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Gemeinde Schmalensee

Vorschaubild

Amt Bornhöved

Telefon (04323) 8209

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.gemeinde-schmalensee.de

Schmalensee mit seinen rund 500 Einwohnern liegt am gleichnamigen See. Was zuerst war, der Name des Sees oder der der Gemeinde, ist unbekannt. Der See selbst gehört, da er in Privatbesitz ist, zur Gemeinde Bornhöved. Er darf weder befahren noch beangelt werden, eine Badestelle unterhalb des Dorfgasthofes aber lädt zum Verweilen ein.

 

Der See und die knickreiche Natur Schmalensees bieten sich zudem für ausgedehnte Wanderungen, mit dem Fahrrad oder zu Fuß an. Von einem überwiegend landwirtschaftlich geprägten kleinen Kirchspieldorf hat sich die Gemeinde Schmalensee seit den 1950er Jahren zunehmend zur Wohngemeinde entwickelt. Die Ausweisung von Neubaugebieten ließ das Dorf wachsen. Geschäfte, Behörden, Ärzte und Apotheken, Schulen und Kirchen gibt es hier nicht.


Aktuelle Meldungen

Doppelbingo bei der Seniorenweihnachtsfeier

(13.12.2018)

Ganz schön was los auf dem Gemeindesaal am 12. Dezember: Zeit für die Seniorenweihnachtsfeier, auf deren Ausrichtung Schmalensee auch als Fehlbedarfsgemeinde nicht verzichten würde. 44 ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger folgten der Einladung, sechs weitere Angemeldete hatten leider kurzfristig absagen müssen.

 

Nach bewährtem Muster und doch immer wieder ein bisschen neu verlief das Treffen im festlich geschmückten Saal: Mit dem Begrüßungs-Drink vor dem Weihnachtsbaum und einer Begrüßung durch Bürgermeister Sönke Siebke ging es los.

 

Applaus gab es für die vielen leckeren Kuchen und Torten, für die Nina Becker, Ute Mühlenberg, Bärbel Wichmann, Nicole Specht-Cornehls, Hildegard Schöning, Lore Jungclaus, Christian Detlof, Sophia Conrad, Julia Voß und Andrea Weinrich gesorgt hatten.

 

Im Anschluss erfreute Pastorin Ulrike Egener die Anwesenden mit Gedanken zur Weihnachtszeit und einer Hoffnungs-Geschichte – auch dafür gab es Applaus. Genauso wie für die Helferinnen und Helfer, die sich ums Einladen, Eindecken, Ausschenken und Nachbereiten kümmerten – Christopher Brust, Lotti Saggau, Susan Buchholz, die sich wieder um ganz viele Kleinigkeiten gekümmert hatte, Hildegard und Karl-Heinz Schöning, Annegret und Julia Voß, Christian Detlof und der Bürgermeister selbst. Und, erstmals dabei: Die Konfis Mila Mühlenberg und Bjarne Voß.

 

Die Stars der Veranstaltung waren natürlich die Kinder des Dorfes, die unter Anleitung von Nicole Specht-Cornehls und der musikalischen Begleitung von Maite Jens mit Hilfe von ein paar Eltern Lieder und Gedichte vortrugen.

 

Mit ein paar neuen Regeln machte Susan Buchholz das abschließende Bingo für alle besonders spannend. Etwa mit dem doppelten Bingo, der einen Preis bedeuten konnte. Wer leer ausgegangen war, hatte am Ende dennoch ein Präsent in der Tasche, denn ohne einen Wein und Süßes darf niemand nach Hause. Und mit einem Mini-Weihnachtsstern, gesponsert von der Firma Landgaard aus Gönnebek.

 

Das war die Seniorenweihnachtsfeier 2018 – allen Helferinnen und Helfern ein herzliches Dankeschön und allen Einwohnerinnen und Einwohnern mit ihren Gästen eine schöne Weihnachtszeit!

 

Und schon mal vormerken: Der Termin für die nächste Seniorenweihnachtsfeier ist der 11. Dezember 2019. 15 Uhr, Gemeindesaal.

Foto zur Meldung: Doppelbingo bei der Seniorenweihnachtsfeier
Foto: Konzentration beim Bingo

Vor 115 Jahren - Schmalenseer gründet Kreisverein der Schwarzbuntzüchter

(12.12.2018)

Am 19. Dezember 1903, vor 115 Jahren, wurde im Segeberger Zentral-Hotel ein Verein der Züchter schwarzbunten Milchviehs im Kreis Segeberg gegründet. Einer der Initiatoren, Gründer und Funktionäre des späteren „Vereins für die Zucht schwarzbunter Holsteiner im Kreise Segeberg“ ist der Schmalenseer Hufner Heinrich Christian Saggau.

 

Schon ein Jahr zuvor hatten Saggau und Mitstreiter den Versuch unternommen, die Schwarzbuntzüchter zu organisieren. Sie unternahmen diese Anstrengung, weil die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein je Landkreis nur eine Zuchtrichtung zulassen wollte – für Segeberg die des rotbunten Rindes. Am 6. Dezember 1902 hatten sich rund 200 Landwirte in der Kreisstadt Segeberg eingefunden und den führenden Befürwortern der Schwarzbuntzucht angesichts der „Willkür und Bevormundung“ durch die Kammer den Auftrag erteilt, eine Petition aufzusetzen. In dieser wurde zum Ausdruck gebracht, dass angesichts der Qualität und Quantität der Milch im Kreis Segeberg dem schwarzbunten Vieh der Vorzug eingeräumt werden müsse, weil es hier den idealen Boden vorfinde.

 

Das Komitee, das diese Petition aufsetzen und die Interessen der Schwarzbuntzüchter durchsetzen sollte, rief seine Auftraggeber also am 19. Dezember 1903 erneut zusammen, um die bisherigen Erfolge zu schildern und einen Kreisverein zu gründen, um eine stärkere Position gegenüber der Landwirtschaftskammer einzunehmen und die Schwarzbuntzucht zu organisieren. Heinrich Christian Saggau wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisvereins gewählt.

Er hatte bereits 1888 zusammen mit Heinrich Kock, dem Besitzer der unmittelbar vor Schmalensee liegenden Bornhöveder Hufe Willingshöfen, innerhalb des Landwirtschaftlichen Vereins für Bornhöved und Umgebung einen Rindviehzuchtverein gegründet, welcher der Schwarzbuntzucht den Vorrang gab. Kock wurde 1903 zum Distriktvorsteher des Kreisvereins gewählt – für Schmalensee, nicht für Bornhöved.

 

Der Kreisverein für die Zucht schwarzbunter Holsteiner oder auch Schleswig-Holsteiner besteht bis heute. Schmalensee war nicht nur eine der Keimzellen, sondern auch Hochburg und Vorbild für erfolgreiches züchterisches Handeln. Die zahlreichen Erwähnungen von Körungs-Ergebnissen, von Einkaufsreisen etwa ins Jeverland, um neue Zuchttiere zu erwerben, von Viehauktionen und Rindviehschauen würden an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Einhellige Meinung unter den heutigen Milchbauern Schmalensees ist, dass das ursprüngliche Zuchtwesen, verbunden mit der großen Leidenschaft der Altbauern, mit der Einführung der künstlichen Besamung langsam erstarb. Auch wandten sich aufgrund des technischen Fortschritts und der oft guten Ackerstandorte viele Segeberger Bauern von der Milchviehhaltung ab, stiegen in den 1960er-Jahren auf Schweinemast und Ackerbau um.

 

Davon war freilich 1903 noch keine Rede. Die Segeberger Schwarzbuntzüchter setzten sich mit ihrer Forderung durch. Die Landwirtschaftskammer hob im Juli 1906 ihre alte Verordnung auf und in der Folge dominierte im Kreis das schwarzbunte Rind. Heinrich Christian Saggau blieb bis 1916 stellvertretender Vorsitzender und war von 1916 bis 1920 Vorsitzender des Kreisvereins – kriegsbedingt, weil der Vorsitzende, Gutsbesitzer Isenberg (Travenort) zum Kriegsdienst einberufen worden war und 1920 wieder den Vorsitz übernahm. Und noch ein Schmalenseer beginnt 1916, im Kreisverein mitzuwirken: Lehrer Heinrich Göttsch. Er war schon Stammbuchführer, übt nun die Funktion des Geschäftsführer aus – bis 1951.

 

Die 42. Generalversammlung am 28. Oktober 1922 ernennt Heinrich Christian Saggau aufgrund seiner Verdienste um den Kreisverein, der seit 1920 „Verein für die Zucht schwarzbunter Schleswig-Holsteiner“ heißt, zum Ehrenmitglied. Als am 8. Dezember 1928 das 25-jährige Bestehen des Kreisvereins gefeiert wird, hat er den Vorsitz während des Festaktes – auch in Anerkennung der Tatsache, dass er 1903 die Gründungsversammlung geleitet hatte. Einen besonderen Auftritt haben vier junge Mädchen aus Schmalensee, die, als Japanerinnen verkleidet unter Gesangbegleitung eine Tanz vorführen.

 

Schmalenseer werden auch sich über 1903 und 1928 für die Schwarzbuntzucht im Kreis Segeberg in vorderer Reihe einsetzen. Am 29. November 1930 wird Heinrich Harder neuer Kreisvorsitzender, übt das Amt bis zum Kriegsende 1945 aus und wird später zum Ehrenmitglied ernannt werden. Mit Hugo Saggau übernimmt 1945/46 der Sohn Heinrich Christian Saggaus den Vorsitz. Der spätere Ehrenvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende amtiert bis 1971, ist außerdem von 1946 bis 1967 Vorsitzender des für die Milchleistungsprüfungen zuständigen Kreiskontrollvereins.

 

Weitere Schmalenseer Familien haben über die Jahrzehnte erfolgreich in der Schwarzbuntzucht mitgewirkt. Herausragend ist der Hof Willy Harders und später seines Sohnes Hans. Der Harder-Hof gilt als eine der Urzellen der Schwarzbuntzucht in Schleswig-Holstein. Im Jahr 1906 wird die Kuh „Lore 23921“ geboren. Sie bildet den Ursprung eines sich über elf Generationen erstreckenden Zuchtstammes – 1963, als Sohn Hans von der Landwirtschaftskammer gehrt wird – ist dies die älteste im ganzen Zuchtgebiet. Auch diese Familie wird schließlich an führender Stelle für die Segeberger Schwarzbuntzucht aktiv werden: Hans-Jürgen Harder, Sohn von Hans, wird 1990 stellvertretender Kreisvorsitzender und 1992 Vorsitzender. In jenem Jahr kam es in Schleswig-Holstein zum Zusammenschluss der drei maßgeblichen Rinderzuchtverbände: Rotbunte und Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner und der Verband Angler Rinderzüchter wurden zur Rinderzucht Schleswig-Holstein eG. Unter Hans-Jürgen Harder konnte 2004 das 100-jährige Bestehen des Vereins der Schwarzbuntzüchter im Kreis Segeberg gefeiert werden.

[Download]

Foto zur Meldung: Vor 115 Jahren - Schmalenseer gründet Kreisverein der Schwarzbuntzüchter
Foto: Schwarzbunte, Konstituierung, SKWB vom 10.12.1903

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt

(12.12.2018)

Diese Info ist wichtig für alle, die in den nächsten Tagen Einladungen und Informationen im amtlichen Mitteilungsblatt BLICKPUNKT BORNHÖVED veröffentlichen möchten, da der druckende khm-Verlag geänderte Annahmezeiten für den Jahreswechsel bekannt gibt.

 

Für die 52. Kalenderwoche 2018 mit Erscheinungstag Donnerstag, 27. Dezember, müssen Beiträge bis Mittwoch, 19. Dezember vorliegen.

 

In der 1. Kalenderwoche 2019 erscheint kein Blickpunkt.

 

Die erste Ausgabe des Blickpunkt erscheint am Donnerstag, 10. Januar 2019. Annahmeschluss hierfür ist wie üblich am vorherigen Donnerstag, also am 3. Januar.

 

Mitteilungen sind über das Amt Bornhöved (sabine.gast@amt-bornhoeved.de) stets bis 9 Uhr einzureichen.

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt
Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt

Vor 75 Jahren - Weihnachtskerzen – nicht für jedermann erhältlich

(11.12.2018)

Der Bedarf an Kerzen ist aus naheliegenden Gründen zur Zeit besonders groß“, heißt es in einer Meldung des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 20. Dezember 1943. Die fünften Kriegsweihnachten stehen vor der Tür und es herrscht Mangel.

 

In erster Linie gilt es, die Front und solche fliegergeschädigten Gebiete, in denen die normale Lichtversorgung gestört ist, zu berücksichtigen. Weihnachtskerzen werden daher in diesem Jahr nur an Haushaltungen mit Kindern in den am schwersten vom feindlichen Luftterror getroffenen Orten ausgegeben“, so der weitere Text der Nachricht.

 

Breits am 11. Dezember 1943, also vor 75 Jahren, gab der Landrat des Kreises Segeberg die amtliche Bekanntmachung heraus, wie die Rationalisierung in Sachen Kerzen auszusehen hatte: „Weihnachtskerzen – und zwar zwei Stück pro Kind – dürfen in diesem Jahre bis einschl. 24. Dezember 1943 ausgegeben werden für Kinder unter 15 Jahren […].“

 

Und nur an solche Kinder, die einen Elternteil verloren haben (gefallen oder durch Bombenangriff) und Kinder von fliegergeschädigten Umquartierten. Diese Kinder erhalten einen entsprechenden Gutschein vom zuständigen Bürgermeister, den sie an entsprechenden Verkaufsstellen stempeln lassen müssen.

Foto zur Meldung: Vor 75 Jahren - Weihnachtskerzen – nicht für jedermann erhältlich
Foto: Vor 75 Jahren - Weihnachtskerzen – nicht für jedermann erhältlich

So wird 2019 – Terminkalender für Schmalensee

(08.12.2018)

Der Terminkalender der Gemeinde Schmalensee für das Jahr 2019 steht. Vertreter der Vereine und Organisationen des Dorfes hatten sich mit Bürgermeister Sönke Siebke zusammengesetzt und eine Abstimmung vorgenommen, um Terminüberschneidungen möglichst auszuschließen. Das gelang nicht zu 100 Prozent, dürfte sich aber erfahrungsgemäß nicht negativ auswirken.

 

Der Terminkalender für Schmalensee ist insbesondere für die Nutzung und Vergabe des Gemeindesaals von Bedeutung. Den hat die Gemeinde gepachtet und räumt ihren Vereinen und Organisationen darin Vorgriff ein. Wer jetzt noch Veranstaltungen für das Jahr 2019 initiieren möchte, möge zunächst einen Blick in den Kalender werfen, um nicht anderen ins Gehege zu kommen. Das Homepage-Team arbeitet alle Termine in die entsprechende Rubrik ein und bittet darum, Einladungen, Änderungen oder Streichungen anzumelden, um Verwirrungen auszuschließen.

 

Im amtlichen Mitteilungsblatt Blickpunkt Bornhöved kommt der Terminkalender 2019 einmalig zum Abdruck.

 

Höhepunkte hält das Jahr 2019 wieder viele vor – und reichlich traditionelle Veranstaltungen. Angefangen beim Tannenbaumverbrennen der Feuerwehr (26. Januar) über den Kinderfasching des Verschönerungs- und Vogelschießervereins (3. März), den 17. Knicklauf des SV Schmalensee (17. März), und das Osterfeuer, ausgerichtet von den letztgenannten Vereinen am Gründonnerstag, 18. April.

 

Das Vogelschießen wird das Dorf am 1. Juni einen ganzen Tag lang beschäftigen; die SVS-Fußballer wollen am 3. August auf dem Sportgelände ein Grillfest feiern, der Staudentreff der Siedlergemeinschaft ist auf den 21. September terminiert und am 19. Oktober findet das Laternelaufen statt. Die Reitsportgemeinschaft legt am 26. Oktober die Bingo-Karten aus und das Dorfquiz richtet am 2. November der SVS als Vorjahressieger aus.

 

Die Kranzniederlegung zum Volkstrauertag soll am Vorabend, 16. November, stattfinden und der Weihnachtsbaum am Feuerwehrgerätehaus wird am 30. November geschmückt. Von dort geht es gleich weiter zum Fest des Sparclubs „Hol di ran“ mit leckerem Grünkohl-Buffet. Die Seniorenweihnachtsfeier 2019 findet am 11. Dezember statt und tags darauf tagt abschließend die Gemeindevertretung – im Anschluss an die Terminabsprache für das Jahr 2020. Klingt doch alles nach einem Plan!

[Terminkalender Schmalensee 2019]

Foto zur Meldung: So wird 2019 – Terminkalender für Schmalensee
Foto: So wird 2019 – Terminkalender für Schmalensee

Vor 80 Jahren - Erziehung zum Krieg

(07.12.2018)

Am 7. Dezember 1938, vor 80 Jahren, findet im Bad Segeberger Hotel „Germania“ eine Kreistagung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB) statt, in dem 1933 die lokalen Lehrervereine wie der für Bornhöved und Umgebung aufgegangen waren. Die Vortragsthemen der Tagung zeigen, worauf die Politik der Nationalsozialisten letztendlich abzielt: Parteigenosse Brodersen aus Flensburg referiert über „Die Wehrerziehung in unserer Schule“, ein General Schüßler beschreibt seine „Gedanken über einen neuzeitlichen Krieg“.

 

Schüßler, so schreibt das Segeberger Kreis- und Tageblatt, zieht fast alle Anwesenden in seinen Bann, als er „in seiner frischen, zündenden Art“ über neuzeitliche Waffen und ihre Wirkung spricht. Mit seinem zweiten Vortrag über „unsere Betonfront im Westen“ zeigt er auch auf, wo ein Feind des Deutschen Reiches zu erwarten sei.

 

Welche Rolle das Bildungssystem im nationalsozialistischen Staat einnimmt, verdeutlicht der Gausachbearbeiter für Wehrerziehung Brodersen. Er führt u.a. aus: „Der Krieg der Zukunft wird ein Volkskrieg sein, der eine einsatzbereite, opferwillige Jugend voraussetzt. Schon in der Schule ist der Junge zu Gewandtheit, Mut und Geistesgegenwart zu erziehen. […] Nach 1933 wird die Jugend erfreulicherweise nach einheitlicher politischer Idee ausgerichtet, die in der Reihenfolge Schule, Hitlerjugend (HJ), Reichsarbeitsdienst, Wehrmacht in Erscheinung tritt. Der totale Krieg fordert von jedem Volksgenossen Wehrwilligkeit, Wehrfertigkeit und Opferbereitschaft. […].“

 

Keine zehn Jahre später wird dieser „totale Krieg“ Wirklichkeit gewesen sein.

Foto zur Meldung: Vor 80 Jahren - Erziehung zum Krieg
Foto: Vor 80 Jahren - Erziehung zum Krieg

WZV informiert zu Erhöhung der Abfallgebühren

(06.12.2018)

 

Die Verbandsversammlung des Wege-Zweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) am 4. Dezember 2018 in Henstedt-Ulzburg hat neue Abfallentgelte ab 2019 beschlossen. Es handelt sich um die bereits angekündigte Erhöhung der BioPlus-Tarifentgelte um durchschnittlich 17,7 Prozent. Der WZV lädt seine Kundinnen und Kunden zu Informationsveranstaltungen ein – so am Dienstag, 11. Dezember, um 18 Uhr im Trappenkamper Bürgerhaus. Beginn ist um 18 Uhr.

 

Weitere Termine haben bis dahin am 6. Dezember in Bad Segeberg (WZV-Hauptgebäude, Am Wasserwerk 4) und am 10. Dezember in Kaltenkirchen (Bürersaal im Gymnasium am Flottkamp 34) stattgefunden, ebenfalls jeweils um 18 Uhr.

 

In einer Pressemitteilung des WZV heißt es: Frau Dr. Klüver, kommissarische WZV-Verbandsvorsteherin, Herr Nissen, Geschäftsführer der WZV Entsorgung GmbH und Bereichsleiter Recht und Zentrale Dienste beim WZV ,sowie Frau Dr.-Ing. Hobohm, Bereichsleitung Abfallwirtschaft beim WZV werden gemeinsam mit der unterstützend tätigen K&W Wirtschaftsberatung GmbH, welche die Entgeltkalkulation im Auftrag des WZV und für diesen durchgeführt hat, für alle Fragen zur Verfügung stehen und den WZV-Kundinnen und Kunden den „Blick hinter die Kulissen des komplexen Kalkulationsprozesses“ ermöglichen. Auch Frau Possekel, Leiterin des WZV-Servicecenters, wird für Fragen betreffend der Optimierung der eigenen Tonnenkombination zu Verfügung stehen.

Foto zur Meldung: WZV informiert zu Erhöhung der Abfallgebühren
Foto: WZV informiert zu Erhöhung der Abfallgebühren

Erinnerung: Terminabsprache 2019

(25.11.2018)

Sehr geehrte Vorstände der Vereine, Organisationen, Interessengruppen, örtlichen Wählergemeinschaften und Parteien,

 

am Dienstag, 27. November 2018, findet im Feuerwehrgerätehaus um 19 Uhr die Terminabsprache für das Jahr 2019 statt. Diese bietet Ihnen allen die Möglichkeit, geplante Versammlungen und Aktionen so miteinander abzustimmen, dass es im Laufe des nächsten Jahres nach Möglichkeit zu keinen Überschneidungen kommt. Die Terminübersicht wird in einer der ersten Ausgaben des BLICKPUNKT 2019 und zuvor auf der Homepage der Gemeinde erscheinen. Sollten Sie nicht teilnehmen können, besteht auch die Möglichkeit, mir im Vorwege Termine anzuzeigen.

 

gez. Sönke Siebke

Bürgermeister

Foto zur Meldung: Erinnerung: Terminabsprache 2019
Foto: Erinnerung Terminabsprache

Vor 95 Jahren - Einweihung des Gefallenendenkmals

(25.11.2018)

Am 25. November 1923, vor 95 Jahren, versammelten sich die Schmalenseerinnen und Schmalenseer in der Ortsmitte, um das dort errichtete Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs einzuweihen. Wo heute aller Opfer von Krieg und Verfolgung, Gewalt und Vertreibung gedacht wird, suchten gerade jene, die ihre Angehörigen und Freunde verloren hatten, einen Ort, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen.

 

Das Segeberger Kreis- und Tageblatt schrieb am 28.11.1923: „Am Totensonntag wurde das unsern 13 Gefallenen errichtete Denkmal eingeweiht. An der Feier nahmen nicht nur die Gemeindeglieder, sondern auch viele Auswärtige teil. Nach dem gemeinsam gesungenen Eingangslied 'Ein feste Burg' und einem von Fräulein Saggau gesprochenen Prolog hielt Lehrer Göttsch eine Ansprache, in der er der gefallenen Helden gedachte, die fast sämtlich Kinder der Gemeinde und Schüler des Redners gewesen sind. [...]“

 

Die Wogen der Ströme, sie tragen

Altdeutschlands Tränen zum Meer.

Die Täler und Berge sie klagen

und trauern so tiefernst und schwer.

 

Des Krieges erbarmungslos Wüten

hat wie ein Spätreif zur Nacht

des Vaterlands Knospen und Blüten

zum Welken und Sterben gebracht.“

 

Dies sind die ersten von sieben Strophen des Prologs, den Erna Saggau sprach. Es war der Auftakt zu einer Feier, die uns heute fern und unwirklich, wenn nicht völlig unpassend aufgrund dessen vorkommt, was wir über die Zeit wissen, die im Januar 1933 anbrechen sollte.

 

Das Gefallenendenkmal von 1923 war als Schlussstein unter eine gemeinsam durchlebte Schicksalszeit verstanden worden. Eine Zahl: Am 16.11.1915 standen bereits 54 Einwohner Schmalensees im Felde. Sie waren die Söhne der Bauern und von deren Landarbeitern. Auch Familienvorstände waren unter den als „Krieger“ Bezeichneten. Etwa Ludwig Saggau, früherer Besitzer des Gasthofs, der im März 1917 zum stellvertretenden Gemeindevorsteher wiedergewählt wurde – in Abwesenheit: „Der Gewählte ist im Felde“, wie es im Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 20. März 1917 hieß. Oder Willi Siebke, der seit 1906 Schmalensees Feuerwehr-Hauptmann war.

 

Der Krieg 1914-1918 wirkte sich von Beginn an unmittelbar auf jedes kleine Dorf aus. Es häuften sich die Meldungen, die wir im Zeitungsarchiv nachlesen können: Früh setzten Aufrufe zu Sachspenden ein, bevorzugt Verbandsmaterial; die Verwundung eines Schmalenseers wird genannt, dann der erste Vermisste; Tanzveranstaltungen fallen aus, schließlich ein erster Gefallener – Ludwig Jäger (20.09.1914). Der letzte Kriegsgefallene dieses Konflikts war Friedrich Voß. Schmalensees Gastwirt kam am 23.08.1918 ums Leben.

 

Nicht in allen Fällen der am Denkmal festgehaltenen 13 Namen gab es Gewissheit über den Verbleib der Menschen, die sie trugen. Dass man bis 1923 wartete, hatte u.a. damit zu tun, dass August und Hans Stegelmann, Söhne des Kätners August Stegelmann, bereits seit September bzw. Oktober 1914 vermisst wurden und ihr Schicksal ungeklärt blieb.

 

Bis dahin hatte man in Amt und Kirchengemeinde Bornhöved der Trauer auf vielfältige Weise Ausdruck verliehen. Noch heute hängt im Feuerwehrgerätehaus eine Ehrentafel mit den Bildnissen der 13 Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Sie wurde von der Kasseler Firma Blanckhorn gefertigt. Die Kosten, 960 Mark, wurden durch freiwillige Spenden aufgebracht. Am 28. Februar 1921 wurde die Tafel im Schulzimmer feierlich eingeweiht.

 

Am 26. November 1922 wurde das Kirchspielkriegerdenkmal an der Vicelin-Kirche in Bornhöved eingeweiht. Die damals angebrachte Bronzeplatte wies auf 160 Gefallene aus der ganzen Kirchengemeinde hin. Deren Namen wurden auf Gedenktafeln festgehalten, die im Innern der Kirche angebracht wurden und noch heute bestehen.

 

Für das Schmalenseer Denkmal war man zunächst dem Plan nachgegangen, dieses an der Dorfeiche, am so genannten Dreiecksplatz zu errichten. Dort befand sich bereits der Gedenkstein für die Kriege 1848/51 und 1870/71, an denen auch Schmalenseer teilgenommen hatten. Nach Chronist Heinrich Göttsch sorgte der Währungsverfall der frühen 1920er Jahre dafür, dass diese Idee zunächst fallen gelassen wurde und man später zum jetzigen Standort kam.

 

Göttsch schreibt: „Hufner Otto Saggau (Bruder von Ludwig Saggau; heute Hofstelle Dirk Griese) stellte den Platz zur Verfügung […]. Die Kosten beliefen sich auf 30 Zentner Roggen. Bis auf einen Betrag, der im Sommer gesammelt wurde, nahmen die Landleute die Leistung auf sich.“ Die Ausführung der Arbeiten lag bei Steinsetzmeister Johannes Suhr aus Bornhöved (einem gebürtigen Schmalenseer). Im Gemeindearchiv existiert noch das Sparbuch der Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek, auf dem das Geld – über eine Million Mark – gesammelt worden ist; Währungsverfall.

 

„Die Gräber gefallener Krieger,

an denen die Liebe heiß weint,

sie bleiben – Besitztum der Sieger –

doch immer mit Deutschland vereint.“

 

Strophe drei des Prologs von Erna Saggau. Das Denkmal als Ersatz für Gräber, die wenigsten Kriegstoten konnten in der Heimat bestattet werden. Und innerhalb Europas reiste es sich nicht so leicht wie heute. Die Kriegsgräber in Frankreich oder Russland waren beinahe unerreichbar. Lehrer Heinrich Göttsch, der selbst einen Sohn verloren hatte, stellte in seiner Rede zur Denkmalseinweihung die Frage „ob unsere Söhne umsonst gefallen sind?“.

 

Möglicherweise haben viele den nächsten großen Krieg, der noch grausamer werden und weit mehr Opfer fordern sollte, ab 1933 als zunächst positive Antwort auf diese Frage verstanden. In der Hoffnung, ein „Führer“ würde Schmach und Trauer von 1918 überwinden helfen. Als am 1. Mai 1933 in Amt und Kirchspiel Bornhöved der erste „Tag der nationalen Arbeit“ gefeiert wurde, drückte sich das so aus: Nach einem Umzug durch Bornhöved begaben sich die Teilnehmer nach Schmalensee, wo am Gefallenendenkmal eine so genannte „Hitler-Eiche“ gepflanzt wurde. An des „Führers Geburtstag“, vom NSDAP-Ortsgruppenführer Apotheker Ahrens (Bornhöved) als „Schmied der Freiheit“ bezeichnet, sollte es in den folgenden Jahren zu weiteren Feierstunden kommen. Die Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurden nun zu Helden stilisiert, deren Tod nicht umsonst gewesen sei, denn der verlorene Krieg habe den Weg zur so genannten „Nationalen Revolution“ unter Hitler geebnet.

 

Aber auch dieser Irrglaube sollte sein Ende in einem verlorenen Krieg finden, aus dem weitere zehn Schmalenseer „Krieger“ nicht heimkehren sollten. Am 26.04.1952 berichtete die Segeberger Zeitung von der Absicht der Schmalenseer Gemeindevertretung, das Ehrenmal zu erweitern. Auf einer zusätzlichen Tafel wurden die Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges angebracht. Und ein Gedenkspruch: „Ehret die Gefallenen und Opfer der Weltkriege“ – eine Aufforderung, die alle Opfer einschließt.

 

Heute gedenken Schmalenseer am Volkstrauertag nicht nur der gefallenen Soldaten ihres Dorfes, nicht nur der Opfer zweier Weltkriege. Das Gedenken ist auf die Zukunft ausgerichtet, verbunden mit der Hoffnung, dass Krieg und Verfolgung, Gewalt und Vertreibung weltweit ein Ende finden. Die 23 als gefallen geltenden Schmalenseer, deren Namen am Denkmal angebracht sind, mögen heute einem jeden unbekannt sein. Sie stehen symbolhaft dafür, dass jedes Opfer von Gewalt einen Namen hat, ein Leben ist, dass gekränkt, verletzt und genommen werden kann – deshalb ist ein Nachdenken und Innehalten am 1923 eingeweihten Gefallenendenkmal in Schmalensee auch heute kein sinnloses Verweilen.

 

Christian Detlof

[Vor 95 Jahren - Einweihung des Gefallenendenkmals]

Foto zur Meldung: Vor 95 Jahren - Einweihung des Gefallenendenkmals
Foto: Denkmal Schmalensee 2013

Vor 105 Jahren - Mehrfach auf den Kopf geschlagen

(21.11.2018)

Am 20. November 1913, vor 105 Jahren, verhandelt das Segeberger Schöffengericht über eine Schlägerei, die sich am 12. Oktober 1913 in Schmalensee zugetragen hat. Opfer und Täter sind Schmalenseer – Letztere müssen Strafen zahlen.

 

Früher wurden noch zwei Erntebälle im Schmalenseer Gasthof gefeiert. Den zweiten des Jahres 1913 richtete Gastwirt Friedrich Voß am 12. Oktober aus. Wegen Meinungsverschiedenheiten, so der Vorwurf der Anklage, hätten es an jenem Abend der Schmalenseer Höker St. und sein Schwager S. auf den Gärtnergehilfen L. (an anderer Stelle in der Presse auch Sievers genannt) abgesehen gehabt. Eine Besucherin der Tanzlustbarkeit habe L. gewarnt, worauf dieser den Gasthof verlassen und sich zu seiner Wohnung begeben habe. Doch St. und S. verfolgten und stellten ihn.

 

L. sei zu Boden gerissen und mehrfach auf den Kopf geschlagen worden. Blutüberströmt habe er die Wohnung aufsuchen können, doch es habe der Arzt aus Bornhöved kommen müssen. Auch der Gendarm trifft in Schmalensee ein und macht Höker St. als Haupttäter aus. Schon am 13. Oktober ist von dem Fall im Segeberger Kreis- und Tageblatt zu lesen. Am 18. Oktober lässt St. über die Zeitung wissen, dass er nicht als Beklagter in Betracht komme. Eine Meldung vom 20. November wiederum stellt das deutlich in Frage: St. und S., die ihr Opfer „im bewusstlosen Zustande mitten auf der Chaussee liegen ließen“, hätten sich mit L. außergerichtlich auf Zahlung eines Schmerzensgeldes von 225 Mark geeinigt.

 

In der Verhandlung am 20. November ist L. wegen der Zahlung bestrebt, seine Anzeige zurückzunehmen. Das aber ist rechtlich nicht möglich: Die Verhandlung wird fortgesetzt und es gibt ein Urteil: Beide Angeklagte haben für die Tat je 50 Mark an die Staatskasse zu zahlen.

Foto zur Meldung: Vor 105 Jahren - Mehrfach auf den Kopf geschlagen
Foto: Vor 105 Jahren - Mehrfach auf den Kopf geschlagen

Vor 100 Jahren - Ein Bauernrat für Schmalensee

(21.11.2018)

Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Die so genannte Novemberrevolution, ausgelöst durch den Kieler Matrosenaufstand, wirkte sich in bekanntem Umfang auf das Deutsche Reich aus: Die Monarchie brach zusammen und sollte durch die erste deutsche Republik abgelöst werden. Auf dem Weg dahin waren Arbeiter- und Soldatenräte bestrebt, die Nachkriegskrise zu bewältigen. Auch in Schmalensee wurde am 21. November 1918 ein solches Gremium neben der Gemeindevertretung gebildet, der Bauernrat.

 

In öffentlicher Versammlung, die aus allen Kreisen der Bewohner unseres Dorfes gut besucht war, wurde aufgrund des gleichen und geheimen Wahlrechts ein Bauernrat gebildet ...“, wird ein nicht namentlich genannter Berichterstatter aus Schmalensee am 22. November 1918 im Segeberger Kreis- und Tageblatt, der heutigen Segeberger Zeitung, zitiert. Vielleicht war es Lehrer Heinrich Göttsch, vielleicht aber auch Gemeindevorsteher Theodor Schnohr, der die Geschicke des Dorfes von 1899 bis 1924 lenkte.

 

Die Bauernräte wurden auf dem Lande als Pendant zu Arbeiter- und Soldatenräten der Städte gewählt. Meist gab es „Arbeiter- und Bauernräte“, aber so bezeichneten sich die Schmalenseer nicht, obwohl es freilich Landarbeiter im Dorf gab, sofern sie nicht noch Militärdienst leisteten und somit irgendwo im Felde standen. Grundsätzlich war es Hauptaufgabe der Räte, die Sicherung von Ruhe und Ordnung zu gewährleisten. Auch hatten sie dafür zu sorgen, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln – insbesondere in den Städten – gewährleistet wurde.

 

Die Schmalenseer wählten Amtmann Heinrich Christian Saggau, den von 1889 bis 1924 amtierenden Amtsvorsteher für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek, Landmann W. Harder, den Kaufmann Peter Landschoof und den Arbeiter J. Hansen zu ihrem Bauernrat. W. Harder war sehr wahrscheinlich Willi Harder (1882-1964), der von 1945 bis 1949 Bürgermeister war. Johannes Hansen bewohnte mit seiner Familie eine Kate in der Belauer Straße und war offenbar bei Harder angestellt.

 

Als Aufgaben führte die „neue Körperschaft“ für sich an: „Unterstützung der Ortsbehörden in allen wirtschaftlichen Maßnahmen der Übergangszeit, Zurückführung der heimkehrenden Krieger in gesicherte Erwerbsverhältnisse, Versorgung der städtischen Bevölkerung mit Lebensmitteln und Schutz der Bewohner gegen willkürliche Übergriffe.“ Der Bauernrat, so heißt es abschließend, werde „mit dem Soldaten- und Arbeiterrat der Städte Hand in Hand arbeiten.“

 

Wann die Arbeit der Räte endete, lässt sich nicht datieren. Die Meldung aus Schmalensee verdeutlicht, dass man sich nur als Körperschaft des Übergangs verstand, nicht als Ersatz für die Gemeindevertretung, die es in ihrer Arbeit zu unterstützen galt. Auch blieb dies die einzige Meldung zum hiesigen Bauernrat. In den Amtsbezirken wählten die Räte Vertrauensmänner, die sich am 18. Dezember 1918 im Segeberger Kreishaus versammelten, um die weitere Tätigkeit zu beraten. Nach den Wahlen zur Nationalversammlung Anfang 1919 und der Schaffung relativ geordneter Verhältnisse dürfte die Arbeit der Räte eingestellt worden sein. Für Heinrich Christian Saggau blieb sie ein Einschnitt in einer langen kommunalpolitischen Karriere, die erst 1924 mit der Übergabe der Funktion des Amtsvorstehers an den Bornhöveder und gebürtigen Schmalenseer Hans Hinrich Saggau endete.

 

Foto zur Meldung: Vor 100 Jahren - Ein Bauernrat für Schmalensee
Foto: Vor 100 Jahren - Ein Bauernrat für Schmalensee

Keine Angst vor Booster-Fragen – SVS gewinnt das Dorfquiz

(18.11.2018)

Jetzt steht es fest: Der SV Schmalensee hat einen Lauf. Nach 2014 und 2016 hat die Mannschaft des Sportvereins auch am 17. November 2018 das Schmalenseer Dorfquiz gewonnen. Eine Serie, die auch von einer Neuerung und der Mär von der so genannten Ersatzschwäche nicht gestoppt werden konnte: Zwar fehlte erstmals Teamkapitän Peter Rutz auf Seiten der SVS-Truppe, doch Henning Pape, Christopher Brust, Gerhard Frank und Frank Mühlenberg hatten sich mit Finn-Lasse Storm einen erstklassigen Ersatzmann ins Team geholt. In dieser Aufstellung sammelten die Sieger in den zwölf Quiz-Kategorien nebst Geschicklichkeitsspiel unter 16 Teilnehmern die meisten Punkte.

 

So manche Frage, die sich „Die Unvollendeten“ (dahinter steht die Reitsportgemeinschaft Schmalensee) als Vorjahressieger und Ausrichter ausgedacht hatten, bereitete den Teams Kopfschmerzen. Brasiliens Hauptstadt Brasilia hat aus der Luft betrachtet die Form eines Flugzeugs (Geografie); erster Weltfußballer war Lothar Matthäus (Sport); seit 41 Jahren steht ein Siebke an der Spitze der Gemeinde (Poltik & Gesellschaft); „Findet Dori“ heißt die Fortsetzung des Animationsfilms „Findet Nemo“ (Film); Schmalensee wurde erstmals 1296 urkundlich erwähnt (Geschichte); die Gewerbesteuer ist die bedeutendste Einnahmequelle von Gemeinden (Wirtschaft); Lucky Lukes Pferd heißt Jolly Jumper (Kunst – Literatur – Sprache); Gase in einem Bergwerk heißen „Wetter“ (Naturwissenschaften); die Hauptdarsteller der Serie „The Big Bang Theory“ erhalten 1 Million Dollar Gage pro Folge (Klatsch & Trasch) und der Kürbis ist eine Beere (Ernährung). Dazu gab es einen fiesen Block mit Knobelaufgaben und ein Rätsel zum Thema Werbung.

 

Und das Geschicklichkeitsspiel: Beim Ringe werfen mussten alle Teammitglieder ran, was Zeit kostete und dazu beiträgt, dass längst nicht alle Fotos auf der Gemeindehomepage Platz finden.

 

Im 41. Jahr des Dorfquiz' hatten sich die Ausrichter etwas Neues einfallen lassen: Die Booster-Fragen. In jedem Fragenblock gab es eine Aufgabe, deren richtige Beantwortung statt einem zwei Punkte einbringen konnte. Oder, bei falscher Beantwortung, zwei Minuspunkte. Wer nichts riskieren konnte, ließ Fragen dieser Art einfach aus und verlor dadurch „nur“ einen Zähler.

 

Ergebnisse Dorfquiz 2018 – 1. SV Schmalensee (120,5 Punkte von 162,5), 2. Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee (113,5), 3. Wer fragt denn so was? (103), 4. CDU-Ortsverband Schmalensee-Stocksee (101,5), 5. Alt & Neu (97,5), 6. Bauernverband (92), 7. Die Achse der Unwissenden (88), 8. Die 5 Ahnungslosen 2.0 (87), 9. Quizzen ohne es zu wissen (84,5), 10. Die glorreichen 5 (83), 11. Sparclub „Hol di ran“ (81,5), 12. Die Hasenbande (80,5), 13. Dorfstraße 21 (78), 14. Freiwillige Feuerwehr Schmalensee (72), 15. Die Bunte Runde (70,5), 16. Sparclub II (61).

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Foto: Gerhard Frank, Henning Pape, Christoper Brust, Frank Mühlenberg und Finn-Lasse Storm

Erinnerung: Dorfquiz am 17. November 2018

(14.11.2018)

Wir bringen höflich in Erinnerung, dass am kommenden Sonnabend, 17. November, um 20 Uhr auf dem Gemeindesaal eines der für Schmalensee bedeutendsten Events eines jeden Jahres für stattfindet: Das Dorfquiz!

 

Alle Vereine, Organisationen, politischen Gruppen, Familien- und Freundeskreise, Tresencrews und Straßen-Gemeinschaften sind aufgefordert, Teams à 4 bis 5 Mitglieder aufzustellen und sich mit diesen am Samstag an besagtem Ort einzufinden. Es wird kein Startgeld erhoben; Voranmeldungen waren nicht nötig.

 

Aber natürlich war es in den vergangenen Wochen spannend, an allen Enden des Dorfes vor allem Vorstandsmitglieder der verschiedenen Vereine darüber debattieren zu hören, ob und wenn ja, wie viele Teams zu bilden sind, wie hoch die Erfolgsaussichten stehen oder ob man sich der Lächerlichkeit preisgeben möchte. Letzteres aber ist völlig unnötig!

 

Natürlich wird am Ende ein Team gewinnen – so wie „Die Unvollendeten“ im Vorjahr, die aus den Reihen der Reitsportgemeinschaft kommen, die in diesem Jahr Ausrichter des Dorfquiz ist. Ebenfalls natürlich ist, dass sich alle anderen Teams dahinter einreihen müssen. Worauf es aber ankommt, ist der gemeinsame Spaß. Und der ist bekanntlich groß beim Schmalenseer Dorfquiz. Ein gut gefüllter Saal, lauter rauchende Köpfe, und bei einigen der Ehrgeiz, als Sieger im nächsten Jahr Ausrichter sein zu dürfen. Nein, das darf man sich einfach nicht entgehen lassen!

 

Seit 1978 gibt es unser Schmalenseer Dorfquiz. Die Landjugendgruppe initiierte den Wettkampf anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens und war auch bis 1983 stets der Ausrichter, ehe diese Ehre (oder Bürde) an den jeweiligen Gewinner über ging. Leider ist die Siegerliste unvollständig. 1978 gewann der Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein. 1983 dann die Junge Union. Aus 1990 fehlt uns die Info, wer gewonnen hat.

 

Hier die (unvollständige) Auflistung der weiteren Dorfquiz-Sieger: 1984 SV Schmalensee; 1985 CDU-Ortsverband; 1986 Wählergemeinschaft Schmalensee; 1987 Sparclub „Hol di ran“; 1988 Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein; 1989 Bauernverband; 1991 Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein; 1992 Wählergemeinschaft Schmalensee; 1993 Siedlergemeinschaft; 1994 Freiwillige Feuerwehr; 1995 Wählergemeinschaft Schmalensee; 1996 Freiwillige Feuerwehr II; 1997 Freiwillige Feuerwehr I; 1998 Wählergemeinschaft Schmalensee; 1999 Der Rest; 2000 Wählergemeinschaft Schmalensee; 2001 Landjugendgruppe Schmalensee; 2002 Wählergemeinschaft Schmalensee; 2003 Sparclub „Hol di ran“; 2004 Wählergemeinschaft Schmalensee; 2005 Wählergemeinschaft Schmalensee; 2006 Die Bunte Runde; 2007 Wählergemeinschaft Schmalensee; 2008 SV Schmalensee (Herren); 2009 Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee; 2010 Bauernverband; 2011 Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee; 2012 Die Bunte Runde; 2013 Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee; 2014 SV Schmalensee; 2015 Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee; 2016 SV Schmalensee; 2017 Die Unvollendeten (RSG Schmalensee); 2018 ???

[Flyer]

Foto zur Meldung: Erinnerung: Dorfquiz am 17. November 2018
Foto: Erinnerung: Dorfquiz am 17. November 2018

Vor 85 Jahren - Die Nazis sichern ihre Machtposition

(12.11.2018)

Mit einer Volksabstimmung lassen sich die Nationalsozialisten ihre nach dem 30. Januar 1933 begonnene Politik absegnen. Mit überwältigender Mehrheit beantworten die Wahlberechtigten die auf dem Stimmzettel notierte Frage

 

Billigst Du, deutscher Mann, und Du, deutsche Frau, diese Politik Deiner Reichsregierung, und bist Du bereit, sie als den Ausdruck Deiner eigenen Auffassung und Deines eigenen Willens zu erklären und Dich feierlich zu ihr zu bekennen?“

 

mit „Ja“. Zugleich finden noch einmal Wahlen zum Reichstag statt, obwohl nur noch die NSDAP auf dem Stimmzettel zu finden ist. Reichsweit sprechen sich von über 43 Millionen Wählerinnen und Wählern 95,1 Prozent für die Politik der Nationalsozialisten aus. Rund 40 Millionen stimmen bei der Reichstagswahl für die Partei.

 

In Schmalensee gehen 199 Wahlberechtigte in die als Wahllokal genutzte Schule, in der als Wahlleiter Gemeindevorsteher Heinrich Harder und als stellvertretender Wahlleiter der stellvertretende Gemeindevorsteher Ludwig Saggau wirken.

 

In der Volksabstimmung entfallen hier 185 Stimmen auf „Ja“, 14 sind ungültig, es gibt keine „Nein“-Stimmen. Bei der Reichstagswahl stimmen 185 für die NSDAP, sieben stimmen mit „Nein“ und es gibt sieben ungültige Stimmzettel.

 

Im Vorwege lief eine umfangreiche Propaganda. Am 5. November hatte Gauleiter Lohse in Bad Segeberg allein drei Auftritte, um über die „Entscheidung über Deutschlands Schicksal“ zu reden. Tags darauf war Hitler selbst in Kiel – die Kleinbahn Kiel-Segeberg über Bornhöved richtete einen Sonderzug ein. Der Führer des Kreisfeuerwehrverbandes Segeberg, Kock, forderte die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis mittels Anzeige im Segeberger Kreis- und Tageblatt dazu auf, „geschlossen hinter dem Volkskanzler Adolf Hitler“ zu stehen. Und auch Bornhöveds Pastor Erich nutzte einen Schulreformationsgottesdienst zur Fürsprache für das neue Regime. Nach dem Eingangslied „Wach auf, wach auf Du deutsches Land“ verglich er den neuen Reichskanzler Hitler mit Martin Luther. „Wie der Volkskanzler Hitler ist auch Luther aus dem Volke hervorgegangen.“

 

Das Segeberger Kreis- und Tageblatt, heute Segeberger Zeitung, ist am Tage vor der Abstimmung auch auf Nummer sicher gegangen und hat auf der Titelseite die Stimmzettel mit den Kreuzen an der „richtigen“ Stelle präsentiert.

 

Foto zur Meldung: Vor 85 Jahren - Die Nazis sichern ihre Machtposition
Foto: Vor 85 Jahren - Die Nazis sichern ihre Machtposition

Europäische Woche der Abfallvermeidung auch beim WZV

(12.11.2018)

Bewusst konsumieren und richtig entsorgen“ lautet das Motto der 9. europäischen Woche der Abfallvermeidung. Sie findet im Zeitraum 17. bis 25. November in ganz Deutschland sowie in 32 Staaten Europas und angrenzenden Ländern statt.

 

Der Martin-Meiners-Förderverein, der 2005 im Gedenken an den langjährigen Vorsitzenden der WZV-Verbandsversammlung gegründete Verein für Jugend- und Umweltprojekte, veranstaltet dazu zwei interessante Vortragsveranstaltungen, die jeweils von 18 bis 20 Uhr auf dem WZV-Betriebsgelände (Am Wasserwerk 4, Bad Segeberg) stattfinden.

 

Am Dienstag, 20. November, spricht BUND-Meeresschutzreferentin Stefanie Sudhaus über „Müll – aus den Augen aus dem Sinn?“. Am Donnerstag, 22. November, trägt Dr. Stefanie Wieck, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesumweltamt Dessau-Roßlau zum Thema „Chemische Wirkstoffe im Haushalt – erkennen, verstehen, vermeiden“ vor.

 

An beiden Abenden findet zudem ein Schnupperkurs unter dem Titel „Selbstgemachte Crème, natürlich ohne Mikroplastik“ statt.

 

Außerdem haben die beim Martin-Meiners-Förderverein beschäftigten FÖJler die „tauschprofis.de“, die Tausch- und Gebrauchtbörse für den Kreis Segeberg neu belebt. Bücher, Möbel, Kochutensilien, Kleidung, Dekoration und Spiele sind auf der Internet-Plattform zu finden. Tauschen, Verschenken und Gebrauchtes weiter nutzen – macht keinen Müll!

[Flyer]

Foto zur Meldung: Europäische Woche der Abfallvermeidung auch beim WZV
Foto: Europäische Woche der Abfallvermeidung auch beim WZV

Vielfach präsent: Schmalensee im Internet

(10.11.2018)

Keine 500 Einwohner, und doch umfangreich im Internet präsent – es ist schon erstaunlich, wo überall man im World Wide Web auf unser kleines Dorf stößt. Neben Seiten, bei denen es ganz logisch klingt, ist auch Kurioses dabei.

 

Klar: Eine Gemeinde findet sich automatisch wieder in den Internet-Auftritten von Amt und Kreis oder Kirchengemeinde. Geschehnisse tauchen auf den Online-Seiten von Tageszeitungen auf. Firmen und Einzelpersonen präsentieren sich; Letztere sind mitunter in Foren zur Ahnenforschung (z.B. Genealogienetz.de) zu finden. Und insbesondere die zwei Sportvereine – die Reitsportgemeinschaft und der SV Schmalensee von 1980 – sind vielfach anzutreffen in Ergebnisdiensten und auf den Seiten von Sportverbänden oder anderen Vereinen.

 

Nicht zu vergessen die umfangreiche Webpräsenz des SVS mit seiner eigenen Homepage, die aufgrund eines Hacker-Angriffs im Dezember 2015 nicht nur ein Fall für die Presse, sondern auch für Spezialisten der Kriminalpolizei war.

 

Oder der Tourismus: Diese Gemeinde-Homepage enthält Links zu den Anbietern von Quartieren, zum Tourismusverein Holsteinseen, aber auch zum Mönchsweg, der unseren Ort quert, zum Naturpark Holsteinische Schweiz, in dem Schmalensee Mitglied ist. Die Aktivregion Holsteins Herz ist ebenfalls mit Schmalensee verlinkt.

 

Wer erinnert sich noch an den Trafoturm am Feuerwehrgerätehaus? Im April 2012 abgerissen und später durch einen schön bemalten Trafokasten ersetzt, ist der Backsteinbau aus den 1920er Jahren im Internet weiter präsent: Auf trafoturm.eu hat sich der Autor eine reichhaltige digitale Trafoturm-Sammlung zugelegt, bedauert das Verschwinden des Gebäudes in Schmalensee und hält die Erinnerung an dieses hoch.

 

Und wenn im Netz schon jemand Trafotürme sammelt, dann gibt es auch jemanden, der Gefallenen-Denkmale hortet – so wie unseres aus dem Jahr 1923, das unter denkmalprojekt.org einen Eintrag hat, der auch die Namen der Gefallenen und Vermissten aus Schmalensee enthält, teilweise mit zusätzlichen Informationen, etwa zum Sterbeort oder der Grabstätte. Nicht nur in den beiden Weltkriegen haben Schmalenseer ihr Leben gelassen. Wir wissen von Toten aus den Jahren der Erhebung Schleswig-Holsteins 1848-51, die auch in diesem Internet-Auftritt nachzulesen sind.

 

Eine der neuesten Errungenschaften Schmalensees ist seine Büchertauschhütte am Feuerwehrgerätehaus. Und schon ist diese im Internet zu finden! Auf lesestunden.de stoßen wir auf sie, der Autor hat dort eine digitale Karte angelegt, mit deren Hilfe man jede Menge „Buchschränke“, auch den in Trappenkamp, ansteuern kann.

 

Wer sich jetzt fragt, weshalb die Elektro-Tankstelle am Bolzplatz keine Erwähnung findet: Wenn wir mit Gewissheit sagen können, dass sie funktioniert, bekommt sie ihren eigenen Beitrag - mit www-Hinweis.

Foto zur Meldung: Vielfach präsent: Schmalensee im Internet
Foto: Gemeindehomepage Schmalensee

Kita-Eltern: Schmalenseerinnen mischen mit

(06.11.2018)

Nicole Specht-Cornehls aus Schmalensee ist die neue Vorsitzende der Kreiselternvertretung (KEV), der Elternvertretung der über 150 Segeberger Kindertageseinrichtungen. Die KEV vertritt die Eltern-Interessen in den Jugendhilfeausschüssen des Kreises Segeberg und der Stadt Norderstedt und entsendet Mitglieder in die Landeselternvertretung.

 

Bislang war Nicole Specht-Cornehls die Stellvertreterin der Vorsitzenden Anna Wätjen aus Daldorf, die nicht länger zur Verfügung stand. Eine Mitgliederversammlung der KEV in Bad Bramstedt wählte zudem Sophia Conrad aus Schmalensee zu einer von drei Delegierten der KEV in der Landeselternvertretung, die derzeit am neuen Kita-Gesetz für Schleswig-Holstein mitarbeitet.

 

Im Bild in der Versammlung Gewählten: Simon Wildgruber (v.l.), Agnes Verführth, Sophia Conrad, Astrid Mau, Nicole Specht-Cornehls, Manfred Fröhlich, Ulrike Höhne und Christoph Weiß. Das Homepage-Team wünscht viel Erfolg in den verantwortungsvollen Aufgaben.

 

 

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Foto: KEV Segeberg - Vorstand 2018

Meldeschluss, Versammlung und Basar – Neues aus der Sventana-Schule

(06.11.2018)

Für zukünftige Schulkinder und deren Eltern kommen demnächst wichtige Tage: Im Zeitraum 12. bis 14. November findet an der Sventana-Schule die Anmeldung zum Schuljahr 2019/20 statt. Schulpflichtig sind alle Kinder, die bis zum 30. Juni 2019 das 6. Lebensjahr vollenden.

 

Neben der Schule, dem Schulverband, Schüler- und Elternvertretungen ist auch der Verein der Freunde der Sventana-Schule um das Wohl der Schule bemüht. Die nächste Jahreshauptversammlung findet am Mittwoch, 21. November, um 19.30 Uhr im Gebäude der Offenen Ganztagsschule statt. Zu wählen sind u.a. die Spitzenämter der/des 1. Vorsitzenden und der/des Kassenwartin oder Kassenwarts.

 

Vom Engagement der Schülerschaft zeugt der Weihnachtsbasar, der am Freitag, 30. November, von 16 bis 18 Uhr in der Aula der Sventana-Schule stattfindet. Alle Schulklassen haben Weihnachtliches gebastelt und bieten ihre Werke zum Verkauf an. Die Erlöse sind zum Teil für die Schule, zum anderen Teil für die Aktion „Brot für die Welt“ gedacht. Punsch und Gebäck warten ebenfalls auf die Besucher.

[Flyer]

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Foto: Meldeschluss, Versammlung und Basar – Neues aus der Sventana-Schule

Gedenken für Opfer von Krieg und Gewalt – Volkstrauertag

(01.11.2018)

Die Gemeinde Schmalensee beteiligt sich auch in diesem Jahr am Volkstrauertag. Alle Einwohnerinnen und Einwohner des Dorfes sind eingeladen, daran teilzunehmen. Die öffentliche Kranzniederlegung durch die Freiwillige Feuerwehr Schmalensee findet statt am Sonntag, 18. November 2018, um 9.15 Uhr am Gefallenendenkmal in der Dorfstraße.

 

Im Anschluss findet im Gasthof Voß eine kurze Andacht unter Beteiligung der Kirchengemeinde statt. Warme Getränke werden gereicht und die Sammelbüchse für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geht herum.

 

Der Volkstrauertag hat nicht allein den Status einer Gedenkveranstaltung für die gefallenen Schmalenseer Soldaten in beiden Weltkriegen. Alljährlich bringt die Andacht auf dem Gemeindesaal bzw. im Gasthof zum Ausdruck, dass dieser Tag dem Gedenken aller Opfer von Krieg und Gewalt, Verfolgung, Flucht und Vertreibung gewidmet ist.

Foto zur Meldung: Gedenken für Opfer von Krieg und Gewalt – Volkstrauertag
Foto: Gedenken für Opfer von Krieg und Gewalt – Volkstrauertag

Jannis Nagel will als Züchter seltene Rassen erhalten

(27.10.2018)

Jannis Nagel hat ein ausgefallenes Hobby. Der 13-Jährige ist unter die Schafzüchter gegangen. Sieht man den jungen Schmalenseer, der obendrein im Hirtenweg wohnt, mit seiner Mini-Herde, bestehend aus den Schafen Yasmin und Zoe, spazieren gehen, mag man an einen Spleen denken. Doch Jannis hat sich vor der Anschaffung der beiden Coburger Fuchsschafe tüchtig Gedanken gemacht und einen Entschluss gefasst: Er möchte dazu beitragen, die vom Aussterben bedrohte Rasse zu erhalten.

 

Coburger Fuchsschafe, das hat Jannis verinnerlicht, stehen auf der Liste der gefährdeten Nutztierrassen. „Für sie gilt die Vorwarnstufe“, hat der Schüler der Trappenkamper Richard-Hallmann-Schule herausgefunden. Während sein Vater Sönke Nagel Texelschafe hält, eine Fleischrasse, hat sich Jannis ganz bewusst für den schützenswerte Schafe entschieden. Beide haben ihren eigenen Stall mit eigener kleiner Weide auf dem früheren Schmalenseer Hirtenhof. Täglich nach ihnen sehen, sie füttern und den Stall ausmisten, das ist für Jannis eine liebgewordene Beschäftigung, die er von seinem Vater kennt, der selbst Landwirt ist.

 

Der unterhält auch eine gemischte Herde mit Fleischrindern, Angus und Limousin. Als Jannis sich bei Youtube informierte, welche Tiere er schützen möchte, interessierte auch er sich zunächst nur für Rinder. „Das Harzer Hornvieh möchte ich später mal haben“, sagt der 13-Jährige. „Aber alles, was Hörner hat, darf ich erst dann halten, wenn ich selbst größer und kräftiger bin“, verrät Jannis einen Deal mit seinem Vater. „Er ist wohl auf dem Weg, einen kleinen Arche-Hof aufzubauen“, lächelt Jannis' Mutter Susanne Nagel.

 

Coburger Fuchsschafe sind Landschafe – sie dienen der Landschaftspflege. Ihre Wolle sei besonders. „Streicht man durch die Wolle, erkennt man rotbraune Härchen“, sagt Jannis. „Das nennt man das goldene Vlies.“ Ein Pulli aus der Wolle der eigenen Schafe wäre eine Überlegung wert, grinst Jannis. Bisher haben Yasmin und Zoe erst eine Schur hinter sich, das geschah aber noch, ehe der 13-Jährige ihr Besitzer wurde. Im April erwarb er sie bei Frauke Wechselberg am Bungsberg. Als die Schafe dort geschoren wurden, konnte ihre Reinrassigkeit nachgewiesen werden: „Sie hatten keine schwarzen Punkte auf der Haut. Das und ein paar andere Merkmale sind wichtig, damit sie ins Herdbuch eingetragen werden können“, weiß Jannis.

 

Bei einem Besuch der Norla in Rendsburg hatten Jannis und sein Vater Sönke ersten Kontakt zu Frauke Wechselberg. In Jahren, in denen keine Norla stattfindet, ist der Landschaftstag in der Arche Warder Treffpunkt für Züchter. Dort hat Jannis Yasmin und Zoe schon vorgestellt und hat einen 1. Platz im Jungzüchterwettbewerb erlangt. Zoe wurde Gruppensiegerin ihrer Klasse. „Es gibt drei Bewertungen – Wolle, Muskulatur und äußere Erscheinung – mit jeweils maximal 9 Punkten“, erklärt Jannis. Yasmin erreichte 22, Zoe 23 Punkte von möglichen 27.

 

An seiner Schule gibt der Siebtklässler seine Kenntnisse um bedrohte Tierrassen weiter. Gelegenheit dazu bietet die noch nicht lange bestehende Hühner-AG an der RHS, in der Jannis auf Gleichgesinnte gestoßen ist. Er selbst möchte sein Engagement zu Hause gern ausdehnen und dort vom Aussterben bedrohte Hühner züchten. Er denke über Sundheimer und das Deutsche Reichshuhn nach. „Das wird wohl ein kleiner Hühnerpark“, scherzt seine Mutter Susanne Nagel, die Jannis in seinen Vorhaben unterstützt, wie Vater Sönke aber auch Regeln vorgibt. Im Fall der bedrohten Geflügelrassen wäre das, dass zunächst die vorhandenen Haushühner verschwinden müssten. „Aus Platzgründen und damit von ihnen nicht etwa Krankheiten übertragen werden könnten.“

 

Zunächst aber gilt Jannis' ganze Aufmerksamkeit Yasmin („Mini“) und Zoe. Timing ist dabei ganz wichtig, denn er geht ja noch zur Schule und spielt nebenbei auch Fußball bei den C-Junioren des TuS Tensfeld. Für den weiteren Aufbau seiner Herde hat Jannis einen klaren Plan: Am letzten Oktoberwochenende gehen Yasmin und Zoe zurück an den Bungsberg, wo der Bock auf sie wartet. Den Nachwuchs, hat Jannis ausgerechnet, kann er in den Osterferien erwarten. „Das wäre ideal, denn wenn die Schafe zum ersten Mal lammen, sollte ich dabei sein und muss wahrscheinlich bei ihnen im Stall schlafen.“ Während die noch ahnungslosen Muttertiere schon naturgemäß ausgeblichen sind und nur an Köpfen und Beinen das typische Dunkelbraun tragen, werden die Lämmer komplett dunkel sein, weiß Jannis. Als Osterlämmer sollen die Nachkömmlinge von Yasmin und Zoe dann im Frühjahr nächsten Jahres aber selbstverständlich nicht herhalten.

 

Foto zur Meldung: Jannis Nagel will als Züchter seltene Rassen erhalten
Foto: Jannis Nagel und seine Coburger Fuchsschafe

Vor 140 Jahren - Unmengen von Maikäfern gesammelt

(24.10.2018)

Am 26. Oktober 1878, vor 140 Jahren, meldet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt das Ergebnis umfangreicher Maikäfer-Sammelaktionen im Kreis Segeberg. Allein in Schmalensee wurden 195 Kilogramm gesammelt. Da das Landratsamt in der Stadt Segeberg davon ausgeht, dass auf ein Kilogramm rund 920 Maikäfer entfallen, entspräche das in Schmalensee der Summe von 179.400 gesammelten Maikäfern. Im Kreis Segeberg sollen demnach über 13 Millionen Käfer gesammelt worden sein.

 

Den Spitzenwert im Kreis Segeberg erreicht der Gutsbezirk Rohlstorf mit 2.509,5 Kilogramm. Die Angaben aus den Schmalensee umgebenden Landgemeinden: Bornhöved 114 Kilo, Damsdorf 323, Gönnebek 283, Stocksee 150, Tarbek 179, Tensfeld 79,5 Kilo. Im Gutsbezirk Erfrade (Alt-Erfrade) wurde keine Sammlung durchgeführt.

