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November-Meldungen der älteren und jüngeren Vergangenheit aus Schmalensee und Umgebung – Teil 2

Schmalensee, den 15.​11.​2025

Werfen wir den Blick zurück in die Geschichte unseres Dorfes und seiner Umgebung. Zahlreiche Quellen liefern uns oft Aufschluss über längst vergessene Geschehnisse und bieten zugleich Gelegenheit für Erinnerungen. Wie immer sind die historischen Meldungen monatlich zweigeteilt, um den Besucherinnen und Besuchern von „gemeinde-schmalensee.de“ ein hoffentlich interessantes Mehr an geschichtlicher Unterhaltung zu bieten. Hier der zweite Teil für den Monat November.

 

Vor 10 Jahren Zukunftswerkstatt Schmalensee: Auf dem Gemeindesaal findet am 15. November 2015 eine besondere Einwohnerversammlung statt. Die aus dem Ausschuss für Jugend, Senioren und Sport, Ortsverschönerung und Fremdenverkehr gebildete Arbeitsgruppe Zukunftswerkstatt hat alle Generationen zur gemeinsamen Ideensammlung eingeladen. Der Verschönerungs- und Vogelschießerverein unterstützt und organisiert die Runde mit den Kindern. Das Dutzend Kinder bringt sich mit vielen Vorschlägen rund um die Badestelle und die örtlichen Spielplätze ein. Aber dem Dorfnachwuchs machen auch Themen zu schaffen, die bei den über 40 erwachsenen Werkstatt-Teilnehmern eine Rolle spielen. Etwa die Frage, ob es nicht einen Bäcker im Dorf geben könne oder eine Umgehungsstraße („damit die Katzen und Kater nicht mehr auf der Dorfstraße totgefahren werden“). Viele Ideen, die in weiteren Treffen der Arbeitsgruppe Zukunftswerkstatt besprochen werden sollen, trägt man zusammen. So erhoffen sich einige Bewohner ein Dorf mit Festen und Feiern, einem gut organisierten System der gegenseitigen Hilfe, ausgestattet mit einem Dorfladen und einem erhaltenen Gasthof, das in gut 20 Jahren autark in Sachen Energiegewinnung ist.

 

Aus der Gemeindepolitik vor 25 Jahren: In ihrer Sitzung am 16. November 2000 werden die Mitglieder der Schmalenseer Gemeindevertretung enttäuscht: Eine Ortsumgehung Schmalensee steht nur auf der Warteliste der Verkehrsbehörden, Umgehungen für Gettorf oder Groß Wittensee seien dringlicher. Bürgermeister Hans Siebke hat die Nachricht erhalten, dass sogar die angekündigte Machbarkeitsstudie einer Ortsumgehung im Zuge der B 430 „total ruht“. Dicke Luft gibt es zwischen Gemeindevertretern und Anwohnern des Neubaugebiets Redderkoppel. Grund ist der geplante Ausbau der Straße Op'n Barg, an der Damsdorfer Straße und oberhalb der Redderkoppel gelegen. Die Anwohner stören sich an der Lage der neuen Grundstücke, von denen aus der Blick in die tiefer gelegenen Häuser möglich werde. Die GV beschließt, den Abstand von 3 auf 5 Meter zu vergrößern und beschließt den Bebauungsplan. Finanziell geht es Schmalensee hervorragend. Die Gemeinde ist nicht nur schuldenfrei, sie hat tüchtig Geld angespart. 209.000 DM fließen in die Rücklagen. Für 2001 sieht der Haushalt der Gemeinde im Verwaltungsteil 985.800 DM und im Vermögenshaushalt 135.200 DM vor.

 

Kriegsmeldungen aus dem November 1915: In der zweiten Novemberhälfte 1915, vor 110 Jahren, sind weitere Meldungen mit Bezug zu Schmalensee und Umgebung im Segeberger Kreis- und Tageblatt zu finden. Am 17. November wird berichtet, dass derzeit 54 Männer aus Schmalensee den Kriegsdienst unter Waffen leisten. Die Frauen des Dorfes beschließen, für jeden ein Weihnachtspäckchen aufzugeben. Sämtliche noch nicht einberufene oder wieder entlassene Unteroffiziere und Mannschaften der Reserve aus Schmalensee und anderen Gemeinden haben sich am 18. November 1915 um 9 Uhr in der Schlamersdorfer Gastwirtschaft Beuck zur Herbstkontrollversammlung einzufinden. Totensonntag. In der Kirche zu Bornhöved werden am 21. November Lorbeerkränze für die Gefallenen des Kirchspiels am Altar niedergelegt. Nach der Predigt von Pastor Schlüter gibt es ein Ehrengeläut. 

