlage), 19. September: Staudentreff der Siedlergemeinschaft Schmalensee (14 Uhr, Feuerwehrgerätehaus).

 

7. November: Dorfquiz (20 Uhr, Saal), 15. November: Volkstrauertag (9.30 Uhr; Denkmal/Saal), 21. November: Bingo-Abend der Reitsportgemeinschaft (19.30 Uhr, Saal), 28. November: Jahresfest des Sparklubs „Hol di ran“ Schmalensee (19.30 Uhr, Saal).

 

8. Dezember: Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr (20 Uhr, Feuerwehrgerätehaus), 9. Dezember: Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde (15 Uhr, Saal), 16. Dezember: Terminabsprache 2021 (19 Uhr, Saal), Sitzung der Gemeindevertretung (19.30 Uhr, Saal).

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Das sind die Termine für Schmalensee im Jahr 2020
Foto: Das sind die Termine für Schmalensee im Jahr 2020

Nachrichten aus der Gemeindevertretung

(14. 12. 2019)

Letzte Sitzung der Gemeindevertretung vor der Weihnachtspause. Diese hat am 12. Dezember die Finanzen für das Jahr 2020 geregelt und die Haushaltssatzung verabschiedet.

 

Dabei folgte die Vertretung allen Empfehlungen des Finanzausschusses – wohl wissend, dass diese noch nicht eine eine mögliche deutliche Anhebung der Amtsumlage berücksichtigt. Der Amtsausschuss hatte in seiner Sitzung am 4. Dezember in Stocksee seinen Haushalt noch nicht verabschiedet, weil eine zugesagte Klausurtagung des Amtsvorstehers mit Bürgermeistern und Verwaltung zu Einsparmöglichkeiten nicht stattgefunden hatte. Am 7. Januar 2020 tagt der Amtsausschuss erneut.

 

Eigentlich hatten beide Fraktionen – BfS und BWS – ein Statement zum „Schmexit“, einer möglichen Umamtung Schmalensees verabredet, halten dieses aber nun bis zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung zurück, weil sie den Fortgang im Amtsausschuss abwarten wollen.

 

An den Gebühren für Abwasser ändert die Gemeindevertretung für die Jahre 2020 bis 2022 nichts; allerdings wurde bei der Wasserversorgung eine Anhebung der Verbrauchsgebühr für diesen Zeitraum von 45 auf 50 Cent je Kubikmeter beschlossen, um Sonderausgaben wie den Austausch von zahlreichen Wasseruhren auszugleichen. Die Grundgebühren bleiben jeweils unverändert. Auch die Steuerhebesätze und die Hundesteuer werden laut Haushaltssatzung nicht angefasst. Das Zahlenwerk kann im Allris, dem Ratsinformationssystem eingesehen werden, dass nicht nur Gemeindevertretern im Internet offen steht.

 

Nachfrage gab es aus der Zuhörerschaft zur Badestellen-Problematik. Hier rechnet Sönke Siebke erst im Frühjahr mit Entscheidungen auf Landesebene, die dann die Gemeinde zu Maßnahmen bewegen würden – entweder alles so zu belassen, weil ein Erlass der Landesregierung dies deckt, oder einen Rückbau aller Einrichtungen wie Steg und Nichtschwimmergrenze zu veranlassen, um eine „naturbelassene Badestelle“ herzustellen, für die laut aktueller Gesetzeslage keine Badeaufsicht vonnöten ist.

 

Unabhängig davon beschloss die Gemeindevertretung, im Frühjahr 2020 mit Unterstützung durch Hamburg Naherholung die Firma Sasiba mit der Reinigung der Badestelle zu beauftragen. Mit etwa 1800 Euro wird Schmalensee die Präsenz des Kampfmittelräumdienstes finanzieren müssen, da man mit Munitionsfunden im Zuge der Reinigung rechnen muss. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war im Schmalensee durch britische Besatzungstruppen umfangreich erbeutete Munition versenkt worden.

 

Foto zur Meldung: Nachrichten aus der Gemeindevertretung
Foto: Nachrichten aus der Gemeindevertretung

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt um den Jahreswechsel

(04. 12. 2019)

Diese Info ist wichtig für alle, die um den Jahreswechsel Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten.

 

Letzte Abgabe in 2019 am 18. Dezember

 

Der den BLICKPUNKT druckende khm-Verlag hat wegen der Feiertags-Konstellation geänderte Annahmezeiten angekündigt:

 

Für die 52. Kalenderwoche 2019 mit Erscheinungstag Freitag, 27. Dezember, müssen Beiträge bis Mittwoch, 18. Dezember vorliegen.

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved (sabine.gast@amt-bornhoeved.de) bis 9 Uhr einzureichen.

 

Kein Blickpunkt in Woche 1/2020

 

Außerdem weist der Verlag darauf hin, dass in der 1. Kalenderwoche 2020 KEIN Blickpunkt erscheint. Erst in der 2. KW, am 9. Januar 2020, wird es das amtliche Mitteilungsblatt wieder geben.

 

Abgabeschluss für Mitteilungen und Berichte für diese Ausgabe ist am 2. Januar 2020, um 9 Uhr unter der o.a. Adresse.

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt um den Jahreswechsel
Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt um den Jahreswechsel

Dezember-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung

(01. 12. 2019)

Alte Zeitungen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Werfen wir den Blick auf den Monat November:

 

Fuchsjagd rund um Schmalensee: Der Reiterverein für Bornhöved und Umgebung weitet sein Betätigungsfeld aus und unternimmt am 1. Dezember 1929, vor 90 Jahren, ein Jagdreiten. Als Fuchs reitet der Schmalenseer Hellmut Saggau voran, gefolgt von 27 Jagdreitern, die Master Otto Schlätel anführt. Nach hindernisreichem Kurs wird bei Schmalensee unter den Augen zahlreicher Zuschauer die Jagd freigegeben. Walter Pries (Glaskoppel) gelingt es, den Fuchsschwanz zu ergreifen.