 

Landrat von Willemoes-Suhm, der die Meldung hat veröffentlichen lassen, berichtet auch, was mit den eingesammelten Maikäfern geschehen ist: „Das Töten der Käfer ist ohne Ausnahme durch kochendes Wasser geschehen. Dieselben sind sodann größtenteils als Dünger, in einigen wenigen Ortschaften jedoch auch als Schweinefutter verwertet worden.“

 

In den späten 1920er und frühen 1930er Jahren macht Schmalensees Gemeindevorsteher Heinrich Harder auf eine erneute Maikäferplage im (nördlichen) Kreis Segeberg aufmerksam und unterbreitet umfangreiche Vorschläge zum Einsammeln und Abtöten der Insekten, die sich durchaus am Vorgehen von 1878 orientieren. Statt kochendem Wasser könne man laut Harder aber auch das an jeder Meierei vorhandene Dampfrohr verwenden – also heißen Wasserdampf.

Foto zur Meldung: Vor 140 Jahren - Unmengen von Maikäfern gesammelt
Foto: Vor 140 Jahren - Unmengen von Maikäfern gesammelt

Achtung: Terminabsprache 2019 naht

(18.10.2018)

Ein wichtiger Hinweis an alle Vereine, Organisationen und Wählergruppen: Ende November 2018 findet die Terminabsprache für das Jahr 2019 statt. Bislang vorgesehen für das Treffen ist Dienstag, 27. November, um 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus (Neuer Ort!).

 

Die nächsten Wochen sollten somit dazu genutzt werden, in den Vorständen die Jahresplanung 2019 vorzunehmen, um dann in gemeinsamer Runde, in der Regel unter der Moderation des Bürgermeisters, den „Schmalenseer Terminkalender“, der u.a. die Belegung des Gemeindesaals durch die Vereine vorgibt, festzulegen.

Foto zur Meldung: Achtung: Terminabsprache 2019 naht
Foto: Achtung: Terminabsprache 2019 naht

Vor 95 Jahren - Höhepunkt der Inflation

(16.10.2018)

Wir wurden Millionäre, Milliardäre und schließlich Billionäre, und wurden immer ärmer, bis wir nichts mehr hatten.“ So beschreibt Lehrer Heinrich Göttsch in seiner 1948 veröffentlichten Chronik von Schmalensee, was sich nach dem Ersten Weltkrieg und insbesondere 1923 abspielte. Auf den verlorenen Krieg „folgte eine bunte, verworrene Zeit, die in ihren üblen Begleiterscheinungen den wirtschaftlichen Existenzen gefährlicher war als der Krieg.“

 

Vor 95 Jahren fallen beim Durchblättern des Segeberger Kreis- und Tageblatts, des Vorläufers der Segeberger Zeitung, ab Sommer Artikel und Anzeigen ins Auge, die beispielhaft für das stehen, was heute allgemein als Inflation von 1923 bezeichnet wird. Nachdem einige Fälle aus dem Sommer 1923 geschildert wurden, blicken wir auf die Preisentwicklung im Oktober und November:

 

15.10.1923

Der Preußische Minister für Volkswohlfahrt veröffentlicht die aktuellen Höchstsätze der Erwerbslosenunterstützung. Männer über 21 Jahre, die im eigenen Haushalt leben, erhalten bis zu 1.200 Millionen RM (Frauen 960 Millionen RM). Diese Sätze sind bis zum 20.10.1923 gültig.

 

25.10.1923

Die Inflation erreicht einen absoluten Höhepunkt: Der 100-Milliarden-Mark-Schein ist in Vorbereitung. Die Tagesproduktion von Banknoten ist zudem auf 66.000 Billionen gesteigert worden.

 

01.11.1923

Die Post- und Fernsprechgebühren werden angehoben. Für ein Ortsgespräch von einer Teilnehmer- oder einer öffentlichen Sprechstelle sind 1.500 Millionen RM zu entrichten. So viel kosten auch eine Telefonauskunft oder ein Ferngespräch unter drei Minuten auf einer Entfernung bis zu 5 Kilometer. Zum Vergleich: Für ein Ferngespräch unter drei Minuten auf eine Entfernung zwischen 50 und 100 Kilometer müssen 13.500 Millionen RM gezahlt werden.

 

16.11.1923

Die angekündigte Einführung der Rentenmark (Goldmark) durch die Reichsregierung soll den Wertverlust des Geldes aufhalten, die Preise werden nach und nach wieder auf Normalmaß gesetzt. Dennoch haben viele Deutsche gravierende Verluste zu verzeichnen.

 

24.11.1923

Die Jagdscheingebühren im Kreis Segeberg betragen ab sofort 15 Millionen RM für einen Jahres- und 3 Millionen RM für einen Tagesjagdschein. Zusätzlich sind für den Jahresjagdschein 150 Millionen RM und für den Tagesjagdschein 30 Millionen RM an Stempelgebühr zu entrichten.

 

 

Die deutsche Inflation, die 1923 ihren Höhepunkt erreichte und nur durch Einführung der Rentenmark ab 1924 eingedämmt werden konnte, hatte ihren Ursprung in der Finanzierungspolitik des Ersten Weltkriegs. Die sorgte dafür, dass im November 1918 die Schulden des Deutschen Reiches das Volkseinkommen überstiegen. Da Deutschland den Krieg verloren hatte konnte die Verschuldung nicht wie geplant durch die Kriegsgegner abgebaut werden. Statt dessen musste das Deutsche Reich die im Versailler Vertrag auferlegten Reparationen zahlen, was die Minderung der Kaufkraft der Mark bei gleichzeitiger Verteuerung der Güter befeuerte. Weil der Staat, die neue Weimarer Republik, zur Beseitigung der Staatsschulden ab 1919 die Geldmenge massiv erweiterte, kam es 1923 zur so genannten Hyperinflation.

 

Foto zur Meldung: Vor 95 Jahren - Höhepunkt der Inflation
Foto: Vor 95 Jahren - Höhepunkt der Inflation

Vor 85 Jahren - Die „Gleichschaltung“ der Landwirtschaft

(09.10.2018)

Mit der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 war die Gesellschaft, das Deutsche Reich in seiner Gesamtheit, nicht automatisch vom Dritten Reich vereinnahmt. Die sogenannte „Gleichschaltung“ vollzog sich bis in das Jahr 1934 hinein. Ein bedeutender Berufszweig, den es für den Nationalsozialismus zu gewinnen galt, war die Landwirtschaft. Am 7. Oktober 1933, vor 80 Jahren, fand die Konzentration der Landwirte des Kreises Segeberg in nur noch einer Organisation, der Kreisbauernschaft statt.

 

Schon am 3. Oktober 1933 existierte der Landwirtschaftliche Kreisverein als nicht politische oder ideologische Interessenvertretung nicht mehr. Der Kreisverein, gegründet 1869, und auch die Lokalvereine wie der Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und Umgebung hatten sich aufgelöst, um im „Kreislandstand“, gemeint ist die entsprechende Untergliederung des Reichsnährstandes, aufzugehen.

 

Die Versammlung am 7. Oktober 1933 war eine Außerordentliche Mitgliederversammlung des Land- und Bauernbundes Segeberg mit dem alleinigen Tagesordnungspunkt der Überführung dieser politisch-ideologischen Organisation. „Fortan gibt es im Kreise Segeberg keinen Land- und Bauernbund mehr, sondern nur noch eine Kreisbauernschaft Segeberg, die ausschließlich vom Kreisbauernführer geführt wird“, heißt es in der Berichterstattung des Segeberger Kreis- und Tageblatts.

 

Am 20. Oktober 1933 meldet der Vorläufer der heutigen Segeberger Zeitung, dass der Kreisbauernführer Otto Köhler (Bühnsdorf) in Abstimmung mit der Kreisleitung der NSDAP die Ortsbauernführer im Kreis Segeberg ernannt hat. Für Schmalensee ist dies Carl Theodor Schnohr (Theodor Schnohr jr.). Die Ortsbauernschaften werden schon bald in Bezirksbauernschaften zusammengefasst – Schmalensee im Bezirk IX Bornhöved. Bis zum Januar 1934 ist auch diese Ebene geschaffen und mit dem Schmalenseer Bürgermeister Heinrich Harder gibt es einen Bezirksbauernführer. Beide, Schnohr und Harder, sind bis Mai 1945 im Amt. Am 6. Oktober 1935 organisieren sie zusammen mit Richard Saggau, dem Zellenleiter der NSDAP in Schmalensee, ein Erntedankfest für die Schmalenseer Dorfgemeinschaft.

 

Dem Reichsnährstand gehörten an: Selbstständige Landwirte und Bauern, deren Familienangehörige, Verpächter, Pächter, Altenteiler, Landarbeiter, Landwirtschaftliche Personenvereinigungen, angegliederte Verbände und landwirtschaftliche Genossenschaften, für die Regelung der Erzeugung, des Absatzes und der Preise verantwortliche Marktverbände sowie Be- und Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Mühlen, Meiereien, Brauereien usw. (Umfangreiche Quelle: Nils Cramer, Erbhof und Reichsnährstand, Husum 2013)

Foto zur Meldung: Vor 85 Jahren - Die „Gleichschaltung“ der Landwirtschaft
Foto: Vor 85 Jahren - Die „Gleichschaltung“ der Landwirtschaft

Vor 90 Jahren - Großes Interesse an Maggi

(06.10.2018)

Am 6. Oktober 1928, vor 90 Jahren, genießt der Vaterländische Frauenverein für Bornhöved und Umgebung großen Zulauf bei einer seiner Veranstaltungen: Ein Vertreter der Firma Maggi ist zu Gast und zeigt im Bornhöveder Hotel Stadt Kiel den Film „Ein Gang durch die Maggi-Gutswirtschaft und die Maggi-Werke in Singen am Hohentwiel“. Laut Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts (heute Segeberger Zeitung) wird die Veranstaltung „von einigen hundert Personen“ besucht.

 

Es war Julius Maggi, der ab 1869 den väterlichen Mühlenbetrieb zu einem Unternehmen für industrielle Lebensmittelproduktion entwickelte. 1886 präsentierte Maggi erste Fertigsuppen und die berühmte Maggi-Würze. 1908 kam der Brühwürfel auf den Markt – von Maggi hergestellt. Der in Bornhöved gehaltene Vortrag 1928 fällt noch in die schwere Zeit der Inflation in Deutschland. Das Unternehmen ist aber auch in Frankreich und der Schweiz etabliert. Der innerdeutschen Reisetätigkeit durch die ländlichen Regionen des Reiches wird in den 1930er Jahren die Expansion nach Übersee folgen.

 

Für die Regionalgeschichte sei festgehalten, dass sich die Provinz immer mehr in das Große Ganze einfügt und immer stärker mit den Fortschritten der industrialisierten Welt Berührungspunkte herstellt.

 

Und mit Blick auf den ausrichtenden Verein: Auch der nimmt eine interessante Entwicklung. 1866 als „Deutscher Frauenverein zur Pflege und Hilfe für Verwundete im Kriege“ von der preußischen Königin Augusta gegründet und im Ersten Weltkrieg u.a. im Deutschen Reich in die Lazarett-Organisation eingebunden, entwickelte er sich offenbar in eine Richtung, die an die heutige Landfrauen-Organisation erinnert.

 

Tatsächlich lässt sich der Vaterländische Frauenverein, so wie der 1915 gegründete Deutsche Hausfrauenbund, in gewisser Weise über das Zwangsintermezzo des Dritten Reiches, in dem Frauen in der NS-Frauenschaft organisiert waren, mit seinen Traditionen als Vorgängerorganisation der Landfrauen interpretieren.

Foto zur Meldung: Vor 90 Jahren - Großes Interesse an Maggi
Foto: Vor 90 Jahren - Großes Interesse an Maggi

Vor 90 Jahren - Die Auflösung der Gutsbezirke

(30.09.2018)

Das mit dem Ende des Ersten Weltkriegs verbundene Ende der Monarchie im Jahre 1918 und die seitdem stattfindenden politischen Veränderungen in Deutschland und Preußen führen am 30. September 1928, vor 90 Jahren, zur Auflösung der Gutsbezirke in Schleswig-Holstein.

 

Die adeligen Güter waren landwirtschaftliche Betriebe und Verwaltungsbezirke zugleich. Sie bildeten bis zur Neuzeit die vorherrschende Wirtschaftsform in den Herzogtümern Schleswig und Holstein, lagen aber mehrheitlich im östlichen Holstein – bedingt durch die im 12. Jahrhundert praktizierte Unterwerfung der dort lebenden slawischen Bevölkerung. Durch die Landname entstand eine vom Landesherrn mit Grundbesitz belehnte Ritterschaft. Ihre einfachen, aber befestigten Sitze bildeten oft die Keimzellen der heute gern betrachteten Herrenhäuser.

 

Im Gegenzug für die Sicherung des Landes wurden die Ritter zu Grundherren mit Frondienst leistenden Bauern darauf. 1524 erhielten sie vom dänischen König das Privileg, selbst „Recht über Hals und Hand“ zu sprechen – die Leibeigenschaft hielt Einzug und sollte erst bis 1805 wieder abgeschafft werden. Bereits nach dem Dreißigjährigen Krieg war es möglich, dass die Gutsbesitzer nicht mehr nur dem Adel angehörten. Den neuen, bürgerlichen Grundherren, blieben jedoch die fest mit dem Gut verbundenen Privilegien erhalten.

 

1867 wurde Schleswig-Holstein preußische Provinz. Die adeligen Güter verloren ihre Gerichtsbarkeit und wurden zu Gutsbezirken, in denen die Gutsbesitzer noch bis 1928 die Obrigkeit der untersten Verwaltungsebene, sozusagen das Bürgermeisteramt ausübten. Seit 1874 übte der Amtsvorsteher die Polizeigewalt aus. In den preußischen Ämtern waren Landgemeinden und Gutsbezirke vereint – etwa im Amt Stocksee, das zuletzt aus dem Forstgutsbezirk Stocksee und den Landgemeinden Stocksee, Damsdorf, Tensfeld und Tarbek bestand. Alt-Erfrade war ein Gutsbezirk für sich. Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek bildeten das Amt Bornhöved.

 

Erst 1947 erfolgte die Zusammenlegung der Ämter Bornhöved mit Stocksee zum Amt Bornhöved. Trappenkamp war da im Begriff, vom Marinesperrwaffenarsenal zu einem Ortsteil Bornhöveds zu werden, gehörte also bis zur Selbständigkeit 1956 dazu und wurde 2008 im Rahmen einer vom Land vorgeschriebenen Verwaltungsstrukturreform wieder Teil und Amtssitz des Amtes Bornhöved. Damsdorf war 1937 nach Stocksee eingemeindet worden und wurde erst 1951 wieder eigenständige Gemeinde.

 

Zurück zum Jahr 1928. Die Auflösung der Gutsbezirke wirkte sich im heutigen Amt Bornhöved wie folgt aus: Der Gutsbezirk Alt-Erfrade wurde mit der Gemeinde Tarbek vereinigt. Vom Forstgutsbezirk Stocksee fiel das Gehege Karkhop an die Gemeinde Stocksee, die Gehege Holenhop und Holm gingen an Damsdorf.

 

In der Nachbarschaft, innerhalb des alten Kirchspiels, entstanden zum Teil neue Landgemeinden, die aus den aufgelösten Gutsbezirken hervor gingen: Ruhwinkel (Gut Bockhorn, Schönböken), Stolpe (Depenau, Nettelau, Horst und Bundhorst), Wankendorf (Depenau, Löhndorf), Belau (Perdoel).

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Foto: Vor 90 Jahren - Die Auflösung der Gutsbezirke

Letzte zentrale Strauchgutsammlung am 22. November 2018

(27.09.2018)

Der Wegezweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) informiert: Am Donnerstag, 22. November, findet in Schmalensee die Sammlung von Strauchgut statt,  das nicht in die Biotonne passt.

 

Pro Grundstück werden 3 Kubikmeter Strauchgut kostenfrei abgefahren oder vor Ort gehäckselt. Die beim Häckseln entstehenden Holzschnitzel verbleiben beim Grundstück und können als Mulch im Garten verwendet werden. „Sträucher, Zweige und Stämme dürfen nicht länger als 2 Meter sein und sollten den Durchmesser von 10 Zentimeter nicht überschreiten“, heißt es in einer WZV-Mitteilung.

 

Das Strauchgut sollte zum Abholtag gut sichtbar und in eine Richtung am Straßenrand aufgeschichtet liegen – das erleichtert den WZV-Mitarbeitern die Arbeit.

 

Laubsäcke und jede andere Art von Grünabfällen fallen nicht unter die kostenfreie Sammlung und werden daher nicht mitgenommen. Mehrmengen (über 3 Kubikmeter) können telefonisch unter 04551/909-222 zur kostenpflichtigen Abholung angemeldet werden.

 

Es ist das letzte Mal, dass der WZV die Strauchgutentsorgung auf diese Weise regelt. Ab 2019 erfolgt die Abfuhr auf Abruf – wie man es schon vom Sperrmüll kennt. Mit der Abfallinfo, die im Dezember verteilt werden wird, erhalten die Haushalte zwei Gutscheine für individuelle Abholtermine. Mit diesen Gutscheinen wird man sein Strauchgut auch kostenfrei auf den Recyclinghöfen des WZV selbst anliefern können. Dazu wird der Wegezweckverband gesondert informieren.

Foto zur Meldung: Letzte zentrale Strauchgutsammlung am 22. November 2018
Foto: Letzte zentrale Strauchgutsammlung am 22. November 2018

Volles Programm für die Gemeindevertretung

(27.09.2018)

Satte 30 Punkte sah die Tagesordnung für die dritte Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung am 26. September vor. Binnen respektabler zweieinhalb Stunden war das Programm abgearbeitet. Möglich war das durch disziplinierte Verhandlung und eine tüchtige Vorarbeit in allen drei Ausschüssen.

 

Die Ausschussvorsitzenden standen im im Mittelpunkt der Versammlung, die auch von einigen Bürgern besucht wurde. Insbesondere waren die beiden bürgerlichen Mitglieder der GV, Dirk Griese (Vorsitzender Finanzausschuss) und Sönke Stahl (Bauen, Planung, Umwelt und Wege) gefordert, so dass das Gremium von neun auf elf Mitglieder anwuchs.

 

Weniger schön war, was Dirk Griese berichten musste, nachdem die Jahresabschlüsse für 2012 bis 2014 durchgewunken waren: Schmalensee hat seine Rücklagen aufgezehrt und macht von nun an Schulden. Aufgrund der Zahlungsverpflichtungen, die nicht abwendbar sind, und eines Einbruchs im Bereich der Gewerbesteuer, müssen unbedingt Überlegungen zur Verbesserung der Finanzlage angestrengt werden. Ein Tropfen auf den heißen Stein kann die Einführung einer Zweitwohnungssteuer sein, die einstimmig beschlossen wurde.

 

Dass Ausgaben nicht gänzlich umgangen werden können, ergab sich aus den Punkten von Sönke Stahl. So wird ein Umbau der Sanitäranlagen in den Räumen der Kita im Sportlerheim nötig. Ein Wirtschaftsweg hinter der „Siedlung“ am Ringreiterplatz muss möglichst noch vor dem Winter repariert werden. Und im Bereich der Schmutzwasserkanalisation bedarf es aufgrund Geruchsbelästigung am Gassenbult eines kostspieligen Austauschs von Filtern.

 

Christopher Brust (Senioren, Jugend, Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr) konnte vermelden, dass der Volkstrauertag und die Seniorenweihnachtsfeier von seinem Ausschuss durchgeplant wurden. Außerdem legte dieser Ausschuss neue Ehrungsrichtlinien der Gemeinde vor, die auch so angenommen wurden. Neben dem großen und kleinen Ehrenteller wird es nun eine Ehrennadel geben.

 

Weiterhin verabschiedet wurde nun der Bebauungsplan Nr. 5 für das Gebiet „südlich der Belauer Straße“. Die Gemeinde bezuschusst die Anschaffung von zwei Tischtennistischen durch den SV Schmalensee und befasst sich ernstlich mit dem Umstieg vom Papier zum Tablet-PC, also mit der digitalen Gremienarbeit.

Foto zur Meldung: Volles Programm für die Gemeindevertretung
Foto: Christopher Brust (v.l.) Dirk Griese und Sönke Stahl führen Schmalensees Ausschüsse

Vor 85 Jahren - Heinrich Göttsch gibt seine letzte Schulstunde

(22.09.2018)

Am Freitag, den 22. September 1933, vor 85 Jahren, gibt Schmalensees Lehrer seine letzte Unterrichtsstunde und tritt in den Ruhestand. 37 Jahre war Heinrich Peter Nikolaus Göttsch in Schmalensee tätig. Der am 20. August 1872 in Stakendorf geborene und am 23. März 1956 in Bad Segeberg gestorbene Göttsch wird in der kollektiven Erinnerung des Dorfes stets einen festen Platz einnehmen, denn er hat 1948 die „Chronik von Schmalensee“ veröffentlicht.

 

Wenn nicht er, wer dann, möchte man sagen. Heinrich Göttsch, der am 1. November 1896 seinen Dienst in Schmalensee antrat und am 19.11.1897 die 19-jährige Schmalenseer Bauerstochter Sophie Stegelmann heiratete, war nicht einfach Lehrer und somit Leiter der hiesigen Volksschule. In berufsständischen Vereinigungen, im Vereinswesen seiner Zeit wie dem Militärverein, in der Feuerwehr und mit großem Engagement auch in landwirtschaftlichen Organisationen und dem Bereich des Sparkassenwesens war Göttsch aktiv. Er schrieb Protokolle, führte Übersichten, verfasste Berichte für die Zeitungen und war nach heutigem Sprachgebrauch vielfältig vernetzt.

 

1939 veröffentlichte Göttsch das Büchlein „Besitzerfolge und Besitzneubildungen in den nördlichen Dörfern des Kreises Segeberg während des 18., 19. und 20. Jahrhunderts“. Was sich dahinter verbirgt ist in der „Chronik von Schmalensee“ in dem umfangreichen Kapitel über die Höfe und Wohnhäuser Schmalensees und ihre Besitzer zu finden. Eine Fleißarbeit.

 

Fleiß und ein darauf basierender unermüdlicher Ehrgeiz mögen die Triebfedern für ein äußerst umfangreiches Lebenswerk sein, dass an anderer Stelle eine ausführliche Biografie verlangt. In Stichworten seien hier die herausragenden Vereine und Organisationen genannt, in denen Heinrich Göttsch, i.d.R. als Schriftführer und/oder Kassierer bzw. „Geschäftsführer“ agierte: Lehrerverein für Bornhöved und Umgebung (und auch NS-Lehrerbund), Kreislehrerkammer, Provinzial-Lehrerversammlung, Freiwillige Feuerwehr Schmalensee, Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek in Bornhöved, Nationaler Wahlverein für den Amtsbezirk Bornhöved / Vaterländische Partei, Deutscher Flottenverein Ortsgruppe Bornhöved, Landwirtschaftlicher Verein für Bornhöved und Umgebung, Landwirtschaftlicher Kreisverein, Kreisrindviehzuchtverein Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner, Zweigverein Bornhöved vom Deutschen Roten Kreuz.

 

Zur letzten Schulstunde am 22. September 1933 versammeln sich im Schmalenseer Schulzimmer alle Gemeindevertreter, der Schulvorstand und Schulrat Lindrum, der Heinrich Göttsch im Namen der Regierung aus dem Schuldienst verabschiedet. Am Abend des 23. September verabschiedet die Gemeinde ihren Lehrer mit einem Fest auf dem Saal des Gasthofs Voß. Fast alle Schmalenseerinnen und Schmalenseer sind erschienen, Gemeindevorsteher Heinrich Harder hält eine Festrede. Auch Pastor Erich und der vormalige Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau richten Worte an Göttsch, der Harder und vor allem Saggau als rechte Hand in den landwirtschaftlichen Verbänden zur Seite gestanden hatte.

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Foto: Vor 85 Jahren - Heinrich Göttsch gibt seine letzte Schulstunde

Vor 110 Jahren - Beinbruch zum Abschied?

(08.09.2018)

Am 8. September 1908, vor 110 Jahren, meldet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von einem für die damalige Zeit zwar nicht ganz unüblichen, aber dennoch berichtenswerten Unfall: Auslöser ist das Duell Pferd gegen Automobil.

 

Die Ehefrau des Schmalenseer Hufner Carl Schübeler befindet sich Anfang September mit ihrem Pferdefuhrwerk auf dem Weg von Bornhöved nach Schmalensee, als ein Automobil heranbraust und das Pferd in den Leinen vor diesem scheut. Offenbar geht das Pferd dann mit dem Wagen durch, denn laut Pressebericht versucht Frau Schübeler, vom Wagen zu springen. Dabei aber geraten ihre Beine unter die Räder und sie muss „ärztliche Hilfe in Anspruch“ nehmen.

 

Die Nachricht wird dadurch noch interessanter, dass im selben Presseartikel berichtet wird, dass der Schmalenseer Landmann Ludwig Saggau die Landstelle des Hufners Carl Schübeler zum 1. Oktober 1908 für 90.000 Mark gekauft hat. Die Schübelers sind also gerade dabei, sich von Schmalensee zu verabschieden.

 

Schon im März, so das SKTB, sei der Verkauf beschlossen worden. Ludwig Saggau hatte unlängst die Hufe 1 mit dem Gasthof an Friedrich Voß verkauft. Nun übernimmt er die Hufe 8, den Hof in der Dorfstraße 22, der heute Harald Saggau gehört, dem Enkel Ludwigs.

 

Carl Schübeler kam um 1887 von Schleswig nach Schmalensee, als er die Witwe des Hufners August Dunker, Elise, heiratete. Bald integrierte sich Schübeler, trat am 10. Februar 1894 in die erst 1889 gegründete Freiwillige Feuerwehr ein und wurde sofort zum neuen Hauptmann der Wehr, heute Gemeindewehrführer, gewählt. Am 3. März 1906 zuletzt wiedergewählt, trat Schübeler im laufenden Jahr von seinem Amt zurück und aus der Wehr aus.

 

Trotzdem der 1907 gefertigte Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr für 1906 aussagt, „Hauptmann Schübeler ist als dauernd unentgeltliches Ehrenmitglied in unsere Wehr aufgenommen und zwar mit Recht, denn er hat es verstanden durch die Disziplin, die stramme Manneszucht und durch sein allseitiges Eintreten für die Wehr, dieselbe auf einen selten erlangten Höhepunkt zu bringen. Sein Name wird nie in der Wehr erlöschen.“, scheint es, als habe der Abschied der Familie Schübeler aus Schmalensee unter keinem guten Stern gestanden. Der Sturz der Ehefrau vom Wagen rundet dieses Bild nur ab.

Foto zur Meldung: Vor 110 Jahren - Beinbruch zum Abschied?
Foto: Vor 110 Jahren - Beinbruch zum Abschied?

Vor 90 Jahren - Der Ruf nach einem „Führer“

(02.09.2018)

Am früheren „Sedanstag“, dem 2. September 1928, also vor 90 Jahren, veranstalten die Kreisgruppe Segeberg und die Ortsgruppe Bad Segeberg des „Stahlhelm“ im Hotel Germania einen öffentlichen Vortragsabend. Das Thema lautet „Deutsche Not“.

 

Redner ist Jürgen von Ramin, ein völkischer Politiker. Dieser schwört sein Publikum auf die „Kulturaufgaben des deutschen Volkes“ ein. Zu diesen gehören die Überwindung des Kapitalismus ebenso wie eine Abkehr von Parlamentarismus und Internationalismus sowie die Hinwendung zum Führerstaat.

 

Damit erreicht der Redner die Herzen seiner Zuhörer: Die Segeberger erleben nach dem Untergang des Kaiserreiches, Revolution und Inflation sowie gravierender Veränderungen ihrer alten Wertesysteme nun eine zunehmende Zerstrittenheit in den berufsständischen Organisationen, insbesondere in der Landwirtschaft.

 

Der Stahlhelm als deutschnationale, paramilitärische Organisation ehemaliger Frontkämpfer bietet nicht nur diesem Redner eine geeignete Plattform, medial begleitet Forderungen aufzustellen, die in wenigen Jahren Wahrheit werden sollen.

 

Aber nicht nur der Blick auf die nationalsozialistische „Machtergreifung“ des 30. Januar 1933 deutet sich in dem unscheinbaren Beitrag des Segeberger Kreis- und Tageblatts aus dem Jahr 1928 an. Auch das Ende des „tausendjährigen Reiches“ 1945 wird unfreiwillig und in Ansätzen schon vorweggenommen:

 

Sollte das Schicksal des deutschen Volkes unseren Untergang wollen, so können wir diesen nicht verhindern“, führt von Ramin weiter aus. Und: „Verhindern aber können wir, dass Deutschland in Schmach und Schande untergeht.“

 

Wenigstens mit dem letzten Satz sollte sich der Redner völlig irren, wenngleich er die Haltung der Staatslenkung im Frühjahr 1945 richtig vorweg nahm.

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Foto: Vor 90 Jahren - Der Ruf nach einem „Führer“

Vor 95 Jahren - Die Inflation ist nicht aufzuhalten

(01.09.2018)

Wir wurden Millionäre, Milliardäre und schließlich Billionäre, und wurden immer ärmer, bis wir nichts mehr hatten.“ So beschreibt Lehrer Heinrich Göttsch in seiner 1948 veröffentlichten Chronik von Schmalensee, was sich nach dem Ersten Weltkrieg und insbesondere 1923 abspielte. Auf den verlorenen Krieg „folgte eine bunte, verworrene Zeit, die in ihren üblen Begleiterscheinungen den wirtschaftlichen Existenzen gefährlicher war als der Krieg.“

 

Vor 95 Jahren fallen beim Durchblättern des Segeberger Kreis- und Tageblatts, des Vorläufers der Segeberger Zeitung, ab Sommer Artikel und Anzeigen ins Auge, die beispielhaft für das stehen, was heute allgemein als Inflation von 1923 bezeichnet wird. Nachdem einige Fälle aus dem Juli und August 1923 geschildert wurden, blicken wir auf die Preisentwicklung im September:

 

01.09.1923: Der Geldwert von Naturalbezügen wird erneut angeglichen. Demnach beträgt der Wert der vollen Verpflegung einschließlich Wohnung, Heizung und Beleuchtung für weibliche und männliche Angestellte in leitender oder gehobener Stellung 816.000 Mark pro Tag. Im Falle sonstiger Hausangestellter liegt der Wert bei 660.000 Mark, für sonstige weibliche Hausangestellte oder gering bezahlte weibliche Arbeitskräfte bei 480.000 Mark.

 

09.09.1923: Die Reichsbank bringt 100 Millionen-Mark-Banknoten in Umlauf.

 

10.09.1923: Verschiedene Banken und Sparkassen des Kreises Segeberg erklären per Inserat, dass sie keinen Zahlungsverkehr unter 5 Millionen Mark mehr vornehmen.

 

18.09.1923: Der erst in der Vorwoche in Umlauf gebrachte 100 Millionen-Schein genügt nicht mehr. Nun werden Banknoten von 500 Millionen Reichsmark produziert, die über 1 Milliarde sind bereits in Erwägung gezogen worden.

 

21.09.1923: Die Gebühren für Jagdscheine steigen. Für einen Jahresjagdschein sind 7.500.000 RM, für einen Tagesjagdschein 1.500.000 RM zu entrichten.

 

25.09.1923: Die Mehl- und Brotpreise steigen weiter. Das 1.900 Gramm schwere Roggengrobbrot kostet nun 6 Millionen RM.

 

26.09.1923: Der Schleswig-Holsteinische Bauernverein im Kreis Segeberg hält eine außerordentliche Generalversammlung ab. Hunderte von Mitgliedern erscheinen, um die umfangreichen Berichte zur Lage der Landwirtschaft zu vernehmen. Es gibt Klagen der Verbandsführung über eine landwirtschaftsfeindliche Reichssteuerpolitik. Geschäftsführer Spies macht in seinem Redebeitrag das Judentum mitverantwortlich dafür, dass der Staat bestrebt ist, nun auch den Grundbesitz anzutasten.

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Foto: Vor 95 Jahren - Die Inflation ist nicht aufzuhalten

Mona ist Schmalensees Mathe-Ass

(25.08.2018)

Die im Wortsinn heißen Wochen der Sommerferien hat Mona Mühlenberg genossen. Und die ersten Tage nach dem Wechsel von der Grundschule ans Plöner Gymnasium hat die Neunjährige locker verkraftet. Kein Wunder, wollte man sagen, schließlich hatte sie vor den Ferien im Pangea Mathematik-Wettbewerb auf Bundesebene eine Bronzemedaille gewonnen.

 

Medaillen (und Pokale und Urkunden) hat die stets vergnügte Mona schon viele – Cheerleading und Fußball im SV Schmalensee sowie Handball in der HSG Wankendorf/Bornhöved (WaBo) sind ihre Sportarten. Und hierarchisch wie im Sport ziehen sich auch die Wettbewerbe im Denksport Mathematik durch das Jahr.

 

Gestartet war Mona, nicht zum ersten Mal, im November letzten Jahres bei der Kreisrunde der Mathematik-Olympiade und hatte in der 4. Klassenstufe den Silberplatz belegt. Im März 2018 folgte in Lübeck der Landesentscheid-Süd. Mona musste bei der Siegerehrung im Audimax der Universität lange warten, bis ihr Name aufgerufen wurde: 75 Kinder waren vor ihr dran, dann stand die Schmalenseerin als Siegerin fest!

 

Im Wettbewerb um die Mathematik-Olympiade war für die damals noch Viertklässlerin Schluss – einen Bundesentscheid gibt es erst ab Klasse 5. Aber da ist ja auch der Pangea Mathematik-Wettbewerb. Zum Bundesentscheid für die norddeutschen Bundesländer meldete Monas Bornhöveder Mathe-Lehrer Frank Huhndorf die Schülerin an.

 

Früh am Morgen ging es mit Mutter Ute Mühlenberg in die niedersächsische Landeshauptstadt. Vor Ort galt es, binnen 60 Minuten fünf Textaufgaben zu lösen, die zehn Besten der Region traten gegeneinander an. „Etwas aufregend war das schon, ich kannte ja keinen. Aber alle waren nett“, berichtet Mona, die schon bald zwei Aufgaben „einfach aufgeschrieben“ hatte. Eine sei „so mittel“ gewesen, bei zwei weiteren habe sie „richtig was zum Knobeln“ gehabt.

 

Die lange Pause der Auswertung wurde im Freibad verbracht, mit Pommes als Nervennahrung. Dann ging es zurück zum Veranstaltungsort und es gab – wie man es sich von der Oscar-Verleihung vorstellen könnte – eine Vorbesprechung für die Siegerehrung. „Der Ablauf wurde geprobt, das Einlaufen auf der Bühne, sogar der Applaus“, verrät Mona.

 

Als dann ihr Name unter den Viertklässlern an dritter Stelle aufgerufen wurde, sei sie aufgesprungen, habe gejubelt und sei nach vorn gestürmt. Ein Verstoß gegen die eingeübte Etikette? „Da waren andere, die haben regelrecht geschrien vor Freude. Da war ich also ganz harmlos“, grinst Mona im Interview für die Gemeinde-Homepage. Ihre erste Handlung nach Erhalt von Urkunde und Medaille: „Erst mal Papa anrufen, und dann sind wir auch schon losgefahren.“

 

Ein tolles Geburtstagsgeschenk war diese Bronzemedaille übrigens – zwei Tage später wurde Mona zehn Jahre alt. Und dann? Ab Klasse 5 gibt es die Mathe-Olympiade auch auf Bundesebene, ab Klasse 8 weltweit... „Erst mal muss ich nun schauen, wie ich mit der neuen Schule zurecht komme“, bleibt Mona ganz souverän. Ihre Knobelhefte mit Mathe-Aufgaben nimmt sie auch weiterhin in ihrer Freizeit zur Hand – wenn sie nicht gerade Kreisläuferin oder die Spitze der Pyramide der Cheerleader ist.

 

Auch hat sie bisher noch nicht gehört, ob die neue Schule an Wettbewerben dieser Art teilnimmt – treibende Kraft an der Sventana-Schule sei ja schließlich ihr Mathe-Lehrer Frank Huhndorf gewesen. „Das lasse ich mal auf mich zukommen“, meint Mona, und freut sich auf das Plöner Gymnasium. Aber auch auf Mathematik?

 

Am meisten freue ich mich auf Sport und Englisch“, grinst Mona schelmisch. Nun, mindestens in einem dieser zwei Fächer gibt es bekanntlich auch Medaillen zu gewinnen.

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Foto: Mona Mühlenberg - Finalistin beim Pangea Mathematik-Wettbewerb 2018

Vor 115 Jahren: Drei Knechte freigesprochen

(25.08.2018)

Am 25. August 1903, vor 115 Jahren, müssen sich mehrere Knechte aus Schmalensee vor dem Plöner Schöffengericht wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs verantworten. Drei von ihnen werden freigesprochen.

 

Die weiteren Knechte, deren Zahl und auch Namen im Bericht des Segeberger Kreis- und Wochenblatts ungenannt bleiben, werden zu Gefängnisstrafen zwischen einer Woche bis zehn Tagen verurteilt. Der Vorwurf der Anklage: Die Gruppe, „eine ganze Anzahl“, hatte sich eines Abends nach Kalübbe begeben, um dort die Ott'sche Gastwirtschaft aufzusuchen. Dort aber fand gerade eine Vereinsfestlichkeit, also eine geschlossene Gesellschaft statt, und man bat die Knechte, wieder zu gehen. Dem aber seien sie nicht nachgekommen.

 

Sie gingen nicht gleich“, wie das Segeberger Kreis- und Wochenblatt zitiert, klingt zumindest nicht nach Aufruhr. Dennoch ist der Vorwurf des gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs keine gelinde Anschuldigung. Die wird dadurch aufgeweicht, dass drei der Knechte, sie heißen August Henning, Wilhelm Stapelfeld und August Sabatschkus, erfolgreich Berufung vor der Strafkammer einlegen: Sie seien „sofort nach Aufforderung des Wirts gegangen“.

 

Dieses kann vor dem Schöffengericht nicht widerlegt werden und so kommt das Trio, im Gegensatz zu den weiteren Schmalenseer Knechten, mit Freisprüchen davon.

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Foto: Vor 115 Jahren: Drei Knechte freigesprochen

Vor 100 Jahren: Schmalensee verliert seinen Wirt Friedrich Voß

(23.08.2018)

Am 23. August 1918, vor 100 Jahren, fällt der Schmalenseer Hufner, Gastwirt und Sergeant Friedrich Voß im 41. Lebensjahr als Soldat der kaiserlichen Armee in Frankreich. Bestürzung und Trauer in Schmalensee sind groß; Voß hinterlässt seine Frau Meta und die Kinder Hans und Grete Voß.

 

Erst 1907/08 hatte Voß die Hufe 1 mit dem Dorfgasthof aufgekauft. Parzellanten hatten die Hofstelle vom Vorbesitzer Ludwig Saggau übernommen, der in einem kurzen Besitzzeitraum (1900 bis 1907) dafür gesorgt hatte, dass ein Saal angebaut und der Gasthof mit moderner und sicherer Acetylenlichtanlage ausgestattet wurde.

 

Ein wenig verirren sich die Angaben über den Erwerb von Dorfkrug und Hofstelle durch Friedrich Voß in den Quellen. Laut Dorfchronist Heinrich Göttsch war er seit 1908 Besitzer, Zeitungsmeldungen berichten aber vom 18.04.1907, dem Tag nach Verkauf durch Saggau an die Parzellanten. Laut Aussage von Jochen Voß im Jahr 2008 soll Friedrich seinerzeit mit „den Taschen voller Golddollars aus Amerika zurück“ nach Schleswig-Holstein gekommen sein. Voß lebte beim Kauf der Schmalenseer Hufe 1 noch in Hohenaspe.

 

Der Segeberger Kreisausschuss erteilte Voß am 20.09.1907 die Schank- bzw. Gastwirtschaftskonzession. Am 11.10.1907 gab er als neuer Wirt des nun nach ihm benannten Gasthofs einen Antrittsball. Ebenfalls im Oktober hielt Voß, den Traditionen folgend, in seinem neu erworbenen Gasthof, das Erntebier ab, auch „Mädchenbier“ genannt. Durch Militär- und Gartenkonzerte und abgehaltene Bälle, etwa nach dem Ringreiten, belebte Voß das gesellschaftliche Leben des Dorfes, in das er auch als Landwirt eingebunden war.

 

Friedrich Voß muss als „Gedienter“ wohl dem Landsturm, der Militärreserve angehört haben. Schon im Jahr 1916 lesen wir im Segeberger Kreis- und Tageblatt von ihm als Soldaten: Im September ist er auf Heimaturlaub erkrankt und verbringt einige Zeit im Segeberger Lazarett des Vaterländischen Frauenvereins.

 

Sein Tod, wenige Wochen vor Ende des Krieges, trifft Dorf und Familie schwer. Die Gemeinde trauert um ihren Gastwirt, dessen Tod einen „unersetzlichen Verlust“ bedeute: „Durch seine edle Gesinnung, durch sein freundliches zuvorkommendes Wesen hatte er sich nur Freunde erworben. Er hatte alle Eigenschaften eines guten Wirts.“

 

Dass mit dem Tod des Friedrich Voß die Geschichte der Familie Voß in Schmalensee nicht endet, ist dem Durchhaltewillen seiner Frau zu verdanken. Meta Voß setzt die Geschäfte fort – die weiterhin Gast- und Landwirtschaft beinhalten. Sie gilt als treibende Kraft, was den Fremdenverkehr im Ort anbelangt und soll 1925 maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Schmalensee anerkannter Luftkurort wurde. 1948 übergibt Meta Voß Landwirtschaft und Gaststätte an ihren Sohn, den späteren Bürgermeister Hans Voß, dessen Schwiegertochter Annegret Voß an der Seite von Friedrichs Enkel Jochen heute den Gasthof Voß führt.

 

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Foto: Friedrich Voß

Vor 135 Jahren: Ordnung im Bierglas – Der Eichstrich kommt

(16.08.2018)

Die Wirte in der Provinz Schleswig-Holstein werden über die Landräte an daran erinnert, dass sie nur noch bis zum 1. Januar 1884 Zeit haben, ihre Biergläser eichen zu lassen – im Segeberger Kreis- und Wochenblatt noch „Aichen“ genannt.

 

Bisher schenken die mit Konzession ausgestatteten Wirte das Bier nach Gusto aus. Für die neue preußische Provinz ist das freilich nicht akzeptabel. Bierpreis und -menge müssen vergleichbar sein, und so wird das Eichen angeordnet – wofür die Wirte selbst zu sorgen haben.

 

Bis heute kennen wir die Maße durch stetes Rückfragen des Personals im Gasthof Voß, wenn jemand ein „großes Bier“ bestellt: „0,3 oder 0,4?“

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Foto: Vor 135 Jahren: Ordnung im Bierglas – Der Eichstrich kommt

Hunde wüten am Ringreiterplatz – wer kennt sie?

(13.08.2018)

Ein totes Kaninchen, eine verletzte Katze, ein schockiertes Meerschweinchen und aufgeregte Anwohner - Thema Nummer 1 in der Straße Am Ringreiterplatz waren am Wochenende zwei Hunde unbekannter Herkunft. Gleich mehrere Anwohner meldeten sich in den letzten Tagen beim Homepage-Team und schilderten ungeheuerliche Vorgänge.

 

Hier der Versuch einer Zusammenfassung: Offenbar sind seit Freitag, 10. August, zwei Hunde in Schmalensee unterwegs – einer groß und hell, der andere kleiner und dunkel. Eine Quelle spricht von Schäferhunden, die auch am 11. August (4.30 Uhr) aus einem fahrenden Auto nachts auf der Straße von Kalübbe kommend fotografiert wurden, eine andere von Jagdhunden. In der Straße Am Ringreiterplatz scheinen sich die Hunde, die keine Halsbänder tragen, auszutoben.

 

Am Freitagmorgen sollen beide Hunde über Stunden gebellt haben. Den Zeitungsboten hätten sie regelrecht verfolgt und sich, als Anwohner nachschauen wollten, was denn draußen vor sich ginge, auch in Häusern aufgehalten. In oder an einem Gebäude wurde ein Meerschweinchen-Stall verwüstet, der Nager konnte gerettet werden.

 

Schlechter erging es einem Kaninchen auf einem anderen Grundstück mitten im Wohngebiet – es konnte nur noch tot eingesammelt werden. Auch eine Katze soll in Mitleidenschaft gezogen und tierärztlich versorgt worden sein.

 

Das Homepage-Team hat den Meldenden nahegelegt, die Polizei einzuschalten und Anzeige zu erstatten. Mindestens eine Person muss schon einmal die Leitstelle angerufen haben, denn am Samstagmorgen meldete sich die Polizei bei einem örtlichen Jäger mit der Frage, ob er und seine Jagdkollegen ihre Jagdhunde frei laufen ließen – was natürlich nicht der Fall ist.

 

Die Meldenden haben in erster Linie ein Interesse daran, dass die Hunde verschwinden. Wer kennt die Tiere und ihre Halter? Informationen können über die Kontaktfunktion dieser Homepage gegeben werden – aber bitte nicht anonym, damit wäre niemandem geholfen.

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Foto: Opfer der Hundeattacke

Vor 130 Jahren: Einquartierungen wegen der Herbstmanöver 1888

(13.08.2018)

Im Zuge der vor 130 Jahren beginnenden und bis in den September andauernden Herbstmanöver ist Schmalensee vom 13. bis 31. August 1888 Einquartierungsort für eine Zweidrittel-Eskadron des Husarenregiments 15. Damit hat das Dorf Raum für drei Offiziere, 75 Mannschaften und 80 Pferde vorzuhalten. Die Truppe verpflegt sich selbst.

 

Die weiteren Kräfte dieses Regiments liegen in den umliegenden Orten bis nach Rickling und Fehrenbötel. Das dritte Drittel der in Schmalensee liegenden Eskadron (laut Segeberger Kreis- und Wochenblatt ein Offizier, 37 Mannschaften und 40 Pferde) ist in Tarbek untergebracht. Eine weitere Eskadron, zahlenmäßig also das, was Schmalensee und Tarbek aufzunehmen haben, ist auf die Orte Damsdorf, Tensfelderau und Tensfeld verteilt.

 

Im Raum Bornhöved konzentriert sich die Kavallerie, während um Bramstedt und Itzstedt Jäger und Feldartillerie stationiert werden. In der Gemeinde Bornhöved liegen die Stäbe gleich zweier Husarenregimenter – Nr. 15 und 16 – was zehn Offiziere, 50 Mannschaften und 68 Pferde ausmacht.

 

Außerdem haben Bornhöved und auch Gönnebek im Zeitraum 13. bis 30. August jeweils eine Eskadron des Husarenregiments 16 mit je vier Offizieren, 112 Mannschaften und 120 Pferden aufzunehmen. Vom 23. bis 31. August muss in Bornhöved zudem der Stab der 18. Kavallerie-Brigade mit zwei Offizieren, sechs Mannschaften und zwölf Pferden Quartier erhalten.

 

Schmalensees Chronist Heinrich Göttsch, ab 1896 Lehrer im Dorf, schreibt über die Zeit der Einquartierungen in seiner 1948 veröffentlichten Chronik: „Die Gönnebeker Heide war Übungsplatz der Wandsbeker Husaren Nr. 15 und der Schleswiger Husaren Nr. 16 geworden. Fast alljährlich bis 1899 waren auch in Schmalensee zahlreiche Husaren einige Wochen im Quartier, dem einen zur Lust, dem anderen zur Last. Als Last wurde die Einquartierung empfunden, weil sie gewöhnlich in die hilde Erntezeit fiel. Die Brigadeexercitien schlossen mit einem Manöver und einer Parade vor dem Armeecommandeur, welche Schau auch viele Schmalenseer in die Heide lockte.“

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Foto: Vor 130 Jahren: Einquartierungen wegen der Herbstmanöver 1888

Vor 95 Jahren - Die Inflationsspirale in Schmalensee und Umgebung

(09.08.2018)

Wir wurden Millionäre, Milliardäre und schließlich Billionäre, und wurden immer ärmer, bis wir nichts mehr hatten.“ So beschreibt Lehrer Heinrich Göttsch in seiner 1948 veröffentlichten Chronik von Schmalensee, was sich nach dem Ersten Weltkrieg und insbesondere 1923 abspielte. Auf den verlorenen Krieg „folgte eine bunte, verworrene Zeit, die in ihren üblen Begleiterscheinungen den wirtschaftlichen Existenzen gefährlicher war als der Krieg.“

 

Vor 95 Jahren fallen beim Durchblättern des Segeberger Kreis- und Tageblatts, des Vorläufers der Segeberger Zeitung, ab Sommer Artikel und Anzeigen ins Auge, die beispielhaft für das stehen, was heute allgemein als Inflation von 1923 bezeichnet wird. Nachdem bereits im Juli einige Fälle geschildert wurden, blicken wir in einem zweiten Teil auf die Preisentwicklung im August 1923:

 

01.08.1923: Die Post- und Telegrafen-Gebühren werden erhöht; u.a. kostet der Versand von Postkarten im Ortsverkehr nun 200 Mark und im Fernverkehr 400 Mark.

 

01.08.1923: Der Geldwert von Naturalbezügen wird angeglichen. Demnach beträgt der Gegenwert der vollen Verpflegung einschließlich Wohnung, Heizung und Beleuchtung für weibliche und männliche Angestellte in leitender oder gehobener Stellung (z.B. Lehrer, Hausdamen, Geschäftsführer, Ärzte, Apotheker, Verwalter usw.) 54.000 Mark pro Tag.

Im Falle sonstiger Hausangestellter (z.B. Gesellen, Gehilfen, Knechte, Verkäuferinnen usw.) liegt der Wert bei 45.000 Mark, für sonstige weibliche Hausangestellte (Mägde, Dienstmädchen) oder gering bezahlte weibliche Arbeitskräfte (Flick- und Reinemachefrauen) bei 33.000 Mark pro Tag.

 

09.08.1923: Die Mehl- und Brotpreise sind erneut dem Wertverlust des Geldes angeglichen worden. Ein 1.900 Gramm Roggengrobbrot kostet nun maximal 15.000 Mark, ein 2.850 Gramm Roggengrobbrot liegt bei 22.500 Mark.

 

10.08.1923: „An unsere Zeitungsbezieher. Infolge der katastrophalen Entwertung der Papiermark setzen wir den Bezugspreis des Segeberger Kreis- und Tageblatts für den Monat August auf 70.000 Mark fest.“

 

10.08.1923: Die Hebammengebühren werden in ihren wesentlichen Punkten um das 400-fache erhöht. Das Wegegeld der Hebammen wird auf 5.000 Mark pro Kilometer angehoben.

 

18.08.1923: Die Gebühren der Fleischbeschau werden angeglichen. Für die Trichinenschau werden statt 65.000 nun 327.000 Mark erhoben.

 

27.08.1923: Neue Höchstpreise für Brot und Mehl treten in Kraft. Das Roggengrobbrot von 1.900 Gramm kostet maximal 110.000 Mark.

 

30.08.1923: Aufgrund der fortschreitenden Geldentwertung gibt die Landesversicherungsanstalt Kiel neueste Honorarsätze für ärztliche Gutachten bekannt. Demnach wird zurzeit eine „große Begutachtung“, also eine umfangreiche körperliche Untersuchung von Rentenbewerbern, mit 480.000 Mark honoriert. Für die Teilnahme an einer Sitzung eines Versicherungsamtes erhält ein Arzt 240.000 Mark für die erste und je 160.000 Mark für jede weitere angefangene Stunde.

 

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Foto: Vor 95 Jahren - Die Inflationsspirale in Schmalensee und Umgebung

Was wenn der Wolf kommt? - Hotline eingerichtet

(07.08.2018)

In den vergangenen drei Monaten haben sich landesweite Berichte über beobachtete Wölfe gehäuft. Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR) hat für die Meldung von Wolfshinweisen und Schadensfällen eine Notfallhotline eingerichtet:

 

0174 / 63 30 335

 

Seit dem Wiederauftreten des Wolfes im Land zwischen den Meeren im Jahr 2007 sind 94 gesicherte Nachweise erbracht werden. Im LLUR geht man u.a. davon aus, dass die Geburt von acht Welpen vor einem Jahr im dänischen Ulfborg nun dazu geführt hat, dass diese das Rudel verlassen haben, um Geschlechtspartner und geeignete Räume zur Gründung eines eigenen Rudels zu finden. Tiere aus diesem Wurf sind auch in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden.

 

In unseren Breitengraden hatte es zuletzt Wolfsbeobachtungen im Bereich des Staatsforstes um Zentrum des Kreisgebietes (Forstbezirk Buchholz) und auf der nördlichen „Segeberger Heide“ gegeben.

 

Grundsätzlich gilt bei der Feststellung eines Wolfes: Beobachten und Melden, nicht nähern und anfassen.

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Foto: Was wenn der Wolf kommt? - Hotline eingerichtet

Mitfahrbank da und nun? - Wie funktioniert das Mitfahrnetz-SE?

(06.08.2018)

Seit ein paar Wochen steht an der Dorfeiche nun diese bunte Bank, die Mitfahrbank. Erhalten hat sie die Gemeinde kostenlos, nachdem die Gemeindevertreter beschlossen hatte, sich dem Mitfahrnetz Segeberg anzuschließen. Aber wie funktioniert das eigentlich mit Mitfahrbank und -netz?

 

Zunächst noch einmal die grundsätzliche Idee: Um die Mobilität der Menschen in der Region Segeberg „nachhaltig zu verbessern“*, wurde am 15.01.2018 das Mitfahrnetz Segeberg gestartet – als „praktische Alternative zum eigenen Auto und zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).“*

 

Diese Herangehensweise kann funktionieren, muss es aber nicht: Ich setze mich auf die Mitfahrbank, ein Verkehrsteilnehmer, der die dazugehörige Beschilderung kennt, hält an, wir stellen fest, dass die gemeinsame Richtung stimmt und ich werde mitgenommen. Schön und gut, aber mit reichlich Zufall im Spiel. Zu recht fragte eine Mitbürgerin, wie groß denn die Erfolgsaussicht auf Mitnahme sei und ob denn das Zurückkommen von einem Ort ohne Mitfahrbank gewährleistet sei... Wir stellen fest: Nicht der Wortanteil „Bank“ ist entscheidend, sondern „Netz“.

 

Die Digitalisierung der Gesellschaft macht nämlich auch hier nicht halt. Wer eine Fahrt bzw. Mitfahrt plant, der sucht das Online-Portal www.mitfahrnetz-se.de auf und dort finden die Verabredungen statt – möglichst für Hin- und Rückfahrt. Fahrer melden ihre Tour und die Bereitschaft an, andere mitzunehmen; Mitfahrer suchen und fragen nach Mitfahrgelegenheiten.. Alternativ kann die kostenlose Telefon-Hotline 04551-951-555 des Kreises Segeberg angewählt werden.

 

Die Mitfahrbank ist in diesem Rahmen der zu verabredende Treffpunkt – also eher ein Mittel für Eingeweihte als für zufällige Fahrgemeinschaften. Aber natürlich kann man auch mit der eingangs geschilderten Methode Erfolg haben. Etwa bei Fahrten im Nahbereich, wenn es in Nachbarorte zum Einkaufen, in die Verwaltung oder zu Arztbesuchen geht. Und vielleicht kurbelt das ja neue Fahrgemeinschaften innerhalb Schmalensees an?

 

*: Pressemitteilung des Kreises Segeberg vom 15.01.2018

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Foto: Mitfahrbank Schmalensee

Weltpremiere – Bühnenjubiläen – Loenickers Hader, Erntehelfer Winkler und Spiekermann

(05.08.2018)

Comedy und Plattdeutsches von den drei Männern im See waren angekündigt worden und der Gemeindesaal platzte aus allen Nähten. „Wir sind froh, dass sie wieder da sind“, freute sich ein Besucher in der Pause. Da hatten Schmalensees bester Kabarettist Nils Loenicker alias Bauer Hader, sein Erntehelfer mit Gitarre Matthias Winkler und Plattschnacker Gerd Spiekermann mit aktuellen Themen und Bewährtem die dürstenden Seelen schon tüchtig angewärmt.

 

Und das wäre angesichts tropischer Hitze draußen und zunehmend auch drinnen gar nicht nötig gewesen. Loenickers Paraderolle Bauer Hader kam ums Wetter nicht herum. „Selbst die Kühe schwitzen – über's Euter. Deshalb wird die Milch langsam dünn.“

 

Hadern musste Hader mit dem Abschneiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Russland. Die hatte offenbar den Satz des Bundestrainers, „von dieser WM kommen wir als Erster nach Hause“ falsch verstanden. Und natürlich kam auch Mezut Özil nicht gut weg - „wer nicht sehr schlau ist, tut Dinge, die nicht sehr klug sind.“

 

25-jähriges Bühnenjubiläum feiern Loenicker und Matthias Winkler als „Entermänner“. Das brachte den Besuchern den Klassiker „Bornholm ist kalt“ - auf „Schmalensee, meine Perle“ warteten einige vergebens. Dafür hatte Winkler ein paar neue Stücke mitgebracht, frisch gepresst auch auf seine neue CD, die „Weltpremiere“ feierte – und das in der gerade angebrochenen Vorweihnachtszeit: „Was Kleines zum Einpacken!“

 

Ali Hader, des Bauers Zwillingsbruder, gab ein neues Gastspiel in Schmalensee und gab nach versuchter Familienzusammenführung Einblicke in seinen aktuellen Job als Kaplan und Missionar für die „evangelische-katholische Kirche“, der seinen Mittürken die Bibel nahezubringen versucht „voll krasse Buch mit spannende Geschichten“. Einiges bleibe aber auch in dieser Schrift im Unklaren, so Ali: „Ich weiß nicht, wie alt der Judas war, aber er war Jünger.“

 

Einmal mehr war es Gerd Spiekermann, der mit seiner plattdeutschen Erzählweise alltägliche Kleinigkeiten zum großen Vergnügen machte. Die Südamerikareise des noch jungen Rentners mit Ausflührungen zu Fleisch und Tango fesselte ebenso wie das Rentner-Dasein an sich und das Abrutschen in eine ganz neue Zielgruppe für Werbetreibende. Und das im Jahr seines 40-jährigen Bühnenjubiläums!

 

Zurück zu den Klassikern: Vor 15 Jahren aktuell und heute noch gültig: der Song vom Dosenpfand. Und schließlich, die Hemden und Kleider aller waren bereits patschnass – ein Mitmachstück, zumindest akustisch. „Jetzt müsst ihr aber mal aus der Hüfte kommen, auch wenn's nicht mehr die eigene ist!“, rief Hader dem Publikum zu – und erntete auch diesen Lacher.

Foto zur Meldung: Weltpremiere – Bühnenjubiläen – Loenickers Hader, Erntehelfer Winkler und Spiekermann
Foto: Bauer Hader war wieder da

Der Schmalensee – als Badegewässer weiter unbedenklich

(03.08.2018)

Die langanhaltende Hitze wirkt sich auch nachteilig auf viele Gewässer Schleswig-Holsteins aus. Die Sorge vor Sauerstoffmangel und Fischsterben, die Austrocknung des Rönnauer Mühlenteichs und Meldungen von Blaualgen sind in aller Munde. Am Schmalensee hingegen seht man täglich sorglose Menschen die Badestelle genießen. Und das können sie auch weiter tun.

 

Mit Schreiben vom 1. August ist die Gemeinde Schmalensee vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass die Badewasser-Qualität des Schmalensee „keinen Anlass zur Beanstandung“ gibt.

 

Die Schöpfprobe im Bereich der Badestelle wurde am Morgen des 30. Juli von einem Mitarbeiter des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung entnommen.

 

Die o.a. Aussagen betreffen die Keimzahlen der „untersuchten mikrobiologischen Parameter“ (Escherichia coli – 32 MPN/100 ml; Intest. Enterokokken – 10 MPN/100 ml). Weiter heißt es im Prüfbericht: „Die zugehörigen Grenzwerte der Badegewässerverordnung Schleswig-Holstein 2008 werden eingehalten.“

 

Also weiter fröhliches Baden!

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Foto: Der Schmalensee

Verschleppungsaktion – Badeinsel vorerst im „Trockendock“

(27.07.2018)

Da dürften am 26. Juli die Augen groß gewesen sein, als die ersten Kinder die Schmalenseer Badestelle stürmten: Die von Robert Galle an den Verschönerungs- und Vogelschießerverein gespendete Badeinsel ist nicht mehr da. In den frühen Morgenstunden hatten Galle und sein Mitarbeiter die diesjährige Hauptattraktion wieder eingeholt. Der Grund: Die Verkehrssicherheit muss noch offiziell bestätigt werden.

 

Das Risiko ist sowohl für den Eigentümer des Sees und den Besitzer der Badeinsel wie für die Gemeinde zu hoch: Was, wenn ein kleiner oder großer Badegast an, auf oder unter der Badeinsel verunfallt? Um hier Rechtssicherheit herzustellen, muss zunächst eine (sehr kostspielige) Überprüfung durch den TÜV erfolgen und der Versicherungsschutz geklärt werden. Die Gemeindevertretung beschloss am 24. Juli mit Bedauern, dass bis dahin die Badeinsel von der Badestelle zu entfernen sei.

 

Dafür musste Robert Galle einige Male abtauchen: Die insgesamt 200 Kilo schweren Gewichte hatten sich bereits in den Seegrund gebohrt, die Sicht war ungünstig. Schnell war Bürgermeister Sönke Siebke mit schwerem Gerät zur Stelle – die Badeinsel konnte bis zur Nichtschwimmergrenze gezogen und dort von den Gewichten befreit werden. Anschließend schleppte Galle die Badeinsel zu seinem Grundstück, wo sie auf die Überprüfung vorbereitet werden soll. Da waren bereits die ersten Badegäste im Wasser. „Schade – an der Leiter habe ich immer Gymnastik gemacht“, bedauerte Gerhard Harder die „Verschleppungsaktion“.

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Foto: Da fährt sie hin, die von Robert Galle (links) gestiftete Badeinsel

Zwei echte Typen verabschiedet – Badeinsel macht Sorgen – Gemeindevertretung tagte zum zweiten Mal

(25.07.2018)

Schon zum zweiten Mal nach ihrer Konstituierung im Juni hat die Gemeindevertretung am 24. Juli getagt. Grund war eine fehlerhafte Besetzung des Bauausschusses, die korrigiert werden musste. Nachgeholt werden konnte die Verabschiedung zweier Gemeindevertreter. Sorgen bereitet den Fraktionen die Badeinsel im Schmalensee.

 

Die aktuell sehr willkommen geheißene Badeinsel hat noch keine Abnahme erfahren und muss deshalb zunächst aus dem See geholt werden. Die Maßnahme wird für Unverständnis sorgen, aber es gilt, Schaden von der Gemeinde als Pächterin der Badestelle, vom Verschönerungsverein als Besitzer der Insel und vom Eigentümer des Sees fernzuhalten. Denn sollte ein Badegast verunfallen, ist es für diese Drei vorbei mit der Freude an der von Robert Galle geschenkten Attraktion im Schmalensee.

 

Positiver waren da schon andere Mitteilungen, die Bürgermeister Sönke Siebke vortragen konnte. Für die von ihrer Tätigkeit zurück getretene Bärbel Wichmann konnte mit Silvia Endelmann eine neue Beauftragte für den Gemeindesaal gefunden werden. Außerdem scheint eine Vertretung für Gemeindearbeiter Volker Kay gefunden zu sein, hier muss vor Bekanntgabe aber noch der nötige Vertrag unterzeichnet werden.

 

Kurios wirkte, was der Bürgermeister mittels Brief an seinen Stellvertreter Jürgen Bucksch hatte einleiten müssen: Siebke hatte der Besetzung des Ausschusses für Bauen und Wege, Planungs- und Umweltangelegenheiten (Bauausschuss) und der Wahl des Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden dieses Ausschusses widersprechen müssen. Die Fraktion der BWS hatte ein bürgerliches Mitglied zu viel in den Bauausschuss entsandt. Das hatte dazu geführt, dass die Zahl der bürgerlichen die der ordentlichen Mitglieder der GV übertraf. Das war im Zuge der Vorbereitung der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung nicht aufgefallen und musste nun korrigiert werden: GV Thorge Jankowski wurde anstelle von Dierk Harder für die BWS in den Ausschuss gewählt. Dessen Vorsitzender ist und bleibt Sönke Stahl, bürgerliches Mitglied der BfS. Sein Stellvertrer ist GV Lars Holldorf, der Fraktionsvorsitzende der BfS.

