Ausschüsse empfehlen Verkaufspreise für Neubaugebiet
Am 19. Februar haben die Ausschüsse für Planung und Umwelt, Bau- und Wegeangelegenheiten (Bauausschuss) und für Finanzen gemeinsam getagt und einen sicher lange erwarteten Beschluss zur Vermarktung der Grundstücke im Bebauungsplan Nr. 8 („Schmiedeberg“) gefasst. Dieser ist allerdings nur eine Empfehlung an die Gemeindevertretung, die den Beschluss bestätigen oder kippen könnte – was relativ unwahrscheinlich ist. Datum ist sehr wahrscheinlich der 12. März 2026.
Die gemeinsame Sitzung am 19. Februar fand der Ordnung halber mit einheitlicher Moderation aber getrennter Leitung durch die Ausschussvorsitzenden und getrennter Protokollführung durch zwei Mitarbeiterinnen der Verwaltung statt. In den Beschlusspunkten wurde somit auch getrennt abgestimmt. Kurios: Die Ausschussvorsitzenden Thorge Jankowski (Finanzen) und Christian Detlof (Bauen und Moderation) konnten, da sie beiden Ausschüssen angehören, somit „zweimal“ abstimmen. Für das angekündigte „Theater ohne Generalprobe“ gab es immerhin einen Regieplan...
Das sind die Ergebnisse der gemeinsamen Ausschusssitzung
Grundstückspreise im Neubaugebiet „Schmiedeberg“:
Die Ausschüsse empfehlen der Gemeindevertretung, einem von der mit der Vermarktung beauftragten Landgesellschaft Schleswig-Holstein erarbeiteten Vorschlag zu folgen, der nicht kostendeckend sondern mit einer Reserve ausgestattet ist, um Eventualitäten abpuffern und finanziellen Schaden von der Gemeinde fernhalten zu können. Wichtig: Wer im Netz die Beschlussvorlage zum Tagesordnungspunkt gelesen hat, wird an zwei Stellen unter „Sachverhalt“ über das Wort „Gewinn“ gestolpert sein. Einen „Gewinn“ von über 2 Millionen Euro hätte Schmalensee sicherlich gern – richtig aber ist das Wort „Erlös“ oder „Ertrag“, und der muss Kosten ausgleichen, ebenfalls über 2 Millionen Euro...
LGSH-Mitarbeiter Frank Gietzelt erläuterte eine im Vorschlag enthaltene Staffelung in den Grundstückspreisen, die sich an den Grundstückserschließungskosten durch künftige Bauherrinnen und -herren orientiert, geringere Preise für Grundstücke mit deutlich höherem Aufwand vorsieht und auch Beeinträchtigungen aufgrund regelmäßig fällig werdender Knickpflegearbeiten durch die Gemeinde berücksichtigt.
Dem Vorschlag folgend wurden vier (4) Quadratmeterpreise festgelegt: In neun Fällen 150,00 Euro, in zehn Fällen 145,00 Euro, in zwei Fällen 140,00 Euro und in einem Fall 135,00 Euro.
Mit den Erschließungsarbeiten hofft die beauftragte Baufirma im März starten zu können; voraussichtliches Ende ist am 31. Oktober. „Wenn alles gut geht“ könnten erste Bauherrinnen und Bauherren noch vor dem Jahreswechsel starten. Hoffen wir mal, dass alles gut geht.
Ein Auswahlkomitee soll gebildet werden
Der Landgesellschaft Schleswig-Holstein liegen 64 Bewerbungen im „Topf 1“ vor, die bis 6. Mai 2025 eingegangen waren, und weitere 35 im „Topf 2“, die ab 7. Mai 2025 eingingen. Wenn die Gemeindevertretung Verkaufspreise beschlossen hat, geht das Neubaugebiet in die Vermarktung. Die LGSH wird zunächst alle in „Topf 1“ befindlichen Interessenten anschreiben, die ihr Kaufinteresse bekunden und bis zu drei Grundstückswünsche äußern können. Auch müssen sie, älteren Beschlusslagen in Schmalensee folgend, ihren Schmalensee-Bezug aufzeigen.
Die LGSH wird, wenn eine erste Gruppe von Bewerbungen bearbeitungsfähig ist, mit einem von den Ausschüssen vorgeschlagenen (und von der Gemeindevertretung zu bestätigenden) Auswahlkomitee durchgehen. Diesem gehören Mitglieder der Ausschüsse beziehungsweise der Gemeindevertretung an, die selbst (oder deren nahe Angehörige) keine Interessen in dem Neubaugebiet haben: Der 1. Stellvertretende Bürgermeister Christian Detlof als Leitung (3. Stellvertretende Bürgermeisterin Karolin van het Loo als Stellvertretung), Gemeindevertreter Sönke Siebke, MdL (Vertreter Christopher Brust), Ausschussmitglied Thomas Kriegbaum (Stellvertreter Nils Loenicker).
Das weitere Procedere wird nach der Sitzung der Gemeindevertretung erklärt werden.
Damsdorfer Straße muss zeitweise gesperrt werden
Teil der Erschließung des Neubaugebietes Schmiedeberg ist der Bau einer zusätzlichen Abwassersdruckrohrleitung, die von ungefähr dort, wo derzeit ein Containerplatz ist, bis zur Dorfstraße (B430) Hohe Nr. 9 zu verlegen ist. Auch hier ist die Auftragsvergabe erfolgt und man steht in den Startlöchern.
Die Anwohner der Damsdorfer Straße werden vor Beginn der Maßnahme, die mehrere Baugruben in der Straße vorsieht, entsprechend informiert werden. Ein Termin für den Baustart steht noch nicht fest.
Was weiter beraten und/oder beschlossen wurde
Zu einer vom Wege-Zweckverband angestoßenen Sanierung der Tarbeker Straße wurde kein Beschluss gefasst. Anlass dafür war, dass noch nicht feststeht, in welchem Umfang eine solche erfolgen und welchen finanziellen Aufwand das bedeuten und welche Förderungen es eventuell geben wird. Außerdem stehen in den nächsten zwei Jahren mehrere Straßenbau-Maßnahmen in der nahen und unmittelbaren Umgebung an – zu prüfen ist, ob dies aufschiebende Wirkung haben kann. Denn auch wenn die Tarbeker Straße (Ein Gemeindeverbindungsweg, GIK 62) nicht als Umleitungsstrecke ausgewiesen und mit einer temporären Tonnagebeschränkung versehen würde – zu viele Navigationsgeräte würden für Umgehungsverkehr sorgen, der das ignorieren dürfte.
Der Gemeindevertretung wird durch den Bauausschuss empfohlen, Ingenieursleistungen im Zusammenhang mit der Betreuung des gemeindeeigenen Wasserversorgungsnetzes zu beauftragen.
Der Finanzausschuss hat einen Beschluss zur Stellenbesetzung eines Gemeindearbeiters gefasst, der nicht weiter durch die Gemeindevertretung behandelt werden muss.
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