 

Eine neue Meierei für Schmalensee: In einer Versammlung der Meiereigenossenschaft Schmalensee am 8. Dezember 1909, vor 110 Jahren, wird beschlossen, auf einem Grundstück des Hufners Ludwig Saggau neben der Gastwirtschaft das neue Meiereigebäude zu errichten. Es handelt sich um das noch heute bestehende Gebäude, das aber seit 1970 nicht mehr als Meierei genutzt wird. Die erste Meierei befand sich auf dem Grundstück Damsdorfer Straße 1.

 

Weihnachtsgeschichten für Kinder und Senioren: Zahlreiche Kinder aus Bornhöved und den umliegenden Dörfern kommen trotz Regenwetters am 14. Dezember 1929, vor 90 Jahren, nach Bornhöved, um dort die vom Vaterländischen Frauenverein veranstaltete Weihnachtsaufführung zu erleben. Gezeigt werden „Annemies Himmelfahrt“, „Die Sternsucher“ und „Tannenbaum-Krönung“. Anschließend geht der beliebte „Grabbelsack“ herum. Am nächsten Tag werden die Märchen auch den Alten vorgeführt.

 

Öl und Margarine für Bucheckern: Im „Totalen Krieg“ werden die Lebensmittel knapp. Am 15. Dezember 1944, vor 75 Jahren, ist Schlusstag für die Ablieferung von Bucheckern im Kreis Segeberg. Den Termin hat der Milch-, Fett- und Eierwirtschaftsverband festgesetzt. Im Austausch für jedes Kilo abgelieferte Bucheckern gibt es Berechtigungsscheine für 200 Gramm Speiseöl oder Margarine. Die nächstgelegene Sammelstelle für das Amt Bornhöved ist die Spar- und Darlehenskasse Fahrenkrug.

 

Rot- oder Schwarzbunt?: Der Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgebung hält am 16. Dezember 1899, vor 120 Jahren, eine Generalversammlung ab. Der Instruktor für Tierzucht, Herr Ziese, referiert zur Rinderzucht und zur Gründung eines Rindviehzuchtvereins. Hauptziel müssten eine gute Rasse und gute Milcherträge sein. Die Zuhörerschaft ist noch uneins über die rot- oder schwarzbunte Zuchtrichtung. Beispielhaft wird allerdings Schmalensee genannt, wo es bereits einen Stamm guten schwarzbunten Viehs gibt. Doch einer Festlegung auf schwarzbuntes Vieh steht entgegen, dass die Landwirtschaftskammer der Provinz Schleswig-Holstein beschlossen hat, dass im Kreis Segeberg nur rotbuntes Vieh prämiert werden darf. Man vertagt sich auf das neue Jahr.

 

Der Bornhöveder Volkssturm: Die zweite Kompanie des Volkssturms Bornhöved hat, so meldet es das Segeberger Kreis- und Tageblatt, eine Geländeübung abgehalten. Der Verlauf sei ausgezeichnet gewesen, heißt es im Zeitungsbericht. Nun finden am Sonntagvormittag, 17. Dezember 1944, vor 75 Jahren, weitere Übungen statt. Der Volkssturm war das bewaffnete „letzte Aufgebot“ des Dritten Reichs: Notdürftig bewaffnete und meist nur mit Armbinden Uniformierte Zivilisten zwischen 16 und 60 Jahren sollten ein Vordringen der Alliierten auf Reichsgebiet aufhalten. Aus dem Amt Bornhöved ist aus dem Mai 1945, als britische Einheiten eintrafen und in Richtung Plön den Spuren der letzten Reichsregierung folgten, kein Widerstand des Volkssturms bekannt. Angeblich war in Schmalensee eine Baumsperre am Ortseingang vorbereitet, aber nicht angelegt worden.

 

Gedenken an das Ende der Leibeigenschaft: Am 19. Dezember 1904, vor 115 Jahren, gedenkt man in Schleswig-Holstein des 19. Dezembers 1804. Erst vor 100 Jahren (damals) verfügte eine königlich-dänische Resolution für Schleswig-Holstein die Aufhebung der Leibeigenschaft zum 1. Januar 1805. Dies geschah teilweise gegen harte Widerstände des Adels. Doch mit Begründungen wie der, dass mit der Landmilitärordnung von 1800 der Militärdienst eine persönliche Pflicht des Bauernstandes sei, fielen nach und nach die Argumente für eine Beibehaltung der Leibeigenschaft in den Gutsbezirken, zu denen Schmalensee, Bornhöved und Gönnebek jedoch nicht gehörten, in sich zusammen. Rund ein Sechstel der Bevölkerung der beiden Herzogtümer erlangte dadurch Freizügigkeit, etwa uneingeschränkte Heiratsrechte, aber auch neue Freiheiten im Erwerb von Besitz. Schmalensee war von Gutsdörfern umgeben, die laut Heinrich Pöhls (1979) im Bereich des heutigen Amtes Bornhöved bis 1649 in Leibeigenschaft fielen – die aber nicht alle Einwohner betraf. Der 1. Januar 1805 muss wohl als „Stichtag“ angesehen werden, an dem die Leibeigenschaft endgültig beendet war. In den Dörfern Stocksee, Damsdorf, Tensfeld und Tarbek jedenfalls soll sie laut Pöhls bereits 1778 beendet gewesen sein, allerdings hatten sich die Betroffenen zu Leistung von jährlichen Abgaben an die bisherigen Herren verpflichtet.