 

Der Wahlprüfungsausschuss, der kurz vor Beginn der Sitzung der Gemeindevertreter getagt hatte, konnte, auch dank guter Vorarbeit aus der Verwaltung feststellen, dass die Gemeindewahl am 6. Mai 2018 für gültig zu erklären sei. Es hatte keine Unregelmäßigkeiten vor oder während der Wahlhandlung gegeben; die Wählergruppen hatten sehr rechtzeitig ihre Listen vorgelegt und darauf war auch niemand geführt worden, der in Schmalensee womöglich nicht wählbar gewesen wäre.

 

Wahlleiter am 6. Mai war Rüdeger Cuwie, der nicht wieder für einen Sitz in der Gemeindevertretung kandidiert hatte. Nachdem er der Vertretung von 1998 bis 2001 als bürgerliches Mitglied angehört hatte, war er 2001 in die GV nachgerückt und gehörte dieser ununterbrochen bis Mai 2018 an. Von 2011 bis 2018 war er 3. stellvertretender Bürgermeister, sein Hauptaugenmerk galt den Finanzen, aber auch im Bauausschuss war er tätig, zuletzt als Vorsitzender. Bürgermeister Siebke lobte das Engagement Cuwies, der stets durch konstruktive Kritik die Vorgänge im Dorf positiv mitgestaltet habe und eine eine große Lücke hinterlasse. Legendär sei sein leidenschaftliches Protokoll- und Aktenstudium gewesen, manchen Zahlendreher im Haushalt habe er – und nur er – aufgedeckt. „Es waren meist wundervolle Jahre in der GV und ich bin schon etwas wehmütig“, erklärte Rüdeger Cuwie. „Aber der Besucherstuhl ist auch bequem und mein Weggang hat auch eine Verjüngung der Vertretung bewirkt, das finde ich toll.“

 

Als Nachrücker war 2009 Wilfried Kroll in die Gemeindevertretung gekommen, der er bis 2013 und dann, wieder als Nachrücker, von Juni 2014 bis Mai 2018 angehörte. „Du hattest wenig zu sagen, aber wenn, dann war man gut beraten, gut zuzuhören“, lobte Sönke Siebke launig die zielorientierte Arbeitsweise von „Willi“, der im Dorf den Auf- und Verschluss der Büchertauschhütte und die Pflege der Gemeindehomepage sicherstellt. „Als Zugereister wurden meine Frau Traute und ich sehr freundlich in Schmalensee aufgenommen und ich habe mich gern eingebracht. Ich würde mich freuen, wenn Ihr auch weiterhin Neubürger so offen aufnehmt, denn so läuft es gut“, sagte Wilfried Kroll.

 

Er und Rüdeger Cuwie erhielten für sich und ihre Frauen Gutscheine vom Gasthof Voß als Abschiedsgeschenk. Noch nicht verabschiedet werden konnte Susan Buchholz, die der GV als bürgerliches Mitglied im Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr erhalten bleibt.

 

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Foto: Verabschiedung Rüdeger Cuwie (links) und Wilfried Kroll (rechts) durch Sönke Siebke

Wem gehört der Ring?

(23.07.2018)

An der Schmalenseer Badestelle ist am Wochenende ein silberner Ring gefunden worden. Dieser trägt eine Innengravur. Diese Inschrift beinhaltet einen mit „M“ beginnenden Namen und ein Datum.

 

Wer den Ring vermisst und sich durch Kenntnis des vollen Namens und des eingravierten Datums legitimieren kann, möge bitte über die Kontaktfunktion dieser Homepage Verbindung aufnehmen.

 

Die Suche wurde rasch beendet. Die Besitzer des Ringes haben das gute Stück dank unserer Meldung wieder gefunden.

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Foto: Wem gehört der Ring?

Schlüssel für E-Bike ging verloren

(23.07.2018)

Ein Urlauber, der Anfang Juli in unserer Region zu Gast war, hat über das Kontaktformular Verbindung zum Homepage-Team aufgenommen. Der Mann hat während seines Urlaubs den Schlüssel für sein E-Bike verloren.

 

Wer seit Monatsbeginn einen ihm unbekannten Schlüssel bzw. einen E-Bike-Schlüssel gefunden hat, wird darum gebeten, sich ebenfalls mit dem Homepage-Team in Verbindung zu setzen. Vielleicht gelingt es ja, das Bike wieder anzuwerfen.

Foto zur Meldung: Schlüssel für E-Bike ging verloren
Foto: Schlüssel für E-Bike ging verloren

Kurs halten auf dem Mönchsweg dank kostenloser App für Radfahrer

(19.07.2018)

Er kommt von Bornhöved, vollführt ein paar knackige Abzweigungen innerhalb Schmalensees und verlässt unsere Gemarkung in Richtung Stocksee: Der Mönchsweg, ein Radfernweg, der den Spuren der Mönche, die im Mittelalter das Christentum in den Norden brachten. Ab sofort hilft eine kostenlose App dabei, ihren Pfaden sicher zu folgen. Obendrein gibt der virtuelle Reisebegleiter zahlreiche Informationen, die Gästen wie Einheimischen das Befahren des Mönchsweges zum spannenden Erlebnis werden lassen.

 

Im Mai 2007 wurde der Mönchsweg eröffnet, der damals Glückstadt an der Elbe mit Puttgarden auf Fehmarn verband. 2014 kam der Abschnitt von Bremen nach Wischafen hinzu. Die Gesamtroute führt durch drei Bundesländer und 113 Gemeinden, vorbei allein an über 100 Kirchen. Als perfekter Reisebegleiter enthält sie umfassende Basisdaten wie eine detaillierte zoombare Karte mit Routing-Funktion, Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften, Gastronomie und Fahrradservices am Weg. Die App wurde vorerst für Smartphones mit dem Betriebssystem Android und für den Abschnitt in Schleswig-Holstein entwickelt.

 

Horst Weppler, Vorsitzender des Mönchsweg e.V., betont die Besonderheit der App: „Missionar Bruno von Faldera begleitet die Mönchsweg-Radler und erzählt spannende Geschichten aus der Zeit der Christianisierung in vielen Hör- und Lesetexten sowie in Videos.“ Und das in Deutsch oder Englisch.

 

Umfangreiche Informationen gibt es unter www.moenchsweg.de im Internet. Die kostenlose Broschüre mit Unterkunftsverzeichnis, einen Radpilgerpass oder individuelle Beratung gibt es bei der zentralen Infostelle unter Telefon 0431/12850873 oder info@moenchsweg.de. Im August 2018 erscheint zudem das bikeline-Radtourenbuch Mönchsweg aus dem Verlag Esterhauer in zweiter, aktualisierter Auflage. Das Buch kostet 14,90 Euro und kann ohne Versandkosten bei der Infostelle bestellt werden.

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Foto: Kurs halten auf dem Mönchsweg dank kostenloser App für Radfahrer

Vor 95 Jahren - Die Inflation erreicht auch Schmalensee

(15.07.2018)

Wir wurden Millionäre, Milliardäre und schließlich Billionäre, und wurden immer ärmer, bis wir nichts mehr hatten.“ So beschreibt Lehrer Heinrich Göttsch in seiner 1948 veröffentlichten Chronik von Schmalensee, was sich nach dem Ersten Weltkrieg und insbesondere 1923 abspielte. Auf den verlorenen Krieg „folgte eine bunte, verworrene Zeit, die in ihren üblen Begleiterscheinungen den wirtschaftlichen Existenzen gefährlicher war als der Krieg.“

 

Vor 95 Jahren, beginnend am 15. Juli 1923, fallen beim Durchblättern des Segeberger Kreis- und Tageblatts, des Vorläufers der Segeberger Zeitung, Artikel und Anzeigen ins Auge, die beispielhaft für das Stehen, was heute allgemein als Inflation von 1923 bezeichnet wird. Von Milliardenbeträgen, wie man sie noch auf alten Banknoten oder Briefmarken in manchem Schmalenseer Haushalt kennt, war man Mitte Juli aber noch weit entfernt:

 

15.07.1923: Die Fleischbeschaugebühren steigen. Sie betragen für ein Pferd 20.000, ein Schwein 12.000 und ein Rind 15.000 RM. Die Gebühren der Bezirksschornsteinfeger steigen um 400 Prozent. Die Regelung, dass Kleinrentner nur die halbe Gebühr zu zahlen haben, entfällt. Auch das Segeberger Kreis- und Tageblatt kommt an einer Gebührenerhöhung nicht vorbei. Für das August-Abonnement sind 20.000 RM zu entrichten.

 

16.07.1923: Neue Höchstpreise für Mehl und Brot gelten ab sofort. Für ein 1.900 Gramm-Roggenbrot müssen maximal 3.800 RM gezahlt werden.

 

26.07.1923: Bis zum 1. August 1923 gelten im Handwerk neue Stundenlöhne (in Klammern: Stundenlöhne vom 2. bis zum 8. August 1923): Zimmerer 42.730 (57.810) RM, Maurer 41.910 (56.700) RM, Hilfsarbeiter 39.450 (53.370) RM, Tiefbauarbeiter 33.890 (45.850) RM.

 

31.07.1923: Friseurpreise. Das Rasieren kostet nach Festlegung durch die Friseurinnung 4.000 RM, das Haareschneiden 20.000 RM.

 

Die deutsche Inflation, die 1923 ihren Höhepunkt erreichte und nur durch Einführung der Rentenmark ab 1924 eingedämmt werden konnte, hatte ihren Ursprung in der Finanzierungspolitik des Ersten Weltkriegs. Die sorgte dafür, dass im November 1918 die Schulden des Deutschen Reiches das Volkseinkommen überstiegen. Da Deutschland den Krieg verloren hatte konnte die Verschuldung nicht wie geplant durch die Kriegsgegner abgebaut werden. Statt dessen musste das Deutsche Reich die im Versailler Vertrag auferlegten Reparationen zahlen, was die Minderung der Kaufkraft der Mark bei gleichzeitiger Verteuerung der Güter befeuerte. Weil der Staat, die neue Weimarer Republik, zur Beseitigung der Staatsschulden ab 1919 die Geldmenge massiv erweiterte, kam es 1923 zur so genannten Hyperinflation.

Foto zur Meldung: Vor 95 Jahren - Die Inflation erreicht auch Schmalensee
Foto: Vor 95 Jahren - Die Inflation erreicht auch Schmalensee

Harald Krille ist der neue Amtsvorsteher

(12.07.2018)

Harald Krille ist der neue Amtsvorsteher des Amtes Bornhöved. Trappenkamps Bürgermeister wurde am 9. Juli in Tensfeld während der konstituierenden Sitzung des Amtsausschusses zum Nachfolger von Knut Hamann gewählt, der sich erneut um die Spitzenposition beworben hatte und nun erster stellvertretender Amtsvorsteher ist. Zweiter Stellvertreter ist Stefan Dockwarder aus Bornhöved.

 

Der 59-jährige Harald Krille profitierte bei seiner Kandidatur u.a. von der neuen Berechnung der Stimmenzahl laut Gemeindeordnung: Je angefangene 250 Einwohner gibt es eine Stimme. Die sechs Trappenkamper Vertreter im Amtsausschuss, alle SPD-Vertreter, verfügen demnach über 21 Stimmen, die zehn Vertreter der weiteren Gemeinden über 25 (Bornhöved 14, Tensfeld 3, Gönnebek, Stocksee und Schmalensee je 2, Tarbek und Damsdorf je 1) Stimmen. Da auch der Bornhöveder CDU-Vertreter Stefan Dockwarder für Krille stimmte und sich das Bornhöveder SPD-Ausschussmitglied Ansgar Kruse der Stimme enthielt, konnte Harald Krille die fünfjährige Amtszeit antreten. Laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 11. Juli soll es danach einen Wechsel geben: „Jede Gemeinde sollte einmal dran sein“, wird Krille zitiert.

 

Gerade die kleineren Gemeinden befürchten durchaus die Dominanz Trappenkamps. Dabei geht es auch um den Einsatz verfügbarer Mittel. Die „Familiengemeinde im Grünen“ verfolgt ambitionierte Projekte, um die Attraktivität als Wohngemeinde weiter zu heben. Zugleich finden aber auch Investitionen statt, von denen das Umland profitiert, etwa in den Bereichen Schule, Sportstätten oder Brandschutz. Harald Krille: „Ich werde auch die kleinen Gemeinden besonders im Blick haben.“

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Foto: Harald Krille

Bürgermeister widerspricht Wahl – aus formalen Gründen

(12.07.2018)

Nur einen Monat nach ihrer Konstituierung tagt Schmalensees Gemeindevertretung schon wieder: Am Dienstag, 24. Juli, kommen die Gemeindevertreter um 19.30 Uhr im Gasthof Voß zusammen. Der Grund: Bürgermeister Sönke Siebke hat seinem Stellvertreter Jürgen Bucksch einen Brief geschickt und darin der Wahl der Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Wege, Planungs- und Umweltangelegenheiten widersprochen. Hintergrund ist, dass bei der Besetzung des Ausschusses ein formaler Fehler begangen wurde.

 

Laut Gemeindeordnung darf die Zahl bürgerlicher Mitglieder die der Gemeindevertreter im Ausschuss nicht überschreiten. Die von der Fraktion der BWS vorgelegte Vorschlagsliste, die auch so von der GV genehmigt wurde, wies jedoch diesen Fehler auf: Ein bürgerliches Mitglied zu viel, ein Gemeindevertreter zu wenig. Damit der Ausschuss zügig und rechtssicher arbeiten kann, erfolgte der Widerspruch. Die BWS-Fraktion hat dem Bürgermeister mitgeteilt, dass Dierk Harder auf seinen Sitz als bürgerliches Mitglied verzichtet. Thorge Jankowski, der bereits Mitglied des Finanzausschusses ist, soll statt dessen vorgeschlagen werden.

 

Weil theoretisch durch die Umbesetzung auch ein Wechsel im Vorsitz des Bauausschusses möglich wäre, musste Sönke Siebke auch der Wahl des bürgerlichen Mitglieds Sönke Stahl zum Vorsitzenden und Lars Holldorf (beide BfS) zu dessen Stellvertreter widersprechen. Auch das ist eine Formalie, wie Siebke gegenüber der Segeberger Zeitung ausdrückte.

 

Was am 25. Juni hatte vertagt werden müssen, soll am 24. Juli nachgeholt werden: Mit Susan Buchholz, Rüdeger Cuwie und Wilfried Kroll sind drei Mitglieder aus der Gemeindevertretung ausgeschieden, die es noch zu verabschieden gilt.

 

Und die Gemeindevertretung kann am 24. Juli gleich eine wichtige Entscheidung treffen: Um 19 Uhr bereits trifft sich der Wahlprüfungsausschuss im Gasthof Voß, um die Gültigkeit des Ergebnisses der Kommunalwahl vom 6. Mai 2018 festzustellen. Dies ist durch die GV anschließend zu bestätigen.

Foto zur Meldung: Bürgermeister widerspricht Wahl – aus formalen Gründen
Foto: Schmalensee - Wappen am Trafokasten

What's new in Town? - Ein Blick zur Dorfeiche verrät: Neue Schilder und Mitfahrbank

(03.07.2018)

Lange war sie angekündigt, am 2. Juni wurde sie von Gemeindearbeiter Volker Kay aufgestellt: Die Mitfahrbank. Sie ist ebenso ein Ergebnis der Beschlüsse der alten Gemeindevertretung wie die schon seit einer guten Woche installierten Schilder, die zu „Freiwillig Tempo 30“ auf Damsdorfer und Tarbeker Straße aufrufen.

 

Ergänzt um die elektronische Geschwindigkeitsanzeige, die an mehreren Orten im Dorf angebracht werden kann, sollen die auffallend gelben Schilder Auto- und Lkw-Fahrer dazu animieren, beim Befahren der Nebenstraßen vom Tempo zu gehen oder gar nicht erst zu sehr auf's Gas zu drücken. Im Bereich des Sportplatzes, wo ja auch die Känguru-Gruppe der Kita Eris Arche untergebracht ist, war, weil außerhalb der geschlossenen Ortschaft, ein Anbringen solcher Schilder leider nicht möglich. Hier gilt Tempo 60, verbunden mit dem offiziellen Verkehrszeichen, dass auf Kinder hinweist.

 

Die Mitfahrbank hat die Gemeinde kostenlos vom Mitfahrnetz erhalten, das kreisweit operiert und im Internet unter www.mitfahrnetz-se.de zu finden ist. Es soll die Mobilität im ländlichen Raum steigern und zugleich die Umwelt schonen.

 

Wer die Mitfahrbank nutzt, signalisiert dem (wissenden) Vorbeifahrenden, dass er oder sie prinzipiell mitgenommen werden möchte. Also bitte nicht wundern, wenn sich auf der Bank eigentlich nur Ausruhende von Autofahrern angesprochen werden, wohin sie möchten!

 

Nachdem das Projekt Bürgerbus leider mangels Nachfrage hatte eingestellt werden müssen, trägt nun immerhin die Mitfahrbank dazu bei, dass gerade die Schmalenseer, die nicht über ein eigenes Mitfahr-Netzwerk verfügen, hier eine Möglichkeit neben dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für sich entdecken können, die eigene Mobilität zu steigern.

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Foto: That's new in Town

Vor 105 Jahren: Eine Diebin wird verurteilt

(03.07.2018)

Das Segeberger Schöffengericht verurteilt am 3. Juli 1913, vor 105 Jahren, ein Dienstmädchen aus Heiderberg (eventuell meint der Berichterstatter des Segeberger Kreis- und Tageblatts Heiderfeld) zu drei Tagen Gefängnis. Die junge Frau soll, als sie noch in Schmalensee in Stellung war, ein anderes Dienstmädchen bestohlen haben.

 

Die Anklage wirft dem Dienstmädchen vor, in die unverschlossene Stube der Kollegin eingedrungen und dort ein Geldtäschchen entwendet zu haben. 16,50 Mark sollen darin gewesen sein. „Das Geld hat die Diebin bis auf eine Mark für Kleidungsstücke und Näschereien ausgegeben“, heißt es im Zeitungsbericht. Und weiter: „Die Angeklagte, die kommissarisch vernommen worden war, gab ihr Vergehen zu.“

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Foto: Vor 105 Jahren: Eine Diebin wird verurteilt

Vor 85 Jahren: Der Lehrerverein wird Teil des NS-Staates

(01.07.2018)

Am 1. Juli 1933 findet im nationalsozialistisch gewordenen Deutschland die „Gleichschaltung“ der Lehrer statt. An diesem Tag wird der Lehrerverein für Bornhöved und Umgebung zu einer (Orts-)Gruppe im Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) und hält eine Sitzung ab. Im Bericht dazu, den das Segeberger Kreis- und Tageblatt veröffentlicht hat, heißt es:

 

„…das große Ziel der nationalsozialistischen Bewegung unter Führung Hitlers: Überbrückung aller Gegensätze der Klassen, Stände und Konfessionen und Schaffung einer deutschen Volksgemeinschaft. Die Mitglieder des bisherigen Lehrervereins, die jetzt sämtlich dem NSLB angehören, sind bereit, dem großen Ziel zu dienen, indem sie selbst wie bisher eine wirkliche Gemeinschaft bilden, sich als Glieder der großen deutschen Schicksalsgemeinschaft fühlen und als Erzieher dazu helfen, daß die nationalsozialistische Idee das ganze Volk ergreife.“

 

Der Bericht dürfte auf der Arbeit des Schmalenseer Lehrers Heinrich Göttsch beruhen. Dieser wird in derselben Sitzung zum Kassen- und Pressewart ernannt.

 

Der NS-Lehrerbund war bereits 1929 als Parteigliederung der NSDAP gebildet worden. Er hatte die Aufgabe, die nationalsozialistische Weltanschauung zur Grundlage des Erziehungs-, vor allem des Schulwesens zu machen. 1943 wurde er aufgelöst. Vermutlich, weil im später als „total“ bezeichnet Krieg Ressourcen (Menschen und Material) geschont werden sollten: Lehrer mussten an die Front, unzählige Publikationen mussten wegen Papiermangels eingestellt und gespart werden.

 

Die NSLB-Gruppe Bornhöved löste 1933 den Lehrerverein ab, der die Volksschullehrer des Kirchspiels Bornhöved vereinigte. Sie tauschten sich in monatlichen Treffen aus, bildeten sich untereinander fort und wählten aus ihren Reihen eine Interessenvertretung (Vorstand) gegenüber dem Kreis- und Provinzialverband der Lehrer.

 

Viele Mitglieder hatten, wie auch Heinrich Göttsch, ihren Beruf in der Zeit des Kaiserreiches angetreten. Sie hatten das für kaiserliche Beamte schmachvolle Ende von Krieg und Monarchie, Revolution und Umbruch erlebt, durchaus verbunden mit dem Verlust einiger Privilegien. Viele von ihnen hatten als Reserveoffiziere eine besondere Verbundenheit zum Staat. Einige Berufskollegen waren im Krieg 1914-18 gefallen, Göttsch hatte den Sohn verloren. Der Ruf nach einer starken Hand im Staat, einem „Führer“ dürfte gerade unter Lehrern im ländlichen Raum laut gewesen sein.

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Foto: Vor 85 Jahren: Der Lehrerverein wird Teil des NS-Staates

Vor 80 Jahren: Das Ende der Spar- und Leihkasse

(01.07.2018)

Der 01.07.1938 ist die Geburtsstunde einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, der Sparkasse des Kreises Segeberg. Später wird sie Kreissparkasse Segeberg heißen, noch später in der heutigen Sparkasse Südholstein aufgehen. Damals, 1938, werden mehrere kleinere Sparkassen per Verordnung in die Kreissparkasse überführt, darunter auch die Verbandsspar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek in Bornhöved.

 

Die ehemalige Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek mit Sitz in Bornhöved war 1863 gegründet worden. Das damals noch dänische königliche Amtshaus zu Segeberg genehmigte die Gründung am 21. Mai 1863. Die Zahl der „Interessenten“, also Mitglieder, betrug 80, davon 20 aus Schmalensee. Neun Mitglieder bildeten die Administration, den Vorstand – drei pro Gemeinde. Die Generalversammlung, so erklärt es Lehrer Heinrich Göttsch in seiner 1948 herausgegebenen Chronik von Schmalensee, wählte den Kassenführer. Gewählte Revisoren kontrollierten das Handeln des Kassenführers und der Administratoren.

 

1919 wurde die Spar- und Leihkasse in eine Verbandskasse umgewandelt und erhielt einen Verbandsvorsteher. Dieser wurde 1938 beim Anschluss an die Kreissparkasse Vorstandsmitglied. Die vormaligen „Interessenten“ verloren ihre Mitgliedschaft und wurden finanziell entschädigt.

 

Die Spar- und Leihkasse hatte anfangs kein eigenes Gebäude. Der Kassenführer agierte im Geschäftslokal, dem Gasthof zur Linde von Hauschildt. Erst 1918 wurde ein Gebäude am Tödterberg aufgekauft. 1936 erfolgte der Umzug in die Bahnhofstraße von Bornhöved, wo auch die spätere Kreissparkasse lange ihren Sitz hatte, ehe sie an den Alten Markt in ein repräsentatives neues Gebäude umzog. Seit 2017 ist die Sparkasse nicht mehr fest am Ort Bornhöved anzutreffen. Das Gebäude hat die VR Bank Neumünster übernommen. Sparkassenkunden nutzen die Filiale in Trappenkamp oder erwarten zu festen Terminen den „Zasterlaster“, eine mobile Sparkasse auf dem Berliner Platz.

 

Was uns von der Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek in Bornhöved erhalten geblieben ist, sind regelmäßige Finanzberichte, die in der Tagespresse veröffentlicht wurden, Berichte über Generalversammlungen und einige Spar- bzw. Kontobücher, die dem Arbeitskreis Dorfgeschichte für die Verwahrung im Gemeindearchiv überlassen wurden.

 

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Foto: Vor 80 Jahren: Das Ende der Spar- und Leihkasse

Nimm zwei – Robert Galle präsentiert großen und kleinen Wasserfreunden weitere Badeinsel im Schmalensee

(29.06.2018)

Die Frage auf dem Smartphone war kurz, verhieß aber Veränderung: „Bist Du in Schmalensee?“, fragte Andrea Weinrich den Homepage-Reporter. Stets ein Zeichen dafür, dass sich etwas tut im Dorf. Und tatsächlich ist Schmalensee seit gestern um eine weitere Attraktion reicher: Unternehmer Robert Galle hat eine zweite Badeinsel bereitgestellt.

 

Da dürften die vornehmlich kleinen Badegäste, die nach überstandenem Schulunterricht die Schmalenseer Badestelle bevölkerten, nicht schlecht gestaunt haben: Unter Einsatz eines Motorbootes schleppte Robert Galle die Badeinsel von seinem Anwesen herüber. Natürlich war im Vorwege alles mit dem Eigentümer des Gewässers abgesprochen worden; auch Bürgermeister Sönke Siebke war eingeschaltet worden.

 

Die alte, dem SV Schmalensee geschenkte Badeinsel, hat nun eine „große Schwester“ erhalten – eine mit Rutsche und Aufstiegshilfe. Sie gehört dem Verschönerungs- und Vogelschießerverein, der sich finanziell beteiligt hat. Vorsitzende Andrea Weinrich hielt die „Anlieferung“ mit ein paar Schnappschüssen fest. „Es waren gut 50 Personen am See – die Kinder standen da und staunten“, strahlte Andrea Weinrich.

 

Der Abend am See gehört ganz den Erwachsenen. Gerade von einem Holsteinseen-Vortrag auf dem Gemeindesaal gekommen, inspizierte Waltraud Detlof die neue Attraktion aus der Nähe, nahm ganz oben auf der Rutsche platz und genoss den Blick in den Sonnenuntergang. Und dann wagte auch sie die Rutschpartie in den Schmalensee: „Das ist mal ein Vergnügen! Das erste Mal in meinem Leben, dass ich ins Wasser gerutscht bin. Einfach toll!“, lautete das Fazit. Zumindest da war auch der Homepage-Reporter zugegen, um alles im Bild festzuhalten.

 

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Foto: Neue Badeinsel 28.06.2018

Bürgermeister Sönke Siebke geht in die dritte Amtszeit – Neue Gemeindevertretung konstituiert

(22.06.2018)

Die Schmalenseer Gemeindevertretung hat sich am Abend des 21. Juni 2018 neu konstituiert. Neuer alter Bürgermeister ist Sönke Siebke, der damit seine dritte Amtszeit angetreten hat.

Sönke Siebke, Christian Detlof, Julia Voß, Thorge Jankowski, Christian Saggau und Christopher Brust bilden die Fraktion der Bürgerlichen Wählergemeinschaft (BWS), Jürgen Bucksch, Lars Holldorf und Lore Jungclaus die der Wählergemeinschaft Bürger für Schmalensee (BfS).

Zu Stellvertretern des Bürgermeisters wurden (in Reihenfolge) Jürgen Bucksch, Christian Detlof und Julia Voß gewählt. Diese drei bilden auch den Wahlprüfungsausschuss, der das Ergebnis der Kommunalwahl vom 6. Mai 2018 bestätigen muss.

Die Besetzung der festen Ausschüsse der GV ergab eine interessante Neuerung: Zwei der drei Fachgremien werden ab sofort von bürgerlichen Mitgliedern geführt – Dirk Griese (BWS) und Sönke Stahl von der BfS.

Vorsitzender im Ausschuss für Finanzen und Rechnungsprüfung ist Dirk Griese, Thorge Jankowski sein Stellvertreter. Weitere Mitglieder im Ausschuss sind Jürgen Bucksch und Patricia Bergstädt von der BfS sowie Julia Voß.

Sönke Stahl ist Vorsitzender des Ausschusses für Bauen und Wege, Planung und Umwelt. Sein Stellvertreter ist Lars Holldorf. Außerdem sind im größten Ausschuss der Schmalenseer Gemeindevertretung Christian Saggau, Christian Detlof, Joachim Wolff und Dierk Harder von der BWS Mitglieder.

Den Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr übernahm Neu-Gemeindevertreter Christopher Brust, dessen Stellvertreterin Julia Voß ist. Die BWS entsandte außerdem Joachim Conrad, die BfS Lore Jungclaus und Susan Buchholz in diesen Ausschuss.

Vertreter des Bürgermeisters im Amtsausschuss wird Christian Detlof sein, Jürgen Bucksch vertritt Sönke Siebke im Bedarfsfall im Schulverband Sventana Bornhöved. Im Beirat der Kita Eris Arche werden Lore Jungclaus und Christian Saggau die Gemeinde Schmalensee wie bisher vertreten.

Über eine weitere Position hatte die neue GV abzustimmen: Barbara Friedhoff-Bucksch wird seitens der Gemeinde Schmalensee für die Schöffenwahl (Amtsperiode 2019-2023) beim Amtsgericht vorgeschlagen.

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Foto: Jürgen Bucksch, rechts, vereidigt Sönke Siebke

Vor 115 Jahren: Nur ein Telefon in Schmalensee

(16.06.2018)

Am 16. Juni 1903, vor 115 Jahren, meldet das Segeberger Kreis- und Wochenblatt (SKWB), ein Vorläufer der heutigen Segeberger Zeitung, die Zahl der an das Postamt Bornhöved angeschlossenen Telefonanschlüsse. Diese habe sich, nachdem zwei neue hergestellt worden sind, auf elf erhöht.

 

Angesichts dieser überschaubaren Summe lässt es sich der Berichterstatter nicht nehmen, alle elf Anschlüsse aufzulisten. Genau einer ist in der Nachbargemeinde Schmalensee vorhanden und somit zentrale Anlaufstelle für alle Schmalenseer, sollten sie ein Telefonat führen müssen. Was liegt da näher, als Schmalensees Telefon Nr. 1 im Gasthof zu verorten. Gastwirt Ludwig Saggau hatte diese Innovation unlängst in sein Haus geholt. Er steht an Position vier der Liste, und dies ist auch die Nummer des Anschlusses: „Bornhöved 4“.

 

Erst in späteren Jahren werden weitere Telefonanschlüsse für Schmalensee gemeldet. Bis alle Haushalte mit einem Apparat versorgt sind, dauert es noch Jahrzehnte. Den Anschluss Nr. 4 nimmt Ludwig Saggau übrigens nach Verkauf der Hufe 1 mit dem Gasthof im Jahr 1907 nicht mit. Dieser bleibt an den Dorfkrug gebunden und es finden sich auf zeitgenössischen Postkarten auch Hinweise auf die „Telefonnummer“ 4 im Zusammenhang mit dem Gasthof bzw. der „Pension“ Voß.

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Foto: Vor 115 Jahren: Nur ein Telefon in Schmalensee

VR Bank macht es möglich: Mobiloptimierung der Homepage kann kommen

(15.06.2018)

Die Homepage gemeinde-schmalensee.de erfreut sich großer Beliebtheit, auch über die Dorfgrenzen hinaus. Häufiger wurde zuletzt der Wunsch nach einer Optimierung für die Anzeige auf mobilen Endgeräten geäußert. Das kann nun umgesetzt werden. Mit einer Spende stellt die VR Bank Neumünster / Filiale Bornhöved mit zunächst 250 Euro sicher, dass das Projekt angeschoben werden kann.

 

Geschäftsstellenleiter Jan-Christopher Ellendt, der mit seinem Team das Gebäude Am Alten Markt 9a in Bornhöved bezogen hat, war von Schmalensees stellvertretendem Bürgermeister Jürgen Bucksch auf den Bedarf aufmerksam gemacht worden und sogleich an einer Förderung interessiert: „Wir alle sind in der Digitalisierung angekommen. Gerade unser Unternehmen beschreitet diesen Weg auf mehreren Pfaden. Ihre Gemeindehomepage und unsere Online-Angebote, das passt thematisch zusammen“, befand Ellendt. Allein der Blick auf den Geschäftsbericht 2017 der VR Bank Neumünster bestätigt das: Ein großes Smartphone ziert die Titelseite.

 

Wie auf der Schmalenseer Gemeindehomepage liegen in der Bornhöveder Filiale Tradition und Moderne nah beieinander. Während man sich austauscht über Online-Banking, die VR-BankingApp oder Kwitt, die Möglichkeit mit seinem Gegenüber kleine Geldbeträge via Smartphone auszutauschen, etwa beim gemeinsamen Bezahlen im Restaurant, fällt der Blick auf lauter Erinnerungen an die Geschichte der VR Bank mit ihren Vorläufern am Standort – der Volksbank, der Segeberger Bank und des Kreditvereins Bornhöved und Umgebung, in dem auch schon Schmalenseer Mitglieder waren.

 

In der Kundenhalle weisen die Beschriftungen abzweigender Türen auf historische Plätze in Bornhöved, den Bahnhof oder das Hotel zur Post, das einst dort stand, wo nun Geldautomat, Bankschließfächer und zwei Kundenschalter Platz gefunden haben. „Wir haben viel in den neuen Standort investiert. Uns ist wichtig, dass wir mit unserem Team neben allen Online-Möglichkeiten auch die persönliche Beratung und Abwicklung von Bankgeschäften weiter gewährleisten. Die Rückmeldungen der Kunden in Bornhöved und Umgebung bestätigen uns darin“, so Jan-Christopher Ellendt bei der Übergabe des symbolischen Schecks an Bürgermeister Sönke Siebke und Initiator Jürgen Bucksch.

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Foto: Jan-Christopher Ellendt übergab Sönke Siebke und Jürgen Bucksch 250 Euro

Sönke Siebke im Kreistag stellvertretender Vorsitzender des Hauptausschusses

(15.06.2018)

Am 11. Juni 2018 hat sich der neu gewählte Segeberger Kreistag konstituiert. 62 Mitglieder gehören diesem an, die sich auf acht Fraktionen verteilen. Für den größer gewordenen Kreistag musste im Vorwege der Sitzungssaal umgebaut werden. Dafür wurden die Redezeiten verkürzt. Außerdem wurden grundlegende Personalentscheidungen getroffen.

 

Für den nach 28 Jahren aus dem Amt geschiedenen Winfried Zylka aus Bornhöved wurde dessen Parteikollege Claus Peter Dieck (CDU) zum neuen Kreispräsidenten gewählt. Seine Stellvertreter wurden Peter Säker (SPD) und Ulrike Täck (Grüne). Den hauptamtlichen Landrat vertreten CDU-Fraktionschef Kurt Barkowsky und Edda Lessing, Fraktionsvorsitzende der SPD.

 

Den wichtigen Hauptausschuss hat erneut die CDU als stärkste Kraft übernommen. Stellvertreter der Vorsitzenden Doris Grote wurde Schmalensees Bürgermeister Sönke Siebke. Dieser hatte zum zweiten Mal in Folge das Direktmandat im Wahlkreis 1 (Amt Bornhöved) gewonnen und war schon in der abgelaufenen Wahlzeit in den Hauptausschuss nachgerückt.

 

Sönke Siebke wurde außerdem Mitglied um Ausschuss für Umwelt, Natur und Klimaschutz (UNK). Im Kreisklimarat ist er Ausschusssprecher. In seiner Fraktion war Siebke bereits kurz nach der Kommunalwahl vom 6. Mai zu einem der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Foto zur Meldung: Sönke Siebke im Kreistag stellvertretender Vorsitzender des Hauptausschusses
Foto: Sönke Siebke

Vor 100 Jahren - Der zweite Sohn der Eheleute Burmeister gefallen

(31.05.2018)

Wir hofften auf ein baldiges Wiedersehen, da traf uns am 13. Juni die tieferschütternde Nachricht, daß auch unser zweiter lieber hoffnungsvoller Sohn, der Schütze Joh. Burmeister, am 31. Mai bei einem Sturmangriff im Westen, im eben vollendeten 24. Lebensjahre, dem grausamen Kriege zum Opfer gefallen ist.“

 

Dies ist der Inhalt der Traueranzeige, die Christian Burmeister und seine Frau Anna für den Sohn Johannes am 18. Juni 1918 aufgegeben haben. Er drückt den tiefen Schmerz und auch ihre Kriegsmüdigkeit aus. Am 29. August 1916 war schon der erste Sohn Richard als Unteroffizier in einem Hamburger Lazarett einem Kopfschuss erlegen (ihn konnte die Familie in Bornhöved bestatten lassen); Landarbeiter Christian Burmeister selbst diente zumindest zeitweise selbst im Krieg, grüßte im November 1917 anlässlich seiner und Annas Silberhochzeit aus Russland. Unüblich am Trauertext ist die Klage über die Grausamkeit des Krieges, nicht des Feindes. Und der Begriff „gefallen“ taucht im Zusammenhang mit der Rolle des Soldaten als Opfer auf, nicht mit dem „Heldentod“, der in den ersten Kriegsjahren besungen wurde.

 

Von Johannes Burmeister haben wir nicht mehr als die Traueranzeige und ein Bild, dass die Gemeinde Schmalensee nach dem Krieg auf einer Ehrentafel für alle Gefallenen anbrachte. Sein Name steht außerdem an den Gefallenen-Denkmalen in Schmalensee und Bornhöved (Kirche).

 

Christian Burmeister, geboren 1870, diente von 1896 bis 1936 als Deputatarbeiter und weitere zehn Jahre als Freiarbeiter bei der Bauernfamilie Schnohr (heute Hof Wolff). Zuvor war er beim Bauern Suhr (Hornshof, heute Scharnweber) beschäftigt. Aus der mit Anna Reiche am 06.11.1892 geschlossenen Ehe gingen drei Söhne hervor. Der jüngste, Hugo, überlebte den Ersten Weltkrieg, war zunächst Land-, später Tiefbauarbeiter und starb im Jahr 1981. Christian Burmeister konnte mit seiner Anna 1957 das Fest der Eisernen Hochzeit feiern. Er starb ein Jahr später 89-jährig; Anna folgte ihm im Jahr 1962.

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Foto: Vor 100 Jahren - Der zweite Sohn der Eheleute Burmeister gefallen

Vor 30 Jahren: Aufstieg der Fußballer in die Kreisklasse A

(29.05.2018)

Acht Jahre nach Gründung des SV Schmalensee schaffen die Fußballer am 29.05.1988 ihren bisher größten sportlichen Erfolg und steigen als Meister der B-Klasse in die Kreisklasse A auf.

 

Am letzten Spieltag der Saison 1987/88 in der Kreisklasse B kann die erste Mannschaft des SV Schmalensee, die lange die Spielklasse dominiert, dann aber leicht nachgelassen hatte, mit einem 2:1 bei der Reserve des TV Trappenkamp doch noch den Staffelsieg sichern. Zwei gekonnte Freistoßtore in den letzten zehn Minuten, erzielt durch Frank Radloff, machen den Unterschied zu den Verfolgern aus und bringen den Aufstieg in die Kreisklasse A.

 

Die Meistermannschaft von Trainer Sigfried Prauschke und Betreuer Claus-Peter Cornehls ist im Bild festgehalten worden. Es zeigt stehend von links Cornehls und Prauschke, Hartmut Buchholz, Dirk Griese, Bernhard Buchholz, Hans-Helmut Siebke, Torsten Göttsch sowie davor von links Bernd Prieß, Frank Prieß, Michael Damman, Fred Langer, Jens Schnoor, Sönke Siebke und, davor liegend, Hartmut Rasmussen. Der im Bericht der Segeberger Zeitung genannte Torschütze Frank Radloff fehlt leider auf dem Mannschaftsfoto.

Foto zur Meldung: Vor 30 Jahren: Aufstieg der Fußballer in die Kreisklasse A
Foto: Vor 30 Jahren: Aufstieg der Fußballer in die Kreisklasse A

Bauer Hader kommt am 4. August mit neuer Mische

(27.05.2018)

Die Entermänner kündigen sich an: Kabarettist Nils Loenicker alias Bauer Hader, schon viele Jahre in seinem „Schmali“ lebend, gibt am 4. August 2018 in Begleitung von Gerd Spiekermann und Matthias Winkler eine „neue Mische“ aus Satire, Comedy und zeitkritischer Musik“ zum Besten.

 

Um 20 Uhr steigt das unterhaltsame Event auf dem Gemeindesaal am Gasthof Voß, wo auch schon jetzt Karten zum Preis von 15 Euro pro Person vorbestellt werden können. Wer die Interpreten kennt, weiß, was andere in vielen Jahren verpasst haben. Und egal, ob Alt- oder Neu-Fan: Am Ende heißt es für alle „Schmali meine Perle“!

[Flyer]

Foto zur Meldung: Bauer Hader kommt am 4. August mit neuer Mische
Foto: Hader und Spiekermann 2016 auf dem Gemeindesaal

Vor 80 Jahren - Sternfahrt der Hitlerjugend

(27.05.2018)

Am 26. Mai 1938, dem Himmelfahrtstag vor 80 Jahren, unternimmt das Deutsche Jungvolk im Jungstamm II/419 Bornhöved eine Sternfahrt. Drei Fähnlein bilden den Stamm, jedes Fähnlein hat in seinen Orten einen Jungzug: Dem Fähnlein 7/419 gehören an die Züge I (Bornhöved) in Gönnebek, II (Schmalensee) in Schmalensee, III (Tensfeld) in Tarbek.

 

Insgesamt brechen zehn Jungzüge um 7 Uhr mit Fahrrädern in ihren Orten auf und begeben sich zu einem befohlenen Ort, an dem ein Geländespiel stattfindet. Um 15 Uhr geht es wieder nach Hause.

 

Mehr wissen wir derzeit nicht über besagtes Unternehmen. Aber es gibt uns Anlass, in Erinnerung zu rufen, dass auch in Bornhöved und Umgebung eine Hitlerjugend bestand. Dafür sprechen neben Zeitzeugenaussagen auch Fotos aus Familienalben. Zu solchen zählen auch Bilder, die die örtliche bzw. lokale HJ inklusive BDM (Bund Deutscher Mädel) bei gemeinsamen Aktivitäten zeigen.

 

Wie war die HJ organisiert? Die Nachwuchsorganisation der NSDAP war in Schleswig-Holstein im Oberbann Kiel und darunter im Bann Südholstein (Nr. 185; 1937 erfolgte eine Umnummerierung, aus Nr. 185 wurde Nr. 419) aufgestellt. Dem Bann unterstanden Unterbanne, für Schmalensees Geschichtsschreibung von Interesse sind die Unterbanne Nr. 11 (Stormarn) und 12 (Segeberg). Der Unterbann 12 erscheint in der Presseberichterstattung auch als Unterbann I/185 mit den Gefolgschaften Bad Segeberg (1/185), Geschendorf (2/185), Klein Rönnau (3/185) und Bornhöved (4/185). Der Gefolgschaftsführer hieß um 1933/34 Hein und wohnte in Bornhöved. Ihm unterstanden wiederum Scharen – Bornhöved (Schar I), Rickling (II) und Fahrenkrug-Wahlstedt (III). Im Dezember 1933 wurde von der Bornhöveder Hitlerjugend im Einsatz für das Winterhilfswerk und 1936 beim Sammeln von Altmaterial berichtet. Im Juni 1934 beging die lokale HJ in Bornhöved eine Sonnenwendfeier, ab spätestens Juni 1936 wurde diese um ein Sportfest für alle Schülerinnen und Schüler erweitert.

 

Das Jungvolk waren die Jüngsten Uniformträger im NS-Staat. Der Jungbann / Jungstamm Bornhöved (offenbar mit Sitz in Neumünster und benannt nach dem historisch bedeutenden Bornhöved) war in Fähnlein gegliedert. Das Fähnlein 7/185 Bornhöved (ab 1937 Nr. 7/419) umfasste das Jungvolk aus Bornhöved, Tarbek, Schmalensee, Gönnebek, Damsdorf, Stocksee und Tensfeld. Fähnleinführer im Mai 1937 war Wolfgang Erich.

 

Den Stellenwert der Hitlerjugend im NS-Staat zeigt uns die Gesetzeslage: Schon am 31.08.1933 ordnete das Preußische Kultusministerium an, dass die HJ neben Elternhaus und Schule „drittes erziehendes Organ am jungen Menschen im neuen Staat“ sein solle. Aus der Anordnung wurde am 01.12.1936 ein Gesetz.

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Foto: Ausfahrt des Jungvolks um 1938

Vor 80 Jahren - Kampf dem Maikäfer

(21.05.2018)

Am 21. Mai 1938, vor 80 Jahren, verließen 270 Landjahrjungen die Region um Bornhöved, wo sie, auf mehrere Dörfer verteilt, seit dem 16. Mai das Einsammeln von Maikäfern tatkräftig unterstützt hatten. Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Region macht es notwendig, die Jungen wieder zu entlassen. Bis dahin sind durch sie und Teile der Bevölkerung in Bornhöved 100, in Schmalensee 63, in Gönnebek 40 und in Tarbek 20 Zentner (!) Maikäfer eingesammelt und getötet worden.

 

Kaum vorstellbar in einer Zeit, in der man Maikäfer zunächst als Süßigkeit zur Osterzeit kennt und verzückt aufmerkt, sieht man einen „echten“ in freier Natur: Im Mai 1938, wurde dem Maikäfer der planmäßige Kampf angesagt, um die Ernte vor diesem „Plagegeist“ zu schützen. Auch in unserer Gegend, dem Kirchspiel und Amt Bornhöved sowie dem Amt Stocksee, wurde organisiert gegen das Insekt vorgegangen. Es handelt sich um einen Großversuch, um eine optimale Vorgehensweise gegen den Maikäfer zu entwickeln, der u.a. 1918, 1922, 1923 und zuletzt 1934 in der Region großen Schaden anrichtete. Nicht der Käfer selbst, sondern seine Larven: Das Einsammeln geschieht deshalb unmittelbar nach Beobachtung der Flugphase der Maikäfer, in den ersten zehn bis vierzehn Tagen bis zur Eiablage durch die Weibchen.

 

Die Landjahrjungen (Landjahr = Pflichtjahr von Jugendlichen in der Landwirtschaft) werden in Gruppen von ortskundigen Bauern an die Knicks geführt, die besonders intensiv von den Maikäfern angeflogen werden. Ausgestattet mit Fanglaken, Schüttelstangen, Steigeisen und Klettersprossen sammeln die jungen Leute (in Berichten aus anderen Jahren werden ganze Schulklassen eingesetzt) die Maikäfer ein, die im lebenden Zustand bei festgelegten Sammelstellen gewogen und dann mittels kochendem Wasser oder Wasserdampf getötet werden. Geeignete Stätten hierfür sind die damals noch recht zahlreich anzutreffenden Meiereien, auch in Schmalensee. Vom Einsatz chemischer Mittel hält man 1938 noch nicht viel, diese hätten sich nicht bewährt und seien noch in der Versuchsphase.

 

Bereits 1934, als man pro Quadratmeter drei Maikäfer zählte, war es Schmalensees Bürgermeister, Bezirksbauernführer Heinrich Harder, der ein methodisches Vorgehen gegen den Maikäfer beschrieben hatte, nachdem sein Leserbrief im SKTB vom 22.05.1926, „Vernichtet die Maikäfer!“, nur mäßigen Erfolg gehabt hatte. Der frühmorgendliche Einsatz von Sammelkolonnen, das Abfüllen der Maikäfer in Säcke und die Tötung der Insekten durch das in diese Säcke eingeführte Dampfrohr der Meierei hatte er empfohlen. Unter dem Titel „Alarm“ wurde Harders längerer Beitrag im Segeberger Kreis- und Tageblatt am 2. Mai 1934 abgedruckt. Darunter war ein Aufruf des Kreisbauernführers Köhler erschienen: „Ich ersuche die Ortsbauernführer überall dort, wo die Maikäfer in größeren Mengen auftreten, nach den Vorschlägen des Bezirksbauernführers Harder, Schmalensee, energisch deren Bekämpfung zu organisieren.“

Foto zur Meldung: Vor 80 Jahren - Kampf dem Maikäfer
Foto: Vor 80 Jahren - Kampf dem Maikäfer

Vor 85 Jahren - Willi Siebke löst Bauernverein auf

(13.05.2018)

Vor 85 Jahren, am 13. Mai 1933, tagt im Kreisbauernhaus zum letzten Mal die von dem Schmalenseer Hufner Willi Siebke geführte Segeberger Kreisgruppe des Schleswig-Holsteinischen Bauernvereins. Tagesordnungspunkt 8 behandelt die Auflösung der Kreisgruppe.

 

Bezeichnend für das Ende des Bauernvereins im Kreis Segeberg ist, dass das Segeberger Kreis- und Tageblatt zwar die (bezahlte) Einladung zur Versammlung abdruckt, aber nicht von dieser berichtet. Rasch hat die Zeitung sich den politischen Verhältnissen angepasst und der im Kreis Segeberg 1919 gegründete Bauernverein, obwohl mit durchaus konservativen Sichtweisen ausgestattet, hat letztlich im Ringen um eine Vormachtstellung unter den Bauern verloren. Sichtbar wird das durch den Bericht über eine andere Veranstaltung:

 

Parallel zum Bauernverein nämlich tagt die Kreisgruppe Segeberg des Schleswig-Holsteinischen Land- und Bauernbundes unter ihrem Vorsitzenden, Hofbesitzer Köhler vom Tannhof bei Bad Bramstedt, um ebenfalls ihre Auflösung zu beschließen. „Der bisher im Bauernverein organisierte Bauer bejaht freudig und aus innerer Überzeugung die Zeit der Neuentwicklung“, lautet das Credo der Versammlung. Aus Gründen der „nationalen Geschlossenheit“ gebe es weder Platz für Sonderinteressen, noch für den Verein. Die Versammlung beschließt die Übertragung des Grundstückes und des Vereinsvermögens an die NSDAP bzw. die neu eingerichtete NS-Bauernschaft, die dem Reichsnährstand untergliedert werden wird.

 

Bewusst oder unbewusst wird im Köhler-Zitat das Wort „Bauernverein“ verwendet. Das kann an der Unbedarftheit des Berichterstatters oder der politischen Zielrichtung der Zeit liegen: Ob Verein oder Bund wird egal angesichts der („Zwangs-)Vereinigung in der Bauernschaft. Allerdings wird auch deutlich, dass es nicht die früheren Mitglieder des Bauernvereins sein werden, die in der NS-Bauernschaft die Vorreiterrollen spielen. Sie hatten die NSDAP auf ihrem Weg zur Macht nicht oder nicht genug unterstützt und werden verdrängt.

 

Ein bedeutendes Kapitel zur „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten ist die erzwungene Einigung der berufsständischen Organisationen der Landwirtschaft. Die insbesondere in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren ideologisch zerstrittenen Verbände werden in der Kreisbauernschaft „geeint“ und mit Züchter-Organisationen und anderen Vereinigungen, die eng mit der bäuerlichen Berufswelt in Verbindung stehen, im Reichsnährstand als Dachorganisation zusammengefügt.

 

Allerdings erfahren in erster Linie die (politischen) Interessenverbände der Bauern eine völlige Auflösung. Spezialisierte Organisationen wie der Rindviehzuchtverein Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner etwa, in dem ebenfalls Schmalenseer eine Rolle spielen, bleibt in seiner Organisationsform und Außendarstellung erhalten. Schmalensees Bürgermeister Heinrich Harder ist zur Zeit des Dritten Reiches Vorsitzender, Lehrer a.D. Heinrich Göttsch Geschäftsführer der Schwarzbunten.

Foto zur Meldung: Vor 85 Jahren - Willi Siebke löst Bauernverein auf
Foto: Vor 85 Jahren - Willi Siebke löst Bauernverein auf

Schmalensee früher – Alle fünf Söhne stehen im Krieg

(07.05.2018)

Am 7. Mai 1918, vor 100 Jahren, vermeldet das Segeberger Kreis- und Tageblatt, der Vorläufer der Segeberger Zeitung, die Beförderung von zwei Schmalenseern vom Unteroffizier zum Sergeanten. Es sind Gustav und Ernst Moß, Söhne des Arbeiters Heinrich Moß. Insgesamt dienen im Ersten Weltkrieg, wie Jahre später im SKTB nachzulesen sein wird, fünf Söhne des Arbeiters in der kaiserlichen Armee.

 

Auch der Schwiegersohn Wilhelm Schlichting, offenbar aus Dersau, wird im Mai 1918 zum Sergeanten ernannt. Von keinem der hier Genannten ist bekannt, dass er den Krieg nicht überlebt hätte. Auf dem Schmalenseer Gefallenendenkmal ist kein Moß (an anderer Stelle „Mohs“ geschrieben) vermerkt. Jahren der Sorge um die Söhne mag somit eine große Erleichterung gefolgt sein, als diese aus dem Krieg heimkehrten.

 

Von Heinrich Moß (oder Mohs) wissen wir nur, dass er 1904 mit der Familie nach Schmalensee gekommen sein mag. Der damals 47-Jährige trat am 1. Mai eine Stelle als Tagelöhner beim Hufner Ludwig Saggau (heute Harald Saggau, Dorfstraße 22) an und war der Wirtschafter des Hofes, als sein Dienstherr selbst zum Kriegsdienst einberufen worden war. 70-jährig beendete Moß das Dienstverhältnis am 30. April 1927. Auch da berichtete das Segeberger Kreis- und Tageblatt und ließ nicht unerwähnt: „1914 schickte er fünf Söhne und einen Schwiegersohn ins Feld.“

 

Bei Letzterem, der mit der Tochter Cathrine verheiratet war, nahm Moß 1927 in Dersau Wohnung und verschwindet aus der Schmalenseer Geschichtsschreibung, in der er ein kurzes, aber zum Nachdenken anregendes Kapitel geschrieben hat.

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Foto: Schmalensee früher – Alle fünf Söhne stehen im Krieg

Sönke Siebke wieder in den Kreistag gewählt

(07.05.2018)

Schmalensees Bürgermeister Sönke Siebke hat zum zweiten Mal in Folge das Direktmandat im Wahlkreis 1 (Amt Bornhöved) gewonnen und zieht erneut in den Segeberger Kreistag ein.

 

Siebke, Kandidat der CDU, setzte sich im Zuge der Wahl am 6. Mai 2018 u.a. gegen SPD-Bewerberin Cordula Schultz aus Trappenkamp durch, die 25,6 Prozent der im Wahlkreis abgegebenen Stimmen auf sich vereinen konnte. Für Sönke Siebke stimmten 44,3 Prozent. In Schmalensee gaben 269 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab – 180 votierten für ihren Bürgermeister, 23 für die Herausforderin. „Es kommt darauf an, wie in Trappenkamp gewählt wird“, sagte Siebke um 18.35 Uhr. Da lagen die Ergebnisse aus den Amtsgemeinden noch nicht vor. In Damsdorf, Tarbek, Tensfeld, Stocksee und Gönnebek am Ende deutlich vor Cordula Schultz, die sich in Trappenkamp mit 512:376 durchsetzen konnte, in Bornhöved aber dann auch mit 278:614 gegenüber Siebke das Nachsehen hatte.

 

Auf die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkreis 1 entfielen folgende Stimmanteile: Pia Bröker (Grüne) 12,2, Michail Kalpakidis (FDP) 3,4, Maik Britz (AfD) 5,7, Angelika Becker-Graßmann (Linke) 3,3, Katja Thedens (Freie Wähler) 1,4 und Burghardt Scholz (Wählerinitiative Segeberg, WI-SE) 4,2 Prozent.

 

In der abgelaufenen Wahlperiode des Kreistags war der Schmalenseer Siebke zuletzt Mitglied des wichtigen Hauptausschusses des Kreistags. Gespannt darf man nun darauf sein, an welcher Stelle er zukünftig für die Interessen der Dörfer des Amtes Bornhöved agieren kann.

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Foto: Sönke Siebke wieder in den Kreistag gewählt

Schmalensee hat gewählt – Die neue Gemeindevertretung

(07.05.2018)

 

Die Kommunalwahl am 6. Mai 2018 hat das folgende Ergebnis erbracht: 273 Wählerinnen und Wähler gaben für die Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee (BWS) 784; für die Wählergemeinschaft Bürger für Schmalensee (BfS) 470 Stimmen. Drei Stimmzettel waren ungültig.

 

Damit konnte die BWS alle fünf Direktmandate erringen. Es entfielen auf: Sönke Siebke 174, Christian Detlof 166, Julia Voß 167, Thorge Jankowski 130 und Christian Saggau 147 Stimmen. Die BfS-Kandidaten erhielten: Jürgen Bucksch 95, Lars Holldorf 79, Lore Jungclaus 84, Sönke Stahl 112 und Susan Buchholz 100 Stimmen.

 

Die Wahlbeteiligung lag bei 67,5 Prozent.

 

Damit sind direkt in die Gemeindevertretung gewählt: Sönke Siebke, Christian Detlof, Julia Voß, Thorge Jankowski und Christian Saggau, alle von der BWS.

 

Aufgrund der Stimmenverteilung gelangen über die Listen ihrer Wählergruppen Christopher Brust (BWS) sowie die BfS-Bewerber Jürgen Bucksch, Lars Holldorf und Lore Jungclaus in die Gemeindevertretung.

 

Für den korrekten Ablauf der Gemeindewahl und der gleichzeitig durchgeführten Wahl zum Segeberger Kreistag sorgten Wahlvorsteher Rüdeger Cuwie und sein Wahlvorstand, bestehend aus Heidi Sienknecht, Andrea Weinrich und Mareike Grenke, Michael Hübner, Jörg Lange, Benett Heitmann und Gemeindewehrführer Peter van het Loo.

 

Voraussichtlich am 21. Juni 2018 findet die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung statt, in der die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister sowie die Vorsitzenden der Ausschüsse und ihre Stellvertretungen gewählt werden. Auch die Besetzung der Ausschüsse mit Gemeindevertreterinnen und -vertretern sowie bürgerlichen Mitgliedern wird dann bestimmt.

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Foto: Schmalensee hat gewählt – Die neue Gemeindevertretung

Vandalismus auf dem Spielplatz – Was soll der Blödsinn?

(03.05.2018)

Sehr wahrscheinlich am 1. Mai hat auf dem Sportgelände eine nicht offizielle „Feier“ stattgefunden. Unbekannte hinterließen leider auf dem Kinderspielplatz deutliche Spuren, indem sie Schäden an Spielgeräten verursachten.

 

So wurden u.a. die Schutzwände am Tunnel, die ein Abstürzen spielender Kinder verhindern sollen, herunter gerissen. Am 2. Mai wurden die Überreste entdeckt der Schaden und an Bürgermeister Sönke Siebke gemeldet.

 

Gemeindearbeiter Volker Kay beseitigte zunächst die Schäden, deren Reparatur rasch eingeleitet werden muss, da die Kinder der Känguru-Gruppe der Kita Eris Arche den Spielplatz nutzen und ihre Sicherheit durch das wilde Treiben gefährdet wurde.

 

Wer Angaben zu den Verursachern machen kann, erreicht Sönke Siebke unter Telefon 04323/8209.

Foto zur Meldung: Vandalismus auf dem Spielplatz – Was soll der Blödsinn?
Foto: Spielplatz am 2. Mai 2018

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt

(01.05.2018)

Pressewarte, Schriftführer, Vorsitzende aufgepasst. In den nächsten Tagen und Wochen kommt es zu geänderten Annahmezeiten für den Blickpunkt Bornhöved.

 

Was in der 20. Kalenderwoche (Erscheinungstag 17. Mai 2018) veröffentlicht werden soll, muss bis spätestens Mittwoch, 9. Mai 2018, 10 Uhr, in der Amtsverwaltung vorliegen (sabine.gast @amt-bornhoeved.de).

 

Für die 21. Kalenderwoche (Erscheinungstag 24. Mai 2018) gilt: Abgabe bis Mittwoch, 16. April 2018, 10 Uhr.

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Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt

Vor 85 Jahren: Eine Hitler-Eiche für Schmalensee

(01.05.2018)

Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten findet zwischen dem 20. April (Geburtstag Adolf Hitlers) und dem 1. Mai 1933 (Tag der Arbeit) nächste Höhepunkte, welche die frühere Verehrung etwa des Kaisers deutlich übersteigen: So wird in Bornhöved an des „Führers Geburtstag“ die Mühlenstraße in Adolf-Hitler-Straße umbenannt und auf dem Kronberg eine Hitler-Eiche gepflanzt. In Schmalensee wird am 1. Mai eine Eiche zu Ehren des Reichskanzlers geweiht.

 

Die Berichte im Segeberger Kreis- und Tageblatt aus jener Zeit lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Zustimmung zur neuen Staatslenkung und den politischen Ankündigungen Hitlers groß gewesen ist. In unserer Gegend war die NSDAP als Ortsgruppe Bornhöved aktiv. Bornhöved war der Mittelpunkt des früheren Amtes gleichen Namens mit den weiteren Gemeinden Schmalensee und Gönnebek. Unterhalb der NSDAP-Ortsgruppe gab es die Zellen: Zwei in Bornhöved und je eine in den Dörfern. So ist es nur natürlich, dass die erste große Feier für die „Bewegung der nationalen Revolution“ in Bornhöved am 20. April stattfand.

 

Als Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei vereinnahmte das Regime auch den Feiertag 1. Mai für seine Zwecke. Am „Tag der nationalen Arbeit“ fand zunächst ein von Pastor Erich geleiteter Gottesdienst in Bornhöved statt, an dem die Ortsgruppe der NSDAP mit allen Untergliederungen teilnahm, ebenso Gemeindevertreter und viele Vereine. Um 17.45 Uhr begann ein Umzug durch das festlich geschmückte Bornhöved; anschließend begaben sich die Teilnehmer nach Schmalensee zum Gefallenendenkmal.

 

Hier wurde eine „Hitler-Eiche“ gesetzt und geweiht. Gemeindevorsteher Heinrich Harder hielt eine Ansprache und versprach, die Eiche in Obhut und Pflege zu übernehmen. Es folgen Liedervorträge des Männergesangsvereins Eintracht Bornhöved und des Gedichts „Der Schmied der Freiheit“, ehe NSDAP-Ortsgruppenleiter Dr. Ahrens die Weiherede hielt, die mit dem Wunsch endete, dass die Eiche wachsen und „nach 100 Jahren Kunde geben möge von dem einigen Deutschen Reich“. Es folgte ein Umzug durch das Dorf, ehe im Gasthof von Meta Voß der Radio-Übertragung von der zentralen Maikundgebung auf dem Tempelhoferfeld gelauscht wurde. Ein Konzert mit Tanz und Verlosung durch die NS-Frauenschaft bildete den Abschluss der Feierlichkeiten.

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Foto: Gefallenendenkmal Schmalensee

Dorf geputzt – Ein Spaziergang unter Holsteins Sonne

(22.04.2018)

Nicht ganz 50 große und kleine Schmalenseer machten sich am 21. April mit vier Treckergespannen auf, die Wegesränder in der Schmalenseer Feldmark von Unrat zu befreien. Unter einer wärmenden Frühlingssonne und beinahe sommerlichen Temperaturen wurde der verspätete Dorfputz zum Sonntagsspaziergang. Und die „Ausbeute“ hielt sich glücklicherweise in Grenzen.

 

Rechtzeitig hatten Gemeinde und Verschönerungs- und Vogelschießerverein den Märztermin wegen angekündigter (und tatsächlich erfolgter) Schneefälle abgesagt. Großen Respekt verdienten alle, die sich überwinden konnten, der heimischen Terrasse oder der fälligen Gartenarbeit zu entfliehen und sich für eine saubere Umwelt auf den Weg zu machen.

 

Das subjektive Empfinden vieler Teilnehmer: Es liegt weniger Müll in Gräben und Banketten als früher. Aber leider liegt er noch da, oft aus fahrenden Autos geworfen, manchmal absichtlich abgelegt und insgesamt weiterhin schädlich für die Natur. Auch die Altlasten früherer Tage kommen mitunter ans Tageslicht und können nie in Gänze eingesammelt werden, weil das Erdreich sie noch umklammert: Silage-Folien in Knicks und Überreste früherer Müllgruben – eine zentrale Abfallbeseitigung gibt es erst seit 1968.

 

Andrea Weinrich, Vorsitzende des VVV, und Bürgermeister Sönke Siebke dankten allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz und insbesondere Birte und Christian Saggau, auf deren Diele es die abschließende Erbsensuppe vom Gasthof Voß gab. Und Pommes. Und Kuchen. Und Tiramisu. Und Eis. Und....

 

Bilder: Andrea Weinrich und Christian Detlof

 

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Foto: Dorfputz 2018

Schmalensee früher – Regeln für den Landwirt vor 140 Jahren

(13.04.2018)

Am 13. April 1878, vor 140 Jahren, veröffentlicht das Segeberger Kreis- und Wochenblatt die „Zehn Regeln für den Landwirt“. Die Merkpunkte in Gedichtform sollen auf subtile Weise vermitteln, was vom Landwirt der sogenannten „Gründerzeit“ im noch jungen Kaiserreich erwartet wird: Steigerung der Produktivität und Akzeptanz der geforderten Dokumentation.