 

Vor 20 Jahren Baubeginn für das OGS-Gebäude: Am 18. November 2005 berichtet die Segeberger Zeitung von der Grundsteinlegung für das Gebäude der Offenen Ganztagsschule (OGS) Bornhöved. Dieses entsteht nach Plänen der Architekten Markus und Wolfgang Fehrs aus Neumünster zwischen der Realschule und der Grund- und Hauptschule. Rektorin Hannelore Regber für die Realschule und Rektor Peter Klingmann für die GHS sind Zeugen, als Tensfelds Bürgermeisterin und Schulverbandsvorsteherin Dr. Beatrix Klüver mit den Architekten eine kupferne Zeitkapsel versenkt, begleitet von den Worten „Wir wünschen dieser Offenen Ganztagsschule ein herzliches, friedliches, respektvolles und liebevolles Miteinander.“ 

 

Schlimmer Jagdunfall vor 145 Jahren: Im benachbarten Stocksee ereignet sich laut Bericht im Segeberger Kreis- und Wochenblatt vom 20. November 1880 ein schlimmer Jagdunfall. Der örtliche Lehrer geht mit seinem neunjährigen Sohn in der Abenddämmerung jagen. Der Lehrer beauftragt den Sohn, einige Koppeln abzutreiben. Doch da fällt ein Schuss: Ein anderer Jäger hat versehentlich auf den Lehrersohn geschossen, für den laut Zeitung keine Hoffnung besteht. 

 

Gefallenendenkmal vor 65 Jahren erweitert: 1923 hatte man in Schmalensee ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges eingeweiht. Seit dem 20. November 1960 bietet es den heutigen Anblick, denn nach dem Krieg von 1939 bis 1945 wurde eine Erweiterung notwendig. Eine neue Gedenktafel mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges wurde eingesetzt, ein Landschaftsgärtner hatte den Grünplatz angelegt. Unter Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehr Bornhöved und des Männergesangvereins Eintracht aus Bornhöved vollzog sich die Feierstunde unter reger Beteiligung der Schmalenseer Bevölkerung und sämtlicher Vereine. Pastor Meyer hielt die Weiherede, Kränze legten u.a. Bürgermeister Helmuth Saggau und Amtmann Adolf Biß nieder. 

 

Brandmanöver in Bornhöved: An Stelle eines Amtsfeuerwehrtages findet laut Bericht der Segeberger Zeitung vom 20. November 1975, vor 50 Jahren in Bornhöveds Ortszentrum ein Brandmanöver aller Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Bornhöved und der Trappenkamper Wehr statt. Zur Zufriedenheit von Kreisbrandmeister Heinrich „Heini“ Juister und Amtswehrführer Walter Koch können die Nebengebäude der Hofstelle Hauschildt „gerettet“ und ein Übergreifen des Feuers auf weitere Grundstücke verhindert werden.

 

Kontrollpflicht für Milch seit 90 Jahren: Das Ende der freiwilligen Milchkontrolle, die hierzulande seit 1911 durch den Verband der schleswig-holsteinischen Kontrollvereine organisiert wurde, wird am 22. November 1935 eingeläutet. Damals beträgt die Kontrolldichte in Schleswig-Holstein 31,1 Prozent, ein Spitzenwert im Deutschen Reich. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft greift nun mittels Verordnung in das Milchleistungsprüfungswesen ein und macht aus der freiwilligen eine Pflichtkontrolle. 