 

Heim für die Hitlerjugend: In Bornhöved steht laut Segeberger Kreis- und Tageblatt am 23. Dezember 1939, vor 80 Jahren, der Bau eines HJ-Heimes vor seiner Fertigstellung. Durch den Neubau der Bornhöveder Schule in der Lindenstraße wurden die alten Schulgebäude in der Linden- und Schulstraße zum Verkauf frei. Ein Tischler erstand das Gebäude in der Lindenstraße. Das in der Schulstraße gegenüber der Kirche gelegene Gebäude ist im öffentlichen Interesse nun als Heim für die Hitlerjugend vorgesehen. Es enthält zwei Schar-, einen Werk- und einen Feierraum. Auch Führerzimmer für die verschiedenen HJ-Formationen wurden eingebaut. Das Bornhöveder HJ-Heim ist das erste im Kreis Segeberg. Heute ist das Gebäude Teil des Vicelin-Kindergartens.

 

Polizisten beleidigen ist teurer: An Heiligabend 1894, vor 125 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt von einem Prozess vor dem Schöffengericht in der Kreisstadt Segeberg: Während des letzten Jahrmarktes in Bornhöved wurde der Gendarm Strycker von einem Tensfelder Landmann derart beleidigt, dass dieser nun zu einer Geldstrafe von 60 Mark, ersatzweise zwölf Tagen Haft verurteilt wurde. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor war ein Bürger von zwei Männern beleidigt und verhauen worden. Diese wurden im Mai 1894 zu 20 bzw. 40 Mark Geldstrafe oder ersatzweise vier bzw. acht Tagen Gefängnis verurteilt. Ohne das Verhauen hätte die Strafe 6 Mark betragen.

 

Weihnachten 1949 für Schmalensees Kinder: Im Dezember 1949, vor 70 Jahren, steht Schmalensee noch immer unter den Eindrücken der Folgen des Zweiten Weltkriegs: Nicht alle Kriegsgefangenen sind zurück und das Dorf aufgrund der Unterbringung von Flüchtlingen mit 140 Prozent überbelegt. Diese haben im November eine Ortsgruppe des Bundes der Heimatvertriebenen gegründet, der eine Weihnachtsfeier für die älteren Einwohner des Dorfes veranstaltet hat. Für die Kinder des Dorfes, die hierbei mit Gesang unterhielten, gibt es wenig später auch eine Weihnachtsfeier im Saal des Gasthofs Voß, wie die Segeberger Zeitung am 24. Dezember 1949 berichtet: Zahlreiche Spenden waren bei Schulleiter Stüben eingegangen, so dass er ein schönes Fest organisieren konnte. Nachdem die Kinder selbst mit Gedichten, Gesang und dem Märchenspiel „Hänsel und Gretel“ Lehrer und Eltern unterhalten hatten, kam zu ihrer großen Freude zum Abschluss der Weihnachtsmann auf den Saal und verteilte Geschenke.

 

 

 

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Dezember-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung
Foto: Zeit für Weihnachtseinkäufe SKTB 21.12.1929

Vorweihnachtliche Einladung an unsere Seniorinnen und Senioren

(18. 11. 2019)

Seniorenweihnachtsfeier in Schmalensee

 

Sehr geehrte Seniorinnen und Senioren der Gemeinde Schmalensee,

unsere diesjährige vorweihnachtliche Kaffeetafel findet am

Mittwoch, dem 11. Dezember 2019, um 15 Uhr auf dem Gemeindesaal statt.

 

Die Gemeinde Schmalensee lädt Sie herzlich dazu ein.

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme im Zuge der persönlichen Einladung,

welche Ihnen zuvor noch überbracht wird.

 

Freiwillige Helfer und Kuchenspender werden gebeten, sich bei Susan Buchholz (Tel.: 04323/7443) oder Christopher Brust (0160/92480946) zu melden.

 

Wir freuen uns auf die Schmalenseer Kinder, die unsere Seniorenweihnachtsfeier mit ihren Liedervorträgen bereichern wollen, einen Besuch durch Pastorin Ulrike Egener und eine Wiederauflage der zuletzt so gut angekommenen Bingo-Runde.

 

 

Sönke Siebke

Bürgermeister

 

Christopher Brust

Ausschussvorsitzender

 

Foto zur Meldung: Vorweihnachtliche Einladung an unsere Seniorinnen und Senioren
Foto: Vorweihnachtliche Einladung an unsere Seniorinnen und Senioren

Volkstrauertag 2019 – in Schmalensee am 16. November

(12. 11. 2019)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Der Volkstrauertag wird in diesem Jahr in Schmalensee wieder am Vorabend des eigentlichen Gedenktages begangen. Am Sonnabend, 16. November, findet um 19 Uhr bei Fackelschein die Kranzniederlegung durch die Freiwillige Feuerwehr am Denkmal in der Ortsmitte statt.

 

Nach dieser kurz gehaltenen Zeremonie geht es in den Gemeindesaal. Dort hält die neue Pastorin Annett Weinbrenner eine Andacht und es wird heiße Getränke für alle geben.

 

Dieses ist eine gemeindliche Veranstaltung, die dem gemeinsamen Gedenken aller Opfer von Krieg, Verfolgung, Vertreibung und Unterdrückung gilt, und bei der wir Schmalenseer Gelegenheit haben, untereinander ins Gespräch zu kommen.