 

Tatsächlich ist es die Zeit der Bildung überregionaler Landwirtschaftlicher Institutionen und Organisationen. Erst vor einem Jahr ist in Bornhöved ein Landwirtschaftlicher Verein für den Ort und die Umgebung gegründet worden (zeitweise gibt es zwei). Es werden, auf Kreis- und Provizialebene, Züchterverbände und später auch ein Landwirtschaftlicher Buchführungsverein folgen. Nicht zu vergessen die Gründung von Landwirtschaftsschulen, in denen der Beruf eine fundierte Grundausbildung erfährt.

 

Die Zehn Regeln von 1878 lauten:

  1. Bau viel Futter;

  2. Füttere gut Vieh,

  3. dann fehlt es auch an Dünger nie;

  4. Mit scharfer Egge und starkem Pflug,

  5. ackere fleißig und tief genug;

  6. Was Dein Acker kann geben

  7. sollst Du systematisch ihm nehmen.

  8. Altes Land verbessere und neues erringe;

  9. Ausgaben und Einnahmen zu Buche bringe;

  10. Du sollst sein fleißig, gebildet und klug.

Das sind der Gebote des Landwirts genug.

 

Spannt man den Bogen in die heutige Zeit, so kommen einem interessante Parallelen aus der öffentlichen Diskussion um eine exzessive Landwirtschaft („neues Land erringe“), Überdüngung („fehlt es an Dünger nie“) und Überbürokratisierung („Ausgaben und Einnahmen zu Buche bringe“). - Alles hat immer irgendwo einen Anfang.

Foto zur Meldung: Schmalensee früher – Regeln für den Landwirt vor 140 Jahren
Foto: Schmalensee früher – Regeln für den Landwirt vor 140 Jahren

Schmalensee früher – Volksabstimmung zum Anschluss Österreichs

(10.04.2018)

Am 10. April 1938, vor 80 Jahren, lassen sich die Nationalsozialisten durch eine „Volksabstimmung“ den Anschluss Österreichs und damit die Bildung des sogenannten Großdeutschen Reiches legitimieren. Die Zustimmung fällt überwältigend aus, auch in Bornhöved und Umgebung.

 

Am 12. März 1938 waren deutsche Militär-, Polizei- und SS-Einheiten in Österreich einmarschiert. Die im Grundsatz gewaltsame Übernahme der Macht wurde als „Anschluss“ im Sinne eines Volkswillens kaschiert und sollte vor der Weltöffentlichkeit eine vermeintlich demokratische Legitimation erfahren, wie eine Anzeige aus dem Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 6. April 1938 zeigt.

 

Die Parteigliederungen sowie berufsständische Verbandsfunktionäre wie Kreisbauernführer Otto Köhler (10. April 1938; Appell an landwirtschaftliche Arbeitgeber, ihren Arbeitnehmern Freizeit für die Stimmabgabe zu gewähren) werden nicht müde, zur Unterstützung des Ansinnens der Hitler-Regierung aufzurufen: „Wir stimmen alle mit Ja!“

 

Am Vorabend der Volksabstimmung treffen sich die Angehörigen der NSDAP-Ortsgruppe Bornhöved im Hotel Stadt Kiel zum Gemeinschaftsempfang. Für alle Einwohner von Bornhöved und Umgebung gilt „Flaggen heraus!“.

 

Um 6.20 Uhr am Abstimmungstag sammeln sich Gliederungen der NSDAP in Bornhöved und führen mittels Umzug durch den Ort ein Wecken durch. Dann fahren Teile der Mannschaften nach Schmalensee, Gönnebek und Tarbek und halten auch dort Umzüge ab. Die Wahlbeteiligung ist rege, bereits nach dem Vormittag haben 80 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben.

 

Das Ergebnis fällt eindeutig aus: 99,08 Prozent der Deutschen, die zur Wahl gingen, stimmen mit „Ja“ für den Anschluss Österreichs und die Einheitsliste der NSDAP. Im Kreis Segeberg werden 367 „Nein“-Stimmen (plus 36 ungültige) gezählt. In Schmalensee stimmen 213 von 214 Wählerinnen und Wählern mit „Ja“, es gibt eine „Nein“-Stimme.

 

Die Evangelische Kirchengemeinde feiert am 12. April 1938 mit Pastor Erich nach dem großen Erfolg der Volksabstimmung und der Bekanntgabe der Ergebnisse um 20 Uhr einen Dankgottesdienst in der Vicelin-Kirche.

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Foto: Schmalensee früher – Volksabstimmung zum Anschluss Österreichs

Schmalensee früher – Nächtlicher Unfall auf der Chaussee

(24.03.2018)

Am 24. März 1898, vor 120 Jahren, kommt es nachts bei Kalübbe zu einem schlimmen Unfall auf der Plöner Chaussee. Dort fahren zwei unbeleuchtete Einspänner-Fuhrwerke gegeneinander – ein Pferd verliert dabei das Leben.

 

Der Verwalter von Himbeersahl, Dohse, kommt mit seiner Kutsche von Plön und stößt mit der des Ascheberger Polizeidieners zusammen, der einen Arzt holen will. Dazu hat er ein Pferd des Hufners Kreuzfeld von Spannhorn angespannt, dem die Deichsel des Dohseschen Wagens „vier Fuß tief in die Brust“ eindringt. Das arme Tier verendet sofort.

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Foto: Schmalensee früher – Nächtlicher Unfall auf der Chaussee

Gold für Schmalensee – Mona Mühlenberg bei der Mathe-Olympiade

(19.03.2018)

Was sind schon Goldmedaillen der deutschen Olympioniken, wenn doch in Schmalensee eine Olympiasiegerin lebt? Mona Mühlenberg, 9 Jahre alt, hat den Landesentscheid Süd der 9. Mathematik-Olympiade gewonnen. Herzlichen Glückwunsch, Mona!

 

Am 15. März war es soweit. Nachdem die Viertklässlerin der Bornhöveder Sventana-Schule Siegerin im Schulentscheid und Zweite auf Kreisebene geworden war, ging es nun zum Landesentscheid für den südlichen Landesteil. (Der Norden Schleswig-Holsteins absolvierte seinen Wettbewerb tags darauf in Flensburg. Erst ab Klasse 5 gibt es einen Bundeswettkampf, ab Klasse 8 messen sich die Besten weltweit.)

 

Ich war schon aufgeregt“, gesteht Mona, die noch ganz genau weiß, wo der Wettkampf stattfand: „In der Universität. Haus 65 Audimax“, hatte sie zur Ablenkung auswendig gelernt. Fünf Textaufgaben mit jeweils fünf Unterpunkten mussten von allen Teilnehmern beantwortet werden. Logisches Denken war gefordert.

 

Insgesamt waren 76 Kinder am Start – aus den dritten und vierten Klassen. „Gegen die Hälfte musste ich ran“, weiß Mona noch. Und wie lief es? „Ich habe einen Fehler gemacht“, gesteht die SVS-Cheerleaderin. Ein Ass auf ihrem Gebiet ist sie trotzdem – steht auch auf der Urkunde: 1. Platz!

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Foto: Mona Mühlenberg

Schmalensee früher – Gefängnis für zwei Schmalenseerinnen

(19.03.2018)

Am 19. März 1943, vor 75 Jahren, berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt von der Verurteilung zweier Schmalenseerinnen wegen des Missbrauchs von Lebensmittelkarten zu Gefängnisstrafen.

 

Seit Kriegsausbruch 1939 hatte der Bornhöveder Ernst Seeger in zwei verschiedenen Gemeinden Lebensmittelkarten bezogen. Einen Teil dieser Karten hatte er an die im Zeitungsbericht als „Ehefrauen“ bezeichneten Schmalenseerinnen verkauft.

 

Eine der Frauen habe Seeger auch Brennspiritus gegeben, „den er vertrank“.

 

Ein Kriegssondergericht verurteilt Ernst Seeger zu eineinhalb Jahren Zuchthaus sowie zwei Jahren Ehrverlust. Die Frauen aus Schmalensee erhalten fünf beziehungsweise sieben Monate Gefängnis.

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Foto: Schmalensee früher – Gefängnis für zwei Schmalenseerinnen

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt

(16.03.2018)

Pressewarte, Schriftführer, Vorsitzende aufgepasst. Die Ostertage führen zu einer geänderten Annahmezeit für den Blickpunkt Bornhöved.

 

Was in der 14. Kalenderwoche (Erscheinungstag 5. April 2018) veröffentlicht werden soll, muss bis spätestens Mittwoch, 28. März 2018, 9 Uhr, in der Amtsverwaltung vorliegen (sabine.gast @amt-bornhoeved.de).

 

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Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeit für den Blickpunkt

Schmalensee früher – Mitglied der Landwirtschaftskammer

(16.03.2018)

Am 16. März 1908, vor 110 Jahren, wählt der Segeberger Kreistag sein Mitglied Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee, Amtsvorsteher des Amtes Bornhöved, erneut zum ordentlichen Mitglied der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

 

Heinrich Christian Saggau, der Urgroßvater des heutigen Hofbesitzers Christian Saggau, war erstmals 1895 als einer der vier Vertreter des Kreises Segeberg in die gerade erst eingerichtete Landwirtschaftskammer entsandt worden. Die Wahl erfolgt stets für sechs Jahre. Insgesamt gehört Saggau der Kammer bis 1924 an. (In diesem Jahr legt er sein 1889 angetretenes Amt als Amtsvorsteher für die Gemeinden Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek aus Altersgründen nieder.)

 

Die Plenarsitzung der Kammer am 03.04.1914 wählt Saggau zudem zum stellvertretenden Vorsitzenden.

 

Die letzte Wiederwahl Heinrich Christian Saggaus durch den Segeberger Kreistag im Jahr 1920 beinhaltet etwas Kurioses, das den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs geschuldet ist. In dieser Zeit hat der Kreistag mit der Versorgungslage und Abgaben an die Städte sowie der Neuordnung politischer Strukturen derart viel zu tun, dass die Wahl von Delegierten zur Landwirtschaftskammer erst am 30.08.1920 erfolgt – die neue Sitzungsperiode der Kammer aber begann bereits am 01.04.1920.

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Foto: Schmalensee früher – Mitglied der Landwirtschaftskammer

Vor 85 Jahren: Nationalsozialisten verbrennen Schwarz-Rot-Gold

(13.03.2018)

Die so genannte „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten fällt in der Geschichtsschreibung auf den 30. Januar 1933 und die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Bekannt sind die Bilder vom Fackelzug der SA durch das Brandenburger Tor in Berlin. Für Bornhöved und Umgebung ist der 13. März 1933 ein Kerndatum. Damals verbrannten die ortsansässigen Nationalsozialisten auf dem Marktplatz zwei Flaggen der Weimarer Republik – und die waren Schwarz-Rot-Gold.

 

Apotheker Dr. Ahrens, Ortsgruppenleiter der NSDAP, hatte von den öffentlichen Gebäuden die Fahnen der Republik entfernen und durch Hakenkreuzfahne sowie Fahnen in den Farben des Kaiserreichs, Schwarz-Weiß-Rot, ersetzen lassen. Im Bestand des Bornhöveder Heimatmuseums gibt es einen Satz Fotografien von der Flaggenverbrennung, die unter den Augen der Bevölkerung stattfand.

 

Warum kam es erst am 13. März 1933 dazu? Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler allein war es mit der „Machtergreifung“ nicht getan. Erst musste die Macht der Nationalsozialisten untermauert werden – durch Wahlen. Am 5. März 1933 wurden der Reichstag und der Preußische Landtag gewählt; am 12. März 1933 mussten in der Provinz Schleswig-Holstein der Provinziallandtag und die Kreistage gewählt werden. Mit der Bekanntmachung der letzten Ergebnisse in der Presse war die Gewissheit vom deutlichen Sieg der Nationalsozialisten gegeben – die nun ihre sichtbaren Zeichen setzen konnten.

 

Die Bornhöveder Ortsgruppe der NSDAP, geführt vom Ortsgruppenleiter, gliederte sich in vier so genannte Zellen: Bornhöved bestand aufgrund seiner Größe aus zwei, die Dörfer Schmalensee und Gönnebek bildeten je eine Zelle. An der Spitze jeder Zelle stand ein Zellenleiter.

 

Und so wählten die Schmalenseer 1933: Zur Reichstagswahl stimmten 91 für die NSDAP, 41 für Schwarz-Weiß-Rot und 14 für die Deutsche Volkspartei DVP. 31 Schmalenseer stimmten für die SPD, einer für KPD. Bei der Wahl zum Preußischen Landtag gaben 88 ihre Stimme der NSDAP, 39 wählten Schwarz-Weiß-Rot, 16 DVP. Auf die SPD entfielen 26 Stimmen, eine auf KPD und eine auf den Christlich-Sozialen Volksbund. Das Bündnis „Mit Hindenburg“, bei der RT-Wahl nicht vertreten, erhielt in Schmalensee 4 Stimmen.

Eine Woche später stimmten bei der Wahl zum Provinziallandtag 95 für die NSDAP, 33 für SPD, je einer für die KPD und die Sozialistische Kampfgemeinschaft; außerdem 52 für Schwarz-Weiß-Rot. Leichte Verschiebungen gab es bei der parallel abgehaltenen Wahl zum Segeberger Kreistag: 91 für NSDAP, 36 für SPD und eine Stimme für die KPD. 54 Stimmen entfielen auf das Wahlbündnis Schwarz-Weiß-Rot. Zählt man die Stimmen für die NSDAP und das Wahlbündnis Schwarz-Weiß-Rot zusammen, wird der Anteil des völkisch-konservativen Lagers besonders deutlich.

[13.03.1933 - Verbrennen von Schwarz-Rot-Gold]

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Foto: Flaggenverbrennung Bornhöved 13.03.1933

Viele Tagesordnungspunkte für die Gemeindevertreter

(08.03.2018)

War die 23. schon die letzte Sitzung der Schmalenseer Gemeindevertretung? Vorsorglich bedankte sich Bürgermeister Sönke Siebke am 7. März bei seinen Gemeindevertretern für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Am 6. Mai ist Kommunalwahl und bislang zeichnet sich kein weiteres Treffen in dieser Zusammensetzung ab.

 

Noch einmal war Fleißarbeit gefragt. Mit Beginn der Sitzung wuchs das Programm von 13 auf 20 Tagesordnungspunke an.

 

Dem Vorschlag des Bauausschusses, Bauvergehen im Bereich der Belauer Straße (B-Plan Nr. 5) teilweise zu legalisieren, wurde gefolgt. Für die Einfallstraßen sollen „Freiwillig Tempo 30“-Schilder beschafft werden.

 

Die Außenstelle der Kita Eris Arche, untergebracht im Sportlerheim, war gleich zwei Mal Thema: Im Bereich der Toiletten soll nachgearbeitet werden. Außerdem sollen Verkehrszeichen beantragt werden, die auf die Einrichtung aufmerksam machen.

 

Beschildert werden soll auch die E-Ladesäule am Feuerwehrgerätehaus. Ob sie bereits funktionstüchtig ist, ließ sich zur späten Stunde nicht beantworten. Mobilität steckt hinter dem Beschluss, sich dem Mitfahrnetz des Kreises Segeberg anzuschließen. An der Dorfeiche könnte deshalb schon bald eine rote „Mitfahrbank“ aufgestellt werden.

 

Sorgen bereiten zwei Wirtschaftswege, in denen ein Lohnunternehmen bzw. Verlegearbeiten für ein Erdkabel Spuren hinterlassen haben. Bürgermeister Siebke wurde beauftragt, mit den Firmen Verhandlungen bezüglich der Abstellung der Mängel zu führen.

 

Letztes Thema war die Homepage der Gemeinde. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Finanzausschusses will Jürgen Bucksch Zuschussmöglichkeiten prüfen, mit denen sich Optimierungen finanzieren ließen.

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Foto: E-Ladesäule am Feuerwehrgerätehaus

Das war mal wieder richtig Winter!

(07.03.2018)

Minusgrade im zweistelligen Bereich, Schnee auf den Hängen unserer eiszeitlichen Endmoränen-Landschaft und auf dem Schmalensee eine tragende Eisschicht – das war doch mal wieder ein richtiger Winter!

 

Vor allem die Kinder kamen, speziell am Wochenende 3./4. März voll auf ihre Kosten. Schnee wurde auf dem Eis gefegt und geschoben, um über Eislaufkanäle und Hockeyfelder zu verfügen. Dass sich der Einsatz lohnte, unterstreichen Fotos vom Schlittschuhlaufen, die dem Homepage-Team zugespielt wurden.

 

Einige Kinder profitierten vom Schulausfall an der Bornhöveder Sventana-Schule, und konnten sogar an einem Montagmorgen das Eis erstürmen. Doch Alles hat bekanntlich ein Ende – sowohl der Keuchhusten-Alarm als auch der Winter. Wer weiß, wann sich die ersten Wagemutigen nicht auf sondern in den See begeben und die Schmalenseer Badesaison eröffnen?

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Foto: Das war mal wieder richtig Winter!

Vor 100 Jahren: Eine Bande von Spitzbuben treibt ihr Unwesen

(07.03.2018)

In der Nacht zum 8. März 1918, vor 100 Jahren, suchen Diebe das Dorf Schmalensee auf. Gegen 23 Uhr hört der Meiereiverwalter Hans Wehling, dass ein Fenster des Butterkellers aufgedrückt wird. Wehling gelingt es, einen Eindringling zu verscheuchen, der seine „Hamstertasche“ aus Leder zurück lässt.

 

Gegen 2 Uhr brechen zwei Täter in die Räucherkate einer Arbeiterfamilie ein. Auch diese werden entdeckt, entkommen jedoch mit zwei Schinken und einer Speckseite als Beute. Die Spur der Gauner kann im Schnee bis hinter Tarbek verfolgt werden. Darum wird angenommen, dass es dieselben Einbrecher sind, die vor Kurzem in dem Nachbarort ihr Unwesen trieben.

 

Nur wenige Tage später ist der Fall aufgeklärt – ein echtes Stück Bandenkriminalität. Den Einbruch in die Räucherkate haben, so das Ergebnis der Polizei, zwei Knechte aus Tarbek unternommen. Sie gehören einer Gruppe an, die sich über Wochen in einem leer stehenden Gebäude auf der Trappenkamper Heide einen Treffpunkt eingerichtet und dort mit gebratenen Hühnern, gestohlenen Getränken und Zigarren „wahre Orgien“ gefeiert hatte.

 

Was die Bande nicht selbst verzehrte, wurde nach Kiel gebracht und dort veräußert – für ein Huhn gab es 1 Mark, für eine Gans 10 Mark und für eine erstklassige Speckseite sogar 50 Mark. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt urteilt am 14. März 1918 dazu, dass dies „nach heutigen Begriffen sicher ein niedriger Kurs“ sei.

 

Von dem wenigen sichergestellten Diebesgut gehen ein Schinken, eine Speckseite und ein Paar Stiefel zurück nach Schmalensee.

 

Besondere Bedrückung löst die Feststellung aus, dass unter den Bandenmitgliedern auch ein kurz vor der Konfirmation stehender Schuljunge „aus ordentlichen Verhältnissen“ zu den „Verführten“ gehört.

 

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Foto zur Meldung: Vor 100 Jahren: Eine Bande von Spitzbuben treibt ihr Unwesen
Foto: Historische Straßenszene vor dem Gasthof und der Meierei

Schmalensee früher – Kindsselbstmord in Stolpe

(05.03.2018)

Am 5. März 1913, vor 105 Jahren, herrscht große Bestürzung in der Region: In Stolpe kommt es zu einem Fall von Kindsselbstmord, von dem auch das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet.

 

Der zwölfjährige Sohn des Arbeiters St. wird verdächtigt, seiner 84-jährigen Großmutter 5 Mark aus der Kommode gestohlen zu haben. Das Kind, in dessen Besitz kein Geld gefunden werden kann, beteuert seine Unschuld, selbst als ihm mit Strafe und Einschalten der Polizei gedroht wird.

 

Am Abend dann soll die ältere Schwester Feuerholz aus dem Stall holen. Sie findet ihren Bruder erhängt vor, „mit den Füßen den Boden berührend.“

 

Ob der Bedauernswerte aus Furcht vor Strafe den Tod gesucht hat oder ob der Verdacht einen Unschuldigen getroffen hat, ist noch nicht erwiesen.“

Foto zur Meldung: Schmalensee früher – Kindsselbstmord in Stolpe
Foto: Schmalensee früher – Kindsselbstmord in Stolpe

Fertig für das große Aufräumen – Dorfputz am 17. März 2018

(04.03.2018)

Am 17. März ist es wieder so weit. Der Dorfputz steht auf dem Plan von Gemeinde sowie Verschönerungs- und Vogelschießerverein. Um 11 Uhr treffen sich hoffentlich viele Freiwillige Helfer – große und kleine – auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus. Eine Vereinsmitgliedschaft ist absolut nicht erforderlich, um an der landesweiten Aktion „Saubere Landschaft“ teilzunehmen!

 

Landwirte werden Treckergespanne bereitstellen, die für den Transport der Gruppen in Abschnitte der Schmalenseer Feldmark sorgen. Dort wird all der achtlos weggeworfene Müll eingesammelt, den der Schnee bis dahin sicher freigegeben hat. Groß ist die Hoffnung, dass es keine Ansammlung bewusst in der Natur verklappter Hausabfälle oder Baureste zu finden gibt.

 

Egal wie viel Müll die Gruppen auch finden, nach getaner Arbeit erwartet alle ein schmackhafter Imbiss. Mitmachen lohnt sich also gleich dreifach: Saubere Umwelt, Freude an der Gemeinschaft und ein leckeres gemeinsames Essen. Schmalenseer- macht mit!

Foto zur Meldung: Fertig für das große Aufräumen – Dorfputz am 17. März 2018
Foto: Dorfputz 2017 - Ausbeute

Wie soll geehrt werden? - AG der Gemeinde offen für Freiwillige

(04.03.2018)

Die Möglichkeiten der Gemeinde Schmalensee, verdiente Bürgerinnen und Bürger zu ehren, sind in Richtlinien reglementiert. Aber reichen die vorhandenen Möglichkeiten aus, ehrenamtlichen Einsatz für das Dorf zu würdigen? Braucht es weitere Ehrungsformen?

 

Nach Beschluss der Gemeindevertretung haben sich vier Mitglieder des Gremiums bereiterklärt, den Kern einer Arbeitsgruppe zu bilden, die der Fragestellung nachgeht. Bürgermeister Sönke Siebke, Susan Buchholz, Wilfried Kroll und Christian Detlof haben ein erstes Treffen anberaumt und hoffen, dass sie noch Verstärkung bekommen.

 

Termin: Mittwoch, 14. März 2018, 20 Uhr im Gasthof Voß.

 

Vertreter örtlicher Vereine aber generell alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, ihre Ideen und Anregungen in die AG einzubringen hinsichtlich geeigneter Ehrungsformen. Welche es bis jetzt gibt, verraten die Richtlinien von 2005.

 

[Ehrungsrichtlinien Schmalensee von 2005]

Foto zur Meldung: Wie soll geehrt werden? - AG der Gemeinde offen für Freiwillige
Foto: Sönke Jens und Dirk Griese mit kleinem und großem Ehrenteller

Der Winter hat Schmalensee weiter im Griff – und regt zur fotografischen Kreativität an

(02.03.2018)

Auf dem Schmalensee liegt seit Tagen eine Schneeschicht. Und nun, da sich über einen längeren Zeitraum knackige Temperaturen unter null Grad gehalten haben, wagen sich auch die Schlittschuhläufer auf das Eis, das sie im Bereich der Badestelle vom Schnee befreit haben.

 

Eis und Schnee in Kombination mit einer angenehmen Wintersonne regen an. Nicht nur die vielen Spaziergänger, die ihren Weg am Seeufer entlang einschlagen. Auch nicht allein die kleinen und großen Schlittschuhläufer. Auch die Fotografen entdecken ihre Motive – und senden diese an das Homepage-Team.

 

Zum Monatswechsel hat sich Ute Mühlenberg auf die Pirsch begeben und ein paar Postkarten-Motive entdeckt und festgehalten, die wir wiederum der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen. Bilder vom Schlittschuhlaufen ergänzen die Sammlung.

 

Schmalenseer und Gäste: Fühlt Euch gern aufgefordert, Eure schönen Aufnahmen hier präsentieren zu lassen, damit wir alle etwas davon haben.

Foto zur Meldung: Der Winter hat Schmalensee weiter im Griff – und regt zur fotografischen Kreativität an
Foto: Schlittschuhläufer am 1. März 2018 - Foto Frank Mühlenberg

Schmalensee früher – Schlimmer Arbeitsunfall in der Nachbarschaft

(28.02.2018)

Am 28. Februar 1880, vor 130 Jahren, kommt es im benachbarten Perdoel zu einem schlimmen Arbeitsunfall: Der Arbeiter Karl Hartwig gerät mit der Hand zwischen die Kammräder einer von acht Pferden angetriebenen Dreschmaschine.

 

Die Hand wird komplett vom Arm getrennt und der Arzt aus Wankendorf sieht sich zur Amputation des ganzen Armes gezwungen. Für Hartwig eine schlimme Nachricht, denn er hat seine Frau und drei Kinder zu ernähren.

Foto zur Meldung: Schmalensee früher – Schlimmer Arbeitsunfall in der Nachbarschaft
Foto: Schmalensee früher – Schlimmer Arbeitsunfall in der Nachbarschaft

Schmalensee früher – Gründung einer Jungbauernschaft in Schmalensee

(26.02.2018)

Am 26. Februar 1928, vor 90 Jahren, wird im heutigen Bad Segeberg eine Jungbauernschaft des Kreises Segeberg gegründet. Auf Initiative des Schleswig-Holsteinischen Bauernvereins kommen dazu zahlreiche Jungbauern ins Kreisbauernhaus.

 

Der Vorsitzende der Kreisgruppe des Bauernvereins, Rickers aus Kükels, und andere Redner führen aus, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft keine guten Zeiten für die Landwirtschaft waren und seien. Nur durch frühzeitiges Heranführen an die großen Aufgaben von morgen könne geeigneter Führernachwuchs der Landwirtschaft hervorgebracht werden.

 

Ad hoc treten zahlreiche Anwesende bei, es werden 51 Ortsgruppen gebildet. Die Schmalenseer Ortsgruppe führt als Vertrauensmann Ernst Saggau. Eine seiner Aufgaben ist das Gewinnen weiterer Mitglieder vor Ort – nicht nur unter Jungbauern, sondern auch unter weiteren am Wohle der Landwirtschaft Interessierten.

 

Willy Siebke, Vorstandsmitglied des Bauernvereins aus Schmalensee, appelliert an die Jungbauern, sich auch in gemeinnütziger Weise zu engagieren, zum Beispiel in der Freiwilligen Feuerwehr oder als Förderer der Vaterländischen Frauenvereine.

Foto zur Meldung: Schmalensee früher – Gründung einer Jungbauernschaft in Schmalensee
Foto: Schmalensee früher – Gründung einer Jungbauernschaft in Schmalensee

Informationsveranstaltung der Gemeinde Schmalensee am 7. März 2018

(23.02.2018)

Der Bebauungsplan Nr. 5 der Gemeinde Schmalensee für das Gebiet „südlich Belauer Straße, Haus Nr. 41, 41a – 41f“ beschäftigt die gemeindlichen Gremien. U.a. hat die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 25.07.2017 beschlossen, eine erste Änderung am Bebauungsplan Nr. 5 aufzustellen.

 

Ziele und Zwecke der Planung sollen in einer Informationsveranstaltung am 7. März 2018, um 19 Uhr, im Gemeindesaal (Dorfstraße 13) im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung vorgestellt und erörtert werden.

 

Alle Interessierten sind eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Die Öffentlichkeit hat Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung.

 

Im Anschluss an diese Informationsveranstaltung findet um frühestens 19.30 Uhr die 23. Sitzung der Gemeindevertretung statt. Auch in dieser ist der Bebauungsplan Nr. 5 Thema.

Foto zur Meldung: Informationsveranstaltung der Gemeinde Schmalensee am 7. März 2018
Foto: Informationsveranstaltung der Gemeinde Schmalensee am 7. März 2018

Schmalensee früher – Konstituierung des Schulverbandes Bornhöved

(23.02.2018)

Am 23. Februar 1968, vor 50 Jahren, konstituiert sich im Beisein von Landrat Schwerin von Krosigk der Schulverband Bornhöved. Die Mitglieder des Schulverbandsausschusses aus den Gemeinden Schmalensee, Damsdorf, Tensfeld und Bornhöved verabschieden eine Verbandssatzung und wählen Tensfelds Hauptlehrer und Gemeindevertreter Theo Graulich zum Verbandsvorsteher.

 

Der Landrat fordert dazu auf, die Einrichtung der Dörfergemeinschaftsschule in Bornhöved nun zügig voranzutreiben. Da durch die bereits im Aufbau befindliche Realschule zehn Klassenräume im alten Schultrakt frei würden, stehen keine Raumprobleme der Umsetzung im Wege.

 

Dennoch gibt es vereinzelt Einwände, so von Schmalensees Gemeindevertreter Gerhard Cuwie, der im Namen des Elternbeirates darum ersucht, die Klassenstufen 1 bis 4 weiterhin in Schmalensee zu unterrichten, um den Grundschülern die Busfahrt zu ersparen. Dieser Forderung wird noch für eine Übergangszeit entsprochen.

Foto zur Meldung: Schmalensee früher – Konstituierung des Schulverbandes Bornhöved
Foto: Schmalensee früher – Konstituierung des Schulverbandes Bornhöved

Vor 50 Jahren - Wassermangel für die Feuerwehr – Löschen mit Jauche

(22.02.2018)

Ein wahres Großaufgebot an Feuerwehrkräften rückt am frühen Nachmittag des 22. Februar 1968 nach dem Schmalenseerfeld aus. Dort hat ein zündelndes Kind des Bauern Peter Herbst einen Stall- und Scheunenbrand ausgelöst. Zwölf Rinder und 21 Schweine kommen in den Flammen um, das Wirtschaftsgebäude brennt bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden beträgt geschätzte 60.000 DM.

 

Vorrangiges Ziel der Einsatzkräfte ist die Rettung des Wohngebäudes. Kein leichtes Unterfangen, denn die nächste Wasserstelle ist ein über 600 Meter weit entfernt liegender Tümpel. Der nächste Löschteich befindet sich zwei Kilometer entfernt in Tarbek.

 

Unter der Führung des stellvertretenden Schmalenseer Wehrführers Helmut Nagel bekämpfen die Freiwilligen Feuerwehren aus Schmalensee, Tarbek, Bornhöved, Trappenkamp, Schönböken, Ruhwinkel und Belau sowie ein Tankwagen der Berufsfeuerwehr Neumünster das Feuer.

 

Doch bis genügend Wasser an der Brandstelle verfügbar ist, muss improvisiert werden: „Erste Rettungsarbeiten mit Jauche und Trockenlöscher“, notiert Nagel im Einsatzbericht. Später liefern, bis zum Aufbau der Schlauchleitung, das Tanklöschfahrzeug und sechs von Traktoren gezogene, mit Wasser gefüllte Jauchewagen Wasser. Das Dach des Wohngebäudes wird mit Jauche getränkten Säcken gegen Funkenflug gesichert.

 

Ironie des Schicksals: Amtswehrführer Koch hatte für das Frühjahr eine Übung auf dem Schmalenseerfeld geplant, um wegen der bekannten Wasserknappheit schnelle Wege einzulaufen.

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Foto: Löscharbeiten beim Bauern Herbst

Schmalensee früher – 14.880 Eier sind zu sammeln

(22.02.2018)

Am 22. Februar 1918, vor 100 Jahren, veröffentlicht das Segeberger Kreis- und Tageblatt für die Dörfer des Kreises Segeberg nicht unbedeutende Zahlen: Der Kreisausschuss hat festgelegt, wie viele Hühnereier im Zeitraum Februar 1918 bis Februar 1919 abzuliefern sind. Schmalensee hat im besagten Zeitraum 14.880 Eier aufzubringen.

 

Es handelt sich um eine Maßnahme der kriegsbedingten Zwangswirtschaft. Nicht nur bei Eiern, auch für andere Erzeugnisse und Produkte gibt es Abgabepflichten, u.a. um eine Versorgung der Bevölkerung in den Städten sicherzustellen. Im vierten Kriegsjahr herrscht Lebensmittelknappheit. Auch müssen die Truppen an den Fronten versorgt werden.

 

Schmalensee bildet in Sachen Eierabgabe mit den Gemeinden Bornhöved und Tensfeld den 57. Sammelbezirk. Die darin liegende anerkannte Eiersammelstelle betreibt der Bornhöveder Kaufmann Bolln.

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Foto: Schmalensee früher – 14.880 Eier sind zu sammeln

Vor 120 Jahren: Der Landmann Eduard Stegelmann im Unglück

(17.02.2018)

In der Nacht zum 17. Februar 1898, vor 120 Jahren, kommt es zu einem regelrechten Überfall auf den Landmann Eduard Stegelmann und seine Schwester.

 

Als „frechen Besuch“ bezeichnet der Berichterstatter im Segeberger Kreis- und Wochenblatt, was sich im Hause Stegelmann zugetragen hat: Zwei „Kerle“ versuchen, in das Haus Stegelmanns einzudringen. Stegelmanns Schwester hört verdächtige Geräusche im Garten, will nachsehen und öffnet die Hintertür. Sogleich wird ihr ein Knüppel auf den Kopf geschlagen. Durch ihren Schrei alarmiert, eilt Stegelmann herbei. Im Handgemenge erhält auch er Schläge, die Einbrecher aber ergreifen ohne Beute die Flucht. Da sie ihre Hüte zurücklassen, stellt Gendarm Osthus eifrige Nachforschungen an – jedoch ohne Erfolg.

 

Eduard Stegelmann hat in Summe eine traurige Geschichte. Laut Göttsch-Chronik ist das Haus des Eduard Stegelmann an der Stelle der 1948 als „Kätnerstelle 18“ bezeichneten Adresse zu finden, heute Dorfstraße 5. Die ehemalige Abschiedskate des Jürgen Jäger, erstmals erwähnt 1770, gelangt im Jahr 1775 in den Besitz der Instenfamilie Stegelmann. Mehrere Generationen vermehren den zum Grundstück zugehörigen Besitz, so dass Eduard Stegelmann bei Übernahme 1897 eine 58 Tonnen umfassende Landstelle hat.

 

Dorfchronist Göttsch, als Lehrer gegenüber im Schulhaus lebender Zeitgenosse, geht hart mit Eduard Stegelmann ins Gericht: „... löst sich mehr und mehr von der Scholle, betreibt Handel mit Pferden und Vieh und allen möglichen Dingen und ist doch dieser Aufgabe nicht gewachsen. Er geht den Krebsgang. Bei ihm wird das Wort wahr: 'Op'n Erwarver folgt 'n Verdarver“. Denn, was Väter durch Fleiß und Sparsamkeit erworben hatten, ging durch ihn schnell zu Grunde.“

 

1903 verkauft Eduard Stegelmann an Parzellanten, die den Besitz mit einem Johann Kröhnke von der Brandsmühle bei Blunk tauschen. Doch reibungslos geschieht der Einzug Kröhnkes nicht, wie eine Pressemeldung verrät: Am 1. Februar 1904 trifft die Familie Kröhnke mit mehreren beladenen Wagen ein, um die Stegelmann’sche Hofstelle zu übernehmen. Doch Eduard Stegelmann ist noch da. Die Parzellanten haben ihn noch nicht ausgezahlt und so hält er das Haus weiter besetzt. Zwar tun ihm die Kröhnkes leid, er lässt ihnen sogar Essen und Trinken bringen, doch beharrt er auf seinem Recht. Die Familie Kröhnke reist deshalb für eine Nacht nach Tarbek, wo sie bei Bekannten unterkommt. Am nächsten Tag ist die Sache bereinigt und die Übergabe kann vollzogen werden.

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Foto: Dorfstraße 5 - das Haus mit teilweise vom Trafoturm verdecktem Giebel - Ausschnitt einer alten Ansichtskarte

Passend zu Olympia: Schlittschuhlaufen auf dem Schmalensee

(12.02.2018)

Das Wochenende hatte es in sich. War es schon bis Freitag knackekalt gewesen, kam am Samstag, 10. Februar, die Sonne raus. Der Schmalensee-Verteiler konnte vermelden, dass das Eis des Schmalensee mindestens bis zur Nichtschwimmergrenze mit Schlittschuhen befahrbar war – und das wurde vor allem von den Kindern in die Tat umgesetzt.

 

Allerdings wurde es den Eiskünstläuferinnen und Hockey-Freunden nicht leicht gemacht: Viele hatten am Samstag einen wichtigen Termin in der Sporthalle, wo die Sportabzeichen übergeben werden sollten. Und am Sonntag stand der Kinderfasching auf dem Programm! Zudem hatten wir am Sonntagmorgen Schnee. Für Eishockey blieb da eigentlich nur eines übrig: Erst mal Schnee schieben...

Foto zur Meldung: Passend zu Olympia: Schlittschuhlaufen auf dem Schmalensee
Foto: Eiskunstlauf - fast wie bei Olympia

Schmalensee früher – Reiterverein präsentiert Militärmusik im Gasthof Voß

(08.02.2018)

Am 11. Februar 1958, vor 60 Jahren, berichtet die Segeberger Zeitung von einem Konzert, das der Reiterverein Bornhöved und Umgebung auf dem Saal des Gasthofs Voß veranstaltet hat.

 

Amtsvorsteher Johannes Rauert, der Vorsitzender des RV Bornhöved ist, heißt die „hunderte von Besuchern“ willkommen. Für die Musik sorgt die Kapelle des VdS, des Vereins deutscher Soldaten, aus Lüneburg. Entsprechend fällt das musikalische Programm aus, das laut Schilderung das Publikum begeistert: Konzertstücke und Marschmusik gipfeln schließlich in Fanfarenmärschen und einem „Großen Zapfenstreich“.

 

Anmerkungen: Der Reiterverein Bornhöved und Umgebung kann 1958 auf sein 38-jähriges Bestehen blicken. Zu Schmalensee besteht ein besonderes Verhältnis, denn Schmalenseer waren am 24.04.1921 an der Gründung maßgeblich beteiligt. Allen voran Hugo Saggau, der damals stellvertretender Vorsitzender wurde. Im selben Jahr wurde Otto Saggau Kassierer.

 

Begnadete Reiter waren in den Anfangsjahren Hellmut Saggau und Heinrich Harder. Hellmut und sein Vater Ludwig Saggau waren zudem sehr erfolgreiche Gespannfahrer. Die Reitlehrer Willy Siebke und Otto Schlätel, beide aus Schmalensee, sorgen im Verein für schnelle Erfolge und somit für große Bekanntheit auf den Turnierplätzen im Norden.

 

Johannes (Hans) Rauert übrigens, war 1921 auch der Gründungsvorsitzende des Vereins, der am 26.06.1934 formal aufgelöst und der Reiter-SA eingegliedert wurde. Die Reiter-Standarte 13 umfasste das Gebiet der Landkreise Pinneberg und Segeberg. Die Wiedergründung RV Bornhöved erfolgte im Sommer 1948, erneut mit Johannes Rauert an der Spitze. Erst 1967 wechselte der Vorsitz zu Dieter Hopp.

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Foto: Schmalensee früher – Reiterverein präsentiert Militärmusik im Gasthof Voß

Kommt nach dem Bürgerbus die Mitfahrbank? - Ergebnisse aus dem Planungsausschuss

(07.02.2018)

Eine vermeintlich kurze Tagesordnung für die Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten am 6. Februar entpuppte sich als durchaus gehaltvoll. Der Ausschussvorsitzende Rüdeger Cuwie und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter hatten Themen aus fast allen Fachbereichen abzuarbeiten.

 

Einen Haken konnte das Gremium hinter die Umrüstung der Sporthalle auf LED-Beleuchtung setzen. Der SV Schmalensee hatte in einer Nachricht an den Ausschuss seine große Zufriedenheit mit der neuen Hallenbeleuchtung mitgeteilt, die nun heller und energieeffizienter ist und zudem dank Wärme-/Bewegungsmelder sich von allein ein- und ausschaltet. „Licht ausmachen vergessen gibt es nicht mehr“, ließ der SVS-Vorsitzende Henning Pape wissen.

 

Beschlossen wurde – nach langer und intensiver Debatte, Modifizierungen am Bebauungsplan für den Bereich Belauer Straße 41 vorzunehmen. Sorge bereitet schon seit vielen Jahren das Tempo, mit dem Autofahrer ins Dorf einfahren. Nachdem der Kreis Segeberg in der Belauer Straße bereits von sich aus eine Tempo 30-Zone eingerichtet hat, sollen Schilder für die weiteren Einfallstraßen (mit Ausnahme des nur kurzen Stücks an der Stockseer Straße) beschafft werden, die zum freiwilligen Reduzieren der Geschwindigkeit auffordern. Die Ladestation für Elektrofahrzeuge am Feuerwehrgerätehaus soll gekennzeichnet werden und an zwei landwirtschaftlichen Wegen sind dringend Unterhaltungsmaßnahmen durchzuführen, wobei Bürgermeister Sönke Siebke auch die Verursacher von Schäden mit in die (finanzielle) Verantwortung nehmen wird. Außerdem muss im Sportlerheim, nachdem dort aus der Kindergarten ähnlichen Einrichtung eine Kita-Außenstelle geworden ist, im Sanitärbereich nachgelegt werden, was nun schnellstmöglich angeschoben werden soll.

 

Während 2017 in Schmalensee der Versuch unternommen wurde, einen Bürgerbus zu etablieren, reifte auf Kreisebene schon seit einem Jahr der Plan zur Installierung eines Mitfahrnetzes, um die Mobilität im ländlichen Raum zu heben. Das Mitfahrnetz soll ermöglichen, dass Menschen sich geplant und/oder spontan gegenseitig im Auto mitnehmen können. Im Internet unter www.mitfahrnetz-se.de oder unter der kostenlosen Telefon-Hotline 04551/951555 können Fahrten angeboten oder angefragt werden. In den Dörfern sollen nach Möglichkeit geeignete Treffpunkte eingerichtet werden – mit Haltestellenschild und Sitzbank. Für eine solche „Mitfahrbank“ soll sich die Gemeinde laut Beschluss des Ausschusses bewerben – sofern sie kostenlos zu bekommen ist. Gibt es eine Zusage, wird ein Aufstellort gefunden.

 

Alle Beschlüsse des Gremiums sind noch nicht bindend – sie sind Empfehlungen an die Gemeindevertretung, deren nächste Sitzung auf Mittwoch, den 7. März (19.30 Uhr Beginn) terminiert ist.

 

Foto zur Meldung: Kommt nach dem Bürgerbus die Mitfahrbank? - Ergebnisse aus dem Planungsausschuss
Foto: Kommt nach dem Bürgerbus die Mitfahrbank? - Ergebnisse aus dem Planungsausschuss

Schmalensee früher – 1968 ein Jahr des Umbruchs für die Dörfer

(07.02.2018)

Am 7. Februar 1968, vor 50 Jahren, berichtet die Segeberger Zeitung vom „Jahr des Umbruchs“ im Amt Bornhöved:

 

Die Gemeinden lösen ihre „Schreibstuben“ auf und übertragen ihre Aufgaben an die in Bornhöved beheimatete Amtsverwaltung.

 

Außerdem wird für die entstehende Dörfergemeinschaftsschule ein Schulverband gebildet, was eine Auflösung der Volksschulen nach sich ziehen wird.

 

Damit verlieren alle Dörfer – freiwillig und, im Fall des Schulverbands nach intensiver Debatte – ein großes Stück ihrer bis in die Zeit der dänischen Herrschaft zurückreichenden Eigenständigkeit. Aber sie folgen dem Zeitgeist und bis heute existierenden die übernommenen Strukturen weiter. An der einen oder anderen Stelle nicht reibungsfrei, aber insgesamt erfolgreich und zukunftsorientiert.

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Foto: Schmalensee früher – 1968 ein Jahr des Umbruchs für die Dörfer

Schmalensee früher – Erneuter Aufruf zum Boykott von Juden

(05.02.2018)

Am 5. Februar 1938, vor 80 Jahren, lautet eine Überschrift im Segeberger Kreis- und Tageblatt „Kauft nicht bei Juden“.

 

Offenbar, so der Beitrag, haben die Umsatzzahlen jüdischer Geschäfte im Norden gezeigt, dass es noch nicht Allgemeingut ist, nur in „deutschen“ Geschäften einzukaufen. Insbesondere Hausfrauen sei die offizielle Haltung noch nicht hinreichend bewusst.

 

Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst droht sogar strafrechtliche Verfolgung, sollten sie Vergehen ihrer Ehefrauen weiter dulden.

 

Insgesamt bringt der Beitrag zum Ausdruck, dass es offenbar nötig sei, mehr „Deutschbewusstsein“ in die Schleswig-Holsteiner zu tragen.

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Foto: Schmalensee früher – Erneuter Aufruf zum Boykott von Juden

Vor 125 Jahren - Verschüttet in der Tarbeker Mergelgrube

(23.01.2018)

Ein Unglück im benachbarten Tarbek sorgt für Aufsehen. Dort wird am Montag, 23. Januar 1893, ein aus Ostpreußen stammender Knecht beim Mergelfahren lebendig verschüttet und stirbt.

 

Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt gibt am 28.01.1893 die Schilderungen der Augenzeugen wieder. Demnach war man „mit dem Abteilen der Mergelschichten beschäftigt und nachdem ein großer Block losgearbeitet war und auf den Zuruf 'Nu kommt's!' die in der Grube Arbeiteten zurücktraten, lief der Ostpreuße direct in die Gefahr hinein. Die hinabstürzende Erdmasse befiel ihn und nachdem raschmöglichst dieselbe hinweggeräumt hatte, fand man, daß der Verschüttete bereits sein Leben ausgehaucht hatte.“ Weiter wird erwähnt, dass es sich bereits um den dritten Todesfall dieser Art in jener Grube handelte.

 

Zur Erklärung: Mergel galt in früheren Zeiten als probates Mittel, die Qualität der Böden, insbesondere im Bereich früherer Moore zu steigern, weil der darin enthaltene Kalk eine Entsäuerung bewirkte. In der Tarbeker Gegend war sicherlich der Tongehalt höher als der des Kalk, weshalb man hier von Tonmergel sprechen kann. Und: In Tarbek existierten seit 1731 bis zu drei Ziegeleien, in denen Ton zur Herstellung von Ziegelsteinen verwendet wurde.

 

Die größere Ziegelei war auf Geheiß des Amte Plön errichtet worden und kam später zum Tarbeker Hof. Ende der 1920er Jahre wurde der Betrieb eingestellt. Danach erscheinen auch keine Werbeanzeigen für die Produkte des Betriebs im Segeberger Kreis- und Tageblatt mehr. Der Ton wurde in Tarbek an mindestens drei Stellen abgebaut. Es ist anzunehmen, dass an diesen Stellen auch der Mergel gewonnen wurde, quasi als Nebenprodukt. Auf welcher Hofstelle der Gestorbene tätig gewesen war, ob er vielleicht in einem der Nachbardörfer angestellt war, ist der Berichterstattung leider nicht zu entnehmen. Wie Ton und Mergel seinerzeit abgebaut worden sind, zeigt eine Aufnahme unbekannten Datums aus dem Nachlass von Walter Behrend aus Schmalensee. Allerdings soll es sich dabei um die Grube der Ascheberger Ziegelei handeln.

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Foto: Tongrube Ascheberg - unbekanntes Datum

Michael Stock gestorben – Abschied von einem Allrounder

(22.01.2018)

Er hat im Vereinswesen mitgemischt, sich politisch engagiert und den blauen Rock der Feuerwehr getragen – am 18. Januar ist der frühere Gemeindevertreter Michael Stock nach schwerer Krankheit für immer eingeschlafen.

 

Stocki“, wie er von allen genannt wurde, verließ Schmalensee 1999 und ließ sich in Holtsee nieder. Den Kontakt zu alten Freunden ließ er nie ruhen, u.a. war er Teil einer Skatrunde, in die sein Tod eine Lücke reißt.

 

Nach Umzug nach Schmalensee begann Michael Stock schon bald, sich im Ort umfangreich zu engagieren. Er wurde Mitglied und Kassenprüfer im Sportverein und mischte im Förderverein Umgehungsstraße Schmalensee (FUS) mit. In der Freiwilligen Feuerwehr verdiente er sich durch Lehrgänge die Sterne zum Hauptfeuerwehrmann, wirkte emsig im Festausschuss und wurde Funkwart auf Amtsebene.

 

Im CDU-Ortsverband Schmalensee wurde Michael Stock 1994 Beisitzer und 1997 Ortsvorsitzender. Ebenfalls 1994 wurde er Gemeindevertreter. Als solcher wirkte er in mehreren Ausschüssen, u.a. als Vorsitzender des Ausschusses für Senioren, Jugend und Sport. Als solcher war er, nachdem mehrere Anfragen das Gremium erreicht hatten, Initiator des Seniorenclubs, der sich regelmäßig im Feuerwehrgerätehaus treffen sollte.

 

Kurios verlief die Übernahme des Vorsitzes im seinerzeit noch Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein Schmalensee genannten Verschönerungs- und Vogelschießerverein im Jahr 1992: Die Jahreshauptversammlung musste einen Nachfolger für die aus dem Amt scheidende Vorsitzende Waltraud Detlof finden. Nachdem der zum Wahlleiter bestimmte Gerhard Cuwie keinen Vorschlag aus der Versammlung erhalten hatte, wurde Michael Stock vorgeschlagen, der aber krankheitsbedingt abwesend war und nun dem Wahlleiter telefonisch bestätigen musste, die Wahl annehmen zu wollen.

 

Ob Dorfquiz, Strandfeste, Spiele ohne Grenzen, Feuerwehrdienste, Streit und Konsens in der Gemeindevertretung – Michael Stock hat sich intensiv in das Dorfleben Schmalensees eingebracht und über seinen Wegzug hinaus Freundschaften unterhalten. Die Gemeinde gedenkt seiner und fühlt mit allen, die ihm verbunden waren.

Foto zur Meldung: Michael Stock gestorben – Abschied von einem Allrounder
Foto: Michael Stock 1996 bei der Einweihung des Feuerwehrgerätehauses

Vorträge zu Lebensraum und Weltanschauung – Arbeitstagung der NSDAP in Damsdorf

(16.01.2018)

Hinweis: Die an dieser Stelle aufgeführten Inhalte entsprechen der Berichterstattung des Segeberger Kreis- und Tageblatts im Januar 1938 und spiegeln in keinster Weise die Ansichten der Homepage-Redaktion wieder. Das Thema dient der historisch-politischen Bildung heutiger Generationen, denen bewusstgemacht werden soll, dass auch im jetzigen Amt Bornhöved und dessen Gemeinden wie Schmalensee der Nationalsozialismus mit seinen ideologischen Zielvorstellungen durchaus gegenwärtig war. Christian Detlof

 

Am 16. Januar 1938, vor 80 Jahren, fand beim Wirt Christiansen in Damsdorf eine Schulungsveranstaltung der NSDAP für die so genannte Bereitschaft der Ortsgruppe Bornhöved statt. Zur Teilnahme waren auch alle politischen Leiter aufgefordert, also die Führer verschiedener Gliederungen wie Hitlerjugend, Reichsnährstand (Ortsbauernführer) etc. aus dem Einzugsbereich der Ortsgruppe.

 

Der Leiter der NSDAP-Ortsgruppe Stocksee/Damsdorf, Parteigenosse (Pg.) Jürgensen hatte die Leitung der Veranstaltung. Gastredner war Pg. Velbinger aus Bad Segeberg, der über „Weltanschauung und politische Tagesfragen“ vortrug und zum Ausdruck brachte, dass in Deutschland die 1933 eingeleitete Bildung der „Volksgemeinschaft, die keine Konfessionen kennt“, noch nicht abgeschlossen sei. Zu viele Volksgenossen hätten die Zeit der Unsicherheit und Arbeitslosigkeit vor der „Machtergreifung“ vergessen. Die Demokratien seien die Stützpunkte des Bolschewismus und es gebe in Deutschland „weltanschaulich noch viel zu regeln.“

 

Begeisterung erntete der anschließend sprechende Landesorganisationsleiter des VDA, des Vereins für das Deutschtum im Ausland, von Moltke. Unter Bezug auf den Punkt 1 des Programms der NSDAP – „Wir fordern den Zusammenschluss aller Deutschen aufgrund des Selbstbestimmungsrechts der Völker zu einem Großdeutschland“ – verwies der Redner auf die „30 Millionen Auslandsdeutschen“ und die „Erhaltung des deutschen Menschen und seines Lebensraums […] Dieser Kampf um das Volksdeutschtum muss stark und straff geführt werden.“

Foto zur Meldung: Vorträge zu Lebensraum und Weltanschauung – Arbeitstagung der NSDAP in Damsdorf
Foto: Vorträge zu Lebensraum und Weltanschauung – Arbeitstagung der NSDAP in Damsdorf

Wer verkleidet sich am schönsten? - Preismaskerade bei Meta Voß

(15.01.2018)

Am 15. Januar 1938, vor 80 Jahren, veranstaltet Wirtin Meta Voß in ihrem Gasthof eine Preismaskerade. Der Anreiz, sich besonders herauszuputzen: „Die ersten drei Masken haben freien Eintritt.“ - Doch nicht um frühes Erscheinen geht es dabei, sondern um die Bewertung der Kostüme, die bei Veranstaltungen dieser Art meist für Einzelpersonen und Gruppen abgegeben wurden.

 

Nicht unüblich in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts sind die überall in den holsteinischen Gasthöfen abgehaltenen Preismaskeraden oder auch „Kappenfeste“, in deren Tradition heute in Schmalensee am ehesten der Kinderfasching steht, ausgerichtet vom Verschönerungs- und Vogelschießerverein.

 

Geselligkeit in der Dorfgemeinschaft war Trumpf in früheren Tagen, was die Vielzahl von Bällen unterstreicht, die über die Jahre verteilt im Gasthof stattfanden und die sich auch die Preismaskerade einreiht.

Foto zur Meldung: Wer verkleidet sich am schönsten? - Preismaskerade bei Meta Voß
Foto: Wer verkleidet sich am schönsten? - Preismaskerade bei Meta Voß

Die 2 ist eigentlich die 1 – Leichte Verwirrung um den Blickpunkt

(11.01.2018)

Welches Emoji soll der eifrige Smartphone-Nutzer da anwenden? Das lachende, das erstaunt-verwirrte oder gar das weinende? Das Homepage-Team hat sich für den Lacher entschieden, als es heute die aktuelle Ausgabe des Blickpunkt, unseres amtlichen Mitteilungsblattes, auf die Gemeinde-Homepage stellte. Anlass: Die erste Ausgabe des Jahres 2018 ist die Nummer 2.... Wie geht das denn?

 

Die Erklärung ist: Die Nummer 1-2018 wäre die Ausgabe der ersten Kalenderwoche mit Erscheinungstag 4. Januar gewesen. Wegen der Betriebsferien des khm-Verlags erschien in dieser Woche aber gar kein Blickpunkt. Nun, in Kalenderwoche Numero Zwo also kam die eigentliche Nummer Eins – die aber, um sie einer Erscheinungs- bzw. Kalenderwoche zuordnen zu können, die Ausgabe 2-2018 ist.

 

Alles klar?

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Foto: Die 2 ist eigentlich die 1 – Leichte Verwirrung um den Blickpunkt

Vertretung gesucht – Stellenausschreibung der Gemeinde Schmalensee

(11.01.2018)

 

Mit Volker Kay hat die Gemeinde Schmalensee seit über zehn Jahren einen Gemeindearbeiter. Aber freilich kann auch dieser mal krank werden oder in den Urlaub gehen. Für solche Fälle – und zur eventuellen Verstärkung in besonderen Situationen, etwa bei gravierenden Schäden an der Vakuumentwässerungsanlage – bedarf es eines Vertreters oder einer Vertreterin.

 

Mit Schreiben vom 5. Januar 2018 sucht die Gemeinde Schmalensee nach entsprechenden Bewerberinnen und Bewerbern. Die Stellenausschreibung ist dieser Meldung beigefügt.

 

Wer Interesse an dieser Tätigkeit hat, richte seine Bewerbung bitte schriftlich mit aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis zum 02. Februar 2018 an das Amt Bornhöved/ Personalabteilung , Am Markt 3, 24610 Trappenkamp.

 

Wer sich im Vorwege näher über Aufgaben und Konditionen informieren möchte, erreicht Bürgermeister Sönke Siebke unter der Telefonnummer 0172 / 4378209.

[Stellenausschreibung]

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Foto: Sönke Siebke (rechts) und Volker Kay mit dem brandneuen Kommunaltraktor

Vor 120 Jahren - Bauer Heinrich Stegelmann in Sorge

(10.01.2018)

Der Januar 1898 ist für den Bauern Claus Heinrich Stegelmann nicht der beste. Gleich zwei Ereignisse treiben dem Hofbesitzer Sorgenfalten auf die Stirn. Überliefert sind sie im Segeberger Kreis- und Wochenblatt.

 

Am 10. Januar vor 120 Jahren stürzt ein Knecht des Hufners Stegelmann von einem jungen Pferd und bricht sich dabei ein Bein. Die Arbeit des Knechts muss nun freilich auf andere Schultern mit verteilt werden.

 

Noch größere Sorgen kommen auf, als am Abend des 14. Januar 1898 eine unbekannte Person auf der Hauskoppel Stegelmanns mehrfach versucht, einen Korn- und Strohdiemen in Brand zu setzen. Der Spitzbube scheitert bei dem Versuch, das offenbar nasse Stroh zu entzünden. Als sich mehrere Knechte dem Diemen nähern, entkommt die Person in der Dunkelheit.

 

 

Randbemerkungen: Hufner Claus Heinrich Stegelmann (bei vielen Schmalenseern wird der zweite Vorname als Rufname gebraucht, daher wird er in allen Quellen Heinrich genannt) ist auf einer der wenigen Fotografien zu sehen, die Lehrer Heinrich Göttsch in seine 1948 veröffentlichte Dorfchronik hat aufnehmen können. Das Bild zeigt vier Generationen Stegelmanns: Den Altbauern (Claus) Heinrich, geboren am 25.08.1845, seinen Sohn Ernst Stegelmann (22.11.1882), den Enkel Erich Stegelmann (21.10.1908) und Urenkel Jürgen Stegelmann (03.07.1934), der später Gemeindewehrführer in Schmalensee werden sollte. Vom 1934 bis 1938 lebten diese Vier gleichzeitig auf der Hofstelle, ehe Heinrich das Zeitliche segnete.

[Download]

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Foto: Hof Stegelmann 1960

Schmalensee früher – Viehzählung in Schmalensee

(10.01.2018)

Vom 10. Januar 1883, vor 135 Jahren, berichtete das Segeberger Kreis- und Wochenblatt, dass im Kreis Segeberg eine Viehzählung durchgeführt worden war. In Schmalensee, damals zugehörig zur Kirchspielvogtei Segeberg, hatte man 70 Pferde, 264 Rinder, 64 Schafe, 127 Schweine, 37 Ziegen und 188 Bienenstöcke registriert.

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Foto: Schmalensee früher – Viehzählung in Schmalensee

Schmalensee früher – Geflügelzüchter Hermann Cornehls

(09.01.2018)

Vom 9. Januar 1943, vor 75 Jahren, berichtete das Segeberger Kreis- und Tageblatt, dass in Bad Segeberg eine große Geflügel- und Kaninchenschau stattfand. Hermann Cornehls aus Schmalensee gewann mit goldfarbigen Italienern einen Ehrenpreis sowie zweimal „sehr gut“ und einmal „gut“. Für rebhuhnfarbige Italiener gab es für ihn einen Zuschlagspreis sowie zweimal „sehr gut“ und zweimal „gut“. Für blaue Pommernenten erhielt Cornehls außerdem einen Ehrenpreis und einmal „sehr gut“ sowie dreimal „gut“.

 

Hinweis: Hermann Cornehls war einer von mehreren Geflügelzüchtern am Ort. Er war seit Gründung am 17.04.1955 Vorsitzender des Rassegeflügelzüchtervereins Bornhöved und Umgebung. Der Landwirt, der 1933 nach Erwerb der noch heute im Familienbesitz befindlichen Hofstelle an der Damsdorfer Straße nach Schmalensee kam, war auch erfolgreicher Pferdezüchter. Nach dem Krieg gehörte er von 1959 bis 1970 der Gemeindevertretung an und war u.a. von 1962 bis 1970 zweiter stellvertretender Bürgermeister. Darüber hinaus war er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und des Jagdvereins, des Sparklubs „Hol di ran“, des Elternbeirats der Schmalenseer Volksschule und Schaumann der Bornhöveder Pferdegilde. Cornehls, geboren 1904, starb im Jahr 1999.

Foto zur Meldung: Schmalensee früher – Geflügelzüchter Hermann Cornehls
Foto: Schmalensee früher – Geflügelzüchter Hermann Cornehls

Schmalensee früher – Einbrecher beim Bauern Wulf

(05.01.2018)

Am 5. Januar 1963, vor 55 Jahren, berichtete die Segeberger Zeitung, dass der bereits wegen mehrerer Delikte angeklagte Schmalenseer Einwohner K. versuchte, dem Landwirt Heinrich Wulf einen PKW zu entwenden. Als dieser ihn stellte, versetzte K. dem Bauern Schläge. Bis zum Eintreffen der herbeigerufenen Polizei versuchte K. sogar, ein Speisekammerfenster aufzuhebeln und sich Essvorräte zu besorgen. Bei der Festnahme wurden K. Ein Messer und Werkzeug abgenommen.

 

Hinweis: Heinrich Wulf war der Vater von Lisa Griese, der Mutter des Hofbesitzers Dirk Griese. Auf dessen Grundstück hat sich die Tat zugetragen. Wulf, geboren 1898, stammte aus Niederkleveez und kaufte die Schmalenseer Hofstelle 1932 von Otto Saggau. Wulf etablierte sich im Ort, übernahm Funktionen im Bauernverband, wurde Gemeindevertreter und Mitglied des Kirchenvorstands. 1965 wurden er, Friedrich Bollbuck und Hermann Cornehls in den auf Amtsebene eingerichteten Ausschuss zur Bildung einer Dörfergemeinschaftsschule, der heutigen Sventana-Gemeinschaftsschule Bornhöved, gewählt. Heinrich Wulf starb 1983.

Foto zur Meldung: Schmalensee früher – Einbrecher beim Bauern Wulf
Foto: Schmalensee früher – Einbrecher beim Bauern Wulf

Pflegeeltern gesucht – Öffentlicher Aufruf des Kreises Segeberg

(04.01.2018)

Mit einem öffentlichen Aufruf sucht der Kreis Segeberg nach Menschen, die bereit sind, Pflegekinder in ihrem Haushalt aufzunehmen. Der Aufruf richtet sich an Familien, Paare und Einzelpersonen, die zur vorübergehenden oder längerfristigen Aufnahme bereit sind.

 

Einer beigefügten Pressemitteilung (PDF) sind weitere Informationen zu entnehmen.

 

Hingewiesen wird u.a. auf eine Informationsveranstaltung des Kinderpflegedienstes am Mittwoch, 10. Januar, um 16 Uhr in den Räumen des Jugendamtes in der Rosenstraße 28 in Bad Segeberg.

[Pressemitteilung]

Foto zur Meldung: Pflegeeltern gesucht – Öffentlicher Aufruf des Kreises Segeberg
Foto: Pflegeeltern gesucht – Öffentlicher Aufruf des Kreises Segeberg

Alles Gute im neuen Jahr! - Das war 2017

(01.01.2018)

Liebe Schmalenseerinnen und Schmalenseer – große und kleine, liebe Freunde und Gäste unserer Gemeinde,

 

auch am Morgen nach dem Jahreswechsel haben Wind und Regen unser kleines Dorf fest im Griff. Das aber sollte nicht den Eindruck aufkommen lassen, hier im Herzen Holsteins sei jeder Tag wie der andere. Schmalensee lebt. Es gibt ein pulsierendes Vereinsleben, politischen Wettstreit und eine Dorfkultur, die auf Solidarität und gegenseitiger Hilfe basiert. Kurz – hier sind wir gern zu Hause!

