Bericht zur Jungwildrettung 2025, u.a. in Schmalensee
Die Zeit der Kitzrettung ist für dieses Jahr längst passé. Aktuell warnen Jäger vor liebestollen Rehböcken, die den wieder paarungsbereiten Ricken nachstellen und auch tagsüber dort Straßen überqueren könnten, wo man sie nicht erwartet. Und auch intensive Erntearbeiten können das Wild aufscheuchen und zu ungewöhnlichen Straßenquerungen veranlassen. Also an alle Autofahrer: Augen auf und Geschwindigkeiten anpassen!
Ergebnis der geschilderten erotischen Hatz werden dann neue Kitze sein, die es im nächsten Frühling vor dem Mähtod im Zuge der ersten Grasschnitte zu bewahren. In diesem Jahr waren wieder etliche Freiwillige auf Schmalenseer Flächen unterwegs, um unterstützt von externen Drohnenteams in den frühen Morgenstunden Kitze im hohen Gras aufzuspüren und durch Entfernen von der Wiese (Methode der Tarbeker Jäger) oder Festsetzen unter großen Körben (Naturschutzverein Ruhwinkel) davor zu bewahren, vom Mähwerk erfasst und getötet zu werden.
Aus dem Jahresbericht des NSV Ruhwinkel:
Heino Müller von der Jungwildrettung im Naturschutzverein Ruhwinkel, mit der die Schmalenseer Jäger und Landeigentümer besonders eng zusammenarbeiten, hat nun seinen Bilanzbericht für 2025 vorgelegt und Fotos zur Verfügung gestellt, der hier auszugsweise wiedergegeben wird:
„In diesem Jahr hatten wir vom 2. Mai bis 27. Juni 2025 insgesamt 30 Einsatztage. Es waren mehr Flächen als in den Vorjahren, weil wir viele Flächen mit Ackergras und Grünroggen abgesucht haben. Es wurden 203 Felder von 28 Landwirten in den Gemeinden Bornhöved, Ruhwinkel, Schmalensee, Stolpe und Wankendorf abgesucht, insgesamt 771 Hektar.
Wir haben 99 Kitze gefunden und davon 61 in Körben gesichert. Nach einer Regenpause waren im Juni viele Kitze so mobil, dass wir sie nicht fangen konnten. Aber sie wurden aufgescheucht und die Landwirte informiert. Außerdem haben wir 3 Junghasen, ein Entengelege und zum ersten Mal ein Damkalb gefunden und gesichert. Fasenküken und Rebhuhnküken haben wir auch gefunden.
Nicolas Hansen (Redakteur Deutschlandfunk) war bei einem Einsatz im Juni dabei und hat davon eine Reportage erstellt: https://www.deutschlandfunkkultur.de/plus-eins-100.html.
Am 7. Mai sollten wir 120 Hektar absuchen. Günter Biß und Tjark Tensfeldt (Tarbek) haben mit ihren Dohnen geholfen, sodass wir mit drei Teams suchen konnten und alle Flächen geschafft haben. Am 15. Mai haben wir mit Hilfe von Tjark Tensfeldt 77 Hektar abgesucht.
Die Unterstützung war wieder großartig. 28 Helfer des NSV haben bei einem oder mehreren Einsätzen unterstützt. Außerdem hatten wir viele Helfer in Schmalensee und Stolpe.“
Bild zur Meldung: Kitzrettung 2025