 

Auch über die Art der Durchführung des Volkstrauertages oder die Gestaltung unseres Ehrenmals, das 1923 eingeweiht und nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert worden war.

 

Im Internet setzt sich die Evangelische Akademie der Nordkirche (www.denk-mal-gegen-krieg.de/kriegerdenkmaeler/schleswig-holstein-s-u#denkmal-221) kritisch mit der Symbolik von sogenannten Gefallenendenkmalen auseinander. Auch das Schmalenseer Denkmal ist dort einer lesenswerten Betrachtung unterzogen worden, die Grundlage einer bereits in der Gemeindevertretung angeregten Debatte sein kann.

Foto zur Meldung: Volkstrauertag 2019 – in Schmalensee am 16. November
Foto: Volkstrauertag 2019 – in Schmalensee am 16. November

Terminabsprache für 2020 vorbereiten!

(12. 11. 2019)

An die Vorstände der Vereine, Organisationen, Interessengruppen, örtlichen Wählergemeinschaften und Parteien:

 

Am Donnerstag, 12. Dezember 2019, findet im Gasthof Voß um 19 Uhr die Terminabsprache für das Jahr 2020 statt.

 

Diese bietet Ihnen allen die Möglichkeit, geplante Versammlungen, Veranstaltungen und Aktionen so miteinander abzustimmen, dass es im Laufe des nächsten Jahres nach Möglichkeit zu keinen Überschneidungen kommt.

 

Die Terminübersicht wird Blickpunkt Bornhöved und auf der Homepage www.gemeinde-schmalensee.de erscheinen.

 

Sollten Sie nicht teilnehmen können, besteht auch die Möglichkeit, mir im Vorwege Termine unter den auf dieser Homepage ersichtlichen Kontakten anzuzeigen, damit diese entsprechende Berücksichtigung finden.

 

gez. Sönke Siebke

Bürgermeister

Foto zur Meldung: Terminabsprache für 2020 vorbereiten!
Foto: Terminabsprache für 2020 vorbereiten!

Als die Mauer fiel war Jörg Lange längst „Drüben“

(09. 11. 2019)

Heute vor 30 Jahren, am 9. November 1989, kam es zum Fall der Berliner Mauer – und damit zur Einleitung der historischen Schritte hin zur Vereinigung zweier deutscher Staaten am 3. Oktober 1990. Allein der Blick auf Schmalensee zeigt: Die Geschehnisse rühren uns alle an. Ob als damaliger Beobachter vor dem Fernseher, als vor Jahrzehnten „in den Westen“ Geflüchteter, als nach der „Wende“ Gekommene. Viele Geschichten könnten hier erzählt werden. Zum Beispiel die von Jörg Lange, 57, jetzt Schmalensee.

 

Von sich aus kam Jörg Lange im letzten Jahr auf mich zu und sagte, „vielleicht interessiert Dich meine Geschichte“. Und das tat sie natürlich, denn Geschichten sind „mein Ding“. Und auch ich habe persönliche Verbindungen mit dem Thema DDR und deren Ende. Also hockten wir uns zusammen, sprachen lange, mein Notizblock stand fast in Flammen, so schnell und viel galt es mitzuschreiben.

 

Mit Sicherheit gibt es ähnliche Geschichten vom Leben in der früheren DDR, über erlebte Beschränkungen und behördlich verordnete Einschränkungen bis hin zu Drangsalierungen; Fluchtschicksalen, Grenzzwischenfällen. Aber natürlich auch schöne Geschichten über Zusammengehörigkeitsgefühl und Erlebnisse, die man nicht vergessen wollte und sollte. Das Besondere für den, der die Geschichte aufzuschreiben hat, ist das persönliche Zuhören, die Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen. Dabei dem Gesprächspartner ins Gesicht zu schauen und zu erkennen, wie er oder sie Geschehenes noch einmal vor dem inneren Auge durchlebt.

 

Jörg Lange hat von seinen „Grenzerfahrungen“ berichtet, in der Zeitung war davon zu lesen. Von einer Berufsausbildung, die er sich anders vorgestellt hat, von Nachteilen, die die Eltern erfahren mussten, vom Wehrdienst an der Grenze mit dem Schlüsselerlebnis, dass ein Kamerad den anderen hinterrücks erschoss, um in den Westen fliehen zu können, von Berufswechsel, Unfreiheit, schließlich der Flucht über die Prager Botschaft, das Ankommen in Schleswig-Holstein und den Neuanfang bis hin zur Verwirklichung des größten Traums: Der persönlichen und beruflichen Selbstständigkeit als Ausdruck individueller Freiheit.

 

Mit Jörg Langes Einverständnis fand die Geschichte den Weg in die Zeitung. Unzählige Anrufe, E-Mails und WhatsApp-Nachrichten hat er an dem Tag erhalten, sogar aus der alten Heimat, bis dahin wurden die Botschaften geteilt. Dass das Erzählte weit mehr war als 260 Zeitungszeilen, dürfte klar sein. In der Anlage zu diesem Eintrag auf der Gemeinde-Homepage von Schmalensee ist die Langversion nachzulesen. Zu verstehen auch als Beitrag des Homepage-Teams zum heutigen Jahrestag und mit der Intention, dass auch wir in Schmalensee nicht vergessen wollen und sollen, dass es eine deutsche Teilung gab, deren Überwindung das historische Ereignis schlechthin war. Nicht umsonst hat die Gemeinde am 3. Oktober 1990 am Ringreiterplatz einen Gedenkstein zur Deutschen Einheit aufgestellt.

