Osterfeuer war hilfreich gegen Kälte
Nach einem sommerlichen Mittwoch folgte ein Gründonnerstag, der, dem April-Klischee alle Ehre machend, Nässe und Kälte mitbrachte. Dem Schmalenseer Osterfeuer, ausgerichtet vom Sportverein und dem Verschönerungs- und Vogelschießerverein, tat dies aber keinen Abbruch.
Gezählt wurde nicht, aber die für ein Osterfeuer typisch frequentierten „Zonen“ waren allesamt ansehnlich gefüllt.
Zone 1 – Der Hang. Laut Inaugenscheinnahme für das Baumkataster der Gemeinde kann man bereits von „Wald“ sprechen, wir aber bleiben traditionell beim Hang, den die Kinder wohl noch mehr lieben als den Spielplatz. Egal wie steil, egal wie nass – es gibt nur passende Klamotten und die entsprechende Portion Draufgängertum, um im Stil von Gämsen im Hang herumzutollen.
Einmal im Jahr aber wird der „Hang zum Hang“ unterbrochen – ausgerechnet vom Osterhasen, der im Auftrag der zwei Vereine die ebenfalls beliebten „Naschitüten“ schon vor dem eigentlichen Osterfest eben dort versteckt hat.
Also scharen stets die Vorsitzenden der Vereine, derzeit Steffi Allonge (VVV) und Henning Pape (SVS), die wilde Kinderschar um sich, der Sportverein diktiert die Regeln und dann geht sie los, die wilde Jagd nach den süßen Sachen.
Wenn die Naschi-Suche für alle Kinder wie immer erfolgreich abgeschlossen ist, wollen es stets einige ganz genau wissen und erforschen, teilweise mit Stirnlampen ausgestattet, den Hang weiter, bis zur eigenen Erschöpfung und der der heimischen Waschmaschine.
Zone 2 – Die Feuerstelle. Sie ist der eigentliche Mittelpunkt der Veranstaltung. Wochen vorher schon haben die Vereine und insbesondere Gemeindearbeiter Mario Rehfeldt einen Holzhaufen errichtet, den es, nach zwischenzeitlichen Kontrollen auf ungewollte Untermieter aus der Tierwelt, zu entfachen gilt. Das erledigte Henning Pape im Vorbeigehen, Freiwillige sorgten im Verlauf es Abends dafür, dass alle bereitgelegten Holzreserven aufgebrannt wurden.
Aufgrund der Witterung war das Feuer in diesem Jahr sicherlich nicht das übliche Fotomotiv. Begehrte Wärmequelle und Anziehungspunkt, vorrangig für das junge Volk im, sagen wir mal, „mittleren Alter“, war es aber allemal, und eine knackige Dunkelheit drumherum verhinderte das Ermitteln einer Besucherzahl.
Zone 3 – Der Getränkestand. Temporär, nämlich bis zuerst „Pommes alle“ und später auch „Wurst alle“ ausgerufen wird, auch Fressstand der Osterfeuer-Veranstaltung, ist dies die wichtige „Quelle“ für Anregung aus Bechern und Flaschen, um gute Gespräche – mal oberflächlich, mal unter die Haut gehend – zu führen.
Hier werden Informationen ausgetauscht, Gerüchte verbreitet und Erinnerungen hervorgerufen. Und hier wird stets am längsten ausgehalten. Mehr noch: Aus der Gruppe derer, die hier zufrieden Revue passieren lassen, dass die Besucherzahlen stimmten, in der Regel von Kassenwartinnen mit vielsagendem Lächeln bestätigt, sorgen vor dem Weg nach Hause für ein rasches Zusammenräumen.
Osterfeuer in Schmalensee: Irgendwie Routine, aber auch immer wieder anders.
Bild zur Meldung: Osterfeuer 2025 - Foto Karolin van het Loo