 

Um das zu dokumentieren, legt der Arbeitskreis Dorfgeschichte auf dieser Homepage die Zusammenfassung der Ereignisse des Jahres 2017 vor. In der Entsprechenden Rubrik und hier als pdf zum Download. Wie immer besteht seitens der Verfasser kein Anspruch auf Vollständigkeit und kleine Fehler bitten wir zu entschuldigen. Quellen waren wie immer die Veröffentlichungen und Veranstaltungen, die allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen.

 

2017 – wir haben Veränderungen erlebt, etwa in der Führung unserer Feuerwehr oder der Umwandlung unserer Kinderspielstube in eine Außenstelle der Bornhöveder Kita Eris Arche. In der Verwirklichung von Ideen gab es Fortschritte, etwa die Büchertauschhütte, aber auch Rückschläge, wie im Fall des Bürgerbusses. Es gab Triumphe – vor allem im Sport mit Titeln sowohl für den SV Schmalensee als auch für die Reitsportgemeinschaft. Viele Dinge liefen „wie immer“, etliche aber waren wieder offen für Neues. Wir haben den Tod einiger Schmalenseer betrauert und uns an der Geburt neuer Bürger in unsere Welt hinein erfreut.

 

Möge 2018 für unser Dorf ein gutes Jahr werden, mit tatkräftigen Menschen, die sich als Kandidaten zur Kommunalwahl aufstellen lassen – zu der hoffentlich alle Stimmberechtigten kommen! Mögen unsere Feste nie eintönig sein aber auch nie ausarten. Mögen unsere Ideen – ob als Einzelperson, Vereinsvorstand oder Gemeindevertretung – das Leben in Schmalensee immer noch einen Tick besser machen. Mögen wir aufeinander Rücksicht nehmen und unsere Egoismen zurück nehmen.

 

Das Homepage-Team wünscht allen Besuchern dieser Seiten ein glückliches 2018. Bleiben Sie uns gewogen, versorgen Sie uns mit Informationen und – ganz im Sinne der Dorfgeschichte: ehe Sie alte Fotos, Dokumente und Unterlagen wegwerfen, lassen Sie uns einen Blick darauf werfen.

 

Alles Gute,

 

Wilfried Kroll und Christian Detlof

 

[Chronologie 2017]

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Foto: Alles Gute im neuen Jahr! - Das war 2017

Kalender steht – Letzte Termine für 2018 wurden angemeldet

(14.12.2017)

Nun sind auch die letzten Änderungen am Terminkalender 2018 der Gemeinde Schmalensee vorgenommen worden. Es zeigt sich, dass die Vereine einen weiter erfreulich großen Aktionismus an den Tag legen. Projekte, die u.a. aus der Gemeindepolitik angestoßen werden, kommen über das Jahr verteilt noch oben drauf.

 

Alle Termine sind auf der Gemeinde-Homepage in der Spalte „Veranstaltungen“ zu finden.

 

Ein Höhepunkt des Jahres wird das 50-jährige Bestehen der örtlichen Siedlergemeinschaft sein. Dieses und nach Möglichkeit alle weiteren Aktivitäten in Schmalensee wird das Homepage-Team hoch motiviert begleiten. Dabei sind wird natürlich auf Zuarbeit und Unterstützung angewiesen. Terminhinweise, Berichte, Aufrufe, Fotos – alles kann uns zugeleitet werden, damit wir es entsprechend verarbeiten und so die Öffentlichkeitsarbeit der Vereine und Organisationen ankurbeln und die Attraktivität unseres Dorfes weiter steigern.

 

Wilfried Kroll und Christian Detlof

 

[Terminkalender 2018]

Foto zur Meldung: Kalender steht – Letzte Termine für 2018 wurden angemeldet
Foto: Kalender steht – Letzte Termine für 2018 wurden angemeldet

Gemeindevertreter gehen in die Winterferien – Haushalt 2018 verabschiedet

(14.12.2017)

Ein letztes Mal im alten Jahr hat die Gemeindevertretung am 13. Dezember getagt. Schwerpunkt der insgesamt 22. Sitzung in der laufenden Wahlzeit war die Verabschiedung der Haushaltssatzung 2018.

 

Der Haushalt 2018 sieht einen Jahresfehlbetrag von 88.400 Euro vor. Diese negative Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben soll aber nicht durch Kreditaufnahme bereinigt werden, da die Hoffnung besteht, dass das noch nicht vorliegende Vorjahresergebnis besser ausfällt, als veranschlagt.

 

Die Hebesätze 2018: Grundsteuer A 370, B 390 und Gewerbesteuer 370 Prozent.

 

Nachgelegt wurde durch den Finanzausschuss im Bereich des Brandschutzes. Für notwendige Anschaffungen im Bereich der Geräte, u.a. Funkgeräte, wurden 3.000 Euro veranschlagt, ebenso viel im Bereich der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) – der Schutzkleidung für die Atemschutzgeräteträger. Weitere 1.000 Euro werden für Zusatzgeräte wie Helmlampen und Funkmeldeempfänger (Pieper) verfügbar gemacht.

 

Die Umlagen sind die größten Ausgabeposten, um die die Gemeinde freilich nicht herum kommt: 69.400 Euro für den Schulverband, 103.600 Euro für das Amt und 181.800 Euro für den Kreis.

 

Außerdem wurde beschlossen, dass neben Lore Jungclaus auch Christian Saggau in den Beirat der Kita Eris Arche entsandt werden soll, die eine Außenstelle im Sportlerheim in der Tarbeker Straße unterhält und Mieter der Gemeinde ist.

 

Die Mitglieder der Gemeindevertretung wünschen allen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie ihren Gästen besinnliche Weihnachten und ein gedeihliches Jahr 2018.

 

Foto zur Meldung: Gemeindevertreter gehen in die Winterferien – Haushalt 2018 verabschiedet
Foto: Gemeindevertreter gehen in die Winterferien – Haushalt 2018 verabschiedet

Nicht wegschmeißen: WZV verteilt Abfall-Info-Broschüre für 2018

(11.12.2017)

Es ist die Zeit der überquellenden Briefkästen: Versicherern fällt gerade jetzt ein, dass sie das für uns bessere Angebot haben. Gleiches gilt für die Betreiber der Mobilfunknetze. Nicht zu vergessen die Discounter, die uns bei unseren Kaufentscheidungen im Rahmen der Vorbereitung der Weihnachtsfeiertage helfen möchten. Vieles wandert da schnell ungelesen in die blaue Tonne.

 

Und das ist das Stichwort: Ab Mittwoch, 13. Dezember, kommt auch die 2018er-Ausgabe der Abfallinfo des Wege-Zweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) zur Verteilung. Und die sollte man nicht einfach entsorgen! Wertvolle Tipps zum Umgang mit Müll und Gefahrstoffen sowie Telefonnummern etc. sind darin kompakt zusammengefasst zu finden und erleichtern uns die Suche, wenn im Laufe des neuen Jahres Fragen aufkommen.

 

Zusätzlich sei daran erinnert, dass schon jetzt unter www.wzv.de der ganz persönliche Abfallkalender mit den Abholtagen für Restmüll-, Bio- und Blaue Tonne sowie die Gelben Säcke aus dem Internet gezogen werden kann. Auch kann man sich die Termineauf das Smartphone melden lassen.

 

In 2018 ganz besonders interessant, denn in einigen Fällen finden auch an Sonnabenden Abholungen statt! Nachbarn von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die noch nicht ins digitale Zeitalter aufgebrochen sind, sollten diesen einen Ausdruck (nach Möglichkeit farbig) vorbeibringen – das wäre doch eine schöne Möglichkeit, gleich frohe Weihnachtsgrüße auszutauschen.

 

Achtung: Ab Januar 2018 gelten neue Tarife für die Abfallentsorgung. Dazu und zu den angebotenen Kombinationen von Bio- und Restmülltonne gibt es am Freitag, 5. Januar, um 17 Uhr eine Informationsveranstaltung auf dem WZV-Betriebshof in Bad Segeberg (Am Wasserwerk).

 

Noch mal Achtung: Wegen der vor uns liegenden Feiertage gibt es um den Jahreswechsel 2017/18 so genannte „Feiertagsverschiebungen“ bei der Müllabfuhr. Dazu wird es durch den WZV noch gesonderte Informationen geben.

[SZ-Artikel]

[Wegezweckverband]

Foto zur Meldung: Nicht wegschmeißen: WZV verteilt Abfall-Info-Broschüre für 2018
Foto: Nicht wegschmeißen: WZV verteilt Abfall-Info-Broschüre für 2018

Innovativste Seniorenweihnachtsfeier aller Zeiten

(07.12.2017)

Am Nikolaustag fand die Seniorenweihnachtsfeier statt und im Veranstaltungsstiefel steckten zahlreiche Neuerungen. Die – das kann sicher festgestellt werden – kamen sehr gut an bei den 44 Seniorinnen und Senioren, die in den Gemeindesaal gekommen waren.

 

Schon die neue Lichterkette am Weihnachtsbaum erfreute viele beim Betreten des festlich eingedeckten Saales. Und zum Abschluss gab es neue Präsente – eine geradezu revolutionäre Neuerung nach Einführung des Bingo vor einem Jahr, die aber keine Gegenreaktion hervorrief. Und da waren auch noch die Kinder des Dorfes, gut 20, die unter der musikalischen Leitung von Nicole Specht-Cornehls und Maite Jens Weihnachtslieder und -gedichte präsentierten – und erstmals auch einen Weihnachts-Rap! Dass Gerhard Mühlenberg die neue Orgel spielte, die den Saal seit Kurzem schmückt, rundete die Innovations-Palette ab.

 

Der Nachmittag brachte Kurzweil und Vergnügen, aber auch Nachdenkliches, etwa die Worte von Pastorin Egener zur Zeit und dem Beispielhaften am Umgang der Kinder mit dieser Frage. Viele Kuchen und Torten waren gespendet worden – allen Bäckerinnen und Bäckern sei herzlich gedankt, ebenso allen Mitgliedern im Ausschuss für Senioren, Jugend und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr und Wirtin Annegret Voß, die tatkräftig mit Hand anlegten und aus deren Reihen Susan Buchholz die „Checkliste“ federführend abarbeitete und auch das Bingo leitete.

 

Auf alle Namen sei hier verzichtet, es würde sicher jemand vergessen werden. Aber ein großer Dank gebührt Lotti Saggau, Hildegard Schöning und Jutta Mühlenberg, die die Einladungen an den Haustüren überbrachten – und das im „besten“ Novemberwetter 2017!

 

Nun heißt es abwarten, welche Neuerung die Seniorenweihnachtsfeier 2018 bringen wird. Stattfinden soll sie am 12. Dezember um 15 Uhr, natürlich im Gemeindesaal.

 

Christian Detlof

 

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Foto: Seniorenweihnachtsfeier

Vor 95 Jahren: Ein Denkmal für die Gefallenen des Kirchspiels

(26.11.2017)

 

Das Ende des Ersten Weltkriegs traf die deutsche Bevölkerung seinerzeit wie ein Donnerschlag. Nicht nur, dass dank perfider Propaganda an einen Siegfrieden geglaubt worden war, erstmals waren Männer in großer Zahl ausgezogen und vor allem nicht wieder heim gekommen. 160 Gefallene hatte das Kirchspiel Bornhöved in den Jahren 1914 bis 1918 zu beklagen, zu deren Ehren am 26. November 1922 das heute noch an seinem Platz stehende Kriegerdenkmal eingeweiht wurde.

 

Nachdem sich die Wirren der Nachkriegszeit gelegt und in vielen Fällen Gewissheit über den Tod der Kirchspielangehörigen eingestellt hatte (in Schmalensee wartete man mit dem Bau eines Gefallenendenkmals noch ein Jahr länger, weil zwei Männer als vermisst galten), fanden ab 1920/21 Sammlungen statt. Am 09.04.1921 meldete etwa das Segeberger Kreis- und Tageblatt: „Die Sammlung für das Kriegerdenkmal am Sonntag hat 1.900 M ergeben. Ferner hat das Husaren-Regiment Kronprinz aus Malmö in Schweden an Pastor Schlüter 2.000 M abgesandt ...“ - 1913 hatten die schwedischen Husaren an der Gedenkfeier zur 100. Wiederkehr des Gefechts bei Bornhöved teilgenommen und im November 1914 als Ausdruck der Verbundenheit geschrieben: „Andere schwere Zeiten sind gekommen. Was wir in Schweden für das zielbewusste Deutschland fühlen, kann und darf jetzt nicht geschrieben werden; dass unsere Gedanken aber mit Teilnahme oft über das Baltische Meer zu Ihnen gehen, davon können Sie … überzeugt sein.“

 

Die Weihe vollzog sich, wie am 28.11.1922 im SKTB beschrieben: Ein Festmarsch führte vom Marktplatz direkt vor die Kirche, wo das Denkmal in Form einer abgestumpften Pyramide aus behauenen Steinen errichtet und mit Eisernem Kreuz und Bronzeplatten versehen worden war. Die Menge nahm Aufstellung, die Fahnen der Militärvereine vorn, und es wurden Kirchenlieder gesungen und Weihereden gehalten. Eine Ehrensalve wurde geschossen und Vereine legten Kränze nieder, ehe unter Tränen auch Angehörige Gefallener Blumen und Kränze ablegten. Danach marschierte man zurück zum Marktplatz und die Feier klang mit dem Deutschlandlied aus.

 

Die Inschriften auf Vorder- und Rückseite lauteten: „160 tapfere Männer der Kirchengemeinde Bornhöved erlitten Weltkriege den Heldentod. Ihnen sei Ehre und inniger Dank!“ - „Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte.“ Dass das Kriegerdenkmal keine Namen der Gefallenen trägt, hat einen Grund: Am 03.04.1921 hatte man im Vorgriff zum Denkmalbau während des Gottesdienstes im Kirchenschiff eine große Gedenktafel enthüllt, welche die Namen der Toten aus den Kirchspieldörfern enthält und die noch heute im Turm der Vicelin-Kirche zu sehen ist.

[Download ]

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Foto: Kriegerdenkmal von 1922

Achtung Vereine: Letzter Blickpunkt am 28. Dezember

(25.11.2017)

Der Wankendorfer khm-Verlag weist auf seine Betriebsferien hin, die er für den Zeitraum 22.12 2017 – 02.01.2018 festgelegt hat. Für Schmalensees Vereine und Organisationen heißt das, Termine, die „zwischen den Tagen“ bzw. am Jahresanfang 2018 liegen, schon vor Weihnachten anzukündigen! In der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres wird es keinen Blickpunkt geben.

 

Die letzte Ausgabe des amtlichen Mitteilungsblatts „Blickpunkt Bornhöved“ erscheint am Donnerstag, 28. Dezember. Annahmeschluss für Anzeigen, Terminankündigungen und Berichte ist bereits am Mittwoch, 20. Dezember – (wie immer bis 10 Uhr)!

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Foto: Achtung Vereine: Letzter Blickpunkt am 28. Dezember

Wieder viele Highlights – Jahresplanung 2018 aber noch unvollständig

(24.11.2017)

Noch liegen nicht alle Termine für das Jahr 2018 vor, aber schon jetzt ist klar, das der Kalender der Gemeinde Schmalensee wieder einige Höhepunkte zu bieten hat. Herausragend ganz klar: Die Siedlergemeinschaft feiert im nächsten Jahr ihr 50-jähriges Bestehen! Der Verschönerungs- und Vogelschießerverein und der Sportverein probieren etwas Neues aus und lassen das gemeinsam veranstaltete Osterfeuer am Gründonnerstag stattfinden. Und das Boßeln des SVS wird aufgrund der zuletzt abnehmenden Resonanz nicht mehr ausgerichtet. Was genau hinter der „Herbstaktion“ des Sportvereins steckt, werden wir erst im Laufe des Jahres erfahren.

 

Verlängerter Meldeschluss: Noch bis zum 6. Dezember können Vereine, Parteien und Wählergruppen Termine nachreichen, ehe es an die Veröffentlichung im amtlichen Mitteilungsblatt, dem Blickpunkt Bornhöved geht. Die Termine nehmen Bürgermeister Sönke Siebke und Ausschussvorsitzender Christian Detlof unter den bekannten Adressen entgegen.

 

Hier die Termine 2018 mit Stand 22.11.2017:

 

20. Januar Freiwillige Feuerwehr: Jahreshauptversammlung

23. Januar Verschönerungs- und Vogelschießerverein: Jahreshauptversammlung

25. Januar Landfrauenverein Bornhöved u.U.: Jahreshauptversammlung

25. Januar Bürgerliche Wählergemeinschaft BWS: Mitglieder- und Wahlversammlung

27. Januar Freiwillige Feuerwehr: Tannenbaumverbrennen

 

11. Februar Verschönerungs- und Vogelschießerverein: Kinderfasching

20. Februar Siedlergemeinschaft: Jahreshauptversammlung

27. Februar Verschönerungs- und Vogelschießerverein:

1. Vorbereitungstreffen Vogelschießen

 

außerdem im Februar: Jahreshauptversammlung

des SV Schmalensee

 

7. März Reitsportgemeinschaft: Jahreshauptversammlung

17. März Verschönerungs- und Vogelschießerverein u. Gemeinde:

Dorfputz

18. März SV Schmalensee: 16. Knicklauf

29. März Verschönerungs- und Vogelschießerverein u. Sportverein: Osterfeuer

 

24. April Verschönerungs- und Vogelschießerverein:

2. Vorbereitungstreffen Vogelschießen

 

6. Mai Kommunalwahl

 

2. Juni Siedlergemeinschaft: Jubiläumsveranstaltung 50 Jahre

9. Juni Verschönerungs- und Vogelschießerverein: Vogelschießen

 

4. August SV Schmalensee Fußball: Grillfest

 

8. September SV Schmalensee: Herbstaktion

22. September Siedlergemeinschaft: Staudentreff

 

26. Oktober Verschönerungs- und Vogelschießerverein: Laternelaufen

27. Oktober Reitsportgemeinschaft: Bingo-Abend

 

17. November Dorfquiz

18. November Gemeinde u. Freiwillige Feuerwehr: Kranzniederlegung am Volkstrauertag

24. November Sparclub: Jahresfest

27. November Terminabsprache 2019

 

1. Dezember Verschönerungs- und Vogelschießerverein: Tannenbaumschmücken

12. Dezember Gemeinde: Seniorenweihnachtsfeier

 

Details zu den Veranstaltungen wie Zeiten und Orte werden, sobald bekannt, in der Terminrubrik dieser Homepage aufgeführt.

 

 

 

 

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Foto: Wieder viele Highlights – Jahresplanung 2018 aber noch unvollständig

Wer kennt den Flattermann? - Sittich zugeflogen

(07.11.2017)
Am Nachmittag des 6. November hat Familie Nagel  (Hirtenweg 1) ungeplanten Zuwachs bekommen: "Uns ist ein  sehr zutraulicher Wellensittich zugeflogen, der bestimmt von irgendjemand vermisst wird", berichtet Susanne Nagel, die unter Telefon 0173 / 418 2220 weitere Auskünfte gibt - am liebsten natürlich der Besitzerin oder dem Besitzer des Vogels. 

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Foto: Vogel zugeflogen

Vor 115 Jahren: Hochzeitstag eines besonderen Schmalenseers

(05.11.2017)

Schmalenseer, die Verantwortung übernahmen und übernehmen, zeichnen sich in vielen Fällen durch lange Verweildauer in ihren Funktionen aus. Ein besonderes Ehejubiläum lässt den Blick auf einen früheren und ungewöhnlich lange tätigen Bürgermeister werfen: Matthias Christian Suhr. Der Land- und Gastwirt feierte am 5. November 1902 mit seiner Frau Anna die Goldene Hochzeit. Ihre Porträts grüßen bis heute die Besucher im Gasthof Voß.

 

Suhr war der Sohn des gleichnamigen Bauervogts Matthias Christian Suhr. Dank Dorfchronist Heinrich Göttsch können wir beide auseinanderhalten. „Unser“ Suhr (geb. 23.05.1825, gest. 03.09.1911) startete sein bewegtes Leben als Soldat. Der Artillerist diente zur Zeit der Erhebung der Schleswig-Holsteiner vermutlich in den dänischen Streitkräften; zunächst bei der 1. Sechspfünder-Batterie, nach dem Malmöer Waffenstillstand bei der 1. Zwölfpfünder-Batterie. Er nahm an Schlachten und Gefechten bei Schleswig, Kolding, Gudsoe, Idstedt und Missunde teil und erlebte die Einnahme seines Dienstortes, der Festung Rendsburg, durch den Prinzen von Noer mit. Als Mitglied des Bornhöveder Kampfgenossenvereins 1848/51 organisierte er am 24.03.1898 in Bornhöved die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Erhebung gegen Dänemark mit.

 

1851 übernahm er die Hufe 1 (heute Voß) mit der Gastwirtschaft und wurde, wie wohl jeder der Vorbesitzer, Bauervogt. Dieses Amt, heute das des Bürgermeisters, wurde in preußischer Zeit ab 1867 als Gemeindevorsteher bezeichnet und von Suhr bis 1887 ausgeübt. In seine Zeit fielen nicht nur gravierende Umwälzungen in der Politik. Matthias Christian Suhr sorgte dafür, dass die kleinen Schmalenseer Wiesenparzellen in den 1850er Jahren zu größeren Flächen zusammengetauscht wurden und ließ die Damsdorfer Straße begradigen. Er war 1861 einer der Initiatoren zur Gründung der Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek, 1876 Mitbegründer des Landwirtschaftlichen Vereins für Bornhöved und Umgebung, ab 1879 Schiedsmann und außerdem in weiteren Vereinen und Kommissionen aktiv, die die Landwirtschaft berührten. 1903 erhielt er vom Landrat des Kreises Segeberg das Allgemeine Ehrenzeichen.

 

Mit seiner Frau Anna, einer geborenen Wulf, hatte Suhr eine gemeinsame Tochter. Emilie sollte später den Bornhöveder Arzt Dr. Hilcker heiraten. Von Anna wissen wir wenig, die Ehefrauen wurden in damaliger Berichterstattung weit geringer gewürdigt als heute. Zur Goldenen Hochzeit schrieb das Segeberger Kreis- und Wochenblatt, „Frau Suhr hat mit bewundernswerter Treue ihren schweren Beruf erfüllt.“ Das Paar erlebte zwei Brände, 1867 und 1885, die stets den Wiederaufbau der Hufe 1 verlangten. Im Jahr 1900 verkaufte Suhr diese an Ludwig Saggau und errichtete gegenüber der Gastwirtschaft das noch heute dort befindliche „villenartige Altenteilsgebäude“ (Göttsch), in dem das Paar den Lebensabend verbrachte. „Onkel und Tante Suhr“, wie das ehemalige Gastwirtspaar genannt wurde, genossen große Sympathie im Dorf. Am Vormittag des 05.11.1902 trafen erste Geschenke ein, die eigentliche Feier begann um 16 Uhr im Gasthof. Pastor Voß überbrachte die Ehejubiläumsmedaille des Kaisers nebst Glückwunschschreiben. Gut 200 Personen nahmen am anschließenden Ball teil. Anna Suhr starb am 30.10.1908, Matthias Christian am 30.09.1911.

 

[Download]

[Matthias Christian Suhr in der Göttsch-Chronik]

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Foto: Das Jubelpaar

Vor 120 Jahren: Ein Hosendiebstahl unter Berufskollegen

(03.11.2017)

Das Jahr 1897 ist in der Presseberichterstattung für manch kuriose Anekdote aus Schmalensee gut. Im September bereits wurde von einem müden Bettler berichtet, den ein Knecht nach seiner Verhaftung mit der Schubkarre zum Amtsvorsteher ins Dorf bringen musste. Am 3. November nun kommt es zu einer gar schrecklichen Straftat: Dem Lehrer Heinrich Göttsch wird eine Hose gestohlen!

 

Erst seit einem Jahr ist Göttsch Lehrer in Schmalensee, als die Schreckenstat sich vollzieht. Der Sohn des Amtsvorstehers und Bauern Göttsch in Stakendorf bei Schönberg/Ostsee besuchte von 1890 bis 1893 das Segeberger Lehrerseminar. Als Schmalensees Lehrer Scheller seine Anstellung in Schmalensee zum 30. September 1896 kündigte, war Heinrich Göttsch, zuvor drei Jahre lang Lehrer in Dersau, einer von 16 Bewerbern auf die Stelle und einer von vier Bewerbern, die der Gemeinde seitens der königlichen Regierung empfohlen wurden.

 

Was geschah: Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt liefert uns eine kurze Meldung zur Tat und eine längere vom Prozess vor dem Segeberger Amtsgericht, die zusammengefasst eine kleine Geschichte liefern: Demnach ist im November 1897 der frühere Lehrer und Arbeiter Peters unterwegs, um ehemalige Berufskollegen durch „Besuche und Anzapfungen abzustrafen“. Am 3. November klopft er auch bei Göttsch an die Tür. Als dieser nicht öffnet, verschafft sich Peters Zutritt zur Wohnung, entwendet eine neue Hose und setzt seinen Weg in Richtung Damsdorf fort.

 

Göttsch bemerkt den Diebstahl und nimmt mit einem Nachbarn, dem damaligen Schmied Rudolph Dunker, die Verfolgung auf. Ihr Weg führt über Damsdorf nach Tensfeld, wo Peters gerade dem Lehrer Mohr „einen Besuch“ abstattet. Göttsch und Dunker nehmen Peters die Hose wieder ab und bringen ihn zum Stockseer Amtsvorsteher Jürgens nach Damsdorf (Damals bestanden im heutigen Amt Bornhöved die zwei Ämter Stocksee und Bornhöved; Amtsvorsteher für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek war damals Heinrich Cristian Saggau aus Schmalensee). Der Amtsvorsteher ist die sogenannte Ortspolizeibehörde und sorgt in Fällen wie diesen für eine Überführung des Delinquenten zum Amtsgericht nach der Stadt Segeberg.

 

Dort ergeht gegen den aus dem ostfriesischen Holtgast stammenden Peters am 11. November 1897 durch Amtsrichter von Harten und die Schöffen Hein (Bornhöved) und Molt (Strenglin) das Urteil: Peters bekommt vier Wochen Gefängnis aufgebrummt, wovon eine durch die Untersuchungshaft als abgegolten gilt.

 

Und Heinrich Göttsch? Der spätere Dorfchronist dürfte spätestens jetzt, ein Jahr nach seiner Anstellung durch die Gemeinde Schmalensee in aller Munde gewesen sein. Vielleicht war sein Tatendrang zur Wiedererlangung der „neuen Hose“ auch darin begründet, dass er diese für einen besonderen Anlass gekauft hatte: Am 19. November 1897 nämlich ehelichte Göttsch die Schmalenseer Bauerstochter Sophie Stegelmann. Aus dieser Ehe sollten drei Töchter und zwei Söhne hervorgehen.

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Foto zur Meldung: Vor 120 Jahren: Ein Hosendiebstahl unter Berufskollegen
Foto: Vor 120 Jahren: Ein Hosendiebstahl unter Berufskollegen

Du, die Hütte ist voll! - Es werden mehr Bücher geliefert als entnommen

(25.10.2017)

Als im Juni 2017 die Büchertauschhütte am Feuerwehrgerätehaus aufgestellt wurde, äußerte jemand Skepsis: Schon bald seien keine Bücher mehr darin, weil Besucher sich bedienen aber nichts im Gegenzug dalassen würden.

 

Nun, das Gegenteil ist der Fall: Es werden mehr Bücher hinein getan als heraus genommen. Und nach Sichtprüfung ist festzustellen, dass dort nicht alte und abgegriffene Ware „entsorgt“ wird. Vielmehr scheint es den meisten Nutzern der Büchertauschhütte darum zu gehen, ihre abgelegten Bücher einer sinnvollen Verwendung zuzuführen, statt sie ins Altpapier zu entsorgen.

 

Das ist nur allzu verständlich – dennoch sind die Regalböden derzeit proppevoll. Die Bücher stehen zum Teil schon in dritter Reihe und man wird sich Gedanken machen müssen, wie ein Ausdünnen praktiziert werden kann. Ein erster möglicher Schritt: Nehmen Sie / nehmt auch bitte Bücher mit!

[Büchertauschhütte]

Foto zur Meldung: Du, die Hütte ist voll! - Es werden mehr Bücher geliefert als entnommen
Foto: Du, die Hütte ist voll! - Es werden mehr Bücher geliefert als entnommen

Vor 85 Jahren: Deutscher Abend der NSDAP

(23.10.2017)

Der Nationalsozialismus ist kein Phänomen, das für Schmalensee und seine Umgebung erst nach der „Machtergreifung“ am 30.01.1933 Bedeutung erfuhr. Schon vorher waren Personen aus Bornhöved und Umgebung Mitglieder der Partei Adolf Hitlers geworden und hatten verschiedene Gliederungen der NSDAP in der Region etabliert. Ein Beispiel ist die NS-Frauenschaft, deren Schmalenseer Ortsgruppe im März 1932 gegründet wurde („Der Gruppe traten 14 Mädchen bei.“, SKTB 18.03.1932); ein weiteres die NSBO: Die Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation sollte die Arbeitnehmerschaft für die Partei vereinnahmen und zugleich die Arbeit der Gewerkschaften unterhöhlen.

 

Mit einem Deutschen Abend warb die NSDAP am 23.10.1932 in Heins Gasthof für ihre Sache. Auszüge aus dem Bericht des Segeberger Kreis- und Tageblatts vom 25.10.1932: „Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. … sprach der Ortsgruppenführer, Apotheker Dr. Ahrens, … über den Untergang des ersten und zweiten deutschen Reiches und über das Entstehen des dritten deutschen Reiches … 1919 begann Hitler mit dem Kampf, um das dritte deutsche Reich zu schaffen. Hitler habe eine Bewegung von 14 Millionen geschaffen, aber man wage es nicht, ihm die Regierung anzuvertrauen. … Nach einer Pause wurden mehrere Volkstänze von der NS-Mädchengruppe aufgeführt, die viel Beifall fanden.“

 

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei NSDAP unterhielt im Amt Bornhöved eine Ortsgruppe. Diese war in Zellen gegliedert – zwei in Bornhöved und je eine in Schmalensee und Gönnebek. Sämtliche Untergliederungen der Partei versuchte man allerorten auch auf den untersten Ebenen zu etablieren. Neben so bekannten Verbänden wie der SA, Hitlerjugend und dem Reichsnährstand waren dies auch das NS-Kraftfahrerkorps oder, im Kirchspiel Bornhöved sehr engagiert, der NS-Lehrerbund.

 

Am 13.02.1933 feierten die Nationalsozialisten aus dem Amt Bornhöved unter reger Anteilnahme der Bevölkerung die Machtübernahme Adolf Hitlers: Auf dem Alten Markt in Bornhöved, vor Heins Gasthof, verbrannten sie die schwarz-rot-goldene Fahne der Weimarer Republik und läuteten ein, was Jahre zuvor angekündigt worden war:

 

Am 17.11.1929 gelang bei den Wahlen zum Provinziallandtag von Schleswig-Holstein der Einzug der Nationalsozialisten in das Parlament. Ihr Abgeordneter Otto Hamkens formulierte die Absichten seiner Partei in der Provinzial-Landtagssitzung vom 1. bis 3. April 1930 so: „Wir gehen nicht in die kommunalen Körperschaften, um positive Mitarbeit zu leisten. Es gibt nur eins, und das ist, daß man seine Mitarbeit darauf einstellt, dieses System zu beseitigen. Dann erst können wir Aufbauarbeit treiben!“ Und diese „Aufbauarbeit“ setzte ab 01.02.1933 überall in Deutschland ein mit Folgen, die wir heute mit den Stichworten Zweiter Weltkrieg, Holocaust, Flucht und Vertreibung sowie deutsche Teilung verbinden.

[Zeitungsartikel]

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Foto zur Meldung: Vor 85 Jahren: Deutscher Abend der NSDAP
Foto: Heins Gasthof Bornhöved um 1900

Vor 100 Jahren: Der Sohn des Dorfchronisten stirbt als Kriegsfreiwilliger

(20.10.2017)

Bruno Göttsch ist einer der 13 Kriegstoten, die Schmalensee in den Jahren 1914-18 zu beklagen hat. Kein Gefallener hat, emotional betrachtet, einen höheren Stellenwert als die anderen – jeder bedeutete einen Verlust und war Ausdruck eines unvorstellbaren und – aus heutiger Sicht – unnützen Massensterbens. Doch der Tod von Bruno Göttsch, damals 19 Jahre alt, gewinnt dadurch Bedeutung, dass er der Sohn von Heinrich Göttsch war – des Dorflehrers und Chronisten von 1946.

 

Heinrich Göttsch mag durch den Verlust des Sohnes, der als 17-Jähriger „in den Kampf zog“, zusätzlich zum Aufschreiben einer Schmalenseer Chronik animiert worden sein. Und trotz aller Emotionen listet er den eigenen Sohn im Kapitel XXII „Ehrung der gefallenen Helden“ nüchtern an zehnter Stelle auf: „Bruno Göttsch, Kriegsfreiwilliger und Offiziers-Aspirant im Inf.-Reg 405, Sohn des Lehrers Göttsch, gestorben am 20. Oktober 1917 in einem Feldlazarett vor Riga.“

 

Unter seinen Kameraden muss Bruno Göttsch besonders beliebt gewesen sein. Das Segeberger Kreis- und Tageblatt enthält nicht nur die übliche Traueranzeige der Familie, sondern auch eine aus der Einheit. Dort steht: „Er war uns ein lieber treuer Kamerad der uns in steter Erinnerung bleiben wird. Kameraden der 12. Komp. Inf-Rgt 405 im Felde“.

 

Die Erinnerung an die 13 Weltkriegstoten wurde nach dessen Ende in Schmalensee umfangreich betrieben. Die heute im Feuerwehrgerätehaus angebrachte „Ehrentafel“, eine Sammlung von Porträt-Aufnahmen der Toten, wurde am 28.02.1921 im Schulzimmer angebracht. Die Kosten, 980 Mark, waren durch Spenden aufgebracht. Das heute noch im Mittelpunkt des Volkstrauertages stehende Denkmal an der Dorfstraße wurde am 23.11.1923 eingeweiht. Göttsch zitiert in seiner Chronik, was im Segeberger Kreis- und Tageblatt zur Einweihungsrede geschrieben wurde: „... hielt Lehrer Göttsch eine Ansprache, in der er der gefallenen Helden gedachte, die fast sämtlich Kinder der Gemeinde und Schüler des Redners gewesen sind. Nach fünfjähriger Schmach und Schande, teils selbst verschuldet, fragt er sich, ob unsere Söhne umsonst gefallen sind....“

 

Verbitterung klingt aus dem was Göttsch, bis zum Ruhestand 1933 tätig, sehr wahrscheinlich noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs niederschrieb. Sein Sohn Bruno war erstmals im November 1915 bei Styr (Rußland) verwundet worden. Drei Gewehrschüsse zerschmettern die beiden Knochen eines Unterarms. 1917, erneut im Lazarett, überstand der Inhaber des Eisernen Kreuzes Verwundung oder Krankheit nicht. Große Hoffnungen mögen auf Bruno Göttsch geruht haben, der als Seminarist bereits die Ausbildung zum Lehrer aufgenommen hatte und dem die Versammlung des Segeberger Kreislehrervereins am 03.11.1928 wie weiterer 24 im Weltkrieg gefallener Mitglieder gedachte. Der Vorsitzende, Lehrer Ralf, in seiner Ansprache: „Der jüngste Gefallene ist der Kriegsfreiwillige Bruno Göttsch aus Schmalensee gewesen, 1898 geboren!“

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Foto zur Meldung: Vor 100 Jahren: Der Sohn des Dorfchronisten stirbt als Kriegsfreiwilliger
Foto: Vor 100 Jahren: Der Sohn des Dorfchronisten stirbt als Kriegsfreiwilliger

Vor 110 Jahren: Der neue Wirt gibt seinen Einstand

(11.10.2017)

Vor 110 Jahren übernahm die Familie Voß die Schmalenseer Hufe 1 und damit die Hofstelle mit Ausschankgenehmigung. Vorbesitzer Ludwig Saggau hatte sich von dem Objekt getrennt, dessen Mittelpunkt der Dorfgasthof war und ist. Ein Makler verkaufte Teile der Ländereien, u.a. an andere Schmalenseer Landwirte. Den Löwenanteil mit dem Gasthof übernahm Friedrich Voß, der mit einem Antrittsball am 11. Oktober 1907 seinen offiziellen Einstand gab.

 

Ludwig Saggau hatte den Dorfkrug im Jahr 1900 erworben. Im darauffolgenden Jahr ließ er die Petroleum-Lichtanlage durch eine wesentlich hellere und sicherere Acetylenlichtanlage ersetzen und außerdem den noch heute für das Dorf so wichtigen Saal anbauen, der seitdem Ort zahlreicher Bälle und Konzerte, Feste und Familienfeiern werden sollte. Zuvor mussten meist Zelte im Garten errichtet werden, wenn größerer Veranstaltungen zu organisieren waren. Über einen Makler aus Kellinghusen habe Friedrich Voß, ursprünglich aus Hohenaspe kommend, die Landstelle am 18. April 1907 erworben, heißt es im Segeberger Kreis- und Tageblatt. Die notwendige Konzession erteilte ihm der Segeberger Kreisausschuss am 20. September 1907, rechtzeitig zur formellen Übernahme.

 

Diese erfolgte zu einem günstigen Zeitpunkt: Die Ernte neigte sich dem Ende, die Landarbeiter hatten Geld und die Bauern folgten der Tradition, sich zum Erntebier, auch „Mädchenbier“ genannt, großzügig zu erweisen. Das Erntebier wurde 1907 nur zwei Tage nach dem Antrittsball, am Sonntag, dem 13. Oktober gefeiert.

 

Voß, nachdem der Gasthof nun benannt war, setzte die Traditionen der Vorgänger fort. Er veranstaltete Garten- und Militärkonzerte und Bälle und erwarb sich rasch großes Ansehen. Der Erste Weltkrieg traf auch die Familie Voß hart. Friedrich Voß wurde zum Kriegsdienst eingezogen. 1916 erkrankte er während eines Heimaturlaubs, den er nun im Bad Segeberger Lazarett des Vaterländischen Frauenvereins verbringen musste. Wieder genesen ging es zurück an die Front. Sergeant Voß fiel am 23. August 1918 und seine Witwe Meta Voß führte das Geschäft erfolgreich weiter.

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Foto zur Meldung: Vor 110 Jahren: Der neue Wirt gibt seinen Einstand
Foto: 1907 Gasthof Fr. Voß, noch mit der Aufschrift Ludwig Saggau

Kreis warnt vor Tierseuchen – Geflügel- und Schweinepest bedrohen die Region – Jäger und Bürger sollen helfen

(10.10.2017)

Der Kreis Segeberg warnt vor dem möglichen Befall regionaler Tierbestände durch die klassische Geflügelpest und die afrikanische Schweinepest. Jahreszeitlich bedingter Vogelzug und über das Ausland eingeführte Wurst- und Fleischerzeugnisse können Auslöser der Einschleppung sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Veterinäramtes.

 

Die Jäger werden um aktive Mitarbeit gebeten. Sie sind aufgefordert, Blut- und Organproben von erlegtem Schwarzwild und Unfallwild zu entnehmen. Bürger sind zudem aufgefordert, dem Veterinäramt unter Telefon 04551/951-337 oder veterinär@kreis-se.de Hinweise auf in der Natur tot aufgefundene Tiere zu geben, insbesondere Vögel. Über ein so genanntes Totfund-Kataster der Uni Kiel werden die Fundorte über eine entsprechende Smartphone-App erfasst.

 

Mehr zum Sachverhalt in der dieser Meldung beigefügten Pressemitteilung.

[Pressemitteilung]

[Geflügelpest]

Foto zur Meldung: Kreis warnt vor Tierseuchen – Geflügel- und Schweinepest bedrohen die Region – Jäger und Bürger sollen helfen
Foto: Schweinepest

Achtung Vereine: Terminabsprache 2018 vorgezogen!

(06.10.2017)

Eine wichtige Botschaft für alle Vereine und Organisationen der Gemeinde Schmalensee: Die Terminabsprache für das Jahr 2018 findet nicht mehr am 13.12.2017 statt. Neuer Termin ist Mittwoch, 22. November 2017, um 19 Uhr auf dem Gemeindesaal.

 

Zugleich ändert sich auch der Termin für die das Jahr beschließende Sitzung der Gemeindevertretung: Auch diese wurde vom 13.12. auf den 22.11.2017 vorverlegt. Grund ist eine Stellungnahme der GV, die bis zum 30.11.2017 abzugeben ist.

 

In der Terminabsprache geben die Vorsitzenden oder Vertreter der Vereine, Wählergruppen und der Feuerwehr ihre Jahresplanung 2018 bekannt und erstellen somit gemeinsam den Schmalenseer Terminkalender. Zugleich dient das Treffen, Terminkollisionen zu vermeiden. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst alle Vereine bis dahin ihre wichtigsten Termine (in der Regel öffentliche Veranstaltungen, angefangen mit den Jahreshauptversammlungen) kennen und benennen.

 

Der Schmalenseer Terminkalender 2018 wird im amtlichen Mitteilungsblatt, dem Blickpunkt Bornhöved, und auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht.

 

Foto zur Meldung: Achtung Vereine: Terminabsprache 2018 vorgezogen!
Foto: Achtung Vereine: Terminabsprache 2018 vorgezogen!

Beförderung: Sönke Siebke im Hauptausschuss des Segeberger Kreistags

(06.10.2017)

Ein gutes halbes Jahr vor der Kommunal- und Kreiswahl 2018 hat in der CDU-Kreistagsfraktion ein Stühlerücken stattgefunden. Wie die Fraktion in einer Pressemitteilung bekannt gibt, soll der aus ihren Reihen gestellte Vorsitz im Hauptausschuss des Kreistags von Henning Wulf an Doris Grote übergehen, nachdem Wulff die Position räumen wird.

 

Die Norderstedterin war bisher erste stellvertretende Vorsitzende des Hauptausschusses. Diesen Posten soll der CDU-Fraktionsvorsitzende Kurt Barkowsky übernehmen. Für beide Positionen hat die CDU als stärkste Fraktion im Kreistag das Vorschlagsrecht.

 

Da Henning Wulf zukünftig auch seinen Rückzug als Mitglied im Hauptausschuss angekündigt hat, wird Schmalenssees Bürgermeister, der CDU-Kreistagsabgeordnete Sönke Siebke in diesen Ausschuss nachrücken. Seinen Platz im Ausschuss für Ordnungs-, Verkehrs- und Gesundheitswesen (OVG) wird Siebke abgeben. Die Umbesetzungen sind noch durch den Segeberger Kreistag, der am 12. Oktober tagen wird, zu bestätigen.

Foto zur Meldung: Beförderung: Sönke Siebke im Hauptausschuss des Segeberger Kreistags
Foto: Sönke Siebke

Vor 80 Jahren: Damsdorf wird ein Teil von Stocksee

(01.10.2017)

Ein Kapitel zu unseren Nachbarn in Damsdorf ist ihre Eingemeindung vor 80 Jahren nach Stocksee, die 1951 wieder rückgängig gemacht wurde.

 

Am 30. Juni 1937 verbreitete der Landrat des Kreises Segeberg, zu dem die besagten Dörfer seit 1867 gehören, folgende Bekanntmachung des Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein:

Gemäß §§... der Deutschen Gemeindeordnung wird mit Wirkung vom 1. Oktober 1937 die Gemeinde Damsdorf, Kreis Segeberg, in die Gemeinde Stocksee, Kreis Segeberg, eingegliedert. Das Ortsrecht der Gemeinde Stocksee tritt in dem Ortsteil Damsdorf am 1. Januar 1938 in Kraft. Die Bürger der Gemeinde Damsdorf werden mit Wirkung vom 1. Oktober 1937 Bürger der Gemeinde Stocksee. … Mit Ablauf des 30. September 1937 endet die Amtszeit der Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderäte der beiden Gemeinden. Bei Neuberufung der Ehrenbeamten sind die Bürger der Gemeinde Damsdorf zu berücksichtigen.“ (Das gleiche Schicksal ereilte Daldorf, das auf Rickling und Blunk verteilt wurde.)

 

Die am 06.08.1947 eingeführte Amtsordnung für Schleswig-Holstein sah eine Reduzierung der bislang im Kreis Segeberg bestehenden 25 Amtsbezirke auf 16 vor. Die Ämter Bornhöved (Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek) und Stocksee (Stocksee, Tensfeld, Tarbek) wurden zum Amt Bornhöved. Die „Chronik der Ämter und Amtsfreien Gemeinden im Kreis Segeberg“, 2007 herausgegeben vom Fachverband der Leitenden Verwaltungsbeamten der Ämter Schleswig-Holsteins – Kreisgruppe Segeberg, erwähnt immerhin: „Seinerzeit waren die heutigen Gemeinden Damsdorf und Stocksee eine Gemeinde mit der Bezeichnung Stocksee.“ Wann genau die Zusammenlegung rückgängig gemacht wurde, wird hier nicht genannt. Das Buch „Zwischen Grimmelsberg, Stocksee und Tensfelder Au“, in dem Heinrich Pöhls 1979 die Geschichte der ehemals zum Amt Plön gehörenden Dörfer Stocksee, Damsdorf, Tensfeld und Tarbek beschreibt, klammert diesen Eingriff aus

 

Die von Dietrich Wiebe 1985 zusammengefasste und von seinem Sohn Joris Wiebe 2009 im Internet bereit gestellte Stockseer Schulchronik listet Zusammenlegung von 1937 auf. Nach den Kommunalwahlen vom 24. Oktober 1948 habe die aus Stockseern und Damsdorfern gebildete Gemeindevertretung dann erstmals einen Beschluss zur Trennung gefasst, dem entsprechenden Antrag aber habe die Landesregierung nicht stattgegeben. Dennoch berichtet Hans-Peter Sparr in seinem 1992 veröffentlichten Buch „125 Jahre Kreis Segeberg“, dass die Nicht-Selbstständigkeit am 31.03.1951 endete.

 

Eine Notiz der Segeberger Zeitung vom 09.10.1951 jedoch gibt Hinweis darauf, dass man die Selbstständigkeit Damsdorfs noch immer erst wieder herstellen wollte: „Um die von Damsdorfer Seite betriebene Loslösung des Dorfes Damsdorf aus der Gemeinde Stocksee und die Wiederherstellung einer eigenen Gemeinde war es still geworden. Neuerdings werden aber die Trennungsbestrebungen wieder spürbar und die Trennung scheint nunmehr zur Wirklichkeit zu werden. … Auch die Gemeinderäte von Stocksee hatten gegen die Trennung nichts einzuwenden, zumal die Interessen beider Orte völlig auseinander laufen. ...“ - Einigen wir uns auf 1951...

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[Zeitungsartikel]

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Foto: Vor 80 Jahren: Damsdorf wird ein Teil von Stocksee

Ein neuer Mann für den Naturschutz im Kreis Segeberg

(28.09.2017)

Dr. Georg Hoffmann, langjähriger leitender Mitarbeiter der Segeberger Kreisverwaltung, ist neuer Kreisnaturschutzbeauftragter. Hoffmann löst den Strukdorfer Reinhard Sager ab, der das Amt 32 Jahre lang mit viel Herzblut ausgefüllt hat.

 

Gewählt hat den neuen Kreisnaturschutzbeauftragten der zwölfköpfige Naturschutzbeirat. Dem Gremium gehören gehören Vertreter verschiedener Organisationen an: Der Eulenschutz-Verband, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND, das Noctalis Fledermauszentrum (dessen wissenschaftlicher Leiter Florian Gloza-Rausch zum stellvertretenden Kreisnaturschutzbeauftragten gewählt wurde), die Faunistisch-Ökologische Arbeitsgemeinschaft, die Kreisjägerschaft, der Kreisbauernverband, die Abteilung Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, die Arbeitsgemeinschaft der Gewässerpflegeverbände im Kreis Segeberg und der Wege-Zweckverband (WZV) der Gemeinden des Kreises Segeberg.

 

Aufgabe des Beirats ist die Beratung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Segeberg in wichtigen Fragen des Naturschutzes.

[Pressemitteilung]

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Foto: Landrat Jan Peter Schröder (von links) Dr. Georg Hoffmann, Florian Gloza-Rausch, UNB-Leiter Axel Timmermann

Heute vor 55 Jahren: Frauenleiche gefunden – war es Selbstmord?

(28.09.2017)

Nur kurz flackert 1962 dieses Stück Schmalenseer Kriminalgeschichte in der Segeberger Zeitung auf. Am 28. September 1962 entdeckt ein Bisamjäger in der Nähe des erst seit wenigen Jahren existierenden Mütterkurheims im Schilfgürtel des Schmalensee eine Frauenleiche.

 

Rasch findet die Polizei heraus, dass es sich um eine seit dem 17.09.1962 vermisste Lernschwester des Friedrich-Ebert-Krankenhauses Neumünster handelt. Da die 24-Jährige keine Spuren einer Fremdeinwirkung aufweist, geht man offenbar von einem Selbstmord aus. Das erklärt auch, warum es bei der einen Zeitungsmeldung bleibt.

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Foto: Heute vor 55 Jahren: Frauenleiche gefunden – war es Selbstmord?

Schmalensee hat gewählt – Bundestagswahl 2017

(25.09.2017)

Die Bundestagswahl am 24.09.2017 ist gelaufen. Die CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf Bundesebene die Mehrheit verteidigt – aber mit deutlichen Einbußen. Auch die SPD hat heftig Federn lassen müssen. Gewinner sind die FDP, der der Wiedereinzug in den Bundestag nach einer Legislaturperiode in der außerparlamentarischen Opposition gelungen ist, und die Alternative für Deutschland, AfD. Die rechtspopulistische Partei zieht erstmals in den Bundestag ein und das als drittstärkste Kraft.

 

Im Bundestagswahlkreis Segeberg /Storman Nord hat sich der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann (CDU) aus Seth erneut als Direktkandidat durchsetzen können.

 

Die Wahlergebnisse für Schmalensee:

 

Erststimmen (für die Kandidaten): CDU (Gero Storjohann)134 / 51,1 Prozent, SPD (Alexander Wagner) 64 / 24,4, Grüne 16 / 6,1, FDP 16 / 6,1, AfD 15 / 5,7, Die Linke 14 / 5,3, Freie Wähler 3 / 1,1.

 

Zweitstimmen (für die Parteien): CDU 106 / 40,8 (2013: 49,8), SPD 52 / 20,0 (19,4), FDP 43 / 16,5 (5,1), Grüne 20 / 7,7 (7,9), Die Linke 16 / 6,2 (3,6), AfD 15 / 5,8 (4,7), NPD 2.

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Foto: Schmalensee hat gewählt – Bundestagswahl 2017

Vor 120 Jahren: Ein müder Bettler bringt den Gendarm in Nöte

(25.09.2017)

Kurioses ereignet sich im Jahr 1897 auf dem Wege zwischen Bornhöved und Schmalensee, als der in der Nachbargemeinde stationierte berittene Gendarm einen von ihm verhafteten Bettler nach Schmalensee bringen muss. Dort lebt Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau, und diesem ist der Gefangene vorzuführen. Außerdem werden in jener Zeit die Gefangenen auch in Schmalensee inhaftiert – weil es der Sitz des Amtsvorstehers und damit der höchsten Polizeibehörde des Amtes ist.

 

Gendarm Strycker wird unterwegs einer Geduldsprobe unterzogen: Der Bettler gibt an, zu müde zu sein, um weitergehen zu können. Der Gendarm weiß sich nicht anders zu helfen, als von einem an der Chaussee liegenden Bauernhof einen Knecht nebst Schubkarre herbei zu zitieren und seinen Gefangenen in eben dieser nach Schmalensee bringen zu lassen.

 

[Zeitungsartikel]

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Foto: Vor 120 Jahren: Ein müder Bettler bringt den Gendarm in Nöte

Vor 105 Jahren: Der Flottenverein für Bornhöved und Umgegend

(23.09.2017)

Ausdruck deutschen Großmachtstrebens, das letztlich im Ersten Weltkrieg mündete, war eine massive Aufrüstung der Hochseeflotte. Große Kriegsschiffe sollten, ganz im Sinne Kaiser Wilhelms II., die Seemacht Großbritannien beeindrucken und die vermeintlich ungeschützten Routen zu den deutschen Überseegebieten und Kolonien sichern. Um ein nachhaltiges Bejahen dieser immensen volkswirtschaftlichen Herausforderung in der Gesellschaft durchzusetzen, wurde der „Deutsche Flottenverein“ gegründet. Auf Reichs- und Provinzialebene wurden die maßgeblichen Strukturen geschaffen. Am 23. September 1912 war es dann im Kirchspiel Bornhöved so weit, eine lokale Gliederung des Flottenvereins zu gründen. Träger waren die geistigen Eliten.

 

Mit einem Anfangsbestand von 125 Mitgliedern, die bis dato wohl nur dem Provinzialverband angehört hatten, wurde im Gasthof zur Linde die selbstständige „Ortsgruppe Bornhöved des deutschen Flottenvereins“ gegründet. Ehrengast war Generalleutnant a.D. von Hoppenstedt, der Vorsitzende des Provinzialausschusses; Einladender der Bornhöveder Apotheker Dr. Voß.

 

Von Hoppenstedt unterstrich den vermeintlich defensiven Charakter einer starken Hochseeflotte, die Deutschland den Frieden sichere und durch Abschreckung selbst eine Seemacht wie England davon abhalten werde, „ohne zwingenden Grund Deutschland anzugreifen.“

 

Nach beschlossener Gründung der Ortsgruppe wird der Vorstand gewählt, mit Apotheker Dr. Voß als Vorsitzendem und Pastor Voß als dessen Stellvertreter. Dass das Vereinsgebiet über Bornhöved hinaus reicht, unterstreicht die Wahl von „Vertrauensleuten“: Als Ansprechpersonen in den Nachbargemeinden fungieren die Lehrer – Trenktrog in Gönnebek, Meier in Daldorf, Thöm in Kalübbe, Hauslehrer Beetzen in Neuenrade und Heinrich Göttsch in Schmalensee.

 

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Foto: Ansichtskarte um 1905

Vor 80 Jahren: Vorbereitung auf den Krieg – Verdunkelungsübung

(19.09.2017)

Im Zeitraum 18. bis 26. September 1937 findet im Kreis Segeberg eine große „Verdunkelungsübung“ im Rahmen der Vorbereitungen zum Luftschutz statt. U.a. wird großräumig geübt, Fenster und Türen, Dachfenster aber auch Hof- und Stallbeleuchtungen so abzudunkeln, dass kein Licht nach außen dringt.

Detailliert werden Maßnahmen und Material zur Verdunkelung in den Tageszeitungen vorgestellt, der Einzelhandel in der Region wirbt mit entsprechenden Produkten, auch zur Verdunkelung von Fahrzeugbeleuchtungen, wie der Bornhöveder Opel-Händler Hans Lorenzen.

 

Schon vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten propagierten deutsche Regierungen, dass ein zukünftiger Krieg gerade der Bevölkerung Gefahr und Schrecken aus der Luft bringen würde. Im Rahmen der umfangreichen Aufrüstung und Durchdringung der Gesellschaft vertieften die Nationalsozialisten die Sensibilisierung der Bevölkerung für den Luftschutz. Vor allem durch den „Reichsluftschutzbund“.

 

Bereits im Januar fand die Vorbereitung der Amtsträger auf kommende Aufgaben im Luftschutz im Kreis Segeberg statt. Am 18.01.1937 wurden in der Bad Segeberger Luftschutzschule u.a. die Amtsvorsteher und Wehrführer durch den Kreisleiter der NSDAP Stiehr und Luftschutzoberführer Dr. Eichstädt in die Notwendigkeit der Luftschutzmaßnahmen und -Schulungen eingewiesen.

 

Für die Amtsvorsteher und Bürgermeister ergriff der Amtsvorsteher des Amtes Bornhöved, Heinrich Harder aus Schmalensee das Wort, wie das Segeberger Kreis- und Tageblatt am 21.01.1937 berichtete. Harder verwies auf die Arbeit des Reichsnährstandes, der im Dritten Reich die landwirtschaftliche Produktion steuerte und dessen Arbeit ebenfalls durch Angriffe aus der Luft gefährdet sei. Harder führte aus, „dass durch den Reichsluftschutzbund die große Aufgabe des Reichsnährstandes, die Bereitstellung der Nahrungsmittel für das deutsche Volk im Rahmen des Vierjahresplanes seine Ergänzung erfahre durch ein Wissen um die Sicherung der Ernährungsgrundlage vor Gefahren aus der Luft.“

 

Zurück zur Verdunkelungsübung. Der Reichsluftschutzbund war, wie alle NS-Organisationen, bis auf die Ebene der Gemeinden organisiert und stellte sogenannte Luftschutzwarte. Mitglieder dieser und anderer staatlicher Organisationen befanden sich während der Verdunkelungsphase im Einsatz, um Fehlverhalten aufzuzeigen und anzumahnen. Über Verfehlungen wurde durchaus berichtet, etwa Bornhöveder Kinder, die während der Verdunkelungsübung ihre Fahrradbeleuchtung nicht abgedunkelt hatten und es einfach ausgeschaltet ließen – also ohne jegliches Licht fuhren. „dies ist aber verboten!“, so der Berichterstatter.

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Foto: Vor 80 Jahren: Vorbereitung auf den Krieg – Verdunkelungsübung

Auf den Spuren der Bronzezeit – Ausgrabung auf dem Flurstück Mang de Bargen

(17.09.2017)

Damit hätten Dr. Jutta Kneisel und ihr Grabungsteam wohl nicht gerechnet: Den Tag der offenen Ausgrabung auf dem Flustück Mang de Bargen an der Grenze zur Schmalenseer Gemarkung nutzten zahlreiche Menschen aus der Umgebung, um den Angehörigen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel über die Schulter zu blicken.

 

Aktuell untersuchen Doktorandin Stefanie Schaefer und ihre Mitstreiter im Rahmen einer Lehrgrabung einen bronzezeitlichen Grabhügel, von denen es – sichtbar – vor rund 3.500 Jahren weitaus mehr in unserer Region gegeben hat als heute.

 

Allzu große Hoffnung auf kostbare Grabbeigaben machen sich Stefanie Schaefer und ihre Mitstreiter nicht. „Der Grabhügel wird wie fast alle in der Region geplündert worden sein. Aber wir hoffen, viele Puzzle-Teilchen zu finden, die unser Bild vom Leben um 1.500 v. Chr. vervollständigen“, so Stefanie Schaefer, die die Hoffnung nicht ganz aufgeben möchte, womöglich Siedlungsreste zu finden. „Dann allerdings in einiger Entfernung zum Gräberfeld“, ergänzt ihr Kollege Michael Bilger.

 

Auf einer Fläche so groß wie ein Fußballfeld graben die Archäologen auf jeden Fall noch bis in den Oktober. Ein Betreten der Grabungsfelder durch Unbefugte ist selbstverständlich unerwünscht – dann würde man bereits mühsam abgesuchte Flächen geradezu zerstören und die Arbeit mehrerer Tage zunichte machen.

 

Mehr zum Projekt gibt es im Internet: www.sfb1266.uni-kiel.de

 

Foto zur Meldung: Auf den Spuren der Bronzezeit – Ausgrabung auf dem Flurstück Mang de Bargen
Foto: Stefanie Schaefer und Michael Bilger CAU KIel

Wer gräbt denn da? – Tag des offenen Ausgrabungsplatzes am 16. September

(15.09.2017)

Bevor das Kieswerk in der Bornhöveder Feldmark „Mang de Bargen“ erweitert werden kann, sind die Archäologen der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel angerückt und suchen die Ackerfläche nach Überresten menschlicher Besiedelung vor rund 3.500 Jahren ab. Diese liegt unmittelbar an der Grenze der Schmalenseer Gemarkung und ist von der Tarbeker Straße aus erreichbar (vom Ortsausgang geehen zweiter Feldweg rechts).

Die Öffentlichkeit ist am Sonnabend, 16. September 2017 dazu eingeladen, Archäologie hautnah zu erleben. Zwischen 10 und 16 Uhr ist dies möglich. Wer den Ausgrabungsplatz über die B 430 erreichen möchte, verlässt Schmalensee in Richtung Neumünster und biegt links in die Straße Mang de Bargen ein.

In der Bronzezeit um 1500 v. Chr. siedelten in der Nähe der Kiesgrube bei Bornhöved bereits Menschen, die Ackerbau und Handel betrieben und in der Lage waren, Metall zu bearbeiten“, heißt es in einer Pressemitteilung der CAU, deren Mitarbeiter die Fläche eines halben Fußballfeldes untersuchen.

Unter der Leitung von Dr. Jutta Kneisel werden Überreste von Häusern, Gräbern und anderen Siedlungsaktivitäten gesucht. Einiges konnte schon entdeckt werden….

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Foto: Grabung Mang de Bargen

Vor 115 Jahren: Bärenstarke Erntehelfer

(06.09.2017)

Das Segeberger Kreis- und Wochenblatt berichtet von einer Begebenheit, die der Zeitung aus einer Bornhöveder Quelle über die Erntearbeit in Schmalensee zugetragen wurde. Der Wortlaut:

 

„… Der Roggen ist fast überall geborgen und beginnt man schon mit dem Dreschen desselben. Von einem Hof zum anderen wird die schwere Lokomobile und Maschine von drei bis vier Pferden transportiert und die Pferde müssen fast ihre ganze Kraft einsetzen.

 

Im benachbarten Schmalensee jedoch braucht man die Pferde nicht, denn vorgestern nach vollbrachter Arbeit, wo man 10 bis 12 Tonnen Roggen in der Stunde gedroschen hatte, wurde die Dreschmaschine mitsamt der Lokomobile von den beim Dreschen mit tätig gewesenen Mannschaften, 18 an der Zahl, zum größten Teil Handwerker, unter großem Jubel die Dorfstraße entlang gezogen.

 

Der Hufner,, zu dem die Maschine jetzt sollte, eilte dem Zuge mit Pferden entgegen und wollte diese vorspannen; davon wollten aber die sich stark fühlenden Handwerker nichts wissen. Unter dem Ruf „Dee oolen Dütschen lewt noch!“ ging der Zug ohne Pferde weiter. Man ersuchte den Hufner, nur schleunigst das Tor zu öffnen, sonst müsse man schließlich noch dieses einrennen.“

 

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Foto: Lokomobile und Dreschmaschine

Vor 140 Jahren: Schneeschaufeln ist Bürgerpflicht

(04.09.2017)

Die königliche Regierung in Schleswig ermahnt bezüglich des bevorstehenden Winters zur Einhaltung der Verpflichtung der Landgemeinden, die Chausseen vom Schnee frei zu halten:

 

Mit Geldbuße bis zu 30 Mark, eventuell entsprechender Haft wird bestraft, wer auf Anfrage des Gemeindevorstehers oder sonst amtlich Berufenen zu den im Regulativ vom heutigen Tage für das Schneeschaufeln bezeichneten Arbeiten gar nicht oder nicht rechtzeitig sich einstellt oder die Arbeit vor deren Beendigung verlässt oder die angeordneten Gerätschaften nicht mitbringt oder Trunkenheit oder Widersetzlichkeit während der Arbeit zeigt.

 

Dorfchronist Heinrich Göttsch (1946): „1861 und 62 wurde die durch Schmalensee gehende Straße Neumünster – Plön zur Chaussee ausgebaut.“

 

Kirchspielvoigt Linstow (1867 bis 1888 bestanden als Verwaltungsebene zwischen dem gerade gebildeten Kreis Segeberg und den neuen Ämtern die Kirchspielvogteibezirke Segeberg und Bramstedt) sieht sich am 16.11.1877 genötigt, die Anordnung der Schleswiger Provinzialregierung näher zu erläutern:

 

... sind alle männlichen Gemeindeeinwohner vom 18. bis 45. Lebensjahre zur Hülfsleistung pflichtig. Befreit sind: Staatsbeamte, Geistliche, Lehrer, Ärzte, Apotheker, Eisenbahnofficialen, Ortsvorsteher... sowie durch Krankheit oder besondere Schwäche verhinderte Personen.“

 

Heute sind die Einwohner gehalten, die Gehsteige vor ihren Grundstücken vom Schnee zu befreien. Die Nebenwege werden durch die Gemeinde bzw. von ihr beauftragte Unternehmen wie den Wegezweckverband geräumt. Die frühere Chaussee, die Bundesstraße 430 (Dorfstraße), wird durch die Straßenmeisterei gefegt. Zwei Fotografien zeigen die vom Schnee befreite Dorfstraße in den 1950er Jahren.