 

Christian Detlof

 

 

[Jörg Lange - Grenzerfahrungen - 09.11.2019]

Foto zur Meldung: Als die Mauer fiel war Jörg Lange längst „Drüben“
Foto: Jörg lange erzählt seine Geschichte

November-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung

(01. 11. 2019)

Alte Zeitungen liefern uns heute oft Aufschluss über ungeahnte Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Quelle dieser Sammlung ist das Archiv der Segeberger Zeitung. Werfen wir den Blick auf den Monat November:

 

Grausiger Fund: Während einer Treibjagd am 1. November 1884 im benachbarten Stocksee werden die stark verwesten Überreste eines Mannes gefunden, der sich an einer Tanne erhängt hatte. Nicht aufgelöst wird, um wen es sich bei dem Selbstmörder handelt.

 

Jubiläum I: Die 71-jährige Hebamme Caroline Steen aus Bornhöved begeht am 1. November 1934 ihr 50-jähriges Arbeitsjubiläum. Gefeiert wird in Bornhöved und in Bad Segeberg. Im Hotel Germania überreicht man der Hebamme, die in Bornhöved und Umgebung rund 3.000 Geburten begleitet hat, das Ehrenkreuz des Provinzial-Hebammenverbandes.

 

Jubiläum II: Der in Bornhöved stationierte Oberlandjäger Böster feiert am 2. November 1924 sein 25-jähriges Dienst- und Ortsjubiläum. Die Freiwillige Feuerwehr Bornhöved veranstaltet am Vorabend einen Fackelzug und bringt dem Polizisten ein Ständchen.

 

Liebesgaben“: Von Schmalensee gehen am 2. November 1914 Sachspenden an den Zweigverein vom Roten Kreuz in Neumünster, die an die West- und die Ostfront des seit Sommer tobenden Weltkriegs weitergeleitet werden sollen: 31 Paar Strümpfe, 15 Paar Kniewärmer, 22 Paar Pulswärmer, sieben Leibbinden, zwei Unterhosen, 2 Unterhemden, zwei Kisten Zigarren und Kleinigkeiten sind gestrickt und gesammelt worden. Den gestrickten Sachen legen Schmalenseer Mädchen Briefe mit niedlichen Versen bei.

 

Drei Hochzeiten: Vor dem Bornhöveder Standesamt werden am 5. November 1949 drei Schmalenseer Ehen geschlossen. In einer Doppelhochzeit werden die Töchter des Schmalenseer Schmiedemeisters Heinrich Prause „an den Mann gebracht“: Charlotte heiratet Helmut Nagel, Luise den Kieler Fritz Maßloch. Außerdem gehen auch Maria Schattauer und Willi Tiemann den Bund der Ehe ein.

 

Jubiläum III: Der Rektor der Grund- und Hauptschule Bornhöved, Theodor „Theo“ Graulich, begeht am 7. November 1974 sein 40-jähriges Dienstjubiläum im Lehrerberuf. 1915 in Hamburg geboren wurde er 1951 Schulleiter in Tensfeld, wo er auch Bürgermeister ist. Außerdem ist er Vorsitzender des Schulverbandes Bornhöved.

 

Jubiläum IV: Am 12. November 1959 gratulieren insbesondere die Landwirte der Umgebung dem Bornhöveder Dr. Otto Sarpe – der Tierarzt praktiziert seit 50 Jahren.

 

Prädikat: Der Schmalenseer Bäckereibesitzer Johannes Sievers besteht am 14. November 1919 in Kiel vor der Prüfungskommission der Handwerkskammer die Meisterprüfung mit dem Prädikat „gut“.

 

Initialzündung?: In Bornhöved findet am 15. November 1889 zur Verbreitung der Inhalte der „„Polizeiverordnung betreffend das Feuerlöschwesen auf dem platten Lande“ vom 15. April 1889 eine Zusammenziehung von Oberbrandmeistern (damals waren das die Amtsvorsteher in Personalunion) und Brandmeistern (Ortswehrführer) der Region statt. Der Feuerlöschinspektor Wernrich nimmt eine entsprechende Unterrichtung vor und nimmt auch Lehrvorführungen mit vorhandenen Feuerwehrkräften – der Freiwilligen Feuerwehr Bornhöved – vor. Zufall oder nicht: Am 1. Dezember 1889 werden 24 Männer aus Schmalensee hier auch eine Freiwillige Feuerwehr bilden.

 

Flüchtlinge: In Segeberg und Umgebung bzw. entlang der Bahnlinie Segeberg-Bornhöved-Kiel werden ab dem 17. November 1914 Flüchtlinge aus Ostpreußen einquartiert. In ihrer Heimat toben Kämpfe mit russischen Truppen.

 

Innovativ: Die Versammlung des Lehrervereins Bornhöved hört am 19. November 1904 einen Vortrag des Daldorfer Lehrers Heiden über die „gemeinsame Erziehung von Knaben und Mädchen“.

 

Wiederwahl: Im Kreistagswahlbezirk I muss nach Ablauf der Amtszeit von Heinrich Christian Saggau am 22. November 1909 eine Neuwahl des Kreistagsabgeordneten vorgenommen werden. Im Wahllokal, es ist Saggaus Schmalenseer Amtszimmer als Amtsvorsteher, kommen die Wahlmänner aus Bornhöved (3), Travenhorst, Krems II, Nehms, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee, Tarbek und Tensfeld (jeweils 1) zusammen. Saggau ist selbst in seiner Eigenschaft als Amtsvorsteher Wahlvorstand und überwacht die Stimmabgabe, aus der er als wiedergewählter Kreistagsabgeordneter für die Jahre 1910 bis 1915 hervorgeht.