 

Zwei Brände in einer Nacht vor 130 Jahren: Von Stocksee her ertönen am 23. November 1895 um 20.30 Uhr die Feuersignale: Auf Stockseehof brennen sieben große Korndiemen, die aber wegen günstigen Windes und großem Abstand zu den Gebäuden keinen weiteren Schaden anrichten können. Um 23.30 Uhr brennt in Damsdorf das Anwesen des Hufners August Dunker nieder. Die Familie wird im Schlaf vom Feuer überrascht und kann nur wenig von dem glücklicherweise versicherten Mobiliar retten. An Vieh verenden zwei Pferde, ein Fohlen und einiges Geflügel. Alle benachbarten Wehren beteiligen sich an der Brandbekämpfung – alle bis auf die Wehr aus Muggesfelde, wie das Segeberger Kreis- und Wochenblatt berichtet. Die Brandwehr des Gutsbezirks kann diese Nachricht nicht auf sich sitzen lassen und stellt in einer späteren Ausgabe klar, dass derzeit in der Gemeinde kein Nachtwächter tätig sei und entsprechend keine Alarmierung erfolgte.

 

Hakenkreuz schon 1920 ein Thema: Das Segeberger Kreis- und Tageblatt berichtet am 23. November 1920, vor 105 Jahren, dass das Kultusministerium ein Verbot für das Tragen von Hakenkreuzen in der Schule ausgesprochen habe. Es habe sich herausgestellt, dass dadurch das „gute Einvernehmen zwischen den Schülern erheblich gestört werde.“

 

Seit 45 Jahren SV Schmalensee von 1980 e.V.: Am 25. November 1980 hält der SV Schmalensee im Gasthof Voß seine erste Mitgliederversammlung ab. Der Gründungsausschuss bzw. -vorstand hat ganze Arbeit geleistet und alles vorbereitet. Mit Kurt Klinkowski (Vorsitzender), Bernhard Buchholz (2. Vorsitzender), Jutta Schütt (Kassenwartin), Eckhard Sarau (Schriftführer), Dierk Harder (Jugendwart) und den Beisitzern Gerd Scholz und Klaus Stegelmann wird eine komplette Vorstandsmannschaft gewählt. Außerdem wird eine Satzung beschlossen. Die Vereinsfarben werden mit Rot (Hemden) und Schwarz (Hosen) festgelegt. Die Ergebnisse einer im Vorwege durchgeführten Fragebogenaktion spiegeln sich im Sportangebot des SVS wieder: Es sollen Fußball (Spartenleiter Frank Radloff), Tischtennis (Hans Suhr) und Luftgewehrschießen (Gerda Steen) praktiziert werden. Dierk Harder nimmt sich des Jugendfußballs und des Handballsports an.

 

25-Jahr-Feier des SV Schmalensee vor 20 Jahren: Mit einer großen Festveranstaltung auf dem Saal des Gasthof Voß feiert der SV Schmalensee am 25. November 2005 sein 25-jähriges Bestehen. Unter den zahlreichen Gästen ist auch Gerd Scholz, vor 25 Jahren Gastwirt in Schmalensee und Vorsitzender des Gründungsausschusses, der die Vorbereitungen zur Gründung des SVS traf. Zum Dank erhält Scholz, der in Ludwigshafen lebt, die Goldene Ehrennadel Nummer 4. Die Nadel mit der Nummer 5 geht an Hans-Christian Mödinger aus Belau, der seit 1991 Spartenleiter Tischtennis ist. Wolfgang Hahne, stellvertretender Spartenleiter Skat, und Platzwart Rainer Detlof werden mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. 

 

Bankraub aufgeklärt vor 70 Jahren: Ein rasch aufgeklärtes Verbrechen in der Nachbarschaft melden verschiedene Tageszeitungen am 27. November 1955, so auch die Honnefer Volkszeitung: „Bankräuber nach 24 Stunden gefaßt. Kiel, 27. Nov. (dpa) Rund 24 Stunden nach der Tat gelang es der Kieler Kriminalpolizei, die beiden Bankräuber festzunehmen, die, wie gestern gemeldet, aus der Sparkassennebenstelle Schlamersdorf bei Segeberg rund 3500 Mark erbeuteten. Nach Angaben der Kieler Kriminalpolizei sind die Täter zwei Brüder aus Bornhöved (Kreis Segeberg) und Hamburg. Der eine der Täter wurde in seinem Heimatort Bornhöved, der andere in Kiel festgenommen.“ 

 