 

04.09.1877

 

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Foto: Schmalensee Ortseingang 1950er

Willkommen Känguru-Gruppe – Außenstelle von Eris Arche gestartet

(02.09.2017)

Kängurus in Schmalensee? Seit dem 1. September 2017 ist es „Realität“. Wer in naher Zukunft kleine gelb leuchtende Westen in Schmalensees Knicklandschaft entdeckt, soll sich nicht wundern: Die Känguru-Gruppe, eine Außenstelle der Bornhöveder Kita Eris Arche, hat den Betrieb in den Räumen der früheren Kinderspielstube „Kicherzwerge“ aufgenommen und erkundet die Umgebung.

 

Das Aquarium, das bereits die Kicherzwerge erfreut hat, ist geblieben. „Es passt sehr gut zu unserer Ausrichtung, wir wollen uns mit der Natur und Tieren befassen“, verrät Gruppenleiter Timo Kay. Auch die Bewegung soll nicht zu kurz kommen. Schließlich hat sich Eris Arche um die Räumlichkeit auch wegen der direkten Anbindung an die Sporthalle und den Spielplatz dahinter bemüht. Die Liegenschaften des SV Schmalensee sollen mit genutzt werden, zeitlich kommt man sich nicht ins Gehege.

 

Zwischen 15 und 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren werden die Känguru-Gruppe bilden. Am ersten Tag waren längst nicht alle da – es waren ja noch Sommerferien. Wie Timo Kay und seine Mitarbeiterinnen Sonja Wegener und Jasmin Gross mussten sich Bennet, Luna, Leo, Emmilee und Filja erst einmal eingewöhnen. Obwohl: Emmilee und Bennet konnten den anderen als ehemalige Kicherzwerge schon Vieles erklären und zeigen.

 

Noch ist der Raum der Känguru-Gruppe etwas karg. Aber rasch wird Leben und Farbe Einzug halten. Und Abwechslung sowieso. Neben Streifzügen durch die nähere Umgebung und Herumtollen auf dem Sportgelände dreht sich viel um das Thema Indianer. „Wir werden basteln, backen und uns auch verkleiden“, gibt Timo Kay einen Ausblick. Ein besonderes Bewegungsangebot passt da hervorragend mit allem zusammen: Sonja Wegener ist auch Reitpädagogin und zweimal im Monat geht es nach Bönebüttel aufs Pferd. „Therapeutisches Reiten fördert viele Entwicklungen der Kinder zugleich, u.a. die Motorik“, weiß Sonja Wegener.

 

Aus Schmalensee, Bornhöved, Gönnebek und Tarbek kommen die kleinen Kängurus. Ihr Name ist angelehnt an das Lied „Das singende Känguru“ - einen Song, den die Lütten offenbar alle mit der Zahnfee in Verbindung bringen. Aber Kängurus, so Timo Kay, verkörpern das, was die Gruppe sein will: Sportlich, aktiv, kräftig und wild. Na dann – viel Spaß in Schmalensee, ihr Kängurus!

 

 

 

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Foto: Willkommen Känguru-Gruppe – Außenstelle von Eris Arche gestartet

Vor 125 Jahren: Angst vor der Cholera

(28.08.2017)

Vor 125 Jahren

am 28.08.1892

 

Angst vor der Cholera

 

In der Stadt Hamburg ist die asiatische Cholera ausgebrochen, was in den umliegenden Landen für zahlreiche Maßnahmen zur Epidemie-Vorbeugung auslöst. In den folgenden Wochen enthält das Segeberger Kreis- und Wochenblatt zahlreiche Anweisungen, etwa über die Reinigung und Desinfektion der Aborte, das Reinigen der Milchkannen oder die Durchfuhrregelung von Personen- und Warentransporten. Tanzvergnügen, Umzüge und Feste anlässlich des Sedanstages werden verboten. Sogar die Übungen des 9. Armeekorps werden eingestellt. Prinzessin Irene von Preußen ruft als Schirmherrin für den Provinzialverband der Vaterländischen Frauenvereine für Schleswig-Holstein zu reger Spendentätigkeit auf. In den folgenden Wochen und Monaten veröffentlicht das Segeberger Kreis- und Wochenblatt (SKWB) immer wieder Spenderlisten, auf denen sich Personen oder Kommunen wiederfinden, die Geld für „nothleidende Hamburger“ abgeliefert haben.

 

Aus dem Kirchspiel Bornhöved wird am 07.09.1892 im SKWB am gemeldet: „Die Cholera hat glücklicherweise hierselbst noch nicht ihren Einzug gehalten, trotzdem hierorts auch Leute aus Hamburg weilen, wodurch eine Einschleppung schon leicht hätte geschehen können. Im übrigen rüsten wir uns auch mit aller Energie, um dieser schrecklichen Feinde, wenn es sein muß, möglichst erfolgreich begegnen zu können. Die beiden Amtsbezirke Perdoel und Depenau errichten gemeinsam in der Nähe von Wankendorf eine Baracke von etwa 13 Meter Länge und 8 Meter Breite, mit einem Kostenaufwande von 1600 M., worin zunächst in zwei Räumen 8 Betten eingerichtet werden. […] Desinfektionsmittel werden auf Kosten der einzelnen Gemeinden allen Einwohnern unentgeltlich überreicht. [...]“

 

 

  • Auf die Cholera-Epidemie von 1892 geht die Anlage des Großfriedhofs Ohlsdorf zurück, wie Martin Krieger 2006 in seinem Buch „Geschichte Hamburgs“ (C.H. Beck Wissen) schreibt. Krieger weiter: „Zwischen August und Oktober 1892 wütete in Hamburg eine Cholera-Epidemie, die insgesamt 8.600 Todesopfer forderte. Eigentlich hätten die Hamburger schon seit längerer Zeit vorgewarnt sein müssen, denn bereits 1831, 1848 und 1859 war die Cholera trotz Quarantänemaßnahmen über die Stadt hereingebrochen und hatte zahlreiche Tote gefordert. Ursache waren die unbeschreiblich schlechten hygienischen Bedingungen vor allem in den Gängevierteln, wo die Menschen mit ungefiltertem Wasser aus der Elbe versorgt wurden. Erst ein ungeheuer großes, europaweites Echo und die durch die Quarantänemaßnahmen hervorgerufenen ökonomischen Verluste bewirkten ein Umdenken der Hamburger Obrigkeit. So gab sich die Stadt 1898 mit dem 'Wohnungspflegegesetz' die Möglichkeit, die schlimmsten städtebaulichen Mißstände zu beseitigen.“

 

 

 

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Foto: Vor 125 Jahren: Angst vor der Cholera

Kreispräsident Zylka zum 150. Bestehen des Kreises Segeberg

(26.08.2017)

Am 08.09.2017 wird im Bad Segeberger Landratspark mit einem Bürgerfest das 150-jährige Bestehen des Kreises Segeberg gefeiert.

 

Seit 1990 ist Winfried Zylka aus Bornhöved als Kreispräsident oberster Repräsentant des Kreistags.

 

Im Interview mit der Pressesprecherin des Kreises Segeberg äußert sich der 70-Jährige anlässlich des Jubiläums zu Heimat und Kommunalpolitik im Wandel.

 

Das Interview ist diesem Beitrag als PDF angehängt.

 

[Interview Winfried Zylka]

[Kreisfest 08. September 2017]

Foto zur Meldung: Kreispräsident Zylka zum 150. Bestehen des Kreises Segeberg
Foto: Kreispräsident Winfried Zylka

Vor 130 Jahren: Pinscher verloren – Hilferuf eines Rittmeisters

(23.08.2017)

Eine Anzeige im Segeberger Kreis- und Wochenblatt (SKWB) vom 23.08.1887 weckt Interesse, erscheint der Inhalt doch recht kurios: Ein Rittmeister von Wedel aus Wandsbek ersucht darin um Mithilfe beim Wiederauffinden seines Pinschers. Der, so die Anzeige, sei „auf dem Wege von Schmalensee nach Todesfelde“ verloren gegangen. 20 Mark sichert Herr von Wedel dem „Wiedererbringer“ zu.

 

Dienstgrad und Herkunft von Wedels geben Aufschluss über den Hintergrund seines Aufenthalts im Kreis Segeberg: Der Rittmeister ist Offizier der berittenen Truppen – vergleichbar dem Hauptmann der Fußtruppen. Die Wandsbeker Husaren übten zur gleichen Zeit in der Gönnebeker Heide. Das verraten zwei weitere Suchanzeigen im SKWB aus dem August 1887 – dem Regiment Nr. 16 ist ein Pferd abhanden gekommen.

 

Die Gönnebeker Heide, das heutige Gemeindegebiet von Trappenkamp, war von 1875 bis 1899 als „Exerzierplatz bei Bornhöved“ ein Truppenübungsplatz der preußischen Armee bzw. deren Einheiten aus Hamburg und Schleswig-Holstein. Lange Zeit wurden die übenden Truppen, wie auch im Fall von Manövern, in den umliegenden Ortschaften einquartiert, ehe in Platznähe ein Barackenlager errichtet wurde.

 

Dass dem Herrn Rittmeister, offenbar auf dem Rückmarsch in die Wandsbeker Garnison, sein Hund abhanden gekommen ist, wirkt vor allem dadurch komisch, dass dieser auf dem nicht gerade kurzen Wegstück zwischen Schmalensee (wo von Wedel vermutlich Quartier hatte) und Todesfelde verloren ging. Scheinbar hatte der Herr Offizier seinen (un)treuen Begleiter auf dem Marsch nicht ernstlich vermisst...

[Militärpferd entlaufen - Aufruf Landrat]

[Pinscher verloren vom Rittmeister von Wedel]

[Militärpferd entlaufen - Wandsbeker Husaren]

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Foto: Vor 130 Jahren: Pinscher verloren – Hilferuf eines Rittmeisters

Vor 135 Jahren: Manöver der Husaren

(22.08.2017)

Im Kreis Segeberg findet vom 22. bis zum 28.08.1882 ein größeres Manöver preußischer Truppen statt. In Schmalensee und den Nachbarorten sind Teile der 18. Kavalleriebrigade einquartiert. Während Bornhöved den Stab der Brigade sowie den Regimentsstab und die ganze 5. Eskadron des Husarenregiments Nr. 16 beherbergt, nimmt Gönnebek vier Fünftel der 2. Eskadron dieses Regiments auf.

In Schmalensee liegen der Stab des Husarenregiments Nr. 15 und drei Fünftel der 3. Eskadron dieses Regiments.

 

Das Regiment Nr. 15 wurde ursprünglich am 19. Dezember 1803 als Kavallerieverband der Streitkräfte des Königreichs Hannover gebildet. Nach dem verlorenen Krieg von 1866 und der Annexion des Landes durch das Königreich Preußen wurde der Verband als Husaren-Regiment (Hannoversches) Nr. 15 in die Preußische Armee übernommen. Im Zusammenhang mit der Gründung des Deutschen Reichs am 18. Januar 1871 in Versailles und dem Inkrafttreten der Verfassung vom 16. April 1871 wurde das Regiment im Juni 1871 in die damalige Stadt Wandsbek (bzw. Marienthal) verlegt. Dieser Standort sorgte für die volkstümliche Bezeichnung „Wandsbeker Husaren“. Zu Ehren der niederländischen Königin Wilhelmina benannte Wilhelm II. das Regiment 1898 in Husaren-Regiment „Königin Wilhelmina der Niederlande“ (Hannoversches) Nr. 15 um.

 

Einquartierungen in den Dörfern gerade des Kirchspiels Bornhöved waren zu preußischer Zeit nichts Ungewöhnliches – seit 1875 wurde die „Gönnebeker Heide“, das heutige Trappenkamp, als Truppenübungsplatz genutzt, damals „Exerzierplatz“ genannt. Darüber hinaus war die ganze Provinz durch regelmäßig in den Zeitungen veröffentliche Belegungspläne auf Manöver eingerichtet. Gerade die berittenen Einheiten wurden dabei bevorzugt in den Dörfern untergebracht – dort gab es Raum und Futter für die Tiere und Schlafplätze für die Soldaten.

 

Die Einquartierungen greift auch Dorfchronist Heinrich Göttsch (1946) auf: „Die Gönnebeker Heide war Übungsplatz der Wandsbeker Husaren Nr. 15 und der Schleswiger Husaren Nr. 16 geworden. Fast alljährlich bis 1899 waren auch in Schmalensee zahlreiche Husaren einige Wochen im Quartier, dem einen zur Lust, dem andern zur Last. Als Last wurde die Einquartierung empfunden, weil sie gewöhnlich in die hilde Erntezeit fiel.“ - Göttsch ordnet das 16. Regiment Schleswig zu, an anderer Stelle heißt es, dass auch diese Husaren in Wandsbek stationiert waren. Die lange Zeit der Einquartierung betraf Übungen in der Gönnebeker Heide – bei Manövern, die das Gefecht im offenen Gelände abbildeten, lagen die Truppen mitunter nur eine Nacht im Dorf.

 

Was des einen „Lust“ gewesen ist, überlassen wir der Phantasie – Bilder der schmuck uniformierten Husaren lassen darauf schließen, dass gerade die jungen Frauen mehr als nur einen flüchtigen Blick auf diese geworfen haben dürften.

[Einquartierungen]

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Foto: Vor 135 Jahren: Manöver der Husaren

Das Kreuz schon jetzt machen – Briefwahl zur Bundestagswahl 2017

(21.08.2017)

Die Zahl der Wahlplakate steigt, die Bundestagswahl naht. Am 24. September sind alle Wahlberechtigten zur Stimmabgabe aufgefordert. Sie haben an dem Tag etwas vor, sind im Urlaub? Ihr Stimmrecht verfällt nicht – die Briefwahl macht's möglich.

 

Bis spätestens 3. September sollen alle Wahlberechtigten ihre Wahlbenachrichtigung erhalten, wie die Verwaltung des Amtes Bornhöved mitgeteilt hat. Diese beinhalten Informationen zur Briefwahl, die z.T. auch im letzten Blickpunkt, dem amtlichen Mitteilungsblatt für das Amt Bornhöved, auf Seite 2 abgedruckt sind.

 

Den Blickpunkt finden Sie auch in digitaler Form als PDF auf dieser Homepage: In der Kategorie „Aktuelles“ hat er seine eigene Rubrik.

Foto zur Meldung: Das Kreuz schon jetzt machen – Briefwahl zur Bundestagswahl 2017
Foto: Das Kreuz schon jetzt machen – Briefwahl zur Bundestagswahl 2017

150 Jahre Kreis Segeberg – alle sind eingeladen

(19.08.2017)

Die offizielle Jubiläumsfeier zur Bildung des Kreises Segeberg vor 150 Jahren findet am Freitag, 8. September, in der Kreisstadt Bad Segeberg statt. Zweigeteilt, wie eine Pressemitteilung des Kreises verrät. Nach einem Festakt im Kreistagssitzungssal und im Foyer des Kreishauses ab 17 Uhr steigt das Kreisfest ab 18.45 Uhr im Landratspark hinter dem Haus Segeberg. - Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises Segeberg eingeladen.

 

Alle Bürgerinnen und Bürger – das sind rund 270.000! Sollten alle kommen, wird es eng im Park. Eine Hürde ist dabei zu meistern: Bis zum 25. August muss man sich verbindlich in der Kreisverwaltung anmelden. Telefonisch unter 04551/951-208 oder per Email unter sylvia.jankowski @kreis-segeberg.de.

 

Also Schmalenseer – ab in die Kreisstadt. Die 150 feiert der Kreis nur ein Mal!

 

[Pressemitteilung]

Foto zur Meldung: 150 Jahre Kreis Segeberg – alle sind eingeladen
Foto: Einladung Kreisjubiläum 150 Jahre

Vor 110 Jahren: Vereinigung der Totengilden

(18.08.2017)

Die Totengilden von Bornhöved und Schmalensee beschließen ihre Verschmelzung. Für die Bornhöveder Gilde fällt die Entscheidung in einer Mitgliederversammlung am 18.08.1907 beim Gastwirt Wittorf.

 

Der zukünftige Vorstand der Totengilde für Bornhöved und Schmalensee und Umgegend soll aus drei Herren für Bornhöved und zwei für Schmalensee bestehen. Der Beitrag beträgt im Monat 20 Pfennig für Familien und 10 Pfennig für Alleinstehende. Das Sterbegeld beträgt 50 Mark.

 

Am 10.08.1907 hatte der Vorstand der Totengilde Bornhöved während einer Sitzung im Gasthof „Zum Landhaus“ beschlossen, seiner Mitgliederversammlung am 18. August den Zusammenschluss mit der Schmalenseer Totengilde vorzuschlagen. Anwesend waren dabei auch Vertreter der Gilde aus Schmalensee. Die Gilden haben 86 bzw. 46 Mitglieder. Heinrich Göttsch berichtet in seiner Chronik von Schmalensee (1946), dass die hiesige Totengilde bereits 1851 gegründet worden sei. Diese „gewährte Unterstützung bei Sterbefällen zur Bestreitung der Begräbniskosten. Sie zahlte beim Tod eines Kindes 12 Mark, bei einem Erwachsenen 50 Mark.“

 

Am 01.04.1910 werden die monatlichen Beiträge für Familien auf 25 Pfennig erhöht. Die Mitgliederzahl liegt bei 137, im April 1914 sind es 125 Mitglieder. Vorsitzender in all den aufgeführten Jahren ist der Schweinemäster, später Rentner, Julius Dohm aus Bornhöved. Nach dem Ersten Weltkrieg fällt in der öffentlichen Titulierung der Name Schmalensee in der Berichterstattung weg, die Bezeichnungen „Totengilde Bornhöved“ oder „Sterbekasse Bornhöved“ werden etwa in Anzeigen benutzt.

 

 

  • Klarheit der Begriffe: Die Recherchen zu diesem Thema basieren vor allem auf der Lektüre des Segeberger Kreis- und Tageblatts. Dieses spricht zwischen 1907 und 1914 abwechselnd mal von der Totengilde, mal von der Sterbekasse. Da in beiden Fällen Julius Dohm als Vorsitzender genannt wird, ist es zunächst naheliegend, dass es sich um nur eine Versicherung auf Gegenseitigkeit handelt. Erst 1924 erhalten wir durch eine amtliche Nachricht Gewissheit: Es gab beide – die Sterbekasse und die Totengilde. Und beide werden gleichzeitig aufgelöst. Zumindest teilt der Landrat im März 1924 mit, dass die Provinzialregierung keine Einwände gegen die Auflösung beider Versicherungen erhebt. Göttsch: „... diese Gilden sind der Inflation nach dem Weltkriege zum Opfer gefallen.“

 

  • Auch heute gibt es eine Sterbekasse für Bornhöved und Umgebung. Sie wurde fast parallel zum Untergang der alten Gilden als „Sterbeunterstützungsverein für Bornhöved und Umgegend“, vermutlich schon 1920 oder 1922 gegründet. 1927 taucht der Name „Beerdigungsverein“ auf. Offiziell hielt sich der Name Sterbeunterstützungsverein bis in das Jahr 2010 – und damit mitten in die politische und gesellschaftliche Diskussion um eine aktive Sterbehilfe, womit aber der Verein nichts zu tun hat. Daher benannte er sich um und heißt nun „Sterbekasse Bornhöved und Umgebung“.

 

 

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[Auflösung]

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Foto: Vor 110 Jahren: Vereinigung der Totengilden

Vor 100 Jahren: Einer von 13: Hans Schenk gefallen

(18.08.2017)

Er ist einer der 13 Söhne Schmalensees, die ihr Leben im Ersten Weltkrieg haben lassen müssen. Hans Schenk, 21 Jahre, Sohn der Witwe Anna Schenk. Neben dieser werden Geschwister und eine Braut genannt, die seinen Tod beklagen. In der Reihenfolge der Verlustmeldungen ist Schenk der neunte Schmalenseer, der betrauert wird.

 

Dorfchronist Heinrich Göttsch weicht in seiner Chronik 1946 beim Sterbedatum Schenks ab: Ihm zufolge wäre Schenk schon am 16.08.1917 gefallen – vielleicht ein Schreibfehler, vielleicht hatte es in der Stammrolle des Militärs eine Änderung gegeben. Die Todesanzeigen von 1917 und auch das Todesdatum, das unter dem Porträt des Gefallenen auf der heute im Feuerwehrgerätehaus vorhandenen Gedenktafel eingetragen sind, gehen vom 18.08.1917 aus.

 

Die Sterbenachricht im Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 01.09.1917 enthält, was viele Einträge der späten Kriegsmonate enthalten: „Den Heldentod fürs Vaterland erlitt...“ - Keine Angabe über die Zugehörigkeit zu einem Truppenteil und dessen Einsatzort. Nicht einmal eine Himmelsrichtung wird genannt, „gefallen im Westen / im Osten“. Schenk ist eines von Millionen Schicksalen, alles andere als „ein Einzelfall“ - und doch einer von in der Spitze 54 Einwohnern, die im Felde stehen (zumindest im November 1915).

 

Heinrich Göttsch, der zwei Monate später selbst einen Sohn an der Front verlieren wird, weiß in seiner Chronik schon eine Kleinigkeit mehr: Schenk gehörte dem (Reserve-) Infanterieregiment Nr. 215 an und war einfacher Soldat.

Heute hilft uns das Internet weiter. Forscht man nach dem Reserve-Infanterieregiment Nr. 215, das der 46. Reserve-Division unterstellt war, so findet man die Liste seiner Feldzüge und Gefechte. Im August 1917 war das Regiment an den Stellungskämpfen vor Verdun beteiligt, befand sich also an der Westfront. Wie Hans Schenk ums Leben kam, wissen wir nicht. Es war ein Massensterben – und er war einer von Hunderttausenden – und einer von 13.

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Foto: Vor 100 Jahren: Einer von 13: Hans Schenk gefallen

Vor 120 Jahren: Fahnenweihe beim Militärverein

(15.08.2017)

Mit großem Aufwand findet in Bornhöved die lang erwartete Fahnenweihe des 1890 gegründeten Militärvereins für Bornhöved und Umgebung statt.

 

Die in Bonn gefertigte Fahne kostet 435 Mark, wovon die Spar- und Leihkasse für Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek 150 Mark übernommen hat. Außerdem werden dem Verein vier Fahnenägel gestiftet – vom Leezener, Plöner und Wankendorfer Militärverein sowie vom Bornhöveder Kampfgenossenverein von 1870/71. Der Segeberger Militärverein hat einen weiteren Nagel angekündigt.

 

Nach einem Empfang am Sonntagvormittag im Gasthof Zur Linde, dem Vereinslokal des Militärvereins, findet auf der Petershöhe ein Feldgottesdienst mit Fahnenweihe und Konzert statt. Nach dem Essen gibt es einen Ball. Schon am Vorabend hat es einen Zapfenstreich gegeben.

 

 

  • Im Militärverein für Bornhöved und Umgebung, gegründet am 02.05.1890, waren bis 1919 alle Männer organisiert, die Wehrdienst geleistet hatten. Die Aktivitäten dienten vor allem gesellschaftlich-kulturellen Zwecken und der Geselligkeit. Neben den Generalversammlungen waren dies Ausflüge, Preisschießen, Unterhaltungsabende, Sommervergnügungen mit Scheibenschießen oder Stechvogelwerfen für die Damen und Kinderbelustigung. Im Militärverein wurden jährlich des Kaisers Geburtstag, der Tag der Erhebung Schleswig-Holsteins (24. März) und der Sedanstag (2. September) zusammen mit den örtlichen Kampfgenossenvereinen der Kriegsteilnehmer 1848/51 und 1870/71 gefeiert.

  • Ab 1892 waren die Militärvereine gehalten, Sanitätskolonnen zu bilden. Auch wurde das Schießen mit militärischen Waffen organisiert, vermutlich zur Inübunghaltung. Nachdem man sich lange entsprechende Karabiner vom Standort Neumünster leihen musste, wurden 1909 eigene Waffen beschafft, mit denen auf dem beim Gastwirt Hauschildt (Zur Linde) errichteten Schießstand geschossen werden konnte. Die Linde war 28 Jahre lang das Vereinslokal, in dem auch die oben genannte Fahne aufbewahrt wurde. 1909 wurde der Schmalenseer Willi Siebke zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

  • Nach dem Ersten Weltkrieg widmete sich der Militärverein als treibende Kraft dem Bau eines Gefallenendenkmals vor der Kirche, das 1921 eingeweiht werden konnte. 1919 bereits war Heins Gasthof neues Vereinslokal geworden. Der Verein, wie alle im Deutschen Reich seit 1900 im Kyffhäuserbund organisiert, nannte sich nun Krieger- und Militärverein, stand neben „Gedienten“ bzw. Veteranen des großen Krieges auch „passiven“ Mitgliedern offen und widmete sich intensiv der Hinterbliebenenfürsorge. Er betonte seine parteipolitische Neutralität.

  • In den 1920er Jahren entstanden unter dem Eindruck politischer Strömungen verschiedene Veteranenverbände, etwa der „Stahlhelm“, der auch in Bornhöved und Umgebung auftrat und mit dem der Militärverein gemeinsame Veranstaltungen unternahm. Der Schmalenseer Heinrich Harder wurde 1934 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 1938 auch diese Organisationen „gleichgeschaltet“ – der NS-Reichskriegerbund setzte die Arbeit des Kyffhäuserbundes fort.

 

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Foto zur Meldung: Vor 120 Jahren: Fahnenweihe beim Militärverein
Foto: Vor 120 Jahren: Fahnenweihe beim Militärverein

Unverfroren – Abriss-Reste in Sichtweite des Dorfes „entsorgt“

(09.08.2017)

Schon seit Sonnabend, 5. August, liegt das Zeug in der Schmalenseer Feldmark: Abriss-Reste, vermutlich eines Schuppens oder im Zuge einer Dacherneuerung angefallen. Statt die Eternit-, Blech- und Holzplatten sowie Plane und Kalksandsteine zur Deponie zu bringen, haben Unbekannte das Material in einem Feldweg keine 200 Meter von der Stockseer Straße abgelegt – in Sichtweite vom Funkturm an der B430 und der ersten Gebäude des Dorfes.

 

So sauber aufgeschichtet, wie auf den Bildern zu sehen, waren die Dinge freilich nicht, als Bürgermeister Sönke Siebke sie entdeckte. Nachdem er den Fundort dokumentiert hatte, wurden Polizei, Wegezweckverband und die Kreisverwaltung benachrichtigt. Dann schob Siebke mit dem Radlader die Plane von der Koppel.

 

Der Dorfchef ist, gelinde gesagt, sauer über den Vorgang. Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen wurden in dem nordöstlichen Bereich der Gemarkung Dinge verklappt – zuletzt waren es mehrere Fuder Autoreifen. Wer Hinweise über den Verursacher des erneuten Umweltfrevels geben kann, findet die Kontaktdaten von Bürgermeister Sönke Siebke auf dieser Homepage.

Foto zur Meldung: Unverfroren – Abriss-Reste in Sichtweite des Dorfes „entsorgt“
Foto: In Sichtweite des Funkturms liegt der Abfall

Das ging flott: Vertrag mit Eris Arche unterzeichnet

(04.08.2017)

Zehn Tage nachdem die Gemeindevertretung der Bornhöveder Kita Eris Arche den Zuschlag für die Einrichtung einer Außenstelle im Schmalenseer Sportlerheim erteilt hat, ist es am Freitag, 4. August, in der Bornhöveder Amtsverwaltung in deren Trappenkamper Räumen zur Vertragsunterzeichnung gekommen.

Zuvor hatten Bürgermeister Sönke Siebke und seine drei Ausschussvorsitzenden Jürgen Bucksch (Finanzen), Rüdeger Cuwie (Planung/Bauen) und Christian Detlof (Jugend/Sport) mit Kita-Leiterin Erika Kapeller und ihrem Stellvertreter Timo Kay den von Johanna Kegel-Maier (Verwaltung) in Rekordzeit vorgelegten Vertragsentwurf durchgearbeitet. Aber das war nicht der einzige Beitrag, der zügig hatte erstellt werden müssen.

Ich bin völlig erschöpft“, atmete Erika Kapeller nach Ableisten der Unterschrift erst einmal durch. Rechtzeitig zur Sitzung der Gemeindevertretung am 25. Juli hatte sie ein Konzept und Zahlenwerk vorgelegt, weitere Daten waren zur Erstellung des Vertragsentwurfs abzuliefern. Und noch ist eine Pause kaum in Sicht: Zum 1. September soll der Betrieb der von Timo Kay geleiteten Gruppe starten. „Ich freue mich darauf. Wir werden interessante Schwerpunkte setzen, die sich im Bereich der Sportanlagen einfach anbieten – viel Bewegung, viel draußen sein, die Umgebung erkunden“, so Kay.

Seine Gruppe wird den Raum der ehemaligen Kinderspielstube „Kicherzwerge“ beziehen, die zum 31. Juli eingestellt worden ist. Der SV Schmalensee hatte in seiner Mitgliederversammlung am 4. Juli beschlossen, die Trägerschaft an die Gemeinde zurück zu geben, weil die Anmeldezahlen für die Kindergarten ähnliche Einrichtung viel zu gering ausfielen und obendrein eine Erzieherin gekündigt hatte.

Beim Abschiedsfrühstück der „Kicherzwerge“ flossen Tränen, was nur verständlich ist. „Ihr habt einen tollen Job gemacht und unsere Kinder ein wichtiges Stück ins Leben geführt.“ Die Worte von Mutter Jasmin Reimers waren zwar an die Erzieherinnen Sabine Saggau und Kerstin Tobis gerichtet, sie standen aber sicher beispielhaft für das, was alle Eltern in 26 Kicherzwerge-Jahren zu allen dort tätigen Kräften gesagt hätten.

Für die Gemeinde Schmalensee ist der Wechsel bedauerlich und ein Glücksfall zugleich: Die Kinderbetreuung vor Ort ist weiterhin sichergestellt. „Und hoch attraktiv“, wie Jürgen Bucksch befand.

Foto zur Meldung: Das ging flott: Vertrag mit Eris Arche unterzeichnet
Foto: Erika Kapeller, Timo Kay und Sönke Siebke bei der Vertragsunterzeichnung

Da ist das Ding! – Schmalensees neues Dienstfahrzeug

(04.08.2017)

Am Freitag, 4. August, hat Bürgermeister Sönke Siebke Gemeindearbeiter Volker Kay symbolisch die Schlüssel des neuesten Dienstfahrzeugs im Fuhrpark der Gemeinde Schmalensee überreicht. Symbolisch, weil der Kommunaltraktor schon ein paar Tage vorher eingetroffen war. Nach einer ersten Mährunde stand für Volker Kay schnell fest: „Ich find‘ den gut!“

Das Altfahrzeug war, deutlich in die Jahre gekommen, in Zahlung gegeben worden. Es war bei seiner Anschaffung ein regelrechter Medienstar geworden, weil Ehrenbürgermeister Hans Siebke und Sohn Sönke das Gerät aus Bundeswehrbeständen seinerzeit per Ebay ersteigert hatten. Das war jedoch kritisiert worden – als Gemeinde hätte man ausschreiben müssen. Der daraus resultierende kurze Zwist mit Behörden weckte auch das Interesse überregionaler Zeitungen.

Das ist bei dem nagelneuen Kubota-Traktor nicht zu erwarten. 28.500 Euro berappt Schmalensee für das Fahrzeug mit 28 PS, hydrostatischem Antrieb, Supersteer-Lenkung und Klimaanlage. Das Fahrzeug bietet höheren Fahrkomfort als der Vorgänger, was das Mähen, den Winterdienst, das Fegen und Transporte für den Fahrer erleichtet. „Außerdem ist der Trecker wendiger“, freut sich Volker Kay, der auch die vielfältigen Anhängemöglichkeiten am Heck lobt. Zudem können die alten Anbaugeräte weiter genutzt weden.

„Ich bin guter Dinge, dass der neue Kommunaltraktor positiv einschlagen wird“, sagte Sönke Siebke. Die Fahrzeugflotte der Gemeinde bleibt damit bei drei Kfz: Dem kleinen Rasenmäher-Traktor, dem neuen Kommunaltraktor und – nicht zu vegessen – dem Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr.

[Der alte Kommunaltraktor im Juni 2017]

Foto zur Meldung: Da ist das Ding! – Schmalensees neues Dienstfahrzeug
Foto: Volker Kay - Sönke Siebke: Schlüsselübergabe

Vor 90 Jahren: Schmalensees Reiter gute Faustballer

(02.08.2017)

Der Sportverein Ku-Ka-Keh aus Hamburg ist während der Feierlichkeiten zur 700-Jahr-Feier in Bornhöved zur Erinnerung an die Schlacht von 1227 auf die Schmalenseer Reiter aufmerksam geworden, die durch glänzende Leistungen überzeugten.

 

Zu den Feierlichkeiten im Juli waren zahlreiche Gruppen und Vereine gekommen und hatten sich an den vielfältigen Veranstaltungen des Rahmenprogramms und am Festumzug beteiligt.

 

Die Hamburger kommen, nachdem man sich verabredete hatte, am 2. August nach Schmalensee, wo man sich auf dem Sportplatz vor viel Publikum einem Vergleich im Faustball stellt.

 

Die Schmalenseer Reiter beweisen, dass sie auch in diesem Sport stark sind, Ku-Ka-Keh gewinnt nur knapp gegen die erste (48:42) und zweite (42:32) Mannschaft.

 

Die zweite Schmalenseer Mannschaft besiegt anschließend die Damenmannschaft der Hamburger mit 67:35 Punkten. Viele Schmalenseer erhalten im Zuge der Spiele das grüne Vereinsabzeichen des Hamburger Vereins.

 

 

  • Leider verfügen wir bislang nicht über Bilder der Schmalenseer Reiter, die übrigens maßgeblich an der Gründung des noch heute existierenden Reitervereins Bornhöved und Umgebung beteiligt waren. Auch von dem Faustballspiel oder einem „Sportplatz“ im damaligen Schmalensee gibt es keine Zeugnisse. Und ob noch in einem der alteingesessenen Schmalenseer Haushalte ein Vereinsabzeichen von Ku-Ka-Keh vorhanden ist? Zur Bebilderung der dennoch interessanten Geschichte wurden daher Bilder von der 700 Jahr-Feier im benachbarten Bornhöved verwendet, die dem Arbeitskreis Dorfgeschichte zur Verfügung gestellt wurden.

[Download]

Foto zur Meldung: Vor 90 Jahren: Schmalensees Reiter gute Faustballer
Foto: Vor 90 Jahren: Schmalensees Reiter gute Faustballer

Monatliche Impfsprechstunde im Kreisgesundheitsamt

(31.07.2017)

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Segeberg bietet ab 1. August monatliche Impfsprechstunden an. Bisher gab es diese Möglichkeit nur quartalsweise.

 

Von nun an findet die Impfsprechstunde an jedem ersten Dienstag des Monats (mit Ausnahme von Feiertagen) von 14 bis 16 Uhr im Kreisgesundheitsamt, Hamburger Straße 30, 23795 Bad Segeberg statt. Im Haus A, Zimmer 232, befindet sich die Anmeldung.

 

Im Gesundheitsamt wird gegen Kinderlähmung (Polio), Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphterie (Krupp), Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern und Röteln geimpft. Für die Standardimpfungen fallen keine Gebühren an. Impfpass und Versichertenkarte der Krankenkasse müssen trotzdem mitgebracht werden.

 

Wer Fernreisen plant, für die weitere, spezielle Impfungen erforderlich sind, oder solche zur Ausübung seines Berufes benötigt, erhält im Kreisgesundheitsamt nur eine Basisauskunft.

[Pressemitteilung]

Foto zur Meldung: Monatliche Impfsprechstunde im Kreisgesundheitsamt
Foto: Monatliche Impfsprechstunde im Kreisgesundheitsamt

Vor 125 Jahren: Der Höker Nikolaus Stegelmann

(28.07.2017)

Laut einer Anzeige im Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 28. Juli 1892 ist das Geschäft des Schmalenseer Hökers Nikolaus Stegelmann zur offiziellen Niederlassung der vom königlich-ungarischen Ackerbauministerium empfohlenen Weinagentur Erlau. Stegelmann vertreibt für diese den bekannten „Medicinal-Tokayer“.

 

Die Meldung regt an, in die Geschichte des örtlichen Handels zu blicken. Die Höker waren Kaufleute, die kleine Verkaufsgeschäfte betrieben. Wir verfügen über das Postkartenmotiv der Hökerei von Christian Stegelmann, dem Sohn von Nikolaus Stegelmann, der das Geschäft 1906 übernahm.

 

Wir wissen von weiteren Geschäften. Beatrice Blunk etwa betrieb von den 1950er- bis in die 80er Jahre einen „Tante-Emma-Laden“ im Haus Dorfstraße 4. Ein Bild zeigt Anneliese Behrend mit Tochter vor dem Ladeneingang. Friedrich „Fritz“ Bollbuck (und später sein Sohn Uwe Bollbuck) führte ein Ladengeschäft in der Dorfstraße 43.

Nachdem er bis 1895 die Meierei (Damsdorfer Straße 1) geleitet hatte, kaufte Johann Peter David Landschoof das heutige Haus Dorfstraße 23 und richtete ein Kolonialwarengeschäft darin ein. Er und Nikolaus Stegelmann betrieben zusätzlich den Überlandhandel – sie klapperten die Umgebung ab, die Waren in Körben auf dem Rücken tragend oder mit dem Pferdewagen transportierend.

 

Zurück zu Nikolaus Stegelmann. Der betrieb seine Hökerei auch als Kolonialwarenladen, in dem er besagte Kolonialwaren gegen Eier, Wurst und Schinken, die er wiederum auf dem Wochenmarkt in Neumünster verkaufte. Später scheint er sein Warenangebot erweitert zu haben: Im Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom November 1895 heißt es, der Händler N. Stegelmann in Schmalensee habe „eine Drogenhandlung“ eröffnet.

[Download]

Foto zur Meldung: Vor 125 Jahren: Der Höker Nikolaus Stegelmann
Foto: Hökerei Chr. Stegelmann

Streitthema Badestelle – definitiv KEINE für Hunde

(26.07.2017)

Verbote gibt es zahlreich im Bereich der Schmalenseer Badestelle. Geschuldet sind sie zum Einen den Interessen des Besitzers, vor allem aber der Sicherheit der Badenden und Erholung Suchenden. Zuletzt kursierte unter (ortsfremden) Badegästen das Gerücht, an der Schmalenseer Badestelle sei – anders als etwa in Bornhöved – das Baden der Hunde erlaubt. Das ist ein großer Irrtum! Wie an jeder öffentlichen Badestelle haben Hunde – angeleint oder nicht – keinen Zutritt.

 

Unter Mithilfe eines Bürgers wurde schleunigst zum Beginn der Sommerferien reagiert und ein weiteres Schild installiert, das auf das Hundeverbot hinweist. Das Ordnungsamt hat signalisiert, vermehrt Kontrollen durchzuführen, um gegen Verstöße vorzugehen. In den letzten Wochen war es zu unschönen Situationen gekommen, etwa als ein Hund ein Kind am Uferrand regelrecht „bedrohte“ und nicht auf die Stimme der Besitzerin hören wollte.

 

In diesem Zusammenhang seien auch weitere Ver- und Gebote erklärt: Der Schmalensee befindet sich in Privatbesitz – und das seit dem 17. Jahrhundert (!) - und gehört dadurch bedingt zur Gemeinde Bornhöved. Der Besitzer nutzt das Gewässer wirtschaftlich und hat daher ein Befahren und das Angeln verboten. Nur im Bereich des Schwentinedurchflusses vom Bornhöveder durch den Schmalensee in den Belauer See darf gepaddelt werden, etwa auf einer Tour über Preetz in Richtung Kiel. Diese Route führt definitiv nicht an der Badestelle entlang...

 

Auch der Uferstreifen gehört zum See, weshalb die Gemeinde Schmalensee gerade erst in ihrer Sitzung am 25. Juli die Pachtverträge zur Nutzung der Badestelle und des Wanderweges in Richtung Bornhöved erneuert hat.

 

Übrigens: Dass die seit einigen Jahren hier ansässigen Kanadagänse die Badeinsel als „Flugzeugträger“ und Gänse-Klo nutzen, ist leider durch keine Beschilderung zu verhindern....

 

Foto zur Meldung: Streitthema Badestelle – definitiv KEINE für Hunde
Foto: Streitthema Badestelle – definitiv KEINE für Hunde

Schade aber unumgänglich – Bürgerbus wird eingestellt

(26.07.2017)

Die Gemeindevertretung hat in ihrer Sitzung am 25. Juli mit Ernüchterung den Bericht von Rüdeger Cuwie und Jürgen Bucksch über die Inanspruchnahme des am Jahresanfang bereitgestellten Bürgerbusses zur Kenntnis genommen. Einstimmig wurde beschlossen, das aus der Zukunftswerkstatt resultierende Projekt zum 31. Juli einzustellen.

 

Cuwie und Bucksch waren die einzigen Fahrer, die sich für diesen ehrenamtlichen „Job“ bereit gefunden hatten. 30 Touren wurden gemäß Fahrplan absolviert. Die Zahl von 51 Passagieren binnen sieben Monaten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es vornehmlich zwei Damen aus der Gemeinde Belau waren, die das Angebot nutzten, und über die Beendigung sehr traurig sind. „Es war gut und richtig, den Versuch zu starten“, befand Rüdeger Cuwie. Mängel im Personennahverkehr waren in der Zukunftswerkstatt vermehrt angesprochen worden.

 

Aber nur ein Fahrgast aus Schmalensee (!) nahm den Bürgerbus insgesamt drei Mal in Anspruch. Eine eindeutig zu geringe Resonanz seitens der Schmalenseer, für die der Bus gedacht war, und für den die Gemeinde eine monatliche Miete an die Bornhöveder Kita Eris Arche gezahlt hat. Erika Kapeller, die Leiterin der Einrichtung, hat einem vorzeitigen Ausstieg aus dem bis Ende 2017 laufenden Vertrages ohne Umschweife zugestimmt. An den Kosten für den Bürgerbus beteiligte sich auch die Gemeinde Belau – mit 20 Prozent.

 

Wir schreiben das Projekt aber nicht völlig ab“, bekräftigte Jürgen Bucksch. „Wenn erneut ein ernsthafter Bedarf an die Gemeindevertretung herangetragen wird, sollte einer Wiederbelebung des Bürgerbusses nichts im Wege stehen!“

Foto zur Meldung: Schade aber unumgänglich – Bürgerbus wird eingestellt
Foto: Zum Jahresanfang übergab Erika Capella Rüdeger Cuwie und Jürgen Bucksch symbolisch die Schlüssel für den Bürgerbus

Im Tiefflug über Schmalensee – Heißluftballon im Landeanflug

(16.07.2017)

Ein markantes Zischen lockte Neugierige am Abend des 15. Juli an die Badestelle: Gegen 21 Uhr war ein roter Heißluftballon in den Seewiesen auf Bornhöveder Seite niedergegangen. Offenbar sah sich der Ballonführer gezwungen, einen besser geeigneten Landeplatz zu finden: Nach mehrmaligem Anblasen stieg der Ballon wieder auf.

 

Im Tiefflug setzte das Luftfahrzeug über den Gasthof und die Meierei sowie die gegenüber der Dorfstraße liegenden Bauernhöfe, touchierte die Baumkronen einiger hoher Erlen und landete auf einer der Hauskoppeln zwischen Dorfstraße und Grasweg.

Foto zur Meldung: Im Tiefflug über Schmalensee – Heißluftballon im Landeanflug
Foto: Im Tiefflug über Schmalensee – Heißluftballon im Landeanflug

Vor 80 Jahren: Hitlerjugend macht Station im Raum Bornhöved

(13.07.2017)

Etwa 225 Hitlerjungen aus Magdeburg treffen von Ahrensbök kommend in Bornhöved ein. Sie gehören zu einer 1.200 Jungen großen Formation, die eine so genannte „Grenzlandwanderung“ die Ost- und Westküste entlang zur dänischen Grenze unternimmt.

 

Die Jungen werden um 13 Uhr in Tarbek durch den Ortsgruppenleiter der NSDAP, Alfred Dau, willkommen geheißen. Vom Grimmelsberg aus halten sie Umschau über die Region und besichtigen die Riesenbetten und Grabhügel.

 

Anschließend werden die Jungen auf Quartiere in Tarbek, Schmalensee, Gönnebek und Bornhöved verteilt. Um 18.45 Uhr holen Kraftwagen die Hitlerjungen an den Quartieren ab und bringen sie nach Bornhöved zum Kongsbarg, wo man ihnen die Schlacht zwischen Deutschen und Dänen von 1227 schildert.

 

Um 20 Uhr treten alle Formationen der NSDAP aus dem Raum Bornhöved auf dem Marktplatz an, um mit den Magdeburgern zum Sportplatz am See zu marschieren,

wo nach Fahnenhissung eine gemeinsame Feier stattfindet.

 

Tags darauf setzen die Jungen aus Magdeburg ihren Grenzlandmarsch fort.

 

 

Die Hitlerjugend aus Magdeburg steuert Bornhöved nicht zufällig an. Die regionale HJ war im Jungbann II/419 „Bornhöved“ organisiert. Auf dem Sportplatz am See fand jährlich ein HJ-Lager statt: 1937 etwa sollten dort zwei mal 500 Hitlerjungen aus dem Kreis Segeberg jeweils zehn gemeinsame Tage verbringen. Die Logistik besorgten u.a. örtliche Parteigliederungen und HJ.

 

13. Juli 1937

[Download zur Grenzlandwanderung ]

Foto zur Meldung: Vor 80 Jahren: Hitlerjugend macht Station im Raum Bornhöved
Foto: JH-Guppenfoto aus dem Nachlass von Walter Behrend

Vor 130 Jahren: Die vertagte Teilung des Kirchspiels

(12.07.2017)

Nach dem Tode des Pastors Conrad Heinrich Petersen am 23. Juli 1886 wurde erstmals die Frage nach einer Teilung des Kirchspiels Bornhöved aufgeworfen. Der nördliche, plönische Teil des Kirchspiels hatte dies befürwortet. Aber die Notwendigkeit eines Kirchneubaus, zum Beispiel in Wankendorf, schreckte viele Befürworter der Kirchspielteilung ab.

 

Nun wird beschlossen, die Sache fünf Jahre lang zu vertagen und so lange einen Hilfsgeistlichen anzustellen. Dieser soll, bei einem Jahresgehalt von 1000 Mark, die Dörfer Wankendorf und Stolpe sowie die Gutsbezirke Depenau, Perdoel, Nettelau, Bockhorn und Löhndorf betreuen. Da dieses Gehalt von dem des neuen Bornhöveder Pastors abgezogen werden muss, wird dessen Stelle zu einer mittleren herabgestuft.

 

Das königliche Konsistorium überträgt dem bisherigen Bornhöveder Vikar Gotthold Hermann Emil Petersen, geboren 1859 in Heiligenhafen und am 10. November 1886 ordiniert, die besagte Hilfsstelle. Der neue Hilfsgeistliche ist der Sohn des verstorbenen Pastors Conrad Heinrich Petersen.

 

In der Kirchengemeinde Bornhöved findet am 31. Juli 1887 die Predigerwahl statt. Der Diakon Albert Lutheri Voss aus Preetz erhält von 221 abgegebenen Stimmen 120 und somit den Zuschlag vor Pastor Jungclaussen aus Dönberg bei Elberfeld (98 Stimmen) und Pastor Grönning aus Oldenbüll auf Nordstrand, der nur drei Stimmen auf sich vereinigen kann.

 

12. Juli 1887

[Downoad PDF ]

[Pastor Conrad Heinrich Petersen]

[Pastor Albert Lutheri Voss]

Foto zur Meldung: Vor 130 Jahren: Die vertagte Teilung des Kirchspiels
Foto: Vor 130 Jahren: Die vertagte Teilung des Kirchspiels

Impfung gegen Blauzungenkrankheit genehmigt

(06.07.2017)

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

schmerzhafte Haut- und Schleimhautentzündungen am Kopf, den Geschlechtsorganen, den Zitzen und am Kronsaum der Klauen: In Frankreich gibt es seit Mitte 2015 immer wieder Ausbrüche der Blauzungenkrankheit. Dabei handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, für die alle Wiederkäuer empfänglich sind. Aktuell breitet sich das Virus, das durch infizierte Insekten übertragen wird, weiter in Richtung Deutschland aus. Eine Impfung bietet den einzigen wirksamen Schutz der Tiere vor der Erkrankung. Daher hat die Kreisverwaltung Segeberg jetzt die freiwillige Impfung genehmigt.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Pressemitteilung im Anhang.

 

Vielen Dank für eine Veröffentlichung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Sabrina Müller

Pressesprecherin

Kreisverwaltung Segeberg

Hamburger Straße 30

23795 Bad Segeberg

Telefon: 04551/951-207

Telefax: 04551/951-206

E-Mail: Sabrina.Mueller@kreis-segeberg.de

[Pressemitteilung]

Foto zur Meldung: Impfung gegen Blauzungenkrankheit genehmigt
Foto: Damit Wiederkäuer wie dieses Galloway weiterhin von der Blauzungenkrankheit verschont bleiben, hat der Kreis Segeberg jetzt die freiwillige Impfung der Tiere genehmigt. Foto: Florian Huber

Vor 10 Jahren: Schmalensee hat einen Gemeindearbeiter

(01.07.2017)

Mit dem 1. Juli 2007 gibt es für die Gemeinde Schmalensee ein absolutes Novum: Die Haushaltssatzung wird zukünftig im Stellenplan die Zahl „1“ aufweisen. Grund ist der Dienstantritt von Volker Kay, der die neu geschaffene Stelle des Gemeindearbeiters antritt.

 

Da wo das Ehrenamt Aufgaben nicht mehr oder nur unvollständig wahrnehmen kann, ist bezahlte Arbeit gefragt. Jahrzehntelang hatten Schmalenseer – gegen eine gewisse Aufwandsentschädigung – sich der Grünflächen angenommen oder die damals noch örtlich geförderte Wasserversorgung betreut.

 

Spätestens mit der Schaffung der Vakuumentwässerungsanlage zur Abwasserentsorgung stiegen Vielfalt und technischer Anspruch der Aufgaben. Nach intensiven Beratungen und Berechnungen machte die Gemeindevertretung den Weg für die Einrichtung der Stelle frei. In nichtöffentlicher Sitzung am 22.05.2007 dann entscheiden sich die Gemeindevertreter für Volker Kay, der sich damit gegen sechs weitere Bewerber durchsetzt.

 

Der Aufgabenkatalog ist vielfältig. Die Pflege der Grünflächen und Denkmäler bzw. der Winterdienst, das Leeren der öffentlichen Abfallbehälter und handwerkliche Arbeiten jeglicher Art je nach Anfall sind das, was der Bürger sieht. „Hauptjob“ ist die Vakuumentwässerungsanlage, an die alle Haushalte angeschlossen sind. Nicht umsonst ist an alle die Telefonnummer des Bereitschafts-Handys verteilt und auf die Gemeinde-Homepage gestellt worden, denn wenn der häusliche „Pott“ anfängt zu streiken, steht Volker Kay Gewehr bei Fuß. Manche Nacht haben er und Ehrenbürgermeister Hans Siebke schon mit der Störungsbeseitigung verbracht. Siebke wurde seinerzeit zum Beauftragten für die Wasserver- und Abwasserentsorgung ernannt, und damit neben dem Bürgermeister Sönke Siebke Volker Kays zweiter Dienstvorgesetzter.

 

Welchen Wert sein Arbeitsplatz für ihn hat, sagte Volker Kay im Juni 2014, damals auch Chef der Freiwilligen Feuerwehr, dem Reporter eines Anzeigenblatts, der ein Ortsporträt anlegte: „Ich kann die Arbeit als Gemeindearbeiter und im Ehrenamt als Wehrführer direkt vor meiner Haustür ausüben.“

 

01. Juli 2007

[Download]

Foto zur Meldung: Vor 10 Jahren: Schmalensee hat einen Gemeindearbeiter
Foto: Vor 10 Jahren: Schmalensee hat einen Gemeindearbeiter

Vor 100 Jahren: Vorgänger des Landfrauenvereins – der landwirtschaftliche Hausfrauenverein

(29.06.2017)

Im Kreis Segeberg ist ein landwirtschaftlicher Hausfrauenverein gegründet worden, dessen erste Mitgliederversammlung am 29. Juni 1917 im Hotel Germania in der Kreisstadt stattfindet.

 

Einladende zur Versammlung ist die Frau des Landrates Ilsemann. „Das Erscheinen recht vieler Hausfrauen aus Stadt und Land ist sehr erwünscht“. Schon am 21. Juni 1917 hatte Landrat Ilsemann die Vorsitzende des Verbandes Schleswig-Holsteinischer Hausfrauenvereine zu einer Informationsveranstaltung geladen. In ihren Ausführungen fiel bereits das Wort „Landfrauen“ als verbindender Begriff für Hausfrauen aus Stadt und Land.

 

Spätestens mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 gehen Frauenvereine in der NS-Frauenschaft auf.

 

Im Kreis Segeberg wird es die Schmalenseerin Nanny Saggau sein, die nach dem Krieg als Kreisbäuerin und Kreisbeauftragte für das Lehrlingswesen im Kreislandfrauenverein, später Vorsitzende des Berufsausbildungsausschusses für ländliche Hauswirtschaft, dann Kreisvorsitzende für den (Landwirtschafts-)Schulbezirk Segeberg und Mitglied im Ausschuss für die Mädchenklassen an der Kreislandwirtschaftsschule, schließlich Vorsitzende des Ausbildungs- und Anerkennungsausschusses der Landwirtschaftskammer für den Kreis Segeberg den Gedanken des Landwirtschaftlichen Hausfrauenvereins rasch aufgreift:

 

Auf ihre Initiative geht die Gründung des Landfrauenvereins für Bad Segeberg und Umgebung zurück. 1946 bereits hat sie die Gründung vorangetrieben und die ersten sieben Bäuerinnen und Lehrfrauen gewonnen. Bis zur offiziellen Gründung am 29. November 1948 bringt sie durch persönlichen Einsatz weitere 30 Frauen zum Eintritt.

 

Die Gründung des Kreislandfrauenvereins ist 1947 dokumentiert. Von Beginn an macht sich Nanny Saggau daran, im Kreisgebiet für die Gründung von Bezirks- oder Ortsvereinen der Landfrauenorganisation zu werben. Am 23.01.1951 wird unter ihrer Versammlungsleitung in der Bornhöveder Bahnhofsgaststätte ein Bezirks-Landfrauenverein für Bornhöved und Umgebung gegründet. Schmalenseerinnen sind zunächst keine im von Edith Meyer (Tarbek) geführten Vereinsvorstand vertreten. Erst 1952 wird mit Käthe Siebelts eine Schmalenseerin als Beisitzerin gewählt.

 

29. Juni 1917

[Artikel aus dem Segeberger Kreis- und Tageblatt]

[Download]

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Foto: Nanny Saggau, Segeberger Zeitung vom 09.09.1964

Vor 100 Jahren: Eine Kirchenglocke für den Krieg – Abschiedsläuten in Bornhöved

(24.06.2017)

Zur Gewinnung von Bronze für die Rüstungsindustrie werden im ganzen Deutschen Reich Kirchenglocken eingezogen.

 

Kirchengemeinden, die vor Beginn der Pflichtabgabe im Zeitraum 30. Juni bis 31. Juli 1917 die Glocken freiwillig an die Metall-Mobilmachungsstelle abliefert, können immerhin mit einer Prämie rechnen. Diese beträgt eine Mark pro Kilogramm. Auch die Kirchengemeinde Bornhöved nutzt dieses Angebot.

 

Allerdings ist es laut Segeberger Kreis- und Tageblatt vom 23. Juni 1917 dem Pastor Schlüter gelungen, die große Glocke aus dem Jahr 1835 zu erhalten. Dagegen wird die kleine Glocke von 1.015 Kilogramm abgegeben.

 

Am 24. Juni 1924, dem dritten Sonntag nach Trinitatis, feiert die Kirchengemeinde ihren Gottesdienst, um im Anschluss ein „Abschiedsläuten“ aller Glocken zu hören.

 

24. Juni 1917 

[Download]

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Foto: Vor 100 Jahren: Eine Kirchenglocke für den Krieg – Abschiedsläuten in Bornhöved

Vor 80 Jahren: Kindervogelschießen 1937 in Schmalensee

(23.06.2017)

Das Vogelschießen. Veranstaltet von der Schule, kann aufgrund herrlichen Wetters am 23. Juni 1937 im schönen Garten des Gasthofs Voß stattfinden.

 

Beim Schießen der großen Knaben wird Gerhard Dohse vor Kurt Hansen und Walter Behrend der König. Im Ringstechen der kleinen Knaben gewinnt Ernst-August Hansen nur knapp die Königswürde vor Hans Suhr.

 

Königin im Scheffelwerfen der Mädchen wird Anneliese Rose vor Helma Bock. Dritte und zugleich Königin der kleinen Mädchen wird Hertha Bock.

 

Lustige Wettkämpfe wie Sack- und Eierlaufen runden den Tag ab.

 

Tags darauf erfolgt der Umzug durch das festlich geschmückte Dorf. Mit bunten Blumenbügeln versehen, ziehen die Kinder durch das Dorf, um ihre Majestäten in geschmückten Wagen abzuholen. Vorneweg reitet Walter Behrend mit der Hakenkreuzfahne.

 

Nach dem Umzug geht es zum Gasthof Voß, wo eine reich gedeckte Kaffeetafel und der Kinderreigen warten. Dann bekommen alle Kinder dank großzügiger Spenden aus dem Ort Geschenke.

 

Die Feier endet mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und dem Singen des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes.

 

23. Juni 1937

[Fahnenreiter Walter Behrend]

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Foto: Vogelschießen früher

Vor 140 Jahren: Exkursion der Bauern - Ein Blick auf den Landwirtschaftlichen Verein

(22.06.2017)

Der (neue) Landwirtschaftliche Verein für Bornhöved und die Umgegend unternimmt am 22. Juni 1877 eine Exkursion. In langer Wagenreihe geht es von Bornhöved aus zunächst nach Schönböken. Auf dem Hof Ascheberg wird später ein Frühstück eingenommen, dann geht es zum Stockseehof, wo Hofbesitzer Beer die Mitglieder bewirten lässt. Über Schmalensee bewegt sich der Tross zurück nach Bornhöved, wo im Vereinslokal noch beisammen gesessen wird.

 

Nach der Fusion beider ehemaligen Landwirtschaftlichen Vereine, die erst im Vorjahr gegründet worden waren, trägt diese Exkursion hervorragend zur Festigung der neuen Gemeinschaft bei.

 

Der Vorläufer des heutigen Bezirksverbandes im Bauernverband wurde zuerst am 16. November 1876 gebildet, die o.a. Fusion fand im April 1877 statt. Der Verein war als Kirchspielsverein gedacht, wuchs aber durch den beitritt von Landwirten aus Rickling und Fehrenbötel darüber hinaus, wie Heinrich Göttsch in der „Chronik von Schmalensee“ schreibt. Am 1. Juli 1877 betrug die Zahl der Mitglieder 159. Sie verringerte sich in der Folgezeit durch Neuzuschnitte der Verwaltungseinheiten: 1889 wurden die Amtsbezirke gebildet, 1892 entstand das Kirchspiel Wankendorf und 1896 wurden die Landwirtschaftlichen Kreisvereine gegründet.

 

Somit blieb der Bornhöveder Verein später auf die Amtsbezirke Bornhöved (Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek) und Stocksee (Stocksee, Damsdorf, Tensfeld, Tarbek, Stockseehof und Alt Erfrade) beschränkt – also das heutige Amt Bornhöved.

 

Die Vorsitzenden waren bis zur Zwangsvereinigung aller landwirtschaftlichen Organisationen im Reichsnährstand der Nationalsozialisten: Der Schmalenseer Matthias Christian Suhr (kommissarisch, bis der Redakteur vom Norddeutschen Landwirt Chr. Jensen aus Kiel den Vorsitz übernahm); Hofbesitzer Behr von Stockseehof (1881-1896), Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee (1896-1926) und der Schmalenseer Hufner Willi Siebke (1926-1933). Als Schrift- und Rechnungsführer dienten dem Verein Organist Carl Reimers aus Bornhöved (1876-1908) und Lehrer Heinrich Göttsch (1908-1933) aus Schmalensee.

 

22. Juni 1877

[Download]

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Foto: Vor 140 Jahren: Exkursion der Bauern - Ein Blick auf den Landwirtschaftlichen Verein

Tür zu? - Aber die Büchertauschhütte ist offen!

(17.06.2017)

Mancher mag an Schmalensees Büchertauschhütte vorbei kommen und wundert sich, dass am Tage die Tür geschlossen ist. Aber sie ist nicht verschlossen.

 

Die Unbeständigkeit des Wetters der letzten Tage mit wechselnden Winden und Regen aus nördlichen und westlichen Richtungen, hat „Schließer“ Wilfried Kroll veranlasst, trotz Dachüberstand die Flügeltüren nicht offen stehen zu lassen, damit die wertvolle Ware nicht in Mitleidenschaft gerät.

 

Wer also der Allgemeinheit weitere Literatur zugänglich machen oder einen Büchertausch vornehmen möchte, der lege den Hebel um!

 

Öffnungszeiten zur Zeit ca. 08.00 bis 20.00 Uhr

[Bild der geöffneten Hütte]

Foto zur Meldung: Tür zu? - Aber die Büchertauschhütte ist offen!
Foto: Tür zu? - Aber die Büchertauschhütte ist offen!

Sauerei – Autoreifen in der Feldmark verklappt!

(15.06.2017)

Bürgermeister Sönke Siebke ist stinksauer. Ein Unbekannter hat in der Nacht zum 14. Juni in der Schmalenseer Gemarkung mindestens drei Wagenladungen ausgedienter Autoreifen entsorgt. Dabei wurmt es den Landwirt nicht nur, dass auch sein Land betroffen ist. „Es muss ein Berufskollege mit Milchviehbetrieb gewesen sein, die alten Reifen sind ganz eindeutig zur Befestigung von Silagefolie benutzt worden“, sagt Siebke.

Den Eindruck teilt auch die Polizei, die den Umweltfrevel am Donnerstag aufgenommen hat. Die Reifen weisen Spuren langer Lagerung im Freien und auf dem Erdreich auf. Gut 120 bis 150 Stück hat der Täter auf Siebkes Fläche Großmissen, nahe der Gemeindegrenze zu Belau-Vierhusen, abgeladen. Das Gespann sei rückwärts an die Kante des Rapsfeldes gefahren, dafür sprechen Reifenspuren. Und: Keine 200 Meter weiter in der Wehden, einer Schmalenseer Fläche, die dem Belauer Landwirt Burghard Großterlinden gehört, sind es gleich zwei Wagenladungen, die abgekippt wurden - sauber voneinander getrennt.

„Das ist eine große Schweinerei, da hat sich jemand den Weg zur Deponie sparen wollen“, schimpft Siebke, der keine große Lust darauf hat, die Entsorgungskosten zu tragen. Immerhin: 3,50 Euro pro Reifen müsse man bezahlen. „Die 450 bis 500 Euro will ich eigentlich nicht tragen. Und der Kollege nebenan das Doppelte sicher auch nicht“, sagt Siebke. Er war von einem anderen Schmalenseer Landwirt auf die Autoreifen aufmerksam gemacht worden und ist sich sicher, dass der Täter selbst nicht aus dem Dorf kommt. Ein Schmalenseer Bauer, der mindestens mit drei Fuhren alter Autoreifen in die Feldmark fährt - das bekäme man schließlich mit. „Geschehen ist es bestimm am späten Mittwochabend. Dienstagmittag lag da noch nichts, da bin ich hier vorbeigekommen“, sagt Siebke, der die Gegend auch in seiner Eigenschaft als Jäger regelmäßig bestreift.

