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Letzte Kitzrettung 2025 in Schmalensee endet mit Gebrüll

Schmalensee, den 19.​06.​2025

Die Jahresbilanz für die Kitzrettung 2025 in Schmalensee steht noch aus. Aber, Spoiler-Alarm, sie fällt geringer aus als noch vor einem Jahr. Dafür, und das ist die Geschichte der letzten Rettungsaktion, die unsere Jäger, Landeigentümer und der Naturschutzverein Ruhwinkel mit etlichen Freiwilligen am 17. Juni durchgeführt haben, endete sie mit lautem Gebrüll.

 

Naja, oder Geschrei, Gequäke, oder wie man sonst die schrillen Protestlaute eines Kitzes nennen mag, dass sich seiner Freiheit beraubt fühlt und gar nicht weiß, dass es dafür vor dem Mähtod bewahrt wurde. 

 

Um 6.30 Uhr war es an jenem Tag an der Zeit, das besonders hohe Gras auf den Flächen des Reiterhofes Jankowski zu mähen, um daraus Heu zu gewinnen. Auch hier kamen Freiwillige zusammen, um sich unter der Anleitung des Drohnen-Steuermanns Heino Müller vom Naturschutzverein Ruhwinkel und seines „Assistenten“ Sönke Jens am Funkgerät durch die wogenden Halme zu arbeiten. 

 

Unweit vom Windpark am östlichen Ausläufer des Grimmelsberges gab es reichlich Fläche, dafür keine Kitze, die von Muttertieren abgelegt worden waren. Im Vorjahr hatte es hier eine stattliche Zahl von Jungtieren gegeben, die aber alle groß genug waren, den Fluchtinstinkt zur Anwendung zu bringen. 

 

Weiter ging es somit in die Dorfstraße auf Flächen hinter den Fahrsilos, also im Dreieck Belauer Straße und Waldweg. Wieder kämpften sich die Trupps erneut durch hohes Gras, diesmal wurden sie fündig: Ein Kitz duckte sich dort an den Boden. Das vermeintliche Muttertier hatte man sogar noch davon laufen sehen. 

 

Methode Gitterkorb: Ein solcher wurde über das Jungtier gestülpt und mit Stangen befestigt, damit beim Mähen der Wiese die Stelle umfahren werden konnte. Aber zufrieden war das kleine Wesen nicht. Im Gegenteil: Es randalierte unter dem Korb und schrie laut nach der Mutter. 

 

Verständlich, aber nach kurzem Kriegsrat nicht zu ändern: Sicherheit geht auch für unmündige Vierbeiner vor. Und als sich die Vollstreckungsbürgerinnen und -bürger endlich verzogen, gab der kleine Racker weitgehend Ruhe. 

 

Während Gerhard Harder und Frau Annelene auf ihrem Hof den Helferinnen und Helfern, darunter wieder einige neue Gesichter („wir werden immer mehr“) ein Frühstück servierten, begann die Grasmahd. Und als Gerhard Harder später, filmend, den Korb hochhob und das Kitz durch einen Fußstampfer zur Flucht animierte (ein „Na?“ reichte einfach nicht, Gerhard), schoss es davon und in die Freiheit. Der trockene Kommentar des Naturfilmemachers: „Hat nicht mal Danke gesagt.“

 

Der kommt noch. Bestimmt. Danke jedenfalls an Fotografin Susanne Prenzlow für tolle Bilder. 

 

Bild zur Meldung: Kitz-Suche nah am Windpark am 17. Juni 2025

Fotoserien


Kitzrettung 2025 (18.​06.​2025)

Kontakt
 

Gemeinde Schmalensee

Bürgermeister

Dirk Griese
Dorfstr. 18
24638 Schmalensee

 

Tel.: (04323) 6253
E-Mail:

 

 BesuchPlus im Amt Bornhöved 

 

 

 

 
 
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