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Ausflug zur Grenzau bringt Überraschungen

Schmalensee, den 19.​07.​2026

Nein, damit war nicht zu rechnen, als es am gestrigen Nachmittag auf Wanderschaft ging. Stets vor dem Haus entscheidet „der Bauch“, wohin der Weg führen soll. Zur Grenzau sollte es gehen, dem Hechtgraben, der in Seenähe die Gemarkungen von Schmalensee und Bornhöved trennt, und über den eine kleine Brücke den Zugang zu den Nachbarn ermöglicht. 

 

Für Insektenbilder war es zu windig und frisch. Aber die Geräuschkulisse verriet schon kurz nach Verlassen der Schmalenseer Badestelle, dass Gänsefotos garantiert sein würden. Das bewahrheitete sich dann auch beim Erreichen des Zuflusses zum Schmalensee: Viele Dutzende Grau- und Kanadagänse bevölkerten, auf Bornhöveder Seite, die Flächen. 

 

Gefühlt zum Leidwesen der dort ebenfalls befindlichen Rinder. Die strahlten zwar, mehrheitlich wiederkäuend im Gras liegend, diese Ruhe aus, die den gestressten menschlichen Betrachter durchaus „erden“ kann. Irgendwie aber war es gut vorstellbar, dass ihnen eindeutig zu viel Bewegung auf der Wiese war – vom lauten Geschnatter gar nicht zu reden. 

 

Plötzlich aber faucht es von unten aus dem Graben: Ein imposanter Schwan hat sich in das für seine Verhältnisse doch recht schmale, in dieser Jahreszeit zumal recht zugewachsene Gewässer vorgewagt. Die seinerseits unerwünschte – aber räumlich gar nicht zu umgehende – Nähe zum Fotografen veranlasst das edle Tier, seinen Unmut geräuschstark zum Ausdruck zu bringen. 

 

Ohne Foto geht es aber nicht. Und tatsächlich zeigt sich das Tier ein Mal im Profil, dann frontal. Dann aber schwimmt der Schwan schnurstracks in einen von Blicken geschützten Bereich. Recht so. 

 

Weiter geht der Weg und wie immer ist ein Halt auf der Brücke eine liebe Pflicht. Der Blick von dort den Grenzbach entlang zum See ist einer der Lieblingsblicke. Also, der Wasserlauf ist wirklich kräftig zugewachsen.... Und damit offenbar ein Paradies für zwei ungebetene Gäste in unserer Natur: Nutria. 

 

Sie schwimmen umeinander herum, knabbern hier, futtern dort, tauchen unter Zweigen oder Gestrüpp hindurch. Die Kamera klickt, klickt, klickt. Schauen die beiden zum Fotografen? Eines schwimmt in Richtung Brücke, scheint ins Objektiv zu blicken, um dann ab- und – für den Betrachter – nicht wieder aufzutauchen. Sein pelziger Kumpel tut es ihm nach – die Bilder aber sind im Kasten. 

 

Nutria, Biberratten, sind in unseren Gefilden fremd. Zumindest für die heimische Natur, die sich ihrer nicht erwehren kann: Nutria fressen Schilf – was den Fischen Laichgründe und den Wasservögeln Bruträume nimmt. Und beim Graben ihrer Baue und Gänge unterhöhlen diese invasiven Tiere Böschungen und Ufer, beeinträchtigen unsere Grabensystem zur Entwässerung der Wiesen. Schade.

 

Fotos Christian Detlof

 

Bild zur Meldung: Links Bornhöved, rechts Schmalensee - an der Grenzau

Fotoserien


Grenzau 2026-07-19 (19.​07.​2026)

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Gemeinde Schmalensee

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Dorfstr. 18
24638 Schmalensee

 

Tel.: (04323) 6253
E-Mail:

 

 BesuchPlus im Amt Bornhöved 

 

 

 

 
 
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