[Großaufnahme]

Foto zur Meldung: Sauerei – Autoreifen in der Feldmark verklappt!
Foto: Sauerei – Autoreifen in der Feldmark verklappt!

Vor 130 Jahren: Eine Post für Schmalensee - wenn auch zunächst eine Hülfsstelle

(15.06.2017)

n Schmalensee nimmt am 15. Juni 1887 eine Posthülfsstelle im Landbestellbezirk des kaiserlichen Postamts zu Bornhöved den Betrieb auf. In der Hilfsstelle findet ein Verkauf von Postwertzeichen statt. Auch können neben gewöhnlichen Briefen und Paketen Einschreibe- und Wertsendungen sowie Postanweisungen von Bareinzahlungen aufgegeben bzw. getätigt werden.

 

Den Transport alle Postsachen gewährleistet der von Bornhöved aus eingesetzte Landbriefträger. Schmalensee hatte also nur eine Annahmestelle. Vom Postamt Bornhöved kam einer der sechs Landbriefträger zweimal in der Woche durch Schmalensee, sein Weg reichte bis nach Nehmten und Hornsmühlen, wie Heinrich Göttsch in seiner Chronik von Schmalensee schreibt.

 

Nach der „Verkraftung“, also der Motorisierung der Post, kam in den 1920er Jahren dann ein Postauto zweimal wöchentlich von Neumünster zu den in Schmalensee eingerichteten Poststellen – die erste beim Kaufmann Paul Gehlert, der dafür eine jährliche Entschädigung von 500 Reichsmark erhielt; bis nach dem Zweiten Weltkrieg war die zweite beim Maler Johannes Dose. (Die heutige Methode der Deutschen Post, Schalter in Geschäften einzurichten, ist also nichts wirklich neues.)

 

Maler Dose war im heutigen Haus Dorfstraße 4. In dieses zog später die Familie Behrend. Annelies Behrend leitete die Poststelle in dem großen Haus, das auch den „Tante Emma-Laden“ von Beatrice Blunk beheimatete. Später bauen sich die Behrends das Haus Dorfstraße 1, in dessen Erdgeschoss die Poststelle mit richtigem Schalterraum eingerichtet wird. Die letzte Schmalenseer Poststelle war bei Marlene Peckelhoff in der Damsdorfer Straße 2 eingerichtet. Sie schloss am 14. September 1996 mit der Versetzung von Schmalensees letzter Postzustellerin in den Ruhestand.

 

15. Juni 1887

[Dorfstraße 1 - Poststelle]

Foto zur Meldung: Vor 130 Jahren: Eine Post für Schmalensee - wenn auch zunächst eine Hülfsstelle
Foto: Dorfstraße 4 - Poststelle Annelies Behrend

Möge das Lesen beginnen – Büchertauschhütte eingeweiht

(11.06.2017)

Dass zum Schmalenseer Vogelschießen kistenweise Bücher mitgeschleppt werden, hat es wohl auch noch nicht gegeben. Doch der Vorgang dürfte einmalig bleiben, denn das größte Fest des Jahres bot den Rahmen für ein besonderes Event – die Einweihung der Büchertauschhütte.

 

Nach den Spielen für die Kinder nutzten Bürgermeister Sönke Siebke und Rüdeger Cuwie, Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bauen und Wegeangelegenheiten die Gunst der Stunde, und gaben den von der Firma Hippe Bau geschaffenen Bücherschrank der Öffentlichkeit.

 

Rasch füllten sich nach dem Startschuss für das Befüllen die Regale. Maximal 20 Bücher durften die Schmalenseer an Tag eins der Büchertauschhütte mitbringen. Und auch die ersten Tauschaktionen fanden prompt statt.

 

Mit Anwohner Wilfried Kroll hatte sich im Vorwege ein Freiwilliger gefunden, der die Büchertauschhütte abends verschließt und morgens wieder öffnet. Schlüssel für das Vorhängeschloss verwahren auch der Bürgermeister und der Ausschussvorsitzende. Spontan meldete sich Uwe Nagel, als nach einer Urlaubsvertretung für den „Schließer“ Kroll gefragt wurde.

 

Mit der Büchertauschhütte ist ein weiteres Projekt, das seinen Ursprung in der Zukunftswerkstatt Schmalensee hatte, zur Umsetzung gelangt.

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Foto: Möge das Lesen beginnen – Büchertauschhütte eingeweiht

Der Schmalensee – sehr gute und unbedenkliche Wasserqualität

(06.06.2017)

So lautet das Ergebnis der jüngsten Badegewässer-Untersuchung im Amt Bornhöved für alle Badeseen (Bornhöveder See, Stocksee bei Damsdorf und Stocksee, Schmalensee). Die Überprüfung fand am 24.05.2017 statt und wurde durchgeführt von der Kreisverwaltung Segeberg. Die Qualität der Badegewässer wurde anhand entnommener Proben festgestellt.

 

Das Ergebnis für den Schmalensee:

Escherichia coli (MPN/100 ml):

Grenzwert: 1.800, Wert der Probe: 21

Intet. Enterokokken (MPN/100 ml:

Grenzwert: 700, Wert der Probe: 32

 

Diese und weitere Informationen finden Sie auch im Internet

unter: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/B/badegewaesser.html

 

Abgedruck sind alle Ergebnisse aus dem Amt Bornhöved im Blickpunkt, Ausgabe 08.06.2017, zu finden auch auf dieser Homepage unter „Aktuelles“.

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Foto: Der Schmalensee – sehr gute und unbedenkliche Wasserqualität

Vor 150 Jahren: Feuersbrunst vernichtet drei Höfe – einer verschwindet für immer

(03.06.2017)

Am Montag, den 3. Juni 1867, vernichtet eine Feuersbrunst drei Hofstellen in Schmalensee, von denen eine nicht wieder aufgebaut werden wird. Auch das Schulhaus wird ein Raub der Flammen. In diesem, so berichtet das Segeberger Wochenblatt am 8. Juni 1867, hat der Brand seinen Anfang genommen.

 

In Mitleidenschaft gezogen werden die drei Höfe, die vom Schulhaus aus gesehen zur heutigen Meierei hin liegen. Chronist Heinrich Göttsch hat aufgeschrieben, welche Höfe betroffen waren und was aus ihnen wurde:

 

  • Die Hufe 11, heute Kaack und Jankowski, damals im Besitz des Friedrich Dunker, wird wieder aufgebaut. 1901 kauft zunächst Hans Friedrich Kruse aus Ruhwinkel, 1908 kauft dessen Schwager Willy Kaack aus Bornhöved die komplette Hufe.

 

  • Die Hufe 13, seit 1705 im Besitz der Familie Beuck, 1861 verkauft von Hinrich Christian Beuck an den Lübecker Ökonomen Friedrich Carl Eduard Nickels. Nach dem Feuer gilt die Hufe als eingegangen: Die Gebäude werden nicht wieder aufgebaut, das Land wird parzelliert, also verkauft. Das Grundstück der Hofstelle wird aufgeteilt zwischen den Hufen 11 und 1.

 

  • Die Hufe 1, heute Voß mit dem Gasthof, damals Matthias Christian Suhr. Auch diese Stelle wird zerstört und gewinnt durch die Aufgabe der Hufe 13 an Grundstücksgröße hinzu. Den Gasthof baut Suhr aber nicht aus – es fehlt ein Saal. Zu jedem Tanzfest muss eine Tanzfläche ausgelegt werden. Erst Ludwig Saggau, der 1900 die Hufe kauft, passt den Dorfkrug den neuzeitlichen Ansprüchen an, wie Göttsch (der ein Zeitgenosse Saggaus war) berichtet. 1902 lässt Saggau den Saal mit Bühne bauen.

 

03.06.1867

 

[Download]

[Segeberger Wochenblatt]

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Foto: Vor 150 Jahren: Feuersbrunst vernichtet drei Höfe – einer verschwindet für immer

Vor 120 Jahren: Das Messer im Spiel

(29.05.2017)

Als am Abend des 29. Mai 1897 die Bornhöveder Meiereigehilfen Kahl und Hansen einen Schmiedegesellen nach Schmalensee begleiten, werden sie auf halbem Wege von fünf angetrunkenen Schmalenseer Knechten ohne Veranlassung angegriffen und mit „Knitteln“ und Faustschlägen malträtiert.

 

Auch das Messer ist im Spiel – Kahl wird in den Rücken gestochen. Während Hansen schon vorher entkommen kann, schleppt sich der nicht lebensgefährlich verletzte Kahl zurück nach Bornhöved, wo sich Dr. Hilcker seiner annimmt.

 

Am 8. Oktober 1897 kommt es vor dem Schöffengericht zu Segeberg unter Amtsrichter von Harten zum Prozess gegen die Schmalenseer. Diese, so wird festgestellt, hätten den Streit mit den Bornhövedern begonnen da sie befürchteten, man wolle ihnen die Mädchen in Willingshöfen abspenstig machen.

 

Die Delinquenten zeigen sich geständig. Nur die Messerattacke will niemand auf sich nehmen. Während der Amtsanwalt zwei Monate Haft für die zwei Hauptanstifter und jeweils vier Wochen für die übrigen Raufbolde fordert, will das Gericht aufgrund der Jugend Milde walten lassen: Der Hauptanstifter erhält vier, der mutmaßliche Messerstecher zwei Wochen Gefängnis. Die übrigen drei Angeklagten werden zu 30 Mark Strafe bzw. zehn Tage Haft verurteilt, sollten sie die Strafe nicht zahlen können.

 

 

Unter mehreren Berichten, die sich in der Presseberichterstattung aus der Kaiserzeit über Gewalttaten in Schmalensee finden lassen, ist das Messer im Spiel. Und fast immer geht es um den Konflikt zwischen Knechten aus Schmalensee und Bornhöved. In beiden Orten reagiert man geradezu allergisch auf das Erscheinen der anderen Partei im eigenen „Revier“, meist am Rande von Tanzveranstaltungen. Denn in der Regel geht es um die Sorge, dass der eigenen Seite die Mädchen (Mägde) ausgespannt werden könnten.

 

29.05.1897

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Foto: Vor 120 Jahren: Das Messer im Spiel

Heute vor 40 Jahren: Gehweg Marke Eigenbau

(28.05.2017)

In den 1950er Jahren war oberhalb des Ringreiterplatzes mit dem Bau sogenannter Landwirtschaftlicher Nebenerwerbssiedlungen begonnen worden, um den in der Schmalenseer Landwirtschaft Beschäftigten die Möglichkeit zum Bau einer modernen Heimstatt zu bieten. 25 Jahre später haben sich zur Einwohnerschaft der Straße Am Ringreiterplatz weitere Bürger hinzugesellt. Gemeinsam nimmt man den weiteren Ausbau der Infrastruktur in Angriff: Es fehlt ein Bürgersteig.

 

Seit April 1977 haben die Anlieger der Siedlungsstraße in ihrer Freizeit an diesem gearbeitet. Nun ist der 240 Meter lange Bürgersteig fertig gestellt. Im Beisein von Bürgermeister Hans Voß, dem Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Gerd Scholz und des SPD-Ortsvorsitzenden Malte Möller kann der in Eigenleistung entstandene Gehsteig eingeweiht werden.

 

Der SPD-Ortsverein war Initiator der Maßnahme. Unter der Leitung von Paul Horlbeck haben sich selbst die Anwohner beteiligt, an deren Grundstück der Gehsteig gar nicht gelegen ist. Die Gemeinde, die die Baumaterialien lieferte, richtet zum Dank eine Grillparty aus.

 

28.05.1977

[Bürger opfern Freizeit]

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Foto: Heute vor 40 Jahren: Gehweg Marke Eigenbau

Silberplatz für Ida Weinrich – Sonderlob für Lego-Tüftlerin beim Regionalentscheid

(23.05.2017)

Technikspielzeug ist was für Jungs? Weit gefehlt! Ida Weinrich aus Schmalensee und Emma Müller aus Nehms haben im Zuge der Vor-Wettbewerbe zur World Robot Olympiad beim Regionalentscheid am 21. Mai in Wahlstedt den zweiten Platz in der offenen Kategorie belegt.

 

Für die Sieger der Regionalentscheide geht es zum Bundesfinale nach Schweinfurt, wer da ganz vorn liegt, fliegt zum Finale nach Costa Rica. Die World Robot Olympiad, bei der vornehmlich Lego/Lego Technik zum Einsatz kommt, setzen sich junge Menschen mit Technik einerseits und der Bewältigung von Herausforderungen der Gesellschaft auseinander.

 

Das Projekt, für das Ida und Emma in der offenen Kategorie (Schwerpunkt: Nachhaltigkeit) ein Sonderlob erhielten, war ein Roboter, der Wölfe erkennen und in ein Schutzgebiet zurücktreiben kann. Das Ziel ist die Vermeidung des direkten Kontakts von Mensch und Wolf.

 

Die zehnjährigen Mädchen stellten aber nicht nur ein anspruchsvolles und sinnvolles Technik-Projekt vor. Auch die Art und Weise, wie sie dieses vor Publikum vorstellten, machte Eindruck, wie Reporter Matthias Ralf schildert, der die Fotos zur Verfügung gestellt hat. Das Homepage-Team gratuliert Ida und Emma ganz herzlich zum tollen Erfolg!

[Emma Müller (links) aus Nehms und Ida Weinreich aus Schmalensee ]

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Foto: Emma Müller (links) aus Nehms und Ida Weinreich aus Schmalensee

Vor 50 Jahren: Geschickt mit dem Traktor unterwegs

(22.05.2017)

Die Landjugendgruppe Schmalensee ist Ausrichter eines Wettbewerbs im Treckergeschicklichkeitsfahren. Acht Gruppen stellen sich den Aufgaben, die der Vorsitzende Reimer Saggau und sein Vorstand sich ausgedacht haben.

 

Den Fahrwettbewerb gewinnt die LJG Hartenholm vor der gastgebenden Schmalenseer Gruppe und den Titelverteidigern aus Ascheberg.

 

Im Bogenschießen siegt der Schmalenseer Helge Schramm, am Luftgewehr heißt der Sieger Klaus-Dieter Steffens. Beide sind Mitglieder der LJG Schmalensee.

 

21.05.1967

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Foto: Vor 50 Jahren: Geschickt mit dem Traktor unterwegs

Büchertausch bald möglich – Hütte steht, Farbe trocknet

(21.05.2017)

Manchmal geht alles ganz schnell. Am sonnigen Sonntagvormittag haben die Gemeindevertreterinnen Susan Buchholz und Julia Voß mit dem Bauausschussvorsitzenden Rüdeger Cuwie das neueste Bauprojekt der Gemeinde Schmalensee mit einem Anstrich versehen: Die Büchertauschhütte am Feuerwehrgerätehaus. Für die offizielle Einweihung wird noch nach einem Termin gefahndet – dann sollen auch erste Bücher in der Hütte Platz finden.

Die Idee stammt aus der Zukunftswerkstatt der Gemeinde, hatte zwischenzeitlich wenig Zuspruch erfahren, gelangte erneut auf die Tagesordnung des Ausschusses und daraus entwickelte sich nun eine gewisse positive Dynamik, die nicht zu stoppen war.

Am Samstagnachmittag kam über den GV-Äther die Nachricht „dies ist eine schnelle Erfolgsmeldung: Die Hütte steht an ihrem vorgesehenen Standort und wir können uns morgen daran austoben. Trutz Symanzik hat heute morgen professionell bei der Pflasterung des Untergrunds geholfen, Frank hat danach den Transport der Tauschhütte organisiert.“ Die Meldung stammt von Rüdeger Cuwie.

Frank Mühlenberg / Firma Hippe haben ein stabiles kleines Gebäude gefertigt, dass abschließbar sein wird und sicher reichlich Platz für zahlreiche Bücher bieten wird. Noch aber laufen die Arbeiten: Farbe / Lasur werden aufgetragen und müssen trocknen, Regale liegen bereit und müssen noch eingebaut werden.

Sobald ein Termin für die Einweihung und Befüllung gefunden ist, wird es an dieser Stelle bekannt gemacht werden.

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Foto: Büchertausch bald möglich – Hütte steht, Farbe trocknet

Vor 110 Jahren: Ein berauschendes Konzert

(20.05.2017)

Gastwirt Ludwig Saggau veranstaltet am zweiten Pfingsttage ein Militärkonzert mit anschließendem Ball. Nicht nur auf den von ihm errichteten Saal lädt er dazu ein – auch ein Schank- und Tanzzelt hat der umtriebige Geschäftsmann angeschafft.

 

Im Segeberger Kreis- und Tageblatt lockt er mittels Anzeigen Gäste aus Nah und Fern nach Schmalensee. „Einziges Lokal der Umgegend, wo Militärkapelle in Uniform spielt“ heißt es da.

 

Und auch seine Neuanschaffung wird angepriesen: Sein Gasthof sei das „größte Lokal“ mit „größte“ Tanzfläche der Umgegend.“

 

20.05.1907

 

 

Zwar hat Saggau bereits im April die Hufe 1 und den Gasthof an Friedrich Voß verkauft. Dieser aber wird erst im Herbst die Stelle übernehmen. Bis dahin hält Saggau das Geschäft aufrecht, wie mit diesem Militärkonzert.

[Ludwig Saggaus Gasthof]

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[Ludwig Saggau beim Militär]

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Foto: Vor 110 Jahren: Ein berauschendes Konzert

Badesaison schon eröffnet? Dixi-Klos sind jedenfalls schon da

(17.05.2017)

Ein Rumpeln im Seeweg am Montagvormittag ließ aufhorchen. Dann rollte der Kleinlaster mit den markanten blauen Häuschen auf der Ladefläche vorbei. Geht es nach der Verfügbarkeit der Dixi-Klos, ist die Badesaison am Schmalensee wohl eröffnet.

 

Auch der Verschönerungs- und Vogelschießerverein ist bereits aktiv geworden und hat die Nichtschwimmergrenze verlängert. Nun ist auch im rechten Bereich des Badesteges klar, wo es nicht weiter gehen sollte.

 

Schon jetzt weckt auch die allabendliche Dämmerung Lust darauf, den Tag am Seeufer ausklingen zu lassen. Insbesondere, wenn wie am Dienstag ein Heißluftballon in schneller Fahrt vor der Kulisse der untergehenden Sonne vorüberzieht.

 

Aber noch dürften Wasser- und Lufttemperatur nicht alle Bade-Lustigen zufriedenstellen. Geduld ist angesagt. Und – mit Blick auf die Badeinsel, die wohl von zahlreichen Kanadagänsen zum Flugzeugträger umgewidmet worden ist, noch eine Runde Großreinemachen, ehe der Sommer kommen kann.

Foto zur Meldung: Badesaison schon eröffnet? Dixi-Klos sind jedenfalls schon da
Foto: Badesaison schon eröffnet? Dixi-Klos sind jedenfalls schon da

Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt

(16.05.2017)

Achtung Vereinsvertreter,

 

wegen der kommenden Feiertage, Himmelfahrt und Pfingsten, gelten geänderte Annahmezeiten für Beiträge zum amtlichen Mitteilungsblatt Blickpunkt Bornhöved:

 

Kalenderwoche 21:

Was am Erscheinungstag Mittwoch, 24. Mai 2017 erscheinen soll, muss bis Mittwoch, 17. Mai, 9 Uhr, bei der Amtsverwaltung (sabine.gast@amt-bornhoeved.de) eingegangen sein.

 

Kalenderwoche 23:

Was am Erscheinungstag Donnerstag, 8. Juni 2017 erscheinen soll, muss in der Verwaltung bis Mittwoch, 31. Mai bis 9 Uhr vorliegen.

 

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Foto: Achtung Vereine: Geänderte Annahmezeiten für den Blickpunkt

Vor 75 Jahren: Maikäferplage erwartet

(16.05.2017)

Angesichts einer bevorstehenden Maikäferplage ordnet der Landrat des Kreises Segeberg an, dass die Schulklassen am frühen Morgen und am Nachmittag mit dem Einsammeln beauftragt werden sollen. Den Gemeinden empfiehlt er die Zahlung von Fangprämien, um auch die weitere Bevölkerung einzubinden.

 

 

In den 1930er und 1940er Jahren ist der Maikäfer, folgt man der Presseberichterstattung, ein Feind des Menschen. Der angeordnete Einsatz der Jugend drückt dies besonders aus. Für 1938 etwa ist das Sammelergebnis in Bornhöved etwa 100 Zentner in Schmalensee 63 Zentner. Und das ist laut Segeberger Kreis- und Tageblatt weit weniger als im Flugjahr 1934. Schmalensees damaliger Bürgermeister Heinrich Harder, der sich in verschiedenen landwirtschaftlichen Verbänden betätigt, hat 1934 umfangreich Tipps zur Bekämpfung – und Nutzung – des Maikäfers gegeben. So solle man die gesammelten Insekten in Säcken zu den Meiereien bringen und dort mit Hilfe des Dampfrohrs zu kochen. Später wird es die Empfehlung geben, die gemeindlichen Großkocher zu nutzen, die eigentlich der Verarbeitung von Kartoffeln zur Fütterung der Schweine dienen. Auch die darin gekochten Maikäfer solle man an die Allesfresser geben.

 

16.05.1942

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Foto: Vor 75 Jahren: Maikäferplage erwartet

Vor 10 Jahren: Eröffnung des Mönchsweges

(12.05.2017)

Mit einer Feier im holsteinischen Oldenburg wird der Radwanderweg „Mönchsweg“ eröffnet.

 

Bereits seit dem 23.03.2007 ist im Buchhandel ein Radführer erhältlich. Der Verlauf der 340 Kilometer langen Radwanderstrecke zwischen Glückstadt an der Elbe und der Ostseeinsel Fehmarn führt auch durch Schmalensee.

 

Von Bornhöved kommend folgt man an der Dorfeiche der Beschilderung in Richtung Damsdorf, jedoch biegt man gleich in die Straße Am Ringreiterplatz ab, folgt dem Radweg durch die Feldmark in Richtung Stockseer Straße und von dort geht es weiter nach Stocksee.

 

In Schmalensee sind für den Radwanderer unter anderem der Gasthof Voß und im Bedarfsfall auch der Fahrradverleih Mühlenberg lohnenswerte Ziele – sollte eine Reparatur fällig werden.

 

Mit der Zeit gibt es verschiedene Literatur zum Radwanderweg und unter www.moenchsweg.de ist dieser auch im Internet zu finden.

 

12.05.2007

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Foto: Vor 10 Jahren: Eröffnung des Mönchsweges

Der stete Tropfen oder wie die Belauer Straße Tempo 30-Zone wurde

(10.05.2017)

„Man muss auch mal danke sagen!“, schrieb Anwohner Nils Loenicker schon am 7. April in einer E-Mail. Sein Dank ging und geht an die Beteiligten, deren Einsatz zur Einrichtung der Belauer Straße als Tempo 30-Zone beigetragen hatte. Das soll an dieser Stelle nun endlich nachgeholt werden. Also Danke! An Heidi Sienknecht und Christiane Heid für Beharrlichkeit und Ausdauer, die, zumindest aus Sicht der Gemeindevertretung und des Homepage-Teams, zur Umsetzung eines lang gehegten Wunsches beitrugen.

 

Wir erinnern uns: Die Erneuerung der Fahrbahn der Belauer Straße durch den Kreis Segeberg war geplant und nicht jeder Anwohner war begeistert davon. „Dann wird unsere Straße erst recht zu Rennstrecke“, lautete eine Kritik. Darum äußerte die Gemeinde – nicht zum ersten Mal – den Wunsch, eine Reduzierung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit vorzunehmen. Vergeblich, mal wieder. Auch der Hinweis auf die baulichen Gegebenheiten (kein Bürgersteig für Fußgänger, Radfahrer auf der Fahrbahn) und die Unübersichtlichkeit von Streckenabschnitten half da nicht. Oder doch?

 

Heidi Sienknecht und Christiane Heid (und Hund Emily) nutzen die Belauer Straße für tägliche gemeinsame Spaziergänge. Und waren immer wieder erschrocken über die Fahrweise zahlreicher Autofahrer. Was tun, wenn die Einwohnerfragezeit in der Gemeindevertretung zwar Betroffenheit aber keine Umsetzung bringen kann: Beharrlichkeit, Ausdauer, und der Griff zum Briefpapier. Eine gut gefüllte Mappe hat Heidi Sienknecht, in der sie die Schreiben an das Ordnungsamt der Amtsverwaltung und die Straßenverkehrsaufsicht des Kreises aufbewahrt.

 

Am 13. März kam ein neues Schreiben hinzu – nun ausgestellt vom Kreis Segeberg. Der stellt zwar fest, dass „allein die Aussage, dass der Straßenverkehr als gefährlich angesehen wird“ nicht ausreichend sei. Aber: „Aufgrund eines fehlenden Fußwegs sowie der Begrenzung der Straße durch unmittelbar angrenzende Grundstücke auf der einen Seite und einer fehlenden Bankette auf der anderen Seite“ werde die Geschwindigkeit auf 30 Km/h reduziert. Bürgermeister Siebke staunte nicht schlecht, als ihm Heidi Sienknecht dieses Schreiben zeigte – und bis heute liegt ihm keine offizielle Mitteilung über die neue Tempo 30-Zone vor. „Hauptsache ist, dass sie da ist“, sagt Sönke Siebke.

 

Nach über einem Monat stellen Christiane Heid und Heidi Sienknecht bei ihren Spaziergängen zwar fest, dass viele Autofahrer nun langsamer oder zumindest angepasster fahren. „Aber Schnellfahrer sind noch immer genug unterwegs“, so Christiane Heid. Plöner Kennzeichen seien zu beobachten, aber auch noch Segeberger. Auch Busse und Entsorgungsfahrzeuge würden das Tempo 30-Schild, das ja auf eine Höchstgeschwindigkeit hinweist, nicht achten, sagt Heidi Sienknecht.

 

Nun, vielleicht braucht der eine oder andere noch ein wenig, bis er die vom Kreis getroffene Maßnahme verinnerlicht hat. Nils Loenicker: „Möge die Tempo 30-Zone etwas nützen, den Verkehr zu entschleunigen.“ Christiane Heid: „In der Summe fahren die Leute nun langsamer.“

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Foto: Christiane Heid - Heidi Sienknecht und Emily

Vor 80 Jahren: Flath-Altar eingeweiht

(09.05.2017)

Am Muttertagssonntag, am 9. Mai 1937, weiht Pastor Erich mit der Kirchengemeinde ein neues Altarbild ein. Geschaffen wurde dieses innerhalb von vier Monaten von dem Bad Segeberger Bildhauer Otto Flath. In seiner Predigt weist Pastor Erich auf die bisherige Schmucklosigkeit der Bornhöveder Kirche im Gegensatz zu ihrer Schwester in Bosau hin.

 

Als zusätzlicher Prediger spreche das Altarbild auch außerhalb des Gottesdienstes zum Besucher der vor 800 Jahren errichteten Kirche, so Erich. Während Geigenkünstler Wittern spielt, fällt die Hülle und gibt den Blick auf die modernen Figuren frei, die Otto Flath geschaffen hat.

 

Das Bildwerk besteht aus zwölf Bildgruppen, die in zwei übergeordneten Reihen, aus deren Mitte sich das Kreuz erhebt, angeordnet sind. In der unteren Reihe sind die vier Evangelisten Matthäus, Markus zur Linken und Lukas und Johannes zur Rechten des Kreuzes dargestellt. Ebenfalls befindet sich in der unteren Reihe noch die Bildgruppe „Jesus segnet die Kinder“. In der oberen Reihe sieht man u.a. Elternpaar und Tochter und Elternpaar und Sohn sowie zwei Jesus-Gruppen.

 

 

 

Heute ist der Altarraum der Vicelin-Kirche erneut umgestaltet. Dieser wirkt durch farbig gestaltete Kirchenfenster und das Fehlen des dunklen Holzes offener, freier. Die Flath-Figuren befinden sich weiter im Besitz der Kirchengemeinde und geben Zeugnis von einem Kunst-Stil, den nicht jeder mag, der aber Ausdruck einer Epoche ist, die zur Geschichte der Kirchengemeinde dazugehört wie etwa das Vorhandensein von Erinnerungstafeln für die Gefallenen der Kriege oder das Porträt Martin Luthers.

[Innenraum der Kirche vor 1937]

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Foto: Flath-Altar um 2000

Schmalensee hat gewählt – Ergebnisse der Landtagswahl

(08.05.2017)

Das war die Landtagswahl in Schmalensee. 295 von 398 Wahlberechtigten haben am 7. Mai von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. 38 davon als Briefwähler. Ein Stimmzettel wurde vom Wahlvorstand für ungültig befunden.

 

Es entfielen an Erststimmen für die Direktkandidaten: 141 auf CDU (Dr. Axel Bernstein, Wahlstedt, 48,6%), 68 SPD (Cordula Schulz aus Trappenkamp, 23,4%), 24 Grüne (8,3%). 20 FDP (6,9%), 13 AfD (4,5%), 11 Piraten, 8 Linke, 5 Freie Wähler.

 

Die Zweitstimmen für die Parteien selbst verteilen sich wie folgt: CDU 117 (40,1%), SPD 52 (17,8%), FDP 39 (13,4%), Grüne 37 (12,7%), AfD 13 (4,5%), Piraten 12, Linke 10, SSW 7, Familienpartei 3, Freie Wähler 1, Zukunft Schleswig-Holstein 1.

 

Im Wahlkreis 26 Segeberg-Ost hat Dr. Axel Bernstein die Wahl gewonnen. Er ist bereits seit 2005 Mitglied des Landtages. Im Kreis Segeberg hat die Union alle Wahlkreise errungen: Segeberg-West Ole Plambeck, Norderstedt Katja Rathje-Hoffmann. Im Wahlkreis Neumünster-Boostedt hat sich Wolf Rüdiger Fehrs durchgesetzt. Auch die gleichzeitig durchgeführte Bürgermeisterwahl in Kaltenkirchen geht an den CDU-Bewerber, wo Amtsinhaber Hanno Krause einziger Kandidat für das Amt gewesen ist.

 

Auf Landesebene dürfte die Spannung noch etwas anhalten: Jamaika-Koalition (CDU + Grüne + FDP) oder Ampel (SPD + FDP + Grüne)? Oder gibt es eine Große Koalition unter Führung der Union? Das verfolgen wir nicht an dieser Stelle, dafür gibt es andere Medien.

 

Und am 24. September dürfen wir erneut von unserem Recht auf freie und unabhängige Wahlen Gebrauch machen – bei der Wahl zum Deutschen Bundestag.

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Foto: Schmalensee hat gewählt – Ergebnisse der Landtagswahl

Jetzt Mitglied in zwei Ausschüssen: Lore Jungclaus

(28.04.2017)

Gemeindevertretung dehnt Betreuungszeiten der Kinderspielstube aus

 

In einer sehr kurzen Sitzung hat die Schmalenseer Gemeindevertretung am 27. April den grundsätzlichen Beschluss gefasst, das Betreuungsangebot der Kinderspielstube von drei Vormittagen auf fünf halbe Tage auszudehnen. Ziel ist, die Attraktivität der Kindergarten ähnlichen Einrichtung zu heben und die zuletzt geringe Frequentierung zu steigern. Damit folgte die GV einem Vorschlag des SV Schmalensee, der Träger der Einrichtung ist. Eine Arbeitsgruppe aus Gemeindevertretern, SVS-Vorstand, den Erzieherinnen und Mitarbeiterinnen der Amtsverwaltung hatte das Szenario im Vorwege eingehend besprochen. Mit Beginn des Spielstubenjahres 2017/18 soll die neue Regelung greifen, die voraussetzt, dass das pädagogische Konzept sowie Fragen der Besoldung und der Raumaufteilung im Sportlerheim überarbeitet werden.

 

Mit dem Thema werden sich die Ausschüsse der Gemeindevertretung befassen müssen. Zweien davon gehört ab sofort Lore Jungclaus an: Als bürgerliches Mitglied ist sie bereits im Finanzausschuss tätig, nun rückte sie für die auf ihr Ehrenamt verzichtende Monika Hahn auf Ticket der Wählergemeinschaft Bürger für Schmalensee (BfS) auch in den Ausschuss für Jugend, Senioren und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr als bürgerliches Mitglied nach.

 

 

 

 

 

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Foto: Jetzt Mitglied in zwei Ausschüssen: Lore Jungclaus

Schlechte Nachricht für Raucher - Zigarettenautomat aufgebrochen

(28.04.2017)

In der Nacht auf den 27. April ist das Geldfach des Zigarettenautomaten neben dem Gasthof Voß aufgebrochen worden. Eine schlechte Nachricht für alle auf den Glimmstengel Angewiesenen: Der Automat ist vorerst gesperrt. Wer die Tat begangen hat und wie hoch der Ertrag für ihn oder sie war, ist nicht bekannt.

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Foto: Schlechte Nachricht für Raucher - Zigarettenautomat aufgebrochen

Vor 50 Jahren: Richtfest für die Realschule Bornhöved

(28.04.2017)

In Bornhöved findet das Richtfest für die zukünftige Realschule Bornhöved – die heutige Gemeinschaftsschule Sventana Bornhöved – statt. Eine Million DM werden zur Realisierung des Projekts investiert, das vom Kaltenkirchener Architekten Werner Feldsien entworfen wurde.

 

Die Schule, über deren Rohbau im August 1967 reichlich bebildert in der Segeberger Zeitung berichtet werden wird, erhält sechs Klassenräume. Hinzu kommen drei Sonder-Unterrichtsräume für Naturlehre, Zeichnen und Handarbeit sowie Werken; außerdem die nötigen Verwaltungsräume wie Lehrer- und Rektorzimmer, Elternsprechzimmer und Schülerbücherei.

 

Die Klassenzimmer sind um eine geräumige Pausenhalle angeordnet, die einen Boden aus geschliffenen Betonplatten erhält und bei Veranstaltungen 220 Sitzplätze bieten kann. Hier ist es auch möglich, eine Bühne zu errichten.

 

Der erste Bauabschnitt kostet rund 460.000 DM. Die Finanzierung des zweiten ist noch nicht ganz gesichert; wenn die nötigen Mittel vorhanden sind, soll die Schule im Herbst 1967 bezugsfertig sein.

 

Der Neubau ist eng verzahnt mit der Volksschule (später Grund- und Hauptschule) und der vorhandenen Turnhalle. Mit diesen Bauten und dem noch zu schaffenden Sportzentrum soll eines Tages ein Schulzentrum für die Gemeinde Bornhöved und einen weiten Einzugsbereich entstehen.

 

28.04.1967

 

[Rohbau der Realschule am 17.07.1967]

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Foto: Richtfest

Windräder rollen durch das Dorf - Halteverbot in der Damsdorfer Straße angeordnet

(25.04.2017)

Für den Transport von Teilen für Windkraftanlagen wird in der Damsdorfer Straße ein temporäres Halteverbot benötigt. Es gilt ab sofort und laut Anordnung bis zum 18.08.2017, werktags (Montag bis Sonnabend), täglich von 21 Uhr abends bis morgens 7 Uhr.

 

Entsprechende Straßenverkehrszeichen werden aufgestellt. Das Halteverbot gilt von der Einmündung der Damsdorfer Straße an der B430/Dorfstraße bis zum Ortsausgang.

 

Auskünfte zu dieser Maßnahme erteilt das Amt Bornhöved, Herr Gintel, zu den Geschäftszeiten der Amtsverwaltung unter der Telefonnummer 04323 / 9077-24.

 

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Foto: Windräder rollen durch das Dorf - Halteverbot in der Damsdorfer Straße angeordnet

Vor 75 Jahren: 150 Jahre Erbhof Harder

(25.04.2017)

Schmalensees Bürgermeister Heinrich Harder und Familie können auf den Tag genau ein besonderes Jubiläum begehen: Vor 150 Jahren kam der „Erbhof“ in ihren Besitz. Die Rede ist von der Hofstelle in der Dorfstraße 20.

 

In der Sprache der damaligen Zeit berichtet das Segeberger Kreis- und Tageblatt:

 

Der Erbhof des Bürgermeisters Heinrich Harder in Schmalensee ist 150 Jahre Harderscher Familienbesitz. Von 1653-1792 gehörte er in ununterbrochener Reihenfolge der Familie Schulten, bis er in Konkurs geriet und verkauft werden musste. Am 25.4.1792 kaufte ihn Marx Harder, Sohn von Jürgen Harder, auf der jetzigen Ohrtmannschen Stelle in Bornhöved, in öffentlichem Termin für 560 Taler und Übernahme eines Altenteils. Es muss gegen Ende des 18. Jahrhunderts für Schmalensee eine schlimme, geldknappe Zeit gewesen sein; denn im letzten Jahrzehnt wurden nicht weniger als fünf aus dem Konkurs verkauft. Marx Harder kämpfte sich aber durch und hatte ein schuldenfreies Erbe, als er es 1830 seinem Sohn Hans abtrat. Hans Harder übergab 1877 an den Sohn Johannes Detlef Harder und dieser 1909 an den Sohn Heinrich Harder, den jetzigen Besitzer.

 

Durch die Generationen haben die Bewohner des Hofes Schritt gehalten mit den Errungenschaften der Land- und Hauswirtschaft und sich durch Fleiß und Sparsamkeit ihre Lebenslage gesichert und sind zu Wohlstand gekommen; haben sich auch im öffentlichen Dienst gern und erfolgreich betätigt. Aber auch Sturm und Not haben sie kennengelernt. Der Kosakenwinter von 1813 brachte lange russische Einquartierung mit Schrecken und Elend. 1885 zerstörte eine große Feuersbrunst das ganze Gewese samt dem größten Teile des Dorfes. Im Herbst 1941 fiel im Kampf gegen den Bolschewismus der jüngste Sohn des Hauses, Gerhard Harder, Leutnant in einer Panzerjäger-Abteilung. In seiner Liebe zum angestammten Besitz schrieb als Prüfungsarbeit zum Abitur die Geschichte des väterlichen Hofes, im Kampf für die Verteidigung der Heimat hat er diese Liebe mit dem Heldentod besiegelt. Sein Einsatz wird den kommenden Geschlechtern Vorbild sein.“

 

15.04.1942

 

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Foto: Vor 75 Jahren: 150 Jahre Erbhof Harder

Vor 100 Jahren: Adolf Blunk gefallen

(25.04.2017)

Der kriegsfreiwillige Seesoldat Adolf Blunk stirbt 20-jährig nach zweijähriger Teilnahme am Ersten Weltkrieg in einem Marinelazarett an Lungenentzündung.

 

Der Vater, August Blunk, verliert nach dem Ältesten Hans damit den zweiten Sohn im Großen Krieg. Die Söhne Max, Rudolf und Paul Blunk stehen noch im Felde. Unteroffizier Paul Blunk hat erst Anfang des Jahres als Angehöriger des Pionierregiments 29 das Eiserne Kreuz erhalten.

 

August Blunk hatte 1910 einen Bauplatz am Wege von Schmalensee nach Tarbek erworben (heute Hirtenweg 2). Der Erste Weltkrieg muss für den Landmann ein Wechselbad der Emotionen bereit gehalten haben: Alle fünf Söhne leisten Kriegsdienst – zwei kommen ums Leben. Noch dazu verliert August Blunk 1915 seine Ehefrau Sophie durch schwere Krankheit. Er selbst stirbt im Juni 1943 im Alter von 89 Jahren. Auch da herrscht Krieg. Die verbliebenen Söhne leben noch; Paul hat das Grundstück am Hirtenland übernommen.

 

 

25.04.1917

 

 

 

 

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[Todesanzeige]

Foto zur Meldung: Vor 100 Jahren: Adolf Blunk gefallen
Foto: Vor 100 Jahren: Adolf Blunk gefallen

Vor 120 Jahren: Tödliche Verfolgungsjagd

(23.04.2017)

Vor 120 Jahren kommt es in der näheren Umgebung Schmalensees zu einem Ereignis, das auch hier im Ort die Gemüter bewegt haben dürfte:

 

Eine Verfolgungsjagd findet mit dem Tod des Knechts Bünning aus Kalübbe ihr Ende.

 

Bünning, der beim Kalübber Hufner J. Saggau in Diensten steht, steht unter Verdacht, am 21. April 1897 nicht zum ersten Mal in Dersau ein Feuer gelegt zu haben. Noch am selben Tag wird er verhaftet, kann aber während des Transports nach Ascheberg dem Polizeidiener entkommen.

 

Bünning streift einige Tage ruhelos in der Gegend umher. Schmalenseer Knechten stiehlt er das Frühstück auf dem Feld. Sogar in Tensfeld wird er gesehen. Als ihn am 23. April 1897 ein Mädchen in der Scheune seines Kalübber Dienstherren bemerkt, muss er den Verfolgern querfeldein in Richtung Perdoel entfliehen.

 

Gut 30 Mann sind ihm auf den Fersen und auf dem Gut schließt sich der Verwalter zu Pferde und in Begleitung der Arbeiter der Hatz an.

 

Bünning flüchtet über eine Wiese zum Stolper See und versucht, diesen zu durchschwimmen. Doch er wird tot aus dem Wasser gezogen. Ein Schlaganfall, so das Segeberger Kreis- und Wochenblatt, soll seinem Leben ein Ende gemacht haben.

 

 

23.04.1897

 

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Foto zur Meldung: Vor 120 Jahren: Tödliche Verfolgungsjagd
Foto: Vor 120 Jahren: Tödliche Verfolgungsjagd

Geflügelpest – Aufhebung der Restriktionszone

(20.04.2017)

Der Kreis Segeberg hat mit Wirkung vom heutigen Tage neue Anweisungen bezüglich der Geflügelpest erlassen. Bis auf einen Streifen von 500 Meter ab der Uferlinie des Stocksee sind alle Restriktionszonen im Amtsgebiet Bornhöved aufgehoben worden. Dies bedeutet nunmehr auch, da die landesweite Aufstallungspflicht bereits aufgehoben worden war, dass Geflügel wieder im Freien gehalten werden darf. Mehr dazu in den Anlagen und auf der Homepage des Kreises Segeberg.

[Allgemeinverfügung Aufstallung ]

[Allgemeinverfügung Wildvögel ]

Foto zur Meldung: Geflügelpest – Aufhebung der Restriktionszone
Foto: Geflügelpest – Aufhebung der Restriktionszone

Vor 110 Jahren: Friedrich Voß kauft den Gasthof

(18.04.2017)

Im Frühjahr 1907 trennt sich Ludwig Saggau von der Hufe 1 und damit auch vom örtlichen Gasthof, den er zum 01.04.1900 von Matthias Christian Suhr erworben hatte.

 

Einen Tag, nachdem Ludwig Saggau die Landstelle mit Dorfkrug und 71 Hektar Land an einen Kellinghusener Makler für 140.000 Mark verkauft hat, erwirbt Friedrich Voß am 18. April 1907 die Gastwirtschaft mitsamt 32 Tonnen Land. Verschiedene Pressemeldungen drücken aus, dass Voß insgesamt bis zu 54 Tonnen Land kauft. Laut Aussage von Jochen Voß (2008) soll Friedrich seinerzeit mit den „Taschen voller Golddollars“ aus Amerika zurück nach Schleswig-Holstein gekommen sein.

 

Der Segeberger Kreisausschuss erteilt dem Gastwirt Voß am 20.09.1907 die Schank- bzw. Gastwirtschaftskonzession. Am 11.10.1907 gibt er als neuer Wirt des nun nach ihm benannten Gasthofs einen Antrittsball. Ebenfalls im Oktober hält Voß, den Traditionen folgend, in seinem neu erworbenen Gasthof, das Erntebier, auch „Mädchenbier“ genannt, ab. Voß wird 1918 als Soldat im Ersten Weltkrieg fallen.

 

Das Wirken Ludwig Saggaus als Wirt im Rückblick:

 

Am 14.07.1901 ist der Festsaal als Anbau zur Gastwirtschaft fertig gestellt und wird mit einem Ball feierlich eingeweiht. Im Oktober 1901 ist eine weitere Neuerung vorgenommen: Die Petroleum-Lichtanlage ist durch eine wesentlich hellere und sicherere Acetylenlichtanlage ersetzt. Mitte Juni 1903 sind an das Bornhöveder Postamt elf Teilnehmer am Fernsprechnetz angeschlossen. Einziger Teilnehmer in Schmalensee ist Gastwirt Ludwig Saggau mit der Nummer 4.

 

Einer der Höhepunkte des Wirkens als Gastwirt ist sicher der 10. Kreisfeuerwehrverbandstag am 08.06.1902 – Festkommers und Ball finden im Gasthof statt.

 

Legendär muten Festveranstaltungen an, die Saggau in den wenigen Jahren als Gastwirt organisierte: Am 07.06.1903 veranstaltete er ein großes Gartenkonzert mit der Plöner Stadtkapelle. Dazu gab es Unterhaltungsspiele wie Scheibenschießen und Vogelwerfen. Am 04.06.1906, dem zweiten Pfingsttag, war Gastwirt Ludwig Saggau Veranstalter eines großen Militär-Gartenkonzerts in Schmalensee. Um 15 Uhr spielte die Kapelle der I. Kieler Torpedodivision Marschmusik. Ab 17 Uhr wurde im Saal und zwei Doppelzelten Ballmusik gespielt. Um 23 Uhr begann auf dem Schmalensee ein „Flottenmanöver“, bei dem 200 Schüsse abgegeben wurden. Und am 05.08.1906 fand bei Saggau ein Tontaubenschießen statt.

 

18.04.1907

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Foto zur Meldung: Vor 110 Jahren: Friedrich Voß kauft den Gasthof
Foto: Vor 110 Jahren: Friedrich Voß kauft den Gasthof

Geflügelpest: Weiter Aufstallungspflicht

(08.04.2017)

Schmalensee im Beobachtungsbezirk

 

Der Landrat des Kreises Segeberg hat mit amtlicher Bekanntmachung vom 07.04.2017

 

Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung

über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel und

das Verbot der Durchführung von Ausstellungen von Geflügel und Tauben zum Schutz gegen die Geflügelpest an die Geflügelhalter im Kreis Segeberg

- 1. Änderung vom 07.04.2017-

 

 

für Teile des Kreisgebietes die Auflagen im Rahmen der Geflügelpest gelockert. NICHT gelockert ist die Aufstallungspflicht in folgenden Gemeinden:

 

Bad Segeberg, Bahrenhof, Bimöhlen, Blunk, Boostedt, Bornhöved, Bühnsdorf, Daldorf, Damsdorf, Dreggers, Fahrenkrug, Geschendorf, Gönnebek, Groß Kummerfeld, Groß Rönnau, Högersdorf, Klein Gladebrügge, Klein Rönnau, Krems II, Mözen, Nahe, Negernbötel, Nehms, Neuengörs, Pronstorf, Rickling, Rohlstorf, Schackendorf, Schieren, Schmalensee, Schwissel, Seedorf, Seth, Stipsdorf, Stocksee, Strukdorf, Tarbek, Tensfeld, Trappenkamp, Travenhorst, Traventhal, Wahlstedt, Wakendorf I, Weede, Wensin, Westerrade und das Gemeindegebiet der Gemeinde Wittenborn nördlich der Bundesstraße (B) 206.

 

Die Aufstallung von Geflügel (Hühner, Truthühner (Puten), Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse) ist weiterhin angeordnet.

 

 

[Amtliche Bekanntmachung ]

Achtung Vereine: Blickpunkt mit geänderten Annahmezeiten

(05.04.2017)

Pressewarte, Schriftführer, Vorsitzende aufgepasst. Die Ostertage und der Maifeiertag führen zu geänderten Annahmezeiten für den Blickpunkt Bornhöved.

 

Was in der 16. Kalenderwoche (Erscheinungstag 20. April 2017) veröffentlicht werden soll, muss bis spätestens Mittwoch, 12. April 2017, 9 Uhr, in der Amtsverwaltung vorliegen (sabine.gast@amt-bornhoeved.de).

 

Für die 18. Kalenderwoche (Erscheinungstag 4. Mai 2017) gilt: Abgabe bis Mittwoch, 26. April, 9 Uhr.

Vor 125 Jahren: Teilung des Kirchspiels Bornhöved

(01.04.2017)

Erlassen durch das Königliche evangelisch-lutherische Konsistorium zu Kiel und die Abteilung für Kirchen- und Schulwesen der Königlich Preußischen Regierung treten die Teilung der Parochie Bornhöved und die Errichtung einer selbstständigen Kirchengemeinde Wankendorf in Kraft.

 

Die Maßnahme ist umstritten. Insbesondere in den Dörfern der heutigen Kirchengemeinde Bornhöved gibt es Widerstand, der bis zur Drohung mit Kirchenaustritt geht. Der Antrieb der nördlichen Gemeinden, die zum Kreis Plön gehören, ist aber rein pragmatisch: Die Bevölkerung ist weitaus größer als bei der Bildung der Kirchspiele. Und der Weg zu Kirche und Kirchhof wird zunehmend als unzumutbar weit und beschwerlich empfunden.

 

Schon etwa viereinhalb Jahre ist ein Pastor provisorisch in Wankendorf tätig. Er predigt abwechselnd im Stolper Schulhaus und in einer Wankendorfer Gaststätte und versieht bereits selbstständig die seelsorgerische Arbeit des möglichen neuen Pfarrbezirks. Der Versuch, das Kirchspiel Bornhöved in zwei selbstständige Kirchspiele zu zerlegen, von denen das neue Kirche und Pastorat in Wankendorf erhalten könnte (unter zunächst noch gemeinschaftlicher Nutzung des Bornhöveder Kirchhofs), bedurfte einer Entscheidung.

 

Die sollte eigentlich schon am 20.03.1891 fallen. Damals berieten die Kirchengemeindevertreter und Kirchenältesten des Kirchspiels Bornhöved über eine mögliche Teilung desselben. Deshalb nahmen auch Probst Schütt (Lütjenburg), Amtsgerichtsrat Fischer (Plön) und Landrat von Willmoes-Suhm (Segeberg) an der Sitzung teil. Mit nur fünf Stimmen für eine Kirchspielteilung scheiterte das Anliegen angesichts 18 Nein-Stimmen. Trotz dieses klaren Abstimmungsergebnisses wollten die örtlichen Vertreter auf die im zuständigen königlichen Ministerium zu treffende Entscheidung warten. Die fiel dann nicht im Sinne der Mehrheit aus und schon über das Jahr 1891 hatte es teils böse Schriftwechsel gegeben, die auch öffentlich über die Presse Verbreitung fanden.

 

 

 

 

 

 

01.04.1892

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Foto zur Meldung: Vor 125 Jahren: Teilung des Kirchspiels Bornhöved
Foto: Kirche zu Bornhöved

Achtung Vereine: Blickpunkt mit geänderten Annahmezeiten

(30.03.2017)

Pressewarte, Schriftführer, Vorsitzende aufgepasst. Die Ostertage und der Maifeiertag führen zu geänderten Annahmezeiten für den Blickpunkt Bornhöved.

 

Was in der 16. Kalenderwoche (Erscheinungstag 20. April 2017) veröffentlicht werden soll, muss bis spätestens Mittwoch, 12. April 2017, 9 Uhr, in der Amtsverwaltung vorliegen (sabine.gast@amt-bornhoeved.de).

 

Für die 18. Kalenderwoche (Erscheinungstag 4. Mai 2017) gilt: Abgabe bis Mittwoch, 26. April, 9 Uhr.

Und wieder Geflügelpest Schmalensee erneut im Beobachtungsbezirk

(24.03.2017)

 

Erneut wurde in zwei Proben von im Kreis Segeberg tot aufgefundenen Wildvögeln durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) das hoch pathogene Influenza A Virus des Subtyps H5 nachgewiesen. Dabei handelt es sich um einen Schwan, der auf dem Gebiet der Gemeinde Daldorf (hochpathogener Subtyp H5N8) gefunden wurde und um einen Bussard, der in der Gemeinde Högersdorf verendet aufgefunden worden war.

 

Besagter Schwan hat Auswirkungen auf das Amt Bornhöved, in dem ein SPERRBEZIRK eingerichtet wurde: In den Gemeinden Bornhöved und Tarbek das jeweilige Gebiet südlich der Kreisstraße K52.

 

Als BEOBACHTUNGSBEZIRK wurden alle weiteren Gemeindegebiete im Amt Bornhöved deklariert: Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee, Tensfeld und Trappenkamp. Außerdem die jeweils nördlich der K52 gelegenen Gemeindeteile von Bornhöved und Tarbek.

 

Eine entsprechende „Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Segeberg“ ist am 23.03.2017 veröffentlicht worden und tritt am 24.03.2017 mit den bekannten Maßregelungen in Kraft.

 

Diese Allgemeinverfügung und eine dazugehörige Karte sind diesem Beitrag beigefügt. Mehr dazu im Internetauftritt des Kreises Segeberg.

[Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel]

[Karte des Kreises Segeberg]

Foto zur Meldung: Und wieder Geflügelpest  Schmalensee erneut im Beobachtungsbezirk
Foto: Und wieder Geflügelpest Schmalensee erneut im Beobachtungsbezirk

Vor 100 Jahren: Schlägkräftige Schönheiten

(20.03.2017)

Schmalensees Berichterstatter zum Segeberger Kreis- und Tageblatt liefert eine wirkliche Anekdote:

 

Ein Knecht von hier wurde kürzlich auf der Straße von Schmalensee nach Bornhöved überfallen und gehörig verprügelt. Jetzt hat die Untersuchung erbracht, dass zwei als Männer verkleidete Küchenfrauen die Täter gewesen sind. Die schlagfertigen Schönen haben natürlich die Lacher auf ihrer Seite, und man hat Grund anzunehmen, dass auch die Behörde gute Miene zum bösen Spiel machen wird. Man sieht, dass die Damen ihren Mann stehen können, wenn die allgemeine Wehrpflicht schließlich doch auf die Weiblichkeit ausgedehnt werden sollte.“

 

 

In damaliger Zeit ist die Zeitung darauf angewiesen, Mitteilungen aus den Dörfern zu erhalten. Quelle ist meist der Gemeindevorsteher. Und gerade in Zeiten wie dem Kriegsjahr 1917, in denen die Zeitungen voller Traueranzeigen für gefallene Soldaten und Nachrichten über die Rationalisierung immer knapper werdender Produkte sind, kommen humoristische Geschichten besonders gut an. Da wird auch aus journalistischer Sicht ein Auge zugekniffen (wie man es im Bericht ja auch von der Polizei erwartet): Warum der Überfall geschah – aus Rache oder Habgier – bleibt ungenannt. Immerhin wurde der in Schmalensee beschäftigte Knecht „überfallen“.

 

 

 

 

18.03.1927

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Foto zur Meldung: Vor 100 Jahren: Schlägkräftige Schönheiten
Foto: Vor 100 Jahren: Schlägkräftige Schönheiten

Vor 90 Jahren: Neuer Chef der Pferdezüchter

(18.03.2017)

Der Kreispferdezuchtverein für die Holsteinischen Geestlande hält im 30. Jahr seines Bestehens seine ordentliche Generalversammlung ab. Den Vorsitz hat der stellvertretende Vorsitzende E. Greve aus Högersdorf.

 

Der Vorsitzende, Major Wachs, hatte sein Amt zuletzt trotz dienstlich bedingten Fortzuges auf Bitten der Mitglieder fortgesetzt, bittet nun aber schriftlich, Neuwahlen durch-zuführen. Zum neuen Vorsitzenden wird der Schmalenseer Heinrich Harder gewählt. Er wird außerdem in die Stutenkörkommission gewählt.

 

Von Interesse ist die eher beiläufige Bemerkung, dass zwischen den beiden Kreispferdezuchtvereinen, dem auf Geest- und dem auf Marschgrundlage, Verhandlungen hinsichtlich der Bildung einer Arbeitsgemeinschaft laufen.

 

In der Rückschau auf das Jahr 1926 wird u.a. bekannt gegeben, dass Heinrich Harder im Zuge der Stutenkörungen im Juni eine Erhaltungsprämie in Höhe 50 Mark erhalten hat. Bei der Füllenschau des Kreisvereins am 16.10.1926 gewann Harder zudem in der Kategorie der Einjährigen den 1. Preis. Seine einjährige Stute von Ortwin und Claudine wurde zum besten Fohlen der Schau erklärt.

 

Bei der Reichsverbands-Stutenprämierung am 24.09.1926 in Kiel ging ein Diplom an den Schmalenseer Ernst Saggau.

 

 

Das Pferd ist mindestens bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs auf allen Höfen Schmalensees vorhanden und auch Objekt züchterischer Tätigkeit. Und wie im Fall der Rinder schwarzbunter Rasse engagieren sich Schmalenseer in den entsprechenden Verbänden. In diesem Fall Heinrich Harder, seit 1924 Gemeindevorsteher (Bürgermeister). Er wird bis 1945 großen Einfluss in den landwirtschaftlichen Organisationen des Kreises Segeberg ausüben – auch bei den Schwarzbunten und, innerhalb der Strukturen des Nationalsozialismus, als Bezirksbauernführer innerhalb des „Reichsnährstandes“, der alle landwirtschaftlichen Organisationen unter einem Dach vereint.

 

 

 

 

 

18.03.1927

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Foto zur Meldung: Vor 90 Jahren: Neuer Chef der Pferdezüchter
Foto: Vor 90 Jahren: Neuer Chef der Pferdezüchter

Vor 80 Jahren: Reichsberufswettkampf im Nährstand

(15.03.2017)

Der 4. Reichsberufswettkampf der Gruppe „Nährstand“ findet deutschlandweit statt.

 

Bornhöved ist Wettkampfort für die jungen Landwirte der Region und die Mädchen. Für Gärtner findet der Wettkampf in Kaltenkirchen, für Melker in der Ricklinger Arbeiterkolonie statt.

 

Bezirksbauernführer Heinrich Harder aus Schmalensee leitet die Prüfungskommission, die durch die Ortsbauernführer, den Bezirksjugendwart, die Bezirksbäuerin, die Ortsbäuerinnen und die Bezirksjugendwartin besetzt wird.

 

Schon im Januar hat Karl Suhr (Hornshof), Jugendwart der Bezirksbauernschaft, in Zusammenarbeit mit der Hitlerjugend Anmeldungen entgegen genommen. 36 weibliche und 23 männliche Teilnehmer kommen aus Bornhöved, Gönnebek, Schmalensee, Tarbek, Tensfeld, Damsdorf und Stocksee.

 

 

 

Reichsberufswettkämpfe gab es für alle Produktionszweige. Sie dienten durchaus der Verbesserung, der Einbringung von Ideen und Innovationen. Aber natürlich dienten sie auch der Förderung des Leistungsgedankens und der Erfüllung der so genannten Vierjahrespläne der Reichsregierung. Im Bereich des Nährstandes gipfelte dies in der „Erzeugungsschlacht“, mittels derer die eigene Landwirtschaft das Volk möglichst autark ernähren sollte.

 

Die Auflistung der beteiligten Funktionsträgerinnen und -träger veranschaulicht, wie ausgeklügelt die Strukturen im nationalsozialistischen Staat waren. Rechnet man die jeweiligen Stellvertreter hinzu, so kommt man auf viele Personen, die allein im Reichsnährstand eine Funktion haben konnten.

 

 

15.03.1937

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Wechsel vollzogen

(14.03.2017)

Schmalensees neuer Wehrführer vereidigt

Im Januar hatte die Freiwillige Feuerwehr mit Peter Willem Christiaan van het Loo einen neuen Wehrführer gewählt, nun ist er offiziell im Amt. Im Rahmen der Sitzung der Gemeindevertretung am 14. März im Gasthof Voß vollzog Bürgermeister Sönke Siebke den Wechsel an der Spitze unserer Blauröcke. Im Beisein mehrerer Bürger und Kameraden, sowie seiner Frau Karolin, wurde Peter van het Loo vereidigt und nahm seine Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten entgegen.

Sönke Siebke wünschte dem neuen Wehrführer eine glückliche Hand und versprach eine gute Zusammenarbeit. Er und sein Stellvertreter Jürgen Bucksch dankten aber auch dem ebenfalls anwesenden Amtsvorgänger Volker Kay, der sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, für dessen geleisteten Dienst um die Sicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner.

Foto zur Meldung: Wechsel vollzogen
Foto: Bürgermeister Sönke Siebke (links) händigte dem neuen Wehrführer Peter van het Loo die Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten aus.

Vor 85 Jahren: Schmalensee wählt: völkisch – national – konservativ

(13.03.2017)

In Deutschland findet die Direktwahl des Reichspräsidenten statt. Wahllokal in Schmalensee ist das Schulgebäude.

 

Im ersten Wahlgang am 13. März 1932 fällt noch keine Entscheidung. Der Amtsinhaber, Weltkriegsgeneral Paul von Hindenburg, erhält rund 18,6 Millionen Stimmen, Adolf Hitler, Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, rund 11,3 Millionen Stimmen. Der Kommunist Ernst Thälmann erhält fast 5 Millionen Stimmen und zieht als dritter Kandidat in den zweiten Wahlgang ein, der am 10.04.1932 vorgenommen wird.

 

Als Wahlleiter in Schmalensee fungiert Gemeindevorsteher Heinrich Harder, Stellvertreter ist der stellvertretende Gemeindevorsteher Ludwig Saggau. Für Hindenburg stimmen am 13. März 71 Schmalenseer, auf Adolf Hitler entfallen hier 88 Stimmen. 5 geben Thälmann ihre Stimme und 15 Stimmen entfallen auf den Kandidaten Theodor Düsterberg. Der ist Vorsitzender des deutschnationalen paramilitärischen Stahlhelmbundes. Der Stahlhelm unterhält auch im Amt Bornhöved eine Ortsgruppe.

 

Im zweiten Wahlgang am 10. April wird Reichspräsident Paul von Hindenburg wiedergewählt. Der Stimmenzuwachs der NSDAP ist gewaltig. Im Kreis Segeberg liegt Adolf Hitler mit 17.329 Stimmen klar vor Hindenburg (9.306). Der Kommunist Thälmann erhält 686 Stimmen. In Schmalensee entfallen auf den Kommunistenführer keine Stimmen mehr. Hindenburg erhält 99, Hitler 83 Stimmen.

 

Wie in weiten Teilen Schleswig-Holsteins fällt das Wahlergebnis auch in Schmalensee zu Gunsten der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler aus. Eine Tatsache, der man sich nicht verschließen sollte. Immerhin: Schmalenseer spielen nur auf lokaler Ebene im kommenden Dritten Reich eine Rolle – in der Politik auf Gemeinde- und Amtsebene. Darüber hinaus finden sich bis heute keine Hinweise auf „höherwertige“ Funktionen in Staat und Partei.

 

 

 

 

 

13.03.1932

 

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Foto zur Meldung: Vor 85 Jahren: Schmalensee wählt: völkisch – national – konservativ
Foto: Vor 85 Jahren: Schmalensee wählt: völkisch – national – konservativ

Farbschmierereien auf dem Bolzplatz

(12.03.2017)

Wer macht solchen Unsinn?

 

Bereits am Wochenende 4./5. März muss es auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus zu Farbschmierereien gekommen sein. Dabei wurden Spielgeräte und ein Sirenen-Mast, aber auch Bäume und das Spielplatzschild in Mitleidenschaft gezogen. Gemeldet wurde der Vorfall am 11. März. Ob es leicht sein wird, die offensichtlich mit Sprühdosen aufgebrachte Farbe wieder zu entfernen, lässt sich noch nicht absehen.

Es handelt sich auf jeden Fall um einen sehr ärgerlichen Vorgang, ähnlich dem mit Schmierereien im Buswartehäuschen an der Dorfeiche. Wer tut so etwas und vor allem: wieso? Wer Hinweise auf den oder die Täter oder weitere „Tatorte“ hat, sollte nicht davor zurückschrecken, sich unter der Telefonnummer 04323/8209 an Bürgermeister Sönke Siebke zu wenden.

Foto zur Meldung: Farbschmierereien auf dem Bolzplatz
Foto: Farbschmierereien auf dem Bolzplatz

Vor 40 Jahren: Ein Prospekt für den Fremdenverkehr

(11.03.2017)

Der Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein Schmalensee hält unter dem Vorsitz von Gerd Scholz seine Jahreshauptversammlung ab.

 

Nachdem die Gemeindevertretung im vergangenen Jahr den Ausbau der Wanderwege beschlossen hatte, konnte der Verein bereits im Januar einen Prospekt zu Möglichkeiten der Naherholung in und um Schmalensee in Druck geben. An den Druckkosten beteiligte sich neben Werbepartnern auch die Gemeinde zu einem Drittel.