Scharfe Kritik an Unfallfahrer vor 90 Jahren: Am 28. November 1935 ist im Segeberger Kreis- und Tageblatt diese Meldung aus Schmalensee zu lesen: „Auf energischen Widerstand stieß ein Kraftfahrer, der abends in unserem Dorf einen Telegraphenpfahl rammen wollte. Er lag nachher selbst k.o. geschlagen am Grabenrand mit seinem Gefährt. Und die Radspur spielte dazu noch den Verräter und ließ durch den Zickzackkurs deutlich erkennen, daß der Fahrer selbst reichlich ‚getankt’ hatte. Die zerbrochene Schutzscheibe und ein paar Handverletzungen sollten ihn belehren, lieber Benzingemisch als Alkoholgemisch zu tanken. Diesmal waren einige Telefondrähte zerrissen, aber gar zu leicht kann man durch solch unsinniges Fahren auch unschuldige Passanten in Gefahr bringen.“

 

Diebe nutzen Konzertveranstaltung für Beutezug: Im Gasthof Voß findet am 28. November 1935, vor 90 Jahren, ein großes Militärkonzert mit der Militärmusikvorschule Rendsburg unter der Leitung des Dirigenten Kruse statt. Aber nachhaltige Freude löst die Veranstaltung unter den Schmalenseern nicht aus, denn Diebe nutzen die Gunst der Stunde und suchen die leeren Wohnungen im Dorf auf. Bargeld, Schmuck und Silber werden gesucht. Dabei wird manches Zimmer auf den Kopf gestellt. So auch beim Bauern Peter Nagel, bei dem die Diebe einen hohen Geldbetrag erbeuten. Fußspuren im heutigen Hirtenweg deuten darauf hin, dass man auch bei Baumeister Blunk einzusteigen gedachte. Doch nach vorsichtigem Klopfen antwortete von drinnen der alte Vater. Allgemein wird ein Zusammenhang mit zahlreichen Diebstählen in Bornhöved vermutet. 

 

Feuerwehr bestimmt neues Personal:Eine Außerordentliche Mitgliederversammlung als Wahlversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schmalensee stellt am 28. November 1965, vor 60 Jahren, die Weichen für das nächste Jahrzehnt: 21 anwesende aktive Kameraden wählen Hermann Heiden zum neuen Gemeindewehrführer und Nachfolger von Helmuth Saggau. Zum neuen Stellvertretenden Wehrführer wählen 12 Kameraden Helmut Nagel, der die Wahl trotz der geringen Zustimmung annimmt. Auch Hans Siebke erhält lediglich 12 Stimmen und wird Schriftführer. Neuer Kassierer wird Walter Behrend, der immerhin 16 Stimmen erhält. Erstmals werden die Ämter von Schriftführer und Kassierer nicht mehr von nur einer Person wahrgenommen. Die Übernahme der Funktionen erfolgt erst im Zuge der nächsten Generalversammlung am 28. Februar 1966. 

 

Zwei Schmalenseer an der Spitze der Schwarzbunten: Im Bad Segeberger Kreisbauernhaus findet am 29. November 1930, vor 95 Jahren, die 58. Generalversammlung des Kreisvereins Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner statt. Ein Lichtbildvortrag vermittelt die Grundlagen der Zuchtlehre. Im Regularienteil erfolgt die Neuwahl des Vorsitzenden. Da C. Isenberg nicht wieder kandidiert, kommt es zur geheimen Wahl, aus der Heinrich Harder aus Schmalensee erfolgreich hervorgeht. Geschäftsführer Heinrich Göttsch, Lehrer in Schmalensee, wird wiedergewählt. 

 

Ortsumgehung und Ferienhäuser Thema vor 60 Jahren:Laut Aufzeichnungen von Gerhard Cuwie (veröffentlicht am 19. Februar 1989) findet am 29. November 1965 im Rahmen der Aufstellung eines Flächennutzungsplanes für Schmalensee eine Besprechung zur Trassenführung einer zukünftigen Ortsumgehung statt. Alle „einschlägigen Behörden“ seien dabei. Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass eine Realisierung des seit 1939 geplanten Projektes erst in den 1980er Jahren in Frage komme. 