 

Messerstecher: Der Bornhöveder Knecht Kopmann, genannt Rothschildt, wird laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 25. November 1909 nachts um 3 Uhr in Schmalensee von einem Knecht des Hufners Siebke überfallen und arg zugerichtet. Ein Mädchen ist Auslöser des Streits, in dessen Verlauf der Schmalenseer ein Rasiermesser holt und Kopmann die Wange durchtrennt. Wenig später wird ein Knecht wegen der Tat verhaftet und in Schmalensee eingesperrt. Tags darauf bringt ihn der Gendarm ins Segeberger Gerichtsgefängnis.

 

Vertriebene: Im Gasthof Voß findet am 26. November 1949 die Gründungsveranstaltung einer Ortsgruppe Schmalensee des Bundes der Heimatvertriebenen statt. Erster Vorsitzender ist (Arthur) Masch aus Stettin, sein Stellvertreter der Lehrer Masch. (Gerda) Rasch aus Königsberg wird Kassiererin, (Walter) Fock aus Wulfshagen wird Schriftführer. (Vornamen und Herkunftsorte sind dem Meldebuch der Gemeinde entnommen, das beim Arbeitskreis Dorfgeschichte verwahrt wird.)

 

 

 

Foto zur Meldung: November-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung
Foto: Persil-Werbung im Segeberger Kreis- und Tageblatt 1934

Einblicke in das Leben und Sterben vor 2800 Jahren – Vortrag der Uni Kiel zu den Grabungen am Bornhöveder Kornkamp

(31. 10. 2019)

Gut 280 bronzezeitliche Grabhügel gibt es entlang der Moränenkuppen rund um den Grimmelsberg; 21 allein wurden in der jüngsten Vergangenheit von Archäologen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) auf der Flur Mang de Bargen untersucht. Aber der Grabhügel „LA 117“ auf dem Bornhöveder Kornkamp sei, so Dr. Jutta Kneisel, „der schönste bisher“ von ihr untersuchte gewesen. In einem von der Volkshochschule Trappenkamp-Bornhöved organisierten Vortrag stellte die Wissenschaftlerin erste Ergebnisse der ab Sommer 2018 durchgeführten Grabungen vor.

 

Das Interesse war groß. Über 60 Personen füllten das Sitzungszimmer im Alten Amt in Bornhöved und wollten wissen, was Jutta Kneisel und der Studierende Sebastian Wilhelm, dessen Magisterarbeit die Grabung zum Thema haben wird, herausgefunden haben. Schon während der Grabungen habe man sich eines regen Zuspruchs erfreut, so die Forscher. 470 Personen hätten die Grabungen an den Öffentlichkeitstagen besucht und viele Fragen gestellt.

 

Gute 40 Zentimeter Ackerboden trugen die Archäologen am Kornkamp zunächst ab, um auf die zu untersuchende Kulturschicht zu stoßen. Für das eigentliche Grab mussten die Studierenden und ihre Leiterin im heißen Sommer 2018 wesentlich tiefer graben. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt“, scherzte Jutta Kneisel. „Aber ab 120 Zentimeter kommt ihr Tod unweigerlich näher.“ Da aber wurde man fündig. Zwar erhalten sich in Holsteins Böden keine Knochen, wohl aber organische Überreste, der sogenannte Leichenschatten. Und die können mit modernen Methoden weiter untersucht werden.

 

Ein Grabhügel – mehrfach benutzt

 

Die Erkenntnisse, über die das Forscherteam schon jetzt verfügt, sind beeindruckend. LA 117 war ganz offensichtlich ein über Jahrhunderte mehrfach genutzter Grabhügel, der am Übergang von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit um 1800 v. Chr. entstanden ist. In verschiedenen Abschnitten veränderte sich nicht nur die Belegung, sondern auch sein Äußeres: Im 19. bis 18. Jahrhundert vor Christus muss das Zentralgrab angelegt worden und ein Hügel darüber aufgeschüttet worden sein. Um diesen wurde ein vielleicht 1 Meter breiter Graben gezogen, der zwischen 1600 – 1500 v. Chr. mit Holzplanken ausgelegt wurde, die man verbrannte – eine nächtliche rituelle Illumination vielleicht, die mehrfach wiederholt wurde? In späterer Zeit füllte man den Graben mit Steinpackungen auf. Noch später entstand ein Pfostenkranz der auf dem ab ca. 1300 v. Chr. vorherrschenden Weideland weithin sichtbar gewesen sein muss. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass dieser Grabhügel über einen Zeitraum von 400 bis 600 Jahren immer wieder verändert worden sein muss.

 

Angetan waren die Besucher des Vortrags auch von dem vielen Bildmaterial, das Dr. Jutta Kneisel präsentierte. Es dokumentierte nicht nur die Arbeiten der Archäologen und deren Funde, es enthielt auch viele Interpretationen bisheriger Erkenntnisse. So war es auch möglich, einen Blick auf die Menschen zu werfen, die wohl um 1400 vor Christus in unserer Region gelebt haben. Dass nicht jeder von ihnen einen eigenen Grabhügel bekommen konnte, ist nachvollziehbar. Funde in Dänemark hätten bestätigt, dass die weniger bedeutenden Menschen im Umfeld der Grabhügel in einfachen Gräbern bestattet wurden. So weit aber gingen hierzulande die Forschungen nicht – aus Kostengründen.

