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Name für die neue Straße: Es gibt einen Favoriten

Schmalensee, den 09.​01.​2025

Einen vollständigen Bericht zur Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten der Gemeinde Schmalensee vom 8. Januar wird es noch geben. Heißeste Frage für viele interessierte Besucherinnen und Besucher der Gemeinde-Homepage aber dürfte die nach einem Namen für die Straße im geplanten Neubaugebiet sein. 

 

Nach der Ausschusssitzung gibt es einen Favoriten, final entscheiden muss aber die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 15. Januar 2025 um 19.30 Uhr im Gasthof Voß.

 

Ganze 24 Vorschläge – eigentlich 26, zwei wurden von jeweils zwei Personen eingereicht – lagen auf dem Tisch. Im Rahmen einer Beteiligung der Einwohnerschaft wurden im Zeitraum November-Dezember 2024 Vorschläge für die Vergabe eines Straßennamens durch den Ausschussvorsitzenden Christian Detlof gesammelt. Es hatten sich ausschließlich Schmalenseerinnen und Schmalenseer sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit direktem Ortsbezug beteiligt. 

 

Bürgermeister Dirk Griese und die Mitglieder des Ausschusses zeigten sich beeindruckt und begeistert zugleich über die stattliche Summe an Vorschlägen. Es handelt sich mehrheitlich um solche, die einen Bezug zur Lage des Baugebietes (Gemarkung, Flur, Landschaft) sowie zu deren bisheriger Nutzung als Weideland haben. 

Geringer fiel die Zahl der Vorschläge aus, die einen historischen Zusammenhang abbilden oder Personen der Zeitgeschichte Schmalensees nennen. Auch offenkundig scherzhafte Vorschläge waren genannt worden und wurden in der Sitzung beraten. 

 

Ziel für die Ausschusssitzung war es, eine Vorauswahl zu treffen: Von 24 Vorschlägen sollten möglichst zwei bis drei für die abschließende Beratung der Gemeindevertretung übrig bleiben. Letztlich sind es vier Namen, die weiter zu beraten sein werden. 

 

20 Vorschläge konnten sich nicht durchsetzen

 

Alle Ausschussmitglieder hatten die Sitzungsvorbereitung dazu genutzt, ihre Favoriten aus der Liste auszuwählen. In der Sitzung nannten sie diese in unterschiedlicher Anzahl. Sieben Mitglieder vergaben 16 Stimmen. 

 

Nicht in die finale Abstimmung schafften es 20 Vorschläge. 

 

Jeweils eine Stimme gab es für die Vorschläge „Greunkap“ (plattdeutsche Begriffs-Kombination für das grüne Feld), „Grünland“ (selbsterklärend), „Mittenmang“ (die mehrere Ortsteile verbindende Lage des Neubaugebietes beschreibend) und „Winkelgasse“ (ein die Phantasie anregender Straßenname aus der Harry Potter-Welt). 

 

Ohne Votum blieben die Vorschläge „Auf der grünen Wiese“, „Graswiese“, „Im Dreieck“, „Kuhweise“, „Melkkoppel“, „Mittelweg“, „Oberdorf“, „Seeblick“ und „Weitblick“ – alles Vorschläge mit Bezug zur Lage und bisherigen Nutzung der Fläche. 

 

Außerdem „Langbettenkoppel“ (Bezug zur Archäologie), „Bürgermeister-Kinder-Weg“ (Eine Kombination: Eine Fläche des amtierenden Bürgermeisters wird bebaut, um Kindern ein Zuhause zu schaffen), „Hans-Siebke-Weg“ oder „-Straße“ (zu Ehren des Ehrenbürgermeisters), „Griese's Koppel“ (Weil die Fläche zuvor der Familie Griese gehörte) – diese beiden Vorschläge kamen nicht aus den betreffenden Familien. 

 

Kreativ waren auch die Vorschläge „Methusalem-Weg“ (weil es ein langer Weg zur Realisierung des Neubaugebietes ist) und „Umgehungsstraße“ (die war mal geplant und wäre über die zu bebauende Fläche verlaufen. Es hatte seinerzeit viel dörfliches Engagement für eine Umgehungsstraße gegeben – somit hätte Schmalensee sie womöglich doch noch bekommen...). 

 

Vier Vorschläge sind noch im Topf

 

Der Ausschuss hätte es sich (und der Gemeindevertretung) leicht machen und nur einen Vorschlag zum Beschluss empfehlen können. Aber das, da war sich das Gremium einig, wäre der Mitarbeit der Einwohnerschaft in dieser Sache nicht würdig. 

 

Mit jeweils zwei Stimmen qualifizierten sich „Hauskoppel“ und „Hochkamp“ für das Finale am 15. Januar. „Hochkamp“ beschreibt die Lage oberhalb von Dorf und Damsdorfer Straße, „Hauskoppel“ ist die tatsächliche Bezeichnung für das Flurstück. 

 

Drei Mitglieder konnten sich für den Begriff „Brunnenstieg“ begeistern. Dies ist wiederum eine Kombination, noch dazu mit historischen Bezügen. Der Brunnen hat mit den von den Archäologen am Rande des B-Plan-Gebietes entdeckten Siedlungsresten zu tun, der Stieg bezieht sich auf die früheren Kirchenstiege, auf denen die Menschen aus den Dörfern unseres Kirchspiels zum Gottesdienst nach Bornhöved gingen. Solche Stiege führten quer über die Fluren. 

 

Mit vier Stimmen ist der Vorschlag „Schmiedeberg“ im Finale favorisiert. Unterhalb des Baugebietes verläuft die Damsdorfer Straße. In dieser wiederum liegt die frühere Schmiede. Deshalb wurde der Weg nach Damsdorf im Volksmund auch lange, bis zur offiziellen Vergabe von Straßennamen, „Schmiedeberg“ genannt. Ein Blick in die Dorfgeschichte zeigt, dass die Gemeindevertretung einst sogar für die heutige Damsdorfer Straße den Namen „Schmiedeberg“ ausgewählt hatte. Doch eine spätere Beschlussfassung lautete auf „Damsdorfer Straße“. Somit würde der Vorschlag dem Dorf in gewisser Weise den „Schmiedeberg“ zurückgeben. 

 

Nun bleibt abzuwarten, wie sich die Gemeindevertretung entscheiden wird. Vier von neun Mitgliedern der Vertretung gehören dem Ausschuss an. Somit sind fünf Gemeindevertreterinnen und -vertreter noch gar nicht zum Zuge gekommen. Und vielleicht „kippt“ ja noch die eine oder andere Meinung....

 

Bild zur Meldung: Oberhalb des heutigen Containerplatzes soll das Baugebiet entstehen

Kontakt
 

Gemeinde Schmalensee

Bürgermeister

Dirk Griese
Dorfstr. 18
24638 Schmalensee

 

Tel.: (04323) 6253
E-Mail:

 

 BesuchPlus im Amt Bornhöved 

 

 

 

 
 
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