Im Nachlass von Hans Siebke (2023) existiert eine „Niederschrift über eine Planungsbesprechung über die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes für die Gemeinde Schmalensee. Demnach hat der Architekt Schöning (Schönwalde) einen Entwurf erarbeitet, über den die Vertreter von Gemeinde uns Amt, Kreisplanungsamt, und der Ministerien für Wirtschaft und Verkehr und Soziales im Beisein der Gemeindevertreter Friedrich Bollbuck, Hermann Cornehls, Gerhard Cuwie, Heinrich Wulf und Hans Voß unter der Moderation von Bürgermeister Helmuth Saggau beraten. Der von Cuwie notierte Verweis auf die 1980er Jahre ist in der Niederschrift nicht enthalten. Dafür wird der Gemeinde klargemacht, dass ein Neubaugebiet am Weg nach Belau aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht infrage komme. Auch wird dringend davon abgeraten, Ferienhäuser am See zu errichten. Stattdessen, so der Vertreter des Sozialministeriums, sollten Pensionen gebaut werden. Nach den Beratungen wird das gesamte Gemeindegebiet besichtigt. Insbesondere wegen einer möglichen Trassenführung einer Umgehungsstraße, die Hauptinhalt der Besprechung gewesen ist. 

 

Widerstand gegen Asylbewerber-Massenunterkunft: Ein Privatmann hat am 15. November 1990, vor 35 Jahren, das ehemalige Mütterkurheim erworben und dem Kreis Segeberg als Unterkunft für bis zu 120 Asylbewerber angeboten, da der Kreis zuvor das Ansinnen des neuen Eigners, ein Alten- und Pflegeheim einzurichten, negativ beurteilt hatte. Nun regt sich teils heftiger Widerstand im Dorf, erste Flugblätter kursieren und Bürgermeister Hans Siebke übt Kritik daran, dass die Gemeinde nicht beteiligt ist. Eine Einwohnerversammlung am 29. November 1990 im Gasthof Voß befasst sich mit diesem „heißen Eisen“. Rund 100 von 380 Einwohnerinnen und Einwohnern kommen und lassen Dampf ab. Strikte Ablehnung ist es nicht, was die Schmalenseer umtreibt, sie machen sich sogar konkrete Gedanken, wo einzelne Familien von Asylsuchenden untergebracht werden könnten. Unzufriedenheit mit den Ergebnissen der Einwohnerversammlung gibt es aber auch, und so bilden Schmalenseerinnen und Schmalenseer schon am 30. November eine Bürgerinitiative gegen eine Massenunterkunft für Asylbewerber in Schmalensee. Ihr Protest richtet sich gegen Pläne des Kreises, vertreten durch den Landrat, den Kreisausschuss und den Kreistag. (Diese Geschichte wird m Dezember weitererzählt werden...)

 

Kieswerkärger in Schmalensee hält an: Die Sitzung der Gemeindevertretung am 30. November 1995, vor 30 Jahren, befasst sich mit den Ergebnissen der jüngsten Einwohnerversammlung (am 9. November) zum Kiesabbau bei Vierhusen und damit verbundenen Belastungen durch den Schwerlastverkehr im Dorf. Kurz zuvor hat ein Kieler Institut sein Gutachten zu einer möglichen Schadstoffbelastung der Luft in Schmalensee veröffentlicht. Demnach liegen die Werte über denen der Lübecker Innenstadt. Sie würden zwar durch die Technische Anleitung (TA) „Luft“ noch akzeptiert, für den Ländlichen Raum aber seien Werte wie die in Schmalensee nicht tolerabel. Das Gutachten hatte die Gemeinde Belau im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsuntersuchung in Auftrag geben müssen. Die Gemeinde Schmalensee wird sich nun um ein eigenes Gutachten kümmern, das die Angaben des Belauer Gutachtens untermauern soll.

 

 

Bild zur Meldung: Das Mütterkurheim in der Belauer Straße in Schmalensee

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Historisches 2025-11-15 (27.​10.​2025)

Kontakt
 

Gemeinde Schmalensee

Bürgermeister

Dirk Griese
Dorfstr. 18
24638 Schmalensee

 

Tel.: (04323) 6253
E-Mail:

 

 BesuchPlus im Amt Bornhöved 

 

 

 

 
 
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