 

Besucher durften Funde in die Hand nehmen

 

Weil aber am Kornkamp weiträumiger als üblich gegraben worden ist, konnten weitere Funde getätigt werden. Diese würden konserviert und weiter untersucht – so gehen Reste aus ebenfalls gefundenen Urnen (1100 – 500 v. Chr.) zu anthropologischen Untersuchungen nach Berlin. Weitere Beifunde, die von den Studierenden gemacht wurden und zum Teil unter den Zuhörern herumgereicht wurden, sind eine Siedlungsgrube mit Ofenresten, Keramik und Pfostenlöchern sowie Kochsteingruben aus der Zeit um 1100 – 200 v. Chr. Auch wurden zwei Glasperlen gefunden, die allerdings der Völkerwanderungszeit zuzuordnen sind. „Ausgerechnet die schönsten Funde in dem Bereich interessieren mich angesichts des Forschungsauftrags eher gar nicht“, brachte Dr. Jutta Kneisel die Zuhörer zum Schmunzeln.

 

Dass der von ihr und ihren Mitarbeitern untersuchte Grabhügel nun unter Baugrundstücken verschwindet, stimmt Dr. Jutta Kneisel keineswegs traurig. Denn erst das Bauvorhaben habe ja die Untersuchungen in Gang gesetzt. „Und das Baudenkmal LA 117 verschwindet zwar physisch durch die Bautätigkeit, aber es verschwindet nicht aus der Forschung.“ Und die dauert an – auch über die Magisterarbeit von Sebastian Wilhelm hinaus. Publikationen und vielleicht ein zweiter Vortrag nach Vorliegen weiterer Erkenntnisse wurden in Aussicht gestellt. Auf jeden Fall ein Beitrag, der in die aktuell in der Erarbeitung befindliche neue Chronik von Bornhöved einfließen soll.

 

Wie geht es weiter auf Mang de Bargen?

 

Und Mang de Bargen? Jüngst war in der Schmalenseer Gemeindevertretung zu hören, das das Kieswerk bis auf Schmalenseer Gelände ausgedehnt werden soll. Im Februar hatten Geophysiker der Kieler Universität die Fläche untersucht und waren fündig geworden. Mindestens einen Grabhügel und vielleicht so etwas wie Siedlungsreste – ließ Jutta Kneisel auf Nachfrage durchblicken – müssen vor dem Kiesabbau untersucht werden. Das aber wird nicht die Universität bewerkstelligen. Doktorandin Stefanie Schaefer-Di Maida muss im Dezember ihre Doktorarbeit zu Mang de Bargen vorlegen, während der CAU-Tross weiter gen Osten zieht, wo man die Forschungen zur Bronzezeit fortsetzen muss. Aber das Archäologische Landesamt werde sich der Fläche an der Tarbeker Straße annehmen und seine Untersuchungsergebnisse den Wissenschaftlern der CAU zugänglich machen, so dass auch die Erkenntnisse über das Leben und Sterben in unmittelbarer Nachbarschaft zum heutigen Schmalensee möglichst abgerundet werden.

 

 

Foto zur Meldung: Einblicke in das Leben und Sterben vor 2800 Jahren – Vortrag der Uni Kiel zu den Grabungen am Bornhöveder Kornkamp
Foto: So sahen sie aus, die Menschen der Bronzezeit in der Region Bornhöved

Volkstrauertag: Planung für den 16. November 2019

(31. 10. 2019)

Im Blickpunkt war es bereits nachzulesen: Der Volkstrauertag wird in diesem Jahr in Schmalensee wieder am Vorabend des eigentlichen Gedenktages begangen. Am Sonnabend, 16. November, findet um 19 Uhr bei Fackelschein die Kranzniederlegung durch die Freiwillige Feuerwehr am Denkmal in der Ortsmitte statt.

 

Von dort geht es in den Gemeindesaal. Dort hält die neue Pastorin Annett Weinbrenner eine Andacht und es wird heiße Getränke für alle geben – dieses ist eine gemeindliche Veranstaltung, die dem gemeinsamen Gedenken aller Opfer von Krieg, Verfolgung, Vertreibung und Unterdrückung gilt, und bei der wir Schmalenseer Gelegenheit haben, untereinander ins Gespräch zu kommen.

Foto zur Meldung: Volkstrauertag: Planung für den 16. November 2019
Foto: Volkstrauertag: Planung für den 16. November 2019

Kostenloser Grippeschutz – der Kreis Segeberg impft ab 5. November 2019

(31. 10. 2019)

Die kalte Jahreszeit ist angebrochen und mit ihr kommen Schnupfennase und trockener Husten daher. Häufigster Auslöser ist neben einer Erkältung die Grippe (Influenza). Wer eine Ansteckung vermeiden will, kann sich beim Kreisgesundheitsamt in diesem Herbst und Winter kostenfrei gegen die Influenza impfen lassen. Die erste Möglichkeit dazu besteht am Dienstag, 5. November, zwischen 14 und 16 Uhr in der eigens dafür eingerichteten Impfsprechstunde. Das Angebot steht jedem offen.

 

Rund 8.800 Menschen sind im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein an der Grippe erkrankt. 44 von ihnen starben daran. Die schwere Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und beginnt plötzlich mit Fieber, Husten und Kopfschmerzen. Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Schnupfen oder ein allgemeines Schwächegefühl zählen zu den weiteren Symptomen.

 

Den besten Schutz bietet die Impfung“, sagt Kreis-Ärztin Gabriele Seidel in einer Mitteilung des Kreisverwaltung. Auch wenn es zu einer Ansteckung kommt, könnten Krankheitsverläufe dadurch deutlich gemildert werden. „Jede und jeder ist für ihre bzw. seine eigene Gesundheit mitverantwortlich – aber auch für die der Mitmenschen.“ Impfungen schützten Geimpfte und ihr Umfeld, besonders kranke Personen und Kinder.