 

Seit 1976 sind 30 neue Mitglieder beigetreten. Die Aktion „saubere Gemeinde“ im Vorjahr erfreute sich großer Beteiligung.

 

Die Jahreshauptversammlung bestätigt Bruno Göttsch (zweiter Vorsitzender) und Jochen Voß (Schriftführer) in ihren Ämtern. Beisitzer werden Evaline Stegelmann und Wolfgang Hahne.

 

 

 

 

 

11.03.1977

 

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Foto: Vor 40 Jahren: Ein Prospekt für den Fremdenverkehr

Vor 110 Jahren: Wahl in den Provinziallandtag

(04.03.2017)

Die konstituierende Sitzung des Segeberger Kreistages wählt das Mitglied Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee, den Amtsvorsteher des Amtes Bornhöved, zum Abgeordneten des Schleswig-Holsteinischen Provinziallandtages für die Zeit April 1907 bis März 1913.

 

Außerdem wird Saggau in die „Kommission für die Körung der Zuchtstiere der schwarzbunten Rasse“ des Kreistages gewählt.

 

 

 

 

In damaliger Zeit erfolgt die Besetzung zahlreicher Positionen nicht durch Basisentscheid, also freie Wahl, sondern durch eine Form des Delegierens. In der Folge häuft sich die Zahl der Ämter einzelner Personen geradezu automatisch, wofür Heinrich Christian Saggau ein sehr gutes Beispiel ist. Gerade Kreistagsabgeordnete können nämlich in zahlreiche Kommissionen gewählt werden, vom Armenwesen über den Chausseebau bis zum Wehrerfassungswesen.

 

Zum Verständnis der „Parlaments-Hierarchie“: Höchstes Organ ist der Reichstag des Deutschen Reiches. Im Königreich Preußen gibt es den Preußischen Landtag. Darunter angesiedelt ist aus hiesiger Sicht der Provinziallandtag von Schleswig-Holstein. Dann kommen die Kreistage, denen es u.a. obliegt, die Selbstverwaltung berufsständischer Organisationen durch eine Art Parallelstruktur zu begleiten: Im Fall der Schwarzbunten etwa gibt es amtliche Körungen und die des Kreisvereins. Und im Fall Heinrich Christian Saggau ist das ganz praktisch: Am 31.03.1917 ist er auch Vorsitzender des Vereins für die Zucht schwarzbunter Holsteiner im Kreise Segeberg.

 

 

 

 

04.03.1907

 

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Foto: Vor 110 Jahren: Wahl in den Provinziallandtag

Vor 50 Jahren: Die Müllabfuhr kommt

(22.02.2017)

Die Schmalenseer Gemeindevertretung beschließt eine Satzung für die Abfallentsorgung. Demnach wird ab 1. März 1967 die Müllabfuhr in Schmalensee eingeführt. Dafür liegt ein Angebot des Wegezweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) vor.

Die Schmalenseer Haushalte werden dafür genormte 50 Liter-Behälter für 18,50 DM vom WZV erwerben müssen. Die Abfallgebühr wird pro Gefäß bei wöchentlicher Entleerung 1,70 DM betragen.

Bislang findet die Abfallentsorgung in Müllgruben auf Gemeindegebiet statt. Da diese Gruben, anders als in anderen Ortschaften (aufgrund der besonderen Lage des Schmalenseer Ortskerns unterhalb eines Hanges), nicht ortsnah erfolgen kann, hat sich die GV für die zentrale Abfallbeseitigung entschieden.

 

 

In Zeiten, da wir drei Mülltonnen in verschiedenen Farben vor dem Haus stehen haben und regelmäßig gelbe Wertstoffsäcke an den Straßenrand legen, ist es gerade für die Jüngeren wohl kaum vorstellbar: Erst 1967 wurde eine Tonne (aus Metall) eingeführt, die gerade mal 50 Liter fasste.

Zum einen sagt uns das, dass wir heute weitaus mehr Abfall produzieren als damals. Gleichzeitig können wir feststellen, dass wir unseren Müll sogar trennen und in weiten Teilen der Wiederverwertung zuführen.

Aber wir stellen auch fest, dass bis zur Auftragsvergabe an den WZV der Müll in offenen Gruben in der freien Natur verklappt wurde. Der Inhalt sei seinerzeit (wenigstens zum Teil) abgefahren worden, heißt es in späteren Verlautbarungen.

 

 

22.02.1967

 

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Foto: Vor 50 Jahren: Die Müllabfuhr kommt

Vor 100 Jahren: Eine Goldene Hochzeit

(17.02.2017)

Mitten im Weltkrieg gibt es ein Fest in Schmalensee: Die Eheleute Pries feiern die Goldene Hochzeit.

 

Schuhmacher Adelbert Pries, ein Veteran des Krieges von 1870/71und Mitglied des Kampfgenossenvereins für Bornhöved und Umgegend, erhält neben dem kaiserlichen Gnadengeschenk von 50 Mark denselben Betrag vom Landeskriegerverband.

 

Aus dem zu Ehren des Jubelpaares mit Flaggen geschmückten Dorf kommen an Geschenken neben einer Wanduhr und 55 Mark in bar auch reichlich Speisen für die Festtafel, die die „englische Hungerblockade“ vorübergehend vergessen lassen.

 

 

17.02.1917

 

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Foto: Vor 100 Jahren: Eine Goldene Hochzeit

Vor 150 Jahren: Schmalenseer an die Urne

(12.02.2017)

Nach dem Ende des „deutschen Dualismus“ zwischen Preußen und Österreich – Preußen übernimmt nach dem Sieg bei Königgrätz die Vorherrschaft in Deutschland und Schleswig-Holstein wird preußische Provinz – muss der Reichstag des Deutschen Bundes neu gewählt werden.

 

Auszug aus dem Segeberger Wochenblatt vom 2. Februar 1867:

 

Bekanntmachung

 

In Uebereinstimmung mit den Allerhöchsten Vorschriften wird es hierdurch namens des Segeberger Amtshauses zur öffentlichen Kunde gebracht, daß die Wahl für den Reichstag des Deutschen Bundes, im Amte Segeberg, 6ten Wahlkreises, und zwar,

 

[...]

 

      1. im 38ten Wahlbezirk, bestehend aus den Ortschaften Bornhöved, Schmalensee, Gönnebeck, Negernbötel, Hamdorf, und Blunck, Wahlvorsteher, Amtsdeputierter Hauschildt in Bornhöved, Vertreter Bauervogt Hinst daselbst, Wahllocal Gastwirth Lantau daselbst, […]

 

am Dienstage, den 12. Februar 1867 des Vormittags um 10 Uhr beginnen und um 6 Uhr nachmittags wird geschlossen werden.

 

Es wird nachrichtlich hinzugefügt, daß die Wahlhandlung öffentlich, daß zu derselben Gemeindemitglieder, welche kein unmittelbares Staatsamt bekleiden, hinzugezogen werden; und daß das Wahlrecht in Person durch verdeckte in eine Wahlurne niederzulegende Stimmzettel ohne Unterschrift, ausgeübt werden muss.

 

[…]

 

Segeberger Haus- und Kirchspielvogtei zu Segeberg, den 31. Januar 1867.

Schulz

 

Noch ist Schleswig-Holstein in der alten Struktur gegliedert. Die Landkreise werden aber noch in diesem Jahr entstehen. Das Amt Segeberg als Vorläufer des Kreises Segeberg besteht aus zwei Kirchspielvogteien, eine ist die von der Stadt Segeberg aus verwaltete. Warum die heutigen Gemeinden des Amtes Bornhöved Stocksee, Damsdorf, Tarbek und Tensfeld (Trappenkamp gab es noch nicht) nicht im selben Wahlkreis mit Bornhöved, Schmalensee und Gönnebek liegen, hat einen Grund: Sie gehörten damals zum Amt Plön. Was schon vor 150 galt und noch heute eine in Wahllokalen häufig gestellte Frage ist, findet sich im letzten Absatz des Auszugs aus der Wahlkündigung: Nein, Stimmzettel müssen nicht unterschrieben werden...

 

 

 

 

12.02.1867

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Foto: Vor 150 Jahren: Schmalenseer an die Urne

Vor 90 Jahren: Zur Lage der Landwirtschaft

(12.02.2017)

Beim Stockseer Gastwirt Jacobsen findet ein Bezirks-Bauernabend des Schleswig-Holsteinischen Bauernvereins statt. Trotz Nebel und Kälte sind so viele Mitglieder der Ortsgruppe aus Stocksee, Damsdorf, Schmalensee, Tarbek und Tensfeld erschienen, dass Saal und Gastwirtschaftsraum fast völlig besetzt sind. Nach einer Begrüßung durch den Vertrauensmann Bülck aus Stocksee spricht der 2. Vorsitzende der Kreisgruppe Segeberg, Hufner Willy Siebke aus Schmalensee:

In den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts wurden die Bauernvereine gegründet unter der Parole: 'Erhaltung der Bauernhöfe und Erhaltung der Familien auf den Bauernhöfen.' Diesem Grundsatz diente das gesamte Programm der Bauernvereine und dieses Programm ist auch bis heute innegehalten und durchgeführt und blieb auch in Geltung, als sich 28 Bauernvereine zusammenschlossen zu der Vereinigung Deutscher Bauernvereine in Berlin. Alles, was in Berlin behandelt und beschlossen wird, steht unter diesem Grundsatz, aber die Wege, das Programm zu erfüllen, sind oft verschieden. Vertreter von den Alpen bis zur Nordsee kommen dort zusammen mit den verschiedensten Anträgen in der Tasche. Oft entstehen sogar gegensätzliche Interessen des Nordens gegen den Süden; das ist nicht verwunderlich für den, der die verschiedene Wirtschaftsweise der Landwirtschaft kennt. Ein solcher Punkt ist z.B. die Befreiung der Magermilch von der Umsatzsteuer und viele andere Angelegenheiten. Dort in den Sitzungen wird nun ein Ausgleich vorgenommen oft beobachten wir auch, daß die Kreisgruppe Segeberg etwas gilt, und daß ihre Vorstandsmitglieder in Berlin als richtige Bauernführer angesehen werden. Auch ein Hilfswerk der Landwirtschaft ist der Initiative des Vorstands der Kreisgruppe Segeberg zu verdanken: die Gründung der Deutschen Bauernbank in Berlin. So sehen wir, daß es gut ist, wenn wir uns geschlossen zusammenfinden und uns geschlossen hinter unsere Führer stellen, damit deren Wort Geltung hat.

Ferner müssen wir aber sorgen, daß die Landwirtschaft wieder rentabel wird, sonst geht mancher Hof der Familie verloren. Ein betrübendes Beispiel, das zum Nachdenken veranlaßt, ist ein Hof in der Propstei, der fünfhundert Jahre im Besitze der Familie war und nun unter den Hammer gekommen ist. Die Sozialisierung geht voran, aber der Bauer, der gern von allen geistigen Arbeiten frei sein möchte, kümmert sich nicht gern um solche Dinge. Er muß es aber, um rechtzeitig die Gefahren zu erkennen und ihnen zu begegnen. Wir Bauern sind nicht tätig genug gewesen auf wirtschaftspolitischen Gebieten im Gegensatz zu der Industrie, die frühzeitig und rechtzeitig alles Notwendige erkannt und getan hat. Wir aber tragen schwere Verantwortung vor der Geschichte, denn wir müssen auch besonders für unsere Jugend sorgen und für ihre jetzigen und künftigen Interessen eintreten. Für die Jugend, nach der von allen Seiten geangelt wird. Darum müssen wir auch beobachten, wohin unsere Jugendbewegung geht. Die Jungbauern müssen sich vorbereiten, den väterlichen Hof zu übernehmen und müssen lernen, was sie zu tun haben, und müssen alle Hebel ansetzen, um den Hof zu erhalten. Erst wenn wir dieses alles getan haben und wissen, daß die Jugend auf ihrem Posten sein wird, können wir getrost in die Zukunft blicken und gewiß sein, daß es gelingen wird, das väterliche Erbe zu erhalten. Wenn dieser Geist in uns steckt und in unserer Jugend werden wir es schon schaffen.

 

Solange noch die Eichen wachsen

um unsern Hof und unser Haus,

solange stirbt in Niedersachsen

die alte Stammesart nicht aus.“

 

 

 

 

 

12.02.1927

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Foto zur Meldung: Vor 90 Jahren: Zur Lage der Landwirtschaft
Foto: Vor 90 Jahren: Zur Lage der Landwirtschaft

Vor 120 Jahren: Schmalenseer Pferdezüchter

(06.02.2017)

Auf Einladung des Grafen Platen, Königlicher Landrat im Kreis Segeberg und Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisvereins, findet um 15 Uhr in Wickel’s Hotel zu Segeberg eine Zusammenkunft aller an der Pferdezucht Interessierten zwecks Gründung eines Kreispferdezuchtvereins statt.

 

Der „Pferdezuchtverein für den Kreis Segeberg“ ist im Kreisgebiet Nachfolger des „Pferdezuchtvereins der holsteinischen Geestlande“, der ein größeres Terrain umfasste und sich bewusst auflöste, um Platz für die Kreisvereine zu machen.

 

Durch jährliche Prüfung der Mutterstuten und deren Nachzucht sowie die Anlage eines Stammregisters soll das Zuchtziel des Vereins erreicht werden: „Ein edles, kräftiges Wagenpferd mit starken Knochen, welches möglichst gleichzeitig die Eigenschaften eines schweren Reitpferdes besitzt, also auch für Militärzwecke passend ist.“

 

Das Vereinsgebiet umfasst das des Kreises Segeberg. Darunter sollen Distrikte gebildet werden, die fast immer den Ämtern bzw. Städten entsprechen, so in Bornhöved und Stocksee. Mitglied kann jeder Einwohner des Kreises werden, der einen Jahresbeitrag von 3 Mark zahlt und die Satzungen anerkennt. Pferdebesitzer oder gar Züchter muss man nicht sein.

 

In den Wahlen zum Vorstand wird Initiator Landrat Graf Platen zum Vorsitzenden gewählt. Für den Distrikt Bornhöved wird Amtsvorsteher Heinrich Christian Saggau aus Schmalensee zum Distriktvorsteher gewählt.

 

 

Spätestens seit Übernahme Schleswig-Holsteins in den preußischen Staat wird die Gründung von Vereinen mit landwirtschaftlicher Ausrichtung auf der Ebene der Landkreise vorangetrieben. Schmalenseer sind bis über die Zeit des Zweiten Weltkriegs hinaus in diesen Kreisvereinen und deren übergeordneten Ebenen in Vorstandsämtern aktiv. Insbesondere in der Pferde- und Rinderzucht.

 

 

06.02.1897

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Foto zur Meldung: Vor 120 Jahren: Schmalenseer Pferdezüchter
Foto: Vor 120 Jahren: Schmalenseer Pferdezüchter

Vor 20 Jahren: Ein Generationswechsel

(28.01.2017)

Im Gasthof Voß findet die Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes statt. An der Spitze des OV vollzieht sich ein Generationswechsel, denn an Stelle des nicht mehr kandidierenden Hans-Peter Bobzien, der den OV seit 1983 geführt hat, wird der 36jährige Michael Stock zum Ortsvorsitzenden gewählt.

Stellvertretender Vorsitzender wird wieder Hans Siebke, zum Kassenwart wird Hellmut Eberhardt aus Tensfeld gewählt. Herbert Kuhse bleibt Schriftführer, die Beisitzer sind Jürgen Stegelmann, Sönke Siebke und Joachim Wolff.

 

Hans-Peter Bobzien war nicht nur lange Vorsitzender der Schmalenseer CDU, sondern auch von 1982 bis 1998 Gemeindevertreter und von 1994 bis 1998 erster stellvertretender Bürgermeister. Über die gesamte Tätigkeit in der GV gehörte Bobzien dem Finanzausschuss an, von Beginn an als dessen Vorsitzender. Als solcher begleitete er u.a. den Bau des Sportlerheims, des Feuerwehrgerätehauses, der Wasserversorgung und der Kanalisation.

Im Juli 2011 ist Hans-Peter Bobzien gestorben. In der Traueranzeige der Gemeinde heißt es: „...als Vorsitzender des Finanzausschusses [hat er] nie den Blick für das finanziell Machbare verloren. Durch seine langjährige Erfahrung und sein kompetentes ehrenamtliches Wirken hat der Verstorbene sich Anerkennung und Wertschätzung erworben.“

 

28.01.1997

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Foto zur Meldung: Vor 20 Jahren: Ein Generationswechsel
Foto: Vor 20 Jahren: Ein Generationswechsel

Vor 100 Jahren: Ein außergewöhnlicher Kirchenmusiker

(25.01.2017)

In Bornhöved stirbt, 78-jährig, der frühere Organist der Evangelischen Kirchengemeinde, Carl Heinrich Reimers. Reimers besuchte 1856-59 das Seminar in der Stadt Segeberg. Von 1873 bis zu seiner Pensionierung 1898 wirkte er in Bornhöved. Zu seinen zahlreichen Ehrenämtern gehörten der Vorsitz im Lehrerverein für Bornhöved und Umgebung sowie die Schriftführung im Landwirtschaftlichen Verein für Bornhöved und Umgebung. Auch poetisch betätigte sich Reimers, dessen Gedichte, vor allem die Palmarum-Verse an die Konfirmanden, zum Teil im Segeberger Kreis- und Tageblatt abgedruckt wurden.

 

Die Stellung des Organisten darf nicht unterschätzt werden. Er war zugleich an der Bornhöveder Schule tätig und unterstützte im Konfirmandenunterricht. Darum gehörte er auch dem Lehrerverein an, in dem alle Lehrer des Kirchspiels Bornhöved sich gegenseitig weiterbildeten und Aktuelles aus der Schulgesetzgebung umsetzten. Der Einfluss der Kirchengemeinde war in Zeiten dänischer Herrschaft und im Kaiserreich deutlich stärker als heute. Und aufgrund der Zugehörigkeit Schmalensees zur Kirchengemeinde dürfen hier Einträge zu dieser oder in ihr maßgeblich handelnden Personen nicht fehlen. (CD)

 

25.01.1917

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Vor 20 Jahren: Dorfentwicklungsplanung

(22.01.2017)

Schmalensees Gemeindevertretung berät über den Fortgang der Dorfentwicklungsplanung. Zwar hat die Landgesellschaft eine umfangreiche LSE (Ländliche Struktur- und Entwicklungsanalyse) vorgelegt, in vielen Punkten verlangen die Gemeindevertreter aber noch Nachbesserungen.

Weiter verfolgen will die GV Vorschläge wie das Anlegen eines Radweges nach Stocksee, eines Wanderweges zum Grimmelsberg, eines „Hochzeitswäldchens“, eines kommunalen Autowaschplatzes, die Verlegung der Bushaltestelle am Gasthof oder der Wertstoffcontainer vom Bolzplatz in die Damsdorfer Straße.

Gestrichen werden Vorschläge für einen 140.000 DM teuren Fußweg am Ringreiterplatz und die Umgestaltung dieses Platzes, eine Neugestaltung des Vorplatzes am Gasthof, Veränderungen am Buswartehäuschen an der Dorfeiche oder der Parkplätze am Sportplatz.

Mit einer Verkehrsberuhigung in der Belauer Straße könnten sich die Gemeindevertreter anfreunden – doch in dem Fall kommt es auf den Kreis Segeberg an. In der Summe machen sich die Schmalenseer Kommunalpolitiker noch einmal deutlich, dass der Fortgang der Dorfentwicklung auch davon abhängt, ob es eine Ortsumgehung geben wird oder nicht.

Weiterhin wird eine Mitgliedschaft im Naturpark Holsteinische Schweiz erörtert. Damsdorf und Stocksee sind bereits Mitglieder und die Gemeinde darf auf Fördermittel für den Bereich Tourismus hoffen. Deshalb beschließt die Versammlung den Beitritt zum Naturpark, den auch Bornhöved und Tensfeld anstreben.

 

Im Zusammenhang mit der in den Jahren 2015/16 durchgeführten Zukunftswerkstatt in Schmalensee war eingangs Kritik aufgekommen, dass solche Ereignisse viele Ideen aufwerfen würden, die nicht zur Entfaltung kommen würden. Bezug genommen wurde dabei auf die hier beschriebenen Ergebnisse der Sitzung der Gemeindevertreter. Nur hieß das Projekt seinerzeit nicht Zukunftswerkstatt sondern Dorfentwicklung. Und anders als damals waren die Bürger nur indirekt beteiligt.

 

22.01.1997
 

 

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Edle Gäste am Schmalensee

(19.01.2017)

Seit einigen Tagen tummeln sich hübsch anzusehende Gäste am Schmalensee. Es sind Reihervögel, weiße und graue, die sich hier eingefunden haben. Hat der See sie gelockt? Den bedeckt eine dünne Eisschicht, auf der sie oft stundenlang herumstehen und besserwisserisch in die Gegend schauen. Nahrung bieten ihnen hingegen die Auen, die das Wasser mit seichter Geschwindigkeit durch die Seewiesen befördern und klar den Blick zum Grund freigeben. Auch die von Menschenhand gezogenen Entwässerungsgräben sind nicht in Gänze zugefroren. Bei ihrem Wechselspiel aus Nahrungsaufnahme und Rast scheinen die edlen Vögel einen Pakt mit lokalem Gefieder geschlossen zu haben: Nähert sich der Fotograf, sind es meist Möwen, aber auch Krähen, die erste Warnlaute geben und umher flattern. In aller Ruhe erhebt sich dann die weiß-graue Schar majestätisch zum Himmel und sucht sich einen neuen Platz zum Ausruhen. Meist auf den Höhen der benachbarten Bornhöveder Äcker und nicht ohne hämische Laute von sich zu geben. Vereinzelte Tiere kehren nach einiger Zeit in die Jagdgründe zurück und sondieren die Lage. Der Fremde ist noch da, also wird zunächst der See angesteuert. Auf den folgt so schnell niemand. Und als der Fotograf schließlich das Feld räumt, gespannt, was er auf die Speicherkarte hat bannen können und voller Vorfreude auf eine heiße Tasse Tee an diesem Wintertag, sitzt auch schon der erste Reiher wieder auf einer Bodenwelle und blickt ihm hinterher. Fast möchte man meinen, dass er feist grinsend sagen will „mach' Dich vom Acker – das ist unser Revier.“

Foto zur Meldung: Edle Gäste am Schmalensee
Foto: Edle Gäste am Schmalensee

Vor 80 Jahren: Lebendig begraben

(08.01.2017)

Lebendig begraben

In einer Kiesgrube des Fuhrunternehmers W. Pries ereignet sich ein Unfall, der folgenschwer hätte ausgehen können. Drei Arbeiter sind gerade damit beschäftigt, Kies aus dem Hang herauszuarbeiten und auf ein Förderband zu schaufeln, da bricht eine Menge Sand vom Hang ab und verschüttet alle drei bis zum Leib. Gerade haben sie sich befreit, da bricht erneut ein Stück des Hanges ab und der Wankendorfer Arbeiter Johann Mi. wird völlig unter den Sandmassen begraben. Die herbeigeeilten Kollegen können zunächst das Gesicht des Mi. vom Sand befreien, ehe er ausgegraben werden kann. Mit leichten Verletzungen werden alle drei Arbeiter vom Arzt für den Tag nach Hause entlassen.  

08.01.1937
 

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Schlüssel gefunden

(08.01.2017)

Wer vermisst seinen Schlüssel? Am Mittwoch, 4. Januar, ist im Bereich Seeweg (abseits der Badestelle, unterhalb des Grundstücks Seeweg 5) ein einzelner Schlüssel gefunden worden. Dieser befindet sich an einem Bund mit einer Mini-Billardkugel (gelb) und einer Papa Schlumpf-Figur (siehe Foto). Wer den Schlüssel vermisst oder Angaben zum Besitzer machen kann, möge sich mit Friseurmeister Joachim Jo Wolff in seinen Geschäftsräumen Dorfstraße 21 bzw. unter Telefon 04323/4455 in Verbindung setzen. Bitte Legitimation mitführen.

Foto zur Meldung: Schlüssel gefunden
Foto: Schlüssel gefunden

Trauer um Norbert Hohenhorst

(03.01.2017)

Am zweiten Weihnachtstag ist Norbert Hohenhorst gestorben, der zuletzt in der Zukunftswerkstatt mitgewirkt und sich auch um die Kinderspielstube verdient gemacht hat.

 

Foto zur Meldung: Trauer um Norbert Hohenhorst
Foto: Traueranzeige

Meldungen aus der Dorfgeschichte

(03.01.2017)

Liebe Besucher der Gemeindehomepage von Schmalensee,

seit geraumer Zeit versorgt Sie das Homepage-Team mit Terminankündigungen und Nachrichten rund um das gesellschaftliche und politische Leben in Schmalensee. Die Dorfgeschichte nimmt auf unserer Seite einen breiten Raum ein. Höhepunkte aus dieser werden wir Ihnen ab sofort auch in Form von „Nachrichten“ nahebringen. Am 8. Januar 2017 geht es an dieser Stelle los!

Unter dem Titel „Vor XX Jahren“ werden in loser Abfolge alte Nachrichten in der entsprechenden Rubrik erscheinen. Gezielt schauen wir dabei auf die Jahrestage von Ereignissen – Katastrophen, Schicksalsschläge, Erfolge und Feiern und andere herausragende Geschehnisse wollen wir so dem Betrachter präsentieren.

Teilweise werden die Meldungen mit erklärenden Kommentaren versehen, so dass auch der nicht Kundige versteht, warum eine Meldung nach 125, 100 oder 75 Jahren noch einmal berichtenswert ist.

Sie erkennen in einer Meldung einen Bezug zu alten Fotos in Familienalben? Da war doch eine Urkunde im Nachlass vom Urgroßvater? Wenden Sie sich gern über das Kontaktformular an uns. Wir helfen gern bei der Suche nach einer Erklärung und hoffen, durch Sie an weitere interessante Geschichten aus der Vergangenheit unseres Dorfes heranzukommen.

Ihr Chronik- und Homepage-Team

Christian Detlof & Wilfried Kroll

Foto zur Meldung: Meldungen aus der Dorfgeschichte
Foto: Meldungen aus der Dorfgeschichte

Jahreschronik 2016 online

(01.01.2017)

Nach einer ruhigen Silvesternacht, in der die Schmalenseer Dorfstraße zwischenzeitlich zur Raketenabschussbasis firmierte, legt der Arbeitskreis Dorfgeschichte die Jahreschronik für 2016 vor. Ihnen fehlt ein Eintrag darin? Sie haben einen inhaltlichen Fehler entdeckt? Nutzen Sie bitte unser Kontaktformular und reichen Sie uns Ihre Ergänzungen rein! Gerne können Sie uns auch Fotos einsenden, die für Sie die besten und sehenswertesten aus dem alten Jahr sind!

Auch im neuen Jahr wollen wir Sie an dieser Stelle umfangreich und neutral mit Terminhinweisen, Informationen und Nachrichten versorgen. Besonders unsere Vereine sind aufgefordert, uns rechtzeitig über ihre Vorhaben zu informieren und Berichte zu liefern. Die Gewerbetreibenden können gern mit uns Verbindung aufnehmen, wenn es etwas zu berichten gibt – Großprojekte, Neuanschaffungen an Großgerät, neue Mitarbeiter, Firmenjubiläen – wir nehmen das alles gerne mit. Und wenn uns jemand aktiv in der Betreuung dieser Gemeinde-Homepage unterstützen möchte: Wir freuen uns auf Sie/Dich!

Bleiben Sie uns auch in diesem Jahr gewogen, für das wir Ihnen alles Gute wünschen!

Christian Detlof & Wilfried Kroll

Ihr Homepage-Team

Foto zur Meldung: Jahreschronik 2016 online
Foto: Jahreschronik 2016 online

Achtung Vereine: Blickpunkt mit geänderten Annahmezeiten

(01.01.2017)

Aufgrund der Weihnachtsfeiertage und Neujahr gelten nachfolgende geänderte Annahmetermine für den Blickpunkt Bornhöved:

Erscheinungstag Donnerstag, 29.12.2016 (52. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 21.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr); Erscheinungstag Donnerstag, 05.01.2017 (1. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 28.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr).

Ich bitte um Beachtung!

Amt Bornhöved

Der Amtsvorsteher

Achtung Vereine: Blickpunkt mit geänderten Annahmezeiten

(25.12.2016)

Aufgrund der Weihnachtsfeiertage und Neujahr gelten nachfolgende geänderte Annahmetermine für den Blickpunkt Bornhöved:

 

Erscheinungstag Donnerstag, 29.12.2016 (52. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 21.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr); Erscheinungstag Donnerstag, 05.01.2017 (1. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 28.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr).

 

Ich bitte um Beachtung!

 

Amt Bornhöved

Der Amtsvorsteher

 

Geflügelpest – Schmalensee nun wieder Beobachtungsgebiet

(22.12.2016)

(Quelle: Homepage des Kreises Segeberg, www.segeberg.de)

Am 21.12.2016 wurde im Kreis Plön in der Stadt Plön, Ortsteil Koppelsberg, der Ausbruch der Geflügelpest bei Wildvögeln amtlich festgestellt. Der Kreis Plön hat ein Gebiet mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk um den Fundort und mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort als Beobachtungsgebiet festgelegt. Von dem Beobachtungsgebiet ist auch der Kreis Segeberg betroffen.

Im Kreis Segeberg ist seit dem 23.11.2016 bei keinem der hier beprobten Vögel der Erreger der Geflügelpest festgestellt worden.

Aufgrund des erneuten Ausbruchs der Wildvogelgeflügelpest im Kreis Plön kann das Beobachtungsgebiet im Kreis Segeberg nicht vollständig aufgehoben werden; es wird jedoch auf das erforderliche Maß verkleinert.

Das Beobachtungsgebiet umfasst nun das Gebiet der Gemeinden Damsdorf, Schmalensee, Stocksee, sowie einen Teil des Gemeindegebietes der Gemeinde Seedorf. Von dem Beobachtungsgebiet sind im Kreis Segeberg 47 Geflügelhalter mit derzeit ca. 5500 Stück Geflügel betroffen. Einzelheiten sind der im Internet des Kreises Segeberg veröffentlichten Karte zu entnehmen.

Eine entsprechende Änderung der „Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Segeberg“ ist heute veröffentlicht worden und tritt am 23.12.2016, 0:00 Uhr in Kraft.

Für das Beobachtungsgebiet gelten bis auf weiteres insbesondere die nachstehen-den Regelungen:
• Hunde und Katzen dürfen in dem Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen (Anlein-pflicht für Hunde).
• Gehaltene Vögel dürfen aus dem Beobachtungsgebiet nicht verbracht werden.
• Die Jagd auf Federwild darf nur mit Genehmigung des Veterinäramtes durchgeführt werden.

Im übrigen Kreisgebiet können die Restriktionszonen (Sperrbezirk und Beobach-tungsgebiet) und die darin geltenden Schutzmaßregeln aufgehoben werden, da seit dem 23.11.2016 bei keiner der von verendeten Wildvögeln, die dem Veterinäramt gemeldet worden waren, sowie in Wirtschaftsgeflügelbeständen gezogenen und untersuchten Proben das Influenza –A- Virus des Subtyps H5N8 nachgewiesen werden konnte. Die Aufhebung wurde ebenfalls mit der o.g. Änderung der der „Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Segeberg“ bekannt gemacht.

Damit dürfen Hunde und Katzen auch im ehemaligen Sperrbezirk und im ehemaligen Beobachtungsgebiet wieder frei umherlaufen, die Anleinpflicht für Hunde entfällt.
Unabhängig von der Aufhebung von Restriktionszonen im Kreis Segeberg gelten aber die
• Verordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen vom 18.11.2016
• Allgemeinverfügung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume zur Festlegung von vorbeugenden Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen vom 14.11.2016 und die
• Allgemeinverfügung des Landrates des Kreises Segeberg über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel und das Verbot der Durchführung von Ausstellungen von Geflügel und Tauben vom 09.11.2016
weiter fort.

Somit gelten auch außerhalb des Beobachtungsgebietes die strengen Biosicherheitsmaßnahmen auch für kleine Geflügelbestände und das Aufstallungsgebot im Kreis Segeberg, wie im gesamten Land Schleswig-Holstein, uneingeschränkt weiter.

Das Kreisveterinäramt ist zu den üblichen Geschäftszeiten über das Bürgertelefon (Tel.: 04551 – 951 211) zu erreichen. Sollte außerhalb der Geschäftszeiten die Er-reichbarkeit nicht gegeben sein, besteht jederzeit auch die Möglichkeit, das Kreisveterinäramt über den Fund toter Vögel durch die Rettungsleitstelle (Tel.: 112) zu informieren.

 

Foto zur Meldung: Geflügelpest – Schmalensee nun wieder Beobachtungsgebiet
Foto: Geflügelpest – Schmalensee nun wieder Beobachtungsgebiet

Abfallkalender 2017 online verfügbar

(21.12.2016)

Das neue Jahr lässt noch ein paar Tage auf sich warten, der Abfallkalender für 2017 kann aber schon jetzt online auf der Seite des Wegezweckverbandes bezogen werden. Wer dem Link http://www.wzv.de/Abfallkalender.php folgt, hat die Möglichkeit, angesichts der im eigenen Haushalt oder Betrieb vorhandenen Abfallbehältnisse einen individuellen Kalender zu erstellen, sich diesen als PDF herunterzuladen und/oder auszudrucken.

Foto zur Meldung: Abfallkalender 2017 online verfügbar
Foto: Abfallkalender 2017 online verfügbar

Achtung Vereine: Blickpunkt mit geänderten Annahmezeiten

(18.12.2016)

Aufgrund der Weihnachtsfeiertage und Neujahr gelten nachfolgende geänderte Annahmetermine für den Blickpunkt Bornhöved:

Erscheinungstag Donnerstag, 29.12.2016 (52. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 21.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr); Erscheinungstag Donnerstag, 05.01.2017 (1. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 28.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr).

Ich bitte um Beachtung!

Amt Bornhöved

Der Amtsvorsteher

Achtung Vereine: Blickpunkt mit geänderten Annahmezeiten

(11.12.2016)

Aufgrund der Weihnachtsfeiertage und Neujahr gelten nachfolgende geänderte Annahmetermine für den Blickpunkt Bornhöved:

 

Erscheinungstag Donnerstag, 29.12.2016 (52. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 21.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr); Erscheinungstag Donnerstag, 05.01.2017 (1. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 28.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr).

 

Ich bitte um Beachtung!

 

Amt Bornhöved

Der Amtsvorsteher

Terminkalender Gemeinde Schmalensee 2017

(09.12.2016)

Die jeweiligen Veranstalter sind angehalten, zeitgerecht detaillierte Terminankündigungen zu versenden.

 

 

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Foto zur Meldung: Terminkalender Gemeinde Schmalensee 2017
Foto: Terminkalender Gemeinde Schmalensee 2017

Achtung Vereine: Blickpunkt mit geänderten Annahmezeiten

(04.12.2016)

Aufgrund der Weihnachtsfeiertage und Neujahr gelten nachfolgende geänderte Annahmetermine für den Blickpunkt Bornhöved:

Erscheinungstag Donnerstag, 29.12.2016 (52. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 21.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr); Erscheinungstag Donnerstag, 05.01.2017 (1. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 28.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr).

Ich bitte um Beachtung!

Amt Bornhöved

Der Amtsvorsteher

Achtung Vereine: Blickpunkt mit geänderten Annahmezeiten

(29.11.2016)

Aufgrund der Weihnachtsfeiertage und Neujahr gelten nachfolgende geänderte Annahmetermine für den Blickpunkt Bornhöved:

Erscheinungstag Donnerstag, 29.12.2016 (52. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 21.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr); Erscheinungstag Donnerstag, 05.01.2017 (1. KW) – Annahmeschluss Mittwoch, 28.12.2016 (Eingang bis 9 Uhr).

Ich bitte um Beachtung!

Amt Bornhöved

Der Amtsvorsteher

Geflügelpest: Schmalensee weiter im nun größeren Sperrbezirk

(24.11.2016)

Am 23.11.2016 wurden in Proben von einem Seeadler im Bereich der Gemeinde Seedorf und einer Graugans im Bereich der Gemeinde Tensfeld im nationalen Referenzlabor „Friedrich-Löffler-Institut (FLI)“ das hochpathogene Influenza – A Virus der Suptypen H5N8 nachgewiesen. Weiterhin wurde ein Wildvogel im Kreis Plön aus dem Bereich am Belauer See positiv getestet.

Dies bedeutet, dass die Gemeinden Blunk, Bornhöved, Daldorf, Nehms, Tarbek und Tensfeld und Teile der Gemeinde Seedorf, die sich zurzeit schon im Beobachtungs-gebiet befinden, zukünftig im Sperrbezirk gehören. Hierdurch verschmelzen die beiden bestehenden Sperrbezirke rund um Stocksee und rund um die Stadt Bad Segeberg zu einem großen Sperrbezirk.

Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass Hunde und Katzen in allen Restriktionszonen (Sperrbezirke und Beobachtungsgebiet) nicht frei umherlaufen dürfen (Anleinpflicht für Hunde). Dies dient dem Schutz vor einer Weiterverbreitung des derzeit grassierenden hochaggressiven Erregers der Geflügelpest. Die Geflügelbestände sind derzeit stark gefährdet. Daher muss jede Maßnahme streng eingehalten werden, durch die das Risiko der Weiterverbreitung des Erregers reduziert werden kann. Grundsätzlich können bei der Feststellung von Verstößen gegen Allgemeinverfügungen Bußgelder bis zu 30.000 € verhängt werden.

Das Kreisveterinäramt ist zu den üblichen Geschäftszeiten über das Bürgertelefon (Tel.: 04551 – 951 211) zu erreichen. Sollte außerhalb der Geschäftszeiten die Er-reichbarkeit nicht gegeben sein, besteht jederzeit auch die Möglichkeit, das Kreisve-terinäramt über den Fund toter Vögel durch die Rettungsleitstelle (Tel.: 112) zu informieren.

Das Kreisveterinäramt bittet dringend zu beachten, dass Höfe, bei denen Verdachts-fälle auftreten, aus Tierseuchenschutzgründen nicht von (unbefugten) Dritten betreten werden. Menschen können das Virus unter den Vögeln weiterverbreiten – beispielsweise über Schuhe oder Stiefel, an denen Vogelkot infizierter Tiere haftet. Es müssen strenge Biosicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Der Kreis Segeberg bittet daher alle, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein.

Weitere Informationen und eine Karte mit dem Zuschnitt des Sperrbezirks im Internet unter

https://www.segeberg.de/Quicknavigation/Presse/Gefl%C3%BCgelpest-2016/Gefl%C3%BCgelpest-bei-Wildv%C3%B6geln-24-11-2016.php?object=tx%7c2211.1&ModID=7&FID=2211.2960.1&sNavID=2211.720&mNavID=2211.720&NavID=2211.720&La=1

Foto zur Meldung: Geflügelpest: Schmalensee weiter im nun größeren Sperrbezirk
Foto: Sperrbezirk

Geflügelpest: Schmalensee jetzt im Sperrbezirk

(18.11.2016)

Das nationale Referenzlabor „Friedrich-Löffler-Institut (FLI)“, hat an einem an der Stockseer Badestelle gefundenen toten Wasservogel den hochpathogenen Erreger des Subtypes H5N8 nachgewiesen.

Der bereits bestehende Sperrbezirk im Bereich der Gemeinde Stocksee wird somit vergrößert. Der Sperrbezirk umfasst jetzt folgende Gemeinden: Stocksee, Schmalensee, Damsdorf und Teile von Seedorf.

Damit greifen umfangreiche Maßnahmen, die der Kreis Segeberg mit einer tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung bekannt macht.

 

Foto zur Meldung: Geflügelpest: Schmalensee jetzt im Sperrbezirk
Foto: Geflügelpest: Schmalensee jetzt im Sperrbezirk

Vogelgrippe: Schmalensee in Beobachtungszone

(10.11.2016)

Die Geflügelpest in Schleswig-Holstein weitet sich nach Angaben des Umweltministeriums aus. Am Donnerstag, den 10.11.2016, wurden erstmals Proben von verendeten Puten aus einer kleinen Geflügelhaltung positiv auf Vogelgrippe-Viren des Subtyps H5 getestet, teilte das Ministerium mit. Ob es sich um den gefährlichen Erreger H5N8 handelt, prüft nun das Friedrich-Löffler-Institut (FLI). Um ein Überspringen der Geflügelpest auf Nutztierbestände zu verhindern, gibt es mehrere Sperrzonen. Im Kreis Plön gilt diese drei Kilometer um die Fundstellen von Vögeln, die nachweislich mit dem H5N8-Erreger infiziert waren. In einem Umkreis von weiteren sieben Kilometern gilt eine sogenannte Beobachtungszone. Diese reicht bis in den Kreis Segeberg hinein. Davon betroffen sind nach Angaben des Kreises die Gemeinden Stocksee, Schmalensee und Damsdorf sowie Teile der Gemeinden Seedorf und Glasau. Entsprechende Schilder an den Straßen weisen auf die Zonen hin. In den Gebieten darf das Geflügel nicht transportiert und nicht verkauft werden.

Bürgertelefone

- Kreis Plön: (04522) 743 87, Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 17 Uhr und Freitag 8.30 bis 13 Uhr
- Kreis Segeberg: (04551) 95 12 11
- Umweltministerium: (0431) 160 66 66, werktags 9 bis 17 Uhr

Um Fragen von Bürgern zu beantworten, hat das Land ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist werktags von 9.00 bis 17.00 Uhr besetzt und unter 0431/160 6666 erreichbar. Der Kreis Plön ab 10. November unter der Telefonnummer 04522/74387 Montag bis Donnerstag von 8.30-17.00 Uhr, Freitag 8.30-13.00 Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet. Das Kreisveterinäramt Segeberg wird am Sonnabend von 9 Uhr bis 13 Uhr über das Bürgertelefon unter 04551/951 211 erreichbar sein, danach wird es ja nach Lage entschieden.

Foto zur Meldung: Vogelgrippe: Schmalensee in Beobachtungszone
Foto: Vogelgrippe: Schmalensee in Beobachtungszone

Väterchen Frost und die Sonne...

(09.11.2016)

… liefern sich an Tag eins nach den ersten Schneefällen einen harten Kampf, der den Schmalensee zum Dampfen bringt. Dort, wo die Sonne nicht hinkommt, im Schatten, haben die Eiskristalle die Vorherrschaft längst errungen. Fotos aufgenommen aus der alten Meierei am Morgen des 9. November 2016.

Foto zur Meldung: Väterchen Frost und die Sonne...
Foto: Väterchen Frost und die Sonne...

Sportliches Team gewinnt Dorfquiz 2016

(05.11.2016)

Und wieder der SV Schmalensee: Nach 2014 hat das Rateteam des SVS wieder das Schmalenseer Dorfquiz gewonnen. Mit klarem Abstand auf die Verfolger setzten sich Peter Rutz, Gerhard Frank, Henning Pape, Frank Mühlenberg und Christopher Brust an die Spitze der insgesamt 17 Mannschaften.

Die ausrichtende Bürgerliche Wählergemeinschaft Schmalensee (BWS) hatte sich einen bunten Strauß an Fragen und kniffeligen Einlagen ausgedacht. Rate-Themen waren Sport, verrückte Tiernamen, Gemälde raten, Politik, Knobelaufgaben, Zitate, Klatsch & Tratsch, ein Städterätsel, Filme, Lieder und das Spiel „Es stand in der Zeitung“. Beim „Pferderennen“ galt es, ein Gewicht mittels einer aufzuwickelnden Schnur ins Ziel zu bringen – natürlich auf Zeit. Mit 1:05,40 Minuten lag der SVS auch hier ganz vorn, gefolgt von den Kellerrauten und dem Team „5“, die jeweils eine knappe Sekunde dahinter lagen.

Nach 3 Stunden und 10 Minuten verkündete Dierk Harder aus dem BWS-Team das Ende der Spiele, in denen maximal 166,5 Punkte zu gewinnen waren. Um 23.30 Uhr konnten die Sieger gekürt werden.

Mit 138 Zählern hatte die SVS-Mannschaft klar die Nase vorn. Verfolger Nummer eins war das Team Hasenbande (129,75), das als Sieger der Familienspiele beim diesjährigen Vogelschießen bekannt ist. Wohl noch nie in der Dorfquiz-Geschichte hat eine Mannschaft so erleichtert über den zweiten Platz gejubelt wie die Ferienhausbewohner – denn der Sieger richtet im nächsten Jahr den Wettbewerb aus.

Die weiteren Platzierungen: 3. Die Fünf von der Tankstelle (128,25), 4. Die Kellerrauten (123,5), 5. Ortsbauernverband und CDU-Ortsverband (je 122), 7. Der 2. Versuch (121), 8. Die Wonderwomen (115), 9. „5“ (111), 10. TSV Klausdorf (109), 11. Die Erfolgreichen (102), 12. Sparklub II (100), 13. Die Seeblicker (99); außerdem: 14. Nachbarn 21, 15. Sparklub I, 16. Vier gewinnt, 17. Die Allwissenden.

Foto zur Meldung: Sportliches Team gewinnt Dorfquiz 2016
Foto: Gerhard Frank (von links), Vereinschef Henning Pape, Mannschaftsführer Peter Rutz, Christopher Brust und Frank Mühlenberg bildeten das Siegerteam, das für den SV Schmalensee das Dorfquiz 2016 gewann.

Gemeindearbeiter gesucht

(03.11.2016)

Die Gemeinde Schmalensee sucht zu sofort eine/n handwerklich geschickte/n Mitarbeiter/-in

Foto zur Meldung: Gemeindearbeiter gesucht
Foto: Gemeindearbeiter gesucht

Zukunftswerkstatt Schmalensee

(22.09.2016)

Kein Thema geht verloren

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Arbeitsgruppe Zukunftswerkstatt hat am 22. September 2016 eigentlich ein letztes getagt. Aber natürlich ist damit die Zukunftswerkstatt selbst nicht am Ende. Erste Maßnahmen wie das Bepflanzen einer Verkehrsinsel durch den Verschönerungs- und Vogelschießerverein oder die Schenkung einer Badeinsel an den Sportverein sind Beispiele der raschen Umsetzung von Vorschlägen. In den Ausschüssen der Gemeinde werden etliche Anregungen aufgenommen und weiter verfolgt. In einer Kümmerer- und Interessenten-Runde haben nun Einzelpersonen ihr Interesse an bislang nicht vergebenen Themen bekundet. Auf der Homepage der Gemeinde unter www.gemeinde-schmalensee.de sowie im amtlichen Mitteilungsblatt Blickpunkt wollen wir diese Themen bekannt machen – vielleicht finden sich ja Mitstreiter und es bilden sich neue Projekte heraus.

Sehr erfreulich ist, dass der Verschönerungs- und Vogelschießerverein ganz konkret eine Zusage für 2017 gemacht hat: Quartalsweise will er jeweils einen Nachmittag anbieten, der die Punkte „Angebote für Kinder und Jugendliche“, „Spieleabend“ und Hobbytreff“ (Handarbeiten, Basteln und Backen) zusammenfassen soll. Angesprochen sind dabei aber nicht nur die jungen Leute, sondern auch Omas und Opas und solche Erwachsene, die an der Gestaltung beteiligt sind. Im Terminkalender der Gemeinde für 2017 (erscheint zum Jahreswechsel) sollen diese Nachmittage aufgeführt werden und es wird im Vorwege gesondert eingeladen.

Für folgende Themen haben sich erste Interessierte gefunden: Dorfzeitung für Kinder, Buchtauschhäuschen, Klönschnacktreff, Dorfgarten – Gestaltung einer Streuobstwiese, Seezugang an der Pumpstation – Steine sammeln, Theater-AG – selbst gestaltete Aufführungen, Umgestaltung der Statue an der Badestelle. Hierzu werden wir in den kommenden Wochen noch berichten.

Leer ausgegangen“ sind bisher die Themen Jährlicher Flohmarkt, Feste und Wettbewerbe, Weihnachtsmarkt, Weinberg (etwas Außergewöhnliches schaffen), Räucher- oder Pizzaofen / Brotbackstation, Schlittschuhbahn.

Wer sich für eines dieser Themenfelder interessiert, kann gern mit Christian Detlof unter 0170/5520584 Verbindung aufnehmen. Auch über das Kontaktformular dieser Homepage können Sie Fragen oder Anregungen geben. Wir freuen uns auf Sie!


 

Foto zur Meldung: Zukunftswerkstatt Schmalensee
Foto: Zukunftswerkstatt Schmalensee

Geringes Interesse an der Zukunftswerkstatt

(11.09.2016)

Im November 2015 hatten rund 60 Einwohner in Form einer Zukunftswerkstatt ihre Anregungen für ein besseres, schöneres und somit lebenswerteres Schmalensee abgegeben. Nun, zehn Monate und acht arbeitsintensive Sitzungen einer gleichnamigen Arbeitsgruppe später, wollten gerade mal 16 wissen, was aus ihren Ideen, Wünschen und Anregungen geworden ist.

Die Bandbreite war sehr umfangreich, wie die Präsentation (siehe pdf) zeigt. „Jeder Punkt ist eingehend diskutiert und auf seine Realisierbarkeit hin geprüft worden“, lobte Bürgermeister Sönke Siebke die Arbeit der AG-Mitglieder, die nicht nur aus den Reihen der Gemeindevertretung kamen.

Einiges wurde verworfen, einiges ist schon umgesetzt worden. Hinter zahlreichen interessanten Punkten jedoch steht noch ein Fragezeichen. Oder, wie in der Präsentation zu erkennen, eine gelbe Ampel. Für die meisten dieser Dinge aber werden Initiatoren, Koordinatoren, Mitmacher gesucht – Kümmerer eben.

Am Donnerstag, 22. September, soll um 19.30 Uhr im Gasthof Voß eine Kümmerer- und Interessentenrunde stattfinden. Dann, so hofft die AG, werden noch viele weitere Punkte mit Leben gefüllt.

Trotz der geringen Resonanz bei der Einwohnerversammlung wollen sich Sönke Siebke und die AG-Mitglieder nicht den Wind aus den Segeln nehmen lassen. Denn die Zukunftswerkstatt ist nicht geschlossen. Die Aufgabenliste allein für die Ausschüsse der Gemeindevertretung ist lang. Und neue Ideen und Anregungen sind sowieso jederzeit willkommen.

[Ergebnispräsentation]

Badestelle am See nun mit Insel versehen

(29.07.2016)

Um eine Attraktion für alle badefreudigen Schmalenseer und ihre Gäste reicher ist seit dem 29.06.2016 die (unbewachte) Badestelle am See: Robert Galle, Inhaber der gleichnamigen Firma für Wasser- und Stegebau, hat dem SV Schmalensee (SVS) eine Badeinsel geschenkt. Diese bereichert nun das Angebot für unsere Badenden, denen eine Liegewiese, ein Steg mit Kleinkinderrutsche, Ruhebänke, einige Spielgeräte und – in der Saison – Toilettenhäuschen zur Verfügung stehen.

Mit der Badeinsel geht ein in der Schmalenseer Zukunftswerkstatt geäußerter Wunsch in Erfüllung. Rüdeger Cuwie, Vorsitzender des zuständigen Ausschusses, hatte vom Besitzer des Schmalensee die Erlaubnis eingeholt, eine schlichte Badeinsel zu Wasser bringen zu dürfen. Da die Gemeinde nicht als Empfänger des Geschenks auftreten konnte, kam schließlich der SVS zu seinem Glück.

Klohaus (fast) Geschichte

(02.07.2016)

Auch wenige Hände schafften ein schnelles Ende: Bürgermeister Sönke Siebke und die Ausschussvorsitzenden Rüdeger Cuwie und Christian Detlof haben am 2. Juli 2016 eine Lücke in der Regenfront ausgenutzt, und dem seit Jahren ungenutzten Toilettenhäuschen an der Badestelle ein Ende bereitet. Sönke Siebke transportierte es mit seinem Radlader zum Bolzplatz, wo es vom Gemeindearbeiter zerlegt und einer weiteren Verwertung zugeführt werden wird. Das Gelände um die mit Erde aufgefüllte Grube wird ebenfalls durch ihn nachbereitet werden.

Bewertung der Badewasserqualität in Schmalensee

(27.05.2016)

Gemeinde Schmalensee

Badestelle Schmalensee 292

Die Badestelle befindet sich am Ostufer des Schmalensees bei der gleichnamigen Ortschaft an der B430 (Neumünster-Plön). Der Ort Bornhöved ist 3 km südlich gelegen.

Infrastruktur Pictogramm Infrastruktur Pictogramm Infrastruktur Pictogramm Infrastruktur Pictogramm Infrastruktur Pictogramm

 

Bewertung der Badewasserqualität von 2006 - 2015

 

 

[Beschreibung der Badestelle]

Kostenfreie Homepage-Erstellung für Einrichtungen in Schmalensee

(04.05.2016)

Werden Sie Projektpartner!

 

Das in Kooperation mit dem Förderverein für regionale Entwicklung e.V. aus Potsdam ins Leben gerufene Förderprogramm „Schmalensee vernetzt“ stellt allen öffentlichen und sozialen Einrichtungen, Vereinen, Feuerwehren und Unternehmern der Gemeinde in den kommenden Monaten exklusiv zehn Förderplätze zur Webseitenentwicklung zur Verfügung.

 

Das neue Förderprogramm ermöglicht die Neuerstellung einer Internetseite oder die Überarbeitung einer bereits bestehenden Homepage. So wird unkompliziert und ressourcensparend Einrichtungen in Schmalensee die Möglichkeit geboten, sich über das Kooperationsprojekt einen modernen Internetauftritt erstellen zu lassen. Mit einem einfach zu bedienenden Verwaltungsprogramm bleibt die Webseite danach immer auf dem aktuellsten Stand.

 

Dank der Projektförderung ist die Erstellung der neuen Internetseite für alle Teilnehmer aus der Gemeinde Schmalensee kostenfrei. Lediglich die Hostinggebühren für den Speicherplatz müssen übernommen werden.

 

Mehr Informationen über das Webseiten-Förderprogramm gibt es hier oder direkt über die Internetseite des Fördervereins für regionale Entwicklung e.V. Haben Sie Interesse oder kennen Sie mögliche Interessenten? Schicken Sie uns einfach eine kurze Projektbeschreibung und Ihre Kontaktdaten per E-Mail. Oder kontaktieren Sie unsere Projektkoordinatoren und lassen sich beraten. Für Fragen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 0331-550 474 71 oder 0331-550 474 72 per E-Mail, gern auch unter info@azubi-projekte.de gern zur Verfügung.

 

[Interessensbekundung]

[Informationen zum Förderprogramm]

[Azubi-Projekte]

[Förderverein für regionale Entwicklung e.V]

Zukunftswerkstatt

(13.04.2016)

Ein Zwischenschritt ist getan: Die AG hat innerhalb von fünf Sitzungen alle Punkte, die am 15.11.2015 im Zuge der Einwohnerversammlung zur Zukunftswerkstatt genannt worden waren, mindestens andiskutiert. Für ganz viele Vorschläge haben sich die rege debattierenden AG-Mitglieder begeistern können. Das eine oder andere musste aufgrund einer eindeutigen Nicht-Realisierbarkeit bereits verworfen werden. In vielen Fällen aber sind Punkte direkt in einen der drei Ausschüsse der Gemeindevertretung zur Vertiefung weitergeleitet worden, in anderen Fällen bedarf es des “Nachhakens” bei der Bevölkerung, was genau den geäußerten Wünschen entspricht. Zwischenzeitlich hat es eine Unter-AG zum Thema Tourismus gegeben, zur Frage nach einem Bürgerbus soll eine solche alsbald einberufen werden. Die bislang erarbeiteten Zwischen-Ergebnisse sind alle auf der Homepage www.gemeinde-schmalensee.de einzusehen. Mit diesen wird sich die AG Zukunftswerkstatt nun in ein bis zwei weiteren Treffen so auseinandersetzen, dass eine neuerliche Einwohnerversammlung vorbereitet wird, in der eine strukturierte Zusammenfassung erfolgt und “Zuständigkeiten” für Projekte, weitere Unter-Arbeitsgruppen etc. vergeben werden. Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger sind aufgefordert, spätestens dann in den Prozess einzusteigen. Übrigens auch die Kinder und Jugendlichen, aus deren Reihen ebenfalls viele Vorschläge geäußert worden sind. Natürlich wird niemand zu etwas gezwungen.

Das erste Vorbereitungstreffen für die nächste Einwohnerversammlung findet am Mittwoch, 11. Mai, um 19.30 Uhr im Gasthof Voß.

[Gesammelte Tafeln Beratungsstand]

Zukunftswerkstatt Schmalensee - Die Arbeit aufgenommen

(13.01.2016)

Die Arbeit aufgenommen

hat die Arbeitsgruppe Zukunftswerkstatt. Das zeigte das erste Treffen nach der Einwohnerversammlung. In dieser waren so viele Stichworte zu Vorschlägen zusammen gekommen, dass die nun erfolgte Zusammenkunft am 13. Januar gerade mal ein Fünftel davon diskutieren konnte. Aber es lohnt sich, über alle Vorschläge zu sprechen, verschiedene Sichtweisen zu hören und nicht voreilig Dinge als “unrealistisch” oder “nicht darstellbar” abzutun. Ausführlich hat sich die AG zunächst mit den Themen Badestelle, Spielplätze und Tourismus befasst. Erste Maßnahmen, die aus der langen Vorschlagsliste der Einwohnerversammlung abgeleitet worden war, konnten beauftragt werden. So sollen die Anbieter von Ferienwohnungen eingeladen werden, sich in Fragen der besseren Veranschaulichung touristischer Angebote einzubringen. Die Gemeindehomepage soll in diesem Bereich ergänzt werden – etwa um den bestehenden Dorfökopfad. Die Ausschüsse der Gemeindevertretung haben erste Punkte mit auf in ihre Aufgabenblätter übernommen.

Aber nicht nur die Gremien der Gemeinde sollen sich an die Umsetzung der Ergebnisse der Zukunftswerkstatt machen. Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind gefordert. Die Vereine können sich ebenso einbringen wie Privatpersonen. Eine nächste Gelegenheit gibt es am Mittwoch, 10. Februar 2016. Dann trifft sich die Arbeitsgruppe erneut auf dem Gemeindesaal, um in der Themenliste fortzufahren. Jede und Jeder kann mitmachen, die AG ist keine geschlossene Veranstaltung. Fragen beantwortet Christian Detlof unter Telefon 0170-5520584.

Foto zur Meldung: Zukunftswerkstatt Schmalensee - Die Arbeit aufgenommen
Foto: Zukunftswerkstatt Schmalensee - Die Arbeit aufgenommen

Ausbau Belauer Straße

(17.11.2015)

Ein echtes Bauwerk ist die Sedimentationsanlage, die an der tiefstgelegenen Stelle der Belauer Straße eingebracht wird (Foto Rüdeger Cuwie). Sie dient der Filderung des Oberflächenwassers und wird unter der Asphaltdecke verschwinden.

Foto zur Meldung: Ausbau Belauer Straße
Foto: Ausbau Belauer Straße

Zukunftswerkstatt

(15.11.2015)

Eine Einwohnerversammlung der besonderen Form: Über 50 große und kleine Schmalenseer kommen auf dem Gemeindesaal zusammen und bringen in Workshops ihre Ideen für die Gestaltung von Schmalensees Zukunft ein.

[Lübecker Nachrichten vom 17.11.2015]

Ausbau der BelauerStraße

(17.08.2015)

Beginn der Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahn. Außerdem wird die Oberflächenentwässerung komplett erneuert.

Foto zur Meldung: Ausbau der BelauerStraße
Foto: Ausbau der BelauerStraße

Landjugend-Sommerfest

(01.08.2015)

Die Landjugendgruppe Schmalensee veranstaltet auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus das Sommerfest mit Spielen ohne Grenzen und anschließender Open Air-Disco.

[Segeberger Zeitung vom 04.08.2015-1]

[Segeberger Zeitung vom 04.08.2015-2]

Foto zur Meldung: Landjugend-Sommerfest
Foto: Landjugend-Sommerfest

Hans Siebke wird 75

(13.07.2015)

Ehrenbürgermeister Hans Siebke wird mit Ehefrau an seinem Ehrentag durchs Dorf kutschiert. Unterwegs gibt es Gratulanten.

Foto zur Meldung: Hans Siebke wird 75
Foto: Hans Siebke wird 75

Heinz Kasch wird 90!

(13.06.2015)

90. Geburtstag von Heinz Kasch, der sich lange für unser Dorf eingebracht hat. Da der Festumzug der Vogelschießer am Gemeindesaal entlang führt, gibt es ein Ständchen für den Jubilar.

Foto zur Meldung: Heinz Kasch wird 90!
Foto: Heinz Kasch wird 90!

Aufstieg!

(13.06.2015)

Der Fußballer der SG Bornhöved/Schmalensee machen den in die Verbandsliga Südwest perfekt. 634 Zuschauer sehen den 4:2 Sieg im Relegationsspiel gegen die SG Padenstedt.

Foto zur Meldung: Aufstieg!
Foto: Aufstieg!

Erneuerung der B430

(04.06.2015)

Nachdem im Vorjahr die Ortsdurchfahrt erneuert wurde, werden die Arbeiten an der Bundesstraße 430 in Richtung Plön fortgesetzt.

Foto zur Meldung: Erneuerung der B430
Foto: Erneuerung der B430

Verschönerung der Trafostation

(04.05.2015)

Im Auftrag der SH Netz AG gestalten Mitarbeiter der Firma Art-EFX aus Potsdam den Trafokasten am Feuerwehrgerätehaus.

Foto zur Meldung: Verschönerung der Trafostation
Foto: Verschönerung der Trafostation

Wieder Besuch aus Schweden

(30.04.2015)

Mit Andreas von Schmalensee erscheint erneut ein Spross des schwedischen Zweigs der alten Familie von Schmalensee im Dorf. Bürgermeister Sönke Siebke klärt ihn bei einem Frühstück über die historischen Zusammenhänge auf.

Foto zur Meldung: Wieder Besuch aus Schweden
Foto: Wieder Besuch aus Schweden

Lebensretter aus Schmalensee

(11.04.2015)

Der Schmalenseer Andre Brokmann ettete zwei Menschen aus einem brennenden Haus. Mehr dazu im Artikel der Lübecker Nachrichten vom 14. April 2015.

Foto zur Meldung: Lebensretter aus Schmalensee
Foto: Lebensretter aus Schmalensee

Ostern 2015

(04.04.2015)

Der SV Schmalensee und der Verschönerungs- und Vogelschießerverein richteten gemeinsam das Ostereier-Verstecken für die Kinder und das anschließende Osterfeuer aus - ein großer Erfolg!

Das Dorf wird Sauber gemacht

(28.03.2015)

Dorfputz in Schmalensee und seiner Gemarkung. Rund 50 große und kleine Helfer sind dabei. Im Anschluss gibt es leckere Erbsensuppe.

Foto zur Meldung: Das Dorf wird Sauber gemacht
Foto: Das Dorf wird Sauber gemacht

Sommerfest

(02.08.2014)

Mit vielen Spielen und einer Menge Spaß veranstaltet die Landjugend ihr Sommerfest auf dem Bolzplatz.

Besuch aus Schweden

(04.07.2014)

Mitglieder der Famiklie von Schmalensee erforschen ihre Wurzeln: Nina von Schmalensee und ihr Ehemann Ola aus Schweden besuchen das Dorf und lassen sich umfangreich über die Zusammenhänge ihrer Familiengeschichte mit der unseres Dorfes informieren.

[Download]

Foto zur Meldung: Besuch aus Schweden
Foto: Besuch aus Schweden

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schmalensee

(21.06.2014)

Mit einem umfangreichen Programm wid über das Jahr verteikt das 125-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr gefeiert. Höhepunkt ist der Amtsfeuerwehrtag, an dem sich unsere Nachbarwehren mit ihrer Ausrüstung der Bevölkerung vorstellen.

So lebt man in Schmalensee

(18.06.2014)

Wie schön das Leben in Schmalensee sein kann zeigen Ihnen die unten beigefügten Sonderseiten des Wochenanzeigers Basses Blatt vom 18. Juni 2014.

[Download]

[Download]

Foto zur Meldung: So lebt man in Schmalensee
Foto: BB-Mitarbeiter Dirk Marquardt lichtet die Familie Mühlenberg ab.


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