 

Beratung und Impfung finden an jedem ersten Dienstag in den Monaten November, Dezember und Januar jeweils zwischen 14 und 16 Uhr im Kreisgesundheitsamt statt (Hamburger Straße 30 in Bad Segeberg). Konkret am 5. November, 3. Dezember und 6. Januar. Zusätzliche Termine für die Grippeschutzimpfung sind an den Donnerstagen 7. November, 12. Dezember und 9. Januar vormittags jeweils von 10 bis 12 Uhr vorgesehen.

 

Anmeldungen sind erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. Gern per E-Mail an schutzimpfung@segeberg.de, telefonisch unter 04551/951-9604 oder persönlich in den Zimmern 132 und 137 (Haus A) im Kreisgesundheitsamt.

Foto zur Meldung: Kostenloser Grippeschutz – der Kreis Segeberg impft ab 5. November 2019
Foto: Kostenloser Grippeschutz – der Kreis Segeberg impft ab 5. November 2019

Vortrag zu archäologischen Untersuchungen am 30. Oktober

(28. 10. 2019)

War Bornhöved schon in frühester Zeit ein bedeutender Siedlungsort? Antworten darauf könnte ein Vortrag liefern, der am Mittwoch, 30. Oktober, um 19 Uhr im Alten Amt (Lindenstraße 5) in Bornhöved gehalten wird.

 

Derzeit entwickelt sich unsere Nachbargemeinde auf dem Kornkamp weiter. Ehe in dieser ohnehin geschichtsträchtigen Region aber Bagger und andere Baufahrzeuge anrollen können, sind stets die Archäologen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gefragt. Und die haben das entstehende Neubaugebiet wie schon die zukünftigen Kiesabbauflächen Mang de Bargen einer genauen Untersuchung unterzogen.

 

Die Ergebnisse sollen nun vorgestellt werden – und möglicherweise Aufschluss darüber liefern, ob Bornhöved und seine Umgebung auch schon weit vor dem Ringen zwischen Slawen und Sachsen, dass im Jahr 798 n. Chr. in einen richtige Schlacht mündete, von besonderer Bedeutung war.

 

Der Vortrag im Alten Amt endet gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Foto zur Meldung: Vortrag zu archäologischen Untersuchungen am 30. Oktober
Foto: Vortrag zu archäologischen Untersuchungen am 30. Oktober

Vortrag mit Mojib Latif am 28. Oktober fällt aus

(24. 10. 2019)

Der für den 28. Oktober angekündigte Vortrag von Professor Mojib Latif im Trappenkamper Bürgerhaus muss leider ausfallen. Der bekannte Klimaforscher vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschug Kiel ist erkrankt und hofft, seinen Besuch in der Region im nächsten Jahr nachholen zu können.

 

Latif hatte beabsichtigt, u.a. über die „Kleine Eiszeit“ vom 15. bis 19. Jahrhundert zu sprechen und den aktuellen globalen Klimawandel mit dem vergangener Jahrtausende gegenüberzustellen.

 

Am 12. Oktober hatte auch die Gemeinde Schmalensee auf die Veranstaltung hingewiesen, die auf Einladung der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft, Sektion Trappenkamp/Bornhöved in Zusammenarbeit mit der ARGE Trappenkamp und der Volkshochschule Trappenkamp/Bornhöved stattfinden sollte. In letzterer ist Schmalensee Mitglied.

Foto zur Meldung: Vortrag mit Mojib Latif am 28. Oktober fällt aus
Foto: Vortrag mit Mojib Latif am 28. Oktober fällt aus

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt

(24. 10. 2019)

Diese Info ist wichtig für alle, die für Anfang November Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten.

 

Der den BLICKPUNKT druckende khm-Verlag hat wegen des Reformationstgaess eine geänderte Annahmezeit angekündigt:

 

Für die 45. Kalenderwoche 2019 mit Erscheinungstag Donnerstag, 7. November, müssen Beiträge bis Mittwoch, 30. Oktober vorliegen.

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved (sabine.gast@amt-bornhoeved.de) bis 9 Uhr einzureichen.

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt
Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt

Ab 2020 Basketball auf dem Bolzplatz?

(18. 10. 2019)

Schon im Rahmen der Zukunftswerkstatt für Schmalensee war die Idee laut geworden, auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus die Möglichkeit zu schaffen, Basketball zu spielen. Nun ist ein großer Schritt in diese Richtung getan: Am 16. Oktober stellte Bürgermeister Sönke Siebke mit seinem Teleskoplader einen Doppelkorb auf der Grünfläche ab.

 

Die zwei Basketballkörbe an einem Mast stammen vom Schulhof der Grund- und Gemeinschaftsschule Bornhöved, der umgestaltet wird. In der Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung am 29. Mai 2019 hatte Bornhöveds Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher Reinhard Wundram als Zuhörer mitbekommen, dass in Schmalensee etwas in Sachen Basketball geschehen soll, und eine Abgabe in Aussicht gestellt. Nun konnte Sönke Siebke mit Hilfe des Bauhofs der Nachbargemeinde das Sportgerät sicherstellen, das die Gemeinde Schmalensee bis dahin nichts kostet.

 

Noch kann natürlich nicht gespielt werden und Kosten werden entstehen: Körbe und Bretter bedürfen einer Generalüberholung, das Fundament muss ins Erdreich gebracht und ein fester Platz drumherum geschaffen werden, damit man nicht nur werfen sondern auch gut prellen kann. Aber über die pragmatische Lösung auch seitens des Bornhöveder Bürgermeisters freut man sich in Schmalensee natürlich sehr.